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21.02.2020

Österreichs Sommer-Tourismus kann vom Klimawandel profitieren

Der Sommer-Tourismus kann profitieren. „Wenn es bei uns heiße und trockene Sommer gibt, werden wohl weniger Menschen in den Süden reisen Der Sommer-Tourismus kann profitieren. „Wenn es bei uns heiße und trockene Sommer gibt, werden wohl weniger Menschen in den Süden reisen

„Die Temperaturen biegen nach oben ab. Seit 20 Jahren liegen die Jahreswerte in Österreich nicht mehr unterhalb des Durchschnitts, sondern immer darüber. Wir können die Erderwärmung nicht stoppen, nur verhindern, dass das Weltklima überhaupt kippt“, sagt der Meteorologe Marcus Wadsak, Chef der ORF-Wetterredaktion. Dieser Tage diskutierte er mit Vertretern der NÖ Industriellenvereinigung und der NÖ Wirtschaftskammer über das Wetter und über den Klimawandel, über Veränderungen in den Prognosen und die Verstärkung der Wetterextreme.

Weil sich das Wetter an physikalische Gesetze hält und die Messmethoden immer bessere Informationen bieten, könne man heute schon 15-Tage-Trends voraussagen. „Die Trefferquote für drei Tage liegt jetzt bei 90 Prozent“, so Wadsak.

Vernünftig sei es, sich rechtzeitig auf den unvermeidlichen Klimawandel vorzubereiten, lautet sein Appell. In Österreich werden sich auch bei entsprechender Reduktion der CO2-Emissionen die Durchschnitts-Temperaturen sicher deutlich mehr als die globalen Werte mit 2 Grad erhöhen. Generell sei die Nord-Halbkugel der Erde stärker von der Erwärmung betroffen, weil sich dort mehr Landmasse befindet als auf der Süd-Halbkugel.

Für Österreichs Wirtschaft werde sich das wohl unterschiedlich auswirken, meint Wadsak. Der Sommer-Tourismus kann profitieren. „Wenn es bei uns heiße und trockene Sommer gibt, werden wohl weniger Menschen in den Süden reisen“, sagt er. In der Landwirtschaft werde man sich rechtzeitig um neue Sorten umsehen müssen, die hitzeresistent sind, ebenso in der Weinwirtschaft, wo schon jetzt interessante neue Rebsorten - insbesondere Rotweine - zum Einsatz kommen.

Für die Industrie sieht Wadsak durchaus Chancen, mit innovativer umweltfreundlicher Technologie gute Geschäfte zu machen. Auch der Winter-Tourismus werde nicht zum Erliegen kommen, wohl aber teurer werden (müssen). „In 30 Jahren wird die Hälfte unserer Gletscher weg sein“, prognostiziert der Meteorologe - „und auch früher Schneefall wird immer öfter ausbleiben.“ Weiße Weihnachten könnten dann für junge Menschen nur noch auf alten Fotos der Großeltern zu sehen sein.

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18.10.2018

INTERSPAR bringt kostenloses Papiersackerl für Obst und Gemüse nun österreichweit

INTERSPAR bringt kostenloses Papiersackerl für Obst und Gemüse nun österreichweit INTERSPAR bringt kostenloses Papiersackerl für Obst und Gemüse nun österreichweit

Nach dem gelungenen Test in elf Hypermärkten in Salzburg und der Steiermark wird das neue, innovative Papiersackerl nun österreichweit ausgerollt. Die umweltfreundliche und recycelbare Alternative zum altbekannten dünnen Plastiksackerl gibt es ab sofort in sämtlichen INTERSPAR-Hypermärkten. Die Papiersackerl bestehen aus transparentem, FSC-zertifiziertem Pergamentpapier und sind sogar feuchtigkeitsresistent. In sauberem Zustand sind sie über das Altpapier zu entsorgen, verschmutzt über die Bio-Tonne.

Die biologisch abbaubare Alternative

„Wir sind stolz unseren Kundinnen und Kunden mit dem Papiersackerl ab sofort eine ökologisch wertvolle Alternative zum herkömmlichen Plastiksackerl anbieten zu können. Die hohe Funktionalität konnte im Testlauf eindeutig bestätigt werden und auch die Akzeptanz bei unseren Kundinnen und Kunden ist erfreulich groß. Das Thema Plastikreduktion ist in der Bevölkerung angekommen. In Zukunft bieten wir Kunden in ganz Österreich die Möglichkeit, ein klares Signal für unsere Umwelt zu setzen“, zeigt sich INTERSPAR Österreich-Geschäftsführer Mag. Markus Kaser begeistert von der Entwicklung. Die Wahlfreiheit, ob nun zum neuen, biologisch abbaubaren Papiersackerl oder zum herkömmlichen Plastiksackerl gegriffen wird, haben die Kunden dabei nach wie vor.

Maßnahmen zur Plastik-Reduktion

SPAR und INTERSPAR tragen mit unterschiedlichsten Maßnahmen zur Reduktion von Kunststoff bei. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsagenda des Ministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus haben SPAR und INTERSPAR im vergangenen Jahr über 20 Prozent an Obst- und Gemüsesackerln eingespart. In allen Sortimentsbereichen wird auf eine ressourcenschonende Verpackung geachtet, so wurde beispielsweise die Verpackung der SPAR enjoy Sandwiches von Plastik auf Karton umgestellt mit einer Plastik-Einsparung von 22 Tonnen Kunststoff pro Jahr.

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30.01.2020

Viele Badezusätze für Kinder enthalten Azofarbstoffe und potenziell allergene Duftstoffe

Viele Badezusätze für Kinder enthalten Azofarbstoffe und potenziell allergene Duftstoffe Viele Badezusätze für Kinder enthalten Azofarbstoffe und potenziell allergene Duftstoffe

Sie sprudeln, schäumen, knistern und glitzern: Badezusätze sind beliebt bei Kindern und berüchtigt bei Eltern. Denn nach dem Badespaß steht oft der Kampf gegen hartnäckige Verfärbungen an. Farbreste sind bei Badezusätzen für Kinder jedoch nicht das Hauptproblem. Vielmehr sind es bedenkliche Substanzen, mit denen Kinder nicht in Berührung kommen sollten: So fanden die Tester des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) in 10 von 15 Produkten potenziell allergene Duftstoffe, Azofarbstoffe oder andere bedenkliche Inhaltsstoffe wie etwa Polyacrylamid. Nur fünf Produkte sind aus Sicht der Konsumentenschützer auch tatsächlich empfehlenswert. Die detaillierten Testergebnisse gibt es ab dem 30.01. im Februar-KONSUMENT und online unter www.konsument.at.

Einige Azofarbstoffe können Allergien auslösen, manche im Tierversuch auch Krebs. Dennoch waren Azofarbstoffe in sechs getesteten Produkte enthalten (in Claires, Crayola, Glibbi Slime sowie in den drei getesteten tetesept Kinder Badespaß-Produkten). „Für die Herstellung von Badezusätzen sind Azofarbstoffe kein notwendiger Bestandteil. Es ist uns daher unverständlich, warum sie dann ausgerechnet in Kinderprodukten eingesetzt werden“, kritisiert VKI-Chemikerin Birgit Schiller.

In fünf Produkten wurden zudem die Duftstoffe Eugenol, Geraniol, Limonene und Linalool gefunden. Diese Duftstoffe sind für ihr allergenes Potenzial bekannt und müssen deshalb laut EU-Kosmetikverordnung auf der Verpackung gesondert deklariert werden. In den getesteten Badezusätzen von Dresdner Essenz Dreckspatz, Kneipp naturkind und Lüttes Welt fanden sich sogar mehrere dieser Stoffe zugleich.

Das Glibbi Einhorn Glitzerbad von Simba besteht wiederum fast ausschließlich aus Polyacrylamid. Diese Substanz sorgt nicht nur dafür, dass der Boden der Badewanne mit einem gefährlich rutschigen Schleimfilm überzogen wird. Bei Produkten, die aus Polyacrylamid bestehen, kann zudem nicht ausgeschlossen werden, dass sie auch Acrylamid enthalten. Acrylamid hat sich in Tierversuchen als erbgutschädigend und krebserregend erwiesen. Darüber hinaus sollte es aufgrund seiner umweltschädigenden Wirkung nicht in Gewässer, Abwasser oder in den Boden gelangen.

„Badezusätze sind kein Produkt für den alltäglichen Gebrauch. Für Kinder unter 3 Jahren sollten sie ohnehin tabu sein“, gibt Schiller zu bedenken. „Wer nicht auf Badezusätze verzichten will, achtet am besten auf die Liste der Inhaltstoffe: Je kürzer, desto besser. Aber Achtung: Hinter dem harmlos wirkenden Begriff ,Lebensmittelfarbe‘ können sich sehr wohl auch Azofarbstoffe verbergen.“ Badezusätze lassen sich ohne großen Aufwand auch selbst herstellen. Wie, das zeigt VKI-Expertin Schiller in einem Blogbeitrag auf www.blog.vki.at/badezusaetze.

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11.02.2020

Österreicher unentschieden zu Aus für Tempo 140

 Eine mögliche Senkung der geltenden Tempolimits explizit aus Klimaschutzgründen findet mehrheitlich ebenfalls keine Zustimmung. Eine mögliche Senkung der geltenden Tempolimits explizit aus Klimaschutzgründen findet mehrheitlich ebenfalls keine Zustimmung.

Mit 1. März 2020 wird das Pilotprojekt Tempo 140, welches auf einigen Abschnitten der Westautobahn (A1) galt, eingestellt. Laut einer aktuellen repräsentativen AM.PULS-Umfrage des ÖAMTC halten sich Befürworter und Kritiker des Tempo-140-Versuches fast die Waage: 55 Prozent halten das großzügigere Tempolimit für eine gute oder sehr gute Idee, 45 Prozent für eine schlechte oder sehr schlechte Idee. Unter jüngeren Fahrern zwischen 18 und 29 Jahre war die Unterstützung für Tempo 140 mit 66 Prozent am deutlichsten, während Fahrer über 70 Jahren das schnellere Fahren zu 63 Prozent ablehnten.

Breite Akzeptanz für Tempo 100/130 auf Freilandstraßen bzw. Autobahnen

Viel weniger kontrovers ist dagegen das Meinungsbild zu den allgemeinen Tempolimits. 85 Prozent der Befragten halten Tempo 100 auf Freilandstraßen für angemessen, sieben Prozent wollen schneller, acht Prozent langsamer fahren. Ein ähnliches Bild ergibt sich für die Akzeptanz von Tempo 130 auf Autobahnen: Immerhin halten dort 64 Prozent die erlaubte Höchstgeschwindigkeit für angemessen, drei Prozent halten sie für zu hoch und 33 Prozent für zu niedrig. Die offene Frage, welche Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen erlaubt sein sollte, ergab als Wunschgeschwindigkeit 133 km/h – also kaum eine Abweichung zum derzeitig gültigen Tempolimit.

Klimaschutz-Argument findet wenig Resonanz

Eine mögliche Senkung der geltenden Tempolimits explizit aus Klimaschutzgründen findet mehrheitlich ebenfalls keine Zustimmung. So lehnen 68 Prozent eine Absenkung des Tempolimits auf Freilandstraßen aus Klimaschutzgründen auf 80 km/h ab. Eine mögliche Absenkung des allgemeinen Autobahnen-Tempolimits auf 120 km/h wird von 67 Prozent, eine mögliche Absenkung auf 100 km/h gar von 86 Prozent abgelehnt. Die wichtigsten Gründe, die gegen eine Reduktion des Tempolimits aus Sicht der Befragten sprechen: 74 Prozent erwarten davon kaum Auswirkungen auf die Umwelt, 54 Prozent fürchten, dass sie nicht mehr zügig an Lkw vorbeikommen und 53 Prozent orten eine höhere Ermüdungsgefahr durch monotones Fahren.

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11.02.2020

Wohneigentum: Viele Mieter überschätzen Probleme beim Immobilienkauf

Wer mit dem Kauf oder Bau einer Immobilie liebäugelt, sollte Befürchtungen ernst nehmen, aber sich von ihnen nicht allzu sehr verunsichern lassen. Wer mit dem Kauf oder Bau einer Immobilie liebäugelt, sollte Befürchtungen ernst nehmen, aber sich von ihnen nicht allzu sehr verunsichern lassen.

Wer mit dem Kauf oder Bau einer Immobilie liebäugelt, sollte Befürchtungen ernst nehmen, aber sich von ihnen nicht allzu sehr verunsichern lassen. Das legen die Ergebnisse der aktuellen Wohntraumstudie der Interhyp AG nahe. Im Rahmen einer Erhebung unter 2.600 Immobilieneigentümern und Mietern wurden die Ängste von Mietern rund um den Wohneigentumserwerb mit den tatsächlichen Erfahrungen von Käufern und Bauherren verglichen. „"Wer eine Immobilie kaufen möchte, macht sich vorab viele Gedanken. Für die Befragten, die den Schritt gewagt haben, stellten sich Bedenken jedoch oft als unbegründet heraus"“, erklärt Mirjam Mohr, Vorständin beim Baufinanzierungsvermittler Interhyp. Die Baufinanzierungsexpertin stellt dabei aber klar: „"Ein Immobilienkauf sollte immer wohlüberlegt sein."“ Um auf der sicheren Seite zu sein, rät die Expertin zu einer vorsichtigen Kalkulation.

Die Befürchtungen betreffen sowohl finanzielle Aspekte als auch Themen wie den Kauf selbst oder die Marktlage. Laut Studie glauben im Schnitt 84 Prozent der Mieter, dass die hohe Nachfrage das Finden einer geeigneten Immobilie erschwert. Im Nachgang sagen aber nur 24 Prozent der Eigentümer, dass sie kein Objekt finden konnten, das ihren Vorstellungen entsprach, und dass sie deshalb Kompromisse eingehen mussten.

Diskrepanzen gibt es auch bei der Finanzierung. Laut Studie fürchten 83 Prozent der Mieter eine hohe finanzielle Belastung durch den Kredit. Bei den Käufern war eine hohe Darlehensbelastung bei 32 Prozent tatsächlich ein Thema. Und während 68 Prozent der Mieter im Vorfeld die Finanzierung als kompliziert einschätzen oder Angst vor Fehlern haben, bestätigen im Nachhinein nur 12 Prozent der Eigentümer diese Erfahrung. Mirjam Mohr: „"Vielen Mietern ist nicht bewusst, dass sich die aktuell niedrigen Kreditzinsen von oft unter einem Prozent sehr günstig auf die Gesamtbelastung auswirken."“ Dennoch sei es auch im Zinstief weiterhin wichtig, die Finanzierung wohlüberlegt zu gestalten und, etwa im Gespräch mit einem Baufinanzierungsexperten, die finanziellen Möglichkeiten genau einzuschätzen. Das bedeutet zum Beispiel für Eigennutzer, die Einnahmen und Ausgaben genau zu ermitteln. Kapitalanleger sollten bei ihrer Kalkulation die aktuellen gesetzlichen Vorgaben zu erzielbaren Mieten beachten.

Wie aus der Studie außerdem hervorgeht, werden unkalkulierbare Zusatz- und Nebenkosten mit 79 Prozent häufiger angenommen, als sie auf Käufer tatsächlich zugekommen sind (30 Prozent). Zudem sorgen sich 71 Prozent, dass ein vereinbarter Preis nicht eingehalten wird – was in der Realität in 15 Prozent der Fälle eingetreten ist.

Expertin Mirjam Mohr rät auch angesichts dieser Zahlen, das Thema Kosten weiterhin ernst zu nehmen. „"Besonders beim Kauf von Bestandsimmobilien mit Umbaumaßnahmen oder beim Bau in Eigenregie kann eine zu knappe Kalkulation problematisch werden. Die Studie zeigt, dass eine nicht passgenaue Kalkulation und unerwartete Kosten in etwa jedem dritten Fall vorkommen und der Immobilienerwerb dann teurer wird als geplant. Wer von Anbeginn realistisch kalkuliert und den Kauf oder Bau sowie die Kreditsumme entsprechend plant, kann eine Nachfinanzierung von vornherein umgehen."“

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12.11.2019

OMV will Millionen Tonnen klimaschädliches CO2 unter die Erde verbannen

OMV will Millionen Tonnen klimaschädliches CO2 unter die Erde verbannen OMV will Millionen Tonnen klimaschädliches CO2 unter die Erde verbannen

An ihrem Produktionsstandort Aderklaa im Bezirk Gänserndorf fördert die OMV ein Gemisch aus Erdgas und Kohlendioxid (CO2) zutage. Das klimaschädliche CO2, von dem dort beim Herstellungsprozess jedes Jahr 100.000 Tonnen anfallen, „müssen wir in die Atmosphäre blasen, weil wir es nicht unterirdisch einlagern dürfen“, kritisierte OMV-Vorstandvorsitzender Rainer Seele vor Journalisten im Klub der Wirtschaftspublizisten. In Österreich fehlten nämlich die rechtlichen Rahmenbedingungen dazu.

In Norwegen hingegen würden pro Jahr eine Million Tonnen CO2 unter der Erde eingespeichert, um sie einer späteren Verwendung zuzuführen. „Das funktioniert dort ganz sicher und problemlos“, sagte Seele. Werden in Österreich die Gesetze entsprechend geändert, schlägt er vor, eine ausgeförderte Erdgaslagerstätte mit CO2 zu befüllen und dann schrittweise weitere hinzuzunehmen. „Derzeit prüfen wir, welche alten Lagerstätten sich geologisch als CO2-Speicher eignen“, erklärte der OMV-Chef.

Interessant wäre ein unterirdisches CO2-Depot in Aderklaa auch für die nur knapp 30 Kilometer entfernte Raffinerie Schwechat. Denn dort entweichen jährlich 2,7 Millionen Tonnen CO2, die sich mit Hilfe eines unterirdischen Lagers „einfangen“ ließen. Von dem klimaschädlichen Treibhausgas „könnten wir in Österreich leicht ein paar Millionen Tonnen unter dem Erdboden speichern“, rechnete Seele vor.

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09.09.2019

Kurz-Biografin mit geschönten Referenzen

Am 11. September erscheint im Münchner Verlag FBV das Buch „Sebastian Kurz: Die offizielle Biografie“, dem Vernehmen nach vom ÖVP-Obmann persönlich autorisiert. Am 11. September erscheint im Münchner Verlag FBV das Buch „Sebastian Kurz: Die offizielle Biografie“, dem Vernehmen nach vom ÖVP-Obmann persönlich autorisiert.

Am 11. September erscheint im Münchner Verlag FBV das Buch „Sebastian Kurz: Die offizielle Biografie“, dem Vernehmen nach vom ÖVP-Obmann persönlich autorisiert. Die Autorin Judith Grohmann behauptet in ihrem Lebenslauf, „die jüngste Investigativ-Journalistin und Schlussredakteurin Österreichs“ gewesen zu sein: „Mit 17 ging sie zum Herausgeber des bekanntesten österreichischen Enthüllungs- und Nachrichtenmagazins ,profil‘ und bot ihm an, für ihn als Investigativ-Journalistin zu arbeiten. Zwei Monate später bot ihr der selbe (sic!) Herausgeber an, neben ihrer Tätigkeit als Journalistin auch als Chefin vom Dienst für ,profil‘ zu arbeiten.“

Dazu hält „profil“ fest: Judith Grohmann dürfte 1985 zwar vorübergehend bei „profil“ tätig gewesen sein, mit Sicherheit aber nicht als Redakteurin, geschweige denn als Chefin vom Dienst. Ihr Name scheint in keinem Impressum auf. Der genannte Herausgeber – Peter Michael Lingens – kann sich nach eigenem Bekunden nicht an den Namen Grohmann erinnern.

Der Bitte der Chefredaktion um eine erklärende Stellungnahme kam Judith Grohmann bis profil-Redaktionsschluss nicht nach.

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12.11.2018

Jetzt endgültig von nicht mehr benutzten Smartphones trennen

Jedes alte Handy in der Ö3-Wundertüte hilft Jedes alte Handy in der Ö3-Wundertüte hilft

Ist Ihre innige Beziehung zu Ihrem Smartphone schon vorbei? Haben Sie es in der Schublade oder wo auch immer abgelegt und längst ein neues in der Tasche? Und trennen Sie sich nur deswegen nicht endgültig, weil Sie glauben, Sie könnten es ja noch mal brauchen? Blicken Sie der Realität ins Auge: Das wird wohl nichts mehr mit Ihnen beiden!

Laut Expertenschätzung liegen im Schnitt drei nicht mehr benutzte Handys oder Smartphones in jedem Haushalt in Österreich. Der Hauptgrund, warum sie nicht weggegeben werden, ist das Gefühl, sie irgendwann noch brauchen zu können, entweder als Ersatzhandy oder für die Kinder etc. Tatsache ist aber: In den allermeisten Fällen wird bei einem Crash des aktuellen Smartphones gleich ein neues gekauft und auch für die Kinder wird meistens kein altes mehr reaktiviert. Und oft ist es einfach auch das Gefühl, dass das Handy zu schade zum Wegschmeißen ist, sich aber auch ein Verkauf nicht mehr wirklich auszahlt.

Also: Liegt auch bei Ihnen daheim in der Schublade ein altes Handy oder Smartphone? Dann machen Sie es doch jetzt zu einer Spende! Ab sofort wird Helfen nämlich wieder wunderbar einfach: Die Ö3-Wundertüte verwandelt nicht mehr benutzte Handys bzw. Smartphones in Hilfe für Familien in Not in Österreich. Die Post liefert die Ö3-Wundertüte ab heute direkt an alle Haushalte im ganzen Land, die Rücksendung ist portofrei. Mit dem Erlös der umweltgerechten Verwertung der Geräte unterstützen die Soforthilfefonds von Licht ins Dunkel und der Caritas tagtäglich Familien in akuten Notlagen. 5,2 Millionen alte Handys konnten bereits in rund acht Millionen Euro an Spendengeld verwandelt werden. Jetzt geht es wieder los. Privatpersonen, Schulen, Firmen: Alle sind zum Handysuchen, -sammeln und -spenden eingeladen!

So funktioniert die Ö3-Wundertüte

Alte Handys suchen, private Daten löschen und SIM-Karte rausnehmen, Handys mit oder ohne Zubehör in die Ö3-Wundertüte geben und ganz einfach portofrei bei der Post abgeben. Die Verwertung der Handys läuft das ganze Jahr über im Althandy-Zentrum der Caritas in Wien. Zwölf ehemals langzeitarbeitslose Mitarbeiter/innen sortieren und testen die Geräte, kaputte Handys werden dann umweltgerecht recycelt, noch funktionierende werden aufbereitet und können weiterverwendet werden. Auf diesem Weg hat die Aktion von Hitradio Ö3, der Österreichischen Post, der Caritas und von Licht ins Dunkel seit 2005 bereits 5,2 Millionen alte Handys in rund acht Millionen Euro an Spendengeld verwandelt. Mit diesem Spendengeld aus der Ö3-Wundertüte werden tausende Familien mit Kindern in akuten Notlagen unterstützt. Mit Überbrückungszahlungen für Mieten, Stromrechnungen, mit Soforthilfe nach tragischen Todesfällen, mit Lebensmittelgutscheinen und Zuzahlungen zu Behindertenbehelfen gelingt es immer wieder, ihre Lebenssituation zu stabilisieren, und oft wird es für sie dadurch wieder möglich, aus eigener Kraft eine langfristige Perspektive zu finden.

#hunderttausendhandys – die Schulchallenge der Ö3-Wundertüte

Ein besonderes Herausforderung gibt es heuer wieder für die 6.000 Schulen des Landes: Schaffen es Österreichs Schüler/innen, gemeinsam 100.000 alte Handys für die Ö3-Wundertüte zu sammeln? Vom Bodensee bis zum Neusiedlersee ziehen alle an einem Strang und alle werden gewinnen: Jedes Handy bedeutet nämlich Hilfe für Familien in Notlagen in Österreich. Die Challenge wird zu einem pädagogisch wertvollen Schulprojekt der ganz besonderen Art: Themen wie Umweltschutz und der Umgang mit Ressourcen werden mit sozialen Fragen wie etwa versteckter Armut vernetzt. In Form von Schwerpunkten und Referaten können sich Schüler/innen mit den Themen Handynutzung, Ressourcenschonung und sozialer Not auseinandersetzen, gesellschaftliche Verantwortung lebensnah darstellen und in der Schulgemeinschaft leben. Außerdem wird für alle Teilnehmer/innen spürbar, dass sie gemeinsam etwas verändern und nachhaltig helfen können. Der Erlös der Verwertung wird nämlich durch das Österreichische Jugendrotkreuz, die youngCaritas und Licht ins Dunkel zu einem Auffangnetz für Familien in Notlagen in Österreich.

Auch Vereine und Firmen sammeln mit

Jedes alte Handy in der Ö3-Wundertüte hilft – auch jedes, das im großen Stil etwa in Vereinen oder Firmen gesammelt wird: So füllen sich etwa bereits die Wundertüten-Sammelboxen in allen oberösterreichischen Abfallsammelzentren und viele Firmen im Land machen mittlerweile Gebrauch vom Angebot, ihre alten Firmenhandys über die Ö3-Wundertüte effizient und umweltgerecht zu entsorgen. Und auch heuer unterstützen Media Markt und Saturn wieder die Idee der Ö3-Wundertüte – in allen Standorten im ganzen Land liegen Wundertüten auf und nicht mehr benutzte Handys können auch direkt dort in Wundertüten-Sammelboxen abgegeben werden.

Achtung – das gehört nicht in die Ö3-Wundertüte

Aus Sicherheitsgründen ist es wichtig, dass keine losen oder beschädigten Akkus und auch keine Handys, aus denen Flüssigkeiten austreten, in der Ö3-Wundertüte gespendet werden. Akkus, aufgeblähte oder sichtbar zerstörte Handys gehören in die örtlichen Altstoffsammelzentren.

Falls jemand keine Ö3-Wundertüte bekommen hat oder noch weitere benötigt: Unter der Ö3-Nummer 0800 600 600 können diese gratis nachbestellt werden, sie liegen außerdem in jeder Postgeschäftsstelle auf. Weitere Informationen zur Ö3-Wundertüte gibt es online auf https://oe3.orf.at/wundertüte .

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03.08.2018

Klimaanlage „Boden“ wird sukzessive zerstört

Die fortschreitende Bodenversiegelung ist auch ein Grund für Hitze Die fortschreitende Bodenversiegelung ist auch ein Grund für Hitze

Die Österreichische Hagelversicherung warnt bereits seit längerem vor den fatalen Auswirkungen des unkontrollierten Bodenverbrauchs in Österreich. Dabei ist unser Land Europameister im negativen Sinn. Nirgends gibt es derart viele Einkaufszentren, Parkplätze, Straßen und leerstehende Industrie- und Gewerbeimmobilien wie in Österreich. Flächen, die versiegelt sind, und somit kein Wasser aufnehmen und kein CO2 speichern können.

Dazu kommt auch der Aspekt, dass versiegelte Flächen Hitze stärker aufnehmen, speichern und wieder abgeben. Die natürliche Kühlung durch Verdunstung ist nicht mehr vorhanden. Besonders im städtischen Bereich ist das massiv spürbar und als „urban heat island effect“ bekannt. Aber auch im ländlichen Raum, wo die Zersiedelung der Orte vorangetrieben wird und Ortskerne vergreisen, führen diese versiegelten Flächen schon zu Temperaturerhöhungen.

„Wir fordern als Naturkatastrophenversicherer einen bewussteren Umgang mit unserer natürlichen Ressource Boden. Weniger Äcker und grüne Wiesen bringen schwerwiegende Konsequenzen mit sich“, stellt Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung, fest. Durch den Verlust von Boden (im Schnitt täglich 20 Hektar oder 30 Fußballfelder) gefährden wir die Lebensmittelversorgung, tausende Arbeitsplätze, Österreich als attraktives Tourismusland und nehmen zudem das Risiko weiterer Wetterextreme in Kauf. „Wir alle in Österreich spüren in den letzten Tagen die hohen Temperaturen, die zum Teil auch auf die rasante Verbauung unserer Böden, die als natürliche Klimaanlage fungieren, zurückzuführen sind“, ergänzt Weinberger.

Maßnahmenbündel für weniger Bodenverbrauch

Um den rasanten Bodenverbrauch einzudämmen, muss ein Bündel an Maßnahmen umgesetzt werden.

Umsetzung des Masterplans für den Ländlichen Raum: Beschränkung des Bodenverbrauchs auf 2,5 Hektar pro Tag

Revitalisierung leerstehender Industrie-, Gewerbe- und Wohnimmobilien – laut Umweltbundesamt haben wir in Österreich davon 40.000 Hektar und somit ungefähr die Fläche der Stadt Wien

Einrichtung einer österreichweiten Leerstandsdatenbank

Innenentwicklung vor Außenentwicklung: Baulandausweisungen sollen nur noch dann genehmigt werden, wenn die betreffende Gemeinde nachweisen kann, dass keine angemessenen Innenentwicklungspotentiale verfügbar sind

Obergrenzen für Flächeninanspruchnahme

Schutz besonders wertvoller landwirtschaftlicher Agrarflächen (landwirtschaftliche Vorrangflächen)

Vermehrt in die Höhe bzw. in die Tiefe bauen

Ausbau des öffentlichen Verkehrs, da dieser weniger Flächen in Anspruch nimmt

Kommunalsteuer als Landessteuer

Mehr Grünraum in den Städten

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25.06.2018

Noch immer ein Tabuthema: Jede 3. Frau leidet an Blasenschwäche

Noch immer ein Tabuthema: Jede 3. Frau leidet an Blasenschwäche Noch immer ein Tabuthema: Jede 3. Frau leidet an Blasenschwäche

Jede 3. Frau ist im Laufe ihres Lebens von Blasenschwäche betroffen. Besonders Schwangerschaften und Geburten gelten als große Riskiofaktoren, denn bei 70 % der Geburten kommt es zu Folgeschäden am Beckenboden, die eine zukünftige Blasenschwäche begünstigen. Beim internationalen Urogynäkologiekongress in Wien vom 27. bis 30. Juni wird daher ein Schwerpunkt auf Blaseninkontinenz und Beckenbodenprobleme nach der Geburt und bei Älteren gesetzt.

„Jede 3. Frau leidet im Laufe ihres Lebens an einer Blasenschwäche und jede 5. Frau an einer Beckenbodenschwäche,“ so Univ.-Prof. Dr. Heinz Kölbl, Abteilungsleiter der Frauenheilkunde an der MedUni Wien und Vorsitzender des lokalen Organisationskommitees des internationalen Urogynäkologiekongresses der International Urogynecological Associatoin (IUGA). „Obwohl sich in den letzten Jahren schon einiges getan hat, ist unsere Hauptaufgabe nach wie vor die Endtabuisierung dieser beiden urogynäkologischen Probleme. Denn viele Frauen leiden aus Scham stumm vor sich hin. Das muss nicht sein, denn mittlerweile können wir in der Prävention und in der Behandlung schon viel tun, um diese Leiden zu lindern,“ betont Kölbl. Beim internationalen Urogynäkologiekongress vom 27. bis 30. Juni diskutieren daher über 1.200 Gynäkologen im Austria Center Vienna vor allem über Blaseninkontinenz und Beckenbodenproblemen nach der Geburt und bei Älteren.

Schwangerschaft und Geburt als größte Risikofaktoren

Frauen sind generell anfälliger für Blasen- und Beckenbodenschwächen. Das liegt an der Stütz- und Haltefunktion des weiblichen Beckenbodens, der durch Schwangerschaften und Geburten viel stärker beansprucht wird. Etwa 25 Prozent aller Frauen zwischen 25 und 35 Jahren leiden – zumindest vorübergehend – an Blasenschwäche als Folge von Entbindungen. „Ganz wichtig ist es daher, bereits in der Schwangerschaft vorbeugend Beckenbodengymnastik zu betreiben, während der Geburt professionell begleitet zu werden, um hier Verletzungen während des Geburtsvorganges vorzubeugen, und im Nachgang auf Rückbildungsgymnastik zu setzen,“ erklärt der Mediziner. Frauen, die besonders große Kinder auf die Welt gebracht haben, eine instrumentelle Geburt – wie etwa eine Zangengeburt – hinter sich haben oder während der Geburt eine besonders lange Austreibungsphase erlebt haben, sind besonders gefährdet, in ihrem späteren Leben eine Blasen- oder Beckenbodenschwäche zu bekommen. Rein statistisch gesehen regenerieren sich nach einer Geburt nur 30 % der weiblichen Beckenböden innerhalb von 3 Monaten vollständig, bei 70 % der Frauen bleiben Folgeschäden zurück.

Kaiserschnitt ist keine Prophylaxe

„Einige Frauen setzen daher für die Geburt lieber auf einen Kaiserschnitt, aber der ist kein profilaktisches Allheilmittel gegen Blasen- und Beckenbodenprobleme,“ warnt Kölbl, „denn auch Frauen, die keine Kinder bekommen haben, wie beispielsweise Nonnen, können im späteren Leben an einer Blasen- oder Beckenbodenschwäche leiden.“

Denn Blasenschwäche kann auch andere Ursachen haben. So sind auch Adipositas-Patientinnen, Raucherinnen und ältere Frauen einem höheren Risiko einer Blasenschwäche ausgesetzt. Im Alter führt vor allem der Hormonmangel nach den Wechseljahren und die verschlechterte Durchblutung sowie allgemeine Gewebs- und Muskelschwächen zu Blasenproblemen. So wird geschätzt, dass sogar bis zu 40 % aller Frauen über 60 Jahren an einer Blasenschwäche leiden dürften.

Gute Heilungschancen

Blasen- und Beckenbodenschwächen sind keine Leiden, die es als Frau stumm zu ertragen gilt. Physikalische Therapien – wie beispielsweise das Beckenbodentraining bei Belastungsinkontinenz – sowie medikamentöse Behandlungen und eingesetzte Prothesen für den Blasenschließmuskel können hier schon viel bewirken. Schaffen diese Therapieformen keine oder nur geringe Abhilfe, stehen auch operative Verfahren – wie minimalinvasive Operationen der Urethralbänder oder eine operative Anhebungen der Scheide – zur Verfügung. „Hier schaffen wir beispielsweise durch die Anhebung der Scheide schon in 87-90% der Fälle innerhalb von 5 Jahren eine Heilung,“ so Kölbl.

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14.01.2019

Der limitierende Faktor ist der Körper

Die anhaltende Verletzungsserie im Damen-Skirennsport scheint nicht abreißen zu wollen. Pistenpräparierung und Material sind ebenso ausgereizt wie die physischen Voraussetzungen der Sportler, die für Siege über Grenzen müssen. Die anhaltende Verletzungsserie im Damen-Skirennsport scheint nicht abreißen zu wollen. Pistenpräparierung und Material sind ebenso ausgereizt wie die physischen Voraussetzungen der Sportler, die für Siege über Grenzen müssen.

Die anhaltende Verletzungsserie im Damen-Skirennsport scheint nicht abreißen zu wollen. Pistenpräparierung und Material sind ebenso ausgereizt wie die physischen Voraussetzungen der Sportler, die für Siege über Grenzen müssen.

Man könne zur Verletzungssituation im Damen-Skirennsport auch „Baustelle“ sagen, meinte Ex-Rennläufer Atle Skaardal gestern. Der Norweger trägt als Renndirektor des Internationalen Skiverbands FIS die Verantwortung dafür, dass die Sportler gesund ins Hotel kommen, Entscheidungsgrundlage ist das Reglement. Anna Veith und Steffi Brunner, seit dem Wochenende mit ihrem zweiten Kreuzbandriss konfrontiert, schützte das nicht. Sie sind die letzten beiden einer Serie von Sportlern, die frühzeitig in Sommerpause gehen müssen. Die Situation werde den Sport wohl noch länger beschäftigen, meinte Skaardal – womit die Baustelle ein wenig dem Beispiel der Sagrada Familia in Barcelona folgt. Die Basilika, seit 1882 in der Entstehung, wird vielleicht auch niemals fertig werden. Doch ist die Verletzungsmisere im Damen-Skirennsport auch ein von Menschen kreiertes Dauerthema? Muss sich der Weltverband anlasten lassen, dass Rennläufer mit dem von ihm normierten Material allzu großen Spielraum haben? 15 Läufer aus den Top 40 des Damen-Weltcups laborieren an Verletzungen, das lässt sich statistisch betrachtet nicht vernachlässigen.

Die Suche nach möglichen Ursachen erstreckt sich über Pistenpräparierung, Kurssetzung, Schneeverhältnisse und das den Sportlern zur Verfügung stehende Material. Auf diesem Gebiet schien man vor Jahren fündig, als Bindungshöhen und Skiradien die physikalischen Einflüsse auf Sportler ins Unermessliche trieben. Man ging einen Schritt zurück, doch Techniker kompensierten das umgehend. So lange, bis es nicht mehr ging oder der Sportler nicht mehr konnte. Ist der Plafond erreicht und passiert dem Fahrer vielleicht ein kleiner Fehler, kommt es mitunter zu dem, was Ärzte als „Valgus-Innenrotation“ oder „Slip-Catch“ bezeichnen und den Betroffenen monatelang zur Reha verurteilt.

Die einfache Lösung gibt es nicht, meinte Atle Skaardal zu einem Kernproblem seines Aufgabengebiets. So lange es Skirennsport gibt, werde es zu Verletzungen kommen. Das gilt für die Tempobolzer auf der Streif, die sich mit Tempo 130 und ohne Knautschzone zu Tal stürzen. Das gilt aber um nichts weniger für Techniker, denen Rotationsbewegungen zum Verhängnis werden. Vom Standpunkt der Trainingswissenschaft ist die physische Obergrenze und somit das Limit erreicht. So gesehen muss der Hebel dort angesetzt werden, wo es der Verletzungs-Baustelle am meisten hilft. Im Gegensatz zur Sagrada Familia (geplante Fertigstellung im Jahr 2026) wird diese wohl nie geschlossen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Christian Jansky, CC BY-SA 3.0 / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von Florian Madl
11.02.2020

Gesundheitsschädliche Nitrosamine in Kinder-Luftballons

Luftballons zaubern ein Lächeln auf die Gesichter von Kindern und bringen Farbe in den Alltag. Luftballons zaubern ein Lächeln auf die Gesichter von Kindern und bringen Farbe in den Alltag.

Ob als Dekoration bei Kinderfaschings- und Geburtstagspartys oder als Spiel- und Bastelgegenstand: Luftballons zaubern ein Lächeln auf die Gesichter von Kindern und bringen Farbe in den Alltag. Wenig Freude bereiten dagegen aktuelle Ergebnisse eines Tests des Vereins für Konsumenteninformation (VKI): 4 von insgesamt 14 untersuchten Kinderballons waren so stark mit Nitrosaminen bzw. nitrosierbaren Substanzen belastet, dass die zulässigen Grenzwerte der EU-Spielzeug-Richtlinie (2009/48/EG) überschritten wurden. Die getesteten Ballons der folgenden Marken hätten anhand der Testergebnisse nicht in den Verkehr gebracht werden dürfen: Alvarak (gekauft bei Thalia), amscan (gekauft bei Libro), Party Deco (gekauft bei Sewa) und Shuaian Balloons (gekauft bei amazon). Letztere gaben sogar 4 Mal so viele Nitrosamine und nitrosierbare Substanzen ab wie erlaubt. Nitrosamine haben sich in Tierversuchen als krebserregend erwiesen und können beim Aufblasen der Ballons und beim Spielen damit über den Mund oder die Haut aufgenommen werden. 10 Ballons enthielten immerhin nur geringe Mengen an Nitrosaminen bzw. an Stoffen, die in Nitrosamine umgewandelt werden können. Die ausführlichen Testergebnisse gibt es ab sofort online unter www.konsument.at.

Nitrosamine sind weit verbreitet. Sie können in Nahrungsmitteln, Tabak, Kosmetika oder auch in Gebrauchsgegenständen aus Latex enthalten sein. In Naturkautschuk – jenem Rohstoff, aus dem Luftballons oft gefertigt werden – sind keine Nitrosamine enthalten. Sie können aber in der Folge bei der industriellen Verarbeitung entstehen. Sehr hohe Werte an Nitrosaminen in Luftballons hält das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) für gesundheitlich bedenklich. Ein hoher Gehalt an Nitrosaminen wäre vermeidbar, eine daraus resultierende Belastung daher nicht akzeptabel. „Gerade in Produkten, die sich vorrangig an Kinder richten, haben diese Stoffe auch nichts verloren“, ergänzt VKI-Chemikerin Birgit Schiller.

Empfehlungen für Verbraucher

- Wegen des möglichen Schadstoffgehalts, aber auch wegen der möglichen Erstickungsgefahr sind Luftballons für kleinere Kinder zum Spielen nicht geeignet.

- Zum Aufblasen von Luftballons am besten eine Pumpe verwenden.

- Aufdrucke wie „laboratory tested“ bedeuten nicht automatisch, dass ein Produkt auch unbedenklich ist.

- Ein unangenehm chemischer Geruch kann ein Indiz für Schadstoffbelastung sein. Derartige Produkte besser meiden.

- Auch Luftballons aus Naturkautschuk sind nicht ohne Weiteres biologisch abbaubar, selbst wenn dies von manchen Herstellern behauptet wird. Sie sollten deshalb nicht im Biomüll entsorgt werden.

- Das Steigenlassen von Luftballons im Freien ist nicht unbedenklich: Es trägt zur Umweltverschmutzung bei und ist in manchen Bundesländern genehmigungspflichtig. Tiere können durch den Verzehr der Überreste verenden.

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22.01.2020

Irreführung bei Trivago: Irgendwer muss die Dauerberieselung im Werbefernsehen ja bezahlen

Trivago habe „zu günstige“ Angebote ausgeblendet: „Alles unter einer bestimmten Umsatzschwelle bekamen User gar nicht zu Gesicht. Trivago habe „zu günstige“ Angebote ausgeblendet: „Alles unter einer bestimmten Umsatzschwelle bekamen User gar nicht zu Gesicht.

„Es ist amtlich: Wer tatsächlich glaubt, dass Buchungs- und Preisvergleichsplattformen Kunden zu den günstigsten Angebote führen, täuscht sich“, verweist Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung, auf das Urteil eines australischen Gerichts gegen Trivago. Australiens Wettbewerbs- und Verbraucherschutzkommission hatte wegen eines Verstoßes gegen Verbraucherschutzgesetze geklagt und vor Gericht Recht bekommen:

Trivago habe „zu günstige“ Angebote ausgeblendet: „Alles unter einer bestimmten Umsatzschwelle bekamen User gar nicht zu Gesicht. Auf einer Hotelwebsites passiert Ihnen das nicht“, rät Gratzer dazu, zur Sicherheit immer auch die Hotel-Websites im Auge zu behalten: „Das wollen die Plattformen verhindern. Lassen Sie sich das nicht gefallen! Die Plattform ist nicht Ihr Freund. Vertrauen Sie ihr nicht.“

Augen auf, Konsumentenschützer!

Der Fall zeigt auch unterschiedliche Standards im Verbraucherschutz auf: Werden in Australien Konsumenteninteressen umfassend geschützt, halten sich die Kollegen in Österreich gegenüber Plattformen auffallend zurück: „Trivago arbeitet weltweit gleich, doch unser Konsumentenschutz bleibt still. Vielleicht sollte auch die Arbeiterkammer statt Preisvergleichen für Leberkäse einmal beim Online-Betrug im großen Stil genauer hinsehen: „Egal, ob es um Preisvergleichsplattformen, Buchungsplattformen oder die Sharing Economy geht: Milliardengewinne und unglaubliche Summen für Fernsehwerbung kommen nicht vom Verkauf der günstigsten Angebote. Das haben wir jetzt schwarz auf weiß“, so Gratzer.

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11.02.2020

Umfrage: Österreicher mit ihren Chefs unzufrieden

Fast jeder zweite österreichische Arbeitnehmer (43%) hat schon einmal wegen seinem Chef den Job gekündigt. Fast jeder zweite österreichische Arbeitnehmer (43%) hat schon einmal wegen seinem Chef den Job gekündigt.

Auch wenn es „den“ perfekten Chef nicht gibt, haben heimische Führungskräfte dennoch deutlichen Optimierungsbedarf: Laut einer aktuellen StepStone-Studie ist fast die Hälfte aller österreichischen Arbeitnehmer nicht zufrieden mit ihrem Vorgesetzten (41%). Und: Fast jeder zweite österreichische Arbeitnehmer (43%) hat schon einmal wegen seinem Chef den Job gekündigt.

Vorgesetzte verfolgen einen sogar in den Schlaf

Immerhin jeder Fünfte (21%) landet wegen des Verhaltens ihres Vorgesetzten im Bore- oder Burnout, und 14% nehmen sogar psychologische Hilfe in Anspruch, wenn die Beziehung zur Führungskraft nicht stimmt. Befragt wurden 1.800 österreichische Fach- und Führungskräfte online im September und Oktober 2019.

Mehr als die Hälfte aller befragten Arbeitnehmer verfolgt das Verhalten von Chefs sogar bis ins Bett: So geben 52% der Umfrageteilnehmer an, dass sie wegen ihrem Chef schlecht geschlafen oder geträumt haben, Frauen übrigens deutlich öfter als Männer (59 vs 41%).

#metoo: Ein Drittel kritisiert unangemessen Annäherungsversuche

In Zeiten von #metoo zeigen sich besonders Frauen und auch jüngere Angestellte sensibel, was das Verhalten von Führungskräften betrifft: Unangemessene Annäherungsversuche kritisieren sowohl knapp ein Drittel aller weiblichen Befragten als auch Angestellte mit weniger als zwei Jahren Berufserfahrung. Und: Immerhin mehr als jede zehnte Frau (15%) hat schon einmal ein Bewerbungsgespräch abgebrochen, weil der künftige Vorgesetzte sich im Ton vergriffen hat.

Diese 5 Eigenschaften kritisieren Arbeitnehmer an ihren Vorgesetzten besonders:

Hinter ihrem Rücken schlecht über Mitarbeiter sprechen (54%)

Einzelne Mitarbeiter bevorzugt behandeln (42%)

Jeden einzelnen Arbeitsschritt überwachen/Micromanaging (42%)

Meine Erfolge als die ihren ausgeben (41%)

Kollegen öffentlich kritisieren (38%)

Vertrauen in Vorgesetzte fehlt

Auch das Thema Vertrauen scheint eine Herausforderung für Führungskräfte zu sein: Lediglich ein Drittel aller Befragten vertraut dem Vorgesetzen, nur jeder Dritte (35%) fühlt sich wohl dabei, mit beruflichen Problemen zum Chef zu gehen.

„Wer sein Team nicht transparent und fair führt, verspielt schnell das Vertrauen seiner Mitarbeiter“, sagt Barbara Oberrauter-Zabransky, Studienleiterin bei StepStone Österreich. „Im besten Fall wird dann nur noch Dienst nach Vorschrift gemacht, im schlimmsten Fall gehen die besten Mitarbeiter.“

Schlechte Chefs schaden dem Image

Mangelnde Führungskompetenz wirkt sich aber nicht nur innerhalb des Unternehmens aus: Mehr als die Hälfte aller Befragten (61%) beschwert sich in der Familie oder im Freundeskreis über ihren Vorgesetzten, und fast ein Drittel aller befragten Studienteilnehmer (31%) würden anderen von einem Job bei ihrem Arbeitgeber abraten, wenn der Chef sich nicht entsprechend verhält.

„Das Image eines Arbeitgebers lebt vor allem von der Zufriedenheit der eigenen Mitarbeiter“, kommentiert Oberrauter-Zabransky die alarmierenden Ergebnisse. „Wenn zwei Drittel ihrem Chef nicht vertrauen und sich im Bekanntenkreis darüber austauschen, wirft das definitiv ein schlechtes Licht auf Arbeitgeber – und schmälert auch die Leistungsbereitschaft innerhalb des Unternehmens.“

Klare Ziele und regelmäßige Kommunikation gewünscht

Um ihre Leistungen als Führungskraft zu verbessern, können heimische Chefs einiges tun: So fordern die Umfrageteilnehmer unter anderem klare und messbare Ziele, Unterstützung bei der fachlichen Weiterbildung und regelmäßiges Feedback unter vier Augen.

Das wünschen sich österreichische Arbeitnehmer von ihren Chefs:

Klare und messbare Ziele setzen (61%)

Unterstützung bei der fachlichen Weiterentwicklung (61%)

Regelmäßig Feedback zur eigenen Leistung (58%)

Den eigenen Tätigkeitsbereich klar definieren (55%)

Regelmäßige Gespräche unter vier Augen (44%)

„Die Wünsche der Arbeitnehmer liegen auf dem Tisch“, so Oberrauter-Zabransky. „Jetzt liegt es an Arbeitgebern und ihren Führungsetagen, sie auch umzusetzen.“

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22.01.2020

In jeder Hinsicht unbefriedigend

Die Ombudsfrau und Autorin Susanne Wiesinger zeigt punktgenau auf, wo Schwachstellen in der Schulbürokratie die Arbeit für die Kinder behindern. Wie sie das macht, ist Teil des Problems und nicht der Lösung Die Ombudsfrau und Autorin Susanne Wiesinger zeigt punktgenau auf, wo Schwachstellen in der Schulbürokratie die Arbeit für die Kinder behindern. Wie sie das macht, ist Teil des Problems und nicht der Lösung

Susanne Wiesinger gelingt, was wenige Autorinnen schaffen. Auch ihr zweites Werk produziert Schlagzeilen, noch bevor es in den Buchhandlungen aufliegt. War es vor zwei Jahren die Warnung vor einem kulturell-religiösen Konflikt in Schulen und Klassenzimmern, nimmt die Lehrerin nun die Schulbürokratie ins Visier. Sie wirft den Verantwortlichen auf allen Ebenen vor, Parteiinteressen über das Wohl der Schüler, Eltern und Pädagogen zu stellen.

Der Befund ist in seinem Kern nicht neu. ÖVP und SPÖ haben einander in all den Jahren der großen Koalition in Bildungsfragen nie verstanden. Das Ergebnis sind zersplitterte Zuständigkeiten und halbherzige Kompromisse, die allen Beteiligten das Leben schwer machen.

Oder die Deutschförderklassen, ein Lieblingsprojekt von Minister Heinz Faßmann, das aber von vielen Praktikern bis hin zur schwarzen Lehrergewerkschaft kritisiert wird. Oder. Oder. Das Buch Wiesingers müsste ein Weckruf sein. Die Bildungspolitik gehört aber zu jenen Bereichen, in denen die neuen Koalitionspartner ÖVP und Grüne besonders weit voneinander entfernt sind.

Das eigentliche Problem ist aber ein anderes: Wiesinger hat das Buch geschrieben, während sie als Ombudsfrau für das Ministerium unterwegs war. Mit ihrem islamkritischen ersten Buch ist sie bei Türkis (und Blau) wegen ihrer Warnung vor dem Islam gut angekommen. Sie beschreibt selbst, wie sie mit ihrer früheren politischen Heimat bei den roten Gewerkschaftern gebrochen hat.

Diesen Schwung wollte Faßmann nützen – Wiesinger spielte mit. Nun bricht sie mit den Türkisen, denen sie vorwirft, die versprochene Unabhängigkeit nicht gehalten zu haben. Wiesinger weiß, wie sie Aufmerksamkeit bekommt. Kritik an der „Message Control“ von Sebas­tian Kurz & Co. ist ein Selbstläufer.

Wenn es ihr um die Sache geht, ist das Vorgehen der Autorin aber genauso negativ zu bewerten wie die Zustände, die sie beschreibt. Faßmann und sein Minis­terium müssen es geradezu als Affront auffassen, wenn Wiesinger gleichzeitig mit ihrem offiziellen Bericht ein nicht autorisiertes Buch über die parteipolitische Vereinnahmung in der Bildungspolitik veröffentlicht.

Vereinfacht gesprochen, hat sie sich aus Sicht der Türkisen auf die Seite der politischen Gegner gestellt. Und denen hat eine Regierung, egal welcher Farbe, noch nie zugehört. Leider.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Gemeinfrei / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von WOLFGANG SABLATNIG
24.07.2018

Druck auf den Sonnenkönig wächst

Die Störgeräusche für Bundeskanzler Sebastian Kurz werden aber doch hörbar und unaufhaltsam lauter. Die Störgeräusche für Bundeskanzler Sebastian Kurz werden aber doch hörbar und unaufhaltsam lauter.

Auch sieben Monate nach ihrem Start steht die schwarz-blaue Bundesregierung in Umfragen sehr stabil da. Die Störgeräusche für Bundeskanzler Sebastian Kurz werden aber doch hörbar und unaufhaltsam lauter.

Auch jüngste Umfragen (darunter eine von Spectra für die Bundesländer-Tageszeitungen) zeigen ein weitgehend ähnliches, für die Kanzler-Partei aber sehr klares Bild: Die ÖVP unter ihrem nach wie vor mit hohen Popularitätswerten ausgestatteten Chef Sebastian Kurz liegt bei starken 33 bis 34 Prozent. Bei den anderen Parteien schwanken die Werte je nach Institut, die SPÖ kommt (mit im Schnitt 26 Prozent und Umfrage-Ausreißern nach oben und unten) weiterhin nicht so recht vom Fleck. Das gilt auch für die FPÖ, für die ihre durchschnittlich stabilen 24 Prozent aber eine sehr gute Nachricht sind, weil es bisher trotz des Regierungseintritts und manch unpopulärer Maßnahmen statt der allseits gewohnten Frontal-Opposition bisher nicht steil nach unten ging.

Dank der Frustration der Bevölkerung über rot-schwarzen Dauerstreit, einer blendenden Konjunktur und einer vor allem mit sich beschäftigten Opposition (bis hin zur sich selbst zerfleischenden Liste Pilz) erwischte Kanzler Kurz traumhafte Startbedingungen. Jetzt hat er über sechs Monate mit der EU-Ratspräsidentschaft auch die Möglichkeit, wiederholt international zu glänzen. Bei der harten Migrationspolitik schwenken immer mehr Länder auf diesen Kurs ein. Sonnenkönig Kurz, der bisher in Teflon-Manier vieles an Kritik abprallen ließ, wird sich trotzdem mit einigen Baustellen auseinandersetzen müssen. Die interne Zusammenarbeit mit der FPÖ mag ja weit besser laufen als vorher mit der SPÖ. Das darf aber nicht dazu führen, dass unsägliche Attacken wie jene von FPÖ-General Harald Vilimsky auf EU-Kommissionspräsident Juncker einfach hingenommen werden. Schweigen ist hier absolut fehl am Platz. Solche Ausraster abzustellen, ist auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache gefordert. Auf Dauer wenig klug erscheint auch der beim Beschluss für flexiblere Arbeitszeiten gewählte Weg, die Neuregelung ohne Begutachtung und Einbindung der Sozialpartner durchzupeitschen – auch wenn Letztere vorher bei dieser Frage in den letzten Jahren versagt haben. Das Gesetz wird kommen, ob gestreikt wird, scheint noch offen. In den Lohnrunden im Herbst dürfte die Gewerkschaft jedenfalls umso mehr versuchen, Muskeln zu zeigen.

Wohl am meisten zu schaffen macht dem Kanzler aber der wachsende Widerstand gegen Reformen aus den eigenen Reihen. Türkis war wohl doch nur die Modefarbe zur Wahl, jetzt pochen schwarze Bünde und vor allem auch die Ländervertreter wie gewohnt auf ihre Interessen. Wenn es um Einfluss und ums Geld geht, hat die Partei-Disziplin eben rasch Grenzen. Und das wird Kurz künftig noch sehr zu schaffen machen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Dragan Tatic, CC BY 2.0 / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Alois Vahrner "Druck auf den Sonnenkönig wächst "
06.11.2018

Brau Union Österreich erhöht die Bierpreise ab Dezember

Brau Union Österreich erhöht die Bierpreise ab Dezember Brau Union Österreich erhöht die Bierpreise ab Dezember

Die aktuelle Inflation, erhöhte Personal- und Energiekosten, und die deutlich steigenden Kosten bei Rohstoffen als Folge einer schlechten Ernte bei der Braugerste aufgrund der heurigen Dürre und Hitzewelle, führen auch in der Brau Union Österreich zu Kostensteigerungen. Diese können innerhalb des Unternehmens durch Effizienzsteigerungen nur teilweise aufgefangen werden. Die Bierpreise für unsere Kunden werden deshalb ab 1. Dezember 2018 im Durchschnitt um rund 3 % Prozent angepasst.

„Unser erklärtes Ziel ist es, mit unseren Partnern in Gastronomie und Lebensmittelhandel den Konsumenten beste österreichische Qualität zu fairen Preisen anbieten zu können. Gemeinsam wollen wir auch in Zukunft nachhaltig die österreichische Bierkultur und die Vielfalt der heimischen Biere fördern“, betont Generaldirektor Dr. Magne Setnes.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
30.07.2018

Grillunfälle: 700 Verletzte jährlich

Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August. Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August.

Ein Sommer ohne Fleisch, Fisch oder Gemüse auf dem Grill ist kein richtiger Sommer. Dieser Aussage stimmten in einer KFV-Befragung die Mehrheit der Befragungsteilnehmer zu. Grillen gehört mit seinem typischen Geruch für die meisten Österreicher zum Sommerfeeling einfach dazu. Die beliebtesten Grillmonate sind von Mai bis August. Naturgemäß kommt es in dieser Zeit auch am häufigsten zu Unfällen: Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August. „Glücklicherweise gehen die meisten Grillabende unfallfrei über die Bühne. Doch der Umgang mit dem Grill kann schnell brandgefährlich werden. Gemäß einer KFV-Befragung stellen nur etwa 23 Prozent der Österreicher beim Grillen Löschmittel wie Löschdecke oder Feuerlöscher bereit“, erläutert Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KFV. „Viele Grillunfälle könnten leicht verhindert werden. Denn: Die meisten Grillunfälle entstehen durch Unachtsamkeit, Übermut oder Fehleinschätzungen.“

Am Samstag passieren die meisten Unfälle

Rund die Hälfte aller Verletzungen sind thermische Verletzungen, d.h. Verbrennungen oder Verbrühungen. Aber auch Schnittverletzungen (32 Prozent) zählen zu den häufigsten Verletzungsarten beim Grillen. Besonders häufig betroffen sind dabei Finger und Hände. Und: Dass Grillen nach wie vor Männersache zu sein scheint, zeigt sich bei den Unfallzahlen. 2 von 3 Personen, die nach einem Unfall beim Grillen im Krankenhaus nachbehandelt werden müssen, sind Männer. Der unfallträchtigste Wochentag ist der Samstag.

KFV-Sicherheitstipps für das sichere Grillen

Worauf sollte man beim Aufstellen des Grills achten?

Der Griller sollte stabil auf einer ebenen Standfläche stehen.

Bewegen Sie den Griller nicht mehr, wenn er bereits mit glühender Kohle gefüllt ist.

Den Griller nicht in der Nähe von leicht brennbaren Materialien wie Schilfmatten, Gartenmöbel mit Sitzpolster, Zelten, Holzbauten, Holzzäunen usw. in Betrieb nehmen.

Wählen Sie einen möglichst windgeschützten Grillplatz, um Funkenflug und herumfliegende Asche zu vermeiden.

Ein Holzkohlegrill darf ausschließlich im Freien betrieben werden.

Nicht im Wald oder in Waldnähe grillen.

Lassen Sie Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Nähe eines Grills!

Wie zündet man Grillkohle richtig an?

Am besten mit Grillanzündern aus festen Stoffen. Das sind vor allem Trockenspiritus, Anzündriegel oder Zündwürfel. Weiters eignen sich Anzünd-Öle in Spezialflaschen und Grillpasten oder elektrische Grillanzünder.

Brennbare Flüssigkeiten wie Spiritus und Benzin sind zu gefährlich (Stichflamme beim Anzünden sowie explosionsartige Rückzündung beim "Nachfeuern") und dürfen keinesfalls verwendet werden!

Vorsichtsmaßnahmen beim Grillen

Immer einen Kübel Wasser oder sonstige Löschmittel (Feuerlöscher) bereithalten.

Flammenbildung durch das vom Grillgut abtropfende Fett unterbinden.

Grillvorgang ständig beaufsichtigen.

Restglut immer vollständig ablöschen bzw. fluten.

Was geschieht mit der Restglut?

Das Löschen mit Wasser ist am sichersten. Die Restglut sollte dabei unbedingt gänzlich unter Wasser gesetzt bzw. geflutet werden!

Auch die gelöschte Glut darf nur in nicht brennbare und verschließbare Behälter entsorgt werden.

Eine Entsorgung der Grillkohle auf dem Kompost sollte vermieden oder zumindest nur nach einer vollständigen Flutung durchgeführt werden.

Gefahrloses Grillen mit Gas

Der Gasschlauch sollte nach jeder Saison auf Risse und Sprödigkeit kontrolliert werden.

Überprüfen Sie die Anschlüsse mit Lecksuchspray auf ihre Dichtheit hin.

Verbinden Sie die Gasflasche stabil mit dem Grillwagen und verwenden Sie diese niemals liegend.

Zünden Sie den Gasgriller grundsätzlich mit geöffnetem Deckel an.

Stellen Sie bei Gasgeruch das Grillgerät sofort ab und führen Sie eine Dichtheitsprobe durch!

Flüssiggas ist schwerer als Luft – lagern Sie daher Gasflaschen in gut belüfteten Räumen und niemals unter Erdniveau (z.B. im Keller).

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02.07.2018

Honigjahr 2018 ohne nennenswerte Waldhonigernte - Honigpreise steigen

Die Konsumenten müssen sich auf eine Erhöhung der Honigpreise einstellen. Die Konsumenten müssen sich auf eine Erhöhung der Honigpreise einstellen.

Die außergewöhnliche Witterung im Frühjahr mit einem kalten März und darauffolgenden überdurchschnittlich warmen Monaten hat auch für die Honigernte 2018 Konsequenzen: Durch die trockene und warme Witterung im Norden und Osten Österreichs im April blühte der Raps rasch ab und gab wenig Nektar. Daher konnte in weiten Gebieten kaum Rapshonig geerntet werden.

Da es heuer keine Spätfröste gab, fiel die Robinienernte meist zufriedenstellend aus. Imkerinnen und Imker berichten aber, dass es heuer schwer ist, reine Sortenhonige zu ernten, da sich aufgrund der Witterung die Blühfolge der Kulturen oft überschnitten haben.

Bemerkenswert ist auch der zeitige Blühbeginn der Sonnenblume, die in vielen Gebieten schon seit dem 20. Juni in Vollblüte steht. Sorten- und standortbedingt honigt jedoch die Sonnenblume nicht überall.

2018 wird ein daher ein kurzes Honigjahr sein. Der Vorteil ist, dass die notwendige Sommerbehandlung gegen die Varroamilbe termingerecht durchgeführt werden kann.

Kaum Waldhonig im ganzen Bundesgebiet

Außergewöhnlich ist, dass in ganz Österreich keine nennenswerte Waldhonigernte verzeichnet werden kann. Damit fehlt etwa die Hälfte der gesamten Honigernte in Österreich, da Waldhonig etwa 50% der Gesamternte ausmacht. Weil auch die letzten Jahre, mit Ausnahme des vorigen Jahres, in Summe unterdurchschnittliche Honigernten gebracht haben, sind die Honiglager weitgehend geleert. Die Konsumenten müssen sich daher auf eine Erhöhung der Honigpreise einstellen.

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29.12.2019

Österreicher wollen 2020 mehr sparen

Österreicher wollen 2020 mehr sparen Österreicher wollen 2020 mehr sparen

Dass „mehr sparen“ die Liste der Finanzvorsätze für 2020 anführt, ist wenig überraschend. Dass „einen günstigeren Anbieter suchen“ gleich auf Platz zwei folgt eher schon – ein starkes Signal für erhöhte Wechselbereitschaft der sonst eher unbeweglichen Österreicher, wie die aktuelle Umfrage der ING in Österreich (www.ing.at) zeigt.

40% der repräsentativ Befragten wollen mehr auf die Seite legen. 25% wollen einen günstigeren Anbieter für Energie, Versicherung oder Telefon suchen. 12% zu einer Bank mit günstigeren Konditionen wechseln.

„Es kommt zusehends mehr Bewegung in den Markt – langsam, aber doch“, stellt auch ING Österreich CEO Barbaros Uygun fest. Stärker als je zuvor, würden Konsumenten Einsparungspotenziale nutzen wollen, sagt er.

2020 scheint einen nächsten Höhepunkt beim Anbieterwechsel zu bringen.

(siehe Infografik - Anhang)

Jeder Dritte hat keinen Plan

30% der Befragten gaben an, sich nicht mit den Finanzen zu beschäftigen bzw. es einfach auf sich zukommen lassen zu wollen. Nur 16% erstellen ein Haushaltsbudget.

„Egal wie die persönliche Ausgangslage ist – sich nicht ausreichend mit den Finanzen zu beschäftigen, halte ich für einen Fehler“, meint Uygun. Allein im Bereich des Bankings gäbe es eine Vielzahl an Optimierungs- und Einsparungsmöglichkeiten. „Es ist so einfach, seine private Bilanz zu verbessern, z.B. durch Gratiskonten, günstigere Kredite oder Anlagevarianten mit höherer Rendite“, so der ING Österreich-Chef.

Positiv ins Finanzjahr 2020

Insgesamt 40% der Österreicher gehen von einer guten persönlichen Finanzlage im neuen Jahr aus.

38% erwarten sich weder Verbesserungen noch Verschlechterungen.

Besonders positiv gehen die Tiroler ins neue Jahr. Hier sind es ganze 53%, die von einem guten Finanzjahr 2020 ausgehen. Auch die Vorarlberger und Wiener blicken mit je 47% hoffnungsfroh auf ihre persönliche Geldlage – was man von den Oberösterreichern und Burgenländern nicht behaupten kann. In Oberösterreich geben sich nur 32% klar optimistisch und im Burgenland sehen nur 27% ein gutes Finanzjahr vor sich, wobei sich hier auch ganze 47% weder Verbesserungen noch Verschlechterungen erwarten.

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