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17.09.2019

Kreditinstitute müssen bei vorzeitiger Kreditrückzahlung alle verrechneten Kosten anteilig rückerstatten

Kreditinstitute müssen bei vorzeitiger Kreditrückzahlung alle verrechneten Kosten anteilig rückerstatten - VKI sieht dringenden Handlungsbedarf durch den österreichischen Gesetzgeber Kreditinstitute müssen bei vorzeitiger Kreditrückzahlung alle verrechneten Kosten anteilig rückerstatten - VKI sieht dringenden Handlungsbedarf durch den österreichischen Gesetzgeber

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat sich in einer aktuellen Entscheidung mit den Folgen einer vorzeitigen Kreditrückzahlung eines Kreditnehmers beschäftigt. Das Gericht entschied, dass der Verbraucher bei vorzeitiger Rückzahlung das Recht auf die Ermäßigung sämtlicher ihm auferlegten Kosten hat. Das bedeutet, dass der Verbraucher auch Anspruch darauf hat, laufzeitunabhängige Kosten wie zum Beispiel eine zu Beginn gezahlte Bearbeitungsgebühr oder eine Vermittlungsprovision teilweise zurückzuerhalten.

„Diese EuGH-Entscheidung hat auch auf Österreich große Auswirkungen. Bisher haben Banken in Österreich den Verbrauchern laufzeitunabhängige Kosten, wie etwa die Kreditbearbeitungsgebühr, bei vorzeitiger Kreditrückzahlung nämlich nicht zurückgezahlt. Dies entspricht aber nicht der europäischen Verbraucherkredite-Richtlinie, wie der EuGH nun ausgesprochen hat.

Ob sich daraus für die Vergangenheit Ansprüche der Kreditnehmer gegenüber ihrer Bank ableiten lassen, ist denkbar, muss aber noch näher geprüft werden. Denn die österreichische Regelung erwähnt im Zusammenhang mit der vorzeitigen Kreditrückzahlung nur die laufzeitabhängigen Kosten. Für die Zukunft sollte gesetzlich jedenfalls schnell klargestellt werden, dass sämtliche Kosten, und damit auch die laufzeitunabhängigen Kosten, bei vorzeitiger Kreditrückzahlung zu reduzieren sind“, so Dr. Beate Gelbmann, Leiterin der Abteilung Klagen im Verein für Konsumenteninformation (VKI).

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
13.10.2019

Was Herr und Frau Österreicher in der Zusammenarbeit mit Bestattern erwarten

Was Herr und Frau Österreicher in der Zusammenarbeit mit Bestattern erwarten Was Herr und Frau Österreicher in der Zusammenarbeit mit Bestattern erwarten

„Die Menschen wünschen sich, dass ihrem oder ihrer Verstorbenen bei Bestattungsfeierlichkeiten ein würdiges Andenken gesetzt wird. Dafür stehen die österreichischen Bestatter in einzigartiger und besonderer Art und Weise“, sagt Franz Nechansky, Bundesverbandsobmann der Bestatter in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und Landesinnungsmeister in der WK Burgenland.

Gemeinsam mit Meinungsforscher David Pfarrhofer (Institutsvorstand „market“) und den Bestatter-Branchenrepräsentanten Katharina Strack-Dewanger (Bundesverbandsobmann-Stellvertreterin und Landesinnungsmeisterin in der WK Niederösterreich) und Martin Dobretsberger, Landesinnungsmeister in der WK Oberösterreich, präsentierte Nechansky, der oberste Interessenvertreter der Bestatter in Österreich heute, Freitag, eine großangelegte Erhebung. Ziel war es, die Stimmungslage in der österreichischen Bevölkerung rund um Bestattungen und die eigene Erwartungshaltung dazu auszuloten, zu diesem Zweck wurden repräsentativ für die Bevölkerung ab 18 Jahren 2.005 Personen befragt.

Zuhören, beraten, umsetzen - Bestatter als Dienstleister in einer besonders schwierigen Phase

„Bestatter sind Dienstleister in einer besonders schwierigen Lebenssituation, wenn man nämlich – oft auch unerwartet - einen lieben Menschen verloren hat“, so Katharina Strack-Dewanger, Landesinnungsmeisterin in Niederösterreich. Gemeinsam mit Bundesverbandsobmann Franz Nechansky und Martin Dobretsberger, Landesinnungsmeister in Oberösterreich, formuliert sie das Motto der Branche: „Zuhören, beraten, umsetzen.“

„market“-Umfrage: Bestattungsberatung soll, ja muss persönlich stattfinden

Eindeutig ist die Stimmungslage in Österreich, wenn es darum geht, ob man bei der Organisation einer Verabschiedung die Leistungen persönlich mit dem Bestatter bespricht oder dies via Telefon und Internet erledigt. In dieser emotionalen Phase ist ein persönliches Gespräch unerlässlich, auch für junge Menschen stellen Online- und Telefonkontakt in keiner Weise eine Alternative zum persönlichen Gespräch dar.

Österreicherinnen und Österreicher haben Erfahrungen mit Bestattungen

„Faktum ist, dass viele Österreicherinnen und Österreicher bereits Erfahrungen mit Bestattungen gemacht haben - das zeigt die market-Umfrage“, so Strack-Dewanger. Nahezu alle der Befragten waren bereits zumindest einmal bei einem Begräbnis, drei Viertel davon innerhalb der vergangenen drei Jahre.“

Die positiven Eindrücke von besuchten Begräbnissen untermauern die hohe Bedeutung des persönlichen Kontakts mit dem Bestatter: Im Rückblick auf die Zusammenarbeit mit dem Bestatter streichen die Befragten die Beratung und Betreuung sowie die Organisation besonders hervor; viele positive Rückmeldungen gibt es auch zum Einfühlungsvermögen – die persönlichen Gespräche werden als wertschätzend und hilfreich empfunden.

Anforderungen an eine gelungene Bestattung resultieren sehr konkret aus eigenen Erlebnissen und Erfahrungen

„Daraus resultiert wohl, dass Österreicherinnen und Österreicher bei den Anforderungen an eine gelungene Bestattung sehr konkret an eigene Erlebnisse denken und dabei die Emotion in den Mittelpunkt stellen“, sagt Meinungsforscher David Pfarrhofer mit Blick auf die Ergebnisse der repräsentativen Erhebungen. Um von einem gelungenen Begräbnis sprechen zu können, gehören die musikalische Umrahmung, ein respektvoller, persönlicher Umgang mit dem Verstorbenen und passende Ansprachen in einer stimmigen Atmosphäre.

Anforderungen an Bestatter: Verlässlichkeit, Freundlichkeit und Organisationsqualität bei nachvollziehbaren Preisen

Die Qualität eines Bestatters wird über das Einfühlungsvermögen, die Beratungsleistung sowie die Organisation und die Individualität definiert. Verlässlichkeit und klare, transparente Kosteninformation liegen in der gestützten Ermittlung ganz oben im Ranking; weiters erwartet man freundliche, einfühlsame MitarbeiterInnen, ein Rund-um-Service bei der Organisation mit dem Friedhof und Individualität bei der Gestaltung der Parten – und dies zu einem angemessenen Preis-Leistungsverhältnis. Eindeutig ist damit, dass bei Bestattungen der Fokus auf Emotion und Qualität liegt, beim Preis erwartet man Nachvollziehbarkeit und Angemessenheit – und keine „Sonderangebote“: Herr und Frau Österreicher wünschen sich, dass bei den Bestattungsfeierlichkeiten der bzw. dem Verstorbenen ein würdiges Andenken gesetzt wird.

Hohe Zufriedenheit bei jenen, die schon einmal in die Zusammenarbeit mit einem Bestatter einbezogen waren

Immerhin etwa die Hälfte der Bevölkerung war schon einmal in die Zusammenarbeit mit einem Bestatter einbezogen. Erkundigt man sich bei jenen Personen nach dem Vorgehen bei einer neuerlichen Organisation eines Begräbnisses, so wird deutlich, dass die Bestattungsunternehmen exzellente Arbeit leisten: „Nur ein knappes Zehntel würde sich bei der neuerlichen Organisation einer Bestattung an einen anderen Anbieter wenden“, zeigen sich die Branchenvertreter Franz Nechansky, Katharina Strack-Dewanger und Martin Dobretsberger erfreut.

Begräbnis-Vorsorge derzeit noch kaum Thema – „Da ist noch Luft nach oben“

Begräbnis-Vorsorge ist für die große Mehrheit der 2.005 Befragten derzeit noch kaum Thema: Etwa die Hälfte zeigt sich an Vorsorgepaketen interessiert, „sehr großes“ Interesse haben aber nur 16 Prozent; in der Altersgruppe ab 50 liegt dieser Anteil bei 20 Prozent. Für die Mehrzahl der Österreicherinnen und Österreicher ist damit der Abschluss eines derartigen Packages in weiter Ferne. Und selbst von Interessenten haben bis dato nur wenige bereits eine Begräbnis-Vorsorge abgeschlossen. „Da ist noch Luft nach oben“, so die Bestattungs-Dienstleister Franz Nechansky, Katharina Strack-Dewanger und Martin Dobretsberger.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
04.10.2019

Ein Mäntelchen für den Mops

 Tierliebe ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich hochgradig selektiv und ambivalent. Tierliebe ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich hochgradig selektiv und ambivalent.

Nicht nur am heutigen Tierschutztag sind die Österreicher tierlieb. Diese Liebe ist allerdings hochgradig selektiv und ambivalent. Für nicht essbare Tiere ist nichts zu teuer, für essbare jeder Cent zu viel. Der Konsument entscheidet.

Im Frühjahr 2018 hielten Tierfreunde in Hannover eine Mahnwache für den Kampfhund Chico ab. Dieser hatte sein­e Besitzerin und deren Sohn totgebissen und wurde eingeschläfert. 60 Menschen legten Blumen, Kerzen und Stoffhunde für den Hund, nicht für die zwei toten Menschen nieder. Das ist nur eines der völlig überzogenen und absurden Ausmaße von Tierliebe, die am heutigen Welttierschutztag durchs Netz geistern.

Tierliebe ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich hochgradig selektiv und ambivalent. Sind Tiere im Spiel, wird es emotional, solange wir diese Tiere niedlich und toll finden. An der Stelle sei an die hochemotionale Diskussion um Bär und Wolf in Tirol und Südtirol erinnert.

Während also für den Mops das Mäntelchen und das Maniküreset gar nicht teuer genug sein kann, ist für das essbare Tier jeder Cent zu viel.

Seit der Industrialisierung unterscheidet der Mensch zwischen Haus- und Nutztier. Das anonyme Schwein, Huhn oder Kalb kann so viele Qualen erleiden, solange es anonym bleibt und in der sterilen Styroportasse serviert wird. Herr und Frau Österreicher essen nicht, was ihnen vorher lebend begegnet ist. Dazu gibt es Versuchsreihen, nicht mit Tieren, sondern mit Konsumenten, die dieses Verhalten belegen. Nicht so gern gegessen wird auch etwas, das zu sehr an das lebende Tier erinnert. Schweinsrüssel oder Hühnerkrallen sind hierzulande kein­e Verkaufsschlager und werden es auch nicht werden. Tierschutz erfährt nicht zuletzt durch die Klimadebatte Aufwind. Massentierhaltung ist klimarelevant, verbraucht Ressourcen und am Ende zahlen alle drauf: Tiere, Landwirte, Konsumenten.

Je nach Weltanschauung ist die Reihenfolge vielleicht anders, das Sensorium jedoch erhöht. Der Konsument entscheidet und ist sich lange vor, Achtung und jetzt kommt’s, Greta Thunberg im Klaren, dass sich das Wiener Schnitzel um 3,90 Euro samt Kartoffelsalat nicht ausgehen kann. Im Lichte der Klimadebatte wagte sogar der eine oder andere Politiker vor der Wahl zu sagen, dass Fleisch teurer werden müss­e. Bis das von oben geregelt wird, gilt der Appell an die Eigenverantwortung und der Glaube an die Renaissance des Hausverstandes.

Es muss nicht jeden Tag das Wiener Schnitzel sein. Weniger Fleisch, dafür eines aus der Region, ist ein gangbarer und in Wahrheit auch ein leistbarer Weg, den immer mehr Österreicher bereits eingeschlagen haben. Würde das die Haltung der Massen, wäre viel erreicht.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von ANITA HEUBACHER
07.10.2019

Doskozil: "Situation der SPÖ ist sehr dramatisch"

Doskozil: "Situation der SPÖ ist sehr dramatisch" Doskozil: "Situation der SPÖ ist sehr dramatisch"

Im Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH (Sonntagsausgabe) rechnet der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil ungewohnt scharf mit seiner Partei ab: "Das Bundesergebnis der SPÖ ist desaströs. Da gibt es keine 2. Meinung dazu." Doskozil auf die Frage, warum das Ergebnis so schlecht ausgefallen sei: "Offensichtlich schaffen wir es als Bundes-SPÖ nicht mehr, den Menschen klar zu machen, wofür wir stehen."

Die Situation sei laut Doskozil "sehr dramatisch. Kosmetische Eingriffe helfen sicher nicht!" Auf die Parteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner angesprochen, sagt Doskozil: "Wir brauchen jetzt nicht über einzelne Personen zu diskutieren. Wir haben tiefgründigere Probleme."

Einer roten Regierungsbeteiligung erteilt Doskozil eine klare Absage. Auf die Frage, ob die SPÖ in eine Regierung mit Kurz gehen solle, antwortet Doskozil: "Nein. Jetzt den Mehrheitsbeschaffer zu geben, hielte ich für einen Fehler." Die SPÖ habe von den "Menschen keinen Auftrag erhalten". Er selbst stünde als Vizekanzler jedenfalls nicht zur Verfügung: "Nein. Ich bin und will Landeshauptmann im Burgenland bleiben."

Doskozil spricht in ÖSTERREICH auch über seine Stimmband-OP:

"Nächste Woche werde ich operiert. Dann sollte wieder alles ok sein. Ab Ende Oktober werde ich alle Termine wieder zu 100% wahrnehmen."

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Steindy, Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0
07.10.2019

Eine mühsame Partnersuche

Anders als vor zwei Jahren hat Kurz zwar viele Koalitionsvarianten, aber noch kein klares Ziel vor Augen.Er weiß, dass es genügend Parteifreunde gibt, vor allem im Westen, die ein Bündnis mit den Grünen bevorzugen. Anders als vor zwei Jahren hat Kurz zwar viele Koalitionsvarianten, aber noch kein klares Ziel vor Augen.Er weiß, dass es genügend Parteifreunde gibt, vor allem im Westen, die ein Bündnis mit den Grünen bevorzugen.

ÖVP-Grün wird ein hoher Charmefaktor zugesprochen. Im Wartesaal sitzen die Blauen. Zudem könnte Kurz eine Minderheitsregierung wagen. Je länger verhandelt wird, desto wahrscheinlicher könnten diese Varianten werden.

Vor zwei Jahren nannte Sebastian Kurz das Sondieren mit den anderen Parteichefs „Annäherungsgespräche“. Doch für alle Beteiligten war klar: Der junge ÖVP-Obmann wollte ein Bündnis mit der FPÖ schmieden. So kam es auch. Nach nur 64 Tagen war der Koalitionsvertrag ausverhandelt. Angelegt war der Pakt auf zwei Legislaturperioden. Nach 18 Monaten war es vorbei. Das Scheitern führte in die Neuwahl, die die ÖVP mit großem Vorsprung für sich entscheiden konnte. Trotz dieses Wahlerfolges werden die Koalitionsverhandlungen dieses Mal viel mühsamer werden.

Anders als vor zwei Jahren hat Kurz zwar viele Koalitionsvarianten, aber noch kein klares Ziel vor Augen.Er weiß, dass es genügend Parteifreunde gibt, vor allem im Westen, die ein Bündnis mit den Grünen bevorzugen. Er weiß, dass er auf der europäischen Ebene bei einer Koalition mit den Grünen viel an Applaus ernten würde. Er weiß aber auch, dass sich zwischen diesen beiden Parteien ein tiefer Graben befindet.

Dem Taktiker Kurz ist zuzutrauen, dass er zwar ernsthaft mit den Grünen verhandelt, aber gleichzeitig alles versuchen wird, der Ökopartei die Schuld zu geben, sollten die Verhandlungen scheitern, weil die Brücken, die von beiden Seiten gebaut worden sind, nicht tragfähig waren. Sollte also der Charmefaktor für ein Bündnis zwischen den Konservativen und die Grünen nicht ausreichen, hat Kurz noch immer gute Karten.

Und zwar für zwei Varianten, die am Beginn der Verhandlungen nur eine theoretische Überlegung sind: entweder doch eine Neuauflage der rechtskonservativen Regierung oder eine Minderheitsregierung. Die Erzählung für beide Varianten ist in groben Zügen fertig. Sie könnte so lauten: Er, Kurz, sondierte zwar mit den Roten, aber dort scheint kein Geist für Veränderungen vorhanden zu sein. Er verhandelte mit den Grünen, doch der Forderungskatalog der Kleinpartei war schlichtweg überzogen.

Die FPÖ könnte derweil die Wochen genützt haben, um sich neu aufzustellen. Die Schnittmenge zwischen ÖVP und FPÖ ist sowieso am größten. Auch das weiß Kurz. Doch wenn er schon das Risiko sucht, warum nicht gleich eine mit Experten aufgefettete Minderheitsregierung bilden? Er könnte einem aufgewerteten Parlamentarismus das Wort reden, könnte es eine Zeit lang mit wechselnden Mehrheiten versuchen. Und sollte er gestürzt werden? Dann hat er bei einer Neuwahl schon wieder die besseren Karten.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / TIROLER TAGESZEITUNG, Leitartikel von Michael Sprenger
07.10.2019

Matthias Strolz: „Ich bin ein großer HC-Versteher … Ich versteh' das alles - und trotzdem geht es nicht.“

Matthias Strolz: Ich bin ein großer HC-Versteher … Matthias Strolz: Ich bin ein großer HC-Versteher …

Er bezeichnet es als „Ende des einjährigen Gelübdes der Enthaltsamkeit“: Ein Jahr nach seinem Ausstieg aus der Politik äußert sich der ehemalige NEOS-Parteichef Matthias Strolz, der „nie ein Polit-Muppet werden wollte“, wieder detailliert zur österreichischen Innenpolitik. In Ö3-„Frühstück bei mir“ meinte der NEOS-Gründer über die Zusammensetzung einer zukünftigen Regierung: „Ich glaube, dass es türkis-rot wird oder türkis-grün oder türkis-grün-pink oder Minderheitsregierung oder Neuwahl – diese fünf Optionen haben aus meiner Sicht die gleiche Wahrscheinlichkeit.“

Ob er tatsächlich Neuwahlen als Option sieht? „Ich halte das für ebenso realistisch wie jede Form der Koalition, dass wir im Frühjahr neu wählen, auch aus meiner Erfahrung aus dem Parlament. Weil die Parteien zueinander und auch die für sie zuständigen Persönlichkeiten zueinander in einer Polarisierung gewachsen sind, wie es Österreich in dieser Form nicht wirklich gekannt hat.“

Er selber schließt eine baldige Rückkehr in die Politik aus – selbst wenn er im Fall einer türkis-grün-pinken Koalition gefragt wird, ob er Bildungsminister wird: „Nein, das ist kein Thema für mich tatsächlich, weil ich auch so viele neue Verantwortungen übernommen hab‘ und auch familiär in der Pflicht bin. Ich kehre nicht zurück, solange die Kinder in der Schule sind.“ Doch er räumt ein: „Wer weiß, wenn die Kinder einmal groß sind, ob es da nicht ein Revival gibt, den politischen Virus trage ich in mir.“

Dass NEOS-Großspender Hans Peter Haselsteiner ihn erst kürzlich in einem „Kurier“-Interview kritisierte („Der Wahltag 2017 war eine große Katastrophe. Viele meinten, man kann mit Strolz nichts gewinnen.“) und Beate Meinl-Reisinger als „die rundere, weniger ausreißende und konstantere Politikerin“ hervorhob, kommentierte Strolz auf Ö3: „Ja, ich hab‘ das gelesen und hab‘ mich natürlich gewundert, was für a Laus über seine Leber g’laufen ist. Aber Beate Meinl-Reisinger ist ein riesiges politisches Talent, da hat er recht. Da ist er halt mit dem falschen Fuß aufg’standen. Wir waren nicht immer einer Meinung, aber wir schätzen uns, glaub ich, sehr. Also. Insofern will ich‘s nicht auf die Goldwaage legen.“

Wie Matthias Strolz, der mit seinem neuen Buch „Sei Pilot deines Lebens“ durch Österreich tourt und Vorträge zur Selbstentfaltung und Lebens-Veränderung hält, Polit-Aussteiger Heinz-Christian Strache jetzt coachen würde? „Die Psychotherapie sagt, ich kann mich nur verändern, wenn ich den Status quo akzeptiere. Das wäre wahrscheinlich eine der großen Aufgaben mit ihm.

Dass er den Status quo auch einmal akzeptiert: Ich hab Dinge gemacht, die waren nicht in Ordnung.“ Und, so Strolz weiter: „ Ich bin ein großer HC-Versteher, wenn man so will, weil ich kann mir das erklären, warum es dazu kommt. Die Politik ist voller Kränkungen und, wenn du so lange drin bist wie er, dann kommst du irgendwann einmal an den Punkt, wo du sagst: weißt, das ist jeden Tag so brutale Hack‘n, das sind 80 Stunden die Woche und dann muss das auch etwas Wert sein.

Dort werd‘ ich angeschnorrt für an Pokal und dort soll ich eine Runde Bier zahlen, das soll die Partei zahlen. Dann kommen Leute in meine Wohnung, die nicht kommen würden, wenn ich nicht Politiker wäre. Das ist so ein bissl, wenn man zu lang in der Spitzenpolitik bleibt, schleicht eine Art von mangelnder Bodenhaftung ein, gepaart mitunter mit Unverschämtheit. Und, ich versteh das alles – und trotzdem geht es nicht.“ Wie Entfaltungs-Coach Strolz also Strache in ein neues Leben führen würde? „Nach dem Akzeptieren muss er loslassen. Vor allem die Kränkungen los lassen. Das wird für ihn ganz schwierig sein. Und, dann wäre er in der Pflicht hinzuhören, wo sind meine Talente? Wo sind die Sehnsüchte meines Herzens? Ich wünsche ihm in jedem Fall Alles Gute.“

Ö3-„Frühstück bei mir“ – das große Interview der Woche, Persönlichkeiten ganz persönlich – jeden Sonntag von 9.00 bis 11.00 Uhr im Hitradio Ö3 und zum Nachhören online auf oe3.ORF.at.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Ailura, CC BY-SA 3.0 AT
07.10.2019

Breite Mehrheit der ÖsterreicherInnen lehnt auch neue Gentechnik-Verfahren ab

Breite Mehrheit der ÖsterreicherInnen lehnt auch neue Gentechnik-Verfahren ab Breite Mehrheit der ÖsterreicherInnen lehnt auch neue Gentechnik-Verfahren ab

Eine heute veröffentlichte, repräsentative Umfrage zeigt, dass eine breite Mehrheit der ÖsterreicherInnen „neue Gentechnik-Verfahren” für die Produktion von Lebensmitteln ablehnt. In der von der ARGE Gentechnik-frei in Auftrag gegebenen Studie gaben fast 70 Prozent der Befragten an, dass sie keine so veränderten Lebensmittel kaufen würden. Rund 85 Prozent wünschen sich, dass diese genmanipulierten Lebensmittel streng kontrolliert und gekennzeichnet werden müssen. Die Ergebnisse sind aktuell besonders relevant, weil auf europäischer Ebene mehrere Mitgliedstaaten das EU-Gentechnikrecht aufweichen wollen. Greenpeace fordert die nächste österreichische Bundesregierung dazu auf, die bestehenden Schutzstandards auf europäischer Ebene zu verteidigen.

„Die Österreicherinnen und Österreicher wollen keine Gentechnik auf ihren Tellern. Die nächste österreichische Bundesregierung muss daher auch auf europäischer Ebene dafür sorgen, dass die bestehenden Schutzstandards nicht aufgeweicht werden”, sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace in Österreich. Mehrere EU-Staaten, wie beispielsweise die Niederlanden oder Finnland, wollen sogenannte „neue Gentechnik-Verfahren” von der bisherigen Gentechnik-Regulierung ausnehmen. Der Begriff „neue Gentechnik“ bezeichnet neue gentechnische Verfahren, mit denen etwa neue Pflanzensorten geschaffen werden. Aber auch an Tieren wird mit diesem neuen Verfahren bereits experimentiert. So gibt es bereits heute Versuche mit Schweinen deren Genom so manipuliert wurde, dass sie besonders viel Fleisch produzieren.

Ebenfalls eine große Mehrheit – rund zwei Drittel der ÖsterreicherInnen – gab bei der Umfrage an, dass ihnen Gentechnikfreiheit bei Fleischprodukten besonders wichtig ist. Das schließt auch mit ein, dass die Tiere keine gentechnisch veränderte Futtermittel zu fressen bekommen. Trotzdem werden auch in Österreich weiterhin rund 90 Prozent aller Schweine mit Gentech-Futter gemästet - sogar jene mit dem AMA-Gütesiegel. „Das Österreichische Parlament könnte das staatliche AMA-Gütesiegel per Beschluss gentechnikfrei machen. Wir fordern von den neu gewählten Abgeordneten, diesem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nachzukommen”, sagt Theissing-Matei.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
30.07.2018

Grillunfälle: 700 Verletzte jährlich

Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August. Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August.

Ein Sommer ohne Fleisch, Fisch oder Gemüse auf dem Grill ist kein richtiger Sommer. Dieser Aussage stimmten in einer KFV-Befragung die Mehrheit der Befragungsteilnehmer zu. Grillen gehört mit seinem typischen Geruch für die meisten Österreicher zum Sommerfeeling einfach dazu. Die beliebtesten Grillmonate sind von Mai bis August. Naturgemäß kommt es in dieser Zeit auch am häufigsten zu Unfällen: Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August. „Glücklicherweise gehen die meisten Grillabende unfallfrei über die Bühne. Doch der Umgang mit dem Grill kann schnell brandgefährlich werden. Gemäß einer KFV-Befragung stellen nur etwa 23 Prozent der Österreicher beim Grillen Löschmittel wie Löschdecke oder Feuerlöscher bereit“, erläutert Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KFV. „Viele Grillunfälle könnten leicht verhindert werden. Denn: Die meisten Grillunfälle entstehen durch Unachtsamkeit, Übermut oder Fehleinschätzungen.“

Am Samstag passieren die meisten Unfälle

Rund die Hälfte aller Verletzungen sind thermische Verletzungen, d.h. Verbrennungen oder Verbrühungen. Aber auch Schnittverletzungen (32 Prozent) zählen zu den häufigsten Verletzungsarten beim Grillen. Besonders häufig betroffen sind dabei Finger und Hände. Und: Dass Grillen nach wie vor Männersache zu sein scheint, zeigt sich bei den Unfallzahlen. 2 von 3 Personen, die nach einem Unfall beim Grillen im Krankenhaus nachbehandelt werden müssen, sind Männer. Der unfallträchtigste Wochentag ist der Samstag.

KFV-Sicherheitstipps für das sichere Grillen

Worauf sollte man beim Aufstellen des Grills achten?

Der Griller sollte stabil auf einer ebenen Standfläche stehen.

Bewegen Sie den Griller nicht mehr, wenn er bereits mit glühender Kohle gefüllt ist.

Den Griller nicht in der Nähe von leicht brennbaren Materialien wie Schilfmatten, Gartenmöbel mit Sitzpolster, Zelten, Holzbauten, Holzzäunen usw. in Betrieb nehmen.

Wählen Sie einen möglichst windgeschützten Grillplatz, um Funkenflug und herumfliegende Asche zu vermeiden.

Ein Holzkohlegrill darf ausschließlich im Freien betrieben werden.

Nicht im Wald oder in Waldnähe grillen.

Lassen Sie Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Nähe eines Grills!

Wie zündet man Grillkohle richtig an?

Am besten mit Grillanzündern aus festen Stoffen. Das sind vor allem Trockenspiritus, Anzündriegel oder Zündwürfel. Weiters eignen sich Anzünd-Öle in Spezialflaschen und Grillpasten oder elektrische Grillanzünder.

Brennbare Flüssigkeiten wie Spiritus und Benzin sind zu gefährlich (Stichflamme beim Anzünden sowie explosionsartige Rückzündung beim "Nachfeuern") und dürfen keinesfalls verwendet werden!

Vorsichtsmaßnahmen beim Grillen

Immer einen Kübel Wasser oder sonstige Löschmittel (Feuerlöscher) bereithalten.

Flammenbildung durch das vom Grillgut abtropfende Fett unterbinden.

Grillvorgang ständig beaufsichtigen.

Restglut immer vollständig ablöschen bzw. fluten.

Was geschieht mit der Restglut?

Das Löschen mit Wasser ist am sichersten. Die Restglut sollte dabei unbedingt gänzlich unter Wasser gesetzt bzw. geflutet werden!

Auch die gelöschte Glut darf nur in nicht brennbare und verschließbare Behälter entsorgt werden.

Eine Entsorgung der Grillkohle auf dem Kompost sollte vermieden oder zumindest nur nach einer vollständigen Flutung durchgeführt werden.

Gefahrloses Grillen mit Gas

Der Gasschlauch sollte nach jeder Saison auf Risse und Sprödigkeit kontrolliert werden.

Überprüfen Sie die Anschlüsse mit Lecksuchspray auf ihre Dichtheit hin.

Verbinden Sie die Gasflasche stabil mit dem Grillwagen und verwenden Sie diese niemals liegend.

Zünden Sie den Gasgriller grundsätzlich mit geöffnetem Deckel an.

Stellen Sie bei Gasgeruch das Grillgerät sofort ab und führen Sie eine Dichtheitsprobe durch!

Flüssiggas ist schwerer als Luft – lagern Sie daher Gasflaschen in gut belüfteten Räumen und niemals unter Erdniveau (z.B. im Keller).

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
09.09.2019

Es wird eng und immer enger

Die Daseinsfürsorge frisst immer mehr Reserven auf. Die Daseinsfürsorge frisst immer mehr Reserven auf.

Seit 2012 weist Tirol ein Nulldefizit auf. Dass sich auch ein finanziell solides Land in der Budgeterstellung immer schwerer tut, sollte ein Alarmsignal sein. Vor allem im Bund.

Was kann die öffentliche Hand noch leisten und was muss sie tun? Wahlreden wie „Mehr privat – weniger Staat“ sind wenig hilfreich. Denn darum geht es schon lange nicht mehr. Vielmehr war bisher keine Bundesregierung – ob Rot-Schwarz oder Schwarz-Blau – in der Lage, die größten Kostentreiber in den öffentlichen Budgets einzudämmen.

Genannt seien hier nur die Gesundheit und die Pflege. Vielleicht verrät uns dereinst die ehemalige Gesundheits- und Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) in ihren Memoiren, in welchen Zeilen sie die „Patientenmilliarde“ aus der Krankenkassenreform versteckt hat. Tirol kann mit der Reduktion von Spitalsbetten zwar finanziell gegensteuern, doch die großen Strukturreformen muss Wien beschließen.

Solange die Krankenhäuser und Spitalsambulanzen nicht entlastet werden, der Haus- und Landärztemangel nicht mit innovativen Lösungen behoben wird, die Politik nicht endlich erkennt, dass Pflege und Medizin mittlerweile weiblich sind, weshalb es neue Arbeitszeitmodelle benötigt, um Familie und Beruf zu verbinden, oder ärztliche Hausapotheken Anreize für Allgemeinmediziner in der Peripherie bieten, werden die teuren Spitäler nur noch teurer.

Und wie lange doktert die Politik schon an einer generationenübergreifenden Pflegelösung herum? Der Pflegeregress wurde populistisch ohne soziale Treffsicherheit und ohne Gegenfinanzierung abgeschafft. Zuletzt ging es in der Pflege nur noch darum, finanzielle Löcher zu stopfen.

All das wirkt sich natürlich auch auf ein budgetär mehr als stabiles Land wie Tirol aus.

Die Daseinsfürsorge frisst immer mehr Reserven auf. Tirol hat sie gerade noch, andere Bundesländer nicht mehr. Das sollte eigentlich ein Alarmsignal sein, das im Wahlkampf aber leider überhört wird.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG, Leitartikel von Peter Nindler
09.09.2019

Kurz-Biografin mit geschönten Referenzen

Am 11. September erscheint im Münchner Verlag FBV das Buch „Sebastian Kurz: Die offizielle Biografie“, dem Vernehmen nach vom ÖVP-Obmann persönlich autorisiert. Am 11. September erscheint im Münchner Verlag FBV das Buch „Sebastian Kurz: Die offizielle Biografie“, dem Vernehmen nach vom ÖVP-Obmann persönlich autorisiert.

Am 11. September erscheint im Münchner Verlag FBV das Buch „Sebastian Kurz: Die offizielle Biografie“, dem Vernehmen nach vom ÖVP-Obmann persönlich autorisiert. Die Autorin Judith Grohmann behauptet in ihrem Lebenslauf, „die jüngste Investigativ-Journalistin und Schlussredakteurin Österreichs“ gewesen zu sein: „Mit 17 ging sie zum Herausgeber des bekanntesten österreichischen Enthüllungs- und Nachrichtenmagazins ,profil‘ und bot ihm an, für ihn als Investigativ-Journalistin zu arbeiten. Zwei Monate später bot ihr der selbe (sic!) Herausgeber an, neben ihrer Tätigkeit als Journalistin auch als Chefin vom Dienst für ,profil‘ zu arbeiten.“

Dazu hält „profil“ fest: Judith Grohmann dürfte 1985 zwar vorübergehend bei „profil“ tätig gewesen sein, mit Sicherheit aber nicht als Redakteurin, geschweige denn als Chefin vom Dienst. Ihr Name scheint in keinem Impressum auf. Der genannte Herausgeber – Peter Michael Lingens – kann sich nach eigenem Bekunden nicht an den Namen Grohmann erinnern.

Der Bitte der Chefredaktion um eine erklärende Stellungnahme kam Judith Grohmann bis profil-Redaktionsschluss nicht nach.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
30.07.2018

Wertgegenstände in Schwimmbädern häufig unbeaufsichtigt

Wertgegenstände in Schwimmbädern häufig unbeaufsichtigt Wertgegenstände in Schwimmbädern häufig unbeaufsichtigt

An Badeplätzen wird mit den eigenen Wertgegenständen eher sorglos umgegangen. Das geht aus einer aktuellen KFV-Beobachtung, die im Zeitraum Mai bis Juni dieses Jahres durchgeführt wurde, hervor. An knapp 50 Prozent der Liegeplätze, die nicht beaufsichtigt waren, konnten potentielle Wertgegenstände gefunden werden. Der Wertgegenstand mit dem am sorglosesten umgegangen wird, ist das Smartphone, welches immer wieder völlig offen unbeobachtet am Platz gelassen wurde. „Beim Besuch von Frei- und Naturbädern sollten nur unbedingt notwendige Wertgegenstände mitgenommen werden. In vielen Bädern gibt es die Möglichkeit, Wertgegenstände in Schließfächer zu verstauen. Bei unserer Beobachtung mussten wir allerdings feststellen, dass Schließfächer nur von einem kleinen Teil der Badegäste benutzt werden“, erläutert KFV-Expertin Mag. Monika Pilgerstorfer.

Tipps für den Umgang mit Wertgegenständen in Freibädern & Badeseen:

Nur mitnehmen, was tatsächlich für den Badetag benötigt wird. Kreditkarten, Schmuck, teure Sonnenbrillen, Tablets, größere Geldbeträge oder Dokumente, die nicht gebraucht werden, sollten zu Hause bleiben.

Mitgebrachte Wertsachen nie unbeaufsichtigt liegen lassen und am besten in verschließbaren Kästchen verstauen – Verstecke unter dem Handtuch oder der Liege sind nicht sicher, auch nicht für den Schlüssel des Schließfaches!

Wertgegenstände, die unbedingt auf die Liegewiese mit sollen, am besten in einem druck- und wasserdichter Aufbewahrungsbehälter, der auch zum Schwimmen mitgenommen werden kann, verstauen.

Nur vertrauenswürdige Personen bitten, vorübergehend auf die Sachen aufzupassen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten: Es sollte sich niemand darauf verlassen, dass ein Fremder ununterbrochen auf die eigenen Habseligkeiten achtet.

Wertgegenstände auch keinesfalls im Auto zurücklassen – Gelegenheit macht nämlich Diebe: nicht nur im Bad, sondern auch davor.

Verdächtiges Verhalten von anderen Personen einer Aufsichtsperson des Bades melden.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
13.10.2019

Handelskette Spar stärkt mit Eigenmarken Nachhaltigkeit und Regionalität

Den Anteil der Eigenmarken weiter zu steigern, noch mehr regionale Produkte in den Regalen anzubieten und konsequent gegen potenziell gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe in Nahrungsmitteln aufzutreten, nennt Gerhard Drexel, Vorstandsvorsitzender der Spar Österreich AG, als vordringliches Ziel des Handelsunternehmens in naher Zukunft. Den Anteil der Eigenmarken weiter zu steigern, noch mehr regionale Produkte in den Regalen anzubieten und konsequent gegen potenziell gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe in Nahrungsmitteln aufzutreten, nennt Gerhard Drexel, Vorstandsvorsitzender der Spar Österreich AG, als vordringliches Ziel des Handelsunternehmens in naher Zukunft.

Den Anteil der Eigenmarken weiter zu steigern, noch mehr regionale Produkte in den Regalen anzubieten und konsequent gegen potenziell gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe in Nahrungsmitteln aufzutreten, nennt Gerhard Drexel, Vorstandsvorsitzender der Spar Österreich AG, als vordringliches Ziel des Handelsunternehmens in naher Zukunft. „Lebensmittel sollen aus der Nähe kommen, idealerweise aus der Region“, erklärte er im Klub der Wirtschaftspublizisten. Je geringer die Distanz zwischen Produktions- und Vertriebsstandort sei, umso besser. Denn damit werde die Umwelt nur wenig belastet.

Apropos Umwelt: So wie Spar den Einsatz des Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat in der Landwirtschaft ablehnt, kämpft die Handelskette auch gegen die Verwendung von Palmöl als Inhaltsstoff vieler Nahrungsmittel. „99 Prozent unserer 5.000 Eigenmarken sind palmölfrei“, sagte Drexel. Die Eigenmarken machen es dem Unternehmen möglich, auf die Produzenten in diesem Sinn einzuwirken, „bei den internationalen Markenartikelherstellern ginge das gar nicht.“

Nicht nur deshalb soll der Eigenmarken-Anteil im Spar-Sortiment weiter wachsen. „Vor 15 Jahren hatten wir erst einen Anteil von rund 20 Prozent, jetzt liegen wir bei mehr als 40 Prozent“, so Drexel. Im gesamten österreichischen Lebensmittelhandel betrage der Eigenmarken-Anteil durchschnittlich 22 Prozent.

In Österreich betreibt Spar 1.560 Standorte, wo fast 43.000 Mitarbeiter, darunter 2.100 Lehrlinge, beschäftigt sind. Mit ihnen hat die Lebensmittel-Handelskette 2018 einen Umsatz von 6,9 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die Spar-Gruppe insgesamt, zu der die Auslandstöchter in Italien, Slowenien, Ungarn und Kroatien sowie der Sporthändler Hervis und die Handelsimmobilien-Gesellschaft SES (Spar European Shopping Centers) gehören, hat im Vorjahr mit 82.700 Beschäftigten Erlöse in der Höhe von 15 Milliarden Euro erzielt.

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13.10.2019

In Österreich stehen „Gebäudeleichen“ auf einer Fläche so groß wie Wien

Nach dem Vorbild der Schweiz sollte auch Österreich seine produktivsten landwirtschaftlichen Flächen mit einem absoluten Bauverbot belegen. Nach dem Vorbild der Schweiz sollte auch Österreich seine produktivsten landwirtschaftlichen Flächen mit einem absoluten Bauverbot belegen.

Nach dem Vorbild der Schweiz sollte auch Österreich seine produktivsten landwirtschaftlichen Flächen mit einem absoluten Bauverbot belegen. Das fordert Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung. „Für die Erzeugung von Lebensmitteln ist der Boden essentiell“, betonte er bei der Präsentation einer Studie der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zum Thema „Bodenbedarf für die Ernährungssicherheit in Österreich.“ Das sei auch eine Frage des staatlichen Selbstschutzes, zumal ein Land mit geringer Selbstversorgungsrate verletzbar werde.

Darüber hinaus tritt Weinberger dafür ein, die vielen leer stehenden Gebäude endlich zu revitalisieren. Nach Angaben des Umweltbundesamtes gibt es in Österreich rund 40.000 Hektar leer stehende Industriehallen, Wohn- und Geschäftsimmobilien. Das entspricht einer Fläche, die fast so groß ist wie das Wiener Stadtgebiet.

„In Bayern funktioniert die Raumordnung deutlich besser als bei uns“, stellte der Hagelversicherung-Vorstand fest. Nur wenn dort eindeutig feststehe, dass das Innenraumpotenzial ausgeschöpft ist, würden im Freistaat Baulandausweisungen genehmigt werden.

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13.10.2019

Spielmacher auf harter Teamsuche

Kurz steht aus ÖVP-Sicht bei der Koalitionssuche vor einer „Auswahl aus Pest, Cholera und Ebola“. Kurz steht aus ÖVP-Sicht bei der Koalitionssuche vor einer „Auswahl aus Pest, Cholera und Ebola“.

Der Wahltriumph für Kurz vor zwei Wochen war noch deutlicher ausgefallen als in den Umfragen verheißen. Und klar war umgehend: Der nächste Bundeskanzler wird Kurz heißen, weil gegen die ÖVP keine Koalition realistisch machbar ist. Das vermeintliche Traumresultat hat freilich für die Türkisen große Tücken, fast paradoxerweise wegen des eigenen großen Erfolgs.

Die SPÖ fiel auf das historisch schlechteste Ergebnis, die FPÖ stürzte massiv ab. Damit hat es Kurz mit zwei potenziellen Koalitionspartnern zu tun, die vor allem mit der eigenen Krise beschäftigt sind, und das auch noch länger. Die FPÖ will im Moment gar nicht mit Kurz sondieren, für die SPÖ ist eine Koalition mit dem von ihr noch kürzlich abgewählten Kanzler Kurz eine kaum weniger bittere Pille als das Schmoren auf der Oppositionsbank. Zudem sind bei ÖVP und SPÖ auf beiden Seiten viele Wunden noch keineswegs verheilt.

Bliebe Kurz als dritte Variante eine Ehe mit den Grünen oder auch eine Dreiervariante mit Grünen und NEOS. „Spannend“, lauteten Kommentare, aber inhaltlich ist diese Allianz der Wahlsieger wohl am allerschwersten zu schaffen. Zwischen dem von Kurz postulierten Mitte-rechts-Kurs und den Inhalten der Grünen liegen teils halbe Welten. Diese zu überbrücken, setzt großen Willen aller Seiten voraus – und (siehe Schwarz-Grün in Tirol) gegenseitiges Grundvertrauen der Parteispitzen.

Politik-Experte Thomas Hofer hat es jüngst sehr pointiert erklärt:

Kurz steht aus ÖVP-Sicht bei der Koalitionssuche vor einer „Auswahl aus Pest, Cholera und Ebola“.

Die Bevölkerung erwartet trotzdem einen Abschluss in absehbarer Frist. Eine Minderheitsregierung, bei der Kurz den Parteien-Dompteur spielt, wäre keine Lösung, sondern nur Garant für die nächste baldige Neuwahl.

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07.10.2019

Wer bewegt sich auf wen zu?

Sebastian Kurz hat bekanntlich mehrere Möglichkeiten, eine Regierung zu bilden. Sollte er keinen Partner finden, kann er es immer noch alleine versuchen – und beim dann absehbaren Scheitern jene in die Pflicht nehmen, die sich zuvor einer Zusammenarbeit verweigert haben. Sebastian Kurz hat bekanntlich mehrere Möglichkeiten, eine Regierung zu bilden. Sollte er keinen Partner finden, kann er es immer noch alleine versuchen – und beim dann absehbaren Scheitern jene in die Pflicht nehmen, die sich zuvor einer Zusammenarbeit verweigert haben.

Die Innenpolitik ist nach den großen Veränderungen des vergangenen Sonntags um eine neue Spielart reicher: Der Juniorpartner in einer möglichen türkis-grünen Bundesregierung stellt noch vor Start der Sondierungsgespräche nahezu unerfüllbare Koalitionsbedingungen. Wenn es nach den Grünen geht, muss sich nämlich ausschließlich die türkis-schwarze ÖVP unter Sebastian Kurz bewegen, also in Richtung grüner Politik umschwenken, sollte es tatsächlich zu einer Zusammenarbeit der Wahlsieger kommen.

Die Wiener Grünen verlangen von Kurz sogar einen Kurswechsel um 180 Grad.

Die künftige Bundesregierung, so viel steht fest, wird um ein konsequentes Klimaschutzpaket, das auch eine CO²-Steuer beinhaltet, nicht herumkommen. Auch eine sozial verträglichere Regelung bei der Mindestsicherung wird es brauchen. Das dürfte aber keine allzu große Hürde darstellen, wie nicht zuletzt die schwarz-grüne Regierung in Tirol mit ihrem Mindestsicherungsgesetz bewiesen hat.

Die Asylpolitik besitzt zwar prinzipiell das Potenzial zum Spalter-Thema, aber das Wesen einer Koalition ist ja gerade, dass Differenzen auf dem Verhandlungsweg bereinigt werden. Also sind beide Partner gefordert, nach Kompromissen zu suchen. Extrempositionen wie die sozialromantische Forderung nach offenen Grenzen für alle auf der einen Seite und totaler Abschottung nach FPÖ-Muster auf der anderen erschweren die anstehenden Verhandlungen unnotwendigerweise.

Sebastian Kurz hat bekanntlich mehrere Möglichkeiten, eine Regierung zu bilden. Sollte er keinen Partner finden, kann er es immer noch alleine versuchen – und beim dann absehbaren Scheitern jene in die Pflicht nehmen, die sich zuvor einer Zusammenarbeit verweigert haben. Das sollten künftige Koalitionspartner nicht vergessen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Kremlin.ru / dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG Leitartikel von Mario Zenhäusern
12.08.2019

Aktuelle Studie: Der liebste Platz der Österreicher ist das Sofa

Aktuelle Studie: Der liebste Platz der Österreicher ist das Sofa Aktuelle Studie: Der liebste Platz der Österreicher ist das Sofa

Die Österreicher/innen lieben die Gemütlichkeit daheim. Ihr Lieblingsplatz ist dementsprechend das Sofa. Dort zu lümmeln, trägt am meisten zu einem gelungenen Zuhause bei – mehr als die stilgerechte Einrichtung und die Zweisamkeit mit dem/der Liebsten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Trendumfrage von ImmobilienScout24. Dafür befragte ImmobilienScout24 mit Integral Markt- und Meinungsforschung 500 Österreicher/innen in einer repräsentativen Umfrage*).

Die Österreicher haben es gern gemütlich: Für sieben von zehn Österreichern ist ein „hyggeliges“ Zuhause sogar sehr wichtig. Den mit Abstand wichtigsten Beitrag zu einem gelungenen Zuhause leistet dabei aus der Sicht der Befragten ein gemütlicher Platz, an dem es sich relaxen lässt: Drei von vier Österreichern küren das Sofa beziehungsweise die Wohnlandschaft mit 76 Prozent zu ihrem absoluten Favoriten im trauten Heim. Auf Platz zwei rangiert eine dem persönlichen Stil entsprechende Einrichtung mit 63 Prozent. Man glaubt es kaum: Die Zweisamkeit mit einem Partner oder einer Partnerin folgt erst an dritter Stelle (62 Prozent), und das nur knapp vor einer gut ausgestatteten Küche (58 Prozent). Auf Schnickschnack legen die Österreicher nur wenig wert. Die neueste Unterhaltungselektronik (11 Prozent), Wellnesseinrichtungen wie Sauna und Infrarotkabine (7 Prozent) oder ein Fitnessraum (6 Prozent) sind für das gelungene Zuhause, in dem man sich rundum wohlfühlt, gar nicht so wichtig.

Das Sofa: der Lieblingsplatz vor dem Bett und dem Platz vor dem Fernseher

Das Sofa ist der klare Gewinner im Rennen um den Lieblingsplatz der Österreicher: Vier von zehn Österreichern küren die Couch zu ihrem absoluten Favoriten zuhause. Mit klarem Abstand folgen das Bett mit 12 Prozent und der Platz vor dem Fernseher mit 9 Prozent. Überdurchschnittlich stark fällt die Begeisterung für das Bett bei den 18- bis 29-Jährigen aus.

Frauen sind dabei wesentlich anspruchsvoller, was die Ansprüche an das Zuhause betrifft als die Männer, und zwar in fast allen Aspekten. Für das superbe Wohlfühlgefühl daheim sorgen aus weiblicher Sicht insbesondere der persönliche Wohnstil (Vergleich: 70 Prozent Frauen, 55 Prozent Männer) und Haustiere. Für Hund oder Katz´ erwärmen sich 43 Prozent der Frauen, aber nur 18 Prozent der Männer. Je älter die Befragten, desto mehr zählt fürs gelungene Wohnen der Ausblick ins Grüne. Die Jungen hingegen stehen eher auf Körpergefühl: Für die 18- bis 29-Jährigen sorgt ein großes Badezimmer für absolutes Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden. Eltern denken anders: Für sie gehören die Sprösslinge, Grün in der Umgebung sowie der Besitz von Eigentum zu einem gelungenen Zuhause. Die Wiener hingegen lieben Balkonien: Sie messen Balkon bzw. Terrasse mit Kräuter- oder Gemüsebeet im Österreichvergleich überdurchschnittlich starke Bedeutung bei.

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07.10.2019

Winterreifen: Rechtzeitig kaufen lohnt sich

Winterreifen: Rechtzeitig kaufen lohnt sich Winterreifen: Rechtzeitig kaufen lohnt sich

Mit 1. November startet in Österreich die gesetzliche Winterreifenpflicht. Da nach einer bestimmten Zeit die Materialermüdung bei Winterreifen stark zunimmt und das Sicherheitsrisiko dadurch steigt, empfiehlt es sich die Reifen alle sechs Jahre zu wechseln.

PKW-Besitzer, die ihr Auto für die kommende Saison noch entsprechend ausstatten müssen, sind gut beraten den Winterreifenkauf rechtzeitig einzuplanen. Nach Preisentwicklungsanalysen des Online-Preisvergleichsportals geizhals.at sind die Preise für Winterreifen im Oktober auf einem niedrigen Niveau und steigen dann wieder ab der letzten Oktoberwoche um durchschnittlich 18% an. Aber nicht nur die Preise für Winterreifen gehen gegen Angang November in die Höhe, auch die Lieferbarkeit wird in diesem Zeitraum, vor allem bei den günstigeren Modellen, kritisch.

Preisunterschiede bis zu 50%

Auch das Preisvergleichen zahlt sich in jedem Fall aus. "„Auf unserer Seite können wir in der Kategorie Winterreifen bei den einzelnen Produkten oft massive Preisunterschiede sehen. Oftmals kann man durch einen einfachen Händlervergleich bis zu 50% sparen.“", so Geizhals-Vorstand, Mag. Markus Nigl. Damit man im Angebotsdschungel von über 10.200 Winterreifen bei rund 70 Händlern nicht den Überblick verliert, kann auf der Preisvergleichsplattform nach Reifenbreite, Felgendurchmesser, Hersteller und anderen Kriterien gefiltert werden. Auf den einzelnen Produktseiten der Winterreifen findet man außerdem aktuelle ÖAMTC-Testberichte. Diese können hilfreich dabei sein, das richtige Modell zu finden, um sicher in den Winter zu starten.

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24.07.2018

Druck auf den Sonnenkönig wächst

Die Störgeräusche für Bundeskanzler Sebastian Kurz werden aber doch hörbar und unaufhaltsam lauter. Die Störgeräusche für Bundeskanzler Sebastian Kurz werden aber doch hörbar und unaufhaltsam lauter.

Auch sieben Monate nach ihrem Start steht die schwarz-blaue Bundesregierung in Umfragen sehr stabil da. Die Störgeräusche für Bundeskanzler Sebastian Kurz werden aber doch hörbar und unaufhaltsam lauter.

Auch jüngste Umfragen (darunter eine von Spectra für die Bundesländer-Tageszeitungen) zeigen ein weitgehend ähnliches, für die Kanzler-Partei aber sehr klares Bild: Die ÖVP unter ihrem nach wie vor mit hohen Popularitätswerten ausgestatteten Chef Sebastian Kurz liegt bei starken 33 bis 34 Prozent. Bei den anderen Parteien schwanken die Werte je nach Institut, die SPÖ kommt (mit im Schnitt 26 Prozent und Umfrage-Ausreißern nach oben und unten) weiterhin nicht so recht vom Fleck. Das gilt auch für die FPÖ, für die ihre durchschnittlich stabilen 24 Prozent aber eine sehr gute Nachricht sind, weil es bisher trotz des Regierungseintritts und manch unpopulärer Maßnahmen statt der allseits gewohnten Frontal-Opposition bisher nicht steil nach unten ging.

Dank der Frustration der Bevölkerung über rot-schwarzen Dauerstreit, einer blendenden Konjunktur und einer vor allem mit sich beschäftigten Opposition (bis hin zur sich selbst zerfleischenden Liste Pilz) erwischte Kanzler Kurz traumhafte Startbedingungen. Jetzt hat er über sechs Monate mit der EU-Ratspräsidentschaft auch die Möglichkeit, wiederholt international zu glänzen. Bei der harten Migrationspolitik schwenken immer mehr Länder auf diesen Kurs ein. Sonnenkönig Kurz, der bisher in Teflon-Manier vieles an Kritik abprallen ließ, wird sich trotzdem mit einigen Baustellen auseinandersetzen müssen. Die interne Zusammenarbeit mit der FPÖ mag ja weit besser laufen als vorher mit der SPÖ. Das darf aber nicht dazu führen, dass unsägliche Attacken wie jene von FPÖ-General Harald Vilimsky auf EU-Kommissionspräsident Juncker einfach hingenommen werden. Schweigen ist hier absolut fehl am Platz. Solche Ausraster abzustellen, ist auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache gefordert. Auf Dauer wenig klug erscheint auch der beim Beschluss für flexiblere Arbeitszeiten gewählte Weg, die Neuregelung ohne Begutachtung und Einbindung der Sozialpartner durchzupeitschen – auch wenn Letztere vorher bei dieser Frage in den letzten Jahren versagt haben. Das Gesetz wird kommen, ob gestreikt wird, scheint noch offen. In den Lohnrunden im Herbst dürfte die Gewerkschaft jedenfalls umso mehr versuchen, Muskeln zu zeigen.

Wohl am meisten zu schaffen macht dem Kanzler aber der wachsende Widerstand gegen Reformen aus den eigenen Reihen. Türkis war wohl doch nur die Modefarbe zur Wahl, jetzt pochen schwarze Bünde und vor allem auch die Ländervertreter wie gewohnt auf ihre Interessen. Wenn es um Einfluss und ums Geld geht, hat die Partei-Disziplin eben rasch Grenzen. Und das wird Kurz künftig noch sehr zu schaffen machen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Dragan Tatic, CC BY 2.0 / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Alois Vahrner "Druck auf den Sonnenkönig wächst "
26.11.2018

Wie man Rückenschmerzen im Winter vorbeugen kann

Zugluft vermeiden & den Rücken gut einpacken. Zugluft vermeiden & den Rücken gut einpacken.

Nun steht sie wieder vor der Tür: die besinnlichste Zeit des Jahres. Für viele Menschen wird es jetzt allerdings erst so richtig stressig: Jahresabschluss, Vorweihnachtszeit, Geschenkemarathon. Wenig Bewegung, zu wenig Schlaf, kalte Außen- und warme Innentemperaturen verstärken die körperliche Anspannung. Verspannungen können nun besonders rasch zu Rückenschmerzen führen. Die ABC-Expertentipps zeigen, wie man Rückenbeschwerden in der Vorweihnachtszeit am besten vorbeugen kann.

Bei Stress nicht auf Bewegung verzichten! Das wichtigste Werkzeug im Kampf gegen Rückenbeschwerden ist eine gesunde Rückenmuskulatur. Gerade bei Stress ist ausgleichende Bewegung besonders wichtig.

Zugluft vermeiden & den Rücken gut einpacken. Der häufige Wechsel zwischen der Kälte im Freien und der warmen Luft in Innenräumen begünstigt nicht nur Erkältungen, er kann auch zu Beschwerden im Wirbelsäulenbereich führen. Jacken sollten unbedingt lang genug sein, damit der untere Rücken niemals „im Freien“ ist. Bei jedem Wechsel zwischen innen und außen unbedingt die Kleidung der Umgebungstemperatur anpassen.

Gesund schlafen. Ausreichend Schlaf reduziert den Stresspegel und entspannt den Rücken. Zugluft im Schlafzimmer unbedingt vermeiden. Der Rücken sollte zumindest mit einem Shirt bedeckt sein.

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06.11.2018

Brau Union Österreich erhöht die Bierpreise ab Dezember

Brau Union Österreich erhöht die Bierpreise ab Dezember Brau Union Österreich erhöht die Bierpreise ab Dezember

Die aktuelle Inflation, erhöhte Personal- und Energiekosten, und die deutlich steigenden Kosten bei Rohstoffen als Folge einer schlechten Ernte bei der Braugerste aufgrund der heurigen Dürre und Hitzewelle, führen auch in der Brau Union Österreich zu Kostensteigerungen. Diese können innerhalb des Unternehmens durch Effizienzsteigerungen nur teilweise aufgefangen werden. Die Bierpreise für unsere Kunden werden deshalb ab 1. Dezember 2018 im Durchschnitt um rund 3 % Prozent angepasst.

„Unser erklärtes Ziel ist es, mit unseren Partnern in Gastronomie und Lebensmittelhandel den Konsumenten beste österreichische Qualität zu fairen Preisen anbieten zu können. Gemeinsam wollen wir auch in Zukunft nachhaltig die österreichische Bierkultur und die Vielfalt der heimischen Biere fördern“, betont Generaldirektor Dr. Magne Setnes.

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