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03.05.2022

Ein Drittel der Müsliriegel mit Glyphosat belastet

Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt Greenpeace zu Bio-Müsliriegel zu greifen. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt Greenpeace zu Bio-Müsliriegel zu greifen.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat zwölf Müsliriegel von einem akkreditierten Labor auf Pestizide testen lassen. Das beunruhigende Ergebnis: Vier der zwölf Proben waren mit dem Pflanzengift Glyphosat belastet, drei davon auch noch mit weiteren Giftstoffen. Unter den betroffenen Proben war auch ein für Schwangere beworbener Riegel der Marke Milupa. Die geltenden gesetzlichen Grenzwerte wurden in keiner Proben überschritten, dennoch stellt gerade die regelmäßige Aufnahme von Pestiziden ein Risiko für unsere Gesundheit dar. Glyphosat ist etwa laut der internationalen Agentur für Krebsforschung der WHO bei Tieren erwiesenermaßen krebserregend und beim Menschen “wahrscheinlich krebserregend”. Noch dieses Jahr wird auf EU-Ebene über eine Verlängerung der Zulassung von Glyphosat ab 2023 entschieden. Greenpeace fordert von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger gegen eine EU-weite Neuzulassung des Pflanzengifts zu stimmen und sich auf europäischer Ebene klar gegen Glyphosat zu positionieren.

“Gefährliche Pestizide wie Glyphosat haben in unserem Essen nichts verloren. Doch sogar unsere Müsliriegel sind mit Pestizid-Cocktails belastet”, sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace in Österreich. Bei dem von Greenpeace bei der Lebensmittelversuchsanstalt (LVA) in Auftrag gegebenen Labor-Test wurden in vier von 12 Müsliriegeln Pestizide nachgewiesen, die für Mensch, Tier und Umwelt schädlich sein können. Neben Glyphosat, das in allen vier Proben gefunden wurde, handelt es sich zudem um die Pestizide Pyrimethanil, Cypermethrin, Piperonylbutoxid und Pirimiphos-methyl. Die nachgewiesenen Giftstoffe werden in der konventionellen Landwirtschaft angewandt etwa um Schädlinge oder Beikräuter abzutöten. Dabei verursachen sie aber häufig auch Schäden in der Natur und finden teils ihren Weg in unsere Lebensmittel. So wurde bei dem aktuellen Greenpeace-Test Glyphosat unter anderem in einem für Schwangere beworbenen Riegel von Milupa nachgewiesen, gemeinsam mit zwei weiteren Wirkstoffen. Die in dem Milupa-Riegel nachgewiesenen Mengen waren vergleichsweise niedrig. Allerdings ist hier zu beachten, dass bei Schwangeren ein zusätzliches Risiko für das Ungeborene besteht und der Kontakt mit Pestiziden daher möglichst reduziert werden sollte. Der höchste Glyphosat-Rückstand wurde in einem Riegel des Herstellers Peeroton nachgewiesen. “Wir dürfen uns und unsere Natur nicht länger dieser unnötigen Gefahr aussetzen. Bei Glyphosat ist die Lösung greifbar nah. Alles andere als ein rasches Verbot des Pflanzengifts auf EU-Ebene wäre fahrlässig”, sagt Theissing-Matei.

Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt Greenpeace zu Bio-Müsliriegel zu greifen. Hier kann man sicher sein, dass keine chemisch-synthetischen Pestizide wie Glyphosat eingesetzt werden. Wie der Greenpeace-Marktcheck zeigt, liegt das Bio-Angebot im Handel bei Müsliriegel immerhin bei 25 Prozent. Beim Sortimentsvergleich schneiden im Lebensmittelhandel die Diskonter am besten ab: Lidl belegt Platz eins vor Hofer und Penny Markt, die ex aequo auf dem zweiten Platz liegen. Sie haben zwar ein vergleichsweise kleines Sortiment, überzeugen aber mit hohem Bio-Anteil und einer relativ großen Anzahl an Riegeln mit fair produzierter Schokolade. Bei den Drogeriemärkten schneidet die Kette dm am besten ab.

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12.04.2021

ÖVP und Kanzler Kurz verlieren

ÖVP und Kanzler Kurz verlieren ÖVP und Kanzler Kurz verlieren

Die Chat-Protokolle und die Korruptionsvorwürfe zeigen Wirkung: Die Zustimmung für die ÖVP schwindet, die Werte von Bundeskanzler Sebastian Kurz sinken auf einen Tiefststand. Laut der vom Meinungsforschungsinstitut Unique research für das aktuelle Nachrichtenmagazin „profil“ durchgeführten Umfrage fällt die ÖVP auf 33% (-2). Das ist ihr niedrigster Wert seit Februar/März 2019. Vom Rückgang der ÖVP profitiert die FPÖ, sie legt auf 19% zu (+2). Die SPÖ verharrt bei 24 %, die Grünen legen zu auf 12 % (+2), die NEOS verlieren auf 10 % (-2) und kommen wieder auf den letzten Platz.

In der Kanzlerfrage sackt Sebastian Kurz auf 27 % (-3) ab, das ist der tiefste Wert seiner Amtszeit. Der Rückgang nützt dem politischen Mitbewerb nichts, viele WählerInnen geben ab, keine der offerierten Personen wählen zu wollen. Pamela Rendi-Wagner kommt auf 16 % (+1), Norbert Hofer bleibt bei 11 %, Beate Meinl-Reisinger bei 7 % und Werner Kogler legt leicht auf 5 % (+1) zu, bleibt am letzten Platz.

„profil“ ließ auch abfragen, wie die Chat-Protokolle wahrgenommen werden: 38 % finden sie „ernüchternd, denn die Kurz-ÖVP wollte Politik mit neuem Stil machen“. 18 % sagen, sie „verstehen die Aufregung nicht, das war in Österreich schon immer so“, 9 % finden das „in Ordnung, denn diese Posten müssen von der Regierung mit Vertrauenspersonen besetzt werden“. 27 % kennen die Chat-Protokolle nicht.

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03.05.2022

Muttertag ist wichtiger Impuls für den Einzelhandel

Muttertag ist wichtiger Impuls für den Einzelhandel Muttertag ist wichtiger Impuls für den Einzelhandel

„Der kommende Sonntag bietet nicht nur für Mütter, sondern auch für den heimischen Handel einen Anlass zum Feiern. Und ein solcher Anlass ist nach gut zwei Jahren Corona plus neuen Unsicherheiten mehr als willkommen“, sagt Rainer Trefelik, Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Schließlich bringe der Muttertag einen wichtigen Impuls für den Handel.

Wie hoch dieser ausfällt, hat die KMU Forschung Austria im Auftrag der Bundessparte erhoben. So gibt, wer eine Mutter beschenkt, im Schnitt 50 Euro aus. Immerhin 16 Prozent wollen dabei ihr Budget gegenüber dem Vorjahr erhöhen, nur 6 Prozent haben vor, weniger auszugeben. Der Rest - fast vier von fünf - will für den heurigen Muttertag in etwa gleich viel ausgeben wie im Vorjahr.

Insgesamt planen laut Umfrage 68 Prozent der Männer und 59 Prozent der Frauen die eigene Mutter, Großmutter oder Partnerin zu beschenken. Dadurch werden Gesamtausgaben in Höhe von 220 Millionen Euro erwartet, wovon ein Großteil auf den Einzelhandel entfällt.

Starker Tag für den Blumenhandel, aber auch andere Bereiche profitieren

Am meisten profitiert der Blumenhandel vom Ehrentag für die Mütter: 58 Prozent der Befragten geben an, Blumen zu schenken. Hier wiederum sind Rosen am beliebtesten, gefolgt von Orchideen und Tulpen. Am zweithäufigsten werden Süßigkeiten bzw. Schokolade oder Pralinen geschenkt (26 Prozent), an dritter Stelle rangieren Restaurantbesuche mit 17 Prozent.

„Aber auch für Drogerien, Parfümerien und für den Schmuckhandel ist der Muttertag ein wichtiger Umsatzbringer“, sagt Trefelik, der außerdem noch einen Wunsch für diesen Anlass äußert: „Schön wäre, wenn bereits im Vorfeld des Muttertags oder wenigstens bald danach die Maske im gesamten Handel fällt. Das würde die im Einzelhandel arbeitenden Mütter, aber auch viele andere Mitarbeiter sowie Kunden im lebensnotwendigen Handel freuen.“

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08.09.2021

Mehrheit plant trotz Corona dieses Jahr noch Urlaub

 62% der Befragten planen trotz Corona dieses Jahr noch einen Urlaub. 62% der Befragten planen trotz Corona dieses Jahr noch einen Urlaub.

Wie beeinflusst Corona die Reisepläne für Herbst und Winter? Welche Rolle spielen Reisebestimmungen, kostenlose Stornierung oder die Impfung? Die Restplatzbörse, Österreichs Nummer 1 für Last Minute Reisen, hat über 1.300 Personen zu ihrem Reiseverhalten während der Pandemie befragt und spannende Antworten erhalten.

Zwei von drei sagen Ja zu Urlaub im Herbst und Winter

62% der Befragten planen trotz Corona dieses Jahr noch einen Urlaub. Fast die Hälfte davon möchte innerhalb Europas verreisen, über ein Viertel plant eine Fernreise und ca. ein Fünftel möchte den Urlaub in Österreich verbringen. 23% sind unentschieden, ob sie noch verreisen werden, 15% haben dieses Jahr keinen Urlaub mehr geplant.

Last Minute boomt

Fast jeder Zweite bucht laut der Befragung am liebsten Last Minute, also bis zu 14 Tage vor der Reise. Dieser Trend zeigt sich auch in den diesjährigen Buchungszahlen der Restplatzbörse. „"Im Vergleich zu 2019 haben sich die Last Minute Buchungen mehr als verdoppelt. Heute buchen, morgen verreisen ist das Motto"“, so Roman Kresz, Leiter für Vertrieb und Marketing bei der Restplatzbörse. Kein Wunder: Reisebestimmungen und die Situation im Urlaubsland können sich laufend ändern, deshalb fällt die Entscheidung über das Urlaubsland seit Corona spontaner denn je.

Gratis Storno wichtiger als günstiger Preis

Die Restplatzbörse wollte wissen, welche Kriterien bei der Urlaubsbuchung seit Corona die größte Rolle spielen. Eindeutig auf Platz 1: die Reisebestimmungen. Kostenlosen Storno- und Umbuchungsmöglichkeiten rangieren auf Platz 2 und sind somit für die Befragten wichtiger als ein günstiger Preis, der auf Platz 3 landet. Kresz: „"Die Bedenken, dass eine gebuchte Reise wegen geänderter Reisebestimmungen nicht stattfinden kann, sind da. Viele Reiseveranstalter haben bereits reagiert und bieten Flex-Tarife an, mit denen der Urlaub bis kurz vor Anreise kostenlos storniert oder umgebucht werden kann. Wir beraten unsere Kund:innen, welches Angebot am besten zu ihnen passt und freuen uns, so eine zusätzliche Sicherheit geben zu können."“

Klares Ja zur Impfung

87% der Befragten sind entweder bereits vollständig geimpft oder möchten sich noch impfen lassen. Das ist wesentlich höher als der Österreich-Schnitt von knapp 60%. Vollständig geimpfte Personen genießen beim Reisen viele Vorteile wie den Entfall der Quarantäne- und Testpflicht, deshalb liegt die Vermutung nahe, dass Urlaub ein starker Anreiz ist sich impfen zu lassen.

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03.02.2022

Preise für Gebrauchtwagen im Jänner nochmals gestiegen

Preise für Gebrauchtwagen im Jänner nochmals gestiegen Preise für Gebrauchtwagen im Jänner nochmals gestiegen

Der Trend bei den Gebrauchtwagenpreisen geht auch zu Beginn 2022 nochmals weiter in Richtung neues Allzeithoch. Rund 25.512 Euro müssen Autokäufer aktuell durchschnittlich für den neuen Gebrauchten rechnen. Das sind um 2,4 Prozent oder 600 Euro mehr als noch im Dezember, wie aus dem aktuellen AutoScout24 Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) hervorgeht. Mit Blick auf das Vorjahr wird die Entwicklung noch deutlicher: 21.644 Euro betrug der Durchschnittspreis noch vor einem Jahr, die Gebrauchtwagenpreise sind damit gegenüber dem Jänner 2021 um knapp 18 Prozent gestiegen. Vor allem die Oberklasse und obere Mittelklasse legen preislich zu. „Ein Ende der Preisrallye ist aktuell leider nicht in Sicht, da die Halbleiterprobleme noch länger bestehen werden und die Nachfrage nach gebrauchten Autos weiter ansteigt, das Angebot aber eher noch weiter zurückgeht“, sagt André Eckert, Country-Manager bei AutoScout24 in Österreich.

Vans und Kleinbusse, Kleinwagen, Jahreswagen sowie ältere Modelle besonders gefragt

Die Nachfrage nach Vans und Kleinbussen sowie nach Kleinwägen ist im Jänner um bis zu 49 Prozent angestiegen. Sehr beliebt sind auch SUVs, die um 41 Prozent häufiger gesucht wurden, ebenso wie Jahreswagen (+43 Prozent) und 10- bis 20-jährige Autos (+48 Prozent). Die Preise für Gebrauchtwagen steigen innerhalb der Fahrzeugsegmente für Oberklasse und obere Mittelklassewagen am stärksten. Die Oberklasse legte um 4,9 Prozent auf durchschnittlich 56.290 Euro zu, obere Mittelklasseautos verteuern sich um 4,2 Prozent auf 29.088 Euro. Der durchschnittliche Kleinwagen liegt aktuell bei 14.582 Euro, der Preis hat im Jänner nochmals um 2,1 Prozent zugelegt. Auch Geländewagen und SUVs (Durchschnittspreis: 32.457 Euro) sowie Vans und Kleinbusse (21.311 Euro) verteuern sich im Vormonatsvergleich um bis zu 2,3 Prozent.

Alterssegmente: Old- und Youngtimer Preissteigerungen bis 4 Prozent

Auch beim Blick auf die Preisentwicklung in den Alterssegmenten stehen die Zeichen auf Verteuerung. Für Autos, die zwischen 5 und 10 Jahre alt sind, mussten Verbraucher im Jänner tiefer in die Tasche greifen: Um 2,1 Prozent steigen die Preise in dieser mittleren Alterskategorie auf 19.388 Euro. Autos zwischen 10 und 20 Jahren (9.409 Euro) wurden ebenfalls um 2,2 Prozent teurer. Die größte Preissteigerung in den Alterssegmenten verzeichnen Oldtimer (26.234 Euro) mit einem Plus von 3,9 Prozent sowie Youngtimer (8.635 Euro) mit plus 2,8 Prozent.

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01.11.2020

Anteil der Tesla-Neuzulassungen seit 2019 um 56,3 % gesunken, deutsche Konzerne holen auf

Anteil der Tesla-Neuzulassungen im wichtigsten E-Mobilitätsland seit 2019 um 56,3 % gesunken, deutsche Konzerne holen auf Anteil der Tesla-Neuzulassungen im wichtigsten E-Mobilitätsland seit 2019 um 56,3 % gesunken, deutsche Konzerne holen auf

Norwegen gilt als Pionier in Sachen Elektromobilität: Rund 60 Prozent der dort verkauften Fahrzeuge laufen mit Strom. Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, sank der dortige Anteil der Tesla-Neuzulassungen zuletzt beträchtlich - im Jahr 2020 sind 7 Prozent der neuen Elektroautos aus dem Hause Tesla. Im vergangenen Jahr belief sich der Anteil noch auf 16 Prozent.

Im Jahr 2019 wurden in Norwegen 15.686 Tesla Model 3 verkauft. Bis Ende September des aktuellen Jahres sind es hingegen lediglich knapp 3.000 Stück. Zwischen dem 1. Januar und dem 24. September rangiert der Audi e-Tron bei den E-Neuzulassungen in Norwegen auf dem ersten Platz. Hiervon wurden 7.801 angemeldet. VW befindet sich mit dem E-Golf mit einer Stückzahl von 4.881 hingegen an zweiter Stelle.

Jenseits von Norwegen sieht es für den US-Hersteller hingegen erfreulicher aus. Im zweiten Quartal veräußerte Tesla 90.891 Fahrzeuge. Zwar waren es im Vorjahreszeitraum noch 95.356 Stück. Allerdings kam der Elektro-Pionier im Vergleich mit zahlreichen Konkurrenten vergleichsweise gut durch die Corona-Krise, was sich auch auf dem Börsenparkett niederschlägt. Wie die Infografik aufzeigt, erhöhte sich der Preis der Tesla Aktien binnen der letzten 365 Tage um 718 Prozent. Im selben Zeitraum verringerte sich die Marktkapitalisierung vieler Konkurrenten.

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr des Jahres 40 Prozent mehr Batterie-Elektro-PKWs innerhalb der Europäischen Union zugelassen, als noch im selben Zeitraum des Jahres 2019.

„In puncto absoluter Absatzzahlen ist Norwegen mitnichten der wichtigste Markt für E-Fahrzeuge“, so Block-Builders-Analyst Raphael Lulay. "Allerdings könnte die Entwicklung im Land der Elektromobilität eine Trendwende vorwegnehmen – und zwar dahingehend, dass sich die jüngsten Bemühungen der deutschen Autohersteller im Bereich der Elektromobilität langsam aber sicher auszahlen“.

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21.02.2022

ApothekerInnen gegen die Impfpflicht

ApothekerInnen gegen die Impfpflicht ApothekerInnen gegen die Impfpflicht

Eine Gruppe PharmazeutInnen und ApothekenmitarbeiterInnen fordern in Offenem Brief “lebendigen wissenschaftlichen Diskurs”. Die Impflicht sei zu überdenken und objektive Beratung in Apotheken zu gewährleisten. Andernfalls würden möglicherweise vermeidbare Impfschäden auftreten und das Ansehen sowie die Glaubwürdigkeit ihres Berufsstandes in der Bevölkerung langfristig sinken.

“Unsere Kund*innen erwarten ehrliche und objektive Arzneimittel-Informationen von uns. Sie wenden sich vertrauensvoll an uns und es ist unsere Aufgabe, sie ernst zu nehmen,wenn sie [...] einen Zusammenhang mit dem Covid-19-Vakzin vermuten.”, heißt es in einem Offenen Brief, mit dem sich einige ApothekerInnen und PharmazeutInnen an die Apothekerkammer, österreichische PolitikerInnen, Medien und die Bevölkerung richten.

Die Verfasser befürchten, dass individuelle und situationsbezogene Beratung auf objektiver Basis in den heimischen Apotheken verloren gehen könnte. Damit beziehen sie sich vor allem auf den aktuellen Umgang mit den vorübergehend zugelassenen Covid-19-Vakzinen. Die Österreichische Apothekerkammer legte ihren Mitgliedern in vergangene Rundschreiben, ähnlich wie die Ärztekammer, nahe, dass “[...] die aktuellen Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums selbstverständlich auch als wissenschaftliche Grundlage für die Beratung und Information über COVID-19-Impfungen [...]”, zu sehen sind.

Seriöse Beratungsleistung von ApothekerInnen erfordert jedoch, auf ein breites Spektrum an Symptomen und Empfindungen betroffener Menschen einzugehen und daraus Empfehlungen abzuleiten. Wissenschaftlicher Diskurs sollte dabei laufend zu neuen Einsichten und Erkenntnissen führen, die wiederum die Grundlage der medizinischen Beratung darstellen. Im Offenen Brief wird jedoch auch darauf aufmerksam gemacht, dass der kritische Diskurs hinsichtlich der Impfpflicht vermisst wird.

ApothekerInnen, die in Ihrer Beratung vom Kurs der eigenen Standesvertretung abweichen oder Kritik daran äußern, müssen mit Sanktionen rechnen, die existenzbedrohendes Ausmaß annehmen können. Aus diesem Grund bleiben die Verfasser des öffentlichen Briefs anonym. Bis 15.03.2022 besteht die Möglichkeit für ApothekerInnen und PharmazeutInnen diesen Brief zu unterzeichnen. Zustimmungserklärungen werden bei einem Notar gesammelt, der der Schweigepflicht unterliegt. Seit Veröffentlichung des Briefes haben sich bereits über 200 UnterstützerInnen angeschlossen.

“Wir wollen frei von Druck und Zwang gewissenhaft unserer Arbeit, die uns Freude macht, in den Apotheken nachgehen können, zum Wohl unseres Landes und seiner Bevölkerung.”, lautet einer der abschließenden Wünsche der Verfasser an die Empfänger dieses öffentlichen Briefs.

Der Offene Brief wird in Unterstützung der Agentur für Globale Gesundheitsverantwortung, die sich für Verhältnismäßigkeit und mehr Transparenz im Zusammenhang mit der Impfpflicht einsetzt, veröffentlicht. Zustimmungserklärungen können weiterhin per Mail an offenerbriefapo@gmx.at gesandt werden und werden vertraulich behandelt.

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03.02.2022

Studie zum Weltkrebstag zeigt: Krebserkrankung ist Gesundheitssorge Nummer 1

Studie zum Weltkrebstag zeigt: Krebserkrankung ist Gesundheitssorge Nummer 1 Studie zum Weltkrebstag zeigt: Krebserkrankung ist Gesundheitssorge Nummer 1

Jährlich erkranken mehr als 42.000 Menschen an Krebs. Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar hat die DONAU Versicherung in einer repräsentativen Studie die Österreicher zu den Themen Gesundheit und Vorsorge befragt.

Mehr als jeder Zweite sorgt sich bei Krankheiten am meisten um Krebs, die Angst vor einer Corona-Erkrankung nimmt im Jahresvergleich deutlich ab. Ein gutes Viertel fürchtet psychische Erkrankungen.

Die Angst vor Armut, finanziellen Sorgen sowie gesellschaftlichen Spannungen steigt.

Die Österreicher achten vermehrt auf ihre mentale Gesundheit. Mehr als die Hälfte vermeidet Rauchen und treibt regelmäßig Sport.

Für den Fall einer Krebserkrankung haben nur 11 % der Befragten finanziell vorgesorgt.

Im Vergleich zum Vorjahr haben weniger Österreicher Angst vor Corona (32 %), dennoch steht die Pandemie im Allgemeinen als häufigste Sorge auf Platz eins. Jeder Vierte (26 %) fürchtet sich inzwischen vor Armut, Erkrankungen belegen den dritten Platz. Die gestützte Abfrage verdeutlicht: Steigende Lebenskosten (36 %) sowie finanziellen Engpässe (31 %) bereiten den Österreicher aktuell am meisten Angst. Die Sorge vor einer Corona-Erkrankung (28 %) hingegen sinkt stark. Sonstige schwere Erkrankungen werden dafür mit 30 % mehr gefürchtet. Die Angst vor gesellschaftlichen Spannungen steigt mit 24 % ebenfalls. Dies geht aus der neuen repräsentativen Studie hervor, die von der DONAU Versicherung in Auftrag gegeben und vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Triple M durchgeführt worden ist.

In Hinblick auf Krankheiten bereitet aktuell mehr als der Hälfte der Österreicher (54 %) eine Krebserkrankung am meisten Sorge. Sie steht damit noch vor Schlaganfällen (36 %) und psychischen Erkrankungen, die ebenfalls zugenommen haben (26 %). Mit nur mehr 20 % fürchten sich die Befragten deutlich weniger vor einer COVID-19-Erkrankung als im letzten Jahr.

Judit Havasi, Generaldirektorin der DONAU Versicherung, erklärt: „"Die DONAU Versicherung stellt die Menschen in den Mittelpunkt. Wir haben uns, wie im vergangenen Jahr zum Weltkrebstag, die Frage gestellt, ob und wie gut die österreichische Bevölkerung für ihre Gesundheit im Fall einer Krebserkrankung vorsorgt. Die Ergebnisse der Studie zeigen klar, dass das Bewusstsein für Gesundheitsfragen stark ausgeprägt und die Sorge vor einer Erkrankung groß ist. Zugleich sehen wir, dass weiterhin großer Aufhol- und Beratungsbedarf in der finanziellen Vorsorge besteht. Wir wissen, wie wichtig die Absicherung in dieser Frage ist und beraten individuell, um hier die passende Lösung zu finden."“

Das Bewusstsein der Österreicher in Bezug auf die eigene Gesundheit scheint stark ausgeprägt zu sein: Abgesehen davon, dass die Inanspruchnahme der jährlichen Vorsorgeuntersuchung auf 40 % gestiegen ist, vermeidet jeder Zweite das Rauchen und treibt regelmäßig Sport. Im Vorjahresvergleich zeigt sich auch, dass verstärkt auf die mentale Gesundheit geachtet wird (47 %). „Mit diesen Ergebnissen ist es nicht überraschend, dass mehr als die Hälfte sich sehr bzw. eher gut informiert fühlt. Dennoch bleiben 43 % bei denen das Gegenteil der Fall ist. Wie wir wissen, trägt Information zu Gesundheit und Vorsorge deutlich zur Zufriedenheit mit der eigenen Gesundheit bei und vice versa bei“, so Christina Matzka von Triple M.

Starke Unterschiede zwischen Frauen und Männern

Acht von zehn Frauen nehmen Krebsabstriche in Anspruch, sieben von zehn zudem Mammografien. Diese gehören mit der Blutuntersuchung zu den am meisten durchgeführten Krebs-Vorsorgeuntersuchungen. Unter den Männern ist die Prostatauntersuchung zwar praktisch allen bekannt, die Inanspruchnahme ist aber mit nur 39 % ausbaufähig. Männer ab 50 legen hierbei einen stärkeren Fokus als jüngere Männer.

28 % der Befragten besitzen eine private Zusatzversicherung. Männer mit 33 % deutlich mehr als Frauen (23%). Obwohl über einem Drittel der Befragten Krebs-Zusatzversicherungen bekannt sind, haben nur 6 % dieser eine solche abgeschlossen – das sind lediglich 2 % aller Befragten.

Das Krebsrisiko nimm mit dem Alter deutlich zu. Mehr als ein Drittel der Österreicher erkranken im Laufe ihres Lebens an Krebs. Deshalb ist es besonders erstaunlich, dass nur 11 % der Befragten angegeben haben, für den Fall einer Krebserkrankung finanziell vorgesorgt zu haben. Diese erfolgt dabei am ehesten in Form von Rücklagen bzw. Erspartem und auch hierbei haben Männer häufiger zusätzlich vorgesorgt als Frauen. Ein Großteil der Österreicher verlässt sich also vollständig auf die staatlichen Systeme.

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22.10.2021

Die Pandemie drückt auf Optimismus und Zuversicht

Die Pandemie drückt auf Optimismus und Zuversicht Die Pandemie drückt auf Optimismus und Zuversicht

Das eigene Leben selbst zu gestalten und frei entscheiden zu können, gehört zu den universellen menschlichen Bedürfnissen. Selbstbestimmung und Unabhängigkeit führen zudem zu mehr Zufriedenheit und finanzieller Zuversicht. Swiss Life hat daher im Rahmen des Selbstbestimmungsbarometers erneut nachgefragt, wie verbreitet dieses positive Gefühl ist und welche Veränderungen ein weiteres Jahr Pandemie auf die Menschen hatte.

Swiss Life-Selbstbestimmungsbarometer Österreich 2021: die wichtigsten Erkenntnisse

Die Rückkehr ins selbstbestimmte Leben lässt weiter auf sich warten – Durch die Beibehaltung vieler Schutzmaßnahmen fühlen sich die Österreicherinnen und Österreicher weniger selbstbestimmt als im Vorjahr: 62% geben an, ein selbstbestimmtes Leben zu führen (vs. 64% in 2020). Für beinahe jeden zweiten Menschen in Österreich ist jedoch Selbstbestimmung und Unabhängigkeit im Leben in den letzten Monaten wichtiger geworden.

Wiedergewonnene Freiheiten im Privatleben, weniger Selbstbestimmung im Berufsleben – Private Treffen, Restaurantbesuche, und gemeinsame Ferien lassen die gefühlte Selbstbestimmung im Privatleben steigen. Demgegenüber fühlen sich nur noch 42% der Berufstätigen aktuell im Beruf selbstbestimmt (-4%Pkt.). Offenbar haben die Erfahrungen während des Lockdowns die Erwartungen in Bezug auf flexible Arbeitsmodelle geweckt: einige möchten wieder zurück an den Arbeitsplatz, andere wiederum möchten eine gute Mischung zwischen Homeoffice und Bürozeiten oder sogar gänzlich von zu Hause aus zu arbeiten.

Aufbruchsstimmung in Ballungsräumen– Am stärksten gestiegen ist die wahrgenommene Selbstbestimmung in Ballungsräumen (60%, +5%Pkt.); auf dem Land hingegen ist sie gesunken (64%, -4%Pkt.).

Optimismus leidet unter Pandemie – Nur noch 31% der Österreicherinnen und Österreicher (48% in 2020) blicken vorbehaltlos optimistisch in die Zukunft. Die Anzahl der Menschen, die sich oft gestresst und unter Druck fühlen hat sich mehr als verdoppelt (29% vs. 12%). Damit sinkt auch die finanzielle Zuversicht: Nur noch 46% sehen ihre finanzielle Situation zum Zeitpunkt der Pensionierung positiv (vs. 65% in 2020).

Frauen sind eher um ihre Finanzen besorgt – Frauen (52%) haben deutlich häufiger Angst davor, nicht genügend Geld für ein selbstbestimmtes Leben zu haben als Männer (44%). Zudem sind Frauen seltener der Meinung, dass ihre Vorsorge im Alter ein selbstbestimmtes Leben erlaubt (31% vs. 36%) und dass der Ruhestand bereits gut geplant sei (30% vs. 39%). Zudem sind Frauen in Bezug auf ihre Pensionierung pessimistischer als Männer. So erwarten aktuell 38% der Frauen, zum Zeitpunkt der Pensionierung finanziell schlechter dazustehen als heute (Männer 27%).

Finanzwissen fördert Unabhängigkeit – Menschen, die ihre Finanzen geplant haben und über ein fundiertes Finanzwissen verfügen, fühlen sich deutlich selbstbestimmter als auch mit dem Leben zufriedener als solche ohne einen entsprechenden Plan oder Wissen. 73% mit guten Finanzkenntnissen und 77% mit einer entsprechenden Planung fühlen sich selbstbestimmt, ohne diese Kenntnisse sind es nur 59% Prozent (44%). Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Möglichkeit zu sparen.

Teilzeitarbeit erschwert die Vorsorge – Das Arbeitspensum hat Auswirkungen auf die finanzielle Situation und die Altersvorsorge: Teilzeitbeschäftigte (36%) in Österreich haben seltener das Gefühl, dass ihr Haushalt finanziell gut abgesichert ist (Vollzeit 40%) und dass ihre staatliche wie auch private Vorsorge es ihnen ermöglicht im Alter ein selbstbestimmtes Leben zu führen (27% vs. 32%).

Selbstbestimmung heißt immer eine Wahl zu haben – die drei wichtigsten Aspekte für ein selbstbestimmtes Leben sind selbst entscheiden zu können (55%), nicht eingeschränkt zu bleiben (36%) und finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen (35%). Die größten Ängste der Österreicherinnen und Österreicher sind schwere Erkrankungen (66%), pflegebedürftig zu sein (63%) und nicht mehr selbst entscheiden zu können (58%). Bei Frauen ist die Angst, nicht genügend Geld zu haben deutlich ausgeprägter als bei Männern (52% vs. 44%).

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07.06.2021

Corona: 25 Prozent weniger Schmuggel-Zigaretten; Tabaksteuer-Plus von 22 Prozent

Corona: 25 Prozent weniger Schmuggel-Zigaretten; Tabaksteuer-Plus von 22 Prozent Corona: 25 Prozent weniger Schmuggel-Zigaretten; Tabaksteuer-Plus von 22 Prozent

Österreichs Zöllnerinnen und Zöllner beschlagnahmten im 1. Quartal 2021 411.870 Stück Zigaretten in 292 Fällen. Damit verringerte sich die Zahl der Aufgriffe illegaler Schmuggelzigaretten im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres um 25,5 Prozent.

Im Gesamtzeitraum des Jahres 2020 wurden insgesamt 2,89 Millionen Stück Schmuggel-Zigaretten sichergestellt. Zusätzlich zu den Zigaretten wurden in zwei illegalen Zigarettenfabriken 15,4 Tonnen Rauchtabak beschlagnahmt. Allein aus dem 2020 aufgegriffenen Tabak hätten rund 15 Millionen Zigaretten hergestellt werden können.

1. Lockdown 2020 in Zahlen manifestiert

Insgesamt lassen sich insbesondere aus dem Vergleich des 1. und 2. Quartals 2020 die Auswirkungen der COVID 19-Pandemie und der daraus resultierenden Maßnahmen deutlich ablesen. Wurden im 1. Quartal des Vorjahres rund 433 Millionen Euro an Tabaksteuer eingenommen, waren es im 2. Quartal 2020 mit einem Plus von 17,41 Prozent rund 508 Millionen Euro. Die Aufgriffe gingen in diesem Zeitraum um rund 91 Prozent zurück. Die Zahl der beschlagnahmten Zigaretten sank um 98 Prozent von rund 1,89 Millionen Stück Zigaretten im ersten Quartal 2020 auf rund 33.000 Stück im 2. Quartal des vorigen Jahres. Die Zahl der Aufgriffe hat sich im 3. und 4. Quartal 2020 wieder auf das Niveau von vor dem 1. Lockdown eingependelt. Insgesamt konnte das Vorjahr mit 995 Zigarettenaufgriffen nicht an 2019 mit 2.062 Aufgriffen anknüpfen.

Die Reisebeschränkungen zur Eindämmung der COVID 19- Pandemie und die während des Lockdowns geöffneten Trafiken waren wesentliche Faktoren für den drastischen Rückgang des Zigarettenschmuggels und Absatzanstiegs legaler Tabakwaren.

In den Zahlen schlägt sich zusätzlich auch die Erhöhung der Tabaksteuer mit 1. Oktober 2020 nieder. Im 1. Quartal 2021 stiegen die Einnahmen aus der Tabaksteuer gegenüber dem Vorjahresquartal um 21,9 Prozent auf rund 528 Millionen Euro. Das sind 26,54 Prozent des Vorjahresaufkommens von knapp 2 Milliarden Euro.

Ermittlungen im Bereich des Zigarettenschmuggels auf nationaler und internationaler Ebene bilden einen Schwerpunkt der bundesweit tätigen Zollfahndungsteams. „Die Pandemie schlägt sich in der Tabakschmuggel-Statistik nieder“, so Finanzminister Gernot Blümel. Blümel weiter: „Auch während der Corona-Pandemie bleibt der österreichische Zoll hoch engagiert im Kampf gegen Schmuggel und für die Stärkung der heimischen Wirtschaft. Dass Steuerbetrug an der Republik Österreich unterbunden wird, kommt im Sinne der Steuergerechtigkeit jeder redlichen Steuerzahlerin und jedem Steuerzahler zu Gute.“

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13.08.2021

Vorsicht bei bitteren Zucchini und Kürbissen

Vorsicht bei bitteren Zucchini und Kürbissen Vorsicht bei bitteren Zucchini und Kürbissen

Nach einigen Vergiftungsfällen in Bayern warnt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vor dem Verzehr bitterer Zucchini und Kürbisse. Vermutlich bedingt durch große Trockenheit scheint es in diesem Jahr vermehrt zur Bildung darmschädigender Bitterstoffe, der so genannten Cucurbitacine, in Zucchini und Kürbis aus privatem Anbau zu kommen.

Diese Bitterstoffe können starke Magen-und Darmverstimmungen mit Erbrechen und Durchfall verursachen. In sehr seltenen Fällen können sie zu einer Lebensmittelvergiftung mit tödlichem Ausgang führen. KonsumentInnen sollen daher auf den Verzehr bitter schmeckender Kürbisse oder Zucchini verzichten, unabhängig davon, ob roh oder gekocht.

Mit einer kleinen rohen Kostprobe kann jeder ganz einfach und schnell herausfinden, ob Zucchini oder Kürbis bitter schmecken. Unbedenklich ist neutraler oder süßlicher Geschmack.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn in privaten Gärten Speise- und Zierkürbisse, die einen hohen Gehalt an Bitterstoffen haben, dicht an dicht wachsen: Es kann zu Kreuzungen kommen, die Samen können dann im Folgejahr Pflanzen mit erhöhtem Bitterstoffgehalt hervorbringen.

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) sind weltweit heimisch und vielfältig nutzbar. Im Laufe der Jahrtausende wählte der Mensch aus den bitteren Wildpflanzen die weniger bitteren Sorten aus und vermehrte sie. Zu der Pflanzenfamilie zählen unter anderem die Gurke, der Gartenkürbis, die Zucchini sowie die Honigmelone und die Wassermelone.

Nicht jeder Kürbis ist aber genießbar. Zierkürbisse enthalten den Bitterstoff Cucurbitacin. Dieser kann starke Magen-und Darmverstimmungen mit Erbrechen und Durchfall verursachen. Dieses Pflanzengift kann aber auch in sehr seltenen Fällen zu einer Lebensmittelvergiftung führen mit tödlichem Ausgang. Cucurbitacine sind Bitterstoffe, die hauptsächlich in der Familie der Kürbisgewächse und Braunwurzgewächse (z. B. Spitzwegerich) vorkommen. Chemisch gesehen gehört Cucurbitacin zu der Gruppe der tetrazyklischen Terpenoide, wobei es 40 verschiedene Cucurbitacine gibt, die natürlich vorkommen.

Diese Bitterstoffe schützen die Pflanze vor Insektenfraß und wirken gleichzeitig antagonistisch gegenüber Steroidhormonen von Insekten und hemmen so deren Entwicklung. In der Forschung werden gegenwärtig vor allem die Cucurbitacine B, D, E I und Q hinsichtlich ihrer antikanzerogenen Wirkung untersucht.

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28.01.2022

Warum das ultra-superschnelle Internet wieder einmal Schneckentempo hat?

Homeoffice – der Downloadbalken bewegt sich keinen Millimeter, der Video-Call ruckelt – wer dabei mobiles Internet nutzt, hat nicht die stabilen Bandbreiten des Festnetz-Internet, auch wenn die Werbung gerne ultraschnelles mobiles Internet verspricht. Eine AK Analyse bei A1, Magenta und Drei zeigt: Ob mobiles Internet bei einer ausgelasteten Funkzelle flutscht, entscheiden die Anbieter und auch der Zufall, mit wem man sich die Funkzelle teilt – da kann schon mal jemand mit einem superschnellen Internetversprechen ein nicht viel schnelleres Internet haben als einer mit einem günstigeren Wertkartentarif.

Bei Homeoffice und/oder Homeschooling setzen Haushalte in Corona-Zeiten auch vermehrt auf mobile Verbindungen. Eine starke Nachfrage kann – wie im Straßenverkehr – zu Staus in einzelnen Funkzellen führen. Die Folge: statt ultra-superschnell stockt oder ruckelt es. AK Expertin Daniela Zimmer: Konsument:innen wissen vielleicht über die maximale Bandbreite ihres Tarifs Bescheid, über ihre sogenannte Nutzungsklasse oft nicht. Die spielt aber bei Staus eine Rolle. Sie rät: „Achten Sie vor Vertragsabschluss auf die Anbieterinfos, wie Ihr Anschluss bei Engpässen im Vergleich zu anderen Nutzer:innen behandelt wird.“

Die AK Analyse zeigt: Die Mobilfunkanbieter entscheiden bei Engpässen, wie sie die Bandbreiten auf ihre Nutzer:innen verteilen. Um Staus möglichst zu vermeiden, regeln sie, wer in der Funkzelle mit welchem (verringerten) Tempo Vorfahrt hat. Die gesamte Bandbreite wird nicht gleichmäßig unter allen Kund:innen aufgeteilt. Grundsätzlich kommen Kund:innen mit höheren Bandbreitenversprechen und höheren Grundentgelten in eine bessere Nutzungsklasse. Innerhalb einer Nutzungsklasse werden Kund:innen proportional gekürzt. Die Anbieter gehen sehr unterschiedlich vor – so kompliziert ist es:

A1 unterteilt in zwölf Nutzer:innenkategorien bis zum Verhältnis 1:33. Die letzte Kategorie wird 33-mal stärker gekürzt als die erste. Vor allem die Höhe des Grundentgelts und „Nutzungscharakteristiken“ entscheiden, welcher Tarif in welcher Kategorie landet. Smartphonetarife mit bis zu rund 60 Euro monatlich und Wertkartenhandytarife finden sich meist in der Nutzungsklasse 6 (von 12). Wer mehr monatlich zahlt, wird priorisiert. Ungünstig ist es für mobile Internettarife im stationären Gebrauch – sie haben mit den Klassen 7 bis 10 im Staufall Nachrang.

Magenta differenziert in Nutzer:innen des 4G und 5G Netzes. Bei 4G gibt es elf Gruppen bis zum Verhältnis 1:20. Im 5G-Netz wird nur zwischen mobiler (Smartphonetarife) und stationärer (mobile Internettarife) Verwendungsgruppe im Verhältnis von 1:5 unterschieden. Wertkartentarife im 4 G-Netz werden mobil wie stationär stark priorisiert.

Drei hat zwei Nutzer:innenklassen: mobil (Smartphonetarife) und stationär (mobiles Internet). Mobil-Nutzer:innen werden um den Faktor 2 gegenüber jenen mit Festnetz-Ersatzprodukten bevorzugt. Stationäre Tarife dürften in der Regel weniger benachteiligt sein als bei den beiden anderen Anbietern.

Wie ist’s im Alltag – ein Beispiel: Kunde A mit 50 Mbit/s und B mit 30 Mbit/s erreichen in einer Zelle mit 100 Mbit/s maximal verfügbarer Bandbreite ihre Maximalgeschwindigkeit. Kommt Kunde C mit 30 Mbit/s noch dazu, greift der Anbieter ein: Kunde A surft etwa mit 50 Mbit weiter, B und C aber nur mit 28 bzw. 22 Mbit/s. Anbieter haben es also in der Hand, wen sie wie sehr im Staufall bremsen. Zimmer: „Bei dichter Drängelei im Netz können die Bremsen zu spüren sein. Prognosen sind schwierig, denn neben der maximalen geschätzten Bandbreite und der Vorrangklasse kommt es auch auf den Zufall an, mit wem ich mir gerade die Funkzelle teile. Kurzum: Auch ein teurer Tarif mit hohem Bandbreitenversprechen kann stärker gebremst werden als ein günstiger Wertkartentarif.“

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28.01.2022

Salzgehalt in Lebensmitteln – zuweilen unerwartet hoch

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine tägliche Salz­aufnahme von maximal fünf Gramm. Diese Menge entspricht ungefähr einem gestri­chenen Teelöffel voll. Die zuständigen Behörden für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gehen übereinstimmend davon aus, dass der tägliche Konsum bei den meisten Europäern mit ca. 8-11 Gramm weit über dem empfohlenen Niveau liegt. „In der täglichen Ernährung nehmen wir viel Salz über Brot und Gebäck, Käse sowie verarbeitete Fleischwaren wie Schinken und Wurst auf“, so VKI-Ernährungswissenschafterin Teresa Bauer. „Zusätzlich wird Salz aber auch vielen Nahrungsmitteln zugesetzt, bei denen wir es nicht unbedingt vermuten – etwa Cornflakes, Säften oder Süßigkeiten. Da addieren sich im Laufe des Tages auch kleinere Mengen in einer nicht zu vernachlässigenden Größenordnung.“

In der VKI-Stichprobe lag beispielsweise der Salzgehalt eines Tomatensaftes bei 0,7 g pro 100 ml, der von getrockneten Tomaten sogar bei 13,7 g pro 100 g. Frische Tomaten dagegen enthalten nur 0,008 g Salz pro 100g.

Zwei Gläser Tomatensaft entsprechen also ungefähr der empfohlenen Tageshöchstmenge an Salz und eine halbe Packung getrockneter Tomaten (50 g) liegt bereits deutlich darüber.

Dass Fertiggerichte aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nicht zu den wertvollsten Lebensmitteln zählen ist mittlerweile bekannt. Daher verwundert es auch nicht, dass die in der Stichprobe erhobene Grießnockerl‑Fertigsuppe bei einem Packungsinhalt von nur 62 g (3 Portionen/Teller) bereits 9,9 g Salz enthält. Das ergibt zwei Drittel der empfohlenen Tagesmenge an Salz pro Teller Suppe. Für Konsumentinnen und Konsumenten dagegen eher unerwartet sind womöglich die immerhin 3 g Salz der Butterkeks-Packung (1,5 g pro 100 g) sowie die 8,4 g Salz in der 600 g-Tiefkühlpackung des Rotkrauts (1,4 g pro 100 g).

„Auch wenn der Salzgehalt auf den ersten Blick nicht immer ungewöhnlich hoch zu sein scheint, lässt sich doch erkennen, wie leicht die empfohlene maximale Salzmenge von fünf Gramm im Laufe eines Tages erreicht bzw. überschrit­ten werden kann“, resümiert Teresa Bauer. Die Ernährungswissenschafterin rät, beim Einkauf auf die Kennzeichnung zu achten und Nährwerttabellen zu vergleichen sowie möglichst auf Fertiggerichte zu verzichten. Doch auch wer öfter beim Frühstück oder Abendessen anstelle von Brot, Wurst und Käse zu Müsli, Joghurt, frischem Obst, Frischkäse oder selbstgemachten Aufstrichen greift, kann den Salzkonsum deutlich reduzieren.

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19.01.2022

T-Mobile muss erneut Strafe zahlen – 60.000 Euro laut aktuellem Beschluss

T-Mobile muss erneut Strafe zahlen – 60.000 Euro laut aktuellem Beschluss T-Mobile muss erneut Strafe zahlen – 60.000 Euro laut aktuellem Beschluss

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hatte im Auftrag des Sozialministeriums die T-Mobile Austria GmbH, zu der unter anderem die Marke Magenta gehört, wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens geklagt. Das Oberlandesgericht (OLG) Wien gab der Klage des VKI rechtskräftig statt. In der Folge verstieß das Unternehmen aber mehrmals gegen das Urteil, weshalb der VKI bereits zwei Exekutionsanträge einbrachte. Nach einem aktuellen Beschluss des Bezirksgerichts Innere Stadt Wien muss T-Mobile nun 60.000 Euro Strafe zahlen. Der Exekutionsbeschluss ist noch nicht rechtskräftig.

Im Anlassfall bewarb T-Mobile Glasfaser-Internet groß mit „gratis bis Jahresende“. In einem TV-Werbespot war mit einem Sternchenhinweis 2 Sekunden lang ein umfangreicher Text in einer Fußzeile eingeblendet, der unter anderem auf die Servicepauschale, ein Aktivierungsentgelt und die Mindestvertragsdauer hinwies. Eine ähnliche Fußzeile auf Werbeplakaten war ebenfalls – bei typischerweise flüchtiger Betrachtung aus größerer Entfernung – kaum lesbar.

Das OLG Wien beurteilte dies Anfang 2021 als irreführende Geschäftspraktik. Ein Werbeadressat verstehe die blickfangartig hervorgehobene Mitteilung „gratis bis Jahresende“ nämlich dahingehend, dass in diesem Zeitraum gar keine Kosten anfallen. Nach diesem rechtskräftigen Urteil des OLG Wien hat es T-Mobile zu unterlassen, Produkte mit einem hervorgehobenen, zeitbezogenen Preis – insbesondere als „gratis“ für einen bestimmten Zeitraum – zu bewerben, ohne auf sonstige belastende Bedingungen und Preisbestandteile ausreichend deutlich hinzuweisen. Dazu zählen im Besonderen eine bestehende Servicepauschale, eine Aktivierungsgebühr, die Mindestbindungsdauer sowie der Umstand, dass sich der hervorgehobene, zeitbezogene Preis ab einem bestimmten Zeitpunkt erhöht.

Im Juni 2021 brachte der VKI einen Exekutionsantrag gegen T-Mobile wegen mehrerer Verstöße gegen dieses Urteil ein. Das erstinstanzliche Gericht verhängte eine Strafe von 10.000 Euro. Nach Einlegung eines Rechtsmittels von Seiten des VKI wurde diese Strafe auf 30.000 Euro angehoben. Die Verstöße gegen das Urteil hörten damit jedoch nicht auf. So bewarb T-Mobile unter anderem auf Twitter und in der ORF-TVthek ein Highspeed-Internet mit „Jetzt 4 Monate Grundgebühr GRATIS*“, ohne ausreichend auf die Servicepauschale, die Mindestvertragsdauer oder die ab dem fünften Monat anfallenden Kosten in Höhe von zumindest 40 Euro pro Monat hinzuweisen. Im Dezember 2021 brachte der VKI daher erneut einen Exekutionsantrag gegen T-Mobile ein. Daraufhin wurde jetzt eine Strafe von 60.000 Euro vom Erstgericht festgesetzt.

„Die österreichische Exekutionsordnung sieht eine Höchststrafe von 100.000 Euro pro Exekutionsantrag vor. Die Strafe nach unserem ersten Exekutionsantrag war für T-Mobile offensichtlich nicht hoch genug angesetzt, um die Verstöße gegen das Urteil einzustellen. Sollte sich T-Mobile weiterhin nicht an die gerichtliche Entscheidung halten, werden weitere Exekutionsanträge folgen“, zieht Dr. Beate Gelbmann, Leiterin der Abteilung Klagen im VKI eine vorläufige Zwischenbilanz.

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08.09.2021

Sind Unterstützer des Bundesheeres rechtsextrem?

Die "Plattform Wehrhaftes Österreich" ist der Zusammenschluss der größten wehrpolitischen Vereinigungen Österreichs und versteht sich mit 250.000 Mitgliedern als "größte Lobby für das Bundesheer". Die "Plattform Wehrhaftes Österreich" ist der Zusammenschluss der größten wehrpolitischen Vereinigungen Österreichs und versteht sich mit 250.000 Mitgliedern als "größte Lobby für das Bundesheer".

Laut Artikel des "Standard" vom 03.09.2021 fordern die Grünen eine Untersuchung aller wehrpolitischen Vereine des Bundesheers in Hinblick auf „rechtsextreme Tendenzen“.

Die "Plattform Wehrhaftes Österreich" ist der Zusammenschluss der größten wehrpolitischen Vereinigungen Österreichs und versteht sich mit 250.000 Mitgliedern als "größte Lobby für das Bundesheer". Der Dachverband ist parteipolitisch unabhängig und setzt sich für die Einhaltung der Bundesverfassung (Umfassende Landesverteidigung, Wehrpflicht, Milizsystem) ein.

Zu den Vorwürfen der Grünen verweist der Dachverband auf das Urteil des Landesgerichts für Strafsachen Wien (113 Hv 127/12t) vom 26.02.2013 und das Urteil des Oberlandesgerichts Wien (18 Bs 273/20h) vom 04.03.2021, in denen sehr ähnliche Vorwürfe gegen Funktionäre eines Vereins bereits gerichtlich geprüft und rechtskräftig widerlegt wurden.

Im Wortlaut: "Der Vorwurf, eine rechtsextreme Gesinnung zu vertreten, erfülle den Tatbestand des § 111 Abs 1 StGB und demzufolge auch jenen des § 6 Abs 1 MedienG. Da der von der Antragsgegnerin eingewendete Ausschlussgrund der Wahrheit nach § 6 Abs 2 Z 2 lit a MedienG nicht vorliege, bestehe der Anspruch der Antragsteller zu Recht."

Die zu Unrecht attackierten Vertreter eines Mitgliedsvereins erhielten vom Gericht wegen übler Nachrede mehrere tausend Euro Entschädigung zugesprochen.

Die "Plattform Wehrhaftes Österreich" weist daher die widerlegten, rufschädigenden aber gebetsmühlenartig wiederholten Unterstellungen zurück und betont, dass sich alle Mitgliedsvereine des Dachverbands ausdrücklich zur Bundesverfassung bekennen.

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03.05.2022

Trotz Rekordgewinnen erhöht Verbund Gas- und Strompreise massiv

Vor allem die Preiserhöhung bei Strom stößt auf völliges Unverständnis bei der Arbeiterkammer – wirbt der Verbund doch seit Jahren mit 100 Prozent Strom aus heimischer Wasserkraft. Vor allem die Preiserhöhung bei Strom stößt auf völliges Unverständnis bei der Arbeiterkammer – wirbt der Verbund doch seit Jahren mit 100 Prozent Strom aus heimischer Wasserkraft.

Der Verbund hat mit 1. Mai die Preise für Strom je nach Vertrag um 21 Euro pro Monat und mehr erhöht. Bei Gas beträgt die monatliche Erhöhung sogar 75 Euro. Vor allem die Preiserhöhung bei Strom stößt auf völliges Unverständnis bei der Arbeiterkammer – wirbt der Verbund doch seit Jahren mit 100 Prozent Strom aus heimischer Wasserkraft.

Diese massive Preiserhöhung ist dadurch entstanden, dass der Verbund die verrechneten Energiepreise an einen Index koppelt. „Dieses Vorgehen ist unverantwortlich. Das ist eine rein virtuelle Kostensteigerung, die nur durch diese Lieferbedingungen entsteht, der aber keine gleichwertige Steigerung der Erzeugungskosten für Strom gegenübersteht“, betont AK Energieexpertin Christina Brichta-Hartmann. Den Verbund kostet die Erzeugung einer Kilowattstunde Strom aus Wasserkraft nicht plötzlich so viel mehr. Aus Sicht der AK ist es daher hochproblematisch, dass sich der Verbund hinter dem Markt und dem Aktienrecht versteckt und auf diese Weise enorme Gewinne einfährt“.

So stieg der Gewinn des Verbundes im Vorjahr um über 38 Prozent auf 874 Mio. Euro, für 2022 wird ein Gewinn von bis zu zwei Mrd. Euro erwartet. Damit erhöhen sich auch die Dividenden für Aktionär:innen kräftig. Diese Rekorddividenden könnten sich heuer gegenüber dem Vorjahr sogar noch verdoppeln.

Der Verbund, der überwiegend im Eigentum der öffentlichen Hand und anderer Energieversorger ist, soll endlich Verantwortung übernehmen und den indexgetriebenen Preiserhöhungsautomatismus in seinen Lieferbedingungen abstellen. Neue gesetzlichen Regelungen im Energierecht machen das möglich.

„Das Verhalten des Verbunds zeigt lehrbuchhaft, warum Übergewinne (Wind-fall-profits) abgeschöpft werden müssen“, so Brichta-Hartmann. „Denn hier werden gewaltige ungerechtfertigte Gewinne auf Kosten der Strom- und Gaskund:innen erwirtschaftet.“ Sollte der Verbund seiner Verantwortung gegenüber seinen Kund:innen nicht nachkommen, müsse die Politik eingreifen und den Übergewinn durch eine Sondersteuer abschöpfen und an die Energiekund:innen umverteilen. „Als ersten Schritt muss der Finanzminister seine Mehreinnahmen durch den Verbund an die Haushalte rückverteilen. Denn viele Menschen wissen im Moment nicht mehr, wie sie ihre Strom- und Gasrechnungen bezahlen sollen.“ Die AK hat aber nicht nur den Verbund im Visier: Auch andere Energieunternehmen profitieren von der derzeitigen Situation auf den Energie-Großhandelsmärkten und fahren aktuell Rekordgewinne ein. Gleichzeitig belastet die Teuerung die Menschen massiv. Die AK fordert, diese Gewinne der Energieanbieter dafür zu verwenden, die Teuerung für die Menschen abzufedern. „Die Umverteilung von unten nach oben muss beendet werden – und wenn es die Versorger nicht tun, dann muss es per Gesetz passieren“, fordert Brichta-Hartmann abschließend.

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12.04.2021

Google-Jobsuche in Österreich gestartet

Etwa 80 % der Jobsuchen starten in Google. Die weltweit größte Suchmaschine wartet deshalb mit einer neuen Toolinnovation auf, die schon jetzt zur weltgrößten Stellenplattform avanciert ist. Die Google-Jobsuche ist bereits in 120 Ländern verfügbar und nun auch in Österreich auf dem Markt. Das Linzer Start-up employy!GO kooperiert mit Google und unterstützt Unternehmen mit innovativen Ansätzen, „einfach, schnell und günstig“ regional die besten Mitarbeiter zu finden.

So funktioniert die neue Jobplattform von Google

Google zieht für die neue Funktion sämtliche im Netz verfügbaren Stellenausschreibungen unterschiedlichster Jobbörsen und Netzwerke heran und filtert die für den User am besten passenden Stellen heraus. Google zeigt die Ergebnisse als sogenannte Enriched Search Results vor den normalen Suchergebnissen in einer blauen Box an. BewerberInnen müssen dadurch nicht mehr verschiedene Jobportale durchforsten, es reicht eine simple Google-Suche.

Vorteile für Arbeitgeber

Vor allem für KMU ist die Google-Jobsuche eine kostengünstige Alternative zu teuren Jobinseraten und bietet den Unternehmen entscheidende Vorteile, wie eine kürzere Time-To-Hire oder eine höhere Relevanz auf Plattformen zur Bewertung von Arbeitgebern. Unternehmen können dadurch eine gute Sichtbarkeit in den Google-Job-Suchergebnissen erreichen und sich als Arbeitgeber optimal im Web präsentieren. Webexperte Hannes Gallistl, Geschäftsführer von employy!GO: "„Klassische Stellenbörsen bringen oftmals nicht mehr den gewünschten Recruiting-Erfolg. Darum haben wir gemeinsam mit Employer-Branding-Experten den gesamten Recruiting-Prozess neu gedacht. So erreichen wir nicht nur die aktiv suchenden Bewerber über die Jobsuche von Google, sondern mit gezielten Werbemaßnahmen auch latent wechselwillige Mitarbeiter im sogenannten ‚passiven Arbeitsmarkt‘.“"

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19.01.2022

In Skigebieten explodieren Preise für Eigentumswohnungen

In Skigebieten explodieren Preise für Eigentumswohnungen In Skigebieten explodieren Preise für Eigentumswohnungen

Das Bergpanorama vor der eigenen Haustür? Von den eigenen vier Wänden in Österreichs beliebten Skigebieten träumen viele Winterurlauber. ImmoScout24 hat die Preise von Eigentumswohnungen in 15 österreichischen Skigebieten analysiert. Die Entwicklung geht steil bergauf: 2021 stiegen die Preise im Vergleich zu 2020 um satte 12 Prozent, in einzelnen Regionen gab es Preissteigerungen bis zu 59 Prozent. In Kitzbühel liegt der Quadratmeterpreis mittlerweile bei knapp 14.000 Euro. Dagegen scheint das Feriendomizil am Semmering mit 2.000 Euro/m2 nahezu ein Schnäppchen. Im Österreich-Schnitt muss man 7.500 Euro pro Quadratmeter für das Feriendomizil im Schnee berappen.

Die teuren Domizile im Westen

Die Suchanfragen nach Ferienwohnungen in den österreichischen Skigebieten schnellen jedes Jahr im Jänner nach den Weihnachtsferien extrem in die Höhe. Die Sehnsucht nach dem Eigenheim in den Bergen treibt die Immobilien-Suchenden. Wer jedoch im Nobel-Skiort Kitzbühel eine Wohnung sein Eigen nennen möchte, der muss tief in die Tasche greifen. Mit durchschnittlich 13.979 Euro muss man dort aktuell pro Quadratmeter rechnen. Damit bleibt Kitzbühel das mit großem Abstand teuerste Pflaster. Hinzu kommt ein enormes Preisplus von 24 Prozent im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020. Deutlich darunter, aber immer noch auf einem hohen Niveau, bewegen sich die Eigentumspreise im Tiroler Ischgl (8.437 Euro/m2), Sölden (7.938 Euro/m2) und Schladming (7.631 Euro/m2).

Starke Preissteigerung

Am stärksten sind die Preise für Eigentumswohnungen im Vorjahr in Sölden mit einem Plus von 59 Prozent auf 7.938 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Deutlich teurer wurde der Kauf auch in den südlichen Skigebieten Katschberg (6.247 Euro/m2) mit einem Plus von 52 Prozent und Nassfeld (5.659 Euro/m2) mit einem Anstieg von 38 Prozent. Und auch im Tiroler Alpachtal (6.831 Euro/m2) haben die Eigentumspreise um 36 Prozent zugelegt. Am Semmering, dem Skigebiet der Wiener an der Grenze zwischen Niederösterreich und der Steiermark, ist Eigentum noch für vergleichsweise moderate 2.000 Euro pro Quadratmeter zu erwerben. Auch in Flachau und Kaprun liegen die Preise unter 6.000 Euro pro Quadratmeter. „Stark steigende Preise im Westen machen alternative Skigebiete attraktiver. Der Trend zum Zweitwohnsitz hat sich in der Pandemie extrem verstärkt. Deshalb gehen wir davon aus, dass ein Ende des Preisanstieges aktuell nicht in Sicht ist“, erläutert Markus Dejmek, Österreich-Chef von ImmoScout24.

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19.11.2020

Corona-Virus wird uns noch Jahre begleiten. Wie wir lernen, damit zu leben

Die Autoren Elisabeth Tschachler und Kurt Langbein Die Autoren Elisabeth Tschachler und Kurt Langbein

Nach dem 7. Dezember wird das Virus nicht verschwunden sein, und auch die Impfstoffe im nächsten Jahr werden es nicht ausrotten. Deshalb müssen wir vielmehr darüber sprechen, wie das Zusammenleben trotz des Virus in größtmöglicher Freiheit stattfinden kann. Das fordern Kurt Langbein und Elisabeth Tschachler, Autoren des vor kurzem im Molden Verlag erschienenen Buchs „Das Virus in uns“ in einem Positionspapier.

Sie plädieren dafür, auf Vertrauen und Solidarität statt auf Spaltung und Polarisation zu setzen, auf verständliche Kommunikation und Gebote anstelle von Verboten, auf Eigenverantwortung statt Bevormundung. Denn eine informierte Zivilgesellschaft kann das Leben mit dem Virus lernen, gut ausgestattete Gesundheits- und Sozialdienste können das Infektionsgeschehen eindämmen, vulnerable Gruppen schützen und die gesundheitlichen, psychischen und sozialen Folgen mindern.

Klar ist: Die Aneinanderreihung von Lockdowns ist keine nachhaltige Strategie und entspricht nicht der Logik einer modernen Zivilgesellschaft. Vielmehr gilt es, von anderen Ländern, die bisher gut durch die Krise gekommen sind, zu lernen. Japan hat mit einer modellhaften, extrem schnellen Verfolgung der Kontaktpersonen mit dem höchsten Verbreitungsrisiko nicht einmal zehn Prozent der Infektionen, die bei uns verzeichnet werden. Südkorea und Taiwan haben ausreichend Personal für das Contact-Tracing rekrutiert. Finnland hat die herbstliche Infektionswelle bisher mit äußerst geringen Infektionszahlen fast ausschließlich auf der Basis von Empfehlungen und regional fein abgestimmten Maßnahmen bestritten.

COVID-19 ist eine ernsthafte Gesundheitsgefahr. Deshalb müssen vor allem Personen mit einem erhöhten Risiko geschützt werden – etwa mit einem massiven Ausbau der Betreuungsdienste. Prävention ist bisher in der Pandemiebekämpfung zu kurz gekommen und sollte mit entsprechenden Programmen und gut aufgebauter Information ausgebaut werden.

Mit der richtigen Strategie und Planung ist es möglich, das Erkrankungs- und Sterbegeschehen durch COVID-19 erträglich zu halten, ohne dass dabei die Kollateralschäden unverhältnismäßig groß werden. Und damit zu verhindern, dass nach dem Lockdown vor dem Lockdown heißt.

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13.01.2021

Bundesjugendvertretung: Schulen müssen endlich wieder öffnen!

Die BJV kritisiert das planlose Vorgehen der Regierung und fordert, Kindern und Jugendlichen endlich Priorität einzuräumen. Die BJV kritisiert das planlose Vorgehen der Regierung und fordert, Kindern und Jugendlichen endlich Priorität einzuräumen.

Anlässlich der aktuellsten Meldungen über eine mögliche Verlängerung der Schulschließungen appelliert die Bundesjugendvertretung (BJV), den Präsenzunterricht für Schülerinnen und Schüler wieder in Betrieb zu nehmen: „Erneut droht ein Rückschlag für Österreichs Schülerinnen und Schüler. Statt mit Präventionskonzepten und niederschwelligen Teststrategien die Schuleröffnung zu ermöglichen, werden Schülerinnen und Schüler von der Bundesregierung weiter unter Druck gesetzt. Kinder und Jugendliche dürfen für das Fehlverhalten der Politik nicht büßen“, betont BJV-Vorsitzender Derai Al Nuaimi und fordert die rasche Öffnung von Schulen.

Die BJV verweist auf die aktuellste Gesundheitsstudie unter 13.000 Schülerinnen und Schülern: „Österreichweit leiden Kinder und Jugendliche an den Folgen von Distance Learning. Überforderung, Leistungsdruck und Zukunftsängste begleiten den Alltag junger Menschen, hinzu kommt der fehlende soziale Kontakt zu Mitschülerinnnen und Mitschülern sowie Freunden, worunter Kinder und Jugendliche besonders leiden“, erklärt Al Nuaimi. Obwohl die außerschulische Jugendarbeit während der Coronavirus-Pandemie ein wichtiges Auffangnetz für junge Menschen ist, darf auch diese momentan nicht stattfinden, während überfüllte Skipisten geduldet werden. Die BJV kritisiert das planlose Vorgehen der Regierung und fordert, Kindern und Jugendlichen endlich Priorität einzuräumen.

„Kinder und Jugendliche werden seit Beginn der Pandemie großteils außer Acht gelassen. Das Vorgehen im Bildungsbereich ist eine Zumutung – sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch Lehrpersonen und Eltern. Die Regierung muss nun endlich Klarheit schaffen, anstatt die Betroffenen erneut zu belasten“, so Al Nuaimi abschließend.

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