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Donnerstag 19.10.2017 07:22
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inhalt
16.10.2017

Die Grünen stehen vor einem Scherbenhaufen

Schlimmer konnte es für die Grünen nicht kommen. Schlimmer konnte es für die Grünen nicht kommen.

Schlimmer konnte es für die Grünen nicht kommen. Sie stehen vor einem Scherbenhaufen. Sollten die Grünen tatsächlich aus dem Nationalrat fliegen, dann ist das Projekt, welches 1986 gestartet wurde, gescheitert. In dem Fall braucht es eine Neugründung der Öko-Partei.

Noch herrscht ein Funken Hoffnung: Die Grünen klammern sich an die noch ausstehende Auszählung der Briefkarten. Sollten sie doch noch knapp den Einzug schaffen, dann braucht es trotzdem eine Neuaufstellung und Neupositionierung.

Die Grünen sind an der Zuspitzung im Wahlkampf mit den breit diskutierten rechten Themen sowie an hausgemachten Fehlern – bis hin zur De-facto-Parteispaltung – gescheitert, weniger an ihrer Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek. Doch die prononcierte Europapolitikerin schaffte es nicht, die Abwärtsbewegung zu stoppen oder gar umzukehren. Diese setzte bereits unter der langjährigen Parteichefin Eva Glawischnig ein.

Durch den ausgerufenen Dreikampf um das Kanzleramt hätten die Grünen einer lauten Stimme bedurft. Doch diese fehlte. Weder in der Europapolitik noch in ihrem Kernthema Klimaschutz und Umweltschutz spürte man ein Brennen für ihre Ideen. Die Grünen sind satt und langweilig geworden. Eine Leidenschaft, wie sie etwa NEOS-Chef Matthias Strolz an den Tag legte, fehlte.

Zu aller Tragik kommt hinzu, dass die Liste des Grün-Abtrünnigen Peter Pilz ohne ein echtes Wahlkampfbudget von null weg den Einzug in den Nationalrat schaffte.

Die Grünen müssen für sich beantworten, ob sie weiterhin mit gesteuerten basisdemokratischen Entscheidungen ihre Kandidaten auswählen. Die Grünen müssen sich rasch von dem Modell einer Doppelspitze trennen. Zeit für eine lange Trauerarbeit haben sie nicht. Die kommenden Landtagswahlen stehen schon vor der Tür. Noch sind sie in Landesregierungen und Landtagen vertreten. Doch wenn es der 31 Jahre alten Partei nicht gelingt, sich rasch neu zu positionieren, droht ein Absturz ins Bodenlose.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG: Kommentar von Michael Sprenger
16.10.2017

Triumphator Kurz vor großen Hürden

Die Wahl brachte einen Rechtsruck. Eine Koalition der Wahlsieger ÖVP und FPÖ ist wahrscheinlich, aber keineswegs fix. Die Wahl brachte einen Rechtsruck. Eine Koalition der Wahlsieger ÖVP und FPÖ ist wahrscheinlich, aber keineswegs fix.

Sebastian Kurz hat für seine ÖVP, die heuer zu Jahresbeginn noch um katastrophale 20 Prozent herumgrundelte, tatsächlich mit Respektabstand Platz 1 geholt. Auch wenn ihm praktisch alle Umfragen monatelang noch höhere Werte ausgewiesen haben und der Abstand zu Rot und Blau offenbar zuletzt etwas geschmolzen ist: Das gestrige Wahlergebnis ist ein großer Triumph für das politische Ausnahmetalent Kurz, das mit 31 Jahren wohl in wenigen Wochen zum jüngsten Regierungschef der Welt aufsteigen wird.

Zuvor hatte Kurz seine wegen ihrer Landesfürsten und Bünde-Struktur bisher nahezu unführbare Partei radikal umgebaut und sich früher undenkbare Durchgriffsrechte gesichert – unter dem (notgedrungenen) Applaus auch der Betroffenen. Die Umfärbung von Schwarz auf Türkis war da eine vergleichsweise harmlose Marketing-Aktion, um die versprochene „neue ÖVP“ farblich sichtbar zu machen. Österreich ist nicht erst gestern politisch deutlich nach rechts gerückt: Denn neben der ÖVP, die in der Ausländer- und Sicherheitsfrage einen verschärften Kurs fährt, hat auch die FPÖ kräftig zugelegt. Auch die SPÖ, die trotz Wahlkampfpannen und Dirty-Campaigning-Affäre dank eines Endspurts von Christian Kern Schlimmeres abgewendet hat, ist etwa bei der Einwanderungspolitik inhaltlich nach rechts gerückt. Die Grünen erlebten ein Desaster und fliegen wohl aus dem Parlament, während der in der Ausländerfrage durchaus härtere Peter Pilz mit seiner Liste wohl drinnen ist. Sebastian Kurz hat jetzt alle Trümpfe in der Hand, um eine Koalition zu schmieden. Eine Garantie, dass er das schafft, ist das aber noch nicht. Die mit Abstand wahrscheinlichste Variante ist jetzt eine Koalition mit der FPÖ, also der zwei großen Wahlsieger. FPÖ-Chef Strache trat im Wahlkampf im Gegensatz zu früher fast staatsmännisch ruhig auf. In der Ausländer-, Wirtschafts- und Steuerpolitik gibt es fast idente Programme, Knackpunkte drohen viel eher bei der Frage Kammer-Pflichtmitgliedschaft, Volksabstimmungen und Regierungsposten. Die FPÖ wird von Kurz einen hohen Eintrittspreis verlangen. Dazu gehören wohl zwei der drei Schlüsselressorts Finanzen, Innen- und Außenministerium. Den nach dem Brexit kurzzeitig betriebenen EU-Austrittsplänen hat die FPÖ abgeschworen. Ein Öxit-Kurs wäre nicht nur unpopulär, sondern auch weder mit der ÖVP noch mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen zu machen. Die Begeisterung im europäischen Ausland über eine Regierung mit der FPÖ bliebe trotzdem sehr überschaubar.

Kurz hätte als Alternative eine Neuauflage mit der SPÖ. Eine solche scheint aber nach all den Streiteren, Unfreundlichkeiten, den Wahlkampf-Vorwürfen und der sichtbaren Antipathie zwischen den Frontmännern Kurz und Kern (und dieser dürfte dank Platz 2 SPÖ-Chef bleiben) als sinnlos und fast unmöglich. Da ist selbst Variante 3, nämlich Rot-Blau, noch wahrscheinlicher. Selbst wenn die SPÖ dazu extreme Verrenkungen vollführen müsste.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG: Leitartikel von Alois Vahrner
12.10.2017

Klimawandelbedingtes Aussterben von Arten kann kaum verhindert werden

Der Clusius-Enzian, auch echter Alpenenzian genannt, ist durch den Klimawandel bedroht Der Clusius-Enzian, auch echter Alpenenzian genannt, ist durch den Klimawandel bedroht

Tier- und Pflanzenarten versuchen sich durch Änderung ihrer Verbreitungsgebiete dem Klimawandel anzupassen. Intensiv vom Menschen genutzte Landschaften lassen solche Anpassungen aber immer weniger zu. Eine Forschergruppe des Departments für Botanik und Biodiversitätsforschung der Universität Wien und des Umweltbundesamtes hat nun erstmals nachgewiesen, dass Maßnahmen wie die Rückwandlung von Land in naturnahe Lebensräume wichtig sind, ihrer Wirksamkeit aber zumindest in Mitteleuropa klare Grenzen gesetzt sind. Insbesondere das regionale Aussterben eines Teils der untersuchten Arten lässt sich auch mit beträchtlichem Aufwand kaum verhindern. Die Studie erscheint in der renommierten Zeitschrift "Nature Climate Change".

Die zunehmende Klimaerwärmung und die gleichzeitige Intensivierung der Landnutzung setzen viele Arten immer stärker unter Druck. WissenschafterInnen beobachten daher bei einer zunehmenden Zahl von Tier- und Pflanzenarten weltweit Verschiebungen natürlicher Verbreitungsgebiete in Anpassung an das sich ändernde Klima. Die immer stärkere Verinselung natürlicher Lebensräume schränkt solche Wanderungsbewegungen zunehmend ein. Extensivierungsmaßnahmen, wie etwa die Umwandlung intensiv genutzter land- und forstwirtschaftlicher Flächen in naturnahe Lebensräume, sollen die Vernetzung der Landschaft für jene Arten erhöhen, die dem Klima folgen.

Computermodell erlaubt zuverlässigere Voraussagen

Ein Team von Biologen des Departments für Botanik und Biodiversitätsforschung der Universität Wien und des Umweltbundesamtes hat ein Computermodell entwickelt, das Klimawandel, Lebensraumfragmentierung sowie die individuelle Ausbreitungsfähigkeit von 51 Pflanzen-, Schmetterlings- und Heuschreckenarten berücksichtigt. "Dieser Ansatz erlaubt zuverlässige Voraussagen zum Fortbestand der von uns untersuchten Arten in den kommenden Jahrzehnten", erklärt Franz Essl, Projektleiter der Studie und Experte für Biodiversität und Naturschutz am Umweltbundesamt. Mit Hilfe dieses Modells können die Forscher die zukünftige Entwicklung der Verbreitungsgebiete der untersuchten Arten in Mitteleuropa unter Szenarien unterschiedlich starker Klimaerwärmung und unterschiedlicher Extensivierungsmaßnahmen bis zum Jahr 2100 simulieren.

Die Modelle sagen voraus, dass rund 20 Prozent der untersuchten Arten im Laufe dieses Jahrhunderts im Untersuchungsgebiet (Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Südtirol und Süddeutschland) aussterben werden. Die verbleibenden Arten verzeichnen einen deutlichen Rückgang ihres Verbreitungsgebietes, der durch den Einsatz der Extensivierungsmaßnahmen zwar verringert werden kann, "selbst bei maximalem Ressourceneinsatz – das heißt bei einer Umwandlung von fünf Prozent der land- und forstwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen – kann das Aussterben der am stärksten betroffenen Arten wie z.B. dem Böhmischen Enzian, der in Österreich nur im Wald- und Mühlviertel vorkommt, nicht verhindert werden", so der Leiter der Divison für Naturschutzforschung der Universität Wien, Stefan Dullinger.

Von den drei Extensivierungsstrategien erwiesen sich die Aufwertung von Flächen innerhalb von bestehenden Naturschutzgebieten sowie die Einrichtung von Korridoren zwischen Schutzgebieten als die wirksamsten Maßnahmen. Die Umwandlung gleichmäßig in der Landschaft platzierter Flächen stellte sich als wenig erfolgreich heraus. Keine dieser Maßnahmen war jedoch geeignet, die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die Verbreitungen der Arten gänzlich zu kompensieren.

Einen möglichen Grund für die eingeschränkte Wirksamkeit der Maßnahmen sehen die Forscher in den massiven Folgen des Klimawandels: "Selbst in einer wenig fragmentierten Landschaft werden sich die klimatisch geeigneten Gebiete geographisch so weit verschieben, dass viele Arten aufgrund ihrer begrenzten Ausbreitungsfähigkeit nicht mit dem Klimawandel Schritt halten können", erläutert Johannes Wessely, der Hauptautor der Studie. Karl Hülber, der leitend an dieser Veröffentlichung mitgearbeitet hat, ergänzt: "Eine naturnähere Nutzung land- und forstwirtschaftlich genutzter Flächen bildet einen wesentlichen Bestandteil des Artenschutzes. Sie kann allerdings langfristig nur erfolgreich sein, wenn die Klimaänderung am Standort nicht zu stark ist bzw. zu schnell erfolgt, um eine evolutive Anpassung der Arten an die neuen Bedingungen zu ermöglichen".

Die durchgeführten Simulationen zeigen also nur beschränkte Möglichkeiten, die Folgen des Klimawandels abzuschwächen und dass rasche und ambitionierte Maßnahmen zur Verringerung des Klimawandels selbst nötig sind, um die Artenvielfalt in Mitteleuropa zu bewahren.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Dietmar Moser
28.09.2017

Supermärkte: Welche sind am günstigsten? Preise von 143 Produkten verglichen

Supermärkte: Welche sind am günstigsten? Preise von 143 Produkten verglichen Supermärkte: Welche sind am günstigsten? Preise von 143 Produkten verglichen

Egal ob man nun geneigt ist, sich am „Hausverstand“ zu orientieren oder lieber der Empfehlung folgt, das „S Budget“ zu befragen, letztlich kann nur ein objektiver Preisvergleich wirkliche Orientierung im Angebotsdschungel der Supermärkte bieten. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat, wie schon im letzten Jahr, drei Warenkörbe gepackt und den Supermarktketten auf den Preiszahn gefühlt. Erhoben wurden die Preise von insgesamt 143 Produkten des täglichen Bedarfs in acht österreichischen Lebensmittelketten. Den ausführlichen Bericht mit allen Tabellen gibt es in der Oktoberausgabe von KONSUMENT und auf www.konsument.at.

Für den Preisvergleich wurden die Preise mit dem Stichtag 12. Juli 2017 bei den Lebensmittelketten Billa, Hofer, Interspar, Lidl, Merkur, MPreis, Penny und Spar erhoben. Dabei wurden nur reguläre Preise erfasst, Preisnachlässe, Sonderpreise, Aktionsangebote, Rabatte für Kundenkartenbesitzer oder Ähnliches fanden keine Beachtung. Erhoben wurden die Preise von 143 Produkten des täglichen Bedarfs, gruppiert in drei Warenkörben: „billigste Produkte“, „Markenartikel“ und „Bio-Produkte“.

Der Warenkorb „billigste Produkte“ enthielt 69 sogenannte Preiseinstiegsprodukte, also die jeweils günstigsten Artikel einer jeden Kategorie. Bei den klassischen Supermärkten sind dies zumeist die Eigenmarken (Handelsmarken). In diesem Produktsegment sind die durchschnittlichen Preisunterschiede im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht zurückgegangen, sie sind aber immer noch deutlicher als in den anderen beiden Produktgruppen. Die größten Preisdifferenzen wurden bei Bohnenkaffe (169 %), Pizza Salami (165 %) und Rindssuppenwürfel (130 %) festgestellt. Insgesamt verteuerte sich der Warenkorb im Vergleich zum Vorjahr, bei einer Supermarktkette lag die Preissteigerung bei beachtlichen fünf Prozent.

Dem Warenkorb „Markenartikel“ waren 49 Produkte zugeordnet. In diesem Bereich ist der Vergleich mit den Diskontern (Hofer, Lidl, Penny) nur eingeschränkt möglich, da die Diskonter Markenartikel nur in begrenztem Umfang führen. Besonders markenbewusste Konsumenten sind hier also ohnehin auf die klassischen Supermärkte (Vollsortimenter) angewiesen. Die durchschnittlichen Preisunterschiede zwischen den Anbietern sind bei den Markenartikeln deutlich geringer als bei den Preiseinstiegsprodukten. Die größten Preisschwankungen wurden bei Vollwaschmitteln (88 %), Toilettenpapier (75 %) und Freilandeiern (67 %) festgestellt. Auch die Teuerungsrate gegenüber dem Vorjahr war in diesem Bereich gering. Viele Artikel, z. B. Reis, Fischstäbchen, Nudeln oder Orangensaft, blieben im Jahresvergleich preislich so gut wie unverändert.

Im Warenkorb „Bio-Produkte“ befanden sich 25 Artikel. Dieser Warenkorb ist naturgemäß der kleinste, da bestimmte Produkte nicht in Bio-Qualität angeboten werden. Für dieses Marktsegment gilt: Die Produktpalette wächst stetig an, auch wenn das Angebot bei den Diskontern nach wie vor kleiner ist als bei den klassischen Supermärkten. Preislich können die Diskonter aber durchaus mithalten. Die größten Preisdifferenzen lagen hier bei Marillenmarmelade (87 %), Karotten (84 %) und Frischkäse (77 %). Ein Vergleich zum Vorjahr ist aufgrund der unterschiedlichen Sortimente schwierig. Eine Tendenz lässt sich aber dennoch ablesen: Im Zeitverlauf wurden die Bio-Produkte günstiger.

„Insgesamt wird deutlich, dass die Zeiten, in denen die Diskonter preislich den Ton angegeben haben, vorbei sind. Die einfache Formel: ‚Supermarkt = teuer, Diskonter = billig‘ gilt nur noch bedingt“, resümiert VKI Projektleiter Walter Hager. „Die Vollsortimenter haben den Preiskampf angenommen und versuchen vor allem mit günstigen Eigenmarken Territorium zurückzugewinnen. Wer beim Lebensmitteleinkauf wirklich sparen möchte, kommt um einen detaillierten Preisvergleich nicht mehr herum – und muss entsprechend mobil sein, um auf mehrere Anbieter zurückgreifen zu können.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
18.09.2017

Automatische Vertragsverlängerung bei PARSHIP unzulässig

OGH bestätigt VKI: Erinnerungs-E-Mail muss deutlichen Hinweis auf den Ablauf der Kündigungsfrist und die automatische Vertragsverlängerung enthalten OGH bestätigt VKI: Erinnerungs-E-Mail muss deutlichen Hinweis auf den Ablauf der Kündigungsfrist und die automatische Vertragsverlängerung enthalten

Der Oberste Gerichtshof (OGH) bestätigt das vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) – im Auftrag des Sozialministeriums – erstrittene Urteil gegen PARSHIP (PE Digital GmbH): Ein nichtssagendes E-Mail mit einem Link, dem weitere Informationen entnommen werden könnten, stellt keinen ausreichenden Hinweis auf den Ablauf der Kündigungsfrist und die automatische Vertragsverlängerung dar. Der OGH hat die außerordentliche Revision der PE Digital GmbH zurückgewiesen. Das Urteil ist damit rechtskräftig.

PARSHIP bietet grundsätzlich befristete kostenpflichtige Mitgliedschaften an, die sich jeweils um ein Jahr verlängern sollen, bis der Kunde den Vertrag mindestens 12 Wochen vor Laufzeitende kündigt. Damit es zu einer solchen automatischen Vertragsverlängerung kommen kann, verlangt das Konsumentenschutzgesetz zuvor einen „besonderen“ Hinweis auf den bevorstehenden Ablauf der Kündigungsfrist und auf die ohne Kündigung eintretende automatische Vertragsverlängerung. Das von PARSHIP zu diesem Zweck versandte E-Mail enthält weder im Betreff („Nachricht zu Ihrem Profil“) noch im Text einen Hinweis auf diese Folgen. Erst wenn man dem im E-Mail enthaltenen Link folgt, der auf die PARSHIP-Startseite führt, wo man sich zunächst einloggen muss, kann die eigentliche Informationen zur automatischen Vertragsverlängerung abgerufen werden. Das ist nicht ausreichend, urteilten bereits die Vorinstanzen. Die gesetzlich vorgesehene Warnfunktion kann die Nachricht nur dann erfüllen, wenn sie die Aufmerksamkeit des Adressaten erregt. Dafür sind eine aussagekräftige Betreffzeile und eine Information im Text des E-Mails erforderlich.

„Mit seiner Entscheidung hat der OGH klargestellt, dass der vom Gesetz geforderte besondere Hinweis, den es braucht, wenn Schweigen als Zustimmung gelten soll, deutlich erteilt werden muss“, freut sich Mag. Laura Ruschitzka, Juristin im VKI. „Ein nichtssagendes Erinnerungs-E-Mail reicht dafür nicht aus. Zu einer automatischen Vertragsverlängerung kann es darüber hinaus nur dann kommen, wenn das schon im Vorfeld, also bei Vertragsabschluss wirksam vereinbart worden ist.“

Betroffene, die den Ablauf der Kündigungsfrist wegen der undeutlichen Erinnerungs-E-Mail übersehen haben, können die Rückerstattung des verrechneten Entgelts verlangen, wenn sie die Dienste von PARSHIP nach der Vertragsverlängerung nicht mehr in Anspruch genommen haben. Der VKI stellt dafür einen Musterbrief unter www.verbraucherrecht.at/downloads/musterbriefe/PARSHIP.docx kostenlos zur Verfügung. Wer wegen dieser gesetzwidrigen Vertragsverlängerung eine Entgeltzahlung bisher verweigert hat und mit Betreibungskosten konfrontiert war, muss auch diese nicht bezahlen. Wenn die Dienste von PARSHIP im Verlängerungszeitraum aber weiter genutzt wurden, kann PE Digital GmbH dafür ein anteiliges Entgelt fordern; die Höhe ist jeweils im Einzelfall zu ermitteln. Auch die Frage, ob dem Unternehmen ein Ersatz seiner Kosten – etwa für Mahnungen – zustehen könnte, ist dann im Einzelnen zu prüfen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
17.01.2017

Weiterbildungsplattform micelab:bodensee geht in die Praxis

Erstkontakt in zweierlei Hinsicht: Beim allerersten micelab:experts in Bregenz lernen die Teilnehmer einander kennen. Erstkontakt in zweierlei Hinsicht: Beim allerersten micelab:experts in Bregenz lernen die Teilnehmer einander kennen.

Erstes Lernmodul micelab:experts fand im Dezember in Bregenz statt

Bregenz, 16. Januar 2017 – Fünfzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Bodenseeregion trafen sich an drei Tagen im Dezember zum ersten micelab:experts. Anhand der hypothetischen Aufgabe einen Traumkongress zu kreieren, testeten sie eine breite Palette verschiedener Kommunikationsmethoden und innovativer Formate. Die neuen Erfahrungen geben die Experten in ihren Veranstaltungshäusern an ihre Kolleginnen und Kollegen weiter.

Nach dem erfolgreichen Start im Herbst ging die Weiterbildungsplattform micelab:bodensee im Dezember in die nächste Runde: Fünfzig Praktiker aus der Veranstaltungs- und Tourismusbranche nahmen im Festspielhaus Bregenz am ersten Lernmodul, dem micelab:experts, teil. „experts“ deshalb, „weil jeder Teilnehmer in seinem Bereich – vom Veranstaltungsmanager über Techniker bis zum Caterer – Experte ist und zum Gelingen eines Kongresses beiträgt“, so die Maxime der Veranstalter von den Netzwerken Bodensee Meeting und der kongress tanzt.

Aufgabe des ersten Tages war, einen Traumkongress zu entwerfen. Dazu setzten sich die Teilnehmenden in Kleingruppen intensiv mit der Zielklärung auseinander. Warum dies so wichtig ist, vermittelte Veranstaltungsdramaturgin und Kuratorin Tina Gadow: „Auch wenn die Beteiligten glauben, sich zu verstehen, existieren in den Köpfen oft unterschiedliche Bilder.“

Methodisches Fragen hilft, Missverständnisse auszuräumen und zu einem gemeinsam definierten Ziel zu gelangen. So übten die Teilnehmenden etwa in einem Rollenspiel, zirkulär zu fragen: „Was erzählt ein Teilnehmer nach der Veranstaltung begeistert einem Freund?“ Oder lösungsorientiert: „Welches Problem soll die Veranstaltung helfen zu lösen?“

Scheiter heiter

Am zweiten Tag ging die Gruppe der Frage nach, welche Rolle Angst und Vertrauen bei Veranstaltungen spielen – und zwar ganz praktisch. Gast-Coach Roberto Hirche führte die Teilnehmer dazu in die Prinzipien des Improvisationstheaters ein.

Rasch wurde klar: Fast jeder hat Angst zu versagen. Das kann auch passieren, wenn man als Veranstalter Neues ausprobiert. Frei nach dem Motto „Scheiter heiter“ sammelten die Teilnehmer Mut und Vertrauen, auch Fehler zu akzeptieren und diese als Grundlage für neue Ideen heranzunehmen.

Mit Ängsten konfrontiert sind mitunter auch Teilnehmer eines Open Space. Etwa: Man hat ein Thema und keiner kommt. Oder: Der besuchte Workshop ist nicht der richtige. Ein Open Space ist nach bestimmten Prinzipien organisiert, die der Zusammenarbeit eine neue Grundlage geben. Sie helfen, Gewohntes loszulassen und anzunehmen, was ist. „So lädt ‚das Gesetz der zwei Füße‘ ein, einen Workshop zu verlassen und dort hinzugehen, wo es einen gerade hinzieht und man mehr beitragen und mitnehmen kann“, erläuterte Tina Gadow. „Gemeinhin gilt das als unhöflich. Im Open Space ist es das explizit nicht, denn hier darf jeder tun, was für ihn selbst in dem Moment am sinnvollsten ist, oder wo der gegenseitige Nutzen größer ist.“ Dieses Vertrauen in die Teilnehmer, das dem Open Space als Haltung zugrunde liegt, schafft wiederum Vertrauen untereinander.

Formate kennenlernen

Neben Open Space probierten die fünfzig „Experten“ auch die Präsentationstechnik Pecha Kucha, die kommunikativen Murmelrunden, Geh-Spräche und die Diskussionsform Fish Bowl aus. „Es hat Spaß gemacht, verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten kennenzulernen“, meldeten viele Teilnehmer zurück. Auch der Austausch unter Branchenkollegen und Netzwerken ist beim ersten micelab:experts in Bregenz gut angekommen.

Neben vielen neuen Erfahrungen nahmen die Teilnehmenden eine „Hausaufgabe“ mit: Als Teil des micelab:experts sollen sie das Gelernte im eigenen Betrieb anwenden, etwa in internen Workshops mit Kolleginnen und Kollegen. „So agieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Multiplikatoren für eine innovative Kongresskultur“, ist Kurator Michael Gleich überzeugt.

Auf Basis der Rückmeldungen und Evaluierungen des Prototyps entwickeln die Kuratoren das Modul micelab:experts nun weiter. Der nächste experts findet im Frühjahr statt. Termin und Veranstaltungsort werden demnächst auf der Homepage www.micelab-bodensee.com bekanntgegeben.

Über micelab:bodensee

micelab:bodensee ist die erste Weiterbildungsplattform für Veranstalter im deutschsprachigen Raum. Sie wurde von den Netzwerken Bodensee Meeting und der kongress tanzt entwickelt und startete im Oktober 2016. micelab:bodensee umfasst drei Module mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Alle Module des micelab:bodensee haben einen erkundenden Charakter eines Labors. Beim Modul micelab:explorer liegt der Fokus auf der Forschung mit Impulsgebern aus unterschiedlichen Disziplinen. Es ist als Ideenschmiede angelegt. micelab:experts und micelab:experience richten sich an die Praktiker der MICE-Branche, also an Mitarbeiter aller Gewerke in Veranstaltungshäusern, Eventagenturen, Kulturinstitutionen und Marketingverantwortliche von Wirtschaftsbetrieben. Die Plattform ist ein EU-gefördertes Interreg V-Projekt. Als Kuratoren zeichnen die Veranstaltungsdramaturgin Tina Gadow und der Journalist Michael Gleich vom Netzwerk der kongress tanzt verantwortlich.

Infos unter www.micelab-bodensee.com

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

Bodensee Meeting, Stefanie Thurner, 0041/7122737-32, stefanie.thurner@st.gallen-bodensee.ch

Pzwei. Pressearbeit, Mag. Daniela Kaulfus, 0043/699/19259195, daniela.kaulfus@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: micelab:bodensee/Anja Köhler
16.01.2017

Schuleinschreibung Neu – worauf Sie achten müssen

Schuleinschreibung Neu – worauf Sie achten müssen Schuleinschreibung Neu – worauf Sie achten müssen

Ein wesentliches Ziel der Bildungsreform ist es, allen Kindern einen guten Start in ein gemeinsames Schulleben zu ermöglichen. Das gelingt nur, wenn man in der Volksschule direkt an der Entwicklung aus dem Kindergarten anschließen kann. Mit der Schuleinschreibung Neu werden deshalb wichtige Informationen, die Eltern bereits im Kindergarten über die Entwicklung und die Kompetenzen ihres Kindes erhalten, an die VolksschulpädagogInnen weitergeleitet. Die Schulen haben erstmals die Möglichkeit, auf dem vorhandenen Wissensstand über die Interessen und Begabungen der Kinder aufzubauen.

Was ist neu?

Wertvolle Daten aus Sprachstandstests, Entwicklungsportfolios, Bildungsdokumentationen und künftig aus dem Bildungskompass werden von den Eltern zur Schuleinschreibung mitgebracht, damit DirektorInnen und PädagogInnen damit arbeiten können.

Neu ist auch, dass das Kind persönlich bei der Schuleinschreibung dabei sein muss. Nur so kann festgestellt werden, ob die Schulreife gegeben ist. Bei Bedarf können ExpertInnen wie z.B. von der Schulpsychologie, des ärztlichen Schuldienstes, Beratungs- und BetreuungslehrerInnen oder die Schulsozialarbeit beigezogen werden.

Die Schuleinschreibung kann auch in zwei oder mehreren Phasen erfolgen. Die administrative Aufnahme kann z.B. bereits im Wintersemester durchgeführt werden, die pädagogische Einschreibung aber erst zu einem späteren Zeitpunkt, um möglichst aktuelle Daten aus dem Kindergarten zur weiteren Planung nutzen zu können.

DirektorInnen bekommen mehr Zeit für die Schuleinschreibung: statt bisher fünf Monate vor Beginn der Hauptferien muss die Einschreibung jetzt erst vier Monate vorher abgeschlossen sein.

Startschuss in den Bundesländern

Im Jänner findet die Schuleinschreibung im Burgenland, Niederösterreich, der Steiermark und Wien statt. Wie bisher sind persönliche Dokumente wie Geburtsurkunde, Meldezettel und Staatsbürgerschaftsnachweis mitzubringen. Je nach Bundesland können darüber hinaus noch andere Dokumente erforderlich sein. Informationen darüber bekommen Sie beim zuständigen Landesschulrat bzw. Stadtschulrat oder direkt bei der Schule.

Die Aufnahme in die Volksschule läuft erstmals nach dem neuem Muster ab. Die rechtliche Grundlage wurde mit dem Schulrechtsänderungspaket geschaffen, das seit 1. September 2016 in Kraft ist.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
16.01.2017

Plan B zum Mehrheitswahlrecht

Auch der aktuelle Vorstoß von Kanzler Kern für ein mehrheitsförderndes Wahlrecht wird wohl keinen Systemwechsel bringen. Auch der aktuelle Vorstoß von Kanzler Kern für ein mehrheitsförderndes Wahlrecht wird wohl keinen Systemwechsel bringen.

Auch der aktuelle Vorstoß von Kanzler Kern für ein mehrheitsförderndes Wahlrecht wird wohl keinen Systemwechsel bringen. Trotzdem sollte es eine Wahlrechtsreform geben. Aber auf Basis des Verhältniswahlrechts.

Verfassungsfragen sind Machtfragen, das wissen wir seit Ferdinand Lasalle.

Seit zehn Jahren wird immer wieder eine Abkehr vom Verhältniswahlrecht gefordert. Vor zehn Jahren, mit der Rückkehr der immer kleiner werdenden großen Koalition, wurde erneut die Blockade zum Regierungsprinzip erkoren.

Ob nun in reiner Form oder durch eine minderheitenfreundliche Variante wird ein Wechsel zu einem mehrheitsfördernden Wahlrecht als einziger Ausweg gesehen, um die lähmenden Zustände zu beenden. Doch die Chance auf Umsetzung ist gering. Daran dürfte auch der Vorstoß von Kanzler Christian Kern nichts ändern. Eine notwendige Zweidrittelmehrheit und eine wohl wahrscheinliche Volksabstimmung dürften zu große Hürden sein.

Trotzdem sollte Kerns Initiative unbedingt genützt werden. Schließlich ist es erstmals ein regierender Kanzler, der so einen Systemwechsel einfordert. Das Für und Wider beider Wahlrechte ist rasch aufgezählt. Das Verhältniswahlrecht ist allemal gerechter, bildet es doch einigermaßen die Parteienstärke bei den Wahlen im Parlament ab. Das Mehrheitswahlrecht ermöglicht hingegen eine leichtere Bildung von Majoritäten. Auch ein tatsächlicher Machtwechsel, also eine Abwahl einer Regierung, wird erleichtert. Nur zur Erinnerung: In der Zweiten Republik gab es erst einen echten Machtwechsel, und zwar 1970, als die regierende ÖVP abgewählt wurde – und die SPÖ unter Bruno Kreisky auf die Regierungsbank wechselte. Wenn es keine Chance für einen radikalen Wechsel gibt, dann sollte man überlegen, ob das Verhältniswahlrecht nicht weiterentwickelt werden kann. Denn eine Reform ist nötig. Also sollte Kerns Initiative für eine Verfassungsdebatte genützt werden. Dabei könnte man sich in diskursiver Form dem norwegischen Modell annähern. Auch dort kann eine Regierung vorzeitig scheitern, aber dies bedeutet nicht zwangsläufig Neuwahlen. Das Parlament ist schließlich gewählt. Dies würde den Parlamentarismus stärken, Minderheitsregierungen fördern und das Drohpotenzial Neuwahl massiv einschränken.

Zudem sollte dieses Prinzip auch in der Bundesländern umgesetzt werden. So könnte man dann in der Mitte der Legislaturperiode des Nationalrats an einem Super-Wahlsonntag alle Landtage wählen lassen. Dies führt, um noch ein Argument anzuführen, zur Abnahme der Erpressbarkeit durch Länderchefs und für einen größeren Zeitraum zu mehr Reformmut im Bund. Verfassungsfragen sind eben Machtfragen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Michael Sprenger
23.01.2017

Smartphones als zunehmende Konkurrenz für Bankfilialen

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Nutzung der „neuen“ Bezahl- und Banktransaktionsmethoden in Österreich bereits angekommen ist und sich gut etabliert hat. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Nutzung der „neuen“ Bezahl- und Banktransaktionsmethoden in Österreich bereits angekommen ist und sich gut etabliert hat.

Man wird sich noch an die Zeiten erinnern, in denen die Begriffe Online- und Mobile-Banking für die meisten ÖsterreicherInnen noch ein Fremdwort waren und die Diskussionen rund um die Datensicherheit und fehlerlose Abwicklung in Zusammenhang mit diesen beiden Methoden noch im Vordergrund standen. Mittlerweile hat die Digitalisierung und die damit verbundene Nutzung der „neuen“ Technologien in der Finanzbranche ein neues Ausmaß angenommen und scheint auch in Österreich nicht mehr aufzuhalten zu sein. Laut einer aktuellen GfK Online-Umfrage unter 500 online-affinen ÖsterreicherInnen nutzt bereits mehr als jeder Zweite das Online-Banking mindestens einmal wöchentlich, jeder Vierte gibt an, auch das Mobile-Banking zumindest einmal pro Woche zu nutzen.

Die Themen rund um das Online- und Mobile-Banking werden für ÖsterreicherInnen immer vertrauter und sind bereits für viele Bankkunden Teil des täglichen Lebens geworden. So wird Online-Banking, laut aktueller GfK Umfrage, von 53 % der erwachsenen InternetnutzerInnen in Österreich zumindest einmal pro Woche genutzt, jeder Vierte gibt an, auch MobileBanking zumindest einmal wöchentlich zu nutzen.

Auch die wahrgenommene Sicherheit bei der Durchführung von Bankgeschäften online entwickelt sich positiv: Mehr als jeder Zweite ist der Meinung, dass die Durchführung von Bankgeschäften im Internet in den letzten Jahren eher oder sogar viel sicherer geworden ist. Nutzung von Mobile-Banking wird noch etwas kritischer beurteilt: Nur etwa jeder Dritte ist der Meinung, dass sich die Sicherheit bei der Durchführung von Bankgeschäften am Handy oder Tablet in den letzten Jahren deutlich oder zumindest eher verbessert hat. „14 % der befragten Mobile-Banking-Nutzer haben innerhalb der letzten 12 Monate begonnen, diese Methode zu nutzen. 7 % nutzen es seit den letzten 6 Monaten, was auf die vorschreitende Akzeptanz und weiteres Potential bei dieser Bezahl- und Abwicklungsmethode hindeuten lässt“ – kommentiert Yuliya Fischer von der Finanzmarktforschung der GfK Austria.

Mobile-Banking und Sicherheit

„Vom Mobile-Banking wird vor allem erwartet, dass es unkompliziert in der Anwendung, sicher und kostenlos ist“ – führt Frau Fischer weiter fort. Gefragt nach den genutzten Sicherheitsmaßnahmen nennen zwei Drittel der Mobile-Banking-Nutzer die regelmäßige Überprüfung des Kontostandes und Nutzung von sicheren Passwörtern und PIN-Codes als meistgenutzte Maßnahmen. Diese beiden Maßnahmen bewerten die meisten Mobile-Banking-Nutzer als absolut unverzichtbar. 70 % der Befragten würden auch auf die Nutzung von mTANs nicht verzichten. Die große Mehrheit der Mobile-Banking-Nutzer ist überzeugt, dass die Aufbewahrung von PIN-Codes außerhalb des Smartphones oder Tablets, die Nutzung von offiziellen Banking-Apps und sicheren Passwörtern sowie die mTAN-Nutzung die höchste Sicherheit bei der Durchführung der Banking-Transaktionen am Handy oder Tablet bieten.

Zahlen mit der Karte und kontaktlos Weitere Abwicklungsmethoden, deren Nutzung sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich intensiviert hat, sind auch die Nutzung von Bankomat- und Kreditkarte sowie das kontaktlose Zahlen mittels NFC-Funktion der Bankomatkarte oder am Smartphone. Zwei Drittel der Befragten geben an, die Bankomatkarte mindestens einmal pro Woche für die Bezahlung zu verwenden (2015: 58 %), die Kreditkarte wird dafür von 22 % der ÖsterreicherInnen (2015: 16 %) zumindest einmal wöchentlich genutzt. Im Vergleich zum Vorjahr scheint aber vor allen das Zahlen mittels kontaktloser Funktion der Bankomatkarte oder des Smartphones deutlich zugenommen haben: 14% der Befragten nutzen es ebenfalls zumindest einmal pro Woche, wobei es 2015 nur 6% genutzt haben.

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Nutzung der „neuen“ Bezahl- und Banktransaktionsmethoden in Österreich bereits angekommen ist und sich gut etabliert hat. Auch die wahrgenommenen Barrieren für die Nutzung dieser Methoden werden immer niedriger. „Die richtige Kommunikation – vor allem was die Sicherheit dieser Bezahlmethoden betrifft – könnte dazu beitragen, die Akzeptanz dieser Methoden weiterhin zu steigern, um noch vorhandenes Potenzial auszuschöpfen, sowie das Vertrauen der Kunden in diese Bezahl- und Transaktionsmethoden weiter zu steigern“ schließt Frau Fischer ab.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
11.12.2016

Prognosen für alle Fälle

Dass die Nachfrage nach regionalen Wettervorhersagen rasant steigt, zeigt, wo der wunde Punkt liegt. Die Prognosen werden in Zukunft dank einer sich top entwickelnden Technik noch genauer werden. Das wird uns in der Anpassung an den Klimawandel helfen, aber nicht retten. Dass die Nachfrage nach regionalen Wettervorhersagen rasant steigt, zeigt, wo der wunde Punkt liegt. Die Prognosen werden in Zukunft dank einer sich top entwickelnden Technik noch genauer werden. Das wird uns in der Anpassung an den Klimawandel helfen, aber nicht retten.

Wie empfindlich Bevölkerung und Infrastruktur auf den Klimawandel reagieren, zeigt sich bereits in der Tatsache, dass Wetterdienste weltweit extrem boomen.

Es hat nicht nur mit den körperlichen und emotionalen Empfindlichkeiten jedes Einzelnen zu tun, dass sich die Mehrzahl der Menschen fürs Wetter interessiert. Vielmehr ist es so, dass das Wetter unser gesamtes Leben beeinflusst. Die Anpassung an das sich ändernde Klima betrifft maßgebliche Bereiche unserer Gesellschaft:

Wasserversorgung, Land- und Forstwirtschaft, das Wohnen, die Mobilität, die Wirtschaft, die Energieversorgung und nicht zuletzt den Schutz vor Gefahren wie Hochwasser. Deshalb gilt der Klimawandel zu Recht als eine der größten Herausforderungen. Trotz aller Abkommen und Versprechen, egal, ob in Paris oder zuletzt in Marrakesch:

Derzeit sieht es so aus, als würde sich die Erde eher um drei Grad erwärmen als nur um zwei Grad. Das sind keine guten Nachrichten. Optimist ist der, der hofft, dass das Paris-Abkommen trotz Trump, der den Klimawandel als eine Erfindung der Chinesen bezeichnete und dessen Position unklar und wechselnd ist, überleben wird – schlicht aus dem Grund, dass zu viele andere Länder schon zu viel investiert haben. Wie empfindlich die Bevölkerung und Infrastruktur auf den bereits stattfindenden Klimawandel reagieren, wurde bis dato gerne übersehen bzw. verdrängt. Mehr Hitzetage, schrumpfende Gletscher, mehr starke Niederschläge werden die Folgen der globalen Erwärmung für Österreich sein. Der Alpenraum ist von der Klimaänderung dabei doppelt so stark betroffen wie das globale Mittel. Dass die Nachfrage nach regionalen Wettervorhersagen rasant steigt, zeigt, wo der wunde Punkt liegt. Die Prognosen werden in Zukunft dank einer sich top entwickelnden Technik noch genauer werden. Das wird uns in der Anpassung an den Klimawandel helfen, aber nicht retten.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von LIANE PIRCHER
12.10.2017

"die umweltberatung" gibt Tipps zum Fensterdichten

Das Dichten selber ist einfach - Kante reinigen, Dichtungsband aufkleben und fertig. Das Dichten selber ist einfach - Kante reinigen, Dichtungsband aufkleben und fertig.

Undichte Fenster bringen hohe Energieverluste und die Zugluft senkt den Wohnkomfort enorm. „Sobald wir Zugluft verspüren, brauchen wir viel höhere Raumtemperaturen, um uns wohl zu fühlen. Und höhere Temperaturen bedeuten mehr Heizkosten. Darum ist es wichtig, die Zugluft durch Fenstersanierung zu verringern“, erklärt Sabine Vogel, Energieberaterin von "die umweltberatung".

Window = Windauge

Schon gewusst? Das englische Wort window hat sich aus „vindauga“, also Windauge entwickelt. Das bringt gut zum Ausdruck, dass Fenster die „Augen“ eines Hauses sind – durch sie wird der Blick ins Freie möglich und sie lassen frische Luft und Wind ins Haus.

Fensterdichten selbst gemacht

Wenn die Fenster nicht gut schließen, lässt sich das bei neueren Fenstern oft mit einem Inbusschlüssel selbst einstellen.

Bei den meisten Fenstern ist eine Sanierung mit Dichtungsbändern möglich. Es gibt diese in unterschiedlichen Breiten und Dicken – je nach Fugenbreite und Spalt. Das Dichten selber ist einfach - Kante reinigen, Dichtungsband aufkleben und fertig. Auch bei zugigen Fenstern und Türen zum kühleren Stiegenhaus ist das Abdichten sinnvoll. Türspalten am Boden werden mit Zugluftstoppern oder Türdichtschienen aus dem Baufachhandel abgedichtet. Es hilft auch einfach eine dicke, zusammengerollte Decke davorzulegen.

Kastenfenster: immer innen dichten

Kastenfenster müssen nicht unbedingt getauscht werden. Gut schließend mit einer guten Dichtung sind sie ein gut funktionierendes, bewährtes System. Die Dichtung wird bei Kastenfenstern am Innenflügel angebracht, damit die feuchte Luft zwischen den Fenstern nach außen entweichen kann. Eingesperrte Kondensfeuchte kann das Holz schädigen und zu Schimmel oder Moder führen. Wenn die Außenflügel wegen zu großer Fugen auch abgedichtet werden müssen, sollte diese Dichtung weniger dicht als an den Innenflügeln sein bzw. an einer Kante fehlen. Geringe Feuchtigkeitsmengen können so nach außen entweichen.

Leider halten aufgeklebte Dichtungsbänder nicht ewig und sind daher an stark benutzten Stellen meist jährlich zu erneuern. Länger halten eingefräste Hohlprofildichtungen von Tischlereien, die auf Kastenfenstersanierung spezialisiert sind. Eine weitere langhaltende Lösung ist das Anbringen von Aluschienen mit dauerelastischen Dichtungen. Dieses Dichtungssystem wird an der Fensterlaibung bzw. am Rahmen montiert, statt direkt am Fensterflügel.

Richtig lüften

Je dichter die Fenster sind, desto mehr muss aktiv durch vollständiges Öffnen gelüftet werden. In der Heizsaison die Fenster auf keinen Fall kippen! Im Raum entstehende Luftfeuchtigkeit wird an den kältesten Stellen wieder flüssig – zum Beispiel an der Glasscheibe des Fensters, in Raumecken oder hinter Kästen an Außenwänden. An diesen feuchten Stellen besteht Schimmelgefahr. Um Schimmel vorzubeugen, ist regelmäßiges Lüften bei weit geöffneten Fenstern notwendig. Ein Hygrometer zur Kontrolle der Luftfeuchtigkeit kostet wenig und erinnert an rechtzeitiges Lüften. Die Luftfeuchtigkeit im Raum sollte 60 Prozent nicht übersteigen.

Infoblatt und Energieberatung

Das Infoblatt „Fenstersanierung“ kann auf www.umweltberatung.at/fenstersanierung kostenlos heruntergeladen werden.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
16.10.2017

Opposition als Regeneration

Die einstige Arbeiterpartei hat nun viel zu arbeiten – vor allem an sich selbst. Die einstige Arbeiterpartei hat nun viel zu arbeiten – vor allem an sich selbst.

Christian Kern ist gekommen, um für die SPÖ bei der Wahl erneut das zu holen, was ihr – aus ihrer Sicht – zusteht: das Kanzleramt. Anfänglich hatte es gut für die Genossen ausgeschaut. Der Neue an der Spitze von Partei und Regierung zog. Mit dem „Plan A“ konnte er punkten. Was dann kam, ist bekannt. Die Folgen sind es nun auch: Platz 1 für die Roten ist perdu; sie werden dorthin müssen, wo sie zuletzt von 2000 bis 2006 waren – in die Opposition. Kern soll sie auch da führen; die SPÖ-Granden stellen sich demonstrativ hinter ihn. Wohl auch, weil sich niemand um den höchsten Parteiposten reißt. Vorbei ist es mit den Annehmlichkeiten einer Kanzlerpartei, dem Prestige, der Macht, damit dem Sagen in staatlichen Institutionen. Die Sozialdemokraten haben sich nun anderem zu widmen. „Die SPÖ muss sich inhaltlich und strukturell neu erfinden“, hat Ex-Parteichef Franz Vranitzky kürzlich via TT befunden. In der Tat. Etwas, das sie längst vor Kerns Amtsantritt hätte tun müssen. Stattdessen gab es Lagerkämpfe und internen Streit.

Kern konnte das zudecken. Eine Zeitlang. Dann zeigte sich – Stichwort Silberstein –, dass er nicht wusste, was in seiner Truppe vor sich geht. Der Wahlkampf wurde zum Desaster. Kern hat es verabsäumt, die Partei an Schlüsselstellen personell nach seinem Gusto zu formen, als er sie übernahm. Fans seines Vorgängers Werner Faymann saßen nach wie vor in solchen. Das rächt sich.

Die einstige Arbeiterpartei hat nun viel zu arbeiten – vor allem an sich selbst.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: SPÖ Presse und Kommunikation CC BY-SA 2.0 / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG: Kommentar von Karin Leitner
16.10.2017

PULS 4 NEWS Reporter bei FPÖ-Wahlfeier körperlich angegriffen?

PULS 4 NEWS Reporter bei FP-Wahlfeier körperlich angegriffen? PULS 4 NEWS Reporter bei FP-Wahlfeier körperlich angegriffen?

"Bei der gestrigen FPÖ-Wahlfeier wurde PULS 4 NEWS Reporter Arman Behpournia körperlich angegriffen. Der Angriff war leider eindeutig rassistisch motiviert. Die PULS 4 NEWS Redaktion wird heute Anzeige bei der Polizei erstatten.", so die PULS 4 NEWS Redaktion in einer Presseaussendung.

"Wir sind stolz darauf, dass in unserer Redaktion Journalistinnen und Journalisten mit ganz unterschiedlichen Backgrounds arbeiten. Diese Diversität trägt zu zur Qualität und zum Erfolg unserer Sendungen bei. Wir werden rassistischen oder sexistischen Angriffen auf Mitglieder unserer Redaktion immer entschlossen entgegentreten."

"Wir zählen darauf, dass uns die FPÖ bei der Ausforschung des Täters unterstützt.", so die PULS 4 NEWS Redaktion abschließend.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
12.01.2017

Anteil der E-Pkw bei Neuwagen in Österreich drei Mal so hoch wie in Deutschland

Obwohl in Deutschland im Vorjahr eine Kaufprämie für E-Pkw eingeführt wurde, war in Österreich der Anteil der E-Pkw bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 dreimal so hoch Obwohl in Deutschland im Vorjahr eine Kaufprämie für E-Pkw eingeführt wurde, war in Österreich der Anteil der E-Pkw bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 dreimal so hoch

Obwohl in Deutschland im Vorjahr eine Kaufprämie für E-Pkw eingeführt wurde, war in Österreich der Anteil der E-Pkw bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 dreimal so hoch, macht der VCÖ aufmerksam. Die Zahl der neuzugelassenen E-Pkw hat sich im Vorjahr in Österreich mehr als verdoppelt. Während auf private Haushalte mehr Benziner als Diesel-Pkw zugelassen wurden, wurden insgesamt im Vorjahr mehr Diesel-Pkw gekauft. Fast 64 Prozent der Neuwagen wurde auf "juristische Personen" (Firmen, Betriebe, Organisationen) zugelassen, die zu mehr als 60 Prozent mit Diesel fahren. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, damit die Fahrzeuge beim Fahren auf der Straße sowohl bei den Schadstoffen als auch bei den CO2-Emissionen und dem Spritverbrauch jene Werte einhalten, die von den Herstellern angegeben werden.

Positiv sieht der VCÖ die deutliche Zunahme bei den E-Pkw. Mit 3.826 E-Pkw wurden im Vorjahr mehr als doppelt so viele batterieelektrische Pkw neu zugelassen als im Jahr 2015. "Mit 1,2 Prozent ist der Anteil der E-Pkw in Österreich mehr als dreimal so hoch wie in Deutschland mit 0,35 Prozent, wo die Kaufprämie für E-Autos ein Flop war", stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. Der VCÖ weist darauf hin, dass das Klimaabkommen von Paris bedeutet, dass spätestens im Jahr 2050 der Verkehr ohne Erdöl und damit ohne Benzin und Diesel funktionieren muss. Es bleiben noch 33 Jahre, um die Energiewende im Mobilitätsbereich zur Gänze umzusetzen.

Im Jahr 2016 kamen die Benzin- und Diesel-Pkw gemeinsam auf einen Marktanteil von 97,3 Prozent (nach 98,1 Prozent im Jahr 2015). Auch im Vorjahr wurden in Österreich mehr Diesel-Pkw (188.820) als Benziner (131.756) neu zugelassen, macht der VCÖ aufmerksam. Während bei den auf "juristische Personen", also Firmen, Betriebe, Organisationen, neu zugelassene Pkw fast zwei Drittel mit Diesel fahren, haben bei den von privaten Haushalten gekauften Neuwagen die Benziner die Nase leicht vorne. Jedoch wurden im Vorjahr nur 36,3 Prozent der Neuwagen von privaten Haushalten gekauft.

"Leider sind die neuen Diesel-Pkw beim Fahren auf der Straße bei weitem nicht so schadstoffarm wie die Herstellerangaben vermuten lassen", weist VCÖ-Experte Gansterer auf eine vergangene Woche veröffentlichte Studie des europäische Forschungsinsituts ICCT hin, das den Abgasskandal bei VW mit aufgedeckt hat. Demnach stoßen neue Diesel-Pkw der modernsten Abgasklasse EURO 6 beim Fahren auf der Straße im Schnitt doppelt so viele Stickoxide aus wie moderne Lkw. Der NOx-Grenzwert für neue Diesel-Pkw beträgt 80 Milligramm pro Kilometer, tatsächlich verschmutzen sie beim Fahren auf der Straße die Luft mit im Schnitt sechs Mal so hohen Stickoxidmengen.

Auch der reale Spritverbrauch der Neuwagen ist leider bei weitem nicht so gesunken, wie die Herstellerangaben vermuten lassen. Laut Herstellerangaben ist der Spritverbrauch der Neuwagenflotte bei Diesel von 6,2 Liter pro 100 Km im Jahr 2007 auf 4,7 Liter pro 100 km im Jahr 2016 zurückgegangen. Zur gleichen Zeit ist aber die Abweichung des tatsächlichen Spritverbrauchs der EU-Neuwagenflotte von 16 Prozent im Jahr 2007 auf mehr als 40 Prozent stark gestiegen. " Autokäufer, die den realen Spritverbrauch des alten Autos mit dem angegebenen Verbrauch des Neuwagens vergleichen und sich eine starke Verringerung der Spritkosten erwarten, erleben nach den ersten Fahrten eine böse Überraschung. Im Schnitt kostet der Mehrverbrauch mehrere hundert Euro im Jahr an zusätzlichen Spritkosten und zusätzlich wird die Umwelt mit mehr klimaschädlichem CO2 belastet", macht VCÖ-Experte Gansterer auf die Folgen aufmerksam. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, damit die Fahrzeuge beim Fahren auf der Straße sowohl bei den Schadstoffen als auch bei den CO2-Emissionen und dem Spritverbrauch jene Werte einhalten, die von den Herstellern angegeben werden.

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06.05.2017

Sozialistische Jugend fordert Legalisierung und staatlich lizenzierten Handel mit Cannabis

Am heutigen Hanfwandertag in Wien fordert Sozialistische Jugend Legalisierung und staatlich lizenzierten Handel mit Cannabis Am heutigen Hanfwandertag in Wien fordert Sozialistische Jugend Legalisierung und staatlich lizenzierten Handel mit Cannabis

„Das Verbot von Cannabis-Konsum in Österreich führt sich ad absurdum“, so Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend, anlässlich des heutigen Hanfwandertages. Eine Studie der MedUni Wien zeigte, dass rund jedeR 5. Studierende regelmäßig Cannabis konsumiert, unter Jugendlichen ist es jedeR 10. „Die aktuelle Politik zwingt KonsumentInnen bloß in den Schwarzmarkt. Das birgt gesundheitliche Gefahren und erhöht die Chancen mit härteren Drogen in Kontakt zu kommen“, mahnt Herr. Die Sozialistische Jugend fordert daher seit Jahren mit ihrer Kampagne „Lieber bekifft ficken als besoffen fahren“ eine Legalisierung.

Für Herr könnten die Gelder, die aktuell in den Kampf gegen den blühenden illegalen Markt für Cannabis gesteckt werden, viel sinnvoller verwendet werden: „Ein Handel über staatlich lizenzierte Stellen garantiert nicht nur eine hohe Qualität, sondern ermöglicht auch zusätzliche Steuereinnahmen!“ Diese Mittel sollten in die Suchtprävention investiert werden. „Prävention hilft hier viel besser als ein Verbot. Außerdem kann so auch dem hohen Alkohol- und Nikotinkonsum entgegengewirkt werden, der österreichweit viel mehr Schaden anrichtet!“, so Herr.

Herr blickt hierzu auch über den Atlantik: in einigen US-Bundesstaaten ist die Legalisierung bereits vollzogen, Kanada zieht bald nach. „Die USA war das Land der Prohibition und hat einst den ‚War on Drugs‘ ausgerufen. Die Folge waren und sind bis heute überfüllte Gefängnisse und zerstörte Familien. Heute haben die ersten Regionen ihre Schlüsse gezogen und gehen einen anderen Weg“, meint Herr und fordert auch von der österreichischen Politik mutige Schritte zu einem neuen, progressiven Umgang mit Drogen. „Es braucht keine Verbote, kein Anheben der Altersgrenze beim Rauchen oder ähnliche restriktive Maßnahmen. Möglichst frühe Aufklärung bringt sich mehr!“, so Herr abschließend.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Jorge Barrios - Own work, Public Domain
16.01.2017

Obergrenzen sind zu wenig

TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel"von Alois Vahrner TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel"von Alois Vahrner

Vor zwei Jahren, als die Flüchtlingswelle in ungeahnter Dimension über Europa hereinbrach, scheiterte die EU, nein genauer die Mitgliedsstaaten, an einer halbwegs solidarischen Lösung. Österreich tat sich neben Deutschland und Schweden als besonders human hervor. Die ursprünglich von verschiedener Seite, aber vor allem von Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel proklamierte Willkommenskultur wurde rasch von der Einsicht abgelöst, dass sich die offenen Länder selbst überforderten bzw. überfordern würden, wenn der Zustrom nicht kräftig gedrosselt würde.

Österreich mit Außenminister Kurz schloss de facto die Balkanroute und führte nach einem sinnlosen politischen Eiertanz um Namen und genaue Zahl eine Asyl-Obergrenze ein. Ein ähnliches Schauspiel wird uns hoffentlich heuer erspart, zumal eine Einigung nicht fern scheint. Die ÖVP will eine Halbierung, SPÖ-Kanzler Kern ebenfalls eine deutliche Herabsetzung. In Deutschland lehnt Merkels CDU eine Obergrenze vorerst trotz des Drucks der bayrischen CSU ab – was bei der Bundestagswahl nur der extrem rechten AfD nutzen wird.

Soll Integration gelingen (und das ist sie auch bei teils schon sehr lange im Land lebenden Immigranten noch immer nicht) und eine weitere Spaltung der Gesellschaft verhindert werden, dann braucht es Bereitschaft auf beiden Seiten, den Einheimischen, aber noch mehr den Zuwanderern. Und viel klarere, ja ultimative Vorgaben des Staates, was er von Einwanderern verlangt – von Deutschkenntnissen angefangen bis zur wirklichen Akzeptanz aller demokratischen Freiheitswerte bis zur Gleichstellung der Frauen. Und all jenen, die den Rechtsstaat mit Füßen treten und ausnützen, muss der Staat (im Bedarfsfall mit neuen Gesetzen) eine viel entschiedenere Antwort geben.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Ggia - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0 / Quelle:
16.01.2017

EVZ warnt Urlauber vor Autovermietung GOLDCAR

EVZ warnt Urlauber vor Autovermietung GOLDCAR EVZ warnt Urlauber vor Autovermietung GOLDCAR

Das Europäische Verbraucherzentrum Österreich (EVZ) warnt Reisende vor den unlauteren Verkaufspraktiken der Autovermietung GOLDCAR. Die Firma suggeriert ihren Kunden in unzulässiger Weise, dass ein zusätzlicher Versicherungsschutz dringend notwendig sei, da der Kunde sonst die Kosten für eventuelle Schäden am Auto durch Unfall, Diebstahl o.ä. vollständig selbst tragen müsse. Diese Geschäftspraxis wurde von der italienische Wettbewerbsbehörde Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato (AGCM) als unzulässig bewertet. Die AGCM hat GOLDCAR Italien und GOLDCAR Spanien deshalb mit einer Geldstrafe in Höhe von 1,7 Millionen Euro belegt. Zudem wurde eine weitere Strafe von 300.000 Euro wegen der Erhebung von Gebühren ohne ausreichende Aufklärung der Kunden verhängt.

Das Unternehmen GOLDCAR fordert beim Abholen eines reservierten Fahrzeugs als Garantie für eventuelle Schäden einen erheblichen Betrag als Kaution, welcher auf der Kreditkarte des Kunden blockiert wird. Nachdem der Kunde seine Kreditkarte an GOLDCAR ausgehändigt hat, weisen die Mitarbeiter aggressiv und beharrlich darauf hin, dass der Kunde den Leihwagen sorglos nutzen und auch die Kaution reduzieren könne, wenn er zusätzliche Produkte – genannt Versicherungspolizzen – erwirbt. Dabei wird dem Kunden weder der Leistungsumfang noch der Preis dieser Produkte klar und deutlich beschrieben. Stattdessen wird der Eindruck erweckt, dass der Kunde die Kosten für eventuelle Schäden am Leihwagen ohne Kauf der Zusatzprodukte vollständig selbst tragen müsse, obwohl durch das bestehende Gebot zur Haftpflichtversicherung höchstens ein Selbstbehalt anfallen könnte.

Die Wettbewerbsbehörde AGCM befand, dass das Unternehmen durch diese Geschäftspraxis die schwächere Position des Verbrauchers beim Abholen eines reservierten Fahrzeugs auf unzulässige Art und Weise ausnutzt und verhängte Geldstrafen von insgesamt 2 Millionen Euro gegen GOLDCAR Italien und GOLDCAR Spanien.

„Wir begrüßen diese Entscheidung“, sagt Andreas Herrmann, Jurist beim Europäischen Verbraucherzentrum Österreich. „Es besteht die Hoffnung, dass die verhängten Strafzahlungen eine Signalwirkung haben und abschreckend auf andere schwarze Schafe der Branche wirken.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: gemeinfrei
12.10.2017

ÖAMTC: Klage gegen deutsche Maut notwendig, um EU-Road Pricing zu verhindern

Mautgesetz bindet deutscher Regierung hinsichtlich Road Pricing die Hände Mautgesetz bindet deutscher Regierung hinsichtlich Road Pricing die Hände

Erfreut zeigt sich der ÖAMTC über die Ankündigung von Verkehrsministers Jörg Leichtfried, beim EuGH Klage gegen die deutsche Pkw-Maut einzureichen. Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung: "Um grünes Licht aus Brüssel für seine diskriminierenden Mautpläne zu bekommen, hat der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt zugesagt, die für alle europäischen Autofahrer sündteuren Road Pricing-Pläne der EU-Kommission zu unterstützen. Das war ein politischer Kuhhandel zu Lasten Dritter – nämlich der Konsumenten. Das darf sich nicht auszahlen. Daher ist die Klage Österreichs richtig – auch im Interesse der deutschen Autofahrer."

Mautgesetz bindet deutscher Regierung hinsichtlich Road Pricing die Hände

Bereits im Vorblatt zum Mautgesetz verpflichtete sich die deutsche Bundesregierung, die EU Kommission "bei ihren Bemühungen auf europäischer Ebene" zur Schaffung eines "einheitlichen europäischen Mautsystems zur Stärkung der Nutzerfinanzierung auch für Pkw zu unterstützen". Es wurde sogar zugesagt, dass Deutschland seine Maut "erforderlichenfalls an diesen einheitlichen europäischen Rahmen anpassen“ werde. Wie Brüssel diesen Freibrief aus Berlin nutzen will, präsentierte die EU-Kommission schließlich im Mai diesen Jahres:

Spätestens Ende 2027 müssten Vignetten-Systeme, wie in Österreich vorhanden und in Deutschland geplant, zugunsten streckenabhängiger Mautsysteme abgeschafft werden. Brüssel will eine Pkw-Road Pricing-Pflicht für alle Maut-Staaten.

Road Pricing bringt deutliche Mehrkosten für alle Autofahrer – auch deutsche

Das Motiv des ÖAMTC für die strikte Ablehnung der Road Pricing-Pläne der EU-Kommission sind die deutlichen Mehrkosten für die Nutzer. Laut mehrerer Studien würde bei Road Pricing den Autofahrern mindestens 5 Cent pro Kilometer verrechnet, damit sich die elektronische Einhebung rechnet. Das deutsche Umweltbundesamt schlägt sogar Preise bis über 10 Cent pro Kilometer vor. Wiesinger:

"Ein Arbeitnehmer aus Kufstein, der nach Innsbruck pendelt, hätte dadurch Mehrkosten von rund 3.400 Euro pro Jahr. Aber auch Einzelfahrten würden empfindlich teuer: Eine Fahrt von Hamburg nach München und retour würde etwa 150 Euro kosten, für die Strecke Wien – München und zurück würden 80 Euro fällig werden. Damit zeigt sich, dass kilometerabhängiges Road Pricing weder den Wenigfahrern noch der Umwelt hilft, sondern einzig und alleine darauf abzielt, den Staatskassen zusätzliche Einnahmen von Autofahrern zu bescheren."

In der aktuellen Ausgabe des auto touring sprechen sich die Spitzenkandidaten der SPÖ, ÖVP und FPÖ gegen Road Pricing aus, während die Grünen und NEOS dafür sind.

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28.12.2016

Neuerungen im österreichischen Straßenverkehr ab 2017

Neuerungen im österreichischen Straßenverkehr ab 2017 Neuerungen im österreichischen Straßenverkehr ab 2017

Alkolocks, Radarfotos für andere Delikte, Änderungen für Führerschein-Neulinge

Mit dem Jahreswechsel wird gerne ins nächste Jahr geblickt. Doch nur wenige Neuerungen für Autofahrer treten definitiv mit dem Jahreswechsel in Kraft. Einige Novellen sind aber schon jetzt bekannt oder absehbar, sodass der ÖAMTC einen Überblick über zu erwartende Änderungen des Jahres 2017 bieten kann. Gleichzeitig ist der Jahreswechsel ein guter Anlass, sich die eine oder andere Neuerung des vergangenen Jahres in Erinnerung zu rufen (Detailinfos unter www.oeamtc.at/recht).

Hier die absehbaren Neuerungen für 2017:

Radarfotos als Beweis für bestimmte Delikte

Ab dem bisher noch unbekannten Tag nach der Kundmachung der 28. StVO-Novelle dürfen Fotos aus bildgebenden Überwachungsverfahren auch für die Bestrafung folgender Delikte verwendet werden: Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung, unerlaubte Personenbeförderung, Nichtanlegen des Sicherheitsgurts, mangelnde Kindersicherung, Nichttragen eines Schutzhelmes, Beförderung einer unzulässigen Anzahl von Personen auf einem Motorrad oder Motorfahrrad.

Verhinderung der Weiterfahrt nach IG-L-Geschwindigkeitsüberschreitungen

Bei Überschreitungen einer nach dem IG-L verordneten Höchstgeschwindigkeit soll es zukünftig Zwangsmaßnahmen zur Verhinderung der Weiterfahrt geben, z. B. Abnahme der Fahrzeugschlüssel oder Anbringung von Radklammern. Ob dafür eine bestimmte Mindestüberschreitung Voraussetzung sein wird, ist noch in Diskussion.

Alkohol-Wegfahrsperre "Alkolocks"

Ein alternatives Bewährungssystem für alkoholauffällige Lenker soll mit 1. September 2017 in einen fünfjährigen Probebetrieb gehen. Wer sich freiwillig ein Alko-Testgerät in sein Fahrzeug einbauen lässt und an Mentoring-Gesprächen teilnimmt, kann sich die Hälfte der Führerschein-Entziehungszeit ersparen.

Änderungen für Führerschein-Neulinge

Ab 1. Juli 2017 dauert die Probezeit für jeden Fahranfänger künftig drei Jahre ab Erteilung der Lenkberechtigung. Das gilt nun auch einheitlich für L17-Fahranfänger. Die Probezeit verlängert sich nun auch um ein Jahr, wenn ein Lenker in der Probezeit wegen der Benützung eines Mobiltelefons beanstandet wird. In dem Fall ist auch eine (kostenpflichtige) Nachschulung zu absolvieren.

Mopedausbildung

Ab 1. März 2017 darf die Mopedausbildung frühestens zwei Monate vor dem 15. Geburtstag begonnen werden (bisher 6 Monate). Der Mopedführerschein ist wie bisher frühestens zum 15. Geburtstag auszustellen. Voraussichtlich ab Jahresmitte soll die Mopedprüfung modernisiert werden – ein Computer-Test wird den Multiple Choice-Test auf dem Papier ersetzen.

Ankaufsförderung für E-Autos

Ab März 2017 können österreichweit Prämien beim Kauf von Elektrofahrzeugen sowie Unterstützungen für den Aufbau von E-Ladestationen beantragt werden. Details unter http://www.oeamtc.at/portal/4-000-euro-ankaufpraemie+2500+1661483

Verlängerung der "Spritpreisverordnungen"

Die beiden Spritpreisverordnungen werden bis zum 31.Dezember 2019 verlängert: Damit sind Preiserhöhungen bei den Kraftstoffen an Tankstellen nur einmal täglich, um 12 Uhr, erlaubt. Preissenkungen sind zu jedem Zeitpunkt möglich. Die Tankstellenbetreiber müssen ihre Preise weiterhin an den offiziellen Spritpreisrechner melden. Konsumenten können sich in der ÖAMTC-App über die günstigsten Tankstellen in ihrer Nähe informieren.

Neuer Testzyklus für Kfz-Typengenehmigungen

Ab 1. September 2017 muss die Typisierung von neuen Pkw nach dem neuen Testzyklus WLTP erfolgen. Demnach wird der gemessene Spritverbrauch nach einem neuen realitätsnäheren Verfahren gemessen (VO (EU) 2016/427). Die Besteuerung soll weiterhin auf den Werten des bisherigen Normverbrauchszyklus NEFZ aufbauen.

Hinzurechnungsbetrag ("Sachbezug") bei Privatnutzung eines Dienstwagens

Ab 1. Jänner 2017 wird der CO2-Grenzwert für neu angeschaffte Dienstwagen, die privat genutzt werden, auf 127g/km gesenkt. Bis zu dieser Grenze sind wie bisher monatlich 1,5 Prozent der Anschaffungskosten (max. 720 Euro) als Sachbezug anzusetzen. Wird der Grenzwert überschritten, sind monatlich 2 Prozent (max. 960 Euro) anzusetzen. Für bestehende Dienstwagen sowie Dienstwagen, die vor 2017 erstmals zum Verkehr zugelassen wurden, gilt weiterhin der Grenzwert von 130g/km.

Sondervorschrift für E-Fahrzeuge

Ab 1. März 2017 können elektrisch betriebene Gütertransporter bis 4.250 kg (wegen schwerer Batterien) mit dem B-Führerschein gelenkt werden (vorerst auf fünf Jahre befristet). Voraussetzung ist die fünfstündige Zusatzausbildung mit Eintrag des Code 120 im Führerschein.

Neue Zusatztafel

Eine Zusatztafel mit dem Symbol eines Steckers besagt, dass an dieser Stelle das Halten und Parken nur für E-Fahrzeuge zum Stromtanken erlaubt ist.

Preiserhöhungen Vignette, Sondermauten, Parkgebühren

Durch die Anpassung an den harmonisierten Verbraucherpreisindex wurden die Preise für die Autobahn-Vignette um 0,8 Prozent erhöht. Inflationsbedingt werden einige Tarife für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht auf den Sondermautstrecken erhöht. In Wien und Klagenfurt steigen die Parkgebühren.

Digitale Vignette bringt auch Vorteile für Wechselkennzeichen

Voraussichtlich bereits ab Dezember 2017 wird die digitale Vignette – wahlweise zur Klebevignette – eingeführt. Aufgrund der automatischen Kennzeichenerfassung entfällt der Kauf einer zweiten Vignette bei Wechselkennzeichen.

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11.12.2016

Anteil Alko-Unfälle in Städten am niedrigsten, in Bezirken Hermagor und Scheibbs am höchsten

Anteil Alko-Unfälle in Städten am niedrigsten, in Bezirken Hermagor und Scheibbs am höchsten Anteil Alko-Unfälle in Städten am niedrigsten, in Bezirken Hermagor und Scheibbs am höchsten

Beim Anteil der Alko-Unfälle gibt es in Österreich große regionale Unterschiede, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Untersucht wurde der Zeitraum 2013 bis 1. Halbjahr 2016. Im Untersuchungszeitraum waren 5,9 Prozent der Verkehrsunfälle in Österreich Alko-Unfälle. Insgesamt wurden bei 7.830 Alko-Unfällen 10.140 Personen verletzt, 92 kamen dabei ums Leben.

In Wels war der Anteil der Alko-Unfälle mit 3,1 Prozent österreichweit am niedrigsten, so die VCÖ-Analyse. Knapp dahinter kommen fünf weitere Städte: Graz (3,3 Prozent), Wien (3,4 Prozent), Waidhofen/Ybbs (3,7 Prozent), Wr. Neustadt (3,9 Prozent) und Linz (4,2 Prozent). Von den Bezirken weist der Bezirk Mödling mit 4,3 Prozent den niedrigsten Anteil von Alko-Unfällen auf.

Das öffentliche Verkehrsangebot in den Städten sowie die Möglichkeit mit dem Taxi oder zu Fuß nach Hause zu kommen sind die Hauptgründe für den niedrigeren Anteil von Alko-Unfällen in den Städten, stellt der VCÖ fest. In Wien nahm die Zahl der Alko-Unfälle von 269 im Jahr 2010 nach Einführung der Nacht U-Bahn auf 218 im Jahr 2011 ab. Im Vorjahr gab es in Wien 166 Alko-Unfälle im Straßenverkehr.

Den höchsten Anteil an Alko-Unfällen weist der Bezirk Hermagor mit 11,1 Prozent auf, vor dem Bezirk Scheibbs (11,0 Prozent) sowie den Bezirken Südoststeiermark (10,2 Prozent), Deutschlandsberg und Tulln (jeweils 9,7 Prozent). „In dünner besiedelten Regionen kann mit Nachtbussen sowie Anrufsammeltaxis die Zahl der Alko-Unfälle verringert werden“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest.

So hat das Burgenland durch die Umsetzung eines flächendeckenden Discobusnetzes die Zahl der Alko-Unfälle um rund zwei Drittel reduzieren können. Im Jahr 1993 - ein Jahr vor Start des Discobusses – kam es im Burgenland noch zu 122 Alko-Unfällen mit neun Todesopfern, im Vorjahr passierten 46 Alko-Unfälle, kein einziger endete tödlich. Der VCÖ schlägt vor, dass ein Teil der Einnahmen aus Verkehrsstrafen Gemeinden für die Einführung von Nachtbussen oder Anrufsammeltaxis zur Verfügung gestellt wird. Weiters kann durch sichere Gehwege zwischen Siedlungen und dem nächstgelegenen Ortsgebiet die Zahl der Alko-Unfälle reduziert werden.

Der VCÖ weist darauf hin, dass bereits bei 0,5 Promille das Unfallrisiko auf das Doppelte steigt, bei 1,0 Promille auf das 7-Fache und bei zwei Promille auf das 35-Fache. Ein Punsch kann bis zu 0,4 Promille auslösen. Schon ab 0,3 Promille verschlechtert sich die Reaktionszeit, Entfernungen werden schlechter abgeschätzt, die Risikobereitschaft nimmt zu. Die Devise „Don’t drink and drive“ gilt auch in der Adventzeit.

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