Chronik
3 Verkehrstote am Pfingstwochenende - geringste Opferzahl seit Beginn der Aufzeichnungen
Bei den tödlichen Verkehrsunfällen am Pfingstwochenende verloren ein 30-jähriger Motorradfahrer, ein 17-jähriger Mopedfahrer und ein 77-jähriger Pkw-Lenker ihr Leben.
Der Motorradlenker kam vermutliche wegen nicht angepasster Fahrgeschwindigkeit in einer Kurve zu Sturz und rutschte mit hoher Wucht gegen einen entgegenkommenden Pkw.
Der 17-jährige Mopedfahrer kam vermutlich ebenfalls wegen nicht angepasster Geschwindigkeit in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn und stieß frontal gegen einen Pkw.
Der 77-jährige Pkw-Lenker kam aus unbekannter Ursache auf einer Autobahn ins Schleudern und prallte gegen die Leitschiene. Dabei wurde der nicht angegurtete Lenker aus dem Fahrzeug geschleudert. Im Vergleich dazu sind am Pfingstwochenende im Jahr 2011 von Freitag 00.00 Uhr bis Montag 24.00 Uhr 9 Verkehrsteilnehmer ums Leben gekommen. Im Jahr 2010 wurden 6 und im Jahr 2009 neun Menschen tödlich verletzt.
Mit 3 Verkehrstoten zu Pfingsten 2013 wurde die bisher absolut niedrigste Opferzahl seit Einführung der Statistik im Bundesministerium für Inneres (1967) verzeichnet. Zum Vergleich dazu mussten in den bisher schlimmsten Jahren 45 Tote (1979) und 44 Tote (1984) am Pfingstwochenende beklagt werden.
Am Pfingstwochenende 2013 ereigneten sich in Österreich insgesamt 398 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, das sind um 90 oder 18,4 % weniger als im Vorjahr (488 Unfälle). Dabei wurden 464 Personen verletzt, um 108 oder 18,9 % weniger als zu Pfingsten 2012 (572 Verletzte).
Von Freitag bis Pfingstmontag wurden von der Polizei 46.591 Geschwindigkeitsüberschreitungen geahndet und 483 Lenker wegen Alkoholisierung angezeigt. In 237 Fällen musste der Führerschein vorläufig abgenommen werden.
Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen (- 8,2%), bei den Alkolenkern (- 17,6%) und bei den vorläufigen Führerscheinabnahmen um 22,5 %. (2012: 50.764 Geschwindigkeitsdelikte, 586 Alkoholanzeigen und 306 Führerscheinabnahmen).
Regenwürmer verderben Schnecken den Appetit
Der Schneckenfraß war am höchsten, wenn keine Regenwürmer und nur wenige Pflanzenarten vorkamen Regenwürmer sind im Garten gerne gesehen, weil sie den Boden verbessern. Wie ein Experiment zeigt, haben sie aber auch noch andere, bisher verborgene Qualitäten. Offenbar hilft der Wurm den Pflanzen dabei, sich besser gegen Angriffe der gefürchteten Spanischen Wegschnecke zu schützen. Wie Forscher der BOKU Wien im Fachmagazin "BMC Ecology" berichten, sinkt als Folge der Wurmaktivität der Blattfraß um 60 Prozent. Aber auch eine möglichst große Pflanzenvielfalt verdirbt der Nacktschnecke den Appetit.
Die Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris) gehört offiziell zu den 100 schädlichsten invasiven Arten in Europa und ist der Schrecken jedes Gartenbesitzers. Forscher der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) haben in einer Studie untersucht, welche Rolle Regenwürmer und die Diversität der Pflanzenbestände spielen. Dazu haben sie Pflanzengemeinschaften mit niedriger und hoher Diversität angelegt, und teilweise Regenwürmer zugesetzt. Einige Wochen später gaben sie Nacktschnecken hinzu und ließen sie eine Woche lang ungestört fressen. Danach wurde überprüft, wieviel Pflanzenmaterial von den Schnecken gefressen wurde.
60 Prozent weniger Schneckenfraß
Das Ergebnis: Der Schneckenfraß war am höchsten, wenn keine Regenwürmer und nur wenige Pflanzenarten vorkamen. Waren jedoch Regenwürmer im Boden aktiv, sank die Zahl der angefressenen Pflanzenteile sowohl bei den artenarmen, als auch den artenreichen Gemeinschaften um rund 60 Prozent. Aber selbst in Abwesenheit von Regenwürmern kann eine höhere Pflanzenvielfalt offenbar die Fresslust der Schnecken hemmen: In Gemeinschaften mit zwölf verschiedenen Pflanzenarten lag der Schneckenfraß um 40 Prozent niedriger als in den artenärmeren.
"Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass hier zwei Prozesse am Werk sind", erklärt Studienleiter Johann Zaller. Zum einen verbessern die Regenwürmer die Fähigkeit der Pflanze, sich gegen die Schnecken zu schützen, weil die Würmer die Nährstoffversorgung der Pflanzen erhöhen. Die Pflanzen können dadurch mehr Abwehrstoffe produzieren, die für die Schnecken giftig sind. Zum anderen seien diese Schnecken zwar Generalisten, die fast alles fressen. "Aber sie bevorzugen Nahrung, die in großen Mengen verfügbar ist", so Zaller. In artenreichen Ökosystemen müssen die Schnecken häufiger ihre Nahrung wechseln, weil von jeder einzelnen Art weniger Exemplare vorhanden sind. "Das führt offenbar dazu, dass die Tiere insgesamt weniger fressen", erklärt der Forscher. „Diese Interaktionen zwischen unterirdischen und oberirdischen Organismen werden in der ökologischen Forschung noch vielfach ignoriert - unsere Ergebnisse zeigen jedoch, dass sie eine große Rolle spielen“, fügt er hinzu.
Gärtner können daher ihre Pflanzen vor Schneckenfraß schützen, indem sie einerseits gute Bedingungen für Regenwürmer schaffen (z.B. Chemie vermeiden, mulchen, Grabgabel statt Spaten verwenden) und andererseits eine möglichst hohe Pflanzenvielfalt aufrechterhalten.
Verkehrswissenschaftler der TU Wien schlagen eine neue Variante von Radweg-Kreuzungen vor
Wien. - Wer in der Großstadt Fahrrad fährt und sich immer wieder über lange Wartezeiten vor roten Ampeln ärgert, kennt das Problem: Will man eine Kreuzung diagonal überqueren, muss man zwei Grünphasen abwarten und verliert eine Menge Zeit – wer mit dem Auto fährt, hat es da leichter. Dieser Bevorzugung von Autos gegenüber Fahrrädern will man am Institut für Verkehrswissenschaften der TU Wien (in Zusammenarbeit mit dem Wiener Planungsbüro Komobile w7 und dem Umweltbundesamt) eine fahrradfreundliche Alternative entgegensetzen: Die „Wiener Diagonale“, ein Kreuzungs-Ampel-Design, bei dem RadfahrerInnen in einer eigenen Ampelphase diagonal kreuzen können.
Gibt es auf einer Straße Radwege in beide Richtungen, bestehen zwei Möglichkeiten: Entweder verlaufen zwei getrennte Radwege beidseitig neben den Autofahrbahnen, oder es gibt nur einen breiteren Radweg, auf dem Fahrräder in beide Richtungen fahren dürfen. „Wenn bei einer Kreuzung zwei Radwege in einen einzigen bidirektionalen Radweg zusammengeführt werden, muss man als Radfahrer die Kreuzung in zwei Schritten überqueren, und das kann ziemlich lange dauern. Zudem gibt es wenig Aufstellflächen neben den Fußgängern“, beklagt Brezina. Er schlägt daher vor, in solchen Fällen eine dritte Ampelphase einzuführen, bei der Fahrräder auf einem diagonal geführten Radwegstück über die Kreuzung gelangen. Nützlich wäre das besonders dort, wo gut ausgebaute, bidirektionale Radwege (sogenannte „Rad-Highways“) aus dem Stadtrand in städtische Straßen münden, auf denen Radwege meist in zwei getrennten Einzelspuren geführt werden.
Statt der üblichen zwei Ampelphasen gäbe es bei der Wiener Diagonalen drei: Während der dritten Phase müssten die Autos in alle Richtungen stehenbleiben, Fahrräder könnten diagonal kreuzen und die Fußgänger, deren Schutzwege nicht die diagonale Fahrradspur schneiden, hätten gleichzeitig auch grün. Tadej Brezina hat anhand von typischen Verkehrsbedingungen berechnet, wie sich die Wartezeiten an einer Kreuzung durch die Einführung der „Wiener Diagonale“ ändern würden. „Der Verkehrsfluss der Autos würde dadurch nicht wesentlich aufgehalten werden, für Fahrräder und Fußgänger würde die Wiener Diagonale jedoch eindeutige Vorteile bringen“, ist Brezina sicher.
Zusätzlich zur Verbesserung des Verkehrsflusses für Fahrräder sieht Tadej Brezina einen Hauptnutzen der Wiener Diagonale in ihrer Signalwirkung: „Es ist eine gut sichtbare Bevorzugung von Radfahrern – vielleicht trägt das zu einem weiteren Umdenken in Richtung ökologische Mobilität bei.“
Derzeit sind Ampeln normalerweise auf Autos abgestimmt: Sie sind so geschaltet, dass man bei einem typischen Auto-Tempo eine „grüne Welle“ hat – beim Radfahren erreicht man diese Geschwindigkeit nicht und muss an vielen Kreuzungen stehenbleiben. „In Aarhus (Dänemark) ist das beispielsweise anders“, weiß Tadej Brezina, „dort gibt es grüne Wellen für Radfahrer.“
Fahrräder auf der ÜberholspurDie Wiener Diagonale könnte ein neues Argument sein, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen. Gerade im Bereich der „Pedelecs“, der elektrisch unterstützten Fahrräder, gibt es derzeit enorme Zuwachsraten. „Durch diese Elektro-Fahrräder können weitere Strecken als bisher ohne Auto zurückgelegt werden, immer mehr Menschen werden auch für den täglichen Weg zur Arbeit aufs Fahrrad umsteigen“, meint Brezina. „Dieser Wachsen des Fahrradverkehrs muss freilich auch in der Verkehrsplanung entsprechend berücksichtigt werden.“
Bezirk Eisenstadt: Bauer fand 10 Brandgranaten in seinem Feld
Oggau (Burgenland). - Ein 40-jähriger Mann aus dem Bezirk Eisenstadt grub gestern gegen 13:45 Uhr bei Feldarbeiten in Oggau zehn Brandgranaten aus dem Boden.
Der Fundort der Kriegsrelikte wurde durch Beamte der Polizeiinspektion Schützen abgesichert und der Entminungsdienst verständigt, welcher die Granaten abholte.
Es handelte sich um Brandgranaten aus dem zweiten Weltkrieg.
Bezirk Ried im Innkreis: Motorradlenker kollidierte mit 150.000-Euro-Hengst
Motorradlenker kollidierte mit 150.000-Euro-Hengst Ried im Innkreis (Oberösterreich). - Ein 20-Jähriger aus Ried im Innkreis war am 20. Mai 2013 gegen 14 Uhr mit einem Motorrad, ohne gültige Lenkberechtigung auf einem Güterweg im Gemeindegebiet Neuhofen unterwegs.
Neben dem Weg befand sich eine Pferdekoppel. Ein 5-jähriger Araberhengst brach aus der durch Elektrostrom gesicherten Koppel aus und kollidierte aus bislang unbekannter Ursache mit dem Motorrad des 20-Jährigen.
Der Lenker kam mit dem Motorrad zu Sturz, wurde leicht verletzt. Der Araberhengst im Wert von rund 150.000 Euro musste aufgrund der schweren Verletzungen eingeschläfert werden.
Bezirk Leoben: LKW-Lenker mit 2,46 Promille gestoppt
Bezirk Leoben: LKW-Lenker mit 2,46 Promille gestoppt St. Michael (Steiermark). - Gestern gegen 08:20 Uhr gingen bei der Bezirksleitstelle Leoben Anrufe ein, wonach ein slowakisches Schwerfahrzeug auf der A 9 schlangenlinienförmig unterwegs wäre.
Im Zuge der Fahndung konnte der slowakische Sattelzug von einer Polizeistreife im Bereich St. Michael in der Obersteiermark angehalten und kontrolliert werden.
Dabei wurde festgestellt, dass der 48-jährige slowakische Kraftfahrer schwer betrunken war. Ein durchgeführter Alkotest ergab 2,46 Promille.
Der 48-Jährige war zeitlich und örtlich desorientiert und konnte keinerlei Angaben über Menge und Art des konsumierten Alkohols machen. Die durchgeführte Auswertung der Lenk- und Ruhezeiten ergab, dass er vermutlich etwa 360 km im alkoholisierten Zustand unterwegs gewesen sein dürfte.
Dem 48-Jährigen wurde der Führerschein abgenommen. Eine vorläufige Sicherheitsleistung von 3.500 Euro wurde eingehoben.
Leistungsschau „50 Jahre Militärkommando NÖ“
Bei einer imposanten Leistungsschau wurde am Rathausplatz das 50-jährige Bestehen des Militärkommandos NÖ zelebriert. SANKT PÖLTEN. - Vor fünf Jahrzehnten wurde das Militärkommando Niederösterreich - zunächst in Wien - eingerichtet, seit 45 Jahren hat es seinen Sitz St. Pölten.
Mit einer Leistungsschau des österreichischen Bundesheeres, den Rettungsorganisationen und Feuerwehr sowie der Polizei und dem großen Zapfenstreich, dargebracht von der Militärmusik, wurde gestern am Rathausplatz das Jubiläum „50 Jahre Militärkommando Niederösterreich“ begangen.
Starke Verbindung
Alle bisherigen Kommandanten standen in engem Kontakt mit der Stadt und der Bevölkerung.
In diesem halben Jahrhundert haben das Militärkommando Niederösterreich, die Gemeindevertretung und die Stadtverwaltung zu einer sehr guten und konstruktiven Zusammenarbeit gefunden, die in einer 1979 geschlossenen Partnerschaft gipfelte.
„Die Veranstaltung soll unser Bewusstsein über die Bedeutung des Militärkommandos Niederösterreich für das Bundesland und unsere Stadt, des Staatsvertrages sowie der Partnerschaft der Stadt mit den Soldaten, gerade auch für die junge Generation, stärken. Sie soll aber auch die positive Entwicklung St. Pöltens als Garnisonsstadt mit einer 226 Jahre langen Tradition hervorheben“, unterstreicht Bürgermeister Mag. Matthias Stadler.
Wilfing: „Jugendtickets mehr als 327.000 mal verkauft“
NÖ Landesrat Karl Wilfing und VOR-GF Wolfgang Schroll präsentieren das neue Jugendticket, das nun über die Post-Filialen vertrieben wird „327.864 verkaufte Jugendtickets zeigen den großen Erfolg dieser blau-gelben Idee, die nun auch in anderen Bundesländern Einzug halten wird. Mehr als 71% davon sind Top-Jugendtickets um 60 Euro, mit denen die jungen Menschen alle öffentlichen Verkehrsmittel in Niederösterreich, Wien und dem Burgenland ein Jahr lang nutzen können. Ab dem kommenden Schuljahr 2013/2014 führen wir nun Änderungen in der Distribution der Tickets durch, um die Lehrerinnen und Lehrer von dieser administrativen Tätigkeit zu entlasten“, erklärt Verkehrslandesrat Karl Wilfing in einer Pressekonferenz mit VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll heute in St. Pölten.
Bislang waren verschiedene Versionen der Jugendtickets im Umlauf: das an Schulen ausgegebene Jugendticket war teilweise ohne Schülerausweis nutzbar, das im Onlineshop gekaufte Ticket jedoch wiederrum nur in Verbindung mit Ausweis. Darüber hinaus hätten zwar die überwiegende Anzahl an Schulen die Tickets verteilt – jedoch nicht alle. Daher mussten Schüler und Eltern teilweise zu einem größeren Bahnhof fahren, um die Tickets zu besorgen.
Dazu Wilfing: „Wir stellen nun alles auf einheitliche Beine. In Zukunft werden die Jugendtickets in allen Post-Filialen zu kaufen sein – dazu ist kein Schülerausweis erforderlich. Parallel dazu können die Tickets auch im VOR-Onlineshop gekauft werden. Das ist auch für die Eltern eine wesentliche Erleichterung, da die Tickets jetzt defakto rund um die Uhr ohne Ausweisvorlage gekauft werden können.“ Insgesamt erspare das den Schulen administrative Tätigkeit und sei auch ein gutes Service für die Eltern, die nun „keine Zahlscheinwirtschaft in der Schule mehr haben, sondern die Post-Filialen und viele Post-Partner nutzen können.“
VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll betont, man werde rechtzeitig vor Schulbeginn eine Liste aller Post-Partner, die Jugendtickets verkaufen auf www.vor.at veröffentlichen. „Für die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel sind künftig Jugendticket und Schülerausweis herzuzeigen. Für die Sommerferien haben außerdem noch alle Schülerinnen und Schüler, die ein Jugendticket um 19,60 Euro gekauft haben, die Möglichkeit, 40,40 Euro auf ein Top-Jugendticket aufzuzahlen. Damit können sie auch im Sommer alle öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten VOR-Gebiet sowie dem VVNB nutzen“, informiert Schroll.
Maikäfer sind wieder unterwegs – zumindest stellenweise
Maikäfer sind wieder unterwegs – zumindest stellenweise Die Maikäfer sind wieder unterwegs – zumindest stellenweise: Im Inntal, in Teilen von Oberösterreich sowie der Steiermark sind heuer die Hauptflugjahre des Maikäfers. Im Inntal fällt heuer sogar der Käferflug von 3-jährigen und 4-jährigen Populationen zusammen – ein Umstand, der nur alle 12 Jahre eintritt. In den Folgejahren ist auch mit Schäden durch Engerlinge an Wein, Obst- und Baumschulgehölzen sowie im Grünland zu rechnen.
Auf Grund des regelmäßigen Entwicklungszyklus der Maikäfer kann man recht gut vorhersagen, in welchen Regionen Österreichs mit einem Auftreten von Maikäfern zu rechnen ist. Je nach Durchschnittstemperatur brauchen die Maikäfer drei oder vier Jahre, um sich vom Ei zum fertigen Käfer zu entwickeln. Zusätzlich zu dem dadurch verursachten drei- bis vierjährigen Flugzyklus ist die Häufigkeit von Maikäfern auch noch 30- bis 40-jährigen Bestandesschwankungen – sogenannten Gradationszyklen – unterworfen. Ab dem Ende der 60-er Jahre des vorigen Jahrhunderts ging die Flugstärke bis auf wenige Ausnahmen überall stark zurück. Beobachtungen der AGES zeigen aber, dass innerhalb der letzten zwei bis drei Maikäfer-Generationen gebietsweise wieder ein Anstieg der Flugstärke feststellbar ist. Im Gefolge von besonders warmen oder kühlen Jahren kann es auch vorkommen, dass die Käfer gebietsweise ein Jahr früher oder später als vorgesehen schlüpfen. Diese neue Flugperiodik wird dann auch in Zukunft solange beibehalten, bis sich die Klimaverhältnisse erneut ändern. Auf diese Weise bilden Maikäfer einen guten Indikator für Änderungen im Klimageschehen. Aus diesen Gründen ist die Erfassung der Flughäufigkeit von Maikäfern von großem Interesse.
Nach ihrem Schlupf aus dem Erdboden versammeln sich die Maikäfer einer Gegend an baumbestandenen Landmarken, Waldrändern oder Windschutzgürteln. Dabei kann es dort zu Kahlfraß an Eiche, Ahorn oder Pappel, aber auch an Obstbäumen oder an Wein kommen. Die als Engerlinge bekannten Maikäferlarven leben vollständig im Boden und ernähren sich hier von Pflanzenwurzeln. Wenn sie in Massen vorkommen, führen sie zum Absterben von Futterpflanzen im Grünland oder von jungen Obstgehölzen und Weinpflanzen. Derartige Schäden sind hauptsächlich im Folgejahr nach dem Maikäferflug zu erwarten.
Maikäfer wurden bereits seit alters her als große Plage für die Landwirtschaft betrachtet, derer man sich mit damaligen Mitteln zu erwehren suchte. Die Bekämpfung der Maikäfer hat sich allerdings immer schon als schwierig gestaltet. Im Mittelalter wurden die Käfer sogar vor Gericht gestellt. Das Einsammeln der erwachsenen Käfer war längste Zeit die einzige Bekämpfungsmethode. Das Problem dabei: Die hauptsächlichen Schäden werden von den Engerlingen, also den Larven der Käfer, verursacht. Es gibt zwar chemische Mittel, um die Engerlinge zu bekämpfen, allerdings sind diese Mittel nicht gerade umweltfreundlich. Besser geeignet ist ein Pilzpräparat: Dabei wird der in der Natur vorkommende, für Insekten tödliche Pilz Beauveria brongniartii zunächst auf Getreidekörnern vermehrt. Die Körner werden dann in den Boden eingebracht, wo der Pilz in den Engerling eindringt und ihn zum Absterben bringt.
Eine gute Bekämpfungsmöglichkeit für Engerlinge besteht auch in der maschinellen Bodenbearbeitung, die die Engerlinge stark dezimiert. Eine umweltfreundliche Bekämpfungsmöglichkeit im Weinbau besteht in der Behandlung der Weinkultur mit Präparaten, die den Wirkstoff Azadirachtin enthalten. Dieser wird aus dem tropischen Niembaum gewonnen und verhindert, dass lebensfähige Eier abgelegt werden. Aus solchen Eiern schlüpfen nur mehr wenige Larven, die schließlich an Häutungsproblemen zugrunde gehen. Der erwachsene Käfer stirbt zwar nicht ab, seine Fraßtätigkeit ist jedoch gehemmt.
Anmerkung für Hobbygärtner: Auch in Komposthaufen findet man häufig Engerlinge. Dabei handelt es sich allerdings um die Larven von Rosenkäfern. Diese sind nicht schädlich, da sie sich nur von bereits zersetztem Pflanzenmaterial ernähren.
Kann sich der österreichische Wald an den Klimawandel anpassen?
In den letzten Jahrzehnten sind Schadensfälle in Österreichs Wäldern häufiger aufgetreten und in ihrem Ausmaß gestiegen. Änderungen in der Waldstruktur und der Klimawandel sind die maßgeblichen Faktoren für diese Entwicklung. In vier 2012 durchgeführten StartClim-Projekten wurden Einflussfaktoren, mögliche Regulationsmechanismen und Potentiale des heimischen Waldes im klimatischen Stress beleuchtet. Die Anpassung an den Klimawandel ist seit 2008 zentraler Ausgangspunkt für StartClim-Projekte. Die Ergebnisse fließen in die Umsetzung der österreichischen Strategie zur Anpassung an den Klimawandel ein.
Wind, Borkenkäfer und Schnee verursachten in den Jahren 2002 bis 2010 den größten Schaden in heimischen Wäldern, der bis zu einem Drittel des durchschnittlichen Holzeinschlages ausmachte. Gezielte Waldbewirtschaftung kann jedoch wesentliche Entlastung bringen. Die Steuerung von Waldzusammensetzung und –struktur, die Verringerung von Stammschäden und die Änderung von Waldbausystemen zählen zu den wichtigsten Maßnahmen. Die Untersuchungen zeigen, dass die bedeutendste Rolle bei Waldschäden die Zusammensetzung der Baumarten spielt: Je höher der Anteil an Nadelhölzern, desto größer der mögliche Schaden.
Steigende Temperaturen und Schwankungen in der Wasserversorgung werden mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem weiteren Anstieg von Schäden in Österreichs Wäldern führen. Der verstärkte Aufbau von Baumbeständen, die an die Gegebenheiten des jeweiligen Standortes angepasst sind und weitere waldbaulichen Maßnahmen sind vielversprechende Schritte im Störungsmanagement, wobei die entsprechend langen Vorlaufzeiten bis zum Wirksamwerden zu berücksichtigen sind.
Pflanzen verfügen über einen Regulationsmechanismus, mit dem sie Austrocknung und damit verbundene Schäden am Gewebe vermeiden. Dieser Regulationsmechanismus beeinflusst den forstlichen Ertrag, das bodennahe Klima und den Wasserhaushalt von Ökosystemen und Landschaften. In der Literatur gibt es nur wenige nutzbare Angaben darüber, wie die unterschiedlichen Baumarten auf Bodentrockenheit reagieren.
In einem Experiment mit eingetopften Jungbäumen zeigt sich, dass Nadelbäume die bessere Strategie für den Umgang mit Trockenperioden haben. Sie reagieren frühzeitiger als Laubbäume und starten bereits bei beginnendem Wasserstress mit ihrem Regulationsmechanismus. Dadurch erleiden sie weniger Embolien als Laubbäume. Können diese Beobachtungen bei Bäumen an ihrem natürlichen Standort bestätigt werden, hat dies Einfluss auf die Waldbewirtschaftung: wegen der künftig möglicherweise häufiger auftretenden Trockenphasen könnten manche Nadelbaumarten für die Aufforstung an Bedeutung gewinnen.
Der Einsatz nichtheimischer wärmeliebender und trockenresistenter Baumarten als Antwort auf den Klimawandel kann auch erhöhte Risiken wie Schädlingsbefall und Sturmanfälligkeit mit sich bringen. Daher soll das Potential der in Österreich heimischen Arten gegenüber klimatischen Stressfaktoren wie Trockenheit oder Extremtemperaturen erfasst und genutzt werden. Für 22 einheimische Baumarten wurden die jeweils trockensten zehn Prozent der Standorte lokalisiert und charakterisiert. Bäume aus diesen Beständen sind besonders trockenstresstolerant und können zur Gewinnung von forstlichem Vermehrungsgut herangezogen werden. Der für diese Erhebung erstellte Datenpool steht interessierten NutzerInnen für die Herkunftssuche zur Verfügung. Inwieweit Bäume dieser Herkunftsgebiete jedoch dem Klimawandel im Laufe der nächsten 100 Jahre gewachsen sind, gilt es noch zu untersuchen.
Massenvermehrungen des Buchdruckers (Ips typographus), einer Borkenkäferart, stellen derzeit für die fichtendominierten Wälder Mitteleuropas ein großes forstwirtschaftliches Problem dar. Neben der hohen Vermehrungskapazität tragen hauptsächlich klimatische Bedingungen zur hohen Populationsdichte bei. Experimente im voralpinen Gebiet zeigen, dass hohe Schadholzmengen durch Borkenkäferbefall nur nach Extremereignissen wie Lawinen auftreten, und nur wenn gleichzeitig große Bestände an bruttauglichen Bäumen für die Käfer zur Verfügung stehen. Ein Zusammenhang zwischen Temperatur, Anzahl von Käfergenerationen und Neubefallsrate von Bäumen konnte bislang nicht festgestellt werden. Inwieweit die zu erwartende deutliche Temperaturzunahme bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts die Verbreitung des Buchdruckers beeinflussen wird, bedarf weiterer Untersuchungen.
StartClim wurde im Jahr 2003 auf Initiative von WissenschafterInnen vom Lebensministerium mit dem Ziel gegründet, die Folgen des Klimawandels zu untersuchen und Gegenmaßnahmen zu entwickeln. In Projekten mit einer Laufzeit von etwa zehn Monaten wurden bisher von über 100 österreichischen WissenschafterInnen Klimafolgen untersucht. StartClim wird wissenschaftlich von Univ.-Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb vom Institut für Meteorologie der Universität für Bodenkultur Wien geleitet und vom Umweltbundesamt administrativ betreut. Die im Jahr 2012 durchgeführten StartClim-Projekte wurden von BMLFUW, BMWF und den Österreichische Bundesforsten finanziert.
Franziskus verkörpert die Spannungen in der Kirche - und soll sie auflösen
Franziskus verkörpert die Spannungen in der Kirche - und soll sie auflösen Unter katholischen Ordensleuten kursiert ein alter Witz: Welcher Orden ist denn nun der gottgefälligste? Der Franziskaner streicht das Bekenntnis zur Armut heraus. Der Benediktiner preist den Fleiß seiner Brüder. Da fällt dem Jesuiten nur noch eines ein: "Aber in der Demut sind wir allen überlegen!" Der Witz hat einen ernsten Kern. Die Jesuiten waren und sind nicht allseits beliebt in der katholischen Kirche. Mitunter haben sich Mitglieder der "Gesellschaft Jesu" so verhalten, als bedeutete das Ordensmotto "Omnia Ad Maiorem Dei Gloriam" (Alles zur größeren Ehre Gottes), dass der Zweck die Mittel heiligt.
Ordensgründer Ignatius von Loyola sagte: "Ich werde glauben, dass Weiß Schwarz ist, wenn es die Kirche so definiert." Der Italoargentinier Jorge Mario Bergoglio ist der erste Jesuit auf dem Stuhl Petri. Seine gelebte Bescheidenheit als Erzbischof von Buenos Aires wie auch sein erster Auftritt als Papst machen klar, dass Demut für ihn nichts mit Koketterie zu tun hat. Die Namenswahl nach Franz von Assisi ist Programmansage zugunsten einer Kirche der Armen, Benachteiligten. Diese Kirche versteht Franziskus, wie er in seiner kurzen Ansprache sagte, als eine gemeinsame von Klerus und Volk. Und als eine mit Universalitätsanspruch: "Beten wir für die ganze Welt, damit ein großes Miteinander herrsche." Dieses "große Miteinander" verträgt sich freilich schlecht mit Bergoglios konservativ-dogmatischer Haltung in Fragen des Glaubens und der Sexualmoral. Damit ist schon das erste große Spannungsfeld im neuen Pontifikat umrissen.
Eingebunden in das jesuitische Netzwerk, eines der besten innerhalb der Kirche, wird Bergoglio auch als Papst über die Verhältnisse außerhalb der VatikanMauern weit besser informiert sein als sein Vorgänger Ratzinger (der sich ohnehin in der stillen Theologenstube wohler fühlte). Aber was wird Franziskus aus dieser Vernetzung machen? Wird er den jesuitischen Missionsauftrag im engen oder in einem weiter gefassten katholischen Verständnis umzusetzen versuchen? Laut italienischen Medien soll seine Wahl nicht nur ein globales Signal sein, sondern vor allem auch der von Evangelikalen bedrängten Kirche in Lateinamerika Rückenwind geben. Hier kommt ein weiterer Spannungsfaktor hinzu: Bergoglios unklare Haltung als Jesuiten-Provinzial zur argentinischen Militärdiktatur. Sie steht gewissermaßen symbolisch für das zwiespältige Verhältnis der katholischen Kirche zu autoritären Machthabern nicht nur in Lateinamerika. Was die Machtverhältnisse innerhalb der Kirche betrifft, so war die Szene auf der Loggia des Petersdoms von tiefem Symbolgehalt: ein Papst der Demut und Bescheidenheit in schlichtem Weiß, eingerahmt von Kardinälen der römischen Kurie in leuchtendem Purpur.
Da klang es wie ein Hilferuf an die Menschenmenge unten auf dem Petersplatz, als Bergoglio den "Weg der Brüderlichkeit, der Liebe, des gegenseitigen Vertrauens" beschwor. Er kennt den vatikanischen Machtapparat auch von innen und weiß, dass ein Einzelner machtlos gegen ihn ist. Aber wie stark das Echo auf seinen Ruf nach außen ausfällt, das liegt nun ganz an ihm. Chancen als Reformer wird Franziskus nur haben, wenn er statt der ruhigen Sammlung, auf die sein Vorgänger Benedikt setzte, schöpferische Unruhe erlaubt. Und Weiß Weiß sein lässt, auch wenn ein Dogma es für Schwarz erklären würde.
Mehrheit gegen gesetzliche Feiertage für Muslime
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, ist die Mehrheit der Österreicher (69%) gegen gesetzliche Feiertage für Muslime.
Die Islamische Glaubensgemeinschaft hatte vor Kurzem zwei Feiertage pro Jahr gefordert, ähnlich der Sonderregelung für Protestanten, die am Karfreitag frei haben.
Laut der im Auftrag von "profil" vom Meinungsforschungsinstitut Karmasin Motivforschung durchgeführten Umfrage ist nur ein Viertel der Befragten (26%) dafür. 6% wollten dazu nichts sagen.
Der Österreichische Frauenring zieht Bilanz: Warum es den Frauentag braucht
Feministische Anliegen werden immer öfter mit der Behauptung delegitimiert, dass alle Forderungen der Frauenbewegung bereits erfüllt seien. Schließlich haben Frauen ja seit 95 Jahren das Wahlrecht, können Karriere machen und sind durch Gesetze vor Gewalt und sexueller Belästigung geschützt. Was wollen wir mehr? Eine Antwort darauf gibt Christa Pölzlbauer, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings: "Am Weg zur tatsächlichen beruflichen und privaten Gleichstellung von Männern und Frauen gibt es noch viel zu tun. Wir müssen uns weiterhin um die so dringend notwendige faire Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit auf dem Weg zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft bemühen."
Anlässlich des internationalen Frauentages am 8.März zieht der Österreichische Frauenring (ÖFR), als Dachverband österreichischer Frauenorganisationen und Vertretung von gut einer Million Frauen, Bilanz:
Zwtl.: 1. Familiäre Pflichten werden primär Frauen zugeordnet.
Daher sind sie es, die allzu oft vor die Wahl zwischen Familie und Karriere gestellt werden. In der Privatwirtschaft gehen nur 4,7 Prozent der Väter in Karenz. Ein Papamonat steht ihnen nicht - wie Vätern im öffentlichen Dienst - zu. Diese sinnvolle Maßnahme, um den Väteranteil bei der Karenz zu erhöhen, wird von der Wirtschaft weiterhin abgelehnt. "Der Wert der Kinderbetreuung und des Familienerhalts sollte allen ein Anliegen sein", fordert Pölzlbauer.
Zwtl.: 2. Frauen verdienen in Österreich um durchschnittlich 23,7 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.
Immer wieder wird von der Wirtschaft, aber auch von JournalistInnen und PublizistInnen behauptet, dass diese Einkommensschere zwischen Frauen und Männern ein Mythos und Lohndiskriminierung nicht real sei. Christa Pölzlbauer hält dem entgegen: "Wenn Frauen um ein Fünftel weniger verdienen ist das sicher kein Mythos, sondern eine Ungerechtigkeit, die beseitigt werden muss.".
Zwtl.: 3. Frauen sind in politischen Funktionen und Spitzenpositionen der Privatwirtschaft unterrepräsentiert.
Der Frauenanteil im Nationalrat liegt aktuell unter 30 Prozent. Schlimmer noch präsentiert sich die Situation in der Privatwirtschaft: In den Aufsichtsräten österreichischer Unternehmen liegt der Frauenanteil bei 13,5 Prozent, in den Geschäftsführungen bei 5,6 Prozent. "Sowohl in der Politik, als auch in der Wirtschaft braucht es Quotenregelungen. Quoten einzuführen heißt, der Qualität eine Chance zu geben", ist Pölzlbauer überzeugt.
Zwtl.: 4. Die neue Obsorgeregelung ist aus frauenrechtlicher Perspektive problematisch.
Die Möglichkeit einer gesetzlich angeordneten gemeinsamen Obsorge bei strittigen Trennungen verschlimmert die Situation für Frauen im Konfliktfall. Vor allem in Gewaltbeziehungen schwächt es die Position von Müttern, wenn der gewalttätige Vater das alleinige oder gemeinsame Sorgerecht beantragen kann. Der ÖFR hat bereits wiederholt kritisiert, dass dies eine massive Belastung für Frauen und Kinder darstellt.
Zwtl.: 5. Sexismus im Alltag, sexuelle Belästigung und Gewalt gegen Frauen sind immer noch die Realität.
Die Zahlen des Frauenbarometers sind erschreckend: Laut der Studie des Frauenministeriums hat die Mehrheit der ÖsterreicherInnen bereits persönliche Erfahrungen mit Gewalt gemacht. Jede/r zweite Österreicher/in kennt eine Frau, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden ist. Nicht zuletzt der #aufschrei über Twitter zeigt aber, dass Gewalt nicht erst beim Schlag ins Gesicht beginnt. Auch gegen Sexismus im Alltag und sexuelle Belästigung muss auf gesellschaftlicher und juristischer Ebene noch viel getan werden. Im Sinne eines wertschätzenden Miteinanders braucht es Maßnahmen zur Wahrung der Menschenwürde. Denn Sexismus ist immer Ausdrucksform der Herabwürdigung einer anderen Person - meist verbunden mit dem Bedürfnis, die eigene Macht zu demonstrieren. Gewalt gegen Frauen ist schließlich nur die Spitze des Eisbergs.
Die Bilanz zeigt: Der Frauentag ist nach wie vor wichtig, um alle unerledigten frauenpolitischen Belange aufzuzeigen. PolitikerInnen aller Parteien sollten sich zum Ziel setzen, geschlechtsspezifische Schieflagen nicht nur zu erkennen, sondern ihnen auch entgegenzuwirken. Nur so kann eine tatsächlich faire Gesellschaft und ein gutes Miteinander erwirkt werden.
Zahl der Eheschließungen steigt 2012 um 6,1%
Die vorläufige Zahl der Eheschließungen war laut Statistik Austria im Jahr 2012 mit insgesamt 38.557 um 6,1% höher als im Vorjahr (2011: 36.342). Damit wurde der seit 2008 beobachtete Trend steigender Heiratszahlen (2009: +0,9% bzw. 2010: +5,9%), der im Jahr 2011 durch einen Rückgang um 3,1% unterbrochen wurde, im Jahr 2012 fortgesetzt.
In allen Bundesländern wurden im Jahr 2012 mehr standesamtliche Eheschließungen registriert, wobei die Veränderungen regional sehr unterschiedlich ausfielen. So gab es deutlich mehr Trauungen als im Jahr 2011 in den Bundesländern Tirol (+10,3%), gefolgt von Niederösterreich (+8,8%), Oberösterreich (+8,7%) und Vorarlberg (+8,3%) sowie mit etwas Abstand Kärnten (+6,9%) und Steiermark (+6,4%). Unterdurchschnittliche Steigerungen der Eheschließungszahlen wurden von den Standesämtern in Salzburg (+5,1%), in Wien (+0,4%) und im Burgenland (+0,2%) registriert.
Im Jahresverlauf 2012 erfolgten die meisten standesamtlichen Trauungen (14.636) im 3. Quartal, in dem mit +5,5% der zweitniedrigste Anstieg der Zahl der Eheschließungen registriert wurde. Die wenigsten Eheschließungen und der geringste Anstieg wurden mit 4.101 bzw. +5,0% im 1. Quartal erzielt. Der beliebteste Heiratsmonat im Jahr 2012 war der Juni (5.821), gefolgt vom August (5.214) und September (5.156). Im Dezember wurde aufgrund der "Datumsbesonderheit" (12.12.2012) mit +78,2% die relativ größte Steigerung, im November aus dem gleichen Grund mit -26,9% der relativ stärkste Rückgang gegenüber dem jeweils gleichen Monat des Jahres 2011 verzeichnet.
Neue Park & Ride-Anlage bringt 35 zusätzliche Pkw-Abstellplätze für Eichgraben
Um den Pendlerinnen und Pendlern im Raum Eichgraben auf ihrem Weg in die Arbeit zusätzliche Parkmöglichkeiten zu bieten und den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu erleichtern, wurde direkt an der Landesstraße L 124 im Nahbereich des Gemeindezentrums von der Straßenmeisterei Neulengbach eine Park & Ride-Anlage mit insgesamt 35 Pkw-Stellplätzen errichtet, die ab sofort zur Benützung zur Verfügung stehen. Die Zufahrt zur Park & Ride-Anlage erfolgt direkt von der Hauptstraße über die bestehende Brücke über den Nagelbach, welche mit einer Beschilderung für die neue Parkmöglichkeit versehen wurde.
Zur besseren und sicheren Erreichbarkeit des Bahnhofs für die Fußgänger wurde die Brücke von der Brückenmeisterei Alland adaptiert und mit einer Fußgängerbrücke erweitert. Gleichzeitig wurde die Park & Ride-Anlage mit einer Beleuchtung ausgestattet, damit auch in den Nachtstunden die Sicherheit für die Pendler gegeben ist. Die Betreuung der neuen Park & Ride-Anlage wird von der Marktgemeinde Pressbaum übernommen.
In einem weiteren Schritt ist nun geplant, entlang der Ganghoferstraße, der Burgwegerstraße und der Stelzhammerstraße rund 20 Pkw-Abstellplätze zu errichten. Weiters soll bei diesem Projekt der Verbindungsweg zwischen der Ganghoferstraße und dem Bahnhof befestigt werden. Die Errichtung ist im Mai 2013 geplant.
Im Vorjahr kamen fast 25.000 Hasen unter die Räder!
Der Straßenverkehr ist für Österreichs Wildtiere eine große Gefahr. Eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt, dass im Vorjahr rund 80.000 Wildtiere von Autos und Lastwagen zu Tode gefahren wurden. Erfasst sind nur die bei der Bezirkshauptmannschaft eingegangenen Meldungen. Die Dunkelziffer ist weit höher. Die größte Opfergruppe sind Rehe, allein im Vorjahr verloren 35.865 Rehe wegen des Kfz-Verkehrs ihr Leben.
Derzeit sind Hasen besonders umtriebig. „Es ist Paarungszeit und damit laufen die Hasen viel herum. Da jedoch ihr Lebensraum von vielen Straßen zerschnitten ist, kommen sie leider häufig unter die Räder“, sagt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Die VCÖ-Analyse zeigt, dass allein im Vorjahr 24.852 Hasen und Wildkaninchen dem Kfz-Verkehr zum Opfer fielen, um 543 mehr als im Jahr 2011.
Das gefährlichste Pflaster für Hasen ist der Straßenverkehr in Niederösterreich, wie die VCÖ-Analyse zeigt. Fasst die Hälfte der Hasen – nämlich 10.934 – kommt in Niederösterreich unter die Räder. In Oberösterreich wurden 5.777 Hasen Opfer des Straßenverkehrs, im Burgenland 4.141, in der Steiermark 2.832, in Salzburg 576 und in Kärnten 417. „In Vorarlberg und Tirol sowie in Wien ist die Hasenpopulation gering. Damit ist die Zahl der von Pkw und Lkw erlegten Hasen sehr gering“, so VCÖ-Sprecher Gratzer. In Vorarlberg waren es 11, in Tirol 32 und in Wien 64.
Bezirk Lungau: LKW-Lenker stoppte Geisterfahrer
Zederhaus (Salzburg). - Am 22.05.2013 kurz vor drei Uhr morgens wurde die Polizei über einen Geisterfahrer auf der Tauernautobahn A 10 im Gemeindegebiet von Zederhaus verständigt.
Der PKW war auf der Richtungsfahrbahn Villach in Richtung Salzburg unterwegs.
Weder die umgehend eingeleitete Sperre des Tauerntunnels noch die Sperre des Reittunnels konnte den Geisterfahrer stoppen. Kurz nach dem Tunnel hielt der 40-jährige Slowene seinen PKW am Überholstreifen an um die Notdurft zu verrichten.
Ein couragierter LKW-Lenker blockierte den abgestellten PKW mit seinem LKW um eine Weiterfahrt zu verhindern. Ein von der Polizei durchgeführter Alkotest ergab einen Wert von ca. 1,5 Promille. Der Geisterfahrer wird der Staatsanwaltschaft Salzburg und der Bezirkshauptmannschaft angezeigt.
Insgesamt war der Slowene ca. 39 Kilometer unterwegs und hatte dabei mehrere andere Lenker gefährdet.
Bezirk St. Pölten-Land: Ku-Klux-Klan-Tankstellenräuber gefasst
Bezirk St. Pölten-Land: Ku-Klux-Klan-Tankstellenräuber gefasst Herzogenburg (Niederösterreich). - Am 17.Oktober 2009, gegen 01.13 Uhr, verübte ein vorerst unbekannter Täter mit einem über das Gesicht gezogenen weißen Tuch, mit ausgeschnittenen Augen und aufgestellter, weißer Kapuze ( ähnlich Ku-Klux-Klan Maske) maskierter und mit weißem Overall bekleideter Täter, mit einem Pfefferspray einen Raubüberfall auf eine Tankstelle in Herzogenburg, Bezirk St. Pölten-Land.
Nach umfangreichen Erhebungen durch Beamte des Landeskriminalamtes Niederösterreich konnte ein 33-jähriger österreichischer Staatsbürger aus St. Pölten als Täter ausgeforscht werden.
Der 33-Jährige wurde am 21.Mai 2013, gegen 11.00 Uhr, von Beamten des Landeskriminalamtes Niederösterreich, mit Unterstützung von Beamten des operativen Kriminaldienstes St. Pölten, festgenommen, und in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.
Der Täter ist geständig.
Bezirk Baden: Jugendlicher raste mit 190 km/h über Bundesstraße
Pottendorf (Niederösterreich). - Beamte der Polizeiinspektion Pottendorf führten am 17. Mai 2013 auf der L 157 im Freilandgebiet von Pottendorf, Bezirk Baden, Geschwindigkeitsmessungen durch.
Im Zuge der Geschwindigkeitskontrolle wurde gegen 15.05 Uhr ein 21-jähriger Mann aus dem Bezirk Baden mit einem Pkw mit einer Fahrgeschwindigkeit von 190 km/h mittels Lasermessgerät gemessen.
Dem Lenker wurde an Ort und Stelle der Führerschein abgenommen und er wird an die Bezirkshauptmannschaft Baden angezeigt.
Der Euro-Bus wieder auf Euro-Info-Tour unterwegs
Der Euro-Bus wieder auf Euro-Info-Tour unterwegs Von heute bis 26. Juli ist der Euro-Bus wieder auf Euro-Info-Tour unterwegs. Das zwölfte Tour-Jahr steht ganz im Zeichen der neuen 5-Euro-Banknote, die als erste Stückelung der neuen „Europa-Serie“ im Euroraum eingeführt wird. Einen Fokus legt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in diesem Sommer auch wieder auf allgemeine Informationen zur europäischen Gemeinschaftswährung, welche in der Euro-Info-Straße dargestellt und persönlich vermittelt werden.
Zusätzlich zu den bewährten Dienstleistungen Schilling-Euro-Tausch und Euro-Sicherheits-Check bietet die OeNB beim Euro-Bus Hintergrundinformationen zur Gemeinschaftswährung und beantwortet die Anliegen der Bevölkerung. In der Euro-Info-Straße werden Informationen zu Preisstabilität, den Vorteilen des Euro, Jobs und Wachstum, SEPA und Bargeld-Sicherheit dargestellt und persönlich vermittelt.
Besonderes Augenmerk legt die OeNB auf Informationen zur Einführung der neuen 5-Euro-Banknote. Ab Anfang Mai informiert das Tour-Team beim Euro-Bus über die neuen und verbesserten Sicherheitsmerkmale. Die Banknoten der nun startenden „Europa-Serie“ werden beginnend mit der 5-Euro-Banknote in den nächsten Jahren schrittweise eingeführt. Durch die weiterentwickelten Sicherheitsmerkmale wird der Euro noch fälschungssicherer.
Dank der langjährigen Informations- und Schulungstätigkeit der OeNB bei Bevölkerung und professionellen Bargeldanwendern, zählt Österreich heute zu einem jener Länder Europas mit dem niedrigsten Falschgeldaufkommen. Um Banknoten auf ihre Echtheit zu überprüfen, gelten auch für die neue 5-Euro-Banknote die schnellen und sicheren Prüfschritte „Fühlen – Sehen – Kippen“.
Der Euro-Bus ist bei der Bevölkerung nach elf erfolgreichen Jahren auf Tour fest verankert: Seit 2002 haben mehr als 734.000 Österreicherinnen und Österreicher persönlich die Informationsangebote, wie etwa den Euro-Sicherheits-Check, des Euro-Bus wahrgenommen und mehr als 509 Mio Schilling in Euro gewechselt. Die Ansprechpartner vor Ort antworten direkt auf Fragen und Anliegen der Bevölkerung, damit hat die OeNB den Euro-Bus als ein zentrales Informationsinstrument etabliert.
Für Schulkinder sowie Handelsangestellte wurden mit der „Euro-Kids-Tour“ und der „Euro-Shop-Tour“ jeweils eigene zielgruppengerechte Informationsangebote entwickelt.
Bezirk Braunau: Wildunfall der besonderen Art: Autofahrer überfuhr Känguru
Handenberg (Oberösterreich). - Im Gemeindegebiet von Handenberg wurde am 23. Mai 2013 ein offensichtlich entlaufenes Känguru vom Auto eines 47-jährigen Arbeiters erfasst und getötet.
Der Mann aus Perwang fuhr gegen 22:30 Uhr auf der Lamprechtshausener Straße Richtung Salzburg, als plötzlich von rechts ein Känguru auf die Fahrbahn sprang.
Der 47-Jährige konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und überfuhr das Känguru. Das Tier verendete an der Unfallstelle.
Rätselhaft ist, wo das Beuteltier herkam. Der Besitzer des Kängurus konnte bis zur Stunde noch nicht ausgeforscht werden.
NOTRUF NÖ: Erneut Rückgang der Unfälle zu Pfingsten
Trend des letzten Jahres setzt sich fort: Weniger Verkehrsunfälle mit Verletzten zu Pfingsten!
Keineswegs ruhige Pfingstfeiertage für die Rettungsdienste in Niederösterreich. Obwohl die Einsätze insgesamt etwas anstiegen, waren von Samstag bis in die Nachmittagsstunden am Pfingstmontag weniger Verkehrsunfälle mit verletzten Personen zu verzeichnen. Auch bei den verletzten Motorradfahrern konnte ein Rückgang festgestellt werden.
Alle drei Minuten
Rund 1.700x alarmierte 144 NOTRUF NÖ ein Rettungs- und/oder Notarztteam, niedergelassene Ärzte oder First Responder zu Notfalleinsätzen an den drei Pfingsttagen in Niederösterreich. Das sind um 165 Einsätze mehr als im Vergleichszeitraum 2012. Durchschnittlich alle drei Minuten schrillten die Pager der zumeist freiwilligen Rettungsteams von Rotem Kreuz, Arbeitersamariterbund, Christophorus Flugrettung, Johanniter-Unfall-Hilfe und der Bergrettung. Haupteinsatzgründe waren internistische Notfälle (z.B. akute Herzrhythmusstörungen, Infarkte, …), gefolgt von neurologischen (Schlag- Krampfanfällen) und Stürzen.
Wieder weniger Biker verunfallt!
Bei insgesamt 35 Verkehrsunfällen wurden bis Montagmittag 12 Person schwer- und weitere 32 leicht verletzt. Auffallend dabei war ein Rückgang bei den Einspurigen auf 6 Unfälle mit Motorrädern, Mopeds oder Fahrrädern –gegenüber dem Vorjahr sind es wieder um fünf weniger. Klassisch wie jedes Jahr ereigneten sich nach Mittag die Motorradunfälle, fast alle passierten am Nachmittag, wo Müdigkeit und nachlassende Konzentration der Biker, ein oft unterschätztes Problem darstellt.
Notruf und Alarm gleichzeitig
Insgesamt wurden an diesen drei Tagen 1.700 Notfalleinsätze und 14 Intensivtransporte koordiniert. Das heißt, fast jede Minute alarmierte 144 NOTRUF NÖ einen Krankentransport sowie Rettungs- und/oder Notarztteam. Durch das ausgeklügelte System bleibt der Telefonist bei einem Notruf mit dem Anrufer weiter verbunden, um Sicherheits- und Erste-Hilfe Hinweise zu geben, gleichzeitig alarmiert der Disponent schon im Hintergrund die benötigten Einsatzkräfte. Aufgrund der genauen Informationen kann von ihm sofort entschieden werden, ob nun Rettungs- und/oder Notarztwagen/Hubschrauber, oder weitere Kräfte wie die Feuerwehr oder Polizei erforderlich sind. Im Durchschnitt benötigt dieser Ablauf – vom Abheben bis zum Alarm – unter zwei Minuten.
ÖBB-Ticketshop: Einfacher und schneller zum günstigsten ÖBB-Ticket
Neue Ticket-App bereits auf über 100.000 Smartphones installiert Im September 2012 haben die ÖBB den Ticketshop gelauncht. Bereits nach einem halben Jahr haben über 100.000 Fahrgäste die Ticket-App auf ihren Smartphones installiert. Mit der Ticket-App für iPhones und Android-Smartphones ist eine völlig neue Buchungsmöglichkeit für ÖBB-Inlandstickets hinzugekommen.
Insgesamt wurden seit dem Start über 1,4 Millionen Online- und Mobile-Tickets über das neue System gebucht und über 134.000 Kunden haben sich beim Service „meineÖBB“ registriert. Diese Zahlen zeigen, dass die ÖBB mit dem Ticketshop auf dem richtigen Weg sind. Die ÖBB werden das System auch weiterhin den gestiegenen Kundenbedürfnissen anpassen.
Im Ticketshop direkt zum günstigsten ÖBB-Ticket
Der ÖBB-Ticketshop bietet den Kunden nach Angabe der Reisendendaten direkt und automatisch alle passenden ÖBB-Tickets an. Dabei wird auch immer das günstigste ÖBB-Ticket für die gewünschte Verbindung vorgeschlagen.
Im „meineÖBB“-Bereich können wichtige Daten, wie Name, Ermäßigungskarte, Zahlungsinformationen oder häufig genutzte Verbindungen für zukünftige Buchungen gespeichert werden. Der Ticket-Kauf wird dadurch vereinfacht. Vor dem ersten Geltungstag können die meisten Online-Standard-Tickets kostenlos storniert und umgebucht werden. Vorausgesetzt die Tickets wurden noch nicht bezogen (Generierung als PDF, Ausdruck am Fahrkartenautomaten, Bezug in der Ticket-App etc.).
Alle Informationen zum ÖBB-Ticketshop stehen den Kunden auf oebb.at zur Verfügung.
Umfrage belegt: Mütter sparen weniger
Mütter sparen weniger Die ING-DiBa Direktbank Austria hat eine genauere Betrachtung der Ersparnisse von Müttern vorgenommen. Das Ergebnis ist wenig verwunderlich, bringt jedoch klar die Zahlen auf den Tisch: 68% aller Österreicherinnen, deren Kinder noch bei ihnen wohnen, haben Ersparnisse. Hingegen sind es bei Frauen ohne Kinder gleich mal 10% mehr, also 78%.
2013 - Mutter sein, bedeutet für viele das Lebensglück schlechthin. Dafür zahlen viele gerne einen relativ hohen Preis: Mehrfachbelastung, wenn sie versuchen, Kinder, Beruf, Haushalt und Beziehung unter einen Hut zu bringen und Verzicht auf Ersparnisse, denn jede 3. Mutter in Österreich hat praktisch nichts auf dem Sparbuch - so das Ergebnis einer internationalen TNS-Umfrage für die ING-DiBa. Bei Frauen ohne Kinder sind es 22%, die in Österreich keine Ersparnisse haben.
"Betrachtet man dieses Ergebnis, gibt es aus meiner Sicht noch einen Grund mehr, seiner Mutter Danke zu sagen, nicht nur zum Muttertag", meint Roel Huisman, CEO der ING-DiBa Direktbank Austria.
Große Unterschiede in Europa
Mit ihrem Sparguthaben liegen Österreichs Mütter ziemlich genau im europäischen Durchschnitt von 66%: Mehr Erspartes haben die Luxemburgerinnen (90%), die Niederländerinnen (78%) sowie Belgierinnen und Französinnen mit je 71%. Gleichauf mit Österreichs Müttern liegen die Spanierinnen mit 68%. Absolutes Schlusslicht bilden die Rumäninnen: Nur 44% der Mütter haben hier Ersparnisse.
Mehr Ersparnisse für Frauen ohne Kinder
Im Vergleich zu ihren Geschlechtsgenossinnen ohne Kinder im gleichen Haushalt, schneiden europaweit alle Mütter schlechter oder maximal gleich gut ab. Besonders groß ist der Gegensatz in der Slowakei. Dort haben Frauen ohne Kinder um 13% mehr Ersparnisse. Mit einer Differenz bei den Sparguthaben zwischen Müttern und Kinderlosen von 12% liegt das Vereinigte Königreich an zweiter Stelle. Platz 3 der größten Unterschiede teilen sich Österreich und Polen: Frauen ohne Kinder haben um 10% mehr Ersparnisse. Gleich viel Ersparnisse haben Mütter und Kinderlose lediglich in Luxemburg (90%) und in der Türkei (57%).
Auch Väter sind finanziell schlechter aufgestellt
Sobald Kinder da sind, sinkt die Chance auf ein Sparguthaben - egal ob bei Müttern oder Vätern. Wobei der Unterschied bei Männern in Österreich nicht so gravierend ist: 80% der Männer mit Kindern haben Geld auf der hohen Kante. Bei den Kinderlosen haben mit 83% nur knapp mehr Männer Reserven verfügbar. Das entspricht in etwa der europaweiten Differenz von 2%. Am größten ist der Unterschied im Ersparten zwischen Vätern und Kinderlosen mit 8% in Frankreich, gefolgt von je 6% in Luxemburg und in der Slowakei. Keinen Unterschied bei den Ersparnissen gibt es in Polen (je 78%) und Spanien (je 72%). Interessante Ausnahmen bilden deutsche, italienische und türkische Väter: Sie haben mehr Ersparnisse als ihre kinderlosen Geschlechtsgenossen.
"Jetzt nicht Schatz - Mutti hat gerade eine Affäre"
Laut einer aktuellen Befragung von 936 verheirateten, weiblichen Mitgliedern des Seitensprungportals AshleyMadison.com hat sich bereits eine von vier Frauen schon einmal in einer prekären Situation befunden, als sie den Balanceakt zwischen Mutterpflichten und einem Stelldichein mit ihrem Liebhaber zu meistern versuchte.
Von diesen umtriebigen Muttis haben:
64,8% schon einmal in Gegenwart ihres Kindes mit ihrem Liebhaber telefoniert
47,3% sich schon einmal aufgrund eines Treffen mit ihrem Liebhaber verspätet, um ihr Kind abzuholen (Schule, Kindergarten, Sport, usw.)
25,2% die Tagesplanung ihres Kindes für ein Rendezvous mit ihrem Liebhaber umgeworfen
5,7% ihrem Kind ihren Liebhaber vorgestellt (unter Vorspiegelung falscher Tatsachen)
3,5% von ihrem Kind mit ihrem Liebhaber erwischt worden ~
Es scheint, dass trotz ihres unanständigen Verhaltens, diese Familienfrauen kein schlechtes Gewissen aufgrund ihres Benehmens plagt. Nur 6,7% der befragten Mütter räumten ein, dass sie sich schuldig fühlen, eine Affäre zu haben, während bei Frauen ohne Kind fast dreimal so viele so etwas wie Reue fühlen (17,5%). Betrachtet man die Tatsache, dass die österreichischen Muttis im Durchschnitt 5,1mal pro Monat Sex mit dem Liebhaber haben, aber nur 1,3mal mit dem eigenen Partner, so ist es nicht verwunderlich, dass jedes Jahr die Neuanmeldungen nach dem Muttertag in die Höhe schnellen (2012: +251%!).
"Das meistgewünschte Geschenk für den Muttertag ist, endlich mal wieder Sex zu haben," stellt Christoph Kraemer, Europasprecher von AshleyMadison.com, fest. "Interessant ist auch, dass unsere österreichischen Mitglieder im internationalen Vergleich weniger oft Spass mit ihrem Partner haben und dafür umso mehr mit ihrem Liebhaber. Österreichische Frauen stehen also in Punkto Leidenschaft den als leidenschaftlich bekannten Französinnen, Italienerinnen oder Spanierinnen in nichts nach, nur dass die österreichischen Ehemänner den Wünschen ihrer Frauen anscheinend nicht genügend nachkommen."
Schneeräumung auch ohne Gehsteig vorgeschrieben
In Ortsgebieten sind Liegenschaftseigentümer verpflichtet, Gehsteige und Gehwege in der Zeit von 6 bis 22 Uhr von Schnee und Verunreinigungen zu säubern, sowie bei Schnee und Glatteis zu bestreuen.
„Ist kein Gehsteig vorhanden, so ist der Straßenrand in der Breite von einem Meter zu säubern und zu bestreuen“, informiert Ingo Kaufmann, Vorstand D.A.S. Rechtsschutzversicherung. „Die Räumpflicht gilt laut Straßenverkehrsordnung auch an Sonn- und Feiertagen. Bei extremen Witterungsverhältnissen wie andauerndem Schneefall oder sich ständig erneuerndem Glatteis – wenn das Räumen praktisch nutzlos ist –, muss allerdings nicht ununterbrochen geräumt werden“, so Kaufmann weiter.
Die Schneeräumung kann auch über Schneeräumdienste oder Dritte erfolgen. Der Rechtsschutzversicherer empfiehlt dazu eine vertragliche Regelung, die eine ordnungsgemäße Räumung gewährleistet. Verträge, in denen Schneeräumdienste nur im Rahmen ihrer Kapazitäten säubern oder streuen müssen, reichen nicht für eine Haftungsbefreiung des Grundstücksbesitzers oder Weghalters aus.
Neuerliche Räumung nach Schneepflug
Durch Gemeindeverordnungen kann der Zeitraum der Streu- und Räumpflicht eingeschränkt oder die Verwendung von Streusalzen und Auftaumitteln geregelt werden. Auch der Wegehalter ist zur Verkehrssicherungspflicht angehalten. Wenn ein Schneepflug neuerlich Schnee auf einen bereits geräumten Gehsteig schiebt, muss der Schnee vom Anrainer wieder entfernt werden.
Geldstrafen bis 72 Euro
Falls die Schneeräumpflichten missachtet werden, drohen Geldstrafen bis zu 72 Euro, „unabhängig davon, ob durch die Unterlassung ein Schaden entstanden ist“, erklärt Vorstand Kaufmann.
Kommt ein Fußgänger zu Schaden, weil der Hauseigentümer seiner Pflicht in fahrlässiger Weise nicht nachgekommen ist, können enorme Kosten für Schadenersatz und Schmerzensgeld anfallen. Darüber hinaus kann ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung drohen.
Nach einem Jahr: 35 pädophilen Priester und Kirchenangestellte noch immer im Amt?
"Die Missbrauchsverbrechen durch Kirchenmitglieder wurden in Österreich bis zum heutigen Tag nicht aufgeklärt. Das Verhalten von Bischof Zsifkovits ist symptomatisch für die herrschende Geisteshaltung der Vertuschung und Verharmlosung", empört sich Sepp Rothwangl von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt. Für Opfervertreter ist es unverständlich, dass der burgenländische Bischof heute an einer Gedenkmesse für jenen Kardinal teilnimmt, mit dem das wahre Ausmaß der Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche in Österreich publik wurde. "Es ist schlichtweg skandalös, dass der Staat der Kirche gestattet hat, mit der kirchlicheigenen Klasnic-Kommission die Aufarbeitung der Verbrechen unter Kontrolle zu halten und so der Vertuschung weiter Vorschub leistet", so Rothwangl weiter. Die Kommission ist organisatorischer Teil der Kirche, wie auch ein Bescheid Bundeskanzleramtes jüngst bestätigt hat.
Gefährdung von Kindern und Jugendlichen?
"Tatsächlich verteilt die Kommission Almosen an Betroffene und schützt indirekt die Täter. Wir haben vor einem Jahr den Bischöfen die Namen von 35 pädophilen Priestern und Kirchenangestellte bekannt gegeben, die nach wie vor im Amt sind. Deren Neigungen sind den Bischöfen hinreichend bekannt. Diese Täter stellen eine akute Gefahr für Kinder und Jugendliche dar. Die Kirche bleibt untätig. Zwar hat der Papst die Aufklärung des sexuellen Missbrauchs zur Chefsache erklärt, in Österreich ist davon jedoch nichts zu spüren." Rothwangl appelliert daher an alle ÖsterreicherInnen, das Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien Mitte April zu unterzeichnen: "Drei Jahre nach Bekanntwerden der Missbrauchsskandale hat es die Kirche nicht geschafft, ihre eigenen Verbrechen aufzuarbeiten und die Opfer adäquat zu entschädigen. Wir appellieren an die Bevölkerung. Die Politik muss unter Druck gesetzt werden, damit diese Verbrechen endlich aufgeklärt werden. Wer das Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien unterzeichnet, erhebt seine Stimme auch im Namen der Opfer kirchlicher Gewalt."
Sterbefälle steigen 2012 um 3,5%, Geburtenbilanz erneut positiv
Die vorläufige Zahl der Gestorbenen im Jahr 2012 war laut Statistik Austria mit insgesamt 77.153 um 3,5% höher als im Vorjahr (2011: 74.576); unter Berücksichtigung des Schaltjahres 2012 lag der bereinigte Anstieg bei 3,2%. Aufgrund der gleichzeitig höheren Zahl älterer Menschen dürfte ersten Schätzungen zufolge die Lebenserwartung damit auch 2012 wieder leicht gestiegen sein. Der Saldo aus Geburten und Sterbefällen (Geburtenbilanz; vorläufige Berechnung) fiel 2012 mit +547 positiv aus – auch bedingt durch den leichten Anstieg der Zahl der Lebendgeborenen (+0,7% auf 77.700; siehe Pressemitteilung vom 11. Februar 2013). Die Säuglingssterblichkeitsrate blieb mit 3,1‰ zum siebenten Mal in Folge unter der 4‰-Marke.
Im Jahr 2012 wurden in acht Bundesländern mehr Sterbefälle als im Vorjahr registriert, nur in Salzburg war ein Rückgang um 1,7% zu verzeichnen. Der stärkste Anstieg war dabei im Burgenland (+8,0%) zu beobachten, gefolgt von Vorarlberg (+5,3%), Niederösterreich (+4,9%), Tirol (+4,8%) und Kärnten (+4,4%). Unterdurchschnittlich steigende Zahlen der Sterbefälle wurden in Oberösterreich und in der Steiermark (je +2,8%) sowie in Wien (+2,4%) registriert.
Aus dem vorläufigen Saldo der Gestorbenen und der Lebendgeborenen resultierte für das Jahr 2012 eine bundesweit positive Geburtenbilanz von +547. In fünf Bundesländern gab es positive Bilanzen, nämlich in Wien (+2.092), Tirol (+1.394), Vorarlberg (+1.185), Oberösterreich (+1.165) und Salzburg (+994). In Niederösterreich (-2.536), in der Steiermark (-1.537), in Kärnten (-1.110) und im Burgenland (-1.100) wurden dagegen mehr Sterbefälle als Geburten verzeichnet.
Die Säuglingssterblichkeit lag 2012 mit 3,1‰ bereits zum siebenten Mal in Folge unter der 4‰-Marke. Dabei wurde in Wien (4,2‰) die höchste und im Burgendland (1,9‰) die niedrigste Säuglingssterblichkeitsrate verzeichnet.
Im Jahresverlauf gab es –nach Quartalen betrachtet – im 1. Quartal die meisten Todesfälle (20.537) und auch den höchsten Anstieg der Todesfälle im Vergleich zum Vorjahresquartal (+6,9%). Im 3. Quartal wurde mit +0,6% der geringste Anstieg festgestellt. Nach Monaten betrachtet ereigneten sich die meisten Sterbefälle im März (7.375), die wenigsten Personen verstarben 2012 im September (5.563).
50 Jahre Strahlenschutz-Leistungsbewerbe in Österreich
Seibersdorf (Niederösterreich). - Anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums präsentierten Einsatzorganisationen und Behörden aus ganz Österreich bei einer Leistungsschau am 3. Mai 2013 in Seibersdorf ihren Beitrag zu einem effizienten Strahlenschutz.
Vor 50 Jahren wurde von den Expertinnen und Experten aus Seibersdorf in Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres, dem Bundesheer, den Feuerwehren und den Rettungsorganisationen die Strahlenschutz-Leistungsbewerbe ins Leben gerufen. Ziel der Leistungsbewerbe ist es, österreichweit eine möglichst einheitliche Strahlenschutzausbildung für die verschiedenen Einsatzkräfte zu gewährleisten, damit diese bei einem Strahlenunfall effizienter zusammenarbeiten können. Dafür sind neben dem Fachwissen vor allem eine reibungslose Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den beteiligten Organisationen wichtig. Seit 1963 haben über 30.000 Einsatzkräfte diese Ausbildung in Seibersdorf absolviert.
Expertinnen und Experten des Innenressorts beteiligen sich seither an der Weiterentwicklung der Bewerbe. An der Zivilschutzschule des Bundesministeriums für Inneres, Teil des Zentrums für Fortbildung an der Sicherheitsakademie, finden laufend Strahlenschutzausbildungen für die 515 Strahlenspürerinnen und -spürer der Polizei statt. Die Zivilschutzschule ist die einzige nach ÖNORM S 5207 zertifizierte Ausbildungsstelle in ganz Österreich. In den Strahlenschutzkursen "Aufbauausbildung I" bzw. "Aufbauausbildung II" sind die Strahlenschutz-Leistungsbewerbe in Bronze bzw. Silber fixer Bestandteil des Kursprogramms. Im Rahmen der ÖNORM-zertifizierten Kurse werden Kenntnisse und Fertigkeiten im Strahlenschutz vermittelt. Diese erlernten Fähigkeiten können dann im Rahmen der Strahlenschutz-Leistungsbewerbe auf die Probe gestellt werden. Dabei werden unter anderem das Auffinden einer Strahlenquelle im Gelände und die Überprüfung von Personen auf radioaktive Kontamination abgeprüft.
Im Rahmen der 50-Jahr-Feier führten die Einsatzorganisationen und Behörden aus ganz Österreich eine gemeinsame Strahlenschutzübung durch, an der sich die Polizei mit zwei Strahlenspürtrupps beteiligte.
Zwei Vollschrankenanlagen erhöhen nun die Sicherheit in Greinsfurth
Schrankenanlage Greinsfurth-Waidhofnerstraße An zwei Eisenbahnkreuzungen in Greinsfurth, einer Katastralgemeinde Amstettens, wurden Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit gesetzt. Beide Bahnübergänge wurden mit einer Schrankenanlage samt Lichtzeichen ausgestattet, wofür die ÖBB und die Stadtgemeinde Amstetten insgesamt € 862.000,- in die Hand genommen haben.










