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Chronik

03.05.2018

Glänzendes Ergebnis für Raps- und Sonnenblumenöle

Raps- und Sonnenblumenölen wird allgemein weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei sind sie in der kalten wie auch in der warmen Küche meist eine sehr gute Wahl. Raps- und Sonnenblumenölen wird allgemein weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei sind sie in der kalten wie auch in der warmen Küche meist eine sehr gute Wahl.

Raps- und Sonnenblumenölen wird allgemein weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei sind sie in der kalten wie auch in der warmen Küche meist eine sehr gute Wahl. So enthält das Produkt der gepressten Rapssamen zum Beispiel die ideale Mischung aus Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die verarbeiteten Sonnenblumenkerne wiederum liefern reichlich Vitamin E. Ihre gesundheitsfördernde Wirkung wird auch nicht durch etwaige Schadstoffe beeinträchtigt, das veranschaulicht der Test des VKI. Denn nur ein Sonnenblumenöl scherte etwas aus der Reihe der gar nicht oder nur ganz gering mit Schadstoffen belasteten Produkte aus. Dieses Erzeugnis muss sich mit der Note „durchschnittlich“ abspeisen lassen. Die weiteren Sonnenblumenöle glänzten mit 3 „sehr gut“ und 1 „gut“. Und bei den 10 Rapsölen geht das Testergebnis wirklich runter wie Öl: Gleich 9 „sehr gut“ und 1 „gut“ lautet hier die Bilanz.

„Der Test zeigt, dass die Konsumentinnen und Konsumenten beim Einkauf von Sonnenblumen- und Rapsöl kaum etwas falsch machen können. Die meisten Produkte sind von sehr hoher Qualität. Nur bei der Kennzeichnung könnten einige Unternehmen genauer sein“, fasst Mag. Nina Siegenthaler, VKI-Ernährungsexpertin, die Ergebnisse zusammen.

Was Kunden, die auf österreichische Produkte besonderen Wert legen, freuen darf: Die Testsieger aus den Kategorien Rapsöl und Sonnenblumenöl haben beide eine heimische Herkunft der Rohstoffe und einen heimischen Abfüllort. Der Sonnenblumenöl-Testsieger ist zudem noch bio. Wobei bio bei Sonnenblumenölen bereits sehr üblich ist. Ganz im Gegensatz zu den Rapsölen - mehr als 80 Prozent der angebotenen Produkte werden weiterhin konventionell hergestellt.

Was die Aussagekraft der Preise betrifft: Auch diesmal zeigt sich, dass die Qualität nicht mit den Kosten in einer Beziehung steht. So sind zum Beispiel bei den Rapsölen die billigsten und teuersten Produkte praktisch gleich gut bewertet. Der eindeutige Punkte-Sieger stammt aus dem preislichen Mittelfeld.

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08.05.2018

Bundesländer-Hitparade: Wo die Österreicher am liebsten wohnen

Wohl jeder hat sich schon mal gefragt, wo er am liebsten leben würde. Wohl jeder hat sich schon mal gefragt, wo er am liebsten leben würde.

Wohl jeder hat sich schon mal gefragt, wo er am liebsten leben würde. Mit exakt diesem Thema beschäftigt sich eine aktuelle, repräsentative Umfrage von Raiffeisen Immobilien Österreich unter 1000 Österreicherinnen und Österreichern.[1] Auf die Frage „Stellen Sie sich vor, Sie hätten keine finanziellen oder beruflichen Einschränkungen: In welchem österreichischen Bundesland würden Sie am liebsten wohnen?“ nannten in absoluten Zahlen die meisten Befragten, nämlich 17%, die Bundeshauptstadt Wien, gefolgt von Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark (je 15%).

Vergleicht man jedoch den Zuspruch zu den Bundesländern mit deren Anteil an der Gesamtbevölkerung, so ist Kärnten der klare Sieger. Obwohl hier lediglich 7% der Bevölkerung leben, wünschen sich 10% der ÖsterreicherInnen ein Zuhause in Kärnten. Sehr beliebt auch Tirol (9% verglichen mit 8% repräsentativer Verteilung) und Salzburg (8% zu 6%).

Kärntner Seen begehrt

Innerhalb Kärntens wurden Klagenfurt und Umgebung, Villach und die Gegend um den Wörthersee am häufigsten als Wunsch-Domizil genannt. Ing. Mag. (FH) Peter Weinberger, Sprecher von Raiffeisen Immobilien Österreich: „Die landschaftliche Schönheit der Seen und Berge gepaart mit südlichem Flair macht Kärnten für die ÖsterreicherInnen besonders lebenswert.“

Österreicher sind Wohn-Patrioten

Die größten Lokal-Patrioten in Wohnfragen sind laut Raiffeisen-Immobilien-Umfrage im Ländle zu Hause: 85% der Vorarlberger würden am liebsten in Vorarlberg wohnen. An zweiter Stelle landeten die Oberösterreicher mit 77% vor Kärnten (76%), Salzburg und der Steiermark (jeweils 74%) und Tirol (73%). Bei den Burgenländern ist der Anteil jener, die ein anderes Bundesland bevorzugen – nämlich die Steiermark – mit 20% am höchsten, aber auch sie wohnen am liebsten im eigenen Bundesland (49%). Die Wiener bevorzugen zu 59% ihre eigene Stadt, aber immerhin 16% der Hauptstädter zieht es nach Niederösterreich. Und die Niederösterreicher würden zu 59% am liebsten in Niederösterreich leben, und nur zu 8% in Wien.

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20.03.2018

Totales Rauchverbot auch in Unternehmen? Jeder vierte Arbeitnehmer würde Zigaretten ganz verbannen

Jeder vierte Arbeitnehmer würde Zigaretten ganz verbannen Jeder vierte Arbeitnehmer würde Zigaretten ganz verbannen

Das Thema Rauchen erhitzt seit einigen Wochen die Gemüter. karriere.at hat seine User befragt: Soll in Unternehmen generelles Rauchverbot herrschen? Das Ergebnis des Online-Votings fällt eindeutig gegen den blauen Dunst aus – die überwiegende Mehrheit der Arbeitnehmer und der Unternehmensvertreter findet, dass Rauch in geschlossenen Räumen am Arbeitsplatz gar nicht geht.

604 User auf Arbeitnehmerseite haben an der Online-Befragung teilgenommen. Der größte Teil davon (45 Prozent) ist für ein Verbot in Firmengebäuden, würde es im Freien aber erlauben. Jeder Vierte (25 Prozent) würde noch weiter gehen und spricht sich für ein totales Rauchverbot am gesamten Firmengelände aus. Ebenso viele (25 Prozent) können sich auch mit einem „Raucherkammerl“ anfreunden, weil diese ohnehin von Rauchern besucht würden. Lediglich 5 Prozent – und somit jeder zwanzigste Arbeitnehmer – finden, dass man überall rauchen können sollte. Nachsatz: Wenn es die Kollegen nicht stört.

Noch eindeutiger ist die Meinung der Unternehmensvertreter (HR-Manager und Führungskräfte) zu diesem Thema. Mehr als jeder Zweite (55 Prozent) akzeptiert Rauch ausschließlich an der frischen Luft. Für ein Verbot am gesamten Unternehmensgelände würden 27 Prozent der 173 befragten Unternehmens-User eintreten. Nur 14 Prozent, und damit deutlich weniger als auf Seiten der Arbeitnehmer, halten Raucherkammerl für eine gute Lösung. 4 Prozent sagen, dass man überall rauchen dürfen sollte, wenn es die Kollegen nicht stört.

„Zeit der Raucherbüros vorbei“

„"Das Thema Rauchen polarisiert in Unternehmen immer sehr stark. Das Umfrageergebnis zeigt auch eindrucksvoll, dass die Zeiten von Raucherbüros vorbei sind"“, kommentiert Thomas Olbrich, Chief Culture Officer (CCO) von karriere.at das Stimmungsbild. Ob nun Raucherzimmer, -terrasse oder der Aschenbecher auf dem Firmenparkplatz – wichtig sei eine einheitliche Lösung, mit der sowohl Raucher als auch Nichtraucher gut leben können, ist Olbrich überzeugt: „"Einzelne Abteilungen oder Hierarchieebenen dürfen keinesfalls bevorzugt oder benachteiligt werden. Dadurch gewinnt dieses Streitthema nur zusätzliche Brisanz."“

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08.05.2017

7.000 Menschen gedenken der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen

Auszug aus der KZ-Gedenkstätte Mauthausen zur Gedenk- und Befreiungsfeier am 7. Mai 2017 Auszug aus der KZ-Gedenkstätte Mauthausen zur Gedenk- und Befreiungsfeier am 7. Mai 2017

Vor 72 Jahren, am 5. Mai 1945 wurden die Häftlinge aus dem Konzentrationslager Mauthausen und seinen

49 Außenlagern befreit. Tausende Menschen, darunter die letzten Überlebenden des Konzentrationslagers, aus dem In- und Ausland haben heute in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen an der Befreiungsfeier teilgenommen. Der gemeinsame Auszug aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ehemaligen „Schutzhaftlager" am Ende des Festaktes wurde von KZ-Überlebenden angeführt – als symbolischer Akt für die Befreiung.

In Erinnerung an die Befreiung der Häftlinge aus dem Konzentrationslager Mauthausen am 5. Mai 1945 wurde diesem Ereignis im Rahmen der alljährlichen internationalen Befreiungs- und Gedenkfeier gedacht.

Laut Polizei und Veranstalter nahmen rund 7.000 Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland auch dieses Jahr, am 72. Jahrestag, teil. Organisiert wurde die Gedenk- und Befreiungsfeier vom Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) in enger Zusammenarbeit mit der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen (ÖLM) und dem Comité International de Mauthausen (CIM).

Diesjähriges Thema: „Internationalität verbindet“

Seit 2006 sind sich die Gedenk- und Befreiungsfeiern jedes Jahr einem speziellen Thema gewidmet, das zur Geschichte des KZ- Mauthausen bzw. zur NS-Vergangenheit Österreichs in Beziehung steht. Der Gegenwartsbezug bildet bei jedem Jahresthema einen essentiellen Bestandteil und soll vor allem für junge Menschen durch die Auseinandersetzung mit der Zeit und Ideologie des Nationalsozialismus auch einen Bezug zu ihrer Erfahrungswelt heute herstellen.

Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich: "„Wir sind es den zehntausenden Opfern von Mauthausen schuldig, dass wir unser Gedenken international verstehen. Wir sind uns und unseren Kindern verpflichtet, jeder Art von Populismus und Nationalismus eine Absage zu erteilen und die Internationalität als obersten Leitgedanken zu verankern. Das gilt im Gedenken in Mauthausen ebenso, wie auch in unserem heutigen Bestreben für eine gerechtere, sozialere und menschlichere Welt.""

Nachdem weit über 90 Prozent der Opfer des Lagers Mauthausen weder Deutsche noch Österreicher waren, ist diese Feier von internationaler Bedeutung und stellt die weitaus größte Gedenk- und Befreiungsfeier weltweit dar. Begonnen wurde die Befreiungsfeier mit der Verlesung des Mauthausenschwurs in mehr als 20 verschiedenen Sprachen – an einem Ort wie dem ehemaligen KZ Mauthausen, wo von 1938 bis 1945 Deutsch die einzig erlaubte Sprache war, wollten wir damit ein besonders starkes Zeichen der Internationalität setzen.

An Stelle des Einmarsches der nationalen und internationalen Delegationen wurde der Ausmarsch aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende des Festaktes zum Höhepunkt der Feierlichkeit. Auch dieses Jahr wurde der Auszug aus Mauthausen von den KZ-Überlebenden Dušan Stefancic, Yauhen Chrol, Nikolai Kireev, Aba Lewit, Jehuda Gurvich, Shaul Spielmann, Andrew Sternberg gemeinsam mit GIs der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika und Schülerinnen und Schüler der NMS Mauthausen angeführt. Damit soll die Befreiung der KZ-Inhaftierten symbolisiert werden.

Internationale Beteiligung an der Gedenk- und Befreiungsfeier

Die Gedenkfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen begann mit einem ökumenischen Wortgottesdienst mit Bischof Dr. Michael Bünker, Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer und Erzpriester Ioannis Nikolitsis. Gefolgt wurde dieser durch Begrüßungsworte von Willi Mernyi und den Kranzniederlegungen durch Bundespräsidenten Dr. Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Mag. Christian Kern und die internationalen und nationalen Delegationen und Jugendorganisationen. Während der Kranzniederlegung hielten die Vertreterinnen und Vertreter der Opferorganisationen aus Frankreich und den USA ihre Gedenkreden in den jeweiligen Landessprachen. Durch die Gedenkfeier führten Konstanze Breitebner und Mercedes Echerer.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: MKÖ
14.12.2017

Erstmals seit zwölf Jahren wieder ansteigende Gesamtschülerzahl

Erstmals seit zwölf Jahren wieder ansteigende Gesamtschülerzahl Erstmals seit zwölf Jahren wieder ansteigende Gesamtschülerzahl

Im abgelaufenen Schuljahr 2016/17 gab es in Österreich über 6.500 Schülerinnen und Schüler mehr als im Jahr davor. Damit wurden laut Statistik Austria erstmals seit mehr als zehn Jahren wieder ansteigende Besuchszahlen verzeichnet. Zuvor waren rückläufige Gesamtschülerzahlen ab dem Schuljahr 2005/06 die Regel, eine Folge des Geburtenrückgangs seit den frühen 1990er-Jahren. Zuwächse gab es 2016/17 vor allem bei Schulen für Kinder im Pflichtschulalter, bedingt durch die Wanderungsbewegungen in den Jahren 2015 und 2016. Die AHS verzeichnete sowohl in der Unterstufe als auch in der Oberstufe neue Schülerhöchststände.

Volksschulen: Steigende Schülerzahlen durch Zuwanderung

Insgesamt 335.854 Schülerinnen und Schüler besuchten im abgelaufenen Schuljahr 2016/17 Österreichs Volksschulen. Gegenüber dem Schuljahr davor bedeutet das ein Plus von 6.303 Kindern (+1,9%), wobei der Anstieg zum Großteil auf die erhöhte Anzahl außerordentlicher Schülerinnen und Schüler nach den Wanderungsbewegungen der Jahre 2015 und 2016 zurückzuführen ist. Im Zehnjahresvergleich wird zwar noch ein Minus von 11.400 (-3,3%) verzeichnet; unter Berücksichtigung der aktuellen Bevölkerungsprognose kann aber zumindest für die nächsten zehn Jahre mit weiterhin steigenden Schülerzahlen in Volksschulen gerechnet werden.

Sekundarstufe I: Mehr Schülerinnen und Schüler in NMS, Schülerhöchststand in AHS-Unterstufe

Den Hauptschulen und Neuen Mittelschulen (NMS) setzte in den vergangenen Jahren einerseits die rückläufige Anzahl an Volksschulabgängerinnen und -abgängern zu, andererseits war auch der verstärkte Zulauf zur AHS-Unterstufe zu spüren. Trotz der zwischenzeitlichen Einführung der Neuen Mittelschule bedeuteten die 208.045 Schülerinnen und Schüler 2015/16 den niedrigsten Wert in diesen Schultypen seit 50 Jahren. Im vergangenen Schuljahr 2016/17 wurde mit 209.388 Besucherinnen und Besuchern erstmals wieder ein leichtes Plus verzeichnet (+0,6%). Dieser Anstieg ist allerdings auf den Zuwachs bei außerordentlichen Schülerinnen und Schülern aus Herkunftsländern der Asylmigration zurückzuführen.

In der AHS-Unterstufe erreichte die Besuchszahl im Schuljahr 2016/17 mit 117.829 Schülerinnen und Schülern hingegen einen neuen Höchststand, wobei hier das Plus gegenüber dem Jahr davor (+1,9%) nicht durch die Zuwanderung der vergangenen Jahre bedingt ist.

Unterschiedliche Entwicklungen in der Sekundarstufe II

In der Sekundarstufe II hielten in den meisten Schultypen die Trends der letzten Jahre auch 2016/17 an. Berufsschulen und berufsbildende mittlere Schulen (BMS) verzeichnen weiterhin rückläufige Schülerzahlen (-13,7% bzw. -16,1% im Zehnjahresvergleich). Ein ähnliches Bild zeigt sich im Bereich der berufsbildenden höheren Schulen (BHS), vor allem bei den kaufmännischen höheren Schulen (-13,1%). In wirtschaftsberuflichen höheren Schulen ist die Schülerzahl seit dem im Schuljahr 2010/11 erreichten Höchststand von 28.730 ebenfalls im Sinken begriffen (2016/17: 26.740).

An technisch gewerblichen höheren Schulen stiegen die Besuchszahlen in den letzten Jahren stetig an. Nach dem 2015/16 erreichten Höchststand von 64.043 gab es im vorigen Schuljahr erstmals einen Rückgang auf 63.674 Schülerinnen und Schüler. Im Zehnjahresvergleich wird hier aber noch immer ein Plus von 7,1% erreicht. An land- und forstwirtschaftlichen höheren Schulen beträgt der Zuwachs gegenüber 2006/07 9,6% (2016/17: 3.939 Schülerinnen und Schüler).

In der AHS-Oberstufe bedeutete die Besuchszahl von 91.906 im vergangenen Schuljahr 2016/17 einen neuen Rekordwert, mit einem Plus im Zehnjahresvergleich von 5,6%. Bildungsanstalten für Elementarpädagogik bzw. Sozialpädagogik erreichten mit 12.846 Schülerinnen und Schülern ebenfalls einen neuen Höchststand, hier beträgt der Zuwachs in den letzten zehn Jahren sogar 40,9%.

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22.01.2018

Forderung nach Tempo 80 auf Freilandstraßen

Forderung nach Tempo 80 auf Freilandstraßen Forderung nach Tempo 80 auf Freilandstraßen

Im Vorjahr starben bei Verkehrsunfällen auf Österreichs Freilandstraßen 210 Menschen. Damit passierte die Hälfte der tödlichen Verkehrsunfälle auf Freilandstraßen außerhalb des Ortsgebiets, macht der VCÖ aufmerksam. Das Vorjahr war kein negativer Ausreißer, sondern liegt im langjährigen Schnitt, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Im Zeitraum 2010 bis 2017 kamen insgesamt 2.045 Menschen bei Verkehrsunfällen auf Freilandstraßen außerhalb des Ortsgebiets ums Leben, das waren 53,6 Prozent aller Verkehrstoten.

„Das Unfallrisiko auf Freilandstraßen ist nach wie vor zu hoch. Eine sehr wirksame Maßnahme, um die Sicherheit auf den Freilandstraßen zu erhöhen und die Zahl der schweren Unfälle zu verringern ist Tempo 80 statt 100“, stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. Deshalb senkt Frankreich ab Juli das Tempolimit von 90 auf 80 km/h.

Der Anhalteweg ist bei Tempo 80 deutlich kürzer als bei Tempo 100. Ein Auto, das mit Tempo 80 einen Anhalteweg von 55 Meter hat, hat mit Tempo 100 einen Anhalteweg von 79 Metern und nach 55 Meter noch eine Geschwindigkeit von 68 km/h. Durch Tempo 80 statt 100 verringern sich die Anzahl der Unfälle und die Schwere von Unfällen.

Der VCÖ weist darauf hin, dass in vielen Staaten Europas die Tempolimits auf Freilandstraßen niedriger sind als in Österreich. In Schweden gilt Tempo 70, in Dänemark, Finnland, Malta, Norwegen und Zypern gilt schon heute Tempolimit 80. Auch in der mit Österreich gut vergleichbaren Schweiz gilt auf den meisten Freilandstraßen Tempolimit 80. Nur dort, wo es die Sicherheit zulässt, ist ein höheres Tempolimit möglich. Österreich hat rund doppelt so viele Verkehrstote wie die Schweiz. „Die Schweiz geht sehr konsequent gegen die Unfallursache Schnellfahren vor. Einerseits sind die Tempolimits niedriger, auf der Autobahn gilt Tempo 120. Andererseits sind die Toleranzgrenzen beim Überschreiten von Tempolimits deutlich niedriger als in Österreich“, erklärt VCÖ-Experte Gansterer. In Österreichs Verkehrssicherheitsarbeit braucht es verstärkt unfallvermeidende Maßnahmen.

"Tempo 80 statt Tempo 100 verbessert auch Österreichs Klimabilanz und die Luftqualität. Weniger Spritverbrauch bedeutet weniger klimaschädliche CO2-Emissionen, weist der VCÖ auf die Zusatznutzen von Tempolimit 80 statt 100 hin. Zudem werden weniger Schadstoffe, wie Stickoxide und Feinstaub, ausgestoßen. Auch die Lärmbelastung wird reduziert.", meint der VCÖ.

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18.12.2017

BAWAG-PSK-Kontoumstellung unzulässig

BAWAG-PSK-Kontoumstellung unzulässig BAWAG-PSK-Kontoumstellung unzulässig

Die BAWAG PSK informierte im Herbst 2016 ihre Kontokunden über die Einstellung des bisherigen Kontomodells und den Umstieg auf ein neues. Diese Information war aus Sicht des VKI aber unzureichend, weil nicht klar war, was sich bei diesem Umstieg für die Konsumentinnen und Konsumenten ändert und welche Leistungen teurer würden. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) brachte im Auftrag des Sozialministeriums eine Klage wegen dieser Kontoumstellung der BAWAG PSK ein. Das Oberlandesgericht (OLG) Wien gab dem VKI nun recht. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Im Oktober 2016 informierte die BAWAG PSK ihre Kunden per Brief, dass die alten Kontomodelle eingestellt würden und die Kunden auf neue umsteigen müssten. Sollte kein Umstieg erfolgen, wurde eine Kündigung per 31.1.2017 angedroht. Im Schreiben war von einem angeblichen Verbraucherbedürfnis nach einer vereinfachten Produktpalette die Rede. Außerdem entstand durch das Schreiben der Eindruck, dass sich die Verbraucher durch einen Umstieg auf das angebotene neue Kontomodell dauerhaft etwas ersparen würden. Tatsächlich enthielten die neuen Kontopakete aber weitgehend Bankomatgebühren.

Aus Sicht des VKI war das Schreiben abgesehen von diesen fraglichen Ausführungen auch deswegen problematisch, weil darin nicht ersichtlich war, welche konkreten Entgelte und Leistungen sich in welchem Umfang ändern. Das Gesetz sieht vor, dass eine von der Bank vorgeschlagene Änderung des Girokontovertrages klar und verständlich abgefasst sein muss. Da den Konsumenten ein klares Bild über etwaige wirtschaftliche Nachteile der geplanten Regelung zu vermitteln ist, reicht es laut OLG Wien nicht, den Kunden nur die neue Entgeltregelung mitzuteilen. Die Bank muss den Kunden auch die bisherige Entgeltvereinbarung klar vor Augen führen, damit diese die alte und die neue Vereinbarung vergleichen können. Für das OLG Wien stellt daher die Kontoumstellung der BAWAG PSK im Herbst 2016 eine unzulässige Geschäftspraxis dar.

„Damit die Kunden eine fundierte Entscheidung treffen und die wirtschaftlichen Auswirkungen einer von der Bank geplanten Vertragsänderungen einschätzen können, müssen sie klar und umfassend informiert werden. Sieht das neue Kontopaket neue Entgelte, wie etwa hier Bankomatgebühren vor, hat der Kunde das Recht auf eine entsprechende Information darüber“, sagt Mag. Joachim Kogelmann, zuständiger Jurist im VKI.

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12.03.2018

Strom ist im April 2018 um 16 % teurer als im Vorjahr

Der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI) steigt im April das siebente Monat in Folge Der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI) steigt im April das siebente Monat in Folge

Der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI) steigt im April das siebente Monat in Folge. Insgesamt befindet er sich damit auf dem höchsten Stand seit Mai 2015.

Gegenüber März 2018 beträgt der Anstieg 2 %. Im Vergleich zu April des Vorjahres liegt der ÖSPI um 16 % höher.

Der ÖSPI erfasst nur das Produkt Strom (Strom-Großhandelspreise) und berücksichtigt keine Netzgebühren, Steuern oder Abgaben.

Der ÖSPI erreicht im April 2018 somit 65,96 Punkte (Basisjahr 2006 = 100; Mai 2015 =66,5). Der Grundlastpreis (Index 68,59 Punkte) steigt gegenüber dem Vormonat um 2,1 % und im Jahresvergleich um 16,5 %. Der Spitzenlastpreis (Index 60,36 Punkte) weist im Monatsvergleich ein Plus von 1,8 % und im Jahresvergleich von 14,7 % auf.

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25.10.2017

micelab:bodensee – Veranstaltungen die berühren, sind auch lebendig

Resonanzbeziehungen nähren lebendige Veranstaltungen, stellten die Forscher des zweiten micelab:explorer im Oktober 2017 auf Schloss Marbach am Bodensee fest. Resonanzbeziehungen nähren lebendige Veranstaltungen, stellten die Forscher des zweiten micelab:explorer im Oktober 2017 auf Schloss Marbach am Bodensee fest.

Eros und Resonanz als Forschungsfelder beim micelab:explorer II

Mitte Oktober fand auf Schloss Marbach am Bodensee das zweite Forschungsmodul der Weiterbildungsplattform micelab:bodensee statt. Thema des micelab:explorer II: „Eros und Resonanz – Was Verbundenheit ermöglicht“. Die 13 Laboranten waren Branchenvertreter und drei Impulsgeber aus den Disziplinen Musikvermittlung, Wildnispädagogik und Resonanzforschung. Die Erkenntnisse fließen in die kommenden Lernmodule sowie in das zweite micelab:extract ein, das für Sommer 2018 geplant ist.

Im ersten Labor – dem micelab:explorer I im Jahr 2016 – widmeten sich die Forscher dem Themenfeld „Angst und Vertrauen“. Kürzlich ist dazu das erste micelab:extract erschienen. Im diesjährigen micelab:explorer II, das von 17. bis 20. Oktober auf Schloss Marbach am Bodensee (D) stattfand, spürten 13 Laboranten „Eros und Resonanz – was Verbundenheit ermöglicht“ nach.

Gerhard Stübe, Geschäftsführer Kongresskultur Bregenz und Leadpartner der Weiterbildungsplattform für Veranstalter micelab:bodensee: „In den Forschungsmodulen gehen wir jeweils interdisziplinär der Frage nach, wie wir Veranstaltungen lebendig gestalten können. Unsere These lautet: Jede Veranstaltung ist ein gesellschaftlicher Mikrokosmos und spiegelt wider, wie Menschen leben, lernen, kommunizieren und einander begegnen.“

Um sich dem Forschungsfeld aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu nähern, luden die Macher des micelab:bodensee drei Impulsgeber ins diesjährige Labor ein: den Resonanzpädagogen und Motivationsforscher Wolfgang Endres, den Musikvermittler und freischaffenden Künstler Johannes Voit sowie den Wildnispädagogen und Personal Trainer Chris Schorpp.

Resonanz nährt Lebendigkeit

Schon Kleinigkeiten führen zu Resonanz, stellten die 13 Forscher fest: Morgendliches Singen und Bewegen sowie der gemeinsame Tagesablauf mit Übernachtung im selben Haus sorgten für Verbundenheit und eine wertschätzende, wache Atmosphäre. „Resonanz ist kein esoterischer Vorgang, sondern Ausdruck für lebendige Beziehungen“, betont Tina Gadow, Veranstaltungs¬dramaturgin und Kuratorin des micelab:bodensee. „Wenn der Funke überspringt, uns etwas berührt, sind wir in Resonanz und es kann Neues entstehen. Besteht ein Verlangen danach, dran zu bleiben, ist auch Eros im Spiel.“

Wie wichtig archaische Rhythmen sind, zeigte Wildnispädagoge Chris Schorpp: „Als Teil der Natur ist der Mensch vom natürlichen Tagesablauf abhängig – auch seine Lernprozesse.“ Die natürliche Abfolge von Inspirations-, Aktivitäts-, Entspannungs-, Reflexionsphasen usw. sorgt für Resonanz und Verankerung von Erfahrungen. Fehlende Ruhephasen führen schlimmstenfalls zu Erschöpfung und Erlahmen von Resonanzen. Die explorer erkannten: von den acht, der Natur nachempfundenen Lernphasen finden sich in Veranstaltungen meist nur drei wider.

Resonanz braucht Zeit und Muße

Schorpp leitete die Forscher an, auf die eigenen Sinne zu vertrauen und mutig die Umgebung zu erkunden: Barfuß und blind gingen sie entlang einer dünnen Schnur durch ein Waldstück. Auf die MICE-Branche übertragen heißt das: Mit offenen Sinnen, Zeit und Muße nehmen wir die Umgebung wahr. So können wir in Resonanz treten, die Sinne anderer berühren und Gelerntes vertiefen. Auch mit geschärften Sinnen durchs eigene Haus zu gehen, macht sichtbar, welche Ressourcen – Resonanzräume – schon da sind. Meist liegt der Fokus auf dem was fehlt.

Resonanzverstärker versus Resonanzkiller

Wie Resonanzen verstärkt werden können, zeigte Resonanzpädagoge Wolfgang Endres an einem Beispiel: Ein Rätselbild blendete er nur kurz ein und blieb die Antwort zunächst schuldig. „Die Motivation wächst, wenn ein Bedürfnis verstärkt wird.“ Die Zuhörer schenken dem Redner volle Aufmerksamkeit, bis dieser das Rätsel auflöst. „Zu viel Zeit darf nicht verstreichen, sonst droht der Vortragende seine Zuhörer zu verlieren.“ Den richtigen Zeitpunkt spüre man in Resonanzbeziehungen – so seine These.

Resonanz lässt sich nicht planen, stellten die Forscher fest. Sie erkannten jedoch „Resonanzkiller“ in Veranstaltungen: Neben fehlender Zeit und Muße gehören vorweggenommene Ergebnisse sowie das Denken in Richtig oder Falsch dazu. Wolfgang Endres betonte: „In Resonanzbeziehungen gibt es weder Gewinner noch Verlierer.“ Negative Bewertungen lösen meist Gegenwehr aus und das Gegenüber begibt sich in die innere Emigration. Heftiges Argumentieren wirkt ähnlich: In beiden Fällen wird Resonanz unterbunden.

Lerntypen ansprechen

Menschen haben unterschiedliche Lernbedürfnisse. Da sich jede Gruppe aus vielen Lerntypen zusammensetzt, sollten verschiedene Resonanzkanäle bedient werden: Während die einen mit System lernen, tun dies andere durch Lehren, durch Intuition (Bauchgefühl) oder Paradoxie. Endres brachte ein anschauliches Beispiel für letzteres: Die Aussage „Das ist unwichtig, das können sie vergessen!“ macht meist neugierig auf das, was kommt. Sie verstärkt das Verlangen (Eros), mehr zu erfahren. Gut dosiert bleiben die Zuhörer „am Ball“.

Plädoyer für Offenheit

Durch den Input von Musikvermittler Johannes Voit erfuhren die Forscher, dass Schwingungen nur entstehen, wenn Hörer offen sind. Am Beispiel eines zeitgenössischen Musikstücks machte er den Forschern klar: „Man muss moderne Musik nicht ‚verstehen’. Die Hörhaltung ist entscheidend – die Neugier, sich einzulassen. Dann ist Resonanz möglich, auch wenn das Stück letztlich nicht gefällt.“ Fixe Meinungen sind demnach ebenfalls Resonanzkiller, lautete die Erkenntnis – auch in Beziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern.

Einen Schritt weiter geht „Aktives Zuhören“. Die Forscher testeten dies beim „Gehspräch“ im Park. Sie erfuhren dabei, dass aktives Zuhören und Gehört werden Muße zulässt und Resonanzräume öffnet. Ein Teilnehmer bezeichnete das Gehspräch sogar als „Lernspaziergang, bei dem man ins Schwingen gerät und Gedanken weiterentwickeln, davon abschweifen oder sie verwerfen kann.“ Eine Haltung, die auch bei der Planung von Veranstaltungen hilft.

Informationen unter www.micelab-bodensee.com.

Über micelab:bodensee

micelab:bodensee ist die erste interaktive Weiterbildungsplattform für Veranstalter im deutschsprachigen Raum. Sie wurde von den Netzwerken BodenseeMeeting und der kongress tanzt entwickelt und startete im Oktober 2016. micelab:bodensee umfasst drei Module mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Alle Module des micelab:bodensee haben den erkundenden Charakter eines Labors.

Beim Modul micelab:explorer liegt der Fokus auf der Forschung mit Impulsgebern aus unterschiedlichen Disziplinen. Es ist als Ideenschmiede angelegt. micelab:experts und micelab:experience richten sich an die Praktiker der MICE-Branche, also an Mitarbeiter aller Gewerke in Veranstaltungshäusern, Eventagenturen, Kulturinstitutionen und Marketingverantwortliche von Wirtschaftsbetrieben. Im micelab:extract fließen die Forschungsergebnisse eines Jahres ein. Band I zum Thema „Angst und Vertrauen“ ist im Sommer 2017 erschienen. Band II ist für Sommer 2018 geplant.

Als Kuratoren zeichnen die Veranstaltungsdramaturgin Tina Gadow und der Journalist Michael Gleich vom Netzwerk der kongress tanzt verantwortlich. Das micelab:bodensee wird unterstützt durch das Interreg V-Programm Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein mit Fördermitteln der Europäischen Union und der Schweiz.

Infos unter www.micelab-bodensee.com

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

Bodensee Meeting (Kommunikation), Urs Treuthardt, 0043/5574/43443-12, urs.treuthardt@bodensee-vorarlberg.com

Bodensee Meeting (Sprecher), Mag. Gerhard Stübe, 0043 /5574/ 413-301, gerhard.stuebe@kongresskultur.com

Pzwei. Pressearbeit, Mag. Daniela Kaulfus, 0043/699/19259195, daniela.kaulfus@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: Zeichnungen: Jaron Gyger
22.01.2018

VKI-Energiekosten-Stop: Das Bestbieterverfahren ist abgeschlossen

Die Bestbieter stehen fest – die durchschnittliche Ersparnis beträgt 358 Euro pro Jahr und Haushalt Die Bestbieter stehen fest – die durchschnittliche Ersparnis beträgt 358 Euro pro Jahr und Haushalt

55.819 österreichische Haushalte hatten sich bis zum Anmeldeschluss in der vergangenen Woche für die Aktion Energiekosten-Stop des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) angemeldet. Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir ein Großkunde“ organisiert der VKI seit 2013 einmal jährlich ein Bestbieterverfahren zum gemeinsamen Einkauf von Strom und Gas für die teilnehmenden Haushalte. Das Bieterverfahren der diesjährigen Aktion wurde jetzt abgeschlossen. Die Ergebnisse stehen fest: In den Kategorien Ökostrom und Umweltzeichen-Strom hat jeweils easy green energy das beste Tarifangebot abgegeben. In der Kategorie Gas kam das Gewinnergebot von gasdiskont.at. Die jährliche Ersparnis, die durch den Wechsel auf die Gemeinschaftstarife für einen Haushalt mit durchschnittlichem Verbrauch zu erwarten ist, beträgt in den einzelnen Kategorien: 112 Euro bei Ökostrom, 105 Euro bei Umweltzeichen Strom und 246 Euro bei Gas. Das ergibt eine durchschnittliche Ersparnis für die Tarife Ökostrom und Gas von 358 Euro pro Haushalt und Jahr.

„Es freut uns, dass wir auch in diesem Jahr wieder ein gutes Ergebnis für die Teilnehmer erzielen konnten“, resümiert Projektleiterin Cora James. „Vor allem unter dem Aspekt, dass wir diesmal nur Tarifangebote mit einer Preisgarantie bis 31. Dezember 2019 zum Bieterverfahren zugelassen haben.“

Die Details zu den Gemeinschaftstarifen sowie die individuelle Ersparnis eines jeden Haushalts werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Zuge des Angebotsversands ab Ende Februar 2018 bekannt gegeben. Nach Erhalt des Angebots haben die Aktionsteilnehmer rund sechs Wochen Zeit um zu entscheiden, ob sich ein Wechsel für sie lohnt.

Kategorien und Gewinner im Überblick

ÖKOSTROM: easy green energy

Die easy green energy GmbH & Co KG ist ein 2015 gegründetes Tochterunternehmen der easybank AG mit Sitz in Wien. Das Unternehmen versorgt rund 70.000 Kunden mit Strom und Gas.

UMWELTZEICHEN-STROM: easy green energy

Die easy green energy GmbH & Co KG ist ein 2015 gegründetes Tochterunternehmen der easybank AG mit Sitz in Wien. Das Unternehmen versorgt rund 70.000 Kunden mit Strom und Gas.

GAS: gasdiskont.at

Die gasdiskont.at ist eine 2011 eingeführte Online-Marke der Energie AG Power Solutions GmbH, einer 100%-Tochter der Energie AG Oberösterreich. Das Unternehmen beliefert rund 5.000 Kunden in Österreich mit Erdgas.

Die Gemeinschaftstarife für Strom und Gas können einzeln oder kombiniert in Anspruch genommen werden.

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28.07.2017

"Pommes-Verordnung darf nicht gleich desaströs enden wie die Allergen-Verordnung!"

"Pommes-Verordnung darf nicht gleich desaströs enden wie die Allergen-Verordnung!" "Pommes-Verordnung darf nicht gleich desaströs enden wie die Allergen-Verordnung!"

Als einer der ersten hat Tirols Wirtschaftsbundobmann Franz Hörl auf die zahlreichen Probleme mit der neuen Acrylamid-Verordnung hingewiesen. „Praxisfern, unternehmerisch existenzgefährdend und absolut überbordend – in dieser Form ist diese Verordnung eine echte Bedrohung“, so Hörl. Auch wenn der Inhalt relevant sei, zeige sich erneut die Unfähigkeit in der Umsetzung.

Hier ortet Hörl vor allem Versäumnisse im Gesundheitsministerium. „Schon bei der Allergenverordnung waren Beamte aus dem Ministerium Österreichs Stimme in der Ausarbeitung und wir wissen, wo dies geendet hat: Kein Land außer Österreich setzt die Allergenverordnung derart übertrieben aus. Selbst im Zentrum der EU, in Brüssel, finde ich auf keiner einzigen Speisekarte einen solchen Buchstabensalat“, ärgert sich Hörl.

Daher richtet der Wirtschaftsbundobmann nun einen dringenden Appell an Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner: "„Bitte trimmen Sie Ihre Beamten auf Hausverstand, Praxisnähe und sagen Sie ihnen nochmals, dass sie auch die Vertretung der vielen kleinen Gastronomen in unserem Land sind“", so Hörl. Es sei wichtig, bei solchen Themen Maßnahmen zu setzen, wie etwa durch Schulungen und die entsprechende Thematisierung in der Ausbildung. „Den Rest sollte man jedoch dem Wissen und dem Können unserer Gastronomen und dem gesunden Geschmack und Hausverstand der Konsumentinnen und Konsumenten überlassen!“ Hoffnung setzt Hörl nun in die Stimmen von MdEP Othmar Karas und MdEP Elli Köstinger: „Deren Zusage, gegen die Verordnung aufzutreten, ist jetzt umso wichtiger!"

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22.08.2017

Diese saftigen Strafen blühen Verkehrssündern im europäischen Ausland

• In Italien müssen Raser zwischen 22:00 Uhr und 7:00 Uhr um ein Drittel höhere Strafen zahlen. • In Italien müssen Raser zwischen 22:00 Uhr und 7:00 Uhr um ein Drittel höhere Strafen zahlen.

In der zweiten Augusthälfte erreicht der Sommerreiseverkehr einen weiteren Höhepunkt: Zahlreiche Österreicherinnen und Österreicher starten in den kommenden Tagen mit ihrem Auto oder einem Mietwagen in das europäische Ausland, um die letzten Wochen der Sommerferien zu genießen. Urlaubsreife Autofahrer sollten sich jedoch vorab unbedingt über die örtlichen Verkehrsbestimmungen der jeweiligen Urlaubsdestination informieren. Der Grund: Die Höhe der Bußgelder für Verstöße im Ausland weichen häufig stark von den geltenden Bestimmungen in Österreich ab. checkfelix.com, Österreichs beliebteste Reisesuchmaschine, hat die Bußgeldkataloge beliebter Autoreiseziele der Österreicher unter die Lupe genommen und zeigt, wie unterschiedlich die Bußgelder in den einzelnen Ländern ausfallen.

„Mit dem eigenen Auto oder einem Mietwagen in die Ferien zu starten ist für viele Österreicherinnen und Österreicher eine besonders attraktive Möglichkeit, um das Reiseziel hautnah zu erleben. Wer diesen Sommer einen Roadtrip plant, sollte sich im Vorfeld unbedingt über die lokalen Verkehrsregeln informieren, um Bußgelder und unliebsame Strafzettel zu vermeiden – denn die können unter Umständen ordentlich ins Geld gehen“, so John-Lee Saez, Regional Director bei checkfelix.

Alkohol am Steuer ist richtig teuer

Für das Lenken bzw. die Inbetriebnahme eines Autos unter Alkoholeinfluss gilt in den meisten europäischen Ländern eine Promillegrenze von 0,5 Promille1. Ausnahmen bilden Großbritannien mit einer relativ großzügigen Promillegrenze von 0,8 Promille (Ausnahme Schottland: 0,5 Promille) sowie Polen (Promillegrenze 0,2) und Tschechien (Promillegrenze 0,0) mit besonders strengen Promillegrenzen.

Auch die Höhe der verhängten Bußgelder bei Autofahrten unter Alkoholeinfluss sind von Land zu Land höchst unterschiedlich: Während Verkehrssünder in Kroatien mit Bußgeldern ab 95 Euro rechnen müssen, blühen alkoholisierten Fahrern in Dänemark Strafen in Höhe ihres individuellen Nettomonatsverdiensts. In Großbritannien können Bußgelder von umgerechnet bis zu 5.710 Euro eingefordert werden. Besonders strikt werden alkoholisierte Fahrer in Italien und Dänemark bestraft: Wer in Italien mit mehr als 1,5 Promille hinter dem Steuer erwischt wird, muss unter Umständen mit einer Zwangsversteigerung seines Autos rechnen – in Dänemark droht die Zwangsversteigerung ab 2,0 Promille im Blut.

Wer es zu eilig hat, muss tief in die Reisekassa greifen

Verstöße gegen die landesspezifischen Tempolimits können richtig ins Geld gehen: Wer in Italien tagsüber mit bis zu 20 km/h zu schnell unterwegs ist, muss mit einem Strafmaß ab 170 Euro rechnen – zwischen 22:00 Uhr und 7:00 Uhr sind die Bußgelder sogar noch einmal um ein Drittel höher! Am günstigsten kommen Temposünder, die maximal 20 km/h zu schnell fahren, in Deutschland davon. Bei unseren Nachbarn kostet das Bußgeld gerade einmal rund 35 Euro.

Wer mehr als 50 km/h über dem Tempolimit unterwegs ist, muss auch mit wesentlich höheren Strafen rechnen: In Großbritannien zahlen unverbesserliche Raser bis zu 2.890 Euro, in Österreich bis zu 2.180 Euro und in der Schweiz wird ein vom individuellen Monatsverdienst abhängiges Strafmaß mit mindestens 60 Tagessätzen festgelegt. Übrigens: Wer in der Schweiz innerorts mit Tempo 100 erwischt wird, muss mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe rechnen!

Verstöße gegen die Anschnallpflicht können richtig teuer werden

Während die Gurtpflicht in Österreich bereits im Sommer 1976 eingeführt wurde, gilt die europaweite Anschnallpflicht erst seit Mai 2006. Die Höhe des Bußgelds für einen nicht angelegten Sicherheitsgurt beträgt in Großbritannien bis zu 570 Euro, beginnt in Spanien ab 200 Euro, beläuft sich in den Niederlanden auf 140 Euro und in Frankreich auf 135 Euro. Am günstigsten ist diese Verkehrssünde in Polen – hier kostet die Nichterfüllung der Anschnallpflicht gerade einmal rund 25 Euro.

Handys am Steuer sind kein Kavaliersdelikt

Wer ohne Freisprecheinrichtung während der Fahrt telefoniert, SMS schreibt oder seine Navi-App bedient, muss mit saftigen Bußgeldern rechnen. In Großbritannien und den Niederlanden blühen dafür jeweils Strafen in Höhe von 230 Euro. In Dänemark und Spanien kostet das Handy am Steuer 200 Euro, in Italien rund 160 Euro und in Frankreich 135 Euro. Aufgepasst: In Spanien ist selbst das Telefonieren mit Kopfhörern verboten!

Tickets können auch im Urlaub teuer werden

In vielen europäischen Ländern müssen Falschparker mit teilweise empfindlichen Strafen rechnen – häufig werden Parksünder sogar mittels Parkkralle so lange festgehalten, bis das Bußgeld offiziell beglichen wurde. In den Niederlanden beginnt der Bußgeldkatalog für Falschparker ab 90 Euro, in Dänemark ab 70 Euro und in Belgien ab 55 Euro. Am teuersten sind Verstöße gegen Parkbestimmungen mit Strafen von bis zu 200 Euro in Spanien.

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28.04.2017

Zeckenschutzmittel: Nur Gift wirkt, sanfte Mittel bringen wenig

Babesiose, Borreliose, Anaplasmose… Die Liste der gefährlichen Krankheiten, die der Zeck auf Hund oder Katze übertragen kann, wird immer länger. Babesiose, Borreliose, Anaplasmose… Die Liste der gefährlichen Krankheiten, die der Zeck auf Hund oder Katze übertragen kann, wird immer länger.

Zecken können nicht nur auf Menschen viele gefährliche Krankheiten übertragen, sondern auch auf deren liebste Gefährten: Hunde und Katzen. Doch viele Haustierbesitzer fragen sich: wie effektiv sind die verschiedenen Zeckenschutzmittel? Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat die Wirksamkeit von 20 Präparaten getestet, hauptsächlich Halsbänder und Lösungen zum Auftropfen. Das Ergebnis ist klar: die giftigen Mittel wirken, von den sanften haben die meisten nicht einmal abschreckende Wirkung. Details zum Test sind ab 27. April im neuen KONSUMENT und unter konsument.at zu finden.

Babesiose, Borreliose, Anaplasmose… Die Liste der gefährlichen Krankheiten, die der Zeck auf Hund oder Katze übertragen kann, wird immer länger. Durch den Klimawandel treten bereits jetzt in unseren Breiten Erreger auf, die früher auf südlichere Regionen beschränkt waren. Die Notwendigkeit für den Schutz vor Zeckenbissen ist also für Haustiere, die sich auch im Freien aufhalten, groß. Doch durch die Menge der auf dem Markt angebotenen Präparate fühlen sich manche Konsumentinnen und Konsumenten überfordert: welche Mittel sind effizient – und muss ich mein Tier mit Gift in Kontakt kommen lassen oder gibt es ungiftige Alternativen, die ebenso wirken? Um eine schlüssige Antwort darauf geben zu können, hat der Verein für Konsumenteninformation 20 Zeckenschutzprodukte getestet. Darunter befanden sich 7 Halsbänder, 12 Spot-ons und eine Bernsteinkette. 8 von allen untersuchten Präparaten versprachen abtötende, 12 ausschließlich abschreckende Wirkung.

Ein Freiland-Versuch mit Hunden und Katzen kam wegen möglicher Nebenwirkungen und der erwähnten Ansteckungsgefahr nicht in Frage. Daher wurde nur im Labor untersucht. Die Tester griffen dabei nur auf die erwachsenen Weibchen des Gemeinen Holzbocks zurück, denn Nymphen und Larven finden sich seltener auf Hunden und Katzen.

Der VKI-Test zeigt, dass es sehr wohl Mittel gibt, die den gemeinen Holzbock abtöten. Doch sind hier meist Wirkstoffe im Einsatz, die große Aufmerksamkeit des Tierhalters verlangen: durch die Verwendung von Nervengiften ist einerseits eine sehr genaue auf das Körpergewicht des Tieres abgestimmte Dosierung notwendig, andererseits der Kontakt zu Kindern oder anderen Tieren zu vermeiden. Von diesen abtötenden, oft apothekenpflichtigen Mitteln sind 5 schnell wirksam, 1 wirksam und 2 verzögert wirksam.

Auf ungiftige Produkte zurückzugreifen bringt wenig. Denn unter den Präparaten mit lediglich abschreckender Wirkung sind 3 eingeschränkt wirksam und 9 nicht wirksam. Diese Zeckenschutzmittel, mit meist pflanzlichem Wirkstoff, sollten aber trotzdem nicht sorglos verwendet werden: Auch sie können unerwünschte Nebenwirkungen haben.

Das Resümee des VKI nach diesem Test: Die gesündeste und umweltfreundlichste Variante bleibt, das Tier nach dem Aufenthalt im Freien abzusuchen und gegebenenfalls die Zecken abzuklauben. Soll aber ein Zeckenschutzmittel verwendet werden, wäre es sinnvoll, mit dem Tierarzt darüber zu beraten.

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08.03.2018

Warnung vor Gewinnspielen am Urlaubsstrand

Warnung vor Gewinnspielen am Urlaubsstrand Warnung vor Gewinnspielen am Urlaubsstrand

Zurzeit melden sich vermehrt Urlauber bei den Europäischen Verbraucherzentren in Österreich und Deutschland, die unseriösen Verkaufspraktiken mit Urlaubsgutscheinen zum Opfer gefallen sind. Die schon aus Gran Canaria bekannte Masche hat nun auch Madeira erreicht.

Urlauber werden auf der Straße angesprochen, erhalten ein Los und haben sofort gewonnen. Wer den „Gewinn“ einlösen möchte, wird in ein Taxi verfrachtet, um angeblich an einer kurzen Führung durch eine traumhaft schöne Luxushotelanlage teilzunehmen. Dass der „Gewinn“ dort gebührend mit Sekt begossen wird, versteht sich von selbst. Wer sich darauf einlässt, erlebt sein blaues Wunder, denn vor Ort ist alles anders: In stundenlangen Verkaufsgesprächen werden die Urlauber dazu gedrängt, einen Gutschein für den Aufenthalt in einem Luxusappartement zu kaufen. Der anfangs hohe Preis der „Urlaubspaket-Vereinbarung“ wird so lange nach unten korrigiert, bis die Opfer tatsächlich an ein einmaliges Schnäppchen glauben. Zeit, den Vertrag in Ruhe durchzulesen, das Angebot durchzurechnen oder eine Nacht darüber zu schlafen, bleibt keine. Nach der Unterschrift muss sofort eine Anzahlung von circa 1.000 Euro geleistet werden. Urlauber berichten, dass sie dafür sogar persönlich zum Geldautomaten eskortiert wurden.

Mit diesen Nachteilen ist bei Urlaubsgutscheinen zu rechnen:

Selbst wenn mündlich eine längere Laufzeit zugesagt wurde, die Verträge laufen meist nur ein Jahr. Die Folgen: Bei Verträgen bis zu einem Jahr darf das Unternehmen eine sofortige Anzahlung verlangen. Und die Opfer haben nicht das Recht, den Vertrag binnen 14 Tagen zu widerrufen. So soll die europäische Timeshare-Richtlinie umgangen werden.

Wenn die Urlaubszertifikate „begrenzte Verfügbarkeiten“ beinhalten, ist es möglich, dass Sie das gebuchte Appartement nicht zur gewünschten Zeit nutzen können.

Das Geld hat auch verloren, wer den Gutschein – warum auch immer – nicht einlösen kann.

Urlaubspaket-Vereinbarungen bieten keinen Schutz vor Reisemängeln.

Oft ist der Preis viel zu hoch. Denn Flug, Transfer und Verpflegung kommen extra hinzu.

Wie können Sie sich schützen?

Zeigen Sie Tricksern, die Ihnen ein Los andrehen wollen, die kalte Schulter.

Wenn Sie doch in eine Verkaufsveranstaltung geraten sind: Unterschreiben und zahlen Sie nichts! Bestehen Sie darauf, wieder zurückgebracht zu werden. Scheuen Sie sich nicht, die Polizei zu verständigen, falls Sie gegen Ihren Willen festgehalten werden.

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22.01.2018

Jagdhunde könnten versteckte Überträger der Infektionskrankheit Tularämie sein

Jagdhunde könnten versteckte Überträger der Infektionskrankheit Tularämie sein Jagdhunde könnten versteckte Überträger der Infektionskrankheit Tularämie sein

Tularämie, die auch als „Hasenpest“ bezeichnet wird, ist eine für Wildtiere, wie Hasen, Wildkaninchen oder Nagetiere, zumeist tödlich verlaufende Krankheit. Als Zoonose stellt sie jedoch auch für den Menschen ein hohes Gesundheitsrisiko dar. Ausgelöst wird sie durch unterschiedliche Subtypen des bakteriellen Erregers Francisella tularensis, der durch saugende und stechende Insekten, sowie direkt über kontaminiertes Heu und infiziertes Blut oder andere Flüssigkeiten übertragen werden kann. Auch rohes Fleisch erkrankter Wildtiere birgt ein hohes Ansteckungsrisiko durch die Erreger, die unter anderem auch Hunde befallen können.

Jagdhunde in Österreich regelmäßiger infiziert als gedacht

Da die Vierbeiner jedoch zumeist ohne Sekundärerkrankungen keine oder kaum Symptome sowie eine hohe natürliche Resistenz gegen eine geringe Menge an Bakterien zeigen, werden sie in Studien kaum berücksichtigt. Dennoch gibt es Theorien, dass Hunde als ein Zwischenwirt und damit als weiteres Ansteckungsreservior dienen könnten. Und, vor allem bei Jagdhunden, die ähnlich wie Jägerinnen und Jäger, direkt mit infizierten Wildtieren, etwa beim Apportieren, in Kontakt kommen, ist die Frage berechtigt, wie regelmäßig sich gerade diese Vierbeiner mit den Erregern anstecken.

WissenschafterInnen des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Vienna untersuchten daher nun erstmals das Blut 80 österreichischer Jagdhunde aus Landesgebieten, in denen die Tularämieerreger regelmäßig vorkommen. „Nach zwei unabhängigen Analysen konnten wir fünf Hunde als eindeutig positiv identifizieren“, sagt Erstautorin Annika Posautz. Damit konnte gezeigt werden, dass die Anzahl an Hunden in den österreichischen Gebieten, in denen die Hasenpest endemisch ist, sprich regelmäßig vorkommt, häufiger infiziert werden.

Ansteckungsrisiko durch infizierte Hunde möglich, aber unbestätigt

„Die Quote von etwa sieben Prozent verdeutlicht, dass es auch regelmäßig zur Infektion von Jagdhunden kommen kann. Als Träger des Erregers, selbst ohne Symptome, könnten die Tiere auch als unerwarteter Überträger in Frage kommen“, so Posautz weiter. Dafür fehlt laut den Forschenden aber noch ein eindeutiger wissenschaftlicher Beweis. Auch Faktoren wie das Alter, junge Hunde könnten zu Ausbildungszwecken etwa häufiger mit kontaminiertem Wild in Kontakt kommen, müssen allerdings genauso wie die Frage, ob die Vierbeiner ein Ansteckungsrisiko für Menschen sind, erst durch weitere Studien analysiert werden.

Getestet wurde das Blut mit zwei unterschiedlichen Agglutinationstests, um auf Antigene auf der Oberfläche der Erreger oder durch das Immunsystem gebildete Antikörper rückschließen zu können. „Bei diesen Nachweisverfahren bewirkt man gezielt eine Verklumpung dieser Merkmale, die damit unter dem Mikroskop sichtbar werden. Bei Verdacht auf eine Tularämieerkrankung ist es notwendig, mehr als nur einen dieser Tests durchzuführen, da es auch zu Kreuzreaktionen mit anderen Erregern kommen kann. Sind alle Tests positiv, kann die Erkrankung eindeutig bestätigt werden. Das war bei fünf Tieren der Fall“, so die Forscherin.

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05.12.2017

3,5 Millionen Österreicher engagieren sich 2017 freiwillig

Rund 3,5 Millionen Menschen oder 46% der über 15-Jährigen in unserem Land sind Tag für Tag freiwillig und unentgeltlich aktiv. Sie unterstützen gemeinnützige Organisationen ehrenamtlich, engagieren sich in Vereinen oder helfen in der Nachbarschaft. Die Bewältigung von gesellschaftlichen Herausforderungen wie Katastrophenschutz, Kinderhilfe oder Altenbetreuung wäre ohne sie nicht denkbar. Der Fundraising Verband sagt DANKE an Österreichs Freiwillige! Anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamts diskutierten Experten heute in Wien über die Zukunft des Freiwilligenwesens und was es von der neuen Bundesregierung für eine nachhaltige Sicherung des Sektors braucht.

Zusätzlich zu ihren Geldspenden engagieren sich die Österreicherinnen und Österreich auch sehr gerne freiwillig. Fast die Hälfte der österreichischen Bevölkerung ist ehrenamtlich tätig. Damit leisten Freiwillige das Äquivalent von rund 200.000 Vollzeitarbeitsplätzen. Am häufigsten engagieren sich Menschen zwischen 50 und 59 Jahren, gefolgt von den über 60-jährigen.

„"Das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Menschen hierzulande bildet das Rückgrat unserer Gesellschaft. Im Namen aller gemeinnützigen Organisationen möchte ich herzlich DANKE sagen!"“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband Österreichs Spendenorganisationen, beeindruckt.

Unternehmen engagieren sich vermehrt durch Corporate Volunteering

Immer mehr Unternehmen nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr und unterstützen gemeinnützige Initiativen und Organisationen auch in Form von Zeitspenden. Im Rahmen solcher Corporate Volunteering-Partnerschaften fördern Unternehmen ihre MitarbeiterInnen dabei, sich in- oder außerhalb der Arbeitszeit für eine gemeinnützige Organisation zu engagieren. Nicht nur Non-Profit Organisationen, sondern auch Unternehmen profitieren von diesem Konzept wesentlich, insbesondere im Bereich der Personalentwicklung. Außerdem fördert das soziale Engagement die Mitarbeiterzufriedenheit und die Identifikation mit dem Unternehmen. Als Geburtsstätte des Corporate Volunteerings gelten die USA. In Österreich sind zwar bereits rund 36 % der Unternehmen in diesem Bereich aktiv, allerdings besteht noch viel Potenzial.

„Wirtschaft hilft!“-Awards werden erstmals für Corporate Volunteering vergeben

Mit dem Ziel, das Bewusstsein österreichischer Unternehmerinnen und Unternehmer für gemeinnütziges gesellschaftliches Engagement weiter zu stärken, holt die „Aktion Wirtschaft hilft!“ zum vierten Mal die kreativsten Unternehmensspender vor den Vorhang. Als Höhepunkt der Initiative werden im Frühjahr 2018 die „Aktion Wirtschaft hilft! Awards“ vergeben. Zum ersten Mal wird der Award auch in der Kategorie „Corporate Volunteering“ für herausragende betriebliche Freiwilligenprogramme und Zeitspenden verliehen. Bis 19. Jänner 2018 können Spendenprojekte eingereicht oder vorgeschlagen werden. Alle Informationen unter: http://www.wirtschaft-hilft.at

Engagement der neuen Bundesregierung im Freiwilligenwesen gefordert

Die zukünftigen Herausforderungen und Chancen für das Ehrenamt waren die Themen der heutigen Konferenz zum Internationalen Tag der Freiwilligen in Wien mit ExpertInnen aus zahlreichen gemeinnützigen Organisationen. Dabei wurde auch gemeinsam formuliert, was es seitens der nächsten Bundesregierung braucht, um das Freiwilligenwesen in Österreich weiter auszubauen. In der von der britischen Stiftung CAF durchgeführten Umfrage zum Thema Engagement rangiert Österreich in der Kategorie Freiwillige weltweit auf Platz 33. Innerhalb Europas liegt Österreich im Mittelfeld an zehnter Stelle. Trotz der 3,5 Millionen ehrenamtlich Tätigen, spielte der ehrenamtliche Sektor in der Politik bislang nur eine untergeordnete Rolle. Aufgabe der kommenden Regierung wird es sein, notwendige Entwicklungsschritte wie den dringenden Ausbau der Infrastruktur durch Freiwilligenzentren und -messen, eine nationale Validierung der im Freiwilligeneinsatz erworbenen Qualifikationen sowie die Bereitstellung einer Unfall- und Haftpflichtversicherung für alle ehrenamtlichen Tätigkeiten in Österreich schnellstmöglich umzusetzen.

„"Neue Freiwillige zu gewinnen wird für NPOs immer schwieriger, was bereits teilweise zu Leistungsengpässen führt. Nur eine konsequente und engagierte Freiwilligenpolitik und die dringend notwendige Entbürokratisierung des Gemeinnützigkeitsgesetzes kann das soziale Rückgrat unserer Gesellschaft sicherstellen."“, warnt Günther Lutschinger.

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07.05.2018

Missbrauch an Minderjähriger durch Priester ist keine “freiwillige Beziehung“

Aus unzähligen Fällen von sexuellem Missbrauch ist die Strategie der katholischen Kirche hinreichend bekannt: Vertuschung, und falls dies nicht mehr funktioniert: Bagatellisierung und Verweigerung von Verantwortung. Aus unzähligen Fällen von sexuellem Missbrauch ist die Strategie der katholischen Kirche hinreichend bekannt: Vertuschung, und falls dies nicht mehr funktioniert: Bagatellisierung und Verweigerung von Verantwortung.

Aus unzähligen Fällen von sexuellem Missbrauch ist die Strategie der katholischen Kirche hinreichend bekannt: Vertuschung, und falls dies nicht mehr funktioniert: Bagatellisierung und Verweigerung von Verantwortung. So geschieht es nun auch im von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt aufgedeckten Fall von Clara D., die von einem Priester geschwängert wurde. Mit 16 wurde sie laut ihren Angaben von Kaplan V. in der Klosterschule im Beichtstuhl zum Oralverkehr gezwungen und dann über längere Zeit missbraucht. Mit 17 war sie schwanger, da wurde sie – nach ihren Angaben - genötigt, die Zwillinge zur Adoption freizugeben.

Täter-Opfer Umkehr

Doch die Erzdiözese Wien, die bereits damals, 1995, in die Vertuschung involviert gewesen zu sein scheint, bezeichnet nun die Geschehnisse als "Affäre" und deutet an, das Mädchen selbst hätte den Kaplan verführt - die Handlungen seien daher auch nicht strafbar gewesen. "Wir machen uns Sorgen um tausende Kinder in kirchlichen Schulen, wenn Kardinal Schönborn nichts dabei findet, dass ein Beichtvater eine minderjährige Schülerin schwängert" so Plattform-Sprecher Sepp Rothwangl. Das als “Affäre“ zu verharmlosen, sei eine zynische Täter-Opfer Umkehrung, denn es gehe um Ausnützung eines Autoritätsverhältnisses bei einem vorbelasteten jungen Mädchen. Die damals Minderjährige hatte bereits eine Missbrauchsvorgeschichte, die im katholischen Erziehungsheim bekannt war.

Hat Schönborn Mädchen zur Adoptionsfreigabe gedrängt?

"Wenn der Kardinal jetzt ankündigt, der Frau helfen zu wollen, dann ist das eine reichlich späte Einsicht", so Rothwangl. Immerhin sei er persönlich involviert: Die damals Minderjährige sagt ja aus, dass Schönborn persönlich sie 1995 zur Adoptionsfreigabe gedrängt habe. Wenn der Kardinal weiter behauptet, der Priester hätte sich nie mehr mit „Minderjährigen“ etwas zu schulden kommen lassen, bleibt hier Raum für Spekulationen. "Zumindest hat er Clara nach ihren Angaben nochmals geschwängert, was zu einer Drillingsschwangerschaft führte. Unerträglich sei auch, dass der Mann weiterhin für die Kirche tätig sein durfte, bis heute sogar Jugendliche betreut.

Plattform lässt strafrechtliche Relevanz prüfen

Die Plattform prüft jetzt die strafrechtliche Dimension des aktuellen Falls, insbesondere auch, was die Angaben des Opfers bzgl. der erzwungenen Eizellentnahme betrifft. Die Betroffene berichtet sie und andere Schülerinnen hätten monatlich zu "schmerzhaften Untersuchungen" zu einem Gynäkologen gezwungen worden. Dieser hätte die Entnahme von Eizellen bestätigt, mit der Begründung „auch andere Frauen möchten Kinder“. Ferner wurden lt. Clara sie und andere Mädchen gezwungen, täglich Hormontabletten einzunehmen. Eine hormonelle Stimulation der Eierstöcke würde auch die absolut ungewöhnlichen zwei Mehrlingsschwangerschaften innerhalb eines Jahres bei der jungen Frau erklären (Zwillingsschwangerschaft, mit 17 Jahren mittels Kaiserschnitt entbunden, Drillingsschwangerschaft im Alter von 18 Jahren beendet).

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06.03.2018

Autarke, solare LED-Außenleuchten für Schweinfurt

Punktgenau zum Schichtwechsel bei ZF in Schweinfurt leuchten die solaren Lichtlösungen von LEDON mit höchster Intensität. Punktgenau zum Schichtwechsel bei ZF in Schweinfurt leuchten die solaren Lichtlösungen von LEDON mit höchster Intensität.

CO2-neutrale Parkplatzbeleuchtung für E-Mobility-Division von ZF

Die E-Mobility-Division des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen lässt ihren Firmenparkplatz in Schweinfurt ausschließlich mit Sonnenenergie beleuchten. Die autarke, solare Leuchte LEDIVA des österreichischen LED-Anbieters LEDON sorgt beim Schichtwechsel für die passende Helligkeit. Das in Schweinfurt realisierte Projekt ist für LEDON ein wichtiger Meilenstein bei der Einführung der neuen Technologie.

ZF Friedrichshafen, einer der weltweit größten Automobilzulieferer, bündelt seine Aktivitäten in der Elektromobilität seit Anfang 2016 in Schweinfurt. Das Unternehmen hatte dort einen Parkplatz zwischen Autobahn, Baggersee und Kleingartensiedlung zu beleuchten.

Die Wahl fiel auf die im vergangenen Jahr präsentierte LEDIVA. Die autarke Außenleuchte des österreichischen LED-Anbieters LEDON setzt Maßstäbe: Die Energieversorgung erfolgt autark über monokristalline Solarzellen und eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie. Die Photovoltaik-Module sind im Aluminiummast integriert, der durch sein markant dreieckiges Profil besticht. Die Leuchte lässt sich je nach Tageszeit und Umgebungslicht intelligent steuern.

Zur richtigen Zeit punktgenaues Licht aus Sonnenenergie

Das Kommen und Gehen am etwa 6.000 Quadratmeter großen ZF-Parkplatz ist naturgemäß beim Schichtwechsel am stärksten. Daher wurden die 19 LEDIVA-Leuchten so programmiert, dass sie zwischen 4 und 6 sowie zwischen 20 und 22 Uhr den größten Teil ihrer Lichtleistung abgeben. Gleichzeitig werden Energieverbrauch und Lichtverschmutzung zu Zeiten mit geringer Frequenz minimiert.

Neben Funktionalität und Design überzeugte die ZF-Verantwortlichen die zukunftsweisende Idee der neuen Beleuchtungslösung: „Eine Beleuchtung, die komplett ohne Energiezufuhr aus dem Stromnetz und gleichzeitig wartungsfrei über Jahre ihren Dienst versieht, ist für unseren Zweck ideal“, äußert sich ZF-Standortleiter Hans-Jürgen Schneider zufrieden.

Für LEDON-Geschäftsführer Reinhard Weiss ist das Projekt in Schweinfurt ein wichtiger Meilenstein bei der Einführung der neuen Technologie: „Diese Umsetzung zeigt deutlich, dass es nicht um Produkte, sondern um Lösungen geht.“ Über den prominenten Neukunden zeigt sich Weiss erfreut: „Mit ZF haben wir einen Technologiekonzern mit 137.000 Mitarbeitern von der Logik und Qualität unseres Konzepts überzeugen können.“

Klimaneutrale Außenbeleuchtung

Als Mitglied des Klimaneutralitätsbündnisses 2025 in Vorarlberg kompensiert LEDON die gesamten, durch seine Geschäftstätigkeit entstandenen CO2-Emissionen. Dieses freiwillige Klimaschutz-Engagement gilt auch für Produkte im Bereich der solaren Außenbeleuchtung. Um die CO2-Neutralität sicherstellen, wurde für die LEDIVA-Leuchte die Ökobilanz über ihren gesamten Lebenszyklus, von der Herstellung bis zur Entsorgung, ermittelt. So können die verursachten CO2-Emissionen komplett und nachweislich kompensiert werden.

Weitere Informationen:

ledon-solarlighting.com

Factbox LEDON

Die LEDON GmbH wurde 2009 gegründet. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt professionelle LED-Lichtlösungen, beispielsweise für Gewerbe, Wohnbau, Hotellerie und Industrie. Darüber hinaus verfügt LEDON über ein Sortiment an haushaltsüblichen LED-Leuchtmitteln. Zuletzt wurde im Jahr 2017 das Geschäftsfeld der autarken, solaren Außenbeleuchtung gegründet.

Das Unternehmen mit rund 30 Mitarbeitern hat seinen Sitz in Lustenau (Vorarlberg/Österreich). Geschäftsführer ist Reinhard Weiss. Der Vertrieb von LEDON LED-Lichtlösungen erfolgt über eigene Mitarbeiter sowie ausgewählte Vertriebspartner in zahlreichen Ländern Europas.

Rückfragehinweis für Redaktionen:

LEDON GmbH, Erik Nielsen, Tel. +43 5577 21550 — 327, Mail erik.nielsen@ledon.at

Pzwei. Pressearbeit, Werner F. Sommer, Tel. +43 699 10254817, Mail werner.sommer@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: Volker Lau/LEDON
20.02.2018

Übertragung der Schneeräumpflicht erfordert regelmäßige Kontrolle

Übertragung der Schneeräumpflicht erfordert regelmäßige Kontrolle Übertragung der Schneeräumpflicht erfordert regelmäßige Kontrolle

Grundstückseigentümer sind verpflichtet, Gehsteige und Gehwege entlang ihrer gesamten Liegenschaft in der Zeit von 6 bis 22 Uhr von Schnee und Verunreinigungen wie Laub zu säubern. Bei Schnee und Glatteis muss zusätzlich gestreut werden. „Das gilt auch, wenn kein Gehsteig vorhanden ist“, erklärt Johannes Loinger, Vorstandsvorsitzender der D.A.S. Rechtsschutz AG. „Liegenschaftseigentümer sind auch in diesen Fällen dazu verpflichtet, den Straßenrand in der Breite von einem Meter zu säubern und zu bestreuen. Die Räumpflicht gilt auch an Sonn- und Feiertagen. Wenn allerdings das Räumen durch extreme Wetterverhältnisse praktisch nutzlos ist, so muss nicht ununterbrochen geräumt werden“, so Loinger weiter.

Übertragung der Schneeräumpflicht, jedoch mit Kontrolle

Der Vermieter kann seine Verpflichtung, den Schnee zu räumen und Salz zu streuen, vertraglich im Mietvertrag auf den Mieter überwälzen. Das entbindet den Vermieter aber nicht von allen Pflichten. Er muss weiterhin kontrollieren, ob der Gehweg ordnungsgemäß gesäubert wurde und muss dem Mieter geeignete Mittel zur Durchführung der Arbeit zur Verfügung stellen.

Wer nicht selbst dazu kommt, den Schnee vor dem eigenen Haus zu beseitigen, hat die Möglichkeit, ein Schneeräumungsunternehmen zu beauftragen. Auch in diesem Fall sollte der Grundstückseigentümer ab und zu kontrollieren, ob der Gehsteig ordnungsgemäß gesäubert wird.

„Zusätzlich ist es ratsam, den konkreten Haftungsumfang vertraglich genau festzuhalten, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden. Verträge, in denen Schneeräumdienste nur im Rahmen ihrer Kapazitäten säubern oder streuen müssen, reichen nicht für eine Haftungsbefreiung des Grundstücksbesitzers oder Weghalters aus“, weiß Loinger.

Eigentümer von Bäumen haftet für mögliche Schäden

In der kalten Jahreszeit sind Bäume stärkerer Witterung durch Schnee und Eis ausgesetzt. Bäume sollten daher in regelmäßigen Abständen einer Kontrolle durch ihre Eigentümer unterzogen werden. Der Eigentümer eines Baumes haftet für Schäden, die auf mangelnde Beschaffenheit etwa durch Beschädigung, Fäulnis oder Krankheit zurückzuführen sind. „Bei unvorhersehbaren Naturereignissen wie Blitzschlag oder Sturm haftet der Eigentümer nicht. Vorausgesetzt, er ist seiner Sorgfaltspflicht im Vorfeld nachgekommen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende.

Geldstrafen und Schadenersatzpflichten drohen bei Missachtung

Wer seinen Pflichten als Eigentümer oder Mieter nicht nachkommt, muss mit Geldstrafen rechnen. Kommt ein Fußgänger durch einen nicht geräumten Gehweg oder einen herunterfallenden Ast zu Schaden, können enorme Schadenersatz- und Schmerzensgeldforderungen entstehen. Darüber hinaus kann ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung drohen. „Im Falle eines Unfalls sollten Grundstückseigentümer den Zustand des Gehsteigs oder des Baumes zu Beweiszwecken dokumentieren“, rät der Vorstandsvorsitzende.

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09.07.2017

Wrabetz legt Jungmitarbeitern Abgang nahe

„profil“: ORF-Angebot an „Jungaussteiger“ „profil“: ORF-Angebot an „Jungaussteiger“

Das Nachrichtenmagazin „profil“ berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über bisher unbekannte Pläne der ORF-Führung, nicht nur bei älteren, sondern auch bei jüngeren Mitarbeitern einzusparen. In einem vergangene Woche von Generaldirektor Alexander Wrabetz und Finanzdirektor Andreas Nadler verschickten E-Mail an die Belegschaft findet sich neben anderen „freiwilligen Personal-Maßnahmen“ wie „Handshake-Angebot“ oder „Altersteilzeit“ auch ein „Angebot für Jungaussteiger/innen“.

Dieses richtet sich laut dem „profil“ vorliegenden Mail an „Mitarbeiter/innen, für deren Lebensplanung die Beendigung des Dienstverhältnisses mit dem ORF schon vor der Pensionierung attraktiv erscheint“ und beinhaltet „die Möglichkeit, mithilfe einer finanziellen Unterstützung neue Wege zu beschreiten“. Wie Wrabetz und Nadler schreiben, drohe dem ORF vor allem aufgrund der steigenden Personalkosten „eine extreme wirtschaftliche Schräglage“. Bis 2021 soll der Personalstand des Unternehmens um 300 Stellen reduziert werden.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: SPÖ Presse und Kommunikation - Frühjahrstagung 2016, CC BY-SA 2.0
15.01.2018

i+R Lehrlinge sammeln für Lebenshilfe

Soziales Engagement: Die Lehrlinge Samuel Brenner und Serife Polat übergeben stellvertretend für alle i+R-Lehrlinge die Spende an Lebenshilfe-Geschäftsführerin Michaela Wagner-Braito. Soziales Engagement: Die Lehrlinge Samuel Brenner und Serife Polat übergeben stellvertretend für alle i+R-Lehrlinge die Spende an Lebenshilfe-Geschäftsführerin Michaela Wagner-Braito.

Nachwuchskräfte des Bauunternehmens initiierten Spendenaktion

Großes soziales Engagement zeigten die Lehrlinge der Lauteracher i+R Gruppe: Bei der Weihnachtsfeier für 550 Mitarbeiter, die die Nachwuchskräfte erstmals organisierten, starteten sie eine Spendenaktion. Bargetränke verkauften sie zum Unkostenbeitrag und kamen auf ein Ergebnis von 3500 Euro, das die Firmeneigentümer verdoppelten. Die Spende von 7000 Euro übergaben die Lehrlinge nun der Lebenshilfe Vorarlberg.

Eine Weihnachtsfeier für die Mitarbeiter der i+R Gruppe zu organisieren, ist eine große Aufgabe. Erstmals erhielten die i+R-Lehrlinge diesen Auftrag. Bereits traditionell arbeiteten sie dabei mit der Lebenshilfe zusammen: Holzdekoration, Christbaumschmuck und die Verpackung für Weihnachtsgeschenke wurden von den Beschäftigten des sozialen Unternehmens gemacht.

Zudem hatten die Lehrlinge die Idee, das Gute mit dem Nützlichen zu verbinden: Für die Getränke an der Bar hoben sie einen Unkostenbeitrag ein, um die Arbeit der Lebenshilfe zu unterstützen. Zusammengekommen ist die stolze Summe von 3.500 Euro, die von den Firmeneigentümern Joachim Alge und Reinhard Schertler verdoppelt wurde. Zwei der engagierten Lehrlinge übergaben die Spende von 7.000 Euro im Jänner an die Lebenshilfe Vorarlberg.

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

i+R Gruppe GmbH, Olga Flatz, Telefon +43/5574/6888-2521, Mail o.flatz@ir-gruppe.at

Pzwei. Pressearbeit, Mag. Daniela Kaulfus, Telefon +43/699/19259195, Mail daniela.kaulfus@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: i+R Gruppe
27.09.2017

Aktuelle Umfrage: Leistbares Wohnen?

Die Mehrheit der Österreicher (58 Prozent) nimmt wahr, dass der Anteil der Wohnkosten am Haushaltsbudget in den letzten fünf Jahren gestiegen ist. Die Mehrheit der Österreicher (58 Prozent) nimmt wahr, dass der Anteil der Wohnkosten am Haushaltsbudget in den letzten fünf Jahren gestiegen ist.

Die Mehrheit der Österreicher (58 Prozent) nimmt wahr, dass der Anteil der Wohnkosten am Haushaltsbudget in den letzten fünf Jahren gestiegen ist. 21 Prozent sprechen sogar von einem starken Anstieg der Wohnkosten. Dies gilt vor allem für die Bundeshauptstadt Wien sowie für Österreicher mit Pflichtschulabschluss oder einem Haushaltsnettoeinkommen unter 2.000 Euro. Die Hälfte der Befragten gibt an, sich bei anderen Ausgaben bewusst einzuschränken, um sich das Wohnen leisten zu können. Das gilt besonders stark für Single-Haushalte.

Besorgt sind die Österreicher beim Blick aufs „große Ganze“: 88 Prozent stimmen der Aussage zu, dass sich „durch die Entwicklung der Immobilienpreise viele Österreicher das Wohnen bald nicht mehr leisten können.“ Vor allem die Wiener und Tiroler sehen dies so. Dementsprechend wünschen sich 9 von 10 (92 Prozent), und dies unabhängig vom eigenen Haushaltsnettoeinkommen, dass Staat und Gemeinden in Vorlage treten und sich bemühen, dass Wohnen leistbar bleibt oder leistbarer wird, Frauen mehr als Männer (96 versus 89 Prozent).

In Bezug auf die eigene Wohnsituation zeigen sich die Österreicher aber optimistisch: 9 von 10 denken, dass sie sich die aktuelle Bleibe auch zukünftig leisten können (46 Prozent sicher, 44 Prozent eher schon). In Wien sind sogar 95 Prozent „frohen Mutes“. Es sind eher die Jungen und die Frauen, die sich hier ängstlicher zeigen. Ein Fünftel der jungen Generation der 18- bis 29-Jährigen stimmt überdies der Aussage „Ich habe große Angst, dass ich mir Wohnen künftig nicht mehr leisten kann“ sehr zu, bei den Frauen liegt der Anteil bei 15 Prozent.

Können sich die Österreicher ein Eigenheim noch leisten?

Ob man in Österreich eine leistbare Wohnung findet, wenn man eine solche sucht - diese Frage polarisiert die Österreicher. 44 Prozent stimmen der Aussage sehr oder eher zu, 56 Prozent eher nicht oder überhaupt nicht. Vor allem die Wiener, Salzburger und Tiroler, in den Bundesländern mit höheren Immobilienpreisen, zeigen sich hier weit kritischer als Restösterreich. Was die Leistbarkeit oder Nicht-Leistbarkeit eines Eigenheimes anlangt, ist man sich einigermaßen einig: 81 Prozent finden, dass man sich als Normalsterblicher den Kauf eines Eigenheimes praktisch nicht mehr leisten kann. Auch hier zeigen sich Wiener und Tiroler kritischer als der Bundesschnitt.

Dies ist ein Thema, das die Österreicher bewegt: Immerhin 72 Prozent wünschen sich eigene vier Wände, vor allem Familien (82 Prozent), sowie Steirer und Tiroler (85 Prozent) und Niederösterreicher (80 Prozent). In Wien ist der Wunsch nach dem Eigenheim traditionell schwächer ausgeprägt (51 Prozent). Für mehr als die Hälfte der Österreicher (55 Prozent) gehört der Bau oder Kauf einer Immobilie zu einem gelungenen Leben dazu, besonders für die jüngeren und für die älteren Generationen.

Über die Umfrage:

Für die Umfrage hat das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Integral im Auftrag von ImmobilienScout24 1.000 Österreicher/innen zwischen 18 und 69 Jahren im September 2017 bevölkerungsrepräsentativ in einer Onlineumfrage befragt.

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22.11.2017

Enorme Preisunterschiede bei Online-Ticketshops

Das Internet macht‘s möglich, mit ein paar Klicks scheint alles geregelt. Das Internet macht‘s möglich, mit ein paar Klicks scheint alles geregelt.

Robbie Williams live in London erleben, den Jubel beim Finale der Eishockey-WM in Dänemark spüren oder einmal Anna Netrebko in der Staatsoper genießen – solche Wünsche lassen sich heute ganz einfach und bequem verwirklichen. Das Internet macht‘s möglich, mit ein paar Klicks scheint alles geregelt. Dass es in der Praxis nicht ganz so reibungslos abläuft, zeigen die zahlreichen Beschwerden, die im Beratungszentrum des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) eingehen. Der Ärger reicht von nicht erhaltenen oder gefälschten Tickets bis hin zu unverschämten, nicht nachvollziehbaren Gebühren und überhöhten Preisen. Bei Letzterem hat der VKI die Probe aufs Exempel gemacht. Für neun Veranstaltungen wurden Preise und Gebühren bei fünf verschiedenen Online-Anbietern verglichen. Den vollständigen Bericht gibt es in der Dezemberausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und auf www.konsument.at.

Der Verein für Konsumenteninformation hat in seiner Erhebung die Preise von neun Veranstaltungen aus dem Kultur- und Unterhaltungsbereich abgefragt, einschließlich der Gebühren für die unterschiedlichen Optionen der Kartenzustellung. Die Preisunterschiede, die sich zwischen den Ticket-Plattformen ergaben, waren immens. So schwankten beispielweise die Preise für ein Konzert von Andreas Gabalier in der Stadthalle Graz zwischen 49,90 und 110,20 Euro. Die Konzertkarten von „Nothing But Thieves“ in der Arena Wien kosteten bei einem Anbieter knapp über 20 Euro, bei einem anderen hingegen mit rund 66 Euro mehr als das Dreifache. Auch bei den Gebühren für die Übermittlung der Tickets zeigte sich Skurriles. So berechnete z. B. ein Anbieter eine Gebühr von 2,50 Euro dafür, dass sich der Kunde die Tickets mit seinem eigenen Drucker selbst ausdruckt.

„Nach unserer Einschätzung ist es in den meisten Fällen am günstigsten und sichersten, wenn man direkt beim Veranstalter eines Events nach einem Ticketshop sucht“, sagt VKI-Projektleiter Kevin Zimmermann. „Vermeiden sollte man dagegen besser sogenannte Sekundäranbieter wie z. B. Viagogo, Seatwave, StubHub oder Onewayticket. Diese Plattformen werben damit, dass dort Fans ihre Karten an andere Fans verkaufen können. Häufig ist bei diesen Plattformen nicht klar ersichtlich, wer die Karten eigentlich anbietet. Nicht selten wird dort auch auf Kartenpreise spekuliert – und das kann zu stark überteuerten Tickets führen. Zudem sind die Gebühren dieser Plattformen extrem hoch und oft erst im letzten Moment vor dem Kauf ersichtlich. Das hat auch schon eine Klage der australischen Konsumentenorganisation (ACCC) gegen Viagogo wegen unseriöser Geschäftspraktiken zur Folge gehabt“, so Kevin Zimmermann weiter. „Falls sich beim Veranstalter kein Ticket‑Shop finden lässt, empfiehlt es sich, vor dem Kauf zu überprüfen, ob der gewählte Anbieter ein Impressum mit vollständiger Postanschrift und Kontaktdaten sowie die AGB auf der Website hat. Zudem ist es hilfreich, nach Erfahrungsberichten im Internet zu suchen, um zu sehen, was andere Konsumenten über den Shop schreiben.“

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05.05.2017

i+R legt Zentrumsentwicklungs-Projekt in Weiler zurück

Auf dieser Liegenschaft im Zentrum von Weiler waren rund 30 Wohnungen und Gewerbeflächen geplant. Der Bauträger i+R Wohnbau zieht sich nun aus dem Projekt zurück. Auf dieser Liegenschaft im Zentrum von Weiler waren rund 30 Wohnungen und Gewerbeflächen geplant. Der Bauträger i+R Wohnbau zieht sich nun aus dem Projekt zurück.

Ausstieg der Raiffeisen und Unstimmigkeit mit der Gemeinde verhindern Weiterentwicklung

Seit 2011 arbeiteten der Lauteracher Projektentwickler i+R Wohnbau, die Gemeinde Weiler, die Raiffeisenbank Vorderland und der Lebensmittelmarkt Mangold an der Entwicklung des Zentrums in Weiler. Nach dem Rückzug der Raiffeisenbank im vergangenen Dezember und Differenzen mit der Gemeinde in Bezug auf die Nutzungen des Quartiers zieht sich nun auch die i+R aus dem Projekt zurück.

Rund 30 Wohnungen sowie Gewerbeflächen sollten das Zentrum der Gemeinde Weiler beleben. Der Siegerentwurf aus dem Architekturwettbewerb im Jahr 2014 sah drei Gebäude auf den Liegenschaften von Raiffeisenbank, Gemeinde und Lebensmittelhändler Mangold vor. Die Nutzungen waren fixiert. Die Gebäude an der Walgaustraße sollten gewerbliche Nutzungen in den Erdgeschossen sowie Eigentums- und Mietwohnungen in den Obergeschossen; das Gebäude in zweiter Linie zur Hauptstraße sollte hochwertige Eigentumswohnungen beherbergen.

„Die Entwicklung des Immobilienprojektes war im Herbst vergangenen Jahres soweit abgestimmt, dass im nächsten Schritt die Planungen für eine Baueinreichung begonnen hätten, als sich völlig unerwartet die Raiffeisenbank Vorderland aus dem Projekt zurückzog“, schildert Alexander Stuchly, Geschäftsführer des Bauträgers i+R Wohnbau, der für die Entwicklung und Realisierung des Projekts verantwortlich war.

Die Lösungsansätze für die neue Konstellation gestalteten sich schwierig: Die verbliebenen Partner waren mit einer plötzlich drastisch gestiegenen Ablösesumme für das Raiffeisengrundstück konfrontiert. Für einen privaten Bauträger wäre kein wirtschaftlich rentables Wohnprojekt zu realisieren gewesen. „Aber auch unseren Vorschlag, einen gemeinnützigen Bauträger mit ins Boot zu nehmen und so zusätzlichen leistbaren Wohnraum in der Gemeinde zu bieten, hat der Gemeindevorstand kurzerhand abgelehnt“, erläutert Stuchly. Da auf dieser Basis keine weitere Projektentwicklung möglich sei, habe die Geschäftsführung die Entscheidung getroffen, sich als Bauträger aus dem Projekt zurückzuziehen.

www.ir-wohnbau.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: Copyright: i+R Wohnbau, Abdruck honorarfrei zur Berichterstattung über das Zentrumsprojekt Weiler. Angabe des Bildnachweises ist Voraussetzung.
12.10.2017

Seit 1995 deutlicher Rückgang bei Luftschadstoffen und Treibhausgasen mit Ausnahme von CO2

Seit 1995 deutlicher Rückgang bei Luftschadstoffen und Treibhausgasen mit Ausnahme von CO2 Seit 1995 deutlicher Rückgang bei Luftschadstoffen und Treibhausgasen mit Ausnahme von CO2

Die Emissionen von Luftschadstoffen und Treibhausgasen verringerten sich zwischen 1995 und 2015 zum Teil deutlich, wie die aktuellen Daten der Luftemissionsrechnung von Statistik Austria zeigen. Die höchsten Rückgänge wurden bei Schwefeldioxid (SO2; -66,1%), flüchtigen organischen Verbindungen ohne Methan (NMVOC; -43,2%) sowie bei Kohlenmonoxid (CO; -41,6%) erzielt. Deutlich reduziert erwiesen sich auch die Emissionen betreffend Methan (CH4; -31,7%), Lachgas (N2O; -21,1%), Stickoxide (NOx; -15,7%), Ammoniak (NH3; -3,7%) sowie Feinstaub in Form von PM10 (-16,8%) und PM2.5 (-25,5%). Dabei wurden nur jene Emissionen betrachtet, die von in Österreich ansässigen Unternehmen, Institutionen und privaten Haushalten verursacht wurden. Basis für die Berechnungen ist die Österreichische Luftschadstoff- und Treibhausgas-Inventur des Umweltbundesamtes.

Eine Zunahme im Langzeitvergleich wurde lediglich bei Kohlendioxid (CO2) verzeichnet: Von 1995 bis 2015 nahmen die Emissionen des klimawirksamen CO2 um 4,6% zu, wobei 2015, nach Rückgängen in den Jahren 2010 bis 2014, erstmals wieder ein Anstieg bei den klimawirksamen CO2-Emissionen verzeichnet wurde. Der bisherige Höchstwert wurde mit rund 74 Mio. Tonnen im Jahr 2005 erreicht. Durch den vermehrten Umstieg auf erneuerbare Energien wurde im gleichen Zeitraum (1995 bis 2015) ein Anstieg der klimaneutralen CO2-Emissionen aus biogenen Quellen um 99,2% erzielt (siehe Tabelle 1).

Stärkere Rückgänge bei den privaten Haushalten

Sowohl die privaten Haushalte als auch die Wirtschaft trugen zur Verbesserung der Luftqualität und des Klimas bei. Allerdings senkten die privaten Haushalte den Ausstoß aller beobachteten Luftschadstoffe und Treibhausgase bis auf "CO2 aus sonstigen Quellen", während die Wirtschaft im Jahr 2015 bei Stickoxiden (NOx; +4,3%) und dem klimawirksamen CO2 (+15,8%) über den Werten des Jahres 1995 lag. Die Wirtschaft setzte allerdings vermehrt auf klimaneutrale, erneuerbare Energieträger, deren Emissionen zwischen 1995 und 2015 um 213,0% zunahmen. Dadurch konnte der Anstieg der klimawirksamen CO2-Emissionen zwar nicht vermieden, aber abgeschwächt werden.

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09.01.2018

Mositech: Christian Schneegass neuer Vertriebsleiter

Christian Schneegass ist seit Anfang 2018 Vertriebsleiter Österreich bei der Mositech Medizintechnik GmbH. Christian Schneegass ist seit Anfang 2018 Vertriebsleiter Österreich bei der Mositech Medizintechnik GmbH.

Vertriebs-Profi soll Marktanteil in Österreich ausbauen

Der Wiener Christian Schneegass (36) ist neuer Vertriebsleiter von Mositech. Er soll den Marktanteil des Dornbirner Medizintechnik-Unternehmens bei Endoskopie, Mikroskopie und Lasern in Österreich steigern.

Seit Jahresbeginn ist Christian Schneegass der neue Vertriebsleiter der Mositech Medizintechnik GmbH. Der 36-Jährige hat zuletzt als Key-Account-Manager für einen japanischen Kontaktlinsenhersteller den österreichischen Markt erschlossen. Nach 15 Jahren in der Augenoptik freut sich der Wiener auf die neue Herausforderung: mit vier Mitarbeitern ist er für den Vertrieb von flexibler Endoskopie, Mikroskopie und Lasern zuständig.

Mositech ist seit 1992 am österreichischen und seit 2011 am schweizerischen Markt vertreten. Mit Service und Vertrieb medizintechnischer Produkte namhafter Hersteller – unter anderen Pentax-Endoskope, Leica-Mikroskope und Lumenis-Laser – erwirtschafteten 48 Mitarbeiter an vier Standorten zuletzt einen Umsatz von knapp 19 Millionen Euro.

Erwartungen der Kunden übertreffen

„Wir sind erst zufrieden, wenn wir die Erwartungen unserer Kunden übertroffen haben“, erläutert Mositech-Geschäftsführer Christof Moosbrugger die Unternehmensphilosophie: „Christian Schneegass teilt diesen Zugang.“ Dieser ergänzt: „Wir haben hervorragende Produkte. Aber den Unterschied machen wir mit der Extrameile in der Dienstleistung.“ Erklärtes Ziel ist es, den Marktanteil in Österreich zu steigern. Schneegass wird von Wien aus operativ tätig sein. Dort hat Mositech seit 1993 seinen zweiten Standort in Österreich. „Aber natürlich ist mein Platz bei unseren Kunden vor Ort, um das partnerschaftliche Verhältnis auszubauen“, betont Schneegass.

Website: www.mositech.at

Rückfragehinweis:

Mositech Medizintechnik GmbH, Christof Moosbrugger, +43 5572 34534 0, gl@mositech.at

Pzwei. Pressearbeit, Werner F. Sommer, +43 699 1025 4817, werner.sommer@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: Katharina Wocelka
12.06.2017

Häuser der Generationen: Haus Koblach feierlich eröffnet

Am 11. Juni 2017 feierten die Teams der Häuser der Generationen mit Bewohnern und über 800 Gästen die Eröffnung des neuen Hauses Koblach sowie das zehnjährige Jubiläum des Hauses Götzis. Am 11. Juni 2017 feierten die Teams der Häuser der Generationen mit Bewohnern und über 800 Gästen die Eröffnung des neuen Hauses Koblach sowie das zehnjährige Jubiläum des Hauses Götzis.

Betreutes Wohnen und Pflegeheim sind bezogen – Haus Götzis begeht zehnjähriges Jubiläum

Immer mehr Menschen benötigen professionelle Betreuung und Pflege im Alter. Die amKumma-Gemeinden Götzis und Koblach kommen dem Bedarf nun verstärkt nach: Während das Haus Götzis bereits seit zehn Jahren besteht, wurde das neue Haus Koblach am Sonntag offiziell eröffnet. Über 800 Gäste folgten der Einladung der „Häuser der Generationen“ zur Feier und Besichtigung beider Häuser.

Im Februar war das neue Haus Koblach bereits bezugsfertig. Mittlerweile wohnen dort 30 Personen, betreut von 22 Mitarbeitenden. „Mit dem Haus Koblach sind wir nicht nur dem Wunsch nach Pflegeplätzen und betreutem Wohnen nachgekommen. Im Herzen unserer Gemeinde ist ein neuer Ort der Begegnung und der Kommunikation mit sozialen Diensten für alle Generationen entstanden“, betonte der Koblacher Bürgermeister Fritz Maierhofer beim Eröffnungsfest am Sonntag.

Die Sozialdienste Götzis haben nun auch die Leitung für das Haus Koblach übernommen. Ein Umstand, der Christian Loacker, Bürgermeister der Gemeinde Götzis, freut: „Mit den beiden Häusern der Generationen können wir den Bürgerinnen und Bürgern beider Gemeinden Pflege und Betreuung in höchster Qualität bieten.“ Die Häuser der Generationen gelten seit langem als Vorreiter für professionelle Begleitung, Betreuung und Pflege älterer Menschen.

Wohlbefinden an oberster Stelle

Als Vorbild gilt das Pflegemodell von Professor Erwin Böhm: Die Menschen sollen sich wie daheim fühlen und selbstständig agieren können. Oberste Ziele sind das Wohlbefinden der Betreuten sowie die Arbeitszufriedenheit der Betreuer. Achim Steinhauser, Geschäftsführer der Häuser der Generationen: „Wir wollen die Menschen in Strukturen integrieren, die ihrem früheren Wohnumfeld möglichst ähnlich sind und wo persönliche Erinnerungen – ideelle wie materielle – Platz haben.“ Dieses Anliegen werde durch die heimeligen Räumlichkeiten in Koblach unterstützt, so Steinhauser.

Nach den Plänen des Bregenzer Architekturbüros Cukrowizc Nachbaur hat der Bauträger VOGEWOSI eine Anlage mit drei Gebäuden geschaffen. Auf dem über 9000 Quadratmeter großen Grundstück im Ortszentrum entstanden in zweijähriger Bauzeit ein Pflegeheim und ein Haus mit Mietwohnungen für Betreutes Wohnen. Das bestehende Sozialzentrum wurde saniert.

Begegnungsort für alle Generationen

Das zweigeschossige Pflegeheim ist auf 36 Personen ausgerichtet. Das dreigeschossige Wohnhaus umfasst 16 gemeinnützige Mietwohnungen, die betreute Wohngemeinschaft steht zwölf älteren Menschen zu Verfügung. Es gibt eine Cafeteria, die auch für Geburtstagsfeste genutzt wird. In der wohnlichen Küche können sich Bewohner auf Wunsch selbst versorgen.

Alle Häuser sind von einem Vorplatz aus zugänglich, der mit Brunnen, Grünanlage und Sitzbänken zugleich einen Ort der Begegnung für Bewohner, Besucher und Mitarbeiter bildet. Direkt hinter dem Pflegeheim ermöglicht das Dorfbiotop Aukanal Spaziergänge in der Natur.

Neben Alten- und Pflegeheimen bieten die Häuser der Generationen in Götzis auch Tagesbetreuung, offene Jugendarbeit, Schülerbetreuung, Essen für Kindergärten, Essen auf Rädern für Senioren sowie in Götzis und Koblach auch einen offenen Mittagstisch an. In den Häusern der Generationen kümmern sich derzeit insgesamt 183 Mitarbeiter täglich um rund 800 Bewohner, Kunden und Gäste.

Infos: www.hdg-vorarlberg.at

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

Häuser der Generationen, Geschäftsführer Achim Steinhauser, Telefon 0043/664/8409484, Mail achim.steinhauser@hdg-vorarlberg.at

Pzwei. Pressearbeit, Mag. Daniela Kaulfus, Telefon 0043/699/19259195, Mail daniela.kaulfus@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: Häuser der Generationen/Nina Bröll
30.03.2018

Schlichtungsstelle der E-Control: Hilfe für mehr als 2.500 Konsumenten im Jahr 2017

2017 gab es mehr als 1.000 telefonische Anfragen bei der Schlichtungsstelle des Energieregulators E-Control. 2017 gab es mehr als 1.000 telefonische Anfragen bei der Schlichtungsstelle des Energieregulators E-Control.

2017 gab es mehr als 1.000 telefonische Anfragen bei der Schlichtungsstelle des Energieregulators E-Control. Darüber hinaus wurden 639 Streitschlichtungsverfahren geführt und zusätzlich 862 schriftliche Anfragen beantwortet. „Im Vergleich zum Vorjahr sind die Zahlen etwas angestiegen. 2016 wurden 608 Schlichtungsverfahren geführt und 792 schriftliche Anfragen beantwortet. Die Schlichtungsstelle wurde ja bereits 2002 gegründet und hat sich in den vergangenen knapp 16 Jahren als die zentrale Anlaufstelle etabliert, wenn es für die Konsumentinnen und Konsumenten um Fragen zu Strom oder Erdgas geht.“, zieht der Vorstand der E-Control, Wolfgang Urbantschitsch, Bilanz.

Viele verschiedene Themen bewegen die Konsumenten

Die Bandbreite an Themen, die in der Schlichtungsstelle behandelt werden, ist dabei sehr groß. Am häufigsten wenden sich Konsumenten an die Schlichtungsstelle, weil sie Fragen zum Lieferantenwechsel haben. „Der Wechselprozess selbst funktioniert in den meisten Fällen völlig problemlos. Fragen treten allerdings häufig auf, was die Höhe der Teilbeträge nach einem Wechsel sowie die Abrechnung der Neukundenrabatte betrifft.“, erläutert Urbantschitsch. Und weiter: „Hier ist nach wie vor ein sehr hoher Informationsbedarf bei den Konsumentinnen und Konsumenten gegeben.“

Ein Dauerbrenner in der Schlichtungsstelle betrifft das Thema Rechnungen. „Viele Konsumentinnen und Konsumenten sind verunsichert, wenn die Strom- oder Gasrechnung plötzlich höher als im Jahr davor ist und können sich die Gründe dafür häufig nicht erklären. Unsere Schlichtungsstelle schaut sich jede Rechnung genau an und überprüft, ob die Rechnung in Ordnung ist.“, berichtet der Vorstand der E-Control, Andreas Eigenbauer, aus der täglichen Arbeit der Schlichtungsstelle. Oft geht es um Nachverrechnungen, weil in den Vorjahren der Verbrauch durch den Netzbetreiber (meistens) zu niedrig geschätzt wurde. Bei der ersten Zählerablesung nach Schätzungen wird dann der tatsächliche Verbrauch in Rechnung gestellt und führt zu Überraschungen bei Konsumenten. Aus Sicht der Schlichtungsstelle besteht bei der Sorgfältigkeit der Verbrauchsermittlung durch manche Netzbetreiber noch Luft nach oben. Und weiter: „Auch wenn Konsumentinnen oder Konsumenten in Zahlungsschwierigkeiten geraten, wenden Sie sich an die E-Control um Hilfe. Hier sind unsere Mitarbeiterinnen besonders gefragt, schließlich gilt es oft, Abschaltungen von Strom- oder Gaskunden zu vermeiden.“

Auch das Thema der An- und Abmeldungen von Strom- oder Gasanschlüssen führt immer wieder zu Anfragen. Vor allem, wenn jemand neu in eine Wohnung einzieht (und ein Strom- und Gasbezug noch möglich ist), sollte man sich rasch um einen Lieferanten kümmern, damit die Anlage nicht aufgrund der Abmeldung durch den Vormieter abgeschaltet wird.

Das meiste spielt sich online ab

Weiter zurückgegangen ist in den letzten Jahren die Kontaktaufnahme mit der Schlichtungsstelle per Post. „Da hat sich in den letzten Jahren das Verhalten stark geändert. Wurden zu Beginn der Schlichtungsstelle ein Großteil der Anfragen per Post, Fax oder auch persönlich eingebracht, hat sich dies mittlerweile komplett geändert. Mehr als 90 Prozent aller Eingaben erfolgen mittlerweile online.“, so Eigenbauer.

Schlichtungsstelle hilft kostenlos und unkompliziert

Ein Verfahren bei der Schlichtungsstelle ist für die Konsumentinnen und Konsumenten kostenlos. Seit 2016 gibt es zudem neue gesetzliche Bestimmungen, die den Hilfesuchenden noch bessere Informationen bei den Verfahren und den Abläufen garantiert.

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26.02.2018

Chicken-Nuggets aus dem Supermarkt: Gar nicht sooo schlecht!

Entwarnung: kein Fipronil, kein Gammelfleisch Entwarnung: kein Fipronil, kein Gammelfleisch

Der VKI testete tiefgekühlte Chicken-Nuggets zwölf verschiedener Marken aus österreichischen Supermärkten, darunter ein Bio-Produkt. Die Preise der analysierten Nuggets bewegten sich zwischen 3,98 und 23 Euro pro Kilo. Alle Produkte wurden auf ihren Fett- und Salzgehalt untersucht, weiters wurde der Anteil an Panade ermittelt. Neben der Untersuchung auf Fipronil, einem Schädlingsbekämpfungsmittel, das oft in Hühnerställen eingesetzt wird, wurden auch die Fleischqualität und die angegebene Herkunft des Geflügelfleisches sowie die Kennzeichnung der Nuggets überprüft. Das Ergebnis lässt nicht gerade das Wasser im Mund zusammenlaufen: Von den zwölf Produkten erreichten nur die besten zwei ein „gut“, der Rest muss sich mit „durchschnittlich“ oder „weniger zufriedenstellend“ abspeisen lassen.

Entwarnung: kein Fipronil, kein Gammelfleisch

Entwarnung können die NGOs beim Schädlingsbekämpfungsmittel Fipronil geben. Erst 2017 mussten mit Fipronil belastete Eier aus einigen Supermärkten entfernt werden – bei den getesteten Chicken-Nuggets wurden allerdings keine Rückstände des Schädlingsbekämpfungsmittels gefunden. Der ebenfalls 2017 aufgedeckte Fleischskandal, bei dem aus Brasilien importiertes und mit Pappe und Ascorbinsäure gestrecktes Fleisch auf den europäischen Markt gelangte, hatte Konsequenzen. Die für die Chicken-Nuggets verarbeiteten Hühner stammen aktuell aus der EU – zum Großteil aus Deutschland und den Niederlanden. Fleisch aus österreichischen Betrieben wurde nur für die Chicken-Nuggets von Spar und Hubers verwendet. Die Angaben der Hersteller über die Herkunft des Fleisches konnten mittels Isotopenanalyse bestätigt werden.

Keine Entwarnung: Arbeitsbedingungen und Massentierhaltung

Herr und Frau ÖsterreicherIn verspeisen durchschnittlich 65 kg Fleisch pro Jahr und liegen damit hinter Luxemburg und Spanien auf Platz drei in Europa. Um den Bedarf an billigem Fleisch decken zu können, wurden 2016 rund 384.325 Tonnen Fleisch aus dem Ausland importiert – darunter brasilianisches Hühnerfleisch im Wert von 4 Mio. Euro. Obwohl sich brasilianisches Huhn aktuell nicht in den getesteten Chicken-Nuggets im Supermarkt fand, wird es in Österreich dennoch verkauft. „Auf der Suche nach dem billigsten Lieferanten scheuen Supermärkte und Systemgastronomie nicht davor zurück, Ausbeutung und Menschenrechtsverletzungen in der Produktion in Kauf zu nehmen“, sagt Stefan Grasgruber-Kerl von Südwind. Die ArbeiterInnen von brasilianischen Geflügelschlachthöfen stehen dicht gedrängt am Fließband. Sie trennen, entbeinen und zerteilen die verschiedenen Hühnerteile. Bei der stundenlangen eintönigen Arbeit mit scharfen Messern und bei der hohen Geschwindigkeit des Fließbands kommt es häufig zu Verletzungen.

Aber auch in der EU sucht man hohe Standards vergebens. Die Vorschriften für die Haltung von Hühnern in Europa sind unterschiedlich. Von der EU wird zwar ein Minimal-Standard festgesetzt, aber jedes Land hat die Möglichkeit, strengere Regeln zu erlassen. So sind in Österreich bei konventioneller Aufzucht 30 Kilogramm Huhn pro Quadratmeter festgelegt, in Deutschland 39 und in Ungarn gar 42 kg/m². Bei einem Mastendgewicht von 1,5 Kilogramm entspricht das einem Platzangebot von einem Quadratmeter für 28 Hühner – oder zirka einem DIN-A5 Blatt pro Huhn. „Die mangelnde Transparenz bezüglich der Herkunft von verarbeitetem Fleisch verunmöglicht es den Konsumentinnen und Konsumenten hier eine bewusste Kaufentscheidung zu treffen. Bei Bio-Betrieben gibt es strengere Vorgaben, die Stallfläche für die Hühner muss größer sein – hier sind maximal zehn Hühner pro Quadratmeter erlaubt. Außerdem gibt es für die Tiere zusätzlich Auslaufflächen im Freien. Bei Fleisch empfehlen wir daher grundsätzlich Bio“, sagt Martin Wildenberg von GLOBAL 2000. Bei verarbeiteten Fleischprodukten fehlt derzeit eine gesetzlich vorgeschriebene Herkunftskennzeichnung. VKI, GLOBAL 2000 und Südwind fordern mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit für die KonsumentInnen. „Denn nicht jeder Konsument kann zuerst eine teure Isotopenanalyse machen, wie wir sie hier durchgeführt haben“, sagt Stefan Grasgruber-Kerl von Südwind.

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29.12.2017

Silvesterkracher: Wer zahlt bei Schäden?

Silvesterkracher: Wer zahlt bei Schäden? Silvesterkracher: Wer zahlt bei Schäden?

In den vergangenen Jahren gab es nach der Silvesternacht zahlreiche Anfragen von ARBÖ-Mitgliedern die wissen wollten, wer für Schäden aufkommt, die durch Silvesterkracher oder -raketen am Fahrzeug verursacht wurden.

Grundsätzlich muss derjenige den Schaden ersetzen, der diesen verursacht hat. Doch gerade nach der Silvesternacht kann oftmals der Schädiger nicht ausfindig gemacht werden. Ist kein Schädiger bekannt kommt es darauf an, ob eine Voll- oder Teilkaskoversicherung besteht, in der ein entsprechender Schadensfall berücksichtigt ist. Daher sollte man zuerst in seinen Versicherungsbedingungen nachlesen, ob solche Schäden gedeckt sind. Wenn ja muss so rasch wie möglich die Versicherung verständigt werden.

Damit es aber garnicht soweit kommt, sollte für das Fahrzeug ein ruhigeres Plätzchen gewählt werden. In Zeiten von Kurzparkzonen, Anrainerparkplätzen & Co. kein leichtes Unterfangen. Am besten geeignet: ein Parkhaus oder falls vorhanden eine Garage. Wer dazu keine Möglichkeit hat, sollte Parkplätze in der Nähe von Balkons meiden, da diese leider oft als „Raketenstartbasen“ genützt werden. Dicht bewohnte Großstadtviertel in unmittelbarer Nähe von Silvestergroßveranstaltungen oder Gaststätten sind ebenfalls nicht als optimaler Fahrzeugabstellplatz zu empfehlen.

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