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13.01.2021

Immobilien-Finanzierungsboom wird sich 2021 fortsetzen

Trotz mehrerer Lockdowns und der größten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg boomt der Immobilienmarkt Trotz mehrerer Lockdowns und der größten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg boomt der Immobilienmarkt

Trotz mehrerer Lockdowns und der größten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg boomt der Immobilienmarkt. Eduard Issel, Gründer des Kreditvermittlungsportals Creditnet.at: „Die unsicheren wirtschaftlichen Aussichten und auch die niedrigen Zinsen nutzten viele Privatanleger und Investoren für ein Engagement im Immobilienmarkt.“ Kein Wunder, denn im Jahresschnitt 2020 lagen die Top-Kreditzinsen im variablen Bereich bei 0,3 Prozent und bei 20-jährigen Fix-Zinskrediten bei 1,2 Prozent effektiv. Davon profitierte auch Creditnet.at. Das Kreditvermittlungsvolumen 2020 betrug beim heimischen Kreditvermittlungs-Pionier 106 Millionen Euro. Nur rund 15 Prozent davon waren variable Darlehen, der Rest Fixzinskredite mit unterschiedlich langen Laufzeiten. Issel: „"Auch das Thema Umschuldung nahm 2020 Fahrt auf. Jedoch zahlen die Österreicher besonders bei Altkrediten wie Bausparverträgen immer noch Milliarden zu viel an Zinsen. Sehr gewundert hat uns, dass von den rund zehn Milliarden Euro in Fremdwährungskrediten nur wenige die aktuelle Niedrigzinsphase zur Umschuldung nutzten. Zu viele dieser Kreditnehmer geben sich der Hoffnung hin, die offensichtlich gewordenen Nachteile der Fremdwährung aussitzen zu können."“

Ausblick 2021

Alexander Meixner, Prokurist von Creditnet.at: „Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation rechnen wir in den nächsten drei bis fünf Jahren mit keinen wesentlichen Zinssteigerungen.“ Änderungen gibt es jedoch bei den Bonitätsansprüchen der Banken. „Waren vor der Krise für Kredite ein Eigenmittelanteil von weniger als 20 Prozent kein Problem, so bedarf es heute eines Anteils von mindestens 20 Prozent zuzüglich aller Nebenkosten, um als Kreditnehmer eine gute Chance auf ein Darlehen zu haben“, so Meixner. Auffällig ist auch, dass aufgrund der steigenden Nachfrage bei Immobilien der Druck auf die Bearbeitungszeiten deutlich gestiegen ist. Hatten die Kunden vor ein paar Jahren noch Wochen Zeit, um sich für eine Immobilie zu entscheiden und eine geeignete Finanzierung aufzustellen, so muss das heute innerhalb weniger Tage passieren. Grund: Das Angebot leistbarer Immobilien ist deutlich kleiner als die Nachfrage. Meixner: „Deshalb können wir nur allen Kunden raten, schon im Vorfeld eines Immobilieninvestments wichtige Finanzierungsfragen zu klären, um bei einem interessanten Angebot sehr schnell zuschlagen zu können und nicht wichtige Zeit beim Thema Finanzierung zu verlieren.“

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13.01.2021

willhaben präsentiert die Job-Trends für 2021

Markus Zink, Head of Jobs und Karriere bei willhaben Markus Zink, Head of Jobs und Karriere bei willhaben

Die aktuellen Entwicklungen haben auch die Job- und Arbeitswelt auf den Kopf gestellt. Die Art und Weise wie Menschen arbeiten, wird wohl auch in der Post-Corona Ära nicht mehr dieselbe sein. Was sich deutlich abzeichnet ist, dass die Digitalisierung bereits über viele Branchen hinaus tief verankert ist. Die Gesundheitskrise hat diesen Trend nun noch einmal bestärkt: binnen weniger Monate sind viele Betriebe digital um viele Jahre fortgeschritten. Auf welche Trends heuer besonders zu achten sein wird, stellt Markus Zink, Head of Jobs & Karriere bei willhaben, vor.

Die „Remote Work Warriors” sind gekommen, um zu bleiben

„Remote Work“ oder „flexibles Arbeiten“ stand im vergangenen Jahr auf der täglichen Agenda zahlreicher HR-Experten. Binnen kürzester Zeit haben Unternehmen teilweise noch nicht vorhandene Infrastruktur geschaffen, um Arbeit auch von Zuhause aus verrichten zu können. Wie wird es jedoch in der Post-Corona-Ära aussehen? Werden die „Remote Work Warriors“ wieder 1:1 in ihre gewohnten Bahnen zurückkehren? Die Antwortet darauf lautet zumeist wohl nein: „Durch gezieltes Remote Work Management müssen Angestellte nicht mehr zu vorbestimmten Zeiten verfügbar sein. Dabei wird die Integration des Büros in die eigenen vier Wände den HR-Bereich die nächsten Jahre vor Herausforderungen stellen. Schließlich kann mit der Verbindung von Home ins Office, das neu geschaffene ‚Hoffice‘ für Arbeitnehmer zu einer technischen, aber auch mentalen Aufgabe werden“, so Zink. Sozialen Faktoren, wie zum Beispiel der emotionalen Beziehung zwischen Arbeit und Beruf, wird somit eine völlig neue Bedeutung zugeschrieben. Schließlich verschwindet „Remote Work“ nicht mehr so schnell von der Bildfläche: künftig wird es vielerorts ein Zusammenspiel zwischen flexiblem Arbeiten und dem klassischen Büroalltag geben. „Unternehmen sind in diesem Jahr gut damit beraten, neben technologischer Infrastruktur eben auch psychologische und emotionale Unterstützung zu bieten“, betont Zink. Nach „Remote Work“ wird die „Employee Wellness“ zu einem der wesentlichen Trends im Jahr 2021.

Unternehmen brauchen echte Werte

Lange hatten die meisten Betriebe abgesehen von Nachhaltigkeitszielen wenig zu bieten. Das hat sich in den vergangenen Jahren vollends geändert und dieser Trend wird sich 2021 noch weiter intensivieren. Schließlich vollzieht sich in unserer Gesellschaft gerade ein Wertewandel: „Arbeitnehmer wollen Arbeit, die bedeutungsvoll ist, Kunden bevorzugen Marken, die inspirieren und die Gesellschaft möchte Unternehmen, die Verantwortung übernehmen. Und genau das schlägt sich auch im Job- und Karriere-Bereich nieder“, weiß der willhaben-Experte. „Viele Millenials würden demnach heute keinen Job mehr in einem Unternehmen annehmen, das keine klar definierten CSR-Werte lebt.“ Darum nehmen sich auch immer mehr große Konzerne dem Thema Nachhaltigkeit an. Auch dieser Trend wurde durch Corona beschleunigt. Mit „grünen Lorbeeren“ schmücken ist es allerdings nicht mehr einfach getan. Eine Vielzahl an Kunden, Investoren und auch Mitarbeitern fordern überprüfbare Nachhaltigkeit.

Employer Branding als DNA von Unternehmen

Die neue Wertehaltung von Unternehmen zieht sich durch die gesamte Positionierung der Marke – das Employer Branding miteingeschlossen. So wird die Arbeitgebermarke immer stärker zu einem Kern-Faktor für Unternehmen. Das positiv geschaffene Markenbild tragen die Mitarbeiter wiederum nach außen. „Denn erst, wenn die eigenen Mitarbeiter das Unternehmen wirklich lieben und verstehen, können dies auch Kunden tun.“ Employer Branding ist im Jahr 2021 in der Unternehmensvision zu verankern und greifbar zu machen – dies beginnt bei den eigenen Mitarbeitern und endet im Bewerbungsprozess. Mehr als die Hälfte aller möglichen Kandidaten recherchiert vor einer Bewerbung gezielt zum Unternehmen. „So wird zum Beispiel die ‚Candidate Experience‘ im Recruiting immer wichtiger“. Während die Bewerbung häufiger mittels automatisierter Recruiting-Prozesse vollzogen wird, suchen unzählige Unternehmen nach sogenannten Soft Skills, wie u. a. das Problemlösen, Kommunikation und Teamfähigkeit. „Employer Branding im Jahr 2021 hat den Arbeitnehmer im Fokus. Die Positionierung sollte nicht mehr nur auf Geschäftsführer-Ebene geschehen“, ist Markus Zink überzeugt.

Gen Z is Coming

Die Arbeitswelt wird nicht nur aufgrund der Digitalisierung und Corona auf den Kopf gestellt. Traditionalisten, Baby Boomer, Generation X und Millenials machen einen Großteil der Arbeitnehmer in Österreich aus. Bald schon wird die Generation Z dem bunten Mix beiwohnen. Die wachsende Zahl der Millenials und Generation Z wird zum Aufstieg der neuen Belegschaft führen. „Dadurch entstehen neue Karriereprioritäten: eine ausgewogene Work-Life-Balance, flexible Arbeitszeiten und Remote Work“, so Markus Zink. Die Gen Z bindet sich heutzutage nicht mehr so einfach an den Arbeitgeber. Dies macht für Unternehmen nur noch einmal deutlich, wie wichtig Employer Branding und eine konsistente Arbeitgebermarke sind. Zusätzlich bringen immer mehr Arbeitnehmer Kundenmentalität an ihren Arbeitsplatz mit. „Vereinfacht ausgedrückt: Immer mehr Menschen suchen nach einer Beschäftigung, die sie dazu befähigt eigene Entscheidungen zu treffen. Durch das Zusammenkommen dieser vielen verschiedenen Generationen, müssen HR-Teams flexibler und individueller auf die Wünsche und Präferenzen der Mitarbeiter eingehen. ‚One-Size-Fits-All' funktioniert nicht mehr, hier spricht man bereits von ‚Consumerization am Arbeitsplatz‘“, bestätigt Markus Zink.

Job-Alerts werden wichtiger

Umgekehrt ist für jobsuchende Menschen die Konkurrenz am Markt größer geworden. Die Arbeitslosenrate war im Jahr 2020 so hoch wie schon lange nicht mehr. Das schlägt sich auch im Bewerbungsprozess nieder. Für immer mehr Menschen werden Job-Alerts und Suchagenten zu einem hilfreichen Tool, um sich schnellstmöglich für eine passende Stelle zu bewerben. Damit haben viele Betriebe auf Jobportalen die Möglichkeit, effektiv und rasch zu geeigneten Experten und Personal zu gelangen.

Diese fünf Trends haben eines gemeinsam: Sie sind digitaler Natur. Schließlich wird „der Megatrend Digitalisierung nicht vorübergehen“, prognostiziert Markus Zink. „Die Krise ist auch eine Chance, die österreichische Arbeitswelt über alle Branchen hinaus rundum zu digitalisieren. Nun geht es darum, diese Entwicklungen fortzuführen. Wir sollten nicht auf das zurückblicken was einmal war, sondern vielmehr die Antriebskraft nutzen und die Zukunft unserer Berufswelt mitgestalten. Während digitale Arbeitsweisen überhandnehmen, rückt dafür der Arbeitnehmer und dessen psychische Gesundheit stärker in den Fokus. Genau dieser Ansatz sollte im Mittelpunkt von Aktivitäten 2021 stehen“, fasst Markus Zink, Head of Jobs & Karriere bei willhaben, zusammen.

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13.01.2021

Bundesjugendvertretung: Schulen müssen endlich wieder öffnen!

Die BJV kritisiert das planlose Vorgehen der Regierung und fordert, Kindern und Jugendlichen endlich Priorität einzuräumen. Die BJV kritisiert das planlose Vorgehen der Regierung und fordert, Kindern und Jugendlichen endlich Priorität einzuräumen.

Anlässlich der aktuellsten Meldungen über eine mögliche Verlängerung der Schulschließungen appelliert die Bundesjugendvertretung (BJV), den Präsenzunterricht für Schülerinnen und Schüler wieder in Betrieb zu nehmen: „Erneut droht ein Rückschlag für Österreichs Schülerinnen und Schüler. Statt mit Präventionskonzepten und niederschwelligen Teststrategien die Schuleröffnung zu ermöglichen, werden Schülerinnen und Schüler von der Bundesregierung weiter unter Druck gesetzt. Kinder und Jugendliche dürfen für das Fehlverhalten der Politik nicht büßen“, betont BJV-Vorsitzender Derai Al Nuaimi und fordert die rasche Öffnung von Schulen.

Die BJV verweist auf die aktuellste Gesundheitsstudie unter 13.000 Schülerinnen und Schülern: „Österreichweit leiden Kinder und Jugendliche an den Folgen von Distance Learning. Überforderung, Leistungsdruck und Zukunftsängste begleiten den Alltag junger Menschen, hinzu kommt der fehlende soziale Kontakt zu Mitschülerinnnen und Mitschülern sowie Freunden, worunter Kinder und Jugendliche besonders leiden“, erklärt Al Nuaimi. Obwohl die außerschulische Jugendarbeit während der Coronavirus-Pandemie ein wichtiges Auffangnetz für junge Menschen ist, darf auch diese momentan nicht stattfinden, während überfüllte Skipisten geduldet werden. Die BJV kritisiert das planlose Vorgehen der Regierung und fordert, Kindern und Jugendlichen endlich Priorität einzuräumen.

„Kinder und Jugendliche werden seit Beginn der Pandemie großteils außer Acht gelassen. Das Vorgehen im Bildungsbereich ist eine Zumutung – sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch Lehrpersonen und Eltern. Die Regierung muss nun endlich Klarheit schaffen, anstatt die Betroffenen erneut zu belasten“, so Al Nuaimi abschließend.

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13.01.2021

Die Dos und Don’ts bei extremer Kälte

Auch in den kommenden Tagen wird es die Quecksilbersäule in den Außenthermometern kaum in den positiven Bereich schaffen. Auch in den kommenden Tagen wird es die Quecksilbersäule in den Außenthermometern kaum in den positiven Bereich schaffen.

Auch in den kommenden Tagen wird es die Quecksilbersäule in den Außenthermometern kaum in den positiven Bereich schaffen. Während so manche Winterliebhaber die eisigen Temperaturen positiv sehen, sind all jene, die auf das eigene Auto angewiesen sind, oftmals wenig erfreut, wenn vor der Fahrt viel Zeit eingeplant werden muss, um das Fahrzeug von Schnee und Eis zu befreien. Der ARBÖ informiert, was während dieser frostigen Phase das Autofahrerleben erleichtert, und worauf man verzichten sollte.

Vereiste Scheiben:

No-Go: Zugefrorene Scheiben mit heißem Wasser enteisen. Durch die extremen Temperaturunterschiede können die Scheiben nämlich springen und im schlimmsten Fall sogar einen Scheibentausch unumgänglich machen.

Tipp: Autolenker, deren Autoscheiben zugefroren sind, sollten Eiskratzer oder spezielle Sprays zum Enteisen der Scheiben verwenden. Wichtig ist, dass die gesamte Scheibe gereinigt wird, und nicht nur ein „Guckloch“, da dies zu Strafen oder Problemen mit der Versicherung führen kann. Damit die Scheiben während der Fahrt nicht einfrieren, sollte das Heizungsgebläse für die Windschutzscheibe eingeschalten werden und die mit Frostschutz befüllte Scheibenwaschanlage regelmäßig verwendet werden. Darüber hinaus kann mit einer Frontscheibenabdeckung bereits im Vorfeld vorgesorgt werden.

Eingefrorenes Schloss:

No-Go: Den Schlüssel mit dem Feuerzeug anwärmen. Durch die extreme Hitze des Feuers können der Schlüssel oder der Transponder (Chip zur Startfreigabe) kaputt werden.

Tipp: Autolenker sollten Türschlossenteiser stets mitführen, allerdings in der Jackentasche/Handtasche und nicht im Auto aufbewahren. Solche Sprays tauen ein eingefrorenes Schloss schnell wieder auf, und die Fahrt kann begonnen werden.

Zugefrorene Türdichtungen:

No-Go: Zugefrorene Türdichtungen mit Gewalt aufreißen, da so die gesamte Dichtung aus der Verankerung gerissen werden kann.

Tipp: Am besten im Vorfeld die Türdichtungen mit Fettcremen oder speziellen Türdichtungscremen einreiben. So kann dieses Problem leicht vermieden werden. Wenn die Türe aber tatsächlich eingefroren ist, so bleibt nur der Einstieg über eine andere Fahrzeugtüre oder die Benutzung von Enteisungssprays. Allerdings sollten dabei nur Produkte verwendet werden, die den Gummi der Türdichtung nicht angreifen.

Motor warmlaufen lassen

No-Go: Generell ist das Warmlaufen lassen des Motors verboten. Nicht nur, dass dadurch die Umwelt unnötig belastet wird, es kann Strafen nach sich ziehen.

Tipp: Moderne Motoren müssen nicht minutenlang warmlaufen, sondern sind sofort einsatzbereit. Wichtiger ist, dass im Vorfeld der Kältewelle die Batterie auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft wird, damit böse Überraschungen ausbleiben.

Verbraucher reduzieren

No-Go: Sämtliche Verbraucher wie Heckscheiben-, Sitz- oder Lenkradheizung ständig laufen lassen.

Tipp: Sobald die Hände warm sind oder die Heckscheibe enteist ist, sollten Stromverbraucher auch wieder ausgeschalten werden, da es die Batterie unnötig belastet. Durch den hohen Stromverbrauch kann besonders bei Kurzstrecken die Lichtmaschine nicht ausreichend nachladen, wodurch die Leistungskapazität der Batterie eingeschränkt ist.

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01.11.2020

Viele Hoteliers warten noch immer auf Entschädigungszahlungen

Viele Hoteliers warten noch immer auf Entschädigungszahlungen Viele Hoteliers warten noch immer auf Entschädigungszahlungen

Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) warnt davor, dass nach wie vor viele Hoteliers auf ihre Entschädigungszahlungen gemäß Epidemiegesetz warten. Nach sechs Monaten seien durchschnittlich noch immer Forderungen in Höhe von rund 220.000 Euro pro Betrieb offen. „Schön langsam brennt der Hut“, beschreibt ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer die Lage vieler Betriebe vor einer ungewissen Wintersaison mit steigenden Infektionszahlen und Reisewarnungen. Abhilfe brächte die Überweisung von Entschädigungszahlungen, die Tausenden Betrieben nach den Schließungen laut Epidemiegesetz im März zustehen würden.

Eine in den Bundesländern von der ÖHV durchgeführte Umfrage liefere jedoch ein ernüchterndes Bild: Kein einziges teilnehmende Hotel habe eine Zahlung erhalten. 70 Prozent hätten noch nicht einmal eine Antwort auf ihren Antrag bekommen. Das Geld wäre aber dringend notwendig: „Die doppelten Gehälter stehen vor der Tür. Jede weitere Verzögerung kann Arbeitsplätze kosten.“ Sollten den Bezirkshauptmannschaften Ressourcen für die Abwicklung fehlen, solle ihnen das erforderliche Personal zur Verfügung gestellt werden.

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01.11.2020

Sinkende Temperaturen, steigende Brandgefahren: Der Beginn der Heizsaison ist brandgefährlich!

Sinkende Temperaturen, steigende Brandgefahren: Der Beginn der Heizsaison ist brandgefährlich Sinkende Temperaturen, steigende Brandgefahren: Der Beginn der Heizsaison ist brandgefährlich

Gerade zu Beginn der Heizsaison sorgen Schwedenöfen, offene Kamine oder sonstige Holzöfen verstärkt für behagliche Wärme in den heimischen Haushalten – und erfahrungsgemäß auch für eine erhöhte Brandgefahr. Mängel beim Einbau der Festbrennstofföfen und Anwendungsfehler beim Heizen bis hin zur falschen Ascheentsorgung stellen dabei die Hauptprobleme dar.

Mit dem Rückgang der Temperaturen verlagert sich unser Leben wieder vermehrt in die eigenen vier Wände. Verstärkt wird dieser für den Herbst typische Trend zum „Cocooning“ heuer durch die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Damit steht aber auch fest, dass die Zahl der Heimunfälle heuer noch stärker als sonst ansteigen wird – ebenso die Zahl der Brände im zivilen Bereich. Auch die Renaissance von offenen Kaminen, Schwedenöfen und Kachelöfen trägt zur Zunahme des Brandrisikos bei. „Vor allem Öfen, die einen Blick auf die Flammen bieten, sind heute wieder ‚en vogue‘ und kommen besonders zu Beginn der Heizsaison, noch vor dem durchgehenden Betrieb der Zentral- oder Fernwärmeheizungen, zum Einsatz“, erklärt dazu Dr. Günther Schwabegger, Mitglied der Geschäftsführung der BVS-Brandverhütungsstelle für OÖ. Aus Sicht des Vorbeugenden Brandschutzes ist auch nichts dagegen einzuwenden – vorausgesetzt, die Öfen werden ordnungsgemäß eingebaut und sachgemäß betrieben.

Gerade beim Einbau kommt es aber häufig zu Mängeln. „Die Stimmung und die behagliche Wärme eines Holzfeuers haben zu einer neuen Modernität dieser Heizform geführt. In den letzten Jahren wurden daher neben Neubauten auch viele Bestandsobjekte – von Wohnungen über Reihenhäuser bis hin zu Einfamilienhäusern – nachträglich mit Festbrennstofföfen ausgestattet“, so Schwabegger. Oftmals erfolgten Aufstellung und Einbau der Öfen in Eigenregie und ohne vorherige Abklärung durch einen Experten. Genau das birgt aber eine Vielzahl von Gefahren und trägt dazu bei, dass die Zündquelle „Wärmegeräte“ in der Brandschadenstatistik der BVS-Brandverhütungsstelle für OÖ alljährlich zu den Top-3-Brandursachen zählt. So wurden etwa im Brandjahr 2018 österreichweit 696 von insgesamt 6.679 erfassten Bränden (Mindestschaden: 2.000 Euro) der Zündquelle „Wärmegeräte“ zugeordnet, alleine in Oberösterreich waren es 182 von insgesamt 1.118 Bränden. Hiervon gingen wiederum 57 Brandgeschehen (OÖ) von „mit festen Brennstoffen betriebenen Feuerstätten“ – also im Wesentlichen von Holzöfen – aus.

Gefahren durch nachträglichen Einbau von Holzöfen

Vielen Heimwerkern ist nicht bewusst, dass die Öfen und alle weiteren für deren Betrieb notwendigen Einrichtungen wie Rauchrohre, Wand- und Deckendurchführungen oder Kamine aufeinander abgestimmt und daher unbedingt durch einen Fachmann eingebaut werden müssen. Zu allererst brauche es die Abklärung durch den zuständigen Rauchfangkehrer-Meister, so Schwabegger: „Wenn ein vorhandener Kamin aufgrund seiner Dimensionierung nicht für den ausgewählten Ofen verwendet werden kann, besteht schon das erste Problem. Der Rauchfangkehrer sollte also jedenfalls beigezogen werden, weil er neben einer fachkundigen Beurteilung des Kaminsystems auch eine weiterführende Beratung – beispielsweise eine Analyse der notwendigen Luftzufuhr – mitliefern kann.“ In einem zweiten Schritt muss der Ofen fachmännisch aufgestellt und an den Kamin angeschlossen werden. Hier gelte es, alle notwendigen und vorgeschriebenen Sicherheitsabstände des Rauchrohres zu Wänden und Einrichtungsgegenständen einzuhalten. Befindet sich beispielsweise das Rauchrohr zu nahe an einer Holzvertäfelung, kann es alleine durch die Strahlungswärme zur Brandentstehung kommen. Ein weiteres Augenmerk muss auch auf die Wand- und Deckendurchführungen des Rauchrohres gelegt werden. Hier sind wiederum vorgegebene Sicherheitsabstände einzuhalten, die Montage sollte ausschließlich durch einen Fachmann erfolgen. „Neben der Strahlungswärme kann bei einer Deckendurchführung auch ein Wärmestau zur Brandentstehung führen“, erläutert Schwabegger.

Ist eine Wohnung schließlich mit einem (Holz-) Ofen ausgestattet, gilt es, diesen auch ordnungsgemäß zu betreiben. „Das heißt, der Kamin und das Rauchrohr müssen regelmäßig gekehrt und überprüft werden“, so der Brandschutzexperte. Alle nachträglichen Änderungen – wie z.B. ein Verbau des Ofenrohres oder bauliche Änderungen im Bereich der Wand- und Deckendurchführungen – müssen mit einem Fachmann abgeklärt werden.

Sicherer Betrieb von Öfen und Kaminen

Neben baulichen Mängeln führen auch immer wieder Nachlässigkeiten und mangelnde Erfahrung im Beheizen von Holzöfen zu Bränden. Wie bei allen anderen Heizgeräten gilt auch hier: Brennbare Materialien wie Papier und Textilien dürfen nur in ausreichendem Abstand zum Ofen oder Kamin gelagert werden. Bei offenen Kaminen sollte die Umgebung unbedingt durch Funkengitter vor Funkenflug geschützt werden. Und auch bei geschlossenen Kaminen, Schwedenöfen oder Kachelöfen gehört der Wohnbereich vor der Ofentür und der Aschenlade durch ein Vorlegeblech oder eine Glasplatte vor herausfallenden Glut- und Aschenresten geschützt.

Wurden alle Sicherheitshinweise befolgt und der Holzofen beheizt, gilt es schließlich noch, die Asche sicher zu entsorgen. Denn auch durch falsche bzw. unsachgemäße Ascheentsorgung kommt es immer wieder zu Bränden. „In der vermeintlich erkalteten Asche können sich bis zu 48 Stunden (in Ausnahmefällen bis zu 72 Stunden) lang Glutreste verbergen“, erklärt Schwabegger. Die Asche darf daher nur in metallene Sicherheitsbehälter mit Deckel geleert und erst nach drei Tagen im Restmüll entsorgt werden. Die Zeit kann verkürzt werden, wenn die Asche vollständig in Wasser geflutet wird. Grund für die Entsorgung im Restmüll statt über den Biomüll oder die Kompostieranlage ist, dass Verunreinigungen durch Kunststoffe, Metalle usw. nicht ausgeschlossen werden können.

Rauchwarnmelder in Neubauten verpflichtend vorgeschrieben!

Um trotz aller Vorsichtsmaßnahmen beim Heizen für den Fall der Fälle gerüstet zu sein, sollte jeder Haushalt mit mindestens einem oder noch besser mit mehreren Rauchwarnmeldern ausgerüstet sein. „Ein Rauchwarnmelder verhindert zwar nicht die Brandentstehung, er warnt aber bereits bei geringer Rauchkonzentration vor einem Entstehungsbrand und verhilft so zum entscheidenden zeitlichen Vorsprung, der für die Flucht aus gefährdeten Bereichen genützt werden kann“, appelliert Dr. Günther Schwabegger: „Die Anschaffungskosten für einen Rauchwarnmelder liegen heute nur mehr zwischen fünf und zehn Euro beziehungsweise zwischen 20 und 30 Euro für einen sogenannten 10-Jahres-Melder. Damit ist ein Rauchwarnmelder die mit Abstand günstigste Lebensversicherung!“ Wer also jeden Wohn- und Schlafraum mit einem Melder ausstattet, investiert im Durchschnitt den Gegenwert einer halben Tankfüllung für sein Auto.

Dazu kommt, dass seit Harmonisierung und Inkrafttreten der bundesländerspezifischen Bauvorschriften in Neubauten die Ausstattung aller Aufenthaltsräume mit jeweils mindestens einem unvernetzten Rauchwarnmelder gesetzlich vorgeschrieben ist. Durch die Neuerung und weitere Vereinheitlichung der Bauvorschriften in Österreich sollte die Durchdringung der Haushalte mit Rauchwarnmeldern in den kommenden Jahren also deutlich erhöht werden.

Wissenswertes zum Einbau von Holzöfen

Rechtzeitige Abklärung

Vor dem (nachträglichen) Einbau eines Ofens (offener oder geschlossener Kamin, Schweden-ofen, Kachelofen, Ölofen usw.) ist der Schornstein (auch „Rauchfang“ oder „Kamin“) auf dessen Eignung zu überprüfen

Fachmännischer Einbau

Auf Eigeneinbauten sollte unbedingt verzichtet werden! Öfen und alle weiteren für deren Betrieb notwendigen Einrichtungen wie Rauchrohre, Wand- und Deckendurchführungen sollten nur von Fachleuten errichtet werden.

Sicherheitsabstände

Rauchrohre müssen entsprechende Sicherheitsabstände zu allen baulichen Einrichtungen (Wänden, Decken usw.) sowie zu allen brennbaren Materialien aufweisen.

Meldung an den Rauchfangkehrer

Nachträglich eingebaute Öfen bzw. Feuerstätten sind unbedingt dem zuständigen Rauchfangkehrer zu melden. Dieser sorgt auch für das regelmäßige Kehren und Überprüfen des Kamins.

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24.10.2019

Falsche Facebook-Freunde locken in die Bezahlfalle über das Handy

Falsche Facebook-Freunde locken in die Bezahlfalle über das Handy Falsche Facebook-Freunde locken in die Bezahlfalle über das Handy

Die RTR-Schlichtungsstelle erhielt in den letzten Tagen mehrere Beschwerden zu unerwartet hohen und nicht nachvollziehbaren Beträgen auf Handyrechnungen. Unwissentlich wurden Betroffene zu teuren „Einkäufen“, die über das Handy bezahlt wurden, verleitet. In allen Fällen wurden Facebook-Accounts gehackt, um an Kontaktdaten aus Freundeslisten zu kommen und sich dann als „Facebook-Freund“ ausgeben zu können.

„Man wird von dem vermeintlichen Freund angeschrieben und um die Handynummer gebeten. Gibt man sie weiter, wird man von diesem Freund gebeten, ihm den Code für ein Gewinnspiel oder dergleichen zu schicken, den man auf das Handy bekommt“, erklärt Dr. Klaus M. Steinmaurer den Vorgang. „Macht man das, schnappt die Falle endgültig zu und man findet einen hohen Euro-Betrag auf seiner nächsten Handyrechnung“, führt Steinmaurer weiter aus.

Telefonrechnung kontrollieren und Rechnung beeinspruchen

Die RTR-Schlichtungsstelle empfiehlt, die Handyrechnungen immer sorgfältig zu kontrollieren. Nur so kann man frühzeitig Dienste kündigen und Beträge, die nicht nachvollziehbar sind, erkennen. Umfangreiche Informationen zu den Bezahlfunktionen am Handy (www.rtr.at/de/tk/TKKS_BezahlenmitdemHandy#c28939) und zum Rechnungseinspruch (www.rtr.at/de/tk/TKKS_Rechnung) sind auf der Website der RTR veröffentlicht.

Persönliche Daten nicht voreilig weitergeben

Bei der Weitergabe von persönlichen Daten, Codes und Ähnlichem über Social Media sollte man misstrauisch sein. „Gerade die voreilige Weitergabe von Daten seines eigenen Handys kann ins Auge gehen. Mit dem Handy kann man beispielsweise zahlen oder Dokumente signieren. Sind die Zugangsdaten in falschen Händen, kann großer Schaden angerichtet werden“, warnt Steinmaurer abschließend.

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01.11.2020

Alle vier Stunden ein schwerer Unfall mit Klein-Lkw – Zahl der Unfälle mit Lieferwagen gestiegen

Alle vier Stunden ein schwerer Unfall mit Klein-Lkw – Zahl der Unfälle mit Lieferwagen gestiegen Alle vier Stunden ein schwerer Unfall mit Klein-Lkw – Zahl der Unfälle mit Lieferwagen gestiegen

„Lieferverkehre und Zustelldienste haben in den letzten Jahren durch den boomenden Online-Handel stark zugenommen. Leider spiegelt sich das auch in der Unfallstatistik wider. Die Zahl der Unfälle mit Klein-Lkw hat in den vergangenen Jahren besorgniserregend zugenommen“, fasst VCÖ-Experte Michael Schwendinger die Ergebnisse einer aktuellen VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zusammen.

Klein-Lkw waren im Vorjahr in 2.398 Verkehrsunfällen mit Personenschaden involviert, das waren um 148 (plus 6,6 Prozent) mehr als noch im Jahr 2015. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Verkehrsunfälle in Österreich um 5,9 Prozent gesunken. Mehr als die Hälfte der Unfälle mit Klein-Lkw passierte im Vorjahr im Ortsgebiet. Fußgängerinnen und Fußgänger waren die häufigsten Todesopfer, macht der VCÖ aufmerksam.

Insgesamt wurden 26 Unfallgegner bei Verkehrsunfällen mit Transportern und Lieferwagen getötet, zehn davon waren Fußgängerinnen und Fußgänger. Acht Todesopfer waren Zweiradfahrer, also mit Motorrad, Moped oder Fahrrad unterwegs, sieben waren Pkw-Insassen. Zudem kamen zehn Klein-Lkw-Fahrer bei den Unfällen ums Leben.

Der VCÖ betont, dass es zum einen klassische Verkehrssicherheitsmaßnahmen braucht, um die Anzahl der Klein-Lkw-Unfälle zu verringern. Dazu zählen verstärkte Tempokontrollen, niedrigere Tempolimits im Ortsgebiet sowie übersichtliche Kreuzungen und sichere Straßenübergänge. Um die Zahl der Gefahrenstellen im Ortsgebiet zu reduzieren, können Bürgerinnen und Bürger auf der VCÖ-Website Problemstellen, wie etwa gefährliche Übergänge, melden (https://problemstellen.vcoe.at/). Der VCÖ leitet die Einträge an die zuständigen Gemeinden und Städte weiter.

„Darüber hinaus kann die Verkehrssicherheit deutlich erhöht werden, wenn mit verbesserter Logistik, die Zahl der Lieferfahrten reduziert wird“, betont VCÖ-Experte Schwendinger. Betreiberunabhängige Paketstationen tragen ebenso zur Reduktion von Zustellfahrten bei, wie sogenannte Mikro-Hubs in Städten. Bei Mikro-Hubs erfolgt die Feinverteilung von Waren und Paketen vor allem mit Cargo-Bikes statt mit Lkw.

Darüber hinaus ist bei den Online-Shops anzusetzen, betont der VCÖ. So wie es die Möglichkeit einer Express-Zustellung gibt, sollen Kundinnen und Kunden auch eine verkehrssparende Möglichkeit mit verbesserter Logistik auswählen können, um eine bessere Bündelung mehrerer Lieferungen auf einer Zustellroute zu ermöglichen. Ein Verkehrserreger sind auch Gratis-Retouren, deshalb tritt der VCÖ für ein Verbot für Gratis-Retoursendungen ein.

Zentral sind auch verbesserte Arbeitsbedingungen für Zusteller. „Häufig stehen die Fahrer von Paket- und Zustelldiensten unter großem Zeitdruck, was sich sehr negativ auf das Fahrverhalten auswirkt und damit andere Verkehrsteilnehmer gefährdet“, stellt VCÖ-Experte Schwendinger fest.

Im Bundesländer-Vergleich passierten im Vorjahr in Wien die meisten Verkehrsunfälle mit Klein-Lkw, nämlich 526. Die meisten Todesopfer waren in Niederösterreich mit neun zu beklagen, in Oberösterreich kamen acht Menschen bei Unfällen mit Klein-Lkw ums Leben.

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19.03.2020

Wie schlagen sich unsere Politiker in Zeiten der Corona-Krise?

Wie schlagen sich die heimischen Politiker aus Sicht der Österreicherinnen und Österreicher? Wie schlagen sich die heimischen Politiker aus Sicht der Österreicherinnen und Österreicher?

Die Welt dreht sich … Und das rund um ein zentrales Thema: COVID-19. Der Coronavirus bestimmt momentan nicht nur die Schlagzeilen und stellt jedermanns Alltag auf den Kopf. Er nimmt (neben unzähligen wertvollen Berufsgruppen) allen voran die Politik in die Pflicht und das Vertrauen in unsere Staatsspitze wird in diesen Tagen zum unverzichtbaren Begleiter. Und damit verbunden die Frage: Wie schlagen sich die heimischen Politiker aus Sicht der Österreicherinnen und Österreicher? Wer macht inmitten dieser herausfordernden Zeit einen guten Job? Ein neues Tool der digitalen Markt- und Meinungsforscher von Marketagent gibt nun Aufschluss und fördert innerhalb kürzester Zeit spannende und zugleich beruhigende Ergebnisse zutage.

Mehr denn je werden Österreichs Politiker derzeit an ihren Worten, und insbesondere an ihren Taten gemessen. Bedeuten diese doch einen nie zuvor dagewesenen Einschnitt in unseren Alltag. Wenn ein ganzes Land die Politik und ihre Auswirkungen akribisch mitverfolgt, stellt sich unweigerlich die Frage: Wie sehr schätzen wir unsere Politiker in vorderster Reihe, die momentan einen so maßgeblichen Einfluss auf unser tagtägliches Leben haben?

Die positive Nachricht gleich vorweg: Bundeskanzler Sebastian Kurz scheint für die Österreicherinnen und Österreicher derzeit Vieles richtig zu machen. Das zeigen aktuelle Ergebnisse des Online Research Instituts Marketagent, das mit seinem neuen Tool die Beliebtheit von Personen des öffentlichen Lebens in Österreich misst – und das tagesaktuell. Derzeit befinden sich über 200 prominente Persönlichkeiten im Test, darunter 33 Politiker. Und genau diese sollen heute, einmal mehr, in den Fokus gerückt werden.

Nicht nur in der Bundesregierung, sondern auch in Sachen Beliebtheit findet sich Sebastian Kurz an der Spitze wieder und kann sich in Punkto Sympathie zu 74% gegen seine politischen Mitstreiter behaupten. Auch Bundespräsident Alexander van der Bellen präsentiert sich im Umgang mit der Coronakrise in den Augen von Herrn und Frau Österreicher von einer sehr positiven Seite (72%). „"Diese Beliebtheitswerte sind ein starkes Signal der Bevölkerung, dass sie die Arbeit unserer Staatsspitze in der aktuellen Lage schätzen und ihr ein hohes Maß an Zufriedenheit entgegenbringen"“, konstatiert Marketagent Geschäftsführer Thomas Schwabl.

Die PR- und Marketingverantwortliche Lisa Patek ergänzt: „"Mit unserem neuen Tool legen wir das aktuelle Stimmungsbild der Österreicherinnen und Österreicher offen. Dabei zeigt sich bei so manchen politischen Akteuren in Punkto Beliebtheit durchaus Luft nach oben".“ So finden sich etwa Finanzminister Gernot Blümel (59%), Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Rudolf Anschober (beide 57%), Innenminister Karl Nehammer (56%) oder Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (53%) allesamt im guten Mittelfeld. Der ein oder andere Verantwortungsträger auf dem politischen Parkett muss sich in dieser krisengebeutelten Zeit also erst beweisen, um die Gunst der Bevölkerung nachhaltig zu gewinnen.

Einen langen Weg haben dabei insbesondere Politiker rechtspopulistischer Parteien vor sich. Sie sind mit ihren Vertretern Norbert Hofer (37%), Heinz-Christian Strache (34%) und Herbert Kickl (29%) ganz unten auf der Beliebtheitsskala der Österreicherinnen und Österreicher zu finden.

Über das Promi Duell

Mit dem Promi Duell lanciert Marketagent ein innovatives und fortlaufendes Mobile Research-Instrument zur engmaschigen Sympathiemessung von Testimonials. Via Smartphone App werden 201 Werbelieblinge und PolitikerInnen aus 8 Kategorien in einer Duell-Situation gegenübergestellt und bewertet. Intuitiv und spielerisch werden so kontinuierlich Beliebtheitswerte erhoben, die erstmals auch lückenlose Zeitreihen und Trendanalysen über die Konsumenten- und Wählergunst ermöglichen. Seit dem Feldstart am 12. März 2020 konnten bereits mehr als 46.000 Promi Duelle durch Marketagent durchgeführt werden.

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11.10.2020

Vorsicht Wildwechsel!

Infrastruktur-LR Mag. Günther Steinkellner und Hannes Langmayr vom Land OÖ bei der Anbringung neuer Wildwarner. Infrastruktur-LR Mag. Günther Steinkellner und Hannes Langmayr vom Land OÖ bei der Anbringung neuer Wildwarner.

Mit den dunkler werdenden Herbstmonaten verschlechtern sich die Sichtverhältnisse, und die Gefahr von Wildunfällen auf den heimischen Straßen steigt. Im Rahmen des Projektes Wildschutz wird jährlich in die Verbesserung des Wildschutzes investiert. Dennoch gilt für Fahrzeuglenker/innen eine erhöhte Aufmerksamkeit entlang von Waldgebieten, Waldrändern und vegetationsreichen Feldern.

Mit kürzer werdenden Tageslichtzeiten steigt auch gleichzeitig das Risiko einem Wildtier auf der Straße zu begegnen. Alleine dem Straßenverkehr fielen im vergangen Jagdjahr 15.107 Wildtiere zum Opfer. Gleich mehrere Gründe steigern in der dunkler werdenden Jahreszeit das Unfallrisiko. So fällt die Hauptverkehrszeit in die Dämmerung oder Dunkelheit. Hier sind viele Wildtiere besonders aktiv. Hinzu kommt, dass mit dem Abernten der Maisfelder viele Wildtiere ihren sicheren, gewohnten Schutz verlieren und sich deshalb auf die Suche nach neuen Lebensräumen machen. Das Wild überquert deshalb häufiger die Fahrbahnen. „Neben dem Tierleid, dem wirtschaftlichen Schaden für Autobesitzer, Versicherungen und Jagdwirtschaft stellen Wildunfälle auch ein Verletzungsrisiko für die Verkehrsteilnehmer/innen dar. Für mich als Jäger und Tierfreund gilt es zielführende Projekte, welche Leid und Schäden mildern nach Kräften zu unterstützen“, so Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner.

Eine innovative und überaus wirksame Maßnahme zur Steigerung der Verkehrssicherheit stellen optische und akustische Wildwarngeräte dar. Das Infrastrukturressort hat deshalb gemeinsam mit dem OÖ. Landesjagdverband und durch Unterstützung von Versicherungsunternehmen (Wiener Städtische Versicherung AG, Donau Versicherung AG, OÖ Versicherung AG) das Projekt Wildschutz ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Projektes werden jährlich rund 120.000 Euro in die Ausweitung der Warninfrastruktur investiert. Je nach Streckenabschnitt haben sich die Wildunfälle bis zu 92 % reduziert. Die Finanzierung des Projekts ist bis 2024 gesichert, und so werden Oberösterreichs gefährlichste Straßenabschnitte Stück für Stück mit Wildwarnern ausgestattet, um so die Verkehrssicherheit nachhaltig zu steigern. Mittlerweile wurden über 600 Straßenkilometer durch solche Wildwarngeräte sicherer gestaltet.

Doch selbst der beste Schutz fordert die Aufmerksamkeit beim Lenken eines Kraftfahrzeuges. Besonders auf Straßen entlang von Waldgebieten, Waldrändern und vegetationsreichen Feldern gilt erhöhte Vorsicht. Um Kollisionen zu vermeiden, sollten die Warnzeichen „Achtung Wildwechsel“ beachtet, das Tempo vorausschauend angepasst und die sichern Abstände zum Vorderfahrzeug eingehalten werden. Falls das Wild auf die Straße springt, kann abblenden, mehrmaliges Betätigen der Hupe in kurzen Abständen und, falls es die Situation ermöglicht, das sichere Abbremsen helfen.

"Das Projekt ist ein großer Erfolg. An zahlreichen Straßenabschnitten konnte durch die Anbringung von Wildwarnern die Anzahl an Unfällen bereits stark reduziert werden. Bedauerlicherweise kommt es immer wieder zu mutwilligen Zerstörungen der Geräte, da die verbauten Kondensatoren offensichtlich sehr begehrt sind. Das durch den Diebstahl und die mutwillige Zerstörung sowohl mit Tier- als auch Menschenleben gespielt wird, scheint den Täterinnen und Tätern oftmals nicht bewusst zu sein", appelliert Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner an die Vernunft der Täterinnen und Täter.

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07.04.2020

Weltgesundheitstag: Kein Gesundheitssystem ohne Pflegekräfte

Weltgesundheitstag: Kein Gesundheitssystem ohne Pflegekräfte Weltgesundheitstag: Kein Gesundheitssystem ohne Pflegekräfte

Angesichts der Coronavirus-Pandemie stellt die WHO beim diesjährigen Weltgesundheitstag die Rolle und Verantwortung von Gesundheits- und Krankenpflegekräften in den Vordergrund. Aus PHARMIG-Sicht spielt das Pflegepersonal gerade in der Arzneimittelentwicklung und im Umgang mit Medikamenten eine entscheidende Rolle. Dazu PHARMIG-Generalsekretär Alexander Herzog: "„Das beste Arzneimittel nützt nichts, wenn es nicht korrekt eingenommen wird. Oftmals sind es die Pflegekräfte, die hier wertvolle Arbeit leisten. Ebenso ist ihr Beitrag im Zuge klinischer Arzneimittelprüfungen von unschätzbarem Wert. Daher sagen wir aus Anlass des heutigen Weltgesundheitstages ein großes ‚Danke‘.“"

Ob in Spitälern, Krankenhäusern, Pflegeheimen oder direkt bei Betroffenen daheim, Pflegekräfte sorgen dafür, dass Arzneimittel verschreibungskonform verabreicht werden und können Erfahrungen über die Wirkungsweise von Therapien sammeln, die diese wiederum verbessern helfen. Bei Arzneimittelstudien erfüllen die sogenannten Study Nurses eine wichtige Funktion in deren Organisation und Administration. Dazu Herzog: „Ohne sie wäre die Entwicklung von neuen Therapien nicht möglich. Die Qualität eines assistierenden Studienpersonals wirkt sich auch auf jene der Prüfzentren aus.“

Gerade in Zeiten, in denen die Kapazitäten der globalen Gesundheitssysteme durch COVID-19 auf eine harte Probe gestellt werden, stehen Pflegekräfte engagiert und verantwortungsvoll in der ersten Reihe, um Betroffenen mit ihrem Einsatz zu helfen. „Dafür kann ihnen gar nicht genug gedankt werden“, so Herzog.

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13.01.2021

Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut

Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut

Noch läuft die Analyse der Daten durch die Vereinigung der europäischen Übertragungsnetzbetreiber ENTSO-E und die Suche nach dem Auslöser für den massiven Frequenzabfall, der das europäische Stromnetz am Freitag an seine Grenzen gebracht hatte. Der Vorfall hat aber jedenfalls gezeigt, dass die europäische Zusammenarbeit auch im Ernstfall funktioniert und die Schutzmechanismen gegriffen haben. Nur durch automatische Schutzeinrichtungen und das Zusammenwirken der wesentlichen Marktakteure konnte die kritische Situation rasch beherrscht und eine Stunde nach dem Vorfall das normale Betriebsniveau wieder erreicht werden. Wesentliche Grundvoraussetzung für die Bewältigung der Störung waren die ausreichend vorhandenen Reservekapazitäten. Die EU-Vorgabe 70 Prozent der grenzüberschreitenden Kapazitäten für den Handel zu reservieren ist in diesem Zusammenhang problematisch.

„Der letzte Störfall hat gezeigt, dass die Sicherheitsvorkehrungen schnell und zuverlässig wirken, aber auch, dass es Versorgungssicherheit nicht zum Nulltarif gibt. Weitere erhebliche Investitionen in den nationalen und europäischen Netzausbau, in Speicherkapazitäten, systemische Kraftwerkskapazitäten und weitere Flexibilitätsoptionen für den Krisenfall sind unabdingbar“, erklärt Michael Strugl, Präsident der Interessenvertretung Oesterreichs Energie.

Auch die Anforderung von Seiten der europäischen Ebene, dass 70 Prozent der österreichischen Grenzkapazitäten dem Stromhandel zur Verfügung gestellt werden müssen, sieht Strugl kritisch: „Durch seine geographische Lage ist Österreich eine wichtige Drehscheibe im europäischen Stromsystem – mit dieser Vorgabe müssen wir unsere Leitungskapazitäten ausreizen sodass wenig Reserven für Krisenfälle zur Verfügung stehen.“

„Auch wenn der Störfall nicht im ursächlichen Zusammenhang mit dem Erneuerbaren Ausbau steht, erfordert die Transformation des Energiesystems in Richtung erneuerbare Energieträger umso mehr den Ausbau der Netzinfrastruktur und der Speicherkapazitäten sowie von Kraftwerksreserven um Versorgungssicherheit zu gewährleisten.“, so Strugl.

Enormer volkswirtschaftlicher Schaden möglich

Im Jahr 2019 lag die durchschnittliche ungeplante Nichtverfügbarkeit von Elektrizität im österreichischen Stromnetz bei rund 25,14 Minuten pro Kunde. Damit ist eine Versorgungssicherheit von 99,99 Prozent für Österreich gewährleistet. Ein längerer großflächiger Ausfall würde einen enormen wirtschaftlichen Schaden bedeuten. Schätzungen zufolge belaufen sich die volkswirtschaftlichen Kosten für einen großflächigen Stromausfall in Österreich auf 1,18 Mrd. Euro pro Tag. „Auch deshalb ist es wichtig, dass die Ausbaupläne im Netzentwicklungsplan breit mitgetragen werden und an einer Schärfung des Problembewusstseins und einer Verbesserung der Akzeptanz für diese Projekte in Österreich gearbeitet wird. Das ist eine gesellschaftliche Aufgabe“, so Strugl.

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13.01.2021

Jahresrückblick 2020: Gebrauchtwagenpreise im europäischen Ländervergleich

Im EU-Durchschnitt haben die Gebrauchtwagenpreise im Jahr der Corona-Pandemie 2020 noch einmal zugelegt Im EU-Durchschnitt haben die Gebrauchtwagenpreise im Jahr der Corona-Pandemie 2020 noch einmal zugelegt

Im EU-Durchschnitt haben die Gebrauchtwagenpreise im Jahr der Corona-Pandemie 2020 noch einmal zugelegt, allerdings in einem insgesamt geringeren Umfang als noch im Jahr zuvor. AutoScout24 hat die Preise für gebrauchte Autos in sechs europäischen Ländern analysiert und kam dabei zu teils überraschenden Ergebnissen: In Österreich ist der durchschnittliche Gebrauchtwagenpreis im Vergleich zu 2019 geringfügig angestiegen, in Deutschland haben sich die Preise nur minimal verändert und in Belgien und Frankreich fand der größte Preissprung nach oben statt.

Gebrauchtwagenpreise: Frankreich einsamer Spitzenreiter, Italien hat die Günstigsten

Wie in den Vorjahren, belegt Frankreich auch 2020 den ersten Platz, wenn es um die höchsten Gebrauchtwagenpreise geht. Durchschnittlich 24.090 Euro kostete ein gebrauchtes Auto in Frankreich. Das sind außerdem 4,3 Prozent mehr als noch im letzten Jahr. Deutlich dahinter und trotzdem noch auf dem zweiten Platz liegen Gebrauchtwagen aus Deutschland, die mit durchschnittlich 20.851 Euro nur um 0,4 Prozent angestiegen sind. Knapp dahinter folgt Österreich und belegt damit Platz 3 im Europa-Ranking: Mit durchschnittlich 20.279 Euro sind die Gebrauchtwagenpreise hierzulande um 0,8 Prozent im Vergleich zu 2019 gestiegen. Derweil wurden Gebrauchtwagen in Belgien abermals um satte 4,3 Prozent und durchschnittlich 750 Euro teurer: Ein Auto aus Vorbesitz kostete hier 17.991 Euro. Dahinter folgen die Niederlande mit durchschnittlich 16.705 Euro und Italien, dem Land der Schnäppchenkäufer: Trotz Preisanstieg um etwa 3 Prozent kosteten hier die Gebrauchtwagen mit durchschnittlich 16.463 Euro im EU-weiten Vergleich am wenigsten.

Luxussegment: Extreme Preisdifferenzen im Ländervergleich / Sportwagen deutlich teurer als im Vorjahr

Betrachtet man die Fahrzeugsegmente in Europa, lässt sich ein ähnliches Muster feststellen. Zwar haben die Preise 2020 in nahezu sämtlichen Segmenten zugelegt, doch sind hierdurch die Preisdifferenzen zwischen den einzelnen Ländern auch noch deutlicher geworden. Am einfachsten wird dies in den Luxussegmenten der gebrauchten Oberklassefahrzeuge und Sportwagen deutlich. So wurden Gebrauchte der Oberklasse in Italien durchschnittlich zu einem Preis von 44.902 Euro angeboten, was den günstigsten Angebotspreis im EU-weiten Vergleich darstellt. Kosteten diese Autos in Österreich 2020 durchschnittlich schon 45.969 Euro, wurden sie in Frankreich für 65.568 Euro angeboten. Auch die Sportwagen legten preislich in allen Ländern außer den Niederlanden deutlich zu. Insbesondere in Österreich stiegen die Preise gebrauchter Sportwagen von ehemals 51.936 Euro auf nunmehr 54.630 Euro an. In Deutschland kosteten diese mit 55.733 Euro ebenfalls mehr als 2019.

SUVs: Durchschnittspreise in allen Ländern angestiegen

In allen Ländern gab es einen Preisanstieg im Segment der SUVs – in Österreich war der Anstieg von 28.225 im Jahr 2019 auf 28.252 Euro im Jahr 2020 jedoch am geringsten. Deutschland hält sich mit durchschnittlichen 27.831 Euro im Mittelfeld; Frankreich (28.796 Euro), Österreich und die Niederlande (28.436 Euro) weisen aber insgesamt die höchsten Durchschnittspreise gebrauchter SUVs auf.

Kompaktklasse: Deutschland und Frankreich mit höchsten Durchschnittspreisen

Doch auch in der Kompaktklasse werden die europäischen Preisdifferenzen sichtbar: Wurden Gebrauchte dieser Klasse in Frankreich im Schnitt für 17.850 Euro gehandelt, kosteten sie in Deutschland 16.042 Euro, in Österreich 14.979 Euro, in Italien nur rund 13.700 Euro und den Niederlanden 13.757 Euro. Für österreichische Privatkäufer dürfte sich der gelegentliche Blick zum südlichen Nachbarn lohnen: So waren in Italien beispielsweise gebrauchte Geländewagen mit durchschnittlich 21.526 Euro mehr als 7.500 Euro günstiger als in Österreich mit durchschnittlich 29.114 Euro.

Jahreswagen: Niederlande hat die Teuersten

Jahreswagen waren 2020 in den Niederlanden am teuersten und kosteten durchschnittlich 36.644 Euro, während man sie in Frankreich um nur 32.325 Euro und in Österreich um 31.604 Euro im Durchschnitt erwerben konnte. Italien nimmt auch hier erneut die Rolle des Schnäppchenanbieters ein (durchschnittlich 26.189 Euro für einen Jahreswagen).

Youngtimer-Preise europaweit gesunken, Oldtimer teils teurer

Betrachtet man ältere Fahrzeuge zwischen 20 und 30 Jahren, so fallen die länderübergreifend gesunkenen Preise deutlich auf. In den Niederlanden gab es im Vorjahr mit 5.675 Euro die günstigsten Youngtimer. Österreich fällt von einem 2019er Durchschnittspreis von 6.623 Euro auf einen aktuellen Durchschnittspreis von 6.447 Euro geringfügig zurück. Bei den über 30 Jahre alten Autos ergibt sich ein durchwachseneres Bild. Demnach gab es in Österreich eine leichte Preisreduktion auf durchschnittlich 21.597 Euro. Die günstigsten Oldtimer gab es 2020 in Italien: Hier kostete ein gebrauchtes Fahrzeug von über 30 Jahren im Durchschnitt nur 19.468 Euro.

“Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise für Gebrauchtwagen 2020 zwar EU-weit leicht angestiegen, haben sich aber einigermaßen nivelliert”, kommentiert André Eckert, Country Manager von AutoScout24 in Österreich. “Österreich hält sich weiterhin im oberen Mittelfeld, was den Preis angeht. Wer hierzulande verkauft, wird also in der Regel keinen schlechten Preis erzielen.“

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13.01.2021

Drohnenführerschein erfolgreich gestartet

Alle Details zum neuen EU-Regulativ mit Drohnenführerschein und Registrierung sind über dronespace.at abrufbar Alle Details zum neuen EU-Regulativ mit Drohnenführerschein und Registrierung sind über dronespace.at abrufbar

Der neue Drohnenführerschein in Österreich ist gut angekommen und stößt auf großes Interesse. Die ersten Drohnenpilotinnen und -piloten haben sich bereits registriert und ihren Drohnenführerschein erfolgreich absolviert. Über 7.500 Registrierungen und 11.000 abgelegte Drohnenführerscheine zeigen, dass die neuen Online-Tools auf dronespace.at gut angenommen werden. Damit ist Österreich unter den ersten Ländern in Europa, die das neue einheitliche europäische Drohnen-Regulativ sofort nach Inkrafttreten erfolgreich umgesetzt haben und völlig automatisiert Registrierung und Kompetenznachweis für das Fliegen mit Drohnen anbieten, für mehr Sicherheit beim Fliegen mit Drohnen im österreichischen Luftraum.

„Mit dem neuen Regulativ haben wir einen Meilenstein gesetzt und für mehr Sicherheit im österreichischen Luftraum gesorgt. Das Fliegen mit Drohnen ist nun einfacher und günstiger. Der erleichtere Zugang macht sich auch an den zahlreichen Registrierungen und ausgestellten Drohnenführerscheinen bemerkbar. Es freut mich, dass bereits 11.000 Drohnenpilotinnen und -piloten das Angebot nutzen und mit ihrem Kompetenznachweis zu einem sicheren Luftraum beitragen“, so Luftfahrtstaatssekretär Magnus Brunner.

„Fliegen mit Drohnen ist sicherer geworden und die Registrierung dabei viel günstiger. Mit dem Drohnenführerschein ist sichergestellt, dass sich Drohnenpilotinnen und -piloten ihrer Verantwortung beim Steuern ihres unbemannten Luftfahrzeuges bewusst sind. Die bereits in den ersten Tagen hohe Zahl an Registrierungen und absolvierten Drohnenführerscheinen freut uns und zeugt von dem hohen Sicherheitsbewusstsein bei unseren Drohnenpilotinnen und -piloten“, so Austro Control Geschäftsführerin Valerie Hackl.

Für Betreiber einer Drohne beginnt der Weg zum sicheren Fliegen seit 31.12.2020 mit der Registrierung auf dronespace.at. Es genügt eine einmalige Registrierung, die Kosten dafür belaufen sich auf 31,20€ (inkl. Ust), das vergebene Kennzeichen muss auf sämtlichen Fluggeräten angebracht werden. Die Registrierung wird per Kreditkarte oder Debitkarte bezahlt und ist sofort gültig. Nach drei Jahren ist eine Erneuerung der Registrierung erforderlich. Die Drohnen müssen außerdem verpflichtend versichert werden.

Für den Drohnenführerschein wird ein umfassender Online-Trainingskurs aus den Bereichen Luftrecht und Sicherheit, menschliches Leistungsvermögen, betriebliche Verfahren und Allgemeines zum Thema Drohnen angeboten. Es werden Themen vermittelt, die für den sicheren und praktischen Betrieb von Drohnen notwendig sind, aber auch theoretische Grundlagen, die für einen verantwortungsvoll durchgeführten Flug unentbehrlich sind. Der Drohnenführerschein kann nach positivem Abschluss sofort ausgedruckt bzw. als pdf abgespeichert werden. Er gilt als behördliches Schriftstück und ist beim Betrieb einer Drohne immer mitzuführen. Daher ist, so wie bei der Registrierung, insbesondere darauf zu achten, dass sämtliche Daten korrekt eingegeben werden. Nach einem Zeitraum von fünf Jahren muss der Drohnenführerschein erneuert werden. Der Online-Vorbereitungskurs und der Online-Test sind kostenfrei.

Der Betrieb von Modellflugzeugen (auch auf Modellflugplätzen) ist seit 31.12.2020 ebenso vom europäischen Regulativ erfasst. Das heißt, dass sich auch Betreiber von Modellflugzeugen registrieren müssen.

Alle Details zum neuen EU-Regulativ mit Drohnenführerschein und Registrierung sind über dronespace.at abrufbar. Punktgenaue und standortbezogene Informationen dazu, wo geflogen werden darf und wo nicht, liefert die Austro Control Drohnen-APP „Dronespace“, die in den jeweiligen App-Stores erhältlich ist.

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11.12.2020

In der Lockdown-Klemme

Deutschland und Italien schränken das öffentliche Leben nach den Weihnachtsfeiertagen massiv ein. Sinkt die Zahl der Neuinfektionen in Österreich nicht rasch, wird die Regierung zu ähnlichen Maßnahmen greifen müssen. Deutschland und Italien schränken das öffentliche Leben nach den Weihnachtsfeiertagen massiv ein. Sinkt die Zahl der Neuinfektionen in Österreich nicht rasch, wird die Regierung zu ähnlichen Maßnahmen greifen müssen.

Zwei Wochen vor dem Weihnachtsfest blicken die Menschen in Österreich in eine ungewisse Zukunft. Nach den einschneidenden Beschränkungen im November sinken die Zahlen der Neuinfektionen mit dem Coronavirus zwar, aber nicht in dem Ausmaß, wie es notwendig wäre, um wirklich von einer Entspannung zu reden.

Dieses zwiespältige Bild schlägt auf die Stimmung in der Bevölkerung. Umfragen zufolge gehen mittlerweile acht von zehn Befragten in Österreich von einem dritten harten Lockdown aus. Gleichzeitig erreicht die Kritik an der Krisenbewältigung der Bundesregierung neue Höchstwerte. Die am Beginn der Krise sowohl national als auch international hochgelobte türkis-grüne Koalition gerät Tag für Tag mehr unter Druck. Auf der einen Seite die Wirtschafts- und Handelsbetriebe, der Tourismus und die Schulen, die auf weitere Öffnungsschritte drängen, auf der anderen die Vertreter der Wissenschaft, die genau davor warnen.

Im Nachbarland Deutschland, das mittlerweile – umgerechnet auf die jeweilige Bevölkerungszahl – ähnlich hohe Neuinfektionswerte wie Österreich aufweist, ist ein harter Lockdown nach den Weihnachtsfeiertagen sicher. Das öffentliche Leben soll für mindestens drei Wochen massiv eingeschränkt werden, Geschäfte und Schulen geschlossen bleiben. Italien greift zu ähnlich drastischen Corona-Maßnahmen, verhängt über Weihnachten und Silvester eine Ausgangssperre.

Die Entwicklungen im Norden und im Süden zwingen Österreich in eine Art Lockdown-Klemme. Sinken die Zahlen bis zu den Feiertagen nicht auf ein vernünftiges Maß, ist ein Vorgehen wie in Deutschland oder Italien nicht nur möglich, sondern sogar wahrscheinlich. Auch wenn jedem bewusst sein muss, dass das die teuerste aller Strategien gegen die Corona-Pandemie ist.

Was aber ist ein vernünftiges Maß an Neuinfektionen? Ab welchem Stand an aktiv Infizierten ist gesichert, dass das heimische Gesundheitssystem nicht kollabiert? In Deutschland ist die Antwort auf diese Frage klar. Die Bundesregierung in Berlin hält sich seit Anbeginn der Krise an die vom Robert-Koch-Institut (RKI) vorgegebene Sieben-Tage-Inzidenz von 50 (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Tag im Mittel über sieben Tage). Diese magische Grenze mag man kritisieren oder akzeptieren: Sie ist ein Richtwert, den die heimische Politik den Menschen in Österreich bisher aus unerklärlichen Gründen schuldig geblieben ist.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Tiroler Tageszeitung: Kommentar von Mario Zenhäusern
11.12.2020

Dermatologe warnt vor falscher Händehygiene: Folgen für die Hautgesundheit im Corona-Winter nicht abzusehen

Dermatologe warnt vor falscher Händehygiene Dermatologe warnt vor falscher Händehygiene

„Der Corona-Winter kann sich auf die Hautgesundheit vieler schlagen, etwas Vergleichbares hat es noch nicht gegeben.“ Hierauf macht Dr. Werner Voss aufmerksam, Chefdermatologe der deutschen Dermatest GmbH. Denn Händehygiene sei nebenwirkungsanfällig: „Seife und Desinfektion greifen häufig nicht nur Keime, sondern auch die Haut an. Schon dadurch leidet ihre natürliche Schutzfunktion. Hinzu bläst nun außen die kalte Winterbrise, innen trockene Heizungsluft. Ist unsere Haut einmal spröde und rissig, haben Krankheitserreger leichtes Spiel. Die Katze beißt sich gleichsam in den Schwanz.“

Achtsame Händehygiene

Was das aufgrund von Corona für die Gesellschaft bedeute, lasse sich gegenwärtig nicht abschätzen. Zur Achtsamkeit mahnt Dr. Voss auf jeden Fall: „Hautpflege muss dazugehören – entweder als integraler Produktbestandteil oder unmittelbar nachher.“ Zugleich räumt der Arzt mit einer weitverbreiteten Annahme auf: „Sich die Hände zu waschen, mag landläufig als die sanftere Methode gelten – verglichen zur Desinfektion. Hieb- und stichfest ist diese Meinung aus hautärztlicher Sicht jedoch nicht immer. Hochwertige Desinfektionsprodukte schließen Rückfetter und Feuchthaltemittel ein, sie schützen die Haut direkt bei jeder Anwendung.“

30 Sekunden Hautpflege

Praktischer Rat dazu kommt von einem Hersteller aus Österreich. Die Firma Hagleitner bietet seit 1971 Hygieneerzeugnisse für ein institutionelles Umfeld: Zu den Kunden zählen Hotels, Geschäfte, Schulen sowie Krankenhäuser. Kerstin Heine wirkt bei Hagleitner als Chemikerin, sie verantwortet den Desinfektionsbereich:

„30 Sekunden lang gründlich verreiben: Für die Händedesinfektion ist das eine Faustregel, so lang muss die Haut nass bleiben. Einerseits hat das Coronavirus nach 30 Sekunden keine Chance, andererseits kriegt die Haut dann auch genug Pflegestoffe. Hierauf wird nämlich oft vergessen: Um 30 Sekunden zu erreichen, braucht es angemessen Desinfektionsmittel. Ist zu wenig auf den Händen, entzieht ihnen der Alkohol Feuchtigkeit; ein Pflegeeffekt aber bleibt aus.“

Fachgutachten

Hagleitner hat von Dr. Werner Voss und der deutschen Dermatest GmbH Fachgutachten angefordert. Ein Händedesinfekt-Schaum erhielt dabei das „Fünf-Sterne-Gütesiegel“, es sichert größtmögliche Hautverträglichkeit zu. Ein Händedesinfekt-Gel brachte es auf das Prädikat „Very good“. Beide Erzeugnisse sind geprüft gegen Bakterien, Pilze und Viren. Demzufolge wirken sie auch anerkannt gegen das Coronavirus SARS-CoV-2.

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09.09.2019

Es wird eng und immer enger

Die Daseinsfürsorge frisst immer mehr Reserven auf. Die Daseinsfürsorge frisst immer mehr Reserven auf.

Seit 2012 weist Tirol ein Nulldefizit auf. Dass sich auch ein finanziell solides Land in der Budgeterstellung immer schwerer tut, sollte ein Alarmsignal sein. Vor allem im Bund.

Was kann die öffentliche Hand noch leisten und was muss sie tun? Wahlreden wie „Mehr privat – weniger Staat“ sind wenig hilfreich. Denn darum geht es schon lange nicht mehr. Vielmehr war bisher keine Bundesregierung – ob Rot-Schwarz oder Schwarz-Blau – in der Lage, die größten Kostentreiber in den öffentlichen Budgets einzudämmen.

Genannt seien hier nur die Gesundheit und die Pflege. Vielleicht verrät uns dereinst die ehemalige Gesundheits- und Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) in ihren Memoiren, in welchen Zeilen sie die „Patientenmilliarde“ aus der Krankenkassenreform versteckt hat. Tirol kann mit der Reduktion von Spitalsbetten zwar finanziell gegensteuern, doch die großen Strukturreformen muss Wien beschließen.

Solange die Krankenhäuser und Spitalsambulanzen nicht entlastet werden, der Haus- und Landärztemangel nicht mit innovativen Lösungen behoben wird, die Politik nicht endlich erkennt, dass Pflege und Medizin mittlerweile weiblich sind, weshalb es neue Arbeitszeitmodelle benötigt, um Familie und Beruf zu verbinden, oder ärztliche Hausapotheken Anreize für Allgemeinmediziner in der Peripherie bieten, werden die teuren Spitäler nur noch teurer.

Und wie lange doktert die Politik schon an einer generationenübergreifenden Pflegelösung herum? Der Pflegeregress wurde populistisch ohne soziale Treffsicherheit und ohne Gegenfinanzierung abgeschafft. Zuletzt ging es in der Pflege nur noch darum, finanzielle Löcher zu stopfen.

All das wirkt sich natürlich auch auf ein budgetär mehr als stabiles Land wie Tirol aus.

Die Daseinsfürsorge frisst immer mehr Reserven auf. Tirol hat sie gerade noch, andere Bundesländer nicht mehr. Das sollte eigentlich ein Alarmsignal sein, das im Wahlkampf aber leider überhört wird.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG, Leitartikel von Peter Nindler
04.10.2020

"Pfand und Mehrweg-Quote sind politischer Schnellschuss"

Die Entscheidung über die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in Österreich ist von enormer ökologischer und ökonomischer Tragweite. Die Entscheidung über die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in Österreich ist von enormer ökologischer und ökonomischer Tragweite.

Die österreichischen Abfallentsorger warnen vor einem politischen Schnellschuss in Sachen Pfand auf Einweg-Plastikflaschen und Mehrweg-Quote. Denn die Industrie muss langfristig planen und investieren, um die politischen Vorgaben technisch und logistisch erfüllen zu können. Um den Plastikmüll in den Griff zu bekommen brauche es eine Lösung, die alle Kunststoffabfälle umfasst. Das Problem sei mit dem bestehenden System der getrennten Sammlung zu lösen. Sie müsse nur endlich vereinheitlicht werden, und in Wien konsequent umgesetzt werden.

Der Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) warnt eindringlich vor einem politischen Schnellschuss, wenn es um die Frage des Plastikmülls geht. „Schnelle, einfache Lösungen sind nicht immer die besten, nur weil sie medial leicht zu erklären sind“, so Gaby Jüly, Präsidentin des VOEB. Die Wirtschaft habe ein umfassendes Konzept zur Kreislaufwirtschaft erstellt, das nächste Woche präsentiert wird und im Gegensatz zu politischen Schnellschüssen an allen Punkten des Wertstoffkreislaufs ansetzt. Das sei echte Kreislaufwirtschaft, die alle Beteiligte einbindet und die Erreichung aller EU-Recyclingquoten garantiert. Denn Getränkeverpackungen machen mit nur sieben Prozent nur ein Bruchteil der gesamten Plastikabfälle aus und werden bereits in den meisten Bundesländern zu mehr als 80% bzw. 90% gesammelt. Und zum Thema Littering hält das deutsche Umweltbundesamt in einer Studie fest, dass das achtlose Wegwerfen von Müll in die Umgebung seit der Einführung des Pfands auf Plastikflaschen sogar zugenommen hat.

Nix ist fix

„Auch wenn die mediale NGO-PR Einwegpfand und Mehrwegquoten als quasi beschlossene Sache feiert: Nix ist fix. Die Politik muss die Wirtschaft und ihre Argumente einbinden. Wir sprechen hier von 900.000 t Abfall jährlich! Es geht nicht nur um kleine Puzzlesteine, es geht nicht nur um grünes Flickwerk, es geht ums große Ganze. Und gerade in Zeiten einer Wirtschaftskrise mit massiven Arbeitsplatzverlusten kann sich Österreich keine überteuerten Teillösungen, die mit der Wirtschaft nicht abgestimmt sind, leisten“, betont Jüly.

Umfassendes Gesamtkonzept notwendig

Die Entscheidung über die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in Österreich ist von enormer ökologischer und ökonomischer Tragweite. Sie beeinflusst die abfallwirtschaftlichen Strukturen von Produktion über Handel bis hin zu Sammlung und Verwertung. Hier braucht es ein umfassendes Gesamtkonzept, das alle Punkte der Wertschöpfungskette umfasst, und Produzenten, Handel, Gewerbe und Konsumenten gleichermaßen berücksichtigt. „Schließlich muss die Industrie entsprechend planen und investieren, um die politischen Vorgaben auch technisch und logistisch erfüllen zu können. Wir können die Debatte über Plastikabfälle nicht auf dem Rücken der Konsumenten und der Getränkeindustrie austragen. Wir müssen bis 2025 von derzeit 75.000 Tonnen Kunststoff-Recycling auf 150.000 Tonnen kommen. Das gelingt, indem wir in modernste Anlagen investieren, um dann das Recycling zu optimieren, aber auch, indem jeder Einzelne von uns Plastikabfall konsequent getrennt sammelt. Dafür braucht es langfristig stabile Rahmenbedingungen – und eine breite Akzeptanz“, hält Jüly abschließend fest.

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01.11.2020

60 Prozent von Österreichs Bevölkerung rechnet künftig mit mehr Radverkehr

60 Prozent von Österreichs Bevölkerung rechnet künftig mit mehr Radverkehr 60 Prozent von Österreichs Bevölkerung rechnet künftig mit mehr Radverkehr

„In Österreich wurden in den vergangenen Monaten nicht nur mehr Fahrräder gekauft, die Fahrräder sind auch verstärkt als Verkehrsmittel im Einsatz“, fasst VCÖ-Experte Michael Schwendinger ein Ergebnis einer vom VCÖ beauftragten repräsentativen Umfrage des Instituts TQS zusammen. Während im Vorjahr 14 Prozent der 18- bis 69-Jährigen mehrmals die Woche im Alltag mit dem Rad fuhren, sind es heuer mit 21 Prozent um die Hälfte mehr. Auch die Gruppe jener, die mehrmals im Monat Radfahren ist größer geworden, von 14 auf 19 Prozent. Und die Gruppe jener, die keine Alltagswege mit dem Rad zurücklegen, ist kleiner geworden und von 44 auf 40 Prozent zurückgegangen.

60 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher gehen davon aus, dass auch langfristig mehr Rad gefahren wird. Aber viele sehen Verbesserungsbedarf bei den Bedingungen zum Radfahren im Wohnort. 26 Prozent wünschen ein längeres Radwegenetz, ebenso viele sind mit dem Zustand und der Qualität der Rad-Verbindungen unzufrieden. 24 Prozent sagen, dass sie wichtige Ziele im Wohnort nicht sicher und einfach mit dem Fahrrad erreichen können und sogar 36 Prozent erleben das Queren von Hauptstraßen als gefährlich. Aufholbedarf wird auch bei den Radabstellplätzen gesehen: 29 Prozent sieht einen Mangel bei Fahrrad-Parkplätzen vor Geschäften, 35 Prozent allgemein bei Radabstell-Möglichkeiten im Straßenraum.

„Die Qualität der Infrastruktur bestimmt ganz wesentlich unser Mobilitätsverhalten. Die Infrastruktur für den Radverkehr wurde in der Vergangenheit vielerorts sträflich vernachlässigt. Der Aufholbedarf ist entsprechend groß“, weist VCÖ-Experte Schwendinger auf den notwendigen verstärkten Ausbau der Rad-Infrastruktur aus. In den Städten ist dem Radverkehr mehr Platz einzuräumen. In den Regionen sind sichere Radverbindungen von Siedlungen zum nächstgelegenen Ortsgebiet wichtig. Und Bahnhöfe sollten immer gut mit dem Fahrrad erreichbar sein, betont der VCÖ.

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04.10.2020

Corona: Polizei kontrollierte 6.000 Lokale und Veranstaltungsstätten

Corona: Polizei kontrollierte 6.000 Lokale und Veranstaltungsstätten Corona: Polizei kontrollierte 6.000 Lokale und Veranstaltungsstätten

Innenminister Karl Nehammer kündigte eine Null-Toleranz-Linie beim Überschreiten der Sperrstunden an. Die Polizei kontrollierte daher bei Schwerpunktaktionen auch an diesem Wochenende Lokale und Veranstaltungsstätten in ganz Österreich: 3.038 in der Nacht von Freitag auf Samstag, 2.961 von Samstag auf Sonntag. „Polizistinnen und Polizisten waren auch an diesem Wochenende mit Bediensteten von Bezirksverwaltungs- und Gesundheitsbehörden unterwegs und führten 5.999 Kontrollen durch“, sagt Innenminister Karl Nehammer am 4. Oktober 2020 in Wien. „Die Einhaltung der Sperrsunde hat gut funktioniert, es hat im Zuge der Kontrollen 108 Anzeigen gegeben, davon 49 in Wien“, ergänzt er.

Der Innenminister appelliert an Betreiber von Gastgewerbebetrieben und Veranstaltungsstätten, sich an die Vorgaben zu halten. „Jeder kann dazu beitragen, dass die Infektionszahlen verringert werden“, betont er. „Wer sich allerdings nicht an die Vorgaben hält, muss mit Konsequenzen rechnen.“

2.400 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz

Bei den 5.999 Kontrollen der Gastgewerbebetriebe und Veranstaltungsstätten, davon 277 mit Bediensteten von Bezirksverwaltungsbehörden, waren bundesweit 2.397 Polizistinnen und Polizisten sowie 47 Vertreterinnen bzw. Vertreter von Bezirksverwaltungsbehörden im Einsatz. 14 Überprüfungen erfolgten in Zusammenarbeit mit Gesundheitsbehörden.

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