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Pflegewohnhaus Rudolfsheim-Fünfhaus "Ingrid-Leodolter-Haus"
Pflegewohnhaus Rudolfsheim-Fünfhaus "Ingrid-Leodolter-Haus"

Apoloner

Sinani Bau

Rauter Beton Fertigteile

 

Wien (Oktober 2015). Der annähernd quadratische Baukörper nimmt mit einer Höhenstaffelung die Topographie des Geländes auf. An der Huglgasse und der Holochergasse wird bewusst nicht an der Baulinie gebaut, die Fronten treten hier ca. 7,0m zurück um Distanz zur Nachbarbebauung zu schaffen und das Haus in einen Grünraum zu betten.

Pflegewohnhaus Rudolfsheim-Fünfhaus "Ingrid-Leodolter-Haus"

Aus dem kompakten Baukörper werden vier großzügige Gartenhöfe geschnitten. Diese liegen auf unterschiedlichen Niveaus, sind z.T. miteinander verbunden und ermöglichen das Erleben und Benutzen des Freiraumes in überschaubaren Dimensionen.

MARKTPLATZFLÄCHEN

Kernpunkt des Entwurfs sind die großen Allgemeinflächen, die sich rund um die Höfe gruppieren - Erschließungsflächen werden dadurch zu Kommunikationsbereichen - zu Marktplätzen mit vielfältigen Aufenthaltsqualitäten (Essplätze, Ruhe- und Rückzugsbereiche, Bewohnergalerien, Inszenierungen, Spielzonen, Geh-Parcours, etc). 

Durch diese Anordnung ergeben sich vielfältige Durchwegungsmöglichkeiten: Spaziergänge können als Rundwege stationsintern und stationsübergreifend geführt werden und bieten abwechslungsreiche Ausblicke in die Gartenhöfe und den Stadtraum.

Ein Raumkontinuum, das sowohl zum Flanieren und zu Aktivitäten einlädt, aber auch klar abgegrenzte Bereiche mit Rückzugsmöglichkeiten bietet.

BEWOHNERZIMMER

Das Bewohnerzimmer erhält neben der äußeren Loggia auch einen halbprivaten „Vorgarten“ – eine innere Loggia. Angegliedert an die Marktplatzfläche kann so jeder Bewohner aus seinem geschützten Bereich unmittelbar am Stationsleben teilnehmen: beobachten, sich am Laufenden halten, die Nachbarin zu sich einladen.

Mittels großzügig öffnenden Türen lassen sich die Zimmer sowohl zum „Garten“ als auch zum „Vorgarten“ öffnen, sodass sowohl die aktive als auch die passive Teilnahme  am Geschehen direkt aus dem Zimmer ermöglicht wird.

Die innere Loggia grenzt sich im Erscheinungsbild klar von den Marktplatzflächen ab. Sie wird so nicht als Teil der Erschließungsflächen sondern als ein privater Bereich gelesen, um den sich das Bewohnerzimmer vergrößern lässt. Diesen „Vorgarten“ können die BewohnerInnen individuell gestalten.

VERTEILERZONE

Im Zentrum des Baukörpers ist in allen Geschossen eine großzügige Verteilerzone situiert.

Von diesem zentralen Bereich, der Ausblicke in alle vier Höfe bietet, werden in den Regelgeschossen jeweils zwei Doppelpflegestationen erschlossen.

Pflegewohnhaus Rudolfsheim-Fünfhaus "Ingrid-Leodolter-Haus"
/ Werbung / Fotos: Andreas Buchberger;  www.andreasbuchberger.ne, twup_wimmerundpartner.