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Freitag 20.07.2018 04:51
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02.07.2018

So sieht Geheimplan für EU-Asylzentren aus

Flüchtlinge sollen nach der Rettung auf See nicht wie bisher nach Europa, sondern in Anlandezentren in Nordafrika gebracht werden. Flüchtlinge sollen nach der Rettung auf See nicht wie bisher nach Europa, sondern in Anlandezentren in Nordafrika gebracht werden.

Der Tageszeitung ÖSTERREICH wurde aus EU-Kreisen jenes Geheimdokument zugespielt, das beim Asylgipfel in Brüssel vom UN-Flüchtlingswerk (UNHCR) und der Organisation für Migration (IOM) den Staats- und Regierungschefs präsentiert wurde.

In dem mehrseitigen Dokument schlüsseln UNHCR-Chef Filippo Grandi und IOM-Generaldirektor William Swing detailliert auf, wie die sogenannten Anlandezentren, auf die sich die EU-Chefs geeinigt haben, in Zukunft aussehen werden. Die Pläne der Migrationsexperten sehen vor:

- Flüchtlinge sollen nach der Rettung auf See nicht wie bisher nach Europa, sondern in Anlandezentren in Nordafrika gebracht werden.

- Die Anlandeplattformen werden als Container- und Zeltstädte konzipiert.

- Die Anlandezentren müssen "höchsten UNHCR-Standard" haben und "Sicherheit bieten".

- Vorgesehen ist medizinische und psychologische Betreuung durch geschultes Personal.

- Sauberes Trinkwasser, Verpflegung und Kinderbetreuung müssen gewährleistet sein.

- Geplant sind Abteilungen zur biometrischen Registrierung nach UNHCR-Standard.

Nach den Plänen Österreichs sollen in den Zentren keine Asylanträge gestellt werden. Die UNHCR lehnt das ab. Tatsächlich Schutzbedürftige sollen aus diesen Camps weiterreisen dürfen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Dragan Tatic / Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres, CC BY 2.0
02.07.2018

Gegackert

Das Gackern über ungelegte Eier gehört zur Politik. Schon klar. Aber bisweilen versteht man vor lauter Gackern nicht mehr, worum es geht. Das Gackern über ungelegte Eier gehört zur Politik. Schon klar. Aber bisweilen versteht man vor lauter Gackern nicht mehr, worum es geht.

Das Gackern über ungelegte Eier gehört zur Politik. Schon klar. Aber bisweilen versteht man vor lauter Gackern nicht mehr, worum es geht. So wie bei der neuen Arbeitszeitregelung. Nüchtern betrachtet wird sich durch diese Gesetzesänderung wohl kaum etwas ändern, schon heute arbeiten einige Beschäftigte an manchen Tagen länger als zehn Stunden und in manchen Wochen mehr als 48 Stunden. Aber es ist die Ausnahme.

Und laut Gesetz wird es auch in Zukunft die Ausnahme bleiben. Und bei der Endfassung soll auch der Interpretationsspielraum eingeengt sein. Es scheint daher fast hysterisch, wenn man vom generellen 12-Stunden-Tag spricht und gegen eine 60-Stunden-Woche demonstriert. Das prophezeite Vereinssterben oder die Vervielfachung von Verkehrs- und Arbeitsunfällen durch diese Novelle wird wohl ebenfalls nicht eintreten. Und sollte es der Verfassung widersprechen muss man es reparieren – eh klar.

Aber erst dann wäre das Ei gelegt und es sollte mit dem Gackern begonnen werden.

Vorgegackert wird auch in grün. Wegen einer Stellungnahme der EU-Kommission zum Mindestsicherungsmodell glaubt der grüne Abgeordnete Kaineder, dass „die beiden wesentlichen Kürzungen bei Mehrkindfamilien und Asylberechtigten beseitigt werden müssen“, obwohl das Urteil des EuGH aussteht und nur dieser die Urteile fällt ... selbst für Gesetzestexte sollte es aber keine Vorverurteilungen geben.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Neues Volksblatt: "Gegackert" von Herbert SCHICHO
02.07.2018

Honigjahr 2018 ohne nennenswerte Waldhonigernte - Honigpreise steigen

Die Konsumenten müssen sich auf eine Erhöhung der Honigpreise einstellen. Die Konsumenten müssen sich auf eine Erhöhung der Honigpreise einstellen.

Die außergewöhnliche Witterung im Frühjahr mit einem kalten März und darauffolgenden überdurchschnittlich warmen Monaten hat auch für die Honigernte 2018 Konsequenzen: Durch die trockene und warme Witterung im Norden und Osten Österreichs im April blühte der Raps rasch ab und gab wenig Nektar. Daher konnte in weiten Gebieten kaum Rapshonig geerntet werden.

Da es heuer keine Spätfröste gab, fiel die Robinienernte meist zufriedenstellend aus. Imkerinnen und Imker berichten aber, dass es heuer schwer ist, reine Sortenhonige zu ernten, da sich aufgrund der Witterung die Blühfolge der Kulturen oft überschnitten haben.

Bemerkenswert ist auch der zeitige Blühbeginn der Sonnenblume, die in vielen Gebieten schon seit dem 20. Juni in Vollblüte steht. Sorten- und standortbedingt honigt jedoch die Sonnenblume nicht überall.

2018 wird ein daher ein kurzes Honigjahr sein. Der Vorteil ist, dass die notwendige Sommerbehandlung gegen die Varroamilbe termingerecht durchgeführt werden kann.

Kaum Waldhonig im ganzen Bundesgebiet

Außergewöhnlich ist, dass in ganz Österreich keine nennenswerte Waldhonigernte verzeichnet werden kann. Damit fehlt etwa die Hälfte der gesamten Honigernte in Österreich, da Waldhonig etwa 50% der Gesamternte ausmacht. Weil auch die letzten Jahre, mit Ausnahme des vorigen Jahres, in Summe unterdurchschnittliche Honigernten gebracht haben, sind die Honiglager weitgehend geleert. Die Konsumenten müssen sich daher auf eine Erhöhung der Honigpreise einstellen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
09.07.2018

"Flexibel ist gut"

WK-Präsident ruft zur Mäßigung im Arbeitszeitstreit auf: Was in ganz Europa normal sei, solle nicht in Österreich zum Untergang des Abendlandes hochstilisiert werden. WK-Präsident ruft zur Mäßigung im Arbeitszeitstreit auf: Was in ganz Europa normal sei, solle nicht in Österreich zum Untergang des Abendlandes hochstilisiert werden.

Eine Versachlichung der Debatte um flexiblere Arbeitszeiten und eine „Abrüstung der Sprache“ hat Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl angeregt. Viele europäische Staaten hätten heute schon beweglichere Arbeitszeitregelungen als Österreich, deshalb sei die öffentliche Diskussion hierzulande völlig übertrieben. Mandl: „Das zeigt sich wohl am besten daran, dass die ÖBB-Gewerkschafter am Montag dagegen gestreikt haben, dass ausnahmsweise zwölf Stunden gearbeitet werden kann, obwohl ausgerechnet unter dem heutigen SPÖ-Chef Kern für die ÖBB bis zu 15 Stunden Maximalarbeitszeit vereinbart worden sind.“

Faktum sei, dass sowohl der Acht-Stunden-Tag als auch die 40-Stunden-Woche als Normalarbeitszeit erhalten bleiben würden. Mandl appellierte an die Gewerkschaft, die derzeit gut ausgelasteten Betriebe nicht durch völlig unbegründete Maßnahmen wie etwa Betriebsversammlungen zu belasten und auf plumpe Drohungen für die Herbstlohnrunden zu verzichten. „Die betriebliche Realität vor allem im Mittelstand schaut völlig anders aus, da gibt es ein Miteinander von Unternehmer und Mitarbeitern. Hier helfen flexiblere Arbeitszeitregelungen, zu legalisieren, was vielerorts heute schon gelebte Praxis ist. Flexibel ist gut“, unterstrich Mandl.

Statt ausufernder Konflikte und einer künstlichen Wiederbelebung des längst überwunde-nen Klassenkampfs setzt Mandl auf eine starke Sozialpartnerschaft, die sich zu einer Zukunftspartnerschaft entwickeln müsse: „Wir sollten Lösungen für die großen Herausforderungen wie die Digitalisierung oder den Fachkräftemangel erarbeiten und in einem vernünftigen Einvernehmen die Politik dabei unterstützen, kluge Regelungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu finden. Das ist unsere Aufgabe und nicht der Stellvertreterkrieg für die politische Situation auf Bundesebene.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: WKK/fritzpress
21.03.2018

Erstes Schul-Lüftungsgerät mit PHI-Zertifikat kommt von drexel und weiss

Die Rückmeldungen sind eindeutig: Lüftungsgeräte in Schulklassen ermöglichen den Schülern, länger konzentriert zu bleiben. Die Rückmeldungen sind eindeutig: Lüftungsgeräte in Schulklassen ermöglichen den Schülern, länger konzentriert zu bleiben.

Mehr als 150 Geräte bereits installiert – Aufmerksamkeit der Schüler erhöht sich

Erstmals hat das Passivhaus-Institut ein Lüftungsgerät zertifiziert, das speziell für Schulklassen ausgelegt ist: Der Vorarlberger Haustechnik-Hersteller drexel und weiss erhielt die begehrte Auszeichnung für das aeroschool 600 bei der Internationalen Passivhaustagung im März in München. Das kompakte Schul-Lüftungsgerät arbeitet beinahe lautlos. Es lässt sich über Sensoren steuern und zentral in die Haustechnik einbinden. Seit der Präsentation vor einem Jahr hat drexel und weiss bereits mehr als 150 Geräte ausgeliefert.

Als „unabhängige Bestätigung für die hohe Effizienz unserer Geräte“ wertet der Geschäftsführer von drexel und weiss, Josias F. Gasser, das PHI-Zertifikat für das Schul-Lüftungsgerät aeroschool. Auch das Nutzerfeedback ist positiv: „Viele Lehrer berichten uns, wie sehr sich die Aufmerksamkeit der Schüler und der Komfort durch die bessere Luftqualität erhöht haben“, schildert Gasser.

Allein in zwei großen Schulen in Bayern und in der Schweiz wurden aeroschool in mehr als 100 Klassen installiert. Insgesamt hat das Unternehmen bereits mehr als 150 Geräte ausgeliefert.

Gerät überarbeitet

Der Vorarlberger Haustechnik-Hersteller drexel und weiss hatte sein Lüftungsgerät aeroschool vor einem Jahr komplett überarbeitet. Das neue aeroschool 600 liefert bis zu 850 Kubikmeter Frischluft pro Stunde. Der Energieverbrauch ist deutlich niedriger als beim Vorgängermodell.

Eine innovative Umluftabtauung hält die Anlage frostfrei. Sie ersetzt die elektrische Frostfreihaltung mit 2400 Watt Leistung. Das reduziert die elektrische Anschlussleistung und damit die Betriebskosten deutlich. Bei sehr tiefen Außentemperaturen wärmt eine elektrische Nachheizung mit 400 Watt die Zuluft im aeroschool 600.

Steuerung nach Bedarf

Regeln lässt sich das Gerät ganz nach den Bedürfnissen vor Ort. Die Geräte werden typischerweise dezentral mit einem CO2-Sensor gesteuert. Sie lassen sich aber auch vernetzen und in die Haustechnik einbinden. Dann sind alle Geräte einer Schule bequem über eine zentrale Steuerungseinheit zu bedienen.

Wie bisher arbeitet das Schul-Lüftungsgerät aeroschool 600 beinahe lautlos – für Schulen ein wesentliches Kriterium. Auch die kompakten Maße hat drexel und weiss beibehalten: So kann das Gerät gut in Möbel integriert werden. Ein Fassaden-Anschlusselement für die Wanddurchführung und ein Designelement für die Außenfassade bietet das Unternehmen als Zubehör an.

Spürbare Verbesserung für Schulklassen

Ohne Lüftung herrscht in den Schulklassen oft im wahrsten Sinn des Wortes dicke Luft. Auch wenn in den Pausen regelmäßig gelüftet wird, liegt die mittlere CO2-Konzentration meist bei 2000 bis 4000 ppm. Das ist das Doppelte bis Dreifache des empfohlenen Wertes. Die logische Folge: Die Konzentration lässt massiv nach. Selbst gesundheitsgefährdende CO2-Konzentrationen von 6700 ppm wurden in Schulklassen schon gemessen.

„Das Bewusstsein, wie wichtig eine gute Luftqualität gerade in den Schulen ist, fehlt noch bei vielen Planerinnen und Planern“, schildert Josias F. Gasser. Er ist überzeugt: „Das wird sich in den nächsten Jahren ändern.“ Die Energiewende verlange aus Effizienzgründen dichte Gebäudehüllen und damit eine hohe Qualität bei der Lüftung“, folgert der Geschäftsführer von drexel und weiss. „Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass drexel und weiss-Geräte diese hohen Ansprüche problemlos erfüllen.“

Information: www.drexel-weiss.at

Über drexel und weiss

Die drexel und weiss energieeffiziente Haustechniksysteme GmbH ist ein mittelständischer Anbieter zeitgemäßer Gebäudetechnik für energieeffiziente Gebäude. Durchdachte Systemlösungen für Heizung, Lüftung, Warmwasser und Kühlung sorgen für hohen Komfort, gesundes Raumklima und wirtschaftlichen Betrieb im Ein- und Mehrfamilienhaus, in Schulen und Gewerbebauten.

Die 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickeln und produzieren in Wolfurt (Vorarlberg/Österreich) eine breite Palette an Lüftungs- und Kompaktgeräten. Firmengründer Christof Drexel ist an der drexel und weiss energieeffiziente Haustechniksysteme GmbH beteiligt. Mehrheitseigentümer des Unternehmens ist seit 2013 die Josias Gasser Baumaterialien AG, ein Unternehmen der mittelständischen Gasser Gruppe.

Die Josias Gasser Baumaterialien AG mit Sitz in Chur (CH) ist auf nachhaltiges Bauen spezialisiert. Sie beschäftigt derzeit 116 MitarbeiterInnen.

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

drexel und weiss energieeffiziente Haustechniksysteme GmbH, Philipp Stefaner, Telefon 0043/5574/47895-0, Mail p.stefaner@drexel-weiss.at

Pzwei. Pressearbeit, Wolfgang Pendl, Telefon 0043/699/10016399, Mail wolfgang.pendl@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: Georg Alfare
08.01.2018

Feldfruchternte 2017 wegen Trockenheit und Hitze nur unterdurchschnittlich

Feldfruchternte 2017 wegen Trockenheit und Hitze nur unterdurchschnittlich Feldfruchternte 2017 wegen Trockenheit und Hitze nur unterdurchschnittlich

Die Getreideernte (inkl. Körnermais) belief sich 2017 laut Statistik Austria auf 4,86 Mio. Tonnen. Damit wurde um 15% weniger produziert als 2016 und lediglich ein unterdurchschnittliches Ergebnis erreicht (-6% zum Zehnjahresdurchschnitt). Auch die Ernte von Ölsaaten und Körnerleguminosen lag mit 433.100 Tonnen unter dem Vorjahreswert (-4%), jedoch um 9% über dem Zehnjahresmittel. Bei Hackfrüchten liegen die endgültigen Werte für Zuckerrüben zwar noch nicht vor, die Produktion wird sich aber voraussichtlich auf 3,59 Mio. Tonnen belaufen und damit um 17% unter dem Wert von 2016 und um 10% unter dem langjährigen Mittel notieren.

Hauptursache für die Ertragsrückgänge war die frühsommerliche Trockenperiode, infolge derer die durch den kalten, trockenen Winter ohnehin schon ausgedünnten Bestände mit verminderter Kornfüllung und geringeren Korngrößen reagierten. Besonders betroffen waren die Feldkulturen in Niederösterreich (v. a. Wald- und Weinviertel) und im Burgenland, während im regenreicheren Oberösterreich wesentlich höhere Erträge erzielt wurden.

Starkes Minus bei Weizenernte, Körnermais nur leicht unter Normalniveau

Die Getreideernte exkl. Körnermais belief sich auf 2,79 Mio. Tonnen und lag damit um 21% unter Vorjahresniveau und 9% unter dem langjährigen Mittel. Die Brotgetreideernte (Weizen, Roggen, Wintermenggetreide) bezifferte sich auf 1,58 Mio. Tonnen und lag damit um 27% unter dem Vorjahresniveau und 14% unter dem langjährigen Durchschnitt. Davon waren 1,44 Mio. Tonnen Weizen (-27% zu 2016) und 129.100 Tonnen Roggen (-31% zu 2016). Die Weichweizenernte (inkl. Dinkel) betrug 1,35 Mio. Tonnen (-27% zu 2016) und es wurden 91.600 Tonnen Hartweizen eingebracht (-26% zu 2016).

Die Futtergetreideproduktion (inkl. Körnermais) erbrachte 3,28 Mio. Tonnen, womit sich ein Minus von 7% gegenüber dem Vorjahreswert ergab und das Zehnjahresmittel um 2% verfehlt wurde. Körnermais (inkl. Saatmais) erzielte eine Erntemenge von 2,08 Mio. Tonnen, was um 5% unter dem Vorjahresniveau und 2% unter dem Zehnjahresmittel lag. Bei Gerste wurde mit 782.000 Tonnen eine um 9% geringere Produktion als im Vorjahr erreicht, wofür hauptsächlich Ertragsdefizite bei der Sommerkultur ausschlaggebend waren. Auch bei Triticale fiel die Ernte mit 289.100 Tonnen ertragsbedingt deutlich niedriger als 2016 aus (-10% zu 2016).

Ernteplus bei Soja durch Flächenausweitung, Ölkürbis rückläufig

Innerhalb der Körnerleguminosen und Ölsaaten erzielte die mittlerweile zur Hauptkulturart gewordene Sojabohne bei zufriedenstellendem Ertragsniveau eine Erntemenge von 193.400 Tonnen. Damit ergab sich wegen des starken Flächenanstiegs (Verdreifachung in den vergangenen zehn Jahren) ein Plus von 27% zum Vorjahr. Raps und Rübsen, vielerorts von Spätfrost in der Blüte betroffen, erbrachten hingegen nur eine Erntemenge von 116.800 Tonnen und notierten damit um 18% unter Vorjahresniveau und um 29% unter dem Zehnjahresmittel. An Sonnenblumenkernen wurden ebenfalls nur unterdurchschnittliche 51.400 Tonnen produziert (-14% zu 2016, -16% zum Zehnjahresdurchschnitt). Aufgrund des starken Flächenrückgangs fiel die Ernte von Ölkürbiskernen gegenüber dem Vorjahr auf 15.200 Tonnen zurück (-49%). Auch bei Mohn belief sich die Produktion auf lediglich 1.800 Tonnen (-27% zu 2016).

Trockenheit minderte Erträge bei Kartoffeln und Zuckerrüben

Bei Hackfrüchten führte der fehlende Niederschlag zu geringeren Knollengrößen und somit niedrigeren Erträgen, teilweise kam es auch infolge von Spätfrost zu Rückschlägen beim Pflanzenwachstum. So wird bei Zuckerrüben voraussichtlich nur eine Produktion von 2,92 Mio. Tonnen erreicht (-17% zu 2016), was 10% unter dem Normalniveau liegt. Die Kartoffelernte belief sich auf 653.400 Tonnen (-15% zu 2016) und lag damit um 6% unter dem langjährigen Mittel.

Auch die Ernte von Silo- und Grünmais blieb mit 3,70 Mio. Tonnen deutlich unter dem Vorjahreswert (-11% zu 2016).

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
07.05.2018

Missbrauch an Minderjähriger durch Priester ist keine “freiwillige Beziehung“

Aus unzähligen Fällen von sexuellem Missbrauch ist die Strategie der katholischen Kirche hinreichend bekannt: Vertuschung, und falls dies nicht mehr funktioniert: Bagatellisierung und Verweigerung von Verantwortung. Aus unzähligen Fällen von sexuellem Missbrauch ist die Strategie der katholischen Kirche hinreichend bekannt: Vertuschung, und falls dies nicht mehr funktioniert: Bagatellisierung und Verweigerung von Verantwortung.

Aus unzähligen Fällen von sexuellem Missbrauch ist die Strategie der katholischen Kirche hinreichend bekannt: Vertuschung, und falls dies nicht mehr funktioniert: Bagatellisierung und Verweigerung von Verantwortung. So geschieht es nun auch im von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt aufgedeckten Fall von Clara D., die von einem Priester geschwängert wurde. Mit 16 wurde sie laut ihren Angaben von Kaplan V. in der Klosterschule im Beichtstuhl zum Oralverkehr gezwungen und dann über längere Zeit missbraucht. Mit 17 war sie schwanger, da wurde sie – nach ihren Angaben - genötigt, die Zwillinge zur Adoption freizugeben.

Täter-Opfer Umkehr

Doch die Erzdiözese Wien, die bereits damals, 1995, in die Vertuschung involviert gewesen zu sein scheint, bezeichnet nun die Geschehnisse als "Affäre" und deutet an, das Mädchen selbst hätte den Kaplan verführt - die Handlungen seien daher auch nicht strafbar gewesen. "Wir machen uns Sorgen um tausende Kinder in kirchlichen Schulen, wenn Kardinal Schönborn nichts dabei findet, dass ein Beichtvater eine minderjährige Schülerin schwängert" so Plattform-Sprecher Sepp Rothwangl. Das als “Affäre“ zu verharmlosen, sei eine zynische Täter-Opfer Umkehrung, denn es gehe um Ausnützung eines Autoritätsverhältnisses bei einem vorbelasteten jungen Mädchen. Die damals Minderjährige hatte bereits eine Missbrauchsvorgeschichte, die im katholischen Erziehungsheim bekannt war.

Hat Schönborn Mädchen zur Adoptionsfreigabe gedrängt?

"Wenn der Kardinal jetzt ankündigt, der Frau helfen zu wollen, dann ist das eine reichlich späte Einsicht", so Rothwangl. Immerhin sei er persönlich involviert: Die damals Minderjährige sagt ja aus, dass Schönborn persönlich sie 1995 zur Adoptionsfreigabe gedrängt habe. Wenn der Kardinal weiter behauptet, der Priester hätte sich nie mehr mit „Minderjährigen“ etwas zu schulden kommen lassen, bleibt hier Raum für Spekulationen. "Zumindest hat er Clara nach ihren Angaben nochmals geschwängert, was zu einer Drillingsschwangerschaft führte. Unerträglich sei auch, dass der Mann weiterhin für die Kirche tätig sein durfte, bis heute sogar Jugendliche betreut.

Plattform lässt strafrechtliche Relevanz prüfen

Die Plattform prüft jetzt die strafrechtliche Dimension des aktuellen Falls, insbesondere auch, was die Angaben des Opfers bzgl. der erzwungenen Eizellentnahme betrifft. Die Betroffene berichtet sie und andere Schülerinnen hätten monatlich zu "schmerzhaften Untersuchungen" zu einem Gynäkologen gezwungen worden. Dieser hätte die Entnahme von Eizellen bestätigt, mit der Begründung „auch andere Frauen möchten Kinder“. Ferner wurden lt. Clara sie und andere Mädchen gezwungen, täglich Hormontabletten einzunehmen. Eine hormonelle Stimulation der Eierstöcke würde auch die absolut ungewöhnlichen zwei Mehrlingsschwangerschaften innerhalb eines Jahres bei der jungen Frau erklären (Zwillingsschwangerschaft, mit 17 Jahren mittels Kaiserschnitt entbunden, Drillingsschwangerschaft im Alter von 18 Jahren beendet).

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
07.05.2018

Nicht leicht

Leicht hat es IGGÖ-Präsident Ibrahim Olgun dieser Tage nicht, denn der Abstand zwischen den Stühlen auf denen er sitzt, scheint unüberwindlich Leicht hat es IGGÖ-Präsident Ibrahim Olgun dieser Tage nicht, denn der Abstand zwischen den Stühlen auf denen er sitzt, scheint unüberwindlich

Leicht hat es IGGÖ-Präsident Ibrahim Olgun dieser Tage nicht, denn der Abstand zwischen den Stühlen auf denen er sitzt, scheint unüberwindlich. Da ist die Verantwortung gegenüber dem offiziellen Österreich, das nun genauer wissen will, was in Moscheen und anderen Einrichtungen so abläuft. Zweitens gibt es Wünsche aus dem Ausland und gerade aus der Türkei werden diese wegen des Wahlkampfes vermutlich in den kommenden Wochen zunehmen. Und drittens kommen die Muslime in Österreich aus verschiedensten Glaubenstraditionen, die oft divergierende Ansichten haben.

Ja, er hat es nicht leicht. Aber er darf es sich auch nicht so leicht machen. Etwa wirft seine Erklärung, warum ein Imam in einer Wiener Moschee Kinder Krieg spielen ließ, mehr Fragen auf, als sie Antworten gibt: Laut Olgun hatte der Imam einfach „keine Ahnung, wie das hier ist. Dass so etwas in Österreich in einer Moschee keinen Platz hat.“

Warum und wie dieser Imam dann eine Moschee in Österreich leiten konnte, wird nicht hinterfragt. Und sein Verweis, dass solche Vorkommnisse in einer Kirche oder Synagoge weniger Aufsehen erregt hätten, ist erstens schlichtweg falsch, zweitens für den interreligiösen Dialog nicht gerade hilfreich und drittens ist die „Opferrolle“ hier nicht angebracht.

Denn wie Olgun selbst erklärte, haben den meisten Schaden an der Religion „leider unsere eigenen Muslime angerichtet“.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres CC-BY-2.0 / Quelle: Neues Volksblatt Herbert SCHICHO
08.03.2018

Symphonieorchester Vorarlberg: Heitere Grundstimmung beim Abokonzert

Der aus Venezuela stammende Domingo Hindoyan dirigiert das Symphonieorchester Vorarlberg am Osterwochenende beim Abokonzert 5. Der aus Venezuela stammende Domingo Hindoyan dirigiert das Symphonieorchester Vorarlberg am Osterwochenende beim Abokonzert 5.

Drei Wiener Klassiker stehen in Feldkirch und Bregenz auf dem Programm

Eine königliche Symphonie von Haydn, Mozarts populärstes Klavierkonzert und ein humorvoller Ludwig van Beethoven: Das fünfte Abokonzert des Symphonieorchester Vorarlberg am 1. April in Feldkirch und am 2. April in Bregenz verspricht große Musik von großen Namen. Mit Domingo Hindoyan am Pult und Ingolf Wunder als Solist am Klavier konnte das SOV wieder zwei junge, international erfolgreiche Ausnahmemusiker verpflichten.

Werke der Wiener Klassik dominieren das fünfte Abokonzert des Symphonieorchester Vorarlberg am 1. April im Montforthaus Feldkirch und am 2. April im Festspielhaus Bregenz. Auf dem Programm stehen bekannte und selten gespielte Werke von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven.

„Die beiden Konzerte am Osterwochenende sind bereits Symphonieorchester-Tradition. Selten aber war die Grundstimmung im Programm so heiter wie in diesem Jahr“, erklärt SOV-Geschäftsführer Thomas Heißbauer.

Leidenschaftlich

Domingo Hindoyan entstammt dem Musikausbildungsprogramm der bekannten venezolanischen Talenteschmiede El Sistema. Der Dirigent leitet nach einem Auftritt beim Feldkirch Festival 2011 und der Aufführung der Oper „Der Liebestrank“ 2012 bereits zum dritten Mal das Symphonieorchester Vorarlberg. „Der großartige Erfolg dieser Oper war gleichzeitig auch der Beginn einer Karriere, die Domingo Hindoyan zu vielen großen Orchestern und Opernhäusern Europas führte“, zeigt sich Thomas Heißbauer erfreut über die Rückkehr des Musikers ans SOV-Pult.

In der Saison 2013/14 wurde Hindoyan als erster Assistent von Daniel Barenboim an die Staatsoper Berlin berufen. Als leidenschaftlicher Dirigent begeistert er bei Auftritten mit dem London Philharmonic Orchestra oder dem Simon Bolivar Symphony Orchestra.

Das Programm des Abokonzert 5 scheint Domingo Hindoyan auf den Leib geschrieben. Am Beginn steht Joseph Haydns Symphonie Nr. 85. Das „königliche“ Werk zählt zu den sechs Pariser Symphonien, die der Komponist für eines der größten Orchester seiner Zeit schrieb. Ihren Beinamen „La Reine“ erhielt die Symphonie von der Habsburgerin Marie Antoinette, die an dem seinerzeit kühnen, unerwartet modernen Musikstück besonderen Gefallen fand.

Populär und erfolgreich

Auf den satten Orchesterklang von Haydns Symphonie folgt das Klavierkonzert Nr. 21 von Wolfgang Amadeus Mozart. Entstanden auf dem Höhepunkt seiner Wiener Erfolgsjahre ist das 1785 uraufgeführte C-Dur-Konzert mit seiner Heiterkeit Mozarts populärstes Klavierkonzert. In einem für seine Zeit neuartigen Zusammenspiel von Orchester und Solist erzählt Mozarts Stück von Schönheit und Lebensfreude.

Am Flügel sitzt an diesem Abend Ingolf Wunder. Der weltweit erfolgreiche Pianist aus Klagenfurt debütierte im Wiener Konzerthaus und ist Gewinner des zweiten Preises beim Internationalen Chopin-Wettbewerb 2010 in Warschau. Er steht erstmals gemeinsam mit dem SOV auf der Bühne.

Selten gespielt

Die kürzeste Symphonie aus der Feder von Ludwig van Beethoven beschließt den Konzertabend. In der selten gespielten „Achten“ nähert sich der Komponist der musikalischen Sprache seines Vorbildes Joseph Haydn stark an. Zwischen der auftrumpfenden „Siebenten“ und der monumentalen „Neunten“ zeigt sich Beethoven für einmal nicht als Kraftprotz und Titan, sondern schlägt ungewohnt leise und humorvolle Töne an.

„Verglichen mit den davor und danach entstandenen Werken ist die „Achte“ das komplette Kontrastprogramm“, begeistert sich Heißbauer für das 1814 in Wien uraufgeführte Werk.

Info: www.sov.at

Mit der Bitte um Aufnahme in den Terminkalender:

Factbox

Konzert 5

Sonntag, 1. April 2018, 19.30 Uhr, Montforthaus Feldkirch

Montag, 2. April 2018, 19.30 Uhr, Festspielhaus Bregenz

Domingo Hindoyan | Dirigent

Ingolf Wunder | Klavier

Joseph Haydn: Symphonie Nr. 85 in B-Dur, Hob.I.: 85 „La Reine“

Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert Nr. 21 C-Dur KV 467

Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 8 op 93 F-Dur

Karten:

Freier Kartenverkauf bei Bregenz Tourismus (0043/5574/4080), Feldkirch Tourismus (0043/5522/73467), in allen Vorverkaufsstellen von v-ticket (www.v-ticket.at) und allen Filialen der Volksbank Vorarlberg sowie direkt beim Symphonieorchester Vorarlberg (0043/5574/43447 | office@sov.at)

Ermäßigungen für Schüler, Studenten, Ö1 Clubmitglieder und Menschen mit Behinderung

Ticket Gretchen unter 27: 11 Euro ab 27 Stunden vor Konzertbeginn für alle unter 27 Jahren

Ticket Gretchen App: https://ticketgretchen.com/

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

Symphonieorchester Vorarlberg, Mag. Thomas Heißbauer, Telefon 0043/5574/43447,

Mail thomas.heissbauer@sov.at

Pzwei. Pressearbeit, Ariane Grabher, Telefon 0043/699/10604501, Mail ariane.grabher@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: Simon Pauly/Symphonieorchester Vorarlberg
08.02.2018

SPAR reduziert tatsächlich Zucker in Eigenmarken

 Zucker wird in SPAR-Eigenmarken tatsächlich reduziert und nicht durch Zuckeraustauschstoffe ersetzt Zucker wird in SPAR-Eigenmarken tatsächlich reduziert und nicht durch Zuckeraustauschstoffe ersetzt

„Die Rübenbauern“ haben in einer heutigen Aussendung behauptet, SPAR ersetze in seinen Produkten österreichischen Zucker durch zwei aus Sicht der Rübenbauern bedenkliche Süßstoffe. So meinen "Die Rübenbauern" folgendes: "Spar aber macht derzeit zweierlei: Einerseits ersetzt das Unternehmen in seinen Produkten österreichischen Zucker durch zwei Süßstoffe, die das Unternehmen „Spar Vital Zukka“ und „Spar Vital Birkenzucker“ nennt. Die chemischen Bezeichnungen dahinter lauten für Zukka „Erythrit“ und für Birkenzucker „Xylit“.

Laut Literatur können bei beiden Stoffen unangenehme Begleiterscheinungen auftreten, wie etwa Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall. Wie bei vielen neuen Substanzen seien die langfristigen Nebenwirkungen auf den Körper durch Erythrit noch nicht zur Gänze bekannt."

SPAR entgegnet: Zucker wird in SPAR-Eigenmarken tatsächlich reduziert und nicht durch Zuckeraustauschstoffe ersetzt.

„Denn der beste Weg für eine gesündere Ernährung ist die generelle Reduktion von Zucker“, so SPAR-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Drexel.

In mehr als 50 Eigenmarkenprodukten hat SPAR bereits Zucker reduziert. Bei rund 300 weiteren SPAR-Eigenmarkenprodukten wird an der Zuckerreduktion gearbeitet. Mindestens 1.000 Tonnen Zucker entfernt SPAR in den nächsten Jahren aus den Eigenmarkenprodukten.

Alle Maßnahmen zur Zuckerreduktion, auch die Zuckeralternativen, die SPAR im Sortiment anbietet, wie SPAR Vital Birkenzucker oder SPAR Vital Zukka (Erythrit) sind mit dem wissenschaftlichen Ärztebeirat der SPAR abgesprochen. Dem wissenschaftlichen Ärzteeirat gehören namhafte Ärzte, wie zum Beispiel Prof. Dr.med. Markus M. Metka und Prim. Univ.-Prof. Dr.med. Fritz Hoppichler und Diätologinnen an.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
17.10.2017

Lehrgang Elementare Musikpädagogik am Vorarlberger Landeskonservatorium gestartet

Seit 2017 unterrichtet Natalie Begle-Hämmerle am Vorarlberger Landeskonservatorium Elementare Musikpädagogik (EMP) Seit 2017 unterrichtet Natalie Begle-Hämmerle am Vorarlberger Landeskonservatorium Elementare Musikpädagogik (EMP)

17 Pädagogen und Pädagoginnen starteten mit viersemestrigem, berufsbegleitendem Lehrgang

Im Zweijahresrhythmus bietet das Landeskonservatorium seit 2011 den berufsbegleitenden Lehrgang Elementare Musikpädagogik an. Im September starteten die 17 Teilnehmer in den viersemestrigen Kurs. Das Vorarlberger Landeskonservatorium bietet neben diesem Lehrgang weitere Weiterbildungsstudien in der Chorleitung und der Katholischen Kirchenmusik an.

Das Vorarlberger Landeskonservatorium sieht seine Weiterbildungsstudien als Angebot zum Erhalt und zur Erweiterung des fachlichen Wissens. „Wir bieten berufsbegleitend die Möglichkeit, musikalische Fähigkeiten zu vertiefen und für die eigene berufliche Tätigkeit umzusetzen“, erklärt Direktor Jörg Maria Ortwein.

Zwei Jahre – vier Semester – zwanzig Wochenenden

„Der Lehrgang Elementare Musikpädagogik richtet sich an Lehrende, die Musik verstärkt in ihrem beruflichen Alltag einsetzen möchten“, erläutert Studienbereichskoordinatorin Birgit Gebhard.

Umfassende praktische und theoretische Kompetenzen im Bereich Elementare Musikpädagogik (EMP) werden hier in vier Semestern – 20 Wochenendmodulen – den Teilnehmenden vermittelt.

Didaktik, Bewegung, Rhythmik, Instrumentenbau sowie Musiktheater stehen unter anderem am Lehrplan. Die konkrete Arbeit an eigenen Projekten und die Ausübung in der Praxis sind ebenso gewichtige Bausteine des zweijährigen Lehrganges.

Natalie Begle-Hämmerle unterrichtet EMP

Die Elementare Musikpädagogik nimmt aber auch im Berufsstudium Instrumental- und Gesangspädagogik (IGP) eine bedeutende Rolle ein. Dort gehört die EMP zu den Wahlpflichtmodulen. Seit Anfang des Herbstsemesters unterrichtet die Vorarlbergerin Natalie Begle-Hämmerle Studenten des achtsemestrigen Bachelorstudiums am Vorarlberger Landeskonservatorium.

Begle-Hämmerle ist studierte Bewegungs- und Tanzpädagogin und Gründungsmitglied von netzwerkTanz Vorarlberg. Sie hat sich in einem mehrstufigen Auswahlverfahren gegen internationale Mitbewerber durchgesetzt. „Die Bestellung von Begle-Hämmerle als Lehrbeauftragte freut uns besonders. Sie bestätigt die internationale Wettbewerbsfähigkeit des künstlerischen Niveaus hier in Vorarlberg“, betont Direktor Ortwein.

Info: http://www.vlk.ac.at/

Factbox:

Lehrgang Elementare Musikpädagogik (EMP)

- berufsbegleitender viersemestriger Lehrgang

- richtet sich an Personen mit pädagogischer Ausbildung

- seit 2011 im Zweijahresrhythmus angeboten

Berufsstudium Instrumental- und Gesangspädagogik

- achtsemestriges Bachelorstudium

- in Kooperation mit der Musikuniversität Mozarteum Salzburg

- Abschluss: Bachelor of Arts

Natalie Begle-Hämmerle

- studierte Elementare Musik- und Bewegungspädagogik am Institut für Musik- und Tanzpädagogik an der Musikuniversität Mozarteum Salzburg

- Nachdiplomstudium Tanzkultur an der Universität Bern

- Referentin in den Bereichen Tanz, Tanzvermittlung, Rhythmik/Elementare Musik- und Bewegungspädagogik

- Tänzerin und Choreografin

- Mitbegründerin des Ensembles bewegunsmelder – companie für zeitgenössischen Tanz

- Gründungs- und Vorstandsmitglied netzwerkTanz Vorarlberg

- seit 2017 Lehrbeauftragte für EMP am Vorarlberger Landeskonservatorium

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

Vorarlberger Landeskonservatorium GmbH, Dr. Peter Schmid, Telefon 0043/676/833064740 Mail peter.schmid@vlk.ac.at

Pzwei. Pressearbeit, Mag. Ursula Fehle, Telefon 0043/650/9271694, Mail ursula.fehle@pzwei.at

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25.06.2018

Noch immer ein Tabuthema: Jede 3. Frau leidet an Blasenschwäche

Noch immer ein Tabuthema: Jede 3. Frau leidet an Blasenschwäche Noch immer ein Tabuthema: Jede 3. Frau leidet an Blasenschwäche

Jede 3. Frau ist im Laufe ihres Lebens von Blasenschwäche betroffen. Besonders Schwangerschaften und Geburten gelten als große Riskiofaktoren, denn bei 70 % der Geburten kommt es zu Folgeschäden am Beckenboden, die eine zukünftige Blasenschwäche begünstigen. Beim internationalen Urogynäkologiekongress in Wien vom 27. bis 30. Juni wird daher ein Schwerpunkt auf Blaseninkontinenz und Beckenbodenprobleme nach der Geburt und bei Älteren gesetzt.

„Jede 3. Frau leidet im Laufe ihres Lebens an einer Blasenschwäche und jede 5. Frau an einer Beckenbodenschwäche,“ so Univ.-Prof. Dr. Heinz Kölbl, Abteilungsleiter der Frauenheilkunde an der MedUni Wien und Vorsitzender des lokalen Organisationskommitees des internationalen Urogynäkologiekongresses der International Urogynecological Associatoin (IUGA). „Obwohl sich in den letzten Jahren schon einiges getan hat, ist unsere Hauptaufgabe nach wie vor die Endtabuisierung dieser beiden urogynäkologischen Probleme. Denn viele Frauen leiden aus Scham stumm vor sich hin. Das muss nicht sein, denn mittlerweile können wir in der Prävention und in der Behandlung schon viel tun, um diese Leiden zu lindern,“ betont Kölbl. Beim internationalen Urogynäkologiekongress vom 27. bis 30. Juni diskutieren daher über 1.200 Gynäkologen im Austria Center Vienna vor allem über Blaseninkontinenz und Beckenbodenproblemen nach der Geburt und bei Älteren.

Schwangerschaft und Geburt als größte Risikofaktoren

Frauen sind generell anfälliger für Blasen- und Beckenbodenschwächen. Das liegt an der Stütz- und Haltefunktion des weiblichen Beckenbodens, der durch Schwangerschaften und Geburten viel stärker beansprucht wird. Etwa 25 Prozent aller Frauen zwischen 25 und 35 Jahren leiden – zumindest vorübergehend – an Blasenschwäche als Folge von Entbindungen. „Ganz wichtig ist es daher, bereits in der Schwangerschaft vorbeugend Beckenbodengymnastik zu betreiben, während der Geburt professionell begleitet zu werden, um hier Verletzungen während des Geburtsvorganges vorzubeugen, und im Nachgang auf Rückbildungsgymnastik zu setzen,“ erklärt der Mediziner. Frauen, die besonders große Kinder auf die Welt gebracht haben, eine instrumentelle Geburt – wie etwa eine Zangengeburt – hinter sich haben oder während der Geburt eine besonders lange Austreibungsphase erlebt haben, sind besonders gefährdet, in ihrem späteren Leben eine Blasen- oder Beckenbodenschwäche zu bekommen. Rein statistisch gesehen regenerieren sich nach einer Geburt nur 30 % der weiblichen Beckenböden innerhalb von 3 Monaten vollständig, bei 70 % der Frauen bleiben Folgeschäden zurück.

Kaiserschnitt ist keine Prophylaxe

„Einige Frauen setzen daher für die Geburt lieber auf einen Kaiserschnitt, aber der ist kein profilaktisches Allheilmittel gegen Blasen- und Beckenbodenprobleme,“ warnt Kölbl, „denn auch Frauen, die keine Kinder bekommen haben, wie beispielsweise Nonnen, können im späteren Leben an einer Blasen- oder Beckenbodenschwäche leiden.“

Denn Blasenschwäche kann auch andere Ursachen haben. So sind auch Adipositas-Patientinnen, Raucherinnen und ältere Frauen einem höheren Risiko einer Blasenschwäche ausgesetzt. Im Alter führt vor allem der Hormonmangel nach den Wechseljahren und die verschlechterte Durchblutung sowie allgemeine Gewebs- und Muskelschwächen zu Blasenproblemen. So wird geschätzt, dass sogar bis zu 40 % aller Frauen über 60 Jahren an einer Blasenschwäche leiden dürften.

Gute Heilungschancen

Blasen- und Beckenbodenschwächen sind keine Leiden, die es als Frau stumm zu ertragen gilt. Physikalische Therapien – wie beispielsweise das Beckenbodentraining bei Belastungsinkontinenz – sowie medikamentöse Behandlungen und eingesetzte Prothesen für den Blasenschließmuskel können hier schon viel bewirken. Schaffen diese Therapieformen keine oder nur geringe Abhilfe, stehen auch operative Verfahren – wie minimalinvasive Operationen der Urethralbänder oder eine operative Anhebungen der Scheide – zur Verfügung. „Hier schaffen wir beispielsweise durch die Anhebung der Scheide schon in 87-90% der Fälle innerhalb von 5 Jahren eine Heilung,“ so Kölbl.

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25.06.2018

Lieber Nachbarn als Schwiegereltern: Wem die Österreicher im Urlaub ihre Wohnung anvertrauen

Wem die Österreicher im Urlaub ihre Wohnung anvertrauen Wem die Österreicher im Urlaub ihre Wohnung anvertrauen

Die Ferien beginnen bald, für tausende Österreicher geht es in den Urlaub. Doch ihre Wohnung vertrauen sie nicht jedem an: Doppelt so viele Österreicher würden während ihres Urlaubs lieber den Nachbarn als die Schwiegereltern aufpassen lassen. Das hat eine repräsentative Studie von immowelt.at, einem der führenden Immobilienportale Österreichs, ergeben. Unter allen Befragten sagen 14 Prozent, dass sie ihre Wohnung in die Hände des Nachbarn geben würden - die Schwiegereltern sind hingegen nur bei 7 Prozent erste Wahl. Auch Freunde (15 Prozent) sind den Befragten lieber als die angeheiratete Verwandtschaft.

Aufpasser Nummer 1: die Eltern

Während die Eltern des Partners wenig Vertrauen genießen, sind die eigenen hingegen erste Wahl: Die meisten Befragten (33 Prozent) würden Mutter und Vater nach dem Rechten sehen lassen. Generell vertrauen die Österreicher noch am ehesten der eigenen Verwandtschaft die Wohnungsschlüssel an: Insgesamt würden knapp zwei Drittel der Befragten jemanden aus der eigenen Familie aufpassen lassen. Neben den Eltern sind Geschwister (11 Prozent) oder andere Verwandte (13 Prozent), wie Kinder oder Enkelkinder, beliebte Aufpasser. Die Schwiegereltern schneiden am schlechtesten ab. Gleich viele Befragte (7 Prozent) würden sogar niemanden in die eigenen vier Wände lassen.

Schwiegereltern sind nicht immer unbeliebt

Lediglich 30- bis 39-Jährige haben Vertrauen in die Schwiegereltern. Nach den eigenen Eltern (48 Prozent) sind die Schwiegereltern (16 Prozent) deren zweite Wahl. Besonders auffallend: Mit zunehmendem Alter überlassen die Befragten ihre Wohnung seltener Familienmitgliedern, dafür immer häufiger den Nachbarn. Einerseits, weil sie diese schon länger kennen - andererseits, weil bei den Über-60-Jährigen weniger Verwandte am Leben und die Optionen für Aufpasser somit begrenzt sind.

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

Wem würden Sie am ehesten Ihre Wohnung/Ihr Haus anvertrauen, wenn Sie

im Urlaub sind?

- meinen Eltern: 33 Prozent

- Freunden/Bekannten: 15 Prozent

- meinem Nachbarn: 14 Prozent

- anderen Verwandten: 13 Prozent

- meinen Geschwistern: 11 Prozent

- meinen Schwiegereltern: 7 Prozent

- niemandem: 7 Prozent

- einem Hausbetreuungsdienst: 0 Prozent

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inhalt
16.07.2017

Grillunfälle - das sind die gefährlichsten Fehler der Österreicher

Die beliebtesten Grillmonate sind von Mai bis September. Dabei endet leider für manche Hobbygriller der gemütliche Grillabend mit einer Fahrt ins Krankenhaus Die beliebtesten Grillmonate sind von Mai bis September. Dabei endet leider für manche Hobbygriller der gemütliche Grillabend mit einer Fahrt ins Krankenhaus

Mit dem Grillgeruch stellt sich automatisch das Sommergefühl ein: da sind sich mehr als die Hälfte der befragten Österreicher einer aktuellen Umfrage des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) einig. Die beliebtesten Grillmonate sind von Mai bis September. Dabei endet leider für manche Hobbygriller der gemütliche Grillabend mit einer Fahrt ins Krankenhaus: Rund 500 Personen verunfallen jährlich, die meisten naturgemäß in den Sommermonaten. „Rund 80 Prozent der Verletzten müssen aufgrund von Verbrennungen und Verbrühungen (40%) und Schnittverletzungen (38%) ins Spital. Unachtsamkeit, ungeeignete Ausrüstung oder falsche Anwendung von Grillanzündern sind dabei die häufigsten Grillfehler“, sagt Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereiches Recht und Normen im KFV.

Hände und Finger werden am häufigsten verbrannt

Die häufigsten Verletzungen betreffen laut KFV-Unfalldatenbank Verbrennungen und Verbrühungen an Fingern oder Händen. Stichflammen, heißer Grillrost und heißes Öl sowie unachtsamer Gebrauch von Messern sind die häufigsten Gründe für Verletzungen. Gefolgt von Knochenbrüchen (13 Prozent) durch etwa Stolpern über Grillutensilien oder sogar über den Grill selbst.

Grillen als unterschätzte Gefahr

Bei den Sicherheitsvorkehrungen herrscht bei den Grillfans Aufholbedarf: Als beliebtes Löschmittel geben die Befragten zwar den Wasserkübel (65 Prozent) an, dennoch bereiten nur 23 Prozent aller Befragten tatsächlich einen vor oder haben Löschmittel wie Löschdecke oder Feuerlöscher bereit. Nur jeder Dritte schätzt Verletzungsgefahren beim Grillen hoch ein. „Unsere aktuelle Umfrage zeigt, dass knapp 60 Prozent von einer eher geringen bis mittelmäßigen Verletzungsgefahr beim Grillen

ausgehen. Die Gefahr beim Grillen wird demnach unterschätzt. Zwei Drittel aller Unfälle entstehen durch Unachtsamkeit oder durch fehlendes Wissen bei der Prävention“, so Kaltenegger.

„Finger weg von flüssigen Brandbeschleunigern!“

Leichtsinn und mangelnde Vorsicht im Umgang mit dem Grill ist häufig die Ursache von Bränden und Brandverletzungen, weiß Dr. Arthur Eisenbeiss, Direktor der BVS-Brandverhütungsstelle für OÖ und Sprecher der österreichischen Brandverhütungsstellen. „Glücklicherweise gehen viele Grillunfälle glimpflich aus. Trotzdem kommt es immer wieder zu weitreichenden, manchmal sogar zu lebensgefährlichen Zwischenfällen“, so Eisenbeiss. „Die Erfahrungen aus der Brandursachenermittlung zeigen, dass der Funkenflug aus Grillgeräten und die unsachgemäße Entsorgung der Grillkohle die häufigsten Brandursachen darstellen.“

Besonders hohe Lebensgefahr besteht bei Verwendung von flüssigen Brandbeschleunigern! „Wenn das Anzünden der Grillkohle besonders schnell gehen soll, folgt oftmals der Griff zur Spiritusflasche oder zum Benzinkanister. Die ‚Grillmeister’ sind dabei durchaus erfinderisch. Auch Bioethanol, Terpentin oder Petroleum kommen dabei zum Einsatz. Bei all diesen Produkten handelt es sich um flüchtige Stoffe, die innerhalb kurzer Zeit zu verdunsten beginnen und dabei hochexplosive Dämpfe bilden. Beim Anzünden kommt es dann zum explosionsartigen Abbrand, durch die Stichflamme wird nicht selten die Kleidung umstehender Personen entzündet“, erzählt Dr. Arthur Eisenbeiss.

Stichflammen und Rückzündungen

Die gefährlichsten Situationen beim Grillen entstehen fast immer durch die Verwendung von Brandbeschleunigern. Mindestens genauso gefährlich sind sogenannte Rückzündungen, die beim Nachschütten brennbarer Flüssigkeiten auf die Grillkohle auftreten können. Letzteres kann zu Stichflammen führen, die sich blitzschnell ausbreiten und dabei auch die Dämpfe des in der Flasche verbleibenden Brandbeschleunigers entzünden können. Besonders dramatisch werden diese Szenarien, wenn statt Brennspiritus Benzin zur Anwendung kommt. Die Benzindämpfe sind schwerer als die Luft und breiten sich schnell rund um den Grill am Boden aus. Durch einen Zündfunken kann es dann zu einer Explosion kommen und das Feuer entfacht rasend schnell: „Solche Situationen bedeuten höchste Lebensgefahr“, warnt der Brandschutzexperte. Viele Grillunfälle enden jedoch mit leichten Brandverletzungen oder mit kleineren Bränden, die – sofern sie rechtzeitig erkannt werden – wieder gelöscht werden können. Die Gefahren erklären sich anhand der im und am Grill entstehenden Temperaturen: unmittelbar über der Grillkohlenglut herrschen rund 700 oC. Selbst die „Außenhaut“ des Grills kann über 300 oC heiß werden und sowohl für Brandverletzungen als auch für Brände sorgen.

Anzündriegel, Trockenspiritus oder Sicherheitsbrennpaste

Wer also sorglos grillen möchte, sollte zum Anzünden der Grillkohle ausschließlich Sicherheitsbrennpasten oder feste Anzündhilfen wie z.B. Anzündriegel und Trockenspiritus verwenden, so ein Rat des Brandschutzexperten. Sicheres Grillen beginnt beim Aufstellen des Grillgeräts und endet beim Ablöschen der Grillkohle: „Der Grill selbst muss stabil bzw. standsicher sein und mit ausreichendem Abstand zu brennbaren Materialien aufgestellt werden. Nach dem Grillen sollte die Kohle gänzlich mit Wasser geflutet werden, weil sich andernfalls selbst in einem scheinbar ausgekühlten Grill ohne weiteres bis zu 72 Stunden lang noch Glutreste darin halten können“, rät Eisenbeiss.

Sicherheitstipps beim Grillen

Worauf sollte man beim Aufstellen des Grills achten?

Bereits beim „Auswintern“ den Grill auf Stabilität und festen Zusammenbau prüfen.

Der Grill sollte stabil auf einer ebenen Standfläche stehen.

Bewegen Sie den Grill nicht mehr, wenn er bereits mit glühender Kohle gefüllt ist.

Den Grill nicht in der Nähe von leicht brennbaren Materialien wie Schilfmatten, Gartenmöbel mit Sitzpolster, Zelten, Holzbauten, Holzzäunen usw. in Betrieb nehmen.

Wählen Sie einen möglichst windgeschützten Grillplatz, um Funkenflug und herumfliegende Asche zu vermeiden.

Ein Holzkohlegrill darf ausschließlich im Freien betrieben werden.

Nicht im Wald oder in Waldnähe grillen.

Lassen Sie Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Nähe eines Grills!

Wie zündet man Grillkohle richtig an?

Am besten mit Grillanzündern aus festen Stoffen. Das sind vor allem Trockenspiritus, Anzündriegel oder Zündwürfel. Weiters eignen sich Anzünd-Öle in Spezialflaschen und Grillpasten oder elektrische Grillanzünder.

Brennbare Flüssigkeiten wie Spiritus und Benzin sind zu gefährlich (Stichflamme beim Anzünden sowie explosionsartige Rückzündung beim "Nachfeuern") und dürfen keinesfalls verwendet werden!

Vorsichtsmaßnahmen beim Grillen

Immer einen Kübel Wasser oder sonstige Löschmittel (Feuerlöscher) bereithalten.

Flammenbildung durch das vom Grillgut abtropfende Fett unterbinden.

Grillvorgang ständig beaufsichtigen.

Restglut immer vollständig ablöschen bzw. fluten.

Was geschieht mit der Restglut?

Das Löschen mit Wasser ist am sichersten. Die Restglut sollte dabei unbedingt gänzlich unter Wasser gesetzt bzw. geflutet werden!

Auch die gelöschte Glut darf nur in nicht brennbare und verschließbare Behälter entsorgt werden.

Eine Entsorgung der Grillkohle auf dem Kompost sollte vermieden oder zumindest nur nach einer vollständigen Flutung durchgeführt werden.

Gefahrloses Grillen mit Gas

Der Gasschlauch sollte nach jeder Saison auf Risse und Sprödigkeit kontrolliert werden.

Überprüfen Sie die Anschlüsse mit Lecksuchspray auf ihre Dichtheit.

Verbinden Sie die Gasflasche stabil mit dem Grillwagen und verwenden Sie diese niemals liegend.

Zünden Sie den Gasgrill grundsätzlich mit geöffnetem Deckel an.

Stellen Sie bei Gasgeruch das Grillgerät sofort ab und führen Sie eine Dichtheitsprobe durch!

Flüssiggas ist schwerer als Luft – lagern Sie daher Gasflaschen in gut belüfteten Räumen und niemals unter Erdniveau (z.B. im Keller).

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28.02.2018

Urteil zu Dieselfahrverbot: Keine Auswirkungen für Österreich zu erwarten

Dieselfahrverbot: Keine Auswirkungen für Österreich zu erwarten Dieselfahrverbot: Keine Auswirkungen für Österreich zu erwarten

Nach der Entscheidung des deutschen Bundesverwaltungsgerichts, welches Dieselfahrverbote in Städten grundsätzlich für zulässig hält, gibt Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, Entwarnung: „In Österreich stehen keine Fahrverbote im Raum. Die Ausgangslage ist – bspw. in Wien – eine ganz andere als in den deutschen Städten: Laut einer aktuellen Studie des Umweltbundesamtes (UBA) wurden in Wien 2017 an allen 13 Messstellen die EU-Grenzwerte für Feinstaub erneut klar unterschritten.“ Auch die Stickoxidbelastung ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Das war auch Anlass genug für Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) vergangene Woche Fahrverbote dezidiert auszuschließen.

D: Keine modernen Diesel-Pkw betroffen

„Klar festhalten muss man zudem, dass auch in Deutschland ausschließlich ältere Dieselfahrzeuge von der aktuellen Fahrverbots-Diskussion betroffen sind“, so Kerle. Demnach müssten sich Autofahrerinnen und Autofahrer, die einen modernen Euro-6 Diesel-Pkw besitzen, auch in Deutschland keine Sorgen darüber machen, ob sie in Zukunft aus deutschen Städten ausgesperrt werden.

Kerle: „Diese Tatsache zeigt uns klar und deutlich, dass die Fortschritte der Automobilindustrie anerkannt werden. Denn die modernen Euro-6-Fahrzeuge sind sauber, effizient und entsprechen den höchsten Umweltstandards. Es gibt überhaupt keinen Anlass dazu, neue Diesel-Pkw aus den Städten zu verbannen.“ Entsprechend erfreulich sei es, dass es in Österreich eine breite Ablehnung von Fahrverboten gibt, sowohl von der Politik als auch von Seiten diverser Interessenvertretungen wie der Arbeiterkammer oder dem ÖAMTC. Positiv zu beurteilen wären hingegen Incentives, die zur Verjüngung des Fahrzeugbestandes führen. „Die österreichischen Automobilimporteure beteiligen sich gerne an sinnvollen Maßnahmen, die sowohl der Umwelt, als auch den Autofahrern und der Wirtschaft dienen, wie beispielsweise einer Verschrottungsprämie“, so Kerle abschließend.

Der Arbeitskreis der Automobilimporteure stellt eine eigens geregelte Interessenvertretung innerhalb der Industriellenvereinigung dar. Mitglieder sind die österreichischen Automobilimporteure und die Vertriebsgesellschaften der internationalen Automobilhersteller.

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01.12.2017

Greenpeace richtet offenen Brief an Landeshauptleute: Machen Sie Ihr Bundesland glyphosatfrei

„Die skandalöse Entscheidung, Glyphosat EU-weit für weitere fünf Jahre zuzulassen, darf keinesfalls einfach hingenommen werden. Machen wir Österreich jetzt glyphosatfrei - Bundesland für Bundesland“, appelliert Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit „Die skandalöse Entscheidung, Glyphosat EU-weit für weitere fünf Jahre zuzulassen, darf keinesfalls einfach hingenommen werden. Machen wir Österreich jetzt glyphosatfrei - Bundesland für Bundesland“, appelliert Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace forderte heute in einem offenen Brief die österreichischen Landeshauptleute auf, das Pflanzengift Glyphosat in ihren Bundesländern zu verbieten. Gestern war bekannt geworden, dass Kärnten ein eigens, vollständiges Glyphosat-Verbot plant. Damit wäre Kärnten die erste Region Europas, in der gar kein Glyphosat mehr eingesetzt wird. Auch die anderen Bundesländer müssten sich zu diesem Schritt entschließen, so Greenpeace. Bis kommenden Donnerstag sollen die Landeshauptleute Greenpeace bekannt geben, ob Sie ein Glyphosat-Verbot in ihrem Bundesland umsetzen werden.

„Die skandalöse Entscheidung, Glyphosat EU-weit für weitere fünf Jahre zuzulassen, darf keinesfalls einfach hingenommen werden. Machen wir Österreich jetzt glyphosatfrei - Bundesland für Bundesland“, appelliert Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit an die Landeshauptleute. Die Bundesländer Wien, Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg sollen dem Kärntner Beispiel folgen und einen Totalausstieg beschließen. „Die Länderchefs haben es in der Hand. Sie müssen nun aktiv werden und die Umwelt sowie die Gesundheit der Menschen in ihrer Region schützen“, fordert Egit. Österreichweit haben sich im Rahmen einer Greenpeace-Initiative bereits 539 Gemeinden dafür entschieden, im eigenen Wirkungsbereich auf Glyphosat zu verzichten.

Greenpeace möchte von den Landeshauptleuten bis spätestens Donnerstag, 7. Dezember, eine klare Positionierung zum Pflanzengift. „Österreich braucht kein Glyphosat. Ich fordere die Landeshauptleute auf: Treten Sie gemeinsam mit uns für eine Zukunft ohne Glyphosat ein und schenken Sie Ihren Bürgerinnen und Bürgern glyphosatfreie Weihnachten!“, so Egit.

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07.12.2017

Traditionelle Weihnachtsmatinee des Sinfonieorchesters des Landeskonservatoriums

Der deutsch-norwegische Cellist Mathias Johansen ist ein gefragter Solist und Kammermusiker. Der deutsch-norwegische Cellist Mathias Johansen ist ein gefragter Solist und Kammermusiker.

Das große Orchester spielt Werke der Zeitgenossen und Freunde Dvořák und Brahms

Bereits traditionell lädt das Sinfonieorchester des Vorarlberger Landeskonservatorium zur „Sinfonischen Weihnacht“ in seinen Festsaal. Auf dem Programm der Weihnachtsmatinee am 17. Dezember stehen das Konzert für Violoncello und Orchester von Antonin Dvořák und die Sinfonie Nr. 3 von Johannes Brahms. Benjamin Lack dirigiert das Ensemble, der Cellist Mathias Johansen tritt als Solist auf.

Das Sinfonieorchester des Vorarlberger Landeskonservatoriums hat sich in den vergangenen Jahren unter der Leitung von Benjamin Lack konsequent weiterentwickelt. Der Klangkörper präsentiert sich mit großen sinfonischen Werken, mit Alter und Neuer Musik sowie mit Musiktheaterproduktionen erfolgreich auf zahlreichen Bühnen in der Bodenseeregion. Die „Sinfonische Weihnacht“ ist eines der beiden großen Orchesterkonzerte des Jahres und ein Höhepunkt im Studienjahr. Die Berufsstudierenden können ihre Erfahrung im Orchesterspiel vertiefen.

„Unser Sinfonieorchester hat den Anspruch, sein Orchesterrepertoire auszubauen und jährlich neue qualitative Meilensteine zu setzen“, erklärt Jörg Maria Ortwein, künstlerischer Leiter des Landeskonservatoriums.

Solist und gefragter Kammermusiker

Der festliche Anlass bietet auch den Professoren die Gelegenheit, sich zu präsentieren. Solist der diesjährigen Weihnachtsmatinee ist der norwegisch-deutsche Cellist Mathias Johansen. Er lehrt seit einem Jahr in Feldkirch und zählt zu den jüngsten Professoren seiner Generation. Vor Antritt der Professur hat er in Nagoya (Japan) und Stuttgart Meisterkurse geleitet. Neben seiner solistischen Tätigkeit ist Johansen ein vielseitiger und gefragter Kammermusiker mit einem beachtlichen Spektrum an Engagements und großem Repertoire.

Dirigent Benjamin Lack leitet das 65-köpfige Ensemble bei der „Sinfonischen Weihnacht“. Er unterrichtet seit 2009 Studierende internationaler Herkunft am Landeskonservatorium in Feldkirch in den Fächern Dirigieren, Chorsingen, Ensemble/Kammermusik für Sänger sowie Chor- und Ensembleleitung. Lack ist zudem Domkapellmeister von St. Nikolaus in Feldkirch, künstlerischer Leiter des Bregenzer Festspielchores und des Kammerchores Feldkirch.

Zeitgenossen im Programm

Im zweiten Teil der Matinee spielt das Orchester die Sinfonie Nr. 3 von Johannes Brahms (1833 – 1897). Über die Entstehung des Werkes ist wenig bekannt. Brahms gilt als Geheimniskrämer, was seine Kompositionen anbelangt. Überliefert ist dagegen der begeisterte Kommentar eines Freundes, dem er einst seine dritte Sinfonie am Klavier vorgespielte: „Welch herrliche Melodien sind da zu finden! Es ist lauter Liebe und das Herz geht einem dabei auf.“

Der Zeitgenosse war kein geringerer als Antonin Dvořák, dessen Konzert für Violoncello und Orchester zu Beginn des Programms aufgeführt wird. Das Cellokonzert zählt zu den bekanntesten Werken des Komponisten. Auch von Johannes Brahms ist ein Kommentar dazu überliefert: „Warum habe ich nicht gewusst, dass man ein Cellokonzert wie dieses schreiben kann? Hätte ich es gewusst, hätte ich schon vor langer Zeit eines geschrieben!“

Info: www.vlk.ac.at

Mit der Bitte um Aufnahme in den Terminkalender!

Fact-Box:

Sinfonische Weihnacht – Sinfonieorchester des Vorarlberger Landeskonservatoriums

Sonntag, 17. Dezember 2017, 10.30 Uhr,

Festsaal des Vorarlberger Landeskonservatoriums, Feldkirch

Benjamin Lack | Dirigent

Mathias Johansen | Violoncello

Antonin Dvořák: Konzert für Violoncello h-Moll op. 104

Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90

Karten: Eintrittskarten unter www.v-ticket.at oder telefonisch unter 0043/5522/73467 und in den V-Ticket-Vorverkaufsstellen (Feldkirch-, Dornbirn-, Bregenz-Tourismus, Lindaupark, Liechtensteinische Post Vaduz) erhältlich.

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

Vorarlberger Landeskonservatorium GmbH, Dr. Peter Schmid, Telefon 0043/676/833064740,

Mail peter.schmid@vlk.ac.at

Pzwei. Pressearbeit, Ariane Grabher, Telefon 0043/699/10604501, Mail ariane.grabher@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: Mathias Johansen
03.04.2018

Nix passiert?

Ein Freispruch für eine Geisterfahrerin bedarf schon deswegen einer öffentlichen Erörterung, damit der juristische Laie - der apostrophierte Mann von der Straße also - überhaupt noch Vertrauen in die Justiz haben kann. Ein Freispruch für eine Geisterfahrerin bedarf schon deswegen einer öffentlichen Erörterung, damit der juristische Laie - der apostrophierte Mann von der Straße also - überhaupt noch Vertrauen in die Justiz haben kann.

Das einzig Gute an der Geschichte: Dieser Freispruch ist nicht rechtskräftig.

Das Bedenkliche: Erneut hat es die Justiz geschafft, ein für Otto Normalverbraucher völlig unverständliches Urteil zu fällen. Es ist wohl dem österlichen Frieden geschuldet, dass das Thema noch keine Wellen schlägt.

Also: Am Bezirksgericht St. Johann im Pongau wurde jene Frau, die im November 2017 auf der Tauernautobahn ihr Fahrzeug gewendet hatte und ein paar hundert Meter gegen die Fahrtrichtung durch die Rettungsgasse gefahren ist, vom Vorwurf der „Gefährdung der körperlichen Sicherheit“ freigesprochen. Sinngemäß meinte der Verteidiger: Seine Mandantin habe ja auch keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet.

Warum auch immer die Richterin einer solchen Argumentation folgen konnte: Bei Urteilen dieser Art kann - bei allem Respekt vor der Unabhängigkeit der Justiz - kaum zur Tagesordnung übergegangen werden. Ein Freispruch für eine Geisterfahrerin bedarf schon deswegen einer öffentlichen Erörterung, damit der juristische Laie - der apostrophierte Mann von der Straße also - überhaupt noch Vertrauen in die Justiz haben kann. Ihm nämlich fällt es schwer zu verstehen, warum eine auf Video dokumentierte Geisterfahrt nicht per se eine Gefährdung der körperlichen Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer darstellt. Das Argument „Ist ja nix passiert“ gilt für dieses Urteil sicher nicht.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: youtube / Quelle: Neues Volksblatt: "Nix passiert?" von Markus EBERT
22.02.2018

Pure Innovation: LUX ADAPT

Der Konverter LUX ADAPT misst durch eine kleine Öffnung auf der Rückseite des Panels das Umgebungslicht und regelt die Beleuchtung automatisch auf des gewünschte Niveau. Der Konverter LUX ADAPT misst durch eine kleine Öffnung auf der Rückseite des Panels das Umgebungslicht und regelt die Beleuchtung automatisch auf des gewünschte Niveau.

Der österreichische LED-Anbieter LEDON bringt – ganz nach dem Motto „keep it simple“ – eine in der Handhabung sehr einfache und effiziente Innovation auf den Markt: Der neue Konverter LUX ADAPT misst das Umgebungslicht und passt die Lichtleistung von LED-Rasterleuchten aus dem LEDON-Sortiment automatisch daran an.

Nur eine kleine Öffnung auf der Rückseite der GALILEO Rasterleuchten des österreichischen LED-Anbieters LEDON ist notwendig. Durch diese hindurch misst der Konverter LUX ADAPT das Umgebungslicht im Raum und regelt die Beleuchtung automatisch und auf das erforderliche Helligkeitsniveau.

Für Räume mit Tageslichteinstrahlung kann so eine wesentliche Stromersparnis im Vergleich zu herkömmlichen, schaltbaren LED-Rasterleuchten erzielt werden. LEDON rechnet – je nach Verbrauch, Energiekosten und Lichtverhältnissen – mit einer Amortisation der um ein Drittel höheren Investitionen nach etwa fünf Jahren, wobei die Lebensdauer der Leuchten durch geringere Temperaturen am LED-Chip wesentlich verlängert wird.

„Entscheidend und einzigartig an LUX ADAPT ist die Handhabung. Installiert wird wie bisher lediglich die Kombination aus Rasterleuchte und Konverter. Es sind weder zusätzliche Steuerleitungen oder -einheiten noch externe Sensoren erforderlich“, beschreibt LEDON-Produktmanagerin Bettina Gehrer den Vorteil der Lösung. „Die komplette Technologie wurde einfach und unsichtbar für den Anwender in die bestehende Lichtlösung integriert.“

Weitere Informationen:

https://www.ledon.at/

Factbox LEDON

Die LEDON GmbH wurde 2009 vom Vorarlberger Leuchtenhersteller Zumtobel gegründet. Seit 2012 ist das Unternehmen in Privatbesitz. LEDON entwickelt und vertreibt professionelle LED-Lichtlösungen für Gewerbe und Industrie. Darüber hinaus verfügt es über ein Sortiment an haushaltsüblichen LED-Leuchtmitteln. Zuletzt wurde im Jahr 2017 das Geschäftsfeld der autarken, solaren Außenbeleuchtung gegründet.

Das Unternehmen mit derzeit 23 Mitarbeitern hat seinen Sitz in Lustenau (Vorarlberg/Österreich). Geschäftsführer ist Reinhard Weiss. Der Vertrieb von LEDON LED-Lichtlösungen erfolgt über eigene Mitarbeiter sowie ausgewählte Vertriebspartner in zahlreichen Ländern Europas.

Rückfragehinweis für Redaktionen:

LEDON GmbH, Erik Nielsen, Tel. +43 5577 21550 - 327, Mail erik.nielsen@ledon.at

Pzwei. Pressearbeit, Werner F. Sommer, Tel. +43 699 10254817, Mail werner.sommer@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: LEDON GmbH
15.11.2017

micelab:experts III – „Klartext! Wie die Verständigung mit dem Kunden gelingt“

In Kleingruppen gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des micelab:experts III der gelingenden Verständigung mit dem Kunden auf den Grund In Kleingruppen gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des micelab:experts III der gelingenden Verständigung mit dem Kunden auf den Grund

Branchenvertreter aus der Bodenseeregion gingen Thema in Fallbeispielen auf den Grund

Bregenz/Konstanz, 15. November 2017 – Was ist wichtig für eine gute Kommunikation mit Kunden? Dieser Frage gingen 65 Veranstaltungsprofis im dritten Lernmodul der Weiterbildungsplattform micelab:bodensee nach, das von 6. bis 8. November im Bodenseeforum Konstanz stattfand. Der intensive Erfahrungsaustausch sowie live geführte Kundengespräche brachten die Erkenntnis: Persönliche Begegnung, aktives Zuhören und Offenheit sind beste Voraussetzungen.

Verständigung üben mit echten Kunden zu konkreten Veranstaltungen: Das konnten die Teilnehmer des dritten micelab:experts im Bodenseeforum Konstanz. Zwei Vertreter der Marketing Tourismus Konstanz GmbH stellten sich den Experten in simulierten Kundengesprächen. Ziel war es herauszufinden, was sie für ihre Veranstaltung brauchen, um sie gut zu beraten. „Es geht uns immer um die innere Haltung. Beim micelab:experts stellten wir die konkreten Fragen: Wie begegne ich Kunden? Wie schaffe ich eine Vertrauensbasis für eine gute Zusammenarbeit?“, erläutert Gerhard Stübe, Sprecher des Netzwerks BodenseeMeeting.

Die 65 Veranstaltungsprofis sammelten Erkenntnisse aus ihrem Alltag: Acht Storyteller berichteten in Gruppen von gelungenen oder misslungenen Veranstaltungen. Die Zuhörenden richteten den Fokus auf das Warum: „Warum ging etwas schief? Welche Versäumnisse oder Missverständnisse gab es zwischen dem Erzähler und dem Kunden? Oder: Was lief gut und führte deshalb zum Erfolg?“, erklärt Kuratorin Tina Gadow den Zugang.

Persönliche Begegnung ermöglicht Empathie

Erstes wichtiges Ergebnis, das die Interviewer in den beiden Kundengesprächen direkt umsetzen konnten: Die persönliche Begegnung ist unerlässlich, um den Kunden mit allen Sinnen wahrzunehmen. „Dies ermöglicht Empathie, wir können uns in unser Gegenüber hineinversetzen und Bedürfnisse und Wünsche, aber auch Befürchtungen und Ängste besser nachvollziehen“, fasste eine Teilnehmerin zusammen.

Mandat für Beratung

In der gemeinsamen Reflexion erkannten die Experten, wie wichtig es ist, das Einverständnis des Kunden einzuholen. Sprich: ein Mandat für Beratungsleistung zu haben. „Dies ist sozusagen die Kernfrage des micelab:bodensee: Wollen wir weiterhin ‚nur’ Dienstleister sein oder wollen wir Kunden verstärkt beraten? Und dafür wird ein Mandat benötigt“, bringt es Michael Gleich, ebenfalls Kurator und Moderator des micelab:bodensee, auf den Punkt. Die offene Frage, ob man Alternativen anbieten – also beraten – darf, eröffnet oft ein Gespräch darüber.

Aktives Zuhören

Eine gute Verständigung basiert zudem auf unvoreingenommenem, aktivem Zuhören. Durch Fragetechniken – etwa durch Paraphrasieren – fühlt sich der Gesprächspartner verstanden und hat Zeit und Muße, seine eigenen Gedanken zu reflektieren. „So ist Neues möglich, ohne dass der ‚Hausherr’ versucht, den Kunden zu beeinflussen oder durch eine Meinungsäußerung in eine andere, vielleicht ungewollte Richtung zu lenken“, macht Tina Gadow klar.

Transparent und ehrlich kommunizieren

Die Möglichkeiten des eigenen Hauses – aber auch dessen Grenzen – kennen und diese offen kommunizieren, schafft ebenso Vertrauen. Hat man außerdem alternative Lösungsvorschläge parat, trägt dies zum guten Miteinander bei. Auch die „Akupunkturpunkte“ des Kunden zu kennen ist hilfreich. Tina Gadow: „Erst, wenn wir seine Bedenken wirklich verstehen (wollen), können wir Lösungen finden.“

Nicht zuletzt sollte man auf sein Bauchgefühl hören, so ein weiteres Ergebnis. „Empathie löst Resonanz aus, auch körperliche. Bestenfalls spürt man, worum es dem Gesprächspartner geht. Dieses Gefühl dann auch auszusprechen braucht ein wenig Mut, hilft aber meistens, dem Dialog eine konstruktive Richtung zu geben“, berichtet Tina Gadow.

Das vierte micelab:experts findet von 5. bis 7. März 2018 im Milchwerk Radolfzell statt. Weitere Informationen unter www.micelab-bodensee.com.

Über micelab:bodensee

micelab:bodensee ist die erste interaktive Weiterbildungsplattform für Veranstalter im deutschsprachigen Raum. Sie wurde von den Netzwerken BodenseeMeeting und der kongress tanzt entwickelt und startete im Oktober 2016. micelab:bodensee umfasst drei Module mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Alle haben den erkundenden Charakter eines Labors.

Beim Modul micelab:explorer liegt der Fokus auf der Forschung mit Impulsgebern aus unterschiedlichen Disziplinen. Es ist als Ideenschmiede angelegt. micelab:experts und micelab:experience richten sich an die Praktiker der MICE-Branche, also an Mitarbeiter aller Gewerke in Veranstaltungshäusern, Eventagenturen, Kulturinstitutionen und Marketingverantwortliche von Wirtschaftsbetrieben. Im micelab:extract fließen die Forschungsergebnisse eines Jahres ein. Band I zum Thema „Angst und Vertrauen“ ist im Sommer 2017 erschienen. Band II ist für 2018 geplant.

Als Kuratoren zeichnen die Veranstaltungsdramaturgin Tina Gadow und der Journalist Michael Gleich vom Netzwerk der kongress tanzt verantwortlich. Das micelab:bodensee wird unterstützt durch das Interreg V-Programm Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein mit Fördermitteln der Europäischen Union und der Schweiz.

Infos unter www.micelab-bodensee.com

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

BodenseeMeeting, Urs Treuthardt, 0043/5574/43443-12, urs.treuthardt@bodensee-vorarlberg.com

Pzwei. Pressearbeit, Mag. Daniela Kaulfus, 0043/699/19259195, daniela.kaulfus@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: Michael Gleich/micelab:bodensee

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