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Auto/Technik

14.12.2017

ASFINAG verzichtet schon seit 2015 freiwillig auf den Einsatz von Glyphosat

Damit das Unkraut entlang der 2.223 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen trotzdem nicht wuchert, setzen die 43 Autobahnmeistereien in ganz Österreich auf Handarbeit. Damit das Unkraut entlang der 2.223 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen trotzdem nicht wuchert, setzen die 43 Autobahnmeistereien in ganz Österreich auf Handarbeit.

Anlässlich der derzeit laufenden Diskussion um die Verwendung von Glyphosat und der möglichen schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit, halten Josef Fiala und Stefan Siegele, die Geschäftsführer der ASFINAG Service Gesellschaft bzw. ASFINAG Alpenstraßen GmbH fest: „Die ASFINAG verwendet bereits seit drei Jahren kein Glyphosat oder andere Chemikalien.

Als nachhaltiger Autobahnbetreiber verzichten wir gänzlich auf Unkraut-Vernichter im Streckennetz, damit kommen wir unserer Verantwortung zum Schutz der Menschen und der Umwelt nach.“

Damit das Unkraut entlang der 2.223 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen trotzdem nicht wuchert, setzen die 43 Autobahnmeistereien in ganz Österreich auf Handarbeit.

Die Mitarbeiter des Autobahnbetriebes sind zumindest zwei Mal im Jahr dafür auf der Strecke unterwegs und beseitigen unerwünschten Bewuchs. Fazit: Das manuelle Entfernen von Pflanzen ist zwar zeitintensiver, dafür aber die umweltfreundlichste und auch nachhaltigste Methode.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
28.12.2016

Neuerungen im österreichischen Straßenverkehr ab 2017

Neuerungen im österreichischen Straßenverkehr ab 2017 Neuerungen im österreichischen Straßenverkehr ab 2017

Alkolocks, Radarfotos für andere Delikte, Änderungen für Führerschein-Neulinge

Mit dem Jahreswechsel wird gerne ins nächste Jahr geblickt. Doch nur wenige Neuerungen für Autofahrer treten definitiv mit dem Jahreswechsel in Kraft. Einige Novellen sind aber schon jetzt bekannt oder absehbar, sodass der ÖAMTC einen Überblick über zu erwartende Änderungen des Jahres 2017 bieten kann. Gleichzeitig ist der Jahreswechsel ein guter Anlass, sich die eine oder andere Neuerung des vergangenen Jahres in Erinnerung zu rufen (Detailinfos unter www.oeamtc.at/recht).

Hier die absehbaren Neuerungen für 2017:

Radarfotos als Beweis für bestimmte Delikte

Ab dem bisher noch unbekannten Tag nach der Kundmachung der 28. StVO-Novelle dürfen Fotos aus bildgebenden Überwachungsverfahren auch für die Bestrafung folgender Delikte verwendet werden: Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung, unerlaubte Personenbeförderung, Nichtanlegen des Sicherheitsgurts, mangelnde Kindersicherung, Nichttragen eines Schutzhelmes, Beförderung einer unzulässigen Anzahl von Personen auf einem Motorrad oder Motorfahrrad.

Verhinderung der Weiterfahrt nach IG-L-Geschwindigkeitsüberschreitungen

Bei Überschreitungen einer nach dem IG-L verordneten Höchstgeschwindigkeit soll es zukünftig Zwangsmaßnahmen zur Verhinderung der Weiterfahrt geben, z. B. Abnahme der Fahrzeugschlüssel oder Anbringung von Radklammern. Ob dafür eine bestimmte Mindestüberschreitung Voraussetzung sein wird, ist noch in Diskussion.

Alkohol-Wegfahrsperre "Alkolocks"

Ein alternatives Bewährungssystem für alkoholauffällige Lenker soll mit 1. September 2017 in einen fünfjährigen Probebetrieb gehen. Wer sich freiwillig ein Alko-Testgerät in sein Fahrzeug einbauen lässt und an Mentoring-Gesprächen teilnimmt, kann sich die Hälfte der Führerschein-Entziehungszeit ersparen.

Änderungen für Führerschein-Neulinge

Ab 1. Juli 2017 dauert die Probezeit für jeden Fahranfänger künftig drei Jahre ab Erteilung der Lenkberechtigung. Das gilt nun auch einheitlich für L17-Fahranfänger. Die Probezeit verlängert sich nun auch um ein Jahr, wenn ein Lenker in der Probezeit wegen der Benützung eines Mobiltelefons beanstandet wird. In dem Fall ist auch eine (kostenpflichtige) Nachschulung zu absolvieren.

Mopedausbildung

Ab 1. März 2017 darf die Mopedausbildung frühestens zwei Monate vor dem 15. Geburtstag begonnen werden (bisher 6 Monate). Der Mopedführerschein ist wie bisher frühestens zum 15. Geburtstag auszustellen. Voraussichtlich ab Jahresmitte soll die Mopedprüfung modernisiert werden – ein Computer-Test wird den Multiple Choice-Test auf dem Papier ersetzen.

Ankaufsförderung für E-Autos

Ab März 2017 können österreichweit Prämien beim Kauf von Elektrofahrzeugen sowie Unterstützungen für den Aufbau von E-Ladestationen beantragt werden. Details unter http://www.oeamtc.at/portal/4-000-euro-ankaufpraemie+2500+1661483

Verlängerung der "Spritpreisverordnungen"

Die beiden Spritpreisverordnungen werden bis zum 31.Dezember 2019 verlängert: Damit sind Preiserhöhungen bei den Kraftstoffen an Tankstellen nur einmal täglich, um 12 Uhr, erlaubt. Preissenkungen sind zu jedem Zeitpunkt möglich. Die Tankstellenbetreiber müssen ihre Preise weiterhin an den offiziellen Spritpreisrechner melden. Konsumenten können sich in der ÖAMTC-App über die günstigsten Tankstellen in ihrer Nähe informieren.

Neuer Testzyklus für Kfz-Typengenehmigungen

Ab 1. September 2017 muss die Typisierung von neuen Pkw nach dem neuen Testzyklus WLTP erfolgen. Demnach wird der gemessene Spritverbrauch nach einem neuen realitätsnäheren Verfahren gemessen (VO (EU) 2016/427). Die Besteuerung soll weiterhin auf den Werten des bisherigen Normverbrauchszyklus NEFZ aufbauen.

Hinzurechnungsbetrag ("Sachbezug") bei Privatnutzung eines Dienstwagens

Ab 1. Jänner 2017 wird der CO2-Grenzwert für neu angeschaffte Dienstwagen, die privat genutzt werden, auf 127g/km gesenkt. Bis zu dieser Grenze sind wie bisher monatlich 1,5 Prozent der Anschaffungskosten (max. 720 Euro) als Sachbezug anzusetzen. Wird der Grenzwert überschritten, sind monatlich 2 Prozent (max. 960 Euro) anzusetzen. Für bestehende Dienstwagen sowie Dienstwagen, die vor 2017 erstmals zum Verkehr zugelassen wurden, gilt weiterhin der Grenzwert von 130g/km.

Sondervorschrift für E-Fahrzeuge

Ab 1. März 2017 können elektrisch betriebene Gütertransporter bis 4.250 kg (wegen schwerer Batterien) mit dem B-Führerschein gelenkt werden (vorerst auf fünf Jahre befristet). Voraussetzung ist die fünfstündige Zusatzausbildung mit Eintrag des Code 120 im Führerschein.

Neue Zusatztafel

Eine Zusatztafel mit dem Symbol eines Steckers besagt, dass an dieser Stelle das Halten und Parken nur für E-Fahrzeuge zum Stromtanken erlaubt ist.

Preiserhöhungen Vignette, Sondermauten, Parkgebühren

Durch die Anpassung an den harmonisierten Verbraucherpreisindex wurden die Preise für die Autobahn-Vignette um 0,8 Prozent erhöht. Inflationsbedingt werden einige Tarife für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht auf den Sondermautstrecken erhöht. In Wien und Klagenfurt steigen die Parkgebühren.

Digitale Vignette bringt auch Vorteile für Wechselkennzeichen

Voraussichtlich bereits ab Dezember 2017 wird die digitale Vignette – wahlweise zur Klebevignette – eingeführt. Aufgrund der automatischen Kennzeichenerfassung entfällt der Kauf einer zweiten Vignette bei Wechselkennzeichen.

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12.01.2017

Luxuriös und edel – die spiegellose Systemkamera FUJIFILM X-Pro2 Graphit

Mit der neuen FUJIFILM X-Pro2 Graphit erweitert FUJIFILM seine erfolgreiche Flaggschiff-Serie spiegelloser Systemkameras um eine Modellvariante mit einem besonders edlen Design. Mit der neuen FUJIFILM X-Pro2 Graphit erweitert FUJIFILM seine erfolgreiche Flaggschiff-Serie spiegelloser Systemkameras um eine Modellvariante mit einem besonders edlen Design.

Mit der neuen FUJIFILM X-Pro2 Graphit erweitert FUJIFILM seine erfolgreiche Flaggschiff-Serie spiegelloser Systemkameras um eine Modellvariante mit einem besonders edlen Design. Eine exklusive Mehrfachbeschichtung verleiht dem Kameragehäuse einen dunklen Glanz.

Die außergewöhnliche Oberfläche ist das Ergebnis eines mehrstufigen Fertigungsprozesses. Dabei wird das robuste Magnesium-Gehäuse der X-Pro2 zunächst mit einer schwarzen Grundierung versehen, die für dunkle Akzente sorgt. Die eigentliche Graphit-Oberfläche entsteht durch das Auftragen mehrerer dünner Schichten. Eine höhere Anzahl Schwarzpartikel in der abschließenden Klarbeschichtung erzeugt einen metallischen Glanz, der im Vergleich zum Graphit Silber Farbton der X-T2 etwas dunkler ausfällt und hervorragend zum Charakter der X-Pro2 passt.

Die technischen Daten der X-Pro2 Graphit entsprechen dem aktuellen Flaggschiffmodell X-Pro2, das FUJIFILM im März 2016 vorgestellt hat. Wie die gesamte Serie zeichnet sich die Kamera durch eine unerreichte Farbwiedergabe und viele technologische Highlights aus. Der Multi-Hybrid-Optische-Sucher ist weltweit einzigartig und erlaubt das schnelle Umschalten zwischen elektronischem und optischem Sucherbild. Der 24,3 Megapixel X-Trans™ CMOS III Sensor* erreicht eine extrem hohe Bildqualität. Aufgrund ihrer vielen Features, zu denen auch das klassische Design und der lautlose Verschluss zählen, ist die X-Pro2 besonders beliebt bei professionellen Reportagefotografen und ambitionierten Fotoenthusiasten.

Die FUJIFILM X-Pro2 Graphit ist erhältlich im Set mit dem Weitwinkel-Objektiv FUJINON XF23mmF2 R WR und der Gegenlichtblende LH-XF35-2, die beide passend zur Kamera ebenfalls im Graphit-Design gehalten sind. Die edle Kombination unterstreicht das luxuriöse Erscheinungsbild der Kamera.

* X-Trans ist ein Markenzeichen bzw. eingetragenes Markenzeichen der FUJIFILM Corporation. Der Sensoraufbau basiert auf einer einzigartigen Farbfilteranordnung, die Moirés und Falschfarben reduziert, ohne dass dafür ein optischer Tiefpassfilter erforderlich ist.

Die wesentlichen Merkmale der FUJIFILM X-Pro2 Graphit:

24,3 Megapixel APS-C X-Trans CMOS III Sensor

X Prozessor Pro

Multi-Hybrid-Optischer-Sucher

Elektronischer Sucher mit 2,36 Millionen Pixeln

7,6 cm (3 Zoll) LC-Display mit 1,62 Millionen Pixeln

Spritzwasser- und staubgeschützt

Kälteresistent bis minus 10 Grad

Filmsimulationsmodi (u.a. „Acros“)

Neues Autofokus-System

ISO-Empfindlichkeit bis 51.200

Wi-Fi-Funktion

Intervallaufnahme

Full HD-Video (1080p)

Kreative Filtereffekte

Im Lieferumfang: Weitwinkel-Objektiv FUJINON XF23mmF2 R WR und Gegenlichtblende LH-XF35-2 (beides in Graphit)

Ab Ende Jänner 2017 steht die X-Pro2 in den Läden und kostet 2.499 Euro (UVP).

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: FUJIFILM Electronic Imaging Europe GmbH
11.12.2016

ÖAMTC: Steuersenkung auf Benzin würde weniger kosten, als Steuererhöhung auf Diesel

ÖAMTC: Steuersenkung auf Benzin würde weniger kosten, als Steuererhöhung auf Diesel ÖAMTC: Steuersenkung auf Benzin würde weniger kosten, als Steuererhöhung auf Diesel

Aktuell zahlt man in Österreich pro Liter Benzin 48,2 Cent und pro Liter Diesel 39,7 Cent an Mineralölsteuer (MÖSt). Obwohl differenzierte Mineralölsteuersätze in Europa durchaus üblich sind, gibt es in letzter Zeit immer wieder Stimmen für eine Vereinheitlichung der Spritsteuer. Konkret wird gefordert, die MÖSt auf Diesel um die Differenz der Besteuerung der beiden Sprit-Arten, also um 8,5 Cent anzuheben. Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung, fordert nun das Gegenteil: "Wenn das primäre Ziel ein einheitliches Steuerniveau ist, muss die Besteuerung von Benzin gesenkt werden. Das würde Steuerzahler entlasten und den Finanzminister im Unterschied zur Erhöhung der MÖSt auf Diesel deutlich weniger Geld kosten."

Der Grund für diesen ungewöhnlichen Steuer-Effekt liegt im Tanktourismus. Weil Österreich im Vergleich zu den Nachbarländern Benzin und Diesel geringer besteuert, füllen vor allem ausländische Lkw bei der Durchfahrt durch Österreich ihren Tank gerne in der Alpenrepublik. Die Folge: Von vier Milliarden Euro, die der Finanzminister als Mineralölsteuer einnimmt, kommt beinahe eine Milliarde von Tanktouristen. "Wir wissen, dass bereits bei einer Mineralölsteuererhöhung von sechs Cent schlagartig sämtlicher Tanktourismus wegbricht. Bei einer Erhöhung der MÖSt auf Diesel von achteinhalb Cent, würde der Finanzminister unterm Strich über 400 Millionen Euro an Einnahmen verlieren", rechnet Wiesinger vor. "Senkt man hingegen die MÖSt auf Benzin um achteinhalb Cent verliert der Finanzminister rechnerisch 190 Millionen. Da jedoch dann vermehrt Benzin-Tanktouristen kommen würden, wird der Finanzminister in der Realität nur wenig an Einnahmen verlieren."

Umwelt-Nachteile des Tanktourismus nur am Papier

Dass eine Erhöhung der MÖSt immer wieder von Umwelt-Lobbyisten gefordert wird, liegt an der Zählweise von CO2-Emissionen. Der Ausstoß von Treibhausgasen im Verkehr wird aus den in einem Land verkauften Sprit-Mengen errechnet. "Diese Zählweise hat jedoch nichts mit der Realität zu tun", kritisiert Wiesinger. Schwerverkehr, der während der Durchfahrt wegen der günstigeren Dieselpreise in Österreich tankt, stößt nur einen geringen Bruchteil des "verrechneten" CO2 tatsächlich auch in Österreich aus. Wiesinger: "Verhindert man Tanktourismus durch Dieselpreiserhöhungen, so wird zwar am Papier weniger CO2 erzeugt, die Luftqualität in Österreich ändert sich jedoch gar nicht. Die Transit-Lkw rollen weiter durch unser Land, zahlen dann aber lediglich Maut und kaum einen Beitrag für ihren CO2 Ausstoß mehr."

MÖSt-Erhöhung von mindestens 15 Cent auf Diesel und 6,5 Cent auf Benzin zu befürchten

Außerdem sieht der Club die Gefahr, dass der Finanzminister versuchen wird, sich für den Einnahmerückgang durch weitere MÖSt- Erhöhungen an inländischen Tankkunden schadlos zu halten. Wiesinger: "Wenn der Finanzminister darauf pocht, gleich viel wie vorher aus der Mineralölsteuer zu erlösen, bedeutet eine Steuer-Vereinheitlichung in der Realität eine Erhöhung der MÖSt auf Diesel von mindestens 15 Cent und bei Benzin eine Erhöhung von mindestens 6,5 Cent. Das ist für die Konsumenten im Hochsteuerland Österreich absolut inakzeptabel."

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
11.12.2016

VKI warnt vor sprechender Puppe „My friend Cayla“

VKI warnt vor sprechender Puppe „My friend Cayla“ VKI warnt vor sprechender Puppe „My friend Cayla“

Die sprechende Puppe Cayla ist laut Hersteller „Genesis Toys“ die erste Puppe, die in der Lage ist, Antworten auf Kinderfragen zu geben, Geschichten vorzulesen, und gemeinsam Spiele zu spielen. Die Puppe wird als interaktives Spielzeug vermarktet, verfügt über Mikrofon, Spracherkennung, Netzwerkzugang und lässt sich über eine dazugehörige Applikation (iOS und Android) steuern. Die norwegische Verbraucherorganisation (Forbrukerradet) hat sich die Puppe genau angesehen und einige Problempunkte entdeckt: Diese reichen von technische Sicherheitslücken über bedenkliche Datenschutzklauseln bis zur Verletzung der Privatsphäre und dem Vorwurf der Schleichwerbung.

Technische Sicherheit

Mit einem bluetoothfähigen Smartphone und ohne viel technisches Know-how kann jeder ganz leicht durch die eingeschaltete Puppe sprechen und auch alles in ihrem Umfeld mithören, weil die Bluetooth-Verbindung völlig ungesichert ist. „Dieses Sicherheitsrisiko muss dem Unternehmen schon länger bekannt sein, denn es gibt genug Berichte im Internet, in denen von einem ,Hack‘ der Puppe berichtet wird, z.B. in einem BBC-Beitrag von Jänner 2015. Geändert hat sich aber wenig“, kritisiert Ulrike Docekal vom Verein für Konsumenteninformation (VKI). Dabei könnte das man das Problem einfach beheben, z.B. mit Sicherung durch einen Code oder indem man vorsieht, dass man die Puppe in der Hand haben muss, um das Smartphone/Tablet zu verbinden.

Verletzung der Privatsphäre und mangelhafte AGB

Alles, was die Kinder der Puppe erzählen, wird an die Firma „Nuance Communications“ mit Sitz in den USA übermittelt. Dieses Unternehmen behält sich vor, die übermittelten Daten umfassend zu nutzen und mit Dritten zu teilen.

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sehen die Nutzungsmöglichkeit der von der Puppe gesammelten persönlichen Daten u.a. für zielgerichtete Werbung vor; ebenso die Weitergabe an nicht näher bestimmte Dritte. Der VKI prüft ein rechtliches Vorgehen.

Werbung/Kinderwerbung

Die Puppe hat Sätze einprogrammiert, um Gespräche zu führen, sie redet aber auch gern darüber, wie sehr sie z.B. Disneyfilme liebt. Der App-Hersteller „Toy Quest“ steht neben anderen Unternehmen auch in Geschäftsbeziehung zu Disney. Der VKI prüft hier ein rechtliches Vorgehen.

Diese Probleme sind symptomatisch für die steigende Verbreitung von verbundenen Geräten (Internet of Things). „Es ist in unseren Augen wesentlich, dass vor allem bei Kindern, die hier besonders schutzbedürftig sind, auf die Einhaltung der Persönlichkeits- und der Konsumentenschutzrechte geachtet wird“, betont Ulrike Docekal.

Tipps für Konsumentinnen und Konsumenten

1. Wenn Sie das Spielzeug bestellt haben und nicht mehr wollen, können Sie bei Kauf im Internet (oder telefonisch) noch vom 14tägigen Rücktrittsrecht ab Erhalt der Ware Gebrauch machen.

2. Wenn diese Frist verstrichen ist, können Sie unter Umständen wegen Mängeln, etwa den oben geschilderten Sicherheitsbedenken, Gebrauch von Ihrem gesetzlichen Gewährleistungsrecht machen. Die VKI-Beratung kann Sie hier unterstützen.

3. Wenn Sie die Bedenken der Konsumentenschützer teilen – beschweren Sie sich beim Handel und den Herstellern.

4. Reden Sie mit Ihrem Kind darüber, was das Spielzeug kann und was es bedeutet, dass es mit dem Internet verbunden ist.

5. Sehen Sie sich an, wie die Puppe auf Fragen reagiert. Sie wird mit vorprogrammierten Sätzen geliefert, kann sich aber auch Antworten aus dem Internet beschaffen.

6. Lassen Sie die Puppe nicht eingeschaltet herumliegen, sie funktioniert wie ein Bluetooth-Kopfhörer, und Fremde können einfach via Bluetooth die Verbindung zur Puppe herstellen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: youtube
12.10.2017

ÖAMTC: Klage gegen deutsche Maut notwendig, um EU-Road Pricing zu verhindern

Mautgesetz bindet deutscher Regierung hinsichtlich Road Pricing die Hände Mautgesetz bindet deutscher Regierung hinsichtlich Road Pricing die Hände

Erfreut zeigt sich der ÖAMTC über die Ankündigung von Verkehrsministers Jörg Leichtfried, beim EuGH Klage gegen die deutsche Pkw-Maut einzureichen. Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung: "Um grünes Licht aus Brüssel für seine diskriminierenden Mautpläne zu bekommen, hat der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt zugesagt, die für alle europäischen Autofahrer sündteuren Road Pricing-Pläne der EU-Kommission zu unterstützen. Das war ein politischer Kuhhandel zu Lasten Dritter – nämlich der Konsumenten. Das darf sich nicht auszahlen. Daher ist die Klage Österreichs richtig – auch im Interesse der deutschen Autofahrer."

Mautgesetz bindet deutscher Regierung hinsichtlich Road Pricing die Hände

Bereits im Vorblatt zum Mautgesetz verpflichtete sich die deutsche Bundesregierung, die EU Kommission "bei ihren Bemühungen auf europäischer Ebene" zur Schaffung eines "einheitlichen europäischen Mautsystems zur Stärkung der Nutzerfinanzierung auch für Pkw zu unterstützen". Es wurde sogar zugesagt, dass Deutschland seine Maut "erforderlichenfalls an diesen einheitlichen europäischen Rahmen anpassen“ werde. Wie Brüssel diesen Freibrief aus Berlin nutzen will, präsentierte die EU-Kommission schließlich im Mai diesen Jahres:

Spätestens Ende 2027 müssten Vignetten-Systeme, wie in Österreich vorhanden und in Deutschland geplant, zugunsten streckenabhängiger Mautsysteme abgeschafft werden. Brüssel will eine Pkw-Road Pricing-Pflicht für alle Maut-Staaten.

Road Pricing bringt deutliche Mehrkosten für alle Autofahrer – auch deutsche

Das Motiv des ÖAMTC für die strikte Ablehnung der Road Pricing-Pläne der EU-Kommission sind die deutlichen Mehrkosten für die Nutzer. Laut mehrerer Studien würde bei Road Pricing den Autofahrern mindestens 5 Cent pro Kilometer verrechnet, damit sich die elektronische Einhebung rechnet. Das deutsche Umweltbundesamt schlägt sogar Preise bis über 10 Cent pro Kilometer vor. Wiesinger:

"Ein Arbeitnehmer aus Kufstein, der nach Innsbruck pendelt, hätte dadurch Mehrkosten von rund 3.400 Euro pro Jahr. Aber auch Einzelfahrten würden empfindlich teuer: Eine Fahrt von Hamburg nach München und retour würde etwa 150 Euro kosten, für die Strecke Wien – München und zurück würden 80 Euro fällig werden. Damit zeigt sich, dass kilometerabhängiges Road Pricing weder den Wenigfahrern noch der Umwelt hilft, sondern einzig und alleine darauf abzielt, den Staatskassen zusätzliche Einnahmen von Autofahrern zu bescheren."

In der aktuellen Ausgabe des auto touring sprechen sich die Spitzenkandidaten der SPÖ, ÖVP und FPÖ gegen Road Pricing aus, während die Grünen und NEOS dafür sind.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
28.02.2017

Neuer Volvo XC60 fährt noch sicherer

Neuer Volvo XC60 fährt noch sicherer: Assistenzsysteme wurden weiterentwickelt Neuer Volvo XC60 fährt noch sicherer: Assistenzsysteme wurden weiterentwickelt

Mit dem neuen Volvo XC60 setzt der schwedische Premium-Hersteller einmal mehr Maßstäbe bei der Sicherheit: Die zweite Modellgeneration des erfolgreichen SUV, das auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon (9. bis 19. März 2017) seine Weltpremiere feiert, fährt mit drei neuen Assistenzsystemen vor. Um Unfälle zu vermeiden, unterstützten sie den Fahrer beim Lenken und verwandeln den neuen Volvo XC60 so in eines der sichersten Autos auf den Straßen weltweit.

"Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren an Sicherheitssystemen zur Kollisionsvermeidung und wissen, wie nützlich sie sind. Allein in Schweden sind die Auffahrunfälle durch unseren Notbremsassistenten um rund 45 Prozent* zurückgegangen. Mit dem Volvo XC60 machen wir den nächsten Schritt bei der Reduzierung von Unfällen, indem wir Systeme zur Kollisionsvermeidung mit Lenkunterstützung verbinden", erklärt Malin Ekholm, Senior Director des Volvo Safety Centers der Volvo Car Group.

Das fortschrittliche City Safety System, das neben anderen Fahrzeugen auch Fußgänger, Fahrradfahrer und Wildtiere erkennt, wurde im neuen Volvo XC60 nochmals erweitert. Es beinhaltet nun auch eine Lenkunterstützung: Sie kommt zum Einsatz, wenn eine automatische Notbremsung nicht ausreicht, um einen Unfall zu verhindern, und der Fahrer einen Lenkimpuls an das Lenkrad weitergibt. In solchen Fällen hilft das System dabei, Hindernisse durch gezielte Lenkmanöver zu umfahren. Die Lenkunterstützung ist bei Geschwindigkeiten zwischen 50 und 100 km/h aktiv.

Neben dem erweiterten Volvo City Safety verfügt der neue Volvo XC60 als erstes Modell der Marke über die sogenannte "Oncoming Lane Mitigation". Dieses Assistenzsystem verringert die Gefahr von Unfällen mit entgegenkommenden Fahrzeugen: Gelangt der Fahrer versehentlich auf die Gegenfahrbahn, wird der Volvo mit einem gezielten Lenkimpuls zurück auf die eigene Fahrbahn gesteuert - und damit weg vom Gegenverkehr. Das System arbeitet zwischen 60 und 140 km/h. "All diese Funktionen sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu vollautonomen Fahrzeugen", so Malin Ekholm.

Auch das optionale Blind Spot Information System (BLIS), das den Fahrer auf andere Verkehrsteilnehmer im toten Winkel aufmerksam macht, wurde um einen Lenkassistenten erweitert. Er entschärft mögliche Gefahrensituationen beim Spurwechsel, sollte der Fahrer die visuelle Warnung im Außenspiegel über ein Fahrzeug im toten Winkel nicht beachten.

Wie seine großen Geschwister der Volvo 90er Familie ist der Volvo XC60 unter anderem mit der Run-off Road Protection ausgestattet, die Insassen beim Abkommen von der Fahrbahn besonders schützt. Auch der Pilot Assist für teilautonomes Fahren bis 130 km/h ist optional an Bord. "Die komplette Sicherheitsausstattung, die wir mit der Volvo 90er Top-Baureihe eingeführt haben, findet sich im neuen Volvo XC60. Damit bleiben wir unserem strategischen Ansatz treu, automobile Sicherheitssysteme für den Alltag auf der Straße zu entwickeln. Unsere Vision sieht vor, dass 2020 niemand mehr in einem neuen Volvo Modell verletzt oder getötet wird", erläutert Sicherheitsexpertin Ekholm.

* Kollisionswarnung mit automatischer Notbremsfunktion ist Teil des City Safety Systems. Der Rückgang um 45 Prozent Auffahrunfälle durch Notbremsassistenten in Schweden bezieht sich auf Fahrzeuge, die mit der dritten Generation dieses Systems ausgestattet sind.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Volvocars
27.11.2017

Autofahrer aufgepasst: Am 1. Dezember passieren die meisten Unfälle

Autofahrer aufgepasst: Am 1. Dezember passieren die meisten Unfälle Autofahrer aufgepasst: Am 1. Dezember passieren die meisten Unfälle

Dass am Freitag, den 13. mehr Unfälle passieren, ist ein Mythos. Tatsächlich ist der 1. Dezember der unfallträchtigste Tag des Jahres. Das heißt, an diesem Tag müssen Autofahrer im Straßenverkehr besonders vorsichtig sein. Das ergab eine Analyse der Kfz-Schäden, die in den vergangenen zehn Jahren (2007 bis 2016) bei der Wiener Städtischen gemeldet wurden. „Wie aus unserer Statistik hervorgeht, passieren am 1. Dezember durchschnittlich 272 Unfälle, so viele wie sonst das ganze Jahr nicht. Erhöhte Vorsicht ist jedoch die gesamte Adventzeit geboten – während der ‚stillen Zeit des Jahres‘ ist das Unfallrisiko dauerhaft erhöht“, sagt Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung.

Auffallend ist, dass die Monatsersten im Ranking der Top 10 der unfallträchtigsten Tage des Jahres sehr weit vorne liegen. Nach dem 1. Dezember rangieren der 1. Oktober (durchschnittlich 257 Kfz-Unfälle pro Tag) und der 1. Juli (251) auf den Plätzen zwei und drei. Ebenfalls unter den Top 10 ist der 1. September (233). Der Dezember ist vor allem durch die Adventzeit geprägt, in der sich viele Unfälle ereignen. Nach Weihnachten fällt das Unfallrisiko markant ab, so geschehen von 25. bis 31. Dezember durchschnittlich „nur“ 118 Kfz-Unfälle.

Spitzenreiter im Monatsranking ist Oktober

Bei Betrachtung der einzelnen Monate zeigt sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Im vergangenen Jahrzehnt (2007 bis 2016) liegt der Oktober mit durchschnittlich 197 Kfz-Unfällen auf Platz eins. Dicht gefolgt von den Monaten Juni, September und Dezember. „Dies hängt unter anderem mit der Witterung zusammen. Autofahrerinnen und Autofahrer müssen somit noch aufmerksamer sein als sonst“, betont Wendler. Das bedeutet, die früher einsetzende Dunkelheit sowie schlechte Sicht- und Fahrbahnbedingungen durch Nässe und Nebel sind für die Verkehrsteilnehmer eine zusätzliche Herausforderung. Neben der Witterung stellt der Wildwechsel eine weitere Ursache für die steigenden Unfallzahlen in den dunklen Monaten dar.

Freitag und Montag sind die gefährlichsten Wochentage

Bei den Wochentagen liefern sich Montag und Freitag ein hartes Duell. Im Zehn-Jahres-Vergleich liegt der Freitag mit durchschnittlich 228 Kfz-Unfällen an der Spitze. Das Wochenende mit Samstag und Sonntag rangiert mit großem Abstand am Ende der Auswertung. Am Sonntag werden durchschnittlich gar nur 89 Kfz-Unfälle verzeichnet. „Vor allem der Berufsverkehr unter der Woche und der Start ins Wochenende am Freitag schlagen sich in der Statistik nieder. Am Wochenende fallen diese Frequenzspitzen weg und auch der Lkw-Verkehr ist gesetzlich eingeschränkt und somit wesentlich geringer“, erklärt Wendler.

Wie es zu den Peaks kommt

Den einen Grund, weshalb manche Tage bzw. Monate hervorstechen, gibt es nicht. Vielmehr summieren sich mehrere Umstände, die zu einer höheren Unfallgefahr führen. Zu Herbstbeginn im Oktober sind die Ursachen meist – wie oben ausgeführt – in der Witterung begründet. Im Dezember, der insgesamt fünf der Top 10-Unfall-Tage liefert, kommen noch gefährlichere Fahrbahnverhältnisse durch niedrigere Temperaturen/Glätte/Schnee sowie die stressige Adventzeit hinzu.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
20.11.2017

VKI: VW soll Garantieerklärung abgeben

VW soll Garantieerklärung abgeben VW soll Garantieerklärung abgeben

Mitte September 2015 hat Volkswagen (VW) eingestanden, bei Dieselmotoren der Marken VW, Audi, SEAT und Skoda mit Hilfe einer unzulässigen Motorsteuerungssoftware manipuliert zu haben, um den Stickstoffausstoß bei Abgastests zu senken. VW versprach eine kostenlose Umrüstung der Fahrzeuge und postulierte dabei immer wieder, dass den VW-Kunden nach den Software-Updates keine Nachteile entstehen würden.

An den VKI wurden jedoch immer wieder Beschwerden über Folgeprobleme nach dem Update herangetragen. Deshalb startete der VKI eine interne Umfrage unter den mittlerweile 27.000 VKI-Teilnehmern, die sich von VW aufgrund der Betrugssoftware geschädigt fühlen. Mit der Umfrage wollte der VKI eruieren, ob den betroffenen Fahrzeughaltern nach der Umrüstung negative Veränderungen im Gebrauch des Fahrzeuges aufgefallen waren.

Letzte Woche teilte der VKI mit, dass von den 9000 Fahrzeughaltern, die das Update bereits durchführen ließen, rund 3600 über negative Veränderungen berichtet haben, die sie nach der Umrüstung an ihrem Fahrzeug feststellten. Dazu zählten etwa erhöhter Kraftstoffverbrauch, Leistungseinbrüche im unteren oder oberen Drehzahlbereich, ein Ruckeln/Nageln des Motors, Probleme mit dem Abgasrückführungssystem, eine schnellere Verrußung des Partikelfilters, eine erhöhte Geruchsbildung oder ein massives Gebläse. Die beschriebenen Probleme sind aus technischer Sicht zum Teil auch durchaus nachvollziehbar.

Seitens des VW-Generalimporteurs Porsche Austria werden derartige Folgen aber bestritten. Der Generalimporteur beruft sich dabei auf das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Dieses hätte für alle freigegebenen Modelle bestätigt, dass mit der Umsetzung der Maßnahme hinsichtlich Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionen, Motorleistung und maximales Drehmoment sowie Geräuschemissionen keine Nachteile verbunden sind.

„Wenn dies zutreffend ist, dann kann VW problemlos eine umfassende Garantieerklärung abgeben. Die betroffenen Verbraucher hätten dann Sicherheit, dass ihnen durch die Umrüstung keine Nachteile entstehen. Wir haben daher alle Aktionsteilnehmer aufgefordert, sich mit einem entsprechenden Schreiben an VW zu richten“, berichtet Mag. Thomas Hirmke, Leiter des Bereichs Recht im VKI. Auch allen Betroffenen, die bisher nicht an der Sammelaktion teilnehmen, ist zu empfehlen, eine derartige Garantieerklärung zu fordern.

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11.06.2017

Aggressives Fahrverhalten immer öfter auf Österreichs Straßen

Aggressives Fahrverhalten wird von den Verkehrsteilnehmern auf Österreichs Straßen immer stärker wahrgenommen. Zudem zeigt eine aktuelle Studie des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit), dass aggressives Fahren im Straßenverkehr mit vermehrter Unfallbeteiligung im Zusammenhang steht. Aggressives Fahrverhalten wird von den Verkehrsteilnehmern auf Österreichs Straßen immer stärker wahrgenommen. Zudem zeigt eine aktuelle Studie des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit), dass aggressives Fahren im Straßenverkehr mit vermehrter Unfallbeteiligung im Zusammenhang steht.

Drängeln, schneiden und rasen – emotionsgeleitete Konflikte kommen im Straßenverkehr regelmäßig vor. Kein Wunder, treffen doch hier die Interessen unterschiedlicher Verkehrsteilnehmer aufeinander. Doch leider sind aggressive Verhaltensweisen im Straßenverkehr nicht ungefährlich, weshalb sich das KFV im Rahmen von verschiedenen Erhebungen näher mit der Thematik befasst hat. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Aggressives Verhalten wird von den Verkehrsteilnehmern stärker wahrgenommen, als noch vor ein paar Jahren. „Aggressives Fahrverhalten äußert sich meist in Form von dichtem Auffahren, dichtem Einscheren oder fehlendem Anhalten für Fußgänger an Zebrastreifen. Derartige negative Verhaltensweisen sind aber nicht nur unhöflich, sondern vor allem sehr gefährlich“, betont Dipl.-Ing. Klaus Robatsch, Bereichsleiter Forschung & Wissensmanagement im KFV. Die Ergebnisse der neuesten KFV-Studie zeigen außerdem, dass aggressives Fahren im Straßenverkehr mit größerer Unaufmerksamkeit, häufigeren Fahrfehlern und vermehrter Unfallbeteiligung einhergeht – unabhängig von der jährlichen Kilometerleistung.

Ans Ziel gedrängelt

Dichtes Auffahren und Drängeln – damit wird aggressives Fahrverhalten im Straßenverkehr am häufigsten assoziiert. Es ist zugleich aber auch jene Verhaltensweise, bei der im Rahmen der KFV-Studie die größten Unterschiede zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung festgestellt werden mussten. Darüber hinaus löst dichtes Auffahren bzw. Drängeln bei Österreichs Bevölkerung den größten Ärger aus. „Fahrzeuglenker stehen häufig unter Zeitdruck und möchten ihr Ziel möglichst rasch erreichen. Ist dies nicht möglich, so entsteht Stress. Dies führt zur Erregung der Gefühle, wodurch es zu aggressiven Interaktionen mit anderen Verkehrsteilnehmern kommt“, erklärt Robatsch. „Dichtes Auffahren aber auch andere aggressive Verhaltensweisen gefährden allerdings die Verkehrssicherheit. Aggression im Straßenverkehr muss daher in Zukunft mit gezielten Gegenmaßnahmen noch effizienter verhindert werden.“

Männliche Städter haben höhere Aggressionswerte

Analysiert wurde im Rahmen der Studie auch, ob bestimmte Bevölkerungsgruppen im Straßenverkehr aggressiver reagieren, als andere. Das Ergebnis zeigte, dass Männer und Personen aus größeren Wohnorten höhere Aggressionswerte aufweisen.

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07.03.2017

ÖAMTC-Crashtest: Ford Mustang überraschendes Schlusslicht

Ford Mustang mit Schwächen in allen Testkriterien Ford Mustang mit Schwächen in allen Testkriterien

Im aktuellen Crashtest des ÖAMTC konnten sich vier der acht getesteten Fahrzeuge die Fünf-Sterne-Wertung sichern: Audi Q5, Land Rover Discovery, Toyota C-HR und Volvo V90. "Diese Autos waren in allen Kriterien gut bis sehr gut und haben lediglich in Detailbereichen Verbesserungsbedarf", erklärt ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang. Mit vier Sternen wurde der Citroen C3 bewertet, der in der Fußgängersicherheit nicht überzeugen konnte.

Dahinter reihten sich Fiat 500 und Ford Ka+ ein, die in verschiedenen Bereichen deutliche Schwächen aufweisen. "Beiden gemeinsam ist die mangelhafte Ausstattung mit Fahrerassistenten. Das kommt im Kleinwagensegment leider immer wieder vor", hält der ÖAMTC-Experte fest. Auch um die Fußgängersicherheit ist es bei beiden Autos schlecht bestellt – so können u.a. die harten A-Säulen bei einem Zusammenstoß zu schwersten Verletzungen bei Fußgängern führen.

Ford Mustang mit Schwächen in allen Testkriterien

Überraschend schwach schnitt ein Kultmodell aus Amerika ab. Der Ford Mustang, der erst 2015 Europa-Premiere feierte, muss sich mit zwei Sternen begnügen – eine Wertung, die in jüngerer Vergangenheit glücklicherweise Seltenheitswert hatte. Der ÖAMTC-Cheftechniker fasst zusammen: "Am Mustang gibt es mit der Kindersicherheit und der Ausstattung mit Fahrerassistenten zwei große Schwachpunkte. Aber auch Fußgängerschutz und Erwachsenensicherheit könnten besser sein."

Dass der Ford Mustang nicht als Familienfahrzeug geeignet ist, zeigt sich bei der Kindersicherheit. "32 Prozent in diesem Kriterium sind ein ungewöhnlich niedriger Wert. Für Kinder kann u. a. die Gurtführung zum Problem werden", so der ÖAMTC-Experte. Noch dazu besteht bei einem Seitenaufprall die Gefahr von Kopfverletzungen durch einen Aufprall an der C-Säule. Und: Der Beifahrer-Airbag kann zwar deaktiviert werden, um vorne einen Kindersitz einzubauen, jedoch erhält der Fahrer keine ausreichende Information, ob der Airbag tatsächlich aktiv oder inaktiv ist.

Fahrerassistenzsysteme sind im Mustang praktisch nicht vorhanden, sieht man von den Seatbelt-Remindern auf den Vordersitzen ab. "So rudimentär ausgestattete Autos gibt es heute selten", hält der ÖAMTC-Experte fest. Allerdings soll sich das nach Herstellerangaben noch 2017 ändern. Ein überarbeitetes Modell, das mit weiteren Assistenzsystemen (z. B. Fußgängererkennung, Notbrems- und Spurhalteassistent) ausgestattet sein wird, soll auf den Markt kommen. Ein Termin ist noch nicht bekannt.

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15.11.2017

Hisense kauft das Fernseher-Geschäft von Toshiba

Hisense kauft das Fernseher-Geschäft von Toshiba Hisense kauft das Fernseher-Geschäft von Toshiba

Hisense Electric Co., Ltd, eine börsennotierte Tochtergesellschaft der Hisense Group, hat den Kauf der TV-Produktion, der Marke, Forschung und Entwicklung sowie der betrieblichen Dienstleistungen von Toshiba am 14. November 2017 bekannt gegeben.

Toshiba, das auf eine ereignisreiche, 142-jährige Geschichte zurückblicken kann, verfügt über eine führende Displaytechnik in Japan und rangiert als Marke unter den internationalen, global agierenden Technikmarken weit oben.

Hisense wird 95 Prozent der Aktien von der Toshiba Visual Solutions Corporation ("TVS"), einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Toshiba Corporation, für 12,9 Milliarden Japanische Yen erwerben, wobei ein Anteil von 5 Prozent bei Toshiba verbleiben wird. Hisense übernimmt das TVS-Geschäft, wozu Produktion, Forschung und Entwicklung und die Funktionsbereiche des Vertriebs gehören, und erhält außerdem eine Lizenz zur Verwendung der Toshiba-Marke für einen Zeitraum von 40 Jahren für Partner aus dem Bereich visuelle Lösungen, die in Europa, Südostasien und weiteren Märkten tätig sind.

TVS ist in erster Linie im Geschäft für Fernseher und eine Reihe von Nebenprodukten, wie Werbe- und Anzeigedisplays, tätig. Der Kauf von TVS sorgt zudem für den Erhalt von zwei Fabriken in Japan und von hunderten talentierten Mitarbeitern bei Toshiba im Bereich Forschung und Entwicklung. Außerdem kann ein bedeutendes Portfolio an geistigem Eigentum gesichert werden, das im Zusammenhang mit Patenten aus dem TV-Technik-Geschäft für Bildqualität und Akustik steht.

Herr Liu Hongxin, CEO der Hisense Group, sagte dazu, Hisense werde die Mittel bei TVS für Forschung und Entwicklung, die Lieferkette oder weltweite Vertriebskanäle optimieren, mit anderen zusammenarbeiten und sich gegenseitig bei der Displaytechnik unterstützen, wettbewerbsfähige betriebliche Dienstleistungen für Inhalte auf Smart-TVs für den Weltmarkt anbieten und auf dem japanischen Markt ein rasches Wachstum erreichen.

Laut dem IHS lag Toshiba 2016 bei den Verkäufen von Fernsehern auf dem japanischen Markt auf Platz 3, wobei Hisense beim TV-Geschäft den höchsten Marktanteil aller nicht-japanischen Marken hatte. Zusammen kommen beide Marken nach der Transaktion auf einen Marktanteil von insgesamt über 20 Prozent. Das TV-Geschäft von Hisense rangierte 2016 (laut IHS) weltweit auf dem dritten Platz und steht beim Marktanteil in China schon 13 Jahre in Folge auf Rang eins.

Als Official Television Sponsor der FIFA Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland steht Hisense bereit, seine Expansion fortzusetzen und seine globale Vision und Strategie der Marke umzusetzen. Mithilfe der Vorteile, die sich aus dieser Übernahme ergeben, wird Hisense seine internationale Geschäftsstrategie für Fernseher bei Forschung und Entwicklung, beim Branding und Marketing weiterentwickeln und erweitern, indem es seine Geschäfte unter einer Vielzahl von Marken betreibt. Die Kooperation zwischen Hisense und Toshiba wird den Wandel hin zu einem neuen Bild des TV-Geschäfts voranbringen.

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14.06.2017

ÖAMTC-Tipps: Richtiges Verhalten bei Baustellen

Aktuell haben Bauarbeiten auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen wieder Hochsaison. Aktuell haben Bauarbeiten auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen wieder Hochsaison.

Aktuell haben Bauarbeiten auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen wieder Hochsaison. "Für Verkehrsteilnehmer bedeuten Baustellen ein höheres Unfallrisiko. Gerade zu Reisezeiten ist die Gefahr besonders groß", warnt ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé. So gab es in den vergangenen zehn Jahren in Baustellenbereichen insgesamt 662 Unfälle, bei denen 1.001 Menschen verletzt und 15 Personen getötet wurden (Quelle: Statistik Austria; Bearbeitung:

ÖAMTC Unfallforschung). Die mit Abstand häufigste Unfallart sind Auffahrunfälle, die rund zwei Drittel aller Unfälle ausmachen.

Aufgrund strengerer Richtlinien und Sicherheitsüberprüfungen hat sich die Baustellensicherheit für Verkehrsteilnehmer und für dort arbeitende Personen wesentlich erhöht. "Baustellen werden von den Lenkern eher als Einschränkung des Fahrkomforts, weniger als Sicherheitsproblem empfunden", schildert der ÖAMTC-Experte. Dieser Schein trügt jedoch: Speziell bei Autobahnbaustellen müssen Verkehrsteilnehmer mit besonderen Verkehrsbedingungen rechnen – unklare Beschilderungen oder schmale bzw. verengte Fahrbahnen erfordern höchste Konzentration. "Und auch die beste Baustellenabsicherung hilft nichts, wenn man die entsprechenden Verkehrsregeln nicht einhält", stellt Nosé klar. "Verbote, Gebote und Hinweiszeichen müssen daher unbedingt beachtet werden. Denn der Zeitverlust durch korrektes Verhalten steht in keinem Verhältnis zu einem durch einen Unfall verpatzten Urlaub."

Verhaltenstipps des ÖAMTC-Experten

* "Baustellen bringen Verkehrsteilnehmer in Ausnahmesituationen", erklärt der ÖAMTC-Verkehrstechniker. "Zusätzliche Beschilderungen, viele Leitbaken, ungewohnte Spurführungen und zum Teil unklare Bodenmarkierungen verunsichern die Lenker. Fahrbahnverengungen verstärken dieses Gefühl noch zusätzlich." Der rechte Fahrstreifen ist zumeist breiter als der Linke. Wenn man unsicher ist, empfiehlt es sich, rechts zu bleiben und nicht zu überholen. Zudem muss auf die Breitenbeschränkungen für den linken Fahrstreifen geachtet werden.

* Im Baustellenbereich ist auf die jeweils gültigen Bodenmarkierungen zu achten – oftmals ist diese in orange ausgeführt. Zum Teil verlaufen in Längsrichtung sowohl weiße als auch orange Baustellenmarkierungen. Ein Hinweisschild am Beginn der Baustelle macht zumeist darauf aufmerksam.

* Kommt man zu einer Baustelle, darf man auf keinen Fall panikartig auf den rechten Fahrstreifen schneiden. Nosé: "Man sollte ruhig auf seinem Fahrstreifen weiterfahren, dann in den Spiegel schauen, blinken und sich ordnungsgemäß und ohne Hektik nach dem Reißverschluss-Prinzip einordnen."

* "Eine große Gefahr vor einer Baustelle ist nicht angepasste oder gar überhöhte Geschwindigkeit, weil dadurch oft zu wenig Platz zum richtigen Einordnen gegeben ist", ergänzt der ÖAMTC-Verkehrstechniker. Die meisten Baustellenunfälle ereignen sich im Vorlaufbereich aufgrund von Auffahren auf den Vordermann. "Ein Sicherheitsplus verschafft man sich, indem man den Abstand vergrößert", rät Nosé. Ebenfalls wichtig: Auf den eigenen Fahrstreifen konzentrieren und sich nicht vom Baustellengeschehen oder dem Gegenverkehr ablenken lassen.

* Im Falle einer Panne sollte sofort die Warnblinkanlage eingeschaltet und versucht werden, einen Pannenplatz anzusteuern bzw. zumindest, wenn möglich, das Fahrzeug im abgesperrten Baustellenbereich abzustellen. Wenn kein Pannenplatz vorhanden ist, sollte das Fahrzeug so weit rechts wie möglich abgestellt und sofort (nur mit Warnweste) verlassen werden. "Der sicherste Platz für Fahrzeuginsassen ist eine dem Verkehr abgewandte Stelle", so der ÖAMTC-Verkehrstechniker.

Zudem kann die unplanmäßige Fahrzeitverlängerung zu Verärgerung und Stress bei Verkehrsteilnehmern führen. "Unmittelbar nach Ende des Baustellenbereichs wird die Ungeduld und Unruhe dann leider viel zu oft sichtbar", mahnt Nosé zu Besonnenheit auch nach der Baustelle. Der im wahrsten Sinn des Wortes aufgestaute Ärger entlädt sich nicht selten in dichtem Auffahren, höherem Tempo oder hektischen Fahrstreifenwechseln, um die verlorene Fahrzeit wieder rasch aufzuholen.

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27.09.2017

ÖAMTC zu "Abgasgipfel": Erste positive Signale – viele offene Fragen

"Abgasgipfel": Erste positive Signale – viele offene Fragen "Abgasgipfel": Erste positive Signale – viele offene Fragen

"Für den ÖAMTC ist es selbstverständlich, dass der Verkehrssektor seinen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Daher unterstützen wir auch die Initiative des Verkehrsministers zur Erarbeitung des 'Aktionsplan für Sauberen Verkehr – Mobilitätswende 2030'", erklärt ÖAMTC-Interessenvertreter Bernhard Wiesinger. Positiv wertet der Club die gestrige Ankündigung des Verkehrsministers, dass es einen Bestandschutz für zugelassene Fahrzeuge geben soll. "Diese Aussage ist erfreulich, allerdings muss sie noch in Richtung unbeschränkter Weiterfahrgarantie konkretisiert werden, damit es zu keinem Wertverlust auf Seiten der Konsumenten kommt", bekräftigt Wiesinger.

Nicht nachvollziehbar für den Club ist nach wie vor die Fixierung auf 2030. "Dieser Zeitpunkt ist aus heutiger Sicht unrealistisch, weil wir nicht erkennen können, dass es für jeden Anwendungsfall leistbare Alternativen zum Verbrennungsmotor geben wird", erklärt der ÖAMTC-Interessenvertreter. Im Sinne aller Autofahrer – insbesondere der sozial schwächeren – muss ausgeschlossen werden, dass ein Umstieg auf noch nicht alltagstaugliche alternative Antriebsarten durch willkürliche Steuererhöhungen auf herkömmliche Antriebe erzwungen wird.

Eine weitere offene Frage ist die unausgewogene Zusammensetzung der Teilnehmerliste des "Abgasgipfels". "Uns fehlen in erster Linie Vertreter aus Industrie und Wissenschaft", ergänzt Wiesinger. Des Weiteren fehlt der Initiative jegliche Abstimmung auf europäischer Ebene. Außerdem erwartet sich der Club vom Verkehrsministerium ähnlich engagierte Initiativen zur Reduktion von CO2-Emissionen im Bereich Lkw-Verkehr, Schifffahrt und Flugverkehr. "Der ÖAMTC sieht seine Rolle darin, die teils sehr theoretischen Konzepte zu einer Mobilitätswende mit der Lebensrealität von über fünf Millionen Autonutzern in Einklang zu bringen. In diesem Sinne tragen wir gerne zum Prozess bei", betont Wiesinger abschließend.

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28.07.2017

SONO MOTORS präsentiert das familienfreundliche und bezahlbare Solarauto SION

SONO MOTORS präsentiert das familienfreundliche und bezahlbare Solarauto SION SONO MOTORS präsentiert das familienfreundliche und bezahlbare Solarauto SION

Das Münchner Tech-Startup SONO MOTORS hat am 27.7.2017 ein alltagstaugliches, innovatives und kosteneffizientes Elektroauto vorgestellt. Dank einer Reichweite von 250km, einem Kaufpreis von 16.000 Euro (ohne Batterie) und integrierten Mobilitätsfunktionen spricht das Fahrzeug besonders Familien und City-Pendler einer breiteren Mittelschicht an. Geplant ist es, die Batterie zur monatlichen Miete oder zum einmaligen Kauf anzubieten. Sie soll unter 4.000 Euro kosten.

ono Motors sorgte durch ein erfolgreiches Crowdfunding im Sommer 2016 für großes Aufsehen. Das Unternehmen arbeitet für die Entwicklung und Umsetzung des Fahrzeugs mit namhaften Auftragsfertigern und Systemlieferanten aus der europäischen Automobilindustrie zusammen.

Das Unternehmen benötigt 5.000 Reservierungen, um rechtzeitig im zweiten Quartal 2019 mit der Serienproduktion zu starten. 1.500 Reservierungen lagen bereits vor der Präsentation des Solarautos vor.

Eines der Höhepunkte des Elektroautos ist die Selbstladefunktion namens viSono. Integrierte Solarzellen erzeugen Strom und speisen diesen in die Batterie ein. Dadurch können zusätzlich bis zu 30 Kilometer Reichweite pro Tag bereitgestellt werden.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist das sogenannte biSono. Damit kann der Betreiber des SIONs Strom aus der Batterie des Fahrzeugs entnehmen und weiteren Nutzern anbieten. Somit wird der Sion zu einem mobilen Stromspeicher.

Sono Motors wird von namhaften Investoren unterstützt, welche die Vision der Gründer hinsichtlich nachhaltiger und innovativer Geschäftsideen teilen.

Nach dem Release-Event am 27. Juli startet Sono Motors eine Probefahrten-Tour durch Europa. Der Startschuss fällt am 18. August in München und sieht Stationen in mindestens 12 Städten und 7 Ländern vor. Interessenten können den Sion testen und die Technologie hinter dem Fahrzeug erfahren.

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14.03.2017

ÖAMTC: Notarielle Vollstreckungsbeschlüsse aus Kroatien ungültig

In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Club-Mitglieder einen Brief eines kroatischen Notars erhalten, der hohe Geldbeträge wegen nicht bezahlter Parkgebühren in Kroatien einforderte. In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Club-Mitglieder einen Brief eines kroatischen Notars erhalten, der hohe Geldbeträge wegen nicht bezahlter Parkgebühren in Kroatien einforderte.

In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Club-Mitglieder einen Brief eines kroatischen Notars erhalten, der hohe Geldbeträge wegen nicht bezahlter Parkgebühren in Kroatien einforderte. "Dieser 'notarielle Vollstreckungsbefehl der offenen Forderung' kam für viele Kroatien-Urlauber überraschend, da für sie nicht ersichtlich war, dass sie ihr Fahrzeug auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz abgestellt hatten", berichtet ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner. Aus diesem Grund wurde in einem von einem Vertrauensanwalt des ÖAMTC und des ADAC geführten Verfahren der Europäische Gerichtshof (EuGH) um Klärung der Rechtsfrage – ob ein Notar das überhaupt dürfe – angerufen.

"In seinem heutigen Urteil hat nun der EuGH diese Vollstreckungsbeschlüsse für nichtig erklärt", erläutert Pronebner. Somit wurde auch die Rechtsmeinung des ÖAMTC bestätigt, der bereits tausenden Mitgliedern geholfen hat, gegen diese überhöhten Forderungen vorzugehen.

"Leider können wir trotz dieser erfreulichen Entscheidung nicht davon ausgehen, dass es in Zukunft keine derartigen Schreiben mehr aus Kroatien geben wird", ergänzt die ÖAMTC-Juristin. "Der EuGH hat lediglich festgestellt, dass Notare nicht dazu berechtigt sind, offene Strafen im EU-Ausland einzutreiben." Aus Sicht des ÖAMTC könnten Parkplatzbetreiber in Kroatien einen anderen Weg finden, um nicht bezahlte Parkgebühren einzuheben. "Ein Hoffnungsschimmer bleibt aber, weil davon auszugehen ist, dass Parkforderungen von vor 2012 bereits verjährt sind und somit nicht mehr eingebracht werden können", führt die ÖAMTC-Rechtsexpertin aus.

Der Club wird die weiteren Entwicklungen genau mitverfolgen und steht seinen Mitgliedern mit Rat und Tat zur Seite. "Wer ein Schreiben eines Anwalts, eines Inkassobüros oder eines Notars in seiner Post findet, lässt sich am besten sofort rechtlich beraten. ÖAMTC-Mitglieder wenden sich an die ÖAMTC-Rechtsberatung, die kostenlos tätig wird", rät die Clubexpertin. Terminvereinbarung und nähere Infos unter www.oeamtc.at/rechtsberatung. Für die nächste Reise nach Kroatien empfiehlt Pronebner abschließend: "Genau auf die Bestimmungen vor Ort achten, Parktickets mindestens fünf Jahre aufheben und bei Unsicherheit am besten ein Foto vom parkenden Fahrzeug und dem Parkschein machen."

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28.12.2016

VCÖ: Spritverbrauch bereits um 42 Prozent höher als angegeben

Spritverbrauch bereits um 42 Prozent höher als angegeben Spritverbrauch bereits um 42 Prozent höher als angegeben

Am Papier werden Neuwagen immer spritsparender und haben stark sinkende CO2-Emissionen. Die Realität auf der Straße schaut jedoch komplett anders aus, wie der heute veröffentlichte T&E;Bericht zeigt. Laut Herstellerangaben verursachten die im Vorjahr in der EU verkauften neuen Diesel-Pkw 119 Gramm CO2 pro Kilometer, tatsächlich emittierten sie beim Fahren auf der Straße 170 Gramm CO2, das sind um 43 Prozent mehr. Statt angegebenen 4,5 Liter pro 100 Kilometer betrug der Durchschnittsverbrauch 6,4 Liter. „Die Diskrepanz zwischen Sein und Schein wird immer größer. Autofahrerinnen und Autofahrer werden hinters Licht geführt, der Umwelt wird zusätzlicher Schaden zugefügt“, stellt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen fest. Seit dem Jahr 2006 hat sich die Differenz zwischen Herstellerangaben und tatsächlichem Verbrauch von 14 Prozent auf 42 Prozent verdreifacht.

In Österreich wurden im Vorjahr 308.555 Pkw neu zugelassen, davon 179.822 Diesel-Pkw. Der VCÖ verdeutlicht, was die wachsende Differenz zwischen Herstellerangaben und tatsächlichem Verbrauch für Österreich bedeutet. Laut Statistik Austria werden mit einem Diesel-Pkw im Schnitt 14.300 Kilometer pro Jahr gefahren. Ein Mehrverbrauch von 1,9 Liter pro 100 Kilometer bedeutet einen zusätzlichen Spritverbrauch von 270 Liter pro Jahr und für das heurige Jahr zusätzliche Spritkosten von rund 300 Euro. Die Umwelt wird mit zusätzlich 700 Kilogramm CO2 belastet, macht der VCÖ aufmerksam. Auch bei Benzin-Pkw beträgt in der EU die Abweichung im Schnitt 1,9 Liter pro 100 Kilometer. Benzin-Pkw werden in Österreich im Schnitt 9.700 Kilometer pro Jahr gefahren, der jährliche Mehrverbrauch beträgt damit im Schnitt rund 185 Liter, was zusätzlich 430 Kilogramm CO2 und zusätzliche Spritkosten im heurigen Jahr von 220 Euro verursacht.

Auf die im Jahr 2015 in Österreich neu zugelassenen Pkw bezogen, verursacht die Differenz zwischen Herstellerangaben und tatsächlichem Verbrauch zusätzlich rund 180.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Dadurch, dass Hersteller den Verbrauch der Pkw nicht für das Fahren auf der Straße verringern, sondern lediglich für die Tests im Labor, werden viele Klimaschutzmaßnahmen anderer Bereiche wieder zunichte gemacht. „Immer wieder wird versucht, die Schuld für den wachsenden Unterschied zwischen Herstellerangaben und tatsächlichem Spritverbrauch den Autofahrern zu geben. Es liegt aber nicht am Fahrverhalten, dass diese Schere immer weiter auseinander geht, sondern an den Autoherstellern“, betont VCÖ-Expertin Rasmussen.

Der VCÖ und sein Dachverband Transport & Environment fordern ein verschärftes Vorgehen der Behörden auf EU-Ebene und der einzelnen Mitgliedstaaten. Neben klareren Vorgaben für die Hersteller braucht es auch strengere Kontrollen. „Nachdem Autohersteller offenbar nicht freiwillig den tatsächlichen Spritverbrauch der Fahrzeuge im nötigen Ausmaß reduzieren möchten, muss die Politik mit klareren Vorgaben, Regeln und strengen Kontrollen nachhelfen“, betont VCÖ-Expertin Rasmussen.

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12.01.2017

Anteil der E-Pkw bei Neuwagen in Österreich drei Mal so hoch wie in Deutschland

Obwohl in Deutschland im Vorjahr eine Kaufprämie für E-Pkw eingeführt wurde, war in Österreich der Anteil der E-Pkw bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 dreimal so hoch Obwohl in Deutschland im Vorjahr eine Kaufprämie für E-Pkw eingeführt wurde, war in Österreich der Anteil der E-Pkw bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 dreimal so hoch

Obwohl in Deutschland im Vorjahr eine Kaufprämie für E-Pkw eingeführt wurde, war in Österreich der Anteil der E-Pkw bei den Neuzulassungen im Jahr 2016 dreimal so hoch, macht der VCÖ aufmerksam. Die Zahl der neuzugelassenen E-Pkw hat sich im Vorjahr in Österreich mehr als verdoppelt. Während auf private Haushalte mehr Benziner als Diesel-Pkw zugelassen wurden, wurden insgesamt im Vorjahr mehr Diesel-Pkw gekauft. Fast 64 Prozent der Neuwagen wurde auf "juristische Personen" (Firmen, Betriebe, Organisationen) zugelassen, die zu mehr als 60 Prozent mit Diesel fahren. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, damit die Fahrzeuge beim Fahren auf der Straße sowohl bei den Schadstoffen als auch bei den CO2-Emissionen und dem Spritverbrauch jene Werte einhalten, die von den Herstellern angegeben werden.

Positiv sieht der VCÖ die deutliche Zunahme bei den E-Pkw. Mit 3.826 E-Pkw wurden im Vorjahr mehr als doppelt so viele batterieelektrische Pkw neu zugelassen als im Jahr 2015. "Mit 1,2 Prozent ist der Anteil der E-Pkw in Österreich mehr als dreimal so hoch wie in Deutschland mit 0,35 Prozent, wo die Kaufprämie für E-Autos ein Flop war", stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. Der VCÖ weist darauf hin, dass das Klimaabkommen von Paris bedeutet, dass spätestens im Jahr 2050 der Verkehr ohne Erdöl und damit ohne Benzin und Diesel funktionieren muss. Es bleiben noch 33 Jahre, um die Energiewende im Mobilitätsbereich zur Gänze umzusetzen.

Im Jahr 2016 kamen die Benzin- und Diesel-Pkw gemeinsam auf einen Marktanteil von 97,3 Prozent (nach 98,1 Prozent im Jahr 2015). Auch im Vorjahr wurden in Österreich mehr Diesel-Pkw (188.820) als Benziner (131.756) neu zugelassen, macht der VCÖ aufmerksam. Während bei den auf "juristische Personen", also Firmen, Betriebe, Organisationen, neu zugelassene Pkw fast zwei Drittel mit Diesel fahren, haben bei den von privaten Haushalten gekauften Neuwagen die Benziner die Nase leicht vorne. Jedoch wurden im Vorjahr nur 36,3 Prozent der Neuwagen von privaten Haushalten gekauft.

"Leider sind die neuen Diesel-Pkw beim Fahren auf der Straße bei weitem nicht so schadstoffarm wie die Herstellerangaben vermuten lassen", weist VCÖ-Experte Gansterer auf eine vergangene Woche veröffentlichte Studie des europäische Forschungsinsituts ICCT hin, das den Abgasskandal bei VW mit aufgedeckt hat. Demnach stoßen neue Diesel-Pkw der modernsten Abgasklasse EURO 6 beim Fahren auf der Straße im Schnitt doppelt so viele Stickoxide aus wie moderne Lkw. Der NOx-Grenzwert für neue Diesel-Pkw beträgt 80 Milligramm pro Kilometer, tatsächlich verschmutzen sie beim Fahren auf der Straße die Luft mit im Schnitt sechs Mal so hohen Stickoxidmengen.

Auch der reale Spritverbrauch der Neuwagen ist leider bei weitem nicht so gesunken, wie die Herstellerangaben vermuten lassen. Laut Herstellerangaben ist der Spritverbrauch der Neuwagenflotte bei Diesel von 6,2 Liter pro 100 Km im Jahr 2007 auf 4,7 Liter pro 100 km im Jahr 2016 zurückgegangen. Zur gleichen Zeit ist aber die Abweichung des tatsächlichen Spritverbrauchs der EU-Neuwagenflotte von 16 Prozent im Jahr 2007 auf mehr als 40 Prozent stark gestiegen. " Autokäufer, die den realen Spritverbrauch des alten Autos mit dem angegebenen Verbrauch des Neuwagens vergleichen und sich eine starke Verringerung der Spritkosten erwarten, erleben nach den ersten Fahrten eine böse Überraschung. Im Schnitt kostet der Mehrverbrauch mehrere hundert Euro im Jahr an zusätzlichen Spritkosten und zusätzlich wird die Umwelt mit mehr klimaschädlichem CO2 belastet", macht VCÖ-Experte Gansterer auf die Folgen aufmerksam. Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen, damit die Fahrzeuge beim Fahren auf der Straße sowohl bei den Schadstoffen als auch bei den CO2-Emissionen und dem Spritverbrauch jene Werte einhalten, die von den Herstellern angegeben werden.

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29.05.2017

Die Digitale Vignette kommt!

Der Kauf einer Digitalen Vignette funktioniert denkbar einfach Der Kauf einer Digitalen Vignette funktioniert denkbar einfach

Die Klebevignette macht den Sprung ins digitale Zeitalter. Die ASFINAG erweitert mit der Digitalen Vignette ihr Mautangebot. Mit 2018 bieten wir Pkw- und Motorrad-Besitzerinnen und Besitzern mit der Digitalen Vignette eine innovative, bequeme und zeitgemäße Alternative zur Klebevignette.

Die Digitale Vignette wird für das kommende Vignettenjahr 2018 eingeführt und ist – analog zur Klebevignette – ab 1. Dezember 2017 gültig. Es wird genau wie bei der Klebevignette sowohl Zehn-Tages-, Zwei-Monats- und Jahresvignetten geben. Auch bei den Kosten wird es keinen Unterschied geben – dieselbe Gültigkeitsdauer und dieselben Preise.

Diese Vorteile bringt Ihnen die Digitale Vignette

- Kein Kleben, kein Kratzen

Die Digitale Vignette ist an das Kennzeichen gebunden. Somit müssen Sie die Vignette weder auf die Windschutzscheibe aufkleben noch von ihr abkratzen.

- Jederzeit und ortsunabhängig kaufen

Sie können die Digitale Vignette ab Verkaufsstart im Webshop unter www.asfinag.at und über die ASFINAG App kaufen. Somit können Sie rund um die Uhr und von jedem Ort aus die „neue Vignette" kaufen – sind also weder an Ort oder Zeit gebunden.

- Erleichterung für Wechselkennzeichen-Besitzer

Da die Digitale Vignette an das Kennzeichen gebunden ist, brauchen Wechselkennzeichen-Besitzerinnen und Besitzer nicht mehr für jedes Fahrzeug eine eigene Vignette, sondern nur eine einzige Digitale Vignette für bis zu drei Fahrzeuge.

- Kein Aufwand mehr bei Scheibenbruch

Bei Kauf einer Digitalen Vignette ersparen Sie sich das Kleben der Vignette auf die Windschutzscheibe. Somit müssen Sie sich bei Scheibenbruch keine Ersatzvignette mehr besorgen oder sich um Kostenersatz kümmern.

Der Kauf einer Digitalen Vignette funktioniert denkbar einfach:

Sie registrieren über die Asfinag.at oder die Smartphone App Unterwegs Ihr Fahrzeugkennzeichen und geben den Zulassungsstaat sowie Ihre E-Mailadresse für die Zusendung der Rechnungsbestätigung an.

Sie wählen den gewünschten Gültigkeitszeitraum. Zur Auswahl stehen – analog zur Klebevignette – 10-Tages, 2-Monats- oder 1 Jahres-Vignette.

Bezahlen Sie mit Kreditkarte, Paypal oder Sofortüberweisung.

Sie können in einem Vorgang auch mehrere Vignetten kaufen.

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11.12.2017

BIRKENSTOCK stellt direkte Belieferung von Amazon ein

BIRKENSTOCK stellt direkte Belieferung von Amazon in Europa ein BIRKENSTOCK stellt direkte Belieferung von Amazon in Europa ein

Die BIRKENSTOCK GmbH & Co. KG und die mit ihr verbundenen Unternehmen beenden mit Wirkung zum 1. Januar 2018 die Geschäftsbeziehung mit der Amazon EU S.à.r.l. Von diesem Zeitpunkt an stellt BIRKENSTOCK die direkte Belieferung der in Luxemburg ansässigen Europa-Tochter des US-Online-Händlers vollständig ein. Die Entscheidung gilt für das gesamte Produktsortiment von BIRKENSTOCK.

Das traditionsreiche deutsche Familienunternehmen macht gegenüber dem weltweit größten Online-Händler geltend, dass es auf dem von Amazon betriebenen "Marketplace" zu einer Reihe von Rechtsverstößen kam, die der Plattformbetreiber nicht aus eigenem Antrieb verhindert hat. BIRKENSTOCK hatte mehrfach beanstandet, dass dort wiederholt minderwertige Produktfälschungen angeboten wurden, die Markenrechte von BIRKENSTOCK verletzten und die Verbraucher über die Herkunft der Waren täuschten.

Nach Auffassung von BIRKENSTOCK gehört es jenseits der Frage nach rechtlichen Verpflichtungen zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit, dass Amazon als Betreiber des Marketplace nach der erstmaligen Mitteilung über einen derartigen Rechtsverstoß alles in seiner Macht Stehende tut, um diesen und gleichartige Verstöße aus eigenem Antrieb zu verhindern. Eine verbindliche Erklärung, dafür zu sorgen, dass keine Nachahmungen von BIRKENSTOCK Produkten mehr auf dem Marktplatz angeboten werden, steht bis heute aus. Stattdessen kam es in den letzten Monaten zu weiteren, anders gearteten Rechtsverstößen, die von Amazon nicht proaktiv verhindert wurden.

Die Störung des Vertrauensverhältnisses hat BIRKENSTOCK zum Anlass genommen, die Geschäftsverbindung mit dem Online-Händler nun auch in Europa zu beenden. Im Januar dieses Jahres hatte BIRKENSTOCK nach einer Reihe ähnlich gelagerter Vorfälle in den Vereinigten Staaten bereits die Belieferung von Amazon USA gestoppt.

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23.01.2017

ÖAMTC-Test: Lkw-Notbremsassistenten sind Lebensretter

Zwischen 2012 und 2015 waren zwar nur an drei Prozent der Verkehrsunfälle mit Personenschaden in Österreich Lkw beteiligt, aber rund 13 Prozent aller Verkehrstoten waren dabei zu beklagen Zwischen 2012 und 2015 waren zwar nur an drei Prozent der Verkehrsunfälle mit Personenschaden in Österreich Lkw beteiligt, aber rund 13 Prozent aller Verkehrstoten waren dabei zu beklagen

Zwischen 2012 und 2015 waren zwar nur an drei Prozent der Verkehrsunfälle mit Personenschaden in Österreich Lkw beteiligt, aber rund 13 Prozent aller Verkehrstoten waren dabei zu beklagen (Quelle: Statistik Austria). "Ist also ein Lkw in einen Unfall verwickelt, sind die Folgen in der Regel schwerwiegender und die Leidtragenden sind meistens Pkw-Insassen, Radfahrer oder Fußgänger", erklärt ÖAMTC-Unfallforscher Felix Etl. Rund ein Viertel dieser Unfälle sind Auffahrunfälle und genau hier können moderne Notbremsassistenten das Schlimmste verhindern. Deshalb ist der Notbremsassistent seit November 2015 Pflicht für jeden Lkw, der neu zugelassen wird. "Wir begrüßen die Initiative des Gesetzgebers, sind aber der Meinung, dass die definierten Mindeststandards angehoben werden müssen. Die Technik kann schon viel mehr, als aktuell vorgeschrieben ist", so Etl. Auch die Tatsache, dass der Assistent vom Fahrer deaktiviert werden kann, ist für den ÖAMTC ein Sicherheitsrisiko.

Untersucht wurden drei Modelle der Hersteller Volvo, MAN und Mercedes. Es zeigte sich, dass alle getesteten Notbremsassistenten Auffahrunfälle aus einer Geschwindigkeit von 80 km/h verhindern. Gesetzlich vorgeschrieben ist aber nur, dass Systeme das Tempo auf ein stehendes Fahrzeug um mindestens 20 km/h senken können, sowie auf langsamer vorausfahrende Fahrzeuge bis maximal 70 km/h reduzieren müssen. "Durch strengere Bestimmungen könnte ein positiver Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit geleistet werden", so der ÖAMTC-Unfallforscher.

Fahrer schalten Assistenten ab und erhöhen damit das Unfallrisiko

"Ein Problem, das wir in unseren Schulungen erkennen ist, dass Fahrer aufgrund mangelnder Information ihre Assistenzsysteme abschalten", erzählt Gerhard Blümel, Leiter der Berufsfahrerakademie. Die Erklärung, dass dieses System ausgeschaltet werden kann, ist in einem Beschluss aus dem Jahr 2014 zu finden. Dieser erlaubt Systeme, mit denen ein Fahrzeug autonom fährt nur dann, wenn sie jederzeit vom Fahrer übersteuert oder ausgeschaltet werden können. "Auch wenn der Notbremsassistent aktiviert ist, kann der Fahrer durch Lenken, Gas geben oder Blinken jederzeit eingreifen und behält die Kontrolle über sein Fahrzeug. Deshalb sollte es nicht mehr die Möglichkeit geben, das System zu deaktivieren", fordert der Leiter der Berufsfahrerakademie.

Voraussetzungen für wirksame Lkw-Notbremsassistenten

Damit Lkw-Notbremsassistenten ihr volles Potential zur Erhöhung der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer ausschöpfen können, empfiehlt der ÖAMTC, über die oben genannten Forderungen hinaus folgende Punkte zu beachten:

* Auch Pkw sollten mit Notbremsassistenten ausgestattet sein, um Auffahrunfälle auf zu verhindern. "Wenn Beispielsweise ein Lkw-Notbremsassistent eingreift, wird die Geschwindigkeit enorm schnell reduziert", erklärt Blümel. Ist der Abstand eines nachfahrenden Pkw zu gering oder der Lenker kurz unaufmerksam, ist ein Aufprall schwer zu vermeiden. In diesem Zusammenhang spricht sich Blümel auch für eine Optimierung des Unterfahrschutzes bei Lkw aus.

* Der ÖAMTC appelliert an Flottenbetreiber, bei der Anschaffung von Fahrzeugen nicht bei den Sicherheitssystemen zu sparen. Dieser Test hat gezeigt, dass die Systeme schon viel mehr können, als vom Gesetzgeber vorgeschrieben wird. Mit der Wahl besserer Assistenten entscheidet man sich für mehr Sicherheit für Menschen, Fahrzeuge und Fracht.

* Der richtige Umgang mit den Systemen erfordert auch entsprechende Informationen und Schulungen für Lenker und Unternehmer. Aufgrund des raschen technologischen Fortschritts sollte man sich regelmäßig fortbilden.

* Um eventuellen Fehlauslösungen vorzubeugen, sind die Systeme mit einer Sicherheitsabschaltung versehen. So wird nach dreimaliger Aktivierung des Notbremsassistenten das System abgeschaltet. Von Hersteller zu Hersteller sind dabei unterschiedliche Ansätze zu finden. Der ÖAMTC spricht sich hier für eine einheitliche und praxisnahe Lösung aus.

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19.12.2016

Jamendo: Kostenlos 40.000 unabhängige Künstler im Musikstreaming

Mit Jamendo können Musikliebhaber Musik ohne Abonnement entdecken und zusammenstellen. Mit Jamendo können Musikliebhaber Musik ohne Abonnement entdecken und zusammenstellen.

Im Zeitalter des On-Demand-Streamings wird es schwierig, jenseits der großen Akteure in der Musik durchzublicken. Sie bestimmen die News und oftmals hört man immer wieder von den gleichen bekannten Künstlern. Zur gleichen Zeit werden jedoch neue Songs und Künstler an unerwarteten Orten entdeckt. In den letzten 10 Jahren hat sich Jamendo zu einer Referenzplattform für Talente entwickelt, die kurz vor dem großen Durchbruch stehen könnten - diese Künstler starten im Nichts und klingen bereits wie die Weltstars von morgen. 40.000 Künstler aus 150 Ländern vertrauen heute bereits Jamendo und teilen mehr als eine halbe Million Songs, die gestreamt und kostenfrei heruntergeladen werden können.

Die Musik von Jamendo wird auf verschiedene Arten präsentiert: nach Themen organisierte Playlisten, Radios oder Charts nach Genre, von der Redaktion hervorgehobene Tipps neuer Veröffentlichungen oder neuer Talente. Neues zu entdecken ist aufregend und wird auch gefördert, Benutzer können zudem, ausgehend von Songs, Alben oder Künstlern, nach ähnlicher Musik suchen.

Die Musikliebhaber können auf einfache Weise Musik sammeln und diese diskutieren. Sie können ihre eigene Bibliothek mit Favoriten zusammenstellen, ihre eigenen Playlists erstellen sowie jedes Musikstück kommentieren und bewerten.

"Mithilfe eines einfachen Modells, in dem Musik frei geteilt wird und mit anderen interagiert werden kann, schafft es Jamendo, eine stärkere Verbindung zwischen Musikern und ihren Fans zu kreieren, sowie die Entdeckung unabhängiger Musik zu fördern. Es handelt sich um eine Goldmine für jeden Musikliebhaber ", erklärte Emmanuel Donati, Geschäftsführer von Jamendo.

Informationen zu Jamendo

Jamendo ist eine weltweite Gemeinschaft für unabhängige Musik, wo 40.000 Künstler mehr als 500.000 Songs teilen, die kostenfrei gestreamt und heruntergeladen werden können. Jamendo unterstützt unabhängige Künstler, indem ihre Songs für die kommerzielle Nutzung lizenziert werden (Film, TV, Werbung, Hintergrundmusik in Geschäften usw.). Dadurch wird für sie ein fairer Umsatz geschaffen.

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26.11.2017

Breitbandmilliarde – Mehr als 680.000 Österreicherinnen und Österreicher profitieren

Breitbandmilliarde – Mehr als 680.000 Österreicherinnen und Österreicher profitieren Breitbandmilliarde – Mehr als 680.000 Österreicherinnen und Österreicher profitieren

Im Herbst 2017 hat das Infrastrukturministerium die zweite Ausschreibungsrunde der Breitband-Programme „Access“ und „Backhaul“ abgeschlossen und dabei 80 Millionen Euro an 20 Fördernehmer vergeben. Insgesamt wurden bis dato rund 332 Millionen Euro aus der Breitbandmilliarde zur Verfügung gestellt. Ein Drittel der bis 2020 eingeplanten Mittel ist somit bereits abgeholt. Von diesen Investitionen in den Breitband-Ausbau profitieren bereits mehr als 681.000 Österreicherinnen und Österreicher. „Mit der Breitbandmilliarde rollen wir bis 2020 flächendeckend schnelles Internet im ganzen Land aus. Davon profitieren die Österreicherinnen und Österreicher, und die Wirtschaft. Für erfolgreiche rot-weiß-rote Betriebe ist schnelles Internet unerlässlich. Wir schließen die digitale Kluft und machen auch den ländlichen Raum zukunftsfit“, erklärt Infrastrukturminister Jörg Leichtfried. Die meisten Förderungen haben sich bis dato Niederösterreich, Oberösterreich und die Steiermark gesichert.

1.104 Gemeinden profitieren von den bereits vergebenen Mitteln. Über ein Drittel der als unterversorgt identifizierten 1,9 Millionen Wohnsitze erhält dadurch Zugang zu einem zukunftssicheren Breitbandanschluss. Wohnsitze gelten als unterversorgt, wenn das verfügbare Internet langsamer als 30 Mbit/s ist. Größter Fördernehmer im heurigen Access-Programm ist die Energie AG Oberösterreich, die ausschließlich darin investiert, das Glasfaser-Kabel bis ins Wohnhaus zu legen. Auch A1 Telekom Austria setzt in drei Projekten erstmals komplett auf diese Technologie. In der ersten Runde des Connect-Programms wird erstmals die Glasfaseranbindung für sieben Schulen und zwei KMUs gefördert. Alle gewährten öffentlichen Fördermittel aus der Breitbandmilliarde werden mit Investitionen der privaten Netzbetreiber verdoppelt.

Unter den Bundesländern hat sich Niederösterreich bislang mit 94,3 Millionen Euro für 230 Gemeinden die meisten Fördermittel gesichert. 176.700 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher erhalten dadurch Zugang zu Breitband-Internet.

Oberösterreich hat bisher 89,2 Millionen Euro Breitbandförderung zugesagt bekommen. Davon profitieren rund 134.400 Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher in 248 Gemeinden.

Für den Breitbandausbau in der Steiermark wurden 48,5 Millionen Euro vergeben. 100.500 Steirerinnen und Steirer in 178 Gemeinden erhalten somit Zugang zu schnellem Internet.

Tirol erhält 45,9 Millionen Euro für den Breitbandausbau. In 170 Gemeinden können 111.000 Tirolerinnen und Tiroler mit einer schnellen Datenverbindung versorgt werden.

90 Kärntner Gemeinden haben bislang Zusagen über 30,9 Millionen Euro erhalten. Davon profitieren 99.800 Kärntnerinnen und Kärntner.

Im bereits gut erschlossenen Salzburg haben 66 Gemeinden Förderungen in der Höhe von 7,7 Millionen Euro zugesagt bekommen. 4.300 Salzburgerinnen und Salzburger werden so an schnelles Internet angebunden.

Das Burgenland hat Förderzusagen in der Höhe von 7,2 Millionen Euro für 39 Gemeinden und 11.500 Burgenländerinnen und Burgenländer erhalten.

Vorarlberg erhält 5,2 Millionen Euro für Projekte in 47 Gemeinden. Von diesem Breitbandausbau profitieren 22.500 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger.

Wien erhält 2,9 Millionen Euro aus der Breitbandmilliarde. Diese Zusage sichert für 22.500 Wienerinnen und Wiener – vor allem am Stadtrand – eine schnelle Internetanbindung.

Derzeit laufen sowohl die 4. Ausschreibung des Leerrohrprogrammes als auch die des Programms „Connect“, in dem Klein- und Mittelbetriebe sowie Schulen an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Die nächste Ausschreibung in den Programmen Access und Backhaul soll noch vor Jahresende starten.

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28.04.2017

Medienbehörde legt aktuelle Schwerpunkte der Rundfunkdigitalisierung fest

KommAustria veröffentlicht Digitalisierungskonzept 2017 KommAustria veröffentlicht Digitalisierungskonzept 2017

Die deutlich verbesserte Nutzung von Rundfunkfrequenzen und die damit einhergehende Umwidmung bisheriger Fernsehkanäle zugunsten von Mobilfunk-Anwendungen, wird die Medienbehörde KommAustria auch zukünftig maßgeblich beschäftigen. Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt der Behörde bleibt digitales Radio im Standard DAB+. Das geht aus dem "Digitalisierungskonzept 2017" hervor, das heute von Behörde veröffentlicht wurde und am 1. Mai in Kraft tritt: https://www.rtr.at/de/m/Digikonzept2017

Das EU-weit abgestimmte Ziel, bis Juni 2020 den TV-Frequenzbereich oberhalb von Kanal 48 (700-MHz-Band) als so genannte Digitale Dividende II vor allem für mobile Breitband-Internetverbindungen freizuräumen, ist unter anderem bei der neuen Ausschreibung auslaufender Zulassungen für regionale Angebote des terrestrischen Antennenfernsehens zu berücksichtigen. Dabei müssen den so genannten Multiplex-C-Zulassungen zum Teil und auf Basis internationaler Koordinierungen neue Frequenzbereiche zugeordnet werden. Die Digitalisierung im TV-Bereich hat zu einer deutlich ökonomischeren Nutzung der Rundfunkfrequenzen geführt. So sind seit Einführung der digital terrestrischen Übertragungstechnologie DVB-T2 in Österreich rund 40 Fernsehprogramme zum Empfang mit einer Zimmer- oder Dachantenne verfügbar, teils in HD-Qualität. Über diesen Erfolg für die Medienvielfalt hinaus, konnten schon in den vergangenen Jahren ehemalige TV-Frequenzen für den Mobilfunk umgewidmet werden.

Laut eines weiteren Schwerpunktes des "Digitalisierungskonzeptes 2017", vertieft die KommAustria ihre Frequenzplanungen für den Auf- und Ausbau des digitalen Hörfunks auf Basis von DAB+ und bereitet das Feld für weitere diesbezügliche Ausschreibungen vor.

Ihrem gesetzlichen Auftrag folgend, erstellt die KommAustria das Digitalisierungskonzept in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Medien der RTR-GmbH und in Abstimmung mit der Arbeitsgemeinschaft "Digitale Plattform Austria", einer Branchenvertretung, der mehr als 300 Mitglieder aus dem österreichischen Medienmarkt angehören. Das Digitalisierungskonzept stellt eine Vorschau auf Schwerpunkte der Weiterentwicklung des digitalen, audiovisuellen Medienmarktes und diesbezügliche Kernziele der Behörde für einen Zeitraum von zumindest zwei Jahren dar. Bisher war ein solches Konzept jeweils nach Ablauf von zwei Jahren vorzulegen. Nach einer Gesetzesnovelle, ist das Digitalisierungskonzept nun künftig bedarfsgerecht anzupassen. Das derzeit noch aktuelle "Digitalisierungskonzept 2015" verliert mit dem 30. April 2017 seine Gültigkeit.

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11.06.2017

Klimaanlage: 600.000 Beifahrer, die niemand will

In einer nicht gewarteten Klimaanlage sammeln sich hunderttausende Pilze, Bakterien und Hefen an, wie der ARBÖ im Rahmen eines Tests nun beweist. In einer nicht gewarteten Klimaanlage sammeln sich hunderttausende Pilze, Bakterien und Hefen an, wie der ARBÖ im Rahmen eines Tests nun beweist.

Wenn die Temperaturen jenseits der 25-Grad-Marke steigen, ist die Klimaanlage im Auto das wohl beliebteste und meist genutzte Komfortfeature. Die Luft wird abgekühlt und entfeuchtet, was das Wohlbefinden im Fahrzeug steigen lässt. Doch gerade weil das Kühlsystem so oft genutzt wird, sollte es auch regelmäßig gewartet werden. Eine Untersuchung des ARBÖ zeigt, welche unliebsamen „Weggenossen“ sich zu Hunderttausenden in der Klimaanlage ansammeln können.

Überprüft wurde der Filter einer Klimaanlage, die fünf Jahre lang nicht serviciert wurde. Dafür wurde der Filter vom Institut IBO Innenraumanalytik aus Wien einer mikrobiologischen Untersuchung unterzogen. Das Ergebnis zeigt, wie wichtig das regelmäßige Service ist: Im gesamten Filter haben sich 600.000 lebende Bakterien, 350.000 lebende Pilze und zigtausende lebende Hefen im Laufe der Jahre angesammelt. Besonders überraschend ist, dass vor allem Mikrolebewesen vorhanden waren, die bei rund 37 Grad, also auch Körpertemperatur, gedeihen. „Die Ergebnisse zeigen, dass der Filter effizient Mikroorganismen aus der Innenraumluft fernhält“, fasst DI Bernhard Damberger, Geschäftsführer von IBO, die Ergebnisse zusammen.

Damit diese unangenehmen Beifahrer die Klimaanlage aber nicht als „Taxi“ verwenden, sollten spätestens alle zwei Jahre der Filter und die Kühlflüssigkeit gewechselt werden, und das gesamte Leitungssystem desinfiziert werden. So haben Bakterien, Hefen und Pilze keine Chance, sich festzusetzen. „Viele Autofahrer kommen erst zum Klimaservice wenn es komisch riecht oder die Scheiben beschlagen. Durch ein regelmäßiges Service wird zudem auch die Leistungsfähigkeit der Klimaanlage verbessert. Das Kühlsystem arbeitet effizienter, kühlt schneller und lässt saubere Luft in den Innenraum strömen“, so Erich Groiss, technischer Koordinator des ARBÖ.

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26.11.2017

Das neue Interieurdesign der neuen A-Klasse

Das neue Interieurdesign der neuen A-Klasse Das neue Interieurdesign der neuen A-Klasse

Das Interieur der A-Klasse geht ganz neue Wege und revolutioniert die Kompaktklasse von innen mit einem neuartigen Raumgefühl. Die einzigartige Architektur entsteht insbesondere durch die avantgardistisch gestaltete Instrumententafel. Erheblich großzügiger ist das Raumangebot.

Im kommenden Jahr löst die neue A-Klasse als Vorbote der neuen Kompaktwagen-Generation ein Erfolgsmodell ab, das entscheidend zur Verjüngung der Marke Mercedes-Benz beigetragen hat: Das Durchschnittsalter der europäischen Fahrer des progressivsten Kompaktklasse-Modells liegt heute 13 Jahre unter dem der Vorgängerbaureihe. Jetzt geht die Revolution weiter: Die kommende A-Klasse definiert Modern Luxury im Innenraum völlig neu. Zugleich bietet sie erheblich mehr Nutzwert und ist damit so jung wie immer, aber so erwachsen wie noch nie.

„Die neue A-Klasse verkörpert den nächsten Schritt unserer Designphilosophie der Sinnlichen Klarheit und hat das Potential, eine neue Designära einzuleiten“, sagt Gorden Wagener, Chief Design Officer Daimler AG.

„Das Interieur inszeniert modernen Luxus auf einem in dieser Klasse bislang unerreichtem Niveau und überführt das User Interface in das digitale Zeitalter.“

Raumarchitektur und Anzeige- und Bedienelemente der neuen A-Klasse sind in diesem Segment ein Alleinstellungsmerkmal. Die Instrumententafel ist in zwei horizontale Volumenkörper aufgeteilt: Der untere Volumenkörper ist durch einen optischen „Graben“ vom Hauptvolumen der Instrumententafel getrennt und scheint dadurch vor der Instrumententafel zu schweben. Die optionale Ambientebeleuchtung verstärkt diesen Effekt und unterstreicht den schwebenden Eindruck des Unterbaus.

Das serienmäßige Widescreen-Cockpit steht völlig frei, erstmals wurde außerdem komplett auf eine Hutze über den Instrumenten verzichtet. Ein weiteres Highlight sind die sportlichen Lüftungsdüsen in Turbinenoptik.

Auch in vielen anderen Details orientiert sich die A-Klasse an den Oberklasse-Fahrzeugen von Mercedes-Benz. So stammt das multifunktionale Lenkrad aus der S-Klasse. Und auch bei den Vordersitzen halten mit Sitzklimatisierung, Massagefunktion und Multikontursitz Komfortausstattungen aus höheren Segmenten Einzug. Die Zierteile sind im „Wrap-Around“-Design ausgeführt und unterstreichen durch die Materialwahl (etwa offenporige Hölzer) die Positionierung als progressiv und hochwertig.

Der Innenraum bietet ein deutlich gesteigertes Raumgefühl, bessere Rundumsicht und mehr Platz. Der Nutzwert steigt durch mehr Schulterraum (vorn +9 mm, hinten +22 mm), Ellenbogenbreite (vorn +35 mm, hinten +36 mm) und Kopffreiheit (vorn +7 mm, hinten +8 mm). Ein einfacherer Einstieg in den Fond gehört ebenso zu den Pluspunkten der neuen A-Klasse. 370 Liter beträgt das Fassungsvermögen des besser für Familie und Freizeit nutzbaren Kofferraums hinter den Fondsitzen – das sind 29 Liter mehr als beim Vorgänger. Die Ladeöffnung fällt dank zweigeteilter Heckleuchten 20 cm breiter aus als bisher, zugleich ist der Boden des Kofferraums 11,5 cm länger. Auf Wunsch lässt sich ferner die Fondlehne steiler stellen, damit beispielsweise sperrige Kartons verstaut werden können. Auch die Rundumsicht wurde deutlich verbessert: um rund zehn Prozent.

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28.09.2017

Das enorme Strom-Potenzial von Parkplätzen

Das enorme Strom-Potenzial von Parkplätzen Das enorme Strom-Potenzial von Parkplätzen

Eine aktuelle Studie der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) zeigt, dass ein großer Teil des für die zukünftige Elektromobilität benötigten Stroms durch Photovoltaik auf Großparkplätzen erzeugt werden kann.

Die Energiewende bringt einen großen Flächenbedarf für die nachhaltige Energieerzeugung. Der durch die jüngsten Abgasskandale noch zusätzlich beschleunigte Ausbau der Elektromobilität wird den Strombedarf aus nachhaltiger Produktion weiter erhöhen. „Aktuelle Strategien in Österreich zielen bisher auf die Nutzung von Dachflächen und Fassaden für Photovoltaik. Die Potenziale von Parkplätzen wurden bisher zu wenig beachtet“, so Projektleiter Dr. Boris Salak, der seine Forschungen an der BOKU begonnen hat und jetzt an der Schweizer Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) weiterführt.

In einem aus Mitteln des Wiener Wirtschaftskammerpreises finanzierten Projekt wurden über 15.000 österreichische Großparkplätze im siedlungsnahen Bereich auf ihre Eignung zur Photovoltaiknutzung untersucht. Dabei wurden die Lage der Parkplätze, die Beschattung durch umliegende Gebäude sowie die wetterbedingte tatsächliche Sonneneinstrahlung der vergangenen zehn Jahre in Modellrechnungen berücksichtigt. Ergänzend dazu wurden die relevanten Unternehmensbranchen in direkter Parkplatz-Umgebung untersucht. „Hier zeigt sich“, so Dr. Salak weiter, „eine deutliche Relevanz für Unternehmen aus der Handelsbranche. Ihre Standorte finden sich oft in der Nähe zu Großparkplätzen“.

„Selbst wenn man davon ausgeht, dass nur etwa 50% der Parkplatzflächen tatsächlich mit Photovoltaikpaneelen überdacht werden können, so ergibt sich daraus ein solares Erwartungspotenzial von 4,2 Terawattstunden pro Jahr“, so Projektmitarbeiter DI Christoph Graf vom BOKU-Institut für Landschaftsentwicklung. Diese Menge entspricht dem Strombedarf von ca. 1,4 Millionen Elektroautos mit einer durchschnittlichen Fahrleistung von 15.000 km pro Jahr. Wenn sich die Gesamteffizienz der Solartechnologie in den kommenden Jahren weiter verbessert, könnte dieser Wert noch deutlich steigen. BOKU-Professor Andreas Muhar fordert daher, dass die Energiestrategien vermehrt die vorhandene Flächenreserve von Parkplätzen berücksichtigen sollen: „Durch die Installation von Photovoltaik auf Parkplätzen wird die Nutzbarkeit sehr wenig beeinträchtigt - im Gegenteil, die AutofahrerInnen freuen sich über die Beschattung.“

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27.09.2017

Ablenkung

Kaum ein Ort, an dem nicht Leute völlig in der digitalen Welt versunken wären. Kaum ein Ort, an dem nicht Leute völlig in der digitalen Welt versunken wären.

Man muss kein Wissenschafter sein, um erkennen zu können, dass das Handy unseren Alltag stärker verändert hat, als die meisten anderen Erfindungen der letzten Jahrzehnte. Dazu braucht man sich nur einmal in ein Zugabteil oder in ein Café zu setzen.

Kaum ein Ort, an dem nicht Leute völlig in der digitalen Welt versunken wären. Egal, ob man das jetzt gut oder schlecht findet, unbestreitbar ist, dass unter diesem Verhalten die Aufmerksamkeit für das, was sich um einen herum so abspielt, stark leidet.

Das mag in manchen Fällen ärgerlich sein - etwa wenn man mit Freunden in einem Lokal sitzt und kein Gespräch zustande kommt, weil manche ständig mit dem Smartphone spielen müssen.

In manchen Fällen mag es besorgniserregend sein - dann nämlich, wenn sich oben genannte Szene nicht unter Freunden in einem Lokal, sondern am familiären Frühstücks- oder Mittagstisch abspielt und damit Kinder und Eltern die meiste Zeit mehr nebeneinander verbringen als miteinander.

Unmittelbar gefährlich wird die Ablenkung durch Handy & Co. allerdings im Straßenverkehr. Nicht nur Autofahrer unterschätzen das Risiko. In Oberösterreich sind im Vorjahr 240 Fußgänger verunglückt, weil sie gerade mit ihrem Smartphone beschäftigt waren, zwei sogar tödlich. So faszinierend die digitale Welt auch sein mag, das wirkliche Leben dafür zu riskieren ist sie sicher nicht wert.

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08.09.2017

Die Sicherheitsneuheit vor 30 Jahren: Der Beifahrer-Airbag

Beifahrer-Airbag: Er ist nach dem im März 1981 präsentierten Fahrer-Airbag eine weitere wichtige Innovation der passiven Sicherheit. Beifahrer-Airbag: Er ist nach dem im März 1981 präsentierten Fahrer-Airbag eine weitere wichtige Innovation der passiven Sicherheit.

Das Handschuhfach ist Heimat der neuen Sicherheitsdimension für den Beifahrer: An der Stelle dieses kleinen Stauraums bringen die Mercedes-Benz Ingenieure einen Airbag unter – eine der Neuheiten der Marke auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main vom 10. bis 20. September 1987.

Diese Innovation ergänzt als schlüssiger Baustein die bisher etablierten Rückhaltesysteme von Mercedes-Benz, den Fahrer-Airbag und den Gurtstraffer. Mit dem zusätzlichen Airbag für den Beifahrer bietet die Stuttgarter Marke ein Insassenschutz an, den seinerzeit weltweit kein anderer Hersteller bietet. Premiere hat der Beifahrer-Airbag zunächst in den S-Klasse Limousinen und Coupés der Baureihe 126. Diese sind ab Modelljahr 1988 mit der neuen Sonderausstattung bestellbar, die es ausschließlich in Kombination mit dem Fahrer-Airbag gibt, in Deutschland für 4.617 DM. Der Fahrer-Airbag allein kostet 2.348,40 DM. Damit wird diese von 1979 bis 1992 gebaute Generation der Mercedes-Benz S-Klasse endgültig zum Wegbereiter des Airbags.

Der Fahrer-Airbag wird zuerst in der Baureihe 126 angeboten. Mercedes-Benz stellt diese wegweisende Lösung für die passive Sicherheit vom 5. bis 15. März 1981 auf dem internationalen Automobil-Salon in Genf vor. Damit ist die Stuttgarter Marke der weltweit erste Hersteller, der das 1971 zum Seite 2 Patent angemeldete System Airbag in den Serienautomobilbau einführt. Dabei wird der Fahrer-Airbag mit einem Gurtstraffer für den Beifahrer kombiniert. In der Preisliste steht der Fahrer-Airbag ab Juli 1981, er ist in der Baureihe 126 für 1.525,50 DM lieferbar. Bereits zum Januar 1982 ist das System für sämtliche Mercedes-Benz Personenwagenmodelle zum Preis von 1.570,70 DM lieferbar. Ab Oktober 1992 gehören Fahrer-Airbag und Anti-Blockier-System ABS schließlich zur Serienausstattung der Personenwagen mit dem Stern.

Der vor 30 Jahren auf der IAA vorgestellte Beifahrer-Airbag ist ab September 1988 auch in den Modellen der Baureihe 124 – der späteren E-Klasse – verfügbar. Er setzt sich als wirkungsvolle Schutztechnik in der passiven Sicherheit durch und wird zum August 1994 zusammen mit Kopfstützen im Fond zur Serienausstattung vieler Mercedes-Benz Personenwagen. Von Anfang an betont der Hersteller, dass der Beifahrer-Airbag die Schutzwirkung des Dreipunkt-Sicherheitsgurtes ergänzt, diesen aber keinesfalls ablösen kann. Die Gurtpflicht gilt zu diesem Zeitpunkt bereits seit 1976, seit 1984 wird ihre Missachtung mit einem Bußgeld belegt. Die Kombination beider Schutzsysteme sorgt für eine erhebliche Steigerung der passiven Sicherheit, wie Versuche mit Dummys zeigen: Durch das kombinierte System Sicherheitsgurt mit Gurtstraffer und Beifahrer-Airbag wird das Risiko von Verletzungen im Brust- und Kopfbereich im Vergleich zum Sicherheitsgurt mit Gurtstraffer allein etwa um ein Drittel weiter reduziert. Bewertet werden in den Tests insbesondere die Auswirkungen des Unfalls auf Gewebe (Viscous Tolerance Criterion, VTC) und Kopf (Head Injury Criterion, HIC). Fünf Kilogramm Sicherheit Im Vergleich zum drei Kilogramm schweren Element des Fahrer-Airbags, das im Lenkrad untergebracht ist, wiegt die an der Stelle des Handschuhfachs eingebaute Einheit des Beifahrer-Airbags in den S-Klasse Modellen der Baureihe 126 fünf Kilogramm. Das liegt unter anderem daran, dass wegen des größeren Abstands zwischen Airbag und menschlichem Körper das Volumen des lebensrettenden Luftsacks fast verdreifacht werden muss: Es sind in der S-Klasse 170 Liter statt 60 Liter beim Fahrer-Airbag.

Prinzipiell gleicht die Technik der 1987 präsentierten Innovation jedoch dem bewährten Fahrer-Airbag: Wenn das oberhalb des Getriebes eingebaute Auslösegerät („Crash Sensor“) einen schweren Unfall erkennt, löst es die beiden im Airbag untergebrachten Gasgeneratoren aus. Diese erzeugen aus pelletiertem Festtreibstoff ein Gasgemisch, das den Airbag schlagartig aufbläht. Seine Form ist dabei so gewählt, dass sie den Beifahrer vor einem Aufprall sowohl auf dem Armaturenbrett als auch auf der A-Säule schützt. Das Auslösegerät detektiert Kollisionen und stellt deren Schwere anhand von zwei vorgegebenen Schwellen fest. Wird die erste Schwelle überschritten, löst das Gerät zunächst den Gurtstraffer aus. Beim Erreichen der höheren Schwelle wird der Beifahrer-Airbag aktiviert. Dabei zünden die beiden Gasgeneratoren im Abstand von 15 Millisekunden, so dass sich der Luftsack aus innen gummiertem PolyamidGewebe mit kontrolliertem Druckanstieg füllt.

Die Fahrzeugelektronik prüft auch, ob der Beifahrersitz belegt oder frei ist. Denn wenn die Sensoren im Sitz und in den Gurtschlössern einen freien Sitz anzeigen, wird der Beifahrer-Airbag bei einem Unfall nicht ausgelöst. Kontinuierliche Forschung für die Sicherheit Der Beifahrer-Airbag ist ein wichtiger Baustein im kontinuierlichen Prozess der Sicherheitsentwicklung bei Mercedes-Benz. Die erste Erprobung vergleichbarer Rückhaltesysteme für den Beifahrer beginnt bei der Stuttgarter Marke fast zwei Jahrzehnte vor der Einführung in den Serienbau. So berichtet bereits im Jahr 1971 Hans Scherenberg, Vorstandsmitglied der damaligen Daimler-Benz AG und Leiter der Gesamtentwicklung und Forschung, über laufende Versuche der Entwicklungsabteilung: „Beim Beifahrer, der durch Hüftgurt und Luftsack geschützt war, wurden alle Forderungen des Lastenheftes erfüllt.“

Als Referenz dienen die US-amerikanischen Federal Motor Vehicle Safety Standards, deren erste Vorschriften am 1. März 1967 für das Modelljahr 1968 erlassen werden. 1975 zeigt Mercedes-Benz dann auf der IAA in Frankfurt am Main den aktuellen Stand der Forschung zum Airbag. Präsentiert wird ein „Luftsack für Fahrer und Beifahrer als mögliche Ergänzung zum Sicherheitsgurt“. Die Airbags für Fahrer und Beifahrer setzen sich branchenweit schnell als lebensrettende Technik durch. Da die Airbag-Module durch die kontinuierliche Arbeit der Ingenieure immer kleiner werden, können sie auch an anderen Stellen des Fahrzeugs platziert werden.

Beispielsweise, um einen umfassenden Schutz auch bei seitlichen Kollisionen zu erreichen: Mercedes-Benz stellt 1993 einen Seiten-Airbag als Studie vor, 1995 kommt der Sidebag dann als Sonderausstattung zunächst in der E-Klasse auf den Markt. Weitere Innovationsschritte sind Windowbag (1998), Head-Thorax-Seitenairbag (2001), Kneebag (2009), ThoraxPelvis-Sidebag, Beltbag und Cushionbag (2013) sowie adaptive Airbags für Fahrer und Beifahrer mit zweistufiger, zeitversetzter Auslösung, je nach sensierter Schwere des Aufpralls und eingestellter Sitzposition. So schützen Mercedes-Benz Personenwagen ihre Fahrer und Passagiere heute mit einem ausgeklügelten System von bis zu zwölf Airbags.

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25.03.2017

ÖAMTC: Nur Klage gegen deutsche Maut kann EU-Road Pricing stoppen

Nur Klage gegen deutsche Maut kann EU-Road Pricing stoppen Nur Klage gegen deutsche Maut kann EU-Road Pricing stoppen

Gestern hat der deutsche Bundestag Änderungen im geplanten Vignetten-Mautsystem beschlossen, wodurch die EU-Kommission ihren Vorbehalt gegen die deutschen Mautpläne zurückzieht. "Hintergrund ist ein 'Kuhhandel zu Lasten Dritter' zwischen Deutschland und der Kommission. Deutschland bekommt seine Maut, und schwingt sich im Gegenzug zum Fürsprecher eines europaweiten Road Pricings auf", kritisiert Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung.

...doch Road Pricing folgt sogleich

"Verkehrsminister Dobrindt hat es geschafft, seinen eigenen Bürgern Sand in die Augen zu streuen. Denn im heute beschlossenen Entwurf steht, dass Deutschland die Pläne der Kommission für ein einheitliches europaweites Mautsystem unterstützen und das eigene System daran anpassen wird, sobald es einen europäischen Rahmen dafür gibt", erklärt Wiesinger. "Auch aus einem aktuellen Bericht im 'Handelsblatt' geht hervor, dass sich die CDU künftig für ein kilometerabhängiges System aussprechen will." Bei einem zu erwartenden Tarif von 5 Cent pro Kilometer wird das eine erhebliche Mehrbelastung für Millionen europäischer Autofahrer sein. Eine Fahrt von Hamburg nach München und retour würde etwa 75 Euro an Streckenmaut kosten. Von Wien nach München und zurück würden Kosten von 40 Euro fällig.

Der ÖAMTC unterstützt daher die Bemühungen von Verkehrsminister Leichtfried gegen die deutsche Pkw-Maut. "Nach wie vor wird im Zuge des politischen Deals zwischen Deutschland und der EU-Kommission geltendes EU-Recht ignoriert. Jetzt muss Österreich vor dem EUGH klagen", fordert Wiesinger. Sollte die österreichische Politik wider Erwarten untätig bleiben, wird der ÖAMTC als letzte Option seine Mitglieder bei Klagen gegen die Maut unterstützen. Das ist allerdings erst nach Einführung möglich.

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