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13.12.2018

Vorarlberger sind die reichsten Österreicher - Niederösterreicher an zweiter Stelle

Vorarlberger sind die reichsten Österreicher Vorarlberger sind die reichsten Österreicher

Mit einem verfügbaren Einkommen von 24.200 Euro je Einwohner haben die Niederösterreicher 2017 das zweithöchste Pro-Kopf-Einkommen im Bundesländervergleich erzielt, übertroffen lediglich von Vorarlberg mit 24.600 Euro. Die niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen gab es in Kärnten mit 22.800 und Wien mit 22.200 Euro, der österreichische Durchschnitt lag bei 23.300 Euro. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst der jüngsten regionalen Einkommensanalyse der Statistik Austria.

Die Studie hat auch die Entwicklung des Bruttoregionalprodukts (BRP) untersucht. Das ist der Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die während eines Jahres innerhalb der Grenzen eines Bundeslandes produziert werden und dem Endverbrauch dienen. Demnach konnte Niederösterreich sein BRP 2017 um zwei Prozent auf mehr als 57 Milliarden Euro steigern. Im Vergleich der Bundesländer haben nur Wien mit rund 94 Milliarden Euro und Oberösterreich mit 63 Milliarden Euro ein höheres BRP.

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24.06.2019

Mobile Klimageräte akute Gefahr: Warnung vor Kohlenmonoxid-Unfällen

Durch die wachsende Beliebtheit von mobilen Klimageräten ist es in den letzten Jahren zu vermehrten Problemen beim Luftaustausch in Wohnungen gekommen. Durch die wachsende Beliebtheit von mobilen Klimageräten ist es in den letzten Jahren zu vermehrten Problemen beim Luftaustausch in Wohnungen gekommen.

Die Außentemperaturen steigen diese Woche abermals über 30 Grad. Höchste Zeit die regelmäßige, fachgerechte Überprüfung des Lufthaushaltes, der Durchlauferhitzer bzw. Thermen und der Abgasanlage im Rahmen der Hauptkehrung durch den Rauchfangkehrer durchführen zu lassen. Speziell bei Änderungen, welche den Lufthaushalt beeinträchtigen, wie bei der Installation eines mobilen Klimagerätes ist der Rauchfangkehrer zu verständigen. Ein weiterer unerlässlicher Faktor ist die jährliche Wartung der Gasgeräte durch einen befugten Installateur. „Eine schlecht gewartete Gasfeuerstätte und eine unzureichende Verbrennungsluftzuführung bergen große Risiken. Die womöglich austretenden Abgase enthalten das farb-, geruch- und geschmacklose Atemgift Kohlenmonoxid“, warnt Christian Leiner, Innungsmeister der Wiener Rauchfangkehrer. „Die Häufung der CO-Unfälle in den letzten Wochen zeigt ein fehlendes Bewusstsein für die Problematik. Ein kurzer Termin mit dem Rauchfangkehrer schützt vor tragischen Vorfällen.“

Klimageräte belasten Luftverbund

Durch die wachsende Beliebtheit von mobilen Klimageräten ist es in den letzten Jahren zu vermehrten Problemen beim Luftaustausch in Wohnungen gekommen. „Es ist unbedingt notwendig, bei der Anschaffung eines mobilen Klimageräts eine Überprüfung des Luftverbunds durch den Rauchfangkehrer durchführen zu lassen“, sagt Christian Leiner. „Neu installierte luftabsaugende Einrichtungen können die Luftzirkulation stark beeinflussen. Nach einem Luftbefund können bei allfälligen Beeinträchtigungen gemeinsam Maßnahmen getroffen werden, um eine gesundheitliche Beeinträchtigung der Bewohner zu verhindern und für ein angenehmes Raumklima zu sorgen.“ Moderne Split-Klimaanlagen, welche unabhängig von der Raumluft agieren und für ein sicheres wohltemperiertes Raumklima sorgen, sind eine Möglichkeit solche Gefahren zu vermeiden.

Luftstoppel sorgen für Gefahr

„Wenn Abgase einer Therme oder eines Durchlauferhitzers im Vergleich zur Außenluft nicht heiß genug sind, können diese nicht aufsteigen, und der ordnungsgemäße Abzug über den Rauchfang wird verhindert“, erklärt Leiner das Phänomen Luftstoppel. Verstärkt wird dieser Effekt durch geschlossene Fenster, die in sanierten oder modernen Gebäuden besonders dicht sind. Das führt dazu, dass kein Sauerstoff von außen in die Wohnräume kommt und die Luftzirkulation zum Stillstand gelangt. Die Gefahr von Kohlenmonoxid-Unfällen droht. Bei ungebremster Sonneneinstrahlung am Dach würde dieser Effekt sogar schon bei niedrigeren Temperaturen eintreten.

Regelmäßiges Lüften auch bei Hitze

Die einfachste Sicherheitsmaßnahme, um Kohlenmonoxid-Gefahren bei Tagen mit über 30 Grad zu vermeiden, ist das Öffnen der Fenster. „Jede Flamme verbraucht Sauerstoff und erzeugt Kohlenmonoxid. An Tagen mit Außentemperaturen ab rund 30 Grad Celsius ist in jedem Fall höchste Vorsicht geboten. Selbst bei durchgeführter Wartung und positivem Rauchfangkehrer-Befund kann sich ein Luftstoppel bilden“, gibt Leiner abschließend zu bedenken. „Daher ist die Bewusstseinsbildung enorm wichtig. Kohlenmonoxid-Unfälle kommen nicht nur bei veralteten Geräten vor.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
05.06.2019

Lächerlich

Staatspolitische Verantwortung, wie sie vom Bundespräsidenten mehrfach eingemahnt wurde, legen Rot und Blau so jedenfalls nicht an den Tag. Staatspolitische Verantwortung, wie sie vom Bundespräsidenten mehrfach eingemahnt wurde, legen Rot und Blau so jedenfalls nicht an den Tag.

Zwischen Stichtag und Wahltag müssen 82 Tage liegen, besagt die Nationalratswahlordnung. Das sind fast drei Monate, man könnte auch sagen, das ist beinahe ein Jahresviertel. Hätte man im Nationalrat umgehend mit dem Ende der ÖVP-FPÖ-Koalition gehandelt und einen Wahltag festgelegt, würde man nicht mehr als vier Monate auf den Urnengang warten müssen.

Es ist einfach lächerlich, wenn der Vize-Klubchef der SPÖ den späten Wahltermin damit begründet, dass die Wähler die Möglichkeit haben sollen, „sich über Positionen und Pläne der Parteien ausreichend zu informieren“. Und ebenso lächerlich ist es angesichts des Fristenlaufs, den 15. September als „überhasteten Wahltermin direkt nach Schulbeginn“ abzulehnen.

Gemessen daran, dass es SPÖ und FPÖ beim Sturz der Regierung gar nicht schnell genug gehen konnte, ist das Herumlavieren beim Wahltermin und dessen Hinauszögern schlicht nicht argumentierbar. Natürlich geht es den Kanzler-Stürzern ausschließlich darum, das derzeitige Stimmungshoch der ÖVP möglichst abflachen zu lassen. Staatspolitische Verantwortung, wie sie vom Bundespräsidenten mehrfach eingemahnt wurde, legen Rot und Blau so jedenfalls nicht an den Tag.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Oö. Volksblatt von Markus EBERT
14.03.2019

Gefangen im Labyrinth des Brexits

Die britische Regierung hat sich im Irrgarten falscher Versprechungen und Annahmen verrannt – und findet keinen Ausweg Die britische Regierung hat sich im Irrgarten falscher Versprechungen und Annahmen verrannt – und findet keinen Ausweg

Die britische Regierung hat sich im Irrgarten falscher Versprechungen und Annahmen verrannt – und findet keinen Ausweg. Statt Kontrolle durch den EU-Austritt zurückzugewinnen, hat man sie verloren.

Großbritannien ist gefangen im Labyrinth des Brexits und es findet keinen Ausweg. Im Irrgarten falscher Versprechungen und Annahmen haben sich die Regierung der konservativen Premierministerin Theresa May und auch das Parlament, das tief gespalten und längst in lauter Einzelinteressen zerfallen ist, verrannt. Das politische London droht nun rund zwei Wochen vor dem festgeschriebenen Austrittstermin am 29. März im Chaos zu versinken. Nachdem die Abgeordneten des Unterhauses den von May in letzter Minute mit der EU nachgebesserten Austrittsvertrag am Dienstagabend erneut mit klarer Mehrheit abgeschmettert haben, bleibt vorerst wohl nur eine Verschiebung des Austrittstermins. Vorerst ohne Hoffnung auf einen Durchbruch. Aber die Alternative eines harten Brexits ganz ohne Abkommen und somit ohne jegliche Übergangsfrist hätte für die Bürger und Unternehmen auf beiden Seiten des Kanals schwerwiegende Konsequenzen, die nur wenige in London, Brüssel und den Hauptstädten der verbleibende­n 27 EU-Mitgliedsländer verantworten wollen.

Doch auch wenn es in absehbarer Zeit doch noch zu einer auch vom britischen Parlament akzeptierten Einigung zwischen London und der EU kommen sollte, beginnt für Großbritannien eine Reise ins Ungewisse. Und die vielen Versprechungen – von einer „strahlenden Zukunft“ bis hin zu einem „Global Britain“, das Freihandelsabkommen mit China, den USA und der EU zu seinem Vorteil abschließt – könnten rasch wie Seifenblasen zerplatzen. Denn im immer brutaleren globalen Wettkampf hat niemand auf die Befindlichkeiten Großbritanniens gewartet. Wer mit Trumps neuem „America First“ und dem immer aggressiver auftretenden China Geschäfte machen will, muss als Einzelkämpfer wohl zahlreiche Abstriche machen. Das weiß die Regierung in London, das wissen viele Unternehmen, das wissen aber offenbar viele von jenen nicht, die im Juni 2016 für den Austritt Großbritanniens aus der EU gestimmt haben. Es hat ihnen auch niemand gesagt. Vielmehr wurde dem Volk suggeriert, dass Brüssel für all die Versäumnisse auf der britischen Insel verantwortlich ist – für das marode Gesundheitssystem, für die fristlose Öffnung des Arbeitsmarktes nach der EU-Osterweiterung und den damit verbundenen massiven Zuzug von Arbeitsmigranten. Nur: Verantwortlich dafür war und ist London und nicht Brüssel. Die Brexit-Befürworter haben versprochen, die Kontrolle zurückzugewinnen. Für das stolze Großbritannien. Doch sie haben sie längst verloren.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von Christian Jentsch
24.09.2018

Warnung vor unseriösen und betrügerischen Anbietern von Finanzdienstleistungen

Warnung vor unseriösen und betrügerischen Anbietern von Finanzdienstleistungen Warnung vor unseriösen und betrügerischen Anbietern von Finanzdienstleistungen

Österreichs Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA warnt davor, dass zunehmend unseriöse und betrügerische Anbieter von Finanzdienstleistungen auftreten, die vortäuschen registrierte oder konzessionierte Unternehmen zu sein, die der Aufsicht einer Behörde unterliegen. Beispielsweise klonen sie die Identität registrierter oder konzessionierter Unternehmen und verweisen auf deren Registrierung in öffentlich zugänglichen Datenbanken von Behörden. Oder, sie erfinden eine Aufsichtsbehörde, für die sie sogar eine eigene Datenbank mit verblüffend echt wirkenden, aber gefälschten Registerdokumenten einrichten, auf die sie Interessenten dann hinleiten.

So schützen Sie sich: FMA-Website und FMA-Sicherheits-App

Prüfen Sie daher die Zulassung eines Unternehmens sehr genau, insbesondere auch, welche Finanzgeschäfte dieses überhaupt erbringen darf. Vergleichen und prüfen Sie die angegebenen Kontaktdaten mit jenen im behördlichen Register. Prüfen Sie, ob es die angegebene Behörde tatsächlich gibt, und ob sie tatsächlich zuständig ist. Bei Anbietern mit Bezug zu Österreich prüfen Sie auf der FMA-Website (https://www.fma.gv.at/), ob diese tatsächlich in unserer Unternehmensdatenbank aufscheinen oder, ob gegebenenfalls bereits eine Investorenwarnung veröffentlicht worden ist. Sie können sich auch gratis die FMA-Sicherheits-App auf Ihr Handy herunterladen, und haben so auch via Smartphone Zugriff auf die FMA-Unternehmensdatenbank und erhalten alle FMA-Warnmeldungen sofort aufs Handy (https://www.fma.gv.at/fma-app/).

Scheuen Sie sich auch nicht, die betreffende Aufsichtsbehörde auch direkt - und vom Anbieter und dessen Website unabhängig - zu kontaktieren. Schließen Sie niemals Finanzgeschäfte ab, wenn Sie der Anbieter unerbeten via Telefon, Fax oder Email kontaktiert hat; dieses „Cold Calling“ ist in Österreich gesetzlich verboten und ein sicheres Alarmzeichen für betrügerische Absichten.

Aktuelle Warnmeldungen

Die FMA verweist in diesem Zusammenhang insbesondere auf die von ihr in den vergangenen Monaten veröffentlichten Investoren-Warnungen zu „www.afbauer.com“, „www.helmutkob.com“, „www.holzmannfriedrich.com“ sowie zu dem unseriösen Anbieter „Gerber and Partners“, der sich auf eine frei erfundene österreichische Aufsichtsbehörde „FINSA“ beruft.

„Clone Firms“ oder „Clone Individuals“

Die Verwendung von Klonen registrierter oder konzessionierter Unternehmen ist eine gängige Betrugsmethode. Dabei werden in betrügerischer Absicht Firmenname und Registerdaten von tatsächlich existierenden und zum Geschäftsverkehr ordnungsgemäß zugelassenen Unternehmen missbräuchlich verwendet, um das Vertrauen der potenziellen Opfer zu erschleichen. In Wahrheit hat der Klon mit dem Unternehmen, für das er vorgibt tätig zu sein, nichts zu tun.

Beispiel:

Ein österreichischer Versicherungsvermittler gemäß Gewerbeordnung will im Zuge der EWR-Dienstleistungsfreiheit Versicherungen auch in Großbritannien vertreiben. Dazu veranlasst er, dass die österreichische Behörde der dort zuständigen Aufsichtsbehörde FCA (Financial Conduct Authority) seine europaweit gültige Gewerbeberechtigung als Versicherungsvermittler anzeigt sowie seine Absicht dort tätig zu werden mitteilt. Daraufhin nimmt die FCA diese „notifizierte“ Gewerbeberechtigung mit den erforderlichen Eckdaten in ihre Register der zugelassenen Anbieter auf. Der Betrüger bastelt nun mit diesen öffentlichen Daten ein fiktives Unternehmen, meist nur eine durchaus aufwendig gestaltete Website, und bietet aggressiv und unangefragt seine „Dienste“ an. Als vermeintlichen Beweis seiner Seriosität verweist er auf den FCA-Registereintrag des seriösen Anbieters, den er geklont hat. In der Regel gehen diese betrügerischen Geschäfte dann auch über vermeintliche Versicherungsvermittlung hinaus und umfassen auch Bank- und Wertpapiergeschäfte.

Erfährt die FMA von derartigen unseriösen Geschäftspraktiken, so veröffentlicht sie eine Warnmeldung unter Nennung der Klon-Firma und der angegebenen Kontaktdaten, untersagt die konzessionspflichtigen Geschäfte und bringt den Sachverhalt bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige.

Fake-Aufsichtsbehörde: FINSA (Financial Supervisory Authority)

Aus Großbritannien tritt derzeit ein unseriöser Anbieter, “Gerber and Partners”, auf, der Finanz- und Wertpapiergeschäfte anbietet, und behauptet in Österreich von der „Financial Supervisory Authority“ (FINSA) mit Sitz Twin Tower 8 Flr., Wienerbergstrasse 11, 1100 Vienna, Austria konzessioniert und dort registriert zu sein. Als FINSA-Kontaktdaten gibt er an: Ph: +43(720) 775336; Email: enquiries@finsa-gov.org; Website: www.finsa-gov.org. Auf der Website dieser frei erfundenen FINSA – verlinkt von „Gerber and Partners“ – findet sich auch ein Unternehmensregister, das eine Registrierung vortäuschen soll. Anleger erhalten von der FINSA dann gefälschte, der österreichischen Gewerbeberechtigung nachgebildete Urkunden zu den „registrierten“ Unternehmen.

Die FMA hat den Sachverhalt bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
13.06.2019

BlueSky Energy: 200 Elektrofachbetriebe in DACH-Region zertifiziert

Geschäftsführer Mayer freut sich über neue Partner im Dach-Raum Geschäftsführer Mayer freut sich über neue Partner im Dach-Raum

Der oberösterreichische Speicherhersteller BlueSky Energy hat die Zahl seiner Vertriebspartner in Deutschland, Österreich und der Schweiz seit Jahresbeginn verdoppelt. Allein seit dem Start seines Zertifizierungsprogramms im März hat das Unternehmen mehr als 200 kleine und mittelständische Elektrofachbetriebe aus der DACH-Region geschult. Als zertifizierte Partner für die umweltfreundlichen Salzwasserstromspeicher können sie ihre Kunden nun umfassend beraten und dürfen die Heim- und Gewerbespeicher der Marke GREENROCK installieren.

Roadshows in Deutschland und Benelux

Während regelmäßig Schulungstermine am Standort des Unternehmens in Vöcklamarkt stattfinden, führten die BlueSky-Experten die Elektroinstallateure bei Roadshows in ganz Deutschland, Belgien und den Niederlanden in die Produktfamilie ein.

Mit PV-Großhändlern neue Marktsegmente erschließen

Mit AliusEnergy und Krannich Solar konnte das Unternehmen jetzt außerdem Photovoltaik-Großhändler mit hervorragenden Kontakten in den Niederlanden (AliusEnergy) und der Schweiz (Krannich Solar) gewinnen.

Zusätzlich bringt die neu geschlossene Partnerschaft mit der Fachbetriebskette enerix mehr als 50 neue Standorte in Deutschland. enerix baut auf ein Netzwerk eigenständiger, regionaler Unternehmer. So können die Vorteile der regionalen Nähe zum Kunden mit einer überregionalen Marke ausgespielt werden. „Zusammen mit den zwei Großhändlern und enerix können wir die Märkte nun noch besser erschließen“, freut sich BlueSky-Geschäftsführer Helmut Mayer.

Er ergänzt: „Wir freuen uns über das große Interesse an unserer umweltfreundlichen und sicheren Technologie, von der wir auch immer mehr Familien und öffentliche Bauträger überzeugen.“ Nach Installationen in schwedischen und Schweizer Schulen wird derzeit der erste GREENROCK-Speicher in einer Schule in Moskau aufgebaut.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Herbert K. / Foto: BlueSky Energy
25.03.2019

Umfrage: Hälfte für Pflegeversicherung

Umfrage: Hälfte für Pflegeversicherung Umfrage: Hälfte für Pflegeversicherung

Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner aktuell erscheinenden Ausgabe berichtet, befürwortet knapp die Hälfte der Österreicher eine verpflichtende Pflegeversicherung.

47% würden für sich selbst einzahlen, um die steigenden Pflegekosten in Zukunft zu finanzieren.

12% sind in der von Unique Research für profil durchgeführten Umfrage sehr dafür, 35% eher. 18% sind kategorisch gegen eine neue Pflichtversicherung, 24% eher dagegen.

11% machten keine Angaben.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
12.11.2018

Bei Dunkelheit und schlechter Sicht: Mach dich sichtbar!

„Ich sehe was, was du nicht siehst!“ ist ein lustiges Spiel für Kinder – Schluss mit lustig gilt allerdings, wenn es um die Sichtbarkeit im Straßenverkehr geht. „Ich sehe was, was du nicht siehst!“ ist ein lustiges Spiel für Kinder – Schluss mit lustig gilt allerdings, wenn es um die Sichtbarkeit im Straßenverkehr geht.

„Ich sehe was, was du nicht siehst!“ ist ein lustiges Spiel für Kinder – Schluss mit lustig gilt allerdings, wenn es um die Sichtbarkeit im Straßenverkehr geht. Denn besonders in der dunklen Jahreszeit ist es wichtig, rechtzeitig von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen zu werden, um Unfälle zu vermeiden. 6.545 Fußgänger verunglückten in den letzten fünf Jahren auf Österreichs Straßen bei Dunkelheit und schlechter Sicht im Straßenverkehr, davon 114 Kinder im Alter von null bis sechs Jahren. Daher hat das KFV nun die Aktion „Glühwürmchen“ entwickelt, bei der Kinder auf spielerische Art und Weise über die Gefahren bei Dunkelheit und schlechter Sicht und die Notwendigkeit des Tragens von heller und reflektierender Kleidung aufgeklärt werden. Die Verkehrssicherheitsaktion wird vom KFV ab sofort in ganz Österreich kostenlos für Kindergärten und Volksschulen angeboten.

„Wir freuen uns, dass die Aktion bei uns in Linz erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Sichtbarkeit bei Dunkelheit ist ein Thema, das im Herbst und Winter aktueller ist, denn je. Um die Sicherheit unserer Bürger – und hier vor allem die der Kinder – nachhaltig zu erhöhen, unterstützen wir Aktionen wie diese sehr gerne“, erklärt Klaus Luger, Bürgermeister der Stadt Linz. Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger ergänzt: „Verkehrserziehung ist ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung unserer Kinder. Je früher damit begonnen wird, desto nachhaltiger sind die Ergebnisse und desto geringer ist das Unfallrisiko bei der aktiven Teilnahme am Straßenverkehr“.

Sichtbarkeit bedeutet Sicherheit

Kinder sind aufgrund ihrer Größe sowie ihres oft unvorhersehbaren Verhaltens eine Risikogruppe für Unfälle. Verschärft werden diese Bedingungen vor allem in den Herbst- und Wintermonaten, denn zu dieser Jahreszeit legen Kinder ihre Wege vermehrt im Dunkeln zurück. Obwohl sie selbst hellbeleuchtete Fahrzeuge bereits aus der Ferne erkennen können, werden sie von Kfz-Lenkern oft erst sehr spät wahrgenommen. Grund hierfür ist mitunter die eingeschränkte Fähigkeit des menschlichen Auges Objekte bzw. Menschen bei Dämmerung oder im Dunkeln zu erfassen.

„Ein dunkel gekleideter Fußgänger wird oft erst aus etwa 20 bis 30 Metern erkannt – das kann jedoch, je nach der vom Fahrer gewählten Geschwindigkeit, bereits zu spät sein. Deshalb empfehlen wir Fußgängern das Tragen von sichtbarer, heller Kleidung und Reflektoren, da somit das Unfallrisiko um 50 Prozent gesenkt werden kann“, betont Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV. Fußgänger, die helle Kleidung oder Reflektoren tragen, werden nämlich bereits aus einer Entfernung von 150 Metern von Kfz-Lenkern wahrgenommen.

Unfallreduktion durch Bewusstseinsbildung

In den letzten fünf Jahren verunglückten auf Österreichs Straßen insgesamt 6.545 Fußgänger bei Dunkelheit und schlechter Sicht im Straßenverkehr, davon 114 Kinder im Alter von null bis sechs Jahren. „Jeder verunglückte Fußgänger – egal ob jung oder alt – ist einer zu viel. Da wir beim Thema Sichtbarkeit jedoch vor allem auf Bewusstseinsbildung setzen müssen, war es uns ein besonderes Anliegen, bereits bei unseren jüngsten Verkehrsteilnehmern mit der entsprechenden Verkehrserziehung zu beginnen. Deshalb haben wir zur altersgerechten Vermittlung dieser Thematik die Aktion ‚Glühwürmchen‘ entwickelt“, erklärt DI Peter Felber, Bereichsleiter Sicherheitsdienstleistungen beim KFV.

Ziel der Aktion „Glühwürmchen“ ist es, dass das Gelernte von den Kindern im Alltag dementsprechend umgesetzt wird und so stark verankert wird, dass die Tipps und Hinweise zum Thema Sicherheit bei Dunkelheit und schlechter Sicht bis ins Jugend- und Erwachsenenalter präsent bleiben. Hier gibt es nämlich noch erheblichen Aufholbedarf, wie eine aktuelle Beobachtung des KFV zeigt: Zwar tragen ca. 54 Prozent der Kinder bis 11 Jahre gut sichtbare, helle bzw. kontrastreiche Kleidung und annähernd 58 Prozent sogar Reflektoren, jedoch nimmt die Sichtbarkeit im Jugend- und Erwachsenenalter stetig ab (12-17-Jährige und 18-24-Jährige ca. 44 Prozent, 25 bis 64-Jährige ca. 37 Prozent und über 65-Jährige ca. 30 Prozent).

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03.06.2019

Nicht das Alter, sondern die Reife bestimmt Aufsichtspflicht im Schwimmbad

Jedes Jahr ereignen sich tragische Badeunfälle mit Kindern, bei denen es Verletzte und sogar Tote gibt. Jedes Jahr ereignen sich tragische Badeunfälle mit Kindern, bei denen es Verletzte und sogar Tote gibt.

Jedes Jahr ereignen sich tragische Badeunfälle mit Kindern, bei denen es Verletzte und sogar Tote gibt. Die D.A.S. Rechtsschutz AG informiert, dass die Aufsichtspflicht nicht nur vom Alter abhängt. Schwimmhilfen wie Schwimmflügel ersetzen diese jedoch nicht. Dem Schwimmbadbetreiber kommen Verkehrssicherungspflichten zu. Badegäste haben sich an Hinweisschilder und Baderegeln zu halten, da sie sonst bei Unfällen haften können.

In einigen Teilen Österreichs wird es in den nächsten Tagen bis zu 33 Grad bekommen. Perfektes Badewetter also. Für Kinder kann der Besuch von Schwimmbädern aber Gefahren bergen, weshalb vorausschauendes Denken und Vorsicht geboten sind.

Alter für Aufsichtspflicht nicht ausschlaggebend

Ob und in welchem Umfang eine Aufsichtspflicht besteht, hängt nicht nur vom Alter der Minderjährigen, sondern auch von deren Reife, dem Entwicklungsstand und den individuellen Charaktereigenschaften ab. „Bei einem verlässlichen und verantwortungsbewussten 12-Jährigen kann die Aufsichtspflicht sogar geringer sein, als bei einem 13-Jährigen, der bereits mehrfach unzuverlässig war“, erklärt Johannes Loinger, Vorsitzender des D.A.S. Vorstands. Die jeweilige Schwimmbad- oder Badeordnung kann Altersgrenzen für den Zutritt zum Bad und für die Benützung von Wasserattraktionen festlegen.

Einschätzung der Erziehungsberichtigten entscheidend

Wie intensiv auf ein Kind aufgepasst werden muss, hängt von vielen Faktoren ab. In erster Linie müssen daher die Erziehungsberechtigen oder mit der Aufsicht betrauten Personen die jeweilige Situation richtig einschätzen, um die notwendigen Aufsichtsmaßnahmen zu treffen. „Von der Reife und der Schwimmfähigkeit des Kindes hängt die Benutzung von Springtürmen und Rutschen ab. Hier ist die Einschätzung der Aufsichtspersonen gefragt“, erklärt Loinger. Die Erziehungsberechtigten haben außerdem zu entscheiden, ob ein Kind Schwimmhilfen tragen soll. „Schwimmflügerl ersetzen aber keinesfalls die Aufsichtspflicht. Denn auch mit Schwimmhilfen können Kinder ertrinken oder gesundheitliche Schäden davontragen“, warnt Loinger.

Keine gesetzlichen Regelungen für Anzahl der Bademeister

In Österreich gibt es keine generelle gesetzliche Regelung ob und wie viele Bademeister ein Schwimmbad haben muss. Allerdings kann die Anzahl im jeweiligen Betriebsanlagenbescheid festgelegt sein. Darüber hinaus sind Schwimmbadbetreiber dazu verpflichtet, sicherheitstechnische Anforderungen zu erfüllen und Risikoanalysen zu erstellen. In diesen wird festlegt, wie viele Aufsichtspersonen vor Ort sein müssen. „In risikoträchtigen Bereichen, wie Sprungtürmen und Rutschen können sogar mehrere Aufsichtspersonen verpflichtend sein“, weiß der Vorstandsvorsitzende. „Badebetreiber müssen die Aufsicht auch gewährleisten, selbst wenn es keinen Bademeister gibt. Verkehrssicherungspflichten schreiben eine entsprechende Absicherung und Beaufsichtigung vor“, so Loinger weiter. Wie das Bäderpersonal ausgebildet sein sollte, ist in der ÖNORM festgeschrieben.

Schwimmbadbesucher haben Rücksichts- und Sorgfaltspflichten

Nicht nur für die Schwimmbadbetreiber gelten Regeln. Auch die Badbesucher haben Rücksichts- und Sorgfaltspflichten und sollten sich auf jeden Fall an die ausgehängten Hinweisschilder und vorgegebenen Baderegeln halten. „Bei einem Unfall kommt es immer auf die Rahmenbedingungen an. Haften können grundsätzlich sowohl der Schwimmbadbetreiber, der Bademeister aber auch der Badegast“, weiß Loinger. Bei Kindern müssen die Aufsichtspersonen einschätzen, ob diese in der Lage sind, die Regeln zu befolgen.

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03.06.2019

Das Neuland im Kanzleramt

Die bisherige Verfassungsrichterin Brigitte Bierlein wird heute als erste Bundeskanzlerin der Republik angelobt Die bisherige Verfassungsrichterin Brigitte Bierlein wird heute als erste Bundeskanzlerin der Republik angelobt

Die bisherige Verfassungsrichterin Brigitte Bierlein wird heute als erste Bundeskanzlerin der Republik angelobt. Sie kann eine gute Kanzlerin werden – aber nur dann, wenn die Parteien im Nationalrat das auch zulassen.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat zuletzt nicht nur einmal betont, dass die Verfassung eine klare Handlungsanleitung für den Fall enthält, dass an der Spitze der Republik ein Vakuum entsteht, weil sich eine Regierung selbst in die Luft sprengt – oder dorthin gesprengt wurde.

Die Anleitung vermag aber nichts daran zu ändern, dass Politik mit der Übergangs- oder „Vertrauens“-Regierung Brigitte Bierlein unter neuen Vorzeichen stattfinden wird. Bierlein mag zwar eine gute Kanzlerin werden, in dem Sinn, dass sie gehört wird und die richtigen Worte zur rechten Zeit findet. Sie kann aber keine starke Kanzlerin im machtpolitischen Sinn sein.

Denn auch wenn unter den neuen Ministern Spitzen­beamte sind, die ihre Karriere einer Partei verdanken: Mit der Expertenregierung wird ein Grundprinzip außer Kraft gesetzt, das unsere Politik genauso beherrscht wie in vielen anderen westlichen Demokratien, nämlich der Gleichklang von Regierung und Parlament. An seine Stelle tritt jetzt eine echte Teilung der Gewalten: hier das Parlament – und dort die Regierung, die in Ersterem über keine fixe Mehrheit verfügt.

Im Parlament geben weiter die Parteien den Ton an, so wie sie 2017 gewählt wurden. Eine ÖVP, die am Selbstverständnis als Kanzlerpartei festhält. Eine FPÖ, die sich trotz des Ibiza-Videos als Opfer des türkisen Machtkalküls sieht. Eine SPÖ, die am Scheitern der anderen zu zerreißen droht. NEOS, die im Machtpoker auf die Rolle als Edelkomparsen beschränkt sind. Und die Liste „Jetzt“, deren Ablaufdatum schneller kommt als erwartet.

Es sind die drei größeren Parteien, die mit wechselnden Mehrheiten noch Beschlüsse im Nationalrat fassen können.

Es sind daher vor allem ÖVP, SPÖ und FPÖ, die gemeinsam Verantwortung dafür tragen, im Wechselspiel mit dem Bundespräsidenten und der Regierung Bierlein die Monate bis zur Nationalratswahl und der Bildung einer dann wieder politisch zusammengesetzten Regierung gut über die Runden zu bringen. Wunder dürfen wir uns in dieser Zeit nicht erwarten. Es wäre schon viel gewonnen, wenn sich alle Parteien ohne leicht zu durchschauende Scheinmanöver um eine pragmatische Abwicklung bemühen würden. Eine gütliche Einigung auf einen Wahltermin wäre zumindest ein Beginn.

Doch damit ist es nicht getan: Zumindest bei wichtigen EU-Fragen wird sich Bierlein nicht auf das Verwalten beschränken können. Einen österreichischen EU-Kommissar etwa kann sie nur in Abstimmung mit dem Parlament vorschlagen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: VfGH/Achim Bieniek, CC BY-SA 3.0 at / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG: Leitartikel von Wolfgang Sablatnig
20.05.2019

Und keiner will’s gewesen sein

Nach dem Platzen der türkis-blauen Koalition von Sebastian Kurz positionieren sich die bisherigen Partner neu. Fest steht: Der Harmonie wird unerbittliche Konfrontation folgen. Aber Läuterung? Einsicht? Keine Spur. Nach dem Platzen der türkis-blauen Koalition von Sebastian Kurz positionieren sich die bisherigen Partner neu. Fest steht: Der Harmonie wird unerbittliche Konfrontation folgen. Aber Läuterung? Einsicht? Keine Spur.

Nach dem Platzen der türkis-blauen Koalition von Sebastian Kurz positionieren sich die bisherigen Partner neu. Fest steht: Der Harmonie wird unerbittliche Konfrontation folgen. Aber Läuterung? Einsicht? Keine Spur.

Der Rosenkrieg wird auf offener Bühne ausgetragen: Sebastian Kurz nutzte am Samstagabend die ZiB, um seine Absage an die Freiheitlichen unters Wahlvolk zu bringen. Ja, die FPÖ sei nach der Wahl 2017 die einzige Partei gewesen, die für eine Zusammenarbeit zu haben gewesen sei. Aber die Einzelfälle! Das Rattengedicht! Und nun das Ibiza-Video! Er, Kurz, habe im Interesse des Erfolges viel ausgehalten. Aber jetzt sei es genug.

Fast 1,9 Millionen Menschen allein im ORF haben diesen Auftakt zum türkisen Wahlkampf live im Fernsehen verfolgt.

Die Antwort der Blauen gibt einen Vorgeschmack auf das, was an Konfrontation auf uns zukommt. Wir, die Freiheitlichen, hätten ja weiterregieren wollen. Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus hätten genau deshalb die Verantwortung übernommen und seien zurückgetreten.

Die EU-Kandidatin Petra Steger verstieg sich sogar zur Bemerkung, dies sei ein „großer, selbstloser Schritt“ Straches gewesen – als ob dieser eine andere Möglichkeit gehabt hätte, nachdem er in einem Anfall von Leichtsinn und Dummheit sein Innerstes nach außen gekehrt hat.

Abgesehen von diesem unwürdigen Spiel, das dem Ende der verordneten Harmonie folgt: Der kritische Blick auf die vergangenen eineinhalb Jahre fehlt auch bei Kurz, wenn dieser meint, nun schade die FPÖ wirklich dem Ansehen des Landes.

Erst jetzt? Wie oft haben sich andere fremdschämen müssen, als es nicht möglich war, für nicht einmal 1000 Lehrlinge eine humanitäre Lösung zu finden? Als der ORF unerbittlich attackiert wurde? Als der Innenminister aus einer Laune heraus die Asyl-Erstaufnahmestellen zu „Ausreise­zentren“ erklärte? Als der Ton von der Regierungsbank in Richtung Abgeordnete immer rotziger wurde? Als der Verfassungsschutz beschädigt wurde?

So wie die Blauen sich bei Strache und Gudenus abputzen, genauso putzt sich Kurz jetzt an den Blauen ab. Dabei wären Einsicht und Läuterung erste Schritte zu einer Politik, die geeignet wäre, im Sinne von Bundespräsident Alexander Van der Bellen das Vertrauen wiederherzustellen.

Alles andere wird nach der Wahl im September ohnehin schwer genug. Denn auch die Gräben zwischen ÖVP und SPÖ sind tief wie schon lange nicht. Und ob andere Mehrheiten möglich sein werden, ist ungewiss. Nach dem Selbstfaller Straches wird ein neuer Ausweg aus dem langjährigen Polit-Patt nötig sein.

Der schwarz-türkis-blaue Weg mag als solcher erschienen sein, hat sich aber als nicht tragfähig erwiesen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Rainer Sturm / pixelio.de / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von WOLFGANG SABLATNIG
11.06.2019

Der unverfrorene Herr Strache

„Schämen Sie sich“, ruft der ehemalige FPÖ-Vizekanzler den jetzigen Regierenden zu. Wenn sich jemand schämen sollte, dann er. Ob seines via Video dokumentierten Gedanken-Unguts. „Schämen Sie sich“, ruft der ehemalige FPÖ-Vizekanzler den jetzigen Regierenden zu. Wenn sich jemand schämen sollte, dann er. Ob seines via Video dokumentierten Gedanken-Unguts.

Schämt euch!“, befindet Heinz-Christian Strache via Facebook. An das Kabinett von Kanzlerin Brigitte Bierlein adressiert er das. Mit der sprachlich ungelenk formulierten Anmerkung: „Die guten Freiheitlichen Projekte werden nicht umgesetzt, dafür werden alle positiven Fortschritte der FPÖ in der Regierung wieder zurückgenommen.“ Jener Mann, der – noch dazu als Chef einer Oppositionspartei – im Juli 2017 einer vermeintlichen russischen Oligarchin erläuterte, wie Spenden am Rechnungshof vorbei an seine Partei ergehen könnten, der ihr – als Gegenleistung für Nationalratswahlkampfhilfe – öffentliche Aufträge in Aussicht stellte, der eine Geisteshaltung offenbarte, die einen erschaudern lässt, der für innenpolitische Turbulenzen verantwortlich ist, wie es sie in der Zweiten Republik noch nicht gegeben hat, der Österreich im Ausland desavouiert hat, ruft untadeligen Experten zu, dass sie sich schämen sollen.

Reue und Rückzug aus der Politik ob des eigenen unentschuldbaren Verhaltens – Fehlanzeige. Nach bekanntem Blau-Muster wird auf andere gezeigt.

Sein Nachfolger an der Parteispitze macht das ebenfalls. Sollte Strache sein EU-Parlamentsmandat annehmen, werde er so lange keine FPÖ-Funktion innehaben, bis „die Umstände rund um das Ibiza-Video“ aufgeklärt seien, sagt Norbert Hofer. Also nicht der, der all das Unsägliche von sich gegeben hat, ist der Übeltäter; Bösewichte sind jene, die es dokumentiert haben.

Man stelle sich vor, ein hochrangiger Vertreter einer anderen Partei wäre derart überführt worden wie Strache – Zeter und Mordio hätten die Freiheitlichen geschrieen. Und das täten sie noch immer.

Wider die „Heimatverräter“ hieße es wohl. Wider die „Alt- und Systemparteien“, aus deren Reihen sich auch noch einer erdreiste, auf ein sattes Abgeordnetengehalt zu spitzen. Straches Anhänger würden das beklatschen – und einander überbieten mit Empörungsbekundungen. Sauerei, Frechheit, Skandal!

Im tatsächlichen Fall passiert das Gegenteil. Mit Vorzugsstimmen haben sie Strache bedacht; zum Durchhalten animieren sie ihn. Ein Paradoxon.

Viele haben sich den Freiheitlichen zugewandt, weil sie sich damit auch bei den „Anständigen und Fleißigen“ wähnten. Schon durch die Praktiken bei Hypo & Co wurde veranschaulicht, dass das Handeln der Führungsriege der Eigen-PR nicht entspricht. Jetzt müssten sich die Gutgläubigen erst recht getäuscht und hintergangen fühlen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: screenshot youtube / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Karin Leitner
25.03.2019

EU braucht Stärke statt Streit

Teile und herrsche: Nach dieser Maxime werden die zerstrittenen EU-Staaten von China, Russland und den USA untereinander ausgespielt. Teile und herrsche: Nach dieser Maxime werden die zerstrittenen EU-Staaten von China, Russland und den USA untereinander ausgespielt.

Europa steht von vielen Seiten unter Druck, sowohl von außen als auch von innen. Wenn es Wohlstand und Einfluss verteidigen will, dann nur mit mehr Gemeinsamkeit.

Die Welt ist in den letzten Jahren wieder konfliktträchtiger geworden. In den USA, dem nach dem 2. Weltkrieg starken Verbündeten des freien Europas, regiert mit Donald Trump ein äußerst unberechenbarer Präsident. In seinem „America First“-Denken ist auch die EU ein Widersacher, vor allem in der Wirtschaft. Dazu kommt ein Russland, das mit Macht nach mehr Einfluss und alter politischer und militärischer Stärke drängt, und nicht minder das Milliardenreich China, das sich überall in der Welt Einflusssphären sichert.

Ein vierter ganz starker Spieler auf diesem Parkett müsste die EU sein. Auf wirtschaftlichem Gebiet ist sie das auch, auf politischem wegen ihrer Uneinigkeit aber nur sehr unzureichend. Eine Union, die angesichts von Brexit, von nationalen Egoismen und mangelnder Solidarität sich selbst viel zu viel blockiert. Und das machen sich Amerikaner, Russen und Chinesen zunutze nach dem Motto „Divide et impera – teile und herrsche“. Mit dieser Maxime haben schon viele Mächtige erfolgreich versucht, mögliche Kontrahenten in Untergruppen mit gegensätzlichen Interessen aufzuspalten – und dieses Spiel spielen die EU-Länder bei verschiedenen Fragen auch noch mit. Beispiel: Noch bevor die EU eine Linie zur von China forcierten „Neuen Seidenstraße“ gefunden hat, unterschrieb jetzt auch Italien Verträge mit China, das hier bei den zugesagten Milliarden weder die Wohlfahrt noch die Caritas ist, sondern beinharte Interessen verfolgt.

Europa mit all seiner Kultur, seinen Grundrechten und seiner Lebensqualität steht tatsächlich am Scheideweg. Angesichts der politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen stehen nachhaltiger Wohlstand und gemeinsame Zukunftsfähigkeit auf dem Spiel, wenn nicht endlich EU-Interessen viel stärker gemeinsam vertreten werden.

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12.11.2018

Auf Schitouren und im Gebirge bietet die FMK-Notruf-App Hilfe im Notfall

Auf Schitouren und im Gebirge bietet die FMK-Notruf-App Hilfe im Notfall Auf Schitouren und im Gebirge bietet die FMK-Notruf-App Hilfe im Notfall

Das Schiwandern in unberührter Winterlandschaft erfreut sich großer Beliebtheit. Zur Sicherheit sollte bei Schitouren in den Bergen die FMK-Notruf-App auf dem Smartphone installiert sein.

Bergrettung alarmieren ist unter Stress problematisch

Ein Notfall im freien Gelände ist eine Ausnahmesituation. Selbst wenn man alle Notrufnummern im Kopf hat, tut man sich mit dem Absetzen eines Notrufes dann verständlicherweise schwer. Dieses Problems hat sich das Forum Mobilkommunikation angenommen und bei der Entwicklung der Notruf-App auf einfachste Bedienung geachtet.

Alle Notrufnummern, also auch die der Bergrettung, 140, sind über große Icons direkt wählbar, das Eintippen der Notrufnummer entfällt.

Notfallkontakt am Sperrbildschirm

Nutzer können auch einen ICE-Kontakt festlegen, der am Sperrbildschirm des Telefons angezeigt wird und von Ersthelfern im Notfall gelesen werden kann. ICE (In Case of Emergency)-Kontakte sind Personen, die im Notfall kontaktiert werden sollen, falls der Besitzer des Handys nicht ansprechbar ist.

Kein Datenzugriff, Funktionalität auch offline gewährleistet

Die App wurde von LarixSolutions „nativ“ programmiert und ist hochstabil.Sie funktioniert auch ohne Datenverbindung und greift weder auf Daten und Dateien noch auf die Konfiguration des Smartphones zu.

Für alle gängigen Smartphones kostenlos

Die App läuft auf Android und iOS.

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25.06.2018

Lieber Nachbarn als Schwiegereltern: Wem die Österreicher im Urlaub ihre Wohnung anvertrauen

Wem die Österreicher im Urlaub ihre Wohnung anvertrauen Wem die Österreicher im Urlaub ihre Wohnung anvertrauen

Die Ferien beginnen bald, für tausende Österreicher geht es in den Urlaub. Doch ihre Wohnung vertrauen sie nicht jedem an: Doppelt so viele Österreicher würden während ihres Urlaubs lieber den Nachbarn als die Schwiegereltern aufpassen lassen. Das hat eine repräsentative Studie von immowelt.at, einem der führenden Immobilienportale Österreichs, ergeben. Unter allen Befragten sagen 14 Prozent, dass sie ihre Wohnung in die Hände des Nachbarn geben würden - die Schwiegereltern sind hingegen nur bei 7 Prozent erste Wahl. Auch Freunde (15 Prozent) sind den Befragten lieber als die angeheiratete Verwandtschaft.

Aufpasser Nummer 1: die Eltern

Während die Eltern des Partners wenig Vertrauen genießen, sind die eigenen hingegen erste Wahl: Die meisten Befragten (33 Prozent) würden Mutter und Vater nach dem Rechten sehen lassen. Generell vertrauen die Österreicher noch am ehesten der eigenen Verwandtschaft die Wohnungsschlüssel an: Insgesamt würden knapp zwei Drittel der Befragten jemanden aus der eigenen Familie aufpassen lassen. Neben den Eltern sind Geschwister (11 Prozent) oder andere Verwandte (13 Prozent), wie Kinder oder Enkelkinder, beliebte Aufpasser. Die Schwiegereltern schneiden am schlechtesten ab. Gleich viele Befragte (7 Prozent) würden sogar niemanden in die eigenen vier Wände lassen.

Schwiegereltern sind nicht immer unbeliebt

Lediglich 30- bis 39-Jährige haben Vertrauen in die Schwiegereltern. Nach den eigenen Eltern (48 Prozent) sind die Schwiegereltern (16 Prozent) deren zweite Wahl. Besonders auffallend: Mit zunehmendem Alter überlassen die Befragten ihre Wohnung seltener Familienmitgliedern, dafür immer häufiger den Nachbarn. Einerseits, weil sie diese schon länger kennen - andererseits, weil bei den Über-60-Jährigen weniger Verwandte am Leben und die Optionen für Aufpasser somit begrenzt sind.

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

Wem würden Sie am ehesten Ihre Wohnung/Ihr Haus anvertrauen, wenn Sie

im Urlaub sind?

- meinen Eltern: 33 Prozent

- Freunden/Bekannten: 15 Prozent

- meinem Nachbarn: 14 Prozent

- anderen Verwandten: 13 Prozent

- meinen Geschwistern: 11 Prozent

- meinen Schwiegereltern: 7 Prozent

- niemandem: 7 Prozent

- einem Hausbetreuungsdienst: 0 Prozent

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03.06.2019

Narzissenfest: Winterliche Frau Holle gewinnt sommerlichen Bootskorso

Winterliche Frau Holle gewinnt sommerlichen Bootskorso Winterliche Frau Holle gewinnt sommerlichen Bootskorso

67 Hoheiten der letzten 60 Jahre, 26 Figuren, rund 20.000 Besucher, viele Millionen Narzissenblüten und 150 Journalisten aus aller Welt. Das Ausseerland-Salzkammergut zelebriert Jubiläums-Narzissenfest bei Bilderbuchwetter.

„Die Figur Tom & Jerry gewinnt in der Kategorie Neue Aufbauten den Stadtkorso in Bad Aussee. Frau Holle siegt beim Bootskorso in Grundlsee“, berichtet Narzissenfestobmann Rudolf Grill über ein gelungenes 60. Jubiläums-Narzissenfest. Beim Stadtkorso belegen die Figuren Frau Holle den zweiten und der Käferbaum den dritten Platz. Tom & Jerry wird Zweiter beim Bootskorso, die Bierzölthehn Dritter. Rund 20.000 Besucher freuten sich über ein perfektes Festwetter, 26 prachtvolle Figuren und gute Unterhaltung durch Musikkapellen und Trachtengruppen. 67 Hoheiten der letzten Jahre waren diesmal ganz besondere Ehrengäste.

Der Festsonntag mit Stadtkorso in Bad Aussee und Bootskorso am Grundlsee ist der traditionelle Höhepunkt des Narzissenfests im Ausseerland-Salzkammergut, dem größten Blumenfest Österreichs. 26 wunderschöne Figuren sorgten bei den rund 20.000 Besuchern für beste Stimmung. „Unser Stadtkorso hat sich auch in seiner sechsten Auflage exzellent bewährt. In Kombination mit dem beliebten Bootskorso und dem traumhaften Wetter freuen wir uns über ein rundum gelungenes Fest“, sagt Rudolf Grill, Obmann des Narzissenfestvereins.

Ergebnisse Stadtkorso Bad Aussee und Bootskorso Grundlsee

Die Figur Tom & Jerry (150.000 Narzissen) von der Gruppe Thomas Feldhammer & Franz Loitzl holte sich in der Kategorie Neue Aufbauten den Sieg beim Stadtkorso in Bad Aussee.

Frau Holle von den Familien Freller & Pucher landete in der Stadt auf Platz zwei, der Käferbaum vom Team Steirische Jägerschaft & Life Projekt Ausseerland auf Platz drei.

Am See setzte sich Frau Holle vor Tom & Jerry durch. Die Bierzölthehn vom Musikantenstammtisch landete auf Platz drei. Die Eule vom Hotel Kogler entschied beim Stadtkorso und beim Bootskorso die Kategorie Alte Aufbauten für sich.

Die Juniorenwertung ging an Land und auf See an die Ausseer Scheibtruhe der Familie Freismuth. Unter der Regentschaft der drei Narzissenhoheiten Prinzessin Romana Moser aus Fuschl am See/Salzburg, Königin Sabrina Kranabitl aus Bad Aussee/Steiermark, und Veronika Giselbrecht aus Mitterberg-St. Martin/Steiermark, und bestaunt von prominenten Vertretern aus Wirtschaft, Sport und Politik strahlten alle Gewinner des 60. Jubiläums-Narzissenfests über ihre Platzierungen.

Die Wahl treffen beim Narzissenfest im Ausseerland-Salzkammergut zwei professionelle Jurys.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Kommhaus
21.12.2018

Vermehrt Meldungen über mutmaßliche Ping-Anrufe in Österreich

Vermehrt Meldungen über mutmaßliche Ping-Anrufe in Österreich Vermehrt Meldungen über mutmaßliche Ping-Anrufe in Österreich

Nicht zurückrufen bei Nummern beginnend mit +211 und +265;

Ping-Anrufer dürften die Weihnachtsfeiertage für vermehrte Anrufe nützen;

Melden Sie Ping-Anrufe unter rufnummernmissbrauch.at.

„+211 für Südsudan und +265 für Malawi sind die beiden Vorwahlen, die derzeit für Ping-Anrufe genützt werden“, sagt Telekom-Regulator Johannes Gungl. „In den vergangenen Tagen sind rund 75 Meldungen auf rufnummernmissbrauch.at eingegangen. Es könnten über die Weihnachtsfeiertage noch mehr werden und daher wollen wir vorsorglich die Konsumentinnen und Konsumenten informieren.“

Ping-Anrufe kommen meist aus fernen Regionen und werden nach nur einmaligem Klingeln (engl.: „ping“) wieder abgebrochen. Aus Neugierde oder Höflichkeit sollen wir dazu verleitet werden zurückzurufen. Das führt bei Rückruf zu hohen Kosten, die in die Taschen der Ping-Anrufer fließen. Weitere Rufnummernbereiche, die in Verdacht stehen für Ping-Anrufe verwendet zu werden finden Sie unter rufnummernmissbrauch.at

Was kostet mich der Rückruf eines Ping-Anrufs?

Schon ein kurzer Rückruf unter einer Minute kann einen mittleren einstelligen Euro-Betrag kosten. Die genaue Höhe des Minutenentgelts ist in Ihrem Telefonvertrag festgelegt bzw. vereinbart. Sehen Sie daher am Besten in Ihren Vertrag nach bzw. fragen Sie Ihren Betreiber.

Wie kann ich mich vor Ping-Anrufen schützen?

Am besten heben Sie bei Ping-Anrufen gar nicht erst ab und rufen nicht zurück. Teilweise bieten heutige Smartphones (im Betriebssystem integriert oder mittels eigener Apps) die Möglichkeit eingehende Telefonate mit bestimmten Rufnummern überhaupt zu unterdrücken. Sollten die Ping-Anrufe wiederholt vorkommen, wäre dies eine mögliche Abwehrmaßnahme.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
05.06.2019

Trumps Feldzug gegen Europa

US-Präsident Donald Trump nutzt den Staatsbesuch in Großbritannien nicht nur für Wahlkampfbilder. Er wirbt für einen harten Brexit, bringt Washingtons Kandidaten für Mays Nachfolge in Stellung und will Europa weiter schwächen. US-Präsident Donald Trump nutzt den Staatsbesuch in Großbritannien nicht nur für Wahlkampfbilder. Er wirbt für einen harten Brexit, bringt Washingtons Kandidaten für Mays Nachfolge in Stellung und will Europa weiter schwächen.

Donald Trump liebt große Inszenierungen. Beim Staatsbesuch in Großbritannien wurde dem US-Präsidenten der rote Teppich ausgerollt, inklusive des ganzen Pomps des britischen Königshauses – vom prunkvollen Empfang durch Königin Elizabeth II. im Buckingham-Palast bis hin zum abendlichen Staatsbankett. Trump wird die Bilder aus Großbritannien für seinen Wahlkampf um eine zweite Amtszeit als US-Präsident zu nutzen wissen.

Doch neben dem Lächeln mit der Queen ging es Trump und seinem umtriebigen Beraterteam vor allem um beinharte Politik, um geostrategische Interessen. Und da wird vielen nicht mehr zum Lachen zu Mute sein, in Großbritannien und vor allem in Europa. Bereits vor seiner Ankunft hat sich der TV-Showman Trump, der zum Präsidenten gewählt wurde, ganz offen in die britische Innenpolitik eingemischt.

Und den Briten einen umfassenden Abschied von Europa nahegelegt, ohne Zollunion, ohne europäische Gerichtsbarkeit – einen harten Brexit also. London müsse die Bande zu Europa vollständig kappen und solle sich ganz und gar in die Hände der USA begeben, erklärten Trump und sein Nationaler Sicherheitsberater, Rechtsaußen John Bolton, den Briten. Und sie haben auch schon den Nachfolger für die scheidende Premierministerin Theresa May, die – nachdem ihr mit der EU ausgehandeltes Austrittsabkommen im Parlament mehrfach gescheitert ist – am Freitag zunächst als Parteichefin der Tories zurücktreten wird, auserkoren.

Der exzentrische frühere Außenminister und Brexit-Hardliner Boris Johnson soll das Amt übernehmen, den laut Washington zu EU-freundlichen Kurs Mays korrigieren und einen harten Brexit sicherstellen.

Mit seinen Empfehlungen hat Trump natürlich gegen alle diplomatischen Konventionen verstoßen. Er hat sich unverblümt in die britische Innenpolitik eingemischt und vor allem: Er zieht – wieder einmal – gegen Europa zu Felde. Auf dem Schlachtfeld der Wirtschaft soll Europa mit der möglichst vollständigen Loslösung Großbritanniens aus der EU ein harter Schlag versetzt werden.

Mit Niedrigsteuern könnte London den europäischen Ländern dann das Leben schwer machen und ein neues Freihandelsabkommen zwischen Großbritannien und den USA soll die trans­atlantischen Märkte zu neuen Höhenflügen führen – ganz ohne Einschränkungen.

Bei den heutigen Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie im südenglischen Portsmouth können sich Trump, Frankreichs Präsident Macron und Deutschlands Kanzlerin Merkel wieder zulächeln.

Aber es wird nichts zum Lachen geben.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Gage Skidmore CC BY-SA 3.0 / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Christian Jentsch
03.06.2019

Das Experiment im Kanzleramt

Im Parlament geben aber weiter die Parteien den Ton an, so wie sie 2017 gewählt wurden. Im Parlament geben aber weiter die Parteien den Ton an, so wie sie 2017 gewählt wurden.

Die bisherige Verfassungsrichterin Brigitte Bierlein wird heute als erste Bundeskanzlerin der Republik angelobt. Sie kann eine gute Kanzlerin werden – aber nur dann, wenn die Parteien im Nationalrat das auch zulassen.

Man muss schon ein besonderer Feinspitz sein, um im Zusammenhang mit der Verfassung von „Eleganz“ zu sprechen, wie es Bundespräsident Alexander Van der Bellen tut. Wichtig war ihm offenbar in erster Linie die Botschaft, dass die Verfassung eine klare Handlungsanleitung für den Fall enthält, dass an der Spitze der Republik ein Vakuum entsteht, weil sich eine Regierung selbst in die Luft sprengt – oder dorthin gesprengt wurde.

Die Anleitung vermag aber nichts daran zu ändern, dass Politik mit der Übergangs- oder „Vertrauens“-Regierung Brigitte Bierlein unter neuen Vorzeichen stattfinden wird. Bierlein mag zwar eine gute Kanzlerin werden, in dem Sinn, dass sie gehört wird und die richtigen Worte zur rechten Zeit findet. Sie kann aber keine starke Kanzlerin sein.

Denn erstmals wird eine ganze Regierung nicht von den Parteien beschickt. Und auch wenn unter den Ministern Spitzen­beamte sein werden, die ihre Karriere einer Partei verdanken: Mit der Expertenregierung wird ein Grundprinzip außer Kraft gesetzt, das unseren politischen Alltag genauso beherrscht wie den in vielen anderen westlichen Demokratien, nämlich der Gleichklang von Regierung und Parlament. An seine Stelle tritt jetzt eine echte Teilung der Gewalten: hier das Parlament – und dort die Regierung, die in Ersterem über keine fixe Mehrheit verfügt.

Im Parlament geben aber weiter die Parteien den Ton an, so wie sie 2017 gewählt wurden. Eine ÖVP, die am Selbstverständnis als Kanzlerpartei festhält. Eine FPÖ, die sich trotz des Ibiza-Videos als Opfer des türkisen Machtkalküls sieht. Eine SPÖ, die am Scheitern der anderen zu zerreißen droht. NEOS, die im Machtpoker auf die Rolle als Edelkomparsen beschränkt sind. Und die Liste „Jetzt“, deren Ablaufdatum schneller kommt als erwartet.

Es sind die drei größeren Parteien, die mit wechselnden Mehrheiten noch Beschlüsse im Nationalrat fassen können. Es sind daher vor allem ÖVP, SPÖ und FPÖ, die gemeinsam Verantwortung dafür tragen, im Wechselspiel mit dem Bundespräsidenten und der Regierung Bierlein die Monate bis zur Nationalratswahl und der Bildung einer dann wieder politisch zusammengesetzten Regierung gut über die Runden zu bringen. Wunder dürfen wir uns in dieser Zeit nicht erwarten.

Es wäre schon viel gewonnen, wenn sich alle Parteien ohne leicht zu durchschauende Scheinmanöver um eine elegante Abwicklung bemühen würden. Eine gütliche Einigung auf einen Wahltermin wäre zumindest ein Beginn.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: BKA / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG: Leitartikel von Wolfgang Sablatnig
29.05.2019

US-Armee und britische Truppen rollen durch Österreich

US-Armee und britische Truppen rollen durch Österreich US-Armee und britische Truppen rollen durch Österreich

Im Zeitraum von 11. - 24. Juni 2019 findet unter der Führung der US ARMY EUROPE (USAREUR) in den Ländern Bulgarien, Kroatien und Rumänien die multinationale Übung „Swift Response 19“ statt. An dieser Übung nehmen auch rund 500 Soldaten und 243 Militärfahrzeuge aus Großbritannien teil. Diese werden im Zeitraum 29. Mai bis 5. Juli 2019 in Konvois von Deutschland kommend nach Slowenien und retour Österreich durchfahren.

Um die Truppentransporte in den Tagesverkehr einzubinden, wurden spezielle Maßnahmen getroffen. Die Fahrtstrecke und Grenzübertrittstellen (Suben über die A9 nach Spielfeld) wurden von den Behörden im Vorfeld festgelegt; die voraussichtlichen Transit- und Konvoi-Daten werden an das „National Movement Coordination Center“ (NMCC) des Bundesheeres übermittelt; pro Kalendertag durchfahren Österreich maximal bis zu 15 Kolonnen mit maximal je 20 Fahrzeugen und einem Abstand von einer Stunde zwischen den Kolonnen. Die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung werden eingehalten; Zwischenstopps zur Sicherstellung der Lenkpausen und Ruhezeiten sowie die Betankung der Fahrzeuge sind nur in militärischen Liegenschaften geplant.

Bundesheer nutzt die Durchfahrt für Ausbildungs- und Erfahrungsgewinn

Das Bundesheer unterstützt im Bereich des Transportmanagements und indem die Kaserneninfrastruktur von Hörsching für die Betankung und für eine Marschpause zur Verfügung gestellt wird. Durch die Unterstützung des Transits generiert das Bundesheer einen Mehrwert in den Bereichen der logistischen Aus-, Fort- und Weiterbildung und nutzt die Gelegenheit für ein „On-the-Job-Training“ des österreichischen NMCC und mitinvolvierter Truppenteile. Der Ausbildungs- und Erfahrungsgewinn ist vor allem für den Einsatz und für die Zusammenarbeit im multinationalen Verbund im Rahmen von Auslandseinsätzen von hohem Wert. Die dem Bundesheer im Zusammenhang mit dem Transit entstehenden Kosten werden vom Verursacher refundiert.

Die Grundlage für die Durchfahrt von ausländischen Armeen bzw. Angehörigen ausländischer Truppen ist das „Truppenaufenthaltsgesetz 2001“. Ein entsprechender Antrag wurde auf (militär-)diplomatischer Ebene gestellt und durch das Bundesministerium für Landesverteidigung im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres genehmigt.

Im Zeitraum Mai und Juni 2019 finden am Balkan und in der Schwarzmeerregion drei große US-geführte multinationale Übungen - „Saber Guardian 19“, „Immediate Response 19“ und Swift Response 19“ - statt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn

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