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30.05.2020

"Lockerung in der Gastronomie genau nach dem Vatertag sind eine Schikane"

Scharfe Kritik an der Tatsache, dass die Lockerungen in der Gastronomie genau einen Tag nach dem Vatertag in Kraft treten, übt der Wiener FPÖ-Chef, Vizebürgermeister Dominik Nepp. „Es war bestimmt kein Zufall, dass auch die ersten Öffnungsschritte kurz nach dem Muttertag in Kraft getreten sind. Schon damals hat Bundeskanzler Kurz den Gastronomen einen der umsatzstärksten Tage gestohlen. Dass sich das Spiel jetzt mit dem Vatertag wiederholt, ist eine weitere Schikane dieser schwarz-grünen Chaosregierung“, so Nepp.

„Kurz, Blümel und Anschober haben mit ihren völlig überzogenen Maßnahmen und ihrer Angstmache hunderttausende Menschen in die Arbeitslosigkeit getrieben sowie den Einbruch der Wirtschaft zu verantworten. Ich fordere die Bundesregierung auf, die Einschränkungen für die Wirte sofort zu beenden, um ihnen nach der Coronavirus-Krise das wirtschaftliche Überleben zu ermöglichen“, betont der Wiener FPÖ-Chef.

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16.03.2020

Warnung vor Trickbetrügern, die das Corona-Virus für Diebestouren nützen

Betrügerische Anrufer geben sich als Polizisten aus, horchen Senioren über Ihre Ersparnisse aus und bringen Senioren unter verschiedensten Vorwänden dazu, Geld, Schmuck und andere Wertsachen in weiterer Folge auszuhändigen, weil sie diese „sicher verwahren“ würden. Betrügerische Anrufer geben sich als Polizisten aus, horchen Senioren über Ihre Ersparnisse aus und bringen Senioren unter verschiedensten Vorwänden dazu, Geld, Schmuck und andere Wertsachen in weiterer Folge auszuhändigen, weil sie diese „sicher verwahren“ würden.

Wie die Polizei mitteilt, tauchen jetzt vermehrt Fälle auf, bei denen Trickbetrüger Senioren um ihr Erspartes bringen. Das unter dem Vorwand, wegen des Corona-Virus Geld, Sparbücher, Schmuck und Wertgegenstände in Verwahrung bringen zu müssen.

Die Masche ist dabei oft die gleiche: Betrügerische Anrufer geben sich als Polizisten aus, horchen Senioren über Ihre Ersparnisse aus und bringen Senioren unter verschiedensten Vorwänden dazu, Geld, Schmuck und andere Wertsachen in weiterer Folge auszuhändigen, weil sie diese „sicher verwahren“ würden. In Wahrheit ist das Vermögen weg!

In diesem Zusammenhang ruft der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs Dr. Peter Kostelka alle älteren Menschen auf, auch in schwierigen Zeiten klaren Kopf zu behalten und einige einfache Maßnahmen zu befolgen: Wenn sich ein Anrufer als Polizist oder Polizistin ausgibt und über Geld und Vermögen spricht, legen Sie sofort auf und rufen Sie Ihrerseits die Polizei an. Der Notruf ist 133.

Sollten Ihnen nicht bekannte Personen in Zivilkleidung an Ihrer Tür läuten und sich als Polizisten ausgeben, lassen Sie sie auf keinen Fall in die Wohnung und rufen Sie die „echte“ Polizei.

Sollten Sie am Telefon bereits einen Übergabe-Termin mit den vermeintlichen Polizisten vereinbart haben, rufen Sie SOFORT die ‚echte‘ Polizei unter der Telefonnummer 133 und machen Sie auf keinen Fall die Tür auf!"

Abschließend möchte der Pensionistenverbands-Präsident allen Senioren noch folgende Überlegung auf den Weg geben: "Die Corona-Krise ist eine Gesundheits-Krise und hat nichts mit ihrem Geld, Schmuck oder Wertsachen zu tun. Ihr Vermögen gehört ihnen und ist auch in der aktuellen Corona-Krise gesichert. Alle anderen Behauptungen, die allesamt darauf abzielen, dass Sie Geld, Sparbücher und anderes mehr herausgeben, haben einen kriminellen Hintergrund."

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01.06.2020

Der Event-Branche mit 140.000 Beschäftigten steht das Wasser bis zum Hals

Ein Wirtschaftszweig, den die Corona-Krise besonders hat getroffen hat, ist die Event-Branche. Seit 16. März steht das Geschäft der Veranstalter, Musiker, Bühnenbauer, Zeltaufsteller, TV-, Licht- und Tontechniker oder Caterer praktisch still. Staatliche Unterstützung haben die Betroffenen bis jetzt nicht erhalten. „Bei uns ist noch kein einziger Euro angekommen“, kritisiert Günther Polder, Geschäftsführer der auf Fernseh-Außenübertragungen und -aufzeichnungen spezialisierten Firma Euro TV Production GmbH aus St. Veit an der Gölsen im Bezirk Lilienfeld. Er ist Sprecher einer Branche, die in der Wirtschaftskammer in verschiedenen Sparten organisiert ist, nun aber mit ihren Anliegen und Forderungen geschlossen auftreten will.

In einem Interview mit der Wochenzeitung „medianet“ macht Polder seinem Ärger über die Versäumnisse Luft. „Wenn wir die gesamte Event- und TV-Branche hernehmen, brauchen wir uns auch vor einer AUA nicht zu verstecken“, sagt er. Denn zusammengerechnet seien in diesem Wirtschaftssektor in Österreich rund 140.000 Personen beschäftigt. Doch während man mit der Fluggesellschaft über ein Rettungspaket verhandle, „redet man mit uns überhaupt nicht.“

Dabei geht es für viele Unternehmen, die im Veranstaltungswesen arbeiten und nach einer IHS-Studie aus 2017 eine jährliche Wertschöpfung von 8,9 Milliarden Euro generieren, um das nackte wirtschaftliche Überleben. „Bis auf Pressekonferenzen und Floskeln kommt nichts. Fakt ist, dass spätestens in drei, vier Wochen die ersten Insolvenzen eintreten werden“, warnt Polder.

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19.03.2020

Experten bekräftigen: Corona wird nicht durch Lebensmittel übertragen

Experten bekräftigen: Corona wird nicht durch Lebensmittel übertragen Experten bekräftigen: Corona wird nicht durch Lebensmittel übertragen

"Von Fleisch, Wurst, Eiern, Obst, Gemüse, Wasser usw. geht keine Gefahr durch das neuartige Coronavirus aus. Es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass sich Menschen über herkömmliche Lebensmittel beziehungsweise über Trink-, Leitungs- oder Oberflächenwasser mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch für andere Coronaviren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel bekannt." Dies stellt die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zu entsprechenden Anfragen von Konsumenten fest.

Auch das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat gestern erneut bekräftigt, dass es bisher keine Fälle gibt, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Aufgrund der bisher ermittelten Übertragungswege und der relativ geringen Umweltstabilität dieser Viren sei es nach derzeitigem Wissensstand zudem unwahrscheinlich, dass importierte Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten, so das BfR.

Grundsätzlich sollten beim Umgang mit Lebensmitteln die allgemeinen Regeln der Hygiene des Alltags und die Hygieneregeln bei der Zubereitung von Speisen beachtet werden, betont das BfR. Da die Viren hitzeempfindlich sind, könne das Infektionsrisiko durch das Erhitzen von Nahrungsmitteln zusätzlich weiter verringert werden.

Keine Zeit für Panikmache

Die Experten verweisen in diesem Zusammenhang - ebenso wie die Bundesregierung und die Sozialpartner - einmal mehr darauf, dass es "in dieser sehr herausfordernden Zeit darum geht, die Bevölkerung sachlich und umfassend zu informieren". Panikmache durch die Verbreitung von falschen Behauptungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus und Lebensmitteln sei nicht nur hochgradig unseriös, sondern auch ausgesprochen schädlich in der aktuellen Situation.

Sowohl die AGES und das Gesundheitsministerium als auch das BfR beantworten auf ihren Internetseiten www.ages.at beziehungsweise www.sozialministerium.at sowie www.bfr.bund.de wichtige Fragen zum Thema Corona. Für Fragen aus agrarischer Sicht bietet bekanntlich das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus unter www.bmlrt.gv.at laufend aktualisierte und ergänzte Informationen. Diese betreffen neben der Landwirtschaft auch die Bereiche Tourismus, Wasser und Lebensmittel sowie jene Maßnahmen, welche die Bundesregierung trifft, um die Sicherheit der Bevölkerung bestmöglich zu gewährleisten.

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11.05.2020

Gestörte diastolische Funktion des Herzens gefährlicher als bisher bekannt

Der plötzliche Herztod ist eine häufige Todesursache bei PatientInnen mit reduzierter, systolischer Herz-Auswurf-Funktion. Der plötzliche Herztod ist eine häufige Todesursache bei PatientInnen mit reduzierter, systolischer Herz-Auswurf-Funktion.

Der plötzliche Herztod ist eine häufige Todesursache bei PatientInnen mit reduzierter, systolischer Herz-Auswurf-Funktion. Nun konnten ForscherInnen der MedUni Wien von der Klinischen Abteilung für Kardiologie im Rahmen einer Langzeit-Beobachtung auch die Wichtigkeit der diastolischen Füllungs-Funktion aufzeigen: je eingeschränkter sich das Herz bei einer diastolischen Dysfunktion füllt, desto häufiger versterben Betroffene plötzlich an einer Herzrhythmusstörung.

Menschen mit ischämischer (Verengung der Herzkranzgefäße) oder nicht-ischämischer Herzmuskelerkrankung haben per se ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen. Gängige Praxis ist es bei deutlich reduzierter Auswurf-Funktion (systolischer Herzinsuffizienz), auch einen implantierbaren Defibrillator (ICD) zu erwägen. Der ICD gibt dann bei schnellen Herz-Kammer-Rhythmusstörungen bzw. Kammerflimmern einen Elektro-Impuls ab, bis wieder ein normaler Herzrhythmus vorliegt.

Jede/r zweite herzinsuffiziente PatientIn leidet jedoch an der diastolischen Form (reduzierte Füllungs-Funktion): die versteifte linke Herzkammer kann sich nicht genug dehnen und wird gegen einen erhöhten Widerstand gefüllt. Dadurch gelangt weniger Blut in die linke Kammer, welches aber vollständig in den Kreislauf gepumpt wird. Die systolische Auswurf-Funktion (auch Ejektionsfraktion genannt) kann dabei sogar noch erhalten sein. Frauen und ältere Menschen sind von dieser Form häufiger betroffen.

„Bisher wurde zwischen diesen beiden Formen ein Unterschied in der Risikobewertung für den plötzlichen Herztod gemacht“, sagt Studienleiter Thomas Pezawas von der Klinischen Abteilung für Kardiologie, „PatientInnen mit nicht-systolischer Herzmuskelschwäche werden mit einem geringeren plötzlichen Herztod-Risiko beurteilt und erhalten daher seltener einen primär-präventiven ICD.“

Auch diastolische Dysfunktion gefährlich

Im Rahmen der Studie wurden 210 Risiko-PatientInnen mit bislang nicht vorhandenen oder ungefährlichen Herzrhythmusstörungen über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren untersucht. „Die Anzahl der potenziell tödlich verlaufenden Fälle ist viel häufiger als erwartet, und der Zusammenhang mit der Ausprägung der diastolischen Funktionsstörung ist frappant“, beschreibt Pezawas die Ergebnisse, die nun im Top-Journal „Circulation AE“ veröffentlicht wurden. „Leider betrifft der plötzliche Herztod auch PatientInnen mit nur gering ausgeprägter Herzmuskelschwäche“,

Langjähriges Kompetenzzentrum für Herzrhythmusstörungen

Diese Ergebnisse werden auch für andere Zentren wichtig sein – denn die Datenlage auf diesem Gebiet war bisher sehr dünn, so die MedUni Wien-Experten: Ziel ist es, einen ausgezeichneten Schutz vor dem plötzlichen Herztod zu erreichen und die richtigen PatientInnen zu screenen. Die Empfehlung der Studienautoren, die diastolische Funktion in die Risikobeurteilung miteinzubeziehen, könnte einen Paradigmenwechsel in der Behandlung fortsetzen.

Multizentrale, internationale Kooperation

Die vorliegende Publikation ist aus einer Kooperation der MedUni Wien (Klinische Abteilung für Kardiologie, Studienleiter Thomas Pezawas) und der Vanderbilt University (Departments of Medicine and Autonomic Dysfunction Center, Nashville, TN, USA) entstanden und wurde vom National Institute for Advancing Translational Science of the National Institute of Health (NIH), USA, unterstützt.

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24.05.2020

Soziale Isolation erhöht das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Tod aus allen Ursachen

Soziale Isolation erhöht das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Tod aus allen Ursachen Soziale Isolation erhöht das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Tod aus allen Ursachen

Neuen Untersuchungen zufolge haben sozial isolierte Menschen ein um mehr als 40 % höheres Risiko, einen kardiovaskulären Vorfall wie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden als diejenigen, die sozial integriert sind.

Die deutsche Studie, die auf dem virtuellen Kongress der Europäischen Akademie für Neurologie (EAN) vorgestellt werden soll, ergab, dass Menschen, die sozial isoliert sind, mit fast 50 % höherer Wahrscheinlichkeit an irgendeiner Ursache sterben.

Die im Rahmen der Heinz-Nixdorf-Recall-Studie (HNR) unter der Leitung von Dr. Janine Gronewold und Prof. Dirk M. Hermann vom Universitätsklinikum Essen durchgeführte Studie analysierte die Daten von 4.316 Personen, die zwischen 2000 und 2003 rekrutiert wurden.

Die Teilnehmer nahmen ohne bekannte Herz-Kreislauf-Erkrankung an der Studie teil und wurden im Durchschnitt 13 Jahre lang verfolgt. Zu Beginn der Studie wurden Informationen über verschiedene Arten der sozialen Unterstützung gesammelt, wobei die soziale Integration anhand des Familienstands und des Zusammenlebens, des Kontakts zu engen Freunden und Verwandten sowie der Mitgliedschaft in politischen, religiösen, gemeinschaftlichen, sportlichen oder beruflichen Organisationen bewertet wurde.

"Wir wissen seit einiger Zeit, dass das Gefühl der Einsamkeit oder der fehlende Kontakt zu engen Freunden und Familie Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit haben kann", kommentierte Dr. Gronewold. "Was uns diese Studie zeigt, ist, dass starke soziale Beziehungen für die Herzgesundheit von großer Bedeutung sind, ähnlich der Rolle klassischer Schutzfaktoren wie ein gesunder Blutdruck, akzeptable Cholesterinwerte und ein normales Gewicht."

Professor Jöckel, einer der PI des HNR, fügt hinzu: "Diese Beobachtung ist von besonderem Interesse in der gegenwärtigen Diskussion über die COVID-19-Pandemie, bei der die sozialen Kontakte in den meisten Gesellschaften erheblich eingeschränkt sind oder waren."

Während der Nachbeobachtung gab es 339 kardiovaskuläre Vorfälle. Unter den Studienteilnehmern gab es 530 Todesfälle. Nach Erkundung anderer Faktoren, die zu diesen Ereignissen und Todesfällen beigetragen haben könnten, wurde festgestellt, dass ein Mangel an sozialer Integration das zukünftige Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse um 44 % und das Risiko für Todesfälle aus allen Ursachen um 47 % erhöht. Ein Mangel an finanzieller Unterstützung war mit einem um 30 % erhöhten Risiko von kardiovaskulären Vorfällen verbunden.

"Dies ist offensichtlich ein besorgniserregendes Ergebnis, insbesondere in diesen Zeiten anhaltender sozialer Distanzierung", schloss Dr. Gronewold.

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30.05.2020

„Neue Normalität“ wird normaler

Knapp zweieinhalb Monate nach dem totalen Corona-Stillstand jagt eine Umsetzung bzw. Ankündigung immer neuer Öffnungen und Lockerungen die nächste. Die versprochene „Wiederauferstehung“ Österreichs kommt in vielen Raten. Knapp zweieinhalb Monate nach dem totalen Corona-Stillstand jagt eine Umsetzung bzw. Ankündigung immer neuer Öffnungen und Lockerungen die nächste. Die versprochene „Wiederauferstehung“ Österreichs kommt in vielen Raten.

Knapp zweieinhalb Monate nach dem totalen Corona-Stillstand jagt eine Umsetzung bzw. Ankündigung immer neuer Öffnungen und Lockerungen die nächste. Die versprochene „Wiederauferstehung“ Österreichs kommt in vielen Raten.

Die gesundheitspolitische Katastrophe durch die Corona-Pandemie, vor der die Regierung mit Hinweis auf Italien häufig gewarnt hat, ist dank großer Disziplin der Bevölkerung abgewendet. Vorerst zumindest. Österreich war bei der Eindämmung des Virus erfolgreicher als viele andere Länder der Welt – vor allem als jene, deren Führung zu lange gezaudert oder die Bedrohung verharmlost hat. Oder auch als jene Länder, die das Gesundheitssystem zu sehr ausgehungert haben.

Der Preis für das bisher beispiellose Niederfahren von Gesellschaft und Wirtschaft ist zweifellos extrem hoch. Die Zeche werden wir alle und die gesamte Welt noch sehr lange zu bezahlen haben. Ganz entscheidend für die Zukunft wird sein, wie rasch die Wirtschaft aus ihrem politisch verordneten Koma wieder ins volle Leben geholt werden kann und wie sehr die in den letzten Monaten vielfach bewiesene soziale Solidarität auch nach der aktuellen Corona-Krise, bei der uns hoffentlich eine weitere Welle erspart bleibt, anhalten wird.

Die türkis-grüne Regierung unter Bundeskanzler Sebastian Kurz versprach nach den harten Einschnitten Mitte März eine Art „Wiederauferstehung nach Ostern“ – die allerdings in eine „neue Normalität“ führen werde. Verschiedene Wirtschaftsbranchen, die Schulen und langsam auch die Kultur und der Sport wurden und werden schrittweise wieder hochgefahren. Es war und ist ein wahres Stakkato an politischen Ankündigungen und sich ständig ändernden Regelungen, bei dem wohl viele auch ihre liebe Mühe haben, den Überblick zu bewahren – man denke nur an die verschiedenen, zuweilen in Quadratmeter gefassten Abstandsregeln etwa in Kirchen, Schwimmbädern oder bei Kulturveranstaltungen.

Auch die Schutzmasken-Regeln und die Sperrstunde sollen jetzt bald deutlich gelockert werden – ein Schelm, wer dazu jetzt behaupten würde, dass hier Bundeskanzler Kurz bei seinem Auftritt im Kleinwalsertal und Bundespräsident Van der Bellen mit seinem Lokalbesuch bis nach Mitternacht selbst bereits Vorarbeit geleistet haben.

Auch die heimische Spitzenpolitik wird ihre Lehren aus der Corona-Krise zu ziehen haben – was in der Hitze des Gefechts alles richtig war und wo es für die Zukunft Verbesserungsbedarf gibt.

Negatives Schulbeispiel im wahrsten Sinne war die Matura, wo man nahezu ein Freilos fürs Durchkommen geschaffen hat und dafür von Dutzenden Schülern mit leer abgegebenen „Arbeiten“ bedankt wurde. „Enttäuscht“ ist Bildungsminister Faßmann, Konsequenzen gibt es keine. So kann man sich auch lächerlich machen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von ALOIS VAHRNER
17.05.2020

Kurz verliert deutlich an Zuspruch

Umfrage: Kurz verliert deutlich an Zuspruch Umfrage: Kurz verliert deutlich an Zuspruch

Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner kommenden Ausgabe berichtet, verlor Sebastian Kurz deutlich an Zuspruch. Hätten im April noch 55 % der Befragten den ÖVP-Chef direkt zum Kanzler gewählt, sind es im Mai 45 %.

Den Chef der Grünen, Werner Kogler, würden 7 % direkt wählen, nach 8 % im April. Mit 9 % liegen SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner und FPÖ-Chef Norbert Hofer in der Kanzler-Direktfrage gleich auf, Hofer legte 2 %-Punkte, Rendi-Wagner einen %-Punkt zu.

Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger würden 4 % direkt wählen. Das geht aus einer Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut Unique research für die aktuelle Ausgabe des Nachrichtenmagazins „profil“ durchgeführt hat: „Nach dem High-Peak im April war ein Rückgang der Daten von Sebastian Kurz und der ÖVP erwartbar“, sagt Peter Hajek von Unique research.

Bei der Sonntagsfrage fällt die ÖVP leicht von 48 auf 46 %, die Grünen verlieren einen %-Punkt und kommen auf 15 %. Wären am Sonntag Nationalratswahlen, würden 14 % die FPÖ und 17 % die SPÖ wählen. Beide Parteien legen im Monatsabstand um einen %-Punkt zu. Neos halten unverändert bei 6 %.

Gefragt nach ihren Zukunftsaussichten rechnet knapp ein Drittel der Befragten mit deutlichen finanziellen Einbußen bis Herbst. Fast zwei Drittel erwarten geringe bis keine Einbußen durch die Corona-Krise.

Die zuletzt durch den Kanzler-Besuch im Kleinwalsertal diskutierten Abstandsregeln befolgen 49 % noch genauso akribisch wie vor einem Monat. 38 % gehen deutlich lockerer damit um. 10 % befolgen die Regeln kaum noch.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
24.05.2020

Teure private Corona-Tests und lange Selbstquärantäne nach Einreise trüben Urlaubserlebnisse

Teure private Corona-Tests und lange Selbstquärantäne Teure private Corona-Tests und lange Selbstquärantäne

Wenn Arbeitnehmer in den kommenden Wochen ihren wohlverdienten Urlaub im Ausland verbringen möchten, sind aus heutiger Sicht erhebliche Hürden damit verbunden: Entweder ist bei der Einreise ein privater Corona-Test zu bezahlen, der bis zu 220 Euro kostet, oder man muss sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne begeben.

„Diese aktuellen Kriterien können für die anstehende Urlaubssaison keinesfalls gelten. Die Bundesregierung muss daher rasch taugliche Lösungen erarbeiten, die zu keinen derartigen Belastungen führen“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

„Es kann nicht sein, dass etwa eine Familie mit zwei Kindern bei der Einreise nach Österreich rund 800 Euro für einen privaten Corona-Test bezahlen muss, oder sich nach dem Urlaub noch zwei weitere Wochen in Selbstquarantäne isolieren muss“, so Wieser. Es mag in diesem Zusammenhang wenig verwunderlich sein, dass private Firmen mit Corona-Tests derzeit das große Geschäft wittern.

Generell ist nicht einzusehen, dass die Kosten für diese Tests ausschließlich auf die Betroffenen übergetragen werden, überhaupt wenn diese Tests eingefordert werden. Das gilt auch für andere Bereiche, beispielsweise wenn der Arbeitgeber einen Corona-Test verlangt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Partynia Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International
19.03.2020

Verband Österreichischer Wirtschaftsakademiker: Wirtschafts-Crash als Kollateralschaden der Virusbekämpfung?

Wirtschafts-Crash als Kollateralschaden der Virusbekämpfung? Wirtschafts-Crash als Kollateralschaden der Virusbekämpfung?

Aus unserer Sicht ist die gleichberechtigte Abgeltung aller entstandenen wirtschaftlichen Kollateralschäden die sinnvollste Art zur nachhaltigen Rettung der Österreichischen Wirtschaft.

Als Österreichweiter überparteilicher Wirtschaftsakademikerverband möchten wir zu der aktuellen Situation in Österreich Stellung nehmen und eindringlich davor warnen, unzureichende wirtschaftliche Maßnahmen im Rahmen der Bewältigung der Corona-Krise zu setzen. Hierbei möchten wir bewusst davon Abstand nehmen, zu den medizinischen Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus Stellung zu nehmen. Ob diese richtig oder ausreichend sind, können wir nicht beurteilen, vertrauen aber darauf, dass diese Maßnahmen notwendig und hilfreich sind.

Als Netzwerk aus hunderten Experten der Betriebs- und Volkswirtschaft können und möchten wir jedoch zur wirtschaftlichen Gefahr für Klein-, Mittel- und Großbetriebe sowie für den Öffentlichen Sektor selbst Stellung nehmen.

Die aktuelle Situation wird gerne mit einer Wirtschaftskrise wie im Jahre 2008 verglichen, was sie jedoch volkswirtschaftlich gesehen nicht ist.

Im Gegensatz zu einer Wirtschaftskrise funktionierte bis vor wenigen Tagen die Österreichische Wirtschaft noch reibungslos, was letztendlich sogar zur Anstrebung eines Nulldefizits im Staatshaushalt führte. Mit dem Beginn der Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus setzten die politischen Verantwortlichen jedoch auch das bis dahin reibungslose Zusammenspiel zwischen der Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen und der Angebotsseite aus, welche bis zu diesem Zeitpunkt diese Leistungen in den meisten Branchen auch erbringen konnten. Damit kam es zu einem von der Regierung verordnetem Nachfrageverbot der Konsumenten in unterschiedlichen Branchen, für welche die Angebotsseite völlig unverschuldet nun den Kopf hinhalten muss. Dies betrifft zunächst insbesondere Branchen des öffentlichen Lebens mit den unterschiedlichsten Einkommensarten und wird zu einem Dominoeffekt des sukzessiven Wegbrechen auch weiterer Branchen führen, falls diese zu befürchtende Kettenreaktion nicht umgehend gestoppt wird.

Dies ist für das Überleben unserer Volkswirtschaft sehr gefährlich, wenn man nicht versteht, dass die davon unschuldig betroffenen Sektoren mit ihrer Wirtschaftsleistung voll und ganz für die dadurch entstehenden wirtschaftlichen Schäden entschädigt werden müssen. Hierin sehen wir auch budgetär gar keine Hindernisse, denn derzeit ist kein Nulldefizit, sondern das Überleben unserer Volkswirtschaft relevant. Wenn man die Signale einer Europäischen Zentralbank und die Aussagen der Präsidentin der Europäischen Union richtig versteht, dann ist derzeit in jeder Höhe Geld für Österreich verfügbar, um die betroffenen Sektoren am Leben zu erhalten.

Deshalb ist für uns unverständlich, weshalb gerade der wirtschaftliche Rettungsanker des Epidemiegesetzes in Form einer "Sonntags-Gesetzgebung" einfach von heute auf morgen außer Kraft gesetzt wurden, welche die Wirtschaft plötzlich vom Anspruchsteller zum Bittsteller degradiert. Dieses besagt unter anderem, dass natürlichen und juristischen Personen sowie Personengesellschaften des Handelsrechtes die durch die Behinderung ihres Erwerbes entstandenen Vermögensnachteile vom Staat zu vergüten sind, wenn sie in ihrem Betrieb teilweise oder gänzlich beschränkt wurden, und dadurch ein Verdienstentgang eingetreten ist. Auch wenn dieses Bundesgesetz bereits seit 1950 in Kraft ist, ist in diesem aus unserer Sicht der Anspruch auf Entschädigung eigentlich sehr eindeutig definiert. Wieso man dieses in aller Eile genau einen Tag vor dem Eintreten der Entschädigungsansprüche außer Kraft setzt, ist für uns weder betriebswirtschaftlich noch volkswirtschaftlich nachvollziehbar. Denn dieser seit nun 70 Jahren existierende und auf seine Anwendung wartende, sinnvolle Rettungsanker unserer Volkswirtschaft ist eigentlich das, was es nun auch brauchen würde. Jedes Unternehmen hätte gleichberechtigt, egal ob Großkonzern oder Ein-Personen-Unternehmen die Gewissheit, in dieser Krisensituation einen Rechtsanspruch auf sein wirtschaftliches Überleben und auf die Abgeltung seiner Verdienstausfälle zu haben.

Setzt man dieses außer Kraft, nur weil man etwaig befürchtet, sich die Abgeltung dieser Ansprüche nicht leisten zu können, so käme dies einer einseitigen und fristlosen Kündigung einer Elementarversicherung gleich, genau wenn der Schadensfall auch wirklich eintritt. Und genau genommen haben die Österreicherinnen und Österreicher seit nun mehr 70 Jahren in diese Elementarversicherung eingezahlt. Glaubt man nun seitens der politisch Verantwortlichen, durch das Außer Kraft setzen dieser Anspruchsgrundlage Geld zu sparen, welches jedoch nicht dem Staat, sondern den Bürgern gehört, so müssen diese sich auch bewusst werden, dass letztendlich der Schaden für die gesamte Volkswirtschaft größer sein wird, als bei der nun geplanten Entschädigung nach dem Förderprinzip, welche nun aber keinen Anspruch mehr für die Wirtschaft darstellt. Denn kommt es aufgrund zu zögerlicher oder unzureichender Maßnahmen doch zu dem befürchteten Dominoeffekt und damit zum Versterben einer größerer Zahl von Unternehmen als angenommen, so wird es dem Staat etwaig um ein Vielfaches mehr aufgrund der Steuerausfälle und Zahlung von Notstandshilfen kosten, als die jetzt noch mögliche flächendeckende und faire Abgeltung der zwar in dieser Notsituation gut gemeinten, aber dennoch selbst verordneten Entkoppelung von Angebot und Nachfrage durch ein verhängtes Nachfrageverbot. Wer dies nicht glaubt, möge uns den sofortigen Anstieg der Arbeitslosigkeit um rund 49.000 Personen innerhalb von zwei Tagen erklären, von den Kursverlusten ganz zu schweigen.

Aus unserer Sicht ist daher die gleichberechtigte Abgeltung aller entstandenen wirtschaftlichen Kollateralschäden die sinnvollste Art zur nachhaltigen Rettung der Österreichischen Volkswirtschaft. Kredite und Garantien sind hierbei genau das, was ein Unternehmen jetzt gar nicht braucht, denn dies kompensiert nicht den staatlich verordneten Umsatzausfall. Nur Bares ist Wahres und Unternehmer lassen sich nur ungern hinters Licht führen. Dies mindert lediglich das Vertrauen in die Ernsthaftigkeit der Maßnahmen.

Hierbei sei auch erwähnt, dass das sich derzeit abzeichnende, für Österreich typische bürokratische Vorgehen einer Antragstellung durch die Unternehmen und die Gewährung durch den Staat wohl kaum funktionieren kann, insbesondere in einer Zeit, wo jetzt auch noch Homeoffice angesagt ist. Außergewöhnliche Zeiten brauchen jetzt auch außergewöhnliche Geschäftsprozesse. Hier möchten wir an dieser Stelle daran erinnern, dass der Umsatz der Unternehmen aufgrund der vorliegenden Steuerbescheide der letzten Jahre sehr leicht als Entschädigungsbasis herangezogen werden kann, ohne die Unternehmen in dieser schwierigen Situation auch noch mit Anträgen oder Behördenwegen zu belasten. Für Startups und Jungunternehmer braucht es hierbei jedoch natürlich andere Lösungen.

Wir hoffen, dass der sinnvolle und faire medizinische Ansatz zur Rücksichtnahme auf unsere gesundheitlichen Risikogruppen auch in wirtschaftlicher Hinsicht seine Anwendung finden wird, auch wenn die Gesundheit hierbei selbstverständlich im Vordergrund steht.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
19.03.2020

Mit Milliardenspritzen gegen Corona

Wurde bis vor wenigen Tagen noch auch in Österreich bei jedem Budgetposten heftig auch um kleinere Beträge gerungen, um das Nulldefizit zu halten, wird jetzt mit ganz anderen Beträgen operiert: Wurde bis vor wenigen Tagen noch auch in Österreich bei jedem Budgetposten heftig auch um kleinere Beträge gerungen, um das Nulldefizit zu halten, wird jetzt mit ganz anderen Beträgen operiert:

Gigantische Hilfs- und Rettungspakete werden nun weltweit geschnürt, damit auch die Wirtschaft und damit möglichst viele Arbeitsplätze, die im Kampf gegen den Virus ergriffenen Radikalmaßnahmen überleben – auch in Österreich.

Die sich weiter rasant ausbreitende Coronavirus-Pandemie macht in diesen Tagen vieles möglich – im Kampf für die Gesundheit eine bei Sozialkontakten und durch Ausgangssperre bei der Bewegungsfreiheit auf „Notbetrieb“ heruntergefahrene Gesellschaft. Und weil diese Schocktherapie die gesamte Wirtschaft und mit ihr Arbeitsplätze und Wohlstand zu gefährden droht, werden jetzt rund um den Globus gigantische Milliarden-Hilfspakete geschnürt.

Wurde bis vor wenigen Tagen noch auch in Österreich bei jedem Budgetposten heftig auch um kleinere Beträge gerungen, um das Nulldefizit zu halten, wird jetzt mit ganz anderen Beträgen operiert:

Das zunächst auf 4 Mrd. Euro taxierte Hilfspaket wurde von der türkis-grünen Bundesregierung, die sich ihr erstes Koalitions-Jahr wohl auch völlig anders vorgestellt hat, binnen kürzester Zeit auf unglaubliche 38 Mrd. Euro nahezu verzehnfacht – und selbst das könnte nicht ausreichen, je nachdem, wie lange die momentane Corona-Ausnahmesituation noch andauern wird. Darüber sind sich die Experten zwar nicht einig, wohl aber darüber, dass uns diese Krise noch länger im Würgegriff halten wird.

Nulldefizit oder gar Überschüsse sind passé, ganz im Gegenteil wird Österreich wie auch wohl sehr viele andere Länder heuer ein neues Rekord-Defizit einfahren. „Koste es, was es wolle“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz mit Blick auf die versprochene Rettung von unzähligen durch die Radikal-Einschnitte in ihrer Existenz gefährdeten Unternehmen und Hunderttausenden Arbeitsplätzen – und erntete dafür gestern Zustimmung, auch von der Opposition und den Wirtschaftsforschern. Wenn der Kampf gegen Corona und den drohenden Kollaps von Teilen der Wirtschaft gelingt, was einen unvergleichlichen Schulterschluss und Kraftakt aller im Land erfordert, wird Österreich im Nachgang trotzdem noch lange an den finanziellen Folgen zu kauen haben. Klar ist trotzdem: Es gibt jetzt dazu keine Alternative.

Es ist unglaublich, wie ein von einem Tiermarkt in China auf einen Menschen übergesprungenes Virus die Welt fast aus den Angeln heben konnte. Die Weltwirtschaft wird heuer in eine tiefe Rezession stürzen, Millionen Jobs werden global wegfallen und gigantische Summen an Kursvermögen an den Börsen verglühen. Die Hoffnung bleibt allerdings vorerst, dass es möglichst bald einen Impfstoff oder besser wirkende Medikamente gegen Corona geben wird. Und dass die jetzigen Konjunktureinbrüche dann rasch in einen kräftigen Aufschwung münden.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Alois Vahrner
30.05.2020

China verbietet den Verkauf von Hunde- und Katzenfleisch

China verbietet den Verkauf von Hunde- und Katzenfleisch China verbietet den Verkauf von Hunde- und Katzenfleisch

Ein historischer Moment für den Tierschutz: China veröffentlichte gestern, am 29.5. einen neuen nationalen Nutztier-Katalog, der Hunde explizit ausschließt. Damit ist der Verkauf von lebenden Hunden und Hundefleisch zum Verzehr in China verboten. Katzen waren nie Teil des Nutztier-Katalogs. VIER PFOTEN begrüßt den Vorstoß Chinas und fordert gleichzeitig die Regierungen in Kambodscha, Vietnam und Indonesien auf, mit China gleichzuziehen. Der Hunde- und Katzenfleischhandel ist nicht nur ein enormes Tierschutzproblem in Südostasien, sondern stellt auch ein großes Risiko für die öffentliche Gesundheit dar. Denn die unhygienischen Bedingungen, unter denen die Tiere gefangen, gehalten, geschlachtet und verkauft werden – meist auf Lebendtiermärkten –, sind die perfekte Brutstätte für neue zoonotische Viren.

In Vietnam – Chinas Nachbar – werden nach wie vor jährlich rund fünf Millionen Hunde und eine Million Katzen für ihr Fleisch gefangen und brutal geschlachtet. Oftmals werden die Tiere auch grenzübergreifend nach China transportiert. Mit geschätzten vier Millionen getöteten Haus- und Streunertieren pro Jahr ist die Situation in Kambodscha und Indonesien ähnlich verheerend. „Natürlich ist es ein positives Signal, dass China den Verkauf von Hunde- und Katzenfleisch verbietet, auch wenn diese Entscheidung wohl eher nichts mit Tierliebe, sondern mit Lebensmittelsicherheit zu tun hat. "Nun müssen aber auch Vietnam, Kambodscha und Indonesien endlich handeln. Neben unfassbarem Tierleid ist der Handel mit Hunde- und Katzenfleisch auch für Krankheitsausbrüche wie Tollwut und Cholera verantwortlich. Und wie wir jetzt wissen, kann die ganze Welt unter den tödlichen Zoonose-Viren leiden, die auf den unhygienischen Lebendtiermärkten entstehen, auf denen das Hunde- und Katzenfleisch teilweise verkauft wird"“, sagt Dr. Katherine Polak, Tierärztin und Leiterin der VIER PFOTEN Streunerhilfe in Südostasien.

Schlachthäuser und Lebendtiermärkte: tickende Zeitbomben

In engen Käfigen zusammengepfercht werden die verletzten und traumatisierten Hunde und Katzen – darunter auch gestohlene Haustiere – stundenlang bei enormer Hitze und ohne Wasser zu den Schlachthäusern und Märkten in Südostasien transportiert. Die dort übereinander gestapelten Käfige, das geschwächte Immunsystem der Hunde und Katzen sowie der unnatürliche Kontakt zu Wildtieren, die ebenfalls geschlachtet werden, schaffen die perfekte Brutstätte für tödliche Zoonoseviren, wie das neue Coronavirus. „Der ausufernde Hunde- und Katzenfleisch-Handel und die Lebendtiermärkte in ganz Südostasien sind tickende Zeitbomben. Wenn die Regierungen jetzt nicht diesen brutalen Handel stoppen und die grausamen Märkte und Schlachthäuser schließen, könnte die nächste globale Pandemie ihren Ursprung in Vietnam, Kambodscha oder Indonesien haben“, so Dr. Polak.

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29.02.2020

Umfrage: 15% sind wegen der Situation rund um das Coronavirus sehr besorgt, 13% gar nicht

Nur 15% der Bürger sind wegen der Situation „sehr besorgt“ Nur 15% der Bürger sind wegen der Situation „sehr besorgt“

Das Coronavirus und der weltweite Kampf gegen dessen Ausbreitung haben die Mehrheit der Österreicher bisher nicht in Angst und Schrecken versetzt. Nur 15% der Bürger sind wegen der Situation „sehr besorgt“, weitere 34% geben an, dass sie „eher besorgt“ sind.

Das ergibt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Unique Research im Auftrag von „profil“ für die aktuelle Ausgabe.

Etwa gleich viele Menschen zeigen sich relativ unbeeindruckt: 37% sagen, sie seien „weniger besorgt“, nur 13% sind „sehr besorgt“.

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24.05.2020

Umfrage: 55 Prozent für Corona-Impfpflicht

Umfrage: 55 Prozent für Corona-Impfpflicht Umfrage: 55 Prozent für Corona-Impfpflicht

Eine Mehrheit der Österreicher spricht sich für eine verpflichtende Impfung gegen Covid-19 aus, sobald ein Impfstoff zugelassen werden sollte. 30 Prozent der Befragten sind „sehr“, 25 Prozent „eher“ dafür. 28 Prozent lehnen eine Impfpflicht klar ab.

Das geht aus einer Umfrage hervor, die vom Meinungsforschungsinstitut Unique research für die nächste Ausgabe des Nachrichtenmagazins „profil“ durchgeführt wurde. FPÖ-Wähler scheren deutlich aus dem Meinungsspektrum aus. 62 Prozent sind „sehr“ gegen eine Impfpflicht. Hingegen sprechen sich zwei Drittel der Wähler von ÖVP und Grünen „eher“ oder „sehr“ für eine Impfpflicht aus.

Bei den SPÖ-Anhängern beträgt die Zustimmung 61 Prozent, bei Neos-Wählern 72 Prozent. Weniger Zustimmung findet eine Grippe-Impfpflicht, um für eine zweite Corona-Welle gewappnet zu sein. 44 Prozent sind dafür. Nur bei ÖVP-Wählern fände diese Maßnahme eine knappe Mehrheit.

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24.05.2020

Offensive für Urlaub in Österreich startet

Offensive für Urlaub in Österreich startet Offensive für Urlaub in Österreich startet

Nach beispiellosen zwei Monaten, in denen der Tourismus in Österreich komplett zum Erliegen gekommen ist, steht die Branche vor dem Neustart. Die Österreich Werbung unterstützt das Hochfahren des heimischen Tourismus in einem ersten Schritt mit einer Kommunikationsoffensive im Inland und in Deutschland.

Große Inlandskampagne gemeinsam mit Städten und 9 Bundesländern

Schon in „normalen“ Jahren stammt knapp ein Drittel aller Nächtigungen im Sommer (2019: 30 Prozent) aus dem Inland. Auch wenn die Rückkehr der Reisefreiheit zwischen Österreich und Ländern, die ähnliche Erfolge im Kampf gegen das Coronavirus erzielen, bereits absehbar ist: Der Inlandstourismus wird im Sommer 2020 eine wesentliche Stütze für den heimischen Tourismus sein. Deshalb startet die Österreich Werbung am 4. Juni eine große Inlandskampagne. Unter dem Motto „Auf Dich wartet ein guter Sommer. Entdecke Dein eigenes Land“ überzeugt die Österreich Werbung gemeinsam mit allen 9 Bundesländern und den Städten von den Vorzügen eines Inlandsurlaubs.

„Es gibt so viele gute Gründe, den Sommerurlaub 2020 in Österreich zu verbringen. Mit der größten Kommunikationsoffensive, die wir je gemeinsam umgesetzt haben, möchten wir den Österreicherinnen und Österreichern Lust auf Urlaub im eigenen Land machen,“ sagt Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung. Die Kampagne erzeugt eine win-win Situation für heimische Gäste und Betriebe: Ein Neu-Entdecken einer der begehrtesten Urlaubsdestinationen weltweit und Wertschöpfung in der Heimat für die Heimat.

Zu den zentralen Motiven der Kampagne zählen die Themen „Natur und Wasser“, „Wandern und Alpen“ sowie „Stadt und Kultur“. Die Kampagne macht Lust auf diese Urlaubserlebnisse und präsentiert die heimischen Tourismus-Betriebe und ihre ganz konkreten Angebote. Ziel ist, die Branche durch möglichst viele konkrete Urlaubsanfragen zu unterstützen. Die Ausspielung erfolgt daher auf digitalen Kanälen sowie im ORF-TV und auf Ö3. Umweltfreundlicher Mobilitätspartner bei der Kampagne sind die ÖBB.

Deutschland für Urlaub in Österreich begeistern

Neben der Inlandskampagne wirbt die ÖW auch um Gäste aus Österreichs größtem ausländischen Herkunftsmarkt. In den vergangenen Jahren kam mehr als ein Drittel aller Nächtigungen im Sommer aus Deutschland (2019: 37 Prozent). Gäste aus Deutschland für einen Urlaub in Österreich zu begeistern, ist daher das erklärte Ziel der Kampagne, die Österreich Werbung, Städte und alle 9 Bundesländer ab 28. Mai gemeinsam in Deutschland starten. Angelehnt an die Inlandskampagne ist das Motiv „Auf Dich wartet ein guter Sommer in Österreich“. Die Deutschlandkampagne wird – genauso wie die Inlandskampagne - digital und im TV ausgespielt.

Mit dem heute präsentierten zusätzlichen Budget von 40 Mio. Euro, um für Urlaub in Österreich zu werben, setzt die Bundesregierung und insbesondere Tourismusministerin Elisabeth Köstinger ein weiteres wichtiges, starkes Zeichen zur Unterstützung des Tourismusstandortes Österreich.

Großes Thema „Sicherheit“

Insbesondere bei der diesjährigen Urlaubsplanung ist das Thema Sicherheit entscheidend. Seitens der Gäste besteht großes Informationsbedürfnis zu den Sicherheitsaspekten während des Urlaubes. Daher hat die ÖW flankierend zu den Kampagnen ein Service- und Informationskonzept umgesetzt, um genau diese Bedürfnisse und Fragestellungen beantworten zu können. „Wir sind über unser ÖW-Netzwerk im Dialog mit Gästen aus 30 Ländern weltweit und sehen es natürlich auch als unsere Aufgabe, diese Fragestellungen im Vorfeld des Urlaubs zu beantworten. Mit den beschlossenen Schutzmaßnahmen und dem großartigen Engagement der Betriebe haben unsere Gäste die Sicherheit, einen Urlaub bei verantwortungsbewussten Gastgeberinnen und Gastgebern zu verbringen,“ so Stolba zu dem so wesentlichen Thema der Sicherheit aus Gästesicht.

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22.01.2020

Gebrauchtwagenpreise sind in Österreich stark gestiegen

Gebrauchtwagenpreise sind in Österreich stark gestiegen Gebrauchtwagenpreise sind in Österreich stark gestiegen

Die Gebrauchtwagenpreise sind in Österreich im Europa-Vergleich 2019 um 8,11 Prozent angestiegen und damit am stärksten nach Belgien (+9,06 Prozent). Im Durchschnitt war der Gebrauchte in der Alpenrepublik vergangenes Jahr um 18.126 Euro zu haben. Damit befindet sich Österreich auf Platz 3 in Europa und ist im oberen Preissegment gelandet. Absoluter Spitzenreiter bei den Gebrauchtwagenpreisen ist Frankreich, wo Käufer im Schnitt 22.995 Euro für ihr neues Gefährt berappen müssen, gefolgt von Deutschland mit 18.377 Euro.

Besonders günstig können Autokäufer in Italien ihren Gebrauchten um durchschnittlich 14.446 Euro erwerben. Auch in Spanien (17.586 Euro), Belgien (16.855 Euro) und den Niederlanden (15.654 Euro) sind die Preise moderater als in Österreich. „Wer bei der Gebrauchtwagensuche den Schritt über die Landesgrenzen hinweg wagt, kann durchaus ein Schnäppchen ergattern“, sagt Markus Dejmek Country Manager Österreich bei AutoScout24.

Der Preisanstieg bei unseren deutschen Nachbarn lag 2019 bei moderaten 2,37 Prozent. In den Niederlanden sind die Gebrauchtwagenpreise ähnlich wie in Österreich um satte 6,32 Prozent angestiegen, gefolgt vom ohnedies hochpreisigen Frankreich mit Preiszuwächsen von 5,75 Prozent. Im „Gebrauchtwagen-Paradies“ Italien mussten Käufer im Schnitt um 3,22 Prozent mehr für ihr Gefährt hinblättern.

Je nach Alter: Bis zu Einjährige in den Niederlanden am teuersten, Oldtimer in Frankreich

Für Interessenten an Jahreswagen lohnt ein Blick in die Alterssegmente: So verlangten die Niederländer mit 35.193 Euro für bis zu zwölf Monate alte Fahrzeuge am meisten. Über 6.500 Euro günstiger war diese Altersklasse in Spanien (28.630 Euro). Österreich landete mit 31.693 Euro in dieser Altersklasse auf dem dritten Platz. Bei den ein- bis dreijährigen Gebrauchten war das Angebot in Österreich sogar mit Abstand am teuersten (29.659 Euro) – vor Deutschland (26.849 Euro) und den Niederlanden (26.227 Euro). Bei den Drei- bis Fünfjährigen wurden die höchsten Preise in Frankreich (20.258 Euro), knapp gefolgt von Österreich (20.042 Euro) und Deutschland (19.884 Euro) aufgerufen. Fünf- bis zehnjährige Gebrauchte wurden in Frankreich (15.724 Euro), Spanien (14.322 Euro) und Österreich (14.048 Euro) besonders hoch eingepreist. Die Kategorie der Zehn bis 20-Jährigen war ebenfalls in Frankreich (10.718 Euro) und Spanien (8.073 Euro) am teuersten. Die Preise dieser Alterskategorien fielen in Deutschland dagegen mit 6.092 Euro und Belgien mit 5.954 Euro wesentlich geringer aus.

Preise bei Young- und Oldtimer liegen europaweit am weitesten auseinander

Die Spannweite bei Youngtimern zwischen 20 und 30 Jahren betrug in den sieben ausgewerteten Märkten gut 14.500 Euro und reichte von 5.910 Euro in den Niederlanden bis zu 20.504 Euro in Frankreich. Ähnlich groß war die Spanne bei Oldtimern ab 30 Jahren. Denn in Italien wurden für historische Autos im Schnitt 17.132 Euro aufgerufen, in Frankreich dagegen 34.503 Euro. Damit lagen zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot je nach Marke und Modell bis zu 17.400 Euro. Belgien landet bei Oldtimern mit 28.146 Euro auf dem zweiten Platz. Es folgen Deutschland (24.330 Euro), Spanien (21.024 Euro), Österreich (20.428 Euro) und Italien (17.132 Euro).

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30.05.2020

Neuartiger Mund-Nasen-Schutz made in Austria

ProView, der transparente Mund-Nasen-Schutz (MNS), sorgt für sprichwörtliches Aufatmen in der Branche ProView, der transparente Mund-Nasen-Schutz (MNS), sorgt für sprichwörtliches Aufatmen in der Branche

Gute Aussichten für Mitarbeiter in Hotellerie & Gastronomie: ProView, der transparente Mund-Nasen-Schutz (MNS), sorgt für sprichwörtliches Aufatmen in der Branche. Die neue Maske vereint das Beste aus zwei Welten: Wie beim klassischen MNS werden Nase und Mund nach Vorschrift bedeckt, gleichzeitig bleibt die Transparenz wie bei Voll-Visieren gewährt – die Mimik der Gastgeber bleibt also für Kunden sichtbar. Die Augen bleiben frei, wodurch Spiegelungen und Lichtreflexionen und das Beschlagen von Brillen vermieden werden. ProView ist leicht, kompakt, schnell zu desinfizieren und somit wiederverwendbar. Entwickelt und hergestellt in Österreich ist die Maske zu einem fairen Preis ab sofort online erhältlich.

Mehr Sicht

Eine wesentliche Rolle spielt die freie Sicht, worüber sich vor allem Brillenträger freuen: Denn es kommt zu keinem Beschlagen von Brillen wie beim klassischen MNS aus Stoff und zu keinen Spiegelungen oder Lichtreflexionen wie bei transparenten Voll-Visieren. Die Maske liegt entlang des Nasenrückens auf, daher verläuft das größenverstellbare Gummiband unterhalb der Ohren und kommt Brillenbügeln nicht in die Quere.

Mehr Luft

Ein weiterer Vorteil liegt in der Atemfreiheit: Die Maske ist nach unten hin geöffnet, was für eine gute Luftzirkulation für den Träger sorgt. Das wirkt sich auch positiv auf die Schall-Reduktion aus, der Träger bleibt gut verständlich. Mit einem Gewicht von nur 8 Gramm bietet ProView einen ganzheitlich hohen Tragekomfort.

Mehr Du

ProView-Träger bleiben aber vor allem authentisch und können sich weiterhin durch ihre ganze Mimik ausdrücken – ein wesentlicher Aspekt in der zwischenmenschlichen Kommunikation, der vor allem in Dienstleistungsbetrieben das „Zünglein an der Waage“ für personalisierten Service am Gast ist. Sehen und gesehen werden – ProView macht es möglich.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: proviewmaske.at
29.02.2020

Corona als Globalisierungs-Bremse

Die Welt, die jahrelang mit Volldampf in Richtung weiterer Globalisierung fuhr, könnte durch Corona wieder eine andere werden. Die Welt, die jahrelang mit Volldampf in Richtung weiterer Globalisierung fuhr, könnte durch Corona wieder eine andere werden.

Die Welt, ein globales Dorf? Die zurzeit offenbar unaufhaltsame Ausbreitung des Coronavirus zeigt eine massive Schattenseite der vor allem wirtschaftlichen Globalisierung – und könnte das Rad nachhaltig zurückdrehen.

Auch so und gerade hier „funktioniert“ Globalisierung: Ende Dezember wurde, vermutlich von einem Tiermarkt in der Millionenstadt Wuhan der chinesischen Provinz Hubei ausgehend, die neuartige Virus-Erkrankung Covid-19 alias Coronavirus entdeckt. Trotz drastischer und hierzulande unvorstellbarer Restriktionen Chinas verbreitet sich Corona scheinbar unaufhaltsam und extrem rasch in alle Welt:

Mittlerweile verzeichneten bereits etwa 50 Länder (die Zahl steigt praktisch täglich weiter an) in Asien, im Nahen und Mittleren Osten, in Europa, in Amerika, in Nordafrika sowie Australien Corona-Erkrankungen. Die Tendenz ist überall steigend. Noch spricht die Weltgesundheitsorganisation WHO von keiner Pandemie, das könnte sich aber bald ändern.

In Zeiten globalen Reisens und einer global arbeitsteiligen Wirtschaft kennt ein Virus keine Landesgrenzen – daher war es nur logisch, dass sich Corona ausbreitet, gerade auch ins Export- und Tourismusland Österreich mit seiner geografischen Lage mitten in Europa.

Politik und Institutionen versuchen auch hierzulande, Corona mit Riesenaufwand bis hin zur jetzt drohenden, massenhaften Absage von Veranstaltungen zumindest in Grenzen zu halten. Wie massiv freilich die kurz- oder auch längerfristigen Auswirkungen auf Tourismus und Wirtschaftsströme sein werden, lässt sich noch nicht abschätzen. An den Börsen jedenfalls rutschten diese Woche wegen der Rezessionsängste die Kurse kräftig ab.

Die Welt, die jahrelang mit Volldampf in Richtung weiterer Globalisierung fuhr, könnte durch Corona wieder eine andere werden. Es ist offensichtlich, wie störungsanfällig globale Lieferketten sind, wenn Fabriken stillgelegt und Grenzen dichtgemacht werden. Und es wird noch klarer, wie wichtig etwa eine gesicherte und damit am besten eigene europäische Versorgung etwa mit Medikamenten ist.

Genau um Versorgungssicherheit geht es aber auch bei vielen anderen Punkten, etwa beim Umstieg auf Elektroautos. Europa ist bei den benötigten seltenen Metallen gegenüber der Konkurrenz in Fernost letztlich gefährlich unterversorgt und abhängig.

Bringt Corona das von manchen Experten bereits prognostizierte Ende der Globalisierung? Das wohl nicht, aber ganz sicher eine Schubumkehr. „Trendsetter“ war hier ganz klar US-Präsident Trump mit seinem leider auch sonst wenig solidarischen „America First“.

Eine Art De-Globalisierung mit wieder mehr Handelsschranken und Einfluss der Politik – auch auf bisher teils ungezügelte Märkte.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: NASA gemeinfrei / Quelle: Tiroler Tageszeitung - Leitartikel von Alois Vahrner
07.04.2020

Analyse Handypreise: Billiger oder teurer – je nachdem, wie oft man es tut!

Analyse Handypreise: Billiger oder teurer – je nachdem, wie oft man es tut! Analyse Handypreise: Billiger oder teurer – je nachdem, wie oft man es tut!

Social Distancing – trotzdem via Videotelefonie, Facetime & Co mit seinen Lieben in Kontakt bleiben. Da kann das Datenvolumen schon mal schnell verbraucht sein. Eine AK Analyse über die Preisentwicklung österreichischer Handytarife bei 24 Anbietern zwischen Jänner 2019 und Jänner 2020 zeigt: Es gibt jetzt weit mehr Tarife als noch 2019, wer mehr telefoniert und surft, kommt billiger weg, bei manchen Anbietern stiegen Service- und monatliche Grundgebühren. Daher: Checken Sie mit dem AK Handytarif-Rechner, ob Ihr Tarif noch passt. Achtung, Mindestbehaltedauer beachten!

Die AK hat die Preisentwicklung heimischer Mobilfunkangebote von Jänner 2019 bis Jänner 2020 von fünf typischen NutzerInnen analysiert: WenigtelefoniererInnen mit und ohne Datennutzung (100 Minuten, 20 SMS oder 150 Minuten, 20 SMS, 1 GB), KundInnen mit Durchschnitts-Nutzungsverhalten von 2018 (169 Minuten, 18 SMS, 5,1 GB) und 2019 (171 Minuten, 15 SMS, 6,1 GB) und IntensivnutzerInnen (1.000 Minuten, 1.000 SMS, 15 GB). Zur Berechnung wurde der jeweils günstigste Tarif der einzelnen Anbieter für die definierten NutzerInnentypen herangezogen.

Waren im Jänner 2019 noch 25 Anbieter mit 184 Tarifen auf dem Markt, so sind es heu-er 24 Anbieter mit 205 Tarifen. Die Preise sind im Schnitt für drei der fünf definierten Nut-zerInnengruppen gering angestiegen, und zwar für WenigtelefoniererInnen mit und ohne Datenverbrauch sowie für DurchschnittskundInnen 2018 – die meisten Anbieter haben aber die Preise gleich gelassen. Deutliche Preissenkungen gab es bei den jeweils güns-tigsten Tarifen für NutzerInnengruppen mit mehr Datenverbrauch. DurchschnittsnutzerIn-nen 2019 sparen sich beim Telefonieren und Surfen 6,8 Prozent, IntensivnutzerInnen 35 Prozent.

Alle Anbieter, die Servicegebühren verrechnen, haben sie im Laufe des Jahres 2019 um meist drei Euro auf rund 25 Euro pro Jahr angehoben (plus 14 Prozent). Im Februar 2020 haben A1 und Redbull mobile die Servicepauschalen neuerlich um zwei Euro auf nun 27 Euro pro Jahr erhöht (plus acht Prozent).

A1 und Magenta haben die monatlichen Grundgebühren um zwei Euro bei zahlreichen Standardtarifen verteuert, jedoch mit teils mehr inkludierten Datenpaketen. DREI hat bei einigen Standardtarifen die Grundgebühren um 1,90 bzw. 2,00 Euro gesenkt.

Die Anmeldegebühren sind bei den drei Großen (A1, Magenta, DREI) für Vertragstarife mit zweijähriger Bindedauer gleichgeblieben. A1 erhöhte aber die Aktivierungskosten im Februar 2020 für Vertragstarife von 39,90 auf nun 49,90 Euro, liegt aber weiter wesentlich unter den Anmeldegebühren von T-Mobile und DREI (69,00 und 69,99 Euro). Bei Aktionen werden regelmäßig keine Anmeldegebühren verrechnet.

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02.09.2019

FPÖ und SPÖ machen laut Meinung der ÖsterreicherInnen den schmutzigsten Wahlkampf

FPÖ und SPÖ machen laut Meinung der ÖsterreicherInnen den schmutzigsten Wahlkampf FPÖ und SPÖ machen laut Meinung der ÖsterreicherInnen den schmutzigsten Wahlkampf

„ATV Aktuell: Die Woche“ kehrt aus der Sommerpause zurück und widmet die ATV-Frage der Woche anlässlich der bevorstehenden Nationalratswahl dem Wahlkampf. In einer von Peter Hajek durchgeführten Umfrage unter 500 ÖsterreicherInnen sind 22 Prozent der Ansicht, dass die FPÖ den schmutzigsten Wahlkampf betreibt, knapp gefolgt von SPÖ (21%), ÖVP (15%), Liste JETZT (4%), Grüne (3%) und NEOS (2%).

Peter Hajeks Meinung dazu lautet: „Die Ansicht, dass es ein schmutziger Wahlkampf wird beziehungsweise ist, ist deutlich zurückgegangen. Im Juli vor Start des Wahlkampfes nannten 84 Prozent eine Partei, jetzt sind es nur mehr 67 Prozent. So schlimm dürfte es also aus Sicht der Bevölkerung nicht sein.“

Außerdem sprechen Meinrad Knapp, Peter Hajek und Thomas Hofer über die Wahlkampf-Aufreger der Türkisen, die versuchte Aufholjagd der SPÖ und die bevorstehenden Neuwahlen in der Steiermark.

Am Ende der Sendung wird wieder Top und Flop der politischen Woche gekürt. Zu Gast ist Walter Hämmerle, Chefredakteur der Wiener Zeitung.

Morgen, Samstag bei „ATV Aktuell: Im Fokus Spezial“ stellt sich NEOS-Spitzenkandidatin Beate Meinl-Reisinger im exklusiven 15-minütigen Interview den Fragen von Jenny Laimer. Zum Thema Schmutzkübel-Kampagne zieht Meinl-Reisinger einen drastischen Vergleich: „Die Republik und Neugeborene haben eines gemeinsam: beide leiden zum Teil an zu viel heißer Luft."

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