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26.12.2019

Warten auf die neue Regierung

Die abrupt geplatzte türkis-blaue Koalition hinterließ viel Stückwerk. Türkis-Grün sollte bald stehen und ist aufgefordert, nachhaltiger zu reformieren. Die abrupt geplatzte türkis-blaue Koalition hinterließ viel Stückwerk. Türkis-Grün sollte bald stehen und ist aufgefordert, nachhaltiger zu reformieren.

Die abrupt geplatzte türkis-blaue Koalition hinterließ viel Stückwerk. Türkis-Grün sollte bald stehen und ist aufgefordert, nachhaltiger zu reformieren.

Wegen hoher Übereinstimmung in den Wahlprogrammen gingen vor zwei Jahren die Verhandlungen von ÖVP und FPÖ wirklich fast zack-zack-zack. Angekündigt als Reform-Koalition und für mindestens zwei Legislaturperioden, also zehn Jahre. Der Reformzug ist nach Auffliegen des Ibiza-Skandals aus den Gleisen gesprungen. So blieb vieles, etwa die Steuerreform, nur Stückwerk. Etliche Änderungen in der Sicherheits-, Sozial- und Standortpolitik wurden (vieles davon politisch umstritten, aber in der Bevölkerung großteils mehrheitsfähig) von den Höchstgerichten zumindest teilweise gekippt, anderen droht dieses Schicksal noch.

Wegen der internen Turbulenzen und des miserablen Bildes, das derzeit SPÖ und FPÖ abgeben, scheint es momentan zu einer Koalition der beiden Wahlsieger ÖVP und Grünen keine Alternative zu geben. Wohl noch vor Monaten hätten Funktionäre der beiden Parteien dies auch wegen der großen inhaltlichen Differenzen als völlig unrealistisch angesehen. Jetzt steht man offenbar knapp vor einem Abschluss, möglicherweise bereits in den kommenden Tagen. Auch in der Gunst der Bevölkerung (das bewies auch die aktuelle TT-Umfrage) liegt Türkis-Grün mittlerweile klar vorne. Was offenbar auch in der neuen Farbenlehre weiterhin sehr gut funktioniert, ist die Message Control. Inhalte aus Verhandlerkreisen dringen so gut wie gar keine nach außen.

Weiterhin klarer Fokus auf Sicherheit, Wohlstand und Standort, aber deutlich mehr tun für die Umwelt und das Klima – in diesem Rahmen wird sich die neue Koalition bewegen müssen. Was die Dauer der neuen Polit-Ehe und die Haltbarkeit der Reformen betrifft, hat die Vorgänger-Koalition die Latte nicht besonders hoch gelegt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG Leitartikel von Alois Vahrner
17.09.2019

Kreditinstitute müssen bei vorzeitiger Kreditrückzahlung alle verrechneten Kosten anteilig rückerstatten

Kreditinstitute müssen bei vorzeitiger Kreditrückzahlung alle verrechneten Kosten anteilig rückerstatten - VKI sieht dringenden Handlungsbedarf durch den österreichischen Gesetzgeber Kreditinstitute müssen bei vorzeitiger Kreditrückzahlung alle verrechneten Kosten anteilig rückerstatten - VKI sieht dringenden Handlungsbedarf durch den österreichischen Gesetzgeber

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat sich in einer aktuellen Entscheidung mit den Folgen einer vorzeitigen Kreditrückzahlung eines Kreditnehmers beschäftigt. Das Gericht entschied, dass der Verbraucher bei vorzeitiger Rückzahlung das Recht auf die Ermäßigung sämtlicher ihm auferlegten Kosten hat. Das bedeutet, dass der Verbraucher auch Anspruch darauf hat, laufzeitunabhängige Kosten wie zum Beispiel eine zu Beginn gezahlte Bearbeitungsgebühr oder eine Vermittlungsprovision teilweise zurückzuerhalten.

„Diese EuGH-Entscheidung hat auch auf Österreich große Auswirkungen. Bisher haben Banken in Österreich den Verbrauchern laufzeitunabhängige Kosten, wie etwa die Kreditbearbeitungsgebühr, bei vorzeitiger Kreditrückzahlung nämlich nicht zurückgezahlt. Dies entspricht aber nicht der europäischen Verbraucherkredite-Richtlinie, wie der EuGH nun ausgesprochen hat.

Ob sich daraus für die Vergangenheit Ansprüche der Kreditnehmer gegenüber ihrer Bank ableiten lassen, ist denkbar, muss aber noch näher geprüft werden. Denn die österreichische Regelung erwähnt im Zusammenhang mit der vorzeitigen Kreditrückzahlung nur die laufzeitabhängigen Kosten. Für die Zukunft sollte gesetzlich jedenfalls schnell klargestellt werden, dass sämtliche Kosten, und damit auch die laufzeitunabhängigen Kosten, bei vorzeitiger Kreditrückzahlung zu reduzieren sind“, so Dr. Beate Gelbmann, Leiterin der Abteilung Klagen im Verein für Konsumenteninformation (VKI).

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
22.07.2019

Aktuell jeder fünfte Verkehrstote ein Motorradfahrer

Aktuell jeder fünfte Verkehrstote ein Motorradfahrer Aktuell jeder fünfte Verkehrstote ein Motorradfahrer

Zwischen 1. Jänner und 14. Juli dieses Jahres kamen bereits 42 Biker auf Österreichs Straßen ums Leben – mehr als die Hälfte davon (22) im Juni. "Das Motorrad ist das Verkehrsmittel mit dem höchsten Risiko, tödlich zu verunglücken", hält ÖAMTC-Verkehrsexperte David Nosé fest. "Zwischen Jänner und Juli war jeder fünfte Verkehrstote ein Biker." Die meisten tödlichen Motorradunfälle gab es in der Steiermark (10), gefolgt von Niederösterreich und Oberösterreich (je 9), Tirol (5), Burgenland und Salzburg (je 3), Vorarlberg, Wien und Kärnten (je 1) (Quelle: BMI; ÖAMTC Unfallforschung).

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Zahl der Verkehrstoten auf Österreichs Straßen deutlich verringert. Waren im Jahr 1999 noch 1.079 Verkehrstote zu beklagen, sank dieser Wert bis 2018 um 62 Prozent (Quelle: Statistik Austria). Bei den getöteten Pkw-Insassen konnte sogar ein Rückgang um 70 Prozent verzeichnet werden. "Entgegen dem generellen Trend ist die Anzahl der getöteten Motorradfahrer im selben Zeitraum allerdings nahezu konstant geblieben", weiß Nosé. "Diese Tatsache ist zum Teil der Verdopplung der Motorrad-Bestandszahlen zwischen 1999 und 2018 und der höheren Verkehrsleistung der Biker geschuldet."

Unerfahrenheit und riskante Fahrweise problematisch

Viele Unfälle könnten durch defensive Fahrweise, Fahrzeugbeherrschung und entsprechendes Gefahrenbewusstsein vermieden oder zumindest die Unfallschwere deutlich gemildert werden. "Aus der ÖAMTC-Unfallforschung wissen wir, dass rund 87 Prozent der Motorrad-Unfälle im Sommer bei trockener Fahrbahn passieren", hält der Experte des Mobilitätsclubs fest. "Mit ein Grund dafür ist, dass viele Biker das eigene Können gerade bei sehr guten äußeren Bedingungen nicht realistisch einschätzen." Besonders trügerisch ist dabei die Kombination aus unerfahrenem Lenker sowie Übermut und riskanter Fahrweise.

Rund zwei Drittel aller diesjährigen tödlichen Motorradunfälle waren Alleinunfälle oder Frontalkollisionen, ausgelöst meist durch einen Fahrfehler des Bikers. "Ursachen sind riskante Überholmanöver, oft an Stellen mit unzureichenden Sichtweiten, sowie zu schnelles Fahren in Rechtskurven, wo der Motorradfahrende in Folge dessen in den Gegenverkehr gerät", erläutert der ÖAMTC-Verkehrsexperte. "Dabei können auch unvorhersehbare Mängel im Straßenzustand, wie Verschmutzungen durch Kies, Laub, Schmiermittel u. ä. zu unvermeidbaren und vor allem unkontrollierbaren Stürzen führen."

Sichtabschattungen als großes Problem

Aber auch andere Verkehrsteilnehmer müssen vermehrt für Gefahrensituationen mit Motorrädern sensibilisiert werden. "Gerade Motorradfahrende werden durch die schmale Silhouette und die oft unterschätzte Annäherungsgeschwindigkeit leicht übersehen", so Nosé. "Die sogenannte Sichtabschattung führt dazu, dass Motorräder im Kreuzungsbereich regelrecht hinter A- oder B-Säulen eines Pkw bzw. hinter Verkehrszeichen und Werbetafeln 'verschwinden'." Eine bessere Ausbildung von Bikern ist in diesem Zusammenhang aber nur die halbe Miete. Der Club plädiert zusätzlich für bessere Sichtverhältnisse durch entsprechende bauliche Gestaltung der Straßeninfrastruktur sowie Pkw mit besserer Rundumsicht.

Regelmäßiges Üben als Um und Auf für sicheres Motorradfahren

Notbremsungen, Ausweichmanöver und richtiges Kurvenfahren müssen regelmäßig trainiert werden, damit man in einer Gefahrensituation automatisch reagieren kann. "Wer mit dem Motorrad unterwegs ist, muss sein Gerät beherrschen, sich möglicher Risikosituationen bewusst sein und Reserven haben", ergänzt der Experte des ÖAMTC. "Nur wer regelmäßig und gezielt trainiert, kann auch in heiklen Situationen intuitiv richtig reagieren und Fahrfehler anderer, oft stärkerer Verkehrsteilnehmer ausgleichen."

Gerade in den kommenden Sommerwochen ist weiterhin mit viel Ausflugs- und Motorradverkehr zu rechnen. Der Mobilitätsclub appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmer, im Straßenverkehr konzentriert unterwegs zu sein und ablenkende Tätigkeiten unbedingt zu vermeiden.

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09.06.2020

Ferienprogramm „Urlaub am Bauernhof“ liegt heuer voll im Trend

Viele bereits registrierte Online-Buchungen und die steigende Zahl von Direkt-Buchungen bei den Bauernhöfen stimmen Viele bereits registrierte Online-Buchungen und die steigende Zahl von Direkt-Buchungen bei den Bauernhöfen stimmen

Weil viele Österreicher ihre Sommerferien heuer im Inland verbringen wollen, erwarten auch die fast 2.200 Urlaub am Bauernhof-Betriebe – darunter mehr als 600 in Niederösterreich – wieder mehr Gästezuspruch. Für Landwirte und gerade für viele Landwirtinnen stellt dieser Betriebszweig eine wichtige Einnahmequelle dar, die mit Ausbruch der Corona-Krise plötzlich weggebrochen ist. Seit 29. Mai sind nun die meisten Urlaub am Bauernhof-Betriebe wieder geöffnet.

Viele bereits registrierte Online-Buchungen und die steigende Zahl von Direkt-Buchungen bei den Bauernhöfen stimmen die Branche für die kommenden Monate optimistisch. „Die vielen direkten Anfragen bei den Bäuerinnen machen Hoffnung auf einen guten Sommer und somit auf sichere Einkommen“, stellt Bauernbund-Präsident Georg Strasser fest. Mehr als 90% der Corona-bedingten Ausfälle auf „Urlaub am Bauernhof“-Betrieben würden Frauen und deren Einkommen betreffen. Bäuerinnen hätten aufgrund der Corona-Krise eine größere Last zu tragen, „weil sie sich im Familienbetrieb zu allermeist auf dieses Standbein konzentrieren“, sagt der Bauernbund-Präsident.

Eine bundesweite Image-Kampagne soll jetzt für Ferienbauernhöfe kräftig die Werbetrommel rühren. Der „Urlaub am Bauernhof“ folgt verschiedenen Spezialisierungen, so z.B. in Richtung Bio, Gesundheit, Radfahren oder Wein. Die Angebote werden in Katalogen präsentiert, die man im Internet downloaden und durchblättern oder per Post bestellen kann. Darunter finden sich z.B. „Baby- und Kinderbauernhöfe“, „Reiterbauernhöfe“ und „barrierefreier Bauernhof“.

Das Besondere in Niederösterreich ist die Vielfalt. Die Auswahl reicht vom Mostviertler Vierkanter bis zum Haus im Weinviertler Straßendorf oder in der Kellergasse. Im Vorjahr hat „Urlaub am Bauernhof“ in Niederösterreich mehr als 700.000 Nächtigungen verzeichnet.

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18.12.2019

Billa als Vorzeigebeispiel für weitere Nahversorger

Billa als Vorzeigebeispiel für weitere Nahversorger Billa als Vorzeigebeispiel für weitere Nahversorger

„Wir freuen uns, dass unsere Forderungen Gehör finden und mit Billa nun die erste Nahversorger-Kette auf 100% regionales Fleisch aus Österreich umsteigt“, so Laura Sachslehner, Generalsekretärin der Jungen ÖVP, hocherfreut. „Wir hoffen und wünschen uns, dass weitere Nahversorger dem Beispiel von Billa folgen und ihr Fleischsortiment auf regionale Produkte umstellen. In die selbe Kerbe schlägt auch unsere jahrelange Forderung nach einer eindeutigen Herkunftskennzeichnung für Lebensmittel, auch für verarbeitete Produkte sowie ein stärkeres Bekenntnis zu regionalen Lebensmitteln. In Kombination mit vorher genanntem, rückt auch unsere Forderung nach einer Bevorzugung heimischer Lebensmittel in öffentlichen Küchen ein Stück näher. Unser heimisches Fleisch erfüllt die höchsten Qualitätsansprüche und aufgrund der kürzeren Transportwege sparen wir uns eine Menge an unnötigen CO2-Emissionen. Das ist die Nachhaltigkeit, die wir als Junge ÖVP schon lange fordern“, so Laura Sachslehner ausführend.

Seit Jahren setzt sich die Junge ÖVP für verstärkte Herkunftskennzeichnungen auf Lebensmitteln, für den Vorrang von heimischen Lebensmitteln in öffentlichen Küchen sowie die verstärkte Förderung von lokalen Märkten ein.

„Am Beispiel von Billa zeigt sich, dass Nachhaltigkeit im Alltag umsetzbar ist. Das ist auch die Politik für die sich die Junge ÖVP tagtäglich einsetzt. Wir stehen für einen vernünftigen, pragmatischen Weg und keine überbordenden Verbote. Viel lieber wollen wir Anreize schaffen, die die Wende in Richtung Nachhaltigkeit attraktiveren“, so Laura Sachslehner abschließend.

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27.04.2021

E-Bike? Aber sicher! Zehn Tipps für den sicheren Einstieg in die elektrische Fahrradwelt

Zehn Tipps für den sicheren Einstieg in die elektrische Fahrradwelt Zehn Tipps für den sicheren Einstieg in die elektrische Fahrradwelt

Der Trend zum elektromotorisierten Fahrrad hält ungebremst an. Ob als E-Bike-Variante mit einer Geschwindigkeit von über 25 km/h oder als Pedelec mit einem Spitzentempo von maximal 25 km/h - die Verkaufszahlen steigen weiter.

Genutzt werden E-Bikes oder Pedelecs mittlerweile in vielen Bereichen - vom motorisierten Klapprad für die schnelle und unkomplizierte Mobilität etwa beim Campingausflug über Touring- und Trekkingbikes auf dem Arbeitsweg oder der Radtour bis hin zum E-Mountainbike für die Eroberung der heimischen Bergwelt. Allein im Jahr 2020 ist der Marktanteil von elektrisch angetrieben Fahrrädern in Deutschland um 23 Prozent gestiegen. Tendenz stark steigend.

"Dabei variieren Preise, Ausstattung und Qualität der angebotenen Modelle stark", weiß auch Jessica Birth, Customer Service Teamlead vom E-Bike-Spezialisten Leon Cycle, der mit Marken wie NCM allein 2020 rund 100.000 Elektrofahrräder weltweit verkauft hat. "Entsprechend groß ist die Unsicherheit bei vielen Käufern. Die meisten Fragen erhalten ich und das Verkaufsteam oftmals zum Bereich Sicherheit. Verständlich, denn für die meisten Kunden ist das E-Bike oder Pedelec ja absolutes Neuland."

Ihre ganz persönlichen Sicherheitstipps für E-Bike und Co. hat Birth an dieser Stelle zusammengefasst. Dabei wird schnell klar, dass die Unterschiede zum Fahrrad kleiner sind als angenommen.

1. Bremsweg beachten

Die meisten Pedelecs haben bereits wesentlich bessere Bremsen als klassische Fahrräder. Alle unsere NCM-Bikes sind mit modernen und hochwertigen Scheibenbremsen ausgestattet, die sehr gut dosierbar sind und fest zupacken können. Denken Sie trotzdem daran, dass der Bremsweg bei 25 km/h fast doppelt so lang ist wie auf einem normalen Fahrrad, das mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 15 km/h unterwegs ist. Denn die verbaute Technik macht die motorisierten Fahrräder schwerer - das wirkt sich auch auf den Bremsweg aus.

2. Hören Sie beim Kauf auf Ihr Bauchgefühl

Probieren Sie beim Kauf eines E-Bikes oder Pedelecs mehrere Modelle aus und wählen Sie das Fahrrad, auf dem Sie sich am sichersten fühlen. Bedenken Sie, dass ein sicheres Fahrgefühl auch etwas mit dem eigenen Körpergewicht bzw. der Körpergröße, der Radgröße sowie der Rahmengeometrie zu tun hat. Ideal ist es, wenn ein Hersteller gleich mehrere Modelle und Größen bereithält. Bei Leon Cycle haben wir eine Vielzahl von Modellen im Angebot - vom E-Faltrad mit 20-Zoll-Rädern und niedrigem Durchstieg bis zum voll geländetauglichen E-Mountainbike.

3. Schauen Sie auf die Ausstattung, nicht auf den Preis

Nicht der Preis eines E-Bikes oder Pedelecs ist für die Qualität und damit die Sicherheit entscheidend, sondern die Güte und das Zusammenspiel der verbauten Komponenten. Achten Sie darauf, dass Komponenten wie etwa Bremsen, Reifen, Bedienelemente oder Motoren von renommierten Herstellern kommen. Die bei Leon Cycle verkauften Pedelecs haben zum Beispiel hochwertige Tektro-Bremsen, ein Schaltwerk von Shimano oder Reifen von Schwalbe - Marken, die führend in ihren Bereichen sind. Dennoch sind unsere Pedelecs sehr preisgünstig mit Einstiegspreisen ab 979 Euro.

4. Achten Sie auf die Motorleistung

Pedelecs regeln bei 25 km/h automatisch ab, bis dahin unterstützt der Elektromotor. Beachten Sie, dass ein kraftvoller Motor für zusätzliche Sicherheit sorgt - zum Beispiel beim Start an der Ampel. Die Kraft eines Elektromotors, das sogenannte Drehmoment, erkennen Sie an der Angabe Nm - also Newtonmeter. Unsere Falträder London oder Paris haben einen starken Motor ab 40 Nm, unsere Trekkingräder Motoren mit 45 bis zu 80 Nm Drehmoment. Damit gehören sie in ihrer Klasse zu den topmotorisierten Pedelecs.

5. Tragen Sie immer einen Helm

Selbst wenn Helme für Pedelecs bis 25 km/h nicht vorgeschrieben sind, empfehlen wir klar einen Helm und gerade in der dunklen Jahreszeit eine entsprechende reflektierende Kleidung.

6. Schützen Sie sich gegen Diebstahl

Auch wenn der Fahrradklau in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen ist, werden Fahrräder auch in motorisierten Varianten immer noch recht häufig gestohlen. Lassen Sie Ihr E-Bike möglichst nicht unnötig lange an Orten stehen, die hohe Diebstahlsraten aufweisen - etwa Bahnhöfe, Schulen, Sport- und Freizeitstätten oder Einkaufscenter. Sichern Sie Ihr E-Bike mit einem stabilen Schloss und achten Sie darauf, dass der Gegenpart zum Schloss ebenso stabil ist. Das beste Schloss nützt nichts, wenn damit das Fahrrad an einen Maschendrahtzaun befestigt wird. Wenn es Ihnen möglich ist, entfernen Sie den E-Bike-Akku und bewahren Sie diesen separat auf. Das geht bei unseren NCM-Bikes innerhalb weniger Sekunden. Lassen Sie außerdem Ihr E-Bike von der Polizei registrieren und schließen Sie eine E-Bike-Versicherung ab.

7. Behalten Sie im Straßenverkehr den Überblick

Pedelecs, also E-Bikes unter 25 km/h, gehören am besten auf den Radweg, dürfen aber natürlich auch auf der Straße fahren. Gerade unbekannte Strecken halten dabei Unsicherheiten bereit, die zu möglichen Unfällen führen können. Radwege enden plötzlich, überraschend muss man an einer mehrspurigen Kreuzung abbiegen ... Gehen Sie bei neuen und unbekannten Strecken immer auf Nummer sicher, steigen Sie im Zweifelsfall lieber vom Rad und benutzen Sie etwa den Fußgängerüberweg.

8. Schauen Sie dahin, wohin Sie fahren wollen

Das klingt banal, aber der klare Blick in die Richtung, in die man fahren will, gibt eine enorme Sicherheit. Denn man fährt intuitiv dahin, wohin man schaut. Lassen Sie sich also auch von "Mitfahrern" nicht ablenken und schauen Sie unbedingt mit einer klaren Blickführung nach vorn.

9. Fahren Sie vorausschauend

Wer schneller unterwegs ist, der sollte entsprechend auch vorausschauender fahren. Haben Sie einparkende Autos im Blick und halten Sie Abstand zu Fahrertüren, die möglicherweise fahrlässig geöffnet werden könnten. Denken Sie daran: Es nützt Ihnen nichts, wenn Sie zwar Vorfahrt hatten, aber dennoch im Krankenhaus liegen. Passen Sie also Ihre Fahrweise auch den möglichen Fehlern der anderen Verkehrsteilnehmer an. Sollten an dieser Stelle Autofahrer mitlesen: Gewöhnen Sie sich an, die Fahrertür mit der rechten Hand zu öffnen. Dadurch drehen Sie den Oberkörper automatisch nach links und erkennen Radfahrer im sogenannten toten Winkel.

10. Achten Sie auf Profil und Straßenbelag

Schauen Sie sich den Straßenbelag auf Ihren Strecken an und wählen Sie Ihre Reifen entsprechend aus. Unsere NCM-Pedelecs sind bereits von Haus aus mit qualitativ hochwertigen Reifen des Branchenführers Schwalbe ausgerüstet. Checken Sie gerade beim Gebrauchtkauf von Pedelecs oder E-Bikes das Reifenprofil. Es gilt eine vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von einem Millimeter. Wer viel auf Schotter oder im Gelände unterwegs ist, benötigt auf jeden Fall ein tieferes Profil als klassische Straßenfahrer. Aber auch urbane Strecken haben ihre Tücken. Achten Sie zum Beispiel auf Straßenbahnschienen und kreuzen Sie diese in einem möglichst stumpfen Winkel. Und: Seien Sie vorsichtig bei nassem Kopfsteinpflaster oder Bitumen - gerade im Bremsfall sind diese Beläge extrem rutschig. Auch hier gilt: Wer rechtzeitig absteigt, um der Gefahr aus dem Weg zu gehen, bricht sich keinen Zacken aus der Krone.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Leon Cycle
11.12.2020

In der Lockdown-Klemme

Deutschland und Italien schränken das öffentliche Leben nach den Weihnachtsfeiertagen massiv ein. Sinkt die Zahl der Neuinfektionen in Österreich nicht rasch, wird die Regierung zu ähnlichen Maßnahmen greifen müssen. Deutschland und Italien schränken das öffentliche Leben nach den Weihnachtsfeiertagen massiv ein. Sinkt die Zahl der Neuinfektionen in Österreich nicht rasch, wird die Regierung zu ähnlichen Maßnahmen greifen müssen.

Zwei Wochen vor dem Weihnachtsfest blicken die Menschen in Österreich in eine ungewisse Zukunft. Nach den einschneidenden Beschränkungen im November sinken die Zahlen der Neuinfektionen mit dem Coronavirus zwar, aber nicht in dem Ausmaß, wie es notwendig wäre, um wirklich von einer Entspannung zu reden.

Dieses zwiespältige Bild schlägt auf die Stimmung in der Bevölkerung. Umfragen zufolge gehen mittlerweile acht von zehn Befragten in Österreich von einem dritten harten Lockdown aus. Gleichzeitig erreicht die Kritik an der Krisenbewältigung der Bundesregierung neue Höchstwerte. Die am Beginn der Krise sowohl national als auch international hochgelobte türkis-grüne Koalition gerät Tag für Tag mehr unter Druck. Auf der einen Seite die Wirtschafts- und Handelsbetriebe, der Tourismus und die Schulen, die auf weitere Öffnungsschritte drängen, auf der anderen die Vertreter der Wissenschaft, die genau davor warnen.

Im Nachbarland Deutschland, das mittlerweile – umgerechnet auf die jeweilige Bevölkerungszahl – ähnlich hohe Neuinfektionswerte wie Österreich aufweist, ist ein harter Lockdown nach den Weihnachtsfeiertagen sicher. Das öffentliche Leben soll für mindestens drei Wochen massiv eingeschränkt werden, Geschäfte und Schulen geschlossen bleiben. Italien greift zu ähnlich drastischen Corona-Maßnahmen, verhängt über Weihnachten und Silvester eine Ausgangssperre.

Die Entwicklungen im Norden und im Süden zwingen Österreich in eine Art Lockdown-Klemme. Sinken die Zahlen bis zu den Feiertagen nicht auf ein vernünftiges Maß, ist ein Vorgehen wie in Deutschland oder Italien nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich. Auch wenn jedem bewusst sein muss, dass das die teuerste aller Strategien gegen die Corona-Pandemie ist.

Was aber ist ein vernünftiges Maß an Neuinfektionen? Ab welchem Stand an aktiv Infizierten ist gesichert, dass das heimische Gesundheitssystem nicht kollabiert? In Deutschland ist die Antwort auf diese Frage klar. Die Bundesregierung in Berlin hält sich seit Anbeginn der Krise an die vom Robert-Koch-Institut (RKI) vorgegebene Sieben-Tage-Inzidenz von 50 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Tag im Mittel über sieben Tage). Diese magische Grenze mag man kritisieren oder akzeptieren: Sie ist ein Richtwert, den die heimische Politik den Menschen in Österreich bisher aus unerklärlichen Gründen schuldig geblieben ist.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Tiroler Tageszeitung: Kommentar von Mario Zenhäusern
27.04.2021

ÖAMTC zum Klimaschutzgesetz: Steuern, Steuern über alles

Klimaschutz-Alternativen wie nachhaltige Kraftstoffe werden blockiert Klimaschutz-Alternativen wie nachhaltige Kraftstoffe werden blockiert

Es steht außer Zweifel, dass die Klimaschutzziele erreicht werden müssen. Jedoch beinhalten die heute bekannt gewordenen Pläne zum Klimaschutzgesetz laut Medienberichten lediglich eine konkrete Maßnahme – nämlich Steuererhöhungen fürs Heizen und Tanken um 50 Prozent. Dies würde die Preise für Autofahrer an der Zapfsäule auf einen Schlag um rund 24 Cent pro Liter Diesel und 29 Cent pro Liter Benzin nach oben treiben. Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung: "Gleichzeitig werden konsumentenfreundliche Maßnahmen zur CO2-Reduktion wie die Einführung von E10 blockiert. Über Alternativen wie eFuels, die Autofahrern ermöglichen würden, ihre Fahrzeuge klimafreundlicher und damit länger zu nutzen, will man im Verkehrsministerium erst gar nicht reden. Offenbar geht es in erster Linie nicht darum, die Klimaziele zu erreichen, sondern für einkommensschwache Bevölkerungsschichten Autofahren unmöglich zu machen."

Parlament soll über Klimapolitik entscheiden

Der Vorschlag zum Klimaschutzgesetz enthält auch eine Reihe von Vorschlägen, neue Institutionen zu schaffen, die die Klimapolitik bestimmen: So sollen diverse Klimaräte und ein Klimakabinett eingerichtet werden. Einmal verhängte Maßnahmen wie Steuererhöhungen sollen über ein verfassungsmäßig festgelegtes "Verbesserungsgebot" nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Gleichzeitig sollen NGOs das Recht erhalten, Klimamaßnahmen einzuklagen. Der Mobilitätsclub ortet darin verfassungsrechtliche Fragen. Wiesinger: "In Österreich bestimmt grundsätzlich das Parlament über Gesetze. Wenn jetzt neue Institutionen wesentliche Maßnahmen vorgeben und treiben sollen, muss man sich auch genau anschauen, inwiefern das mit unserer Verfassung vereinbar ist."

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
05.11.2020

Corona: Jeder Vierte verdiente weniger

Corona: Jeder Vierte verdiente weniger Corona: Jeder Vierte verdiente weniger

Mehr als jeder vierte Österreicher (27%) gab bei der Umfrage der ING (www.ing.at) im September an, aufgrund der Pandemie weniger verdient zu haben. Damit liegen wir im Mittelfeld der von insgesamt 13 befragten europäischen Ländern. Viel schlimmer hat es die persönlichen Finanzen der Rumänen, Türken, Italiener und Spanier getroffen. Besser scheinen die Deutschen, Luxemburger und Niederländer durch die Krise zu kommen.

„Bisher zumindest“, sagt Barbaros Uygun, CEO der ING in Österreich und ergänzt: „Das wiederholte Runterfahren von Wirtschaft und sozialem Leben wird weitere, noch tiefere Spuren hinterlassen. In ganz Europa.“ (siehe Infografike "Europäer verdienen weniger")

Geld oder Gesundheit, Weitermachen oder Lockdown?

Die aktuelle hitzige Diskussion und uneinheitliche Meinungslage spiegelt sich auch in den Umfrageergebnissen wider.

31% meinen, dass Geld und Gesundheit für sie gleichbedeutend wären. 26% machen sich mehr Sorgen über ihre Gesundheit als über ihre Finanzen. Bei 19% ist es umgekehrt: bei ihnen stehen die Geldsorgen im Vordergrund.

Den restlichen 24% bereitet weder das eine noch das andere Kopfzerbrechen.

Jeder Zweite schränkt Ausgaben ein

Aufgrund der Pandemie lebt auch fast jeder zweite Österreicher (48%) sparsamer und schränkt seine Ausgaben ein.

„Während Einkommen sinken, steigt die Sparquote. Diese Situation beschreibt das Dilemma, in dem wir uns befinden sehr gut“, so Uygun.

Weitere Maßnahmen, die zur Bewältigung der finanziellen Coronaeffekte getroffen werden: 15% arbeiten nun mehr, 13% suchen einen neuen Job und 6% gaben an, mehr Schulden machen zu müssen.

„Auch wir kommen in der Analyse unserer Kundendaten zu einer entsprechenden Schlussfolgerung“, so der ING-Chef: „Zwar kommt es in den letzten Monaten bei mehr Kunden zu einer Überziehung des Kontos, aber die Beträge, mit denen die Menschen ins Minus sinken, sind geringer geworden. Ganz offensichtlich herrscht auch eine große Disziplin, wenn es um die Finanzen geht.“

Uygun abschließend: „Ich bin überzeugt, dass diese Diszipliniertheit der Österreicher in den nächsten Monaten besonders wichtig und hilfreich sein wird und wir somit – so gut wir können – durch die Krise kommen werden. Vorerst heißt es aber noch: durchhalten!“

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16.03.2020

Coronavirus - Ausnahmebestimmungen bei Lenk- und Ruhezeiten im Straßenverkehr erlassen

Coronavirus - Ausnahmebestimmungen bei Lenk- und Ruhezeiten im Straßenverkehr erlassen Coronavirus - Ausnahmebestimmungen bei Lenk- und Ruhezeiten im Straßenverkehr erlassen

Klimaschutz- und Mobilitätsministerin Leonore Gewessler hat heute mit einem Erlass Ausnahmen von den Lenk- und Ruhezeitbestimmungen im Straßenverkehr angeordnet. Darin ist festgehalten, dass die Lenk- und Ruhezeitbestimmungen für bis zu 30 Tage ausgesetzt werden, um die generelle Versorgung von Bevölkerung und Wirtschaftsbetrieben weiterhin sicherzustellen. „Um in der aktuellen Krise die Verfügbarkeit von Lebensmitteln und medizinischen Gütern sicherzustellen, heben wir die Lenk- und Ruhezeitbestimmungen vorübergehend auf. Die Versorgung bleibt gewährleistet und etwaige Engpässe werden vermieden“, sagt Bundesministerin Leonore Gewessler. Demnach gelten Regelungen zu Lenk- und Ruhezeiten sowie Fahrtunterbrechungen vorübergehend nicht für Fahrzeuge, die für Transporte verwendet werden, um die allgemeine Versorgung weiterhin aufrecht zu erhalten.

Die Ausnahme gilt ab sofort im gesamten österreichischen Bundesgebiet und ist bis 14. April 2020 befristet. Dadurch soll die Möglichkeit für wichtige Transportfahrten auch in der aktuellen Ausnahmesituation sichergestellt werden. „Wir werden alle notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus treffen und befinden uns in guter Abstimmung mit den zuständigen Ministerien und Behörden. Für alle Menschen in Österreich ist die Versorgung mit Lebensmitteln und medizinischem Gütern gesichert“, so Gewessler. Die Fahrtauglichkeit der Lenkerinnen und Lenker ist selbstverständlich weiterhin sicherzustellen.

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21.07.2020

Österreich-Ergebnisse der euroraumweiten Umfrage über das Kreditgeschäft vom Juli 2020

Österreich-Ergebnisse der euroraumweiten Umfrage über das Kreditgeschäft vom Juli 2020 Österreich-Ergebnisse der euroraumweiten Umfrage über das Kreditgeschäft vom Juli 2020

Die Banken verzeichneten aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie einen deutlichen Anstieg der Nachfrage nach Krediten durch Unternehmen. Dabei ging es vor allem um Überbrückungskredite und Refinanzierungen. Die Nachfrage nach Investitionsfinanzierungen ist hingegen eingebrochen. Die Kreditvergabe an Unternehmen war stark durch staatliche Garantien geprägt. Nach anfänglichen Problemen konnten viele der Kreditansuchen bewilligt und somit die Unternehmen in der Krise unterstützt werden. Für das dritte Quartal 2020 wird eine weiter – aber nur mehr leicht – steigende Gesamtnachfrage nach Unternehmenskrediten erwartet. Das Kreditgeschäft mit privaten Haushalten war schwächer von der COVID-19-Pandemie betroffen als das Unternehmenskundengeschäft. Das zeigen die Ergebnisse der vierteljährlichen Umfrage über das Kreditgeschäft, in der führende Banken im Euroraum und damit auch in Österreich nach ihren Einschätzungen gefragt werden. Die Umfrage wurde im Juni 2020 durchgeführt.

Die Banken konnten dem hohen Kreditbedarf nachkommen und die Wirtschaftsakteure mit benötigter Liquidität versorgen. Eine wesentliche Rolle spielten dabei Kredite mit staatlichen Garantien, die einen wichtigen Teil des Corona-Hilfspakets der Österreichischen Bundesregierung bilden. Die Garantien haben es den Banken ermöglicht, bei der Kreditvergabe weniger restriktiv zu sein, als sie es ohne staatliche Garantien aus wirtschaftlichen und regulatorischen Gründen hätten sein müssen.

Probleme im Zusammenhang mit der Gewährung von Krediten mit staatlichen Garantien

Zu Problemen im Zusammenhang mit der Gewährung und Abwicklung von Krediten mit staatlicher Garantie befragt, nannten die Banken die organisatorische Aufteilung der Garantieabwicklung auf mehrere Förderstellen und -programme. Des Weiteren wurden unklare Regelungen, die oft und kurzfristig geändert wurden, komplexe und aufwändige Antragsprozesse sowie lange Bearbeitungszeiten bei den Förderstellen aufgezählt. Mit der Zeit habe sich das Prozedere aber verbessert.

Kreditbedingungen für Unternehmenskredite im ersten Halbjahr 2020 verschärft

Vor allem die geänderte Risikosituation hat die Banken zu einer Verschärfung der Kreditbedingungen für Unternehmenskredite im ersten Halbjahr 2020 veranlasst. Kreditbedingungen sind die speziellen Konditionen des Kreditvertrags (Margen, Nebenkosten, Erfordernisse für Sicherheiten usw.). Insbesondere wurden die Margen erhöht – vor allem bei risikoreicheren Krediten. Aber auch bei anderen Kreditbedingungen, wie z. B. den Erfordernissen für Sicherheiten, wurden die Banken strenger.

Kredite an private Haushalte: Kreditnachfrage verhaltener, Angebotspolitik der Banken restriktiver

Im Privatkundengeschäft manifestierten sich die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie weniger intensiv als im Unternehmenskundengeschäft. Die Nachfrage nach Wohnbaukrediten stagnierte im zweiten Quartal 2020, nachdem sie seit Beginn 2019 ein Wachstum verzeichnet hatte. Die Nachfrage nach Konsumkrediten und sonstigen Krediten ist laut den Umfrageergebnissen deutlich zurückgegangen. Ausschlaggebend für diese Nachfrageänderungen waren das gesunkene Konsumentenvertrauen und gesunkene Ausgaben für langlebige Konsumgüter. Angebotsseitig haben die befragten Banken im zweiten Quartal 2020 Kreditrichtlinien und Margen für Kredite an private Haushalte verschärft, was vor allem mit einer veränderten Risikoeinschätzung begründet wurde.

Notleidende Kredite: leicht steigender Einfluss auf Kreditvergabepolitik der Banken

Das gestiegene Risiko im Kreditgeschäft zeigt sich auch in den Antworten der Banken auf Fragen zu den Auswirkungen notleidender Kredite auf ihre Kreditvergabepolitik. Nach Jahren ohne nennenswerte Einflüsse haben notleidende Kredite im ersten Halbjahr eine gewisse Relevanz für das Angebotsverhalten der österreichischen Banken bekommen und leicht zu einer Verschärfung der Kreditrichtlinien und Kreditbedingungen für Unternehmenskredite sowie für Konsumkredite und sonstige Kredite an private Haushalte beigetragen. Wohnbaukredite an private Haushalte waren davon nicht betroffen. Im Ausblick auf das zweite Halbjahr 2020 wird eine Fortsetzung dieser Entwicklung in etwas stärkerem Ausmaß erwartet.

Die Zentralbanken des Euroraums – in Österreich die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) – führen gemeinsam mit der Europäischen Zentralbank (EZB) seit Anfang 2003 viermal jährlich eine Umfrage über das Kreditgeschäft im Euroraum durch, um ihren Informationsstand über das Kreditvergabeverhalten der Banken, die Kreditnachfrage von Unternehmen und privaten Haushalten, sowie sonstige die Geldpolitik betreffende Themen zu verbessern. Dabei wurden zuletzt 144 führende Banken aus allen Ländern des Euroraums befragt, darunter acht Institute aus Österreich.

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30.03.2020

Arbeitsfreistellung auch für Angehörige von HochrisikopatientInnen gefordert

SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher begrüßt die Ankündigung der Regierung, HochrisikopatientInnen spät aber doch von der Arbeit freizustellen, „auch wenn der Antrag der SPÖ dazu am 20. März im Parlament unverständlicherweise noch von der Regierung abgelehnt wurde“. „Es ist zwar die richtige Entscheidung, dass HochrisikopatientInnen nicht mehr in die Arbeit gehen, sondern nur noch im Home-Office tätig sein können. Aber nicht weitgehend genug. Denn, was ist mit Menschen, die weiter arbeiten gehen müssen, obwohl sie kranke oder schutzbedürftige Angehörige zu Hause haben?“, so Kucher. Seit Tagen sei er, so Kucher, vermehrt mit Fällen konfrontiert, in denen ArbeitnehmerInnen Angst um schutzbedürftige Angehörige haben, aber aus Angst vor Job-Verlust nicht zu Hause bleiben können. „Es kann nicht sein, dass sich Menschen zwischen der Gesundheit ihrer Angehörigen und dem eigenen Arbeitsplatz entscheiden müssen“, appelliert Kucher an die Regierungsparteien.

Kucher nennt als Beispiel einen Handwerker, der weiterarbeitet obwohl seine Ehefrau die Lungenkrankheit COPD hat. Die Wohnung ist zu klein, um eine Person zu isolieren. Der Arbeitnehmer kann dann laut derzeitiger Rechtslage nicht zu Hause bleiben und muss seine Frau dem Risiko einer Ansteckung aussetzen.

Im Moment sind ArbeitnehmerInnen darauf angewiesen, mit Hilfe der Arbeiterkammern oder der Gewerkschaften Einzellösungen auszuverhandeln. Man versucht, an die Fürsorgepflicht der Dienstgeber zu plädieren und auf Kulanz zu hoffen, Resturlaube aufzubrauchen, oder für die Hoffnung einer Nichtansteckung zu beten. „Es kann nicht Aufgabe des Einzelnen sein, arbeitsrechtliche Lösungen zu verhandeln, solche Probleme müssen zentral angegangen werden“, so Kucher. „Ich hoffe, dass die Regierung diesmal gleich der Initiative der SPÖ folgt, die wir diese Woche im Parlament einbringen werden und nicht wieder erst nach zehn Tagen. Das ist ein unnötiger Zeitverlust, der in dieser dramatischen Situation Leben kosten kann“, so der SPÖ-Gesundheitssprecher abschließend.

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13.01.2021

Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut

Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut

Noch läuft die Analyse der Daten durch die Vereinigung der europäischen Übertragungsnetzbetreiber ENTSO-E und die Suche nach dem Auslöser für den massiven Frequenzabfall, der das europäische Stromnetz am Freitag an seine Grenzen gebracht hatte. Der Vorfall hat aber jedenfalls gezeigt, dass die europäische Zusammenarbeit auch im Ernstfall funktioniert und die Schutzmechanismen gegriffen haben. Nur durch automatische Schutzeinrichtungen und das Zusammenwirken der wesentlichen Marktakteure konnte die kritische Situation rasch beherrscht und eine Stunde nach dem Vorfall das normale Betriebsniveau wieder erreicht werden. Wesentliche Grundvoraussetzung für die Bewältigung der Störung waren die ausreichend vorhandenen Reservekapazitäten. Die EU-Vorgabe 70 Prozent der grenzüberschreitenden Kapazitäten für den Handel zu reservieren ist in diesem Zusammenhang problematisch.

„Der letzte Störfall hat gezeigt, dass die Sicherheitsvorkehrungen schnell und zuverlässig wirken, aber auch, dass es Versorgungssicherheit nicht zum Nulltarif gibt. Weitere erhebliche Investitionen in den nationalen und europäischen Netzausbau, in Speicherkapazitäten, systemische Kraftwerkskapazitäten und weitere Flexibilitätsoptionen für den Krisenfall sind unabdingbar“, erklärt Michael Strugl, Präsident der Interessenvertretung Oesterreichs Energie.

Auch die Anforderung von Seiten der europäischen Ebene, dass 70 Prozent der österreichischen Grenzkapazitäten dem Stromhandel zur Verfügung gestellt werden müssen, sieht Strugl kritisch: „Durch seine geographische Lage ist Österreich eine wichtige Drehscheibe im europäischen Stromsystem – mit dieser Vorgabe müssen wir unsere Leitungskapazitäten ausreizen sodass wenig Reserven für Krisenfälle zur Verfügung stehen.“

„Auch wenn der Störfall nicht im ursächlichen Zusammenhang mit dem Erneuerbaren Ausbau steht, erfordert die Transformation des Energiesystems in Richtung erneuerbare Energieträger umso mehr den Ausbau der Netzinfrastruktur und der Speicherkapazitäten sowie von Kraftwerksreserven um Versorgungssicherheit zu gewährleisten.“, so Strugl.

Enormer volkswirtschaftlicher Schaden möglich

Im Jahr 2019 lag die durchschnittliche ungeplante Nichtverfügbarkeit von Elektrizität im österreichischen Stromnetz bei rund 25,14 Minuten pro Kunde. Damit ist eine Versorgungssicherheit von 99,99 Prozent für Österreich gewährleistet. Ein längerer großflächiger Ausfall würde einen enormen wirtschaftlichen Schaden bedeuten. Schätzungen zufolge belaufen sich die volkswirtschaftlichen Kosten für einen großflächigen Stromausfall in Österreich auf 1,18 Mrd. Euro pro Tag. „Auch deshalb ist es wichtig, dass die Ausbaupläne im Netzentwicklungsplan breit mitgetragen werden und an einer Schärfung des Problembewusstseins und einer Verbesserung der Akzeptanz für diese Projekte in Österreich gearbeitet wird. Das ist eine gesellschaftliche Aufgabe“, so Strugl.

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07.01.2020

Chancen von Rot und Blau

SPÖ und FPÖ haben vieles gemein. SPÖ und FPÖ haben vieles gemein.

SPÖ und FPÖ haben vieles gemein. Sie haben sich selbst ein gutes Wahlergebnis vereitelt. Die Blauen mit der Ibiza-und Spesen-Affäre Heinz-Christian Straches, die Roten mit ihrer Unfähigkeit, aus dem Scheitern des türkis-blauen Bunds Polit-Kapital zu schlagen.

Und so sind sie in Sachen Regierung außen vor. Das Dasein abseits der Ministerien ist aber auch eine Chance für die beiden Parteien – sofern sie sich nicht dauerhaft mit sich selbst, sondern mit dem Wirken der türkis-grünen Koalitionäre beschäftigen. Wenn die Freiheitlichen eines können, dann ist es Opposition.

Mit Klubchef Herbert Kickl haben sie einen Scharfzüngigen, dem es gelingen kann, langjährige Sympathisanten, die bei der vergangenen Wahl zur ÖVP übergelaufen sind, zur FPÖ zurückzuholen – weil Kanzler Sebastian Kurz mit den Grünen asyl- und migrationspolitisch nicht so handeln kann, wie er es mit dem vormaligen Partner getan hat.

Die SPÖ könnte sich zunutze machen, dass manch Grün-Wähler vor allem den im Regierungspakt festgelegten Asyl- und Migrationskurs nicht goutiert. Mit Gezeter gegen die neuen Machthaber wird aber weder diese noch jene Oppositionspartei aus ihrer Notlage kommen. Inhaltlich Handfestes müssen Rote und Blaue bieten. Alternativen, die mehr als Überschriften sind. Und das bald – im Hinblick auf den heurigen Wiener Urnengang. Der ist nicht nur eine Kommunalwahl, es ist ein Stimmungstest für alle Parteien.

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27.04.2021

Gastgewerbe: Ein Auf und Ab am Jobmarkt

Die angekündigten Öffnungen kurbeln den Jobmarkt an. Was die Pandemie für die Jobs und Jobsuchenden der Branche bedeutet, zeigt eine aktuelle Erhebung von StepStone. Die angekündigten Öffnungen kurbeln den Jobmarkt an. Was die Pandemie für die Jobs und Jobsuchenden der Branche bedeutet, zeigt eine aktuelle Erhebung von StepStone.

Kaum eine Branche war durch die Corona-Krise stärker betroffen. Das schlägt sich auch auf die Jobs der Branche nieder: In Österreich ist der Stellenmarkt für Fachkräfte der Gastronomie und Hotellerie 2020 um 25 Prozent gesunken. Das zeigt eine Auswertung von 28 Jobbörsen in Österreich, erhoben durch die Marktforschungsagentur Index im Auftrag von StepStone.

Ankündigung der Öffnung: Der Startschuss für mehr Jobs?

Alle Zeichen stehen auf Start und die Gastronom∙innen in den Startlöchern. Die Aussicht auf eine baldige Öffnung befeuert die Branche. "„Im Vorjahr waren Hoteliers und Gastronomen bei angekündigten Öffnungen eher verhalten. Die Anzeigen liefen erst an, als wirklich geöffnet wurde und die Gäste kamen. Die Jobsuchenden waren hingegen deutlich früher aktiv. Das ist jetzt anders. Wir merken auf unseren Seiten seit einigen Wochen eine verhältnismäßig frühe Aktivität bei den Ausschreibungen. Das Wettrennen um die Fachkräfte der Branche hat begonnen“", so Nikolai Dürhammer, Geschäftsführer StepStone Österreich.

Fachkräftemangel durch Corona verschärft

Ein Grund für das frühe Handeln der Unternehmer∙innen dürfte der Fachkräftemangel der Branche sein, der im vergangenen Jahr zugenommen hat. Auch die Zugriffszahlen durch Jobsuchende bei den Branchenjobbörsen von StepStone zeigen, dass weniger Menschen nach Jobs im Gastgewerbe suchen als vor Corona. "„Die Corona-Krise hat den Fachkräftemangel in unserer Branche noch weiter verschärft. Viele gute Leute haben die Branche gewechselt mangels Chancen und Perspektiven. Jetzt kommen wir aber an einen Wendepunkt, jetzt geht es aber darum, dass wir gutes Personal brauchen, um wieder öffnen zu können“", gibt Mag.(FH) Gerhard Höflehner, Wirtschaftskammer Steiermark, Fachgruppe Hotellerie zu bedenken.

"„Gastrobetriebe stehen jetzt nicht nur vor der Frage, wann und unter welchen Bedingungen sie öffnen dürfen, sondern auch, ob sie offene Stellen besetzen können“", betont Jutta Altschuh, Expertin für Hotel- und Gastronomie bei StepStone Österreich.

Die Jobsuchenden der Branche

Die Zugriffe der Jobsuchenden auf die Branchen-Jobbörsen „Hotelcareer und Gastrojobs by StepStone“ sind im März 2020 um 30 Prozent gefallen, im April um weitere 15 Prozent. Im Mai zum Restart der Branche sind die Suchen wieder angestiegen und mit leichten Schwankungen den Sommer und Herbst über relativ hoch geblieben – bis zum Bekanntwerden des zweiten Lockdowns. "„Während der zweiten Welle hat ein Großteil komplett aufgehört nach Jobs zu suchen. Seit Beginn des Jahres nehmen die Anfragen aber wieder zu und ich gehe davon aus, dass mit Bekanntwerden des Datums der nächsten Öffnung diese wieder sprungartig steigen werden“", so Altschuh.

Corona und die Gastro: eine Chronologie der Krise Nach einem vielversprechenden Jahresstart 2020 brach der Stellenmarkt der Gastro- und Hotellerie Branche während des ersten Lockdowns österreichweit regelrecht zusammen.

Nach dem starken Einbruch im Frühjahr erholte sich der Stellenmarkt über den Sommer wieder leicht und erreichte im September seinen vorläufigen Höhepunkt. Registrierungspflicht in der Gastronomie, die Verkürzungen der Öffnungszeiten und die folgenden Lockdowns führten dann zu einem neuerlichen Rückgang der Jobs. Während es laut StepStone Fachkräfteatlas in andere Branchen rund um den Jahreswechsel schon wieder bergauf ging, gab es in im Dezember 2020 in der Gastronomie 70 Prozent weniger Jobangebote als zu Jahresbeginn. Schwankungen um diese Jahreszeit sind in der Branche normal, der Tiefpunkt im Dezember und der folgende Anstieg im Jänner waren aber während der Pandemie deutlich stärker ausgeprägt als in den Vorjahren.

So gelingt der Re-Start

Einerseits hat die Corona-Pandemie die Anzahl der Jobs, aber auch der Jobsuchenden verringert. Unternehmen haben deutlich weniger ausgeschrieben, Fachkräfte haben die Branche gewechselt. Jetzt stehen alle Zeichen auf Start. Was es für den gelungenen Re-Start braucht? "„Es ist jetzt wichtiger denn je, sich gut zu präsentieren. Ausschreibende Unternehmen sollten alle ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausschöpfen, ihre Anzeigengestaltung und Candidate Experience optimieren und auch gezielt an ihrer Arbeitgebermarke arbeiten, um die besten Talente am Markt für sich zu gewinnen“", lautet die Empfehlung seitens StepStone.

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26.02.2020

Mehr Selbstbestimmung für einen würdevollen Tod

Die ÖGHL setzt sich für Entkriminalisierung der Sterbehilfe ein und fordert nicht nur für einen Rechtsanspruch auf die Ausgabe geeigneter Medikamente sondern auch auf aktive Sterbehilfe Die ÖGHL setzt sich für Entkriminalisierung der Sterbehilfe ein und fordert nicht nur für einen Rechtsanspruch auf die Ausgabe geeigneter Medikamente sondern auch auf aktive Sterbehilfe

Das mit Spannung erwartete Urteil stellt einen fundamentalen Durchbruch für ein Sterben in Würde dar. Durch die Aufhebung des verfassungswidrigen Sterbehilfe-Paragrafen tritt in Deutschland ab sofort wieder die bis zum 6. November 2015 gültige, menschenfreundlichere Rechtslage in Kraft.

“Das heutige höchstrichterliche Urteil ist ein Schritt nach vorne für all jene, die mehr Selbstbestimmung, Würde und Menschlichkeit am Lebensende einfordern", sagt Wolfgang Obermüller, Sprecher der Österr. Gesellschaft für ein humanes Lebensende (ÖGHL). Nun hofft er, dass dieser Richterspruch auch in Österreich wirken wird. Denn in Österreich wird noch in diesem Jahr ein Urteil zur generellen Liberalisierung der Sterbehilfe erwartet. Während in Deutschland zur „geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung“ geurteilt wurde, stehen hierzulande die Paragrafen 77 („Tötung auf Verlangen“) und vor allem § 78 („Mitwirkung am Selbstmord“) auf dem höchstrichterlichen Prüfstand, die noch restriktiver waren als der in Deutschland eben gekippte Paragraph.

Die ÖGHL setzt sich für Entkriminalisierung der Sterbehilfe ein und fordert nicht nur für einen Rechtsanspruch auf die Ausgabe geeigneter Medikamente sondern auch auf aktive Sterbehilfe. Dabei betont sie allerdings den ethischen und zeitlichen Vorrang von Palliativmedizin und psychischer sowie emotionaler Betreuung vor jeder Entscheidung zum Freitod. "Wir sind zuversichtlich, dass auch der Österreichische Verfassungsgerichtshof bei seinem Entscheid, mit dem noch in diesem Frühjahr gerechnet wird, das Recht auf einen menschenwürdiges und selbstbestimmtes Lebensende stärken wird", so Obermüller.

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02.09.2019

FPÖ und SPÖ machen laut Meinung der ÖsterreicherInnen den schmutzigsten Wahlkampf

FPÖ und SPÖ machen laut Meinung der ÖsterreicherInnen den schmutzigsten Wahlkampf FPÖ und SPÖ machen laut Meinung der ÖsterreicherInnen den schmutzigsten Wahlkampf

„ATV Aktuell: Die Woche“ kehrt aus der Sommerpause zurück und widmet die ATV-Frage der Woche anlässlich der bevorstehenden Nationalratswahl dem Wahlkampf. In einer von Peter Hajek durchgeführten Umfrage unter 500 ÖsterreicherInnen sind 22 Prozent der Ansicht, dass die FPÖ den schmutzigsten Wahlkampf betreibt, knapp gefolgt von SPÖ (21%), ÖVP (15%), Liste JETZT (4%), Grüne (3%) und NEOS (2%).

Peter Hajeks Meinung dazu lautet: „Die Ansicht, dass es ein schmutziger Wahlkampf wird beziehungsweise ist, ist deutlich zurückgegangen. Im Juli vor Start des Wahlkampfes nannten 84 Prozent eine Partei, jetzt sind es nur mehr 67 Prozent. So schlimm dürfte es also aus Sicht der Bevölkerung nicht sein.“

Außerdem sprechen Meinrad Knapp, Peter Hajek und Thomas Hofer über die Wahlkampf-Aufreger der Türkisen, die versuchte Aufholjagd der SPÖ und die bevorstehenden Neuwahlen in der Steiermark.

Am Ende der Sendung wird wieder Top und Flop der politischen Woche gekürt. Zu Gast ist Walter Hämmerle, Chefredakteur der Wiener Zeitung.

Morgen, Samstag bei „ATV Aktuell: Im Fokus Spezial“ stellt sich NEOS-Spitzenkandidatin Beate Meinl-Reisinger im exklusiven 15-minütigen Interview den Fragen von Jenny Laimer. Zum Thema Schmutzkübel-Kampagne zieht Meinl-Reisinger einen drastischen Vergleich: „Die Republik und Neugeborene haben eines gemeinsam: beide leiden zum Teil an zu viel heißer Luft."

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30.05.2020

„Neue Normalität“ wird normaler

Knapp zweieinhalb Monate nach dem totalen Corona-Stillstand jagt eine Umsetzung bzw. Ankündigung immer neuer Öffnungen und Lockerungen die nächste. Die versprochene „Wiederauferstehung“ Österreichs kommt in vielen Raten. Knapp zweieinhalb Monate nach dem totalen Corona-Stillstand jagt eine Umsetzung bzw. Ankündigung immer neuer Öffnungen und Lockerungen die nächste. Die versprochene „Wiederauferstehung“ Österreichs kommt in vielen Raten.

Knapp zweieinhalb Monate nach dem totalen Corona-Stillstand jagt eine Umsetzung bzw. Ankündigung immer neuer Öffnungen und Lockerungen die nächste. Die versprochene „Wiederauferstehung“ Österreichs kommt in vielen Raten.

Die gesundheitspolitische Katastrophe durch die Corona-Pandemie, vor der die Regierung mit Hinweis auf Italien häufig gewarnt hat, ist dank großer Disziplin der Bevölkerung abgewendet. Vorerst zumindest. Österreich war bei der Eindämmung des Virus erfolgreicher als viele andere Länder der Welt – vor allem als jene, deren Führung zu lange gezaudert oder die Bedrohung verharmlost hat. Oder auch als jene Länder, die das Gesundheitssystem zu sehr ausgehungert haben.

Der Preis für das bisher beispiellose Niederfahren von Gesellschaft und Wirtschaft ist zweifellos extrem hoch. Die Zeche werden wir alle und die gesamte Welt noch sehr lange zu bezahlen haben. Ganz entscheidend für die Zukunft wird sein, wie rasch die Wirtschaft aus ihrem politisch verordneten Koma wieder ins volle Leben geholt werden kann und wie sehr die in den letzten Monaten vielfach bewiesene soziale Solidarität auch nach der aktuellen Corona-Krise, bei der uns hoffentlich eine weitere Welle erspart bleibt, anhalten wird.

Die türkis-grüne Regierung unter Bundeskanzler Sebastian Kurz versprach nach den harten Einschnitten Mitte März eine Art „Wiederauferstehung nach Ostern“ – die allerdings in eine „neue Normalität“ führen werde. Verschiedene Wirtschaftsbranchen, die Schulen und langsam auch die Kultur und der Sport wurden und werden schrittweise wieder hochgefahren. Es war und ist ein wahres Stakkato an politischen Ankündigungen und sich ständig ändernden Regelungen, bei dem wohl viele auch ihre liebe Mühe haben, den Überblick zu bewahren – man denke nur an die verschiedenen, zuweilen in Quadratmeter gefassten Abstandsregeln etwa in Kirchen, Schwimmbädern oder bei Kulturveranstaltungen.

Auch die Schutzmasken-Regeln und die Sperrstunde sollen jetzt bald deutlich gelockert werden – ein Schelm, wer dazu jetzt behaupten würde, dass hier Bundeskanzler Kurz bei seinem Auftritt im Kleinwalsertal und Bundespräsident Van der Bellen mit seinem Lokalbesuch bis nach Mitternacht selbst bereits Vorarbeit geleistet haben.

Auch die heimische Spitzenpolitik wird ihre Lehren aus der Corona-Krise zu ziehen haben – was in der Hitze des Gefechts alles richtig war und wo es für die Zukunft Verbesserungsbedarf gibt.

Negatives Schulbeispiel im wahrsten Sinne war die Matura, wo man nahezu ein Freilos fürs Durchkommen geschaffen hat und dafür von Dutzenden Schülern mit leer abgegebenen „Arbeiten“ bedankt wurde. „Enttäuscht“ ist Bildungsminister Faßmann, Konsequenzen gibt es keine. So kann man sich auch lächerlich machen.

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13.10.2019

Handelskette Spar stärkt mit Eigenmarken Nachhaltigkeit und Regionalität

Den Anteil der Eigenmarken weiter zu steigern, noch mehr regionale Produkte in den Regalen anzubieten und konsequent gegen potenziell gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe in Nahrungsmitteln aufzutreten, nennt Gerhard Drexel, Vorstandsvorsitzender der Spar Österreich AG, als vordringliches Ziel des Handelsunternehmens in naher Zukunft. Den Anteil der Eigenmarken weiter zu steigern, noch mehr regionale Produkte in den Regalen anzubieten und konsequent gegen potenziell gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe in Nahrungsmitteln aufzutreten, nennt Gerhard Drexel, Vorstandsvorsitzender der Spar Österreich AG, als vordringliches Ziel des Handelsunternehmens in naher Zukunft.

Den Anteil der Eigenmarken weiter zu steigern, noch mehr regionale Produkte in den Regalen anzubieten und konsequent gegen potenziell gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe in Nahrungsmitteln aufzutreten, nennt Gerhard Drexel, Vorstandsvorsitzender der Spar Österreich AG, als vordringliches Ziel des Handelsunternehmens in naher Zukunft. „Lebensmittel sollen aus der Nähe kommen, idealerweise aus der Region“, erklärte er im Klub der Wirtschaftspublizisten. Je geringer die Distanz zwischen Produktions- und Vertriebsstandort sei, umso besser. Denn damit werde die Umwelt nur wenig belastet.

Apropos Umwelt: So wie Spar den Einsatz des Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat in der Landwirtschaft ablehnt, kämpft die Handelskette auch gegen die Verwendung von Palmöl als Inhaltsstoff vieler Nahrungsmittel. „99 Prozent unserer 5.000 Eigenmarken sind palmölfrei“, sagte Drexel. Die Eigenmarken machen es dem Unternehmen möglich, auf die Produzenten in diesem Sinn einzuwirken, „bei den internationalen Markenartikelherstellern ginge das gar nicht.“

Nicht nur deshalb soll der Eigenmarken-Anteil im Spar-Sortiment weiter wachsen. „Vor 15 Jahren hatten wir erst einen Anteil von rund 20 Prozent, jetzt liegen wir bei mehr als 40 Prozent“, so Drexel. Im gesamten österreichischen Lebensmittelhandel betrage der Eigenmarken-Anteil durchschnittlich 22 Prozent.

In Österreich betreibt Spar 1.560 Standorte, wo fast 43.000 Mitarbeiter, darunter 2.100 Lehrlinge, beschäftigt sind. Mit ihnen hat die Lebensmittel-Handelskette 2018 einen Umsatz von 6,9 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die Spar-Gruppe insgesamt, zu der die Auslandstöchter in Italien, Slowenien, Ungarn und Kroatien sowie der Sporthändler Hervis und die Handelsimmobilien-Gesellschaft SES (Spar European Shopping Centers) gehören, hat im Vorjahr mit 82.700 Beschäftigten Erlöse in der Höhe von 15 Milliarden Euro erzielt.

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30.11.2020

Zu viele Widersprüche

Die Menschen sind bereit, die Maßnahmen gegen die Pandemie mitzutragen. Dazu muss die Politik aber Regeln präsentieren, die in unsere Lebensrealität passen. Die Menschen sind bereit, die Maßnahmen gegen die Pandemie mitzutragen. Dazu muss die Politik aber Regeln präsentieren, die in unsere Lebensrealität passen.

Es sind bewegte Zeiten. Zeiten, in denen die Menschen gewisse Widersprüche akzeptieren. Doch es gibt auch die Fälle, die für Unverständnis, Kopfschütteln und Zorn sorgen – und damit dem Kampf gegen die Pandemie schaden. Bei aller nötigen Rechtssicherheit: Ein Maß an Pragmatismus und Realitätsbewusstsein ist nötig.

Die gesperrte Langlaufloipe in Leutasch ist so ein Fall. Das Schneeband mit Spur inklusive strengen Zutrittssystems wird plötzlich als Sportstätte gesehen und ist als diese nicht erlaubt. Ein voller Skaterplatz mit etlichen Nutzern ist andererseits Individualsport und damit möglich, sofern die Abstände passen. Das mag den juristisch Interessierten erfreuen und die Fachleute trefflich diskutieren lassen. Otto Normalverbraucher bleibt einigermaßen verwirrt zurück. Dass es kein allumfassendes Corona-Handbuch gibt, ist klar. Doch dass sich Fachleute von Land und Bund über ihre eigenen Regeln im Paragraphendschungel verlieren, ist inakzeptabel. Aktuell ist man sich unsicher, ab wann eine geschlossene Skipiste für Pistentourengeher als Sportstätte zu werten und der Aufstieg der Sportler damit verboten ist. Doch Behörden müssen sich auch im Klaren sein, was ihre Regelung zur Folge hätte. In diesem Fall, dass viele Menschen ihre Skitour ins Gelände verlegen – was sie dürften. Ein Widerspruch. Speziell weil man im März doch Wintersportler gebeten hat, sich nicht in Gefahr zu begeben (um Retter und Gesundheitssystem zu entlasten) und von solchen Touren abzusehen.

Es braucht praktikable Spielregeln, klare Anweisungen, die in unsere Lebenswelt passen. Dann ist das Gros der Menschen bereit, die Corona-Maßnahmen mitzutragen. Mit zu vielen Widersprüchen bröckelt dieses Verständnis weiter.

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