Aufgeheizte Autos können für Kinder zur tödlichen Gefahr werden
Immer wieder wird der ÖAMTC zu Hilfe gerufen, wenn Kinder unabsichtlich im Auto eingesperrt werden. In der letzten Woche hatte der Club innerhalb von drei Tagen gleich zwei derartige Einsätze.
Besonders kritisch derzeit ist das Wetter. Denn im Fahrzeug kann es bei extremer Hitze rasch bis zu 70 Grad heiß werden. Leider kommt es auch immer wieder vor, dass Eltern ihre Kinder bewusst alleine im Auto lassen, um "nur kurz" etwas zu erledigen. "Selbst bei kurzen Besorgungen gilt: Kinder und Haustiere niemals alleine im heißen Auto lassen, selbst wenn das Fenster etwas geöffnet bleibt. Die Hitze birgt eine große Gefahr und kann im schlimmsten Fall tödliche Konsequenzen haben", warnt ÖAMTC-Expertin Marion Seidenberger.
Passanten ruft Seidenberger zu Zivilcourage auf: Beobachtet man an heißen Sommertagen Tiere oder Kinder, die im Fahrzeug eingesperrt sind, sollte man sich zunächst nach den Eltern umsehen und in der Umgebung und in naheliegenden Geschäften nachfragen, ob Betreuungspersonen in der Nähe sind oder jemand etwas beobachtet hat. Nach der ersten Abschätzung der Gefahrensituation ist umgehend die Polizei zu verständigen.
ÖAMTC: Kilometerabhängige elektronische Mautsysteme weder fair noch wirtschaftlich
ÖAMTC: Kilometerabhängige elektronische Mautsysteme weder fair noch wirtschaftlich "Eine kilometerabhängige Maut ist weder fair noch wirtschaftlich", stellt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung, Bernhard Wiesinger, zur Forderung der EU-Parlamentarier nach Einführung eines kilometerabhängigen elektronischen Mautsystems klar. "Elektronische Mautsysteme haben bis zu dreimal höhere Systemkosten als Vignettensysteme. Internationale Erfahrungen zeigen, dass für den Betrieb elektronischer Mautsysteme bis zu einem Viertel der Einnahmen aufgewendet werden müssen". Darüber hinaus müssten bei Einführung einer kilometerabhängigen elektronischen Maut für Pendler und berufliche Vielfahrer neue komplizierte Fördersysteme geschaffen werden. Wiesinger: "Eine Systemumstellung rechnet sich nicht". Der Club warnt außerdem vor den gefährlichen Lenkungseffekten von kilometerabhängigen Mautsystemen. "Ausweich-Effekte auf die Landstraße erhöhen das Unfallrisiko und belasten die Bevölkerung und die Umwelt massiv", so Wiesinger.
Die Darstellungen, dass eine entfernungsabhängige Verrechnung fairer wäre als ein Vignettensystem, weist der ÖAMTC klar zurück. Die Vergleichsrechnungen für Wenigfahrer seien völlig irreführend, weil sie fast immer anhand der Jahresvignette erstellt würden. "In allen EU-Staaten mit Vignette gibt es Kurzzeitvignetten. Wenn man etwa davon ausgeht, dass ein Autofahrer, der lediglich 1.000 Kilometer auf österreichischen Autobahnen zurücklegt, eine 10-Tages-Vignette erwirbt, zahlt er fast genau denselben Kilometerpreis wie jemand mit 10.000 Autobahn-Kilometern und einer Jahresvignette", rechnet Wiesinger vor.
Zur Resolution des EU-Parlaments stellt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung klar: "Das ist kein bindender Vorschlag der EU für eine kilometerabhängige Bemautung, wie das derzeit gerne dargestellt wird. Die EU hat gar nicht das Recht, sich in diese Kompetenz der Mitgliedstaaten einzumischen. Außerdem sagt die Kommission auch, dass ein Vignettensystem wie in Österreich in Ordnung ist, vorausgesetzt es ist diskriminierungsfrei für alle EU-Bürger." Das bedeutet, dass es Alternativen zur Jahresvignette geben muss, so wie das in Österreich auch der Fall ist. "Es gibt keinen Grund, am österreichischen Vignetten-System zu rütteln", sagt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. Auch Ministerin Doris Bures habe im März im Interview mit dem ÖAMTC-Magazin auto touring ihr "Nein" zu einem kilometerabhängigen Mautsystem bekräftigt. "Wir verlassen uns auf das Wort der Frau Bundesminister, auch wenn einzelne SP-Europaparlamentarier sich nicht an die Regierungslinie halten", so Wiesinger abschließend.
Zahl der Motorradunfälle steigt saisonbedingt
Vergangene Woche kamen bei Motorradunfällen vier Menschen ums Leben. Seit 1. Jänner 2013 starben 29 Motorradlenker und -mitfahrer auf Österreichs Straßen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 19. Im gesamten Jahr 2012 verunglückten 70 Motorradlenker bzw. -mitfahrer tödlich.
Zurückzuführen ist die Steigerung unter anderem auf die stark steigenden Zulassungszahlen bei den Motorrädern.
Derzeit sind knapp 430.000 Motorräder in Österreich zugelassen. Im Jahr 2002 waren es noch 292.000 Motorräder. Etwa ein Drittel aller schweren Motorradunfälle sind Alleinunfälle, die häufig auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen sind.
Obergrafendorf: 8- und 5-jähriges Brüderpaar durch Feuerwerksrakete verletzt
Obergrafendorf (Niederösterreich). - In den Abendstunden des 14. Juni 2013 veranstaltete ein Mostheurigenbesitzer im Gemeindegebiet von Obergrafendorf, Bezirk St. Pölten, ein Sonnwendfeuer.
Dieses wurde auf einer angrenzenden Wiese entzündet. Die Feuerwerkskörper der Klasse II wurden in einer Entfernung von ca. 60 bis 70 Meter abgeschossen.
Gegen 22.20 Uhr wurden zwei Raketen annähernd zeitgleich abgefeuert. Eine der Raketen explodierte in der vorgesehenen Höhe. Zeugen gaben an, dass die zweite Rakete ohne zu explodieren etwas höher gestiegen ist und dann ca. 3 Meter vor den Heurigentischen auf die Fahrbahn gefallen ist. Dort ist die Rakete unmittelbar vor mehreren auf dem Asphalt sitzenden Kindern explodiert.
Dadurch erlitten ein 8- und 5-jähriges Brüderpaar aus dem Bezirk St. Pölten Verletzungen an den Armen und Beinen sowie im Gehörgang. Die Kinder wurden in das Landesklinikum St. Pölten eingeliefert.
Faymann/Stadler: „Wir brauchen für Österreich eine starke Sozialdemokratie!“
Landesrat Maurice Androsch, NR Otto Pendl, Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek, LHStv. Mag. Karin Renner, Bundeskanzler Werner Faymann, gf. SPNÖ-Vorsitzender Mag. Matthias Stadler und NR Rudolf Plessl beim Österreichabend Nach dem Besuch des Familienfestes in Strasshof und dem Voltigier- und Reitturnier in Schönkirchen endete der Niederösterreich-Besuch des Bundeskanzlers gestern Abend in Gänserndorf. Bundeskanzler Werner Faymann und der gf. SPÖ NÖ Landesparteivorsitzende Mag. Matthias Stadler hatten zum „Österreichabend“ in die Stadthalle eingeladen. Vor mehr als 800 Gästen wies Stadler darauf hin, wie wichtig es sei, bei den Menschen zu sein: „Wir wollen wissen, was die BürgerInnen bewegt und von der Politik erwarten – und darauf reagieren.“
Die letzten Tage und Wochen seien aufgrund der Hochwasserkatastrophe nicht einfach gewesen, der Bundeskanzler habe sich vor Ort angesehen, wo man helfen könne, so Stadler, der auch ein Danke an alle HelferInnen aussprach: „Wir haben gezeigt, dass wir zusammenrücken, wenn es schwierig wird. Deshalb ist es ein wichtiges Zeichen, dass der Bundeskanzler rasche, finanzielle Soforthilfe zugesagt hat.“ Gestern habe der Bundeskanzler eine weitere Zusage gemacht: Finanzschwache Gemeinden, die die Finanzierung für den Hochwasserschutz nicht aufbringen können, sollen unterstützt werden, freute sich Stadler: „Bund und Land müssen zusammenstehen und den Menschen helfen – denn es kann nicht sein, dass die BürgerInnen darunter leiden, wenn eine Gemeinde nicht genug Mittel für Schutzmaßnahmen aufbringen kann.“
Bundeskanzler Werner Faymann sprach allen Helferinnen und Helfern, die in den letzten Tagen aktiv gegen die Schäden des Hochwassers angekämpft haben, seinen aufrichtigen Dank aus: "Ich habe großen Respekt, dass wir in einem Land leben, in dem die Freiwillige Feuerwehr, der Arbeiter-Samariterbund und viele andere Organisationen mit so vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Ärmel hochkrempeln und den Leuten helfen." Umso mehr sind laut Faymann Investitionen in den Hochwasserschutz das Gebot der Stunde, die Bürgerinnen und Bürger dürfen hier nicht im Stich gelassen werden.
„Im Herbst finden Nationalratswahlen statt. Wir müssen Vorsorge für die nächsten fünf Jahre treffen, dass wir weiter sichere Verhältnisse haben. Da gibt es keinen Weg an der Sozialdemokratie vorbei“, stimmte Stadler die BesucherInnen auf die Wahl ein. Arbeit, Wohnen, Bildung, die Versorgung der Kleinstkinder und PensionistInnen seien wichtige Themen für die Sozialdemokratie, erklärte Stadler: „Wir starten von einer tollen Ausgangsposition, die wir nicht aufs Spiel setzen wollen. Welcher Staat in Europa hat schon die Mindestsicherung geschaffen, hat eine Ausbildungsgarantie, ein funktionierendes Pensions- und Pflegesystem wie Österreich? Dafür ein Dankeschön an unseren Bundeskanzler. Die SPÖ wird dafür sorgen, dass es auch in Zukunft Chancengleichheit gibt.“
Als besonders wichtigen politischen Bereich nannte Bundeskanzler Werner Faymann die Beschäftigung. Zuletzt war er in Spanien, wo jeder zweite Jugendliche arbeitslos ist. "Wir wollen dafür sorgen, dass es in Österreich nie so weit kommt, dass so viele junge Leute auf der Straße stehen - das ist das Herzstück unserer Arbeit." Und weiter: "Wir haben sehr genau darauf geachtet, dass auch unser Budget in Ordnung bleibt. Aber wir haben investiert zu einem Zeitpunkt, als andere Länder bei den Ärmsten und Schwächsten gespart haben."
Soziale Sicherheit ist für Bundeskanzler Faymann ein klarer Handlungsauftrag. Medizinische Versorgung und Bildung dürfen keine Frage des Einkommens sein. In vielen anderen Staaten sei das die Regel und ein Unfall könne zum Beispiel zu einem Privatkonkurs führen. Davon grenze sich die SPÖ klar ab: "In Österreich ist jeder Mensch gleich viel wert, vom Kleinkind bis zum Erwachsenen."
Stadler wies darauf hin, dass die SPÖ NÖ zur positiven Entwicklung des Landes NÖ ihren Beitrag leistet. Mit der ÖVP NÖ wurde ein Arbeitsübereinkommen fixiert, wo die SPÖ NÖ zentrale Punkte eingebracht hat: Beispielsweise wurde das Spekulationsverbot mit öffentlichen Geldern bereits beschlossen, das Landesgesetz folgt im Herbst, und der Wohnbau wird mit mindestens 2.500 Wohnungen pro Jahr forciert. „Die Menschen werden die positiven Auswirkungen in den nächsten Jahren spüren. Die Mieten sind zu hoch, das gehört geändert – dafür steht Werner Faymann mit seinem Team auch auf Bundesebene“, so Stadler.
„Wir brauchen in Österreich eine starke Sozialdemokratie – sie war und ist die treibende Kraft, die darauf schaut, dass man die Zeichen der Zukunft erkennt: Damit die Jugendlichen Perspektiven und die beste Ausbildung haben, damit mehr Arbeitsplätze entstehen und die Menschen von ihren Löhnen leben können, damit auch Millionäre gerecht besteuert werden und die Menschen von der Teuerung entlastet werden, damit wichtige Reformen für Familien und Kinder umgesetzt werden können - dafür werden Bundeskanzler Werner Faymann und Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek, die die NÖ Spitzenkandidatin für die Nationalratswahl ist, mit ihrem Team sorgen“, so Stadler, der versicherte, dass die SPÖ NÖ ihren Beitrag zur Nationalratswahl leisten werde: „Wir packen die Probleme an und lösen sie. Wir werden dafür sorgen, dass das Wahlergebnis stimmt und die Sozialdemokratie am ersten Platz steht.“
Schwarz und Helm präsentieren Schwerpunkte für das Schuljahr 2013/2014
In St. Pölten informierten Landesrätin Mag. Barbara Schwarz und der Amtsführende Präsident des Landesschulrates, HR Hermann Helm, am Montag, 17. Juni, über die Schwerpunkte für das Schuljahr 2013/2014, bei denen es sich einerseits um die „Verlässliche Volksschule", andererseits um das Thema „Schulische Nachmittagsbetreuung" handelt.
„Verlässlichkeit und Sicherheit sind Themen, die für Kinder wichtig sind, damit sie den Kopf zum Lernen frei haben. Hier muss ein gutes Dreieck zwischen Kindern, Eltern und Pädagoginnen und Pädagogen gebildet werden, jeder hat hier seinen Beitrag zu leisten", erklärte Schwarz einleitend.
Zum Thema „Verlässliche Schule" führte die Landesrätin u. a. die Themen Verkehrssicherheit, Lesen, Gesundheit oder auch Bewegung an. Punkto Verkehrssicherheit müsse, so Schwarz, beispielsweise die Verkehrserziehung Thema sein, auch das Kennenlernen des Schulweges stelle ein wichtiges Thema dar. Zum Thema Lesen erinnerte sie an den Besuch von Büchereien, punkto Gesundheit an die Gesunde Schule bzw. die Gesunde Jause und hinsichtlich des Schwerpunkts Bewegung an die Bewegte Klasse. Es gelte in all diesen Bereichen, jeweils auch „die Eltern mitzunehmen". Auch das Erkennen und Fördern von Talenten, bei dem kein Unterschied zwischen den Geschlechtern gemacht werden dürfe, sei ein wichtiges Thema.
Als ein „zentrales Thema" bezeichnete Schwarz die „Schulische Nachmittagsbetreuung" und präsentierte in diesem Zusammenhang Ergebnisse einer Erhebung in den vierten Klassen der NÖ Volksschulen, bei der den Eltern sechs Fragen gestellt wurden und bei der es einen Rücklauf von 8.200 Fragebögen gegeben hat. Auf die Frage, für welche ganztägige Schulform die Eltern ihre Kinder anmelden würden, sprachen sich 52 Prozent für eine Schulform aus, bei der Unterricht und Freizeit getrennt sind. 17 Prozent sprachen sich für eine Verschränkung von Unterricht und Freizeit aus, 31 Prozent machten keine Angabe. Auf die Frage, für wie viele Tage in der Woche man sein Kind anmelden würde, meinten 32 Prozent der Befragten „die ganze Woche", 31 Prozent „mehr als 2 Tage pro Woche", 18 Prozent „2 Tage pro Woche", und 9 Prozent „1 Tag pro Woche". 10 Prozent machten hier keine Angabe. Hinsichtlich der Dauer des Betreuungsangebotes pro Tag sprachen sich 34 Prozent für eine Betreuung bis 17 Uhr, 28 Prozent für eine Betreuung bis 16 Uhr aus. 22 Prozent machten keine Angabe, jeweils 8 Prozent bräuchten eine Betreuung bis 15 bzw. 18 Uhr. Der Großteil der Befragten - 68 Prozent - will, dass das eigene Kind während der schulischen Tagesbetreuung einen Verein besuchen kann, 11 Prozent verneinten diese Frage, 21 Prozent machten keine Angabe. 46 Prozent der Befragten gaben weiters an, dass ihr Kind in der unterrichtsfreien Zeit keine Betreuung benötigt, 35 Prozent gaben an, dass in dieser Zeit eine Betreuung benötigt wird, keine Angabe machten hierzu 19 Prozent. Die Frage, ob sie ihr Kind nur zum Mittagessen anmelden würden, verneinten 68 Prozent und bejahten 25 Prozent, 7 Prozent machten dazu keine Angabe.
„Die Wahlfreiheit in Bezug auf die Ausbildung der Kinder ist für die Eltern ein wichtiges Angebot und wir werden in Niederösterreich alles tun, um diese Wahlfreiheit auch zu erhalten", so Schwarz dazu. Die „Schulische Nachmittagsbetreuung" werde bereits an 340 Standorten im Land angeboten, nächstes Jahr würden 44 Standorte dazukommen, so Schwarz.
HR Helm meinte, dem nächsten Schulanfang sehr gelassen entgegen zu blicken: „Landesrätin Schwarz hat die entsprechenden Rahmenbedingungen rasch zur Verfügung gestellt, wir haben Anfang Juni bereits alle Anstellungen und Versetzungen fix und fertig." Er brachte einige aktuelle Zahlen zur Kenntnis; u. a. gebe es 300 Neuanstellungen und 400 Pensionierungen, rund 300 Versetzungen habe man wunschgemäß erfüllen können, 77 seien nicht erfüllbar gewesen. „Wir haben eine zufriedene Lehrerschaft und die Gemeinden wissen, wie viele Klassen sie zu führen haben. Wir sind im Landesbereich hervorragend gerüstet, im Bundesbereich gibt es in einigen Fächern einen Bedarf - hier muss mit rund 200 Studierenden operiert werden, für die wir im Sommer einen Fortbildungslehrgang eingerichtet haben", so Helm.
EUFEP-Kongress: Die effektivsten Maßnahmen gegen die weltweite Adipositas-Epidemie
Eigenverantwortung ist und bleibt ein zentrales Element in der Adipositasprävention. Beim diesjährigen Europäischen Forum für evidenzbasierte Prävention wurden vor allem die zusätzlichen Möglichkeiten der Vorsorge diskutiert. “Es gibt eine Reihe von kostengünstigen, sehr effektiven Präventionsmaßnahmen gegen Adipositas, doch diese werden von Regierungen kaum oder nur zögerlich umgesetzt,“ so fasste Boyd Swinburn, Universitätsprofessor für Volksernährung und Weltgesundheit an der Deakin Universität in Melbourne, beim EUFEP-Symposium in Krems die evidenzbasierten Ergebnisse umfangreicher Pilotprojekte und Studien zusammen.
Die besten und am schnellsten wirksamen positiven Effekte in der Prävention können mittels steuerlicher Eingriffe und Gesetzgebung erreicht werden, so Swinburn. Gesetzliche Interventionen erzielen die höchste Reichweite und verursachen die geringsten Kosten. Seine Empfehlungen: Sogenanntes „Junk Food“ mit einem Steuerzuschlag von mindestens 20 Prozent belegen, dafür gesunde Lebensmittel von der Mehrwertsteuer befreien, oder sogar subventionieren. Zusätzlich ist Swinburn aufgrund seiner Studienergebnisse ein starker Befürworter von gesetzlichen Restriktionen beim Lebensmittelmarketing. Dabei geht es unter anderem um das Verbieten von Marketingaktivitäten und Werbung für „Junk Food“ bei Kindern. Mit „David gegen Goliath“ beschreibt Swinburn hier das aktuelle Szenario. In Europa würde von der Nahrungsmittelindustrie Milliarden für Lobbying ausgegeben, um gegen Verkaufsregulierungen zu kämpfen. Um das angedachte Ampel-Kennzeichnungs-System zu bekämpfen, steht eine kolportierte Milliarde zur Verfügung. Die Idee des Ampelsystems ist, jedes Lebensmittel deutlich mit Grün (gesunde Lebensmittel), Gelb oder Rot (zu viel Zucker, zu hoher Fett- beziehungsweise Salzgehalt) zu kennzeichnen.
Politische Entscheidungen oft konträr zu wissenschaftlichen Erkenntnissen
Untersucht hat der WHO-Experte Swinburn und sein Forscherteam auch die Effektivität von Bewegungsprogrammen durch Gemeinden und Schulen. Es gebe einige Programme mit einem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis, doch generell seien Bewegungsprogramme die teuersten und ineffizientesten Präventionsmaßnahmen. Auch das von der australischen Regierung mit Millionen von Dollar unterstützte Bewegungsprogramm für SchülerInnen habe sich als sehr ineffizient in der Adipositasbekämpfung herausgestellt. Bewegung sei wichtig, aber diese müsste im Alltag integriert sein, resümierte Swinburn.
PolitikerInnen, Eltern und StädteplanerInnen können viel zur Adipositasprävention beitragen. Entscheidungen „mit gesundem Hausverstand“ forderten die TeilnehmerInnen des Stakeholder-Workshops ein. Beispielsweise wurde in einer österreichischen Gemeinde vor wenigen Wochen vom Gemeinderat auf Antrag der Schulleitung beschlossen, dass die Schulkinder künftig einen Kilometer vom Bahnhof in die Schule mit dem Bus fahren werden. Gleichzeitig wird an der Schule „bewegtes Lernen“ finanziert. Anderorts wurden informative Gesundheitsbroschüren an Volksschulen aufgelegt, diese aber mit Süßigkeiten und Softdrinks bestückt.
„Fernseher raus aus dem Kinderzimmer, mehr Spielen im Freien und genug Schlaf – mit diesem Aufruf nimmt Prof. Dr. Wolfgang Ahrens von der Universität Bremen vor allem die Eltern in die Pflicht. Die Verantwortung liege aber auch deutlich beim Städtebau und den politischen EntscheidungsträgerInnen, denn Kinder haben oft einfach keinen Platz mehr zum gefahrlos Spielen und sich Bewegen. Auch zu wenig Schlaf ist ein wesentliches Thema im Zusammenhang mit der Entstehung von Adipositas, so Ahrens.
Der Kampf gegen Adipositas kann nur miteinander gewonnen werden
„Das Risiko, an Übergewicht zu versterben ist inzwischen weltweit größer, als an den Folgen von Hunger zu sterben. In den vergangenen Jahren konnte leider nicht der Hunger eingedämmt werden, sondern starkes Übergewicht und Fettleibigkeit sind entsprechend gestiegen“, unterstrich der wissenschaftliche Leiter des Kongresses, Univ.-Prof. Dr. Gerald Gartlehner. Deutliches Übergewicht reduziert die Lebenserwartung um drei Jahre, Adipositas (Fettleibigkeit) um sechs Jahre. Mehr als die Hälfte der Europäer ist mittlerweile übergewichtig oder fettleibig. Gartlehner: „Wir haben mit dem 4. Europäischen Kongress für evidenzbasierte Prävention einen weiteren Schritt zur Adipositasbekämpfung machen können. Mit dem Austausch und der Diskussion internationaler Erfahrungen evidenzbasierter Ursachenforschung konnten wir einen wichtigen Beitrag zur Adipositasprävention leisten. Nun ist die Politik gefordert, damit die Erkenntnisse entsprechend umgesetzt werden können.“
Alarmierende Zahlen zu Adipositas
Die Zahl adipöser Menschen steigt weltweit rapide an, auch in Österreich. Das Ergebnis einer neuen Studie aus Österreich zeigt unter 14.000 Kindern im Alter zwischen 4 und 19 Jahren, dass bereits 15 – 16 % übergewichtig und weitere acht Prozent adipös sind. Die gesundheitlichen Folgen sind enorm. Das Risiko, an Übergewicht zu versterben ist inzwischen weltweit größer, als an den Folgen von Hunger zu sterben. Zu diesem Ergebnis kommt Professor Gartlehner, wissenschaftlicher Leiter des EUFEP Kongresses. Nicht nur vorzeitige Sterblichkeit, sondern vor allem eine drastische Senkung der Lebensqualität und hohe Kosten für das Gesundheitssystem und die gesamte Volkswirtschaft sind Begleiterscheinungen von Adipositas und starkem Übergewicht.
Tim Lobstein – Industrie in die Pflicht nehmen
In einem Zeitraum von 10 Jahren sind wir um 10 Prozent schwerer geworden. Wir essen zu viele ungesunde Nahrungsmittel – zu salzig, zu fett und zu zuckerhaltig. Dr. Tim Lobstein, Policy Director der „International Obesity Task Force“ und ehemaliger Direktor der “UK Food Commission” sieht den Grund dafür in der Nahrungsmittelindustrie und der von ihr motivierten Werbung. Er fordert restriktive Maßnahmen gegen ungesunde Nahrungsmittel. Das weltweite Budget für die Bewerbung gesundheitsschädlicher Produkte beträgt über $120 Milliarden, das ist mehr als das BIP der meisten Länder dieser Erde ausmacht. Das Versagen der Politik, sich gegen die Industrie zu stellen, führt längerfristig dazu, dass die Zahl der Adipösen auf der ganzen Welt steigt.
Boyd Swinburn – Staatliche Eingriffe nötig
In Europa werden von der Nahrungsmittelindustrie Milliarden ausgegeben, um Verkaufsregulierungen zu stoppen. Viele effiziente und relativ einfach umsetzbare Präventions-Ansätze werden aufgrund des Gegendrucks von Seiten der Industrie nicht umgesetzt. Der australische Experte Boyd Swinburn, Professor für Volksernährung und Weltgesundheit an der Deakin Universität in Melbourne, ist Befürworter von gesetzlichen Restriktionen beim Lebensmittelmarketing. Die höchsten und am schnellsten wirksamen positiven Effekte in der Prävention können laut Swinburn mittels steuerlicher Eingriffe und Gesetzgebung erreicht werden. Lesen Sie mehr…
Anita Rieder – Prävention im Supermarkt
Sonderangebote führen dazu, dass gesunde Lebensmittel verstärkt gekauft werden, so Univ.-Prof.in Dr.in Anita Rieder beim EUFEP Kongress. Allerdings nicht anstelle ungesunder Lebensmittel – sondern zusätzlich! Die negative Wirkung dieser ungesunden Lebensmittel wird in der Regel unterschätzt. Das Präventionspotential gezielter Platzierungen in Supermärkten ist groß: 70% der Lebensmittel werden in Österreich im Supermarkt gekauft.
Ebenfalls zu 70% geschieht die Kaufentscheidung am Regal. Und lediglich 14.4% der Ernährungsentscheidungen passieren bewusst! Lesen Sie mehr…
Wolfgang Ahrens – Adipositas bei Kindern
Die von Prof. Dr. Ahrens präsentierten Ergebnisse der IDEFICS-Studie zu den Auswirkungen von Ernährung und Lebensstil auf das Adipositasrisiko bei Kindern und Jugendlichen machen deutlich: Eltern und Städtebauverantwortliche müssen stärker in die Verantwortung genommen werden. Überschätzt wird der Einfluss der Ernährung, so Ahrens. Wichtiger seien andere Faktoren, wie etwa ausreichend Schlaf: Kinder, die zu wenig schlafen, haben ein größeres Risiko stark übergewichtig oder adipös zu werden.
Workshop: Verhältnisse, die dick machen
Gesundheits- und Ernährungskompetenz soll mehr gefördert werden, Marketing für Lebensmittel bei Kindern dagegen stark eingeschränkt. Ergebnisse aus dem Stakeholderworkshop im Rahmen des EUFEP Kongresses sind eindeutig: Um der derzeitigen Gesundheitslage in Österreich Herr zu werden, müssen Politik, Wirtschaft und GesundheitsexpertInnen besser zusammenarbeiten.
Rosenmaier: Budget 2014 ist an der Grenze des Machbaren
Rosenmaier: Gesundheit, Soziales, Familien, Bildung, Arbeitsmarkt und Wohnbau sind SPNÖ-Schwerpunkte „Der Voranschlag des Landes Niederösterreich für das Jahr 2014 ist von den Grenzen der Machbarkeit angesichts landes- und bundesspezifischer Rahmengbedingungen geprägt. Man muss einräumen, dass der Voranschlag unter einem schwierigen wirtschaftlichen Hintergrund, der bereits Jahre andauert, erstellt wurde. Unser Bundesland steht - trotz Krise - gut da! Das ist der Leistung unserer LandesbürgerInnen, der ArbeitnehmerInnen und der Wirtschaft anzurechnen. Zu verdanken, dass unser Land so ist, wie es ist, haben wir es vor allem auch den tausenden engagierten MitbürgerInnen in Vereinen, Organisationen und Initiativen zu verdanken - all jenen, die sich Tag für Tag für Sicherheit, Kultur, Bildung, Sport und Freizeit engagieren. Dies gilt es nicht nur aktuell aufgrund der Hochwasserereignisse zu erwähnen, sondern dies dürfen wir in der Landespolitik niemals aus den Augen verlieren“, so der Klubobmann der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Alfredo Rosenmaier, im Vorfeld der zweitätigen Budgetberatungen am 19. und 20. Juni 2013.
„Das vorliegende Budget für das Jahr 2014 mit Ausgaben von 8,5 Milliarden Euro und Einnahmen von 8,0 Milliarden Euro ist die buchhalterische Fassung des politischen Willens der Mehrheit des Landtags. Hier gilt es die Tatsache hervorzuheben, dass die Schuldentilgung mit 639 Millionen Euro den Nettoabgang von 489 Millionen Euro klar übersteigt, womit rein rechnerisch (inkl. Rückzahlung von Schulden aus Mitteln der NÖ Wohnbaugeldveranlagung) ein Überschuss von 150 Millionen Euro erzielt werden kann“, so Rosenmaier weiter.
Sozialdemokratische Schwerpunkte der NÖ Budgetpolitik sind dabei Gesundheit, Soziales, Pflege, Familien, Bildung, Arbeitsmarkt und Wohnbau. Rosenmaier: „Im Sozialressort sind nicht zuletzt aufgrund bundespolitischer Maßnahmen maßgebliche Steigerungen der Ausgaben zu erwarten. Die Bevölkerungsentwicklung und die steigende Lebenserwartung der Menschen werden sich in sozialspezifischen Budgetsteigerungen niederschlagen. Die Schaffung neuer Arbeitsplätze, der Ausbau der Neuen Mittelschule sowie die Errichtung neuer und vor allem leistbarer Wohnungen für junge Familien sind besondere SPÖ-Zielsetzungen. Dazu gehört auch der weitere Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen entsprechend des lokalen Bedarfs.“
In eigenen Landtagsinitiativen fordert die SPNÖ einen raschen Ausbau der Hochwasserschutzmaßnahmen inkl. nicht rückzahlbarer Zuschüsse für finanzschwache Gemeinden, die den eigenen Finanzbeitrag nicht selbst finanzieren können. Ein Antrag betreffend mehr Unterstützung für Blaulichtorganisationen, was Entgeltfortzahlung und Aufnahme in den öffentlichen Dienst betrifft, wird eingebracht. Für die Dienstgeber soll ein Einsatzfonds geschaffen werden, der den Arbeitgebern einen nachgewiesenen Aufwand für Entgeltfortzahlungen an Bedienstete, die einsatzbedingt von ihrem Arbeitsplatz abwesend waren, ersetzt. Die SPNÖ fordert zudem einer Änderung der Richtlinien der NÖ Wohnbeihilfe, sodass auch Mieterinnen und Mieter nicht geförderter Wohnungen in den Genuss der NÖ Wohnbeihilfe kommen.
„Eine vernünftige und maßvolle Budgetpolitik kann Antrieb für Wachstum und Beschäftigung geben. Entlastungen für ArbeitnehmerInnen und Familien mit kleinem und mittlerem Einkommen dienen nicht nur der Steuergerechtigkeit, sondern sorgen für wichtige Impulse auf der Nachfrageseite“, so SPNÖ-Klubobmann Rosenmaier abschließend.
LHStv. Mag. Karin Renner besuchte Lebensmittelversuchsanstalt
Seit knapp zwei Monaten ist LHStv. Mag. Karin Renner als zuständiges Landesregierungsmitglied für Konsumentenschutz im Amt. Anlässlich ihres Besuches bei der LVA GmbH in Klosterneuburg strich NÖ-Konsumentenschutzreferentin LHStv. Mag. Karin Renner die Bedeutung dieses Ressorts hervor: "Der Bereich Konsumentenschutz und Lebensmittelsicherheit ist so unglaublich vielfältig. Es ist bei diesem umfassenden Themenkomplex nur schwer möglich, einzelne Schwerpunkte zu definieren, weil jedes einzelne Themenfeld für die Menschen wichtig ist. Denn die Konsumentinnen und Konsumenten haben einfach das Recht, sich auf alle Produkte, die sie erwerben, absolut verlassen zu können."
Vor allem für Lebensmittel gelten, so Renner, zu Recht besonders strenge Kriterien. "Die zuständigen Abteilungen mit ihren hervorragenden MitarbeiterInnen führen jedes Jahr tausende Untersuchungen durch, die zum Glück die ausgezeichnete Qualität der heimischen Produkte bestätigen", so Renner. "Die LVA/Lebensmittelversuchsanstalt liefert dazu einen wichtigen Beitrag. Sie ist ein verlässlicher Partner für die Unternehmen, die im Rahmen der Eigenkontrolle zu entsprechenden Untersuchungen ihrer Produkte verpflichtet sind. Es ist gut zu sehen, dass sich die Produzentinnen und Produzenten im Land auf einen Partner mit so viel Kompetenz und Know-how verlassen können", strich LHStv. Renner im Rahmen ihres Betriebsbesuches heraus.
Dr. Michael Gartner, Geschäftsführer der LVA GmbH, hob abschließend hervor: "Unsere ExpertInnen arbeiten mit vollem Einsatz für die Lebensmittelsicherheit. Als externe Qualitätssicherung von Unternehmen achten wir darauf, dass das hohe Qualitäts- und Sicherheitsniveau österreichischer Lebensmittel gehalten wird. Das ist unser Anspruch als Privat-Unternehmen und führendes Kompetenzzentrum für Lebensmittelsicherheit."
Drei Optionen beim Datenschutz
Die Enthüllungen der vergangenen Tage um den Datenschutz erinnerten an George Orwells Roman "1984", die Dystopie eines totalitären Überwachungsstaates. Allerdings unterscheidet sich die Realität von der orwellschen Vision: Sie ist nicht düster und bedrückend, sondern gaukelt in bunten Buchstaben und sympathischen Marketingbotschaften eine "Neue Welt des Arbeitens" und ähnlich verlockende Szenarien vor - tatsächlich haben US-Geheimdienste aber in großem Stil Daten von Servern bedeutender US-Konzerne - der "Cloud" - abgerufen, denen auch EU-Bürger ihre wertvollen Daten anvertraut hatten.
Werden Einträge in Social Networks wie Facebook gescannt, dann ist das für Unternehmen weniger dramatisch - wer Betriebsgeheimnisse hat, der wird sie nicht Mark Zuckerberg anvertrauen. Doch was geschieht mit jenen Unternehmen, deren Firmenhandys auf Googles Android, Apples iOS oder Blackberry - auch Kanada gestand entsprechende Spitzel-Aktionen - laufen? Oder mit jenen, die sich effizientere Teamarbeit von Microsofts Office 365 erhofften, das oft auf Servern des US-Konzerns läuft? Es ist derzeit selbst für Experten noch schwierig, die Weitläufigkeit des Systems und die tatsächliche Involvierung der erwähnten US-Konzerne abzuschätzen; zu unpräzise sind dafür diverse Informationsquellen. Klar ist aber: Wer Betriebsgeheimnisse hat, der sollte sich nun ernsthafte Gedanken machen.
Österreichs Unternehmen haben in dieser Hinsicht mehrere Optionen. Erstens können sie die Gefahrenlage ignorieren und weiterhin blind den US-Anbietern vertrauen - mit den entsprechenden Vorteilen der Effizienzmaximierung und dem Risiko des Datenverlusts. Zweitens könnte der Schritt in die technologische Steinzeit gewagt werden, indem Cloud Computing, IT-Outsourcing und ähnliche Trends ignoriert werden; die Daten finden sich dann nur noch im eigenen Haus, abgeschottet vom World Wide Web - das ist sicher, aber ineffizient. Drittens: ein Kompromiss aus beiden Lösungen, bei dem weniger heikle Daten in die Cloud wandern, das Wichtige aber im eigenen Haus bleibt.
Für Österreichs Cloud-Anbieter geht nun die Sonne auf: Die "Yes, we scan"-Attitüde der US-Regierung stärkt den Wunsch nach lokalen Lösungen.
3 Verkehrstote am Pfingstwochenende - geringste Opferzahl seit Beginn der Aufzeichnungen
Bei den tödlichen Verkehrsunfällen am Pfingstwochenende verloren ein 30-jähriger Motorradfahrer, ein 17-jähriger Mopedfahrer und ein 77-jähriger Pkw-Lenker ihr Leben.
Der Motorradlenker kam vermutliche wegen nicht angepasster Fahrgeschwindigkeit in einer Kurve zu Sturz und rutschte mit hoher Wucht gegen einen entgegenkommenden Pkw.
Der 17-jährige Mopedfahrer kam vermutlich ebenfalls wegen nicht angepasster Geschwindigkeit in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn und stieß frontal gegen einen Pkw.
Der 77-jährige Pkw-Lenker kam aus unbekannter Ursache auf einer Autobahn ins Schleudern und prallte gegen die Leitschiene. Dabei wurde der nicht angegurtete Lenker aus dem Fahrzeug geschleudert. Im Vergleich dazu sind am Pfingstwochenende im Jahr 2011 von Freitag 00.00 Uhr bis Montag 24.00 Uhr 9 Verkehrsteilnehmer ums Leben gekommen. Im Jahr 2010 wurden 6 und im Jahr 2009 neun Menschen tödlich verletzt.
Mit 3 Verkehrstoten zu Pfingsten 2013 wurde die bisher absolut niedrigste Opferzahl seit Einführung der Statistik im Bundesministerium für Inneres (1967) verzeichnet. Zum Vergleich dazu mussten in den bisher schlimmsten Jahren 45 Tote (1979) und 44 Tote (1984) am Pfingstwochenende beklagt werden.
Am Pfingstwochenende 2013 ereigneten sich in Österreich insgesamt 398 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, das sind um 90 oder 18,4 % weniger als im Vorjahr (488 Unfälle). Dabei wurden 464 Personen verletzt, um 108 oder 18,9 % weniger als zu Pfingsten 2012 (572 Verletzte).
Von Freitag bis Pfingstmontag wurden von der Polizei 46.591 Geschwindigkeitsüberschreitungen geahndet und 483 Lenker wegen Alkoholisierung angezeigt. In 237 Fällen musste der Führerschein vorläufig abgenommen werden.
Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen (- 8,2%), bei den Alkolenkern (- 17,6%) und bei den vorläufigen Führerscheinabnahmen um 22,5 %. (2012: 50.764 Geschwindigkeitsdelikte, 586 Alkoholanzeigen und 306 Führerscheinabnahmen).
EU fördert "Fallwatch", ein Erkennungssystem, das Senioren nach Stürzen schneller hilft
EU fördert "Fallwatch", ein Erkennungssystem, das Senioren nach Stürzen schneller hilft "Vigi'Fall" ist der Name eines neuen Erkennungssystems, das vorwiegend alten Menschen nach Stürzen helfen wird. Dank des kleinen dreieckigen Patches, das von seinem Anwender permanent getragen werden kann, ist gewährleistet, dass jeder ernsthafte Sturz erkannt und sofort ein Notarzt gerufen wird. Der Clou daran: Das Patch am Körper kommuniziert mit Infrarot-Bewegungssensoren in den Wohnräumen und einer zentralen Kontrollbox. Entwickelt wurde das System von FallWatch, einem Konsortium, das Technologien und wissenschaftliche Erkenntnisse aus ganz Europa vereint. Federführend ist das französische Start-up Vigilio S.A. Das Projekt wurde von der Europäischen Kommission mit rund zwei Millionen EURO gefördert.
"Schätzungsweise stürzen in Europa jährlich mehr als 20 Millionen Menschen über 65", erklärt Jean-Eric Lundy, Gründer von Vigilio S.A. und Arzt in der Notaufnahme des Hôpital Cochin in Paris. "Damit ist ein Sturz die Hauptursache für traumatisch bedingte Todesfälle in diesem Alter. Sofortige medizinische Hilfe entscheidet über Leben und Tod. Viel zu oft erleben wir, dass ältere Patienten vor der Einlieferung ins Krankenhaus stundenlang hilflos zu Hause gelegen haben, weil sie nicht um Hilfe rufen konnten. Dabei entstehen oft irreversible physische und psychische Schäden." Laut Freizeitunfallstatistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit in Wien kam es 2011 in Österreich zu insgesamt 261.300 Sturzunfällen. Damit machen Stürze mehr als 64% aller Unfälle zu Hause oder in der Freizeit aus und sind Österreichs Unfallursache Nr. 1.
So funktioniert Vigi'Fall
Vigi'Fall basiert auf einem Sensorensystem ? einem Biosensor, der vom Anwender selbst getragen wird, sowie Wandsensoren in den Wohnräumen ? und ist damit in etwa vergleichbar mit einer Alarmanlage. Im Falle eines Sturzes sendet der Biosensor am Körper ein Signal aus; darüber hinaus registrieren die Wandsensoren, dass keine Bewegungen mehr stattfinden, und melden dies ebenfalls an das Steuergerät im Wohnbereich. Dieses benachrichtigt per Telefon das Pflegepersonal oder falls sich der Sturz in einer Privatwohnung ereignet, ein Callcenter. Um zwischen tatsächlichen Stürzen und einem Fehlalarm unterscheiden zu können, verfügt Vigi'Fall über eine spezielle Software, die den Sturz (mit oder ohne Aufprall) und die anschließende Lage des Patienten analysiert. In einer Pflegeeinrichtung kann das Personal im Ernstfall sofort reagieren. Allein lebende Menschen werden sicherheitshalber von einem Callcenter-Mitarbeiter angerufen. Bleibt der Anruf unbeantwortet, wird umgehend die Familie oder ein Notdienst benachrichtigt.
Das Vigi'Fall-Konsortium
Die größte Herausforderung bei der Entwicklung von Vigi'Fall bestand darin, das Patch möglichst klein zu halten, damit es problemlos und bequem getragen werden kann. Dazu holte das FallWatch-Konsortium europäische Partner mit unterschiedlichen Spezialisierungen ins Boot. Diese reichen von Personal Security und Mikroelektronik über Biowerkstoffe und Nanotechnologie bis hin zu medizinischen Klebstoffen und Hochleistungsbatterien, die beim Militär und in der Luftfahrt Verwendung finden. Das Resultat der Zusammenarbeit des Konsortiums: Der Sensor funktioniert selbst unter der Dusche und braucht dank der langlebigen Stromversorgung nicht weiter beachtet zu werden, sobald er einmal auf der Haut klebt. Was bleibt, ist die Gewissheit, dass bei einem Sturz sofort Hilfe naht.
Erfolgreiche klinische Tests und Vermarktung
Das Vigi'Fall-Patch wurde unter Laborbedingungen und in den Bereichen Krankenhaus, Pflegeeinrichtung und Privathaushalt erfolgreich geprüft. Seit November 2012 ist Vigi'Fall am Markt erhältlich. Die Home-Version von Vigi'Fall wird ab dem dritten Quartal 2013 erhältlich sein. Ab September 2013 beginnen in den USA und Europa zudem die klinischen Tests der zweiten Systemgeneration, die auch dem amerikanischen RFID-Standard entsprechen wird. Diese marktreife Version, die für Ende 2014 erwartet wird, eröffnet gewaltige Geschäftsmöglichkeiten: Neben Europa und den USA haben mehrere asiatische Länder Interesse an der einzigartigen Technologie bekundet. In den EU-Ländern, die an den FallWatch-Projekten beteiligt sind, werden dadurch in den kommenden drei Jahren schätzungsweise 100 qualifizierte Arbeitsplätze entstehen. "Das FallWatch-Projekt zeigt, welche Fortschritte in der medizinischen Versorgung möglich sind, wenn die Besten der europäischen Wirtschaft zusammenarbeiten", erklärt Michael Jennings, Sprecher der Europäischen Kommission für die Bereiche Forschung, Wissenschaft und Innovation. "Diese Innovation bringt den Menschen einen spürbaren Nutzen und ist gleichzeitig gut für die europäische Wettbewerbsfähigkeit, die von der Kommission im Rahmen des EU-Forschungs- und Innovationsprogramms "Horizon 2020" kontinuierlich gefördert wird."
Die erste Hitzewelle kommt - Vorsicht ist geboten
Körperliche Anstrengung im Freien, überheizte Autos oder zu wenig Flüssigkeit können dem Körper massiv schaden – das Rote Kreuz hilft nicht nur im Notfall sondern auch mit Tipps zur Vorbeugung.
Sommer und Sonne sind für uns unmittelbar mit Urlaub und Erholung verbunden. Gerade bei hohen Temperaturen sind aber einige Vorsichtsmaßnahmen ratsam. „Am wichtigsten ist, dass man die drei Grundregeln befolgt. Erstens nie auf die Kopfbedeckung vergessen, zweitens genügend (nicht alkoholische) Flüssigkeit zu sich nehmen, drittens nicht in der prallen Sonne liegen“, erklärt Chefärztin Elfriede Wilfinger, Rotes Kreuz Niederösterreich. Diese Maßnahmen sind wichtig, um Sonnenstich, Sonnenbrand oder der gefährlichen Dehydrierung vorzubeugen. „Wesentlich ist auch, dass man eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor verwendet, denn die meisten Hautkrebserkrankungen entstehen durch die Sonneneinstrahlung.“
Die wichtigsten Tipps im Überblick:
Auch kurzzeitige Aufenthalte in stehenden Fahrzeugen können für Kleinkinder, Tiere, ältere und kranke Menschen gefährlich werden; die Temperatur steigt hier sehr schnell auf über 50 Grad an.
Pro Tag sollten mindestens 2-3 Liter Flüssigkeit getrunken werden – möglichst Mineralwasser oder verdünnte Fruchtsäfte, aber keinesfalls Alkohol oder koffeinhaltigen Getränke (z.B. Kaffee, Cola); außerdem sollte leichte Kost auf dem Speiseplan stehen.
Körperliche Anstrengungen (vor allem im Freien) sollten möglichst vermieden bzw. an den Tagesrand (morgens, abends) gelegt werden.
Im Schatten bleiben! Wer in der prallen Sonne liegt, riskiert neben Sonnenbrand auch Hautkrebs und Kollaps.
In der Sonne sollte stets eine Kopfbedeckung getragen werden – dies gilt besonders für Kinder und Babies.
Erste Hilfe Tipps
Kommt es dennoch zu Krämpfen (Arme, Beine), Schwindel, Schwächegefühl, sehr roter oder sehr blasser Haut, so besteht die Gefahr bis hin zum Kreislaufkollaps. „In diesen Fällen ist es besonders wichtig, richtig und schnell zu reagieren“, erklärt Elfriede Wilfinger.
Erste Hilfe bei „Hitzeopfern“:
Patienten in den Schatten bringen.
Der Oberkörper sollte bei Patienten, die bei Bewusstsein sind, bei rotem Kopf erhöht, bei blasser Haut flach gelagert werden.
Kleidung möglichst lockern oder öffnen.
Den Patienten kühlen (feuchte Umschläge auf den Kopf geben) und – wenn er bei Bewusstsein ist – zu trinken geben (Mineralwasser).
Notruf wählen: 144
Multikulti in der WESTbahn - Staatssekretär Kurz lobt Integrationspolitik
(v.l.n.r.): Geschäftsführer der WESTbahn Dr. Erich Forster, WESTstewardess Claudia, WESTsteward und Integrationsbotschafter Nusret Güzel, Staatssekretär Sebastian Kurz Das Credo der WESTbahn ist die ständige Optimierung der Kundenzufriedenheit, die durch unsere Stewards erfolgt. Denn sie tragen die Verantwortung für den Verkauf der Tickets an Bord, die Reinigung des Zuges oder den persönlichen Service, wie Hilfe bei Rollstuhlkunden oder Müttern mit Kinderwagen. Vielfalt ist dabei der Schlüssel zum Erfolg! Unterschiedliche Mitarbeiter machen den Erfolg der WESTbahn aus, weil sie den vielfältigen Bedürfnissen der Kunden entsprechen können.
Die WESTbahn setzt auf Pluralität bei der Nationalität unserer Stewards und das macht sie anders als viele Unternehmen in Österreich: Insgesamt beschäftigt die WESTbahn Mitarbeiter aus 23 Länder: von Ägypten über Indien, Serbien bis Ungarn. Allein vier Triebfahrzeugführer stammen aus Ungarn. „Wir können nur von der bunten Mischung unseres Bordpersonals profitieren: Von slowakisch bis chinesisch, unsere Stewards können in sagenhaften 22 Sprachen kommunizieren. Die am häufigsten gesprochene Sprache ist neben englisch übrigens italienisch vor französisch und russisch“, sagt WESTbahn-Geschäftsführer Dr. Erich Forster.
Besonders gefreut haben sich die Stewards über den heutigen Fahrgast, den Staatssekretär Sebastian Kurz. Er stattete unserem Betrieb einen Besuch ab und outete sich als WESTbahn-Fan.
Sebastian Kurz über die WESTbahn: "Die WESTbahn zeigt, dass es für ein Unternehmen bereichernd ist, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus so vielen Ländern und mit so vielen Sprachen beschäftigt zu haben. Und der Erfolg gibt ihnen auch recht. Ich freue mich daher, die WESTbahn als Kooperationspartner der Initiative "Zusammen:Österreich" begrüßen zu dürfen."
Die WESTbahn ist Kooperationspartner der Initiative 'Zusammen:Österreich' des Staatssekretariats. Ziel der Initiative ist es, gegen Vorurteile gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund anzukämpfen. Mitarbeiter der WESTbahn treten im Rahmen dieser Initiative als Integrationsbotschafter, etwa in Schulen, auf, um den Schülern das Thema „Integration durch Leistung“ näher zu bringen und die Entwicklung von Schulprojekten zu begleiten, die das Zusammenleben fördern.
Land NÖ und Einsatzorganisationen ziehen Zwischenbilanz über die Hochwasserkatastrophe 2013
Gemeinsam mit den Vertretern der Einsatzorganisationen Feuerwehr, Bundesheer, Rotes Kreuz und Samariterbund zogen heute Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Landesrat Dr. Stephan Pernkopf im Zuge einer Pressekonferenz im NÖ Landhaus eine Zwischenbilanz über die Hochwasserkatastrophe der vergangenen Tage.
„Die Familie Niederösterreich, die erneut auf eine harte Probe gestellt worde, hat ausgezeichnet funktioniert. Wenn es dick auf uns zukommt, dann sind wir auch dick da, um das, was auf uns zukommt, miteinander zu bewältigen", sagte Landeshauptmann Pröll eingangs. Insgesamt seien in Niederösterreich rund 50.000 Menschen im Einsatz gewesen, so Pröll: „Die Einsatz-, Hilfs- und Rettungsorganisationen und alle Freiwilligen haben in exzellenter Art und Weise zusammengearbeitet. Der offizielle Dank des Landes gilt all denjenigen, die in irgendeiner Art und Weise mit dabei waren."
Zur Schadenshöhe gab der Landeshauptmann an, dass im Donautal ein Schaden von rund 100 Millionen Euro entstanden sei, die Infrastrukturschäden in den einzelnen Gemeinden seien dabei noch nicht beziffert. Insgesamt seien in den Hochwassergebieten rund 4.000 Objekte betroffen. Der Landeshauptmann: „Das, was wir versprochen haben, nämlich rasch die ersten Gelder auszuzahlen, haben wir eingehalten. Die Schadenskommissionen sind unterwegs, bisher sind 132 Schadensmeldungen eingegangen, die ersten Gelder sind schon ausbezahlt, 500 Betroffene sind bereits mit den ersten Geldern beteilt."
Seit dem Jahr 2002 habe man an der Donau rund 160 Millionen Euro in Hochwasserschutzmaßnahmen investiert, informierte Pröll weiters. Dabei enthalten seien sowohl technische Schutzmaßnahmen als auch die Schaffung von Retensionsflächen. Der Ausbau des Hochwasserschutzes werde in Niederösterreich unvermindert weitergehen, man habe auch „überlegt, wie wir noch rascher mit dem Ausbau vorankommen können", betonte der Landeshauptmann: „Wir werden an der Donau bis 2019 insgesamt 218 Millionen Euro investieren." Als Beispiele nannte er etwa die Fertigstellung des Hochwasserschutzes in Melk, oder auch die Projekte in Emmersdorf (soll von 2017 auf 2015 vorgezogen werden) und Aggsbach-Markt. Darüber hinaus sollen die Hochwasserschutz-Alarmpläne mit den Erfahrungen aus dem Hochwasser 2013 ergänzt werden, um etwa Problemen mit Treibgut, das an den mobilen Hochwasserschutz anrammt, zu begegnen. Weiters verwies der Landeshauptmann auch darauf, dass es nach intensiven Gesprächen mit dem Vizekanzler gelungen ist, die Bundesgelder für die Anschaffung von Feuerwehrgerätschaften von 88 auf 95 Millionen Euro anzuheben.
„Der Hochwasserschutz rechnet sich", sagte Landesrat Pernkopf in seiner Stellungnahme. So seien im Vergleich zum Hochwasser 2002 rund 140 Millionen Euro an Schäden vermieden worden, bilanzierte der Landesrat. Als Beispiel nannte er den Hochwasserschutz in Ybbs - hier ist 2002 ein Schaden von rund 39 Millionen Euro entstanden, rund 24 Millionen Euro wurden dort in den Hochwasserschutz investiert. Derzeit seien rund 115 Projekte landesweit in Umsetzung - etwa im Triestingtal, in Melk und am Unterlauf des Kamp.
Das österreichische Bundesheer stehe seit dem 1. Juni im Einsatz, berichtete Militärkommandant Mag. Rudolf Striedinger. Zu den Aufgaben des Bundesheeres zählten beispielsweise der Aufbau des mobilen Hochwasserschutzes, die Sicherung von Dämmen und die Beseitigung von Verklausungen. Striedinger: „Bisher hat das österreichische Bundesheer rund 20.000 Manntage an Leistungen erbracht."
Die Freiwilligen Feuerwehren haben rund 26.000 Kräfte eingesetzt, informierte Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner: „4.500 Fahrzeuge waren im Einsatz, 700 Pumpen und 500 Stromerzeuger wurden verwendet. Darüber hinaus wurden 1,8 Millionen Sandsäcke befüllt und verlegt. In den anstrengendsten Zeiten haben wir 67 Millionen Liter Wasser gepumpt - und zwar pro Minute."
Samariterbund-Präsident Otto Pendl bedankte sich dafür, dass es „in einer so schwierigen Situation eine so hervorragende Zusammenarbeit gegeben hat". Er sprach von einer „großen Menschlichkeit und Herzlichkeit", denn „in einer so schwierigen Stunde zeigt sich, dass unsere Heimat sehr gut aufgestellt ist."
Zwei Wochen seien vergangen, aber „die Hilfsbereitschaft ist nach wie vor da", meinte der Präsident des Roten Kreuzes, Willibald Sauer. Die Zusammenarbeit der Einsatzorganisationen sei „beispielgebend" gewesen: „Zusammen ist es uns gelungen, Leid zu lindern oder hintanzuhalten."
„Goldenes Komturkreuz" des Landes NÖ für Nationalrat Dr. Günter Stummvoll
Hohes Ehrenzeichen des Landes NÖ für Nationalrat Dr. Günter Stummvoll Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll verlieh am heutigen Dienstag, 18. Juni, das „Goldene Komturkreuz des Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich“ an Staatssekretär a. D. . Der Landeshauptmann würdigte den Geehrten als „große politische Persönlichkeit“ und „Idealbild eines Parlamentariers“. „Das Waldviertel hat dir sehr viel zu verdanken“, ging der Landeshauptmann in seiner Laudatio auch auf das Wirken Stummvolls als Mandatar für das Waldviertel ein: „Viele wirtschaftliche und strukturellen Initiativen gehen auf dein Engagement und deine Ideen zurück“. „Das größte Kapital des Waldviertels sind die Menschen in dieser Region, es hat mir 30 Jahre lang sehr viel Freude gemacht“, betonte Stummvoll in seinen Dankesworten.
Nach dem Hochwasser - Ölgeruch steckt im Mauerwerk
In manchen vom Hochwasser betroffenen Gebäuden riecht es nach Öl und der Gestank will trotz Lüftens einfach nicht verschwinden. Das Öl steckt teilweise im Mauerwerk, hat Wärmedämmungen durchdrungen, sich den Weg durch Rohrleitungen und Durchbrüche gesucht, sogar Hohlräume ausgefüllt.
Aufschwimmende Öltanks sorgen bei Überschwemmungen immer wieder für große Probleme und hohe Kosten, die Druck- und Auftriebskräfte auf Behälter werden oft unterschätzt. "In Kellern von überschwemmten Häusern sind in den letzten Tagen Heizöltanks aufgeschwommen, Ölleitungen abgerissen und austretendes Öl hat sich nicht nur in den betroffenen Häusern verteilt" berichtet Gerhard Dell, Geschäftsführer des Energiesparverbandes.
Tipps für Betroffene
Heizöltank und Ölleitungen sollten auf Beschädigungen untersucht werden, um festzustellen, ob Wasser in die Leitungen und den Tank eingedrungen ist. Zum Nachweis kann eine Heizölprobe vom Tankboden gezogen werden oder z.B. Wassernachweispaste verwendet werden. Auch wenn keine offensichtlichen Schäden erkennbar sind, sollte die überschwemmte Anlage sicherheitshalber von einem Fachmann überprüft werden.
Ölverunreinigungen im Gebäude können manchmal durch den Einsatz von Emulgatoren oder speziellen Reinigungsmitteln beseitigt werden, der Ölgeruch ist aber nur schwer in den Griff zu bekommen. Plötzlich tritt Öl dann dort zu Tage, wo man es niemals vermutet hätte. "Öl wandert im Mauerwerk", weis Dell noch vom 2002-Hochwasser, "manchmal fünf bis sechs Jahre, ehe es verharzt". Oft würden die Betroffenen denken, auftretende Flecken zeugen von Nässe. Das ist aber oft nicht der Grund, insbesondere dann, wenn nichts schimmelt und der Fleck ein wenig dunkel glänzt.
Manchmal hilft nur das Auswechseln des Mauerwerks, dabei sind bestimmten Regeln zu beachten, denn das Öl wandert auch in neues Mauerwerk, wenn es nicht "isoliert" wird. Decken und Böden sollten gereinigt werden und können danach z.B. mit Epoxydharzen versiegelt werden.
In jedem Fall ist es ratsam, für eine gute Durchlüftung der Räume zu sorgen und so zugleich die Trocknung der Räume zu fördern.
Niederösterreichische Geburtstagsgrüsse für LH Hans Niessl
Zu einem Geburtstagsgruß stellte sich Niederösterreichs Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Karin Renner beim burgenländischen Landeshauptmann Hans Niessl ein. „Ich freue mich, dass es möglich war Landeshauptmann Hans Niessl auch persönlich zu seinem Geburtstag gratulieren zu können“, so LHStv. Renner anlässlich ihres Besuches. Natürlich ließ sie es sich nicht nehmen, auch einen kleinen kulinarischen Gruß aus Niederösterreich, genauer gesagt aus dem Marchfeld, zu überbringen. „Als Konsumentenschutzreferentin freut es mich natürlich ganz besonders, auch auf diesem Wege die gute Qualität unserer heimischen Produkte präsentieren zu können“, so LHStv. Mag. Karin Renner abschließend.
20 Jahre Parkinson Selbsthilfe im Landesklinikum Mauer
(v.l.n.r.): Karl Bauer, stv.Pflegedirektor LK Mauer, Rosa Hager, Leiterin der Selbsthilfegruppe, Mag. Silvia Freynschlag-Futterknecht, NÖGUS, Mag. Renate Gamsjäger und Brigitte Adelwöhrer vom Dachverband der NÖ Selbsthilfegruppen, Christl Zechberger, Kassierin der Selbsthilfegruppe MAUER – Am 4. Juni 2013 feierte die Selbsthilfegruppe Parkinson, Arbeitsgruppe Amstetten, im Rahmen einer Feier im Speisesaal des Landesklinikums Mauer ihr 20-jähriges Bestehen.
„Mit Freude darf ich heute über das langjährige Bestehen und die unzähligen Aktivitäten und den regelmäßigen Treffen im Landesklinikum Mauer dieser Gruppe berichten“, freut sich die Leiterin der Selbsthilfegruppe (SHP) Rosa Hager in ihrer Eröffnungsrede.
Die Leiterin der neurologischen Abteilung des Landesklinikum Mauer, Univ.Prof. Prim. DDr. Susanne Asenbaum-Nan, MBA, sprach unter großer Aufmerksamkeit aller Teilnehmer über Ursprung, Verlauf und Therapie der Parkinson’schen Erkrankung. Die Anwesenden konnten mit einer einfachen Übung (Daumen und Zeigefinger rasch aufeinanderfolgend öffnen und schließen) selbst überprüfen, ob sie an Morbus Parkinson erkrankt sind.
„Wie gut die Kooperation zwischen Selbsthilfegruppen und Klinikum sein kann, sieht man am Beispiel Mauer“, hob Mag.a Renate Gamsjäger vom Dachverband der NÖ Selbsthilfegruppen in Ihrer Ansprache hervor und zeigte sich sichtlich überrascht von der Veranstaltung. Sie richtete aufbauende und lobende Worte an die Leiterin der Selbsthilfegruppe Rosa Hager, der Kassiererin Christine Zechberger und den Selbsthilfebeauftragten des Landesklinikums Mauer, DPGKP Karl Bauer.
Unter den Ehrengästen befanden sich unter anderem der Präsident des Landesverbandes der Parkinson Selbsthilfe NÖ, Helmut Markovits und Mag.a Silvia Freynschlag-Futterknecht vom NÖGUS, die sich ebenfalls von der Veranstaltung und Präsentation begeistert zeigten.
Der kaufmännische Direktor im Landesklinikum Mauer, Robert Danner, MSc, bedankte sich in abschließenden Worten bei allen Anwesenden und hob die Wichtigkeit einer guten Gruppenleitung hervor. Als Dankeschön für die Treue und der Affinität zu unserem Klinikum überreichte der stv. Pflegedirektor Karl Bauer im Namen der Klinikleitung einen Blumenstrauß an Rosa Hager und Christine Zechberger.
Im Vorraum des Speisesaales wurden Kunstwerke in Form von Gemälden, Wurzelholzarbeiten, etc. von Betroffenen ausgestellt. Die Veranstaltung fand mit einem kleinen Imbiss unter musikalischer Umrahmung einen gemütlichen Ausklang.
Wenn der Grill zum Flammenwerfer wird …
Ein lauer Sommerabend, liebe Freunde zu Gast und dann noch ein saftiges Kotelett vom Grill – was kann es Schöneres geben? Doch leider haben viele „Grillmeister“ zu wenig Geduld: Damit es schnell geht, muss ein Brandbeschleuniger her. Ob Spiritus oder Benzin, die Kohle wird damit getränkt und dann entzündet. Die verheerenden Folgen können explodierende Kohle oder meterhohe Stichflammen sein. Sicheres Entkommen für umstehende Personen ist kaum möglich.
5 Verletzte pro Tag während der Grillsaison
Laut einer Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit verletzen sich jährlich rund 1.000 Personen in Österreich beim Grillen. Das macht in der Saison von April bis Mai fünf Verletzte pro Tag. Viele dieser Brandverletzungen sind auf die Verwendung von Spiritus oder Benzin zurückzuführen. Wie gefährlich diese Methode ist, erklärt Karl Enzinger, Leiter Brandschutz der NÖ Landesregierung und Kommandant der Betriebsfeuerwehr NÖ Landhaus: „Wenn der flüssige Brennstoff vor dem Anzünden auf die Kohle kommt, bildet sich ein Gas-Luftgemisch, das sich extrem schnell ausbreitet und beim Anzünden explodiert. Trifft Spiritus oder Benzin direkt auf glühende Kohle oder Feuer, entsteht eine Stichflamme, die selbst zwei Meter vom Grill entfernte Personen verletzen kann.“ Die Folgen sind schwere Verbrennungen in Gesicht, Rumpfbereich oder an den Händen.
Sicher grillen – Unfälle vermeiden
„Viele Grill-Unfälle könnten vermieden werden, wären sich die Hobby-Griller der Risiken bewusst“, erklärt Mag. Bernhard Lackner, Vorstandsdirektor der Niederösterreichischen Versicherung, „deshalb machen wir an unserem diesjährigen Tag der Sicherheit auf die Gefahren aufmerksam.“ Mit Aktionen in ganz Österreich, bei denen Tipps für sicheres Grillen gegeben werden, soll die Sensibilität für das Thema gesteigert werden. In diesem Zusammenhang verteilen die Unternehmen der Vereinigung der Österreichischen Länderversicherer praktische „Grillboxen“. Deren Inhalt – Sicherheitsanzünder, Grillspieße, Gewürze und ein Heft mit Sicherheitstipps und Rezepten – soll beim Grillen daran erinnern, Verantwortung zu zeigen.
Richtiger Versicherungsschutz
Wie aber kann man sich vor den finanziellen Folgen eines Brandschadens beim Grillen schützen? „Kommt es auf Terrasse oder Balkon eines Mehrfamilienhauses zu einem Brand, ist meist auch der Besitz des Nachbars betroffen“, so Bernhard Lackner. Der Versicherungsprofi erklärt dazu: „Eine Feuer- bzw. Haftpflichtversicherung schützt in jedem Fall, denn sie deckt den eigenen sowie den fremden Schaden ab.“
Trotz umfassenden Versicherungsschutzes sollten grundlegende Vorsichtsmaßnahmen beim Grillen immer eingehalten werden.
Nachfolgend einige Anregungen für sicheren Grillgenuss.
> Niemals Spiritus oder Benzin als Brandbeschleuniger verwenden – Zündhilfen sind am sichersten!
> Kinder niemals unbeaufsichtigt lassen!
> Anzündmittel, die den benötigten Sicherheitsnormen entsprechen, sind mit der Bezeichnung ÖNORM EN 1860 bzw. DIN 66358 gekennzeichnet.
> Keinesfalls Anzünder für Ölöfen verwenden! - Hochwertige Anzündhilfen werden für eine sichere Anwendung immer mit Gebrauchsanweisung verkauft.
> Grillgeräte immer stabil auf ebenen Boden stellen und während des Betriebes nicht verschieben. Nicht in geschlossenen Räumen oder unter Sonnenschirmen verwenden.
> Feuerlöscher, Wasser oder Löschdecke für den Ernstfall bereitstellen.
> Löschen Sie nach dem Grillen die Glut, auf keinen Fall sollten Sie diese in den Mülleimer entsorgen.













