Nach Falter-Recherchen gesteht Christian Stangl: "Habe K2-Gipfel nicht erreicht"
Aus einem Vergleich mit eigenen Bildern kam Zhumayev zu dem Schluss, dass das angebliche Gipfelbild Stangls in einer Höhe von rund 7400 Metern aufgenommen wurde. "Skyrunner" Christian Stangl kündigte für heute, zum exakten Zeitpunkt dieser Aussendung, die Flucht nach vorne an. In einer um 10 Uhr 30 anberaumten Pressekonferenz im Wiener Hotel Bristol muss Stangl, der sich Mitte August noch in den Medien als Bezwinger des K2 feiern ließ, zugeben: "Ich habe den Gipfel des K2 nicht erreicht."
Der Falter hatte den Bergsteiger über die letzten Tage wiederholt mit in Alpinistenkreisen schon länger geäußerten Zweifeln über dessen "Gipfelsieg" konfrontiert. Und neue Erkenntnisse vorgelegt: Der kasachische Spitzenbergsteiger Maksut Zhumayev, der zeitgleich mit Stangl am K2 unterwegs war, legte im Gespräch mit dem Falter dar, dass Stangl zu dem von ihm angegebenen Zeitpunkt nicht am Gipfel hatte sein können. Entsprechende Spuren im Eis hätten gefehlt und die Eispickel seien nicht benutzt worden. Aus einem Vergleich mit eigenen Bildern kam Zhumayev zu dem Schluss, dass das angebliche Gipfelbild Stangls in einer Höhe von rund 7400 Metern aufgenommen wurde.
In seiner Stellungnahme, die dem Falter seit Montag Nachmittag vorliegt, bestätigte Stangl dann: Sein "Gipfelfoto" sei vermutlich auf 7500 Metern entstanden. Konfrontiert mit dem Falter-Artikel, der morgen, Mittwoch, erscheint, fasste Stangl dann am Montag Nachmittag den Entschluss, mit der Wahrheit an die Öffentlichkeit zu gehen. Stangls Rechtfertigung für seine Behauptung, er sei am Gipfel gewesen, liest sich in seiner Presseerklärung, die heute auch an andere Medien erging, wie folgt: "Beim letzten Versuch erreichte ich einen tranceartigen Bewusstseinszustand, an dem ich der Überzeugung war, auf dem höchsten Punkt zu stehen."
Zhumayev äußert aber auch Zweifel an dieser Erklärung. Stangl, glaubt er, sei am betreffenden Tag gar nicht bis auf 7500 Meter aufgestiegen, sondern habe zwei Nächte im vorgeschobenen Basislager verbracht und sei dann wieder abgestiegen. Dort habe er - ein kleines Detail am Rande - gelesen. Und zwar Michael Niavaranis "Vater Morgana".
Kaffee: Das Lieblingsgetränk vieler Österreicher - Mythen und Fakten
Kaffee ist nach Wasser - und vor Bier - das beliebteste Getränk der Österreicher. Rohkaffee ist nach Erdöl das wichtigste Handelsgut der Welt. Viele Mythen ranken sich um die braune Bohne.
Kaffee wirkt entgegen der landläufigen Meinung nicht entwässernd. Koffeinhaltige Getränke können daher durchaus in die tägliche Flüssigkeitsbilanz einbezogen werden. Wer Kaffee trinkt, scheidet neuesten Studien zufolge bis zu 84 Prozent der aufgenommenen Flüssigkeit innerhalb eines Tages wieder über den Urin aus. Wer reines Wasser trinkt, scheidet bis zu 81% aus - also kaum ein Unterschied zum Kaffee.
Großangelegte Studien haben gezeigt, dass Koffeingenuss weder das Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten, noch den Cholesterinspiegel erhöht und auch keine Herzrhythmusstörungen verursacht. Ein geringer, vorübergehender Anstieg des Blutdrucks nach Koffeingenuss wurde bei einzelnen, koffeinempfindlichen Testpersonen beobachtet. Jedoch ist dieser Anstieg vergleichbar dem, der durch normale körperliche Aktivitäten hervorgerufen wird, wie etwa Treppensteigen. Trotzdem sollten Menschen mit Bluthochdruck ihren Arzt um Rat fragen, bevor sie Koffein zu sich nehmen.
Immer wieder ist zu hören, dass Kaffee Krebs auslösen kann. Abgesehen von der Tatsache, dass dies in keiner Studie auch nur annähernd nachgewiesen werden konnte, scheint eher das Gegenteil der Fall zu sein. Kaffee enthält wie einige Obst- und Gemüsesorten einen besonders hohen Anteil an Antioxidantien. Diese können einen wichtigen Beitrag zur Abwehr freier Radikale und somit zum Schutz des Immunsystems leisten.
Der wohl weitverbreitetste Mythos ist, dass Filterkaffee "gesünder" und weniger "stark" sei, als Espresso. Auch hier ist das genaue Gegenteil der Fall. Espresso schmeckt meist stärker als Filterkaffee, enthält aber weniger Koffein als Filterkaffee, derselben Sorte. Da das Wasser viel länger über den Kaffee in einer Filtermaschine läuft und diesen "aufweicht", werden auch viel mehr Inhaltsstoffe gelöst - leider auch die weniger guten Inhaltsstoffe, wie z.B. die Gerbsäure. In einer Espressomaschine wird das Wasser in kurzer Zeit, mit hohem Druck durch das Kaffeemehl gepresst. Das führt dazu, dass hauptsächlich nur die Geschmacksstoffe gelöst werden. Espresso schmeckt also stärker, ist es aber nicht. Da ein richtig zubereiteter Espresso weniger Säuren enthält, darf dieser auch aus "gesünder" bezeichnet werden.
Hochsaison für Obst von A bis Z
Im Garten läuft die Ernte auf Hochtouren und wer nicht alle Früchte sofort aufessen kann, macht sich am besten ans Haltbarmachen. "die umweltberatung" hat einige Tipps, wie man Aroma und Vitamine konservieren kann – Äpfel und Zwetschken sind nämlich nicht nur frisch vom Baum, sondern auch in Form von Marmeladen, Chutneys oder Säften schmackhafte Vitaminbomben.
An apple a day keeps the doctor away
Das Lieblingsobst der ÖsterreicherInnen ist nach wie vor der Apfel: Rund 29 kg Äpfel werden pro Kopf und Jahr verspeist. Mit 70-100 kcal ist er eine vollwertige Zwischenmahlzeit, die den Transport in Rucksack oder Handtasche unbeschadet übersteht.
Dipl.Päd.in Petra Nemec, Ernährungsexpertin von "die umweltberatung": „An dem alten englischen Spruch ‚an apple a day keeps the doctor away’ ist was dran: Der Vitamin C-Gehalt stärkt das Immunsystem, der hohe Wassergehalt macht ihn zu einem guten Durstlöscher. Frucht- und Traubenzucker liefern schnell verwertbare Energie und steigern die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe senken den Cholesterinspiegel und beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, die Ballaststoffe regen die Darmtätigkeit an und sorgen für die Ausscheidung von Giftstoffen.“
Bei kaum einem anderen Obst gibt es eine so große Sortenvielfalt wie beim Apfel – rund 2.000 verschiedene Apfelsorten sind bekannt! Es lohnt sich, auf Entdeckungsreise zu gehen und die verschiedenen Aromen und Geschmäcker durchzukosten. Manche Sorten wie Boskoop, Bel-lefleur, Ontaria oder Champagnerrenetten kann man bis zum Frühling lagern, andere wieder sollte man schnell essen oder verarbeiten. Ob zu Saft gepresst, in Marmelade verkocht oder einfach in Spalten eingefroren, liefern sie das ganze Jahr über den Geschmack des Sommers!
Violette Fitmacher: die Zwetschken
Auch die violetten, kleinen Zwetschken sind jetzt erntereif. Sie enthalten wenig Fett und Eiweiß, dafür Carotin, die Vitamine B und C und reichlich Eisen. Nemec: „Die ideale Kalium-Natrium-Verbindung regt die Nierenfunktion an und reguliert den Blutdruck. Menschen, die zu geschwol-lenen Beinen neigen, schätzen die entwässernde Wirkung. Das optimale Verhältnis von Kalzium und Phosphor stärkt die Knochen und beugt Osteoporose vor.“ Zwetschken sind auch in getrockneter Form ein Fitmacher: Dörrzwetschken enthalten viel Vitamin K und liefern sämtliche Vitamine der B-Gruppe. Vitamin B1 sorgt als „Stimmungsvitamin“ für starke Nerven.
Limonaden-Test: Vorsicht, kräftig gezuckert
Vorsicht, kräftig gezuckert und kalorienreich! Das gilt vor allem für Limonaden, Eistees, aber auch Wellness-Wässer. In kalorienärmeren oder Light-Getränken ist zwar weniger oder auch gar kein Zucker drinnen. Aber dafür enthalten sie zusätzlich mehrere künstliche Süßstoffe, manchmal sogar nur Süßstoffe. So entspricht der Zuckergehalt in Limonaden bis zu 33 Stück Würfelzucker pro Liter, in künstlich gesüßten Limonaden bis zu 12 Stück. Das zeigt ein AK Stichproben-Test bei 76 Limonaden, Eistees und Wellness-Wässern.
Der Zuckergehalt in Limonaden ohne künstliche Süßstoffe entspricht 16 bis 33 Stück Würfelzucker pro Liter. Der Zuckeranteil in Eistees kann 15 bis 23 Würfelzuckerstücken je Liter entsprechen. Wellness-Wässer kommen auf sieben bis 16 Stück je Liter. Nach der AK Ernährungsampel haben Produkte mit über 75 Gramm Zucker pro Liter (rund 22 Stück Würfelzucker) einen hohen Zuckeranteil. Als mittlerer Zuckergehalt gelten 25 bis 75 Gramm pro Liter (acht bis 21 Stück Würfelzucker), ein niedriger Gehalt wäre unter 25 Gramm pro Liter (null bis sieben Stück Würfelzucker).
Bei den Getränken mit künstlichen Süßstoffen (oft als kalorienarm, light beworben), ist zusätzlich zu den künstlichen Süßstoffen häufig auch Zucker drinnen. Oft besteht das Süße in den Drinks allerdings nur aus Süßstoffen. Der Zuckeranteil in künstlich gesüßten Limonaden kann je nach Produkt null bis zu 12 Stück Würfelzucker betragen, in Eistees bis zu 13 Stück Würfelzucker je Liter, und bei den künstlich gesüßten Wellness-Drinks liegt der Zuckergehalt zum Beispiel bei drei Stück.
„Auch künstliche Süßstoffe sind mit Vorsicht zu genießen, denn Konsumenten und Konsumentinnen sollten nicht allzu viel davon zu sich nehmen“, sagt Schöffl, „vor allem bei Kindern heißt es aufpassen.“ Wenn etwa ein Kind mit 20 Kilogramm einen Liter Limonade mit den zulässigen Höchstgehalt an Saccharin trinkt, ist die maximale tägliche Aufnahme an Saccharin erreicht. Bei Acesulfam würde schon ein halber Liter reichen. Die meist verwendeten künstlichen Süßstoffe sind Cyclamat E 952, Acesulfam E 950, Saccharin E 954, Aspartam E 951.
Limonaden, Eistees und Wellness-Wässer in der klassischen Variante enthalten keine künstlichen Süßstoffe. Der süße Geschmack kommt vom Zucker, der aus zugesetztem Rübenzucker, Glukose, Fructose, Invertzuckersirup oder auch aus dem fruchteigenen Zucker stammen kann.
Werden etwa Getränke als „ohne Zuckerzusatz“ beworben, heißt das noch lange nicht, dass sie zuckerfrei sind. Es bedeutet lediglich, dass kein extra Zucker zugesetzt ist. Der Zuckeranteil rührt aus Fruchtsaftanteilen her. Auch Light-Getränke können noch deutlich zuckerhältig sein.
Auffallend war auch, dass bei kalorienarmen Wellness-Wässern überwiegend Fructose als Zuckerquelle verwendet wird. Hingegen wird in der Zutatenliste bei normalen Limonaden und Eistees Zucker angegeben. Fructose klingt für Konsumenten gesünder, tatsächlich besteht aber in Hinblick auf den Kaloriengehalt kein Unterschied zwischen Fructose und anderen Zuckern.
Car Infotainmentsystem von Sony und TomTom
Das Sony Xplode XNV-L77BT arbeitet mit der Navigationssoftware von TomTom und darf auch die Live-Dienste einschließlich HD Traffic nutzen. Das L77BT ist wie die drei Schwestermodelle für einen Doppel-DIN-Schacht konzipiert. Sony präsentiert auf der IFA erstmals mit den Doppel-DIN Modellen XNV-L77BT und XNV-L66BT zwei neue ihrer "Steuerzentralen" für das Armaturenbrett. Erstes sichtbares Merkmal der Ausstattung ist ein 6,1 Zoll großes Display, das Touchfähigkeiten mitbringt und eine effektive Auflösung von 800 mal 480 Bildpunkten zur Verfügung stellt. Dank eines integrierten Bluetooth Adapters kann es auch als Freisprecheinrichtung für ein Mobiltelefon verwendet werden. Unter der Bezeichnung A2D Profil findet sich eine Funktion, mit der Musik vom Mobiltelefon auf die Anlage übertragen werden kann. Auch der nächste Stau wird nicht langweilig, denn das Gerät bringt einen integrierten DVD Player mit.
Das Kombigerät Sony XNV-L66BT verfügt über einen USB Port und einen AUX Eingang. Außerdem lässt es den Anschluss einer Rückfahrkamera zu und zeigt deren Aufnahmen auf dem Display an. TomTom liefert für neue Sony-Festeinbaunavis der Xplode-Modellreihe die Navigationssoftware samt Kartenmaterial von 45 Ländern Europas. Das von der TomTom-Tochter Tele Atlas zugesteuerte Kartenmaterial beinhaltet natürlich die IQ-Routes-Technologie, mit der die Routenkalkulation mit wochentag- und uhrzeitabhängigen Durchschnittsgeschwindigkeiten rechnet.
Laut Sony sollen die Geräte noch vor Weihnachten in den österreichischen Geschäften eintreffen, die Verkaufspreise wurden aber noch nicht bekannt gegeben, werden aber knapp unter, bzw. über € 1000,- liegen.
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Langfinger am Werk: So schützen Sie sich vor Taschendieben
Bei Langfingern herrscht immer Hochkonjunktur: Rund 250 Taschendiebstähle passieren in Österreich jeden Tag. Besonders an Orten, wo viele Menschen sind, fühlen sich die Taschendiebe in ihrem Element. Deswegen sollte man etwa in der U-Bahn oder im Supermarkt besonders auf seine Wertsachen achten, rät Hans Haltmeier, Chefredakteur der "Apotheken Umschau":
"Da sollte man sehr aufmerksam sein. Denn oft ist es ja so, dass ein Komplize das Opfer erst einmal ablenkt, zum Beispiel indem er es anrempelt und der eigentliche Dieb dann zugreift. Und das Opfer merkt dann oft sehr viel später, dass das Portemonnaie weg ist."
Der beste Schutz gegen die Langfinger ist erhöhte Wachsamkeit. Wer sein Portemonnaie im Einkaufswagen lässt, muss sich nicht wundern, wenn die Taschendiebe zugreifen:
"Man sollte seine Sachen natürlich immer im Auge behalten. Ganz wichtig: Geld und Papiere möglichst nah am Körper lassen, am besten in einer verschließbaren Innentasche der Jacke. Oft gehen die Diebe aber sehr brutal vor. Wenn einer versucht, einem die Tasche oder den Rucksack zu entreißen - bitte keine zu heftige Gegenwehr! Das kann dann auch schiefgehen."
Wenn man Opfer eines Taschendiebstahls geworden ist, gilt es kühlen Kopf zu bewahren. Größerer Schaden lässt sich oft schon mit einem Telefonat abwenden:
"Man kann die Bank- und auch die Kreditkarte sperren lassen. Auch das Handy kann man bei seinem Anbieter sperren lassen. Und man sollte natürlich umgehend Strafanzeige bei der Polizei stellen und eventuell seine Versicherung informieren."
Ein weiterer Tipp aus der "Apotheken Umschau": Bevor Sie aus dem Haus gehen, stellen Sie sich die Frage, ob sie wirklich alle Bank- und Kreditkarten mitnehmen müssen. Auch Bargeld sollte nur so viel im Portemonnaie sein wie benötigt. Denn was man nicht dabeihat, kann auch nicht gestohlen werden.
Rasche Blutstillung kann Leben retten
"Spätestens nach erfolgter Erstversorgung muss aber über den Rettungsnotruf 144 professionelle Hilfe angefordert werden", rät der ÖAMTC-Notarzt Gerade während der Sommermonate beobachten die Notärzte der ÖAMTC-Flugrettung ein Ansteigen von Einsätzen zu schweren Verletzungen bei der Gartenarbeit. "Es passiert immer wieder, dass sich Menschen beim Rasenmähen, Heckenschneiden oder beim unachtsamen Hantieren mit scharfen oder spitzen Werkzeugen stark blutende Verletzungen zuziehen", berichtet Herbert Heissenberger, leitender Notarzt von Christophorus 9.
Prinzipiell unterscheidet man in Notfallsituationen zwischen leichten, kontrollierbaren und starken, oft schwer kontrollierbaren Blutungen. "Leichte Blutungen, wie etwa Blutungen aus kleineren Schnittwunden, können meist einfach und selbst gestillt werden", weiß der ÖAMTC-Notarzt. "Ergießt sich Blut jedoch schwallartig oder in großen Mengen aus einer Wunde, muss diese auf jeden Fall so schnell wie möglich versorgt werden." Eine starke Blutung kann nämlich, wenn sie nicht bzw. nicht rechtzeitig gestillt wird, sogar tödlich enden. Bei einer durchschnittlichen Blutmenge von sechs Litern im Körper eines Erwachsenen kann der Verlust von einem Drittel, das heißt von ca. zwei Litern Blut bereits lebensbedrohlich sein.
Durch starken Druck von Außen auf die Blutungsquelle lässt sich beinahe jede sichtbare Blutung stillen. "Sterile Kompressen, so vorhanden, oder saubere Tücher kräftig auf die Wunde drücken", beschreibt der ÖAMTC-Notarzt den Blutstillungs-Vorgang. "Das setzt dem austretenden Blut ausreichend Druck entgegen." Die verletzten Blutgefäße werden zusammengepresst und das Blut kann nicht mehr weiter ausströmen. Generell sollen Blutungen am liegenden Verletzten gestillt werden. "Werden verletzte Arme oder Beine hochgehalten, so kann das die Blutungstillung unterstützen", erläutert Heissenberger. "Die Wunde liegt dann nämlich höher als das Herz." Nur in absoluten Notfällen und bei mit anderen Maßnahmen nicht beherrschbarer Blutung darf man als letzte Möglichkeit mit breiter Binde "abbinden". Bei jeder Verletzung sollte auch überprüft werden, ob eine Auffrischung des Tetanus-Impfschutzes erforderlich ist. Daher auch nach scheinbar harmlosen Verletzungen unbedingt den Hausarzt aufsuchen.
Für den Eigenschutz sollten Ersthelfer bei jeder Wundversorgung wegen potentieller Infektionsgefahr immer Einmalhandschuhe verwenden. "Spätestens nach erfolgter Erstversorgung muss aber über den Rettungsnotruf 144 professionelle Hilfe angefordert werden", rät der ÖAMTC-Notarzt.
Schulstart: Gefährliche Zeit für Kinder
Ab heute kommt wieder Leben in die Schulen Ostösterreichs. Mit dem Schulbeginn steigt allerdings auch die Unfallgefahr: 401 Kinder - umgerechnet also ganze 16 Schulklassen - wurden im Jahr 2009 bei Verkehrsunfällen am Schulweg verletzt. Drei Kinder verunglückten 2009 am Weg in die Schule sogar tödlich. "Die Zahl der Schulwegunfälle ist mit 378 im Jahr 2009 seit Beginn der Aufzeichnungen zwar niedrig wie noch nie. Allerdings machen Schulwegunfälle nach wie vor rund zehn Prozent aller Straßenverkehrsunfälle von Kindern bis 15 Jahre aus. Schulanfänger sind auch Verkehrsanfänger - wir appellieren jetzt zu Schulbeginn an alle Verkehrsteilnehmer, auf Kinder besondere Rücksicht zu nehmen", sagt Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Prävention im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).
Ein Drittel aller Eltern übt den Schulweg mit den Kindern nicht Am häufigsten gehen Kinder zu Fuß in die Schule - das spiegeln leider auch die Unfallzahlen wider: Bei 60 Prozent aller Schulwegunfälle waren Schüler als Fußgänger unterwegs. "Die meisten Schulanfänger sind am Schulweg zum ersten Mal selbständig unterwegs, denn nur knapp jeder zweite Schüler wird in die Schule begleitet. Aus Schülerbefragungen wissen wir jedoch, dass etwa ein Drittel aller Eltern den Schulweg mit den Kindern nicht übt. Damit wird eine ganz wichtige Vorsorgemaßnahme gegen Kinderunfälle im Straßenverkehr in hohem Grad vernachlässigt. Schließlich ist gerade ein entsprechendes Schulwegtraining, bei dem Eltern auf die Gefahren aufmerksam machen und das Verhalten ihrer Kinder beobachten, entscheidend für die Sicherheit von Kindern am Schulweg", so Robatsch. Wichtig dabei ist, dass Eltern versuchen, die Gefahren des Straßenverkehrs aus Sicht des Kindes wahrzunehmen. Aufgrund ihrer Körpergröße und ihres Entwicklungsstandes nehmen Kinder die Verkehrssituation anders wahr als Erwachsene. Hinzu kommt, dass Kinder sehr leicht ablenkbar sind. "Die Aufmerksamkeit kann vor allem im Vorschul- und Volksschulalter noch nicht entsprechend den Anforderungen im Straßenverkehr geteilt werden. Umso wichtiger ist es, dass Eltern den Schulweg mit den Kindern immer und immer wieder und nicht nur zu Schulbeginn üben, damit Kinder sich auch in Gefahrensituationen richtig verhalten. Dabei sollte auch beachtet werden, dass der sicherste Schulweg nicht immer der kürzeste ist", erklärt Robatsch.
Gefahrenstelle Schutzweg
Jeder fünfte Schülerunfall ereignete sich am Schutzweg. Der Zebrastreifen wird in seiner Schutzwirkung häufig überschätzt, da viele Fahrzeuglenker trotz Anhaltepflicht nicht stehenbleiben. Kinder sollten die Straße nur dann queren, wenn sie Blickkontakt mit dem Kfz-Lenker hatten. Wichtig ist es deshalb, mit dem Kind zu üben, erst dann loszugehen, wenn die Fahrbahn frei ist bzw. alle Fahrzeuge angehalten haben.
Neue Förderung für Fahrzeuge mit Alternativantrieben in Niederösterreich
PERNKOPF: Wir setzen auf moderne und saubere Mobilität
In keinem Bereich werden die Klimaziele in Österreich soweit verfehlt wie im Verkehrssektor. Der VCÖ meldet ein Plus bei den Treibhausgasemissionen um mehr als 60 % seit 1990. Auch in Niederösterreich ist der Verkehrssektor für rund ein Viertel aller Treibhausgasemissionen verantwortlich. Mit der Etablierung umweltfreundlicher Antriebskonzepte wird seitens des Landes gegengesteuert.
Aktuell hat Energielandesrat Dr. Stephan Pernkopf eine neue Förderung für Fahrzeuge mit Alternativantriebe vorgestellt. Rückwirkend mit Jahresbeginn 2010 können Privatpersonen für den Ankauf von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben (bzw. deren Umrüstung) einen Zuschuss von 700 Euro erhalten. Die Förderung gilt für Erdgas-, Pflanzenöl-, Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Für die Nutzung von Bioethanol als Treibstoff wird eine Treibstoffförderung in Höhe von 50 % und maximal 700 Euro vergeben.
Erstmals können auch Fahrschulen und Taxiunternehmen im Rahmen dieser Aktion eine Förderung erhalten: 2.000 Euro für Autos mit Erdgas-, Pflanzenöl-, Hybrid- und Elektroantrieb sowie 50 % (und maximal 2.000 Euro) als Treibstoffförderung bei Bioethanol-Fahrzeugen.
In einer weiteren Initiative von Landesrat Pernkopf wurden heuer bereits mehr als 3.300 Elektro-Fahrräder und 100 Elektro-Scooter gefördert. „Wir wollen verstärkt auf Alternativ-Antriebe und Alternativ-Kraftstoffe aufmerksam machen und Bewusstsein schaffen: Es gibt Alternativen zu Diesel und Benzin, die gleichen Komfort bieten, teilweise günstiger im Betrieb sind und obendrein positive Umweltauswirkungen zeigen.“ Mit der Förderung für Fahrschulen soll verstärkt die Jugend mit dem Thema erreicht werden. Taxis wiederum stellen gute Werbeträger für neue Antriebskonzepte dar.
Damit der Umweltaspekt auch tatsächlich Berücksichtigung findet, gibt es beim Verbrauch der Fahrzeuge in der Förderung eine entsprechende Einschränkung: Förderungswürdig sind nur jene Fahrzeuge die eine maximale CO2-Emission von 160 g/km aufweisen. Hybridantriebe dürfen max. 120 g/km emittieren.
Alternatives Tanken ist in NÖ kein Problem mehr. Es gibt bereits ein flächendeckendes Tankstellennetz für Erdgas bzw. Biogas mit rund 35 Tankstellen sowie für Bioethanol mit ca. 15 Tankstellen. Elektroautos können ohnehin bei jeder Steckdose getankt werden. Offiziell sind in NÖ mehr als 1.000 Elektrotankstellen registriert.
Berlakovich: Die größte Photovoltaik-Förderaktion Österreichs
"Wir haben für heuer die Fördersumme fast verdoppelt", erklärte Umweltminister Niki Berlakovich zum Start der PV-Aktion des Klima- und Energiefonds im Juni dieses Jahres, denn "der Ausbau der Photovoltaik ist die zukunftsweisende Technologie zur klimafreundlichen Produktion von Strom. Die Förderaktion leistet einerseits einen wichtigen Beitrag zur Erreichung des Zieles von 34% Anteil erneuerbare Energie in Österreich, bringt das Land auch einen großen Schritt weiter in Richtung Energieautarkie und schafft green jobs.", so der Umweltminister.
Zielgruppe der "Förderaktion Photovoltaik 2010" sind ausschließlich private Haushalte, die eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung bis zu fünf Kilowatt-Peak installieren wollen. "So viel Geld stand für die Förderung der PV in Österreich noch nie zur Verfügung", betont Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds und präzisiert: "Mit diesen 35 Millionen Euro können dreimal so viele Anlagen wie 2009 gefördert werden. Das sind in Summe mindestens 5.500 Anlagen." Auch Österreichs Wirtschaft profitiert von der PV-Aktion mit rund 110 Millionen Euro an zusätzlichen Umsätzen.
Wer sich für eine gebäudeintegrierte Photovoltaikanlage entscheidet, kann außerdem mit höheren Fördersätzen als für eine klassische Aufdach-Anlage rechnen. Diese innovative Technologie übernimmt eine direkte Gebäudefunktion, zum Beispiel als Fassade, Dach, Balkonverkleidung oder sogar Sonnenschutz. "Die Spezialisierung österreichischer Unternehmen auf gebäudeintegrierte Photovoltaik gilt als die Zukunftshoffnung auf dem internationalen Markt. Dieser neue Baustoff ermöglicht völlig neue architektonische Lösungen und kann so ein Symbol für den Aufbruch in das Solarzeitalter werden", ist Höbarth überzeugt.
Die Förderaktion 2010 schließt direkt an die Förderung des Vorjahres an. 2009 konnten mit einem Fördervolumen von rund 20 Millionen Euro insgesamt über 1.800 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 8,400 kW errichtet werden.
Der Klima- und Energiefonds hat, um der zu erwartenden großen Nachfrage gerecht zu werden, das Einreichverfahren optimiert und die technischen Systeme erweitert. Das Einreichverfahren ist nun zweistufig gestaltet. Die Einreichtage sind nach Bundesländern gestaffelt. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online und nach dem "first-come - first-served" Prinzip. Das heißt, die Förderungen werden nach dem Einlangen der Ansuchen pro Bundesland gereiht und vergeben.
Voraussetzung für eine gültige Einreichung ist ein verbindliches Angebot.
Rotwein-Anteil an Rebfläche klettert auf ein Drittel
Im Zeitraum zwischen 1999 und 2009 hat sich die Riedenlandschaft in Österreich sichtbar verändert. Wie aus der jüngsten Weingartengrunderhebung der EU hervorgeht, ist die mit Weißweinsorten bepflanzte Fläche in diesen zehn Jahren um rund 18 Prozent auf knapp 30.000 Hektar zurückgegangen. Im Gegenzug dazu haben die Rotweinflächen um über 27 Prozent auf fast 16.000 Hektar zugelegt. Damit besteht die gesamte Rebfläche in Österreich nun zu zwei Dritteln aus Weiß-, zu einem Drittel aus Rotwein.
"Dieses Verhältnis ist in Ordnung, denn es entspricht unseren Markt- und Exportgegebenheiten", erklärt Josef Pleil, Präsident des Österreichischen Weinbauverbandes, gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst. Ein weiteres Wachstum des Rotwein-Anteils sei nicht wünschenswert, weil "wir bei den Roten ohnehin starken Importdruck spüren, insbesondere im Billigsegment." Nicht nur aus Italien, Frankreich und Spanien würden Tausende Rotweinflaschen in die Regale der heimischen Supermärkte drängen, sondern auch immer mehr aus Produktionsländern außerhalb Europas, wie z.B. Australien oder Argentinien.
Wichtig sei, dass "wir im Handel das gesamte dort vorhandene Preisband mit österreichischen Weinen bedienen können", betont Pleil. Das dürfte schon in naher Zukunft ein schwieriges Unterfangen werden, werden doch die heurigen Wetterkapriolen die Weinproduktion deutlich unter zwei Millionen Hektoliter drücken. In einem Jahr mit normalem Witterungsverlauf sind es 2,5 bis 2,7 Millionen Hektoliter.
Trotz der zu erwartenden geringen Erntemenge rechnet der Weinbau-Präsident mit einem qualitativ sehr guten Jahrgang 2010. "Jetzt brauchen die Trauben einen langen sonnigen Herbst mit warmen Tagen und kühlen Nächten." Anhaltender Regen jedoch berge die Gefahr von Beerenfäulnis, was einen weiteren Mengenverlust bewirken würde.
LEIHRADL – nextbike: Zwischenbilanz
Das neue niederösterreichische Fahrradverleihsystem LEIHRADL – nextbike hat die erste Ausbauphase abgeschlossen. An insgesamt 163 Verleihstationen in 68 Gemeinden stehen derzeit LEIHRADLn zum Ausborgen bereit. Die Verleihzahlen steigen kontinuierlich und in der Saison 2011 soll das Verleihnetz weiter ausgebaut werden.
LEIHRADL - nextbikes sind robuste 3-Gang Räder, die durch eine auffällige Werbefläche in der Mitte des Rahmens sofort ins Auge stechen. Vielleicht haben Sie in den vergangenen Monaten schon eines entdeckt? Seit April werden in ganz Niederösterreich an Bahnhöfen, Haltestellen und gut frequentierten Plätzen Verleihstationen mit Leihrädern aufgestellt. Im Sommer wurde die erste Ausbauphase abgeschlossen.
Das Radverleihsystem wurde 2010 in der Wachau, in Tulln, im Triestingtal, in Perchtoldsdorf, in St. Pölten, in der Thermenregion und in den Regionen Römerland Carnuntum, Wieselburg und Wiener Neustadt gestartet. Im Bezirk Mödling gibt es die LEIHRADL bereits seit 2009 (Pilotphase). Zu Mitte der Saison zeigt sich, dass das Angebot der Leihräder in diesen Regionen unterschiedlich gut angenommen wird. Spitzenreiter ist der Bezirk Mödling mit 2230 Ausleihen. Der auf Bestreben der Region eingeführte Sondertarif „erste halbe Stunde gratis“ macht den Radverleih hier besonders attraktiv. An zweiter Stelle – dicht hinter Mödling – liegt die Urlaubsdestination Wachau mit 1850 LEIHRADL-Fahrten. Hier wird das LEIHRADL vorzugsweise für Ausflugsfahrten genützt. Im Mittelfeld bewegen sich die Städte Tulln, St. Pölten und Baden mit 200 nextbike-Einsätzen, wo die NutzerInnenzahlen mit wachsendem Bekanntheitsgrad steigen.
Wer sich einmal unter www.leihradl.at registriert hat, kann sich in ganz Niederöstereich ein LEIHRADL ausborgen und es bei einer beliebigen anderen Verleihstation retournieren.
Selbst außerhalb der niederösterreichischen Grenzen im Burgenland, in Vorarlberg, in der Schweiz und in unzähligen deutschen Städten gilt die einmalige Anmeldung für die Ausleihe/ Rückgabe eines der nextbikes.
Für die Benutzung der Räder ist eine einmalige Registrierung unter Angabe der Bankverbindung oder mit Kreditkarte erforderlich. Danach genügt jeweils ein kurzer Anruf bei der Hotline 02742/ 229901. Nach Eingabe der Nummer des gewünschten Rades wird der Code fürs Zahlenschloss durchgegeben und die Fahrt kann losgehen. Der Verleihtarif beträgt normalerweise €1/ Stunde bzw. €5/ Tag. In Wiener Neustadt und Mödling ist die erste halbe Stunde gratis.
ÖAMTC: Klare gesetzliche und technische Rahmenbedingungen für E-Mobilität definieren
Klare gesetzliche und technische Rahmenbedingungen für E-Mobilität definieren Ab heute, 1. September, stellt das Lebensministerium 500.000 Euro an Fördermitteln für neue E-Ladestationen zur Verfügung. Damit soll noch dieses Jahr der Anreiz für 1.000 neue Ladestationen geschaffen werden. "Der ÖAMTC begrüßt jede Maßnahme, die eine leistbare, individuelle Mobilität in Einklang mit Umweltschutz bringt", stellt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung, Mario Rohracher, klar. "Bevor breit gefördert wird, muss man aber berücksichtigen, dass gerade bei der Elektromobilität noch viel Grundlegendes nicht geklärt ist." An erster Stelle der ÖAMTC-Forderungsliste: Klare Rahmenbedingungen, sowohl gesetzliche, als auch technische.
Derzeit gibt es zwei Arten, leere Akkus zu laden:
* Zum einen über normale Haushalts-Steckdosen (herkömmliche 230 Volt-Technologie). Der Vorteil: Das können Privatpersonen mit entsprechenden Anschlüssen in Garagen nutzen und auch Firmen jederzeit ihren Mitarbeitern und Kunden anbieten. Der Nachteil: Der Ladevorgang dauert mindestens acht Stunden. "Es braucht also viel Zeit und Platz", fasst Rohracher zusammen.
* Zum anderen gibt es die Möglichkeit von Schnell-Ladestationen (Starkstrom). "Wenn E-Mobilität massentauglich werden soll, ist das zumeist die einzig wirklich sinnvolle, weil leistungsfähige Ladeinfrastruktur", sagt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. "Genau dafür fehlen aber definierte Standards." Ungeklärt ist laut Club vor allem: Wie sieht ein einheitliches Steckerformat aus? Aber auch wirtschaftliche Fragen stellen sich: Wer darf Strom verkaufen? Wer legt die Tarife fest? Wie schaut die Preisauszeichnung aus? Wie läuft der Bezahlvorgang?
Der Club appelliert deshalb an die Politik, ein einheitliches System zu definieren und auf dieser Basis Förderungen zu vergeben. "Nur so ist gewährleistet, dass man in Zukunft mit jedem Elektrofahrzeug auch an jeder Elektrotankstelle zu fairen Preisen tanken und einheitlich bezahlen kann", sagt Rohracher abschließend.
90 Jahre Stadt Neunkirchen Festwein vorgestellt
Bürgermeister KommR Herbert Osterbauer und Franz Fischer mit dem Festwein "Neunkirchen 90 Jahre Stadt" Bildautor: Weinbau Fischer Am Samstag dem 11. September 2010 feiert die Stadt Neunkirchen mit einem großen Festakt und einem bunten Rahmenprogramm das Jubiläum der Stadterhebung vor 90 Jahren.
Der Neunkirchner Winzer Franz Fischer hat aus diesem Anlass eine Sonderabfüllung mit Spezialetiketten als Festwein " Neunkirchen 90 Jahre Stadt" vorgenommen. Es handelt sich um einen Blauen Zweigelt des Jahrganges 2008 aus seinen Rieden im Burgenland.
Am 31. August 2010 stellte er den Festwein Bürgermeister KommR Herbert Osterbauer in seinen Amtsräumen vor.
Der Festwein ist bei Weinbau Franz Fischer Peischingerstraße 48, Tel. Nr. 02635/64148 und während des Jubiläums am Hauptplatz erhältlich.
St. Pölten: Zubau fürs Gym in der Josefstraße
Die Erweiterung des Gymnasiums in der Josefstraße konnte deutlich vorgezogen werden. Gemeinsam mit der Aktion kritischer SchülerInnen (AKS) St. Pölten sammelte der Schulsprecher des Gymnasiums in der Josefstraße, Elias Winter, über 500 Unterschriften für einen Zubau seiner Schule. Mit der Unterstützung von Bürgermeister Mag. Matthias Stadler wurde dieses Anliegen an die Bundesministerin Claudia Schmid herangetragen. Nun ist es fix: „Wir haben uns durchgesetzt und für einen Zubau des Gyms von höchster Stelle eine Zusage erhalten!“, freut sich Elias Winter über die Früchte seines Engagements.
„Ich freue mich sehr über den Erfolg dieser Initiative. Gemeinsam mit der SchülerInnenvertretung haben wir erreicht, dass die lang überfällige Sanierung und Erweiterung des Gymnasiums Josefstraße vorgezogen werden konnte“, so Bürgermeister Stadler.
„Seit ich vor 7 Jahren in dieser Schule begann, wird von einem Zubau gesprochen. Deshalb war es mir wichtig, selbst die Initiative zu ergreifen. Ich bedanke mich bei den vielen UnterstützerInnen für ihr Durchhaltevermögen. Allen voran möchte ich Bürgermeister Stadler ein großes Lob aussprechen, der diesen Erfolg erst möglich machte“, so Winter weiter, der selbst seit zwei Jahren in der AKS aktiv ist. Auch Dorothee Dober und Peter Schicho, die an der Spitze der AKS St.Pölten stehen, zeigten sich hoch erfreut: „Wir blicken mit Stolz auf die Leistungen des vergangenen Schuljahres zurück. Gemeinsam haben wir gezeigt, wie wichtig und erfolgreich die Arbeit der SchülerInnenvertretung sein kann.“
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Landeshauptleute tagten im Palais Niederösterreich
Wien. - Die Themen Deregulierung, Verwaltungsreform, Verkehrsstrafen, Budget und Bildung standen im Zentrum der außerordentlichen Konferenz der Landeshauptleute, die heute unter Vorsitz von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Palais Niederösterreich stattfand.
Rund 80 Prozent der Aufgaben der Landesverwaltung würden im Dienste der Bundesverwaltung verrichtet, sagte Landeshauptmann Pröll. „Hier ist der Hebel anzusetzen", forderte er eine „Durchforstung der Gesetze auf Bundesebene". Bei 335 gesetzlichen Regelungen des Bundes ortete er die Möglichkeit zur „Vereinfachung der Verwaltung und Kostensenkung". Die sich daraus ergebenden Einsparungen würden sich auf „eine dreistellige Millionensumme" belaufen.
Die Verwaltungsreform solle vor allem bei „Parallelstrukturen auf Bundesebene, die viel Geld kosten", ansetzen, so Pröll. So gäbe es in Österreich drei meteorologische Dienste, die auf einen zusammengefasst werden könnten. Auch bei den Bundessozialämtern wäre es „wesentlich einfacher", diese aufzulösen und „deren Arbeit auf die Bezirkshauptmannschaften zu übertragen".
6,7 Prozent der zur Anzeige gebrachten Verkehrsstrafen konnten im Jahr 2009 „auf Grund von mangelnden internationalen Vereinbarungen" nicht weiterverfolgt werden, sprach Pröll einen weiteren Beratungsgegenstand an. Den daraus resultierenden Geldentgang bezifferte er mit rund 8,6 Millionen Euro. „Wir verlangen von Seiten der Bundesländer, dass der Bund die rechtlichen Möglichkeiten setzt, um über Staatsgrenzen hinweg ausländische Verkehrssünder zur Kasse bitten zu können", so der NÖ Landeshauptmann.
Zur Budgetsituation betonte Pröll, dass man von Seiten der Länder bereit sei, „mitzuhelfen, die Stabilität des Finanzhaushaltes der Republik" zu gewährleisten. Allerdings dürfe der geltende Finanzausgleich nicht angetastet werden und es dürfe zu keiner Lastenverschiebung zwischen den Gebietskörperschaften kommen.
Zum Thema Bildung hielt Pröll fest: „Wir sind höchst interessiert daran, dass es zu einer Reform der Schulverwaltung kommt, im Interesse der Schüler, Eltern und Lehrer." Er erinnerte an den Beschlussstand der LH-Konferenz im November 2009, der „volle Geltung" habe. So solle die Grundsatzgesetzgebung in Bildungsfragen in die Hand des Bundes, die Ausführungsgesetzgebung in die Hand der Länder kommen, weil es in den Bundesländern „unterschiedliche strukturelle Ausgangssituationen" gäbe. Pröll: „Eine Schulstruktur in Wien muss anders ausschauen als eine Schulstruktur im Bregenzer Wald." Weiters sei festgehalten worden, „dass wir bereit sind, das Dienstrecht in den Ländern zu verwirklichen".
„Wir erklären unsere Bereitschaft zu ernsten Verhandlungen mit dem Bund, um eine Schulreform zu bewerkstelligen", hielt der Wiener Bürgermeister Häupl dazu fest: „Grundsatzgesetzgebung beim Bund - Vollziehung bei den Ländern. Es gibt in Österreich ein Bildungssystem, aber es soll regionalen Unterschieden Rechnung getragen werden."
Es gäbe, so der Wiener Bürgermeister weiter, „eine große Zahl an Dingen, die mit dem Bund zu verhandeln sind, und dazu zählt auch die Frage der Zuständigkeit", betonte Häupl, der dafür eintrat, dass man „seitens des Bundes und der Ländervertreter sehr rasch die Gespräche aufnimmt".
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ARBÖ: "Berlakovich stürzt Österreich in ein Pickerlchaos"
Autos in sieben Umweltklassen eingeteilt - Keine Abstimmung mit Deutschland Mit seiner Verordnung zum Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-Luft) wird Umweltminister Dipl.-Ing. Nikolaus Berlakovich Österreich in das reinste Pickerlchaos stürzen, warnt der ARBÖ: "Geht es nach seinen Plänen, sollen die Autos gleich in sieben verschiedene Umweltklassen eingeteilt werden. Es wird auch nicht drei Farben wie in Deutschland geben, sondern gleich sechs verschiedene." Statt Verwaltungskosten zu sparen wird Bürokratie aufgebaut.
Das Pickerlchaos auf der Windschutzscheibe wird obendrein noch größer, weil die österreichischen Umweltpickerln nicht mit den deutschen Umweltplaketten abgestimmt sind, die es schon seit zwei Jahren gibt. Wer also nach Deutschland muss, muss doppelt kleben! "Es kann durchaus passieren, dass dasselbe Auto in Deutschland eine gelbe Plakette erhält, aber in Österreich ein rotes Umweltpickerl. Das ist ein schlechter Witz. Wieso eine derartige Kleinkrämerei in einem angeblich gemeinsamen Europa überhaupt möglich ist, fragen sich nicht nur die Autofahrerinnen und Autofahrer in Österreich", protestiert der ARBÖ. Eine Umweltplakette pro Auto ist mehr als genug, meint der ARBÖ.
Der ARBÖ lehnt die Einführung dieses Pickerlwahnsinns in Österreich ab, die mit der Einführung von Umweltzonen verbunden ist. Wie die Erfahrungen in Deutschland zeigen bringen Umweltzonen - wenn überhaupt - nur eine geringe Entlastung. "Die minimale Entlastung steht in keinem Verhältnis zum teuren Bürokratie-Wust und zum massiven Eingriff Eigentümerrechte", kritisiert der ARBÖ.
Bilanz über 1 Jahr Verkehrscoaching: Alkoholunfälle gehen zurück
Seit 1.9.2009 müssen Lenker, die zum ersten Mal mit Promillewerten zwischen 0,8 bis 1,19 am Steuer erwischt werden, ein Verkehrscoaching absolvieren. Betrachtet man die Unfallzahlen so zeigt sich, dass das von Verkehrsministerin Doris Bures gesetzte Maßnahmenpaket bereits Wirkung zeigt: In den Monaten Jänner bis Mai 2010 passierten in Österreich 737 Alkoholunfälle, bei denen 991 Menschen verletzt und zehn getötet wurden. Im Vergleichszeitraum 2009 waren es hingegen noch 835 Unfälle, bei denen Alkohol am Steuer eine Rolle spielte. „Die Zahl der Alkoholunfälle ist im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum selben Zeitraum 2009 um zwölf Prozent zurückgegangen. Das ist der stärkste Rückgang bei Alkoholunfällen in den vergangenen Jahren. Die Unfallzahlen belegen klar: Das Verkehrscoaching und die flankierenden Maßnahmen wie höhere Geldstrafen, mehr Kontrollmöglichkeiten durch Alkoholvortestgeräte sowie bewusstseinsbildende Maßnahmen haben sich bewährt“, sagt Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV). Bei den bei Alkoholunfällen Verletzten konnte im Zeitraum Jänner bis Mai 2010 im Vergleich zum selben Zeitraum 2009 sogar ein Rückgang um 15 Prozent verzeichnet werden.
Ein ähnlich starker Rückgang bei Alkoholunfällen konnte zuletzt nur im Jahr 2006 verzeichnet werden: Im Zeitraum Jänner bis Mai 2006 passierten um 14 Prozent weniger Alkoholunfälle als im selben Zeitraum 2005. Die Maßnahmen, die hier als ausschlaggebend angesehen werden können, waren die Einführung des Vormerksystems im Juli 2005 sowie die Ausstattung der Exekutive mit Alkoholvortestgeräten im selben Jahr.
Pröll: "Wir unterstützen die Wasserkraft"
"Als Mehrheitseigentümer tragen wir Verantwortung und sind froh über diese energiepolitisch wichtige Entscheidung", zeigt sich Finanzminister Pröll erfreut über den heutigen Ministerratsbeschluss zur Verbund-Kapitalerhöhung. Aufgrund einer Verfassungsbestimmung muss der Bund mindestens 51 Prozent am Verbund halten. Deshalb ist eine Kapitalerhöhung beim Verbund nur möglich, wenn der Bund mitzieht. Mit dem heutigen Beschluss stellt die Republik nun 510 Millionen Euro für die Kapitalaufstockung bereit.
Insgesamt beabsichtigt der Verbund für sein Investitionsprogramm eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von rund 1 Milliarde Euro durchzuführen. Dadurch wird dem Verbund ermöglicht, zusätzliche Investitionen in Österreich im Ausmaß von 2,5 Milliarden Euro zu tätigen und so rund 37.000 Arbeitsplätze im Inland zu sichern. "Mit diesem Schritt fördern wir den Ausbau von sauberen Energieformen und setzen ein klares Bekenntnis zur Wasserkraft. Der Verbund kann nun Kraftwerksprojekte mit großer wirtschaftspolitischer Bedeutung realisieren", schloss Pröll.
Bundesverband Photovoltaik: Neues aus Entenhausen
Als "absolute Ente" bezeichnet der Techniker Thomas Hielscher vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) in Deutschland die Behauptung, die deutsche Feuerwehr habe Gebäude mit PV-Dächern aus Gründen der Gefahr vor einem Stromschlag ohne Löschversuch abbrennen lassen. Beim BSW wird in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Feuerwehrverband und speziell mit der Brandwache München an exakten Untersuchungen über potentielle Gefahren bei Bränden mit PV-Anlagen gearbeitet. Die schriftlichen Ergebnisse werden im Herbst vorliegen. So viel kann aber heute schon gesagt werden, es sei eine absolute Zeitungsente, die immer wieder im Sommerloch der Informationsindustrie auftaucht, dass deutsche Feuerwehren Häuser mit PV-Anlagen hätten abbrennen lassen.
Hans Kronberger vom Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA): "Wir sind auf der Suche nach den Hintermännern, die den Medien diese Schauergeschichten unterjubeln und werden sie gegebenenfalls vor den Vorhang holen!"


