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Montag 11.12.2017 23:58
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11.12.2017

Umfrage: 69% für den Ausbau der direkten Demokratie

Umfrage: 69% für den Ausbau der direkten Demokratie Umfrage: 69% für den Ausbau der direkten Demokratie

Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, wünschen sich 69% der Österreicher mehr politisches Mitspracherecht.

23% der Befragten halten laut der vom Meinungsforschungsinstitut Unique research für „profil“ durchgeführten Umfrage den Ausbau der direkten Demokratie hingegen für nicht notwendig.

9% der Befragten hatten dazu keine Meinung.

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11.12.2016

Pestizid-Cocktail bei Mandarinen, Orangen und Zitronen gefunden

Zitrusfrüchte gehören zu den Obstsorten mit der höchsten Pestizid-Belastung Zitrusfrüchte gehören zu den Obstsorten mit der höchsten Pestizid-Belastung

Zitrusfrüchte gehören zu den Obstsorten mit der höchsten Pestizid-Belastung. Bei allen getesteten konventionellen Proben wurden Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden, in 95% der Fälle sogar Mehrfachrückstände. Dr. Waltraud Novak, Pestizid-Expertin bei GLOBAL 2000 zu den Test-Ergebnissen: „Das ist ein richtiger Pestizid-Cocktail und über die Wechselwirkungen von Pestiziden ist noch sehr wenig bekannt, die Wirkstoffe können sich gegenseitig beeinflussen und auch verstärken. Zitrusfrüchte können viel sauberer produziert werden.“

Der Großteil der Rückstände befindet sich bei Zitrusfrüchten auf der Schale, welche normalerweise nicht verzehrt wird. Doch gerade in der Advent-Zeit wird die Schale oft doch verwendet, sei es in Keksen, im Punsch oder in Marmeladen.

Wegen dieser speziellen Situation gibt es die gesetzliche Vorschrift, dass Ware, die nach der Ernte mit Pestiziden behandelt wurde, gekennzeichnet werden muss. „Bei vielen der sogenannten Nachernte- oder Schalenbehandlungsmittel gibt es Hinweise, dass sie krebserregend oder fortpflanzungsschädigend sein könnten“, erklärt Novak. „So ist zum Beispiel das am häufigsten gefundene Nacherntebehandlungsmittel Imazalil von der EU als 'wahrscheinlich krebserregend' eingestuft. KonsumentInnen müssen allerdings lange suchen, bis sie vielleicht irgendwo im Kleingedruckten die Aufschrift 'konserviert mit Imazalil, o-Phenylphenol, Propiconazol usw' finden“. Oft ist eine derartige Kennzeichnung aber gar nicht zu finden: Beim GLOBAL 2000 Test wurden in neun Produkten Nacherntebehandlungsmittel nachgewiesen, obwohl weder im Regal noch auf der Verpackung Hinweise auf eine Behandlung nach der Ernte ersichtlich war.

Nur Bio Zitrus-Schalen essen oder verarbeiten!

Auch die Kennzeichnung 'Schale zum Verzehr geeignet' ist noch lange keine Garantie dafür, dass die Schale frei von Pestiziden ist. Denn in der Produktion werden trotzdem Pflanzenschutzmittel eingesetzt, und diese sind dann auch auf der Schale zu finden. So wurden in Früchten, die mit 'Schale zum Verzehr geeignet' oder 'unbehandelt' gekennzeichnet waren, trotzdem bis zu drei verschiedene Pestizid-Wirkstoffe nachgewiesen. Wirklich sicher sind nur Früchte aus biologischem Anbau. „Alle zwölf von uns getesteten Bio-Proben waren völlig frei von Pestizid-Rückständen“ ist Novak erfreut. „In der biologischen Landwirtschaft dürfen keine chemisch-synthetischen Pestizide eingesetzt werden, deshalb empfehlen wir, wenn die Schale von Zitrusfrüchten zum Kochen und Backen verwendet wird, nur Bio-Früchte zu kaufen“.

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01.12.2017

Toni’s Stellungnahme zur Salmonellen-Berichterstattung

Toni’s Stellungnahme zur Salmonellen-Berichterstattung Toni’s Stellungnahme zur Salmonellen-Berichterstattung

DI Christian Winter, Qualitätsmanager bei Toni’s Freilandeier: „Es existieren engmaschige Kontrollmechanismen, die genau dann greifen und umgesetzt werden müssen, wenn es die Situation verlangt. Wir sehen es als unsere Pflicht an, unseren Kundinnen und Kunden die maximale Produktsicherheit zu bieten und alle erforderlichen Schritte einzuleiten um Sicherheit und Qualität zu gewährleisten. In unserem Verständnis ist Transparenz notwendig um Glaubwürdigkeit zu schaffen, die auch dann gelebt wird, wenn es für ein Unternehmen unangenehm wird.“

Um auf den konkreten Vorfall nochmals einzugehen: Es handelt sich bei dem Betrieb um einen langjährigen Toni‘s Partnerbetrieb aus der Steiermark. Dieser Betrieb betreut 1500 Freilandlegehennen und arbeitet nach strengsten Auflagen und entsprechend verschiedenen Gütesiegelkriterien.

Nach Bekanntwerden des positiven Befundes, wurden keine Eier von diesem Betrieb ausgeliefert und eine sofortige Betriebssperre umgesetzt. Jährlich werden bei unseren Betrieben rund 550 Salmonellenproben durch die Betreuungs-, bzw. Amtstierärzte gezogen und untersucht. Das bedeutet, dass laut der gesetzlichen Geflügel- und Hygieneverordnung jede Herde alle 15 Wochen routinemäßig auf Salmonellen getestet wird. Darüber hinaus werden alle Legehennen bei der Aufzucht vorsorglich gegen Salmonellen geimpft (per Schluckimpfung über das Trinkwasser). Auch in diesem vorliegenden Fall war die Salmonellenkontrolle der Herde bei der Einstallung negativ und erst später führte eine Eintragung zu dem Salmonellenbefall.

Wie bereits erwähnt, können in Frage kommende Produkte (Erzeugercode auf dem Ei: 1-AT-3551199, Mindesthaltbarkeitsdatum: 30.11.2017, 01.12.2017, 03.12.2017) in den entsprechenden Filialen des Lebensmittelhandels zurückgebracht werden. Kunden erhalten den vollen Kaufpreis, auch ohne Kassazettel rückerstattet.

Wir meinen, dass gerade unseren Konsumenten, dieses verantwortungsvolle Handeln wichtig ist und sie daher auch ihr Vertrauen in uns und unsere Produkte setzen. Nur durch die Unterstützung unserer Konsumenten, können wir unsere Arbeit im Sinne der artgerechten Legehennenhaltung und für den Ersatz der kleinstrukturierten Landwirtschaft vorantreiben. Wir entschuldigen uns, wenn solche Nachrichten womöglich zu Verunsicherungen führen. Daher bitten wir alle Personen, sich an uns zu wenden, um Fragen oder Anliegen direkt behandeln zu können.

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01.12.2017

Schärdinger, Tirol Milch und Stainzer Milchbauern verwenden ab sofort kein Glyphosat

Schärdinger, Tirol Milch und Stainzer Milchbauern verwenden ab sofort kein Glyphosat Schärdinger, Tirol Milch und Stainzer Milchbauern verwenden ab sofort kein Glyphosat

Schärdinger, Tirol Milch und Stainzer Milchbauern verwenden ab sofort kein Glyphosat mehr. „Dies bezieht sich auf alle Wiesen und Äcker unserer Milchbauern. Unsere Konsumentinnen und Konsumenten erwarten diese klare Haltung jetzt von uns“, präzisiert Geschäftsführer DI Josef Braunshofer.

Die aktuell intensive Diskussion um das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat bewegt Österreich.

Das Vertrauen der Konsumenten in unsere Markenprodukte ist ein sehr hohes. "In unserer Verantwortung als führender Hersteller von Milchprodukten in Österreich ist die Umsetzung eines Glyphosat-Verbotes nur logisch“, betont Josef Braunshofer.

Die österreichische Milchwirtschaft zeichnet sich durch eine naturnahe, kleinstrukturierte und nachhaltige Wirtschaftsweise aus. Diese Entscheidung verdeutlicht dies und entspricht dem Selbstverständnis unserer Milchbauern. „Wir wollen damit unterstreichen, dass die Konsumentenerwartungen für uns oberste Priorität haben“, so Josef Braunshofer weiter.

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15.11.2017

Ärztekammer fordert Ausweitung des Nichtraucherschutzes

Der Vorstand der Wiener Ärztekammer hat sich eindringlich für eine Ausweitung des Nichtraucherschutzes in Österreich ausgesprochen. Der Vorstand der Wiener Ärztekammer hat sich eindringlich für eine Ausweitung des Nichtraucherschutzes in Österreich ausgesprochen.

Der Vorstand der Wiener Ärztekammer hat sich eindringlich für eine Ausweitung des Nichtraucherschutzes in Österreich ausgesprochen. Dies beinhalte auch „die komplette Rauchfreiheit in der Gastronomie mit Start am 1. Mai 2018“, hieß es in der Resolution.

Eine Abkehr von dieser Erfordernis hätte weitreichende gesundheitliche Auswirkungen auf große Bereiche der Bevölkerung. Es sei ein Faktum, dass ein Drittel aller Krebserkrankungen auf Rauchen zurückzuführen ist. Generelle Rauchverbote in anderen EU-Ländern hätten weiters gezeigt, dass damit Herzinfarkte, Atemwegserkrankungen, Angina pectoris sowie die Frühgeburtenrate und die Anzahl der zu kleinen Neugeborenen (small for date) reduziert werden konnten.

Der Hintergrund: Knapp ein Viertel der Österreicher über 15 Jahre raucht täglich. Damit liegt Österreich deutlich über dem OECD34-Durchschnitt von knapp unter 20 Prozent und rangiert innerhalb Europas an drittschlechtester Stelle. Hinter Österreich liegen nur noch Ungarn und Griechenland mit etwas über einem Viertel Raucheranteil.

Bei den Jugendlichen, die zumindest einmal pro Woche rauchen, sieht die Situation hinsichtlich des Ländervergleichs zwar etwas besser aus (14,5 Prozent und damit nicht mehr ganz das Schlusslicht), dennoch liegt Österreich auch hier deutlich über dem OECD28-Durchschnitt mit 11,7 Prozent.

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26.11.2017

„profil“: 5,2 Milliarden Euro weniger Lohnsteuer

5,2 Milliarden Euro weniger Lohnsteuer 5,2 Milliarden Euro weniger Lohnsteuer

Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, wurde das Entlastungsvolumen für die Steuerreform in den schwarz-blauen Koalitionsverhandlungen paktiert. Wie ein Mitglied der Verhandlungsgruppe „Finanzen und Steuern“ gegenüber dem Magazin schildert, sollen die Bürger am Ende der Regierungsperiode um 5,2 Milliarden Euro weniger an Lohn- und Einkommensteuern zahlen. Diese Summe wird in FPÖ-Kreisen bestätigt. Die Entlastung soll in Etappen erfolgen. Für 2018 sehen die Verhandler aber noch keinen Spielraum für den ersten Schritt. Auch die von der FPÖ geforderte Erhöhung der Mindestpension auf 1200 Euro dürfte erst Mitte der soeben angelaufenen Legislaturperiode kommen. Sebastian Kurz’ Plan aus dem ÖVP-Wahlprogramm, die Körperschaftsteuer auf nicht entnommene Gewinne zu streichen, soll bereits fallengelassen worden sein.

Wie „profil“ weiter berichtet, zeichnet sich der Ausbau der direkten Demokratie als zentraler Knackpunkt in den schwarz-blauen Verhandlungen ab. Die Pläne der FPÖ – wie etwa eine rechtlich bindende Volksabstimmung nach einem von mehr als vier Prozent der Zeichnungsberechtigten unterstützten Volksbegehren – werden von der ÖVP abgelehnt.

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28.11.2017

Skigebiete in Österreich: Immer teurer!

Skigebiete in Österreich: Immer teurer! Skigebiete in Österreich: Immer teurer!

Seit 14 Jahren beobachtet der Verein für Konsumenteninformation (VKI) die Preisgestaltung der heimischen Skigebiete. Und seit 14 Jahren kennen die Preise nur eine Richtung: nach oben. Das zeigt auch die aktuelle Erhebung für die Saison 2017/18. Im Durchschnitt verteuerte sich eine Erwachsenen-Tageskarte im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent. Noch deutlicher zeigen sich die Preiserhöhungen bei 6-Tages-Tickets. Diese Mehrtagespässe für Erwachsene legten gegenüber der vorigen Saison um durchschnittlich 3,3 Prozent zu. Die Kartenpreise gondeln damit schneller nach oben als die Inflation, die über die letzten Monate etwa 2 Prozent betrug. Den höchsten Preisgipfel müssen die Wintersportler in Kitzbühel bezwingen. Am günstigsten sind die Tagestickets in Wenigzell und in Raggal.

Gekonnt seine Schwünge in den Schnee ziehen oder einfach nur begeistert die Pisten runterrutschen – das gehört im Winter immer noch zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen in Österreich. Bevor aber die Wintersportausrüstung angelegt wird, muss ordentlich Geld für die Liftkarte abgelegt werden. Und zwar Jahr für Jahr mehr. Die Seilbahnwirtschaft rechtfertigt sich dafür mit aus ihrer Sicht nötigen Investitionen. Diese gilt es natürlich wieder hereinzuspielen. Die Folge sind eben Preisanstiege, die klar über der Inflation liegen.

Üblich sind jährliche Verteuerungen für Erwachsenen-Tageskarten um 50 Cent oder 1 Euro. Kitzbühel hält sich heuer nicht mit Bescheidenheit auf und erhöht gleich um 2 Euro. Somit kostet das Ticket 55 Euro. Die Tiroler Nobelstadt ist damit Spitzenreiter. Kaufen sich Erwachsene in den günstigsten Gebieten wie Wenigzell in der Steiermark oder Raggal in Vorarlberg für einen Tag eine Liftkarte, kostet das 22 Euro. „Die großen und teuren Skiregionen haben natürlich viel mehr Pistenkilometer zur Verfügung als die kleinen. Allerdings stellt sich die Frage, ob dieses große Angebot an Pisten überhaupt ausgenutzt werden kann, vor allem an einem Tag“, sagt VKI-Projektleiter Markus Stingl. Bleibt man länger in einem Wintersportgebiet, sind Mehrtagespässe wohl eine Überlegung wert. Der VKI hat sich deshalb auch die Preise der 6-Tages-Tickets angesehen. Hier werden die 266 Euro in Kitzbühel von einigen Skischaukeln überboten, angeführt von Ischgl/Samnaun mit 290 Euro. „Immerhin, die 300-Euro-Grenze wird diese Saison also noch nicht durchbrochen“, konstatiert Stingl. Am anderen Ende der Preisskala positioniert sich Königsberg-Hollenstein in Niederösterreich mit 110 Euro für den 6-Tages-Pass für Erwachsene.

Auch wenn sich die kleinen Skigebiete mit nur wenigen Pistenkilometern schwer mit den großen Skischaukeln vergleichen lassen, die Hunderte Kilometer Abfahrten bieten – beträchtliches Geld lässt sich auf jeden Fall sparen. Wem weniger Angebot reicht, der kann in einem kleinen Skigebiet 6 Tage die Lifte benützen und zahlt dafür gleich viel wie jemand für 2 Tageskarten in einer riesigen Skischaukel.

Neben dem Trend der jährlichen Preiserhöhung gibt es auch den Trend des Kampfes kleinerer Skigebiete ums Überleben – heuer wurden auf der Frauenalpe bei Murau in der Steiermark die letzten Liftanlagen abgebaut. „Während die großen Skigebiete mit riesigen Investitionssummen klotzen, kommen die kleinen im Verdrängungswettbewerb unter die Räder“, sagt Stingl. Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Am Fuße des Hauser Kaibling wurden allein 5,5 Millionen Euro in eine neue Après-Ski-Hütte investiert. „Mit dieser Summe wäre der Betrieb von so manchem kleinen Skigebiet für 10 Jahre gesichert.“

Untersucht wurden Tages- und 6-Tages-Karten in den Kategorien Kind, Jugendlicher, Erwachsener und Senior in 102 österreichischen Skigebieten.

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01.12.2017

Lächeln, immer schwarz-grün lächeln

Eigentlich müsste Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe und Klubchef Gebi Mair schon längst die grüne Hutschnur reißen. In Tirol fährt ihnen beinahe täglich der Koalitionspartner in die Parade, gleichzeitig muss Spitzenkandidatin Felipe bis zur Landtagswahl schwarz-grün lächeln. Eigentlich müsste Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe und Klubchef Gebi Mair schon längst die grüne Hutschnur reißen. In Tirol fährt ihnen beinahe täglich der Koalitionspartner in die Parade, gleichzeitig muss Spitzenkandidatin Felipe bis zur Landtagswahl schwarz-grün lächeln.

Die Grünen quälen sich in den beginnenden Landtagswahlkampf, der Koalitionspartner ÖVP lässt sie immer öfter politisch anrennen. Noch machen sie gute Miene, doch das Lachen ist dem Juniorpartner in der Regierung längst vergangen.

Eigentlich müsste Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe und Klubchef Gebi Mair schon längst die grüne Hutschnur reißen. In Tirol fährt ihnen beinahe täglich der Koalitionspartner in die Parade, gleichzeitig muss Spitzenkandidatin Felipe bis zur Landtagswahl schwarz-grün lächeln. Wenn auch gequält. Denn Landeshauptmann Günther Platter lässt seine Verkehrsreferentin in der Transitpolitik sprichwörtlich in der (schlechten) Luft hängen, während er die Lkw in Kufstein bremst und versucht, die Brennerachse teurer zu machen. Geht es um zusätzliche Natura-2000-Schutzgebiete, setzt sich Platter noch dazu an die Spitze der Neinsager, obwohl Natur- und Umweltschutz eine zentrale politische Forderung der Grünen ist. Und in Wien zeichnet sich in den schwarz-blauen Regierungsverhandlungen ein Bildungspaket ab, das die schwarz-grünen Schulansätzen in Tirol förmlich aushebelt. So gesehen sollten die Grünen geradezu den Hut draufhauen. Ein Kuschelkurs im Wahlkampf könnte sie am Wahltag förmlich zerreißen. Der Juniorpartner in einer Regierung tut sich generell schwer, außer er zieht einen kompletten Schlussstrich wie Sebastian Kurz. Die Grünen sind nicht Kurz und schon gar nicht türkis. Doch ohne Ecken und Kanten oder eine klare Abgrenzung zum Koalitionspartner werden sie die bei der Nationalratswahl in Scharen abgewanderten Sympathisanten kaum zurückgewinnen.

Andererseits hat die Ökopartei derzeit sogar noch etwas Glück. Mit Ausnahme der Liste Fritz, die allerdings stets im Angriffsmodus agiert, oder der ÖVP, die sich nur selbst schlagen kann, kommen ihre Hauptkonkurrenten SPÖ und FPÖ auch nicht so recht auf Touren. Inhaltlich sind die Freiheitlichen mit ihrem Parteichef Markus Abwerzger mehr oder weniger abgetaucht, sie bauen wohl auf eine anhaltende blaue Höhenströmung sowie auf Rückenwind aus einer Regierungsbeteiligung auf Bundesebne.

Die Sozialdemokraten kämpfen hingegen mit dem Problem, dass sich die ausgeisternden Abgeordneten vor allem mit ihrer Politpension beschäftigen anstatt mit der Landtagswahl am 25. Februar. Zudem lässt Parteichefin Elisabeth Blanik noch keine klare Strategie erkennen, wohin sie die SPÖ führen möchte: in die Regierung oder wieder auf die Oppositionsbank.

Das Glück ist allerdings ein Vogerl. Das wissen auch die Grünen. Deshalb wird ein „Sowohl als auch“-Wahlkampf eher nach hinten losgehen. Wie die Liste Fritz werden FPÖ und SPÖ spätestens nach Weihnachten nämlich mit Sicherheit in den Angriffsmodus wechseln.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Pablodiabolo84 - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0 / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Peter Nindler
27.11.2017

Wenn das Herz politisch übergeht

An sich sind zwei Staatsbürgerschaften nichts Außergewöhnliches, obwohl sich Österreich eigentlich zum Gegenteil verpflichtet hat. An sich sind zwei Staatsbürgerschaften nichts Außergewöhnliches, obwohl sich Österreich eigentlich zum Gegenteil verpflichtet hat.

Die Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler ist nicht nur eine Herzensangelegenheit, sondern eine bewusst zugespitzte Frage. Das macht die Diskussion nicht einfacher, denn sie birgt politischen Sprengstoff für Südtirols LH Arno Kompatscher.

An sich sind zwei Staatsbürgerschaften nichts Außergewöhnliches, obwohl sich Österreich eigentlich zum Gegenteil verpflichtet hat. Außerdem spricht nichts dagegen, dass die nach der Zerreißung Tirols „zwangsitalianisierten“ Südtiroler mit einem rotweißroten Pass die Bindung zum Heimatland Österreich noch stärker hervorstreichen wollen. So gesehen könnte eine schwarz-blaue Regierungsmehrheit in Wien das Staatsbürgerschaftsgesetz mit einfacher Mehrheit im Parlament ändern und die jahrelangen Auseinandersetzungen politisch endgültig beenden.

Die Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler lässt sich allerdings nicht so einfach auf das bekannte Herzensanliegen reduzieren, wie es Landeshauptmann Arno Kompatscher gezwungenermaßen ausdrückt. Denn hinter dem erneut erhobenen Wunsch steckt politische Absicht. Mit der neuen Farbenlehre auf dem Wiener Politikparkett und freiheitlichem Rückenwind setzen die rechts angesiedelten deutschsprachigen Oppositionsparteien den Landeshauptmann gehörig unter Druck. Volkstumspolitisch wird ihm ohnehin nachgesagt, er nehme zu wenig Rücksicht auf die Befindlichkeiten der deutschen Sprachgruppe. Seine Differenzen mit dem Südtiroler Schützenbund symbolisieren diese Befindlichkeiten, die auch in Kompatschers Südtiroler Volkspartei aufkeimen.

Bewusst wird die Doppelstaatsbürgerschaft, die weder die Autonomie Südtirols noch die international verankerte Schutzfunktion Österreichs stärkt, zur politischen Glaubensfrage zugespitzt; von den gleichen Kräften, die seit Jahren ein „Los von Rom“ oder einen Freistaat Südtirol fordern. Damit die SVP ein Jahr vor der Landtagswahl nicht außen vor steht, zeigen ihre Abgeordneten volkstumspolitisch Flagge. Das zentrale politische Ziel von Kompatscher und seinem Vorgänger Luis Durnwalder, die dynamische Autonomie mit mehr Kompetenzen für Südtirol, rückt somit nach hinten.

Aber Kompatscher weiß auch eines: Sollte die Doppelstaatsbürgerschaft tatsächlich Realität werden, sich der Zuspruch der deutsch- und ladinischsprachigen Bevölkerung jedoch in Grenzen halten, würde das nicht nur eine nachhaltige ideelle Schwächung der Autonomie gegenüber Rom bedeuten. Wiens Einfluss bzw. die Schutzfunktion für Südtirol wäre ebenfalls geschwächt, wenn das Herzensanliegen gar nicht so ernst genommen wird. Und letztlich muss Kompatscher aufpassen, dass sich aus der Frage der Doppelstaatsbürgerschaft nicht eine über die geopolitische Zukunft des Landes entwickelt. Denn dann geht es ums Eingemachte.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG, Leitartikel von Peter Nindler
17.01.2017

Weiterbildungsplattform micelab:bodensee geht in die Praxis

Erstkontakt in zweierlei Hinsicht: Beim allerersten micelab:experts in Bregenz lernen die Teilnehmer einander kennen. Erstkontakt in zweierlei Hinsicht: Beim allerersten micelab:experts in Bregenz lernen die Teilnehmer einander kennen.

Erstes Lernmodul micelab:experts fand im Dezember in Bregenz statt

Bregenz, 16. Januar 2017 – Fünfzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Bodenseeregion trafen sich an drei Tagen im Dezember zum ersten micelab:experts. Anhand der hypothetischen Aufgabe einen Traumkongress zu kreieren, testeten sie eine breite Palette verschiedener Kommunikationsmethoden und innovativer Formate. Die neuen Erfahrungen geben die Experten in ihren Veranstaltungshäusern an ihre Kolleginnen und Kollegen weiter.

Nach dem erfolgreichen Start im Herbst ging die Weiterbildungsplattform micelab:bodensee im Dezember in die nächste Runde: Fünfzig Praktiker aus der Veranstaltungs- und Tourismusbranche nahmen im Festspielhaus Bregenz am ersten Lernmodul, dem micelab:experts, teil. „experts“ deshalb, „weil jeder Teilnehmer in seinem Bereich – vom Veranstaltungsmanager über Techniker bis zum Caterer – Experte ist und zum Gelingen eines Kongresses beiträgt“, so die Maxime der Veranstalter von den Netzwerken Bodensee Meeting und der kongress tanzt.

Aufgabe des ersten Tages war, einen Traumkongress zu entwerfen. Dazu setzten sich die Teilnehmenden in Kleingruppen intensiv mit der Zielklärung auseinander. Warum dies so wichtig ist, vermittelte Veranstaltungsdramaturgin und Kuratorin Tina Gadow: „Auch wenn die Beteiligten glauben, sich zu verstehen, existieren in den Köpfen oft unterschiedliche Bilder.“

Methodisches Fragen hilft, Missverständnisse auszuräumen und zu einem gemeinsam definierten Ziel zu gelangen. So übten die Teilnehmenden etwa in einem Rollenspiel, zirkulär zu fragen: „Was erzählt ein Teilnehmer nach der Veranstaltung begeistert einem Freund?“ Oder lösungsorientiert: „Welches Problem soll die Veranstaltung helfen zu lösen?“

Scheiter heiter

Am zweiten Tag ging die Gruppe der Frage nach, welche Rolle Angst und Vertrauen bei Veranstaltungen spielen – und zwar ganz praktisch. Gast-Coach Roberto Hirche führte die Teilnehmer dazu in die Prinzipien des Improvisationstheaters ein.

Rasch wurde klar: Fast jeder hat Angst zu versagen. Das kann auch passieren, wenn man als Veranstalter Neues ausprobiert. Frei nach dem Motto „Scheiter heiter“ sammelten die Teilnehmer Mut und Vertrauen, auch Fehler zu akzeptieren und diese als Grundlage für neue Ideen heranzunehmen.

Mit Ängsten konfrontiert sind mitunter auch Teilnehmer eines Open Space. Etwa: Man hat ein Thema und keiner kommt. Oder: Der besuchte Workshop ist nicht der richtige. Ein Open Space ist nach bestimmten Prinzipien organisiert, die der Zusammenarbeit eine neue Grundlage geben. Sie helfen, Gewohntes loszulassen und anzunehmen, was ist. „So lädt ‚das Gesetz der zwei Füße‘ ein, einen Workshop zu verlassen und dort hinzugehen, wo es einen gerade hinzieht und man mehr beitragen und mitnehmen kann“, erläuterte Tina Gadow. „Gemeinhin gilt das als unhöflich. Im Open Space ist es das explizit nicht, denn hier darf jeder tun, was für ihn selbst in dem Moment am sinnvollsten ist, oder wo der gegenseitige Nutzen größer ist.“ Dieses Vertrauen in die Teilnehmer, das dem Open Space als Haltung zugrunde liegt, schafft wiederum Vertrauen untereinander.

Formate kennenlernen

Neben Open Space probierten die fünfzig „Experten“ auch die Präsentationstechnik Pecha Kucha, die kommunikativen Murmelrunden, Geh-Spräche und die Diskussionsform Fish Bowl aus. „Es hat Spaß gemacht, verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten kennenzulernen“, meldeten viele Teilnehmer zurück. Auch der Austausch unter Branchenkollegen und Netzwerken ist beim ersten micelab:experts in Bregenz gut angekommen.

Neben vielen neuen Erfahrungen nahmen die Teilnehmenden eine „Hausaufgabe“ mit: Als Teil des micelab:experts sollen sie das Gelernte im eigenen Betrieb anwenden, etwa in internen Workshops mit Kolleginnen und Kollegen. „So agieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Multiplikatoren für eine innovative Kongresskultur“, ist Kurator Michael Gleich überzeugt.

Auf Basis der Rückmeldungen und Evaluierungen des Prototyps entwickeln die Kuratoren das Modul micelab:experts nun weiter. Der nächste experts findet im Frühjahr statt. Termin und Veranstaltungsort werden demnächst auf der Homepage www.micelab-bodensee.com bekanntgegeben.

Über micelab:bodensee

micelab:bodensee ist die erste Weiterbildungsplattform für Veranstalter im deutschsprachigen Raum. Sie wurde von den Netzwerken Bodensee Meeting und der kongress tanzt entwickelt und startete im Oktober 2016. micelab:bodensee umfasst drei Module mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Alle Module des micelab:bodensee haben einen erkundenden Charakter eines Labors. Beim Modul micelab:explorer liegt der Fokus auf der Forschung mit Impulsgebern aus unterschiedlichen Disziplinen. Es ist als Ideenschmiede angelegt. micelab:experts und micelab:experience richten sich an die Praktiker der MICE-Branche, also an Mitarbeiter aller Gewerke in Veranstaltungshäusern, Eventagenturen, Kulturinstitutionen und Marketingverantwortliche von Wirtschaftsbetrieben. Die Plattform ist ein EU-gefördertes Interreg V-Projekt. Als Kuratoren zeichnen die Veranstaltungsdramaturgin Tina Gadow und der Journalist Michael Gleich vom Netzwerk der kongress tanzt verantwortlich.

Infos unter www.micelab-bodensee.com

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

Bodensee Meeting, Stefanie Thurner, 0041/7122737-32, stefanie.thurner@st.gallen-bodensee.ch

Pzwei. Pressearbeit, Mag. Daniela Kaulfus, 0043/699/19259195, daniela.kaulfus@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: micelab:bodensee/Anja Köhler
12.01.2017

Anteil der E-Pkw bei Neuwagen in Österreich drei Mal so hoch wie in Deutschland

Obwohl in Deutschland im Vorjahr eine Kaufprämie für E-Pkw eingeführt wurde, war in Österreich der Anteil der E-Pkw bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 dreimal so hoch Obwohl in Deutschland im Vorjahr eine Kaufprämie für E-Pkw eingeführt wurde, war in Österreich der Anteil der E-Pkw bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 dreimal so hoch

Obwohl in Deutschland im Vorjahr eine Kaufprämie für E-Pkw eingeführt wurde, war in Österreich der Anteil der E-Pkw bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 dreimal so hoch, macht der VCÖ aufmerksam. Die Zahl der neuzugelassenen E-Pkw hat sich im Vorjahr in Österreich mehr als verdoppelt. Während auf private Haushalte mehr Benziner als Diesel-Pkw zugelassen wurden, wurden insgesamt im Vorjahr mehr Diesel-Pkw gekauft. Fast 64 Prozent der Neuwagen wurde auf "juristische Personen" (Firmen, Betriebe, Organisationen) zugelassen, die zu mehr als 60 Prozent mit Diesel fahren. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, damit die Fahrzeuge beim Fahren auf der Straße sowohl bei den Schadstoffen als auch bei den CO2-Emissionen und dem Spritverbrauch jene Werte einhalten, die von den Herstellern angegeben werden.

Positiv sieht der VCÖ die deutliche Zunahme bei den E-Pkw. Mit 3.826 E-Pkw wurden im Vorjahr mehr als doppelt so viele batterieelektrische Pkw neu zugelassen als im Jahr 2015. "Mit 1,2 Prozent ist der Anteil der E-Pkw in Österreich mehr als dreimal so hoch wie in Deutschland mit 0,35 Prozent, wo die Kaufprämie für E-Autos ein Flop war", stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. Der VCÖ weist darauf hin, dass das Klimaabkommen von Paris bedeutet, dass spätestens im Jahr 2050 der Verkehr ohne Erdöl und damit ohne Benzin und Diesel funktionieren muss. Es bleiben noch 33 Jahre, um die Energiewende im Mobilitätsbereich zur Gänze umzusetzen.

Im Jahr 2016 kamen die Benzin- und Diesel-Pkw gemeinsam auf einen Marktanteil von 97,3 Prozent (nach 98,1 Prozent im Jahr 2015). Auch im Vorjahr wurden in Österreich mehr Diesel-Pkw (188.820) als Benziner (131.756) neu zugelassen, macht der VCÖ aufmerksam. Während bei den auf "juristische Personen", also Firmen, Betriebe, Organisationen, neu zugelassene Pkw fast zwei Drittel mit Diesel fahren, haben bei den von privaten Haushalten gekauften Neuwagen die Benziner die Nase leicht vorne. Jedoch wurden im Vorjahr nur 36,3 Prozent der Neuwagen von privaten Haushalten gekauft.

"Leider sind die neuen Diesel-Pkw beim Fahren auf der Straße bei weitem nicht so schadstoffarm wie die Herstellerangaben vermuten lassen", weist VCÖ-Experte Gansterer auf eine vergangene Woche veröffentlichte Studie des europäische Forschungsinsituts ICCT hin, das den Abgasskandal bei VW mit aufgedeckt hat. Demnach stoßen neue Diesel-Pkw der modernsten Abgasklasse EURO 6 beim Fahren auf der Straße im Schnitt doppelt so viele Stickoxide aus wie moderne Lkw. Der NOx-Grenzwert für neue Diesel-Pkw beträgt 80 Milligramm pro Kilometer, tatsächlich verschmutzen sie beim Fahren auf der Straße die Luft mit im Schnitt sechs Mal so hohen Stickoxidmengen.

Auch der reale Spritverbrauch der Neuwagen ist leider bei weitem nicht so gesunken, wie die Herstellerangaben vermuten lassen. Laut Herstellerangaben ist der Spritverbrauch der Neuwagenflotte bei Diesel von 6,2 Liter pro 100 Km im Jahr 2007 auf 4,7 Liter pro 100 km im Jahr 2016 zurückgegangen. Zur gleichen Zeit ist aber die Abweichung des tatsächlichen Spritverbrauchs der EU-Neuwagenflotte von 16 Prozent im Jahr 2007 auf mehr als 40 Prozent stark gestiegen. " Autokäufer, die den realen Spritverbrauch des alten Autos mit dem angegebenen Verbrauch des Neuwagens vergleichen und sich eine starke Verringerung der Spritkosten erwarten, erleben nach den ersten Fahrten eine böse Überraschung. Im Schnitt kostet der Mehrverbrauch mehrere hundert Euro im Jahr an zusätzlichen Spritkosten und zusätzlich wird die Umwelt mit mehr klimaschädlichem CO2 belastet", macht VCÖ-Experte Gansterer auf die Folgen aufmerksam. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, damit die Fahrzeuge beim Fahren auf der Straße sowohl bei den Schadstoffen als auch bei den CO2-Emissionen und dem Spritverbrauch jene Werte einhalten, die von den Herstellern angegeben werden.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
11.12.2017

BIRKENSTOCK stellt direkte Belieferung von Amazon ein

BIRKENSTOCK stellt direkte Belieferung von Amazon in Europa ein BIRKENSTOCK stellt direkte Belieferung von Amazon in Europa ein

Die BIRKENSTOCK GmbH & Co. KG und die mit ihr verbundenen Unternehmen beenden mit Wirkung zum 1. Januar 2018 die Geschäftsbeziehung mit der Amazon EU S.à.r.l. Von diesem Zeitpunkt an stellt BIRKENSTOCK die direkte Belieferung der in Luxemburg ansässigen Europa-Tochter des US-Online-Händlers vollständig ein. Die Entscheidung gilt für das gesamte Produktsortiment von BIRKENSTOCK.

Das traditionsreiche deutsche Familienunternehmen macht gegenüber dem weltweit größten Online-Händler geltend, dass es auf dem von Amazon betriebenen "Marketplace" zu einer Reihe von Rechtsverstößen kam, die der Plattformbetreiber nicht aus eigenem Antrieb verhindert hat. BIRKENSTOCK hatte mehrfach beanstandet, dass dort wiederholt minderwertige Produktfälschungen angeboten wurden, die Markenrechte von BIRKENSTOCK verletzten und die Verbraucher über die Herkunft der Waren täuschten.

Nach Auffassung von BIRKENSTOCK gehört es jenseits der Frage nach rechtlichen Verpflichtungen zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit, dass Amazon als Betreiber des Marketplace nach der erstmaligen Mitteilung über einen derartigen Rechtsverstoß alles in seiner Macht Stehende tut, um diesen und gleichartige Verstöße aus eigenem Antrieb zu verhindern. Eine verbindliche Erklärung, dafür zu sorgen, dass keine Nachahmungen von BIRKENSTOCK Produkten mehr auf dem Marktplatz angeboten werden, steht bis heute aus. Stattdessen kam es in den letzten Monaten zu weiteren, anders gearteten Rechtsverstößen, die von Amazon nicht proaktiv verhindert wurden.

Die Störung des Vertrauensverhältnisses hat BIRKENSTOCK zum Anlass genommen, die Geschäftsverbindung mit dem Online-Händler nun auch in Europa zu beenden. Im Januar dieses Jahres hatte BIRKENSTOCK nach einer Reihe ähnlich gelagerter Vorfälle in den Vereinigten Staaten bereits die Belieferung von Amazon USA gestoppt.

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11.12.2017

Sag mir, wer uns pflegen wird

Pflege ist etwas, das andere trifft.“ Ein Denken, das wir uns solange leisten können, bis es uns oder einen Angehörigen trifft. Pflege ist etwas, das andere trifft.“ Ein Denken, das wir uns solange leisten können, bis es uns oder einen Angehörigen trifft.

Pflege ist etwas, das andere trifft.“ Ein Denken, das wir uns solange leisten können, bis es uns oder einen Angehörigen trifft. Die Wahrscheinlichkeit, dass man selbst ein Pflegefall wird oder es einen nahestehenden Menschen trifft, ist mit steigender Lebenserwartung eine sehr hohe.

Derzeit sind 6000 Tirolerinnen oder Tiroler in einem der 90 Pflegeheime untergebracht. Insgesamt beziehen 31.400 Tiroler Pflegegeld. Gut 70 Prozent von ihnen sind in häuslicher Pflege. Wenn nun der Eigenregress wegfällt, wird der Druck auf stationäre Betten steigen. Die Mehrausgaben in Tirol hochgerechnet, müsste der Bund den Bundesländern und Gemeinden 400 bis 500 Mio. für die Abschaffung des Pflegeregresses ersetzen. Derzeit wird lediglich über 200 Mio. Euro verhandelt.

Die Zahlen zeigen bitterlich: Ohne Angehörige, die ihre Kranken und Alten zu Hause pflegen, geht es sich nicht aus. Es ist die kostengünstigste Variante für die öffentliche Hand. Das weiß man schon lange, umso dringlicher ist es, dass die Politik pflegende Angehörige stärker in den Fokus rückt und ernsthafter unterstützt. Beratungsstellen für Pflege, wie sie in Tirol nun geplant sind, hören sich gut an. Echte „Kümmerer“, nicht nur Infos und Flyer. Hoffentlich mehr als nur ein Zuckerl im anstehenden Wahlkampfgetöse.

Es würde Sinn machen, die Vermittlung von 24-Stunden-Betreuung und deren Qualitätssicherung einzubinden. Momentan wird der Großteil an Pflege zu Hause von einer Frauengeneration getragen, die nie Vollzeit oder „nur“ Teilzeit erwerbstätig war. Ihr pflegerisch hohes Engagement wird man von einer jüngeren Generation, Männern wie Frauen, so nicht erwarten können. Ihre Lebensrealität ist eine andere, nicht nur in Zeiten von 12-Stunden-Tagen. Soll die Pflege zu Hause ein wesentliches Standbein bleiben, muss man auch Pflegeauszeiten neu denken.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: OTS0028, 9. Dez. 2017, 22:00 drucken mailen als pdf als Text Logo von Tiroler Tageszeitung TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Liane Pircher
26.11.2017

Das sind die schmutzigsten Ecken im Flugzeug

Das sind die schmutzigsten Ecken im Flugzeug Das sind die schmutzigsten Ecken im Flugzeug

Bis zu viermal im Jahr sind Erwachsene durchschnittlich erkältet. Und dank sinkender Temperaturen und geschwächter Immunsysteme, steht die nächste Grippewelle bereits vor der Tür. Damit die Reise von Österreichs Urlaubern vom heimischen Bakterienmeer hin zum weißen Sandstrand jedoch auch problemlos klappt, zeigt checkfelix.com, Österreichs beliebteste Reisesuchmaschine, welche Ecken im Flieger die schmutzigsten sind.

Der Sicherheitsgurt

Überraschenderweise landet im Rahmen der Ekel-Analyse der Sicherheitsgurt untern den schmutzigsten Plätzen an Bord. Die textile Struktur ist ideal, um Mikroorganismen aller Art aus der Kleidung und vom Körper vorhergehender Passagiere aufzusaugen. Beispielsweise muss nur ein kranker Passagier, der sich die Nase geputzt hat oder zuvor auf der Toilette war, ohne sich die Hände gewaschen zu haben, den Gurt anlegen.

checkfelix-Tipp: Nach der Landung sollte man sich relativ rasch die Hände waschen und an Bord ein Händedesinfektionsmittel verwenden.

Die Toilettenspülung

Wenig überraschend, ist die Toilettenspülung neben der Klobrille grundsätzlich der schmutzigste Ort der WC-Anlage, da man diese in der Regel berührt, ohne sich vorher die Hände zu waschen. Der Türriegel selbst ist häufig ebenfalls voller Bakterien und wird unter Umständen nur unregelmäßig desinfiziert.

checkfelix-Tipp: Reisende sollten sich nach dem Toilettengang die Hände sorgfältig waschen (und ggf. desinfizieren) und den Türriegel mit einem frischen Papierhandtuch öffnen.

Der Klapptisch

Ganz besonders vorsichtig sollte man jedoch bei den Klapptischen sein. Interessanterweise zählt dieser zu den schmutzigsten Bereichen im Flugzeug. Dies ist insofern besonders problematisch, da das kleine Tischchen während des Fluges als Ablagefläche für sämtliche Speisen und Snacks aller Art dient – das Risiko einer Übertragung der Keime über den Mund erhöht sich so massiv.

checkfelix-Tipp: Passagiere sollten mitgebrachte Nahrungsmittel nicht direkt auf den Tisch legen, sondern eine Serviette oder Ähnliches als Unterlage nutzen.

John-Lee Saez, Regional Director bei checkfelix.com dazu: „checkfelix sorgt stets dafür, dass Urlauber die günstigsten Angebote finden und vollkommen entspannt in den Urlaub kommen. Um den Trip aber auch in vollen Zügen genießen zu können, ist es wichtig sich auf dem Weg zum Reiseziel nicht irgendetwas einzufangen oder krank zu werden. Sich regelmäßig die Hände zu waschen, um Krankheiten zu vermeiden, ist besonders ratsam.“

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01.12.2017

Greenpeace richtet offenen Brief an Landeshauptleute: Machen Sie Ihr Bundesland glyphosatfrei

„Die skandalöse Entscheidung, Glyphosat EU-weit für weitere fünf Jahre zuzulassen, darf keinesfalls einfach hingenommen werden. Machen wir Österreich jetzt glyphosatfrei - Bundesland für Bundesland“, appelliert Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit „Die skandalöse Entscheidung, Glyphosat EU-weit für weitere fünf Jahre zuzulassen, darf keinesfalls einfach hingenommen werden. Machen wir Österreich jetzt glyphosatfrei - Bundesland für Bundesland“, appelliert Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace forderte heute in einem offenen Brief die österreichischen Landeshauptleute auf, das Pflanzengift Glyphosat in ihren Bundesländern zu verbieten. Gestern war bekannt geworden, dass Kärnten ein eigens, vollständiges Glyphosat-Verbot plant. Damit wäre Kärnten die erste Region Europas, in der gar kein Glyphosat mehr eingesetzt wird. Auch die anderen Bundesländer müssten sich zu diesem Schritt entschließen, so Greenpeace. Bis kommenden Donnerstag sollen die Landeshauptleute Greenpeace bekannt geben, ob Sie ein Glyphosat-Verbot in ihrem Bundesland umsetzen werden.

„Die skandalöse Entscheidung, Glyphosat EU-weit für weitere fünf Jahre zuzulassen, darf keinesfalls einfach hingenommen werden. Machen wir Österreich jetzt glyphosatfrei - Bundesland für Bundesland“, appelliert Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit an die Landeshauptleute. Die Bundesländer Wien, Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg sollen dem Kärntner Beispiel folgen und einen Totalausstieg beschließen. „Die Länderchefs haben es in der Hand. Sie müssen nun aktiv werden und die Umwelt sowie die Gesundheit der Menschen in ihrer Region schützen“, fordert Egit. Österreichweit haben sich im Rahmen einer Greenpeace-Initiative bereits 539 Gemeinden dafür entschieden, im eigenen Wirkungsbereich auf Glyphosat zu verzichten.

Greenpeace möchte von den Landeshauptleuten bis spätestens Donnerstag, 7. Dezember, eine klare Positionierung zum Pflanzengift. „Österreich braucht kein Glyphosat. Ich fordere die Landeshauptleute auf: Treten Sie gemeinsam mit uns für eine Zukunft ohne Glyphosat ein und schenken Sie Ihren Bürgerinnen und Bürgern glyphosatfreie Weihnachten!“, so Egit.

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11.12.2017

Besetzter Lebensraum

Seit Jahren diskutieren Politiker, Jäger, Landwirte und Umweltschützer über den Sinn und Unsinn der Wiederansiedlung von großen Beutegreifern. Vor allem in Südtirol, wo Bären und Wölfe immer wieder ihre blutigen Spuren hinterlassen. Seit Jahren diskutieren Politiker, Jäger, Landwirte und Umweltschützer über den Sinn und Unsinn der Wiederansiedlung von großen Beutegreifern. Vor allem in Südtirol, wo Bären und Wölfe immer wieder ihre blutigen Spuren hinterlassen.

Die Wiederansiedlung von Bären und Wölfen ist zum Scheitern verurteilt. Der Alpenraum ist zu dicht besiedelt, wird zu intensiv touristisch genutzt. Gegner und Befürworter der großen Beutegreifer liefern sich emotionsgeladene Debatten.

Seit Jahren diskutieren Politiker, Jäger, Landwirte und Umweltschützer über den Sinn und Unsinn der Wiederansiedlung von großen Beutegreifern. Vor allem in Südtirol, wo Bären und Wölfe immer wieder ihre blutigen Spuren hinterlassen. Meist sind es Schafe, die ihnen zum Opfer fallen, auch anderes Kleingetier oder Bienenstöcke sind vor den gefräßigen Räubern nicht sicher. Entsprechend emotionsgeladen sind die Debatten.

Im Vordergrund allen Bestrebens muss der Mensch stehen. Wer seine Gefährdung, ob nur theoretisch oder auch tatsächlich möglich, in Kauf nimmt, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, das Rad der Zeit im Wissen, dass das nicht funktionieren kann, zurückdrehen zu wollen. Die Zeiten, in denen Wölfe und Bären durch ihre Dutzende Quadratkilometer großen Reviere streifen und sich an dem bedienen konnten, was Mutter Natur ihnen bot, sind längst vorbei. Gerade im übererschlossenen Alpenraum. Allein die Tatsache, dass seit Jahren die meisten Bären bei Zusammenstößen mit Autos, Lastwagen und Zügen ums Leben kommen und nicht durch einen Gewehrschuss, müsste eigentlich bei jedem Befürworter der Wiederansiedlung von großen Beutegreifer sämtliche Alarmglocken schrillen lassen. Die Lebensräume für diese Raubtiere sind nicht mehr vorhanden. Sie sind besetzt – von uns Menschen auf der einen, und von Tieren, die einen wichtigen Teil unserer Nahrungskette bilden, auf der anderen Seite. Konfliktpotenzial pur!

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Vorschlägen, das Problem zu lösen. Ihnen ist eines gemeinsam: So richtig funktionieren tun sie alle (noch) nicht. Möglich, dass die vom Tiroler Landesjägermeister Anton Larcher propagierten Wildruhezonen – behördlich abgesperrte, mit einem absoluten Betretungsverbot (auch für Jäger, Tourengeher etc.) belegte, großflächige Gebiete, in denen sich das Wild erholen kann – etwas bringen, vielleicht auch der verstärkte Einsatz von Herdenschutzhunden. In jedem Fall braucht es eine ernsthaftere Diskussion als bisher und die Bereitstellung der notwendigen Mittel, um beschlossene Maßnahmen auch umsetzen zu können.

Derzeit bekommen betroffene Landwirte den Schaden, den Wolf und Bär in ihren Herden anrichten, finanziell abgegolten. Das kommt der stillschweigenden Zustimmung gleich, dass die Räuber sich bei Bedarf an Weidetieren wie eben Schafen oder Kälbern „bedienen“ dürfen. Diese schlechteste und inakzeptabelste aller Lösungen ist auch unethisch, weil sie Weidetiere auf die Stufe von Futter für Wölfe und Bären stellt.

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15.11.2017

Das Ende der Mietvertragsgebühren

Ab sofort ist das geänderte Gebührengesetz in Kraft getreten, welches die Mietvertragsgebühren regelt. Ab sofort ist das geänderte Gebührengesetz in Kraft getreten, welches die Mietvertragsgebühren regelt.

Ab sofort ist das geänderte Gebührengesetz in Kraft getreten, welches die Mietvertragsgebühren regelt. Die D.A.S., der führende Spezialist im Rechtsschutz, informiert über die Auswirkungen der Gesetzesänderung für „Mietverträge von Wohnräumen“. Für Vermieter und Hausverwaltungen entfällt ab jetzt die Anmeldung und Abfuhr von Verkehrssteuern an das Finanzamt. Mieter können dadurch mit einer Kostensenkung rechnen. Für gewerblich genutzte Räume besteht weiterhin eine Gebührenverpflichtung. Bei gemischt genutzten Objekten gibt es noch Unklarheiten.

Das geänderte Gebührengesetz ist in Kraft getreten und legt das Ende der Mietvertragsgebühren für „Mietverträge von Wohnräumen“ fest. Die Gesetzesänderung gilt nur für Mietverträge, die ab dem Datum des Inkrafttretens geschlossen wurden, für ältere Mietverträge hat das Gesetz keine Rückwirkung.

Für Vermieter und Hausverwaltungen bedeutet die Änderung eine Verwaltungsvereinfachung, da die Anmeldung und Abfuhr an das Finanzamt für Verkehrssteuern entfällt. Die Kosten beliefen sich je nach Mietzinshöhe und Vertragsdauer auf rund 150 bis 600 Euro. „Mieter können deshalb mit niedrigeren Kosten rechnen, da in der Praxis die Verkehrssteuern durch die Vermieter an die Mieter weiterverrechnet wurden“, weiß Johannes Loinger, Vorstandsvorsitzender der D.A.S..

Weiterhin Gebühren für gewerblich genutzte Räume

Für „gewerblich genutzte“ Mietverträge fällt weiterhin eine Gebühr an. So wie bisher, richtet sich diese nach der Vertragsdauer und dem monatlichen Mietzins, welcher auf das Jahr hochgerechnet wird. Für einen Geschäftsraummietvertrag, mit einer Vertragsdauer von fünf Jahren und einem monatlichen Mietzins von 1.500 Euro, fallen Gebühren um die 900 Euro an.

„Fraglich ist, wie bei gemischt genutzten Objekten – etwa einer Wohnung, die auch als Büro genutzt wird – vorgegangen wird. Eventuell gibt es hierzu noch einen Erlass vom Bundesministerium für Finanzen“, erklärt Loinger.

Die Gebührenpflicht bei Rechtsgeschäften beginnt mit Unterzeichnung

Wenn für ein Rechtsgeschäft eine Urkunde mit den Unterschriften der Parteien errichtet wird, so fallen in der Regel Rechtsgeschäftsgebühren an. Bis zur Änderung des Gebührengesetzes mussten auch für Mietverträge von Wohnräumen Gebühren entrichtet werden. Für außergerichtliche Vergleiche, Wechsel und Abtretung von Forderungen (Zessionen) sind weiterhin Rechtsgeschäftsgebühren in unterschiedlicher Höhe zu entrichten. „Bei außergerichtlichen Vergleichen belaufen sich die Gebühren auf 2 Prozent vom Gesamtwert, der von jeder Partei übernommenen Leistungen. Bei Wechselgeschäften beträgt die Gebühr 1/8 Prozent der Wechselsumme und bei Zessionen sind 0,8 Prozent des Entgelts zu bezahlen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende.

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20.11.2017

Sicher nach Hause von der Weihnachtsfeier

Weihnachtsfeiern sind ein wesentlicher Bestandteil der Vorweihnachtszeit Weihnachtsfeiern sind ein wesentlicher Bestandteil der Vorweihnachtszeit

Weihnachtsfeiern sind ein wesentlicher Bestandteil der Vorweihnachtszeit. Meist wird zu diesen Anlässen auch mit dem einen oder anderen Glas Wein oder Bier auf das erfolgreiche Jahr angestoßen. Dies kann jedoch gefährliche Folgen im Straßenverkehr haben. „Die KFV-Unfallstatistik zeigt: 2016 war jeder 19. Verkehrstote in Österreich Opfer eines Alkoholunfalles. Unter Alkoholeinfluss steigt das Unfallrisiko um ein Vielfaches: bei 0,5 Promille ist die Unfallgefahr bereits doppelt so hoch, mit 0,8 Promille ist das Unfallrisiko sogar fünfmal höher als nüchtern“, erklärt Mag. Martin Pfanner vom KFV. Grund für die hohe Unfallquote bei Alkolenkerinnen und Alkolenkern ist eine verzögerte Verarbeitung von Reizen, die Abnahme der Konzentrationsleistung sowie das Nachlassen von Reaktionsgenauigkeit und -geschwindigkeit.

Bewusstseinsbildung gemeinsam mit Betrieben

2016 zählte das KFV 238 Alkoholunfälle in Tirol, bei denen 302 Menschen verletzt und vier Personen getötet wurden. Besonders tragisch: Bei diesen Unfällen kommen meist unschuldige Personen zum Handkuss, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Mit der Plakataktion in der Vorweihnachtszeit wollen AUVA und KFV gezielt an die Gefahren von Alkohol am Steuer erinnern und zu richtigem Handeln animieren. Das Motto der Plakate „Lass es sein … und fahr heute lieber NICHT selber heim“ appelliert an das Verantwortungsbewusstsein der Tirolerinnen und Tiroler und rät dazu, das Auto am Tag der Weihnachtsfeier lieber stehen zu lassen.

„Die Entscheidung nach der Weihnachtsfeier auf ein Taxi zurückzugreifen, einen Shuttlebus zu bestellen oder Fahrgemeinschaften zu bilden und das eigene Auto nach Alkoholkonsum stehen zu lassen, sollte vor der Feier getroffen und der sichere Nachhauseweg organisiert werden“, empfiehlt Ing. Wolfgang Boesau, Abteilungsleiter Unfallverhütungsdienst der AUVA-Landesstelle Salzburg. Immer mehr Firmen organisieren beispielsweise bereits den Heimweg ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Weihnachtsfeier, indem sie Bus- oder Taxidienste beauftragen. Dieses vorbildliche Verhalten darf und soll auf jeden Fall Nachahmer finden.

Vorsicht auch am „Morgen danach“

Neben einer sicheren Heimfahrt von der Weihnachtsfeier, wird auch am „Morgen danach“ zu besonderer Vorsicht im Straßenverkehr geraten. Auch wenn man sich fit genug für eine Autofahrt fühlt, besteht die Gefahr einer Restalkoholisierung und einer damit verbundenen Leistungsbeeinträchtigung. Ausreichend Schlaf oder die Anwendung von sogenannten „Hausmitteln“, wie starker Kaffee oder Energydrinks, haben keinen Einfluss auf die Alkoholabbaurate. Pro Stunde werden nämlich grundsätzlich nur zwischen 0,1 und 0,15 Promille Alkohol abgebaut. Aus diesem Grund sollte das Auto auch am Morgen nach der Weihnachtsfeier lieber stehen bleiben und auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Taxi umgestiegen werden.

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15.11.2017

Die SPÖ am Ende des Mittelwegs

Die SPÖ verwaltete seit Jahren das Erreichte. Sah lange keine Gefahr, keine Not. Gab sich damit zufrieden, an den Erfolg früherer Jahrzehnte zu erinnern, wollte den Mittelweg nie verlassen. Die SPÖ verwaltete seit Jahren das Erreichte. Sah lange keine Gefahr, keine Not. Gab sich damit zufrieden, an den Erfolg früherer Jahrzehnte zu erinnern, wollte den Mittelweg nie verlassen.

Die SPÖ wurde über Jahre inhaltlich ausgedünnt, wählte den vermeintlich sicheren Mittelweg, verstand sich als Kanzlerwahlverein. Jetzt wird sie zur Erneuerung gezwungen. Was ihr fehlt, ist eine Erzählung mit klarer Sprache.

Ob wer in der SPÖ den Barockdichter Friedrich von Logau kennt? Wahrscheinlich nicht. Ihn nicht zu kennen, offenbart jedenfalls keine Lücke. Doch ein Zitat aus einem seiner Sinngedichte könnten einige Sozialdemokraten kennen oder sollten es sich in Erinnerung rufen. Beschreibt es doch das Dilemma, in dem die Sozialdemokratie seit Jahren steckt: „In Gefahr und großer Not/Bringt der Mittelweg den Tod.“

Die SPÖ verwaltete seit Jahren das Erreichte. Sah lange keine Gefahr, keine Not. Gab sich damit zufrieden, an den Erfolg früherer Jahrzehnte zu erinnern, wollte den Mittelweg nie verlassen. Warum auch? Die Roten verstanden sich bis zuletzt als Kanzlerwahlverein. Eine inhaltlich-programmatische Debatte über die Zukunft der Partei wurde – vor allem in den Faymann-Jahren – stets als Störung empfunden. Selbst als am Wahlabend des 15. Oktober längst jedem denkenden Menschen klar war, in welche Richtung es jetzt für die Sozialdemokraten geht, glaubten Hans Niessl und viele Gewerkschafter, man müsse sich irgendwie an die Macht klammern. Ganz egal, ob als Juniorpartner der ÖVP oder in einem selbstzerstörerischen Bündnis mit der FPÖ. Hauptsache, die Partei bleibt an der Macht, verlässt nicht den eingeschlagenen Mittelweg.

SPÖ-Vorsitzender Christian Kern wusste wohl über den ausgedünnten Zustand Bescheid, als er die Partei übernahm. Doch Kern wollte zuerst das Kanzleramt verteidigen, den Genossen nicht zu viel zumuten. Jetzt muss er es. Die SPÖ steht vor einer Zäsur. Die Partei muss sich personell, strukturell und inhaltlich neu erfinden. Dabei wird die Partei ihr künftiges Verhältnis zur Gewerkschaft klären müssen und die am Boden liegenden Länderorganisationen wachrütteln. Die SPÖ muss sich auf einen mühsamen, mitunter lang andauernden Prozess der Erneuerung einstellen und zeitgleich ihre Rolle als kämpfend-konstruktive Oppositionskraft mit Leben erfüllen.

In Zeiten, in denen „Privatisierung, Steuersenkung und Sozialabbau“ in der Mitte der Gesellschaft auf breite Zustimmung stoßen, braucht es eine Gegenerzählung mit klarer Sprache, die auch einmal wütend macht. Wie sonst will die SPÖ wütende Menschen wieder an sich binden? Ein klarer Blick in andere europäische Länder müsste Warnung genug sein, um zu wissen, was der SPÖ in Gefahr und großer Not droht, wenn sie sich für keinen neuen Weg entscheidet.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von Michael Sprenger
16.01.2017

Obergrenzen sind zu wenig

TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel"von Alois Vahrner TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel"von Alois Vahrner

Vor zwei Jahren, als die Flüchtlingswelle in ungeahnter Dimension über Europa hereinbrach, scheiterte die EU, nein genauer die Mitgliedsstaaten, an einer halbwegs solidarischen Lösung. Österreich tat sich neben Deutschland und Schweden als besonders human hervor. Die ursprünglich von verschiedener Seite, aber vor allem von Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel proklamierte Willkommenskultur wurde rasch von der Einsicht abgelöst, dass sich die offenen Länder selbst überforderten bzw. überfordern würden, wenn der Zustrom nicht kräftig gedrosselt würde.

Österreich mit Außenminister Kurz schloss de facto die Balkanroute und führte nach einem sinnlosen politischen Eiertanz um Namen und genaue Zahl eine Asyl-Obergrenze ein. Ein ähnliches Schauspiel wird uns hoffentlich heuer erspart, zumal eine Einigung nicht fern scheint. Die ÖVP will eine Halbierung, SPÖ-Kanzler Kern ebenfalls eine deutliche Herabsetzung. In Deutschland lehnt Merkels CDU eine Obergrenze vorerst trotz des Drucks der bayrischen CSU ab – was bei der Bundestagswahl nur der extrem rechten AfD nutzen wird.

Soll Integration gelingen (und das ist sie auch bei teils schon sehr lange im Land lebenden Immigranten noch immer nicht) und eine weitere Spaltung der Gesellschaft verhindert werden, dann braucht es Bereitschaft auf beiden Seiten, den Einheimischen, aber noch mehr den Zuwanderern. Und viel klarere, ja ultimative Vorgaben des Staates, was er von Einwanderern verlangt – von Deutschkenntnissen angefangen bis zur wirklichen Akzeptanz aller demokratischen Freiheitswerte bis zur Gleichstellung der Frauen. Und all jenen, die den Rechtsstaat mit Füßen treten und ausnützen, muss der Staat (im Bedarfsfall mit neuen Gesetzen) eine viel entschiedenere Antwort geben.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Ggia - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0 / Quelle:

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