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04.10.2020

Corona: Polizei kontrollierte 6.000 Lokale und Veranstaltungsstätten

Corona: Polizei kontrollierte 6.000 Lokale und Veranstaltungsstätten Corona: Polizei kontrollierte 6.000 Lokale und Veranstaltungsstätten

Innenminister Karl Nehammer kündigte eine Null-Toleranz-Linie beim Überschreiten der Sperrstunden an. Die Polizei kontrollierte daher bei Schwerpunktaktionen auch an diesem Wochenende Lokale und Veranstaltungsstätten in ganz Österreich: 3.038 in der Nacht von Freitag auf Samstag, 2.961 von Samstag auf Sonntag. „Polizistinnen und Polizisten waren auch an diesem Wochenende mit Bediensteten von Bezirksverwaltungs- und Gesundheitsbehörden unterwegs und führten 5.999 Kontrollen durch“, sagt Innenminister Karl Nehammer am 4. Oktober 2020 in Wien. „Die Einhaltung der Sperrsunde hat gut funktioniert, es hat im Zuge der Kontrollen 108 Anzeigen gegeben, davon 49 in Wien“, ergänzt er.

Der Innenminister appelliert an Betreiber von Gastgewerbebetrieben und Veranstaltungsstätten, sich an die Vorgaben zu halten. „Jeder kann dazu beitragen, dass die Infektionszahlen verringert werden“, betont er. „Wer sich allerdings nicht an die Vorgaben hält, muss mit Konsequenzen rechnen.“

2.400 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz

Bei den 5.999 Kontrollen der Gastgewerbebetriebe und Veranstaltungsstätten, davon 277 mit Bediensteten von Bezirksverwaltungsbehörden, waren bundesweit 2.397 Polizistinnen und Polizisten sowie 47 Vertreterinnen bzw. Vertreter von Bezirksverwaltungsbehörden im Einsatz. 14 Überprüfungen erfolgten in Zusammenarbeit mit Gesundheitsbehörden.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
25.09.2020

Neuer Corona-Schnelltest von Bosch liefert zuverlässiges Ergebnis in 39 Minuten

Bosch hat einen neuen Schnelltest für sein Analysegerät Vivalytic zum Nachweis des SARS-CoV-2-Erregers entwickelt. Damit steht das Testergebnis in 39 Minuten zuverlässig fest - schneller ist weltweit aktuell kein anderer PCR-Test. Der neue Schnelltest ist unter anderem prädestiniert für den dezentralen Einsatz in mobilen Testzentren an Autobahn-Raststätten oder Flughäfen. Getestete Personen können unmittelbar am Ort der Probenentnahme ein zuverlässiges Ergebnis erhalten. Der CE-gekennzeichnete Test ist ab sofort in Europa erhältlich und hilft, Quarantäne-Zeiten zu vermeiden, Labore zu entlasten sowie das Reisen und Arbeiten wieder sicherer zu machen: "Ein Schlüssel gegen die Corona-Pandemie liegt in der raschen Erkennung von Infektionsherden. Deshalb war es uns wichtig, nach unserem ersten Corona-Test einen noch deutlich schnelleren zu ermöglichen", sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH.

Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte PCR-Singleplex-Test hat eine Sensitivität von 98 Prozent und eine Spezifität von 100 Prozent. Er wurde gemeinsam von der Bosch-Tochter Bosch Healthcare Solutions und dem deutschen Biotechnologie-Unternehmen R-Biopharm entwickelt. "Wir haben mit Bosch eine sehr enge und langfristig ausgerichtete Partnerschaft. Mit der Vivalytic-Technologie ermöglichen wir es die hochsensitiven PCR-Tests von R-Biopharm signifikant zu beschleunigen und erstmalig direkt am Ort der Probenentnahme anzubieten", sagt Jochen Hirsch, Vorstand der R-Biopharm AG. PCR-Tests gelten als Goldstandard unter den Testverfahren.

Weltneuheit: gleichzeitig fünf Proben auswerten

Bereits Ende März hatte Bosch nach nur sechs Wochen Entwicklungszeit einen ersten Schnelltest für sein Vivalytic-Analysegerät herausgebracht. Dabei handelt es sich um einen Multiplex-Test, der Proben in zweieinhalb Stunden sowohl auf das SARS-CoV-2-Virus als auch zeitgleich auf neun weitere Atemwegserkrankungen untersucht. Der neue beschleunigte Test ist ausschließlich auf SARS-CoV-2 ausgerichtet. "Mit unseren unterschiedlichen Corona-Tests und den variablen Auswertungsstrategien ermöglichen wir mit einem Vivalytic-Gerät verschiedene Testszenarien - vom Screening bis hin zur Unterstützung der Differentialdiagnostik bei ähnlicher Symptomatik", sagt Marc Meier, Geschäftsführer der Bosch Healthcare Solutions GmbH. Und die Entwicklung geht bei Bosch unter Hochdruck weiter: Ab Anfang Oktober 2020 sollen durch Pooling fünf Proben zeitgleich in einer Test-Kartusche und in vergleichbarer Geschwindigkeit ausgewertet werden können - eine Weltneuheit. Damit steigert Bosch die Testkapazitäten auf mehr als 160 Proben pro Tag, die mit einem Vivalytic-Gerät vollautomatisiert verarbeitet werden können. Zudem soll die Durchlaufzeit des SARS-CoV-2-Tests bei positiven Proben mit Hilfe von optimierter Software in den nächsten Wochen weiter verkürzt werden.

Vivalytic-Analysegerät: Einfache Anwendung am Ort der Probenentnahme

Die Vorteile der Bosch-Schnelltests liegen nicht nur in der raschen Analysezeit, sondern auch in der einfachen Handhabung: Mittels Abstrichtupfer wird die Probe aus Nase oder Rachen entnommen und in die Test-Kartusche gegeben. Anschließend wird die Kartusche, die sämtliche für den Test erforderlichen Reagenzien enthält, für die automatisierte Analyse in das Vivalytic-Gerät eingeführt. Die Bedienung des Analysegeräts ist anwenderfreundlich und erfordert nur eine kurze Schulung des medizinischen Fachpersonals.

Bosch will bis Ende 2020 die Kapazität für eine Million Tests erreichen. Da die Nachfrage nach Analysegerät und Schnelltests anhaltend hoch ist, arbeitet das Unternehmen mit seinen Lieferanten intensiv daran, die Kapazität maximal auszubauen und die Lieferfähigkeit weiter zu erhöhen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn ..
17.05.2020

Die Jungen im toten Winkel

Die Schulen starten, Lehrstellen fehlen: Wir haben den jungen Menschen in der Corona-Krise viel abverlangt. Jetzt sollte die Regierung sie nicht aus den Augen verlieren. Die Schulen starten, Lehrstellen fehlen: Wir haben den jungen Menschen in der Corona-Krise viel abverlangt. Jetzt sollte die Regierung sie nicht aus den Augen verlieren.

Im Nachhinein sind alle klüger, heißt es jetzt so oft. Nach Ischgl. Nach dem Kleinwalsertal. Retrospektiv betrachtet lässt sich vieles schnell auf den Punkt bringen und erklären, welche Maßnahmen richtig und welche falsch waren.

Auch wenn ein Großteil der Bevölkerung der Meinung ist, dass gesundheitspolitisch vieles von der Regierung bis dato richtig gemacht worden ist, um das Coronavirus möglichst gut einzudämmen, wird man eine wirklich ernstzunehmende Bilanz frühestens im Jahresverlauf ziehen können, wenn die Übersterblichkeit zu sehen ist. Umso wichtiger ist es jetzt, damit zu beginnen, die wirtschaftlichen und sozialen Folgen langsam, aber sicher viel breiter und lauter zu diskutieren. Dazu gehört ein ordentlicher Fokus auf die Jungen gelegt.

Wenn das AMS warnt, dass ein gutes Drittel der Lehrstellen in Österreich in Gefahr ist (statt 30.000 gibt es nur noch 20.000) und es allein in Tirol im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent weniger offene Lehrstellen gibt, dann müssen alle Alarmglocken schrillen. Hier darf man nicht erst im Nachhinein klüger sein und draufkommen, dass man eine ganze Generation „verloren“ hat. Es darf nicht passieren, dass man erst reagiert, wenn es fast schon zu spät für eine Schadensbegrenzung ist.

So wie bei der Kultur, wo die Regierung erst einen Fahrplan präsentierte, als es nicht mehr anders ging. Die Jungen haben, obwohl ihr Risiko, an Corona schwer zu erkranken, gering ist, sehr empathisch und im Sinne einer Solidargemeinschaft alle Maßnahmen mutig mitgetragen. Im Home-Schooling leisteten sie Großartiges, wie im Übrigen auch viele Schulen.

Die Jüngsten kehren am Montag zu Tausenden in die Klassen zurück, im Vertrauen darauf, dass alles gut wird. Für alle gilt eine gesetzliche Ausbildungspflicht bis 18 Jahre. Diese Chance sollte nicht vertan werden.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG, Leitartikel von Liane Pircher
26.08.2019

Die Brandstifter

 Unsere Welt steht in Flammen“, sagte die Präsidentin der UNO-Generalversammlung, María Fernanda Espinosa, in Alpbach Unsere Welt steht in Flammen“, sagte die Präsidentin der UNO-Generalversammlung, María Fernanda Espinosa, in Alpbach

Die Politischen Gespräche in Alpbach bilden eine Welt ab, die im Umbruch steckt. Was noch vor ein paar Jahren als selbstverständlich erschien, muss heute verteidigt werden.

Unsere Welt steht in Flammen“, sagte die Präsidentin der UNO-Generalversammlung, María Fernanda Espinosa, in Alpbach. Das war auf die Brände im Amazonasgebiet gemünzt und zugleich als Metapher gemeint. Allerorten toben derzeit politische Brände.

In Brasilien brennt die grüne Lunge der Welt, während die politischen Antworten auf die Klimakrise noch immer zu wenig entschlossen ausfallen. In Alpbach beklagen prominente Redner eine globale Krise der liberalen Demokratie, abzulesen nicht zuletzt an den Erfolgen von Nationalpopulisten mit autoritären Zügen.

Beim G7-Gipfel in Biarritz war erstmals in der 44-jährigen Geschichte der Treffen keine gemeinsame Abschlusserklärung ge­plant – zu groß erscheinen die Differenzen zwischen US-Präsident Donald Trump und den übrigen Teilnehmern. Und ein Brexit ohne Abkommen wird wahrscheinlicher. Zugleich heizt Trump den Handelskrieg gegen China weiter an. Noch höhere Zölle und der Abzug von US-Firmen sollen den neuen Gegenspieler in die Knie zwingen. Zu Boden gehen wird aber weniger Peking, als vielmehr die Weltwirtschaft. Als wäre das alles noch nicht genug, erlebt die Welt nach dem Ende des INF-Vertrags und angesichts der schlecht gemanagten Konflikte mit Nordkorea und dem Iran die Rückkehr von Atomwaffen als Mittel der Politik.

Gemeinsam ist fast allen dieser politischen Brände die ebenso zentrale wie tragische Rolle des amerikanischen Präsidenten. Da soll noch einer sagen, es macht eh keinen Unterschied, wer in ein Amt gewählt wird. Es wäre aber falsch, den beklagenswerten Zustand der Welt auf eine Person zu reduzieren. Alle Brände haben unterschiedliche Hintergründe, und in vielerlei Hinsicht erscheint Trump ebenso als Symptom wie als Brandbeschleuniger.

Die globale Ordnung befindet sich seit geraumer Zeit im Umbruch. Nach dem Ende des Kalten Krieges schien es zunächst, als würde das westliche Wirtschafts- und Gesellschaftssystem einen globalen Siegeszug antreten, gestützt auf die Friedensdividende und ein komplexes multilaterales System. Francis Fukuyama rief damals das Ende der Geschichte aus. Heute ist klar, dass es sich nur um eine Atempause vor dem dramatischen nächsten Kapitel handelte, das derzeit gerade geschrieben wird.

Das Leben in Freiheit, Sicherheit und Wohlstand, an das sich viele Europäer gewöhnt haben, erscheint heute nicht mehr so selbstverständlich wie noch vor ein paar Jahren. Es muss verteidigt werden – vom politischen Führungspersonal ebenso wie von jedem Einzelnen. Espinosa schloss in Alpbach: „Wir sind hier, weil wir nicht gleichgültig sind.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von Floo Weißmann
04.08.2020

Berechtigte Skepsis

Oö. Volksblatt Christian HAUBNER Oö. Volksblatt Christian HAUBNER

Der Verdacht, dass es Internet-Giganten mit dem Datenschutz nicht ernst nehmen und sogar Daten illegal abgreifen, steht immer wieder im Raum. Gerade China hat überdies bereits bewiesen, dass es geistiges Eigentum mitunter wenig respektiert. Auch wenn es natürlich um beinharte wirtschaftliche Interessen geht:

US-Präsident Donald Trumps Skepsis ist im Fall der chinesischen Plattform TikTok durchaus berechtigt. Dies gilt umso mehr, als über soziale Netzwerke versucht wird, Menschen im großen Stil zu verunsichern und zu belügen. So genannte Troll-Fabriken in China, Russland & Co. stehen im Verdacht, selbst US-Wahlen manipuliert zu haben und über digitale Kanäle mehr denn je Einfluss auf westliche Demokratien nehmen zu wollen.

IT-Infrastruktur und weitverbreitete Computerprogramme können immer auch Spionagewerkzeuge sein. Neben den USA zeigen sich daher auch einige europäische Staaten sehr zurückhaltend beim Einsatz etwa von Netzwerk-Komponenten des chinesischen Herstellers Huawei.

Apropos Europa: Auch US-Internet-Riesen sind schon mit ausgeprägter Datensammelleidenschaft aufgefallen und haben wenig Freude mit strengen EU-Datenschutzrichtlinien. Eigene europäische Technologien sind da wichtiger denn je.

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04.10.2020

"Pfand und Mehrweg-Quote sind politischer Schnellschuss"

Die Entscheidung über die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in Österreich ist von enormer ökologischer und ökonomischer Tragweite. Die Entscheidung über die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in Österreich ist von enormer ökologischer und ökonomischer Tragweite.

Die österreichischen Abfallentsorger warnen vor einem politischen Schnellschuss in Sachen Pfand auf Einweg-Plastikflaschen und Mehrweg-Quote. Denn die Industrie muss langfristig planen und investieren, um die politischen Vorgaben technisch und logistisch erfüllen zu können. Um den Plastikmüll in den Griff zu bekommen brauche es eine Lösung, die alle Kunststoffabfälle umfasst. Das Problem sei mit dem bestehenden System der getrennten Sammlung zu lösen. Sie müsse nur endlich vereinheitlicht werden, und in Wien konsequent umgesetzt werden.

Der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) warnt eindringlich vor einem politischen Schnellschuss, wenn es um die Frage des Plastikmülls geht. „Schnelle, einfache Lösungen sind nicht immer die besten, nur weil sie medial leicht zu erklären sind“, so Gaby Jüly, Präsidentin des VOEB. Die Wirtschaft habe ein umfassendes Konzept zur Kreislaufwirtschaft erstellt, das nächste Woche präsentiert wird und im Gegensatz zu politischen Schnellschüssen an allen Punkten des Wertstoffkreislaufs ansetzt. Das sei echte Kreislaufwirtschaft, die alle Beteiligte einbindet und die Erreichung aller EU-Recyclingquoten garantiert. Denn Getränkeverpackungen machen mit nur sieben Prozent nur ein Bruchteil der gesamten Plastikabfälle aus und werden bereits in den meisten Bundesländern zu mehr als 80% bzw. 90% gesammelt. Und zum Thema Littering hält das deutsche Umweltbundesamt in einer Studie fest, dass das achtlose Wegwerfen von Müll in die Umgebung seit der Einführung des Pfands auf Plastikflaschen sogar zugenommen hat.

Nix ist fix

„Auch wenn die mediale NGO-PR Einwegpfand und Mehrwegquoten als quasi beschlossene Sache feiert: Nix ist fix. Die Politik muss die Wirtschaft und ihre Argumente einbinden. Wir sprechen hier von 900.000 t Abfall jährlich! Es geht nicht nur um kleine Puzzlesteine, es geht nicht nur um grünes Flickwerk, es geht ums große Ganze. Und gerade in Zeiten einer Wirtschaftskrise mit massiven Arbeitsplatzverlusten kann sich Österreich keine überteuerten Teillösungen, die mit der Wirtschaft nicht abgestimmt sind, leisten“, betont Jüly.

Umfassendes Gesamtkonzept notwendig

Die Entscheidung über die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in Österreich ist von enormer ökologischer und ökonomischer Tragweite. Sie beeinflusst die abfallwirtschaftlichen Strukturen von Produktion über Handel bis hin zu Sammlung und Verwertung. Hier braucht es ein umfassendes Gesamtkonzept, das alle Punkte der Wertschöpfungskette umfasst, und Produzenten, Handel, Gewerbe und Konsumenten gleichermaßen berücksichtigt. „Schließlich muss die Industrie entsprechend planen und investieren, um die politischen Vorgaben auch technisch und logistisch erfüllen zu können. Wir können die Debatte über Plastikabfälle nicht auf dem Rücken der Konsumenten und der Getränkeindustrie austragen. Wir müssen bis 2025 von derzeit 75.000 Tonnen Kunststoff-Recycling auf 150.000 Tonnen kommen. Das gelingt, indem wir in modernste Anlagen investieren, um dann das Recycling zu optimieren, aber auch, indem jeder Einzelne von uns Plastikabfall konsequent getrennt sammelt. Dafür braucht es langfristig stabile Rahmenbedingungen – und eine breite Akzeptanz“, hält Jüly abschließend fest.

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30.03.2020

Der Härtefallfonds – für viele unschuldige Unternehmer eine reine Enttäuschung

Der Härtefallfonds – für viele unschuldige Unternehmer eine reine Enttäuschung Der Härtefallfonds – für viele unschuldige Unternehmer eine reine Enttäuschung

„Der Härtefallfonds ist eine Riesenenttäuschung für viele Unternehmen“, stellte der freiheitliche Tourismussprecher NAbg. Mag. Gerald Hauser fest. „Zuerst wurde behauptet, es wird eine rasche und unbürokratische Erste-Hilfe-Maßnahme für Unternehmen geben. Dem ist aber nicht so, denn viele Unternehmen dürfen diese Maßnahmen gar nicht beantragen. Es gibt nämlich eine Einkommensobergrenze vom 33.812 Euro jährlich und sogar, man höre und staune, eine Einkommensuntergrenze. Wer weniger als 5.527,26 Euro verdient hat, geht leider leer aus. Für mich ergibt es keinen Sinn - wo ist da die Logik dahinter? Dazu kommen noch viele Einschränkungen, zum Beispiel darf man nicht bei mehreren Kranken- oder Pensionsversicherungen versichert sein oder Reorganisationsbedarf nach dem URG haben. Auch werden alle kleinen Privatzimmervermieter nicht berücksichtigt“, so Hauser.

All diese Unternehmen sind durch die Weisung der Regierung in eine Notlage gekommen und haben in vielen Fällen hundertprozentige Umsatzausfälle. „Wo bleibt die Gerechtigkeit? Warum werden so viele Unternehmer im Stich gelassen? Viele wissen nicht mehr, wie sie ihre Firma erhalten sollen und haben bereits Probleme, ihren täglichen Haushalt zu bestreiten. Wir werden sicher nicht tatenlos zusehen und werden entsprechende Anträge bei der nächsten Nationalratssitzung einbringen. Ich hoffe, dass die Regierungsparteien hier einlenken - wir müssen für alle Unternehmer in diesen schwierigen Zeiten da sein“, betonte Hauser.

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21.07.2020

Achtung, Fake-Job-Inserat – Tür und Tor offen für Datenklau!

Achtung, Fake-Job-Inserat – Tür und Tor offen für Datenklau! Achtung, Fake-Job-Inserat – Tür und Tor offen für Datenklau!

Katharina O. war überglücklich. Endlich hatte sie im Internet einen Home-Office-Job in der Krypto-Branche gefunden – er schien perfekt zu passen. Um alles zu fixieren, musste sie dem Unternehmen einige persönliche Dokumente per E-Mail senden. Die Jobzusage klappte – aber nach kurzer Zeit war ihr dann doch nicht ganz geheuer. Sie sollte Geld von Unbekannten auf ihrem privaten Konto empfangen und an anonyme Hintermänner weiterleiten. Sie wandte sich an die AK. Die AK riet ihr, eine Anzeige bei der Polizei zu machen und ihre Bank zu kontaktieren.

Nach langem Suchen fand Katharina O. endlich einen Job als „Back Office MitarbeiterIn“ im Home-Office bei einem „jungen, aufstrebenden Fintech-Unternehmen in der Krypto-Branche mit Hauptsitz in Österreich“. Die Bezahlung war mehr als überzeugend: 750 Euro für zehn Stunden pro Woche sowie 13. und 14. Gehalt, freie Zeiteinteilung und unbefristetes Dienstverhältnis. Für den Arbeitsvertrag musste das Human Resource Management des Unternehmens ihre Identität überprüfen, „da es sich bei der ausgeschriebenen Stelle als Back Office Mitarbeiter/in um einen reinen Home-Office Job handelt“. Sie musste Ausweiskopie, Selfie mit Lichtbildausweis, Meldezettel, E-Card und Kontodaten senden.

Der Arbeitsvertrag wurde abgeschlossen. Katharinas Arbeit:

„Empfang, Verwaltung und systeminterne Dokumentation der SEPA-Transaktionen“, „Durchführung des Wechselprozesses in die von KundInnen gewünschte Kryptowährung über eine unserer Exchange Partnerplattformen“ und „Auszahlung der Kryptowährung an die im System hinterlegte KundInnen-Wallet“. Konkret bedeutete das:

Katharina sollte Geld von Unbekannten auf ihrem privaten Konto empfangen und es an anonyme Hintermänner weiterleiten. Das kam ihr sehr verdächtig vor. Sie wandte sich an die AK um Hilfe. „Uns war sofort klar, dass sie an Kriminelle geraten war. Aufgrund ihrer Bewerbungsunterlagen konnten sie mit ihren Daten einen Identitätsdiebstahl begehen und sie für strafbare Geldwäscherei einspannen“, sagt AK Konsumentenschützer Jakob Kalina. „Wir rieten der Konsumentin umgehend zu einer Anzeige bei der Polizei und zur Kontaktaufnahme mit der Bank, um Geldverluste abzuwenden. Allein mit ihren Daten können die Betrüger Verbrechen unter fremden Namen begehen und enormen Schaden anrichten!“

„Kriminelle versuchen im Internet laufend, die Identität von Konsumentinnen und Konsumenten zu stehlen“, weiß Kalina. „Dazu schalten sie etwa Fake-Inserate, mit denen sie an Ausweiskopien und sensible Unterlagen gelangen wollen, fordern bei privaten Käufen als Sicherheitsnachweis ein Selfie mit Reisepass oder versenden betrügerische Nachrichten, die Empfänger zur Bestätigung ihrer Identität auffordern. Uns sind Fälle bekannt, bei denen Betrüger Konten im Namen ihrer Opfer eröffnen und diese für Geldwäscherei nutzen, Einkäufe unter fremden Namen machen oder weitere Menschen unter falschem Namen betrügen“, so Kalina. „Betroffene bemerken davon oft sehr spät etwas, etwa, wenn sie eine Vorladung von der Polizei erhalten, mit unerklärbaren Inkassoforderungen zu tun haben oder wegen unbeglichener Rechnungen keine Kredite mehr erhalten. Kalina rät: „Nie Ausweiskopien und persönliche Unterlagen an unbekannte Dritte übermitteln. Das Risiko ist sehr groß, einem Verbrechen zum Opfer zu fallen.“

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06.09.2020

Anschober: „Derzeit keine hohen Infektionszahlen“

Der Gesundheitsminister glaubt, dass Ausgangsbeschränkungen nie mehr notwendig sein werden. Der Gesundheitsminister glaubt, dass Ausgangsbeschränkungen nie mehr notwendig sein werden.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober hält die Corona-Situation in Österreich für aktuell nicht bedrohlich. „In Summe haben wir derzeit keine hohen Infektionszahlen“, sagt er im Interview mit dem Nachrichtenmagazin profil. „Wir haben allen Grund zur Annahme, dass wir optimistisch sein können. Wie das Kaninchen auf die Schlange zu starren, wäre ganz falsch.“

Obwohl die Novelle zum Epidemiegesetz Ausgangsbeschränkungen möglich machen würde, glaubt Anschober nicht, dass dergleichen wieder nötig werden könnte: „Das ist die absolut letzte Maßnahme, wenn alles andere versagen würde – und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir sie gegen Corona nie mehr anwenden müssen.“

Um den Kollateralschaden der Virusbekämpfung zu eruieren, hat Anschober eine Gesundheitsfolgenabschätzung in Auftrag gegeben. „Das Ergebnis erwarten wir bis Jahresende. Ich möchte aus dem, was passiert ist, etwas lernen“, sagt Anschober im profil.

Bei der umstrittenen Novelle zum Epidemiegesetz will der Minister aus seine Kritiker zugehen. „Wir haben im Entwurf relativ weich formuliert, welche epidemiologische Situation gewisse Maßnahmen nach sich zieht. Das gehört präzisiert.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: bka / Quelle: Profil
16.03.2020

Corona-Krise: Stromversorgung für Österreich gesichert

Corona-Krise: Stromversorgung für Österreich gesichert Corona-Krise: Stromversorgung für Österreich gesichert

APG unterstützt das Ziel der Bundesregierung, die Anzahl der Sozialkontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Aus diesem Grund hat der APG-Krisenstab am Wochenende beschlossen, eine beschleunigte Home-Office-Regelung und die Unterbrechung der nicht betriebsnotwendigen Bautätigkeiten festzulegen. „Wir fokussieren unsere Ressourcen auf den notwendigen Kernbetrieb zur Aufrechterhaltung der sicheren Stromversorgung“, sagt APG-Unternehmenssprecher Christoph Schuh.

Mitarbeiter, deren Anwesenheit in APG-Standorten nicht für die Aufrechterhaltung des Kernbetriebs notwendig ist, arbeiten bereits seit heute früh (Montag, 16. März 2020) im Home-Office. Schuh: „Die APG hat bereits vergangenes Wochenende alle notwendigen Schritte zur Unterbrechung der Bautätigkeit und die maximale Nutzung von Home-Office eingeleitet, um die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu schützen und die langfristige Handlungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen.“

Die Richtschnur unseres Maßnahmenpakets ist die Aufrechterhaltung aller betriebsnotwendigen operativen Prozesse in allen Unternehmensbereichen, welche die Sicherheit der Stromversorgung in Österreich garantieren. Schuh: „Wir fokussieren uns ganz bewusst auf die Funktionsfähigkeit des Kernbetriebs. Selbstverständlich läuft die Stromversorgung Österreichs, seiner Menschen, deren Unternehmen, dank des Engagements unserer hochqualifizierten Mitarbeiter, in gewohnter Qualität und ist gesichert. Österreich braucht gerade in dieser herausfordernden Zeit eine sichere, stabile Stromversorgung.“

Das aktuelle Maßnahmenpaket der APG erfasst folgende Bereiche:

Stromversorgung gesichert: Alle Mitarbeiter der Leitwarte (Power Grid Control) und der besetzten Umspannwerke arbeiten unter besonderen Hygiene- und Vorsichtsvorschriften für die gesicherte Stromversorgung in Österreich. Alle betriebsnotwendigen Instandhaltungsmaßnahmen werden weiterhin durchgeführt

Krisenstab auf orange: Die APG hat seit Anfang März 2020 einen ständigen Krisenstab eingerichtet, der täglich die Lage beurteilt, Maßnahmen ableitet und anordnet

Baustellenbetrieb: Die Unterbrechung aller Baustellen- und Ausbauprojekte wurde am Wochenende eingeleitet; damit leisten wir unseren Beitrag, die Präsenz von Menschen außerhalb der eigenen vier Wände auf ein Minimum zu reduzieren

Beschleunigte Home-Office Regelung: Mitarbeiter, deren Anwesenheit an APG-Standorten nicht für die Aufrechterhaltung des Kernbetriebs notwendig ist, müssen seit heute, dem 16. März 2020 ausnahmslos von zu Hause arbeiten. Dies bedeutet, dass rund zwei Drittel der Belegschaft in Telearbeit sind

Dienstreise-Verbot: Dienstreisen werden nur noch für absolut betriebsnotwendige Reisetätigkeiten genehmigt

Videokonferenzen statt Meetings: Meetings mit Personenpräsenz sind zu vermeiden. An allen Standorten installierte Videomöglichkeiten stehen für virtuelle Meetings zur Verfügung

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09.07.2020

Betrugsanrufe steigen wieder stark an – seien Sie vorsichtig und lassen Sie sich nichts aufschwatzen!

Betrugsanrufe steigen wieder stark an Betrugsanrufe steigen wieder stark an

Die RTR-Meldestelle für Rufnummernmissbrauch verzeichnet seit Mai wieder einen signifikanten Anstieg von Beschwerden zu belästigenden Anrufen. „Im April erreichten wir quasi ein Tief mit ‚nur‘ 494 Beschwerden, im Mai gab es bereits wieder 681 neue Beschwerden und Ende Juni sogar 1.518 - Tendenz massiv steigend“, gibt Dr. Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer der Rundfunk- und Telekom Regulierungs-GmbH für den Fachbereich Telekommunikation und Post zu bedenken und warnt: „Bei all diesen Anrufen, egal ob Ping-, Tech-Support- oder Robo-Calls, stehen ganz klar Betrugsabsicht, Abzocke oder Datenklau im Vordergrund. Wenn die Rufnummer am Display unbekannt ist, am besten gar nicht abheben und keinesfalls zurückrufen. Hebt man trotzdem ab, empfiehlt sich ein gesundes Misstrauen und sich nichts aufschwatzen lassen.“

Derzeit vermehrt Ping-Anrufe mit Vorwahl von Tunesien (+ 216)

Die RTR-Meldestelle verzeichnet seit einigen Tagen wieder verstärkt Beschwerden zu Ping-Anrufen mit der Vorwahl von Tunesien (+ 216). Die Anrufe werden nach nur einmaligem Klingeln (engl.: „ping“) wieder abgebrochen. Ruft man zurück, landet man unbemerkt bei teuren ausländischen Rufnummern oder Rufnummern von Satellitentelefonen. Man wird in einer Warteschleife hingehalten. Das Minutenentgelt ist ein hohes; je länger die Telefonverbindung aufrecht ist, desto höher wird der Betrag, der verrechnet wird. Im Juni wurden insgesamt 530 Beschwerden zu Ping-Anrufen registriert.

Anrufe mit Lockangeboten zur Vertragsanbahnung

„194 Beschwerden erhielten wir zu Anrufen, die mit Lockangeboten zu Vertragsabschlüssen, Vorauszahlungen oder Herausgabe von Daten animieren wollten. Das Portfolio ist groß und umfasst beispielsweise Finanzprodukte, Bitcoin-Bons, Lotteriespiele oder Gewinnspiele“, führt Steinmaurer aus.

„Die Anzeige einer Rufnummer am Display kann man fälschen. Vergleichen lässt sich das mit einem Brief, auf den man eine falsche Absenderadresse schreibt. Daher lasen sich die Übeltäter bei Betrugsanrufen auch kaum bis gar nicht eruieren“, ergänzt Steinmaurer.

Rufnummern-Missbrauch unter rufnummernmissbrauch.at melden

Rufnummernbereiche, die missbräuchlich verwendet werden, werden unter rufnummernmissbrauch.at gelistet. Dort finden Sie auch ein Formular, mit dem Sie uns verdächtige Nummern melden können. Damit können wir die Liste der betroffenen Vorwahlen immer aktuell halten, rechtzeitig Ping-Wellen erkennen und die Bevölkerung informieren.

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11.10.2020

Milchverarbeiter NÖM segelt mit Schwung durch die Corona-Krise

Milchverarbeiter NÖM segelt mit Schwung durch die Corona-Krise Milchverarbeiter NÖM segelt mit Schwung durch die Corona-Krise

Deutliche Wachstumsraten im Lebensmitteleinzelhandel, starke Rückgänge in der Gastronomie sowie ein durchwachsenes Exportgeschäft während der Zeit der Corona-Krise meldet der Milchverarbeiter NÖM in Baden. „Im Export zeigt sich derzeit ein Bild, das nach Ländern sehr unterschiedlich ist“, erklärt NÖM-Marketingleiter Erik Hofstädter in einem Interview mit dem Handels-Fachmagazin „Regal“. Während der größte Auslandsmarkt Italien zweistellig wachsen konnte, verliere man in Deutschland, dem zweitgrößten, leider einiges an Volumen. „Wir denken aber, dass auch dort eine schrittweise Erholung einsetzen wird“, sagt Hofstädter.

Mit 44 Prozent Umsatzanteil ist der Export ein Eckpfeiler des NÖM-Geschäfts. Zurzeit ist das Unternehmen mit seinen rund 720 Beschäftigten auf 25 europäischen Märkten tätig.

Am Produktionsstandort Baden verarbeitet die NÖM jeden Tag rund 1,2 Millionen Liter Rohmilch zu Trinkmilch, Milchfrischeprodukten – darunter u.a. Sauermilch („Fru Fru“), Joghurt, Kefir, Buttermilch, Frischkäse, Topfen und Schlagobers – sowie zu Butter und Milchpulver. „In Baden investieren wir jedes Jahr zwischen zehn und 15 Millionen Euro“, teilt Hofstädter mit. Heuer fließt der Betrag vorwiegend in neue nachhaltige Technologien sowie in innovative Verpackungslösungen.

Im Geschäftsjahr 2019 hat die NÖM-Gruppe, zu der neben der NÖM AG auch die Tochterfirmen Latteria NÖM in Bozen, Frischlogistik und Handel GmbH in Baden sowie die Haas Lebensmittel GmbH in Wien zählen, einen Umsatz von 387 Millionen Euro erwirtschaftet. 2018 waren es 382 Millionen. Beliefert wird das Unternehmen von rund 3.000 Milchbauern der Milchgenossenschaft Niederösterreich, die 25 Prozent der NÖM-Anteile hält. Mehrheitseigentümer ist mit 75 Prozent die im Eigentum der Raiffeisen Landesbank NÖ-Wien stehende Niederösterreichische Milch Holding.

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29.12.2019

Schluss mit der Instrumentalisierung von Kindern für politische Zwecke!

"Es ist schäbig, Kinder für politische Zwecke zu instrumentalisieren." "Es ist schäbig, Kinder für politische Zwecke zu instrumentalisieren."

Anlässlich des neuesten Skandals beim deutschen öffentlich-rechtlichen WDR, wo der Kinderchor des Senders in einem abgewandelten Lied von der Oma als „alte Umweltsau“ singt, fordert FPÖ-Bundesparteiobmann NAbg. Norbert Hofer Konsequenzen auch für Österreich. Es müsse auch Schluss damit sein, dass Kinder regelmäßig während der Schulzeit mit Genehmigung der Schulleitungen demonstrieren gehen.

„Es ist schäbig, Kinder für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Der WDR-Skandal ist nur die Spitze des Eisbergs. Denn hier wird die ältere Generation, die unter verheerenden Bedingungen und in großer Armut unser Mitteleuropa aufgebaut hat, verunglimpft. Es ist an Niedertracht nicht zu überbieten, dass heute Sendungsverantwortliche eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks Kinder dafür missbrauchen, ältere Menschen, die kilometerweit in die Schule zu Fuß gehen mussten, zu verhöhnen. Dieser Sender sollte sich für sein übles Machwerk schämen“, so Hofer, der hofft, dass dieser Skandal nicht nur die Menschen in Deutschland aufweckt, sondern auch in Österreich.

„Die Heuchelei bei diesem Thema zeigt sich an der Tatsache, dass ein Teil der jungen Generation, der heute demonstrieren geht und den Großeltern die Schuld am Klimawandel gibt, selbst beispielsweise gerne auf Kunstschnee Schi fährt, mit den Eltern auf Urlaub fliegt oder ein Smartphone aus China benutzt und damit gewaltigen CO2 Ausstoß produziert. Diejenigen, die dieses System kritisieren, bedienen sich selbst dieses Systems. Das ist nur mehr absurd“, kritisiert Hofer weiter.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Screenshot WDR / youtube
11.10.2020

Vorsicht Wildwechsel!

Infrastruktur-LR Mag. Günther Steinkellner und Hannes Langmayr vom Land OÖ bei der Anbringung neuer Wildwarner. Infrastruktur-LR Mag. Günther Steinkellner und Hannes Langmayr vom Land OÖ bei der Anbringung neuer Wildwarner.

Mit den dunkler werdenden Herbstmonaten verschlechtern sich die Sichtverhältnisse, und die Gefahr von Wildunfällen auf den heimischen Straßen steigt. Im Rahmen des Projektes Wildschutz wird jährlich in die Verbesserung des Wildschutzes investiert. Dennoch gilt für Fahrzeuglenker/innen eine erhöhte Aufmerksamkeit entlang von Waldgebieten, Waldrändern und vegetationsreichen Feldern.

Mit kürzer werdenden Tageslichtzeiten steigt auch gleichzeitig das Risiko einem Wildtier auf der Straße zu begegnen. Alleine dem Straßenverkehr fielen im vergangen Jagdjahr 15.107 Wildtiere zum Opfer. Gleich mehrere Gründe steigern in der dunkler werdenden Jahreszeit das Unfallrisiko. So fällt die Hauptverkehrszeit in die Dämmerung oder Dunkelheit. Hier sind viele Wildtiere besonders aktiv. Hinzu kommt, dass mit dem Abernten der Maisfelder viele Wildtiere ihren sicheren, gewohnten Schutz verlieren und sich deshalb auf die Suche nach neuen Lebensräumen machen. Das Wild überquert deshalb häufiger die Fahrbahnen. „Neben dem Tierleid, dem wirtschaftlichen Schaden für Autobesitzer, Versicherungen und Jagdwirtschaft stellen Wildunfälle auch ein Verletzungsrisiko für die Verkehrsteilnehmer/innen dar. Für mich als Jäger und Tierfreund gilt es zielführende Projekte, welche Leid und Schäden mildern nach Kräften zu unterstützen“, so Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner.

Eine innovative und überaus wirksame Maßnahme zur Steigerung der Verkehrssicherheit stellen optische und akustische Wildwarngeräte dar. Das Infrastrukturressort hat deshalb gemeinsam mit dem OÖ. Landesjagdverband und durch Unterstützung von Versicherungsunternehmen (Wiener Städtische Versicherung AG, Donau Versicherung AG, OÖ Versicherung AG) das Projekt Wildschutz ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Projektes werden jährlich rund 120.000 Euro in die Ausweitung der Warninfrastruktur investiert. Je nach Streckenabschnitt haben sich die Wildunfälle bis zu 92 % reduziert. Die Finanzierung des Projekts ist bis 2024 gesichert, und so werden Oberösterreichs gefährlichste Straßenabschnitte Stück für Stück mit Wildwarnern ausgestattet, um so die Verkehrssicherheit nachhaltig zu steigern. Mittlerweile wurden über 600 Straßenkilometer durch solche Wildwarngeräte sicherer gestaltet.

Doch selbst der beste Schutz fordert die Aufmerksamkeit beim Lenken eines Kraftfahrzeuges. Besonders auf Straßen entlang von Waldgebieten, Waldrändern und vegetationsreichen Feldern gilt erhöhte Vorsicht. Um Kollisionen zu vermeiden, sollten die Warnzeichen „Achtung Wildwechsel“ beachtet, das Tempo vorausschauend angepasst und die sichern Abstände zum Vorderfahrzeug eingehalten werden. Falls das Wild auf die Straße springt, kann abblenden, mehrmaliges Betätigen der Hupe in kurzen Abständen und, falls es die Situation ermöglicht, das sichere Abbremsen helfen.

"Das Projekt ist ein großer Erfolg. An zahlreichen Straßenabschnitten konnte durch die Anbringung von Wildwarnern die Anzahl an Unfällen bereits stark reduziert werden. Bedauerlicherweise kommt es immer wieder zu mutwilligen Zerstörungen der Geräte, da die verbauten Kondensatoren offensichtlich sehr begehrt sind. Das durch den Diebstahl und die mutwillige Zerstörung sowohl mit Tier- als auch Menschenleben gespielt wird, scheint den Täterinnen und Tätern oftmals nicht bewusst zu sein", appelliert Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner an die Vernunft der Täterinnen und Täter.

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11.10.2020

Äpfel aus Neuseeland in Parlamentskantine: 20.000 Kilometer ins Apfel-Land Österreich

Äpfel aus Neuseeland in Parlamentskantine: 20.000 Kilometer ins Apfel-Land Österreich Äpfel aus Neuseeland in Parlamentskantine: 20.000 Kilometer ins Apfel-Land Österreich

Man müsste meinen, dass ausgerechnet in der Kantine des österreichischen Parlaments auch Lebensmittel aus österreichischer Erzeugung angeboten werden. Immerhin wird hier nicht nur mit Steuergeld eingekauft, sondern auch eine gewisse Symbolwirkung entfaltet. Leider ist das nicht der Fall, wie ein aktuelles Beispiel von neuseeländischen Äpfeln zeigt, die gegenwärtig den Volksvertretern als schneller Snack angeboten werden.

Und das in einem Land, in dem Unmengen an hervorragenden Äpfeln selbst angebaut werden, der Großteil davon in der Steiermark. 71 Prozent des in Österreich anbaubaren Obstes stammen aus Österreich, bei Obst insgesamt sind es 46 Prozent im fünfjährigen Mittel. Beim nationalen Lieblingsobst Apfel liegt der Grad bei 88 Prozent, jährlich werden 21 Kilogramm pro Kopf bei uns verzehrt. Das könnte man noch steigern.

„Bevor wir Äpfel aus Neuseeland auf Steuerkosten importieren, sollten wir lieber die heimische Produktion stärken. Das wäre gut für das Klima, gut für die Natur und gut für die heimischen Landwirte. Am Ende aber auch für uns alle, wenn die Wertschöpfung im Land bleibt, statt Steuergeld um die halbe Welt zu schicken. Das gleiche gilt für tierische Lebensmittel, die immer noch viel zu oft importiert werden. Ob Kalbfleisch und Geflügel in der Gastronomie oder ob Frischkäse im Supermarkt - überall begegnet uns die billigere, unter unseren Standards erzeugte Ware aus dem Ausland. Oftmals wir ist sie auch nicht gekennzeichnet. Gerade dort, wo mit Steuergeld eingekauft wird, sollte aber auch Regionalität, Naturschutz und Tierwohl den Vorzug erhalten. Das ist auch eine Kernforderung des Tierschutzvolksbegehrens. Ich appelliere erneut an Ministerin Elisabeth Köstinger und Minister Rudolf Anschober hier zügig in die Umsetzung zu kommen. Und natürlich sollte die Parlamentskantine den neuseeländischen gegen den steiermärkischen Apfel austauschen“ so Sebastian Bohrn Mena, Initiator des Tierschutzvolksbegehrens.

Das österreichische Tierschutzvolksbegehren findet von 18. bis 25. Januar 2021 statt. Über 210.000 Menschen haben bereits eine Unterstützungserklärung abgegeben. Zentrale Forderungen sind die verpflichtende Transparenz bei Lebensmitteln, die Umstellung der Fördermittelvergabe in der Landwirtschaft sowie eine Koppelung der öffentlichen Beschaffung an Kriterien wie Regionalität, Tierwohl und Naturschutz.

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29.02.2020

Umfrage: 15% sind wegen der Situation rund um das Coronavirus sehr besorgt, 13% gar nicht

Nur 15% der Bürger sind wegen der Situation „sehr besorgt“ Nur 15% der Bürger sind wegen der Situation „sehr besorgt“

Das Coronavirus und der weltweite Kampf gegen dessen Ausbreitung haben die Mehrheit der Österreicher bisher nicht in Angst und Schrecken versetzt. Nur 15% der Bürger sind wegen der Situation „sehr besorgt“, weitere 34% geben an, dass sie „eher besorgt“ sind.

Das ergibt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Unique Research im Auftrag von „profil“ für die aktuelle Ausgabe.

Etwa gleich viele Menschen zeigen sich relativ unbeeindruckt: 37% sagen, sie seien „weniger besorgt“, nur 13% sind „sehr besorgt“.

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26.02.2020

Mehr Selbstbestimmung für einen würdevollen Tod

Die ÖGHL setzt sich für Entkriminalisierung der Sterbehilfe ein und fordert nicht nur für einen Rechtsanspruch auf die Ausgabe geeigneter Medikamente sondern auch auf aktive Sterbehilfe Die ÖGHL setzt sich für Entkriminalisierung der Sterbehilfe ein und fordert nicht nur für einen Rechtsanspruch auf die Ausgabe geeigneter Medikamente sondern auch auf aktive Sterbehilfe

Das mit Spannung erwartete Urteil stellt einen fundamentalen Durchbruch für ein Sterben in Würde dar. Durch die Aufhebung des verfassungswidrigen Sterbehilfe-Paragrafen tritt in Deutschland ab sofort wieder die bis zum 6. November 2015 gültige, menschenfreundlichere Rechtslage in Kraft.

“Das heutige höchstrichterliche Urteil ist ein Schritt nach vorne für all jene, die mehr Selbstbestimmung, Würde und Menschlichkeit am Lebensende einfordern", sagt Wolfgang Obermüller, Sprecher der Österr. Gesellschaft für ein humanes Lebensende (ÖGHL). Nun hofft er, dass dieser Richterspruch auch in Österreich wirken wird. Denn in Österreich wird noch in diesem Jahr ein Urteil zur generellen Liberalisierung der Sterbehilfe erwartet. Während in Deutschland zur „geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung“ geurteilt wurde, stehen hierzulande die Paragrafen 77 („Tötung auf Verlangen“) und vor allem § 78 („Mitwirkung am Selbstmord“) auf dem höchstrichterlichen Prüfstand, die noch restriktiver waren als der in Deutschland eben gekippte Paragraph.

Die ÖGHL setzt sich für Entkriminalisierung der Sterbehilfe ein und fordert nicht nur für einen Rechtsanspruch auf die Ausgabe geeigneter Medikamente sondern auch auf aktive Sterbehilfe. Dabei betont sie allerdings den ethischen und zeitlichen Vorrang von Palliativmedizin und psychischer sowie emotionaler Betreuung vor jeder Entscheidung zum Freitod. "Wir sind zuversichtlich, dass auch der Österreichische Verfassungsgerichtshof bei seinem Entscheid, mit dem noch in diesem Frühjahr gerechnet wird, das Recht auf einen menschenwürdiges und selbstbestimmtes Lebensende stärken wird", so Obermüller.

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21.07.2020

Generationenkonflikt im Intimbereich: Vor allem Ältere bevorzugen Komplettrasur

Generationenkonflikt im Intimbereich: Vor allem Ältere bevorzugen Komplettrasur Generationenkonflikt im Intimbereich: Vor allem Ältere bevorzugen Komplettrasur

Der Sommer ist in vollem Gange. Frau und Mann tragen kurz - allenthalben nackte Haut. Damit einher geht die alljährliche Gretchenfrage: Nun sag, wie hältst du's mit der Körperbehaarung? Natur pur oder Ganzkörperrasur? Die Erotik-Community JOYclub wollte es genau wissen und hat 2.000 ihrer 3,5 Millionen Mitglieder zu dieser haarigen Angelegenheit befragt. Ergebnis: Vor allem die ältere Generation mag es glatt rasiert - und zwar nicht nur bei sich selbst.

Achseln und Intimbereich bei großer Mehrheit der Befragten haarlos

Das in den letzten Jahren oft beschworene Comeback natürlicher Schambehaarung scheint auszubleiben. 91,1 % der Befragten rasieren sich den Genitalbereich und 86,9 % die Achselhöhlen. Auf Platz 3 der meist rasierten Körperteile landen bei den Frauen mit 85,4 % die Beine und bei den Herren mit 43,7 % die Brust. Den natürlichen Wildwuchs bevorzugen gerade einmal 2,5 % der Befragten.

55,3 % der Frauen und Männer rasieren ihren Intimbereich dabei täglich oder zumindest mehrfach wöchentlich. Interessantes Detail: Ein Viertel beider Geschlechter gibt zu Protokoll, dass sie sich im Sommer häufiger rasieren als im Winter.

Ästhetik und eigenes Wohlbefinden sind Hauptgründe für die Intimrasur

Hauptgrund für die Intimrasur bei Frauen und Männern ist das eigene Mehr an Wohlbefinden, knapp gefolgt von der Überzeugung, dass eine rasierte Körpermitte einfach ästhetischer ausschaut. Während 42,8 % der Männer sich auch rasieren, um der Partnerin zu gefallen, spielt das Imponieren nur für jede vierte Frau (26,4 %) eine Rolle.

Hollywood Cut ist klarer Favorit

Was den Look der Intimfrisur betrifft, sind sich die JOYclub-Mitglieder weitestgehend einig: Mit 73 % liegt die Komplettrasur, der sogenannte Hollywood Cut, klar in Front. Auf den Plätzen folgen mit rund 7 % der Brazilian Cut, bei Männern auch Irokese genannt - ein schmaler Streifen auf dem Schambein. Immerhin jede*r Zehnte lässt Ihrer/seiner Kreativität freien Lauf und wechselt Formen und Schnitt regelmäßig.

Getreu dem Motto "Wie bei mir, so bei dir!" erwarten die Befragten auch vom anderen Geschlecht den Griff zum Rasierer. Frauen mögen es bei Männern allerdings eher gestutzt (47,7 %) als komplett Nackedei (45,5 %), Männer bei Frauen eher vollkommen stoppelfrei (51 %) als nur getrimmt (32 %).

Haariger Generationenkonflikt

Filtert man die Ergebnisse nach Altersstufen, zeichnet sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Generationen ab. 73,4 % der Damen zwischen 46 und 55 Jahren lassen kein gutes und auch kein schlechtes Haar an ihrem Intimbereich, während bei den Youngstern von 18 bis 25 Jahren nur 57,4 % den Kahlschlag bevorzugen. Bei den Männern um die 50 rasieren sich 70 % komplett, während es bei den Mittzwanzigern nur 59,5 % stoppelfrei mögen. Auch finden nur 5 % der älteren Männer weibliche Schamhaare sexy. Bei der jungen Generation sind es mit 13,5 % fast dreimal so viele.

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11.03.2020

Erhalten Besucher ihr Geld zurück, wenn ein Veranstalter das Event absagt?

Bei einer Pressekonferenz hat die Bundesregierung heute festgelegt, dass bis Anfang April Outdoor-Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmern und Indoor-Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmern abgesagt werden. Grundsätzlich haben Besucher einen Anspruch auf Erstattung des Ticketpreises informierte die D.A.S. Rechtsschutzversicherung in einer Presseaussendung. Bei Verschiebung der Veranstaltung besitzen die Eintrittskarten weiterhin ihre Gültigkeit.

Erhalten Besucher ihr Geld zurück, wenn ein Veranstalter das Event absagt?

Grundsätzlich besteht ein Erstattungsanspruch auf den Ticketpreis. Im Falle einer Absage kommt der Veranstalter seiner Leistungspflicht nicht nach. Das gilt unabhängig davon, ob der Veranstalter den Ausfall zu verantworten hat oder nicht. Betroffene, die von einer solchen Absage betroffen sind, sollten sich an den Veranstalter oder die Vorverkaufsstelle wenden.

Was gilt, wenn eine Veranstaltung verschoben wird, man zum Ersatztermin aber keine Zeit hat?

Veranstalter wie etwa Master of Dirt haben bereits bekannt gegeben, dass die für dieses Wochenende geplante Veranstaltungsreihe in der Stadthalle auf Ende Juni verschoben wird und die Tickets ihre Gültigkeit behalten. Eine Verschiebung einer Großveranstaltung muss man grundsätzlich nicht hinnehmen. Falls das Ticket für einen fixen Termin gebucht war und man am verschobenen Termin keine Zeit hat, kann man die Eintrittskarte zurückgegeben und den Eintrittspreis zurückverlangen.

Was passiert mit Kosten für ein gebuchtes Hotelzimmer?

Hier kommt es darauf an, ob Tickets und Hotelaufenthalt gemeinsam bei einem Anbieter gekauft, also als Pauschalreise gebucht wurden. Bei Absage der Veranstaltung kann man von der gesamten Reise kostenlos zurücktreten. Voraussetzung ist aber, dass der Besuch der Veranstaltung der Hauptzweck der Reise war. Bei getrennten Buchungen ist die rechtliche Situation komplizierter. Unter bestimmten Umständen werden dann nur die Kosten der Veranstaltung ersetzt, nicht jedoch die Übernachtung.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Herbert K.
09.07.2020

Sicherer Umgang mit Lithium-Akkus: so geht’s richtig!

Geräte mit Lithium-Akkus nicht direkter Sonnenbestrahlung oder länger andauernden hohen Temperaturen aussetzen. Nicht über viele Stunden in der prallen Sonne oder im Auto liegen lassen oder betreiben. Geräte mit Lithium-Akkus nicht direkter Sonnenbestrahlung oder länger andauernden hohen Temperaturen aussetzen. Nicht über viele Stunden in der prallen Sonne oder im Auto liegen lassen oder betreiben.

Immer mehr elektrisch betriebene Arbeitsgeräte sind mit Lithium-Ionen-Akkus („Lithium-Batterien“) ausgestattet. Bei falscher Handhabung – vor allem bei mechanischer Beanspruchung wie Stürzen aus großer Höhe – und bei hohen Einwirkungstemperaturen (ab 70°C, z. B. durch direkte Sonneneinstrahlung), droht auf Grund der hohen Energiedichte und der darin enthaltenen Chemikalien Berst- und Brandgefahr. Das kann zu schweren Verletzungen führen. Um das Risikobewusstsein und Verantwortungsgefühl im Umgang mit Lithium-Batterien zu schärfen, und um Schäden für Mensch und Umwelt zu verhindern, möchten die Elektroaltgeräte-Koordinierungsstelle (EAK) und die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) jetzt gemeinsam ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen darüber informieren.

Laptops, Smartphones, Akkubohrer, Messgeräte, Flurförderfahrzeuge (z. B. Stapler) – die Menge an Arbeitsmitteln mit Lithium-Akkus nimmt auch im betrieblichen Umfeld zu. „Jedes Jahr werden in Österreich rund 4.700 Tonnen Gerätebatterien bzw. Akkus verkauft. Rund 30 Prozent sind mittlerweile Lithium-Batterien“, weiß Mag.a Elisabeth Giehser, Geschäftsführerin der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle (EAK). Lithiumbasierte Energiespeicher sind äußerst reaktionsfreudig. Große Hitzeeinwirkung kann – durch steigenden Druck im Inneren des Akkus – eine unkontrollierbare Kettenreaktion auslösen und sogar zum Bersten und / oder einem Brand führen. „Dabei bilden sich giftige Rauchgase“, warnt DI Dr. Josef Drobits, Gefahrgutexperte und Chemiker von der AUVA-Landesstelle Wien, „weil die Gehäuse der Akkus aus thermisch instabilen Kunststoffen bestehen und die Elektrolyte sich im Brandfall zersetzen.“

Sicherer Umgang mit Lithium-Akkus am Arbeitsplatz

In Betrieben ist ein geschulter und sorgsamer Umgang mit Lithium-Akkus besonders wichtig. „Da es sich bei Lithium-Akkus um Gefahrgut handelt, haben Arbeitgeber nicht nur laut ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG), sondern auch nach dem Gefahrgutbeförderungsgesetz (in Folge des ADR[1]) die Pflicht, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über den sicheren Umgang damit und entsprechende Präventionsmaßnahmen zu unterweisen. Durch die sorgfältige Handhabung, richtige Lagerung und Verwendung sowie eine fachgerechte Entsorgung am Ende der Akku-Lebenszeit lassen sich Gefahren weitgehend vermeiden“, erklärt Drobits. Folgende Sicherheitstipps sind bei der Arbeit mit Elektrogeräten, die Lithium-Akkus enthalten, zu beachten:

Geräte mit Lithium-Akkus nicht direkter Sonnenbestrahlung oder länger andauernden hohen Temperaturen aussetzen. Nicht über viele Stunden in der prallen Sonne oder im Auto liegen lassen oder betreiben.

Arbeitsgeräte immer ausschließlich mit den vom Hersteller vorgesehenen Ladegeräten (Originalzubehör) betreiben oder mit vom Hersteller empfohlenen bzw. zugelassenen Ladesystemen.

Eine thermische Überlastung kann zum Schmelzen des Separators (ab 70°C) und damit zu Kurzschlüssen führen!

Geräte keinesfalls unbeaufsichtigt aufladen (Gefahr der Überladung). Laptops oder Smartphones nicht über Nacht, wenn niemand im Büro ist, am Strom lassen.

Geräte beim Aufladen auf eine nicht brennbare Unterlage legen und für eine ausreichende Luftzufuhr sorgen. Größere Ladestationen (z. B. für Stapler) in gut gelüfteten Bereichen aufstellen – keinesfalls im dichtbepackten Lager!

Arbeitsgeräte sorgsam behandeln und vor mechanischen Beschädigungen und Erschütterungen (z. B. zu Boden fallen, Schlageinwirkung) schützen. Wenn doch etwas passiert, den Vorfall dem Vorgesetzten melden, das Gerät sicherheitshalber einer Begutachtung unterziehen bzw. bei offensichtlichen Mängeln (Verformungen) eine Reparatur veranlassen.

Arbeitsgeräte mit Lithium-Akkus an einem gut gelüfteten, kühlen Ort lagern und auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand (mind. 2,5 m) zu brennbaren Materialien achten. Der Lagerbereich sollte mit einem Rauchmelder ausgestattet und auch im Brandschutzplan gekennzeichnet werden.

Bei Anzeichen von Defekten oder Beschädigungen (z. B. plötzlicher Leistungsabfall, starke Erhitzung des Geräts, Verformungen bzw. Schmelzstellen am Gehäuse, Auslaufen von Flüssigkeit) das Gerät nicht einschalten und gegebenenfalls von der Stromversorgung trennen.

Richtige Entsorgung von Li-Akkus und defekten Geräten

Nicht ganz die Hälfte (45 Prozent) der jährlich in Österreich verkauften Geräte-Akkus wird fachgerecht gesammelt und entsorgt. Der Rest wird im Büro und zu Hause gebunkert oder landet im Restmüll. „Das ist ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsrisiko“, warnt EAK-Geschäftsführerin Mag.a Giehser und betont: „Nicht nur die Konsumentinnen und Konsumenten, auch die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber tragen Verantwortung für die fachgerechte Entsorgung. Dadurch wird nicht nur die Gesundheit des eigenen Personals geschützt, sondern auch die der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Abfallwirtschaft! Denn durch Fehlwürfe im Restmüll kommt es immer wieder zu Bränden in Sammelstellen.“

So gelingt die richtige Entsorgung im Betrieb:

Defekte Geräte und Akkus keinesfalls in den Restmüll entsorgen!

Sie müssen bis zur Entsorgung unbedingt – auch von anderen Batteriesystemen – getrennt gelagert werden.

Auf Grund der Berst- und Brandgefahr am besten in einem feuerbeständigen, nicht luftdicht abgeschlossenen baumustergeprüften Entsorgungscontainer sammeln, der für Gefahrguttransport geeignet ist.

Beim Lagerort Fluchtwege beachten (mögliche Verrauchung von Arbeitsplätzen). Es sollte außerdem ein Rauchmelder vorhanden sein.

Größere, leistungsstarke Lithium-Akkus einzeln aufbewahren.

Da Batterien niemals vollständig entladen werden, die Pole gegen Kurzschluss sichern (z. B. Isolierband)

„Betriebe sollten Kontakt mit Entsorgungsunternehmen oder Rücknahmesystemen der Hersteller aufnehmen“, empfiehlt Giehser und Drobits ergänzt, dass „sie sich auch bezüglich der Lagerung und Entsorgung von Geräten mit Lithium-Akkus ausführlich beraten lassen sollten.“ Auf diese Weise könne ein individuelles und geeignetes Sammelkonzept für den Betrieb erarbeitet werden.

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