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06.11.2018

Religiosität

1990 sagten beispielsweise noch 50 Prozent der Christen, dass sie mindestens einmal im Monat den Gottesdienst besuchen, jetzt sind es nur mehr 36 Prozent. 1990 sagten beispielsweise noch 50 Prozent der Christen, dass sie mindestens einmal im Monat den Gottesdienst besuchen, jetzt sind es nur mehr 36 Prozent.

Religion, so heißt es, sei Privatsache. Das ist sie, wie die nun publizierte Europäische Wertestudie ausweist, sogar im doppelten Sinn. Selbstverständlich ist es jedem Menschen unbenommen, ob und was er glaubt. Was dazu kommt ist aber, dass auch bei religiösen Menschen der Aspekt der institutionellen Bindung zunehmend an Bedeutung verliert.

1990 sagten beispielsweise noch 50 Prozent der Christen, dass sie mindestens einmal im Monat den Gottesdienst besuchen, jetzt sind es nur mehr 36 Prozent.

Wenn Religiosität — welcher Konfession auch immer — verstärkt auf die eigenen vier Wände beschränkt bleibt, gehen bestimmte Dinge verloren. Der interreligiöse Dialog — nicht jener der Institutionen, sondern insbesondere jener der Menschen untereinander — etwa und damit auch der Stellenwert der religiösen Toleranz im Zusammenleben, oder das Wissen über unterschiedliche Wertvorstellungen.

Weshalb es gerade in Zeiten einer sich verändernden sozio-ethnischen Gesellschaft umso notwendiger ist, einen überkonfessionell akzeptierten Wertekompass nicht nur zu definieren, sondern ihn auch möglichst verbindlich zu propagieren.

Die Frage, ob es einen verpflichtenden Ethikunterricht braucht, wird sich wohl nicht ewig auf die lange Bank schieben lassen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Oö. Volksblatt: "Religiosität" von Markus EBERT
20.03.2019

Finanzminister ruft Expertengruppe zur nationalen Digitalsteuer ein

Finanzminister ruft Expertengruppe zur nationalen Digitalsteuer ein Finanzminister ruft Expertengruppe zur nationalen Digitalsteuer ein

Beim gestrigen erstmaligen Zusammentreffen der Expertengruppe rund um die Digitalsteuer, diskutierten Schlüsselakteure der Medien- und Internetbranche erstmals über die genaue Ausgestaltung der nationalen Digitalsteuer mit Finanzminister Hartwig Löger. Vertreter des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ), des Verbands Österreichischer Privatsender (VÖP), des ORF, der Internetoffensive Österreich, des Interactive Advertisting Bureau Austria (IAB) und der Wirtschaftskammer Österreich fanden sich gemeinsam mit Experten aus dem Finanzministerium und Medienministerium für einen nationalen Schulterschluss für mehr Steuergerechtigkeit im BMF ein.

Finanzminister Löger: „Die Zielsetzung ist für uns ganz klar: Wir wollen mehr Steuergerechtigkeit und Wettbewerbsgleichheit zwischen traditioneller und digitaler Wirtschaft. Daher haben wir heute die Meinungen von einer breiten Vielfalt an österreichischen Schlüsselakteuren eingeholt, um eine zielgerichtete Umsetzung gewährleisten zu können. Ich bin zuversichtlich, dass wir bereits in den nächsten Wochen konkrete Ergebnisse liefern können.“

Die Diskussion der Expertengruppe richtete sich dabei auf die Digitalsteuer auf Umsätze im Bereich der Online-Werbung. Als Basis wurde der Ministerratsvortrag vom 11. Jänner herangezogen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: BMF/Bruckberger
20.03.2019

2018 mit neuem Höchstwert bei getöteten Elektrofahrradfahrern - Drei Viertel waren über 65 Jahre alt

2018 mit neuem Höchstwert bei getöteten Elektrofahrradfahrern - Drei Viertel waren über 65 Jahre alt 2018 mit neuem Höchstwert bei getöteten Elektrofahrradfahrern - Drei Viertel waren über 65 Jahre alt

Elektrofahrräder werden immer beliebter. Seit 2008 ist der Anteil verkaufter E-Bikes an allen verkauften Fahrrädern von einem auf 29 Prozent angestiegen. 2017 wurden rund 414.000 Fahrräder verkauft, 120.000 davon waren E-Bikes. "Dieser Boom bei Elektrofahrrädern in Österreich spiegelt sich leider auch in der Unfallstatistik wider", berichtet ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé. Laut Daten des BMI verunglückten im vergangenen Jahr 40 Radfahrer im Straßenverkehr tödlich, davon waren 17 mit einem E-Bike unterwegs – das ist ein neuer Höchstwert. Zwei Drittel der tödlichen E-Bikeunfälle im vergangenen Jahr passierten außerorts, ebenso ereigneten sich zwei Drittel ohne Fremdverschulden. Sechs getötete E-Biker waren in Niederösterreich zu beklagen, vier in Oberösterreich, je drei in Tirol und Vorarlberg sowie einer in Kärnten.

"E-Bike-Fahren unterscheidet sich durchaus vom normalen Radfahren. Die eigene Geschwindigkeit wird oft unterschätzt und das kann zu gefährlichen Situationen führen", so der Verkehrstechniker des Mobilitätsclubs. Zudem ist E-Biken gerade für ältere Personen attraktiv. Drei Viertel aller tödlich verunglückten E-Biker waren älter als 65 Jahre, das Durchschnittsalter lag bei rund 71 Jahren. "Mit dem E-Bike kommen auch ältere Personen trotz wenig trainierter körperlicher Verfassung auf einen großen Bewegungsradius. Beispielsweise kann eine Steigung dank Elektromotor mühelos bewältigt werden, bei der Abfahrt kann die mangelnde Fahrpraxis jedoch leicht zu schweren Unfällen führen", so Nosé. Erschwerend kommt hinzu, dass aufgrund der im Alter höheren körperlichen Verletzlichkeit ältere Personen sich bei Stürzen leichter verletzen.

Unfallzahlen werden weiter steigen – verstärkte Rücksichtnahme notwendig

Noch spielen E-Bikes im Vergleich zu Fahrrädern ohne Antrieb eine untergeordnete Rolle. Doch die Zahl der Elektrofahrräder wird weiter steigen und damit auch der Nutzerkreis. "Deshalb kann davon ausgegangen werden, dass die Zahl der an E-Bikeunfällen überproportional stark beteiligten Senioren weiter steigen wird. Leider ist in der amtlichen Unfallstatistik bislang keine Unterscheidung zwischen E-Bike und Fahrrad möglich. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, denn für genaue Unfallanalysen und sich daraus ableitende Maßnahmen zur Unfallvermeidung ist eine getrennte Betrachtung von Fahrrad und E-Bike unumgänglich", fordert Nosé.

Training für Einsteiger essentiell

Obwohl für erwachsene Radfahrer keine Helmpflicht besteht, empfiehlt der Mobilitätsclub, unbedingt einen zu tragen, um das Verletzungsrisiko zu reduzieren. Gerade ältere Menschen fahren durch die Unterstützung des Elektromotors viel schneller, als es ihr Können eigentlich erlaubt und das führt oftmals zu Kontrollverlust und Stürzen – mit zum Teil fatalen Folgen. Das Anfahren, Beschleunigen und Bremsen ist für viele ungewohnt und stellt sie vor Probleme. Um den Umgang mit dem E-Bike zu trainieren, bietet der ÖAMTC deshalb in den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Salzburg, Oberösterreich und im Burgenland kostenlose Trainings an. Mehr Infos dazu gibt es unter www.oeamtc.at/ebike.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
14.03.2019

Gefangen im Labyrinth des Brexits

Die britische Regierung hat sich im Irrgarten falscher Versprechungen und Annahmen verrannt – und findet keinen Ausweg Die britische Regierung hat sich im Irrgarten falscher Versprechungen und Annahmen verrannt – und findet keinen Ausweg

Die britische Regierung hat sich im Irrgarten falscher Versprechungen und Annahmen verrannt – und findet keinen Ausweg. Statt Kontrolle durch den EU-Austritt zurückzugewinnen, hat man sie verloren.

Großbritannien ist gefangen im Labyrinth des Brexits und es findet keinen Ausweg. Im Irrgarten falscher Versprechungen und Annahmen haben sich die Regierung der konservativen Premierministerin Theresa May und auch das Parlament, das tief gespalten und längst in lauter Einzelinteressen zerfallen ist, verrannt. Das politische London droht nun rund zwei Wochen vor dem festgeschriebenen Austrittstermin am 29. März im Chaos zu versinken. Nachdem die Abgeordneten des Unterhauses den von May in letzter Minute mit der EU nachgebesserten Austrittsvertrag am Dienstagabend erneut mit klarer Mehrheit abgeschmettert haben, bleibt vorerst wohl nur eine Verschiebung des Austrittstermins. Vorerst ohne Hoffnung auf einen Durchbruch. Aber die Alternative eines harten Brexits ganz ohne Abkommen und somit ohne jegliche Übergangsfrist hätte für die Bürger und Unternehmen auf beiden Seiten des Kanals schwerwiegende Konsequenzen, die nur wenige in London, Brüssel und den Hauptstädten der verbleibende­n 27 EU-Mitgliedsländer verantworten wollen.

Doch auch wenn es in absehbarer Zeit doch noch zu einer auch vom britischen Parlament akzeptierten Einigung zwischen London und der EU kommen sollte, beginnt für Großbritannien eine Reise ins Ungewisse. Und die vielen Versprechungen – von einer „strahlenden Zukunft“ bis hin zu einem „Global Britain“, das Freihandelsabkommen mit China, den USA und der EU zu seinem Vorteil abschließt – könnten rasch wie Seifenblasen zerplatzen. Denn im immer brutaleren globalen Wettkampf hat niemand auf die Befindlichkeiten Großbritanniens gewartet. Wer mit Trumps neuem „America First“ und dem immer aggressiver auftretenden China Geschäfte machen will, muss als Einzelkämpfer wohl zahlreiche Abstriche machen. Das weiß die Regierung in London, das wissen viele Unternehmen, das wissen aber offenbar viele von jenen nicht, die im Juni 2016 für den Austritt Großbritanniens aus der EU gestimmt haben. Es hat ihnen auch niemand gesagt. Vielmehr wurde dem Volk suggeriert, dass Brüssel für all die Versäumnisse auf der britischen Insel verantwortlich ist – für das marode Gesundheitssystem, für die fristlose Öffnung des Arbeitsmarktes nach der EU-Osterweiterung und den damit verbundenen massiven Zuzug von Arbeitsmigranten. Nur: Verantwortlich dafür war und ist London und nicht Brüssel. Die Brexit-Befürworter haben versprochen, die Kontrolle zurückzugewinnen. Für das stolze Großbritannien. Doch sie haben sie längst verloren.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von Christian Jentsch
25.06.2018

Noch immer ein Tabuthema: Jede 3. Frau leidet an Blasenschwäche

Noch immer ein Tabuthema: Jede 3. Frau leidet an Blasenschwäche Noch immer ein Tabuthema: Jede 3. Frau leidet an Blasenschwäche

Jede 3. Frau ist im Laufe ihres Lebens von Blasenschwäche betroffen. Besonders Schwangerschaften und Geburten gelten als große Riskiofaktoren, denn bei 70 % der Geburten kommt es zu Folgeschäden am Beckenboden, die eine zukünftige Blasenschwäche begünstigen. Beim internationalen Urogynäkologiekongress in Wien vom 27. bis 30. Juni wird daher ein Schwerpunkt auf Blaseninkontinenz und Beckenbodenprobleme nach der Geburt und bei Älteren gesetzt.

„Jede 3. Frau leidet im Laufe ihres Lebens an einer Blasenschwäche und jede 5. Frau an einer Beckenbodenschwäche,“ so Univ.-Prof. Dr. Heinz Kölbl, Abteilungsleiter der Frauenheilkunde an der MedUni Wien und Vorsitzender des lokalen Organisationskommitees des internationalen Urogynäkologiekongresses der International Urogynecological Associatoin (IUGA). „Obwohl sich in den letzten Jahren schon einiges getan hat, ist unsere Hauptaufgabe nach wie vor die Endtabuisierung dieser beiden urogynäkologischen Probleme. Denn viele Frauen leiden aus Scham stumm vor sich hin. Das muss nicht sein, denn mittlerweile können wir in der Prävention und in der Behandlung schon viel tun, um diese Leiden zu lindern,“ betont Kölbl. Beim internationalen Urogynäkologiekongress vom 27. bis 30. Juni diskutieren daher über 1.200 Gynäkologen im Austria Center Vienna vor allem über Blaseninkontinenz und Beckenbodenproblemen nach der Geburt und bei Älteren.

Schwangerschaft und Geburt als größte Risikofaktoren

Frauen sind generell anfälliger für Blasen- und Beckenbodenschwächen. Das liegt an der Stütz- und Haltefunktion des weiblichen Beckenbodens, der durch Schwangerschaften und Geburten viel stärker beansprucht wird. Etwa 25 Prozent aller Frauen zwischen 25 und 35 Jahren leiden – zumindest vorübergehend – an Blasenschwäche als Folge von Entbindungen. „Ganz wichtig ist es daher, bereits in der Schwangerschaft vorbeugend Beckenbodengymnastik zu betreiben, während der Geburt professionell begleitet zu werden, um hier Verletzungen während des Geburtsvorganges vorzubeugen, und im Nachgang auf Rückbildungsgymnastik zu setzen,“ erklärt der Mediziner. Frauen, die besonders große Kinder auf die Welt gebracht haben, eine instrumentelle Geburt – wie etwa eine Zangengeburt – hinter sich haben oder während der Geburt eine besonders lange Austreibungsphase erlebt haben, sind besonders gefährdet, in ihrem späteren Leben eine Blasen- oder Beckenbodenschwäche zu bekommen. Rein statistisch gesehen regenerieren sich nach einer Geburt nur 30 % der weiblichen Beckenböden innerhalb von 3 Monaten vollständig, bei 70 % der Frauen bleiben Folgeschäden zurück.

Kaiserschnitt ist keine Prophylaxe

„Einige Frauen setzen daher für die Geburt lieber auf einen Kaiserschnitt, aber der ist kein profilaktisches Allheilmittel gegen Blasen- und Beckenbodenprobleme,“ warnt Kölbl, „denn auch Frauen, die keine Kinder bekommen haben, wie beispielsweise Nonnen, können im späteren Leben an einer Blasen- oder Beckenbodenschwäche leiden.“

Denn Blasenschwäche kann auch andere Ursachen haben. So sind auch Adipositas-Patientinnen, Raucherinnen und ältere Frauen einem höheren Risiko einer Blasenschwäche ausgesetzt. Im Alter führt vor allem der Hormonmangel nach den Wechseljahren und die verschlechterte Durchblutung sowie allgemeine Gewebs- und Muskelschwächen zu Blasenproblemen. So wird geschätzt, dass sogar bis zu 40 % aller Frauen über 60 Jahren an einer Blasenschwäche leiden dürften.

Gute Heilungschancen

Blasen- und Beckenbodenschwächen sind keine Leiden, die es als Frau stumm zu ertragen gilt. Physikalische Therapien – wie beispielsweise das Beckenbodentraining bei Belastungsinkontinenz – sowie medikamentöse Behandlungen und eingesetzte Prothesen für den Blasenschließmuskel können hier schon viel bewirken. Schaffen diese Therapieformen keine oder nur geringe Abhilfe, stehen auch operative Verfahren – wie minimalinvasive Operationen der Urethralbänder oder eine operative Anhebungen der Scheide – zur Verfügung. „Hier schaffen wir beispielsweise durch die Anhebung der Scheide schon in 87-90% der Fälle innerhalb von 5 Jahren eine Heilung,“ so Kölbl.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
30.07.2018

Trendsportgeräte: Was ist erlaubt?

Der überwiegende Teil der Trendsportgeräte, wie etwa Kickboards, Snakeboards, Skateboards und Tretautos, fällt unter die Kategorie „Fahrzeugähnliches Kinderspielzeug“. Mit diesen Geräten darf am Gehsteig und am Gehweg sowie in Fußgängerzonen und Begegnungszonen gefahren werden, sofern keine Gefährdung bzw. Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer besteht Der überwiegende Teil der Trendsportgeräte, wie etwa Kickboards, Snakeboards, Skateboards und Tretautos, fällt unter die Kategorie „Fahrzeugähnliches Kinderspielzeug“. Mit diesen Geräten darf am Gehsteig und am Gehweg sowie in Fußgängerzonen und Begegnungszonen gefahren werden, sofern keine Gefährdung bzw. Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer besteht

Hoverboard, E-Scooter und City Wheel – Trendsportgeräte erfreuen sich in Österreich großer Beliebtheit. Der Markt der Trendsportgeräte ist dabei ständig im Wandel: Immer wieder kommen neue Geräte hinzu. Kein Wunder: Trendsportgeräte verfügen über einen hohen Spaßfaktor und eröffnen für alle Altersgruppen neue Fortbewegungsmöglichkeiten. „Trendsportgeräte bieten die Möglichkeit neue Bewegungsformen auszuprobieren und die eigene Geschicklichkeit zu verbessern“, erläutert Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Recht & Normen im KFV. „Wichtig ist bei der Verwendung von Trendsportgeräten, dass man sich zu seiner eigenen Sicherheit an die Straßenverkehrsordnung hält und die Geräte nur auf Verkehrsflächen verwendet, auf welchen die Benützung des jeweiligen Geräts erlaubt ist.“

Aufholbedarf bei Schutzausrüstung

Einer aktuellen KFV-Befragung unter rund 500 Personen, die zumindest fallweise ein Trendsportgerät benutzen, zufolge werden Inlineskates, Kickboards, Longboards und Skateboards vor allem in der Freizeit und zur sportlichen Betätigung verwendet. Scooter werden hingegen vergleichsweise häufig zum Einkaufen, am Arbeitsweg, aber auch zur Bewältigung der Strecke von daheim zur Haltestelle des öffentlichen Verkehrs und retour verwendet. Aufholbedarf zeigte sich bei der Verwendung von Schutzausrüstung: Unter den Inlineskatern gaben etwa ein Drittel der Befragten zu, bei der Ausübung des Sports keine Schutzausrüstung zu tragen. Unter den Nutzern von Longboards verzichten nach eigener Angabe sogar 6 von 10 Personen auf jegliche Schutzausrüstung.

Kickboards, Snakeboards & Co im Straßenverkehr

Der überwiegende Teil der Trendsportgeräte, wie etwa Kickboards, Snakeboards, Skateboards und Tretautos, fällt unter die Kategorie „Fahrzeugähnliches Kinderspielzeug“. Mit diesen Geräten darf am Gehsteig und am Gehweg sowie in Fußgängerzonen und Begegnungszonen gefahren werden, sofern keine Gefährdung bzw. Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer besteht. Auch in Wohnstraßen und Rollschuh- und Spielstraßen ist die Benützung erlaubt. Die selben Regeln gelten für Kleinfahrzeuge, die vorwiegend zur Verwendung außerhalb der Fahrbahn bestimmt sind. Dazu zählen unter anderem: Hoverboard, Einrad, City Wheel, E-Bikeboard, Micro-Scooter, E-Micro-Scooter und Elektro-Scooter. „Die Benützung von Hoverboards & Co im Straßenverkehr ist allen Kindern und Erwachsenen erlaubt. Kinder unter 12 Jahren müssen von einer zumindest 16-jährigen Begleitperson beaufsichtigt werden – wenn das Kind einen Radfahrausweis besitzt, sinkt diese Grenze auf 10 Jahre. In Wohnstraßen gibt es zudem generell kein Alterslimit“, erklärt Kaltenegger. Besondere Regelungen gibt es für Rollschuhe und Inlineskates: Damit dürfen im Ortsgebiet auch Radwege befahren werden, Radfahrstreifen aber nur im Ortsgebiet.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
24.09.2018

Herbstbeginn

Die neue starke Frau in der SPÖ muss zuerst auf Wahlkampftour in eigener Sache gehen Die neue starke Frau in der SPÖ muss zuerst auf Wahlkampftour in eigener Sache gehen

Seit gestern exakt 3:54 Uhr haben wir nun kalendarisch den Herbst und der erste Herbststurm zieht auch schon über das Land. Für die heimische Innenpolitik kann man hingegen Entwarnung geben – die bereits angekündigten Stürme haben sich deutlich abgeschwächt.

Erstens weil sich die Opposition mit sich selbst beschäftigen muss. Die neue starke Frau in der SPÖ muss zuerst auf Wahlkampftour in eigener Sache gehen, will sie die 96,8 Prozent ihres Vorgängers — aufgestellt vor 27 Monaten — erreichen oder übertrumpfen. Auch bei den Neos spricht der Wechsel an der Spitze samt Babypause eher dafür, dass die kommenden Monate doch nicht so heiß werden wie gedacht.

Zweitens ist auch der Gewerkschaft der absolute Feind abhandengekommen. Denn die Empfehlungen, die die Regierungsspitze den Sozialpartnern mitgab, kann man eigentlich nur als Rückenwind für die Gewerkschaft sehen. Vermutlich aus oppositionellem Reflex heraus wurde dieser Rückenwind von ÖGB und SPÖ gleich als Flatulenz abqualifiziert. Ansonsten wäre es eher unverständlich, warum Arbeitnehmervertreter sich darüber mokieren, wenn die Regierungsspitze für einen „guten Gehaltsabschluss jedenfalls klar über der Inflation“ appelliert.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: SPÖ Presse und Kommunikation - CC BY-SA 2.0 / Quelle: Oö. Volksblatt von Herbert SCHICHO
25.06.2018

Lieber Nachbarn als Schwiegereltern: Wem die Österreicher im Urlaub ihre Wohnung anvertrauen

Wem die Österreicher im Urlaub ihre Wohnung anvertrauen Wem die Österreicher im Urlaub ihre Wohnung anvertrauen

Die Ferien beginnen bald, für tausende Österreicher geht es in den Urlaub. Doch ihre Wohnung vertrauen sie nicht jedem an: Doppelt so viele Österreicher würden während ihres Urlaubs lieber den Nachbarn als die Schwiegereltern aufpassen lassen. Das hat eine repräsentative Studie von immowelt.at, einem der führenden Immobilienportale Österreichs, ergeben. Unter allen Befragten sagen 14 Prozent, dass sie ihre Wohnung in die Hände des Nachbarn geben würden - die Schwiegereltern sind hingegen nur bei 7 Prozent erste Wahl. Auch Freunde (15 Prozent) sind den Befragten lieber als die angeheiratete Verwandtschaft.

Aufpasser Nummer 1: die Eltern

Während die Eltern des Partners wenig Vertrauen genießen, sind die eigenen hingegen erste Wahl: Die meisten Befragten (33 Prozent) würden Mutter und Vater nach dem Rechten sehen lassen. Generell vertrauen die Österreicher noch am ehesten der eigenen Verwandtschaft die Wohnungsschlüssel an: Insgesamt würden knapp zwei Drittel der Befragten jemanden aus der eigenen Familie aufpassen lassen. Neben den Eltern sind Geschwister (11 Prozent) oder andere Verwandte (13 Prozent), wie Kinder oder Enkelkinder, beliebte Aufpasser. Die Schwiegereltern schneiden am schlechtesten ab. Gleich viele Befragte (7 Prozent) würden sogar niemanden in die eigenen vier Wände lassen.

Schwiegereltern sind nicht immer unbeliebt

Lediglich 30- bis 39-Jährige haben Vertrauen in die Schwiegereltern. Nach den eigenen Eltern (48 Prozent) sind die Schwiegereltern (16 Prozent) deren zweite Wahl. Besonders auffallend: Mit zunehmendem Alter überlassen die Befragten ihre Wohnung seltener Familienmitgliedern, dafür immer häufiger den Nachbarn. Einerseits, weil sie diese schon länger kennen - andererseits, weil bei den Über-60-Jährigen weniger Verwandte am Leben und die Optionen für Aufpasser somit begrenzt sind.

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

Wem würden Sie am ehesten Ihre Wohnung/Ihr Haus anvertrauen, wenn Sie

im Urlaub sind?

- meinen Eltern: 33 Prozent

- Freunden/Bekannten: 15 Prozent

- meinem Nachbarn: 14 Prozent

- anderen Verwandten: 13 Prozent

- meinen Geschwistern: 11 Prozent

- meinen Schwiegereltern: 7 Prozent

- niemandem: 7 Prozent

- einem Hausbetreuungsdienst: 0 Prozent

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
13.09.2018

Sextortion – vom Flirt zur organisierten Erpressung

Seit längerer Zeit ist die Polizei mit einer neuen Form der Erpressung konfrontiert: Sextortion – ein Kunstwort aus den Begriffen „Sex“ und „Extortion“ (Erpressung). Seit längerer Zeit ist die Polizei mit einer neuen Form der Erpressung konfrontiert: Sextortion – ein Kunstwort aus den Begriffen „Sex“ und „Extortion“ (Erpressung).

Seit längerer Zeit ist die Polizei mit einer neuen Form der Erpressung konfrontiert: Sextortion – ein Kunstwort aus den Begriffen „Sex“ und „Extortion“ (Erpressung). Dabei handelt es sich um eine Erpressung mit freizügigen Bildern. Waren anfänglich nur Männer betroffen, sind es inzwischen auch Mädchen und Frauen.

In einem aktuellen Fall erhielt ein 43-Jähriger aus dem Bezirk Mödling am 23. August 2018, über ein soziales Medium von einer ihm Unbekannten namens „Laura“ eine Freundschaftsanfrage und entblößte sich im folgenden Videochat. Danach wurden von „Laura“ für die Löschung seines Videos wiederholt Geldforderungen in der Höhe von mehreren tausend Euro gestellt und mit der Veröffentlichung der Aufnahmen gedroht. Der 43-Jährige dürfte einen dreistelligen Betrag überwiesen haben. Nach weiteren erpresserischen Forderungen erstattete der Mann am 10. September 2018 auf der Polizeiinspektion Mödling die Anzeige.

Bei dieser Art des Verbrechens handelt es sich um eine Erpressungsmethode im Internet, die weltweit zunimmt. Dabei werden Opfer von attraktiven Unbekannten dazu animiert, in Videochats nackt zu posieren oder sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen. Die Täter zeichnen das erstellte Bild- oder Videomaterial auf und versuchen dann, vom Opfer Geld zu erpressen, indem sie mit der Veröffentlichung der Aufnahmen drohen. Die Scham und Angst der Opfer wird dabei als Druckmittel genutzt.

Das Landeskrimianalamt NÖ hat seit vielen Wochen einen Anstieg bei den Anzeigen wegen Sextortion wahrgenommen, weshalb das Büro Öffentlichkeitsarbeit der Landespolizeidirektion NÖ folgende Tipps veröffentlicht, um mögliche weitere Straftaten zu verhindern.

Es empfiehlt sich, sehr skeptisch zu sein, wenn äußerst attraktive und unbekannte Chatpartner mit Komplimenten schmeicheln und dann rasch auf andere Medien wechseln möchten. Zeigen Sie sich niemals nackt vor der Kamera Ihres Computers/Mobiltelefons – die Kamera am besten verdecken/abkleben!

Sollte es bereits zu einer Erpressung gekommen sein, dann Ruhe bewahren, den Chatkontakt sofort abbrechen und nicht bezahlen. Die Erpressung hört nach der Zahlung meist nicht auf. Sichern Sie den Chatverlauf und Nachrichten mittels Screenshot. Melden Sie den erpresserischen Profilnutzer bei den betreffenden Internetplattformen und Foren und veranlassen Sie die Löschung des Bildmaterials.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Screenshot Informationsvideo Bundeskriminalamt in Zusammenarbeit mit Pantallas Amigas „Sicher unterwegs im Internet – Sextortion“
02.07.2018

Gegackert

Das Gackern über ungelegte Eier gehört zur Politik. Schon klar. Aber bisweilen versteht man vor lauter Gackern nicht mehr, worum es geht. Das Gackern über ungelegte Eier gehört zur Politik. Schon klar. Aber bisweilen versteht man vor lauter Gackern nicht mehr, worum es geht.

Das Gackern über ungelegte Eier gehört zur Politik. Schon klar. Aber bisweilen versteht man vor lauter Gackern nicht mehr, worum es geht. So wie bei der neuen Arbeitszeitregelung. Nüchtern betrachtet wird sich durch diese Gesetzesänderung wohl kaum etwas ändern, schon heute arbeiten einige Beschäftigte an manchen Tagen länger als zehn Stunden und in manchen Wochen mehr als 48 Stunden. Aber es ist die Ausnahme.

Und laut Gesetz wird es auch in Zukunft die Ausnahme bleiben. Und bei der Endfassung soll auch der Interpretationsspielraum eingeengt sein. Es scheint daher fast hysterisch, wenn man vom generellen 12-Stunden-Tag spricht und gegen eine 60-Stunden-Woche demonstriert. Das prophezeite Vereinssterben oder die Vervielfachung von Verkehrs- und Arbeitsunfällen durch diese Novelle wird wohl ebenfalls nicht eintreten. Und sollte es der Verfassung widersprechen muss man es reparieren – eh klar.

Aber erst dann wäre das Ei gelegt und es sollte mit dem Gackern begonnen werden.

Vorgegackert wird auch in grün. Wegen einer Stellungnahme der EU-Kommission zum Mindestsicherungsmodell glaubt der grüne Abgeordnete Kaineder, dass „die beiden wesentlichen Kürzungen bei Mehrkindfamilien und Asylberechtigten beseitigt werden müssen“, obwohl das Urteil des EuGH aussteht und nur dieser die Urteile fällt ... selbst für Gesetzestexte sollte es aber keine Vorverurteilungen geben.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Neues Volksblatt: "Gegackert" von Herbert SCHICHO
26.11.2018

Einstimmiger Beschluss der Landeshauptleute für Verschärfung des Glücksspielgesetzes

v.li: Dr. Peter Kaiser, Mag.a Johanna Mikl-Leitner, Mag. Thomas Stelzer, Hermann Schützenhöfer, Hans Niessl, Dr. Wilfried Haslauer, Günther Platter, Mag. Markus Wallner, Dr. Michael Ludwig. v.li: Dr. Peter Kaiser, Mag.a Johanna Mikl-Leitner, Mag. Thomas Stelzer, Hermann Schützenhöfer, Hans Niessl, Dr. Wilfried Haslauer, Günther Platter, Mag. Markus Wallner, Dr. Michael Ludwig.

Einstimmig wurde die oberösterreichische Initiative für ein verschärftes Glücksspielgesetzgesetz bei der Konferenz der Landeshauptleute im Burgenland angenommen. Nun sind die Bundesregierung und der Nationalrat gefordert. „Ich gehe davon aus, dass wir mit unserem Anliegen Gehör finden werden. Wenn sich alle Bundesländer für ein verschärftes Glücksspielgesetz aussprechen, ist das ein starkes Signal. Das Glücksspielgesetz ist in dieser Form ein zahnloser Tiger, dadurch sind uns die Betreiber von illegalem Wettspiel leider immer einen Schritt voraus“, so Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer. Auch zahlreiche andere Landeshauptleute haben von ähnlichen Problemen berichtet.

Hintergrund des Vorstoßes aus Oberösterreich ist, dass die Behörden immer wieder große Probleme bei der Vollziehung des Glücksspielgesetzes haben. Kürzlich wurden sogar Mitarbeiter einer Bezirkshauptmannschaft von der „Glücksspielmafia“ bedroht und Demonstrationen vor ihren Privathäusern veranstaltet, weil die Bezirkshauptmannschaft die Schließung von Wettlokalen veranlasst hat.

Konkret wünschen sich die Landeshauptleute vom Bund unter anderem folgende gesetzliche Änderungen bzw. Verschärfungen:

• Verlängerung der Betriebsschließungsdauer von einem Jahr auf drei Jahre.

• Entfall der vorangehenden Androhung der Betriebsschließung.

• Keine Teilschließungen mehr, sondern ausschließlich gänzliche Betriebsschließungen.

• Zwangsmaßnahmen und obligatorische Vollstreckung von Betriebsschließungen durch technische Sperren (z.B. Verschweißen, Verschrauben, Austausch von Schlössern, Versiegelung, Verklebungen, Eisenplatten).

• Unwirksamkeit von Untermietverträgen bei Verdacht auf illegales Glücksspiel bzw. Nichtigkeit bzw. Sittenwidrigkeit solcher (Unter-)Bestandverträge.

• Erhebliche Anhebung des Strafmaßes bei Siegel- und Verstrickungsbruch im Zusammenhang mit Betriebsschließungen und -Beschlagnahmen.

„Mit diesem Maßnahmenbündel hätten die Behörden effektive Werkzeuge im Kampf gegen das illegale Glücksspiel in den Händen. Und das kann nur ein gemeinsames Interesse von Bund und Ländern sein“, schließt der oberösterreichische Landeshauptmann.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Landesmedienservice Burgenland
20.03.2019

Anstieg der Wohnimmobilienpreise in Österreich deutlich über dem EU-Durchschnitt

Die Wohnimmobilienpreise sind in Österreich im dritten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahresquartal mit 8,0 Prozent weiter kräftig angestiegen Die Wohnimmobilienpreise sind in Österreich im dritten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahresquartal mit 8,0 Prozent weiter kräftig angestiegen

Die Wohnimmobilienpreise sind in Österreich im dritten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahresquartal mit 8,0 Prozent weiter kräftig angestiegen. Der Preisauftrieb in Österreich lag deutlich über dem EU-Durchschnitt. Besonders stark war der Preisanstieg in den Bundesländern (ohne Wien) mit fast 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aber auch in Wien hat sich das Immobilienpreiswachstum – nach einigen Quartalen mit vergleichsweise moderater Teuerung – im dritten Quartal 2018 mit einem Plus von 6,5 Prozent im Vorjahresvergleich beschleunigt. Vor diesem Hintergrund belief sich im Dezember 2018 das Wachstum der Wohnbaukreditvergabe – bei unverändert günstigen Konditionen – auf 4,9 Prozent (im Jahresabstand).

Gute Konjunkturlage in Osteuropa spiegelt sich in steigenden Wohnimmobilienpreisen wider

In den meisten CESEE-Ländern legten die Immobilienpreise laut Eurostat-Daten im zweiten und dritten Quartal 2018 deutlich stärker zu als im EU-Durchschnitt (4,3 Prozent). Die positiven Rahmenbedingungen in der Region wie das starke Einkommenswachstum, historisch niedrige Arbeitslosenquoten und relativ optimistische Wachstumsaussichten in Verbindung mit weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen zeigen sich in der hohen Nachfrage nach Wohnimmobilien. Zudem wird die Nachfrage in vielen Ländern weiterhin durch zielgruppenspezifische Subventionsprogramme unterstützt.

Steigende Wohnimmobilienpreise auch in zahlreichen anderen Euro-Ländern

Neben Österreich und den CESEE-Ländern wiesen auch die Niederlande, Irland, Portugal, Spanien und Luxemburg dynamisch steigende Wohnimmobilienpreise im zweiten und dritten Quartal 2018 auf. Die Ausnahme blieb Italien, wo im gleichen Zeitraum die Preise sanken.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
20.03.2019

Nehmen wir sie beim Wort

Ist der Transitverkehr zurückgegangen (und wenn ja, in welchem Ausmaß), und um wie viel ist das Wohnen in Tirol günstiger geworden? Die Regierung will an ihren Taten gemessen werden. Ist der Transitverkehr zurückgegangen (und wenn ja, in welchem Ausmaß), und um wie viel ist das Wohnen in Tirol günstiger geworden? Die Regierung will an ihren Taten gemessen werden.

Seit sechs Jahren haben LH Günther Platter und LHStv. Ingrid Felipe VP und Grüne zur Koalition aneinandergekettet. Die Neuauflage von Schwarz-Grün 2018 hat vom Wohnen bis Transit viel versprochen: 2019 entscheidet über Sein oder Schein.

Die Landesregierung aus ÖVP und Grünen feierte sich gestern in ihrer Bilanz „Ein Jahr Schwarz-Grün II in Tirol“ als harmonische Reformkoalition. Seit mittlerweile sechs Jahren hat sie das Land in ihrer Hand. Vom Schwung, mit dem Schwarz-Grün I 2013 an den Start ging, war 2018 bei der Neuauflage nicht mehr viel zu spüren. Mehr vermittelte Schwarz-Grün II das Bild einer Zweckgemeinschaft einer per Urnengang gestärkten Volkspartei und einer grünen Riege, die Federn lassen musste.

Nicht nur der Wahlkampf, auch das Regierungsprogramm sowie nahezu das komplette erste Arbeitsjahr hatten die Teams von Landeshauptmann Günther Platter (VP) und LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) den aktuell brennendsten Themen Wohnen und (Transit-)Verkehr gewidmet. Viel wurde hierzu versprochen, ein Grundsatzbeschluss reihte sich an den nächsten. Ob beim viel zitierten Paket, das mehr leistbares Wohnen bringen soll, oder dem Anti-Transit-Pakt, dessen Kern noch immer das Ziel der Begrenzung der Lkw-Fahrten auf eine Million Fahrten pro Jahr ist – in beiden Fällen steht Schwarz-Grün II schon in den nächsten Monaten vor dem Wahrheitsbeweis: Sein oder Schein?

Denn noch bis zum Herbst gilt es das, was bislang großteils lediglich als einfache Schlagzeile das Landhaus verließ, tatsächlich auch in die Umsetzung zu bringen. Das Bemühen ist Schwarz-Grün freilich nicht abzusprechen. Das neue Mietzinsbeihilfenmodell ist gut und die Zweckbindung der Wohnbauförderung löblich. Wie viel das 39 Punkte umfassende Wohnpaket jedoch wert ist, wird sich erst dann weisen, wenn auch die wahren Hämmer wie das Interessentenmodell im Baulandgrundverkehr oder die Freizeitwohnsitzabgabe in voller Härte in Gesetzesform gegossen und beschlossen sind. Ebenso verhält es sich beim Transit: Platter und Felipe können noch so viele Lkw-Blockabfertigungen ankündigen – wenn die Verschärfung des sektoralen Fahrverbotes und die Korridormaut nicht in vollem Umfang kommen, ist die Transit­politik gescheitert.

Spitals- und Pflegereform in allen Ehren, ein solides Budget obendrauf – letztlich gilt es Schwarz-Grün II am Ende der Legislaturperiode 2023 anhand zweier einfacher Parameter zu bewerten:

Ist der Transitverkehr zurückgegangen (und wenn ja, in welchem Ausmaß), und um wie viel ist das Wohnen in Tirol günstiger geworden? Die Regierung will an ihren Taten gemessen werden. Gut so. Nehmen wir sie beim Wort. Ausreden zählen dann nicht mehr. Sondern lediglich Ergebnisse.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG - Leitartikel von Manfred Mitterwachauer
30.07.2018

Gekürzte Mindestsicherung – Wirtschaftstreibende fordern Sozialministerin Hartinger-Klein zur „150-Euro-Challenge“

Wirtschaftstreibende fordern Sozialministerin Hartinger-Klein zur „150-Euro-Challenge“ Wirtschaftstreibende fordern Sozialministerin Hartinger-Klein zur „150-Euro-Challenge“

Eine Gruppe mittelständischer Wirtschaftstreibender fordert Sozialministerin Beate Hartinger-Klein zur „150-Euro-Challenge“ heraus. Die Wettbedingungen sind einfach: Schafft die Ministerin es, einen Monat lang ohne fremde Hilfe von 150 Euro zu leben, spenden die Wirtschaftstreibenden ein Ministerinnengehalt in Höhe von 17.511 Euro an eine karitative Organisation, die Hartinger-Klein aussucht. Die Ministerin muss im Rahmen der „150-Euro-Challenge“ alle Ausgaben des täglichen Lebens von diesen 150 Euro bestreiten – außer ihre Wohnkosten. Anlass für die Challenge ist ein Interview der Ministerin auf oe24.tv, in dem sie behauptet hatte, dass man als Bezieher der Mindestsicherung von 150 Euro leben kann: „Wenn man die Wohnung auch noch bekommt, dann sicher“, waren die Worte der Ministerin.

„Diese Äußerung hat uns – gelinde gesagt – erstaunt. 150 Euro ist wenig Geld. Immerhin geht es um Essen und Trinken für einen Monat. Ausgaben für Kleidung, private Fahrten, Kosmetik- und Hygieneartikel, Internet und Telefon kommen auch noch dazu. Ehrlich gesagt bezweifeln wir stark, dass die Ministerin tatsächlich weiß, wovon sie spricht“, so Stefan Sengl, einer der Initiatoren der „150-Euro-Challenge“. Man wolle die Politik der Ministerin und der Bundesregierung einem „Reality-Check“ unterziehen, so Sengl. Er sieht darin eine Win-Win-Situation: „Kommt die Ministerin mit 150 Euro aus, schaut dabei eine ansehnliche Spende für eine karitative Organisation ihrer Wahl heraus. Scheitert die Ministerin, überdenkt sie vielleicht die geplanten Einschnitte im Sozialsystem“, so Sengl.

Die Spendensumme von 17.511 Euro stellen die Wirtschaftstreibenden garantiert bereit. Privatpersonen, die die Initiative unterstützen wollen, können sich unter https://www.respekt.net/projekte-unterstuetzen/details/projekt/1656/ am Wetteinsatz für die „150-Euro-Challenge“ beteiligen. Die Herausforderung zur Challenge wurde heute, Sonntag, via E-Mail an die Ministerin übermittelt.

Neben PR-Berater Stefan Sengl beteiligen sich unter anderem auch der Wiener Wirt Daniel Landau, die Startup-Beraterin Maria Baumgartner und der Sonnenstudiobetreiber Hans Arsenovic an der Initiative.

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25.06.2018

kika/Leiner: Neue Warenkreditversicherung abgeschlossen

kika/Leiner: Neue Warenkreditversicherung abgeschlossen kika/Leiner: Neue Warenkreditversicherung abgeschlossen

Nach der Übernahme von kika/Leiner durch die SIGNA Gruppe ist es gelungen, in Zusammenarbeit mit euro delkredere eine Warenkreditversicherung zu gewinnen und entsprechende Verträge zu unterzeichnen. Dieser Schritt unterstreicht das hohe Vertrauen in die SIGNA Gruppe und in kika/Leiner. „Dadurch ist es möglich die geordneten Geschäftsbeziehungen zwischen unseren Lieferanten und uns wieder in Gang zu setzen," so Dr. Gunnar George, Geschäftsführer kika/Leiner. Für die Kundinnen und Kunden des Unternehmens bedeutet das, "dass, wie schon bisher, bestellte Ware garantiert geliefert wird, nun aber, durch die Kreditversicherung, eine zusätzliche Sicherheit gegeben ist", so George weiter.

Der Abschluss neuer Verträge ist ein weiterer Schritt zur nachhaltigen Zukunftssicherung des österreichischen Traditionsunternehmens kika/Leiner.

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06.11.2018

Brau Union Österreich erhöht die Bierpreise ab Dezember

Brau Union Österreich erhöht die Bierpreise ab Dezember Brau Union Österreich erhöht die Bierpreise ab Dezember

Die aktuelle Inflation, erhöhte Personal- und Energiekosten, und die deutlich steigenden Kosten bei Rohstoffen als Folge einer schlechten Ernte bei der Braugerste aufgrund der heurigen Dürre und Hitzewelle, führen auch in der Brau Union Österreich zu Kostensteigerungen. Diese können innerhalb des Unternehmens durch Effizienzsteigerungen nur teilweise aufgefangen werden. Die Bierpreise für unsere Kunden werden deshalb ab 1. Dezember 2018 im Durchschnitt um rund 3 % Prozent angepasst.

„Unser erklärtes Ziel ist es, mit unseren Partnern in Gastronomie und Lebensmittelhandel den Konsumenten beste österreichische Qualität zu fairen Preisen anbieten zu können. Gemeinsam wollen wir auch in Zukunft nachhaltig die österreichische Bierkultur und die Vielfalt der heimischen Biere fördern“, betont Generaldirektor Dr. Magne Setnes.

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30.07.2018

Grillunfälle: 700 Verletzte jährlich

Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August. Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August.

Ein Sommer ohne Fleisch, Fisch oder Gemüse auf dem Grill ist kein richtiger Sommer. Dieser Aussage stimmten in einer KFV-Befragung die Mehrheit der Befragungsteilnehmer zu. Grillen gehört mit seinem typischen Geruch für die meisten Österreicher zum Sommerfeeling einfach dazu. Die beliebtesten Grillmonate sind von Mai bis August. Naturgemäß kommt es in dieser Zeit auch am häufigsten zu Unfällen: Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August. „Glücklicherweise gehen die meisten Grillabende unfallfrei über die Bühne. Doch der Umgang mit dem Grill kann schnell brandgefährlich werden. Gemäß einer KFV-Befragung stellen nur etwa 23 Prozent der Österreicher beim Grillen Löschmittel wie Löschdecke oder Feuerlöscher bereit“, erläutert Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KFV. „Viele Grillunfälle könnten leicht verhindert werden. Denn: Die meisten Grillunfälle entstehen durch Unachtsamkeit, Übermut oder Fehleinschätzungen.“

Am Samstag passieren die meisten Unfälle

Rund die Hälfte aller Verletzungen sind thermische Verletzungen, d.h. Verbrennungen oder Verbrühungen. Aber auch Schnittverletzungen (32 Prozent) zählen zu den häufigsten Verletzungsarten beim Grillen. Besonders häufig betroffen sind dabei Finger und Hände. Und: Dass Grillen nach wie vor Männersache zu sein scheint, zeigt sich bei den Unfallzahlen. 2 von 3 Personen, die nach einem Unfall beim Grillen im Krankenhaus nachbehandelt werden müssen, sind Männer. Der unfallträchtigste Wochentag ist der Samstag.

KFV-Sicherheitstipps für das sichere Grillen

Worauf sollte man beim Aufstellen des Grills achten?

Der Griller sollte stabil auf einer ebenen Standfläche stehen.

Bewegen Sie den Griller nicht mehr, wenn er bereits mit glühender Kohle gefüllt ist.

Den Griller nicht in der Nähe von leicht brennbaren Materialien wie Schilfmatten, Gartenmöbel mit Sitzpolster, Zelten, Holzbauten, Holzzäunen usw. in Betrieb nehmen.

Wählen Sie einen möglichst windgeschützten Grillplatz, um Funkenflug und herumfliegende Asche zu vermeiden.

Ein Holzkohlegrill darf ausschließlich im Freien betrieben werden.

Nicht im Wald oder in Waldnähe grillen.

Lassen Sie Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Nähe eines Grills!

Wie zündet man Grillkohle richtig an?

Am besten mit Grillanzündern aus festen Stoffen. Das sind vor allem Trockenspiritus, Anzündriegel oder Zündwürfel. Weiters eignen sich Anzünd-Öle in Spezialflaschen und Grillpasten oder elektrische Grillanzünder.

Brennbare Flüssigkeiten wie Spiritus und Benzin sind zu gefährlich (Stichflamme beim Anzünden sowie explosionsartige Rückzündung beim "Nachfeuern") und dürfen keinesfalls verwendet werden!

Vorsichtsmaßnahmen beim Grillen

Immer einen Kübel Wasser oder sonstige Löschmittel (Feuerlöscher) bereithalten.

Flammenbildung durch das vom Grillgut abtropfende Fett unterbinden.

Grillvorgang ständig beaufsichtigen.

Restglut immer vollständig ablöschen bzw. fluten.

Was geschieht mit der Restglut?

Das Löschen mit Wasser ist am sichersten. Die Restglut sollte dabei unbedingt gänzlich unter Wasser gesetzt bzw. geflutet werden!

Auch die gelöschte Glut darf nur in nicht brennbare und verschließbare Behälter entsorgt werden.

Eine Entsorgung der Grillkohle auf dem Kompost sollte vermieden oder zumindest nur nach einer vollständigen Flutung durchgeführt werden.

Gefahrloses Grillen mit Gas

Der Gasschlauch sollte nach jeder Saison auf Risse und Sprödigkeit kontrolliert werden.

Überprüfen Sie die Anschlüsse mit Lecksuchspray auf ihre Dichtheit hin.

Verbinden Sie die Gasflasche stabil mit dem Grillwagen und verwenden Sie diese niemals liegend.

Zünden Sie den Gasgriller grundsätzlich mit geöffnetem Deckel an.

Stellen Sie bei Gasgeruch das Grillgerät sofort ab und führen Sie eine Dichtheitsprobe durch!

Flüssiggas ist schwerer als Luft – lagern Sie daher Gasflaschen in gut belüfteten Räumen und niemals unter Erdniveau (z.B. im Keller).

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01.01.2019

Der Fiskus verliert jährlich mehr als 600 Millionen Euro

Bereits rund 20 Prozent der Weihnachtsgeschenke wurden heuer über den Online-Versandhandel wie Amazon, eBay und Co gekauft.
 Bereits rund 20 Prozent der Weihnachtsgeschenke wurden heuer über den Online-Versandhandel wie Amazon, eBay und Co gekauft.


Bereits rund 20 Prozent der Weihnachtsgeschenke wurden heuer über den Online-Versandhandel wie Amazon, eBay und Co gekauft.
 Das hat eine Studie der Initiative Wirtschaftsstandort OÖ (IWS) ergeben. Der Versandhandel verzeichnet vor allem beim Kauf von Büchern, Tonträgern, Fotoapparaten, bei Haushalts- und Elektroartikel sowie bei Bekleidung aller Art
besonders hohe Steigerungsraten. „Was auf der einen Seite als besonders bequem erscheint, hat nicht nur für den österreichischen stationären
Handel in den Ortszentren und Einkaufsstraßen enorme Umsatzeinbußen zur Folge, sondern auch für die Finanzverwaltung beträchtliche Nachteile“, macht IWS-Geschäftsführer Prof. Gottfried Kneifel auf eine „Lücke in der Steuergesetzgebung“ aufmerksam.

Während in Österreich jeder Betrieb eine täglich prüfbare
 Dokumentation seiner Geschäfte der Finanzbehörde vorlegen muss, können Online-Versandunternehmen mit ausländischen Betriebsstandorten
wie etwa in Luxemburg oder gar in EU-Drittländern – nicht geprüft werden.
 Nach vorsichtigen Schätzungen von IWS-Experten entgehen dem österreichischen Fiskus dadurch jährlich mehr als 600 Millionen Euro
an Mehrwertsteuer-Einnahmen, weil Steuern und Abgaben, die von österreichischen Konsumenten bei Online-Geschäften zwar, bezahlt aber nur selten bei der österreichischen Finanz landen.

Kneifel: „Steuer-Transparenz ist nicht nur eine Frage von Fairness und Gerechtigkeit.“ Es ist für unsere
 stationären Handelsbetriebe auch eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit und eine Frage der Erhaltung von Arbeitsplätzen. 
Außerdem müssen Umwelt- und Konsumentenschutz nicht nur für in Österreich
registrierte Unternehmen gelten, die überdies auch noch ARA und Alt-Elektrogeräte-Pfand abliefern müssen.
 Wir fordern daher den Gesetzgeber auf, alle Möglichkeiten der modernen elektronischen Technik auch gegenüber
 internationalen Online-Versand-Unternehmen einzusetzen, damit auch deren Geschäfte ebenso überprüfbar
werden, wie dies von der Finanzverwaltung bei Betriebsprüfungen gegenüber Handelsbetrieben mit Standort in Österreich
 praktiziert wird.“

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30.07.2018

Tempolimit auf Autobahnen in vielen Staaten Europas niedriger als in Österreich

Tempolimit auf Autobahnen in vielen Staaten Europas niedriger als in Österreich Tempolimit auf Autobahnen in vielen Staaten Europas niedriger als in Österreich

Ab 1. August wird in Österreich auf der A1 Westautobahn zwischen Haid und Sattledt Tempo 140 eingeführt. Der VCÖ weist darauf hin, dass es in Europa nur in Bulgarien und Polen Tempolimit 140 gibt, in Deutschland gibt es auf etwa der Hälfte der Autobahnen kein Tempolimit und stattdessen eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h.

130 km/h ist auch das am weitesten verbreitete Tempolimit auf den Autobahnen in der EU. Mit Österreich gilt Tempo 130 in 14 EU-Staaten. Auffallend ist, dass in acht EU-Staaten das Tempolimit niedriger ist als in Österreich. In Zypern ist (so wie auch im Nicht-EU-Land Norwegen) höchstens Tempo 100 erlaubt. In Schweden gilt Tempolimit 110, in Großbritannien umgerechnet 112 km/h. In fünf EU-Staaten darf auf Autobahnen höchstens 120 km/h gefahren werden: In Belgien, Finnland, Irland, Portugal und Spanien.

„In jenen Staaten, wo die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle im Verhältnis zur Bevölkerungszahl niedrig ist, sind die Tempolimits niedriger als in Österreich“, stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. In Norwegen waren im Vorjahr pro Million Einwohner 20 Verkehrstote zu beklagen, in Schweden 25, in der Schweiz und in Großbritannien jeweils 27, macht der VCÖ aufmerksam. In Österreich war die Zahl der Verkehrstoten mit 47 pro Million Einwohner deutlich höher. Im 1. Halbjahr 2018 stieg die Zahl der Verkehrstoten in Österreich um rund 13 Prozent auf 193.

Tempolimits sind nicht der einzige Einflussfaktor auf die Verkehrssicherheit, jedoch ein sehr zentraler. „Mit dem Tempo nimmt der Anhalteweg zu. Das Risiko eines Unfalls steigt und, wenn es zu einem Unfall kommt, erfolgt der Zusammenstoß mit einem höheren Tempo, was die Verletzungsschwere erhöht“, betont VCÖ-Experte Gansterer. Ein Pkw, der mit 130 km/h einen Anhalteweg (Reaktionsweg plus Bremsweg) von 116 Metern hat, hat mit 140 km/h einen Anhalteweg von 132 Metern und nach 116 Meter noch eine Geschwindigkeit von 56 km/h, macht der VCÖ aufmerksam.

Aufgrund der hohen Toleranzgrenze in Österreich, bedeutet Tempolimit 140, dass einige 150 km/h oder mehr fahren. „Je größer die Tempounterschiede, umso schlechter für den Verkehrsfluss, wodurch es erst wieder zu Zeitverzögerungen kommt. Zudem ist die Gefahr groß, dass mehr gedrängelt wird“, erklärt VCÖ-Experte Gansterer. Der VCÖ weist darauf hin, dass die A1 bei Haid jener Autobahnabschnitt, wo österreichweit die meisten Lkw unterwegs sind. Allein im Vorjahr fuhren hier rund fünf Millionen Lastwagen, mehr als doppelt so viele wie über den Brenner. Auch in Zukunft werden langsamere Pkw die Lkw überholen.

Der VCÖ spricht sich gegen die Einführung von Tempo 140 und für eine Herabsetzung der Toleranzgrenze auf Schweizer Niveau aus. In der Schweiz wird ein Überschreiten des Tempolimits (120 km/h auf Autobahnen) von über 5 km/h geahndet. In der Schweiz kamen im Vorjahr 230 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, in Österreich waren es mit 414 um 80 Prozent mehr.

In vielen europäischen Staaten ist Tempolimit auf Autobahnen niedriger als in Österreich

100 km/h: Norwegen, Zypern

110 km/h: Schweden, Großbritannien

120 km/h: Belgien, Finnland, Irland, Portugal, Schweiz, Spanien

130 km/h: Dänemark, Deutschland (Richtgeschwindigkeit), Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn

140 km/h: Bulgarien, Polen

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13.12.2018

Vorarlberger sind die reichsten Österreicher - Niederösterreicher an zweiter Stelle

Vorarlberger sind die reichsten Österreicher Vorarlberger sind die reichsten Österreicher

Mit einem verfügbaren Einkommen von 24.200 Euro je Einwohner haben die Niederösterreicher 2017 das zweithöchste Pro-Kopf-Einkommen im Bundesländervergleich erzielt, übertroffen lediglich von Vorarlberg mit 24.600 Euro. Die niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen gab es in Kärnten mit 22.800 und Wien mit 22.200 Euro, der österreichische Durchschnitt lag bei 23.300 Euro. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst der jüngsten regionalen Einkommensanalyse der Statistik Austria.

Die Studie hat auch die Entwicklung des Bruttoregionalprodukts (BRP) untersucht. Das ist der Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die während eines Jahres innerhalb der Grenzen eines Bundeslandes produziert werden und dem Endverbrauch dienen. Demnach konnte Niederösterreich sein BRP 2017 um zwei Prozent auf mehr als 57 Milliarden Euro steigern. Im Vergleich der Bundesländer haben nur Wien mit rund 94 Milliarden Euro und Oberösterreich mit 63 Milliarden Euro ein höheres BRP.

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