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Poschacher Natursteinwerke

Die ersten Pläne für die Neugestaltung der Maria-Theresien-Straße liegen lange zurück. Die ersten Schritte der Wandlung der nördlichen Maria-Theresien-Straße zur Fußgängerzone wurden bereits im Jahr 1992 eingeleitet. Mit der Herausnahme der Parkplätze, der Buslinien und Straßenbahnen im Zuge der Neukonzeption des Öffentlichen Verkehrs, der Taxistandplätze und gleichzeitig des Angebotes von Gastgärten und Sitzmöglichkeiten wurde die Fußgängerzone zunächst kostengünstig erprobt, bevor man sich an eine Neugestaltung wagte.

Am 8. September 2007 erfolgte der Spatenstich für das Gestaltungsprojekt, welches auf dem Wettbewerbsprojekt der AllesWirdGut Architektur ZT GmbH basiert.

Am 7. Juli 2010 konnte die neu gestaltete Fußgängerzone in ihrer gesamten Länge den NutzerInnen übergeben werden. Dazwischen liegen umfangreiche Bauarbeiten mit denen u.a. die Leitungen von Wasser, Abwasser, Strom und Gas samt Hausanschlüssen vollständig erneuert wurden und 6.060 m² Granitpflaster verlegt wurden. Die Besonderheit der Maria-Theresien-Straße liegt im Wechselspiel ihrer urbanen Lage und dem Weitblick auf die Berge der Nordkette. Sie ist eine zentrale Verbindung von der Altstadt zur Triumphpforte, sie ist eine moderne Geschäftsstraße und ein eigenständiger Stadtraum.

Ziel der Gestaltung war es, die Nutzung als Fußgängerzone zu stärken und die verschiedenen funktionalen Anforderungen im Einklang miteinander neu zu ordnen.

Die Mitte der Fußgängerzone ist als Aufenthaltsfläche ausgeführt. In ihr verweben sich beide Straßenseiten miteinander und es entsteht ein zentraler Platz. Die langsameren Nutzungen, Aufenthalt, Verweilen, Genießen finden hier ihren Raum, während die außenliegenden Bewegungsflächen als Gehbereiche entlang der Fassaden und Schaufenster und als Fahrbereiche für Radfahrer, Fiaker und Lieferverkehr genutzt werden.

Die Annasäule ist Blickpunkt und zentrales Element. Der Platz rund um die Annasäule bieb weitgehend frei von Straßeneinrichtungen. Für die Oberflächenpflasterung wurden vier Granitsteinsorten flächenhaft eingesetzt, welche von Fassade zu Fassade in ihrer Grautönung wechseln und ohne Höhenabsätze verlegt wurden. Damit wird die nördliche Maria-Theresien-Straße in ihrer Breite als Platz wahrgenommen. Die Verbindungsfunktion wird durch ein Netz aus golden glänzenden Intarsien symbolisiert.

Betont werden damit die Verbindungen der Maria-Theresien-Straße zu den benachbarten Stadträumen und Passagen, aber auch die Verbindungen Innsbrucks zu seinen Partnerstädten, indem diese mit Namen und Entfernungsangabe in das Intarsien-Netz integriert sind. Um den nördlichen Teil der Maria-Theresien-Straße als großzügigem Raum innerhalb der Hausfassaden erlebbar zu machen, wurde auf Grünflächen und Baumpflanzungen verzichtet. Bei den Gastgärten werden je nach Jahreszeit Oleanderbäume in Trögen aufgestellt. Der Straßenraum ist mit Mastleuchten, Bodenstrahlern, in welche die Abfallkübel integriert sind, Radständern und Bänken möbliert. Gefertigt sind diese Möbel aus brüniertem Messing.

Der neue Sitzbrunnen markiert neben der Annasäule die Mitte der Maria-Theresien-Straße am Übergang der Fußgängerzone zum südlichen Abschnitt der Geschäftsstraße mit perfekter ÖV-Anbindung und künftig breiten, gestalteten Gehsteigen. Er ist im mittigen Aufenthaltsbereich der Straße angeordnet und lädt zum Verweilen und Entspannen ein. Der Blick auf die Annasäule und die Nordkette ist vom Brunnenpodest aus besonders schön. Er wird daher sicherlich beliebter Fotostandpunkt der StadtbesucherInnen werden.

Über eine behindertengerechte Rampe erreicht man von der Annasäule aus den um 70 cm gegenüber dem Straßenniveau erhöht angeordneten Sitzbrunnen. Von den anderen Seiten kann man den Brunnen über Stufen mit 30 cm Höhe erreichen. Um das Brunnenbecken verläuft eine Sitzfläche aus dunklem Eschenholz, welche sich im Norden zu einer Liegefläche mit rund 1,80 m Tiefe aufweitet. Das Brunnenbecken ist 3,60 x 3,60 m groß, mitsamt den umlaufenden Sitzflächen misst er 7,20 x 5,10m. Das Brunnenbecken besteht aus einer kubischen Messingwanne mit zentraler Wasserzutrittsdüse.

Bewusst finden im Brunnenbecken keine Wasserspiele statt oder werden sich Wasserfontänen ausbilden. Der Wasserspiegel wird sich nur mit leichten Wellen einstellen. Der Brunnen wird laufend mit Frischwasser aus dem Trinkwassernetz der IKB gespeist und kommt somit ohne chemische Wasseraufbereitung aus.

Wichtige Fragestellungen und Entscheidungen werden in der Projektsteuerungsgruppe getroffen. Diese Steuerungsgruppe wird mit Frau Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz- Plörer, Mitgliedern des Stadtsenates und den Amtsvorständen der jeweiligen Fachdienststellen gebildet. Seit Juli 2009 ist Stadträtin Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter Vorsitzende der Projektsteuerungsgruppe.

Für besonderes Flair und Stil sorgte die Firma Poschacher aus St. georgen. Seit 170 Jahren ist Poschacher auf die Verarbeitung von Naturstein spezialisiert.
Egal ob Natursteinlieferungen für Großobjekte oder individuelle Einzelfertigungen im Objektbereich oder Garten- und Landschaftsbau, Poschacher als größtes österreichisches Natursteinunternehmen ist in allen Bereichen ein zuverlässiger und kompetenter Partner.

So entstand in Innsbruck ein Vorzeigeprojekt, dass von den beteiligten Professionisten perfekt umgesetzt wurde.


Werbung / Fotos: zVg.
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