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14.03.2019

Software gegen Kryptomining

FH St. Pölten: Software gegen Kryptomining FH St. Pölten: Software gegen Kryptomining

Fast jede und jeder kennt das Phänomen: Man surft im Web, der Rechner wird langsam und laut. Der Grund dafür könnte sogenanntes Kryptomining sein, also der Zugriff auf die Rechnerleistung zum Generieren von Kryptowährungen ohne Wissen der NutzerInnen. Die Fachhochschule St. Pölten hat die Open-Source-Software "CoinEater" entwickelt, die davor schützt und gratis als Add-on für Firefox und Chrome erhältlich ist.

Software "CoinEater" blockiert Kryptomining, den ungewollten Zugriff auf Rechnerleistung

Cryptojacking beschreibt das Erzeugen von Kryptowährungen durch Website-Besucherinnen und -Besucher ohne deren Zustimmung. Da Mining ein sehr rechenintensiver Vorgang ist, kann dies auf mobilen Geräten zu einer stark verminderten Akkulaufzeit führen.

"Zum Erzeugen von Kryptowährungen wird normalerweise Hochleistungshardware verwendet. Cryptojacking verteilt das Mining auf viele, weniger leistungsfähige Geräte und ist eine neue Form der Bedrohung im Internet", erklärt Sebastian Schrittwieser, Leiter des Instituts für IT Sicherheitsforschung der FH St. Pölten, der die Software mitgestaltet hat.

Laufende Suche nach neuen Bedrohungen

Ein an Schrittwiesers Institut entwickelter Scanner untersucht regelmäßig automatisiert das Internet nach Cryptojacking. Die Forscherinnen und Forscher haben über eine Million der beliebtesten Webseiten durchsucht und unter diesen mehr als 3.000 Seiten gefunden, die ohne Wissen der BesucherInnen nach Kryptowährungen schürfen. Das Programm der ForscherInnen bietet zudem eine technische Analyse der auf diesen Webseiten verwendeten Methoden.

"Der Einsatz solcher Techniken ist durchaus legitim, wenn die Webseiten-Besucherinnen und -Besucher dem zustimmen, zum Beispiel, um Werbung auf den Webseiten ausblenden zu lassen", sagt Schrittwieser. Cryptojacking hingegen ist ein Missbrauch der Geräte der BenutzerInnen.

"Auch wenn mit Coinhive dieser Tage der größte Anbieter von Online-Mining-Software seinen Betrieb einstellt, ist das Problem nicht ganz aus der Welt und das Mining könnte sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder mehr lohnen", sagt Schrittwieser. Der entwickelte Scanner erkennt aber auch andere Anbieter von Kryptomining und darüber hinaus auch ein weiteres neues Phänomen im Internet: den Pop-up-Scam. Dabei öffnen sich beim Besuch von Webseiten Pop-up-Fenster mit Werbung oder kurzen Nachrichten, die zu kostenpflichtigen Angeboten oder Schadsoftware verlinken und von den Webseitenbesucherinnen und -besuchern mühsam weggeklickt werden müssen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
25.03.2019

Dankesfest für Einsatzkräfte am Hochkar

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (5.v.r.), LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (4.v.r) mit Vertretern der Einsatzorganisationen und der Region Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (5.v.r.), LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (4.v.r) mit Vertretern der Einsatzorganisationen und der Region

Am Hochkar in Göstling an derYbbs fand am Samstag für alle Einsatzkräfte, die im Jänner dieses Jahres im Kampf gegen die verheerenden Schneemassen beteiligt waren, ein Dankesfest statt. “Es war unglaublich zu sehen, wie hier Hand in Hand gearbeitet wurde. Ihr habt mit eurem Einsatz ein großartiges Zeichen des Miteinanders gesetzt“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner „Rund 3.000 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Bundesheer, Bergrettung, Rotes Kreuz, Alpinpolizei und Straßendienst standen im Dauer-Einsatz im Kampf gegen die Schneemassen“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und dankte für die großartige Hilfsbereitschaft.

Für LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf waren die Einsätze „Nachbarschaftshilfe auf höchstem Niveau“. Ohne die Freiwilligen wäre das Land heute „nicht das was es ist“ und um vieles ärmer. „Vielen Dank den Einsatzorganisationen, dass alles so gut funktioniert hat“, auch die Zusammenarbeit sei hervorragend gewesen, so Pernkopf.

„Sensationell, was hier geleistet wurde“, betonte der Göstlinger Bürgermeister Friedrich Fahrnberger. Er danke den Einsatzkräften für die großartige Hilfsbereitschaft und dem Land Niederösterreich für die Bereitschaft ein Dankesfest für die Einsatzkräfte durchzuführen.

Hochkar-Geschäftsführer Rainer Rohregger sagte, das Hochkar sei SchneemassenB gewohnt, die Neuschneemengen im Jänner hätten aber alles Bisherige übertroffen. Die Hochkar Bergbahnen stellten den Einsatzkräften für den heutigen Tag auch ein Skipass am Hochkar zur Verfügung.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: NLK Reinberger
25.03.2019

Immer mehr Österreicher haben keine Ersparnisse

Immer mehr Österreicher haben keine Ersparnisse Immer mehr Österreicher haben keine Ersparnisse

32% der Österreicherinnen und 23% der Österreicher (also insgesamt 27%) gaben bei der aktuellen ING International Survey an, keine Ersparnisse zu haben. In der Vorjahresbefragung Ende 2017/Anfang 2018 waren es noch 24%. 55% jener ohne Ersparnisse verdienen einfach zu wenig.

„Die finanzielle Lage verschärft sich nicht nur in Österreich, sondern in vielen europäischen Ländern“, sagt ING Chefökonom Carsten Brzeski und ergänzt: „Die schönen Sparquoten im Euroraum sollten nicht über die problematische Lage hinwegtäuschen, nämlich über die Schere zwischen Arm und Reich, die weiter auseinander geht: Der Anteil derjenigen, die gar nicht sparen (können), steigt an. Gleichzeitig legen die, die können noch mehr zur Seite.“

13% der Befragten gaben an, weniger als ein Nettomonatseinkommen (des Haushalts) an Sparreserven zu haben und stehen damit ebenso auf finanziell wackeligen Beinen. „Erst ab etwa drei Monatseinkommen kann man von einer ausreichenden Rücklage sprechen, die notfalls unerwartete dringende Ausgaben abdeckt“, so die Experten der ING.

Immerhin: der Rest ist gut abgesichert. 42% der Sparer verfügen über einen Polster zwischen ein und sechs Monatsgehältern.

13% haben ein halbes bis ein ganzes Jahresgehalt am Sparbuch und 14% sogar mehr als das Einkommen eines ganzen Jahres.

Insgesamt fühlen sich 51% aller Sparer mit der Höhe ihrer Ersparnisse wohl.

Jedem Zweiten geht gegen Monatsende das Geld aus

51% der Befragten haben gegen Monatsende gelegentlich oder meist kein Geld mehr am Konto. Auch hier dürften geringere Einkommen der Grund sein, sorgloser Umgang mit den Finanzen hingegen kaum. Denn: 93% gaben an, ihre Ausgaben regelmäßig im Blick zu haben – sei es in Form eines Haushaltsbuches, einer App oder der laufenden Kontrolle der Kontoauszüge.

Ist mal zu wenig Geld am Konto, dann reduzieren 80% ihre Ausgaben, 26% borgen sich Geld aus und 21% greifen zur Kreditkarte (Mehrfachnennungen).

Rückhalt durch Banken notwendig

Barbaros Uygun, ING Chef in Österreich tritt dafür ein, dass hierbei auch die Banken ihren Beitrag leisten: „Je weniger den Menschen zum Sparen bleibt, desto größer wird auch der Druck auf Banken. Hier haben wir besondere Verantwortung und müssen beitragen, das Sparen zu vereinfachen. In Gratiskonten, niedrigen Einstiegsschwellen z.B. in das Fondssparen, niedrigen Kreditzinsen sowie in der Finanzbildung sehe ich eine Mindestanforderung an Banken.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
14.03.2019

Bilanz anlässlich des Welttages der KonsumentInnenrechte - Top Aufreger Wohnen

KonsumentInnen ärgerten sich über falsche Mieten, verfallene Gutscheine & Co KonsumentInnen ärgerten sich über falsche Mieten, verfallene Gutscheine & Co

Knapp 390.000 KonsumentInnen suchten im Vorjahr österreichweit Rat und Hilfe bei den Arbeiterkammern. Die meisten Anfragen gab es rund ums Wohnrecht. Die AK klagte auch sehr erfolgreich: So zahlte die Raiffeisenlandesbank NÖ Wien KonsumentInnen aufgrund eines von der AK erreichten OGH-Urteils 3,4 Millionen Euro unzulässige Spesen und Zinsen zurück.

Die österreichischen KonsumentInnen suchten 2018 in den AK KonsumentInnenberatungen Hilfe wegen etwa zu hoch verrechneter Mieten in privaten Altbauwohnungen, und sie beschwerten sich über MaklerInnen. Zu den Finanzdienstleistern gab es immer wieder Fragen rund um das Thema Zahlungsverkehr, Kredite und Versicherungen. Beim Thema Einkaufen brauchten KonsumentInnen vor allem Beratung wegen verfallener Gutscheine, und sie hatten Probleme bei der Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen. Auch bei Handyverträgen gab es oft Ärger, hauptsächlich wegen überhöhter Rechnungen etwa durch unerwünschte Mehrwertdienste. Und Beratung wurde auch wegen der Dienstleister im Freizeitbereich in Anspruch genommen – etwa bei Flug- und Pauschalreisen.

Die AK KonsumentenschützerInnen nehmen auch Allgemeine Geschäftsbedingungen von Unternehmen laufend unter die Lupe. Dabei werden oft gesetzeswidrige Klauseln eingeklagt. Die AK führt Musterverfahren in Einzelfällen sowie bei Verstößen gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG). 2018 gab es für viele KonsumentInnen erfolgreiche Urteile – einige Beispiele.

Top Erfolg bei den Verbandsklagen waren 3,4 Millionen Euro unzulässige Spesen und Zinsen, die die Raiffeisenlandesbank NÖ Wien den KonsumentInnen aufgrund eines von der AK erreichten OGH-Urteils zurückgezahlt hat. Darüber konnten sich rund 45.000 InhaberInnen eines Kontos bei dieser Bank freuen.

Auch gegen sogenannte Sperrgebühren von 40 Euro von Card Complete hat die AK geklagt und Recht bekommen: Derartige Gebühren dürfen bei Kreditkarten und Bankomatkarten nicht verrechnet werden und können zurückgefordert werden.

Aufgrund vieler Beschwerden hat die AK Parship, ein Online-Partnervermittlungsinstitut geklagt. Wenn KonsumentInnen von ihrem Rücktrittsrecht binnen 14 Tagen Gebrauch machten, verrechnete Parship einen sogenannten Wertersatz von bis zu 75 Prozent des Gesamtpreises für die Halbjahres- oder Jahres-Mitgliedschaft, oft mehrere hundert Euro. Viel zu hoch – so auch die Gerichtsentscheidung. KonsumentInnen können die zu viel bezahlten Beträge zurückfordern. Dies gilt neben Parship auch für das Online-Partnervermittlungsinstitut Elite Partner.

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14.03.2019

Öffis blockieren kommt teuer

Rund 2.300 Mal wurden öffentliche Verkehrsmittel laut Wiener Linien im Vorjahr von falsch geparkten Fahrzeugen blockiert. Rund 2.300 Mal wurden öffentliche Verkehrsmittel laut Wiener Linien im Vorjahr von falsch geparkten Fahrzeugen blockiert.

Rund 2.300 Mal wurden öffentliche Verkehrsmittel laut Wiener Linien im Vorjahr von falsch geparkten Fahrzeugen blockiert. Das bedeutet, dass Öffis rund sechs Mal täglich durch Falschparker an der Weiterfahrt gehindert wurden. Damit wurden 2018 rund 700 Falschparker weniger gezählt als noch im Jahr 2017.

Feuerwehreinsätze kommen teuer

Straßenbahnen und Busse können an der Weiterfahrt gehindert werden, wenn Pkw nicht nah genug am Randstein parken. Das kommt für den Verursacher sehr teuer: Muss die Feuerwehr ausrücken, um das Fahrzeug zum Gehsteigrand zu wippen, kostet der Einsatz ab dem Moment der Alarmierung bis zum Wiedereinrücken pro Minute 7,90 Euro. Mit mehr als 200 Euro muss man hier auf jeden Fall rechnen. Muss das Fahrzeug abgeschleppt werden, finden Sie die Kosten hier. Die Anzeige schlägt bei verkehrsbehinderndem Parken durchschnittlich mit 100 Euro zu Buche. Zusätzlich werden Mehrkosten, die den Wiener Linien entstanden sind, dem Autofahrer verrechnet.

Generell gilt: Die Betonplatten, auf denen die Gleise liegen, müssen immer frei bleiben. Zusätzlich sollten die Seitenspiegel eingeklappt werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wartet einfach eine Bim bzw. einen Bus ab.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Qulle: ÖAMTC
20.03.2019

NÖ Feuerwehren rückten 2018 zu 69.734 Einsätzen aus

NÖ Feuerwehren rückten 2018 zu 69.734 Einsätzen aus NÖ Feuerwehren rückten 2018 zu 69.734 Einsätzen aus

2018 war für die Freiwilligen Feuerwehren in Niederösterreich eines der einsatzstärksten der vergangenen Jahre. 69.734 Mal rückten die Helferinnen und Helfer zu Einsätzen aus. Das entspricht einer Steigerung von 4.464 Einsätzen im Vergleich zum Jahr davor. Über diese und viele weitere Zahlen aus der Jahresbilanz 2018 der Freiwilligen Feuerwehren informierten heute Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner im Zuge einer Pressekonferenz im NÖ Landhaus in St. Pölten.

1.714 Freiwillige Feuerwehren gibt es in Niederösterreich. Bei Einsätzen, Übungen, Veranstaltungen und Spendenaktionen leisteten die insgesamt 98.900 Mitglieder dieser Feuerwehren rund acht Millionen freiwillige Arbeitsstunden. „Ein großes Danke für den Einsatz und das Engagement, das hinter diesen Zahlen steht“, sagte daher auch Landeshauptfrau Mikl-Leitner im Zuge der Pressekonferenz: „Auf die Freiwilligen Feuerwehren ist Verlass.“

Die Landeshauptfrau hob auch die steigende Zahl an Frauen, die sich bei der Feuerwehr engagieren, hervor: „350 Frauen sind im Vorjahr dazugekommen, insgesamt sind 7.411 Frauen dabei. Sieben Frauen sogar als Kommandantinnen, 21 als Kommandant-Stellvertreterinnen.“

Mikl-Leitner betonte auch die sehr gute Zusammenarbeit zwischen dem Land und den Feuerwehren. Als ein Beispiel führte sie die Neuausrichtung der Landesfeuerwehrschule in Tulln als neues Feuerwehr- und Sicherheitszentrum an, als ein weiteres Beispiel die Rückvergütung der Mehrwertsteuer auf gesetzlich verpflichtete Einsatzfahrzeuge. „Allein im letzten Jahr hat dies für die Feuerwehren eine Entlastung von 4,2 Millionen Euro gebracht“, so die Landeshauptfrau. Im Zuge der kostenlosen Hepatitis-Impfung seien mittlerweile 6.122 Impfungen verabreicht worden, führte sie weiters aus. Abschließend verwies Mikl-Leitner auf zwei besondere bevorstehende Ereignisse: Die Feier zum 150-jährigen Jubiläum des NÖ Landesfeuerwehrverbandes am 2. Mai in Baden sowie die Eröffnung des Container-Terminals in Tulln im September.

Um den Landsleuten rasch zu helfen, aber auch zum Schutz der Kameradinnen und Kameraden selbst, brauche es „die beste Ausbildung und Ausrüstung“, betonte LH-Stellvertreter Pernkopf in seiner Stellungnahme. Zudem seien die Feuerwehren „Betroffene des Klimawandels“ verwies er etwa auf Waldbrände oder Überschwemmungen durch Starkregen. Der LH-Stellvertreter ging auch auf die Schneemassen zu Beginn des Jahres ein: „Alle haben perfekt zusammengeholfen. Insgesamt 3.000 Einsatzkräfte haben hervorragende Arbeit geleistet.“

Die Einsatzstatistik habe sich nach oben entwickelt, erfreulicherweise aber auch die Mannschaftsstatistik, sagte Landesfeuerwehrkommandant Fahrafellner. Während in Ländern wie Schweden ein Feuerwehrmann bzw. eine Feuerwehrfrau auf 700 Einwohner käme, käme in Niederösterreich ein Feuerwehrmitglied auf 17 Einwohner. „Dadurch sind wir so flächendeckend“, so Fahrafellner. Im Zusammenhang mit der Jugendarbeit kündigte er an, dass ab Mitte des Jahres das Eintrittsalter für die Feuerwehrjugend von zehn auf acht Jahre gesenkt werde.

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20.03.2019

Anstieg der Wohnimmobilienpreise in Österreich deutlich über dem EU-Durchschnitt

Die Wohnimmobilienpreise sind in Österreich im dritten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahresquartal mit 8,0 Prozent weiter kräftig angestiegen Die Wohnimmobilienpreise sind in Österreich im dritten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahresquartal mit 8,0 Prozent weiter kräftig angestiegen

Die Wohnimmobilienpreise sind in Österreich im dritten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahresquartal mit 8,0 Prozent weiter kräftig angestiegen. Der Preisauftrieb in Österreich lag deutlich über dem EU-Durchschnitt. Besonders stark war der Preisanstieg in den Bundesländern (ohne Wien) mit fast 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aber auch in Wien hat sich das Immobilienpreiswachstum – nach einigen Quartalen mit vergleichsweise moderater Teuerung – im dritten Quartal 2018 mit einem Plus von 6,5 Prozent im Vorjahresvergleich beschleunigt. Vor diesem Hintergrund belief sich im Dezember 2018 das Wachstum der Wohnbaukreditvergabe – bei unverändert günstigen Konditionen – auf 4,9 Prozent (im Jahresabstand).

Gute Konjunkturlage in Osteuropa spiegelt sich in steigenden Wohnimmobilienpreisen wider

In den meisten CESEE-Ländern legten die Immobilienpreise laut Eurostat-Daten im zweiten und dritten Quartal 2018 deutlich stärker zu als im EU-Durchschnitt (4,3 Prozent). Die positiven Rahmenbedingungen in der Region wie das starke Einkommenswachstum, historisch niedrige Arbeitslosenquoten und relativ optimistische Wachstumsaussichten in Verbindung mit weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen zeigen sich in der hohen Nachfrage nach Wohnimmobilien. Zudem wird die Nachfrage in vielen Ländern weiterhin durch zielgruppenspezifische Subventionsprogramme unterstützt.

Steigende Wohnimmobilienpreise auch in zahlreichen anderen Euro-Ländern

Neben Österreich und den CESEE-Ländern wiesen auch die Niederlande, Irland, Portugal, Spanien und Luxemburg dynamisch steigende Wohnimmobilienpreise im zweiten und dritten Quartal 2018 auf. Die Ausnahme blieb Italien, wo im gleichen Zeitraum die Preise sanken.

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30.07.2018

Gekürzte Mindestsicherung – Wirtschaftstreibende fordern Sozialministerin Hartinger-Klein zur „150-Euro-Challenge“

Wirtschaftstreibende fordern Sozialministerin Hartinger-Klein zur „150-Euro-Challenge“ Wirtschaftstreibende fordern Sozialministerin Hartinger-Klein zur „150-Euro-Challenge“

Eine Gruppe mittelständischer Wirtschaftstreibender fordert Sozialministerin Beate Hartinger-Klein zur „150-Euro-Challenge“ heraus. Die Wettbedingungen sind einfach: Schafft die Ministerin es, einen Monat lang ohne fremde Hilfe von 150 Euro zu leben, spenden die Wirtschaftstreibenden ein Ministerinnengehalt in Höhe von 17.511 Euro an eine karitative Organisation, die Hartinger-Klein aussucht. Die Ministerin muss im Rahmen der „150-Euro-Challenge“ alle Ausgaben des täglichen Lebens von diesen 150 Euro bestreiten – außer ihre Wohnkosten. Anlass für die Challenge ist ein Interview der Ministerin auf oe24.tv, in dem sie behauptet hatte, dass man als Bezieher der Mindestsicherung von 150 Euro leben kann: „Wenn man die Wohnung auch noch bekommt, dann sicher“, waren die Worte der Ministerin.

„Diese Äußerung hat uns – gelinde gesagt – erstaunt. 150 Euro ist wenig Geld. Immerhin geht es um Essen und Trinken für einen Monat. Ausgaben für Kleidung, private Fahrten, Kosmetik- und Hygieneartikel, Internet und Telefon kommen auch noch dazu. Ehrlich gesagt bezweifeln wir stark, dass die Ministerin tatsächlich weiß, wovon sie spricht“, so Stefan Sengl, einer der Initiatoren der „150-Euro-Challenge“. Man wolle die Politik der Ministerin und der Bundesregierung einem „Reality-Check“ unterziehen, so Sengl. Er sieht darin eine Win-Win-Situation: „Kommt die Ministerin mit 150 Euro aus, schaut dabei eine ansehnliche Spende für eine karitative Organisation ihrer Wahl heraus. Scheitert die Ministerin, überdenkt sie vielleicht die geplanten Einschnitte im Sozialsystem“, so Sengl.

Die Spendensumme von 17.511 Euro stellen die Wirtschaftstreibenden garantiert bereit. Privatpersonen, die die Initiative unterstützen wollen, können sich unter https://www.respekt.net/projekte-unterstuetzen/details/projekt/1656/ am Wetteinsatz für die „150-Euro-Challenge“ beteiligen. Die Herausforderung zur Challenge wurde heute, Sonntag, via E-Mail an die Ministerin übermittelt.

Neben PR-Berater Stefan Sengl beteiligen sich unter anderem auch der Wiener Wirt Daniel Landau, die Startup-Beraterin Maria Baumgartner und der Sonnenstudiobetreiber Hans Arsenovic an der Initiative.

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13.09.2018

Neues Arbeitszeitgesetz in Kraft: Die wichtigsten Neuerungen

Schon bisher konnte der Kollektivvertrag für das Hotel- und Gastgewerbe abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in Küche und Service von Saisonbetrieben eine Verkürzung der täglichen Ruhezeit auf mindestens acht Stunden zulassen. Schon bisher konnte der Kollektivvertrag für das Hotel- und Gastgewerbe abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in Küche und Service von Saisonbetrieben eine Verkürzung der täglichen Ruhezeit auf mindestens acht Stunden zulassen.

Seit 1. September 2018 gelten die aktuellen Änderungen im Arbeitszeitgesetz und im Arbeitsruhegesetz. Kernstück ist die Anhebung der täglichen Höchstarbeitszeit auf zwölf Stunden. Über diese und wichtige weitere Änderungen informiert das Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen TPA.

Die gravierendste – und bis zuletzt heftig diskutierte – Änderung im Arbeitszeitgesetz (AZG) betrifft die Erlaubnis für Arbeitgeber, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab sofort bei Bedarf vorübergehend ohne Verwaltungsstrafen bis zu zwölf Stunden pro Tag bzw. 60 Stunden pro Woche beschäftigen zu dürfen, womit eine weitgehende Entkriminalisierung der Arbeitspraxis möglich sein sollte. Die nun mit der Novelle erlaubte zusätzliche 11. und 12. Stunde ist grundsätzlich als Überstunde abzugelten.

Aber:

Arbeitnehmer können Überstunden, die über zehn Stunden täglich bzw. 50 Stunden wöchentlich hinausgehen, ohne Angabe von Gründen ablehnen, und sie dürfen aus diesem Grund nicht benachteiligt werden – etwa, was das Entgelt oder die Aufstiegschancen betrifft.

Wird ein Arbeitnehmer dennoch gekündigt, kann die ausgesprochene Kündigung binnen zwei Wochen bei Gericht angefochten werden.

Zudem können Arbeitnehmer selbst wählen, ob sie Überstunden, die über die zehn bzw. 50 Stunden hinausgehen, in Geld oder mit Zeitausgleich vergütet bekommen wollen.

Bis 31.8.2018 durften Mitarbeiter – je nach gesetzlicher oder kollektivvertraglicher Lage – maximal bis zu zehn Stunden am Tag bzw. 50 Stunden pro Woche beschäftigt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen war es allerdings möglich, per Betriebsvereinbarung oder mit Einzelvereinbarungen bis zu zwölf Stunden pro Tag bzw. 60 Stunden pro Woche beschäftigt zu werden. Diese Regelung zu Sonderüberstunden ist mit der Novelle entfallen.

Tipp: Unverändert aufrecht bleibt die Bestimmung, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Vier-Monats-Zeitraum im Schnitt maximal 48 Stunden pro Woche beschäftigt werden dürfen. Wichtig ist auch, dass alle für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer günstigere Regelungen in Kollektivverträgen und Betriebsvereinbarungen durch die Novelle nicht berührt werden.

Für Gleitzeit-Vereinbarungen gilt künftig Folgendes: Gleitzeit-Arbeitende können seit 1.9.2018 für das gesetzlich zulässige Ausmaß der Normalarbeitszeit von zwölf Stunden herangezogen werden, wenn sichergestellt ist, dass sie ein Zeitguthaben auch ganztägig verbrauchen können und der Verbrauch im Zusammenhang mit einer wöchentlichen Ruhezeit nicht ausgeschlossen ist.

Tipp: Zu beachten ist, dass die Gleitzeitvereinbarung die Möglichkeit vorsehen muss, dass Gleittage in Anspruch genommen werden können. Und sie darf auch die Möglichkeit zur Konsumation in Form verlängerter Wochenenden nicht ausschließen.

Arbeitet nun der Mitarbeiter unter diesen Voraussetzungen an einem Tag aufgrund der autonomen, von ihm selbst vorgenommenen Zeiteinteilung mehr als zehn Stunden, aber höchstens zwölf Stunden, handelt es sich dabei um Normalarbeitszeit.

Überstunden liegen nur dann vor, wenn der Arbeitgeber trotz Gleitzeit Arbeitsstunden anordnet, die über die Normalarbeitszeit von acht Stunden am Tag bzw. 40 Stunden in der Woche hinausgehen.

Tipp: Zu beachten ist, dass viele Kollektivverträge vorsehen, dass auch bei Gleitzeit die Normalarbeitszeit mit zehn Stunden begrenzt bleibt und die 11. und die 12. Stunde des Tages als Überstunde gelten. Damit fällt für diese ein Überstundenzuschlag an.

Ausnahme von der Wochenend- und Feiertagsruhe

Das Arbeitsruhegesetz (ARG) sieht vor, dass Mitarbeitern eine ununterbrochene Ruhezeit von 36 Stunden zu gewähren ist, in die auch der Sonntag fällt. Mitarbeiter dürfen am Wochenende also grundsätzlich aufgrund der sogenannten Wochenendruhe nicht beschäftigt werden.

Seit 1. September 2018 gilt aber folgende Ausnahmeregelung: Bei vorübergehend auftretendem besonderen Arbeitsbedarf darf durch Betriebsvereinbarung eine Ausnahme von der Wochenend- und der Feiertagsruhe zugelassen werden, und zwar an maximal vier Wochenenden oder Feiertagen pro Arbeitnehmer und Jahr. In Betrieben ohne Betriebsrat ist dafür eine schriftliche Einzelvereinbarung notwendig.

Wenn zum Beispiel die Ausnahmen von der Wochenend- und Feiertagsruhe für wiederkehrende Ereignisse abgeschlossen werden – etwa jedes Jahr für die Weihnachts- oder Osterzeit – ist der entsprechende Anlass in der Betriebsvereinbarung bzw. in der schriftlichen Einzelvereinbarung festzuhalten.

Tipp: Bitte beachten Sie, dass eine Ausnahme von der Wochenendruhe nicht an vier aufeinander folgenden Wochenenden erfolgen darf.

Ohne Betriebsvereinbarung dürfen Arbeitnehmer die Wochenend- und Feiertagsarbeit grundlos ablehnen. Sie dürfen deshalb weder bei Entgelt noch bei Aufstiegsmöglichkeiten oder Versetzung benachteiligt werden. Vor allem dürfen sie deswegen nicht gekündigt werden. Wird der Arbeitnehmer dennoch gekündigt, kann er die ausgesprochene Kündigung binnen zwei Wochen bei Gericht anfechten.

Sonderregel Einzelhandel

Für den Einzelhandel gibt es die Möglichkeit, betriebsintern an vier Wochenenden oder Feiertagen pro Jahr eine Ausnahme von der Wochenende- bzw. Feiertagsruhe zu vereinbaren, nicht. Denn Verkaufstätigkeiten sind nach dem Öffnungszeitengesetz geregelt.

WICHTIG – Neue Ausnahme für nahe Angehörige

Neu ist seit 1. September 2018 auch, dass bestimmte nahe Angehörige weder dem Arbeitszeit- noch dem Arbeitsruhegesetz unterliegen. Das betrifft Familienmitglieder, die im Rahmen von Dienstverhältnissen beschäftigt und bei der Gebietskrankenkasse als Dienstnehmer gemeldet sind.

Als nahe Angehörige gelten

die Eltern,

volljährige Kinder,

der/die im gemeinsamen Haushalt lebende Ehegatte/-gattin oder eingetragene Partner/in, sowie

der/die Lebensgefährte/-gefährtin, wenn diese/r mit dem Arbeitgeber seit mindestens drei Jahren im gemeinsamen Haushalt lebt.

Diese Ausnahme wirkt auch nur, wenn es sich bei dem Unternehmen/Arbeitgeber um ein Einzelunternehmen handelt. Kapitalgesellschaften bzw. im Firmenbuch eingetragene Personengesellschaften wie Kommanditgesellschaften (KG) und offene Gesellschaften (OG) können diese Regelung nicht in Anspruch nehmen.

Die Ausnahme von AZG und vom ARG greift aber nur dann, wenn

die gesamte Arbeitszeit des nahen Angehörigen aufgrund der besonderen Merkmale der Tätigkeiten nicht messbar bzw. nicht festlegbar ist, oder

die gesamte Arbeitszeit des nahen Angehörigen aufgrund der besonderen Merkmale der Tätigkeit die Selbstfestlegung der Arbeitszeit durch den Arbeitnehmer erfordert.

Ebenfalls von den Regelungen befreit sind leitende Angestellte und – dies ist neu – sonstige Arbeitnehmer, denen maßgebliche selbstständige Entscheidungsbefugnis übertragen ist.

Sonderfall Hotel- und Gastgewerbe

Schon bisher konnte der Kollektivvertrag für das Hotel- und Gastgewerbe abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in Küche und Service von Saisonbetrieben eine Verkürzung der täglichen Ruhezeit auf mindestens acht Stunden zulassen. Auch die nun in Kraft getretene Neuregelung sieht vor, dass für Arbeitnehmer im Hotel- und Gastgewerbe bei geteilten Diensten die tägliche Ruhezeit auf mindestens acht Stunden verkürzt werden kann.

Aber folgende wesentliche Änderungen sind dabei zu beachten: Bei geteilten Diensten

erlaubt das AZG selbst die Verkürzung der Ruhezeit,

betrifft die Verkürzung der täglichen Ruhezeit vollzeit- und auch teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer,

wird die Verkürzung der Ruhepause nicht bloß in Saisonbetrieben, sondern in allen Betrieben des Hotel- und Gastgewerbes möglich.

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02.07.2018

Gegackert

Das Gackern über ungelegte Eier gehört zur Politik. Schon klar. Aber bisweilen versteht man vor lauter Gackern nicht mehr, worum es geht. Das Gackern über ungelegte Eier gehört zur Politik. Schon klar. Aber bisweilen versteht man vor lauter Gackern nicht mehr, worum es geht.

Das Gackern über ungelegte Eier gehört zur Politik. Schon klar. Aber bisweilen versteht man vor lauter Gackern nicht mehr, worum es geht. So wie bei der neuen Arbeitszeitregelung. Nüchtern betrachtet wird sich durch diese Gesetzesänderung wohl kaum etwas ändern, schon heute arbeiten einige Beschäftigte an manchen Tagen länger als zehn Stunden und in manchen Wochen mehr als 48 Stunden. Aber es ist die Ausnahme.

Und laut Gesetz wird es auch in Zukunft die Ausnahme bleiben. Und bei der Endfassung soll auch der Interpretationsspielraum eingeengt sein. Es scheint daher fast hysterisch, wenn man vom generellen 12-Stunden-Tag spricht und gegen eine 60-Stunden-Woche demonstriert. Das prophezeite Vereinssterben oder die Vervielfachung von Verkehrs- und Arbeitsunfällen durch diese Novelle wird wohl ebenfalls nicht eintreten. Und sollte es der Verfassung widersprechen muss man es reparieren – eh klar.

Aber erst dann wäre das Ei gelegt und es sollte mit dem Gackern begonnen werden.

Vorgegackert wird auch in grün. Wegen einer Stellungnahme der EU-Kommission zum Mindestsicherungsmodell glaubt der grüne Abgeordnete Kaineder, dass „die beiden wesentlichen Kürzungen bei Mehrkindfamilien und Asylberechtigten beseitigt werden müssen“, obwohl das Urteil des EuGH aussteht und nur dieser die Urteile fällt ... selbst für Gesetzestexte sollte es aber keine Vorverurteilungen geben.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Neues Volksblatt: "Gegackert" von Herbert SCHICHO
25.06.2018

Lieber Nachbarn als Schwiegereltern: Wem die Österreicher im Urlaub ihre Wohnung anvertrauen

Wem die Österreicher im Urlaub ihre Wohnung anvertrauen Wem die Österreicher im Urlaub ihre Wohnung anvertrauen

Die Ferien beginnen bald, für tausende Österreicher geht es in den Urlaub. Doch ihre Wohnung vertrauen sie nicht jedem an: Doppelt so viele Österreicher würden während ihres Urlaubs lieber den Nachbarn als die Schwiegereltern aufpassen lassen. Das hat eine repräsentative Studie von immowelt.at, einem der führenden Immobilienportale Österreichs, ergeben. Unter allen Befragten sagen 14 Prozent, dass sie ihre Wohnung in die Hände des Nachbarn geben würden - die Schwiegereltern sind hingegen nur bei 7 Prozent erste Wahl. Auch Freunde (15 Prozent) sind den Befragten lieber als die angeheiratete Verwandtschaft.

Aufpasser Nummer 1: die Eltern

Während die Eltern des Partners wenig Vertrauen genießen, sind die eigenen hingegen erste Wahl: Die meisten Befragten (33 Prozent) würden Mutter und Vater nach dem Rechten sehen lassen. Generell vertrauen die Österreicher noch am ehesten der eigenen Verwandtschaft die Wohnungsschlüssel an: Insgesamt würden knapp zwei Drittel der Befragten jemanden aus der eigenen Familie aufpassen lassen. Neben den Eltern sind Geschwister (11 Prozent) oder andere Verwandte (13 Prozent), wie Kinder oder Enkelkinder, beliebte Aufpasser. Die Schwiegereltern schneiden am schlechtesten ab. Gleich viele Befragte (7 Prozent) würden sogar niemanden in die eigenen vier Wände lassen.

Schwiegereltern sind nicht immer unbeliebt

Lediglich 30- bis 39-Jährige haben Vertrauen in die Schwiegereltern. Nach den eigenen Eltern (48 Prozent) sind die Schwiegereltern (16 Prozent) deren zweite Wahl. Besonders auffallend: Mit zunehmendem Alter überlassen die Befragten ihre Wohnung seltener Familienmitgliedern, dafür immer häufiger den Nachbarn. Einerseits, weil sie diese schon länger kennen - andererseits, weil bei den Über-60-Jährigen weniger Verwandte am Leben und die Optionen für Aufpasser somit begrenzt sind.

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

Wem würden Sie am ehesten Ihre Wohnung/Ihr Haus anvertrauen, wenn Sie

im Urlaub sind?

- meinen Eltern: 33 Prozent

- Freunden/Bekannten: 15 Prozent

- meinem Nachbarn: 14 Prozent

- anderen Verwandten: 13 Prozent

- meinen Geschwistern: 11 Prozent

- meinen Schwiegereltern: 7 Prozent

- niemandem: 7 Prozent

- einem Hausbetreuungsdienst: 0 Prozent

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25.03.2019

Umfrage: Hälfte für Pflegeversicherung

Umfrage: Hälfte für Pflegeversicherung Umfrage: Hälfte für Pflegeversicherung

Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner aktuell erscheinenden Ausgabe berichtet, befürwortet knapp die Hälfte der Österreicher eine verpflichtende Pflegeversicherung.

47% würden für sich selbst einzahlen, um die steigenden Pflegekosten in Zukunft zu finanzieren.

12% sind in der von Unique Research für profil durchgeführten Umfrage sehr dafür, 35% eher. 18% sind kategorisch gegen eine neue Pflichtversicherung, 24% eher dagegen.

11% machten keine Angaben.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
25.03.2019

EU braucht Stärke statt Streit

Teile und herrsche: Nach dieser Maxime werden die zerstrittenen EU-Staaten von China, Russland und den USA untereinander ausgespielt. Teile und herrsche: Nach dieser Maxime werden die zerstrittenen EU-Staaten von China, Russland und den USA untereinander ausgespielt.

Europa steht von vielen Seiten unter Druck, sowohl von außen als auch von innen. Wenn es Wohlstand und Einfluss verteidigen will, dann nur mit mehr Gemeinsamkeit.

Die Welt ist in den letzten Jahren wieder konfliktträchtiger geworden. In den USA, dem nach dem 2. Weltkrieg starken Verbündeten des freien Europas, regiert mit Donald Trump ein äußerst unberechenbarer Präsident. In seinem „America First“-Denken ist auch die EU ein Widersacher, vor allem in der Wirtschaft. Dazu kommt ein Russland, das mit Macht nach mehr Einfluss und alter politischer und militärischer Stärke drängt, und nicht minder das Milliardenreich China, das sich überall in der Welt Einflusssphären sichert.

Ein vierter ganz starker Spieler auf diesem Parkett müsste die EU sein. Auf wirtschaftlichem Gebiet ist sie das auch, auf politischem wegen ihrer Uneinigkeit aber nur sehr unzureichend. Eine Union, die angesichts von Brexit, von nationalen Egoismen und mangelnder Solidarität sich selbst viel zu viel blockiert. Und das machen sich Amerikaner, Russen und Chinesen zunutze nach dem Motto „Divide et impera – teile und herrsche“. Mit dieser Maxime haben schon viele Mächtige erfolgreich versucht, mögliche Kontrahenten in Untergruppen mit gegensätzlichen Interessen aufzuspalten – und dieses Spiel spielen die EU-Länder bei verschiedenen Fragen auch noch mit. Beispiel: Noch bevor die EU eine Linie zur von China forcierten „Neuen Seidenstraße“ gefunden hat, unterschrieb jetzt auch Italien Verträge mit China, das hier bei den zugesagten Milliarden weder die Wohlfahrt noch die Caritas ist, sondern beinharte Interessen verfolgt.

Europa mit all seiner Kultur, seinen Grundrechten und seiner Lebensqualität steht tatsächlich am Scheideweg. Angesichts der politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen stehen nachhaltiger Wohlstand und gemeinsame Zukunftsfähigkeit auf dem Spiel, wenn nicht endlich EU-Interessen viel stärker gemeinsam vertreten werden.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG, Leitartikel von Alois Vahrner
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14.03.2019

Gefangen im Labyrinth des Brexits

Die britische Regierung hat sich im Irrgarten falscher Versprechungen und Annahmen verrannt – und findet keinen Ausweg Die britische Regierung hat sich im Irrgarten falscher Versprechungen und Annahmen verrannt – und findet keinen Ausweg

Die britische Regierung hat sich im Irrgarten falscher Versprechungen und Annahmen verrannt – und findet keinen Ausweg. Statt Kontrolle durch den EU-Austritt zurückzugewinnen, hat man sie verloren.

Großbritannien ist gefangen im Labyrinth des Brexits und es findet keinen Ausweg. Im Irrgarten falscher Versprechungen und Annahmen haben sich die Regierung der konservativen Premierministerin Theresa May und auch das Parlament, das tief gespalten und längst in lauter Einzelinteressen zerfallen ist, verrannt. Das politische London droht nun rund zwei Wochen vor dem festgeschriebenen Austrittstermin am 29. März im Chaos zu versinken. Nachdem die Abgeordneten des Unterhauses den von May in letzter Minute mit der EU nachgebesserten Austrittsvertrag am Dienstagabend erneut mit klarer Mehrheit abgeschmettert haben, bleibt vorerst wohl nur eine Verschiebung des Austrittstermins. Vorerst ohne Hoffnung auf einen Durchbruch. Aber die Alternative eines harten Brexits ganz ohne Abkommen und somit ohne jegliche Übergangsfrist hätte für die Bürger und Unternehmen auf beiden Seiten des Kanals schwerwiegende Konsequenzen, die nur wenige in London, Brüssel und den Hauptstädten der verbleibende­n 27 EU-Mitgliedsländer verantworten wollen.

Doch auch wenn es in absehbarer Zeit doch noch zu einer auch vom britischen Parlament akzeptierten Einigung zwischen London und der EU kommen sollte, beginnt für Großbritannien eine Reise ins Ungewisse. Und die vielen Versprechungen – von einer „strahlenden Zukunft“ bis hin zu einem „Global Britain“, das Freihandelsabkommen mit China, den USA und der EU zu seinem Vorteil abschließt – könnten rasch wie Seifenblasen zerplatzen. Denn im immer brutaleren globalen Wettkampf hat niemand auf die Befindlichkeiten Großbritanniens gewartet. Wer mit Trumps neuem „America First“ und dem immer aggressiver auftretenden China Geschäfte machen will, muss als Einzelkämpfer wohl zahlreiche Abstriche machen. Das weiß die Regierung in London, das wissen viele Unternehmen, das wissen aber offenbar viele von jenen nicht, die im Juni 2016 für den Austritt Großbritanniens aus der EU gestimmt haben. Es hat ihnen auch niemand gesagt. Vielmehr wurde dem Volk suggeriert, dass Brüssel für all die Versäumnisse auf der britischen Insel verantwortlich ist – für das marode Gesundheitssystem, für die fristlose Öffnung des Arbeitsmarktes nach der EU-Osterweiterung und den damit verbundenen massiven Zuzug von Arbeitsmigranten. Nur: Verantwortlich dafür war und ist London und nicht Brüssel. Die Brexit-Befürworter haben versprochen, die Kontrolle zurückzugewinnen. Für das stolze Großbritannien. Doch sie haben sie längst verloren.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von Christian Jentsch
14.01.2019

Der limitierende Faktor ist der Körper

Die anhaltende Verletzungsserie im Damen-Skirennsport scheint nicht abreißen zu wollen. Pistenpräparierung und Material sind ebenso ausgereizt wie die physischen Voraussetzungen der Sportler, die für Siege über Grenzen müssen. Die anhaltende Verletzungsserie im Damen-Skirennsport scheint nicht abreißen zu wollen. Pistenpräparierung und Material sind ebenso ausgereizt wie die physischen Voraussetzungen der Sportler, die für Siege über Grenzen müssen.

Die anhaltende Verletzungsserie im Damen-Skirennsport scheint nicht abreißen zu wollen. Pistenpräparierung und Material sind ebenso ausgereizt wie die physischen Voraussetzungen der Sportler, die für Siege über Grenzen müssen.

Man könne zur Verletzungssituation im Damen-Skirennsport auch „Baustelle“ sagen, meinte Ex-Rennläufer Atle Skaardal gestern. Der Norweger trägt als Renndirektor des Internationalen Skiverbands FIS die Verantwortung dafür, dass die Sportler gesund ins Hotel kommen, Entscheidungsgrundlage ist das Reglement. Anna Veith und Steffi Brunner, seit dem Wochenende mit ihrem zweiten Kreuzbandriss konfrontiert, schützte das nicht. Sie sind die letzten beiden einer Serie von Sportlern, die frühzeitig in Sommerpause gehen müssen. Die Situation werde den Sport wohl noch länger beschäftigen, meinte Skaardal – womit die Baustelle ein wenig dem Beispiel der Sagrada Familia in Barcelona folgt. Die Basilika, seit 1882 in der Entstehung, wird vielleicht auch niemals fertig werden. Doch ist die Verletzungsmisere im Damen-Skirennsport auch ein von Menschen kreiertes Dauerthema? Muss sich der Weltverband anlasten lassen, dass Rennläufer mit dem von ihm normierten Material allzu großen Spielraum haben? 15 Läufer aus den Top 40 des Damen-Weltcups laborieren an Verletzungen, das lässt sich statistisch betrachtet nicht vernachlässigen.

Die Suche nach möglichen Ursachen erstreckt sich über Pistenpräparierung, Kurssetzung, Schneeverhältnisse und das den Sportlern zur Verfügung stehende Material. Auf diesem Gebiet schien man vor Jahren fündig, als Bindungshöhen und Skiradien die physikalischen Einflüsse auf Sportler ins Unermessliche trieben. Man ging einen Schritt zurück, doch Techniker kompensierten das umgehend. So lange, bis es nicht mehr ging oder der Sportler nicht mehr konnte. Ist der Plafond erreicht und passiert dem Fahrer vielleicht ein kleiner Fehler, kommt es mitunter zu dem, was Ärzte als „Valgus-Innenrotation“ oder „Slip-Catch“ bezeichnen und den Betroffenen monatelang zur Reha verurteilt.

Die einfache Lösung gibt es nicht, meinte Atle Skaardal zu einem Kernproblem seines Aufgabengebiets. So lange es Skirennsport gibt, werde es zu Verletzungen kommen. Das gilt für die Tempobolzer auf der Streif, die sich mit Tempo 130 und ohne Knautschzone zu Tal stürzen. Das gilt aber um nichts weniger für Techniker, denen Rotationsbewegungen zum Verhängnis werden. Vom Standpunkt der Trainingswissenschaft ist die physische Obergrenze und somit das Limit erreicht. So gesehen muss der Hebel dort angesetzt werden, wo es der Verletzungs-Baustelle am meisten hilft. Im Gegensatz zur Sagrada Familia (geplante Fertigstellung im Jahr 2026) wird diese wohl nie geschlossen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Christian Jansky, CC BY-SA 3.0 / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von Florian Madl
20.03.2019

Finanzminister ruft Expertengruppe zur nationalen Digitalsteuer ein

Finanzminister ruft Expertengruppe zur nationalen Digitalsteuer ein Finanzminister ruft Expertengruppe zur nationalen Digitalsteuer ein

Beim gestrigen erstmaligen Zusammentreffen der Expertengruppe rund um die Digitalsteuer, diskutierten Schlüsselakteure der Medien- und Internetbranche erstmals über die genaue Ausgestaltung der nationalen Digitalsteuer mit Finanzminister Hartwig Löger. Vertreter des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ), des Verbands Österreichischer Privatsender (VÖP), des ORF, der Internetoffensive Österreich, des Interactive Advertisting Bureau Austria (IAB) und der Wirtschaftskammer Österreich fanden sich gemeinsam mit Experten aus dem Finanzministerium und Medienministerium für einen nationalen Schulterschluss für mehr Steuergerechtigkeit im BMF ein.

Finanzminister Löger: „Die Zielsetzung ist für uns ganz klar: Wir wollen mehr Steuergerechtigkeit und Wettbewerbsgleichheit zwischen traditioneller und digitaler Wirtschaft. Daher haben wir heute die Meinungen von einer breiten Vielfalt an österreichischen Schlüsselakteuren eingeholt, um eine zielgerichtete Umsetzung gewährleisten zu können. Ich bin zuversichtlich, dass wir bereits in den nächsten Wochen konkrete Ergebnisse liefern können.“

Die Diskussion der Expertengruppe richtete sich dabei auf die Digitalsteuer auf Umsätze im Bereich der Online-Werbung. Als Basis wurde der Ministerratsvortrag vom 11. Jänner herangezogen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: BMF/Bruckberger
20.03.2019

2018 mit neuem Höchstwert bei getöteten Elektrofahrradfahrern - Drei Viertel waren über 65 Jahre alt

2018 mit neuem Höchstwert bei getöteten Elektrofahrradfahrern - Drei Viertel waren über 65 Jahre alt 2018 mit neuem Höchstwert bei getöteten Elektrofahrradfahrern - Drei Viertel waren über 65 Jahre alt

Elektrofahrräder werden immer beliebter. Seit 2008 ist der Anteil verkaufter E-Bikes an allen verkauften Fahrrädern von einem auf 29 Prozent angestiegen. 2017 wurden rund 414.000 Fahrräder verkauft, 120.000 davon waren E-Bikes. "Dieser Boom bei Elektrofahrrädern in Österreich spiegelt sich leider auch in der Unfallstatistik wider", berichtet ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé. Laut Daten des BMI verunglückten im vergangenen Jahr 40 Radfahrer im Straßenverkehr tödlich, davon waren 17 mit einem E-Bike unterwegs – das ist ein neuer Höchstwert. Zwei Drittel der tödlichen E-Bikeunfälle im vergangenen Jahr passierten außerorts, ebenso ereigneten sich zwei Drittel ohne Fremdverschulden. Sechs getötete E-Biker waren in Niederösterreich zu beklagen, vier in Oberösterreich, je drei in Tirol und Vorarlberg sowie einer in Kärnten.

"E-Bike-Fahren unterscheidet sich durchaus vom normalen Radfahren. Die eigene Geschwindigkeit wird oft unterschätzt und das kann zu gefährlichen Situationen führen", so der Verkehrstechniker des Mobilitätsclubs. Zudem ist E-Biken gerade für ältere Personen attraktiv. Drei Viertel aller tödlich verunglückten E-Biker waren älter als 65 Jahre, das Durchschnittsalter lag bei rund 71 Jahren. "Mit dem E-Bike kommen auch ältere Personen trotz wenig trainierter körperlicher Verfassung auf einen großen Bewegungsradius. Beispielsweise kann eine Steigung dank Elektromotor mühelos bewältigt werden, bei der Abfahrt kann die mangelnde Fahrpraxis jedoch leicht zu schweren Unfällen führen", so Nosé. Erschwerend kommt hinzu, dass aufgrund der im Alter höheren körperlichen Verletzlichkeit ältere Personen sich bei Stürzen leichter verletzen.

Unfallzahlen werden weiter steigen – verstärkte Rücksichtnahme notwendig

Noch spielen E-Bikes im Vergleich zu Fahrrädern ohne Antrieb eine untergeordnete Rolle. Doch die Zahl der Elektrofahrräder wird weiter steigen und damit auch der Nutzerkreis. "Deshalb kann davon ausgegangen werden, dass die Zahl der an E-Bikeunfällen überproportional stark beteiligten Senioren weiter steigen wird. Leider ist in der amtlichen Unfallstatistik bislang keine Unterscheidung zwischen E-Bike und Fahrrad möglich. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, denn für genaue Unfallanalysen und sich daraus ableitende Maßnahmen zur Unfallvermeidung ist eine getrennte Betrachtung von Fahrrad und E-Bike unumgänglich", fordert Nosé.

Training für Einsteiger essentiell

Obwohl für erwachsene Radfahrer keine Helmpflicht besteht, empfiehlt der Mobilitätsclub, unbedingt einen zu tragen, um das Verletzungsrisiko zu reduzieren. Gerade ältere Menschen fahren durch die Unterstützung des Elektromotors viel schneller, als es ihr Können eigentlich erlaubt und das führt oftmals zu Kontrollverlust und Stürzen – mit zum Teil fatalen Folgen. Das Anfahren, Beschleunigen und Bremsen ist für viele ungewohnt und stellt sie vor Probleme. Um den Umgang mit dem E-Bike zu trainieren, bietet der ÖAMTC deshalb in den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Salzburg, Oberösterreich und im Burgenland kostenlose Trainings an. Mehr Infos dazu gibt es unter www.oeamtc.at/ebike.

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30.07.2018

Tempolimit auf Autobahnen in vielen Staaten Europas niedriger als in Österreich

Tempolimit auf Autobahnen in vielen Staaten Europas niedriger als in Österreich Tempolimit auf Autobahnen in vielen Staaten Europas niedriger als in Österreich

Ab 1. August wird in Österreich auf der A1 Westautobahn zwischen Haid und Sattledt Tempo 140 eingeführt. Der VCÖ weist darauf hin, dass es in Europa nur in Bulgarien und Polen Tempolimit 140 gibt, in Deutschland gibt es auf etwa der Hälfte der Autobahnen kein Tempolimit und stattdessen eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h.

130 km/h ist auch das am weitesten verbreitete Tempolimit auf den Autobahnen in der EU. Mit Österreich gilt Tempo 130 in 14 EU-Staaten. Auffallend ist, dass in acht EU-Staaten das Tempolimit niedriger ist als in Österreich. In Zypern ist (so wie auch im Nicht-EU-Land Norwegen) höchstens Tempo 100 erlaubt. In Schweden gilt Tempolimit 110, in Großbritannien umgerechnet 112 km/h. In fünf EU-Staaten darf auf Autobahnen höchstens 120 km/h gefahren werden: In Belgien, Finnland, Irland, Portugal und Spanien.

„In jenen Staaten, wo die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle im Verhältnis zur Bevölkerungszahl niedrig ist, sind die Tempolimits niedriger als in Österreich“, stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. In Norwegen waren im Vorjahr pro Million Einwohner 20 Verkehrstote zu beklagen, in Schweden 25, in der Schweiz und in Großbritannien jeweils 27, macht der VCÖ aufmerksam. In Österreich war die Zahl der Verkehrstoten mit 47 pro Million Einwohner deutlich höher. Im 1. Halbjahr 2018 stieg die Zahl der Verkehrstoten in Österreich um rund 13 Prozent auf 193.

Tempolimits sind nicht der einzige Einflussfaktor auf die Verkehrssicherheit, jedoch ein sehr zentraler. „Mit dem Tempo nimmt der Anhalteweg zu. Das Risiko eines Unfalls steigt und, wenn es zu einem Unfall kommt, erfolgt der Zusammenstoß mit einem höheren Tempo, was die Verletzungsschwere erhöht“, betont VCÖ-Experte Gansterer. Ein Pkw, der mit 130 km/h einen Anhalteweg (Reaktionsweg plus Bremsweg) von 116 Metern hat, hat mit 140 km/h einen Anhalteweg von 132 Metern und nach 116 Meter noch eine Geschwindigkeit von 56 km/h, macht der VCÖ aufmerksam.

Aufgrund der hohen Toleranzgrenze in Österreich, bedeutet Tempolimit 140, dass einige 150 km/h oder mehr fahren. „Je größer die Tempounterschiede, umso schlechter für den Verkehrsfluss, wodurch es erst wieder zu Zeitverzögerungen kommt. Zudem ist die Gefahr groß, dass mehr gedrängelt wird“, erklärt VCÖ-Experte Gansterer. Der VCÖ weist darauf hin, dass die A1 bei Haid jener Autobahnabschnitt, wo österreichweit die meisten Lkw unterwegs sind. Allein im Vorjahr fuhren hier rund fünf Millionen Lastwagen, mehr als doppelt so viele wie über den Brenner. Auch in Zukunft werden langsamere Pkw die Lkw überholen.

Der VCÖ spricht sich gegen die Einführung von Tempo 140 und für eine Herabsetzung der Toleranzgrenze auf Schweizer Niveau aus. In der Schweiz wird ein Überschreiten des Tempolimits (120 km/h auf Autobahnen) von über 5 km/h geahndet. In der Schweiz kamen im Vorjahr 230 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, in Österreich waren es mit 414 um 80 Prozent mehr.

In vielen europäischen Staaten ist Tempolimit auf Autobahnen niedriger als in Österreich

100 km/h: Norwegen, Zypern

110 km/h: Schweden, Großbritannien

120 km/h: Belgien, Finnland, Irland, Portugal, Schweiz, Spanien

130 km/h: Dänemark, Deutschland (Richtgeschwindigkeit), Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn

140 km/h: Bulgarien, Polen

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02.07.2018

Honigjahr 2018 ohne nennenswerte Waldhonigernte - Honigpreise steigen

Die Konsumenten müssen sich auf eine Erhöhung der Honigpreise einstellen. Die Konsumenten müssen sich auf eine Erhöhung der Honigpreise einstellen.

Die außergewöhnliche Witterung im Frühjahr mit einem kalten März und darauffolgenden überdurchschnittlich warmen Monaten hat auch für die Honigernte 2018 Konsequenzen: Durch die trockene und warme Witterung im Norden und Osten Österreichs im April blühte der Raps rasch ab und gab wenig Nektar. Daher konnte in weiten Gebieten kaum Rapshonig geerntet werden.

Da es heuer keine Spätfröste gab, fiel die Robinienernte meist zufriedenstellend aus. Imkerinnen und Imker berichten aber, dass es heuer schwer ist, reine Sortenhonige zu ernten, da sich aufgrund der Witterung die Blühfolge der Kulturen oft überschnitten haben.

Bemerkenswert ist auch der zeitige Blühbeginn der Sonnenblume, die in vielen Gebieten schon seit dem 20. Juni in Vollblüte steht. Sorten- und standortbedingt honigt jedoch die Sonnenblume nicht überall.

2018 wird ein daher ein kurzes Honigjahr sein. Der Vorteil ist, dass die notwendige Sommerbehandlung gegen die Varroamilbe termingerecht durchgeführt werden kann.

Kaum Waldhonig im ganzen Bundesgebiet

Außergewöhnlich ist, dass in ganz Österreich keine nennenswerte Waldhonigernte verzeichnet werden kann. Damit fehlt etwa die Hälfte der gesamten Honigernte in Österreich, da Waldhonig etwa 50% der Gesamternte ausmacht. Weil auch die letzten Jahre, mit Ausnahme des vorigen Jahres, in Summe unterdurchschnittliche Honigernten gebracht haben, sind die Honiglager weitgehend geleert. Die Konsumenten müssen sich daher auf eine Erhöhung der Honigpreise einstellen.

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24.07.2018

Ehrliches Hinsehen

Die Integration von Menschen aus anderen Kulturkreisen ist weder einfach noch trivial. Die Integration von Menschen aus anderen Kulturkreisen ist weder einfach noch trivial.

Die Integration von Menschen aus anderen Kulturkreisen ist weder einfach noch trivial. Dennoch ist sie notwendig, denn Integration ist wesentlich für das Funktionieren einer Gesellschaft. Die Tatsache, dass sich dabei laut Studie vor allem türkischstämmige Menschen statistisch gesehen schwerer tun als Einwanderer anderer Nationalitäten, verdient daher Beachtung. Es verwundert auf den ersten Blick, dass ein vergleichsweiser großer Prozentsatz den fundamentalistisch-islamischen Umbau in der Türkei gutheißt und dem dortigen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zujubelt, zugleich aber in Österreich oder Deutschland alle Vorzüge einer offenen Gesellschaftsordnung mit jenen Freiheiten genießt, die Erdogan in seinem Land beschneidet.

Dabei geht es nicht um Verallgemeinerungen, sondern um Statistik, aus der es Schlüsse zu ziehen gilt: Dazu gehört, Kontakt und Diskussion mit türkischen Vereinen zu suchen. Denn derer gibt es viele und sie spielen eine wichtige Rolle, weil sie beeinflussen, ob ihre Mitglieder westliche Werte akzeptieren und sich auf die Gesellschaft ihres Gastlandes einlassen. Das Aufeinander-Zugehen soll ein offenes sein, aber kein naives: Wenn nötig, muss man entschieden zeigen, dass ein Hintertreiben der geltenden Gesetze und Werte unter keinen Umständen toleriert wird. Dies hat mit Fremdenfeindlichkeit nichts zu tun. Ganz im Gegenteil: Es entzieht ihr die Grundlage.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Neues Volksblatt: "Ehrliches Hinsehen" (von Christian HAUBNER)

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