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Dienstag 22.08.2017 16:58
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Chronik

22.08.2017

Diese saftigen Strafen blühen Verkehrssündern im europäischen Ausland

• In Italien müssen Raser zwischen 22:00 Uhr und 7:00 Uhr um ein Drittel höhere Strafen zahlen. • In Italien müssen Raser zwischen 22:00 Uhr und 7:00 Uhr um ein Drittel höhere Strafen zahlen.

In der zweiten Augusthälfte erreicht der Sommerreiseverkehr einen weiteren Höhepunkt: Zahlreiche Österreicherinnen und Österreicher starten in den kommenden Tagen mit ihrem Auto oder einem Mietwagen in das europäische Ausland, um die letzten Wochen der Sommerferien zu genießen. Urlaubsreife Autofahrer sollten sich jedoch vorab unbedingt über die örtlichen Verkehrsbestimmungen der jeweiligen Urlaubsdestination informieren. Der Grund: Die Höhe der Bußgelder für Verstöße im Ausland weichen häufig stark von den geltenden Bestimmungen in Österreich ab. checkfelix.com, Österreichs beliebteste Reisesuchmaschine, hat die Bußgeldkataloge beliebter Autoreiseziele der Österreicher unter die Lupe genommen und zeigt, wie unterschiedlich die Bußgelder in den einzelnen Ländern ausfallen.

„Mit dem eigenen Auto oder einem Mietwagen in die Ferien zu starten ist für viele Österreicherinnen und Österreicher eine besonders attraktive Möglichkeit, um das Reiseziel hautnah zu erleben. Wer diesen Sommer einen Roadtrip plant, sollte sich im Vorfeld unbedingt über die lokalen Verkehrsregeln informieren, um Bußgelder und unliebsame Strafzettel zu vermeiden – denn die können unter Umständen ordentlich ins Geld gehen“, so John-Lee Saez, Regional Director bei checkfelix.

Alkohol am Steuer ist richtig teuer

Für das Lenken bzw. die Inbetriebnahme eines Autos unter Alkoholeinfluss gilt in den meisten europäischen Ländern eine Promillegrenze von 0,5 Promille1. Ausnahmen bilden Großbritannien mit einer relativ großzügigen Promillegrenze von 0,8 Promille (Ausnahme Schottland: 0,5 Promille) sowie Polen (Promillegrenze 0,2) und Tschechien (Promillegrenze 0,0) mit besonders strengen Promillegrenzen.

Auch die Höhe der verhängten Bußgelder bei Autofahrten unter Alkoholeinfluss sind von Land zu Land höchst unterschiedlich: Während Verkehrssünder in Kroatien mit Bußgeldern ab 95 Euro rechnen müssen, blühen alkoholisierten Fahrern in Dänemark Strafen in Höhe ihres individuellen Nettomonatsverdiensts. In Großbritannien können Bußgelder von umgerechnet bis zu 5.710 Euro eingefordert werden. Besonders strikt werden alkoholisierte Fahrer in Italien und Dänemark bestraft: Wer in Italien mit mehr als 1,5 Promille hinter dem Steuer erwischt wird, muss unter Umständen mit einer Zwangsversteigerung seines Autos rechnen – in Dänemark droht die Zwangsversteigerung ab 2,0 Promille im Blut.

Wer es zu eilig hat, muss tief in die Reisekassa greifen

Verstöße gegen die landesspezifischen Tempolimits können richtig ins Geld gehen: Wer in Italien tagsüber mit bis zu 20 km/h zu schnell unterwegs ist, muss mit einem Strafmaß ab 170 Euro rechnen – zwischen 22:00 Uhr und 7:00 Uhr sind die Bußgelder sogar noch einmal um ein Drittel höher! Am günstigsten kommen Temposünder, die maximal 20 km/h zu schnell fahren, in Deutschland davon. Bei unseren Nachbarn kostet das Bußgeld gerade einmal rund 35 Euro.

Wer mehr als 50 km/h über dem Tempolimit unterwegs ist, muss auch mit wesentlich höheren Strafen rechnen: In Großbritannien zahlen unverbesserliche Raser bis zu 2.890 Euro, in Österreich bis zu 2.180 Euro und in der Schweiz wird ein vom individuellen Monatsverdienst abhängiges Strafmaß mit mindestens 60 Tagessätzen festgelegt. Übrigens: Wer in der Schweiz innerorts mit Tempo 100 erwischt wird, muss mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe rechnen!

Verstöße gegen die Anschnallpflicht können richtig teuer werden

Während die Gurtpflicht in Österreich bereits im Sommer 1976 eingeführt wurde, gilt die europaweite Anschnallpflicht erst seit Mai 2006. Die Höhe des Bußgelds für einen nicht angelegten Sicherheitsgurt beträgt in Großbritannien bis zu 570 Euro, beginnt in Spanien ab 200 Euro, beläuft sich in den Niederlanden auf 140 Euro und in Frankreich auf 135 Euro. Am günstigsten ist diese Verkehrssünde in Polen – hier kostet die Nichterfüllung der Anschnallpflicht gerade einmal rund 25 Euro.

Handys am Steuer sind kein Kavaliersdelikt

Wer ohne Freisprecheinrichtung während der Fahrt telefoniert, SMS schreibt oder seine Navi-App bedient, muss mit saftigen Bußgeldern rechnen. In Großbritannien und den Niederlanden blühen dafür jeweils Strafen in Höhe von 230 Euro. In Dänemark und Spanien kostet das Handy am Steuer 200 Euro, in Italien rund 160 Euro und in Frankreich 135 Euro. Aufgepasst: In Spanien ist selbst das Telefonieren mit Kopfhörern verboten!

Tickets können auch im Urlaub teuer werden

In vielen europäischen Ländern müssen Falschparker mit teilweise empfindlichen Strafen rechnen – häufig werden Parksünder sogar mittels Parkkralle so lange festgehalten, bis das Bußgeld offiziell beglichen wurde. In den Niederlanden beginnt der Bußgeldkatalog für Falschparker ab 90 Euro, in Dänemark ab 70 Euro und in Belgien ab 55 Euro. Am teuersten sind Verstöße gegen Parkbestimmungen mit Strafen von bis zu 200 Euro in Spanien.

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08.08.2017

Schon jetzt auf Angebote und Schnäppchen bei Schulsachen achten

Rechtzeitige Preisvergleiche können viel Geld sparen helfen Rechtzeitige Preisvergleiche können viel Geld sparen helfen

„Mit dem bevorstehenden Schulanfang kommen auf die Familien auch wieder jede Menge finanzielle Ausgaben hinzu. Die Preisunterschiede für die Grundausrüstung eines Erstklasslers oder für Schülerinnen und Schüler, die in eine höhere Schulstufe wechseln, sind teils enorm. Schon jetzt haben viele Fachgeschäfte und Handelsketten spezielle Angebote von Schulsachen in ihrem Programm. Preisvergleiche lohnen sich, man sollte aber zugleich auf die Qualität schauen und man sollte auf mögliche Aktionen achten. Rechtzeitig schauen kann da viel Geld sparen“, so NÖ Konsumentenschutzreferentin LHStv. Mag. Karin Renner.

Die Qualität eines Nicht-Markenproduktes muss jedenfalls nicht unbedingt schlechter sein als die eines Markenproduktes. Der Fachhandel berät gerne, das hilft sparen! Grundsätzlich gilt es, auf Qualität und Haltbarkeit der Produkte zu achten. Billig-Filzstifte trocknen beispielsweise nach kurzer Zeit aus und sind daher nicht ratsam. Umweltfreundlichen Produkten, wie etwa wiederbefüllbaren Filzstiften auf Wasserbasis, Heften mit Recyclingpapier oder Bleistiften ohne Lackierung am Holzschaft, sollte der Vorzug gegeben werden. Bei Füllfedern wird vom Papier-Fachhandel ein sogenannter Schreiblernfüllhalter ab rund zehn Euro empfohlen. Der Preis eines Bleistiftes ist von der Qualität der Minen abhängig - mit guten schreibt es sich leichter. Bei Buntstiften sollten die Minen mindestens vier Millimeter Stärke haben.

„Grundsätzlich gilt das gefüllte Federpennale meistens deutlich günstiger sind als ungefüllte. Beim Kauf der Schultasche ist es wichtig, dass diese formstabil ist, eine hohe Standsicherheit beim Bepacken hat und aus einem stark belastbaren, reißfesten Material sowie wasserundurchlässigen Material gefertigt ist. Für die Sicherheit ist gute Erkennbarkeit unabdingbar, unbedingt sollte auf einen orthopädisch geformten Rückenteil geachtet werden, um Rückenschmerzen oder gar Haltungsschäden vorzubeugen. Die Schultasche eines Volksschülers sollte nicht schwerer als maximal ein Zehntel des Körpergewichts sein. Wichtig ist, dass die Schultasche auf dem Rücken getragen wird und nicht nur auf einer Schulter“, so LHStv. Renner weiter.

„Letztendlich wollen wir alle unsere Jüngsten bestens ausgestattet und mit Freude in die ersten Schultage entlassen. Der Ernst des Lebens beginnt ja noch früh genug", so Renner abschließend.

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28.07.2017

"Pommes-Verordnung darf nicht gleich desaströs enden wie die Allergen-Verordnung!"

"Pommes-Verordnung darf nicht gleich desaströs enden wie die Allergen-Verordnung!" "Pommes-Verordnung darf nicht gleich desaströs enden wie die Allergen-Verordnung!"

Als einer der ersten hat Tirols Wirtschaftsbundobmann Franz Hörl auf die zahlreichen Probleme mit der neuen Acrylamid-Verordnung hingewiesen. „Praxisfern, unternehmerisch existenzgefährdend und absolut überbordend – in dieser Form ist diese Verordnung eine echte Bedrohung“, so Hörl. Auch wenn der Inhalt relevant sei, zeige sich erneut die Unfähigkeit in der Umsetzung.

Hier ortet Hörl vor allem Versäumnisse im Gesundheitsministerium. „Schon bei der Allergenverordnung waren Beamte aus dem Ministerium Österreichs Stimme in der Ausarbeitung und wir wissen, wo dies geendet hat: Kein Land außer Österreich setzt die Allergenverordnung derart übertrieben aus. Selbst im Zentrum der EU, in Brüssel, finde ich auf keiner einzigen Speisekarte einen solchen Buchstabensalat“, ärgert sich Hörl.

Daher richtet der Wirtschaftsbundobmann nun einen dringenden Appell an Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner: "„Bitte trimmen Sie Ihre Beamten auf Hausverstand, Praxisnähe und sagen Sie ihnen nochmals, dass sie auch die Vertretung der vielen kleinen Gastronomen in unserem Land sind“", so Hörl. Es sei wichtig, bei solchen Themen Maßnahmen zu setzen, wie etwa durch Schulungen und die entsprechende Thematisierung in der Ausbildung. „Den Rest sollte man jedoch dem Wissen und dem Können unserer Gastronomen und dem gesunden Geschmack und Hausverstand der Konsumentinnen und Konsumenten überlassen!“ Hoffnung setzt Hörl nun in die Stimmen von MdEP Othmar Karas und MdEP Elli Köstinger: „Deren Zusage, gegen die Verordnung aufzutreten, ist jetzt umso wichtiger!"

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14.06.2017

Passantenfrequenz in St. Pölten steigt, in Krems geht sie stark zurück

In Niederösterreich stark von Menschen frequentiert ist auch die Fußgängerzone in der Stadt Krems. Waren dort 2015 an der Messstelle in der Oberen Landstraße pro Woche noch 67.000 Passanten gezählt worden, waren es im Vorjahr nur noch 61.300 – ein signifikanter Rückgang um 5.700 Passanten oder 8,5 Prozent. In Niederösterreich stark von Menschen frequentiert ist auch die Fußgängerzone in der Stadt Krems. Waren dort 2015 an der Messstelle in der Oberen Landstraße pro Woche noch 67.000 Passanten gezählt worden, waren es im Vorjahr nur noch 61.300 – ein signifikanter Rückgang um 5.700 Passanten oder 8,5 Prozent.

Wie hoch ist die Fußgängerfrequenz in den Zentren der österreichischen Städte und in welche Richtung entwickelt sich diese Kennzahl, die vor allem für den Handel, das Dienstleistungsgewerbe und die Gastronomie wichtig ist? Auf die Beantwortung solcher Fragen hat sich die Stadt- und Standortmarketing-Firma City Team, spezialisiert. Im Rahmen einer Frequenzmessung erhebt City Team, wieviel Passanten pro Woche an Geschäftslokalen, die in Innenstädten gelegen sind, vorbeigehen. Der NÖ Wirtschaftspressedienst hat sich einige aktuelle Ergebnisse aus blau-gelber Sicht näher angesehen.

Das höchste Fußgängeraufkommen in Niederösterreich weist demnach die City von St. Pölten auf. Dort wurde im Oktober 2016 an der Messstelle Kremsergasse eine Wochenfrequenz von 86.100 Passanten ermittelt. Das waren um 2.200 Passanten oder 2,6 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2015. Im österreichweiten Ranking der innerstädtischen Frequenzwerte liegt St. Pölten hinter der Bundeshauptstadt Wien sowie den Landeshauptstädten Innsbruck, Linz, Graz, Salzburg und Klagenfurt am siebenten Platz.

In Niederösterreich stark von Menschen frequentiert ist auch die Fußgängerzone in der Stadt Krems. Waren dort 2015 an der Messstelle in der Oberen Landstraße pro Woche noch 67.000 Passanten gezählt worden, waren es im Vorjahr nur noch 61.300 – ein signifikanter Rückgang um 5.700 Passanten oder 8,5 Prozent. Mit seinem Fußgängeraufkommen in der City erreicht Krems im bundesweiten Städtevergleich den zehnten Rang.

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16.01.2017

Schuleinschreibung Neu – worauf Sie achten müssen

Schuleinschreibung Neu – worauf Sie achten müssen Schuleinschreibung Neu – worauf Sie achten müssen

Ein wesentliches Ziel der Bildungsreform ist es, allen Kindern einen guten Start in ein gemeinsames Schulleben zu ermöglichen. Das gelingt nur, wenn man in der Volksschule direkt an der Entwicklung aus dem Kindergarten anschließen kann. Mit der Schuleinschreibung Neu werden deshalb wichtige Informationen, die Eltern bereits im Kindergarten über die Entwicklung und die Kompetenzen ihres Kindes erhalten, an die VolksschulpädagogInnen weitergeleitet. Die Schulen haben erstmals die Möglichkeit, auf dem vorhandenen Wissensstand über die Interessen und Begabungen der Kinder aufzubauen.

Was ist neu?

Wertvolle Daten aus Sprachstandstests, Entwicklungsportfolios, Bildungsdokumentationen und künftig aus dem Bildungskompass werden von den Eltern zur Schuleinschreibung mitgebracht, damit DirektorInnen und PädagogInnen damit arbeiten können.

Neu ist auch, dass das Kind persönlich bei der Schuleinschreibung dabei sein muss. Nur so kann festgestellt werden, ob die Schulreife gegeben ist. Bei Bedarf können ExpertInnen wie z.B. von der Schulpsychologie, des ärztlichen Schuldienstes, Beratungs- und BetreuungslehrerInnen oder die Schulsozialarbeit beigezogen werden.

Die Schuleinschreibung kann auch in zwei oder mehreren Phasen erfolgen. Die administrative Aufnahme kann z.B. bereits im Wintersemester durchgeführt werden, die pädagogische Einschreibung aber erst zu einem späteren Zeitpunkt, um möglichst aktuelle Daten aus dem Kindergarten zur weiteren Planung nutzen zu können.

DirektorInnen bekommen mehr Zeit für die Schuleinschreibung: statt bisher fünf Monate vor Beginn der Hauptferien muss die Einschreibung jetzt erst vier Monate vorher abgeschlossen sein.

Startschuss in den Bundesländern

Im Jänner findet die Schuleinschreibung im Burgenland, Niederösterreich, der Steiermark und Wien statt. Wie bisher sind persönliche Dokumente wie Geburtsurkunde, Meldezettel und Staatsbürgerschaftsnachweis mitzubringen. Je nach Bundesland können darüber hinaus noch andere Dokumente erforderlich sein. Informationen darüber bekommen Sie beim zuständigen Landesschulrat bzw. Stadtschulrat oder direkt bei der Schule.

Die Aufnahme in die Volksschule läuft erstmals nach dem neuem Muster ab. Die rechtliche Grundlage wurde mit dem Schulrechtsänderungspaket geschaffen, das seit 1. September 2016 in Kraft ist.

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23.01.2017

Smartphones als zunehmende Konkurrenz für Bankfilialen

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Nutzung der „neuen“ Bezahl- und Banktransaktionsmethoden in Österreich bereits angekommen ist und sich gut etabliert hat. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Nutzung der „neuen“ Bezahl- und Banktransaktionsmethoden in Österreich bereits angekommen ist und sich gut etabliert hat.

Man wird sich noch an die Zeiten erinnern, in denen die Begriffe Online- und Mobile-Banking für die meisten ÖsterreicherInnen noch ein Fremdwort waren und die Diskussionen rund um die Datensicherheit und fehlerlose Abwicklung in Zusammenhang mit diesen beiden Methoden noch im Vordergrund standen. Mittlerweile hat die Digitalisierung und die damit verbundene Nutzung der „neuen“ Technologien in der Finanzbranche ein neues Ausmaß angenommen und scheint auch in Österreich nicht mehr aufzuhalten zu sein. Laut einer aktuellen GfK Online-Umfrage unter 500 online-affinen ÖsterreicherInnen nutzt bereits mehr als jeder Zweite das Online-Banking mindestens einmal wöchentlich, jeder Vierte gibt an, auch das Mobile-Banking zumindest einmal pro Woche zu nutzen.

Die Themen rund um das Online- und Mobile-Banking werden für ÖsterreicherInnen immer vertrauter und sind bereits für viele Bankkunden Teil des täglichen Lebens geworden. So wird Online-Banking, laut aktueller GfK Umfrage, von 53 % der erwachsenen InternetnutzerInnen in Österreich zumindest einmal pro Woche genutzt, jeder Vierte gibt an, auch MobileBanking zumindest einmal wöchentlich zu nutzen.

Auch die wahrgenommene Sicherheit bei der Durchführung von Bankgeschäften online entwickelt sich positiv: Mehr als jeder Zweite ist der Meinung, dass die Durchführung von Bankgeschäften im Internet in den letzten Jahren eher oder sogar viel sicherer geworden ist. Nutzung von Mobile-Banking wird noch etwas kritischer beurteilt: Nur etwa jeder Dritte ist der Meinung, dass sich die Sicherheit bei der Durchführung von Bankgeschäften am Handy oder Tablet in den letzten Jahren deutlich oder zumindest eher verbessert hat. „14 % der befragten Mobile-Banking-Nutzer haben innerhalb der letzten 12 Monate begonnen, diese Methode zu nutzen. 7 % nutzen es seit den letzten 6 Monaten, was auf die vorschreitende Akzeptanz und weiteres Potential bei dieser Bezahl- und Abwicklungsmethode hindeuten lässt“ – kommentiert Yuliya Fischer von der Finanzmarktforschung der GfK Austria.

Mobile-Banking und Sicherheit

„Vom Mobile-Banking wird vor allem erwartet, dass es unkompliziert in der Anwendung, sicher und kostenlos ist“ – führt Frau Fischer weiter fort. Gefragt nach den genutzten Sicherheitsmaßnahmen nennen zwei Drittel der Mobile-Banking-Nutzer die regelmäßige Überprüfung des Kontostandes und Nutzung von sicheren Passwörtern und PIN-Codes als meistgenutzte Maßnahmen. Diese beiden Maßnahmen bewerten die meisten Mobile-Banking-Nutzer als absolut unverzichtbar. 70 % der Befragten würden auch auf die Nutzung von mTANs nicht verzichten. Die große Mehrheit der Mobile-Banking-Nutzer ist überzeugt, dass die Aufbewahrung von PIN-Codes außerhalb des Smartphones oder Tablets, die Nutzung von offiziellen Banking-Apps und sicheren Passwörtern sowie die mTAN-Nutzung die höchste Sicherheit bei der Durchführung der Banking-Transaktionen am Handy oder Tablet bieten.

Zahlen mit der Karte und kontaktlos Weitere Abwicklungsmethoden, deren Nutzung sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich intensiviert hat, sind auch die Nutzung von Bankomat- und Kreditkarte sowie das kontaktlose Zahlen mittels NFC-Funktion der Bankomatkarte oder am Smartphone. Zwei Drittel der Befragten geben an, die Bankomatkarte mindestens einmal pro Woche für die Bezahlung zu verwenden (2015: 58 %), die Kreditkarte wird dafür von 22 % der ÖsterreicherInnen (2015: 16 %) zumindest einmal wöchentlich genutzt. Im Vergleich zum Vorjahr scheint aber vor allen das Zahlen mittels kontaktloser Funktion der Bankomatkarte oder des Smartphones deutlich zugenommen haben: 14% der Befragten nutzen es ebenfalls zumindest einmal pro Woche, wobei es 2015 nur 6% genutzt haben.

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Nutzung der „neuen“ Bezahl- und Banktransaktionsmethoden in Österreich bereits angekommen ist und sich gut etabliert hat. Auch die wahrgenommenen Barrieren für die Nutzung dieser Methoden werden immer niedriger. „Die richtige Kommunikation – vor allem was die Sicherheit dieser Bezahlmethoden betrifft – könnte dazu beitragen, die Akzeptanz dieser Methoden weiterhin zu steigern, um noch vorhandenes Potenzial auszuschöpfen, sowie das Vertrauen der Kunden in diese Bezahl- und Transaktionsmethoden weiter zu steigern“ schließt Frau Fischer ab.

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09.01.2017

Sechs Verkehrstote in den ersten acht Tagen des neuen Jahres

Sechs Verkehrstote in den ersten acht Tagen des neuen Jahres Sechs Verkehrstote in den ersten acht Tagen des neuen Jahres

Die Opfer der vergangenen Woche waren drei Fußgänger, zwei Pkw-Lenker und ein Lenker eines Sattelzugs. Am 1. Jänner 2017 wollte ein 28-jähriger Fußgänger im Bezirk Melk unmittelbar vor einem herannahenden Pkw die Fahrbahn überqueren und wurde von dem Fahrzeug erfasst. Der Fußgänger erlitt so schwere Verletzungen, dass er an der Unfallstelle starb. An den ersten beiden Wochenenden verunglückten zwei Verkehrsteilnehmer tödlich.

Je zwei Menschen kamen in der Vorwoche auf einer Bundes- und Gemeindestraße und jeweils einer auf einer Autobahn und einer Schnellstraße ums Leben. Einen Verkehrstoten gab es jeweils im Burgenland, in Niederösterreich, Oberösterreich, in der Steiermark, in Tirol und Wien.

Vermutliche Hauptunfallursachen waren in drei Fällen Fehlverhalten eines Fußgängers und in zwei Fällen ein Herz-/Kreislaufversagen. Bei einem Unfall konnte die Ursache noch nicht geklärt werden. Drei Unfälle waren Alleinunfälle, drei Fahrzeuglenker waren nicht angegurtet und ein Verkehrstoter war ausländischer Staatsbürger.

Vom 1. bis 8. Jänner 2017 gab es im österreichischen Straßennetz 6 Verkehrstote (vorläufige Zahl). Im Vergleichszeitraum 2016 waren es 2 und 2015 7.

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11.01.2017

Bei Zugverspätungen gibt es Entschädigungen für ÖBB-Pendler

Die kalte Jahreszeit sorgt derzeit für Probleme im Bahnverkehr. Die kalte Jahreszeit sorgt derzeit für Probleme im Bahnverkehr.

Die kalte Jahreszeit sorgt derzeit für Probleme im Bahnverkehr. Immer wieder kommt es witterungsbedingt zu Verspätungen oder Ausfällen, die Anfragen von PendlerInnen bei der Arbeiterkammer Niederösterreich sind in den vergangenen Tagen stark gestiegen. „Für ÖBB-Jahreskartenbesitzer gibt es unter bestimmten Voraussetzungen eine Entschädigung bei Zugverspätungen“, informiert AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

Bei entsprechender Registrierung werden ÖBB-JahreskartenbesitzerInnen zehn Prozent des aliquoten Jahreskartentarifs erstattet, wenn in einem Monat weniger als 95 Prozent der Züge pünktlich sind.

Ein Beispiel: Sind auf der Strecke Hennersdorf - St. Pölten mehr als fünf Prozent der Züge in einem Monat unpünktlich, erhält der Jahreskartenbesitzer 11,76 Euro auf sein Konto gutgeschrieben.

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05.01.2017

Warum die Weisen farbig sein dürfen

Wer der Katholischen Jungschar wegen schwarz geschminkter Sternsinger Rassismus unterstellt, der hat den Sinn des Mohren im Ensemble der Heiligen Drei Könige nicht verstanden Wer der Katholischen Jungschar wegen schwarz geschminkter Sternsinger Rassismus unterstellt, der hat den Sinn des Mohren im Ensemble der Heiligen Drei Könige nicht verstanden

Wer der Katholischen Jungschar wegen schwarz geschminkter Sternsinger Rassismus unterstellt, der hat den Sinn des Mohren im Ensemble der Heiligen Drei Könige nicht verstanden: Es geht um die Darstellung der Vielfalt auf unserer Welt.

Blackfacing. In Deutschland 2014 zum Anglizismus des Jahres gewählt, ist über den Begriff zuletzt Ende Oktober wegen eines Beitrags in einer Fernsehsendung bei unseren nördlichen Nachbarn heftig diskutiert worden. Der Moderator hatte sich für einen Streich mit versteckter Kamera als Schwarzafrikaner verkleidet und so einen Kollegen aufs Glatteis geführt. Gemeint ist mit Blackfacing immerhin die Darstellung von Menschen mit schwarzer Hautfarbe durch dunkel geschminkte weiße Menschen. Seine Ursprünge hat das Blackfacing als Maskerade in den USA des 19. Jahrhunderts: Damals verkleideten sich weiße Darsteller in Shows als Schwarze und bedienten mit ihren Auftritten rassistische Vorurteile.

Ein Vorwurf, den man den Jungschargruppen, die dieser Tage als Sternsinger von Haus zu Haus ziehen und Spenden sammeln, wohl kaum machen kann. Politische Korrektheit in allen Ehren – aber wer einen Weisen aus dem Morgenland darstellen will, soll sich auch das Gesicht schwarz oder gelb anmalen dürfen, ohne dass er oder sie sich Rassismus vorwerfen lassen muss. Und zwar nicht, weil es Tradition ist und immer schon so war. Dieses Argument würde zu kurz greifen und uns in vielen Bereichen sofort um Jahrzehnte oder weiter zurückwerfen. Was vielmehr zählt, ist die Tatsache, dass durch die unterschiedliche Hautfarbe der Heiligen Drei Könige die Vielfalt der Weltbevölkerung dargestellt werden soll. Mit all ihren Unterschieden in Kultur, Sprache und eben auch Aussehen. Ein schwarzer Melchior bedient also keine rassistischen Vorurteile, verfolgt kein politisches Credo, macht keine Aussagen über den Wert eines Menschen oder die Bedeutung seiner Herkunft, sondern stellt schlicht und einfach einen Schwarzafrikaner dar.

Ein Mitglied der Jury, die „Blackfacing“ 2014 zum Anglizismus des Jahres wählte, erklärte damals: „Jedes Mal, wenn ein schwarz geschminkter Weißer irgendwo auftritt, sagt das: Schwarze können das nicht. Schwarze kennen wir nicht. Schwarze gibt es in unserer Mitte nicht. Was Schwarze von dieser Rolle halten würden, wenn es sie in unserer Mitte gäbe, interessiert uns nicht.“ Das mag sehr wohl auf das klassische Blackfacing – etwa im Bereich des Theaters – zutreffen. Nicht aber auf Jungschargruppen, die aus Pfarren kommen, in denen sich schon längst Priester aus aller Herren Länder um ihre Schäfchen kümmern.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: gemeinfrei / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von NIKOLAUS PAUMGARTTEN
25.12.2016

Weihnachten ist eine Orgie der Wertvernichtung

Müll und nochmals Müll: Nie wird uns unsere Ressourcenverschwendung deutlicher vor Augen geführt als rund um die Festtage Müll und nochmals Müll: Nie wird uns unsere Ressourcenverschwendung deutlicher vor Augen geführt als rund um die Festtage

Druckstellen an Früchten, gerade überschrittenes Mindesthaltbarkeitsdatum: Menschen werfen Lebensmittel aus diesen Gründen ganzjährig weg. Im Durchschnitt schmeißt jeder Österreicher pro Jahr rund 80 Kilogramm Essen in den Müll. Eine Tatsache, die seit Jahren diskutiert wird, nicht erst seit Frankreich Supermärkten das Wegwerfen von Lebensmitteln verbietet und zu Abkommen mit einer karitativen Organisation verpflichtet. Der Umstand, dass eigentlich essbare Lebensmittel im Müll landen, tut zu Weihnachten besonders weh. Umso mehr, weil zu dieser Zeit die Mengen sogar noch eine Steigerung – im Schnitt von zehn Prozent – erfahren. Vieles landet sogar originalverpackt im Kübel. Die größten Vernichter von Essen sind mit 61 Prozent übrigens Privathaushalte, jeweils rund 17 Prozent entfallen auf Großverbraucher sowie auf die Industrie. Die übrigen fünf Prozent fallen im Einzelhandel an.

In diesem Zusammenhang die Moralkeule zu schwingen, wäre der falsche Ansatz, weil es schlicht nichts bringen würde. Das tun Kritiker und „Zero-Waste“-Anhänger seit Jahren. Am Verhalten der Masse ändert sich dennoch wenig. Fakt ist nun einmal, dass Weihnachten viel mit Kommerz und Verschwendung zu tun hat. Beim Essen, bei der Verpackung. Etwas anderes zu hoffen oder zu behaupten, wäre naiv. Stattdessen müsste viel stärker und viel mehr dahingehend aufgeklärt werden, dass der Aufdruck „mindestens haltbar bis“ nicht automatisch mit dem Ablaufdatum gleichgesetzt werden kann. Wäre dieses Wissen flächendeckender im Bewusstsein der Bevölkerung verankert, wäre schon viel getan. Ansonsten verhält es sich rund um die Feiertage so, wie es der US-Ökonom Joel Waldfogel sagt: „Weihnachten ist eine Orgie der Wertvernichtung.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Liane Pircher "Unsere Abfälle nach dem Fest"
08.08.2017

Unwetter in Österreich: Schutzbauwerke verhinderten noch größere Schäden

Schutzbauwerke der Wildbach- und Lawinenerbauung verhinderten noch größere Schäden Schutzbauwerke der Wildbach- und Lawinenerbauung verhinderten noch größere Schäden

Von Freitag, den 4. August bis Sonntag, 6. August entluden sich in ganz Österreich zum Teil heftige Unwetter, wobei am stärksten Tirol, Salzburg, Kärnten, Steiermark und Oberösterreich betroffen waren. Ausgelöst durch starken Regen mit Hagel bahnten sich Muren mit großen Mengen an Geröll und Wildholz ihren Weg ins Tal. Die vorhandenen Schutzbauten der Wildbach- und Lawinenverbauung konnten die Muren abbremsen und zu einem großen Teil die in die Niederungen abtransportierten Geröllmassen und das mitgeführte Wildholz zurückhalten. Allein in Salzburg und der Steiermark haben in den betroffenen Regionen die 36 größeren Becken ca. 800.000 m³ an Geschiebe und Wildholz zurückgehalten. Das entspricht der Lademenge von 80.000 LKW, die aneinandergereiht einen Konvoi von Wien bis Innsbruck bilden würden.

Durch die effektive Wirkung der Schutzmaßnahmen konnten noch größere Schäden im darunterliegenden Siedlungsgebiet verhindert werden.

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) investiert pro Jahr rund 200 Millionen Euro in Wildbach-, Lawinen- und Hochwasserschutzmaßnahmen. Um Schäden zu beseitigen und dringend notwendige Schutzbauten zu errichten stehen Mittel aus dem Katastrophenfonds zur Verfügung.

Österreichweit schützen ca. 250.000 Bauwerke der Wildbach- und Lawinenverbauung ca. 20 Prozent der Gebäude in Gefährdungsbereichen vor Hochwässern, Muren, Lawinen, Steinschlag und Rutschungen - darunter Einfamilienhäuser, Bauernhöfe, Gewerbeobjekte und wichtige Infrastruktureinrichtungen. Bewährt hat sich auch wieder die Gefahrenzonenplanung. Wo bereits Schutzbauten der Wildbach- und Lawinenverbauung errichtet wurden, sind in den meisten Fällen keine nennenswerten Schäden entstanden. Beispielsweise hat die Sperre am Aubach in Dorfgastein die Mure aufgefangen, während die Vermurung der Großarler Landesstraße vom unverbauten Schied-Bach verursacht wurde.

Die Sachverständigen der Wildbach- und Lawinenverbauung sowie die Fachleute für Bachsicherung und -räumung waren das ganze Wochenende über im Einsatz. Mit der Räumung der Rückhaltebecken wurde unverzüglich nach den Ereignissen begonnen, so dass sie für weitere Murenabgänge wieder voll funktionstüchtig sind. Darüber hinaus wurde bereits mit Planungen zur Errichtung neuer Schutzinfrastruktur in besonders sensiblen Gebieten begonnen – beispielshaft am Schöttlbach (Oberwölz), Walchenbach (Öblarn), Katschbach (Schöder), Maierhofgraben (Dorfgastein) oder am Schiedbach (Großarl).

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: WLV
07.08.2017

Millionenschäden nach heftigen Unwettern in Österreich

Millionenschäden nach heftigen Unwettern in Österreich Millionenschäden nach heftigen Unwettern in Österreich

Starkregen, Hagel, Murenabgänge: Große Teile des Landes wurden dieses Wochenende von heftigen Unwettern heimgesucht. Am schlimmsten hat es die Bundesländer Steiermark und Salzburg getroffen, doch auch in Tirol, Kärnten, Oberösterreich sowie im Burgenland gibt es zahlreiche Schäden zu bedauern. Freiwillige Helfer und Feuerwehren in den betroffenen Gebieten sind noch immer im Einsatz, um die Schäden einzudämmen. Besonders hart trifft es die Bäuerinnen und Bauern in diesen Regionen.

"Durch die schweren Gewitter am Wochenende gibt es hohe Schäden in der Landwirtschaft zu beklagen. Die Hagelversicherung schätzt die Verluste vorerst auf mehr als 1 Mio. Euro, das genaue Schadensmaß wird noch erhoben. Neben Ackerkulturen wurde auch Grünland durch Überschwemmungen und Hagel beschädigt", bedauert Bauernbund-Präsident Jakob Auer die hohen Verluste für die Bäuerinnen und Bauern.

Soforthilfe aus den Katastrophenfonds

Bereits am Wochenende sicherte Finanzminister Hans Jörg Schelling für die betroffenen Gebiete Mittel aus dem Katastrophenfonds des Bundes zu. In Salzburg und der Steiermark soll es noch zusätzliche Gelder aus dem Landes-Katastrophenfonds geben. "Österreich steht zusammen, wenn Hilfe benötigt wird. Ich möchte mich bei allen Einsatzorganisationen, Aktiven der Freiwilligen Feuerwehren sowie den vielen freiwilligen Helfern bedanken, die noch immer im Einsatz sind, um die Schäden zu beseitigen. Durch die Freigabe von Geldern aus dem Katastrophenfonds des Bundes und der betroffenen Länder kann man zumindest die erste Not etwas lindern", betont Auer.

"Die zunehmenden Schäden aufgrund von Wetterkapriolen erfordern einen schrittweisen Ausbau des Versicherungssystems. Deswegen wird sich der Bauernbund weiter für die Ausweitung dieser Modelle einsetzen", stellt der Präsident in Aussicht. Rund 55.000 Landwirte haben sich bereits mit der Hagelversicherung zusätzlich abgesichert, hierbei geht es vor allem um die Risikovorsorge, damit die Bäuerinnen und Bauern nach solchen extremen Wetterkapriolen Schadensentgelte bekommen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
16.07.2017

Verschwinden von Bienen und Insekten gefährdet unsere Landwirtschaft

Verschwinden von Bienen und Insekten gefährdet unsere Landwirtschaft Verschwinden von Bienen und Insekten gefährdet unsere Landwirtschaft

Das deutsche Umweltministerium warnt vor einem fortschreitenden Aussterben von Insektenarten. In Teilen des Landes habe sich der Bestand von Insekten seit dem Jahr 1982 um bis zu 80 Prozent verringert, heißt es in einem Bericht des ORF. Leider gibt es auch im Bereich der Intensivlandwirtschaft noch kein Umdenken betreffend des Einsatzes von teils hochgiftigen Pestiziden. Viele Studien haben in der Vergangenheit gezeigt, dass Pestizide, wie beispielsweise Neonicotinoide, mitverantwortlich für das Bienensterben sind. Viele der Bienenarten in Europa und Österreich gelten derzeit als gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht.

„Das ist eine besorgniserregende Entwicklung, die unbedingt gestoppt, ja umgekehrt werden muss. In vielen Bereichen der Landwirtschaft sind die Bienen, aber auch so manche Insekten, wichtige ‚Partner‘ bei der Produktion von einwandfreien Lebensmitteln. Wenn hochgiftige Pestizide weiter zum Sterben von Bienen, Hummeln und Wildbienen beitragen, so gefährdet das nicht nur die Umwelt und die Gesundheit anderer Lebewesen, es gefährdet auch unsere Nahrungsmittelproduktion, wo allein in Europa rund 4.000 Gemüsesorten von der Bestäubungsleistung der ‚geflügelten Partner‘ abhängig sind“, so Niederösterreichs Konsumentenschutzreferentin LHStv. Mag. Karin Renner, die auch für die Lebensmittelsicherheit verantwortlich zeichnet.

„Zudem muss unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft erhalten bleiben. Riesige Ackerflächen bieten den Insekten keine Rückzugsmöglichkeiten, sie brauchen aber artenreiche Blumenwiesen, bunte Wegränder, blühende Ackersäume sowie kleinere Baumgruppen zwischen den Feldern. Man darf nicht vergessen, dass wenn wir unsere Insekten nicht schützen, wir dann nach und nach unsere Lebensgrundlage zerstören“, so Renner.

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09.07.2017

Keine Fake News bei Bericht über Schweinefleisch in Salzburger Kindergärten

Servus TV Nachrichten: Keine Fake News bei Bericht über Schweinefleisch in Salzburger Kindergärten Servus TV Nachrichten: Keine Fake News bei Bericht über Schweinefleisch in Salzburger Kindergärten

Die Salzburger Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer (SPÖ) hat den SERVUS Nachrichten in einer Aussendung der Stadt Salzburg am Freitagnachmittag unterstellt, eine “falsche Story” über ein Schweinefleischverbot in Salzburger Kindergärten angekündigt zu haben. Dies nimmt ServusTV mit Verwunderung zur Kenntnis, weil:

Frau Hagenauer trotz mehrfacher Versuche seit Wochen zu keiner Stellungnahme bereit war – weder vor der Kamera, noch schriftlich. Es gibt lediglich telefonische Auskünfte ihres Pressesprechers.

Frau Hagenauer von einer “falschen Story” spricht, ohne den Beitrag der SERVUS Nachrichten gesehen zu haben, welcher heute erst um 19.20 Uhr ausgestrahlt wird.

ServusTV hält außerdem dazu fest:

Die Nachrichten-Redaktion von ServusTV hat mehrere Wochen lang für diesen Bericht recherchiert. Die Vizebürgermeisterin hat den Servus Nachrichten, trotz mehrfacher Anfrage, ein Interview zu dem Thema verweigert.

An städtischen Kindergärten in Salzburg wird seit 5 Jahren kein Schweinfleisch mehr bei Mittagessen und Jause angeboten.

Ob dies durch einen „Erlass“ geschehen ist, oder nicht, entzieht sich der Kenntnis der SERVUS Nachrichten. Diese Vermutung wird in einem Interview lediglich von der Stadt-ÖVP in den Raum gestellt.

Sämtliche von den SERVUS Nachrichten befragten Eltern zeigten sich überrascht über den Umstand, dass es kein Schweinefleisch gibt und lehnten dies mehrheitlich ab.

Diesen subjektiven Eindruck haben die SERVUS Nachrichten zusätzlich durch eine eigens in Auftrag gegebene Umfrage durch das Institut MindTake Research abfragen lassen, mit einem mehr als eindeutigen Ergebnis.

Woher Vizebürgermeisterin Hagenauer Kenntnis hat, dass Kinder Geflügelfleisch generell bevorzugen, ist uns nicht bekannt.

Dem auch ins Treffen geführten Argument, dass Geflügelfleisch gesünder sei, widerspricht niemand geringerer als die leitende Diätologin Maria Anna Benedikt von der Uni-Klinik Salzburg. Sie sagt, Schweinefleisch habe einen hohen Vitamin B Komplex und hochwertiges Eiweiß.

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06.06.2017

Umfrage: Österreicher halten eisern am Bargeld fest

Umfrage: Österreicher halten eisern am Bargeld fest Umfrage: Österreicher halten eisern am Bargeld fest

Trotz der rasch fortschreitenden Digitalisierung von Bezahlsystemen bleibt das Bargeld der Österreicher liebste Zahlmethode. Ganze 84% der Österreicher meinen, dass sie niemals ohne Bargeld unterwegs sein werden. Sogar bei den 18- bis 24-Jährigen sind es 79%, die am Bargeld festhalten.

Die Umfrage der ING-DiBa Austria im Rahmen der ING International Survey (Untersuchung in 13 Ländern Europas) zeigt deutlich, dass gerade für die Österreicher Scheine und Münzen das Zahlungsmittel der Wahl sind. So große Bedeutung hat das Bargeld sonst nur noch in Deutschland und Italien.

Bargeld auch in Zukunft von hoher Bedeutung

85% der Österreicher tragen zumeist Bargeld bei sich. Männer (88%) etwas öfter als Frauen (82%). Auch sind es 88% bei den 18- bis 24-Jährigen und 78% bei den 25- bis 34-Jährigen, die Scheine in der Börse haben.

Wesentliches wird sich daran dem Vernehmen nach auch in nächster Zeit nicht ändern: Insgesamt 67% können sich nicht vorstellen, im kommenden Jahr weniger oft Bargeld einzusetzen (61% bei den 18- bis 24-Jährigen, 64% bei den 25- bis 34-Jährigen).

Luc Truyens, CEO der ING-DiBa Austria: „Oft geht man davon aus, dass die älteren Zielgruppen am Bargeld festhalten, während die Jungen für das digitale Bezahlen stehen. Die Ergebnisse zeigen uns aber, dass das Bargeld für jede Altersgruppe in Österreich nach wie vor hohe Bedeutung hat“. Truyens verwies in diesem Zusammenhang auf die Position der ING-DiBa zur Bargeldversorgung: „Verbraucher sollten sich überall schnell, einfach und kostenlos mit Bargeld versorgen können. Die ING-DiBa tritt daher für die Erhaltung der flächendeckenden und kostenlosen Bargeldversorgung für alle Bankkunden in Österreich ein.“

74 Euro hat jeder Österreicher in seinem Portemonnaie

„Wie viel Bares haben sie jetzt gerade in Ihrer Geldbörse?“, wurde im Befragungszeitraum Ende Februar 2017 gefragt. Mit 74 Euro sind die Österreicher in Europa an der Spitze.

In Österreich tragen Männer (87%) deutlich mehr Bargeld bei sich als Frauen (61%).

Auch haben Jüngere weniger in der Geldbörse als Ältere.

Gastronomie ohne Bargeld? Geht nicht!

Vor allem in der Gastronomie wird vornehmlich mit Bargeld bezahlt. So gaben 80% an, im Restaurant immer Cash zu bezahlen, 85%, wenn sie im Kaffeehaus sitzen. Den Einkauf im Supermarkt begleichen auch noch immerhin 48% mit Bargeld.

Damit präsentieren sich die Österreicher auch hier als wahre Bargeldfans. Gerade mal die Deutschen haben ein annährend ähnliches Bezahlverhalten. Andernorts in Europa wird viel öfter bargeldlos bezahlt.

Sicherheit und Anonymität ausschlaggebend

71% der Österreicher fühlen sich beim Bezahlen mit Bargeld besonders sicher. 83% schätzen die Anonymität als Barzahler. Auch hierbei haben die Österreicher und die Deutschen eine ähnliche Einstellung – anders als im übrigen Europa, wo der Durchschnittswert bei der Sicherheit bei 59% und bei der Anonymität bei 66% lag.

Das Ende der 500-Euro-Banknote

Von der Entscheidung der Europäischen Zentralbank keine 500-Euro-Banknoten mehr auszugegeben, fühlen sich die wenigsten betroffen: Nur 8% der Österreicher sagen, dass dies Einfluss auf ihre Finanzen haben werde. 84% sehen keinerlei Effekte und 8% haben keine Meinung dazu.

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24.11.2016

Österreicher vertrauen ihren Medien mehr als EU-Durchschnitt

Als besonders zuverlässig gelten dabei in Österreich das Radio (79% zuverlässig, EU28: 66%), Fernsehen (77%, EU28: 55%) sowie Zeitungen (66%, EU28, 55%). Als besonders zuverlässig gelten dabei in Österreich das Radio (79% zuverlässig, EU28: 66%), Fernsehen (77%, EU28: 55%) sowie Zeitungen (66%, EU28, 55%).

Die Österreicher vertrauen ihren Medien mehr als der EU-Durchschnitt, und zwar entlang aller Medienformen. Das ergab eine heute von der EU-Kommission veröffentlichte Eurobarometer-Umfrage zu Medienpluralismus und Demokratie (Spezial Eurobarometer 452). So gaben 72% der Befragten in Österreich an, dass ihrer Ansicht nach die nationalen Medien vertrauenswürdige Informationen anbieten. EU-weit sagen das nur 53%. Als besonders zuverlässig gelten dabei in Österreich das Radio (79% zuverlässig, EU28: 66%), Fernsehen (77%, EU28: 55%) sowie Zeitungen (66%, EU28, 55%). "Einzig soziale Medien, Blogs und Videoportale werden nur von vier von zehn Befragten als vertrauenswürdig eingestuft. Dennoch ist die Beteiligung an Diskussionen im Internet entlang aller Altersgruppen und sozialer Schichten höher als im EU-Durchschnitt: 52% aller Befragten in Österreich geben an, dass sie Kommentare oder Artikel im Internet, Netzwerken oder Blogs posten, während es EU-weit gerade einmal 28% sind.

Für Jörg Wojahn, Vertreter der EU-Kommission in Österreich sind diese Zahlen ein deutlicher Beleg für den hohen Stellenwert, den Medien in Österreich genießen: "In einer immer komplexeren Welt ist professioneller Journalismus umso wichtiger, um Fakten und Unwahrheiten voneinander zu trennen. Das hohe Medienvertrauen in Österreich bringt daher auch Verantwortung für die Medienunternehmen mit sich." Er fügte hinzu: "Es geht mehr denn je darum, Sachverhalte zu prüfen und zu erläutern, während andere in den Sozialen Medien ohne Rücksicht auf die Wahrheit mit allen Mitteln Shares und Likes produzieren."

Für das Spezial-Eurobarometer wurden zwischen dem 24.09. und 2.10. insgesamt 1.026 Personen befragt, EU-weit knapp 28.000 Personen. Mit den Eurobarometern erhebt die EU seit über 40 Jahren das Meinungsbild zu vielfältigen Themen in der Europäischen Union und ihren Mitgliedsländern.

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22.08.2017

Feuerwehren drängen auf die Befreiung von der Mehrwertsteuer

Feuerwehren drängen auf die Befreiung von der Mehrwertsteuer Feuerwehren drängen auf die Befreiung von der Mehrwertsteuer

Während Rettungsdienste in Österreich bei der Anschaffung von Fahrzeugen oder Gerätschaften keine Mehrwertsteuer bezahlen, müssen das die Feuerwehren beim Kauf ihrer zum Einsatz notwendigen Ausrüstung sehr wohl tun. Geschätzte 30 bis 35 Millionen Euro fließen auf diese Weise jedes Jahr an die Finanz, obwohl die Mehrheit der Personen bei den Feuerwehren ehrenamtlich tätig ist. Alfred Riedl, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes, unternimmt nun einen neuen Anlauf, diese seiner Meinung nach nicht gerechtfertigte Disparität zu beseitigen. Denn die Gemeinden haben den gesetzlichen Auftrag zur Bereitstellung der Feuerwehren und beteiligen sich deshalb an den Betriebskosten.

„Der Staat soll alle Einsatzorganisationen gleich behandeln“, fordert Riedl. Immerhin würden die Feuerwehren Leben von Mensch und Tier retten, Verletzte und Verschüttete bergen, Hab und Gut vor Naturgewalten schützen sowie die Umwelt vor dauerhaftem Schaden bewahren. Deshalb verstehe bei der Einsatzorganisation niemand, „warum der Staat diese Leistungen nicht anerkennt und die Mehrwertsteuer refundiert. Bei der Feuerwehr ist das Ausmaß an freiwilliger Arbeit enorm“, stellt der Gemeindebund-Präsident fest.

Die Einsatzbilanz der Florianijünger fällt tatsächlich beachtlich aus. So sind die Freiwilligen Feuerwehren Niederösterreichs 2016 zu mehr als 60.000 Einsätzen ausgerückt. Fast zwei Drittel davon waren sogenannte technische Einsätze, hauptsächlich nach Verkehrsunfällen. Das restliche Drittel diente das Brandbekämpfung und der Notversorgung von Personen.

Der Mitgliederstand aller NÖ Feuerwehren umfasst mehr als 98.000 Männer und Frauen, die in 1.631 Freiwilligen Feuerwehren und 89 Betriebsfeuerwehren organisiert sind. Per Jahresende 2016 zählte die Einsatzorganisation 75.500 Aktive, 16.900 Reservisten und 5.900 Angehörige der Feuerwehrjugend. Rund 6.700 Mitglieder sind weiblich.

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16.07.2017

Jeder dritte Österreicher fliegt nie - jeder sechste fliegt mehrmals im Jahr

Jeder dritte Österreicher fliegt nie - jeder sechste fliegt mehrmals im Jahr Jeder dritte Österreicher fliegt nie - jeder sechste fliegt mehrmals im Jahr

"Das Flugzeug ist ein Verkehrsmittel, das von einigen wenigen sehr viel genutzt wird und von sehr vielen selten bis gar nicht", fasst VCÖ-Experte Markus Gansterer das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Instituts INTEGRAL zusammen. Ein Drittel der österreichischen Bevölkerung im Alter von 16 bis 69 Jahre fliegt nie. Jeder sechste sagte, mehrmals im Jahr mit dem Flugzeug unterwegs zu sein, die Hälfte sagte, nur einmal im Jahr oder seltener zu fliegen.

Auch ist der Anteil der Kurzstreckenflüge deutlich höher als vielfach angenommen wird. So flog im Vorjahr jeder siebte Passagier des Flughafens Wien Schwechat kürzer als 600 Kilometer und sogar vier von zehn kürzer als 800 Kilometer, informiert der VCÖ. "Um die Klimaziele erreichen zu können, ist es wichtig, dass Kurzstreckenflüge verstärkt auf die Bahn verlagert werden. Damit das gelingt, braucht es nicht nur in Österreich, sondern EU-weit häufigere und schnelle grenzüberschreitende Bahnverbindungen", betont VCÖ-Experte Gansterer.

Der VCÖ hat einige Verbindungen, wo schon heute die Bahn eine Alternative zum Flugzeug ist, bezüglich der Reisezeit und der Klimabilanz miteinander verglichen. Auf der Strecke Wien - München bzw. München - Wien waren im Vorjahr rund 486.000 Personen mit dem Flugzeug unterwegs. Pro Person werden beim Flug rund 130 Kilogramm CO2 ausgestoßen, das ist 13 Mal so viel wie mit der Bahn. Nicht berücksichtig ist dabei, dass die Klimaschädlichkeit der Treibhausgase, das in der Atmosphäre ausgestoßen wird, um das rund 2,7-Fache höher ist als wenn die Treibhausgase bodennahe emittiert werden.

Beim Fliegen wird die Reisezeit meist unterschätzt, beim Bahnfahren überschätzt. Beim Flug sind auch die Zeit von Check-In und Boarding zu berücksichtigen sowie die Tatsache, dass Flughäfen außerhalb der Stadt liegen, Bahnhöfe hingegen zentraler in der Stadt. Bei Wien - München beträgt die gesamte Reisezeit mit dem Flugzeug im Schnitt rund dreieinhalb Stunden und ist damit nur unwesentlich kürzer als die Bahnfahrt mit knapp mehr als vier Stunden.

"Die Bahn ist als Alternative zu Kurzstreckenflügen zu forcieren. Hier ist auch die EU gefordert den Ausbau grenzüberschreitender Bahnverbindungen stärker voranzutreiben und zu unterstützen. Jede EU-Hauptstadt und jede größere Stadt in der EU soll sehr gut mit der Bahn erreichbar sein", gibt VCÖ-Experte Gansterer als Ziel vor. Auch die Ausweitung des Nachtreisezug-Angebots ist nötig, um den Fernverkehr auf Klimakurs zu bringen. Von Wien weg gibt es unter anderem Nachtreisezüge nach Bregenz, Berlin, Florenz, Hamburg, Köln, Krakau, Mailand, Rom, Venedig, Warschau und Zürich.

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16.01.2017

EVZ warnt Urlauber vor Autovermietung GOLDCAR

EVZ warnt Urlauber vor Autovermietung GOLDCAR EVZ warnt Urlauber vor Autovermietung GOLDCAR

Das Europäische Verbraucherzentrum Österreich (EVZ) warnt Reisende vor den unlauteren Verkaufspraktiken der Autovermietung GOLDCAR. Die Firma suggeriert ihren Kunden in unzulässiger Weise, dass ein zusätzlicher Versicherungsschutz dringend notwendig sei, da der Kunde sonst die Kosten für eventuelle Schäden am Auto durch Unfall, Diebstahl o.ä. vollständig selbst tragen müsse. Diese Geschäftspraxis wurde von der italienische Wettbewerbsbehörde Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato (AGCM) als unzulässig bewertet. Die AGCM hat GOLDCAR Italien und GOLDCAR Spanien deshalb mit einer Geldstrafe in Höhe von 1,7 Millionen Euro belegt. Zudem wurde eine weitere Strafe von 300.000 Euro wegen der Erhebung von Gebühren ohne ausreichende Aufklärung der Kunden verhängt.

Das Unternehmen GOLDCAR fordert beim Abholen eines reservierten Fahrzeugs als Garantie für eventuelle Schäden einen erheblichen Betrag als Kaution, welcher auf der Kreditkarte des Kunden blockiert wird. Nachdem der Kunde seine Kreditkarte an GOLDCAR ausgehändigt hat, weisen die Mitarbeiter aggressiv und beharrlich darauf hin, dass der Kunde den Leihwagen sorglos nutzen und auch die Kaution reduzieren könne, wenn er zusätzliche Produkte – genannt Versicherungspolizzen – erwirbt. Dabei wird dem Kunden weder der Leistungsumfang noch der Preis dieser Produkte klar und deutlich beschrieben. Stattdessen wird der Eindruck erweckt, dass der Kunde die Kosten für eventuelle Schäden am Leihwagen ohne Kauf der Zusatzprodukte vollständig selbst tragen müsse, obwohl durch das bestehende Gebot zur Haftpflichtversicherung höchstens ein Selbstbehalt anfallen könnte.

Die Wettbewerbsbehörde AGCM befand, dass das Unternehmen durch diese Geschäftspraxis die schwächere Position des Verbrauchers beim Abholen eines reservierten Fahrzeugs auf unzulässige Art und Weise ausnutzt und verhängte Geldstrafen von insgesamt 2 Millionen Euro gegen GOLDCAR Italien und GOLDCAR Spanien.

„Wir begrüßen diese Entscheidung“, sagt Andreas Herrmann, Jurist beim Europäischen Verbraucherzentrum Österreich. „Es besteht die Hoffnung, dass die verhängten Strafzahlungen eine Signalwirkung haben und abschreckend auf andere schwarze Schafe der Branche wirken.“

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11.12.2016

Anteil Alko-Unfälle in Städten am niedrigsten, in Bezirken Hermagor und Scheibbs am höchsten

Anteil Alko-Unfälle in Städten am niedrigsten, in Bezirken Hermagor und Scheibbs am höchsten Anteil Alko-Unfälle in Städten am niedrigsten, in Bezirken Hermagor und Scheibbs am höchsten

Beim Anteil der Alko-Unfälle gibt es in Österreich große regionale Unterschiede, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Untersucht wurde der Zeitraum 2013 bis 1. Halbjahr 2016. Im Untersuchungszeitraum waren 5,9 Prozent der Verkehrsunfälle in Österreich Alko-Unfälle. Insgesamt wurden bei 7.830 Alko-Unfällen 10.140 Personen verletzt, 92 kamen dabei ums Leben.

In Wels war der Anteil der Alko-Unfälle mit 3,1 Prozent österreichweit am niedrigsten, so die VCÖ-Analyse. Knapp dahinter kommen fünf weitere Städte: Graz (3,3 Prozent), Wien (3,4 Prozent), Waidhofen/Ybbs (3,7 Prozent), Wr. Neustadt (3,9 Prozent) und Linz (4,2 Prozent). Von den Bezirken weist der Bezirk Mödling mit 4,3 Prozent den niedrigsten Anteil von Alko-Unfällen auf.

Das öffentliche Verkehrsangebot in den Städten sowie die Möglichkeit mit dem Taxi oder zu Fuß nach Hause zu kommen sind die Hauptgründe für den niedrigeren Anteil von Alko-Unfällen in den Städten, stellt der VCÖ fest. In Wien nahm die Zahl der Alko-Unfälle von 269 im Jahr 2010 nach Einführung der Nacht U-Bahn auf 218 im Jahr 2011 ab. Im Vorjahr gab es in Wien 166 Alko-Unfälle im Straßenverkehr.

Den höchsten Anteil an Alko-Unfällen weist der Bezirk Hermagor mit 11,1 Prozent auf, vor dem Bezirk Scheibbs (11,0 Prozent) sowie den Bezirken Südoststeiermark (10,2 Prozent), Deutschlandsberg und Tulln (jeweils 9,7 Prozent). „In dünner besiedelten Regionen kann mit Nachtbussen sowie Anrufsammeltaxis die Zahl der Alko-Unfälle verringert werden“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest.

So hat das Burgenland durch die Umsetzung eines flächendeckenden Discobusnetzes die Zahl der Alko-Unfälle um rund zwei Drittel reduzieren können. Im Jahr 1993 - ein Jahr vor Start des Discobusses – kam es im Burgenland noch zu 122 Alko-Unfällen mit neun Todesopfern, im Vorjahr passierten 46 Alko-Unfälle, kein einziger endete tödlich. Der VCÖ schlägt vor, dass ein Teil der Einnahmen aus Verkehrsstrafen Gemeinden für die Einführung von Nachtbussen oder Anrufsammeltaxis zur Verfügung gestellt wird. Weiters kann durch sichere Gehwege zwischen Siedlungen und dem nächstgelegenen Ortsgebiet die Zahl der Alko-Unfälle reduziert werden.

Der VCÖ weist darauf hin, dass bereits bei 0,5 Promille das Unfallrisiko auf das Doppelte steigt, bei 1,0 Promille auf das 7-Fache und bei zwei Promille auf das 35-Fache. Ein Punsch kann bis zu 0,4 Promille auslösen. Schon ab 0,3 Promille verschlechtert sich die Reaktionszeit, Entfernungen werden schlechter abgeschätzt, die Risikobereitschaft nimmt zu. Die Devise „Don’t drink and drive“ gilt auch in der Adventzeit.

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11.12.2016

Prognosen für alle Fälle

Dass die Nachfrage nach regionalen Wettervorhersagen rasant steigt, zeigt, wo der wunde Punkt liegt. Die Prognosen werden in Zukunft dank einer sich top entwickelnden Technik noch genauer werden. Das wird uns in der Anpassung an den Klimawandel helfen, aber nicht retten. Dass die Nachfrage nach regionalen Wettervorhersagen rasant steigt, zeigt, wo der wunde Punkt liegt. Die Prognosen werden in Zukunft dank einer sich top entwickelnden Technik noch genauer werden. Das wird uns in der Anpassung an den Klimawandel helfen, aber nicht retten.

Wie empfindlich Bevölkerung und Infrastruktur auf den Klimawandel reagieren, zeigt sich bereits in der Tatsache, dass Wetterdienste weltweit extrem boomen.

Es hat nicht nur mit den körperlichen und emotionalen Empfindlichkeiten jedes Einzelnen zu tun, dass sich die Mehrzahl der Menschen fürs Wetter interessiert. Vielmehr ist es so, dass das Wetter unser gesamtes Leben beeinflusst. Die Anpassung an das sich ändernde Klima betrifft maßgebliche Bereiche unserer Gesellschaft:

Wasserversorgung, Land- und Forstwirtschaft, das Wohnen, die Mobilität, die Wirtschaft, die Energieversorgung und nicht zuletzt den Schutz vor Gefahren wie Hochwasser. Deshalb gilt der Klimawandel zu Recht als eine der größten Herausforderungen. Trotz aller Abkommen und Versprechen, egal, ob in Paris oder zuletzt in Marrakesch:

Derzeit sieht es so aus, als würde sich die Erde eher um drei Grad erwärmen als nur um zwei Grad. Das sind keine guten Nachrichten. Optimist ist der, der hofft, dass das Paris-Abkommen trotz Trump, der den Klimawandel als eine Erfindung der Chinesen bezeichnete und dessen Position unklar und wechselnd ist, überleben wird – schlicht aus dem Grund, dass zu viele andere Länder schon zu viel investiert haben. Wie empfindlich die Bevölkerung und Infrastruktur auf den bereits stattfindenden Klimawandel reagieren, wurde bis dato gerne übersehen bzw. verdrängt. Mehr Hitzetage, schrumpfende Gletscher, mehr starke Niederschläge werden die Folgen der globalen Erwärmung für Österreich sein. Der Alpenraum ist von der Klimaänderung dabei doppelt so stark betroffen wie das globale Mittel. Dass die Nachfrage nach regionalen Wettervorhersagen rasant steigt, zeigt, wo der wunde Punkt liegt. Die Prognosen werden in Zukunft dank einer sich top entwickelnden Technik noch genauer werden. Das wird uns in der Anpassung an den Klimawandel helfen, aber nicht retten.

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23.01.2017

Terror in Österreich: Nach Festnahme in Wien weitere Festnahme in Deutschland

Nach der Festnahme eines Tatverdächtigen in Wien-Favoriten wurde ein weiterer Tatverdächtiger in Deutschland verhaftet. Die Ermittlungen sind weiterhin im Gange. Nach der Festnahme eines Tatverdächtigen in Wien-Favoriten wurde ein weiterer Tatverdächtiger in Deutschland verhaftet. Die Ermittlungen sind weiterhin im Gange.

Hinweise auf eine konkrete Terrorgefahr und Ermittlungen führten die Polizei zu einem Tatverdächtigen in Wien. Er steht im Verdacht, sich radikalisiert zu haben und wurde am 20. Jänner 2017 kurz nach 18 Uhr in Wien Favoriten festgenommen. "Aufgrund von konkreten Hinweisen und unserer hervorragenden Vernetzung im Ausland war es möglich, so rasch zu einem Ermittlungserfolg zu kommen", sagte Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka am Abend des 20. Jänner 2017 bei einer Pressekonferenz in Wien. "Weitere Ermittlungsschritte sind derzeit im Gange." Die Hinweise waren vor wenigen Tagen eingegangen. Sie verdichteten sich zu einem Gesamtbild. "Es ist uns innerhalb weniger Tage gelungen, den Tatverdächtigen zu identifizieren und die Verdachtsmomente zu konkretisieren", sagte der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, Mag. Konrad Kogler. "Danach haben wir ihn sehr rasch ausgeforscht und unter Kontrolle gebracht." Die Ermittlungen sind vom Bundesamt für Verfassungsschutz geführt worden.

Am Sonntag wurde der 17-jährige Tatverdächtige auf Antrag der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt Josefstadt eingeliefert. Im Laufe des Wochenendes erfolgten Hausdurchsuchungen an mehreren Adressen in Wien und Niederösterreich. Bei diesen Durchsuchungen wurde Material beschlagnahmt, das aktuell ausgewertet wird. Die Auswertung des Materials sowie der Aussagen des Tatverdächtigen erfordern umfangreiche Detailarbeit. Erste Erkenntnisse zeigen, dass sich der Verdächtige in einem radikalen albanisch-islamistischen Milieu bewegt hat. "Die Person war jederzeit unter Kontrolle", betonte der Sprecher des Innenministeriums.

In Wien wurden neuralgische Orte weiterhin verstärkt überwacht. "Wir haben die Polizeipräsenz an Frequenzpunkten sowohl in Uniform als auch in Zivil sofort erhöht", berichtete Landespolizeivizepräsident Karl Mahrer noch am Freitag. "Diese Maßnahmen bleiben aufrecht." Mahrer ersuchte die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit. "Die Bürgerinnen und Bürger sollen bitte auf alleine gelassene Gegenstände achten, wie Koffer oder Rucksäcke." Verdächtige Wahrnehmungen oder Vorgänge sollen umgehend unter dem Notruf 133 gemeldet werden.

Innenminister Sobotka und Generaldirektor Kogler hatten am Freitag einen Arbeitsbesuch in Deutschland abgebrochen und waren nach Wien zurückgekehrt. Deutschland hat der österreichischen Bundesregierung enge Kooperation zugesichert. Die österreichischen Sicherheitsbehörden und das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) arbeiten eng zusammen.

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09.01.2017

Neuer Post-Rekord: 81,5 Millionen Pakete im Jahr 2016

Durchschnittlich bearbeitet die Österreichische Post 320.000 Pakete täglich. Durchschnittlich bearbeitet die Österreichische Post 320.000 Pakete täglich.

Wie bereits in den Jahren zuvor verzeichnete die Österreichische Post auch 2016 einen neuerlichen Paketrekord. 81,5 Millionen Pakete transportierte das Logistikunternehmen im vergangenen Jahr. Im Vergleich zum Jahr 2015, in dem insgesamt 80 Millionen Pakete versendet wurden, entspricht das einer Steigerung von knapp zwei Prozent – und dass trotz zunehmendem Wettbewerb am Paketmarkt. Getrieben wird das Wachstum vor allem durch steigende B2C-Paketmengen (Pakete an Privatkunden), die dem wachsenden Online-Handel geschuldet sind.

Durchschnittlich bearbeitet die Österreichische Post 320.000 Pakete täglich. Eine Steigerung ist vor allem rund um Weihnachten zu verzeichnen, wo die durchschnittlichen Paketmengen auf rund 410.000 Sendungen am Tag ansteigen. Am Wochenende des 10. und 11. Dezember 2016 wurden insgesamt sogar 615.000 Pakete von den Postlerinnen und Postlern verarbeitet – was fast doppelt so viele sind wie abseits der Hochsaison.

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28.12.2016

In Österreich heuer weniger Verkehrstote als im Vorjahr – aber immer noch 423 Todesopfer

In Österreich heuer weniger Verkehrstote als im Vorjahr – aber immer noch 423 Todesopfer In Österreich heuer weniger Verkehrstote als im Vorjahr – aber immer noch 423 Todesopfer

Nach dem Anstieg im Vorjahr, ist heuer die Zahl der Verkehrstoten in Österreich wieder gesunken. Die Zahl der Todesopfer ist aber nach wie vor hoch: 423 Menschen kamen seit Jahresbeginn im Straßenverkehr ums Leben, berichtet der VCÖ. Am Ende des Vorjahres waren 475 Todesopfer zu beklagen. Im Jahr 2014 war die Zahl der Verkehrstoten mit 430 am niedrigsten seit Bestehen der Unfallstatistik.

In sechs Bundesländern ging die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle zurück, vor allem dort, wo es im Vorjahr einen starken Anstieg gab. Einzige Ausnahme ist die Steiermark, wo zum dritten Mal in Folge die Zahl der tödlichen Verunglückten gesunken ist, macht der VCÖ aufmerksam. In Oberösterreich, Vorarlberg und Wien nahm die Zahl der Verkehrstoten zu. Die meisten Verkehrstoten weist Niederösterreich auf, wo 112 Menschen tödlich verunglückten – zehn Mal so viele wie in Vorarlberg.

„Es gibt nur eine akzeptable Anzahl tödlicher Verkehrsunfälle und die heißt null. Diesem Ziel gilt es durch weitere Maßnahmen so nahe wie möglich zu kommen. Denn hinter den Zahlen verbirgt sich das Leid vieler Familien, die Angehörige durch einen Verkehrsunfall verloren haben“, spricht sich VCÖ-Sprecher Christian Gratzer für weitere Verkehrssicherheitsmaßnahmen aus. Der VCÖ weist auf die Schweiz hin, wo die Zahl der Verkehrstoten deutlich niedriger ist. Im Vorjahr kamen in der Schweiz 253 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Im 1. Halbjahr 2016 waren in der Schweiz 85 Verkehrstote zu beklagen, in Österreich war die Opferzahl mit 190 mehr als doppelt so hoch.

Ein Grund für die höhere Verkehrssicherheit in der Schweiz ist das dichte öffentliche Verkehrsnetz mit häufigen Verbindungen. Das Unfallrisiko mit dem Pkw ist etwa 50 Mal so hoch wie mit der Bahn. „Je mehr Menschen die Möglichkeit haben, ihre Alltagswege mit dem Öffentlichen Verkehr zurückzulegen, umso besser für die Verkehrssicherheit“, so VCÖ-Sprecher Gratzer. Vor allem in den Ballungsräumen und in den Regionen ist das Angebot deutlich zu verbessern. Da für Gemeinden die Finanzierung von öffentlichen Verkehrsangeboten oft schwierig ist, spricht sich der VCÖ dafür aus, dass Gemeinden einen Teil der Einnahmen aus den Verkehrsstrafen für solche Projekte bekommen.

Wesentlich sind zudem im Ortsgebiet Maßnahmen für mehr Sicherheit für die Schwächsten im Verkehr. „Bei den Fußgängerinnen und Fußgängern sind ältere Menschen die größte Opfergruppe. Das Verkehrssystem nimmt auf ältere Menschen zu wenig Rücksicht. Wir brauchen eine seniorengerechte Verkehrsplanung im Ortsgebiet“, betont VCÖ-Sprecher Gratzer. Konkret bedeutet das mehr Verkehrsberuhigung, übersichtliche Straßenübergänge und breite Gehwege sowie bei Fußgängerampeln längere Grünphasen und kürzere Rotphasen.

Zudem braucht es in Österreich verstärkte Maßnahmen gegen die Hauptursachen der tödlichen Unfälle zu hohes Tempo sowie Ablenkung und Unachtsamkeit.

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11.12.2016

Zoll kann Weihnachtsshopping im Ausland verteuern

Die Zollfreigrenze liegt bei der Einfuhr aus Nicht-EU-Ländern über den Luftweg bei 430 Euro. Die Zollfreigrenze liegt bei der Einfuhr aus Nicht-EU-Ländern über den Luftweg bei 430 Euro.

Weihnachtsgeschenke aus dem Ausland sind beliebt – so bekommt der Beschenkte häufig etwas, das man hierzulande nicht so oft sieht. "Allerdings kann der Shopping-Trip ins Ausland teurer werden als geplant", weiß ÖAMTC-Touristikerin Kristina Tauer. "Denn wer sich vorher nicht mit den Zollbestimmungen vertraut macht, muss bei der Heimreise ordentlich nachzahlen, wenn er die Freigrenzen nicht kennt."

Auf der sicheren Seite ist man beim Einkauf in einem EU-Land. "Waren für den eigenen Bedarf – dazu zählen auch Geschenke – sind innerhalb der EU zollfrei "So kann zum Beispiel eine 600 Euro teure Handtasche aus Paris ohne Probleme als Geschenk für die Freundin zollfrei nach Österreich eingeführt werden", erklärt die ÖAMTC-Expertin. Wer die gleiche Tasche hingegen in New York kauft, muss am Heimatflughafen in Österreich nachzahlen.

Freimengen zusammenlegen ist nicht möglich

Die Zollfreigrenze liegt bei der Einfuhr aus Nicht-EU-Ländern über den Luftweg bei 430 Euro. Überschreitet der Wert der Geschenke diesen Betrag, müssen sie verzollt werden. "Das bedeutet, dass man am Flughafen durch den 'roten Ausgang' muss", so die ÖAMTC-Touristikerin. Wer die Grenze hingegen auf dem Landweg oder per Schiff passiert, muss mit einem Freibetrag von 300 Euro auskommen, wenn er nicht nachzahlen will. Vorsicht: Kinder bis zum 15. Lebensjahr haben eine Freigrenze von 150 Euro – unabhängig, ob sie auf dem Land- oder dem Luftweg reisen.

Wie hoch der Zoll letztlich ist, richtet sich nach dem Warenwert. Bei einem Wert, der über der Freigrenze, jedoch unter 700 Euro liegt, wird in Österreich meist mit einem Pauschalsatz von 2,5 Prozent verzollt. Bei Waren ab 700 Euro fällt eine höhere Nachzahlung an, die von der Warengruppe abhängt. "Eine Zusammenlegung der Reisefreimengen mehrerer Personen ist übrigens nicht möglich", stellt die ÖAMTC-Expertin klar. "Das heißt, ein Ehepaar kann die 600 Euro teure Handtasche aus dem Beispiel nicht mit der Argumentation, gemeinsam über eine Freigrenze von 860 Euro zu verfügen, zollfrei einführen."

Belege aufbewahren, damit erst gar kein Verdacht aufkommt

Reisende sollten nach Möglichkeit immer alle Kaufbelege aufbewahren. Wer beispielsweise neuwertige Produkte bereits auf die Reise mitnimmt, kann den Verdacht, diese im Ausland gekauft zu haben, mit mitgebrachten Kopien der Kaufbelege entkräften.

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07.08.2017

Lochauer Volksschüler zeichnen (für) i+R-Baustelle

Kräne, Bagger, Mischmaschinen: Lochauer Volksschüler erhielten vom Bauunternehmen i+R den „Großauftrag“, den Bauzaun um das Wohnbauprojekt „Mein Seedomizil“ am ehemaligen Rupp-Areal zu verschönern Kräne, Bagger, Mischmaschinen: Lochauer Volksschüler erhielten vom Bauunternehmen i+R den „Großauftrag“, den Bauzaun um das Wohnbauprojekt „Mein Seedomizil“ am ehemaligen Rupp-Areal zu verschönern

39 Bilder im Großformat zieren Bauzaun um Wohnbauprojekt „Mein Seedomizil“

Einen wahren Großauftrag vergab die i+R Wohnbau an die Schüler zweier Klassen der Volksschule Lochau: Im Rahmen ihres Zeichenunterrichts malten 39 Mädchen und Buben Bilder, die in Riesenformaten seit Juli auf der Baustelle am ehemaligen Rupp-Areal zu bewundern sind.

Kräne, Bagger, Mischmaschinen: Sicher eingezäunt ist von den beeindruckenden Baustellen-Fahrzeugen meist nur ein kleiner Teil zu sehen. Nicht so beim i+R-Projekt „Mein Seedomizil“ in Lochau. Was hier alles fährt, hebt und gräbt, brachten 39 Schülerinnen und Schüler der hiesigen Volksschule zunächst zu Papier. Aufgezogen auf riesige Transparente zieren ihre Zeichnungen seit Juli den Bauzaun um das frühere Rupp-Areal.

Kreative Form der Bürgerbeteiligung

Für Alexander Stuchly, Geschäftsführer der i+R Wohnbau, ist das Schulprojekt eine besondere Form der Bürgerbeteiligung. „Mit dem Bauprojekt wächst die Gemeinde Lochau in den nächsten Jahren um ein neues, großes Wohnareal. Wir wollen die Bevölkerung mitnehmen und mit ihr etwas schaffen, was Teil der Gemeinde wird. Dass wir die Jüngsten dafür gewinnen konnten, freut uns ganz besonders.“

Bereits im Frühjahr machten sich die Mädchen und Buben einer ersten und einer vierten Klasse der Volksschule gemeinsam mit ihrer Zeichenlehrerin an die Gestaltung des Bauzauns. Ausgestattet mit Zeichenmaterial und Jause ließen sie ihrer Kreativität im ehemaligen „Bauart“-Gebäude freien Lauf. Und hatten sichtlich Spaß daran.

Infos: www.ir-wohnbau.at

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

Pzwei. Pressearbeit, Daniela Kaulfus, Telefon 0043/699/19259195, Mail daniela.kaulfus@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: i+R Wohnbau/Alexandra Serra,
16.07.2017

Bundesheer-General: Wehrdienst ist Teil der Bundesverfassung

"Jeder männliche Staatsbürger ist wehrpflichtig. Staatsbürgerinnen können freiwillig Dienst im Bundesheer als Soldatinnen leisten und haben das Recht, diesen Dienst zu beenden." "Jeder männliche Staatsbürger ist wehrpflichtig. Staatsbürgerinnen können freiwillig Dienst im Bundesheer als Soldatinnen leisten und haben das Recht, diesen Dienst zu beenden."

"Der Wehrdienst ist Teil der Bundesverfassung und kann daher auch nicht durch andere Tätigkeiten ersetzt werden", reagierte heute, Dienstag, der Generalstabschef des Österreichischen Bundesheeres, General Othmar Commenda, auf Aussagen des Vorarlberger Polizeidirektors und wies damit dessen Vorschlag klar und eindeutig zurück.

Dieser hatte gefordert, dass Polizeischüler von der Wehrpflicht befreit werden sollten. Commenda bezeichnet diesen Vorschlag als einen unzulässigen Eingriff in die Österreichische Bundesverfassung. "Die Österreichische Bevölkerung hat sich im Jahr 2013 in einer Volksbefragung eindeutig für die Beibehaltung der Wehrpflicht ausgesprochen. Es sollte daher nicht versucht werden, diese Entscheidung des Souveräns durch die Hintertür zu umgehen", so Commenda.

Im Artikel 9a der Bundesverfassung heißt es dazu: "Jeder männliche Staatsbürger ist wehrpflichtig. Staatsbürgerinnen können freiwillig Dienst im Bundesheer als Soldatinnen leisten und haben das Recht, diesen Dienst zu beenden. Wer die Erfüllung der Wehrpflicht aus Gewissensgründen verweigert und hievon befreit wird, hat die Pflicht, einen Ersatzdienst (Zivildienst) zu leisten". "Gerade Beamte, die auf die Bundesverfassung der Republik Österreich angelobt wurden, sollten diese auch kennen", sagte der General abschließend.

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11.07.2017

Kaplan Bonetti Sozialwerke feierten 60-jähriges Jubiläum

Das leitende Team der Kaplan Bonetti Sozialwerke feierte am 9. Juli 2017 das 60-jährige Bestehen des Unternehmens: Bohuslav Bereta (Leiter Wohnhaus), Michael Hämmerle (Leiter Beratungsstelle), Cornelia Matt (Geschäftsführerin), Helmut Johler (Leiter Arbeitsprojekte), Dekan Erich Baldauf (Obmann Verein der Freunde Kaplan Bonetti). Das leitende Team der Kaplan Bonetti Sozialwerke feierte am 9. Juli 2017 das 60-jährige Bestehen des Unternehmens: Bohuslav Bereta (Leiter Wohnhaus), Michael Hämmerle (Leiter Beratungsstelle), Cornelia Matt (Geschäftsführerin), Helmut Johler (Leiter Arbeitsprojekte), Dekan Erich Baldauf (Obmann Verein der Freunde Kaplan Bonetti).

„Menschen stärken und aus der Krise in ein stabiles Leben begleiten“

Die Kaplan Bonetti Sozialwerke blickten am Sonntag nicht nur auf bewegte sechzig Jahre zurück. Der runde Geburtstag war vor allem Anlass, auf die gesellschaftliche Verantwortung gegenüber armutsgefährdeten Menschen hinzuweisen. Mehr als 350 Gäste folgten der Einladung zum Sommerfest: mit einer Messe in Gedenken an den 10. Todestag von Emil Bonetti, dessen Leibspeise – Kässpätzle – und einem bunten Programm für Mitarbeiter, Bewohner und Besucher.

„Eine Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, wie sie Menschen in Krisen begleitet und ihnen einen Neustart und ein würdiges Dasein ermöglicht“, sagte Pfarrer Erich Baldauf, Obmann des Vereins der Freunde Kaplan Bonetti, bei der 60-Jahrfeier der Kaplan Bonetti Sozialwerke am Sonntag.

Im Juli 1957 hatte der Kaplan das Haus der jungen Arbeiter übernommen. Fünfzig Jahre lang, bis zu seinem Tod am 9. Juli 2007, leitete Bonetti dieses in seiner unnachahmlichen Weise. Diesen Tag nahmen die Sozialwerke zum Anlass, die jahrzehntelange Entwicklung zum heutigen, modernen Sozialen Unternehmen mit einem öffentlichen Sommerfest zu feiern. Zum Festauftakt hielt Generalvikar Monsignore Rudolf Bischof eine Gedenkmesse für den Gründer Emil Bonetti.

Keine Randgruppe, sondern Teil der Gesellschaft

Ein Bild vom Leben bei den Kaplan Bonetti Sozialwerken konnten sich die Besucher in einer Ausstellung machen: Mit Einwegkameras hatten Bewohner und Beschäftigte Fotos von Szenen aus ihrem Alltag gemacht. „Die Menschen stehen mitten im Leben und sind Teil unserer Gesellschaft, keine Randgruppe. Sie haben dieselben Bedürfnisse wie wir alle“, erklärte Geschäftsführerin Cornelia Matt.

Diese Sichtweise bringen die Kaplan Bonetti Sozialwerke auch in ihren neuen Imagebroschüren unter dem Motto „Jeder Mensch …“ zum Ausdruck. Kernaussagen sind beispielsweise „Jeder Mensch braucht ein menschenwürdiges Dach über dem Kopf“ oder „… eine Hand, die ihn unterstützt“.

Langfristige Begleitung als Ziel

Daran knüpft auch das Ziel, langzeitarbeitslose Menschen in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren und auf ihrem Weg in ein normales Leben zu begleiten. Dafür möchte Matt Ehrenamtliche gewinnen: „Die Betroffenen sind oft einsam, ihre Hemmschwelle auf andere zuzugehen ist hoch. Wir wollen motivierte Freiwillige ansprechen, die sie bei alltäglichen Aktivitäten begleiten.“

Leistbarer Wohnraum dringend nötig

Um Notleidenden eine echte Chance zu geben, braucht es mehr leistbaren Wohnraum, so Michael Hämmerle, Leiter der Kaplan Bonetti Beratungsstelle. Hohe Mieten sind mit den stagnierenden Löhnen kaum zu vereinbaren. Die gekürzte Mindestsicherung verschärft die Lage zusätzlich. „Die Wohnbauoffensive des Landes ist ein positives Signal und muss rasch umgesetzt werden“, so Hämmerle, „denn ein Dach über dem Kopf ist die Basis für eine sichere Zukunft.“

Dauerarbeitsplätze sehen die Sozialwerke als Lösung für Menschen, die aufgrund ihres Alters oder Krankheit am ersten Arbeitsmarkt nicht vermittelbar sind. „Ein sinnstiftender Alltag erleichtert den Betroffenen einen Neustart“, ist Cornelia Matt überzeugt.

Information: www.kaplanbonetti.at

Factbox Kaplan Bonetti Sozialwerke:

Auszug Jahresbericht 2016

Wohnprojekte

287 Bewohner, davon 85% Männer, 15% Frauen

Staatsangehörigkeit:

60% Österreich

17% EU-Länder

23% Nicht-EU-Länder

Altersstruktur:

26% 35-44 Jahre

22% 25-34 Jahre

jeweils 16% 45-54 sowie 55-64 Jahre

4% 18-24 Jahre

6% über 65 Jahre

Notübernachtungen: 109 Personen

Insgesamt 36.000 Nächtigungen im Kaplan Bonetti Haus

Beratungsstelle

Beratungsstunden 10.086,50 Stunden

Betreute Haushalte 1.259 (+ 17% gegenüber 2015)

Staatsangehörigkeit:

49,7% Österreich

13,2% EU-Länder

37,1% Nicht-EU-Länder

Delogierungsprävention: 55 abgeschlossene Fälle

Arbeitsprojekte

Beschäftigte: 347, davon 64% Männer, 36% Frauen

Spenden

rund 42.000 Euro

Rückfragehinweis für Journalisten:

Kaplan Bonetti gemeinnützige GmbH, Mag. Cornelia Matt, Telefon 05572/23061-79, Mail cornelia.matt@kaplanbonetti.at

Pzwei. Pressearbeit, Mag. Daniela Kaulfus, Telefon 0699/19259195, Mail daniela.kaulfus@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E. / Foto: Kaplan Bonetti Sozialwerke/Cornelia Hefel
06.06.2017

Greenpeace-Analyse: Schon 311 österreichische Gemeinden verzichten auf Glyphosat

Die Bundeshauptstadt Wien verzichtet zumindest großteils auf Glyphosat. In den meisten Gemeinden ist der Einsatz des Wirkstoffes im öffentlichen Raum jedoch weiterhin Standard, zum Beispiel in Parks, auf Friedhöfen oder an Straßenrändern Die Bundeshauptstadt Wien verzichtet zumindest großteils auf Glyphosat. In den meisten Gemeinden ist der Einsatz des Wirkstoffes im öffentlichen Raum jedoch weiterhin Standard, zum Beispiel in Parks, auf Friedhöfen oder an Straßenrändern

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat alle 2.100 Gemeinden in Österreich zu ihrem Glyphosat-Einsatz befragt. Bereits 311 Gemeinden verzichten im eigenen Wirkungsbereich vollkommen auf den umstrittenen Unkrautvernichter. Das sind knapp 15 Prozent der Gemeinden in Österreich, darunter auch die Landeshauptstädte Graz, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt und St. Pölten. Die Bundeshauptstadt Wien verzichtet zumindest großteils auf Glyphosat. In den meisten Gemeinden ist der Einsatz des Wirkstoffes im öffentlichen Raum jedoch weiterhin Standard, zum Beispiel in Parks, auf Friedhöfen oder an Straßenrändern. Greenpeace fordert von den verbleibenden Gemeinden, jetzt Verantwortung zu übernehmen und ebenfalls auf Glyphosat zu verzichten. Landwirtschafts- und Umweltminister Andrä Rupprechter solle die verbleibende Amtszeit in der gegenwärtigen Regierung sinnvoll nutzen und sich endlich klar gegen Glyphosat positionieren.

„Inzwischen leben schon 22 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher in Gemeinden, die völlig auf Glyphosat verzichten. Das ist eine gute Nachricht, es sollten aber 100 Prozent sein“, sagt Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftssprecher bei Greenpeace in Österreich. „Anstatt auf ein dringend notwendiges Glyphosat-Verbot zu warten, haben die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister hier selbst die Initiative ergriffen. An ihnen kann sich ganz Österreich und auch Europa ein Vorbild nehmen.“ Viele dieser Gemeinden haben sich erst in den letzten zwei Jahren dafür entschieden, den Einsatz von Glyphosat zu verbieten. Hier ist ein positiver Trend erkennbar. Erfreulich ist laut Greenpeace auch, dass viele der Gemeinden auf gänzlich chemiefreie Alternativen wie Kehrbesen oder moderne Heißdampfverfahren umgestiegen sind und somit die Gesamtbelastung mit chemisch-synthetischen Pestiziden reduziert haben.

„Städte wie Graz oder Klagenfurt beweisen, dass es auch in großflächigen Gemeinden mit verschiedensten Arten von Grünflächen möglich ist, auf den Einsatz von Glyphosat zu verzichten. Umso unverständlicher ist es, dass eine Mehrheit der Gemeinden ihre Bevölkerung und ihre Gemeindebediensteten diesem Risiko weiterhin aussetzt“, so Theissing-Matei. Greenpeace fordert daher alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Österreich dazu auf, im eigenen Wirkungsbereich den Einsatz von Glyphosat zu beenden.

Auf europäischer Ebene wird derzeit ein weiteres Mal über die Zukunft des Unkrautvernichters diskutiert. Die Europäische Kommission hatte erst vor wenigen Wochen angekündigt, sich für eine Neuzulassung von Glyphosat für weitere zehn Jahre stark zu machen. Eine Abstimmung darüber könnte frühestens im Sommer stattfinden. Bereits über 800.000 Menschen haben das europäische Volksbegehren gegen Glyphosat unterzeichnet. „Das ist ein klarer Auftrag an die Politik: Die Menschen in der Europäischen Union wollen kein Glyphosat mehr. Für Österreich muss sich Landwirtschafts- und Umweltminister Rupprechter endlich in Brüssel gegen Glyphosat positionieren“, so Theissing-Matei abschließend.

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28.04.2017

Zeckenschutzmittel: Nur Gift wirkt, sanfte Mittel bringen wenig

Babesiose, Borreliose, Anaplasmose… Die Liste der gefährlichen Krankheiten, die der Zeck auf Hund oder Katze übertragen kann, wird immer länger. Babesiose, Borreliose, Anaplasmose… Die Liste der gefährlichen Krankheiten, die der Zeck auf Hund oder Katze übertragen kann, wird immer länger.

Zecken können nicht nur auf Menschen viele gefährliche Krankheiten übertragen, sondern auch auf deren liebste Gefährten: Hunde und Katzen. Doch viele Haustierbesitzer fragen sich: wie effektiv sind die verschiedenen Zeckenschutzmittel? Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat die Wirksamkeit von 20 Präparaten getestet, hauptsächlich Halsbänder und Lösungen zum Auftropfen. Das Ergebnis ist klar: die giftigen Mittel wirken, von den sanften haben die meisten nicht einmal abschreckende Wirkung. Details zum Test sind ab 27. April im neuen KONSUMENT und unter konsument.at zu finden.

Babesiose, Borreliose, Anaplasmose… Die Liste der gefährlichen Krankheiten, die der Zeck auf Hund oder Katze übertragen kann, wird immer länger. Durch den Klimawandel treten bereits jetzt in unseren Breiten Erreger auf, die früher auf südlichere Regionen beschränkt waren. Die Notwendigkeit für den Schutz vor Zeckenbissen ist also für Haustiere, die sich auch im Freien aufhalten, groß. Doch durch die Menge der auf dem Markt angebotenen Präparate fühlen sich manche Konsumentinnen und Konsumenten überfordert: welche Mittel sind effizient – und muss ich mein Tier mit Gift in Kontakt kommen lassen oder gibt es ungiftige Alternativen, die ebenso wirken? Um eine schlüssige Antwort darauf geben zu können, hat der Verein für Konsumenteninformation 20 Zeckenschutzprodukte getestet. Darunter befanden sich 7 Halsbänder, 12 Spot-ons und eine Bernsteinkette. 8 von allen untersuchten Präparaten versprachen abtötende, 12 ausschließlich abschreckende Wirkung.

Ein Freiland-Versuch mit Hunden und Katzen kam wegen möglicher Nebenwirkungen und der erwähnten Ansteckungsgefahr nicht in Frage. Daher wurde nur im Labor untersucht. Die Tester griffen dabei nur auf die erwachsenen Weibchen des Gemeinen Holzbocks zurück, denn Nymphen und Larven finden sich seltener auf Hunden und Katzen.

Der VKI-Test zeigt, dass es sehr wohl Mittel gibt, die den gemeinen Holzbock abtöten. Doch sind hier meist Wirkstoffe im Einsatz, die große Aufmerksamkeit des Tierhalters verlangen: durch die Verwendung von Nervengiften ist einerseits eine sehr genaue auf das Körpergewicht des Tieres abgestimmte Dosierung notwendig, andererseits der Kontakt zu Kindern oder anderen Tieren zu vermeiden. Von diesen abtötenden, oft apothekenpflichtigen Mitteln sind 5 schnell wirksam, 1 wirksam und 2 verzögert wirksam.

Auf ungiftige Produkte zurückzugreifen bringt wenig. Denn unter den Präparaten mit lediglich abschreckender Wirkung sind 3 eingeschränkt wirksam und 9 nicht wirksam. Diese Zeckenschutzmittel, mit meist pflanzlichem Wirkstoff, sollten aber trotzdem nicht sorglos verwendet werden: Auch sie können unerwünschte Nebenwirkungen haben.

Das Resümee des VKI nach diesem Test: Die gesündeste und umweltfreundlichste Variante bleibt, das Tier nach dem Aufenthalt im Freien abzusuchen und gegebenenfalls die Zecken abzuklauben. Soll aber ein Zeckenschutzmittel verwendet werden, wäre es sinnvoll, mit dem Tierarzt darüber zu beraten.

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