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Donnerstag 24.08.2017 12:33
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22.08.2017

Diese saftigen Strafen blühen Verkehrssündern im europäischen Ausland

• In Italien müssen Raser zwischen 22:00 Uhr und 7:00 Uhr um ein Drittel höhere Strafen zahlen. • In Italien müssen Raser zwischen 22:00 Uhr und 7:00 Uhr um ein Drittel höhere Strafen zahlen.

In der zweiten Augusthälfte erreicht der Sommerreiseverkehr einen weiteren Höhepunkt: Zahlreiche Österreicherinnen und Österreicher starten in den kommenden Tagen mit ihrem Auto oder einem Mietwagen in das europäische Ausland, um die letzten Wochen der Sommerferien zu genießen. Urlaubsreife Autofahrer sollten sich jedoch vorab unbedingt über die örtlichen Verkehrsbestimmungen der jeweiligen Urlaubsdestination informieren. Der Grund: Die Höhe der Bußgelder für Verstöße im Ausland weichen häufig stark von den geltenden Bestimmungen in Österreich ab. checkfelix.com, Österreichs beliebteste Reisesuchmaschine, hat die Bußgeldkataloge beliebter Autoreiseziele der Österreicher unter die Lupe genommen und zeigt, wie unterschiedlich die Bußgelder in den einzelnen Ländern ausfallen.

„Mit dem eigenen Auto oder einem Mietwagen in die Ferien zu starten ist für viele Österreicherinnen und Österreicher eine besonders attraktive Möglichkeit, um das Reiseziel hautnah zu erleben. Wer diesen Sommer einen Roadtrip plant, sollte sich im Vorfeld unbedingt über die lokalen Verkehrsregeln informieren, um Bußgelder und unliebsame Strafzettel zu vermeiden – denn die können unter Umständen ordentlich ins Geld gehen“, so John-Lee Saez, Regional Director bei checkfelix.

Alkohol am Steuer ist richtig teuer

Für das Lenken bzw. die Inbetriebnahme eines Autos unter Alkoholeinfluss gilt in den meisten europäischen Ländern eine Promillegrenze von 0,5 Promille1. Ausnahmen bilden Großbritannien mit einer relativ großzügigen Promillegrenze von 0,8 Promille (Ausnahme Schottland: 0,5 Promille) sowie Polen (Promillegrenze 0,2) und Tschechien (Promillegrenze 0,0) mit besonders strengen Promillegrenzen.

Auch die Höhe der verhängten Bußgelder bei Autofahrten unter Alkoholeinfluss sind von Land zu Land höchst unterschiedlich: Während Verkehrssünder in Kroatien mit Bußgeldern ab 95 Euro rechnen müssen, blühen alkoholisierten Fahrern in Dänemark Strafen in Höhe ihres individuellen Nettomonatsverdiensts. In Großbritannien können Bußgelder von umgerechnet bis zu 5.710 Euro eingefordert werden. Besonders strikt werden alkoholisierte Fahrer in Italien und Dänemark bestraft: Wer in Italien mit mehr als 1,5 Promille hinter dem Steuer erwischt wird, muss unter Umständen mit einer Zwangsversteigerung seines Autos rechnen – in Dänemark droht die Zwangsversteigerung ab 2,0 Promille im Blut.

Wer es zu eilig hat, muss tief in die Reisekassa greifen

Verstöße gegen die landesspezifischen Tempolimits können richtig ins Geld gehen: Wer in Italien tagsüber mit bis zu 20 km/h zu schnell unterwegs ist, muss mit einem Strafmaß ab 170 Euro rechnen – zwischen 22:00 Uhr und 7:00 Uhr sind die Bußgelder sogar noch einmal um ein Drittel höher! Am günstigsten kommen Temposünder, die maximal 20 km/h zu schnell fahren, in Deutschland davon. Bei unseren Nachbarn kostet das Bußgeld gerade einmal rund 35 Euro.

Wer mehr als 50 km/h über dem Tempolimit unterwegs ist, muss auch mit wesentlich höheren Strafen rechnen: In Großbritannien zahlen unverbesserliche Raser bis zu 2.890 Euro, in Österreich bis zu 2.180 Euro und in der Schweiz wird ein vom individuellen Monatsverdienst abhängiges Strafmaß mit mindestens 60 Tagessätzen festgelegt. Übrigens: Wer in der Schweiz innerorts mit Tempo 100 erwischt wird, muss mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe rechnen!

Verstöße gegen die Anschnallpflicht können richtig teuer werden

Während die Gurtpflicht in Österreich bereits im Sommer 1976 eingeführt wurde, gilt die europaweite Anschnallpflicht erst seit Mai 2006. Die Höhe des Bußgelds für einen nicht angelegten Sicherheitsgurt beträgt in Großbritannien bis zu 570 Euro, beginnt in Spanien ab 200 Euro, beläuft sich in den Niederlanden auf 140 Euro und in Frankreich auf 135 Euro. Am günstigsten ist diese Verkehrssünde in Polen – hier kostet die Nichterfüllung der Anschnallpflicht gerade einmal rund 25 Euro.

Handys am Steuer sind kein Kavaliersdelikt

Wer ohne Freisprecheinrichtung während der Fahrt telefoniert, SMS schreibt oder seine Navi-App bedient, muss mit saftigen Bußgeldern rechnen. In Großbritannien und den Niederlanden blühen dafür jeweils Strafen in Höhe von 230 Euro. In Dänemark und Spanien kostet das Handy am Steuer 200 Euro, in Italien rund 160 Euro und in Frankreich 135 Euro. Aufgepasst: In Spanien ist selbst das Telefonieren mit Kopfhörern verboten!

Tickets können auch im Urlaub teuer werden

In vielen europäischen Ländern müssen Falschparker mit teilweise empfindlichen Strafen rechnen – häufig werden Parksünder sogar mittels Parkkralle so lange festgehalten, bis das Bußgeld offiziell beglichen wurde. In den Niederlanden beginnt der Bußgeldkatalog für Falschparker ab 90 Euro, in Dänemark ab 70 Euro und in Belgien ab 55 Euro. Am teuersten sind Verstöße gegen Parkbestimmungen mit Strafen von bis zu 200 Euro in Spanien.

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16.07.2017

Grillunfälle - das sind die gefährlichsten Fehler der Österreicher

Die beliebtesten Grillmonate sind von Mai bis September. Dabei endet leider für manche Hobbygriller der gemütliche Grillabend mit einer Fahrt ins Krankenhaus Die beliebtesten Grillmonate sind von Mai bis September. Dabei endet leider für manche Hobbygriller der gemütliche Grillabend mit einer Fahrt ins Krankenhaus

Mit dem Grillgeruch stellt sich automatisch das Sommergefühl ein: da sind sich mehr als die Hälfte der befragten Österreicher einer aktuellen Umfrage des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) einig. Die beliebtesten Grillmonate sind von Mai bis September. Dabei endet leider für manche Hobbygriller der gemütliche Grillabend mit einer Fahrt ins Krankenhaus: Rund 500 Personen verunfallen jährlich, die meisten naturgemäß in den Sommermonaten. „Rund 80 Prozent der Verletzten müssen aufgrund von Verbrennungen und Verbrühungen (40%) und Schnittverletzungen (38%) ins Spital. Unachtsamkeit, ungeeignete Ausrüstung oder falsche Anwendung von Grillanzündern sind dabei die häufigsten Grillfehler“, sagt Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereiches Recht und Normen im KFV.

Hände und Finger werden am häufigsten verbrannt

Die häufigsten Verletzungen betreffen laut KFV-Unfalldatenbank Verbrennungen und Verbrühungen an Fingern oder Händen. Stichflammen, heißer Grillrost und heißes Öl sowie unachtsamer Gebrauch von Messern sind die häufigsten Gründe für Verletzungen. Gefolgt von Knochenbrüchen (13 Prozent) durch etwa Stolpern über Grillutensilien oder sogar über den Grill selbst.

Grillen als unterschätzte Gefahr

Bei den Sicherheitsvorkehrungen herrscht bei den Grillfans Aufholbedarf: Als beliebtes Löschmittel geben die Befragten zwar den Wasserkübel (65 Prozent) an, dennoch bereiten nur 23 Prozent aller Befragten tatsächlich einen vor oder haben Löschmittel wie Löschdecke oder Feuerlöscher bereit. Nur jeder Dritte schätzt Verletzungsgefahren beim Grillen hoch ein. „Unsere aktuelle Umfrage zeigt, dass knapp 60 Prozent von einer eher geringen bis mittelmäßigen Verletzungsgefahr beim Grillen

ausgehen. Die Gefahr beim Grillen wird demnach unterschätzt. Zwei Drittel aller Unfälle entstehen durch Unachtsamkeit oder durch fehlendes Wissen bei der Prävention“, so Kaltenegger.

„Finger weg von flüssigen Brandbeschleunigern!“

Leichtsinn und mangelnde Vorsicht im Umgang mit dem Grill ist häufig die Ursache von Bränden und Brandverletzungen, weiß Dr. Arthur Eisenbeiss, Direktor der BVS-Brandverhütungsstelle für OÖ und Sprecher der österreichischen Brandverhütungsstellen. „Glücklicherweise gehen viele Grillunfälle glimpflich aus. Trotzdem kommt es immer wieder zu weitreichenden, manchmal sogar zu lebensgefährlichen Zwischenfällen“, so Eisenbeiss. „Die Erfahrungen aus der Brandursachenermittlung zeigen, dass der Funkenflug aus Grillgeräten und die unsachgemäße Entsorgung der Grillkohle die häufigsten Brandursachen darstellen.“

Besonders hohe Lebensgefahr besteht bei Verwendung von flüssigen Brandbeschleunigern! „Wenn das Anzünden der Grillkohle besonders schnell gehen soll, folgt oftmals der Griff zur Spiritusflasche oder zum Benzinkanister. Die ‚Grillmeister’ sind dabei durchaus erfinderisch. Auch Bioethanol, Terpentin oder Petroleum kommen dabei zum Einsatz. Bei all diesen Produkten handelt es sich um flüchtige Stoffe, die innerhalb kurzer Zeit zu verdunsten beginnen und dabei hochexplosive Dämpfe bilden. Beim Anzünden kommt es dann zum explosionsartigen Abbrand, durch die Stichflamme wird nicht selten die Kleidung umstehender Personen entzündet“, erzählt Dr. Arthur Eisenbeiss.

Stichflammen und Rückzündungen

Die gefährlichsten Situationen beim Grillen entstehen fast immer durch die Verwendung von Brandbeschleunigern. Mindestens genauso gefährlich sind sogenannte Rückzündungen, die beim Nachschütten brennbarer Flüssigkeiten auf die Grillkohle auftreten können. Letzteres kann zu Stichflammen führen, die sich blitzschnell ausbreiten und dabei auch die Dämpfe des in der Flasche verbleibenden Brandbeschleunigers entzünden können. Besonders dramatisch werden diese Szenarien, wenn statt Brennspiritus Benzin zur Anwendung kommt. Die Benzindämpfe sind schwerer als die Luft und breiten sich schnell rund um den Grill am Boden aus. Durch einen Zündfunken kann es dann zu einer Explosion kommen und das Feuer entfacht rasend schnell: „Solche Situationen bedeuten höchste Lebensgefahr“, warnt der Brandschutzexperte. Viele Grillunfälle enden jedoch mit leichten Brandverletzungen oder mit kleineren Bränden, die – sofern sie rechtzeitig erkannt werden – wieder gelöscht werden können. Die Gefahren erklären sich anhand der im und am Grill entstehenden Temperaturen: unmittelbar über der Grillkohlenglut herrschen rund 700 oC. Selbst die „Außenhaut“ des Grills kann über 300 oC heiß werden und sowohl für Brandverletzungen als auch für Brände sorgen.

Anzündriegel, Trockenspiritus oder Sicherheitsbrennpaste

Wer also sorglos grillen möchte, sollte zum Anzünden der Grillkohle ausschließlich Sicherheitsbrennpasten oder feste Anzündhilfen wie z.B. Anzündriegel und Trockenspiritus verwenden, so ein Rat des Brandschutzexperten. Sicheres Grillen beginnt beim Aufstellen des Grillgeräts und endet beim Ablöschen der Grillkohle: „Der Grill selbst muss stabil bzw. standsicher sein und mit ausreichendem Abstand zu brennbaren Materialien aufgestellt werden. Nach dem Grillen sollte die Kohle gänzlich mit Wasser geflutet werden, weil sich andernfalls selbst in einem scheinbar ausgekühlten Grill ohne weiteres bis zu 72 Stunden lang noch Glutreste darin halten können“, rät Eisenbeiss.

Sicherheitstipps beim Grillen

Worauf sollte man beim Aufstellen des Grills achten?

Bereits beim „Auswintern“ den Grill auf Stabilität und festen Zusammenbau prüfen.

Der Grill sollte stabil auf einer ebenen Standfläche stehen.

Bewegen Sie den Grill nicht mehr, wenn er bereits mit glühender Kohle gefüllt ist.

Den Grill nicht in der Nähe von leicht brennbaren Materialien wie Schilfmatten, Gartenmöbel mit Sitzpolster, Zelten, Holzbauten, Holzzäunen usw. in Betrieb nehmen.

Wählen Sie einen möglichst windgeschützten Grillplatz, um Funkenflug und herumfliegende Asche zu vermeiden.

Ein Holzkohlegrill darf ausschließlich im Freien betrieben werden.

Nicht im Wald oder in Waldnähe grillen.

Lassen Sie Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Nähe eines Grills!

Wie zündet man Grillkohle richtig an?

Am besten mit Grillanzündern aus festen Stoffen. Das sind vor allem Trockenspiritus, Anzündriegel oder Zündwürfel. Weiters eignen sich Anzünd-Öle in Spezialflaschen und Grillpasten oder elektrische Grillanzünder.

Brennbare Flüssigkeiten wie Spiritus und Benzin sind zu gefährlich (Stichflamme beim Anzünden sowie explosionsartige Rückzündung beim "Nachfeuern") und dürfen keinesfalls verwendet werden!

Vorsichtsmaßnahmen beim Grillen

Immer einen Kübel Wasser oder sonstige Löschmittel (Feuerlöscher) bereithalten.

Flammenbildung durch das vom Grillgut abtropfende Fett unterbinden.

Grillvorgang ständig beaufsichtigen.

Restglut immer vollständig ablöschen bzw. fluten.

Was geschieht mit der Restglut?

Das Löschen mit Wasser ist am sichersten. Die Restglut sollte dabei unbedingt gänzlich unter Wasser gesetzt bzw. geflutet werden!

Auch die gelöschte Glut darf nur in nicht brennbare und verschließbare Behälter entsorgt werden.

Eine Entsorgung der Grillkohle auf dem Kompost sollte vermieden oder zumindest nur nach einer vollständigen Flutung durchgeführt werden.

Gefahrloses Grillen mit Gas

Der Gasschlauch sollte nach jeder Saison auf Risse und Sprödigkeit kontrolliert werden.

Überprüfen Sie die Anschlüsse mit Lecksuchspray auf ihre Dichtheit.

Verbinden Sie die Gasflasche stabil mit dem Grillwagen und verwenden Sie diese niemals liegend.

Zünden Sie den Gasgrill grundsätzlich mit geöffnetem Deckel an.

Stellen Sie bei Gasgeruch das Grillgerät sofort ab und führen Sie eine Dichtheitsprobe durch!

Flüssiggas ist schwerer als Luft – lagern Sie daher Gasflaschen in gut belüfteten Räumen und niemals unter Erdniveau (z.B. im Keller).

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08.08.2017

Schon jetzt auf Angebote und Schnäppchen bei Schulsachen achten

Rechtzeitige Preisvergleiche können viel Geld sparen helfen Rechtzeitige Preisvergleiche können viel Geld sparen helfen

„Mit dem bevorstehenden Schulanfang kommen auf die Familien auch wieder jede Menge finanzielle Ausgaben hinzu. Die Preisunterschiede für die Grundausrüstung eines Erstklasslers oder für Schülerinnen und Schüler, die in eine höhere Schulstufe wechseln, sind teils enorm. Schon jetzt haben viele Fachgeschäfte und Handelsketten spezielle Angebote von Schulsachen in ihrem Programm. Preisvergleiche lohnen sich, man sollte aber zugleich auf die Qualität schauen und man sollte auf mögliche Aktionen achten. Rechtzeitig schauen kann da viel Geld sparen“, so NÖ Konsumentenschutzreferentin LHStv. Mag. Karin Renner.

Die Qualität eines Nicht-Markenproduktes muss jedenfalls nicht unbedingt schlechter sein als die eines Markenproduktes. Der Fachhandel berät gerne, das hilft sparen! Grundsätzlich gilt es, auf Qualität und Haltbarkeit der Produkte zu achten. Billig-Filzstifte trocknen beispielsweise nach kurzer Zeit aus und sind daher nicht ratsam. Umweltfreundlichen Produkten, wie etwa wiederbefüllbaren Filzstiften auf Wasserbasis, Heften mit Recyclingpapier oder Bleistiften ohne Lackierung am Holzschaft, sollte der Vorzug gegeben werden. Bei Füllfedern wird vom Papier-Fachhandel ein sogenannter Schreiblernfüllhalter ab rund zehn Euro empfohlen. Der Preis eines Bleistiftes ist von der Qualität der Minen abhängig - mit guten schreibt es sich leichter. Bei Buntstiften sollten die Minen mindestens vier Millimeter Stärke haben.

„Grundsätzlich gilt das gefüllte Federpennale meistens deutlich günstiger sind als ungefüllte. Beim Kauf der Schultasche ist es wichtig, dass diese formstabil ist, eine hohe Standsicherheit beim Bepacken hat und aus einem stark belastbaren, reißfesten Material sowie wasserundurchlässigen Material gefertigt ist. Für die Sicherheit ist gute Erkennbarkeit unabdingbar, unbedingt sollte auf einen orthopädisch geformten Rückenteil geachtet werden, um Rückenschmerzen oder gar Haltungsschäden vorzubeugen. Die Schultasche eines Volksschülers sollte nicht schwerer als maximal ein Zehntel des Körpergewichts sein. Wichtig ist, dass die Schultasche auf dem Rücken getragen wird und nicht nur auf einer Schulter“, so LHStv. Renner weiter.

„Letztendlich wollen wir alle unsere Jüngsten bestens ausgestattet und mit Freude in die ersten Schultage entlassen. Der Ernst des Lebens beginnt ja noch früh genug", so Renner abschließend.

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08.08.2017

Unwetter können Fernbleiben vom Arbeitsplatz rechtfertigen

Bei Dienstverhinderung muss Entgelt weiter bezahlt werden Bei Dienstverhinderung muss Entgelt weiter bezahlt werden

Wer aufgrund von Naturereignissen wie heftigen Unwettern, Überflutungen und Murenabgängen nicht oder nicht pünktlich zur Arbeit kommen kann, braucht keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu fürchten. Es handelt sich um einen Verhinderungsgrund, der das Fernbleiben rechtfertigt. Man muss aber alles Zumutbare unternehmen, um zur Arbeit zu kommen, und man muss den Arbeitgeber von der Verspätung bzw. der Verhinderung informieren.

Das Gleiche gilt für den Fall, dass Kindergarten oder Schule wegen des Unwetters geschlossen bleiben, und Eltern die Kinderbetreuung übernehmen müssen.

Seit 2014 gibt es die Entgeltfortzahlung in Katastrophenfällen nicht nur für Angestellte, sondern auch für ArbeiterInnen. Während bei Angestellten der Entgeltfortzahlungsanspruch beim Ausfall in der Arbeit gesetzlich fix geregelt ist, gab es bis 2013 bei den ArbeiterInnen abweichende Regelungen. Der ÖGB hatte sich erfolgreich für diese Angleichung eingesetzt.

Für Angestellte regelt § 8 Abs. 3 Angestelltengesetz, wann trotz Dienstverhinderung das Entgelt weiterbezahlt werden muss. Dieser Gesetzesstelle zufolge behalten Angestellte den Anspruch auf Entgelt, wenn sie durch wichtige, ihre Person betreffende Gründe ohne Verschulden während einer verhältnismäßig kurzen Zeit an der Dienstleistung verhindert sind.

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24.08.2017

In guter Gesellschaft

„Wer sind Sie, dass Sie mit dem Präsidenten der Türkei reden?“ „Wer sind Sie, dass Sie mit dem Präsidenten der Türkei reden?“

Eine Charmeoffensive kann man türkischen Regierungspolitikern wahrlich nicht vorwerfen. Erst kürzlich polterte Staatspräsident Erdogan gegen den deutschen Außenminister Sigmar Gabriel. Da fielen Provokationen wie „Wer sind Sie, dass Sie mit dem Präsidenten der Türkei reden?“

Und nun ist auch Sebastian Kurz ins Visier gekommen. Der türkische EU-Minister Ömer Celik nannte ihn einen „Rassisten“ und „Rechtsextremen“. Grund für die Anwürfe gegen Kurz und Gabriel ist, dass beide an der türkischen Politik Kritik üben. Kritik, die mehr als angebracht ist: So hatte sich Erdogan in den deutschen Wahlkampf eingemischt und in Deutschland lebende Türken de facto aufstacheln wollen. Dagegen haben sowohl Gabriel als auch Kurz Stellung bezogen, wie auch dagegen, dass die türkische Regierung Andersdenkende verfolgt und einsperrt.

Das genügt offenbar, um sich harsche Attacken von türkischer Seite einzuhandeln. Weil diese Attacken auf dem Niveau von haltlosen Beschimpfungen bleiben, disqualifizieren sie sich zwar von selbst. Es ist dennoch schade, weil die Türkei damit signalisiert, nicht an der Lösung gemeinsamer Herausforderungen interessiert zu sein. Stattdessen gibt es billige Polemik. Und polemisch kann man wohl auch sagen: Wen Erdogan oder einer seiner Gefolgsleute beschimpft, der kann seine Sache so schlecht nicht machen und ist in guter Gesellschaft.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: R4BIA.com / Quelle: OTS0176, 23. Aug. 2017, 20:04 drucken mailen als pdf als Text Logo von Neues Volksblatt Neues Volksblatt Christian Haubner
28.07.2017

Alpenverein stellt sein "Booklet Bergwandern" vor: Was Wanderer wissen müssen

Alpenverein stellt sein "Booklet Bergwandern" vor: Was Wanderer wissen müssen Alpenverein stellt sein "Booklet Bergwandern" vor: Was Wanderer wissen müssen

Bergwandern ist wohl die schönste Form, die Berge stressfrei zu erleben. Nicht ohne Grund haben es inzwischen Millionen Österreicher zu ihrem Freizeitsport erkoren. Wandern ist in – dass es aber auch Risiken mit sich bringt, zeigt die Unfallstatistik: Jeder dritte Alpintote in Österreich war ein Wanderer. Das neue "Booklet Bergwandern" des Alpenvereins enthält alles, was Wanderer wissen müssen, um möglichst sicher und risikobewusst in den Bergen unterwegs zu sein und ihren Sport uneingeschränkt genießen zu können. Die Themen: Ausrüstung, Tourenplanung, Wetter, Orientierung, Bewegungstechnik, Verhalten im Notfall und Tipps zum Wandern mit Kindern.

Was packe ich in meinen Rucksack, welche Anhaltspunkte bietet mir die Wanderkarte, wie bewältige ich sicher wegloses Gelände, wie verhalte ich mich bei Gewittern? ""Das 'Booklet Bergwandern' enthält nicht nur wertvolle Infos, um Risiken vorzubeugen, sondern auch Tipps, wie man die einzigartige Bergwelt mit Freude und Genuss erleben kann. Unser Booklet ist das sechste Buch der Serie 'SicherAmBerg' und fasst kompakt und anschaulich die wichtigsten Infos für Wanderer zusammen"", so DI Gerhard Mössmer, Bergführer und Bergsport-Experte im Alpenverein.

Wanderbares Österreich

""Unter all unseren Bergsportdisziplinen nimmt das Bergwandern klar die Poleposition ein. Nicht nur auf das körperliche Wohlbefinden und die Gesundheit wirkt es sich positiv aus, Wandern macht eindeutig auch glücklich. Das hat unlängst eine Alpenvereinsstudie in Kooperation mit zwei Universitäten bewiesen"", freut sich Alpenvereinspräsident Dr. Andreas Ermacora.

Die Alpenrepublik Österreich bietet mit 40.000 Kilometern Alpenvereinswegen und 415 Alpenvereinshütten den perfekten Rahmen für die Sportart: Mehr als zwei Drittel der Österreicher unter 65 Jahren wandern und 37 Prozent der Urlauber reisen zum Wandern hierher.

Gute Vorbereitung ist unerlässlich

""Diese Popularität erklärt allerdings auch, warum Bergwandern die alpine Unfallstatistik anführt: Jeder dritte Alpintote in Österreich ist beim Wandern oder Bergsteigen verunglückt, im Sommer allein sind es sogar zwei Drittel"", sagt Gerhard Mössmer und fügt hinzu: ""Fehler können auch beim Wandern passieren, doch einige davon ließen sich leicht vermeiden. Eine gute Vorbereitung ist daher unerlässlich.""

Neben den Kernthemen Ausrüstung und Tourenplanung sowie Wetter und Orientierung ist der richtigen Bewegungstechnik und dem Verhalten am Berg im "Booklet Bergwandern" des Alpenvereins ein ausführliches Kapitel gewidmet. Wanderer mit Kindern erhalten außerdem wertvolle Tipps und Infos zum Gelingen des Familienausfluges. Das richtige Verhalten im Notfall findet schließlich ebenso Platz wie die Themen Naturschutz und Wegefreiheit.

Das sechste Buch aus der Serie "SicherAmBerg" ist zum Preis von € 29,90 (€ 24,90 für Mitglieder) im Alpenvereins-Shop unter www.alpenverein.at/shop erhältlich. Die bisher erschienenen fünf Ausgaben umfassen die Bergsportarten Skitouren, Klettersteig, Sportklettern, Mountainbike und Hochtouren.

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16.07.2017

Jeder dritte Österreicher fliegt nie - jeder sechste fliegt mehrmals im Jahr

Jeder dritte Österreicher fliegt nie - jeder sechste fliegt mehrmals im Jahr Jeder dritte Österreicher fliegt nie - jeder sechste fliegt mehrmals im Jahr

"Das Flugzeug ist ein Verkehrsmittel, das von einigen wenigen sehr viel genutzt wird und von sehr vielen selten bis gar nicht", fasst VCÖ-Experte Markus Gansterer das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Instituts INTEGRAL zusammen. Ein Drittel der österreichischen Bevölkerung im Alter von 16 bis 69 Jahre fliegt nie. Jeder sechste sagte, mehrmals im Jahr mit dem Flugzeug unterwegs zu sein, die Hälfte sagte, nur einmal im Jahr oder seltener zu fliegen.

Auch ist der Anteil der Kurzstreckenflüge deutlich höher als vielfach angenommen wird. So flog im Vorjahr jeder siebte Passagier des Flughafens Wien Schwechat kürzer als 600 Kilometer und sogar vier von zehn kürzer als 800 Kilometer, informiert der VCÖ. "Um die Klimaziele erreichen zu können, ist es wichtig, dass Kurzstreckenflüge verstärkt auf die Bahn verlagert werden. Damit das gelingt, braucht es nicht nur in Österreich, sondern EU-weit häufigere und schnelle grenzüberschreitende Bahnverbindungen", betont VCÖ-Experte Gansterer.

Der VCÖ hat einige Verbindungen, wo schon heute die Bahn eine Alternative zum Flugzeug ist, bezüglich der Reisezeit und der Klimabilanz miteinander verglichen. Auf der Strecke Wien - München bzw. München - Wien waren im Vorjahr rund 486.000 Personen mit dem Flugzeug unterwegs. Pro Person werden beim Flug rund 130 Kilogramm CO2 ausgestoßen, das ist 13 Mal so viel wie mit der Bahn. Nicht berücksichtig ist dabei, dass die Klimaschädlichkeit der Treibhausgase, das in der Atmosphäre ausgestoßen wird, um das rund 2,7-Fache höher ist als wenn die Treibhausgase bodennahe emittiert werden.

Beim Fliegen wird die Reisezeit meist unterschätzt, beim Bahnfahren überschätzt. Beim Flug sind auch die Zeit von Check-In und Boarding zu berücksichtigen sowie die Tatsache, dass Flughäfen außerhalb der Stadt liegen, Bahnhöfe hingegen zentraler in der Stadt. Bei Wien - München beträgt die gesamte Reisezeit mit dem Flugzeug im Schnitt rund dreieinhalb Stunden und ist damit nur unwesentlich kürzer als die Bahnfahrt mit knapp mehr als vier Stunden.

"Die Bahn ist als Alternative zu Kurzstreckenflügen zu forcieren. Hier ist auch die EU gefordert den Ausbau grenzüberschreitender Bahnverbindungen stärker voranzutreiben und zu unterstützen. Jede EU-Hauptstadt und jede größere Stadt in der EU soll sehr gut mit der Bahn erreichbar sein", gibt VCÖ-Experte Gansterer als Ziel vor. Auch die Ausweitung des Nachtreisezug-Angebots ist nötig, um den Fernverkehr auf Klimakurs zu bringen. Von Wien weg gibt es unter anderem Nachtreisezüge nach Bregenz, Berlin, Florenz, Hamburg, Köln, Krakau, Mailand, Rom, Venedig, Warschau und Zürich.

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08.08.2017

Zurück in die Zukunft

Von Umweltschutz bis Bürgerrechte: Die Trump-Regierung arbeitet daran, in den USA das Rad der Zeit zurückzudrehen. Kritiker meinen, dass die Skandalisierung des Weißen Hauses nur davon ablenkt. Von Umweltschutz bis Bürgerrechte: Die Trump-Regierung arbeitet daran, in den USA das Rad der Zeit zurückzudrehen. Kritiker meinen, dass die Skandalisierung des Weißen Hauses nur davon ablenkt.

Noam Chomsky, greise Eminenz der amerikanischen Linksintellektuellen, warnte schon vor Monaten: Die Dramen, die das Weiße Haus umwehen, seien nur eine Ablenkung von der reaktionären Politik der Republikaner. Nun deuten auch die Zwischenbilanzen zur Washingtoner Sommerpause darauf hin, dass sich unter der Oberfläche mehr getan hat, als die Schlagzeilen vermuten lassen.

Gewiss: Die bisherige Präsidentschaft von Donald Trump kann als Desaster gelesen werden. Von den großen Plänen – etwa für Trumpcare oder für eine Steuerreform – konnten die alleinregierenden Republikaner bisher nichts umsetzen. Stattdessen dominieren Russland-Affäre und Chaos im Weißen Haus die öffentliche Debatte. Dennoch krempeln Trump und Co. das Land um – ohne große Gesetze, dafür mit Verordnungen, Umstrukturierungen usw. Zu den prominenten Beispielen gehört die Abschaffung von Schutzbestimmungen zugunsten von Umwelt und Klima ebenso wie die Abschaffung von Regulierungen, die weitere Erschütterungen der Finanzindustrie verhindern sollten. Weiters diverse Maßnahmen gegen die Zuwanderung aus Lateinamerika und von Muslimen. Dann die Law-and-Order-Politik: Die Regierung bläst etwa zu einer neuen Offensive im längst gescheiterten „Krieg gegen Drogen“. Und nicht zuletzt die Fehde mit der Bürgerrechtsbewegung:

Justizminister Jeff Sessions kampagnisiert etwa gegen den Schutz von Homosexuellen am Arbeitsplatz und gegen die Förderung von Minderheiten.

Die Trump-Regierung arbeitet systematisch daran, die Politik von Präsident Barack Obama auf den Kopf zu stellen. Und in manchen Bereichen soll das Rad der Zeit noch weiter zurückgedreht werden. Mit Trump als Frontmann wollen die Republikaner einen schlanken, teilprivatisierten Staat errichten, in dem Firmen möglichst ohne soziale und ökologische Leitplanken Profite machen sollen; ein Amerika, in dem kulturell verunsicherte Weiße sich gegen die wachsende Vielfalt zur Wehr setzen.

Viele konservative Amerikaner haben diese Signale wahrgenommen. Aus ihrer Sicht steht Trumps Präsidentschaft nicht allein für Desaster – was wohl miterklärt, warum ihm drei Viertel der Wähler der Republikaner weiterhin die Treue halten.

Chomsky wirft den Republikanern vor, mit ihrer Politik die Reichen zu begünstigen und „allen anderen ins Gesicht zu treten“. Das mag allzu einfach klingen. Fest steht, dass Trump und Co. der westlichen Führungsmacht schon jetzt ihren Stempel aufgedrückt haben. Die gesellschaftlichen Folgekosten ihrer Politik werden hingegen erst im Laufe der Zeit deutlich hervortreten.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Gage Skidmore, Universal Studios, dbn / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von Floo Weißmann
28.07.2017

"Pommes-Verordnung darf nicht gleich desaströs enden wie die Allergen-Verordnung!"

"Pommes-Verordnung darf nicht gleich desaströs enden wie die Allergen-Verordnung!" "Pommes-Verordnung darf nicht gleich desaströs enden wie die Allergen-Verordnung!"

Als einer der ersten hat Tirols Wirtschaftsbundobmann Franz Hörl auf die zahlreichen Probleme mit der neuen Acrylamid-Verordnung hingewiesen. „Praxisfern, unternehmerisch existenzgefährdend und absolut überbordend – in dieser Form ist diese Verordnung eine echte Bedrohung“, so Hörl. Auch wenn der Inhalt relevant sei, zeige sich erneut die Unfähigkeit in der Umsetzung.

Hier ortet Hörl vor allem Versäumnisse im Gesundheitsministerium. „Schon bei der Allergenverordnung waren Beamte aus dem Ministerium Österreichs Stimme in der Ausarbeitung und wir wissen, wo dies geendet hat: Kein Land außer Österreich setzt die Allergenverordnung derart übertrieben aus. Selbst im Zentrum der EU, in Brüssel, finde ich auf keiner einzigen Speisekarte einen solchen Buchstabensalat“, ärgert sich Hörl.

Daher richtet der Wirtschaftsbundobmann nun einen dringenden Appell an Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner: "„Bitte trimmen Sie Ihre Beamten auf Hausverstand, Praxisnähe und sagen Sie ihnen nochmals, dass sie auch die Vertretung der vielen kleinen Gastronomen in unserem Land sind“", so Hörl. Es sei wichtig, bei solchen Themen Maßnahmen zu setzen, wie etwa durch Schulungen und die entsprechende Thematisierung in der Ausbildung. „Den Rest sollte man jedoch dem Wissen und dem Können unserer Gastronomen und dem gesunden Geschmack und Hausverstand der Konsumentinnen und Konsumenten überlassen!“ Hoffnung setzt Hörl nun in die Stimmen von MdEP Othmar Karas und MdEP Elli Köstinger: „Deren Zusage, gegen die Verordnung aufzutreten, ist jetzt umso wichtiger!"

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16.01.2017

Energie-Anbieterwechsel kann jährlich bis zu 969 Euro sparen

Energie-Anbieterwechsel kann jährlich bis zu 969 Euro sparen Energie-Anbieterwechsel kann jährlich bis zu 969 Euro sparen

"Zum Jahresauftakt können Strom- und Gaskunden besonders viel Geld sparen", sagt Wirtschafts-und Energieminister Reinhold Mitterlehner anlässlich der Veröffentlichung des neuen Energiepreismonitors, der auf Berechnungen und Erhebungen der E-Control basiert. Im Jänner liegt das Sparpotenzial beim Wechsel vom regionalen Standardanbieter zum günstigsten Anbieter von Strom und Gas je nach Region zwischen 603 Euro in Tirol sowie bis zu 969 Euro pro Jahr in Klagenfurt. „Jeder Wechsel spart Geld und belebt den Wettbewerb am Energiemarkt. Der Umstieg selbst ist einfach möglich und sollte daher stärker genützt werden“, sagt Mitterlehner.

Für Strom geben Österreichs Haushalte durchschnittlich zwischen 630 Euro pro Jahr im Netzgebiet Vorarlberg und 802 Euro pro Jahr im Netzgebiet Kärnten aus. Das Einsparpotenzial bei einem Wechsel vom regionalen Standardanbieter zum günstigsten Anbieter beträgt je nach Region zwischen 197 Euro pro Jahr in Tirol sowie 326 Euro pro Jahr in Oberösterreich inklusive Netzgebiet Linz. Die Zahlen wurden berechnet auf Basis eines durchschnittlichen Haushaltes, der jährlich 3.500 Kilowattstunden (kWh) Strom beim regionalen Standardanbieter bezieht.

Für Erdgas geben die Haushalte durchschnittlich zwischen 881 Euro pro Jahr in Vorarlberg und 1.210 Euro pro Jahr im Netzgebiet Klagenfurt aus. Das Einsparpotenzial bei einem Wechsel vom Standardanbieter zum günstigsten Anbieter beträgt je nach Region zwischen 406 Euro in Tirol und 687 Euro pro Jahr in Klagenfurt. Berechnet wurden diese Zahlen auf Basis eines Haushaltes, der 15.000 kWh beim regionalen Standardanbieter bezieht.

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12.01.2017

Anteil der E-Pkw bei Neuwagen in Österreich drei Mal so hoch wie in Deutschland

Obwohl in Deutschland im Vorjahr eine Kaufprämie für E-Pkw eingeführt wurde, war in Österreich der Anteil der E-Pkw bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 dreimal so hoch Obwohl in Deutschland im Vorjahr eine Kaufprämie für E-Pkw eingeführt wurde, war in Österreich der Anteil der E-Pkw bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 dreimal so hoch

Obwohl in Deutschland im Vorjahr eine Kaufprämie für E-Pkw eingeführt wurde, war in Österreich der Anteil der E-Pkw bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 dreimal so hoch, macht der VCÖ aufmerksam. Die Zahl der neuzugelassenen E-Pkw hat sich im Vorjahr in Österreich mehr als verdoppelt. Während auf private Haushalte mehr Benziner als Diesel-Pkw zugelassen wurden, wurden insgesamt im Vorjahr mehr Diesel-Pkw gekauft. Fast 64 Prozent der Neuwagen wurde auf "juristische Personen" (Firmen, Betriebe, Organisationen) zugelassen, die zu mehr als 60 Prozent mit Diesel fahren. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, damit die Fahrzeuge beim Fahren auf der Straße sowohl bei den Schadstoffen als auch bei den CO2-Emissionen und dem Spritverbrauch jene Werte einhalten, die von den Herstellern angegeben werden.

Positiv sieht der VCÖ die deutliche Zunahme bei den E-Pkw. Mit 3.826 E-Pkw wurden im Vorjahr mehr als doppelt so viele batterieelektrische Pkw neu zugelassen als im Jahr 2015. "Mit 1,2 Prozent ist der Anteil der E-Pkw in Österreich mehr als dreimal so hoch wie in Deutschland mit 0,35 Prozent, wo die Kaufprämie für E-Autos ein Flop war", stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. Der VCÖ weist darauf hin, dass das Klimaabkommen von Paris bedeutet, dass spätestens im Jahr 2050 der Verkehr ohne Erdöl und damit ohne Benzin und Diesel funktionieren muss. Es bleiben noch 33 Jahre, um die Energiewende im Mobilitätsbereich zur Gänze umzusetzen.

Im Jahr 2016 kamen die Benzin- und Diesel-Pkw gemeinsam auf einen Marktanteil von 97,3 Prozent (nach 98,1 Prozent im Jahr 2015). Auch im Vorjahr wurden in Österreich mehr Diesel-Pkw (188.820) als Benziner (131.756) neu zugelassen, macht der VCÖ aufmerksam. Während bei den auf "juristische Personen", also Firmen, Betriebe, Organisationen, neu zugelassene Pkw fast zwei Drittel mit Diesel fahren, haben bei den von privaten Haushalten gekauften Neuwagen die Benziner die Nase leicht vorne. Jedoch wurden im Vorjahr nur 36,3 Prozent der Neuwagen von privaten Haushalten gekauft.

"Leider sind die neuen Diesel-Pkw beim Fahren auf der Straße bei weitem nicht so schadstoffarm wie die Herstellerangaben vermuten lassen", weist VCÖ-Experte Gansterer auf eine vergangene Woche veröffentlichte Studie des europäische Forschungsinsituts ICCT hin, das den Abgasskandal bei VW mit aufgedeckt hat. Demnach stoßen neue Diesel-Pkw der modernsten Abgasklasse EURO 6 beim Fahren auf der Straße im Schnitt doppelt so viele Stickoxide aus wie moderne Lkw. Der NOx-Grenzwert für neue Diesel-Pkw beträgt 80 Milligramm pro Kilometer, tatsächlich verschmutzen sie beim Fahren auf der Straße die Luft mit im Schnitt sechs Mal so hohen Stickoxidmengen.

Auch der reale Spritverbrauch der Neuwagen ist leider bei weitem nicht so gesunken, wie die Herstellerangaben vermuten lassen. Laut Herstellerangaben ist der Spritverbrauch der Neuwagenflotte bei Diesel von 6,2 Liter pro 100 Km im Jahr 2007 auf 4,7 Liter pro 100 km im Jahr 2016 zurückgegangen. Zur gleichen Zeit ist aber die Abweichung des tatsächlichen Spritverbrauchs der EU-Neuwagenflotte von 16 Prozent im Jahr 2007 auf mehr als 40 Prozent stark gestiegen. " Autokäufer, die den realen Spritverbrauch des alten Autos mit dem angegebenen Verbrauch des Neuwagens vergleichen und sich eine starke Verringerung der Spritkosten erwarten, erleben nach den ersten Fahrten eine böse Überraschung. Im Schnitt kostet der Mehrverbrauch mehrere hundert Euro im Jahr an zusätzlichen Spritkosten und zusätzlich wird die Umwelt mit mehr klimaschädlichem CO2 belastet", macht VCÖ-Experte Gansterer auf die Folgen aufmerksam. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, damit die Fahrzeuge beim Fahren auf der Straße sowohl bei den Schadstoffen als auch bei den CO2-Emissionen und dem Spritverbrauch jene Werte einhalten, die von den Herstellern angegeben werden.

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11.06.2017

Klimaanlage: 600.000 Beifahrer, die niemand will

In einer nicht gewarteten Klimaanlage sammeln sich hunderttausende Pilze, Bakterien und Hefen an, wie der ARBÖ im Rahmen eines Tests nun beweist. In einer nicht gewarteten Klimaanlage sammeln sich hunderttausende Pilze, Bakterien und Hefen an, wie der ARBÖ im Rahmen eines Tests nun beweist.

Wenn die Temperaturen jenseits der 25-Grad-Marke steigen, ist die Klimaanlage im Auto das wohl beliebteste und meist genutzte Komfortfeature. Die Luft wird abgekühlt und entfeuchtet, was das Wohlbefinden im Fahrzeug steigen lässt. Doch gerade weil das Kühlsystem so oft genutzt wird, sollte es auch regelmäßig gewartet werden. Eine Untersuchung des ARBÖ zeigt, welche unliebsamen „Weggenossen“ sich zu Hunderttausenden in der Klimaanlage ansammeln können.

Überprüft wurde der Filter einer Klimaanlage, die fünf Jahre lang nicht serviciert wurde. Dafür wurde der Filter vom Institut IBO Innenraumanalytik aus Wien einer mikrobiologischen Untersuchung unterzogen. Das Ergebnis zeigt, wie wichtig das regelmäßige Service ist: Im gesamten Filter haben sich 600.000 lebende Bakterien, 350.000 lebende Pilze und zigtausende lebende Hefen im Laufe der Jahre angesammelt. Besonders überraschend ist, dass vor allem Mikrolebewesen vorhanden waren, die bei rund 37 Grad, also auch Körpertemperatur, gedeihen. „Die Ergebnisse zeigen, dass der Filter effizient Mikroorganismen aus der Innenraumluft fernhält“, fasst DI Bernhard Damberger, Geschäftsführer von IBO, die Ergebnisse zusammen.

Damit diese unangenehmen Beifahrer die Klimaanlage aber nicht als „Taxi“ verwenden, sollten spätestens alle zwei Jahre der Filter und die Kühlflüssigkeit gewechselt werden, und das gesamte Leitungssystem desinfiziert werden. So haben Bakterien, Hefen und Pilze keine Chance, sich festzusetzen. „Viele Autofahrer kommen erst zum Klimaservice wenn es komisch riecht oder die Scheiben beschlagen. Durch ein regelmäßiges Service wird zudem auch die Leistungsfähigkeit der Klimaanlage verbessert. Das Kühlsystem arbeitet effizienter, kühlt schneller und lässt saubere Luft in den Innenraum strömen“, so Erich Groiss, technischer Koordinator des ARBÖ.

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16.08.2017

Viele Proteine müssen laufen, um Fett zu aktivieren

Nach dem schnellen Energielieferanten Glukose (aus Kohlenhydraten) fängt der Körper mit der Fettverbrennung an, um Energie zur Verfügung zu stellen Nach dem schnellen Energielieferanten Glukose (aus Kohlenhydraten) fängt der Körper mit der Fettverbrennung an, um Energie zur Verfügung zu stellen

Wer macht was und wo, wenn die Fettspeicher im Körper aktiviert werden? Die Biochemikerin Ruth Birner-Grünberger untersucht mit Unterstützung des Wissenschaftsfonds FWF das komplexe Zusammenspiel der Aktivierung und Regulation der Lipolyse und liefert damit die Basis für neue Therapieansätze bei Krankheiten wie Diabetes oder Arteriosklerose.

Jeder Marathonläufer erreicht diesen Punkt: Nach dem schnellen Energielieferanten Glukose (aus Kohlenhydraten) fängt der Körper mit der Fettverbrennung an, um Energie zur Verfügung zu stellen. Wer sich ausdauernd und bei niedrigem Puls bewegt, setzt nach etwa 30 Minuten die Lipolyse in Gang. Das Gleiche passiert, wenn wir Hunger haben: Die Fettzellen bekommen ein hormonelles Signal, das Depot verfügbar zu machen und eingelagerte Fett-Tröpfchen in Fettsäuren aufzuspalten. Selbst wenn wir im moderaten Laufschritt unterwegs sind, laufen diese Prozesse im Körper blitzschnell ab. "Die Aktivierungs- und Steuerungsprozesse springen innerhalb von Sekunden an. Das geht nur, weil die Proteine für die Fettaufspaltung in der Zelle nicht erst gebaut, sondern nur entsperrt werden müssen." In ihrem vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekt "Hormonale Regulation der Lipolyse" hat die Biochemikerin Ruth Birner-Grünberger drei Fragen analysiert: welche Proteine bei der Fettverbrennung beteiligt sind, wo sie räumlich an den Fett-Tröpfchen in den Fettzellen interagieren und wie sie zu- oder ausgeschaltet werden.

PHOSPHAT ALS SCHALTER

Birner-Grünberger beschäftigt sich seit ihrer Postdoc-Zeit 2002 mit der Lipolyse und entwickelt in ihrer Arbeitsgruppe am Institut für Pathologie der Medizinischen Universität Graz Technologien für Proteomik: "Dabei versuchen wir, für bestimmte Stoffwechselprozesse Proteine aufgrund ihrer Aktivität aufzuspüren", so die Projektleiterin. Auf der Suche nach fettspaltenden Enzymen im Fettgewebe und in der Leber wurden in Vorstudien mehrere Beteiligte gefunden: "Es gibt mehrere Lipasen, also fettspaltende Proteine, zudem weitere Proteine, die den Prozess steuern." Besonders auffällig war die Fülle an Phosphorylierungen. Mit dieser chemischen Modifikation, bei der Phosphat an Proteine gebunden wird, können in den Zellen Proteine aktiviert oder ausgeschalten werden. Das ist zeit- und energiesparender, als jedes Mal die Proteinsynthese und den Proteinabbau anzuwerfen. Im Forschungsprojekt galt es zu beantworten, wann und wo chemische Modifikationen die Proteine im Fettstoffwechsel entriegeln oder lahmlegen.

Um dem Zusammenspiel der fettspaltenden Proteine auf die Schliche zu kommen, reichten in-vitro Studien allerdings nicht aus: "Das biologische System ist komplex, stark reguliert und ortsgebunden. Wir bekommen kein vollständiges Bild, wenn wir in einem Reagenzglas Fett-Tröpfchen, Lipase und Aktivator mischen", erklärt die Forscherin. Erst die Beobachtung tierischer Zellen mittels konfokalem Laserscan-Mikroskop führte zum gemeinsamen Erfolg, denn "Forschung bedeutet heute Kooperation", betont die Biochemikerin, die mit der Strukturbiologin Monika Oberer (Universität Graz) und mit der Zellbiologin Dawn Brasaemle (Rutgers University, New Jersey, USA) zusammenarbeitete, um die Proteine für die Versuchsreihen in entsprechender Menge und Qualität zu bekommen.

RÄUMLICH UND ZEITLICH GETAKTETE AKTIVIERUNG

So konnten die ersten Schritte der räumlichen und chemischen Interaktion an den Fett-Tröpfchen in Gewebszellen enthüllt werden: Um die erste (von drei) Lipasen zu aktivieren, braucht es in der Befehlskette den Aktivator CGl58 und den Regulator Perilipin. Die beiden Proteine sitzen im basalen Zustand der Fettzellen aneinander gebunden auf dem Lipid-Tropfen. Durch die Markierung mit Phosphat trennen sie sich, CGl58 wandert an eine andere Stelle des Tropfens, um die erste Lipase (ATGL) zu aktivieren. Der Regulator Perilipin verhindert, dass die Lipasen aktiviert werden, wenn es nicht nötig ist. Das ist interessant, weil verbreitete Krankheiten wie Diabetes und Arteriosklerose durch die Überlastung des Fettstoffwechsels begünstigt werden. Wenn lange Zeit mehr Energie zugeführt wird, als der Körper verbrennen kann, wird ein sorgfältig getaktetes und räumlich austariertes System gestört.

In einem geplanten Folgeprojekt will die Leiterin der Forschungsgruppe "Functional Proteomics and Metabolic Pathways" sich mittels Phosphoproteomik (das ist die globale Analyse von Tausenden Proteinphosphorylierungen in Zellen) ansehen, welche energetischen Prozesse gleichzeitig mit der Lipolyse reguliert werden, wie zum Beispiel Glykogenabbau, und deren zeitlichen Ablauf beobachten: "Es sieht so aus, als würden sich Fett-Zellen binnen Minuten optimal darauf einstellen, dass Fettsäuren benötigt werden und wie sie weiter verarbeitet werden. Wir brauchen sie ja nicht nur für die Bereitstellung von Energie, wie etwa bei Bewegung oder Hunger, sondern auch für den Aufbau von Zellmembranen und Signalmolekülen." Um diese Analysen durchführen zu können, wurde im Projekt auch eine Methode zur verbesserten Auswertung von Proteomik-Daten entwickelt.

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28.07.2017

SONO MOTORS präsentiert das familienfreundliche und bezahlbare Solarauto SION

SONO MOTORS präsentiert das familienfreundliche und bezahlbare Solarauto SION SONO MOTORS präsentiert das familienfreundliche und bezahlbare Solarauto SION

Das Münchner Tech-Startup SONO MOTORS hat am 27.7.2017 ein alltagstaugliches, innovatives und kosteneffizientes Elektroauto vorgestellt. Dank einer Reichweite von 250km, einem Kaufpreis von 16.000 Euro (ohne Batterie) und integrierten Mobilitätsfunktionen spricht das Fahrzeug besonders Familien und City-Pendler einer breiteren Mittelschicht an. Geplant ist es, die Batterie zur monatlichen Miete oder zum einmaligen Kauf anzubieten. Sie soll unter 4.000 Euro kosten.

ono Motors sorgte durch ein erfolgreiches Crowdfunding im Sommer 2016 für großes Aufsehen. Das Unternehmen arbeitet für die Entwicklung und Umsetzung des Fahrzeugs mit namhaften Auftragsfertigern und Systemlieferanten aus der europäischen Automobilindustrie zusammen.

Das Unternehmen benötigt 5.000 Reservierungen, um rechtzeitig im zweiten Quartal 2019 mit der Serienproduktion zu starten. 1.500 Reservierungen lagen bereits vor der Präsentation des Solarautos vor.

Eines der Höhepunkte des Elektroautos ist die Selbstladefunktion namens viSono. Integrierte Solarzellen erzeugen Strom und speisen diesen in die Batterie ein. Dadurch können zusätzlich bis zu 30 Kilometer Reichweite pro Tag bereitgestellt werden.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist das sogenannte biSono. Damit kann der Betreiber des SIONs Strom aus der Batterie des Fahrzeugs entnehmen und weiteren Nutzern anbieten. Somit wird der Sion zu einem mobilen Stromspeicher.

Sono Motors wird von namhaften Investoren unterstützt, welche die Vision der Gründer hinsichtlich nachhaltiger und innovativer Geschäftsideen teilen.

Nach dem Release-Event am 27. Juli startet Sono Motors eine Probefahrten-Tour durch Europa. Der Startschuss fällt am 18. August in München und sieht Stationen in mindestens 12 Städten und 7 Ländern vor. Interessenten können den Sion testen und die Technologie hinter dem Fahrzeug erfahren.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: SONO MOTORS
24.08.2017

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Österreich hat zu viele Krankenkassen, Pensionsversicherungs- und Unfallversicherungsanstalten. Es kann nicht sein, dass im Gesundheitssystem entscheidend ist, welchen Beruf der Versicherte hat und in welchem Bundesland er wohnt. Österreich hat zu viele Krankenkassen, Pensionsversicherungs- und Unfallversicherungsanstalten. Es kann nicht sein, dass im Gesundheitssystem entscheidend ist, welchen Beruf der Versicherte hat und in welchem Bundesland er wohnt.

Österreich hat zu viele Krankenkassen, Pensionsversicherungs- und Unfallversicherungsanstalten. Es kann nicht sein, dass im Gesundheitssystem entscheidend ist, welchen Beruf der Versicherte hat und in welchem Bundesland er wohnt.

Jetzt soll sie also endlich präsentiert werden, die Studie zur Zukunft der österreichischen Sozialversicherungen. Ohne der London School of Economics, die die Studie erarbeitet hat, vorgreifen zu wollen: Ohne Harmonisierung der Leistungen sollte es keine Zukunft geben.

Es ist ohnehin ein Wunder, dass sich die Beitragszahler diese Frotzelei so lange haben gefallen lassen. Vom Zahnersatz bis zur Zeckenimpfung ist bis heute der Kostenersatz davon abhängig, welchem Berufsstand der Versicherte angehört und in welchem Bundesland er wohnt. Unsäglich. Als Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) die Studie in Auftrag gegeben hatte, wurde ihr sofort Sprengkraft für die rot-schwarze Bundesregierung attestiert. Nun, diese Aufgabe haben andere Protagonisten übernommen, aber ablesen lässt sich daraus:

Österreich, wie es leibt und lebt.

Das kleine Land leistet sich nicht nur Kranken- und Pensionsversicherungsanstalten, sondern auch eine Unfallversicherung, erfunden in der Zeit der Monarchie. Das ganze mal Klientel und mal neun, ergibt 22 Versicherungsanstalten, inklusive der Haus- und Hofversicherungsanstalten der Landeshauptleute, um die jeweiligen Landesbediensteten noch einmal separiert versorgen zu können. Es ist das Abbild einer rot-schwarzen, föderalen Republik, wo Arbeitgeber-und Arbeitnehmervertreter die Kassen in Selbstverwaltung leiten, bestückt durch Arbeiter-, Wirtschaftskammer und Gewerkschaft, also mit Parteigängern von SPÖ und ÖVP. Wenn sich also Fusionen nicht mehr länger vermeiden lassen, dann am liebsten dort, wo die Farbe des politischen Gegners dominiert und nicht die eigene.

Als wäre das nicht schon absurd genug, wird das Prinzip der Solidargesellschaft innerhalb der Sozialversicherung nicht jedem abverlangt. Schwache Beitragszahler wie Arbeitslose oder Studenten werden nur von Arbeitern und Angestellten aufgefangen. Bauern, Beamte, Eisenbahner, Landesbedienstete bleiben unbehelligt. Das läuft dann so: Ein Liftangestellter zahlt in die Eisenbahnerkrankenkasse ein, wird er arbeitslos, fängt ihn die Gebietskrankenkasse auf. Der Reigen ließe sich fortsetzen: Stichwort Mehrfachversicherte. Ein Angestellter, der nebenbei selbstständig arbeitet, braucht zwei Krankenkassen? Ja, genau.

Die Studie wird wohl keine konkrete Empfehlung enthalten, sondern auf 1000 Seiten Optionen aufzeigen. Hoffentlich zieht die nächste Regierung eine sinnvolle und keine parteipolitisch motivierte.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG, Leitartikel von Anita Heubacher
08.08.2017

Heuschnupfen hat nur wenig mit Heu zu tun!

Niesattacken, gerötete Augen und Juckreiz gehören zu den klassischen Merkmalen einer allergischen Rhinitis – im Allgemeinen Heuschnupfen genannt. Niesattacken, gerötete Augen und Juckreiz gehören zu den klassischen Merkmalen einer allergischen Rhinitis – im Allgemeinen Heuschnupfen genannt.

Es handelt sich um eine unmittelbare Überempfindlichkeitsreaktion, die während der Blütezeit von Pflanzenpollen (kleinste Blütenstaubteilchen in der Luft) ausgelöst wird.2 Im Normalfall erkennt unser Immunsystem Krankheitserreger und wehrt diese ab. Von einer allergischen Reaktion ist die Rede, wenn das Immunsystem Antikörper gegen Pflanzenpollen oder andere Stoffe bildet. Allergieauslösende Stoffe werden als Allergene bezeichnet. Eine Übersensibilität zeigt sich häufig schon im Kindesalter

Die Blütezeit allergener Pflanzen ist saisonabhängig: Neben Hasel-, Erlen-, Birken- und einigen Kräuterpollen z. B. Beifuß und Traubenkraut, sind vor allem Gräser- und Getreidepollen häufige Auslöser.

Ärzte diagnostizieren Heuschnupfen anhand allergologischer Blut- und Hauttests. Eine allergische Rhinitis kann das Risiko für Asthma steigern, deshalb sollten primäre Symptome wie Niesen, Fließschnupfen, verstopfte Nase, Augenjucken und -rötung ernst genommen werden. Zu den sekundären Symptomen zählen Husten, Halsschmerzen, Mundatmung, Luftnot, Schlafstörungen und Konzentrationsstörungen.

Heuschnupfen wird in der Regel mit Antihistaminika oder Cortison behandelt, in Form von Nasensprays, Cremen und Tabletten. Mithilfe einer Allergieimpfung, auch „Hyposensibilisierung“ genannt, kann das Immunsystem an den Allergieauslöser gewöhnt werden.

Grundsätzlich sollten Betroffene Pollen meiden. Bevor es raus in die Natur geht, ist es hilfreich, Pollenflugkalender, örtliche Pollenflugberichte und -warnungen zu beachten, z. B. auf www.pollenwarndienst.at. Zusätzlich kann es helfen, Pollenschutzgitter für Fenster und Türen zu installieren und vor dem zu Bettgehen die Haare zu waschen.

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16.08.2017

Wirtschaftsforscher: Nett sein kann sich lohnen

Nicht jeder Kunde erhält gleich viel Eis. Nicht jeder Kunde erhält gleich viel Eis.

Wer zu Verkäufern nett ist, wird bevorzugt behandelt. Das zeigt eine aktuelle Studie von österreichischen Wirtschaftsforschern. Sie untersuchten die Wirkung von monetären und immateriellen Anreizen bei alltäglichen Kaufentscheidungen im Fastfood-Restaurant und am Dönerstand. Kunden, die sich anerkennend äußerten, erhielten im Feldversuch mehr Eiscreme oder Dönerkebab als andere Kunden.

Die Wirkung von Lob und Anerkennung im ökonomischen Kontext wurde bisher experimentell vor allem im Rahmen von Arbeitsverhältnissen erforscht. Welchen Einfluss immaterielle Belohnungen in der Konsumwelt haben, ist hingegen kaum bekannt. „Die Wahl zum Mitarbeiter des Monats steigert die öffentliche Reputation, während ein Kompliment beim Einkauf ein sehr persönlicher Akt ist“, erklärt START-Preisträger Michael Kirchler vom Institut für Institut für Banken und Finanzen der Universität Innsbruck. Er hat gemeinsam mit Stefan Palan in einer aktuellen Studie den Einfluss von monetären und immateriellen Anreizen wie Lob und Anerkennung bei alltäglichen Kaufentscheidungen experimentell untersucht.

Lob und Trinkgeld zeigen Wirkung

„Was passiert, wenn ich das Trinkgeld schon bei der Bestellung gebe? Diese Frage stand am Anfang unserer Studie“, erzählt Stefan Palan, der an den Universitäten Innsbruck und Graz forscht. „Wir haben die Fragestellung dann noch ergänzt, um die Wirkung von immateriellen Anreizen wie etwa Komplimenten zu erforschen.“ Die Wirtschaftsforscher schickten dazu mehrere Experimentatoren in Fastfood-Restaurants in Innsbruck und München. Diese kauften dort jeweils eine Tüte Eis, manchmal lobten sie bei der Bestellung das Produkt oder gaben ein Trinkgeld. Nach dem Kauf wogen sie das Eis ab. Das Experiment wurde in der Folge auch an Kebabständen in Graz, Innsbruck und München durchgeführt. Jeweils drei Experimentatoren gingen dabei an fünf aufeinanderfolgenden Tagen mit dem gleichen Auftrag zum gleichen Verkäufer oder zur gleichen Verkäuferin. Insgesamt kauften die Experimentatoren über 100 Tüten Eis und 800 Döner-Wraps.

Der Vergleich der gewonnenen Daten zeigt, wer schon bei der Bestellung Trinkgeld gibt und nett zu den Verkäufern ist, erhält deutlich mehr Ware als andere Kunden: 10% mehr Eis bei Komplimenten und 17% mehr beim Trinkgeld. Zieht man die Kosten des Trinkgelds wieder ab, fällt der Wert allerdings auf 7%. Die Daten aus den Kebab-Bestellungen untermauerten diese Ergebnisse. „Interessant war, dass der Effekt beim Trinkgeld über mehrere Besuche gleichgeblieben ist, während er bei Komplimenten deutlich anstieg und nach fünf Besuchen sogar stärker war als jener mit Trinkgeld“, erzählt Palan. „Nachhaltiges Loben über mehrere Tage kann also die bevorzugte Behandlung noch einmal verstärken.“

Anerkennung als sozialer Kitt

„Reziprozität ist ein Konzept aus den Sozialwissenschaften, nach dem sich die Wichtigkeit von Lob und Anerkennung evolutionsbedingt sehr früh im Menschen entwickelt hat, da sie einen besseren Status in der jeweiligen Gesellschaft begründeten“, erklärt Michael Kirchler. „Wir zeigen mit unserer Studie, wie dieses Prinzip in heutigen Konsumentscheidungen nach wie vor wirkt, und dass immaterielle Anreize wie Anerkennung und Lob wohl unterschätzt und monetäre Anreize eher überschätzt werden.“ Es ist zu vermuten, dass diese Mechanismen in vielen alltäglichen Konsumentscheidungen ähnlich wirken, allerdings sind die Effekte nur in speziellen, klar abgegrenzten Situationen tatsächlich quantitativ messbar.

Die Studie wurde unter anderem vom FWF-Spezialforschungsbereich Vertrauensgüter, Anreize und Verhalten und der Forschungsplattform Empirische und Experimentelle Wirtschaftsforschung an der Universität Innsbruck finanziell unterstützt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Uni Innsbruck
08.08.2017

Das Burgenland zu Gast am Villacher Kirchtag

V.l.n.r.: Hannes Anton (Geschäftsführer Burgenland Tourismus), Michael Haas (Aufsichtsratsvorsitzender Burgenland Tourismus), Martina Plamenig, Winzer Michael Allacher, Gourmetköchin Tici Kaspar, Landesrat MMag. Alexander Petschnig, Alexander Kery (Prokurist Burgenland Tourismus) sowie Vizebürgermeisterin Frau Mag. Gerda Sandriesser (Obfrau des Vereins Villacher Kirchtag) V.l.n.r.: Hannes Anton (Geschäftsführer Burgenland Tourismus), Michael Haas (Aufsichtsratsvorsitzender Burgenland Tourismus), Martina Plamenig, Winzer Michael Allacher, Gourmetköchin Tici Kaspar, Landesrat MMag. Alexander Petschnig, Alexander Kery (Prokurist Burgenland Tourismus) sowie Vizebürgermeisterin Frau Mag. Gerda Sandriesser (Obfrau des Vereins Villacher Kirchtag)

Mit Wein & Kulinarik sowie touristischen Angeboten warb Burgenland Tourismus vom 1. bis 5. August am Villacher Kirchtag, Österreichs größtem Brauchtumsfest. Unzählige Besucher des Kirchtages nutzten das „Sonnenplatzl Burgenland“ als beliebten Treffpunkt.

„Burgenland grüßt Villach“ – unter diesem Motto präsentierte sich das „Land der Sonne“ letzte Woche am Villacher Kirchtag und begeisterte mehr als 430.000 Besucherinnen und Besucher mit burgenländischer Gastfreundschaft, kulinarischen Genüssen und Brauchtum.

Die burgenländische Delegation, allen voran Tourismuslandesrat MMag. Alexander Petschnig und Hannes Anton, Geschäftsführer der Burgenland Tourismus GmbH, konnten zu einem freundschaftlichen Austausch auch Ski-Kaiser Franz Klammer, Immobillien-Profi Hanno Soravia, Babyhotelier Gerhard Stroitz, Alt-Landeshauptmann Christof Zernatto, Kärnten Werbung Geschäftsführer Christian Kresse, Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß und die Villacher Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser begrüßen.

Tourismuslandesrat MMag. Alexander Petschnig zeigt sich vom Kirchtagsgeschehen begeistert: „Der Burgenlandstand hat sich zum beliebten Treffpunkt für alle Burgenland-Freunde und Genießer entwickelt und erwies sich in dieser veranstaltungsintensiven Woche als wahrer Gästemagnet. Hier konnten sich die Besucher davon überzeugen, was das Burgenland kulturell, touristisch und kulinarisch zu bieten hat.“

Burgenländisch-kärntnerische Fusionsküche

Gourmetköchin Tici Kaspar vereinte regionale Spezialitäten aus dem Burgenland mit Schmankerln aus Kärnten. Die Gäste wurden unter anderem mit Kärntner Kirchtagssuppe mit Reindling, einem Kirchtagsbratl mit Uhudlerkraut und Serviettenknödel, einer pannonische Winzerjause mit Mangalitza-Schwein sowie burgenländischem Mohn- und Topfenstrudel verwöhnt. Dazu präsentierten sich täglich burgenländische JungwinzerInnen mit ihren Weinen. Aber auch Spezialitäten wie der Uhudler und Golser Sekt gaben einen Vorgeschmack auf das heimische Angebot. „Fünf Tage lang haben wir auf 300 Quadratmetern die schönsten Urlaubsangebote und Ausflugsziele für den Herbst und Winter, aber auch Handwerk, Brauchtum, Musik und selbstverständlich das gesamte kulinarische Angebot des Landes präsentiert. So konnten sich die Gäste auf einen Urlaub im Land der Sonne einstimmen“, fasst Hannes Anton, Geschäftsführer von Burgenland Tourismus, zusammen.

Musik & Brauchtum

Das Burgenland wurde den Kirchtagsbesuchern nicht nur kulinarisch, sondern auch kulturell mit Korbflechter, Drechsler und Edelserpentin-Künstler näher gebracht.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Georg Lux
01.06.2017

"Danke, Alois Mock"

Ein großer europäischer und österreichischer Staatsmann/ Ohne ihn wäre Österreich nicht seit 1995 EU-Mitglied Ein großer europäischer und österreichischer Staatsmann/ Ohne ihn wäre Österreich nicht seit 1995 EU-Mitglied

"Alois Mock war ein überzeugter Europäer, ein großer europäischer und österreichischer Staatsmann und ein enger persönlich Freund. Sein Tod lässt mich in tiefer Trauer und Ehrfurcht vor seinem Lebenswerk zurück", sagt Othmar Karas, ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament. "Ohne Alois Mock wäre Österreich nicht seit 1995 Mitglied der Europäischen Union. Denn die Einigung Europas war sein Lebensprojekt."****

"Alois Mock hat sich durch beispiellose Weitsicht und unbeirrbares Durchhaltevermögen ausgezeichnet", sagt Karas. "Ihm war schon in den frühen 1980er Jahren klar, dass Europa die Spaltung und Zersplitterung der Vergangenheit hinter sich lassen muss und dass Österreich es alleine schwierig haben würde, auf der Weltbühne und im globalen Wettbewerb zu bestehen."

"Ewig ein Symbol für die Überwindung von Grenzen wird der Moment bleiben, als der damalige Außenminister Alois Mock mit seinem ungarischen Amtskollegen Gyula Horn den Stacheldraht durchschnitt, der Österreich und Ungarn die Jahrzehnte zuvor getrennt hatte", erinnert sich Karas. "Das Bild ging um die Welt und symbolisiert wie kaum ein anderes den Aufbruch in Richtung eines gemeinsamen Europas."

"Beim Durchschneiden des Grenzzauns hat Alois Mock gesagt, dass er ein "Fenster in die Zukunft" schneidet", so Karas. "Und das gilt heute wie damals: Unser gemeinsames Europa ist unser Fenster in die Zukunft. Denn Österreichs Zukunft ist untrennbar mit der Zukunft Europas und der Rolle der EU verbunden. Mehr als 60 Prozent unseres Wohlstandes erwirtschaften wir außerhalb Österreichs, aber innerhalb der EU. Das haben wir zu einem großen Teil Alois Mock zu verdanken, der bei EU-Beitrittsverhandlungen unermüdlich für einen Platz Österreichs in Europa gekämpft hat."

"Doch Alois Mock war nicht nur ein werteorientierter Politiker, ein Christdemokrat im wahrsten Sinne des Wortes, ein mutiger Diplomat und ein überzeugter Europäer sondern auch ein wertvoller Freund", sagt Karas. "Er hat von anderen nie mehr verlangt als von sich selbst. Alois Mock stand für Wahrheit, Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit, gegen Hass und Verleumdung. Und er stand für ein geeintes Europa."

"Alois Mock hat mich als politischer Referent in die ÖVP geholt, als er selbst Bundesparteiobmann wurde. Er hat mich mit Helga Rabl-Stadler zu seinen beiden Spitzenkandidaten in den Wahlkreisverbänden Ost und West bei der Nationalratswahl 1983 gemacht", sagt Karas. "Alois Mock hat mich und die Junge ÖVP unterstützt, als wir 1984 den ersten Antrag auf Beitritt Österreichs zur EG stellten - und ich diesen Antrag im Nationalrat eingebracht habe. Er war und ist das Symbol für Österreichs Weg nach Europa und ich bin sehr stolz, dass ich sein unbeirrbares Engagement fortsetzen kann. Danke, Alois Mock. Ruhe in Frieden."

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Thomas Steiner, CC BY-SA 3.0
11.12.2016

ÖAMTC: Steuersenkung auf Benzin würde weniger kosten, als Steuererhöhung auf Diesel

ÖAMTC: Steuersenkung auf Benzin würde weniger kosten, als Steuererhöhung auf Diesel ÖAMTC: Steuersenkung auf Benzin würde weniger kosten, als Steuererhöhung auf Diesel

Aktuell zahlt man in Österreich pro Liter Benzin 48,2 Cent und pro Liter Diesel 39,7 Cent an Mineralölsteuer (MÖSt). Obwohl differenzierte Mineralölsteuersätze in Europa durchaus üblich sind, gibt es in letzter Zeit immer wieder Stimmen für eine Vereinheitlichung der Spritsteuer. Konkret wird gefordert, die MÖSt auf Diesel um die Differenz der Besteuerung der beiden Sprit-Arten, also um 8,5 Cent anzuheben. Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung, fordert nun das Gegenteil: "Wenn das primäre Ziel ein einheitliches Steuerniveau ist, muss die Besteuerung von Benzin gesenkt werden. Das würde Steuerzahler entlasten und den Finanzminister im Unterschied zur Erhöhung der MÖSt auf Diesel deutlich weniger Geld kosten."

Der Grund für diesen ungewöhnlichen Steuer-Effekt liegt im Tanktourismus. Weil Österreich im Vergleich zu den Nachbarländern Benzin und Diesel geringer besteuert, füllen vor allem ausländische Lkw bei der Durchfahrt durch Österreich ihren Tank gerne in der Alpenrepublik. Die Folge: Von vier Milliarden Euro, die der Finanzminister als Mineralölsteuer einnimmt, kommt beinahe eine Milliarde von Tanktouristen. "Wir wissen, dass bereits bei einer Mineralölsteuererhöhung von sechs Cent schlagartig sämtlicher Tanktourismus wegbricht. Bei einer Erhöhung der MÖSt auf Diesel von achteinhalb Cent, würde der Finanzminister unterm Strich über 400 Millionen Euro an Einnahmen verlieren", rechnet Wiesinger vor. "Senkt man hingegen die MÖSt auf Benzin um achteinhalb Cent verliert der Finanzminister rechnerisch 190 Millionen. Da jedoch dann vermehrt Benzin-Tanktouristen kommen würden, wird der Finanzminister in der Realität nur wenig an Einnahmen verlieren."

Umwelt-Nachteile des Tanktourismus nur am Papier

Dass eine Erhöhung der MÖSt immer wieder von Umwelt-Lobbyisten gefordert wird, liegt an der Zählweise von CO2-Emissionen. Der Ausstoß von Treibhausgasen im Verkehr wird aus den in einem Land verkauften Sprit-Mengen errechnet. "Diese Zählweise hat jedoch nichts mit der Realität zu tun", kritisiert Wiesinger. Schwerverkehr, der während der Durchfahrt wegen der günstigeren Dieselpreise in Österreich tankt, stößt nur einen geringen Bruchteil des "verrechneten" CO2 tatsächlich auch in Österreich aus. Wiesinger: "Verhindert man Tanktourismus durch Dieselpreiserhöhungen, so wird zwar am Papier weniger CO2 erzeugt, die Luftqualität in Österreich ändert sich jedoch gar nicht. Die Transit-Lkw rollen weiter durch unser Land, zahlen dann aber lediglich Maut und kaum einen Beitrag für ihren CO2 Ausstoß mehr."

MÖSt-Erhöhung von mindestens 15 Cent auf Diesel und 6,5 Cent auf Benzin zu befürchten

Außerdem sieht der Club die Gefahr, dass der Finanzminister versuchen wird, sich für den Einnahmerückgang durch weitere MÖSt- Erhöhungen an inländischen Tankkunden schadlos zu halten. Wiesinger: "Wenn der Finanzminister darauf pocht, gleich viel wie vorher aus der Mineralölsteuer zu erlösen, bedeutet eine Steuer-Vereinheitlichung in der Realität eine Erhöhung der MÖSt auf Diesel von mindestens 15 Cent und bei Benzin eine Erhöhung von mindestens 6,5 Cent. Das ist für die Konsumenten im Hochsteuerland Österreich absolut inakzeptabel."

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