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04.10.2019

Wahlversprechen

Der erste Gesprächsreigen ist vorbei, allerdings kann man davon ausgehen, dass man noch einige Runden brauchen wird, bevor in der Hofburg eine neue Regierung angelobt werden kann. Und man wird auch noch öfters hören, dass Qualität vor Tempo geht – trotzdem wäre es gut, wenn die Parteien schön langsam aus der Trauerphase kommen und neben der eigenen Befindlichkeit auch über die Gestaltung des Landes reden.

Besonders bei SPÖ und FPÖ drohen die innerparteilichen Querelen zu länger anhaltenden Lähmungserscheinungen zu führen. Schade. Denn durch erfolgreiche Regierungsverhandlungen könnten beide zumindest eines der zentralen Versprechen erfüllen, die sie ihren Wählern im Wahlkampf gegeben haben.

Denn Hofer und Kickl ließen plakatieren, dass sie eine Regierung aus ÖVP und Grünen verhindern wollen. Und der SPÖ war es immer ein Anliegen, dass es nicht noch einmal zu einer türkis-blauen Zusammenarbeit kommt. Um diese Versprechen zu erfüllen, müsste man aber Verantwortung übernehmen.

Und es wäre auch an der Zeit, dass die Politik wieder die Gestaltung übernimmt. Auf Dauer ist das bloße Verwalten zu wenig. Ein Beispiel:

Gestern hat Regierungssprecher Winterstein ein Pressebriefing abgehalten und die Kollegen haben übereinstimmend festgestellt, dass man darüber nichts berichten muss.

Quelle: Oö. Volksblatt: "Wahlversprechen" von Herbert SCHICHO

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04.08.2020

Unwetter mit Starkregen – Tipps bei Aquaplaning

Unwetter mit Starkregen – Tipps bei Aquaplaning Unwetter mit Starkregen – Tipps bei Aquaplaning

In den nächsten Tagen sind wieder heftige Sommergewitter angesagt, die Autolenker aus dem Nichts überraschen und zur tückischen Unfallursache werden können: Bei Starkregen besteht akute Aquaplaning-Gefahr. "Wenn es zum 'Aufschwimmen' der Reifen auf dem Wasserfilm auf der Fahrbahn kommt, verlieren die Pneus den Kontakt zur Straße – das beste Auto ist plötzlich nicht mehr lenkbar. Das kann schon bei Geschwindigkeiten ab 80 km/h passieren, je schlechter das Profil, je breiter die Reifen, desto eher kommt es zu Aquaplaning", erklärt Georg Scheiblauer, Leiter des ÖAMTC Fahrtechnikzentrums in Teesdorf. "Wichtig ist in dem Fall, Ruhe zu bewahren und die Lenkung in Fahrtrichtung zu halten. Die meisten Unfälle ereignen sich bei Aquaplaning durch falsche und vor allem überhastete Reaktionen."

Achtsamkeit und Kontrolle hinter dem Steuer – Fahrbahn im Blick behalten

"Wichtig bei starkem Regen ist, Fahrbahn und -spuren im Blick zu behalten, die Geschwindigkeit zu reduzieren, sowie hastige Brems-oder Lenkmanöver zu unterlassen. Dank ABS ist eine Notbremsung in einer solchen Gefahrensituation zwar deutlich harmloser als noch mit älteren Autos. Dennoch steigt die Unfallgefahr", so Scheiblauer. Automatik-Fahrer sollten sich zudem auf die Lenkung konzentrieren und nicht versuchen, die Fahrstufe herauszunehmen.

"Gerade beim Spurwechsel und Überholen gilt es, besonders vorsichtig zu agieren, wenn man mit einer Fahrzeugseite in eine Spurrille gerät", sagt der Fahrtechnik-Profi. "Dabei kann es zur häufigsten Form kommen, dem einseitigen Aquaplaning: Das Auto beginnt in die Richtung der Spurrille stark zu ziehen. Dieses Ziehen ist mit einem starken Seitenwind vergleichbar. Richtig reagiert man in dieser Situation, indem man das Lenkrad mit beiden Händen fest hält und dem Ziehen damit entgegenwirkt." Hilfreich sind in jedem Fall gute Reifen: Im Idealfall haben die Pneus mindestens vier, keinesfalls aber unter drei Millimeter Profil. Zusammenfassend sollte man bei Aquaplaning folgende Tipps beherzigen:

* Ruhe bewahren und den Fokus konzentriert auf die Fahrbahn richten.

* Überholmanöver und Spurwechsel unbedingt vermeiden.

* Die Kupplung treten, bei Automatikgetriebe runter vom Gas.

* Das Lenkrad mit beiden Händen festhalten, weiter in die gewünschte Fahrtrichtung lenken.

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29.02.2020

Corona als Globalisierungs-Bremse

Die Welt, die jahrelang mit Volldampf in Richtung weiterer Globalisierung fuhr, könnte durch Corona wieder eine andere werden. Die Welt, die jahrelang mit Volldampf in Richtung weiterer Globalisierung fuhr, könnte durch Corona wieder eine andere werden.

Die Welt, ein globales Dorf? Die zurzeit offenbar unaufhaltsame Ausbreitung des Coronavirus zeigt eine massive Schattenseite der vor allem wirtschaftlichen Globalisierung – und könnte das Rad nachhaltig zurückdrehen.

Auch so und gerade hier „funktioniert“ Globalisierung: Ende Dezember wurde, vermutlich von einem Tiermarkt in der Millionenstadt Wuhan der chinesischen Provinz Hubei ausgehend, die neuartige Virus-Erkrankung Covid-19 alias Coronavirus entdeckt. Trotz drastischer und hierzulande unvorstellbarer Restriktionen Chinas verbreitet sich Corona scheinbar unaufhaltsam und extrem rasch in alle Welt:

Mittlerweile verzeichneten bereits etwa 50 Länder (die Zahl steigt praktisch täglich weiter an) in Asien, im Nahen und Mittleren Osten, in Europa, in Amerika, in Nordafrika sowie Australien Corona-Erkrankungen. Die Tendenz ist überall steigend. Noch spricht die Weltgesundheitsorganisation WHO von keiner Pandemie, das könnte sich aber bald ändern.

In Zeiten globalen Reisens und einer global arbeitsteiligen Wirtschaft kennt ein Virus keine Landesgrenzen – daher war es nur logisch, dass sich Corona ausbreitet, gerade auch ins Export- und Tourismusland Österreich mit seiner geografischen Lage mitten in Europa.

Politik und Institutionen versuchen auch hierzulande, Corona mit Riesenaufwand bis hin zur jetzt drohenden, massenhaften Absage von Veranstaltungen zumindest in Grenzen zu halten. Wie massiv freilich die kurz- oder auch längerfristigen Auswirkungen auf Tourismus und Wirtschaftsströme sein werden, lässt sich noch nicht abschätzen. An den Börsen jedenfalls rutschten diese Woche wegen der Rezessionsängste die Kurse kräftig ab.

Die Welt, die jahrelang mit Volldampf in Richtung weiterer Globalisierung fuhr, könnte durch Corona wieder eine andere werden. Es ist offensichtlich, wie störungsanfällig globale Lieferketten sind, wenn Fabriken stillgelegt und Grenzen dichtgemacht werden. Und es wird noch klarer, wie wichtig etwa eine gesicherte und damit am besten eigene europäische Versorgung etwa mit Medikamenten ist.

Genau um Versorgungssicherheit geht es aber auch bei vielen anderen Punkten, etwa beim Umstieg auf Elektroautos. Europa ist bei den benötigten seltenen Metallen gegenüber der Konkurrenz in Fernost letztlich gefährlich unterversorgt und abhängig.

Bringt Corona das von manchen Experten bereits prognostizierte Ende der Globalisierung? Das wohl nicht, aber ganz sicher eine Schubumkehr. „Trendsetter“ war hier ganz klar US-Präsident Trump mit seinem leider auch sonst wenig solidarischen „America First“.

Eine Art De-Globalisierung mit wieder mehr Handelsschranken und Einfluss der Politik – auch auf bisher teils ungezügelte Märkte.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: NASA gemeinfrei / Quelle: Tiroler Tageszeitung - Leitartikel von Alois Vahrner
01.11.2020

Viele Hoteliers warten noch immer auf Entschädigungszahlungen

Viele Hoteliers warten noch immer auf Entschädigungszahlungen Viele Hoteliers warten noch immer auf Entschädigungszahlungen

Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) warnt davor, dass nach wie vor viele Hoteliers auf ihre Entschädigungszahlungen gemäß Epidemiegesetz warten. Nach sechs Monaten seien durchschnittlich noch immer Forderungen in Höhe von rund 220.000 Euro pro Betrieb offen. „Schön langsam brennt der Hut“, beschreibt ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer die Lage vieler Betriebe vor einer ungewissen Wintersaison mit steigenden Infektionszahlen und Reisewarnungen. Abhilfe brächte die Überweisung von Entschädigungszahlungen, die Tausenden Betrieben nach den Schließungen laut Epidemiegesetz im März zustehen würden.

Eine in den Bundesländern von der ÖHV durchgeführte Umfrage liefere jedoch ein ernüchterndes Bild: Kein einziges teilnehmende Hotel habe eine Zahlung erhalten. 70 Prozent hätten noch nicht einmal eine Antwort auf ihren Antrag bekommen. Das Geld wäre aber dringend notwendig: „Die doppelten Gehälter stehen vor der Tür. Jede weitere Verzögerung kann Arbeitsplätze kosten.“ Sollten den Bezirkshauptmannschaften Ressourcen für die Abwicklung fehlen, solle ihnen das erforderliche Personal zur Verfügung gestellt werden.

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07.04.2020

Maskenpflicht in Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln, nicht aber im Gesundheitsbereich!

Dass in Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maskenpflicht herrsche, nicht aber im Gesundheitsbereich, sorgt bei der Österreichischen Ärztekammer für Unverständnis. Dass in Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maskenpflicht herrsche, nicht aber im Gesundheitsbereich, sorgt bei der Österreichischen Ärztekammer für Unverständnis.

Ärztinnen und Ärzte sowie das Pflegepersonal sind besonders gefährdet. Sie stehen in der ersten Reihe und haben täglich mit kranken Patienten zu tun. Eine allgemeine Maskenpflicht schütze das vis-a-vis, im Gesundheitsbereich seien das die Patienten und Mitarbeiter. „Angehörige des Gesundheitswesens können als Multiplikatoren gelten und die könnten die Patienten anstecken“, sagt Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer.

„Dass die Maskenpflicht neben den Supermärkten nun auch künftig in öffentlichen Verkehrsmitteln kommt, aber der Gesundheitsbereich weiterhin ausgespart wird, ist nicht nachvollziehbar“, sagt Harald Mayer, Vizepräsident und Bundeskurienobmann der angestellten Ärzte der Österreichischen Ärztekammer. Mayer fordert daher die Politik auf, auch in diesem Bereich eine klare gesetzliche Regelung zu treffen. „Nachdem es derzeit offenbar in der Verantwortung der Spitalsträger liegt, ob Patienten Schutzmasken tragen, ersuchen wir die Träger eine Maskenpflicht in den Spitälern einzuführen - immerhin handelt es sich hier um einen systemrelevanten Bereich und das Personal darf nicht erkranken“, betont Mayer.

„Die Maskenpflicht muss auch auf Ordinationen ausgeweitet werden“, fordert Johannes Steinhart, ÖÄK-Vizepräsident und Bundeskurienobmann der niedergelassenen Ärzte. „Es muss alles getan werden, um das Ansteckungsrisiko für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte zu minimieren“, betont Steinhart. Zugleich weist er darauf hin, dass zur Risikominimierung auch die Ausstattung mit hochwertiger Schutzausrüstung in ausreichender Menge durch die öffentliche Hand gehört – ebenso wie die unverzügliche Information über Corona-Testergebnisse durch die Behörden.

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25.09.2020

Neuer Corona-Schnelltest von Bosch liefert zuverlässiges Ergebnis in 39 Minuten

Bosch hat einen neuen Schnelltest für sein Analysegerät Vivalytic zum Nachweis des SARS-CoV-2-Erregers entwickelt. Damit steht das Testergebnis in 39 Minuten zuverlässig fest - schneller ist weltweit aktuell kein anderer PCR-Test. Der neue Schnelltest ist unter anderem prädestiniert für den dezentralen Einsatz in mobilen Testzentren an Autobahn-Raststätten oder Flughäfen. Getestete Personen können unmittelbar am Ort der Probenentnahme ein zuverlässiges Ergebnis erhalten. Der CE-gekennzeichnete Test ist ab sofort in Europa erhältlich und hilft, Quarantäne-Zeiten zu vermeiden, Labore zu entlasten sowie das Reisen und Arbeiten wieder sicherer zu machen: "Ein Schlüssel gegen die Corona-Pandemie liegt in der raschen Erkennung von Infektionsherden. Deshalb war es uns wichtig, nach unserem ersten Corona-Test einen noch deutlich schnelleren zu ermöglichen", sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH.

Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte PCR-Singleplex-Test hat eine Sensitivität von 98 Prozent und eine Spezifität von 100 Prozent. Er wurde gemeinsam von der Bosch-Tochter Bosch Healthcare Solutions und dem deutschen Biotechnologie-Unternehmen R-Biopharm entwickelt. "Wir haben mit Bosch eine sehr enge und langfristig ausgerichtete Partnerschaft. Mit der Vivalytic-Technologie ermöglichen wir es die hochsensitiven PCR-Tests von R-Biopharm signifikant zu beschleunigen und erstmalig direkt am Ort der Probenentnahme anzubieten", sagt Jochen Hirsch, Vorstand der R-Biopharm AG. PCR-Tests gelten als Goldstandard unter den Testverfahren.

Weltneuheit: gleichzeitig fünf Proben auswerten

Bereits Ende März hatte Bosch nach nur sechs Wochen Entwicklungszeit einen ersten Schnelltest für sein Vivalytic-Analysegerät herausgebracht. Dabei handelt es sich um einen Multiplex-Test, der Proben in zweieinhalb Stunden sowohl auf das SARS-CoV-2-Virus als auch zeitgleich auf neun weitere Atemwegserkrankungen untersucht. Der neue beschleunigte Test ist ausschließlich auf SARS-CoV-2 ausgerichtet. "Mit unseren unterschiedlichen Corona-Tests und den variablen Auswertungsstrategien ermöglichen wir mit einem Vivalytic-Gerät verschiedene Testszenarien - vom Screening bis hin zur Unterstützung der Differentialdiagnostik bei ähnlicher Symptomatik", sagt Marc Meier, Geschäftsführer der Bosch Healthcare Solutions GmbH. Und die Entwicklung geht bei Bosch unter Hochdruck weiter: Ab Anfang Oktober 2020 sollen durch Pooling fünf Proben zeitgleich in einer Test-Kartusche und in vergleichbarer Geschwindigkeit ausgewertet werden können - eine Weltneuheit. Damit steigert Bosch die Testkapazitäten auf mehr als 160 Proben pro Tag, die mit einem Vivalytic-Gerät vollautomatisiert verarbeitet werden können. Zudem soll die Durchlaufzeit des SARS-CoV-2-Tests bei positiven Proben mit Hilfe von optimierter Software in den nächsten Wochen weiter verkürzt werden.

Vivalytic-Analysegerät: Einfache Anwendung am Ort der Probenentnahme

Die Vorteile der Bosch-Schnelltests liegen nicht nur in der raschen Analysezeit, sondern auch in der einfachen Handhabung: Mittels Abstrichtupfer wird die Probe aus Nase oder Rachen entnommen und in die Test-Kartusche gegeben. Anschließend wird die Kartusche, die sämtliche für den Test erforderlichen Reagenzien enthält, für die automatisierte Analyse in das Vivalytic-Gerät eingeführt. Die Bedienung des Analysegeräts ist anwenderfreundlich und erfordert nur eine kurze Schulung des medizinischen Fachpersonals.

Bosch will bis Ende 2020 die Kapazität für eine Million Tests erreichen. Da die Nachfrage nach Analysegerät und Schnelltests anhaltend hoch ist, arbeitet das Unternehmen mit seinen Lieferanten intensiv daran, die Kapazität maximal auszubauen und die Lieferfähigkeit weiter zu erhöhen.

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09.06.2020

In Österreich werden täglich 20 Millionen Regenwürmer zubetoniert

In Österreich werden täglich 20 Millionen Regenwürmer zubetoniert In Österreich werden täglich 20 Millionen Regenwürmer zubetoniert

Aus Anlass des Weltumwelttages am 5. Juni hat die Österreichische Hagelversicherung einmal mehr davor gewarnt, die jüngsten Krisen - Umwelt, Klima und Artenschwund - als singuläre Ereignisse zu werten. Im Gegenteil: Die Umweltkrise mit Bodenverbrauch, Ressourcenschwund sowie Biodiversitätsverlust werde sich weiter zuspitzen und die Klimakrise beschleunigen. „Es sei denn, wir handeln jetzt“, stellt Vorstandsvorsitzender Kurt Weinberger klar.

Überaus kritisch ist die Lage weiter beim steigenden Flächenverbrauch. Im Vorjahr sind in Österreich jeden Tag 13 Hektar wertvoller Wiesen und Äcker für Straßen, Siedlungen, Shoppingcenter und Industriehallen verbaut worden. Das ist das Fünffache des Zielwertes von 2,5 Hektar pro Tag, der in der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung erstmals im Jahr 2002 festgeschrieben und im derzeitigen Regierungsprogramm wieder verankert wurde.

Das Zubetonieren von umgerechnet 20 Fußballfeldern pro Tag hat in mehrfacher Hinsicht dramatische Auswirkungen: Durch die Verbauung sinkt der landwirtschaftliche Selbstversorgungsgrad beständig, was Österreich zunehmend durch Importe verletzbar macht. Der Boden ist aber Voraussetzung für die Lebensmittelproduktion, was auch die Corona-Krise gezeigt hat.

Darüber hinaus leiden die Kulturlandschaft und das Tourismusland Österreich. Laut einer market-Umfrage kritisieren vier von fünf Österreichern die Verschandelung ihrer Heimat, sie wollen keine weitere Verbauung. Und schließlich nimmt die Artenvielfalt ab. So leben in einem Hektar Boden rund 1,5 Millionen Regenwürmer. Jeden Tag wird also die Lebensgrundlage von rund 20 Millionen Regenwürmern zubetoniert.

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13.01.2021

Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut

Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut

Noch läuft die Analyse der Daten durch die Vereinigung der europäischen Übertragungsnetzbetreiber ENTSO-E und die Suche nach dem Auslöser für den massiven Frequenzabfall, der das europäische Stromnetz am Freitag an seine Grenzen gebracht hatte. Der Vorfall hat aber jedenfalls gezeigt, dass die europäische Zusammenarbeit auch im Ernstfall funktioniert und die Schutzmechanismen gegriffen haben. Nur durch automatische Schutzeinrichtungen und das Zusammenwirken der wesentlichen Marktakteure konnte die kritische Situation rasch beherrscht und eine Stunde nach dem Vorfall das normale Betriebsniveau wieder erreicht werden. Wesentliche Grundvoraussetzung für die Bewältigung der Störung waren die ausreichend vorhandenen Reservekapazitäten. Die EU-Vorgabe 70 Prozent der grenzüberschreitenden Kapazitäten für den Handel zu reservieren ist in diesem Zusammenhang problematisch.

„Der letzte Störfall hat gezeigt, dass die Sicherheitsvorkehrungen schnell und zuverlässig wirken, aber auch, dass es Versorgungssicherheit nicht zum Nulltarif gibt. Weitere erhebliche Investitionen in den nationalen und europäischen Netzausbau, in Speicherkapazitäten, systemische Kraftwerkskapazitäten und weitere Flexibilitätsoptionen für den Krisenfall sind unabdingbar“, erklärt Michael Strugl, Präsident der Interessenvertretung Oesterreichs Energie.

Auch die Anforderung von Seiten der europäischen Ebene, dass 70 Prozent der österreichischen Grenzkapazitäten dem Stromhandel zur Verfügung gestellt werden müssen, sieht Strugl kritisch: „Durch seine geographische Lage ist Österreich eine wichtige Drehscheibe im europäischen Stromsystem – mit dieser Vorgabe müssen wir unsere Leitungskapazitäten ausreizen sodass wenig Reserven für Krisenfälle zur Verfügung stehen.“

„Auch wenn der Störfall nicht im ursächlichen Zusammenhang mit dem Erneuerbaren Ausbau steht, erfordert die Transformation des Energiesystems in Richtung erneuerbare Energieträger umso mehr den Ausbau der Netzinfrastruktur und der Speicherkapazitäten sowie von Kraftwerksreserven um Versorgungssicherheit zu gewährleisten.“, so Strugl.

Enormer volkswirtschaftlicher Schaden möglich

Im Jahr 2019 lag die durchschnittliche ungeplante Nichtverfügbarkeit von Elektrizität im österreichischen Stromnetz bei rund 25,14 Minuten pro Kunde. Damit ist eine Versorgungssicherheit von 99,99 Prozent für Österreich gewährleistet. Ein längerer großflächiger Ausfall würde einen enormen wirtschaftlichen Schaden bedeuten. Schätzungen zufolge belaufen sich die volkswirtschaftlichen Kosten für einen großflächigen Stromausfall in Österreich auf 1,18 Mrd. Euro pro Tag. „Auch deshalb ist es wichtig, dass die Ausbaupläne im Netzentwicklungsplan breit mitgetragen werden und an einer Schärfung des Problembewusstseins und einer Verbesserung der Akzeptanz für diese Projekte in Österreich gearbeitet wird. Das ist eine gesellschaftliche Aufgabe“, so Strugl.

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13.01.2021

willhaben präsentiert die Job-Trends für 2021

Markus Zink, Head of Jobs und Karriere bei willhaben Markus Zink, Head of Jobs und Karriere bei willhaben

Die aktuellen Entwicklungen haben auch die Job- und Arbeitswelt auf den Kopf gestellt. Die Art und Weise wie Menschen arbeiten, wird wohl auch in der Post-Corona Ära nicht mehr dieselbe sein. Was sich deutlich abzeichnet ist, dass die Digitalisierung bereits über viele Branchen hinaus tief verankert ist. Die Gesundheitskrise hat diesen Trend nun noch einmal bestärkt: binnen weniger Monate sind viele Betriebe digital um viele Jahre fortgeschritten. Auf welche Trends heuer besonders zu achten sein wird, stellt Markus Zink, Head of Jobs & Karriere bei willhaben, vor.

Die „Remote Work Warriors” sind gekommen, um zu bleiben

„Remote Work“ oder „flexibles Arbeiten“ stand im vergangenen Jahr auf der täglichen Agenda zahlreicher HR-Experten. Binnen kürzester Zeit haben Unternehmen teilweise noch nicht vorhandene Infrastruktur geschaffen, um Arbeit auch von Zuhause aus verrichten zu können. Wie wird es jedoch in der Post-Corona-Ära aussehen? Werden die „Remote Work Warriors“ wieder 1:1 in ihre gewohnten Bahnen zurückkehren? Die Antwortet darauf lautet zumeist wohl nein: „Durch gezieltes Remote Work Management müssen Angestellte nicht mehr zu vorbestimmten Zeiten verfügbar sein. Dabei wird die Integration des Büros in die eigenen vier Wände den HR-Bereich die nächsten Jahre vor Herausforderungen stellen. Schließlich kann mit der Verbindung von Home ins Office, das neu geschaffene ‚Hoffice‘ für Arbeitnehmer zu einer technischen, aber auch mentalen Aufgabe werden“, so Zink. Sozialen Faktoren, wie zum Beispiel der emotionalen Beziehung zwischen Arbeit und Beruf, wird somit eine völlig neue Bedeutung zugeschrieben. Schließlich verschwindet „Remote Work“ nicht mehr so schnell von der Bildfläche: künftig wird es vielerorts ein Zusammenspiel zwischen flexiblem Arbeiten und dem klassischen Büroalltag geben. „Unternehmen sind in diesem Jahr gut damit beraten, neben technologischer Infrastruktur eben auch psychologische und emotionale Unterstützung zu bieten“, betont Zink. Nach „Remote Work“ wird die „Employee Wellness“ zu einem der wesentlichen Trends im Jahr 2021.

Unternehmen brauchen echte Werte

Lange hatten die meisten Betriebe abgesehen von Nachhaltigkeitszielen wenig zu bieten. Das hat sich in den vergangenen Jahren vollends geändert und dieser Trend wird sich 2021 noch weiter intensivieren. Schließlich vollzieht sich in unserer Gesellschaft gerade ein Wertewandel: „Arbeitnehmer wollen Arbeit, die bedeutungsvoll ist, Kunden bevorzugen Marken, die inspirieren und die Gesellschaft möchte Unternehmen, die Verantwortung übernehmen. Und genau das schlägt sich auch im Job- und Karriere-Bereich nieder“, weiß der willhaben-Experte. „Viele Millenials würden demnach heute keinen Job mehr in einem Unternehmen annehmen, das keine klar definierten CSR-Werte lebt.“ Darum nehmen sich auch immer mehr große Konzerne dem Thema Nachhaltigkeit an. Auch dieser Trend wurde durch Corona beschleunigt. Mit „grünen Lorbeeren“ schmücken ist es allerdings nicht mehr einfach getan. Eine Vielzahl an Kunden, Investoren und auch Mitarbeitern fordern überprüfbare Nachhaltigkeit.

Employer Branding als DNA von Unternehmen

Die neue Wertehaltung von Unternehmen zieht sich durch die gesamte Positionierung der Marke – das Employer Branding miteingeschlossen. So wird die Arbeitgebermarke immer stärker zu einem Kern-Faktor für Unternehmen. Das positiv geschaffene Markenbild tragen die Mitarbeiter wiederum nach außen. „Denn erst, wenn die eigenen Mitarbeiter das Unternehmen wirklich lieben und verstehen, können dies auch Kunden tun.“ Employer Branding ist im Jahr 2021 in der Unternehmensvision zu verankern und greifbar zu machen – dies beginnt bei den eigenen Mitarbeitern und endet im Bewerbungsprozess. Mehr als die Hälfte aller möglichen Kandidaten recherchiert vor einer Bewerbung gezielt zum Unternehmen. „So wird zum Beispiel die ‚Candidate Experience‘ im Recruiting immer wichtiger“. Während die Bewerbung häufiger mittels automatisierter Recruiting-Prozesse vollzogen wird, suchen unzählige Unternehmen nach sogenannten Soft Skills, wie u. a. das Problemlösen, Kommunikation und Teamfähigkeit. „Employer Branding im Jahr 2021 hat den Arbeitnehmer im Fokus. Die Positionierung sollte nicht mehr nur auf Geschäftsführer-Ebene geschehen“, ist Markus Zink überzeugt.

Gen Z is Coming

Die Arbeitswelt wird nicht nur aufgrund der Digitalisierung und Corona auf den Kopf gestellt. Traditionalisten, Baby Boomer, Generation X und Millenials machen einen Großteil der Arbeitnehmer in Österreich aus. Bald schon wird die Generation Z dem bunten Mix beiwohnen. Die wachsende Zahl der Millenials und Generation Z wird zum Aufstieg der neuen Belegschaft führen. „Dadurch entstehen neue Karriereprioritäten: eine ausgewogene Work-Life-Balance, flexible Arbeitszeiten und Remote Work“, so Markus Zink. Die Gen Z bindet sich heutzutage nicht mehr so einfach an den Arbeitgeber. Dies macht für Unternehmen nur noch einmal deutlich, wie wichtig Employer Branding und eine konsistente Arbeitgebermarke sind. Zusätzlich bringen immer mehr Arbeitnehmer Kundenmentalität an ihren Arbeitsplatz mit. „Vereinfacht ausgedrückt: Immer mehr Menschen suchen nach einer Beschäftigung, die sie dazu befähigt eigene Entscheidungen zu treffen. Durch das Zusammenkommen dieser vielen verschiedenen Generationen, müssen HR-Teams flexibler und individueller auf die Wünsche und Präferenzen der Mitarbeiter eingehen. ‚One-Size-Fits-All' funktioniert nicht mehr, hier spricht man bereits von ‚Consumerization am Arbeitsplatz‘“, bestätigt Markus Zink.

Job-Alerts werden wichtiger

Umgekehrt ist für jobsuchende Menschen die Konkurrenz am Markt größer geworden. Die Arbeitslosenrate war im Jahr 2020 so hoch wie schon lange nicht mehr. Das schlägt sich auch im Bewerbungsprozess nieder. Für immer mehr Menschen werden Job-Alerts und Suchagenten zu einem hilfreichen Tool, um sich schnellstmöglich für eine passende Stelle zu bewerben. Damit haben viele Betriebe auf Jobportalen die Möglichkeit, effektiv und rasch zu geeigneten Experten und Personal zu gelangen.

Diese fünf Trends haben eines gemeinsam: Sie sind digitaler Natur. Schließlich wird „der Megatrend Digitalisierung nicht vorübergehen“, prognostiziert Markus Zink. „Die Krise ist auch eine Chance, die österreichische Arbeitswelt über alle Branchen hinaus rundum zu digitalisieren. Nun geht es darum, diese Entwicklungen fortzuführen. Wir sollten nicht auf das zurückblicken was einmal war, sondern vielmehr die Antriebskraft nutzen und die Zukunft unserer Berufswelt mitgestalten. Während digitale Arbeitsweisen überhandnehmen, rückt dafür der Arbeitnehmer und dessen psychische Gesundheit stärker in den Fokus. Genau dieser Ansatz sollte im Mittelpunkt von Aktivitäten 2021 stehen“, fasst Markus Zink, Head of Jobs & Karriere bei willhaben, zusammen.

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19.11.2020

Immer mehr Apotheken bieten COVID-19-Antigen-Schnelltests an

Immer mehr Apotheken bieten COVID-19-Antigen-Schnelltests an Immer mehr Apotheken bieten COVID-19-Antigen-Schnelltests an

Apthekerinnen und Apotheker sind berechtigt, COVID-19-Antigen-Schnelltests durchzuführen. Aufgrund des großen Interesses der Bevölkerung bieten immer mehr spezialisierte Apotheken zwischen Bodensee und Neusiedlersee ihren Kunden diese Leistung an. Damit kommen die Apothekerinnen und Apotheker dem Wunsch der Menschen nach Information über ihren Infektionsstatus nach. Ab sofort ist eine täglich aktualisierte Liste von spezialisierten Apotheken, die COVID-19-Antigen-Schnelltests anbieten, auf der Website der Österreichischen Apothekerkammer unter www.apothekerkammer.at/sp/covid-19-antigentests-apothekenliste veröffentlicht.

Unabhängig von der einfachen Möglichkeit der COVID-19-Antigen-Schnelltests weist die Österreichische Apothekerkammer darauf hin, dass die Hygienemaßnahmen Abstand halten, Hände waschen und Mund-Nasenschutz tragen weiter absolute Priorität haben, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.

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26.08.2019

Junior Alpbach Workshop zum Thema „Fake News"

Die Teilnehmer*innen des Junior Alpbach Workshops 2019 Die Teilnehmer*innen des Junior Alpbach Workshops 2019

Junior Alpbach, ein seit 21 Jahren erprobtes Format im Rahmen der Technologiegespräche des Europäischen Forums Alpbach zur Vermittlung von Wissenschaft und Technologie an junge Menschen, widmete sich am Freitag, 23.08.2019 mit einem Workshop, der von Barbara Weitgruber, Sektionsschefin für wissenschaftliche Forschung und internationale Angelegenheiten im Bundesministerium für Bildung, eröffnet wurde, der brandheißen Thematik „Fake News“.

Das Internet und insbesondere die Sozialen Medien haben es erstmals in der Geschichte der Menschheit möglich gemacht, dass jeder seine Stimme im Netz erheben und seine Botschaften verbreiten kann, was zu einer enormen Demokratisierung der medialen Produktionsverhältnisse führte. Innerhalb nur weniger Jahre hat diese Autorenschaft für jedermann aber auch seine gefährliche Kehrseite zum Vorschein gebracht. Wir sind quasi in einem „postfaktischen Zeitalter“ angekommen, wo man bei der Fülle an gezielter Falschinformation kaum mehr weiß, wem man noch vertrauen kann. Dazu kommt, dass die psychologische Disposition des Menschen á priori auf guten Glauben programmiert ist und damit die längst notwendige kritische Prüfung von Information verhindert. Gleichzeitig ermöglichen es die sozialen Plattformen, dass Gerüchte und Halbwahrheiten in Windeseile Verbreitung rund um die Welt finden. „Fake News“ ist ein riesiges Problem, dem sich unsere aufgeklärten Staaten mit Aufklärung und Bildung verstärkt widmen müssen.

„Durch die flächendeckende Einführung der verbindlichen Übung „Digitale Grundbildung“ für alle Schulen der Sekundarstufe 1 wird jedes Kind auch mit diesem Phänomen konfrontiert. Im Mittelpunkt des neuen Unterrichtsfaches steht dabei die reflektierte Verwendung von Medien und Technik. Die Förderung einer kritischen Haltung ist für die Problematik rund um Fake News mehr als zentral“, so Barbara Weitgruber, die Leiterin der Sektion Forschung im BMBWF.

„Fake News“ in der Praxis – internationale Erfahrungsberichte und Demonstrationen

Organisiert wurde der diesjährige Workshop durch das Center for Digital Safety & Security des AIT Austrian Institute of Technology und der Wissenschaftskommunikationsplattform ScienceClip.at, einer Initiative des OVE Österreichischer Verband für Elektrotechnik, in enger Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Bundesheer (BMLV) und dem Office of Science and Technology Austria (OSTA) an der Österreichischen Botschaft in Peking.

Die erste Station des Junior Alpbach Workshops war der Turnsaal der Hauptschule Alpbach, wo die jungen Teilnehmer*innen an einer Live-Vorführung rund um die Manipulation von Daten und mobilen Geräten teilnahmen, bei der Manfred Schleinzer, Bereichsleiter in der Abteilung Cyber Defense & ICT Security im BMLV, demonstrierte, welche Technologien für Deep Fakes heute bereits eingesetzt werden.

Manfred Schleinzer: „Sicherheit und Bildung sind zwei starke emotionale Themen, die in breiten Bevölkerungskreisen persönliche Betroffenheit auslösen und die Bereitschaft, sich im Rahmen attraktiver Strategien aktiv einzubringen, stark erhöhen. Schülerinnen und Schüler sollen – wie alle Betroffenen Teile der Gesellschaft – nachhaltig für das Thema Informationstechnologie im Allgemeinen und Cyber Sicherheit im Speziellen begeistert werden, um nachhaltig sicherzustellen, dass nicht nur ausreichend qualifizierte junge, talentierte Menschen bereitstehen, um den europäischen Wirtschafts- und Cyber-Raum zu schützen und konkurrenzfähig zu halten, sondern auch die Gesellschaft in weiten Teilen für diese Herausforderung sensibilisiert und ermutig wird, sich aktiv diesen Herausforderungen zu stellen und mitzuwirken. Nur wenn es uns gelingt, einen nachhaltigen, permanenten Transfer zwischen den Wissensträgern unserer Gesellschaft in Wirtschaft und Wissenschaft mit dem Ausbildungssektor zu initialisieren und auszubauen, können wir die Chance dieser „Digitalisierung“ zeitnah bestmöglich wahrnehmen.“

Im Anschluss an die Vorführung wurden die in Gruppen eingeteilten Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren durch Kerstin Kotal und Jessica Braunegger von ScienceClip.at mit professioneller Interviewtechnik vertraut gemacht, um später ihre erarbeiteten Fragestellungen in Video-Interviews mit den Vortragenden des Workshops aufzuzeichnen.

Zwei Impulsreferate von Helmut Leopold, Leiter des Center for Digital Safety & Security am AIT, und Philipp Agathonos, Direktor des Office for Science and Technology Austria an der Österreichischen Botschaft in Peking, gaben den Teilnehmer*innen des Workshops detaillierte und praxisnahe Einblicke in die breite Thematik von „Fake News“. So kamen ausgehend von Chancen und Gefahren des Internets verschiedene Erscheinungsformen von „Fake News“ zur Sprache, mit Hinweisen, welche Gegenmaßnahmen gegen Desinformation ergriffen werden können. Auch Big Data am Bespiel der Volksrepublik China (z.B. Social Rankings) sowie Fragen der Ethik, des Identitätsdiebstahls und des Schutzes der Privatheit – und damit auch Tipps rund um den Umgang der „Digital Natives“ mit ihren allgegenwärtigen Devices und Services – wurden erörtert.

Helmut Leopold: „Heute birgt das Internet für unsere digitalisierte Gesellschaft Segen und Fluch gleichermaßen. Unbegrenzten Möglichkeiten auf der einen Seite stehen Gefahren und Risiken vielfältigster Ausprägungen auf der anderen Seite gegenüber. Für welche Seite wir uns entscheiden liegt in der Art, wie wir das Internet benutzen. Dafür braucht es eine Medienkompetenz, die es für jede Nutzerin und jeden Nutzer von früher Kindheit an zu entwickeln gilt. Nur so kann ein grundlegendes Verständnis dafür aufgebaut werden, wie wir Inhalte heute bzw. künftig online nutzen, bewerten und verteilen.“

Philipp Agathonos: „China bezeichnete kürzlich Big Data als die Diamantenmine des 21. Jahrhunderts und investiert Milliarden in Forschung und Entwicklung. In China gibt es einen gesellschaftlichen Konsens, dass öffentliche Stellen Zugriff auf private Daten haben sollen. Wir müssen in Europa rasch den Spagat zwischen dem Schutz unserer privaten Daten und der Bereitstellung dieser kostbaren Ressource an unsere Forschung und Entwicklung meistern, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu behalten.“

Learning by doing – Jugendliche probieren Wissenschaftsjournalismus aus

Die Workshop-Gruppen erarbeiteten dann auf Basis des Gesehenen und Gehörten sowie gemachter eigener Erfahrungen ihre Interview-Leitfäden. Ziel war eine kritische Auseinandersetzung mit der Thematik, um möglichst viele Perspektiven in die Fragenentwicklung einfließen zu lassen. Die mit Unterstützung von ScienceClip.at gefilmten und aufgezeichneten Interviews mit den Vortragenden sollen den in diesem Tagesprojekt erarbeiteten Wissenstand der Teilnehmer*innen widerspiegeln. Damit von den gewonnen Einsichten über „Fake News“, mögliche Abwehrstrategien und auch über derzeitige Forschungsschwerpunkte wie z.B. Deep Fake-Forensik unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz (AI) auch andere Jugendliche sowie die Allgemeinheit profitieren können, werden die Video-Interviews auch auf der Wissenschaftsplattform ScienceClip.at zur Verfügung gestellt. Mit den Videoinformationen erhalten Jugendliche auch eine Art Richtschnur zur Hand, wie man mit kritischer Quellen- und Autorenprüfung an das Problem der Desinformation herangehen kann.

„Jugendliche informieren sich heute hauptsächlich über Soziale Medien. Umso wichtiger ist es, ihnen das richtige Handwerkzeug mitzugeben, damit sie wahre Informationen von Fake News unterscheiden können. Ich freue mich, wenn der OVE mit seiner Initiative ScienceClip.at dazu beitragen kann, dass Schülerinnen und Schüler die Inhalte der Sozialen Medien kritisch hinterfragen“, so OVE-Generalsekretär Dipl.-Ing. Peter Reichel.

Für die Teilnehmer*innen war der Workshop neben der thematischen Schwerpunktsetzung auf eines unserer derzeit größten gesellschaftlichen Probleme auch eine erste intensive Erfahrung mit Wissenschaftsjounalismus, den es mit Bezug auf die großen Herausforderungen der Menschheit als Vermittler und Übersetzer von herausgragenden Forschungsleistungen heute dringender braucht denn je. Der Junior Alpbach Workshop versteht sich zudem als Appell, künftig Medienkompetenz und Fähigkeiten zur Entwicklung einer digitalen Literalität schon ab der Sekundarstufe unseres Schulwesens zu vermitteln, damit nachfolgende Generationen erfolgreich in unsere komplexen Informationsgesellschaften hineinwachsen können.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: AIT
07.04.2020

Eine „Auferstehung“ mit Fragezeichen

Nach über drei Wochen scharfer Corona-Isolation kündigten sowohl die Bundesregierung als auch das Land Tirol ein Lockern der Schrauben an. Nach über drei Wochen scharfer Corona-Isolation kündigten sowohl die Bundesregierung als auch das Land Tirol ein Lockern der Schrauben an.

Nach über drei Wochen scharfer Corona-Isolation kündigten sowohl die Bundesregierung als auch das Land Tirol ein Lockern der Schrauben an. Wohl alle sind darüber sehr erleichtert, trotzdem bleibt die Lage noch länger gefährlich.

Der gestrige Montag brachte gute Nachrichten für die Bevölkerung und die Wirtschaft: Für Tirol, das wegen der hohen Corona-Infektionszahlen vom Land unter Vollquarantäne gestellt worden ist, gelten ab sofort „nur“ noch die etwas abgemilderten Bundes-Regeln. Und für diese wurde gestern von der Bundesregierung „ein Stufenplan zur Wiederaufnahme des wirtschaftlichen und sozialen Normalbetriebs“ vorgestellt – mit einem Neustart unter strengen Auflagen im Handel, später auch in der Gastronomie, der Hotellerie und den Schulen. Eine „Wiederauferstehung“ nach Ostern, wie sie Bundeskanzler Kurz in Aussicht stellte, wenn die Bevölkerung wie in den letzten Wochen diszipliniert mithelfe, etwa mit weiter sehr strengen Abstandsregeln und dem breitflächigen Tragen von Mund-Nasen-Schutz.

Österreich hat im europäischen Vergleich sehr früh und sehr energisch auf die Corona-Gefahr reagiert, mit bisher völlig unvorstellbaren Eingriffen in die Freiheiten von Bürgern und einem Niederfahren der Wirtschaft auf absoluten Notbetrieb. Es war tatsächlich ein großer nationaler Kraftakt, an dem sich nahezu alle im Land beteiligt haben, um drohende katastrophale Zustände mit unzähligen Todesopfern wie in Italien und einer Reihe anderer Länder zu verhindern. Diese Operation scheint fürs Erste gelungen zu sein.

Und so ist Österreich jetzt auch das erste Land in Europa, das einen Stufenplan für die Rückkehr in eine Art von Normalität präsentiert hat. Damit sorgt die Alpenrepublik erneut auch für großes internationales Medienecho. „Kurz fährt Österreich hoch!“, titelte etwa sogleich das deutsche Boulevardblatt Bild in großen gelben Lettern im Internet, neben einem Bild des Bundeskanzlers mit Schutzmaske. Es ist ein Echo, das dem ebenso ehrgeizigen wie selbstbewussten Kanzler gefällt. Vor allem in Deutschland sind wohl neue innenpolitische Diskussionen angesagt, zumal es die anfangs in der Corona-Krise zaudernde Kanzlerin Angela Merkel jüngst als „absolut unverantwortlich“ bezeichnete, jetzt schon ein Datum für eine Lockerung der Maßnahmen anzukündigen.

Die Situation bleibe „extrem angespannt“, sagen Kurz und Gesundheitsminister Anschober. Trotzdem prescht Österreich vor, in manchen Bereichen überraschend rasch und kräftig. Es ist und bleibt ein riskantes Unterfangen – auch für die Regierung selbst. Denn bei einem Corona-Rückfall wären Vertrauen und Zustimmung aus Bevölkerung und Wirtschaft für eine zweite Notbremsung mit Sicherheit weit geringer.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Alois Vahrner
19.03.2020

Wie schlagen sich unsere Politiker in Zeiten der Corona-Krise?

Wie schlagen sich die heimischen Politiker aus Sicht der Österreicherinnen und Österreicher? Wie schlagen sich die heimischen Politiker aus Sicht der Österreicherinnen und Österreicher?

Die Welt dreht sich … Und das rund um ein zentrales Thema: COVID-19. Der Coronavirus bestimmt momentan nicht nur die Schlagzeilen und stellt jedermanns Alltag auf den Kopf. Er nimmt (neben unzähligen wertvollen Berufsgruppen) allen voran die Politik in die Pflicht und das Vertrauen in unsere Staatsspitze wird in diesen Tagen zum unverzichtbaren Begleiter. Und damit verbunden die Frage: Wie schlagen sich die heimischen Politiker aus Sicht der Österreicherinnen und Österreicher? Wer macht inmitten dieser herausfordernden Zeit einen guten Job? Ein neues Tool der digitalen Markt- und Meinungsforscher von Marketagent gibt nun Aufschluss und fördert innerhalb kürzester Zeit spannende und zugleich beruhigende Ergebnisse zutage.

Mehr denn je werden Österreichs Politiker derzeit an ihren Worten, und insbesondere an ihren Taten gemessen. Bedeuten diese doch einen nie zuvor dagewesenen Einschnitt in unseren Alltag. Wenn ein ganzes Land die Politik und ihre Auswirkungen akribisch mitverfolgt, stellt sich unweigerlich die Frage: Wie sehr schätzen wir unsere Politiker in vorderster Reihe, die momentan einen so maßgeblichen Einfluss auf unser tagtägliches Leben haben?

Die positive Nachricht gleich vorweg: Bundeskanzler Sebastian Kurz scheint für die Österreicherinnen und Österreicher derzeit Vieles richtig zu machen. Das zeigen aktuelle Ergebnisse des Online Research Instituts Marketagent, das mit seinem neuen Tool die Beliebtheit von Personen des öffentlichen Lebens in Österreich misst – und das tagesaktuell. Derzeit befinden sich über 200 prominente Persönlichkeiten im Test, darunter 33 Politiker. Und genau diese sollen heute, einmal mehr, in den Fokus gerückt werden.

Nicht nur in der Bundesregierung, sondern auch in Sachen Beliebtheit findet sich Sebastian Kurz an der Spitze wieder und kann sich in Punkto Sympathie zu 74% gegen seine politischen Mitstreiter behaupten. Auch Bundespräsident Alexander van der Bellen präsentiert sich im Umgang mit der Coronakrise in den Augen von Herrn und Frau Österreicher von einer sehr positiven Seite (72%). „"Diese Beliebtheitswerte sind ein starkes Signal der Bevölkerung, dass sie die Arbeit unserer Staatsspitze in der aktuellen Lage schätzen und ihr ein hohes Maß an Zufriedenheit entgegenbringen"“, konstatiert Marketagent Geschäftsführer Thomas Schwabl.

Die PR- und Marketingverantwortliche Lisa Patek ergänzt: „"Mit unserem neuen Tool legen wir das aktuelle Stimmungsbild der Österreicherinnen und Österreicher offen. Dabei zeigt sich bei so manchen politischen Akteuren in Punkto Beliebtheit durchaus Luft nach oben".“ So finden sich etwa Finanzminister Gernot Blümel (59%), Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Rudolf Anschober (beide 57%), Innenminister Karl Nehammer (56%) oder Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (53%) allesamt im guten Mittelfeld. Der ein oder andere Verantwortungsträger auf dem politischen Parkett muss sich in dieser krisengebeutelten Zeit also erst beweisen, um die Gunst der Bevölkerung nachhaltig zu gewinnen.

Einen langen Weg haben dabei insbesondere Politiker rechtspopulistischer Parteien vor sich. Sie sind mit ihren Vertretern Norbert Hofer (37%), Heinz-Christian Strache (34%) und Herbert Kickl (29%) ganz unten auf der Beliebtheitsskala der Österreicherinnen und Österreicher zu finden.

Über das Promi Duell

Mit dem Promi Duell lanciert Marketagent ein innovatives und fortlaufendes Mobile Research-Instrument zur engmaschigen Sympathiemessung von Testimonials. Via Smartphone App werden 201 Werbelieblinge und PolitikerInnen aus 8 Kategorien in einer Duell-Situation gegenübergestellt und bewertet. Intuitiv und spielerisch werden so kontinuierlich Beliebtheitswerte erhoben, die erstmals auch lückenlose Zeitreihen und Trendanalysen über die Konsumenten- und Wählergunst ermöglichen. Seit dem Feldstart am 12. März 2020 konnten bereits mehr als 46.000 Promi Duelle durch Marketagent durchgeführt werden.

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01.06.2020

Der Event-Branche mit 140.000 Beschäftigten steht das Wasser bis zum Hals

Ein Wirtschaftszweig, den die Corona-Krise besonders hat getroffen hat, ist die Event-Branche. Seit 16. März steht das Geschäft der Veranstalter, Musiker, Bühnenbauer, Zeltaufsteller, TV-, Licht- und Tontechniker oder Caterer praktisch still. Staatliche Unterstützung haben die Betroffenen bis jetzt nicht erhalten. „Bei uns ist noch kein einziger Euro angekommen“, kritisiert Günther Polder, Geschäftsführer der auf Fernseh-Außenübertragungen und -aufzeichnungen spezialisierten Firma Euro TV Production GmbH aus St. Veit an der Gölsen im Bezirk Lilienfeld. Er ist Sprecher einer Branche, die in der Wirtschaftskammer in verschiedenen Sparten organisiert ist, nun aber mit ihren Anliegen und Forderungen geschlossen auftreten will.

In einem Interview mit der Wochenzeitung „medianet“ macht Polder seinem Ärger über die Versäumnisse Luft. „Wenn wir die gesamte Event- und TV-Branche hernehmen, brauchen wir uns auch vor einer AUA nicht zu verstecken“, sagt er. Denn zusammengerechnet seien in diesem Wirtschaftssektor in Österreich rund 140.000 Personen beschäftigt. Doch während man mit der Fluggesellschaft über ein Rettungspaket verhandle, „redet man mit uns überhaupt nicht.“

Dabei geht es für viele Unternehmen, die im Veranstaltungswesen arbeiten und nach einer IHS-Studie aus 2017 eine jährliche Wertschöpfung von 8,9 Milliarden Euro generieren, um das nackte wirtschaftliche Überleben. „Bis auf Pressekonferenzen und Floskeln kommt nichts. Fakt ist, dass spätestens in drei, vier Wochen die ersten Insolvenzen eintreten werden“, warnt Polder.

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03.11.2019

Noch hohe Hürden für Türkis-Grün

Der Weg ist noch weit und mit Hürden gepflastert. Sollte Türkis-Grün aber tatsächlich kommen, würde dies europaweit Aufsehen erregen. Der Weg ist noch weit und mit Hürden gepflastert. Sollte Türkis-Grün aber tatsächlich kommen, würde dies europaweit Aufsehen erregen.

In wenigen Tagen entscheidet sich, ob nach den türkis-grünen Sondierungen die Weichen für Koalitionsgespräche gestellt werden. Die Tendenz geht in Richtung Ja.

Was vor Kurzem (auch noch im Wahlkampf) angesichts der teils extrem weit auseinanderliegenden Positionen als fast unvorstellbar gegolten hat, ist mittlerweile doch zur wahrscheinlichsten Koalitionsvariante geworden: ein Bündnis der türkisen ÖVP unter Ex-Kanzler Sebastian Kurz und den bei der Wahl ebenso siegreichen Grünen unter Werner Kogler.

Das hängt auch mit den für Kurz wenig attraktiven Alternativen zusammen: Die vor allem schon während der letzten gemeinsamen Koalitionsjahre aufgerissenen Gräben zwischen ÖVP und SPÖ sind unter Türkis-Blau nicht gerade kleiner geworden. Und auch der wenig freundliche Kurzauftritt der nach dem Wahlfiasko trudelnden Roten bei den Sondierungen (nach diesem Gespräch beharrte man auf Exklusiv-Verhandlungen) hat das frostige Klima nicht verbessert. Die bei der Wahl noch stärker abgestürzte FPÖ hat sich aufs Koalitions-Wartebankerl begeben.

Diverse Äußerungen von FPÖ-Granden wie Herbert Kickl und vor allem die jüngste Liederbuchaffäre machen eine Neuauflage von Türkis-Blau zurzeit nahezu unmöglich.

Auch wenn eine Einigung zwischen ÖVP und Grünen wohl für beide Seiten extrem schwierig ist (auch weil damit viele gerade gewonnene Wähler enttäuscht zu werden drohen), sind die Sondierungen bisher gut verlaufen.

Zwischen den Parteichefs Kurz und Kogler (und das ist die Grundvoraussetzung) scheint ein Grundvertrauen aufgebaut, zudem zeigen beide Parteien doch echte Verhandlungsbereitschaft.

Der Weg ist noch weit und mit Hürden gepflastert. Sollte Türkis-Grün aber tatsächlich kommen, würde dies europaweit Aufsehen erregen. Und es wäre auch ein Fingerzeig für Deutschland, wo laut Umfragen derzeit andere Konstellationen kaum möglich wären.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von ALOIS VAHRNER
01.11.2020

Brot und Unverträglichkeit: Es liegt nicht immer an Gluten

Brot und Unverträglichkeit: Es liegt nicht immer an Gluten Brot und Unverträglichkeit: Es liegt nicht immer an Gluten

Wenn auf Brotgenuss Bauchschmerzen folgen, vermuten viele Gluten dahinter. Doch können die Symptome auch mit sogenannten FODMAPs im Brot zusammenhängen. Der Verein Land schafft Leben hat sich die gesundheitlichen Aspekte von Brot genau angeschaut und veröffentlicht heute alle Informationen auf seiner Webseite.

Man findet sie nicht auf der Zutatenliste bei Brot oder Gebäck, doch können sie zu Beschwerden führen: FODMAPs. Diese bezeichnen bestimmte Kohlenhydrate und Zuckeralkohole. Neben Brot und Gebäck kommen sie auch in bestimmten Früchten und Gemüsesorten vor. Typische FODMAPs-Vertreter im Brot sind etwa Fruktane aus dem Weizen- oder Roggenkorn. Wer einen sensiblen Darm hat, reagiert auf sie mit Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall. Hinter den Symptomen vermuten Betroffene aber oft einen anderen Hintergrund: den Weizenkleber Gluten. Denn wer Gluten nicht gut verträgt, reagiert oft ebenfalls mit Bauchschmerzen. Aus diesem Grund meiden einige Menschen Gluten, obwohl sie eigentlich auf die FODMAPs im Brot reagieren. Diese Unverträglichkeit geht oft mit dem sogenannten Reizdarmsyndrom einher, einer Darmkrankheit, von der Schätzungen zufolge 10 bis 20 Prozent der österreichischen Bevölkerung betroffen sind. Für sie ist es das Beste, zu Brot mit einer traditionellen langen Teigführung zu greifen.

Lange Teigführung und ihre Wirkung auf FODMAPs

Typische Brotteige aus Weizen oder Roggen enthalten von Natur aus relativ große Mengen an FODMAPs. In der Brotherstellung kann dieser Anteil reduziert werden, indem der Hefe-Anteil (zum Beispiel in Form von Sauerteig) erhöht und der Teig länger geführt wird. Das bedeutet, dass der Teig über mehrere Stunden ruht. Die Hefe leistet in dieser Zeit ihren Teil der Arbeit: Sie verwendet die FODMAPs als Nahrung und baut diese ab. Je länger der Teig also ruht, desto mehr FODMAPs kann die Hefe abbauen. Auf diese Weise reduziert sich der Anteil an FODMAPs so weit, dass das Brot bekömmlicher wird.

Weitere positive Aspekte der langen Teigführung

Auch für Menschen ohne Darmbeschwerden bietet eine lange Teigführung Vorteile: Da das Getreide im Teig mehr Zeit zum Quellen hat, ist das Brot nach dem Backen leichter verdaulich. Außerdem verbessert sich der Geschmack des Brotes, da sich mehr Aromen während der langen Teigruhe bilden. Daneben können auch Eisen und Zink aus dem Brot leichter vom Körper aufgenommen werden. Wer Brot lange lagern möchte, profitiert ebenfalls von einer langen Teigführung: Denn lang geführtes Brot bleibt länger frisch.

Keine Kennzeichnung der Teigführung

„Wer sich bewusst für Brot mit langer Teigführung entscheiden will, steht derzeit vor einer Herausforderung: Denn die Teigführung muss auf dem Brot nicht gekennzeichnet werden“, sagt Hannes Royer vom Verein Land schafft Leben. „Dasselbe gilt für die Herkunft der Rohstoffe und sogar für die Zutaten, wenn Brot oder Gebäck unverpackt angeboten werden. Es sollte heute selbstverständlich sein, dass alle relevanten Informationen auf allen unseren Lebensmitteln transparent ersichtlich sind“, ergänzt Hannes Royer.

Auf dem verpackten Brot lassen sich derzeit lediglich Hinweise finden: Ist „Sauerteig“ in der Zutatenliste angeführt, deutet dies auf eine längere Teigführung hin. Um jedoch nicht Rätselraten zu müssen, ist es das Beste, direkt in der Bäckerei oder beim Hersteller nachzufragen oder – wer über die nötige Zeit verfügt – selbst ein lang geführtes Brot zu backen.

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30.03.2020

Taktische Spielchen sind unangebracht

Sie ist zu ernst für taktische Spielchen. Kooperation und Meinungsaustausch sind angesagt. Sie ist zu ernst für taktische Spielchen. Kooperation und Meinungsaustausch sind angesagt.

Teamgeist wird ob der Corona-Krise von den Regierenden beschworen. Was sie von den Bürgern verlangen, sollten Türkise und Grüne selbst tun. Damit ersparten sie sich auch Vorhalt der Oppositionellen.

Vom „Team Österreich“ sprechen die Regierenden dieser Tage viel, „nationalen Schulterschluss“ begehren sie, von Zusammenstehen und Zusammenhalten ist die Rede. Mit gutem Beispiel gehen sie nicht voran. Möglichst großen Abstand zu halten, ist ein Gebot, an das sich die Bürger halten sollen, in der Politik wäre geringere Distanz angebracht.

Es ist ein Brauch von alters her, dass Anregungen von Polit-Konkurrenten als schlecht befunden werden – weil man diesen keinen Erfolg gönnen will. Mitunter werden sie dann als eigene Initiativen präsentiert. Derzeit ist derlei Verhalten besonders fehl am Platz.

Es gibt es aber. SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner, eine gelernte Medizinerin, hatte darauf gedrängt, „flächendeckend“ auf das Coronavirus zu testen – in dem Sinne, das bei allen zu machen, die mit Infizierten Kontakt hatten.

Grünen-Gesundheitsminister Rudolf Anschober tat das als „populistischen Ansatz“ ab. Kurz darauf hieß es von koalitionärer Seite: „Testen, testen, testen“. Im Nationalrat hatten Türkise und Grüne den Antrag der Roten abgelehnt, dass Prämien für Menschen, die in Supermärkten werken, steuerfrei sind. Kurz darauf hieß es von koalitionärer Seite: Das werde geschehen.

Die Oppositionellen wiederum zeihen ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz & Co. wegen der regelmäßigen Pressekonferenzen, sich zu inszenieren – obwohl sie, wenn an der Macht, wohl nicht anders handeln würden. Ängste und Sorgen der Leute sind enorm, Information über den Stand der Dinge ist vonnöten. Wenn auch in Maßen.

Keine Partei sollte versuchen, politisches Kleingeld aus der Situation zu schlagen. Sie ist zu ernst für taktische Spielchen. Kooperation und Meinungsaustausch sind angesagt. Die Opposition sollte wissen, was die Regierung plant. Dann ersparte sich diese Alarmismus wie jenen von NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger via TT.

Bei einem der wöchentlichen Gespräche habe sie Kurz gefragt, ob Big Data wie in Südkorea Thema sei, sagte sie. Dieser habe das verneint – um hernach kundzutun, das für Österreich auf dem Radar zu haben. Gefordert wäre ein „Team Politik“. Warum nicht ein gemeinsamer Auftritt von Vertretern der Regierung und der Opposition nach vorheriger Verständigung auf Erforderliches, also TV-Kommunikation statt TV-Konfrontation? Es geht nicht darum, eigene Positionen zu verleugnen, nicht um ein Ja und Amen für das, was das Gegenüber will. Für die Aufarbeitung von Fehlern wird es Gelegenheit geben – wenn die Krise überstanden ist.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von KARIN LEITNER
13.01.2021

Immobilien-Finanzierungsboom wird sich 2021 fortsetzen

Trotz mehrerer Lockdowns und der größten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg boomt der Immobilienmarkt Trotz mehrerer Lockdowns und der größten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg boomt der Immobilienmarkt

Trotz mehrerer Lockdowns und der größten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg boomt der Immobilienmarkt. Eduard Issel, Gründer des Kreditvermittlungsportals Creditnet.at: „Die unsicheren wirtschaftlichen Aussichten und auch die niedrigen Zinsen nutzten viele Privatanleger und Investoren für ein Engagement im Immobilienmarkt.“ Kein Wunder, denn im Jahresschnitt 2020 lagen die Top-Kreditzinsen im variablen Bereich bei 0,3 Prozent und bei 20-jährigen Fix-Zinskrediten bei 1,2 Prozent effektiv. Davon profitierte auch Creditnet.at. Das Kreditvermittlungsvolumen 2020 betrug beim heimischen Kreditvermittlungs-Pionier 106 Millionen Euro. Nur rund 15 Prozent davon waren variable Darlehen, der Rest Fixzinskredite mit unterschiedlich langen Laufzeiten. Issel: „"Auch das Thema Umschuldung nahm 2020 Fahrt auf. Jedoch zahlen die Österreicher besonders bei Altkrediten wie Bausparverträgen immer noch Milliarden zu viel an Zinsen. Sehr gewundert hat uns, dass von den rund zehn Milliarden Euro in Fremdwährungskrediten nur wenige die aktuelle Niedrigzinsphase zur Umschuldung nutzten. Zu viele dieser Kreditnehmer geben sich der Hoffnung hin, die offensichtlich gewordenen Nachteile der Fremdwährung aussitzen zu können."“

Ausblick 2021

Alexander Meixner, Prokurist von Creditnet.at: „Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation rechnen wir in den nächsten drei bis fünf Jahren mit keinen wesentlichen Zinssteigerungen.“ Änderungen gibt es jedoch bei den Bonitätsansprüchen der Banken. „Waren vor der Krise für Kredite ein Eigenmittelanteil von weniger als 20 Prozent kein Problem, so bedarf es heute eines Anteils von mindestens 20 Prozent zuzüglich aller Nebenkosten, um als Kreditnehmer eine gute Chance auf ein Darlehen zu haben“, so Meixner. Auffällig ist auch, dass aufgrund der steigenden Nachfrage bei Immobilien der Druck auf die Bearbeitungszeiten deutlich gestiegen ist. Hatten die Kunden vor ein paar Jahren noch Wochen Zeit, um sich für eine Immobilie zu entscheiden und eine geeignete Finanzierung aufzustellen, so muss das heute innerhalb weniger Tage passieren. Grund: Das Angebot leistbarer Immobilien ist deutlich kleiner als die Nachfrage. Meixner: „Deshalb können wir nur allen Kunden raten, schon im Vorfeld eines Immobilieninvestments wichtige Finanzierungsfragen zu klären, um bei einem interessanten Angebot sehr schnell zuschlagen zu können und nicht wichtige Zeit beim Thema Finanzierung zu verlieren.“

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24.05.2020

Teure private Corona-Tests und lange Selbstquärantäne nach Einreise trüben Urlaubserlebnisse

Teure private Corona-Tests und lange Selbstquärantäne Teure private Corona-Tests und lange Selbstquärantäne

Wenn Arbeitnehmer in den kommenden Wochen ihren wohlverdienten Urlaub im Ausland verbringen möchten, sind aus heutiger Sicht erhebliche Hürden damit verbunden: Entweder ist bei der Einreise ein privater Corona-Test zu bezahlen, der bis zu 220 Euro kostet, oder man muss sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne begeben.

„Diese aktuellen Kriterien können für die anstehende Urlaubssaison keinesfalls gelten. Die Bundesregierung muss daher rasch taugliche Lösungen erarbeiten, die zu keinen derartigen Belastungen führen“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

„Es kann nicht sein, dass etwa eine Familie mit zwei Kindern bei der Einreise nach Österreich rund 800 Euro für einen privaten Corona-Test bezahlen muss, oder sich nach dem Urlaub noch zwei weitere Wochen in Selbstquarantäne isolieren muss“, so Wieser. Es mag in diesem Zusammenhang wenig verwunderlich sein, dass private Firmen mit Corona-Tests derzeit das große Geschäft wittern.

Generell ist nicht einzusehen, dass die Kosten für diese Tests ausschließlich auf die Betroffenen übergetragen werden, überhaupt wenn diese Tests eingefordert werden. Das gilt auch für andere Bereiche, beispielsweise wenn der Arbeitgeber einen Corona-Test verlangt.

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01.11.2020

Anteil der Tesla-Neuzulassungen seit 2019 um 56,3 % gesunken, deutsche Konzerne holen auf

Anteil der Tesla-Neuzulassungen im wichtigsten E-Mobilitätsland seit 2019 um 56,3 % gesunken, deutsche Konzerne holen auf Anteil der Tesla-Neuzulassungen im wichtigsten E-Mobilitätsland seit 2019 um 56,3 % gesunken, deutsche Konzerne holen auf

Norwegen gilt als Pionier in Sachen Elektromobilität: Rund 60 Prozent der dort verkauften Fahrzeuge laufen mit Strom. Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, sank der dortige Anteil der Tesla-Neuzulassungen zuletzt beträchtlich - im Jahr 2020 sind 7 Prozent der neuen Elektroautos aus dem Hause Tesla. Im vergangenen Jahr belief sich der Anteil noch auf 16 Prozent.

Im Jahr 2019 wurden in Norwegen 15.686 Tesla Model 3 verkauft. Bis Ende September des aktuellen Jahres sind es hingegen lediglich knapp 3.000 Stück. Zwischen dem 1. Januar und dem 24. September rangiert der Audi e-Tron bei den E-Neuzulassungen in Norwegen auf dem ersten Platz. Hiervon wurden 7.801 angemeldet. VW befindet sich mit dem E-Golf mit einer Stückzahl von 4.881 hingegen an zweiter Stelle.

Jenseits von Norwegen sieht es für den US-Hersteller hingegen erfreulicher aus. Im zweiten Quartal veräußerte Tesla 90.891 Fahrzeuge. Zwar waren es im Vorjahreszeitraum noch 95.356 Stück. Allerdings kam der Elektro-Pionier im Vergleich mit zahlreichen Konkurrenten vergleichsweise gut durch die Corona-Krise, was sich auch auf dem Börsenparkett niederschlägt. Wie die Infografik aufzeigt, erhöhte sich der Preis der Tesla Aktien binnen der letzten 365 Tage um 718 Prozent. Im selben Zeitraum verringerte sich die Marktkapitalisierung vieler Konkurrenten.

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr des Jahres 40 Prozent mehr Batterie-Elektro-PKWs innerhalb der Europäischen Union zugelassen, als noch im selben Zeitraum des Jahres 2019.

„In puncto absoluter Absatzzahlen ist Norwegen mitnichten der wichtigste Markt für E-Fahrzeuge“, so Block-Builders-Analyst Raphael Lulay. "Allerdings könnte die Entwicklung im Land der Elektromobilität eine Trendwende vorwegnehmen – und zwar dahingehend, dass sich die jüngsten Bemühungen der deutschen Autohersteller im Bereich der Elektromobilität langsam aber sicher auszahlen“.

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