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04.10.2022

Europaparlament beschließt einheitliche Ladestecker für Handys, Laptops & Co

USB-C wird für alle elektronischen Geräte des Alltags der gemeinsame Ladestecker USB-C wird für alle elektronischen Geräte des Alltags der gemeinsame Ladestecker

Das Europaparlament beschließt in einer Plenarabstimmung morgen, Mittwoch, 5. Oktober, endgültig und verbindlich einheitliche Ladestecker für Handys, Laptops und Co. Barbara Thaler, Binnenmarktsprecherin der ÖVP im Europaparlament, sagt: "Jeder kennt das Problem, jeder hat zu Hause eine Lade voller Ladekabel, die zu nichts mehr zu gebrauchen sind. Deswegen machen wir Schluss mit dem Kabelsalat. Denn er ist lästig und unnötig für die Konsument:innen und schadet der Umwelt."

"Daher hat die EU-Kommission zurecht eine gesetzliche Lösung vorgeschlagen, die wir in den Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten noch deutlich verbessern konnten. USB-C wird für alle elektronischen Geräte des Alltags der gemeinsame Ladestecker. Das gilt künftig für Smartphones, Tablets, Laptops, Kameras, Kopfhörer, tragbare Lautsprecher, tragbare Videospielkonsolen, E-Reader, Tastaturen, Mäuse, tragbare Navigationssysteme und Earbuds. So macht die EU das Leben der Bürger:innen unmittelbar einfacher", sagt Thaler. "Seit mehr als zehn Jahren hatten wir daran gearbeitet, dieses Chaos bei den Ladesteckern abzuschaffen. Die Selbstverpflichtung der Industrie hat die Situation zwar verbessert, aber nicht gelöst."

Das hat auch einen wesentlichen umweltpolitischen Aspekt: "Die verschiedenen Ladegeräte sind eine nicht zu unterschätzende Umweltbelastung, denn bisher sammeln sich auf diese Weise tausende Tonnen Elektromüll pro Jahr in Europa an. Weniger als 40 Prozent des gesamten Elektro-und Elektronikabfalls werden in der EU recycelt. Das ist weder nachhaltig noch sinnvoll und dem bereiten wir jetzt ein Ende", sagt Thaler. Deshalb sei es auch sinnvoll, dass Ladekabel in Zukunft nicht automatisch mit den Geräten verkauft würden. Wer ein Ladekabel kauft, kann künftig eines für alle elektronischen Alltagsgeräte kaufen bzw. so viele, wie er gleichzeitig laden möchte.

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04.10.2022

WKÖ: Im Gewerbe und Handwerk ist die Stimmung gekippt

WKÖ: Im Gewerbe und Handwerk ist die Stimmung gekippt WKÖ: Im Gewerbe und Handwerk ist die Stimmung gekippt

Ein alarmierendes Stimmungsbild kommt aus Österreichs größter Arbeitgeberbranche, dem Gewerbe und Handwerk. Die jüngste Konjunktur-Umfrage von KMU Forschung Austria zeigt: Die Stimmung ist ins Negative gekippt.

Schon im ersten Halbjahr 2022 gingen die Umsätze bzw. Auftragseingänge mengenmäßig (real) um 4 Prozent zurück. Von einer Erholung von der Corona-Pandemie kann nun keine Rede mehr sein: Für das vierte Quartal 2022 dominiert bereits Pessimismus.

Kurve zeigt nach unten

„Die Kurve zeigt deutlich nach unten - bei den konsumnahen Branchen ebenso wie bei jenen, die den Baubereich umfassen. Besonders pessimistisch sind derzeit neben dem Baugewerbe das Bauhilfsgewerbe, die Fahrzeugtechnik und der Holzbau eingestellt“, sagte Christina Enichlmair von KMU Forschung Austria.

Für das vierte Quartal erwarten jetzt nur noch 22 Prozent der befragten Unternehmen eine positive Geschäftsentwicklung, der Saldo ist negativ.

In den konsumnahen Branchen steckt die Umsatzentwicklung nach Corona weiterhin im negativen Bereich fest: Im dritten Quartal 2022 konnten nur 20 Prozent der Betriebe ihre Umsätze steigern. Für 32 Prozent gab es Rückgänge, bei 48 Prozent stagnierten die Zahlen. Stagnierende Umsätze bedeuten bei der hohen Inflationsrate für diese Unternehmen reale Umsatzverluste. Somit verzeichnen in Summe 80 Prozent der Gewerbe- und Handwerksbetriebe reale Umsatzverluste.

Spielball der Energiemärkte

Ungewöhnlich einheitliche Kommentare in der aktuellen Umfrage verdeutlichen das hohe Ausmaß an Verunsicherung und Verzweiflung. Den überwiegend klein- und mittelständischen Unternehmen fehlt momentan jede Planbarkeit: Wie hoch wird die Energierechnung 2023 ausfallen? Bekomme ich noch Material; und wenn ja, zu welchem Preis? Was bedeuten die Lohnverhandlungen für meine Personalkosten?

„Das beherrschende Gefühl ist Machtlosigkeit. Die hohen Energiekosten ziehen vielen Betrieben den Boden weg“, sagte Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der WKÖ, am Dienstag bei einem Pressegespräch: „Unternehmer:innen wollen Herausforderungen aktiv in Angriff nehmen. Jetzt fühlen sie sich wie ein Spielball von Entwicklungen, die sie selbst nicht in der Hand haben.“

Sorge wegen Betriebsschließungen

Viele Betriebe kalkulieren bereits, ab wann sie den Betrieb schließen müssen, um nicht dauerhaft in die Verlustzone zu rutschen oder sogar zahlungsunfähig zu werden. „Wir machen uns große Sorgen, dass viele still und ohne großes Aufsehen zusperren. Und einmal weg heißt: für immer weg“, so Scheichelbauer-Schuster.

„Der jüngst angekündigte Energiekostenzuschuss ist eine wichtige Unterstützung, aber er kann nur ein erster Schritt sein. Weitere Schritte zur Unterstützung der Betriebe sind unbedingt notwendig“, ergänzte Reinhard Kainz, Geschäftsführer der WKÖ-Sparte. Er wies darauf hin, dass bestenfalls ein Drittel der faktischen Mehrkosten kompensiert werde und der Geltungszeitraum bisher nur den Zeitraum bis September 2022 abdecke.

In vielen Betrieben sei die finanzielle Decke nach der Corona-Pandemie zu dünn, um die Kosten selbst zu stemmen. Dass sie diese nicht einfach weiterverrechnen können, ist auch an steigenden Insolvenzzahlen zu erkennen.

„Wir brauchen europäische Notfallinstrumente, die die Strom- und Gaspreise dauerhaft runterbringen und unternehmerisches Handeln in Europa wieder möglich machen“, forderte Scheichelbauer-Schuster. Zur Sicherung der Liquidität in den Unternehmen wären mit einem dauerhaften Verlustrücktrag und staatlich besicherten Kreditgarantien Instrumente verfügbar, die sich schon in der Corona-Pandemie bewährt hätten – ebenso wie die Kurzarbeit.

Zudem appelliert Scheichelbauer-Schuster an die öffentliche Hand, die Krise nicht durch das Zurückhalten von Investitionen weiter zu verschärfen, sondern im Gegenteil gerade jetzt vermehrt Aufträge zu vergeben.

„Wir haben im Gewerbe und Handwerk eine besonders enge Bindung zu unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In Zeiten des Arbeitskräftemangels hat es für uns allerhöchste Priorität, unser Personal im Betrieb halten zu können“, so Scheichelbauer-Schuster.

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10.09.2022

Österreichs Energie fordert temporären Strommarkteingriff

Österreichs Energie fordert temporären Strommarkteingriff Österreichs Energie fordert temporären Strommarkteingriff

Im Zuge des heutigen Sondertreffens der Energieministerinnen und -minister fordert Oesterreichs Energie, die Interessenvertretung von Österreichs E-Wirtschaft, weitergehende Schritte. „Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass sich die europäischen Energiemärkte derzeit im roten Bereich befinden. Um in dieser Situation die Sicherheit und die Leistbarkeit der Energieversorgung weiterhin wahren zu können, müssen nun rasch zielführende Maßnahmen auf europäischer Ebene gesetzt werden“, sagt Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie. Besondere Priorität hat dabei neben Maßnahmen zum Schutz vulnerabler Gruppen die temporäre Entkoppelung der Strompreise von den Gaspreisen.

Die internationale Mangellage bei Gas, die durch die Reduktion der russischen Gasliefermengen ausgelöst wurde, führt derzeit auch im Strombereich zu stark steigenden Großhandelspreisen. Die österreichische E-Wirtschaft, die sich auch auf nationaler Ebene intensiv mit diesem Thema beschäftigt, würde hier einen Vorstoß auf europäischer Ebene begrüßen. „Wesentlich aus Sicht der Branche ist jedoch, dass jeder Eingriff in den Strommarkt gut konzipiert und zeitlich klar begrenzt werden muss“, so Schmidt.

Marktdesign und Liquidität

Bei Eingriffen in das Strommarktdesign müssen die Auswirkung auf den Markt ebenso mitbedacht werden wie die Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit, die Nachfrage nach Gas und die Investitionssicherheit für den Ausbau der Erneuerbaren Anlagen. Hierfür benötigen wir ein konzertiertes Vorgehen auf europäischer Ebene. Zudem sind auf europäischer Ebene Maßnahmen zur Liquiditätsunterstützung von Energieunternehmen bei der Erbringung von Sicherheitsleistungen bei Geschäften am Großhandelsmarkt zu schaffen.

Energieverbrauch senken

Im Hinblick auf den bevorstehenden Winter müssen darüber hinaus umgehend klare Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs ergriffen werden. „Im Energiebereich selbst haben wir derzeit nur zwei wirksame Hebel um die Preise zu beeinflussen: Wir können in den Markt eingreifen oder den Bedarf an Energie senken. In der aktuellen Situation müssen wir von beiden Gebrauch machen“, erklärt Schmidt. Neben der Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere im Industriebereich, sowie Unterstützungsmaßnahmen im Gewerbebereich, müssen aus Sicht der Branchenvertretung auch Maßnahmen zum Schutz von einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen gesetzt werden.

Angebot ausbauen – Erneuerbare forcieren

Wesentlicher Schlüssel um die Situation an den Energiemärkten mittelfristig wieder in den Griff zu bekommen, ist ein forcierter Ausbau der erneuerbaren Erzeugungskapazitäten. „Damit das gelingen kann, müssen hier umgehend alle Hürden beseitigt werden – bei den Genehmigungsverfahren ebenso wie bei der Verfügbarkeit geeigneter Flächen“, sagt Schmidt.

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26.09.2022

Maskenpflicht Adieu – 60 % Plus beim Verkauf von Erkältungsmitteln gegenüber 2021

Maskenpflicht Adieu – 60 % Plus beim Verkauf von Erkältungsmitteln gegenüber 2021 Maskenpflicht Adieu – 60 % Plus beim Verkauf von Erkältungsmitteln gegenüber 2021

Seit Jahresbeginn hat sich in Österreichs Apotheken der Verkauf von Husten- und Erkältungsmitteln wieder auf Vor-Corona-Niveau gesteigert. Daraus lässt sich schließen, dass das „Maskenjahr“ 2021 mit einem Rückgang von fast 25 % beim Verkauf dieser Produkte ein Ausreißer war. Denn 2022 liegen die Verkäufe in diesem Segment mit einem Plus von knapp 60 % massiv über dem Vergleichs-Wert von 2021*. Der heuer insgesamt wesentlich freiere Umgang mit Schutzmasken gegenüber 2021 dürfte hier deutlich seine Wirkung zeigen.

Einen gegenläufigen Verlauf zeigen übrigens die Verkäufe bei Schlankheitsmitteln: Von 2020 auf 2021 stieg deren Verkauf in den Apotheken um 7 %, während er heuer bis dato wieder um 20 % zurückging.

Kräftige Zuwächse zeigen hingegen Mittel gegen Reisekrankheiten (+39 %) sowie Beruhigungs- und Schlafmittel inklusive Stimmungsaufheller (+ 11 %).

Mag. Martin R. Geisler, Generalsekretär der ApoLife Apothekengruppe, erklärt dazu: „Wir sehen anhand unserer Verkaufszahlen, dass Österreich sich ’back to normal‘ bewegt. Nachdem im Jahr 2021 mit der strengen und weitgehend lückenlos befolgten Maskenpflicht die Erkältungskrankheiten deutlich zurückgegangen sind, benötigen die Menschen heuer wieder markant mehr Medikamente für die Atemwege. Auch die kräftige Steigerung bei allen Produkten, die man für Reisen braucht, zeigt: Wir leben wieder weitgehend wie vor der Pandemie. Die Apotheken bleiben in all dem unverändert Anlaufstelle für die Alltags-Probleme in Sachen Gesundheit.“

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26.09.2022

Leerstandsabgabe: Werden in der Zukunft leerstehende Wohnungen teuer für den Eigentümer?

Leerstandsabgabe: Werden in der Zukunft leerstehende Wohnungen teuer für den Eigentümer? Leerstandsabgabe: Werden in der Zukunft leerstehende Wohnungen teuer für den Eigentümer?

Tausende leere Wohnungen beeinflussen die zum Teil massiven Preissteigerungen am österreichischen Wohnungsmarkt. Eine Leerstandsabgabe wurde daher bereits in mehreren Bundesländern beschlossen. Anwalt Dr. Roland Weinrauch, Gründer von Weinrauch Rechtsanwälte, erklärt, wie sich die Gesetzeslage in den unterschiedlichen Bundesländern entwickelt.

Zahlreiche Wohnungen stehen in ganz Österreich leer. Laut Schätzungen bleiben alleine in Wien mindestens 30.000 Wohnungen länger als sechs Monate unbewohnt, 10.000 Wohnungen sogar länger als zweieinhalb Jahre. Aber nicht nur in Wien ist das der Fall, auch in anderen Bundesländern und hier besonders in den Ballungszentren und Tourismusorten stehen viele Wohnimmobilien leer – ein Faktor, der unter anderem auch die Preise von Immobilien in die Höhe treibt.

Werden Wohnungseigentümer deshalb in naher Zukunft Abgaben für ihre leerstehenden Wohnungen bezahlen müssen? Anwalt Dr. Roland Weinrauch illustriert, was dazu aktuell auf rechtlicher Ebene in den Bundesländern passiert und womit in Zukunft zu rechnen sein wird.

In der Steiermark ist am 28.06.2022 das Steiermärkische Zweitwohnsitz- und Wohnungsleerstands­abgabegesetz kundgemacht worden, das mit 1.10.2022 in Kraft tritt (LGBl 46/2022). Darin steht folgendes: „Gegenstand der Abgabe bilden Wohnungen, an denen nach den Daten des Zentralen Melderegisters mehr als 26 Kalenderwochen im Jahr weder eine Meldung als Hauptwohnsitz noch als sonstiger Wohnsitz vorliegt.“

Abgabepflichtige sind die Eigentümer der Wohnung, im Fall eines Baurechts, jedoch die Baurechtsberechtigten. Die Abgabe ist nach der Nutzfläche der Wohnung und den Kalenderwochen im Jahr ohne Wohnsitz zu bemessen. Zur Bestimmung der Nutzfläche sind die Unterlagen der Baubewilligung und – falls vorhanden – die entsprechenden Daten des Gebäude- und Wohnungsregister-Gesetzes heranzuziehen. Der Abgabensatz ist durch Verordnung des Gemeinderates festzulegen, wobei auf den Verkehrswert der Liegenschaften in der Gemeinde Bedacht zu nehmen ist. Daher kann der Abgabensatz für bestimmte Teile des Gemeindegebietes in unterschiedlicher Höhe festgesetzt werden, wenn sich die für die Festsetzung maßgeblichen Umstände innerhalb der Gemeinde erheblich unterscheiden. Die Höhe der Abgabe für eine Wohnung mit 100 m² Nutzfläche darf im Kalenderjahr 1.000 Euro nicht überschreiten.

Dr. Roland Weinrauch, Gründer von Weinrauch Rechtsanwälte, zur steirischen Regelung: „Die Steiermark ist zwar Vorreiter bei der gesetzlichen Regelung des Leerstandes, allerdings bestehen auch zahlreiche Ausnahmen, beispielsweise wenn die Wohnung als Vorsorgewohnung für das eigene Kind verwendet wird, es sich um eine Dienstwohnung handelt oder nachweislich Gründe bestehen, warum sie unvermietbar ist.”

In Salzburg und Tirol wurden gleichartige Gesetze beschlossen, die mit 1.1.2023 in Kraft treten.

Bereits in den 80er Jahren wurde eine Leerstandsabgabe in Wien im Alleingang erhoben, die dann allerdings mit Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes vom 12.03.1985, GZ: G2/85, als verfassungswidrig aufgehoben wurde. Dr. Roland Weinrauch: „Die für die Aufhebung grundlegenden Aussagen des Höchstgerichtes waren, dass einerseits die Abgabe nicht so hoch sein darf, dass diese einem Zwang zur Vermietung gleichkommt und damit in weiterer Folge keine Einnahmen durch die Abgabe zu erwarten wären. Gleichzeitig müssten aber durch die Abgabe Einnahmen erzielt werden, die über den zu erwartenden Verwaltungsaufwand hinausgehen. Zudem läge die Gesetzgebungskompetenz betreffend die Einführung einer Leerstandsabgabe nicht ausschließlich bei den Ländern. Daher fordern die Landeshauptleute nun auch die Kompetenzen des ‚Volkswohnwesens‘ des Bundes in diesem Teilbereich auf die Länder zu übertragen, um entsprechende Regelungen auf Landesebene zu ermöglichen.”

Und abschließend: „Man kann davon ausgehen, dass es derartige Regelungen in Zukunft in der einen oder anderen Form in jedem Bundesland geben wird. Allerdings ist noch unklar, wie diese ausgestaltet sein werden. Zudem sind die Realeffekte auf den Wohnungsmarkt – also ob tatsächlich mehr Wohnungen (günstiger) auf dem Markt sein werden – nicht absehbar. Ich persönlich glaube, dass man diese Effekte nicht überschätzen sollte und halte daher andere Lenkungsmaßnahmen für insgesamt geeigneter.”

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20.07.2022

Die Staus im Reiseverkehr werden noch länger

Vor Fahrtantritt sollte man sich also auf mögliche Staus einstellen. “Im vollgetankten Auto mit Snacks, genügend Flüssigkeit und guter Laune können auch Verzögerungen die Urlaubslaune nicht trüben”. Vor Fahrtantritt sollte man sich also auf mögliche Staus einstellen. “Im vollgetankten Auto mit Snacks, genügend Flüssigkeit und guter Laune können auch Verzögerungen die Urlaubslaune nicht trüben”.

“Schon voriges Wochenende waren die Kolonnen in Salzburg auf der Tauern Autobahn (A10) Richtung Süden insgesamt mehr als zwanzig Kilometer lang. Dieses Wochenende wird aber noch verkehrsintensiver werden”, befürchtet das Alfred Obermayr von den ÖAMTC-Mobilitätsinformationen. In weiteren deutschen Bundesländern und Teilen der Niederlande beginnen die Ferien, aber auch viele Nachzügler:innen brechen erfahrungsgemäß gegen Ende Juli auf. In Tirol werden die Brenner Autobahn (A13) und die Fernpassstrecke zeitweise überlastet sein.

Laut ÖAMTC wird es an folgenden Grenzübergängen bei der Ausreise zu Staus und Zeitverlusten kommen:

West Autobahn (A1) Walserberg

Pyhrn Autobahn (A9) Spielfeld

Karawanken Autobahn (A11) vor dem Karawankentunnel

Inntal Autobahn (A12) Kiefersfelden

Weitere Staupunkte im Detail

Brenner Autobahn (A13) von Innsbruck bis Mautstelle Schönberg sowie in Südtirol vor der Mautstelle Sterzing.

Fernpassstraße (B179) im gesamten Verlauf.

West- (A1) und Tauern Autobahn (A10) vom Walserberg bis Puch, von Hüttau bis Flachau und vor der Mautstelle St. Michael.

Innkreis Autobahn (A8) zwischen Grenze und Ort im Inkreis wegen Bauarbeiten.

Pyhrn Autobahn (A9) vor St. Pankraz und Überbach.

Stauberater Herbert Thaler

Eine besondere Rolle kommt in der Sommerreisesaison ÖAMTC-Stauberater Herbert Thaler zu. Auf der Tauern Autobahn verengen derzeit zwischen Hallein und Zetzenberg Tunnel auf über 30 Kilometern einige Baustellenbereiche die Fahrbahn. Schon kleine Pannen können in diesen Engstellen zu kilometerlangen Staus führen. „Wir fahren vor allem diese Baustellenbereiche auf der A10 ab. Mit dem Motorrad sind defekte Fahrzeuge schnell zu erreichen“, so Thaler.

Auch der Flugbeobachter des Partnerclubs vom ADAC hebt an den Sommer-Wochenende wieder ab. Abgeflogen werden vor allem der Großraum München, die Tauernautobahn und das Inntal. Durch die Beobachtungen aus Deutschland lassen sich Entwicklungen an den Staupunkten in Österreich leichter prognostizieren.

Reiseinformationen und – vorbereitungen wichtig

Nach wie vor ist es wichtig, sich vor Urlaubsantritt über die Reiserouten zu informieren. “Verzögerungen auf den Haupttransitrouten sind fast unvermeidlich. Das Ausweichen schwierig oder sehr zeitraubend. Derzeit verzeichnen wir 76 Durchfahrtssperren entlang der Transitrouten. Diese sollen den Ausweichverkehr verhindern. Es ist also im Allgemeinen ratsam, auch bei Stau, die Haupttransitrouten, zumeist Autobahnen, nicht zu verlassen“, informiert die ÖAMTC-Mobilitätsinformationen. Tagesaktuelle Informationen zu den Urlaubsländern sind außerdem unter www.oeamtc.at/urlaubsservice abrufbar.

Vor Fahrtantritt sollte man sich also auf mögliche Staus einstellen. “Im vollgetankten Auto mit Snacks, genügend Flüssigkeit und guter Laune können auch Verzögerungen die Urlaubslaune nicht trüben”.

Bregenzer Festspiele – Staus auf den Zufahrten zur Seebühne

Noch bis 21. August locken die Bregenzer Festspiele wieder viele Kulturinteressierte an den Bodensee. Verzögerungen sollten auf den Zufahrten zum Festspielgelände eingeplant werden. Der ÖAMTC rät zur Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Festspiel-Tickets berechtigen zur kostenlosen Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.

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22.06.2022

EU-weite Umfrage: Unterstützung für EU wächst angesichts des Krieges in der Ukraine

Unterstützung für EU wächst angesichts des Krieges in der Ukraine Unterstützung für EU wächst angesichts des Krieges in der Ukraine

Fast zwei Drittel (65 %) der Europäer:innen halten die EU-Mitgliedschaft für eine gute Sache. Dies ist der höchste Wert seit 2007, als er bei 58 % lag. Die EU-Mitgliedschaft wird von einer relativen Mehrheit der Bürger:innen in beinahe allen Staaten als „eine gute Sache“ angesehen. Im Vergleich zur letzten Parlameter-Umfrage des Parlaments, die Ende 2021 durchgeführt wurde, sind die Ergebnisse in den meisten Staaten deutlich gestiegen, insbesondere in Litauen, Malta und Estland.

In Österreich halten 46 % der Befragten die EU-Mitgliedschaft ihres Landes für eine gute Sache.

52 % der Europäer:innen haben heute ein positives Bild von der EU, 12 % ein negatives. Dieses Ergebnis bedeutet einen Anstieg von 3 Prozentpunkten für ein positives Bild seit November-Dezember 2021. Es entspricht gleichzeitig dem besten Ergebnis, das in den Umfragen des Europäischen Parlaments seit 2007 gemessen wurde.

In Österreich haben 38 % der Befragten ein positives Bild von der EU.

Roberta Metsola, Präsidentin des Europäischen Parlaments, begrüßte die Ergebnisse der Umfrage: „Während der Krieg auf unseren Kontinent zurückkehrt, fühlen sich die Europäerinnen und Europäer bestätigt, Teil der Europäischen Union zu sein. Die europäischen Bürgerinnen und Bürger fühlen sich der Freiheit zutiefst verbunden. Sie sind bereit, unsere Werte zu verteidigen und erkennen zunehmend, dass die Demokratie nicht mehr selbstverständlich ist.“

Die jüngsten Ereignisse haben auch das Bild geprägt, das die Europäerinnen und Europäer von anderen wichtigen Akteuren auf der internationalen Bühne haben. Russland wird nur von 10 % der Befragten positiv gesehen, ein Rückgang gegenüber 30 % im Jahr 2018, als diese Frage zum letzten Mal gestellt wurde. China erreicht den zweitniedrigsten Wert mit 22 % (-14 Prozentpunkte). Dagegen haben die Europäer:innen ein positiveres Bild vom Vereinigten Königreich (65 %, +1 Prozentpunkt), gefolgt von den USA mit 58 % (+13 Prozentpunkte).

Die meisten Bürger:innen nehmen den Krieg in der Ukraine als grundlegende Veränderung wahr: 61 % sind nicht zuversichtlich, dass ihr Leben unverändert weitergehen wird. Nur etwa ein Drittel der Befragten (37 %) glaubt, dass dies der Fall sein wird. Eine von der Europäischen Kommission letzte Woche veröffentlichte Umfragezeigt, dass acht von zehn Befragten (80 %) der Verhängung von Wirtschaftssanktionen gegen die russische Regierung sowie gegen russische Unternehmen und Einzelpersonen zustimmen. Eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in 22 Mitgliedstaaten ist mit der Reaktion der EU auf den russischen Einmarsch in der Ukraine zufrieden.

Die Inflation und die Lebenshaltungskosten stiegen bereits lange vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine, was das Problem noch vergrößert, und nun sagen vier von zehn Europäerinnen und Europäern, dass sie bereits Auswirkungen auf ihren Lebensstandard spüren (40 % EU-weit, 40 % in AT). Als klares Zeichen europäischer Widerstandsfähigkeit und Einigkeit sehen 59 % der Europäer:innen die Verteidigung gemeinsamer europäischer Werte wie Freiheit und Demokratie als Priorität an - selbst wenn sich dies auf Preise und Lebenshaltungskosten auswirken sollte (49 % in AT).

Die zunehmenden wirtschaftlichen Sorgen spiegeln sich auch in den politischen Prioritäten wider, auf die sich das Europäische Parlament nach Ansicht der Bürgerinnen und Bürger konzentrieren soll: EU-weit wird an erster Stelle die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung genannt (38 % EU-weit, 40 % in AT), gefolgt vom öffentlichen Gesundheitswesen (35 % EU-weit, 30 % in AT), welches in den letzten sechs Monaten deutlich um 7 Prozentpunkte gesunken ist, und von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit (32 % EU-weit, 28 % in AT) mit einem deutlichen Anstieg um 7 Prozentpunkte.

Die wichtigsten Themen für die Befragten in Österreich: Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung (40 %), Maßnahmen gegen den Klimawandel (40 %) und die Zukunft Europas (36 %).

Die Wahrnehmung des Krieges und seiner Bedeutung für die Europäische Union zeigt sich auch in den Grundwerten der Bürger:innen, die sie vom Europäischen Parlament vorrangig verteidigt sehen wollen: Die Demokratie steht erneut an erster Stelle, mit einem Zuwachs von sechs Punkten im Vergleich zum Herbst 2021 (38 %). Der Schutz der Menschenrechte in der EU und weltweit sowie die Rede- und Meinungsfreiheit folgen mit jeweils 27 %.

Nach Meinung der Befragten in Österreich sollte das Europäische Parlament vordringlich die folgenden Werte verteidigen:: Demokratie (33 %), Schutz der Menschenrechte in der EU und weltweit (31 %), Rede- und Meinungsfreiheit (28 %).

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20.07.2022

Transportkosten seit Jahresbeginn um mehr als zehn Prozent gestiegen

Diesel um 67 Prozent teurer als im Vorjahr Diesel um 67 Prozent teurer als im Vorjahr

In Anbetracht der explodierenden Energiekosten appelliert Markus Fischer, Obmann des WKÖ-Fachverbands Güterbeförderung, an Transportunternehmer, die kontinuierlich steigenden Kosten im Auge zu behalten: „Die enormen Mehrkosten können nicht bei den Transporteuren hängenbleiben“, so Fischer. Allein im heurigen Jahr sind die Transportkosten laut Transportkostenindex von Jänner bis Juni um mehr als zehn Prozent gestiegen. (Der Transportkostenindex für die konzessionierte Güterförderung sowie für das Kleintransportgewerbe wird vom Fachverband erstellt und monatlich aktualisiert). In einigen Geschäftsbereichen lagen die Steigerungen noch deutlich höher.

„Im Besonderen trifft die Transporteure die Entwicklung des Dieselpreises, zumal Treibstoffkosten einen wesentlichen Anteil der betriebswirtschaftlichen Gesamtkosten ausmachen“, so Fischer. Zu spüren seien die Preissteigerungen aber nicht nur beim Treibstoff, sondern beispielsweise auch bei Fahrzeuganschaffungen oder bei Verschleißteilen.

Diesel um 67 Prozent teurer als im Vorjahr

Der Dieselpreis ist bereits im Vorjahr um mehr als 30 Prozent gestiegen, ab Februar 2022 erklomm er fortwährend neue Rekordwerte, bis im März zum ersten Mal die Zwei-Euro-Marke pro Liter überschritten wurde. Im Juni 2022 lag der Dieselpreis in Österreich bei 2,017 Euro pro Liter. Das entspricht einer Steigerung von 67 Prozent im Vergleich zum Juni des Vorjahres. Der durchschnittliche Preis für Diesel belief sich laut dem Fachverband der Mineralölindustrie am 18. Juli 2022 auf 2,092 Euro pro Liter und lag damit um 14 Cent über dem EU-Durchschnitt.

Strenge Kontrolle der Kabotagebestimmungen nötig

In Österreichs Nachbarländern variiert der Preis pro Liter Diesel deutlich. In Deutschland wurde mit 1. Juni die Energiesteuer auf Kraftstoffe gesenkt. Diese Steuersenkung gilt bis 31. August. In Kroatien wurden die Spritpreise gedeckelt. Ein Liter Diesel kostet maximal 13,08 Kuna (1,74 Euro). In Slowenien sind die Spritpreise seit Mai gedeckelt. Laut einer aktuellen Mitteilung des slowenischen Wirtschaftsministeriums kostet ein Liter Diesel abseits der Autobahnen 1,70 Euro. In Ungarn wurde bereits im November 2021 ein Spritpreisdeckel eingeführt. Ein Liter Treibstoff kostet maximal 480 Forint, das sind umgerechnet rund 1,30 Euro. Fachverbandsobmann Markus Fischer fordert strenge Kontrollen der Kabotagebestimmungen, um die heimischen Transporteure bestmöglich zu schützen. „Wenn ausländische Mittbewerber in Nachbarländern billig tanken und dann in Österreich Transporte durchführen, ist das eine zusätzliche Wettbewerbsverzerrung. Deshalb sind strenge Kabotage-Kontrollen nötig“, so Fischer.

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20.07.2022

"Bundespräsident verunglimpft TV-Duelle als „Politik-Show“"

„Wann immer dieser Bundespräsident seit der Bekanntgabe seiner neuerlichen Kandidatur auftritt, geht einiges schief“, bemerkte heute FPÖ-Generalsekretär NAbg. Michael Schnedlitz. Wie schon beim Interview in der „ZiB2“, ruderte Van der Bellen auch in einem Interview für die „Tiroler Tageszeitung“ und den „Vorarlberger Nachrichten“ ordentlich herum. Nur in einem Punkt bezog er klar Stellung. Er werde sich auf keine TV-Konfrontation mit FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat Walter Rosenkranz einlassen. Derartige TV-Sendungen bezeichnete der Amtsinhaber als „Polit-Show“. Schnedlitz: „Wer seriöse TV-Debatten derart verunglimpft, der hat offenbar den Nutzen von objektiver Wahlinformation nicht verstanden. Es genügt nicht, sich in der Hofburg zu verstecken und von oben herab zu entscheiden, man müsse sich den Diskussionen mit anderen Kandidaten nicht stellen, weil einen die Leute ohnehin bereits kennen. Das ist nicht nur abgehoben, sondern spiegelt auch eine gewisse Angst wider. Wie man zuletzt bei seinen öffentlichen Auftritten in Oberösterreich beobachten konnte, kennen die Menschen Van der Bellen – das Pfeifkonzert für ihn zeigt aber auch, wie wenig sie mit seiner Amtsführung in den letzten Jahren einverstanden sind.“

Sonst sieht der FPÖ-Generalsekretär im Van der Bellen-Interview viele Parallelen zur Bundesregierung. Man müsse irgendwas unternehmen gegen die Teuerung, meinte das Staatsoberhaupt. In erster Linie brauche es aber Zusammenhalt und Solidarität. „Wenn der Bundespräsident der Regierung dann ausrichtet, sie müsse klarer kommunizieren, dann ist das gewissermaßen eine Selbstanklage, denn im Unterschied zu Walter Rosenkranz lässt Van der Bellen eine klare Kommunikation vermissen. So wollte der grüne Regent in der Hofburg nicht beantworten, ob er eine neuerliche Kanzlerrochade dulden würde oder nicht“, kritisierte der FPÖ-Generalsekretär, der sich überzeugt zeigte, dass mit diesem Präsident Österreich keinen Schritt nach vorne aus der Krise machen werde: „Es braucht frischen Wind in der Hofburg. Mit Walter Rosenkranz holen wir uns unser Österreich zurück. Ein neutrales, selbstbestimmtes Österreich mit den bewährten Grund- und Freiheitsrechten für alle Bürger.“

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20.07.2022

Bäuerinnen und Bauern kämpfen gegen die Trockenheit

Der Osten Niederösterreichs und die klassischen Trockengebiete sehen sich einmal mehr mit einer Wasserknappheit konfrontiert. Der Osten Niederösterreichs und die klassischen Trockengebiete sehen sich einmal mehr mit einer Wasserknappheit konfrontiert.

Der Osten Niederösterreichs und die klassischen Trockengebiete sehen sich einmal mehr mit einer Wasserknappheit konfrontiert. "Es zeigt sich, wie wichtig eine überregionale Wasserversorgung in Zukunft sein wird. Die klimatischen Veränderungen machen eine nachhaltige Nutzung von Oberflächenwasser und Bewässerungsprojekte notwendig", erklärt Landwirtschaftskammer NÖ-Vizepräsident Lorenz Mayr und schließt auch Überlegungen Richtung Donau nicht aus.

Der Neusiedlersee hat seinen historischen Tiefstand erreicht und auch andere beliebte Ausflugsziele kämpfen mit der Wasserknappheit. Doch neben dem Tourismus ist es vor allem die Landwirtschaft, für die eine gute Wasserversorgung entscheidend ist. "Von Hitze und Trockenheit ist nicht nur der Tourismusbereich betroffen, sondern es trifft uns dort, wo es am meisten weh tut, bei unseren Lebensmitteln. Eine gute Wasserversorgung wird in Zukunft über die Versorgungssicherheit unseres Landes mitentscheiden. Das trifft uns nicht nur auf unseren Tellern, sondern wird auch bei den Arbeitsplätzen spürbar, die eng mit der Landwirtschaft verbunden sind", ist Landwirtschaftskammer Niederösterreich-Vizepräsident Lorenz Mayr überzeugt.

Grundwasser als auch Oberflächenwasser nutzen

Vor allem die Verwendung von Oberflächenwasser für die Bewässerung der Ackerkulturen wird künftig mehr in Betracht gezogen werden müssen. "Grundsätzlich ist in Österreich ja genug Wasser vorhanden. Es wird hier notwendig sein, dass wir Oberflächenwasser zum Beispiel aus gut wasserführenden Flüssen oder Bächen für unsere Lebensmittelversorgung nutzen und absichern. Hier sollten wir vor allem überregional denken und Projekte in Angriff nehmen, die eine gute Verteilung gewährleisten", so Mayr und schließt auch Überlegungen Richtung Donauwasser nicht aus. Schon jetzt sollen umfangreiche Investitionen in Bewässerungen den Ertrag und die Qualität der Ernte sichern. Zusätzlich tragen sie zur Erhaltung der Kulturlandschaft bei. "Rund 100.000 Hektar sind derzeit in NÖ bewässerbar. Vor allem im Marchfeld, im Tullnerfeld, in der Wachau und im Kamptal, aber auch im Waldviertel gibt es Projekte", gibt Mayr einen Überblick über die derzeitige Lage. Doch das reicht bei weitem noch nicht aus.

Zugriff auf Wasser strikt reglementiert

Sorge ums Trinkwasser muss sich dabei allerdings niemand machen. So wird der Zugriff auf Wasser durch das Wasserrecht strikt reglementiert. Zusätzlich ist der Umgang mit dem knappen Gut "Wasser" für Bäuerinnen und Bauern eine Ehrensache: "Es geht auf unseren Feldern nicht nur um eine nachhaltige Bewässerung, sondern darum, das Wasser generell auf unseren Böden zu halten. Mit einer schonenden und wassersparenden Bewirtschaftung setzen Bäuerinnen und Bauern auch neben den Bewässerungsprojekten ein Zeichen gegen den Klimawandel und passen sich den sich ändernden Bedingungen an", erklärt Mayr.

Kompetenzzentrum für Bewässerung ist wertvoller Partner für Bäuerinnen und Bauern

Seit mittlerweile zwei Jahren steht das Kompetenzzentrum für Bewässerung in Niederösterreich Bäuerinnen und Bauern bei ihren Projekten zur Seite. Damit werden eine sorgsame Planung und eine solide Entscheidungsgrundlage für Bewässerungsprojekte sichergestellt. "Bei uns in der Landwirtschaft geht es um einen sinnvollen Umgang mit dem wenig vorhandenen Wasser. Wir müssen es vor allem dann verfügbar haben, wenn es die Pflanzen brauchen. Das ist eine Herausforderung, die wir in den nächsten Jahren noch intensiver angehen und bewältigen müssen", so der Vizepräsident abschließend.

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20.07.2022

Hitzewelle: Medikamente schützen!

Die empfindlichen Substanzen werden aber meist nicht durch Hitze zerstört, sondern durch das Sonnenlicht. Die empfindlichen Substanzen werden aber meist nicht durch Hitze zerstört, sondern durch das Sonnenlicht.

Arzneimittel sollen kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Diese Regel hat angesichts der häufigeren und immer länger anhaltenden Hitzeperioden noch einmal an Bedeutung gewonnen. „Die adäquate Lagerung von Medikamenten ist sehr wichtig, da die enthaltenen Arzneistoffe zerstört oder zumindest in ihrer Wirkung beeinträchtigt werden können. Das ist äußerlich nicht zu erkennen“, warnt Mag. pharm. Susanne Ergott-Badawi, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer. In der Apotheke gebe es daher spezielle Vorschriften, die genau eingehalten werden.

Arzneimittel-Lagerung zu Hause

Aber auch zu Hause müssten die Medikamente richtig aufbewahrt werden – vor allem während einer Hitzeperiode wie der aktuellen, so die Pharmazeutin. „Bei der Lagerung persönlicher Arzneimittel sollen stets die Aufbewahrungshinweise auf der Arzneimittelpackung und im Beipackzettel beachtet werden. Grundsätzlich gilt: Medikamente unbedingt vor Licht und Feuchtigkeit schützen und bei 15 bis 25 Grad Celsius aufbewahren.“

Eine Lagerung von Arzneimitteln im Kühlschrank ist nur dann empfehlenswert, wenn dies ausdrücklich angegeben ist. Ratsam ist darüber hinaus, Medikamente in der Originalverpackung zu belassen. „Wer auf Nummer sicher gehen möchte, holt am besten persönlichen und fachkundigen Rat in der Apotheke um‘s Eck ein“, so Ergott-Badawi.

Reisen mit Medikamenten

Natürlich ist auch die Reiseapotheke stets kühl, trocken und lichtgeschützt zu transportieren. „Wichtig ist: Arzneimittel nicht im Auto aufbewahren! In der prallen Sonne erreichen parkende Autos innerhalb kürzester Zeit extrem hohe Temperaturen im Innenraum. Dosieraerosole, Zäpfchen oder Arzneipflaster können dadurch unbrauchbar oder unwirksam werden“, warnt die Apothekerin. Auf längeren Reisen oder beim Campingurlaub eignen sich daher Kühltaschen (ohne Kühlelemente), um Medikamente vor großer Hitze zu schützen. Medikamente wie Insulin, die daheim im Kühlschrank gelagert werden, sollten unterwegs in einer Kühlbox mit Kühlakkus transportiert und aufbewahrt werden.

Bei Flugreisen gehören Medikamente ins Handgepäck, damit die wichtigsten Arzneimittel immer griffbereit sind. Hier ist allerdings auf die Bestimmungen bezüglich Flüssigkeiten zu achten.

UV-Licht schadet am meisten

Die empfindlichen Substanzen werden aber meist nicht durch Hitze zerstört, sondern durch das Sonnenlicht. Am Urlaubsort angekommen, empfehlen Apothekerinnen und Apotheker daher, die Arzneimittel in einem dunklen, trockenen Kleiderschrank zu deponieren. Auf keinem Fall dürfen Medikamente direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. „Wenden Sie sich im Zweifelsfall mit allen Fragen an Ihre Apothekerinnen oder Ihren Apotheker. Sie stehen Ihnen mit Rat und Tat jederzeit zur Verfügung“, so Ergott-Badawi abschließend.

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26.09.2022

Bevor es dunkel wird

Die aktuelle Rekordinflation sowie die hohen Energiekosten konfrontieren den gemeinnützig tätigen Kunst- und Kulturbereich erneut mit massiven Existenzproblemen. Die aktuelle Rekordinflation sowie die hohen Energiekosten konfrontieren den gemeinnützig tätigen Kunst- und Kulturbereich erneut mit massiven Existenzproblemen.

Die aktuelle Rekordinflation sowie die hohen Energiekosten konfrontieren den gemeinnützig tätigen Kunst- und Kulturbereich erneut mit massiven Existenzproblemen. Die Politik spart währenddessen an Antworten.

Das Defizit kulturpolitischer Strategien ist in Österreich seit langem bekannt, in den Krisen zeigt es jedoch seine fatalen Auswirkungen: Kultureinrichtungen, die stark energieabhängig sind, immer prekär arbeiten mussten und dennoch kaum Rücklagen bilden durften, konnten nur sehr selten in die nachhaltige Reduzierung von Energiekosten investieren. Jetzt trifft sie die Preisentwicklung mit voller Härte und stellt sie vor schier unüberwindliche Hindernisse.

Die beunruhigende Erhöhung der Energiekosten und die steigende Inflation sind für alle in diesem Land offenkundig. Private, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und der gemeinnützige Bereich stehen vor existenzbedrohenden Problemen. Während an Energiezuschüssen für gewinnorientierte Unternehmen im Wirtschaftsministerium gearbeitet wird, ist Hilfe für gemeinnützige Einrichtungen nicht in Aussicht, obwohl der Kulturbereich seit mehreren Wochen öffentlich dazu urgiert. Während Theater, Programmkinos, Konzerträume, Galerien, Produktions- und Proberäume weiter den Bedürfnissen ihres diversen Publikums entsprechen und innovative Programme entwerfen, droht die Kapitulation wertvoller Kunst- und Kulturarbeit vor massiv steigenden und knappe Kulturbudgets überfordernden Kosten.

Weder der zuständige Kulturminister Werner Kogler noch Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer haben bisher eine bundesweite Lösung angekündigt. Dabei braucht es dringender denn je eine klare Ansage zu einer adäquaten Budgetanhebung auf allen Förderebenen.

Die IG Kultur Österreich und die Landesorganisationen fordern daher dringend drei Maßnahmen:

1. Einen Fonds für alle gemeinnützigen Einrichtungen auf Bundesebene zur Abfederung der gestiegenen Energiekosten.

2. Eine Erhöhung der Kulturförderungen in der Freien Szene um 15 Prozent.

Neben der aktuellen Inflationsrate und den damit einhergehenden Preiserhöhungen, die sich in allen Bereichen der Kulturproduktion in Honoraren, Gehältern, Miete, Druck- und Versandkosten, etc. niederschlagen, ist auch eine Valorisierung der Budgets und die Sicherung von Fair Pay im Kulturbereich notwendig.

3. Breite Investitionsprogramme von Bund und Ländern zur Energieoptimierung für Kultureinrichtungen.

Kultureinrichtungen brauchen jetzt dringend Hilfe, bevor es in der österreichischen Kultur dunkel wird, das Publikum und die kulturelle Vielfalt verschwinden. Wir fordern daher die Politik zu einem raschen und nachhaltig wirksamen Handeln auf.

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26.09.2022

ÖAMTC fordert MöSt-Senkung als Ausgleich für zusätzliche CO2-Bepreisung

MöSt-Senkung als Ausgleich für zusätzliche CO2-Bepreisung MöSt-Senkung als Ausgleich für zusätzliche CO2-Bepreisung

Ab kommenden Samstag, 1. Oktober, werden die Spritpreise in Österreich durch die zusätzliche CO2-Bepreisung um neun (Diesel) bzw. acht Cent (Super) steigen. Damit wird speziell Diesel wieder rund zwei Euro kosten. "Angesichts der weiterhin dramatischen Teuerung in nahezu allen Lebensbereichen ist die Regierung gefordert, gegenzusteuern", stellt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexperte Martin Grasslober klar.

Der Vorschlag des Mobilitätsclubs liegt auf dem Tisch: Im Gegenzug zur zusätzlichen CO2-Bepreisung muss die Mineralölsteuer (MöSt) zumindest im selben Ausmaß gesenkt werden. Grasslober: "Damit wäre einerseits jenen geholfen, die auf das Auto angewiesen sind. Andererseits wäre so auch die weitere Auszahlung des Klimabonus, der ja aus den Einnahmen der zusätzlichen CO2-Steuer finanziert wird, gesichert."

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26.09.2022

Studie: Bis zu 70% der globalen Lebensmittelverluste könnten vermieden werden

Lebensmittelverlust & Lebensmittelverschwendung Lebensmittelverlust & Lebensmittelverschwendung

Jedes Jahr werden 33% bis 40% aller globalen Lebensmittel, rund zwei Milliarden Tonnen, vergeudet. Während die eine Hälfte im Handel, Gastronomie oder in Haushalten verschwendet wird, geht die andere Hälfte davon in vorgelagerten Prozessen verloren, bevor die Produkte in den Lagern und Geschäften des Lebensmittelhandels ankommen (Lebensmittelverlust). Diese Lebensmittel im Wert von etwa 600 Milliarden Dollar gehen bereits während oder kurz nach der Ernte verloren und verbrauchen ein Viertel der weltweiten Süßwasservorräte. Zusammen mit den später im Handel oder von Konsument:innen verschwendeten Lebensmitteln verursachen die verlorenen Lebensmittel zudem Treibhausemissionen, die 8% der weltweiten Emissionen ausmachen - und damit vier Mal mehr als die Luftfahrtindustrie.

Dabei könnten 50-70% des Lebensmittelverlustes vermieden werden, wenn Lebensmittelhersteller und -händler die weltweiten Bemühungen zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten anführen würden und allen Beteiligten der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten würden. Das sind Ergebnisse der McKinsey-Studie "Reducing food loss: What grocery retailers and manufacturers can do".

Weniger Lebensmittelverlust: ökonomische und ökologische Vorteile

Die Reduzierung des Lebensmittelverlustes hätte einige Vorteile: Die Herstellungskosten (Cost of goods sold - COGS) der Einzelhändler würden um 3 bis 6 Prozent und die der Produzenten um 5 bis 10 Prozent sinken. Weniger Lebensmittelverluste hätte auch ökologische Vorteile: CO2-Emissionen und die damit verbundenen Kosten würden um 4 bis 9 Prozent sinken.

Während die Produktion von Fleisch- und Milchprodukten den größten negativen Einfluss auf die Umwelt hat, haben sie sehr wenig Anteil am Lebensmittelverlust und damit auch an dessen negativen Umweltauswirkungen: Der Anteil von Fleisch am Lebensmittelverlust beträgt 3%, der von Milch 5%. Dagegen haben drei Kategorien - Obst/Gemüse, Getreide und Wurzeln/Knollen - mit 75% den größten Anteil am Lebensmittelverlust und den damit verbundenen CO2-Emissionen und Wasserverbrauch. Allein 50 - 75 Millionen Tonnen Tomaten gehen jedes Jahr bei oder kurz nach der Ernte verloren, rund ein Viertel davon bereits beim Pflücken und Verstauen in Behältern.

Lebensmittelverlust: Ursachen und Lösungen zur Reduktion

Die Hauptursachen für den Lebensmittelverlust bei der Ernte sind zu gleichen Teilen: Überproduktion, Produkte, die nicht den Kundenwünschen nicht entsprechen und Lebensmittel, die Schäden aufweisen, die die Produkte ungenießbar machen. Zwei Drittel könnten folglich noch von Menschen gegessen werden, ein Drittel könnte noch alternativ, beispielsweise als biobasierter Rohstoff oder Tiernahrung genutzt werden. Lebensmittel-händler und -produzenten könnten 80 Milliarden Dollar neues Marktpotenzial durch die Nutzung dieser Lebensmittel schaffen.

Lebensmittelverlust wird zum Teil durch externe Faktoren wie unerwartete Wetterereignisse, eine fehlerhafte Vorgehensweise bei Lieferungen oder eine schlechte Wartung von Geräten beeinflusst. Allerdings haben auch fehlende Transparenz und Kommunikation unter den Beteiligten in der Wertschöpfungskette Lebensmittelverluste zur Folge. Erzeuger können überproduzieren, weil sie die Marktnachfrage nicht genau kennen, während Hersteller und Einzelhändler oft wenig Transparenz über das Angebot haben. Strenge Kundenerwartungen können zu einer Zurückweisung von Produkten durch den Einzelhändler nach der Ernte führen, da diese nicht den Standards und Erwartungen des Einzelhändlers entsprechen. Die meisten Beschaffungsverträge schaffen keine Anreize zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten.

Begriffsdefinition Lebensmittelverlust & Lebensmittelverschwendung

Lebensmittelverschwendung (food waste) ist nach Angaben der Food and Agriculture Organization (FAO) der Vereinten Nationen, "das Wegwerfen von essbaren Lebensmitteln auf der Ebene des Einzelhandels und der Verbraucher". Lebensmittelverschwendung entsteht demnach nachgelagert, entweder in der Vertriebsstufe (beispielsweise auf dem Weg der Lebensmittel aus dem Lager eines Einzelhändlers in ein Ladenregal) oder in der Verbrauchsphase (z.B. wenn Menschen Essensreste wegwerfen). Lebensmittelverlust hingegen entsteht in vorgelagerten Prozessen. Die FAO definiert ihn als "die Abnahme der essbaren Lebensmittelmasse bei der Produktion, Nachernte und Verarbeitung in der Lebensmittelkette".

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20.07.2022

Immobilienpreise in Ferienregion steigen bis zu 16 Prozent

Die Preisentwicklung geht steil bergauf: Im ersten Halbjahr 2022 stiegen die Preise im Vergleich zu 2021 um durchschnittlich 12,5 Prozent für Eigentumswohnungen, in einzelnen Regionen gab es Preissteigerungen bis zu 30 Prozent. Die Preisentwicklung geht steil bergauf: Im ersten Halbjahr 2022 stiegen die Preise im Vergleich zu 2021 um durchschnittlich 12,5 Prozent für Eigentumswohnungen, in einzelnen Regionen gab es Preissteigerungen bis zu 30 Prozent.

Österreich als Urlaubsdestination steht hoch im Kurs. Für mehr als die Hälfte der Österreicher:innen war 2021 die Alpenrepublik das Urlaubsland Nummer eins+. Was bei so viel Heimatverbundenheit der Kauf einer Immobilie in neun beliebten österreichischen Tourismusregionen kostet und wie sich die Preise für Eigentumswohnungen und Häuser heuer entwickelt haben, analysiert eine aktuelle Auswertung von ImmoScout24.

Mit 6.000 Euro pro Quadratmeter könnte Plafond erreicht sein

Die Preisentwicklung geht steil bergauf: Im ersten Halbjahr 2022 stiegen die Preise im Vergleich zu 2021 um durchschnittlich 12,5 Prozent für Eigentumswohnungen, in einzelnen Regionen gab es Preissteigerungen bis zu 30 Prozent. Der Durchschnittspreis für Wohnungen liegt aktuell bei rund 4.500 Euro pro Quadratmeter. In einigen Seeregionen liegt der Quadratmeterpreis mittlerweile allerdings schon bei 6.000 Euro. Am Bodensee, in Zell am See oder im Salzburger Seenland kostet derzeit eine 75 Quadratmeter-Wohnung bis zu 470.000 Euro. Etwas vereinfacht könnte man sagen: Für diesen Preis kann man 47 Jahre lang je zwei Wochen Luxusurlaub mit einem Budget von 10.000 Euro in der schönen Seeregion machen. Aber auch in der gut besuchten Bergregion des Tiroler Zillertals oder in St. Johann im Pongau/Salzburg liegen die Preise über 5.000 Euro pro Quadratmeter. „Mit 6.000 Euro pro Quadratmeter könnte aber vorläufig auch der Preis-Plafond erreicht sein. In Zell am See waren die Preise bereits 2021 auf diesem Niveau und sind jetzt stabil geblieben“, so Markus Dejmek, Österreich-Chef von ImmoScout24.

Häuserpreise steigen um 16 Prozent

Bei den Hauspreisen ist die Steigerung noch deutlicher und liegt bei knapp 16 Prozent. Für ein 120 Quadratmeter-Haus am Bodensee sollte man knapp 740.000 parat halten. Auch in den Regionen Zell am See, Zillertal und in der Salzburger Seenregion liegen die Preise aktuell bei 6.000 Euro pro Quadratmeter. Wer jährlich eine stattliche Summe von 20.000 Euro für Urlaub ausgibt, könnte das entsprechend rund 37 Jahren tun. „Der Kauf einer Immobilie in einer Ferienregion bietet nicht nur die Möglichkeit, an einem schönen Ort Urlaub zu machen. Es ist auch eine Investition in die Zukunft und eine Wertanlage. So sehen es auch die Österreicher:innen, die nach wie vor sehr aktiv auf der Suche nach dem richtigen Zweitwohnsitz sind“, ergänzt Markus Dejmek.

Die günstigeren Regionen

Sowohl bei Häusern als auch bei Eigentumswohnungen liegen die Regionen Schladming/Dachstein mit Preisen bis zu 3.800 Euro pro Quadratmeter und das Waldviertel mit bis zu 3.000 Euro pro Quadratmeter unter dem Hochpreisniveau der anderen Urlaubsregionen. Vergleichsweise günstig ist der Erwerb einer Liegenschaft im Murtal. Die 75 Quadratmeter-Wohnung liegt bei knapp über 100.000 Euro, das 120 Quadratmeter-Haus ist für durchschnittlich rund 220.000 Euro zu haben.

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20.07.2022

Neuer Test bestimmt SARS-Cov-2-Immunität in nur 48 Stunden

Ein Forschungsteam der MedUni Wien hat einen neuen Bluttest entwickelt, der innerhalb von nur 48 Stunden Aufschluss über die Immunität gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 gibt. Dieser Test ist besonders relevant für vulnerable Patient:innengruppen, bei denen die eigene Antikörperantwort nicht aussagekräftig ist. Der Test zeigt auch an, ob die Immunität aufgrund einer Impfung gegen SARS-CoV-2 oder aufgrund einer überstandenen Infektion besteht. Die Daten der Studie wurden aktuell im renommierten Journal Allergy veröffentlicht.

Der am Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie der MedUni Wien von Bernhard Kratzer unter Studienleitung von Winfried Pickl und Rudolf Valenta neu entwickelte Test basiert auf der Gedächtnisantwort von T-Zellen gegenüber drei verschiedenen Peptid-Mischungen von SARS-CoV-2. T-Zellen sind ein wichtiger Teil der zellulären Immunantwort: Sie machen mit SARS-CoV-2 infizierte Zellen unschädlich und unterstützen gleichzeitig die Immunantwort durch die Produktion von spezifischen Botenstoffen (sog. Zytokinen), die unter anderem auch für die wichtige Antikörperproduktion entscheidend sind. „Momentan benötigt man für die Durchführung und die Auswertung solcher T-Zell-Tests mindestens eine Woche, und die Tests können nur in Speziallabors durchgeführt werden. Im Gegensatz dazu wird unser neu entwickelter Test direkt mit einer Blutprobe durchgeführt und kann bereits nach 48 Stunden ausgewertet werde“, so Studienleiter Winfried Pickl. Der neue Test kann ab September am Institut für Immunologie am Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie der MedUni Wien durchgeführt werden und ist speziell für jene Personen sinnvoll, die keine Antikörper gegen SARS-CoV-2 bilden können.

Differenzierung zwischen geimpft und genesen

Im Zuge der Analysen der Blutproben von COVID-19-genesenen Patient:innen konnte das Forschungsteam anhand der Peptid-Mischungen aus S-, M- oder NC-Proteinen nicht nur die beiden antiviralen Zytokine Interleukin (IL)-2 und Interferon-gamma in großen Mengen nachweisen, sondern auch das Zytokin IL-13 als Marker für die hochspezifische T-Zell-Immunantwort gegenüber SARS-CoV-2 identifizieren. IL-13 war bisher als Marker für allergische Immunreaktionen bekannt, scheint jedoch auch eine wichtige Rolle beim Aufbau einer langlebigen Antikörperantwort zu spielen.

Die Verwendung der drei verschiedenen Peptid-Mischungen erlaubt außerdem die Unterscheidung zwischen SARS-CoV-2-geimpften Personen und Patient:innen, die an COVID-19 erkrankt sind. Die Proben von genesenen Proband:innen reagieren mit signifikanter Zytokinproduktion auf alle drei Peptidmischungen, während die Proben von geimpften Personen nur auf jene Peptidmischung reagieren, deren Eiweiß durch die Impfung induziert wurde (S-Protein), und wogegen die Geimpften dann auch eine zelluläre Immunität aufgebaut haben. Der neuartige Test erlaubt es daher auch bei Menschen, die aus diversen Gründen keine aussagekräftige Antikörperantwort entwickeln können, eine spezifische zelluläre Immunantwort gegenüber SARS-CoV-2 nachzuweisen und somit etwa den Erfolg einer Impfung zu bestätigen.

T-Zell-Immunität bei Infektion länger nachweisbar als Antikörper

In der Studie wurde die T-Zell-Antwort auch zehn Monate nach der Infektion analysiert. Es konnte dabei noch eine ebenso starke T-Zell-Antwort wie zehn Wochen nach der Infektion gemessen werden. Dies ist insofern beachtlich, als die Antikörperspiegel zehn Monate nach Infektion im Blut bereits deutlich abgefallen sind. Diese langlebige T-Zell-Antwort sollte auch zukünftig vor einem schweren Verlauf bei erneuter Infektion mit SARS-CoV-2 schützen. Es hat sich gezeigt, dass die zelluläre Immunantwort von schwer erkrankten Menschen, die im Spital behandelt werden mussten, besonders stark ist.

Die Ergebnisse dieser Studie tragen wesentlich zum besseren Verständnis der Immunantwort gegenüber SARS-CoV-2 bei und ermöglichen einen raschen Nachweis einer aufgebauten zellulären SARS-CoV-2-Immunität.

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10.08.2022

„Rechnungshof bestätigt, dass man die COFAG aus Sicht des Steuerzahlers kaum schlechter basteln hätte können“

Mit der gewählten Konstruktion sei es zu keinerlei Nutzen sondern nur zu Nachteilen und Komplikationen für die Republik gekommen. Mit der gewählten Konstruktion sei es zu keinerlei Nutzen sondern nur zu Nachteilen und Komplikationen für die Republik gekommen.

Der Finanz- und Budgetsprecher der SPÖ Jan Krainer sieht die Kritik der SPÖ an der Blackbox COFAG bestätigt: „Es war immer ein Konstrukt, das lediglich das Ziel hatte, möglichst unkontrolliert und daher ungeniert Geld zu verteilen und dabei sich selbst, die eigene ÖVP-Familie, nicht zu kurz kommen zu lassen!“ Schwarz auf Weiß ist nun festgestellt, dass mit der COFAG ein Konstrukt geschaffen wurde, „das man aus Sicht der Republik kaum schlechter basteln hätte können“, so Krainer.

Mit der gewählten Konstruktion sei es zu keinerlei Nutzen sondern nur zu Nachteilen und Komplikationen für die Republik gekommen. Als Nutznießer dieses Systems bleiben damit nur Günstlinge der ÖVP übrig. „Und wieder zeigt sich: der ÖVP ist keine Krise zu groß, um nur an sich selbst zu denken“, urteilt der SPÖ-Abgeordnete, der im Einklang mit der Empfehlung des Rechnungshofs verlangt, dass Perner sein Geld zurückbezahlen soll.

Abschließend hält Krainer fest, dass immer noch im Dunklen sei, „wer denn das ganze Geld bekommen hat? Wir wissen jetzt nur, wer es verteilt hat und dass die Personen dafür ungeeignet waren.“

„Der aktuelle Rechnungshofbericht enthüllt schwarz auf weiß die zahlreichen Missstände rund um die Blackbox COFAG und deren Entstehung. Ohne zusätzlichen Nutzen wurde eine Stelle geschaffen, die die Auszahlung von Coronahilfen lediglich verkompliziert hat und ein reiner Selbstzweck für Kurz-Intimus Perner war“, reagiert NEOS-Budget- und Finanzsprecherin Karin Doppelbauer auf den Rohbericht des Rechnungshofes zur COFAG, in dem die Besetzung der Gesellschaft sowie die Mehrfachbezüge ihres Ex-Geschäftsführers scharf kritisiert werden.

„Wir NEOS haben davor gewarnt, dass die COFAG ein schwarzes Loch, eine intransparente Blackbox ist, bei der niemand nachvollziehen kann, was mit dem Steuergeld der Bürgerinnen und Bürger wirklich passiert, weil sie sich der parlamentarischen Kontrolle entzieht“, so Doppelbauer. „Anstatt also die Abwicklung der Corona-Fördergelder einfach über die Finanzämter abzuwickeln, was direkter, schneller und treffsicherer gewesen wäre, wurde die COFAG gegründet, damit einige wenige sich gut am Steuertopf bereichern können. Ein untragbarer Zustand!“

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29.08.2022

Valneva gibt die Auslieferung seines inaktivierten COVID-19 Ganzvirusimpfstoffs in Österreich bekannt

Valneva SE, ein spezialisiertes Impfstoffunternehmen, gab heute bekannt, dass die ersten Dosen seines COVID-19 Impfstoffs nach Österreich geliefert worden sind.

Der erste Teil der Impfstoffdosen, der im Rahmen des Vorabkaufvertrags mit der Europäischen Kommission bestellt worden ist, wurde an das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz übergeben und ist über das Portal der Bundesbeschaffungs GmbH (BBG) für berechtigte Stellen abrufbar.

Thomas Lingelbach, CEO von Valneva: "Als Unternehmen mit zentralem Forschungs- und Entwicklungsstandort in Wien, freuen wir uns besonders, unseren Impfstoff gegen COVID-19 nun in Österreich ausliefern zu dürfen und damit einen Beitrag zu einem breiteren Impfangebot zu leisten. 15 % der Europäer über 18 Jahre sind noch nicht geimpft[1] und wir erhalten weiterhin Nachrichten von Europäern, die auf eine traditionellere Impfstofftechnologie warten.“

Über Valneva SE

Valneva ist ein Impfstoffunternehmen, das sich auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von prophylaktischen Impfstoffen gegen Infektionskrankheiten mit hohem ungedecktem medizinischem Bedarf spezialisiert hat. Das Unternehmen verfolgt bei der Impfstoffentwicklung einen hochspezialisierten und zielgerichteten Ansatz an und wendet sein tiefes Verständnis der Impfstoffwissenschaft an, um prophylaktische Impfstoffe gegen diese Krankheiten zu entwickeln. Durch Einsatz seines Fachwissens und seiner Fähigkeiten konnte das Unternehmen zwei Impfstoffe erfolgreich vermarkten und mehrere Impfstoffkandidaten schnell in und durch die klinische Entwicklung bringen, darunter Kandidaten gegen Lyme Borreliose, das Chikungunya-Virus und COVID-19, der im zweiten Quartal 2022 von der EMA und der MHRA zugelassen wurde.

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22.06.2022

"Teuerungspaket der Regierung kommt zu spät, senkt keine Preise und wird bald verpufft sein"

Der stellvertretende SPÖ-Klubvorsitzende Jörg Leichtfried sieht die Kritik der SPÖ am untauglichen Regierungspaket zur Teuerung nun durch Bundeskanzler Nehammer selbst bestätigt. Denn sowohl Inhalt als auch Termin der Sondersitzung seien auf Wunsch der Regierung gewählt worden, und dennoch findet der Bundeskanzler nicht den Weg ins Parlament, um die Regierungsmaßnahmen zu diskutieren. Leichtfried: „Nicht einmal Nehammer will sein eigenes untaugliches Teuerungspaket verteidigen.“ Leichtfried erneuerte die SPÖ-Kritik an den Regierungsmaßnahmen: sie kämen zu spät, wirken zum Teil überhaupt erst 2023 und seien generell untauglich.

Insgesamt stünden morgen zwei Pakete zur Wahl: Auf der einen Seite jenes der Regierung, das keinen einzigen Preis senkt und das mit sofort verpuffenden Einmalzahlungen, die nicht einmal Nachzahlungen ausgleichen können, auf eine dauerhafte und anhaltende Teuerung reagieren will. Ein Paket, in dem auf Pensionistinnen und Pensionisten sowie Arbeitslose völlig vergessen wurde.

Zum anderen das SPÖ-Modell, das die Teuerung wirklich bekämpfen kann, indem Preise durch Preisdeckel und Aussetzen von Steuern gesenkt werden. Das sofort wirken würde statt frühestens im Herbst. Das auf Pensionistinnen und Pensionisten nicht vergisst, sondern eine vorzeitige Pensionserhöhung in Höhe der Teuerung vorsieht. Leichtfried: „Ich appelliere an die Regierungsparteien, unseren Vorschlägen im Sinne aller in Österreich lebenden Menschen zuzustimmen“, fordert Leichtfried.

Neben der Teuerung weist Leichtfried auf die besorgniserregende Situation im Bereich der Energieversorgungssicherheit hin. Während Deutschland dieser Tage eine große Energieeffizienzkampagne auf den Weg bringt, gebe es in Österreich nur die Empfehlung „beim Kochen einen Deckel auf den Topf zu tun“, so der stellvertretende Klubvorsitzende. „Das wird aber nicht reichen. Österreich hat seit 450 Tagen kein Energieeffizienzgesetz. Zweitens fließt noch immer kein Euro für Erneuerbare Energien, obwohl die gesetzlichen Grundlagen vor Monaten beschlossen wurden. Und schließlich ist es der Regierung nicht gelungen, Gaslieferungen aus anderen Quellen aufzutreiben.“ Ergebnis: „Wir haben unsere Abhängigkeit vom Gas im Gegensatz zu Deutschland noch nicht einmal um einen einzigen Prozentpunkt reduziert. So wird das nichts“, schließt Leichtfried, der einmal mehr Neuwahlen forderte.

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10.03.2022

Die Rückkehr der Angst

Die Angst ist wieder zurück. Und sie legt sich wie ein dunkler Schleier über unsere Zukunft. Klimakrise, Pandemie und nun der Krieg. Die Angst ist wieder zurück. Und sie legt sich wie ein dunkler Schleier über unsere Zukunft. Klimakrise, Pandemie und nun der Krieg.

Europa war in den vergangenen Jahrzehnten ein Hort der Stabilität und des Wohlstands. Mit Putins Krieg in der Ukraine ist die Angst zurückgekehrt. Neue Zeiten, die Hilfsbereitschaft und Besonnenheit einfordern.

Zwei Tage nach dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine am 24. Februar schrieb Papst Franziskus in einem Tweet auch auf Russisch: „Jeder Krieg hinterlässt die Welt schlechter, als er sie vorgefunden hat.

(...) Krieg ist ein Versagen der Politik und der Menschheit, eine beschämende Kapitulation.“ Und der Albtraum geht weiter. Tausende Menschen wurden in der Ukraine bereits getötet, über zwei Millionen sind auf der Flucht. In den Trümmern des Krieges werden Hoffnungen begraben, wird die Zukunft verdunkelt. In der Ukraine, in Europa.

Der 24. Februar 2022 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte Europas. Euro­pa ist wieder Kriegsschauplatz und 30 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges senkt sich erneut der Eiserne Vorhang über den Kontinent. Nach den Verheerungen des Zweiten Weltkriegs setzte Europa in den vergangenen Jahrzehnten auf Frieden und entwickelte sich zu einem beispiellosen Erfolgsmodell. Europas Sterne glänzten hell, in Sachen Demokratie, in Sachen Rechtsstaat und in Sachen Lebensstandard. Im Frieden konnten Wirtschaft und Innovation kräftig wachsen, Europa wurde zum Ort der Sehnsucht. Doch nun ist die Angst zurück.

Das Gefühl der Sicherheit ist in Auflösung begriffen. Putins Angriffskrieg auf die Ukraine hat alles durcheinandergewirbelt. Als Reaktion darauf werden nun jahrelange Gewissheiten über Bord geworfen. Deutschlands Kanzler Olaf Scholz sprach von einer Zeitenwende und vollzog eine Kehrtwende in der deutschen Sicherheitspolitik. Ohne Vorplanung kündigte er an, die deutsche Bundeswehr mit 100 Milliarden Euro aufzurüsten. Auch andere europäische Staaten werden ihre Verteidigungsbudgets massiv aufstocken. Die EU sucht die geostrategische Neuaufstellung und rüstet sich auf. Und auch der Druck zur nuklearen Nachrüstung wird nicht nur wegen Putins Drohung mit Russ­lands Nuklearstreitkräften steigen.

Die Angst ist wieder zurück. Und sie legt sich wie ein dunkler Schleier über unsere Zukunft. Klimakrise, Pandemie und nun der Krieg. Niemand weiß, wie es weitergehen wird – kurzfris­tig, mittelfristig und langfristig. Wird sich die Eskalation weiter aufschaukeln? Wird in einer neuen Welt die Unsicherheit zu unserem ständigen Wegbegleiter?

Kurzfristig kann es nur darum gehen, den Krieg in der Ukraine so rasch wie möglich zu beenden und den Flüchtlingen zu helfen. Und es müssen Auswege gefunden werden, in allen Richtungen. Wobei eine militärische Option im Sinne einer direkten Konfrontation zwischen der NATO und Russland keine Lösung, sondern womöglich die totale Zerstörung in einem Dritten Weltkrieg bedeuten würde. Hier sind Besonnenheit, Umsicht und Vorsicht gefragt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG, Leitartikel von Christian Jentsch

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