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Dienstag 22.05.2012 03:40
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Chronik

19.05.2012

"profil"-Umfrage: Jeder fünfte Österreicher hält Kardinal Schönborn für rückschrittlich

Jeder fünfte Österreicher hält Kardinal Schönborn für rückschrittlich Jeder fünfte Österreicher hält Kardinal Schönborn für rückschrittlich

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hält jeder fünfte Österreicher (20%) Kardinal Christoph Schönborn für einen rückschrittlichen Geistlichen. Fast die Hälfte der Befragten (47%) hält Schönborn laut der im Auftrag von "profil" vom Meinungsforschungsinstitut Karmasin Motivforschung durchgeführten Umfrage für weder fort- noch rückschrittlich. 17% hingegen denken, der Kardinal sei ein progressiver Geistlicher.

Für Verwirrung sorgte Schönborn im Juli 2005 mit seinem in der New York Times veröffentlichten Text „Finding Design in Nature“, sowie mit vielen weiteren öffentlichen Äußerungen, in denen er seine Gedanken über die Evolutionstheorie äußerte. Darin bezeichnet er die Auffassung, dass der Zufall die primäre Komponente der Evolution sei, als Dogma und Ideologie. Seiner Meinung nach ist ein der Evolution innewohnender göttlicher Plan und Zweck erkennbar (siehe theistische Evolution).

Der Kardinal übte Kritik an der Idee einer gleichgeschlechtlichen Ehe. Noch im Jahr 2008 kritisierte er gleichgeschlechtliche Ehe in einer Predigt. Er nannte unter anderem die Einführung einer derartigen Ehe ein "Nein zum Leben". Künstliche Empfängnisverhütung, Abtreibung und gleichgeschlechtliche Ehen sollen zusammengenommen zum Ende der europäischen Kultur führen: "Europa ist im Begriff zu sterben, da es Nein zum Leben gesagt hat."

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Th1979
18.05.2012

Stoppelfreier Sommer: TU-Studierende machen Epilieren effektiver

Stoppelfreier Sommer: TU-Studierende machen Epilieren effektiver Stoppelfreier Sommer: TU-Studierende machen Epilieren effektiver

Für einen "glatten" Start in den Sommer entfernen nicht nur Frauen, sondern zunehmend auch Männer ungewollte Körperbehaarung. Um die Enthaarung noch gründlicher zu machen, entwickelten zehn Studierende aus sechs Nationen im Rahmen des "product innovation project" der TU Graz eine erweiterte Anwendung für Epiliergeräte, die übrig gebliebene Haare erkennt und den Benutzer darauf aufmerksam macht. Gestern präsentierten sie ihre Innovation der Öffentlichkeit.

Schmerzhaften Selbstversuchen haben sich die zehn Studierenden für das "product innovation project" unterzogen: "Um die Schwachstellen von Epiliergeräten zu erkennen, musste auch das eine oder andere Männerbein unter die surrenden Pinzetten", berichtet Stefan Obermoser, Projektmanager des "Team Spectrum" und Student an der TU Graz. Die Aufgabenstellung von Industriepartner Philips Consumer Lifestyle Klagenfurt war bewusst sehr diffus –die Problemfindung Teil der Challenge, ganz wie in der realen Arbeitswelt. Durch Selbstversuche und umfangreiche Kundenbefragungen war das Problem freigelegt: "Einzelne Haare bleiben übrig. Sie sind zwar nicht gut sichtbar, aber fühlbar und stören ein glattes Hautbild", erklärt Obermoser. Die Lösung der internationalen Projektgruppe: Eine Spezialanwendung am Gerät, die den Kontrast zwischen behaarter und haarloser Haut mittels einer eigenen Software erkennt und den Benutzer durch Blinken, Vibrieren oder Piepsen auf den verbliebenen "Wildwuchs" aufmerksam macht.

Über 100 Ideen für verbesserte Epilationsergebnisse haben die Studierenden aus Russland, Finnland, China, Slowenien, Italien und Österreich innerhalb eines Studienjahres hervorgebracht. Fünf davon werden derzeit auf Patentierbarkeit überprüft, zusätzlich wurden zehn Prototypen entwickelt. "Damit ist das ‚product innovation project' heuer besonders erfolgreich verlaufen", resümiert Lehrveranstaltungsleiter Georg Premm. Besonders herausfordernd war auch die internationale Zusammenarbeit: "Was wir auf alle Fälle gelernt haben: Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg in der interkulturellen Teamarbeit. Zum Beispiel hat ein leises "OK" unseres chinesischen Kollegen nicht immer Zustimmung bedeutet, eine offene Gesprächsbasis hat uns in solchen Situationen sehr weitergeholfen", schmunzelt Obermoser.

Das Konzept für das "product innovation project" kommt aus Finnland und hat sich seit seiner Premiere 2007 auch an der TU Graz durchgesetzt. Studierende verschiedener Disziplinen und Universitäten in mehreren Ländern arbeiten gemeinsam an einer Aufgabe. Ziel ist es, im Team einen funktionierenden Prototypen zu bauen. "Eine sehr praxisnahe Lehrveranstaltung, die Spaß macht und bei Studierenden die Leidenschaft zur Produktentwicklung weckt", meint Christian Ramsauer, Leiter des Instituts für Industriebetriebslehre und Innovationsforschung an der TU Graz. Industriepartner ist wie im Vorjahr Philips Consumer Lifestyle Klagenfurt. Akademische Partner sind Universitäten in Marburg und Helsinki sowie die Karl-Franzens-Universität Graz.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
18.05.2012

"KURIER"-Kommentar von Martina Salomon: "Dalai Lama, König der Herzen"

Wenn Journalisten, denen sonst nichts heilig ist, plötzlich ironiefrei über "Seine Heiligkeit" schreiben - dann ist der Dalai Lama da. Wenn Journalisten, denen sonst nichts heilig ist, plötzlich ironiefrei über "Seine Heiligkeit" schreiben - dann ist der Dalai Lama da.

Wenn Journalisten, denen sonst nichts heilig ist, plötzlich ironiefrei über "Seine Heiligkeit" schreiben - dann ist der Dalai Lama da. Er wirkt wie ein Gegenentwurf zur westlichen Lebensart: ohne Hektik, obwohl er in Wahrheit ein rastlos Reisender ist; unfassbar friedlich und immer freundlich - trotz der tragischen Geschichte seines von China unterdrückten Volkes. Und das Oberhaupt der Gelugpa (die Gelbmützen, ein großer buddhistischer Orden) scheint die Weisheit gepachtet zu haben. Wie wohltuend in Zeiten, wo uns nicht einmal Experten zweifelsfrei sagen können, ob zum Beispiel Griechenland die Eurozone verlassen soll! Ist Wachstum in diesem Pleitestaat nur möglich, wenn er so wie früher die eigene Währung abwerten kann? Oder reißt Griechenland die ganze Eurozone mit sich, wenn es aus dem Währungsclub rausgeschmissen wird? Aber mit so profanen Fragen ist der 14. Dalai Lama nicht konfrontiert. Einem wirklich kritischen Dialog muss er sich nie stellen, was es bedeutend einfacher macht, ein Säulenheiliger zu bleiben.

Studien zeigen es: Niemand genießt höhere Glaubwürdigkeit als er. Auch im österreichischen OGM-Vertrauensindex schlägt der Friedensnobelpreisträger den Papst - und zwar haushoch. Wer also - wie auch in Österreich zuhauf - die bunten buddhistischen Fähnchen im Vorgarten wehen hat, signalisiert damit: Seht her, ich bin ein Guter, auf der moralisch richtigen Seite. Das ist ungefähr so wie Grün wählen, seine Kinder in die Montessori-Schule schicken, "noch 148 Mails checken und nur noch kurz die Welt retten", wie es in einem ziemlich witzigen Song heißt. Die Österreicher sind sogar bereit, bis zu 152 Euro für des Dalai Lamas "buddhistische Unterweisungen" und seine diversen Anleitungen zum Weltfrieden zu berappen. Er hat Popstar-Nimbus. Denn wer zahlte je für einen Papst-Besuch im Stephansdom oder anderswo?

Der Dalai-Lama-Kenner und Autor Heinz Nußbaumer hat das Phänomen am vergangenen Sonntag im KURIER auf den Punkt gebracht: Der Dalai Lama stille die "unerfüllte spirituelle Sehnsucht unserer zunehmend vorbild- und glaubenslos gewordenen westlichen Gesellschaft". Man zimmert sich daraus eine unverbindliche "Religion light". Wobei die beeindruckende Persönlichkeit, die der Mönch zweifellos ist, Zweifel verblassen lässt, ob diese Religion aus einem fernen Kulturkreis wirklich so gut zu uns passt und ob sie nicht auch ein paar Schattenseiten hat. Die Botschaften des geistlichen Führers der Tibeter klingen teilweise ziemlich banal und nicht anders als alte Bibelweisheiten. Aber die Wärme, buchstäbliche Buntheit und manchmal geradezu naive Wahrhaftigkeit, die der Dalai Lama ausstrahlt, machen ihn zum Guru für die vielen orientierungslosen Sinnsucher der westlichen Hemisphäre. Das entwaffnet sogar eine gewohnt zynische Berufsgruppe wie Journalisten, die den Papst niemals "Heiliger Vater" nennen würden.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Marco Bonavoglia
13.05.2012

KURIER: SPÖ-Frauen wollen Fotomodel-Tuning sichtbar machen

SPÖ-Frauen fordern eine "Ampel"-Kennzeichnung für Werbeplakate. SPÖ-Frauen fordern eine "Ampel"-Kennzeichnung für Werbeplakate.

SPÖ-Frauensprecherin Andrea Mautz sagt, sie will "die verschobene Wahrnehmung beim Schönheitsideal nicht länger akzeptieren". Sie fordert im Gespräch mit dem KURIER eine "Ampel"-Kennzeichnung für Werbeplakate.

Farbige Punkte sollen anzeigen, wie stark das Bild nachbearbeitet wurde. Grün soll "leichte Veränderungen" (z.B. Farbaufhellungen), gelb "mittelstarke Retusche" (Straffungen, Falten-Entfernung) und rot "starke Veränderungen" markieren. Unter dem letzten Punkt verstehen die SPÖ-Frauen beispielsweise die Entfernung oder Verlängerung ganzer Körperteile.

Mautz: "Die Kampagnen zeigen Menschen, die es im echten Leben überhaupt nicht gibt. Die Konsequenzen sind aber beklemmend real: 13-jährige Mädchen beginnen bereits mit Diäten und Hungerkuren.

Teenager wünschen sich zum Geburtstag Schönheitsoperationen." Das Schönheitsideal soll wieder auf eine "realistischere Ebene" zurückgeführt werden, so Mautz.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
18.05.2012

Einsatzkommando Cobra: Spitzenplätze bei Spezialeinheiten-Vergleichskampf in Jordanien

Spezialeinheiten-Vergleichskampf: Die Beamten des EKO Cobra stellten in Team- und Einzelbewerben ihr Können unter Beweis Spezialeinheiten-Vergleichskampf: Die Beamten des EKO Cobra stellten in Team- und Einzelbewerben ihr Können unter Beweis

Das Einsatzkommando Cobra zählt zu den besten Spezialeinheiten der Welt. Das bestätigte ein Cobra-Team beim "4th Warrior Competition" in Jordanien mit dem zweiten Platz in der Teamwertung, vier Disziplinensiegen sowie dem ersten und zweiten Platz in der Einzelwertung.

35 Teams von Militär- und Polizeispezialeinheiten aus allen Kontinenten nahmen am Vergleichskampf vom 2. bis 6. Mai 2012 im King Abdullah II Special Operations Training Center (KASOTC) in der jordanischen Hauptstadt Amman teil. Das KASOTC ist eines der modernsten Trainingscenter für Antiterroreinheiten. Die Veranstaltung stand unter dem Ehrenschutz des Königs Abdullah von Jordanien.

In sechs anspruchsvollen und einsatznahen Schieß- und Taktikparcours wurde der Teamsieger ermittelt. Das Cobra-Team, Sieger im Vorjahr, wurde heuer Zweiter hinter der GSG 9 aus Deutschland. Den dritten Platz errang ein Team der jordanischen Royal Guard.

In weiteren vier Einzelbewerben wurden die besten Spezialisten der Eliteeinheiten in der "Top-Gun-KASOTC"-Wertung ermittelt. Sieger wurde Andreas B. vor seinem Cobra-Kollegen Heinz E., der im Vorjahr die Einzelwertung gewonnen hatte.

Mit insgesamt vier Disziplinen-Siegen und zwölf "Stockerlplätzen" war das Eko Cobra das erfolgreichste Team dieses Wettbewerbs. Nicht nur die sportlichen Leistungen standen im Vordergrund, sondern vor allem die internationale Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch unter den Spezialeinheiten.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: BM.I
08.05.2012

Die Panikmacher in den Redaktionen - die Lehren aus 2011

Machen die Medien den Menschen Angst? Ja! Machen die Medien den Menschen Angst? Ja!

Machen die Medien den Menschen Angst? Ja, wenn sie in Verkennung ihrer Aufgaben Krisenberichterstattung betreiben. Dann benötigen sie nicht einmal ein außerordentliches Krisenjahr wie 2011, um ihr Publikum zumindest kurzfrist, auf jeden Fall unnötig in Panik zu versetzen. Bei der Podiumsdiskussion von Chefredakteuren und Fachleuten aus dem Universitätsbereich über "Die Angst und die Medien - wie viele schlechte Nachrichten vertragen die Menschen?" waren sich die Teilnehmer am 8. Mai, dem zweiten Tag des European Newspaper Congress in Wien, einig, dass Medien gar nicht generell den Trip der Angstmacherei wählen. Wirklich? Mit schweizerischer Offenheit bestätigte der Chefredakteur der "NZZ am Sonntag", Felix Müller: "Die Wahrheit ist, dass wir Journalisten von den Ängsten leben und dabei auch Emotionen auslösen."

Deshalb stürzt die Welt nicht zusammen, denn eines stimmt garantiert auch - je bedrohlicher die Krise, desto größer wird das Informationsbedürfnis der Menschen, zumindest am Anfang. Bei der Fukushima-Katastrophe erzielte die "Zeit im Bild" des ORF an den ersten drei Tagen Rekordeinschaltungen von 1,3 bis 1,6 Millionen Zusehern, berichtete ORF-Chefredakteurin Waltraud Langer: "Wir können nicht warten, bis alles geklärt ist. Wir müssen alles transparent machen. Wir sagen alles, was wir zu dem Zeitpunkt wissen. Wenn wir es nicht sicher wissen, haben wir auch dafür eine Sprachregelung. Auf jeden Fall ist es die große Stunde der Hintergrundberichterstattung, weil sich Leute für etwas interessieren, wofür sie sich normalerweise nicht interessieren." Jürgen Grimm, Kommunikationswissenschaftler an der Universität Wien, und der Vize-Präsident des Berufsverbandes Österreichischer Psychologen, Cornel Binder-Krieglstein, sind mit diesem Gedankengang einverstanden. Journalisten reagieren professionell auf die Ängste des Publikums, sagt Grimm. "Das ist kein Bedürfnis nach Angst, sondern stillt einen Angstbewältigungsbedarf. Medien bieten dafür mehr Hilfe, als sie Angst produzieren."

Binder-Krieglstein ist nicht einmal sicher, ob wirklich alle Leute ängstlicher werden, wie behauptet wird. Er versperrt einer möglichen Fluchtaktion Richtung Biedermeier den Weg. "Wir müssen mitgehen. Heute sind Rettungswagen fahrende Intensivstationen, aber soll ich deshalb Angst vor einem Herzinfarkt haben?" Es gehe darum, wie Medienkonsumenten mit bedrohlichen Situationen umgehen sollen. So auch Langer: "Jeder muss sich darauf verlassen können, dass berichtet wird, was passiert. Wir können keine Tabus schaffen."

Der Begriff "Entschleunigung", der schon am ersten Kongresstag eine Rolle gespielt hat, kommt ins Spiel. Berichten ja, aber man muss ja nicht gleich am ersten Tag einer Katastrophe, wenn noch alles undurchsichtig ist, kommentieren, empfiehlt Chefredakteur Carsten Erdmann von der Berliner Morgenpost. In einer Regionalzeitung müsse das Thema sowieso anders aufbereitetet werden. Was bedeute die Euro-Krise für Gemeinde? "Da gibt es berechtigte Ängste. Wir empfehlen den Redakteuren: Schreibt den Artikel so, als würde es um euer Geld gehen." Binder-Krieglstein: Es sei wichtig zu fragen, wie sich ein Ereignis konkret auf die Person auswirke. Das Hauptinteresse am Anfang laute immer: Bin ich betroffen? Da müsse eine Antwort kommen. Auswirkungen auf die ganze Welt gehören zur sekundären Angst.

Strahlen Berufsängste der Journalisten auf die Berichterstattung oder gar auf das Publikum aus, fragt Diskussionleiter Rainer Nowak, Co-Chefredakteur der "Presse", und stößt auf Skepsis. Folgt man Chefredakteur Erdmann, so geht bei der Sprnger-Zeitung "Berliner Morgenpost" keine Angst um. Bei Chefredakteur Müllers "NZZ am Sonntag", kehren Journalisten gleich das Positive hervor: "Wenn wie im arabischen Frühling die Guten gewinnen und die Bösen stürzen, dann ist das eine tolle Geschichte. Es gibt vielleicht doch Gerechtigkeit und Fortschritt." Nur Krisenberichterstattung wollen seine Leser sowieso nicht, sondern ein "Gesamtangebot".

Mit Grimms konstruktiver Darstellung können alle am Podium leben: Die Abschaltung des letzten Atomreaktors in Japan zeige, dass mit der Katastrophe auch wirklich etwas passiert sei, und zwar auch Positives. Beim Euro und bei Griechenland sei das allerdings nicht so. Aber, ergänzt Binder-Krieglstein, dieser Komplex schaffe bei den Österreich ein Bewusstsein dafür, dass ihr Land keine Insel der Seligen sei.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Gerd Altmann/Carlsberg1988 / pixelio.de
08.05.2012

Klimawandel erhöht Risiko für Wetterextreme und Katastrophen

Auf Auswirkungen des Klimawandels muss sich Österreich schon jetzt vorbereiten Auf Auswirkungen des Klimawandels muss sich Österreich schon jetzt vorbereiten

Der Weltklimarat IPCC hat im März 2012 den Sonderbericht „Risikomanagement von Extremereignissen und Katastrophen zur Anpassung an den Klimawandel (SREX)“ vorgelegt. Die wesentlichen Aussagen: Durch den vom Menschen verursachten Klimawandel haben sich Wetterextreme verschlimmert und werden in Zukunft häufiger, länger und intensiver auftreten. Mit vermehrten Schäden ist in jenen Regionen zu rechnen, deren Empfindlichkeit besonders hoch ist, wobei hier Entwicklungsländer besonders betroffen sind, die heute schon über 95% der Todesopfer von Naturkatastrophen verzeichnen.

Der Alpenraum - und damit Österreich - ist eine der am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffenen Regionen in Europa. Mit einer Zunahme der jährlichen Durchschnittstemperatur von 2° C weist die Region bereits eine mehr als doppelt so hohe Erwärmungsrate gegenüber dem globalen Durchschnitt auf. Zwei Drittel der Landesfläche in Österreich liegen im Alpenraum. Auch in Österreich werden Wetterextreme häufiger und intensiver auftreten und die Anzahl der Katastrophenereignisse steigen. Generell wird es im Sommer trockener und heißer, und im Winter feuchter. Wetterextreme, zunehmende saisonale Wasserknappheit, Hochwasser- und Naturgefahren, Gletscherschmelze und der Rückgang von Dauerfrost-Böden werden in Zukunft die Alpen prägen.

Wie Reinhard Mechler, einer der Autoren des IPCC-Berichtes, erklärt, unterstreicht der Bericht nicht nur die Notwendigkeit, die globalen Treibhausgasemissionen stark zu verringern, um eine massive Verschlimmerung der Wetterextreme in den nächsten Jahrzehnten zu vermeiden, sondern weist auch auf die Möglichkeiten von Klimaanpassungsmassnahmen hin. Diese reichen von verbesserten Frühwarnsystemen für Überschwemmungen über hitzeresistentes Saatgut, über innovative Versicherungslösungen bis zur umfassenden Risikokommunikation. Reinhard Mechler betont zugleich, dass „jedoch schon heute die Grenzen der Anpassungsfähigkeit in besonders vulnerablen Regionen, wie in einigen afrikanischen Ländern, übersschritten sind, und hier auch weiterhin die Entwicklungszusammenarbeit besonders gefordert ist“.

„Durch die Erderwärmung werden Extremereignisse wie lang andauernde Hitzetage oder Starkniederschläge auch in Österreich weiter zunehmen. Das zeigt der Sonderbericht des Weltklimarates deutlich auf. Die Landwirtschaft mit ihrer Werkstatt unter freiem Himmel ist dabei besonders verletzbar. Deren Erträge sind zu 80 % vom Wetter abhängig. Dürre- und Überschwemmungsschäden treten immer öfter, intensiver und großflächiger auf. Durch die Zunahme von Wetterextremereignissen ist der Agrarsektor als Nahrungsmittellieferant das größte Klimaopfer der Volkswirtschaft. Durch die Klimaänderung wird die Sicherheit der nationalen Lebensmittelversorgung zu einem wachsenden Risiko“, betont Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung.

Angesichts des Klimawandels zeige sich, wie wichtig umfassender Versicherungsschutz in der Landwirtschaft ist. Für den Bedarf an breitem Risikoschutz habe die Österreichische Hagelversicherung rechtzeitig die Weichen gestellt. Neben Hagel werden mittlerweile neun weitere Risiken wie Dürre, Überschwemmung oder Sturm in Deckung genommen. „Wir versichern damit die umfassendste Risikopalette aller Ernteversicherer Europas. Die Österreichische Hagelversicherung wird den Bäuerinnen und Bauern auch in Zukunft trotz Klimawandel mit neuen lösungsorientierten Versicherungsprodukten zur Seite stehen“, kündigte Weinberger an. „Aus den aktuellen Analysen des Weltklimarates lässt sich deutlich ableiten, dass durch den Klimawandel Anpassungen in der landwirtschaftlichen Produktion, wassersparende Bodenbearbeitungstechniken oder die Wahl von dürreresistenteren Pflanzen, notwendig sind. Ebenso klar wird durch den Bericht, dass wir insgesamt mehr Klimaschutz brauchen“, appelliert Weinberger. Die Österreichische Hagelversicherung setzt nicht nur auf Klimawandel angepasste Versicherungsprodukte, sondern auch auf mehr Klimaschutz. So hat sie in Österreich den Klimaschutzpreis geschaffen und wirbt auch für regionale klimafreundliche Lebensmittel mit kurzen Transportwegen.

Um mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf Mensch, Natur und Wirtschaft in Österreich zu skizzieren, wird derzeit eine Nationale Anpassungsstrategie erstellt. Sie beleuchtet 14 Themenfelder samt Handlungs- und Maßnahmenempfehlungen. An der Strategie arbeiten rund 100 Institutionen mit. „Wir müssen den Klimaschutz weiter verstärken, uns aber gleichzeitig für unausweichliche Auswirkungen des Klimawandels auf Natur und Mensch wappnen“, erklärte Berlakovich.

Eine unumgängliche Voraussetzung gegenüber den Folgen des Klimawandels sind widerstandsfähigere Ökosysteme. „Die gezielte Steuerung des Flächenangebots für Siedlungs-, Gewerbe- und Infrastrukturzwecke ist eine der effektivsten und effizientesten Strategien im Umgang mit Naturgefahren, ebenso das Freihalten von Abflussräumen bei Hochwasser. Die daraus resultierenden Herausforderungen für Siedlung, Infrastruktur und Landwirtschaft können nur unter Einbeziehung von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung bewältigt werden“, erläutert Georg Rebernig.

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10.05.2012

Geburtenzahl im ersten Quartal 2012 minus 2,5%

Geburtenzahl im ersten Quartal 2012 minus 2,5% Geburtenzahl im ersten Quartal 2012 minus 2,5%

In Österreich lag die vorläufige Zahl der Neugeborenen im ersten Quartal 2012 laut Berechnungen von Statistik Austria mit 17.626 um 452 (-2,5%) unter den Ergebnissen des vorjährigen Vergleichszeitraums (Jänner – März 2011: 18.078). Unter Berücksichtigung des heurigen Schaltjahres liegt der bereinigte Rückgang sogar bei -3,6%. Die Unehelichenquote (Anteil der unehelich geborenen Kinder an allen Lebendgeborenen) stieg im ersten Quartal 2012 auf 41,4% (1. Quartal 2011: 39,9%). In den letzten zwölf Monaten (April 2011 – März 2012) war die vorläufige Summe der in Österreich zur Welt gekommenen Babys mit 76.707 um -1.511 bzw. -1,9% niedriger (schalttagsbereinigter Wert: -2,2%) als in der vorangegangenen Zwölfmonatsperiode (April 2010 – März 2011: 78.218). Die Unehelichenquote kletterte im Zwölfmonatsabstand von 40,2% auf 40,7%.

Von Jänner bis März 2012 wurden in sieben Bundesländern weniger Geburten registriert, insbesondere in Vorarlberg (-9,6%), gefolgt von Kärnten (-4,8%), Wien (-4,2%) und Niederösterreich (-3,4%). Unterdurchschnittliche Geburtenrückgänge verzeichneten die Steiermark (-1,9%), Oberösterreich (-0,8%) und Tirol (-0,1%). In Burgenland (+4,1%) und in Salzburg (+1,8%) wurden im gleichen Zeitraum steigende Geburtenzahlen registriert.

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16.12.2011

Deutlicher Anstieg der Armut in Österreich

Deutlicher Anstieg der Armut in Österreich Deutlicher Anstieg der Armut in Österreich

Volkshilfe Präsident Univ. Prof. Dr. Josef Weidenholzer zeigt sich anlässlich der heute veröffentlichten Zahlen der Statistik Austria zu Armut und Armutsgefährdung alarmiert: "Die Zahl der Menschen, die akut unter Armut leiden, war noch nie so hoch: 511.000 Menschen, das sind 6,2% der Gesamtbevölkerung sind manifest arm. Darunter sind 133.000 Kinder und Jugendliche. Das bedeutet, seit 2005 sind fast so viele zusätzlich von Armut betroffen, wie die gesamte EinwohnerInnenzahl von Linz, nämlich 167.000 Menschen. Das zeigt das ganze Ausmaß dieser bedrohlichen Entwicklung."

Auch Caritas-Präsident Franz Küberl ist entsetzt: "Der Lebensstandard der armutsgefährdeten Menschen ist noch einmal gesunken. Die Zunahme der manifesten Armut ist deshalb so dramatisch, weil es hier um die täglichen Lebensbedingungen der Menschen geht: Manifest arm zu sein heißt konkret, dass sich Menschen nicht ordentlich ernähren können, ihre Wohnung nicht angemessen warm halten können oder auch notwendige Zahnarztbesuche aufschieben müssen."

Auch wenn es mit dem Konjunkturpaket gelungen ist, die negativen Folgen der Krise abzufangen, haben diese Pakete und Maßnahmen die am stärksten von Armut betroffenen Bevölkerungsschichten nicht erreicht. "Anstatt Menschen aus der Armutszone herauszuholen, schlittern immer mehr Armutsgefährdete in die manifeste Armut", so Küberls ernüchternder Weihnachtsbefund.

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05.04.2012

Papst ruft Priester zu "Radikalität des Gehorsams" auf

Papst ruft Priester zu "Radikalität des Gehorsams" auf Papst ruft Priester zu "Radikalität des Gehorsams" auf

Papst Benedikt XVI. hat Priester und Gläubige zu einer "Radikalität des Gehorsams" als Voraussetzung "wirklicher Erneuerung" in der Kirche aufgerufen. Bei der Chrisammesse am Gründonnerstag im Petersdom mit rund 3.000 Priestern aus der Diözese Rom und der vatikanischen Kurie nahm Benedikt XVI. den Geistlichen erneut die Versprechen ab, die sie bei ihrer Weihe gegeben hatten. In seiner Predigt ging er auch auf den "Aufruf zum Ungehorsam" ein und sagte, dass dieser Aufruf "vor kurzem von einer Gruppe von Priestern in einem europäischen Land" veröffentlicht worden sei. Er bewertete den Aufruf zwar als motiviert aus "Sorge um die Kirche", aus der Erkenntnis über die "Trägheit der Institutionen" und der Notwendigkeit, "neue Wege zu öffnen", jedoch als nicht mit der Haltung Jesus konform.

Jesus sei es nämlich im Tiefsten "um den wahren Gehorsam" gegangen, betonte Benedikt XVI. Dieser Gehorsam sei "gegen die Eigenwilligkeit des Menschen" gerichtet. Daran müssten sich die Priestern in ihrem Dienst orientieren, denn: "Die Gleichgestaltung mit Christus ist Vorraussetzung und Grund aller Erneuerung." Als Beispiele führte der Papst die weltkirchlich erfolgreichen Erneuerungsbewegungen an, die seit dem Konzil entstanden seien: "Wenn wir auf die Menschen hinschauen, von denen diese frischen Ströme des Lebens ausgingen und ausgehen, dann sehen wir aus, dass zu neuer Fruchtbarkeit das Erfülltsein von der Freude des Glaubens, die Radikalität des Gehorsams, die Dynamik der Hoffnung und die Kraft der Liebe gehören."

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14.03.2012

Österreicher stellten im Vorjahr neuen Radfahrrekord auf

Österreicher stellten im Vorjahr neuen Radfahrrekord auf Österreicher stellten im Vorjahr neuen Radfahrrekord auf

Die Österreicherinnen und Österreicher stellten im Vorjahr einen neuen Radfahrrekord auf, wie eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt. Allein im Vorjahr sind die Österreicherinnen und Österreicher im Alltag rund 2,2 Milliarden Kilometer geradelt. „Das entspricht rund 55.500 Mal um die Erde. Im Schnitt legte eine Person in Österreich 264 Kilometer im Alltag mit dem Fahrrad zurück“, verdeutlicht VCÖ-Expertin DI Bettina Urbanek. Die Daten konnten mit Hilfe von automatischen Radverkehrszählungen sowie von Mobilitätserhebungen berechnet werden. Im Vergleich zum Jahr 2000 legten die Österreicherinnen und Österreicher im Alltag doppelt so viele Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Gegenüber dem Jahr 2010 radelten die Österreicher pro Kopf um 34 Kilometer mehr.

Der VCÖ führt den Radfahrboom auf mehrere Ursachen zurück: Die Bedingungen zum Radfahren wurde von den Bundesländern und Städten in den vergangenen Jahren verbessert, zahlreiche Unternehmen motivieren ihre Beschäftigten mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, das Gesundheitsbewusstsein hat zugenommen und last but not least sind zahlreiche Autofahrer wegen der gestiegenen Spritpreise auf das Fahrrad umgestiegen.

Dass sich der Umstieg aufs Fahrrad auszahlt, zeigen die Daten der VCÖ-Untersuchung. Die Österreicherinnen und Österreicher haben durch das Radfahren im Alltag rund 180 Millionen Liter Sprit vermieden und sich damit rund 230 Millionen Euro an Spritkosten gespart. Auch der Beitrag zum Klimaschutz ist beachtlich: Die Radfahrerinnen und Radfahrer haben rund 440.000 Tonnen CO2 vermieden.

Dass die Österreicherinnen und Österreicher beim Radfahren noch aufholen können, zeigt der internationale Vergleich. In den Niederlanden und in Dänemark werden pro Kopf mehr als 1.000 Kilometer pro Jahr mit dem Rad gefahren, also vier Mal so viel wie in Österreich.

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28.11.2011

Wohnstudie: Lust am Zuhause sein steigt deutlich an

Der Trend in Richtung "Cocooning", die Lust am Zuhause sein also, am Abschotten nach außen, hat sich in den vergangenen Jahren stark verstärkt. Der Trend in Richtung "Cocooning", die Lust am Zuhause sein also, am Abschotten nach außen, hat sich in den vergangenen Jahren stark verstärkt.

Das Wohnen wird für die ÖsterreicherInnen immer wichtiger. Der Trend in Richtung "Cocooning", die Lust am Zuhause sein also, am Abschotten nach außen, hat sich in den vergangenen Jahren stark verstärkt. 2011 gaben rund sieben von zehn ÖsterreicherInnen an, dass das Wohnen für sie eine sehr große Bedeutung hat, während es 2005 erst 56 Prozent waren. Das ist eines von vielen Ergebnissen der großen Wohnstudie der GfK Sozial- und Organisationsforschung, für die 4.600 ÖsterreicherInnen zu ihrer aktuellen Wohnsituation befragt wurden.

Die Ursache für den starken Trend zurück in die eigenen vier Wände sieht Doris Kostera, die Leiterin der Studie, in einem Mix aus wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Unsicherheiten: "Wenn eine Krise die nächste jagt, der Arbeitsplatz gefährdet ist und auch die sozialen Beziehungen immer brüchiger werden, ziehen sich immer mehr Menschen in ihren privaten Bereich zurück, der überschaubar und kontrollierbar ist. Die eigene Wohnung wird aber auch zu dem Ort, an dem man seine Identität zum Ausdruck bringen kann."

Keine Veränderungen konnten jedoch beim Verhältnis der Geschlechter zum Wohnen beobachtet werden: Wohnen hat für Frauen einen viel größeren Stellenwert als für Männer. Drei Viertel der Frauen aber nur knapp zwei Drittel der Männer sagen, dass Wohnen für sie sehr wichtig ist.

Wohnen hat daneben auch für die ländliche Bevölkerung eine größere Bedeutung als für die ÖsterreicherInnen, die in größeren Städten leben. Wobei unter den StadtbewohnerInnen wiederum jene, die in den Vororten leben, mehr Wert aufs Wohnen legen als jene, die im Zentrum leben.

Ob man EigentümerIn oder MieterIn ist, macht ebenfalls einen Unterschied. Denn wer die Wohnung, in der er lebt, sein Eigen nennt, kann das Wohnen positiver besetzen als jemand, der zur Miete wohnt: Das Thema Wohnen hat für 73 Prozent der EigentümerInnen, aber nur für 59 Prozent der MieterInnen einen sehr hohen Stellenwert.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Damaris / pixelio.de
19.08.2011

Schulweg üben rettet Kinderleben!

Eltern sollten ihre Sprösslinge auf die drohenden Gefahren vorbereiten - denn noch immer werden zu viele Kinder Opfer von Verkehrsunfällen. Eltern sollten ihre Sprösslinge auf die drohenden Gefahren vorbereiten - denn noch immer werden zu viele Kinder Opfer von Verkehrsunfällen.

80.000 Taferlklassler sind mit Schulbeginn ab 5. September auf unseren Straßen unterwegs. Eltern sollten ihre Sprösslinge auf die drohenden Gefahren vorbereiten - denn noch immer werden zu viele Kinder Opfer von Verkehrsunfällen. Autofahrer müssen jetzt speziell im Umkreis von Schulen wachsamer sein.

"Bei Rot bleibst Du stehen, bei Grün darfst Du gehen." So steht es in Bilderbüchern, mit denen Kindern schon im Kindergarten die Verkehrsregeln beigebracht werden sollen. Doch in der Praxis funktioniert der Straßenverkehr nicht immer nach Bilderbuchregeln. Allein im Vorjahr sind knapp 3.000 Kinder zwischen 0 und 14 Jahren bei Straßenverkehrsunfällen verletzt worden, 10 kamen dabei ums Leben.

"Eltern und Kinder dürfen sich nicht zu sehr auf die Schutzwirkung von Zebrastreifen verlassen, denn auch hier wurden letztes Jahr 200 Kinder von Autos angefahren oder überrollt", gibt Mag. Xaver Wölfl, Leiter Market Management der Allianz, zu bedenken. In der Praxis zeige sich sehr oft, dass Autofahrer auch den so genannten "unsichtbaren Schutzweg" einfach ignorieren. Was viele nämlich nicht wissen: Kinder haben immer Vorrang - auch abseits von Zebrastreifen. Sobald Lenker von Fahrzeugen erkennen, dass Kinder die Straße überqueren wollen, müssen sie ihnen dies laut Straßenverkehrsordnung (§ 29a StVO) überall ungehindert ermöglichen.

Zu gefährlichen Situationen kommt es im Stadtverkehr immer wieder, weil Kindern aufgrund ihrer geringeren Körpergröße vor allem zwischen Lkw und den hoch gebauten SUVs die Sicht verstellt wird und sie auch von Autofahrern oft erst im letzten Moment wahrgenommen werden können. Deshalb gilt speziell im Umkreis von Schulen: Augen auf, Fuß weg vom Gas und stets bremsbereit bleiben. "Drohende Gefahren wie das Tempo von nahenden Autos können die jüngsten Verkehrsteilnehmer bei weitem nicht so gut wie Erwachsene einschätzen", erklärt Wölfl. "Bei den jungen Verkehrsteilnehmern muss man auch immer mit unerwarteten Spontanreaktionen rechnen."

Eltern von Schulanfängern empfiehlt Wölfl, den Schulweg mit den Kindern noch vor Schulbeginn mehrmals gemeinsam zu absolvieren und ihnen die drohenden Gefahren bewusst zu machen. Wichtig sei dabei in erster Linie die Vorbildbildwirkung der Eltern, die auch das Fehlverhalten anderer Fußgeher thematisieren sollten. Wie eine Untersuchung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit im Umfeld von 120 Schulen zeigte, nehmen es viele Erwachsene mit der Sicherheit nicht sehr genau und verleiten Kinder damit im hektischen Straßenverkehr sehr oft zu lebensbedrohenden Aktionen: Gab es auf dem gemeinsamen Schulweg mit den Kindern gefährliche oder unübersichtliche Stellen, so wurden ausgerechnet diese von fast jedem vierten Erwachsenen genutzt. "Neben Lernvideos und Bilderbuch-Theorie ist auch das vorbildliche Verhalten der Eltern entscheidend, um die Taferlklassler auf einen sicheren Start ins Schulleben vorzubereiten", so Wölfl.

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29.04.2012

"trend"-Umfrage: Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz größeres Vorbild als der Bundespräsident

Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz größeres Vorbild als der Bundespräsident Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz größeres Vorbild als der Bundespräsident

Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz genießt in Österreichs Bevölkerung ein höheres Vertrauen als Bundespräsident Heinz Fischer. Das ist das überraschende Ergebnis einer vom Linzer market-Institut für das Wirtschaftsmagazin "trend" durchgeführten Umfrage. Von den zehn vorgegebenen Personen entschieden sich 41 Prozent der Befragten für Mateschitz als besonders vorbildlich und nur 40 Prozent für den Bundespräsidenten. Schon knapp dahinter folgt der erfolgreiche Ski-Jungstar Marcel Hirscher (37 Prozent). Den letzten Platz belegt Bundeskanzler Werner Faymann, den nur zehn Prozent der Befragten auf Platz eins, zwei oder drei der vorbildlichen Personen Österreich reihten.

Auch als Berufsgruppe liegen Politiker am letzten Platz der Skala, nur 17 Prozent meinen, dass sie "grundsätzlich ein Vorbild für Moral und Werte" sind. Bei höheren Kirchenbediensteten, also Kardinäle und Bischöfe, ist die Zustimmung mit 22 Prozent kaum höher. Einfache Pfarrer punkten immerhin mit 33 Prozent. Konkurrenzlos sind aber die Menschen aus dem engsten Umkreis: 87 Prozent der von market Befragten rekrutieren ihre Vorbilder aus dem familiären Umfeld.

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27.02.2012

Immer weniger Eheschließungen in Österreich

Immer weniger Eheschließungen in Österreich Immer weniger Eheschließungen in Österreich

Die vorläufige Zahl der Eheschließungen war laut Statistik Austria im Jahr 2011 mit insgesamt 36.342 um 3,1% niedriger als im Vorjahr (2010: 37.493). Damit wurde der seit 2008 bestehende Trend steigender Heiratszahlen (2009: +0,9% bzw. 2010: +5,9%) im Jahr 2011 vorläufig beendet.

In allen Bundesländern wurden im Jahr 2011 weniger standesamtliche Eheschließungen registriert, wobei die Veränderungen regional sehr unterschiedlich ausfielen. So gab es in den Bundesländern Vorarlberg und im Burgenland (je -7,3%), gefolgt von Niederösterreich (-4,9%) deutlich weniger Trauungen als im Jahr 2010. Rückgänge im Ausmaß des bundesweiten Durchschnitts von -3,1% wurden in Salzburg und in Wien verzeichnet. Geringere Rückgänge der Eheschließungszahlen wurden von den Standesämtern in Tirol (-2,5%), in der Steiermark (-2,0%), in Kärnten (-1,9%) und in Oberösterreich (-0,6%) registriert.

Im Jahresverlauf 2011 erfolgten die meisten standesamtlichen Trauungen (13.878) im 3. Quartal, in dem mit -1,6% der zweitniedrigste Rückgang der Zahl der Eheschließungen registriert wurde. Der stärkste Rückgang wurde mit -9,1% im 4. Quartal erzielt. Der beliebteste Heiratsmonat im Jahr 2011 war der Juni (5.335), gefolgt vom Juli (4.887) und Mai (4.739). Im November wurde aufgrund der "Datumsbesonderheit" (11.11.2011) mit +54,4% die relativ größte Steigerung, im Oktober aus dem gleichen Grund mit -31,1% der relativ stärkste Rückgang gegenüber dem jeweils gleichen Monat des Jahres 2010 verzeichnet.

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03.02.2012

2011: Fast fünf Millionen Geschwindigkeitsübertretungen

2011: Fast fünf Millionen Geschwindigkeitsübertretungen 2011: Fast fünf Millionen Geschwindigkeitsübertretungen

Österreichs Polizistinnen und Polizisten haben im Jahr 2011 fast fünf Millionen Geschwindigkeitsübertretungen festgestellt, mehr als 2,4 Millionen Alkoholkontrollen durchgeführt, rund 149.000 Übertretungen wegen Telefonierens am Steuer registriert und etwa 28.500 Schwerfahrzeugen die Weiterfahrt untersagt.

"Ziel der Kontrollen durch die Bundespolizei ist es einerseits, die sichtbare Präsenz der Exekutive an unfallträchtigen bzw. gefährlichen Strecken und Straßenabschnitten zu erhöhen und andererseits sollen durch punktgenaue Schwerpunktkontrollen und zielgerichtete Überwachungsmaßnahmen rücksichtslose und verantwortungslose Lenker zum Schutz der übrigen Verkehrsteilnehmer aus dem Verkehr gezogen werden", sagte Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner.

Im vergangenen Jahr wurden von der Bundespolizei in Österreich insgesamt 4.930.164 Geschwindigkeitsübertretungen registriert. Das bedeutet eine Steigerung von 18,5 Prozent gegenüber 2010. Von den Geschwindigkeitsübertretungen entfielen etwa 3,8 Millionen auf Radarmessungen und 800.000 auf Messungen mit Lasergeräten. 350.000 entfielen auf Zivilstreifen und Section-Control-Anlagen. Die meisten Geschwindigkeitsübertretungen wurden mit 1.167.392 in Niederösterreich registriert.

In 51.886 Fällen wurde von der Exekutive ein zu geringer Sicherheitsabstand zwischen den Fahrzeugen festgestellt – 33 Prozent mehr als im Jahr 2010.

Die Zahl der Alkomat- und Alkovortests wurde im Jahr 2011 auf 1.418.363 und damit um 38 Prozent gesteigert. Die meisten Alkoholkontrollen gab es in der Steiermark (304.421). Die Zahl der Anzeigen wegen Trunkenheit am Steuer belief sich im Jahr 2011 auf 40.234. Durch den Einsatz der Vortestgeräte konnte die Kontrolldichte deutlich erhöht werden. Dadurch war es möglich, mehr Alkolenker (Steigerung gegenüber 2010: 7,2 Prozent) aus dem Verkehr zu ziehen. Spitzenreiter bei den Alkoholanzeigen war Wien (7.380). 1.256 Fahrzeuglenker wurden im vergangenen Jahr wegen Fahrens unter Drogeneinfluss angezeigt – um 14,8 Prozent mehr als 2010.

147.016 Übertretungen der Gurtpflicht wurden 2011 in Österreich registriert; die meisten davon in Niederösterreich (34.507). 149.081 Lenker wurden wegen Telefonierens am Steuer ohne Freisprecheinrichtung angezeigt bzw. mittels Organstrafverfügung an Ort und Stelle bestraft. Spitzenreiter war hier das Bundesland Wien mit 36.208 Anzeigen bzw. Strafverfügungen.

Wegen unzureichender Kindersicherung wurden 7.179 Vormerkungen im Vormerksystem vorgenommen. Die meisten Übertretungen gab es hier wieder in Wien mit 2.314.

159.095 Anzeigen bzw. Organmandate wurden bei Lkw- und Buskontrollen erstattet. Gründe waren meist technische Mängel an Karosserie, Bremsen und Reifen sowie Überladung und mangelnde Ladungssicherung. 126.939 Anzeigen und Organmandate wurden wegen Nichteinhaltung der gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten erstattet.

Im Jahr 2011 konnte erneut ein Rückgang bei den Getöteten im Straßenverkehr erreicht werden. Mit 521 Opfern ist dies die niedrigste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen im Bundesministerium für Inneres im Jahr 1950.

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19.05.2012

Ein Toter bei Wohnungsbrand in Simmering

Ein Toter bei Wohnungsbrand in Simmering Ein Toter bei Wohnungsbrand in Simmering

Wien. - Aus noch nicht geklärter Ursache kam es heute, Samstag, gegen 0:45 Uhr, zu einem Brand in einer Wohnung im Josef-Scheu-Hof in der Ehamgasse im 11. Bezirk. Die mit Büchern, Zeitschriften und Hausrat stark angeräumte Wohnung konnte zwar relativ rasch gelöscht, die Person, die sich in der Wohnung befand, jedoch nur noch tot geborgen werden. Eine Identifikation der Person war nach Angaben der Wiener Rettung wegen der Schwere der Verbrennungen noch nicht eindeutig möglich, vermutlich handelt es sich um den (männlichen) Wohnungsinhaber. Aufgrund der Gewichtsbelastung durch das Löschwasser und die mit Wasser vollgesogenen Bücher wurde die Decke der darunter liegenden Wohnung vorsorglich abgestützt. Die Wohnung wurde evakuiert, die Bewohner kamen bei Bekannten unter. Wie bei jedem Brand mit Todesfolge ermittelt die Polizei.

Laut Auskunft von Feuerwehr (MA 68) und Wiener Berufsrettung (MA 70) gab es sonst keine Verletzten, die anderen Bewohner des Gemeindebaus konnten in ihren Wohnungen bleiben. Der Einsatz der Feuerwehr endete aufgrund der umfangreichen Sicherungsmaßnahmen erst um 7.24 Uhr.

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18.05.2012

Graffiti Sprayer erwischt: 250 Straftaten - 900.000 Euro Schaden

Graffiti Sprayer erwischt: 250 Straftaten - 900.000 Euro Schaden Graffiti Sprayer erwischt: 250 Straftaten - 900.000 Euro Schaden

Wien / Niederösterreich. - Den Beamten der Polizeiinspektion Burgplatz – Kriminaldienstgruppe gelang es, in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Wien, sowie der ÖBB, den Wiener Linien und den Wiener Verkehrsbetriebe AG, einer äußerst aktiven Gruppe von Graffiti Sprayern das Handwerk zu legen.

Auf die Spur der Gruppe ist man gekommen, da zwei Täter der fünfköpfigen Bande nach einer verübten Sprayaktion in der Nacht zum Heiligen Abend 2010 in Wiener Neustadt im Bahnhofsbereich von einem ÖBB-Bediensteten überrascht wurden, flüchteten und auf dieser Flucht von Beamten der PI Burgplatz angehalten werden konnten. Beide Täter zeigten sich vorerst lediglich zu dieser Straftat geständig. Auf Grund der durchgeführten Erhebungen konnte einem der Täter durch einen DNA Treffer eine weitere Straftat in Wien zugeordnet werden. Dies führte die Beamten direkt in die Sprayerszene von Wien. Es konnten nach langwierigen Ermittlungen in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Wien, sowie den Verantwortlichen der Konzernsicherheit der ÖBB, den Wiener Linien und den Wiener Verkehrsbetriebe AG drei weitere Mittäter dieser Sprayer Gruppe ausgeforscht werden. Die Täter stehen im Verdacht in den letzten drei Jahren ca. 280 Straftaten mit einer Gesamtschadenssumme von ca. Euro 900.000,-- in Wien und Niederösterreich begangen zu haben.

Spezialisiert hatte man sich auf Züge und Waggone der angeführten Betriebe. Wie die Ermittlungen ergaben, verübten die in Wien wohnhaften Täter ihre Taten vorwiegend in den Bundesländern Wien und Niederösterreich. Die Tatorte verliefen von Laa/Thaya über Mistelbach, Korneuburg, Tulln, Gänserndorf, Schwechat bis zum südlichen NÖ wie Wiener Neustadt, aber auch in den verschiedensten Bezirken in Wien.

Bei den Tatorten handelt es sich um Bahnhöfe, Verschubbahnhöfe, wobei aber auch nicht davor zurückgeschreckt wurde, in Remisen und sonstige Bereiche einzusteigen, welche nur von Angestellten zu benützen sind.

Die Täter, die der aktiven Wiener Sprayerszene zuzuordnen sind, im Alter von 18 bis 22 Jahren, zeigten sich zu den Straftaten teilweise geständig.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Sicherheitsdirektion für das Bundesland Niederösterreich
10.05.2012

Miss Earth: Schöne Frauen mit Herz und Hirn werden gesucht

GF Sina Schmid mit der österreichischen Miss Earth 2011 Lisa Hanakamp GF Sina Schmid mit der österreichischen Miss Earth 2011 Lisa Hanakamp

Miss Earth ist eine der drei größten Miss-Wahl-Organisationen der Welt. Schöne Frauen mit Herz und Hirn werden gesucht, die ihre Popularität nutzen, um ein ganzes Amtsjahr auf Missstände aller Art aufmerksam zu machen. Europäische Veranstaltungsländer sind unter anderem die Schweiz, Deutschland, Italien, England, Spanien oder Frankreich. Seit 2011 gibt es den Contest auch in Österreich.

Am 4.Dezember 2011 präsentierte sich die erste österreichische Miss Earth, Lisa Hanakamp, erstmals in Manila auf den Philippinen mit über 100 weiteren Missen der ganzen Welt, im Finale für die Miss Earth 2011. Die Gewinnerin, Olga Mercedes Alava Vargas aus Ecuador, wird nun auch automatisch ihr gesamtes Amtsjahr Sprecherin der Miss Earth Foundation, des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen (UNEP) und sich im Amtszeitraum sozialen und umweltbezogenen Projekten widmen.

Bis zum Herbst und zur großen Finalgala in Wien, der dann die internationale Ausschreibung in Ecuador folgt, werden nun potentielle Missen aus ganz Österreich eingeladen, sich für die Qualifikation zur Miss Earth zu bewerben. Die Miss Earth in Österreich wird im Rahmen einer Bundesland Tour gesucht; die vier Siegerinnen jedes Bundeslandes werden zur Finalshow in Wien geladen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Miss Earth
24.04.2012

Deutschkurs für Türkinnen, die ihrem Mann folgen, ist nicht mehr verpflichtend

Deutschkurs für Türkinnen, die ihrem Mann folgen, ist nicht mehr verpflichtend Deutschkurs für Türkinnen, die ihrem Mann folgen, ist nicht mehr verpflichtend

Legistisch ist es argumentierbar. Vernünftig (und politisch klug) ist es nicht: Türkische Ehepartner und Kinder von Österreichern müssen vor ihrer Einwanderung nicht mehr verpflichtend Deutsch lernen. Für die Integration ist das (weiteres) Gift. Denn mittlerweile sind die Türken mit rund 300.000 Personen die drittgrößte Migrantengruppe in Österreich, sie stellen 28 Prozent aller Einbürgerungen, und sie bekommen mehr Kinder als gebürtige Österreicher (und als andere Migranten).

Die Austro-Türken stammen mehrheitlich nicht aus der modernen Oberschicht, sondern aus ländlichen Gebieten mit niedrigem Bildungsstand. In vielen Wiener Bezirken haben sie quasi ihr Dorf wiedererrichtet: mit eigenen Geschäften, Medien, Lokalen und sogar mit (von der Stadt geförderten) Kindergärten, in denen man nicht deutsch spricht, dafür islamische Bräuche hochhält. Muss die Mutter ins Spital, ist ein Dolmetscher nötig. (Und wenn an solch einem Migranten-Hotspot wie Wien-Favoriten auch noch ein Flüchtlingsheim errichtet wird, dann macht einen diese Stadt-Politik einfach nur fassungslos.) Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs gegen die Verschärfungen im Fremdenrecht ist ein weiteres Mosaiksteinchen am Weg zur Parallelgesellschaft.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: "KURIER"-Kommentar von Martina Salomon: "Parallelgesellschaften"
25.11.2011

Österreichs Feuerwehren: Zwei Millionen Stunden im Einsatz

Die tapferen Brandbekämpfer waren im Jahr 2010 über zwei Millionen Stunden für ihre Mitmenschen im Einsatz. Mehr als 5.200 Personen haben sie das Leben gerettet. Die tapferen Brandbekämpfer waren im Jahr 2010 über zwei Millionen Stunden für ihre Mitmenschen im Einsatz. Mehr als 5.200 Personen haben sie das Leben gerettet.

Der Leistungsbericht der Österreichischen Feuerwehren zeigt: Die tapferen Brandbekämpfer waren im Jahr 2010 über zwei Millionen Stunden für ihre Mitmenschen im Einsatz. Mehr als 5.200 Personen haben sie das Leben gerettet. Was sie dafür brauchen, sind die richtigen Rahmenbedingungen.

er Leistungsbericht der Feuerwehren soll nicht nur aufzeigen, welche wichtigen Dienste die Brandbekämpfer jedes Jahr erbringen, sondern auch daran erinnern, dass für die Erfüllung dieser Aufgaben die richtigen Bedingungen geschaffen werden müssen. Da die meisten Feuerwehrmitglieder freiwillig tätig sind, ist das Engagement der Öffentlichkeit hier ebenso gefragt, wie die Unterstützung von Seiten der Politik.

Während die Zahl der Berufs- und Betriebsfeuerwehren in Österreich eher gering ausfällt, gibt es eine überwältigende Mehrheit an Freiwilligen Feuerwehren. Im Bundesländer-Ranking steht Niederösterreich mit 1.644 an der Spitze. Den zweiten Platz belegt Oberösterreich mit 924 Freiwilligen Feuerwehren, vor der Steiermark mit 780. Um das Freiwilligensystem weiterhin attraktiv gestalten zu können und neue Mitglieder zu motivieren, müssen Anreize für diese ehrenamtliche Tätigkeit geschaffen werden, fordert der Österreichische Bundesfeuerwehrverband (ÖBFV). Bei der gesetzlich geregelten Finanzierung, wünscht man sich eine "fließende Werteanpassung" an das hohe Ansehen und den großen Nutzen der Feuerwehren, führte ÖBFV-Präsident KR Josef Buchta bei der Pressekonferenz zum Leistungsbericht näher aus.

Zufrieden sei er über die Einführung der Rettungsgasse im Jänner 2012 und darüber, dass ab dem Jahr 2012 Spenden an die Freiwillige Feuerwehr steuerlich abgesetzt werden können. Weiterhin gefordert wird vom Bundesverband die Aufnahme der Feuerwehrleute in die gesetzlich geregelte Hochrisikoliste besonders gefährdeter Berufsgruppen, der auch alle anderen Einsatzkräfte, beispielsweise Rettung oder Polizei, angehören. Das würde unter anderem eine kostenlose Hepatitisimpfung für die Mitglieder bedeuten, wurde aber bisher mit dem Argument, dass man als Feuerwehrmann nicht so infektionsgefährdet sei, abgelehnt.

Diese Begründung weist der ÖBFV jedoch mit dem Argument, Feuerwehrleute setzten sich bei Verkehrsunfällen und Hochwassereinsätzen sehr wohl einem Risiko aus, zurück. Zudem geht es auch um Gesunden- und Vorsorgeuntersuchungen, die für die ehrenamtlichen Helfer wichtig wären, und bisher ebenfalls privat bezahlt werden müssen. Da die Feuerwehr für den Großteil der Mitglieder weniger Beruf als Berufung ist - nur sechs Feuerwehren in Österreich sind Berufs-Feuerwehren - brauchen sie Unterstützung, um diese Doppelbelastung zu bewältigen. Hier sind beispielsweise Unternehmen gefragt, die auf dieses freiwillige Engagement Rücksicht nehmen und ihre Mitarbeiter dadurch in der Ausübung von Einsatztätigkeiten unterstützen können.

Als Berufsgruppe genießt die Feuerwehr ungebrochen ein sehr hohes Ansehen in der Bevölkerung. Bereits zum achten Mal wurden die Feuerwehrmitglieder, im Rahmen der jährlichen Vertrauens-Umfrage der Zeitschrift "Reader's Digest", auf den ersten Platz gewählt. Doch wer sind diese vertrauenswürdigen Freiwilligen eigentlich?

Ein durchschnittliches, aktives Feuerwehrmitglied ist 37 Jahre alt. Von den 337.080 Mitgliedern der österreichischen Feuerwehren sind 99 Prozent auf freiwilliger Basis tätig. Der Frauenanteil in der Welt der Brandbekämpfung fällt mit vier Prozent sehr gering aus. Das ehrenamtliche Engagement der vielen Brandbekämpfer garantiert eine flächendeckende Versorgung mit Feuerwehren im ganzen Land. Alleine im Jahr 2010 haben die Feuerwehrleute 5.284 Menschen in ganz Österreich das Leben gerettet. Auch für die Rettung von mehr als 22.600 Tieren waren sie im Einsatz.

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14.05.2012

Bevölkerungszahl Österreichs stieg 2011 um rund 38.800 Personen

Bevölkerungszahl Österreichs stieg 2011 um rund 38.800 Personen Bevölkerungszahl Österreichs stieg 2011 um rund 38.800 Personen

Den endgültigen Ergebnissen von Statistik Austria zufolge lebten am 1. Jänner 2012 insgesamt 8.443.018 Menschen in Österreich, um 38.766 Personen (+0,46%) mehr als zu Jahresbeginn 2011. Der Bevölkerungszuwachs war damit deutlich höher als im Jahr zuvor (2010: +28.962 Personen bzw. +0,35%). Ausschlaggebend für das starke Bevölkerungswachstum war – ebenso wie in den Jahren zuvor – der positive Wanderungssaldo (+35.604 Personen; siehe Pressemitteilung zur internationalen Zuwanderung vom 14.05.2012), während der Geburtenüberschuss (+1.630 Personen; siehe Pressemitteilung zur natürlichen Bevölkerungsveränderung vom 14.05.2012) sowie statistische Korrekturen im Ausmaß von +1.532 Personen vergleichsweise wenig zum Anstieg der Bevölkerungszahl beitrugen.

Im ersten Quartal 2012 setzte sich das Bevölkerungswachstum Österreichs weiter fort. Nach vorläufigen Ergebnissen stieg die Einwohnerzahl Österreichs bis zum 1. April 2012 um weitere 9.420 Personen auf rund 8,452 Millionen Menschen an.

In Wien lebten am 1.1.2012 insgesamt 1.731.236 Menschen, um 17.094 Personen bzw. 1,00% mehr als im Vorjahr. Damit fiel der Bevölkerungszuwachs der Bundeshauptstadt 2011 doppelt so stark wie im Durchschnitt Österreichs aus. Ein leicht überdurchschnittliches Wachstum verzeichnete auch Tirol (+0,62%), während in Vorarlberg, in Salzburg und im Burgenland der Anstieg der Einwohnerzahl nahezu exakt dem Bundesdurchschnitt entsprach. Etwas geringer fiel der Zuwachs in Niederösterreich (+0,34%) und Oberösterreich (+0,29%) sowie der Steiermark (+0,22%) aus. Kärnten war hingegen das einzige Bundesland, das nun seit 2009 zum dritten Jahr in Folge einen leichten Bevölkerungsrückgang (-0,09%) verzeichnete.

Auf regionaler Ebene verbuchten vor allem die Landeshauptstädte und deren Umland-Bezirke sowie die meisten Bezirke in der Ostregion Österreichs die größten Bevölkerungszuwächse. Spitzenreiter waren Graz (+1,44%) und Eisenstadt (+1,31%), die zusammen mit Wiener Neustadt (+1,21%) und Neusiedl am See (+1,03%) sogar einen stärkeren Einwohneranstieg als die Bundeshauptstadt verzeichneten. Aber auch die beiden Städte Innsbruck und Linz sowie der Bezirk Wien-Umgebung lagen mit ihrem Bevölkerungswachstum von mehr als 0,9% nur knapp hinter dem Bevölkerungswachstum Wiens.

Die größten Bevölkerungsverluste registrierten 2011 vor allem inneralpine und periphere Regionen, so zum Beispiel die Bezirke Radkersburg (-0,72%), Waidhofen an der Thaya (-0,71%) und Hermagor (-0,67%). Aber auch die meisten obersteirischen Bezirke, weite Teile Kärntens sowie das Waldviertel verzeichneten deutliche Einwohnerrückgänge.

Am 1.1.2012 gab es in Österreich 1.224.361 (14,5%) Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren, 5.719.753 Personen (67,7%) waren im Erwerbsalter von 15 bis unter 65 Jahren und 1.498.904 Menschen (17,8%) waren 65 Jahre oder älter. Verglichen mit dem Vorjahr ging die Zahl der unter 15-Jährigen um 10.400 Personen zurück, während sich gleichzeitig sowohl die Zahl der 15- bis 64-Jährigen (+30.389) als auch jene der Menschen im Pensionsalter (+18.777) erhöhte. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung lag zu Beginn des Jahres 2012 bei 41,9 Jahren, um 0,2 Jahre höher als im Vorjahr und um gut 2 Jahre höher als noch vor zehn Jahren.

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30.04.2012

Clean Clothes Kampagne deckt schwere Missstände in der südindischen Bekleidungsindustrie auf

Clean Clothes Kampagne deckt schwere Missstände in der südindischen Bekleidungsindustrie auf Clean Clothes Kampagne deckt schwere Missstände in der südindischen Bekleidungsindustrie auf

Im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu schuften zigtausende junge Mädchen in zwangsarbeitsähnlichen Verhältnissen. Für das Versprechen von guter Bezahlung, bequemer Unterkünfte und Geld für ihre Mitgift verpflichten sie sich als Arbeitskräfte bei Textil- und Bekleidungsfabriken. Dort erwarten sie elende Lebens- und Arbeitsbedingungen. Sowohl Diskonter wie NKD, als auch Unternehmen wie C&A;und Markenfirmen wie, u.a. Diesel, Quiksilver, Ralph Lauren und Timberland beziehen Waren von Fabriken, die diese Mädchen beschäftigen. So die Ergebnisse des aktuellen Forschungsberichts von SOMO und ICN, niederländischen Partnerorganisationen der Clean Clothes Kampagne.

„Sumangali Programm“ wird die systematische Anwerbung von jungen, unverheirateten Mädchen aus armen Familien genannt. Von so genannten „Brokern“, Vermittlern, wird den Familien angeboten, ihre Töchter an Bekleidungsfabriken zu vermitteln. Dort würden sie gutes Gehalt, Kost und Logis und weitere Ausbildungsmöglichkeiten bekommen. Zusätzlich wird ihnen nach Ablauf von drei bis fünf Dienstjahren eine Geldsumme von bis zu 860 Euro versprochen. Diese benötigen die Mädchen für ihre Mitgift. Während der drei Jahre sollen sie zudem mit monatlichen 14 bis 54 Euro entlohnt werden. Viele Familien sehen dies als einzige Chance eine Mitgift für die Heirat ihrer Töchter aufbringen zu können.

Die Realität sieht allerdings anders aus, wie zahlreiche Interviews mit Betroffenen aus vier Fabriken beweisen. Ist ein Vertrag unterzeichnet, werden die Mädchen zu den Fabriken gebracht und in Baracken einquartiert. Sie sind umgeben von Zäunen. Das Gelände dürfen sie einmal im Monat unter Aufsicht verlassen. Besuche der Eltern werden nur gegen Vorlage eines Fotos erlaubt. Anrufe sind beschränkt und werden streng überwacht. Je nach Auftragslage werden die Mädchen gezwungen bis zu 16 Stunden, in Produktionshochzeiten sogar bis zu 24 Stunden am Stück zu arbeiten. Wer Fehler macht wird von den Aufsehern angebrüllt und sogar geschlagen. Auch von sexuellen Übergriffen wurde in Interviews berichtet. Aus einer von der Katholischen Frauenbewegungen Österreichs (kfb) 2011 durchgeführten Studie geht hervor, dass 18% der betroffenen Mädchen jünger sind als 15 Jahre, 60% sind zwischen 15 und 18 Jahre alt. Unter den vorherrschenden schlechten Bedingungen wird die Beschäftigung von Mädchen dieses Alters von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) als Kinderarbeit bezeichnet.

Wenn die Mädchen durch Unfälle arbeitsunfähig werden, durch die hohe Staubbelastung in den Fabriken oder vor Erschöpfung erkranken, werden sie fristlos und ohne jegliche Zahlungen entlassen. Viele, die die vereinbarten Dienstjahre annähernd erfüllt haben, werden mit dem Vorwand von Kleinigkeiten entlassen und verlieren so den Anspruch auf die versprochene Geldsumme. Wer mehr als einmal innerhalb von 26 Tagen fehlt, muss diese nach dem Ablauf der vereinbarten Dienstjahre „nacharbeiten“.

Diese Verhältnisse haben Berichten des „Tirupur People’s Forum for Protection of Environment and Labour rights (TPF)” zufolge in den letzten zwei Jahren über 100 Mädchen in den Selbstmord getrieben.

“Der tamilische Begriff „Sumangali“ bezeichnet eigentlich eine glücklich verheiratete Frau – in der Bekleidungsindustrie wird er zum Synonym für menschenunwürdigste Ausbeutung. Unternehmen müssen gegen die Missstände vorgehen. Kein einziges T-Shirt ist eine solche Tragödie wert!“ zeigt sich Michaela Königshofer von der Clean Clothes Kampagne empört

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14.11.2011

Stopp allen unerbetenen Werbeanrufen - mehr Schutz für Konsumenten nötig!

Seien Sie bei unbekannten Anrufern hellhörig. Fragen Sie nach der Telefonnummer. Nummern mit 09xx nie zurückrufen. Das sind teure Mehrwertnummern. Seien Sie bei unbekannten Anrufern hellhörig. Fragen Sie nach der Telefonnummer. Nummern mit 09xx nie zurückrufen. Das sind teure Mehrwertnummern.

Mit unerwünschten Werbeanrufen (Cold Calling) muss tatsächlich Schluss sein, verlangt die AK. „Unseriöse Anbieter machen munter weiter mit lästigen Werbeanrufen. Strengere Regeln seit Mai schrecken sie nicht wirklich ab“, bilanziert Gabriele Zgubic, Leiterin der AK Konsumentenpolitik. „Wir haben seit Mai bundesweit 5.100 Beschwerden über Cold Calling in unseren AK Konsumentenberatungen.“ Daher müssen verschärfte gesetzliche Regeln her.

Werbeanrufe sind verboten, wenn der Konsument zuvor nicht zugestimmt hat. Seit Mai gilt überdies: Verträge in Zusammenhang mit Wett- und Lotteriedienstleistungen sind nichtig, wenn sie bei einem unzulässigen Werbeanruf geschlossen werden. Bei anderen unerbetenen Werbeanrufen von Dienstleistungsanbietern beginnt die Frist zum Vertragsrücktritt in der Regel erst mit der ersten Rechnungslegung zu laufen.

Die Vorschriften lassen unseriöse Anbieter sichtlich kalt. Die neuen Regeln sind zu kompliziert. Wann eine Zustimmung vorliegt, ist allzu oft strittig. Außerdem arbeiten die Anbieter häufig grenzüberschreitend und entziehen sich damit jeglichen Sanktionen.

5.100 KonsumentInnen beschwerten sich über unerwünschte Werbeanrufe seit Mai – also seit das Gesetz in Kraft ist – in den AK Beratungen. In Wien zum Beispiel ärgern sich VerbraucherInnen wie eh und je vor allem über Gewinnspiel- und Lotterie-Diensteanbieter. Auch Beschwerden über Telefonie-Anbieter reißen nicht ab. Sie drängen Konsumenten zu einem Anbieterwechsel. Vereinzelte Beschwerden gibt es zu Reiseveranstaltern und Zeitschriftenverlagen.

Seien Sie bei unbekannten Anrufern hellhörig. Fragen Sie nach der Telefonnummer. Nummern mit 09xx nie zurückrufen. Das sind teure Mehrwertnummern. Antworten Sie bei Werbeanrufen niemals mit Ja, selbst bei scheinbar harmlosen Fragen. Verträge können durch mündliche Erklärungen am Telefon zustande kommen. Achten Sie daher auf Postzusendungen. Oft werden Sie so über – angeblich – am Telefon abgeschlossene Verträge informiert.

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21.03.2012

Zusammenhang zwischen Bienenverlusten und insektiziden Beizmitteln durch Projekt Melissa bestätigt

Trotz behördlicher Verbesserungen weiter regional gehäufte Bienenschäden Trotz behördlicher Verbesserungen weiter regional gehäufte Bienenschäden

Mit dem Forschungsprojekt "MELISSA" wurden in Österreich seit 2009 Bienenschädigungen und mögliche Zusammenhänge mit Bienenkrankheiten und dem Einsatz von insektizid gebeiztem Maissaatgut wissenschaftlich untersucht. Am 17. März wurde der Abschlussbericht des Projektes in der AGES vorgestellt. Durch umfangreiche Auflagen für die Saatgutbeizung und die Anwendung bei der Aussaat kam es zu einer Reduktion von Bienenverlusten. Trotzdem wurden auch 2011 Schäden an Bienenvölkern durch Maisbeizmittel nachgewiesen, gehäuft in den bereits aus den Vorjahren bekannten Gebieten der Steiermark. In vielen Fällen waren die gleichen Bezirke, Gemeinden und Bienenstände betroffen. Eindeutig ist daher auch der Befund im Endbericht der AGES, dass es einen unbestrittenen Zusammenhang zwischen Bienenverlusten und insektizidgebeiztem Saatgut gibt. Die Aussage von LK Österreich-Präsident Gerhard Wlodkowski, dass es "keine systemischen Schäden durch Maisbeize" gibt, ist damit klar widerlegt und falsch.

Klar wird von der AGES die Fruchtfolge als wirksamste Maßnahme gegen den Maiswurzelbohrer gesehen, weil mit der Beizung alleine der Schädling nicht in den Griff zu bekommen ist. Erstmals wird nun auch die Fruchtfolge beim Maisanbau vorgeschrieben, allerdings in verwässerter Form. Demnach darf in drei aufeinanderfolgenden Jahren am selben Feld Mais angebaut werden und erst im vierten Jahr muss ein Fruchtwechsel erfolgen. Das entspricht nach wie vor nicht einer guten landwirtschaftlichen Praxis. Hier wurde eine Chance vergeben, umso mehr, als in den Regionen, wo eine weite Fruchtfolge eingehalten wird, nicht gebeizt werden muss und es zu keinen Schäden für Honigbienen kommen kann. Im deutschen Bundesland Baden-Württemberg, das mit seiner kleinstrukturierten Landwirtschaft durchaus vergleichbar mit Österreich ist und über einen durchaus nennenswerten Maisanbau verfügt, ist man einen viel konsequenteren Weg gegangen. Der Schädling wird mit ackerbaulichen Maßnahmen der Fruchtfolge unter der Schadensschwelle gehalten. Dazu hat das Landwirtschaftsministerium angeordnet, dass nach zweijährigem Maisanbau im dritten Jahr ein Fruchtfolgewechsel stattfinden muss.

Laut der EU-Verordnung 2010/21 muss der Einsatz von neonikotinoiden Pflanzenschutzmitteln durch ein Monitoring überwacht werden. Da das Projekt Melissa beendet ist, kommt 2012 dieses verpflichtende Monitoring zum Tragen. Dieses muss finanziell so dotieret sein, dass eine effektive Überwachung und die Untersuchung der gemeldeten Verdachtsfälle möglich wird. Auch die Entschädigung der ImkerInnen, deren Bienenvölker durch insektizide Pflanzenschutzmittel nachweislich geschädigt wurden, muss endlich erfolgen. Dies kann am besten durch eine Pestizidabgabe auf insektizide Pflanzenschutzmittel erreicht werden, die die Imkerbranche seit Jahren vergeblich einfordert. Dies auch deshalb, weil neben Rückständen von Neonikotinoiden auch andere, zum Teil für Bienen gefährliche und nicht mehr zugelassenen Pflanzenschutzmittel in toten Bienen und Bienenbrot gefunden wurde.

Imkereibetriebe, die seit drei Jahren im selben Gebiet Bienenschäden hinnehmen müssen, oder Betriebe, die trotz der Verschärfung der Auflagen zur Anwendung der Beizung 2011 Bienenschäden erlitten haben, können schwer nachvollziehen, dass es zu einer weiteren Zulassung der Maisbeizmittel kommt. Das Jahr 2012 wird die Nagelprobe bestehen müssen: Treten wiederum Bienenschäden auf, dürfen neonikotinoide Beizmittel, wie in Italien, Deutschland oder Slowenien, nicht mehr eingesetzt werden.

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13.02.2012

Österreich bei Scheidungsrate über dem Europa-Schnitt

Österreich bei Scheidungsrate über dem Europa-Schnitt Österreich bei Scheidungsrate über dem Europa-Schnitt

Der Valentinstag gilt in vielen Ländern als Tag der Liebenden - doch bei aller schönen Romantik steht dieser Tag im Gegensatz zu einer anderen Realität, wie eine Analyse der Allianz zeigt: Während EU-weit seit den 1970er Jahren die Zahl der Eheschließungen um 43 Prozent abgenommen hat, hat sich die Anzahl der Scheidungen verdoppelt. Eine bittere Folge: Insbesondere Frauen seien im Alter von tendenziell niedrigerem Lebensstandard betroffen, zeigt die Allianz auf.

"Im Schnitt werden in Österreich jeden Tag nahezu fünfzig Ehen geschieden. Die Auflösung der Lebensgemeinschaft tangiert auch speziell die Altersvorsorge. Frauen sind hier im Schnitt schlechter gestellt", erklärt Mag. Xaver Wölfl, Service-Experte der Allianz Gruppe in Österreich.

Die - relativ zur Bevölkerungszahl - meisten Hochzeiten gibt es in Zypern, gefolgt von Malta und Polen, Österreich liegt im Vergleich auf Platz 13 und damit im EU-Schnitt. Am wenigsten geheiratet wird in Bulgarien und Slowenien. Die meisten Scheidungen gibt es in Belgien und Litauen, gefolgt von der Tschechischen Republik, die wenigsten in Italien und Irland. Setzt man die beiden Zahlen zueinander in Relation, so zeigt sich ein europaweit deutlich differenziertes Bild: Die höchste Scheidungsrate hat Belgien (71 Prozent), gefolgt von Portugal (68 Prozent) und Ungarn (67 Prozent). Österreich liegt im oberen Mittelfeld: Im Jahre 2010 gab es in Österreich rund 38.000 Eheschließungen. Dem standen im gleichen Jahr über 17.000 Scheidungen gegenüber. Damit lag die Scheidungsrate in Österreich bei 47 Prozent und somit über dem Durchschnitt in der EU (44 Prozent). Die mit Abstand niedrigste Scheidungsrate weisen die Iren (15 Prozent) auf.

Wirft man einen Blick auf den langfristigen Trend, so zeigt sich, dass sich seit den 1970er Jahren in Österreich die relative Zahl der Eheschließungen fast halbiert, jene der Scheidungen fast verdoppelt hat. Was die soziologischen Entwicklungen und Daten bedeuten, ist vielen Paaren, die sich in der Anfangszeit ihrer Beziehung und Ehe im siebten Himmel wähnen und die rosarote Brille des Verliebtseins tragen, leider oft nicht klar. "Grundsätzlich gilt: Unabhängig von der 'besseren Hälfte' sollte jeder Ehepartner seine ganz persönliche eigene Altersvorsorge aufbauen", erklärt Wölfl. Ganz besonders gelte dies für Frauen. Selbst wenn die Ehefrau berufstätig ist, verdienen Frauen im Durchschnitt immer noch deutlich weniger als Männer. Laut Frauenbericht lag der Medianlebensstandard von alleinlebenden Frauen im Jahr 2007 bei rund 1.288 Euro pro Monat, alleinlebende Männer hatten pro Monat um 255 Euro mehr Einkommen zur Verfügung. Alleinlebende Frauen hatten damit einen um 17 Prozent geringeren Lebensstandard als alleinlebende Männer.

Denn wer sein Leben lang weniger verdient und durch Auszeiten für die Kindererziehung meist einen unterbrochenen Lebenslauf hat, sollte sich umso mehr um die ausreichende Vorsorge für das Alter kümmern - insbesondere auch deshalb, weil Frauen im Schnitt deutlich älter werden als Männer. Schon heute ist eine von fünf Frauen in Österreich über 64 Jahre alt. Bis zum Jahr 2050 wird die Zahl der über 64-jährigen Frauen um 617.000 auf 1,5 Mio. zunehmen.

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28.11.2011

Schlechtes Zeugnis für Dosen-Tunfisch

Die Greenpeace-Testergebnisse werfen kein gutes Licht auf das Tunfisch-Sortiment in den heimischen Supermarktregalen Die Greenpeace-Testergebnisse werfen kein gutes Licht auf das Tunfisch-Sortiment in den heimischen Supermarktregalen

Die Greenpeace-Testergebnisse werfen kein gutes Licht auf das Tunfisch-Sortiment in den heimischen Supermarktregalen. Im Nachhaltigkeits-Check schneidet lediglich ein Produkt der getesteten Marken mit "grün", also gut ab.

Getestet wurden die in Österreich gängigsten Tunfisch-Produkte, darunter sowohl internationale Marken als auch Eigenmarken der Supermärkte.

Zwischen August und November 2011 hat Greenpeace das Kleingedruckte auf Produkt-Etiketten ausgewertet und um die Informationen auf den Firmen-Webseiten ergänzt und einen Fragebogen an die Hersteller geschickt.

Um die weltweiten Fischbestände ist es schlecht bestellt. Die meisten Tunfischarten sind heillos überfischt. Hinzu kommt, dass der Großteil des in Österreich angebotenen Tunfischs mit Hilfe von sogenannten „Fischsammlern“ gefischt wird: Mit schwimmenden Plattformen werden dabei Scharen von schattensuchenden Meeresbewohnern angelockt. Jährlich verenden mit dieser unselektiven Fangmethodeso mehrere hunderttausende Walhaie, Delfine, Schildkröten, Rochen und Jungfische – bis zu zehn Prozent der Fänge.

Die gute Nachricht: Mittlerweile findet sich auch eine Alternative in den heimischen Supermarktregalen. An die Spitze der Greenpeace-Rangliste und ganz knapp in den "grünen" Bereich hat es "Vier Diamanten aus nachhaltiger Fischerei" – das Produkt des Tunfischdosen-Produzenten Princes – geschafft: Mit der konkreten Zusage, bis 2014 nur noch nachhaltig gefischten Tunfisch einzusetzen, konnte Princes ebenso punkten wie mit seinem nachhaltigen Skipjack-Tunfisch aus Angelfischerei.

Allerdings gibt es auch für den Testsieger Verbesserungspotential: Ein Teil der Dosen aus der Princes-Produktion unter den Markennamen "Vier Diamanten" und "Statesman" stammt derzeit noch aus Ringwadenfischerei mit Fischsammlern.

Mit weitaus mehr Verbesserungsbedarf landete der zweitgrößter Anbieter "Rio Mare" im Mittelfeld der Rangliste. Bolton will in Zukunft nur knapp die Hälfte seiner Tunfischdosen nachhaltig produzieren – das ist Augenauswischerei. Konsumenten sollen aber 100-prozentig nachhaltige Ware im Regal finden können.

Greenpeace rät den KonsumentInnen derzeit nur Skipjack-Tunfischdosen aus Angelfischerei zu kaufen. Nur bei Tunfisch, der mit der Angel gefangen wurde, kann man davon ausgehen, dass kein Walhai oder Delfin beim Fang getötet wurde. Greenpeace empfiehlt auch Produkte mit freischwimmenden - also ohne Fischsammler gefangenen Tunfisch; leider gibt es im österreichischen Handel noch kein solches Produkt mit entsprechender Kennzeichnung.

Da die Nachfrage bekanntlich das Angebot regelt, braucht es kritische KonsumentInnen, die im Supermarkt durch Nachfragen aktiv werden!

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Greenpeace / Georg Mayer
09.05.2012

Vorsicht vor "Stellenangeboten" im Zusammenhang mit den Olympischen Sommerspielen in London

Laut der Polizei in London (Metropolitan Police Service) ist die Zahl der Betrugsfälle in Zusammenhang mit Jobangeboten in Großbritannien beträchtlich angestiegen. Laut der Polizei in London (Metropolitan Police Service) ist die Zahl der Betrugsfälle in Zusammenhang mit Jobangeboten in Großbritannien beträchtlich angestiegen.

Die Polizei warnt vor falschen "Stellenangeboten" im Zusammenhang mit den Olympischen Sommerspielen in London. Betrüger bieten im Internet angebliche Jobs während des Großereignisses an und kassieren von den Bewerberinnen und Bewerben im Voraus Geld für angebliche Gebühren.

Laut der Polizei in London (Metropolitan Police Service) ist die Zahl der Betrugsfälle in Zusammenhang mit Jobangeboten in Großbritannien beträchtlich angestiegen. Die Betrüger geben vor, Bewerberinnen und Bewerber für Jobs während der Olympischen Sommerspiele zu suchen, die vom 27. Juli bis 12. August 2012 in London stattfinden. Die Stellenanzeigen befinden sich auf gefälschten Websites oder auf echten Werbeplattformen.

Opfer sind meist ausländische Staatsangehörige, die sich eine lukrative Tätigkeit erhoffen. Antwortet ein Interessent, wird ihm der Job zugesagt. Gleichzeitig wird der Bewerber aufgefordert, Gebühren für angebliche Reisekosten, Visaanträge oder andere Verarbeitungskosten über "Money Transmitter" zu überweisen. Um die potenziellen Opfer zu täuschen, mailen die Betrüger Bewerbungsformulare, Arbeitsverträge oder Visaformulare und ersuchen um persönliche Informationen. Oft werden Firmennamen und Logos von Hotelbetriebe ohne deren Wissen verwendet.

Die E-Mail-Korrespondenz wird meist über kostenlose E-Mail-Accounts wie Yahoo.com, yahoo.co.uk, gmail.com, googlemail.com und live.com abgewickelt. Anstatt offizieller Firmennummern verwenden die Betrüger häufig mobile Telefonnummern oder Einwahlnummern, die mit +44(0)70 beginnen. Die Täter vor drängen auf schnelle Überweisung und geben vor, die meisten "anfallenden Gebühren" zu übernehmen – für den Bewerber falle nur ein Restbetrag an.

Schutz vor Vorauszahlungsbetrug – Tipps der Polizei in London

• Reagieren Sie nicht auf ungebetene Geschäftsvorschläge und/oder Stellenangebote von Personen, die Sie nicht kennen.

• Teilen Sie unbekannten Personen keine persönlichen Daten oder finanziellen Details mit.

• Seriöse Unternehmen in Großbritannien ersuchen Bewerber nicht um Überweisung eines Geldbetrags für die "Sicherung des Arbeitsplatzes" oder für ein Visum.

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12.04.2012

Im Frühling ist wieder viel vom "Bienensterben" die Rede

Im Frühling ist wieder viel vom "Bienensterben" die Rede Im Frühling ist wieder viel vom "Bienensterben" die Rede

Umweltschützer kritisieren, dass der Einsatz von neonicotinoiden Beizmitteln, die vor allem bei der Maissaat angewendet werden, in Österreich noch immer erlaubt ist. Diese Pestizide sollen die Maispflanzen vor dem aus Amerika eingeschleppten Käfer, dem Maiswurzelbohrer, schützen. Für die Bienen stellen sind sie ein gefährliches Nervengift dar. Auch die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hat einen Zusammenhang zum Bienensterben bestätigt.

Das effizienteste Mittel gegen den Maiswurzelbohrer wäre eine konsequente Fruchtfolge. Baut man Mais nur jedes zweite Jahr an, verhungern die Käferlarven und man kann auf gefährlichen Beizmitteln für das Mais-Saatgut verzichten.

Global 2000 kritisiert die jahrelange Untätigkeit des Landwirtschaftsministers Nikolaus Berlakovich und fordert ein Verbot von neonicotinoider Beizmitteln.

Volkswirtschaftlich gesehen ist die Biene das drittwichtigste Nutztier der Welt. Wobei nicht die Honigproduktion im Vordergrund steht, sondern die Bestäubungsleistung dieser Insekten. Denn 10 Prozent der weltweiten Nahrungsmittelproduktion sind abhängig von der Bestäubung durch Insekten.

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15.02.2012

Eingeschneit im Ferienort – wie ist die Rechtslage?

Eingeschneit im Ferienort – wie ist die Rechtslage? Eingeschneit im Ferienort – wie ist die Rechtslage?

Der Startschuss für die Semesterferien in Österreichs Bundesländern ist gefallen – eine Gelegenheit, die viele für einen Ausflug in die Schigebiete nutzen. Während man zur Weihnachtszeit vergeblich auf Schnee wartete, sorgte in den vergangenen Tagen eher das Gegenteil für Aufregung: Schneemassen. Meldungen über eingeschneite Feriengäste oder von der Umwelt abgeschnittene Dörfer inklusive. Damit man weiß, wie man im Falle des Eingeschneit- oder Ausgeschneit-Seins den Arbeitgeber oder die Unterkunft betreffend richtig handelt, informiert ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer über die geltende Rechtslage.

Ist man im Ferienort eingeschneit und dadurch verhindert, rechtzeitig wieder in der Arbeit zu erscheinen, muss schnellstmöglich der Arbeitgeber darüber informiert werden. "Besteht – für relativ kurze Zeit – gar keine Möglichkeit den Urlaubsort zu verlassen, auch nicht über einen Umweg, dann liegt ein Dienstverhinderungsgrund vor", erläutert der ÖAMTC-Jurist. In diesem Fall hat ein Angestellter Anspruch auf Freistellung und Bezahlung. Ist der Heimweg zwar beschwerlich aber möglich, steht dem Arbeitnehmer grundsätzlich keine Freistellung zu. Bei Arbeitern ist je nach geltendem Kollektivvertrag eine Lohnreduzierung oder eine Einarbeitung versäumter Stunden möglich. "Denkbar ist in beiden Fällen, mit dem Arbeitgeber eine Verlängerung des Urlaubs zu vereinbaren", sagt Hoffer. Kritisch wird es allerdings, wenn die Behinderungen vorhersehbar waren und man den Urlaubsort trotzdem aufgesucht hat. In diesem Fall besteht nämlich bei einer Abreiseverhinderung kein Anspruch auf Weiterzahlung des Gehalts.

Für einen längeren Aufenthalt im Urlaubsort braucht man natürlich auch ein Hotel. "Ob der Gast im Fall einer nicht möglichen Ausreise für Unterkunft voll, die Hälfte oder gar nichts bezahlt, kann man pauschal nicht beantworten", erklärt der ÖAMTC-Jurist. Das hängt von den individuellen Vertragsbedingungen oder der Kulanz des Betreibers ab – eine gesetzliche Regelung gibt es jedoch nicht. In der umgekehrten Situation, wenn Urlauber sozusagen ausgeschneit sind, fallen für den Reisenden keine Kosten an. Allerdings ist hier – ebenso wie im Arbeitsrecht – Voraussetzung, dass die Urlaubsdestination auch über Umwege nicht erreichbar ist.

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