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13.12.2018

Vorarlberger sind die reichsten Österreicher - Niederösterreicher an zweiter Stelle

Vorarlberger sind die reichsten Österreicher Vorarlberger sind die reichsten Österreicher

Mit einem verfügbaren Einkommen von 24.200 Euro je Einwohner haben die Niederösterreicher 2017 das zweithöchste Pro-Kopf-Einkommen im Bundesländervergleich erzielt, übertroffen lediglich von Vorarlberg mit 24.600 Euro. Die niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen gab es in Kärnten mit 22.800 und Wien mit 22.200 Euro, der österreichische Durchschnitt lag bei 23.300 Euro. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst der jüngsten regionalen Einkommensanalyse der Statistik Austria.

Die Studie hat auch die Entwicklung des Bruttoregionalprodukts (BRP) untersucht. Das ist der Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die während eines Jahres innerhalb der Grenzen eines Bundeslandes produziert werden und dem Endverbrauch dienen. Demnach konnte Niederösterreich sein BRP 2017 um zwei Prozent auf mehr als 57 Milliarden Euro steigern. Im Vergleich der Bundesländer haben nur Wien mit rund 94 Milliarden Euro und Oberösterreich mit 63 Milliarden Euro ein höheres BRP.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
05.06.2019

Lächerlich

Staatspolitische Verantwortung, wie sie vom Bundespräsidenten mehrfach eingemahnt wurde, legen Rot und Blau so jedenfalls nicht an den Tag. Staatspolitische Verantwortung, wie sie vom Bundespräsidenten mehrfach eingemahnt wurde, legen Rot und Blau so jedenfalls nicht an den Tag.

Zwischen Stichtag und Wahltag müssen 82 Tage liegen, besagt die Nationalratswahlordnung. Das sind fast drei Monate, man könnte auch sagen, das ist beinahe ein Jahresviertel. Hätte man im Nationalrat umgehend mit dem Ende der ÖVP-FPÖ-Koalition gehandelt und einen Wahltag festgelegt, würde man nicht mehr als vier Monate auf den Urnengang warten müssen.

Es ist einfach lächerlich, wenn der Vize-Klubchef der SPÖ den späten Wahltermin damit begründet, dass die Wähler die Möglichkeit haben sollen, „sich über Positionen und Pläne der Parteien ausreichend zu informieren“. Und ebenso lächerlich ist es angesichts des Fristenlaufs, den 15. September als „überhasteten Wahltermin direkt nach Schulbeginn“ abzulehnen.

Gemessen daran, dass es SPÖ und FPÖ beim Sturz der Regierung gar nicht schnell genug gehen konnte, ist das Herumlavieren beim Wahltermin und dessen Hinauszögern schlicht nicht argumentierbar. Natürlich geht es den Kanzler-Stürzern ausschließlich darum, das derzeitige Stimmungshoch der ÖVP möglichst abflachen zu lassen. Staatspolitische Verantwortung, wie sie vom Bundespräsidenten mehrfach eingemahnt wurde, legen Rot und Blau so jedenfalls nicht an den Tag.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Oö. Volksblatt von Markus EBERT
11.06.2019

Der unverfrorene Herr Strache

„Schämen Sie sich“, ruft der ehemalige FPÖ-Vizekanzler den jetzigen Regierenden zu. Wenn sich jemand schämen sollte, dann er. Ob seines via Video dokumentierten Gedanken-Unguts. „Schämen Sie sich“, ruft der ehemalige FPÖ-Vizekanzler den jetzigen Regierenden zu. Wenn sich jemand schämen sollte, dann er. Ob seines via Video dokumentierten Gedanken-Unguts.

Schämt euch!“, befindet Heinz-Christian Strache via Facebook. An das Kabinett von Kanzlerin Brigitte Bierlein adressiert er das. Mit der sprachlich ungelenk formulierten Anmerkung: „Die guten Freiheitlichen Projekte werden nicht umgesetzt, dafür werden alle positiven Fortschritte der FPÖ in der Regierung wieder zurückgenommen.“ Jener Mann, der – noch dazu als Chef einer Oppositionspartei – im Juli 2017 einer vermeintlichen russischen Oligarchin erläuterte, wie Spenden am Rechnungshof vorbei an seine Partei ergehen könnten, der ihr – als Gegenleistung für Nationalratswahlkampfhilfe – öffentliche Aufträge in Aussicht stellte, der eine Geisteshaltung offenbarte, die einen erschaudern lässt, der für innenpolitische Turbulenzen verantwortlich ist, wie es sie in der Zweiten Republik noch nicht gegeben hat, der Österreich im Ausland desavouiert hat, ruft untadeligen Experten zu, dass sie sich schämen sollen.

Reue und Rückzug aus der Politik ob des eigenen unentschuldbaren Verhaltens – Fehlanzeige. Nach bekanntem Blau-Muster wird auf andere gezeigt.

Sein Nachfolger an der Parteispitze macht das ebenfalls. Sollte Strache sein EU-Parlamentsmandat annehmen, werde er so lange keine FPÖ-Funktion innehaben, bis „die Umstände rund um das Ibiza-Video“ aufgeklärt seien, sagt Norbert Hofer. Also nicht der, der all das Unsägliche von sich gegeben hat, ist der Übeltäter; Bösewichte sind jene, die es dokumentiert haben.

Man stelle sich vor, ein hochrangiger Vertreter einer anderen Partei wäre derart überführt worden wie Strache – Zeter und Mordio hätten die Freiheitlichen geschrieen. Und das täten sie noch immer.

Wider die „Heimatverräter“ hieße es wohl. Wider die „Alt- und Systemparteien“, aus deren Reihen sich auch noch einer erdreiste, auf ein sattes Abgeordnetengehalt zu spitzen. Straches Anhänger würden das beklatschen – und einander überbieten mit Empörungsbekundungen. Sauerei, Frechheit, Skandal!

Im tatsächlichen Fall passiert das Gegenteil. Mit Vorzugsstimmen haben sie Strache bedacht; zum Durchhalten animieren sie ihn. Ein Paradoxon.

Viele haben sich den Freiheitlichen zugewandt, weil sie sich damit auch bei den „Anständigen und Fleißigen“ wähnten. Schon durch die Praktiken bei Hypo & Co wurde veranschaulicht, dass das Handeln der Führungsriege der Eigen-PR nicht entspricht. Jetzt müssten sich die Gutgläubigen erst recht getäuscht und hintergangen fühlen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: screenshot youtube / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Karin Leitner
25.06.2018

Lieber Nachbarn als Schwiegereltern: Wem die Österreicher im Urlaub ihre Wohnung anvertrauen

Wem die Österreicher im Urlaub ihre Wohnung anvertrauen Wem die Österreicher im Urlaub ihre Wohnung anvertrauen

Die Ferien beginnen bald, für tausende Österreicher geht es in den Urlaub. Doch ihre Wohnung vertrauen sie nicht jedem an: Doppelt so viele Österreicher würden während ihres Urlaubs lieber den Nachbarn als die Schwiegereltern aufpassen lassen. Das hat eine repräsentative Studie von immowelt.at, einem der führenden Immobilienportale Österreichs, ergeben. Unter allen Befragten sagen 14 Prozent, dass sie ihre Wohnung in die Hände des Nachbarn geben würden - die Schwiegereltern sind hingegen nur bei 7 Prozent erste Wahl. Auch Freunde (15 Prozent) sind den Befragten lieber als die angeheiratete Verwandtschaft.

Aufpasser Nummer 1: die Eltern

Während die Eltern des Partners wenig Vertrauen genießen, sind die eigenen hingegen erste Wahl: Die meisten Befragten (33 Prozent) würden Mutter und Vater nach dem Rechten sehen lassen. Generell vertrauen die Österreicher noch am ehesten der eigenen Verwandtschaft die Wohnungsschlüssel an: Insgesamt würden knapp zwei Drittel der Befragten jemanden aus der eigenen Familie aufpassen lassen. Neben den Eltern sind Geschwister (11 Prozent) oder andere Verwandte (13 Prozent), wie Kinder oder Enkelkinder, beliebte Aufpasser. Die Schwiegereltern schneiden am schlechtesten ab. Gleich viele Befragte (7 Prozent) würden sogar niemanden in die eigenen vier Wände lassen.

Schwiegereltern sind nicht immer unbeliebt

Lediglich 30- bis 39-Jährige haben Vertrauen in die Schwiegereltern. Nach den eigenen Eltern (48 Prozent) sind die Schwiegereltern (16 Prozent) deren zweite Wahl. Besonders auffallend: Mit zunehmendem Alter überlassen die Befragten ihre Wohnung seltener Familienmitgliedern, dafür immer häufiger den Nachbarn. Einerseits, weil sie diese schon länger kennen - andererseits, weil bei den Über-60-Jährigen weniger Verwandte am Leben und die Optionen für Aufpasser somit begrenzt sind.

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

Wem würden Sie am ehesten Ihre Wohnung/Ihr Haus anvertrauen, wenn Sie

im Urlaub sind?

- meinen Eltern: 33 Prozent

- Freunden/Bekannten: 15 Prozent

- meinem Nachbarn: 14 Prozent

- anderen Verwandten: 13 Prozent

- meinen Geschwistern: 11 Prozent

- meinen Schwiegereltern: 7 Prozent

- niemandem: 7 Prozent

- einem Hausbetreuungsdienst: 0 Prozent

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
26.11.2018

„Der ländliche Raum muss urbaner werden!“

„Der ländliche Raum muss urbaner werden!“ „Der ländliche Raum muss urbaner werden!“

Die Schaffung von besseren Verkehrsanbindungen, mehr Kinderbetreuungsangebote sowie attraktivere Bildungseinrichtungen: In diesen Maßnahmen sieht die Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV-NÖ) wirksame Instrumente, der Ausdünnung des ländlichen Raumes und der Überalterung der dort lebenden Bevölkerung gegenzusteuern. Denn in peripheren Regionen haben die Unternehmen oft noch stärker mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen als in Ballungsräumen.

„Der ländliche Raum muss urbaner werden“, fordert IV-NÖ-Präsident Thomas Salzer. Damit sei keineswegs gemeint, die schöne Landschaft mit Gebäuden zuzupflastern. Vielmehr gehe es darum, den urbanen Komfort und Lebensstil, den sich vor allem junge Menschen wünschen, über die Stadtgrenzen hinaus auch in die abgelegenen Gebiete Niederösterreichs zu transportieren. „Im nördlichen Wald- und Weinviertel gibt es erhebliche Defizite in der regionalen Wertschöpfung“, stellt Salzer fest.

Als ein erfolgreiches Best-Practice-Beispiel, wie man die Abwanderung einbremsen konnte, nennt der IV-NÖ-Präsident die Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke zwischen Wien und St. Pölten sowie den Pendlerbahnhof Tullnerfeld. Auch auf dem Bildungssektor gebe es mit den Fachhochschulen und regionalen Initiativen, wie z.B. der Zukunftsakademie Mostviertel, positive Impulse. Allerdings: „Das Breitbandnetz muss dringend flächendeckend ausgebaut werden. Die Digitalisierung eröffnet auch dem ländlichen Raum neue Chancen, dazu ist aber der schnelle Datenaustausch erforderlich“, unterstreicht Salzer.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
30.07.2018

Gekürzte Mindestsicherung – Wirtschaftstreibende fordern Sozialministerin Hartinger-Klein zur „150-Euro-Challenge“

Wirtschaftstreibende fordern Sozialministerin Hartinger-Klein zur „150-Euro-Challenge“ Wirtschaftstreibende fordern Sozialministerin Hartinger-Klein zur „150-Euro-Challenge“

Eine Gruppe mittelständischer Wirtschaftstreibender fordert Sozialministerin Beate Hartinger-Klein zur „150-Euro-Challenge“ heraus. Die Wettbedingungen sind einfach: Schafft die Ministerin es, einen Monat lang ohne fremde Hilfe von 150 Euro zu leben, spenden die Wirtschaftstreibenden ein Ministerinnengehalt in Höhe von 17.511 Euro an eine karitative Organisation, die Hartinger-Klein aussucht. Die Ministerin muss im Rahmen der „150-Euro-Challenge“ alle Ausgaben des täglichen Lebens von diesen 150 Euro bestreiten – außer ihre Wohnkosten. Anlass für die Challenge ist ein Interview der Ministerin auf oe24.tv, in dem sie behauptet hatte, dass man als Bezieher der Mindestsicherung von 150 Euro leben kann: „Wenn man die Wohnung auch noch bekommt, dann sicher“, waren die Worte der Ministerin.

„Diese Äußerung hat uns – gelinde gesagt – erstaunt. 150 Euro ist wenig Geld. Immerhin geht es um Essen und Trinken für einen Monat. Ausgaben für Kleidung, private Fahrten, Kosmetik- und Hygieneartikel, Internet und Telefon kommen auch noch dazu. Ehrlich gesagt bezweifeln wir stark, dass die Ministerin tatsächlich weiß, wovon sie spricht“, so Stefan Sengl, einer der Initiatoren der „150-Euro-Challenge“. Man wolle die Politik der Ministerin und der Bundesregierung einem „Reality-Check“ unterziehen, so Sengl. Er sieht darin eine Win-Win-Situation: „Kommt die Ministerin mit 150 Euro aus, schaut dabei eine ansehnliche Spende für eine karitative Organisation ihrer Wahl heraus. Scheitert die Ministerin, überdenkt sie vielleicht die geplanten Einschnitte im Sozialsystem“, so Sengl.

Die Spendensumme von 17.511 Euro stellen die Wirtschaftstreibenden garantiert bereit. Privatpersonen, die die Initiative unterstützen wollen, können sich unter https://www.respekt.net/projekte-unterstuetzen/details/projekt/1656/ am Wetteinsatz für die „150-Euro-Challenge“ beteiligen. Die Herausforderung zur Challenge wurde heute, Sonntag, via E-Mail an die Ministerin übermittelt.

Neben PR-Berater Stefan Sengl beteiligen sich unter anderem auch der Wiener Wirt Daniel Landau, die Startup-Beraterin Maria Baumgartner und der Sonnenstudiobetreiber Hans Arsenovic an der Initiative.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
24.09.2018

Lippenbekenntnis ist zu wenig

Sind führende Sozialdemokraten nicht von Sinnen, dann beteuern sie nicht nur, hinter Neo-Chefin Pamela Rendi-Wagner zu stehen Sind führende Sozialdemokraten nicht von Sinnen, dann beteuern sie nicht nur, hinter Neo-Chefin Pamela Rendi-Wagner zu stehen

Sind führende Sozialdemokraten nicht von Sinnen, dann beteuern sie nicht nur, hinter Neo-Chefin Pamela Rendi-Wagner zu stehen. Dann tun sie das auch.

Das Lob der Parteigranden ist groß für die Neue an der Spitze. Einer wie der andere beteuert, Kerns Nachfolgerin zu unterstützen. Nur eine aus der SPÖ-Riege warnt die Gesinnungsfreunde auch öffentlich, AK-Chefin Renate Anderl. Es solle nicht nur jetzt gesagt werden, hinter Pamela Rendi-Wagner zu stehen, das müsse fortan auch so sein. Wiener Rote hatten ja Doris Bures als Frontfrau gewollt.

Vor allem mächtige SPÖler wie Bürgermeister Michael Ludwig sind gut beraten, dem Lippenbekenntnis Taten folgen zu lassen, damit es nicht weiter bergab geht mit seiner Partei. In der Hauptstadt wird spätestens 2020 gewählt; eine schwache Bundespartei kann Ludwig dafür nicht brauchen. Erfangen kann sich diese nur, wenn Schluss ist mit Querschüssen wie jenen in Sachen Migrationspolitik, wenn Schluss ist mit Intrigen und Falschspielerei. Was Kern verabsäumt hat, als er SPÖ-Chef wurde, wird Rendi-Wagner tun müssen: Vertrauensleute um sich scharen. Das umso mehr, als sie der SPÖ erst vor eineinhalb Jahren beigetreten ist.

Sie kennt deren Mechanismen nicht, hat keine Hausmacht. Vor allem Bures wird als Verbündete vonnöten sein. Rendi-Wagners Vorteil: Sie ist unbelastet von der roten Vergangenheit. Mit ihr kann das signalisiert werden, was Kern der Partei verordnet hat: sich zu öffnen – mit der Hoffnung auf Zuspruch abseits klassischer Klientel, jenem von Urbanen, Grün- oder NEOS-Affinen. Rendi-Wagner soll ja auch Spitzenkandidatin bei der Nationalratswahl sein. Leadership hat sie nun zu zeigen – und dass sie Politik kann. Dass sie sich vom Oppositionsdasein nicht zermürben lässt. Dass sie der Regierung mehr entgegenzuhalten hat als Keppelei. Eine Mammutaufgabe für eine Frau in einer Partei, in der bis dato nur Männer das Sagen hatten.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Von SPÖ Presse und Kommunikation - CC BY-SA 2.0 / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von Karin Leitner
07.08.2018

Keine Toleranz bei Sozialbetrug und E-Card-Missbrauch

Keine Toleranz bei Sozialbetrug und E-Card-Missbrauch Keine Toleranz bei Sozialbetrug und E-Card-Missbrauch

„Das Sozialsystem muss nicht nur effizienter, sondern auch sicherer werden. Die Bundesregierung hat sich bereits darauf verständigt, dem E-Card-Missbrauch entgegen zu wirken. Ab 2020 kommt das Foto auf die E-Card. Nun sollten auch die letzten Kritiker von der Notwendigkeit dieser Maßnahme überzeugt sein“, so Karl Nehammer, Generalsekretär der Volkspartei. Nehammer weiter: „Wer einmal unseren Sozialstaat ausnützt, der muss mit harten Sanktionen rechnen.“ Er reagiert damit auf den bekanntgewordenen Betrugsfall in Tirol. Hier soll durch die verbotene Weitergabe der E-Card ein Schaden von mindestens 50.000 Euro entstanden sein. In den letzten Jahren häuften sich die Berichte über derartige Vorfälle. Jährlich werden 200.000 E-Cards verloren und 43.000 sogar gestohlen. „Betrugsfälle dieser Art gehen auf Kosten der Allgemeinheit und aller Beitragszahler. Das kann so nicht hingenommen, sondern muss hart sanktioniert werden“, so Nehammer.

Studien bestätigen seit Jahren, dass es im Bereich der Sozialversicherung erhebliche Effizienzpotenziale gibt. Zudem ortet Nehammer auch Sicherheitslücken im System. „Wir sind gegenüber den Versicherten in der Pflicht, das beste, effizienteste und sicherste Sozialversicherungssystem zur Verfügung zu stellen. Hier haben wir viel Aufholbedarf."

Die freiheitliche Sozialsprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch forderte bereits seit 2006 eine Personalisierung der e-card, um Sozialbetrügern das Handwerk zu legen. „Diese Forderung wurde aber von der SPÖ belächelt und lächerlich gemacht. Doch der aktuelle Fall in Innsbruck zeigt auf wie einfach es in Österreich ist, mit der Karte zu betrügen und das Sozialsystem zu schädigen. Wenn nur eine Person einen Schaden von 50.000 Euro verursachen kann, ist es leicht nachvollziehbar in welcher schwindelerregender Höhe sich die reale Summe befinden muss.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
03.08.2018

1968 - 2018: 50 Jahre Big Mac

Mit zwei Rindfleischpatties, Salat, Cheddar-Schmelzkäse, frischen Zwiebeln, Gurkerln und der berühmten Big Mac-Sauce wurde der Burger nach seiner Einführung vor genau 50 Jahren in den USA rasch zu einer Erfolgsgeschichte Mit zwei Rindfleischpatties, Salat, Cheddar-Schmelzkäse, frischen Zwiebeln, Gurkerln und der berühmten Big Mac-Sauce wurde der Burger nach seiner Einführung vor genau 50 Jahren in den USA rasch zu einer Erfolgsgeschichte

Ein echter Klassiker feiert seinen 50. Geburtstag: Der Big Mac, 1968 erstmals im McDonald’s Restaurant von Jim Delligatti in Pennsylvania serviert, ist der weltweit wohl populärste Burger. Zum Höhepunkt des Jubiläumsjahres bedankt sich McDonald’s bei seinen Gästen mit einem besonderen Geschenk und präsentiert die MacCoins, eigens geprägte und in über 50 Ländern der Welt für einen Big Mac einlösbare Münzen. McDonald’s Österreich feiert mit und bringt ab heute die MacCoins in die heimischen Restaurants.

Mit zwei Rindfleischpatties, Salat, Cheddar-Schmelzkäse, frischen Zwiebeln, Gurkerln und der berühmten Big Mac-Sauce wurde der Burger nach seiner Einführung vor genau 50 Jahren in den USA rasch zu einer Erfolgsgeschichte – und international so verbreitet und bekannt, dass der Namensgeber des „Big Mac Index“ seit 1986 als Indikator für die Kaufkraft verschiedener Währungen dient. „Egal in welchem Land man einen Big Mac bestellt: Auf die Qualität und den einzigartigen Geschmack ist Verlass. Das 50-jährige Jubiläum des Big Mac feiern wir zusammen mit unseren Gästen mit den MacCoins“, so McDonald’s Österreich Managing Director Isabelle Kuster.

Pop-up „MacCoins Headquarter“ in Wien

Anfang August ist es schließlich soweit: Mehr als 6,2 Millionen MacCoins werden gleichzeitig in mehr als 50 Länder angeliefert, davon 300.000 MacCoins nach Österreich. Für das weltweit einzigartige „MacCoins Headquarter“ wurde das McDonald’s Restaurant auf der Wiener Pilgrambrücke komplett umgestaltet und präsentiert mit anschaulichen Infografiken die Geschichte des Big Mac, den Big Mac Index und die fünf unterschiedlichen Prägungs-Designs der MacCoins. „Das Pop-up-Headquarter gibt es bis zehnten August – den Big Mac auch noch die nächsten 50 Jahre“, so Franchisenehmerin Barbara Huber.

1 MacCoin = 1 Big Mac

Das Prinzip ist einfach erklärt: Ab sofort und solange der Vorrat reicht gibt es zu jedem bestellten Big Mac-McMenü eine MacCoin – und für jede MacCoin erhält man in jedem McDonald’s Restaurant in allen teilnehmenden Ländern bis Ende des Jahres einen Big Mac. Die MacCoins können aber nicht nur eingelöst, sondern auch gesammelt werden: Fünf unterschiedliche Designs der limited MacCoins-Edition stellen je ein Jahrzehnt der letzten 50 Jahre dar.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: McDonald’s Österreich
05.06.2019

Trumps Feldzug gegen Europa

US-Präsident Donald Trump nutzt den Staatsbesuch in Großbritannien nicht nur für Wahlkampfbilder. Er wirbt für einen harten Brexit, bringt Washingtons Kandidaten für Mays Nachfolge in Stellung und will Europa weiter schwächen. US-Präsident Donald Trump nutzt den Staatsbesuch in Großbritannien nicht nur für Wahlkampfbilder. Er wirbt für einen harten Brexit, bringt Washingtons Kandidaten für Mays Nachfolge in Stellung und will Europa weiter schwächen.

Donald Trump liebt große Inszenierungen. Beim Staatsbesuch in Großbritannien wurde dem US-Präsidenten der rote Teppich ausgerollt, inklusive des ganzen Pomps des britischen Königshauses – vom prunkvollen Empfang durch Königin Elizabeth II. im Buckingham-Palast bis hin zum abendlichen Staatsbankett. Trump wird die Bilder aus Großbritannien für seinen Wahlkampf um eine zweite Amtszeit als US-Präsident zu nutzen wissen.

Doch neben dem Lächeln mit der Queen ging es Trump und seinem umtriebigen Beraterteam vor allem um beinharte Politik, um geostrategische Interessen. Und da wird vielen nicht mehr zum Lachen zu Mute sein, in Großbritannien und vor allem in Europa. Bereits vor seiner Ankunft hat sich der TV-Showman Trump, der zum Präsidenten gewählt wurde, ganz offen in die britische Innenpolitik eingemischt.

Und den Briten einen umfassenden Abschied von Europa nahegelegt, ohne Zollunion, ohne europäische Gerichtsbarkeit – einen harten Brexit also. London müsse die Bande zu Europa vollständig kappen und solle sich ganz und gar in die Hände der USA begeben, erklärten Trump und sein Nationaler Sicherheitsberater, Rechtsaußen John Bolton, den Briten. Und sie haben auch schon den Nachfolger für die scheidende Premierministerin Theresa May, die – nachdem ihr mit der EU ausgehandeltes Austrittsabkommen im Parlament mehrfach gescheitert ist – am Freitag zunächst als Parteichefin der Tories zurücktreten wird, auserkoren.

Der exzentrische frühere Außenminister und Brexit-Hardliner Boris Johnson soll das Amt übernehmen, den laut Washington zu EU-freundlichen Kurs Mays korrigieren und einen harten Brexit sicherstellen.

Mit seinen Empfehlungen hat Trump natürlich gegen alle diplomatischen Konventionen verstoßen. Er hat sich unverblümt in die britische Innenpolitik eingemischt und vor allem: Er zieht – wieder einmal – gegen Europa zu Felde. Auf dem Schlachtfeld der Wirtschaft soll Europa mit der möglichst vollständigen Loslösung Großbritanniens aus der EU ein harter Schlag versetzt werden.

Mit Niedrigsteuern könnte London den europäischen Ländern dann das Leben schwer machen und ein neues Freihandelsabkommen zwischen Großbritannien und den USA soll die trans­atlantischen Märkte zu neuen Höhenflügen führen – ganz ohne Einschränkungen.

Bei den heutigen Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie im südenglischen Portsmouth können sich Trump, Frankreichs Präsident Macron und Deutschlands Kanzlerin Merkel wieder zulächeln.

Aber es wird nichts zum Lachen geben.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Gage Skidmore CC BY-SA 3.0 / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Christian Jentsch
21.12.2018

Katholisches Krisenmanagement

Alles, nur kein Ruhmesblatt: Der Umgang der katholischen Kirche mit den Vorwürfen gegenüber dem früheren Kärntner Bischof Alois Schwarz erinnert an das Verhaltensmuster der Kirchenkrise in den 1990er-Jahren. Alles, nur kein Ruhmesblatt: Der Umgang der katholischen Kirche mit den Vorwürfen gegenüber dem früheren Kärntner Bischof Alois Schwarz erinnert an das Verhaltensmuster der Kirchenkrise in den 1990er-Jahren.

Alles, nur kein Ruhmesblatt: Der Umgang der katholischen Kirche mit den Vorwürfen gegenüber dem früheren Kärntner Bischof Alois Schwarz erinnert an das Verhaltensmuster der Kirchenkrise in den 1990er-Jahren.

Die Vorwürfe gegen den früheren Kärntner Bischof Alois Schwarz wiegen schwer. Doch der Umgang der katholischen Kirche mit der Causa ebenso. Die vergangenen Tage legen Zeugnis darüber ab, dass die Kirche nahezu alles verlernt hat, was sie einst in ihrem Umgang mit der Affäre Hans Hermann Groër, mit den umstrittenen Bischofs­ernennungen, mühsam erlernen musste.

Seit Monaten sind Bischofskonferenz und Rom über die Machenschaften des früheren Bischofs der Diözese Gurk-Klagenfurt informiert. Direkt über Mitarbeiter aus dem Bistum, indirekt über anonyme Schreiben. Passiert ist nichts. Nein, fast nichts. Im Sommer dieses Jahres glaubten die Kirchenverantwortlichen, die Causa elegant zu planieren. Für St. Pölten wurde ein Bischof gesucht. Und diesen meinte man in der Person Schwarz gefunden zu haben. St. Pölten ist befriedet, und in Klagenfurt soll Gras über die Sache wachsen. Welch ein Irrtum.

In Kärnten erschallte der Ruf nach Aufklärung. Als Engelbert Guggenberger nach dem Wechsel von Schwarz nach St. Pölten vom Domkapitel zum Diözesanadministrator gewählt worden ist, machte er sich an die Aufklärungsarbeit. Doch als der Prüfbericht fertig war, kam die Weisung aus Rom. Der Bericht darf nicht öffentlich gemacht werden. Die Mitglieder des Domkapitels nahmen den Befehl zähneknirschend zur Kenntnis. Nicht aber Alois Schwarz. Er sah sich durch seinen selektiven Blick auf den Bericht reingewaschen. Nicht erwähnt hatte er seinen kritisierten Führungs- und Lebensstil, nicht die Millionenverluste, die er in seiner Amtszeit zu verantworten hat, naturgemäß auch nicht sein Verhältnis zur mittlerweile gekündig­ten Leiterin des Bildungshauses St. Georgen am Längsee.

Wut, Empörung und Sprachlosigkeit machten sich breit. Da wollte dann der ansonsten so umsichtige Diözesan­administrator nicht länger schweigen. Er veröffentlichte am Dienstag den Bericht – und musste sich von Kirchenseite den Vorwurf mangelnden Gehorsams gefallen lassen. Nein – Guggenberger sah sich seinem Gewissen verpflichtet, wie er sein Handeln rechtfertigte.

Vieles erinnert dieser Tage an das alte Verhaltensmuster, welches in den 1990er-Jahren zu schweren Vertrauenskrisen geführt hat. Der Vatikan scheint jetzt das Problem begriffen zu haben – und lässt das „System Schwarz“ prüfen. Ein Ruhmesblatt ist das nicht, vielleicht eine späte Einsicht. Von Rom, nicht von Alois Schwarz.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von Mario Zenhäusern
24.06.2019

Mobile Klimageräte akute Gefahr: Warnung vor Kohlenmonoxid-Unfällen

Durch die wachsende Beliebtheit von mobilen Klimageräten ist es in den letzten Jahren zu vermehrten Problemen beim Luftaustausch in Wohnungen gekommen. Durch die wachsende Beliebtheit von mobilen Klimageräten ist es in den letzten Jahren zu vermehrten Problemen beim Luftaustausch in Wohnungen gekommen.

Die Außentemperaturen steigen diese Woche abermals über 30 Grad. Höchste Zeit die regelmäßige, fachgerechte Überprüfung des Lufthaushaltes, der Durchlauferhitzer bzw. Thermen und der Abgasanlage im Rahmen der Hauptkehrung durch den Rauchfangkehrer durchführen zu lassen. Speziell bei Änderungen, welche den Lufthaushalt beeinträchtigen, wie bei der Installation eines mobilen Klimagerätes ist der Rauchfangkehrer zu verständigen. Ein weiterer unerlässlicher Faktor ist die jährliche Wartung der Gasgeräte durch einen befugten Installateur. „Eine schlecht gewartete Gasfeuerstätte und eine unzureichende Verbrennungsluftzuführung bergen große Risiken. Die womöglich austretenden Abgase enthalten das farb-, geruch- und geschmacklose Atemgift Kohlenmonoxid“, warnt Christian Leiner, Innungsmeister der Wiener Rauchfangkehrer. „Die Häufung der CO-Unfälle in den letzten Wochen zeigt ein fehlendes Bewusstsein für die Problematik. Ein kurzer Termin mit dem Rauchfangkehrer schützt vor tragischen Vorfällen.“

Klimageräte belasten Luftverbund

Durch die wachsende Beliebtheit von mobilen Klimageräten ist es in den letzten Jahren zu vermehrten Problemen beim Luftaustausch in Wohnungen gekommen. „Es ist unbedingt notwendig, bei der Anschaffung eines mobilen Klimageräts eine Überprüfung des Luftverbunds durch den Rauchfangkehrer durchführen zu lassen“, sagt Christian Leiner. „Neu installierte luftabsaugende Einrichtungen können die Luftzirkulation stark beeinflussen. Nach einem Luftbefund können bei allfälligen Beeinträchtigungen gemeinsam Maßnahmen getroffen werden, um eine gesundheitliche Beeinträchtigung der Bewohner zu verhindern und für ein angenehmes Raumklima zu sorgen.“ Moderne Split-Klimaanlagen, welche unabhängig von der Raumluft agieren und für ein sicheres wohltemperiertes Raumklima sorgen, sind eine Möglichkeit solche Gefahren zu vermeiden.

Luftstoppel sorgen für Gefahr

„Wenn Abgase einer Therme oder eines Durchlauferhitzers im Vergleich zur Außenluft nicht heiß genug sind, können diese nicht aufsteigen, und der ordnungsgemäße Abzug über den Rauchfang wird verhindert“, erklärt Leiner das Phänomen Luftstoppel. Verstärkt wird dieser Effekt durch geschlossene Fenster, die in sanierten oder modernen Gebäuden besonders dicht sind. Das führt dazu, dass kein Sauerstoff von außen in die Wohnräume kommt und die Luftzirkulation zum Stillstand gelangt. Die Gefahr von Kohlenmonoxid-Unfällen droht. Bei ungebremster Sonneneinstrahlung am Dach würde dieser Effekt sogar schon bei niedrigeren Temperaturen eintreten.

Regelmäßiges Lüften auch bei Hitze

Die einfachste Sicherheitsmaßnahme, um Kohlenmonoxid-Gefahren bei Tagen mit über 30 Grad zu vermeiden, ist das Öffnen der Fenster. „Jede Flamme verbraucht Sauerstoff und erzeugt Kohlenmonoxid. An Tagen mit Außentemperaturen ab rund 30 Grad Celsius ist in jedem Fall höchste Vorsicht geboten. Selbst bei durchgeführter Wartung und positivem Rauchfangkehrer-Befund kann sich ein Luftstoppel bilden“, gibt Leiner abschließend zu bedenken. „Daher ist die Bewusstseinsbildung enorm wichtig. Kohlenmonoxid-Unfälle kommen nicht nur bei veralteten Geräten vor.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
24.09.2018

Warnung vor unseriösen und betrügerischen Anbietern von Finanzdienstleistungen

Warnung vor unseriösen und betrügerischen Anbietern von Finanzdienstleistungen Warnung vor unseriösen und betrügerischen Anbietern von Finanzdienstleistungen

Österreichs Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA warnt davor, dass zunehmend unseriöse und betrügerische Anbieter von Finanzdienstleistungen auftreten, die vortäuschen registrierte oder konzessionierte Unternehmen zu sein, die der Aufsicht einer Behörde unterliegen. Beispielsweise klonen sie die Identität registrierter oder konzessionierter Unternehmen und verweisen auf deren Registrierung in öffentlich zugänglichen Datenbanken von Behörden. Oder, sie erfinden eine Aufsichtsbehörde, für die sie sogar eine eigene Datenbank mit verblüffend echt wirkenden, aber gefälschten Registerdokumenten einrichten, auf die sie Interessenten dann hinleiten.

So schützen Sie sich: FMA-Website und FMA-Sicherheits-App

Prüfen Sie daher die Zulassung eines Unternehmens sehr genau, insbesondere auch, welche Finanzgeschäfte dieses überhaupt erbringen darf. Vergleichen und prüfen Sie die angegebenen Kontaktdaten mit jenen im behördlichen Register. Prüfen Sie, ob es die angegebene Behörde tatsächlich gibt, und ob sie tatsächlich zuständig ist. Bei Anbietern mit Bezug zu Österreich prüfen Sie auf der FMA-Website (https://www.fma.gv.at/), ob diese tatsächlich in unserer Unternehmensdatenbank aufscheinen oder, ob gegebenenfalls bereits eine Investorenwarnung veröffentlicht worden ist. Sie können sich auch gratis die FMA-Sicherheits-App auf Ihr Handy herunterladen, und haben so auch via Smartphone Zugriff auf die FMA-Unternehmensdatenbank und erhalten alle FMA-Warnmeldungen sofort aufs Handy (https://www.fma.gv.at/fma-app/).

Scheuen Sie sich auch nicht, die betreffende Aufsichtsbehörde auch direkt - und vom Anbieter und dessen Website unabhängig - zu kontaktieren. Schließen Sie niemals Finanzgeschäfte ab, wenn Sie der Anbieter unerbeten via Telefon, Fax oder Email kontaktiert hat; dieses „Cold Calling“ ist in Österreich gesetzlich verboten und ein sicheres Alarmzeichen für betrügerische Absichten.

Aktuelle Warnmeldungen

Die FMA verweist in diesem Zusammenhang insbesondere auf die von ihr in den vergangenen Monaten veröffentlichten Investoren-Warnungen zu „www.afbauer.com“, „www.helmutkob.com“, „www.holzmannfriedrich.com“ sowie zu dem unseriösen Anbieter „Gerber and Partners“, der sich auf eine frei erfundene österreichische Aufsichtsbehörde „FINSA“ beruft.

„Clone Firms“ oder „Clone Individuals“

Die Verwendung von Klonen registrierter oder konzessionierter Unternehmen ist eine gängige Betrugsmethode. Dabei werden in betrügerischer Absicht Firmenname und Registerdaten von tatsächlich existierenden und zum Geschäftsverkehr ordnungsgemäß zugelassenen Unternehmen missbräuchlich verwendet, um das Vertrauen der potenziellen Opfer zu erschleichen. In Wahrheit hat der Klon mit dem Unternehmen, für das er vorgibt tätig zu sein, nichts zu tun.

Beispiel:

Ein österreichischer Versicherungsvermittler gemäß Gewerbeordnung will im Zuge der EWR-Dienstleistungsfreiheit Versicherungen auch in Großbritannien vertreiben. Dazu veranlasst er, dass die österreichische Behörde der dort zuständigen Aufsichtsbehörde FCA (Financial Conduct Authority) seine europaweit gültige Gewerbeberechtigung als Versicherungsvermittler anzeigt sowie seine Absicht dort tätig zu werden mitteilt. Daraufhin nimmt die FCA diese „notifizierte“ Gewerbeberechtigung mit den erforderlichen Eckdaten in ihre Register der zugelassenen Anbieter auf. Der Betrüger bastelt nun mit diesen öffentlichen Daten ein fiktives Unternehmen, meist nur eine durchaus aufwendig gestaltete Website, und bietet aggressiv und unangefragt seine „Dienste“ an. Als vermeintlichen Beweis seiner Seriosität verweist er auf den FCA-Registereintrag des seriösen Anbieters, den er geklont hat. In der Regel gehen diese betrügerischen Geschäfte dann auch über vermeintliche Versicherungsvermittlung hinaus und umfassen auch Bank- und Wertpapiergeschäfte.

Erfährt die FMA von derartigen unseriösen Geschäftspraktiken, so veröffentlicht sie eine Warnmeldung unter Nennung der Klon-Firma und der angegebenen Kontaktdaten, untersagt die konzessionspflichtigen Geschäfte und bringt den Sachverhalt bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige.

Fake-Aufsichtsbehörde: FINSA (Financial Supervisory Authority)

Aus Großbritannien tritt derzeit ein unseriöser Anbieter, “Gerber and Partners”, auf, der Finanz- und Wertpapiergeschäfte anbietet, und behauptet in Österreich von der „Financial Supervisory Authority“ (FINSA) mit Sitz Twin Tower 8 Flr., Wienerbergstrasse 11, 1100 Vienna, Austria konzessioniert und dort registriert zu sein. Als FINSA-Kontaktdaten gibt er an: Ph: +43(720) 775336; Email: enquiries@finsa-gov.org; Website: www.finsa-gov.org. Auf der Website dieser frei erfundenen FINSA – verlinkt von „Gerber and Partners“ – findet sich auch ein Unternehmensregister, das eine Registrierung vortäuschen soll. Anleger erhalten von der FINSA dann gefälschte, der österreichischen Gewerbeberechtigung nachgebildete Urkunden zu den „registrierten“ Unternehmen.

Die FMA hat den Sachverhalt bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht.

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14.03.2019

Gefangen im Labyrinth des Brexits

Die britische Regierung hat sich im Irrgarten falscher Versprechungen und Annahmen verrannt – und findet keinen Ausweg Die britische Regierung hat sich im Irrgarten falscher Versprechungen und Annahmen verrannt – und findet keinen Ausweg

Die britische Regierung hat sich im Irrgarten falscher Versprechungen und Annahmen verrannt – und findet keinen Ausweg. Statt Kontrolle durch den EU-Austritt zurückzugewinnen, hat man sie verloren.

Großbritannien ist gefangen im Labyrinth des Brexits und es findet keinen Ausweg. Im Irrgarten falscher Versprechungen und Annahmen haben sich die Regierung der konservativen Premierministerin Theresa May und auch das Parlament, das tief gespalten und längst in lauter Einzelinteressen zerfallen ist, verrannt. Das politische London droht nun rund zwei Wochen vor dem festgeschriebenen Austrittstermin am 29. März im Chaos zu versinken. Nachdem die Abgeordneten des Unterhauses den von May in letzter Minute mit der EU nachgebesserten Austrittsvertrag am Dienstagabend erneut mit klarer Mehrheit abgeschmettert haben, bleibt vorerst wohl nur eine Verschiebung des Austrittstermins. Vorerst ohne Hoffnung auf einen Durchbruch. Aber die Alternative eines harten Brexits ganz ohne Abkommen und somit ohne jegliche Übergangsfrist hätte für die Bürger und Unternehmen auf beiden Seiten des Kanals schwerwiegende Konsequenzen, die nur wenige in London, Brüssel und den Hauptstädten der verbleibende­n 27 EU-Mitgliedsländer verantworten wollen.

Doch auch wenn es in absehbarer Zeit doch noch zu einer auch vom britischen Parlament akzeptierten Einigung zwischen London und der EU kommen sollte, beginnt für Großbritannien eine Reise ins Ungewisse. Und die vielen Versprechungen – von einer „strahlenden Zukunft“ bis hin zu einem „Global Britain“, das Freihandelsabkommen mit China, den USA und der EU zu seinem Vorteil abschließt – könnten rasch wie Seifenblasen zerplatzen. Denn im immer brutaleren globalen Wettkampf hat niemand auf die Befindlichkeiten Großbritanniens gewartet. Wer mit Trumps neuem „America First“ und dem immer aggressiver auftretenden China Geschäfte machen will, muss als Einzelkämpfer wohl zahlreiche Abstriche machen. Das weiß die Regierung in London, das wissen viele Unternehmen, das wissen aber offenbar viele von jenen nicht, die im Juni 2016 für den Austritt Großbritanniens aus der EU gestimmt haben. Es hat ihnen auch niemand gesagt. Vielmehr wurde dem Volk suggeriert, dass Brüssel für all die Versäumnisse auf der britischen Insel verantwortlich ist – für das marode Gesundheitssystem, für die fristlose Öffnung des Arbeitsmarktes nach der EU-Osterweiterung und den damit verbundenen massiven Zuzug von Arbeitsmigranten. Nur: Verantwortlich dafür war und ist London und nicht Brüssel. Die Brexit-Befürworter haben versprochen, die Kontrolle zurückzugewinnen. Für das stolze Großbritannien. Doch sie haben sie längst verloren.

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12.11.2018

Auf Schitouren und im Gebirge bietet die FMK-Notruf-App Hilfe im Notfall

Auf Schitouren und im Gebirge bietet die FMK-Notruf-App Hilfe im Notfall Auf Schitouren und im Gebirge bietet die FMK-Notruf-App Hilfe im Notfall

Das Schiwandern in unberührter Winterlandschaft erfreut sich großer Beliebtheit. Zur Sicherheit sollte bei Schitouren in den Bergen die FMK-Notruf-App auf dem Smartphone installiert sein.

Bergrettung alarmieren ist unter Stress problematisch

Ein Notfall im freien Gelände ist eine Ausnahmesituation. Selbst wenn man alle Notrufnummern im Kopf hat, tut man sich mit dem Absetzen eines Notrufes dann verständlicherweise schwer. Dieses Problems hat sich das Forum Mobilkommunikation angenommen und bei der Entwicklung der Notruf-App auf einfachste Bedienung geachtet.

Alle Notrufnummern, also auch die der Bergrettung, 140, sind über große Icons direkt wählbar, das Eintippen der Notrufnummer entfällt.

Notfallkontakt am Sperrbildschirm

Nutzer können auch einen ICE-Kontakt festlegen, der am Sperrbildschirm des Telefons angezeigt wird und von Ersthelfern im Notfall gelesen werden kann. ICE (In Case of Emergency)-Kontakte sind Personen, die im Notfall kontaktiert werden sollen, falls der Besitzer des Handys nicht ansprechbar ist.

Kein Datenzugriff, Funktionalität auch offline gewährleistet

Die App wurde von LarixSolutions „nativ“ programmiert und ist hochstabil.Sie funktioniert auch ohne Datenverbindung und greift weder auf Daten und Dateien noch auf die Konfiguration des Smartphones zu.

Für alle gängigen Smartphones kostenlos

Die App läuft auf Android und iOS.

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12.11.2018

Jetzt endgültig von nicht mehr benutzten Smartphones trennen

Jedes alte Handy in der Ö3-Wundertüte hilft Jedes alte Handy in der Ö3-Wundertüte hilft

Ist Ihre innige Beziehung zu Ihrem Smartphone schon vorbei? Haben Sie es in der Schublade oder wo auch immer abgelegt und längst ein neues in der Tasche? Und trennen Sie sich nur deswegen nicht endgültig, weil Sie glauben, Sie könnten es ja noch mal brauchen? Blicken Sie der Realität ins Auge: Das wird wohl nichts mehr mit Ihnen beiden!

Laut Expertenschätzung liegen im Schnitt drei nicht mehr benutzte Handys oder Smartphones in jedem Haushalt in Österreich. Der Hauptgrund, warum sie nicht weggegeben werden, ist das Gefühl, sie irgendwann noch brauchen zu können, entweder als Ersatzhandy oder für die Kinder etc. Tatsache ist aber: In den allermeisten Fällen wird bei einem Crash des aktuellen Smartphones gleich ein neues gekauft und auch für die Kinder wird meistens kein altes mehr reaktiviert. Und oft ist es einfach auch das Gefühl, dass das Handy zu schade zum Wegschmeißen ist, sich aber auch ein Verkauf nicht mehr wirklich auszahlt.

Also: Liegt auch bei Ihnen daheim in der Schublade ein altes Handy oder Smartphone? Dann machen Sie es doch jetzt zu einer Spende! Ab sofort wird Helfen nämlich wieder wunderbar einfach: Die Ö3-Wundertüte verwandelt nicht mehr benutzte Handys bzw. Smartphones in Hilfe für Familien in Not in Österreich. Die Post liefert die Ö3-Wundertüte ab heute direkt an alle Haushalte im ganzen Land, die Rücksendung ist portofrei. Mit dem Erlös der umweltgerechten Verwertung der Geräte unterstützen die Soforthilfefonds von Licht ins Dunkel und der Caritas tagtäglich Familien in akuten Notlagen. 5,2 Millionen alte Handys konnten bereits in rund acht Millionen Euro an Spendengeld verwandelt werden. Jetzt geht es wieder los. Privatpersonen, Schulen, Firmen: Alle sind zum Handysuchen, -sammeln und -spenden eingeladen!

So funktioniert die Ö3-Wundertüte

Alte Handys suchen, private Daten löschen und SIM-Karte rausnehmen, Handys mit oder ohne Zubehör in die Ö3-Wundertüte geben und ganz einfach portofrei bei der Post abgeben. Die Verwertung der Handys läuft das ganze Jahr über im Althandy-Zentrum der Caritas in Wien. Zwölf ehemals langzeitarbeitslose Mitarbeiter/innen sortieren und testen die Geräte, kaputte Handys werden dann umweltgerecht recycelt, noch funktionierende werden aufbereitet und können weiterverwendet werden. Auf diesem Weg hat die Aktion von Hitradio Ö3, der Österreichischen Post, der Caritas und von Licht ins Dunkel seit 2005 bereits 5,2 Millionen alte Handys in rund acht Millionen Euro an Spendengeld verwandelt. Mit diesem Spendengeld aus der Ö3-Wundertüte werden tausende Familien mit Kindern in akuten Notlagen unterstützt. Mit Überbrückungszahlungen für Mieten, Stromrechnungen, mit Soforthilfe nach tragischen Todesfällen, mit Lebensmittelgutscheinen und Zuzahlungen zu Behindertenbehelfen gelingt es immer wieder, ihre Lebenssituation zu stabilisieren, und oft wird es für sie dadurch wieder möglich, aus eigener Kraft eine langfristige Perspektive zu finden.

#hunderttausendhandys – die Schulchallenge der Ö3-Wundertüte

Ein besonderes Herausforderung gibt es heuer wieder für die 6.000 Schulen des Landes: Schaffen es Österreichs Schüler/innen, gemeinsam 100.000 alte Handys für die Ö3-Wundertüte zu sammeln? Vom Bodensee bis zum Neusiedlersee ziehen alle an einem Strang und alle werden gewinnen: Jedes Handy bedeutet nämlich Hilfe für Familien in Notlagen in Österreich. Die Challenge wird zu einem pädagogisch wertvollen Schulprojekt der ganz besonderen Art: Themen wie Umweltschutz und der Umgang mit Ressourcen werden mit sozialen Fragen wie etwa versteckter Armut vernetzt. In Form von Schwerpunkten und Referaten können sich Schüler/innen mit den Themen Handynutzung, Ressourcenschonung und sozialer Not auseinandersetzen, gesellschaftliche Verantwortung lebensnah darstellen und in der Schulgemeinschaft leben. Außerdem wird für alle Teilnehmer/innen spürbar, dass sie gemeinsam etwas verändern und nachhaltig helfen können. Der Erlös der Verwertung wird nämlich durch das Österreichische Jugendrotkreuz, die youngCaritas und Licht ins Dunkel zu einem Auffangnetz für Familien in Notlagen in Österreich.

Auch Vereine und Firmen sammeln mit

Jedes alte Handy in der Ö3-Wundertüte hilft – auch jedes, das im großen Stil etwa in Vereinen oder Firmen gesammelt wird: So füllen sich etwa bereits die Wundertüten-Sammelboxen in allen oberösterreichischen Abfallsammelzentren und viele Firmen im Land machen mittlerweile Gebrauch vom Angebot, ihre alten Firmenhandys über die Ö3-Wundertüte effizient und umweltgerecht zu entsorgen. Und auch heuer unterstützen Media Markt und Saturn wieder die Idee der Ö3-Wundertüte – in allen Standorten im ganzen Land liegen Wundertüten auf und nicht mehr benutzte Handys können auch direkt dort in Wundertüten-Sammelboxen abgegeben werden.

Achtung – das gehört nicht in die Ö3-Wundertüte

Aus Sicherheitsgründen ist es wichtig, dass keine losen oder beschädigten Akkus und auch keine Handys, aus denen Flüssigkeiten austreten, in der Ö3-Wundertüte gespendet werden. Akkus, aufgeblähte oder sichtbar zerstörte Handys gehören in die örtlichen Altstoffsammelzentren.

Falls jemand keine Ö3-Wundertüte bekommen hat oder noch weitere benötigt: Unter der Ö3-Nummer 0800 600 600 können diese gratis nachbestellt werden, sie liegen außerdem in jeder Postgeschäftsstelle auf. Weitere Informationen zur Ö3-Wundertüte gibt es online auf https://oe3.orf.at/wundertüte .

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07.08.2018

Autoputzen steht bei Österreichern hoch im Kurs

Autoputzen steht bei Österreichern hoch im Kurs Autoputzen steht bei Österreichern hoch im Kurs

Das Auto ist für die Österreicher nach wie vor das wichtigste Fortbewegungsmittel*), für viele ist es auch das „verlängerte Wohnzimmer“. Als solches will es auch gehegt und gepflegt werden. Aber wie sehr engagieren sich die Österreicher beim Autoputz tatsächlich? Das hat AutoScout24, der europaweit größten Online-Automarkt, jetzt in einer repräsentativen Umfrage unter Österreichs Autofahrern abgefragt.

76 Prozent der Österreicher putzen ihren fahrbaren Untersatz demnach regelmäßig. Die meisten stehen bei der Autopflege aber eher auf die schnelle Nummer: 57 Prozent fahren häufig durch die Waschanlage. 62 Prozent reinigen des Öfteren den Innenraum mit dem Staubsauger.

Früher gehörte es zum guten Ton, sonntags auf offener Straße mit Schwamm und Kübel das Auto zu waschen. Zwar sieht man heute weniger Autofahrer, die ihr Fahrzeug auf diese Weise verwöhnen, doch es gibt sie nach wie vor: Knapp jeder vierte Autohalter gibt laut AutoScout24-Umfrage an, regelmäßig auf diese Art sein Fahrzeug zu reinigen (22 Prozent). Ein Drittel reinigt gern mit Hochdruckreiniger die Gummimatten, jeder Fünfte greift zu Polsterreiniger oder verlegt sich auf die Lackpflege. 19 Prozent nehmen es ganz genau und pflegen den Lack regelmäßig mit Autowachs, 16 Prozent beheben Lackschäden mit einem Lackstift und 15 Prozent pflegen regelmäßig mit Politur.

Frauen saugen, Männer sprühen

Auch wenn sie angeblich einen weniger emotionalen Zugang zum beweglichen Untersatz haben - die Frauen zeigen sich bei der Autopflege um einiges ordentlicher als die Männer. Sie lassen ihr Auto öfter waschen (67 Prozent) und saugen es auch häufiger (61 Prozent), Vergleich Männer: 58 Prozent bzw. 53 Prozent. „Er“ ist hingegen vorn, wenn es um das Thema Detailpflege geht: Gummipflegemittel, Lackstift und Politur sind meist in seinen Händen zu finden.

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03.08.2018

Sozialausgaben auf neuem Rekordstand

Im vergangenen Jahr sind die staatlichen Ausgaben für Soziales auf den neuen Höchststand von 110 Milliarden Euro geklettert. Im vergangenen Jahr sind die staatlichen Ausgaben für Soziales auf den neuen Höchststand von 110 Milliarden Euro geklettert.

Im Jahr 2017 wurden für Soziales und Gesundheit rund 110 Milliarden Euro ausgegeben. Die sogenannte Sozialquote – sie misst den Anteil der Sozialausgaben an der Wirtschaftsleistung – liegt bei 29,5 Prozent. Das zeigen Zahlen der Statistik Austria, die Mitte der Woche veröffentlicht wurden. Etwas weniger als die Hälfte davon – 52,3 Milliarden Euro – wurden alleine für Pensionsleistungen aufgewendet (inklusive Beamte).

Ein Überblick seit 1980 zeigt, dass die Sozialquote in Österreich stets über 25 Prozent gelegen ist. 2016 überschritt der Anteil der Sozialausgaben an der Wirtschaftsleistung erstmals die 30-Prozent-Marke. „Die Sozialquote ist trotz der guten Konjunktur auf einem hohen Niveau. So ist Österreichs Wirtschaft mit 3,0 Prozent real so stark wie seit 2011 nicht mehr gewachsen, gleichzeitig aber sind die Sozialausgaben gestiegen“, sagt Agenda Austria-Ökonom Lukas Sustala. Die Sozialquote sei im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der brummenden Wirtschaftslage leicht gesunken.

Besonders dynamisch sind die Sozialausgaben 2017 in den Bereichen Gesundheitsversorgung (plus 4,4 Prozent) und Alter/Pensionen (plus 2,7 Prozent) gestiegen. Diese Entwicklung zeigt, dass Österreich nach wie vor eine Pensionsreform wie in Schweden braucht, so Wolfgang Nagl, Pensionsexperte der Agenda Austria. Das schwedische System ist nachhaltig, weil es sich automatisch an demographische Entwicklungen anpasst – langwierige politische Diskussionen sind nicht mehr nötig. Das Ergebnis ist für alle Generationen fair. „Das ist essenziell, um die Ausgabendynamik in den Griff zu bekommen. Die Sozialausgaben sind seit 2000 um zehn Prozentpunkte schneller gewachsen als das BIP. Die Regierung sollte die aktuell sehr gute Konjunktur nutzen und sich Spielräume erarbeiten, gerade wenn gegen Ende der Legislaturperiode im Jahr 2020 eine Steuerreform umgesetzt werden soll“, meint Sustala.

Bei den Staatseinnahmen jedenfalls läuft es für den Finanzminister anhaltend gut. 2018 sind die Steuererlöse im ersten Halbjahr laut aktuellen Zahlen des Budgetvollzugs deutlich über Plan gewachsen. Die Erlöse aus den wichtigen Einkommens- und Vermögenssteuern sind um 3,2 Prozent gestiegen. „Die Hochphase der Konjunktur ist auch 2018 bei den Steuereinnahmen angekommen“, sagt Ökonom Sustala.

Immerhin zeigt ein Blick auf den Budgetvollzug des Bundes, dass die Staatsausgaben im ersten Halbjahr 2018 im Jahresvergleich um 2,3 Prozent zurückgegangen sind. Das liegt vor allem an Sondereffekten, u.a. den Milliardenbelastungen durch die Heta im Vorjahr und die einmaligen Zahlungen für die Bank Austria-Pensionen. Ohne diese Sondereffekte wären die Staatsausgaben erneut gestiegen.

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30.07.2018

Grillunfälle: 700 Verletzte jährlich

Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August. Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August.

Ein Sommer ohne Fleisch, Fisch oder Gemüse auf dem Grill ist kein richtiger Sommer. Dieser Aussage stimmten in einer KFV-Befragung die Mehrheit der Befragungsteilnehmer zu. Grillen gehört mit seinem typischen Geruch für die meisten Österreicher zum Sommerfeeling einfach dazu. Die beliebtesten Grillmonate sind von Mai bis August. Naturgemäß kommt es in dieser Zeit auch am häufigsten zu Unfällen: Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August. „Glücklicherweise gehen die meisten Grillabende unfallfrei über die Bühne. Doch der Umgang mit dem Grill kann schnell brandgefährlich werden. Gemäß einer KFV-Befragung stellen nur etwa 23 Prozent der Österreicher beim Grillen Löschmittel wie Löschdecke oder Feuerlöscher bereit“, erläutert Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KFV. „Viele Grillunfälle könnten leicht verhindert werden. Denn: Die meisten Grillunfälle entstehen durch Unachtsamkeit, Übermut oder Fehleinschätzungen.“

Am Samstag passieren die meisten Unfälle

Rund die Hälfte aller Verletzungen sind thermische Verletzungen, d.h. Verbrennungen oder Verbrühungen. Aber auch Schnittverletzungen (32 Prozent) zählen zu den häufigsten Verletzungsarten beim Grillen. Besonders häufig betroffen sind dabei Finger und Hände. Und: Dass Grillen nach wie vor Männersache zu sein scheint, zeigt sich bei den Unfallzahlen. 2 von 3 Personen, die nach einem Unfall beim Grillen im Krankenhaus nachbehandelt werden müssen, sind Männer. Der unfallträchtigste Wochentag ist der Samstag.

KFV-Sicherheitstipps für das sichere Grillen

Worauf sollte man beim Aufstellen des Grills achten?

Der Griller sollte stabil auf einer ebenen Standfläche stehen.

Bewegen Sie den Griller nicht mehr, wenn er bereits mit glühender Kohle gefüllt ist.

Den Griller nicht in der Nähe von leicht brennbaren Materialien wie Schilfmatten, Gartenmöbel mit Sitzpolster, Zelten, Holzbauten, Holzzäunen usw. in Betrieb nehmen.

Wählen Sie einen möglichst windgeschützten Grillplatz, um Funkenflug und herumfliegende Asche zu vermeiden.

Ein Holzkohlegrill darf ausschließlich im Freien betrieben werden.

Nicht im Wald oder in Waldnähe grillen.

Lassen Sie Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Nähe eines Grills!

Wie zündet man Grillkohle richtig an?

Am besten mit Grillanzündern aus festen Stoffen. Das sind vor allem Trockenspiritus, Anzündriegel oder Zündwürfel. Weiters eignen sich Anzünd-Öle in Spezialflaschen und Grillpasten oder elektrische Grillanzünder.

Brennbare Flüssigkeiten wie Spiritus und Benzin sind zu gefährlich (Stichflamme beim Anzünden sowie explosionsartige Rückzündung beim "Nachfeuern") und dürfen keinesfalls verwendet werden!

Vorsichtsmaßnahmen beim Grillen

Immer einen Kübel Wasser oder sonstige Löschmittel (Feuerlöscher) bereithalten.

Flammenbildung durch das vom Grillgut abtropfende Fett unterbinden.

Grillvorgang ständig beaufsichtigen.

Restglut immer vollständig ablöschen bzw. fluten.

Was geschieht mit der Restglut?

Das Löschen mit Wasser ist am sichersten. Die Restglut sollte dabei unbedingt gänzlich unter Wasser gesetzt bzw. geflutet werden!

Auch die gelöschte Glut darf nur in nicht brennbare und verschließbare Behälter entsorgt werden.

Eine Entsorgung der Grillkohle auf dem Kompost sollte vermieden oder zumindest nur nach einer vollständigen Flutung durchgeführt werden.

Gefahrloses Grillen mit Gas

Der Gasschlauch sollte nach jeder Saison auf Risse und Sprödigkeit kontrolliert werden.

Überprüfen Sie die Anschlüsse mit Lecksuchspray auf ihre Dichtheit hin.

Verbinden Sie die Gasflasche stabil mit dem Grillwagen und verwenden Sie diese niemals liegend.

Zünden Sie den Gasgriller grundsätzlich mit geöffnetem Deckel an.

Stellen Sie bei Gasgeruch das Grillgerät sofort ab und führen Sie eine Dichtheitsprobe durch!

Flüssiggas ist schwerer als Luft – lagern Sie daher Gasflaschen in gut belüfteten Räumen und niemals unter Erdniveau (z.B. im Keller).

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20.05.2019

Und keiner will’s gewesen sein

Nach dem Platzen der türkis-blauen Koalition von Sebastian Kurz positionieren sich die bisherigen Partner neu. Fest steht: Der Harmonie wird unerbittliche Konfrontation folgen. Aber Läuterung? Einsicht? Keine Spur. Nach dem Platzen der türkis-blauen Koalition von Sebastian Kurz positionieren sich die bisherigen Partner neu. Fest steht: Der Harmonie wird unerbittliche Konfrontation folgen. Aber Läuterung? Einsicht? Keine Spur.

Nach dem Platzen der türkis-blauen Koalition von Sebastian Kurz positionieren sich die bisherigen Partner neu. Fest steht: Der Harmonie wird unerbittliche Konfrontation folgen. Aber Läuterung? Einsicht? Keine Spur.

Der Rosenkrieg wird auf offener Bühne ausgetragen: Sebastian Kurz nutzte am Samstagabend die ZiB, um seine Absage an die Freiheitlichen unters Wahlvolk zu bringen. Ja, die FPÖ sei nach der Wahl 2017 die einzige Partei gewesen, die für eine Zusammenarbeit zu haben gewesen sei. Aber die Einzelfälle! Das Rattengedicht! Und nun das Ibiza-Video! Er, Kurz, habe im Interesse des Erfolges viel ausgehalten. Aber jetzt sei es genug.

Fast 1,9 Millionen Menschen allein im ORF haben diesen Auftakt zum türkisen Wahlkampf live im Fernsehen verfolgt.

Die Antwort der Blauen gibt einen Vorgeschmack auf das, was an Konfrontation auf uns zukommt. Wir, die Freiheitlichen, hätten ja weiterregieren wollen. Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus hätten genau deshalb die Verantwortung übernommen und seien zurückgetreten.

Die EU-Kandidatin Petra Steger verstieg sich sogar zur Bemerkung, dies sei ein „großer, selbstloser Schritt“ Straches gewesen – als ob dieser eine andere Möglichkeit gehabt hätte, nachdem er in einem Anfall von Leichtsinn und Dummheit sein Innerstes nach außen gekehrt hat.

Abgesehen von diesem unwürdigen Spiel, das dem Ende der verordneten Harmonie folgt: Der kritische Blick auf die vergangenen eineinhalb Jahre fehlt auch bei Kurz, wenn dieser meint, nun schade die FPÖ wirklich dem Ansehen des Landes.

Erst jetzt? Wie oft haben sich andere fremdschämen müssen, als es nicht möglich war, für nicht einmal 1000 Lehrlinge eine humanitäre Lösung zu finden? Als der ORF unerbittlich attackiert wurde? Als der Innenminister aus einer Laune heraus die Asyl-Erstaufnahmestellen zu „Ausreise­zentren“ erklärte? Als der Ton von der Regierungsbank in Richtung Abgeordnete immer rotziger wurde? Als der Verfassungsschutz beschädigt wurde?

So wie die Blauen sich bei Strache und Gudenus abputzen, genauso putzt sich Kurz jetzt an den Blauen ab. Dabei wären Einsicht und Läuterung erste Schritte zu einer Politik, die geeignet wäre, im Sinne von Bundespräsident Alexander Van der Bellen das Vertrauen wiederherzustellen.

Alles andere wird nach der Wahl im September ohnehin schwer genug. Denn auch die Gräben zwischen ÖVP und SPÖ sind tief wie schon lange nicht. Und ob andere Mehrheiten möglich sein werden, ist ungewiss. Nach dem Selbstfaller Straches wird ein neuer Ausweg aus dem langjährigen Polit-Patt nötig sein.

Der schwarz-türkis-blaue Weg mag als solcher erschienen sein, hat sich aber als nicht tragfähig erwiesen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Rainer Sturm / pixelio.de / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von WOLFGANG SABLATNIG

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