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Chronik

03.03.2021

Urroggen - Das Multitalent in der Backstube

Urroggen ist eine 7.000 Jahre alte Getreidesorte, die ursprünglich aus dem Vorderen Orient stammt Urroggen ist eine 7.000 Jahre alte Getreidesorte, die ursprünglich aus dem Vorderen Orient stammt

Urroggen ist eine 7.000 Jahre alte Getreidesorte, die ursprünglich aus dem Vorderen Orient stammt. Da das Urgetreide früher oft auf Rodungsflächen gesät wurde, ist der Urroggen heute auch unter dem Namen Waldstaudenroggen oder Waldstaudenkorn bekannt. In einigen Regionen wird er als Johannisroggen bezeichnet, da er um den Johannistag (24. Juni) ausgesät wurde.

Ursprünglich wuchs Urroggen als Unkraut auf den Weizenfeldern. Beim Vordringen des Getreideanbaus nach Norden wurde das Urgetreide wegen seiner Winterfestigkeit und seiner geringen Ansprüche an den Boden kultiviert und zum heutigen gewöhnlichen Roggen weitergezüchtet.

Urroggen geriet beinahe in Vergessenheit, weil er wesentlich kleinere Körner hat als herkömmlicher Roggen und der Ertrag daher um ca. 50 Prozent geringer ist. Da er jedoch eine extrem anspruchslose, frostunempfindliche Getreideart ist und auf kargen Böden und sogar noch auf 2.000 Metern Höhe wächst, bekommt er in der Landwirtschaft wieder zunehmend Beachtung.

Im Gegensatz zum heutigen Zuchtroggen ist Urroggen eine perennierende Getreideart, wird also meist mehrjährig angebaut. Im Herbst oder Frühjahr (ursprünglich um Johannis, den 24. Juni) werden die Körner ausgesät. Im ersten Jahr wird das Grün vor der Ährenbildung abgemäht und als Viehfutter verwendet. Die Pflanzen treiben neu aus und überwintern. Durch dieses Vorgehen bilden sich im darauffolgenden Jahr um bis zu 30 Prozent mehr Ähren. In diesem Jahr reift der Urroggen und kann geerntet werden.

In der Backstube bietet sich Urroggen als Zusatz für Brote aus handelsüblichem Roggen an, da es den Gebäcken eine ansprechende dunklere Färbung sowie einen erdigen, leicht würzigen Geschmack verleiht.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Initiative Urgetreide
09.06.2020

In Österreich werden täglich 20 Millionen Regenwürmer zubetoniert

In Österreich werden täglich 20 Millionen Regenwürmer zubetoniert In Österreich werden täglich 20 Millionen Regenwürmer zubetoniert

Aus Anlass des Weltumwelttages am 5. Juni hat die Österreichische Hagelversicherung einmal mehr davor gewarnt, die jüngsten Krisen - Umwelt, Klima und Artenschwund - als singuläre Ereignisse zu werten. Im Gegenteil: Die Umweltkrise mit Bodenverbrauch, Ressourcenschwund sowie Biodiversitätsverlust werde sich weiter zuspitzen und die Klimakrise beschleunigen. „Es sei denn, wir handeln jetzt“, stellt Vorstandsvorsitzender Kurt Weinberger klar.

Überaus kritisch ist die Lage weiter beim steigenden Flächenverbrauch. Im Vorjahr sind in Österreich jeden Tag 13 Hektar wertvoller Wiesen und Äcker für Straßen, Siedlungen, Shoppingcenter und Industriehallen verbaut worden. Das ist das Fünffache des Zielwertes von 2,5 Hektar pro Tag, der in der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung erstmals im Jahr 2002 festgeschrieben und im derzeitigen Regierungsprogramm wieder verankert wurde.

Das Zubetonieren von umgerechnet 20 Fußballfeldern pro Tag hat in mehrfacher Hinsicht dramatische Auswirkungen: Durch die Verbauung sinkt der landwirtschaftliche Selbstversorgungsgrad beständig, was Österreich zunehmend durch Importe verletzbar macht. Der Boden ist aber Voraussetzung für die Lebensmittelproduktion, was auch die Corona-Krise gezeigt hat.

Darüber hinaus leiden die Kulturlandschaft und das Tourismusland Österreich. Laut einer market-Umfrage kritisieren vier von fünf Österreichern die Verschandelung ihrer Heimat, sie wollen keine weitere Verbauung. Und schließlich nimmt die Artenvielfalt ab. So leben in einem Hektar Boden rund 1,5 Millionen Regenwürmer. Jeden Tag wird also die Lebensgrundlage von rund 20 Millionen Regenwürmern zubetoniert.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
01.11.2020

Jährlich 1.500 Verletzte beim Waldarbeiten

Jährlich müssen in Österreich rund 1.500 Personen aufgrund von Unfällen bei der privaten Waldarbeit im Krankenhaus behandelt werden. Jährlich müssen in Österreich rund 1.500 Personen aufgrund von Unfällen bei der privaten Waldarbeit im Krankenhaus behandelt werden.

Jährlich müssen in Österreich rund 1.500 Personen aufgrund von Unfällen bei der privaten Waldarbeit im Krankenhaus behandelt werden. Zum Vergleich: Im professionellen Bereich ist die Zahl mit rund 800 Verletzten pro Jahr deutlich geringer. Der November ist der Monat mit der größten Unfallgefahr.

Für viele Waldbesitzer bedeutet der Herbst eine arbeitsintensive Zeit. Auch in dieser Saison werden sich dabei allerdings wieder zahlreiche Personen schwere Verletzungen zuziehen. Die Auswertung der Unfalldatenbank des KFV zeigt, dass sich jährlich in Österreich rund 1.500 Personen bei der privaten Waldarbeit so schwer verletzen, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Bei rund 40 Prozent der Unfälle müssen die Verletzten stationär aufgenommen werden. Die häufigsten Unfallursachen bei privaten Waldarbeiten sind Unachtsamkeit (40 Prozent) und Fehleinschätzung (22 Prozent) – Berufs-Waldarbeiter nennen Ablenkung dagegen seltener.

3 von 4 Personen verzichten auf den Schutzhelm

Besonders häufig treten bei der Waldarbeit Frakturen auf (ca. 46 Prozent). Die am häufigsten betroffenen Körperteile sind Unterschenkel, Finger und Fußgelenk/Knöchel. Eine Schutzausrüstung wird zwar auch im Rahmen von privaten Wald- und Holzarbeiten großteils getragen, allgemeiner Standard ist sie jedoch nicht. Gerade beim Tragen von Arbeitshandschuhen und Helmen ist Nachholbedarf gegeben.

„Ein Blick auf die Helmtragequote zeigt ein ernüchterndes Bild: Etwa 3 von 4 Personen verzichten beim privaten Waldarbeiten auf das Tragen eines Schutzhelmes. Hier ist ohne Zweifel noch viel bewusstseinsbildende Aufklärungsarbeit zu leisten“, erläutert Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV. „Während für die gewerbliche Wald- und Holzarbeit klare Regeln und Schutzvorkehrungen gelten, liegt es im privaten Bereich in der Verantwortung jedes Einzelnen, sich angemessen zu schützen und auf die Arbeit im Wald vorzubereiten. Durch eine fachgerechte Vorbereitung und gute Schutzausrüstung kann das Unfallrisiko deutlich verringert werden.“

Tipps für die sichere Waldarbeit:

• Arbeiten Sie nicht alleine

• Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Waldarbeit und vermeiden Sie Zeitdruck

• Das Tragen von Schutzausrüstung ist dringend zu empfehlen

• Arbeiten Sie in Hanglagen niemals über- bzw. untereinander

• Erste Hilfe Ausrüstung sollte immer griffbereit sein

• Eine gute Ausbildung und Erfahrung erhöhen die Arbeitssicherheit

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30.11.2020

56% können sich Teilnahme an Corona-Massentests vorstellen

Corona-Massentest Umfrage Corona-Massentest Umfrage

56% der Österreicherinnen und Österreicher können sich aus heutiger Sicht vorstellen, an freiwilligen Corona-Massentests vor Weihnachten teilzunehmen.

22% der Befragten würden sich laut der vom Meinungsforschungsinstitut Unique research für die aktuelle Ausgabe des Nachrichtenmagazins „profil“ durchgeführten Umfrage „ganz sicher testen lassen“, 34% würden dies „möglicherweise“ tun.

20% der Befragten würden sich dagegen „ganz sicher nicht testen lassen“, wiederum 17% lehnen eine Teilnahme „eher“ ab.

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07.10.2019

Breite Mehrheit der ÖsterreicherInnen lehnt auch neue Gentechnik-Verfahren ab

Breite Mehrheit der ÖsterreicherInnen lehnt auch neue Gentechnik-Verfahren ab Breite Mehrheit der ÖsterreicherInnen lehnt auch neue Gentechnik-Verfahren ab

Eine heute veröffentlichte, repräsentative Umfrage zeigt, dass eine breite Mehrheit der ÖsterreicherInnen „neue Gentechnik-Verfahren” für die Produktion von Lebensmitteln ablehnt. In der von der ARGE Gentechnik-frei in Auftrag gegebenen Studie gaben fast 70 Prozent der Befragten an, dass sie keine so veränderten Lebensmittel kaufen würden. Rund 85 Prozent wünschen sich, dass diese genmanipulierten Lebensmittel streng kontrolliert und gekennzeichnet werden müssen. Die Ergebnisse sind aktuell besonders relevant, weil auf europäischer Ebene mehrere Mitgliedstaaten das EU-Gentechnikrecht aufweichen wollen. Greenpeace fordert die nächste österreichische Bundesregierung dazu auf, die bestehenden Schutzstandards auf europäischer Ebene zu verteidigen.

„Die Österreicherinnen und Österreicher wollen keine Gentechnik auf ihren Tellern. Die nächste österreichische Bundesregierung muss daher auch auf europäischer Ebene dafür sorgen, dass die bestehenden Schutzstandards nicht aufgeweicht werden”, sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace in Österreich. Mehrere EU-Staaten, wie beispielsweise die Niederlanden oder Finnland, wollen sogenannte „neue Gentechnik-Verfahren” von der bisherigen Gentechnik-Regulierung ausnehmen. Der Begriff „neue Gentechnik“ bezeichnet neue gentechnische Verfahren, mit denen etwa neue Pflanzensorten geschaffen werden. Aber auch an Tieren wird mit diesem neuen Verfahren bereits experimentiert. So gibt es bereits heute Versuche mit Schweinen deren Genom so manipuliert wurde, dass sie besonders viel Fleisch produzieren.

Ebenfalls eine große Mehrheit – rund zwei Drittel der ÖsterreicherInnen – gab bei der Umfrage an, dass ihnen Gentechnikfreiheit bei Fleischprodukten besonders wichtig ist. Das schließt auch mit ein, dass die Tiere keine gentechnisch veränderte Futtermittel zu fressen bekommen. Trotzdem werden auch in Österreich weiterhin rund 90 Prozent aller Schweine mit Gentech-Futter gemästet - sogar jene mit dem AMA-Gütesiegel. „Das Österreichische Parlament könnte das staatliche AMA-Gütesiegel per Beschluss gentechnikfrei machen. Wir fordern von den neu gewählten Abgeordneten, diesem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nachzukommen”, sagt Theissing-Matei.

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30.05.2020

China verbietet den Verkauf von Hunde- und Katzenfleisch

China verbietet den Verkauf von Hunde- und Katzenfleisch China verbietet den Verkauf von Hunde- und Katzenfleisch

Ein historischer Moment für den Tierschutz: China veröffentlichte gestern, am 29.5. einen neuen nationalen Nutztier-Katalog, der Hunde explizit ausschließt. Damit ist der Verkauf von lebenden Hunden und Hundefleisch zum Verzehr in China verboten. Katzen waren nie Teil des Nutztier-Katalogs. VIER PFOTEN begrüßt den Vorstoß Chinas und fordert gleichzeitig die Regierungen in Kambodscha, Vietnam und Indonesien auf, mit China gleichzuziehen. Der Hunde- und Katzenfleischhandel ist nicht nur ein enormes Tierschutzproblem in Südostasien, sondern stellt auch ein großes Risiko für die öffentliche Gesundheit dar. Denn die unhygienischen Bedingungen, unter denen die Tiere gefangen, gehalten, geschlachtet und verkauft werden – meist auf Lebendtiermärkten –, sind die perfekte Brutstätte für neue zoonotische Viren.

In Vietnam – Chinas Nachbar – werden nach wie vor jährlich rund fünf Millionen Hunde und eine Million Katzen für ihr Fleisch gefangen und brutal geschlachtet. Oftmals werden die Tiere auch grenzübergreifend nach China transportiert. Mit geschätzten vier Millionen getöteten Haus- und Streunertieren pro Jahr ist die Situation in Kambodscha und Indonesien ähnlich verheerend. „Natürlich ist es ein positives Signal, dass China den Verkauf von Hunde- und Katzenfleisch verbietet, auch wenn diese Entscheidung wohl eher nichts mit Tierliebe, sondern mit Lebensmittelsicherheit zu tun hat. "Nun müssen aber auch Vietnam, Kambodscha und Indonesien endlich handeln. Neben unfassbarem Tierleid ist der Handel mit Hunde- und Katzenfleisch auch für Krankheitsausbrüche wie Tollwut und Cholera verantwortlich. Und wie wir jetzt wissen, kann die ganze Welt unter den tödlichen Zoonose-Viren leiden, die auf den unhygienischen Lebendtiermärkten entstehen, auf denen das Hunde- und Katzenfleisch teilweise verkauft wird"“, sagt Dr. Katherine Polak, Tierärztin und Leiterin der VIER PFOTEN Streunerhilfe in Südostasien.

Schlachthäuser und Lebendtiermärkte: tickende Zeitbomben

In engen Käfigen zusammengepfercht werden die verletzten und traumatisierten Hunde und Katzen – darunter auch gestohlene Haustiere – stundenlang bei enormer Hitze und ohne Wasser zu den Schlachthäusern und Märkten in Südostasien transportiert. Die dort übereinander gestapelten Käfige, das geschwächte Immunsystem der Hunde und Katzen sowie der unnatürliche Kontakt zu Wildtieren, die ebenfalls geschlachtet werden, schaffen die perfekte Brutstätte für tödliche Zoonoseviren, wie das neue Coronavirus. „Der ausufernde Hunde- und Katzenfleisch-Handel und die Lebendtiermärkte in ganz Südostasien sind tickende Zeitbomben. Wenn die Regierungen jetzt nicht diesen brutalen Handel stoppen und die grausamen Märkte und Schlachthäuser schließen, könnte die nächste globale Pandemie ihren Ursprung in Vietnam, Kambodscha oder Indonesien haben“, so Dr. Polak.

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11.10.2020

Äpfel aus Neuseeland in Parlamentskantine: 20.000 Kilometer ins Apfel-Land Österreich

Äpfel aus Neuseeland in Parlamentskantine: 20.000 Kilometer ins Apfel-Land Österreich Äpfel aus Neuseeland in Parlamentskantine: 20.000 Kilometer ins Apfel-Land Österreich

Man müsste meinen, dass ausgerechnet in der Kantine des österreichischen Parlaments auch Lebensmittel aus österreichischer Erzeugung angeboten werden. Immerhin wird hier nicht nur mit Steuergeld eingekauft, sondern auch eine gewisse Symbolwirkung entfaltet. Leider ist das nicht der Fall, wie ein aktuelles Beispiel von neuseeländischen Äpfeln zeigt, die gegenwärtig den Volksvertretern als schneller Snack angeboten werden.

Und das in einem Land, in dem Unmengen an hervorragenden Äpfeln selbst angebaut werden, der Großteil davon in der Steiermark. 71 Prozent des in Österreich anbaubaren Obstes stammen aus Österreich, bei Obst insgesamt sind es 46 Prozent im fünfjährigen Mittel. Beim nationalen Lieblingsobst Apfel liegt der Grad bei 88 Prozent, jährlich werden 21 Kilogramm pro Kopf bei uns verzehrt. Das könnte man noch steigern.

„Bevor wir Äpfel aus Neuseeland auf Steuerkosten importieren, sollten wir lieber die heimische Produktion stärken. Das wäre gut für das Klima, gut für die Natur und gut für die heimischen Landwirte. Am Ende aber auch für uns alle, wenn die Wertschöpfung im Land bleibt, statt Steuergeld um die halbe Welt zu schicken. Das gleiche gilt für tierische Lebensmittel, die immer noch viel zu oft importiert werden. Ob Kalbfleisch und Geflügel in der Gastronomie oder ob Frischkäse im Supermarkt - überall begegnet uns die billigere, unter unseren Standards erzeugte Ware aus dem Ausland. Oftmals wir ist sie auch nicht gekennzeichnet. Gerade dort, wo mit Steuergeld eingekauft wird, sollte aber auch Regionalität, Naturschutz und Tierwohl den Vorzug erhalten. Das ist auch eine Kernforderung des Tierschutzvolksbegehrens. Ich appelliere erneut an Ministerin Elisabeth Köstinger und Minister Rudolf Anschober hier zügig in die Umsetzung zu kommen. Und natürlich sollte die Parlamentskantine den neuseeländischen gegen den steiermärkischen Apfel austauschen“ so Sebastian Bohrn Mena, Initiator des Tierschutzvolksbegehrens.

Das österreichische Tierschutzvolksbegehren findet von 18. bis 25. Januar 2021 statt. Über 210.000 Menschen haben bereits eine Unterstützungserklärung abgegeben. Zentrale Forderungen sind die verpflichtende Transparenz bei Lebensmitteln, die Umstellung der Fördermittelvergabe in der Landwirtschaft sowie eine Koppelung der öffentlichen Beschaffung an Kriterien wie Regionalität, Tierwohl und Naturschutz.

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09.07.2020

Gewittergefahr: Experten raten zum regelmäßigen Blitzableiter-Check

Gewittergefahr: Experten raten zum regelmäßigen Blitzableiter-Check Gewittergefahr: Experten raten zum regelmäßigen Blitzableiter-Check

Nach den Aufzeichnungen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hat das Gewitterpotenzial in Österreich in den letzten 20 Jahren um 20 Prozent zugenommen. Auch Andreas Iser, Geschäftsführer der Firma Eltro Blitzschutzanlagenbau in Steinabrückl bei Wiener Neustadt und als Blitzschutzexperte Vorsitzender des Arbeitsausschusses Blitzschutz und Erdung in der Wirtschaftskammer Österreich, stellt fest, dass viele Gewitter heute anders ablaufen als in der Vergangenheit. „Was sich verändert hat, ist auf den Wetterkarten des Blitzortungssystems ALDIS klar ersichtlich: Gewitter sind regionaler geworden. Sie gehen in einem kleineren Umkreis nieder, aber mit mindestens gleich hoher Intensität, was die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags erhöht“, erklärt Iser dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Um die Gefahr von Gewittern wissen auch private Hausbesitzer. „Insbesondere in den äußeren Blitzschutz wird beim Hausbau investiert“, so Iser. Mit einem vom Fachbetrieb gestalteten Erdungssystem soll der Blitzstrom gegen die Erde abgeleitet und im Erdreich großflächig verteilt werden. „Österreichweit haben wir 100 Mitglieder in unserem Ausschuss, 20 davon sind aus Niederösterreich – nahezu alle beschäftigen sich mit dem Thema Erdungsbau, also mit dem äußeren Blitzschutz.“ Dies nicht zuletzt deswegen, da der innere Blitzschutz, der Überspannungsschutz, von Elektrofachkräften hergestellt wird.

Laut Gesetz muss das Blitzschutzsystem in privaten Haushalten alle zehn Jahre überprüft werden. Hier sieht der Experte sehr wohl Handlungsbedarf. „Ich würde mir eine regelmäßige Überprüfung wünschen, die nicht zuletzt der Sicherheit der Hausbewohner dient“, so Iser, der weiter ausführt: „In der Regel sind es andere Berufsgruppen, wie etwa der Rauchfangkehrer, der nach einem Blitzschutzprotokoll fragt. Dann ist so mancher Hausbesitzer erstaunt, wie lange denn die letzte Prüfung zurück liegt. Wartungsverträge oder Erinnerungsschreiben könnten hier Abhilfe schaffen.“

Die Notwendigkeit einer solchen Maßnahme unterstreicht auch Friedrich Manschein, Innungsmeister der Elektro-, Alarm- und Kommunikationstechniker in der NÖ Wirtschaftskammer: „Der Blitzschutz ist natürlich in erster Linie Personenschutz. Aber auch der Sachschaden, der durch Blitz entsteht und mit einem ordentlichen Blitzschutz vielleicht hätte verhindert werden können, ist enorm.“

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11.03.2020

Erhalten Besucher ihr Geld zurück, wenn ein Veranstalter das Event absagt?

Bei einer Pressekonferenz hat die Bundesregierung heute festgelegt, dass bis Anfang April Outdoor-Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmern und Indoor-Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmern abgesagt werden. Grundsätzlich haben Besucher einen Anspruch auf Erstattung des Ticketpreises informierte die D.A.S. Rechtsschutzversicherung in einer Presseaussendung. Bei Verschiebung der Veranstaltung besitzen die Eintrittskarten weiterhin ihre Gültigkeit.

Erhalten Besucher ihr Geld zurück, wenn ein Veranstalter das Event absagt?

Grundsätzlich besteht ein Erstattungsanspruch auf den Ticketpreis. Im Falle einer Absage kommt der Veranstalter seiner Leistungspflicht nicht nach. Das gilt unabhängig davon, ob der Veranstalter den Ausfall zu verantworten hat oder nicht. Betroffene, die von einer solchen Absage betroffen sind, sollten sich an den Veranstalter oder die Vorverkaufsstelle wenden.

Was gilt, wenn eine Veranstaltung verschoben wird, man zum Ersatztermin aber keine Zeit hat?

Veranstalter wie etwa Master of Dirt haben bereits bekannt gegeben, dass die für dieses Wochenende geplante Veranstaltungsreihe in der Stadthalle auf Ende Juni verschoben wird und die Tickets ihre Gültigkeit behalten. Eine Verschiebung einer Großveranstaltung muss man grundsätzlich nicht hinnehmen. Falls das Ticket für einen fixen Termin gebucht war und man am verschobenen Termin keine Zeit hat, kann man die Eintrittskarte zurückgegeben und den Eintrittspreis zurückverlangen.

Was passiert mit Kosten für ein gebuchtes Hotelzimmer?

Hier kommt es darauf an, ob Tickets und Hotelaufenthalt gemeinsam bei einem Anbieter gekauft, also als Pauschalreise gebucht wurden. Bei Absage der Veranstaltung kann man von der gesamten Reise kostenlos zurücktreten. Voraussetzung ist aber, dass der Besuch der Veranstaltung der Hauptzweck der Reise war. Bei getrennten Buchungen ist die rechtliche Situation komplizierter. Unter bestimmten Umständen werden dann nur die Kosten der Veranstaltung ersetzt, nicht jedoch die Übernachtung.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Herbert K.
11.02.2020

Sturm "Sabine" / Innenminister: „Danke an alle Blaulichtorganisationen“

Innenminister nutzt "Europäischen Tag des Notrufs" zum Dank für Einsatz während des Sturmtiefs "Sabine" Innenminister nutzt "Europäischen Tag des Notrufs" zum Dank für Einsatz während des Sturmtiefs "Sabine"

Innenminister Karl Nehammer nutzt den „Europäischen Tag des Notrufs“ am 11.2., um den Blaulichtorganisationen zu danken. „Mein Dank und mein Respekt gilt allen Polizistinnen und Polizisten sowie den vielen Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettung, die täglich für die Menschen in Österreich im Einsatz stehen“.

Auch den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern spricht der Innenminister seinen Dank aus: „Das Ehrenamt ist ein Eckpfeiler unserer demokratischen Gesellschaft. Es steht für Überzeugung, Leistungsbereitschaft und Verantwortlichkeit im Denken und Handeln. Ganz egal in welchem Bereich – ob es die Freiwilligen Feuerwehren, die Rettungsorganisationen, aber auch viele andere Vereine sind – das Ehrenamt steht für mich als Bindeglied zwischen den Menschen“, sagte Karl Nehammer.

Sturmtief „Sabine“ forderte Einsatzkräfte

„Ausnahmesituationen wie die gestrige Wetterlage führen uns vor Augen, was unsere Einsatzkräfte leisten“, sagte Nehammer. Das Sturmtief „Sabine“ forderte am 10. und in der Nacht auf 11. Februar 2020 mehr als 1600 Einsätze von Polizei und Feuerwehr. Besonders betroffen waren die Bundesländer Nieder- und Oberösterreich sowie Salzburg. So mussten beispielsweise im Bezirk Gmünd in Niederösterreich 25 Zugpassagiere wegen eines umgestürzten Baumes evakuiert werden.

„Den vielen Polizeibediensteten danke ich dafür, dass sie in Ausnahmesituationen wie dieser die Verkehrssicherheit aufrecht erhalten“, betonte der Innenminister.

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24.10.2019

Österreicher wollen Geld zuhause horten, falls es zu Negativzinsen kommt

Österreicher wollen Geld zuhause horten, falls es zu Negativzinsen kommt Österreicher wollen Geld zuhause horten, falls es zu Negativzinsen kommt

Bevor sie ihren Sparguthaben beim automatischen Schwinden zusehen müssen, wollen die Österreicher ihr Geld lieber zu Hause aufbewahren. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Linzer Market-Instituts für den „trend“, über die das Wirtschaftsmagazin in seiner aktuellen Ausgabe berichtet.

Gefragt danach, was sie im Fall von Negativzinsen machen würden, gaben 43 Prozent der Befragten an, das Geld dann lieber zu Hause aufbewahren zu wollen. 28 Prozent sagen, dass sie es ausgeben würden, 26 Prozent würden in Wertpapiere investieren, 20 Prozent neigen zum Kauf von Gold, 17 Prozent zu Immobilien. Bei der Frage waren mehrere Antworten möglich. In Deutschland, Dänemark und Italien gibt es bereits Überlegungen von Banken, über Negativzinsen die Kosten für das „Parken“ von Geld bei der Europäischen Zentralbank an die Endkunden weiterzureichen.

Risikoreichere, aber potenziell ertragreichere Anlageformen wie Aktien, Anleihen oder Wertpapierfonds können im Niedrigzinsumfeld nicht punkten, schreibt der „trend“. Nur neun Prozent der Befragten wollen „auf jeden Fall“ in nächster Zeit in Wertpapiere investieren, weitere 25 Prozent denken darüber nach. Für zwei Drittel kommen Wertpapiere hingegen nicht in Frage.

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01.11.2020

60 Prozent von Österreichs Bevölkerung rechnet künftig mit mehr Radverkehr

60 Prozent von Österreichs Bevölkerung rechnet künftig mit mehr Radverkehr 60 Prozent von Österreichs Bevölkerung rechnet künftig mit mehr Radverkehr

„In Österreich wurden in den vergangenen Monaten nicht nur mehr Fahrräder gekauft, die Fahrräder sind auch verstärkt als Verkehrsmittel im Einsatz“, fasst VCÖ-Experte Michael Schwendinger ein Ergebnis einer vom VCÖ beauftragten repräsentativen Umfrage des Instituts TQS zusammen. Während im Vorjahr 14 Prozent der 18- bis 69-Jährigen mehrmals die Woche im Alltag mit dem Rad fuhren, sind es heuer mit 21 Prozent um die Hälfte mehr. Auch die Gruppe jener, die mehrmals im Monat Radfahren ist größer geworden, von 14 auf 19 Prozent. Und die Gruppe jener, die keine Alltagswege mit dem Rad zurücklegen, ist kleiner geworden und von 44 auf 40 Prozent zurückgegangen.

60 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher gehen davon aus, dass auch langfristig mehr Rad gefahren wird. Aber viele sehen Verbesserungsbedarf bei den Bedingungen zum Radfahren im Wohnort. 26 Prozent wünschen ein längeres Radwegenetz, ebenso viele sind mit dem Zustand und der Qualität der Rad-Verbindungen unzufrieden. 24 Prozent sagen, dass sie wichtige Ziele im Wohnort nicht sicher und einfach mit dem Fahrrad erreichen können und sogar 36 Prozent erleben das Queren von Hauptstraßen als gefährlich. Aufholbedarf wird auch bei den Radabstellplätzen gesehen: 29 Prozent sieht einen Mangel bei Fahrrad-Parkplätzen vor Geschäften, 35 Prozent allgemein bei Radabstell-Möglichkeiten im Straßenraum.

„Die Qualität der Infrastruktur bestimmt ganz wesentlich unser Mobilitätsverhalten. Die Infrastruktur für den Radverkehr wurde in der Vergangenheit vielerorts sträflich vernachlässigt. Der Aufholbedarf ist entsprechend groß“, weist VCÖ-Experte Schwendinger auf den notwendigen verstärkten Ausbau der Rad-Infrastruktur aus. In den Städten ist dem Radverkehr mehr Platz einzuräumen. In den Regionen sind sichere Radverbindungen von Siedlungen zum nächstgelegenen Ortsgebiet wichtig. Und Bahnhöfe sollten immer gut mit dem Fahrrad erreichbar sein, betont der VCÖ.

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16.03.2020

Coronavirus: Situation für Menschen mit Behinderungen

Abschließend sagt der Präsident des Österreichischen Behindertenrates DANKE an alle die Menschen mit Behinderungen pflegen und unterstützen. Abschließend sagt der Präsident des Österreichischen Behindertenrates DANKE an alle die Menschen mit Behinderungen pflegen und unterstützen.

Für Menschen mit Behinderungen ist die Coronavirus-Epidemie eine bedrohliche Situation. Nicht alle, aber viele, gehören zur gesundheitlichen Risikogruppe. Sie sind angewiesen auf barrierefreie Informationen, haben im Alltag Pflege- und Unterstützungsbedarf und/oder erleben die psychische Belastung aufgrund von psychischen Vorerkrankungen noch massiver." „Alle zusammen machen wir uns Sorgen, die Gruppe der Menschen mit Behinderungen ist auf vielen Ebenen gefährdet. Für die Solidarität der Menschen in Österreich und auch die weitreichenden Maßnahmen die gesetzt wurden, möchten wir allen ‚Danke‘ sagen! Gemeinsam schaffen wir das!“", zeigt sich Herbert Pichler (Präsident des Österreichischen Behindertenrates) besorgt, aber hoffnungsvoll.

Die Bundesregierung hat am letzten Wochenende ein Sammelgesetz, das COVID-19 Gesetz einheitlich beschlossen, das bereits heute in Kraft tritt. Damit werden Regelungen getroffen, die die Auswirkungen des Coronavirus so gering wie möglich für die gesamte Bevölkerung und auch die Wirtschaft halten sollen. Der Österreichische Behindertenrat setzt sich dafür ein, dass in der Umsetzung die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen weiterhin gewährleistet wird.

Es ist jetzt besonders wichtig, Informationen nur von sicheren Quellen zu beziehen. Unsere Mitgliedsorganisationen, das Sozialministerium und Medien wie der ORF oder BIZEPS bieten seriöse und barrierefreie Informationen.

Abschließend sagt der Präsident des Österreichischen Behindertenrates DANKE an Alle:

die Menschen mit Behinderungen pflegen und unterstützen.

die barrierefrei informieren oder Informationen barrierefrei aufbereiten und verbreiten

die durch ihr verantwortungsvolles Handeln die Ausbreitung verlangsamen

die ihre Hilfe auf unterschiedlichen Wegen anbieten

die füreinander da sind, telefonieren, chatten, einander zuhören in dieser auch psychisch belastenden Zeit.

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19.03.2020

Experten bekräftigen: Corona wird nicht durch Lebensmittel übertragen

Experten bekräftigen: Corona wird nicht durch Lebensmittel übertragen Experten bekräftigen: Corona wird nicht durch Lebensmittel übertragen

"Von Fleisch, Wurst, Eiern, Obst, Gemüse, Wasser usw. geht keine Gefahr durch das neuartige Coronavirus aus. Es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass sich Menschen über herkömmliche Lebensmittel beziehungsweise über Trink-, Leitungs- oder Oberflächenwasser mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch für andere Coronaviren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel bekannt." Dies stellt die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zu entsprechenden Anfragen von Konsumenten fest.

Auch das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat gestern erneut bekräftigt, dass es bisher keine Fälle gibt, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Aufgrund der bisher ermittelten Übertragungswege und der relativ geringen Umweltstabilität dieser Viren sei es nach derzeitigem Wissensstand zudem unwahrscheinlich, dass importierte Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten, so das BfR.

Grundsätzlich sollten beim Umgang mit Lebensmitteln die allgemeinen Regeln der Hygiene des Alltags und die Hygieneregeln bei der Zubereitung von Speisen beachtet werden, betont das BfR. Da die Viren hitzeempfindlich sind, könne das Infektionsrisiko durch das Erhitzen von Nahrungsmitteln zusätzlich weiter verringert werden.

Keine Zeit für Panikmache

Die Experten verweisen in diesem Zusammenhang - ebenso wie die Bundesregierung und die Sozialpartner - einmal mehr darauf, dass es "in dieser sehr herausfordernden Zeit darum geht, die Bevölkerung sachlich und umfassend zu informieren". Panikmache durch die Verbreitung von falschen Behauptungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus und Lebensmitteln sei nicht nur hochgradig unseriös, sondern auch ausgesprochen schädlich in der aktuellen Situation.

Sowohl die AGES und das Gesundheitsministerium als auch das BfR beantworten auf ihren Internetseiten www.ages.at beziehungsweise www.sozialministerium.at sowie www.bfr.bund.de wichtige Fragen zum Thema Corona. Für Fragen aus agrarischer Sicht bietet bekanntlich das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus unter www.bmlrt.gv.at laufend aktualisierte und ergänzte Informationen. Diese betreffen neben der Landwirtschaft auch die Bereiche Tourismus, Wasser und Lebensmittel sowie jene Maßnahmen, welche die Bundesregierung trifft, um die Sicherheit der Bevölkerung bestmöglich zu gewährleisten.

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07.04.2020

Corona-Krise zeigt wie fossile Energien die Luft verschmutzen

Corona-Krise zeigt wie fossile Energien die Luft verschmutzen Corona-Krise zeigt wie fossile Energien die Luft verschmutzen

Zum heutigen Weltgesundheitstag weist die IG Windkraft darauf hin, dass mit erneuerbaren Energien viele Menschenleben gerettet werden könnten. Allein in Europa sterben pro Jahr rund 400.000 Menschen aufgrund der Verbrennung von Erdgas, Erdöl und Kohle, wie eine aktuelle Studie berichtet. „Der rasche Ausbau von Windrädern und die Schließung von fossilen Kraftwerken, sowie der Umstieg auf Elektromobilität muss nun nach der Corona-Krise umgesetzt werden“, fordert Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft: „Gerade jetzt sieht man, wie sauber die Luft sein könnte, wenn wir auch nur auf Teile der Verbrennung von Erdgas, Erdöl und Kohle verzichten.“

Der Weltgesundheitstag wurde 1948 von der Weltgesundheitsorganisation WHO ins Leben gerufen und wird weltweit am heutigen 7. April gefeiert. In Zeiten der Corona-Pandemie sind alle Augen auf die Gesundheit gerichtet. Dass die Luftverschmutzung sehr stark durch das Verbrennen von Erdgas, Erdöl und Kohle verursacht wird, ist vielen spätestens durch die starke Verbesserung der Luftqualität durch die Maßnahmen gegen das Corona-Virus neuerlich bewusst geworden. „Diese Erfahrungen gilt es im Gedächtnis zu behalten, um nach der Corona-Krise die richtigen Maßnahmen zu setzen, damit die gute Luftqualität auch in Nach-Corona-Zeiten aufrechterhalten werden kann“, fordert Moidl.

4,5 Mio. Tote durch fossile Brennstoffe

Immer wieder weisen Studien darauf hin, dass die Verwendung von Erdgas, Erdöl und Kohle Millionen Menschen das Leben kostet. Die erst kürzlich erschienene Studie vom Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA) geht von 4,5 Mio. Todesfällen weltweit aus. Allein in der Europäischen Union gehen die Studienautoren von rund 400.000 Todesfällen aus. Weltweit kommen 1,8 Mrd. verlorene Arbeitstage pro Jahr hinzu, die durch Luftverschmutzung von fossilen Brennstoffen verursacht werden. In Summe entstehen der Gesellschaft dadurch rund 7,5 Mrd. Euro an Kosten, was 3,3 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts entspricht. Die Studienautoren weisen auch darauf hin, dass der Umstieg auf erneuerbare Energien einen großen Teil der Todesfälle verhindern könnte.

Energieerzeugung muss Erneuerbar werden

In Österreich werden heute noch rund ein Drittel der Stromerzeugung und zwei Drittel des gesamten Energieverbrauchs durch Erdgas, Erdöl und Kohle zur Verfügung gestellt. „Je schneller wir hier den Umstieg auf erneuerbare Energien schaffen, desto mehr Todesfälle können wir verhindern. Ganz nebenbei schaffen wir auch den Klimaschutz und erhalten so die Lebensgrundlagen für die nächste Generation“, bemerkt Moidl.

Windräder erzeugen im Gegensatz zu Erdgas, Erdöl und Kohle bei der Energieerzeugung keine Abgase oder Abwässer. Windräder schaffen mehr Arbeitsplätze als Gaskraftwerke, sind kostengünstiger als jedes Kohlekraftwerk und der Windstrom kann in Österreich erzeugt werden, und muss nicht aus Krisenregionen nach Österreich importiert werden. Laut Bloomberg New Energy and Finance sind die Windkraft und Solarenergie in zwei Dritteln der Welt die kostengünstigste Art der Stromerzeugung. „Am Tag der Gesundheit sollte man seinen Blick wieder darauf richten, wie viele Vorteile die erneuerbaren Energien haben. Sowohl was die Kosten betrifft, als auch bei der heimischen Wertschöpfung, aber ganz besonders was die Gesundheit anbelangt, haben die erneuerbaren Energien die Nase vorne“, so Moidl: „Das Ende von Erdgas, Erdöl und Kohle muss bereits jetzt begonnen und darf nicht in die Zukunft verschoben werden.“

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04.02.2021

Zufriedenheit mit der Wohnsituation so hoch wie noch nie

Seit nicht ganz einem Jahr verbringen viele Österreicherinnen und Österreicher mehr Zeit zuhause Seit nicht ganz einem Jahr verbringen viele Österreicherinnen und Österreicher mehr Zeit zuhause

Seit nicht ganz einem Jahr verbringen viele Österreicherinnen und Österreicher mehr Zeit zuhause. Für viele sind die eigenen vier Wände daher nicht „nur“ Wohnraum, sondern auch Arbeits- und / oder Klassenzimmer. Doch wie zufrieden sind die Österreicherinnen und Österreicher mit ihrer Wohnsituation? Dieser Frage ist die aktuelle Integral Trendstudie 2021 für ImmoScout24 unter 1.000 Österreicherinnen und Österreichern nachgegangen.

„Trautes Heim, Glück allein“ ist Großteils Realität

Die erfreuliche Nachricht zuerst: „Trautes Heim, Glück allein“ ist nicht nur ein Sprichwort. Denn befragt nach der Zufriedenheit mit der derzeitigen Wohnsituation, vergeben die Österreicher die Note „Gut“ (Mittelwert von 1,7; 84 Prozent sind zufrieden). Mehr als die Hälfte der Österreicher (53 Prozent) ist mit der eigenen Wohnsituation sogar sehr zufrieden, weitere 31 Prozent sind immerhin eher zufrieden. Besonders wohl in den eigenen vier Wänden fühlen sich die über 50-Jährigen. Hier sind knapp zwei Drittel sehr, 26 Prozent eher zufrieden.

Wie der Vergleich über die Jahre zeigt, ist der Wert leicht, aber kontinuierlich gestiegen: So gaben in den ImmoScout24-Trendstudien 2012 und 2017 noch 80 Prozent an, mit ihrer Wohnsituation zufrieden zu sein, 2020 waren es 81 Prozent.

Wer in Wien oder in Stadtlage wohnt, ist am wenigsten zufrieden

Im Bundesländervergleich zeigen die Wiener die geringste Zufriedenheit mit ihrer Wohnsituation: nur 78 Prozent sind zumindest eher zufrieden. Besonders gut lebt es sich hingegen in Vorarlberg (92 Prozent sind zumindest eher zufrieden), gefolgt von Niederösterreich (90 Prozent), dem Burgenland (89 Prozent) und Oberösterreich (87 Prozent). Grundsätzlich gilt zudem: Egal, in welchem Bundesland man zuhause ist, wer im Umland / Einzugsgebiet einer Stadt wohnt, ist in 9 von 10 Fällen zufrieden, in Stadtlage sind es nur mehr rund drei Viertel der Befragten.

Hohe finanzielle Belastung geht mit höherer Unzufriedenheit einher

Abgesehen vom Wohnort, sinkt die Zufriedenheit mit der eigenen Wohnsituation jedenfalls dann, wenn der finanzielle Druck hoch ist. Sei es aufgrund eines grundsätzlich geringen Einkommens oder aufgrund eines hohen Anteils der Wohnkosten am Haushalts-Nettoeinkommen bzw. aufgrund der insgesamt hohen finanziellen Belastung. Werden Wohnkosten als (sehr) belastend wahrgenommen bzw. werden mehr als 50 Prozent des Haushalts-Nettoeinkommens für das Wohnen ausgegeben, geben nur mehr 7 von 10 Befragten an, mit der Wohnsituation zufrieden zu sein.

Wer ein Haus bewohnt und/oder ein Eigenheim besitzt, ist zufriedener

Wer ein Haus sein Eigen nennt bzw. eine Immobilie im Eigentum besitzt, fühlt sich darin tendenziell besonders wohl (Mittelwert 1,4; 9 von 10 sind zufrieden). Die Zufriedenheit sinkt bereits, wenn „nur“ eine Wohnung bewohnt wird (78 Prozent sind zufrieden) oder man zur Miete wohnt (70 Prozent). Ein gutes Zeugnis wird auch Genossenschaftsobjekten ausgestellt (84 Prozent sind zufrieden), Gemeindeimmobilien hingegen weniger (70 Prozent).

Neben der Art der Immobilie spielt die Größe eine zentrale Rolle. Wer mehr Platz zur Verfügung hat, ist wesentlich zufriedener: bei einer Wohnfläche von 130 m2 oder mehr sind 94 Prozent der Befragten zufrieden, bei Wohnungen bis 89 m2 nur mehr 79 Prozent. In einer Wohnung, die weniger als 69 m2 hat, gar nur mehr 72 Prozent.

Top-Unzufriedenheitstreiber: die fehlende Freifläche

Abseits von finanzieller Belastung, Art der Immobilie, Lage oder Größe: Kein Faktor hat so viel Einfluss auf die Unzufriedenheit mit der Wohnsituation wie eine fehlende Freifläche. Denn wer eine zur Verfügung hat, ist überdurchschnittlich zufrieden: Zwei Drittel der Befragten mit Garten oder Terrasse sind sogar sehr zufrieden, weitere 25 Prozent immerhin eher zufrieden. Balkone, Loggien und Wintergärten machen ebenfalls glücklich – wenn auch etwas weniger (57 Prozent sehr zufrieden, 30 Prozent eher zufrieden). Fehlt die Freifläche jedoch, sinken die Werte enorm: Nur ein Viertel der Befragten bewertet die eigene Wohnsituation trotz fehlender Freifläche mit sehr, weitere 39 Prozent mit eher zufriedenstellend.

„Gerade die letzten Monate haben gezeigt, wie wichtig die Wohnsituation ist – und wie wichtig Platz und Freiflächen sind, wenn sich der Lebensmittelpunkt über einen längeren Zeitraum stärker als sonst in die eigenen vier Wände verlagert,“ so Markus Dejmek, Österreich-Chef von ImmoScout24. „Umso schöner ist es zu sehen, dass die Österreicherinnen und Österreicher im Großen und Ganzen zufrieden sind und diese Zufriedenheit über die Jahre sogar zugenommen hat,“ so Dejmek.

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21.07.2020

Gehaltsreport: So viel verdient Österreich

Gehaltsreport: So viel verdient Österreich Gehaltsreport: So viel verdient Österreich

Auch wenn Corona in vielen Bereichen die Karten neu gemischt hat, eines ist und bleibt weiterhin Thema für Österreichs Arbeitnehmer: Das Gehalt. Die Jobplattform StepStone Österreich hat sich die Zahlen angesehen und wenig Überraschendes zutage gefördert: Immer noch sind es gut ausgebildete Männer in Top-Positionen, die das Gehaltsschema anführen.

Trotzdem gibt es auch beim Thema Gehalt interessante Entwicklungen – und die Möglichkeit, in Krisenzeiten mehr für sich herauszuholen, weiß StepStone-Gehaltsexperte Conrad Pramböck.

Durchschnittsgehalt liegt bei rund 44.000 Euro jährlich

Im Schnitt verdienen österreichische Fachkräfte rund 44.000 Euro brutto im Jahr, und das quer durchs Land und durch alle Branchen. Mit der Karrierestufe steigt allerdings auch das Gehalt - von ganz unten bis ganz oben sogar um mehr als das Doppelte. So verdient man im oberen Management mittlerweile mehr als 100.000 Euro, im mittleren immerhin noch rund 66.000 Euro und im unteren Management noch rund 52.000 Euro pro Jahr brutto.

Sales schlägt IT – beim Einkommen

Branchensieger sind die Pharmabranche und Medizintechnik: Rund 56.000 bzw. 55.000 Euro brutto pro Jahr nehmen Mitarbeiter hier mit nach Hause, während es im Versicherungsbereich beispielsweise „nur“ 49.000 Euro sind. Am unteren Ende der Nahrungskette liegen Angestellte in der Hotellerie (rund 38.000 Euro jährlich) und die Textilbranche (rund 32.000 Euro jährlich).

„Hier zeigt sich deutlich das Gefälle zwischen Berufen, für die es eine hohe Qualifikation und langjährige Ausbildung braucht, und jenen, die oftmals von Frauen in Teilzeitjobs erledigt werden“, kommentiert Barbara Oberrauter-Zabransky, Studienleiterin bei StepStone Österreich, die Zahlen. „Je höher die Qualifikation, desto besser wird auch bezahlt.“

„Systemrelevante“ Berufsfelder bezahlen schlecht

Umgekehrt schlägt sich die Nachfrage nach vermehrt als „systemrelevant“ bezeichneten Berufen nicht zwangsläufig in besseren Gehältern nieder: So zählen die Bereiche Consulting, Management und Immobilien mit je mehr als 50.000 Euro Bruttojahresgehalt zu den bestbezahlten Berufsfeldern, während Berufe wie das Gesundheitswesen und der Einzelhandel (39.000 bzw. 38.000 Euro jährlich) weit abgeschlagen liegen.

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„Die Corona-Schere öffnet sich“

Darf man im Moment überhaupt nach einer Gehaltserhöhung fragen? Und wenn ja, wie argumentiert man am besten? StepStone-Gehaltsexperte Conrad Pramböck verrät, wie Arbeitnehmer auch in der Krise mehr für sich heraushandeln.

Herr Pramböck, wie verändert die Corona-Krise den Umgang mit dem Thema Gehalt?

In den letzten Monaten hat sich die „Corona-Schere“ geöffnet: Manche Unternehmen schreiben Rekordgewinne, wie etwa die Pharmabranche oder Labore, in anderen Branchen braucht der Aufschwung etwas länger. Gleiches gilt für die Beschäftigten: Für manche ging es höchstens kurzfristig schlecht, etwa IT-Experten und Techniker, während gering Qualifizierte und Berufseinsteiger möglicherweise länger auf Jobsuche sein werden.

Sollte man aktuell überhaupt nach einer Gehaltserhöhung fragen?

Entscheidend ist die persönliche Verhandlungssituation: Wie gut geht es meinem Arbeitgeber wirtschaftlich, und wie einzigartig ist meine Position? Wer weitgehend austauschbar ist und in einem Unternehmen arbeitet, das kurz vor der Insolvenz steht, kann nicht mit einer Gehaltserhöhung rechnen. Wer hingegen über besonderes Wissen und Können sowie über ein besonderes berufliches Netzwerk verfügt und in einem florierenden Unternehmen arbeitet, für den laufen die guten Zeiten fast ungebremst weiter.

Ist Corona vielfach vielleicht einfach nur ein Totschlagargument von Unternehmen, um die Bitte nach mehr Gehalt abzuschmettern?

Teilweise ist das Argument berechtigt, keine Gehaltserhöhungen geben zu wollen, wenn der Arbeitgeber massive Umsatzeinbrüche erlebt hat. In anderen Fällen habe ich auch schon erlebt, dass sowohl der Vorstand als auch die Mitarbeiter alle Programme mittragen, solange nur dabeisteht: „Wegen Corona“. Unter diesem Stichwort gehen derzeit manche Aktionen durch, bei denen es noch im vergangenen Jahr massiven Widerstand gegeben hätte.

Tipp von Gehaltsexperte Conrad Pramböck: So handeln Arbeitnehmer trotz Corona mehr Gehalt für sich heraus

Drei Dinge sind dabei zu beachten:

Wie gut kann ich derzeit meine persönliche Leistung herausstreichen? Es geht darum zu belegen, woran mein Chef festmachen kann, dass ich herausragende Performance gezeigt habe.

Wo habe ich meinen Verantwortungsbereich deutlich vergrößert? Jede Übernahme von mehr Verantwortung ist ein besonders guter Grund, um wegen einer Gehaltserhöhung anzufragen.

Wie geht es meinem Arbeitgeber finanziell? Eine gelungene Gehaltsverhandlung ist auch eine Frage des guten Timings. Wenn das Unternehmen in großen finanziellen Nöten steckt, ist es eher angebracht stillzuhalten und zu einem späteren Zeitpunkt wiederzukommen, wenn die Zeiten wieder besser sind.

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09.09.2019

Kurz-Biografin mit geschönten Referenzen

Am 11. September erscheint im Münchner Verlag FBV das Buch „Sebastian Kurz: Die offizielle Biografie“, dem Vernehmen nach vom ÖVP-Obmann persönlich autorisiert. Am 11. September erscheint im Münchner Verlag FBV das Buch „Sebastian Kurz: Die offizielle Biografie“, dem Vernehmen nach vom ÖVP-Obmann persönlich autorisiert.

Am 11. September erscheint im Münchner Verlag FBV das Buch „Sebastian Kurz: Die offizielle Biografie“, dem Vernehmen nach vom ÖVP-Obmann persönlich autorisiert. Die Autorin Judith Grohmann behauptet in ihrem Lebenslauf, „die jüngste Investigativ-Journalistin und Schlussredakteurin Österreichs“ gewesen zu sein: „Mit 17 ging sie zum Herausgeber des bekanntesten österreichischen Enthüllungs- und Nachrichtenmagazins ,profil‘ und bot ihm an, für ihn als Investigativ-Journalistin zu arbeiten. Zwei Monate später bot ihr der selbe (sic!) Herausgeber an, neben ihrer Tätigkeit als Journalistin auch als Chefin vom Dienst für ,profil‘ zu arbeiten.“

Dazu hält „profil“ fest: Judith Grohmann dürfte 1985 zwar vorübergehend bei „profil“ tätig gewesen sein, mit Sicherheit aber nicht als Redakteurin, geschweige denn als Chefin vom Dienst. Ihr Name scheint in keinem Impressum auf. Der genannte Herausgeber – Peter Michael Lingens – kann sich nach eigenem Bekunden nicht an den Namen Grohmann erinnern.

Der Bitte der Chefredaktion um eine erklärende Stellungnahme kam Judith Grohmann bis profil-Redaktionsschluss nicht nach.

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24.05.2020

Teure private Corona-Tests und lange Selbstquärantäne nach Einreise trüben Urlaubserlebnisse

Teure private Corona-Tests und lange Selbstquärantäne Teure private Corona-Tests und lange Selbstquärantäne

Wenn Arbeitnehmer in den kommenden Wochen ihren wohlverdienten Urlaub im Ausland verbringen möchten, sind aus heutiger Sicht erhebliche Hürden damit verbunden: Entweder ist bei der Einreise ein privater Corona-Test zu bezahlen, der bis zu 220 Euro kostet, oder man muss sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne begeben.

„Diese aktuellen Kriterien können für die anstehende Urlaubssaison keinesfalls gelten. Die Bundesregierung muss daher rasch taugliche Lösungen erarbeiten, die zu keinen derartigen Belastungen führen“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

„Es kann nicht sein, dass etwa eine Familie mit zwei Kindern bei der Einreise nach Österreich rund 800 Euro für einen privaten Corona-Test bezahlen muss, oder sich nach dem Urlaub noch zwei weitere Wochen in Selbstquarantäne isolieren muss“, so Wieser. Es mag in diesem Zusammenhang wenig verwunderlich sein, dass private Firmen mit Corona-Tests derzeit das große Geschäft wittern.

Generell ist nicht einzusehen, dass die Kosten für diese Tests ausschließlich auf die Betroffenen übergetragen werden, überhaupt wenn diese Tests eingefordert werden. Das gilt auch für andere Bereiche, beispielsweise wenn der Arbeitgeber einen Corona-Test verlangt.

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13.01.2021

Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut

Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut

Noch läuft die Analyse der Daten durch die Vereinigung der europäischen Übertragungsnetzbetreiber ENTSO-E und die Suche nach dem Auslöser für den massiven Frequenzabfall, der das europäische Stromnetz am Freitag an seine Grenzen gebracht hatte. Der Vorfall hat aber jedenfalls gezeigt, dass die europäische Zusammenarbeit auch im Ernstfall funktioniert und die Schutzmechanismen gegriffen haben. Nur durch automatische Schutzeinrichtungen und das Zusammenwirken der wesentlichen Marktakteure konnte die kritische Situation rasch beherrscht und eine Stunde nach dem Vorfall das normale Betriebsniveau wieder erreicht werden. Wesentliche Grundvoraussetzung für die Bewältigung der Störung waren die ausreichend vorhandenen Reservekapazitäten. Die EU-Vorgabe 70 Prozent der grenzüberschreitenden Kapazitäten für den Handel zu reservieren ist in diesem Zusammenhang problematisch.

„Der letzte Störfall hat gezeigt, dass die Sicherheitsvorkehrungen schnell und zuverlässig wirken, aber auch, dass es Versorgungssicherheit nicht zum Nulltarif gibt. Weitere erhebliche Investitionen in den nationalen und europäischen Netzausbau, in Speicherkapazitäten, systemische Kraftwerkskapazitäten und weitere Flexibilitätsoptionen für den Krisenfall sind unabdingbar“, erklärt Michael Strugl, Präsident der Interessenvertretung Oesterreichs Energie.

Auch die Anforderung von Seiten der europäischen Ebene, dass 70 Prozent der österreichischen Grenzkapazitäten dem Stromhandel zur Verfügung gestellt werden müssen, sieht Strugl kritisch: „Durch seine geographische Lage ist Österreich eine wichtige Drehscheibe im europäischen Stromsystem – mit dieser Vorgabe müssen wir unsere Leitungskapazitäten ausreizen sodass wenig Reserven für Krisenfälle zur Verfügung stehen.“

„Auch wenn der Störfall nicht im ursächlichen Zusammenhang mit dem Erneuerbaren Ausbau steht, erfordert die Transformation des Energiesystems in Richtung erneuerbare Energieträger umso mehr den Ausbau der Netzinfrastruktur und der Speicherkapazitäten sowie von Kraftwerksreserven um Versorgungssicherheit zu gewährleisten.“, so Strugl.

Enormer volkswirtschaftlicher Schaden möglich

Im Jahr 2019 lag die durchschnittliche ungeplante Nichtverfügbarkeit von Elektrizität im österreichischen Stromnetz bei rund 25,14 Minuten pro Kunde. Damit ist eine Versorgungssicherheit von 99,99 Prozent für Österreich gewährleistet. Ein längerer großflächiger Ausfall würde einen enormen wirtschaftlichen Schaden bedeuten. Schätzungen zufolge belaufen sich die volkswirtschaftlichen Kosten für einen großflächigen Stromausfall in Österreich auf 1,18 Mrd. Euro pro Tag. „Auch deshalb ist es wichtig, dass die Ausbaupläne im Netzentwicklungsplan breit mitgetragen werden und an einer Schärfung des Problembewusstseins und einer Verbesserung der Akzeptanz für diese Projekte in Österreich gearbeitet wird. Das ist eine gesellschaftliche Aufgabe“, so Strugl.

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09.07.2020

Betrugsanrufe steigen wieder stark an – seien Sie vorsichtig und lassen Sie sich nichts aufschwatzen!

Betrugsanrufe steigen wieder stark an Betrugsanrufe steigen wieder stark an

Die RTR-Meldestelle für Rufnummernmissbrauch verzeichnet seit Mai wieder einen signifikanten Anstieg von Beschwerden zu belästigenden Anrufen. „Im April erreichten wir quasi ein Tief mit ‚nur‘ 494 Beschwerden, im Mai gab es bereits wieder 681 neue Beschwerden und Ende Juni sogar 1.518 - Tendenz massiv steigend“, gibt Dr. Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer der Rundfunk- und Telekom Regulierungs-GmbH für den Fachbereich Telekommunikation und Post zu bedenken und warnt: „Bei all diesen Anrufen, egal ob Ping-, Tech-Support- oder Robo-Calls, stehen ganz klar Betrugsabsicht, Abzocke oder Datenklau im Vordergrund. Wenn die Rufnummer am Display unbekannt ist, am besten gar nicht abheben und keinesfalls zurückrufen. Hebt man trotzdem ab, empfiehlt sich ein gesundes Misstrauen und sich nichts aufschwatzen lassen.“

Derzeit vermehrt Ping-Anrufe mit Vorwahl von Tunesien (+ 216)

Die RTR-Meldestelle verzeichnet seit einigen Tagen wieder verstärkt Beschwerden zu Ping-Anrufen mit der Vorwahl von Tunesien (+ 216). Die Anrufe werden nach nur einmaligem Klingeln (engl.: „ping“) wieder abgebrochen. Ruft man zurück, landet man unbemerkt bei teuren ausländischen Rufnummern oder Rufnummern von Satellitentelefonen. Man wird in einer Warteschleife hingehalten. Das Minutenentgelt ist ein hohes; je länger die Telefonverbindung aufrecht ist, desto höher wird der Betrag, der verrechnet wird. Im Juni wurden insgesamt 530 Beschwerden zu Ping-Anrufen registriert.

Anrufe mit Lockangeboten zur Vertragsanbahnung

„194 Beschwerden erhielten wir zu Anrufen, die mit Lockangeboten zu Vertragsabschlüssen, Vorauszahlungen oder Herausgabe von Daten animieren wollten. Das Portfolio ist groß und umfasst beispielsweise Finanzprodukte, Bitcoin-Bons, Lotteriespiele oder Gewinnspiele“, führt Steinmaurer aus.

„Die Anzeige einer Rufnummer am Display kann man fälschen. Vergleichen lässt sich das mit einem Brief, auf den man eine falsche Absenderadresse schreibt. Daher lasen sich die Übeltäter bei Betrugsanrufen auch kaum bis gar nicht eruieren“, ergänzt Steinmaurer.

Rufnummern-Missbrauch unter rufnummernmissbrauch.at melden

Rufnummernbereiche, die missbräuchlich verwendet werden, werden unter rufnummernmissbrauch.at gelistet. Dort finden Sie auch ein Formular, mit dem Sie uns verdächtige Nummern melden können. Damit können wir die Liste der betroffenen Vorwahlen immer aktuell halten, rechtzeitig Ping-Wellen erkennen und die Bevölkerung informieren.

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04.08.2020

Zeitspiel der Airlines – viele verweigern Rückerstattung nach annullierten Flügen

Die AUA macht einen ersten Schritt in die richtige Richtung und plant laut aktuellem Newsletter alle Rückzahlungen bis Ende August ausgezahlt zu haben. Die AUA macht einen ersten Schritt in die richtige Richtung und plant laut aktuellem Newsletter alle Rückzahlungen bis Ende August ausgezahlt zu haben.

Das Coronavirus stellt die Reisebranche vor große Herausforderungen. Besonders Fluglinien sind hart getroffen, zahlreiche Flüge mussten seit März annulliert werden. "Dass die aktuelle Situation für die Airlines eine finanzielle Belastung ist, steht außer Frage. Allerdings kann es nicht sein, dass Passagiere oftmals monatelang hingehalten werden und sie ihren Ticketpreis nicht rückerstattet bekommen. Wie die Fluglinien kämpfen auch viele Privatpersonen aktuell um ihre Existenz", macht ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner die Notlage vieler Reisender deutlich. "Von der Enttäuschung eines entgangenen Urlaubs ganz zu schweigen." In den vergangenen Wochen wandten sich zahlreiche Mitglieder an die Rechtsberatung des Mobilitätsclubs, um sich bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche unterstützen zu lassen. "Bisher gibt es nur vereinzelte Erstattungen. Selbst große Luftlinien wie die AUA oder Ryanair hadern damit, ihren Kunden das Geld für die ausgefallenen Flüge zurückzuerstatten. Die Airlines spielen zu Lasten ihrer Kunden auf Zeit", sagt die Expertin.

Laut europäischer Fluggastrechte-Verordnung sind Airlines dazu verpflichtet, die Kosten innerhalb von sieben Tagen ab Mitteilung der Annullierung zurückzuerstatten. Das gilt sowohl für europäische Fluglinien als auch für Flüge außerhalb der EU, die in einem EU-Land starten. "Angesichts der Masse an Anträgen ist es verständlich, dass die 7-Tage-Frist derzeit nicht eingehalten werden kann. Die Abwicklung darf aber auch nicht unnötig in die Länge gezogen werden. Momentan dauern Rückerstattungen von Airlines mindestens drei Monate, teilweise warten die Kunden bis zu sechs Monate auf ihr Geld", so Pronebner. Der Mobilitätsclub fordert die Fluglinien daher auf, das Geld der Kunden nicht für eine Zwischenfinanzierung zurückzuhalten, sondern entsprechend der gesetzlichen Vorgaben rasch an die Kunden zurückzahlen. "Konsumentenschutz und Passagierrechte dürfen gerade in Krisenzeiten nicht ausgehöhlt werden", stellt die ÖAMTC-Juristin nochmals klar.

Korrespondenz mit Airlines mühsam, teils keine oder stark verzögerte Reaktion

Die Kontaktaufnahme mit den Fluglinien gestaltet sich in vielen Fällen zäh. "Es ist sehr mühsam, überhaupt das Anliegen der Rückforderung bei den Airlines zu deponieren. Oft erhält man als Reaktion ein allgemeines Mail mit der Info, wohin man sich wenden kann, und wird sozusagen im Kreis geschickt oder es gibt einfach ewig keine Rückmeldungen. Bei einigen Airlines bekommt man nicht einmal eine Empfangsbestätigung", berichtet Pronebner. "Es wäre daher sehr zu begrüßen, wenn die Fluglinien zumindest klar kommunizieren und die Rückerstattung der Tickets zusichern – dann wäre auch ein Warten für die Kunden besser verkraftbar." Die AUA macht einen ersten Schritt in die richtige Richtung und plant laut aktuellem Newsletter alle Rückzahlungen bis Ende August ausgezahlt zu haben.

Nicht mit Gutscheinen abspeisen lassen – bei Insolvenz nicht abgesichert

Die von den Airlines nach den Corona-bedingten Stornierungen vielfach ausgestellten Gutscheine müssen die Kunden nicht akzeptieren. Zumal sie im Falle einer Insolvenz der Airline nicht abgesichert sind und man dann mit leeren Händen dastehen würde. Die ÖAMTC-Juristin bestärkt Reisende, sich nicht mit Gutscheinen abzufinden – eine spätere Rückforderung in Form von Bar- oder Buchgeld ist dann so gut wie ausgeschlossen. Lehnt man den Gutschein ab, bleibt der Anspruch auf Kostenerstattung bestehen. Neuerlich bekräftigt der Mobilitätsclub seine Forderung nach einer staatlichen Absicherung von Reisegutscheinen: "Eine Zusage der österreichischen Regierung, den Wert von Gutscheinen im Falle einer Insolvenz des Reiseveranstalters wie in Deutschland abzusichern, sodass die Kunden nicht mit einem wertlosen Stück Papier dastehen, würde der gesamten Branche und auch den Konsumenten helfen."

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16.11.2019

BlueSky Energy expandiert und ist auf Mitarbeitersuche

Geschäftsführer Mayer mit Salzwasserspeicher Geschäftsführer Mayer mit Salzwasserspeicher

Der oberösterreichische Hersteller von Salzwasserspeichern BlueSky Energy befindet sich auf Wachstumskurs. In diesem Jahr konnte das Unternehmen seinen Umsatz verdreifachen. Der Spezialist für umweltfreundliche und sichere Stromspeicher auf Salzwasserbasis konnte neue Märkte erschließen und vertreibt aktuell seine Heim- und Gewerbespeicherlösungen GREENROCK auf vier Kontinenten in 22 Ländern. 2020 plant das Unternehmen den Vertrieb deutlich zu erweitern. Um die Expansionspläne umzusetzen, ist das Unternehmen auf Mitarbeitersuche für den Standort in Oberösterreich. Um alle Expansionspläne zu erreichen und das Produktportfolio weiterzuentwickeln benötigt das Unternehmen technische Mitarbeiter, optimalerweise mit einer Elektrotechnik- oder Informatik-Ausbildung.

Im Zuge einer Internationalisierungsstrategie konnte das Unternehmen viele neue Vertriebspartner gewinnen und dadurch den Umsatz fast verdreifachen. Ihr Produkt, der Salzwasserspeicher ist weder entflammbar noch giftig. 70 Prozent unserer Speicher werden dort installiert, wo Sicherheit eine zentrale Anforderung ist. Dazu zählen neben Eigenheimen vor allem Schulen und öffentliche Einrichtungen.

Bisher wurde der Speichermarkt durch öffentliche Förderungen angetrieben. Heute entscheiden sich die Konsumenten zunehmend unabhängig von Förderzusagen für einen Speicher, um ihren Energieverbrauch zu optimieren.

Vertriebsausbau in 30 weiteren Länder

Aktuell verkauft das Unternehmen BlueSky Energy ihre Speicherlösungen in 22 Ländern, verteilt auf Europa, Amerika, Afrika und Asien. 30 weitere Länder werden im kommenden Jahr mit GREENROCK-Speicherlösungen beliefert; darunter auch Länder wie Indien, Norwegen, Mexiko, Brasilien und Kanada. Die Verträge mit den Vertriebspartnern vor Ort sind bereits unterzeichnet.

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16.03.2020

Corona-Krise: Stromversorgung für Österreich gesichert

Corona-Krise: Stromversorgung für Österreich gesichert Corona-Krise: Stromversorgung für Österreich gesichert

APG unterstützt das Ziel der Bundesregierung, die Anzahl der Sozialkontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Aus diesem Grund hat der APG-Krisenstab am Wochenende beschlossen, eine beschleunigte Home-Office-Regelung und die Unterbrechung der nicht betriebsnotwendigen Bautätigkeiten festzulegen. „Wir fokussieren unsere Ressourcen auf den notwendigen Kernbetrieb zur Aufrechterhaltung der sicheren Stromversorgung“, sagt APG-Unternehmenssprecher Christoph Schuh.

Mitarbeiter, deren Anwesenheit in APG-Standorten nicht für die Aufrechterhaltung des Kernbetriebs notwendig ist, arbeiten bereits seit heute früh (Montag, 16. März 2020) im Home-Office. Schuh: „Die APG hat bereits vergangenes Wochenende alle notwendigen Schritte zur Unterbrechung der Bautätigkeit und die maximale Nutzung von Home-Office eingeleitet, um die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu schützen und die langfristige Handlungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen.“

Die Richtschnur unseres Maßnahmenpakets ist die Aufrechterhaltung aller betriebsnotwendigen operativen Prozesse in allen Unternehmensbereichen, welche die Sicherheit der Stromversorgung in Österreich garantieren. Schuh: „Wir fokussieren uns ganz bewusst auf die Funktionsfähigkeit des Kernbetriebs. Selbstverständlich läuft die Stromversorgung Österreichs, seiner Menschen, deren Unternehmen, dank des Engagements unserer hochqualifizierten Mitarbeiter, in gewohnter Qualität und ist gesichert. Österreich braucht gerade in dieser herausfordernden Zeit eine sichere, stabile Stromversorgung.“

Das aktuelle Maßnahmenpaket der APG erfasst folgende Bereiche:

Stromversorgung gesichert: Alle Mitarbeiter der Leitwarte (Power Grid Control) und der besetzten Umspannwerke arbeiten unter besonderen Hygiene- und Vorsichtsvorschriften für die gesicherte Stromversorgung in Österreich. Alle betriebsnotwendigen Instandhaltungsmaßnahmen werden weiterhin durchgeführt

Krisenstab auf orange: Die APG hat seit Anfang März 2020 einen ständigen Krisenstab eingerichtet, der täglich die Lage beurteilt, Maßnahmen ableitet und anordnet

Baustellenbetrieb: Die Unterbrechung aller Baustellen- und Ausbauprojekte wurde am Wochenende eingeleitet; damit leisten wir unseren Beitrag, die Präsenz von Menschen außerhalb der eigenen vier Wände auf ein Minimum zu reduzieren

Beschleunigte Home-Office Regelung: Mitarbeiter, deren Anwesenheit an APG-Standorten nicht für die Aufrechterhaltung des Kernbetriebs notwendig ist, müssen seit heute, dem 16. März 2020 ausnahmslos von zu Hause arbeiten. Dies bedeutet, dass rund zwei Drittel der Belegschaft in Telearbeit sind

Dienstreise-Verbot: Dienstreisen werden nur noch für absolut betriebsnotwendige Reisetätigkeiten genehmigt

Videokonferenzen statt Meetings: Meetings mit Personenpräsenz sind zu vermeiden. An allen Standorten installierte Videomöglichkeiten stehen für virtuelle Meetings zur Verfügung

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29.12.2019

Österreicher wollen 2020 mehr sparen

Österreicher wollen 2020 mehr sparen Österreicher wollen 2020 mehr sparen

Dass „mehr sparen“ die Liste der Finanzvorsätze für 2020 anführt, ist wenig überraschend. Dass „einen günstigeren Anbieter suchen“ gleich auf Platz zwei folgt eher schon – ein starkes Signal für erhöhte Wechselbereitschaft der sonst eher unbeweglichen Österreicher, wie die aktuelle Umfrage der ING in Österreich (www.ing.at) zeigt.

40% der repräsentativ Befragten wollen mehr auf die Seite legen. 25% wollen einen günstigeren Anbieter für Energie, Versicherung oder Telefon suchen. 12% zu einer Bank mit günstigeren Konditionen wechseln.

„Es kommt zusehends mehr Bewegung in den Markt – langsam, aber doch“, stellt auch ING Österreich CEO Barbaros Uygun fest. Stärker als je zuvor, würden Konsumenten Einsparungspotenziale nutzen wollen, sagt er.

2020 scheint einen nächsten Höhepunkt beim Anbieterwechsel zu bringen.

(siehe Infografik - Anhang)

Jeder Dritte hat keinen Plan

30% der Befragten gaben an, sich nicht mit den Finanzen zu beschäftigen bzw. es einfach auf sich zukommen lassen zu wollen. Nur 16% erstellen ein Haushaltsbudget.

„Egal wie die persönliche Ausgangslage ist – sich nicht ausreichend mit den Finanzen zu beschäftigen, halte ich für einen Fehler“, meint Uygun. Allein im Bereich des Bankings gäbe es eine Vielzahl an Optimierungs- und Einsparungsmöglichkeiten. „Es ist so einfach, seine private Bilanz zu verbessern, z.B. durch Gratiskonten, günstigere Kredite oder Anlagevarianten mit höherer Rendite“, so der ING Österreich-Chef.

Positiv ins Finanzjahr 2020

Insgesamt 40% der Österreicher gehen von einer guten persönlichen Finanzlage im neuen Jahr aus.

38% erwarten sich weder Verbesserungen noch Verschlechterungen.

Besonders positiv gehen die Tiroler ins neue Jahr. Hier sind es ganze 53%, die von einem guten Finanzjahr 2020 ausgehen. Auch die Vorarlberger und Wiener blicken mit je 47% hoffnungsfroh auf ihre persönliche Geldlage – was man von den Oberösterreichern und Burgenländern nicht behaupten kann. In Oberösterreich geben sich nur 32% klar optimistisch und im Burgenland sehen nur 27% ein gutes Finanzjahr vor sich, wobei sich hier auch ganze 47% weder Verbesserungen noch Verschlechterungen erwarten.

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05.11.2020

Corona: Jeder Vierte verdiente weniger

Corona: Jeder Vierte verdiente weniger Corona: Jeder Vierte verdiente weniger

Mehr als jeder vierte Österreicher (27%) gab bei der Umfrage der ING (www.ing.at) im September an, aufgrund der Pandemie weniger verdient zu haben. Damit liegen wir im Mittelfeld der von insgesamt 13 befragten europäischen Ländern. Viel schlimmer hat es die persönlichen Finanzen der Rumänen, Türken, Italiener und Spanier getroffen. Besser scheinen die Deutschen, Luxemburger und Niederländer durch die Krise zu kommen.

„Bisher zumindest“, sagt Barbaros Uygun, CEO der ING in Österreich und ergänzt: „Das wiederholte Runterfahren von Wirtschaft und sozialem Leben wird weitere, noch tiefere Spuren hinterlassen. In ganz Europa.“ (siehe Infografike "Europäer verdienen weniger")

Geld oder Gesundheit, Weitermachen oder Lockdown?

Die aktuelle hitzige Diskussion und uneinheitliche Meinungslage spiegelt sich auch in den Umfrageergebnissen wider.

31% meinen, dass Geld und Gesundheit für sie gleichbedeutend wären. 26% machen sich mehr Sorgen über ihre Gesundheit als über ihre Finanzen. Bei 19% ist es umgekehrt: bei ihnen stehen die Geldsorgen im Vordergrund.

Den restlichen 24% bereitet weder das eine noch das andere Kopfzerbrechen.

Jeder Zweite schränkt Ausgaben ein

Aufgrund der Pandemie lebt auch fast jeder zweite Österreicher (48%) sparsamer und schränkt seine Ausgaben ein.

„Während Einkommen sinken, steigt die Sparquote. Diese Situation beschreibt das Dilemma, in dem wir uns befinden sehr gut“, so Uygun.

Weitere Maßnahmen, die zur Bewältigung der finanziellen Coronaeffekte getroffen werden: 15% arbeiten nun mehr, 13% suchen einen neuen Job und 6% gaben an, mehr Schulden machen zu müssen.

„Auch wir kommen in der Analyse unserer Kundendaten zu einer entsprechenden Schlussfolgerung“, so der ING-Chef: „Zwar kommt es in den letzten Monaten bei mehr Kunden zu einer Überziehung des Kontos, aber die Beträge, mit denen die Menschen ins Minus sinken, sind geringer geworden. Ganz offensichtlich herrscht auch eine große Disziplin, wenn es um die Finanzen geht.“

Uygun abschließend: „Ich bin überzeugt, dass diese Diszipliniertheit der Österreicher in den nächsten Monaten besonders wichtig und hilfreich sein wird und wir somit – so gut wir können – durch die Krise kommen werden. Vorerst heißt es aber noch: durchhalten!“

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01.11.2020

VKI-Test Kamillentee: Erhebliche Qualitätsunterschiede

Kamillentee hat einen festen Platz als Hausmittel bei Magen-Darm-Beschwerden, Unruhe, Husten, Heiserkeit oder zur Behandlung von wunder Haut. Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Kamillenpflanze Substanzen enthält, die bei einigen Beschwerden entzündungshemmend und krampflösend wirken können. Kamillentee kann allerdings auch mit Schadstoffen verunreinigt sein – sei es durch natürlichen Ursprung (Pyrrolizidinalkaloide) oder die Anbaumethode (Pflanzenschutzmittel). Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 16 Kamillentees, darunter 5 Bio-Produkte, in Drogerie- und Supermärkten, Diskontern sowie in der Apotheke eingekauft und im Labor auf Qualität und Schadstoffe untersucht. Während sich die Belastung durch Schadstoffe im Großen und Ganzen in Grenzen hielt, ging die Schere bei der Qualität der Tees weit auseinander. Letztlich wurden im Rahmen des Tests 2 „sehr gut“, 4 „gut“, 3 „durchschnittlich“, 2 „weniger“ und 5 „nicht zufriedenstellend“ vergeben. Alle Details zum Test gibt es ab dem 22.10. im Magazin KONSUMENT und auf www.konsument.at.

Wenn Kamillentee zur unterstützenden Behandlung von Beschwerden eingesetzt wird, sollte grundsätzlich Kamillentee in Arzneibuchqualität verwendet werden. Arzneitee, dazu zählen 4 von 16 getesteten Kamillentee-Produkten, muss gemäß Europäischem Arzneibuch mindestens vier Milliliter ätherisches Öl je Kilogramm Blüten enthalten. Bei Kamillentee, der als reines Lebensmittel verkauft wird, genügt dagegen die halbe Menge. Während im Rahmen des Tests alle als Arzneitee deklarierten Produkte die Anforderungen erfüllten, fielen 5 der 12 „normalen“ Kamillentees (Alnatura, Julius Meinl, Lord Nelson, Pukka und Teekanne) durch. Sie enthielten bei der Überprüfung im Labor weniger als zwei Milliliter ätherische Öle je Kilogramm. Damit entsprachen sie nicht den im Lebensmittelbuch festgelegten Mindeststandards für Kamillentee.

Zudem wurden in 5 der „normalen“ Tees Pyrrolizidinalkaloide (PA) gefunden. Allerdings wurde der vom deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfohlene Tagestoleranzwert dabei nicht überschritten. Pyrrolizidinalkaloide sind in einigen Wildkräutern enthalten, die auf den Anbaufeldern wachsen und bei maschineller Ernte mit der Kamille vermengt werden können. Sie können Leberschäden und Vergiftungen verursachen und haben sich im Tierversuch als krebserregend und erbgutschädigend erwiesen.

Pflanzenschutzmittel wiederum konnten in allen Kamillentees nachgewiesen werden. Bei keinem einzigen Produkt gab es jedoch eine Überschreitung der Höchstmengen. Bio-Produkte waren tendenziell weniger belastet als konventionell angebaute Produkte.

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29.02.2020

Die ärgerlichsten Produkte des Jahres 2019

Kelly’s reduzierte die Füllmenge von 175 Gramm auf 150 Gramm. Der Preis blieb mit 1,99 Euro gleich. Kelly’s reduzierte die Füllmenge von 175 Gramm auf 150 Gramm. Der Preis blieb mit 1,99 Euro gleich.

Erstmals seit dem zehnjährigen Bestehen des Projektes Lebensmittel-Check wird vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) der Negativpreis „KONSUM-Ente“ für das ärgerlichste Produkt des Jahres vergeben. Rund 5.300 Personen stimmten über die dreistesten Lebensmittel des Jahres 2019 ab. Als „Gewinner“ des Votings ging Kelly’s hervor: Das Unternehmen erhält den Negativpreis für eine versteckte Preiserhöhung bei den „Classic salted Chips“. Auf den Plätzen zwei und drei landeten der „Brunch Kürbiskern-Pesto“ sowie das „Spar Natur pur Bio-Urkorn-Knuspermüsli Amaranth-Mandel“. In beiden Fällen wurde die Zusammensetzung kritisiert. So waren namensgebende Inhaltsstoffe letztlich nur in homöopathischer Dosis vorhanden. Die ärgerlichsten Lebensmittel werden ab dem 27.02. ausführlich im März-KONSUMENT sowie auf www.konsument.at vorgestellt.

Das Projekt Lebensmittel-Check wurde 2010 gemeinsam mit dem Ministerium für Konsumentenschutz als Informations- und Meldeplattform ins Leben gerufen. Konsumentinnen und Konsumenten wird hier die Möglichkeit geboten, potenziell irreführende Lebensmittel zu melden. Der VKI prüft die Beschwerden, holt bei Unternehmen gegebenenfalls eine Stellungnahme ein und veröffentlicht den Sachverhalt auf der Plattform www.lebensmittel-check.at. „Die Veröffentlichung auf dieser Plattform soll nicht nur als Beitrag zur Verbraucherbildung dienen, sondern auch als Anreiz für die betroffenen Unternehmen, ihre Produkte bzw. deren Verpackungen konsumentenfreundlicher zu gestalten“, erklärt VKI-Ernährungswissenschafterin Nina Siegenthaler. „Unsere Plattform dient aber nicht nur als ,Pranger‘: Wenn Unternehmen auf die Kritik reagieren und Maßnahmen zur Verbesserung setzen, dann berichten wir ebenfalls darüber.“

Seit Bestehen des Projektes gab es gesamt rund 1.000 Veröffentlichungen auf lebensmittel-check.at, davon 100 Meldungen im vergangenen Jahr, aus denen nun die ärgerlichsten Lebensmittel des Jahres 2019 gewählt wurden. „Sowohl für 2019 als auch in der Gesamt-Rückschau zeigt sich, dass die Aufmachung und Verpackung von Produkten, Stichwort Mogelpackungen, am häufigsten kritisiert werden. Darauf folgen Beschwerden zur Zusammensetzung von Produkten, Herkunftsangaben sowie versteckte Preiserhöhungen“, resümiert Nina Siegenthaler.

Die Wahl der ärgerlichsten Lebensmittel des Jahres führt der VKI zwar bereits seit einigen Jahren durch, ab jetzt wird nun im Rahmen dieser Wahl auch der Negativpreis „KONSUM-Ente“ für das erstgereihte Produkt vergeben. Über die Namensgebung des Preises haben die Leserinnen und Leser des Testmagazins KONSUMENT in einer Umfrage entschieden. „Die KONSUM-Ente soll künftig als klares Sinnbild für die Kritik der Konsumentinnen und Konsumenten an potenziell irreführenden Lebensmitteln dienen“, so Siegenthaler abschließend.

Die 5 ärgerlichsten Lebensmittel 2019 im Überblick

Platz 1 (KONSUM-Ente): Kelly’s Classic salted Chips

Kelly’s reduzierte die Füllmenge von 175 Gramm auf 150 Gramm. Der Preis blieb mit 1,99 Euro gleich. Das Unternehmen verwies auf Ernteausfälle und folglich gestiegene Rohstoffpreise als Grund für die Preiserhöhung. Darüber hinaus bot es folgendes Argument: „Wir wollten es den Konsumenten ermöglichen, eine Packung Chips mit nur einer Münze zu kaufen.“

Platz 2 – Brunch Kürbiskern-Pesto

Laut Kleingedrucktem auf dem Becher besteht der Brotaufstrich vor allem aus Magermilchjoghurt, Kokosfett und Palmöl. Des Weiteren sind Basilikum, Paprika, Aubergine, Zucchini, Speisesalz und Milcheiweiß enthalten. Erst an zehnter Stelle folgen Kürbiskerne mit einem Anteil von einem Prozent.

Platz 3 – Spar Natur pur Bio-Urkorn-Knuspermüsli Amaranth-Mandel

Zwei namensgebende Inhaltsstoffe sind hier nur in überschaubarer Menge enthalten: Mandeln (5%) und Amaranth (3%). Zucker findet sich dagegen bereits an dritter Stelle der Zutatenliste. Die Bezeichnung „Zucker“-Müsli wäre daher weit zutreffender für dieses Produkt. Für Ärger sorgte hier zudem, dass deutlich weniger Müsli enthalten ist, als man aufgrund der Größe der Verpackung erwarten würde.

Platz 4 – Blaschke Kokoskuppeln

Bei diesem Produkt geriet die Bewerbung mit „Das Original. Seit 1921“ zum Aufreger. Laut Inhaltstoffliste werden die Kokoskuppeln unter anderem mit Palmöl, Glukosesirup und Aroma erzeugt – allesamt Zutaten, die es vor hundert Jahren kaum gegeben haben dürfte.

Platz 5 – Knorr Mediterrane Gemüsepasta

Diese Würzbasis enthält der Verpackung zufolge „100% natürliche Zutaten“. Darauf abgebildet sind Zutaten wie Tomaten, Knoblauch, Pfeffer und Thymian. Nicht zu sehen ist dagegen jene Zutat, die gleich nach den Tomaten am häufigsten enthalten ist: Zucker. Gemäß Nährwerttabelle enthält eine Portion sogar 13 Gramm Zucker – und damit ein Viertel der Zuckermenge, die ein Erwachsener am Tag maximal zu sich nehmen sollte.

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13.10.2019

Was Herr und Frau Österreicher in der Zusammenarbeit mit Bestattern erwarten

Was Herr und Frau Österreicher in der Zusammenarbeit mit Bestattern erwarten Was Herr und Frau Österreicher in der Zusammenarbeit mit Bestattern erwarten

„Die Menschen wünschen sich, dass ihrem oder ihrer Verstorbenen bei Bestattungsfeierlichkeiten ein würdiges Andenken gesetzt wird. Dafür stehen die österreichischen Bestatter in einzigartiger und besonderer Art und Weise“, sagt Franz Nechansky, Bundesverbandsobmann der Bestatter in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und Landesinnungsmeister in der WK Burgenland.

Gemeinsam mit Meinungsforscher David Pfarrhofer (Institutsvorstand „market“) und den Bestatter-Branchenrepräsentanten Katharina Strack-Dewanger (Bundesverbandsobmann-Stellvertreterin und Landesinnungsmeisterin in der WK Niederösterreich) und Martin Dobretsberger, Landesinnungsmeister in der WK Oberösterreich, präsentierte Nechansky, der oberste Interessenvertreter der Bestatter in Österreich heute, Freitag, eine großangelegte Erhebung. Ziel war es, die Stimmungslage in der österreichischen Bevölkerung rund um Bestattungen und die eigene Erwartungshaltung dazu auszuloten, zu diesem Zweck wurden repräsentativ für die Bevölkerung ab 18 Jahren 2.005 Personen befragt.

Zuhören, beraten, umsetzen - Bestatter als Dienstleister in einer besonders schwierigen Phase

„Bestatter sind Dienstleister in einer besonders schwierigen Lebenssituation, wenn man nämlich – oft auch unerwartet - einen lieben Menschen verloren hat“, so Katharina Strack-Dewanger, Landesinnungsmeisterin in Niederösterreich. Gemeinsam mit Bundesverbandsobmann Franz Nechansky und Martin Dobretsberger, Landesinnungsmeister in Oberösterreich, formuliert sie das Motto der Branche: „Zuhören, beraten, umsetzen.“

„market“-Umfrage: Bestattungsberatung soll, ja muss persönlich stattfinden

Eindeutig ist die Stimmungslage in Österreich, wenn es darum geht, ob man bei der Organisation einer Verabschiedung die Leistungen persönlich mit dem Bestatter bespricht oder dies via Telefon und Internet erledigt. In dieser emotionalen Phase ist ein persönliches Gespräch unerlässlich, auch für junge Menschen stellen Online- und Telefonkontakt in keiner Weise eine Alternative zum persönlichen Gespräch dar.

Österreicherinnen und Österreicher haben Erfahrungen mit Bestattungen

„Faktum ist, dass viele Österreicherinnen und Österreicher bereits Erfahrungen mit Bestattungen gemacht haben - das zeigt die market-Umfrage“, so Strack-Dewanger. Nahezu alle der Befragten waren bereits zumindest einmal bei einem Begräbnis, drei Viertel davon innerhalb der vergangenen drei Jahre.“

Die positiven Eindrücke von besuchten Begräbnissen untermauern die hohe Bedeutung des persönlichen Kontakts mit dem Bestatter: Im Rückblick auf die Zusammenarbeit mit dem Bestatter streichen die Befragten die Beratung und Betreuung sowie die Organisation besonders hervor; viele positive Rückmeldungen gibt es auch zum Einfühlungsvermögen – die persönlichen Gespräche werden als wertschätzend und hilfreich empfunden.

Anforderungen an eine gelungene Bestattung resultieren sehr konkret aus eigenen Erlebnissen und Erfahrungen

„Daraus resultiert wohl, dass Österreicherinnen und Österreicher bei den Anforderungen an eine gelungene Bestattung sehr konkret an eigene Erlebnisse denken und dabei die Emotion in den Mittelpunkt stellen“, sagt Meinungsforscher David Pfarrhofer mit Blick auf die Ergebnisse der repräsentativen Erhebungen. Um von einem gelungenen Begräbnis sprechen zu können, gehören die musikalische Umrahmung, ein respektvoller, persönlicher Umgang mit dem Verstorbenen und passende Ansprachen in einer stimmigen Atmosphäre.

Anforderungen an Bestatter: Verlässlichkeit, Freundlichkeit und Organisationsqualität bei nachvollziehbaren Preisen

Die Qualität eines Bestatters wird über das Einfühlungsvermögen, die Beratungsleistung sowie die Organisation und die Individualität definiert. Verlässlichkeit und klare, transparente Kosteninformation liegen in der gestützten Ermittlung ganz oben im Ranking; weiters erwartet man freundliche, einfühlsame MitarbeiterInnen, ein Rund-um-Service bei der Organisation mit dem Friedhof und Individualität bei der Gestaltung der Parten – und dies zu einem angemessenen Preis-Leistungsverhältnis. Eindeutig ist damit, dass bei Bestattungen der Fokus auf Emotion und Qualität liegt, beim Preis erwartet man Nachvollziehbarkeit und Angemessenheit – und keine „Sonderangebote“: Herr und Frau Österreicher wünschen sich, dass bei den Bestattungsfeierlichkeiten der bzw. dem Verstorbenen ein würdiges Andenken gesetzt wird.

Hohe Zufriedenheit bei jenen, die schon einmal in die Zusammenarbeit mit einem Bestatter einbezogen waren

Immerhin etwa die Hälfte der Bevölkerung war schon einmal in die Zusammenarbeit mit einem Bestatter einbezogen. Erkundigt man sich bei jenen Personen nach dem Vorgehen bei einer neuerlichen Organisation eines Begräbnisses, so wird deutlich, dass die Bestattungsunternehmen exzellente Arbeit leisten: „Nur ein knappes Zehntel würde sich bei der neuerlichen Organisation einer Bestattung an einen anderen Anbieter wenden“, zeigen sich die Branchenvertreter Franz Nechansky, Katharina Strack-Dewanger und Martin Dobretsberger erfreut.

Begräbnis-Vorsorge derzeit noch kaum Thema – „Da ist noch Luft nach oben“

Begräbnis-Vorsorge ist für die große Mehrheit der 2.005 Befragten derzeit noch kaum Thema: Etwa die Hälfte zeigt sich an Vorsorgepaketen interessiert, „sehr großes“ Interesse haben aber nur 16 Prozent; in der Altersgruppe ab 50 liegt dieser Anteil bei 20 Prozent. Für die Mehrzahl der Österreicherinnen und Österreicher ist damit der Abschluss eines derartigen Packages in weiter Ferne. Und selbst von Interessenten haben bis dato nur wenige bereits eine Begräbnis-Vorsorge abgeschlossen. „Da ist noch Luft nach oben“, so die Bestattungs-Dienstleister Franz Nechansky, Katharina Strack-Dewanger und Martin Dobretsberger.

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18.12.2019

Amazon immer nur böse?

„Einkaufen und Gutes tun“. Mit diesem Slogan wirbt Amazon für das vor einigen Jahren gestartete smile.amazon.de. „Einkaufen und Gutes tun“. Mit diesem Slogan wirbt Amazon für das vor einigen Jahren gestartete smile.amazon.de.

„Einkaufen und Gutes tun“. Mit diesem Slogan wirbt Amazon für das vor einigen Jahren gestartete smile.amazon.de.

Das Prinzip hinter smile.amazon.de ist einfach: Sie kaufen auf smile.amazon.de ein und Amazon gibt der von Ihnen ausgewählten sozialen Organisation 0,5 Prozent der Einkaufssumme. Die Spende setzt sich zusammen aus dem für den Artikel bezahlten Preis, abzüglich Rabatten und Versand-, Bearbeitungs-, Geschenkverpackungsgebühren, Steuern und Servicegebühren.

Es stehen mehrere Tausend Organisationen (die von den Finanzämtern als gemeinnützig anerkannt sind) und mehrere Millionen Produkte zur Auswahl. Diese erkennen Sie an der Kennzeichnung „Qualifiziert für smile.amazon.de“ auf den Produktdetailseiten. Man kann die Organisation Ihrer Wahl jederzeit ändern.

Nicht überall sorgt smile.amazon.de für ungetrübte Freude. Einige Organisationen lehnen die Spenden von Amazon ab, da man nicht als "Marketing-Dienstleister" fungieren wolle. Man sieht es dort auch als Problem, dass man sich bei Amazon registrieren muss, bevor man die Spende überweisen bekommt.

Abseits jeder Kritik an Amazon, sei es nun zurecht oder vielleicht zu unrecht, erscheinen die reinen Zahlen durchaus respektabel.

Der Foerderverein TABALUGA Kinderheim e.V., hat kürzlich eine Auszahlung in Höhe von 11.382,83 Euro erhalten – dank Kunden, die im Zeitraum von 01.07. bis 30.09.2019 über smile.amazon.de eingekauft haben.

Insgesamt wurden heuer 6.167.763,94 Euro an Organisationen in Deutschland und Österreich ausbezahlt.

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