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Dienstag 22.05.2012 03:30
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21.05.2012

Glücksspielautomaten beschlagnahmt - 23 Millionen Euro Abgaben und Steuern verloren?

Glücksspielautomaten beschlagnahmt - 23 Millionen Euro Abgaben und Steuern verloren? Glücksspielautomaten beschlagnahmt - 23 Millionen Euro Abgaben und Steuern verloren?

Wie man auf der Website des Finanzministeriums nachlesen kann, sind die Einnahmen aus der Glücksspielabgabe von Jänner bis März dieses Jahres um Euro 13,9 Millionen gesunken. Zusammenhängend damit entgehen der Staatskasse über Euro 9,2 Millionen an Umsatzsteuer. Dazu kommen noch die unweigerlichen Millionen - Verluste an Einkommens- und Körperschaftssteuer.

"Seit Anfang 2012 hat die Finanz"polizei" höchst emsig und fleißig, besonders einschlägige private Anzeigen zum Anlass genommen, um noch möglichst schnell, möglichst viele Glücksspielautomaten vorläufig zu beschlagnahmen. Noch schnell, bevor die unabhängige Rechtssprechung immer deutlicher einen Strich durch die, nämlich allzu oft rechtswidrige, Rechnung macht!" so ein Sprecher des österreichischen Automatenverbandes.

"Auch das wird den Steuerzahlern noch sehr viele Millionen extra kosten, denn: Eine Behörde darf Fachfragen nur dann selbst beurteilen, wenn sie Kenntnisse und Erfahrungen hat, die für eine selbstständige, fachliche, Beurteilung von Fragen eines Wissensgebietes vorausgesetzt werden müssen! Was, wie die vielen Freisprüche und die vielen Automatenrückgaben zeigen, eben bei der Finanz"polizei", als einfaches Organ des Finanzministeriums, nicht der Fall ist, sondern zu oft ignoriert wird. Die deshalb riesige Anzahl an unnötig provozierten Verfahren kostet den Steuerzahler und die Gewerbetreibenden ein Vermögen."

"Zu spielen hört deshalb keiner auf! Die jetzt unbesteuerten Millionen der Spieler? Die wandern einfach zu nicht überwachten, steuerfreien und deshalb besonders attraktiven Online Glücksspielen oder gleich zu den über 100 Spielhallen und Casinos an den nahen Grenzübergängen ab." meint der Automatenverband.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Uwe Steinbrich / pixelio.de
19.05.2012

"profil"-Umfrage: Jeder fünfte Österreicher hält Kardinal Schönborn für rückschrittlich

Jeder fünfte Österreicher hält Kardinal Schönborn für rückschrittlich Jeder fünfte Österreicher hält Kardinal Schönborn für rückschrittlich

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hält jeder fünfte Österreicher (20%) Kardinal Christoph Schönborn für einen rückschrittlichen Geistlichen. Fast die Hälfte der Befragten (47%) hält Schönborn laut der im Auftrag von "profil" vom Meinungsforschungsinstitut Karmasin Motivforschung durchgeführten Umfrage für weder fort- noch rückschrittlich. 17% hingegen denken, der Kardinal sei ein progressiver Geistlicher.

Für Verwirrung sorgte Schönborn im Juli 2005 mit seinem in der New York Times veröffentlichten Text „Finding Design in Nature“, sowie mit vielen weiteren öffentlichen Äußerungen, in denen er seine Gedanken über die Evolutionstheorie äußerte. Darin bezeichnet er die Auffassung, dass der Zufall die primäre Komponente der Evolution sei, als Dogma und Ideologie. Seiner Meinung nach ist ein der Evolution innewohnender göttlicher Plan und Zweck erkennbar (siehe theistische Evolution).

Der Kardinal übte Kritik an der Idee einer gleichgeschlechtlichen Ehe. Noch im Jahr 2008 kritisierte er gleichgeschlechtliche Ehe in einer Predigt. Er nannte unter anderem die Einführung einer derartigen Ehe ein "Nein zum Leben". Künstliche Empfängnisverhütung, Abtreibung und gleichgeschlechtliche Ehen sollen zusammengenommen zum Ende der europäischen Kultur führen: "Europa ist im Begriff zu sterben, da es Nein zum Leben gesagt hat."

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Th1979
19.05.2012

"Die Presse am Sonntag" - Leitartikel: Direkte Demokratie ist kein Allheilmittel

Direkte Demokratie ist kein Allheilmittel Direkte Demokratie ist kein Allheilmittel

Soll die Bevölkerung selbst Gesetze machen können? Alle Parteien sagen inzwischen: Ja, klar. Die SPÖ hat sich zwar länger gegen die Idee gesträubt, dass Volksbegehren ab einer bestimmten Unterschriftenanzahl zu verbindlichen Abstimmungen führen, doch ihr Einschwenken war absehbar. Dem Wähler zu sagen, dass man ihm mehr Mitbestimmung nicht zutraut, wagt auf Dauer kein Politiker. Schon gar nicht Werner Faymann. Und übrigens auch kaum ein Journalist. Schließlich schreibt man als solcher öfter, wie elend der Einfluss von Parteitaktik auf Gesetze ist. Wie direkt erfrischend wäre es etwa, könnten Wähler selbst Transparenzregeln bestimmen, oder nicht?

Außerdem ist die direkte Demokratie in jetziger Form ein Trauerspiel: Volksbegehren ändern so wenig, dass einem der vorauseilende Frust schon die Lust nimmt, hinzugehen. Bevor man nun jedoch jubelnd in den Chor derer einstimmt, die "mehr Macht fürs Volk" als Allheilmittel gegen Politikfrust fordern, sollte man ein paar simple Fragen stellten. Etwa: Wer? Wer ist die Zivilbevölkerung, aus der Volksbegehren kommen? Eine NGO? Sie? Ich? Wenn man in die Vergangenheit schaut, hatten Volksbegehren häufig einen parteipolitischen Hintergrund. Spätestens bei der Mobilisierung wird es - die Macht des Internets in allen Ehren - eine Rolle spielen, ob man eine Partei an der Seite hat. Oder, noch effektiver, ein großes Boulevardmedium. Das dann nicht mehr bloß indirekt Druck für Gesetze machen kann. Und nicht nur über das "Wer", auch über das "Worüber" muss man reden. Konsens ist: Über Menschen- und Grundrechte wird nicht abgestimmt. Darüber hinaus wird es aber diffus, kompliziert. Etwa beim Thema EU. In der Theorie klingen Abstimmungen über Neuregelungen gut, in der Praxis könnten sie zu großen Verzögerungen führen. Und es würde sich rächen, dass es soetwas wie Europapolitik in Österreich nicht gibt. Komplex wären auch Abstimmungen über Steuerrecht.

Zu komplex, sagen einige. Aber darf die Bevölkerung nur über Einfaches wie "Rauchverbot - ja/nein?" abstimmen? Gibt es überhaupt einfache Fragen in einer international vernetzten Welt? Und wie weit geht nationale Mitbestimmung in so einer Welt noch? Die Antwort könnte einige ernüchtern. Überlegen muss man schließlich, was passiert, wenn das Wahlvolk eine Fehlentscheidung trifft. Denn der kluge Bürger, der besonnen Für und Wider abwägt, ist genauso Fiktion wie der ideale Politiker. Natürlich kann man sagen: Schlechter als die Politiker würden wir es nicht machen. Das Problem ist nur: Volksentscheidungen sind de facto sakrosankt. Wer stellt sich im Nachhinein schon hin und sagt: Das Volk hat geirrt. Das alles heißt nicht, dass man nicht mehr direkte Demokratie einführen soll. Man soll.

Man soll es aber zu Ende denken (und nicht wie manche Politiker bei dem Gedanken stehen bleiben, dass man durch ein wenig Partizipation Protestwähler billig vom Protest wählen abhalten kann). Direkte Demokratie ist nämlich kein "Allheilmittel". Sie hat Risiken und Nebenwirkungen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Die Presse Ulrike Weiser
21.05.2012

KONSUMENT: Datennutzung - Was Facebook-User wissen sollten

Datennutzung - Was Facebook-User wissen sollten Datennutzung - Was Facebook-User wissen sollten

Auch wenn Facebook insgesamt viele Vorteile bietet und zu einem Teil des Alltages vieler geworden ist. Hinsichtlich der Verwendung von Daten hagelt es regelmäßig Kritik. Facebook hat einen Unternehmenssitz in Irland, der für europäische Kunden Vertragspartner ist, und unterliegt daher auch dem europäischen Datenschutzrecht. In der Realität hält sich Facebook aber nicht immer an die geltenden Datenschutzbestimmungen. Wo dies der Fall ist, wie Nutzer darauf reagieren können und welche Rechte, aber auch Pflichten User haben, ist in einem umfassenden Interview mit den Rechtsanwälten Dr. Thomas Höhne und Mag. Alexander Koukal auf www.konsument.at nachzulesen.

Facebook speichert alle Informationen, die man bei der Anmeldung oder später über sich preisgibt. Die Plattform gewinnt auch Daten durch Facebook-Freunde. Wenn diese beispielsweise ein Foto markieren, erfährt Facebook etwas über die Person - ohne deren eige-nes Zutun. Facebook blickt auch über die Schulter, wenn man im Netzwerk angemeldet bleibt und Websites besucht, die einen "Gefällt mir"-Button enthalten: Facebook erfährt, dass diese Seiten besucht wurden. All diese Daten werden genutzt, um Werbekunden möglichst treffsicher platzierte Werbeanzeigen verkaufen zu können. Es kann aber auch sein, dass - wenn eine Seite gefällt - das eigene Foto zusammen mit einer Werbeanzeige bei Freunden eingeblendet wird. Die werbliche Nutzung des Profilbilds lässt sich derzeit über die "Einstel-lungen für soziale Werbeanzeigen" deaktivieren.

All das und vieles mehr "akzeptieren" Facebook-User durch ihre Registrierung. Aber: Die Konstruktion bei Facebook entspricht nicht den hohen Anforderungen, die das europäische Datenschutzrecht an Zustimmungserklärungen stellt. Unter anderem müsste hier umfassend darüber informiert werden, welche Daten wie genutzt werden. "Eine gültige Zustimmung zur Verarbeitung der Daten und damit auch der Aufzeichnung des Nutzungsverhaltens liegt daher nicht vor. Theoretisch hätte man damit gegenüber Facebook Anspruch auf Unterlassung und Löschung aller bisher aufgezeichneten Daten", so Rechtsanwalt Dr. Thomas Höhne. "Allerdings müsste man in diesem Fall auch damit rechnen, dass Facebook in Zukunft die Mitgliedschaft verweigert." Man hat zudem das Recht, von Facebook Auskunft über die Verwendung der Daten zu erhalten. Hier bietet Facebook mittlerweile auch ein Downloadtool an. Dieses stellt aber offenbar nur einen Bruchteil der tatsächlich gespeicherten Daten bereit.

Facebook fragt seine Nutzer, ob der sogenannte "Friend Finder" auf Adressbücher zugreifen darf, um auf diese Weise schneller Kontakte in Facebook knüpfen zu können. Ist es aber rechtlich gedeckt, wenn die persönliche E-Mailadresse von anderen über den Import von Kontakten an Facebook weitergegeben werden kann? "Wenn die Adressen nicht gespeichert werden: ja. Facebook speichert allerdings alle Adressen auf Dauer - auch jene von Nicht-mitgliedern. Diese Adressen verwendet Facebook dann, um neue Kunden zu gewinnen und versendet Einladungen, sich bei Facebook zu registrieren. Manchmal enthalten diese Einladungen auch Profilbilder von Personen, die die Adressaten tatsächlich kennen. Diese Nut-zung der Mailadressen ist klar rechtswidrig", kritisiert Dr. Thomas Höhne. "Zwangsbeglückte Nichtmitglieder haben hier kaum eine Handhabe, Facebook zur Löschung ihrer Mailadresse zu zwingen. In Deutschland läuft allerdings ein Verfahren, demzufolge Facebook künftig ausreichend informieren müsste, wie die synchronisierten Adressdaten verwendet werden."

Ständig ändert Facebook sein Design. Manchmal werden auch vor dem Update getätigte Privatsphäre-Einstellungen plötzlich wieder rückgängig gemacht. Zwar ist gegen neue Features grundsätzlich nichts einzuwenden. Wenn fremde Nutzer aber nun - ohne Zustimmung - plötzlich Fotos oder Daten einsehen können, verstößt Facebook gegen das Datenschutzgesetz und unter Umständen auch gegen das Urheberrechtsgesetz.

Mag. Alexander Koukal: "Zwar könnte man Facebook in diesem Fall auf Löschung der Daten, Unterlassung und allenfalls Schadenersatz klagen. Hier ist aber voraussichtlich mit einem langen und risikoreichen Verfahren zu rechnen. Falls man Facebook aber auch noch in Zukunft nutzen möchte, bleibt praktisch gesehen nichts anderes übrig, als die gewünschte Privatsphäre durch ein ,Nachjustieren' wiederherzustellen."

Weitere Informationen zu Facebooks Umgang mit Daten gibt es im Rahmen eines Interviews mit den Rechtsanwälten Dr. Thomas Höhne und Mag. Alexander Koukal auf www.konsument.at.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Gerd Altmann / pixelio.de
18.05.2012

"Die Presse" - Leitartikel: Die dunkle Seite des Facebook-Hypes

Die dunkle Seite des Facebook-Hypes Die dunkle Seite des Facebook-Hypes

Die Internet-Ökonomie gebiert gerade eine Reihe von globalen Monopolen, auf die Wirtschaftspolitiker und Ökonomen noch keine brauchbare Antwort wissen.

Eigentlich ist der hochgehypte Facebook-Börsengang "Business as usual": Die Millionärsquote im kalifornischen Palo Alto ist gestern stark gestiegen, eine Reihe von Investmentbanken und Großanlegern, die ihre zu 38 Dollar zugeteilten Aktien gleich wieder auf den Markt geworfen haben, hat einen netten, aber kleinen Kurzfristschnitt gemacht, und jene Anleger, die gestern an der Börse zugekauft haben, werden sich wohl bald zu fragen beginnen, ob 115 Dollar pro Facebook-Nutzer wirklich eine seriöse Börsenbewertung war. Das alles kennt man von anderen Tech-Börsengängen auch. Weil das Getöse um die Frage, ob Facebook jetzt 90 oder doch 106 Milliarden Dollar "wert" ist, so laut gerät, sieht niemand ein Problem, das mit Facebook auch in den Scheinwerferkegel kommt: Die Internet-Ökonomie gebiert gerade an allen Wettbewerbs- und Kartellgesetzen vorbei eine Reihe von globalen Quasimonopolen, auf die weder die Wirtschaftspolitik noch die Wirtschaftswissenschaften bisher eine halbwegs vernünftige Antwort wissen. Manchmal hat man den Eindruck: gar nicht wissen wollen, weil sie die systemgefährdende Sprengkraft der Entwicklung (noch) nicht bemerken. Wir reden hier von der in den vergangenen Jahrzehnten zweifellos überlegenen Marktwirtschaft, die zum Funktionieren Wettbewerb benötigt. Monopole, die Wettbewerb ausschalten oder stark reduzieren, sind demnach die größten Feinde dieser Marktwirtschaft. Weil der preisdämpfende Effekt des Wettbewerbs nicht mehr funktioniert, gelten sie allgemein als wohlstandsdämpfend. Dass dem marktwirtschaftlichen System der Drang zu Konzentration und Monopolisierung inhärent ist, hat einer der berühmtesten "Presse"-Korrespondenten, Karl Marx, schon im vorvorigen Jahrhundert ganz richtig festgestellt. Dass seine Jünger den verhassten "Monopolkapitalismus" mit ihrem Staatsmonopolkapitalismus à la Sowjetunion auszuhebeln versuchten, war dann vielleicht nicht die beste Idee, wie die Geschichte gezeigt hat. Da waren die "Kapitalisten" schon geschickter, indem sie preissetzende Marktbeherrschung mithilfe von strengen Antikartellgesetzen und Wettbewerbsregelungen zu verhindern suchten. Das ist im Prinzip natürlich problematisch, weil dadurch außerordentliche unternehmerische Tüchtigkeit bestraft wird - scheint aber dennoch das kleinere Übel zu sein. Ist Wettbewerb nämlich erst einmal durch Monopolisierung ausgeschaltet, dann lässt er sich nur schwer wiederherstellen. So, wie man Demokratie zwar auf demokratischem Weg locker abschaffen, aber nur schwer wieder installieren kann. In der "Old Economy" hat diese Wettbewerbssicherung durch Antimonopolbestimmungen bisher halbwegs funktioniert. In der Internet-Ökonomie tut sie das nicht. Denn diese tickt grundlegend anders: Da kommt es einzig darauf an, möglichst schnell auf globaler Ebene "kritische Masse" zu erreichen, um dann globale Standards setzen zu können. Das geschafft zu haben ist das Erfolgsgeheimnis von Unternehmen wie Microsoft, Apple, Amazon, Google, Facebook, und wie sie alle heißen.

Die Konkurrenz, die hier tobt, ist also im Wesentlichen ein globaler Geschwindigkeitswettbewerb, auf den die national organisierten alten Wettbewerbsbehörden keine Antwort wissen. Die Hilflosigkeit, mit der die EU-Behörden etwa den jüngsten Datendurchstechereien von Google und Facebook gegenüberstehen, zeigt ganz deutlich, wo hier der Bartl den Most holt. Hier entstehen Machtkonzentrationen, die uns wohl noch zu "kiefeln" geben werden. Der nächste nach Weltherrschaft strebende Filmbösewicht wäre jedenfalls besser beraten, sich die Kontrolle über die Datenkraken Google und Facebook zu sichern, statt sich Raketen und Atombomben zu krallen. Da braut sich etwas zusammen - beinahe unbemerkt von Wirtschaftspolitikern und Ökonomen. Letztere streiten ja noch immer ganz ausgiebig darüber, welche ökonomische Schule aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die besseren Lösungen für alte Probleme bietet. Statt sich um die Herausforderungen der ökonomischen Landschaft des 21. Jahrhunderts zu kümmern.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: thefriendlyblogger.com / Quelle: Die Presse Josef Urschitz
18.05.2012

"KURIER"-Kommentar von Martina Salomon: "Dalai Lama, König der Herzen"

Wenn Journalisten, denen sonst nichts heilig ist, plötzlich ironiefrei über "Seine Heiligkeit" schreiben - dann ist der Dalai Lama da. Wenn Journalisten, denen sonst nichts heilig ist, plötzlich ironiefrei über "Seine Heiligkeit" schreiben - dann ist der Dalai Lama da.

Wenn Journalisten, denen sonst nichts heilig ist, plötzlich ironiefrei über "Seine Heiligkeit" schreiben - dann ist der Dalai Lama da. Er wirkt wie ein Gegenentwurf zur westlichen Lebensart: ohne Hektik, obwohl er in Wahrheit ein rastlos Reisender ist; unfassbar friedlich und immer freundlich - trotz der tragischen Geschichte seines von China unterdrückten Volkes. Und das Oberhaupt der Gelugpa (die Gelbmützen, ein großer buddhistischer Orden) scheint die Weisheit gepachtet zu haben. Wie wohltuend in Zeiten, wo uns nicht einmal Experten zweifelsfrei sagen können, ob zum Beispiel Griechenland die Eurozone verlassen soll! Ist Wachstum in diesem Pleitestaat nur möglich, wenn er so wie früher die eigene Währung abwerten kann? Oder reißt Griechenland die ganze Eurozone mit sich, wenn es aus dem Währungsclub rausgeschmissen wird? Aber mit so profanen Fragen ist der 14. Dalai Lama nicht konfrontiert. Einem wirklich kritischen Dialog muss er sich nie stellen, was es bedeutend einfacher macht, ein Säulenheiliger zu bleiben.

Studien zeigen es: Niemand genießt höhere Glaubwürdigkeit als er. Auch im österreichischen OGM-Vertrauensindex schlägt der Friedensnobelpreisträger den Papst - und zwar haushoch. Wer also - wie auch in Österreich zuhauf - die bunten buddhistischen Fähnchen im Vorgarten wehen hat, signalisiert damit: Seht her, ich bin ein Guter, auf der moralisch richtigen Seite. Das ist ungefähr so wie Grün wählen, seine Kinder in die Montessori-Schule schicken, "noch 148 Mails checken und nur noch kurz die Welt retten", wie es in einem ziemlich witzigen Song heißt. Die Österreicher sind sogar bereit, bis zu 152 Euro für des Dalai Lamas "buddhistische Unterweisungen" und seine diversen Anleitungen zum Weltfrieden zu berappen. Er hat Popstar-Nimbus. Denn wer zahlte je für einen Papst-Besuch im Stephansdom oder anderswo?

Der Dalai-Lama-Kenner und Autor Heinz Nußbaumer hat das Phänomen am vergangenen Sonntag im KURIER auf den Punkt gebracht: Der Dalai Lama stille die "unerfüllte spirituelle Sehnsucht unserer zunehmend vorbild- und glaubenslos gewordenen westlichen Gesellschaft". Man zimmert sich daraus eine unverbindliche "Religion light". Wobei die beeindruckende Persönlichkeit, die der Mönch zweifellos ist, Zweifel verblassen lässt, ob diese Religion aus einem fernen Kulturkreis wirklich so gut zu uns passt und ob sie nicht auch ein paar Schattenseiten hat. Die Botschaften des geistlichen Führers der Tibeter klingen teilweise ziemlich banal und nicht anders als alte Bibelweisheiten. Aber die Wärme, buchstäbliche Buntheit und manchmal geradezu naive Wahrhaftigkeit, die der Dalai Lama ausstrahlt, machen ihn zum Guru für die vielen orientierungslosen Sinnsucher der westlichen Hemisphäre. Das entwaffnet sogar eine gewohnt zynische Berufsgruppe wie Journalisten, die den Papst niemals "Heiliger Vater" nennen würden.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Marco Bonavoglia
13.05.2012

KURIER: SPÖ-Frauen wollen Fotomodel-Tuning sichtbar machen

SPÖ-Frauen fordern eine "Ampel"-Kennzeichnung für Werbeplakate. SPÖ-Frauen fordern eine "Ampel"-Kennzeichnung für Werbeplakate.

SPÖ-Frauensprecherin Andrea Mautz sagt, sie will "die verschobene Wahrnehmung beim Schönheitsideal nicht länger akzeptieren". Sie fordert im Gespräch mit dem KURIER eine "Ampel"-Kennzeichnung für Werbeplakate.

Farbige Punkte sollen anzeigen, wie stark das Bild nachbearbeitet wurde. Grün soll "leichte Veränderungen" (z.B. Farbaufhellungen), gelb "mittelstarke Retusche" (Straffungen, Falten-Entfernung) und rot "starke Veränderungen" markieren. Unter dem letzten Punkt verstehen die SPÖ-Frauen beispielsweise die Entfernung oder Verlängerung ganzer Körperteile.

Mautz: "Die Kampagnen zeigen Menschen, die es im echten Leben überhaupt nicht gibt. Die Konsequenzen sind aber beklemmend real: 13-jährige Mädchen beginnen bereits mit Diäten und Hungerkuren.

Teenager wünschen sich zum Geburtstag Schönheitsoperationen." Das Schönheitsideal soll wieder auf eine "realistischere Ebene" zurückgeführt werden, so Mautz.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
30.04.2012

TomTom präsentiert den TomTom GO LIVE Camper & Caravan

TomTom präsentiert den TomTom GO LIVE Camper & Caravan TomTom präsentiert den TomTom GO LIVE Camper & Caravan

TomTom kündigt heute den TomTom GO LIVE Camper & Caravan an. Diese speziell für Wohnmobilisten und Camper entwickelte Navigationslösung liefert maßgeschneiderte Routen für verschiedene Typen von Fahrzeugen und kennt Sonderziele des marktführenden ADAC Camping- und Stellplatzführer 2012, die es ermöglichen die passenden Orte und Dienste rund um das Thema Caravaning unterwegs schnell und einfach zu finden.

Der TomTom GO LIVE Camper & Caravan verfügt über eine neue Navigationssoftware, die Routen und voraussichtliche Ankunftszeiten passend zu verschiedenen Fahrzeugtypen mit Rücksicht auf Größe, Gewicht und Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeuge errechnet. Autofahrer können verschiedene Profile für Wohnmobile, Gespanne, PKWs, Minivans oder Anhänger auswählen und so stets ihr TomTom verwenden, egal welches Fahrzeug sie nutzen.

“Wir haben in der Vergangenheit oft Anfragen von Kunden bekommen, ob TomTom auch eine Navigationslösung speziell für Wohnmobile oder Wohnwagen bietet”, berichtet Mike Schoof VP Sales und Marketing von TomTom. “Die Vorstellung des TomTom GO LIVE Camper & Caravan macht Schluss mit unnötigen Umwegen und unliebsamen Überraschungen unterwegs. Das Navigationsgerät kennt nicht nur die besten Routen, sondern liefert unterwegs auch wertvolle Informationen für jede Fahrt.”

Auf dem Gerät sind Sonderziele vorinstalliert, die dem Fahrer helfen relevante Orte wie z.B. Campingplätze, Anlagen zum Leeren von chemischen Toiletten und Service-Punkte speziell für Wohnmobile und Wohnwagen zu finden. Diese stammen unter anderem von Deutschlands großem Automobilclub ADAC. Europaweit sind mehr als 5400 Campingplätze und 3700 Stellplätze erfasst und zusätzlich mit wertvollen Informationen und Bewertungen versehen.

Daneben ist das Gerät mit den TomTom LIVE Services ausgestattet (1 Jahr im Preis enthalten); die Services liefern unter anderem aktuelle Wettervorhersagen, Verkehrsinformationen in Echtzeit mit TomTom HD Traffic, eine lokale Suche mit TomTom Places oder Google sowie Twitter, TripAdvisor und Expedia.

Der TomTom GO LIVE Camper & Caravan ist im Laufe des Monats Mai für einen Preis von 379 Euro inkl. MwSt. im Fachhandel sowie bei diversen Online-Portalen verfügbar.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
18.05.2012

Kindliches Rheuma: Heilungschancen stark verbessert

Kindliches Rheuma: Heilungschancen stark verbessert Kindliches Rheuma: Heilungschancen stark verbessert

In Österreich leiden mehr als 2000 Kinder unter 16 Jahren an „kindlichem Rheuma.“ Laut Wolfgang Emminger von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien sind die Heilungschancen und die Chancen, im Erwachsenenalter ein selbstständiges, berufstätiges Leben führen zu können, aber mittlerweile deutlich verbessert. Und zwar dank des Einsatzes von Medikamenten wie niedrig dosiertem Methotrexat und Biologika. Wesentliche Behandlungsfortschritte in der Behandlung der systemischen Form gibt es darüber hinaus durch den Einsatz von Biologika gegen Interleukin-1 und Antikörper gegen den Interleukin-6-Rezeptor. Die Konsequenzen der „systemischen juvenilen idiopathischen Arthritis“ können katastrophal sein: schwere Fieberschübe, zahlreiche die Gelenke betreffende Entzündungen, langsame Zerstörung der Gelenke sowie Haut-, Leber- und immunologische Erkrankungen bis hin zu Herzbeutelentzündungen oder Milzvergrößerung.

„Das Verabreichen hoher Dosen von Cortison über oft lange Zeit hat zu beträchtlichen Nebenwirkungen wie Weichheit der Knochen, Knochenbrüchigkeit, Stammfettsucht, arteriellem Bluthochdruck und unschönen Schädigungen der Haut geführt. Diese können nun oftmals durch Biologika vermieden werden“, sagte Emminger anlässlich des Internationalen Tags der Klinischen Forschung, der heuer unter dem Motto „Forschen für Kinder“ steht. Neben zugelassenen Biologika müssen bei Kindern und Jugendlichen jedoch oft in der betreffenden Indikation nicht zugelassene Medikamente verabreicht werden, wie zum Beispiel in der Behandlung der Uveitis, einer Augenentzündung, die gegen Cortison resistent ist.

Emminger: „Daher ist die weitere Erforschung der Wirksamkeit von Medikamenten bei den erwähnten kindlichen rheumatischen Erkrankungen unabdingbar.“ Derzeit werden in der Kinderrheumaambulanz der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der Medizinischen Universität Wien 400 Kinder und Jugendliche mit verschiedenen Rheumaformen behandelt. 50 Kinder und Jugendliche leiden an Uveitis.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
10.05.2012

Miss Earth: Schöne Frauen mit Herz und Hirn werden gesucht

GF Sina Schmid mit der österreichischen Miss Earth 2011 Lisa Hanakamp GF Sina Schmid mit der österreichischen Miss Earth 2011 Lisa Hanakamp

Miss Earth ist eine der drei größten Miss-Wahl-Organisationen der Welt. Schöne Frauen mit Herz und Hirn werden gesucht, die ihre Popularität nutzen, um ein ganzes Amtsjahr auf Missstände aller Art aufmerksam zu machen. Europäische Veranstaltungsländer sind unter anderem die Schweiz, Deutschland, Italien, England, Spanien oder Frankreich. Seit 2011 gibt es den Contest auch in Österreich.

Am 4.Dezember 2011 präsentierte sich die erste österreichische Miss Earth, Lisa Hanakamp, erstmals in Manila auf den Philippinen mit über 100 weiteren Missen der ganzen Welt, im Finale für die Miss Earth 2011. Die Gewinnerin, Olga Mercedes Alava Vargas aus Ecuador, wird nun auch automatisch ihr gesamtes Amtsjahr Sprecherin der Miss Earth Foundation, des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen (UNEP) und sich im Amtszeitraum sozialen und umweltbezogenen Projekten widmen.

Bis zum Herbst und zur großen Finalgala in Wien, der dann die internationale Ausschreibung in Ecuador folgt, werden nun potentielle Missen aus ganz Österreich eingeladen, sich für die Qualifikation zur Miss Earth zu bewerben. Die Miss Earth in Österreich wird im Rahmen einer Bundesland Tour gesucht; die vier Siegerinnen jedes Bundeslandes werden zur Finalshow in Wien geladen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Miss Earth
01.04.2012

Montagnolli/Hansel und Doppler/Horst treten beim „CEV Baden Masters & Satellite“ an

Babsi Hansel und Sara Montagnolli bei ihrem Sieg 2010 Babsi Hansel und Sara Montagnolli bei ihrem Sieg 2010

Gute Nachrichten für alle österreichischen Beachvolleyballfans. Beim „CEV Baden Masters & Satellite von 23. bis 27. Mai im Badener Strandbad werden alle österreichischen Top-Teams antreten. So werden die Baden-Siegerinnen von 2010, Sara Montagnolli und Babsi Hansel, ebenso spielen, wie auch das neu formierte Herren-Duo Clemens Doppler und Alex Horst.

Auch die Nennungen aus dem Ausland unterstreichen schon jetzt, zwei Monate vor Beginn, die Bedeutung des Events. Baden hat sich endgültig als eines der wichtigsten Turniere auf europäischer Ebene etabliert.

Nachdem bekannt wurde, dass Baden heuer bei den Damen ein „Masters“ austragen wird, war klar, dass das Teilnehmerinnenfeld extrem hochklassig sein wird. Und obwohl die Beachvolleyball-Saison erst mit dem World-Tour-Turnier in Brasilia am 15. April richtig los geht, bewahrheitet sich diese Vermutung bereits jetzt, fast zwei Monate vor dem ersten Service am Badener Centercourt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Rainer Mirau
18.05.2012

Stoppelfreier Sommer: TU-Studierende machen Epilieren effektiver

Stoppelfreier Sommer: TU-Studierende machen Epilieren effektiver Stoppelfreier Sommer: TU-Studierende machen Epilieren effektiver

Für einen "glatten" Start in den Sommer entfernen nicht nur Frauen, sondern zunehmend auch Männer ungewollte Körperbehaarung. Um die Enthaarung noch gründlicher zu machen, entwickelten zehn Studierende aus sechs Nationen im Rahmen des "product innovation project" der TU Graz eine erweiterte Anwendung für Epiliergeräte, die übrig gebliebene Haare erkennt und den Benutzer darauf aufmerksam macht. Gestern präsentierten sie ihre Innovation der Öffentlichkeit.

Schmerzhaften Selbstversuchen haben sich die zehn Studierenden für das "product innovation project" unterzogen: "Um die Schwachstellen von Epiliergeräten zu erkennen, musste auch das eine oder andere Männerbein unter die surrenden Pinzetten", berichtet Stefan Obermoser, Projektmanager des "Team Spectrum" und Student an der TU Graz. Die Aufgabenstellung von Industriepartner Philips Consumer Lifestyle Klagenfurt war bewusst sehr diffus –die Problemfindung Teil der Challenge, ganz wie in der realen Arbeitswelt. Durch Selbstversuche und umfangreiche Kundenbefragungen war das Problem freigelegt: "Einzelne Haare bleiben übrig. Sie sind zwar nicht gut sichtbar, aber fühlbar und stören ein glattes Hautbild", erklärt Obermoser. Die Lösung der internationalen Projektgruppe: Eine Spezialanwendung am Gerät, die den Kontrast zwischen behaarter und haarloser Haut mittels einer eigenen Software erkennt und den Benutzer durch Blinken, Vibrieren oder Piepsen auf den verbliebenen "Wildwuchs" aufmerksam macht.

Über 100 Ideen für verbesserte Epilationsergebnisse haben die Studierenden aus Russland, Finnland, China, Slowenien, Italien und Österreich innerhalb eines Studienjahres hervorgebracht. Fünf davon werden derzeit auf Patentierbarkeit überprüft, zusätzlich wurden zehn Prototypen entwickelt. "Damit ist das ‚product innovation project' heuer besonders erfolgreich verlaufen", resümiert Lehrveranstaltungsleiter Georg Premm. Besonders herausfordernd war auch die internationale Zusammenarbeit: "Was wir auf alle Fälle gelernt haben: Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg in der interkulturellen Teamarbeit. Zum Beispiel hat ein leises "OK" unseres chinesischen Kollegen nicht immer Zustimmung bedeutet, eine offene Gesprächsbasis hat uns in solchen Situationen sehr weitergeholfen", schmunzelt Obermoser.

Das Konzept für das "product innovation project" kommt aus Finnland und hat sich seit seiner Premiere 2007 auch an der TU Graz durchgesetzt. Studierende verschiedener Disziplinen und Universitäten in mehreren Ländern arbeiten gemeinsam an einer Aufgabe. Ziel ist es, im Team einen funktionierenden Prototypen zu bauen. "Eine sehr praxisnahe Lehrveranstaltung, die Spaß macht und bei Studierenden die Leidenschaft zur Produktentwicklung weckt", meint Christian Ramsauer, Leiter des Instituts für Industriebetriebslehre und Innovationsforschung an der TU Graz. Industriepartner ist wie im Vorjahr Philips Consumer Lifestyle Klagenfurt. Akademische Partner sind Universitäten in Marburg und Helsinki sowie die Karl-Franzens-Universität Graz.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
21.05.2012

Bauinnung warnt vor dubiosen Schwindelfirmen

Bauinnung warnt vor dubiosen Schwindelfirmen Bauinnung warnt vor dubiosen Schwindelfirmen

Anlässlich der jüngsten Entführung eines slowenischen Unternehmers, der in Villach seine Geschäftstätigkeit entfaltete, stellt der Bundesinnungsmeister des Baugewerbes Ing. Hans-Werner Frömmel klar, dass es sich dabei nicht, wie zum Teil fälschlich berichtet, um einen österreichischen Baumeister handelt.

Der Bundesinnungsmeister weist darauf hin, dass die Bundesinnung Bau in den letzten Jahren im Zuge der Kampagne "BAUfair!" umfangreiche Maßnahmen getroffen bzw. unterstützt habe, um unseriöse Firmenpraktiken am Bau zu bekämpfen.

Besonders durch die neue Dienstleistungsfreiheit in Kombination mit der extrem liberalen Verwaltungspraxis der Gewerbebehörden wäre es für dubiose Unternehmen immer wieder möglich, in Österreich Fuß zu fassen. So seien in den letzten Jahren beispielsweise zu Tausenden Gewerbeberechtigungen für das "Aufstellen von mobilen Trennwänden" an EU-Staatsbürger aus den neuen Mitgliedsstaaten vergeben worden, hinter denen sich unter dem Schein der Legalität nicht selten Schwindelfirmen verbergen.

Die Geschädigten seien nicht nur die Arbeitnehmer durch Lohn- und Sozialdumping, sondern auch Konsumenten, der Staat durch hinterzogene Steuern und Abgaben und die seriös anbietenden Unternehmen, die extrem unter der Wettbewerbsverzerrung leiden. Aber auch kriminelle Machenschaften sind nicht selten Begleiterscheinungen im Umfeld dieser Schwindelfirmen, so der Bundesinnungsmeister. Die Bundesinnung unterstützt daher auch die Task Force "Merlin" des Bundeskriminalamtes und andere Initiativen, um die Baubranche vor unsauberen Praktiken zu schützen.

Das bisherige umfassende Maßnahmenpaket umfasst die Anmeldung vor Arbeitsbeginn, Lohn- und Sozialdumpingbekämpfungsgesetz, ArbeitgeberInnenhaftungsgesetz für Sozialversicherungsbeiträge sowie verstärkte Kontrollen durch Organe der Finanzpolizei, Sozialversicherung und der Bauarbeiter- Urlaubs- und Abfertigungskasse.

Bundesinnungsmeister Frömmel betont, dass für österreichische Baumeister strenge Standesregeln bestehen und vor Erteilung der Baumeisterberechtigung eine behördliche Zuverlässigkeitsprüfung erfolgt. In der jüngsten Novelle ist auch eine obligatorische Haftpflichtversicherung vorgesehen.

Im Falle von Mängeln besteht bei inländischen Baumeisterbetrieben Gewährleistung und Schadenersatz sowie die Möglichkeit der Inanspruchnahme einer Schlichtungsstelle.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
18.05.2012

Investitionen in frühkindliche Bildung lohnen sich

Investitionen in frühkindliche Bildung lohnen sich Investitionen in frühkindliche Bildung lohnen sich

„Früh übt sich, wer ein Meister werden will“ lautet ein Sprichwort, das auch in der bildungspolitischen Debatte Gültigkeit hat. „Dafür sollte aber jeder Mensch am Anfang seiner Bildungslaufbahn ähnliche Startchancen bekommen“, sagt Michael Landertshammer, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Denn eine gute Betreuung und Förderung der Kleinsten legt den Grundstein für deren späteren Erfolg in Schule und Beruf. Landertshammer: „Klar ist, was am Lebensanfang versäumt oder vernachlässigt wird, lässt sich später nur in Grenzen und mit hohem Aufwand ausgleichen.“ Dies werde durch die Tatsache, dass für bestimmte Lernschritte so genannte Zeitfenster existieren, bestätigt.

Verpflichtendes zweites Kindergartenjahr

„Der Vorschlag von Staatssekretär Sebastian Kurz, auch ein zweites Kindergartenjahr verpflichtend einzuführen, findet daher unsere Unterstützung. Wir gehen sogar noch einen Schritt weiter und sind davon überzeugt, dass Vorschulbildung noch weit mehr sein muss, als Deutschunterricht für Kinder mit Sprachdefiziten“, betont Landertshammer. Allen Kindern soll eine optimale Förderung nach ihren Stärken und Fähigkeiten zuteilwerden.

Große Defizite in Grundqualifikationen

Viele Betriebe beklagen teilweise große Defizite der Schulabgänger in Allgemeinbildung, mündlicher und schriftlicher Ausdrucksfähigkeit sowie in den Grundqualifikationen Rechnen, Schreiben und Lesen. Dies führt dazu, dass eine Reihe von Ausbildungsplätzen aufgrund mangelnder Qualifikationen der Bewerber nicht oder nur schwer besetzt werden können. Für den Staat lohnen sich daher trotz anfangs hoher Kosten die Investitionen in die frühkindliche Bildung. Der gemessene Nutzen basiert langfristig auf den höheren Sozialversicherungseinnahmen, Steuereinnahmen und dem höheren Lebensarbeitszeiteinkommen. „Eine gute und quantitativ ausreichende Frühförderung ist daher eines der zentralen Elemente für die wirtschaftliche Zukunft Österreichs und die Verbesserung der Berufschancen nachwachsender Generationen“, so Landertshammer abschließend.

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18.05.2012

Neue Erlagschein-Verordnung: Caritas schlägt Alarm

Neue Erlagschein-Verordnung: Caritas schlägt Alarm Neue Erlagschein-Verordnung: Caritas schlägt Alarm

Die Caritas hat wenig Freude mit den neuen Erlagscheinen, die im Zuge der weiteren Harmonisierung von Zahlungsdiensten im EU-Binnenmarkt eingeführt werden. Sie befürchtet, dass Schwierigkeiten beim Ausfüllen nicht wenige Menschen vom Spenden abhalten wird. "Es kann nicht sein, dass die neue Erlagschein-Verordnung auf dem Rücken der Ärmsten ausgetragen wird", so der Wiener Caritasdirektor Michael Landau in einer Stellungnahme. Die Caritas befürchte einen Spendenausfall von bis zu 30 Prozent, schlägt Landau Alarm. Das hätte zur Folge, dass einige Spendenprojekte ganz konkret gefährdet sind. Landau: "Obdachlose Menschen, hilfsbedürftige Menschen und schwer kranke Menschen dürfen nicht die Opfer einer überhasteten Erlagschein-Umstellung werden."

Kontonummer und Bankleitzahl werden auf den Erlagscheinen künftig von der internationalen Kontonummer (kurz: IBAN) abgelöst. Je nach nationaler Ausprägung ist die IBAN unterschiedlich lang - eine österreichische IBAN besteht aus 20 Stellen. Neue Überweisungsbelege mit der Angabe von IBAN und - zum Teil noch - mit der internationalen Bankleitzahl (BIC) werden die bisher gebräuchlichen Belege vollständig ablösen. In Österreich soll dies noch heuer geschehen.

Die Caritas fordert eine Informationsoffensive und Aufklärungskampagne von den österreichischen Banken, "denn speziell für ältere oder sehbehinderte Menschen wird das Ausfüllen des neuen Erlagscheins mit dem 20-stelligen IBAN-Code zu Verunsicherung und Problemen führen", so Landau. Nachsatz: "Ich glaube, dass ich mir auch persönlich schwer tun würde." Neben schriftlichen Informationen werde es deshalb ganz wesentlich sein, wie die persönliche Beratung durch Bankmitarbeiter aussieht, so der Caritasdirektor.

Er spricht sich zugleich auch für eine längere Übergangsfrist aus. "Wenn es etwa in Deutschland eine Übergangsregelung bis zum 1.1.2016 gibt, muss dieselbe Regelung auch in Österreich möglich sein", so Landau.

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15.05.2012

"Kleine Zeitung" Kommentar: "Es ist nie zu spät, etwas dazuzulernen"

Nun ist der Mai noch nicht um, und die Regierungsvorlage hat den Ministerrat passiert. Nun ist der Mai noch nicht um, und die Regierungsvorlage hat den Ministerrat passiert.

Manchmal sind wir schneller, als die Welt das von uns erwartet. Es war erst im Jänner dieses Jahres, dass GRECO, das Anti-Korruptions-Organ des Europarats, die Undurchsichtigkeit der Parteienfinanzierung in unserem Land zuletzt gerügt hat. Man werde 2013 "beobachten", wie wir so darauf reagiert haben, schrieben die geduldigen Europäer damals. Nun ist der Mai noch nicht um, und die Regierungsvorlage hat den Ministerrat passiert. Wenn alles gut geht, hat Österreich im Juli ein Gesetz, das Parteispenden, staatliche Parteifinanzierung und die Kontrolle derselben regelt. Endlich. Die Regierungsvorlage hat Lücken. Es bleibt wenig Zeit, sie zu schließen, will Bundeskanzler Werner Faymann das Gesetz wirklich noch vor dem Sommer durch das Parlament bringen. In wenigen Wochen muss er eine dritte Partei finden, die dem Gesetz zustimmt, sonst können die Verfassungselemente in dem Entwurf nicht Gesetz werden. Regelungen, die Sachspenden, Inserate und Sponsoring von der neuen Durchsichtigkeit ausnehmen, wollen weder Grüne noch die FPÖ akzeptieren.

Auch der Grenzwert für die Offenlegung des Spendernamens wird noch heftig diskutiert werden. Wichtig ist auch der Einwand des Rechnungshofspräsidenten: Er wolle nicht nur die Berichte von Wirtschaftsprüfern zu Gesicht bekommen, sondern Einblick nehmen in die Gestion der Parteien selbst, sagte Josef Moser. Grotesk ist die Neuregelung der Parteienfinanzierung. Die ÖVP hat vor einer Woche das Thema aufs Tapet gebracht. Von Harmonisierung war damals die Rede. Nun schlägt die Koalition für die Länder einen "Korridor" vor, der zufällig genau so breit ist, dass die Regelungen in den Ländern mühelos hineinpassen. Lediglich Wien und Oberösterreich müssen ein wenig nachjustieren. Auf Bundesebene bleibt den Parteien auch nach Wegfall der Wahlkampfvergütung mehr als sie vor der "Reform" hatten. Unser Spitzenplatz im unrühmlichen Wettstreit um die bestdotierten Parteien ist also nicht in Gefahr.

Das alles schmälert aber nicht das Verdienst, in sehr kurzer Zeit eine gute Diskussionsgrundlage geschaffen zu haben. Der Druck aus Europa und die heimischen Skandale mögen dazu beigetragen haben. Vor allem aber scheint sich endlich die Einsicht durchzusetzen, dass Politik unter Rechtfertigungsdruck steht. Es ist kein Gnadenakt, wenn der Staat Bürger darüber informiert, was mit ihrem Geld geschieht. Nördlich von Freilassing ist das längst Standard. Es ist nie zu spät, etwas dazu zu lernen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: My Friend / Quelle: Kleine Zeitung Thomas Götz
12.05.2012

Biogene Anteile bei Diesel und Benzin - Additiv beugt Problemen vor

Biogene Anteile bei Diesel und Benzin - Additiv beugt Problemen vor Biogene Anteile bei Diesel und Benzin - Additiv beugt Problemen vor

Bis Oktober 2012 soll laut Minister Berlakovich der Biotreibstoff E10 an Österreichs Tankstellen verkauft werden. Ein Anteil an erneuerbaren Energien in Kraftstoffen, deren Umsetzung die EU-Richtlinie jedoch erst bis zum Jahr 2020 verordnet. Ein voreiliger Schuß vor den Bug, warnt der ARBÖ zugleich vor den möglichen Schäden an den Fahrzeugen. "Biogene Treibstoffe können durch ihren höheren Wassergehalt etwa Rost und Algen im Tank- und Leitungssystem hervorrufen und Filter verlegen", erklärt ARBÖ-Schulungsleiter Gottfried Moser.

Abhilfe gegen folgenschwere Schäden an den sensiblen Einspritzdüsen können Zusätze für Benzin- und Dieselmotoren leisten, sogenannte Additive. In den ARBÖ-Prüfzentren werden die Additive der Firma Datacol bereits verkauft, die in diversen Testreihen eine positive und reinigende Wirkung der Zusätze geprüft hat. ARBÖ-Experte Gottfried Moser empfiehlt Autofahrerinnen und Autofahren alle 15.000 Kilometer der Tankfüllung eine Dosierung des Systemreinigers beizumengen. "Aber auch Wenig-Fahrern rate ich ein- bis zwei Mal pro Jahr zu einer Beimengung", so Moser abschließend.

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20.05.2012

"Die Presse" - Leitartikel: Pardon, welchen Sinn ergibt eigentlich noch die Neutralität?

Es schmerzt, wie unprofessionell, unkoordiniert und unbeholfen ein kleiner exportorientierter Staat wie Österreich, der seine Chancen nur bei entsprechender internationaler Offenheit ausschöpfen kann, manchmal im Ausland auftritt. Es schmerzt, wie unprofessionell, unkoordiniert und unbeholfen ein kleiner exportorientierter Staat wie Österreich, der seine Chancen nur bei entsprechender internationaler Offenheit ausschöpfen kann, manchmal im Ausland auftritt.

Es ist, als ob Vegetarier am Kongress der Rindfleischzüchter oder Diabetiker an einer internationalen Konferenz der Zuckerindustrie teilnähmen. Die Regierungsspitze des neutralen Österreich kreuzt tatsächlich beim Gipfeltreffen der Nato auf. Und der Bundeskanzler schließt sich einer Erklärung des transatlantischen Bündnisses zum künftigen Engagement in Afghanistan an. Das zeigt zunächst, wie pragmatisch sich mittlerweile der Umgang mit einer Militärorganisation gestaltet, die rot-weiß-rote Ausläufer der pazifistischen Internationale einst gern als imperialistisch und kriegstreiberisch verteufelt haben. Zudem ist die Einladung nach Chicago Ausdruck der Anerkennung, die Österreich dem massiven Einsatz seiner Soldaten bei der Nato-geführten Mission im Kosovo zu verdanken hat. Das alles ist edel, schön und gut. Aber man darf sich trotzdem kurz die Augen reiben und die Frage erlauben, welchen höheren Sinn in diesem Zusammenhang noch die Neutralität ergibt, die Österreichs Führung in einer gedankenlos auf Autopilot gestellten Endlosprozession wie eine leere Monstranz vor sich herträgt. Zur selbstständigen Landesverteidigung im Ernstfall wäre das ausgedünnte Bundesheer nicht in der Lage; das war es auch zu Zeiten des Kalten Krieges nicht. Heute wie damals macht es sich Österreich unter dem Schutzschirm der Nato gemütlich, ohne dafür zu zahlen.

Unter dem Deckmantel einer pseudoreligiösen Neutralitätsverehrung agiert die Republik wie ein Klub sicherheitspolitischer Schwarzfahrer. Wobei: Ganz so irrational ist die Schlaucherlmethode nicht. Denn Österreich spart sich damit Geld und Ärger. Die Teilnahme an Kampfeinsätzen wird von österreichischen Soldaten ebenso wenig erwartet wie von ultraorthodoxen Juden in der israelischen Armee. Den Kopf müssen andere hinhalten. So war und ist das auch in Afghanistan. Gerade einmal drei Stabsoffiziere hat Österreich in Kabul stationiert. Solidarität in schwierigen Zeiten sieht anders aus. Und falls irgendjemand bei der Nato geglaubt haben sollte, dass Österreich das mangelnde Militärengagement am Hindukusch mit einem höheren finanziellen Beitrag kompensiert, hat er sich getäuscht.

Mickrige 18 Millionen Euro macht Österreich ab 2014 für die Ausbildung afghanischer Polizistinnen locker - und rechnet die Summe gleich als Entwicklungshilfe an. Irgendwie mogelt sich Österreich eben immer durch. Es kann jedoch dafür außerhalb der Schwarzfahrerszene keinen Applaus erwarten. Einen dramatischen Anstieg seines Ansehens darf sich auch Werner Faymann nach seinem Last-minute-Besuch in Chicago nicht erhoffen. Es wirkt eher peinlich, wenn ein Regierungschef die Teilnahme an einem Gipfeltreffen erst absagt und dann kurz davor auf Zuruf des US-Botschafters plötzlich doch Zeit findet. Ein Kanzler sollte in der Lage sein, die Wichtigkeit einer Nato-Zusammenkunft von rund 60 Staats- und Regierungschefs eigenständig einzuschätzen. Dazu war Faymann offenbar nicht imstande, sonst hätte er schon vor Monaten eine Entscheidung gefällt und die Gelegenheit genützt, Unterredungen am Rande des Gipfels zu vereinbaren. So wird er bei seinem 19-Stunden-Aufenthalt kein einziges bilaterales Treffen haben, außer es ergibt sich zufällig ein kurzer Plausch zwischen Tür und Angel.

Es schmerzt, wie unprofessionell, unkoordiniert und unbeholfen ein kleiner exportorientierter Staat wie Österreich, der seine Chancen nur bei entsprechender internationaler Offenheit ausschöpfen kann, manchmal im Ausland auftritt. Wenn die Spitze der Regierung nicht einmal fähig ist, die Teilnahme an einem Gipfeltreffen ordentlich vorzubereiten, wie soll dann je eine stringente, langfristig geplante Außenpolitik zustande kommen? Brav Termine ausgemacht hat sich in Chicago lediglich Staatssekretär Wolfgang Waldner. Die anderen zwei, Faymann und Verteidigungsminister Darabos, sind einfach dort. Zu erwarten wäre von einer Bundesregierung, dass sie sich zusammensetzt, Ziele formuliert und Begegnungen mit Vertretern anderer Staaten orchestriert, bevor drei ihrer Spitzenrepräsentanten zu einem Großereignis wie dem Nato-Gipfel fliegen. Das olympische Prinzip "Dabeisein ist alles" reicht auf Dauer als Leitbild nicht.

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12.05.2012

"profil"-Umfrage: Erwin Pröll fähigster Landeshauptmann - Burgstaller Platz 2, Pühringer Platz 3

"profil"-Umfrage: Erwin Pröll fähigster Landeshauptmann. Burgstaller auf Platz zwei, Pühringer auf Platz drei "profil"-Umfrage: Erwin Pröll fähigster Landeshauptmann. Burgstaller auf Platz zwei, Pühringer auf Platz drei

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, landet der niederösterreichische Landeschef Erwin Pröll (ÖVP) im Ranking der Landeshauptleute auf dem Siegerpodest.

Laut der im Auftrag von "profil" vom Meinungsforschungsinstitut Karmasin Motivforschung durchgeführten Umfrage hält jeder fünfte Österreicher den längstdienenden Landeshauptmann für den Fähigsten seiner Zunft. Auf Platz zwei folgt die einzige Frau im Bunde: 15% der Befragten halten Salzburgs Landeschefin Gabi Burgstaller (SPÖ) für die Beste der neun Landeshauptleute. Den dritten Platz am Stockerl belegt mit 14% Zustimmung der Oberösterreicher Josef Pühringer (ÖVP).

Weit abgeschlagen folgen ex aequo mit 8% auf dem vierten Platz der Steirer Franz Voves (SPÖ) und der Wiener Michael Häupl (SPÖ). Tirols Landeschef Günther Platter (ÖVP) belegt mit 3% Zustimmung Platz fünf, der Bugenländer Hans Niessl (SPÖ) mit 2% Platz sechs. Das Schlusslicht bilden der Kärntner Gerhard Dörfler (FPK) und der neue Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner mit nur 1% Zustimmung.

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23.04.2012

Literaturcomics führen junge Leser an Weltliteratur heran

Die "Brockhaus Literaturcomics" bereiten traditionelle Bildungsschätze auf besondere Weise auf Die "Brockhaus Literaturcomics" bereiten traditionelle Bildungsschätze auf besondere Weise auf

Wie lassen sich junge Leser an literarische Klassiker heranführen? Auf diese Frage hat Brockhaus eine Antwort gefunden. Wissenmedia in der inmediaONE] GmbH startet mit den "Brockhaus Literaturcomics" eine neue Reihe, die Jugendlichen den Zugang zur Weltliteratur eröffnet.

In der ersten Staffel sind soeben fünf Bände im Comic-Format erschienen: "In 80 Tagen um die Welt", "Die Schatzinsel", "Don Quijote", "Robinson Crusoe" sowie die "Odyssee" - allesamt Abenteuergeschichten, die auf den Literaturempfehlungslisten der Sekundarstufen I und II stehen. "Auf unserem Weg, Brockhaus als Bildungsmarke zu etablieren, ist das neue Format ein weiterer konsequenter Schritt. Wir möchten mit den Literaturcomics Mädchen und Jungen klassische Lesestoffe vermitteln und sie neugierig auf die Originalromane machen", so Geschäftsführer Christoph Hünermann.

Basierend auf der in Frankreich erscheinenden Serie "Les Incontournables de la litérrature en BD" (Weltliteratur als Comic) legt Brockhaus die ersten Bände in deutscher Übersetzung vor. Die vierfarbigen Hardcover-Ausgaben kosten je 12,95 Euro, im Herbst folgen fünf weitere Titel. Die "Brockhaus Literaturcomics" bereiten traditionelle Bildungsschätze auf besondere Weise auf: Bekannte Comic-Zeichner setzen wichtige Werke der Weltliteratur in Szene. Kompakte Plots in spannenden Dialogen tragen dazu bei, dass die jungen Leser die Bücher nicht wieder aus der Hand legen. Zusätzlich bietet ihnen der Anhang umfangreiche Informationen über die Autoren, ihren Roman, ihr Gesamtwerk und die wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen der jeweiligen Epoche. So wird ihnen auch die historische und literarische Relevanz der Originalausgaben verdeutlicht.

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