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18.11.2019

Wenn Katastrophen am Arbeiten hindern, sind keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu befürchten

Wenn Katastrophen am Arbeiten hindern, sind keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu befürchten Wenn Katastrophen am Arbeiten hindern, sind keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu befürchten

Wer aufgrund von Naturereignissen wie heftigen Schneefällen, Überflutungen und Murenabgängen – wie aktuell in Kärnten und in der Steiermark – gar nicht oder nicht pünktlich zur Arbeit kommen kann, braucht keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu fürchten. "Es handelt sich um einen Verhinderungsgrund, der das Fernbleiben rechtfertigt", so ÖGB-Arbeitsrechtsexperte Martin Müller. Das Gleiche gilt für den Fall, dass Eltern bei ihren Kindern bleiben müssen, weil Kindergarten oder Schule wegen des Unwetters geschlossen bleiben und sie keine andere Möglichkeit für die Kinderbetreuung haben.

Der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin muss aber alles ihm bzw. ihr Zumutbare unternehmen, um den Arbeitsplatz rechtzeitig zu erreichen. In diesem Fall kann der Arbeitgeber eine Verspätung oder das Fernbleiben auch nicht zum Anlass für eine Entlassung nehmen. Einfach daheim bleiben, das geht also nicht. Außerdem muss der Arbeitgeber vom Zuspätkommen oder der Verhinderung informiert werden.

Entgeltfortzahlung im Kastastrophenfall

In Katastrophenfällen gibt es die gesetzlich geregelte Entgeltfortzahlung. Seit 2014 gilt diese nicht nur für Angestellte, sondern auch für ArbeiterInnen. Während bei Angestellten der Entgeltfortzahlungsanspruch beim Ausfall in der Arbeit gesetzlich geregelt ist, gab es bis 2013 bei den ArbeiterInnen abweichende Regelungen. Der ÖGB hatte sich erfolgreich für diese Angleichung eingesetzt.

Für Angestellte regelt § 8 Abs. 3 Angestelltengesetz, wann trotz Dienstverhinderung das Entgelt weiterbezahlt werden muss. Dieser Gesetzesstelle zufolge behalten Angestellte den Anspruch auf Entgelt, wenn sie durch wichtige, ihre Person betreffende Gründe ohne Verschulden während einer verhältnismäßig kurzen Zeit an der Dienstleistung verhindert sind.

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24.10.2019

Kinderarmut schadet dem Körper und belastet die Seele

Kinderarmut schadet dem Körper und belastet die Seele Kinderarmut schadet dem Körper und belastet die Seele

Kinder aus armutsgefährdeten Familien leiden häufiger an chronischen Krankheiten als Kinder aus gut situierten Familien. Sie sind häufiger übergewichtig und leiden häufiger an mangelnder körperlicher Fitness sowie an psychosomatischen Symptomen. Das sind die besorgniserregenden Ergebnisse einer Befragung unter Ärztinnen und Ärzten zum Zusammenhang zwischen Kinderarmut und Kindergesundheit in Österreich.

Initiiert wurde die Befragung von der Volkshilfe Österreich und der Ärztekammer für Wien. An den Interviews nahmen mehr als 500 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen in Wien und Niederösterreich teil, ausgewertet wurden die Antworten vom Forschungsinstitut SORA. Gefragt wurden die Ärztinnen und Ärzte, wie sie die gesundheitliche Situation von armutsgefährdeten Kindern im Vergleich zu nicht armutsgefährdeten Kindern einschätzen und welche Maßnahmen sie für eine Sicherung der Kindergesundheit in Österreich für sinnvoll halten.

Die Ergebnisse sind ernüchternd: Knapp die Hälfte der Ärztinnen und Ärzte nimmt in ihrer beruflichen Praxis wahr, dass Kinder aus armutsgefährdeten Familien häufiger Arztordinationen besuchen als Kinder, die in nicht armutsgefährdeten Familien aufwachsen. Eine deutliche Mehrheit beobachtet auch, dass sich armutsgefährdete Kinder weniger gesund und leistungsfähig fühlen.

Acht von zehn Befragten erkennen in ihrer täglichen Arbeit, dass Kinder aus armutsgefährdeten Familien häufiger an mangelnder körperlicher Fitness leiden. Diese Kinder leiden auch deutlich häufiger unter psychosomatischen Symptomen, wie zum Beispiel verminderter Konzentrationsfähigkeit, erhöhter Müdigkeit, Nervosität, Aggressivität oder depressivem Verhalten.

Es fehlt an Beratung und Aufklärung

Nahezu alle befragten Ärztinnen und Ärzte stellen die Tendenz zu häufigerem Übergewicht bei Kindern aus armutsgefährdeten Familien fest. Die Mehrheit der Befragten sieht darin vielfältige Ursachen, aber etwa jede/r dritte Befragte identifiziert die Ursache mit mangelnder Information über gesunde Ernährung einerseits und mit den höheren Kosten für gesunde Ernährung andererseits.

Sechs von zehn Ärztinnen und Ärzten beantworten zudem die Frage, ob Kinder aus armutsgefährdeten Familien häufiger an chronischen Krankheiten leiden, eindeutig mit ja. Chronischen Erkrankungen bei Kindern vorbeugen kann man aus Sicht der Befragten einerseits durch mehr Beratung der Eltern und Bewusstseinsbildungsprogrammen an Schulen, wie zum Beispiel mit Kursen zu gesunder Ernährung. Andererseits hält auch knapp die Hälfte der Befragten eine ausreichende finanzielle Ausstattung von armutsgefährdeten Familien für notwendig, um chronischen Krankheiten vorzubeugen.

Gefragt, was es braucht, um Kindergesundheit für alle in Österreich zu sichern, wurden von den Ärztinnen und Ärzten vorrangig Beratung und Aufklärung genannt, darunter eine bessere Beratung und Aufklärung der Eltern, mehr Aufklärung zu Gesundheit, Bewegung und Ernährung allgemein, verstärkte Aufklärung und Präventionsarbeit in Schulen und Kindergärten sowie mehr Bewegungs- und Sportprogramme.

Neben dem Ausbau der Beratung dreht sich ein zweites Ideenbündel um Maßnahmen, die direkt oder indirekt mit finanziellen Ressourcen zusammenhängen: eine bessere finanzielle Unterstützung und soziale Absicherung der Familien, kostengünstigere gesunde Ernährung, wie zum Beispiel die gesunde Jause als Angebot der Schulen, Ganztagesbetreuung der Kinder sowie kostenfreie Therapien und kostenfreie Freizeitangebote. Als weitere Maßnahmen werden der Ausbau von medizinischen Einrichtungen und die Aufstockung von medizinischem Personal, wie zum Beispiel mehr Kinderärzte, sowie die Ausweitung der Mutter-Kind-Pass-Untersuchung vorgeschlagen.

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18.11.2019

OFFENER BRIEF Rückholung der österreichischen Kinder aus dem Lager Al-Hol

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Bierlein!

Sehr geehrter Herr Justizminister Jabloner!

Sehr geehrter Herr Außenminister Schallenberg!

Sehr geehrte Frau Frauen- u. Familienministerin Stilling!

Der Winter steht vor der Tür, die Lebensumstände im syrischen Camp AL Hol werden immer schwieriger. Daher bittet der Katholische Familienverband inständig um die sofortige Rückholung der Österreicherin Maria G. und ihrer beiden Kinder. In dieser Frage kann nicht auf die nächste Regierung gewartet werden. Wer dies tut, handelt grob fahrlässig, es ist für die Gesundheit und Sicherheit der drei Österreicher Gefahr in Verzug.

Es kann nicht das Jubiläum „30 Jahre UNO Kinderrechtskonvention“ gefeiert werden und gleichzeitig dort, wo es notwendig ist, nicht gehandelt werden. Es gibt Fehlverhalten auch durch Unterlassen.

Insbesondere die beiden Kleinkinder sollen in Österreich unter der Obhut der Großeltern in Frieden und Sicherheit aufwachsen dürfen. Maria G. wird sich gegebenenfalls vor einem österreichischen Gericht verantworten müssen.

Als größte überparteiliche Familienorganisation setzen wir uns für alle Familien ein und wünschen uns sehr, dass die Kinder von Maria G. ein Leben in Sicherheit und Frieden führen können.

Hochachtungsvoll

Alfred Trendl, Präsident

Astrid Ebenberger, Vizepräsidentin

Christoph Heimerl, Vizepräsident

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18.11.2019

DEMENZ UND ICH – Wissen und Hilfe für Menschen mit Demenz

Rund 130.000 Menschen leiden in Österreich unter Demenz. Eine oft kaum bewältigbare Herausforderung für die Angehörigen, die in den meisten Fällen die Betreuung übernehmen. Rund 130.000 Menschen leiden in Österreich unter Demenz. Eine oft kaum bewältigbare Herausforderung für die Angehörigen, die in den meisten Fällen die Betreuung übernehmen.

Rund 130.000 Menschen leiden in Österreich unter Demenz. Eine oft kaum bewältigbare Herausforderung für die Angehörigen, die in den meisten Fällen die Betreuung übernehmen. Die Kampagne DEMENZ UND ICH von MINI MED Studium, MAS Alzheimerhilfe und Österreichischer Gesellschaft vom Goldenen Kreuze soll allen Betroffenen Wissen, Unterstützung und Erleichterung bieten.

Demenz ist derzeit ein brisantes Thema. Nicht ohne Grund: Aktuell leiden 130.000 Menschen in Österreich an Demenz. Bis zum Jahr 2030 soll die Zahl laut ExpertInnen auf rund 175.000 steigen, und für 2050 wird gar eine Verdoppelung prognostiziert. Deshalb wird die Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze (ÖGGK) auf diesem Gebiet aktiv und unterstützt als Kooperationspartner das Projekt DEMENZ UND ICH, welches vom MINI MED Studium gemeinsam mit der MAS Alzheimerhilfe ins Leben gerufen wurde.

Das Programm der ÖGGK fokussiert insbesondere auf die Angehörigen von Demenzkranken, um diese in ihrer herausfordernden Aufgabe zu unterstützen. Der Hintergrund: Acht von zehn Menschen mit Demenz werden zu Hause von PartnerInnen oder Familienmitgliedern gepflegt. Und viele der BetreuerInnen gehen dabei psychisch und physisch an ihre Grenzen. Denn Demenzkranke verlieren durch das Absterben von Gehirnzellen wichtige kognitive Fähigkeiten und können ihren Alltag immer weniger selbstständig bewältigen. Auch die emotionalen und sozialen Fähigkeiten verändern sich, und es können sich ungewöhnliche Verhaltensweisen entwickeln. Das erfordert von den betreuenden und pflegenden Personen Einfühlungsvermögen, Geduld, aber auch Wissen über den richtigen Umgang. Durch gezielte Behandlung, individuelle Betreuung und spezielles Training können jedoch die Entwicklung einer Demenzerkrankung verlangsamt und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden.

Schwerpunktveranstaltungen für Angehörige von Demenzkranken

Deshalb bietet die ÖGGK im Rahmen ihres Programms ganz spezielle Schwerpunktveranstaltungen: Im ersten Quartal 2020 ist das etwa ein Gedächtnistraining-Seminar mit der akademischen Gesundheits- und Pflegeberaterin Elisabeth Hahn (meinpflegegeld.at). Weiters findet ein maßgeschneidertes Konzert des Glasscherben Musikvereins statt, da Musik für Menschen mit Demenz nachweislich fördernd wirkt. Selbst wenn Vieles vergessen ist, bleiben Melodien von früher in Erinnerung und helfen dabei, andere Erinnerungen und Fähigkeiten ins Bewusstsein zurückzurufen. Und nicht zuletzt wird eine Spezialführung durch die Ausstellung der tschechischen Outsider-Künstlerin Anna Zemánková organisiert. Kuratorin Angela Stief wird dabei auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Vergesslichkeit bzw. Demenz eingehen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Begleitung der klinischen Seelsorgerin und Psychotherapeutin Katharina Schoene in Anspruch zu nehmen und sich zusätzliche Informationen zu holen.

Mehr über das Projekt DEMENZ UND ICH sowie über Demenz als Erkrankung erfährt man unter www.minimed.at/demenzundich. Auch das rund 80-Seiten-starke Wissensheft „DEMENZ UND ICH – Hilfe für Angehörige“ steht unter diesem Link zum Download zur Verfügung.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
18.11.2019

Mahrer: Verbot der Identitären unumgänglich

Mahrer: Verbot der Identitären unumgänglich Mahrer: Verbot der Identitären unumgänglich

„Ein Verbot der Identitären ist nach den neuen Erkenntnissen zum Brandanschlag auf ein Asylheim unumgänglich. Dass es sich bei den mutmaßlichen Tätern um Mitglieder der Identitären Bewegung handelt, zeigt, welche Gefahr von dieser Organisation ausgeht“, so Karl Mahrer, Sicherheitssprecher der Volkspartei.

„In solchen Fällen müssen wir als Gesellschaft und als Politik eine ganz klare rote Linie ziehen. Extreme und gewaltbereite Strömungen sind Gift für unser Land und dürfen in Österreich keinen Platz haben. Da machen wir keinen Unterschied ob vermeintlich religiös, links oder rechts“, so Mahrer abschließend.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Ataraxis1492 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0
03.11.2019

Blaue Eliten als Ernstfall

Parteichef Norbert Hofer kann seit Amtsantritt nur die Bilanz eines Gescheiterten ziehen. Parteichef Norbert Hofer kann seit Amtsantritt nur die Bilanz eines Gescheiterten ziehen.

Die freiheitlichen Partei-Eliten sind dafür verantwortlich, dass braune Sümpfe nicht austrocknen. Hofer und Co. müssten sich nämlich von sich selbst distanzieren, weil sie nach wie vor Teil der Burschenschaften bzw. eng mit ihnen verbunden sind.

Unter Jörg Haider ist die FPÖ auseinandergebrochen, mit Norbert Hofer ist sie handlungsunfähig geworden. Das dritte Lager, ob freiheitlich, national oder konservativ, sollte eigentlich den jahrzehntelangen Proporz von SPÖ und ÖVP aufbrechen. Mit der Systemkritik an den Gagen der Arbeiterkämmerer hielt Haider 1994 den rot-schwarzen „Bonzen“ das berüchtigte Taferl vor Augen, sechs Jahre später schafften es die Freiheitlichen dann in die Regierung. Aber damals wie heute sind sie als Regierungspartei gescheitert. Weil die Partei-Eliten den Wählern etwas vorgaukeln, was sie selbst nicht einhalten.

Sie sind Nehmer (Spesenritter Philippa und Heinz-Christian Strache), Umfärber (von der Nationalbank bis zu den ÖBB), betreiben Günstlingswirtschaft (hochbezahlte Jobs im Innenministerium und generell in ihren Regierungsbüros) und die Führungskader pflegen enge Verbindungen zu deutsch-nationalen bzw. schlagenden Burschenschaften. Daher gelingt es der FPÖ bis heute nicht, sich davon zu trennen und die braunen Sümpfe in ihren Reihen endlich trockenzulegen.

Denn zu viel „Partei-Intelligenz“ ist aus den akademisch Schlagenden oder Pennäler-Corps hervorgegangen. Das Problem in der FPÖ sind ihre „A-Schichten“, die Gebildeten auf den blauen Mandaten, Sitzen und Funktionärsrängen.

Norbert Hofer, Mitglied der pennal-conservativen Burschenschaft Marko-Germania, oder Tirols Parteichef Markus Abwerzger (Skalden) müssten sich somit eigentlich von sich selbst distanzieren. Wie aber soll das möglich sein, ohne den bierdunstgeschwängerten „Männerbünde sind Lebensbünde“-Appellen abzuschwören? So widerlich, rassistisch, sexistisch und antisemitisch der jüngste Liederbuch-Skandal in der Steiermark auch ist – er steht stellvertretend für ein systemimmanentes Problem in der FPÖ.

Ibiza offenbart die bodenlose Verhöhnung durch die soziale Heimatpartei, hat doch ihr Ex-Chef Strache Österreich zum Verkauf angeboten. Frei nach dem Motto „Wenn wir einmal regieren“. Die bewusste Nähe zu den rechtsextremen Identitären oder den Burschenschaften ist allerdings in der FPÖ tief verwurzelt. Solange Hofer zögert, und das tut er, wird sie weiter wurzeln.

Von den braunen „Viel-Einzelfällen“ über Ibiza und die Straches:

Parteichef Norbert Hofer kann seit Amtsantritt nur die Bilanz eines Gescheiterten ziehen. Am Ende bleibt faktisch nur basses Erstaunen übrig. Wie konnte eine solche Partei überhaupt regierungsfähig gemacht werden und Koalitionspartner in einer Bundesregierung sein?

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Bwag/CC-BY-SA-4.0 / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von PETER NINDLER
07.10.2019

Matthias Strolz: „Ich bin ein großer HC-Versteher … Ich versteh' das alles - und trotzdem geht es nicht.“

Matthias Strolz: Ich bin ein großer HC-Versteher … Matthias Strolz: Ich bin ein großer HC-Versteher …

Er bezeichnet es als „Ende des einjährigen Gelübdes der Enthaltsamkeit“: Ein Jahr nach seinem Ausstieg aus der Politik äußert sich der ehemalige NEOS-Parteichef Matthias Strolz, der „nie ein Polit-Muppet werden wollte“, wieder detailliert zur österreichischen Innenpolitik. In Ö3-„Frühstück bei mir“ meinte der NEOS-Gründer über die Zusammensetzung einer zukünftigen Regierung: „Ich glaube, dass es türkis-rot wird oder türkis-grün oder türkis-grün-pink oder Minderheitsregierung oder Neuwahl – diese fünf Optionen haben aus meiner Sicht die gleiche Wahrscheinlichkeit.“

Ob er tatsächlich Neuwahlen als Option sieht? „Ich halte das für ebenso realistisch wie jede Form der Koalition, dass wir im Frühjahr neu wählen, auch aus meiner Erfahrung aus dem Parlament. Weil die Parteien zueinander und auch die für sie zuständigen Persönlichkeiten zueinander in einer Polarisierung gewachsen sind, wie es Österreich in dieser Form nicht wirklich gekannt hat.“

Er selber schließt eine baldige Rückkehr in die Politik aus – selbst wenn er im Fall einer türkis-grün-pinken Koalition gefragt wird, ob er Bildungsminister wird: „Nein, das ist kein Thema für mich tatsächlich, weil ich auch so viele neue Verantwortungen übernommen hab‘ und auch familiär in der Pflicht bin. Ich kehre nicht zurück, solange die Kinder in der Schule sind.“ Doch er räumt ein: „Wer weiß, wenn die Kinder einmal groß sind, ob es da nicht ein Revival gibt, den politischen Virus trage ich in mir.“

Dass NEOS-Großspender Hans Peter Haselsteiner ihn erst kürzlich in einem „Kurier“-Interview kritisierte („Der Wahltag 2017 war eine große Katastrophe. Viele meinten, man kann mit Strolz nichts gewinnen.“) und Beate Meinl-Reisinger als „die rundere, weniger ausreißende und konstantere Politikerin“ hervorhob, kommentierte Strolz auf Ö3: „Ja, ich hab‘ das gelesen und hab‘ mich natürlich gewundert, was für a Laus über seine Leber g’laufen ist. Aber Beate Meinl-Reisinger ist ein riesiges politisches Talent, da hat er recht. Da ist er halt mit dem falschen Fuß aufg’standen. Wir waren nicht immer einer Meinung, aber wir schätzen uns, glaub ich, sehr. Also. Insofern will ich‘s nicht auf die Goldwaage legen.“

Wie Matthias Strolz, der mit seinem neuen Buch „Sei Pilot deines Lebens“ durch Österreich tourt und Vorträge zur Selbstentfaltung und Lebens-Veränderung hält, Polit-Aussteiger Heinz-Christian Strache jetzt coachen würde? „Die Psychotherapie sagt, ich kann mich nur verändern, wenn ich den Status quo akzeptiere. Das wäre wahrscheinlich eine der großen Aufgaben mit ihm.

Dass er den Status quo auch einmal akzeptiert: Ich hab Dinge gemacht, die waren nicht in Ordnung.“ Und, so Strolz weiter: „ Ich bin ein großer HC-Versteher, wenn man so will, weil ich kann mir das erklären, warum es dazu kommt. Die Politik ist voller Kränkungen und, wenn du so lange drin bist wie er, dann kommst du irgendwann einmal an den Punkt, wo du sagst: weißt, das ist jeden Tag so brutale Hack‘n, das sind 80 Stunden die Woche und dann muss das auch etwas Wert sein.

Dort werd‘ ich angeschnorrt für an Pokal und dort soll ich eine Runde Bier zahlen, das soll die Partei zahlen. Dann kommen Leute in meine Wohnung, die nicht kommen würden, wenn ich nicht Politiker wäre. Das ist so ein bissl, wenn man zu lang in der Spitzenpolitik bleibt, schleicht eine Art von mangelnder Bodenhaftung ein, gepaart mitunter mit Unverschämtheit. Und, ich versteh das alles – und trotzdem geht es nicht.“ Wie Entfaltungs-Coach Strolz also Strache in ein neues Leben führen würde? „Nach dem Akzeptieren muss er loslassen. Vor allem die Kränkungen los lassen. Das wird für ihn ganz schwierig sein. Und, dann wäre er in der Pflicht hinzuhören, wo sind meine Talente? Wo sind die Sehnsüchte meines Herzens? Ich wünsche ihm in jedem Fall Alles Gute.“

Ö3-„Frühstück bei mir“ – das große Interview der Woche, Persönlichkeiten ganz persönlich – jeden Sonntag von 9.00 bis 11.00 Uhr im Hitradio Ö3 und zum Nachhören online auf oe3.ORF.at.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Ailura, CC BY-SA 3.0 AT
30.07.2018

Gekürzte Mindestsicherung – Wirtschaftstreibende fordern Sozialministerin Hartinger-Klein zur „150-Euro-Challenge“

Wirtschaftstreibende fordern Sozialministerin Hartinger-Klein zur „150-Euro-Challenge“ Wirtschaftstreibende fordern Sozialministerin Hartinger-Klein zur „150-Euro-Challenge“

Eine Gruppe mittelständischer Wirtschaftstreibender fordert Sozialministerin Beate Hartinger-Klein zur „150-Euro-Challenge“ heraus. Die Wettbedingungen sind einfach: Schafft die Ministerin es, einen Monat lang ohne fremde Hilfe von 150 Euro zu leben, spenden die Wirtschaftstreibenden ein Ministerinnengehalt in Höhe von 17.511 Euro an eine karitative Organisation, die Hartinger-Klein aussucht. Die Ministerin muss im Rahmen der „150-Euro-Challenge“ alle Ausgaben des täglichen Lebens von diesen 150 Euro bestreiten – außer ihre Wohnkosten. Anlass für die Challenge ist ein Interview der Ministerin auf oe24.tv, in dem sie behauptet hatte, dass man als Bezieher der Mindestsicherung von 150 Euro leben kann: „Wenn man die Wohnung auch noch bekommt, dann sicher“, waren die Worte der Ministerin.

„Diese Äußerung hat uns – gelinde gesagt – erstaunt. 150 Euro ist wenig Geld. Immerhin geht es um Essen und Trinken für einen Monat. Ausgaben für Kleidung, private Fahrten, Kosmetik- und Hygieneartikel, Internet und Telefon kommen auch noch dazu. Ehrlich gesagt bezweifeln wir stark, dass die Ministerin tatsächlich weiß, wovon sie spricht“, so Stefan Sengl, einer der Initiatoren der „150-Euro-Challenge“. Man wolle die Politik der Ministerin und der Bundesregierung einem „Reality-Check“ unterziehen, so Sengl. Er sieht darin eine Win-Win-Situation: „Kommt die Ministerin mit 150 Euro aus, schaut dabei eine ansehnliche Spende für eine karitative Organisation ihrer Wahl heraus. Scheitert die Ministerin, überdenkt sie vielleicht die geplanten Einschnitte im Sozialsystem“, so Sengl.

Die Spendensumme von 17.511 Euro stellen die Wirtschaftstreibenden garantiert bereit. Privatpersonen, die die Initiative unterstützen wollen, können sich unter https://www.respekt.net/projekte-unterstuetzen/details/projekt/1656/ am Wetteinsatz für die „150-Euro-Challenge“ beteiligen. Die Herausforderung zur Challenge wurde heute, Sonntag, via E-Mail an die Ministerin übermittelt.

Neben PR-Berater Stefan Sengl beteiligen sich unter anderem auch der Wiener Wirt Daniel Landau, die Startup-Beraterin Maria Baumgartner und der Sonnenstudiobetreiber Hans Arsenovic an der Initiative.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
30.07.2018

Falsches Signal

Kein Wunder, dass der Imageverlust der größte Feind unseres Bundesheeres ist Kein Wunder, dass der Imageverlust der größte Feind unseres Bundesheeres ist

Ich selbst musste noch acht Monate dienen – mein Resümee damals: Verschenkte Lebenszeit! Jeder hat so seine Erinnerung an die Zeit beim Bundesheer. Ich habe als Kraftfahrer nicht nur den Führerschein ein zweites Mal gemacht – der zivile wird nämlich vom Bundesheer nicht anerkannt, umgekehrt aber schon. Als ausgebildeter Kraftfahrer musste ich dann vor und nach jeder Ausfahrt das Auto waschen – also zweimal pro Fahrt!?

Kein Wunder, dass der Imageverlust der größte Feind unseres Bundesheeres ist, wenn der verpflichtende Grundwehrdienst keine anderen Anreize zu bieten hat.

Früher sagte man ja noch, da lernen die jungen Burschen endlich Drill und Gehorsam. Das kann aber nicht der Sinn von Landesverteidigung sein, junge Leute anzuschnauzen und sie ohne erkennbaren Sinn durch den Schlamm robben zu lassen. Bürgerschutz und Katastrophenhilfe sind schon eher nachvollziehbare Argumente pro Bundesheer.

Und für diese Aufgaben sollte der sechsmonatige Dienst am Bürger mehr als ausreichend sein – oder etwas süffisant gesagt: Was ist schon ein verlorenes Semester beim Studium. Viel reizvoller dürfte für die jungen Burschen, die einrücken müssen, der Zugang sein, den Sold zu erhöhen. Wobei die Tatsache, dass dadurch gerade einmal die Höhe der Mindestsicherung erreicht wird, auch nicht gerade nach Wertschätzung klingt. Unsere Soldaten sollten uns eigentlich mehr wert sein.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Neues Volksblatt: "Falsches Signal" (von Harald ENGELSBERGER)
24.07.2018

Druck auf den Sonnenkönig wächst

Die Störgeräusche für Bundeskanzler Sebastian Kurz werden aber doch hörbar und unaufhaltsam lauter. Die Störgeräusche für Bundeskanzler Sebastian Kurz werden aber doch hörbar und unaufhaltsam lauter.

Auch sieben Monate nach ihrem Start steht die schwarz-blaue Bundesregierung in Umfragen sehr stabil da. Die Störgeräusche für Bundeskanzler Sebastian Kurz werden aber doch hörbar und unaufhaltsam lauter.

Auch jüngste Umfragen (darunter eine von Spectra für die Bundesländer-Tageszeitungen) zeigen ein weitgehend ähnliches, für die Kanzler-Partei aber sehr klares Bild: Die ÖVP unter ihrem nach wie vor mit hohen Popularitätswerten ausgestatteten Chef Sebastian Kurz liegt bei starken 33 bis 34 Prozent. Bei den anderen Parteien schwanken die Werte je nach Institut, die SPÖ kommt (mit im Schnitt 26 Prozent und Umfrage-Ausreißern nach oben und unten) weiterhin nicht so recht vom Fleck. Das gilt auch für die FPÖ, für die ihre durchschnittlich stabilen 24 Prozent aber eine sehr gute Nachricht sind, weil es bisher trotz des Regierungseintritts und manch unpopulärer Maßnahmen statt der allseits gewohnten Frontal-Opposition bisher nicht steil nach unten ging.

Dank der Frustration der Bevölkerung über rot-schwarzen Dauerstreit, einer blendenden Konjunktur und einer vor allem mit sich beschäftigten Opposition (bis hin zur sich selbst zerfleischenden Liste Pilz) erwischte Kanzler Kurz traumhafte Startbedingungen. Jetzt hat er über sechs Monate mit der EU-Ratspräsidentschaft auch die Möglichkeit, wiederholt international zu glänzen. Bei der harten Migrationspolitik schwenken immer mehr Länder auf diesen Kurs ein. Sonnenkönig Kurz, der bisher in Teflon-Manier vieles an Kritik abprallen ließ, wird sich trotzdem mit einigen Baustellen auseinandersetzen müssen. Die interne Zusammenarbeit mit der FPÖ mag ja weit besser laufen als vorher mit der SPÖ. Das darf aber nicht dazu führen, dass unsägliche Attacken wie jene von FPÖ-General Harald Vilimsky auf EU-Kommissionspräsident Juncker einfach hingenommen werden. Schweigen ist hier absolut fehl am Platz. Solche Ausraster abzustellen, ist auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache gefordert. Auf Dauer wenig klug erscheint auch der beim Beschluss für flexiblere Arbeitszeiten gewählte Weg, die Neuregelung ohne Begutachtung und Einbindung der Sozialpartner durchzupeitschen – auch wenn Letztere vorher bei dieser Frage in den letzten Jahren versagt haben. Das Gesetz wird kommen, ob gestreikt wird, scheint noch offen. In den Lohnrunden im Herbst dürfte die Gewerkschaft jedenfalls umso mehr versuchen, Muskeln zu zeigen.

Wohl am meisten zu schaffen macht dem Kanzler aber der wachsende Widerstand gegen Reformen aus den eigenen Reihen. Türkis war wohl doch nur die Modefarbe zur Wahl, jetzt pochen schwarze Bünde und vor allem auch die Ländervertreter wie gewohnt auf ihre Interessen. Wenn es um Einfluss und ums Geld geht, hat die Partei-Disziplin eben rasch Grenzen. Und das wird Kurz künftig noch sehr zu schaffen machen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Dragan Tatic, CC BY 2.0 / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Alois Vahrner "Druck auf den Sonnenkönig wächst "
02.07.2018

Honigjahr 2018 ohne nennenswerte Waldhonigernte - Honigpreise steigen

Die Konsumenten müssen sich auf eine Erhöhung der Honigpreise einstellen. Die Konsumenten müssen sich auf eine Erhöhung der Honigpreise einstellen.

Die außergewöhnliche Witterung im Frühjahr mit einem kalten März und darauffolgenden überdurchschnittlich warmen Monaten hat auch für die Honigernte 2018 Konsequenzen: Durch die trockene und warme Witterung im Norden und Osten Österreichs im April blühte der Raps rasch ab und gab wenig Nektar. Daher konnte in weiten Gebieten kaum Rapshonig geerntet werden.

Da es heuer keine Spätfröste gab, fiel die Robinienernte meist zufriedenstellend aus. Imkerinnen und Imker berichten aber, dass es heuer schwer ist, reine Sortenhonige zu ernten, da sich aufgrund der Witterung die Blühfolge der Kulturen oft überschnitten haben.

Bemerkenswert ist auch der zeitige Blühbeginn der Sonnenblume, die in vielen Gebieten schon seit dem 20. Juni in Vollblüte steht. Sorten- und standortbedingt honigt jedoch die Sonnenblume nicht überall.

2018 wird ein daher ein kurzes Honigjahr sein. Der Vorteil ist, dass die notwendige Sommerbehandlung gegen die Varroamilbe termingerecht durchgeführt werden kann.

Kaum Waldhonig im ganzen Bundesgebiet

Außergewöhnlich ist, dass in ganz Österreich keine nennenswerte Waldhonigernte verzeichnet werden kann. Damit fehlt etwa die Hälfte der gesamten Honigernte in Österreich, da Waldhonig etwa 50% der Gesamternte ausmacht. Weil auch die letzten Jahre, mit Ausnahme des vorigen Jahres, in Summe unterdurchschnittliche Honigernten gebracht haben, sind die Honiglager weitgehend geleert. Die Konsumenten müssen sich daher auf eine Erhöhung der Honigpreise einstellen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
18.11.2019

Neues Tool zur sicheren Planung von Drohnenflügen

Neues Tool zur sicheren Planung von Drohnenflügen Neues Tool zur sicheren Planung von Drohnenflügen

Die FH Kärnten entwickelt im Projekt „Drone Risk Austria“ gemeinsam mit dem Wetterdienst UBIMET, der Austro Control und FREQUENTIS ein Werkzeug zur Risikobewertung von Drohnenflügen. Digitale Geodaten und Wetterdaten spielen dabei eine Schlüsselrolle.

Der Himmel über uns ist stark frequentiert. Allein in Österreich gibt es laut Schätzungen mittlerweile 100.000 unbemannte Luftfahrtsysteme (UAS) vulgo Drohnen, in der EU sind es etwa 1,5 Millionen. Kommerzielle Lufttaxis, dringende Arzneimitteltransporte, Infrastrukturinspektionen, Gewässervermessungen, Landwirtschaftsanwendungen und Paketdrohnen werden sie zum Alltagsphänomen machen.

„Die Integration von Drohnen in den Luftraum setzt einen hohen Automatisierungsgrad des Luftverkehrsmanagements sowie der Risikobewertung von Drohneneinsätzen voraus“, erklärt Michael Holzbauer vom Flugsicherungsspezialisten FREQUENTIS. Die EU arbeitet derzeit an der Automatisierung des Luftverkehrsmanagements (UTM – UAS Traffic Management), um möglichst vielen Drohnen einen sicheren Zugang zum europäischen Luftraum zu ermöglichen. Dafür erließ sie im Juni 2019 auch neue Rechtsvorschriften für alle Mitgliedsstaaten.

Air Traffic Management für Drohnen

In dem mit November gestarteten Projekt „Drone Risk Austria“ entwickelt die FH Kärnten gemeinsam mit dem privaten Wetterdienst UBIMET, der Flugsicherung Austro Control und FREQUENTIS eine Online-Plattform zur Unterstützung der Risikobewertung von Drohnenflügen gemäß der einschlägigen EU-Vorschriften. Im Endausbau soll das System automatisiert digitale Risikoinformationen an ein Air Traffic Management (ATM) für Drohnen liefern.

Risikofaktoren Boden - Luft - Wetter

Essentiell für die Einsatzplanung von Drohnen ist neben der Bewertung der Wahrscheinlichkeit einer Kollision mit einem Luftfahrzeug (Luftrisiko) oder einem Objekt am Boden (Bodenrisiko) auch das Wetterrisiko. „Ein Sturm oder ein Gewitter kann den Flug einer Drohne verunmöglichen, wobei der Einfluss des Wetters je nach Größe und Gewicht des Flugobjekts natürlich stark variiert“, erläutert Gernot Paulus, Projektleiter von „Drone Risk Austria“ an der FH Kärnten.

No-Fly-Zone durch Geofencing

Aufgabe des interdisziplinären Konsortiums wird es sein, die Integration von Geodaten am Boden und aus dem Luftverkehr mit Wetterdaten in die Risikobewertung eines Drohneneinsatzes zu erforschen. „Besonders relevant erscheint uns die Definition von No-Fly-Zones für Drohnen auf der Grundlage von wetterbasiertem Geofencing“, sagt UBIMET CEO und Mitgründer Manfred Spatzierer, der auch die F&E;-Abteilung des Unternehmens leitet. „Dabei geht es um das Abstecken von Bereichen, die anhand der Kombination von hochpräzisen Geo- und Wetterdaten zu riskant für den Flugbetrieb von Drohnen sind“, so Spatzierer.

Dynamische Datenblase

"„Idealerweise bewegt sich die Drohne eingebettet in einer Sphäre aus digitalen Echtzeit-Risikodaten, um an jedem beliebigen Punkt ihrer Flugbahn die Boden-, Luft- und Witterungsbedingungen perfekt ins Routenmanagement einfließen zu lassen“, skizziert Paulus die Vision von „Drone Risk Austria“. "Damit leistet es einen großen Beitrag zur Entwicklung eines einheitlichen, sicheren europäischen Luftraums für Drohnen (U-Space), stärkt die Sicherheit für ihren Betrieb und schützt unsere Bevölkerung.

“Drone Risk Austria” wird im Rahmen des FTI - Programms „Take Off“ durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie gefördert. Das Gesamtprojektvolumen beträgt 238,344 €. Die Projektbegleitung und Förderungsabwicklung erfolgt durch die österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
28.10.2019

Umfrage: SPÖ fällt erstmals in ihrer Geschichte unter 20%

SPÖ fällt erstmals in ihrer Geschichte unter 20% SPÖ fällt erstmals in ihrer Geschichte unter 20%

Die Tageszeitung ÖSTERREICH veröffentlicht in ihrer Samstagsausgabe eine brandaktuelle Umfrage des Research Affairs Intituts (1.000 Befragte, 22. - 25. Oktober) - und die Ergebnisse haben es in sich. In der Sonntagsfrage bleibt die ÖVP mit 38% weiter klar auf Platz 1. Die SPÖ wird nach den internen Streitigkeiten der letzten Tage hingegen abgestraft: Erstmals in ihrer Geschichte fällt die SPÖ in einer Umfrage bei der Sonntagsfrage unter 20%. Nur 19% würden die SPÖ wählen, wenn an diesem Sonntag Nationalratswahlen wären (-1% gegenüber der Vorwoche). Die Grünen und die FPÖ liegen mit jeweils 1% gleichauf auf Platz 3. Die NEOS kommen auf 9% (+1%).

Research Affairs hat auch abgefragt, wie eine Nationalratswahl ausgehen würde, wenn die Liste Strache antreten würde. Eine Strache-Partei käme auf 3% und würde damit den Einzug in den Nationalrat verpassen. Die ÖVP käme in diesem Fall auf 37%, die FPÖ auf 14%.

Türkis-Grün ist mittlerweile die beliebteste Regierungsform der Österreicher: 29% sagen, dass sie sich eine Koalition aus ÖVP und Grünen wünschen. Nur mehr 25% sind für eine türkis-blaue Regierung (-3% gegenüber der Vorwoche). Eine große Koalition aus ÖVP und SPÖ wollen 17% (+4%). 8% sind für eine ÖVP-Minderheitsregierung.

Gleich 45% der Österreicher sind laut der ÖSTERREICH-Umfrage der Meinung, dass eine türkis-grüne Koalition sehr gut oder eher gut für Österreich wäre (15% sehr gut, 30% eher gut). 41% sehen eine türkis-grüne Koalition negativ (19% eher nicht gut, 22% sehr negativ). 14% sagen, dass Türkis-Grün noch zu unberechenbar für ein Urteil sei.

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18.11.2019

Heuer Xmas-Mobilfunkangebote um bis zu 11 Prozent teurer als 2018

Weihnachtstarife 2019: Drei heuer am günstigsten, A1 am teuersten Weihnachtstarife 2019: Drei heuer am günstigsten, A1 am teuersten

Weihnachten steht schon bald vor der Türe. Anlässlich des startenden Weihnachtsgeschäftes haben die Mobilfunkbetreiber A1, Drei und Magenta kürzlich ihre diesjährigen Weihnachtsangebote verkündet. Österreichs größtes Tarifvergleichsportal durchblicker.at hat dazu die Aktionen für einen typischen Power-User (1.500 Minuten, 500 SMS und 20 GB) rund um Vertrags- sowie SIM-Only-Angebote (in Kombination mit freien Geräten) für die aktuellen Top-Smartphones iPhone 11, iPhone 11 Pro, Samsung Galaxy S10 sowie Huawei P30 verglichen.

Das Ergebnis: Ähnlich dem vergangenen Jahr setzen die Mobilfunker auch dieses Jahr auf Kombi-Aktionen aus hohem, teils unlimitiertem Datenvolumen und Top-Smartphones, oftmals um 0 Euro. Vergleicht man die Weihnachtsaktion 2018 mit der diesjährigen, zeigt sich jedoch, dass die Mobilfunker heuer die Aktionspreise – mit Ausnahme des Smartphones Huawei P30 – um bis zu 11 Prozent angehoben haben. Trotzdem bleiben die Weihnachtsangebote für Power-User sehr rentabel. Wer jetzt zuschlägt, spart im direkten Vergleich zu den regulären Angeboten vor Start der Weihnachtsangebote bis zu rund 20 Prozent – über eine Laufzeit von 24 Monaten lassen sich so bis zu rund 200 Euro an Effektivkosten* einsparen. Am meisten auf die Seite legen lässt sich dabei bei den Modellen Samsung Galaxy S10 (206 Euro), Huawei P30 (186 Euro), sowie iPhone 11 Pro (123 Euro). Sieht man sich die Weihnachtstarife der heurigen Saison im Detail an, sollten Power User, die ein Samsung Galaxy S10 und Huawei P30 erwerben möchten, zum Vertragsangebot greifen. Beim iPhone 11 und 11 Pro spart man mit der Kombination aus einem günstigen SIM-Only-Tarif und einem freien Gerät am meisten. Jedoch gehen auch innerhalb der Xmas-Angebote die Preisspannen um bis zu über 50 Prozent auseinander. Wer auf einen Preisvergleich verzichtet, zahlt über die Laufzeit gerechnet daher unter Umständen bis zu 564 Euro zu viel.

Reinhold Baudisch, Geschäftsführer von durchblicker.at: „Natürlich können die neuen Handys und Tarife mehr als im vergangenen Jahr, aber Smartphone bleibt Smartphone und Handytarif bleibt Handytarif. Deshalb haben wir uns angesehen, wie sich die Preise für 1.500 Minuten, 500 SMS und 20 GB, und die gängigsten Smartphones gegenüber dem Vorjahr entwickelt haben. Dieses Jahr zeigt sich, dass der Marketingdruck der großen Mobilfunker sehr stark auf den Weihnachtsaktionen liegt. Gegenüber regulären Tarifen fährt man mit den heurigen Weihnachts-Tarifen der großen Anbieter günstiger, allerdings bieten gerade im SIM-Only-Bereich zahlreiche Discounter noch günstigere Tarife an, mit denen sich in vielen Fällen deutlich mehr sparen lässt, als bei den Weihnachtstarifen der Mobilfunker. Deshalb empfehlen wir den direkten Tarifvergleich auf durchblicker.at, um das für die individuellen Bedürfnisse nachhaltigste und günstigste Angebot zu finden,“ so Baudisch.

Xmas-Aktion 2019 vs. 2018: Huawei P30 als einziges Modell heuer günstiger

Vergleicht man die Kosten für Smartphones mit Tarif der heurigen Weihnachts-Aktion mit jenen des Vorjahres, zeigt sich, dass die jeweils günstigsten Angebote heuer zwischen 1,3 und 11 Prozent teurer sind als jene der Vorgängermodelle aus 2018. Einzige Ausnahme ist dabei das Smartphone Huawei P30. So müssen Power User, die das iPhone 11 zur Weihnachtszeit kaufen, beim günstigsten Angebot (freies Gerät plus Drei Star SIM L-Tarif um insgesamt 47,21 Euro monatliche Effektivkosten) heuer um 1,3 Prozent mehr zahlen als 2018 für das Vorgängermodell iPhone XR (damals im Vertragsangebot von Red Bull MOBILE um 46,60 Euro). Das iPhone 11 Pro (in der SIM-Only-Kombi Drei Star SIM L um effektiv 61,79 Euro pro Monat) kostet heuer sogar im Vergleich zum günstigsten Vorjahres-Angebot für das iPhone XS (Vertragsangebot von Red Bull MOBILE Plus um 57,02 Euro effektiv monatlich) um 8,4 Prozent, oder hochgerechnet auf 24 Monate um 114,48 Euro mehr. Für das Samsung Galaxy S10 berappt man heuer im Drei Star XXL Vertragstarif effektiv 38,50 Euro und muss im Vergleich zum letztjährigen Samsung Galaxy S9 (Vertragstarif Red Bull MOBILE Supreme um 34,73 Euro) sogar rund 11 Prozent oder hochgerechnet rund 90 Euro Preisanstieg in Kauf nehmen. Das Huawei P30 ist jedoch dieses Jahr mit 28,92 Euro monatlichen Effektivkosten (Drei Star XL-Vertragsangebot) um 3,4 Prozent bzw. 24,48 Euro günstiger als 2018 das Vorgängermodell Huawei P20 (Vertragsangebot Red Bull MOBILE Plus um 29,94 Euro).

Weihnachtstarife 2019: Drei heuer am günstigsten, A1 am teuersten

Dieses Jahr bietet Drei für die vier verglichenen Top-Smartphones die günstigsten Weihnachtsangebote für Power-User, A1 die teuersten. So erhält man das Samsung Galaxy S10 bei Drei als Vertragsangebot im Tarif Drei Star XXL um monatliche Effektivkosten von 38,50 Euro, bei A1 im Tarif A1 Go! L hingegen um 61,98 Euro. Auf eine Laufzeit von 24 Monaten berechnet, macht das einen Preisunterschied von 563,52 Euro aus. Am wenigsten zahlt man ebenfalls bei Drei für das Modell Huawei P30 im Vertragstarif Star XL für 28,92 Euro, für das iPhone 11 in der SIM-Only-Kombi mit Drei Star SIM L um 47,21 Euro sowie für das iPhone 11 Pro ebenfalls mit dem Drei Star SIM L-Tarif um 61,79 Euro.

Handy-Weihnachtsangebote trotzdem um bis zu 200 Euro günstiger als reguläre Aktionen

Obwohl Konsumentinnen und Konsumenten heuer für weihnachtliche Einkäufe rund um die neuesten Smartphones meist mehr als letztes Jahr zahlen müssen, spart man trotzdem im Vergleich zu den regulären Tarifangeboten vor Start der Weihnachtsangebote bis zu rund ein Fünftel – auf eine Laufzeit von 24 Monaten sind so schnell bis zu rund 200 Euro Ersparnis möglich. Die größte Ersparnis gibt es hier beim Samsung Galaxy S10 (Drei Star XXL-Weihnachtstarif um monatlich effektiv 38,50 Euro) im Vergleich zum regulär günstigsten Angebot (Red Bull MOBILE Supreme um 47,07 Euro). Hier spart die günstigste Weihnachtsaktion monatlich 8,57 Euro, oder auf die Laufzeit gerechnet ganze 205,68 Euro. 185,52 Euro weniger zahlt man über eine solche Laufzeit für das Huawei P30 (Drei Star XL-Weihnachtstarif um 28,92 Euro) im Vergleich zum davor günstigsten Vertragsangebot (Red Bull MOBILE Supreme um 36,65 Euro). Beim iPhone 11 Pro liegen die Sparpotentiale bei 122,64 Euro (Drei Star SIM L um 61,79 Euro anstatt Drei Talk XL um 66,90 Euro).

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09.09.2019

Es wird eng und immer enger

Die Daseinsfürsorge frisst immer mehr Reserven auf. Die Daseinsfürsorge frisst immer mehr Reserven auf.

Seit 2012 weist Tirol ein Nulldefizit auf. Dass sich auch ein finanziell solides Land in der Budgeterstellung immer schwerer tut, sollte ein Alarmsignal sein. Vor allem im Bund.

Was kann die öffentliche Hand noch leisten und was muss sie tun? Wahlreden wie „Mehr privat – weniger Staat“ sind wenig hilfreich. Denn darum geht es schon lange nicht mehr. Vielmehr war bisher keine Bundesregierung – ob Rot-Schwarz oder Schwarz-Blau – in der Lage, die größten Kostentreiber in den öffentlichen Budgets einzudämmen.

Genannt seien hier nur die Gesundheit und die Pflege. Vielleicht verrät uns dereinst die ehemalige Gesundheits- und Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) in ihren Memoiren, in welchen Zeilen sie die „Patientenmilliarde“ aus der Krankenkassenreform versteckt hat. Tirol kann mit der Reduktion von Spitalsbetten zwar finanziell gegensteuern, doch die großen Strukturreformen muss Wien beschließen.

Solange die Krankenhäuser und Spitalsambulanzen nicht entlastet werden, der Haus- und Landärztemangel nicht mit innovativen Lösungen behoben wird, die Politik nicht endlich erkennt, dass Pflege und Medizin mittlerweile weiblich sind, weshalb es neue Arbeitszeitmodelle benötigt, um Familie und Beruf zu verbinden, oder ärztliche Hausapotheken Anreize für Allgemeinmediziner in der Peripherie bieten, werden die teuren Spitäler nur noch teurer.

Und wie lange doktert die Politik schon an einer generationenübergreifenden Pflegelösung herum? Der Pflegeregress wurde populistisch ohne soziale Treffsicherheit und ohne Gegenfinanzierung abgeschafft. Zuletzt ging es in der Pflege nur noch darum, finanzielle Löcher zu stopfen.

All das wirkt sich natürlich auch auf ein budgetär mehr als stabiles Land wie Tirol aus.

Die Daseinsfürsorge frisst immer mehr Reserven auf. Tirol hat sie gerade noch, andere Bundesländer nicht mehr. Das sollte eigentlich ein Alarmsignal sein, das im Wahlkampf aber leider überhört wird.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG, Leitartikel von Peter Nindler
12.11.2019

ÖAMTC testet E-Scooter auf Handhabung und Fahrsicherheitsaspekte

E-Scooter auf Handhabung und Fahrsicherheitsaspekte getestet E-Scooter auf Handhabung und Fahrsicherheitsaspekte getestet

Elektrische Tretroller, sogenannte E-Scooter, dominieren mittlerweile das urbane Stadtbild. Die Kleinfahrzeuge sind mit einer maximalen Geschwindigkeit von 25 km/h und bis zu 600 Watt Leistung besonders beliebt, bieten aber auch einige Tücken in Sachen Verkehrssicherheit. Der ÖAMTC und seine Partner haben acht Modelle auf ihre Alltagstauglichkeit getestet und besonderes Augenmerk auf den Fahrsicherheitsaspekt gelegt. Die getesteten Modelle liegen preislich zwischen 779,90 Euro und 2.399 Euro. Leihscooter wurden im Test nicht berücksichtigt. Unterm Strich wurden vier E-Scooter als gut bewertet, drei als durchschnittlich, ein Gerät hat den Test nicht bestanden. Das teuerste Modell, X2 City von BMW, landet auf dem ersten Platz, gefolgt vom Egret-Ten V4 auf Platz zwei und dem Metz Moover auf Platz drei. Auf dem letzten Platz landet der Moovi ES145.

Resultate im Detail – Nachbesserungsbedarf bei Entwicklung von E-Scootern

"Beim einhändigen Fahren besteht unabhängig vom Modell eine sehr hohe Sturzgefahr. Dies ist wegen der nicht vorhandenen Ausrüstungspflicht für Blinker problematisch einzustufen", zieht der ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl Bilanz. Aufgrund von Sicherheitsbedenken empfiehlt der Mobilitätsclub Herstellern, unter anderem eine Information am Scooter über die maximal zulässige Zuladung anzubringen. Zudem sollte der Akku der E-Scooter entnehmbar oder mit wenig Aufwand ersetzbar sein und serienmäßig Blinker am Lenker angebracht werden.

Der Testsieger stammt von BMW: Das E-Scooter Modell X2 City ist sprintstark und kraftvoll, jedoch mit einem Anschaffungspreis von 2.399 Euro das teuerste Gerät im Test. "Die hydraulischen Scheibenbremsen sind optimal zu dosieren. Mit diesen lässt sich der Scooter mit erstaunlicher Effektivität verzögern", fasst ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl die Ergebnisse zusammen. Verarbeitungsqualität, Bedienung sowie Beleuchtung sind auf höchstem Niveau. Als einziger E-Scooter im Test verfügt der BMW X2 City über eine Bremsleuchte sowie über einen abnehmbaren und somit austauschbaren Akku. "Die Motorsteuerung erfolgt mittels eines Fußpedals am Ende des Trittbretts, was wenig bedienerfreundlich ist," nennt Kerbl einen Schwachpunkt. "Der E-Scooter hat außerdem ein relativ hohes Gewicht und seine Dimensionen schlagen sich auf die Handhabung."

Knapp hinter dem BMW landet der Egret-Ten V4. Dieser E-Scooter überzeugt mit einer angenehmen Handhabung und einer gut dosierbaren Hinterradbremse. "Der E-Tretroller hat eine hohe Reichweite von über 46 km und ist daher für den täglichen Gebrauch mit langen Wegstrecken optimal", resümiert der ÖAMTC-Techniker.

Der Metz Moover punktet mit einem sicheren Fahrverhalten und landet im Test auf Platz drei. "Der Antrieb ist sehr gut dosierbar, außerdem lässt sich der E-Scooter am Berg gut anfahren", sagt Steffan Kerbl. "Negativ ist allerdings die Position des Startknopfes zu werten und das Hochfahren des Systems benötigt zu viel Zeit."

Als Verlierer geht das zweitgünstigste Modell, der Moovi ES145, aus dem Test hervor. "Die Gefahr eines Überschlags über den Lenker ist bei diesem Modell enorm, da der Klappmechanismus des Moovi versehentlich auch während der Fahrt ausgelöst werden kann", erklärt der ÖAMTC-Techniker. Während der Dauerhaltbarkeitsprüfung hat sich ein Bruch an der Feder des Vorderraddämpfers ereignet. Zudem hat sich der Klappmechanismus bei der Testfahrt gelöst, wodurch der Testfahrer zu Sturz gekommen ist. Dieses Modell ist aufgrund der Sicherheitsmängel nicht zu empfehlen.

Bemerkenswert ist, dass nicht nur die hochpreisigen Modelle wie BMW und Metz, sondern auch der preisgünstige Roller von Moovi mit LED-Licht ausgestattet sind. Das beste Ergebnis der Frontbeleuchtung erzielten BMW und Metz. Bei den Bremsen ergeben sich signifikante Unterschiede. Ungünstig wurde dies bei den Modellen Moovi und Sparrow umgesetzt, die über lediglich eine Griffhandbremse und über eine Trittbremse am Hinterrad zu bedienen ist. Als Bremsensieger geht der BMW aus dem Rennen – seine hydraulischen Zweikolbenscheibenbremsen lassen sich mit wenig Kraftaufwand sehr fein und präzise bedienen.

Tipps für das Nutzen von E-Scootern

* Vor dem Kauf eines E-Scooters sollte eine Probefahrt durchgeführt werden. Das Gefährt sollte auf Fahrgefühl und Sicherheitsaspekt getestet werden.

"Der Trend geht eindeutig in Richtung schwererer Fahrzeuge, die auch hinsichtlich Bremsen und Beleuchtung immer besser werden", analysiert Kerbl die Entwicklung am Markt. Für die ÖAMTC-Juristen ist klar, dass diese Fahrzeuge auch nicht mehr unter den Begriff des Kleinsttrittrollers fallen, sondern als "E-Fahrräder" zu betrachten sind. An den Verkehrsregeln ändert das nichts: das Mindestalter von 12 Jahren bzw. fahren mit Fahrradausweis gilt und die Verhaltensregeln für Fahrräder sind zu beachten. Allerdings muss bei "echten" Fahrrädern die Ausstattung – etwa mit Reflektoren – der Fahrradverordnung entsprechen.

* Eine Helmpflicht besteht für E-Scooter für Kinder bis 12 Jahren – es ist aus Sicherheitsgründen aber für alle Lenker empfehlenswert, einen Helm zu nutzen.

* E-Scooter sollten immer abgesperrt werden, bestenfalls mithilfe eines Schlosses an einem festen Gegenstand.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: ÖAMTC
07.10.2019

Winterreifen: Rechtzeitig kaufen lohnt sich

Winterreifen: Rechtzeitig kaufen lohnt sich Winterreifen: Rechtzeitig kaufen lohnt sich

Mit 1. November startet in Österreich die gesetzliche Winterreifenpflicht. Da nach einer bestimmten Zeit die Materialermüdung bei Winterreifen stark zunimmt und das Sicherheitsrisiko dadurch steigt, empfiehlt es sich die Reifen alle sechs Jahre zu wechseln.

PKW-Besitzer, die ihr Auto für die kommende Saison noch entsprechend ausstatten müssen, sind gut beraten den Winterreifenkauf rechtzeitig einzuplanen. Nach Preisentwicklungsanalysen des Online-Preisvergleichsportals geizhals.at sind die Preise für Winterreifen im Oktober auf einem niedrigen Niveau und steigen dann wieder ab der letzten Oktoberwoche um durchschnittlich 18% an. Aber nicht nur die Preise für Winterreifen gehen gegen Angang November in die Höhe, auch die Lieferbarkeit wird in diesem Zeitraum, vor allem bei den günstigeren Modellen, kritisch.

Preisunterschiede bis zu 50%

Auch das Preisvergleichen zahlt sich in jedem Fall aus. "„Auf unserer Seite können wir in der Kategorie Winterreifen bei den einzelnen Produkten oft massive Preisunterschiede sehen. Oftmals kann man durch einen einfachen Händlervergleich bis zu 50% sparen.“", so Geizhals-Vorstand, Mag. Markus Nigl. Damit man im Angebotsdschungel von über 10.200 Winterreifen bei rund 70 Händlern nicht den Überblick verliert, kann auf der Preisvergleichsplattform nach Reifenbreite, Felgendurchmesser, Hersteller und anderen Kriterien gefiltert werden. Auf den einzelnen Produktseiten der Winterreifen findet man außerdem aktuelle ÖAMTC-Testberichte. Diese können hilfreich dabei sein, das richtige Modell zu finden, um sicher in den Winter zu starten.

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02.07.2018

So sieht Geheimplan für EU-Asylzentren aus

Flüchtlinge sollen nach der Rettung auf See nicht wie bisher nach Europa, sondern in Anlandezentren in Nordafrika gebracht werden. Flüchtlinge sollen nach der Rettung auf See nicht wie bisher nach Europa, sondern in Anlandezentren in Nordafrika gebracht werden.

Der Tageszeitung ÖSTERREICH wurde aus EU-Kreisen jenes Geheimdokument zugespielt, das beim Asylgipfel in Brüssel vom UN-Flüchtlingswerk (UNHCR) und der Organisation für Migration (IOM) den Staats- und Regierungschefs präsentiert wurde.

In dem mehrseitigen Dokument schlüsseln UNHCR-Chef Filippo Grandi und IOM-Generaldirektor William Swing detailliert auf, wie die sogenannten Anlandezentren, auf die sich die EU-Chefs geeinigt haben, in Zukunft aussehen werden. Die Pläne der Migrationsexperten sehen vor:

- Flüchtlinge sollen nach der Rettung auf See nicht wie bisher nach Europa, sondern in Anlandezentren in Nordafrika gebracht werden.

- Die Anlandeplattformen werden als Container- und Zeltstädte konzipiert.

- Die Anlandezentren müssen "höchsten UNHCR-Standard" haben und "Sicherheit bieten".

- Vorgesehen ist medizinische und psychologische Betreuung durch geschultes Personal.

- Sauberes Trinkwasser, Verpflegung und Kinderbetreuung müssen gewährleistet sein.

- Geplant sind Abteilungen zur biometrischen Registrierung nach UNHCR-Standard.

Nach den Plänen Österreichs sollen in den Zentren keine Asylanträge gestellt werden. Die UNHCR lehnt das ab. Tatsächlich Schutzbedürftige sollen aus diesen Camps weiterreisen dürfen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Dragan Tatic / Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres, CC BY 2.0
24.09.2018

Warnung vor unseriösen und betrügerischen Anbietern von Finanzdienstleistungen

Warnung vor unseriösen und betrügerischen Anbietern von Finanzdienstleistungen Warnung vor unseriösen und betrügerischen Anbietern von Finanzdienstleistungen

Österreichs Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA warnt davor, dass zunehmend unseriöse und betrügerische Anbieter von Finanzdienstleistungen auftreten, die vortäuschen registrierte oder konzessionierte Unternehmen zu sein, die der Aufsicht einer Behörde unterliegen. Beispielsweise klonen sie die Identität registrierter oder konzessionierter Unternehmen und verweisen auf deren Registrierung in öffentlich zugänglichen Datenbanken von Behörden. Oder, sie erfinden eine Aufsichtsbehörde, für die sie sogar eine eigene Datenbank mit verblüffend echt wirkenden, aber gefälschten Registerdokumenten einrichten, auf die sie Interessenten dann hinleiten.

So schützen Sie sich: FMA-Website und FMA-Sicherheits-App

Prüfen Sie daher die Zulassung eines Unternehmens sehr genau, insbesondere auch, welche Finanzgeschäfte dieses überhaupt erbringen darf. Vergleichen und prüfen Sie die angegebenen Kontaktdaten mit jenen im behördlichen Register. Prüfen Sie, ob es die angegebene Behörde tatsächlich gibt, und ob sie tatsächlich zuständig ist. Bei Anbietern mit Bezug zu Österreich prüfen Sie auf der FMA-Website (https://www.fma.gv.at/), ob diese tatsächlich in unserer Unternehmensdatenbank aufscheinen oder, ob gegebenenfalls bereits eine Investorenwarnung veröffentlicht worden ist. Sie können sich auch gratis die FMA-Sicherheits-App auf Ihr Handy herunterladen, und haben so auch via Smartphone Zugriff auf die FMA-Unternehmensdatenbank und erhalten alle FMA-Warnmeldungen sofort aufs Handy (https://www.fma.gv.at/fma-app/).

Scheuen Sie sich auch nicht, die betreffende Aufsichtsbehörde auch direkt - und vom Anbieter und dessen Website unabhängig - zu kontaktieren. Schließen Sie niemals Finanzgeschäfte ab, wenn Sie der Anbieter unerbeten via Telefon, Fax oder Email kontaktiert hat; dieses „Cold Calling“ ist in Österreich gesetzlich verboten und ein sicheres Alarmzeichen für betrügerische Absichten.

Aktuelle Warnmeldungen

Die FMA verweist in diesem Zusammenhang insbesondere auf die von ihr in den vergangenen Monaten veröffentlichten Investoren-Warnungen zu „www.afbauer.com“, „www.helmutkob.com“, „www.holzmannfriedrich.com“ sowie zu dem unseriösen Anbieter „Gerber and Partners“, der sich auf eine frei erfundene österreichische Aufsichtsbehörde „FINSA“ beruft.

„Clone Firms“ oder „Clone Individuals“

Die Verwendung von Klonen registrierter oder konzessionierter Unternehmen ist eine gängige Betrugsmethode. Dabei werden in betrügerischer Absicht Firmenname und Registerdaten von tatsächlich existierenden und zum Geschäftsverkehr ordnungsgemäß zugelassenen Unternehmen missbräuchlich verwendet, um das Vertrauen der potenziellen Opfer zu erschleichen. In Wahrheit hat der Klon mit dem Unternehmen, für das er vorgibt tätig zu sein, nichts zu tun.

Beispiel:

Ein österreichischer Versicherungsvermittler gemäß Gewerbeordnung will im Zuge der EWR-Dienstleistungsfreiheit Versicherungen auch in Großbritannien vertreiben. Dazu veranlasst er, dass die österreichische Behörde der dort zuständigen Aufsichtsbehörde FCA (Financial Conduct Authority) seine europaweit gültige Gewerbeberechtigung als Versicherungsvermittler anzeigt sowie seine Absicht dort tätig zu werden mitteilt. Daraufhin nimmt die FCA diese „notifizierte“ Gewerbeberechtigung mit den erforderlichen Eckdaten in ihre Register der zugelassenen Anbieter auf. Der Betrüger bastelt nun mit diesen öffentlichen Daten ein fiktives Unternehmen, meist nur eine durchaus aufwendig gestaltete Website, und bietet aggressiv und unangefragt seine „Dienste“ an. Als vermeintlichen Beweis seiner Seriosität verweist er auf den FCA-Registereintrag des seriösen Anbieters, den er geklont hat. In der Regel gehen diese betrügerischen Geschäfte dann auch über vermeintliche Versicherungsvermittlung hinaus und umfassen auch Bank- und Wertpapiergeschäfte.

Erfährt die FMA von derartigen unseriösen Geschäftspraktiken, so veröffentlicht sie eine Warnmeldung unter Nennung der Klon-Firma und der angegebenen Kontaktdaten, untersagt die konzessionspflichtigen Geschäfte und bringt den Sachverhalt bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige.

Fake-Aufsichtsbehörde: FINSA (Financial Supervisory Authority)

Aus Großbritannien tritt derzeit ein unseriöser Anbieter, “Gerber and Partners”, auf, der Finanz- und Wertpapiergeschäfte anbietet, und behauptet in Österreich von der „Financial Supervisory Authority“ (FINSA) mit Sitz Twin Tower 8 Flr., Wienerbergstrasse 11, 1100 Vienna, Austria konzessioniert und dort registriert zu sein. Als FINSA-Kontaktdaten gibt er an: Ph: +43(720) 775336; Email: enquiries@finsa-gov.org; Website: www.finsa-gov.org. Auf der Website dieser frei erfundenen FINSA – verlinkt von „Gerber and Partners“ – findet sich auch ein Unternehmensregister, das eine Registrierung vortäuschen soll. Anleger erhalten von der FINSA dann gefälschte, der österreichischen Gewerbeberechtigung nachgebildete Urkunden zu den „registrierten“ Unternehmen.

Die FMA hat den Sachverhalt bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht.

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30.07.2018

Grillunfälle: 700 Verletzte jährlich

Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August. Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August.

Ein Sommer ohne Fleisch, Fisch oder Gemüse auf dem Grill ist kein richtiger Sommer. Dieser Aussage stimmten in einer KFV-Befragung die Mehrheit der Befragungsteilnehmer zu. Grillen gehört mit seinem typischen Geruch für die meisten Österreicher zum Sommerfeeling einfach dazu. Die beliebtesten Grillmonate sind von Mai bis August. Naturgemäß kommt es in dieser Zeit auch am häufigsten zu Unfällen: Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August. „Glücklicherweise gehen die meisten Grillabende unfallfrei über die Bühne. Doch der Umgang mit dem Grill kann schnell brandgefährlich werden. Gemäß einer KFV-Befragung stellen nur etwa 23 Prozent der Österreicher beim Grillen Löschmittel wie Löschdecke oder Feuerlöscher bereit“, erläutert Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KFV. „Viele Grillunfälle könnten leicht verhindert werden. Denn: Die meisten Grillunfälle entstehen durch Unachtsamkeit, Übermut oder Fehleinschätzungen.“

Am Samstag passieren die meisten Unfälle

Rund die Hälfte aller Verletzungen sind thermische Verletzungen, d.h. Verbrennungen oder Verbrühungen. Aber auch Schnittverletzungen (32 Prozent) zählen zu den häufigsten Verletzungsarten beim Grillen. Besonders häufig betroffen sind dabei Finger und Hände. Und: Dass Grillen nach wie vor Männersache zu sein scheint, zeigt sich bei den Unfallzahlen. 2 von 3 Personen, die nach einem Unfall beim Grillen im Krankenhaus nachbehandelt werden müssen, sind Männer. Der unfallträchtigste Wochentag ist der Samstag.

KFV-Sicherheitstipps für das sichere Grillen

Worauf sollte man beim Aufstellen des Grills achten?

Der Griller sollte stabil auf einer ebenen Standfläche stehen.

Bewegen Sie den Griller nicht mehr, wenn er bereits mit glühender Kohle gefüllt ist.

Den Griller nicht in der Nähe von leicht brennbaren Materialien wie Schilfmatten, Gartenmöbel mit Sitzpolster, Zelten, Holzbauten, Holzzäunen usw. in Betrieb nehmen.

Wählen Sie einen möglichst windgeschützten Grillplatz, um Funkenflug und herumfliegende Asche zu vermeiden.

Ein Holzkohlegrill darf ausschließlich im Freien betrieben werden.

Nicht im Wald oder in Waldnähe grillen.

Lassen Sie Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Nähe eines Grills!

Wie zündet man Grillkohle richtig an?

Am besten mit Grillanzündern aus festen Stoffen. Das sind vor allem Trockenspiritus, Anzündriegel oder Zündwürfel. Weiters eignen sich Anzünd-Öle in Spezialflaschen und Grillpasten oder elektrische Grillanzünder.

Brennbare Flüssigkeiten wie Spiritus und Benzin sind zu gefährlich (Stichflamme beim Anzünden sowie explosionsartige Rückzündung beim "Nachfeuern") und dürfen keinesfalls verwendet werden!

Vorsichtsmaßnahmen beim Grillen

Immer einen Kübel Wasser oder sonstige Löschmittel (Feuerlöscher) bereithalten.

Flammenbildung durch das vom Grillgut abtropfende Fett unterbinden.

Grillvorgang ständig beaufsichtigen.

Restglut immer vollständig ablöschen bzw. fluten.

Was geschieht mit der Restglut?

Das Löschen mit Wasser ist am sichersten. Die Restglut sollte dabei unbedingt gänzlich unter Wasser gesetzt bzw. geflutet werden!

Auch die gelöschte Glut darf nur in nicht brennbare und verschließbare Behälter entsorgt werden.

Eine Entsorgung der Grillkohle auf dem Kompost sollte vermieden oder zumindest nur nach einer vollständigen Flutung durchgeführt werden.

Gefahrloses Grillen mit Gas

Der Gasschlauch sollte nach jeder Saison auf Risse und Sprödigkeit kontrolliert werden.

Überprüfen Sie die Anschlüsse mit Lecksuchspray auf ihre Dichtheit hin.

Verbinden Sie die Gasflasche stabil mit dem Grillwagen und verwenden Sie diese niemals liegend.

Zünden Sie den Gasgriller grundsätzlich mit geöffnetem Deckel an.

Stellen Sie bei Gasgeruch das Grillgerät sofort ab und führen Sie eine Dichtheitsprobe durch!

Flüssiggas ist schwerer als Luft – lagern Sie daher Gasflaschen in gut belüfteten Räumen und niemals unter Erdniveau (z.B. im Keller).

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