Wenn Sie nicht registriert sind, dann melden Sie sich KOSTENLOS und UNVERBINDLICH an.

Anmeldung notwendig

Sie müssen angemeldet sein, um den Artikel melden zu können! Nach der Anmeldung können Sie auch selber Artikel verfassen.

Sie müssen bei der Anmeldung, aus medienrechtlichen Gründen Ihren echten Namen und eine echte Mailadresse angeben.

dbn ist ein österreichisches Unternehmen für das Datenschutz keine leere Floskel ist.

Niemals würden Ihre Daten an Dritte weitergegeben und/oder für Werbezwecke mißbraucht.

Sollten Sie sich wieder abmelden, werden alle Ihre Daten inkl. Artikel endgültig und restlos gelöscht.

Sie werden nur von dbn oder dem dbn-System per e-Mail kontaktiert.

Die Anmeldung in KOSTENLOS und verpflichtet Sie zu nichts!.

dbn behält sich vor, Benutzer auch ohne Angabe von Gründen, abzulehnen und/oder von System auszuschließen.

Sie können sich, falls Sie schon angemeldet sind, hier einloggen, oder als neuer Benutzer anmelden.

Mittwoch 25.05.2022 06:58
Landesausgaben: Wien WienNiederösterreich NiederösterreichOberösterreich OberösterreichBurgenland BurgenlandSteiermark SteiermarkKärnten KärntenSalzburg SalzburgTirol TirolVorarlberg Vorarlberg
oder Österreichausgabe (Das Interessanteste aus den Bundesländern)

Sie lesen gerade die Ausgabe Kärnten, TitelseiteRSS

inhalt
inhalt
24.05.2022

Lebensmittelhandel: „Endlich dürfen unsere Mitarbeiter/innen wieder durchatmen“

Denn unsere Corona-Held/innen tragen mittlerweile seit mehr als zwei Jahren Maske, teilweise bis zu acht Stunden am Tag. Denn unsere Corona-Held/innen tragen mittlerweile seit mehr als zwei Jahren Maske, teilweise bis zu acht Stunden am Tag.

„Endlich heißt es für unsere 130.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Lebensmittelhandel wieder durchatmen: Mit 1. Juni fällt auch für sie die Maskenpflicht. Das ist ein längst überfälliger Schritt, den wir gemeinsam mit unserem Sozialpartner seit langem gefordert haben. Denn unsere Corona-Held/innen tragen mittlerweile seit mehr als zwei Jahren Maske, teilweise bis zu acht Stunden am Tag. Das auch über den Sommer durchzuziehen, wäre nicht zumutbar gewesen“, sagt Christian Prauchner, Obmann des Fachverbands Lebensmittelhandel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Mit dem Aus der Maskenpflicht zumindest für die heißen Sommermonate wird auch die lange ersehnte Gleichbehandlung der Mitarbeiter/innen im Lebensmittelhandel mit jenen in den meisten anderen Handelsbranchen endlich Realität: „Das Verständnis unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, warum sie Maske tragen müssen, in anderen Geschäften, aber auch bei Veranstaltungen etc. die Maskenpflicht längst aufgehoben war, war bereits enden wollend. Es ist sehr erfreulich, dass mit dieser Ungleichbehandlung nun bald Schluss ist“, so Prauchner.

Damit bewege man sich wieder in Richtung mehr Normalität und Eigenverantwortung. „Die epidemiologische Lage lässt es zu: Wir haben sinkende Infektionszahlen und eine sinkende Belegung von Spitals- und Intensivbetten. Das ist eine Zeit, die wir für mehr Eigenverantwortung und vor allem für eine Atempause für unsere Mitarbeiter/innen nutzen müssen“, so Prauchner abschließend.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
24.05.2022

„Die Bundesregierung soll Maßnahmen gegen die Teuerung setzen“

„Die Bundesregierung soll Maßnahmen gegen die Teuerung setzen“ „Die Bundesregierung soll Maßnahmen gegen die Teuerung setzen“

Für AK-Präsident Andreas Stangl steht fest: Die Teuerung ist für die meisten Arbeitnehmer/-innen momentan DAS Thema der Stunde. Das zeigte sich auch bei seinen zahlreichen Betriebsbesuchen in letzter Zeit. „In fast allen Gesprächen, die ich geführt habe, haben mir die Menschen erzählt, dass sie Angst haben, sich durch die massive Teuerung das Leben nicht mehr leisten zu können. Da hilft auch der angekündigte 150 Euro-Einmalzuschuss nichts. Der Bundesregierung sind die Ängste der Menschen offenbar egal. Sie senkt stattdessen die Körperschaftsteuer und macht jenen Steuergeschenke, die durch staatliche Hilfe besser durch die Krise gekommen sind“, sagte Präsident Stangl bei der heutigen Vollversammlung der Arbeiterkammer Oberösterreich in Linz.

Er forderte unter anderem, dass die kalte Progression endlich abgeschafft wird. Außerdem müssten alle Sozialleistungen an die Inflation angepasst werden. Auch die Pendlerpauschale gehört reformiert, sie müsse kilometerabhängig gestaltet werden.

„Wir leben aktuell in multiplen Krisen. Corona ist längst nicht vorbei, genauso wenig wie der Angriffs-Krieg gegen die Ukraine. Viele Betriebe haben große Probleme, weil die Lieferkette nicht funktioniert. Das gefährdet eine positive Zukunftserwartung der Menschen“, so Stangl weiter. Dazu kommt, dass die aktuelle Bundesregierung alles andere als verlässlich sei. „Bundespräsident Van der Bellen hat in seiner ersten Amtszeit bisher 132 Angelobungen vorgenommen. Wenn ich daran erinnern darf, dass hier im Kongresssaal 110 Kammerräte/-innen sitzen, dann sagt das viel darüber aus, wie stabil unser Land geführt wird“, betonte Stangl in seiner Rede.

Positiv sei, dass bei der Pflege einige Forderungen von AK und ÖGB übernommen wurden. Stangl: „Warten wir einmal auf die Details. So ist etwa bei der Pflegemilliarde geschummelt worden, weil zwei Jahre zusammengerechnet werden.“ Eine Pflegelehre lehnt AK-Präsident Stangl ab. „Sie ist kein Allheilmittel. Ich bin da sehr skeptisch. Schauen wir nur in die Schweiz. Dort bleibt nur 1/5 der Pflegelehrlinge in der Branche“, so Stangl.

Der Fach-/Arbeitskräftemangel sei ebenfalls ein Beispiel für die Ankündigungspolitik der Bundesregierung. „Sie behaupten zwar, dass sie mit den Sozialpartnern reden, tun es aber nicht. Sie verkünden die Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte, machen den Gesetzesentwurf jedoch ohne Einbindung der Sozialpartner. Die dürfen das Gesetz nur begutachten. So geht das nicht“, ist Präsident Stangl verärgert. In Sachen Rot-Weiß-Rot-Karte sei für ihn wichtig, dass zuerst etwas gegen die Langzeitarbeitslosigkeit gemacht wird, bevor man Arbeitskräfte außerhalb der EU sucht. „Ich denke da nur an die Situation in der Gastronomie“, sagte Stangl.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
10.03.2022

Spritpreise: Polen und Irland haben Steuern bereits gesenkt. Österreich nicht!

Spritpreise: Polen und Irland haben Steuern bereits gesenkt. Österreich nicht! Spritpreise: Polen und Irland haben Steuern bereits gesenkt. Österreich nicht!

„Vorgeschoben“ sind für SPÖ-Vizeklubchef Jörg Leichtfried die angeblichen EU-rechtlichen Argumente von Ministerin Köstinger gegen den SPÖ-Vorschlag einer Aussetzung der Mehrwertsteuer auf Energie. „Kaum geht es um Entlastungen für die breite Masse der Bevölkerung, werden von der ÖVP rechtliche Argumente dagegen aus dem Hut gezaubert. Die Preise für Strom, Gas, Benzin und Diesel gehen durch die Decke und werden für breite Teile der Menschen in Österreich zum echten finanziellen und existenziellen Problem. Ich kann mich nicht erinnern, dass es europarechtliche Bedenken bei Tourismusmusministerin Köstinger gab, als zu Beginn der Corona-Krise die Mehrwertsteuer für die Hotellerie und das Gastgewerbe gesenkt wurde.“

Die Aussagen Köstingers seien jedenfalls nicht stichhaltig: „Die EU-Kommission hat Steuersenkungen auf Strom und Gas bereits empfohlen – angesichts der aktuellen Extremsituation mit massiven Preissteigerungen bei Benzin und Diesel ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch hier die EU Maßnahmen empfehlen wird“, so der SPÖ-Europasprecher. „Nicht umsonst haben Polen und Irland ihre Steuern auf Treibstoffe bereits gesenkt.“

„Wir sehen wieder einmal, wo die Prioritäten der Regierung liegen. Wenn es um die eigenen Spender geht, sind Steuersenkungen und Steuergeschenke Null Problem, wenn die Bevölkerung finanzielle Entlastung braucht, dann wird sofort überlegt, wie man das ablehnen kann“, kritisiert Leichtfried. „Die Regierung soll handeln und nicht Verantwortung abschieben. Wo ein Wille, da ein Weg. In diesem Fall sollte sie auch auf die eigenen ÖVP-Landeshauptleute hören, die den Vorschlag der SPÖ – die Mehrwertsteuer auf Strom und Gas sowie auf Benzin und Diesel befristet für dieses Jahr aussetzen und ein Preisdeckel für Strom und Gas für niedrige Haushaltseinkommen – begrüßen.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
03.05.2022

Trotz Rekordgewinnen erhöht Verbund Gas- und Strompreise massiv

Vor allem die Preiserhöhung bei Strom stößt auf völliges Unverständnis bei der Arbeiterkammer – wirbt der Verbund doch seit Jahren mit 100 Prozent Strom aus heimischer Wasserkraft. Vor allem die Preiserhöhung bei Strom stößt auf völliges Unverständnis bei der Arbeiterkammer – wirbt der Verbund doch seit Jahren mit 100 Prozent Strom aus heimischer Wasserkraft.

Der Verbund hat mit 1. Mai die Preise für Strom je nach Vertrag um 21 Euro pro Monat und mehr erhöht. Bei Gas beträgt die monatliche Erhöhung sogar 75 Euro. Vor allem die Preiserhöhung bei Strom stößt auf völliges Unverständnis bei der Arbeiterkammer – wirbt der Verbund doch seit Jahren mit 100 Prozent Strom aus heimischer Wasserkraft.

Diese massive Preiserhöhung ist dadurch entstanden, dass der Verbund die verrechneten Energiepreise an einen Index koppelt. „Dieses Vorgehen ist unverantwortlich. Das ist eine rein virtuelle Kostensteigerung, die nur durch diese Lieferbedingungen entsteht, der aber keine gleichwertige Steigerung der Erzeugungskosten für Strom gegenübersteht“, betont AK Energieexpertin Christina Brichta-Hartmann. Den Verbund kostet die Erzeugung einer Kilowattstunde Strom aus Wasserkraft nicht plötzlich so viel mehr. Aus Sicht der AK ist es daher hochproblematisch, dass sich der Verbund hinter dem Markt und dem Aktienrecht versteckt und auf diese Weise enorme Gewinne einfährt“.

So stieg der Gewinn des Verbundes im Vorjahr um über 38 Prozent auf 874 Mio. Euro, für 2022 wird ein Gewinn von bis zu zwei Mrd. Euro erwartet. Damit erhöhen sich auch die Dividenden für Aktionär:innen kräftig. Diese Rekorddividenden könnten sich heuer gegenüber dem Vorjahr sogar noch verdoppeln.

Der Verbund, der überwiegend im Eigentum der öffentlichen Hand und anderer Energieversorger ist, soll endlich Verantwortung übernehmen und den indexgetriebenen Preiserhöhungsautomatismus in seinen Lieferbedingungen abstellen. Neue gesetzlichen Regelungen im Energierecht machen das möglich.

„Das Verhalten des Verbunds zeigt lehrbuchhaft, warum Übergewinne (Wind-fall-profits) abgeschöpft werden müssen“, so Brichta-Hartmann. „Denn hier werden gewaltige ungerechtfertigte Gewinne auf Kosten der Strom- und Gaskund:innen erwirtschaftet.“ Sollte der Verbund seiner Verantwortung gegenüber seinen Kund:innen nicht nachkommen, müsse die Politik eingreifen und den Übergewinn durch eine Sondersteuer abschöpfen und an die Energiekund:innen umverteilen. „Als ersten Schritt muss der Finanzminister seine Mehreinnahmen durch den Verbund an die Haushalte rückverteilen. Denn viele Menschen wissen im Moment nicht mehr, wie sie ihre Strom- und Gasrechnungen bezahlen sollen.“ Die AK hat aber nicht nur den Verbund im Visier: Auch andere Energieunternehmen profitieren von der derzeitigen Situation auf den Energie-Großhandelsmärkten und fahren aktuell Rekordgewinne ein. Gleichzeitig belastet die Teuerung die Menschen massiv. Die AK fordert, diese Gewinne der Energieanbieter dafür zu verwenden, die Teuerung für die Menschen abzufedern. „Die Umverteilung von unten nach oben muss beendet werden – und wenn es die Versorger nicht tun, dann muss es per Gesetz passieren“, fordert Brichta-Hartmann abschließend.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
01.04.2021

50 Verkehrstote im 1. Quartal 2021 - niedrigster Wert seit Aufzeichnungsbeginn

50 Verkehrstote im 1. Quartal 2021 - niedrigster Wert seit Aufzeichnungsbeginn 50 Verkehrstote im 1. Quartal 2021 - niedrigster Wert seit Aufzeichnungsbeginn

Laut vorläufigen Zahlen sind im österreichischen Straßenverkehr zwischen 1. Jänner und 31. März des heurigen Jahres 50 Personen tödlich verunglückt – das entspricht einem Rückgang von rund 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und einem historischen Tiefstand der Verkehrstoten zu diesem Zeitpunkt seit Aufzeichnungsbeginn. "Bei der Analyse der Daten zeigte sich, dass absolut gesehen die Zahl der getöteten Pkw-Insassen (31) nach wie vor den größten Anteil ausmacht – gefolgt von Fußgängern (7), Lkw-Insassen (4), Motorradfahrern und Radfahrern (jeweils 3). Dennoch gilt die Devise, dass jeder Verkehrstote einer zu viel ist", sagt ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé.

Rund 62 Prozent aller Verkehrstoten waren im Pkw unterwegs. 52 Prozent aller getöteten Pkw-Insassen kamen bei Alleinunfällen ums Leben, 39 Prozent bei Frontalkollisionen. "Die Unfallursache ist in den meisten Fällen auf Unachtsamkeit/Ablenkung und eine nicht den Verhältnissen angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen. Es braucht unbedingt weiterhin Maßnahmen, um das Sicherheitsbewusstsein unter den Verkehrsteilnehmern zu schärfen. Insbesondere im Bereich von Kreuzungen muss man sich mehrfach vergewissern, niemanden zu übersehen und darf sich nicht blind auf seinen Vorrang verlassen. Und es gilt der Grundsatz: Der Stärkere hat immer auf den Schwächeren zu achten", so Nosé.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
06.12.2021

Nicht treffsicher: WKÖ-Gewerbe und Handwerk fordert Änderung bei Verlustersatz

Durch die Corona-Pandemie und die wiederholten Lockdowns sind viele Betriebe im Gewerbe und Handwerk schwer angeschlagen. Durch die Corona-Pandemie und die wiederholten Lockdowns sind viele Betriebe im Gewerbe und Handwerk schwer angeschlagen.

Durch die Corona-Pandemie und die wiederholten Lockdowns sind viele Betriebe im Gewerbe und Handwerk schwer angeschlagen. Und zwar nicht nur jene, die ihr Geschäft schließen mussten, sondern zehntausende Betriebe, die zwar weiterarbeiten durften, dies aber mangels Aufträgen nicht konnten.

„Das betrifft ganz massiv zum Beispiel Veranstaltungstechniker und Berufsfotografen, die ohne Events keine Aufträge haben. Oder viele Textilreiniger, Bäcker und Konditoren und viele weitere Branchen, die auf das Geschäft mit den – im Lockdown geschlossenen - Restaurants und Hotels angewiesen sind. Oder auch das Kunsthandwerk, das ohne Weihnachtsmärkte keine Absatzmöglichkeiten hat“, sagt Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Ein Instrument, das zwar nicht den Geschäftsausfall kompensieren kann, aber zumindest das Überleben sichern sollte, ist der Verlustersatz. Allerdings drohen sogar viele der am schwersten getroffenen Betriebe bei den Antragskriterien durchzufallen.

Monats-Abrechnung problematisch

„Die 20 Lockdown-Tage verteilen sich auf den November und Dezember 2021. Antragsberechtigt wäre nach aktuellem Stand aber nur, wer auf Monatsbasis mehr als 50 Prozent Umsatzeinbuße im Vergleich zu 2019 nachweisen kann. Es werden also Zeiten mit normalen Umsätzen mit solchen ganz ohne Umsätze in einem Topf geworfen. Das passt überhaupt nicht zusammen“, warnt Scheichelbauer-Schuster. Für den Zeitraum Jänner bis März 2022 würden nach aktuellem Stand 40 Prozent Umsatzausfall vorausgesetzt.

Besonders für kleinere Unternehmen, die kaum über Eigenmittel verfügen und nach 21 Krisenmonaten extrem angeschlagen sind, könne jedoch schon ein Viertel Umsatzausfall existenzgefährdend sein, sagt Scheichelbauer-Schuster. Sie fordert deshalb eine deutliche Absenkung der Antragsschwelle, so wie das beim Härtefallfonds und Ausfallsbonus III vorgesehen ist. „Das ist keine Nebensächlichkeit, sondern überlebenswichtig. Viele Betriebe drohen aus dem Hilfsnetz zu fallen, auf das sie dringend angewiesen sind“, so die Spartenobfrau.

Noch etwas gibt Scheichelbauer-Schuster zu bedenken: In den Vergleichszeitraum 2019 versus 2021 fielen zwei Runden mit Gehaltserhöhungen sowie gewaltige Preissteigerungen bei Rohstoffen und Vorleistungen in den vergangenen Monaten. Diese treiben die Umsätze in die Höhe, schmälern aber die Ertragslage. „Das ist gar nicht eingepreist, somit müsste der Schwellenwert eigentlich noch viel tiefer angesetzt werden. Die Kriterien müssen praxisgerecht sein, sonst kommt die Hilfe nicht an“, so die Spartenobfrau.

Scheichelbauer-Schuster erinnert daran, dass die Betriebe unvermittelt und unverschuldet zum Handkuss gekommen sind. „Sie haben aus gesellschaftlicher Verantwortung alle Maßnahmen mitgetragen, sich vorbildlich verhalten und müssen dafür hohe Verluste schultern. Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, dass ihnen zumindest ein Teil der Verluste abgegolten wird.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
08.09.2021

Mehrheit plant trotz Corona dieses Jahr noch Urlaub

 62% der Befragten planen trotz Corona dieses Jahr noch einen Urlaub. 62% der Befragten planen trotz Corona dieses Jahr noch einen Urlaub.

Wie beeinflusst Corona die Reisepläne für Herbst und Winter? Welche Rolle spielen Reisebestimmungen, kostenlose Stornierung oder die Impfung? Die Restplatzbörse, Österreichs Nummer 1 für Last Minute Reisen, hat über 1.300 Personen zu ihrem Reiseverhalten während der Pandemie befragt und spannende Antworten erhalten.

Zwei von drei sagen Ja zu Urlaub im Herbst und Winter

62% der Befragten planen trotz Corona dieses Jahr noch einen Urlaub. Fast die Hälfte davon möchte innerhalb Europas verreisen, über ein Viertel plant eine Fernreise und ca. ein Fünftel möchte den Urlaub in Österreich verbringen. 23% sind unentschieden, ob sie noch verreisen werden, 15% haben dieses Jahr keinen Urlaub mehr geplant.

Last Minute boomt

Fast jeder Zweite bucht laut der Befragung am liebsten Last Minute, also bis zu 14 Tage vor der Reise. Dieser Trend zeigt sich auch in den diesjährigen Buchungszahlen der Restplatzbörse. „"Im Vergleich zu 2019 haben sich die Last Minute Buchungen mehr als verdoppelt. Heute buchen, morgen verreisen ist das Motto"“, so Roman Kresz, Leiter für Vertrieb und Marketing bei der Restplatzbörse. Kein Wunder: Reisebestimmungen und die Situation im Urlaubsland können sich laufend ändern, deshalb fällt die Entscheidung über das Urlaubsland seit Corona spontaner denn je.

Gratis Storno wichtiger als günstiger Preis

Die Restplatzbörse wollte wissen, welche Kriterien bei der Urlaubsbuchung seit Corona die größte Rolle spielen. Eindeutig auf Platz 1: die Reisebestimmungen. Kostenlosen Storno- und Umbuchungsmöglichkeiten rangieren auf Platz 2 und sind somit für die Befragten wichtiger als ein günstiger Preis, der auf Platz 3 landet. Kresz: „"Die Bedenken, dass eine gebuchte Reise wegen geänderter Reisebestimmungen nicht stattfinden kann, sind da. Viele Reiseveranstalter haben bereits reagiert und bieten Flex-Tarife an, mit denen der Urlaub bis kurz vor Anreise kostenlos storniert oder umgebucht werden kann. Wir beraten unsere Kund:innen, welches Angebot am besten zu ihnen passt und freuen uns, so eine zusätzliche Sicherheit geben zu können."“

Klares Ja zur Impfung

87% der Befragten sind entweder bereits vollständig geimpft oder möchten sich noch impfen lassen. Das ist wesentlich höher als der Österreich-Schnitt von knapp 60%. Vollständig geimpfte Personen genießen beim Reisen viele Vorteile wie den Entfall der Quarantäne- und Testpflicht, deshalb liegt die Vermutung nahe, dass Urlaub ein starker Anreiz ist sich impfen zu lassen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
19.11.2020

Corona-Virus wird uns noch Jahre begleiten. Wie wir lernen, damit zu leben

Die Autoren Elisabeth Tschachler und Kurt Langbein Die Autoren Elisabeth Tschachler und Kurt Langbein

Nach dem 7. Dezember wird das Virus nicht verschwunden sein, und auch die Impfstoffe im nächsten Jahr werden es nicht ausrotten. Deshalb müssen wir vielmehr darüber sprechen, wie das Zusammenleben trotz des Virus in größtmöglicher Freiheit stattfinden kann. Das fordern Kurt Langbein und Elisabeth Tschachler, Autoren des vor kurzem im Molden Verlag erschienenen Buchs „Das Virus in uns“ in einem Positionspapier.

Sie plädieren dafür, auf Vertrauen und Solidarität statt auf Spaltung und Polarisation zu setzen, auf verständliche Kommunikation und Gebote anstelle von Verboten, auf Eigenverantwortung statt Bevormundung. Denn eine informierte Zivilgesellschaft kann das Leben mit dem Virus lernen, gut ausgestattete Gesundheits- und Sozialdienste können das Infektionsgeschehen eindämmen, vulnerable Gruppen schützen und die gesundheitlichen, psychischen und sozialen Folgen mindern.

Klar ist: Die Aneinanderreihung von Lockdowns ist keine nachhaltige Strategie und entspricht nicht der Logik einer modernen Zivilgesellschaft. Vielmehr gilt es, von anderen Ländern, die bisher gut durch die Krise gekommen sind, zu lernen. Japan hat mit einer modellhaften, extrem schnellen Verfolgung der Kontaktpersonen mit dem höchsten Verbreitungsrisiko nicht einmal zehn Prozent der Infektionen, die bei uns verzeichnet werden. Südkorea und Taiwan haben ausreichend Personal für das Contact-Tracing rekrutiert. Finnland hat die herbstliche Infektionswelle bisher mit äußerst geringen Infektionszahlen fast ausschließlich auf der Basis von Empfehlungen und regional fein abgestimmten Maßnahmen bestritten.

COVID-19 ist eine ernsthafte Gesundheitsgefahr. Deshalb müssen vor allem Personen mit einem erhöhten Risiko geschützt werden – etwa mit einem massiven Ausbau der Betreuungsdienste. Prävention ist bisher in der Pandemiebekämpfung zu kurz gekommen und sollte mit entsprechenden Programmen und gut aufgebauter Information ausgebaut werden.

Mit der richtigen Strategie und Planung ist es möglich, das Erkrankungs- und Sterbegeschehen durch COVID-19 erträglich zu halten, ohne dass dabei die Kollateralschäden unverhältnismäßig groß werden. Und damit zu verhindern, dass nach dem Lockdown vor dem Lockdown heißt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Langbein&Partner;
07.06.2021

Corona: 25 Prozent weniger Schmuggel-Zigaretten; Tabaksteuer-Plus von 22 Prozent

Corona: 25 Prozent weniger Schmuggel-Zigaretten; Tabaksteuer-Plus von 22 Prozent Corona: 25 Prozent weniger Schmuggel-Zigaretten; Tabaksteuer-Plus von 22 Prozent

Österreichs Zöllnerinnen und Zöllner beschlagnahmten im 1. Quartal 2021 411.870 Stück Zigaretten in 292 Fällen. Damit verringerte sich die Zahl der Aufgriffe illegaler Schmuggelzigaretten im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres um 25,5 Prozent.

Im Gesamtzeitraum des Jahres 2020 wurden insgesamt 2,89 Millionen Stück Schmuggel-Zigaretten sichergestellt. Zusätzlich zu den Zigaretten wurden in zwei illegalen Zigarettenfabriken 15,4 Tonnen Rauchtabak beschlagnahmt. Allein aus dem 2020 aufgegriffenen Tabak hätten rund 15 Millionen Zigaretten hergestellt werden können.

1. Lockdown 2020 in Zahlen manifestiert

Insgesamt lassen sich insbesondere aus dem Vergleich des 1. und 2. Quartals 2020 die Auswirkungen der COVID 19-Pandemie und der daraus resultierenden Maßnahmen deutlich ablesen. Wurden im 1. Quartal des Vorjahres rund 433 Millionen Euro an Tabaksteuer eingenommen, waren es im 2. Quartal 2020 mit einem Plus von 17,41 Prozent rund 508 Millionen Euro. Die Aufgriffe gingen in diesem Zeitraum um rund 91 Prozent zurück. Die Zahl der beschlagnahmten Zigaretten sank um 98 Prozent von rund 1,89 Millionen Stück Zigaretten im ersten Quartal 2020 auf rund 33.000 Stück im 2. Quartal des vorigen Jahres. Die Zahl der Aufgriffe hat sich im 3. und 4. Quartal 2020 wieder auf das Niveau von vor dem 1. Lockdown eingependelt. Insgesamt konnte das Vorjahr mit 995 Zigarettenaufgriffen nicht an 2019 mit 2.062 Aufgriffen anknüpfen.

Die Reisebeschränkungen zur Eindämmung der COVID 19- Pandemie und die während des Lockdowns geöffneten Trafiken waren wesentliche Faktoren für den drastischen Rückgang des Zigarettenschmuggels und Absatzanstiegs legaler Tabakwaren.

In den Zahlen schlägt sich zusätzlich auch die Erhöhung der Tabaksteuer mit 1. Oktober 2020 nieder. Im 1. Quartal 2021 stiegen die Einnahmen aus der Tabaksteuer gegenüber dem Vorjahresquartal um 21,9 Prozent auf rund 528 Millionen Euro. Das sind 26,54 Prozent des Vorjahresaufkommens von knapp 2 Milliarden Euro.

Ermittlungen im Bereich des Zigarettenschmuggels auf nationaler und internationaler Ebene bilden einen Schwerpunkt der bundesweit tätigen Zollfahndungsteams. „Die Pandemie schlägt sich in der Tabakschmuggel-Statistik nieder“, so Finanzminister Gernot Blümel. Blümel weiter: „Auch während der Corona-Pandemie bleibt der österreichische Zoll hoch engagiert im Kampf gegen Schmuggel und für die Stärkung der heimischen Wirtschaft. Dass Steuerbetrug an der Republik Österreich unterbunden wird, kommt im Sinne der Steuergerechtigkeit jeder redlichen Steuerzahlerin und jedem Steuerzahler zu Gute.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
01.11.2020

Sinkende Temperaturen, steigende Brandgefahren: Der Beginn der Heizsaison ist brandgefährlich!

Sinkende Temperaturen, steigende Brandgefahren: Der Beginn der Heizsaison ist brandgefährlich Sinkende Temperaturen, steigende Brandgefahren: Der Beginn der Heizsaison ist brandgefährlich

Gerade zu Beginn der Heizsaison sorgen Schwedenöfen, offene Kamine oder sonstige Holzöfen verstärkt für behagliche Wärme in den heimischen Haushalten – und erfahrungsgemäß auch für eine erhöhte Brandgefahr. Mängel beim Einbau der Festbrennstofföfen und Anwendungsfehler beim Heizen bis hin zur falschen Ascheentsorgung stellen dabei die Hauptprobleme dar.

Mit dem Rückgang der Temperaturen verlagert sich unser Leben wieder vermehrt in die eigenen vier Wände. Verstärkt wird dieser für den Herbst typische Trend zum „Cocooning“ heuer durch die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Damit steht aber auch fest, dass die Zahl der Heimunfälle heuer noch stärker als sonst ansteigen wird – ebenso die Zahl der Brände im zivilen Bereich. Auch die Renaissance von offenen Kaminen, Schwedenöfen und Kachelöfen trägt zur Zunahme des Brandrisikos bei. „Vor allem Öfen, die einen Blick auf die Flammen bieten, sind heute wieder ‚en vogue‘ und kommen besonders zu Beginn der Heizsaison, noch vor dem durchgehenden Betrieb der Zentral- oder Fernwärmeheizungen, zum Einsatz“, erklärt dazu Dr. Günther Schwabegger, Mitglied der Geschäftsführung der BVS-Brandverhütungsstelle für OÖ. Aus Sicht des Vorbeugenden Brandschutzes ist auch nichts dagegen einzuwenden – vorausgesetzt, die Öfen werden ordnungsgemäß eingebaut und sachgemäß betrieben.

Gerade beim Einbau kommt es aber häufig zu Mängeln. „Die Stimmung und die behagliche Wärme eines Holzfeuers haben zu einer neuen Modernität dieser Heizform geführt. In den letzten Jahren wurden daher neben Neubauten auch viele Bestandsobjekte – von Wohnungen über Reihenhäuser bis hin zu Einfamilienhäusern – nachträglich mit Festbrennstofföfen ausgestattet“, so Schwabegger. Oftmals erfolgten Aufstellung und Einbau der Öfen in Eigenregie und ohne vorherige Abklärung durch einen Experten. Genau das birgt aber eine Vielzahl von Gefahren und trägt dazu bei, dass die Zündquelle „Wärmegeräte“ in der Brandschadenstatistik der BVS-Brandverhütungsstelle für OÖ alljährlich zu den Top-3-Brandursachen zählt. So wurden etwa im Brandjahr 2018 österreichweit 696 von insgesamt 6.679 erfassten Bränden (Mindestschaden: 2.000 Euro) der Zündquelle „Wärmegeräte“ zugeordnet, alleine in Oberösterreich waren es 182 von insgesamt 1.118 Bränden. Hiervon gingen wiederum 57 Brandgeschehen (OÖ) von „mit festen Brennstoffen betriebenen Feuerstätten“ – also im Wesentlichen von Holzöfen – aus.

Gefahren durch nachträglichen Einbau von Holzöfen

Vielen Heimwerkern ist nicht bewusst, dass die Öfen und alle weiteren für deren Betrieb notwendigen Einrichtungen wie Rauchrohre, Wand- und Deckendurchführungen oder Kamine aufeinander abgestimmt und daher unbedingt durch einen Fachmann eingebaut werden müssen. Zu allererst brauche es die Abklärung durch den zuständigen Rauchfangkehrer-Meister, so Schwabegger: „Wenn ein vorhandener Kamin aufgrund seiner Dimensionierung nicht für den ausgewählten Ofen verwendet werden kann, besteht schon das erste Problem. Der Rauchfangkehrer sollte also jedenfalls beigezogen werden, weil er neben einer fachkundigen Beurteilung des Kaminsystems auch eine weiterführende Beratung – beispielsweise eine Analyse der notwendigen Luftzufuhr – mitliefern kann.“ In einem zweiten Schritt muss der Ofen fachmännisch aufgestellt und an den Kamin angeschlossen werden. Hier gelte es, alle notwendigen und vorgeschriebenen Sicherheitsabstände des Rauchrohres zu Wänden und Einrichtungsgegenständen einzuhalten. Befindet sich beispielsweise das Rauchrohr zu nahe an einer Holzvertäfelung, kann es alleine durch die Strahlungswärme zur Brandentstehung kommen. Ein weiteres Augenmerk muss auch auf die Wand- und Deckendurchführungen des Rauchrohres gelegt werden. Hier sind wiederum vorgegebene Sicherheitsabstände einzuhalten, die Montage sollte ausschließlich durch einen Fachmann erfolgen. „Neben der Strahlungswärme kann bei einer Deckendurchführung auch ein Wärmestau zur Brandentstehung führen“, erläutert Schwabegger.

Ist eine Wohnung schließlich mit einem (Holz-) Ofen ausgestattet, gilt es, diesen auch ordnungsgemäß zu betreiben. „Das heißt, der Kamin und das Rauchrohr müssen regelmäßig gekehrt und überprüft werden“, so der Brandschutzexperte. Alle nachträglichen Änderungen – wie z.B. ein Verbau des Ofenrohres oder bauliche Änderungen im Bereich der Wand- und Deckendurchführungen – müssen mit einem Fachmann abgeklärt werden.

Sicherer Betrieb von Öfen und Kaminen

Neben baulichen Mängeln führen auch immer wieder Nachlässigkeiten und mangelnde Erfahrung im Beheizen von Holzöfen zu Bränden. Wie bei allen anderen Heizgeräten gilt auch hier: Brennbare Materialien wie Papier und Textilien dürfen nur in ausreichendem Abstand zum Ofen oder Kamin gelagert werden. Bei offenen Kaminen sollte die Umgebung unbedingt durch Funkengitter vor Funkenflug geschützt werden. Und auch bei geschlossenen Kaminen, Schwedenöfen oder Kachelöfen gehört der Wohnbereich vor der Ofentür und der Aschenlade durch ein Vorlegeblech oder eine Glasplatte vor herausfallenden Glut- und Aschenresten geschützt.

Wurden alle Sicherheitshinweise befolgt und der Holzofen beheizt, gilt es schließlich noch, die Asche sicher zu entsorgen. Denn auch durch falsche bzw. unsachgemäße Ascheentsorgung kommt es immer wieder zu Bränden. „In der vermeintlich erkalteten Asche können sich bis zu 48 Stunden (in Ausnahmefällen bis zu 72 Stunden) lang Glutreste verbergen“, erklärt Schwabegger. Die Asche darf daher nur in metallene Sicherheitsbehälter mit Deckel geleert und erst nach drei Tagen im Restmüll entsorgt werden. Die Zeit kann verkürzt werden, wenn die Asche vollständig in Wasser geflutet wird. Grund für die Entsorgung im Restmüll statt über den Biomüll oder die Kompostieranlage ist, dass Verunreinigungen durch Kunststoffe, Metalle usw. nicht ausgeschlossen werden können.

Rauchwarnmelder in Neubauten verpflichtend vorgeschrieben!

Um trotz aller Vorsichtsmaßnahmen beim Heizen für den Fall der Fälle gerüstet zu sein, sollte jeder Haushalt mit mindestens einem oder noch besser mit mehreren Rauchwarnmeldern ausgerüstet sein. „Ein Rauchwarnmelder verhindert zwar nicht die Brandentstehung, er warnt aber bereits bei geringer Rauchkonzentration vor einem Entstehungsbrand und verhilft so zum entscheidenden zeitlichen Vorsprung, der für die Flucht aus gefährdeten Bereichen genützt werden kann“, appelliert Dr. Günther Schwabegger: „Die Anschaffungskosten für einen Rauchwarnmelder liegen heute nur mehr zwischen fünf und zehn Euro beziehungsweise zwischen 20 und 30 Euro für einen sogenannten 10-Jahres-Melder. Damit ist ein Rauchwarnmelder die mit Abstand günstigste Lebensversicherung!“ Wer also jeden Wohn- und Schlafraum mit einem Melder ausstattet, investiert im Durchschnitt den Gegenwert einer halben Tankfüllung für sein Auto.

Dazu kommt, dass seit Harmonisierung und Inkrafttreten der bundesländerspezifischen Bauvorschriften in Neubauten die Ausstattung aller Aufenthaltsräume mit jeweils mindestens einem unvernetzten Rauchwarnmelder gesetzlich vorgeschrieben ist. Durch die Neuerung und weitere Vereinheitlichung der Bauvorschriften in Österreich sollte die Durchdringung der Haushalte mit Rauchwarnmeldern in den kommenden Jahren also deutlich erhöht werden.

Wissenswertes zum Einbau von Holzöfen

Rechtzeitige Abklärung

Vor dem (nachträglichen) Einbau eines Ofens (offener oder geschlossener Kamin, Schweden-ofen, Kachelofen, Ölofen usw.) ist der Schornstein (auch „Rauchfang“ oder „Kamin“) auf dessen Eignung zu überprüfen

Fachmännischer Einbau

Auf Eigeneinbauten sollte unbedingt verzichtet werden! Öfen und alle weiteren für deren Betrieb notwendigen Einrichtungen wie Rauchrohre, Wand- und Deckendurchführungen sollten nur von Fachleuten errichtet werden.

Sicherheitsabstände

Rauchrohre müssen entsprechende Sicherheitsabstände zu allen baulichen Einrichtungen (Wänden, Decken usw.) sowie zu allen brennbaren Materialien aufweisen.

Meldung an den Rauchfangkehrer

Nachträglich eingebaute Öfen bzw. Feuerstätten sind unbedingt dem zuständigen Rauchfangkehrer zu melden. Dieser sorgt auch für das regelmäßige Kehren und Überprüfen des Kamins.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
13.08.2021

Baukosten stiegen im Juli 2021 weiter an

Baukosten stiegen im Juli 2021 weiter an Baukosten stiegen im Juli 2021 weiter an

Im Juli 2021 lag der Baukostenindex (Basis 2020) für den Wohnhaus- und Siedlungsbau laut Berechnungen von Statistik Austria bei 113,6 Indexpunkten. Verglichen mit Juli 2020 entspricht das einem Anstieg von 13,6%. Gegenüber dem Vormonat Juni 2021 stieg der Index um 1,1%.

Die Tiefbausparten verzeichneten ebenfalls allesamt Kostenanstiege. So erreichte der Index für den Straßenbau 109,8 Punkte und lag damit um 10,0% über dem Wert von Juli 2020 (+0,9% im Vergleich zu Juni 2021). Der Brückenbau hielt bei 119,0 Indexpunkten, die Kosten stiegen somit um 19,4% gegenüber dem Vorjahresmonat sowie um 1,5% gegenüber dem Vormonat. Die Kosten für den Siedlungswasserbau (109,9 Punkte) stiegen gegenüber Juli 2020 um 9,7% und gegenüber Juni 2021 um 0,8%.

Im Vergleich zum Juli 2020 verzeichneten die durch Stahlprodukte geprägten Warengruppen starke Preisanstiege, was sich insbesondere im Brückenbau niederschlug. Auch die Kosten für Kunststoffwaren stiegen weiterhin erheblich. Im Wohnhaus- und Siedlungsbau waren erneut Holz sowie Polystyrol, Schaumstoffplatten beträchtliche Kostentreiber. Die Warengruppe Diesel, Treibstoffe verzeichnete ebenfalls einen wesentlichen Kostenanstieg, was sich vor allem auf die Tiefbausparten auswirkte.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
24.05.2022

Kärnten - Hackerangriff Landesverwaltung: Derzeit kein Datenverlust feststellbar

Kärnten - Hackerangriff Landesverwaltung Kärnten - Hackerangriff Landesverwaltung

Ein EDV-Systemausfall hat heute, Dienstag, die gesamte Landesverwaltung, Kärntens Bezirkshauptmannschaften, das Landesverwaltungsgericht und den Rechnungshof lahmgelegt, bis dato konnte das Netz nicht wieder hochgefahren werden. Die elektronische Landesverwaltung selbst wurde präventiv von den IT-Experten gänzlich heruntergefahren, um eine Ausweitung des Problems zu verhindern. Es sind derzeit also keine Anwendungen, wie beispielsweise ein email-Verkehr, möglich. Auch Telefonleitungen sind betroffen.

„Die IT-Experten des Landes sowie ein externer Spezialist haben einen Hackerangriff festgestellt und arbeiten derzeit an der Ursachenforschung sowie an der Problemlösung. Es ist aber noch nicht absehbar, wann die Systeme einzeln, oder gesamt, wieder hochgefahren werden können. Ebenso ist derzeit auch noch kein Datenverlust feststellbar, wir können ihn aber auch nicht ausschließen“, informiert heute Nachmittag Gerd Kurath, Leiter des Landespressedienstes, die Öffentlichkeit. Jedenfalls werde mit Hochdruck an der Problemlösung gearbeitet und zugleich nach der Quelle geforscht.

Weiters liegen auch keine Forderungen an das Land in irgendeiner Art vor. Selbstverständlich ist auch die Polizei eingebunden, um Rückschlüsse auf die Quelle des Hacks zu ziehen.

Der Datenschutzbeauftragte des Landes wird nun die in solchen Fällen vorgesehene Meldung an die Datenschutzbehörde machen, generell ist dafür ein Zeitrahmen von 72 Stunden vorgesehen. „Die Meldung des Landes an die Behörde erfolgt jedoch wesentlich früher“, so Kurath. Dies sei notwendig, da zahlreiche Kärntnerinnen und Kärntner in letzter Zeit Kontakt mit dem Land hatten, wie beispielsweise auf Grund von Förderansuchen, oder Anträgen. „Wir bitten die Bevölkerung um Verständnis, es wird sicher zu Verzögerungen in der Bearbeitung sämtlicher Eingaben kommen. Was derzeit definitiv nicht erledigt werden kann, sind die Ausstellung neuer Pässe oder Einzahlungen bei den Bezirkshauptmannschaften“, weist Kurath hin. Bei den BHs sind persönliche Vorsprachen möglich, wie beispielsweise am Jugendamt oder im Sozialbereich, auch in der Landesverwaltung ist ein Notbetrieb aufrecht.

Autonome Datenbanken, wie jene der Gesundheitsdaten oder die des Contact Tracing seien laut Kurath nicht betroffen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
25.04.2022

Befreiung Konzentrationslager Mauthausen: Offizielle Gedenkfeier auch erstmals in Gusen

Das offizielle Österreich gedenkt am Vorabend der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen am 4. Mai der Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen Das offizielle Österreich gedenkt am Vorabend der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen am 4. Mai der Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen

Das offizielle Österreich gedenkt am Vorabend der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen am 4. Mai der Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen. In diesem Jahr steht dabei das ehemalige Außenlager Gusen im Fokus. Bei der Veranstaltung wird es nach dem Gedenken in Mauthausen erstmals eine Begehung der KZ-Gedenkstätte Gusen und ein gemeinsames Gedenken auf dem ehemaligen Appellplatz geben. Diese Flächen des ehemaligen Konzentrationslagers wurden im März 2022 von der Republik erworben und können nun auch für Gedenkveranstaltungen genutzt werden.

„Bei dem Ankauf von Liegenschaften des ehemaligen KZ Gusen handelt es sich um einen Meilenstein für die Sichtbarmachung und Aufarbeitung unserer Geschichte. Die Weiterentwicklung der Gedenkstätte Gusen wird einen wichtigen Beitrag zu einer zeitgemäßen und modernen Erinnerungskultur leisten“, sagt Innenminister Gerhard Karner anlässlich der bevorstehenden Gedenkfeier.

Bei der Gedenkfeier wird ab Einbruch der Dunkelheit die Gedenkaktion #eachnamematters, eine Lichtinstallation in Kooperation mit Ars Electronica, vor dem Memorial Gusen starten. Mit dieser Installation wird den verstorbenen Häftlingen der Konzentrationslager Mauthausen und Gusen sowie weiterer Außenlager gedacht.

Zwtl.: Der Weg des Außenlagers Gusen zur KZ-Gedenkstätte

Das KZ Gusen wurde ab Dezember 1939 errichtet. Bis zu seiner Befreiung im Mai 1945 wurden dort 71.000 Gefangenen aus fast 30 Nationen inhaftiert. Mehr als die Hälfte überlebte die Haft nicht.

Die österreichische Bundesregierung hat in Wahrnehmung der historischen Verantwortung der Republik Österreich ein klares Bekenntnis zur Bedeutung des historischen Ortes Gusen abgegeben

Im März 2022 konnte der Ankauf neuer Liegenschaften zur Erweiterung der bestehenden KZ-Gedenkstätte Gusen abgeschlossen werden. Auf den angekauften Grundstücken befinden sich bedeutende bauliche Überreste des KZ Gusen, darunter der Appellplatz, der Schotterbrecher und zwei Verwaltungsgebäude. Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen wird einen wissenschaftlich begleiteten Beteiligungsprozess in Gang zu setzen, in dessen Rahmen die Interessensgruppen – Opfer und deren Vertreter, aber auch Anwohner – ihre Wünsche, Vorstellungen und Bedürfnisse kommunizieren und somit aktiv an der Neugestaltung mitwirken können. Ziel dieses auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene abgehaltenen Prozesses ist es, die KZ-Gedenkstätte Gusen entsprechend den Anforderungen des 21. Jahrhunderts zu erweitern.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
inhalt
03.05.2022

Ein Drittel der Müsliriegel mit Glyphosat belastet

Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt Greenpeace zu Bio-Müsliriegel zu greifen. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt Greenpeace zu Bio-Müsliriegel zu greifen.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat zwölf Müsliriegel von einem akkreditierten Labor auf Pestizide testen lassen. Das beunruhigende Ergebnis: Vier der zwölf Proben waren mit dem Pflanzengift Glyphosat belastet, drei davon auch noch mit weiteren Giftstoffen. Unter den betroffenen Proben war auch ein für Schwangere beworbener Riegel der Marke Milupa. Die geltenden gesetzlichen Grenzwerte wurden in keiner Proben überschritten, dennoch stellt gerade die regelmäßige Aufnahme von Pestiziden ein Risiko für unsere Gesundheit dar. Glyphosat ist etwa laut der internationalen Agentur für Krebsforschung der WHO bei Tieren erwiesenermaßen krebserregend und beim Menschen “wahrscheinlich krebserregend”. Noch dieses Jahr wird auf EU-Ebene über eine Verlängerung der Zulassung von Glyphosat ab 2023 entschieden. Greenpeace fordert von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger gegen eine EU-weite Neuzulassung des Pflanzengifts zu stimmen und sich auf europäischer Ebene klar gegen Glyphosat zu positionieren.

“Gefährliche Pestizide wie Glyphosat haben in unserem Essen nichts verloren. Doch sogar unsere Müsliriegel sind mit Pestizid-Cocktails belastet”, sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace in Österreich. Bei dem von Greenpeace bei der Lebensmittelversuchsanstalt (LVA) in Auftrag gegebenen Labor-Test wurden in vier von 12 Müsliriegeln Pestizide nachgewiesen, die für Mensch, Tier und Umwelt schädlich sein können. Neben Glyphosat, das in allen vier Proben gefunden wurde, handelt es sich zudem um die Pestizide Pyrimethanil, Cypermethrin, Piperonylbutoxid und Pirimiphos-methyl. Die nachgewiesenen Giftstoffe werden in der konventionellen Landwirtschaft angewandt etwa um Schädlinge oder Beikräuter abzutöten. Dabei verursachen sie aber häufig auch Schäden in der Natur und finden teils ihren Weg in unsere Lebensmittel. So wurde bei dem aktuellen Greenpeace-Test Glyphosat unter anderem in einem für Schwangere beworbenen Riegel von Milupa nachgewiesen, gemeinsam mit zwei weiteren Wirkstoffen. Die in dem Milupa-Riegel nachgewiesenen Mengen waren vergleichsweise niedrig. Allerdings ist hier zu beachten, dass bei Schwangeren ein zusätzliches Risiko für das Ungeborene besteht und der Kontakt mit Pestiziden daher möglichst reduziert werden sollte. Der höchste Glyphosat-Rückstand wurde in einem Riegel des Herstellers Peeroton nachgewiesen. “Wir dürfen uns und unsere Natur nicht länger dieser unnötigen Gefahr aussetzen. Bei Glyphosat ist die Lösung greifbar nah. Alles andere als ein rasches Verbot des Pflanzengifts auf EU-Ebene wäre fahrlässig”, sagt Theissing-Matei.

Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt Greenpeace zu Bio-Müsliriegel zu greifen. Hier kann man sicher sein, dass keine chemisch-synthetischen Pestizide wie Glyphosat eingesetzt werden. Wie der Greenpeace-Marktcheck zeigt, liegt das Bio-Angebot im Handel bei Müsliriegel immerhin bei 25 Prozent. Beim Sortimentsvergleich schneiden im Lebensmittelhandel die Diskonter am besten ab: Lidl belegt Platz eins vor Hofer und Penny Markt, die ex aequo auf dem zweiten Platz liegen. Sie haben zwar ein vergleichsweise kleines Sortiment, überzeugen aber mit hohem Bio-Anteil und einer relativ großen Anzahl an Riegeln mit fair produzierter Schokolade. Bei den Drogeriemärkten schneidet die Kette dm am besten ab.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
24.02.2022

Kuchendekor mit Titandioxid-Gehalt zum ärgerlichsten Lebensmittel gekürt

Kuchendekor mit Titandioxid-Gehalt zum ärgerlichsten Lebensmittel gekürt Kuchendekor mit Titandioxid-Gehalt zum ärgerlichsten Lebensmittel gekürt

Mehr als 8.600 Konsumentinnen und Konsumenten haben sich an der Abstimmung des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) über das ärgerlichste Lebensmittel des Jahres 2021 beteiligt. Der Negativpreis „KONSUM-Ente“ geht dieses Mal an Dr. Oetker, da der Konzern seinen Kundinnen und Kunden in Österreich mit Titandioxid versetzten Kuchendekor zumutet, während er den umstrittenen Zusatzstoff in Deutschland längst aus dem Sortiment verbannt hat. Auf den weiteren Plätzen folgen das S-Budget Baguette von Spar sowie die Nuss-Nougat-Creme von Billa Bio. Ein Ranking der ärgerlichsten Lebensmittel des Jahres 2021 gibt es ab heute auf www.konsument.at und im Testmagazin KONSUMENT.

So viele Zuschriften wie noch nie (688 Beschwerden) gingen im vergangenen Jahr bei der Melde- und Informationsplattform www.lebensmittel-check.at ein, welche 2010 vom VKI ins Leben gerufen wurde und vom Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) unterstützt wird.

„Es ist deutlich erkennbar, dass Verbraucherinnen und Verbraucher zunehmend auf problematische Inhaltsstoffe und die Herkunft von Lebensmitteln achten“, erläutert VKI-Projektleiterin Teresa Bauer. „Immer weniger Menschen scheinen akzeptieren zu wollen, dass Lebensmittel, die hierzulande angebaut und produziert werden können, über tausende von Kilometern transportiert werden. Dies spiegelt sich auch in den Ergebnissen des aktuellen Votings wider, bei dem die ärgerlichsten Lebensmittel des Vorjahres gekürt wurden.“

Die 5 ärgerlichsten Lebensmittel 2021

KONSUM-Ente – Platz 1: Dr. Oetker Kuchen-Dekor

Anders als in Deutschland mischt Dr. Oetker hierzulande seinen Kuchendekor-Produkten den problematischen Lebensmittelzusatzstoff Titandioxid bei (z.B. Party Mix, Rainbow Mix). Der als E 171 gekennzeichnete weiße Farbstoff wurde im Mai letzten Jahres von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als „nicht sicher“ einge­stuft. Titandioxid steht im Verdacht, krebserregend zu sein. In Frankreich ist E 171 bereits seit Jänner 2020 in Lebensmitteln verboten. Beim dort verkauften Kuchendekor verzichtet Dr. Oetker auf Titandioxid – ebenso seit einiger Zeit in Deutschland. Das Unternehmen hatte angekündigt, dass dies in Österreich bis spätestens Ende 2022 der Fall ist. Aufgrund eines mittlerweile beschlossenen EU-Verbots hat das Unternehmen nun möglicherweise früher Handlungsbedarf: Ab Sommer 2022 ist die Verwendung des Zusatzstoffes Titandioxid in Lebensmitteln untersagt.

Platz 2 – Spar S-Budget Baguette

Frankreich ist als Herkunftsland auf dem Etikett des Baguettes von Spar S-Budget angegeben. Das Weißbrot wird nach Auskunft des Unternehmens tiefgekühlt aus Frankreich importiert, um dann in Österreich fertig gebacken zu werden. Der weite Transportweg und die Tatsache, dass auch heimische Betriebe dieses Lebensmittel erzeugen könnten, bescherte Spar den zweiten Platz im Ranking.

Platz 3 – Billa Bio Nuss-Nougat-Creme

Anfang 2021 hat Rewe in Österreich eine Nuss-Nougat-Creme der neu eingeführten Eigenmarke Billa Bio auf den Markt gebracht. In dieser ist neben Sonnenblumenöl auch Palmöl enthalten, was von vielen Konsumentinnen und Konsumenten aufgrund der damit verbundenen Nachhaltigkeitsproblematik nicht goutiert wurde.

Platz 4 – Darbo Feiner Blütenhonig

Bei einem Produkt der Firma Darbo erwarten offenbar viele Kundinnen und Kunden Qualität aus Österreich. Doch die Tiroler Firma bezieht ihre Zutaten nicht ausschließlich von heimischen Imkern. Dass der „Feine Blütenhonig“ – ein Klassiker des Unternehmens – aus den Ländern Ungarn, Rumä­nien und Mexiko stammt, sorgte im Rahmen der Umfrage für größeren Unmut.

Platz 5 – Römerquelle Emotion

Der Getränkehersteller ließ mit einer versteckten Preiserhöhung die Emotionen hochgehen. So wurde die gewohnte 1-Liter-PET-Flasche ohne Ankündigung oder begleitende Information auf 0,75 Liter verkleinert, während der Preis pro Liter erhöht wurde. Römerquelle Emotion verteuerte sich damit über Nacht um 11 Prozent.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
05.03.2021

Breitbandgipfel: Mit mehr Tempo in die Zukunft

„Moderne Infrastruktur ist ein entscheidender Standortfaktor, der zunehmend die Attraktivität von Regionen als Wirtschafts-, aber auch Lebensraum bestimmt“ „Moderne Infrastruktur ist ein entscheidender Standortfaktor, der zunehmend die Attraktivität von Regionen als Wirtschafts-, aber auch Lebensraum bestimmt“

„Moderne Infrastruktur ist ein entscheidender Standortfaktor, der zunehmend die Attraktivität von Regionen als Wirtschafts-, aber auch Lebensraum bestimmt“, betonen die beiden Geschäftsführer der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), Henrietta Egerth und Klaus Pseiner, anlässlich der heute, Freitag, von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger vorgestellten Breitband-Initiative. Ein Jahr mit Lockdowns, Home-Office und Distance Learning, habe gezeigt, wie wichtig leistungsstarke Breitband-Netze mit Gigabit-fähigen Anschlüssen sind. Mit der heute vorgestellten Initiative ‚Plattform Internetinfrastruktur Austria 2030‘ (PIA 2030) soll schnelles Internet nun rascher österreichweit verfügbar werden.

Als Förderabwickler der Breitbandmilliarde im Auftrag der Bundesregierung, jetzt des BMLRT, hat die FFG seit 2015 1400 Förderverträge über 905 Millionen Euro ausgestellt. Die geförderten Aktivitäten erreichen insgesamt 2150 Gemeinden. „Österreich ist damit auf einem guten Weg. 99 Prozent der Haushalte haben schon einen Zugang zur Internet-Grundversorgung. Jetzt geht es darum, nicht nur die Geschwindigkeit spürbar zu erhöhen, sondern auch um verlässliche, stabile Netze und entsprechende Applikationen“, so die FFG-Geschäftsführung, denn ohne zukunftsfähiger Kommunikationsinfrastruktur seien die digitalen Megatrends nicht zu bewältigen.

„Wir freuen uns, gemeinsam mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus und der Regulierungsbehörde RTR die neue Plattform koordinieren und unterstützen zu können. Mit unserem Förder-Know-how bringen wir nicht nur mehr Tempo in Leitungen und Ausbau, sondern forcieren damit die für den Innovations- und Forschungsstandort notwendigen IT- und Digitalisierungskompetenzen“, sind Egerth und Pseiner überzeugt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
11.04.2021

Wo bleibt die große Empörung?

Die meisten ermordeten Frauen kennen ihre Mörder, sehr oft sind diese aus dem familiären Umfeld Die meisten ermordeten Frauen kennen ihre Mörder, sehr oft sind diese aus dem familiären Umfeld

Und wieder wurden Frauen in Österreich ermordet. Gerade erst starb jene Wiener Trafikantin, die von ihrem Ex-Partner mit brennbarer Flüssigkeit übergossen und angezündet wurde. In Graz stellte sich vor wenigen Tagen ein Mann der Polizei und gestand, dass er seine Frau erstochen habe. Die vier Kinder waren zum Zeitpunkt des Mordes in der Schule.

Die meisten ermordeten Frauen kennen ihre Mörder, sehr oft sind diese aus dem familiären Umfeld. Wenn Frauen in diesem Kontext getötet werden, ist oft von „Beziehungstat“, „Familientragödie“ oder „Eifersuchtsdrama“ die Rede. Das sind Begriffe, mit denen indirekt impliziert wird, dass die Ermordete ihr Schicksal herausgefordert hat – etwa, weil sie sich vom Mann trennen wollte. Es findet natürlich jeder verwerflich, wenn ein Mann gewalttätig wird, irgendwie aber scheint es so zu sein, dass die Gesellschaft im Ernstfall bei Männern eher damit rechnet. In der Realität sieht das dann so aus, dass in der Kriminalstatistik 2020 31 ermordete Frauen aufscheinen – fast immer von (Ex-)Partnern. Heuer sind es bis April sieben. Es töten einheimische Männer genauso wie jene mit Migrationshintergrund. Höhere Strafen durch das (entgegen allen Warnungen von Experten) durchgedrückte neue Gewaltschutzpaket haben nichts gebracht. Warum? Weil man damit mehr auf (zu) späte Strafe als auf Schutz setzt. Dass es bei Zweiterem Defizite gibt, zeigt die Tatsache, dass fast alle der zuletzt Ermordeten bereits Kontakt mit der Polizei hatten. Es braucht mehr Geld für Täterarbeit. Es wird zu wenig an patriarchalem Denken geschraubt. Auf Kränkung mit Gewalt zu reagieren muss aus Männerköpfen. Der Begriff des Femizids zerrt Frauenmorde zwar aus dem Privaten ins Öffentliche, Schutzsuchenden rechtzeitig zu helfen aber wäre Sache des Staates.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Liane Pircher
20.07.2021

"Wunsch nach unentgeltlicher Leistung zeigt fehlende Wertschätzung gegenüber der Ärzteschaft"

„Österreich kämpft bereits jetzt mit einem massiven Ärztemangel im Kassenbereich. Wenn man von den Kassenärztinnen und -ärzten nun auch noch erwartet, dass sie gratis arbeiten, wird man dieses Problem weiter verschärfen“ „Österreich kämpft bereits jetzt mit einem massiven Ärztemangel im Kassenbereich. Wenn man von den Kassenärztinnen und -ärzten nun auch noch erwartet, dass sie gratis arbeiten, wird man dieses Problem weiter verschärfen“

Derzeit sind bei den meisten Österreicherinnen und Österreichern nur ein oder zwei Stiche der Corona-Schutzimpfung in den elektronischen Impfpass eingetragen. Dies soll sich in nächster Zeit durch die digitale Erfassung aller anderen Impfungen ändern.

Der vom Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) in einem Interview am 17.7.2021 geäußerte Wunsch, die Nachtragung von Impfungen in den e-Impfpass solle für die Menschen kostenlos sein, ist im Sinne der Patientinnen und Patienten durchaus nachvollziehbar. Allerdings sieht die Ärztekammer für Niederösterreich hierfür die Sozialversicherung in der Pflicht, wie deren Präsident Dr. Christoph Reisner, MSc betont: „Der Ärztekammer NÖ gefällt es überhaupt nicht, dass die ÖGK erwartet, dass Ärztinnen und Ärzte kostenlos arbeiten. Es kann kein Geschäftsmodell der ÖGK sein, darauf zu hoffen, dass Ärztinnen und Ärzte unentgeltlich Leistungen erbringen, die von der öffentlichen Hand nicht bezahlt werden, bei denen diese aber gleichzeitig nicht zulässt, dass sie als Privatleistungen erbracht werden.“

„Österreich kämpft bereits jetzt mit einem massiven Ärztemangel im Kassenbereich. Wenn man von den Kassenärztinnen und -ärzten nun auch noch erwartet, dass sie gratis arbeiten, wird man dieses Problem weiter verschärfen“, empört sich MR Dr. Dietmar Baumgartner, Vizepräsident der Ärztekammer für Niederösterreich und Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte, über den Vorschlag von ÖGK-Obmann Andreas Huss. „Wir Ärztinnen und Ärzte geben täglich unser Bestes für die Patientinnen und Patienten. Das Ansinnen, uns nun ohne Honorierung Leistungen erbringen zu lassen, zeigt einmal mehr die fehlende Wertschätzung gegenüber unserem Berufstand“, macht Reisner seinem Ärger Luft.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
19.01.2022

T-Mobile muss erneut Strafe zahlen – 60.000 Euro laut aktuellem Beschluss

T-Mobile muss erneut Strafe zahlen – 60.000 Euro laut aktuellem Beschluss T-Mobile muss erneut Strafe zahlen – 60.000 Euro laut aktuellem Beschluss

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hatte im Auftrag des Sozialministeriums die T-Mobile Austria GmbH, zu der unter anderem die Marke Magenta gehört, wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens geklagt. Das Oberlandesgericht (OLG) Wien gab der Klage des VKI rechtskräftig statt. In der Folge verstieß das Unternehmen aber mehrmals gegen das Urteil, weshalb der VKI bereits zwei Exekutionsanträge einbrachte. Nach einem aktuellen Beschluss des Bezirksgerichts Innere Stadt Wien muss T-Mobile nun 60.000 Euro Strafe zahlen. Der Exekutionsbeschluss ist noch nicht rechtskräftig.

Im Anlassfall bewarb T-Mobile Glasfaser-Internet groß mit „gratis bis Jahresende“. In einem TV-Werbespot war mit einem Sternchenhinweis 2 Sekunden lang ein umfangreicher Text in einer Fußzeile eingeblendet, der unter anderem auf die Servicepauschale, ein Aktivierungsentgelt und die Mindestvertragsdauer hinwies. Eine ähnliche Fußzeile auf Werbeplakaten war ebenfalls – bei typischerweise flüchtiger Betrachtung aus größerer Entfernung – kaum lesbar.

Das OLG Wien beurteilte dies Anfang 2021 als irreführende Geschäftspraktik. Ein Werbeadressat verstehe die blickfangartig hervorgehobene Mitteilung „gratis bis Jahresende“ nämlich dahingehend, dass in diesem Zeitraum gar keine Kosten anfallen. Nach diesem rechtskräftigen Urteil des OLG Wien hat es T-Mobile zu unterlassen, Produkte mit einem hervorgehobenen, zeitbezogenen Preis – insbesondere als „gratis“ für einen bestimmten Zeitraum – zu bewerben, ohne auf sonstige belastende Bedingungen und Preisbestandteile ausreichend deutlich hinzuweisen. Dazu zählen im Besonderen eine bestehende Servicepauschale, eine Aktivierungsgebühr, die Mindestbindungsdauer sowie der Umstand, dass sich der hervorgehobene, zeitbezogene Preis ab einem bestimmten Zeitpunkt erhöht.

Im Juni 2021 brachte der VKI einen Exekutionsantrag gegen T-Mobile wegen mehrerer Verstöße gegen dieses Urteil ein. Das erstinstanzliche Gericht verhängte eine Strafe von 10.000 Euro. Nach Einlegung eines Rechtsmittels von Seiten des VKI wurde diese Strafe auf 30.000 Euro angehoben. Die Verstöße gegen das Urteil hörten damit jedoch nicht auf. So bewarb T-Mobile unter anderem auf Twitter und in der ORF-TVthek ein Highspeed-Internet mit „Jetzt 4 Monate Grundgebühr GRATIS*“, ohne ausreichend auf die Servicepauschale, die Mindestvertragsdauer oder die ab dem fünften Monat anfallenden Kosten in Höhe von zumindest 40 Euro pro Monat hinzuweisen. Im Dezember 2021 brachte der VKI daher erneut einen Exekutionsantrag gegen T-Mobile ein. Daraufhin wurde jetzt eine Strafe von 60.000 Euro vom Erstgericht festgesetzt.

„Die österreichische Exekutionsordnung sieht eine Höchststrafe von 100.000 Euro pro Exekutionsantrag vor. Die Strafe nach unserem ersten Exekutionsantrag war für T-Mobile offensichtlich nicht hoch genug angesetzt, um die Verstöße gegen das Urteil einzustellen. Sollte sich T-Mobile weiterhin nicht an die gerichtliche Entscheidung halten, werden weitere Exekutionsanträge folgen“, zieht Dr. Beate Gelbmann, Leiterin der Abteilung Klagen im VKI eine vorläufige Zwischenbilanz.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
10.03.2022

Die Rückkehr der Angst

Die Angst ist wieder zurück. Und sie legt sich wie ein dunkler Schleier über unsere Zukunft. Klimakrise, Pandemie und nun der Krieg. Die Angst ist wieder zurück. Und sie legt sich wie ein dunkler Schleier über unsere Zukunft. Klimakrise, Pandemie und nun der Krieg.

Europa war in den vergangenen Jahrzehnten ein Hort der Stabilität und des Wohlstands. Mit Putins Krieg in der Ukraine ist die Angst zurückgekehrt. Neue Zeiten, die Hilfsbereitschaft und Besonnenheit einfordern.

Zwei Tage nach dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine am 24. Februar schrieb Papst Franziskus in einem Tweet auch auf Russisch: „Jeder Krieg hinterlässt die Welt schlechter, als er sie vorgefunden hat.

(...) Krieg ist ein Versagen der Politik und der Menschheit, eine beschämende Kapitulation.“ Und der Albtraum geht weiter. Tausende Menschen wurden in der Ukraine bereits getötet, über zwei Millionen sind auf der Flucht. In den Trümmern des Krieges werden Hoffnungen begraben, wird die Zukunft verdunkelt. In der Ukraine, in Europa.

Der 24. Februar 2022 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte Europas. Euro­pa ist wieder Kriegsschauplatz und 30 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges senkt sich erneut der Eiserne Vorhang über den Kontinent. Nach den Verheerungen des Zweiten Weltkriegs setzte Europa in den vergangenen Jahrzehnten auf Frieden und entwickelte sich zu einem beispiellosen Erfolgsmodell. Europas Sterne glänzten hell, in Sachen Demokratie, in Sachen Rechtsstaat und in Sachen Lebensstandard. Im Frieden konnten Wirtschaft und Innovation kräftig wachsen, Europa wurde zum Ort der Sehnsucht. Doch nun ist die Angst zurück.

Das Gefühl der Sicherheit ist in Auflösung begriffen. Putins Angriffskrieg auf die Ukraine hat alles durcheinandergewirbelt. Als Reaktion darauf werden nun jahrelange Gewissheiten über Bord geworfen. Deutschlands Kanzler Olaf Scholz sprach von einer Zeitenwende und vollzog eine Kehrtwende in der deutschen Sicherheitspolitik. Ohne Vorplanung kündigte er an, die deutsche Bundeswehr mit 100 Milliarden Euro aufzurüsten. Auch andere europäische Staaten werden ihre Verteidigungsbudgets massiv aufstocken. Die EU sucht die geostrategische Neuaufstellung und rüstet sich auf. Und auch der Druck zur nuklearen Nachrüstung wird nicht nur wegen Putins Drohung mit Russ­lands Nuklearstreitkräften steigen.

Die Angst ist wieder zurück. Und sie legt sich wie ein dunkler Schleier über unsere Zukunft. Klimakrise, Pandemie und nun der Krieg. Niemand weiß, wie es weitergehen wird – kurzfris­tig, mittelfristig und langfristig. Wird sich die Eskalation weiter aufschaukeln? Wird in einer neuen Welt die Unsicherheit zu unserem ständigen Wegbegleiter?

Kurzfristig kann es nur darum gehen, den Krieg in der Ukraine so rasch wie möglich zu beenden und den Flüchtlingen zu helfen. Und es müssen Auswege gefunden werden, in allen Richtungen. Wobei eine militärische Option im Sinne einer direkten Konfrontation zwischen der NATO und Russland keine Lösung, sondern womöglich die totale Zerstörung in einem Dritten Weltkrieg bedeuten würde. Hier sind Besonnenheit, Umsicht und Vorsicht gefragt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG, Leitartikel von Christian Jentsch

ganz nach oben

RSS Feeds dbn - Du bist Nachrichten RSS: WienNiederösterreichOberösterreichBurgenlandSteiermarkKärntenSalzburgTirolVorarlberg

Über dbn ImpressumKontakt Häufige Fragen & Antworten Leserbrief

 

 

Die Artikel auf dbn.at werden von einem wirtschaftlich und politisch unabhängigen Redaktionsteam und teilweise auch von autorisierten Benutzern veröffentlicht.

Die Platzierung, Reihung, Veröffentlichungsdauer und eine eventuelle Löschung der Artikel wird ausschließlich von den Lesern durch direkte und indirekte Bewertungen bestimmt.

© 2008 -2022 dbn.at



Danke für Ihre Meinung zu diesem Artikel!

Sie haben dadurch die Platzierung und die Veröffentlichungsdauer des Artikels aktiv beeinflusst.

Laden Sie Ihre Freunde und Bekannte ein, auch ihre Meinung abzugeben!