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Montag 19.08.2019 11:44
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19.08.2019

Findige Unternehmerin beliefert Unternehmen mit Jausen

Findige Unternehmerin beliefert Unternehmen mit Jausen Findige Unternehmerin beliefert Unternehmen mit Jausen

Auf eine Marktlücke ist Yvonne Heinz mit ihrer Firma „Yvi’s rollende Jause“ in Wienerherberg, Bezirk Bruck an der Leitha, gestoßen.

Sie beliefert Firmen mit frischen Jausen. Wie sie dem NÖ Wirtschaftspressedienst berichtet, wird dieses Service sehr gut angenommen, weshalb sie auf Expansionskurs sei und noch weitere Mitarbeiter suche. Beliefert werden Firmen, Baustellen, Schulen und auch Privatpersonen mit frischem Gebäck, Brötchen, Mehlspeisen und alkoholfreien Getränken.

Auch eine warme Jause mit Leberkäs- und Schnitzelsemmeln sowie Würstel sind im Programm.

Derzeit nutzen 260 Kunden an 32 Standorten dieses Service. Die Liefertouren gehen von Wienerherberg nach Bruck an der Leitha, in den Großraum Baden und in den 23. Bezirk von Wien.

Eine Expansion ist in den Raum Leopoldsdorf im Marchfeld geplant. Neben der Frischlieferung für Jausen, Besprechungen und Feiern werden auch Automaten, wie vom Partner Café+Co, aufgefüllt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
19.08.2019

Mehrtägige Wandertouren für eine spätsommerliche Auszeit

Mehrtägige Wandertouren für eine spätsommerliche Auszeit Mehrtägige Wandertouren für eine spätsommerliche Auszeit

Im Mostviertel können Wanderfreunde im Spätsommer dank den mehrtägigen Wandertouren rund um Luchs Trail, Via Aqua und Römerweg die Natur auf ganz besondere Art und Weise entdecken.

Den sanften Wind im Gesicht fühlen, die naturbelassenen Wege unter den Füßen spüren und den Blick aufs Wasser oder in die Berge gerichtet: Die erlebnisreichen Weitwanderwege im Mostviertel eignen sich perfekt für eine herbstliche Auszeit. Und sie stehen alle unter demselben Motto: Zur Ruhe kommen, dem Körper etwas Gutes tun und tief durchatmen – beim Wanderurlaub im Mostviertel.

LUCHS TRAIL – Weitwandern in Österreichs „wilder“ Mitte

Der anspruchsvolle Luchs Trail führt in elf Etappen durch drei international anerkannte Großschutzgebiete (Nationalpark Kalkalpen, Nationalpark Gesäuse, Wildnisgebiet Dürrenstein) und verspricht dank dem großen natur- und kulturräumlichen Potential ein ganz besonderes Wandererlebnis in Österreichs „wilder“ Mitte.

• Streckenverlauf (227 km | 11.600 Hm): Reichraming – Admont – Johnsbach – Mooslandl – Palfau – Lassing – Göstling an der Ybbs – Lunz am See

• Highlights (im Mostviertel): Mendlingtal, Wildnisgebiet Dürrenstein, Lunzer See

• Web: www.luchstrail.at

VIA AQUA – Von der Erlaufschlucht zum Trefflingfall

Der neue, 75 km lange Rundweg verbindet die Gemeinden Scheibbs, Purgstall, Gaming und St. Anton und führt Wanderer und Naturliebhaber zu den schönsten Plätzen am Wasser. Am Weg entlang der Erlauf und der Jeßnitz sorgen 23 WASSER-WISSEN-Stationen für interessante Aha-Erlebnisse, daneben warten aussichtsreiche Rastplätze.

• Streckenverlauf (74 km | 2.100 Hm): Purgstall – Scheibbs – Neustift – Kienberg – Gaming – Trefflingfall – Hochbärneck – St. Anton/Jeßnitz – Purgstall

• Highlights: Erlaufschlucht, Kartause Gaming, Trefflingfall, Hochbärneck

• Web: www.mostviertel.at/viaaqua

RÖMERWEG – Auf den Spuren der Römer

Der Römerweg 652 folgt den Spuren der einstigen Weltmacht im Melker Alpenvorland, macht aber auch als Panorama-, Pilger- und Kulturweg eine gute Figur. Zahlreiche Infotafeln („Meilensteine“) und Sehenswürdigkeiten (Marterl, Kapellen und Kirchen) säumen den Weg, dazwischen eröffnen sich immer wieder traumhafte Panoramablicke.

• Streckenverlauf (91 km | 2.700 Hm): Schallaburg – Hürm – Bischofstetten – Kilb – Luft – Plankenstein – Texingtal – Kirnberg – Mank – Schallaburg

• Highlights: Renaissanceschloss Schallaburg, Schloss Sooß, Burg Plankenstein, Wallfahrtskirche Maria Mank am grünen Anger

• Web: www.derroemerweg.at

ÖTSCHER RUNDWANDERWEG – Auf Erkundungstour im Naturpark

Durch eindrucksvolle Schluchten und Niederösterreichs schönste Wasserfälle führt der 2015 zur Landesausstellung ins Leben gerufene Ötscher Rundwanderweg. Der abwechslungsreiche Weg punktet mit botanischen und historischen Besonderheiten, dazwischen liegen aussichtsreiche Gipfel und die wohl berühmteste Basilika Europas.

• Streckenverlauf (130 km | 5.200 Hm): Laubenbachmühle – St. Anton/Jeßnitz – Lackenhof – Mariazell – Mitterbach – Annaberg – Puchenstuben – Laubenbachmühle

• Highlights: Hochbärneck, Trefflingfall, Feldwiesalm, Brachalm, Terzerhaus, Erlaufstausee, Schutzhaus Vorderötscher, Schleierfall, Mirafall

• Web: www.mostviertel.at/a-oetscher-rundwanderweg

GROSSER PIELACHTALER RUNDWANDERWEG – Unterwegs im Tal der Dirndln

Der Große Pielachtaler Rundwanderweg schlängelt sich durch das „Tal der Dirndln“ und rund um die Pielach, einen der saubersten Flüsse Europas. Der Weg läuft vorbei an flachen Feldern, über sanfte Hügel und mittelschwere Passagen, die Mariazellerbahn ist ständiger Begleiter. Der Weg kann in drei bis fünf Etappen bewältigt werden.

• Streckenverlauf (115 km | 5.300 Hm): Ober-Grafendorf – Hofstetten-Grünau – Laubenbachmühle – Schwarzenbach – Loich – Tradigist – Ober-Grafendorf

• Highlights: Kaiserkogelhütte, Betriebszentrum Laubenbachmühle

• Web: www.mostviertel.at/der-grosse-pielachtaler-rundwanderweg

Alle weiteren Informationen zu den erlebnisreichen Weitwanderwegen im Mostviertel sind unter www.mostviertel.at/weitwandern zu finden. Prospekte zu den jeweiligen Wegen können bequem online unter www.mostviertel.at/prospekte bestellt werden.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Robert Herbst
12.08.2019

Aktuelle Studie: Der liebste Platz der Österreicher ist das Sofa

Aktuelle Studie: Der liebste Platz der Österreicher ist das Sofa Aktuelle Studie: Der liebste Platz der Österreicher ist das Sofa

Die Österreicher/innen lieben die Gemütlichkeit daheim. Ihr Lieblingsplatz ist dementsprechend das Sofa. Dort zu lümmeln, trägt am meisten zu einem gelungenen Zuhause bei – mehr als die stilgerechte Einrichtung und die Zweisamkeit mit dem/der Liebsten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Trendumfrage von ImmobilienScout24. Dafür befragte ImmobilienScout24 mit Integral Markt- und Meinungsforschung 500 Österreicher/innen in einer repräsentativen Umfrage*).

Die Österreicher haben es gern gemütlich: Für sieben von zehn Österreichern ist ein „hyggeliges“ Zuhause sogar sehr wichtig. Den mit Abstand wichtigsten Beitrag zu einem gelungenen Zuhause leistet dabei aus der Sicht der Befragten ein gemütlicher Platz, an dem es sich relaxen lässt: Drei von vier Österreichern küren das Sofa beziehungsweise die Wohnlandschaft mit 76 Prozent zu ihrem absoluten Favoriten im trauten Heim. Auf Platz zwei rangiert eine dem persönlichen Stil entsprechende Einrichtung mit 63 Prozent. Man glaubt es kaum: Die Zweisamkeit mit einem Partner oder einer Partnerin folgt erst an dritter Stelle (62 Prozent), und das nur knapp vor einer gut ausgestatteten Küche (58 Prozent). Auf Schnickschnack legen die Österreicher nur wenig wert. Die neueste Unterhaltungselektronik (11 Prozent), Wellnesseinrichtungen wie Sauna und Infrarotkabine (7 Prozent) oder ein Fitnessraum (6 Prozent) sind für das gelungene Zuhause, in dem man sich rundum wohlfühlt, gar nicht so wichtig.

Das Sofa: der Lieblingsplatz vor dem Bett und dem Platz vor dem Fernseher

Das Sofa ist der klare Gewinner im Rennen um den Lieblingsplatz der Österreicher: Vier von zehn Österreichern küren die Couch zu ihrem absoluten Favoriten zuhause. Mit klarem Abstand folgen das Bett mit 12 Prozent und der Platz vor dem Fernseher mit 9 Prozent. Überdurchschnittlich stark fällt die Begeisterung für das Bett bei den 18- bis 29-Jährigen aus.

Frauen sind dabei wesentlich anspruchsvoller, was die Ansprüche an das Zuhause betrifft als die Männer, und zwar in fast allen Aspekten. Für das superbe Wohlfühlgefühl daheim sorgen aus weiblicher Sicht insbesondere der persönliche Wohnstil (Vergleich: 70 Prozent Frauen, 55 Prozent Männer) und Haustiere. Für Hund oder Katz´ erwärmen sich 43 Prozent der Frauen, aber nur 18 Prozent der Männer. Je älter die Befragten, desto mehr zählt fürs gelungene Wohnen der Ausblick ins Grüne. Die Jungen hingegen stehen eher auf Körpergefühl: Für die 18- bis 29-Jährigen sorgt ein großes Badezimmer für absolutes Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden. Eltern denken anders: Für sie gehören die Sprösslinge, Grün in der Umgebung sowie der Besitz von Eigentum zu einem gelungenen Zuhause. Die Wiener hingegen lieben Balkonien: Sie messen Balkon bzw. Terrasse mit Kräuter- oder Gemüsebeet im Österreichvergleich überdurchschnittlich starke Bedeutung bei.

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22.07.2019

Aktuell jeder fünfte Verkehrstote ein Motorradfahrer

Aktuell jeder fünfte Verkehrstote ein Motorradfahrer Aktuell jeder fünfte Verkehrstote ein Motorradfahrer

Zwischen 1. Jänner und 14. Juli dieses Jahres kamen bereits 42 Biker auf Österreichs Straßen ums Leben – mehr als die Hälfte davon (22) im Juni. "Das Motorrad ist das Verkehrsmittel mit dem höchsten Risiko, tödlich zu verunglücken", hält ÖAMTC-Verkehrsexperte David Nosé fest. "Zwischen Jänner und Juli war jeder fünfte Verkehrstote ein Biker." Die meisten tödlichen Motorradunfälle gab es in der Steiermark (10), gefolgt von Niederösterreich und Oberösterreich (je 9), Tirol (5), Burgenland und Salzburg (je 3), Vorarlberg, Wien und Kärnten (je 1) (Quelle: BMI; ÖAMTC Unfallforschung).

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Zahl der Verkehrstoten auf Österreichs Straßen deutlich verringert. Waren im Jahr 1999 noch 1.079 Verkehrstote zu beklagen, sank dieser Wert bis 2018 um 62 Prozent (Quelle: Statistik Austria). Bei den getöteten Pkw-Insassen konnte sogar ein Rückgang um 70 Prozent verzeichnet werden. "Entgegen dem generellen Trend ist die Anzahl der getöteten Motorradfahrer im selben Zeitraum allerdings nahezu konstant geblieben", weiß Nosé. "Diese Tatsache ist zum Teil der Verdopplung der Motorrad-Bestandszahlen zwischen 1999 und 2018 und der höheren Verkehrsleistung der Biker geschuldet."

Unerfahrenheit und riskante Fahrweise problematisch

Viele Unfälle könnten durch defensive Fahrweise, Fahrzeugbeherrschung und entsprechendes Gefahrenbewusstsein vermieden oder zumindest die Unfallschwere deutlich gemildert werden. "Aus der ÖAMTC-Unfallforschung wissen wir, dass rund 87 Prozent der Motorrad-Unfälle im Sommer bei trockener Fahrbahn passieren", hält der Experte des Mobilitätsclubs fest. "Mit ein Grund dafür ist, dass viele Biker das eigene Können gerade bei sehr guten äußeren Bedingungen nicht realistisch einschätzen." Besonders trügerisch ist dabei die Kombination aus unerfahrenem Lenker sowie Übermut und riskanter Fahrweise.

Rund zwei Drittel aller diesjährigen tödlichen Motorradunfälle waren Alleinunfälle oder Frontalkollisionen, ausgelöst meist durch einen Fahrfehler des Bikers. "Ursachen sind riskante Überholmanöver, oft an Stellen mit unzureichenden Sichtweiten, sowie zu schnelles Fahren in Rechtskurven, wo der Motorradfahrende in Folge dessen in den Gegenverkehr gerät", erläutert der ÖAMTC-Verkehrsexperte. "Dabei können auch unvorhersehbare Mängel im Straßenzustand, wie Verschmutzungen durch Kies, Laub, Schmiermittel u. ä. zu unvermeidbaren und vor allem unkontrollierbaren Stürzen führen."

Sichtabschattungen als großes Problem

Aber auch andere Verkehrsteilnehmer müssen vermehrt für Gefahrensituationen mit Motorrädern sensibilisiert werden. "Gerade Motorradfahrende werden durch die schmale Silhouette und die oft unterschätzte Annäherungsgeschwindigkeit leicht übersehen", so Nosé. "Die sogenannte Sichtabschattung führt dazu, dass Motorräder im Kreuzungsbereich regelrecht hinter A- oder B-Säulen eines Pkw bzw. hinter Verkehrszeichen und Werbetafeln 'verschwinden'." Eine bessere Ausbildung von Bikern ist in diesem Zusammenhang aber nur die halbe Miete. Der Club plädiert zusätzlich für bessere Sichtverhältnisse durch entsprechende bauliche Gestaltung der Straßeninfrastruktur sowie Pkw mit besserer Rundumsicht.

Regelmäßiges Üben als Um und Auf für sicheres Motorradfahren

Notbremsungen, Ausweichmanöver und richtiges Kurvenfahren müssen regelmäßig trainiert werden, damit man in einer Gefahrensituation automatisch reagieren kann. "Wer mit dem Motorrad unterwegs ist, muss sein Gerät beherrschen, sich möglicher Risikosituationen bewusst sein und Reserven haben", ergänzt der Experte des ÖAMTC. "Nur wer regelmäßig und gezielt trainiert, kann auch in heiklen Situationen intuitiv richtig reagieren und Fahrfehler anderer, oft stärkerer Verkehrsteilnehmer ausgleichen."

Gerade in den kommenden Sommerwochen ist weiterhin mit viel Ausflugs- und Motorradverkehr zu rechnen. Der Mobilitätsclub appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmer, im Straßenverkehr konzentriert unterwegs zu sein und ablenkende Tätigkeiten unbedingt zu vermeiden.

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22.07.2019

Die psychische Komponente einer Hitzewelle: Stress, Angst und Depression

Die psychische Komponente einer Hitzewelle: Stress, Angst und Depression Die psychische Komponente einer Hitzewelle: Stress, Angst und Depression

Seit dem vergangenen Wochenende liegen die Temperaturen in ganz Österreich wieder bei 30 Grad und darüber, diese neue Hitzewelle soll laut den ExpertInnen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auch die kommenden Tage anhalten – für viele Menschen ein Grund, beunruhigt zu sein. „Während einer Hitzewelle kommt es vor allem bei älteren und geschwächten Menschen, aber auch bei jüngeren Personen, die eine mangelnde Fitness haben, zu einer deutlichen Zunahme an Stress, Ängsten und Depressionen. Die Aussicht, dieser Hitze nicht entfliehen zu können, führt zu seelischen Problemen, die nicht unterschätzt werden dürfen“, erklärt Hans-Peter Hutter, Umweltmediziner von der MedUni Wien.

„Das führt bis hin zu Panikattacken“, sagt Hutter, „diese Menschen haben richtig Angst, dass ihnen etwas passiert und dass sie diesen Belastungen nicht standhalten.“ Mentale Probleme können auch durch Existenzängste ausgelöst werden – das betrifft bei großer und langanhaltender Hitze insbesondere die Landwirte. „Dürre, Waldbrände, aber in der Folge auch Hagel und Unwetter sowie andere Wetterkapriolen belasten die Landwirtschaft schwer – und damit auch die davon lebenden Menschen.“

Medikation vor einer Hitzewelle überprüfen lassen

Von Hitze betroffen sind etwa auch Menschen, die Medikamente einnehmen oder Co-Morbiditäten aufweisen. Einfaches Beispiel Bluthochdruck: „Personen, die an hohem Blutdruck leiden und dagegen Mittel einnehmen, sollten rechtzeitig, am besten vor dem Sommer, die Dosierung vom behandelnden Arzt oder von der Ärztin checken lassen. Hitze erweitert die Blutgefäße ohnehin schon und senkt so den Blutdruck, der Blutdrucksenker fährt den Blutdruck noch weiter hinunter. Das muss beachtet und daher das Medikament richtig eingestellt werden.“

Hitzewellen werden immer länger

Und es wird in Zukunft nicht leichter werden: Die Prognose-Daten für Österreich zeigen, dass sich die Dauer einer Hitzewelle bis ins Jahr 2050 verdoppeln wird. In Zahlen ausgedrückt: Derzeit dauert eine Hitzewelle (Temperaturen über 30 Grad Celsius) in Wien durchschnittlich drei bis fünf Tage, bis 2050 wird sich das auf sechs bis zehn Tage erhöhen. Hutter weiter: „Und bis ins Jahr 2100 wird sich die Anzahl der Hitzetage sogar verzehnfachen. Dann sind Hitzewellen mit Tropennächten mit sogar wochenlanger Dauer möglich. Zusätzlich mit höheren Temperaturen als heute.“

Daher sind neben Anpassungsstrategien dringend Klimaschutzmaßnahmen nötig, betont Hutter und nennt eine generelle Energiewende sowie Adaptionsmaßnahmen wie vertikale und horizontale Begrünung von Gebäuden als effiziente Maßnahmen. „Konzepte liegen ausreichend vor, sie gehören ‚nur‘ politisch umgesetzt. Und das raschest ohne weitere Verzögerungen.“

Bessere persönliche Konstitution als Schutz gegen die Hitze

Aber was kann man sofort im privaten Bereich tun, wenn die Hitze kommt? Wichtig ist die Prävention, betont der Experte. „Wer fitter ist, hält die Hitze generell besser aus.“ Diese Fitness sollte aber vor der Hitzewelle erlangt werden, während der heißen Phase sei es sicher ratsam, das persönliche Pensum in Freizeit und Job der Situation anzupassen und sich nicht zu überfordern. Dazu helfen leichte Kost insbesondere im Sommer und einfache Maßnahmen im privaten Bereich wie tagsüber das Verschließen und Abdunkeln der Fenster, um die Wärme erst gar nicht in die Wohnung zu lassen. „In den südlichen Ländern zeigen sie uns vorbildlich, wie das geht.“

Klimaanlagen sollten nur gemeinsam mit einem Klimatechniker eingebaut werden, betont Hutter, als sehr gute Alternative seien Ventilatoren geeignet, die auch klimaneutraler arbeiten und die Umgebung nicht aufheizen. „Simple Klimageräte sorgen aber ihrerseits wieder für Wärmeentwicklung in der Umgebung und Klimabelastung, leider manchmal auch für CO-Vergiftungen und nicht zuletzt für Klimabelastung durch den hohen Stromverbrauch.“ Zudem sollte der Temperaturunterschied zwischen Außen- und Innentemperatur nicht mehr als sechs Grad Celsius betragen, alles andere sei viel zu belastend für den Organismus. Innovative kältetechnische Maßnahmen wie etwa eine Fußbodenkühlung – das Pendant zur Fußbodenheizung – sind empfehlenswert und klimaneutral.

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18.10.2018

Mythen und Fakten rund um die Grippeimpfung

Influenza ist eine Erkrankung, die durch Viren ausgelöst wird. Antibiotika helfen nur bei bakteriellen Infektionen, nicht aber bei Influenza und anderen viralen Infektionen. Influenza ist eine Erkrankung, die durch Viren ausgelöst wird. Antibiotika helfen nur bei bakteriellen Infektionen, nicht aber bei Influenza und anderen viralen Infektionen.

Hohes Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen und Appetitlosigkeit: Das sind die ersten typischen Symptome der Grippe, die jeden Herbst und Winter viele Menschen zur Bettruhe zwingt. „Die Grippeschutzimpfung, die jedes Jahr idealerweise im Oktober oder November durchgeführt werden sollte, ist die effektivste Prävention“, erklärt UNIQA Mediziner Dr. Peter Kritscher. Beim Thema Grippeschutzimpfung kursieren jedoch unzählige Halbwahrheiten und Fehlinformationen, die die Impfbereitschaft reduzieren. Dabei fordert die Grippe in Österreich jedes Jahr rund 1.000 Todesfälle und kostet somit mehr Menschen das Leben als der Straßenverkehr.

Hier sind die wichtigsten Mythen zur Grippeimpfung im Faktencheck:

„Grippeimpfungen sind überflüssig, da die Grippe mit Antibiotika behandelt werden kann.“

Influenza ist eine Erkrankung, die durch Viren ausgelöst wird. Antibiotika helfen nur bei bakteriellen Infektionen, nicht aber bei Influenza und anderen viralen Infektionen.

„Influenza ist nur für ältere Menschen gefährlich.“

Zu den Risikogruppen, die sich jedenfalls gegen Influenza impfen lassen sollen, zählen Menschen ab 60 Jahren, Patienten mit chronischen Erkrankungen, Schwangere, Menschen mit besonderer beruflicher Gefährdung wie Pflegepersonal oder Betreuer von Menschen mit erhöhtem Risiko.

Für gesunde Menschen mit starkem Immunsystem ist die Wahrscheinlichkeit, an Grippe zu erkranken, eher gering. Trotzdem stellt die echte Grippe eine Belastung für den Organismus dar. Deshalb ist die Impfung generell jedem zu empfehlen. „Gerade wenn alte und chronisch kranke Personen in einem Haushalt leben, sollen alle Familienmitglieder geimpft sein, damit die Erkrankung nicht übertragen werden kann“, rät Kritscher. Besonders Kinder sind für die Infektionsverbreitung verantwortlich, daher ist die Influenzaimpfung von Kindern auch wirksam, um die Ausbreitung der Erkrankung zu verlangsamen oder sogar zu blockieren.

Tipp: Für Kinder gibt es den Impfstoff in Form eines Nasensprays, so ist das Verabreichen besonders einfach. Private Krankenversicherungen wie UNIQA übernehmen in der Regel die Kosten für die Impfung und den Impfstoff.

„Man kann trotz Grippeimpfung erkranken.“

Der verabreichte Influenza-Impfstoff wirkt nur gegen die vorherrschenden Virustypen. Denn die Influenzaviren verändern immer wieder ihre Form. Jedes Jahr identifizieren Experten der Weltgesundheitsorganisation die momentan verbreitete Art der Grippeviren, gegen die dann gezielt Impfstoffe hergestellt werden. Dies kann bis zu neun Monate dauern. Daher ist es möglich, dass sich gerade kursierende Grippeviren von jenen unterscheiden, gegen die der aktuelle Impfstoff wirkt. Die Impfung schützt demnach nicht jedes Jahr gleich gut vor einer Infektion. Nach der Impfung dauert es zudem etwa 10 bis 14 Tage, bis der Körper einen ausreichenden Schutz vor einer Ansteckung aufgebaut hat. Der Grippeimpfstoff schützt auch nicht vor grippalen Infekten und Erkältungen.

„Gestillte Kinder müssen nicht geimpft werden, da sie die Abwehrstoffe über die Muttermilch erhalten.“

Tatsächlich werden schon während der Schwangerschaft über den Blutkreislauf Antikörper auf das ungeborene Kind übertragen, weshalb es sinnvoll ist, bereits vor einer Schwangerschaft den eigenen Impfstatus zu aktualisieren. Mit der Muttermilch erhält das Baby weitere Abwehrstoffe. Man spricht vom sogenannten Nestschutz, der jedoch nur in den ersten Lebensmonaten das kindliche Immunsystem unterstützt. Er ist allerdings nicht umfassend genug, um gegen bestimmte Infektionen zu schützen. Hinzu kommt: Die Mutter kann auch nur Antikörper gegen Krankheiten weitergeben, die sie entweder selbst durchgemacht hat oder gegen die sie geimpft ist. Zusätzlich ist die Impfung der Mutter während der Schwangerschaft gegen Influenza sowie ein aktueller Impfschutz gegen Keuchhusten (Pertussis) ausdrücklich empfohlen.

„Impfungen verursachen Krankheiten, gegen die sie schützen sollen.“

Die in Österreich verwendeten Grippeimpfstoffe sind inaktiviert und lösen daher keine Influenza aus. Die Influenzaimpfung ist meistens gut verträglich. „Nach einer Impfung können jedoch generell Fieber, Übelkeit, Müdigkeit sowie Schwellungen oder Rötungen an der Injektionsstelle auftreten“, so Kritscher.

„Argumente für das Impfen sind Propaganda der Pharmaindustrie.“

Der österreichische Impfplan wird jährlich vom Bundesministerium für Gesundheit in enger Zusammenarbeit mit den Experten des Nationalen Impfgremiums überarbeitet. Er basiert auf den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und gibt evidenzbasierte Empfehlungen.

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28.03.2019

Abgepackte Salate – Mehr Keim als Sein

Alle Produkte „weniger zufriedenstellend“ oder „nicht zufriedenstellend“ Alle Produkte „weniger zufriedenstellend“ oder „nicht zufriedenstellend“

Salat ist gesund und sollte möglichst häufig auf dem Speiseplan stehen. Wer auf seine Ernährung achten möchte, aber wenig Zeit hat, der kann sich mit vorgeschnittenem, verzehrfertig abgepacktem Salat behelfen. Der ist schnell und einfach zubereitet: Packerl aufreißen, Salat kurz waschen, Marinade darüber geben, fertig. Doch was auf den ersten Blick gesund und appetitlich aussehen mag, ist bei genauer Betrachtung eher das Gegenteil. 8 Produkte aus dem Supermarkt bzw. vom Diskonter hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) im Labor untersucht. Überprüft wurde die Keimbelastung der Proben am letzten Tag des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD). Das traurige Ergebnis: Kein einziges der getesteten Produkte konnte besser als „weniger zufriedenstellend“ bewertet werden. Drei Salate waren so stark mit Bakterien, Hefen und Schimmelpilzen belastet, dass sie komplett durchfielen. Die vollständigen Testergebnisse gibt es ab 28. März in der April-Ausgabe von KONSUMENT und auf www.konsument.at.

„Das Ergebnis hat uns dann doch ziemlich erschreckt“, sagt VKI-Projektleiterin Mag. Nina Siegenthaler. „Zumal wir den Test im Winter durchgeführt haben, wo es eigentlich leichter sein sollte eine durchgängige Kühlkette einzuhalten als im Sommer. Das durchwegs schlechte Abschneiden der Produkte zeigt aber auch, dass es wohl sinnvoll wäre darüber nachzudenken, das Mindesthaltbarkeitsdatum bei abgepackten Salaten deutlich zu verkürzen und anstelle des Mindesthaltbarkeitsdatums („mindestens haltbar bis“) ein Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“) zu verwenden.“

Den Konsumentinnen und Konsumenten empfiehlt Ernährungswissenschaftlerin Nina Siegenthaler zu frischen, nicht vorgeschnittenen Salaten zu greifen. Sofern man auf verzehrfertige Salate nicht verzichten möchte, rät sie, diese nicht gegen Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums einzukaufen und sie vor dem Verzehr gründlich zu waschen, auch wenn sie als bereits gewaschen und verzehrfertig deklariert sind.

„Wer Beutelsalat kauft, sollte ihn so schnell wie möglich verbrauchen. Reste von bereits angebrochenen Salaten sollten nicht mehr aufgehoben, sondern entsorgt werden, denn bei geöffnetem Beutel vermehren sich Keime besonders schnell“, erläutert Nina Siegenthaler. „Riecht der Salat nach dem Öffnen hefig oder gärig, ist er nicht mehr für den Verzehr geeignet. Nach dem Ablauf des aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatums sollte man Schnittsalat in jedem Fall nicht mehr essen. Schwangere und ältere Personen sowie Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sollten zu ihrer eigenen Sicherheit auf vorgeschnittenen, abgepackten Blattsalat verzichten.“

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21.12.2018

Vermehrt Meldungen über mutmaßliche Ping-Anrufe in Österreich

Vermehrt Meldungen über mutmaßliche Ping-Anrufe in Österreich Vermehrt Meldungen über mutmaßliche Ping-Anrufe in Österreich

Nicht zurückrufen bei Nummern beginnend mit +211 und +265;

Ping-Anrufer dürften die Weihnachtsfeiertage für vermehrte Anrufe nützen;

Melden Sie Ping-Anrufe unter rufnummernmissbrauch.at.

„+211 für Südsudan und +265 für Malawi sind die beiden Vorwahlen, die derzeit für Ping-Anrufe genützt werden“, sagt Telekom-Regulator Johannes Gungl. „In den vergangenen Tagen sind rund 75 Meldungen auf rufnummernmissbrauch.at eingegangen. Es könnten über die Weihnachtsfeiertage noch mehr werden und daher wollen wir vorsorglich die Konsumentinnen und Konsumenten informieren.“

Ping-Anrufe kommen meist aus fernen Regionen und werden nach nur einmaligem Klingeln (engl.: „ping“) wieder abgebrochen. Aus Neugierde oder Höflichkeit sollen wir dazu verleitet werden zurückzurufen. Das führt bei Rückruf zu hohen Kosten, die in die Taschen der Ping-Anrufer fließen. Weitere Rufnummernbereiche, die in Verdacht stehen für Ping-Anrufe verwendet zu werden finden Sie unter rufnummernmissbrauch.at

Was kostet mich der Rückruf eines Ping-Anrufs?

Schon ein kurzer Rückruf unter einer Minute kann einen mittleren einstelligen Euro-Betrag kosten. Die genaue Höhe des Minutenentgelts ist in Ihrem Telefonvertrag festgelegt bzw. vereinbart. Sehen Sie daher am Besten in Ihren Vertrag nach bzw. fragen Sie Ihren Betreiber.

Wie kann ich mich vor Ping-Anrufen schützen?

Am besten heben Sie bei Ping-Anrufen gar nicht erst ab und rufen nicht zurück. Teilweise bieten heutige Smartphones (im Betriebssystem integriert oder mittels eigener Apps) die Möglichkeit eingehende Telefonate mit bestimmten Rufnummern überhaupt zu unterdrücken. Sollten die Ping-Anrufe wiederholt vorkommen, wäre dies eine mögliche Abwehrmaßnahme.

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12.11.2018

Heizkostenvergleich 2018: Nachhaltige und hocheffiziente Heizsysteme auf Platz 1

Ein Umstieg auf ein klimafreundliches Heizsystem, das heimische, nachhaltige Energieträger verwendet, macht hingegen das Haushaltsbudget planbarer und kommt der Umwelt zugute. Ein Umstieg auf ein klimafreundliches Heizsystem, das heimische, nachhaltige Energieträger verwendet, macht hingegen das Haushaltsbudget planbarer und kommt der Umwelt zugute.

„2018 spielen nachhaltige und hocheffiziente Heizsysteme ihre Stärken voll aus. Weder im Neubau, noch bei sanierten oder unsanierten Gebäuden liegt ein Heizsystem, das fossile Energieträger benötigt, auf Platz 1“, kommentiert Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, die Ergebnisse des neuen Heizkostenvergleichs. „Das ist gut für die Umwelt, aber vor allem auch für das Budget der heimischen Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer.“ In dem unabhängigen Vollkostenvergleich der Österreichischen Energieagentur werden nicht nur die Brennstoffpreise, sondern alle anfallenden Kosten der Heizsysteme inklusive Investitions- sowie Wartungs- und Instandhaltungskosten einander gegenübergestellt. Außerdem analysiert die Österreichische Energieagentur die durch Heizsysteme verursachten CO2-Emissionen.

Berücksichtigt man die „Raus aus Öl“-Förderung, teilen sich die nachhaltigen und hocheffizienten Heizsysteme sogar die Top 3-Plätze der Rangliste. Öl-Brennwertsysteme befinden sich Traupmann zufolge bei einem charakteristischen Einfamilienhaus immer auf dem letzten Platz. Das gelte für die Vollkosten genauso wie für die reinen Energiekosten.

Das Ranking der kostengünstigsten Systeme (2018, Platz 1 = geringste Vollkosten), finden Sie hier.

Thermische Sanierung

„Heizkosten hängen in hohem Ausmaß von der thermischen Qualität eines Gebäudes ab: Ganz egal, welches Heizsystem eingesetzt wird: In einem sanierten Einfamilienhaus liegen die Heizkosten um rund 50 % niedriger als in einem unsanierten Gebäude“, so Traupmann. Der gleiche Effekt zeige sich auch bei den CO2-Emissionen.

Heizung und Warmwasserbereitung in Gebäuden verursachen derzeit rund 16 % der österreichischen Treibhausgasemissionen. Heizung, Warmwasser und Kühlung machen zudem rund 27 % des gesamten österreichischen Energiebedarfs aus. Diese Zahlen zeigen Traupmann zufolge, wie wichtig es sei, die thermische Sanierung sowie den Umstieg auf hocheffiziente Heizsysteme und den Verzicht auf fossile Energie voranzutreiben: „Ein unsaniertes Einfamilienhaus mit Öl-Brennwertsystem verursacht über 90 Mal so viele CO2-Emissionen wie ein saniertes Haus, das mit Holz beheizt wird. In einem Jahr sind das rund 9.700 Kilogramm CO2.“

„Die Preisentwicklung fossiler Rohstoffe ist – aufgrund der aktuellen politischen Entwicklungen und internationalen Krisenherde – völlig unberechenbar“, betont Traupmann und verweist auf den Energiepreisindex der Österreichischen Energieagentur. Dieser zeigt, dass beispielsweise Heizöl im September 2018 um ganze 25 % teurer als im Vorjahr war. Ein Umstieg auf ein klimafreundliches Heizsystem, das heimische, nachhaltige Energieträger verwendet, macht hingegen das Haushaltsbudget planbarer und kommt der Umwelt zugute.

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30.07.2018

40% sehen Kurz als „Schweigekanzler“

40% sehen Kurz als „Schweigekanzler“ 40% sehen Kurz als „Schweigekanzler“

Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, herrscht geteilte Meinung darüber, ob Sebastian Kurz als „Schweigekanzler“ bezeichnet werden könne, also zu oft zu aktuellen politischen Themen und angriffigen Aussagen des Koalitionspartners FPÖ schweigt, oder ob er sich ausreichend zu Wort meldet.

Laut der von Unique research im Auftrag von „profil“ durchgeführten Umfrage sind 40% der Befragten der Meinung, dass Kurz zu oft schweigt. Exakt gleich viele Befragte, ebenfalls 40%, sind der Ansicht, Kurz meldet sich ausreichend zu Wort. 20% machten keine Angabe. (n = 500, maximale Schwankungsbreite +/- 4,4 Prozentpunkte)

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12.08.2019

Österreich importiert heuer weniger Strom aus Tschechien

Österreich importiert heuer weniger Strom aus Tschechien Österreich importiert heuer weniger Strom aus Tschechien

Leicht gesunken ist die Menge an Elektrizität, die Österreich im ersten Halbjahr 2019 aus Tschechien importiert hat. Exakt 4.333 Gigawattstunden (GWh) Strom sind heuer zwischen Anfang Jänner und Ende Juni über die Hochspannungsleitungen vom nördlichen Nachbarn in das heimische Netz geflossen. Das ist ein Rückgang um 0,7 Prozent, denn im Vergleichszeitraum 2018 sind es 4.364 GWh gewesen. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst aus Daten des Verbandes Europäischer Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E).

Aus der Halbjahresbilanz von ENTSO-E geht auch hervor, dass es in die Gegenrichtung nur einen mageren Stromfluss gibt. In den ersten sechs Monaten 2019 hat Österreich lediglich 109 GWh elektrische Energie nach Tschechien exportiert. Im Vergleichszeitraum 2018 sind es 107 GWh gewesen.

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14.08.2019

Verwirrung ab welchem Alter Facebook genutzt werden darf

Die D.A.S. Rechtsschutz AG ortet Verunsicherung ab welchem Alter Social Media wie Facebook von Kindern verwendet werden darf. Heutzutage gehören das Social Web und Messenger-Dienste zum Alltag von Kindern und Jugendlichen dazu. Jedoch nutzen Minderjährige diese Angebote oftmals unerlaubt, weil das vorgegebene Mindestalter nicht eingehalten wird. Während in den USA die Nutzung vieler Social Media-Plattformen bereits für 13-Jährige gestattet ist, dürfen diese in Österreich erst ab 14 verwendet werden. Sensible Daten wie Religion oder sexuelle Ausrichtung dürfen bis zum 16. Lebensjahr nur mit der Zustimmung der Eltern veröffentlicht werden. Eltern, deren Kinder sich älter schummeln, müssen sich in der Regel aber nicht vor rechtlichen Konsequenzen fürchten.

In den USA dürfen personenbezogene Daten bereits von Personen ab 13 Jahren gesammelt werden. Die bekanntesten amerikanischen Social Media-Plattformen erlauben deren Nutzung deshalb ab dem Teenager-Alter. „Während Facebook, Instagram und Snapchat ein Mindestalter von 13 Jahren vorschreiben, erlaubt der österreichische Gesetzgeber die Nutzung dieser Plattformen erst ab 14 Jahren“, informiert der Vorsitzende des D.A.S. Vorstands, Johannes Loinger. „Diese Unstimmigkeit führt immer wieder zu Verwirrungen bei Kindern und Eltern“, so Loinger weiter.

Sensible Daten benötigen Genehmigung durch Eltern

Selbst wenn ein Kind 14 Jahre alt ist, dürfen die Social Media-Plattformen nicht alle Daten uneingeschränkt sammeln. So hat zum Beispiel Facebook seine Nutzungsbedingungen entsprechend der EU-Datenschutz-Grundverordnung geändert: Bei sensiblen Informationen wie Religion, sexueller Orientierung oder politischer Einstellung müssen die Eltern bis zum 16. Lebensjahr der Kinder ihr Einverständnis für die Veröffentlichung der Informationen geben. Auch die Zusendung personalisierter Werbung muss explizit durch die Erziehungsberechtigten erlaubt werden.

Keine Ausweiskontrolle bei Überprüfung der Altersangabe

Laut der neuen Datenschutz-Grundverordnung müssen Betreiber von Online-Diensten keinen unverhältnismäßig großen Aufwand betreiben, um das Alter ihrer Nutzer zu überprüfen. „Im Normalfall reicht die Frage aus, ob der User tatsächlich über 13 Jahre alt ist. Eine Ausweiskontrolle ist dazu nicht verpflichtend“, erläutert Loinger.

Falsche Altersangaben haben keine rechtlichen Konsequenzen

In der Praxis schummeln sich viele Kinder und Jugendliche älter als sie tatsächlich sind. In solchen Fällen müssen Eltern aber nicht mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. „Die Betreiber der bekannten Social Media-Plattformen bieten ihre Leistungen kostenlos an. Durch falsche Altersangabe entsteht daher normalerweise kein Schaden“, erklärt Loinger.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Herbert K. / Foto:
24.07.2019

Österreich ist Bargeld-Nation Nummer eins

Innerhalb Österreichs sind es vor allem die Steirer, die definitiv nicht auf Bargeld verzichten wollen, denn nur 7% könnten oder wollten auf Bargeld verzichten – gefolgt von den Salzburgern (8%) und den Niederösterreichern mit 10%. Innerhalb Österreichs sind es vor allem die Steirer, die definitiv nicht auf Bargeld verzichten wollen, denn nur 7% könnten oder wollten auf Bargeld verzichten – gefolgt von den Salzburgern (8%) und den Niederösterreichern mit 10%.

Nur jeder zehnte Österreicher könnte einer bargeldlosen Zukunft etwas abgewinnen. Das zeigt eine internationale Studie der ING in Österreich (www.ing.at). Für die Studie wurden 13 Länder in Europa, die USA und Australien untersucht. Dabei zeigt sich: Österreich ist die Cash-Nation Nummer eins. Ein Leben ohne Bargeld wird nirgendwo sonst so deutlich abgelehnt.

Während hierzulande jeder zehnte Einwohner meint, künftig auf Bargeld verzichten zu wollen, ist es im Europaschnitt jeder Fünfte. Noch am ehesten vorstellen, sich von Bargeld verabschieden zu können, könnten sich Konsumenten in der Türkei.

Steirer am skeptischsten

Innerhalb Österreichs sind es vor allem die Steirer, die definitiv nicht auf Bargeld verzichten wollen, denn nur 7% könnten oder wollten auf Bargeld verzichten – gefolgt von den Salzburgern (8%) und den Niederösterreichern mit 10%. Dagegen stellen sich die Kärntner mit 15% Zustimmung zu einer Zukunft ohne Cash am progressivsten dar.

Auch die jüngeren Österreicher können sich für eine bargeldlose Zukunft nicht wirklich erwärmen, denn selbst in der Gruppe der 18 bis 34-Jährigen meinten nur 17% sinngemäß „cashless is beautiful“. Damit liegt sogar diese Gruppe noch deutlich unter dem allgemeinen Europaschnitt von 22%.

Bedeutung von Bargeld konstant hoch

Bereits zum dritten Mal in Folge seit 2017 wurden auch typische Bezahlgewohnheiten im Rahmen der Studie abgefragt. Die Ergebnisse zeigen klar, dass der Einsatz und die Bedeutung von Bargeld konstant hoch sind. Bei Cash-Klassikern wie in der Gastronomie oder in der Personenbeförderung ist die Barzahlungsquote laut Studienergebnissen praktisch konstant – auch wenn die Kartenzahlung immer öfter und flächendeckender angeboten wird.

„Aus der Marktforschung wissen wir, dass die Österreicher mobiles Banking stark nutzen. Das ersetzt aber nur physische Bankfilialen, nicht den Gang zum Bankomaten. Und die Kunden wollen selbst entscheiden, wie sie bezahlen“, sagt Andras Hamori, Head of Retail bei der ING in Österreich.

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22.07.2019

Steter Tropfen

„Von der Wiege bis zur Bahre — Formulare, Formulare“: „Von der Wiege bis zur Bahre — Formulare, Formulare“:

„Von der Wiege bis zur Bahre — Formulare, Formulare“:

Schon lange gehört dieser Stoßseufzer in unserem Sprachgebrauch zum selbstverständlichen Vokabular.

Und nicht recht viel weniger lange hören wir die hochheiligen Versprechen, dass der Bürokratie der Kampf angesagt werden muss und auch wird. Natürlich leiden insbesondere die Unternehmen unter der zu bewältigenden Papierflut, einer Vielzahl von Vorgaben, von der verpflichtenden Installierung von Beauftragten für dieses und jenes. Schließlich verursacht das alles Kosten, die verdient werden müssen— was der Konkurrenzfähigkeit nicht gerade gut tut.

Eines darf freilich auch nicht übersehen werden: Die Regelungsflut resultiert zum Teil auch daraus, dass aus Anlass-Mücken Bürokratie-Elefanten gemacht werden. Die Neigung, möglichst viel kasuistisch zu regeln, scheint offenbar stärker zu sein als das Vertrauen in Hausverstand und Selbstverantwortung. Eigentlich ist es verwunderlich, dass nicht auf jedem Messer vermerkt sein muss, dass man sich damit verletzen kann.

Klar ist aber auch, dass man vor der Bürokratie nicht kapitulieren darf. Und so kann man jeder Ansage, etwas dagegen zu tun, nur den bestmöglichen Erfolg wünschen. Steter Tropfen höhlt ja den Stein.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Oö. Volksblatt / Markus EBERT
15.07.2019

Hummeln sind viel fleißiger als Bienen - aber zu schwach um zu stechen

Hummeln sind viel fleißiger als Bienen - aber zu schwach um zu stechen Hummeln sind viel fleißiger als Bienen - aber zu schwach um zu stechen

„Die Honigbiene wird überschätzt. Hummeln sind häufig viel effektiver.“ sagen Experten. Anders als Bienen, die es gern warm und angenehm haben, fliegen Hummeln auch bei Regen und Wind.

Wirtschaftlich gesehen, sind Hummeln die besseren Bienen: Sie bestäuben mehr Blüten von Nutzpflanzen als Honigbienen. Hummeln und andere Wildbienen erzeugen weltweit Obst und Gemüse im Gesamtwert von etwa 500 Milliarden Euro pro Jahr.

Der lange Saugrüssel vieler Arten ermöglicht die Nektarsammlung aus tiefkelchigen Blüten. Hummeln sind sogar kräftig genug, auch geschlossene Blüten zu öffnen.

Im Gegensatz zu Bienen legen Hummeln im Gewächshaus auch keine Winterpause ein. Unermüdlich bestäuben sie das Obst und Gemüse. Zudem sind sie weit weniger aggressiv als Honigbienen.

Einfach so auf der Hand sitzend, kann eine Hummel übrigens nicht stechen. Ihre Stechmuskulatur ist zu schwach ausgeprägt. Sie muss sich dazu entweder mit dem Rücken abstützen, wenn sie auf dem Boden liegt, oder aber gleich beim Anflug so hart aufprallen, dass der Stachel die menschliche Haut durchdringen kann.

Hummeln produzieren auch Honig. Allerdings in sehr kleinen Mengen, weil sie, anders als Bienen, keinen Wintervorrat anlegen. Bienen legen sich vor dem Winter einen großen Vorrat an Honig an. Von diesem Honig ernährt sich das Bienenvolk mitsamt seiner Arbeiterinnen.

Im Winter stirbt das gesamte Hummel-Volk ab, nur eine Jungkönigin überlebt im Boden. Diese ernährt sich von Vorräten, die sie in ihrem Honigmagen eingelagert hat. Im Frühjahr legt sie dann Eier, aus denen ihr neuer Staat entsteht.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
22.07.2019

Wer mit Hund urlauben möchte, sollte Einreisebestimmungen kennen

Ein Urlaub mit Hund kann im wahrsten Sinne tierisch gut werden – sofern man die Einreisebestimmungen des Reiselands kennt Ein Urlaub mit Hund kann im wahrsten Sinne tierisch gut werden – sofern man die Einreisebestimmungen des Reiselands kennt

Ein Urlaub mit Hund kann im wahrsten Sinne tierisch gut werden – sofern man die Einreisebestimmungen des Reiselands kennt. "Jedes Land fordert unterschiedliche Gesundheitsnachweise für das Tier", weiß Maria Renner, Touristikexpertin des Mobilitätsclubs. "Generell benötigen Hunde auf allen Auslandsreisen den EU-Heimtierausweis – auch in Nicht-EU-Ländern." In einigen Destinationen sind weitere Dokumente nötig, die ebenfalls beim Tierarzt ausgestellt werden müssen:

Tollwut-Antikörpertest: Wer nach Montenegro, Serbien, in die Türkei oder die Ukraine reist, muss mit dem Hund einen Bluttest auf Tollwut-Antikörper durchführen lassen. Dieser ist vor der Anreise verpflichtend und sollte rechtzeitig vor Urlaubsantritt, am besten zwei bis drei Wochen vorab, vorgenommen werden.

Bandwurm-Behandlung: "Für die Einreise nach Großbritannien, Irland, Malta, Finnland und Norwegen ist eine Bandwurm-Behandlung nötig. Diese muss ein bis fünf Tage vor der Einreise durchgeführt werden", sagt die ÖAMTC-Expertin.

Gesundheitszeugnis: Auch wenn man nur auf der Durchreise ist, muss man in Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Montenegro, Russland, der Ukraine und der Türkei ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis vorlegen. Es darf nicht älter als zehn Tage und sollte in Englisch oder der Landessprache ausgestellt sein. Für die Türkei muss das Zeugnis in Türkisch ausgestellt bzw. übersetzt oder konsularisch beglaubigt sein. Für Russland ist außerdem eine notarielle Beglaubigung erforderlich.

Listenhunde: Zuchtnachweis in Kroatien nötig, in Deutschland bis vier Wochen Aufenthalt erlaubt

Strengere Regeln gelten oftmals für Listenhunde, häufig Kampfhunde genannt.

Kroatien: Hunde der Rasse Terrier (Typ Bull) und deren Mischlinge sind in Kroatien nur erlaubt, wenn der Besitzer über einen Zuchtnachweis verfügt und der Hund im Stammbuch des FCI (größter internationaler kynologischer Dachverband) eingetragen ist. Sonst wird die Einreise nicht gestattet.

Deutschland: "Für einen Aufenthalt bis zu vier Wochen mit einem gelisteten Hund gelten keine Einschränkungen", sagt ÖAMTC-Expertin Renner. "Ab einer längeren Aufenthaltsdauer ist die Einreise von Pitbull-Terriern, American Staffordshire-Terriern, Staffordshire-Bullterriern und Bullterriern sowie deren Kreuzungen untereinander allerdings verboten."

Bei Anreise mit Auto Zugluft meiden und Transportbox verwenden

Wer mit dem Auto, Wohnmobil oder Wohnwagen anreist, sollte während der Fahrt auf ausreichend Pausen und Wasser sowie Hitzeschutz achten. Lange Fahrten verlegt man an heißen Tagen besser in die Morgen- oder Abendstunden. Die Klimaanlage darf nicht zu kalt eingestellt sein und auch das Fenster bleibt während der Fahrt besser geschlossen – Zugluft führt bei Hunden leicht zu Bindehautentzündung. "Wichtig ist auch, dass der Hund im Fahrzeug stets gut gesichert ist", sagt die ÖAMTC-Expertin. "Am besten eignet sich eine spezielle Transportbox."

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14.01.2019

Der limitierende Faktor ist der Körper

Die anhaltende Verletzungsserie im Damen-Skirennsport scheint nicht abreißen zu wollen. Pistenpräparierung und Material sind ebenso ausgereizt wie die physischen Voraussetzungen der Sportler, die für Siege über Grenzen müssen. Die anhaltende Verletzungsserie im Damen-Skirennsport scheint nicht abreißen zu wollen. Pistenpräparierung und Material sind ebenso ausgereizt wie die physischen Voraussetzungen der Sportler, die für Siege über Grenzen müssen.

Die anhaltende Verletzungsserie im Damen-Skirennsport scheint nicht abreißen zu wollen. Pistenpräparierung und Material sind ebenso ausgereizt wie die physischen Voraussetzungen der Sportler, die für Siege über Grenzen müssen.

Man könne zur Verletzungssituation im Damen-Skirennsport auch „Baustelle“ sagen, meinte Ex-Rennläufer Atle Skaardal gestern. Der Norweger trägt als Renndirektor des Internationalen Skiverbands FIS die Verantwortung dafür, dass die Sportler gesund ins Hotel kommen, Entscheidungsgrundlage ist das Reglement. Anna Veith und Steffi Brunner, seit dem Wochenende mit ihrem zweiten Kreuzbandriss konfrontiert, schützte das nicht. Sie sind die letzten beiden einer Serie von Sportlern, die frühzeitig in Sommerpause gehen müssen. Die Situation werde den Sport wohl noch länger beschäftigen, meinte Skaardal – womit die Baustelle ein wenig dem Beispiel der Sagrada Familia in Barcelona folgt. Die Basilika, seit 1882 in der Entstehung, wird vielleicht auch niemals fertig werden. Doch ist die Verletzungsmisere im Damen-Skirennsport auch ein von Menschen kreiertes Dauerthema? Muss sich der Weltverband anlasten lassen, dass Rennläufer mit dem von ihm normierten Material allzu großen Spielraum haben? 15 Läufer aus den Top 40 des Damen-Weltcups laborieren an Verletzungen, das lässt sich statistisch betrachtet nicht vernachlässigen.

Die Suche nach möglichen Ursachen erstreckt sich über Pistenpräparierung, Kurssetzung, Schneeverhältnisse und das den Sportlern zur Verfügung stehende Material. Auf diesem Gebiet schien man vor Jahren fündig, als Bindungshöhen und Skiradien die physikalischen Einflüsse auf Sportler ins Unermessliche trieben. Man ging einen Schritt zurück, doch Techniker kompensierten das umgehend. So lange, bis es nicht mehr ging oder der Sportler nicht mehr konnte. Ist der Plafond erreicht und passiert dem Fahrer vielleicht ein kleiner Fehler, kommt es mitunter zu dem, was Ärzte als „Valgus-Innenrotation“ oder „Slip-Catch“ bezeichnen und den Betroffenen monatelang zur Reha verurteilt.

Die einfache Lösung gibt es nicht, meinte Atle Skaardal zu einem Kernproblem seines Aufgabengebiets. So lange es Skirennsport gibt, werde es zu Verletzungen kommen. Das gilt für die Tempobolzer auf der Streif, die sich mit Tempo 130 und ohne Knautschzone zu Tal stürzen. Das gilt aber um nichts weniger für Techniker, denen Rotationsbewegungen zum Verhängnis werden. Vom Standpunkt der Trainingswissenschaft ist die physische Obergrenze und somit das Limit erreicht. So gesehen muss der Hebel dort angesetzt werden, wo es der Verletzungs-Baustelle am meisten hilft. Im Gegensatz zur Sagrada Familia (geplante Fertigstellung im Jahr 2026) wird diese wohl nie geschlossen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Christian Jansky, CC BY-SA 3.0 / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von Florian Madl
13.12.2018

Vorarlberger sind die reichsten Österreicher - Niederösterreicher an zweiter Stelle

Vorarlberger sind die reichsten Österreicher Vorarlberger sind die reichsten Österreicher

Mit einem verfügbaren Einkommen von 24.200 Euro je Einwohner haben die Niederösterreicher 2017 das zweithöchste Pro-Kopf-Einkommen im Bundesländervergleich erzielt, übertroffen lediglich von Vorarlberg mit 24.600 Euro. Die niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen gab es in Kärnten mit 22.800 und Wien mit 22.200 Euro, der österreichische Durchschnitt lag bei 23.300 Euro. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst der jüngsten regionalen Einkommensanalyse der Statistik Austria.

Die Studie hat auch die Entwicklung des Bruttoregionalprodukts (BRP) untersucht. Das ist der Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die während eines Jahres innerhalb der Grenzen eines Bundeslandes produziert werden und dem Endverbrauch dienen. Demnach konnte Niederösterreich sein BRP 2017 um zwei Prozent auf mehr als 57 Milliarden Euro steigern. Im Vergleich der Bundesländer haben nur Wien mit rund 94 Milliarden Euro und Oberösterreich mit 63 Milliarden Euro ein höheres BRP.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
13.09.2018

Nach Hitze-Rekordsommer: Neuer Bericht warnt vor gesundheitlichen Risiken des Klimawandels

v.li.na.re: Ingmar Höbarth (Geschäftsführer Klima- und Energiefonds); Bundesministerin Elisabeth Köstinger (Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus); Willi Haas (Universität für Bodenkultur Wien) v.li.na.re: Ingmar Höbarth (Geschäftsführer Klima- und Energiefonds); Bundesministerin Elisabeth Köstinger (Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus); Willi Haas (Universität für Bodenkultur Wien)

Nach dem heißesten Mai seit 1868 war auch der Sommer von Rekord-Temperaturen geprägt. Dass sich diese veränderten klimatischen Bedingungen auf unsere Gesundheit auswirken, bestätigt jetzt der vom Klima- und Energiefonds in Auftrag gegebene erste nationale Sachstandsbericht zum Thema Gesundheit, Demographie und Klimawandel, der heute gemeinsam mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) präsentiert wurde. Mehr als 60 österreichische ForscherInnen aus den Fachbereichen Medizin, Klima und Demographie sind sich einig: Lösungswege können nur systemübergreifend gedacht und gefunden werden.

Der Sommer 2018 geht in die Geschichte ein: In allen Landeshauptstädten gab es deutlich mehr Hitzetage mit einem Höchstwert von mindestens 30 Grad als in einem durchschnittlichen Sommer; Wien und Bregenz verzeichneten mit 32 bzw. 16 Hitzewellentagen in Folge einen neuen Rekord. In Wien gab es insgesamt 40 Tropennächte und damit mehr als in jedem anderen Sommer seit Messbeginn.

„Der Rekord-Sommer 2018 hat gezeigt: Der Klimawandel ist real und seine Auswirkungen sind deutlich spürbar. Mit der vorliegenden Studie, die der Klima- und Energiefonds in Auftrag gegeben hat, wurden fundierte Fakten geschaffen. Nun brauchen wir konkrete Lösungen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Die Österreichische Bundesregierung gibt dem Thema Klimaschutz große Bedeutung. Mit der Österreichischen Klima- und Energiestrategie #mission2030 haben wir eine Grundlage geschaffen, von der sich jetzt zahlreiche Maßnahmen und Strategien ableiten, die in die richtige Richtung gehen. Wir müssen außerdem die politikübergreifende Zusammenarbeit auf nationaler und auf europäischer Ebene im Bereich Klimaschutz stärken“, unterstreicht Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger.

Hitze, Wetterextreme, Allergien: Klimawandel vor der Haustüre

„Mit dieser Meta-Studie ist Österreich europaweit Vorreiter. Es ist der erste Sachstandsbericht, der systemübergreifende Fakten in dieser Qualität und Tiefe liefert. Er verdeutlicht, dass wir uns in den nächsten Jahren auf vier zentrale Bereiche konzentrieren müssen: Hitze, Allergien, Extremwetterereignisse und neue invasive Insektenarten. Der Klima- und Energiefonds bereitet seit Jahren das Feld auf: durch Klimafolgenforschung wie dem Austrian Climate Research Programme (ACRP) schaffen wir fundiertes Wissen, die KLAR-Modellregionen erarbeiten regional maßgeschneiderte Lösungen und mit unseren Programmen treiben wir die Energie- und Mobilitätswende konsequent voran“, betont Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds.

Laut dem Special Report des Austrian Panel on Climate Change (APCC) wird sich die Zahl der Hitzetage während Hitzeepisoden bis Mitte des Jahrhunderts verdoppeln und trifft gleichzeitig auf eine ältere Gesellschaft, die einen um 10% höheren Anteil an Personen über 65 Jahren aufweist. Aufgrund der wachsenden Zahl an Tropennächten, in denen nicht ausreichend Abkühlung stattfindet, führen all diese Entwicklungen insbesondere in dicht verbauten Gebieten zu stark erhöhten gesundheitlichen Risiken. Im Zuge des Klimawandels rechnen die ForscherInnen außerdem mit einer erhöhten Pollenbelastung, insbesondere durch Ragweed (Traubenkraut, Ambrosia). Bereits heute sind rund 1,75 Mio. und damit rund 20% der ÖsterreicherInnen von allergischen Erkrankungen betroffen. Folgt Österreich dem europäischen Trend, könnten das in den nächsten 10 Jahren 50% werden. Auch finden künftig subtropische und tropische Stechmücken-Arten (z.B. Tigermücke und Buschmücke) hierzulande bessere Überlebensbedingungen vor und erfordern eine Überwachung der Ausbreitung sowie der Erkrankungen. Und nicht zuletzt werden extreme Niederschläge, länger andauernde Trockenheit oder heftigere Stürme im Zuge des Klimawandels erwartet, was nicht nur hohe wirtschaftliche Kosten etwa durch Hochwasserschäden oder Ernteausfälle verursacht, sondern auch lokale Auswirkungen auf die heimische Wasserqualität und -verfügbarkeit hat.

Bildung, Ernährung, Bewegung: Jeder und jede Einzelne kann gesünder leben und dabei das Klima schützen

Um die Transformation unseres Gesamtsystems im Hinblick auf den Klimawandel gezielt voranzutreiben und die größtmögliche Wirkung zu erzielen, ist es dem über 60-köpfigen ForscherInnenteam zufolge notwendig, Klima und Gesundheit nicht getrennt voneinander, sondern systemübergreifend zu betrachten. „Sobald wir die Auswirkungen des Klimawandels auf alle unsere Lebensbereiche erkennen, kann es gelingen, passende Maßnahmen sowohl auf politischer, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Ebene zu identifizieren, als auch deutlich zu machen, wie jeder und jede Einzelne von uns bei einem klimatauglichen Leben unterstützt werden kann“, erklärt Willi Haas vom Institut für Soziale Ökologie der Universität für Bodenkultur Wien und zentraler Studienautor. Der Special Report hat entsprechend den Qualitätsstandards des APCC einen mehrstufigen Review-Prozess mit 30 ReviewerInnen und über 2000 Kommentaren durchlaufen, der vom CCCA organisiert wurde.

Neben dem Abschwächen der Klimafolgen für die Gesundheit kann auch gezielt die Vulnerabilität bzw. Verletzlichkeit der Bevölkerung reduziert werden, in dem die klimaspezifische Gesundheitskompetenz von Gesundheitspersonal und Bevölkerung gestärkt wird. Die Förderung von sozial schwächeren Bevölkerungsgruppen, insbesondere das Angleichen der Unterschiede zwischen Stadt und Land, kann zudem dazu beitragen, das Anwachsen der gesundheitlichen Ungleichheit durch Klimafolgen zu verhindern. Ziel muss es sein, die nötigen Bildungsangebote bereit zu stellen, um es für alle Bevölkerungsschichten zu ermöglichen, sich über gesunde Lebensweisen zu informieren.

Verhaltensänderungen z.B. in den Bereichen Ernährung oder Mobilität wirken sich sowohl positiv auf das Klima als auch auf die Gesundheit aus. Eine gesündere Ernährung mit saisonalen und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln leistet auch einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz. Der Umstieg auf Elektromobilität ist ein notwendiger Baustein, zusätzlich bietet es sich gerade in Städten an, auf öffentliche Verkehrsmittel und aktive Mobilität zu setzen: Per Fahrrad oder zu Fuß unterwegs zu sein reduziert nicht nur Emissionen, sondern führt vor allem zu mehr gesundheitsförderlicher Bewegung im Alltag.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Klima- u. Energiefonds/APA-Fotoservice/Bargad
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02.07.2018

Gegackert

Das Gackern über ungelegte Eier gehört zur Politik. Schon klar. Aber bisweilen versteht man vor lauter Gackern nicht mehr, worum es geht. Das Gackern über ungelegte Eier gehört zur Politik. Schon klar. Aber bisweilen versteht man vor lauter Gackern nicht mehr, worum es geht.

Das Gackern über ungelegte Eier gehört zur Politik. Schon klar. Aber bisweilen versteht man vor lauter Gackern nicht mehr, worum es geht. So wie bei der neuen Arbeitszeitregelung. Nüchtern betrachtet wird sich durch diese Gesetzesänderung wohl kaum etwas ändern, schon heute arbeiten einige Beschäftigte an manchen Tagen länger als zehn Stunden und in manchen Wochen mehr als 48 Stunden. Aber es ist die Ausnahme.

Und laut Gesetz wird es auch in Zukunft die Ausnahme bleiben. Und bei der Endfassung soll auch der Interpretationsspielraum eingeengt sein. Es scheint daher fast hysterisch, wenn man vom generellen 12-Stunden-Tag spricht und gegen eine 60-Stunden-Woche demonstriert. Das prophezeite Vereinssterben oder die Vervielfachung von Verkehrs- und Arbeitsunfällen durch diese Novelle wird wohl ebenfalls nicht eintreten. Und sollte es der Verfassung widersprechen muss man es reparieren – eh klar.

Aber erst dann wäre das Ei gelegt und es sollte mit dem Gackern begonnen werden.

Vorgegackert wird auch in grün. Wegen einer Stellungnahme der EU-Kommission zum Mindestsicherungsmodell glaubt der grüne Abgeordnete Kaineder, dass „die beiden wesentlichen Kürzungen bei Mehrkindfamilien und Asylberechtigten beseitigt werden müssen“, obwohl das Urteil des EuGH aussteht und nur dieser die Urteile fällt ... selbst für Gesetzestexte sollte es aber keine Vorverurteilungen geben.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Neues Volksblatt: "Gegackert" von Herbert SCHICHO

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