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Tauerntunnel Tauerntunnel

IKK

 

Salzburg / Kärnten, Mai 2011. - Der Bau von zweiten Tunnelröhren bildet das nachhaltig wirksamste Mittel, um die Verkehrsrisiken im Tunnel zu minimieren. Daher wurde nach dem tragischen Unfall im Tauerntunnel im Jahre 1999 von Seiten der ASFINAG begonnen, bestehende Tunnelanlagen zu erweitern bzw. technisch nachzurüsten.

Zwei getrennte Röhren mit jeweils zwei Fahrspuren führen einerseits zur Entschärfung des unmittelbaren Gefahrenpotentials, welches von Verkehrstunnel mit Gegenverkehr ausgeht und andererseits zu einer wesentlichen Verbesserung der Sicherheit für Verkehrsteilnehmer, die Erhaltungsmannschaft des Betreibers und nicht zuletzt die Einsatzkräfte.

Seit Beginn der Tunneloffensive der ASFINAG im Jahr 2001 wurden rd. 3,7 Milliarden Euro in die Tunnelsicherheit (Tunnelneubauten, zweite Tunnelröhren, bauliche und elektromaschinelle Maßnahmen inklusive Generalerneuerungen sowie der Ausbau der Überwachungszentralen) investiert. Bis 2014 investiert die ASFINAG weitere rd. 1,1 Mrd. Euro in die Erhöhung der Tunnelsicherheit.

Mit dem zweiröhrigen Ausbau von Tauern- und Katschbergtunnel wurde insbesondere die Möglichkeit zur Selbstrettung und Hilfeleistung im Anlassfall optimiert. Denn nun stehen zahlreiche Querverbindungen zwischen den beiden Tunnelröhren zur Verfügung, was einen maximalen Fluchtwegabstand von weniger als 300 m ergibt. Im Tunnel wurden auch Notrufnischen errichtet, von denen ein Notruf zur Überwachungszentrale abgesetzt bzw. mittels Warnknöpfen ein Brand oder sonstiger Schadensfall gemeldet werden kann. Der Feuerwehr steht über die gesamte Tunnellänge mit einem maximalen Abstand von 150 m ein durchgängiges Hydrantensystem für die Löschwasserentnahme zur Verfügung.

Durch das zum Einsatz kommende Lüftungssystem einer so genannten „Vollquerlüftung“ kann einerseits Frischluft eingebracht und punktuell – über sogenannte „Abluftjalousien“ – Abluft abgesaugt werden. Somit ist auch im Brandfall gewährleistet, dass entstandener Rauch unmittelbar am Entstehungsort abgesaugt wird, und es zu keiner Verqualmung des Tunnels kommen kann.

Der laufende Betrieb wird von der rund um die Uhr besetzten Überwachungszentrale in St. Michael/Lungau gesteuert und überwacht. Hier laufen alle sicherheitsrelevanten Daten zusammen.

Die voll ausgebauten Tunnel Tauern und Katschberg gehören somit ab sofort zu den am modernsten ausgerüsteten Straßentunnels in ganz Österreich, welcher alle nationalen und internationalen Sicherheitsstandards erfüllen.

Am 30. Juni 2011 erfolgt die Gesamtverkehrsfreigabe der Röhre Salzburg und Röhre Villach im Richtungsverkehr.

Neben ihrer Bedeutung als eine der wichtigsten Nord-Süd-Straßenverkehrsverbindung Europas erfüllt die A 10 Tauern Autobahn darüber hinaus auch eine wichtige volkswirtschaftliche Funktion. Durch die lange Zeit infrastrukturell schlecht erschlossenen Gebiete wie etwa der Lungau oder Oberkärnten haben diese durch den Bau der A 10 eine bedeutende Verbesserung ihrer Standortqualität im Hinblick auf die gewerbliche Wirtschaft und den Fremdenverkehr erfahren.

So sorgt der Vollausbau für eine bessere Erreichbarkeit und damit für eine Aufwertung der Urlaubsdestinationen und der Wirtschaftsstandorte Salzburg und Kärnten

Für viele ArbeitnehmerInnen etwa aus den Salzburger Gauen ermöglicht die Tauern Autobahn ein sicheres Pendeln in den Großraum der Stadt Salzburg und in weitere Folge ein Mehrangebot an beruflicher Aus- und Weiterbildung.

Und last but not least sicherte der Ausbau der Tauernstrecke vielen Klein- und Mittelbetrieben aus dem Bau- und Baunebengewerbe über Jahre hinweg sichere Arbeitsplätze, was wiederum der Volkswirtschaft zugute kommt.

 
Werbung / Fotos:ASFINAG
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