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27.04.2021

"Es muss sexy werden, in die Pflege zu gehen"

"Kippt das System der Angehörigen-Pflege?" "Kippt das System der Angehörigen-Pflege?"

Im Rahmen der "Runde der Regionen" luden die Regionalmedien Austria (RMA) gemeinsam mit dem Magazin "Hausarzt" ExpertInnen zum ersten Teil einer zweiteiligen Diskussion zum Thema "Pflegenotstand" im neuen Medienhub am Wiener Hauptbahnhof ein. Die Gäste: Mag. Anna Parr, Generalsekretärin Caritas Österreich, Mag. Elisabeth Potzmann, Präsidentin Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV), Robert Pozdena, Geschäftsführer cura domo, Michael Buchner, MAS Alzheimerhilfe. Moderiert wurde die Runde von RMA-Chefredakteurin Mag. Maria Jelenko-Benedikt und "Hausarzt"-Chefredakteurin Mag. Karin Martin.

Fazit: Die Coronakrise hat die Schwächen unseres Pflege- und Betreuungssystems wie ein Brennglas vergrößert, darüber waren sich die Experten bei der vierten "Runde der Regionen" einig. Es braucht mehr Geld, Personal, Ausbildung und Unterstützung für pflegende Angehörige. Und: Will man den drohenden Pflegenotstand abwenden, müssen sich auch mehr Männer für den Beruf begeistern.

Immerhin acht von zehn Angehörigen arbeiten in der Pflege. Sie seien "in der Krise an die Belastungsgrenzen gekommen“, betonte Michael Buchner von der MAS Alzheimerhilfe. Bei den zu Pflegenden sei es häufig zu einer Vereinsamung gekommen. Für Betroffene habe es kaum Entlastungsangebote gegeben, weil alle Stellen ihre Programme nur sehr begrenzt anbieten konnten. „Wir sehen einen Mangel an Geld, an Personal und an Ausbildung“, so Buchner.

Wie durch ein Brennglas habe man die man die Probleme durch die Pandemie plötzlich noch deutlicher gesehen, verdeutlichte Caritas-Generalsekretärin Anna Parr. "Wir haben den enormen Betreuungswert, den diese Betreuerinnen übernehmen, wahrgenommen und auch unsere Abhängigkeit von ausländischen Kräften". Pflegende Angehörige seien in der erster Phase der Pandemie extrem belastet gewesen. Das bestätigten 78 Prozent im Rahmen einer Studie der Volkshilfe, 16 Prozent mussten ihre Erwerbsstunden reduzieren, um die Situation zu bewältigen, erläuterte Parr.

Häusliche Betreuung vs Pflege

Für Pozdena hat die Pandemie die 24-Stunden-Betreuung als wichtigen Baustein in der Pflege verdeutlicht: "Die 24-Stunden Betreuung ist jetzt in ein besserer Licht gerückt. In der Pandemie hat man gesehen, dass die Betreuung zu Hause natürlich auch das geringste Infektionsrisiko hatte", so Pozdena. Die 24-Stunden-Personen Betreuung unterliege gemäß der Gewerbeordnung dem Hausbetreuungsgesetz und dürfe gewisse Assistenzdiensleistungen machen, so Pozdena. "Wir brauchen dringend die Zusammenarbeit mit der Fachgruppe Pflege und können die Pflege wiederum ressourcentechnisch entlasten". Ziel sei es, dass Menschen so lange wie möglich zu Hause leben können, bestätigte auch Parr. Das sei der Wunsch der Mehrheit. "Es ist ein Übergang, bis eine Pflegesituation entsteht", so Parr, die betonte, dass es eine Kooperation verschiedener Formen der Pflege brauche.

Gehalt für Angehörige? Kritisch

Die Hauptfinanzierung liege aber innerhalb der Familie, "das Land trägt die Kosten nicht im vollen Umfang", erklärte Potzmann. Ein Gehalt für pflegende Angehörige sieht sie kritisch, denn dadurch steige auch der Druck. Fast 100 Prozent der pflegenden Angehörigen geben aber auch finanzielle Belastungen an, so Potzmann. Das Thema müsse man also sehr wohl diskutieren.

Eine Versicherung des Bundes für pflegende Angehörige gebe es zwar, sie endet aber ab dem 60. Lebensjahr. Mehr als ein Drittel der pflegenden Angehörigen fallen in diese Altersgruppe 60 Plus, erklärte Potzmann, die eine Absicherung für diese Menschen über 60 Jahre hinaus befürwortet.

Pflege nicht auf Frauen "abwälzen"

Kritisch sieht Potzmann auch, dass man ab einer gewissen Pflegegeldstufe nicht verpflichtend professionelle Pflege in Anspruch nehmen muss. "Es ist mir zu wenig, das auf betreuende Angehörige und in der Regel dann Frauen abzuwälzen". Tatsächlich seien es zu 95 Prozent Frauen, die in der Pflege tätig sind. In der Familien liege die Last der Pflege meist auf ihnen.

"Wir brauchen laut einer Studie der Gesundheit Österreich bis 2030 75.000 ausgebildete Menschen am Arbeitsmarkt, um dem steigenden Bedarf bewältigen zu können", rechnete Parr vor. Sie denkt, dass es mehr Gespräche über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten in der Pflege brauche. "Ich glaube, dass wir Rollmodels brauchen, die darüber sprechen, dass es auch für Männer ein toller Beruf ist", so Parr. Zudem brauche es bundesweit kostenlose Ausbildungsstätten.

"Es ist fünf nach zwölf"

Für Parr braucht es einen flächendeckenden Ausbau der Angebote: Beratung, mobile Dienste, Tageszentren und Pflegeeinrichtungen. Langfristig sei eine Personaloffensive notwendig: "Es ist fünf nach zwölf", betonte die Generalsekretärin der Caritas. Der Rechnungshof habe letztes Jahr dazu einen Bericht veröffentlicht. "Derzeit ist das Verhältnis der Altersgruppe zwischen 50 und 65, die zu Pflegende betreuen könnten, vier zu eins. Im Jahr 2060 ist das Verhältnis eins zu eins". Auf das müsse man sich vorbereiten, so Parr, die einen Ausbau zeitlich flexibler Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige fordert, die auch finanziell leistbar sind.

Pozdena ist die Attraktivierung des Jobs ein Anliegen: "Es muss sexy sein in die Pflege zu gehen." So, wie man versuche, Frauen in technische Berufe zu bringen, müsse man Männer für die Pflege begeistern. "Es ist ein toller, dankbarer Job". Durch eine bessere Verzahnung zwischen Betreuung und Pflege könne man 24-Stunden Pfleger sowie Angehörige entlasten.

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13.01.2021

Jahresrückblick 2020: Gebrauchtwagenpreise im europäischen Ländervergleich

Im EU-Durchschnitt haben die Gebrauchtwagenpreise im Jahr der Corona-Pandemie 2020 noch einmal zugelegt Im EU-Durchschnitt haben die Gebrauchtwagenpreise im Jahr der Corona-Pandemie 2020 noch einmal zugelegt

Im EU-Durchschnitt haben die Gebrauchtwagenpreise im Jahr der Corona-Pandemie 2020 noch einmal zugelegt, allerdings in einem insgesamt geringeren Umfang als noch im Jahr zuvor. AutoScout24 hat die Preise für gebrauchte Autos in sechs europäischen Ländern analysiert und kam dabei zu teils überraschenden Ergebnissen: In Österreich ist der durchschnittliche Gebrauchtwagenpreis im Vergleich zu 2019 geringfügig angestiegen, in Deutschland haben sich die Preise nur minimal verändert und in Belgien und Frankreich fand der größte Preissprung nach oben statt.

Gebrauchtwagenpreise: Frankreich einsamer Spitzenreiter, Italien hat die Günstigsten

Wie in den Vorjahren, belegt Frankreich auch 2020 den ersten Platz, wenn es um die höchsten Gebrauchtwagenpreise geht. Durchschnittlich 24.090 Euro kostete ein gebrauchtes Auto in Frankreich. Das sind außerdem 4,3 Prozent mehr als noch im letzten Jahr. Deutlich dahinter und trotzdem noch auf dem zweiten Platz liegen Gebrauchtwagen aus Deutschland, die mit durchschnittlich 20.851 Euro nur um 0,4 Prozent angestiegen sind. Knapp dahinter folgt Österreich und belegt damit Platz 3 im Europa-Ranking: Mit durchschnittlich 20.279 Euro sind die Gebrauchtwagenpreise hierzulande um 0,8 Prozent im Vergleich zu 2019 gestiegen. Derweil wurden Gebrauchtwagen in Belgien abermals um satte 4,3 Prozent und durchschnittlich 750 Euro teurer: Ein Auto aus Vorbesitz kostete hier 17.991 Euro. Dahinter folgen die Niederlande mit durchschnittlich 16.705 Euro und Italien, dem Land der Schnäppchenkäufer: Trotz Preisanstieg um etwa 3 Prozent kosteten hier die Gebrauchtwagen mit durchschnittlich 16.463 Euro im EU-weiten Vergleich am wenigsten.

Luxussegment: Extreme Preisdifferenzen im Ländervergleich / Sportwagen deutlich teurer als im Vorjahr

Betrachtet man die Fahrzeugsegmente in Europa, lässt sich ein ähnliches Muster feststellen. Zwar haben die Preise 2020 in nahezu sämtlichen Segmenten zugelegt, doch sind hierdurch die Preisdifferenzen zwischen den einzelnen Ländern auch noch deutlicher geworden. Am einfachsten wird dies in den Luxussegmenten der gebrauchten Oberklassefahrzeuge und Sportwagen deutlich. So wurden Gebrauchte der Oberklasse in Italien durchschnittlich zu einem Preis von 44.902 Euro angeboten, was den günstigsten Angebotspreis im EU-weiten Vergleich darstellt. Kosteten diese Autos in Österreich 2020 durchschnittlich schon 45.969 Euro, wurden sie in Frankreich für 65.568 Euro angeboten. Auch die Sportwagen legten preislich in allen Ländern außer den Niederlanden deutlich zu. Insbesondere in Österreich stiegen die Preise gebrauchter Sportwagen von ehemals 51.936 Euro auf nunmehr 54.630 Euro an. In Deutschland kosteten diese mit 55.733 Euro ebenfalls mehr als 2019.

SUVs: Durchschnittspreise in allen Ländern angestiegen

In allen Ländern gab es einen Preisanstieg im Segment der SUVs – in Österreich war der Anstieg von 28.225 im Jahr 2019 auf 28.252 Euro im Jahr 2020 jedoch am geringsten. Deutschland hält sich mit durchschnittlichen 27.831 Euro im Mittelfeld; Frankreich (28.796 Euro), Österreich und die Niederlande (28.436 Euro) weisen aber insgesamt die höchsten Durchschnittspreise gebrauchter SUVs auf.

Kompaktklasse: Deutschland und Frankreich mit höchsten Durchschnittspreisen

Doch auch in der Kompaktklasse werden die europäischen Preisdifferenzen sichtbar: Wurden Gebrauchte dieser Klasse in Frankreich im Schnitt für 17.850 Euro gehandelt, kosteten sie in Deutschland 16.042 Euro, in Österreich 14.979 Euro, in Italien nur rund 13.700 Euro und den Niederlanden 13.757 Euro. Für österreichische Privatkäufer dürfte sich der gelegentliche Blick zum südlichen Nachbarn lohnen: So waren in Italien beispielsweise gebrauchte Geländewagen mit durchschnittlich 21.526 Euro mehr als 7.500 Euro günstiger als in Österreich mit durchschnittlich 29.114 Euro.

Jahreswagen: Niederlande hat die Teuersten

Jahreswagen waren 2020 in den Niederlanden am teuersten und kosteten durchschnittlich 36.644 Euro, während man sie in Frankreich um nur 32.325 Euro und in Österreich um 31.604 Euro im Durchschnitt erwerben konnte. Italien nimmt auch hier erneut die Rolle des Schnäppchenanbieters ein (durchschnittlich 26.189 Euro für einen Jahreswagen).

Youngtimer-Preise europaweit gesunken, Oldtimer teils teurer

Betrachtet man ältere Fahrzeuge zwischen 20 und 30 Jahren, so fallen die länderübergreifend gesunkenen Preise deutlich auf. In den Niederlanden gab es im Vorjahr mit 5.675 Euro die günstigsten Youngtimer. Österreich fällt von einem 2019er Durchschnittspreis von 6.623 Euro auf einen aktuellen Durchschnittspreis von 6.447 Euro geringfügig zurück. Bei den über 30 Jahre alten Autos ergibt sich ein durchwachseneres Bild. Demnach gab es in Österreich eine leichte Preisreduktion auf durchschnittlich 21.597 Euro. Die günstigsten Oldtimer gab es 2020 in Italien: Hier kostete ein gebrauchtes Fahrzeug von über 30 Jahren im Durchschnitt nur 19.468 Euro.

“Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise für Gebrauchtwagen 2020 zwar EU-weit leicht angestiegen, haben sich aber einigermaßen nivelliert”, kommentiert André Eckert, Country Manager von AutoScout24 in Österreich. “Österreich hält sich weiterhin im oberen Mittelfeld, was den Preis angeht. Wer hierzulande verkauft, wird also in der Regel keinen schlechten Preis erzielen.“

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01.11.2020

Brot und Unverträglichkeit: Es liegt nicht immer an Gluten

Brot und Unverträglichkeit: Es liegt nicht immer an Gluten Brot und Unverträglichkeit: Es liegt nicht immer an Gluten

Wenn auf Brotgenuss Bauchschmerzen folgen, vermuten viele Gluten dahinter. Doch können die Symptome auch mit sogenannten FODMAPs im Brot zusammenhängen. Der Verein Land schafft Leben hat sich die gesundheitlichen Aspekte von Brot genau angeschaut und veröffentlicht heute alle Informationen auf seiner Webseite.

Man findet sie nicht auf der Zutatenliste bei Brot oder Gebäck, doch können sie zu Beschwerden führen: FODMAPs. Diese bezeichnen bestimmte Kohlenhydrate und Zuckeralkohole. Neben Brot und Gebäck kommen sie auch in bestimmten Früchten und Gemüsesorten vor. Typische FODMAPs-Vertreter im Brot sind etwa Fruktane aus dem Weizen- oder Roggenkorn. Wer einen sensiblen Darm hat, reagiert auf sie mit Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall. Hinter den Symptomen vermuten Betroffene aber oft einen anderen Hintergrund: den Weizenkleber Gluten. Denn wer Gluten nicht gut verträgt, reagiert oft ebenfalls mit Bauchschmerzen. Aus diesem Grund meiden einige Menschen Gluten, obwohl sie eigentlich auf die FODMAPs im Brot reagieren. Diese Unverträglichkeit geht oft mit dem sogenannten Reizdarmsyndrom einher, einer Darmkrankheit, von der Schätzungen zufolge 10 bis 20 Prozent der österreichischen Bevölkerung betroffen sind. Für sie ist es das Beste, zu Brot mit einer traditionellen langen Teigführung zu greifen.

Lange Teigführung und ihre Wirkung auf FODMAPs

Typische Brotteige aus Weizen oder Roggen enthalten von Natur aus relativ große Mengen an FODMAPs. In der Brotherstellung kann dieser Anteil reduziert werden, indem der Hefe-Anteil (zum Beispiel in Form von Sauerteig) erhöht und der Teig länger geführt wird. Das bedeutet, dass der Teig über mehrere Stunden ruht. Die Hefe leistet in dieser Zeit ihren Teil der Arbeit: Sie verwendet die FODMAPs als Nahrung und baut diese ab. Je länger der Teig also ruht, desto mehr FODMAPs kann die Hefe abbauen. Auf diese Weise reduziert sich der Anteil an FODMAPs so weit, dass das Brot bekömmlicher wird.

Weitere positive Aspekte der langen Teigführung

Auch für Menschen ohne Darmbeschwerden bietet eine lange Teigführung Vorteile: Da das Getreide im Teig mehr Zeit zum Quellen hat, ist das Brot nach dem Backen leichter verdaulich. Außerdem verbessert sich der Geschmack des Brotes, da sich mehr Aromen während der langen Teigruhe bilden. Daneben können auch Eisen und Zink aus dem Brot leichter vom Körper aufgenommen werden. Wer Brot lange lagern möchte, profitiert ebenfalls von einer langen Teigführung: Denn lang geführtes Brot bleibt länger frisch.

Keine Kennzeichnung der Teigführung

„Wer sich bewusst für Brot mit langer Teigführung entscheiden will, steht derzeit vor einer Herausforderung: Denn die Teigführung muss auf dem Brot nicht gekennzeichnet werden“, sagt Hannes Royer vom Verein Land schafft Leben. „Dasselbe gilt für die Herkunft der Rohstoffe und sogar für die Zutaten, wenn Brot oder Gebäck unverpackt angeboten werden. Es sollte heute selbstverständlich sein, dass alle relevanten Informationen auf allen unseren Lebensmitteln transparent ersichtlich sind“, ergänzt Hannes Royer.

Auf dem verpackten Brot lassen sich derzeit lediglich Hinweise finden: Ist „Sauerteig“ in der Zutatenliste angeführt, deutet dies auf eine längere Teigführung hin. Um jedoch nicht Rätselraten zu müssen, ist es das Beste, direkt in der Bäckerei oder beim Hersteller nachzufragen oder – wer über die nötige Zeit verfügt – selbst ein lang geführtes Brot zu backen.

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01.11.2020

Mehr als 13.000 Todesopfer durch Verkehrsunfälle seit dem Jahr 2000

Mehr als 13.000 Todesopfer durch Verkehrsunfälle seit dem Jahr 2000 Mehr als 13.000 Todesopfer durch Verkehrsunfälle seit dem Jahr 2000

13.134 Menschen kamen seit dem Jahr 2000 bei Verkehrsunfällen in Österreich ums Leben, macht der VCÖ aufmerksam. Besonders tragisch: Unter den Todesopfern waren 319 Kinder. Heuer forderte der Straßenverkehr bereits 292 Todesopfer. Zum Vergleich: In der Schweiz kamen im gesamten Vorjahr 187 Menschen ums Leben. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen gegen die Hauptunfallursachen Schnellfahren, Ablenkung und Unachtsamkeit. Handy am Steuer soll ins Vormerksystem aufgenommen und Strafen für Raser deutlich erhöht werden.

Dieser Tage wird der Verstorbenen gedacht. „Verkehrsunfälle reißen Menschen plötzlich aus dem Leben. Für Angehörige ist der Unfalltod besonders schlimm. Ein Mensch, mit dem man gestern noch gelacht hat, ist plötzlich nicht mehr da“, macht VCÖ-Sprecher Christian Gratzer auf den Schmerz der Angehörigen von Unfallopfern aufmerksam. Seit dem Jahr 2000 wurde das Leben von 13.134 Menschen bei Verkehrsunfällen ausgelöscht, das entspricht fast der gesamten Einwohnerzahl von Eisenstadt, verdeutlicht der VCÖ.

Seit Jahresbeginn starben in Österreich bereits 292 Menschen bei Verkehrsunfällen. Damit ist die Zahl der Todesopfer trotz des Lockdowns schon jetzt deutlich höher als in der Schweiz im gesamten Vorjahr, als 187 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet wurden. In der Schweiz sind unter anderem die Tempolimits niedriger als in Österreich: Tempo 80 auf Freilandstraßen, Tempo 120 auf Autobahnen. Und beim Überschreiten von Tempolimits gibt es de facto Null-Toleranz und die Strafen für Raser sind deutlich höher. „Die Schweiz ist nicht nur beim Bahnverkehr ein Vorbild, sondern auch bei der Verkehrssicherheit. Viele Menschen könnten heute noch am Leben sein, wenn Österreich das gleich hohe Verkehrssicherheitsniveau wie die Schweiz hätte“, stellt VCÖ-Sprecher Gratzer fest.

Der VCÖ spricht sich für verstärkte Maßnahmen gegen die Hauptunfallursachen zu hohes Tempo sowie Ablenkung und Unachtsamkeit aus. Handy am Steuer soll ein Vormerkdelikt werden. Die Strafen für Raser rasch deutlich erhöht werden.

Zentral sind zudem Maßnahmen, die die schwächsten Verkehrsteilnehmer – die Kinder – stärker schützen. Im Ortsgebiet ist verstärkte Verkehrsberuhigung sowie Tempo 30 statt 50 wichtig. Tempo 50 soll im Ortsgebiet nur dort erlaubt sein, wo es aus Sicht der Verkehrssicherheit zulässig ist. „Wo Menschen unterwegs sind, passieren Fehler. Deshalb ist es die zentrale Aufgabe der Verkehrspolitik, das Verkehrssystem so zu gestalten, dass Fehler keine fatale Folgen haben. Wir brauchen ein fehlertolerantes und kinderfreundliches Verkehrssystem“, betont VCÖ-Sprecher Gratzer.

Auf der Website des VCÖ können unter https://problemstellen.vcoe.at/ Problemstellen eingetragen werden. Damit werden Gefahrenstellen, wie unübersichtliche Kreuzungen, zu schmale oder überhaupt fehlende Gehwege oder zu hohes Tempo des Kfz-Verkehrs, sichtbar gemacht. Die Meldungen leitet der VCÖ an die jeweils zuständige Gemeinde, Stadt beziehungsweise Bezirk weiter.

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18.05.2021

SPAR kehrt mit 19. Mai zu gewohnten Öffnungszeiten zurück

Spar Öffnungszeiten Spar Öffnungszeiten

Nach über 6 Monaten können Kundinnen und Kunden in allen SPAR-, EUROSPAR-, SPAR-Gourmet-, INTERSPAR-Märkten sowie Maximärkten wieder zu gewöhnten Öffnungszeiten einkaufen. Damit ist ein weiterer Schritt in Richtung Normalität gesetzt.

Nach den gut angelaufenen Impfungen kommen nun mit 19. Mai die alten, längeren Öffnungszeiten bei SPAR zurück. Diese Rückkehr bedeutet für die Österreicherinnern und Österreicher auch eine Rückkehr in Richtung Normalität. So sind ab Mittwoch, 19. Mai 2021, alle SPAR-, EUROSPAR-, SPAR-Gourmet-, INTERSPAR-Märkte sowie Maximärkte in ganz Österreich mit dem gewohnten Service für die Kundinnen und Kunden da. Im Regelfall bedeutet das, dass am Abend etwas länger geöffnet ist, sodass jetzt auch wieder nach Büroschluss noch eingekauft werden kann.

Auch die Sonderstandorte – wie zum Beispiel an Bahnhöfen – haben ab Mittwoch 19. Mai wieder ihre verlängerten Öffnungszeiten.

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08.09.2021

Vignette wird teurer und "Marille"

Vignette wird teurer und "Marille" Vignette wird teurer und "Marille"

Gemäß den gesetzlichen Vorgaben werden die Vignettentarife jährlich an den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) angepasst und für 2022 um 1,4 Prozent angehoben. Somit wird die Pkw-Jahresvignette im kommenden Jahr 93,80 Euro und jene für Motorräder 37,20 Euro kosten. Die neue Vignette wird wie immer rechtzeitig in den letzten Novembertagen bei rund 6.000 ASFINAG-Vignettenvertriebspartnern im In- und Ausland erhältlich sein und ist ab 1. Dezember 2021 gültig. Das neue Klebe-Vignettenjahr 2022 trägt übrigens die Farbe Marille.

Neue Tarife 2022 für Pkw (bzw. alle zweispurigen Kfz bis 3,5t hzG):

10-Tages-Vignette: EUR 9,60

2-Monats-Vignette: EUR 28,20

Jahresvignette: EUR 93,80

Neue Tarife 2022 für Motorräder (einspurige Kfz):

10-Tages-Vignette: EUR 5,60

2-Monats-Vignette: EUR 14,10

Jahresvignette: EUR 37,20

Kontaktloses Bezahlen mit Digitaler Vignette und Streckenmaut

Gerade in Zeiten von Corona ist kontaktloses Bezahlen nicht nur im Supermarkt eine sichere Alternative. Die ASFINAG bietet im Webshop unter shop.asfinag.at und über die ASFINAG App zahlreiche Produkte an, die eine optimale Vorbereitung auf Reisen mit dem Auto darstellen. Die Digitale Vignette gibt es in drei Modellen: Zehn-Tages, Zwei-Monats- oder Jahresvignette. Diese kann online gekauft werden, mit der Registrierung des Kennzeichens fällt das Kleben und Abkratzen weg.

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27.04.2021

87 % der ÖsterreicherInnen fordern Umsetzung von Pfand und Mehrwegquoten für Getränkeflaschen

87 % der ÖsterreicherInnen fordern Umsetzung von Pfand und Mehrwegquoten für Getränkeflaschen 87 % der ÖsterreicherInnen fordern Umsetzung von Pfand und Mehrwegquoten für Getränkeflaschen

Eine repräsentative Umfrage von marketagent im Auftrag von Greenpeace zeigt die überwältigende Zustimmung der Menschen in Österreich zu einem Pfandsystem und verpflichtenden Mehrwegquoten. 87 Prozent fordern, dass der Großteil der Getränke bis 2030 in wiederverwendbaren Mehrweg- statt Einwegflaschen abgefüllt ist. Sogar 91 Prozent der Befragten geben an, dass sie Mehrwegflaschen (Glas oder PET) kaufen würden, sobald diese verstärkt angeboten werden. Österreich muss bis Juli 2021 die EU-Einwegplastikrichtlinie umsetzen. Doch seit Monaten blockieren WKO und Handelsketten die Zustimmung der ÖVP zu den vom Umweltministerium vorgeschlagenen Maßnahmen im neuen Abfallwirtschaftsgesetz. Greenpeace fordert, dass die Kanzlerpartei sich nicht länger gegen den Wunsch der breiten Bevölkerung stellt, sondern ein Gesetz zur Müllreduktion auf den Weg bringt.

“Die Blockade einiger weniger Unternehmen geht ganz klar gegen die Interessen der Bevölkerung. Die Supermärkte, Getränkekonzerne und die ÖVP sollten sich endlich bewusst werden, dass sie mit ihrem umweltschädlichen Verhalten die eigenen KundInnen und WählerInnen vor den Kopf stoßen. Wir brauchen ein starkes Abfallwirtschaftsgesetz mit einem flächendeckenden Pfandsystem und Mehrwegquoten, an die sich alle Supermärkte halten müssen”, so Lisa Panhuber, Konsumexpertin bei Greenpeace Österreich. Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage von marketagent im Auftrag von Greenpeace sprechen eine deutliche Sprache: 87 Prozent der Menschen in Österreich zwischen 14 und 75 Jahren begrüßen ein Gesetz, das sicherstellt, dass mindestens die Hälfte der Getränke in umweltfreundlichen wiederbefüllbaren Mehrwegflaschen abgefüllt ist. Aktuell liegt der Mehrweganteil in den Supermärkten bei unter 20 Prozent. Auch unter den ÖVP-WählerInnen unterstützen 94 Prozent gesetzliche Mehrwegquoten und 93 Prozent ein flächendeckendes Pfandsystem für alle Getränkeflaschen und Dosen.

Innerhalb von zehn Jahren ist der Abfall aus Plastikverpackungen wie PET-Flaschen, Folien und Bechern in Österreich um rund 30 Prozent auf über 300.000 Tonnen jährlich gestiegen. Pro Jahr werden in Österreich 1,6 Milliarden Plastikflaschen entsorgt. Für jedes Kilogramm nicht recyceltem Plastikverpackungsmüll fällt seit dem 1. Jänner 2021 eine EU-weite Plastiksteuer an. Allein in den ersten vier Monaten des Jahres beliefen sich damit die Strafzahlungen für Österreich auf 50 Millionen Euro. “Wenn es so weitergeht, kosten die Müllberge in Österreich die Bevölkerung jedes Jahr dreistellige Millionenbeträge an Plastik-Strafzahlungen. Obwohl die Menschen in Österreich Maßnahmen gegen den Abfall wollen, zahlt Finanzminister Blümel die Strafzahlungen aus dem allgemeinen Steuertopf, anstatt die Verursacher zur Kasse zu bitten. Die Wegwerfgesellschaft zerstört unsere Umwelt und heizt die Klimakrise an. Die Regierung muss endlich mit einem ambitionierten Abfallwirtschaftsgesetz gegensteuern, statt die umweltschädlichen Profitinteressen weniger Konzerne zu unterstützen”, fordert Panhuber.

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11.12.2020

In der Lockdown-Klemme

Deutschland und Italien schränken das öffentliche Leben nach den Weihnachtsfeiertagen massiv ein. Sinkt die Zahl der Neuinfektionen in Österreich nicht rasch, wird die Regierung zu ähnlichen Maßnahmen greifen müssen. Deutschland und Italien schränken das öffentliche Leben nach den Weihnachtsfeiertagen massiv ein. Sinkt die Zahl der Neuinfektionen in Österreich nicht rasch, wird die Regierung zu ähnlichen Maßnahmen greifen müssen.

Zwei Wochen vor dem Weihnachtsfest blicken die Menschen in Österreich in eine ungewisse Zukunft. Nach den einschneidenden Beschränkungen im November sinken die Zahlen der Neuinfektionen mit dem Coronavirus zwar, aber nicht in dem Ausmaß, wie es notwendig wäre, um wirklich von einer Entspannung zu reden.

Dieses zwiespältige Bild schlägt auf die Stimmung in der Bevölkerung. Umfragen zufolge gehen mittlerweile acht von zehn Befragten in Österreich von einem dritten harten Lockdown aus. Gleichzeitig erreicht die Kritik an der Krisenbewältigung der Bundesregierung neue Höchstwerte. Die am Beginn der Krise sowohl national als auch international hochgelobte türkis-grüne Koalition gerät Tag für Tag mehr unter Druck. Auf der einen Seite die Wirtschafts- und Handelsbetriebe, der Tourismus und die Schulen, die auf weitere Öffnungsschritte drängen, auf der anderen die Vertreter der Wissenschaft, die genau davor warnen.

Im Nachbarland Deutschland, das mittlerweile – umgerechnet auf die jeweilige Bevölkerungszahl – ähnlich hohe Neuinfektionswerte wie Österreich aufweist, ist ein harter Lockdown nach den Weihnachtsfeiertagen sicher. Das öffentliche Leben soll für mindestens drei Wochen massiv eingeschränkt werden, Geschäfte und Schulen geschlossen bleiben. Italien greift zu ähnlich drastischen Corona-Maßnahmen, verhängt über Weihnachten und Silvester eine Ausgangssperre.

Die Entwicklungen im Norden und im Süden zwingen Österreich in eine Art Lockdown-Klemme. Sinken die Zahlen bis zu den Feiertagen nicht auf ein vernünftiges Maß, ist ein Vorgehen wie in Deutschland oder Italien nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich. Auch wenn jedem bewusst sein muss, dass das die teuerste aller Strategien gegen die Corona-Pandemie ist.

Was aber ist ein vernünftiges Maß an Neuinfektionen? Ab welchem Stand an aktiv Infizierten ist gesichert, dass das heimische Gesundheitssystem nicht kollabiert? In Deutschland ist die Antwort auf diese Frage klar. Die Bundesregierung in Berlin hält sich seit Anbeginn der Krise an die vom Robert-Koch-Institut (RKI) vorgegebene Sieben-Tage-Inzidenz von 50 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Tag im Mittel über sieben Tage). Diese magische Grenze mag man kritisieren oder akzeptieren: Sie ist ein Richtwert, den die heimische Politik den Menschen in Österreich bisher aus unerklärlichen Gründen schuldig geblieben ist.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Tiroler Tageszeitung: Kommentar von Mario Zenhäusern
24.06.2021

82 Prozent legen Markenloyalität ab

Österreicher*innen kaufen nach der Pandemie bewusster, nachhaltiger und regionaler und legen mehr Wert auf Qualität - unabhängig von Marken. Dies zeigt die brandaktuelle Studie „Post Corona-Consumer“ von TQS Research & Consulting und dem Marketing Circle Austria. Beim gestrigen Event der vier größten Marketingverbände (DMVÖ, IAB Austria, MCÖ und ÖMG) und der Fachgruppe Werbung Wien präsentierte WU Professor Dieter Scharitzer die Ergebnisse der repräsentativen Studie.

Befragt wurden im Juni 2021 über 1000 Österreicher*innen (270 Fragen). Die gegenwärtige Corona-Pandemie hat den stationären und digitalen Handel grundlegend verändert und die Prioritäten der österreichischen Gesellschaft verschoben. 80 Prozent der Befragten glauben an eine starke Veränderung der Bevölkerung und die Mehrheit der Studienteilnehmer*innen ist davon überzeugt, dass die Pandemie zu einem Wertewandel der Gesellschaft führen kann. Dabei stellen Österreicher*innen Werte wie Gesundheit (90%), Familie (88%), Digitalisierung (86%) sowie Nachhaltigkeit (76%) und Klimaschutz (75%) als bedeutende Aspekte für die zukünftige Gesellschaft in den Vordergrund.

Schwindende Markenloyalität

Dies spiegelt sich auch im Konsumverhalten wider: Verbraucher*innen werden zunehmend kritischer und erwarten von Marken, dass sie klare Stellung beziehen und mehr bieten als reine Funktionalität. Weniger als die Hälfte der Österreicher*innen legen bei der Kaufentscheidung Wert auf ein Markenprodukt eines bekannten Herstellers. Für 83 Prozent sind Markenprodukte inzwischen keine Garantie mehr für besondere Qualität und 82 Prozent der Befragten verzichten bei vergleichbaren günstigeren Alternativen auf das Markenprodukt. Stattdessen legen Konsument*innen Wert auf Wiederverwertbarkeit und die Möglichkeit zum Recycling (83 %), Regionalität bzw. Unterstützung der regionalen Wirtschaft (82 %), Nachhaltigkeit (80 %) und ökologische Überlegungen (76 %).

Nach wie vor bestimmt das Wissen über Kundenverhalten den Unternehmenserfolg. Das Verhalten der Konsument*innen hat sich jedoch durch die Digitalisierung und die Pandemie stark und schnell verändert. „"Die Post-Corona Consumer lassen sich nicht pauschalisieren. Die Segmentierung und die Zielgruppenansprache bleiben wichtig. Besonders durch die Krise und durch die verschiedenen Maßnahmen kommt es laufend zu Veränderungen im Verhalten. Regelmäßige Marktforschung bringt die relevanten Insights für datengestützte Entscheidungen"“, erklärt Professor Dieter Scharitzer, Geschäftsführer von TQS Research & Consulting und Studienautor.

Keine Wahl zwischen Online-Sein oder Nicht-Sein

Durch die Krise konnte der Online-Handel hohe Wachstumsraten verzeichnen. Auch wenn mit den Lockerungen ein Stück Normalität zurückkehrt, werden die Menschen auch nach der Krise vermehrt online sein, soziale Netzwerke nutzen, digital kommunizieren und online einkaufen. Die überwiegende Mehrheit der Befragten (90%) kauft seit Beginn der Pandemie gleich viel bis viel mehr online ein als zuvor. 43 Prozent kaufen nun andere bzw. weitere Produkte online, die sie davor nur im stationären Handel gekauft haben. Am häufigsten werden dabei Produkte wie Bekleidung (20 %), Schuhe & Handtaschen (14 %), Produkte für Küche & Haushalt (14 %), Elektronik (13 %) sowie Drogerieprodukte (13 %) genannt. Lediglich drei Prozent der Österreicher*innen verzichten generell auf Online-Einkäufe. Damit gibt es für den Handel keine Wahl zwischen Online-Sein oder Nicht-Sein: In Zukunft sind nur die erfolgreich, die Multi- und Omnichannel anbieten können. Das Einkaufen im Geschäft macht heute für mehr als die Hälfte der Österreicher*innen weniger Spaß als vor der Pandemie und lediglich fünf Prozent der Befragten waren seit dem Lockdown wieder im stationären Handel einkaufen. „"Der Coronakunde ist zum Onlineshopper geworden, der Post Corona Kunde wird es bleiben! Die einzige Möglichkeit, abseits aller Onlinebereiche die Kunden zu erreichen, ist ein umfassender Marketingansatz. Wer das nicht am Radar hat wird im Nachteil sein"“, sagt Andreas Ladich, Marketing Circle Austria. Somit müssen kanalübergreifende Handlungs- und Interaktionsmöglichkeiten (Hybrider Vertrieb) geschaffen werden um eine stärkere Verbindung mit den Konsument*innen herzustellen und nahtlose Kauferlebnisse zu schaffen. Denn für knapp die Hälfte der Befragten (42%) ist Shoppen nur denkbar, wenn der Handel ein Erlebnis bietet.

Klimaschutz ist weiblich

Drei Viertel der Befragten geben an aktiv zum Klimaschutz beizutragen. Teilnehmer*innen sind bereit Änderungen von Konsumentscheidungen als Beitrag zum Klimaschutz vorzunehmen. So würden 89 Prozent der Teilnehmer*innen beim Kauf eines neuen Haushaltsgeräts auf einen niedrigen Energieverbrauch achten, 88 Prozent wollen den Abfall reduzieren und recyclen und 84 Prozent sind bereit, ihren Verbrauch an Einwegartikeln zu reduzieren. Auch beim Lebensmittelkauf wollten immerhin mehr als zwei Drittel (70 %) stärker auf den CO2-Fußabdruck achten und mehr als die Hälfte (57 %) wollen sogar ihren Fleischkonsum reduzieren bzw. gänzlich auf Fleisch verzichten. Analysiert man diese Ergebnisse nach dem Geschlecht ist auffällig, dass Aspekte wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit derzeit höhere Zustimmung von Frauen erhalten.

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11.04.2021

Wo bleibt die große Empörung?

Die meisten ermordeten Frauen kennen ihre Mörder, sehr oft sind diese aus dem familiären Umfeld Die meisten ermordeten Frauen kennen ihre Mörder, sehr oft sind diese aus dem familiären Umfeld

Und wieder wurden Frauen in Österreich ermordet. Gerade erst starb jene Wiener Trafikantin, die von ihrem Ex-Partner mit brennbarer Flüssigkeit übergossen und angezündet wurde. In Graz stellte sich vor wenigen Tagen ein Mann der Polizei und gestand, dass er seine Frau erstochen habe. Die vier Kinder waren zum Zeitpunkt des Mordes in der Schule.

Die meisten ermordeten Frauen kennen ihre Mörder, sehr oft sind diese aus dem familiären Umfeld. Wenn Frauen in diesem Kontext getötet werden, ist oft von „Beziehungstat“, „Familientragödie“ oder „Eifersuchtsdrama“ die Rede. Das sind Begriffe, mit denen indirekt impliziert wird, dass die Ermordete ihr Schicksal herausgefordert hat – etwa, weil sie sich vom Mann trennen wollte. Es findet natürlich jeder verwerflich, wenn ein Mann gewalttätig wird, irgendwie aber scheint es so zu sein, dass die Gesellschaft im Ernstfall bei Männern eher damit rechnet. In der Realität sieht das dann so aus, dass in der Kriminalstatistik 2020 31 ermordete Frauen aufscheinen – fast immer von (Ex-)Partnern. Heuer sind es bis April sieben. Es töten einheimische Männer genauso wie jene mit Migrationshintergrund. Höhere Strafen durch das (entgegen allen Warnungen von Experten) durchgedrückte neue Gewaltschutzpaket haben nichts gebracht. Warum? Weil man damit mehr auf (zu) späte Strafe als auf Schutz setzt. Dass es bei Zweiterem Defizite gibt, zeigt die Tatsache, dass fast alle der zuletzt Ermordeten bereits Kontakt mit der Polizei hatten. Es braucht mehr Geld für Täterarbeit. Es wird zu wenig an patriarchalem Denken geschraubt. Auf Kränkung mit Gewalt zu reagieren muss aus Männerköpfen. Der Begriff des Femizids zerrt Frauenmorde zwar aus dem Privaten ins Öffentliche, Schutzsuchenden rechtzeitig zu helfen aber wäre Sache des Staates.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Liane Pircher
30.06.2021

Meistgesuchte Wohnungen liegen bei 740 Euro Miete und 61 Quadratmeter

Meistgesuchte Wohnungen liegen bei 740 Euro Miete und 61 Quadratmeter Meistgesuchte Wohnungen liegen bei 740 Euro Miete und 61 Quadratmeter

ImmoScout24 hat die meistgesuchten Mietwohnungen Österreichs analysiert. Die Daten zeigen, welche Wohnungen am stärksten nachgefragt sind. Über ganz Österreich betrachtet, hat die meistgesuchte Mietwohnung zwei Zimmer mit 61 Quadratmeter Wohnfläche und kostet rund 740 Euro. Die Hitliste der begehrten Objekte führt in Innsbruck eine 1-Zimmer-Wohnung mit 30 Quadratmeter Wohnfläche und 40 Quadratmeter Terrasse an.

Untersucht wurden für die ImmoScout24-Analyse je Landeshauptstadt die meistkontaktierten Inserate von Mietwohnungen. Insbesondere in der Bundeshauptstadt ist die Nachfrage hoch. In Wien besteht die höchste Nachfrage nach Mietwohnungen, die mit zwei Zimmern auf 63 Quadratmeter Wohnfläche für 800 Euro Miete angeboten werden. Der Westen ist teurer und die gesuchte Fläche teilweise kleiner. In der Tiroler Landeshauptstadt punkten Inserate, wenn diese den Kriterien zwei Zimmer, 51 Quadratmeter und 850 Euro Miete nahekommen. Auch in Salzburg ist die Fläche mit 57 Quadratmeter kleiner und der Preis mit 880 Euro höher als im Österreich-Schnitt. In Bregenz bewegen sich die begehrtesten Wohnungen mit 870 Euro Miete preislich in einem ähnlichen Bereich, jedoch liegt hier die Durchschnittsgröße bei 62 Quadratmeter.

Markus Dejmek, Österreich-Geschäftsführer von ImmoScout24, sagt: „Zwei Zimmer, Küche, Bad. Das ist es, was gesucht wird. Für diesen Wohnungsklassiker trifft eine enorme Nachfrage auf viel zu wenig Angebot in den österreichischen Städten. Besonders im Westen müssen sich die Wohnungssuchenden auf etwas weniger Platz und höhere Mietpreise einstellen.“

In Graz liegt die Fläche der Mietobjekte mit den meisten Anfragen mit 56 Quadratmeter auch etwas unter dem Schnitt, allerdings liegt die Miete mit 610 Euro deutlich unter dem Preisangebot im Westen. In Linz, Klagenfurt, Eisenstadt und St. Pölten sind zwischen 63 und 66 Quadratmeter für rund 600 bis 650 Euro die Renner bei den Wohnungsinseraten.

Die Hitliste führen Wohnungen mit Balkon und Terrasse an

Die Hitliste der begehrten Objekte führt in Innsbruck eine 1-Zimmer-Wohnung mit 30 Quadratmeter an. Mehr als 400 Inserenten waren bereit auf wenig Fläche zu wohnen. Denn der Clou an der Sache ist, das Objekt verfügt über eine Terrasse von 40 Quadratmeter, die damit größer als der Wohnraum ist. Angeboten wurde die Wohnung um 525 Euro. Auch in Graz war das Angebot einer 1-Zimmer-Wohnung mit 48 Quadratmeter und 4 Quadratmeter Balkon für 361 Euro heiß begehrt. Freifläche ist offenbar Trumpf, denn auch in Salzburg war ein Objekt mit 63 Quadratmeter Wohnfläche und 8 Quadratmeter Balkon für einen Mietpreis um 800 Euro die Wohnung mit den meisten Anfragen im ersten Halbjahr 2021. „Mietwohnungen mit Freifläche sind am gefragtesten, selbst bei kleiner Wohnfläche. Im Durchschnitt lag der Mietpreis bei der Hitliste der am häufigsten angefragten Mietwohnungen bei 500 Euro. Das zeigt uns, was sich die Österreicher:innen wünschen und gut leisten können“, so Markus Dejmek

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13.01.2021

Bundesjugendvertretung: Schulen müssen endlich wieder öffnen!

Die BJV kritisiert das planlose Vorgehen der Regierung und fordert, Kindern und Jugendlichen endlich Priorität einzuräumen. Die BJV kritisiert das planlose Vorgehen der Regierung und fordert, Kindern und Jugendlichen endlich Priorität einzuräumen.

Anlässlich der aktuellsten Meldungen über eine mögliche Verlängerung der Schulschließungen appelliert die Bundesjugendvertretung (BJV), den Präsenzunterricht für Schülerinnen und Schüler wieder in Betrieb zu nehmen: „Erneut droht ein Rückschlag für Österreichs Schülerinnen und Schüler. Statt mit Präventionskonzepten und niederschwelligen Teststrategien die Schuleröffnung zu ermöglichen, werden Schülerinnen und Schüler von der Bundesregierung weiter unter Druck gesetzt. Kinder und Jugendliche dürfen für das Fehlverhalten der Politik nicht büßen“, betont BJV-Vorsitzender Derai Al Nuaimi und fordert die rasche Öffnung von Schulen.

Die BJV verweist auf die aktuellste Gesundheitsstudie unter 13.000 Schülerinnen und Schülern: „Österreichweit leiden Kinder und Jugendliche an den Folgen von Distance Learning. Überforderung, Leistungsdruck und Zukunftsängste begleiten den Alltag junger Menschen, hinzu kommt der fehlende soziale Kontakt zu Mitschülerinnnen und Mitschülern sowie Freunden, worunter Kinder und Jugendliche besonders leiden“, erklärt Al Nuaimi. Obwohl die außerschulische Jugendarbeit während der Coronavirus-Pandemie ein wichtiges Auffangnetz für junge Menschen ist, darf auch diese momentan nicht stattfinden, während überfüllte Skipisten geduldet werden. Die BJV kritisiert das planlose Vorgehen der Regierung und fordert, Kindern und Jugendlichen endlich Priorität einzuräumen.

„Kinder und Jugendliche werden seit Beginn der Pandemie großteils außer Acht gelassen. Das Vorgehen im Bildungsbereich ist eine Zumutung – sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch Lehrpersonen und Eltern. Die Regierung muss nun endlich Klarheit schaffen, anstatt die Betroffenen erneut zu belasten“, so Al Nuaimi abschließend.

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07.06.2021

3G-Regel ab Herbst auch in Schulen

3G-Regel ab Herbst auch in Schulen 3G-Regel ab Herbst auch in Schulen

Wie die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer Montagsausgabe berichtet, soll die 3G-Regel (Geimpft, Getestet, Genesen) ab Herbst auch in den Schulen gelten. Das heißt: Geimpfte Kinder und Jugendliche müssen sich dann nicht mehr testen lassen. Entsprechende Pläne bestätigte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein im Interview mit oe24.TV und ÖSTERREICH: "Das kann ich mir vorstellen." Derzeit liefen Abstimmungen dazu mit dem Bildungsministerium. "Wir werden sehen, wie viele Kinder sich impfen lassen. Aber ich glaube, bei drei Millionen Impfdosen, die monatlich kommen, sind wir in einer guten Startposition für Herbst – auch die Impfbereitschaft ist ja im Steigen", so Mückstein.

Mückstein weiter auf oe24.TV: "Ich bin recht optimistisch, dass wir im August eine qualifizierte Menge an 12- bis 15-Jährigen geimpft haben werden. Ich habe selber zwei Töchter in dem Alter. Bestimmt wird sich die Meinung durchsetzen, dass es eine gute Idee ist, Kinder zu impfen. Sie bekommen kein Long Covid und am Ende tragen sie zur Herdenimmunität bei."

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19.11.2021

Sehenden Auges

Wieder wird also ein Lockdown kommen. Wieder wird also ein Lockdown kommen.

Wir haben die Pandemie nicht gemeistert. Ganz im Gegenteil. Die Intensivstationen stehen vor dem Kollaps.

Ein erneuter Lockdown scheint unvermeidlich zu sein. Ebenso eine Debatte über die Einführung einer Impfpflicht.

Wieder wird ein Lockdown kommen. Sicher in Salzburg und Oberösterreich, wahrscheinlich aber bundesweit. So oder so: Es ist eine Zumutung. Wieder werden sich jene Menschen bestraft vorkommen, die sich in den vergangenen Monaten der Vernunft entsprechend verhalten haben – und diese gibt es zuhauf unter Geimpften und auch unter den Ungeimpften.

Doch die dramatische Situation auf den Intensivstationen lässt wohl keinen anderen Ausweg zu. Hätten die politisch Verantwortlichen solch einen Einschnitt nicht schon längst verordnen sollen? Ja. Wurden in den vergangenen Monaten notwendige Vorkehrungen getroffen, um diese Eskalationsstufe zu verhindern? Nein. Wurde die Bevölkerung von Sebastian Kurz abwärts mit falschen Versprechungen abgespeist. Ja! Schon im April 2021 sagte der damalige Kanzler: „Es kommt eine coole Zeit auf uns zu.“ Im Juni rückte sein Parteimanager aus: „Das ist der Sommer, den uns Sebastian Kurz versprochen hat.“ Und im Sommer ließ die Kurz-ÖVP plakatieren: „Die Pandemie gemeistert. Die Krise bekämpft. Endlich wieder miteinander.“

Ja, auch die beiden grünen Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Wolfgang Mückstein haben sich nicht mit Ruhm bekleckert. Sie haben sich vor allem in der Koalition nicht durchgesetzt, als es darum ging, vorzeitig gegenzusteuern. Dies alles zu beklagen, nützt uns zwar nichts. Aber ignorieren brauchen wir dieses Fehlverhalten auch nicht. Schließlich war es die Bundesregierung, die uns erklärte, wie toll sie das Land durch die Krise gelenkt hatte.

Wieder wird also ein Lockdown kommen. Wir müssen hoffen, dass die Intensivstationen spürbar und rasch entlastet werden. Wir sollten hoffen, dass jetzt in den anderen Bundesländern umgesetzt wird, was Wien seit Monaten vormacht. Dort gibt es Kapazitäten für PCR-Tests, dort wurde ein mit Experten abgestimmter eigenständiger Weg beschritten. Und ja, weil aktuell – in Wien werden alle, die noch nicht gegen das Coronavirus geimpft sind, dieser Tage vom Rathaus eine Post mit einem für sie gebuchten Impftermin bekommen. Zudem beinhaltet der Brief Aufklärung über Impfmythen und eine Erklärung, warum eine Impfung wichtig ist.

Diese Initiative sollten die anderen Bundesländer zumindest versuchen. Wenn alles nichts nützt, dann ist es wohl legitim und auch notwendig, die Debatte über eine Impfpflicht zu eröffnen. Oder wollen wir in ein paar Monaten wieder sehenden Auges dort ankommen, wo wir gerade sind?

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Michael Sprenger
30.06.2021

Einparkassistenten – Spielerei oder sinnvolles Extra?

Einparkassistenten – Spielerei oder sinnvolles Extra? Einparkassistenten – Spielerei oder sinnvolles Extra?

Unterstützung beim Einparken versprechen teils serienmäßig, teils optional erhältliche Assistenzsysteme. Anhand von sieben Fahrzeugen, von der Kompaktklasse bis zum Sportwagen, hat der Mobilitätsclub untersucht, wie deren Einparkassistenten ihre Aufgabe meistern. Das Fazit von ÖAMTC-Techniker Daniel Deimel: "In der Regel parken geübte Autofahrer deutlich schneller ein als die derzeit verfügbaren Assistenten. Dennoch: Alle untersuchten Systeme konnten die Fahrzeuge entsprechend der verfügbaren Funktionen zuverlässig einparken."

Verbesserungspotenzial sieht der ÖAMTC-Experte vor allem an zwei Stellen: "Einerseits werden manche Hindernisse, beispielsweise hohe Randsteine oder Metallstangen, nicht zuverlässig erkannt – teure Reparaturen können die Folge sein. Andererseits gibt es bei der Erkennung von Parklücken noch Luft nach oben, immer wieder waren den Assistenten Parkplätze zu klein, die eigentlich genug Raum geboten hätten." Die Verantwortung liegt aber ohnehin auch beim mehr oder minder automatisierten Parkmanöver beim Fahrer selbst, der stets bereit sein muss, einzugreifen. Er kann sich jedoch, Assistent sei Dank, stärker auf das Umfeld konzentrieren, was letzten Endes einen Sicherheitsgewinn darstellt.

Weitere Erkenntnisse aus der ÖAMTC-Untersuchung

Getestet wurden die Parkassistenten des noch nicht in Österreich erhältlichen Aiways U5, des Kia Sorento und der Mercedes S-Klasse (jeweils serienmäßig an Bord) sowie von BMW 5er, Ford Focus, Porsche 911 und VW Touareg (alle mit Aufpreis verbunden). "Ob sich die Investition lohnt, hängt vor allem von der persönlichen Erwartungshaltung ab", sagt Deimel. Vom Budget hingegen weniger, denn die Parkassistenten für Aiways U5 und Ford Focus (Aufpreis ca. 700 Euro) haben zwar weniger Funktionen als andere Systeme, parken aber dennoch zielsicher ein und punkten mit einfacher Bedienung.

Bei beiden muss man allerdings im Auto sitzen bleiben. Nicht so bei anderen Systemen, darunter dem serienmäßigen Parkassistenten des Kia Sorento. "Hier gibt es eigene Knöpfe am Schlüssel, die das Auto vorwärts oder rückwärts in bzw. aus einer engen Parklücke steuern", erklärt der ÖAMTC-Techniker. Praktisch alle Parkmanöver beherrschen hingegen VW Touareg und Porsche 911, bei denen man entweder im Fahrzeug sitzt oder es von außen mit dem Smartphone steuert. Gerade Letzteres ist aber eher als Spielerei zu betrachten, zu umständlich und unzuverlässig ist die App derzeit. Der Aufpreis ist mit jeweils über 5.000 Euro (beim Touareg übrigens nur beim Plug-in Hybrid gemeinsam mit anderen Extras wählbar) kein Schnäppchen.

Am ehesten der Vorstellung vom vollkommen autonomen Einparken entsprechen letztlich nur die Assistenten des 5er BMW und der S-Klasse von Mercedes. Der ÖAMTC-Experte erklärt: "Hier muss lediglich eine gefundene Parklücke bestätigt werden und das Fahrzeug parkt sich ein, ohne dass weitere Aktionen des Fahrers notwendig wären." So viel Komfort hat freilich auch einen Preis: Über 3.000 Euro muss man beim 5er BMW extra dafür hinblättern, bei der grundsätzlich hochpreisigen S-Klasse gehört der Assistent hingegen zur Serienausstattung.

Empfehlungen des Mobilitätsclubs

* Die Systeme sind nicht immer selbsterklärend, Handbücher teils kompliziert. Daher sollte man sich unbedingt vom Händler erklären lassen, wie der Assistent funktioniert.

* Für die ersten Versuche empfiehlt sich eine verkehrsberuhigte Gegend. Teilweise erkannten die Assistenten freie Parklücken bis zu einer Geschwindigkeit von 40 km/h. Das ist allerdings zu schnell für eine entsprechende Reaktion – der ÖAMTC rät daher, bei der Parkplatzsuche nicht schneller als 20 km/h zu fahren.

* Der Einparkvorgang muss immer überwacht und im Zweifelsfall sofort abgebrochen werden – die Verantwortung liegt beim Fahrer, nicht beim Hersteller.

* Sensoren unbedingt sauber halten, ansonsten wird die Funktionalität deutlich eingeschränkt.

* Auf andere Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen: Wenn die Autos geschickt einparken, kann es passieren, dass der Vorder- oder Hintermann "zugeparkt" ist.

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13.01.2021

Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut

Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut

Noch läuft die Analyse der Daten durch die Vereinigung der europäischen Übertragungsnetzbetreiber ENTSO-E und die Suche nach dem Auslöser für den massiven Frequenzabfall, der das europäische Stromnetz am Freitag an seine Grenzen gebracht hatte. Der Vorfall hat aber jedenfalls gezeigt, dass die europäische Zusammenarbeit auch im Ernstfall funktioniert und die Schutzmechanismen gegriffen haben. Nur durch automatische Schutzeinrichtungen und das Zusammenwirken der wesentlichen Marktakteure konnte die kritische Situation rasch beherrscht und eine Stunde nach dem Vorfall das normale Betriebsniveau wieder erreicht werden. Wesentliche Grundvoraussetzung für die Bewältigung der Störung waren die ausreichend vorhandenen Reservekapazitäten. Die EU-Vorgabe 70 Prozent der grenzüberschreitenden Kapazitäten für den Handel zu reservieren ist in diesem Zusammenhang problematisch.

„Der letzte Störfall hat gezeigt, dass die Sicherheitsvorkehrungen schnell und zuverlässig wirken, aber auch, dass es Versorgungssicherheit nicht zum Nulltarif gibt. Weitere erhebliche Investitionen in den nationalen und europäischen Netzausbau, in Speicherkapazitäten, systemische Kraftwerkskapazitäten und weitere Flexibilitätsoptionen für den Krisenfall sind unabdingbar“, erklärt Michael Strugl, Präsident der Interessenvertretung Oesterreichs Energie.

Auch die Anforderung von Seiten der europäischen Ebene, dass 70 Prozent der österreichischen Grenzkapazitäten dem Stromhandel zur Verfügung gestellt werden müssen, sieht Strugl kritisch: „Durch seine geographische Lage ist Österreich eine wichtige Drehscheibe im europäischen Stromsystem – mit dieser Vorgabe müssen wir unsere Leitungskapazitäten ausreizen sodass wenig Reserven für Krisenfälle zur Verfügung stehen.“

„Auch wenn der Störfall nicht im ursächlichen Zusammenhang mit dem Erneuerbaren Ausbau steht, erfordert die Transformation des Energiesystems in Richtung erneuerbare Energieträger umso mehr den Ausbau der Netzinfrastruktur und der Speicherkapazitäten sowie von Kraftwerksreserven um Versorgungssicherheit zu gewährleisten.“, so Strugl.

Enormer volkswirtschaftlicher Schaden möglich

Im Jahr 2019 lag die durchschnittliche ungeplante Nichtverfügbarkeit von Elektrizität im österreichischen Stromnetz bei rund 25,14 Minuten pro Kunde. Damit ist eine Versorgungssicherheit von 99,99 Prozent für Österreich gewährleistet. Ein längerer großflächiger Ausfall würde einen enormen wirtschaftlichen Schaden bedeuten. Schätzungen zufolge belaufen sich die volkswirtschaftlichen Kosten für einen großflächigen Stromausfall in Österreich auf 1,18 Mrd. Euro pro Tag. „Auch deshalb ist es wichtig, dass die Ausbaupläne im Netzentwicklungsplan breit mitgetragen werden und an einer Schärfung des Problembewusstseins und einer Verbesserung der Akzeptanz für diese Projekte in Österreich gearbeitet wird. Das ist eine gesellschaftliche Aufgabe“, so Strugl.

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26.02.2021

AK startet die Offensive Arbeitsmarkt

AK startet die Offensive Arbeitsmarkt AK startet die Offensive Arbeitsmarkt

Österreich hat über eine halbe Million Arbeitslose. Ohne Kurzarbeit wären es nochmals so viele zusätzlich. Die Arbeiterkammer (AK) fordert: Jobs, Jobs, Jobs! Wenn Unternehmen keine Arbeitsplätze schaffen können, muss die öffentliche Hand einspringen. Investitionen in den Sozialstaat, die jetzt getätigt werden, legen ein Fundament für die Zukunft. Der strukturelle und demografische Wandel macht es notwendig, dass ein Fokus auf Zukunftsbranchen liegt. Neben Green Jobs sind hier besonders Pflege- und Gesundheitsberufe sowie die Elementarpädagogik im Fokus.

Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig unser Gesundheitssystem ist. Doch es fehlen Fachkräfte: Bis 2030 braucht es 76.000 zusätzliche Pflegekräfte, um die derzeitige Versorgung aufrecht zu erhalten. Die AK hat ein Pflegepaket vorgeschlagen, dass nochmals 39.000 Jobs schafft. Nur so lässt sich die hohe Qualität im Gesundheitsbereich erhalten. Eine gut ausgebaute Kinderbetreuung schafft nicht nur zusätzliche Arbeitsplätze in der Elementarpädagogik, sondern hilft doppelt: Eltern können wieder arbeiten gehen. Bis zu 50.000 Menschen würden dadurch Arbeit finden. Ebenfalls ein wichtiger Faktor ist die Öffentliche Verwaltung: Mehr Arbeitsplätze im AMS sowie in Behörden.

Das ist angesichts der aktuellen Lage am Arbeitsmarkt auch dringen notwendig. Ganz besonders schwer haben es neben jungen Menschen ArbeitnehmerInnen über 45. Die AK hat dazu ein Modell entwickelt, die Chance45. Für Menschen die es am Arbeitsmarkt besonders schwer haben – etwa ältere Langzeitarbeitslose – sollen über 40.000 Jobs geschaffen werden.

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19.11.2021

Lockdown für alle in Oberösterreich & Salzburg: Handelsverband fordert rasche, faire Entschädigung

Die Landeshauptmänner von Oberösterreich und Salzburg haben einen harten Lockdown für alle Menschen in ihren Bundesländern verkündet. Wie lange die angekündigte Schließung aller nicht-lebensnotwendigen Bereiche und damit auch des gesamten Non-Food Handels dauern wird, ist ebenso unklar wie das genaue Inkrafttreten der Maßnahme. Der mittlerweile vierte Lockdown im Westen kommt für die angeschlagenen Betriebe erneut zur Unzeit, er fällt voll in die Sondereinkaufstage (Black Friday, Cyber Monday) und in das angelaufene Weihnachtsgeschäft.

Harter Lockdown kostet OÖ Handel 140 Mio. € und Salzburg 75 Mio. € wöchentlich

"Die Gesundheit der Bevölkerung steht für uns an erster Stelle, aber für unsere Oberösterreichischen und Salzburger Händler ist der vierte harte Lockdown das absolute Worst Case Szenario. Der Dezember ist der mit Abstand umsatzstärkste, wichtigste Monat des Geschäftsjahres. Pro Lockdown-Woche rechnen wir in den beiden Bundesländern mit einem Umsatzausfall von 215 Millionen Euro. Profitieren werden in erster Linie jene internationalen Online-Giganten ohne Betriebsstätte in Österreich, die kaum Steuern zahlen und wenig zum Gemeinwohl beitragen. Das Amazon-Förderungsprogramm setzt sich fort", sagt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

Bei echten Corona-Hotspots ansetzen. Nur 0,1% aller Infektionen auf Einkauf zurückzuführen.

Da die Corona-Infektionszahlen in beiden Bundesländern zuletzt sehr stark angestiegen sind, hat der Handel Verständnis für verschärfte Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Allerdings sollte bei jenen Faktoren angesetzt werden, die nachweislich etwas am Infektionsgeschehen bewirken können. Weitere Verschärfungen im Handel zählen jedenfalls nicht dazu, denn der Handel war und ist kein Corona-Hotspot.

In Deutschland gingen beispielsweise knapp drei Viertel aller Warnungen der Gesundheitsämter, die aus dem System der Corona-App „Luca“ generiert wurden, an Besucher:innen von Bars (49,1%) und Clubs (23,2%). Das geht aus einer anonymisierten Auswertung für Oktober hervor, bei der 181.000 Warnmeldungen analysiert wurden. Kaum eine Rolle spielten hingegen der Einzelhandel (1%), Kinobetriebe (1,7%) sowie Theater, Museen und Kultureinrichtungen (zusammen 0,9%). Auch in Österreich sind laut AGES nur 0,1 Prozent aller Infektionen auf das Einkaufen zurückzuführen.

Ausfallsbonus "NEU" & Corona-Kurzarbeit für alle betroffenen Betriebe gefordert

Jetzt braucht es im Gegenzug eine rasche finanzielle Unterstützung seitens der Politik, um die tausenden Arbeitsplätze im heimischen Non-Food-Handel mit einem Ausfallsbonus NEU langfristig abzusichern. Neben dem Ausfallsbonus NEU, der kurzfristig wirken soll, braucht es auch weiterhin das bewährte Set an Hilfen, insbesondere die Corona-Kurzarbeit, aber auch den Härtefallfonds für Einzelunternehmen sowie den Verlustersatz.

"Die Geschäfte bleiben im Lockdown geschlossen, die laufenden Kosten wie Personal und Miete galoppieren aber in voller Höhe weiter. Arbeitsplatzsicherheit muss Zug um Zug mit der Pandemiebekämpfung einhergehen. Daher fordern wir zielgerichtete Wirtschaftshilfen, die unbürokratisch beantragt und zeitnah ausbezahlt werden. Am wichtigsten ist ein Ausfallsbonus NEU für ALLE betroffenen Unternehmen, der die Umsätze aus dem Vorkrisenjahr 2019 als Berechnungsbasis heranzieht", appelliert Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will im Namen der österreichischen Händler an den Finanzminister.

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27.04.2021

Die „Erste Wohnmesse .digital“ mit großem Besucherecho

GF Enteco, Sebastian Berloffa, Moderator Mag. Walter Senk, Architektin DI Rita Reisinger-Schöbel, Architektin DI Doris Kutscher GF Enteco, Sebastian Berloffa, Moderator Mag. Walter Senk, Architektin DI Rita Reisinger-Schöbel, Architektin DI Doris Kutscher

Innovativ, vielfältig und enorm informativ präsentierte sich die diesjährige „Erste Wohnmesse .digital“ am 25. April 2021. Ohne Wartezeiten, völlig stressfrei und mit flexibler Zeiteinteilung nutzten rund 2.800 Besucherinnen und Besucher die Angebote des digitalen Messeerlebnisses. Mehr als zwanzig namhafte Dienstleister, Bauträger und Makler aus der Branche rund um den stets innovativen Hauptpartner Erste Bank, wie s-Real, Wiener Städtische, WINEGG, APROM, ARWAG, BUWOG, EHL, Mischek, GLORIT, Die Wohnkompanie, ÖRAG und STRABAG Real Estate begeisterten die Kunden mit speziellen Messeangeboten. Ein besondere Publikumsmagnet waren die Expertentalks. Hier konnten die Besucherinnen und Besucher alles fragen, was ihnen zum Thema Wohnungskauf, Steuern, Zinsausblick, Finanzierung, Absicherung etc. wichtig war. In Echtzeit erhielten die Teilnehmer Antworten von hochkarätigen Expertinnen und Experten auf jene Fragen, für die man normalerweise exklusive Beratungsgespräche buchen muss.

„"Der Besucherandrang - dem Schönwetter zum Trotze – war enorm. Es ist uns gelungen, mit einem intelligentem Tool-Mix den persönlichen Kontakt u.a. mittels Live-Video- und Text-Chat-Beratung zwischen Anbieter und Besucher fruchtbar zu gestalten. Die Besucher kamen im Vergleich zum Event im Herbst diesmal mit ganz konkreten Fragen und Vorstellungen. Das Messe-Highlight waren daher auch die Expertentalks und Q&A;-Runden mit über 250 Teilnehmern pro Vortrag. In Echtzeit konnte jeder Zuschauer über verschiedene Kanäle wie Facebook, Instagram, Youtube und auf der Messe selbst, Fragen an die Experten aus den verschiedenen Bereichen richten, die sofort beantwortet wurden. Obwohl Moderation und Experten sich zum Teil an verschiedenen Orten befanden, war das Messeerlebnis wie in der realen Welt , denn jeder erhielt ohne Umschweife und ganz direkt Antworten auf seine wichtigsten Fragen"“, erklärt Sebastian Berloffa, Geschäftsführer enteco Concept GmbH und Veranstalter von der „Erste Wohnmesse .digital“.

Ein exklusiver Service: Mit einem Klick in die Immobilienwelt!

Die Expertentalks stehen allen Wissenssuchenden auf www.erstewohnmesse.at ab sofort zur Verfügung. Zudem erhalten alle Besucherinnen und Besucher die wichtigen Informationen zu den Projekten der „Erste Wohnmesse .digital“ individuell und zielgruppenspezifisch zum Nachlesen. Das Profi-Know-how inklusive wertvoller Tipps steht damit jedem Interessierten auch nach der Messe weiterhin zur Verfügung.

Nach der Messe ist vor der Messe…

Immobiliensuchende aufgepasst, für Fortsetzung ist gesorgt: Bereits am 14. November 2021 gibt es ein weiteres Highlight. Auf die „Erste Wohnmesse .digital“ folgt die hybride, als Öko-Event geplante „Erste Wohnmesse real+“. Zwischen den beiden Veranstaltungen geht es dann auf die „Erste Wohnmesse on tour“. Mit einem Live-Messeevent erleben geführte Kleingruppen in angebotenen Hop-on Hop-off-Touren im Doppeldeckerbus aktuelle Bauvorhaben in Wien, mit eigenem Sicherheitskonzept im Sinne der Corona-Schutzmaßnahmen. Infos und Anmeldung zur fahrenden Messe www.erstewohnmesse.at

In seinen innovativen Veranstaltungskonzepten sieht Geschäftsführer Sebastian Berloffa eine gute Möglichkeit – für Austellerinnen und Aussteller sowie für Besucherinnen und Besucher – die analoge und digitale Welt miteinander zu verbinden: „"Das große Interesse an der „Erste Wohnmesse .digital“ zeigt uns, dass wir mit diesem hybriden Konzept, gepaart mit Know-how-Transfer, auf dem richtigen Weg sind. Ich bin überzeugt davon, dass unabhängig von der Pandemie, diese Art von Veranstaltungsmodell weiterhin bestehen bleibt. Denn mit diesen innovativen Modellen schaffen wir es, neue Zielgruppen ortsunabhängig anzusprechen, um sie ins Messegeschehen aktiv zu integrieren."“

Erste Wohnmesse 2021

Datum: 14.11.2021, 10:00 - 18:00 Uhr

Ort: Erste Campus

Am Belvedere 1, 1100 Wien, Österreich

Url: https://www.erstewohnmesse.at/

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: enteco Concept GmbH
19.11.2020

Corona-Virus wird uns noch Jahre begleiten. Wie wir lernen, damit zu leben

Die Autoren Elisabeth Tschachler und Kurt Langbein Die Autoren Elisabeth Tschachler und Kurt Langbein

Nach dem 7. Dezember wird das Virus nicht verschwunden sein, und auch die Impfstoffe im nächsten Jahr werden es nicht ausrotten. Deshalb müssen wir vielmehr darüber sprechen, wie das Zusammenleben trotz des Virus in größtmöglicher Freiheit stattfinden kann. Das fordern Kurt Langbein und Elisabeth Tschachler, Autoren des vor kurzem im Molden Verlag erschienenen Buchs „Das Virus in uns“ in einem Positionspapier.

Sie plädieren dafür, auf Vertrauen und Solidarität statt auf Spaltung und Polarisation zu setzen, auf verständliche Kommunikation und Gebote anstelle von Verboten, auf Eigenverantwortung statt Bevormundung. Denn eine informierte Zivilgesellschaft kann das Leben mit dem Virus lernen, gut ausgestattete Gesundheits- und Sozialdienste können das Infektionsgeschehen eindämmen, vulnerable Gruppen schützen und die gesundheitlichen, psychischen und sozialen Folgen mindern.

Klar ist: Die Aneinanderreihung von Lockdowns ist keine nachhaltige Strategie und entspricht nicht der Logik einer modernen Zivilgesellschaft. Vielmehr gilt es, von anderen Ländern, die bisher gut durch die Krise gekommen sind, zu lernen. Japan hat mit einer modellhaften, extrem schnellen Verfolgung der Kontaktpersonen mit dem höchsten Verbreitungsrisiko nicht einmal zehn Prozent der Infektionen, die bei uns verzeichnet werden. Südkorea und Taiwan haben ausreichend Personal für das Contact-Tracing rekrutiert. Finnland hat die herbstliche Infektionswelle bisher mit äußerst geringen Infektionszahlen fast ausschließlich auf der Basis von Empfehlungen und regional fein abgestimmten Maßnahmen bestritten.

COVID-19 ist eine ernsthafte Gesundheitsgefahr. Deshalb müssen vor allem Personen mit einem erhöhten Risiko geschützt werden – etwa mit einem massiven Ausbau der Betreuungsdienste. Prävention ist bisher in der Pandemiebekämpfung zu kurz gekommen und sollte mit entsprechenden Programmen und gut aufgebauter Information ausgebaut werden.

Mit der richtigen Strategie und Planung ist es möglich, das Erkrankungs- und Sterbegeschehen durch COVID-19 erträglich zu halten, ohne dass dabei die Kollateralschäden unverhältnismäßig groß werden. Und damit zu verhindern, dass nach dem Lockdown vor dem Lockdown heißt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Langbein&Partner;

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