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29.12.2019

Österreicher wollen 2020 mehr sparen

Österreicher wollen 2020 mehr sparen Österreicher wollen 2020 mehr sparen

Dass „mehr sparen“ die Liste der Finanzvorsätze für 2020 anführt, ist wenig überraschend. Dass „einen günstigeren Anbieter suchen“ gleich auf Platz zwei folgt eher schon – ein starkes Signal für erhöhte Wechselbereitschaft der sonst eher unbeweglichen Österreicher, wie die aktuelle Umfrage der ING in Österreich (www.ing.at) zeigt.

40% der repräsentativ Befragten wollen mehr auf die Seite legen. 25% wollen einen günstigeren Anbieter für Energie, Versicherung oder Telefon suchen. 12% zu einer Bank mit günstigeren Konditionen wechseln.

„Es kommt zusehends mehr Bewegung in den Markt – langsam, aber doch“, stellt auch ING Österreich CEO Barbaros Uygun fest. Stärker als je zuvor, würden Konsumenten Einsparungspotenziale nutzen wollen, sagt er.

2020 scheint einen nächsten Höhepunkt beim Anbieterwechsel zu bringen.

(siehe Infografik - Anhang)

Jeder Dritte hat keinen Plan

30% der Befragten gaben an, sich nicht mit den Finanzen zu beschäftigen bzw. es einfach auf sich zukommen lassen zu wollen. Nur 16% erstellen ein Haushaltsbudget.

„Egal wie die persönliche Ausgangslage ist – sich nicht ausreichend mit den Finanzen zu beschäftigen, halte ich für einen Fehler“, meint Uygun. Allein im Bereich des Bankings gäbe es eine Vielzahl an Optimierungs- und Einsparungsmöglichkeiten. „Es ist so einfach, seine private Bilanz zu verbessern, z.B. durch Gratiskonten, günstigere Kredite oder Anlagevarianten mit höherer Rendite“, so der ING Österreich-Chef.

Positiv ins Finanzjahr 2020

Insgesamt 40% der Österreicher gehen von einer guten persönlichen Finanzlage im neuen Jahr aus.

38% erwarten sich weder Verbesserungen noch Verschlechterungen.

Besonders positiv gehen die Tiroler ins neue Jahr. Hier sind es ganze 53%, die von einem guten Finanzjahr 2020 ausgehen. Auch die Vorarlberger und Wiener blicken mit je 47% hoffnungsfroh auf ihre persönliche Geldlage – was man von den Oberösterreichern und Burgenländern nicht behaupten kann. In Oberösterreich geben sich nur 32% klar optimistisch und im Burgenland sehen nur 27% ein gutes Finanzjahr vor sich, wobei sich hier auch ganze 47% weder Verbesserungen noch Verschlechterungen erwarten.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
29.12.2019

Schluss mit der Instrumentalisierung von Kindern für politische Zwecke!

"Es ist schäbig, Kinder für politische Zwecke zu instrumentalisieren." "Es ist schäbig, Kinder für politische Zwecke zu instrumentalisieren."

Anlässlich des neuesten Skandals beim deutschen öffentlich-rechtlichen WDR, wo der Kinderchor des Senders in einem abgewandelten Lied von der Oma als „alte Umweltsau“ singt, fordert FPÖ-Bundesparteiobmann NAbg. Norbert Hofer Konsequenzen auch für Österreich. Es müsse auch Schluss damit sein, dass Kinder regelmäßig während der Schulzeit mit Genehmigung der Schulleitungen demonstrieren gehen.

„Es ist schäbig, Kinder für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Der WDR-Skandal ist nur die Spitze des Eisbergs. Denn hier wird die ältere Generation, die unter verheerenden Bedingungen und in großer Armut unser Mitteleuropa aufgebaut hat, verunglimpft. Es ist an Niedertracht nicht zu überbieten, dass heute Sendungsverantwortliche eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks Kinder dafür missbrauchen, ältere Menschen, die kilometerweit in die Schule zu Fuß gehen mussten, zu verhöhnen. Dieser Sender sollte sich für sein übles Machwerk schämen“, so Hofer, der hofft, dass dieser Skandal nicht nur die Menschen in Deutschland aufweckt, sondern auch in Österreich.

„Die Heuchelei bei diesem Thema zeigt sich an der Tatsache, dass ein Teil der jungen Generation, der heute demonstrieren geht und den Großeltern die Schuld am Klimawandel gibt, selbst beispielsweise gerne auf Kunstschnee Schi fährt, mit den Eltern auf Urlaub fliegt oder ein Smartphone aus China benutzt und damit gewaltigen CO2 Ausstoß produziert. Diejenigen, die dieses System kritisieren, bedienen sich selbst dieses Systems. Das ist nur mehr absurd“, kritisiert Hofer weiter.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Screenshot WDR / youtube
22.01.2020

ÖAMTC: Mineralölsteuer-Erhöhung ohne finanziellen Ausgleich für Diesel-Fahrer undenkbar

Mineralölsteuer-Erhöhung ohne finanziellen Ausgleich für Diesel-Fahrer undenkbar Mineralölsteuer-Erhöhung ohne finanziellen Ausgleich für Diesel-Fahrer undenkbar

Angesichts der erneut aufgeflammten Diskussion über die Höhe der Mineralölbesteuerung für Diesel stellte der ÖAMTC heute klar, dass für die Betroffenen eine Steuererhöhung nur bei einem entsprechenden steuerlichen Ausgleich in Betracht kommt. "Diese Regierung ist mit dem Ziel angetreten, die Steuerquote nicht zu erhöhen. Wenn man nun diskutiert, die Mineralölsteuer als Verbrauchssteuer zu erhöhen, ist für die Betroffenen eine Absenkung der motorbezogenen Versicherungssteuer als Besitzsteuer im selben Ausmaß die logische Ausgleichsmaßnahme. Das macht ökologisch Sinn", hält der Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung, Bernhard Wiesinger, fest.

Abschaffung des "Tanktourismus" als Ziel

Eine solche steuerliche Umschichtung hätte auch zur Folge, dass es sich für ausländische Fahrzeuge, insbesondere Lkw, nicht mehr lohnen würde, in Österreich zu tanken. So belegt eine im Dezember letzten Jahres präsentierte Studie des Wirtschaftsforschung-Institutes Economica, dass eine Angleichung des Mineralölsteuersatzes von Diesel an jenen von Benzin, den "Tanktourismus" beinahe vollständig zum Erliegen brächte und zu einer Reduktion der CO2-Emissionen im Verkehr um rund 4,8 Millionen Tonnen führen würde. Wiesinger: "Damit würde die CO2-Bilanz im Verkehr bereinigt und wir hätten Spielraum, um die passenden Anreize für eine langfristige und nachhaltige Umgestaltung unseres Mobilitätssystems zu setzen."

Einbeziehung des Verkehrs in den Emissionshandel

In Bezug auf die von der Regierung angekündigte ökosoziale Steuerreform plädiert der ÖAMTC dafür, den Straßenverkehr in das europäische Emissionshandelssystem ETS aufzunehmen. "Das würde dazu führen, dass alle Emittenten – egal ob Industrie oder Private – mittelfristig den selben Preis für die Tonne CO2 bezahlen", erläutert Wiesinger. Denn jetzt zahlen Konsumenten über die Mineralölsteuer einen bis zu 9-mal höheren Preis für CO2 als die Industrie. "Es braucht mehr Fairness beim Klimaschutz. Wenn man die Wähler langfristig von der Notwendigkeit von Einschnitten überzeugen will, führt kein Weg an einer einheitlichen CO2-Bepreisung vorbei. Diese Maßnahme würde außerdem dazu führen, dass Treibhausgase über den Marktmechanismus dort eingespart werden, wo es am leichtesten möglich ist", so Wiesinger abschließend.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
22.01.2020

Irreführung bei Trivago: Irgendwer muss die Dauerberieselung im Werbefernsehen ja bezahlen

Trivago habe „zu günstige“ Angebote ausgeblendet: „Alles unter einer bestimmten Umsatzschwelle bekamen User gar nicht zu Gesicht. Trivago habe „zu günstige“ Angebote ausgeblendet: „Alles unter einer bestimmten Umsatzschwelle bekamen User gar nicht zu Gesicht.

„Es ist amtlich: Wer tatsächlich glaubt, dass Buchungs- und Preisvergleichsplattformen Kunden zu den günstigsten Angebote führen, täuscht sich“, verweist Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung, auf das Urteil eines australischen Gerichts gegen Trivago. Australiens Wettbewerbs- und Verbraucherschutzkommission hatte wegen eines Verstoßes gegen Verbraucherschutzgesetze geklagt und vor Gericht Recht bekommen:

Trivago habe „zu günstige“ Angebote ausgeblendet: „Alles unter einer bestimmten Umsatzschwelle bekamen User gar nicht zu Gesicht. Auf einer Hotelwebsites passiert Ihnen das nicht“, rät Gratzer dazu, zur Sicherheit immer auch die Hotel-Websites im Auge zu behalten: „Das wollen die Plattformen verhindern. Lassen Sie sich das nicht gefallen! Die Plattform ist nicht Ihr Freund. Vertrauen Sie ihr nicht.“

Augen auf, Konsumentenschützer!

Der Fall zeigt auch unterschiedliche Standards im Verbraucherschutz auf: Werden in Australien Konsumenteninteressen umfassend geschützt, halten sich die Kollegen in Österreich gegenüber Plattformen auffallend zurück: „Trivago arbeitet weltweit gleich, doch unser Konsumentenschutz bleibt still. Vielleicht sollte auch die Arbeiterkammer statt Preisvergleichen für Leberkäse einmal beim Online-Betrug im großen Stil genauer hinsehen: „Egal, ob es um Preisvergleichsplattformen, Buchungsplattformen oder die Sharing Economy geht: Milliardengewinne und unglaubliche Summen für Fernsehwerbung kommen nicht vom Verkauf der günstigsten Angebote. Das haben wir jetzt schwarz auf weiß“, so Gratzer.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn screenshot
07.01.2020

Chancen von Rot und Blau

SPÖ und FPÖ haben vieles gemein. SPÖ und FPÖ haben vieles gemein.

SPÖ und FPÖ haben vieles gemein. Sie haben sich selbst ein gutes Wahlergebnis vereitelt. Die Blauen mit der Ibiza-und Spesen-Affäre Heinz-Christian Straches, die Roten mit ihrer Unfähigkeit, aus dem Scheitern des türkis-blauen Bunds Polit-Kapital zu schlagen.

Und so sind sie in Sachen Regierung außen vor. Das Dasein abseits der Ministerien ist aber auch eine Chance für die beiden Parteien – sofern sie sich nicht dauerhaft mit sich selbst, sondern mit dem Wirken der türkis-grünen Koalitionäre beschäftigen. Wenn die Freiheitlichen eines können, dann ist es Opposition.

Mit Klubchef Herbert Kickl haben sie einen Scharfzüngigen, dem es gelingen kann, langjährige Sympathisanten, die bei der vergangenen Wahl zur ÖVP übergelaufen sind, zur FPÖ zurückzuholen – weil Kanzler Sebastian Kurz mit den Grünen asyl- und migrationspolitisch nicht so handeln kann, wie er es mit dem vormaligen Partner getan hat.

Die SPÖ könnte sich zunutze machen, dass manch Grün-Wähler vor allem den im Regierungspakt festgelegten Asyl- und Migrationskurs nicht goutiert. Mit Gezeter gegen die neuen Machthaber wird aber weder diese noch jene Oppositionspartei aus ihrer Notlage kommen. Inhaltlich Handfestes müssen Rote und Blaue bieten. Alternativen, die mehr als Überschriften sind. Und das bald – im Hinblick auf den heurigen Wiener Urnengang. Der ist nicht nur eine Kommunalwahl, es ist ein Stimmungstest für alle Parteien.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Kommentar von KARIN LEITNER
24.07.2018

Neue Vorwürfe gegen österreichischen Holzkonzern Schweighofer

Neue Vorwürfe gegen österreichischen Holzkonzern Schweighofer Neue Vorwürfe gegen österreichischen Holzkonzern Schweighofer

Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, tauchen neuerlich Vorwürfe gegen den österreichischen Holzkonzern Schweighofer auf, der vor allem in Osteuropa tätig ist. Frachtpapiere und Fotos, die „profil“ von ukrainischen Aktivisten zugespielt wurden, betreffen einen Zug mit Holz, der im Mai 2016 von der ukrainisch-rumänischen Grenze ein Schweighofer-Werk ansteuerte. Er habe „pulpwood“ geladen, so die Papiere, also minderwertiges Faserholz. Experten äußern jedoch Zweifel, ob sich nicht vielmehr um hochwertiges Sägerundholz handelt. „Alles spricht dafür“, so einer im „profil“. „Das Holz ist schön ausgeformt und sauber geschichtet; die Stämme haben hohe Durchmesser.“

Die mögliche Fehldeklaration sagt zwar nichts darüber, ob das Holz legal oder illegal geschlägert wurde. Doch es könnte unter falschen Angaben in die EU eingeführt worden sein, was aus Sicht der WWF der EU-Holzhandelsverordnung widerspricht. Die Organisation wird den Fall in einer Beschwerde an das Bundesamt für Wald thematisieren. Überdies stellt sich die Frage, ob Zölle und Einfuhrsteuern umgangen worden sind, falls hier ein teures Gut als billiges ausgegeben wurde. Schon 2016 kritisierte die Zertifizierungsorganisation FSC Schweighofer wegen „Hinweise auf fehldeklariertes Holz“. Auch Umweltschützer üben seit Langem Kritik an Schweighofer.

Schweighofer betont in einer Stellungnahme an „profil“, die Deklaration als Faserholz sei völlig zulässig, vor allem aufgrund des Durchmessers. Dies sei durch die österreichischen Holzhandelsusancen gedeckt, ein Regelwerk für die Branche.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
12.11.2018

Jetzt endgültig von nicht mehr benutzten Smartphones trennen

Jedes alte Handy in der Ö3-Wundertüte hilft Jedes alte Handy in der Ö3-Wundertüte hilft

Ist Ihre innige Beziehung zu Ihrem Smartphone schon vorbei? Haben Sie es in der Schublade oder wo auch immer abgelegt und längst ein neues in der Tasche? Und trennen Sie sich nur deswegen nicht endgültig, weil Sie glauben, Sie könnten es ja noch mal brauchen? Blicken Sie der Realität ins Auge: Das wird wohl nichts mehr mit Ihnen beiden!

Laut Expertenschätzung liegen im Schnitt drei nicht mehr benutzte Handys oder Smartphones in jedem Haushalt in Österreich. Der Hauptgrund, warum sie nicht weggegeben werden, ist das Gefühl, sie irgendwann noch brauchen zu können, entweder als Ersatzhandy oder für die Kinder etc. Tatsache ist aber: In den allermeisten Fällen wird bei einem Crash des aktuellen Smartphones gleich ein neues gekauft und auch für die Kinder wird meistens kein altes mehr reaktiviert. Und oft ist es einfach auch das Gefühl, dass das Handy zu schade zum Wegschmeißen ist, sich aber auch ein Verkauf nicht mehr wirklich auszahlt.

Also: Liegt auch bei Ihnen daheim in der Schublade ein altes Handy oder Smartphone? Dann machen Sie es doch jetzt zu einer Spende! Ab sofort wird Helfen nämlich wieder wunderbar einfach: Die Ö3-Wundertüte verwandelt nicht mehr benutzte Handys bzw. Smartphones in Hilfe für Familien in Not in Österreich. Die Post liefert die Ö3-Wundertüte ab heute direkt an alle Haushalte im ganzen Land, die Rücksendung ist portofrei. Mit dem Erlös der umweltgerechten Verwertung der Geräte unterstützen die Soforthilfefonds von Licht ins Dunkel und der Caritas tagtäglich Familien in akuten Notlagen. 5,2 Millionen alte Handys konnten bereits in rund acht Millionen Euro an Spendengeld verwandelt werden. Jetzt geht es wieder los. Privatpersonen, Schulen, Firmen: Alle sind zum Handysuchen, -sammeln und -spenden eingeladen!

So funktioniert die Ö3-Wundertüte

Alte Handys suchen, private Daten löschen und SIM-Karte rausnehmen, Handys mit oder ohne Zubehör in die Ö3-Wundertüte geben und ganz einfach portofrei bei der Post abgeben. Die Verwertung der Handys läuft das ganze Jahr über im Althandy-Zentrum der Caritas in Wien. Zwölf ehemals langzeitarbeitslose Mitarbeiter/innen sortieren und testen die Geräte, kaputte Handys werden dann umweltgerecht recycelt, noch funktionierende werden aufbereitet und können weiterverwendet werden. Auf diesem Weg hat die Aktion von Hitradio Ö3, der Österreichischen Post, der Caritas und von Licht ins Dunkel seit 2005 bereits 5,2 Millionen alte Handys in rund acht Millionen Euro an Spendengeld verwandelt. Mit diesem Spendengeld aus der Ö3-Wundertüte werden tausende Familien mit Kindern in akuten Notlagen unterstützt. Mit Überbrückungszahlungen für Mieten, Stromrechnungen, mit Soforthilfe nach tragischen Todesfällen, mit Lebensmittelgutscheinen und Zuzahlungen zu Behindertenbehelfen gelingt es immer wieder, ihre Lebenssituation zu stabilisieren, und oft wird es für sie dadurch wieder möglich, aus eigener Kraft eine langfristige Perspektive zu finden.

#hunderttausendhandys – die Schulchallenge der Ö3-Wundertüte

Ein besonderes Herausforderung gibt es heuer wieder für die 6.000 Schulen des Landes: Schaffen es Österreichs Schüler/innen, gemeinsam 100.000 alte Handys für die Ö3-Wundertüte zu sammeln? Vom Bodensee bis zum Neusiedlersee ziehen alle an einem Strang und alle werden gewinnen: Jedes Handy bedeutet nämlich Hilfe für Familien in Notlagen in Österreich. Die Challenge wird zu einem pädagogisch wertvollen Schulprojekt der ganz besonderen Art: Themen wie Umweltschutz und der Umgang mit Ressourcen werden mit sozialen Fragen wie etwa versteckter Armut vernetzt. In Form von Schwerpunkten und Referaten können sich Schüler/innen mit den Themen Handynutzung, Ressourcenschonung und sozialer Not auseinandersetzen, gesellschaftliche Verantwortung lebensnah darstellen und in der Schulgemeinschaft leben. Außerdem wird für alle Teilnehmer/innen spürbar, dass sie gemeinsam etwas verändern und nachhaltig helfen können. Der Erlös der Verwertung wird nämlich durch das Österreichische Jugendrotkreuz, die youngCaritas und Licht ins Dunkel zu einem Auffangnetz für Familien in Notlagen in Österreich.

Auch Vereine und Firmen sammeln mit

Jedes alte Handy in der Ö3-Wundertüte hilft – auch jedes, das im großen Stil etwa in Vereinen oder Firmen gesammelt wird: So füllen sich etwa bereits die Wundertüten-Sammelboxen in allen oberösterreichischen Abfallsammelzentren und viele Firmen im Land machen mittlerweile Gebrauch vom Angebot, ihre alten Firmenhandys über die Ö3-Wundertüte effizient und umweltgerecht zu entsorgen. Und auch heuer unterstützen Media Markt und Saturn wieder die Idee der Ö3-Wundertüte – in allen Standorten im ganzen Land liegen Wundertüten auf und nicht mehr benutzte Handys können auch direkt dort in Wundertüten-Sammelboxen abgegeben werden.

Achtung – das gehört nicht in die Ö3-Wundertüte

Aus Sicherheitsgründen ist es wichtig, dass keine losen oder beschädigten Akkus und auch keine Handys, aus denen Flüssigkeiten austreten, in der Ö3-Wundertüte gespendet werden. Akkus, aufgeblähte oder sichtbar zerstörte Handys gehören in die örtlichen Altstoffsammelzentren.

Falls jemand keine Ö3-Wundertüte bekommen hat oder noch weitere benötigt: Unter der Ö3-Nummer 0800 600 600 können diese gratis nachbestellt werden, sie liegen außerdem in jeder Postgeschäftsstelle auf. Weitere Informationen zur Ö3-Wundertüte gibt es online auf https://oe3.orf.at/wundertüte .

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03.08.2018

ÖAMTC bezeichnet VCÖ-Aussagen zu Unfallrisiko auf deutschen Autobahnen als unseriös und falsch

ÖAMTC: VCÖ-Aussagen zu Unfallrisiko auf deutschen Autobahnen unseriös und falsch ÖAMTC: VCÖ-Aussagen zu Unfallrisiko auf deutschen Autobahnen unseriös und falsch

Laut VCÖ sei das Unfallrisiko auf deutschen Autobahnen deutlich höher als auf österreichischen. Verglichen wurde dabei die Anzahl der Getöteten pro 1.000 Kilometer Autobahn. "Eine solche Betrachtungsweise ist irreführend und unseriös, weil sie das Verkehrsaufkommen, also die Anzahl der Fahrzeuge, die unterwegs sind, völlig außer Acht lässt", erklärt Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung. "Für seriöse Vergleiche des Unfallgeschehens zwischen Ländern eignen sich Parameter, die die Fahrleistung miteinbeziehen – beispielsweise Unfallrate und Getötetenrate." Laut Bundesanstalt für Straßenwesen (Bast) lag die Getötetenrate auf deutschen Autobahnen im Jahr 2015 bei 0,017 Getöteten je Million Fahrzeugkilometer. Der Wert in Österreich lag im gleichen Jahr ebenfalls bei 0,017. "Das bedeutet, dass das Risiko, in einen tödlichen Unfall verwickelt zu werden, in Österreich und Deutschland nahezu gleich ist – unabhängig von den jeweiligen Tempolimits", hält Wiesinger fest. Zudem zählen sowohl österreichische als auch deutsche Autobahnen zu den sichersten in Europa.

Außerdem gilt in Deutschland laut Deutschem Verkehrssicherheitsrat (DVR) auf rund 70 Prozent der Autobahnen kein Tempolimit – auf viel befahrenen Autobahnstücken wird die Geschwindigkeit sehr wohl reguliert. "Ein Vergleich, der keine Rücksicht auf geltende Tempolimits nimmt, ist wertlos und unseriös. Ein valider Vergleich müsste zwischen Strecken mit und ohne Limit gezogen werden, anstatt das gesamte Netz pauschal in einen Topf zu werfen", so Wiesinger. "Eine Einrichtung wie der VCÖ, die für sich in Anspruch nimmt, als Forschungseinrichtung anerkannt zu werden, muss Punkto Seriosität anderen Standards genügen."

Mobilitätsclub mahnt zur Sachlichkeit bei Tempo 140-Diskussion

Im Übrigen ist die Unfallursache "nicht angepasste Geschwindigkeit" nicht automatisch mit einem Überschreiten der höchstzulässigen Geschwindigkeit gleichzusetzen. Und schließlich darf man nicht vergessen, dass der seinerzeitige 160 km/h-Versuch gezeigt hat, dass die Rechtsfahrordnung besser eingehalten wurde und die Unfallzahlen sogar etwas zurückgegangen sind. "Die Fahrgeschwindigkeit muss immer den Verkehrs-, Fahrbahn- und Witterungsverhältnissen angepasst werden – schneller bei guten, langsamer bei widrigen Bedingungen", stellt der Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung klar. "Nun muss sachlich evaluiert werden – erst dann wird man sehen, wie Tempo 140 wirklich funktioniert und welche Folgen es für die Verkehrssicherheit und die Umwelt hat. Wir halten nichts davon, bereits vorab jede Diskussion im Keim zu ersticken."

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03.08.2018

1968 - 2018: 50 Jahre Big Mac

Mit zwei Rindfleischpatties, Salat, Cheddar-Schmelzkäse, frischen Zwiebeln, Gurkerln und der berühmten Big Mac-Sauce wurde der Burger nach seiner Einführung vor genau 50 Jahren in den USA rasch zu einer Erfolgsgeschichte Mit zwei Rindfleischpatties, Salat, Cheddar-Schmelzkäse, frischen Zwiebeln, Gurkerln und der berühmten Big Mac-Sauce wurde der Burger nach seiner Einführung vor genau 50 Jahren in den USA rasch zu einer Erfolgsgeschichte

Ein echter Klassiker feiert seinen 50. Geburtstag: Der Big Mac, 1968 erstmals im McDonald’s Restaurant von Jim Delligatti in Pennsylvania serviert, ist der weltweit wohl populärste Burger. Zum Höhepunkt des Jubiläumsjahres bedankt sich McDonald’s bei seinen Gästen mit einem besonderen Geschenk und präsentiert die MacCoins, eigens geprägte und in über 50 Ländern der Welt für einen Big Mac einlösbare Münzen. McDonald’s Österreich feiert mit und bringt ab heute die MacCoins in die heimischen Restaurants.

Mit zwei Rindfleischpatties, Salat, Cheddar-Schmelzkäse, frischen Zwiebeln, Gurkerln und der berühmten Big Mac-Sauce wurde der Burger nach seiner Einführung vor genau 50 Jahren in den USA rasch zu einer Erfolgsgeschichte – und international so verbreitet und bekannt, dass der Namensgeber des „Big Mac Index“ seit 1986 als Indikator für die Kaufkraft verschiedener Währungen dient. „Egal in welchem Land man einen Big Mac bestellt: Auf die Qualität und den einzigartigen Geschmack ist Verlass. Das 50-jährige Jubiläum des Big Mac feiern wir zusammen mit unseren Gästen mit den MacCoins“, so McDonald’s Österreich Managing Director Isabelle Kuster.

Pop-up „MacCoins Headquarter“ in Wien

Anfang August ist es schließlich soweit: Mehr als 6,2 Millionen MacCoins werden gleichzeitig in mehr als 50 Länder angeliefert, davon 300.000 MacCoins nach Österreich. Für das weltweit einzigartige „MacCoins Headquarter“ wurde das McDonald’s Restaurant auf der Wiener Pilgrambrücke komplett umgestaltet und präsentiert mit anschaulichen Infografiken die Geschichte des Big Mac, den Big Mac Index und die fünf unterschiedlichen Prägungs-Designs der MacCoins. „Das Pop-up-Headquarter gibt es bis zehnten August – den Big Mac auch noch die nächsten 50 Jahre“, so Franchisenehmerin Barbara Huber.

1 MacCoin = 1 Big Mac

Das Prinzip ist einfach erklärt: Ab sofort und solange der Vorrat reicht gibt es zu jedem bestellten Big Mac-McMenü eine MacCoin – und für jede MacCoin erhält man in jedem McDonald’s Restaurant in allen teilnehmenden Ländern bis Ende des Jahres einen Big Mac. Die MacCoins können aber nicht nur eingelöst, sondern auch gesammelt werden: Fünf unterschiedliche Designs der limited MacCoins-Edition stellen je ein Jahrzehnt der letzten 50 Jahre dar.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: McDonald’s Österreich
18.10.2018

INTERSPAR bringt kostenloses Papiersackerl für Obst und Gemüse nun österreichweit

INTERSPAR bringt kostenloses Papiersackerl für Obst und Gemüse nun österreichweit INTERSPAR bringt kostenloses Papiersackerl für Obst und Gemüse nun österreichweit

Nach dem gelungenen Test in elf Hypermärkten in Salzburg und der Steiermark wird das neue, innovative Papiersackerl nun österreichweit ausgerollt. Die umweltfreundliche und recycelbare Alternative zum altbekannten dünnen Plastiksackerl gibt es ab sofort in sämtlichen INTERSPAR-Hypermärkten. Die Papiersackerl bestehen aus transparentem, FSC-zertifiziertem Pergamentpapier und sind sogar feuchtigkeitsresistent. In sauberem Zustand sind sie über das Altpapier zu entsorgen, verschmutzt über die Bio-Tonne.

Die biologisch abbaubare Alternative

„Wir sind stolz unseren Kundinnen und Kunden mit dem Papiersackerl ab sofort eine ökologisch wertvolle Alternative zum herkömmlichen Plastiksackerl anbieten zu können. Die hohe Funktionalität konnte im Testlauf eindeutig bestätigt werden und auch die Akzeptanz bei unseren Kundinnen und Kunden ist erfreulich groß. Das Thema Plastikreduktion ist in der Bevölkerung angekommen. In Zukunft bieten wir Kunden in ganz Österreich die Möglichkeit, ein klares Signal für unsere Umwelt zu setzen“, zeigt sich INTERSPAR Österreich-Geschäftsführer Mag. Markus Kaser begeistert von der Entwicklung. Die Wahlfreiheit, ob nun zum neuen, biologisch abbaubaren Papiersackerl oder zum herkömmlichen Plastiksackerl gegriffen wird, haben die Kunden dabei nach wie vor.

Maßnahmen zur Plastik-Reduktion

SPAR und INTERSPAR tragen mit unterschiedlichsten Maßnahmen zur Reduktion von Kunststoff bei. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsagenda des Ministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus haben SPAR und INTERSPAR im vergangenen Jahr über 20 Prozent an Obst- und Gemüsesackerln eingespart. In allen Sortimentsbereichen wird auf eine ressourcenschonende Verpackung geachtet, so wurde beispielsweise die Verpackung der SPAR enjoy Sandwiches von Plastik auf Karton umgestellt mit einer Plastik-Einsparung von 22 Tonnen Kunststoff pro Jahr.

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24.10.2019

Österreicher wollen Geld zuhause horten, falls es zu Negativzinsen kommt

Österreicher wollen Geld zuhause horten, falls es zu Negativzinsen kommt Österreicher wollen Geld zuhause horten, falls es zu Negativzinsen kommt

Bevor sie ihren Sparguthaben beim automatischen Schwinden zusehen müssen, wollen die Österreicher ihr Geld lieber zu Hause aufbewahren. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Linzer Market-Instituts für den „trend“, über die das Wirtschaftsmagazin in seiner aktuellen Ausgabe berichtet.

Gefragt danach, was sie im Fall von Negativzinsen machen würden, gaben 43 Prozent der Befragten an, das Geld dann lieber zu Hause aufbewahren zu wollen. 28 Prozent sagen, dass sie es ausgeben würden, 26 Prozent würden in Wertpapiere investieren, 20 Prozent neigen zum Kauf von Gold, 17 Prozent zu Immobilien. Bei der Frage waren mehrere Antworten möglich. In Deutschland, Dänemark und Italien gibt es bereits Überlegungen von Banken, über Negativzinsen die Kosten für das „Parken“ von Geld bei der Europäischen Zentralbank an die Endkunden weiterzureichen.

Risikoreichere, aber potenziell ertragreichere Anlageformen wie Aktien, Anleihen oder Wertpapierfonds können im Niedrigzinsumfeld nicht punkten, schreibt der „trend“. Nur neun Prozent der Befragten wollen „auf jeden Fall“ in nächster Zeit in Wertpapiere investieren, weitere 25 Prozent denken darüber nach. Für zwei Drittel kommen Wertpapiere hingegen nicht in Frage.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
22.01.2020

In jeder Hinsicht unbefriedigend

Die Ombudsfrau und Autorin Susanne Wiesinger zeigt punktgenau auf, wo Schwachstellen in der Schulbürokratie die Arbeit für die Kinder behindern. Wie sie das macht, ist Teil des Problems und nicht der Lösung Die Ombudsfrau und Autorin Susanne Wiesinger zeigt punktgenau auf, wo Schwachstellen in der Schulbürokratie die Arbeit für die Kinder behindern. Wie sie das macht, ist Teil des Problems und nicht der Lösung

Susanne Wiesinger gelingt, was wenige Autorinnen schaffen. Auch ihr zweites Werk produziert Schlagzeilen, noch bevor es in den Buchhandlungen aufliegt. War es vor zwei Jahren die Warnung vor einem kulturell-religiösen Konflikt in Schulen und Klassenzimmern, nimmt die Lehrerin nun die Schulbürokratie ins Visier. Sie wirft den Verantwortlichen auf allen Ebenen vor, Parteiinteressen über das Wohl der Schüler, Eltern und Pädagogen zu stellen.

Der Befund ist in seinem Kern nicht neu. ÖVP und SPÖ haben einander in all den Jahren der großen Koalition in Bildungsfragen nie verstanden. Das Ergebnis sind zersplitterte Zuständigkeiten und halbherzige Kompromisse, die allen Beteiligten das Leben schwer machen.

Oder die Deutschförderklassen, ein Lieblingsprojekt von Minister Heinz Faßmann, das aber von vielen Praktikern bis hin zur schwarzen Lehrergewerkschaft kritisiert wird. Oder. Oder. Das Buch Wiesingers müsste ein Weckruf sein. Die Bildungspolitik gehört aber zu jenen Bereichen, in denen die neuen Koalitionspartner ÖVP und Grüne besonders weit voneinander entfernt sind.

Das eigentliche Problem ist aber ein anderes: Wiesinger hat das Buch geschrieben, während sie als Ombudsfrau für das Ministerium unterwegs war. Mit ihrem islamkritischen ersten Buch ist sie bei Türkis (und Blau) wegen ihrer Warnung vor dem Islam gut angekommen. Sie beschreibt selbst, wie sie mit ihrer früheren politischen Heimat bei den roten Gewerkschaftern gebrochen hat.

Diesen Schwung wollte Faßmann nützen – Wiesinger spielte mit. Nun bricht sie mit den Türkisen, denen sie vorwirft, die versprochene Unabhängigkeit nicht gehalten zu haben. Wiesinger weiß, wie sie Aufmerksamkeit bekommt. Kritik an der „Message Control“ von Sebas­tian Kurz & Co. ist ein Selbstläufer.

Wenn es ihr um die Sache geht, ist das Vorgehen der Autorin aber genauso negativ zu bewerten wie die Zustände, die sie beschreibt. Faßmann und sein Minis­terium müssen es geradezu als Affront auffassen, wenn Wiesinger gleichzeitig mit ihrem offiziellen Bericht ein nicht autorisiertes Buch über die parteipolitische Vereinnahmung in der Bildungspolitik veröffentlicht.

Vereinfacht gesprochen, hat sie sich aus Sicht der Türkisen auf die Seite der politischen Gegner gestellt. Und denen hat eine Regierung, egal welcher Farbe, noch nie zugehört. Leider.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Gemeinfrei / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von WOLFGANG SABLATNIG
22.01.2020

Diabetes mellitus Typ 2: Neue Studie bestätigt – Adaptierung des Lebensstils unverzichtbar

Diabetes mellitus Typ 2: Neue Studie bestätigt – Adaptierung des Lebensstils unverzichtbar Diabetes mellitus Typ 2: Neue Studie bestätigt – Adaptierung des Lebensstils unverzichtbar

Österreichweit leiden etwa 600.000 Menschen an Diabetes mellitus Typ 2. Zu dessen Behandlung werden zahlreiche Medikamente und unter anderem auch Insulin eingesetzt, ohne dass auf die unverzichtbare Adaptierung des Lebensstils ausreichend geachtet wird. Würden die allseits beschworenen Spielregeln der Behandlung des Typ-2-Diabetes-mellitus von allen Beteiligten eingehalten und eingefordert, könnte der angestrebte therapeutische Bereich bezüglich Gewicht, Zucker- und Fettstoffwechsel von den meisten PatientInnen erreicht und zudem, mit Ausnahme von Metformin und DPP-4-Hemmern, auf die zusätzliche Gabe einer Vielzahl von Antidiabetika verzichtet werden, folgerten die WissenschaftlerInnen in einer Studie, die vor kurzem im Fachmagazin PLOS ONE publiziert wurde.

930 PatientInnen von Diabetes-Reha-Zentrum untersucht

Die ForscherInnen untersuchten 930 PatientInnen eines Diabetes-Rehabilitationszentrums bei der Aufnahme und unmittelbar vor ihrer Entlassung. Während ihres dreiwöchigen Aufenthalts im Reha-Zentrum wurden die PatientInnen mit der Praxis eines modifizierten Lebensstils, bestehend aus einer gemüse- und obstreichen Kost mit insgesamt 1.200 bis 1.600 kcal je Tag sowie einem zusätzlichen Angebot an körperlicher Aktivität im Ausmaß von 400 bis 600 kcal je Tag, vertraut gemacht und entsprechend unterrichtet.

Die Änderung der Lebensgewohnheiten führte dazu, dass die PatientInnen bei ihrer Entlassung, mit Ausnahme von Metformin und DPP4-Hemmern zur Gänze auf die Einnahme zusätzlicher Antidiabetika verzichten und selbst jene, die Insulin benötigten, ihre tägliche Dosis im Schnitt um 39 Prozent reduzieren konnten. „Diese Befunde legen nahe, dass eine Umstellung des Lebensstils der Verschreibung einer Vielzahl zusätzlicher Antidiabetika vorzuziehen ist und sogar überlegen sein dürfte. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass das Problem des Typ-2-Diabetes-mellitus ohne eine Lebensstiländerung nicht bei der Wurzel gepackt und deshalb nicht gelöst werden kann“, erklärt der Studienleiter Werner Waldhäusl, emeritierter Leiter der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel sowie der Universitätsklinik für Innere Medizin III des AKH Wien bzw. der MedUni Wien.

Zudem hatte sich zum Zeitpunkt der Entlassung der PatientInnen der das Blutzuckerverhalten über etwa zwei Monate dokumentierende HbA1c-Wert im Schnitt um 7 Prozent, der Blutdruck um 10 Prozent sowie der Body-Mass-Index und Bauchumfang um jeweils 3 Prozent verbessert bzw. verringert. „Das sind beachtliche Ergebnisse, die die Effektivität und Sinnhaftigkeit eines standardisierten Aufenthalts von Patientinnen und Patienten mit Typ-2-Diabetes-mellitus in einer Rehabilitationseinrichtung für Stoffwechselerkrankungen belegen“, so Waldhäusl. „Wenn man darüber hinaus bedenkt, dass die Behandlungen in Reha-Zentren in der Regel wesentlich kostengünstiger sind als in Akutspitälern, ergäben sich bei entsprechender Umschichtung der Patientinnen und Patienten beträchtliche Einsparungspotenziale für das Gesundheitswesen.“

Gewichtsabnahme durch Diabeteserkrankung nicht erschwert

In einer parallel durchgeführten Studie verglichen die ForscherInnen übergewichtige PatientInnen mit und ohne Typ-2-Diabeteserkrankung. Dabei stellten sie fest, dass der während des dreiwöchigen Aufenthalts in der Rehabilitationseinrichtung erreichte Gewichtsverlust bei beiden Gruppen annähernd gleich groß war. „Es gibt die weitverbreitete Annahme, dass es für Menschen mit einer Diabeteserkrankung schwieriger ist, Gewicht zu verlieren als für Menschen ohne eine solche Erkrankung. Das konnten wir für Typ-2-Diabetes-mellitus widerlegen“, erklärt Helmuth Haslacher vom Klinischen Institut für Labormedizin des AKH Wien bzw. der MedUni Wien, der ebenfalls an der Studie mitwirkte. „Ich hoffe, dass wir Diabetikerinnen und Diabetikern damit Mut machen, eine Lebensstiländerung in Angriff zu nehmen.“

Negativ fiel bei den Studien allerdings auf, dass die PatientInnen nur zu einem geringen Teil (weniger als neun Prozent) gegen Influenza und Pneumokokken geimpft waren. „Gerade für Menschen mit einer chronischen Erkrankung wie Diabetes sind Grippe und Pneumonien sehr gefährliche, oft tödliche Krankheiten, sodass eine konsequente Durchimpfung dieser Hochrisikogruppe, wie weltweit in den Leitlinien der entsprechenden Fachgesellschaften empfohlen, dringend angezeigt wäre“, betont Werner Waldhäusl.

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22.01.2020

Gebrauchtwagenpreise sind in Österreich stark gestiegen

Gebrauchtwagenpreise sind in Österreich stark gestiegen Gebrauchtwagenpreise sind in Österreich stark gestiegen

Die Gebrauchtwagenpreise sind in Österreich im Europa-Vergleich 2019 um 8,11 Prozent angestiegen und damit am stärksten nach Belgien (+9,06 Prozent). Im Durchschnitt war der Gebrauchte in der Alpenrepublik vergangenes Jahr um 18.126 Euro zu haben. Damit befindet sich Österreich auf Platz 3 in Europa und ist im oberen Preissegment gelandet. Absoluter Spitzenreiter bei den Gebrauchtwagenpreisen ist Frankreich, wo Käufer im Schnitt 22.995 Euro für ihr neues Gefährt berappen müssen, gefolgt von Deutschland mit 18.377 Euro.

Besonders günstig können Autokäufer in Italien ihren Gebrauchten um durchschnittlich 14.446 Euro erwerben. Auch in Spanien (17.586 Euro), Belgien (16.855 Euro) und den Niederlanden (15.654 Euro) sind die Preise moderater als in Österreich. „Wer bei der Gebrauchtwagensuche den Schritt über die Landesgrenzen hinweg wagt, kann durchaus ein Schnäppchen ergattern“, sagt Markus Dejmek Country Manager Österreich bei AutoScout24.

Der Preisanstieg bei unseren deutschen Nachbarn lag 2019 bei moderaten 2,37 Prozent. In den Niederlanden sind die Gebrauchtwagenpreise ähnlich wie in Österreich um satte 6,32 Prozent angestiegen, gefolgt vom ohnedies hochpreisigen Frankreich mit Preiszuwächsen von 5,75 Prozent. Im „Gebrauchtwagen-Paradies“ Italien mussten Käufer im Schnitt um 3,22 Prozent mehr für ihr Gefährt hinblättern.

Je nach Alter: Bis zu Einjährige in den Niederlanden am teuersten, Oldtimer in Frankreich

Für Interessenten an Jahreswagen lohnt ein Blick in die Alterssegmente: So verlangten die Niederländer mit 35.193 Euro für bis zu zwölf Monate alte Fahrzeuge am meisten. Über 6.500 Euro günstiger war diese Altersklasse in Spanien (28.630 Euro). Österreich landete mit 31.693 Euro in dieser Altersklasse auf dem dritten Platz. Bei den ein- bis dreijährigen Gebrauchten war das Angebot in Österreich sogar mit Abstand am teuersten (29.659 Euro) – vor Deutschland (26.849 Euro) und den Niederlanden (26.227 Euro). Bei den Drei- bis Fünfjährigen wurden die höchsten Preise in Frankreich (20.258 Euro), knapp gefolgt von Österreich (20.042 Euro) und Deutschland (19.884 Euro) aufgerufen. Fünf- bis zehnjährige Gebrauchte wurden in Frankreich (15.724 Euro), Spanien (14.322 Euro) und Österreich (14.048 Euro) besonders hoch eingepreist. Die Kategorie der Zehn bis 20-Jährigen war ebenfalls in Frankreich (10.718 Euro) und Spanien (8.073 Euro) am teuersten. Die Preise dieser Alterskategorien fielen in Deutschland dagegen mit 6.092 Euro und Belgien mit 5.954 Euro wesentlich geringer aus.

Preise bei Young- und Oldtimer liegen europaweit am weitesten auseinander

Die Spannweite bei Youngtimern zwischen 20 und 30 Jahren betrug in den sieben ausgewerteten Märkten gut 14.500 Euro und reichte von 5.910 Euro in den Niederlanden bis zu 20.504 Euro in Frankreich. Ähnlich groß war die Spanne bei Oldtimern ab 30 Jahren. Denn in Italien wurden für historische Autos im Schnitt 17.132 Euro aufgerufen, in Frankreich dagegen 34.503 Euro. Damit lagen zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot je nach Marke und Modell bis zu 17.400 Euro. Belgien landet bei Oldtimern mit 28.146 Euro auf dem zweiten Platz. Es folgen Deutschland (24.330 Euro), Spanien (21.024 Euro), Österreich (20.428 Euro) und Italien (17.132 Euro).

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03.08.2018

Klimaanlage „Boden“ wird sukzessive zerstört

Die fortschreitende Bodenversiegelung ist auch ein Grund für Hitze Die fortschreitende Bodenversiegelung ist auch ein Grund für Hitze

Die Österreichische Hagelversicherung warnt bereits seit längerem vor den fatalen Auswirkungen des unkontrollierten Bodenverbrauchs in Österreich. Dabei ist unser Land Europameister im negativen Sinn. Nirgends gibt es derart viele Einkaufszentren, Parkplätze, Straßen und leerstehende Industrie- und Gewerbeimmobilien wie in Österreich. Flächen, die versiegelt sind, und somit kein Wasser aufnehmen und kein CO2 speichern können.

Dazu kommt auch der Aspekt, dass versiegelte Flächen Hitze stärker aufnehmen, speichern und wieder abgeben. Die natürliche Kühlung durch Verdunstung ist nicht mehr vorhanden. Besonders im städtischen Bereich ist das massiv spürbar und als „urban heat island effect“ bekannt. Aber auch im ländlichen Raum, wo die Zersiedelung der Orte vorangetrieben wird und Ortskerne vergreisen, führen diese versiegelten Flächen schon zu Temperaturerhöhungen.

„Wir fordern als Naturkatastrophenversicherer einen bewussteren Umgang mit unserer natürlichen Ressource Boden. Weniger Äcker und grüne Wiesen bringen schwerwiegende Konsequenzen mit sich“, stellt Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung, fest. Durch den Verlust von Boden (im Schnitt täglich 20 Hektar oder 30 Fußballfelder) gefährden wir die Lebensmittelversorgung, tausende Arbeitsplätze, Österreich als attraktives Tourismusland und nehmen zudem das Risiko weiterer Wetterextreme in Kauf. „Wir alle in Österreich spüren in den letzten Tagen die hohen Temperaturen, die zum Teil auch auf die rasante Verbauung unserer Böden, die als natürliche Klimaanlage fungieren, zurückzuführen sind“, ergänzt Weinberger.

Maßnahmenbündel für weniger Bodenverbrauch

Um den rasanten Bodenverbrauch einzudämmen, muss ein Bündel an Maßnahmen umgesetzt werden.

Umsetzung des Masterplans für den Ländlichen Raum: Beschränkung des Bodenverbrauchs auf 2,5 Hektar pro Tag

Revitalisierung leerstehender Industrie-, Gewerbe- und Wohnimmobilien – laut Umweltbundesamt haben wir in Österreich davon 40.000 Hektar und somit ungefähr die Fläche der Stadt Wien

Einrichtung einer österreichweiten Leerstandsdatenbank

Innenentwicklung vor Außenentwicklung: Baulandausweisungen sollen nur noch dann genehmigt werden, wenn die betreffende Gemeinde nachweisen kann, dass keine angemessenen Innenentwicklungspotentiale verfügbar sind

Obergrenzen für Flächeninanspruchnahme

Schutz besonders wertvoller landwirtschaftlicher Agrarflächen (landwirtschaftliche Vorrangflächen)

Vermehrt in die Höhe bzw. in die Tiefe bauen

Ausbau des öffentlichen Verkehrs, da dieser weniger Flächen in Anspruch nimmt

Kommunalsteuer als Landessteuer

Mehr Grünraum in den Städten

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02.07.2018

So sieht Geheimplan für EU-Asylzentren aus

Flüchtlinge sollen nach der Rettung auf See nicht wie bisher nach Europa, sondern in Anlandezentren in Nordafrika gebracht werden. Flüchtlinge sollen nach der Rettung auf See nicht wie bisher nach Europa, sondern in Anlandezentren in Nordafrika gebracht werden.

Der Tageszeitung ÖSTERREICH wurde aus EU-Kreisen jenes Geheimdokument zugespielt, das beim Asylgipfel in Brüssel vom UN-Flüchtlingswerk (UNHCR) und der Organisation für Migration (IOM) den Staats- und Regierungschefs präsentiert wurde.

In dem mehrseitigen Dokument schlüsseln UNHCR-Chef Filippo Grandi und IOM-Generaldirektor William Swing detailliert auf, wie die sogenannten Anlandezentren, auf die sich die EU-Chefs geeinigt haben, in Zukunft aussehen werden. Die Pläne der Migrationsexperten sehen vor:

- Flüchtlinge sollen nach der Rettung auf See nicht wie bisher nach Europa, sondern in Anlandezentren in Nordafrika gebracht werden.

- Die Anlandeplattformen werden als Container- und Zeltstädte konzipiert.

- Die Anlandezentren müssen "höchsten UNHCR-Standard" haben und "Sicherheit bieten".

- Vorgesehen ist medizinische und psychologische Betreuung durch geschultes Personal.

- Sauberes Trinkwasser, Verpflegung und Kinderbetreuung müssen gewährleistet sein.

- Geplant sind Abteilungen zur biometrischen Registrierung nach UNHCR-Standard.

Nach den Plänen Österreichs sollen in den Zentren keine Asylanträge gestellt werden. Die UNHCR lehnt das ab. Tatsächlich Schutzbedürftige sollen aus diesen Camps weiterreisen dürfen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Dragan Tatic / Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres, CC BY 2.0
30.07.2018

Falsches Signal

Kein Wunder, dass der Imageverlust der größte Feind unseres Bundesheeres ist Kein Wunder, dass der Imageverlust der größte Feind unseres Bundesheeres ist

Ich selbst musste noch acht Monate dienen – mein Resümee damals: Verschenkte Lebenszeit! Jeder hat so seine Erinnerung an die Zeit beim Bundesheer. Ich habe als Kraftfahrer nicht nur den Führerschein ein zweites Mal gemacht – der zivile wird nämlich vom Bundesheer nicht anerkannt, umgekehrt aber schon. Als ausgebildeter Kraftfahrer musste ich dann vor und nach jeder Ausfahrt das Auto waschen – also zweimal pro Fahrt!?

Kein Wunder, dass der Imageverlust der größte Feind unseres Bundesheeres ist, wenn der verpflichtende Grundwehrdienst keine anderen Anreize zu bieten hat.

Früher sagte man ja noch, da lernen die jungen Burschen endlich Drill und Gehorsam. Das kann aber nicht der Sinn von Landesverteidigung sein, junge Leute anzuschnauzen und sie ohne erkennbaren Sinn durch den Schlamm robben zu lassen. Bürgerschutz und Katastrophenhilfe sind schon eher nachvollziehbare Argumente pro Bundesheer.

Und für diese Aufgaben sollte der sechsmonatige Dienst am Bürger mehr als ausreichend sein – oder etwas süffisant gesagt: Was ist schon ein verlorenes Semester beim Studium. Viel reizvoller dürfte für die jungen Burschen, die einrücken müssen, der Zugang sein, den Sold zu erhöhen. Wobei die Tatsache, dass dadurch gerade einmal die Höhe der Mindestsicherung erreicht wird, auch nicht gerade nach Wertschätzung klingt. Unsere Soldaten sollten uns eigentlich mehr wert sein.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Neues Volksblatt: "Falsches Signal" (von Harald ENGELSBERGER)
30.07.2018

Grillunfälle: 700 Verletzte jährlich

Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August. Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August.

Ein Sommer ohne Fleisch, Fisch oder Gemüse auf dem Grill ist kein richtiger Sommer. Dieser Aussage stimmten in einer KFV-Befragung die Mehrheit der Befragungsteilnehmer zu. Grillen gehört mit seinem typischen Geruch für die meisten Österreicher zum Sommerfeeling einfach dazu. Die beliebtesten Grillmonate sind von Mai bis August. Naturgemäß kommt es in dieser Zeit auch am häufigsten zu Unfällen: Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August. „Glücklicherweise gehen die meisten Grillabende unfallfrei über die Bühne. Doch der Umgang mit dem Grill kann schnell brandgefährlich werden. Gemäß einer KFV-Befragung stellen nur etwa 23 Prozent der Österreicher beim Grillen Löschmittel wie Löschdecke oder Feuerlöscher bereit“, erläutert Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KFV. „Viele Grillunfälle könnten leicht verhindert werden. Denn: Die meisten Grillunfälle entstehen durch Unachtsamkeit, Übermut oder Fehleinschätzungen.“

Am Samstag passieren die meisten Unfälle

Rund die Hälfte aller Verletzungen sind thermische Verletzungen, d.h. Verbrennungen oder Verbrühungen. Aber auch Schnittverletzungen (32 Prozent) zählen zu den häufigsten Verletzungsarten beim Grillen. Besonders häufig betroffen sind dabei Finger und Hände. Und: Dass Grillen nach wie vor Männersache zu sein scheint, zeigt sich bei den Unfallzahlen. 2 von 3 Personen, die nach einem Unfall beim Grillen im Krankenhaus nachbehandelt werden müssen, sind Männer. Der unfallträchtigste Wochentag ist der Samstag.

KFV-Sicherheitstipps für das sichere Grillen

Worauf sollte man beim Aufstellen des Grills achten?

Der Griller sollte stabil auf einer ebenen Standfläche stehen.

Bewegen Sie den Griller nicht mehr, wenn er bereits mit glühender Kohle gefüllt ist.

Den Griller nicht in der Nähe von leicht brennbaren Materialien wie Schilfmatten, Gartenmöbel mit Sitzpolster, Zelten, Holzbauten, Holzzäunen usw. in Betrieb nehmen.

Wählen Sie einen möglichst windgeschützten Grillplatz, um Funkenflug und herumfliegende Asche zu vermeiden.

Ein Holzkohlegrill darf ausschließlich im Freien betrieben werden.

Nicht im Wald oder in Waldnähe grillen.

Lassen Sie Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Nähe eines Grills!

Wie zündet man Grillkohle richtig an?

Am besten mit Grillanzündern aus festen Stoffen. Das sind vor allem Trockenspiritus, Anzündriegel oder Zündwürfel. Weiters eignen sich Anzünd-Öle in Spezialflaschen und Grillpasten oder elektrische Grillanzünder.

Brennbare Flüssigkeiten wie Spiritus und Benzin sind zu gefährlich (Stichflamme beim Anzünden sowie explosionsartige Rückzündung beim "Nachfeuern") und dürfen keinesfalls verwendet werden!

Vorsichtsmaßnahmen beim Grillen

Immer einen Kübel Wasser oder sonstige Löschmittel (Feuerlöscher) bereithalten.

Flammenbildung durch das vom Grillgut abtropfende Fett unterbinden.

Grillvorgang ständig beaufsichtigen.

Restglut immer vollständig ablöschen bzw. fluten.

Was geschieht mit der Restglut?

Das Löschen mit Wasser ist am sichersten. Die Restglut sollte dabei unbedingt gänzlich unter Wasser gesetzt bzw. geflutet werden!

Auch die gelöschte Glut darf nur in nicht brennbare und verschließbare Behälter entsorgt werden.

Eine Entsorgung der Grillkohle auf dem Kompost sollte vermieden oder zumindest nur nach einer vollständigen Flutung durchgeführt werden.

Gefahrloses Grillen mit Gas

Der Gasschlauch sollte nach jeder Saison auf Risse und Sprödigkeit kontrolliert werden.

Überprüfen Sie die Anschlüsse mit Lecksuchspray auf ihre Dichtheit hin.

Verbinden Sie die Gasflasche stabil mit dem Grillwagen und verwenden Sie diese niemals liegend.

Zünden Sie den Gasgriller grundsätzlich mit geöffnetem Deckel an.

Stellen Sie bei Gasgeruch das Grillgerät sofort ab und führen Sie eine Dichtheitsprobe durch!

Flüssiggas ist schwerer als Luft – lagern Sie daher Gasflaschen in gut belüfteten Räumen und niemals unter Erdniveau (z.B. im Keller).

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16.04.2019

Beharren wäre fehl am Platz

Schon jetzt sind hierzulande zu viele Menschen von Armut betroffen. Sollte die neue Sozialhilfe die Lage für Eltern und Kinder verschlimmern, muss die Bundesregierung die Größe besitzen, ihre Fehler einzugestehen. Schon jetzt sind hierzulande zu viele Menschen von Armut betroffen. Sollte die neue Sozialhilfe die Lage für Eltern und Kinder verschlimmern, muss die Bundesregierung die Größe besitzen, ihre Fehler einzugestehen.

Die türkis-blauen Koalitionäre hatten es bereits angekündigt und im Regierungsprogramm festgeschrieben – die Mindestsicherung wird neu geregelt. Überrascht sollte also niemand sein. Auch dass die Regierenden in einigen Punkten zurückgerudert sind, sollte nicht überraschen. Scharfe Kritik nicht nur von der Opposition, sondern auch von der Kirche, Experten und Hilfs­organisationen führten zu Nachbesserungen bei Behinderten, Häftlingen und nun auch bei Spenden. Die Länder müssen jetzt für Behinderte einen Bonus von 18 Prozent gewähren. Zuvor war dies eine unverbindliche Bestimmung. Häftlinge haben nach ihrer Entlassung Anspruch auf Sozialhilfe. An Alleinerzieherinnen können hingegen die Länder Zuschläge ausschütten. Gerade für diese Gruppe wäre eine Muss-Bestimmung sinnvoll gewesen, denn hier ist der finanzielle Druck am größten.

Gestern hat FPÖ-Sozialministerin Beate Hartinger-Klein eine weitere Korrektur angekündigt. Spenden werden von der neuen Sozialhilfe nicht abgezogen. Gut so, das wäre auch nicht argumentierbar gewesen. Der breite Druck hat also gewirkt. Den Rest wollen die Regierenden aber durchziehen. Die neue Sozialhilfe soll mit 1. Juni in Kraft treten, die Bundesländer haben für ihre Ausführungsgesetze bis Jahresende Zeit. Warnungen, dass die neue Regelung Familien und Kinder besonders benachteilige und Armut verschärfe, wischt die Regierung weiter weg. Dass die neue Sozialhilfe auf Ausländer abzielt, bestreitet die Regierung nicht einmal. Das steht auch so im Regierungsprogramm unter dem Punkt „Stopp der Zuwanderung in den Sozialstaat“.

Was noch offen ist: Wird die Neuregelung zu mehr Kinderarmut führen? Schon jetzt sind die Zahlen alarmierend. Derzeit gelten 14,4 Prozent der Bevölkerung in Österreich oder umgerechnet rund 1,25 Millionen Menschen zumindest als armutsgefährdet. Besonders stark von Armut betroffen sind eben die Kinder: 20 Prozent der Buben und Mädchen bis zum Alter von 15 Jahren leben in einem armutsgefährdeten Haushalt. Das zeigen die aktuellsten Daten des EU-Sozialberichts SILC.

Sollte die neue Sozialhilfe tatsächlich noch mehr Eltern und Kinder in Armut stürzen, muss sofort gehandelt werden. Voraussetzung dafür wäre eine Regierung, die die Größe besitzt, ihre eigenen Fehler auch einzugestehen – und zu korrigieren.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Serdar Sahin
26.11.2018

„Der ländliche Raum muss urbaner werden!“

„Der ländliche Raum muss urbaner werden!“ „Der ländliche Raum muss urbaner werden!“

Die Schaffung von besseren Verkehrsanbindungen, mehr Kinderbetreuungsangebote sowie attraktivere Bildungseinrichtungen: In diesen Maßnahmen sieht die Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV-NÖ) wirksame Instrumente, der Ausdünnung des ländlichen Raumes und der Überalterung der dort lebenden Bevölkerung gegenzusteuern. Denn in peripheren Regionen haben die Unternehmen oft noch stärker mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen als in Ballungsräumen.

„Der ländliche Raum muss urbaner werden“, fordert IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer. Damit sei keineswegs gemeint, die schöne Landschaft mit Gebäuden zuzupflastern. Vielmehr gehe es darum, den urbanen Komfort und Lebensstil, den sich vor allem junge Menschen wünschen, über die Stadtgrenzen hinaus auch in die abgelegenen Gebiete Niederösterreichs zu transportieren. „Im nördlichen Wald- und Weinviertel gibt es erhebliche Defizite in der regionalen Wertschöpfung“, stellt Salzer fest.

Als ein erfolgreiches Best-Practice-Beispiel, wie man die Abwanderung einbremsen konnte, nennt der IV-NÖ-Präsident die Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke zwischen Wien und St. Pölten sowie den Pendlerbahnhof Tullnerfeld. Auch auf dem Bildungssektor gebe es mit den Fachhochschulen und regionalen Initiativen, wie z.B. der Zukunftsakademie Mostviertel, positive Impulse. Allerdings: „Das Breitbandnetz muss dringend flächendeckend ausgebaut werden. Die Digitalisierung eröffnet auch dem ländlichen Raum neue Chancen, dazu ist aber der schnelle Datenaustausch erforderlich“, unterstreicht Salzer.

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