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inhalt
17.07.2016

Mehrheit will weder religiöse Symbole im Gerichtssaal noch Lehrerinnen mit Kopftuch

65% gegen Kopftuch, Kippa oder sichtbares Kreuz bei Richtern und Staatsanwälten 65% gegen Kopftuch, Kippa oder sichtbares Kreuz bei Richtern und Staatsanwälten

Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hat die Mehrheit der Bevölkerung wenig für die religiösen Symbole und Pflichten von Muslimen übrig. Auf die Frage, ob Richterinnen und Richter im Verhandlungssaal religiöse Kopfbedeckungen und Symbole wie Kopftuch, Kippa oder Kreuz sichtbar tragen dürfen sollen, antworten 42% mit nein, 23% sind eher dagegen.

Nur 17% sind eher dafür, 14% sagen, auf jeden Fall. Laut der vom Meinungsforschungsinstitut Unique research für „profil“ durchgeführten Umfrage zeigt sich ein ähnliches Meinungsbild bei Lehrerinnen mit Kopftuch. Hier sind 62% der Befragten ablehnend und nur 35% dafür. 3% enthielten sich einer Meinung. 60% würden Muslimen nicht erlauben, mehrmals am Tag ihre Gebetszeiten einzuhalten oder im Fastenmonat Ramadan während der Arbeitszeit zu fasten. 37% zeigen sich bei dieser Frage tolerant, 3% machten keine Angaben.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
30.05.2016

Der Erfolg der FPÖ ist auch ein Erfolg ihrer „einfachen Sprache“

FPÖ-Parteigänger tragen bei feierlichen Anlässen die Kornblume im Revers FPÖ-Parteigänger tragen bei feierlichen Anlässen die Kornblume im Revers

Jahrelang konnte sie ihre Macht ausbauen, weil ihr leidenschaftslose Regierende mit einer „technokratischen Sprache“ nichts entgegensetzen konnten.

Herbert Kickl ist ein Meister seines Fachs. Er versteht sein Handwerk der politischen Agitation. Und er hat mit Norbert Hofer und Heinz-Christian Strache treue Gesellen, die seine Vorgaben umsetzen. Der zurückliegende Bundespräsidentenwahlkampf bietet hierfür Anschauungsmaterial. Die FPÖ verstand es, mit ihrer Sprache bei einer breiten Wählerschaft Bilder im Kopf entstehen zu lassen, die sich in Wählerstimmen verwandelt haben.

Es stimmt: Die FPÖ-Parteigänger tragen bei feierlichen Anlässen die Kornblume im Revers. Einst Symbol der antisemitischen und deutschnationalen Bewegung des 19. Jahrhunderts. Dort, im 1848er-Jahr, sehen die Freiheitlichen ihre Tradition begründet, sie sehen sich selbst als Drittes Lager. Also müsste man doch meinen, die FPÖ, die erst vor wenigen Wochen ihren 60. Gründungsparteitag gefeiert hatte, zählt zur politischen Elite der Republik. Doch Kickl hat es schon lange verstanden, das Establishment woanders zu verorten. Obwohl zahlreiche FPÖler wichtige Funktionen in der Republik ausüben, rückt er die FPÖ außerhalb des Establishments, stellt sie abseits der Elite, des Systems, wie er es abschätzig nennt. Kickl lässt damit einen kleinen Film im Kopf der Angesprochenen ablaufen: Da oben sind Leute (er sagt nicht Menschen) am Werk, die uns nicht mehr verstehen. Sie sind abgehoben, wir zahlen drauf. Sie öffnen die Grenzen für Ausländer, und wenn wir etwas sagen, nennen sie uns rechtsradikal.

SPÖ und ÖVP haben jahrelang darauf nicht reagiert, und wenn, dann in einer verschwurbelten technokratischen Sprache, die Ausdruck darüber gibt, dass in diesen beiden Parteien längst Leidenschaft und Inhalt abhandengekommen sind. Dass sich dazu die Grünen, eine im Vergleich jugendliche Partei, von der FPÖ ebenfalls zur Elite, zum System, zum Establishment zurechnen ließen, zeigt ihre Schwäche im politischen Diskurs auf.

Trotz Wahlniederlage reibt sich Kickl mitunter die Hände, weil Politiker die Bundespräsidentenwahl als Abrechnung mit dem Establishment interpretieren und Journalisten unreflektiert die Begrifflichkeit der FPÖ übernehmen.

Dass es nicht nur eine verschwommene Sehnsucht nach autoritärer Abschottung gibt, sondern eine republikanische, zeigt der Stimmungswandel der vergangenen zwei Wochen auf. Ausschlaggebend hierfür war auch eine Sprache – und zwar die des neuen Kanzlers, die man hierzulande so lange nicht mehr gehört hatte.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: böhringer friedrich - Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5 / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel, Ausgabe vom 30. Mai 2016. Von MICHAEL SPRENGER. "System, Elite, Establishment"
16.04.2016

Experten warnen vor nutzlosen Testverfahren

Experten warnen vor nutzlosen Testverfahren Experten warnen vor nutzlosen Testverfahren

Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, warnen namhafte Allergologen nachdrücklich vor intensiv beworbenen Tests, mit denen man angeblich Unverträglichkeiten gegenüber Dutzenden von Nahrungsmitteln diagnostizieren kann. Das Tiroler Jungunternehmen Kiweno vertreibt diese knapp 100 Euro teuren Tests und erhielt hohe Aufmerksamkeit, nachdem die vermeintlich innovative Geschäftsidee in der TV-Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ vorgestellt worden war.

Die Diagnosemethode mittels bestimmter Antikörper ist seit Jahren bekannt, und ebenso lang weisen Experten darauf hin, dass man anhand dieser Antikörper niemals Unverträglichkeiten feststellen kann. profil ersuchte das Unternehmen mehrfach um Vorlage solider Studien, die den Sinn der Tests beweisen – jedoch vergeblich. Bis Freitag blieb die Firma solche Belege schuldig. Das große Problem bei diesen Tests aus medizinischer Sicht: Verunsicherte Patienten werden dazu verleitet, zahlreiche Nahrungsmitteln vom Speiseplan zu streichen, was sogar zu einer Unterversorgung führen kann.

„Auch wenn einer der Tests, die wir anbieten, wissenschaftlich noch nicht vollständig belegt ist, werden damit hervorragende Erfolge erzielt. Viele Menschen leiden jahrelang an Beschwerden, bei denen ihnen kein Arzt helfen kann. Oft werden sie als Hypochonder abgestempelt. Ich kenne das aus meiner eigenen Geschichte. In vielen dieser Fälle liegt eine Nahrungsmittelunverträglichkeit vor. Warum sollten wir also einen Test, der in der Praxis zum Wohlbefinden vieler Menschen beiträgt, nicht anbieten? “, erklärt Bianca Gfrei, Mitgründerin von kiweno.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Screenshot kiweno.com
21.04.2016

Österreichische Fussballfans sind Optimisten!

Geht es nach 500 befragten Österreicherinnen und Österreichern, gehört die österreichische Nationalmannschaft zu den Top-Favoriten bei der kommenden Fussball-Europameisterschaft im Sommer in Frankreich Geht es nach 500 befragten Österreicherinnen und Österreichern, gehört die österreichische Nationalmannschaft zu den Top-Favoriten bei der kommenden Fussball-Europameisterschaft im Sommer in Frankreich

TNS Info Research Austria hat eine national-repräsentative Stichprobe von Österreichern zum Thema UEFA Fussball-Europameisterschaft befragt. Geht es nach 500 befragten Österreicherinnen und Österreichern, gehört die österreichische Nationalmannschaft zu den Top-Favoriten bei der kommenden Fussball-Europameisterschaft im Sommer in Frankreich. 18% der Befragten glauben, dass Österreich im Juli Europameister wird! Damit gehört Österreich zu den Top-3-Favoriten. Absoluter Top-Favorit ist Weltmeister Deutschland (27%), gefolgt von Titelverteidiger Spanien (19%). Gastgeber Frankreich liegt mit 10% deutlich hinter Österreich auf Rang 4 der Favoriten.

Besonders optimistisch hinsichtlich Österreich sind Männer (22% meinen Österreich wird Europameister), Niederösterreicher (23%) und 45-54 jährige Personen (23%).

Wenn man die Befragungsergebnisse mit den Quoten von Wettanbieter William Hill* vergleicht, ergeben sich gar nicht so große Unterschiede: Nummer 1-Favorit bei William Hill ist Gastgeber Frankreich (Quote 1:4), knapp gefolgt vom Top-Favoriten der Befragung, Deutschland (Quote 1:4,5) und Spanien (1:6,5) - auch in der Befragung Nummer 3. Österreich liegt bei den Buchmachern auf dem sehr guten 9. Platz (Quote 1:34).

Die Mannschaften, die laut Befragten vorrangig ins EM-Finale kommen sind Deutschland (60%), Spanien (32%), Österreich (24%), Frankreich (23%) und Italien (15%). Österreich ist also in einer illustren Runde von (Ex-)Welt- und Europameistern!

Optimistisch bis realistisch antworten die Befragten, wenn man sie konkret fragt, wie weit Österreich im EM-Turnier kommt. 81% glauben, wir überstehen die Gruppenphase und kommen zumindest ins Achtelfinale, 57% sind überzeugt, dass wir zumindest ins Viertelfinale einziehen und stolze 35% glauben an einem Semifinal-Einzug.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Von http://www.flickr.com/people/drabikpany/ - http://www.flickr.com/photos/drabikpany/7216822466/, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=30045103
28.02.2017

Hoffentlich viel dicke Luft

Die europäische Umweltpolitik ist schwer nachvollziehbar. Vielleicht sorgt der EU-Rechnungshof endlich für Klarheit und zwingt Brüssel zu einer nachhaltigen Strategie gegen Luftverschmutzung. Und Österreich zum Aus für das Dieselprivileg. Die europäische Umweltpolitik ist schwer nachvollziehbar. Vielleicht sorgt der EU-Rechnungshof endlich für Klarheit und zwingt Brüssel zu einer nachhaltigen Strategie gegen Luftverschmutzung. Und Österreich zum Aus für das Dieselprivileg.

Die europäische Umweltpolitik ist eine gespaltene. Auf der einen Seite wird der volkswirtschaftliche Schaden von schlechter Luft mit 50 Milliarden Euro beziffert. Dann wiederum blockiert die EU mit einer von Lobbys dominierten Verkehrspolitik, dass die Luftqualität in besonders sensiblen Regionen wie im Tiroler Inntal besser wird. Dabei geht es nicht nur um ein ausgehöhltes sektorales Lkw-Fahrverbot für bahntaugliche Güter, sondern um eine generelle Verkehrsstrategie, die Umweltkosten miteinbezieht.

Österreich wird geklagt, weil es die Schadstoffgrenzwerte nicht einhält. Gleichzeitig verhindert die EU eine verursachergerechte Mautpolitik als wirksamstes Mittel, um den Güterverkehr auf die Schiene zu zwingen. Österreich musste die Lkw-Maut am Brenner senken, in Deutschland und Italien fahren die Transit-Lkw zum Cappuccino-Preis. Mit 1,7 Milliarden unterstützt Europa den Bau des Brennerbasistunnels, doch eine wirksame Verlagerungspolitik ist in Brüssel nicht zu erkennen. Zu allem Überdruss lässt die EU noch Riesen-Lkw in den Mitgliedsstaaten zu. Die so genannten Gigaliner leisten allerdings keinen Beitrag zur Reduktion der Luftschadstoffemissionen im Güterverkehr: Sie belasten.

So gesehen kann eine Prüfung des Europäischen Rechnungshofs vielleicht mehr bewirken als sich ständig wiederholende politische Absichtserklärungen, die nicht umgesetzt werden. Mindestens zwei Milliarden Euro gibt die Union jährlich für Maßnahmen gegen Luftverschmutzung aus, aber offenbar wirkt nur ein Bruchteil davon. Hoffentlich entzaubern die europäischen Rechnungshofprüfer endlich das grüne Mäntelchen, das sich Brüssel gerne anzieht und schnell wieder auszieht. Und was bedeutet die Umwelt-Kontrolle für Österreich bzw. Tirol?

Was politisch derzeit mittelmäßig erfolgreich ist, könnte der EU-Rechnungshof beschleunigen; nämlich eine konsequente Verlagerungspolitik und Beschränkung des Transitverkehrs. Mehr Druck auf eine ökologische Steuerreform wäre ebenfalls wünschenswert. Couragiert macht Umweltminister Andrä Rupprechter (VP) beim Dieselprivileg zwar stets einen Schritt nach vorne, um bei Gegenwind aber wieder einen zurückzugehen. Trotzdem gehört die steuerliche Bevorzugung von Diesel schon längst abgeschafft. Vor allem im Transitland Tirol zieht sie zusätzlichen Tanktourismus an. Auf Kosten der Umwelt werden Geschäfte gemacht – auch vom Finanzminister. Rechnungshofprüfungen sorgen oft für dicke Luft. Diesmal braucht es jede Menge Stunk, damit die Luft endlich besser wird.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Peter Nindler
17.01.2017

Weiterbildungsplattform micelab:bodensee geht in die Praxis

Erstkontakt in zweierlei Hinsicht: Beim allerersten micelab:experts in Bregenz lernen die Teilnehmer einander kennen. Erstkontakt in zweierlei Hinsicht: Beim allerersten micelab:experts in Bregenz lernen die Teilnehmer einander kennen.

Erstes Lernmodul micelab:experts fand im Dezember in Bregenz statt

Bregenz, 16. Januar 2017 – Fünfzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Bodenseeregion trafen sich an drei Tagen im Dezember zum ersten micelab:experts. Anhand der hypothetischen Aufgabe einen Traumkongress zu kreieren, testeten sie eine breite Palette verschiedener Kommunikationsmethoden und innovativer Formate. Die neuen Erfahrungen geben die Experten in ihren Veranstaltungshäusern an ihre Kolleginnen und Kollegen weiter.

Nach dem erfolgreichen Start im Herbst ging die Weiterbildungsplattform micelab:bodensee im Dezember in die nächste Runde: Fünfzig Praktiker aus der Veranstaltungs- und Tourismusbranche nahmen im Festspielhaus Bregenz am ersten Lernmodul, dem micelab:experts, teil. „experts“ deshalb, „weil jeder Teilnehmer in seinem Bereich – vom Veranstaltungsmanager über Techniker bis zum Caterer – Experte ist und zum Gelingen eines Kongresses beiträgt“, so die Maxime der Veranstalter von den Netzwerken Bodensee Meeting und der kongress tanzt.

Aufgabe des ersten Tages war, einen Traumkongress zu entwerfen. Dazu setzten sich die Teilnehmenden in Kleingruppen intensiv mit der Zielklärung auseinander. Warum dies so wichtig ist, vermittelte Veranstaltungsdramaturgin und Kuratorin Tina Gadow: „Auch wenn die Beteiligten glauben, sich zu verstehen, existieren in den Köpfen oft unterschiedliche Bilder.“

Methodisches Fragen hilft, Missverständnisse auszuräumen und zu einem gemeinsam definierten Ziel zu gelangen. So übten die Teilnehmenden etwa in einem Rollenspiel, zirkulär zu fragen: „Was erzählt ein Teilnehmer nach der Veranstaltung begeistert einem Freund?“ Oder lösungsorientiert: „Welches Problem soll die Veranstaltung helfen zu lösen?“

Scheiter heiter

Am zweiten Tag ging die Gruppe der Frage nach, welche Rolle Angst und Vertrauen bei Veranstaltungen spielen – und zwar ganz praktisch. Gast-Coach Roberto Hirche führte die Teilnehmer dazu in die Prinzipien des Improvisationstheaters ein.

Rasch wurde klar: Fast jeder hat Angst zu versagen. Das kann auch passieren, wenn man als Veranstalter Neues ausprobiert. Frei nach dem Motto „Scheiter heiter“ sammelten die Teilnehmer Mut und Vertrauen, auch Fehler zu akzeptieren und diese als Grundlage für neue Ideen heranzunehmen.

Mit Ängsten konfrontiert sind mitunter auch Teilnehmer eines Open Space. Etwa: Man hat ein Thema und keiner kommt. Oder: Der besuchte Workshop ist nicht der richtige. Ein Open Space ist nach bestimmten Prinzipien organisiert, die der Zusammenarbeit eine neue Grundlage geben. Sie helfen, Gewohntes loszulassen und anzunehmen, was ist. „So lädt ‚das Gesetz der zwei Füße‘ ein, einen Workshop zu verlassen und dort hinzugehen, wo es einen gerade hinzieht und man mehr beitragen und mitnehmen kann“, erläuterte Tina Gadow. „Gemeinhin gilt das als unhöflich. Im Open Space ist es das explizit nicht, denn hier darf jeder tun, was für ihn selbst in dem Moment am sinnvollsten ist, oder wo der gegenseitige Nutzen größer ist.“ Dieses Vertrauen in die Teilnehmer, das dem Open Space als Haltung zugrunde liegt, schafft wiederum Vertrauen untereinander.

Formate kennenlernen

Neben Open Space probierten die fünfzig „Experten“ auch die Präsentationstechnik Pecha Kucha, die kommunikativen Murmelrunden, Geh-Spräche und die Diskussionsform Fish Bowl aus. „Es hat Spaß gemacht, verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten kennenzulernen“, meldeten viele Teilnehmer zurück. Auch der Austausch unter Branchenkollegen und Netzwerken ist beim ersten micelab:experts in Bregenz gut angekommen.

Neben vielen neuen Erfahrungen nahmen die Teilnehmenden eine „Hausaufgabe“ mit: Als Teil des micelab:experts sollen sie das Gelernte im eigenen Betrieb anwenden, etwa in internen Workshops mit Kolleginnen und Kollegen. „So agieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Multiplikatoren für eine innovative Kongresskultur“, ist Kurator Michael Gleich überzeugt.

Auf Basis der Rückmeldungen und Evaluierungen des Prototyps entwickeln die Kuratoren das Modul micelab:experts nun weiter. Der nächste experts findet im Frühjahr statt. Termin und Veranstaltungsort werden demnächst auf der Homepage www.micelab-bodensee.com bekanntgegeben.

Über micelab:bodensee

micelab:bodensee ist die erste Weiterbildungsplattform für Veranstalter im deutschsprachigen Raum. Sie wurde von den Netzwerken Bodensee Meeting und der kongress tanzt entwickelt und startete im Oktober 2016. micelab:bodensee umfasst drei Module mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Alle Module des micelab:bodensee haben einen erkundenden Charakter eines Labors. Beim Modul micelab:explorer liegt der Fokus auf der Forschung mit Impulsgebern aus unterschiedlichen Disziplinen. Es ist als Ideenschmiede angelegt. micelab:experts und micelab:experience richten sich an die Praktiker der MICE-Branche, also an Mitarbeiter aller Gewerke in Veranstaltungshäusern, Eventagenturen, Kulturinstitutionen und Marketingverantwortliche von Wirtschaftsbetrieben. Die Plattform ist ein EU-gefördertes Interreg V-Projekt. Als Kuratoren zeichnen die Veranstaltungsdramaturgin Tina Gadow und der Journalist Michael Gleich vom Netzwerk der kongress tanzt verantwortlich.

Infos unter www.micelab-bodensee.com

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

Bodensee Meeting, Stefanie Thurner, 0041/7122737-32, stefanie.thurner@st.gallen-bodensee.ch

Pzwei. Pressearbeit, Mag. Daniela Kaulfus, 0043/699/19259195, daniela.kaulfus@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Ursula F. / Foto: micelab:bodensee/Anja Köhler
23.01.2017

Terror in Österreich: Nach Festnahme in Wien weitere Festnahme in Deutschland

Nach der Festnahme eines Tatverdächtigen in Wien-Favoriten wurde ein weiterer Tatverdächtiger in Deutschland verhaftet. Die Ermittlungen sind weiterhin im Gange. Nach der Festnahme eines Tatverdächtigen in Wien-Favoriten wurde ein weiterer Tatverdächtiger in Deutschland verhaftet. Die Ermittlungen sind weiterhin im Gange.

Hinweise auf eine konkrete Terrorgefahr und Ermittlungen führten die Polizei zu einem Tatverdächtigen in Wien. Er steht im Verdacht, sich radikalisiert zu haben und wurde am 20. Jänner 2017 kurz nach 18 Uhr in Wien Favoriten festgenommen. "Aufgrund von konkreten Hinweisen und unserer hervorragenden Vernetzung im Ausland war es möglich, so rasch zu einem Ermittlungserfolg zu kommen", sagte Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka am Abend des 20. Jänner 2017 bei einer Pressekonferenz in Wien. "Weitere Ermittlungsschritte sind derzeit im Gange." Die Hinweise waren vor wenigen Tagen eingegangen. Sie verdichteten sich zu einem Gesamtbild. "Es ist uns innerhalb weniger Tage gelungen, den Tatverdächtigen zu identifizieren und die Verdachtsmomente zu konkretisieren", sagte der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, Mag. Konrad Kogler. "Danach haben wir ihn sehr rasch ausgeforscht und unter Kontrolle gebracht." Die Ermittlungen sind vom Bundesamt für Verfassungsschutz geführt worden.

Am Sonntag wurde der 17-jährige Tatverdächtige auf Antrag der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt Josefstadt eingeliefert. Im Laufe des Wochenendes erfolgten Hausdurchsuchungen an mehreren Adressen in Wien und Niederösterreich. Bei diesen Durchsuchungen wurde Material beschlagnahmt, das aktuell ausgewertet wird. Die Auswertung des Materials sowie der Aussagen des Tatverdächtigen erfordern umfangreiche Detailarbeit. Erste Erkenntnisse zeigen, dass sich der Verdächtige in einem radikalen albanisch-islamistischen Milieu bewegt hat. "Die Person war jederzeit unter Kontrolle", betonte der Sprecher des Innenministeriums.

In Wien wurden neuralgische Orte weiterhin verstärkt überwacht. "Wir haben die Polizeipräsenz an Frequenzpunkten sowohl in Uniform als auch in Zivil sofort erhöht", berichtete Landespolizeivizepräsident Karl Mahrer noch am Freitag. "Diese Maßnahmen bleiben aufrecht." Mahrer ersuchte die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit. "Die Bürgerinnen und Bürger sollen bitte auf alleine gelassene Gegenstände achten, wie Koffer oder Rucksäcke." Verdächtige Wahrnehmungen oder Vorgänge sollen umgehend unter dem Notruf 133 gemeldet werden.

Innenminister Sobotka und Generaldirektor Kogler hatten am Freitag einen Arbeitsbesuch in Deutschland abgebrochen und waren nach Wien zurückgekehrt. Deutschland hat der österreichischen Bundesregierung enge Kooperation zugesichert. Die österreichischen Sicherheitsbehörden und das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) arbeiten eng zusammen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: J.Makowecz
12.01.2017

Anteil der E-Pkw bei Neuwagen in Österreich drei Mal so hoch wie in Deutschland

Obwohl in Deutschland im Vorjahr eine Kaufprämie für E-Pkw eingeführt wurde, war in Österreich der Anteil der E-Pkw bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 dreimal so hoch Obwohl in Deutschland im Vorjahr eine Kaufprämie für E-Pkw eingeführt wurde, war in Österreich der Anteil der E-Pkw bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 dreimal so hoch

Obwohl in Deutschland im Vorjahr eine Kaufprämie für E-Pkw eingeführt wurde, war in Österreich der Anteil der E-Pkw bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 dreimal so hoch, macht der VCÖ aufmerksam. Die Zahl der neuzugelassenen E-Pkw hat sich im Vorjahr in Österreich mehr als verdoppelt. Während auf private Haushalte mehr Benziner als Diesel-Pkw zugelassen wurden, wurden insgesamt im Vorjahr mehr Diesel-Pkw gekauft. Fast 64 Prozent der Neuwagen wurde auf "juristische Personen" (Firmen, Betriebe, Organisationen) zugelassen, die zu mehr als 60 Prozent mit Diesel fahren. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, damit die Fahrzeuge beim Fahren auf der Straße sowohl bei den Schadstoffen als auch bei den CO2-Emissionen und dem Spritverbrauch jene Werte einhalten, die von den Herstellern angegeben werden.

Positiv sieht der VCÖ die deutliche Zunahme bei den E-Pkw. Mit 3.826 E-Pkw wurden im Vorjahr mehr als doppelt so viele batterieelektrische Pkw neu zugelassen als im Jahr 2015. "Mit 1,2 Prozent ist der Anteil der E-Pkw in Österreich mehr als dreimal so hoch wie in Deutschland mit 0,35 Prozent, wo die Kaufprämie für E-Autos ein Flop war", stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. Der VCÖ weist darauf hin, dass das Klimaabkommen von Paris bedeutet, dass spätestens im Jahr 2050 der Verkehr ohne Erdöl und damit ohne Benzin und Diesel funktionieren muss. Es bleiben noch 33 Jahre, um die Energiewende im Mobilitätsbereich zur Gänze umzusetzen.

Im Jahr 2016 kamen die Benzin- und Diesel-Pkw gemeinsam auf einen Marktanteil von 97,3 Prozent (nach 98,1 Prozent im Jahr 2015). Auch im Vorjahr wurden in Österreich mehr Diesel-Pkw (188.820) als Benziner (131.756) neu zugelassen, macht der VCÖ aufmerksam. Während bei den auf "juristische Personen", also Firmen, Betriebe, Organisationen, neu zugelassene Pkw fast zwei Drittel mit Diesel fahren, haben bei den von privaten Haushalten gekauften Neuwagen die Benziner die Nase leicht vorne. Jedoch wurden im Vorjahr nur 36,3 Prozent der Neuwagen von privaten Haushalten gekauft.

"Leider sind die neuen Diesel-Pkw beim Fahren auf der Straße bei weitem nicht so schadstoffarm wie die Herstellerangaben vermuten lassen", weist VCÖ-Experte Gansterer auf eine vergangene Woche veröffentlichte Studie des europäische Forschungsinsituts ICCT hin, das den Abgasskandal bei VW mit aufgedeckt hat. Demnach stoßen neue Diesel-Pkw der modernsten Abgasklasse EURO 6 beim Fahren auf der Straße im Schnitt doppelt so viele Stickoxide aus wie moderne Lkw. Der NOx-Grenzwert für neue Diesel-Pkw beträgt 80 Milligramm pro Kilometer, tatsächlich verschmutzen sie beim Fahren auf der Straße die Luft mit im Schnitt sechs Mal so hohen Stickoxidmengen.

Auch der reale Spritverbrauch der Neuwagen ist leider bei weitem nicht so gesunken, wie die Herstellerangaben vermuten lassen. Laut Herstellerangaben ist der Spritverbrauch der Neuwagenflotte bei Diesel von 6,2 Liter pro 100 Km im Jahr 2007 auf 4,7 Liter pro 100 km im Jahr 2016 zurückgegangen. Zur gleichen Zeit ist aber die Abweichung des tatsächlichen Spritverbrauchs der EU-Neuwagenflotte von 16 Prozent im Jahr 2007 auf mehr als 40 Prozent stark gestiegen. " Autokäufer, die den realen Spritverbrauch des alten Autos mit dem angegebenen Verbrauch des Neuwagens vergleichen und sich eine starke Verringerung der Spritkosten erwarten, erleben nach den ersten Fahrten eine böse Überraschung. Im Schnitt kostet der Mehrverbrauch mehrere hundert Euro im Jahr an zusätzlichen Spritkosten und zusätzlich wird die Umwelt mit mehr klimaschädlichem CO2 belastet", macht VCÖ-Experte Gansterer auf die Folgen aufmerksam. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, damit die Fahrzeuge beim Fahren auf der Straße sowohl bei den Schadstoffen als auch bei den CO2-Emissionen und dem Spritverbrauch jene Werte einhalten, die von den Herstellern angegeben werden.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
26.08.2016

Überdurchschnittliche Ragweedpollensaison erwartet

 In Ostösterreich reagieren etwa 25-30% der PollenallergikerInnen auf Ragweed In Ostösterreich reagieren etwa 25-30% der PollenallergikerInnen auf Ragweed

Die Blüte des Ragweeds (auch Ambrosia oder Traubenkraut genannt) hat in den südöstlichen Nachbarländern Österreichs bereits begonnen. Südostwinde haben mit dem Ferntransport von dort frei gesetztem Ragweedpollen auch hier in Österreich für Belastung gesorgt. Im Laufe dieser Woche hat nun auch die lokale Blüte eingesetzt, die die Belastung rasch ansteigen lässt. Eine erste Belastungswelle mit sehr hohen Konzentrationen an Ragweedpollen steht kurz bevor. Die ExpertInnen des Österreichischen Pollenwarndienstes der MedUni Wien raten AllergikerInnen, die Pollenflugprognosen im Auge zu behalten.

In Ostösterreich reagieren etwa 25-30% der PollenallergikerInnen auf Ragweed. Die Blüte des Beifußes kann die Beschwerden verstärken, da beide Pflanzen zur Familie der Korbblütler gehören und eine Kreuzreaktion bestehen kann. Ebenso kann auch zu anderen Pflanzen derselben Familie wie Kamille, Arnika, Margerite, Chrysantheme oder Sonnenblume eine Kreuzreaktion auftreten. Betroffene PollenallergikerInnen könnten somit eine besonders belastende Unkrautpollensaison erleben: die Blüte des Beifußes war überdurchschnittlich und überlappt sich dieses Jahr mit der einsetzenden Ragweedblüte. Die gute Nachricht: Die Hauptblüte des Beifußes ist überstanden und die Konzentrationen an Beifußpollen in der Luft nehmen ab.

Feuchtwarmes Wetter brachte ideale Wachstumsbedingungen für Ragweed Die Belastung durch Ragweedpollen kommt durch den Ferntransport von Ragweedpollen aus anderen Ländern und die Blüte von lokalen Pflanzen zustande. „Ragweed hat durch das feuchtwarme Wetter im Sommer ideale Wachstumsbedingungen vorgefunden“, erklärt Katharina Bastl vom Österreichischen Pollenwarndienst, “dementsprechend gibt es dieses Jahr auch wieder ein häufigeres Vorkommen im Osten Österreichs im Vergleich zum vergangenen Jahr.“

Betroffen von der Ragweedblüte ist der Südosten Österreichs und die Bundesländer Burgenland, Wien, Niederösterreich, Steiermark, Kärnten und Teile Oberösterreichs.

Belastungen von August bis Oktober

Im Schnitt beginnt die Ragweedpollensaison in den betroffenen Regionen Österreichs Mitte August und endet Mitte Oktober. Die ExpertInnen des Pollenwarndienstes schätzen die diesjährige Ragweedpollensaison als überdurchschnittlich ein, da die lokale Belastung wegen der günstigen Wachstumsbedingungen stärker ausfallen wird und zu Beginn der Saison eine Überschneidung mit der ausklingenden Beifußpollensaison stattfindet. Entscheidend sind aber auch Ausmaß und Häufigkeit des Ferntransportes, der im August und September die Belastungen mitbestimmen wird.

In der Ragweedpollensaison ist es besonders wichtig die Vorhersageservices des Österreichischen Pollenwarndienstes der MedUni Wien zu nutzen, um auch bei Ferntransportereignissen optimal vorbereitet zu sein.

Europaweit muss die Verbreitung von Ragweed im Auge behalten werden. Vor allem in Osteuropa sind die Belastungen erfahrungsgemäß besonders groß (Europakarten auf www.pollenwarndienst.at).

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Von Brunga - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7761086
07.02.2017

Der Fehler im System

Dann nämlich, wenn, wie zu erwarten, ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl mit der FPÖ aufgrund des Proporzsystems eine De-facto-Regierungskoalition bildet mit den Beiwagerln aus den anderen Parteien. Dann nämlich, wenn, wie zu erwarten, ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl mit der FPÖ aufgrund des Proporzsystems eine De-facto-Regierungskoalition bildet mit den Beiwagerln aus den anderen Parteien.

In Graz fliegt die SPÖ aus der Regierung. Darüber sollte sie nicht trauern, sondern erleichtert sein. In Kärnten blockiert die ÖVP eine Verfassungsreform, ihr Landesrat denkt nicht einmal an Rücktritt. Beides ist Ausdruck des Proporzes.

Rote Trauerarbeit in Graz. Die SPÖ fliegt aus der Stadtregierung. Dramatischer konnte der jahrelange Selbstzerfleischungsprozess nicht enden für eine Partei, die jahrelang eine Vormachtstellung in der zweitgrößten Stadt Österreichs innehatte. Doch bei allem möglichen Spott, den man für eine 10-Prozent-Partei aufbringen könnte, die SPÖ hat in Graz tatsächlich die Möglichkeit, sich neu zu erfinden. Denn jetzt ist sie eine echte Oppositionspartei. Hätte sie ihren Stadtratssitz behalten, hätte ihr ein Zwitterdasein gedroht. Dann nämlich, wenn, wie zu erwarten, ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl mit der FPÖ aufgrund des Proporzsystems eine De-facto-Regierungskoalition bildet mit den Beiwagerln aus den anderen Parteien.

Das Proporzsystem war im politischen System lange Ausdruck einer Nachkriegsordnung. Mit Ausnahme von Vorarlberg und einem bis heute bestehenden eigentümlichen Mischsystem in Wien begannen die Länder Ende der 1990er-Jahre, sich vom Regierungsproporz zu verabschieden. Während in Tirol, Salzburg und der Steiermark mittlerweile eine echte Trennung von Regierung und Opposition besteht, halten Ober- und Niederösterreich noch am alten System fest. Das heißt, dass Parteien aufgrund ihrer Stärke im Landtag auch in der Regierung vertreten sind. So sind aberwitzige Konstruktionen möglich. Einerseits kann so eine Regierungspartei keine echte Verantwortung tragen oder andererseits kann eine Regierungspartei die Oppositionsrolle einnehmen.

Derzeit ist die Kärntner ÖVP trotz einer De-facto-Koalition mit der SPÖ und den Grünen drauf und dran, Opposition zu spielen. In Kärnten haben sich die drei Parteien, die gemeinsam eine Zweidrittelmehrheit haben, auf eine Verfassungsreform geeinigt. Nun torpediert Christian Benger diese Einigung – und damit die Abschaffung des Proporzes. Als Grund gibt der Landesrat an, dass er doch nicht die slowenischsprachige Bevölkerung in der Verfassung erwähnt wissen will, obwohl die besagte Formulierung von ihm stammt. Er befeuert so bewusst einen überwunden geglaubten Volksgruppenstreit. In einer funktionierenden Demokratie müsste Benger zurücktreten. Braucht er aber nicht. Kann sein, dass er aufgrund der Schwäche der ÖVP den Proporz aus Machtinteressen beibehalten will, kann sein, dass er auf Anklage und Rücktritt des roten Landeshauptmannes baut. Egal, was ihn antreibt, es zeigt den Konstruktionsfehler des Proporzsystems auf.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Claude Truong-Ngoc / Wikimedia Commons - cc-by-sa-3.0 / Quelle: OTS0138, 6. Feb. 2017, 22:00 drucken mailen als pdf als Text Logo von Tiroler Tageszeitung TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Michael Sprenger
10.03.2016

ALPLA erhält internationale Auszeichnungen für revolutionäre Entwicklung im Extrusionsblasen

: Im November 2015 erhielt ALPLA den PackTheFuture-Award in Paris verliehen. Der Award hat das Ziel, das Innovationspotenzial und die Nachhaltigkeit von Kunststoffverpackungen in Europa bekannter zu machen. : Im November 2015 erhielt ALPLA den PackTheFuture-Award in Paris verliehen. Der Award hat das Ziel, das Innovationspotenzial und die Nachhaltigkeit von Kunststoffverpackungen in Europa bekannter zu machen.

Hard, 10. März 2016 – Rund vier Jahre lang arbeitete der weltweit führende Spezialist für Kunststoffverpackungen ALPLA mit Partnern an der Entwicklung der Foaming-Technologie im Extrusionsblasen (EBM). Nach der Verleihung des österreichischen Staatspreises „Smart Packaging“ 2014 erhielt dieses nachhaltige Verfahren nun auch die international angesehenen Auszeichnungen „PackTheFuture“ und „WorldStar“.

Die erfolgreiche Anwendung der Foaming-Technologie in der Herstellung von EBM-Kunststoffflaschen ist das Ergebnis der jahrelangen Forschung und Zusammenarbeit von ALPLA, Unilever und MuCell®. Bei der sogenannten mikrozellularen Schäumtechnologie wird ein Gas in die mittlere Schicht der Flaschenwand eingespritzt. Dadurch entstehen Blasen im Material, vergleichbar mit der Struktur einer Bienenwabe. Kunststoffverbrauch und Gewicht reduzieren sich um bis zu 15 Prozent.

Ressourcenschonend und kostensparend

Seit 2014 produziert ALPLA am deutschen Standort Lübeck mit diesem Verfahren Duschgel-Flaschen für Unilever für den europäischen Markt. Für diese Produktlinie wird Unilever nach eigenen Angaben europaweit bis zu 275 Tonnen Kunststoff jährlich einsparen. Weitere ALPLA-Standorte werden in nächster Zukunft mit der Technologie für Kunden in den Segmenten Körperpflege und Haushaltsprodukte ausgerüstet.

Der Prozess ist rein physikalisch und erfordert keine chemischen Zusatzstoffe. Somit sind die Flaschen voll recyclingfähig. „Zwar wird die Materialdichte verringert, die Stärke der Wand bleibt aber gleich. Daher haben die Flaschen in den Abfüllanlagen, beim Transport und Handling die annähernd gleich gute Funktionalität wie herkömmliche EBM-Flaschen“, verdeutlicht René Plattner, Head of Packaging Management bei ALPLA. Für den Endverbraucher ist der Unterschied sowohl optisch als auch in der Handhabung nicht erkennbar.

Vielfach ausgezeichnet

Erst kürzlich erhielt ALPLA zwei internationale Auszeichnungen für diese Technologie: den PackTheFuture-Award 2015 in der Kategorie Ökodesign und den angesehenen WorldStar-Award der World Packaging Organisation in der Kategorie Health & Beauty. „Diese Branchenauszeichnungen unterstreichen das Potenzial von Foaming für nachhaltigere Verpackungslösungen“, freut sich ALPLA CEO Günther Lehner über die Anerkennung.

Bereits im November 2014 gewann ALPLA den Sonderpreis der ARA (Altstoff Recycling Austria AG) im Rahmen der österreichischen Staatspreisverleihung „Smart Packaging“.

Informationen zum Unternehmen: www.alpla.com

Über ALPLA:

ALPLA gehört zu den führenden Unternehmen im Bereich Verpackungslösungen und steht weltweit für Kunststoffverpackungen höchster Qualität. Rund 16.500 Mitarbeiter produzieren an 159 Standorten in 42 Ländern Qualitätsverpackungen für Marken der Nahrungsmittel-, Getränke-, Kosmetik- und Reinigungsindustrie. 2015 feierte ALPLA das 60-jährige Firmenjubiläum.

Factbox: Schäumtechnologie MuCell®

Die mikrozellulare Schäumtechnologie (Foaming) MuCell® wurde am Massachusetts Institute of Technology (MIT), Boston, USA, entwickelt. Das Unternehmen MuCell® Extrusion LLC ist Spezialist für die Vermarktung und Weiterentwicklung der Technologie. Weiterführende Informationen unter http://www.mucellextrusion.com/

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

ALPLA, Dominic Fiel (Corporate Marketing & Brand Manager), Telefon 0043/5574/602-119, Mail dominic.fiel@alpla.com

Pzwei. Pressearbeit, Alexandra Dittrich, Telefon 0043/664/3939353, Mail alexandra.dittrich@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Ursula F. / Foto: elipso
18.12.2016

Türkei in der Sackgasse

Der türkische Außenminister Mevlüt Çavusoglu reagierte undiplomatisch scharf auf die kritische Haltung der österreichischen Bundesregierung der Türkei gegenüber. Der türkische Außenminister Mevlüt Çavusoglu reagierte undiplomatisch scharf auf die kritische Haltung der österreichischen Bundesregierung der Türkei gegenüber.

Die Kampfansage gegen Österreich bringt das Fass zum Überlaufen: Die Regierungsspitze in Ankara braucht endlich ein unmissverständliches Signal, dass ihr aktueller Kurs den angepeilten EU-Beitritt unmöglich macht.

Der Ton zwischen Wien und Ankara wird rauer. Der türkische Außenminister Mevlüt Çavusoglu reagierte undiplomatisch scharf auf die kritische Haltung der österreichischen Bundesregierung der Türkei gegenüber. Bekanntlich hatte Außenminister Sebastian Kurz beim EU-Außenministertreffen in Brüssel ein Einfrieren der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei gefordert und, nachdem die anderen Staaten darauf nicht eingingen, sein Veto gegen eine gemeinsame Erklärung des Außenministerrates zur Türkei eingelegt. Daraufhin verkündete Çavusoglu, er werde „künftig auf allen Ebenen gegen Österreich auftreten“.

Mehr braucht’s eigentlich nicht, um zu beweisen, dass die Türkei derzeit in der Europäischen Union nichts verloren hat. Es ist ja nicht das erste Mal, dass die Türkei ihre künftigen Partner brüskiert und damit jede künftige Beziehung – gleich ob wirtschaftlich oder touristisch – schwer belastet. Da ist auch noch der Plan des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, in seinem Land die Todesstrafe wieder einzuführen, sein brutales Vorgehen gegen Kritiker, seine menschenverachtende Haltung den Kurden gegenüber oder seine offensichtliche Missachtung jeder Form von Presse- und Meinungsfreiheit westlichen Zuschnitts. Das sind nur einige jener Punkte, die eine Aufnahme in die EU derzeit völlig unmöglich machen und die österreichische Regierung in ihrer konsequenten Blockadehaltung bestätigen.

Bis jetzt war die zögerliche Haltung der anderen EU-Staaten in der Frage, ob die Beitrittsverhandlungen fortgesetzt oder abgebrochen werden, noch einigermaßen nachvollziehbar. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte die Türkei zwar bereits im Sommer in einem europaweit beachteten TT-Interview als „weder beitrittsbereit noch beitrittsfähig“ bezeichnet. Nichtdestotrotz machten sich Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier und die meisten seiner Kollegen stets für die Aufrechterhaltung einer minimalen Gesprächsbasis stark. Damit muss jetzt Schluss sein. Die Türkei und allen voran Präsident Erdogan und Außenminister Çavusoglu brauchen endlich ein unmissverständliches Signal aus Brüssel, dass der aktuelle Kurs höchstens in eine Sackgasse, aber nie und nimmer in die EU führt. Wer Aufnahme in eine Gemeinschaft wie die Europäische Union begehrt, sollte alles daransetzen, die Bedingungen so gut wie möglich zu erfüllen. Die Bedrohung oder Geringschätzung künftiger Partner ist da eher kontraproduktiv.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: UK Foreign and Commonwealth Office, CC BY 2.0 / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel, Ausgabe von MARIO ZENHÄUSERN
11.04.2016

Verkehrsstrafen in Europa

Hohe Strafen bei Alkohol am Steuer in Italien, Schweden und Großbritannien Hohe Strafen bei Alkohol am Steuer in Italien, Schweden und Großbritannien

Ein Wochenendtrip mit dem Auto ins benachbarte Ausland oder eine längere Autoreise in andere europäische Länder: Wer mit dem Auto ins europäische Ausland reist, sollte sich vor der Abfahrt über die vor Ort geltenden Verkehrsbestimmungen informieren. "Die Strafen für Verstöße im Ausland können stark von denen in Österreich abweichen. Außerdem haben sich im Vergleich zum Vorjahr einige Strafsätze aufgrund des Wechselkurses bzw. aufgrund neuer Bestimmungen geändert", erklärt ÖAMTC-Tourismusexpertin Livia Savic.

Streng bestraft werden vor allem Fahrten unter Alkoholeinfluss. Hat der Fahrer etwa in Italien eine Blutalkoholkonzentration von mindestens 1,5 Promille, kann das Fahrzeug sogar enteignet werden, sofern der Fahrer auch der Eigentümer ist. In Schweden droht bereits ab 1,0 Promille eine Freiheitsstrafe von einem Monat, in Spanien ab 1,2 Promille drei Monate. Am teuersten kann Alkohol am Steuer in Großbritannien werden – hier können bis zu umgerechnet 6.500 Euro fällig werden. In Malta wird ein solches Vergehen mit einem Strafgeld ab 1.200 Euro geahndet.

Länderspezifische Strafen im Detail

* Skandinavien: Die skandinavischen Länder sind europäische Spitzenreiter bei der Höhe der Strafen. Zu schnelles Fahren kostet in Norwegen ab 420 Euro, Rotlicht- und Überholverstöße 600 Euro. In Finnland und Schweden orientiert sich der Strafrahmen hingegen am Einkommen – wer mehr verdient, zahlt auch mehr.

* Italien: "In Italien muss man besonders in der Nacht auf die Geschwindigkeit achten. Eine Übertretung der Geschwindigkeitsbeschränkung zwischen 22 und 7 Uhr kostet um ein Drittel mehr. Aber auch tagsüber sind die Strafen streng: Bei einer Geschwindigkeitsübertretung um 20 km/h drohen mindestens 170 Euro Strafe, mindestens 160 Euro kostet es, wenn man am Steuer ohne Freisprecheinrichtung telefoniert", so Savic.

* Kroatien: Übersieht man in Kroatien eine rote Ampel, werden 260 Euro fällig. Wer 20 km/h zu schnell fährt, zahlt ab 65 Euro, bei 50 km/h zu viel sind es mindestens 660 Euro Strafe.

* Ungarn: Auch hier können Verkehrsverstöße teuer werden. Alkohol am Steuer wird streng kontrolliert und mit Beträgen bis 970 Euro bestraft. Eine überfahrene rote Ampel kann bis zu 330 Euro kosten.

* Spanien: Spanien geht besonders rigoros gegen Falschparker vor – bis zu 200 Euro werden fällig. Wer ohne angelegten Gurt fährt, muss ebenfalls tief in die Tasche greifen: Der Strafrahmen dafür beginnt bei 200 Euro. Bei mehr als 0,5 Promille am Steuer droht eine Geldstrafe ab 500 Euro.

Auch Strafen aus dem Ausland können vollstreckt werden

"Offene Strafen aus dem EU-Ausland können auch in Österreich zwangsweise eingetrieben werden. Daher sollten ausländische Strafzettel keinesfalls ignoriert werden", rät die ÖAMTC-Touristikerin. Auch bei der Wiedereinreise in das Urlaubsland ist die Einforderung der Strafe möglich. Wer einen ausländischen Strafzettel erhält, kann sich zur Klärung der Zahlungsverpflichtung an die ÖAMTC-Rechtsberatung wenden – nähere Infos findet man unter www.oeamtc.at/rechtsberatung. Detaillierte Infos zu den Verkehrsbestimmungen verschiedener Reiseländer sind in der ÖAMTC Länder-Info unter www.oeamtc.at/laenderinfo verfügbar.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
29.01.2017

Van der Bellen in ÖSTERREICH: "Glaube nicht an unmittelbare Neuwahlen"

Van der Bellen glaubt, dass die Regierung vorerst weiterarbeiten wird Van der Bellen glaubt, dass die Regierung vorerst weiterarbeiten wird

Im Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH (Sonntagsausgabe) nimmt Bundespräsident Alexander Van der Bellen zur aktuellen Koalitionskrise Stellung. Van der Bellen glaubt, dass die Regierung vorerst weiterarbeiten wird: "Keine unmittelbare Neuwahl ... Ich bin optimistisch, dass pessimistische Prognosen nicht eintreffen. Ich bin eigentlich ganz zuversichtlich, dass die Verhandlungen in ganz wesentlichen Punkten zu einem Ergebnis kommen."

Aber: "Machen wir uns nichts vor. Wenn die Mehrheit des Nationalrates beschließt, Neuwahlen auszuschreiben, habe ich das zur Kenntnis zu nehmen."

Über seine Rolle bei der Beilegung des Konflikts sagt Van der Bellen:

"Meine Rolle ist nicht die des väterlichen Zuredens. Ich ja kein Neuling. Politik hat ihre Spielregeln Das Aufkochen von Emotionen und Aufbauschen von Konflikten gehört halt manchmal dazu." Und: "Ich werde nicht öffentlich Schmerzgrenzen nennen. Wichtig für mich ist, dass die Arbeitslosigkeit bekämpft und Kindern und Jugendlichen die Zukunft erleichtert wird. Das gilt auch für die Flüchtlingskinder, die sind ja leicht zu integrieren."

Van der Bellen glaubt, dass die Welt eine lange krisenhafte Periode durchleben wird: "Das ist realistisch. Im Chinesischen gibt es eine Verwünschung, die lautet: Mögest du in interessanten Zeiten leben. Die Zeiten sind interessant. Die Situation in der EU ist beunruhigend, die Wahl in den USA lässt viele Fragen offen. Ich würde es etwa sehr bedauern, wenn die US-Politik darauf hinausläuft, die Klima-Ergebnisse von Paris zu unterlaufen Das betrifft uns alle. Nicht nur Eisbären. In diesem Fall sind wir die Eisbären. Das alles wird uns begleiten in den nächsten Jahren."

Den CETA-Vertrag wird Van der Bellen voraussichtlich unterschreiben: "Wenn es vom Parlament ratifiziert wird, wird der Bundespräsident aber sehr gute Argumente brauchen , um es nicht zu unterschreiben. Das Parlament verkörpert ja den Volkswillen."

Einer Fußfessel für "Gefährder" steht Van der Bellen skeptisch gegenüber: "Natürlich ist das problematisch, ein Spannungsfeld zwischen Freiheit – einem Grundprinzip einer liberalen Demokratie – und andererseits dem Sicherheitsbestreben. Ohne Sicherheit keine Freiheit. Das ist eine ganz heikle Entscheidung."

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: gemeinfrei
23.01.2017

Smartphones als zunehmende Konkurrenz für Bankfilialen

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Nutzung der „neuen“ Bezahl- und Banktransaktionsmethoden in Österreich bereits angekommen ist und sich gut etabliert hat. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Nutzung der „neuen“ Bezahl- und Banktransaktionsmethoden in Österreich bereits angekommen ist und sich gut etabliert hat.

Man wird sich noch an die Zeiten erinnern, in denen die Begriffe Online- und Mobile-Banking für die meisten ÖsterreicherInnen noch ein Fremdwort waren und die Diskussionen rund um die Datensicherheit und fehlerlose Abwicklung in Zusammenhang mit diesen beiden Methoden noch im Vordergrund standen. Mittlerweile hat die Digitalisierung und die damit verbundene Nutzung der „neuen“ Technologien in der Finanzbranche ein neues Ausmaß angenommen und scheint auch in Österreich nicht mehr aufzuhalten zu sein. Laut einer aktuellen GfK Online-Umfrage unter 500 online-affinen ÖsterreicherInnen nutzt bereits mehr als jeder Zweite das Online-Banking mindestens einmal wöchentlich, jeder Vierte gibt an, auch das Mobile-Banking zumindest einmal pro Woche zu nutzen.

Die Themen rund um das Online- und Mobile-Banking werden für ÖsterreicherInnen immer vertrauter und sind bereits für viele Bankkunden Teil des täglichen Lebens geworden. So wird Online-Banking, laut aktueller GfK Umfrage, von 53 % der erwachsenen InternetnutzerInnen in Österreich zumindest einmal pro Woche genutzt, jeder Vierte gibt an, auch MobileBanking zumindest einmal wöchentlich zu nutzen.

Auch die wahrgenommene Sicherheit bei der Durchführung von Bankgeschäften online entwickelt sich positiv: Mehr als jeder Zweite ist der Meinung, dass die Durchführung von Bankgeschäften im Internet in den letzten Jahren eher oder sogar viel sicherer geworden ist. Nutzung von Mobile-Banking wird noch etwas kritischer beurteilt: Nur etwa jeder Dritte ist der Meinung, dass sich die Sicherheit bei der Durchführung von Bankgeschäften am Handy oder Tablet in den letzten Jahren deutlich oder zumindest eher verbessert hat. „14 % der befragten Mobile-Banking-Nutzer haben innerhalb der letzten 12 Monate begonnen, diese Methode zu nutzen. 7 % nutzen es seit den letzten 6 Monaten, was auf die vorschreitende Akzeptanz und weiteres Potential bei dieser Bezahl- und Abwicklungsmethode hindeuten lässt“ – kommentiert Yuliya Fischer von der Finanzmarktforschung der GfK Austria.

Mobile-Banking und Sicherheit

„Vom Mobile-Banking wird vor allem erwartet, dass es unkompliziert in der Anwendung, sicher und kostenlos ist“ – führt Frau Fischer weiter fort. Gefragt nach den genutzten Sicherheitsmaßnahmen nennen zwei Drittel der Mobile-Banking-Nutzer die regelmäßige Überprüfung des Kontostandes und Nutzung von sicheren Passwörtern und PIN-Codes als meistgenutzte Maßnahmen. Diese beiden Maßnahmen bewerten die meisten Mobile-Banking-Nutzer als absolut unverzichtbar. 70 % der Befragten würden auch auf die Nutzung von mTANs nicht verzichten. Die große Mehrheit der Mobile-Banking-Nutzer ist überzeugt, dass die Aufbewahrung von PIN-Codes außerhalb des Smartphones oder Tablets, die Nutzung von offiziellen Banking-Apps und sicheren Passwörtern sowie die mTAN-Nutzung die höchste Sicherheit bei der Durchführung der Banking-Transaktionen am Handy oder Tablet bieten.

Zahlen mit der Karte und kontaktlos Weitere Abwicklungsmethoden, deren Nutzung sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich intensiviert hat, sind auch die Nutzung von Bankomat- und Kreditkarte sowie das kontaktlose Zahlen mittels NFC-Funktion der Bankomatkarte oder am Smartphone. Zwei Drittel der Befragten geben an, die Bankomatkarte mindestens einmal pro Woche für die Bezahlung zu verwenden (2015: 58 %), die Kreditkarte wird dafür von 22 % der ÖsterreicherInnen (2015: 16 %) zumindest einmal wöchentlich genutzt. Im Vergleich zum Vorjahr scheint aber vor allen das Zahlen mittels kontaktloser Funktion der Bankomatkarte oder des Smartphones deutlich zugenommen haben: 14% der Befragten nutzen es ebenfalls zumindest einmal pro Woche, wobei es 2015 nur 6% genutzt haben.

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Nutzung der „neuen“ Bezahl- und Banktransaktionsmethoden in Österreich bereits angekommen ist und sich gut etabliert hat. Auch die wahrgenommenen Barrieren für die Nutzung dieser Methoden werden immer niedriger. „Die richtige Kommunikation – vor allem was die Sicherheit dieser Bezahlmethoden betrifft – könnte dazu beitragen, die Akzeptanz dieser Methoden weiterhin zu steigern, um noch vorhandenes Potenzial auszuschöpfen, sowie das Vertrauen der Kunden in diese Bezahl- und Transaktionsmethoden weiter zu steigern“ schließt Frau Fischer ab.

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28.01.2017

Trumps Totenlied auf die liberale Welt

Der neue US-Präsident schwingt die Abrissbirne, die Fundamente der liberalen westlichen Weltordnung geraten ins Wanken. Das vom Brexit und zunehmendem Nationalismus geschwächte Europa wird sich warm anziehen müssen. Der neue US-Präsident schwingt die Abrissbirne, die Fundamente der liberalen westlichen Weltordnung geraten ins Wanken. Das vom Brexit und zunehmendem Nationalismus geschwächte Europa wird sich warm anziehen müssen.

Gestern ging alles noch seinen gewohnten Gang. Und heute? Heute, eine Woche nach dem Amtsantritt des 45. US-Präsidenten – des Immobilientycoons und Showmans Donald Trump – herrschen Unruhe und Nervosität. Die Säulen der etablierten westlich-liberalen Weltordnung sind ins Wanken geraten – jener Weltordnung, die aus den Trümmern des Zweiten Weltkrieges entstanden ist. In seiner ersten Arbeitswoche im Weißen Haus hat Trump die Abrissbirne zum Werkzeug seiner Politik gemacht. Mit seinen präsidialen Anordnungen und seiner Flut an Tweets schickt er sich an, die internationale Ordnung zu zertrümmern. Mit seinem „America first“ lässt er die Verbündeten der USA im Regen stehen. Nicht nur aus Unwissenheit und Ignoranz – wie noch immer einige hoffen –, sondern mit Kalkül. Trump und sein engster Kreis aus Beratern und Strategen haben einen Plan. Einen Plan, der auf nichts anderes als eine Zeitenwende für die westliche Welt hinauslaufen könnte. Die Umrisse des Neuen sind bereits sichtbar.

Trump macht mit dem Mauerbau zu Mexiko Ernst, Trump sagt dem weltweiten Freihandel den Kampf an, Trump pfeift auf den Klimaschutz, Trump erklärt das westliche Verteidigungsbündnis NATO für obsolet und stellt die engen transatlantischen Bindungen zu Europa in Frage, Trump kritisiert die deutsche Kanzlerin Merkel und sieht die EU als gescheitert an, Trump sucht den Konflikt mit China und die Nähe zu Russland. Und: Trump setzt auf Provokation, die feine Klinge ist seine Sache nicht.

Mit der so genannten westlichen Wertegemeinschaft – zugegeben, sie wurde nach Belieben umgedeutet, missbraucht und nur in meist dumpfen Sonntagsreden hochgehalten – kann Trump schlicht nichts anfangen. Nicht auf dem Parkett der Außenpolitik und auch nicht in der innenpolitischen Auseinandersetzung. Der dauer-zwitschernde Trump hat kritischen Medien in den USA den Krieg erklärt, präsentiert lieber „alternative Fakten“ und diskreditiert seine Gegner. Die Weltmacht USA hat den Rückzug angetreten, auch als moralische Macht, die gerade in Europa immer hochgehalten wurde. Das vom Brexit, nationalen Egoismen und triumphierenden Rechtspopulisten geschwächte Europa muss sich auf neue Zeiten einstellen. Wenn es sich weiter kannibalisiert, hat es keine Zukunft. Es muss zu gemeinsamer Stärke finden und den Blick auch in der Außenpolitik nicht nur nach Washington richten. Trumps Slogan „America first“ kann für den alten Kontinent auch ein Weckruf sein. Der Weltuntergang kann noch warten.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: MICHAEL VADON, CC-BY-SA 4.0 / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Christian Jentsch
25.12.2016

Weihnachten ist eine Orgie der Wertvernichtung

Müll und nochmals Müll: Nie wird uns unsere Ressourcenverschwendung deutlicher vor Augen geführt als rund um die Festtage Müll und nochmals Müll: Nie wird uns unsere Ressourcenverschwendung deutlicher vor Augen geführt als rund um die Festtage

Druckstellen an Früchten, gerade überschrittenes Mindesthaltbarkeitsdatum: Menschen werfen Lebensmittel aus diesen Gründen ganzjährig weg. Im Durchschnitt schmeißt jeder Österreicher pro Jahr rund 80 Kilogramm Essen in den Müll. Eine Tatsache, die seit Jahren diskutiert wird, nicht erst seit Frankreich Supermärkten das Wegwerfen von Lebensmitteln verbietet und zu Abkommen mit einer karitativen Organisation verpflichtet. Der Umstand, dass eigentlich essbare Lebensmittel im Müll landen, tut zu Weihnachten besonders weh. Umso mehr, weil zu dieser Zeit die Mengen sogar noch eine Steigerung – im Schnitt von zehn Prozent – erfahren. Vieles landet sogar originalverpackt im Kübel. Die größten Vernichter von Essen sind mit 61 Prozent übrigens Privathaushalte, jeweils rund 17 Prozent entfallen auf Großverbraucher sowie auf die Industrie. Die übrigen fünf Prozent fallen im Einzelhandel an.

In diesem Zusammenhang die Moralkeule zu schwingen, wäre der falsche Ansatz, weil es schlicht nichts bringen würde. Das tun Kritiker und „Zero-Waste“-Anhänger seit Jahren. Am Verhalten der Masse ändert sich dennoch wenig. Fakt ist nun einmal, dass Weihnachten viel mit Kommerz und Verschwendung zu tun hat. Beim Essen, bei der Verpackung. Etwas anderes zu hoffen oder zu behaupten, wäre naiv. Stattdessen müsste viel stärker und viel mehr dahingehend aufgeklärt werden, dass der Aufdruck „mindestens haltbar bis“ nicht automatisch mit dem Ablaufdatum gleichgesetzt werden kann. Wäre dieses Wissen flächendeckender im Bewusstsein der Bevölkerung verankert, wäre schon viel getan. Ansonsten verhält es sich rund um die Feiertage so, wie es der US-Ökonom Joel Waldfogel sagt: „Weihnachten ist eine Orgie der Wertvernichtung.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Liane Pircher "Unsere Abfälle nach dem Fest"
12.01.2017

Luxuriös und edel – die spiegellose Systemkamera FUJIFILM X-Pro2 Graphit

Mit der neuen FUJIFILM X-Pro2 Graphit erweitert FUJIFILM seine erfolgreiche Flaggschiff-Serie spiegelloser Systemkameras um eine Modellvariante mit einem besonders edlen Design. Mit der neuen FUJIFILM X-Pro2 Graphit erweitert FUJIFILM seine erfolgreiche Flaggschiff-Serie spiegelloser Systemkameras um eine Modellvariante mit einem besonders edlen Design.

Mit der neuen FUJIFILM X-Pro2 Graphit erweitert FUJIFILM seine erfolgreiche Flaggschiff-Serie spiegelloser Systemkameras um eine Modellvariante mit einem besonders edlen Design. Eine exklusive Mehrfachbeschichtung verleiht dem Kameragehäuse einen dunklen Glanz.

Die außergewöhnliche Oberfläche ist das Ergebnis eines mehrstufigen Fertigungsprozesses. Dabei wird das robuste Magnesium-Gehäuse der X-Pro2 zunächst mit einer schwarzen Grundierung versehen, die für dunkle Akzente sorgt. Die eigentliche Graphit-Oberfläche entsteht durch das Auftragen mehrerer dünner Schichten. Eine höhere Anzahl Schwarzpartikel in der abschließenden Klarbeschichtung erzeugt einen metallischen Glanz, der im Vergleich zum Graphit Silber Farbton der X-T2 etwas dunkler ausfällt und hervorragend zum Charakter der X-Pro2 passt.

Die technischen Daten der X-Pro2 Graphit entsprechen dem aktuellen Flaggschiffmodell X-Pro2, das FUJIFILM im März 2016 vorgestellt hat. Wie die gesamte Serie zeichnet sich die Kamera durch eine unerreichte Farbwiedergabe und viele technologische Highlights aus. Der Multi-Hybrid-Optische-Sucher ist weltweit einzigartig und erlaubt das schnelle Umschalten zwischen elektronischem und optischem Sucherbild. Der 24,3 Megapixel X-Trans™ CMOS III Sensor* erreicht eine extrem hohe Bildqualität. Aufgrund ihrer vielen Features, zu denen auch das klassische Design und der lautlose Verschluss zählen, ist die X-Pro2 besonders beliebt bei professionellen Reportagefotografen und ambitionierten Fotoenthusiasten.

Die FUJIFILM X-Pro2 Graphit ist erhältlich im Set mit dem Weitwinkel-Objektiv FUJINON XF23mmF2 R WR und der Gegenlichtblende LH-XF35-2, die beide passend zur Kamera ebenfalls im Graphit-Design gehalten sind. Die edle Kombination unterstreicht das luxuriöse Erscheinungsbild der Kamera.

* X-Trans ist ein Markenzeichen bzw. eingetragenes Markenzeichen der FUJIFILM Corporation. Der Sensoraufbau basiert auf einer einzigartigen Farbfilteranordnung, die Moirés und Falschfarben reduziert, ohne dass dafür ein optischer Tiefpassfilter erforderlich ist.

Die wesentlichen Merkmale der FUJIFILM X-Pro2 Graphit:

24,3 Megapixel APS-C X-Trans CMOS III Sensor

X Prozessor Pro

Multi-Hybrid-Optischer-Sucher

Elektronischer Sucher mit 2,36 Millionen Pixeln

7,6 cm (3 Zoll) LC-Display mit 1,62 Millionen Pixeln

Spritzwasser- und staubgeschützt

Kälteresistent bis minus 10 Grad

Filmsimulationsmodi (u.a. „Acros“)

Neues Autofokus-System

ISO-Empfindlichkeit bis 51.200

Wi-Fi-Funktion

Intervallaufnahme

Full HD-Video (1080p)

Kreative Filtereffekte

Im Lieferumfang: Weitwinkel-Objektiv FUJINON XF23mmF2 R WR und Gegenlichtblende LH-XF35-2 (beides in Graphit)

Ab Ende Jänner 2017 steht die X-Pro2 in den Läden und kostet 2.499 Euro (UVP).

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: FUJIFILM Electronic Imaging Europe GmbH
26.06.2016

ÖsterreicherInnen wünschen sich mehr Kinder

ÖsterreicherInnen wünschen sich mehr Kinder ÖsterreicherInnen wünschen sich mehr Kinder

Eine aktuelle repräsentative Umfrage bestätigt, dass die Österreicher sich etwa 50% mehr Kinder wünschen, als sie tatsächlich haben. Als ideal werden zwar zwei Kinder angesehen, tatsächlich bekommen Frauen aber im statistischen Durchschnitt nur 1,4 Kinder. Österreich liegt damit im letzten Drittel der europäischen Länder und unter dem europäischen Durchschnitt von 1,5 (GGP 2013). Erstmalig wurde auch gefragt, was die Entscheidung für ein (weiteres) Kind erleichtern würde. Fazit: Menschen mit unrealisiertem Kinderwunsch leiden unter den zunehmend belastenden Arbeitsbedingungen und an den unflexiblen Kinderbetreuungsmöglichkeiten.

Langfristig stabile Beziehung gewünscht

Den ungebrochen hohen Trennungsraten zum Trotz: Hier sind sich alle befragten Gruppen einig, dass für die Entscheidung für ein Kind eine langfristig stabile Beziehung am wichtigsten ist. Auffallend ist, dass eine stabile Beziehung nahezu für alle jungen Frauen (bis 30 Jahre) enorm wichtig ist (95%). Mit dem Alter (30-49 Jährige) geht diese Bedeutung auf 51% zurück. Für Männer ist es ebenfalls der wichtigste Aspekt (84% bei den bis 30 jährigen und 68% ab 40 Jahren). Besonders wichtig ist eine stabile Beziehung auch für diejenigen, die noch keine Kinder haben (77%). Ähnlich verhält es sich mit der zweithäufigsten Nennung, dem Wunsch nach mehr Zeit des Partners für die Familie. Diese Ergebnisse bestätigen die Analyse der Politikwissenschaftlerin Dr.in Mariam Irene Tazi-Preve: “Die Struktur der Kleinfamilie selbst erweist sich als das Problem. Mütter und Väter sind überlastet. Was benötigt wird, ist ein soziales Netz von vielen Personen, die gemeinsam die Kinder aufziehen.”

Mehr Verständnis für Familien

Damit sich Menschen für mehr Kinder entscheiden, erwarten sie:

-mehr Verständnis für Familien in unserer Gesellschaft

-Höhere Akzeptanz für Mütter am Arbeitsplatz

-Bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Familie

-Höhere Familienbeihilfe

-Höheres Familieneinkommen

All diese Aspekte werden vor allem von Frauen bis 30 Jahre genannt (über 50%), also von jener Gruppe, die den höchsten Kinderwunsch äußert. Für Männer sind diese Aspekte deutlich weniger wichtig (< 40%). Allerdings gewinnt die Forderung nach mehr Verständnis für Familien in unserer Gesellschaft bei Personen mit Kindern deutlich an Bedeutung, was wohl auf einschlägige schlechte Erfahrungen zurückgeführt werden kann. Der Wunsch nach kostenloser Kinderbetreuung und längeren Kindergarten-Öffnungszeiten wird von mehr als der Hälfte der unter-dreißigjährigen Frauen und von Menschen mit geringerem Monatseinkommen (33%) als sehr wichtig genannt. Dies ist für Männer deutlich weniger wichtig (18% halten es für sehr wichtig).

Kinder erst nach 30

Knapp die Hälfte der ÖsterreicherInnen im Alter 18-49 Jahre hat eigene Kinder (48%). Allerdings wird die Entscheidung für ein Kind meist erst nach dem 30. Lebensjahr verwirklicht, nur 19% aller Frauen unter 30 haben ein Kind - 76% nach 30.

Größter Kinderwunsch bei jungen Menschen und Männern

73% der jungen Frauen und Männer (18-29 Jahre) wünscht sich Kinder. Nach dem 30.Lebensjahr geht der Kinderwunsch aber sehr stark zurück, vor allem bei Frauen auf 16%. Auch bei Männern ist der Rückgang des Kinderwunsches mit dem Alter auch markant, wobei sich in dieser höheren Altersgruppe aber mit 30% doppelt so viele Männer (weitere) Kinder wünschen wie Frauen. Dass der Kinderwunsch von Frauen über 30 sinkt, erklärt die Soziologin Dr.in Tazi-Preve. “Noch nie hat es eine derart überlastete Müttergeneration gegeben wie heute. Erstmals steigen in den USA die Sterberaten dieser Frauen im mittleren Alter an und ihr Arbeitsaufkommen war noch nie so hoch. Deswegen geht der Kinderwunsch nach dem ersten Kind so rapide zurück. Auch die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit ist in der Demographie belegt. Männer wünschen sich mehrere Kinder, inzwischen mehr als Frauen, sind aber am Arbeitsplatz womöglich noch mehr gefordert als zuvor. D.h. sie arbeiten länger und sind daher als Vater noch weniger präsent. Da schlägt sich das traditionelle Männerbild mit jenem von Fürsorge und Zuwendung. Und die neoliberale Arbeitswelt bewirkt, dass Arbeitsplätze prekärer werden, schlecht bezahlt und unsicher und somit zur familiären Unsicherheit beitragen.”

Kinder: je mehr man hat, desto weniger will man noch

73% der kinderlosen Männer und Frauen wünschen sich Kinder. Von denjenigen mit einem Kind wünschen sich jedoch nur noch 13% ein weiteres und bei 2 Kindern ist der Wunsch nach weiteren gar nicht mehr vorhanden. Mit 86% ist der Wunsch nach mehreren Kindern bei Männern stark ausgeprägt, wohingegen sich dies nur 56% der Frauen wünschen.

Familienpolitik muss Bedürfnisse der Menschen berücksichtigen

Auftraggeber der Studie ist das Gynmed Ambulatorium für Familienplanung und Schwangerschaftsabbruch in Wien. Dieses hat v.a. mit Frauen/Paaren zu tun, die in ihrer aktuellen Lebenssituation kein (weiteres) Kind verantwortungsvoll ins Leben begleiten können. Da aber fast alle Frauen, die zu einem Schwangerschaftsabbruch kommen, sich grundsätzlich noch (weitere) Kinder wünschen, wollte man die Voraussetzungen für die Realisierung dieses Kinderwunsches erheben. Gynmed-Leiter DDr. Christian Fiala: „Es ist nachvollziehbar, dass der Wunsch nach einer langfristig stabilen Beziehung und Aufteilung der Familienarbeit als zentrale Rahmenbedingung für die Realisierung eines Kinderwunsches angesehen wird. Will der Staat die Menschen in der Umsetzung ihres Lebensplanes mit gewollten Kindern unterstützen, müssen also bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden, beide Elternteile die Kindererziehung gut umsetzen können. Auch dann, wenn die Beziehungen von immer kürzer Dauer sind. Dazu bedarf es mehr Verständnis und höhere Akzeptanz der Bedürfnisse von Familien, wie z.B. höhere Familienbeihilfe, höhere Familieneinkommen, flexiblere Arbeitsbedingungen und verbesserte Kinderbetreuung. Diese Maßnahmen würde Paaren ermöglichen, die Anzahl an Kindern zu bekommen, die sie sich wünschen.“ Die Umfrage bestätigt die Notwendigkeit einer Familienpolitik, die einerseits Paare mit ihrem Kinderwunsch fördert, und gleichzeitig Menschen in der Vorbeugung ungewollter Schwangerschaften unterstützt. Um die Prävention ungewollter Schwangerschaften zu verbessern, hat Gynmed den Österreichischen Verhütungsreport ins Leben gerufen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
17.11.2016

Raubkatze unter Strom: Der Elektro-Jaguar kommt 2018

 Jaguar I-PACE Concept Jaguar I-PACE Concept

Jaguar hat auf der Los Angeles Auto Show sein erstes elektrisch angetriebenes Fahrzeug enthüllt: Die Design-Studie I-PACE Concept. Sie ist der Fingerzeig in die elektrische Zukunft von Jaguar.

Das Jaguar I-PACE Concept liefert die fahrerorientierte Performance und Dynamik mit beindruckenden Daten: Die an Vorder- und Hinterachse angebrachten Elektromotoren erzeugen im Duett 400 PS und ein ab dem ersten Meter zur Verfügung stehendes Drehmoment von 700 Nm. Der elektrische Allradantrieb verhilft dem I-PACE Concept zu einem sicheren Fortkommen unter allen Witterungs- und Straßenverhältnissen.

Die Batterie mit 90 kWh Kapazität erlaubt eine Reichweite von über 500 km (im Norm-Fahrzyklus). Damit muss ein durchschnittlicher Pendler das Fahrzeug nur ein mal pro Woche aufladen! Soll das "Tanken" schnell gehen, kann die Batterie in nur 90 Minuten auf 80% ihrer Kapazität aufgeladen werden.

Design Direktor Ian Callum über das Fahrzeug: „Das I-PACE Concept ist eine radikal neue Definition des Themas Elektrofahrzeug. Die Studie steht für die nächste Generation elektrisch angetriebener Fahrzeuge. Dies ist mehr als nur eine Konzeptstudie. Vielmehr der Vorbote eines fünfsitzigen Serienmodells, das schon 2018 auf die Straße rollen wird. Es wird der erste rein elektrisch angetriebene Jaguar sein und ein neues Kapitel in der Geschichte unserer legendären Marke aufschlagen.”

Der britische Konzern Jaguar Land Rover arbeitet mit Hochdruck an einer saubereren Zukunft für das Automobil. Dazu werden künftig neben weiter abgasoptimierten Benzin- und Dieselmotoren verstärkt batterieelektrische Antriebe, Plug-in-Hybride und Mild Hybrid-Systeme beitragen. Bis 2020 will das Unternehmen laut CEO Dr. Ralf Speth seinen Kunden in der Hälfte aller Fahrzeuge die Option einer Elektrifizierung anbieten.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Jaguar

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