Wenn Sie nicht registriert sind, dann melden Sie sich KOSTENLOS und UNVERBINDLICH an.

Anmeldung notwendig

Sie müssen angemeldet sein, um den Artikel melden zu können! Nach der Anmeldung können Sie auch selber Artikel verfassen.

Sie müssen bei der Anmeldung, aus medienrechtlichen Gründen Ihren echten Namen und eine echte Mailadresse angeben.

dbn ist ein österreichisches Unternehmen für das Datenschutz keine leere Floskel ist.

Niemals würden Ihre Daten an Dritte weitergegeben und/oder für Werbezwecke mißbraucht.

Sollten Sie sich wieder abmelden, werden alle Ihre Daten inkl. Artikel endgültig und restlos gelöscht.

Sie werden nur von dbn oder dem dbn-System per e-Mail kontaktiert.

Die Anmeldung in KOSTENLOS und verpflichtet Sie zu nichts!.

dbn behält sich vor, Benutzer auch ohne Angabe von Gründen, abzulehnen und/oder von System auszuschließen.

Sie können sich, falls Sie schon angemeldet sind, hier einloggen, oder als neuer Benutzer anmelden.

Montag 21.05.2018 09:21
Landesausgaben: Wien WienNiederösterreich NiederösterreichOberösterreich OberösterreichBurgenland BurgenlandSteiermark SteiermarkKärnten KärntenSalzburg SalzburgTirol TirolVorarlberg Vorarlberg
oder Österreichausgabe (Das Interessanteste aus den Bundesländern)

Sie lesen gerade die Ausgabe Tirol, TitelseiteRSS

inhalt
inhalt
15.05.2017

Die 9. Emsiana zieht nach vier Festivaltagen erfreuliche Bilanz

Rückzug in den Keller? Illusion der Kommunikation, Simonette Scherling und Patrik Kopf – Medienintervention. Rückzug in den Keller? Illusion der Kommunikation, Simonette Scherling und Patrik Kopf – Medienintervention.

Festivalthema „Hohenems.Babylon“ machte die Nibelungenstadt zum Publikumsmagneten

Von Donnerstag bis Sonntag setzte sich das Programm der diesjährigen Emsiana mit Sprache, Sehnsucht, Heimat und Exil zwischen Vergangenheit und Gegenwart auseinander. Das breite kulturelle Angebot – Führungen, Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Vorträge, Theater für Kinder – lockte rund 3000 Besucher in die verschiedenen Schauplätze der 9. Emsiana.

Zwischen 11. und 14. Mai verwandelte die Emsiana Hohenems bereits zum neunten Mal in die kleinste Kulturmetropole der Welt. Mit dem zerstreuten Leben zwischen Sprachen und Zeiten beschäftigten sich die teilnehmenden Künstler und präsentierten ihre vielfältigen Arbeiten dazu.

Der deutsch-irakische Autor und Journalist Najem Wali thematisierte in seiner Eröffnungsrede „Vom Segen und Fluch der Vielsprachigkeit“, die Möglichkeiten und Chancen der sprachlichen Vielfalt und setzte so einen markanten Auftakt zum Kulturfest.

Festivalzentrum: Babylonische Antipasteria

Am Salomon-Sulzer-Platz gab es zum ersten Mal mit der babylonischen Antipasteria ein Festivalzentrum. Die Brüder Eugen und Günter Fulterer boten in ihrer offenen Backhütte den Emsiana-Besuchern multikulturelle Gerichte. Die gastrosophische Intervention – so beschreiben die Brüder ihr kulinarisches Projekt – wurde in den vier Tagen des Kulturfestes zu dem Treff- und Kommunikationspunkt für Jung und Alt. Auch nächstes Jahr wird es wieder ein Festivalzentrum geben.

Podium für Vorarlberger KünstlerInnen

Die Emsiana bot dieses Jahr Vorarlberger KünstlerInnen wieder ein großes Podium. Die Installation „Das Babylon“ von Eva Kees sowie die Fotoausstellung „Verborgen“ von Ursula Dünser und Karin Nussbaumer waren dabei besondere Anziehungspunkte. Simonetta Scherling und Patrik Kopf setzten sich in ihrem Projekt „Rückzug in den Keller“ mit der heute vorherrschenden Illusion von Kommunikation auseinander. Vier Vorarlberger Künstler – Hubert Lampert, Roland Adlassnigg, Udo Rabensteiner und Dietmar Fend – haben für den nördlichen Eingang zur Innenstadt Brunnen geplant. Die Entwürfe konnten die Besucher in der Marktstraße 33 begutachten.

Musik spricht alle Sprachen

Die Konzerte zählen stets zu den großen Publikumsmagneten der Emsiana. Auch in der Musik waren die Themen Sprache und Heimat stets präsent. Von Weltmusik (Light in Babylon) über Liedermacherei (Bettina Wegner) zu Jazz (Filippa Gojo Quartett) „Hohenemes.Babylon“ spielte immer mit. Das musikalische Finale fand mit dem Muttertagskonzert des Trio Emsiana, Helia Samadzadeh, Peter Madsen und Dietmar Kirchner statt. Über 1000 Besucher waren bei den Konzerten – alle ausverkauft – dabei.

Was nicht fehlen darf

Führungen durch die Stadt und Museen oder auch auf den Kirchturm sowie Lesungen, Theater für Kinder und die Kulturcafés gehören zum fixen Programm der Emsiana. Die steigenden Besucherzahlen freuten den Veranstalter Markus Schadenbauer-Lacha, der auch bereits das Datum der 10. Emsiana 2018 bekannt gab: „Von 17.-20 Mai 2018 wird Hohenems wieder zur Kulturmetropole.“

Info: www.emsiana.at

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

Schadenbauer-Lacha & Partner GmbH Markus Schadenbauer-Lacha, Telefon +43 5576 79214, Mail mail@emsiana.at

Pzwei. Pressearbeit, Mag. Ursula Fehle, Telefon +43 650 9271694, Mail ursula.fehle@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: Lisa Mathis
12.10.2017

Medienanalyse TV-Wahlkampf: 2,5h Sprechzeit für Migrationsthemen

Migration, Steuern und die Koalitionsfrage waren die dominierenden Themen in diesem TV-Wahlkampf. Migration, Steuern und die Koalitionsfrage waren die dominierenden Themen in diesem TV-Wahlkampf.

Migration, Steuern und die Koalitionsfrage waren die dominierenden Themen in diesem TV-Wahlkampf. Dies ergab eine Medienanalyse aller bisherigen TV-Duelle und Elefantenrunden auf ORF 2, ORF III, ATV und Puls 4 durch APA-DeFacto, das auf Medienbeobachtung und Media Intelligence spezialisierte APA-Tochterunternehmen. Mit Abstand am meisten wurde demnach im Fernsehen über das Themengebiet Migration gesprochen.

9.822 Sekunden oder mehr als 2,5 Stunden Sendezeit nutzten die Spitzenkandidaten der wahlwerbenden Parteien, um ihre Positionen zu Migration und Asyl darzulegen. Zweitwichtigstes Thema war die Steuerpolitik mit 8.076 Sekunden. Auf Platz drei landete mit 6.249 Sekunden die Frage möglicher Koalitionen nach der Wahl. Dem zuletzt dominanten Thema Dirty Campaigning widmeten die Politiker in ihren TV-Auftritten 4.961 Sekunden Sendezeit. Weitere Top-Themen: Arbeitsmarktpolitik (4.427 Sekunden), Integration (4.382) und Europapolitik (3.518).

Betrachtet man die Themen im Zeitverlauf, fällt auf, dass in den ersten TV-Konfrontationen das Thema Steuerpolitik dominierte, das danach immer mehr vom Komplex Migration und Asyl verdrängt und überholt wurde. In den vergangenen eineinhalb Wochen stahl dann wegen der Affäre um den ehemaligen SPÖ-Berater Tal Silberstein das Thema Dirty Campaigning allen anderen Inhalten die Show.

Bundeskanzler und SPÖ-Spitzenkandidat Christian Kern sprach in den TV-Konfrontationen am meisten über Migration und Asyl (1.644 Sekunden), Steuerpolitik (1.639), Koalitionen (1.222), Arbeitsmarktpolitik (950) sowie Dirty Campaigning (815). Bei ÖVP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz dominierten ebenfalls Migration und Asyl (1.860 Sekunden) und Steuerpolitik (1.408), gefolgt von Integration (977), Dirty Campaigning (910) sowie Koalitionen (898). FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sprach vor allem über Migration und Asyl (1.691 Sekunden), Koalitionen (1.340), Europapolitik (976), Steuerpolitik (887) sowie Dirty Campaigning (675).

Umfangreichstes Thema der grünen Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek waren Freihandelsabkommen (970 Sekunden). Bei NEOS-Chef Matthias Strolz war es die Steuerpolitik (1.378 Sekunden), Peter Pilz setzte bei seinen wenigen Auftritten im Privat-TV vor allem auf das Thema Migration und Asyl (438 Sekunden).

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
06.05.2017

Sozialistische Jugend fordert Legalisierung und staatlich lizenzierten Handel mit Cannabis

Am heutigen Hanfwandertag in Wien fordert Sozialistische Jugend Legalisierung und staatlich lizenzierten Handel mit Cannabis Am heutigen Hanfwandertag in Wien fordert Sozialistische Jugend Legalisierung und staatlich lizenzierten Handel mit Cannabis

„Das Verbot von Cannabis-Konsum in Österreich führt sich ad absurdum“, so Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend, anlässlich des heutigen Hanfwandertages. Eine Studie der MedUni Wien zeigte, dass rund jedeR 5. Studierende regelmäßig Cannabis konsumiert, unter Jugendlichen ist es jedeR 10. „Die aktuelle Politik zwingt KonsumentInnen bloß in den Schwarzmarkt. Das birgt gesundheitliche Gefahren und erhöht die Chancen mit härteren Drogen in Kontakt zu kommen“, mahnt Herr. Die Sozialistische Jugend fordert daher seit Jahren mit ihrer Kampagne „Lieber bekifft ficken als besoffen fahren“ eine Legalisierung.

Für Herr könnten die Gelder, die aktuell in den Kampf gegen den blühenden illegalen Markt für Cannabis gesteckt werden, viel sinnvoller verwendet werden: „Ein Handel über staatlich lizenzierte Stellen garantiert nicht nur eine hohe Qualität, sondern ermöglicht auch zusätzliche Steuereinnahmen!“ Diese Mittel sollten in die Suchtprävention investiert werden. „Prävention hilft hier viel besser als ein Verbot. Außerdem kann so auch dem hohen Alkohol- und Nikotinkonsum entgegengewirkt werden, der österreichweit viel mehr Schaden anrichtet!“, so Herr.

Herr blickt hierzu auch über den Atlantik: in einigen US-Bundesstaaten ist die Legalisierung bereits vollzogen, Kanada zieht bald nach. „Die USA war das Land der Prohibition und hat einst den ‚War on Drugs‘ ausgerufen. Die Folge waren und sind bis heute überfüllte Gefängnisse und zerstörte Familien. Heute haben die ersten Regionen ihre Schlüsse gezogen und gehen einen anderen Weg“, meint Herr und fordert auch von der österreichischen Politik mutige Schritte zu einem neuen, progressiven Umgang mit Drogen. „Es braucht keine Verbote, kein Anheben der Altersgrenze beim Rauchen oder ähnliche restriktive Maßnahmen. Möglichst frühe Aufklärung bringt sich mehr!“, so Herr abschließend.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Jorge Barrios - Own work, Public Domain
15.11.2017

micelab:experts III – „Klartext! Wie die Verständigung mit dem Kunden gelingt“

In Kleingruppen gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des micelab:experts III der gelingenden Verständigung mit dem Kunden auf den Grund In Kleingruppen gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des micelab:experts III der gelingenden Verständigung mit dem Kunden auf den Grund

Branchenvertreter aus der Bodenseeregion gingen Thema in Fallbeispielen auf den Grund

Bregenz/Konstanz, 15. November 2017 – Was ist wichtig für eine gute Kommunikation mit Kunden? Dieser Frage gingen 65 Veranstaltungsprofis im dritten Lernmodul der Weiterbildungsplattform micelab:bodensee nach, das von 6. bis 8. November im Bodenseeforum Konstanz stattfand. Der intensive Erfahrungsaustausch sowie live geführte Kundengespräche brachten die Erkenntnis: Persönliche Begegnung, aktives Zuhören und Offenheit sind beste Voraussetzungen.

Verständigung üben mit echten Kunden zu konkreten Veranstaltungen: Das konnten die Teilnehmer des dritten micelab:experts im Bodenseeforum Konstanz. Zwei Vertreter der Marketing Tourismus Konstanz GmbH stellten sich den Experten in simulierten Kundengesprächen. Ziel war es herauszufinden, was sie für ihre Veranstaltung brauchen, um sie gut zu beraten. „Es geht uns immer um die innere Haltung. Beim micelab:experts stellten wir die konkreten Fragen: Wie begegne ich Kunden? Wie schaffe ich eine Vertrauensbasis für eine gute Zusammenarbeit?“, erläutert Gerhard Stübe, Sprecher des Netzwerks BodenseeMeeting.

Die 65 Veranstaltungsprofis sammelten Erkenntnisse aus ihrem Alltag: Acht Storyteller berichteten in Gruppen von gelungenen oder misslungenen Veranstaltungen. Die Zuhörenden richteten den Fokus auf das Warum: „Warum ging etwas schief? Welche Versäumnisse oder Missverständnisse gab es zwischen dem Erzähler und dem Kunden? Oder: Was lief gut und führte deshalb zum Erfolg?“, erklärt Kuratorin Tina Gadow den Zugang.

Persönliche Begegnung ermöglicht Empathie

Erstes wichtiges Ergebnis, das die Interviewer in den beiden Kundengesprächen direkt umsetzen konnten: Die persönliche Begegnung ist unerlässlich, um den Kunden mit allen Sinnen wahrzunehmen. „Dies ermöglicht Empathie, wir können uns in unser Gegenüber hineinversetzen und Bedürfnisse und Wünsche, aber auch Befürchtungen und Ängste besser nachvollziehen“, fasste eine Teilnehmerin zusammen.

Mandat für Beratung

In der gemeinsamen Reflexion erkannten die Experten, wie wichtig es ist, das Einverständnis des Kunden einzuholen. Sprich: ein Mandat für Beratungsleistung zu haben. „Dies ist sozusagen die Kernfrage des micelab:bodensee: Wollen wir weiterhin ‚nur’ Dienstleister sein oder wollen wir Kunden verstärkt beraten? Und dafür wird ein Mandat benötigt“, bringt es Michael Gleich, ebenfalls Kurator und Moderator des micelab:bodensee, auf den Punkt. Die offene Frage, ob man Alternativen anbieten – also beraten – darf, eröffnet oft ein Gespräch darüber.

Aktives Zuhören

Eine gute Verständigung basiert zudem auf unvoreingenommenem, aktivem Zuhören. Durch Fragetechniken – etwa durch Paraphrasieren – fühlt sich der Gesprächspartner verstanden und hat Zeit und Muße, seine eigenen Gedanken zu reflektieren. „So ist Neues möglich, ohne dass der ‚Hausherr’ versucht, den Kunden zu beeinflussen oder durch eine Meinungsäußerung in eine andere, vielleicht ungewollte Richtung zu lenken“, macht Tina Gadow klar.

Transparent und ehrlich kommunizieren

Die Möglichkeiten des eigenen Hauses – aber auch dessen Grenzen – kennen und diese offen kommunizieren, schafft ebenso Vertrauen. Hat man außerdem alternative Lösungsvorschläge parat, trägt dies zum guten Miteinander bei. Auch die „Akupunkturpunkte“ des Kunden zu kennen ist hilfreich. Tina Gadow: „Erst, wenn wir seine Bedenken wirklich verstehen (wollen), können wir Lösungen finden.“

Nicht zuletzt sollte man auf sein Bauchgefühl hören, so ein weiteres Ergebnis. „Empathie löst Resonanz aus, auch körperliche. Bestenfalls spürt man, worum es dem Gesprächspartner geht. Dieses Gefühl dann auch auszusprechen braucht ein wenig Mut, hilft aber meistens, dem Dialog eine konstruktive Richtung zu geben“, berichtet Tina Gadow.

Das vierte micelab:experts findet von 5. bis 7. März 2018 im Milchwerk Radolfzell statt. Weitere Informationen unter www.micelab-bodensee.com.

Über micelab:bodensee

micelab:bodensee ist die erste interaktive Weiterbildungsplattform für Veranstalter im deutschsprachigen Raum. Sie wurde von den Netzwerken BodenseeMeeting und der kongress tanzt entwickelt und startete im Oktober 2016. micelab:bodensee umfasst drei Module mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Alle haben den erkundenden Charakter eines Labors.

Beim Modul micelab:explorer liegt der Fokus auf der Forschung mit Impulsgebern aus unterschiedlichen Disziplinen. Es ist als Ideenschmiede angelegt. micelab:experts und micelab:experience richten sich an die Praktiker der MICE-Branche, also an Mitarbeiter aller Gewerke in Veranstaltungshäusern, Eventagenturen, Kulturinstitutionen und Marketingverantwortliche von Wirtschaftsbetrieben. Im micelab:extract fließen die Forschungsergebnisse eines Jahres ein. Band I zum Thema „Angst und Vertrauen“ ist im Sommer 2017 erschienen. Band II ist für 2018 geplant.

Als Kuratoren zeichnen die Veranstaltungsdramaturgin Tina Gadow und der Journalist Michael Gleich vom Netzwerk der kongress tanzt verantwortlich. Das micelab:bodensee wird unterstützt durch das Interreg V-Programm Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein mit Fördermitteln der Europäischen Union und der Schweiz.

Infos unter www.micelab-bodensee.com

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

BodenseeMeeting, Urs Treuthardt, 0043/5574/43443-12, urs.treuthardt@bodensee-vorarlberg.com

Pzwei. Pressearbeit, Mag. Daniela Kaulfus, 0043/699/19259195, daniela.kaulfus@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: Michael Gleich/micelab:bodensee
14.02.2017

Profiteure des Sozialstaats

Wer mit dem Bild der „sozialen Hängematte“ das soziale Fangnetz einer Gesellschaft generell infrage stellt, kann sich rasch ins eigene Fleisch schneiden. Wer mit dem Bild der „sozialen Hängematte“ das soziale Fangnetz einer Gesellschaft generell infrage stellt, kann sich rasch ins eigene Fleisch schneiden.

Wer mit dem Bild der „sozialen Hängematte“ das soziale Fangnetz einer Gesellschaft generell infrage stellt, kann sich rasch ins eigene Fleisch schneiden. Denn der Sozialstaat ist auch für viele Unternehmen äußerst hilfreich.

Dieser Tage rauchen rund um den österreichischen Arbeitsmarkt wieder die Köpfe. Beim Tourismusgipfel geht es um Fachkräftemangel, an anderer Baustelle verhandeln die Sozialpartner um eine neue Regelung der Arbeitszeiten und müssen bis Mitte des Jahres einen Kompromiss vorlegen. Das Thema Mindestlohn ist dabei eines der Kernelemente. Wenn es um die Gestaltung des Arbeitsmarkts geht, dreht es sich auch immer um die Frage, wie sozial diesbezüglich ein Staat sein soll. Gern verkürzt mit dem Stehsatz: Arbeiten soll sich lohnen, nicht die „soziale Hängematte“. So hatten im vergangenen Sommer beispielsweise die Wirtschaftskammern Oberösterreich und Tirol Unternehmen aufgerufen, ihnen Arbeitslose zu melden, die sich nur den Stempel für das AMS abholen und gar keinen Job wollen.

Wenn sich Unternehmervertreter, Politiker und Populisten auf Stimmenfang über eine soziale Hängematte echauffieren und damit Arbeitslose in die Ecke der Sozialschmarotzer rücken, müssen sie sich im Klaren sein, dass die „soziale Hängematte“ auch vielen Unternehmen nützt. So etwa, wenn Mitarbeiter vorübergehend beim AMS geparkt werden können. Eine Möglichkeit, die in Tirol sehr häufig in Anspruch genommen wird. Hierzulande ist es jeder zweite Arbeitslose, der mit einer Wiedereinstellzusage seines Betriebs – hauptsächlich aus Tourismus und Bau – beim AMS Tirol als arbeitslos gemeldet wird. Der Großteil der 45.000 Tiroler „Arbeitslosen auf Zeit“ ist bis zur Rückkehr in seine Firma im Schnitt zwischen 64 Tage ohne Job, also knapp zwei Monate. Insgesamt 2,8 Millionen Arbeitstage werden so an den Sozialstaat ausgelagert und von ihm finanziert, was rund 100 Millionen Euro im Jahr kostet. Das wirft übrigens auch ein ganz anderes Licht auf die Arbeitslosenstatistik.

Jetzt muss man dies nicht zwangsläufig negativ sehen. Eine vergleichsweise reiche Gesellschaft, die sich als sozial betrachtet, sollte schließlich nicht nur jenen Menschen helfen, die arbeitslos und damit in Notlage geraten sind. Auch Firmen sollen auf die Unterstützung des Sozialstaats bauen dürfen – wie es etwa massenhaft mit der Kurzarbeitsregelung während der Finanzkrise geschah und wie es auch mit der vorübergehenden Auslagerung von Mitarbeitern an das AMS passiert. Wer aber in der Öffentlichkeit regelmäßig das Bild der „sozialen Hängematte“ zeichnet, nur um eigene Ziele zu verfolgen, sollte sich bewusst sein, dass nicht nur Sozialschmarotzer darin liegen. Mitunter findet auch die eigene Klientel die Hängematte recht praktisch.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Von Chris McClave from Connecticut, United States - 050307_honeymoon_113, CC BY 2.0 / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG: Leitartikel von Max Strozzi
06.06.2017

Greenpeace-Analyse: Schon 311 österreichische Gemeinden verzichten auf Glyphosat

Die Bundeshauptstadt Wien verzichtet zumindest großteils auf Glyphosat. In den meisten Gemeinden ist der Einsatz des Wirkstoffes im öffentlichen Raum jedoch weiterhin Standard, zum Beispiel in Parks, auf Friedhöfen oder an Straßenrändern Die Bundeshauptstadt Wien verzichtet zumindest großteils auf Glyphosat. In den meisten Gemeinden ist der Einsatz des Wirkstoffes im öffentlichen Raum jedoch weiterhin Standard, zum Beispiel in Parks, auf Friedhöfen oder an Straßenrändern

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat alle 2.100 Gemeinden in Österreich zu ihrem Glyphosat-Einsatz befragt. Bereits 311 Gemeinden verzichten im eigenen Wirkungsbereich vollkommen auf den umstrittenen Unkrautvernichter. Das sind knapp 15 Prozent der Gemeinden in Österreich, darunter auch die Landeshauptstädte Graz, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt und St. Pölten. Die Bundeshauptstadt Wien verzichtet zumindest großteils auf Glyphosat. In den meisten Gemeinden ist der Einsatz des Wirkstoffes im öffentlichen Raum jedoch weiterhin Standard, zum Beispiel in Parks, auf Friedhöfen oder an Straßenrändern. Greenpeace fordert von den verbleibenden Gemeinden, jetzt Verantwortung zu übernehmen und ebenfalls auf Glyphosat zu verzichten. Landwirtschafts- und Umweltminister Andrä Rupprechter solle die verbleibende Amtszeit in der gegenwärtigen Regierung sinnvoll nutzen und sich endlich klar gegen Glyphosat positionieren.

„Inzwischen leben schon 22 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher in Gemeinden, die völlig auf Glyphosat verzichten. Das ist eine gute Nachricht, es sollten aber 100 Prozent sein“, sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftssprecher bei Greenpeace in Österreich. „Anstatt auf ein dringend notwendiges Glyphosat-Verbot zu warten, haben die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister hier selbst die Initiative ergriffen. An ihnen kann sich ganz Österreich und auch Europa ein Vorbild nehmen.“ Viele dieser Gemeinden haben sich erst in den letzten zwei Jahren dafür entschieden, den Einsatz von Glyphosat zu verbieten. Hier ist ein positiver Trend erkennbar. Erfreulich ist laut Greenpeace auch, dass viele der Gemeinden auf gänzlich chemiefreie Alternativen wie Kehrbesen oder moderne Heißdampfverfahren umgestiegen sind und somit die Gesamtbelastung mit chemisch-synthetischen Pestiziden reduziert haben.

„Städte wie Graz oder Klagenfurt beweisen, dass es auch in großflächigen Gemeinden mit verschiedensten Arten von Grünflächen möglich ist, auf den Einsatz von Glyphosat zu verzichten. Umso unverständlicher ist es, dass eine Mehrheit der Gemeinden ihre Bevölkerung und ihre Gemeindebediensteten diesem Risiko weiterhin aussetzt“, so Theissing-Matei. Greenpeace fordert daher alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Österreich dazu auf, im eigenen Wirkungsbereich den Einsatz von Glyphosat zu beenden.

Auf europäischer Ebene wird derzeit ein weiteres Mal über die Zukunft des Unkrautvernichters diskutiert. Die Europäische Kommission hatte erst vor wenigen Wochen angekündigt, sich für eine Neuzulassung von Glyphosat für weitere zehn Jahre stark zu machen. Eine Abstimmung darüber könnte frühestens im Sommer stattfinden. Bereits über 800.000 Menschen haben das europäische Volksbegehren gegen Glyphosat unterzeichnet. „Das ist ein klarer Auftrag an die Politik: Die Menschen in der Europäischen Union wollen kein Glyphosat mehr. Für Österreich muss sich Landwirtschafts- und Umweltminister Rupprechter endlich in Brüssel gegen Glyphosat positionieren“, so Theissing-Matei abschließend.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
20.02.2017

7. Vorarlberger Werbepreis AdWin reist ins Wonderland

Das Organisationsteam des AdWin 2017 bei der Arbeit (von links): Ramona Küng, Gabriela Harmtodt, Christina Nigsch, Andrea Petermann und Monika Rauch. Das Organisationsteam des AdWin 2017 bei der Arbeit (von links): Ramona Küng, Gabriela Harmtodt, Christina Nigsch, Andrea Petermann und Monika Rauch.

Erstmals Preis für Social Media und mehr Transparenz bei der Vergabe

Feldkirch, 20. Februar 2017 – Die siebte Auflage des Vorarlberger Werbepreises „AdWin“ lässt mit zahlreichen Neuerungen aufhorchen. Das rein weibliche Organisationsteam lädt alle Kommunikationsprofis, Unternehmerinnen und Unternehmer auf eine Reise ins Wonderland ein. Dort können sich am 21. September die Besten in 19 Kategorien – erstmals auch für Social Media – die begehrte Trophäe abholen.

Der alle zwei Jahre von der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Vorarlberg vergebene Werbepreis „AdWin“ hat sich im zwölften Jahr emanzipiert: Nicht nur das Organisationsteam ist ausschließlich weiblich, auch der Jury gehören erstmals mehr Frauen als Männer an. Darüber hinaus präsentiert sich die Veranstaltung unter dem Motto „AdWin in Wonderland“ lustvoller: Den krönenden Abschluss bildet im Herbst nicht die gewohnte Gala, sondern eine Motto-Party im Walgau.

Grinsekatzen treffen verrückte Hutmacher

Die fünf Frauen des Organisationsteams – rund um Andrea Petermann (Teamwork Werbung), Gabriela Harmtodt und Monika Rauch (beide Coop 4 Kommunikationsdesign) – haben sich einiges einfallen lassen: Das diesjährige Motto ist „AdWin in Wonderland“. Der Höhepunkt ist eine große Party in der Thüringer Ideengärtnerei Müller am 21. September. Die Glashäuser, opulenten Pflanzen und die Wonderland-Deko werden für einen bezaubernden Abend sorgen.

Erstmals „Social Media“-AdWin

Bei den Kategorien ist „Social Media“ neu dazugekommen. Ansonsten reicht der Bogen an zu vergebenden Auszeichnungen wie gewohnt von klassischer Werbung in all ihren Formen über Public Relations bis hin zu zwei Fotografie- und Film-AdWins. Das Organisationsteam lädt ausdrücklich auch die Kunden der Werber zur Einreichung ein: „Wir freuen uns, wenn zufriedene Unternehmen direkt Arbeiten einreichen oder ‚ihre‘ Kreativen zur Einreichung motivieren“, betont Andrea Petermann. Die Einreichfrist läuft von 20. Februar bis 7. Mai. Teilnahmeberechtigt sind alle Arbeiten, die für Vorarlberger Unternehmen und Organisationen oder von Vorarlberger Kreativen vom 1. Jänner 2015 bis 7. Mai 2017 durchgeführt wurden.

Gemischte Jury unter „stiller Beobachtung“

Die 11-köpfige Jury tagt unter dem Vorsitz des siebenfachen Cannes-Gewinners Bernd Fliesser am 8. Juni und ist diesmal bunt gemischt: sechs Frauen und fünf Männer, Etablierte und junge Wilde, Filmemacher und klassische Werber. Neu sind die „stillen Beobachter“, die – nach Anmeldung und nach Verschwiegenheitsverpflichtung – der Jury bei der Arbeit über die Schulter schauen dürfen: „Die Idee haben wir beim Tirolissimo aufgeschnappt und erwarten uns davon mehr Transparenz“, informiert Gabriela Harmtodt. Zur Motivation wird am 30. März ein Einreichworkshop mit Jury-Mitglied Andreas Spielvogel im WIFI Dornbirn veranstaltet.

Info und Einreichungen:

• adwin.at

• www.facebook.com/adwininwonderland

Fact-Box:

Termine

• 20.02. – 07.05.2017: Einreichfrist

• 30.03.2017: Einreichworkshop

• 08.06.2017: Jurierung

• 21.09.2017: Preisverleihung & Party

Jurymitglieder

• Bernd Fliesser (Vorsitzender)

• Maureen Belaski

• Germaine Cap de Ville

• Florian Ennemoser

• Margit Gassner

• Tom Jank

• Michael Koch

• Martha Ploder

• Andreas Spielvogel

• Vera Steinhäuser

• Suzy Stöckl

Kategorien

• Public Relations

• Werbetext

• Werbekampagne

• nicht kommerzielle Werbung

• Real Life Promotion

• Dialog-Marketing

• Anzeigen

• Corporate Design

• Editorial Design

• Plakat Design

• Verpackungsdesign

• Webauftritt

• Online Marketing

• Social Media

• Event – Konzept und Realisierung

• Bewegtbild

• Audio

• Fotografie – Auftragsarbeit

• Fotografie – freie Arbeit

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: Fürstentum. Fotograf: Norbert Fürst
25.10.2017

micelab:bodensee – Veranstaltungen die berühren, sind auch lebendig

Resonanzbeziehungen nähren lebendige Veranstaltungen, stellten die Forscher des zweiten micelab:explorer im Oktober 2017 auf Schloss Marbach am Bodensee fest. Resonanzbeziehungen nähren lebendige Veranstaltungen, stellten die Forscher des zweiten micelab:explorer im Oktober 2017 auf Schloss Marbach am Bodensee fest.

Eros und Resonanz als Forschungsfelder beim micelab:explorer II

Mitte Oktober fand auf Schloss Marbach am Bodensee das zweite Forschungsmodul der Weiterbildungsplattform micelab:bodensee statt. Thema des micelab:explorer II: „Eros und Resonanz – Was Verbundenheit ermöglicht“. Die 13 Laboranten waren Branchenvertreter und drei Impulsgeber aus den Disziplinen Musikvermittlung, Wildnispädagogik und Resonanzforschung. Die Erkenntnisse fließen in die kommenden Lernmodule sowie in das zweite micelab:extract ein, das für Sommer 2018 geplant ist.

Im ersten Labor – dem micelab:explorer I im Jahr 2016 – widmeten sich die Forscher dem Themenfeld „Angst und Vertrauen“. Kürzlich ist dazu das erste micelab:extract erschienen. Im diesjährigen micelab:explorer II, das von 17. bis 20. Oktober auf Schloss Marbach am Bodensee (D) stattfand, spürten 13 Laboranten „Eros und Resonanz – was Verbundenheit ermöglicht“ nach.

Gerhard Stübe, Geschäftsführer Kongresskultur Bregenz und Leadpartner der Weiterbildungsplattform für Veranstalter micelab:bodensee: „In den Forschungsmodulen gehen wir jeweils interdisziplinär der Frage nach, wie wir Veranstaltungen lebendig gestalten können. Unsere These lautet: Jede Veranstaltung ist ein gesellschaftlicher Mikrokosmos und spiegelt wider, wie Menschen leben, lernen, kommunizieren und einander begegnen.“

Um sich dem Forschungsfeld aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu nähern, luden die Macher des micelab:bodensee drei Impulsgeber ins diesjährige Labor ein: den Resonanzpädagogen und Motivationsforscher Wolfgang Endres, den Musikvermittler und freischaffenden Künstler Johannes Voit sowie den Wildnispädagogen und Personal Trainer Chris Schorpp.

Resonanz nährt Lebendigkeit

Schon Kleinigkeiten führen zu Resonanz, stellten die 13 Forscher fest: Morgendliches Singen und Bewegen sowie der gemeinsame Tagesablauf mit Übernachtung im selben Haus sorgten für Verbundenheit und eine wertschätzende, wache Atmosphäre. „Resonanz ist kein esoterischer Vorgang, sondern Ausdruck für lebendige Beziehungen“, betont Tina Gadow, Veranstaltungs¬dramaturgin und Kuratorin des micelab:bodensee. „Wenn der Funke überspringt, uns etwas berührt, sind wir in Resonanz und es kann Neues entstehen. Besteht ein Verlangen danach, dran zu bleiben, ist auch Eros im Spiel.“

Wie wichtig archaische Rhythmen sind, zeigte Wildnispädagoge Chris Schorpp: „Als Teil der Natur ist der Mensch vom natürlichen Tagesablauf abhängig – auch seine Lernprozesse.“ Die natürliche Abfolge von Inspirations-, Aktivitäts-, Entspannungs-, Reflexionsphasen usw. sorgt für Resonanz und Verankerung von Erfahrungen. Fehlende Ruhephasen führen schlimmstenfalls zu Erschöpfung und Erlahmen von Resonanzen. Die explorer erkannten: von den acht, der Natur nachempfundenen Lernphasen finden sich in Veranstaltungen meist nur drei wider.

Resonanz braucht Zeit und Muße

Schorpp leitete die Forscher an, auf die eigenen Sinne zu vertrauen und mutig die Umgebung zu erkunden: Barfuß und blind gingen sie entlang einer dünnen Schnur durch ein Waldstück. Auf die MICE-Branche übertragen heißt das: Mit offenen Sinnen, Zeit und Muße nehmen wir die Umgebung wahr. So können wir in Resonanz treten, die Sinne anderer berühren und Gelerntes vertiefen. Auch mit geschärften Sinnen durchs eigene Haus zu gehen, macht sichtbar, welche Ressourcen – Resonanzräume – schon da sind. Meist liegt der Fokus auf dem was fehlt.

Resonanzverstärker versus Resonanzkiller

Wie Resonanzen verstärkt werden können, zeigte Resonanzpädagoge Wolfgang Endres an einem Beispiel: Ein Rätselbild blendete er nur kurz ein und blieb die Antwort zunächst schuldig. „Die Motivation wächst, wenn ein Bedürfnis verstärkt wird.“ Die Zuhörer schenken dem Redner volle Aufmerksamkeit, bis dieser das Rätsel auflöst. „Zu viel Zeit darf nicht verstreichen, sonst droht der Vortragende seine Zuhörer zu verlieren.“ Den richtigen Zeitpunkt spüre man in Resonanzbeziehungen – so seine These.

Resonanz lässt sich nicht planen, stellten die Forscher fest. Sie erkannten jedoch „Resonanzkiller“ in Veranstaltungen: Neben fehlender Zeit und Muße gehören vorweggenommene Ergebnisse sowie das Denken in Richtig oder Falsch dazu. Wolfgang Endres betonte: „In Resonanzbeziehungen gibt es weder Gewinner noch Verlierer.“ Negative Bewertungen lösen meist Gegenwehr aus und das Gegenüber begibt sich in die innere Emigration. Heftiges Argumentieren wirkt ähnlich: In beiden Fällen wird Resonanz unterbunden.

Lerntypen ansprechen

Menschen haben unterschiedliche Lernbedürfnisse. Da sich jede Gruppe aus vielen Lerntypen zusammensetzt, sollten verschiedene Resonanzkanäle bedient werden: Während die einen mit System lernen, tun dies andere durch Lehren, durch Intuition (Bauchgefühl) oder Paradoxie. Endres brachte ein anschauliches Beispiel für letzteres: Die Aussage „Das ist unwichtig, das können sie vergessen!“ macht meist neugierig auf das, was kommt. Sie verstärkt das Verlangen (Eros), mehr zu erfahren. Gut dosiert bleiben die Zuhörer „am Ball“.

Plädoyer für Offenheit

Durch den Input von Musikvermittler Johannes Voit erfuhren die Forscher, dass Schwingungen nur entstehen, wenn Hörer offen sind. Am Beispiel eines zeitgenössischen Musikstücks machte er den Forschern klar: „Man muss moderne Musik nicht ‚verstehen’. Die Hörhaltung ist entscheidend – die Neugier, sich einzulassen. Dann ist Resonanz möglich, auch wenn das Stück letztlich nicht gefällt.“ Fixe Meinungen sind demnach ebenfalls Resonanzkiller, lautete die Erkenntnis – auch in Beziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern.

Einen Schritt weiter geht „Aktives Zuhören“. Die Forscher testeten dies beim „Gehspräch“ im Park. Sie erfuhren dabei, dass aktives Zuhören und Gehört werden Muße zulässt und Resonanzräume öffnet. Ein Teilnehmer bezeichnete das Gehspräch sogar als „Lernspaziergang, bei dem man ins Schwingen gerät und Gedanken weiterentwickeln, davon abschweifen oder sie verwerfen kann.“ Eine Haltung, die auch bei der Planung von Veranstaltungen hilft.

Informationen unter www.micelab-bodensee.com.

Über micelab:bodensee

micelab:bodensee ist die erste interaktive Weiterbildungsplattform für Veranstalter im deutschsprachigen Raum. Sie wurde von den Netzwerken BodenseeMeeting und der kongress tanzt entwickelt und startete im Oktober 2016. micelab:bodensee umfasst drei Module mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Alle Module des micelab:bodensee haben den erkundenden Charakter eines Labors.

Beim Modul micelab:explorer liegt der Fokus auf der Forschung mit Impulsgebern aus unterschiedlichen Disziplinen. Es ist als Ideenschmiede angelegt. micelab:experts und micelab:experience richten sich an die Praktiker der MICE-Branche, also an Mitarbeiter aller Gewerke in Veranstaltungshäusern, Eventagenturen, Kulturinstitutionen und Marketingverantwortliche von Wirtschaftsbetrieben. Im micelab:extract fließen die Forschungsergebnisse eines Jahres ein. Band I zum Thema „Angst und Vertrauen“ ist im Sommer 2017 erschienen. Band II ist für Sommer 2018 geplant.

Als Kuratoren zeichnen die Veranstaltungsdramaturgin Tina Gadow und der Journalist Michael Gleich vom Netzwerk der kongress tanzt verantwortlich. Das micelab:bodensee wird unterstützt durch das Interreg V-Programm Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein mit Fördermitteln der Europäischen Union und der Schweiz.

Infos unter www.micelab-bodensee.com

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

Bodensee Meeting (Kommunikation), Urs Treuthardt, 0043/5574/43443-12, urs.treuthardt@bodensee-vorarlberg.com

Bodensee Meeting (Sprecher), Mag. Gerhard Stübe, 0043 /5574/ 413-301, gerhard.stuebe@kongresskultur.com

Pzwei. Pressearbeit, Mag. Daniela Kaulfus, 0043/699/19259195, daniela.kaulfus@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: Zeichnungen: Jaron Gyger
20.03.2018

Totales Rauchverbot auch in Unternehmen? Jeder vierte Arbeitnehmer würde Zigaretten ganz verbannen

Jeder vierte Arbeitnehmer würde Zigaretten ganz verbannen Jeder vierte Arbeitnehmer würde Zigaretten ganz verbannen

Das Thema Rauchen erhitzt seit einigen Wochen die Gemüter. karriere.at hat seine User befragt: Soll in Unternehmen generelles Rauchverbot herrschen? Das Ergebnis des Online-Votings fällt eindeutig gegen den blauen Dunst aus – die überwiegende Mehrheit der Arbeitnehmer und der Unternehmensvertreter findet, dass Rauch in geschlossenen Räumen am Arbeitsplatz gar nicht geht.

604 User auf Arbeitnehmerseite haben an der Online-Befragung teilgenommen. Der größte Teil davon (45 Prozent) ist für ein Verbot in Firmengebäuden, würde es im Freien aber erlauben. Jeder Vierte (25 Prozent) würde noch weiter gehen und spricht sich für ein totales Rauchverbot am gesamten Firmengelände aus. Ebenso viele (25 Prozent) können sich auch mit einem „Raucherkammerl“ anfreunden, weil diese ohnehin von Rauchern besucht würden. Lediglich 5 Prozent – und somit jeder zwanzigste Arbeitnehmer – finden, dass man überall rauchen können sollte. Nachsatz: Wenn es die Kollegen nicht stört.

Noch eindeutiger ist die Meinung der Unternehmensvertreter (HR-Manager und Führungskräfte) zu diesem Thema. Mehr als jeder Zweite (55 Prozent) akzeptiert Rauch ausschließlich an der frischen Luft. Für ein Verbot am gesamten Unternehmensgelände würden 27 Prozent der 173 befragten Unternehmens-User eintreten. Nur 14 Prozent, und damit deutlich weniger als auf Seiten der Arbeitnehmer, halten Raucherkammerl für eine gute Lösung. 4 Prozent sagen, dass man überall rauchen dürfen sollte, wenn es die Kollegen nicht stört.

„Zeit der Raucherbüros vorbei“

„"Das Thema Rauchen polarisiert in Unternehmen immer sehr stark. Das Umfrageergebnis zeigt auch eindrucksvoll, dass die Zeiten von Raucherbüros vorbei sind"“, kommentiert Thomas Olbrich, Chief Culture Officer (CCO) von karriere.at das Stimmungsbild. Ob nun Raucherzimmer, -terrasse oder der Aschenbecher auf dem Firmenparkplatz – wichtig sei eine einheitliche Lösung, mit der sowohl Raucher als auch Nichtraucher gut leben können, ist Olbrich überzeugt: „"Einzelne Abteilungen oder Hierarchieebenen dürfen keinesfalls bevorzugt oder benachteiligt werden. Dadurch gewinnt dieses Streitthema nur zusätzliche Brisanz."“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
22.01.2018

Forderung nach Tempo 80 auf Freilandstraßen

Forderung nach Tempo 80 auf Freilandstraßen Forderung nach Tempo 80 auf Freilandstraßen

Im Vorjahr starben bei Verkehrsunfällen auf Österreichs Freilandstraßen 210 Menschen. Damit passierte die Hälfte der tödlichen Verkehrsunfälle auf Freilandstraßen außerhalb des Ortsgebiets, macht der VCÖ aufmerksam. Das Vorjahr war kein negativer Ausreißer, sondern liegt im langjährigen Schnitt, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Im Zeitraum 2010 bis 2017 kamen insgesamt 2.045 Menschen bei Verkehrsunfällen auf Freilandstraßen außerhalb des Ortsgebiets ums Leben, das waren 53,6 Prozent aller Verkehrstoten.

„Das Unfallrisiko auf Freilandstraßen ist nach wie vor zu hoch. Eine sehr wirksame Maßnahme, um die Sicherheit auf den Freilandstraßen zu erhöhen und die Zahl der schweren Unfälle zu verringern ist Tempo 80 statt 100“, stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. Deshalb senkt Frankreich ab Juli das Tempolimit von 90 auf 80 km/h.

Der Anhalteweg ist bei Tempo 80 deutlich kürzer als bei Tempo 100. Ein Auto, das mit Tempo 80 einen Anhalteweg von 55 Meter hat, hat mit Tempo 100 einen Anhalteweg von 79 Metern und nach 55 Meter noch eine Geschwindigkeit von 68 km/h. Durch Tempo 80 statt 100 verringern sich die Anzahl der Unfälle und die Schwere von Unfällen.

Der VCÖ weist darauf hin, dass in vielen Staaten Europas die Tempolimits auf Freilandstraßen niedriger sind als in Österreich. In Schweden gilt Tempo 70, in Dänemark, Finnland, Malta, Norwegen und Zypern gilt schon heute Tempolimit 80. Auch in der mit Österreich gut vergleichbaren Schweiz gilt auf den meisten Freilandstraßen Tempolimit 80. Nur dort, wo es die Sicherheit zulässt, ist ein höheres Tempolimit möglich. Österreich hat rund doppelt so viele Verkehrstote wie die Schweiz. „Die Schweiz geht sehr konsequent gegen die Unfallursache Schnellfahren vor. Einerseits sind die Tempolimits niedriger, auf der Autobahn gilt Tempo 120. Andererseits sind die Toleranzgrenzen beim Überschreiten von Tempolimits deutlich niedriger als in Österreich“, erklärt VCÖ-Experte Gansterer. In Österreichs Verkehrssicherheitsarbeit braucht es verstärkt unfallvermeidende Maßnahmen.

"Tempo 80 statt Tempo 100 verbessert auch Österreichs Klimabilanz und die Luftqualität. Weniger Spritverbrauch bedeutet weniger klimaschädliche CO2-Emissionen, weist der VCÖ auf die Zusatznutzen von Tempolimit 80 statt 100 hin. Zudem werden weniger Schadstoffe, wie Stickoxide und Feinstaub, ausgestoßen. Auch die Lärmbelastung wird reduziert.", meint der VCÖ.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
15.11.2017

Das Ende der Mietvertragsgebühren

Ab sofort ist das geänderte Gebührengesetz in Kraft getreten, welches die Mietvertragsgebühren regelt. Ab sofort ist das geänderte Gebührengesetz in Kraft getreten, welches die Mietvertragsgebühren regelt.

Ab sofort ist das geänderte Gebührengesetz in Kraft getreten, welches die Mietvertragsgebühren regelt. Die D.A.S., der führende Spezialist im Rechtsschutz, informiert über die Auswirkungen der Gesetzesänderung für „Mietverträge von Wohnräumen“. Für Vermieter und Hausverwaltungen entfällt ab jetzt die Anmeldung und Abfuhr von Verkehrssteuern an das Finanzamt. Mieter können dadurch mit einer Kostensenkung rechnen. Für gewerblich genutzte Räume besteht weiterhin eine Gebührenverpflichtung. Bei gemischt genutzten Objekten gibt es noch Unklarheiten.

Das geänderte Gebührengesetz ist in Kraft getreten und legt das Ende der Mietvertragsgebühren für „Mietverträge von Wohnräumen“ fest. Die Gesetzesänderung gilt nur für Mietverträge, die ab dem Datum des Inkrafttretens geschlossen wurden, für ältere Mietverträge hat das Gesetz keine Rückwirkung.

Für Vermieter und Hausverwaltungen bedeutet die Änderung eine Verwaltungsvereinfachung, da die Anmeldung und Abfuhr an das Finanzamt für Verkehrssteuern entfällt. Die Kosten beliefen sich je nach Mietzinshöhe und Vertragsdauer auf rund 150 bis 600 Euro. „Mieter können deshalb mit niedrigeren Kosten rechnen, da in der Praxis die Verkehrssteuern durch die Vermieter an die Mieter weiterverrechnet wurden“, weiß Johannes Loinger, Vorstandsvorsitzender der D.A.S..

Weiterhin Gebühren für gewerblich genutzte Räume

Für „gewerblich genutzte“ Mietverträge fällt weiterhin eine Gebühr an. So wie bisher, richtet sich diese nach der Vertragsdauer und dem monatlichen Mietzins, welcher auf das Jahr hochgerechnet wird. Für einen Geschäftsraummietvertrag, mit einer Vertragsdauer von fünf Jahren und einem monatlichen Mietzins von 1.500 Euro, fallen Gebühren um die 900 Euro an.

„Fraglich ist, wie bei gemischt genutzten Objekten – etwa einer Wohnung, die auch als Büro genutzt wird – vorgegangen wird. Eventuell gibt es hierzu noch einen Erlass vom Bundesministerium für Finanzen“, erklärt Loinger.

Die Gebührenpflicht bei Rechtsgeschäften beginnt mit Unterzeichnung

Wenn für ein Rechtsgeschäft eine Urkunde mit den Unterschriften der Parteien errichtet wird, so fallen in der Regel Rechtsgeschäftsgebühren an. Bis zur Änderung des Gebührengesetzes mussten auch für Mietverträge von Wohnräumen Gebühren entrichtet werden. Für außergerichtliche Vergleiche, Wechsel und Abtretung von Forderungen (Zessionen) sind weiterhin Rechtsgeschäftsgebühren in unterschiedlicher Höhe zu entrichten. „Bei außergerichtlichen Vergleichen belaufen sich die Gebühren auf 2 Prozent vom Gesamtwert, der von jeder Partei übernommenen Leistungen. Bei Wechselgeschäften beträgt die Gebühr 1/8 Prozent der Wechselsumme und bei Zessionen sind 0,8 Prozent des Entgelts zu bezahlen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
12.10.2017

Klimawandelbedingtes Aussterben von Arten kann kaum verhindert werden

Der Clusius-Enzian, auch echter Alpenenzian genannt, ist durch den Klimawandel bedroht Der Clusius-Enzian, auch echter Alpenenzian genannt, ist durch den Klimawandel bedroht

Tier- und Pflanzenarten versuchen sich durch Änderung ihrer Verbreitungsgebiete dem Klimawandel anzupassen. Intensiv vom Menschen genutzte Landschaften lassen solche Anpassungen aber immer weniger zu. Eine Forschergruppe des Departments für Botanik und Biodiversitätsforschung der Universität Wien und des Umweltbundesamtes hat nun erstmals nachgewiesen, dass Maßnahmen wie die Rückwandlung von Land in naturnahe Lebensräume wichtig sind, ihrer Wirksamkeit aber zumindest in Mitteleuropa klare Grenzen gesetzt sind. Insbesondere das regionale Aussterben eines Teils der untersuchten Arten lässt sich auch mit beträchtlichem Aufwand kaum verhindern. Die Studie erscheint in der renommierten Zeitschrift "Nature Climate Change".

Die zunehmende Klimaerwärmung und die gleichzeitige Intensivierung der Landnutzung setzen viele Arten immer stärker unter Druck. WissenschafterInnen beobachten daher bei einer zunehmenden Zahl von Tier- und Pflanzenarten weltweit Verschiebungen natürlicher Verbreitungsgebiete in Anpassung an das sich ändernde Klima. Die immer stärkere Verinselung natürlicher Lebensräume schränkt solche Wanderungsbewegungen zunehmend ein. Extensivierungsmaßnahmen, wie etwa die Umwandlung intensiv genutzter land- und forstwirtschaftlicher Flächen in naturnahe Lebensräume, sollen die Vernetzung der Landschaft für jene Arten erhöhen, die dem Klima folgen.

Computermodell erlaubt zuverlässigere Voraussagen

Ein Team von Biologen des Departments für Botanik und Biodiversitätsforschung der Universität Wien und des Umweltbundesamtes hat ein Computermodell entwickelt, das Klimawandel, Lebensraumfragmentierung sowie die individuelle Ausbreitungsfähigkeit von 51 Pflanzen-, Schmetterlings- und Heuschreckenarten berücksichtigt. "Dieser Ansatz erlaubt zuverlässige Voraussagen zum Fortbestand der von uns untersuchten Arten in den kommenden Jahrzehnten", erklärt Franz Essl, Projektleiter der Studie und Experte für Biodiversität und Naturschutz am Umweltbundesamt. Mit Hilfe dieses Modells können die Forscher die zukünftige Entwicklung der Verbreitungsgebiete der untersuchten Arten in Mitteleuropa unter Szenarien unterschiedlich starker Klimaerwärmung und unterschiedlicher Extensivierungsmaßnahmen bis zum Jahr 2100 simulieren.

Die Modelle sagen voraus, dass rund 20 Prozent der untersuchten Arten im Laufe dieses Jahrhunderts im Untersuchungsgebiet (Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Südtirol und Süddeutschland) aussterben werden. Die verbleibenden Arten verzeichnen einen deutlichen Rückgang ihres Verbreitungsgebietes, der durch den Einsatz der Extensivierungsmaßnahmen zwar verringert werden kann, "selbst bei maximalem Ressourceneinsatz – das heißt bei einer Umwandlung von fünf Prozent der land- und forstwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen – kann das Aussterben der am stärksten betroffenen Arten wie z.B. dem Böhmischen Enzian, der in Österreich nur im Wald- und Mühlviertel vorkommt, nicht verhindert werden", so der Leiter der Divison für Naturschutzforschung der Universität Wien, Stefan Dullinger.

Von den drei Extensivierungsstrategien erwiesen sich die Aufwertung von Flächen innerhalb von bestehenden Naturschutzgebieten sowie die Einrichtung von Korridoren zwischen Schutzgebieten als die wirksamsten Maßnahmen. Die Umwandlung gleichmäßig in der Landschaft platzierter Flächen stellte sich als wenig erfolgreich heraus. Keine dieser Maßnahmen war jedoch geeignet, die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die Verbreitungen der Arten gänzlich zu kompensieren.

Einen möglichen Grund für die eingeschränkte Wirksamkeit der Maßnahmen sehen die Forscher in den massiven Folgen des Klimawandels: "Selbst in einer wenig fragmentierten Landschaft werden sich die klimatisch geeigneten Gebiete geographisch so weit verschieben, dass viele Arten aufgrund ihrer begrenzten Ausbreitungsfähigkeit nicht mit dem Klimawandel Schritt halten können", erläutert Johannes Wessely, der Hauptautor der Studie. Karl Hülber, der leitend an dieser Veröffentlichung mitgearbeitet hat, ergänzt: "Eine naturnähere Nutzung land- und forstwirtschaftlich genutzter Flächen bildet einen wesentlichen Bestandteil des Artenschutzes. Sie kann allerdings langfristig nur erfolgreich sein, wenn die Klimaänderung am Standort nicht zu stark ist bzw. zu schnell erfolgt, um eine evolutive Anpassung der Arten an die neuen Bedingungen zu ermöglichen".

Die durchgeführten Simulationen zeigen also nur beschränkte Möglichkeiten, die Folgen des Klimawandels abzuschwächen und dass rasche und ambitionierte Maßnahmen zur Verringerung des Klimawandels selbst nötig sind, um die Artenvielfalt in Mitteleuropa zu bewahren.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Dietmar Moser
29.12.2017

Silvesterkracher: Wer zahlt bei Schäden?

Silvesterkracher: Wer zahlt bei Schäden? Silvesterkracher: Wer zahlt bei Schäden?

In den vergangenen Jahren gab es nach der Silvesternacht zahlreiche Anfragen von ARBÖ-Mitgliedern die wissen wollten, wer für Schäden aufkommt, die durch Silvesterkracher oder -raketen am Fahrzeug verursacht wurden.

Grundsätzlich muss derjenige den Schaden ersetzen, der diesen verursacht hat. Doch gerade nach der Silvesternacht kann oftmals der Schädiger nicht ausfindig gemacht werden. Ist kein Schädiger bekannt kommt es darauf an, ob eine Voll- oder Teilkaskoversicherung besteht, in der ein entsprechender Schadensfall berücksichtigt ist. Daher sollte man zuerst in seinen Versicherungsbedingungen nachlesen, ob solche Schäden gedeckt sind. Wenn ja muss so rasch wie möglich die Versicherung verständigt werden.

Damit es aber garnicht soweit kommt, sollte für das Fahrzeug ein ruhigeres Plätzchen gewählt werden. In Zeiten von Kurzparkzonen, Anrainerparkplätzen & Co. kein leichtes Unterfangen. Am besten geeignet: ein Parkhaus oder falls vorhanden eine Garage. Wer dazu keine Möglichkeit hat, sollte Parkplätze in der Nähe von Balkons meiden, da diese leider oft als „Raketenstartbasen“ genützt werden. Dicht bewohnte Großstadtviertel in unmittelbarer Nähe von Silvestergroßveranstaltungen oder Gaststätten sind ebenfalls nicht als optimaler Fahrzeugabstellplatz zu empfehlen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
08.05.2017

Flüchtlinge: Abschiebungen um 77 Prozent gestiegen

Flüchtlinge: Abschiebungen um 77 Prozent gestiegen Flüchtlinge: Abschiebungen um 77 Prozent gestiegen

Die Zahl der Abschiebungen ist im Vergleich zum Vorjahr massiv gestiegen: Bis zum 1. April 2017 wurden um 77 Prozent mehr Flüchtlinge zwangsweise außer Landes gebracht als im Vergleichszeitraum 2016. Konkret handelt es sich um 2.291 Menschen, vergangenes Jahr waren es 1.295. Das geht aus der aktuellen Asylstatistik des Innenministeriums hervor, die der Tageszeitung ÖSTERREICH vorliegt.

Insgesamt haben 2017 bisher 3.750 Flüchtlinge Österreich wieder verlassen, davon reisten 1.459 Personen freiwillig aus.

Gesunken ist hingegen die Zahl der Asylanträge: Von Jänner bis Ende April 2017 wurden in Österreich 8.388 Asylanträge gestellt. Ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr: Im gleichen Zeitraum 2016 waren es 18.597. Derzeit im Asylverfahren befinden sich 7.737 Menschen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
26.03.2018

EU steht zwischen allen Fronten

Unberechenbar und machthungrig präsentieren sich Russland, China und die USA. Umso wichtiger wäre eine starke EU. Unberechenbar und machthungrig präsentieren sich Russland, China und die USA. Umso wichtiger wäre eine starke EU.

Nichts kann uns stoppen“, pochte diese Woche Chinas starker Mann Xi Jinping auf die Führungsrolle des kommunistischen Milliardenreichs in der Welt – und zwar politisch wie auch wirtschaftlich. China sei auch „entschlossen, den blutigen Kampf gegen unsere Feinde zu kämpfen“, so ein martialischer Xi Jinping, der sich seinen absoluten Machtanspruch bis ans Lebensende garantieren ließ.

In Russland regiert „Zar“ Wladimir Putin für weitere sechs Jahre. Und auch er drängt massiv auf mehr politischen russischen Einfluss in der Welt – und nimmt dafür nicht erst seit der Annexion der Krim leider auch ein stark abgekühltes Verhältnis zum Westen in Kauf. Die jüngste, obschon nicht vollkommen aufgeklärte Vergiftungs-Affäre in Groß­britannien tut jetzt ein Weiteres.

Dazu kommt die nach dem Zerfall der Sowjet­union damals einzig verbliebene Supermacht USA, die unter ihrem Präsidenten Donald Trump in eine völlig unberechenbare Richtung gedriftet ist. Sein „America First“ heißt nicht Verantwortung und Führung in der Welt, für die die Vereinigten Staaten als wichtigstes demokratisches Land der Welt gestanden sind, sondern purer Egoismus (vom Klima bis zum Außenhandel) mit täglich neuen Aufregern und Negativ-Botschaften. Demokratische Werte und Menschenrechte, dafür steht auch die Friedensnobelpreisträgerin EU.

Europa wäre in diesem zunehmend unruhiger und bedrohlicher gewordenen Umfeld nicht nur im eigenen Interesse mehr denn je gefordert, einig und entschlossen aufzutreten.

Gerade jetzt braucht es mit Blick auf Einzelgänge, die Brexit-(Fehl-)Entscheidung und kleinkarierte nationalistische Strömungen mehr und nicht weniger Europa.

Selbst die Briten berufen sich im Konflikt mit Russland auf ihre Freunde – vornehmlich in der EU!

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Tiroler Tageszeitung "Leitartikel" von Alois Vahrner
13.05.2017

Kern attackiert ÖVP und Sebastian Kurz

SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern skizziert im ÖSTERREICH-Interview (Sonntagsausgabe) seine Pläne und kritisiert ÖVP sowie Sebastian Kurz scharf. SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern skizziert im ÖSTERREICH-Interview (Sonntagsausgabe) seine Pläne und kritisiert ÖVP sowie Sebastian Kurz scharf.

Über einen gemeinsamen Neuwahlantrag mit der ÖVP sagt er: „Für mich ist im Moment eines wichtig: Finden wir Mehrheiten für die vereinbarten Maßnahmen. Es steht ja viel an - Bildungsreform, Senkung der Lohnnebenkosten, die 20.000 neuen Jobs für ältere Langzeitarbeitslose, die Steuerentlastung für die Mittelschicht. Da können und werden wir jetzt nicht Monate warten, nur weil Sebastian Kurz nicht mehr will. Die Situation stellt sich ja wie folgt dar:

einer bekommt Neuwahlen - und 350.000 Menschen, die unter 1.500 Euro monatlich verdienen, bekommen keinen Mindestlohn. Einer bekommt Neuwahlen und 20.000 Menschen über 50, die seit einem Jahr oder länger auf einen Job warten, bekommen wieder keine Chance.“

Auf die Frage, ob er bei einem Neuwahlantrag die ÖVP-Minister entlassen werde, meinte Kern: „Ich habe gelernt, dass in der Politik die Dinge etwas anders laufen: in einem Unternehmen wäre es undenkbar, dass ein leitender Angestellter sagt: Ich will hier nicht mehr arbeiten, aber die nächsten fünf Monate will ich weiter alle Benefits - vom Dienstauto zum Sekretariat. Mein Angebot an Sebastian Kurz und die ÖVP war weitreichend. Dieses Angebot wurde ausgeschlagen. Aber hier geht es nicht um einen egoistischen Poker -hier geht es um Österreich. Und mit unserem Land und seinen Menschen spielt man nicht“.

Über eine mögliche Neuauflage von Rot-Schwarz meinte der Kanzler:

„Für mich ist viel vorstellbar - aber entscheidend ist: wem ist das Land das große Anliegen? Da werden wir schauen, wer nach den Wahlen der richtige Partner ist.“.

Empört zeigte sich der Kanzler, dass die ÖVP seinen Sohn Niko Kern scharf angriff: „Die ÖVP hat meinen Sohn zum Regierungs-Stürzer hochhysterisiert und ihn auf das Cover von Zeitungen gezerrt. Ich finde es letztklassig, wenn manche jetzt glauben, im Wahlkampf meine Familie angreifen zu können. Das ist niveaulos und unanständig.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: SPÖ Presse und Kommunikation, CC BY-SA 2.0
16.02.2018

Rauchzeichen

Mit der Idee, das eigentlich für Mitte 2018 eingetaktete generelle Rauchverbot in der heimischen Gastronomie kippen zu wollen, hat FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache eine bereits abgehakte Diskussion neu angeheizt. Mit der Idee, das eigentlich für Mitte 2018 eingetaktete generelle Rauchverbot in der heimischen Gastronomie kippen zu wollen, hat FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache eine bereits abgehakte Diskussion neu angeheizt.

Mit der Idee, das eigentlich für Mitte 2018 eingetaktete generelle Rauchverbot in der heimischen Gastronomie kippen zu wollen, hat FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache eine bereits abgehakte Diskussion neu angeheizt. Da er diese Frage offensichtlich zu einer Koalitionsbedingung machte, musste die ÖVP nolens volens mitziehen, das bedeutet aber nicht, dass dieser Kompromiss gut ankommt. Ärztekammer und Krebshilfe werden wohl nicht allzu viel Werbung für ihr gestern gestartetes „Don't smoke“-Volksbegehren machen müssen, gab es doch schon kurz nach Start der offiziellen Unterschriftensammlung erste Rauchzeichen in Form von überhitzten Computerservern im Innenministerium wegen des großen Ansturms. Die anhaltenden Diskussionen rund um das Thema lassen eine baldige Abkühlung auch nicht erwarten.

Ziemlich sicher wird dieses Volksbegehren die von der FPÖ einst für eine verpflichtende Volksabstimmung vorgeschlagenen 640.000 Unterstützer finden. Spätestens dann kommt die FPÖ, die ja bekanntlich ganz vehement mehr direkte Demokratie gefordert hatte, in akute Erklärungsnot, warum man bei diesem Thema partout nicht nachgeben will. Dabei sind doch mehr als 70 Prozent der Österreicher Nichtraucher und auch für ein Rauchverbot. Ein Sturbleiben der FPÖ wäre dann klassische Klientelpolitik, die ja gerade die FPÖ als Oppositionspartei immer wieder sehr lautstark bekrittelt hatte.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Neues Volksblatt: "Rauchzeichen" von Harald ENGELSBERGER
17.10.2017

Lehrgang Elementare Musikpädagogik am Vorarlberger Landeskonservatorium gestartet

Seit 2017 unterrichtet Natalie Begle-Hämmerle am Vorarlberger Landeskonservatorium Elementare Musikpädagogik (EMP) Seit 2017 unterrichtet Natalie Begle-Hämmerle am Vorarlberger Landeskonservatorium Elementare Musikpädagogik (EMP)

17 Pädagogen und Pädagoginnen starteten mit viersemestrigem, berufsbegleitendem Lehrgang

Im Zweijahresrhythmus bietet das Landeskonservatorium seit 2011 den berufsbegleitenden Lehrgang Elementare Musikpädagogik an. Im September starteten die 17 Teilnehmer in den viersemestrigen Kurs. Das Vorarlberger Landeskonservatorium bietet neben diesem Lehrgang weitere Weiterbildungsstudien in der Chorleitung und der Katholischen Kirchenmusik an.

Das Vorarlberger Landeskonservatorium sieht seine Weiterbildungsstudien als Angebot zum Erhalt und zur Erweiterung des fachlichen Wissens. „Wir bieten berufsbegleitend die Möglichkeit, musikalische Fähigkeiten zu vertiefen und für die eigene berufliche Tätigkeit umzusetzen“, erklärt Direktor Jörg Maria Ortwein.

Zwei Jahre – vier Semester – zwanzig Wochenenden

„Der Lehrgang Elementare Musikpädagogik richtet sich an Lehrende, die Musik verstärkt in ihrem beruflichen Alltag einsetzen möchten“, erläutert Studienbereichskoordinatorin Birgit Gebhard.

Umfassende praktische und theoretische Kompetenzen im Bereich Elementare Musikpädagogik (EMP) werden hier in vier Semestern – 20 Wochenendmodulen – den Teilnehmenden vermittelt.

Didaktik, Bewegung, Rhythmik, Instrumentenbau sowie Musiktheater stehen unter anderem am Lehrplan. Die konkrete Arbeit an eigenen Projekten und die Ausübung in der Praxis sind ebenso gewichtige Bausteine des zweijährigen Lehrganges.

Natalie Begle-Hämmerle unterrichtet EMP

Die Elementare Musikpädagogik nimmt aber auch im Berufsstudium Instrumental- und Gesangspädagogik (IGP) eine bedeutende Rolle ein. Dort gehört die EMP zu den Wahlpflichtmodulen. Seit Anfang des Herbstsemesters unterrichtet die Vorarlbergerin Natalie Begle-Hämmerle Studenten des achtsemestrigen Bachelorstudiums am Vorarlberger Landeskonservatorium.

Begle-Hämmerle ist studierte Bewegungs- und Tanzpädagogin und Gründungsmitglied von netzwerkTanz Vorarlberg. Sie hat sich in einem mehrstufigen Auswahlverfahren gegen internationale Mitbewerber durchgesetzt. „Die Bestellung von Begle-Hämmerle als Lehrbeauftragte freut uns besonders. Sie bestätigt die internationale Wettbewerbsfähigkeit des künstlerischen Niveaus hier in Vorarlberg“, betont Direktor Ortwein.

Info: http://www.vlk.ac.at/

Factbox:

Lehrgang Elementare Musikpädagogik (EMP)

- berufsbegleitender viersemestriger Lehrgang

- richtet sich an Personen mit pädagogischer Ausbildung

- seit 2011 im Zweijahresrhythmus angeboten

Berufsstudium Instrumental- und Gesangspädagogik

- achtsemestriges Bachelorstudium

- in Kooperation mit der Musikuniversität Mozarteum Salzburg

- Abschluss: Bachelor of Arts

Natalie Begle-Hämmerle

- studierte Elementare Musik- und Bewegungspädagogik am Institut für Musik- und Tanzpädagogik an der Musikuniversität Mozarteum Salzburg

- Nachdiplomstudium Tanzkultur an der Universität Bern

- Referentin in den Bereichen Tanz, Tanzvermittlung, Rhythmik/Elementare Musik- und Bewegungspädagogik

- Tänzerin und Choreografin

- Mitbegründerin des Ensembles bewegunsmelder – companie für zeitgenössischen Tanz

- Gründungs- und Vorstandsmitglied netzwerkTanz Vorarlberg

- seit 2017 Lehrbeauftragte für EMP am Vorarlberger Landeskonservatorium

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

Vorarlberger Landeskonservatorium GmbH, Dr. Peter Schmid, Telefon 0043/676/833064740 Mail peter.schmid@vlk.ac.at

Pzwei. Pressearbeit, Mag. Ursula Fehle, Telefon 0043/650/9271694, Mail ursula.fehle@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: Matthias Rhomberg
08.03.2018

Symphonieorchester Vorarlberg: Heitere Grundstimmung beim Abokonzert

Der aus Venezuela stammende Domingo Hindoyan dirigiert das Symphonieorchester Vorarlberg am Osterwochenende beim Abokonzert 5. Der aus Venezuela stammende Domingo Hindoyan dirigiert das Symphonieorchester Vorarlberg am Osterwochenende beim Abokonzert 5.

Drei Wiener Klassiker stehen in Feldkirch und Bregenz auf dem Programm

Eine königliche Symphonie von Haydn, Mozarts populärstes Klavierkonzert und ein humorvoller Ludwig van Beethoven: Das fünfte Abokonzert des Symphonieorchester Vorarlberg am 1. April in Feldkirch und am 2. April in Bregenz verspricht große Musik von großen Namen. Mit Domingo Hindoyan am Pult und Ingolf Wunder als Solist am Klavier konnte das SOV wieder zwei junge, international erfolgreiche Ausnahmemusiker verpflichten.

Werke der Wiener Klassik dominieren das fünfte Abokonzert des Symphonieorchester Vorarlberg am 1. April im Montforthaus Feldkirch und am 2. April im Festspielhaus Bregenz. Auf dem Programm stehen bekannte und selten gespielte Werke von Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven.

„Die beiden Konzerte am Osterwochenende sind bereits Symphonieorchester-Tradition. Selten aber war die Grundstimmung im Programm so heiter wie in diesem Jahr“, erklärt SOV-Geschäftsführer Thomas Heißbauer.

Leidenschaftlich

Domingo Hindoyan entstammt dem Musikausbildungsprogramm der bekannten venezolanischen Talenteschmiede El Sistema. Der Dirigent leitet nach einem Auftritt beim Feldkirch Festival 2011 und der Aufführung der Oper „Der Liebestrank“ 2012 bereits zum dritten Mal das Symphonieorchester Vorarlberg. „Der großartige Erfolg dieser Oper war gleichzeitig auch der Beginn einer Karriere, die Domingo Hindoyan zu vielen großen Orchestern und Opernhäusern Europas führte“, zeigt sich Thomas Heißbauer erfreut über die Rückkehr des Musikers ans SOV-Pult.

In der Saison 2013/14 wurde Hindoyan als erster Assistent von Daniel Barenboim an die Staatsoper Berlin berufen. Als leidenschaftlicher Dirigent begeistert er bei Auftritten mit dem London Philharmonic Orchestra oder dem Simon Bolivar Symphony Orchestra.

Das Programm des Abokonzert 5 scheint Domingo Hindoyan auf den Leib geschrieben. Am Beginn steht Joseph Haydns Symphonie Nr. 85. Das „königliche“ Werk zählt zu den sechs Pariser Symphonien, die der Komponist für eines der größten Orchester seiner Zeit schrieb. Ihren Beinamen „La Reine“ erhielt die Symphonie von der Habsburgerin Marie Antoinette, die an dem seinerzeit kühnen, unerwartet modernen Musikstück besonderen Gefallen fand.

Populär und erfolgreich

Auf den satten Orchesterklang von Haydns Symphonie folgt das Klavierkonzert Nr. 21 von Wolfgang Amadeus Mozart. Entstanden auf dem Höhepunkt seiner Wiener Erfolgsjahre ist das 1785 uraufgeführte C-Dur-Konzert mit seiner Heiterkeit Mozarts populärstes Klavierkonzert. In einem für seine Zeit neuartigen Zusammenspiel von Orchester und Solist erzählt Mozarts Stück von Schönheit und Lebensfreude.

Am Flügel sitzt an diesem Abend Ingolf Wunder. Der weltweit erfolgreiche Pianist aus Klagenfurt debütierte im Wiener Konzerthaus und ist Gewinner des zweiten Preises beim Internationalen Chopin-Wettbewerb 2010 in Warschau. Er steht erstmals gemeinsam mit dem SOV auf der Bühne.

Selten gespielt

Die kürzeste Symphonie aus der Feder von Ludwig van Beethoven beschließt den Konzertabend. In der selten gespielten „Achten“ nähert sich der Komponist der musikalischen Sprache seines Vorbildes Joseph Haydn stark an. Zwischen der auftrumpfenden „Siebenten“ und der monumentalen „Neunten“ zeigt sich Beethoven für einmal nicht als Kraftprotz und Titan, sondern schlägt ungewohnt leise und humorvolle Töne an.

„Verglichen mit den davor und danach entstandenen Werken ist die „Achte“ das komplette Kontrastprogramm“, begeistert sich Heißbauer für das 1814 in Wien uraufgeführte Werk.

Info: www.sov.at

Mit der Bitte um Aufnahme in den Terminkalender:

Factbox

Konzert 5

Sonntag, 1. April 2018, 19.30 Uhr, Montforthaus Feldkirch

Montag, 2. April 2018, 19.30 Uhr, Festspielhaus Bregenz

Domingo Hindoyan | Dirigent

Ingolf Wunder | Klavier

Joseph Haydn: Symphonie Nr. 85 in B-Dur, Hob.I.: 85 „La Reine“

Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert Nr. 21 C-Dur KV 467

Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 8 op 93 F-Dur

Karten:

Freier Kartenverkauf bei Bregenz Tourismus (0043/5574/4080), Feldkirch Tourismus (0043/5522/73467), in allen Vorverkaufsstellen von v-ticket (www.v-ticket.at) und allen Filialen der Volksbank Vorarlberg sowie direkt beim Symphonieorchester Vorarlberg (0043/5574/43447 | office@sov.at)

Ermäßigungen für Schüler, Studenten, Ö1 Clubmitglieder und Menschen mit Behinderung

Ticket Gretchen unter 27: 11 Euro ab 27 Stunden vor Konzertbeginn für alle unter 27 Jahren

Ticket Gretchen App: https://ticketgretchen.com/

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

Symphonieorchester Vorarlberg, Mag. Thomas Heißbauer, Telefon 0043/5574/43447,

Mail thomas.heissbauer@sov.at

Pzwei. Pressearbeit, Ariane Grabher, Telefon 0043/699/10604501, Mail ariane.grabher@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: Simon Pauly/Symphonieorchester Vorarlberg
14.12.2017

Früchte des Waldes sind bei KonsumentInnen sehr beliebt

Früchte des Waldes sind bei KonsumentInnen sehr beliebt Früchte des Waldes sind bei KonsumentInnen sehr beliebt

Die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) analysiert im Rahmen von europäischen Forschungsprojekten die Bedeutung von Waldprodukten für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung. Im Rahmen einer Haushaltsbefragung wurden in 25 europäischen Ländern 17.340 Personen zu ihrem Konsumverhalten und den Sammeltätigkeiten für das Bezugsjahr 2015 befragt. Die Auswertungen ermöglichen Aussagen zu 14 detaillierten Produkten der Kategorien Pilze, Nüsse, wildwachsende Pflanzen, wildwachsende Beeren und Dekomaterial. In Fallstudien wurden zudem innovative Produkte und deren Erfolgsfaktoren analysiert:

Waldprodukte erfreuen sich seit längerer Zeit steigender Beliebtheit. Ihre Vielfalt reicht von Nahrungsmitteln über Kunsthandwerk bis zu Kosmetik und Pharmazie. Mittels einer repräsentativen europaweiten Umfrage konnten nun erstmals Informationen über das Sammeln und die Verwendung von Früchten, Beeren, Pilzen und Dekorationsmaterialien durch Haushalte erhoben werden.

89% der europäischen Haushalte konsumieren Waldprodukte in unterschiedlichster Form, fast 60% konsumieren frische Beeren (u.a. Heidelbeeren, Preiselbeeren) und beinahe 70% konsumieren Nüsse (u.a. Kastanien, Walnüsse, Pinienkerne).

Bei über einem Viertel (25.3 %) der europäischen Haushalte sammeln die Mitglieder des Haushalts die Produkte im Wald selbst. Österreich liegt mit 37% im oberen EU-Mittel.

Nichtholzprodukte stellen neben ihrer Bedeutung als Nahrungsquelle auch einen wesentlichen Beitrag für das Haushaltseinkommen der ländlichen Bevölkerung dar. Für 0,5% der Sammlerhaushalte (rund 1,1 Mio Haushalte in Europa) macht das Haushaltseinkommen durch die Waldprodukte mehr als 50% aus.

Aktuelle Trends zeigen eine große Vielfalt: traditionelle und regionale Spezialitäten wie Marmeladen, Säfte, Schnäpse u.ä., handgefertigte Produkte wie Seifen oder Schnitzereien, und erlebnisorientierte Angebote wie Kurse für traditionelles Handwerk und Sammeln, Christbäume selber schneiden, Kochen von Wald und Wiese sowie zahlreiche „Do-It-Yourself-Workshops“.

Durch regionale, handgefertigte oder hochqualitative Produkte in Kombination mit abgestimmten Dienstleistungsangeboten kann die steigende Nachfrage der Konsumenten nach Natürlichkeit und Regionalität angesprochen werden. Durch eine gesteigerte Wertschöpfung mit gezielter Veredelung der Produkte werden auch Einkommensmöglichkeiten für Landwirte und Waldbesitzer erschlossen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn

ganz nach oben

RSS Feeds dbn - Du bist Nachrichten RSS: WienNiederösterreichOberösterreichBurgenlandSteiermarkKärntenSalzburgTirolVorarlberg

Über dbn ImpressumKontakt Häufige Fragen & Antworten Leserbrief

 

 

Die Artikel auf dbn.at werden von einem wirtschaftlich und politisch unabhängigen Redaktionsteam und teilweise auch von autorisierten Benutzern veröffentlicht.

Die Platzierung, Reihung, Veröffentlichungsdauer und eine eventuelle Löschung der Artikel wird ausschließlich von den Lesern durch direkte und indirekte Bewertungen bestimmt.

© 2008 -2018 dbn.at



Danke für Ihre Meinung zu diesem Artikel!

Sie haben dadurch die Platzierung und die Veröffentlichungsdauer des Artikels aktiv beeinflusst.

Laden Sie Ihre Freunde und Bekannte ein, auch ihre Meinung abzugeben!