Hindernislauf für Firmengründer
Als großen Wurf feiert die Regierung die GmbH-Reform, die heute, Dienstag, vom Ministerrat verabschiedet werden soll. Tatsächlich zieht Österreich mit der Senkung des Mindeststammkapitals von 35.000 auf 10.000 Euro nur darin nach, was anderswo in Europa längst Usus ist. Für die einen geht die Liberalisierung nicht weit genug - in Großbritannien und Deutschland etwa kann man eine GmbH schon mit einem Euro gründen und muss keinen Notar zahlen. Für die anderen wird schon mit der halbherzigen Reform der Gläubigerschutz zu sehr verwässert und die Schaffung von Betrugs-GmbHs erleichtert.
Als besonders unglücklich gilt unter Experten die Tatsache, dass Österreich anders als Deutschland keine neue "GmbH light"-Kategorie schafft, sondern es auch Altgesellschaften ermöglicht, ihr Stammkapital auf 10.000 Euro zu senken - und dabei auch gleich Steuern zu sparen.
Doch gleichgültig, ob sich die neue GmbH in ein paar Jahren als vorteilhaft oder nachteilig für den Standort erweisen wird, eine große Gründerwelle wird dadurch nicht ausgelöst. Denn Österreichs Jungunternehmer leiden unter viel mehr als nur unter zu hohen Anfangskosten. Zwar wird von Politikern und Standesvertretern ständig einer Gründerwelle das Wort geredet. Aber ein dichtes Geflecht von Gesetzen, Regeln, Gebühren und Amtswegen machen den Sprung in die Selbstständigkeit zu einem Hindernislauf.
Es beginnt schon mit der Frage, was man überhaupt tun darf - oft geregelt durch eine veraltete Gewerbeordnung, die den Geist der mittelalterlichen Zünfte atmet. Eine unheilige Allianz der Sozialpartner hält dieses System am Leben: Die Arbeiterkammer fürchtet um den Verbraucherschutz, wenn Gewerbe frei werden, in der Wirtschaftskammer wollen die Sparten den Wettbewerb im Zaum halten. Überhaupt ist die Wirtschaftskammer für viele Jungunternehmer ein besonderer Stein des Anstoßes. Dass Österreich als eines der letzten Länder Europas die Pflichtmitgliedschaft aufrechterhält, mag gute Gründe haben. Aber dass viele moderne Unternehmen gleich mehrfach Kammerbeiträge zahlen müssen, weil ihre Tätigkeit nicht in eine der traditionellen Sparten passt, ist ein Skandal.
Selbst wenn die Notariatskosten für GmbH-Gründungen durch die Reform nun sinken sollen, bleiben sie für viele weitere gesellschaftsrechtliche Schritte unverhältnismäßig hoch. Auch die lange Dauer der Eintragungen ins Firmenbuch stellt oft eine unnötige Belastung dar.
Und dass in einem Land, in dem es ohnehin an Risikokapital für Start-ups fehlt, die Finanzbehörden seit kurzem hart gegen gewisse stille Beteiligungsmodelle vorgehen und damit die steuerlichen Anreize für Investoren beseitigen, ist auch in Zeiten der Budgetnöte unverständlich. Österreich gilt zwar immer noch als guter Standort für etablierte Unternehmen - auch dank der relativ großzügigen Gruppenbesteuerung. Aber wer Innovation betreiben und Risiko eingehen will, der geht lieber anderswo hin.
Österreichs Wirtschaft zehrt immer noch von den Gründungen der Nachkriegszeit, die heute den Großteil des so erfolgreichen Mittelstands ausmachen. Doch für die Zukunft reicht das nicht aus.
Wer immer die nächste Regierung bildet, eine Gründeroffensive sollte im Mittelpunkt ihres Programms stehen. Doch dafür müssten noch viele Tabus gebrochen werden.
Liberales Forum stellt weitere Weichen für den Wahlkampf
LIF-Bundessprecherin Angelika Mlinar Das Liberale Forum hat bei der ordentlichen Bundespartner- Innenversammlung vergangenen Freitag (17.5.) - erstmals in den Räumlichkeiten der Wahlplattform "NEOS - Das neue Österreich" in der Wiener Neustiftgasse - weitere wesentliche Weichen für die Nationalratswahl gestellt.
Die Finanzen wurden erfolgreich konsolidiert, Strukturen für eine landesweite Moblisierung zusammen mit NEOS geschaffen. Gemeinsam mit bisherigen und neu bestellten Landeskoordinatoren ist ein Tür-zu-Tür-Wahlkampf mit über 26.000 Hausbesuchen geplant. Der Startschuss erfolgt mit dem Auftakt der Bundesländer-Tour Anfang Juni.
Neben LIF-Bundessprecherin Angelika Mlinar und ihrem Stellvertreter Michael Pock sprach NEOS-Spitzenkandidat Matthias Strolz über die Kernthemen im Wahlkampf: "Mehr Chancen in der Bildung, faire und flexible Sozialleistungen, geringere Steuerlast sowie eine stärkere, transparentere Demokratie - das braucht Österreich jetzt!"
Im Einklang mit den "Plänen für ein neues Österreich" steht auch die bei der Versammlung mit großer Mehrheit beschlossene bedarfsorientierte Grundsicherung in Form einer negativen Einkommenssteuer. Das umfassende Modell dient der Sicherung der Existenz als Voraussetzung für persönliche Freiheit und ersetzt den Wildwuchs staatlicher Transferleistungen.
Mlinar zeigt sich von den Stärken der neuen bedarfsorientierten Grundsicherung überzeugt: "Unser System schafft nicht nur Anreize zu persönlicher Leistung und Vorsorge sowie mehr Effizienz und Einsparungen in der öffentlichen Verwaltung, sondern bringt auch mehr Selbstbestimmung, Freiheit und Flexiblität für alle Bürgerinnen und Bürger - ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt."
Interesse an den Krisenwährungen Gold und Grundstücke geht wieder zurück
Die Anlegerstimmung der Österreicher zeigt im 1. Quartal 2013 optimistische Tendenzen. Langsam geht das Interesse an den Krisenwährungen Gold und Grundstücke wieder zurück. Der Anteil der potenziellen Sparstrumpf-Sparer, die ihr Geld keiner Bank anvertrauen wollen, verharrt bei 11% und steigt zumindest nicht weiter.
Seit den 80er-Jahren erhebt die GfK Austria, welche Anlageformen für die Österreicherinnen und Österreicher über 15 Jahre - unabhängig von der Nutzung - am interessantesten sind. Jährlich werden dazu 18.000 Interviews durchgeführt, die Auswertung erfolgt quartalsweise.
Anlegerinteresse im Wandel
Die Landschaft des Anlegerinteresses ist in den letzten Jahren starkem Wandel unterworfen und spiegelt damit die Stimmung der Österreicher wider. Aktuell steht diese ganz im Zeichen des Frühlings. Die Attraktivität des Bausparvertrags, welche Anfang 2012 nach der Halbierung der staatlichen Prämie auf ein historisches Tief sank, stabilisiert sich in den letzten Monaten, kann aber an die Höchstwerte aus dem Jahr 2011 nicht mehr anschließen. Aktuell bezeichnen 43% der Österreicher dieses Produkt als interessante Anlageform (2011: 53%), womit der Bausparvertrag trotz gesunkener Beliebtheit nach wie vor die Nummer eins ist. Das Sparbuch befindet sich seit Anfang 2012 im Sinkflug und teilt aufgrund der niedrigen Zinsen das Schicksal des Bausparvertrags. Mit 41% liegt es im Beliebtheitsranking aber immerhin an zweiter Stelle.
Das Ende des Gold-Booms?
Zwischen 2007 und 2009 erlebte das Interesse an Gold und Grundstücken einen regelrechten Höhenflug. Dies gipfelte im Falle der Grundstücke im 3. Quartal 2012 in einem Anteil von 37%, die diese Möglichkeit der Geldanlage attraktiv fanden. Gold als Anlageform erreichte seine höchste Attraktivität Ende 2012 (28%). "Generell erwies sich das Interesse an Gold und Grundstücken in der jüngeren Vergangenheit als recht verlässlicher Krisenindikator.", kommentiert Sonja Buchinger, Finanzmarktexpertin bei GfK, die Ergebnisse. 2013 sinkt das Interesse an Gold und Grundstücken wieder (Gold: 24%; Grundstücke: 30%).
Ähnlich verhält es sich mit dem Anteil jener, für die "zuhause sparen" – sei es im Sparstrumpf, in der Sparbüchse oder unter der Matratze – eine gute Alternative darstellt. "Dieser stieg seit 2007 kontinuierlich an und erreichte im 1. Halbjahr 2012 einen Höchstwert von 13%, die ihr Geld zuhause sicherer wähnten als auf einer Bank.", so Buchinger. 2013 liege dieser Anteil nur noch bei 11%.
Fazit: Der Bausparvertrag erholt sich von seinem Tief. Das Interesse an Gold und Grundstücken scheint sein Zenit überschritten zu haben. Der Anteil jener, die zuhause sparen möchten, tendiert wieder leicht nach unten. Die Rangliste der beliebtesten Sparformen lautet wie folgt: Bausparvertrag (43%), Sparbuch (41%), Grundstücke (30%), Gold (24%) und Lebensversicherung (22%).
Wer für Gerechtigkeit ist, muss auch für unlimitierte Managergehälter sein
Wer Großes leistet, sollte auch entsprechend bezahlt werden. Nicht nur aus Gründen der Gerechtigkeit, sondern allein schon aus Eigeninteresse.
Denn in dem unwahrscheinlichen Fall, dass Ihr Arbeitgeber den Wert Ihrer Arbeit erkennt und Ihnen endlich eine Beförderung ins Management anbietet, erwartet man sich gemeinhin auch eine saftige Gehaltserhöhung. Bei einer gesetzlichen Deckelung der Managementbezüge wird Ihr Einkommen aber unter Umständen lediglich eingefroren - weil ihre Kollegen schlecht bezahlt sind, Sie nach langen Jahren im Unternehmen einkommensmäßig schon eine gewisse Flughöhe erreicht haben oder aufgrund anderer Umstände. Finden Sie das fair? Na eben.
Genau aus diesem Grund ist die Idee, Managergehälter nach oben zu beschränken, Nonsens. Weil wir auf diese Weise auch uns selbst beschränken.
Nicht umsonst erwartet niemand ernsthaft, dass die Schweizer Bevölkerung bei der Volksabstimmung am 24. November einer Deckelung der Managementbezüge zustimmen wird. Noch dazu, wenn danach das höchste Einkommen das Zwölffache des niedrigsten Einkommens im Betrieb betragen würde. Auf Österreich übertragen ist zwar ein Bruttojahresverdienst von 411.825 Euro (der durchschnittliche Bruttojahresverdienst mal zwölf) recht ordentlich, wird aber kaum jemanden zum Träumen und dementsprechenden Handeln verleiten.
Schlussendlich ist es außerdem noch immer der Eigentümer eines Unternehmens, der entscheidet, wofür sein Geld verwendet wird. Denn auch wenn Österreichs Wirtschaft nach Meinung aller Wirtschaftsforscher in den kommenden Monaten wieder anlaufen wird: Bei ungerechtfertigten Überzahlungen im Top-Management fehlt das Geld dann meist an anderer Stelle des Betriebes. Und ein wirtschaftlich denkender Unternehmer wird kaum sein Geld zum Fenster hinauswerfen.
Anders freilich ist die Situation bei Minderleistern in den Chefetagen. Wer nachweislich über längere Zeit wenig oder nichts zusammenbringt, sollte als Konsequenz daraus zumindest seinem Wert entsprechend verdienen. Und das bedeutet dann eben auch gekürzte Gagen - und nicht nur Boni - hinzunehmen.
Maikäfer sind wieder unterwegs – zumindest stellenweise
Maikäfer sind wieder unterwegs – zumindest stellenweise Die Maikäfer sind wieder unterwegs – zumindest stellenweise: Im Inntal, in Teilen von Oberösterreich sowie der Steiermark sind heuer die Hauptflugjahre des Maikäfers. Im Inntal fällt heuer sogar der Käferflug von 3-jährigen und 4-jährigen Populationen zusammen – ein Umstand, der nur alle 12 Jahre eintritt. In den Folgejahren ist auch mit Schäden durch Engerlinge an Wein, Obst- und Baumschulgehölzen sowie im Grünland zu rechnen.
Auf Grund des regelmäßigen Entwicklungszyklus der Maikäfer kann man recht gut vorhersagen, in welchen Regionen Österreichs mit einem Auftreten von Maikäfern zu rechnen ist. Je nach Durchschnittstemperatur brauchen die Maikäfer drei oder vier Jahre, um sich vom Ei zum fertigen Käfer zu entwickeln. Zusätzlich zu dem dadurch verursachten drei- bis vierjährigen Flugzyklus ist die Häufigkeit von Maikäfern auch noch 30- bis 40-jährigen Bestandesschwankungen – sogenannten Gradationszyklen – unterworfen. Ab dem Ende der 60-er Jahre des vorigen Jahrhunderts ging die Flugstärke bis auf wenige Ausnahmen überall stark zurück. Beobachtungen der AGES zeigen aber, dass innerhalb der letzten zwei bis drei Maikäfer-Generationen gebietsweise wieder ein Anstieg der Flugstärke feststellbar ist. Im Gefolge von besonders warmen oder kühlen Jahren kann es auch vorkommen, dass die Käfer gebietsweise ein Jahr früher oder später als vorgesehen schlüpfen. Diese neue Flugperiodik wird dann auch in Zukunft solange beibehalten, bis sich die Klimaverhältnisse erneut ändern. Auf diese Weise bilden Maikäfer einen guten Indikator für Änderungen im Klimageschehen. Aus diesen Gründen ist die Erfassung der Flughäufigkeit von Maikäfern von großem Interesse.
Nach ihrem Schlupf aus dem Erdboden versammeln sich die Maikäfer einer Gegend an baumbestandenen Landmarken, Waldrändern oder Windschutzgürteln. Dabei kann es dort zu Kahlfraß an Eiche, Ahorn oder Pappel, aber auch an Obstbäumen oder an Wein kommen. Die als Engerlinge bekannten Maikäferlarven leben vollständig im Boden und ernähren sich hier von Pflanzenwurzeln. Wenn sie in Massen vorkommen, führen sie zum Absterben von Futterpflanzen im Grünland oder von jungen Obstgehölzen und Weinpflanzen. Derartige Schäden sind hauptsächlich im Folgejahr nach dem Maikäferflug zu erwarten.
Maikäfer wurden bereits seit alters her als große Plage für die Landwirtschaft betrachtet, derer man sich mit damaligen Mitteln zu erwehren suchte. Die Bekämpfung der Maikäfer hat sich allerdings immer schon als schwierig gestaltet. Im Mittelalter wurden die Käfer sogar vor Gericht gestellt. Das Einsammeln der erwachsenen Käfer war längste Zeit die einzige Bekämpfungsmethode. Das Problem dabei: Die hauptsächlichen Schäden werden von den Engerlingen, also den Larven der Käfer, verursacht. Es gibt zwar chemische Mittel, um die Engerlinge zu bekämpfen, allerdings sind diese Mittel nicht gerade umweltfreundlich. Besser geeignet ist ein Pilzpräparat: Dabei wird der in der Natur vorkommende, für Insekten tödliche Pilz Beauveria brongniartii zunächst auf Getreidekörnern vermehrt. Die Körner werden dann in den Boden eingebracht, wo der Pilz in den Engerling eindringt und ihn zum Absterben bringt.
Eine gute Bekämpfungsmöglichkeit für Engerlinge besteht auch in der maschinellen Bodenbearbeitung, die die Engerlinge stark dezimiert. Eine umweltfreundliche Bekämpfungsmöglichkeit im Weinbau besteht in der Behandlung der Weinkultur mit Präparaten, die den Wirkstoff Azadirachtin enthalten. Dieser wird aus dem tropischen Niembaum gewonnen und verhindert, dass lebensfähige Eier abgelegt werden. Aus solchen Eiern schlüpfen nur mehr wenige Larven, die schließlich an Häutungsproblemen zugrunde gehen. Der erwachsene Käfer stirbt zwar nicht ab, seine Fraßtätigkeit ist jedoch gehemmt.
Anmerkung für Hobbygärtner: Auch in Komposthaufen findet man häufig Engerlinge. Dabei handelt es sich allerdings um die Larven von Rosenkäfern. Diese sind nicht schädlich, da sie sich nur von bereits zersetztem Pflanzenmaterial ernähren.
„Lerncoaching“ durch MitschülerInnen soll Nachhilfe sparen
Neue NÖ. Mittelschule Ardagger: „Lerncoaching“ durch MitschülerInnen soll Nachhilfe sparen Ardagger (Niederösterreich). - Eine zusätzliche Fördermaßnahme an der NNÖMS Ardagger bietet das Projekt „Schüler coachen Schüler“.
Dabei versuchen Schüler einander gegenseitig weiterzuhelfen.
Kinder haben das Angebot, sich von gleichaltrigen oder älteren Mitschülern etwas erklären oder beim Lernen helfen zu lassen. War ein Kind krank, gab es Probleme bei der Hausübung oder möchte ein Schüler einfach nur Vokabeln abgefragt werden, so kann er den Schülercoach besuchen. Dieser wiederum hat den Vorteil, dass er sich auszudrücken lernt und ein gewisses Selbstbewusstsein im Präsentieren seines Könnens erlangt.
In der Aula hängt jede Woche eine neue Übersichtsliste mit den aktuellen Lerncoaches und den Gegenständen, in denen sie Unterstützung anbieten. Wer Hilfe in Anspruch nehmen möchte, geht mit seinen Unterlagen in die Bibliothek, wo die Schülercoaches von 7.00h bis 7.25h zur Verfügung stehen. Schüler, die gerne helfen möchten, melden sich bei der Lerndesignerin HOL Marietta Hinterberger, die das Projekt managt.
Diese Aktion unterstreicht auch das Motto der Schule „Miteinander leben – miteinander lernen“, fördert die Sozialkompetenz der Schüler, nützt sinnvoll die Zeitressourcen vor dem Unterricht, erspart Nachhilfe-stunden und unterstützt die Intentionen der Neuen Mittelschule, wonach das Lernen vor allem in der Schule stattfinden soll. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten!
NÖ Pflege-Award 2013: Drei Preise für herausragende Fachbereichsarbeiten
(v.l.n.r.): Juroren Maga. phil. Helga Zellhofer (NÖGUS), Maga. Gabriele Gschwandtner in Vertretung für wHR Maga. Drin. Eleonore Kemetmüller (NÖGUS, Abteilung Pflegewissenschaft), Mag. Alfred Dorfmeister (NÖGUS, Abteilung Ausbildung nicht ärztl. Gesundheitsberufe), Dirin. Regina Lang (Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Baden), Preisträger: Theresa Wagner, Peter Promintzer, Isabella Einfalt, Landesrat Mag. Karl Wilfing, Kaufm. GF NÖ Landeskliniken-Holding Dipl. KH-BW Helmut Krenn. ST. PÖLTEN. - And the winner is Peter Promintzer! Der Absolvent der Gesundheits- und Krankenpflegeschule (GuKPS) Baden wurde im Festsaal der NÖ Landeskliniken-Holding zum Sieger des „NÖ Pflege-Award 2013“ gekürt. Platz zwei belegte Isabella Einfalt, Absolventin der GuKPS Zwettl, der dritte Platz ging an Theresa Wagner, Absolventin der GuKPS Amstetten.
Landesrat Mag. Karl Wilfing überreichte in Vertretung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll die Preise an die glücklichen Gewinner. In seiner Festrede bedankte er sich herzlich für die die hervorragenden Arbeiten: „Diese Leistungsbereitschaft zeigt einmal mehr das große Engagement unserer Absolventinnen und Absolventen. Damit können wir darauf vertrauen, dass sich auch in Zukunft hoch motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Wohle der Patientinnen und Patienten in den Landeskliniken einsetzen werden.“
Eine unabhängige und hochkarätig besetzte Jury wählte aus insgesamt zehn eingereichten Fachbereichsarbeiten das Werk von Peter Promintzer als die beste Fachbereichsarbeit aller Schülerinnen und Schüler der Gesundheits- und Krankenpflegeschulen Niederösterreichs aus. Seine Arbeit zum Thema „Häusliche Gewalt an Frauen als Trauma“ wurde mit 1.000 Euro prämiiert, welche von der NÖ Landeskliniken-Holding gesponsert wurden.
Der Pflege-Award wurde heuer bereits zum sechsten Mal veranstaltet, um dem hohen Niveau der Abschlussarbeiten der Auszubildenden im gehobenen Dienst für die Gesundheits- und Krankenpflege eine Plattform zu bieten. Unter den zahlreichen Gratulanten und Ehrengästen befanden sich unter anderem der Kaufmännische Geschäftsführer DKHBW Helmut Krenn, der Geschäftsführer des NÖGUS Mag. Martin Bauer, Frau Dir. Regina Lang, MBA (Vorsitzende der ARGE der Schuldirektoren der Gesundheits- und Krankenpflegeschulen NÖ) und Johannes Rieder, Direktor der GuKPS Mistelbach, Hauptorganisator des Pflege-Awards. „Wir bieten den Absolventinnen und Absolventen mit dem Pflege-Award die Möglichkeit, ihre Arbeiten zu präsentieren. Mit der Verleihung würdigen wir die hervorragenden Leistungen und zollen den Einreichern somit große Anerkennung“, so Direktor Johannes Rieder und betont: „Alle zehn Arbeiten weisen eine sehr hohe Qualität auf, was ein gutes Zeichen für die qualitativ hochwertige Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung in Niederösterreich, ist und ein enormes Potenzial der Absolventinnen und Absolventen aufzeigt.“
Im Anschluss an die feierliche Preisverleihung stellten die Gewinner ihre ausgezeichneten Arbeiten vor. Lukas Reckenzain und Roland Lesch begleiteten den Festakt mit viel Esprit.
Diabetes geht immer mehr Betroffenen immer weniger "an die Nieren"
Die Zahl der DiabetikerInnen in Österreich steigt, während die Zahl der PatientInnen mit Nierenschäden als Folge von Diabetes abnimmt. Dies geht aus dem Österreichischen Dialyse- und Transplantationsregister hervor. Diese Entwicklung resultiert aus der konsequenten und umfassenden Behandlung von Diabetes und dessen Begleiterkrankungen. Eine Abnahme der Nierenersatztherapien führt auch zu einer erheblichen Kostenreduktion. In diesem Zusammenhang fordert die Österreichische Diabetes Gesellschaft auch einen leichteren Zugang für DiabetikerInnen zu neu entwickelten Therapien.
Während die Zahl der DiabetikerInnen in Österreich weiterhin steigt - derzeit sind etwa 600.000 Personen betroffen -, hat die Zahl der PatientInnen mit Nierenschäden als Folge von Diabetes in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen. Dies geht aus dem seit 47 Jahren existierenden Österreichischen Dialyse- und Transplantationsregister eindrucksvoll hervor. In diesem Register sind sämtliche PatientInnen unseres Landes mit terminaler Niereninsuffizienz, also im Stadium, in dem eine Nierenersatztherapie erforderlich wird, erfasst.
Von 2000 bis 2006 betrug der Anteil der DiabetikerInnen an den PatientInnen, die das Stadium der terminalen Niereninsuffizienz erreichten, etwa 33 Prozent. "Damit war der Anteil von PatientInnen mit Diabetes, die das Stadium der terminalen Niereninsuffizienz erreicht haben, vor allen anderen primären Ursachen für Nierenschädigungen am höchsten. In den folgenden Jahren sank die Zahl erheblich und betrug 2011 27 Prozent", erklärt Univ.-Prof. Dr. Anton Luger, Leiter der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel an der Medizinischen Universität Wien. Dabei entfiel der weitaus größere Anteil davon auf Typ-2-DiabetikerInnen (24 Prozent), Typ-1-DiabetikerInnen repräsentierten 3 Prozent.
Die Abnahme der Zahl der DiabetikerInnen, die eine terminale Niereninsuffizienz entwickeln, zeigt die Erfolge der Diabetestherapie in den letzten Jahren, die auf einer konsequenten und umfassenden Behandlung von DiabetikerInnen und den Begleiterkrankungen des Diabetes, wie Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten, beruht. Eine gute Stoffwechseleinstellung und Lebensstilmodifikation wirken sich deutlich positiv auf die Prognose aus.
DiabetologInnen tragen ganz wesentlich zu einer verbesserten Lebensqualität der ihnen anvertrauten PatientInnen bei, aber auch in einem erheblichen Ausmaß zu einer Reduktion der enormen Kosten, die eine Nierenersatztherapie verursacht (andere kostenintensive Sekundärkomplikationen wie Amputationen, Blindheit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind hier nicht erwähnt). Vor diesem Hintergrund wäre es von Seiten des Gesundheitssystems auch wichtig, PatientInnen den Zugang zu neu entwickelten Therapien zu erleichtern.
TOMORROW FESTIVAL: JungdesignerInnen pimpen alte T-Shirts auf
TOMORROW FESTIVAL: JungdesignerInnen pimpen alte T-Shirts auf Zwentendorf (Niederösterreich). - FestivalbesucherInnen können als besonderes Highlight beim GLOBAL 2000 TOMORROW FESTIVAL ihr altes Lieblings T-Shirt mitbringen und es von JungdesignerInnen aufpimpen lassen. Kreative dürfen auch selbst Hand anlegen und sich im Umdesignen üben. Ein neues T-Shirt verbraucht in der Produktion durchschnittlich 2700 Liter Wasser - durch die Weiterverwendung eines altes Stücks können wertvolle Ressourcen gespart werden.
Um die negativen Auswirkungen des immensen Ressourcenverbrauchs der Industrieländer zu vermindern, müssen alternative ressourcenschonende Lebensweisen gefördert werden. Das GLOBAL 2000 TOMORROW FESTIVAL macht es vor und zeigt, dass ökologischer Lebensstil Spaß macht. In Zusammenarbeit mit dem Projekt REdUSE können die BesucherInnen im Rahmen des Green-Festivals von 30. Mai bis 02. Juni am Gelände des Atomkraftwerks Zwentendorf auf unterschiedlichen Workshops zum Thema Reduce - Reuse - Recycle den bewussten Umgang mit Ressourcen selbst praktizieren.
So bietet sich bei diversen Upcycling-Kursen die Gelegenheit aus gebrauchten Gegenständen und Kleidung Neues, Modisches und Nützliches zu kreieren. Während unsere Waste-Guides auf die Suche nach umweltverträglichen MusterschülerInnen gehen, stehen in der Speakers Corner NachhaltigkeitsexpertInnen den BesucherInnen Rede und Antwort.
Höhepunkt des Abends wird der erste Slow-Fashion Catwalk in einem Atomkraftwerk sein: Bei der Recyclingmodeschau der Modeschule Herbststraße erleben Fashion-Freaks, wie Profis aus Alt Neu machen.
Doch nicht nur die Festivalgäste üben sich in ökologischem Verhalten: Das ganze Festival steht unter dem Motto Change und strebt als erstes Festival Österreichs die Zertifizierung mit dem Umweltzeichen an.
Kosten sparen bei der Straßenbeleuchtung
Moderne Leuchtmittel schonen Umwelt und Gemeindekassen. Die Straßenbeleuchtung nimmt einen Anteil von bis zu 45% der öffentlichen Stromkosten ein. Moderne Leuchtmittel schonen Umwelt und Gemeindekassen.
NÖ Energie-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf: „Mit der Sanierung und Umrüstung auf moderne Anlagen können die Gemeinden einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Energiesparziele des Landes Niederösterreich leisten und gleichzeitig auch noch Kosten sparen. Außerdem kann jede niederösterreichische Gemeinde zur Energiespargemeinde werden und sich für jeden mit LED neu ausgestatteten Lichtpunkt eine 100 Euro Förderung abholen.“
Moderne Anlagen
Die Straßenbeleuchtungsanlagen vieler Gemeinden sind bereits in die Jahre gekommen und müssen erneuert werden. Moderne Beleuchtungsanlagen stellen auch einen wesentlichen Sicherheitsfaktor dar. Sie funktionieren energieeffizient, blendfrei und sorgen für die richtige Lichtmenge an der richtigen Stelle. Die Auslegung der Straßenbeleuchtung ist in Regeln und Normen festgelegt.
Gute Gründe
Neben der Verkehrssicherheit werden bei der Entscheidung über die Straßenbeleuchtung zunehmend Umweltgesichtspunkte und wirtschaftliche Aspekte beachtet. Hier stehen neben den Energiekosten die Kosten für Wartung und Instandhaltung im Mittelpunkt. Auch das Gesamtbild des Ortskonzepts (dekorative Zwecke, Lichtkunst) spielt vermehrt eine Rolle bei der Auswahl. Die Beleuchtung kann dabei einen Teil der Aufgabe der künstlerischen Gestaltung übernehmen. Um all diese Parameter zu erfüllen, erfordert es eine sorgfältige Planung und Ausführung durch ein kompetentes Unternehmen bzw. einen Lichtplaner.
Dr. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ: „Die Gemeinden haben die Möglichkeit durch eine Erneuerung der Straßenbeleuchtung die Energie- und Wartungskosten deutlich zu senken. Informationen und praktische Hilfsmittel stehen auf der Website der eNu zur Verfügung. In Seminaren und Beratungen erhalten sie das notwendige Rüstzeug zu Umsetzung.“
Die Marktgemeinde Grafenwörth zum Beispiel hat auf Basis einer umfassenden Bestandserhebung die Umrüstung der gesamten Straßenbeleuchtung auf neueste LED – Technologie durchgeführt. Damit wurden die Energiekosten um mehr als 70% reduziert und der Verbrauch von 405.360 kWh auf 101.312 kWh pro Jahr gesenkt. Mag. Alfred Riedl, Präsident des NÖ Gemeindevertreterverbandes, bestätigt: „In meiner Gemeinde hat die Umstellung der Straßenbeleuchtung eine Ersparnis von 132.000 Euro bei den Energiekosten gebracht. Wir haben etwa 800.000 Euro investiert, wurden allerdings durch eine Förderung in der Höhe von 160.000 Euro unterstützt.“
Neue Förderschiene "Junges Wohnen" in Niederösterreich vorgestellt
In St. Pölten stellten Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka und Landtagsabgeordnete Mag. Bettina Rausch am Dienstag, 14. Mai, die aktuellen Entwicklungen und Lösungsvorschläge zum Thema „Junges Wohnen - Ideen für die Zukunft" vor.
„Es geht in Niederösterreich darum, dass jeder seinen Platz zum Wohnen hat. Die Wohnbaupolitik muss dabei immer wieder an neue Bedürfnisse angepasst werden", sagte Sobotka im Rahmen der Pressekonferenz und führte im Hinblick auf die Wohnsituation junger Menschen aus, dass der Wohnbau für diese leistbar gemacht werden müsse und es in diesem Zusammenhang mehrere Herausforderungen gebe. So müssten etwa die Gemeinden etwas tun, um die junge Bevölkerung vor Ort zu halten, es gehe überdies um die Frage der Mobilität und auch um die Arbeitsplatzfrage.
LAbg. Bettina Rausch ging auf die das Thema Wohnen betreffenden Ergebnisse der NÖ Jugendstudie 2012 ein und präsentierte die Vorstellungen der Jugend über „Junges Wohnen": „Für rund 90 Prozent der Jugendlichen ist das eigene Haus mit Garten die Zielperspektive. Der erste Schritt ist das Ausziehen aus dem Elternhaus. Gebraucht werden leistbare Erstwohnungen für junge Menschen, wobei die klassische Genossenschaftswohnung oft für Familien konzipiert ist." So gehe es, so Rausch, vor allem um die Schaffung von Single-Wohnungen, wobei WLAN im gesamten Wohnraum auch als Bedürfnis der Jugend genannt werde.
Landeshauptmann-Stellvertreter Sobotka führte vor diesem Hintergrund weiter aus, dass auf dieser Basis für junge Menschen ein neuer Weg gegangen werden müsse. Im Rahmen des „Jungen Wohnens" sollen künftig Wohnungen mit maximalen Wohnungsgrößen von 55 Quadratmetern geschaffen werden, der Finanzierungsbeitrag darf hier maximal vier Nettomonatsgehälter bzw. rund 4.000 Euro als Obergrenze betragen. Die Ausschreibung hat über die jeweilige Gemeinde zu erfolgen, die mit den potenziellen Mieterinnen und Mietern in Kontakt tritt und mit diesen u. a. auch über die Konzeption von Gemeinschaftsräumen beratschlagt. Die Gemeinde muss überdies die Ausfallshaftung übernehmen und Gründe kostengünstig bzw. im Baurecht zur Verfügung stellen. Das Thema WLAN werde er gerne aufgreifen, „doch muss man hier bei der Post vorstellig werden", so Sobotka.
Zu diesen Plänen gibt es bereits zwei Pilotprojekte. Einerseits in Grabern, wo ein Neubau entstehen soll, andererseits in Dobersberg, wo in einer ehemaligen Volksschule acht Wohneinheiten entstehen sollen. Bis Ende 2015 sollen insgesamt rund 1.000 entsprechende Wohneinheiten zur Verfügung gestellt werden.
Übernachtung am Campingplatz kostet im Europa-Schnitt rund 32 Euro
Camping ist schon lange nicht mehr so preiswert wie es einmal war. Das zeigt der Österreichische Camping Club (ÖCC) mit dem ADAC-Preisvergleich von europäischen Campingplätzen. Der Partnerclub des ÖAMTC hat die Hauptsaison-Preise für eine Übernachtung für zwei Erwachsene, ein Kind, einen Auto- oder Caravanstellplatz, Strom, Warmduschen und Kurtaxe recherchiert.
"Der europäische Durchschnittspreis liegt bei 32,96 Euro. In Österreich nächtigt eine dreiköpfige Familie zum Preis von 31,20 Euro unter dem Europa-Durchschnittspreis", fasst Edith Witowetz vom ÖCC zusammen. Am günstigsten ist Camping in Polen (22,94 Euro) und Ungarn (22,22 Euro), am teuersten in der Schweiz (46,27 Euro) und in Italien (41,59 Euro).
Wer beim Campen sparen möchte, ist mit einer ÖCC-Mitgliedschaft gut beraten (Preis: 37 Euro bzw. 32,20 Euro für ÖAMTC-Mitglieder). Wer mit Juni betritt, erhält einen Monat Gratis-Mitgliedschaft. ÖCC-Mitglieder erhalten Ermäßigungen und besondere Konditionen bei über 100 Vorteilspartnern. Zusätzlich zur ÖCC-Clubkarte bekommen ÖCC-Mitglieder auch kostenlos die Camping Card International. Mit dieser gibt es bei rund 1.700 Campingplätzen in ganz Europa bis zu 40 Prozent Rabatt auf die Campinggebühren. Außerdem inkludiert sie eine Haftpflichtversicherung für Camper.
Embolie im Auge. Erblindung erfolgreich bekämpft
Anton K. mit den Ergebnissen seiner Gesichtsfeldprüfungen: in seiner rechten Hand das ausgelöschte Gesichtsfeld vor Therapiebeginn, in seiner linken der Befund nach 3 Behandlungstagen mit dem wiedergewonnenen zentralen (hellen) Bereich Am 13. Mai 2013 stellte Herr Anton K. plötzlich fest, dass er an seinem rechten Auge innerhalb von Sekunden ohne für ihn erkennbaren Grund erblindete. Der gelernte 73 jährige Werkzeugmacher wurde sofort über eine neurologische Abteilung eines Landeskrankenhauses an eine Augenklinik gebracht. Nach einer eingehenden Untersuchung lautete die Diagnose: Zentralarterienembolie rechtes Auge. Bei dieser Erkrankung verstopft sich die für die Netzhautversorgung verantwortliche Arterie. Ähnlich einem Schlaganfall oder Herzinfarkt werden wichtige Organe mit Sauerstoff nicht mehr versorgt. Am Auge bedeutet das eine Erblindung.
Die gemäß Lehrbuch offensichtliche Aussichtslosigkeit auf eine Verbesserung findet sich im Arztbrief:
Sehleistung rechtes Auge: Handbewegung / Augenkontrolle: 2 Wochen / Augentherapie: keine / Untersuchung: Internist/in
Aufgeben tut man nur einen Brief, meinte Herr K. und wollte sich nicht geschlagen geben. Auf Empfehlung seiner Familie wurde 48 Stunden später Anton K. noch in der Nacht durch Univ.-Prof. Dr. Zirm (Augenzentrum Wien) untersucht und zu einer intensiven Gefäßtherapie durch 7 Tage stationär aufgenommen.
Drei Tage später und das ausgerechnet zu Pfingsten, stellte der Patient fest, dass er mit seinem rechten Auge wie durch eine zunehmend größer werdende Lücke des sonst schwarzen Gesichtsfeldes Beschriftungen an Türen, Lichtschalter, sogar die Gesichter der ihn liebevoll betreuenden Krankenschwestern sehen kann.
Dazu Prof. Zirm: das Lob gebührt dem um sein Augenlicht kämpfenden Patienten. Gerade bei einem Gefäßverschluß muss innerhalb weniger Stunden alles unternommen werden, um die lokale Situation im Auge zu verbessern. Wichtig ist, dem Patienten die Situation nicht nur zu erklären, sondern auch einen Behandlungsversuch anzubieten.
Schmieds Scheitern
Claudia Schmied hätte gerne Hilfe im "Kampf" gegen die Lehrer Claudia Schmied hätte gerne Hilfe im "Kampf" gegen die Lehrer - so kann man die Verhandlungen über ein neues Dienstrecht auch bezeichnen. Die Unterrichtsministerin möchte das Ringen mit den Lehrern zur "Chefsache" erklären, aber die Chefs wollen nicht, weder Kanzler Werner Faymann auf der roten noch Vize Michael Spindelegger auf der schwarzen Seite.
Sie scheinen keine Eile zu haben und ein Scheitern Schmieds und dieser Verhandlungen vor der Wahl in Kauf zu nehmen. Die Lehrergewerkschafter haben offenbar kein Problem damit, die Regierung in dieser Frage gegen die Wand fahren zu lassen: Sie können genauso gut - oder noch besser - mit dem alten Dienstrecht leben. Daher beharren sie darauf, ihre Maximalforderungen umzusetzen, was die Gehälter, aber auch was zusätzliche Ausstattung in der Schule und Personal für administrative Tätigkeiten betrifft.
Die Gewerkschaftsvertreter wollen es sich teuer abkaufen lassen, dass Lehrer künftig mehr Zeit in der Schule und im Klassenzimmer verbringen sollen. Manche ihrer Forderungen sind nachvollziehbar, andere wie jene nach 13.000 zusätzlichen Stellen eine Provokation. Das Lehrerbild muss und wird sich wandeln. Die Gewerkschafter tragen dramatisch wenig dazu bei. Wirklich irritierend ist aber, wie hilflos die Regierung in dieser Frage agiert. Immerhin geht es nicht nur um Gehälter und Dienstpläne, sondern um die Ausbildung der Kinder.
Europa und die USA haben ja vieles gemeinsam
Europa und die USA haben ja vieles gemeinsam Europa und die USA haben ja vieles gemeinsam: Hier wie dort sind infolge der Weltwirtschaftskrise Probleme virulent geworden, die zwar längst bekannt waren, deren Bedeutung aber unterschätzt wurde. In Europa sind das vor allem die Entscheidungsmechanismen, die stets einen breiten Konsens unter den Mitgliedsstaaten erfordern. In den USA war es seit vielen Jahren das doppelte Defizit - im Staatshaushalt und in der Handelsbilanz -, das Sorgen machte.
Im Zuge der Krise hat sich herausgestellt, dass jeder auch an den Leiden des anderen laboriert: In den USA sind Entscheidungen praktisch unmöglich, wenn Präsident und Kongress nicht an einem Strang ziehen. Und in Europa zeigte sich, dass die Staatshaushalte bei Weitem nicht so gesund sind, wie sie sich in der Hochkonjunktur vor dem Crash dargestellt haben. Die Handelsbilanzen sind freilich eher ein internes Problem: Nur die Staaten an der Süd-Peripherie haben im Lauf der Jahre an Wettbewerbsfähigkeit verloren - die EU insgesamt exportiert mehr, als sie importiert.
Jetzt verwischen sich die unterschiedlichen Schwierigkeiten: Als es darauf ankam, die Staaten an der Peripherie vor dem Kollaps zu retten, einigte sich Europa sehr rasch auf gemeinsame Hilfen - wenn auch unter der Auflage massiver Sparprogramme. In den USA hingegen konnten sich Präsident und Kongress weder auf Sparprogramme noch auf Steuererhöhungen einigen, abgesehen von ein paar halbherzigen Maßnahmen gab es keine Lösung für das ausufernde Defizitproblem.
Das freilich scheint kein Fehler gewesen zu sein: Obwohl die USA 2009 mit zweistelligen Defizitraten ins Rennen gegangen waren, Europa im Schnitt aber nur mit 6,9 Prozent des BIP, sieht es ganz danach aus, als würden die USA ihr Sanierungsziel rascher erreichen als Europa. Der - durch Uneinigkeit erzwungene - Verzicht auf strikte Sparprogramme (und natürlich die lockere Geldpolitik der Fed) lässt die Wirtschaft rascher wachsen als den Geldbedarf des Staates, während in Europa die Rezession laufend die Konsolidierungserfolge wegfrisst.
Europa und die USA können noch einiges voneinander lernen. Kaum vorzustellen, was aus beiden werden könnte, wenn dort auch noch entschieden werden könnte - und am Ende sogar vernünftig.
Weg mit den Münzen! Kommen die 1- und 2-Euro-Scheine?
Weg mit den Münzen! Kommen die 1- und 2-Euro-Scheine? Angesichts der jüngsten Medienberichte, dass in den vergangenen Monaten am Brüsseler Flughafen tonnenweise gefälschte Euromünzen aus China abgefangen wurden, fordert der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Othmar Karas, die Abschaffung von 1- und 2-Euro-Münzen und deren Ersatz durch entsprechende Geldscheine. "1- und 2-Euro-Scheine wären fälschungssicherer, kostengünstiger und leichter im Geldbörserl", so Karas. Er habe bereits 2002 1- und 2-Euro-Scheine gefordert.
"In den USA ist die 1-Dollar-Banknote der am weitesten verbreitete Gelschein. Es gibt heute keine Argumente mehr gegen 1- und 2-Euro-Scheine", so der Parlamentsvizepräsident. Die Zahl falscher Euro-Münzen in der EU steigt nach früheren Angaben der EU- Kommission. In Geschäften, Banken und von der Polizei wurden im vergangenen Jahr insgesamt 184.000 Falschmünzen aus dem Verkehr gezogen. 17 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
In einem Schreiben aus dem Jahr 2002 an den damaligen EZB- Präsident Wim Duisenberg und den Währungskommissar Pedro Solbes hatte Karas bereits eine Reform der Euro-Stückelung "gemäß den Anliegen der Bevölkerung sowie der Wirtschaft und des Handels" vorgeschlagen. Auch das EU-Parlament hat im Mai 2012 die Einführung von 1- und 2-Euro-Scheinen gefordert.
Fit bleiben und gewinnen auf den "tut gut"- Wanderwegen
LHStv. Mag. Wolfgang Sobotka bei der Eröffnung des „tut gut“-Wanderweges Rohrendorf Auf den 30 "tut gut"-Wanderwegen in ganz Niederösterreich können Sie nicht nur etwas für Ihre Gesundheit tun, sondern auch etwas gewinnen!
„Nach diesem besonders langen Winter nutzen bereits viele bewegungsfreudige Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher die warmen Frühlingstage für erste Wanderungen in der freien Natur. Tägliche Bewegung hält fit und tut gut, 10.000 Schritte täglich sollten es sein. Nutzen Sie doch dafür einen unserer 30 ‚tut gut‘-Wanderwege als Einstig zur Verbesserung Ihrer Gesundheit", so dazu Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka.
Das Wegenetz der „tut gut!"-Wanderwege in Niederösterreich umfasst zurzeit 30 verschiedene Wanderrouten mit familiengerechter Streckenführung und genauen Routenbeschreibungen für Spaziergänge bis hin zu Tagestouren. Entlang der Wege kann man Interessantes zu Themen wie Bewegung oder Entspannung sowie über Möglichkeiten der Gesundheitsvorsorge erfahren. Die Sammelpässe für das Gewinnspiel sind im heurigen Jahr direkt bei den Einstiegstafeln der Wanderwege frei erhältlich. Es muss die gestellte Frage beantwortet und im Sammelpass eingetragen werden. Als Alternative kann man sich beim jeweiligen Wanderwirten einen Stempel mit einem Symbol auf den Sammelpass stempeln lassen. Der Sammelpass steht aber auch auf http://www.noetutgut.at/ zum Download zur Verfügung.
3 Verkehrstote am Pfingstwochenende - geringste Opferzahl seit Beginn der Aufzeichnungen
Bei den tödlichen Verkehrsunfällen am Pfingstwochenende verloren ein 30-jähriger Motorradfahrer, ein 17-jähriger Mopedfahrer und ein 77-jähriger Pkw-Lenker ihr Leben.
Der Motorradlenker kam vermutliche wegen nicht angepasster Fahrgeschwindigkeit in einer Kurve zu Sturz und rutschte mit hoher Wucht gegen einen entgegenkommenden Pkw.
Der 17-jährige Mopedfahrer kam vermutlich ebenfalls wegen nicht angepasster Geschwindigkeit in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn und stieß frontal gegen einen Pkw.
Der 77-jährige Pkw-Lenker kam aus unbekannter Ursache auf einer Autobahn ins Schleudern und prallte gegen die Leitschiene. Dabei wurde der nicht angegurtete Lenker aus dem Fahrzeug geschleudert. Im Vergleich dazu sind am Pfingstwochenende im Jahr 2011 von Freitag 00.00 Uhr bis Montag 24.00 Uhr 9 Verkehrsteilnehmer ums Leben gekommen. Im Jahr 2010 wurden 6 und im Jahr 2009 neun Menschen tödlich verletzt.
Mit 3 Verkehrstoten zu Pfingsten 2013 wurde die bisher absolut niedrigste Opferzahl seit Einführung der Statistik im Bundesministerium für Inneres (1967) verzeichnet. Zum Vergleich dazu mussten in den bisher schlimmsten Jahren 45 Tote (1979) und 44 Tote (1984) am Pfingstwochenende beklagt werden.
Am Pfingstwochenende 2013 ereigneten sich in Österreich insgesamt 398 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, das sind um 90 oder 18,4 % weniger als im Vorjahr (488 Unfälle). Dabei wurden 464 Personen verletzt, um 108 oder 18,9 % weniger als zu Pfingsten 2012 (572 Verletzte).
Von Freitag bis Pfingstmontag wurden von der Polizei 46.591 Geschwindigkeitsüberschreitungen geahndet und 483 Lenker wegen Alkoholisierung angezeigt. In 237 Fällen musste der Führerschein vorläufig abgenommen werden.
Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen (- 8,2%), bei den Alkolenkern (- 17,6%) und bei den vorläufigen Führerscheinabnahmen um 22,5 %. (2012: 50.764 Geschwindigkeitsdelikte, 586 Alkoholanzeigen und 306 Führerscheinabnahmen).
Stronach: Gewerkschaften bremsen das Land
"Einfluss und Macht der Gewerkschaften sind in Österreich viel zu groß geworden. Die Folge: Ihre sture Blockadepolitik bremst das Land", kritisiert Team Stronach Klubobmann Robert Lugar. "Das beinharte Aussitzen von Verhandlungen - ohne einen Millimeter nachzugeben - ist nicht mehr zeitgemäß und schadet letztendlich nur den Menschen. Dies zeigen die Verhandlungen zum Lehrerdienstrecht und der Streit um die Ladenöffnungszeiten ganz deutlich", so Lugar.
Es sei unbestritten, dass Gewerkschaften in ihren Anfängen die Arbeiter gegen Ausbeutung geschützt haben. "Jetzt haben wir aber 2013! Ausbeutung wird durch Gesetze verhindert, wenn in Einzelfällen dagegen verstoßen wird, kann die Gewerkschaft ja helfen", erklärt Lugar. Dies rechtfertige aber nicht, dass die Gewerkschaften "als geheime Macht im Staate" den Weg der Politik bestimmen "und ständig als Reformverhinderer auftreten."
Am Beispiel des Lehrerdienstrechts sei diese Haltung genau zu sehen: "Statt endlich konstruktiv und gemeinsam neue Wege zu beschreiten, wird nur gemauert, blockiert und verhindert! Auf der Strecke bleiben aber die Kinder, die Schüler - und damit die Zukunft unseres Landes!", warnt Lugar.
Bei den Ladenöffnungszeiten spiele sich die Gewerkschaft als "Retter der Verkäufer" auf, übersehe dabei aber, dass Erlöse, die am Sonntag erwirtschaftet werden könnten und damit Arbeitsplätze sichern, "ungebremst in den Internethandel fließen." Zudem gibt es laut Lugar genug Handelsangestellte, die durchaus auch an Sonntagen arbeiten würden - "gegen entsprechende Abgeltung, wie es in vielen Berufssparten üblich ist", erinnert Lugar an Spitalspersonal und die die vielen Sparten, die ebenfalls an Sonn- und Feiertagen arbeiten. Deshalb fordert Lugar "Bewegung in den Reihen der Gewerkschafter, ansonsten muss die oft gepriesene Sozialpartnerschaft dringend neu überdacht werden!"
Sobotka: „Setzen uns heuer intensiv mit ‚Gartenstartern‘ auseinander"
Mag. Wolfgang Sobotka (NÖ Landeshauptmann-Stellvertreter), Bettina Blumenthal (Die Garten Tulln) und Mag. Joachim Brocks (Projektleiter der Aktion „Natur im Garten") In den Räumlichkeiten der Gärtnerei Müller in St. Pölten informierte Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka am Montag, 25. März, über den diesjährigen Start ins Gartenjahr. „Wir kehren im 13. ‚Natur im Garten‘-Jahr wieder zu den Wurzeln zurück und widmen uns der nächsten Generation, wir wollen uns heuer intensiv mit den ‚Gartenstartern‘ auseinandersetzen. Wir wollen neue ‚Natur im Garten‘-Mitglieder werben, auf ihre Bedürfnisse eingehen und sie überzeugen, sich selbst einen Naturgarten anzulegen. Die Idee soll nach wie vor jung und frisch sein", erläuterte Sobotka. Man setze, so der Landeshauptmann-Stellvertreter weiter, dazu auf vier konkrete Werkzeuge: das Internet, die „Natur im Garten"-Akademie, eine neugestaltete Broschüre und das Gartentelefon.
Zum Internet hielt Sobotka fest, dass die „Natur im Garten"-Homepage überarbeitet wurde und nun mehr Service biete, es gebe hier nun eine umfangreichere Verlinkung und Barrierefreiheit. „Die Seite ist seit rund einem Monat online geschaltet, und die Besucherzahl wurde in diesem einen Monat um über 40 Prozent gesteigert. Die Besuchsdauer hat sich um fast 60 Prozent erhöht, und es konnten über 66 Prozent neue Besucher aktiviert werden", so Sobotka.
Mittels des Internets wolle man vor allem an „ein junges Publikum kommen, das nicht von vornherein naturgartenaffin ist", erklärte der Landeshauptmann-Stellvertreter. Punko „Natur im Garten"-Akademie informierte Sobotka, dass ein neuer Lehrgang mit dem Titel „Erfolgreich Starten - 10 Schritte zu Ihrem Naturgarten" gebucht werden könne, der die Teilnehmenden mit den Basics des naturnahen Gärtnerns und auch mit praktischen Anwendungen vertraut macht. Für den professionellen Bereich stehen an der Akademie ab heuer zwei neue Lehrgänge zur Verfügung; einerseits der „Naturgarten-Profi", andererseits der „Profi-Verkäufer für ökologische Gartenprodukte".
Das dritte Werkzeug, das Sobotka vorstellte, ist eine neue, 60 Seiten starke Broschüre mit dem Titel „Starten mit Natur im Garten - Erste Schritte für Gartenneulinge". Diese sei, so Sobotka, als „Checkliste und Schritt für Schritt-Anleitung" zu verstehen. Das vierte Tool ist das unter der Nummer 02742/743 33 erreichbare NÖ Gartentelefon. „Es ist auch im 13. Jahr der Aktion ungebrochen beliebt, im Jahr 2012 wurde das Telefon fast 44.000 Mal kontaktiert", sagte Sobotka und wies darauf hin, dass heuer alle, die zwei neue Gartenplaketten-Gärten werben, ein „Natur im Garten Geschenkpaket" erhalten.
Im Rahmen des Starts ins Gartenjahr 2013 erinnerte der Landeshauptmann-Stellvertreter auch an den Start der „Garten Tulln" am 13. und 14. April.














