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30.05.2016

Der Erfolg der FPÖ ist auch ein Erfolg ihrer „einfachen Sprache“

FPÖ-Parteigänger tragen bei feierlichen Anlässen die Kornblume im Revers FPÖ-Parteigänger tragen bei feierlichen Anlässen die Kornblume im Revers

Jahrelang konnte sie ihre Macht ausbauen, weil ihr leidenschaftslose Regierende mit einer „technokratischen Sprache“ nichts entgegensetzen konnten.

Herbert Kickl ist ein Meister seines Fachs. Er versteht sein Handwerk der politischen Agitation. Und er hat mit Norbert Hofer und Heinz-Christian Strache treue Gesellen, die seine Vorgaben umsetzen. Der zurückliegende Bundespräsidentenwahlkampf bietet hierfür Anschauungsmaterial. Die FPÖ verstand es, mit ihrer Sprache bei einer breiten Wählerschaft Bilder im Kopf entstehen zu lassen, die sich in Wählerstimmen verwandelt haben.

Es stimmt: Die FPÖ-Parteigänger tragen bei feierlichen Anlässen die Kornblume im Revers. Einst Symbol der antisemitischen und deutschnationalen Bewegung des 19. Jahrhunderts. Dort, im 1848er-Jahr, sehen die Freiheitlichen ihre Tradition begründet, sie sehen sich selbst als Drittes Lager. Also müsste man doch meinen, die FPÖ, die erst vor wenigen Wochen ihren 60. Gründungsparteitag gefeiert hatte, zählt zur politischen Elite der Republik. Doch Kickl hat es schon lange verstanden, das Establishment woanders zu verorten. Obwohl zahlreiche FPÖler wichtige Funktionen in der Republik ausüben, rückt er die FPÖ außerhalb des Establishments, stellt sie abseits der Elite, des Systems, wie er es abschätzig nennt. Kickl lässt damit einen kleinen Film im Kopf der Angesprochenen ablaufen: Da oben sind Leute (er sagt nicht Menschen) am Werk, die uns nicht mehr verstehen. Sie sind abgehoben, wir zahlen drauf. Sie öffnen die Grenzen für Ausländer, und wenn wir etwas sagen, nennen sie uns rechtsradikal.

SPÖ und ÖVP haben jahrelang darauf nicht reagiert, und wenn, dann in einer verschwurbelten technokratischen Sprache, die Ausdruck darüber gibt, dass in diesen beiden Parteien längst Leidenschaft und Inhalt abhandengekommen sind. Dass sich dazu die Grünen, eine im Vergleich jugendliche Partei, von der FPÖ ebenfalls zur Elite, zum System, zum Establishment zurechnen ließen, zeigt ihre Schwäche im politischen Diskurs auf.

Trotz Wahlniederlage reibt sich Kickl mitunter die Hände, weil Politiker die Bundespräsidentenwahl als Abrechnung mit dem Establishment interpretieren und Journalisten unreflektiert die Begrifflichkeit der FPÖ übernehmen.

Dass es nicht nur eine verschwommene Sehnsucht nach autoritärer Abschottung gibt, sondern eine republikanische, zeigt der Stimmungswandel der vergangenen zwei Wochen auf. Ausschlaggebend hierfür war auch eine Sprache – und zwar die des neuen Kanzlers, die man hierzulande so lange nicht mehr gehört hatte.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: böhringer friedrich - Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5 / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel, Ausgabe vom 30. Mai 2016. Von MICHAEL SPRENGER. "System, Elite, Establishment"
23.02.2017

Saugroboter im Test - noch Luft nach oben

Auch die neue Generation der Saugroboter kommt nicht an herkömmliche Staubsauger heran Auch die neue Generation der Saugroboter kommt nicht an herkömmliche Staubsauger heran

Vor zwei Jahren hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) das letzte Mal Saugroboter auf den Prüfstand gestellt. Damals lautetet das Urteil: Ohne klassischen Bodenstaubsauger wird es nichts mit einem gründlichen Hausputz. Jetzt liegen neue Testergebnisse für die selbstfahrenden Staubfresser vor. Für den aktuellen Test gingen sechs Saugroboter mit Preisen von 369 Euro bis 999 Euro an den Start und diesmal wurden sie nicht nur im Labor auf Staub und Fasern losgelassen, sondern hatten auch in einer Wohnung den Praxistest gegen Lurch & Co zu bestehen. Zu den Aufgaben zählten: Kabel und flache Teppichkanten meistern und einen Weg zwischen Stuhl und Tischbeinen hindurch finden; vor allem aber Ecken säubern sowie Teppich- und Holzböden von Staub befreien. Die detaillierten Testergebnisse gibt es ab 23. Februar in der Märzausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und auf www.konsument.at.

Wenig Saugkraft bei Teppichböden

Im Test zeigte sich, dass Hindernisse für diese Gerätegruppe nicht die größte Herausforderung sind. Die wesentlichen Unterschiede lagen, wie schon vor zwei Jahren, in der Saugleistung. Bewertet wurden die Saugroboter dabei nicht nach den strengen Maßstäben für Staubsauger, sondern als eigenständige Produktgruppe. Denn in Sachen Saugkraft können selbst die besten Roboter nicht mit einem „guten“ Bodenstaubsauger konkurrieren. Ihnen fehlt es, bedingt durch ihre kleine Bauart, einfach an Saugkraft. Am deutlichsten zeigt sich dies bei Messungen auf Teppichböden. Die stärksten Saugroboter im aktuellen Test holten nur die Hälfte des Prüfstaubs aus Teppichböden. Zum Vergleich: Ein guter Bodenstaubsauger schafft fast 80 Prozent. Auf Hartboden hingegen sind die Unterschiede wesentlich geringer.

Heinzelmännchen für das Grobe

„Die Unterschiede zum manuellen Saugen sollten Konsumentinnen und Konsumenten bei einer Kaufentscheidung für einen der immer noch hochpreisigen Saugroboter im Kopf behalten“, empfiehlt Projektleiterin Karin Baumgarten. „Wer nur eine Grobreinigung hauptsächlich glatter Böden erwartet, kann mittlerweile die Anschaffung eines guten Saugroboters durchaus erwägen. Eine gründliche Reinigung auf Teppich oder Auslegware bleibt bis auf weiteres aber wohl die Domäne des Bodenstaubsaugers.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
23.02.2017

Rheuma ist keine Krankheit des Alters

Univ.-Prof. Manfred Herold (re.), Landeskrankenhaus Universitätskliniken Innsbruck, mit Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg beim heurigen Tiroler Rheumatag im Landhaus. Univ.-Prof. Manfred Herold (re.), Landeskrankenhaus Universitätskliniken Innsbruck, mit Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg beim heurigen Tiroler Rheumatag im Landhaus.

Appetitlosigkeit, nächtliche Schweißausbrüche, Fieber, Müdigkeit sowie stundenlange Gelenksteife am Morgen – erste Symptome einer rheumatischen Erkrankung. „Rheuma betrifft nicht nur alte Menschen, sondern auch Kinder. Eine frühe Diagnose und Behandlung sind daher sehr wichtig, um bleibende Gesundheitsprobleme zu vermeiden und eine altersgemäße Entwicklung zu ermöglichen“, erklärte Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg beim heurigen Tiroler Rheumatag im Landhaus in Innsbruck.

Ein Fortschreiten der Erkrankung verhindern

Der Begriff „Rheuma“ ist eine Sammelbezeichnung für etwa 200 bis 400 unterschiedliche Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates sowie des Immunsystems. Verkrümmte Gelenke, starke Schmerzen und ein verkürztes Leben zeigen klar, dass das Thema Rheuma nicht als Alte-Leute-Krankheit verharmlost werden darf. Diagnose- und Therapiemöglichkeiten haben sich zwar über die Jahrhunderte deutlich verbessert, jedoch ist eine vollständige Heilung nach wie vor nicht möglich.

Statistisch gesehen leidet ein Viertel der Tiroler Bevölkerung an rheumatischen Beschwerden – in fast jeder Familie lebt ein an einer rheumatischen Erkrankung leidender Mensch. Erfolgt keine rechtzeitige Behandlung, muss mit einer bis um zehn Jahre verkürzten Lebensdauer gerechnet werden. Eine rechtzeitige Behandlung bewahrt PatientInnen vor jahrelangen Schmerzen und körperlichen Schäden.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Land Tirol/Ennemoser
14.02.2017

Profiteure des Sozialstaats

Wer mit dem Bild der „sozialen Hängematte“ das soziale Fangnetz einer Gesellschaft generell infrage stellt, kann sich rasch ins eigene Fleisch schneiden. Wer mit dem Bild der „sozialen Hängematte“ das soziale Fangnetz einer Gesellschaft generell infrage stellt, kann sich rasch ins eigene Fleisch schneiden.

Wer mit dem Bild der „sozialen Hängematte“ das soziale Fangnetz einer Gesellschaft generell infrage stellt, kann sich rasch ins eigene Fleisch schneiden. Denn der Sozialstaat ist auch für viele Unternehmen äußerst hilfreich.

Dieser Tage rauchen rund um den österreichischen Arbeitsmarkt wieder die Köpfe. Beim Tourismusgipfel geht es um Fachkräftemangel, an anderer Baustelle verhandeln die Sozialpartner um eine neue Regelung der Arbeitszeiten und müssen bis Mitte des Jahres einen Kompromiss vorlegen. Das Thema Mindestlohn ist dabei eines der Kernelemente. Wenn es um die Gestaltung des Arbeitsmarkts geht, dreht es sich auch immer um die Frage, wie sozial diesbezüglich ein Staat sein soll. Gern verkürzt mit dem Stehsatz: Arbeiten soll sich lohnen, nicht die „soziale Hängematte“. So hatten im vergangenen Sommer beispielsweise die Wirtschaftskammern Oberösterreich und Tirol Unternehmen aufgerufen, ihnen Arbeitslose zu melden, die sich nur den Stempel für das AMS abholen und gar keinen Job wollen.

Wenn sich Unternehmervertreter, Politiker und Populisten auf Stimmenfang über eine soziale Hängematte echauffieren und damit Arbeitslose in die Ecke der Sozialschmarotzer rücken, müssen sie sich im Klaren sein, dass die „soziale Hängematte“ auch vielen Unternehmen nützt. So etwa, wenn Mitarbeiter vorübergehend beim AMS geparkt werden können. Eine Möglichkeit, die in Tirol sehr häufig in Anspruch genommen wird. Hierzulande ist es jeder zweite Arbeitslose, der mit einer Wiedereinstellzusage seines Betriebs – hauptsächlich aus Tourismus und Bau – beim AMS Tirol als arbeitslos gemeldet wird. Der Großteil der 45.000 Tiroler „Arbeitslosen auf Zeit“ ist bis zur Rückkehr in seine Firma im Schnitt zwischen 64 Tage ohne Job, also knapp zwei Monate. Insgesamt 2,8 Millionen Arbeitstage werden so an den Sozialstaat ausgelagert und von ihm finanziert, was rund 100 Millionen Euro im Jahr kostet. Das wirft übrigens auch ein ganz anderes Licht auf die Arbeitslosenstatistik.

Jetzt muss man dies nicht zwangsläufig negativ sehen. Eine vergleichsweise reiche Gesellschaft, die sich als sozial betrachtet, sollte schließlich nicht nur jenen Menschen helfen, die arbeitslos und damit in Notlage geraten sind. Auch Firmen sollen auf die Unterstützung des Sozialstaats bauen dürfen – wie es etwa massenhaft mit der Kurzarbeitsregelung während der Finanzkrise geschah und wie es auch mit der vorübergehenden Auslagerung von Mitarbeitern an das AMS passiert. Wer aber in der Öffentlichkeit regelmäßig das Bild der „sozialen Hängematte“ zeichnet, nur um eigene Ziele zu verfolgen, sollte sich bewusst sein, dass nicht nur Sozialschmarotzer darin liegen. Mitunter findet auch die eigene Klientel die Hängematte recht praktisch.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Von Chris McClave from Connecticut, United States - 050307_honeymoon_113, CC BY 2.0 / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG: Leitartikel von Max Strozzi
16.01.2017

EVZ warnt Urlauber vor Autovermietung GOLDCAR

EVZ warnt Urlauber vor Autovermietung GOLDCAR EVZ warnt Urlauber vor Autovermietung GOLDCAR

Das Europäische Verbraucherzentrum Österreich (EVZ) warnt Reisende vor den unlauteren Verkaufspraktiken der Autovermietung GOLDCAR. Die Firma suggeriert ihren Kunden in unzulässiger Weise, dass ein zusätzlicher Versicherungsschutz dringend notwendig sei, da der Kunde sonst die Kosten für eventuelle Schäden am Auto durch Unfall, Diebstahl o.ä. vollständig selbst tragen müsse. Diese Geschäftspraxis wurde von der italienische Wettbewerbsbehörde Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato (AGCM) als unzulässig bewertet. Die AGCM hat GOLDCAR Italien und GOLDCAR Spanien deshalb mit einer Geldstrafe in Höhe von 1,7 Millionen Euro belegt. Zudem wurde eine weitere Strafe von 300.000 Euro wegen der Erhebung von Gebühren ohne ausreichende Aufklärung der Kunden verhängt.

Das Unternehmen GOLDCAR fordert beim Abholen eines reservierten Fahrzeugs als Garantie für eventuelle Schäden einen erheblichen Betrag als Kaution, welcher auf der Kreditkarte des Kunden blockiert wird. Nachdem der Kunde seine Kreditkarte an GOLDCAR ausgehändigt hat, weisen die Mitarbeiter aggressiv und beharrlich darauf hin, dass der Kunde den Leihwagen sorglos nutzen und auch die Kaution reduzieren könne, wenn er zusätzliche Produkte – genannt Versicherungspolizzen – erwirbt. Dabei wird dem Kunden weder der Leistungsumfang noch der Preis dieser Produkte klar und deutlich beschrieben. Stattdessen wird der Eindruck erweckt, dass der Kunde die Kosten für eventuelle Schäden am Leihwagen ohne Kauf der Zusatzprodukte vollständig selbst tragen müsse, obwohl durch das bestehende Gebot zur Haftpflichtversicherung höchstens ein Selbstbehalt anfallen könnte.

Die Wettbewerbsbehörde AGCM befand, dass das Unternehmen durch diese Geschäftspraxis die schwächere Position des Verbrauchers beim Abholen eines reservierten Fahrzeugs auf unzulässige Art und Weise ausnutzt und verhängte Geldstrafen von insgesamt 2 Millionen Euro gegen GOLDCAR Italien und GOLDCAR Spanien.

„Wir begrüßen diese Entscheidung“, sagt Andreas Herrmann, Jurist beim Europäischen Verbraucherzentrum Österreich. „Es besteht die Hoffnung, dass die verhängten Strafzahlungen eine Signalwirkung haben und abschreckend auf andere schwarze Schafe der Branche wirken.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: gemeinfrei
16.01.2017

Plan B zum Mehrheitswahlrecht

Auch der aktuelle Vorstoß von Kanzler Kern für ein mehrheitsförderndes Wahlrecht wird wohl keinen Systemwechsel bringen. Auch der aktuelle Vorstoß von Kanzler Kern für ein mehrheitsförderndes Wahlrecht wird wohl keinen Systemwechsel bringen.

Auch der aktuelle Vorstoß von Kanzler Kern für ein mehrheitsförderndes Wahlrecht wird wohl keinen Systemwechsel bringen. Trotzdem sollte es eine Wahlrechtsreform geben. Aber auf Basis des Verhältniswahlrechts.

Verfassungsfragen sind Machtfragen, das wissen wir seit Ferdinand Lasalle.

Seit zehn Jahren wird immer wieder eine Abkehr vom Verhältniswahlrecht gefordert. Vor zehn Jahren, mit der Rückkehr der immer kleiner werdenden großen Koalition, wurde erneut die Blockade zum Regierungsprinzip erkoren.

Ob nun in reiner Form oder durch eine minderheitenfreundliche Variante wird ein Wechsel zu einem mehrheitsfördernden Wahlrecht als einziger Ausweg gesehen, um die lähmenden Zustände zu beenden. Doch die Chance auf Umsetzung ist gering. Daran dürfte auch der Vorstoß von Kanzler Christian Kern nichts ändern. Eine notwendige Zweidrittelmehrheit und eine wohl wahrscheinliche Volksabstimmung dürften zu große Hürden sein.

Trotzdem sollte Kerns Initiative unbedingt genützt werden. Schließlich ist es erstmals ein regierender Kanzler, der so einen Systemwechsel einfordert. Das Für und Wider beider Wahlrechte ist rasch aufgezählt. Das Verhältniswahlrecht ist allemal gerechter, bildet es doch einigermaßen die Parteienstärke bei den Wahlen im Parlament ab. Das Mehrheitswahlrecht ermöglicht hingegen eine leichtere Bildung von Majoritäten. Auch ein tatsächlicher Machtwechsel, also eine Abwahl einer Regierung, wird erleichtert. Nur zur Erinnerung: In der Zweiten Republik gab es erst einen echten Machtwechsel, und zwar 1970, als die regierende ÖVP abgewählt wurde – und die SPÖ unter Bruno Kreisky auf die Regierungsbank wechselte. Wenn es keine Chance für einen radikalen Wechsel gibt, dann sollte man überlegen, ob das Verhältniswahlrecht nicht weiterentwickelt werden kann. Denn eine Reform ist nötig. Also sollte Kerns Initiative für eine Verfassungsdebatte genützt werden. Dabei könnte man sich in diskursiver Form dem norwegischen Modell annähern. Auch dort kann eine Regierung vorzeitig scheitern, aber dies bedeutet nicht zwangsläufig Neuwahlen. Das Parlament ist schließlich gewählt. Dies würde den Parlamentarismus stärken, Minderheitsregierungen fördern und das Drohpotenzial Neuwahl massiv einschränken.

Zudem sollte dieses Prinzip auch in der Bundesländern umgesetzt werden. So könnte man dann in der Mitte der Legislaturperiode des Nationalrats an einem Super-Wahlsonntag alle Landtage wählen lassen. Dies führt, um noch ein Argument anzuführen, zur Abnahme der Erpressbarkeit durch Länderchefs und für einen größeren Zeitraum zu mehr Reformmut im Bund. Verfassungsfragen sind eben Machtfragen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Michael Sprenger
12.01.2017

Gefahr Blitzeis – Vorsicht vor Straßenglätte auch bei Plusgraden

In den Wintermonaten November bis März ereignen sich rund 40 Prozent aller Unfälle bei Nässe, Schnee oder Eis In den Wintermonaten November bis März ereignen sich rund 40 Prozent aller Unfälle bei Nässe, Schnee oder Eis

In den Wintermonaten November bis März ereignen sich rund 40 Prozent aller Unfälle bei Nässe, Schnee oder Eis (Quelle: Statistik Austria). Nach einigen frostigen Tagen werden aktuell wieder Plusgrade in weiten Teilen Österreichs angekündigt. Für Autolenker ist trotzdem Vorsicht geboten, denn wenn der Untergrund noch kalt ist, kann bei Regen oder Nebel blitzartig eine spiegelglatte Eisschicht entstehen. "Blitzeis sorgt für sehr gefährliche Fahrsituationen im Winter und hat in den vergangenen Wochen bereits zu einigen Unfällen geführt", weiß ÖAMTC Verkehrstechniker David Nosé.

Fahrzeuglenker sollten sich nicht in trügerischer Sicherheit wiegen, wenn die Außentemperatur-Anzeige des Autos im Plusbereich ist, denn auch leichter Schneefall oder Nebel können eine rasche Glatteisbildung auslösen.

Grundsätzlich ist es schwer, Blitzeis rechtzeitig wahrzunehmen, denn die Eisschicht ist nicht zu erkennen und tritt sehr plötzlich auf. Nebel und Raureif auf Bäumen können jedoch Hinweise darauf sein, dass Blitzeis droht. Vor allem im Bereich von Brücken, Waldschneisen, Kuppen, Bächen und Flüssen sowie freien Flächen sollte man besonders vorsichtig fahren. Auch Radio hören kann helfen. Oft wird im Verkehrsfunk vor Eisglätte gewarnt. Zudem sollte man sich regelmäßig Wetterinfos ansehen und vorab informieren.

Angepasste Geschwindigkeit, ausreichend Abstand, vorausschauendes Fahren, gefühlvolles Lenken und sich keinesfalls hetzen zu lassen können bei Blitzeis den Unterschied ausmachen. Roland Frisch, Pkw-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik, rät: "Schon auf dem Weg zum Parkplatz lässt sich die Situation einigermaßen erkennen und man kann den aktuellen Fahrbahnzustand einschätzen." Kommt ein Autolenker trotz aller Vorsicht ins Schleudern, sollte man bremsen, auskuppeln und in die gewünschte Fahrtrichtung lenken. "Der Blick muss immer in die gewünschte Fahrtrichtung gehen", so der Fahrtechnik-Experte. Eine alte Faustregel der Profis lautet: Wohin man blickt, dorthin lenkt man auch.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: ÖAMTC
12.01.2017

Feinstaubbelastung im Jahr 2016 in Österreich zurückgegangen

Feinstaubbelastung im Jahr 2016 in Österreich zurückgegangen Feinstaubbelastung im Jahr 2016 in Österreich zurückgegangen

Graz war auch im Jahr 2016 die Stadt mit der höchsten Feinstaubbelastung Österreichs, macht der VCÖ aufmerksam. Auch in Klagenfurt und im Kärntner Ebenthal-Zell wurde der Jahresgrenzwert überschritten. An den Messstellen der anderen Bundesländer lag die Belastung unter dem Jahresgrenzwert. Zu hoch ist hingegen vielerorts die Stickstoffdioxid-Belastung. Durch die Verbesserung des klimafreundlichen Mobilitätsangebots kann die Luftqualität noch deutlich verbessert werden, betont der VCÖ.

„Die südlichen Bundesländer Steiermark und Kärnten hatten im Vorjahr eine deutlich höhere Feinstaubbelastung als der Rest des Landes“, stellt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen fest. Der VCÖ weist darauf hin, dass in Graz, Klagenfurt und Ebenthal Zell der Feinstaub-Jahresgrenzwert im Vorjahr überschritten wurde. An höchstens 25 Tagen darf der Tagesmittelwert höher als 50 Mikrogramm Feinstaub PM10 pro Kubikmeter Luft betragen.

Laut vorläufigen Daten des Umweltbundesamts war bei der Messstelle Graz Don Bosco an 37 Tagen die Feinstaubbelastung zu hoch, in Graz-Süd an 36 Tagen und in Graz Mitte an 29 Tagen. Die Stadt mit der zweithöchsten Feinstaubbelastung war im Vorjahr Klagenfurt, wo an 29 Tagen zu viel Feinstaub in der Luft war. In Ebenthal-Zell war an 28 Tagen der Wert zu hoch. In den anderen Bundesländern wurde an keiner einzigen Messstation der Jahresgrenzwert überschritten, berichtet der VCÖ. Die günstige Wetterlage mit den warmen Wintermonaten hat zur niedrigeren Feinstaubbelastung beigetragen.

Hauptverursacher von Feinstaub sind Industrie, Heizen und der Verkehr. Der Kfz-Verkehr verschmutzt die Luft durch seine Abgase, durch Reifen- und Bremsabrieb sowie durch Aufwirbelung. „Je kleiner die Feinstaubpartikel, umso stärker beeinträchtigen sie die Gesundheit“, macht VCÖ-Expertin Rasmussen aufmerksam. Größerer Feinstaub (PM10) bleibt in den oberen Atemwegen (Nase, Rachen) „hängen“. Die kleinsten Partikel (PM0,1 bis PM1) können hingegen bis in die Lungenbläschen und in den Blutkreislauf eindringen und bei den Organen chronische Entzündungen verursachen. Vor allem entlang von Straßen ist die Belastung mit den Kleinstpartikeln hoch.

Dass im Verkehrsbereich großer Handlungsbedarf besteht, zeigt auch die Stickstoffdioxid (NO2)-Belastung. Hauptverursacher der Stickoxide sind die Dieselabgase. Österreichweit am höchsten ist die Stickstoffdioxid-Belastung in Tirol. Zu hoch ist die Belastung auch im Ballungsraum Salzburg, in Linz, Graz, Klagenfurt und in Wien am Hietzinger Kai. Die hohe NO2-Belastung ist auch die Folge davon, dass Diesel-Pkw, die in den vergangenen Jahren auf den Markt gekommen sind, die beim Fahren auf der Straße deutlich mehr Stickoxide verursachen als die Tests im Labor zeigen, betont der VCÖ. Laut Studie des Forschungsinstituts ICCT verursachen rund 80 Prozent der Diesel-Pkw, die im Labor die EURO5-Abgaswerte eingehalten haben und zwischen 2010 und 2014 in der EU verkauft wurden, auf der Straße mehr als drei Mal so hohe NOx-Emissionen wie im Labor angegeben. Und zwei Drittel der Diesel-Pkw der aktuellen Abgasklasse EURO6 überschreiten die Werte ebenfalls um mehr als das Dreifache.

Das Verbrennen fossiler Energieträger, wie Heizöl und Kohle beim Heizen sowie Diesel und Benzin im Verkehr, verschmutzt die Luft mit Schadstoffen. „Je früher der mit dem Klimaabkommen von Paris beschlossene Ausstieg aus fossilen Energieträgern gelingt, umso besser für die Luftqualität“, betont VCÖ-Expertin Rasmussen. Im Verkehrsbereich sind vor allem in den Ballungsräumen sowie in den regionalen Zentren mehr öffentliche Verkehrsverbindungen nötig.

Darüber hinaus ist die Infrastruktur für den Radverkehr auszubauen und im Ortsgebiet eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung umzusetzen. Großen Einfluss auf die Verkehrsentwicklung hat die Siedlungsentwicklung. Mit der Stärkung der Ortskerne und der Nahversorgung und einem Stopp der Zersiedelung können wieder mehr Alltagswege zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt werden. Zudem braucht es verstärkte Maßnahmen gegen den wachsenden Lkw-Verkehr.

VCÖ: In Steiermark und Kärnten wurde Feinstaub-Jahresgrenzwert überschritten (Tage im Jahr 2016 mit Tagesmittelwert von mehr als 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft, in Klammer Jahr 2015 - Erlaubter Jahresgrenzwert in Österreich: 25 Tage; Von der EU erlaubter Jahresgrenzwert: 35 Tage)

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
25.02.2016

Kontrollleuchten im Auto nicht ignorieren

Kontrollleuchten im Auto nicht ignorieren Kontrollleuchten im Auto nicht ignorieren

Das Armaturenbrett ist die "Kommandozentrale" des Fahrzeuges. Dort sind alle wichtigen Informationen auf einen Blick erkennbar. "Allerdings steigt durch die immer komplexere Technik der Fahrzeuge auch die Anzahl der Kontroll- und Warnleuchten", sagt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. "Gleichzeitig verfügen die Auto über immer mehr Systeme, die defekt sein können." Der regelmäßige Blick auf die Instrumente ist also wichtiger denn je. Ebenso die Lektüre (oder zumindest das Mitführen) der Betriebsanleitung, um die Übersicht in Punkto Zeiger, Displays und Lämpchen zu behalten.

Was der Lenker machen muss, wenn eine Kontrolllampe aufleuchtet, hängt von deren Bedeutung ab. Meist sind kritische Anzeigen wie Bremssystem, Öldruck oder Kühlmitteltemperatur rot, hier muss man oft sofort reagieren. "Also so schnell wie möglich sicher anhalten, speziell bei Öldruck-, Brems- und Batteriekontrollleuchten", stellt der ÖAMTC-Experte klar. Dennoch werden aufleuchtende Kontrolllampen oftmals ignoriert – dabei spielen Unkenntnis und Unsicherheit hinsichtlich der Bedeutung der Anzeigen eine große Rolle. "Andere Autofahrer bringen ein aufleuchtendes Lämpchen am Armaturenbrett sofort mit einer hohen Werkstätten-Rechnung in Verbindung", erklärt Kerbl. "Ein Fehler, denn die Reparaturkosten, die durch Ignorieren einer Warnung entstehen können, sind in der Regel wesentlich höher."

Die Kontrollanzeigen, die bei geringem Füllstand von Kraftstoff und Waschflüssigkeiten aktiv werden, sollten natürlich auch nicht ignoriert werden, hier ist aber in der Regel kein akuter Handlungsbedarf gegeben. Außentemperatur- Verbrauchs- und Verkehrsinformationen sind nützlich, müssen aber nicht ständig beobachtet werden und sollten keinesfalls die Aufmerksamkeit von der Straße ablenken. "Akustische Signale werden meist eingesetzt um den Lenker bei Verlassen des Wagens auf eingeschaltete Stromverbraucher oder einen vergessenen Zündschlüssel hinzuweisen", erläutert der ÖAMTC-Techniker. Moderne Autos verfügen zusätzlich zu den Warnleuchten über Displays, die Warnungen auch in Textform anzeigen können.

Neue Autos – neue Anzeigen

Neben einer Vielzahl an Warnleuchten, die schon lange verwendet werden, kommen immer wieder neue Anzeigen hinzu. Kerbl gibt ein Beispiel: "Moderne Dieselfahrzeuge müssen neben Kraftstoff auch mit 'AdBlue' betankt werden. Diese Lösung, die den Ausstoß an Stickoxiden reduziert, muss ungefähr so häufig wie die Scheibenflüssigkeit nachgefüllt werden. In der Regel zeigt eine blaue Kontrolllampe an, wann nachzufüllen ist." Wer das ignoriert oder zu lange mit dem Nachfüllen wartet, kann sein Auto nicht mehr starten, wenn dieser Tank leer ist.

Ein anderes Beispiel für eine "neue", oft noch ungewohnte Anzeige ist das Reifendruckkontrollsystem. Auch hier gilt bei einigen Systemen: Wer die Kontrollleuchte ignoriert, kann bald darauf nicht mehr weiterfahren. "Es gibt übrigens auch Anzeigen, die im Laufe der Zeit verschwunden sind, weil sie in modernen Fahrzeugen nicht mehr gebraucht werden – die Kontrolllampe für den 'Choke' ist war beispielsweise in den 1980er Jahren noch üblich, ist mittlerweile aber längst aus Neuwagen verschwunden", so der ÖAMTC-Experte abschließend.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
12.01.2017

Luxuriös und edel – die spiegellose Systemkamera FUJIFILM X-Pro2 Graphit

Mit der neuen FUJIFILM X-Pro2 Graphit erweitert FUJIFILM seine erfolgreiche Flaggschiff-Serie spiegelloser Systemkameras um eine Modellvariante mit einem besonders edlen Design. Mit der neuen FUJIFILM X-Pro2 Graphit erweitert FUJIFILM seine erfolgreiche Flaggschiff-Serie spiegelloser Systemkameras um eine Modellvariante mit einem besonders edlen Design.

Mit der neuen FUJIFILM X-Pro2 Graphit erweitert FUJIFILM seine erfolgreiche Flaggschiff-Serie spiegelloser Systemkameras um eine Modellvariante mit einem besonders edlen Design. Eine exklusive Mehrfachbeschichtung verleiht dem Kameragehäuse einen dunklen Glanz.

Die außergewöhnliche Oberfläche ist das Ergebnis eines mehrstufigen Fertigungsprozesses. Dabei wird das robuste Magnesium-Gehäuse der X-Pro2 zunächst mit einer schwarzen Grundierung versehen, die für dunkle Akzente sorgt. Die eigentliche Graphit-Oberfläche entsteht durch das Auftragen mehrerer dünner Schichten. Eine höhere Anzahl Schwarzpartikel in der abschließenden Klarbeschichtung erzeugt einen metallischen Glanz, der im Vergleich zum Graphit Silber Farbton der X-T2 etwas dunkler ausfällt und hervorragend zum Charakter der X-Pro2 passt.

Die technischen Daten der X-Pro2 Graphit entsprechen dem aktuellen Flaggschiffmodell X-Pro2, das FUJIFILM im März 2016 vorgestellt hat. Wie die gesamte Serie zeichnet sich die Kamera durch eine unerreichte Farbwiedergabe und viele technologische Highlights aus. Der Multi-Hybrid-Optische-Sucher ist weltweit einzigartig und erlaubt das schnelle Umschalten zwischen elektronischem und optischem Sucherbild. Der 24,3 Megapixel X-Trans™ CMOS III Sensor* erreicht eine extrem hohe Bildqualität. Aufgrund ihrer vielen Features, zu denen auch das klassische Design und der lautlose Verschluss zählen, ist die X-Pro2 besonders beliebt bei professionellen Reportagefotografen und ambitionierten Fotoenthusiasten.

Die FUJIFILM X-Pro2 Graphit ist erhältlich im Set mit dem Weitwinkel-Objektiv FUJINON XF23mmF2 R WR und der Gegenlichtblende LH-XF35-2, die beide passend zur Kamera ebenfalls im Graphit-Design gehalten sind. Die edle Kombination unterstreicht das luxuriöse Erscheinungsbild der Kamera.

* X-Trans ist ein Markenzeichen bzw. eingetragenes Markenzeichen der FUJIFILM Corporation. Der Sensoraufbau basiert auf einer einzigartigen Farbfilteranordnung, die Moirés und Falschfarben reduziert, ohne dass dafür ein optischer Tiefpassfilter erforderlich ist.

Die wesentlichen Merkmale der FUJIFILM X-Pro2 Graphit:

24,3 Megapixel APS-C X-Trans CMOS III Sensor

X Prozessor Pro

Multi-Hybrid-Optischer-Sucher

Elektronischer Sucher mit 2,36 Millionen Pixeln

7,6 cm (3 Zoll) LC-Display mit 1,62 Millionen Pixeln

Spritzwasser- und staubgeschützt

Kälteresistent bis minus 10 Grad

Filmsimulationsmodi (u.a. „Acros“)

Neues Autofokus-System

ISO-Empfindlichkeit bis 51.200

Wi-Fi-Funktion

Intervallaufnahme

Full HD-Video (1080p)

Kreative Filtereffekte

Im Lieferumfang: Weitwinkel-Objektiv FUJINON XF23mmF2 R WR und Gegenlichtblende LH-XF35-2 (beides in Graphit)

Ab Ende Jänner 2017 steht die X-Pro2 in den Läden und kostet 2.499 Euro (UVP).

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: FUJIFILM Electronic Imaging Europe GmbH
23.05.2016

Die achte Emsiana blickt auf vier erfolgreiche Festivaltage

"Das bemalte Haus II" von Günter Bucher "Das bemalte Haus II" von Günter Bucher

Die Emsiana überzeugte 2016 mit dem Motto „sagen, schreiben, singen“

Hohenems, 23. Mai 2016 – Mit der achten Auflage der Emsiana, dem Kulturfest zwischen Geschichte und Gegenwart, konnten die Besucherzahlen ein weiteres Mal gesteigert werden. Über zweitausend Gäste strömten von Donnerstag bis Sonntag in die verschiedensten Spielorte.

Das kulturelle Angebot der Emsiana ist breitgefächert. Konzerte, Theater für das junge Publikum, Führungen, Ausstellungen. Lesungen, Vorträge und Kulturcafés zogen zwischen 19. und 22. Mai Kulturinteressierte jeden Alters in die Nibelungenstadt.

Bereits die Eröffnung der Emsiana, mit dem jungen Orchester „tonart sinfonietta“ und der Festrede von Dr. Eva Grabherr, begeisterte das Publikum im Markus-Sittikus-Saal.

Vielzahl an Ausstellungen

Im Anschluss an das Eröffnungskonzert wurden sämtliche, 15 an der Zahl, Emsiana-Ausstellungen eröffnet. Besonderer Anziehungspunkt war hier das Projekt „Panta Rhei- Alles fließt“. Das Künstlerinnentrio Mariella Scherling-Elia, Simonetta Scherling und Kirsten Helfrich rückten mit ihrer Kunstinstallation das alte Hohenemser Waschhaus und das Elemente Wasser in den Fokus der Wahrnehmung. Ein weiteres künstlerisches Highlight stellte „Das bemalte Haus II“ von Günter Bucher dar. Er hat mit seinem Fassadenbild in der Marktstraße 48 einen Blickfang erschaffen.

Ausverkaufte Konzerte

Weitere Publikumserfolge waren die Konzerte im Salomon-Sulzer-Saal. Hier zeigte die Emsiana ihre Vielseitigkeit. Das Konzert von Twana Rhodes & Band brachte den Soul nach Hohenems. Die kleine Texanerin mit der facettenreichen Stimme bezauberte den gesamten Saal. Nicht minder hingerissen war das Publikum bei den zwei gemeinsamen Auftritten des Gesangsvereins Hohenems mit Kantor Shmuel Barzilai. Der Wiener Oberkantor absolvierte am Sonntag noch einen dritten Auftritt. Pianist Paul Gulda, Autor Michael Köhlmeier und Shmuel Barzilai brachten zusammen Jüdische Sagen und Melodien auf die Bühne.

Großes Interesse an Führungen

Zwischen Geschichte und Gegenwart sieht sich die Emsiana verortet. Führungen durch bestimmte Stadtviertel, in historisch bedeutungsvollen Orten sowie im Jüdischen Museum gehören zum Selbstverständnis des Kulturfests. Das Interesse dafür ist von Seiten der Besucher im achten Jahr gewachsen.

Fest für das junge Publikum

Das junge Publikum kam ebenso nicht zu kurz. Kinderperformance und Kinderkonzert sorgten bei den kleinen Gästen für Unterhaltung. Mit „Unterwegs nach Umbidu“ zeigten die „Schurken“ was Musik alles kann. Die kleinen Musikfreunde begaben sich mit den vier Musikern auf eine spannende Reise nach Umbidu.

Das Publikum darf sich schon auf die Emsiana 2017 freuen. Festivalmacher Markus Schadenbauer-Lacha bestätigte dies am Sonntag. Der Termin steht mit 11. bis 14. Mai 2017 schon fest.

Info: www.emsiana.at

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

Schadenbauer-Lacha & Partner GmbH, Dipl.-Ing. Markus Schadenbauer-Lacha, Telefon +43 5576 79214, Mail mail@emsiana.at

Pzwei. Pressearbeit, Mag. Ursula Fehle, Telefon +43 650 9271694, Mail ursula.fehle@pzwei.at

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23.02.2017

Abtreibungsschiff mit österreichischer Beteiligung kreuzt vor Guatemala

In Guatemala sind Schwangerschaftsabbrüche verboten, so wie dies früher in Europa der Fall war und heute noch in fast allen ehemals kolonialisierten Ländern des Südens der Fall ist. In Guatemala sind Schwangerschaftsabbrüche verboten, so wie dies früher in Europa der Fall war und heute noch in fast allen ehemals kolonialisierten Ländern des Südens der Fall ist.

Seit Jahren segelt es immer wieder in Länder, die Frauen eine Abtreibung verbieten, stets im Blickpunkt der Öffentlichkeit, um das Frauenrecht auf selbstbestimmten Schwangerschaftsabbruch ins Bewusstsein zu bringen: Das Abtreibungsschiff ist nun auf Einladung mehrerer lokaler Frauenrechtsvereinigungen* in Lateinamerika/Guatemala, um Frauen dort einen Schwangerschaftsabbruch in internationalen Gewässern zu ermöglichen. Gemeinsam mit der bekannten holländischen Ärztin und Abtreibungsaktivistin Rebecca Gomperts ist diesmal auch der österreichische Gynäkologe DDr. Christian Fiala mit an Bord. Er leitet das Gynmed Ambulatorium in Wien und Salzburg.

Christlicher Fundamentalismus

“Ich unterstütze diese wichtige aber nicht ganz ungefährliche Aktion, weil in Südamerika Frauen mit einer ungewollten Schwangerschaft immer noch nach den Gesetzen der ehemaligen Europäischen Kolonialmächte gerichtet werden. Während in den meisten westlichen Ländern eine demokratische Selbstbestimmung die katholische Bevormundung mit großem Aufwand auf ein zivilisiertes Maß zurückgedrängt werden konnte, bringt dieses überholte und menschenverachtende Weltbild dort immer noch viele Frauen in Lebensgefahr, weil sie zu illegalen und damit gefährlichen Schwangerschaftsabbrüchen gezwungen werden, so wie früher auch bei uns”, sagt Fiala.

Gesetze der ehemaligen Kolonialmächte

In Guatemala sind Schwangerschaftsabbrüche verboten, so wie dies früher in Europa der Fall war und heute noch in fast allen ehemals kolonialisierten Ländern des Südens der Fall ist. Doch ungewollte Schwangerschaften lassen sich nicht durch ein Verbot der Abtreibung lösen: Jedes Jahr werden geschätzte 21 Millionen illegale und medizinisch gefährliche Schwangerschaftsabbrüche mit teils schweren Folgen für die Gesundheit und das Überleben von Frauen durchgeführt. Deshalb ist es das Ziel der spektakulären Protest-Aktion:

- die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs auch in Guatemala, so wie dies in Europa bereits vor 50 Jahren gemacht wurde,als Menschenrecht zu etablieren

- In den Schulen Aufklärung in den Unterricht einführen

- Zugang zu Verhütungsmitteln für die Bevölkerung schaffen

- Zugang zu Abtreibung nach medizinischen Standards ermöglichen

Ein Schiff erregt Aufsehen

Mit dem Schiff fahren Frauen 12 Meilen vor die Küste in internationale Gewässer und nehmen dort legal die Abtreibungspille. Diese medikamentöse Methode hat sich weltweit als medizinischer Standard etabliert, weil sie sehr sicher und wirksam ist. Das Schiff wird sich eine Woche in Guatemala aufhalten. Organisiert wird die Initiative von der Ärztin Rebecca Gomperts, die Frauen nach europäischen Standards berät und behandelt. Die Holländerin, die mit dem Abtreibungsschiff globale Bekanntheit erlangte, segelt seit Jahren in Länder in denen die Abtreibung verboten ist. Seit 2001 war das Schiff in Irland, Polen, Portugal, Spanien und Marokko und erregte stets großes mediales Aufsehen, und erhielt großen Zuspruch der Bevölkerung.

Women on Waves

Ist eine niederländische non-profit-Organisation, die für das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche kämpft. Sie wurde 1999 von Rebecca Gomperts gegründet. Die Organisation verfolgt das Ziel, Frauen in jenen Ländern zu helfen, in denen ihnen ein legaler und damit sicherer Abbruch verwehrt wird.

Die Hilfe wird auf einem Schiff angeboten, das mit Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch wünschen, in internationale Gewässer fährt, um die Behandlung dort legal durchzuführen.

Über Rebecca Gomperts

Die in Paramaribo, dem ehemaligen Holländisch-Guyana geborene Ärztin hat Medizin und Kunst studiert, eine Nautik-Schule besucht, ist mit Greenpeace auf der Rainbow Warrior II zur See gefahren und hat einen Roman geschrieben. 1999 hat sie dann die Organisation „Women on Waves“ gegründet. In Ergänzung dazu hat Dr. Gomperts auch die Organisation Women on Web ins Leben gerufen, welche die Medikamente für einen medikamentösen Abbruch weltweit an Frauen in allen Länder verschickt, in denen der Abbruch verboten ist. Vor kurzem erregte die Aktion internationale Aufmerksamkeit als eine Drohne die Abtreibungspille nach Polen und Irland flog.

www.womenonweb.org

Abtreibungsverbot tötet Frauen

47.000 Frauen sterben jährlich laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) an laienhaft durchgeführten Abtreibungen, weil die Frauen in einem Land leben, in welchem dieser verboten ist. Die Abtreibungspille wurde von der WHO auf die Liste der essentiellen Medikamente gesetzt. Jedes Jahr entscheiden sich weltweit etwa 43 Millionen Frauen aller Länder, Kulturen und Religionen, ihre Schwangerschaft zu beenden. 21 Millionen dieser Abtreibungen finden laut WHO unter illegalen und lebensgefährlichen Bedingungen statt.

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12.01.2017

Anteil der E-Pkw bei Neuwagen in Österreich drei Mal so hoch wie in Deutschland

Obwohl in Deutschland im Vorjahr eine Kaufprämie für E-Pkw eingeführt wurde, war in Österreich der Anteil der E-Pkw bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 dreimal so hoch Obwohl in Deutschland im Vorjahr eine Kaufprämie für E-Pkw eingeführt wurde, war in Österreich der Anteil der E-Pkw bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 dreimal so hoch

Obwohl in Deutschland im Vorjahr eine Kaufprämie für E-Pkw eingeführt wurde, war in Österreich der Anteil der E-Pkw bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 dreimal so hoch, macht der VCÖ aufmerksam. Die Zahl der neuzugelassenen E-Pkw hat sich im Vorjahr in Österreich mehr als verdoppelt. Während auf private Haushalte mehr Benziner als Diesel-Pkw zugelassen wurden, wurden insgesamt im Vorjahr mehr Diesel-Pkw gekauft. Fast 64 Prozent der Neuwagen wurde auf "juristische Personen" (Firmen, Betriebe, Organisationen) zugelassen, die zu mehr als 60 Prozent mit Diesel fahren. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, damit die Fahrzeuge beim Fahren auf der Straße sowohl bei den Schadstoffen als auch bei den CO2-Emissionen und dem Spritverbrauch jene Werte einhalten, die von den Herstellern angegeben werden.

Positiv sieht der VCÖ die deutliche Zunahme bei den E-Pkw. Mit 3.826 E-Pkw wurden im Vorjahr mehr als doppelt so viele batterieelektrische Pkw neu zugelassen als im Jahr 2015. "Mit 1,2 Prozent ist der Anteil der E-Pkw in Österreich mehr als dreimal so hoch wie in Deutschland mit 0,35 Prozent, wo die Kaufprämie für E-Autos ein Flop war", stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. Der VCÖ weist darauf hin, dass das Klimaabkommen von Paris bedeutet, dass spätestens im Jahr 2050 der Verkehr ohne Erdöl und damit ohne Benzin und Diesel funktionieren muss. Es bleiben noch 33 Jahre, um die Energiewende im Mobilitätsbereich zur Gänze umzusetzen.

Im Jahr 2016 kamen die Benzin- und Diesel-Pkw gemeinsam auf einen Marktanteil von 97,3 Prozent (nach 98,1 Prozent im Jahr 2015). Auch im Vorjahr wurden in Österreich mehr Diesel-Pkw (188.820) als Benziner (131.756) neu zugelassen, macht der VCÖ aufmerksam. Während bei den auf "juristische Personen", also Firmen, Betriebe, Organisationen, neu zugelassene Pkw fast zwei Drittel mit Diesel fahren, haben bei den von privaten Haushalten gekauften Neuwagen die Benziner die Nase leicht vorne. Jedoch wurden im Vorjahr nur 36,3 Prozent der Neuwagen von privaten Haushalten gekauft.

"Leider sind die neuen Diesel-Pkw beim Fahren auf der Straße bei weitem nicht so schadstoffarm wie die Herstellerangaben vermuten lassen", weist VCÖ-Experte Gansterer auf eine vergangene Woche veröffentlichte Studie des europäische Forschungsinsituts ICCT hin, das den Abgasskandal bei VW mit aufgedeckt hat. Demnach stoßen neue Diesel-Pkw der modernsten Abgasklasse EURO 6 beim Fahren auf der Straße im Schnitt doppelt so viele Stickoxide aus wie moderne Lkw. Der NOx-Grenzwert für neue Diesel-Pkw beträgt 80 Milligramm pro Kilometer, tatsächlich verschmutzen sie beim Fahren auf der Straße die Luft mit im Schnitt sechs Mal so hohen Stickoxidmengen.

Auch der reale Spritverbrauch der Neuwagen ist leider bei weitem nicht so gesunken, wie die Herstellerangaben vermuten lassen. Laut Herstellerangaben ist der Spritverbrauch der Neuwagenflotte bei Diesel von 6,2 Liter pro 100 Km im Jahr 2007 auf 4,7 Liter pro 100 km im Jahr 2016 zurückgegangen. Zur gleichen Zeit ist aber die Abweichung des tatsächlichen Spritverbrauchs der EU-Neuwagenflotte von 16 Prozent im Jahr 2007 auf mehr als 40 Prozent stark gestiegen. " Autokäufer, die den realen Spritverbrauch des alten Autos mit dem angegebenen Verbrauch des Neuwagens vergleichen und sich eine starke Verringerung der Spritkosten erwarten, erleben nach den ersten Fahrten eine böse Überraschung. Im Schnitt kostet der Mehrverbrauch mehrere hundert Euro im Jahr an zusätzlichen Spritkosten und zusätzlich wird die Umwelt mit mehr klimaschädlichem CO2 belastet", macht VCÖ-Experte Gansterer auf die Folgen aufmerksam. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, damit die Fahrzeuge beim Fahren auf der Straße sowohl bei den Schadstoffen als auch bei den CO2-Emissionen und dem Spritverbrauch jene Werte einhalten, die von den Herstellern angegeben werden.

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17.01.2017

Weiterbildungsplattform micelab:bodensee geht in die Praxis

Erstkontakt in zweierlei Hinsicht: Beim allerersten micelab:experts in Bregenz lernen die Teilnehmer einander kennen. Erstkontakt in zweierlei Hinsicht: Beim allerersten micelab:experts in Bregenz lernen die Teilnehmer einander kennen.

Erstes Lernmodul micelab:experts fand im Dezember in Bregenz statt

Bregenz, 16. Januar 2017 – Fünfzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Bodenseeregion trafen sich an drei Tagen im Dezember zum ersten micelab:experts. Anhand der hypothetischen Aufgabe einen Traumkongress zu kreieren, testeten sie eine breite Palette verschiedener Kommunikationsmethoden und innovativer Formate. Die neuen Erfahrungen geben die Experten in ihren Veranstaltungshäusern an ihre Kolleginnen und Kollegen weiter.

Nach dem erfolgreichen Start im Herbst ging die Weiterbildungsplattform micelab:bodensee im Dezember in die nächste Runde: Fünfzig Praktiker aus der Veranstaltungs- und Tourismusbranche nahmen im Festspielhaus Bregenz am ersten Lernmodul, dem micelab:experts, teil. „experts“ deshalb, „weil jeder Teilnehmer in seinem Bereich – vom Veranstaltungsmanager über Techniker bis zum Caterer – Experte ist und zum Gelingen eines Kongresses beiträgt“, so die Maxime der Veranstalter von den Netzwerken Bodensee Meeting und der kongress tanzt.

Aufgabe des ersten Tages war, einen Traumkongress zu entwerfen. Dazu setzten sich die Teilnehmenden in Kleingruppen intensiv mit der Zielklärung auseinander. Warum dies so wichtig ist, vermittelte Veranstaltungsdramaturgin und Kuratorin Tina Gadow: „Auch wenn die Beteiligten glauben, sich zu verstehen, existieren in den Köpfen oft unterschiedliche Bilder.“

Methodisches Fragen hilft, Missverständnisse auszuräumen und zu einem gemeinsam definierten Ziel zu gelangen. So übten die Teilnehmenden etwa in einem Rollenspiel, zirkulär zu fragen: „Was erzählt ein Teilnehmer nach der Veranstaltung begeistert einem Freund?“ Oder lösungsorientiert: „Welches Problem soll die Veranstaltung helfen zu lösen?“

Scheiter heiter

Am zweiten Tag ging die Gruppe der Frage nach, welche Rolle Angst und Vertrauen bei Veranstaltungen spielen – und zwar ganz praktisch. Gast-Coach Roberto Hirche führte die Teilnehmer dazu in die Prinzipien des Improvisationstheaters ein.

Rasch wurde klar: Fast jeder hat Angst zu versagen. Das kann auch passieren, wenn man als Veranstalter Neues ausprobiert. Frei nach dem Motto „Scheiter heiter“ sammelten die Teilnehmer Mut und Vertrauen, auch Fehler zu akzeptieren und diese als Grundlage für neue Ideen heranzunehmen.

Mit Ängsten konfrontiert sind mitunter auch Teilnehmer eines Open Space. Etwa: Man hat ein Thema und keiner kommt. Oder: Der besuchte Workshop ist nicht der richtige. Ein Open Space ist nach bestimmten Prinzipien organisiert, die der Zusammenarbeit eine neue Grundlage geben. Sie helfen, Gewohntes loszulassen und anzunehmen, was ist. „So lädt ‚das Gesetz der zwei Füße‘ ein, einen Workshop zu verlassen und dort hinzugehen, wo es einen gerade hinzieht und man mehr beitragen und mitnehmen kann“, erläuterte Tina Gadow. „Gemeinhin gilt das als unhöflich. Im Open Space ist es das explizit nicht, denn hier darf jeder tun, was für ihn selbst in dem Moment am sinnvollsten ist, oder wo der gegenseitige Nutzen größer ist.“ Dieses Vertrauen in die Teilnehmer, das dem Open Space als Haltung zugrunde liegt, schafft wiederum Vertrauen untereinander.

Formate kennenlernen

Neben Open Space probierten die fünfzig „Experten“ auch die Präsentationstechnik Pecha Kucha, die kommunikativen Murmelrunden, Geh-Spräche und die Diskussionsform Fish Bowl aus. „Es hat Spaß gemacht, verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten kennenzulernen“, meldeten viele Teilnehmer zurück. Auch der Austausch unter Branchenkollegen und Netzwerken ist beim ersten micelab:experts in Bregenz gut angekommen.

Neben vielen neuen Erfahrungen nahmen die Teilnehmenden eine „Hausaufgabe“ mit: Als Teil des micelab:experts sollen sie das Gelernte im eigenen Betrieb anwenden, etwa in internen Workshops mit Kolleginnen und Kollegen. „So agieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Multiplikatoren für eine innovative Kongresskultur“, ist Kurator Michael Gleich überzeugt.

Auf Basis der Rückmeldungen und Evaluierungen des Prototyps entwickeln die Kuratoren das Modul micelab:experts nun weiter. Der nächste experts findet im Frühjahr statt. Termin und Veranstaltungsort werden demnächst auf der Homepage www.micelab-bodensee.com bekanntgegeben.

Über micelab:bodensee

micelab:bodensee ist die erste Weiterbildungsplattform für Veranstalter im deutschsprachigen Raum. Sie wurde von den Netzwerken Bodensee Meeting und der kongress tanzt entwickelt und startete im Oktober 2016. micelab:bodensee umfasst drei Module mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Alle Module des micelab:bodensee haben einen erkundenden Charakter eines Labors. Beim Modul micelab:explorer liegt der Fokus auf der Forschung mit Impulsgebern aus unterschiedlichen Disziplinen. Es ist als Ideenschmiede angelegt. micelab:experts und micelab:experience richten sich an die Praktiker der MICE-Branche, also an Mitarbeiter aller Gewerke in Veranstaltungshäusern, Eventagenturen, Kulturinstitutionen und Marketingverantwortliche von Wirtschaftsbetrieben. Die Plattform ist ein EU-gefördertes Interreg V-Projekt. Als Kuratoren zeichnen die Veranstaltungsdramaturgin Tina Gadow und der Journalist Michael Gleich vom Netzwerk der kongress tanzt verantwortlich.

Infos unter www.micelab-bodensee.com

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

Bodensee Meeting, Stefanie Thurner, 0041/7122737-32, stefanie.thurner@st.gallen-bodensee.ch

Pzwei. Pressearbeit, Mag. Daniela Kaulfus, 0043/699/19259195, daniela.kaulfus@pzwei.at

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23.01.2017

Smartphones als zunehmende Konkurrenz für Bankfilialen

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Nutzung der „neuen“ Bezahl- und Banktransaktionsmethoden in Österreich bereits angekommen ist und sich gut etabliert hat. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Nutzung der „neuen“ Bezahl- und Banktransaktionsmethoden in Österreich bereits angekommen ist und sich gut etabliert hat.

Man wird sich noch an die Zeiten erinnern, in denen die Begriffe Online- und Mobile-Banking für die meisten ÖsterreicherInnen noch ein Fremdwort waren und die Diskussionen rund um die Datensicherheit und fehlerlose Abwicklung in Zusammenhang mit diesen beiden Methoden noch im Vordergrund standen. Mittlerweile hat die Digitalisierung und die damit verbundene Nutzung der „neuen“ Technologien in der Finanzbranche ein neues Ausmaß angenommen und scheint auch in Österreich nicht mehr aufzuhalten zu sein. Laut einer aktuellen GfK Online-Umfrage unter 500 online-affinen ÖsterreicherInnen nutzt bereits mehr als jeder Zweite das Online-Banking mindestens einmal wöchentlich, jeder Vierte gibt an, auch das Mobile-Banking zumindest einmal pro Woche zu nutzen.

Die Themen rund um das Online- und Mobile-Banking werden für ÖsterreicherInnen immer vertrauter und sind bereits für viele Bankkunden Teil des täglichen Lebens geworden. So wird Online-Banking, laut aktueller GfK Umfrage, von 53 % der erwachsenen InternetnutzerInnen in Österreich zumindest einmal pro Woche genutzt, jeder Vierte gibt an, auch MobileBanking zumindest einmal wöchentlich zu nutzen.

Auch die wahrgenommene Sicherheit bei der Durchführung von Bankgeschäften online entwickelt sich positiv: Mehr als jeder Zweite ist der Meinung, dass die Durchführung von Bankgeschäften im Internet in den letzten Jahren eher oder sogar viel sicherer geworden ist. Nutzung von Mobile-Banking wird noch etwas kritischer beurteilt: Nur etwa jeder Dritte ist der Meinung, dass sich die Sicherheit bei der Durchführung von Bankgeschäften am Handy oder Tablet in den letzten Jahren deutlich oder zumindest eher verbessert hat. „14 % der befragten Mobile-Banking-Nutzer haben innerhalb der letzten 12 Monate begonnen, diese Methode zu nutzen. 7 % nutzen es seit den letzten 6 Monaten, was auf die vorschreitende Akzeptanz und weiteres Potential bei dieser Bezahl- und Abwicklungsmethode hindeuten lässt“ – kommentiert Yuliya Fischer von der Finanzmarktforschung der GfK Austria.

Mobile-Banking und Sicherheit

„Vom Mobile-Banking wird vor allem erwartet, dass es unkompliziert in der Anwendung, sicher und kostenlos ist“ – führt Frau Fischer weiter fort. Gefragt nach den genutzten Sicherheitsmaßnahmen nennen zwei Drittel der Mobile-Banking-Nutzer die regelmäßige Überprüfung des Kontostandes und Nutzung von sicheren Passwörtern und PIN-Codes als meistgenutzte Maßnahmen. Diese beiden Maßnahmen bewerten die meisten Mobile-Banking-Nutzer als absolut unverzichtbar. 70 % der Befragten würden auch auf die Nutzung von mTANs nicht verzichten. Die große Mehrheit der Mobile-Banking-Nutzer ist überzeugt, dass die Aufbewahrung von PIN-Codes außerhalb des Smartphones oder Tablets, die Nutzung von offiziellen Banking-Apps und sicheren Passwörtern sowie die mTAN-Nutzung die höchste Sicherheit bei der Durchführung der Banking-Transaktionen am Handy oder Tablet bieten.

Zahlen mit der Karte und kontaktlos Weitere Abwicklungsmethoden, deren Nutzung sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich intensiviert hat, sind auch die Nutzung von Bankomat- und Kreditkarte sowie das kontaktlose Zahlen mittels NFC-Funktion der Bankomatkarte oder am Smartphone. Zwei Drittel der Befragten geben an, die Bankomatkarte mindestens einmal pro Woche für die Bezahlung zu verwenden (2015: 58 %), die Kreditkarte wird dafür von 22 % der ÖsterreicherInnen (2015: 16 %) zumindest einmal wöchentlich genutzt. Im Vergleich zum Vorjahr scheint aber vor allen das Zahlen mittels kontaktloser Funktion der Bankomatkarte oder des Smartphones deutlich zugenommen haben: 14% der Befragten nutzen es ebenfalls zumindest einmal pro Woche, wobei es 2015 nur 6% genutzt haben.

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Nutzung der „neuen“ Bezahl- und Banktransaktionsmethoden in Österreich bereits angekommen ist und sich gut etabliert hat. Auch die wahrgenommenen Barrieren für die Nutzung dieser Methoden werden immer niedriger. „Die richtige Kommunikation – vor allem was die Sicherheit dieser Bezahlmethoden betrifft – könnte dazu beitragen, die Akzeptanz dieser Methoden weiterhin zu steigern, um noch vorhandenes Potenzial auszuschöpfen, sowie das Vertrauen der Kunden in diese Bezahl- und Transaktionsmethoden weiter zu steigern“ schließt Frau Fischer ab.

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23.02.2017

drexel und weiss: Schullüftungsgerät aeroschool leistungsfähiger und energiesparender

Der neue aeroschool 600 sorgt in Schulklassen für frische Luft. Er liefert mehr Leistung bei besonders niedrigem Energieverbrauch. Der neue aeroschool 600 sorgt in Schulklassen für frische Luft. Er liefert mehr Leistung bei besonders niedrigem Energieverbrauch.

Flexible Regelung – Vernetzung und zentrale Steuerung möglich – kompakt und besonders leise

Wolfurt, 23. Februar 2017 – Mehr Leistung bei noch weniger Energieverbrauch: Der Vorarlberger Haustechnik-Hersteller drexel und weiss hat eine neue Version seines Lüftungsgeräts aeroschool speziell für Schulklassen entwickelt. Das kompakte Gerät arbeitet beinahe lautlos. Es lässt sich über Sensoren steuern und zentral in die Haustechnik einbinden. Erstmals präsentiert drexel und weiss das Schullüftungsgerät aeroschool 600 im März bei der Energiesparmesse in Wels und der ISH Frankfurt.

In Schulklassen herrscht oft im wahrsten Sinn des Wortes dicke Luft. Auch wenn Schüler und Lehrer in den Pausen regelmäßig lüften, liegt die mittlere CO2-Konzentration meist bei 2000 bis 3000 ppm. Das ist das Doppelte bis Dreifache des empfohlenen Wertes. Die logische Folge: Die Konzentration lässt massiv nach. Selbst gesundheitsgefährdende CO2-Konzentrationen von 6700 ppm wurden in Schulklassen schon gemessen.

In den vergangenen zehn Jahren rüstete der Vorarlberger Haustechnik-Hersteller drexel und weiss eine Vielzahl an Schulen in Österreich, Deutschland und der Schweiz mit seinem Lüftungsgerät aeroschool aus. Die Erfahrungen ließ das Unternehmen in die neue Version des Geräts einfließen, die es bei der Energiesparmesse Wels (1. bis 5. März) und auf der ISH Frankfurt (14. bis 18. März) erstmals vorstellt.

Steuerung ganz nach Bedarf

Der neue aeroschool 600 liefert bis zu 850 Kubikmeter Frischluft pro Stunde. Gleichzeitig sinkt der Energieverbrauch deutlich. Eine innovative Umluftschaltung hält nun die Anlage frostfrei. Das reduziert die elektrische Anschlussleistung für die Geräte und damit die Betriebskosten deutlich. Die Umluftschaltung ersetzt die elektrische Frostfreihaltung mit 2400 Watt Leistung. Bei sehr tiefen Außentemperaturen wärmt eine elektrische Nachheizung mit 400 Watt die Zuluft im aeroschool 600.

Regeln lässt sich das Gerät ganz nach den Bedürfnissen vor Ort. „Die Geräte werden typischerweise dezentral mit einem CO2-Sensor gesteuert“, schildert Gordon Bilgeri, Entwicklungsleiter von drexel und weiss. „Sie lassen sich aber auch vernetzen und in die Haustechnik einbinden. Dann steuert der Hauswart alle Geräte seiner Schule bequem über eine zentrale Steuerungseinheit.“

Wie bisher arbeitet der aeroschool 600 beinahe lautlos – für Schulen ein wesentliches Kriterium. Auch die kompakten Maße hat drexel und weiss beibehalten: So kann das Gerät gut in Möbel integriert werden. Ein Fassaden-Anschlusselement für die Wanddurchführung und die Außenfassade bietet das Unternehmen künftig als Zubehör an.

Zwei Großaufträge

In zwei großen Schulen in Bayern und in der Schweiz mit 90 beziehungsweise 100 Klassen hat drexel und weiss bereits die ersten Geräte der neuen Generation installiert. „Die Verbrauchswerte sind ebenso positiv wie die Rückmeldungen von Lehrern, Schülern und Hauswarten“, freut sich drexel-und-weiss-Geschäftsführer Josias Gasser. Er ist überzeugt: „Mit dem neuen aeroschool 600 werden wir unserer Vorreiterrolle gerecht.“

Information: www.drexel-weiss.at

Über drexel und weiss

Die drexel und weiss energieeffiziente Haustechniksysteme GmbH ist ein mittelständischer Anbieter zeitgemäßer Gebäudetechnik für energieeffiziente Gebäude. Durchdachte Systemlösungen für Heizung, Lüftung, Warmwasser und Kühlung sorgen für hohen Komfort, gesundes Raumklima und wirtschaftlichen Betrieb im Ein- und Mehrfamilienhaus, in Schulen und Gewerbebauten.

Die 45 Mitarbeiter entwickeln und produzieren in Wolfurt (Vorarlberg/Österreich) eine breite Palette an Lüftungs- und Kompaktgeräten. Firmengründer Christof Drexel und Bernhard Rauter sind an der drexel und weiss energieeffiziente Haustechniksysteme GmbH beteiligt. Mehrheitseigentümer des Unternehmens ist seit 2013 die Josias Gasser Baumaterialien AG.

Die Gasser Baumaterialien AG mit Sitz in Chur (CH) ist auf nachhaltiges Bauen spezialisiert. Sie beschäftigt derzeit 126 MitarbeiterInnen.

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

drexel und weiss energieeffiziente Haustechniksysteme GmbH, Philipp Stefaner, Telefon 0043/5574/47895-0, Mail p.stefaner@drexel-weiss.at

Pzwei. Pressearbeit, Wolfgang Pendl, Telefon 0043/699/10016399, Mail wolfgang.pendl@pzwei.at

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29.01.2017

Van der Bellen in ÖSTERREICH: "Glaube nicht an unmittelbare Neuwahlen"

Van der Bellen glaubt, dass die Regierung vorerst weiterarbeiten wird Van der Bellen glaubt, dass die Regierung vorerst weiterarbeiten wird

Im Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH (Sonntagsausgabe) nimmt Bundespräsident Alexander Van der Bellen zur aktuellen Koalitionskrise Stellung. Van der Bellen glaubt, dass die Regierung vorerst weiterarbeiten wird: "Keine unmittelbare Neuwahl ... Ich bin optimistisch, dass pessimistische Prognosen nicht eintreffen. Ich bin eigentlich ganz zuversichtlich, dass die Verhandlungen in ganz wesentlichen Punkten zu einem Ergebnis kommen."

Aber: "Machen wir uns nichts vor. Wenn die Mehrheit des Nationalrates beschließt, Neuwahlen auszuschreiben, habe ich das zur Kenntnis zu nehmen."

Über seine Rolle bei der Beilegung des Konflikts sagt Van der Bellen:

"Meine Rolle ist nicht die des väterlichen Zuredens. Ich ja kein Neuling. Politik hat ihre Spielregeln Das Aufkochen von Emotionen und Aufbauschen von Konflikten gehört halt manchmal dazu." Und: "Ich werde nicht öffentlich Schmerzgrenzen nennen. Wichtig für mich ist, dass die Arbeitslosigkeit bekämpft und Kindern und Jugendlichen die Zukunft erleichtert wird. Das gilt auch für die Flüchtlingskinder, die sind ja leicht zu integrieren."

Van der Bellen glaubt, dass die Welt eine lange krisenhafte Periode durchleben wird: "Das ist realistisch. Im Chinesischen gibt es eine Verwünschung, die lautet: Mögest du in interessanten Zeiten leben. Die Zeiten sind interessant. Die Situation in der EU ist beunruhigend, die Wahl in den USA lässt viele Fragen offen. Ich würde es etwa sehr bedauern, wenn die US-Politik darauf hinausläuft, die Klima-Ergebnisse von Paris zu unterlaufen Das betrifft uns alle. Nicht nur Eisbären. In diesem Fall sind wir die Eisbären. Das alles wird uns begleiten in den nächsten Jahren."

Den CETA-Vertrag wird Van der Bellen voraussichtlich unterschreiben: "Wenn es vom Parlament ratifiziert wird, wird der Bundespräsident aber sehr gute Argumente brauchen , um es nicht zu unterschreiben. Das Parlament verkörpert ja den Volkswillen."

Einer Fußfessel für "Gefährder" steht Van der Bellen skeptisch gegenüber: "Natürlich ist das problematisch, ein Spannungsfeld zwischen Freiheit – einem Grundprinzip einer liberalen Demokratie – und andererseits dem Sicherheitsbestreben. Ohne Sicherheit keine Freiheit. Das ist eine ganz heikle Entscheidung."

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09.03.2016

VCÖ: 40 Tonnen Lkw nutzt Straßen so stark ab wie bis zu 50.000 Pkw

40 Tonnen Lkw nutzt Straßen so stark ab wie bis zu 50.000 Pkw 40 Tonnen Lkw nutzt Straßen so stark ab wie bis zu 50.000 Pkw

Auf die Bundesländer und Gemeinden rollt eine Kostenlawine zu. „In den kommenden Jahren wird ein großer Teil des Landes- und Gemeindestraßennetzes generalsaniert. Der Rechnungshof hat schon vor einigen Jahren darauf hingewiesen, dass die Erhaltungs- und Sanierungskosten der Landes- und Gemeindestraßen stark steigen werden“, erinnert VCÖ-Experte Markus Gansterer. Bis zum Jahr 2020 werden laut Rechnungshof die Sanierungskosten für Landes- und Gemeindestraßen von knapp mehr als 5.000 Euro auf bis zu 7.100 Euro pro Kilometer steigen. Derzeit kommt der Lkw-Verkehr für die von ihm verursachten Schäden nicht auf, den Großteil bezahlt die Allgemeinheit.

Der VCÖ weist darauf hin, dass Österreichs Straßennetz bereits eine Länge von 133.500 Kilometer hat. Derzeit zahlen Lkw nur auf den 2.200 Kilometern Autobahnen und Schnellstraßen eine Lkw-Maut. „Im Gegensatz zur Schweiz, wo flächendeckend am gesamten Straßennetz eine Maut für Lkw gilt, zahlen Lkw in Österreich auf nicht einmal zwei Prozent des Straßennetzes eine Maut“, macht VCÖ-Experte Gansterer aufmerksam.

Die realen Erfahrungen zeigen, dass mit der Lkw-Maut die Effizienz des Gütertransports steigt. Die Zahl der Leerfahrten nimmt ab. „Die Geschichte wiederholt sich. Vor Einführung der Lkw-Maut auf Autobahnen und Schnellstraßen hieß es, Lebensmittel würden massiv teurer werden. In Wirklichkeit war dem nicht so. Kein Wunder, denn der Transportkostenanteil ist bei Lebensmittel und anderen Gütern des täglichen Gebrauchs sehr gering“, betont VCÖ-Experte Gansterer. Eine im Vorjahr veröffentlichte Studie des ÖIR zeigt, dass eine flächendeckende Lkw-Maut sich mit lediglich 0,2 Cent auf einen Liter Milch auswirken würde, auf ein Kilogramm Zucker ebenfalls mit 0,2 Cent, auf ein Kilogramm Äpfel mit 0,3 Cent und auf ein Kilogramm Erdäpfel mit 0,1 Cent.

Der VCÖ weist zudem darauf hin, dass der Lkw-Verkehr, der fast ausschließlich mit Diesel fährt, massiv von der steuerlichen Begünstigung von Dieseltreibstoff profitiert. Laut WIFO-Studie macht die Steuerbegünstigung auf Diesel rund 640 Millionen Euro pro Jahr aus, mehr als die Hälfte davon kommt dem Lkw-Verkehr zugute. In der Schweiz wird neben der flächendeckenden Lkw-Maut zudem Diesel nicht steuerlich begünstigt, sondern gleich hoch besteuert wie Eurosuper.

Der VCÖ fordert eine rasche Ausweitung der Lkw-Maut. Die Einnahmen sollen auch für eine Verbesserung des öffentlichen Verkehrsangebotes für Pendlerinnen und Pendler verwendet werden. "Ein gutes öffentliches Verkehrsangebot verringert die Mobilitätskosten und bringt der Bevölkerung eine spürbare Entlastung", betont VCÖ-Experte Gansterer.

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17.11.2016

Raubkatze unter Strom: Der Elektro-Jaguar kommt 2018

 Jaguar I-PACE Concept Jaguar I-PACE Concept

Jaguar hat auf der Los Angeles Auto Show sein erstes elektrisch angetriebenes Fahrzeug enthüllt: Die Design-Studie I-PACE Concept. Sie ist der Fingerzeig in die elektrische Zukunft von Jaguar.

Das Jaguar I-PACE Concept liefert die fahrerorientierte Performance und Dynamik mit beindruckenden Daten: Die an Vorder- und Hinterachse angebrachten Elektromotoren erzeugen im Duett 400 PS und ein ab dem ersten Meter zur Verfügung stehendes Drehmoment von 700 Nm. Der elektrische Allradantrieb verhilft dem I-PACE Concept zu einem sicheren Fortkommen unter allen Witterungs- und Straßenverhältnissen.

Die Batterie mit 90 kWh Kapazität erlaubt eine Reichweite von über 500 km (im Norm-Fahrzyklus). Damit muss ein durchschnittlicher Pendler das Fahrzeug nur ein mal pro Woche aufladen! Soll das "Tanken" schnell gehen, kann die Batterie in nur 90 Minuten auf 80% ihrer Kapazität aufgeladen werden.

Design Direktor Ian Callum über das Fahrzeug: „Das I-PACE Concept ist eine radikal neue Definition des Themas Elektrofahrzeug. Die Studie steht für die nächste Generation elektrisch angetriebener Fahrzeuge. Dies ist mehr als nur eine Konzeptstudie. Vielmehr der Vorbote eines fünfsitzigen Serienmodells, das schon 2018 auf die Straße rollen wird. Es wird der erste rein elektrisch angetriebene Jaguar sein und ein neues Kapitel in der Geschichte unserer legendären Marke aufschlagen.”

Der britische Konzern Jaguar Land Rover arbeitet mit Hochdruck an einer saubereren Zukunft für das Automobil. Dazu werden künftig neben weiter abgasoptimierten Benzin- und Dieselmotoren verstärkt batterieelektrische Antriebe, Plug-in-Hybride und Mild Hybrid-Systeme beitragen. Bis 2020 will das Unternehmen laut CEO Dr. Ralf Speth seinen Kunden in der Hälfte aller Fahrzeuge die Option einer Elektrifizierung anbieten.

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17.07.2016

Mehrheit will weder religiöse Symbole im Gerichtssaal noch Lehrerinnen mit Kopftuch

65% gegen Kopftuch, Kippa oder sichtbares Kreuz bei Richtern und Staatsanwälten 65% gegen Kopftuch, Kippa oder sichtbares Kreuz bei Richtern und Staatsanwälten

Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hat die Mehrheit der Bevölkerung wenig für die religiösen Symbole und Pflichten von Muslimen übrig. Auf die Frage, ob Richterinnen und Richter im Verhandlungssaal religiöse Kopfbedeckungen und Symbole wie Kopftuch, Kippa oder Kreuz sichtbar tragen dürfen sollen, antworten 42% mit nein, 23% sind eher dagegen.

Nur 17% sind eher dafür, 14% sagen, auf jeden Fall. Laut der vom Meinungsforschungsinstitut Unique research für „profil“ durchgeführten Umfrage zeigt sich ein ähnliches Meinungsbild bei Lehrerinnen mit Kopftuch. Hier sind 62% der Befragten ablehnend und nur 35% dafür. 3% enthielten sich einer Meinung. 60% würden Muslimen nicht erlauben, mehrmals am Tag ihre Gebetszeiten einzuhalten oder im Fastenmonat Ramadan während der Arbeitszeit zu fasten. 37% zeigen sich bei dieser Frage tolerant, 3% machten keine Angaben.

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16.01.2017

Energie-Anbieterwechsel kann jährlich bis zu 969 Euro sparen

Energie-Anbieterwechsel kann jährlich bis zu 969 Euro sparen Energie-Anbieterwechsel kann jährlich bis zu 969 Euro sparen

"Zum Jahresauftakt können Strom- und Gaskunden besonders viel Geld sparen", sagt Wirtschafts-und Energieminister Reinhold Mitterlehner anlässlich der Veröffentlichung des neuen Energiepreismonitors, der auf Berechnungen und Erhebungen der E-Control basiert. Im Jänner liegt das Sparpotenzial beim Wechsel vom regionalen Standardanbieter zum günstigsten Anbieter von Strom und Gas je nach Region zwischen 603 Euro in Tirol sowie bis zu 969 Euro pro Jahr in Klagenfurt. „Jeder Wechsel spart Geld und belebt den Wettbewerb am Energiemarkt. Der Umstieg selbst ist einfach möglich und sollte daher stärker genützt werden“, sagt Mitterlehner.

Für Strom geben Österreichs Haushalte durchschnittlich zwischen 630 Euro pro Jahr im Netzgebiet Vorarlberg und 802 Euro pro Jahr im Netzgebiet Kärnten aus. Das Einsparpotenzial bei einem Wechsel vom regionalen Standardanbieter zum günstigsten Anbieter beträgt je nach Region zwischen 197 Euro pro Jahr in Tirol sowie 326 Euro pro Jahr in Oberösterreich inklusive Netzgebiet Linz. Die Zahlen wurden berechnet auf Basis eines durchschnittlichen Haushaltes, der jährlich 3.500 Kilowattstunden (kWh) Strom beim regionalen Standardanbieter bezieht.

Für Erdgas geben die Haushalte durchschnittlich zwischen 881 Euro pro Jahr in Vorarlberg und 1.210 Euro pro Jahr im Netzgebiet Klagenfurt aus. Das Einsparpotenzial bei einem Wechsel vom Standardanbieter zum günstigsten Anbieter beträgt je nach Region zwischen 406 Euro in Tirol und 687 Euro pro Jahr in Klagenfurt. Berechnet wurden diese Zahlen auf Basis eines Haushaltes, der 15.000 kWh beim regionalen Standardanbieter bezieht.

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