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Donnerstag 23.05.2013 08:57
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Chronik

21.05.2013

3 Verkehrstote am Pfingstwochenende - geringste Opferzahl seit Beginn der Aufzeichnungen

3 Verkehrstote am Pfingstwochenende - geringste Opferzahl seit Beginn der Aufzeichnungen 3 Verkehrstote am Pfingstwochenende - geringste Opferzahl seit Beginn der Aufzeichnungen

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen am Pfingstwochenende verloren ein 30-jähriger Motorradfahrer, ein 17-jähriger Mopedfahrer und ein 77-jähriger Pkw-Lenker ihr Leben.

Der Motorradlenker kam vermutliche wegen nicht angepasster Fahrgeschwindigkeit in einer Kurve zu Sturz und rutschte mit hoher Wucht gegen einen entgegenkommenden Pkw.

Der 17-jährige Mopedfahrer kam vermutlich ebenfalls wegen nicht angepasster Geschwindigkeit in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn und stieß frontal gegen einen Pkw.

Der 77-jährige Pkw-Lenker kam aus unbekannter Ursache auf einer Autobahn ins Schleudern und prallte gegen die Leitschiene. Dabei wurde der nicht angegurtete Lenker aus dem Fahrzeug geschleudert. Im Vergleich dazu sind am Pfingstwochenende im Jahr 2011 von Freitag 00.00 Uhr bis Montag 24.00 Uhr 9 Verkehrsteilnehmer ums Leben gekommen. Im Jahr 2010 wurden 6 und im Jahr 2009 neun Menschen tödlich verletzt.

Mit 3 Verkehrstoten zu Pfingsten 2013 wurde die bisher absolut niedrigste Opferzahl seit Einführung der Statistik im Bundesministerium für Inneres (1967) verzeichnet. Zum Vergleich dazu mussten in den bisher schlimmsten Jahren 45 Tote (1979) und 44 Tote (1984) am Pfingstwochenende beklagt werden.

Am Pfingstwochenende 2013 ereigneten sich in Österreich insgesamt 398 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, das sind um 90 oder 18,4 % weniger als im Vorjahr (488 Unfälle). Dabei wurden 464 Personen verletzt, um 108 oder 18,9 % weniger als zu Pfingsten 2012 (572 Verletzte).

Von Freitag bis Pfingstmontag wurden von der Polizei 46.591 Geschwindigkeitsüberschreitungen geahndet und 483 Lenker wegen Alkoholisierung angezeigt. In 237 Fällen musste der Führerschein vorläufig abgenommen werden.

Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen (- 8,2%), bei den Alkolenkern (- 17,6%) und bei den vorläufigen Führerscheinabnahmen um 22,5 %. (2012: 50.764 Geschwindigkeitsdelikte, 586 Alkoholanzeigen und 306 Führerscheinabnahmen).

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
22.05.2013

Regenwürmer verderben Schnecken den Appetit

Der Schneckenfraß war am höchsten, wenn keine Regenwürmer und nur wenige Pflanzenarten vorkamen Der Schneckenfraß war am höchsten, wenn keine Regenwürmer und nur wenige Pflanzenarten vorkamen

Regenwürmer sind im Garten gerne gesehen, weil sie den Boden verbessern. Wie ein Experiment zeigt, haben sie aber auch noch andere, bisher verborgene Qualitäten. Offenbar hilft der Wurm den Pflanzen dabei, sich besser gegen Angriffe der gefürchteten Spanischen Wegschnecke zu schützen. Wie Forscher der BOKU Wien im Fachmagazin "BMC Ecology" berichten, sinkt als Folge der Wurmaktivität der Blattfraß um 60 Prozent. Aber auch eine möglichst große Pflanzenvielfalt verdirbt der Nacktschnecke den Appetit.

Die Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris) gehört offiziell zu den 100 schädlichsten invasiven Arten in Europa und ist der Schrecken jedes Gartenbesitzers. Forscher der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) haben in einer Studie untersucht, welche Rolle Regenwürmer und die Diversität der Pflanzenbestände spielen. Dazu haben sie Pflanzengemeinschaften mit niedriger und hoher Diversität angelegt, und teilweise Regenwürmer zugesetzt. Einige Wochen später gaben sie Nacktschnecken hinzu und ließen sie eine Woche lang ungestört fressen. Danach wurde überprüft, wieviel Pflanzenmaterial von den Schnecken gefressen wurde.

60 Prozent weniger Schneckenfraß

Das Ergebnis: Der Schneckenfraß war am höchsten, wenn keine Regenwürmer und nur wenige Pflanzenarten vorkamen. Waren jedoch Regenwürmer im Boden aktiv, sank die Zahl der angefressenen Pflanzenteile sowohl bei den artenarmen, als auch den artenreichen Gemeinschaften um rund 60 Prozent. Aber selbst in Abwesenheit von Regenwürmern kann eine höhere Pflanzenvielfalt offenbar die Fresslust der Schnecken hemmen: In Gemeinschaften mit zwölf verschiedenen Pflanzenarten lag der Schneckenfraß um 40 Prozent niedriger als in den artenärmeren.

"Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass hier zwei Prozesse am Werk sind", erklärt Studienleiter Johann Zaller. Zum einen verbessern die Regenwürmer die Fähigkeit der Pflanze, sich gegen die Schnecken zu schützen, weil die Würmer die Nährstoffversorgung der Pflanzen erhöhen. Die Pflanzen können dadurch mehr Abwehrstoffe produzieren, die für die Schnecken giftig sind. Zum anderen seien diese Schnecken zwar Generalisten, die fast alles fressen. "Aber sie bevorzugen Nahrung, die in großen Mengen verfügbar ist", so Zaller. In artenreichen Ökosystemen müssen die Schnecken häufiger ihre Nahrung wechseln, weil von jeder einzelnen Art weniger Exemplare vorhanden sind. "Das führt offenbar dazu, dass die Tiere insgesamt weniger fressen", erklärt der Forscher. „Diese Interaktionen zwischen unterirdischen und oberirdischen Organismen werden in der ökologischen Forschung noch vielfach ignoriert - unsere Ergebnisse zeigen jedoch, dass sie eine große Rolle spielen“, fügt er hinzu.

Gärtner können daher ihre Pflanzen vor Schneckenfraß schützen, indem sie einerseits gute Bedingungen für Regenwürmer schaffen (z.B. Chemie vermeiden, mulchen, Grabgabel statt Spaten verwenden) und andererseits eine möglichst hohe Pflanzenvielfalt aufrechterhalten.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Michael Linnenbach unter Creative Commons Lizenz
02.04.2013

ÖBB-Ticketshop: Einfacher und schneller zum günstigsten ÖBB-Ticket

Neue Ticket-App bereits auf über 100.000 Smartphones installiert Neue Ticket-App bereits auf über 100.000 Smartphones installiert

Im September 2012 haben die ÖBB den Ticketshop gelauncht. Bereits nach einem halben Jahr haben über 100.000 Fahrgäste die Ticket-App auf ihren Smartphones installiert. Mit der Ticket-App für iPhones und Android-Smartphones ist eine völlig neue Buchungsmöglichkeit für ÖBB-Inlandstickets hinzugekommen.

Insgesamt wurden seit dem Start über 1,4 Millionen Online- und Mobile-Tickets über das neue System gebucht und über 134.000 Kunden haben sich beim Service „meineÖBB“ registriert. Diese Zahlen zeigen, dass die ÖBB mit dem Ticketshop auf dem richtigen Weg sind. Die ÖBB werden das System auch weiterhin den gestiegenen Kundenbedürfnissen anpassen.

Im Ticketshop direkt zum günstigsten ÖBB-Ticket

Der ÖBB-Ticketshop bietet den Kunden nach Angabe der Reisendendaten direkt und automatisch alle passenden ÖBB-Tickets an. Dabei wird auch immer das günstigste ÖBB-Ticket für die gewünschte Verbindung vorgeschlagen.

Im „meineÖBB“-Bereich können wichtige Daten, wie Name, Ermäßigungskarte, Zahlungsinformationen oder häufig genutzte Verbindungen für zukünftige Buchungen gespeichert werden. Der Ticket-Kauf wird dadurch vereinfacht. Vor dem ersten Geltungstag können die meisten Online-Standard-Tickets kostenlos storniert und umgebucht werden. Vorausgesetzt die Tickets wurden noch nicht bezogen (Generierung als PDF, Ausdruck am Fahrkartenautomaten, Bezug in der Ticket-App etc.).

Alle Informationen zum ÖBB-Ticketshop stehen den Kunden auf oebb.at zur Verfügung.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Harald Eisenberger
11.05.2013

Umfrage belegt: Mütter sparen weniger

Mütter sparen weniger Mütter sparen weniger

Die ING-DiBa Direktbank Austria hat eine genauere Betrachtung der Ersparnisse von Müttern vorgenommen. Das Ergebnis ist wenig verwunderlich, bringt jedoch klar die Zahlen auf den Tisch: 68% aller Österreicherinnen, deren Kinder noch bei ihnen wohnen, haben Ersparnisse. Hingegen sind es bei Frauen ohne Kinder gleich mal 10% mehr, also 78%.

2013 - Mutter sein, bedeutet für viele das Lebensglück schlechthin. Dafür zahlen viele gerne einen relativ hohen Preis: Mehrfachbelastung, wenn sie versuchen, Kinder, Beruf, Haushalt und Beziehung unter einen Hut zu bringen und Verzicht auf Ersparnisse, denn jede 3. Mutter in Österreich hat praktisch nichts auf dem Sparbuch - so das Ergebnis einer internationalen TNS-Umfrage für die ING-DiBa. Bei Frauen ohne Kinder sind es 22%, die in Österreich keine Ersparnisse haben.

"Betrachtet man dieses Ergebnis, gibt es aus meiner Sicht noch einen Grund mehr, seiner Mutter Danke zu sagen, nicht nur zum Muttertag", meint Roel Huisman, CEO der ING-DiBa Direktbank Austria.

Große Unterschiede in Europa

Mit ihrem Sparguthaben liegen Österreichs Mütter ziemlich genau im europäischen Durchschnitt von 66%: Mehr Erspartes haben die Luxemburgerinnen (90%), die Niederländerinnen (78%) sowie Belgierinnen und Französinnen mit je 71%. Gleichauf mit Österreichs Müttern liegen die Spanierinnen mit 68%. Absolutes Schlusslicht bilden die Rumäninnen: Nur 44% der Mütter haben hier Ersparnisse.

Mehr Ersparnisse für Frauen ohne Kinder

Im Vergleich zu ihren Geschlechtsgenossinnen ohne Kinder im gleichen Haushalt, schneiden europaweit alle Mütter schlechter oder maximal gleich gut ab. Besonders groß ist der Gegensatz in der Slowakei. Dort haben Frauen ohne Kinder um 13% mehr Ersparnisse. Mit einer Differenz bei den Sparguthaben zwischen Müttern und Kinderlosen von 12% liegt das Vereinigte Königreich an zweiter Stelle. Platz 3 der größten Unterschiede teilen sich Österreich und Polen: Frauen ohne Kinder haben um 10% mehr Ersparnisse. Gleich viel Ersparnisse haben Mütter und Kinderlose lediglich in Luxemburg (90%) und in der Türkei (57%).

Auch Väter sind finanziell schlechter aufgestellt

Sobald Kinder da sind, sinkt die Chance auf ein Sparguthaben - egal ob bei Müttern oder Vätern. Wobei der Unterschied bei Männern in Österreich nicht so gravierend ist: 80% der Männer mit Kindern haben Geld auf der hohen Kante. Bei den Kinderlosen haben mit 83% nur knapp mehr Männer Reserven verfügbar. Das entspricht in etwa der europaweiten Differenz von 2%. Am größten ist der Unterschied im Ersparten zwischen Vätern und Kinderlosen mit 8% in Frankreich, gefolgt von je 6% in Luxemburg und in der Slowakei. Keinen Unterschied bei den Ersparnissen gibt es in Polen (je 78%) und Spanien (je 72%). Interessante Ausnahmen bilden deutsche, italienische und türkische Väter: Sie haben mehr Ersparnisse als ihre kinderlosen Geschlechtsgenossen.

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24.04.2013

Kann sich der österreichische Wald an den Klimawandel anpassen?

Kann sich der österreichische Wald an den Klimawandel anpassen? Kann sich der österreichische Wald an den Klimawandel anpassen?

In den letzten Jahrzehnten sind Schadensfälle in Österreichs Wäldern häufiger aufgetreten und in ihrem Ausmaß gestiegen. Änderungen in der Waldstruktur und der Klimawandel sind die maßgeblichen Faktoren für diese Entwicklung. In vier 2012 durchgeführten StartClim-Projekten wurden Einflussfaktoren, mögliche Regulationsmechanismen und Potentiale des heimischen Waldes im klimatischen Stress beleuchtet. Die Anpassung an den Klimawandel ist seit 2008 zentraler Ausgangspunkt für StartClim-Projekte. Die Ergebnisse fließen in die Umsetzung der österreichischen Strategie zur Anpassung an den Klimawandel ein.

Wind, Borkenkäfer und Schnee verursachten in den Jahren 2002 bis 2010 den größten Schaden in heimischen Wäldern, der bis zu einem Drittel des durchschnittlichen Holzeinschlages ausmachte. Gezielte Waldbewirtschaftung kann jedoch wesentliche Entlastung bringen. Die Steuerung von Waldzusammensetzung und –struktur, die Verringerung von Stammschäden und die Änderung von Waldbausystemen zählen zu den wichtigsten Maßnahmen. Die Untersuchungen zeigen, dass die bedeutendste Rolle bei Waldschäden die Zusammensetzung der Baumarten spielt: Je höher der Anteil an Nadelhölzern, desto größer der mögliche Schaden.

Steigende Temperaturen und Schwankungen in der Wasserversorgung werden mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem weiteren Anstieg von Schäden in Österreichs Wäldern führen. Der verstärkte Aufbau von Baumbeständen, die an die Gegebenheiten des jeweiligen Standortes angepasst sind und weitere waldbaulichen Maßnahmen sind vielversprechende Schritte im Störungsmanagement, wobei die entsprechend langen Vorlaufzeiten bis zum Wirksamwerden zu berücksichtigen sind.

Pflanzen verfügen über einen Regulationsmechanismus, mit dem sie Austrocknung und damit verbundene Schäden am Gewebe vermeiden. Dieser Regulationsmechanismus beeinflusst den forstlichen Ertrag, das bodennahe Klima und den Wasserhaushalt von Ökosystemen und Landschaften. In der Literatur gibt es nur wenige nutzbare Angaben darüber, wie die unterschiedlichen Baumarten auf Bodentrockenheit reagieren.

In einem Experiment mit eingetopften Jungbäumen zeigt sich, dass Nadelbäume die bessere Strategie für den Umgang mit Trockenperioden haben. Sie reagieren frühzeitiger als Laubbäume und starten bereits bei beginnendem Wasserstress mit ihrem Regulationsmechanismus. Dadurch erleiden sie weniger Embolien als Laubbäume. Können diese Beobachtungen bei Bäumen an ihrem natürlichen Standort bestätigt werden, hat dies Einfluss auf die Waldbewirtschaftung: wegen der künftig möglicherweise häufiger auftretenden Trockenphasen könnten manche Nadelbaumarten für die Aufforstung an Bedeutung gewinnen.

Der Einsatz nichtheimischer wärmeliebender und trockenresistenter Baumarten als Antwort auf den Klimawandel kann auch erhöhte Risiken wie Schädlingsbefall und Sturmanfälligkeit mit sich bringen. Daher soll das Potential der in Österreich heimischen Arten gegenüber klimatischen Stressfaktoren wie Trockenheit oder Extremtemperaturen erfasst und genutzt werden. Für 22 einheimische Baumarten wurden die jeweils trockensten zehn Prozent der Standorte lokalisiert und charakterisiert. Bäume aus diesen Beständen sind besonders trockenstresstolerant und können zur Gewinnung von forstlichem Vermehrungsgut herangezogen werden. Der für diese Erhebung erstellte Datenpool steht interessierten NutzerInnen für die Herkunftssuche zur Verfügung. Inwieweit Bäume dieser Herkunftsgebiete jedoch dem Klimawandel im Laufe der nächsten 100 Jahre gewachsen sind, gilt es noch zu untersuchen.

Massenvermehrungen des Buchdruckers (Ips typographus), einer Borkenkäferart, stellen derzeit für die fichtendominierten Wälder Mitteleuropas ein großes forstwirtschaftliches Problem dar. Neben der hohen Vermehrungskapazität tragen hauptsächlich klimatische Bedingungen zur hohen Populationsdichte bei. Experimente im voralpinen Gebiet zeigen, dass hohe Schadholzmengen durch Borkenkäferbefall nur nach Extremereignissen wie Lawinen auftreten, und nur wenn gleichzeitig große Bestände an bruttauglichen Bäumen für die Käfer zur Verfügung stehen. Ein Zusammenhang zwischen Temperatur, Anzahl von Käfergenerationen und Neubefallsrate von Bäumen konnte bislang nicht festgestellt werden. Inwieweit die zu erwartende deutliche Temperaturzunahme bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts die Verbreitung des Buchdruckers beeinflussen wird, bedarf weiterer Untersuchungen.

StartClim wurde im Jahr 2003 auf Initiative von WissenschafterInnen vom Lebensministerium mit dem Ziel gegründet, die Folgen des Klimawandels zu untersuchen und Gegenmaßnahmen zu entwickeln. In Projekten mit einer Laufzeit von etwa zehn Monaten wurden bisher von über 100 österreichischen WissenschafterInnen Klimafolgen untersucht. StartClim wird wissenschaftlich von Univ.-Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb vom Institut für Meteorologie der Universität für Bodenkultur Wien geleitet und vom Umweltbundesamt administrativ betreut. Die im Jahr 2012 durchgeführten StartClim-Projekte wurden von BMLFUW, BMWF und den Österreichische Bundesforsten finanziert.

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08.04.2013

Nach einem Jahr: 35 pädophilen Priester und Kirchenangestellte noch immer im Amt?

Nach einem Jahr: 35 pädophilen Priester und Kirchenangestellte noch immer im Amt? Nach einem Jahr: 35 pädophilen Priester und Kirchenangestellte noch immer im Amt?

"Die Missbrauchsverbrechen durch Kirchenmitglieder wurden in Österreich bis zum heutigen Tag nicht aufgeklärt. Das Verhalten von Bischof Zsifkovits ist symptomatisch für die herrschende Geisteshaltung der Vertuschung und Verharmlosung", empört sich Sepp Rothwangl von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt. Für Opfervertreter ist es unverständlich, dass der burgenländische Bischof heute an einer Gedenkmesse für jenen Kardinal teilnimmt, mit dem das wahre Ausmaß der Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche in Österreich publik wurde. "Es ist schlichtweg skandalös, dass der Staat der Kirche gestattet hat, mit der kirchlicheigenen Klasnic-Kommission die Aufarbeitung der Verbrechen unter Kontrolle zu halten und so der Vertuschung weiter Vorschub leistet", so Rothwangl weiter. Die Kommission ist organisatorischer Teil der Kirche, wie auch ein Bescheid Bundeskanzleramtes jüngst bestätigt hat.

Gefährdung von Kindern und Jugendlichen?

"Tatsächlich verteilt die Kommission Almosen an Betroffene und schützt indirekt die Täter. Wir haben vor einem Jahr den Bischöfen die Namen von 35 pädophilen Priestern und Kirchenangestellte bekannt gegeben, die nach wie vor im Amt sind. Deren Neigungen sind den Bischöfen hinreichend bekannt. Diese Täter stellen eine akute Gefahr für Kinder und Jugendliche dar. Die Kirche bleibt untätig. Zwar hat der Papst die Aufklärung des sexuellen Missbrauchs zur Chefsache erklärt, in Österreich ist davon jedoch nichts zu spüren." Rothwangl appelliert daher an alle ÖsterreicherInnen, das Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien Mitte April zu unterzeichnen: "Drei Jahre nach Bekanntwerden der Missbrauchsskandale hat es die Kirche nicht geschafft, ihre eigenen Verbrechen aufzuarbeiten und die Opfer adäquat zu entschädigen. Wir appellieren an die Bevölkerung. Die Politik muss unter Druck gesetzt werden, damit diese Verbrechen endlich aufgeklärt werden. Wer das Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien unterzeichnet, erhebt seine Stimme auch im Namen der Opfer kirchlicher Gewalt."

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25.02.2013

Sterbefälle steigen 2012 um 3,5%, Geburtenbilanz erneut positiv

Sterbefälle steigen 2012 um 3,5% Sterbefälle steigen 2012 um 3,5%

Die vorläufige Zahl der Gestorbenen im Jahr 2012 war laut Statistik Austria mit insgesamt 77.153 um 3,5% höher als im Vorjahr (2011: 74.576); unter Berücksichtigung des Schaltjahres 2012 lag der bereinigte Anstieg bei 3,2%. Aufgrund der gleichzeitig höheren Zahl älterer Menschen dürfte ersten Schätzungen zufolge die Lebenserwartung damit auch 2012 wieder leicht gestiegen sein. Der Saldo aus Geburten und Sterbefällen (Geburtenbilanz; vorläufige Berechnung) fiel 2012 mit +547 positiv aus – auch bedingt durch den leichten Anstieg der Zahl der Lebendgeborenen (+0,7% auf 77.700; siehe Pressemitteilung vom 11. Februar 2013). Die Säuglingssterblichkeitsrate blieb mit 3,1‰ zum siebenten Mal in Folge unter der 4‰-Marke.

Im Jahr 2012 wurden in acht Bundesländern mehr Sterbefälle als im Vorjahr registriert, nur in Salzburg war ein Rückgang um 1,7% zu verzeichnen. Der stärkste Anstieg war dabei im Burgenland (+8,0%) zu beobachten, gefolgt von Vorarlberg (+5,3%), Niederösterreich (+4,9%), Tirol (+4,8%) und Kärnten (+4,4%). Unterdurchschnittlich steigende Zahlen der Sterbefälle wurden in Oberösterreich und in der Steiermark (je +2,8%) sowie in Wien (+2,4%) registriert.

Aus dem vorläufigen Saldo der Gestorbenen und der Lebendgeborenen resultierte für das Jahr 2012 eine bundesweit positive Geburtenbilanz von +547. In fünf Bundesländern gab es positive Bilanzen, nämlich in Wien (+2.092), Tirol (+1.394), Vorarlberg (+1.185), Oberösterreich (+1.165) und Salzburg (+994). In Niederösterreich (-2.536), in der Steiermark (-1.537), in Kärnten (-1.110) und im Burgenland (-1.100) wurden dagegen mehr Sterbefälle als Geburten verzeichnet.

Die Säuglingssterblichkeit lag 2012 mit 3,1‰ bereits zum siebenten Mal in Folge unter der 4‰-Marke. Dabei wurde in Wien (4,2‰) die höchste und im Burgendland (1,9‰) die niedrigste Säuglingssterblichkeitsrate verzeichnet.

Im Jahresverlauf gab es –nach Quartalen betrachtet – im 1. Quartal die meisten Todesfälle (20.537) und auch den höchsten Anstieg der Todesfälle im Vergleich zum Vorjahresquartal (+6,9%). Im 3. Quartal wurde mit +0,6% der geringste Anstieg festgestellt. Nach Monaten betrachtet ereigneten sich die meisten Sterbefälle im März (7.375), die wenigsten Personen verstarben 2012 im September (5.563).

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18.01.2013

Schneeräumung auch ohne Gehsteig vorgeschrieben

Schneeräumung auch ohne Gehsteig vorgeschrieben Schneeräumung auch ohne Gehsteig vorgeschrieben

In Ortsgebieten sind Liegenschaftseigentümer verpflichtet, Gehsteige und Gehwege in der Zeit von 6 bis 22 Uhr von Schnee und Verunreinigungen zu säubern, sowie bei Schnee und Glatteis zu bestreuen.

„Ist kein Gehsteig vorhanden, so ist der Straßenrand in der Breite von einem Meter zu säubern und zu bestreuen“, informiert Ingo Kaufmann, Vorstand D.A.S. Rechtsschutzversicherung. „Die Räumpflicht gilt laut Straßenverkehrsordnung auch an Sonn- und Feiertagen. Bei extremen Witterungsverhältnissen wie andauerndem Schneefall oder sich ständig erneuerndem Glatteis – wenn das Räumen praktisch nutzlos ist –, muss allerdings nicht ununterbrochen geräumt werden“, so Kaufmann weiter.

Die Schneeräumung kann auch über Schneeräumdienste oder Dritte erfolgen. Der Rechtsschutzversicherer empfiehlt dazu eine vertragliche Regelung, die eine ordnungsgemäße Räumung gewährleistet. Verträge, in denen Schneeräumdienste nur im Rahmen ihrer Kapazitäten säubern oder streuen müssen, reichen nicht für eine Haftungsbefreiung des Grundstücksbesitzers oder Weghalters aus.

Neuerliche Räumung nach Schneepflug

Durch Gemeindeverordnungen kann der Zeitraum der Streu- und Räumpflicht eingeschränkt oder die Verwendung von Streusalzen und Auftaumitteln geregelt werden. Auch der Wegehalter ist zur Verkehrssicherungspflicht angehalten. Wenn ein Schneepflug neuerlich Schnee auf einen bereits geräumten Gehsteig schiebt, muss der Schnee vom Anrainer wieder entfernt werden.

Geldstrafen bis 72 Euro

Falls die Schneeräumpflichten missachtet werden, drohen Geldstrafen bis zu 72 Euro, „unabhängig davon, ob durch die Unterlassung ein Schaden entstanden ist“, erklärt Vorstand Kaufmann.

Kommt ein Fußgänger zu Schaden, weil der Hauseigentümer seiner Pflicht in fahrlässiger Weise nicht nachgekommen ist, können enorme Kosten für Schadenersatz und Schmerzensgeld anfallen. Darüber hinaus kann ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung drohen.

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28.03.2013

42% der Österreicher gehen nie in die Kirche - Esoterik-Szene boomt

42% der Österreicher gehen nie in die Kirche - Esoterik-Szene boomt 42% der Österreicher gehen nie in die Kirche - Esoterik-Szene boomt

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, gehen 42% der Österreicher nie in die Kirche. 36% besuchen den Gottesdienst nur zu Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten. Lediglich 18% Prozent der Befragten gehen laut der im Auftrag von "profil" vom Meinungsforschungsinstitut Karmasin Motivforschung durchgeführten Umfrage regelmäßig in die Kirche. 4% machten dazu keine Angabe.

Offenbar kann auch der neue Papst nicht stärker zum Kirchgang motivieren. Magere 5% aller Befragten geben an, wegen Franziskus öfter einen Gottesdienst zu besuchen. Die große Mehrheit (91%) hat das nicht vor. 4% wollten dazu nichts sagen.

Gleichzeitigt verzeichnet die Esoterik-Szene einen Boom. Die Methoden der Esoterik-Branche sind altbekannt und zielen auf labile Lebenssituationen ab. „Esoterik-Gurus greifen diesen Trend auf, bieten "Seminare" an, in denen sie vordergründig Sehnsüchte der Menschen aufgreifen. Betroffene driften häufig in eine Traumwelt ab. Auf dem inzwischen milliardenschweren Markt tummeln sich Hexen, Geistheiler, Engelsfiguren und Lichtwesen.

Gemeinsam ist den schillernden Esoterik-Predigern ihre Anmaßung in "sanftem Gewand". Sie lehnen es ab, sich wie Wissenschaftler mit methodisch gesicherten Erkenntnissen zu begnügen, aber geben sich auch nicht mit stillem Gottvertrauen zufrieden.

Es gibt also viel zu tun - für die Kirchenvertreter und Sektenberatungsstellen.

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29.03.2013

Viele Zugvögel überleben anhaltende Kälte nicht

Viele Zugvögel überleben anhaltende Kälte nicht Viele Zugvögel überleben anhaltende Kälte nicht

Damit haben auch die Ornithologen nicht gerechnet: anhaltender Frost, geschlossene Schneedecke und starker Wind setzen den bereits geschwächten Zugvögel mehr zu als angenommen. "Bislang haben wir die Situation von Drosseln, Finken und Rotkehlchen als einen normalen, immer wieder vorkommenden Zugstau eingeschätzt. Dabei ziehen Vögel nicht nach Norden weiter und verbleiben kurzzeitig in großen Trupps. Bei unerwarteter Kälte oder Schneefall, sitzen die Vögel diese meistens nur drei bis vier Tage anhaltende widrige Wetterlage einfach aus", so Gerald Pfiffinger von BirdLife Österreich.

Setzt nicht bald Tauwetter ein, bedeutet diese Strategie der Zugvögel für viele Individuen aber den sicheren Tod. Die Mittel- und Kurzstreckenzieher wie etwa die Singdrossel sind bereits zu geschwächt um wieder umzukehren. Bei der fatalen Kombination von außergewöhnlich lang anhaltendem Frost, Schneefall und mangelndem Futter geht den Vögeln beim kräftezehrenden Zug die Energie aus.

Einige hundert tote Singdrosseln wurden bereits in der Steiermark und Niederösterreich gefunden. Pfiffinger: "In den betroffenen Regionen wurden viele geschwächte aber auch bereits tote Vögel an den Straßenrändern gesichtet. Besonders betroffen sind Buchfinken, Rotkehlchen, Hausrotschwänze und Singdrosseln. Sie suchen vergeblich an den schneefreien Straßenrändern nach Nahrung und fallen dabei oft dem Verkehr zum Opfer". Darüber hinaus gibt es aber auch zahlreiche Meldungen von toten Vögeln, die offensichtlich einfach verhungert sind.

In dieser Form haben das auch Vogelkundler wie Hans-Martin Berg vom Naturhistorischen Museum Wien hierzulande noch nicht erlebt: "Drosselvögel sind offensichtlich besonders betroffen. Sie brauchen Insekten, die derzeit kaum verfügbar sind, oder Früchte und diese sind nach so einem langen Winter Mangelware. Auch der Boden ist schneebedeckt oder zu stark gefroren, um hier nach Regenwürmern suchen zu können".

Bekannt sind wetterbedingte Verluste bei Schwalben und Kiebitzen. "Derartige Verluste bei Zugvögeln gibt es leider immer wieder im Frühjahr wie im Herbst, doch das derzeit auffällige Drosselsterben ist sicher ungewöhnlich", weiß Berg.

Ein bescheidene Abhilfe bietet das eigene Futterhaus: "Ergänzend zum Körnerfutter kann man Rosinen oder Mehlwürmer anbieten, die werden gerne von den Weichfutterfressern angenommen", empfiehlt Pfiffinger von BirdLife.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Christoph Roland
13.04.2013

Mehrheit gegen gesetzliche Feiertage für Muslime

Mehrheit gegen gesetzliche Feiertage für Muslime Mehrheit gegen gesetzliche Feiertage für Muslime

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, ist die Mehrheit der Österreicher (69%) gegen gesetzliche Feiertage für Muslime.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft hatte vor Kurzem zwei Feiertage pro Jahr gefordert, ähnlich der Sonderregelung für Protestanten, die am Karfreitag frei haben.

Laut der im Auftrag von "profil" vom Meinungsforschungsinstitut Karmasin Motivforschung durchgeführten Umfrage ist nur ein Viertel der Befragten (26%) dafür. 6% wollten dazu nichts sagen.

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19.02.2013

Mehr Österreicher: Bevölkerungszahl stieg 2012 um rund 45.000 Personen

Mehr Österreicher: Bevölkerungszahl stieg 2012 um rund 45.000 Personen Mehr Österreicher: Bevölkerungszahl stieg 2012 um rund 45.000 Personen

Am 1. Jänner 2013 lebten vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria zufolge rund 8,49 Mio. Menschen in Österreich, um rund 45.000 Personen (+0,5%) mehr als am Jahresbeginn 2012. Der Zuwachs war somit 2012 deutlich höher als im Jahr zuvor (2011: knapp 39.000 Personen). Deutlich mehr als die Hälfte der gesamten Bevölkerungszunahme des Jahres 2012 entfiel auf die Bundeshauptstadt Wien.

Bevölkerungswachstum hauptsächlich durch Zuwanderung

Die vorläufigen Ergebnisse aus der Geburtenstatistik und der Wanderungsstatistik deuten darauf hin, dass der Großteil der Bevölkerungszunahme des Jahres 2012 auf Wanderungsgewinne aus dem Ausland entfällt. Laut den derzeit vorliegenden Ergebnissen für das erste bis dritte Quartal 2012 ist mit einem rund eineinhalbfach so großen Wanderungssaldo wie im gleichen Zeitraum 2011 zu rechnen. Hingegen dürfte die Geburtenbilanz, ebenso wie in den vergangenen Jahren, auch 2012 nur einen relativ geringen Anteil zum Wachstum der Einwohnerzahl beigetragen haben.

Stärkstes Bevölkerungswachstum in Wien

Wien verzeichnet bereits seit einigen Jahren die höchsten Bevölkerungszuwächse aller Bundesländer, vor allem durch internationale Wanderungsgewinne, seit 2004 auch durch positive Geburtenbilanzen. In der Bundeshauptstadt stieg die Bevölkerungszahl im Jahr 2012 mit +1,5% annähernd dreimal so stark wie im Durchschnitt Österreichs. In absoluten Zahlen entspricht dies einem Anstieg um rund 26.000 Personen, womit auf Wien rund 57% des gesamtösterreichischen Bevölkerungswachstums entfielen.

Einen leicht überdurchschnittlichen Einwohnerzuwachs verzeichnete auch Tirol (+0,6%), während in Salzburg und Vorarlberg (je +0,4%) die Bevölkerungszunahme leicht unterdurchschnittlich ausfiel. Noch etwas geringer war der Anstieg der Einwohnerzahl im Burgenland, in Nieder- und Oberösterreich (jeweils +0,3%) sowie in der Steiermark (+0,2%).

Kärnten einziges Bundesland mit Bevölkerungsrückgang

Kärnten verzeichnete den vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria zufolge als einziges Bundesland einen Bevölkerungsrückgang (siehe Tabelle). Im Jahr 2012 nahm die Einwohnerzahl des südlichsten Bundeslandes Österreichs um rund 900 Personen ab, was einem Rückgang um 0,2% entsprach. Damit setzte sich der seit 2009 bestehende Trend rückläufiger Bevölkerungszahlen in Kärnten weiter fort.

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28.01.2013

Großinitiative zur Abschaffung der Hundesteuer

Großinitiative zur Abschaffung der Hundesteuer Großinitiative zur Abschaffung der Hundesteuer

Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH, Österreichs Club für Tierhalter, macht gegen die massiven Erhöhungen der Hundesteuer mobil. Mit einer groß angelegten Initiative will man eine Abschaffung durchsetzen.

"Anstoß der Initiative sind die Erhöhungen der Hundesteuer, die vielerorts ohne jegliche Gegenleistung eingehoben werden. Aktuellstes Beispiel ist die Steiermark, wo Hundehalter ab heuer um bis zu 1100% ! mehr zahlen müssen. Im Ort Gschaid bei Birkfeld zahlte man bisher EUR 5,- im Jahr, ab heuer sind es EUR 60,- ! In Wien wurde die Hundesteuer erst letztes Jahr um über 65% erhöht, was wütende Proteste verursachte. Eine Studie der TIERFREUNDE ÖSTERREICH aus dem Jahr 2012 bestätigt diese Entwicklung: In 60% der zwanzig größten Gemeinden Österreichs wurde die Hundesteuer in den letzten Jahren sukzessiv angehoben." so ein Sprecher von TIERFREUNDE ÖSTERREICH.

Hundesteuer in nur 4 Ländern weltweit!

Viele Hundehalter fragen sich, welche Gegenleistungen sie für ihr Geld erhalten. Zumal Österreich neben Namibia eines von lediglich vier Ländern weltweit (Deutschland, Schweiz) ist, das noch eine Hundesteuer einhebt. England, Frankreich, Italien, Spanien, Schweden und Dänemark haben die Hundesteuer abgeschafft. Aus Deutschland liegt dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte sowie dem Deutschen Verfassungsgerichtshof eine Klage gegen die Hundesteuer vor.

Ziel der Initiative ist es, in einem ersten Schritt die derzeitige Hundesteuer (Hunde-Abgabe) abzuschaffen. Stattdessen soll eine adäquate und transparente "Hundegebühr" eingeführt werden, die die tatsächlichen Kosten, die Städten und Gemeinden durch Hunde entstehen, trägt. "Wir setzen diesen Schritt, weil Österreichs Hundehalter nicht länger bereit sind, ohne transparente Gegenleistungen immer mehr zu bezahlen", erklärt Dr. Erich Goschler, Vorstandsmitglied der TIERFREUNDE ÖSTERREICH.

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23.04.2013

EU Kommission präsentiert Strategie zur Anpassung an den Klimawandel

EU Kommission präsentiert Strategie zur Anpassung an den Klimawandel EU Kommission präsentiert Strategie zur Anpassung an den Klimawandel

Am 16. April 2013 stellte die Europäische Kommission die EU Strategie zur Anpassung an den Klimawandel vor. Das Umweltbundesamt hat die EU Kommission im gesamten Prozess der Strategieentwicklung unterstützt und war für wesentliche Teile der Folgenabschätzung verantwortlich. Auch bei der Erstellung des EU Leitfadens zur Erarbeitung von Anpassungsstrategien war das Umweltbundesamt federführend.

Eine weitere zentrale Aufgabe lag in der Stakeholderbeteiligung, die parallel zur Strategieentwicklung erfolgte. Dabei wurden alle beteiligten Generaldirektionen der Kommission und Stakeholder wie EU Mitgliedstaaten, Europäisches Parlament, Europäische Investitionsbank, Europäische Interessensverbände und NGOs mit eingebunden. Darüber hinaus wurden die Rückmeldungen der öffentlichen Konsultation ausgewertet und in einem eigenen Bericht publiziert. Die Arbeiten zur Unterstützung der Kommission wurden unter Leitung des Umweltbundesamtes gemeinsam mit europäischen Partnerinstitutionen durchgeführt.

Die Strategie legt ihren Fokus auf drei wesentliche Ziele:

Förderung von Anpassungsaktivitäten in den EU Mitgliedsstaaten: Alle EU Mitgliedsstaaten sollen umfassende Nationale Anpassungsstrategien erstellen (15 liegen derzeit vor, darunter auch in Österreich). Die Kommission sieht vor, Anpassungsaktivitäten auch finanziell zu unterstützen. Klimawandelanpassung in europäischen Städten wird als weiterer Schwerpunkt von der Kommission in den kommenden Jahren verfolgt.

Integration von Klimawandelaspekten auf EU Ebene in den Schlüsselsektoren Landwirtschaft, Fischerei, Kohäsionspolitik und Infrastruktur sowie forcierte Anwendung von Versicherungen in der Risikovorsorge.

Besser fundierte Entscheidungsfindung in der Maßnahmensetzung zur Klimawandelanpassung durch Adressierung von Wissenslücken und Weiterentwicklung der europäischen Wissensplattform Climate-ADAPT.

Das Strategiepaket umfasst eine Mitteilung der Kommission, die Unterlagen zur Folgenabschätzung und zahlreiche Begleitdokumente und Leitfäden.

Das Umweltbundesamt ist Österreichs führende ExpertInnenorganisation in allen Umweltthemen. International ist das Umweltbundesamt als Partner und Berater internationaler Organisationen tätig. Zum Thema Anpassung an den Klimawandel haben die Umweltbundesamt-ExpertInnen in den letzten Jahren an der Entwicklung der österreichischen Anpassungsstrategie mitgearbeitet und einige EU-Projekte, u.a. CLISP, CIRCLE, CC proofing of key EU policies erfolgreich durchgeführt.

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26.03.2013

Neue Regeln für Österreichs 4,8 Millionen Radfahrerinnen und Radfahrer

Neue Regeln für Österreichs 4,8 Millionen Radfahrerinnen und Radfahrer Neue Regeln für Österreichs 4,8 Millionen Radfahrerinnen und Radfahrer

4,8 Millionen Österreicherinnen und Österreicher fahren im Alltag Rad, macht der VCÖ aufmerksam. Davon schwingen sich mehr zwei Millionen täglich oder mehrmals die Woche auf den Radsattel. „Viele Österreicherinnen und Österreicher sind fleißige Radfahrer. Die Vorteile des Radfahrens liegen auf der Hand: Radfahren ist gesund, kostengünstig, leise, umweltfreundlich und macht Spaß“, betont VCÖ-Experte Mag. Markus Gansterer.

Heuer gelten in Österreich für das Radfahren neue Regeln. Das Handy-Telefonieren ist verboten, wer erwischt wird, zahlt 50 Euro Strafe.

Ebenfalls neu ist, dass Gemeinden und Städte die Radwegbenützungspflicht für einzelne Radwege aufheben können. „Wenn es erlaubt ist, auf der normalen Fahrbahn zu fahren, dann fahren einige geübte Radfahrer auf der Straße. Damit haben jene, die seltener Radfahren auf den Radwegen mehr Platz und sie sind sicherer unterwegs“, betont VCÖ-Experte Gansterer.

Zudem können nun Gemeinden und Städte „Fahrradstraßen“ einführen. International sind Fahrradstraßen bereits selbstverständlich. Damit wird es Pendlerinnen und Pendlern aus dem stadtnahen Umland erleichtert, mit dem Rad kostengünstig und gesund zur Arbeit zu kommen. Fahrradstraßen sind dem Radverkehr vorbehalten, erklärt der VCÖ. Autos dürfen zufahren, Radfahrende dürfen nicht behindert werden. Als Höchstgeschwindigkeit gelten 30 km/h.

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25.02.2013

Zahl der Eheschließungen steigt 2012 um 6,1%

In allen Bundesländern wurden im Jahr 2012 mehr standesamtliche Eheschließungen registriert, wobei die Veränderungen regional sehr unterschiedlich ausfielen. In allen Bundesländern wurden im Jahr 2012 mehr standesamtliche Eheschließungen registriert, wobei die Veränderungen regional sehr unterschiedlich ausfielen.

Die vorläufige Zahl der Eheschließungen war laut Statistik Austria im Jahr 2012 mit insgesamt 38.557 um 6,1% höher als im Vorjahr (2011: 36.342). Damit wurde der seit 2008 beobachtete Trend steigender Heiratszahlen (2009: +0,9% bzw. 2010: +5,9%), der im Jahr 2011 durch einen Rückgang um 3,1% unterbrochen wurde, im Jahr 2012 fortgesetzt.

In allen Bundesländern wurden im Jahr 2012 mehr standesamtliche Eheschließungen registriert, wobei die Veränderungen regional sehr unterschiedlich ausfielen. So gab es deutlich mehr Trauungen als im Jahr 2011 in den Bundesländern Tirol (+10,3%), gefolgt von Niederösterreich (+8,8%), Oberösterreich (+8,7%) und Vorarlberg (+8,3%) sowie mit etwas Abstand Kärnten (+6,9%) und Steiermark (+6,4%). Unterdurchschnittliche Steigerungen der Eheschließungszahlen wurden von den Standesämtern in Salzburg (+5,1%), in Wien (+0,4%) und im Burgenland (+0,2%) registriert.

Im Jahresverlauf 2012 erfolgten die meisten standesamtlichen Trauungen (14.636) im 3. Quartal, in dem mit +5,5% der zweitniedrigste Anstieg der Zahl der Eheschließungen registriert wurde. Die wenigsten Eheschließungen und der geringste Anstieg wurden mit 4.101 bzw. +5,0% im 1. Quartal erzielt. Der beliebteste Heiratsmonat im Jahr 2012 war der Juni (5.821), gefolgt vom August (5.214) und September (5.156). Im Dezember wurde aufgrund der "Datumsbesonderheit" (12.12.2012) mit +78,2% die relativ größte Steigerung, im November aus dem gleichen Grund mit -26,9% der relativ stärkste Rückgang gegenüber dem jeweils gleichen Monat des Jahres 2011 verzeichnet.

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21.05.2013

Maikäfer sind wieder unterwegs – zumindest stellenweise

Maikäfer sind wieder unterwegs – zumindest stellenweise Maikäfer sind wieder unterwegs – zumindest stellenweise

Die Maikäfer sind wieder unterwegs – zumindest stellenweise: Im Inntal, in Teilen von Oberösterreich sowie der Steiermark sind heuer die Hauptflugjahre des Maikäfers. Im Inntal fällt heuer sogar der Käferflug von 3-jährigen und 4-jährigen Populationen zusammen – ein Umstand, der nur alle 12 Jahre eintritt. In den Folgejahren ist auch mit Schäden durch Engerlinge an Wein, Obst- und Baumschulgehölzen sowie im Grünland zu rechnen.

Auf Grund des regelmäßigen Entwicklungszyklus der Maikäfer kann man recht gut vorhersagen, in welchen Regionen Österreichs mit einem Auftreten von Maikäfern zu rechnen ist. Je nach Durchschnittstemperatur brauchen die Maikäfer drei oder vier Jahre, um sich vom Ei zum fertigen Käfer zu entwickeln. Zusätzlich zu dem dadurch verursachten drei- bis vierjährigen Flugzyklus ist die Häufigkeit von Maikäfern auch noch 30- bis 40-jährigen Bestandesschwankungen – sogenannten Gradationszyklen – unterworfen. Ab dem Ende der 60-er Jahre des vorigen Jahrhunderts ging die Flugstärke bis auf wenige Ausnahmen überall stark zurück. Beobachtungen der AGES zeigen aber, dass innerhalb der letzten zwei bis drei Maikäfer-Generationen gebietsweise wieder ein Anstieg der Flugstärke feststellbar ist. Im Gefolge von besonders warmen oder kühlen Jahren kann es auch vorkommen, dass die Käfer gebietsweise ein Jahr früher oder später als vorgesehen schlüpfen. Diese neue Flugperiodik wird dann auch in Zukunft solange beibehalten, bis sich die Klimaverhältnisse erneut ändern. Auf diese Weise bilden Maikäfer einen guten Indikator für Änderungen im Klimageschehen. Aus diesen Gründen ist die Erfassung der Flughäufigkeit von Maikäfern von großem Interesse.

Nach ihrem Schlupf aus dem Erdboden versammeln sich die Maikäfer einer Gegend an baumbestandenen Landmarken, Waldrändern oder Windschutzgürteln. Dabei kann es dort zu Kahlfraß an Eiche, Ahorn oder Pappel, aber auch an Obstbäumen oder an Wein kommen. Die als Engerlinge bekannten Maikäferlarven leben vollständig im Boden und ernähren sich hier von Pflanzenwurzeln. Wenn sie in Massen vorkommen, führen sie zum Absterben von Futterpflanzen im Grünland oder von jungen Obstgehölzen und Weinpflanzen. Derartige Schäden sind hauptsächlich im Folgejahr nach dem Maikäferflug zu erwarten.

Maikäfer wurden bereits seit alters her als große Plage für die Landwirtschaft betrachtet, derer man sich mit damaligen Mitteln zu erwehren suchte. Die Bekämpfung der Maikäfer hat sich allerdings immer schon als schwierig gestaltet. Im Mittelalter wurden die Käfer sogar vor Gericht gestellt. Das Einsammeln der erwachsenen Käfer war längste Zeit die einzige Bekämpfungsmethode. Das Problem dabei: Die hauptsächlichen Schäden werden von den Engerlingen, also den Larven der Käfer, verursacht. Es gibt zwar chemische Mittel, um die Engerlinge zu bekämpfen, allerdings sind diese Mittel nicht gerade umweltfreundlich. Besser geeignet ist ein Pilzpräparat: Dabei wird der in der Natur vorkommende, für Insekten tödliche Pilz Beauveria brongniartii zunächst auf Getreidekörnern vermehrt. Die Körner werden dann in den Boden eingebracht, wo der Pilz in den Engerling eindringt und ihn zum Absterben bringt.

Eine gute Bekämpfungsmöglichkeit für Engerlinge besteht auch in der maschinellen Bodenbearbeitung, die die Engerlinge stark dezimiert. Eine umweltfreundliche Bekämpfungsmöglichkeit im Weinbau besteht in der Behandlung der Weinkultur mit Präparaten, die den Wirkstoff Azadirachtin enthalten. Dieser wird aus dem tropischen Niembaum gewonnen und verhindert, dass lebensfähige Eier abgelegt werden. Aus solchen Eiern schlüpfen nur mehr wenige Larven, die schließlich an Häutungsproblemen zugrunde gehen. Der erwachsene Käfer stirbt zwar nicht ab, seine Fraßtätigkeit ist jedoch gehemmt.

Anmerkung für Hobbygärtner: Auch in Komposthaufen findet man häufig Engerlinge. Dabei handelt es sich allerdings um die Larven von Rosenkäfern. Diese sind nicht schädlich, da sie sich nur von bereits zersetztem Pflanzenmaterial ernähren.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Enrico Mevius unter Creative Commons Lizenz
15.03.2013

Franziskus verkörpert die Spannungen in der Kirche - und soll sie auflösen

Franziskus verkörpert die Spannungen in der Kirche - und soll sie auflösen Franziskus verkörpert die Spannungen in der Kirche - und soll sie auflösen

Unter katholischen Ordensleuten kursiert ein alter Witz: Welcher Orden ist denn nun der gottgefälligste? Der Franziskaner streicht das Bekenntnis zur Armut heraus. Der Benediktiner preist den Fleiß seiner Brüder. Da fällt dem Jesuiten nur noch eines ein: "Aber in der Demut sind wir allen überlegen!" Der Witz hat einen ernsten Kern. Die Jesuiten waren und sind nicht allseits beliebt in der katholischen Kirche. Mitunter haben sich Mitglieder der "Gesellschaft Jesu" so verhalten, als bedeutete das Ordensmotto "Omnia Ad Maiorem Dei Gloriam" (Alles zur größeren Ehre Gottes), dass der Zweck die Mittel heiligt.

Ordensgründer Ignatius von Loyola sagte: "Ich werde glauben, dass Weiß Schwarz ist, wenn es die Kirche so definiert." Der Italoargentinier Jorge Mario Bergoglio ist der erste Jesuit auf dem Stuhl Petri. Seine gelebte Bescheidenheit als Erzbischof von Buenos Aires wie auch sein erster Auftritt als Papst machen klar, dass Demut für ihn nichts mit Koketterie zu tun hat. Die Namenswahl nach Franz von Assisi ist Programmansage zugunsten einer Kirche der Armen, Benachteiligten. Diese Kirche versteht Franziskus, wie er in seiner kurzen Ansprache sagte, als eine gemeinsame von Klerus und Volk. Und als eine mit Universalitätsanspruch: "Beten wir für die ganze Welt, damit ein großes Miteinander herrsche." Dieses "große Miteinander" verträgt sich freilich schlecht mit Bergoglios konservativ-dogmatischer Haltung in Fragen des Glaubens und der Sexualmoral. Damit ist schon das erste große Spannungsfeld im neuen Pontifikat umrissen.

Eingebunden in das jesuitische Netzwerk, eines der besten innerhalb der Kirche, wird Bergoglio auch als Papst über die Verhältnisse außerhalb der VatikanMauern weit besser informiert sein als sein Vorgänger Ratzinger (der sich ohnehin in der stillen Theologenstube wohler fühlte). Aber was wird Franziskus aus dieser Vernetzung machen? Wird er den jesuitischen Missionsauftrag im engen oder in einem weiter gefassten katholischen Verständnis umzusetzen versuchen? Laut italienischen Medien soll seine Wahl nicht nur ein globales Signal sein, sondern vor allem auch der von Evangelikalen bedrängten Kirche in Lateinamerika Rückenwind geben. Hier kommt ein weiterer Spannungsfaktor hinzu: Bergoglios unklare Haltung als Jesuiten-Provinzial zur argentinischen Militärdiktatur. Sie steht gewissermaßen symbolisch für das zwiespältige Verhältnis der katholischen Kirche zu autoritären Machthabern nicht nur in Lateinamerika. Was die Machtverhältnisse innerhalb der Kirche betrifft, so war die Szene auf der Loggia des Petersdoms von tiefem Symbolgehalt: ein Papst der Demut und Bescheidenheit in schlichtem Weiß, eingerahmt von Kardinälen der römischen Kurie in leuchtendem Purpur.

Da klang es wie ein Hilferuf an die Menschenmenge unten auf dem Petersplatz, als Bergoglio den "Weg der Brüderlichkeit, der Liebe, des gegenseitigen Vertrauens" beschwor. Er kennt den vatikanischen Machtapparat auch von innen und weiß, dass ein Einzelner machtlos gegen ihn ist. Aber wie stark das Echo auf seinen Ruf nach außen ausfällt, das liegt nun ganz an ihm. Chancen als Reformer wird Franziskus nur haben, wenn er statt der ruhigen Sammlung, auf die sein Vorgänger Benedikt setzte, schöpferische Unruhe erlaubt. Und Weiß Weiß sein lässt, auch wenn ein Dogma es für Schwarz erklären würde.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Agência Brasil Wikipedia / Quelle: DER STANDARD-Kommentar: "Papst der Unruhe" von Josef Kirchengast
04.05.2013

Mehrheit der Österreicher für bestehende Einkommensgrenzen bei der Einbürgerung

Mehrheit der Österreicher für bestehende Einkommensgrenzen bei der Einbürgerung Mehrheit der Österreicher für bestehende Einkommensgrenzen bei der Einbürgerung

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, sind 73% der Österreicher für die bestehenden Einkommensgrenzen bei der Einbürgerung. Derzeit müssen Ausländer, welche die österreichische Staatsbürgerschaft beantragen, ein monatliches Einkommen von mindestens 1000 Euro brutto nachweisen.

Laut der im Auftrag von "profil" vom Meinungsforschungsinstitut Karmasin Motivforschung durchgeführten Umfrage wären 22% der Befragten für niedrigere Einkommensgrenzen. 5% wollten dazu nichts sagen.

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09.05.2013

"Jetzt nicht Schatz - Mutti hat gerade eine Affäre"

 64,8% schon einmal in Gegenwart ihres Kindes mit ihrem Liebhaber telefoniert 64,8% schon einmal in Gegenwart ihres Kindes mit ihrem Liebhaber telefoniert

Laut einer aktuellen Befragung von 936 verheirateten, weiblichen Mitgliedern des Seitensprungportals AshleyMadison.com hat sich bereits eine von vier Frauen schon einmal in einer prekären Situation befunden, als sie den Balanceakt zwischen Mutterpflichten und einem Stelldichein mit ihrem Liebhaber zu meistern versuchte.

Von diesen umtriebigen Muttis haben:

64,8% schon einmal in Gegenwart ihres Kindes mit ihrem Liebhaber telefoniert

47,3% sich schon einmal aufgrund eines Treffen mit ihrem Liebhaber verspätet, um ihr Kind abzuholen (Schule, Kindergarten, Sport, usw.)

25,2% die Tagesplanung ihres Kindes für ein Rendezvous mit ihrem Liebhaber umgeworfen

5,7% ihrem Kind ihren Liebhaber vorgestellt (unter Vorspiegelung falscher Tatsachen)

3,5% von ihrem Kind mit ihrem Liebhaber erwischt worden ~

Es scheint, dass trotz ihres unanständigen Verhaltens, diese Familienfrauen kein schlechtes Gewissen aufgrund ihres Benehmens plagt. Nur 6,7% der befragten Mütter räumten ein, dass sie sich schuldig fühlen, eine Affäre zu haben, während bei Frauen ohne Kind fast dreimal so viele so etwas wie Reue fühlen (17,5%). Betrachtet man die Tatsache, dass die österreichischen Muttis im Durchschnitt 5,1mal pro Monat Sex mit dem Liebhaber haben, aber nur 1,3mal mit dem eigenen Partner, so ist es nicht verwunderlich, dass jedes Jahr die Neuanmeldungen nach dem Muttertag in die Höhe schnellen (2012: +251%!).

"Das meistgewünschte Geschenk für den Muttertag ist, endlich mal wieder Sex zu haben," stellt Christoph Kraemer, Europasprecher von AshleyMadison.com, fest. "Interessant ist auch, dass unsere österreichischen Mitglieder im internationalen Vergleich weniger oft Spass mit ihrem Partner haben und dafür umso mehr mit ihrem Liebhaber. Österreichische Frauen stehen also in Punkto Leidenschaft den als leidenschaftlich bekannten Französinnen, Italienerinnen oder Spanierinnen in nichts nach, nur dass die österreichischen Ehemänner den Wünschen ihrer Frauen anscheinend nicht genügend nachkommen."

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07.03.2013

Der Österreichische Frauenring zieht Bilanz: Warum es den Frauentag braucht

Frauen verdienen in Österreich um durchschnittlich 23,7 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Frauen verdienen in Österreich um durchschnittlich 23,7 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

Feministische Anliegen werden immer öfter mit der Behauptung delegitimiert, dass alle Forderungen der Frauenbewegung bereits erfüllt seien. Schließlich haben Frauen ja seit 95 Jahren das Wahlrecht, können Karriere machen und sind durch Gesetze vor Gewalt und sexueller Belästigung geschützt. Was wollen wir mehr? Eine Antwort darauf gibt Christa Pölzlbauer, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings: "Am Weg zur tatsächlichen beruflichen und privaten Gleichstellung von Männern und Frauen gibt es noch viel zu tun. Wir müssen uns weiterhin um die so dringend notwendige faire Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit auf dem Weg zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft bemühen."

Anlässlich des internationalen Frauentages am 8.März zieht der Österreichische Frauenring (ÖFR), als Dachverband österreichischer Frauenorganisationen und Vertretung von gut einer Million Frauen, Bilanz:

Zwtl.: 1. Familiäre Pflichten werden primär Frauen zugeordnet.

Daher sind sie es, die allzu oft vor die Wahl zwischen Familie und Karriere gestellt werden. In der Privatwirtschaft gehen nur 4,7 Prozent der Väter in Karenz. Ein Papamonat steht ihnen nicht - wie Vätern im öffentlichen Dienst - zu. Diese sinnvolle Maßnahme, um den Väteranteil bei der Karenz zu erhöhen, wird von der Wirtschaft weiterhin abgelehnt. "Der Wert der Kinderbetreuung und des Familienerhalts sollte allen ein Anliegen sein", fordert Pölzlbauer.

Zwtl.: 2. Frauen verdienen in Österreich um durchschnittlich 23,7 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

Immer wieder wird von der Wirtschaft, aber auch von JournalistInnen und PublizistInnen behauptet, dass diese Einkommensschere zwischen Frauen und Männern ein Mythos und Lohndiskriminierung nicht real sei. Christa Pölzlbauer hält dem entgegen: "Wenn Frauen um ein Fünftel weniger verdienen ist das sicher kein Mythos, sondern eine Ungerechtigkeit, die beseitigt werden muss.".

Zwtl.: 3. Frauen sind in politischen Funktionen und Spitzenpositionen der Privatwirtschaft unterrepräsentiert.

Der Frauenanteil im Nationalrat liegt aktuell unter 30 Prozent. Schlimmer noch präsentiert sich die Situation in der Privatwirtschaft: In den Aufsichtsräten österreichischer Unternehmen liegt der Frauenanteil bei 13,5 Prozent, in den Geschäftsführungen bei 5,6 Prozent. "Sowohl in der Politik, als auch in der Wirtschaft braucht es Quotenregelungen. Quoten einzuführen heißt, der Qualität eine Chance zu geben", ist Pölzlbauer überzeugt.

Zwtl.: 4. Die neue Obsorgeregelung ist aus frauenrechtlicher Perspektive problematisch.

Die Möglichkeit einer gesetzlich angeordneten gemeinsamen Obsorge bei strittigen Trennungen verschlimmert die Situation für Frauen im Konfliktfall. Vor allem in Gewaltbeziehungen schwächt es die Position von Müttern, wenn der gewalttätige Vater das alleinige oder gemeinsame Sorgerecht beantragen kann. Der ÖFR hat bereits wiederholt kritisiert, dass dies eine massive Belastung für Frauen und Kinder darstellt.

Zwtl.: 5. Sexismus im Alltag, sexuelle Belästigung und Gewalt gegen Frauen sind immer noch die Realität.

Die Zahlen des Frauenbarometers sind erschreckend: Laut der Studie des Frauenministeriums hat die Mehrheit der ÖsterreicherInnen bereits persönliche Erfahrungen mit Gewalt gemacht. Jede/r zweite Österreicher/in kennt eine Frau, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden ist. Nicht zuletzt der #aufschrei über Twitter zeigt aber, dass Gewalt nicht erst beim Schlag ins Gesicht beginnt. Auch gegen Sexismus im Alltag und sexuelle Belästigung muss auf gesellschaftlicher und juristischer Ebene noch viel getan werden. Im Sinne eines wertschätzenden Miteinanders braucht es Maßnahmen zur Wahrung der Menschenwürde. Denn Sexismus ist immer Ausdrucksform der Herabwürdigung einer anderen Person - meist verbunden mit dem Bedürfnis, die eigene Macht zu demonstrieren. Gewalt gegen Frauen ist schließlich nur die Spitze des Eisbergs.

Die Bilanz zeigt: Der Frauentag ist nach wie vor wichtig, um alle unerledigten frauenpolitischen Belange aufzuzeigen. PolitikerInnen aller Parteien sollten sich zum Ziel setzen, geschlechtsspezifische Schieflagen nicht nur zu erkennen, sondern ihnen auch entgegenzuwirken. Nur so kann eine tatsächlich faire Gesellschaft und ein gutes Miteinander erwirkt werden.

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09.02.2013

Bundesheer: Auf nach Afrika

Bundesheer: Auf nach Afrika Bundesheer: Auf nach Afrika

Nur zwei Wochen nach der Volksbefragung zur Wehrpflicht wird dem Bundesheer ein Einsatz in Mali zugemutet. Für die ÖVP ist das eine Gelegenheit, das Thema Sicherheit in Diskussion zu halten - und eine Doppelmühle zu eröffnen: Geht alles gut, dann kann ÖVP-Chef und Außenminister Michael Spindelegger darauf hinweisen, dass eine Wehrpflichtigenarmee ja doch die beste Basis für alle denkbaren Einsätze ist - obwohl natürlich kein einziger Grundwehrdiener für einen Auslandseinsatz vorgesehen ist.

Und wenn es nicht klappt, dann wird man die Verantwortung auf den ungeliebten Ressortchef Norbert Darabos abwälzen. Der rote Minister im Verteidigungsressort weiß um diese Fallen - er hat aber auch die Erfahrungen des Tschad-Einsatzes, in den er ebenfalls von Spindelegger gedrängt wurde und der vom Heer sehr erfolgreich bewältigt wurde. Er weiß um die internationalen Mechanismen bei der Vorbereitung eines solchen Einsatzes, kennt auch die Profilierungsmöglichkeiten, die sich für ihn persönlich bieten.

Vor allem aber weiß Darabos, dass er sich auf das Bundesheer verlassen kann. Auch wenn Experten bezweifeln, dass er ohne Weiteres zehn Mediziner mit Jagdkommando-Qualifikation nach Afrika schicken kann - der Einsatz ist durchaus chancenreich: Nach und nach entwickelt das Bundesheer neue Kompetenzen und gewinnt Ansehen - jenseits vom kleinlichen Parteienstreit.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: "DER STANDARD"-Kommentar zu österreichischen Soldaten für Mali: "Auf nach Afrika" von Conrad Seidl
23.04.2013

Reiseversicherungen – Welche sinnvoll sind

Reiseversicherungen – Welche sinnvoll sind Reiseversicherungen – Welche sinnvoll sind

Die Urlaubszeit naht und Versicherungen bieten für Reisen Komplettpakete an, die alle möglichen Risiken absichern sollen: Storno, Krankheit, Unfall, Gepäcksverlust. „Es scheint verlockend, bei der Reisebuchung nur noch schnell das Zusatzkästchen ,Reiseversicherung’ auszuwählen. „Doch automatisch eine Rundumversicherung zu wählen, ist nicht unbedingt sinnvoll“, informiert Gabi Kreindl, Versicherungsexpertin beim Verein für Konsumenteninformation (VKI). „Manchmal genügen schon vorhandene Versicherungen. Wir raten eher zu Einzelverträgen, sich also da zu versichern, wo es tatsächlich ein Risiko gibt. Einzelne Module zu wählen ist bei Reiseversicherung auch meist möglich. Am wichtigsten ist eine ausreichende Reisekrankenversicherung und bei kostspieligen, länger geplanten Reisen eine Stornoversicherung.“

Wichtig: Ausreichende Krankenversicherung Die e-card (Europäische Krankenversicherungskarte) deckt bei Reisen in bestimmte Länder nur medizinisch notwendige Behandlungen ab, nicht etwa Bergekosten oder Rücktransport. Behandlungen beim Privatarzt und in Privatspitälern sind damit nicht abgedeckt. Daher ist für manche Reiseziele der Abschluss einer Reisekrankenversicherung ratsam. Vorsicht bei Langzeiturlauben oder Au-pair-Aufenthalten: Viele Reisekrankenversicherungen gelten nur für eine begrenzte Dauer.

Oft sinnvoll: Reisestornoversicherung Wer einen Last-Minute-Urlaub bucht, braucht kein Komplettpaket mit Stornoversicherung. Bei einer besonders kostspieligen und lange geplanten Reise kann eine Reisestornoversicherung aber vor schlimmen Enttäuschungen schützen. Doch Vorsicht: Die Reise kann oft kann nur unter bestimmten Voraussetzungen wie Unfall, schwere Krankheit oder bei Maturareisen beim Nichtbestehen der Reifeprüfung storniert werden. Zur Sicherheit sollte man sich vorher die Bedingungen durchsehen.

Sinnvoll: Reisehaftpflichtversicherung Reisehaftpflichtversicherungen sind dann sinnvoll, wenn keine Haushaltsversicherung mit inkludierter Haftpflicht bestehen sollte. Bei Reisen ins außereuropäische Ausland sollte man unbedingt prüfen, ob die in der Haushaltsversicherung inkludierte Haftpflichtversicherung weltweit Schutz gibt. Sofern das nicht der Fall ist, kann eine Erweiterung beantragen werden.

Eingeschränkt sinnvoll: Reiseunfallversicherung Viele Versicherungspakete enthalten eine Reiseunfallversicherung. Diese bietet aber wegen umfangreicher Ausschlüsse und niedriger Deckungssummen oft nur wenig Schutz. Empfehlenswerter ist stattdessen eine private Freizeitunfallversicherung, die nicht nur höhere Entschädigungen vorsieht, sondern auch weltweit und rund um die Uhr für alle Arten von Unfällen gilt.

Meist verzichtbar: Gepäckversicherung In der Regel verzichtbar sind Gepäckversicherungen. Wirklich wertvolle Besitzgegenstände werden durch sie kaum ersetzt und auch hier gelten meist umfangreiche Ausschlussgründe.

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29.03.2013

Im Vorjahr kamen fast 25.000 Hasen unter die Räder!

Im Vorjahr kamen fast 25.000 Hasen unter die Räder! Im Vorjahr kamen fast 25.000 Hasen unter die Räder!

Der Straßenverkehr ist für Österreichs Wildtiere eine große Gefahr. Eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt, dass im Vorjahr rund 80.000 Wildtiere von Autos und Lastwagen zu Tode gefahren wurden. Erfasst sind nur die bei der Bezirkshauptmannschaft eingegangenen Meldungen. Die Dunkelziffer ist weit höher. Die größte Opfergruppe sind Rehe, allein im Vorjahr verloren 35.865 Rehe wegen des Kfz-Verkehrs ihr Leben.

Derzeit sind Hasen besonders umtriebig. „Es ist Paarungszeit und damit laufen die Hasen viel herum. Da jedoch ihr Lebensraum von vielen Straßen zerschnitten ist, kommen sie leider häufig unter die Räder“, sagt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Die VCÖ-Analyse zeigt, dass allein im Vorjahr 24.852 Hasen und Wildkaninchen dem Kfz-Verkehr zum Opfer fielen, um 543 mehr als im Jahr 2011.

Das gefährlichste Pflaster für Hasen ist der Straßenverkehr in Niederösterreich, wie die VCÖ-Analyse zeigt. Fasst die Hälfte der Hasen – nämlich 10.934 – kommt in Niederösterreich unter die Räder. In Oberösterreich wurden 5.777 Hasen Opfer des Straßenverkehrs, im Burgenland 4.141, in der Steiermark 2.832, in Salzburg 576 und in Kärnten 417. „In Vorarlberg und Tirol sowie in Wien ist die Hasenpopulation gering. Damit ist die Zahl der von Pkw und Lkw erlegten Hasen sehr gering“, so VCÖ-Sprecher Gratzer. In Vorarlberg waren es 11, in Tirol 32 und in Wien 64.

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15.03.2013

Lebendiges Paradoxon

Die Kirche macht es Gläubigen und Kritikern nicht leicht. Die Kirche macht es Gläubigen und Kritikern nicht leicht.

Weil immer alle selbsternannten Progressiven der katholischen Kirche Rückständigkeit bis an die Grenzen zur Reaktion (und gerne auch darüber hinaus) vorwerfen: Sie ist immerhin die erste, historisch traditionell westlich zentrierte Institution, die nicht immer nur von der theoretischen Notwendigkeit einer globalen Ausrichtung redet, sondern mit der Wahl des Argentiniers Jorge Mario Bergoglio zum ersten Papst aus Südamerika auch Taten folgen lässt.

Als die große Politik zuletzt die Chance dazu hatte, bei der Chefpostenvergabe für Weltbank und Währungsfonds etwa, gewannen ein US-Amerikaner und eine Europäerin das Rennen. Wie bisher eben immer.

Die Kirche macht es Gläubigen und Kritikern nicht leicht. Die einen leiden an den menschlichen Verfehlungen Einzelner und an den Defiziten des Machtapparats; und nicht einmal die anderen können sich der Anziehungskraft einer Institution entziehen, die im Laufe ihrer 2000-jährigen Geschichte ihre visuellen und emotionalen Inszenierungskünste perfektionierte. Tatsächlich ist der Hype um die Wahl eines neuen Papstes nur mit der Wahl eines neuen US-Präsidenten zu vergleichen. In Sachen Ikonografie und Kommunikation war der Vatikan schließlich fast immer auf der Höhe der technischen Möglichkeiten. Die Neuen Medien befeuern den Hype noch weiter, statt ihm die Spitze zu nehmen.

Was die Sache mit der Kirche aus Sicht herkömmlich aufgeklärter Europäer noch komplizierter macht, sind die Widersprüche in ihrer politischen Programmatik (die Theologie ist bekanntlich Glaubenssache): Wie kann man in Fragen von Sexualmoral eine rigid konservative Haltung einnehmen, die Anwendung von Kondomen ablehnen, wiederverheiratet Geschiedenen die Kommunion verweigern und offen gelebte Homosexualität ablehnen - und trotzdem in Kampf gegen die Armut und die ungleiche Verteilung von Reichtum in prononciert linke Politik vertreten? Das passt, außer bei der Kirche, sonst nirgendwo zusammen.

Franziskus, der neue Papst, wird diesen Widerspruch wohl aufgrund seiner persönlichen Biografie noch weiter verstärken.

Die Kirche hat mit dieser Wahl einmal mehr bewiesen, dass sie nicht so stark von der Welt abgekoppelt ist, wie ihre Kritiker gerne behaupten. Den Berg an zu bewältigenden Aufgaben macht das nicht kleiner.

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06.03.2013

Pferdefleisch: Österreicher ändern ihre Essgewohnheiten nicht

Pferdefleisch: Österreicher ändern ihre Essgewohnheiten nicht Pferdefleisch: Österreicher ändern ihre Essgewohnheiten nicht

Nur zwölf von hundert Österreichern wollen ihr Ernährungsverhalten nach dem aktuellen Etikettenschwindel, bei dem Pferdfleisch als Rindfleisch ausgeben wurde, ändern: Das ist ein Ergebnis aus der „Lebensmittelsicherheits-Studie“ des market Instituts, die vom Landwirtschaftsministerium in Auftrag geben wurde. Beim BSE-Skandal wollten damals über 50 Prozent ihre Essgewohnheiten ändern.

88 Prozent kümmert demnach der Kennzeichnungsbetrug nach gar nicht. Ganz eindeutig sei aber der Wunsch nach einer Herkunftsbezeichnung: Immerhin 90 Prozent würden sich eine solche Kennzeichnung wünschen.

Qualität und Preis sind laut dieser Studie ein Thema, trotzdem meinen immer noch 55 Prozent, dass Lebensmittel zu teuer sind.

Nur 13 Prozent der 600 Befragten ab 15 Jahren meinten, Lebensmittel seien zu billig.

Berlakovich: „Dafür hat für 74 Prozent der Befragten die Regionalität einen hohen Stellenwert, weil sie Glaubwürdigkeit vermittelt. Grundsätzlich ist ein Drittel also bereits auf Regionalität eingestimmt, immerhin 90 Prozent meinten, sie hätten eine hohe Bereitschaft, verstärkt Produkte aus der heimischen Region zu kaufen“.

Neuen Gütesiegeln stehen die Befragten skeptisch gegenüber: 48 Prozent meinen, es gibt bereits jetzt zu viele, für 38 Prozent sind die derzeitigen Siegel gerade ausreichend und nur neun Prozent wollen mehr.

Das AMA-Gütesiegel ist aber österreichweit bekannt.

Lebensmittel aus Österreich werden prinzipiell als sicher eingestuft, die Bestnote wird aber auch nur selten vergeben, besagt die Studie, deren Schwankungsbreite +/- 4,08 Prozent beträgt.

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28.01.2013

Österreich hat seit 26. Jänner eine Radlobby

Österreich hat seit 26. Jänner eine Radlobby Österreich hat seit 26. Jänner eine Radlobby

VertreterInnen aller Radverkehrsvereine Österreichs haben in Salzburg gemeinsam die "Radlobby Österreich" als politisch und wirtschaftlich unabhängigen Bundesverband gegründet. Der Verband vertritt insgesamt rund 6.000 Mitglieder in ganz Österreich. In der Gründungserklärung heißt es: "Wir verfolgen das gemeinsame Ziel, dem Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel zu vollwertiger verkehrspolitischer Anerkennung und Förderung zu verhelfen!"

Vorsitzender wurde Andrzej Felczak vom mitgliederstärksten Verein ARGUS in Wien. Zum Sprecher und Geschäftsführer wurde Alec Hager, Obmann der Radlobby IG Fahrrad in Wien, ernannt, der bekräftigt: "Als gemeinsame Stimme für den Alltagsradverkehr in Österreich werden wir verstärkt für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen des Radverkehrs eintreten. Das betrifft vor allem die Bundesregierungsressorts Verkehr, Umwelt, Gesundheit und Finanzen. Denn diese können und müssen dazu beitragen, dass Alltagsradverkehr in Österreich mehr gefördert wird und alle davon profitieren. JedeR ÖsterreicherIn ist irgenwann RadfahrerIn, immer mehr sind es tagtäglich!"

Grundlage für die Forderungen der Radlobby Österreich wird weiterhin das "Manifest für ein radfreundliches Österreich" sein, das im Frühjahr 2012 präsentiert wurde und mit der radfreundlichen StVO-Reform 2013 schon einen Teilerfolg erzielen konnte.

Die Gründungsvereine der Radlobby Österreich sind ARGUS - Die Radlobby, Radlobby IG Fahrrad, ARGUS Steiermark, Initiative Fahrrad Oberösterreich, Radlobby Niederösterreich, VELOclub Salzburg. "Die Gründung der Radlobby Österreich bedeutet einen Meilenstein für den Radverkehr in Österreich. Durch die Bündelung der Kräfte und offensive Arbeit können wir uns für das umweltfreundlichste Verkehrsmittel noch besser einsetzen!" schließt Andrzej Felczak, Vorsitzender Radlobby Österreich.

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25.04.2013

Tochter von Boris Jelzin: Blitz-Einbürgerung nach massiver Intervention von Magna?

Tochter von Boris Jelzin: Blitz-Einbürgerung nach massiver Intervention von Magna? Tochter von Boris Jelzin: Blitz-Einbürgerung nach massiver Intervention von Magna?

Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass die Tochter des früheren russischen Präsidenten Boris Jelzin, Tatjana Yumaschewa, die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen bekommen hat.

Die Blitz-Einbürgerung, die am 26. November 2009 stattfand, fand auf Betreiben des Magna-Konzerns statt, bei dem damals noch Frank Stronach das Sagen hatte.

Neben Yumaschewa wurde auch deren Mann Valentin Yumaschew, einst Leiter der russischen Präsidentschaftskanzlei, und die gemeinsame Tochter eingebürgert. Interveniert wurde von Magna, NEWS veröffentlicht unter anderem ein Interventionsschreiben von Magna-Boss Günther Apfalter an das Wirtschaftsministerium.

Besonders auffällig sind die Begleitumstände der Einbürgerung, insbesondere der Wohnsitz des Jelzin-Clans vor der Einbürgerung. Dabei handelt es sich um ein heruntergekommenes Haus an einer stark befahrenen Durchzugsstraße im burgenländischen Winden am See. Es fanden sich keine Belege, dass die Behörden je überprüft haben, ob der Jelzin-Clan an dieser offiziell als Hauptwohnsitz gemeldeten Anschrift auch aufhältig war. Der damalige Vermieter sagt zu NEWS, dass die Wohnung "ein Jahr lang" angemietet worden sei und er seine russischen Mieter "selbst gar nicht gekannt" habe.

Begründet wurde die Blitz-Einbürgerung damit, dass dies im besonderen Interesse der Republik läge. NEWS veröffentlicht in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe zudem weitere Hintergründe über die Rollen des Magna-Konzerns, des russischen Oligarchen Oleg Deripaska und des Managers Siegfried Wolf in der aufsehenerregenden Causa, die auch deutsche und US-amerikanische Interessen berührte.

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19.04.2013

Bienen-Appell an Umweltminister Berlakovich

Bienen-Appell an Umweltminister Berlakovich Bienen-Appell an Umweltminister Berlakovich

Mit einer spektakulären Aktion vor dem Lebensministerium forderten gestern mehr als 30 Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten von Bundesminister Berlakovich, endlich gegen das Bienensterben aktiv zu werden und sich für ein Verbot der bienengiftigen Pestizide einzusetzen.

Greenpeace-AktivistInnen im Bienenkostüm erkletterten die Bögen des Ministeriums und entrollten ein Banner mit der Aufschrift „Minister Berlakovich: Endlich handeln – Bienengifte stoppen“.

Auf europäischer Ebene hat die EU-Kommission bereits ein teilweises Verbot von drei bienengefährlichen Neonicotinoiden vorgeschlagen. Dieser Vorschlag konnte allerdings bei einer ersten Abstimmung keine qualifizierte Mehrheit erzielen – unter anderem, weil auch Österreich dagegen stimmte.

Letzte Woche hat Greenpeace europaweit die Studie „Bye bye Biene? Das Bienensterben und die Risiken für die Landwirtschaft in Europa” veröffentlicht, die verdeutlicht, dass verschiedene Faktoren zum dramatischen Bienensterben beitragen: Krankheiten, Parasiten, Klimawandel und weitverbreitete industrielle Landwirtschaftspraktiken. Insbesondere zeigt die Studie aber die tödliche Rolle von sieben Pestiziden, darunter die Massenkiller Neonicotinoide.

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20.03.2013

63-Jähriger soll der Hundehasser von Bludesch sein

63-Jähriger soll der Hundehasser von Bludesch sein 63-Jähriger soll der Hundehasser von Bludesch sein

Bludesch (Vorarlberg). - Durch umfassende Befragungen der Polizeiinspektion Thüringen gelang es Anfang März jenen Mann auszuforschen, welcher seit 2008 in Bludesch mit Blaukorn versetzte Fleischköder deponiert hatte. Der 63jährige wird wegen Verdacht auf Tierquälerei und Verdacht auf Eingriff in fremdes Jagd- oder Fischereirecht angezeigt.

Im Oktober und November letzten Jahres hatten Hundebesitzer bei der Polizei Thüringen Anzeige erstattet, weil ihre Hunde mit Blaukorn versetztes Fleisch gefressen hatten, welches auf Wiesen in Bludesch in der Au ausgelegt worden war. Es hatte sich dabei stets um größere Mengen Fleisch oder Schlachtabfälle gehandelt, die entweder in den Wiesen oder direkt neben beliebten Spazierwegen für Hunde deponiert worden waren.

Mindestens sechs Hunde sowie mindestens ein Fuchs haben die Köder gefressen. Drei Tiere sind daran verendet.

Befragungen und Zeugenaussagen führten die ermittelnden Beamten schließlich zu einem 63jährigen Mann aus Bludesch. Der 63jähriger wurde bei der Staatsanwaltschaft angezeigt, ist aber nicht geständig und bestreitet die Tat.

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