Wenn Sie nicht registriert sind, dann melden Sie sich KOSTENLOS und UNVERBINDLICH an.

Anmeldung notwendig

Sie müssen angemeldet sein, um den Artikel melden zu können! Nach der Anmeldung können Sie auch selber Artikel verfassen.

Sie müssen bei der Anmeldung, aus medienrechtlichen Gründen Ihren echten Namen und eine echte Mailadresse angeben.

dbn ist ein österreichisches Unternehmen für das Datenschutz keine leere Floskel ist.

Niemals würden Ihre Daten an Dritte weitergegeben und/oder für Werbezwecke mißbraucht.

Sollten Sie sich wieder abmelden, werden alle Ihre Daten inkl. Artikel endgültig und restlos gelöscht.

Sie werden nur von dbn oder dem dbn-System per e-Mail kontaktiert.

Die Anmeldung in KOSTENLOS und verpflichtet Sie zu nichts!.

dbn behält sich vor, Benutzer auch ohne Angabe von Gründen, abzulehnen und/oder von System auszuschließen.

Sie können sich, falls Sie schon angemeldet sind, hier einloggen, oder als neuer Benutzer anmelden.

Dienstag 21.11.2017 18:25
Landesausgaben: Wien WienNiederösterreich NiederösterreichOberösterreich OberösterreichBurgenland BurgenlandSteiermark SteiermarkKärnten KärntenSalzburg SalzburgTirol TirolVorarlberg Vorarlberg
oder Österreichausgabe (Das Interessanteste aus den Bundesländern)

Sie lesen gerade die Ausgabe Wien, TitelseiteRSS

inhalt
15.11.2017

Das Ende der Mietvertragsgebühren

Ab sofort ist das geänderte Gebührengesetz in Kraft getreten, welches die Mietvertragsgebühren regelt. Ab sofort ist das geänderte Gebührengesetz in Kraft getreten, welches die Mietvertragsgebühren regelt.

Ab sofort ist das geänderte Gebührengesetz in Kraft getreten, welches die Mietvertragsgebühren regelt. Die D.A.S., der führende Spezialist im Rechtsschutz, informiert über die Auswirkungen der Gesetzesänderung für „Mietverträge von Wohnräumen“. Für Vermieter und Hausverwaltungen entfällt ab jetzt die Anmeldung und Abfuhr von Verkehrssteuern an das Finanzamt. Mieter können dadurch mit einer Kostensenkung rechnen. Für gewerblich genutzte Räume besteht weiterhin eine Gebührenverpflichtung. Bei gemischt genutzten Objekten gibt es noch Unklarheiten.

Das geänderte Gebührengesetz ist in Kraft getreten und legt das Ende der Mietvertragsgebühren für „Mietverträge von Wohnräumen“ fest. Die Gesetzesänderung gilt nur für Mietverträge, die ab dem Datum des Inkrafttretens geschlossen wurden, für ältere Mietverträge hat das Gesetz keine Rückwirkung.

Für Vermieter und Hausverwaltungen bedeutet die Änderung eine Verwaltungsvereinfachung, da die Anmeldung und Abfuhr an das Finanzamt für Verkehrssteuern entfällt. Die Kosten beliefen sich je nach Mietzinshöhe und Vertragsdauer auf rund 150 bis 600 Euro. „Mieter können deshalb mit niedrigeren Kosten rechnen, da in der Praxis die Verkehrssteuern durch die Vermieter an die Mieter weiterverrechnet wurden“, weiß Johannes Loinger, Vorstandsvorsitzender der D.A.S..

Weiterhin Gebühren für gewerblich genutzte Räume

Für „gewerblich genutzte“ Mietverträge fällt weiterhin eine Gebühr an. So wie bisher, richtet sich diese nach der Vertragsdauer und dem monatlichen Mietzins, welcher auf das Jahr hochgerechnet wird. Für einen Geschäftsraummietvertrag, mit einer Vertragsdauer von fünf Jahren und einem monatlichen Mietzins von 1.500 Euro, fallen Gebühren um die 900 Euro an.

„Fraglich ist, wie bei gemischt genutzten Objekten – etwa einer Wohnung, die auch als Büro genutzt wird – vorgegangen wird. Eventuell gibt es hierzu noch einen Erlass vom Bundesministerium für Finanzen“, erklärt Loinger.

Die Gebührenpflicht bei Rechtsgeschäften beginnt mit Unterzeichnung

Wenn für ein Rechtsgeschäft eine Urkunde mit den Unterschriften der Parteien errichtet wird, so fallen in der Regel Rechtsgeschäftsgebühren an. Bis zur Änderung des Gebührengesetzes mussten auch für Mietverträge von Wohnräumen Gebühren entrichtet werden. Für außergerichtliche Vergleiche, Wechsel und Abtretung von Forderungen (Zessionen) sind weiterhin Rechtsgeschäftsgebühren in unterschiedlicher Höhe zu entrichten. „Bei außergerichtlichen Vergleichen belaufen sich die Gebühren auf 2 Prozent vom Gesamtwert, der von jeder Partei übernommenen Leistungen. Bei Wechselgeschäften beträgt die Gebühr 1/8 Prozent der Wechselsumme und bei Zessionen sind 0,8 Prozent des Entgelts zu bezahlen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
15.11.2017

Hisense kauft das Fernseher-Geschäft von Toshiba

Hisense kauft das Fernseher-Geschäft von Toshiba Hisense kauft das Fernseher-Geschäft von Toshiba

Hisense Electric Co., Ltd, eine börsennotierte Tochtergesellschaft der Hisense Group, hat den Kauf der TV-Produktion, der Marke, Forschung und Entwicklung sowie der betrieblichen Dienstleistungen von Toshiba am 14. November 2017 bekannt gegeben.

Toshiba, das auf eine ereignisreiche, 142-jährige Geschichte zurückblicken kann, verfügt über eine führende Displaytechnik in Japan und rangiert als Marke unter den internationalen, global agierenden Technikmarken weit oben.

Hisense wird 95 Prozent der Aktien von der Toshiba Visual Solutions Corporation ("TVS"), einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Toshiba Corporation, für 12,9 Milliarden Japanische Yen erwerben, wobei ein Anteil von 5 Prozent bei Toshiba verbleiben wird. Hisense übernimmt das TVS-Geschäft, wozu Produktion, Forschung und Entwicklung und die Funktionsbereiche des Vertriebs gehören, und erhält außerdem eine Lizenz zur Verwendung der Toshiba-Marke für einen Zeitraum von 40 Jahren für Partner aus dem Bereich visuelle Lösungen, die in Europa, Südostasien und weiteren Märkten tätig sind.

TVS ist in erster Linie im Geschäft für Fernseher und eine Reihe von Nebenprodukten, wie Werbe- und Anzeigedisplays, tätig. Der Kauf von TVS sorgt zudem für den Erhalt von zwei Fabriken in Japan und von hunderten talentierten Mitarbeitern bei Toshiba im Bereich Forschung und Entwicklung. Außerdem kann ein bedeutendes Portfolio an geistigem Eigentum gesichert werden, das im Zusammenhang mit Patenten aus dem TV-Technik-Geschäft für Bildqualität und Akustik steht.

Herr Liu Hongxin, CEO der Hisense Group, sagte dazu, Hisense werde die Mittel bei TVS für Forschung und Entwicklung, die Lieferkette oder weltweite Vertriebskanäle optimieren, mit anderen zusammenarbeiten und sich gegenseitig bei der Displaytechnik unterstützen, wettbewerbsfähige betriebliche Dienstleistungen für Inhalte auf Smart-TVs für den Weltmarkt anbieten und auf dem japanischen Markt ein rasches Wachstum erreichen.

Laut dem IHS lag Toshiba 2016 bei den Verkäufen von Fernsehern auf dem japanischen Markt auf Platz 3, wobei Hisense beim TV-Geschäft den höchsten Marktanteil aller nicht-japanischen Marken hatte. Zusammen kommen beide Marken nach der Transaktion auf einen Marktanteil von insgesamt über 20 Prozent. Das TV-Geschäft von Hisense rangierte 2016 (laut IHS) weltweit auf dem dritten Platz und steht beim Marktanteil in China schon 13 Jahre in Folge auf Rang eins.

Als Official Television Sponsor der FIFA Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland steht Hisense bereit, seine Expansion fortzusetzen und seine globale Vision und Strategie der Marke umzusetzen. Mithilfe der Vorteile, die sich aus dieser Übernahme ergeben, wird Hisense seine internationale Geschäftsstrategie für Fernseher bei Forschung und Entwicklung, beim Branding und Marketing weiterentwickeln und erweitern, indem es seine Geschäfte unter einer Vielzahl von Marken betreibt. Die Kooperation zwischen Hisense und Toshiba wird den Wandel hin zu einem neuen Bild des TV-Geschäfts voranbringen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
15.11.2017

Die SPÖ am Ende des Mittelwegs

Die SPÖ verwaltete seit Jahren das Erreichte. Sah lange keine Gefahr, keine Not. Gab sich damit zufrieden, an den Erfolg früherer Jahrzehnte zu erinnern, wollte den Mittelweg nie verlassen. Die SPÖ verwaltete seit Jahren das Erreichte. Sah lange keine Gefahr, keine Not. Gab sich damit zufrieden, an den Erfolg früherer Jahrzehnte zu erinnern, wollte den Mittelweg nie verlassen.

Die SPÖ wurde über Jahre inhaltlich ausgedünnt, wählte den vermeintlich sicheren Mittelweg, verstand sich als Kanzlerwahlverein. Jetzt wird sie zur Erneuerung gezwungen. Was ihr fehlt, ist eine Erzählung mit klarer Sprache.

Ob wer in der SPÖ den Barockdichter Friedrich von Logau kennt? Wahrscheinlich nicht. Ihn nicht zu kennen, offenbart jedenfalls keine Lücke. Doch ein Zitat aus einem seiner Sinngedichte könnten einige Sozialdemokraten kennen oder sollten es sich in Erinnerung rufen. Beschreibt es doch das Dilemma, in dem die Sozialdemokratie seit Jahren steckt: „In Gefahr und großer Not/Bringt der Mittelweg den Tod.“

Die SPÖ verwaltete seit Jahren das Erreichte. Sah lange keine Gefahr, keine Not. Gab sich damit zufrieden, an den Erfolg früherer Jahrzehnte zu erinnern, wollte den Mittelweg nie verlassen. Warum auch? Die Roten verstanden sich bis zuletzt als Kanzlerwahlverein. Eine inhaltlich-programmatische Debatte über die Zukunft der Partei wurde – vor allem in den Faymann-Jahren – stets als Störung empfunden. Selbst als am Wahlabend des 15. Oktober längst jedem denkenden Menschen klar war, in welche Richtung es jetzt für die Sozialdemokraten geht, glaubten Hans Niessl und viele Gewerkschafter, man müsse sich irgendwie an die Macht klammern. Ganz egal, ob als Juniorpartner der ÖVP oder in einem selbstzerstörerischen Bündnis mit der FPÖ. Hauptsache, die Partei bleibt an der Macht, verlässt nicht den eingeschlagenen Mittelweg.

SPÖ-Vorsitzender Christian Kern wusste wohl über den ausgedünnten Zustand Bescheid, als er die Partei übernahm. Doch Kern wollte zuerst das Kanzleramt verteidigen, den Genossen nicht zu viel zumuten. Jetzt muss er es. Die SPÖ steht vor einer Zäsur. Die Partei muss sich personell, strukturell und inhaltlich neu erfinden. Dabei wird die Partei ihr künftiges Verhältnis zur Gewerkschaft klären müssen und die am Boden liegenden Länderorganisationen wachrütteln. Die SPÖ muss sich auf einen mühsamen, mitunter lang andauernden Prozess der Erneuerung einstellen und zeitgleich ihre Rolle als kämpfend-konstruktive Oppositionskraft mit Leben erfüllen.

In Zeiten, in denen „Privatisierung, Steuersenkung und Sozialabbau“ in der Mitte der Gesellschaft auf breite Zustimmung stoßen, braucht es eine Gegenerzählung mit klarer Sprache, die auch einmal wütend macht. Wie sonst will die SPÖ wütende Menschen wieder an sich binden? Ein klarer Blick in andere europäische Länder müsste Warnung genug sein, um zu wissen, was der SPÖ in Gefahr und großer Not droht, wenn sie sich für keinen neuen Weg entscheidet.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von Michael Sprenger
15.11.2017

Ärztekammer fordert Ausweitung des Nichtraucherschutzes

Der Vorstand der Wiener Ärztekammer hat sich eindringlich für eine Ausweitung des Nichtraucherschutzes in Österreich ausgesprochen. Der Vorstand der Wiener Ärztekammer hat sich eindringlich für eine Ausweitung des Nichtraucherschutzes in Österreich ausgesprochen.

Der Vorstand der Wiener Ärztekammer hat sich eindringlich für eine Ausweitung des Nichtraucherschutzes in Österreich ausgesprochen. Dies beinhalte auch „die komplette Rauchfreiheit in der Gastronomie mit Start am 1. Mai 2018“, hieß es in der Resolution.

Eine Abkehr von dieser Erfordernis hätte weitreichende gesundheitliche Auswirkungen auf große Bereiche der Bevölkerung. Es sei ein Faktum, dass ein Drittel aller Krebserkrankungen auf Rauchen zurückzuführen ist. Generelle Rauchverbote in anderen EU-Ländern hätten weiters gezeigt, dass damit Herzinfarkte, Atemwegserkrankungen, Angina pectoris sowie die Frühgeburtenrate und die Anzahl der zu kleinen Neugeborenen (small for date) reduziert werden konnten.

Der Hintergrund: Knapp ein Viertel der Österreicher über 15 Jahre raucht täglich. Damit liegt Österreich deutlich über dem OECD34-Durchschnitt von knapp unter 20 Prozent und rangiert innerhalb Europas an drittschlechtester Stelle. Hinter Österreich liegen nur noch Ungarn und Griechenland mit etwas über einem Viertel Raucheranteil.

Bei den Jugendlichen, die zumindest einmal pro Woche rauchen, sieht die Situation hinsichtlich des Ländervergleichs zwar etwas besser aus (14,5 Prozent und damit nicht mehr ganz das Schlusslicht), dennoch liegt Österreich auch hier deutlich über dem OECD28-Durchschnitt mit 11,7 Prozent.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
23.10.2017

Hire&Fire;-Methoden auf dem Rücken der Beschäftigten

Die zeitweise Beendigung von Arbeitsverhältnissen mit Wiedereinstellungszusage bzw. „Recall“ (Rückruf) nach beispielsweise zwei bis drei Monaten geht zu Lasten der Arbeitnehmer/-innen und des AMS-Budgets Die zeitweise Beendigung von Arbeitsverhältnissen mit Wiedereinstellungszusage bzw. „Recall“ (Rückruf) nach beispielsweise zwei bis drei Monaten geht zu Lasten der Arbeitnehmer/-innen und des AMS-Budgets

Die gängige Praxis, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei kurzfristigen betrieblichen oder konjunkturbedingten Flauten einfach zu kündigen und später wieder einzustellen, verursacht ein erhebliches Ausmaß an Arbeitslosigkeit und horrende Kosten für die Versichertengemeinschaft – laut einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts rund 450 Millionen Euro alleine im Jahr 2016. „Diese Entwicklung schädigt die gesamte Gesellschaft. Es muss für die Betriebe weniger attraktiv werden, die Kosten einfach auf die Arbeitslosenversicherung abzuwälzen“, fordert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Laut der Studie gehen 1,1 Prozentpunkte der im Jahr 2016 in Österreich registrierten Arbeitslosigkeit von 9,1 Prozent auf das Konto dieser Hire&Fire;-Methoden. Nicht nur typische Saisonbranchen wie die Bauwirtschaft und der Tourismus nutzen diese sogenannten „temporären Layoffs“ (zeitweisen Auslagerungen), um Schwankungen des Arbeitskräftebedarfs auszugleichen. Auch in der Arbeitskräfteüberlassung nimmt diese Praxis zu.

Doch die zeitweise Beendigung von Arbeitsverhältnissen mit Wiedereinstellungszusage bzw. „Recall“ (Rückruf) nach beispielsweise zwei bis drei Monaten geht zu Lasten der Arbeitnehmer/-innen und des AMS-Budgets. Die Arbeitnehmer/-innen haben weniger Beschäftigungstage und mehr Arbeitslosigkeit in ihrer Berufsbiografie. Das wirkt sich in zweierlei Hinsicht negativ aus: Erstens ist das Arbeitslosengeld natürlich erheblich geringer als der Verdienst. Und zweitens fallen die Betroffenen in der gesamten Einkommensentwicklung zurück, was sich letztlich auch auf die Pension auswirkt.

Die Betriebe kompensieren diese Unterbrechungen nicht – weder durch höhere Löhne noch durch einen finanziellen Ausgleich für das Warten auf Wiedereinstellung. Sie lagern die Kosten einfach auf die Allgemeinheit aus. Für AK-Präsident Kalliauer ist das nicht länger tragbar: „Betriebe, die Menschen überdurchschnittlich häufig in die Arbeitslosigkeit schicken, sollen einen höheren Beitrag in die Arbeitslosenversicherung zahlen.“ Auch die Auflösungsabgabe in Höhe von aktuell lächerlichen 124 Euro, die Betriebe bei der Beendigung bestimmter Arbeitsverhältnisse zahlen müssen, sollte wesentlich erhöht und wirksamer eingesetzt werden, fordert Kalliauer. Denn derzeit greife die Abgabe nur sehr begrenzt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
09.01.2017

Sechs Verkehrstote in den ersten acht Tagen des neuen Jahres

Sechs Verkehrstote in den ersten acht Tagen des neuen Jahres Sechs Verkehrstote in den ersten acht Tagen des neuen Jahres

Die Opfer der vergangenen Woche waren drei Fußgänger, zwei Pkw-Lenker und ein Lenker eines Sattelzugs. Am 1. Jänner 2017 wollte ein 28-jähriger Fußgänger im Bezirk Melk unmittelbar vor einem herannahenden Pkw die Fahrbahn überqueren und wurde von dem Fahrzeug erfasst. Der Fußgänger erlitt so schwere Verletzungen, dass er an der Unfallstelle starb. An den ersten beiden Wochenenden verunglückten zwei Verkehrsteilnehmer tödlich.

Je zwei Menschen kamen in der Vorwoche auf einer Bundes- und Gemeindestraße und jeweils einer auf einer Autobahn und einer Schnellstraße ums Leben. Einen Verkehrstoten gab es jeweils im Burgenland, in Niederösterreich, Oberösterreich, in der Steiermark, in Tirol und Wien.

Vermutliche Hauptunfallursachen waren in drei Fällen Fehlverhalten eines Fußgängers und in zwei Fällen ein Herz-/Kreislaufversagen. Bei einem Unfall konnte die Ursache noch nicht geklärt werden. Drei Unfälle waren Alleinunfälle, drei Fahrzeuglenker waren nicht angegurtet und ein Verkehrstoter war ausländischer Staatsbürger.

Vom 1. bis 8. Jänner 2017 gab es im österreichischen Straßennetz 6 Verkehrstote (vorläufige Zahl). Im Vergleichszeitraum 2016 waren es 2 und 2015 7.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
17.01.2017

Weiterbildungsplattform micelab:bodensee geht in die Praxis

Erstkontakt in zweierlei Hinsicht: Beim allerersten micelab:experts in Bregenz lernen die Teilnehmer einander kennen. Erstkontakt in zweierlei Hinsicht: Beim allerersten micelab:experts in Bregenz lernen die Teilnehmer einander kennen.

Erstes Lernmodul micelab:experts fand im Dezember in Bregenz statt

Bregenz, 16. Januar 2017 – Fünfzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Bodenseeregion trafen sich an drei Tagen im Dezember zum ersten micelab:experts. Anhand der hypothetischen Aufgabe einen Traumkongress zu kreieren, testeten sie eine breite Palette verschiedener Kommunikationsmethoden und innovativer Formate. Die neuen Erfahrungen geben die Experten in ihren Veranstaltungshäusern an ihre Kolleginnen und Kollegen weiter.

Nach dem erfolgreichen Start im Herbst ging die Weiterbildungsplattform micelab:bodensee im Dezember in die nächste Runde: Fünfzig Praktiker aus der Veranstaltungs- und Tourismusbranche nahmen im Festspielhaus Bregenz am ersten Lernmodul, dem micelab:experts, teil. „experts“ deshalb, „weil jeder Teilnehmer in seinem Bereich – vom Veranstaltungsmanager über Techniker bis zum Caterer – Experte ist und zum Gelingen eines Kongresses beiträgt“, so die Maxime der Veranstalter von den Netzwerken Bodensee Meeting und der kongress tanzt.

Aufgabe des ersten Tages war, einen Traumkongress zu entwerfen. Dazu setzten sich die Teilnehmenden in Kleingruppen intensiv mit der Zielklärung auseinander. Warum dies so wichtig ist, vermittelte Veranstaltungsdramaturgin und Kuratorin Tina Gadow: „Auch wenn die Beteiligten glauben, sich zu verstehen, existieren in den Köpfen oft unterschiedliche Bilder.“

Methodisches Fragen hilft, Missverständnisse auszuräumen und zu einem gemeinsam definierten Ziel zu gelangen. So übten die Teilnehmenden etwa in einem Rollenspiel, zirkulär zu fragen: „Was erzählt ein Teilnehmer nach der Veranstaltung begeistert einem Freund?“ Oder lösungsorientiert: „Welches Problem soll die Veranstaltung helfen zu lösen?“

Scheiter heiter

Am zweiten Tag ging die Gruppe der Frage nach, welche Rolle Angst und Vertrauen bei Veranstaltungen spielen – und zwar ganz praktisch. Gast-Coach Roberto Hirche führte die Teilnehmer dazu in die Prinzipien des Improvisationstheaters ein.

Rasch wurde klar: Fast jeder hat Angst zu versagen. Das kann auch passieren, wenn man als Veranstalter Neues ausprobiert. Frei nach dem Motto „Scheiter heiter“ sammelten die Teilnehmer Mut und Vertrauen, auch Fehler zu akzeptieren und diese als Grundlage für neue Ideen heranzunehmen.

Mit Ängsten konfrontiert sind mitunter auch Teilnehmer eines Open Space. Etwa: Man hat ein Thema und keiner kommt. Oder: Der besuchte Workshop ist nicht der richtige. Ein Open Space ist nach bestimmten Prinzipien organisiert, die der Zusammenarbeit eine neue Grundlage geben. Sie helfen, Gewohntes loszulassen und anzunehmen, was ist. „So lädt ‚das Gesetz der zwei Füße‘ ein, einen Workshop zu verlassen und dort hinzugehen, wo es einen gerade hinzieht und man mehr beitragen und mitnehmen kann“, erläuterte Tina Gadow. „Gemeinhin gilt das als unhöflich. Im Open Space ist es das explizit nicht, denn hier darf jeder tun, was für ihn selbst in dem Moment am sinnvollsten ist, oder wo der gegenseitige Nutzen größer ist.“ Dieses Vertrauen in die Teilnehmer, das dem Open Space als Haltung zugrunde liegt, schafft wiederum Vertrauen untereinander.

Formate kennenlernen

Neben Open Space probierten die fünfzig „Experten“ auch die Präsentationstechnik Pecha Kucha, die kommunikativen Murmelrunden, Geh-Spräche und die Diskussionsform Fish Bowl aus. „Es hat Spaß gemacht, verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten kennenzulernen“, meldeten viele Teilnehmer zurück. Auch der Austausch unter Branchenkollegen und Netzwerken ist beim ersten micelab:experts in Bregenz gut angekommen.

Neben vielen neuen Erfahrungen nahmen die Teilnehmenden eine „Hausaufgabe“ mit: Als Teil des micelab:experts sollen sie das Gelernte im eigenen Betrieb anwenden, etwa in internen Workshops mit Kolleginnen und Kollegen. „So agieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Multiplikatoren für eine innovative Kongresskultur“, ist Kurator Michael Gleich überzeugt.

Auf Basis der Rückmeldungen und Evaluierungen des Prototyps entwickeln die Kuratoren das Modul micelab:experts nun weiter. Der nächste experts findet im Frühjahr statt. Termin und Veranstaltungsort werden demnächst auf der Homepage www.micelab-bodensee.com bekanntgegeben.

Über micelab:bodensee

micelab:bodensee ist die erste Weiterbildungsplattform für Veranstalter im deutschsprachigen Raum. Sie wurde von den Netzwerken Bodensee Meeting und der kongress tanzt entwickelt und startete im Oktober 2016. micelab:bodensee umfasst drei Module mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Alle Module des micelab:bodensee haben einen erkundenden Charakter eines Labors. Beim Modul micelab:explorer liegt der Fokus auf der Forschung mit Impulsgebern aus unterschiedlichen Disziplinen. Es ist als Ideenschmiede angelegt. micelab:experts und micelab:experience richten sich an die Praktiker der MICE-Branche, also an Mitarbeiter aller Gewerke in Veranstaltungshäusern, Eventagenturen, Kulturinstitutionen und Marketingverantwortliche von Wirtschaftsbetrieben. Die Plattform ist ein EU-gefördertes Interreg V-Projekt. Als Kuratoren zeichnen die Veranstaltungsdramaturgin Tina Gadow und der Journalist Michael Gleich vom Netzwerk der kongress tanzt verantwortlich.

Infos unter www.micelab-bodensee.com

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

Bodensee Meeting, Stefanie Thurner, 0041/7122737-32, stefanie.thurner@st.gallen-bodensee.ch

Pzwei. Pressearbeit, Mag. Daniela Kaulfus, 0043/699/19259195, daniela.kaulfus@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: micelab:bodensee/Anja Köhler
01.12.2016

Symphonieorchester stellt neue CD mit Chefdirigent Gérard Korsten vor

Thomas Heißbauer (Geschäftsführer Symphonieorchester),Gerhard Hamel (Vorstandsvorsitzender Volksbank Vorarlberg), Manfred Schnetzer (Präsident des Symphonieorchesters), Wolfgang Burtscher (Vizepräsident des Symphonieorchesters) (von links nach rechts).  (Copyright: Dietmar Mathis/Symphonieorchester Vorarlberg) Thomas Heißbauer (Geschäftsführer Symphonieorchester),Gerhard Hamel (Vorstandsvorsitzender Volksbank Vorarlberg), Manfred Schnetzer (Präsident des Symphonieorchesters), Wolfgang Burtscher (Vizepräsident des Symphonieorchesters) (von links nach rechts). (Copyright: Dietmar Mathis/Symphonieorchester Vorarlberg)

„Aus der neuen Welt“ und Symphonische Variationen von Antonin Dvorăk

Bregenz/Rankweil, 30. November 2016 – Erfreuliches präsentierte das Symphonieorchester Vorarlberg am Mittwoch in der Volksbank Zentrale Rankweil. Zum einen stellte es die neue CD vor: den ersten Tonträger unter der Leitung von Chefdirigent Gérard Korsten mit Werken von Antonin Dvorăk. Zum anderen gaben das Symphonieorchester und die Volksbank Vorarlberg die Verlängerung ihrer Partnerschaft bis 2020 bekannt.

Als Partner sehen sich das Symphonieorchester Vorarlberg und dessen Hauptsponsor die Volksbank Vorarlberg. Gemeinsam luden deshalb Thomas Heißbauer, Geschäftsführer Symphonieorchester Vorarlberg und Gerhard Hamel, Vorstandsvorsitzender Volksbank Vorarlberg, zum Pressegespräch in die Volksbank Zentrale in Rankweil. Die Hauptthemen waren: die Fortsetzung der Sponsoring-Kooperation bis 2020 und die erste CD-Aufnahme des Orchesters unter der Leitung von Chefdirigent Korsten mit Werken von Antonin Dvorăk.

Das Symphonieorchester informierte zudem über die positive Entwicklung der Abonnentenzahlen.

Die Programme der Abokonzerte finden darüber hinaus nicht nur in Vorarlberg regen Anklang. In der Saison 2016/17 gastiert das Symphonieorchester insgesamt viermal im In-und Ausland.

Nachhaltige Partnerschaft

Seit 2009 ist die Volksbank Vorarlberg Partner des Symphonieorchesters. Eine langjährige Kooperation, die für Volksbank Vorstandsvorsitzenden Gerhard Hamel mehr als reines Kultursponsoring ist. „Wir pflegen eine nachhaltige Partnerschaft auf Augenhöhe. Als Genossenschaftsbank leben wir Regionalität, Weitsicht und Respekt. Eine so bedeutende heimische Institution wie das Symphonieorchester zu unterstützen, hat für uns oberste Priorität.“

Geschäftsführer Thomas Heißbauer sieht die Verlängerung des Vertrages ebenso als Zeichen der guten Partnerschaft:„ Das Symphonieorchester hat seit 2009 eine positive Entwicklung in qualitativer und inhaltlicher Hinsicht erfahren. Die Volksbank Vorarlberg honoriert als Hauptsponsor diesen Weg. Mit dieser Unterstützung sind langfristige Planungen möglich.“

Erster Tonträger mit Chefdirigent Gérard Korsten

Gérard Korsten ist seit 2005 Chefdirigent des Symphonieorchesters. Bis dato gab es keine CD-Aufnahme des Orchesters, die unter der Leitung von Korsten entstanden ist. „Es war mir ein Anliegen, mit der Neueinspielung von Antonin Dvorăks Kompositionen Symphonie Nr. 9 – „Aus der neuen Welt“ – und Symphonische Variationen, dieses Versäumnis nachzuholen. Umso größer ist die Freude über das Ergebnis“, führt Heißbauer aus.

Musikalische Schätze bewahren

Bei der Aufnahme handelt es sich um einen Konzertmitschnitt aus dem Montforthaus Feldkirch. Das Programm des zweiten Abokonzertes der Saison 2015/16 wurde an zwei Abenden im vergangenen Dezember in Zusammenarbeit mit dem ORF Vorarlberg aufgezeichnet. Die CD ist beim Musik-Label VMS Musical Treasures erschienen. Seit seiner Gründung im Jahre 2002 sieht sich das Label als Entdecker und Bewahrer von musikalischen Schätzen.

Visitenkarte des Symphonieorchester Vorarlberg

Die beiden Werke Dvorăks sind bewusst gewählt. Sie erlauben den Musikern des Symphonieorchesters ihr ganzes Können zu entfalten. Geschäftsführer Heißbauer sieht die Aufnahme als „Visitenkarte“ des Klangkörpers.

Die Symphonie Nr. 9 (1893) – als „Aus der neuen Welt“ geläufig – verbindet böhmische und amerikanische Melodien mit Polka-Rhythmus und ursprünglichen Tänzen. Dvorăks Symphonische Variationen (1877) war zu seinen Lebzeiten seine best-rezensierte Tonschöpfung. Dennoch gibt es nur wenige Aufnahmen davon.

Abonnenten: positive Entwicklung

Weitere erfreuliche Entwicklungen verzeichnet das Symphonieorchester bei den Abonnentenzahlen. 1041 Abos – 47 mehr als im Vorjahr – konnten für den Konzertzyklus 2016/17 im Festspielhaus Bregenz verbucht werden. Die Abonnentenzahl für die Konzerte im Montforthaus Feldkirch hat mit 876 einen neuen Spitzenwert erreicht.

Rückblick und Vorschau

Ende Oktober begann die Konzertsaison. Neben den Auftritten im Montforthaus Feldkirch und im Festspielhaus Bregenz gab es zum Saisonauftakt Gastspiele im Konzerthaus Klagenfurt und im Angelika-Kauffmann-Saal in Schwarzenberg. Für Klagenfurt gibt es bereits eine Wiedereinladung in zwei Jahren.

2017 stehen weitere Gastspiele auf dem Terminkalender. Gemeinsam mit dem Kammerchor Feldkirch reist das Symphonieorchester am 10. März 2017 in den Kanton Glarus, Schweiz. Unter der Leitung von Benjamin Lack gelangt in Schwanden Haydns „Die Jahreszeiten“ zur Aufführung. Am 18. Mai 2017 tritt das Orchester gemeinsam mit Chefdirigent Gérard Korsten im Teatro Communale in Modena auf. Gespielt werden Werke von Haas, Mozart und Schubert.

Info: www.sov.at

Fact-Box:

Symphonieorchester Vorarlberg • Antonin Dvorăk

Gérard Korsten | Dirigent

Antonin Dvorăk: Symphonie Nr. 9 in e-moll op. 95, „Aus der Neuen Welt“ (1893)

Antonin Dvorăk: Symphonische Variationen op. 78

Live-Mitschnitt aus dem Montforthaus Feldkirch. Aufgenommen am 4. und 5. Dezember 2015

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: Dietmar Mathis/Symphonieorchester Vorarlberg
16.01.2017

Schuleinschreibung Neu – worauf Sie achten müssen

Schuleinschreibung Neu – worauf Sie achten müssen Schuleinschreibung Neu – worauf Sie achten müssen

Ein wesentliches Ziel der Bildungsreform ist es, allen Kindern einen guten Start in ein gemeinsames Schulleben zu ermöglichen. Das gelingt nur, wenn man in der Volksschule direkt an der Entwicklung aus dem Kindergarten anschließen kann. Mit der Schuleinschreibung Neu werden deshalb wichtige Informationen, die Eltern bereits im Kindergarten über die Entwicklung und die Kompetenzen ihres Kindes erhalten, an die VolksschulpädagogInnen weitergeleitet. Die Schulen haben erstmals die Möglichkeit, auf dem vorhandenen Wissensstand über die Interessen und Begabungen der Kinder aufzubauen.

Was ist neu?

Wertvolle Daten aus Sprachstandstests, Entwicklungsportfolios, Bildungsdokumentationen und künftig aus dem Bildungskompass werden von den Eltern zur Schuleinschreibung mitgebracht, damit DirektorInnen und PädagogInnen damit arbeiten können.

Neu ist auch, dass das Kind persönlich bei der Schuleinschreibung dabei sein muss. Nur so kann festgestellt werden, ob die Schulreife gegeben ist. Bei Bedarf können ExpertInnen wie z.B. von der Schulpsychologie, des ärztlichen Schuldienstes, Beratungs- und BetreuungslehrerInnen oder die Schulsozialarbeit beigezogen werden.

Die Schuleinschreibung kann auch in zwei oder mehreren Phasen erfolgen. Die administrative Aufnahme kann z.B. bereits im Wintersemester durchgeführt werden, die pädagogische Einschreibung aber erst zu einem späteren Zeitpunkt, um möglichst aktuelle Daten aus dem Kindergarten zur weiteren Planung nutzen zu können.

DirektorInnen bekommen mehr Zeit für die Schuleinschreibung: statt bisher fünf Monate vor Beginn der Hauptferien muss die Einschreibung jetzt erst vier Monate vorher abgeschlossen sein.

Startschuss in den Bundesländern

Im Jänner findet die Schuleinschreibung im Burgenland, Niederösterreich, der Steiermark und Wien statt. Wie bisher sind persönliche Dokumente wie Geburtsurkunde, Meldezettel und Staatsbürgerschaftsnachweis mitzubringen. Je nach Bundesland können darüber hinaus noch andere Dokumente erforderlich sein. Informationen darüber bekommen Sie beim zuständigen Landesschulrat bzw. Stadtschulrat oder direkt bei der Schule.

Die Aufnahme in die Volksschule läuft erstmals nach dem neuem Muster ab. Die rechtliche Grundlage wurde mit dem Schulrechtsänderungspaket geschaffen, das seit 1. September 2016 in Kraft ist.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
12.01.2017

Anteil der E-Pkw bei Neuwagen in Österreich drei Mal so hoch wie in Deutschland

Obwohl in Deutschland im Vorjahr eine Kaufprämie für E-Pkw eingeführt wurde, war in Österreich der Anteil der E-Pkw bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 dreimal so hoch Obwohl in Deutschland im Vorjahr eine Kaufprämie für E-Pkw eingeführt wurde, war in Österreich der Anteil der E-Pkw bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 dreimal so hoch

Obwohl in Deutschland im Vorjahr eine Kaufprämie für E-Pkw eingeführt wurde, war in Österreich der Anteil der E-Pkw bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 dreimal so hoch, macht der VCÖ aufmerksam. Die Zahl der neuzugelassenen E-Pkw hat sich im Vorjahr in Österreich mehr als verdoppelt. Während auf private Haushalte mehr Benziner als Diesel-Pkw zugelassen wurden, wurden insgesamt im Vorjahr mehr Diesel-Pkw gekauft. Fast 64 Prozent der Neuwagen wurde auf "juristische Personen" (Firmen, Betriebe, Organisationen) zugelassen, die zu mehr als 60 Prozent mit Diesel fahren. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, damit die Fahrzeuge beim Fahren auf der Straße sowohl bei den Schadstoffen als auch bei den CO2-Emissionen und dem Spritverbrauch jene Werte einhalten, die von den Herstellern angegeben werden.

Positiv sieht der VCÖ die deutliche Zunahme bei den E-Pkw. Mit 3.826 E-Pkw wurden im Vorjahr mehr als doppelt so viele batterieelektrische Pkw neu zugelassen als im Jahr 2015. "Mit 1,2 Prozent ist der Anteil der E-Pkw in Österreich mehr als dreimal so hoch wie in Deutschland mit 0,35 Prozent, wo die Kaufprämie für E-Autos ein Flop war", stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. Der VCÖ weist darauf hin, dass das Klimaabkommen von Paris bedeutet, dass spätestens im Jahr 2050 der Verkehr ohne Erdöl und damit ohne Benzin und Diesel funktionieren muss. Es bleiben noch 33 Jahre, um die Energiewende im Mobilitätsbereich zur Gänze umzusetzen.

Im Jahr 2016 kamen die Benzin- und Diesel-Pkw gemeinsam auf einen Marktanteil von 97,3 Prozent (nach 98,1 Prozent im Jahr 2015). Auch im Vorjahr wurden in Österreich mehr Diesel-Pkw (188.820) als Benziner (131.756) neu zugelassen, macht der VCÖ aufmerksam. Während bei den auf "juristische Personen", also Firmen, Betriebe, Organisationen, neu zugelassene Pkw fast zwei Drittel mit Diesel fahren, haben bei den von privaten Haushalten gekauften Neuwagen die Benziner die Nase leicht vorne. Jedoch wurden im Vorjahr nur 36,3 Prozent der Neuwagen von privaten Haushalten gekauft.

"Leider sind die neuen Diesel-Pkw beim Fahren auf der Straße bei weitem nicht so schadstoffarm wie die Herstellerangaben vermuten lassen", weist VCÖ-Experte Gansterer auf eine vergangene Woche veröffentlichte Studie des europäische Forschungsinsituts ICCT hin, das den Abgasskandal bei VW mit aufgedeckt hat. Demnach stoßen neue Diesel-Pkw der modernsten Abgasklasse EURO 6 beim Fahren auf der Straße im Schnitt doppelt so viele Stickoxide aus wie moderne Lkw. Der NOx-Grenzwert für neue Diesel-Pkw beträgt 80 Milligramm pro Kilometer, tatsächlich verschmutzen sie beim Fahren auf der Straße die Luft mit im Schnitt sechs Mal so hohen Stickoxidmengen.

Auch der reale Spritverbrauch der Neuwagen ist leider bei weitem nicht so gesunken, wie die Herstellerangaben vermuten lassen. Laut Herstellerangaben ist der Spritverbrauch der Neuwagenflotte bei Diesel von 6,2 Liter pro 100 Km im Jahr 2007 auf 4,7 Liter pro 100 km im Jahr 2016 zurückgegangen. Zur gleichen Zeit ist aber die Abweichung des tatsächlichen Spritverbrauchs der EU-Neuwagenflotte von 16 Prozent im Jahr 2007 auf mehr als 40 Prozent stark gestiegen. " Autokäufer, die den realen Spritverbrauch des alten Autos mit dem angegebenen Verbrauch des Neuwagens vergleichen und sich eine starke Verringerung der Spritkosten erwarten, erleben nach den ersten Fahrten eine böse Überraschung. Im Schnitt kostet der Mehrverbrauch mehrere hundert Euro im Jahr an zusätzlichen Spritkosten und zusätzlich wird die Umwelt mit mehr klimaschädlichem CO2 belastet", macht VCÖ-Experte Gansterer auf die Folgen aufmerksam. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, damit die Fahrzeuge beim Fahren auf der Straße sowohl bei den Schadstoffen als auch bei den CO2-Emissionen und dem Spritverbrauch jene Werte einhalten, die von den Herstellern angegeben werden.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
11.12.2016

Prognosen für alle Fälle

Dass die Nachfrage nach regionalen Wettervorhersagen rasant steigt, zeigt, wo der wunde Punkt liegt. Die Prognosen werden in Zukunft dank einer sich top entwickelnden Technik noch genauer werden. Das wird uns in der Anpassung an den Klimawandel helfen, aber nicht retten. Dass die Nachfrage nach regionalen Wettervorhersagen rasant steigt, zeigt, wo der wunde Punkt liegt. Die Prognosen werden in Zukunft dank einer sich top entwickelnden Technik noch genauer werden. Das wird uns in der Anpassung an den Klimawandel helfen, aber nicht retten.

Wie empfindlich Bevölkerung und Infrastruktur auf den Klimawandel reagieren, zeigt sich bereits in der Tatsache, dass Wetterdienste weltweit extrem boomen.

Es hat nicht nur mit den körperlichen und emotionalen Empfindlichkeiten jedes Einzelnen zu tun, dass sich die Mehrzahl der Menschen fürs Wetter interessiert. Vielmehr ist es so, dass das Wetter unser gesamtes Leben beeinflusst. Die Anpassung an das sich ändernde Klima betrifft maßgebliche Bereiche unserer Gesellschaft:

Wasserversorgung, Land- und Forstwirtschaft, das Wohnen, die Mobilität, die Wirtschaft, die Energieversorgung und nicht zuletzt den Schutz vor Gefahren wie Hochwasser. Deshalb gilt der Klimawandel zu Recht als eine der größten Herausforderungen. Trotz aller Abkommen und Versprechen, egal, ob in Paris oder zuletzt in Marrakesch:

Derzeit sieht es so aus, als würde sich die Erde eher um drei Grad erwärmen als nur um zwei Grad. Das sind keine guten Nachrichten. Optimist ist der, der hofft, dass das Paris-Abkommen trotz Trump, der den Klimawandel als eine Erfindung der Chinesen bezeichnete und dessen Position unklar und wechselnd ist, überleben wird – schlicht aus dem Grund, dass zu viele andere Länder schon zu viel investiert haben. Wie empfindlich die Bevölkerung und Infrastruktur auf den bereits stattfindenden Klimawandel reagieren, wurde bis dato gerne übersehen bzw. verdrängt. Mehr Hitzetage, schrumpfende Gletscher, mehr starke Niederschläge werden die Folgen der globalen Erwärmung für Österreich sein. Der Alpenraum ist von der Klimaänderung dabei doppelt so stark betroffen wie das globale Mittel. Dass die Nachfrage nach regionalen Wettervorhersagen rasant steigt, zeigt, wo der wunde Punkt liegt. Die Prognosen werden in Zukunft dank einer sich top entwickelnden Technik noch genauer werden. Das wird uns in der Anpassung an den Klimawandel helfen, aber nicht retten.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von LIANE PIRCHER
20.11.2017

VKI: VW soll Garantieerklärung abgeben

VW soll Garantieerklärung abgeben VW soll Garantieerklärung abgeben

Mitte September 2015 hat Volkswagen (VW) eingestanden, bei Dieselmotoren der Marken VW, Audi, SEAT und Skoda mit Hilfe einer unzulässigen Motorsteuerungssoftware manipuliert zu haben, um den Stickstoffausstoß bei Abgastests zu senken. VW versprach eine kostenlose Umrüstung der Fahrzeuge und postulierte dabei immer wieder, dass den VW-Kunden nach den Software-Updates keine Nachteile entstehen würden.

An den VKI wurden jedoch immer wieder Beschwerden über Folgeprobleme nach dem Update herangetragen. Deshalb startete der VKI eine interne Umfrage unter den mittlerweile 27.000 VKI-Teilnehmern, die sich von VW aufgrund der Betrugssoftware geschädigt fühlen. Mit der Umfrage wollte der VKI eruieren, ob den betroffenen Fahrzeughaltern nach der Umrüstung negative Veränderungen im Gebrauch des Fahrzeuges aufgefallen waren.

Letzte Woche teilte der VKI mit, dass von den 9000 Fahrzeughaltern, die das Update bereits durchführen ließen, rund 3600 über negative Veränderungen berichtet haben, die sie nach der Umrüstung an ihrem Fahrzeug feststellten. Dazu zählten etwa erhöhter Kraftstoffverbrauch, Leistungseinbrüche im unteren oder oberen Drehzahlbereich, ein Ruckeln/Nageln des Motors, Probleme mit dem Abgasrückführungssystem, eine schnellere Verrußung des Partikelfilters, eine erhöhte Geruchsbildung oder ein massives Gebläse. Die beschriebenen Probleme sind aus technischer Sicht zum Teil auch durchaus nachvollziehbar.

Seitens des VW-Generalimporteurs Porsche Austria werden derartige Folgen aber bestritten. Der Generalimporteur beruft sich dabei auf das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Dieses hätte für alle freigegebenen Modelle bestätigt, dass mit der Umsetzung der Maßnahme hinsichtlich Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionen, Motorleistung und maximales Drehmoment sowie Geräuschemissionen keine Nachteile verbunden sind.

„Wenn dies zutreffend ist, dann kann VW problemlos eine umfassende Garantieerklärung abgeben. Die betroffenen Verbraucher hätten dann Sicherheit, dass ihnen durch die Umrüstung keine Nachteile entstehen. Wir haben daher alle Aktionsteilnehmer aufgefordert, sich mit einem entsprechenden Schreiben an VW zu richten“, berichtet Mag. Thomas Hirmke, Leiter des Bereichs Recht im VKI. Auch allen Betroffenen, die bisher nicht an der Sammelaktion teilnehmen, ist zu empfehlen, eine derartige Garantieerklärung zu fordern.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
12.10.2017

"die umweltberatung" gibt Tipps zum Fensterdichten

Das Dichten selber ist einfach - Kante reinigen, Dichtungsband aufkleben und fertig. Das Dichten selber ist einfach - Kante reinigen, Dichtungsband aufkleben und fertig.

Undichte Fenster bringen hohe Energieverluste und die Zugluft senkt den Wohnkomfort enorm. „Sobald wir Zugluft verspüren, brauchen wir viel höhere Raumtemperaturen, um uns wohl zu fühlen. Und höhere Temperaturen bedeuten mehr Heizkosten. Darum ist es wichtig, die Zugluft durch Fenstersanierung zu verringern“, erklärt Sabine Vogel, Energieberaterin von "die umweltberatung".

Window = Windauge

Schon gewusst? Das englische Wort window hat sich aus „vindauga“, also Windauge entwickelt. Das bringt gut zum Ausdruck, dass Fenster die „Augen“ eines Hauses sind – durch sie wird der Blick ins Freie möglich und sie lassen frische Luft und Wind ins Haus.

Fensterdichten selbst gemacht

Wenn die Fenster nicht gut schließen, lässt sich das bei neueren Fenstern oft mit einem Inbusschlüssel selbst einstellen.

Bei den meisten Fenstern ist eine Sanierung mit Dichtungsbändern möglich. Es gibt diese in unterschiedlichen Breiten und Dicken – je nach Fugenbreite und Spalt. Das Dichten selber ist einfach - Kante reinigen, Dichtungsband aufkleben und fertig. Auch bei zugigen Fenstern und Türen zum kühleren Stiegenhaus ist das Abdichten sinnvoll. Türspalten am Boden werden mit Zugluftstoppern oder Türdichtschienen aus dem Baufachhandel abgedichtet. Es hilft auch einfach eine dicke, zusammengerollte Decke davorzulegen.

Kastenfenster: immer innen dichten

Kastenfenster müssen nicht unbedingt getauscht werden. Gut schließend mit einer guten Dichtung sind sie ein gut funktionierendes, bewährtes System. Die Dichtung wird bei Kastenfenstern am Innenflügel angebracht, damit die feuchte Luft zwischen den Fenstern nach außen entweichen kann. Eingesperrte Kondensfeuchte kann das Holz schädigen und zu Schimmel oder Moder führen. Wenn die Außenflügel wegen zu großer Fugen auch abgedichtet werden müssen, sollte diese Dichtung weniger dicht als an den Innenflügeln sein bzw. an einer Kante fehlen. Geringe Feuchtigkeitsmengen können so nach außen entweichen.

Leider halten aufgeklebte Dichtungsbänder nicht ewig und sind daher an stark benutzten Stellen meist jährlich zu erneuern. Länger halten eingefräste Hohlprofildichtungen von Tischlereien, die auf Kastenfenstersanierung spezialisiert sind. Eine weitere langhaltende Lösung ist das Anbringen von Aluschienen mit dauerelastischen Dichtungen. Dieses Dichtungssystem wird an der Fensterlaibung bzw. am Rahmen montiert, statt direkt am Fensterflügel.

Richtig lüften

Je dichter die Fenster sind, desto mehr muss aktiv durch vollständiges Öffnen gelüftet werden. In der Heizsaison die Fenster auf keinen Fall kippen! Im Raum entstehende Luftfeuchtigkeit wird an den kältesten Stellen wieder flüssig – zum Beispiel an der Glasscheibe des Fensters, in Raumecken oder hinter Kästen an Außenwänden. An diesen feuchten Stellen besteht Schimmelgefahr. Um Schimmel vorzubeugen, ist regelmäßiges Lüften bei weit geöffneten Fenstern notwendig. Ein Hygrometer zur Kontrolle der Luftfeuchtigkeit kostet wenig und erinnert an rechtzeitiges Lüften. Die Luftfeuchtigkeit im Raum sollte 60 Prozent nicht übersteigen.

Infoblatt und Energieberatung

Das Infoblatt „Fenstersanierung“ kann auf www.umweltberatung.at/fenstersanierung kostenlos heruntergeladen werden.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
inhalt
inhalt
inhalt
inhalt
inhalt
inhalt
27.09.2017

Aktuelle Umfrage: Leistbares Wohnen?

Die Mehrheit der Österreicher (58 Prozent) nimmt wahr, dass der Anteil der Wohnkosten am Haushaltsbudget in den letzten fünf Jahren gestiegen ist. Die Mehrheit der Österreicher (58 Prozent) nimmt wahr, dass der Anteil der Wohnkosten am Haushaltsbudget in den letzten fünf Jahren gestiegen ist.

Die Mehrheit der Österreicher (58 Prozent) nimmt wahr, dass der Anteil der Wohnkosten am Haushaltsbudget in den letzten fünf Jahren gestiegen ist. 21 Prozent sprechen sogar von einem starken Anstieg der Wohnkosten. Dies gilt vor allem für die Bundeshauptstadt Wien sowie für Österreicher mit Pflichtschulabschluss oder einem Haushaltsnettoeinkommen unter 2.000 Euro. Die Hälfte der Befragten gibt an, sich bei anderen Ausgaben bewusst einzuschränken, um sich das Wohnen leisten zu können. Das gilt besonders stark für Single-Haushalte.

Besorgt sind die Österreicher beim Blick aufs „große Ganze“: 88 Prozent stimmen der Aussage zu, dass sich „durch die Entwicklung der Immobilienpreise viele Österreicher das Wohnen bald nicht mehr leisten können.“ Vor allem die Wiener und Tiroler sehen dies so. Dementsprechend wünschen sich 9 von 10 (92 Prozent), und dies unabhängig vom eigenen Haushaltsnettoeinkommen, dass Staat und Gemeinden in Vorlage treten und sich bemühen, dass Wohnen leistbar bleibt oder leistbarer wird, Frauen mehr als Männer (96 versus 89 Prozent).

In Bezug auf die eigene Wohnsituation zeigen sich die Österreicher aber optimistisch: 9 von 10 denken, dass sie sich die aktuelle Bleibe auch zukünftig leisten können (46 Prozent sicher, 44 Prozent eher schon). In Wien sind sogar 95 Prozent „frohen Mutes“. Es sind eher die Jungen und die Frauen, die sich hier ängstlicher zeigen. Ein Fünftel der jungen Generation der 18- bis 29-Jährigen stimmt überdies der Aussage „Ich habe große Angst, dass ich mir Wohnen künftig nicht mehr leisten kann“ sehr zu, bei den Frauen liegt der Anteil bei 15 Prozent.

Können sich die Österreicher ein Eigenheim noch leisten?

Ob man in Österreich eine leistbare Wohnung findet, wenn man eine solche sucht - diese Frage polarisiert die Österreicher. 44 Prozent stimmen der Aussage sehr oder eher zu, 56 Prozent eher nicht oder überhaupt nicht. Vor allem die Wiener, Salzburger und Tiroler, in den Bundesländern mit höheren Immobilienpreisen, zeigen sich hier weit kritischer als Restösterreich. Was die Leistbarkeit oder Nicht-Leistbarkeit eines Eigenheimes anlangt, ist man sich einigermaßen einig: 81 Prozent finden, dass man sich als Normalsterblicher den Kauf eines Eigenheimes praktisch nicht mehr leisten kann. Auch hier zeigen sich Wiener und Tiroler kritischer als der Bundesschnitt.

Dies ist ein Thema, das die Österreicher bewegt: Immerhin 72 Prozent wünschen sich eigene vier Wände, vor allem Familien (82 Prozent), sowie Steirer und Tiroler (85 Prozent) und Niederösterreicher (80 Prozent). In Wien ist der Wunsch nach dem Eigenheim traditionell schwächer ausgeprägt (51 Prozent). Für mehr als die Hälfte der Österreicher (55 Prozent) gehört der Bau oder Kauf einer Immobilie zu einem gelungenen Leben dazu, besonders für die jüngeren und für die älteren Generationen.

Über die Umfrage:

Für die Umfrage hat das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Integral im Auftrag von ImmobilienScout24 1.000 Österreicher/innen zwischen 18 und 69 Jahren im September 2017 bevölkerungsrepräsentativ in einer Onlineumfrage befragt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
11.12.2016

Pestizid-Cocktail bei Mandarinen, Orangen und Zitronen gefunden

Zitrusfrüchte gehören zu den Obstsorten mit der höchsten Pestizid-Belastung Zitrusfrüchte gehören zu den Obstsorten mit der höchsten Pestizid-Belastung

Zitrusfrüchte gehören zu den Obstsorten mit der höchsten Pestizid-Belastung. Bei allen getesteten konventionellen Proben wurden Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden, in 95% der Fälle sogar Mehrfachrückstände. Dr. Waltraud Novak, Pestizid-Expertin bei GLOBAL 2000 zu den Test-Ergebnissen: „Das ist ein richtiger Pestizid-Cocktail und über die Wechselwirkungen von Pestiziden ist noch sehr wenig bekannt, die Wirkstoffe können sich gegenseitig beeinflussen und auch verstärken. Zitrusfrüchte können viel sauberer produziert werden.“

Der Großteil der Rückstände befindet sich bei Zitrusfrüchten auf der Schale, welche normalerweise nicht verzehrt wird. Doch gerade in der Advent-Zeit wird die Schale oft doch verwendet, sei es in Keksen, im Punsch oder in Marmeladen.

Wegen dieser speziellen Situation gibt es die gesetzliche Vorschrift, dass Ware, die nach der Ernte mit Pestiziden behandelt wurde, gekennzeichnet werden muss. „Bei vielen der sogenannten Nachernte- oder Schalenbehandlungsmittel gibt es Hinweise, dass sie krebserregend oder fortpflanzungsschädigend sein könnten“, erklärt Novak. „So ist zum Beispiel das am häufigsten gefundene Nacherntebehandlungsmittel Imazalil von der EU als 'wahrscheinlich krebserregend' eingestuft. KonsumentInnen müssen allerdings lange suchen, bis sie vielleicht irgendwo im Kleingedruckten die Aufschrift 'konserviert mit Imazalil, o-Phenylphenol, Propiconazol usw' finden“. Oft ist eine derartige Kennzeichnung aber gar nicht zu finden: Beim GLOBAL 2000 Test wurden in neun Produkten Nacherntebehandlungsmittel nachgewiesen, obwohl weder im Regal noch auf der Verpackung Hinweise auf eine Behandlung nach der Ernte ersichtlich war.

Nur Bio Zitrus-Schalen essen oder verarbeiten!

Auch die Kennzeichnung 'Schale zum Verzehr geeignet' ist noch lange keine Garantie dafür, dass die Schale frei von Pestiziden ist. Denn in der Produktion werden trotzdem Pflanzenschutzmittel eingesetzt, und diese sind dann auch auf der Schale zu finden. So wurden in Früchten, die mit 'Schale zum Verzehr geeignet' oder 'unbehandelt' gekennzeichnet waren, trotzdem bis zu drei verschiedene Pestizid-Wirkstoffe nachgewiesen. Wirklich sicher sind nur Früchte aus biologischem Anbau. „Alle zwölf von uns getesteten Bio-Proben waren völlig frei von Pestizid-Rückständen“ ist Novak erfreut. „In der biologischen Landwirtschaft dürfen keine chemisch-synthetischen Pestizide eingesetzt werden, deshalb empfehlen wir, wenn die Schale von Zitrusfrüchten zum Kochen und Backen verwendet wird, nur Bio-Früchte zu kaufen“.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
16.01.2017

Obergrenzen sind zu wenig

TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel"von Alois Vahrner TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel"von Alois Vahrner

Vor zwei Jahren, als die Flüchtlingswelle in ungeahnter Dimension über Europa hereinbrach, scheiterte die EU, nein genauer die Mitgliedsstaaten, an einer halbwegs solidarischen Lösung. Österreich tat sich neben Deutschland und Schweden als besonders human hervor. Die ursprünglich von verschiedener Seite, aber vor allem von Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel proklamierte Willkommenskultur wurde rasch von der Einsicht abgelöst, dass sich die offenen Länder selbst überforderten bzw. überfordern würden, wenn der Zustrom nicht kräftig gedrosselt würde.

Österreich mit Außenminister Kurz schloss de facto die Balkanroute und führte nach einem sinnlosen politischen Eiertanz um Namen und genaue Zahl eine Asyl-Obergrenze ein. Ein ähnliches Schauspiel wird uns hoffentlich heuer erspart, zumal eine Einigung nicht fern scheint. Die ÖVP will eine Halbierung, SPÖ-Kanzler Kern ebenfalls eine deutliche Herabsetzung. In Deutschland lehnt Merkels CDU eine Obergrenze vorerst trotz des Drucks der bayrischen CSU ab – was bei der Bundestagswahl nur der extrem rechten AfD nutzen wird.

Soll Integration gelingen (und das ist sie auch bei teils schon sehr lange im Land lebenden Immigranten noch immer nicht) und eine weitere Spaltung der Gesellschaft verhindert werden, dann braucht es Bereitschaft auf beiden Seiten, den Einheimischen, aber noch mehr den Zuwanderern. Und viel klarere, ja ultimative Vorgaben des Staates, was er von Einwanderern verlangt – von Deutschkenntnissen angefangen bis zur wirklichen Akzeptanz aller demokratischen Freiheitswerte bis zur Gleichstellung der Frauen. Und all jenen, die den Rechtsstaat mit Füßen treten und ausnützen, muss der Staat (im Bedarfsfall mit neuen Gesetzen) eine viel entschiedenere Antwort geben.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Ggia - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0 / Quelle:
28.12.2016

Neuerungen im österreichischen Straßenverkehr ab 2017

Neuerungen im österreichischen Straßenverkehr ab 2017 Neuerungen im österreichischen Straßenverkehr ab 2017

Alkolocks, Radarfotos für andere Delikte, Änderungen für Führerschein-Neulinge

Mit dem Jahreswechsel wird gerne ins nächste Jahr geblickt. Doch nur wenige Neuerungen für Autofahrer treten definitiv mit dem Jahreswechsel in Kraft. Einige Novellen sind aber schon jetzt bekannt oder absehbar, sodass der ÖAMTC einen Überblick über zu erwartende Änderungen des Jahres 2017 bieten kann. Gleichzeitig ist der Jahreswechsel ein guter Anlass, sich die eine oder andere Neuerung des vergangenen Jahres in Erinnerung zu rufen (Detailinfos unter www.oeamtc.at/recht).

Hier die absehbaren Neuerungen für 2017:

Radarfotos als Beweis für bestimmte Delikte

Ab dem bisher noch unbekannten Tag nach der Kundmachung der 28. StVO-Novelle dürfen Fotos aus bildgebenden Überwachungsverfahren auch für die Bestrafung folgender Delikte verwendet werden: Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung, unerlaubte Personenbeförderung, Nichtanlegen des Sicherheitsgurts, mangelnde Kindersicherung, Nichttragen eines Schutzhelmes, Beförderung einer unzulässigen Anzahl von Personen auf einem Motorrad oder Motorfahrrad.

Verhinderung der Weiterfahrt nach IG-L-Geschwindigkeitsüberschreitungen

Bei Überschreitungen einer nach dem IG-L verordneten Höchstgeschwindigkeit soll es zukünftig Zwangsmaßnahmen zur Verhinderung der Weiterfahrt geben, z. B. Abnahme der Fahrzeugschlüssel oder Anbringung von Radklammern. Ob dafür eine bestimmte Mindestüberschreitung Voraussetzung sein wird, ist noch in Diskussion.

Alkohol-Wegfahrsperre "Alkolocks"

Ein alternatives Bewährungssystem für alkoholauffällige Lenker soll mit 1. September 2017 in einen fünfjährigen Probebetrieb gehen. Wer sich freiwillig ein Alko-Testgerät in sein Fahrzeug einbauen lässt und an Mentoring-Gesprächen teilnimmt, kann sich die Hälfte der Führerschein-Entziehungszeit ersparen.

Änderungen für Führerschein-Neulinge

Ab 1. Juli 2017 dauert die Probezeit für jeden Fahranfänger künftig drei Jahre ab Erteilung der Lenkberechtigung. Das gilt nun auch einheitlich für L17-Fahranfänger. Die Probezeit verlängert sich nun auch um ein Jahr, wenn ein Lenker in der Probezeit wegen der Benützung eines Mobiltelefons beanstandet wird. In dem Fall ist auch eine (kostenpflichtige) Nachschulung zu absolvieren.

Mopedausbildung

Ab 1. März 2017 darf die Mopedausbildung frühestens zwei Monate vor dem 15. Geburtstag begonnen werden (bisher 6 Monate). Der Mopedführerschein ist wie bisher frühestens zum 15. Geburtstag auszustellen. Voraussichtlich ab Jahresmitte soll die Mopedprüfung modernisiert werden – ein Computer-Test wird den Multiple Choice-Test auf dem Papier ersetzen.

Ankaufsförderung für E-Autos

Ab März 2017 können österreichweit Prämien beim Kauf von Elektrofahrzeugen sowie Unterstützungen für den Aufbau von E-Ladestationen beantragt werden. Details unter http://www.oeamtc.at/portal/4-000-euro-ankaufpraemie+2500+1661483

Verlängerung der "Spritpreisverordnungen"

Die beiden Spritpreisverordnungen werden bis zum 31.Dezember 2019 verlängert: Damit sind Preiserhöhungen bei den Kraftstoffen an Tankstellen nur einmal täglich, um 12 Uhr, erlaubt. Preissenkungen sind zu jedem Zeitpunkt möglich. Die Tankstellenbetreiber müssen ihre Preise weiterhin an den offiziellen Spritpreisrechner melden. Konsumenten können sich in der ÖAMTC-App über die günstigsten Tankstellen in ihrer Nähe informieren.

Neuer Testzyklus für Kfz-Typengenehmigungen

Ab 1. September 2017 muss die Typisierung von neuen Pkw nach dem neuen Testzyklus WLTP erfolgen. Demnach wird der gemessene Spritverbrauch nach einem neuen realitätsnäheren Verfahren gemessen (VO (EU) 2016/427). Die Besteuerung soll weiterhin auf den Werten des bisherigen Normverbrauchszyklus NEFZ aufbauen.

Hinzurechnungsbetrag ("Sachbezug") bei Privatnutzung eines Dienstwagens

Ab 1. Jänner 2017 wird der CO2-Grenzwert für neu angeschaffte Dienstwagen, die privat genutzt werden, auf 127g/km gesenkt. Bis zu dieser Grenze sind wie bisher monatlich 1,5 Prozent der Anschaffungskosten (max. 720 Euro) als Sachbezug anzusetzen. Wird der Grenzwert überschritten, sind monatlich 2 Prozent (max. 960 Euro) anzusetzen. Für bestehende Dienstwagen sowie Dienstwagen, die vor 2017 erstmals zum Verkehr zugelassen wurden, gilt weiterhin der Grenzwert von 130g/km.

Sondervorschrift für E-Fahrzeuge

Ab 1. März 2017 können elektrisch betriebene Gütertransporter bis 4.250 kg (wegen schwerer Batterien) mit dem B-Führerschein gelenkt werden (vorerst auf fünf Jahre befristet). Voraussetzung ist die fünfstündige Zusatzausbildung mit Eintrag des Code 120 im Führerschein.

Neue Zusatztafel

Eine Zusatztafel mit dem Symbol eines Steckers besagt, dass an dieser Stelle das Halten und Parken nur für E-Fahrzeuge zum Stromtanken erlaubt ist.

Preiserhöhungen Vignette, Sondermauten, Parkgebühren

Durch die Anpassung an den harmonisierten Verbraucherpreisindex wurden die Preise für die Autobahn-Vignette um 0,8 Prozent erhöht. Inflationsbedingt werden einige Tarife für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht auf den Sondermautstrecken erhöht. In Wien und Klagenfurt steigen die Parkgebühren.

Digitale Vignette bringt auch Vorteile für Wechselkennzeichen

Voraussichtlich bereits ab Dezember 2017 wird die digitale Vignette – wahlweise zur Klebevignette – eingeführt. Aufgrund der automatischen Kennzeichenerfassung entfällt der Kauf einer zweiten Vignette bei Wechselkennzeichen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
13.05.2017

Kern attackiert ÖVP und Sebastian Kurz

SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern skizziert im ÖSTERREICH-Interview (Sonntagsausgabe) seine Pläne und kritisiert ÖVP sowie Sebastian Kurz scharf. SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern skizziert im ÖSTERREICH-Interview (Sonntagsausgabe) seine Pläne und kritisiert ÖVP sowie Sebastian Kurz scharf.

Über einen gemeinsamen Neuwahlantrag mit der ÖVP sagt er: „Für mich ist im Moment eines wichtig: Finden wir Mehrheiten für die vereinbarten Maßnahmen. Es steht ja viel an - Bildungsreform, Senkung der Lohnnebenkosten, die 20.000 neuen Jobs für ältere Langzeitarbeitslose, die Steuerentlastung für die Mittelschicht. Da können und werden wir jetzt nicht Monate warten, nur weil Sebastian Kurz nicht mehr will. Die Situation stellt sich ja wie folgt dar:

einer bekommt Neuwahlen - und 350.000 Menschen, die unter 1.500 Euro monatlich verdienen, bekommen keinen Mindestlohn. Einer bekommt Neuwahlen und 20.000 Menschen über 50, die seit einem Jahr oder länger auf einen Job warten, bekommen wieder keine Chance.“

Auf die Frage, ob er bei einem Neuwahlantrag die ÖVP-Minister entlassen werde, meinte Kern: „Ich habe gelernt, dass in der Politik die Dinge etwas anders laufen: in einem Unternehmen wäre es undenkbar, dass ein leitender Angestellter sagt: Ich will hier nicht mehr arbeiten, aber die nächsten fünf Monate will ich weiter alle Benefits - vom Dienstauto zum Sekretariat. Mein Angebot an Sebastian Kurz und die ÖVP war weitreichend. Dieses Angebot wurde ausgeschlagen. Aber hier geht es nicht um einen egoistischen Poker -hier geht es um Österreich. Und mit unserem Land und seinen Menschen spielt man nicht“.

Über eine mögliche Neuauflage von Rot-Schwarz meinte der Kanzler:

„Für mich ist viel vorstellbar - aber entscheidend ist: wem ist das Land das große Anliegen? Da werden wir schauen, wer nach den Wahlen der richtige Partner ist.“.

Empört zeigte sich der Kanzler, dass die ÖVP seinen Sohn Niko Kern scharf angriff: „Die ÖVP hat meinen Sohn zum Regierungs-Stürzer hochhysterisiert und ihn auf das Cover von Zeitungen gezerrt. Ich finde es letztklassig, wenn manche jetzt glauben, im Wahlkampf meine Familie angreifen zu können. Das ist niveaulos und unanständig.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: SPÖ Presse und Kommunikation, CC BY-SA 2.0
06.05.2017

Sozialistische Jugend fordert Legalisierung und staatlich lizenzierten Handel mit Cannabis

Am heutigen Hanfwandertag in Wien fordert Sozialistische Jugend Legalisierung und staatlich lizenzierten Handel mit Cannabis Am heutigen Hanfwandertag in Wien fordert Sozialistische Jugend Legalisierung und staatlich lizenzierten Handel mit Cannabis

„Das Verbot von Cannabis-Konsum in Österreich führt sich ad absurdum“, so Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend, anlässlich des heutigen Hanfwandertages. Eine Studie der MedUni Wien zeigte, dass rund jedeR 5. Studierende regelmäßig Cannabis konsumiert, unter Jugendlichen ist es jedeR 10. „Die aktuelle Politik zwingt KonsumentInnen bloß in den Schwarzmarkt. Das birgt gesundheitliche Gefahren und erhöht die Chancen mit härteren Drogen in Kontakt zu kommen“, mahnt Herr. Die Sozialistische Jugend fordert daher seit Jahren mit ihrer Kampagne „Lieber bekifft ficken als besoffen fahren“ eine Legalisierung.

Für Herr könnten die Gelder, die aktuell in den Kampf gegen den blühenden illegalen Markt für Cannabis gesteckt werden, viel sinnvoller verwendet werden: „Ein Handel über staatlich lizenzierte Stellen garantiert nicht nur eine hohe Qualität, sondern ermöglicht auch zusätzliche Steuereinnahmen!“ Diese Mittel sollten in die Suchtprävention investiert werden. „Prävention hilft hier viel besser als ein Verbot. Außerdem kann so auch dem hohen Alkohol- und Nikotinkonsum entgegengewirkt werden, der österreichweit viel mehr Schaden anrichtet!“, so Herr.

Herr blickt hierzu auch über den Atlantik: in einigen US-Bundesstaaten ist die Legalisierung bereits vollzogen, Kanada zieht bald nach. „Die USA war das Land der Prohibition und hat einst den ‚War on Drugs‘ ausgerufen. Die Folge waren und sind bis heute überfüllte Gefängnisse und zerstörte Familien. Heute haben die ersten Regionen ihre Schlüsse gezogen und gehen einen anderen Weg“, meint Herr und fordert auch von der österreichischen Politik mutige Schritte zu einem neuen, progressiven Umgang mit Drogen. „Es braucht keine Verbote, kein Anheben der Altersgrenze beim Rauchen oder ähnliche restriktive Maßnahmen. Möglichst frühe Aufklärung bringt sich mehr!“, so Herr abschließend.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Jorge Barrios - Own work, Public Domain
28.12.2016

VCÖ: Spritverbrauch bereits um 42 Prozent höher als angegeben

Spritverbrauch bereits um 42 Prozent höher als angegeben Spritverbrauch bereits um 42 Prozent höher als angegeben

Am Papier werden Neuwagen immer spritsparender und haben stark sinkende CO2-Emissionen. Die Realität auf der Straße schaut jedoch komplett anders aus, wie der heute veröffentlichte T&E;Bericht zeigt. Laut Herstellerangaben verursachten die im Vorjahr in der EU verkauften neuen Diesel-Pkw 119 Gramm CO2 pro Kilometer, tatsächlich emittierten sie beim Fahren auf der Straße 170 Gramm CO2, das sind um 43 Prozent mehr. Statt angegebenen 4,5 Liter pro 100 Kilometer betrug der Durchschnittsverbrauch 6,4 Liter. „Die Diskrepanz zwischen Sein und Schein wird immer größer. Autofahrerinnen und Autofahrer werden hinters Licht geführt, der Umwelt wird zusätzlicher Schaden zugefügt“, stellt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen fest. Seit dem Jahr 2006 hat sich die Differenz zwischen Herstellerangaben und tatsächlichem Verbrauch von 14 Prozent auf 42 Prozent verdreifacht.

In Österreich wurden im Vorjahr 308.555 Pkw neu zugelassen, davon 179.822 Diesel-Pkw. Der VCÖ verdeutlicht, was die wachsende Differenz zwischen Herstellerangaben und tatsächlichem Verbrauch für Österreich bedeutet. Laut Statistik Austria werden mit einem Diesel-Pkw im Schnitt 14.300 Kilometer pro Jahr gefahren. Ein Mehrverbrauch von 1,9 Liter pro 100 Kilometer bedeutet einen zusätzlichen Spritverbrauch von 270 Liter pro Jahr und für das heurige Jahr zusätzliche Spritkosten von rund 300 Euro. Die Umwelt wird mit zusätzlich 700 Kilogramm CO2 belastet, macht der VCÖ aufmerksam. Auch bei Benzin-Pkw beträgt in der EU die Abweichung im Schnitt 1,9 Liter pro 100 Kilometer. Benzin-Pkw werden in Österreich im Schnitt 9.700 Kilometer pro Jahr gefahren, der jährliche Mehrverbrauch beträgt damit im Schnitt rund 185 Liter, was zusätzlich 430 Kilogramm CO2 und zusätzliche Spritkosten im heurigen Jahr von 220 Euro verursacht.

Auf die im Jahr 2015 in Österreich neu zugelassenen Pkw bezogen, verursacht die Differenz zwischen Herstellerangaben und tatsächlichem Verbrauch zusätzlich rund 180.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Dadurch, dass Hersteller den Verbrauch der Pkw nicht für das Fahren auf der Straße verringern, sondern lediglich für die Tests im Labor, werden viele Klimaschutzmaßnahmen anderer Bereiche wieder zunichte gemacht. „Immer wieder wird versucht, die Schuld für den wachsenden Unterschied zwischen Herstellerangaben und tatsächlichem Spritverbrauch den Autofahrern zu geben. Es liegt aber nicht am Fahrverhalten, dass diese Schere immer weiter auseinander geht, sondern an den Autoherstellern“, betont VCÖ-Expertin Rasmussen.

Der VCÖ und sein Dachverband Transport & Environment fordern ein verschärftes Vorgehen der Behörden auf EU-Ebene und der einzelnen Mitgliedstaaten. Neben klareren Vorgaben für die Hersteller braucht es auch strengere Kontrollen. „Nachdem Autohersteller offenbar nicht freiwillig den tatsächlichen Spritverbrauch der Fahrzeuge im nötigen Ausmaß reduzieren möchten, muss die Politik mit klareren Vorgaben, Regeln und strengen Kontrollen nachhelfen“, betont VCÖ-Expertin Rasmussen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn

ganz nach oben

RSS Feeds dbn - Du bist Nachrichten RSS: WienNiederösterreichOberösterreichBurgenlandSteiermarkKärntenSalzburgTirolVorarlberg

Über dbn ImpressumKontakt Häufige Fragen & Antworten Leserbrief

 

 

Die Artikel auf dbn.at werden von einem wirtschaftlich und politisch unabhängigen Redaktionsteam und teilweise auch von autorisierten Benutzern veröffentlicht.

Die Platzierung, Reihung, Veröffentlichungsdauer und eine eventuelle Löschung der Artikel wird ausschließlich von den Lesern durch direkte und indirekte Bewertungen bestimmt.

© 2008 -2017 dbn.at



Danke für Ihre Meinung zu diesem Artikel!

Sie haben dadurch die Platzierung und die Veröffentlichungsdauer des Artikels aktiv beeinflusst.

Laden Sie Ihre Freunde und Bekannte ein, auch ihre Meinung abzugeben!