Chronik
Wieder geringe Mengen an radioaktivem Iod-131 in Österreich gemessen
Gesundheitliche Gefährdung für die österreichische Bevölkerung ist ausgeschlossen Vom österreichischen Messnetz für Radioaktivitätsüberwachung sind sehr geringe Mengen an radioaktivem Iod-131 in der Luft nachgewiesen worden. Das radioaktive Iod wurde von 30. Jänner bis 2. Februar 2012 bei der Luftsammelstation in Wien registriert, die von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) im Auftrag des Lebensministeriums (BMLFUW) betrieben wird. Die Messdaten von Cäsium-137 liegen im üblichen Bereich, andere künstliche Radionuklide wurden nicht festgestellt. Eine Gesundheitsgefährdung für die österreichische Bevölkerung durch die gemessenen Aktivitätsmengen ist ausgeschlossen.
Die gemessene Iod-131-Konzentration von 6 Mikrobecquerel pro Kubikmeter Luft ist so niedrig, dass sie nur mittels hochempfindlicher Analysemethoden nachgewiesen werden kann. Dieser Wert ist so gering, dass das Strahlenfrühwarnsystem, das ständig automatisch die Strahlung in der Umwelt registriert, diesen gar nicht nachweisen kann. Zum Vergleich: Der Gehalt der Luft an natürlich vorkommendem Beryllium-7 ist durchschnittlich etwa 1.000 mal so hoch, die Konzentration des radioaktiven, natürlich vorkommenden Edelgases Radon liegt sogar um viele Größenordnungen über diesem Wert (1.000.000 bis 10.000.000 Mikrobecquerel pro Kubikmeter).
Nach vorliegenden Informationen sind in den letzten zwei Wochen auch an anderen Messstellen in Europa - unter anderem in Schweden, Finnland, Deutschland und Polen - vergleichbare Größenordnungen gefunden worden. Eine Quelle in Österreich kann für die Freisetzung des Iod-131 dezidiert ausgeschlossen werden. Die Ergebnisse der Messungen und Ausbreitungsrechnungen deuten darauf hin, dass die Quelle im Osten Europas zu suchen sein dürfte. Im November 2011 hat es einen ähnlichen Vorfall gegeben. Auch damals wurden in mehreren Staaten Europas geringe Mengen Iod-131 in der Luft gemessen. Als Quelle wurde ein ungarisches Radioisotopeninstitut identifiziert. Ein Defekt der Filteranlage hatte dazu geführt, dass dort radioaktives Iod über die Abluft freigesetzt worden ist.
2011: Fast fünf Millionen Geschwindigkeitsübertretungen
2011: Fast fünf Millionen Geschwindigkeitsübertretungen Österreichs Polizistinnen und Polizisten haben im Jahr 2011 fast fünf Millionen Geschwindigkeitsübertretungen festgestellt, mehr als 2,4 Millionen Alkoholkontrollen durchgeführt, rund 149.000 Übertretungen wegen Telefonierens am Steuer registriert und etwa 28.500 Schwerfahrzeugen die Weiterfahrt untersagt.
"Ziel der Kontrollen durch die Bundespolizei ist es einerseits, die sichtbare Präsenz der Exekutive an unfallträchtigen bzw. gefährlichen Strecken und Straßenabschnitten zu erhöhen und andererseits sollen durch punktgenaue Schwerpunktkontrollen und zielgerichtete Überwachungsmaßnahmen rücksichtslose und verantwortungslose Lenker zum Schutz der übrigen Verkehrsteilnehmer aus dem Verkehr gezogen werden", sagte Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner.
Im vergangenen Jahr wurden von der Bundespolizei in Österreich insgesamt 4.930.164 Geschwindigkeitsübertretungen registriert. Das bedeutet eine Steigerung von 18,5 Prozent gegenüber 2010. Von den Geschwindigkeitsübertretungen entfielen etwa 3,8 Millionen auf Radarmessungen und 800.000 auf Messungen mit Lasergeräten. 350.000 entfielen auf Zivilstreifen und Section-Control-Anlagen. Die meisten Geschwindigkeitsübertretungen wurden mit 1.167.392 in Niederösterreich registriert.
In 51.886 Fällen wurde von der Exekutive ein zu geringer Sicherheitsabstand zwischen den Fahrzeugen festgestellt – 33 Prozent mehr als im Jahr 2010.
Die Zahl der Alkomat- und Alkovortests wurde im Jahr 2011 auf 1.418.363 und damit um 38 Prozent gesteigert. Die meisten Alkoholkontrollen gab es in der Steiermark (304.421). Die Zahl der Anzeigen wegen Trunkenheit am Steuer belief sich im Jahr 2011 auf 40.234. Durch den Einsatz der Vortestgeräte konnte die Kontrolldichte deutlich erhöht werden. Dadurch war es möglich, mehr Alkolenker (Steigerung gegenüber 2010: 7,2 Prozent) aus dem Verkehr zu ziehen. Spitzenreiter bei den Alkoholanzeigen war Wien (7.380). 1.256 Fahrzeuglenker wurden im vergangenen Jahr wegen Fahrens unter Drogeneinfluss angezeigt – um 14,8 Prozent mehr als 2010.
147.016 Übertretungen der Gurtpflicht wurden 2011 in Österreich registriert; die meisten davon in Niederösterreich (34.507). 149.081 Lenker wurden wegen Telefonierens am Steuer ohne Freisprecheinrichtung angezeigt bzw. mittels Organstrafverfügung an Ort und Stelle bestraft. Spitzenreiter war hier das Bundesland Wien mit 36.208 Anzeigen bzw. Strafverfügungen.
Wegen unzureichender Kindersicherung wurden 7.179 Vormerkungen im Vormerksystem vorgenommen. Die meisten Übertretungen gab es hier wieder in Wien mit 2.314.
159.095 Anzeigen bzw. Organmandate wurden bei Lkw- und Buskontrollen erstattet. Gründe waren meist technische Mängel an Karosserie, Bremsen und Reifen sowie Überladung und mangelnde Ladungssicherung. 126.939 Anzeigen und Organmandate wurden wegen Nichteinhaltung der gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten erstattet.
Im Jahr 2011 konnte erneut ein Rückgang bei den Getöteten im Straßenverkehr erreicht werden. Mit 521 Opfern ist dies die niedrigste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen im Bundesministerium für Inneres im Jahr 1950.
Deutlicher Anstieg der Armut in Österreich
Volkshilfe Präsident Univ. Prof. Dr. Josef Weidenholzer zeigt sich anlässlich der heute veröffentlichten Zahlen der Statistik Austria zu Armut und Armutsgefährdung alarmiert: "Die Zahl der Menschen, die akut unter Armut leiden, war noch nie so hoch: 511.000 Menschen, das sind 6,2% der Gesamtbevölkerung sind manifest arm. Darunter sind 133.000 Kinder und Jugendliche. Das bedeutet, seit 2005 sind fast so viele zusätzlich von Armut betroffen, wie die gesamte EinwohnerInnenzahl von Linz, nämlich 167.000 Menschen. Das zeigt das ganze Ausmaß dieser bedrohlichen Entwicklung."
Auch Caritas-Präsident Franz Küberl ist entsetzt: "Der Lebensstandard der armutsgefährdeten Menschen ist noch einmal gesunken. Die Zunahme der manifesten Armut ist deshalb so dramatisch, weil es hier um die täglichen Lebensbedingungen der Menschen geht: Manifest arm zu sein heißt konkret, dass sich Menschen nicht ordentlich ernähren können, ihre Wohnung nicht angemessen warm halten können oder auch notwendige Zahnarztbesuche aufschieben müssen."
Auch wenn es mit dem Konjunkturpaket gelungen ist, die negativen Folgen der Krise abzufangen, haben diese Pakete und Maßnahmen die am stärksten von Armut betroffenen Bevölkerungsschichten nicht erreicht. "Anstatt Menschen aus der Armutszone herauszuholen, schlittern immer mehr Armutsgefährdete in die manifeste Armut", so Küberls ernüchternder Weihnachtsbefund.
Der Dalai Lama kommt nach Kärnten
Der Dalai Lama kommt nach Kärnten Kärnten. - Der Dalai Lama, das geistliche Oberhaupt der Tibeter, kommt im Mai nach Kärnten. Er wird hier vier Tage verbringen, in denen auch Vorträge für jeweils 5.000 Menschen in der Klagenfurter Messehalle 1 geplant sind. So wird es den Menschen möglich sein, den Dalai Lama persönlich zu erleben. Landeshauptmann Gerhard Dörfler, Klagenfurts Bürgermeister Christian Scheider, Geshe Tenzin Dhargye als Vertreter der Tibeter und Messe-Direktor Erich Hallegger informierten heute, Montag, in einer Pressekonferenz über das Besuchsprogramm. Dörfler fand zudem klare Worte zum Umgang Chinas mit den Tibetern und forderte auch vom offiziellen Österreich eine entsprechende Stellungnahme.
Wie der Landeshauptmann ausführte, wird der Dalai Lama am Donnerstag, 17. Mai, mit dem Hubschrauber aus Marburg nach Kärnten kommen und zuerst Hüttenberg, den Heimatort seines verstorbenen Freundes Heinrich Harrer, aufsuchen. In Knappenberg werde er ein bereits im Bau befindliches Jugend- und Familiengästehaus, das auch zukünftiger Sitz des Tibetzentrums sein wird, segnen. Laut JUFA sei der Baubeginn nämlich für April festgesetzt, so Dörfler. Am Freitag, 18. Mai, werde es in der Messehalle 1 einen Vortrag des Dalai Lama geben, für 12.45 Uhr sei eine gemeinsame Pressekonferenz vorgesehen. Vorträge gebe es auch wieder am Samstag, 19. Mai, und am Sonntag, 20. Mai, finde ein Public Talk zum Thema "Die Kunst des Glücklichseins" statt. Nach einer Wörtherseeschifffahrt und einem Mittagessen mit dem Landeshauptmann im Hotel Schloss Seefels wird der Dalai Lama für einen Tag nach Salzburg weiterreisen. Ein zweitägiger Wienbesuch schließt dann seinen Österreichaufenthalt ab. Für die Veranstaltungen in Kärnten gibt es laut Dörfler eine Landesunterstützung in Höhe von 45.000 Euro.
Der Landeshauptmann bezeichnete sich als großen Verehrer des Dalai Lama: "Ich habe eine Dalai Lama-Bibliothek zuhause." Er zitierte auch aus einem Kalender mehrere Botschaften Seiner Heiligkeit, die heute aktueller und wichtiger denn je seien. Zum Beispiel stehe unter 21. Mai: "Wenn wir geistigen Frieden haben, werden wir das Glück auch unter schwierigen Umständen finden." Dörfler möchte, dass es auch ein Friedensbesuch des Dalai Lama werde. "Es ist unerträglich, wie China mit unseren Freunden, den Tibetern, umgeht. Wir in Kärnten leiden mit. Die Tibeter sind ein friedliebendes Volk", betonte er. Der Landeshauptmann forderte eine Stellungnahme des offiziellen Österreich, das die Besuchstermine des Dalai Lama nicht versäumen sollte, wenn es Friedenspolitik ernst nehme.
Geshe Tenzin Dhargye sagte, dass bei den Vorträgen jeder willkommen sei und dass alle von den Botschaften des Dalai Lama profitieren würden. Die Vorträge würden aber auch ein wirtschaftlicher Erfolg für die Stadt und das Land sein. Laut dem Geshe startet der Ticketverkauf noch in dieser Woche. Er verwies auf die Homepage www.dalailama.at. Der Geshe betonte, dass China die Verletzung der Menschenrechte stoppen müsse und rief die Menschen um Unterstützung für die Tibeter auf.
Bürgermeister Scheider sagte, dass Klagenfurt bestens auf den Besuch des Dalai Lama vorbereitet sei und sich darauf freue, international in den Blickpunkt zu rücken. Er erwartet viele Menschen auch aus dem Ausland und aus anderen Bundesländern und daher auch viel Wertschöpfung für die Landeshauptstadt. Am Freitag, 18. Mai, wird der Bürgermeister den Dalai Lama zu einem Empfang ins Rathaus einladen.
Messedirektor Hallegger sagte, dass drei Hallen für die Veranstaltungen vorbereitet werden. Die Messehalle 1 werde man für 5.000 Besucher bestuhlen, auch Videowalls werde man aufbauen. Das Pressezentrum werde in der Halle 2 Nord eingerichtet. Den Besuchern soll auch Kärntner Kulinarik an mehreren Ständen geboten werden. Hallegger verwies auch darauf, dass es entsprechende Sicherheitsvorkehrungen geben werde.
Kokain ist Partydroge Nummer eins
Schon 80.000 Österreich sind davon abhängig Wie das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner aktuellen Ausgabe meldet, sind bereits 80.000 Österreicher vom Kokain abhängig, weitere 500.000 haben mit der Droge bereits "Erfahrungen" gemacht. Psychiater Reinhard Haller spricht mittlerweile von einer drohenden "Volkskrankheit" und fordert bessere Therapiemöglichkeiten für Konsumenten und Kleindealer. Der Grund: Von Jahr zu Jahr steigen die einschlägigen Anzeigen und auch die von der Polizei beschlagnahmten Mengen Im Jahr 2010 belief sich der Wert auf 28 Millionen Euro.
Ein von NEWS durchgeführter Kokain-Test in dutzenden Wiener Clubbing-Lokalen ergab, dass in 72 Prozent der überprüften Örtlichkeiten am WC Spuren von Kokain nachgewiesen werden konnten. Neben Cannabis und Ecstasy wird nach Meinung der Experten Kokain immer mehr zur Partydroge, ein Gramm des weißen Pulvers ist im illegalen Straßenhandel bereits um 60 Euro zu haben.
Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung haben bereits bis zu sieben Prozent der Österreicher Kokain konsumiert, Tendenz steigend. Die Anwaltskammer Wien fordert in diesem Zusammenhang eine Drogensubstitutionstherapie für die Konsumenten, ähnlich wie beim Missbrauch von Heroin oder Cannabis.
Semesterferien: Jeder elfte Österreicher macht Winterurlaub
Neun Prozent der österreichischen Bevölkerung planen, die kommenden Semesterferien für ihren Winterurlaub zu nutzen. Das ist das Ergebnis einer Onlinebefragung von 1000 Internetnutzern zwischen 18 und 65 Jahren des Marktforschungsinstitutes INTEGRAL. Dabei sind es vor allem die finanziell besser gestellten Milieus, die sich eine Auszeit vom Alltag gönnen.
So zeigt die Analyse der zehn Sinus-Milieus(R), die die österreichische Gesellschaft nach ihrer Wertorientierung und ihrer Lebenseinstellung gruppieren, dass vor allem die leistungsorientierten "Performer" mit 23% und die gebildeten "Postmateriellen" mit 18% in den Semesterferien zum Winterurlaub aufbrechen werden.
Die beliebteste Reisezeit liegt allerdings zwischen Dezember und Ostern außerhalb der klassischen Ferienzeiten. Denn 20% der Befragten nutzen diese Zwischensaison für ihren Winterurlaub. Am wenigsten gefragt sind die Osterferien, nur 4% geben an, in dieser Zeit verreisen zu wollen.
Insgesamt zieht es im Winter 29% der Befragten in den Urlaub, auch hier überwiegen die finanziell besser gestellten Milieus. 48% der "Performer", 41% der "Postmateriellen" und 40% der weltoffenen und statusorientierten "Etablierten" hegen Urlaubsabsichten für die kalte Jahreszeit.
Kaum Reisepläne schmieden die junge, unterhaltungsorientierte Mitte der "Adaptiv-Pragmatischen" und die "Bürgerliche Mitte". Allerdings haben diese Milieus, die eher im ländlichen Raum angesiedelt sind, die Skigebiete meist direkt vor der Haustüre und unternehmen daher primär Tagesausflüge. Auch die sportbegeisterten "Digitalen Individualisten" neigen stark zu spontanen Urlauben und auch budgetschonenden Ski- oder Snowboard-Ausflügen.
Was die aktive Ausübung des Skisports betrifft, ist das junge Milieu der "Digitalen Individualisten" Spitzenreiter. 40% der "Digitalen Individualisten fahren aktiv Ski. Wintersportlich geht es auch bei den "Hedonisten" zur Sache. 26% dieser abenteuersuchenden unteren Mittelschicht stehen zumindest gelegentlich auf den Brettern, 8% fahren Snowboard.
Gesamt gesehen wedeln 23% der Österreicherinnen und Österreicher die Piste hinunter. Damit ist in der Skination der alpine Skisport weit weniger beliebt als Schwimmen oder Radfahren. Diese beiden Sportarten werden von 51% bzw. 48% der Bevölkerung aktiv betrieben.
Richtig gerecht wird Österreich seinem Ruf als Wintersportnation vor dem Fernseher. Insgesamt verfolgen 58% der Befragten zumindest gelegentlich die Wintersportübertragungen. Dafür finden sich mit 75% der "Konservativen" und 69% der "Bürgerlichen Mitte" vor allem fernseh-affine Gruppierungen vor dem TV-Gerät ein.
"In unsicheren Zeiten verhält man sich bei der Planung von kostenintensiven Winterurlauben zurückhaltend. Für Tourismusregionen und die Freizeitindustrie erscheint es ratsam, bei der gezielten Ansprache von Urlaubern bzw. Tagesausflüglern die Wertorientierungen der Zielgruppen zu berücksichtigen", resümiert Dr. Bertram Barth, Geschäftsführer von INTEGRAL.
Rückgang der Schülerzahlen in Volks- und Hauptschulen hält weiterhin an
Die Zahl der Schülerinnen und Schüler in Österreichs Volksschulen erreichte nach Berechnungen von Statistik Austria im abgelaufenen Schuljahr 2010/11 mit 327.663 einen neuen Tiefststand. Im Zehnjahresvergleich ging die Schülerzahl in Volksschulen um knapp 66.000 zurück (-16,7%). Im Vergleich zum Vorjahr wurde allerdings "nur" noch ein Minus von 1.777 Schulkindern (-0,5%) verzeichnet. Gemäß den aktuellsten Bevölkerungsprognosen ist damit die Talsohle fast erreicht, die Besuchszahlen werden sich in den nächsten Jahren voraussichtlich nur geringfügig ändern. Da seit 2001 die Zahl der Lebendgeborenen tendenziell etwas ansteigt, ist in fünf bis sechs Jahren eine Trendumkehr mit wieder leicht ansteigenden Kinderzahlen in Volksschulen zu erwarten.
Auch beim Schultyp Hauptschule ging die Zahl der Schülerinnen und Schüler in den letzten Jahren ständig zurück, der Wert von 192.616 für das Schuljahr 2010/11 bedeutete im Zehnjahresvergleich ein Minus von knapp 71.000 (-26,9%). Dieser Rückgang ist einerseits auf die immer geringere Zahl an Volksschulabgängern zurückzuführen, andererseits auch auf den im Schuljahr 2008/09 neu eingeführten Schulversuch der Neuen Mittelschule, der die Hauptschule bis zum Schuljahr 2018/19 komplett ablösen soll. Klassen der Neuen Mittelschule sind derzeit fast ausschließlich an bestehenden Hauptschulstandorten und nur in Einzelfällen an AHS-Standorten eingerichtet, im Schuljahr 2010/11 besuchten insgesamt 34.324 Schülerinnen und Schüler eine Neue Mittelschule.
Die Gesamtschülerzahl in der AHS-Unterstufe stieg im Zehnjahresvergleich zwar um +5,1% auf insgesamt 112.330, seit dem Höchststand im Schuljahr 2007/08 (117.656) werden allerdings auch hier rückläufige Schülerzahlen beobachtet. Grund dafür ist vor allem die von Jahr zu Jahr sinkende Anzahl an Volksschulabgängern, während sich die Einführung der Neuen Mittelschule in der AHS-Unterstufe nur geringfügig auswirkte. Der Anteil der AHS-Kinder an allen Schülerinnen und Schülern in der 5. Schulstufe (Beginn der Sekundarstufe I) betrug vor zehn Jahren 29,5%, im Jahr 2007/08 – also dem Jahr vor Einführung der Neuen Mittelschule – waren es 33,6% und 2010/11 noch immer 32,9%.
Bei den weiterführenden Schulen in der Sekundarstufe II wurden von den maturaführenden Schulen neue Besuchsrekorde gemeldet. In der AHS-Oberstufe bedeuteten die 88.412 Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2010/11 einen Zuwachs von +13,7% und die 137.602 in berufsbildenden höheren Schulen von +11,3% gegenüber 2000/01. In den BHS, insbesondere bei Handelsakademien, gingen die Schülerzahlen in den ersten Klassen (9. Schulstufe) in den letzten Jahren allerdings leicht zurück, die Höchststände im Schuljahr 2010/11 wurden nur durch leicht gestiegene Behaltequoten im Ausbildungsverlauf erreicht.
In berufsbildenden mittleren Schulen stiegen die Schülerzahlen bis zum Schuljahr 2006/07 auf 52.468 an. Seither gingen in diesem Schultyp die Zahlen auf 50.094 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2010/11 zurück. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei den Berufsschulen, die 137.881 Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2010/11 bedeuteten ein Plus von 4,0% gegenüber 2000/01, 2008/09 betrug der Wert noch 140.373.
Schulweg üben rettet Kinderleben!
80.000 Taferlklassler sind mit Schulbeginn ab 5. September auf unseren Straßen unterwegs. Eltern sollten ihre Sprösslinge auf die drohenden Gefahren vorbereiten - denn noch immer werden zu viele Kinder Opfer von Verkehrsunfällen. Autofahrer müssen jetzt speziell im Umkreis von Schulen wachsamer sein.
"Bei Rot bleibst Du stehen, bei Grün darfst Du gehen." So steht es in Bilderbüchern, mit denen Kindern schon im Kindergarten die Verkehrsregeln beigebracht werden sollen. Doch in der Praxis funktioniert der Straßenverkehr nicht immer nach Bilderbuchregeln. Allein im Vorjahr sind knapp 3.000 Kinder zwischen 0 und 14 Jahren bei Straßenverkehrsunfällen verletzt worden, 10 kamen dabei ums Leben.
"Eltern und Kinder dürfen sich nicht zu sehr auf die Schutzwirkung von Zebrastreifen verlassen, denn auch hier wurden letztes Jahr 200 Kinder von Autos angefahren oder überrollt", gibt Mag. Xaver Wölfl, Leiter Market Management der Allianz, zu bedenken. In der Praxis zeige sich sehr oft, dass Autofahrer auch den so genannten "unsichtbaren Schutzweg" einfach ignorieren. Was viele nämlich nicht wissen: Kinder haben immer Vorrang - auch abseits von Zebrastreifen. Sobald Lenker von Fahrzeugen erkennen, dass Kinder die Straße überqueren wollen, müssen sie ihnen dies laut Straßenverkehrsordnung (§ 29a StVO) überall ungehindert ermöglichen.
Zu gefährlichen Situationen kommt es im Stadtverkehr immer wieder, weil Kindern aufgrund ihrer geringeren Körpergröße vor allem zwischen Lkw und den hoch gebauten SUVs die Sicht verstellt wird und sie auch von Autofahrern oft erst im letzten Moment wahrgenommen werden können. Deshalb gilt speziell im Umkreis von Schulen: Augen auf, Fuß weg vom Gas und stets bremsbereit bleiben. "Drohende Gefahren wie das Tempo von nahenden Autos können die jüngsten Verkehrsteilnehmer bei weitem nicht so gut wie Erwachsene einschätzen", erklärt Wölfl. "Bei den jungen Verkehrsteilnehmern muss man auch immer mit unerwarteten Spontanreaktionen rechnen."
Eltern von Schulanfängern empfiehlt Wölfl, den Schulweg mit den Kindern noch vor Schulbeginn mehrmals gemeinsam zu absolvieren und ihnen die drohenden Gefahren bewusst zu machen. Wichtig sei dabei in erster Linie die Vorbildbildwirkung der Eltern, die auch das Fehlverhalten anderer Fußgeher thematisieren sollten. Wie eine Untersuchung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit im Umfeld von 120 Schulen zeigte, nehmen es viele Erwachsene mit der Sicherheit nicht sehr genau und verleiten Kinder damit im hektischen Straßenverkehr sehr oft zu lebensbedrohenden Aktionen: Gab es auf dem gemeinsamen Schulweg mit den Kindern gefährliche oder unübersichtliche Stellen, so wurden ausgerechnet diese von fast jedem vierten Erwachsenen genutzt. "Neben Lernvideos und Bilderbuch-Theorie ist auch das vorbildliche Verhalten der Eltern entscheidend, um die Taferlklassler auf einen sicheren Start ins Schulleben vorzubereiten", so Wölfl.
Buchpräsentation zu Gedenkstättenpädagogik in Österreich
Mit "Erinnern an das Vergessen" hat Univ.Prof. Dr. Peter Gstettner das erste umfassende und theoretisch begründete Werk zur österreichischen Gedenkstättenpädagogik vorgelegt. Es wird diesen Donnerstag im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) präsentiert.
Der Autor, Universitätsprofessor für Erziehungswissenschaft in Klagenfurt und Vorstandsmitglied des Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ), arbeitet in diesem Buch seine Erfahrungen mit der Rekonstruktion der NS-Geschichte in Österreich auf, speziell vor dem Hintergrund seines antifaschistischen Engagements in Kärnten. Peter Gstettner entdeckt vielfältige und erhaltenswerte Zeugnisse der NS-Geschichte in Mauthausen und seinen Außenlagern, in Lebensgeschichten und Hinterlassenschaften von NS-Opfern, in den Institutionen der Tätergesellschaft und des Widerstandes. Seine praktische Gedenkstättenarbeit mündet in dem Versuch, das kollektive Schweigen zu brechen und die Erinnerung an die Opfer zu bewahren.
Das Buch hat auch Bedeutung im Zusammenhang mit dem neuen Revisionismus und den rechtsextremen Entwicklungen in der heutigen österreichischen Gesellschaft. "Die Erfahrungen des Autors sind ein Beleg dafür," so der Vorsitzende des MKÖ, Willi Mernyi, "dass alle Bemühungen der Politischen Bildung darauf zu richten sind, dass die verwischten Spuren von NS-Verbrechen und die dazu gehörenden 'vergessenen Orte' wieder für eine Erziehung zur Demokratie und Toleranz fruchtbar gemacht werden."
Österreicher lieben Weihnachten: 82% bezeichnen sich als Weihnachtsenthusiast
Herr und Frau Österreicher sind sich 2011 einig: Weihnachten ist eine schöne Zeit im Jahr. 6 von 10 Befragten empfinden Weihnachten als eine besinnliche Zeit und genießen es auf Christkindlmärkte zu gehen. Auch was dieses Jahr unter dem Christbaum zu finden sein wird, hat sich jeder Dritte schon überlegt. Vor allem Frauen haben sich bereits jetzt Gedanken gemacht was Sie zu Weihnachten verschenken werden. Bücher & Zeitschriften(abos), Spielwaren sowie Gutscheine führen die Liste der Weihnachtsgeschenke an. Durchschnittlich werden 2011 446 Euro ausgegeben. So die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zum Thema Weihnachten mit 500 Österreichern, die von GfK Austria vom 7. bis 13. November 2011 durchgeführt wurde.
Die Österreicher sind bei den Weihnachtsgeschenken für das diesjährige Fest wenig einfallsreich. Wie in den Vorjahren sind Bücher/Zeitschriften(abonoments), Spielwaren und Gutscheine die Renner. 48% der Beschenkten werden unter dem Christbaum Bücher bzw. Zeitschriften(abonnements) finden, dicht gefolgt von Spielwaren (47%) und Gutscheinen (46%). Der Gutschein erlebt 2011 ein Come-back. Rangierte der Gutschein 2010 nur auf dem 4. Platz der Geschenkehitparade, schafft er es dieses Jahr wieder unter die Top 3 mit einem Plus von 6%. Parfumartikel und Multimediaartikel können heuer ebenso einen Anstieg verzeichnen. Weniger oft geschenkt werden hingegen Elektro-/Elektronikartikel.
Hierzu GfK Expertin Magdalena Öberseder: "Die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzahl derer, die Gutscheine verschenken, noch ansteigt, ist relativ hoch. 39% der Österreicher haben sich ja noch keine Gedanken gemacht, was sie verschenken werden. Je näher Weihnachten rückt, desto größer ist der Druck, etwas Passendes zu finden. Und dann ist der Gutschein für viele die optimale Alternative."
Eurokrise hin oder her die Österreicher planen für 2011 mehr aus-zugeben - sprich die Krise trübt die Weihnachtsstimmung und die Spendierfreudigkeit kaum. Im Gegenteil die Ungewissheit über die wirtschaftliche Entwicklung des nächsten Jahres scheint die Österreicher zu bewegen dieses Jahr noch einmal mehr für Geschenke auszugeben. Geschenkt wird jedenfalls heuer gerne und dementsprechend greifen Herr und Frau Österreicher ruhig tiefer in die Geldbörse. Der Geldbeutel für die Weihnachtseinkäufe ist durchschnittlich um ca. 50 Euro mehr gefüllt als in der Vergangenheit (Vergleich durchschnittliche Ausgaben für Weihnachtsgeschenke 2010 396 Euro und 2009 390 Euro).
Allerdings lässt sich der Trend beobachten, dass Männer Weihnachten 2011 (mit 442 Euro) weniger ausgeben als Frauen (mit 448 Euro). Unter den Spitzenreitern finden sich die 50 bis 59 jährigen des Landes, welche bereit sind insgesamt 612 Euro auszugeben. Auch die Omas und Opas des Landes greifen mit durchschnittlich 542 Euro tief in die Tasche. Besonders spendierfreudig sind Oberösterreicher und Salzburger, die im Schnitt 502 Euro ausgeben, während Tiroler und Vorarlberger mit durchschnittlich 341 Euro zu den sparsameren Konsumenten zählen. Trotz der Spendierfreudigkeit schaut ein Viertel in Österreich auch aufs Geldbörserl: 24% der Bevölkerung geben an, in diesem Jahr bei Geschenken weniger ausgeben zu wollen als im Vorjahr.
Weihnachtsgeschenke werden wie eh und je auf die herkömmliche Weise besorgt. 93% der Österreicher kaufen ihre Geschenke persönli-che im Geschäft. Das Einkaufen der Geschenke im Internet weist aber weiterhin einen steigenden Trend auf. Haben 2009 48% der Befragten ihre Geschenke online gekauft, kaufen 2011 55% online ein. Vor allem Männer und Konsumenten im Alter von 18 bis 49 Jahre kaufen häufiger online ihre Geschenke. Rund ein Viertel der Österreicher besorgt dieses Jahr die Geschenke am Christkindlmarkt und ein Fünftel (vor allem Frauen) vertraut auf ihre eigenen handwerklichen und kreativen Fähigkeiten und bastelt die Geschenke für ihre Lieben selber.
Registerzählung 2011: Österreich zählt mehr als 8,4 Mio. Einwohner
Rund 8,43 Mio. Männer und Frauen lebten zum Stichtag 31. Oktober 2011 in Österreich, wie Statistik Austria anhand vorläufiger Ergebnisse der Registerzählung 2011 ermittelte. Seit der letzten Volkszählung im Jahr 2001 hat sich die Bevölkerungszahl Österreichs demnach um 5,0% oder fast 400.000 Personen erhöht. Mit Ausnahme Kärntens verzeichneten alle Bundesländer ein Bevölkerungswachstum. Bei rund 11% der Einwohner handelt es sich um nicht-österreichische Staatsangehörige; ihre Zahl hat sich in den vergangen zehn Jahren um 35% erhöht.
Nicht in allen Regionen Österreichs ist die Einwohnerzahl zwischen 2001 und 2011 gleich stark gestiegen. Auf Bundeslandebene gab es den größten Bevölkerungsanstieg mit 11,2% oder 174.120 Personen in Wien, wo am 31.10.2011 über 1,72 Mio. Männer und Frauen lebten. Überdurchschnittlich stark wuchsen auch Vorarlberg und Tirol (je +5,7%), in Kärnten betrug der Rückgang hingegen 0,3%.
Die höchsten Bevölkerungszuwächse verzeichneten in den letzten zehn Jahren Österreichs Städte und die Umlandregionen. Unter den Landeshauptstädten steht Graz mit einem Einwohnerplus von 16,8% an der Spitze, gefolgt von Eisenstadt (+16,0%) und Wien (+11,2%). Die Reihung der Umlandbezirke mit den größten Einwohnerzuwächsen führen Wien-Umgebung (+12,9%), Korneuburg (+10,9%), Tulln (+9,9%), Baden (+9,8%) sowie Graz-Umgebung (+9,1%) an.
Einen Kontrast zu den Ballungszentren bilden die inneralpinen Gebiete von Lienz (Osttirol) und Hermagor (Kärnten) über die obersteirischen Bezirke bis ins südliche Niederösterreich. Hier ist die Einwohnerzahl in den letzten zehn Jahren zum Teil stark zurückgegangen. Auch der Südosten des Landes sowie das nördliche Waldviertel und die beiden oberösterreichischen Grenzbezirke Schärding und Rohrbach gehören zu den Regionen, die Einwohner verloren haben. Die größten Bevölkerungsverluste verzeichneten die steirischen Bezirke Judenburg und Leoben (je -7,3%), gefolgt von Murau (-7,0%) und Mürzzuschlag (-6,9%). Mit Bevölkerungsrückgängen, die zwischen -5% und -6% liegen, schließen die Bezirke Gmünd, Waidhofen an der Thaya, Radkersburg und Hermagor an.
Die Zahl der in Österreich lebenden Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit hat sich im Vergleich zu 2001 um mehr als ein Drittel (+35%) auf 957.000 Personen erhöht. Jeder neunte Einwohner besitzt nicht die österreichische Staatsbürgerschaft, wobei deutsche Staatsangehörige mit rund 152.000 Personen die größte Gruppe der Zuwanderer darstellen. Den größten Anteil an ausländischen Bürgern verzeichnete Wien mit 22,0%, gefolgt von Vorarlberg (13,3%) und Salzburg (13,1%).
Das Durchschnittsalter ist in Österreich seit 2001 um 2,2 Jahre angestiegen und lag am Stichtag bei 41,9 Jahren. Einen kräftigen Anstieg gab es vor allem bei Personen im Alter von 65 und mehr Jahren (+20,6%). Die männlichen Einwohner sind im Durchschnitt um 2,8 Jahre jünger als die weibliche Bevölkerung.
Vier Pfoten warnt vor Fleisch kranker Gänse
Das Fleisch dieser armen Kreaturen landet inzwischen fast ausschließlich in der Gastronomie Während in Österreichs Supermärkten das Fleisch kranker Gänse aus ungarischen Käfigbatterien nicht mehr verkauft wird, sieht es in der Gastronomie anders aus: in der scheinbaren Anonymität verschwinden Unmengen des minderwertigen Stopffleisches der Stopfleberindustrie. Gerade jetzt zu Martini ist deshalb besondere Vorsicht angebracht.
Die Stopfmast, die in Österreich streng verboten ist, produziert jährlich Millionen kranker verfetteter Gänse. Die Tiere werden mehrmals täglich mit Gewalt gestopft, bis die Leber völlig verfettet und zehnfach angeschwollen ist. "Diese Tiere sind todkrank und das Fleisch gehört eher in den Sondermüll als auf den Teller", so der Vier Pfoten-Kampagnenleiter Marcus Müller. Zusätzlich werden viele der Gänse vor der Stopfmast auch noch bei lebendigem Leib gerupft, um Profit mit den Daunen der Tiere zu machen. Dabei werden die Gänse brutal zwischen den Beinen eingeklemmt und bei vollem Bewusstsein völlig kahl gerupft und dabei schwer verletzt.
Das Fleisch dieser armen Kreaturen landet inzwischen fast ausschließlich in der Gastronomie, weshalb Vier Pfoten die Gastronomieverbände auffordert, ein klares Zeichen für den Tierschutz zu setzen und sich zu den strengen heimischen Gesetzen zu bekennen. Diese werden durch die Fleischbeschaffung aus den ungarischen Stopfmastfarmen umgangen. Dabei gibt es längst Alternativen: in den Hauptproduktionsländern Ungarn und Polen verzichten bereits genügend Produzenten auf Stopfmast und Lebendrupf.
Tipp für engagierte KonsumentInnen:
Fragen Sie nach, aus welchem Land bzw. aus welcher Haltungsform die Gänse stammen.
Und lassen Sie sich gegebenenfalls in Restaurants, Gasthäusern oder anderen Gastronomiebetrieben auch die Packung mit dem Produzenten und dessen EWG-Nummer zeigen.
"Weigert sich der Wirt oder kontert mit Ausreden, ist die Herkunft aus Tierquälerei sicher", so Marcus Müller von VIER PFOTEN.
Getönte Gesichtscremen: Teure Cremen teils nur mittelmäßig - preisgünstige Cremen punkten
Getönte Gesichtscremen: Teure Cremen teils nur mittelmäßig - preisgünstige Cremen punkten Getönte Tagescremen versprechen einen frischen, ebenmäßigen, gepflegten Teint sowie Pflege für die Haut. Sechs von zehn getesteten Cremen erfüllen dieses Versprechen "gut". Die Hautverträglichkeit wurde sogar bei allen Produkten als sehr gut bewertet. Wie schon bei vielen Kosmetik-Tests, zeigte sich aber auch diesmal, dass ein hoher Preis kein Garant für Top-Qualität ist. Die teuren Cremen von Douglas (37,90 Euro/100 ml), Vichy (56,83 Euro/100 ml) und Shiseido (73 Euro/ 100 ml) heimsten jeweils nur ein "durchschnittlich" ein. Der Grund: Diese - durchaus hochpreisigen - Gesichtscremen waren entweder in kosmetischer oder in pflegender Hinsicht günstigeren Produkten deutlich unterlegen. Die besten Ergebnisse erzielte Nivea Visage Getönte Feuchtigkeitscreme, erhältlich um 18,40 Euro pro 100 Milliliter. Ebenfalls gut, aber noch preiswerter sind die getesteten Gesichtscremen von dm/Balea und Müller/Terra Naturi.
Die besten Pflegeeigenschaften wies Olaz Complete Touch of Foundation (20,60 Euro/100 ml) im Test auf. Für die Verpackung kassierte die Creme allerdings ein fettes "nicht zufriedenstel-lend": Diese täuscht bei Weitem mehr Inhalt vor als tatsächlich vorhanden ist. Ebenso stecken die Cremen von Müller/Terra Naturi, Bebe Young Care und Vichy in klassischen Mogelpackungen.
Als einziges Produkt wurde Dr. Hauschka Tönungs Pflegecreme mit "nicht zufriedenstellend" bewertet. Diese erzielte zwar bei den meisten Prüfpunkten gute Noten, bestand jedoch den Konservierungs-Belastungstest nicht. "Werden Cremen etwa mit nicht ganz sauberen Fingern benutzt, können Keime eingetragen werden", erläutert VKI-Experte Konrad Brunnhofer. Doch selbst in Produkten ohne Konservierungsstoffe - wie es etwa bei Dr. Hauschka der Fall ist - sollten potenzielle Krankheitserreger bald wieder absterben. Das war allerdings nicht der Fall. Die Keimzahl stieg während des Tests sogar an.
Stopp allen unerbetenen Werbeanrufen - mehr Schutz für Konsumenten nötig!
Mit unerwünschten Werbeanrufen (Cold Calling) muss tatsächlich Schluss sein, verlangt die AK. „Unseriöse Anbieter machen munter weiter mit lästigen Werbeanrufen. Strengere Regeln seit Mai schrecken sie nicht wirklich ab“, bilanziert Gabriele Zgubic, Leiterin der AK Konsumentenpolitik. „Wir haben seit Mai bundesweit 5.100 Beschwerden über Cold Calling in unseren AK Konsumentenberatungen.“ Daher müssen verschärfte gesetzliche Regeln her.
Werbeanrufe sind verboten, wenn der Konsument zuvor nicht zugestimmt hat. Seit Mai gilt überdies: Verträge in Zusammenhang mit Wett- und Lotteriedienstleistungen sind nichtig, wenn sie bei einem unzulässigen Werbeanruf geschlossen werden. Bei anderen unerbetenen Werbeanrufen von Dienstleistungsanbietern beginnt die Frist zum Vertragsrücktritt in der Regel erst mit der ersten Rechnungslegung zu laufen.
Die Vorschriften lassen unseriöse Anbieter sichtlich kalt. Die neuen Regeln sind zu kompliziert. Wann eine Zustimmung vorliegt, ist allzu oft strittig. Außerdem arbeiten die Anbieter häufig grenzüberschreitend und entziehen sich damit jeglichen Sanktionen.
5.100 KonsumentInnen beschwerten sich über unerwünschte Werbeanrufe seit Mai – also seit das Gesetz in Kraft ist – in den AK Beratungen. In Wien zum Beispiel ärgern sich VerbraucherInnen wie eh und je vor allem über Gewinnspiel- und Lotterie-Diensteanbieter. Auch Beschwerden über Telefonie-Anbieter reißen nicht ab. Sie drängen Konsumenten zu einem Anbieterwechsel. Vereinzelte Beschwerden gibt es zu Reiseveranstaltern und Zeitschriftenverlagen.
Seien Sie bei unbekannten Anrufern hellhörig. Fragen Sie nach der Telefonnummer. Nummern mit 09xx nie zurückrufen. Das sind teure Mehrwertnummern. Antworten Sie bei Werbeanrufen niemals mit Ja, selbst bei scheinbar harmlosen Fragen. Verträge können durch mündliche Erklärungen am Telefon zustande kommen. Achten Sie daher auf Postzusendungen. Oft werden Sie so über – angeblich – am Telefon abgeschlossene Verträge informiert.
Fasten-Teilen-Helfen - Ramadan in Österreich
Die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) organisiert zum Anlass des muslimischen Fastenmonat das Projekt "Ramadan - Teilen ohne Grenzen" Die Muslimische Jugend Österreich startet im Fastenmonat Ramadan, vom 1. August bis zum 29. August 2011 ein neues karitatives Projekt. Dabei schenken Jugendliche Essen an Obdachlose aus, unterstützen Betroffene in Frauenhäusern und Flüchtlingsheimen und führen Sanierungsarbeiten wie Friedhofsarbeiten durch.
"Es ist ein interkulturelles und interreligiöses Projekt, das zu vermehrtem sozialen Bewusstsein und partizipatorischem Engagement aufrufen soll, und junge MuslimInnen an die Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen in Österreich und ihrer Umwelt erinnert", erklärt MJÖ-Vorsitzende Tugba Seker.
Jugendliche haben die Möglichkeit sich über die Homepage (www.ramadanhelfen.at) anzumelden und von den einzelnen Projekten in ihrem Bundesland eines oder mehrere auszuwählen. Ebenso sind sie herzlich eingeladen, eigene Ideen vorzuschlagen.
Während des Fastenmonats wird das Projekt mit zahlreichen österreichweiten Fastenbrechen-Veranstaltungen (Iftare) bekannt gemacht und weitere Jugendliche ebenfalls motiviert, bei diesem solidarischen Projekt mitzumachen.
Interessierte sind herzlich eingeladen an den Veranstaltungen teilzunehmen.
VKI: Sammelintervention für Kreuzfahrt-Geschädigte
VKI unterstützt - im Auftrag des BMASK - geschädigte ÖsterreicherInnen Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) wurde vom Konsumentenschutzministerium (BMASK) beauftragt, österreichische Geschädigte des Kreuzfahrtunglücks der "Costa Concordia" in Italien bei der Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen zu unterstützen. Der VKI wird die Ansprüche der Geschädigten sammeln und zunächst versuchen, einen außergerichtlichen Ausgleich zu erzielen. Als Ultima Ratio wird die gerichtliche Durchsetzung von Ansprüchen geprüft. Die Teilnahme an der Sammelintervention auf www.verbraucherrecht.at ist kostenlos. Die Aktion läuft bis 17.2.2012.
Im Zuge des Kreuzfahrtunglücks der "Costa Concordia" vor der Insel Giglio an der toskanischen Küste sind auch österreichische Reisende zu Schaden gekommen. Bislang befinden sich offenbar - und glücklicherweise - keine ÖsterreicherInnen unter den Toten. Zahlreiche Reisende aus Österreich haben allerdings Schäden davongetragen:
- Die Kreuzfahrt musste aufgrund des Unglücks frühzeitig abgebrochen werden. Der Erholungswert der Reise ist durch die traumatischen Ereignisse nicht gegeben. Das begründet Ansprüche auf Preisminderung und insbesondere auf Schadenersatz wegen entgangener Urlaubsfreude gegen den Reiseveranstalter, der für Verfehlungen seiner Erfüllungsgehilfen einzustehen hat.
- Im Zuge der Evakuierung des Schiffes ist in vielen Fällen das Reisegepäck verloren gegangen oder zerstört worden.
- Es ist nicht auszuschließen, dass es auch zu Körperverletzungen kam bzw. dass Passagiere psychische Beeinträchtigungen (Schock-Schäden) davongetragen haben.
Seit 1.1.2012 gilt die EU-Verordnung über die Unfallhaftung von Beförderern von Reisenden auf See (EG 392/2009). Danach haften der ausführende Beförderer (Costa Crociere S.p.A.) und der Reiseveranstalter (sofern nicht direkt bei Costa gebucht wurde) solidarisch für Schäden (Tod, Körperverletzung, Gepäck). Dazu kommt weiters die Haftung des Pauschalreiseveranstalters nach dem Konsumentenschutzgesetz - unter anderem für entgangene Urlaubsfreude.
Der VKI rät Geschädigten:
- Wenn Sie an der Sammelintervention des VKI teilnehmen wollen, melden Sie Ihren Schadensfall über www.verbraucherrecht.at an den VKI.
- Machen Sie Schäden am Gepäck parallel dazu - innerhalb von 15 Tagen nach der Ausschiffung - sowohl beim Beförderer (Costa Crociere S.p.A., Piazza Piccapietra 48, 16121 Genova ITALY) als auch bei Ihrem Reiseveranstalter geltend und weisen Sie aber darauf hin, dass Sie sich die "Geltendmachung weiterer Ansprüche vorbehalten" (eingeschriebener Brief / Kopie aufheben).
- Unterzeichnen Sie keinesfalls vorschnell Verzichtserklärungen auf Schadenersatz.
Der VKI wird die Ansprüche der Geschädigten sammeln (Anmeldefrist: 17.2.2012) und gegenüber Beförderer und Reiseveranstaltern geltend machen.
"Wir hoffen, dass die Ankündigung von Costa Crociere, alle Schäden ersetzen zu wollen, gilt", sagt Dr. Peter Kolba, Leiter des Bereiches Recht im VKI. "Sollte es Probleme geben, dann werden wir prüfen, die Ansprüche von österreichischen Geschädigten auch in Form von Sammelklagen durchzusetzen."
31 Bezirksgerichte sind von der Schließung bedroht
Justizministerin Beatrix Karl hat vor zwei Wochen mit der Nachricht aufhorchen lassen, dass sie im Rahmen des Sparpakets Kleinstgerichte mit weniger als zwei Richterplanstellen auflösen möchte. Während die Richter selbst, die Reform in diesem Bereich fordern, sind die Länder verständlicherweise eher gegen solche Schließungen.
Es würde vor allem um erhöhte Sicherheitsvorkehrungen und die Spezialisierung der Richter bei den Auflassungen gehen, heißt es aus dem Justizministerium. Auch soll dadurch kein Mitarbeiter entlassen werden. Oberösterreich wäre von einer Schließung von Kleinstgerichten am stärksten betroffen, da hier 13 der 28 Bezirksgerichte weniger als zwei volle Richter-Planstellen haben. Seit 1992 wurden österreichweit insgesamt 42 Gerichte zusammengelegt. In der Tageszeitung "Österreich" wurde nun eine bisher geheime Liste der 31 betroffenen Kleinstgerichte veröffentlicht. Stimmen jedoch die betroffenen Länder nicht zu, kann das Projekt nicht verwirklicht werden, denn die Länder haben bei Schließungen ein Vetorecht, obwohl der Bund die Gerichte finanziert. Von Seiten der Ministerin gibt es zur Liste noch keine offizielle Bestätigung.
Laut Liste werden die Bezirksgerichte in Jennersdorf , Oberpullendorf, Waidhofen/Thaya, Waidhofen/Ybbs, Zistersdorf , Bad Radkersburg, Fürstenfeld, Irdning, Schladming, Stainz, Bleiburg, Eisenkappel, Ferlach, Hermagor, Eferding, Enns, Frankenmarkt, Freistadt, Lambach, Leonfelden, Mauthausen, Mondsee, Perg, Peuerbach, Pregarten, Weyer, Windischgarsten, Oberndorf, Tamsweg, Bezau und Montafon geschlossen.
Kriminalitätsstatistik 2011: Aufklärungsquote mit 43,4 Prozent auf Höchststand
Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner informierte am 20. Jänner 2012 mit dem Direktor des Bundeskriminalamts General Franz Lang und der Leiterin des Instituts für Stressprophylaxe und Salutogenese Prof. Rotraud Perner über die Kriminalitätsentwicklung im Jahr 2011.
Die Kriminalität in Österreich ist in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen: Wurden im Jahr 2002 noch über 591.000 Fälle angezeigt, so waren es im Jahr 2011 nur noch 540.007 Anzeigen.
Die Zahl der geklärten Fälle stieg 2011 gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Prozent von über 221.600 auf über 234.100 Fälle. "Was die Aufklärungsquote betrifft, so konnten wir im Jahr 2011 einen Rekordwert von über 43,4 Prozent verzeichnen. Das bedeutet eine Steigerung von über fünf Prozentpunkte in den vergangenen vier Jahren", sagt Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner bei der Präsentation der Kriminalstatistik. "Dies ist Beweis dafür, welch ausgezeichnete Arbeit die Polizistinnen und Polizisten leisten."
Die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Einfamilienhäuser sinkt kontinuierlich. Die angezeigten Fälle sind im Jahr 2011 gegenüber dem Jahr davor um 0,8 Prozent zurückgegangen. "Dieser kontinuierliche und nun bereits zwei Jahre andauernde Rückgang ist unter anderem auf den Masterplan zur Bekämpfung und Eindämmung der Einbruchskriminalität zurückzuführen", betont die Innenministerin. "Dadurch konnten die Fallzahlen im Osten Österreichs deutlich gesenkt und mehr Kriminelle auf frischer Tat ertappt werden. So sind die Einbruchszahlen im Burgenland beispielsweise um 12,6 Prozent, in Niederösterreich in 4,2 Prozent und in Wien um 4,5 Prozent zurückgegangen."
Eine deutliche Steigerung ist im Bereich der Internetkriminalität zu verzeichnen: Wurden vor zehn Jahren noch knapp über 600 Delikte angezeigt, so waren es 2011 bereits über 5.100 Fälle. "In diesem Bereich müssen wir gegensteuern. Wir haben daher im Herbst 2011 300 Präventionspolizistinnen und -polizisten geschult. Auf Bundesebene wurde das Cybercrime-Competence-Center als die zentrale Koordinations- und Meldestelle installiert. Moderne Ausbildung und Ausstattung stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie die enge Vernetzung mit Wirtschaft und Wissenschaft. Die Servicestelle, die unter der Mailadresse against-cybercrime@bmi.gv.at erreichbar ist, wird von der Bevölkerung bereits gut angenommen", sagt Innenministerin Mikl-Leitner. Das Innenministerium arbeitet im Moment in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) an der Erstellung einer umfassenden Cyber Security-Initiative.
Aufregung um österreichischen Song Contest Kandidaten !DelaDap
Es scheint schon ein fixes Ritual zu sein, dass zum Höhepunkt des "Song Contest -Wahlkampfs" Gerüchte und Vermutungen um mögliche Regelverstöße des einen oder anderen Kandidaten auftauchen. Meist sind es Vorwürfe um mögliche Plagiats Vergehen, aber auch die Bestimmung, dass Song Contest Songs nicht vor einem festgelegten Stichtag veröffentlicht bzw. öffentlich aufgeführt werden dürfen, führte in den letzten Jahren regelmäßig in ganz Europa zu heftigen Diskussionen. Aktuell sind !DelaDap damit konfrontiert.
"Ja, es stimmt, leider müssen wir den Song "Crazy Swing" der Band !DelaDap disqualifizieren und aus dem Rennen zum Song Contest in Baku nehmen," erklärt Ö3-Senderchef und Song Contest Jury-Sprecher Georg Spatt am Sonntag Nachmittag. "Seit Freitag sind uns Gerüchte bekannt, dass die Band !DelaDap ihren Song "Crazy Swing", mit dem sie sich für den Song Contest bei uns beworben haben, auch schon vor dem 1.September 2011 öffentlich aufgeführt haben soll. Wir haben diese Vorwürfe über das Wochenende geprüft und natürlich auch die Band dazu befragt. Das Ergebnis ist für die Band zwar bitter, aber auch eindeutig und eine Disqualifikation des Songs ist unumgänglich."
Die Fakten: !DelaDap Bandleader Stani Vana und Sängerin Melinda Stoika haben bei einem Club Auftritt in Odessa (in der Ukraine) am 19.8. 2011 - also nicht einmal zwei Wochen vor dem von der EBU festgelegten Stichtag 1.September - eine Vorabversion ihres Songs "Crazy Swing" im kleinsten Rahmen öffentlich aufgeführt. Jetzt, fast ein halbes Jahr später und unmittelbar vor der entscheidenden Phase im Rennen um das Ticket für den Song Contest ist ein privater Videomitschnitt dieses Auftritts in der Ukraine via youtube Kanal veröffentlich worden.
In einer ersten Stellungnahme der Band gegenüber Ö3-Chef Georg Spatt erklärt Bandleader Stani Vana wörtlich: "Gestern Abend (Anmerkung: Freitag, 27.1.) habe ich deine Informationen überprüft und nach dem anfänglichen Schock muss ich bestätigen, dass es stimmt. Ich war am 19. August in einem Club als DJ in Odessa eingeladen, wo ich auch meine Sängerin Melinda mitgenommen habe. An dem Abend haben wir einen Vorabversion, also ein DJ Set von Crazy Swing gespielt und dieses DJ Set wurde, wie man sehen kann, von einem Passanten mit einer Handykamera aufgenommen und ohne mein Wissen auf youtube gestellt. Auf der einen Seite freut mich diese Art von Promotion, nur in diesem Fall war das leider extrem kontraproduktiv. Du kannst dir vorstellen, wie geschockt ich war, als du angerufen hast. Dieses DJ Set damals in Odessa habe ich natürlich längst vergessen. Als Band habe ich Crazy Swing nie aufgeführt."
Die Ö3-Jury hat im Vorfeld der diesjährigen Song Contest Ausscheidung selbstverständlich alle Teilnehmer rechtzeitig und eindringlich auf die strengen Bestimmungen der EBU aufmerksam gemacht und sich die Einhaltung dieses Reglements auch von allen teilnehmenden Künstlern bestätigen lassen. Über die weitere Vorgehensweise wird man jetzt beraten und sehr rasch entscheiden. "Es tut mir um "Crazy Swing" sehr leid, weil damit einer der Geheimfavoriten frühzeitig aus dem Rennen ist. Aber die Spielregeln waren bekannt, sind ganz klar und für alle gleich", so Spatt.
Drei Optionen will man jetzt prüfen: Die Reduktion des Starterfelds auf neun Teilnehmer, das Nachnominieren eines zehnten Teilnehmers oder die mögliche Einladung an !DelaDap, einen neuen Song an den Start zu bringen.
Wohnstudie: Lust am Zuhause sein steigt deutlich an
Der Trend in Richtung "Cocooning", die Lust am Zuhause sein also, am Abschotten nach außen, hat sich in den vergangenen Jahren stark verstärkt. Das Wohnen wird für die ÖsterreicherInnen immer wichtiger. Der Trend in Richtung "Cocooning", die Lust am Zuhause sein also, am Abschotten nach außen, hat sich in den vergangenen Jahren stark verstärkt. 2011 gaben rund sieben von zehn ÖsterreicherInnen an, dass das Wohnen für sie eine sehr große Bedeutung hat, während es 2005 erst 56 Prozent waren. Das ist eines von vielen Ergebnissen der großen Wohnstudie der GfK Sozial- und Organisationsforschung, für die 4.600 ÖsterreicherInnen zu ihrer aktuellen Wohnsituation befragt wurden.
Die Ursache für den starken Trend zurück in die eigenen vier Wände sieht Doris Kostera, die Leiterin der Studie, in einem Mix aus wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Unsicherheiten: "Wenn eine Krise die nächste jagt, der Arbeitsplatz gefährdet ist und auch die sozialen Beziehungen immer brüchiger werden, ziehen sich immer mehr Menschen in ihren privaten Bereich zurück, der überschaubar und kontrollierbar ist. Die eigene Wohnung wird aber auch zu dem Ort, an dem man seine Identität zum Ausdruck bringen kann."
Keine Veränderungen konnten jedoch beim Verhältnis der Geschlechter zum Wohnen beobachtet werden: Wohnen hat für Frauen einen viel größeren Stellenwert als für Männer. Drei Viertel der Frauen aber nur knapp zwei Drittel der Männer sagen, dass Wohnen für sie sehr wichtig ist.
Wohnen hat daneben auch für die ländliche Bevölkerung eine größere Bedeutung als für die ÖsterreicherInnen, die in größeren Städten leben. Wobei unter den StadtbewohnerInnen wiederum jene, die in den Vororten leben, mehr Wert aufs Wohnen legen als jene, die im Zentrum leben.
Ob man EigentümerIn oder MieterIn ist, macht ebenfalls einen Unterschied. Denn wer die Wohnung, in der er lebt, sein Eigen nennt, kann das Wohnen positiver besetzen als jemand, der zur Miete wohnt: Das Thema Wohnen hat für 73 Prozent der EigentümerInnen, aber nur für 59 Prozent der MieterInnen einen sehr hohen Stellenwert.
Ein einziges Kreuzfahrtschiff verbraucht pro Tag etwa so viel Sprit wie 550 Autos im Jahr
2.400 Tonnen Dieselöl befinden sich noch in der havarierten „Costa Concordia“. „Das Unglück macht deutlich, wie viel Treibstoff diese Schiffe brauchen. 2.400 Tonnen Dieselöl befinden sich noch in der havarierten „Costa Concordia“. „Das Unglück macht deutlich, wie viel Treibstoff diese Schiffe brauchen. Der nach außen zur Schau getragene saubere, weiße Schein trügt. Kreuzfahrtschiffe zählen punkto Emissionen zu den schmutzigsten Verkehrsmitteln, die es gibt“, stellt VCÖ-Expertin Ulla Ramussen fest.
So hat das 345 Meter lange Kreuzfahrtschiff Queen Mary II eine Kapazität von 4.381 Tonnen Heizöl, pro Tag werden rund 438 Tonnen verbraucht. Damit entspricht der tägliche Spritverbrauch dieses Schiffes dem Jahresverbrauch von 550 heimischen Autos. Der VCÖ weist darauf hin, dass der von den Schiffen benutzte Treibstoff schmutziger ist als jener, den Fahrzeuge am Land benutzen. So beinhaltet Schweröl, das von den Schiffen häufig genutzt wird, bis zu 4.500 Mal so viel Schwefel wie Diesel, der von Autos und Lkw getankt wird.
Die von den Schiffen verursachten Emissionen enthalten viele Rußpartikel, die wie Studien der UNEP (Umweltprogramm der UNO) zeigen, den Klimawandel beschleunigen. „Die Rußpartikel lagern sich am Eis ab und verringern die Reflexion des Sonnenlichts um bis zu 40 Prozent. Das führt zur schnelleren Erwärmung des Eises und beschleunigt das Abschmelzen der Gletscher“, erklärt VCÖ-Expertin Rasmussen. Der VCÖ fordert daher, dass Schiffe verpflichtend mit Rußpartikelfilter ausgestattet werden.
Pro Person verursacht eine 7-tägige Kreuzfahrt mehr CO2 als ein durchschnittliches Auto pro Jahr verursacht, verdeutlicht der VCÖ. Insgesamt sind in der EU die Treibhausgas-Emissionen der Schifffahrt in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. In der EU verursacht die gesamte Schifffahrt (inklusive Container-Schiffe) bereits rund 200 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr, das sind um 50 Prozent mehr als im Jahr 1990.
Laut Statistik Austria hat sich die Zahl der Österreicherinnen und Österreicher, die eine Urlaubsreise auf einem Kreuzfahrtschiff machen, von 23.100 im Jahr 2006 auf 44.400 im Jahr 2010 nahezu verdoppelt. Der VCÖ rechnet, dass im Jahr 2011 die Anzahl auf rund 50.000 gestiegen ist.
Österreichs Feuerwehren: Zwei Millionen Stunden im Einsatz
Der Leistungsbericht der Österreichischen Feuerwehren zeigt: Die tapferen Brandbekämpfer waren im Jahr 2010 über zwei Millionen Stunden für ihre Mitmenschen im Einsatz. Mehr als 5.200 Personen haben sie das Leben gerettet. Was sie dafür brauchen, sind die richtigen Rahmenbedingungen.
er Leistungsbericht der Feuerwehren soll nicht nur aufzeigen, welche wichtigen Dienste die Brandbekämpfer jedes Jahr erbringen, sondern auch daran erinnern, dass für die Erfüllung dieser Aufgaben die richtigen Bedingungen geschaffen werden müssen. Da die meisten Feuerwehrmitglieder freiwillig tätig sind, ist das Engagement der Öffentlichkeit hier ebenso gefragt, wie die Unterstützung von Seiten der Politik.
Während die Zahl der Berufs- und Betriebsfeuerwehren in Österreich eher gering ausfällt, gibt es eine überwältigende Mehrheit an Freiwilligen Feuerwehren. Im Bundesländer-Ranking steht Niederösterreich mit 1.644 an der Spitze. Den zweiten Platz belegt Oberösterreich mit 924 Freiwilligen Feuerwehren, vor der Steiermark mit 780. Um das Freiwilligensystem weiterhin attraktiv gestalten zu können und neue Mitglieder zu motivieren, müssen Anreize für diese ehrenamtliche Tätigkeit geschaffen werden, fordert der Österreichische Bundesfeuerwehrverband (ÖBFV). Bei der gesetzlich geregelten Finanzierung, wünscht man sich eine "fließende Werteanpassung" an das hohe Ansehen und den großen Nutzen der Feuerwehren, führte ÖBFV-Präsident KR Josef Buchta bei der Pressekonferenz zum Leistungsbericht näher aus.
Zufrieden sei er über die Einführung der Rettungsgasse im Jänner 2012 und darüber, dass ab dem Jahr 2012 Spenden an die Freiwillige Feuerwehr steuerlich abgesetzt werden können. Weiterhin gefordert wird vom Bundesverband die Aufnahme der Feuerwehrleute in die gesetzlich geregelte Hochrisikoliste besonders gefährdeter Berufsgruppen, der auch alle anderen Einsatzkräfte, beispielsweise Rettung oder Polizei, angehören. Das würde unter anderem eine kostenlose Hepatitisimpfung für die Mitglieder bedeuten, wurde aber bisher mit dem Argument, dass man als Feuerwehrmann nicht so infektionsgefährdet sei, abgelehnt.
Diese Begründung weist der ÖBFV jedoch mit dem Argument, Feuerwehrleute setzten sich bei Verkehrsunfällen und Hochwassereinsätzen sehr wohl einem Risiko aus, zurück. Zudem geht es auch um Gesunden- und Vorsorgeuntersuchungen, die für die ehrenamtlichen Helfer wichtig wären, und bisher ebenfalls privat bezahlt werden müssen. Da die Feuerwehr für den Großteil der Mitglieder weniger Beruf als Berufung ist - nur sechs Feuerwehren in Österreich sind Berufs-Feuerwehren - brauchen sie Unterstützung, um diese Doppelbelastung zu bewältigen. Hier sind beispielsweise Unternehmen gefragt, die auf dieses freiwillige Engagement Rücksicht nehmen und ihre Mitarbeiter dadurch in der Ausübung von Einsatztätigkeiten unterstützen können.
Als Berufsgruppe genießt die Feuerwehr ungebrochen ein sehr hohes Ansehen in der Bevölkerung. Bereits zum achten Mal wurden die Feuerwehrmitglieder, im Rahmen der jährlichen Vertrauens-Umfrage der Zeitschrift "Reader's Digest", auf den ersten Platz gewählt. Doch wer sind diese vertrauenswürdigen Freiwilligen eigentlich?
Ein durchschnittliches, aktives Feuerwehrmitglied ist 37 Jahre alt. Von den 337.080 Mitgliedern der österreichischen Feuerwehren sind 99 Prozent auf freiwilliger Basis tätig. Der Frauenanteil in der Welt der Brandbekämpfung fällt mit vier Prozent sehr gering aus. Das ehrenamtliche Engagement der vielen Brandbekämpfer garantiert eine flächendeckende Versorgung mit Feuerwehren im ganzen Land. Alleine im Jahr 2010 haben die Feuerwehrleute 5.284 Menschen in ganz Österreich das Leben gerettet. Auch für die Rettung von mehr als 22.600 Tieren waren sie im Einsatz.
"profil": Britischer Verleger will "Mein Kampf" in Österreich herausbringen
Hitler-Buch soll kommendes Jahr in drei Teilen im Zeitschriftenhandel auf den Markt kommen Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, will der britische Verleger Peter McGee kommendes Jahr Adolf Hitlers "Mein Kampf" in Österreich herausbringen.
McGee sorgt mit der Publikation des Buches derzeit in Deutschland für Wirbel: Vergangene Woche untersagte ihm ein Münchner Gericht die Veröffentlichung einer Broschüre mit Auszügen aus dem Buch und Kommentaren zu den Textstellen, der zwei weitere folgen sollten. Nachdem das bayerische Finanzministerium seine Urheberrechte auf "Mein Kampf" geltend gemacht hatte, musste McGee die Originalzitate unkenntlich machen.
In Österreich ist McGee bekannt, seit er 2008 im Rahmen des Projektes "Nach-richten" wissenschaftlich kommentierte Nachdrucke von Zeitungen aus der Nazi-Ära auf den Markt brachte. "Kommendes Jahr wollen wir 'Mein Kampf' auch in Österreich publizieren", kündigt McGee nunmehr gegenüber "profil" an.
Das Vorhaben des Briten dürfte auch im Zusammenhang damit stehen, dass 2015 - 70 Jahre nach dem Tod von Adolf Hitler - das Urheberrecht auf "Mein Kampf" erlischt, das von den US-Besatzungsbehörden nach dem Zweiten Weltkrieg an den Freistaat Bayern übertragen wurde.
Casting Shows: Warum schaut man sich sowas an?
Casting-Show-Produkt: Bro’Sis - schon lange von der Bildfläche verschwunden Mehr als die Hälfte der 12 bis 24-jährigen ÖsterreicherInnen hat längst auch das Casting Show Fieber gepackt, nicht zuletzt durch neue Formate wie "The Voice of Germany" oder bewährte Sendungen wie Austria’s oder Germany‘s Next Topmodel. Doch warum sind speziell Model Casting Shows so beliebt bei der Jugend – vor allem bei jungen Mädels – und wie beeinflussen sie die Körperwahrnehmung der jungen Generation? Diese und viele andere Fragen beleuchtet die GfK-Studie zum Thema "Körperwelten".
"Grundsätzlich bieten Model Casting Shows für jede/jeden etwas, das erklärt auch die hohe Anzahl der Model Casting Show Maniacs in Österreich" so GfK Sozialforscherin Ulrike Lavrencic. Mehr als ein Drittel der 12 bis 24-jährigen ZuseherInnen schaut diese Shows wegen der spannenden Aufgaben, die an die Nachwuchsmodels gestellt werden, um mitreden zu können und/oder einfach nur weil sie diese Shows so peinlich finden, dass es sich schon wieder lohnt sie überhaupt zu schauen. Junge Burschen verfallen Model Casting Shows hauptsächlich wegen der hübschen Mädels, die daran teilnehmen. Allein der Coolness-Faktor ist für ca. ein Viertel der 12 bis 24-jährigen ZuseherInnen Motivation genug um Austria’s oder Germany’s Next Topmodel zu schauen. 15 % der modeinteressierten ZuseherInnen informieren sich über alles Neue und/oder holen sich Make-up Tipps.
Der Hälfte der jungen ZuseherInnen ist klar, dass Model Casting Shows ein unrealistisches Bild (Körperbild) vermitteln – vor allem den älteren Jugendlichen.
Circa 20 % – also keineswegs die Mehrheit, beneiden die Nachwuchsmodels, möchten selbst gerne so aussehen wie die Kandidatinnen oder fühlen sich durch das Schauen dieser Shows zu dick – eine Minderheit sogar zweitklassig.
Für etwa die Hälfte davon ist allerdings die logische Konsequenz aus diesem Empfinden heraus eine durchaus vernünftige, nämlich besser auf ihren Körper und ihre Gesundheit zu achten, also mehr Sport zu treiben und sich gesünder zu ernähren.
Die Motivation zur aktiven Teilnahme an Austria’s oder Germany’s Next Topmodel verspüren allein durchs Zuschauen nur etwa 10 % der 12 bis 24-jährigen ZuseherInnen.
Eine wahre Lebensbereicherung oder Beeinflussung des Lebensstils stellen Model Casting Shows für den Großteil der Jungen jedoch nicht dar.
Der Medienkonsum, besonders das Schauen von Model Casting Shows u. ä. TV-Formaten hat bei 12 bis 24-jährigen ÖsterreicherInnen den geringsten Einfluss auf die Zufriedenheit mit dem eigenen Aussehen, jedenfalls nicht bewusst. Was bei beiden Geschlechtern die Beeinflussbarkeit im Zusammenhang mit ihrer Körperwahrnehmung steuert, ist ihre seelische Verfassung.
Die ausführliche Studie zum Thema "Körperwelten" wurde von der GfK Austria Sozial- und Organisationsforschung unter Jugendlichen durchgeführt. Die Sondererhebung im Rahmen der jährlichen GfK Austria Jugendstudie liefert neue Daten und Erkenntnisse, unter anderem zu Lebensprioritäten, zur aktiven Lebensgestaltung, Ernährungsgewohnheiten und Casting Show Verhalten bei jungen ÖsterreicherInnen zwischen 12 und 24 Jahren.
Jungbauernkalender 2012: 24 bildhübsche Models präsentieren modernes Landleben
Jungbauernkalender 2012 - Innovation fürs ganze Jahr "Der Jungbauernkalender 2012 macht an" - heißt es am Titelblatt der 12. Edition des Traditionskalenders vielversprechend. Gestern Abend präsentierte die Österreichische Jungbauernschaft ihren renommierten Kalender, der 24 Szenen der heimischen Landwirtschaft auf Hochglanz ablichtet. Die diesjährigen aufwändig angefertigten Fotostrecken erinnern an internationale Modemagazine. Rund 600 geladene Gäste feierten die 12. Edition in der Wiener Event-Location Studio 44.
"Die österreichische Landwirtschaft steht für Unternehmergeist und heuer heben wir besonders die technische Innovation mit dem schnittigen Hochglanzprodukt hervor. Bauer sein ist heute sicher keine Idylle, sondern ein Geschäft, wo all jene die Nase vorne haben, die ihren Betrieb weiterentwickeln und neue Ideen verfolgen. Die Landwirte sind moderne Unternehmer, die auf Konsumentenwünsche reagieren", freut sich Elisabeth Köstinger, Bundesobfrau der Österreichischen Jungbauernschaft, über eine gelungene Edition, die heute Abend erstmals in den Verkauf gelangt. Deshalb hatte man für den neuesten Jungbauernkalender modernste Produktionsstätten und einige Top-Verarbeiter der Lebensmittelbranche aufgesucht.
Andreas Hofer leuchtet Szenen perfekt aus Begleitet von süßer Marmelade, feinen Essigessenzen, frischen Lebensmitteln oder herzhaftem Bergkäse - so werden die zwölf Kalendermädchen in der Ausgabe 2012 vom steirischen Mode- und Werbefotografen Andreas Hofer inszeniert. Ähnlich trendbewusst gibt sich die Men Edition: Alpentourismus, Jagd, Fischerei, Honig und moderner Weinbau dominieren bei den Burschen, die bei den Shootings hoch oben am Dachstein, in modernen Viehställen, im See oder am Feld kräftig den Bizeps spielen ließen. Klaus Buchleitner, Generaldirektor der Raiffeisen Ware Austria AG, gratuliert zur neuen Ausgabe.
"Als innovativer Partner der Landwirtschaft begrüßen wir besonders, dass die neue Edition unter dem Motto 'Innovation' steht. Im Rahmen unserer jahrelangen Partnerschaft unterstützen wir die modernen Wege der Jungbauern in Form von Ausbildungs- und Förderprojekten", erklärt Buchleitner die gemeinsamen Aktivitäten von Lagerhaus und Jungbauernschaft. Ästhetik pur "Jahr für Jahr stecken wir ein Maximum an Energie in die kreative Umsetzung des Jungbauernkalenders. Das Besondere an ihm ist die ästhetische Umsetzung bäuerlicher Lebensart und die natürliche Ausstrahlung unserer Models, die selbstbewusst Haut zeigen können", unterstreicht Christina Spangl, Generalsekretärin der Jungbauernschaft, den hohen künstlerischen Anspruch an den wirklich echten Jungbauernkalender. Seit seiner Erfindung im Jahr 2001 ist die limitierte Auflage des Kalenders ein heiß begehrtes Kultobjekt, das bürgerliche Wohnzimmer genauso ziert wie Bauernstuben.
"Der Jungbauernkalender hat es spielend geschafft, die Landwirtschaft bei ihrem Imagewandel zu einer modernen, konsumenten- und marktorientierten Wirtschaftskraft zu unterstützen. Wenn die Österreicher den Wert der Landwirtschaft ganz bewusst zu schätzen wissen, dann haben wir unser Ziel erreicht", stellt Obfrau Köstinger fest. Der Jungbauernkalender kostet EUR 27,- (für Bauernbundmitglieder EUR 25,-) und ist auf Bestellung erhältlich unter www.jungbauernkalender.at oder per Fax unter 01/5058173-9913.
Schlechtes Zeugnis für Dosen-Tunfisch
Die Greenpeace-Testergebnisse werfen kein gutes Licht auf das Tunfisch-Sortiment in den heimischen Supermarktregalen Die Greenpeace-Testergebnisse werfen kein gutes Licht auf das Tunfisch-Sortiment in den heimischen Supermarktregalen. Im Nachhaltigkeits-Check schneidet lediglich ein Produkt der getesteten Marken mit "grün", also gut ab.
Getestet wurden die in Österreich gängigsten Tunfisch-Produkte, darunter sowohl internationale Marken als auch Eigenmarken der Supermärkte.
Zwischen August und November 2011 hat Greenpeace das Kleingedruckte auf Produkt-Etiketten ausgewertet und um die Informationen auf den Firmen-Webseiten ergänzt und einen Fragebogen an die Hersteller geschickt.
Um die weltweiten Fischbestände ist es schlecht bestellt. Die meisten Tunfischarten sind heillos überfischt. Hinzu kommt, dass der Großteil des in Österreich angebotenen Tunfischs mit Hilfe von sogenannten „Fischsammlern“ gefischt wird: Mit schwimmenden Plattformen werden dabei Scharen von schattensuchenden Meeresbewohnern angelockt. Jährlich verenden mit dieser unselektiven Fangmethodeso mehrere hunderttausende Walhaie, Delfine, Schildkröten, Rochen und Jungfische – bis zu zehn Prozent der Fänge.
Die gute Nachricht: Mittlerweile findet sich auch eine Alternative in den heimischen Supermarktregalen. An die Spitze der Greenpeace-Rangliste und ganz knapp in den "grünen" Bereich hat es "Vier Diamanten aus nachhaltiger Fischerei" – das Produkt des Tunfischdosen-Produzenten Princes – geschafft: Mit der konkreten Zusage, bis 2014 nur noch nachhaltig gefischten Tunfisch einzusetzen, konnte Princes ebenso punkten wie mit seinem nachhaltigen Skipjack-Tunfisch aus Angelfischerei.
Allerdings gibt es auch für den Testsieger Verbesserungspotential: Ein Teil der Dosen aus der Princes-Produktion unter den Markennamen "Vier Diamanten" und "Statesman" stammt derzeit noch aus Ringwadenfischerei mit Fischsammlern.
Mit weitaus mehr Verbesserungsbedarf landete der zweitgrößter Anbieter "Rio Mare" im Mittelfeld der Rangliste. Bolton will in Zukunft nur knapp die Hälfte seiner Tunfischdosen nachhaltig produzieren – das ist Augenauswischerei. Konsumenten sollen aber 100-prozentig nachhaltige Ware im Regal finden können.
Greenpeace rät den KonsumentInnen derzeit nur Skipjack-Tunfischdosen aus Angelfischerei zu kaufen. Nur bei Tunfisch, der mit der Angel gefangen wurde, kann man davon ausgehen, dass kein Walhai oder Delfin beim Fang getötet wurde. Greenpeace empfiehlt auch Produkte mit freischwimmenden - also ohne Fischsammler gefangenen Tunfisch; leider gibt es im österreichischen Handel noch kein solches Produkt mit entsprechender Kennzeichnung.
Da die Nachfrage bekanntlich das Angebot regelt, braucht es kritische KonsumentInnen, die im Supermarkt durch Nachfragen aktiv werden!
TV-MEDIA exklusiv: Bernhard Paul verlässt ORF-Show!
Bernhard Paul (rechts), "Große Chance"-Juror nach Krach 2012 nicht mehr dabei Bernhard Paul, Direktor des Zirkus Roncalli und zurzeit Juror bei der ORF-Show "Die große Chance", steht für die 2012 geplante Neuauflage des Talente-Castings nicht mehr zur Verfügung. Das kündigt Paul in der am Mittwoch erscheinenden Ausgabe des Fernsehmagazins TV-MEDIA an.
Der Roncalli-Boss zu TV-MEDIA: "Eine zweite Staffel kommt nicht in Frage. Ich schaue mir auch einen Film nicht zweimal an."
Hintergrund für Pauls Entscheidung ist die heftige Auseinandersetzung mit Show-Moderatorin Doris Golpashin am vergangenen Freitag: "Sie verarscht mich und versucht auf meine Kosten lustig zu sein."
Dem ORF-Juror stoßen auch Golpashins "Anzüglichkeiten" auf: "Sie ist nie zwei-, sondern immer eindeutig. Ich bin nicht prüde, aber als Familienvater sehe ich nicht ein, warum ich meinen Kindern diese Frivolitäten erklären soll."
"Unterhaltsrecht 2012 treibt tausende Väter in die Armut"
Das in Österreich geltende Unterhaltsrecht gibt vor, einen finanziellen Ausgleich zwischen beiden Elternteilen zu schaffen, sodass Kinder bei beiden Elternteilen den gleichen Lebensstandard vorfinden sollten. "Tatsächlich treibt es tausende Väter in die Armut, ohne Perspektiven, ohne die Möglichkeit ihre Kinder zu betreuen oder ihnen überhaupt etwas bieten zu können.", so der Verein Vaterverbot.at.
"Funktionieren würde ein gleichberechtigtes Unterhaltssystem nur dann, wenn sich beide Elternteile gegenseitig im Ausmaß ihrer prozentualen Betreuungsleistung unterhaltspflichtig wären und alle Familienförderungen auf beide Elternteile aufgeteilt werden."
"Das derzeit in Österreich praktizierte System, mit nur einem zahlenden Elternteil, bei dem alle erbrachten Betreuungs- als auch Naturalleistungen ignoriert werden, ist Kindeswohl schädigend. Die von der Justiz angewendete "Anspannung", bei der Väter zu einem bestimmten Vollzeit-Beruf verpflichtet werden, verstößt nicht nur gegen das Verbot der Zwangsarbeit und gegen das Recht auf freie Berufswahl, es macht Vätern nahezu unmöglich, ihre Kinder umfangreich zu betreuen.", meint der Verein Vaterverbot.at.
"Die österreichische Praxis, Väter unter das Existenzminimum zu pfänden, ist nicht nur Menschenverachtend, es verstößt auch gegen das Recht auf Leben. Die Mindestsicherung für Väter ist de facto nicht existent. Wir fordern Justizministerin Dr. Beatrix Karl auf, im Rahmen der Familienrechtsreform 2012 das Unterhaltssystem den gesellschaftlichen Veränderungen anzupassen. Ein ideales Unterhaltsrecht betrachtet beide Elternteile als gleichwertig und räumt jedem Elternteil die gleiche finanzielle Chance ein, seine Kinder zu betreuen.", so der Verein abschließend.
Wespen heuer besonders aggressiv? Wespenstich gefährlicher als der einer Biene?
Jedes Jahr im August hört man es an allen Ecken und Enden, beim Friseur und am Stammtisch: "Heuer sind die Wespen wieder besonders aggressiv!". Das gehört zu den Märchen, die immer wieder die Runde machen. "Heuer ist immer alles viel schlimmer, als in den Jahren davor".
Bei Umweltämtern, Feuerwehren und Insektenbekämpfern gehen täglich Hilferufe von Bürgern ein, die sich von den umherschwirrenden, stachelbewehrten Insekten bedroht oder zumindest belästigt fühlen. Begünstigt durch die warme Witterung ist der Wespen-Nachwuchs besonders zahlreich und der Bedarf an Futter entsprechend groß. „Die Arbeiterinnen stehen unter Druck, genügend heranzuschaffen.“, so ein Entomologe. Ihre Emsigkeit, die sie dabei entwickelten, würden Menschen fälschlich als vermehrte Aggression deuten.
Auch wenn auch heuer alles im normalen Bereich liegt, sollte man doch ein Grundwissen ansammeln, das im Umgang mit den schwarz-gelben Plagegeistern hilfreich ist.
Wenn Wespen wirklich aggressiv werden, dann geschieht dies fast immer dadurch, dass man zu nahe an ihr Nest kommt. Wenn sich ein Wespennest in der Nähe befindet, gilt: Abstand wahren! Die Wespen greifen alles an, was in ihre Nähe kommt. Dabei reagieren sie auf große, sich bewegende Schatten. Im Zweifel also die Gefahrenzone langsam verlassen, besonders wenn man von den Tieren schon umschwirrt wird.
Wurde man schon gestochen, gibt es nur eines: weglaufen - schnell weglaufen. Wespen markieren durch den Lockstoff Pheromon mit ihrem Stich gleichzeitig den vermeintlichen Feind, andere Wespen stechen dann bevorzugt in die markierten Objekte.
Bei Wespennestern im Wohnbereich sollte immer die Feuerwehr oder ein anderer Spezialist gerufen werden. Auf keinen Fall soll man selber Hand anlegen.
Sind Wespen in der Nähe gilt es die Ruhe zu bewahren. Wenn die Tiere durch Speisen angelockt wurden, sollte man diese entfernen oder luftdicht abdecken. Dann werden die Wespen schnell wieder den Bereich verlassen und erst gar nicht angelockt.
Man sollte auch nicht vergessen, dass Wespen keinesfalls zur Kategorie der Schädlinge zählen. Sie sammeln Schädlinge ein und verfüttern sie an ihre Brut: Fliegen, Mücken, Raupen aller Art. Schlupfwespen finden und dezimieren sogar Käferlarven im Holz bis fünf Zentimeter unter der Rinde. Grabwespen fangen gezielt Raupen von Motten und lähmen diese als Futtervorrat für ihre Nachkommen. Ein Hornissenvolk (die größte Wespenart) schafft bis zu einem halben Kilo Insekten täglich weg. Ein einziges Volk dieser Tiere benötige zur Ernährung seiner Brut sieben bis zwölf Kilo Insekten während eines Sommers. Dabei handelt es sich meistens um sogenannte Schädlinge, die die Wespen so dezimieren.
Trotzdem haben die Wespen ein "Imageproblem". Wespen seien giftiger und aggressiver als Bienen. Doch das stimmt nicht. Wespen und Hornissen sind weder aggressiver noch giftiger als Honigbienen, ganz im Gegenteil: Das Gift der Honigbiene ist etwa um das Vierfache stärker als Wespen- oder Hornissengift.
Gefährlich ist ein Stich nur dann, wenn man allergisch reagiert. Hier empfiehlt es sich, beim Arzt einen Test zu machen, ob das so ist.
EU-Parlament will Lebensmittelverschwendung stoppen
Fast die Hälfte aller essbaren Lebensmittel in Haushalten, Supermärkten, Restaurants landen im Müll, während 79 Millionen EU-Bürger unter der Armutsgrenze leben und 16 Millionen Menschen von Lebensmittelhilfe abhängig sind. Das Parlament fordert in einer am Donnerstag per Handzeichen verabschiedeten Entschließung dringend Maßnahmen, um die Lebensmittelverschwendung in der EU bis 2025 um die Hälfte zu verringern und einkommensschwachen Haushalten den Zugang zu Lebensmitteln zu erleichtern.
Um die Effizienz der Lebensmittel-Logistikkette vom Produzenten bis zum Endverbraucher zu erhöhen, bedarf es einer gemeinsamen koordinierten Strategie auf EU- und nationaler Ebene, der jeden Sektor einbezieht, meinen die Abgeordneten. Andernfalls wird die Lebensmittelverschwendung laut Studien der Kommission bis 2020 um 40 % zunehmen.
"Wir können der Verschwendung absolut einwandfreier Lebensmittel nicht länger tatenlos zusehen. Das ist ein ethisches, aber auch ein wirtschaftliches und soziales Problem mit enormen Auswirkungen auf die Umwelt", erklärte der Berichterstatter Salvatore Caronna (S&D;, IT) vor der Abstimmung . "Nun ist die Kommission gefordert. Wir erwarten von ihr eine überzeugende EU-Strategie, die alle 27 Mitgliedstaaten dazu anhält, das Problem systematisch anzugehen."
Neben allgemeinen Sensibilisierungskampagnen auf EU- und nationaler Ebene sollten insbesondere Schüler und Studenten in Ernährungskursen lernen, wie Lebensmittel aufbewahrt, zubereitet und entsorgt werden. Die Abgeordneten schlagen vor, 2014 zum "Europäischen Jahr gegen Lebensmittelverschwendung" auszurufen.
Um zu vermeiden, dass Lebensmittel bis zum Ablaufdatum im Handel angeboten und dann in großen Mengen entsorgt werden, schlagen die Abgeordneten die Angabe von zwei Daten vor: „mindestens haltbar bis“ und „zu verbrauchen bis“. Voraussetzung dafür ist, dass sich Konsumenten über den Unterschied zwischen qualitätsbezogenen Verbrauchsdaten ("mindestens haltbar bis" oder "best before") und aus Gesundheitsgründen angeführten Ablaufdaten im Klaren sind. Kurz vor dem Ablaufdatum könnten Lebensmittel verbilligt angeboten werden. Auch bei Verpackungsmängeln sollten Verbrauchern mit geringer Kaufkraft Preisnachlässe gewährt werden. Die Verpackungsgrößen sollten den Bedürfnissen auch kleiner Haushalte angepasst werden.
Öffentliche Aufträge von Verpflegungs- und Bewirtungsdienstleistungen sollten bevorzugt an Unternehmen vergeben werden, die eine kostenlose Verteilung der nicht servierten Produkte an ärmere Bevölkerungsgruppen garantieren und vorzugsweise lokal produzierte Nahrungsmittel einsetzen. Die Abgeordneten begrüßen, dass manche Mitgliedstaaten unverkaufte Lebensmittel sammeln und an bedürftige Bürger verteilen. Sie ermutigen den Einzelhandel zur Teilnahme an diesen Programmen.
Derzeitige Verschwendung in der EU: 89 Mio. t pro Jahr (179 kg pro Kopf)
Prognose für 2020 (bei anhaltendem Trend): 126 Mio. t pro Jahr (40 % Zuwachs)
42% davon werden in den Haushalten entsorgt, 39 % beim Hersteller, 5 % im Einzelhandel und 14 % in Bewirtungsbetrieben.









