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Chronik

16.01.2017

EVZ warnt Urlauber vor Autovermietung GOLDCAR

EVZ warnt Urlauber vor Autovermietung GOLDCAR EVZ warnt Urlauber vor Autovermietung GOLDCAR

Das Europäische Verbraucherzentrum Österreich (EVZ) warnt Reisende vor den unlauteren Verkaufspraktiken der Autovermietung GOLDCAR. Die Firma suggeriert ihren Kunden in unzulässiger Weise, dass ein zusätzlicher Versicherungsschutz dringend notwendig sei, da der Kunde sonst die Kosten für eventuelle Schäden am Auto durch Unfall, Diebstahl o.ä. vollständig selbst tragen müsse. Diese Geschäftspraxis wurde von der italienische Wettbewerbsbehörde Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato (AGCM) als unzulässig bewertet. Die AGCM hat GOLDCAR Italien und GOLDCAR Spanien deshalb mit einer Geldstrafe in Höhe von 1,7 Millionen Euro belegt. Zudem wurde eine weitere Strafe von 300.000 Euro wegen der Erhebung von Gebühren ohne ausreichende Aufklärung der Kunden verhängt.

Das Unternehmen GOLDCAR fordert beim Abholen eines reservierten Fahrzeugs als Garantie für eventuelle Schäden einen erheblichen Betrag als Kaution, welcher auf der Kreditkarte des Kunden blockiert wird. Nachdem der Kunde seine Kreditkarte an GOLDCAR ausgehändigt hat, weisen die Mitarbeiter aggressiv und beharrlich darauf hin, dass der Kunde den Leihwagen sorglos nutzen und auch die Kaution reduzieren könne, wenn er zusätzliche Produkte – genannt Versicherungspolizzen – erwirbt. Dabei wird dem Kunden weder der Leistungsumfang noch der Preis dieser Produkte klar und deutlich beschrieben. Stattdessen wird der Eindruck erweckt, dass der Kunde die Kosten für eventuelle Schäden am Leihwagen ohne Kauf der Zusatzprodukte vollständig selbst tragen müsse, obwohl durch das bestehende Gebot zur Haftpflichtversicherung höchstens ein Selbstbehalt anfallen könnte.

Die Wettbewerbsbehörde AGCM befand, dass das Unternehmen durch diese Geschäftspraxis die schwächere Position des Verbrauchers beim Abholen eines reservierten Fahrzeugs auf unzulässige Art und Weise ausnutzt und verhängte Geldstrafen von insgesamt 2 Millionen Euro gegen GOLDCAR Italien und GOLDCAR Spanien.

„Wir begrüßen diese Entscheidung“, sagt Andreas Herrmann, Jurist beim Europäischen Verbraucherzentrum Österreich. „Es besteht die Hoffnung, dass die verhängten Strafzahlungen eine Signalwirkung haben und abschreckend auf andere schwarze Schafe der Branche wirken.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: gemeinfrei
11.12.2016

Prognosen für alle Fälle

Dass die Nachfrage nach regionalen Wettervorhersagen rasant steigt, zeigt, wo der wunde Punkt liegt. Die Prognosen werden in Zukunft dank einer sich top entwickelnden Technik noch genauer werden. Das wird uns in der Anpassung an den Klimawandel helfen, aber nicht retten. Dass die Nachfrage nach regionalen Wettervorhersagen rasant steigt, zeigt, wo der wunde Punkt liegt. Die Prognosen werden in Zukunft dank einer sich top entwickelnden Technik noch genauer werden. Das wird uns in der Anpassung an den Klimawandel helfen, aber nicht retten.

Wie empfindlich Bevölkerung und Infrastruktur auf den Klimawandel reagieren, zeigt sich bereits in der Tatsache, dass Wetterdienste weltweit extrem boomen.

Es hat nicht nur mit den körperlichen und emotionalen Empfindlichkeiten jedes Einzelnen zu tun, dass sich die Mehrzahl der Menschen fürs Wetter interessiert. Vielmehr ist es so, dass das Wetter unser gesamtes Leben beeinflusst. Die Anpassung an das sich ändernde Klima betrifft maßgebliche Bereiche unserer Gesellschaft:

Wasserversorgung, Land- und Forstwirtschaft, das Wohnen, die Mobilität, die Wirtschaft, die Energieversorgung und nicht zuletzt den Schutz vor Gefahren wie Hochwasser. Deshalb gilt der Klimawandel zu Recht als eine der größten Herausforderungen. Trotz aller Abkommen und Versprechen, egal, ob in Paris oder zuletzt in Marrakesch:

Derzeit sieht es so aus, als würde sich die Erde eher um drei Grad erwärmen als nur um zwei Grad. Das sind keine guten Nachrichten. Optimist ist der, der hofft, dass das Paris-Abkommen trotz Trump, der den Klimawandel als eine Erfindung der Chinesen bezeichnete und dessen Position unklar und wechselnd ist, überleben wird – schlicht aus dem Grund, dass zu viele andere Länder schon zu viel investiert haben. Wie empfindlich die Bevölkerung und Infrastruktur auf den bereits stattfindenden Klimawandel reagieren, wurde bis dato gerne übersehen bzw. verdrängt. Mehr Hitzetage, schrumpfende Gletscher, mehr starke Niederschläge werden die Folgen der globalen Erwärmung für Österreich sein. Der Alpenraum ist von der Klimaänderung dabei doppelt so stark betroffen wie das globale Mittel. Dass die Nachfrage nach regionalen Wettervorhersagen rasant steigt, zeigt, wo der wunde Punkt liegt. Die Prognosen werden in Zukunft dank einer sich top entwickelnden Technik noch genauer werden. Das wird uns in der Anpassung an den Klimawandel helfen, aber nicht retten.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von LIANE PIRCHER
23.01.2017

Smartphones als zunehmende Konkurrenz für Bankfilialen

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Nutzung der „neuen“ Bezahl- und Banktransaktionsmethoden in Österreich bereits angekommen ist und sich gut etabliert hat. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Nutzung der „neuen“ Bezahl- und Banktransaktionsmethoden in Österreich bereits angekommen ist und sich gut etabliert hat.

Man wird sich noch an die Zeiten erinnern, in denen die Begriffe Online- und Mobile-Banking für die meisten ÖsterreicherInnen noch ein Fremdwort waren und die Diskussionen rund um die Datensicherheit und fehlerlose Abwicklung in Zusammenhang mit diesen beiden Methoden noch im Vordergrund standen. Mittlerweile hat die Digitalisierung und die damit verbundene Nutzung der „neuen“ Technologien in der Finanzbranche ein neues Ausmaß angenommen und scheint auch in Österreich nicht mehr aufzuhalten zu sein. Laut einer aktuellen GfK Online-Umfrage unter 500 online-affinen ÖsterreicherInnen nutzt bereits mehr als jeder Zweite das Online-Banking mindestens einmal wöchentlich, jeder Vierte gibt an, auch das Mobile-Banking zumindest einmal pro Woche zu nutzen.

Die Themen rund um das Online- und Mobile-Banking werden für ÖsterreicherInnen immer vertrauter und sind bereits für viele Bankkunden Teil des täglichen Lebens geworden. So wird Online-Banking, laut aktueller GfK Umfrage, von 53 % der erwachsenen InternetnutzerInnen in Österreich zumindest einmal pro Woche genutzt, jeder Vierte gibt an, auch MobileBanking zumindest einmal wöchentlich zu nutzen.

Auch die wahrgenommene Sicherheit bei der Durchführung von Bankgeschäften online entwickelt sich positiv: Mehr als jeder Zweite ist der Meinung, dass die Durchführung von Bankgeschäften im Internet in den letzten Jahren eher oder sogar viel sicherer geworden ist. Nutzung von Mobile-Banking wird noch etwas kritischer beurteilt: Nur etwa jeder Dritte ist der Meinung, dass sich die Sicherheit bei der Durchführung von Bankgeschäften am Handy oder Tablet in den letzten Jahren deutlich oder zumindest eher verbessert hat. „14 % der befragten Mobile-Banking-Nutzer haben innerhalb der letzten 12 Monate begonnen, diese Methode zu nutzen. 7 % nutzen es seit den letzten 6 Monaten, was auf die vorschreitende Akzeptanz und weiteres Potential bei dieser Bezahl- und Abwicklungsmethode hindeuten lässt“ – kommentiert Yuliya Fischer von der Finanzmarktforschung der GfK Austria.

Mobile-Banking und Sicherheit

„Vom Mobile-Banking wird vor allem erwartet, dass es unkompliziert in der Anwendung, sicher und kostenlos ist“ – führt Frau Fischer weiter fort. Gefragt nach den genutzten Sicherheitsmaßnahmen nennen zwei Drittel der Mobile-Banking-Nutzer die regelmäßige Überprüfung des Kontostandes und Nutzung von sicheren Passwörtern und PIN-Codes als meistgenutzte Maßnahmen. Diese beiden Maßnahmen bewerten die meisten Mobile-Banking-Nutzer als absolut unverzichtbar. 70 % der Befragten würden auch auf die Nutzung von mTANs nicht verzichten. Die große Mehrheit der Mobile-Banking-Nutzer ist überzeugt, dass die Aufbewahrung von PIN-Codes außerhalb des Smartphones oder Tablets, die Nutzung von offiziellen Banking-Apps und sicheren Passwörtern sowie die mTAN-Nutzung die höchste Sicherheit bei der Durchführung der Banking-Transaktionen am Handy oder Tablet bieten.

Zahlen mit der Karte und kontaktlos Weitere Abwicklungsmethoden, deren Nutzung sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich intensiviert hat, sind auch die Nutzung von Bankomat- und Kreditkarte sowie das kontaktlose Zahlen mittels NFC-Funktion der Bankomatkarte oder am Smartphone. Zwei Drittel der Befragten geben an, die Bankomatkarte mindestens einmal pro Woche für die Bezahlung zu verwenden (2015: 58 %), die Kreditkarte wird dafür von 22 % der ÖsterreicherInnen (2015: 16 %) zumindest einmal wöchentlich genutzt. Im Vergleich zum Vorjahr scheint aber vor allen das Zahlen mittels kontaktloser Funktion der Bankomatkarte oder des Smartphones deutlich zugenommen haben: 14% der Befragten nutzen es ebenfalls zumindest einmal pro Woche, wobei es 2015 nur 6% genutzt haben.

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Nutzung der „neuen“ Bezahl- und Banktransaktionsmethoden in Österreich bereits angekommen ist und sich gut etabliert hat. Auch die wahrgenommenen Barrieren für die Nutzung dieser Methoden werden immer niedriger. „Die richtige Kommunikation – vor allem was die Sicherheit dieser Bezahlmethoden betrifft – könnte dazu beitragen, die Akzeptanz dieser Methoden weiterhin zu steigern, um noch vorhandenes Potenzial auszuschöpfen, sowie das Vertrauen der Kunden in diese Bezahl- und Transaktionsmethoden weiter zu steigern“ schließt Frau Fischer ab.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
11.12.2016

Alkoholisierte Fußgänger: Nicht nur Alkohol am Steuer ist im Straßenverkehr gefährlich!

Im Dezember passieren die meisten Verkehrsunfälle mit alkoholisierten Fußgängern in Österreich. Im Dezember passieren die meisten Verkehrsunfälle mit alkoholisierten Fußgängern in Österreich.

Adventszeit ist Christkindlmarktzeit. Doch auch wer zu Fuß nach Hause läuft, sollte nicht zu tief in das Punschhäferl schauen, denn Alkohol ist im Straßenverkehr nicht nur am Steuer gefährlich: Im Dezember passieren die meisten Verkehrsunfälle mit alkoholisierten Fußgängern in Österreich.

Beinahe jeder Österreicher besucht vor Weihnachten zumindest einmal einen Weihnachtsmarkt und konsumiert dabei auch Heißgetränke. Gerade der Punsch oder der Glühwein gilt hier als Lieblingsgetränk der Österreicher. Gefährlich wird es zumeist am Heimweg, denn nicht nur Alkohol am Steuer ist im Straßenverkehr gefährlich: „Auch alkoholisierte Fußgänger können ihr eigenes Leben und das anderer Verkehrsteilnehmer gefährden. Wer zu viel getrunken hat, kann sich schlechter orientieren, wird risikobereiter und unvorsichtiger. So kann es vorkommen, dass betrunkene Fußgänger im falschen Moment auf die Straße treten oder sich an einer gefährlichen Stelle z. B. im Dunkeln hinter einer Kurve aufhalten. Der Anteil an Personen, die alkoholisiert Verkehrsunfälle verursachen, liegt im Dezember bei Fußgängern bei 6,6 Prozent (Durchschnittswert 2012 – 2015)“, erläutert Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereiches Recht & Normen im KFV. „Feste Promillegrenzen gibt es für Fußgänger nicht, aber in Einzelfällen kann die Polizei die Fahreignung anzweifeln und den Führerschein entziehen.“

Selbstüberschätzung und erhöhte Risikobereitschaft

Schon in geringen Mengen verändert Alkohol das Reaktions- und Wahrnehmungsvermögen. Die Risikobereitschaft steigt. Mit jedem Zehntel Promille steigt das Unfallrisiko deutlich – bei 0,5 Promille ist die Unfallgefahr bereits doppelt so hoch wie im nüchternen Zustand. Bei 0,8 Promille Alkohol im Blut steigt sie auf das Fünffache und bei 1,2 Promille ist die Gefahr eines Unfalles bereits 12 Mal höher als bei Straßenverkehrsteilnehmern.

Im Jahr 2015 ereigneten sich österreichweit 2.226 Alkoholunfälle mit 2.834 Verletzten und 27 Todesopfern. Insgesamt ereigneten sich in den letzten sechs Jahren (2010 – 2015) in Österreich 13.946 Alkoholunfälle. Das bedeutet, dass sechs Prozent aller Unfälle durch alkoholisierte Lenker oder Fußgänger verursacht wurden.

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11.12.2016

Anteil Alko-Unfälle in Städten am niedrigsten, in Bezirken Hermagor und Scheibbs am höchsten

Anteil Alko-Unfälle in Städten am niedrigsten, in Bezirken Hermagor und Scheibbs am höchsten Anteil Alko-Unfälle in Städten am niedrigsten, in Bezirken Hermagor und Scheibbs am höchsten

Beim Anteil der Alko-Unfälle gibt es in Österreich große regionale Unterschiede, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Untersucht wurde der Zeitraum 2013 bis 1. Halbjahr 2016. Im Untersuchungszeitraum waren 5,9 Prozent der Verkehrsunfälle in Österreich Alko-Unfälle. Insgesamt wurden bei 7.830 Alko-Unfällen 10.140 Personen verletzt, 92 kamen dabei ums Leben.

In Wels war der Anteil der Alko-Unfälle mit 3,1 Prozent österreichweit am niedrigsten, so die VCÖ-Analyse. Knapp dahinter kommen fünf weitere Städte: Graz (3,3 Prozent), Wien (3,4 Prozent), Waidhofen/Ybbs (3,7 Prozent), Wr. Neustadt (3,9 Prozent) und Linz (4,2 Prozent). Von den Bezirken weist der Bezirk Mödling mit 4,3 Prozent den niedrigsten Anteil von Alko-Unfällen auf.

Das öffentliche Verkehrsangebot in den Städten sowie die Möglichkeit mit dem Taxi oder zu Fuß nach Hause zu kommen sind die Hauptgründe für den niedrigeren Anteil von Alko-Unfällen in den Städten, stellt der VCÖ fest. In Wien nahm die Zahl der Alko-Unfälle von 269 im Jahr 2010 nach Einführung der Nacht U-Bahn auf 218 im Jahr 2011 ab. Im Vorjahr gab es in Wien 166 Alko-Unfälle im Straßenverkehr.

Den höchsten Anteil an Alko-Unfällen weist der Bezirk Hermagor mit 11,1 Prozent auf, vor dem Bezirk Scheibbs (11,0 Prozent) sowie den Bezirken Südoststeiermark (10,2 Prozent), Deutschlandsberg und Tulln (jeweils 9,7 Prozent). „In dünner besiedelten Regionen kann mit Nachtbussen sowie Anrufsammeltaxis die Zahl der Alko-Unfälle verringert werden“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest.

So hat das Burgenland durch die Umsetzung eines flächendeckenden Discobusnetzes die Zahl der Alko-Unfälle um rund zwei Drittel reduzieren können. Im Jahr 1993 - ein Jahr vor Start des Discobusses – kam es im Burgenland noch zu 122 Alko-Unfällen mit neun Todesopfern, im Vorjahr passierten 46 Alko-Unfälle, kein einziger endete tödlich. Der VCÖ schlägt vor, dass ein Teil der Einnahmen aus Verkehrsstrafen Gemeinden für die Einführung von Nachtbussen oder Anrufsammeltaxis zur Verfügung gestellt wird. Weiters kann durch sichere Gehwege zwischen Siedlungen und dem nächstgelegenen Ortsgebiet die Zahl der Alko-Unfälle reduziert werden.

Der VCÖ weist darauf hin, dass bereits bei 0,5 Promille das Unfallrisiko auf das Doppelte steigt, bei 1,0 Promille auf das 7-Fache und bei zwei Promille auf das 35-Fache. Ein Punsch kann bis zu 0,4 Promille auslösen. Schon ab 0,3 Promille verschlechtert sich die Reaktionszeit, Entfernungen werden schlechter abgeschätzt, die Risikobereitschaft nimmt zu. Die Devise „Don’t drink and drive“ gilt auch in der Adventzeit.

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24.11.2016

Österreicher vertrauen ihren Medien mehr als EU-Durchschnitt

Als besonders zuverlässig gelten dabei in Österreich das Radio (79% zuverlässig, EU28: 66%), Fernsehen (77%, EU28: 55%) sowie Zeitungen (66%, EU28, 55%). Als besonders zuverlässig gelten dabei in Österreich das Radio (79% zuverlässig, EU28: 66%), Fernsehen (77%, EU28: 55%) sowie Zeitungen (66%, EU28, 55%).

Die Österreicher vertrauen ihren Medien mehr als der EU-Durchschnitt, und zwar entlang aller Medienformen. Das ergab eine heute von der EU-Kommission veröffentlichte Eurobarometer-Umfrage zu Medienpluralismus und Demokratie (Spezial Eurobarometer 452). So gaben 72% der Befragten in Österreich an, dass ihrer Ansicht nach die nationalen Medien vertrauenswürdige Informationen anbieten. EU-weit sagen das nur 53%. Als besonders zuverlässig gelten dabei in Österreich das Radio (79% zuverlässig, EU28: 66%), Fernsehen (77%, EU28: 55%) sowie Zeitungen (66%, EU28, 55%). "Einzig soziale Medien, Blogs und Videoportale werden nur von vier von zehn Befragten als vertrauenswürdig eingestuft. Dennoch ist die Beteiligung an Diskussionen im Internet entlang aller Altersgruppen und sozialer Schichten höher als im EU-Durchschnitt: 52% aller Befragten in Österreich geben an, dass sie Kommentare oder Artikel im Internet, Netzwerken oder Blogs posten, während es EU-weit gerade einmal 28% sind.

Für Jörg Wojahn, Vertreter der EU-Kommission in Österreich sind diese Zahlen ein deutlicher Beleg für den hohen Stellenwert, den Medien in Österreich genießen: "In einer immer komplexeren Welt ist professioneller Journalismus umso wichtiger, um Fakten und Unwahrheiten voneinander zu trennen. Das hohe Medienvertrauen in Österreich bringt daher auch Verantwortung für die Medienunternehmen mit sich." Er fügte hinzu: "Es geht mehr denn je darum, Sachverhalte zu prüfen und zu erläutern, während andere in den Sozialen Medien ohne Rücksicht auf die Wahrheit mit allen Mitteln Shares und Likes produzieren."

Für das Spezial-Eurobarometer wurden zwischen dem 24.09. und 2.10. insgesamt 1.026 Personen befragt, EU-weit knapp 28.000 Personen. Mit den Eurobarometern erhebt die EU seit über 40 Jahren das Meinungsbild zu vielfältigen Themen in der Europäischen Union und ihren Mitgliedsländern.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
26.11.2017

Das sind die schmutzigsten Ecken im Flugzeug

Das sind die schmutzigsten Ecken im Flugzeug Das sind die schmutzigsten Ecken im Flugzeug

Bis zu viermal im Jahr sind Erwachsene durchschnittlich erkältet. Und dank sinkender Temperaturen und geschwächter Immunsysteme, steht die nächste Grippewelle bereits vor der Tür. Damit die Reise von Österreichs Urlaubern vom heimischen Bakterienmeer hin zum weißen Sandstrand jedoch auch problemlos klappt, zeigt checkfelix.com, Österreichs beliebteste Reisesuchmaschine, welche Ecken im Flieger die schmutzigsten sind.

Der Sicherheitsgurt

Überraschenderweise landet im Rahmen der Ekel-Analyse der Sicherheitsgurt untern den schmutzigsten Plätzen an Bord. Die textile Struktur ist ideal, um Mikroorganismen aller Art aus der Kleidung und vom Körper vorhergehender Passagiere aufzusaugen. Beispielsweise muss nur ein kranker Passagier, der sich die Nase geputzt hat oder zuvor auf der Toilette war, ohne sich die Hände gewaschen zu haben, den Gurt anlegen.

checkfelix-Tipp: Nach der Landung sollte man sich relativ rasch die Hände waschen und an Bord ein Händedesinfektionsmittel verwenden.

Die Toilettenspülung

Wenig überraschend, ist die Toilettenspülung neben der Klobrille grundsätzlich der schmutzigste Ort der WC-Anlage, da man diese in der Regel berührt, ohne sich vorher die Hände zu waschen. Der Türriegel selbst ist häufig ebenfalls voller Bakterien und wird unter Umständen nur unregelmäßig desinfiziert.

checkfelix-Tipp: Reisende sollten sich nach dem Toilettengang die Hände sorgfältig waschen (und ggf. desinfizieren) und den Türriegel mit einem frischen Papierhandtuch öffnen.

Der Klapptisch

Ganz besonders vorsichtig sollte man jedoch bei den Klapptischen sein. Interessanterweise zählt dieser zu den schmutzigsten Bereichen im Flugzeug. Dies ist insofern besonders problematisch, da das kleine Tischchen während des Fluges als Ablagefläche für sämtliche Speisen und Snacks aller Art dient – das Risiko einer Übertragung der Keime über den Mund erhöht sich so massiv.

checkfelix-Tipp: Passagiere sollten mitgebrachte Nahrungsmittel nicht direkt auf den Tisch legen, sondern eine Serviette oder Ähnliches als Unterlage nutzen.

John-Lee Saez, Regional Director bei checkfelix.com dazu: „checkfelix sorgt stets dafür, dass Urlauber die günstigsten Angebote finden und vollkommen entspannt in den Urlaub kommen. Um den Trip aber auch in vollen Zügen genießen zu können, ist es wichtig sich auf dem Weg zum Reiseziel nicht irgendetwas einzufangen oder krank zu werden. Sich regelmäßig die Hände zu waschen, um Krankheiten zu vermeiden, ist besonders ratsam.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
05.05.2017

i+R legt Zentrumsentwicklungs-Projekt in Weiler zurück

Auf dieser Liegenschaft im Zentrum von Weiler waren rund 30 Wohnungen und Gewerbeflächen geplant. Der Bauträger i+R Wohnbau zieht sich nun aus dem Projekt zurück. Auf dieser Liegenschaft im Zentrum von Weiler waren rund 30 Wohnungen und Gewerbeflächen geplant. Der Bauträger i+R Wohnbau zieht sich nun aus dem Projekt zurück.

Ausstieg der Raiffeisen und Unstimmigkeit mit der Gemeinde verhindern Weiterentwicklung

Seit 2011 arbeiteten der Lauteracher Projektentwickler i+R Wohnbau, die Gemeinde Weiler, die Raiffeisenbank Vorderland und der Lebensmittelmarkt Mangold an der Entwicklung des Zentrums in Weiler. Nach dem Rückzug der Raiffeisenbank im vergangenen Dezember und Differenzen mit der Gemeinde in Bezug auf die Nutzungen des Quartiers zieht sich nun auch die i+R aus dem Projekt zurück.

Rund 30 Wohnungen sowie Gewerbeflächen sollten das Zentrum der Gemeinde Weiler beleben. Der Siegerentwurf aus dem Architekturwettbewerb im Jahr 2014 sah drei Gebäude auf den Liegenschaften von Raiffeisenbank, Gemeinde und Lebensmittelhändler Mangold vor. Die Nutzungen waren fixiert. Die Gebäude an der Walgaustraße sollten gewerbliche Nutzungen in den Erdgeschossen sowie Eigentums- und Mietwohnungen in den Obergeschossen; das Gebäude in zweiter Linie zur Hauptstraße sollte hochwertige Eigentumswohnungen beherbergen.

„Die Entwicklung des Immobilienprojektes war im Herbst vergangenen Jahres soweit abgestimmt, dass im nächsten Schritt die Planungen für eine Baueinreichung begonnen hätten, als sich völlig unerwartet die Raiffeisenbank Vorderland aus dem Projekt zurückzog“, schildert Alexander Stuchly, Geschäftsführer des Bauträgers i+R Wohnbau, der für die Entwicklung und Realisierung des Projekts verantwortlich war.

Die Lösungsansätze für die neue Konstellation gestalteten sich schwierig: Die verbliebenen Partner waren mit einer plötzlich drastisch gestiegenen Ablösesumme für das Raiffeisengrundstück konfrontiert. Für einen privaten Bauträger wäre kein wirtschaftlich rentables Wohnprojekt zu realisieren gewesen. „Aber auch unseren Vorschlag, einen gemeinnützigen Bauträger mit ins Boot zu nehmen und so zusätzlichen leistbaren Wohnraum in der Gemeinde zu bieten, hat der Gemeindevorstand kurzerhand abgelehnt“, erläutert Stuchly. Da auf dieser Basis keine weitere Projektentwicklung möglich sei, habe die Geschäftsführung die Entscheidung getroffen, sich als Bauträger aus dem Projekt zurückzuziehen.

www.ir-wohnbau.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: Copyright: i+R Wohnbau, Abdruck honorarfrei zur Berichterstattung über das Zentrumsprojekt Weiler. Angabe des Bildnachweises ist Voraussetzung.
25.10.2017

micelab:bodensee – Veranstaltungen die berühren, sind auch lebendig

Resonanzbeziehungen nähren lebendige Veranstaltungen, stellten die Forscher des zweiten micelab:explorer im Oktober 2017 auf Schloss Marbach am Bodensee fest. Resonanzbeziehungen nähren lebendige Veranstaltungen, stellten die Forscher des zweiten micelab:explorer im Oktober 2017 auf Schloss Marbach am Bodensee fest.

Eros und Resonanz als Forschungsfelder beim micelab:explorer II

Mitte Oktober fand auf Schloss Marbach am Bodensee das zweite Forschungsmodul der Weiterbildungsplattform micelab:bodensee statt. Thema des micelab:explorer II: „Eros und Resonanz – Was Verbundenheit ermöglicht“. Die 13 Laboranten waren Branchenvertreter und drei Impulsgeber aus den Disziplinen Musikvermittlung, Wildnispädagogik und Resonanzforschung. Die Erkenntnisse fließen in die kommenden Lernmodule sowie in das zweite micelab:extract ein, das für Sommer 2018 geplant ist.

Im ersten Labor – dem micelab:explorer I im Jahr 2016 – widmeten sich die Forscher dem Themenfeld „Angst und Vertrauen“. Kürzlich ist dazu das erste micelab:extract erschienen. Im diesjährigen micelab:explorer II, das von 17. bis 20. Oktober auf Schloss Marbach am Bodensee (D) stattfand, spürten 13 Laboranten „Eros und Resonanz – was Verbundenheit ermöglicht“ nach.

Gerhard Stübe, Geschäftsführer Kongresskultur Bregenz und Leadpartner der Weiterbildungsplattform für Veranstalter micelab:bodensee: „In den Forschungsmodulen gehen wir jeweils interdisziplinär der Frage nach, wie wir Veranstaltungen lebendig gestalten können. Unsere These lautet: Jede Veranstaltung ist ein gesellschaftlicher Mikrokosmos und spiegelt wider, wie Menschen leben, lernen, kommunizieren und einander begegnen.“

Um sich dem Forschungsfeld aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu nähern, luden die Macher des micelab:bodensee drei Impulsgeber ins diesjährige Labor ein: den Resonanzpädagogen und Motivationsforscher Wolfgang Endres, den Musikvermittler und freischaffenden Künstler Johannes Voit sowie den Wildnispädagogen und Personal Trainer Chris Schorpp.

Resonanz nährt Lebendigkeit

Schon Kleinigkeiten führen zu Resonanz, stellten die 13 Forscher fest: Morgendliches Singen und Bewegen sowie der gemeinsame Tagesablauf mit Übernachtung im selben Haus sorgten für Verbundenheit und eine wertschätzende, wache Atmosphäre. „Resonanz ist kein esoterischer Vorgang, sondern Ausdruck für lebendige Beziehungen“, betont Tina Gadow, Veranstaltungs¬dramaturgin und Kuratorin des micelab:bodensee. „Wenn der Funke überspringt, uns etwas berührt, sind wir in Resonanz und es kann Neues entstehen. Besteht ein Verlangen danach, dran zu bleiben, ist auch Eros im Spiel.“

Wie wichtig archaische Rhythmen sind, zeigte Wildnispädagoge Chris Schorpp: „Als Teil der Natur ist der Mensch vom natürlichen Tagesablauf abhängig – auch seine Lernprozesse.“ Die natürliche Abfolge von Inspirations-, Aktivitäts-, Entspannungs-, Reflexionsphasen usw. sorgt für Resonanz und Verankerung von Erfahrungen. Fehlende Ruhephasen führen schlimmstenfalls zu Erschöpfung und Erlahmen von Resonanzen. Die explorer erkannten: von den acht, der Natur nachempfundenen Lernphasen finden sich in Veranstaltungen meist nur drei wider.

Resonanz braucht Zeit und Muße

Schorpp leitete die Forscher an, auf die eigenen Sinne zu vertrauen und mutig die Umgebung zu erkunden: Barfuß und blind gingen sie entlang einer dünnen Schnur durch ein Waldstück. Auf die MICE-Branche übertragen heißt das: Mit offenen Sinnen, Zeit und Muße nehmen wir die Umgebung wahr. So können wir in Resonanz treten, die Sinne anderer berühren und Gelerntes vertiefen. Auch mit geschärften Sinnen durchs eigene Haus zu gehen, macht sichtbar, welche Ressourcen – Resonanzräume – schon da sind. Meist liegt der Fokus auf dem was fehlt.

Resonanzverstärker versus Resonanzkiller

Wie Resonanzen verstärkt werden können, zeigte Resonanzpädagoge Wolfgang Endres an einem Beispiel: Ein Rätselbild blendete er nur kurz ein und blieb die Antwort zunächst schuldig. „Die Motivation wächst, wenn ein Bedürfnis verstärkt wird.“ Die Zuhörer schenken dem Redner volle Aufmerksamkeit, bis dieser das Rätsel auflöst. „Zu viel Zeit darf nicht verstreichen, sonst droht der Vortragende seine Zuhörer zu verlieren.“ Den richtigen Zeitpunkt spüre man in Resonanzbeziehungen – so seine These.

Resonanz lässt sich nicht planen, stellten die Forscher fest. Sie erkannten jedoch „Resonanzkiller“ in Veranstaltungen: Neben fehlender Zeit und Muße gehören vorweggenommene Ergebnisse sowie das Denken in Richtig oder Falsch dazu. Wolfgang Endres betonte: „In Resonanzbeziehungen gibt es weder Gewinner noch Verlierer.“ Negative Bewertungen lösen meist Gegenwehr aus und das Gegenüber begibt sich in die innere Emigration. Heftiges Argumentieren wirkt ähnlich: In beiden Fällen wird Resonanz unterbunden.

Lerntypen ansprechen

Menschen haben unterschiedliche Lernbedürfnisse. Da sich jede Gruppe aus vielen Lerntypen zusammensetzt, sollten verschiedene Resonanzkanäle bedient werden: Während die einen mit System lernen, tun dies andere durch Lehren, durch Intuition (Bauchgefühl) oder Paradoxie. Endres brachte ein anschauliches Beispiel für letzteres: Die Aussage „Das ist unwichtig, das können sie vergessen!“ macht meist neugierig auf das, was kommt. Sie verstärkt das Verlangen (Eros), mehr zu erfahren. Gut dosiert bleiben die Zuhörer „am Ball“.

Plädoyer für Offenheit

Durch den Input von Musikvermittler Johannes Voit erfuhren die Forscher, dass Schwingungen nur entstehen, wenn Hörer offen sind. Am Beispiel eines zeitgenössischen Musikstücks machte er den Forschern klar: „Man muss moderne Musik nicht ‚verstehen’. Die Hörhaltung ist entscheidend – die Neugier, sich einzulassen. Dann ist Resonanz möglich, auch wenn das Stück letztlich nicht gefällt.“ Fixe Meinungen sind demnach ebenfalls Resonanzkiller, lautete die Erkenntnis – auch in Beziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern.

Einen Schritt weiter geht „Aktives Zuhören“. Die Forscher testeten dies beim „Gehspräch“ im Park. Sie erfuhren dabei, dass aktives Zuhören und Gehört werden Muße zulässt und Resonanzräume öffnet. Ein Teilnehmer bezeichnete das Gehspräch sogar als „Lernspaziergang, bei dem man ins Schwingen gerät und Gedanken weiterentwickeln, davon abschweifen oder sie verwerfen kann.“ Eine Haltung, die auch bei der Planung von Veranstaltungen hilft.

Informationen unter www.micelab-bodensee.com.

Über micelab:bodensee

micelab:bodensee ist die erste interaktive Weiterbildungsplattform für Veranstalter im deutschsprachigen Raum. Sie wurde von den Netzwerken BodenseeMeeting und der kongress tanzt entwickelt und startete im Oktober 2016. micelab:bodensee umfasst drei Module mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Alle Module des micelab:bodensee haben den erkundenden Charakter eines Labors.

Beim Modul micelab:explorer liegt der Fokus auf der Forschung mit Impulsgebern aus unterschiedlichen Disziplinen. Es ist als Ideenschmiede angelegt. micelab:experts und micelab:experience richten sich an die Praktiker der MICE-Branche, also an Mitarbeiter aller Gewerke in Veranstaltungshäusern, Eventagenturen, Kulturinstitutionen und Marketingverantwortliche von Wirtschaftsbetrieben. Im micelab:extract fließen die Forschungsergebnisse eines Jahres ein. Band I zum Thema „Angst und Vertrauen“ ist im Sommer 2017 erschienen. Band II ist für Sommer 2018 geplant.

Als Kuratoren zeichnen die Veranstaltungsdramaturgin Tina Gadow und der Journalist Michael Gleich vom Netzwerk der kongress tanzt verantwortlich. Das micelab:bodensee wird unterstützt durch das Interreg V-Programm Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein mit Fördermitteln der Europäischen Union und der Schweiz.

Infos unter www.micelab-bodensee.com

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

Bodensee Meeting (Kommunikation), Urs Treuthardt, 0043/5574/43443-12, urs.treuthardt@bodensee-vorarlberg.com

Bodensee Meeting (Sprecher), Mag. Gerhard Stübe, 0043 /5574/ 413-301, gerhard.stuebe@kongresskultur.com

Pzwei. Pressearbeit, Mag. Daniela Kaulfus, 0043/699/19259195, daniela.kaulfus@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: Zeichnungen: Jaron Gyger
10.10.2017

ALPLA Kids feiern zehnjähriges Bestehen

70 Kinder werden bei ALPLA Kids von 15 Pädagoginnen betreut. 70 Kinder werden bei ALPLA Kids von 15 Pädagoginnen betreut.

Was vor zehn Jahren bescheiden begann, hat sich zur größten betrieblichen Kinderbetreuungseinrichtung in Vorarlberg entwickelt: Das Kinderhaus ALPLA Kids feiert Jubiläum. Auf dem Programm stehen auch Publikumsveranstaltungen im Harder Spannrahmen.

Kaum ein anderes Vorarlberger Unternehmen ist so international aufgestellt und gleichzeitig mit seinen Wurzeln so verbunden wie ALPLA. Das Familienunternehmen übernimmt seit mehr als 60 Jahren gesellschaftlich-soziale Verantwortung. Teil der Unternehmenskultur ist es, den Mitarbeitenden eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.

Vor über zehn Jahren entstand der Wunsch, eine betriebliche Kinderbetreuung einzurichten. Dafür konstituierte sich 2007 der Verein Kinderhaus ALPLA Kids. Seither ist die Einrichtung stetig gewachsen, sodass das Gebäude am Hauptsitz Hard in zwei Schritten erweitert wurde. Heute betreuen insgesamt 15 professionell ausgebildete Pädagoginnen mehr als 70 Kinder von 15 Monaten bis sechs Jahren nach einem reformpädagogischen Ansatz in Kleingruppen. Das Kinderhaus bietet seine Leistungen ganztägig von 7 bis 17 Uhr sowie ganzjährig an, Mittagsbetreuung und -essen sind selbstverständlich.

Großes Geburtstagsfest für alle

„Wir haben in den letzten zehn Jahren gemeinsam viel erreicht, das wollen wir feiern“, ist Vereinsobfrau Manuela Lehner-Künz zufrieden. „Aber auch beim Feiern wollen wir das Augenmerk auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf lenken.“ Bis zum Sommer 2018 sind zahlreiche interne und öffentliche Veranstaltungen geplant. Für die ALPLA Kids stehen unter anderem ein Puppentheater, Dingsda, ein Ausflug ins Ravensburger Spieleland und die Geburtstagsparty im Juni auf dem Programm.

Die Veranstaltungen für die Öffentlichkeit finden im Spannrahmen in Hard statt. Nach einem Mitmachkonzert am 17. Oktober findet im Jänner 2018 ein Vortrag von Ex-Fußballschiedsrichter Babak Rafati statt. Den Abschluss macht die Pädagogin Susanne Mierau. Sie hält im Mai einen Vortrag über Eltern-Blogs. Die geringen Eintrittsgelder kommen karitativen Zwecken zugute.

Weiterführende Informationen:

kids.alpla.com

www.facebook.com/alplakids

Factbox – Mit der Bitte um Aufnahme in den Terminkalender

Öffentliche Veranstaltungen im Spannrahmen Hard anlässlich „10 Jahre ALPLA Kids“

17.10.2017, 16.00 Uhr: Mitmachkonzert mit Rodscha aus Kambodscha und Tom Palme

25.01.2018, 19.30 Uhr: „Brennen statt auszubrennen. Im stressigen Alltag auf sich selbst achten lernen“ – Vortrag von Babak Rafati

18.02.2018, 16.00 Uhr: Interaktives Kindertheater mit Frogo & Lele

25.05.2018, 19.30 Uhr: „Eltern und Kinder im Netz“ – Vortrag von Susanne Mierau

Über ALPLA:

ALPLA gehört zu den führenden Unternehmen für Kunststoffverpackungen. Rund 18.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter produzieren weltweit an 172 Standorten in 45 Ländern maßgeschneiderte Verpackungssysteme, Flaschen, Verschlüsse und Spritzgussteile. Die Anwendungsbereiche der Qualitätsverpackungen sind vielfältig: Nahrungsmittel und Getränke, Kosmetik und Pflegeprodukte, Haushaltsreiniger, Wasch- und Putzmittel, Motoröl und Schmiermittel. 2015 feierte ALPLA das 60-jährige Firmenjubiläum

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: Alpla/Weissengruber & Partner
05.12.2017

3,5 Millionen Österreicher engagieren sich 2017 freiwillig

Rund 3,5 Millionen Menschen oder 46% der über 15-Jährigen in unserem Land sind Tag für Tag freiwillig und unentgeltlich aktiv. Sie unterstützen gemeinnützige Organisationen ehrenamtlich, engagieren sich in Vereinen oder helfen in der Nachbarschaft. Die Bewältigung von gesellschaftlichen Herausforderungen wie Katastrophenschutz, Kinderhilfe oder Altenbetreuung wäre ohne sie nicht denkbar. Der Fundraising Verband sagt DANKE an Österreichs Freiwillige! Anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamts diskutierten Experten heute in Wien über die Zukunft des Freiwilligenwesens und was es von der neuen Bundesregierung für eine nachhaltige Sicherung des Sektors braucht.

Zusätzlich zu ihren Geldspenden engagieren sich die Österreicherinnen und Österreich auch sehr gerne freiwillig. Fast die Hälfte der österreichischen Bevölkerung ist ehrenamtlich tätig. Damit leisten Freiwillige das Äquivalent von rund 200.000 Vollzeitarbeitsplätzen. Am häufigsten engagieren sich Menschen zwischen 50 und 59 Jahren, gefolgt von den über 60-jährigen.

„"Das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Menschen hierzulande bildet das Rückgrat unserer Gesellschaft. Im Namen aller gemeinnützigen Organisationen möchte ich herzlich DANKE sagen!"“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband Österreichs Spendenorganisationen, beeindruckt.

Unternehmen engagieren sich vermehrt durch Corporate Volunteering

Immer mehr Unternehmen nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr und unterstützen gemeinnützige Initiativen und Organisationen auch in Form von Zeitspenden. Im Rahmen solcher Corporate Volunteering-Partnerschaften fördern Unternehmen ihre MitarbeiterInnen dabei, sich in- oder außerhalb der Arbeitszeit für eine gemeinnützige Organisation zu engagieren. Nicht nur Non-Profit Organisationen, sondern auch Unternehmen profitieren von diesem Konzept wesentlich, insbesondere im Bereich der Personalentwicklung. Außerdem fördert das soziale Engagement die Mitarbeiterzufriedenheit und die Identifikation mit dem Unternehmen. Als Geburtsstätte des Corporate Volunteerings gelten die USA. In Österreich sind zwar bereits rund 36 % der Unternehmen in diesem Bereich aktiv, allerdings besteht noch viel Potenzial.

„Wirtschaft hilft!“-Awards werden erstmals für Corporate Volunteering vergeben

Mit dem Ziel, das Bewusstsein österreichischer Unternehmerinnen und Unternehmer für gemeinnütziges gesellschaftliches Engagement weiter zu stärken, holt die „Aktion Wirtschaft hilft!“ zum vierten Mal die kreativsten Unternehmensspender vor den Vorhang. Als Höhepunkt der Initiative werden im Frühjahr 2018 die „Aktion Wirtschaft hilft! Awards“ vergeben. Zum ersten Mal wird der Award auch in der Kategorie „Corporate Volunteering“ für herausragende betriebliche Freiwilligenprogramme und Zeitspenden verliehen. Bis 19. Jänner 2018 können Spendenprojekte eingereicht oder vorgeschlagen werden. Alle Informationen unter: http://www.wirtschaft-hilft.at

Engagement der neuen Bundesregierung im Freiwilligenwesen gefordert

Die zukünftigen Herausforderungen und Chancen für das Ehrenamt waren die Themen der heutigen Konferenz zum Internationalen Tag der Freiwilligen in Wien mit ExpertInnen aus zahlreichen gemeinnützigen Organisationen. Dabei wurde auch gemeinsam formuliert, was es seitens der nächsten Bundesregierung braucht, um das Freiwilligenwesen in Österreich weiter auszubauen. In der von der britischen Stiftung CAF durchgeführten Umfrage zum Thema Engagement rangiert Österreich in der Kategorie Freiwillige weltweit auf Platz 33. Innerhalb Europas liegt Österreich im Mittelfeld an zehnter Stelle. Trotz der 3,5 Millionen ehrenamtlich Tätigen, spielte der ehrenamtliche Sektor in der Politik bislang nur eine untergeordnete Rolle. Aufgabe der kommenden Regierung wird es sein, notwendige Entwicklungsschritte wie den dringenden Ausbau der Infrastruktur durch Freiwilligenzentren und -messen, eine nationale Validierung der im Freiwilligeneinsatz erworbenen Qualifikationen sowie die Bereitstellung einer Unfall- und Haftpflichtversicherung für alle ehrenamtlichen Tätigkeiten in Österreich schnellstmöglich umzusetzen.

„"Neue Freiwillige zu gewinnen wird für NPOs immer schwieriger, was bereits teilweise zu Leistungsengpässen führt. Nur eine konsequente und engagierte Freiwilligenpolitik und die dringend notwendige Entbürokratisierung des Gemeinnützigkeitsgesetzes kann das soziale Rückgrat unserer Gesellschaft sicherstellen."“, warnt Günther Lutschinger.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn ..
12.10.2017

"die umweltberatung" gibt Tipps zum Fensterdichten

Das Dichten selber ist einfach - Kante reinigen, Dichtungsband aufkleben und fertig. Das Dichten selber ist einfach - Kante reinigen, Dichtungsband aufkleben und fertig.

Undichte Fenster bringen hohe Energieverluste und die Zugluft senkt den Wohnkomfort enorm. „Sobald wir Zugluft verspüren, brauchen wir viel höhere Raumtemperaturen, um uns wohl zu fühlen. Und höhere Temperaturen bedeuten mehr Heizkosten. Darum ist es wichtig, die Zugluft durch Fenstersanierung zu verringern“, erklärt Sabine Vogel, Energieberaterin von "die umweltberatung".

Window = Windauge

Schon gewusst? Das englische Wort window hat sich aus „vindauga“, also Windauge entwickelt. Das bringt gut zum Ausdruck, dass Fenster die „Augen“ eines Hauses sind – durch sie wird der Blick ins Freie möglich und sie lassen frische Luft und Wind ins Haus.

Fensterdichten selbst gemacht

Wenn die Fenster nicht gut schließen, lässt sich das bei neueren Fenstern oft mit einem Inbusschlüssel selbst einstellen.

Bei den meisten Fenstern ist eine Sanierung mit Dichtungsbändern möglich. Es gibt diese in unterschiedlichen Breiten und Dicken – je nach Fugenbreite und Spalt. Das Dichten selber ist einfach - Kante reinigen, Dichtungsband aufkleben und fertig. Auch bei zugigen Fenstern und Türen zum kühleren Stiegenhaus ist das Abdichten sinnvoll. Türspalten am Boden werden mit Zugluftstoppern oder Türdichtschienen aus dem Baufachhandel abgedichtet. Es hilft auch einfach eine dicke, zusammengerollte Decke davorzulegen.

Kastenfenster: immer innen dichten

Kastenfenster müssen nicht unbedingt getauscht werden. Gut schließend mit einer guten Dichtung sind sie ein gut funktionierendes, bewährtes System. Die Dichtung wird bei Kastenfenstern am Innenflügel angebracht, damit die feuchte Luft zwischen den Fenstern nach außen entweichen kann. Eingesperrte Kondensfeuchte kann das Holz schädigen und zu Schimmel oder Moder führen. Wenn die Außenflügel wegen zu großer Fugen auch abgedichtet werden müssen, sollte diese Dichtung weniger dicht als an den Innenflügeln sein bzw. an einer Kante fehlen. Geringe Feuchtigkeitsmengen können so nach außen entweichen.

Leider halten aufgeklebte Dichtungsbänder nicht ewig und sind daher an stark benutzten Stellen meist jährlich zu erneuern. Länger halten eingefräste Hohlprofildichtungen von Tischlereien, die auf Kastenfenstersanierung spezialisiert sind. Eine weitere langhaltende Lösung ist das Anbringen von Aluschienen mit dauerelastischen Dichtungen. Dieses Dichtungssystem wird an der Fensterlaibung bzw. am Rahmen montiert, statt direkt am Fensterflügel.

Richtig lüften

Je dichter die Fenster sind, desto mehr muss aktiv durch vollständiges Öffnen gelüftet werden. In der Heizsaison die Fenster auf keinen Fall kippen! Im Raum entstehende Luftfeuchtigkeit wird an den kältesten Stellen wieder flüssig – zum Beispiel an der Glasscheibe des Fensters, in Raumecken oder hinter Kästen an Außenwänden. An diesen feuchten Stellen besteht Schimmelgefahr. Um Schimmel vorzubeugen, ist regelmäßiges Lüften bei weit geöffneten Fenstern notwendig. Ein Hygrometer zur Kontrolle der Luftfeuchtigkeit kostet wenig und erinnert an rechtzeitiges Lüften. Die Luftfeuchtigkeit im Raum sollte 60 Prozent nicht übersteigen.

Infoblatt und Energieberatung

Das Infoblatt „Fenstersanierung“ kann auf www.umweltberatung.at/fenstersanierung kostenlos heruntergeladen werden.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
09.07.2017

Wrabetz legt Jungmitarbeitern Abgang nahe

„profil“: ORF-Angebot an „Jungaussteiger“ „profil“: ORF-Angebot an „Jungaussteiger“

Das Nachrichtenmagazin „profil“ berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über bisher unbekannte Pläne der ORF-Führung, nicht nur bei älteren, sondern auch bei jüngeren Mitarbeitern einzusparen. In einem vergangene Woche von Generaldirektor Alexander Wrabetz und Finanzdirektor Andreas Nadler verschickten E-Mail an die Belegschaft findet sich neben anderen „freiwilligen Personal-Maßnahmen“ wie „Handshake-Angebot“ oder „Altersteilzeit“ auch ein „Angebot für Jungaussteiger/innen“.

Dieses richtet sich laut dem „profil“ vorliegenden Mail an „Mitarbeiter/innen, für deren Lebensplanung die Beendigung des Dienstverhältnisses mit dem ORF schon vor der Pensionierung attraktiv erscheint“ und beinhaltet „die Möglichkeit, mithilfe einer finanziellen Unterstützung neue Wege zu beschreiten“. Wie Wrabetz und Nadler schreiben, drohe dem ORF vor allem aufgrund der steigenden Personalkosten „eine extreme wirtschaftliche Schräglage“. Bis 2021 soll der Personalstand des Unternehmens um 300 Stellen reduziert werden.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: SPÖ Presse und Kommunikation - Frühjahrstagung 2016, CC BY-SA 2.0
12.10.2017

Klimawandelbedingtes Aussterben von Arten kann kaum verhindert werden

Der Clusius-Enzian, auch echter Alpenenzian genannt, ist durch den Klimawandel bedroht Der Clusius-Enzian, auch echter Alpenenzian genannt, ist durch den Klimawandel bedroht

Tier- und Pflanzenarten versuchen sich durch Änderung ihrer Verbreitungsgebiete dem Klimawandel anzupassen. Intensiv vom Menschen genutzte Landschaften lassen solche Anpassungen aber immer weniger zu. Eine Forschergruppe des Departments für Botanik und Biodiversitätsforschung der Universität Wien und des Umweltbundesamtes hat nun erstmals nachgewiesen, dass Maßnahmen wie die Rückwandlung von Land in naturnahe Lebensräume wichtig sind, ihrer Wirksamkeit aber zumindest in Mitteleuropa klare Grenzen gesetzt sind. Insbesondere das regionale Aussterben eines Teils der untersuchten Arten lässt sich auch mit beträchtlichem Aufwand kaum verhindern. Die Studie erscheint in der renommierten Zeitschrift "Nature Climate Change".

Die zunehmende Klimaerwärmung und die gleichzeitige Intensivierung der Landnutzung setzen viele Arten immer stärker unter Druck. WissenschafterInnen beobachten daher bei einer zunehmenden Zahl von Tier- und Pflanzenarten weltweit Verschiebungen natürlicher Verbreitungsgebiete in Anpassung an das sich ändernde Klima. Die immer stärkere Verinselung natürlicher Lebensräume schränkt solche Wanderungsbewegungen zunehmend ein. Extensivierungsmaßnahmen, wie etwa die Umwandlung intensiv genutzter land- und forstwirtschaftlicher Flächen in naturnahe Lebensräume, sollen die Vernetzung der Landschaft für jene Arten erhöhen, die dem Klima folgen.

Computermodell erlaubt zuverlässigere Voraussagen

Ein Team von Biologen des Departments für Botanik und Biodiversitätsforschung der Universität Wien und des Umweltbundesamtes hat ein Computermodell entwickelt, das Klimawandel, Lebensraumfragmentierung sowie die individuelle Ausbreitungsfähigkeit von 51 Pflanzen-, Schmetterlings- und Heuschreckenarten berücksichtigt. "Dieser Ansatz erlaubt zuverlässige Voraussagen zum Fortbestand der von uns untersuchten Arten in den kommenden Jahrzehnten", erklärt Franz Essl, Projektleiter der Studie und Experte für Biodiversität und Naturschutz am Umweltbundesamt. Mit Hilfe dieses Modells können die Forscher die zukünftige Entwicklung der Verbreitungsgebiete der untersuchten Arten in Mitteleuropa unter Szenarien unterschiedlich starker Klimaerwärmung und unterschiedlicher Extensivierungsmaßnahmen bis zum Jahr 2100 simulieren.

Die Modelle sagen voraus, dass rund 20 Prozent der untersuchten Arten im Laufe dieses Jahrhunderts im Untersuchungsgebiet (Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Südtirol und Süddeutschland) aussterben werden. Die verbleibenden Arten verzeichnen einen deutlichen Rückgang ihres Verbreitungsgebietes, der durch den Einsatz der Extensivierungsmaßnahmen zwar verringert werden kann, "selbst bei maximalem Ressourceneinsatz – das heißt bei einer Umwandlung von fünf Prozent der land- und forstwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen – kann das Aussterben der am stärksten betroffenen Arten wie z.B. dem Böhmischen Enzian, der in Österreich nur im Wald- und Mühlviertel vorkommt, nicht verhindert werden", so der Leiter der Divison für Naturschutzforschung der Universität Wien, Stefan Dullinger.

Von den drei Extensivierungsstrategien erwiesen sich die Aufwertung von Flächen innerhalb von bestehenden Naturschutzgebieten sowie die Einrichtung von Korridoren zwischen Schutzgebieten als die wirksamsten Maßnahmen. Die Umwandlung gleichmäßig in der Landschaft platzierter Flächen stellte sich als wenig erfolgreich heraus. Keine dieser Maßnahmen war jedoch geeignet, die negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die Verbreitungen der Arten gänzlich zu kompensieren.

Einen möglichen Grund für die eingeschränkte Wirksamkeit der Maßnahmen sehen die Forscher in den massiven Folgen des Klimawandels: "Selbst in einer wenig fragmentierten Landschaft werden sich die klimatisch geeigneten Gebiete geographisch so weit verschieben, dass viele Arten aufgrund ihrer begrenzten Ausbreitungsfähigkeit nicht mit dem Klimawandel Schritt halten können", erläutert Johannes Wessely, der Hauptautor der Studie. Karl Hülber, der leitend an dieser Veröffentlichung mitgearbeitet hat, ergänzt: "Eine naturnähere Nutzung land- und forstwirtschaftlich genutzter Flächen bildet einen wesentlichen Bestandteil des Artenschutzes. Sie kann allerdings langfristig nur erfolgreich sein, wenn die Klimaänderung am Standort nicht zu stark ist bzw. zu schnell erfolgt, um eine evolutive Anpassung der Arten an die neuen Bedingungen zu ermöglichen".

Die durchgeführten Simulationen zeigen also nur beschränkte Möglichkeiten, die Folgen des Klimawandels abzuschwächen und dass rasche und ambitionierte Maßnahmen zur Verringerung des Klimawandels selbst nötig sind, um die Artenvielfalt in Mitteleuropa zu bewahren.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Dietmar Moser
18.09.2017

Automatische Vertragsverlängerung bei PARSHIP unzulässig

OGH bestätigt VKI: Erinnerungs-E-Mail muss deutlichen Hinweis auf den Ablauf der Kündigungsfrist und die automatische Vertragsverlängerung enthalten OGH bestätigt VKI: Erinnerungs-E-Mail muss deutlichen Hinweis auf den Ablauf der Kündigungsfrist und die automatische Vertragsverlängerung enthalten

Der Oberste Gerichtshof (OGH) bestätigt das vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) – im Auftrag des Sozialministeriums – erstrittene Urteil gegen PARSHIP (PE Digital GmbH): Ein nichtssagendes E-Mail mit einem Link, dem weitere Informationen entnommen werden könnten, stellt keinen ausreichenden Hinweis auf den Ablauf der Kündigungsfrist und die automatische Vertragsverlängerung dar. Der OGH hat die außerordentliche Revision der PE Digital GmbH zurückgewiesen. Das Urteil ist damit rechtskräftig.

PARSHIP bietet grundsätzlich befristete kostenpflichtige Mitgliedschaften an, die sich jeweils um ein Jahr verlängern sollen, bis der Kunde den Vertrag mindestens 12 Wochen vor Laufzeitende kündigt. Damit es zu einer solchen automatischen Vertragsverlängerung kommen kann, verlangt das Konsumentenschutzgesetz zuvor einen „besonderen“ Hinweis auf den bevorstehenden Ablauf der Kündigungsfrist und auf die ohne Kündigung eintretende automatische Vertragsverlängerung. Das von PARSHIP zu diesem Zweck versandte E-Mail enthält weder im Betreff („Nachricht zu Ihrem Profil“) noch im Text einen Hinweis auf diese Folgen. Erst wenn man dem im E-Mail enthaltenen Link folgt, der auf die PARSHIP-Startseite führt, wo man sich zunächst einloggen muss, kann die eigentliche Informationen zur automatischen Vertragsverlängerung abgerufen werden. Das ist nicht ausreichend, urteilten bereits die Vorinstanzen. Die gesetzlich vorgesehene Warnfunktion kann die Nachricht nur dann erfüllen, wenn sie die Aufmerksamkeit des Adressaten erregt. Dafür sind eine aussagekräftige Betreffzeile und eine Information im Text des E-Mails erforderlich.

„Mit seiner Entscheidung hat der OGH klargestellt, dass der vom Gesetz geforderte besondere Hinweis, den es braucht, wenn Schweigen als Zustimmung gelten soll, deutlich erteilt werden muss“, freut sich Mag. Laura Ruschitzka, Juristin im VKI. „Ein nichtssagendes Erinnerungs-E-Mail reicht dafür nicht aus. Zu einer automatischen Vertragsverlängerung kann es darüber hinaus nur dann kommen, wenn das schon im Vorfeld, also bei Vertragsabschluss wirksam vereinbart worden ist.“

Betroffene, die den Ablauf der Kündigungsfrist wegen der undeutlichen Erinnerungs-E-Mail übersehen haben, können die Rückerstattung des verrechneten Entgelts verlangen, wenn sie die Dienste von PARSHIP nach der Vertragsverlängerung nicht mehr in Anspruch genommen haben. Der VKI stellt dafür einen Musterbrief unter www.verbraucherrecht.at/downloads/musterbriefe/PARSHIP.docx kostenlos zur Verfügung. Wer wegen dieser gesetzwidrigen Vertragsverlängerung eine Entgeltzahlung bisher verweigert hat und mit Betreibungskosten konfrontiert war, muss auch diese nicht bezahlen. Wenn die Dienste von PARSHIP im Verlängerungszeitraum aber weiter genutzt wurden, kann PE Digital GmbH dafür ein anteiliges Entgelt fordern; die Höhe ist jeweils im Einzelfall zu ermitteln. Auch die Frage, ob dem Unternehmen ein Ersatz seiner Kosten – etwa für Mahnungen – zustehen könnte, ist dann im Einzelnen zu prüfen.

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08.06.2017

die3 für German Design Award nominiert

Geschäftsführung und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Dornbirner Agentur die3 für Kommunikation und Werbung sind stolz auf die Nominierung zum German Design Award. Geschäftsführung und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Dornbirner Agentur die3 für Kommunikation und Werbung sind stolz auf die Nominierung zum German Design Award.

Kampagnen für Bosch Sensortec und Tridonic als herausragende Leistungen gewürdigt

Der deutsche Rat für Formgebung hat zwei Projekte der Vorarlberger Branding- und Kommunikationsagentur die3 für den German Design Award 2018 nominiert: die crossmediale Kampagne für den Vital Sensor Hub von Bosch Sensortec und eine Printkampagne für das Produkt net4more von Tridonic.

„Die Besonderheit des German Design Awards ist, dass man sich als Agentur nicht dafür bewerben kann, sondern vom Rat für Formgebung für die Teilnahme vorgeschlagen wird. Dass wir gleich mit zwei Projekten in der Kategorie Excellent Communications Design nominiert sind, freut uns umso mehr“, sagt die3-Kreativdirektor Mario Lorenz.

Die ausgewählten Arbeiten wurden erst kürzlich im Jahrbuch „Jahr der Werbung 2017“ des Econ-Verlags veröffentlicht. Nun haben sie die Chance, den German Design Award und damit eine der angesehensten Branchenauszeichnungen zu gewinnen. Den Preis vergibt der Rat für Formgebung in Zusammenarbeit mit einer internationalen, hochkarätig besetzten Jury seit 60 Jahren. Aufgrund des strengen Auswahlverfahrens gilt bereits die Nominierung als besondere Auszeichnung. Die Preisverleihung wird im Februar 2018 stattfinden.

Exzellente Gestaltungskompetenz

Mit der Printkampagne für das Produkt „net4more“ von Tridonic (Zumtobel Group) ist es die3 gelungen, den Nutzen einer technischen Innovation einfach und prägnant darzustellen. Das Keyvisual der Kampagne ist das bekannte Fadenspiel, es steht für die flexible Vernetzbarkeit der Leuchtenkomponenten.

Für die Bosch Sensortec GmbH realisierte die3 eine crossmediale Kampagne zur Einführung einer neuen Generation von Sensoren. Die Inhalte wurden für Social Media, die Unternehmenswebsite und speziell für die Produktvorstellung auf dem Mobile World Congress 2016 in Barcelona aufbereitet. Herzstück der Kampagne ist ein Video, das die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten des Sensors inszeniert.

Information: www.die3.eu

Fact-Box: die3 Agentur für Werbung und Kommunikation

• Gründung 1989

• MitarbeiterInnen: 16

• Schwerpunkte: Strategie, Branding, Crossmediale Kommunikation

• Limbic® Licensed Partner

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

die3 Agentur für Werbung und Kommunikation GmbH, Mario Lorenz, Telefon +43/5572/23116-78, Mail m.lorenz@die3.eu

Pzwei. Pressearbeit, Alexandra Dittrich, Telefon +43/664/3939353, Mail alexandra.dittrich@pzwei.at

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16.01.2017

Schuleinschreibung Neu – worauf Sie achten müssen

Schuleinschreibung Neu – worauf Sie achten müssen Schuleinschreibung Neu – worauf Sie achten müssen

Ein wesentliches Ziel der Bildungsreform ist es, allen Kindern einen guten Start in ein gemeinsames Schulleben zu ermöglichen. Das gelingt nur, wenn man in der Volksschule direkt an der Entwicklung aus dem Kindergarten anschließen kann. Mit der Schuleinschreibung Neu werden deshalb wichtige Informationen, die Eltern bereits im Kindergarten über die Entwicklung und die Kompetenzen ihres Kindes erhalten, an die VolksschulpädagogInnen weitergeleitet. Die Schulen haben erstmals die Möglichkeit, auf dem vorhandenen Wissensstand über die Interessen und Begabungen der Kinder aufzubauen.

Was ist neu?

Wertvolle Daten aus Sprachstandstests, Entwicklungsportfolios, Bildungsdokumentationen und künftig aus dem Bildungskompass werden von den Eltern zur Schuleinschreibung mitgebracht, damit DirektorInnen und PädagogInnen damit arbeiten können.

Neu ist auch, dass das Kind persönlich bei der Schuleinschreibung dabei sein muss. Nur so kann festgestellt werden, ob die Schulreife gegeben ist. Bei Bedarf können ExpertInnen wie z.B. von der Schulpsychologie, des ärztlichen Schuldienstes, Beratungs- und BetreuungslehrerInnen oder die Schulsozialarbeit beigezogen werden.

Die Schuleinschreibung kann auch in zwei oder mehreren Phasen erfolgen. Die administrative Aufnahme kann z.B. bereits im Wintersemester durchgeführt werden, die pädagogische Einschreibung aber erst zu einem späteren Zeitpunkt, um möglichst aktuelle Daten aus dem Kindergarten zur weiteren Planung nutzen zu können.

DirektorInnen bekommen mehr Zeit für die Schuleinschreibung: statt bisher fünf Monate vor Beginn der Hauptferien muss die Einschreibung jetzt erst vier Monate vorher abgeschlossen sein.

Startschuss in den Bundesländern

Im Jänner findet die Schuleinschreibung im Burgenland, Niederösterreich, der Steiermark und Wien statt. Wie bisher sind persönliche Dokumente wie Geburtsurkunde, Meldezettel und Staatsbürgerschaftsnachweis mitzubringen. Je nach Bundesland können darüber hinaus noch andere Dokumente erforderlich sein. Informationen darüber bekommen Sie beim zuständigen Landesschulrat bzw. Stadtschulrat oder direkt bei der Schule.

Die Aufnahme in die Volksschule läuft erstmals nach dem neuem Muster ab. Die rechtliche Grundlage wurde mit dem Schulrechtsänderungspaket geschaffen, das seit 1. September 2016 in Kraft ist.

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09.01.2017

Sechs Verkehrstote in den ersten acht Tagen des neuen Jahres

Sechs Verkehrstote in den ersten acht Tagen des neuen Jahres Sechs Verkehrstote in den ersten acht Tagen des neuen Jahres

Die Opfer der vergangenen Woche waren drei Fußgänger, zwei Pkw-Lenker und ein Lenker eines Sattelzugs. Am 1. Jänner 2017 wollte ein 28-jähriger Fußgänger im Bezirk Melk unmittelbar vor einem herannahenden Pkw die Fahrbahn überqueren und wurde von dem Fahrzeug erfasst. Der Fußgänger erlitt so schwere Verletzungen, dass er an der Unfallstelle starb. An den ersten beiden Wochenenden verunglückten zwei Verkehrsteilnehmer tödlich.

Je zwei Menschen kamen in der Vorwoche auf einer Bundes- und Gemeindestraße und jeweils einer auf einer Autobahn und einer Schnellstraße ums Leben. Einen Verkehrstoten gab es jeweils im Burgenland, in Niederösterreich, Oberösterreich, in der Steiermark, in Tirol und Wien.

Vermutliche Hauptunfallursachen waren in drei Fällen Fehlverhalten eines Fußgängers und in zwei Fällen ein Herz-/Kreislaufversagen. Bei einem Unfall konnte die Ursache noch nicht geklärt werden. Drei Unfälle waren Alleinunfälle, drei Fahrzeuglenker waren nicht angegurtet und ein Verkehrstoter war ausländischer Staatsbürger.

Vom 1. bis 8. Jänner 2017 gab es im österreichischen Straßennetz 6 Verkehrstote (vorläufige Zahl). Im Vergleichszeitraum 2016 waren es 2 und 2015 7.

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28.12.2016

In Österreich heuer weniger Verkehrstote als im Vorjahr – aber immer noch 423 Todesopfer

In Österreich heuer weniger Verkehrstote als im Vorjahr – aber immer noch 423 Todesopfer In Österreich heuer weniger Verkehrstote als im Vorjahr – aber immer noch 423 Todesopfer

Nach dem Anstieg im Vorjahr, ist heuer die Zahl der Verkehrstoten in Österreich wieder gesunken. Die Zahl der Todesopfer ist aber nach wie vor hoch: 423 Menschen kamen seit Jahresbeginn im Straßenverkehr ums Leben, berichtet der VCÖ. Am Ende des Vorjahres waren 475 Todesopfer zu beklagen. Im Jahr 2014 war die Zahl der Verkehrstoten mit 430 am niedrigsten seit Bestehen der Unfallstatistik.

In sechs Bundesländern ging die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle zurück, vor allem dort, wo es im Vorjahr einen starken Anstieg gab. Einzige Ausnahme ist die Steiermark, wo zum dritten Mal in Folge die Zahl der tödlichen Verunglückten gesunken ist, macht der VCÖ aufmerksam. In Oberösterreich, Vorarlberg und Wien nahm die Zahl der Verkehrstoten zu. Die meisten Verkehrstoten weist Niederösterreich auf, wo 112 Menschen tödlich verunglückten – zehn Mal so viele wie in Vorarlberg.

„Es gibt nur eine akzeptable Anzahl tödlicher Verkehrsunfälle und die heißt null. Diesem Ziel gilt es durch weitere Maßnahmen so nahe wie möglich zu kommen. Denn hinter den Zahlen verbirgt sich das Leid vieler Familien, die Angehörige durch einen Verkehrsunfall verloren haben“, spricht sich VCÖ-Sprecher Christian Gratzer für weitere Verkehrssicherheitsmaßnahmen aus. Der VCÖ weist auf die Schweiz hin, wo die Zahl der Verkehrstoten deutlich niedriger ist. Im Vorjahr kamen in der Schweiz 253 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Im 1. Halbjahr 2016 waren in der Schweiz 85 Verkehrstote zu beklagen, in Österreich war die Opferzahl mit 190 mehr als doppelt so hoch.

Ein Grund für die höhere Verkehrssicherheit in der Schweiz ist das dichte öffentliche Verkehrsnetz mit häufigen Verbindungen. Das Unfallrisiko mit dem Pkw ist etwa 50 Mal so hoch wie mit der Bahn. „Je mehr Menschen die Möglichkeit haben, ihre Alltagswege mit dem Öffentlichen Verkehr zurückzulegen, umso besser für die Verkehrssicherheit“, so VCÖ-Sprecher Gratzer. Vor allem in den Ballungsräumen und in den Regionen ist das Angebot deutlich zu verbessern. Da für Gemeinden die Finanzierung von öffentlichen Verkehrsangeboten oft schwierig ist, spricht sich der VCÖ dafür aus, dass Gemeinden einen Teil der Einnahmen aus den Verkehrsstrafen für solche Projekte bekommen.

Wesentlich sind zudem im Ortsgebiet Maßnahmen für mehr Sicherheit für die Schwächsten im Verkehr. „Bei den Fußgängerinnen und Fußgängern sind ältere Menschen die größte Opfergruppe. Das Verkehrssystem nimmt auf ältere Menschen zu wenig Rücksicht. Wir brauchen eine seniorengerechte Verkehrsplanung im Ortsgebiet“, betont VCÖ-Sprecher Gratzer. Konkret bedeutet das mehr Verkehrsberuhigung, übersichtliche Straßenübergänge und breite Gehwege sowie bei Fußgängerampeln längere Grünphasen und kürzere Rotphasen.

Zudem braucht es in Österreich verstärkte Maßnahmen gegen die Hauptursachen der tödlichen Unfälle zu hohes Tempo sowie Ablenkung und Unachtsamkeit.

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09.01.2017

Neuer Post-Rekord: 81,5 Millionen Pakete im Jahr 2016

Durchschnittlich bearbeitet die Österreichische Post 320.000 Pakete täglich. Durchschnittlich bearbeitet die Österreichische Post 320.000 Pakete täglich.

Wie bereits in den Jahren zuvor verzeichnete die Österreichische Post auch 2016 einen neuerlichen Paketrekord. 81,5 Millionen Pakete transportierte das Logistikunternehmen im vergangenen Jahr. Im Vergleich zum Jahr 2015, in dem insgesamt 80 Millionen Pakete versendet wurden, entspricht das einer Steigerung von knapp zwei Prozent – und dass trotz zunehmendem Wettbewerb am Paketmarkt. Getrieben wird das Wachstum vor allem durch steigende B2C-Paketmengen (Pakete an Privatkunden), die dem wachsenden Online-Handel geschuldet sind.

Durchschnittlich bearbeitet die Österreichische Post 320.000 Pakete täglich. Eine Steigerung ist vor allem rund um Weihnachten zu verzeichnen, wo die durchschnittlichen Paketmengen auf rund 410.000 Sendungen am Tag ansteigen. Am Wochenende des 10. und 11. Dezember 2016 wurden insgesamt sogar 615.000 Pakete von den Postlerinnen und Postlern verarbeitet – was fast doppelt so viele sind wie abseits der Hochsaison.

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22.11.2017

Enorme Preisunterschiede bei Online-Ticketshops

Das Internet macht‘s möglich, mit ein paar Klicks scheint alles geregelt. Das Internet macht‘s möglich, mit ein paar Klicks scheint alles geregelt.

Robbie Williams live in London erleben, den Jubel beim Finale der Eishockey-WM in Dänemark spüren oder einmal Anna Netrebko in der Staatsoper genießen – solche Wünsche lassen sich heute ganz einfach und bequem verwirklichen. Das Internet macht‘s möglich, mit ein paar Klicks scheint alles geregelt. Dass es in der Praxis nicht ganz so reibungslos abläuft, zeigen die zahlreichen Beschwerden, die im Beratungszentrum des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) eingehen. Der Ärger reicht von nicht erhaltenen oder gefälschten Tickets bis hin zu unverschämten, nicht nachvollziehbaren Gebühren und überhöhten Preisen. Bei Letzterem hat der VKI die Probe aufs Exempel gemacht. Für neun Veranstaltungen wurden Preise und Gebühren bei fünf verschiedenen Online-Anbietern verglichen. Den vollständigen Bericht gibt es in der Dezemberausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und auf www.konsument.at.

Der Verein für Konsumenteninformation hat in seiner Erhebung die Preise von neun Veranstaltungen aus dem Kultur- und Unterhaltungsbereich abgefragt, einschließlich der Gebühren für die unterschiedlichen Optionen der Kartenzustellung. Die Preisunterschiede, die sich zwischen den Ticket-Plattformen ergaben, waren immens. So schwankten beispielweise die Preise für ein Konzert von Andreas Gabalier in der Stadthalle Graz zwischen 49,90 und 110,20 Euro. Die Konzertkarten von „Nothing But Thieves“ in der Arena Wien kosteten bei einem Anbieter knapp über 20 Euro, bei einem anderen hingegen mit rund 66 Euro mehr als das Dreifache. Auch bei den Gebühren für die Übermittlung der Tickets zeigte sich Skurriles. So berechnete z. B. ein Anbieter eine Gebühr von 2,50 Euro dafür, dass sich der Kunde die Tickets mit seinem eigenen Drucker selbst ausdruckt.

„Nach unserer Einschätzung ist es in den meisten Fällen am günstigsten und sichersten, wenn man direkt beim Veranstalter eines Events nach einem Ticketshop sucht“, sagt VKI-Projektleiter Kevin Zimmermann. „Vermeiden sollte man dagegen besser sogenannte Sekundäranbieter wie z. B. Viagogo, Seatwave, StubHub oder Onewayticket. Diese Plattformen werben damit, dass dort Fans ihre Karten an andere Fans verkaufen können. Häufig ist bei diesen Plattformen nicht klar ersichtlich, wer die Karten eigentlich anbietet. Nicht selten wird dort auch auf Kartenpreise spekuliert – und das kann zu stark überteuerten Tickets führen. Zudem sind die Gebühren dieser Plattformen extrem hoch und oft erst im letzten Moment vor dem Kauf ersichtlich. Das hat auch schon eine Klage der australischen Konsumentenorganisation (ACCC) gegen Viagogo wegen unseriöser Geschäftspraktiken zur Folge gehabt“, so Kevin Zimmermann weiter. „Falls sich beim Veranstalter kein Ticket‑Shop finden lässt, empfiehlt es sich, vor dem Kauf zu überprüfen, ob der gewählte Anbieter ein Impressum mit vollständiger Postanschrift und Kontaktdaten sowie die AGB auf der Website hat. Zudem ist es hilfreich, nach Erfahrungsberichten im Internet zu suchen, um zu sehen, was andere Konsumenten über den Shop schreiben.“

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18.09.2017

Konzerte der "Joanne"-World-Tour von Lady Gaga werden verschoben

Live Nation und Lady Gaga entschuldigen sich aufrichtig für die Unannehmlichkeiten. Live Nation und Lady Gaga entschuldigen sich aufrichtig für die Unannehmlichkeiten.

Live Nation bestätigte heute, dass die europäischen Konzerte im Rahmen der Lady Gaga "Joanne"-World-Tour leider bis auf Anfang 2018 verschoben werden. Die sechswöchige Etappe der europäischen Tournee sollte am 21. September in Barcelona (Spanien) beginnen und mit einem Konzert am 28. Oktober in Köln (Deutschland) abschließen.

Lady Gaga leidet unter schweren körperlichen Schmerzen, die ihre Fähigkeit für Auftritte beeinträchtigen. Sie bleibt unter der Obhut von erfahrenen medizinischen Fachleuten, die heute Morgen ein Aufschieben der Tournee empfohlen haben. Lady Gaga ist erschüttert, dass sie mit den Auftritten vor ihren europäischen Fans warten muss. Sie plant, die nächsten sieben Wochen proaktiv mit ihren Ärzten zu verbringen, um dieses Trauma sowie auch vergangene zu überwinden, die immer noch ihr tägliches Leben beeinflussen und ihrem Körper schwere physische Schmerzen zufügen. Wenn die Tour fortgesetzt wird, will sie ihren Fans die beste Version der Show bieten, die sie für sie vorbereitet hat. Lady Gaga schickt ihre Liebe an alle ihre Fans in ganz Europa und dankt ihnen für ihre Unterstützung und ihr Verständnis.

Da der Tourneeveranstalter derzeit an der Neuplanung der europäischen Termine arbeitet, sollten Fans ihre vorhandenen Tickets bis zur Ankündigung zusätzlicher Informationen - sobald diese verfügbar sind - behalten. Die zweite nordamerikanische Etappe der Tournee soll wie geplant fortgesetzt werden.

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09.06.2017

Vorarlberger Start-up Zemtu für Beraterpreis Constantinus nominiert

Die Inhaber der jungen Vorarlberger Softwareschmiede Zemtu OG: Philipp Metzler, Dominik Bartenstein und Roland Kainbacher (von links). Die Inhaber der jungen Vorarlberger Softwareschmiede Zemtu OG: Philipp Metzler, Dominik Bartenstein und Roland Kainbacher (von links).

Carsharing-Anbieter in Tschechien mit Software aus Vorarlberg zum Marktführer

Die junge Vorarlberger Software-Schmiede Zemtu OG hat gute Chancen auf den begehrten österreichweiten IT + Beraterpreis Constantinus. Das IT-Start-up mit Sitz in Dornbirn ist in der Kategorie „Internationale Projekte“ nominiert. Der tschechische Carsharing-Anbieter Autonapul konnte mit Unterstützung von Zemtu seinen Umsatz versechsfachen und seine Position als Marktführer ausbauen.

Der Firmenname Zemtu ist dem Bregenzerwälder Dialekt entliehen und heißt so viel wie „zusammen tun“ – also gemeinsam umsetzen. Die enge Zusammenarbeit mit ihren Kunden ist auch das Erfolgsgeheimnis der drei engagierten Vorarlberger Philipp Metzler, Dominik Bartenstein und Roland Kainbacher. Ihre Software erlaubt es, Autos mit Carsharing effizienter zu nutzen.

Beim Constantinus Award ist Zemtu mit seiner Arbeit für den tschechischen Carsharing-Anbieter Autonapul nominiert. Der österreichweite Wettbewerb wird vom Fachverband Unternehmensberatung und IT in der Wirtschaftskammer bereits zum 15. Mal durchgeführt. Die Preisverleihung erfolgt beim Constantinus Day am 22. Juni 2017 in Kitzbühel.

Innovative Web-Lösung

Die Entwicklung der webbasierten Carsharing-Lösung begann bereits im Jahr 2010. Mit Unterstützung der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG und des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie sowie mit viel Eigenleistung konnten die Jungunternehmer ihre ersten Ideen in die Praxis umsetzen.

Der Erfolg der Forschungs- und Entwicklungsprojekte führte 2015 gleich zu zwei Spin-Offs: die nominierte Zemtu OG sowie die CARUSO Carsharing eGen, heute Österreichs größter Anbieter von stationsbasiertem E-Carsharing.

Umsatz versechsfacht

Bereits 2013 startete die Zusammenarbeit mit dem tschechischen Carsharing-Anbieter Autonapul. Die private Carsharing-Initiative aus Brünn/Brno arbeitete damals noch mit einem selbstgestrickten Buchungskalender und händischer Schlüsselübergabe. „Beides hat das weitere Wachstum blockiert“, erinnert sich Dominik Bartenstein, einer der drei Zemtu-Gründer. „Bei der Privatinitiative war wenig Eigenkapital vorhanden und das Wachstum musste aus eigener Kraft gestemmt werden.“

Auf der Suche nach einer neuen Technologie stieß Autonapul auf die Lösung aus Vorarlberg. Gegenseitiges Vertrauen, Flexibilität sowie eine professionelle und engagierte Zusammenarbeit waren der Turbo für das Carsharing-Business bei Autonapul. In nur fünf Jahren konnte das Unternehmen sein Angebot auf ganz Tschechien ausdehnen und die Zahl der Autos sowie den Umsatz mehr als versechsfachen.

Entwicklungsprojekt mit Renault

Der nächste Entwicklungsschritt der Carsharing-Lösung steht bereits kurz vor dem Roll-Out. Eine offene Schnittstelle in den Fahrzeugen von Renault ermöglicht es, neue Autos von Renault mit wenigen Mausklicks Carsharing-Ready zu machen. Geöffnet wird das Auto mit der ZEMTU-App, es braucht keine zusätzliche Hardware im Auto mehr. „Diese Technik spart nicht nur Kosten, sondern bringt auch organisatorisch riesige Erleichterungen“, freut sich Michal Šimoník von Autonapul schon auf die ersten Praxistests.

Info: www.zemtu.com

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

Zemtu OG, Dominik Bartenstein, Telefon +43/699/15419990, Mail db@zemtu.com

Pzwei. Pressearbeit, Wolfgang Pendl, Telefon +43/699/10016399, Mail wolfgang.pendl@pzwei.at

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12.10.2017

Seit 1995 deutlicher Rückgang bei Luftschadstoffen und Treibhausgasen mit Ausnahme von CO2

Seit 1995 deutlicher Rückgang bei Luftschadstoffen und Treibhausgasen mit Ausnahme von CO2 Seit 1995 deutlicher Rückgang bei Luftschadstoffen und Treibhausgasen mit Ausnahme von CO2

Die Emissionen von Luftschadstoffen und Treibhausgasen verringerten sich zwischen 1995 und 2015 zum Teil deutlich, wie die aktuellen Daten der Luftemissionsrechnung von Statistik Austria zeigen. Die höchsten Rückgänge wurden bei Schwefeldioxid (SO2; -66,1%), flüchtigen organischen Verbindungen ohne Methan (NMVOC; -43,2%) sowie bei Kohlenmonoxid (CO; -41,6%) erzielt. Deutlich reduziert erwiesen sich auch die Emissionen betreffend Methan (CH4; -31,7%), Lachgas (N2O; -21,1%), Stickoxide (NOx; -15,7%), Ammoniak (NH3; -3,7%) sowie Feinstaub in Form von PM10 (-16,8%) und PM2.5 (-25,5%). Dabei wurden nur jene Emissionen betrachtet, die von in Österreich ansässigen Unternehmen, Institutionen und privaten Haushalten verursacht wurden. Basis für die Berechnungen ist die Österreichische Luftschadstoff- und Treibhausgas-Inventur des Umweltbundesamtes.

Eine Zunahme im Langzeitvergleich wurde lediglich bei Kohlendioxid (CO2) verzeichnet: Von 1995 bis 2015 nahmen die Emissionen des klimawirksamen CO2 um 4,6% zu, wobei 2015, nach Rückgängen in den Jahren 2010 bis 2014, erstmals wieder ein Anstieg bei den klimawirksamen CO2-Emissionen verzeichnet wurde. Der bisherige Höchstwert wurde mit rund 74 Mio. Tonnen im Jahr 2005 erreicht. Durch den vermehrten Umstieg auf erneuerbare Energien wurde im gleichen Zeitraum (1995 bis 2015) ein Anstieg der klimaneutralen CO2-Emissionen aus biogenen Quellen um 99,2% erzielt (siehe Tabelle 1).

Stärkere Rückgänge bei den privaten Haushalten

Sowohl die privaten Haushalte als auch die Wirtschaft trugen zur Verbesserung der Luftqualität und des Klimas bei. Allerdings senkten die privaten Haushalte den Ausstoß aller beobachteten Luftschadstoffe und Treibhausgase bis auf "CO2 aus sonstigen Quellen", während die Wirtschaft im Jahr 2015 bei Stickoxiden (NOx; +4,3%) und dem klimawirksamen CO2 (+15,8%) über den Werten des Jahres 1995 lag. Die Wirtschaft setzte allerdings vermehrt auf klimaneutrale, erneuerbare Energieträger, deren Emissionen zwischen 1995 und 2015 um 213,0% zunahmen. Dadurch konnte der Anstieg der klimawirksamen CO2-Emissionen zwar nicht vermieden, aber abgeschwächt werden.

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27.09.2017

Aktuelle Umfrage: Leistbares Wohnen?

Die Mehrheit der Österreicher (58 Prozent) nimmt wahr, dass der Anteil der Wohnkosten am Haushaltsbudget in den letzten fünf Jahren gestiegen ist. Die Mehrheit der Österreicher (58 Prozent) nimmt wahr, dass der Anteil der Wohnkosten am Haushaltsbudget in den letzten fünf Jahren gestiegen ist.

Die Mehrheit der Österreicher (58 Prozent) nimmt wahr, dass der Anteil der Wohnkosten am Haushaltsbudget in den letzten fünf Jahren gestiegen ist. 21 Prozent sprechen sogar von einem starken Anstieg der Wohnkosten. Dies gilt vor allem für die Bundeshauptstadt Wien sowie für Österreicher mit Pflichtschulabschluss oder einem Haushaltsnettoeinkommen unter 2.000 Euro. Die Hälfte der Befragten gibt an, sich bei anderen Ausgaben bewusst einzuschränken, um sich das Wohnen leisten zu können. Das gilt besonders stark für Single-Haushalte.

Besorgt sind die Österreicher beim Blick aufs „große Ganze“: 88 Prozent stimmen der Aussage zu, dass sich „durch die Entwicklung der Immobilienpreise viele Österreicher das Wohnen bald nicht mehr leisten können.“ Vor allem die Wiener und Tiroler sehen dies so. Dementsprechend wünschen sich 9 von 10 (92 Prozent), und dies unabhängig vom eigenen Haushaltsnettoeinkommen, dass Staat und Gemeinden in Vorlage treten und sich bemühen, dass Wohnen leistbar bleibt oder leistbarer wird, Frauen mehr als Männer (96 versus 89 Prozent).

In Bezug auf die eigene Wohnsituation zeigen sich die Österreicher aber optimistisch: 9 von 10 denken, dass sie sich die aktuelle Bleibe auch zukünftig leisten können (46 Prozent sicher, 44 Prozent eher schon). In Wien sind sogar 95 Prozent „frohen Mutes“. Es sind eher die Jungen und die Frauen, die sich hier ängstlicher zeigen. Ein Fünftel der jungen Generation der 18- bis 29-Jährigen stimmt überdies der Aussage „Ich habe große Angst, dass ich mir Wohnen künftig nicht mehr leisten kann“ sehr zu, bei den Frauen liegt der Anteil bei 15 Prozent.

Können sich die Österreicher ein Eigenheim noch leisten?

Ob man in Österreich eine leistbare Wohnung findet, wenn man eine solche sucht - diese Frage polarisiert die Österreicher. 44 Prozent stimmen der Aussage sehr oder eher zu, 56 Prozent eher nicht oder überhaupt nicht. Vor allem die Wiener, Salzburger und Tiroler, in den Bundesländern mit höheren Immobilienpreisen, zeigen sich hier weit kritischer als Restösterreich. Was die Leistbarkeit oder Nicht-Leistbarkeit eines Eigenheimes anlangt, ist man sich einigermaßen einig: 81 Prozent finden, dass man sich als Normalsterblicher den Kauf eines Eigenheimes praktisch nicht mehr leisten kann. Auch hier zeigen sich Wiener und Tiroler kritischer als der Bundesschnitt.

Dies ist ein Thema, das die Österreicher bewegt: Immerhin 72 Prozent wünschen sich eigene vier Wände, vor allem Familien (82 Prozent), sowie Steirer und Tiroler (85 Prozent) und Niederösterreicher (80 Prozent). In Wien ist der Wunsch nach dem Eigenheim traditionell schwächer ausgeprägt (51 Prozent). Für mehr als die Hälfte der Österreicher (55 Prozent) gehört der Bau oder Kauf einer Immobilie zu einem gelungenen Leben dazu, besonders für die jüngeren und für die älteren Generationen.

Über die Umfrage:

Für die Umfrage hat das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Integral im Auftrag von ImmobilienScout24 1.000 Österreicher/innen zwischen 18 und 69 Jahren im September 2017 bevölkerungsrepräsentativ in einer Onlineumfrage befragt.

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15.11.2017

Das Ende der Mietvertragsgebühren

Ab sofort ist das geänderte Gebührengesetz in Kraft getreten, welches die Mietvertragsgebühren regelt. Ab sofort ist das geänderte Gebührengesetz in Kraft getreten, welches die Mietvertragsgebühren regelt.

Ab sofort ist das geänderte Gebührengesetz in Kraft getreten, welches die Mietvertragsgebühren regelt. Die D.A.S., der führende Spezialist im Rechtsschutz, informiert über die Auswirkungen der Gesetzesänderung für „Mietverträge von Wohnräumen“. Für Vermieter und Hausverwaltungen entfällt ab jetzt die Anmeldung und Abfuhr von Verkehrssteuern an das Finanzamt. Mieter können dadurch mit einer Kostensenkung rechnen. Für gewerblich genutzte Räume besteht weiterhin eine Gebührenverpflichtung. Bei gemischt genutzten Objekten gibt es noch Unklarheiten.

Das geänderte Gebührengesetz ist in Kraft getreten und legt das Ende der Mietvertragsgebühren für „Mietverträge von Wohnräumen“ fest. Die Gesetzesänderung gilt nur für Mietverträge, die ab dem Datum des Inkrafttretens geschlossen wurden, für ältere Mietverträge hat das Gesetz keine Rückwirkung.

Für Vermieter und Hausverwaltungen bedeutet die Änderung eine Verwaltungsvereinfachung, da die Anmeldung und Abfuhr an das Finanzamt für Verkehrssteuern entfällt. Die Kosten beliefen sich je nach Mietzinshöhe und Vertragsdauer auf rund 150 bis 600 Euro. „Mieter können deshalb mit niedrigeren Kosten rechnen, da in der Praxis die Verkehrssteuern durch die Vermieter an die Mieter weiterverrechnet wurden“, weiß Johannes Loinger, Vorstandsvorsitzender der D.A.S..

Weiterhin Gebühren für gewerblich genutzte Räume

Für „gewerblich genutzte“ Mietverträge fällt weiterhin eine Gebühr an. So wie bisher, richtet sich diese nach der Vertragsdauer und dem monatlichen Mietzins, welcher auf das Jahr hochgerechnet wird. Für einen Geschäftsraummietvertrag, mit einer Vertragsdauer von fünf Jahren und einem monatlichen Mietzins von 1.500 Euro, fallen Gebühren um die 900 Euro an.

„Fraglich ist, wie bei gemischt genutzten Objekten – etwa einer Wohnung, die auch als Büro genutzt wird – vorgegangen wird. Eventuell gibt es hierzu noch einen Erlass vom Bundesministerium für Finanzen“, erklärt Loinger.

Die Gebührenpflicht bei Rechtsgeschäften beginnt mit Unterzeichnung

Wenn für ein Rechtsgeschäft eine Urkunde mit den Unterschriften der Parteien errichtet wird, so fallen in der Regel Rechtsgeschäftsgebühren an. Bis zur Änderung des Gebührengesetzes mussten auch für Mietverträge von Wohnräumen Gebühren entrichtet werden. Für außergerichtliche Vergleiche, Wechsel und Abtretung von Forderungen (Zessionen) sind weiterhin Rechtsgeschäftsgebühren in unterschiedlicher Höhe zu entrichten. „Bei außergerichtlichen Vergleichen belaufen sich die Gebühren auf 2 Prozent vom Gesamtwert, der von jeder Partei übernommenen Leistungen. Bei Wechselgeschäften beträgt die Gebühr 1/8 Prozent der Wechselsumme und bei Zessionen sind 0,8 Prozent des Entgelts zu bezahlen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende.

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02.10.2017

Marktanteil von Wärmepumpen binnen 15 Jahren verzehnfacht

Über 1200 Besucherinnen und Besucher informierten sich beim 15. Vorarlberger Solar- und Wärmepumpentag von Energieinstitut und illwerke vkw in Bregenz. Über 1200 Besucherinnen und Besucher informierten sich beim 15. Vorarlberger Solar- und Wärmepumpentag von Energieinstitut und illwerke vkw in Bregenz.

1200 Besucher beim 15. Vorarlberger Solar- und Wärmepumpentag

Der Marktanteil von Wärmepumpen hat sich in Vorarlberg in den letzten 15 Jahren verzehnfacht, ebenso die Leistung der Photovoltaikanlagen. Die Kollektorfläche zur Warmwasserbereitung hat sich seit dem Jahr 2002 mehr als verdreifacht. Diese Zahlen präsentierten illwerke vkw und Energieinstitut Vorarlberg beim 15. Solar- und Wärmepumpentag am Samstag in Bregenz. Mehr als 1200 Besucher informierten sich dort über umweltfreundliches Heizen. Erstmals waren auch Batteriespeicher für Photovoltaikanlagen zu sehen.

Umweltfreundliches Heizen und die Energiegewinnung aus der Sonne boomen in Vorarlberg: Das wurde beim 15. Solar- und Wärmepumpentag am Firmensitz von illwerke vkw in Bregenz deutlich. 1200 Besucher informierten sich bei den 25 Ausstellern, die einen fast vollständigen Überblick über die in Vorarlberg angebotenen Produkte boten. Zum 15-Jahr-Jubiläum zog der Vorarlberger Energie-Landesrat Erich Schwärzler eine positive Bilanz „Hier wird die gewaltige Entwicklung der Branche sichtbar, die ganz direkt zur Energieautonomie Vorarlbergs beiträgt.“

Der Marktanteil von Wärmepumpen bei Einfamilienhäusern stieg seit 2002 von 8 auf über 80 Prozent. Die installierte Leistung der Photovoltaikanlagen stieg ebenfalls um etwa das Zehnfache auf 55.000 kW peak. Die Fläche der Sonnenkollektoren zur Warmwassergewinnung erhöhte sich in diesem Zeitraum von 86.000 auf 280.000 Quadratmeter. Dies entspricht 0,75 Quadratmeter pro Einwohner.

Batteriespeicher im Trend

Auch die technologische Entwicklung wird beim Solar- und Wärmepumpentag deutlich: Standen in den Anfangsjahren neben den Wärmepumpen noch thermische Solaranlagen im Fokus, geht der Trend seit einigen Jahren zu Photovoltaikanlagen.

In diesem Jahr waren erstmals auch Batteriespeicher zu sehen, die Strom aus Photovoltaikanlagen puffern. „Das Interesse ist groß, auch wenn die Zahl der tatsächlich installierten Anlagen derzeit noch gering ist“, schildert der Geschäftsführer des Energieinstituts, Josef Burtscher. Die Batteriespeicher seien inzwischen ausgereift, die Preise fallen. „Vielen ökologisch orientierten Kunden ist es wichtig, den selbst erzeugten Strom auch selbst zu nützen.“

Schritt für Schritt zur Energieautonomie

Helmut Mennel, Vorstand von illwerke vkw, begrüßt diese Entwicklung: „Wir haben uns ganz dem Ziel der Energieautonomie verschrieben. Wärmepumpen und Solaranlagen leisten einen wichtigen Beitrag dazu.“ Das Netz der VKW in Vorarlberg werde dadurch gut ergänzt. Mennel verweist auch auf das Engagement der illwerke-vkw-Gruppe für die Elektromobilität: „Strom ist die Energieform der Zukunft in allen Lebensbereichen, auch in der Mobilität.“

Energie-Landesrat Schwärzler sieht die Information der Bevölkerung als wichtige Aufgabe auch für die kommenden Jahre: „Das Interesse der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger ist ungebrochen, wie der Solar- und Wärmepumpentag auch nach 15 Jahren beweist. Energieinstitut und illwerke vkw schaffen mit ihren Beratungsangeboten Orientierung im vielfältigen Markt.“

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

Energieinstitut Vorarlberg, Wilhelm Schlader, Telefon 0043/699/13120282, Mail wilhelm.schlader@energieinstitut.at

Pzwei. Pressearbeit, Wolfgang Pendl, Telefon +43/699/10016399, Mail wolfgang.pendl@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: Andreas Uher/Energieinistitut Vorarlberg
08.05.2017

7.000 Menschen gedenken der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen

Auszug aus der KZ-Gedenkstätte Mauthausen zur Gedenk- und Befreiungsfeier am 7. Mai 2017 Auszug aus der KZ-Gedenkstätte Mauthausen zur Gedenk- und Befreiungsfeier am 7. Mai 2017

Vor 72 Jahren, am 5. Mai 1945 wurden die Häftlinge aus dem Konzentrationslager Mauthausen und seinen

49 Außenlagern befreit. Tausende Menschen, darunter die letzten Überlebenden des Konzentrationslagers, aus dem In- und Ausland haben heute in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen an der Befreiungsfeier teilgenommen. Der gemeinsame Auszug aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ehemaligen „Schutzhaftlager" am Ende des Festaktes wurde von KZ-Überlebenden angeführt – als symbolischer Akt für die Befreiung.

In Erinnerung an die Befreiung der Häftlinge aus dem Konzentrationslager Mauthausen am 5. Mai 1945 wurde diesem Ereignis im Rahmen der alljährlichen internationalen Befreiungs- und Gedenkfeier gedacht.

Laut Polizei und Veranstalter nahmen rund 7.000 Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland auch dieses Jahr, am 72. Jahrestag, teil. Organisiert wurde die Gedenk- und Befreiungsfeier vom Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) in enger Zusammenarbeit mit der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen (ÖLM) und dem Comité International de Mauthausen (CIM).

Diesjähriges Thema: „Internationalität verbindet“

Seit 2006 sind sich die Gedenk- und Befreiungsfeiern jedes Jahr einem speziellen Thema gewidmet, das zur Geschichte des KZ- Mauthausen bzw. zur NS-Vergangenheit Österreichs in Beziehung steht. Der Gegenwartsbezug bildet bei jedem Jahresthema einen essentiellen Bestandteil und soll vor allem für junge Menschen durch die Auseinandersetzung mit der Zeit und Ideologie des Nationalsozialismus auch einen Bezug zu ihrer Erfahrungswelt heute herstellen.

Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich: "„Wir sind es den zehntausenden Opfern von Mauthausen schuldig, dass wir unser Gedenken international verstehen. Wir sind uns und unseren Kindern verpflichtet, jeder Art von Populismus und Nationalismus eine Absage zu erteilen und die Internationalität als obersten Leitgedanken zu verankern. Das gilt im Gedenken in Mauthausen ebenso, wie auch in unserem heutigen Bestreben für eine gerechtere, sozialere und menschlichere Welt.""

Nachdem weit über 90 Prozent der Opfer des Lagers Mauthausen weder Deutsche noch Österreicher waren, ist diese Feier von internationaler Bedeutung und stellt die weitaus größte Gedenk- und Befreiungsfeier weltweit dar. Begonnen wurde die Befreiungsfeier mit der Verlesung des Mauthausenschwurs in mehr als 20 verschiedenen Sprachen – an einem Ort wie dem ehemaligen KZ Mauthausen, wo von 1938 bis 1945 Deutsch die einzig erlaubte Sprache war, wollten wir damit ein besonders starkes Zeichen der Internationalität setzen.

An Stelle des Einmarsches der nationalen und internationalen Delegationen wurde der Ausmarsch aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende des Festaktes zum Höhepunkt der Feierlichkeit. Auch dieses Jahr wurde der Auszug aus Mauthausen von den KZ-Überlebenden Dušan Stefancic, Yauhen Chrol, Nikolai Kireev, Aba Lewit, Jehuda Gurvich, Shaul Spielmann, Andrew Sternberg gemeinsam mit GIs der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika und Schülerinnen und Schüler der NMS Mauthausen angeführt. Damit soll die Befreiung der KZ-Inhaftierten symbolisiert werden.

Internationale Beteiligung an der Gedenk- und Befreiungsfeier

Die Gedenkfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen begann mit einem ökumenischen Wortgottesdienst mit Bischof Dr. Michael Bünker, Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer und Erzpriester Ioannis Nikolitsis. Gefolgt wurde dieser durch Begrüßungsworte von Willi Mernyi und den Kranzniederlegungen durch Bundespräsidenten Dr. Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Mag. Christian Kern und die internationalen und nationalen Delegationen und Jugendorganisationen. Während der Kranzniederlegung hielten die Vertreterinnen und Vertreter der Opferorganisationen aus Frankreich und den USA ihre Gedenkreden in den jeweiligen Landessprachen. Durch die Gedenkfeier führten Konstanze Breitebner und Mercedes Echerer.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: MKÖ
10.10.2017

Musik trifft Wirtschaft: Internationales Symposium im Vorarlberger Landeskonservatorium

Stefan Dünser (Musiker und Musikvermittler), Walter Lingg (Hotel Krone Au), Andreas Burzik (Musiker und Coach), Wilfried Lux (FHS St. Gallen), Gabriela Krapf (Konservatorium Zürich) und Maria Nänny (FHS St. Gallen) sprachen über Kooperationsmöglichkeiten von Musik und Wirtschaft. Stefan Dünser (Musiker und Musikvermittler), Walter Lingg (Hotel Krone Au), Andreas Burzik (Musiker und Coach), Wilfried Lux (FHS St. Gallen), Gabriela Krapf (Konservatorium Zürich) und Maria Nänny (FHS St. Gallen) sprachen über Kooperationsmöglichkeiten von Musik und Wirtschaft.

Vertreter aus Musik und Wirtschaft präsentierten aktuelle Forschungsergebnisse

Am vergangenen Donnerstag, 5. Oktober, trafen sich Vertreter aus Musik und Wirtschaft, um die ersten Forschungsergebnisse zu folgenden Fragen zu präsentieren: Welche Art der Zusammenarbeit gibt es zwischen Wirtschaftsunternehmen und Musikern? Wie sieht eine erfolgreiche Kooperation aus. Wie können diese beiden Welten zusammengebracht werden?

Seit einem Jahr setzen sich das Vorarlberger Landeskonservatorium, die Fachhochschule St. Gallen und die Fachhochschule Nordwestschweiz in dem von der Internationalen Bodenseehochschule geförderten Projekt mit diesen Fragen auseinander. Die teilnehmenden Hochschulen präsentierten im Rahmen des Symposiums empirische Ergebnisse, Praxisbeispiele und Kooperationsmöglichkeiten.

Erfolgreiche Kooperationsmodelle

Aus der Praxis berichtete Walter Lingg, Hotelier im Bregenzerwald. Seit vier Jahren gibt es in seinem Hotel Krone in Au wöchentliche Konzerte mit Studierenden des Vorarlberger Landeskonservatoriums. „Wir bieten unseren Hotelgästen Kunstgenuss und Urlaubserlebnis. Kultur ist Teil unserer Marketingstrategie und gleichzeitig fördern wir damit junge Musiker“, zeigt sich Hotelier Walter Lingg begeistert von der Zusammenarbeit.

Ähnliche Wege geht der Lufthansa-Konzern. Monika Rühl, Leiterin der Abteilung Social Responsibility, erläuterte, wie in ihrem Unternehmen ein Mitarbeiter-Orchester initiiert wurde. Zusätzlich gibt es Konzertabende für Mitarbeiter. „Wir ermöglichen den Lufthansa-Mitarbeitern Erholung von der Belastung des Arbeitsalltags und schaffen ein hierarchieübergreifendes Get-together", ist Monika Rühl von der positiven Wirkung dieser Maßnahmen überzeugt.

Faire Entlohnung für Musiker

Als weiterer Referent gab Musiker und Musikvermittler Stefan Dünser Einblick in den Alltag eines Künstlers. Er plädiert für eine faire Entlohnung von Kunst und Kultur. „Der positive Effekt von Musik auf ein Unternehmen ist nicht messbar, das macht es so schwierig, Unternehmen davon zu überzeugen, in Kunst zu investieren“, so die Erfahrung von Stefan Dünser.

Führungskräfte lernen am Dirigentenpult

Einen erfolgreichen Weg Musik und Wirtschaft zu verbinden, hat der Psychologe und Coach Andreas Burzik gefunden. Er bietet ein Training für Führungskräfte am Dirigentenpult an. Dabei schult er die Teilnehmer anhand von Orchesterarbeit in der Mitarbeiterführung. „Meine Kunden sind begeistert davon, wie ihr agieren sich hörbar auf die Musiker überträgt“, so Andreas Burzik „und können diese Erfahrung in ihren beruflichen Alltag mitnehmen.“

Wegweiser für Kultur und Wirtschaft

Das Forscherteam um Evelyn Fink-Mennel vom Vorarlberger Landeskonservatorium und ihre KollegInnen der beteiligten Fachhochschulen arbeiten in Folge weitere Kooperationsmodelle auf. Ziel der Forschung ist die Erstellung einer Anleitung: Wie eine Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Kultur für beide Seiten erfolgreich sein kann.

Info: www.vlk.ac.at

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

Vorarlberger Landeskonservatorium GmbH, Dr. Peter Schmid, Telefon 0043/676/833064740 Mail peter.schmid@vlk.ac.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: Victor Marin Roman
16.07.2017

Jeder dritte Österreicher fliegt nie - jeder sechste fliegt mehrmals im Jahr

Jeder dritte Österreicher fliegt nie - jeder sechste fliegt mehrmals im Jahr Jeder dritte Österreicher fliegt nie - jeder sechste fliegt mehrmals im Jahr

"Das Flugzeug ist ein Verkehrsmittel, das von einigen wenigen sehr viel genutzt wird und von sehr vielen selten bis gar nicht", fasst VCÖ-Experte Markus Gansterer das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Instituts INTEGRAL zusammen. Ein Drittel der österreichischen Bevölkerung im Alter von 16 bis 69 Jahre fliegt nie. Jeder sechste sagte, mehrmals im Jahr mit dem Flugzeug unterwegs zu sein, die Hälfte sagte, nur einmal im Jahr oder seltener zu fliegen.

Auch ist der Anteil der Kurzstreckenflüge deutlich höher als vielfach angenommen wird. So flog im Vorjahr jeder siebte Passagier des Flughafens Wien Schwechat kürzer als 600 Kilometer und sogar vier von zehn kürzer als 800 Kilometer, informiert der VCÖ. "Um die Klimaziele erreichen zu können, ist es wichtig, dass Kurzstreckenflüge verstärkt auf die Bahn verlagert werden. Damit das gelingt, braucht es nicht nur in Österreich, sondern EU-weit häufigere und schnelle grenzüberschreitende Bahnverbindungen", betont VCÖ-Experte Gansterer.

Der VCÖ hat einige Verbindungen, wo schon heute die Bahn eine Alternative zum Flugzeug ist, bezüglich der Reisezeit und der Klimabilanz miteinander verglichen. Auf der Strecke Wien - München bzw. München - Wien waren im Vorjahr rund 486.000 Personen mit dem Flugzeug unterwegs. Pro Person werden beim Flug rund 130 Kilogramm CO2 ausgestoßen, das ist 13 Mal so viel wie mit der Bahn. Nicht berücksichtig ist dabei, dass die Klimaschädlichkeit der Treibhausgase, das in der Atmosphäre ausgestoßen wird, um das rund 2,7-Fache höher ist als wenn die Treibhausgase bodennahe emittiert werden.

Beim Fliegen wird die Reisezeit meist unterschätzt, beim Bahnfahren überschätzt. Beim Flug sind auch die Zeit von Check-In und Boarding zu berücksichtigen sowie die Tatsache, dass Flughäfen außerhalb der Stadt liegen, Bahnhöfe hingegen zentraler in der Stadt. Bei Wien - München beträgt die gesamte Reisezeit mit dem Flugzeug im Schnitt rund dreieinhalb Stunden und ist damit nur unwesentlich kürzer als die Bahnfahrt mit knapp mehr als vier Stunden.

"Die Bahn ist als Alternative zu Kurzstreckenflügen zu forcieren. Hier ist auch die EU gefordert den Ausbau grenzüberschreitender Bahnverbindungen stärker voranzutreiben und zu unterstützen. Jede EU-Hauptstadt und jede größere Stadt in der EU soll sehr gut mit der Bahn erreichbar sein", gibt VCÖ-Experte Gansterer als Ziel vor. Auch die Ausweitung des Nachtreisezug-Angebots ist nötig, um den Fernverkehr auf Klimakurs zu bringen. Von Wien weg gibt es unter anderem Nachtreisezüge nach Bregenz, Berlin, Florenz, Hamburg, Köln, Krakau, Mailand, Rom, Venedig, Warschau und Zürich.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn

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