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Chronik

07.06.2021

Südtirol und Kroatien keine "3G‘-Abfragen oder sonstige Einschränkungen

Südtirol und Kroatien keine 3G‘-Abfragen oder sonstige Einschränkungen Südtirol und Kroatien keine 3G‘-Abfragen oder sonstige Einschränkungen

Der freiheitliche Tourismussprecher NAbg. Gerald Hauser zeigte sich überrascht und erfreut, dass Südtirol und Kroatien die Gastronomie komplett öffnen: „Meine Recherchen haben ergeben, dass es dort in den Gaststätten weder ‚3G‘-Abfragen noch sonstige Einschränkungen mehr gibt. Sowohl in Südtirol wie auch in Kroatien hat man sich anscheinend dafür entschieden, dass ein ‚gesund‘ reicht. Deshalb nimmt dort auch wieder der Tourismus Fahrt auf.“

Nur bei uns halte man nach wie vor am Kontrollwahn fest und drangsaliere damit sowohl die Betriebe als auch die Gäste. „Mich erreichen immer mehr Zuschriften, dass das Tagesgeschäft etwa in Tirol und Vorarlberg zwar so halbwegs funktioniert, das Abendgeschäft aber noch immer eine Katastrophe ist“, erklärte Hauser, der weiters forderte: „Unsere Gastronomie muss sofort von allen Restriktionen und Kontrollen befreit werden. Unsere Wirte und Gastronomen wissen, wie sie auch ohne diese Gängeleien ihre Gäste bestens versorgen und schützen!“

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04.07.2022

Geld zurück für weitere Betroffene im FFP2-„Maskenskandal“

Der Maskenhersteller Hygiene Austria soll laut Medienberichten aus China importierte FFP2-Masken als „Made in Austria“ umetikettiert und verkauft haben Der Maskenhersteller Hygiene Austria soll laut Medienberichten aus China importierte FFP2-Masken als „Made in Austria“ umetikettiert und verkauft haben

Weitere 453 Konsument:innen bekommen für „Made in Austria“-Masken, die angeblich aus China stammen, einen Großteil des Kaufpreises zurück oder einen Austausch der Masken – für eine alte gibt’s zwei neue österreichische FFP2-Masken. Die AK hat nach einem ersten Erfolg im November 2021 nun noch eine vergleichsweise außergerichtliche Lösung mit Palmers und Hygiene Austria im FFP2-„Maskenskandal“ erzielt. Im Schnitt bekommt jede:r Konsument:in rund 70 Euro retour.

Der Maskenhersteller Hygiene Austria soll laut Medienberichten aus China importierte FFP2-Masken als „Made in Austria“ umetikettiert und verkauft haben – viele Käufer:innen fühlten sich dadurch getäuscht. Die strafrechtlichen Ermittlungen laufen noch.

Für 453 Konsument:innen, die sich nach dem ersten AK Erfolg im Winter 2021 zur zweiten Sammelaktion angemeldet hatten, gibt es nun ebenfalls eine Lösung: Die Konsument:innen erhalten insgesamt rund 32.000 Euro oder alternativ auf Wunsch den Austausch der Masken: Sie bekommen für eine alte Maske zwei neue FFP2-Masken aus österreichischer Produktion. Wer die originalverpackten Masken zurückgeben kann, bekommt im Gegenzug den gesamten Kaufpreis retour. Wer die Masken nicht mehr hat, bekommt 60 Prozent des Kaufpreises. Im Schnitt erhalten die einzelnen Konsument:innen rund 70 Euro zurückerstattet.

Die AK hat die betroffenen Konsument:innen bereits über ihre Ansprüche informiert. Die Abwicklung erfolgt direkt mit den Unternehmen. Damit hat die AK die „Rückholaktion“ in Sachen FFP2-Maskenskandal erfolgreich abgeschlossen.

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20.07.2022

Hitzefallen für Hunde: Tierschutzombudsstelle Wien warnt vor unterschätzten Gefahren

Für viele Hunde ist ein Ausflug zu einer der fünf Badestellen in Wien eine willkommene Erfrischung. Für viele Hunde ist ein Ausflug zu einer der fünf Badestellen in Wien eine willkommene Erfrischung.

Dass ein Hund bei Hitze niemals im Auto zurückgelassen werden darf, sollte bekannt sein. Weniger bekannt sind die „versteckten“ Gefahren, denen die Vierbeiner bei hohen Temperaturen oftmals unbeabsichtigt ausgesetzt sind. „Eine gut gemeinte Abkühlung im Fluss oder eine vermeintlich angenehmere Nylonschlaufe fürs Maul statt sperrigem Maulkorb können in diesen Tagen lebensbedrohlich für Hunde werden“, warnt die Wiener Tierschutzombudsfrau Eva Persy. Bereits bei kurzen Fahrten im Auto droht zudem der Kofferraum zur Hitzefalle zu werden.

Für viele Hunde ist ein Ausflug zu einer der fünf Badestellen in Wien eine willkommene Erfrischung. Doch so verlockend der Sprung ins kühle Nass ist: Überhitzte Hunde sollten niemals in kaltes Wasser hüpfen, geschweige denn hineingeworfen werden. „Hierbei kann die Aorta reißen, was innerhalb weniger Momente zum Tod des Hundes führt“, warnt Eva Persy. Stattdessen sollte ein flacher Zugang zum Gewässer gesucht werden, über den der Vierbeiner das kühle Nass jederzeit selbständig betreten und verlassen kann.

Generelle Vorsicht ist bei bestimmten Rassen geboten. „Kurzschnäuzige Tiere wie Mops oder Bulldogge haben bei diesen Temperaturen nicht nur enorme Probleme mit der Atmung, sondern meist auch Schwierigkeiten mit dem Schwimmen“, so Persy. „Die gut gemeinte Abkühlung kann so schnell zur Gefahr für die Tiere werden.“

Als Maulkorb unzulässig und bei warmen Temperaturen gar lebensbedrohlich sind Maulschlaufen für Hunde. Diese umschließen den Fang des Hundes so fest, dass dieser nicht mehr oder nur noch minimal geöffnet werden kann. Das für die Temperaturregulierung lebensnotwendige Hecheln ist so nicht möglich. Auch können die Tiere kein Wasser trinken. „Manche Halter*innen denken, dass die leichten Stoff-Schlaufen ein unbedenklicher Maulkorb-Ersatz sind, da es sie ohne Warnhinweis einfach so im Zoofachhandel zu kaufen gibt“, weiß Persy. „In Wahrheit aber überhitzen die Tiere und können sich nicht helfen. Das ist so als würden wir versuchen, unter Wasser nach Luft zu ringen – eine schreckliche Vorstellung.“

Dass ein im abgestellten Auto zurückgelassener Hund schnell in Lebensgefahr schwebt, ist bekannt. Doch kann der Pkw auch während der Fahrt bei eingeschalteter Klimaanlage zur Hitzefalle werden, wenn der Vierbeiner im Kofferraum transportiert wird. „Die Klimaanlage kühlt den Kofferraum oft nur unzureichend oder gar nicht“, warnt Eva Persy. „Vermeiden Sie daher lange Fahrten in der Mittags- und Nachmittagshitze und lassen Sie gegebenenfalls die Scheiben des Kofferraums und der hinteren Sitzbank mit Sonnenschutzfolie verdunkeln.“ Als Erste-Hilfe-Maßnahme können auch Sonnenschutzgitter, die mit Saugnäpfen an der Scheibe befestigt werden, Erleichterung bringen. Ein spezieller, auslaufsicherer Reisenapf sorgt dafür, dass die Hunde auch während der Fahrt jederzeit Wasser trinken können.

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25.04.2022

Befreiung Konzentrationslager Mauthausen: Offizielle Gedenkfeier auch erstmals in Gusen

Das offizielle Österreich gedenkt am Vorabend der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen am 4. Mai der Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen Das offizielle Österreich gedenkt am Vorabend der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen am 4. Mai der Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen

Das offizielle Österreich gedenkt am Vorabend der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen am 4. Mai der Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen. In diesem Jahr steht dabei das ehemalige Außenlager Gusen im Fokus. Bei der Veranstaltung wird es nach dem Gedenken in Mauthausen erstmals eine Begehung der KZ-Gedenkstätte Gusen und ein gemeinsames Gedenken auf dem ehemaligen Appellplatz geben. Diese Flächen des ehemaligen Konzentrationslagers wurden im März 2022 von der Republik erworben und können nun auch für Gedenkveranstaltungen genutzt werden.

„Bei dem Ankauf von Liegenschaften des ehemaligen KZ Gusen handelt es sich um einen Meilenstein für die Sichtbarmachung und Aufarbeitung unserer Geschichte. Die Weiterentwicklung der Gedenkstätte Gusen wird einen wichtigen Beitrag zu einer zeitgemäßen und modernen Erinnerungskultur leisten“, sagt Innenminister Gerhard Karner anlässlich der bevorstehenden Gedenkfeier.

Bei der Gedenkfeier wird ab Einbruch der Dunkelheit die Gedenkaktion #eachnamematters, eine Lichtinstallation in Kooperation mit Ars Electronica, vor dem Memorial Gusen starten. Mit dieser Installation wird den verstorbenen Häftlingen der Konzentrationslager Mauthausen und Gusen sowie weiterer Außenlager gedacht.

Zwtl.: Der Weg des Außenlagers Gusen zur KZ-Gedenkstätte

Das KZ Gusen wurde ab Dezember 1939 errichtet. Bis zu seiner Befreiung im Mai 1945 wurden dort 71.000 Gefangenen aus fast 30 Nationen inhaftiert. Mehr als die Hälfte überlebte die Haft nicht.

Die österreichische Bundesregierung hat in Wahrnehmung der historischen Verantwortung der Republik Österreich ein klares Bekenntnis zur Bedeutung des historischen Ortes Gusen abgegeben

Im März 2022 konnte der Ankauf neuer Liegenschaften zur Erweiterung der bestehenden KZ-Gedenkstätte Gusen abgeschlossen werden. Auf den angekauften Grundstücken befinden sich bedeutende bauliche Überreste des KZ Gusen, darunter der Appellplatz, der Schotterbrecher und zwei Verwaltungsgebäude. Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen wird einen wissenschaftlich begleiteten Beteiligungsprozess in Gang zu setzen, in dessen Rahmen die Interessensgruppen – Opfer und deren Vertreter, aber auch Anwohner – ihre Wünsche, Vorstellungen und Bedürfnisse kommunizieren und somit aktiv an der Neugestaltung mitwirken können. Ziel dieses auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene abgehaltenen Prozesses ist es, die KZ-Gedenkstätte Gusen entsprechend den Anforderungen des 21. Jahrhunderts zu erweitern.

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19.01.2022

Post transportierte 2021 konzernweit fast eine halbe Milliarde Pakete

Post transportierte 2021 konzernweit fast eine halbe Milliarde Pakete Post transportierte 2021 konzernweit fast eine halbe Milliarde Pakete

2021 hat der Österreichischen Post nicht nur im Inland einen neuen Rekord an transportieren Paketen gebracht. Insgesamt bewegte die Post konzernweit fast eine halbe Milliarde Pakete im abgelaufenen Jahr – was ein Mengenplus von neun Prozent bedeutet. Die meisten Sendungen transportierte die Post aber nicht im Heimatmarkt Österreich, sondern mittels ihrer Pakettochter Aras Kargo in der Türkei: nämlich 217 Millionen Pakete. Zum Vergleich: In Österreich wurden im Vorjahr 184 Millionen Pakete transportiert – ein Plus von elf Prozent.

Die Österreichische Post befördert in insgesamt neun Ländern Pakete sowie Paletten. Und zwar in Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Montenegro, Österreich, Serbien, Slowakei, Ungarn und der Türkei. "„Über alle Töchter hinweg beliefen sich die Paketmengen 2021 auf 452 Millionen Stück. Den Großteil davon in Österreich und der Türkei. Aber auch unsere Tochterunternehmen in Zentral- und Osteuropa verzeichneten mit einer Mengensteigerung von 16 Prozent enorme Zuwachsraten. Dort transportierten wir im vergangenen Jahr knapp 52 Millionen Pakete“", so DI Peter Umundum, Vorstand Paket & Logistik, Österreichische Post AG, der betont, dass das Wachstum in den ausländischen Märkten ähnlich wie auch in Österreich vor allem dem steigenden Trend zum E-Commerce geschuldet ist.

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08.09.2021

Ausmisten, verschönern oder gar umbauen stehen hoch im Kurs

Ausmisten, verschönern oder gar umbauen stehen hoch im Kurs Ausmisten, verschönern oder gar umbauen stehen hoch im Kurs

Corona hat das Thema Wohnen für viele Österreicher:innen in den Fokus gerückt. Welche Verschönerungsaktionen, Umbauarbeiten und Renovierungen in den eigenen vier Wänden umgesetzt wurden, dem ist die aktuelle Trendstudie unter 1.000 Befragten im Auftrag von ImmoScout24 nachgegangen.

Entrümpeln wurde zum Volkssport

Mehr Zeit – vor allem mehr Zeit in den eigenen vier Wänden – hat viele Österreicher:innen offenbar dazu gebracht, sich die eigenen Besitztümer einmal näher anzusehen. So hat mehr als die Hälfte der Österreicher:innen die Pandemie dazu genutzt, sich von Dingen zu lösen, die nicht mehr gebraucht werden. 53 Prozent geben an, bereits ausgemistet zu haben, weitere 18 Prozent planen, dieses Projekt in Angriff zu nehmen. Die Entrümpelungs-Hochburgen sind Salzburg, hier haben sieben von zehn ordentlich ausgemistet, Vorarlberg (67 Prozent) und das Burgenland (59 Prozent).

Auch wer Kinder hat, hat die Zeit eher dazu genutzt, nicht mehr Benötigtes loszuwerden. Haushalte mit mehr als 2 Kindern haben überdurchschnittliches Gefallen am Entrümpeln gefunden (62 Prozent). Auch die Wohnungsgröße hatte Auswirkungen darauf, ob für mehr Ordnung gesorgt wurde oder nicht. Allerdings haben Haushalte mit mehr Wohnfläche die Zeit eher zum Ausmisten genutzt als Bewohner kleinerer Wohnungen, die nicht überdurchschnittlich anfällig dafür waren, sich von Dingen zu trennen.

Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung

Auch die Motivation, etwas Hand an der Wohnung anzulegen und sie zu verschönern, war in der Pandemie gegeben. Mehr als ein Drittel der Befragten hat mit neuen Heimtextilien, etwas Farbe oder Deko-Elementen dafür gesorgt, die Wohnsituation umzugestalten. Überdurchschnittlich oft haben Bewohner von Städten und Mietwohnungen diese Maßnahmen ergriffen. Weiter gegangen ist etwas mehr als ein Fünftel (22 Prozent) der Befragten. Sie haben die Gelegenheit genutzt und gleich neue Möbel angeschafft. „Wenn mehr Zeit zuhause verbracht wird, wird Verbesserungspotenzial meist deutlicher. So ist es nicht verwunderlich, dass Wohnraum an die eigenen Bedürfnisse angepasst oder einfach verschönert wurde“, erläutert Markus Dejmek, Österreich-Chef von ImmoScout24, die Situation.

Hör mal wer da hämmert

Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass in der Pandemie nicht nur mit kleinen, eher einfachen Maßnahmen versucht wurde, das Wohngefühl zu verbessern. Ein Viertel der Befragten gibt an, größere Umbau- oder Renovierungsprojekte begonnen oder zumindest geplant zu haben. Unter Hausbewohner:innen ist es sogar ein Drittel, das sich mit kleinen Verschönerungen nicht zufrieden gegeben hat. Umgebaut wurden bzw. werden vor allem Wohnzimmer (44 Prozent), Küchen (37 Prozent), Bäder und WCs (34 Prozent) und Schlafzimmer (32 Prozent), gefolgt von Essbereichen (28 Prozent) und Arbeitszimmern (23 Prozent).

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19.01.2022

In Skigebieten explodieren Preise für Eigentumswohnungen

In Skigebieten explodieren Preise für Eigentumswohnungen In Skigebieten explodieren Preise für Eigentumswohnungen

Das Bergpanorama vor der eigenen Haustür? Von den eigenen vier Wänden in Österreichs beliebten Skigebieten träumen viele Winterurlauber. ImmoScout24 hat die Preise von Eigentumswohnungen in 15 österreichischen Skigebieten analysiert. Die Entwicklung geht steil bergauf: 2021 stiegen die Preise im Vergleich zu 2020 um satte 12 Prozent, in einzelnen Regionen gab es Preissteigerungen bis zu 59 Prozent. In Kitzbühel liegt der Quadratmeterpreis mittlerweile bei knapp 14.000 Euro. Dagegen scheint das Feriendomizil am Semmering mit 2.000 Euro/m2 nahezu ein Schnäppchen. Im Österreich-Schnitt muss man 7.500 Euro pro Quadratmeter für das Feriendomizil im Schnee berappen.

Die teuren Domizile im Westen

Die Suchanfragen nach Ferienwohnungen in den österreichischen Skigebieten schnellen jedes Jahr im Jänner nach den Weihnachtsferien extrem in die Höhe. Die Sehnsucht nach dem Eigenheim in den Bergen treibt die Immobilien-Suchenden. Wer jedoch im Nobel-Skiort Kitzbühel eine Wohnung sein Eigen nennen möchte, der muss tief in die Tasche greifen. Mit durchschnittlich 13.979 Euro muss man dort aktuell pro Quadratmeter rechnen. Damit bleibt Kitzbühel das mit großem Abstand teuerste Pflaster. Hinzu kommt ein enormes Preisplus von 24 Prozent im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020. Deutlich darunter, aber immer noch auf einem hohen Niveau, bewegen sich die Eigentumspreise im Tiroler Ischgl (8.437 Euro/m2), Sölden (7.938 Euro/m2) und Schladming (7.631 Euro/m2).

Starke Preissteigerung

Am stärksten sind die Preise für Eigentumswohnungen im Vorjahr in Sölden mit einem Plus von 59 Prozent auf 7.938 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Deutlich teurer wurde der Kauf auch in den südlichen Skigebieten Katschberg (6.247 Euro/m2) mit einem Plus von 52 Prozent und Nassfeld (5.659 Euro/m2) mit einem Anstieg von 38 Prozent. Und auch im Tiroler Alpachtal (6.831 Euro/m2) haben die Eigentumspreise um 36 Prozent zugelegt. Am Semmering, dem Skigebiet der Wiener an der Grenze zwischen Niederösterreich und der Steiermark, ist Eigentum noch für vergleichsweise moderate 2.000 Euro pro Quadratmeter zu erwerben. Auch in Flachau und Kaprun liegen die Preise unter 6.000 Euro pro Quadratmeter. „Stark steigende Preise im Westen machen alternative Skigebiete attraktiver. Der Trend zum Zweitwohnsitz hat sich in der Pandemie extrem verstärkt. Deshalb gehen wir davon aus, dass ein Ende des Preisanstieges aktuell nicht in Sicht ist“, erläutert Markus Dejmek, Österreich-Chef von ImmoScout24.

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04.02.2021

Zufriedenheit mit der Wohnsituation so hoch wie noch nie

Seit nicht ganz einem Jahr verbringen viele Österreicherinnen und Österreicher mehr Zeit zuhause Seit nicht ganz einem Jahr verbringen viele Österreicherinnen und Österreicher mehr Zeit zuhause

Seit nicht ganz einem Jahr verbringen viele Österreicherinnen und Österreicher mehr Zeit zuhause. Für viele sind die eigenen vier Wände daher nicht „nur“ Wohnraum, sondern auch Arbeits- und / oder Klassenzimmer. Doch wie zufrieden sind die Österreicherinnen und Österreicher mit ihrer Wohnsituation? Dieser Frage ist die aktuelle Integral Trendstudie 2021 für ImmoScout24 unter 1.000 Österreicherinnen und Österreichern nachgegangen.

„Trautes Heim, Glück allein“ ist Großteils Realität

Die erfreuliche Nachricht zuerst: „Trautes Heim, Glück allein“ ist nicht nur ein Sprichwort. Denn befragt nach der Zufriedenheit mit der derzeitigen Wohnsituation, vergeben die Österreicher die Note „Gut“ (Mittelwert von 1,7; 84 Prozent sind zufrieden). Mehr als die Hälfte der Österreicher (53 Prozent) ist mit der eigenen Wohnsituation sogar sehr zufrieden, weitere 31 Prozent sind immerhin eher zufrieden. Besonders wohl in den eigenen vier Wänden fühlen sich die über 50-Jährigen. Hier sind knapp zwei Drittel sehr, 26 Prozent eher zufrieden.

Wie der Vergleich über die Jahre zeigt, ist der Wert leicht, aber kontinuierlich gestiegen: So gaben in den ImmoScout24-Trendstudien 2012 und 2017 noch 80 Prozent an, mit ihrer Wohnsituation zufrieden zu sein, 2020 waren es 81 Prozent.

Wer in Wien oder in Stadtlage wohnt, ist am wenigsten zufrieden

Im Bundesländervergleich zeigen die Wiener die geringste Zufriedenheit mit ihrer Wohnsituation: nur 78 Prozent sind zumindest eher zufrieden. Besonders gut lebt es sich hingegen in Vorarlberg (92 Prozent sind zumindest eher zufrieden), gefolgt von Niederösterreich (90 Prozent), dem Burgenland (89 Prozent) und Oberösterreich (87 Prozent). Grundsätzlich gilt zudem: Egal, in welchem Bundesland man zuhause ist, wer im Umland / Einzugsgebiet einer Stadt wohnt, ist in 9 von 10 Fällen zufrieden, in Stadtlage sind es nur mehr rund drei Viertel der Befragten.

Hohe finanzielle Belastung geht mit höherer Unzufriedenheit einher

Abgesehen vom Wohnort, sinkt die Zufriedenheit mit der eigenen Wohnsituation jedenfalls dann, wenn der finanzielle Druck hoch ist. Sei es aufgrund eines grundsätzlich geringen Einkommens oder aufgrund eines hohen Anteils der Wohnkosten am Haushalts-Nettoeinkommen bzw. aufgrund der insgesamt hohen finanziellen Belastung. Werden Wohnkosten als (sehr) belastend wahrgenommen bzw. werden mehr als 50 Prozent des Haushalts-Nettoeinkommens für das Wohnen ausgegeben, geben nur mehr 7 von 10 Befragten an, mit der Wohnsituation zufrieden zu sein.

Wer ein Haus bewohnt und/oder ein Eigenheim besitzt, ist zufriedener

Wer ein Haus sein Eigen nennt bzw. eine Immobilie im Eigentum besitzt, fühlt sich darin tendenziell besonders wohl (Mittelwert 1,4; 9 von 10 sind zufrieden). Die Zufriedenheit sinkt bereits, wenn „nur“ eine Wohnung bewohnt wird (78 Prozent sind zufrieden) oder man zur Miete wohnt (70 Prozent). Ein gutes Zeugnis wird auch Genossenschaftsobjekten ausgestellt (84 Prozent sind zufrieden), Gemeindeimmobilien hingegen weniger (70 Prozent).

Neben der Art der Immobilie spielt die Größe eine zentrale Rolle. Wer mehr Platz zur Verfügung hat, ist wesentlich zufriedener: bei einer Wohnfläche von 130 m2 oder mehr sind 94 Prozent der Befragten zufrieden, bei Wohnungen bis 89 m2 nur mehr 79 Prozent. In einer Wohnung, die weniger als 69 m2 hat, gar nur mehr 72 Prozent.

Top-Unzufriedenheitstreiber: die fehlende Freifläche

Abseits von finanzieller Belastung, Art der Immobilie, Lage oder Größe: Kein Faktor hat so viel Einfluss auf die Unzufriedenheit mit der Wohnsituation wie eine fehlende Freifläche. Denn wer eine zur Verfügung hat, ist überdurchschnittlich zufrieden: Zwei Drittel der Befragten mit Garten oder Terrasse sind sogar sehr zufrieden, weitere 25 Prozent immerhin eher zufrieden. Balkone, Loggien und Wintergärten machen ebenfalls glücklich – wenn auch etwas weniger (57 Prozent sehr zufrieden, 30 Prozent eher zufrieden). Fehlt die Freifläche jedoch, sinken die Werte enorm: Nur ein Viertel der Befragten bewertet die eigene Wohnsituation trotz fehlender Freifläche mit sehr, weitere 39 Prozent mit eher zufriedenstellend.

„Gerade die letzten Monate haben gezeigt, wie wichtig die Wohnsituation ist – und wie wichtig Platz und Freiflächen sind, wenn sich der Lebensmittelpunkt über einen längeren Zeitraum stärker als sonst in die eigenen vier Wände verlagert,“ so Markus Dejmek, Österreich-Chef von ImmoScout24. „Umso schöner ist es zu sehen, dass die Österreicherinnen und Österreicher im Großen und Ganzen zufrieden sind und diese Zufriedenheit über die Jahre sogar zugenommen hat,“ so Dejmek.

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20.07.2022

Sommerliche Rezepte mit Almdudler

Sommerliche Rezepte mit Almdudler Sommerliche Rezepte mit Almdudler

Die Temperaturen steigen seit Wochen und der Sommer macht Lust auf eine abkühlende Erfrischung. Was würde sich dafür besser eignen als Drinks und Snacks mit und von der österreichischen Alpenkräuterlimonade Almdudler, denn „Mischen ist possible“. Auch diesen Sommer hat das Familienunternehmen wieder an neuen Rezepten mit dem österreichischen Nationalgetränk gearbeitet und bietet damit allen seinen Fans abwechslungsreiche Rezeptideen zum Backen, Kochen und Mixen. Perfekt für die Grillparty mit Freunden, den Sundowner auf dem Balkon oder auch einfach mal mit Kollegen gesellig nach dem Büro. Almdudler eignet sich auch perfekt für vegane Rezeptideen und mit Almdudler Zuckerfrei lassen sich die süßen Ideen auch zuckerfrei genießen.

ALM-SPRITZER

Zutaten:

Almdudler-Original

Weißwein

Zitrone

Zubereitung:

Almdudler Original und Weißwein im Verhältnis 1:1 in ein gekühltes Glas füllen

Mit einer Zitronenscheibe dekorieren

ALM-RADLER

Zutaten:

Almdudler Original

Bier

Zubereitung:

Almdudler Original und Bier im Verhältnis 1:1 schräg in ein Glas mischen

Beim letzten Zentimeter das Glas wieder senkrecht halten, um eine schöne Schaumkrone zu erhalten

ALM-BOWLE

Zutaten:

100 g frische Beeren

1/8 l Gin

0,5 l Almdudler Original

0,375 l Prosecco

0,25 l Sodawasser

2 EL Rosmarinsirup

Saft einer Zitrone

2 Rosmarinzweige

1 Handvoll frische Minze

Zubereitung:

Frische Beeren in Gin einige Stunden ansetzen. Vor dem Servieren mit Almdudler Original, Prosecco und Sodawasser aufgießen. Rosmarinsirup und den frisch gepressten Zitronensaft unterrühren, in gekühlte Gläser füllen und mit Eiswürfeln auffüllen. Mit einigen frischen Beeren, den Rosmarinzweigen und der Minze garnieren.

ALM-JODLER

Zutaten:

10cl Almdudler Original

4cl Vodka

1cl Lime Juice

Zubereitung:

Sauer macht lustig! Dieser erfrischende Drink ist außerdem ganz leicht in der Zubereitung: Vodka mit 10cl Almdudler aufgießen. Mit Lime Juice und Eis in ein Longdrinkglas füllen. Für ein spritziges Vergnügen kurz vor dem Servieren.

ALMDUDLER ZUCKERFREI

Erstmalig gibt es Almdudler Zuckerfrei auch in der ikonischen 0,35 Liter Glas-Mehrweg-Formflasche. Die erfrischende, zuckerfreie Almdudlervariante kleidet sich damit ab sofort so kultig wie das Original, nur eben mit 0% Zucker und nur 1,4 Kilokalorien pro 100 ml. Die zuckerfreie Erfrischung kommt wie die komplette Produktpalette von Almdudler ohne Konservierungsmittel aus und ist vegan zertifiziert und wird wie alle anderen Almdudlersorten CO2-neutral produziert.

ALMDUDLER SIRUP

Mit dem Almdudler Sirup lässt es sich ganz leicht von zu Hause aus Dudeln. Mit fruchtiger Holunderblüte und erfrischender Zitronenmelisse wird der Almdudler-Sirup zum Geschmackserlebnis für die ganze Familie. Der Sirup lässt sich nach ganz nach individuellem Geschmack mischen und kommt ohne jegliche Süßstoffe und sowie Farbstoffe aus.

HÜHNERFILETS MIT CHILI-DUDLER MARINADE & TOMATENSALAT

Zutaten:

Für die Marinade:

6 EL Almdudler Sirup

6 EL Chiliöl

Für die pochierten Eier:

4 Eier

1 Schuss Apfel- oder Weißweinessig

Für den Tomatensalat:

500 g gemischte Cherrytomaten

10 EL Olivenöl

1 EL Almdudler Sirup

6 EL Balsamico

Zubereitung:

Für die Marinade Almdudler Sirup mit Chiliöl, vermischen und abschmecken. Das Fleisch marinieren und für zehn Minuten kaltstellen. Das Fleisch anbraten. Die Eier pochieren. Für den Tomatensalat die Tomaten aufschneiden. Öl, Sirup und Balsamico mischen. Das Fleisch mit poschiertem Ei und Tomatensalat anrichten.

KNUSPRIGE DINKELTARTE MIT DUDLERCREME & SOMMERFRÜCHTEN

Zutaten:

150 kalte Butter

250 g Dinkelmehl

2 EL Zucker

2 Eier

Für die Creme:

250g Topfen

400 g Mascarpone light

50 ml Almdudler Sirup

200 g Sommerfrüchte

Zubereitung:

Für den Mürbteig die kalte Butter, mit Mehl, Zucker, Salz und zwei Eiern zu einem glatten Teig verkneten. Für mindestens 30 Minuten kühl stellen. Anschließend den Teig gleichmäßig rund ausrollen. Eine Form damit auslegen und den Teig an den Rand andrücken. Den Teig im für 30 Minuten bei 175°C Heißluft blindbacken. Für die Creme alle Zutaten glattrühren. Anschließend mit Früchten garniert servieren.

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21.02.2022

Wenn Fisch, dann nachhaltig - nicht nur in der Fastenzeit

Wenn Fisch, dann nachhaltig - nicht nur in der Fastenzeit Wenn Fisch, dann nachhaltig - nicht nur in der Fastenzeit

Schon seit dem vierten Jahrhundert wird die Fastenzeit zelebriert - und Fisch ist dabei traditionell eine sehr beliebte Fastenspeise. Kampagnen-Organisationen nutzen derartige Feiertage regelmäßig, um die hiesigen Verbraucher dazu aufzufordern, möglichst keinen Meeresfisch zu konsumieren. Solche extremen Positionen sind zur Sensibilisierung für ein wichtiges Thema wie die globale Überfischung durchaus legitim, die praktische Umsetzung leider oft unrealistisch.

Fischverzehr für die Welternährung unabdingbar

Die Situation der Meere und ihrer Nutzung ist sehr komplex und vielschichtig, einfache Lösungen gibt es hier nicht. Der Ansatz "esst einfach keinen Fisch mehr" greift zu kurz und wird der Sache auch nicht gerecht. Zum einen will nicht jeder diesen Weg gehen, und zum anderen haben viele Menschen gar nicht die Wahl, ob sie Fisch essen oder sich lieber vegetarisch oder vegan ernähren wollen: Millionen von Menschen sind zur Deckung ihres Proteinbedarfs schlicht auf Fisch und Meeresfrüchte angewiesen.

Zugleich sichern Fischerei und Aquakultur das Einkommen von rund 800 Millionen Bewohnern dieses Planeten. Für die Welternährung sind Fische und Meeresfrüchte zweifellos ein notwendiger Baustein. Und in Hinblick auf eine wachsende Weltbevölkerung sogar ein immer wichtiger werdender Bestandteil.

MSC im Kampf gegen Überfischung

Dem gegenüber steht das Problem der Überfischung der Meere. Ein Problem, dem der Marine Stewardship Council (MSC) seit 25 Jahren mit messbarer Wirkung begegnet: Gesetze, Verordnungen und Kontrollen reichen zurzeit bedauerlicherweise längst nicht aus, um die Überfischung der Meere aufzuhalten und eine nachhaltige Fischerei zu fördern. Die gemeinnützige Organisation MSC setzt mit ihrem Siegel auf einen marktbasierten Ansatz, auf motivierte, informierte KonsumentInnen und engagierte Unternehmen.

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01.11.2020

60 Prozent von Österreichs Bevölkerung rechnet künftig mit mehr Radverkehr

60 Prozent von Österreichs Bevölkerung rechnet künftig mit mehr Radverkehr 60 Prozent von Österreichs Bevölkerung rechnet künftig mit mehr Radverkehr

„In Österreich wurden in den vergangenen Monaten nicht nur mehr Fahrräder gekauft, die Fahrräder sind auch verstärkt als Verkehrsmittel im Einsatz“, fasst VCÖ-Experte Michael Schwendinger ein Ergebnis einer vom VCÖ beauftragten repräsentativen Umfrage des Instituts TQS zusammen. Während im Vorjahr 14 Prozent der 18- bis 69-Jährigen mehrmals die Woche im Alltag mit dem Rad fuhren, sind es heuer mit 21 Prozent um die Hälfte mehr. Auch die Gruppe jener, die mehrmals im Monat Radfahren ist größer geworden, von 14 auf 19 Prozent. Und die Gruppe jener, die keine Alltagswege mit dem Rad zurücklegen, ist kleiner geworden und von 44 auf 40 Prozent zurückgegangen.

60 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher gehen davon aus, dass auch langfristig mehr Rad gefahren wird. Aber viele sehen Verbesserungsbedarf bei den Bedingungen zum Radfahren im Wohnort. 26 Prozent wünschen ein längeres Radwegenetz, ebenso viele sind mit dem Zustand und der Qualität der Rad-Verbindungen unzufrieden. 24 Prozent sagen, dass sie wichtige Ziele im Wohnort nicht sicher und einfach mit dem Fahrrad erreichen können und sogar 36 Prozent erleben das Queren von Hauptstraßen als gefährlich. Aufholbedarf wird auch bei den Radabstellplätzen gesehen: 29 Prozent sieht einen Mangel bei Fahrrad-Parkplätzen vor Geschäften, 35 Prozent allgemein bei Radabstell-Möglichkeiten im Straßenraum.

„Die Qualität der Infrastruktur bestimmt ganz wesentlich unser Mobilitätsverhalten. Die Infrastruktur für den Radverkehr wurde in der Vergangenheit vielerorts sträflich vernachlässigt. Der Aufholbedarf ist entsprechend groß“, weist VCÖ-Experte Schwendinger auf den notwendigen verstärkten Ausbau der Rad-Infrastruktur aus. In den Städten ist dem Radverkehr mehr Platz einzuräumen. In den Regionen sind sichere Radverbindungen von Siedlungen zum nächstgelegenen Ortsgebiet wichtig. Und Bahnhöfe sollten immer gut mit dem Fahrrad erreichbar sein, betont der VCÖ.

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20.07.2022

Immobilienpreise in Ferienregion steigen bis zu 16 Prozent

Die Preisentwicklung geht steil bergauf: Im ersten Halbjahr 2022 stiegen die Preise im Vergleich zu 2021 um durchschnittlich 12,5 Prozent für Eigentumswohnungen, in einzelnen Regionen gab es Preissteigerungen bis zu 30 Prozent. Die Preisentwicklung geht steil bergauf: Im ersten Halbjahr 2022 stiegen die Preise im Vergleich zu 2021 um durchschnittlich 12,5 Prozent für Eigentumswohnungen, in einzelnen Regionen gab es Preissteigerungen bis zu 30 Prozent.

Österreich als Urlaubsdestination steht hoch im Kurs. Für mehr als die Hälfte der Österreicher:innen war 2021 die Alpenrepublik das Urlaubsland Nummer eins+. Was bei so viel Heimatverbundenheit der Kauf einer Immobilie in neun beliebten österreichischen Tourismusregionen kostet und wie sich die Preise für Eigentumswohnungen und Häuser heuer entwickelt haben, analysiert eine aktuelle Auswertung von ImmoScout24.

Mit 6.000 Euro pro Quadratmeter könnte Plafond erreicht sein

Die Preisentwicklung geht steil bergauf: Im ersten Halbjahr 2022 stiegen die Preise im Vergleich zu 2021 um durchschnittlich 12,5 Prozent für Eigentumswohnungen, in einzelnen Regionen gab es Preissteigerungen bis zu 30 Prozent. Der Durchschnittspreis für Wohnungen liegt aktuell bei rund 4.500 Euro pro Quadratmeter. In einigen Seeregionen liegt der Quadratmeterpreis mittlerweile allerdings schon bei 6.000 Euro. Am Bodensee, in Zell am See oder im Salzburger Seenland kostet derzeit eine 75 Quadratmeter-Wohnung bis zu 470.000 Euro. Etwas vereinfacht könnte man sagen: Für diesen Preis kann man 47 Jahre lang je zwei Wochen Luxusurlaub mit einem Budget von 10.000 Euro in der schönen Seeregion machen. Aber auch in der gut besuchten Bergregion des Tiroler Zillertals oder in St. Johann im Pongau/Salzburg liegen die Preise über 5.000 Euro pro Quadratmeter. „Mit 6.000 Euro pro Quadratmeter könnte aber vorläufig auch der Preis-Plafond erreicht sein. In Zell am See waren die Preise bereits 2021 auf diesem Niveau und sind jetzt stabil geblieben“, so Markus Dejmek, Österreich-Chef von ImmoScout24.

Häuserpreise steigen um 16 Prozent

Bei den Hauspreisen ist die Steigerung noch deutlicher und liegt bei knapp 16 Prozent. Für ein 120 Quadratmeter-Haus am Bodensee sollte man knapp 740.000 parat halten. Auch in den Regionen Zell am See, Zillertal und in der Salzburger Seenregion liegen die Preise aktuell bei 6.000 Euro pro Quadratmeter. Wer jährlich eine stattliche Summe von 20.000 Euro für Urlaub ausgibt, könnte das entsprechend rund 37 Jahren tun. „Der Kauf einer Immobilie in einer Ferienregion bietet nicht nur die Möglichkeit, an einem schönen Ort Urlaub zu machen. Es ist auch eine Investition in die Zukunft und eine Wertanlage. So sehen es auch die Österreicher:innen, die nach wie vor sehr aktiv auf der Suche nach dem richtigen Zweitwohnsitz sind“, ergänzt Markus Dejmek.

Die günstigeren Regionen

Sowohl bei Häusern als auch bei Eigentumswohnungen liegen die Regionen Schladming/Dachstein mit Preisen bis zu 3.800 Euro pro Quadratmeter und das Waldviertel mit bis zu 3.000 Euro pro Quadratmeter unter dem Hochpreisniveau der anderen Urlaubsregionen. Vergleichsweise günstig ist der Erwerb einer Liegenschaft im Murtal. Die 75 Quadratmeter-Wohnung liegt bei knapp über 100.000 Euro, das 120 Quadratmeter-Haus ist für durchschnittlich rund 220.000 Euro zu haben.

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27.04.2021

87 % der ÖsterreicherInnen fordern Umsetzung von Pfand und Mehrwegquoten für Getränkeflaschen

87 % der ÖsterreicherInnen fordern Umsetzung von Pfand und Mehrwegquoten für Getränkeflaschen 87 % der ÖsterreicherInnen fordern Umsetzung von Pfand und Mehrwegquoten für Getränkeflaschen

Eine repräsentative Umfrage von marketagent im Auftrag von Greenpeace zeigt die überwältigende Zustimmung der Menschen in Österreich zu einem Pfandsystem und verpflichtenden Mehrwegquoten. 87 Prozent fordern, dass der Großteil der Getränke bis 2030 in wiederverwendbaren Mehrweg- statt Einwegflaschen abgefüllt ist. Sogar 91 Prozent der Befragten geben an, dass sie Mehrwegflaschen (Glas oder PET) kaufen würden, sobald diese verstärkt angeboten werden. Österreich muss bis Juli 2021 die EU-Einwegplastikrichtlinie umsetzen. Doch seit Monaten blockieren WKO und Handelsketten die Zustimmung der ÖVP zu den vom Umweltministerium vorgeschlagenen Maßnahmen im neuen Abfallwirtschaftsgesetz. Greenpeace fordert, dass die Kanzlerpartei sich nicht länger gegen den Wunsch der breiten Bevölkerung stellt, sondern ein Gesetz zur Müllreduktion auf den Weg bringt.

“Die Blockade einiger weniger Unternehmen geht ganz klar gegen die Interessen der Bevölkerung. Die Supermärkte, Getränkekonzerne und die ÖVP sollten sich endlich bewusst werden, dass sie mit ihrem umweltschädlichen Verhalten die eigenen KundInnen und WählerInnen vor den Kopf stoßen. Wir brauchen ein starkes Abfallwirtschaftsgesetz mit einem flächendeckenden Pfandsystem und Mehrwegquoten, an die sich alle Supermärkte halten müssen”, so Lisa Panhuber, Konsumexpertin bei Greenpeace Österreich. Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage von marketagent im Auftrag von Greenpeace sprechen eine deutliche Sprache: 87 Prozent der Menschen in Österreich zwischen 14 und 75 Jahren begrüßen ein Gesetz, das sicherstellt, dass mindestens die Hälfte der Getränke in umweltfreundlichen wiederbefüllbaren Mehrwegflaschen abgefüllt ist. Aktuell liegt der Mehrweganteil in den Supermärkten bei unter 20 Prozent. Auch unter den ÖVP-WählerInnen unterstützen 94 Prozent gesetzliche Mehrwegquoten und 93 Prozent ein flächendeckendes Pfandsystem für alle Getränkeflaschen und Dosen.

Innerhalb von zehn Jahren ist der Abfall aus Plastikverpackungen wie PET-Flaschen, Folien und Bechern in Österreich um rund 30 Prozent auf über 300.000 Tonnen jährlich gestiegen. Pro Jahr werden in Österreich 1,6 Milliarden Plastikflaschen entsorgt. Für jedes Kilogramm nicht recyceltem Plastikverpackungsmüll fällt seit dem 1. Jänner 2021 eine EU-weite Plastiksteuer an. Allein in den ersten vier Monaten des Jahres beliefen sich damit die Strafzahlungen für Österreich auf 50 Millionen Euro. “Wenn es so weitergeht, kosten die Müllberge in Österreich die Bevölkerung jedes Jahr dreistellige Millionenbeträge an Plastik-Strafzahlungen. Obwohl die Menschen in Österreich Maßnahmen gegen den Abfall wollen, zahlt Finanzminister Blümel die Strafzahlungen aus dem allgemeinen Steuertopf, anstatt die Verursacher zur Kasse zu bitten. Die Wegwerfgesellschaft zerstört unsere Umwelt und heizt die Klimakrise an. Die Regierung muss endlich mit einem ambitionierten Abfallwirtschaftsgesetz gegensteuern, statt die umweltschädlichen Profitinteressen weniger Konzerne zu unterstützen”, fordert Panhuber.

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11.04.2021

Wo bleibt die große Empörung?

Die meisten ermordeten Frauen kennen ihre Mörder, sehr oft sind diese aus dem familiären Umfeld Die meisten ermordeten Frauen kennen ihre Mörder, sehr oft sind diese aus dem familiären Umfeld

Und wieder wurden Frauen in Österreich ermordet. Gerade erst starb jene Wiener Trafikantin, die von ihrem Ex-Partner mit brennbarer Flüssigkeit übergossen und angezündet wurde. In Graz stellte sich vor wenigen Tagen ein Mann der Polizei und gestand, dass er seine Frau erstochen habe. Die vier Kinder waren zum Zeitpunkt des Mordes in der Schule.

Die meisten ermordeten Frauen kennen ihre Mörder, sehr oft sind diese aus dem familiären Umfeld. Wenn Frauen in diesem Kontext getötet werden, ist oft von „Beziehungstat“, „Familientragödie“ oder „Eifersuchtsdrama“ die Rede. Das sind Begriffe, mit denen indirekt impliziert wird, dass die Ermordete ihr Schicksal herausgefordert hat – etwa, weil sie sich vom Mann trennen wollte. Es findet natürlich jeder verwerflich, wenn ein Mann gewalttätig wird, irgendwie aber scheint es so zu sein, dass die Gesellschaft im Ernstfall bei Männern eher damit rechnet. In der Realität sieht das dann so aus, dass in der Kriminalstatistik 2020 31 ermordete Frauen aufscheinen – fast immer von (Ex-)Partnern. Heuer sind es bis April sieben. Es töten einheimische Männer genauso wie jene mit Migrationshintergrund. Höhere Strafen durch das (entgegen allen Warnungen von Experten) durchgedrückte neue Gewaltschutzpaket haben nichts gebracht. Warum? Weil man damit mehr auf (zu) späte Strafe als auf Schutz setzt. Dass es bei Zweiterem Defizite gibt, zeigt die Tatsache, dass fast alle der zuletzt Ermordeten bereits Kontakt mit der Polizei hatten. Es braucht mehr Geld für Täterarbeit. Es wird zu wenig an patriarchalem Denken geschraubt. Auf Kränkung mit Gewalt zu reagieren muss aus Männerköpfen. Der Begriff des Femizids zerrt Frauenmorde zwar aus dem Privaten ins Öffentliche, Schutzsuchenden rechtzeitig zu helfen aber wäre Sache des Staates.

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17.03.2021

Tiermasken auf Tierschutzaktionen trotz Verhüllungsverbots erlaubt

Daraufhin wurde er gegen seinen passiven Widerstand festgenommen, in ein Polizeifahrzeug getragen und letztlich bestraft: 150 Euro, die Maximalstrafe für dieses Delikt. Daraufhin wurde er gegen seinen passiven Widerstand festgenommen, in ein Polizeifahrzeug getragen und letztlich bestraft: 150 Euro, die Maximalstrafe für dieses Delikt.

Der VGT (Verein gegen Tierfabriken) benützt seit Jahrzehnten Tiermasken für seine Aktionen. Ob Kückenmaske gegen die Vergasung der männlichen Legehühner an ihrem ersten Lebenstag, ob Schweinemaske gegen den Vollspaltenboden oder auch Rindermaske gegen den Missbrauch von Kühen in der Milchproduktion. Eine solche Rindermaske trug der stv. VGT-Obmann David Richter, als er in Baden, NÖ, milchkritische Flugblätter anlässlich einer großen Werbeveranstaltung für konventionelle Kuhmilch verteilte. Dabei wurde er von der Polizei dazu angehalten, die Maske abzunehmen, weil sie dem Verhüllungsverbot widerspreche.

Richter nahm die Maske ab, um zu demonstrieren, dass es ihm nicht um die Verschleierung seiner Identität ginge, setzte sie aber dann wieder auf, um weiter Flugblätter zu verteilen. Daraufhin wurde er gegen seinen passiven Widerstand festgenommen, in ein Polizeifahrzeug getragen und letztlich bestraft: 150 Euro, die Maximalstrafe für dieses Delikt. Bei der Beschwerde gegen diese Strafe zum Landesverwaltungsgericht wurde sie zwar auf 70 Euro herabgesetzt, grundsätzlich aber bestätigt. Daraufhin wandte sich der VGT mithilfe von Rechtsanwältin Maria Windhager an den Verfassungsgerichtshof. Dieser hat heute sein Erkenntnis veröffentlicht, dass die Verhüllung des Gesichts dennoch erlaubt ist, wenn sie wesentlicher Teil der freien Meinungsäußerung ist, wie im vorliegenden Fall.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: VGT
30.08.2021

Monogamie, offene Beziehung, Fremdgehen - was trennt?

Monogamie, offene Beziehung, Fremdgehen - was trennt? Monogamie, offene Beziehung, Fremdgehen - was trennt?

Eine Untersuchung der Kennenlernplattform Gleichklang zeigt, dass Fremdgehen ein starker Risikofaktor für eine partnerschaftliche Trennung ist. Demgegenüber ist das Trennungsrisiko in nicht-monogamen offenen Beziehungen und in monogamen Beziehungen, wo die Vereinbarung zur sexuellen Treue eingehalten wird, gering. Verzicht auf Sex beeinflusst die Trennungswahrscheinlichkeit nicht.

Fragestellungen

Untersucht wurden Monogamie, konsensuelle Nicht-Monogamie (offene Beziehungen), Fremdgehen und der komplette Verzicht auf Sexualität.

Bei einer monogamen Beziehung wird sexuelle Treue zwischen Beziehungspartnern vereinbart und eingehalten.

Bei der konsensuelle Nicht-Monogamie sind sexuelle Kontakte zu anderen Personen erlaubt.

Von Fremdgehen wird gesprochen, wenn eine Vereinbarung zur Monogamie besteht, aber Beziehungspartner diese Vereinbarung brechen.

Kein Sex bedeutet, dass beide Beziehungspartner auf Sex verzichten und auch kein Sex mit anderen Personen stattfindet.

Die Fragestellung der Untersuchung lautete, wie sich Monogamie, konsensuelle Nicht-Monogamie, Fremdgehen und Verzicht auf Sex auf die Trennungswahrscheinlichkeit auswirken.

Zur Beantwortung dieser Fragestellung wurde die Häufigkeit dieser vier verschiedenen Konstellationen zwischen fortbestehenden und zwischenzeitlich aufgelösten Beziehungen verglichen.

Hauptergebnisse

Vereinbarte Monogamie

Bei 285 von 330 Befragten (86,4 %) mit fortbestehenden Beziehungen gaben die Befragten an, dass Monogamie vereinbart worden sei. Bei den getrennten Beziehungen war diese Vereinbarung bei 59 von 70 Beziehungen (84,3 % ) getroffen worden.

Wurden diejenigen einbezogen, die keinen Sex in der Beziehung, aber auch keinen Sex mit anderen hatten, stieg die Anzahl derjenigen mit vereinbarter Monogamie auf 300 (90,9 %) bei den fortbestehenden Beziehungen und auf 64 (91,4 %) bei den getrennten Beziehungen.

Alle diese Unterschiede zwischen fortbestehenden und getrennten Beziehungen waren statistisch nicht signifikant.

Konsensuelle Nicht-Monogamie

30 von 330 Befragten (9,1 %) in einer fortbestehenden Beziehung gaben an, dass die Beziehung eine offene Beziehung sei, wo vereinbarungsgemäß auch Sex mit anderen Personen außerhalb der Beziehung stattfinde. Bei den getrennten Beziehungen war dies bei 6 von 70 Befragten (8,6 %) der Fall.

Dieser Unterschied zwischen fortbestehenden und getrennten Beziehungen war statistisch nicht signifikant.

Kein Sex

In den fortbestehenden Beziehungen gaben 15 von 330 Befragten an (4,5 %), dass es in ihrer Beziehung keinen Sex gebe, aber auch keine sexuellen Kontakte zu anderen Personen stattfänden. Bei den getrennten Beziehungen wurde diese Angabe von 5 von 70 Befragten (7,1 %) getätigt.

Dieser Unterschied zwischen fortbestehenden und getrennten Beziehungen war statistisch nicht signifikant.

Fremdgehen

Vier von 330 Befragten (1,2 %) in einer fortbestehenden Beziehung berichteten von Fremdgehen in ihrer Beziehung durch sie selbst, den Beziehungspartner oder beide. Bei den getrennten Beziehungen gaben demgegenüber 10 von 70 Befragten (14,3 %) Fremdgehen an.

Dieser Unterschied zwischen fortbestehenden und getrennten Beziehungen war statistisch signifikant.

Trennungsraten

Dies sind die absteigend sortierten direkten Trennungsraten für die unterschiedlichen Konstellationen:

Nicht eingehaltene Monogamie (Fremdgehen): 71,42 %Kein Sex: 25 %Konsensuelle Nicht-Monogamie (offene Beziehung): 16,66 %Eingehaltene Monogamie: 14,84 %

Die Trennungsrate bei Fremdgehen war signifikant höher als die Trennungsraten aller anderen Konstellationen. Statistisch signifikante Unterschiede zwischen den anderen Konstellationen gab es nicht.

Schlussfolgerungen

Fremdgehen trat in den getrennten Beziehungen mehr als 10-fach häufiger auf als in den fortbestehenden Beziehungen.

Die Trennungsrate bei vorliegendem Fremdgehen betrug 71,42 % und war damit mehr als 4-fach höher als die Trennungsrate bei eingehaltener Monogamie oder bei einer offenen Beziehung.

Die Untersuchung zeigt damit, dass Fremdgehen der entscheidende Risikofaktor für eine Trennung ist.

Die Untersuchungsbefunde zeigen ebenfalls, dass die große Mehrheit der Befragten mit ihren Beziehungspartnern das traditionelle Modell der Zweierbeziehung mit sexueller Treue vereinbart hatte.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass dieses Modell der vereinbarten Monogamie gut funktionieren kann, wenn es eingehalten wird. Wurde sexuelle Treue eingehalten, ergab sich eine Trennungsrate von lediglich 14,84 %, die statistisch vergleichbar war mit der Trennungsrate von 16,66 % bei konsensueller Nicht-Monogamie (offene Beziehung).

Vereinbarte Monogamie ist damit weder ein Schutzfaktor noch ein Risikofaktor für eine Trennung, wenn sie eingehalten wird.

Wird vereinbarte Monogamie aber nicht eingehalten, wird sie zum Risikofaktor und führt zu einer drastischen Erhöhung der Trennungswahrscheinlichkeit.

Die Ergebnisse der Untersuchung belegen zudem, dass auch die konsensuelle Nicht-Monogamie (offene Beziehung) ein tragfähiges Beziehungsmodell ist:

Wenn Paare vereinbarten, dass sexuelle Kontakte zu anderen Personen außerhalb der Beziehung erlaubt waren, verminderte dies nicht die Stabilität ihrer partnerschaftlichen Beziehung.

Mögliche Befürchtungen, dass sich offene Beziehungen durch den Einfluss Dritter destabilisierend auf den Fortbestand von Beziehungen auswirken könnten, wurden in dieser Untersuchung nicht bestätigt.

Vereinbarte Monogamie und konsensuelle Nicht-Monogamie zeigten sich vielmehr als zwei alternative Beziehungsmodelle, die beide in gleichem Ausmaß zu einer stabilen Beziehung führen können.

Der komplette Verzicht auf Sex ging in dieser Untersuchung tendenziell mit einer häufigeren Trennung von Paaren einher. Allerdings war dieser Effekt nur moderat ausgeprägt und verfehlte die statistische Signifikanz.

Verzicht auf Sex ließ sich letztlich nicht als Risikofaktor für eine reduzierte Beziehungsstabilität identifizieren.

Psychologische Empfehlungen

Psychologe Gebauer fasst die Ergebnisse dahingehend zusammen, dass die Nicht-Einhaltung vereinbarter sexueller Treue ein starker Risikofaktor für das Scheitern einer partnerschaftlichen Beziehung sei.

Leider lasse sich beobachten, dass selbst Personen, die eine Neigung zum Fremdgehen haben, sich immer wieder monogame Beziehungen suchten, die nachfolgend oft erneut scheiterten. Die große Anzahl an Ehen so mancher Prominenter sei hierfür ein besonders gut sichtbares Beispiel.

Dies sei eine unnötige Entwicklung, weil mit der konsensuellen Nicht-Monogamie ein alternatives Beziehungsmodell zur Verfügung stehe, welches für diese Personen wesentlich aussichtsreicher sei.

Personen, die aufgrund ihrer vorherigen Beziehungserfahrungen und ihrer sexuellen Neigungen von vornherein wüssten, dass sie nicht in der Lage oder nicht bereit seien, sich an eine Vereinbarung zur sexuellen Treue in einer Beziehung tatsächlich dauerhaft zu halten, sei daher zu empfehlen, künftig keine Vereinbarung mehr zur Monogamie treffen.

Die Funktion nicht-monogamer Beziehungsmodelle liege allerdings nicht nur in der Beseitigung des Fremdgehens als Vertrauensbruch, sondern auch in der stärkeren Bereitstellung von Möglichkeiten zur Befriedigung sexueller Erlebensbedürfnisse, die insbesondere im Verlauf der Jahre bei monogamen Beziehungen nicht selten unerfüllt blieben.

Es sei daher sinnvoll, sich möglichst noch vor Partnerwahl und Beziehungaufbau mit der Thematik auseinandersetzten und das Beziehungsmodell zu wählen, welches den eigenen Verhaltensgewohnheiten und Erlebensbedürfnissen am besten entspreche.

Was aber könne getan werden, wenn Fremdgehen bereits stattgefunden habe?

Selbst wenn Fremdgehen in einer Beziehung bereits eingetreten sei, bestehe die Möglichkeit zu einem offenen Gespräch der Beziehungspartner untereinander, um gegebenenfalls von einer Beziehung mit nicht eingehaltener Monogamie zu einer sexuell offenen Beziehung zu wechseln. Dies sei insbesondere dann zu raten, wenn deutlich werde, dass ein dauerhafter Verzicht auf sexuelle Kontakte außerhalb der Beziehung unwahrscheinlich oder unerwünscht sei und es stattdessen beiden Seiten gelinge, sich auf das Modell der offenen Beziehung zu einigen.

Gemeinsame Sexualität mit anderen Personen könne in so einem Fall womöglich die partnerschaftliche Sexualität sogar verbessern oder wiederbeleben.

Die Angst, dass solch eine offene Beziehung mit erhöhter Wahrscheinlichkeit instabil sein werde, sei unbegründet, wie die Ergebnisse der aktuellen Untersuchung belegten.

Das eigentliche Problem des Fremdgehens sei der Vertrauensbruch. Ein solcher Vertrauensbruch könne die Tragfähigkeit von Beziehungen tiefgreifend erschüttern.

Bei konsensueller Nicht-Monogamie träten Offenheit, Ehrlichkeit und Transparenz an die Stelle von Verheimlichung und Vertrauensbruch. Dies könne sogar zur Heilung beitragen, wenn der Vertrauensbruch bereits stattgefunden habe.

Die Untersuchung zeige, dass viele Paare tatsächlich in einer monogamen Beziehung glücklich werden können, es aber andererseits auch eine nicht unbedeutende Anzahl an Paaren gebe, wo die monogame Konstellation scheitere.

Die Vereinbarung von Monogamie bei in Wirklichkeit nicht monogamem Verhalten führe mit erhöhter Wahrscheinlichkeit zu schmerzhaften Zerwürfnissen, Vertrauensbruch und Trennungen.

Gebauer vermutet, dass es nach wie vor der normative Druck der Gesellschaft zur Monogamie sei, der Partnersuchenden und auch Personen, die bereits in Beziehungen lebten, den Blick auf Alternativen zur Monogamie verstelle. Deshalb sei Fremdgehen häufiger als die Vereinbarung konsensueller Nicht-Monogamie, obwohl diese kein Vertrauensbruch sei und zu einer hohen Beziehungsstabilität führen könne.

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04.07.2022

Aus für Vollspaltenboden: Das steckt wirklich dahinter

Als wesentliche Verbesserung für die Schweine und als Erfolg für den Tierschutz wurde der Öffentlichkeit das am Freitag verkündete „Aus für den Vollspaltenboden“ ab 2040 verkauft. Die Tierschutzombudsstelle Wien hat sich angeschaut, was tatsächlich dahintersteckt – und kann leider nicht in den Jubelchor einstimmen. „Dieses „endgültige Aus bis 2039“ entpuppt sich als Mogelpackung“, fasst die Wiener Tierschutzombudsfrau Eva Persy zusammen. „Das, was sich die Bürger*innen unter einem „Vollspaltenverbot“ vorstellen, ist leider nicht das, was für Österreichs Schweine nun zu erwarten ist.“

1.) Vollspalten – Teilspalten – ohne Spalten?

Was viele Menschen nicht wissen: Die Haltung auf Spalten über den eigenen Exkrementen kann verschiedene Namen haben. Wenn ein „Aus für Vollspaltenbuchten“ angekündigt wird, können die Schweine weiterhin in „Teilspaltenbuchten“ gehalten werden. Das bedeutet, dass der Stalluntergrund zum Teil aus Spaltenböden mit darunterliegendem Güllekanal und zum Teil aus geschlossenem Boden besteht. Ein Ende der Vollspaltenbuchten heißt somit keineswegs, dass fortan alle Schweine auf geschlossenen Böden mit Einstreu leben dürfen, wie es sich die Österreicherinnen und Österreicher wünschen würden.

2.) Aus bis Ende 2039?

Dass mit 2040 ein konkretes Datum im Tierschutzpaket ergänzt wird, mit dem neue gesetzliche Mindeststandards in allen österreichischen Schweineställen gelten sollen, ist prinzipiell gut und wichtig. Ein verbindliches „Ausstiegsdatum“ aus der Haltung auf Spaltenböden generell ist das unter den derzeitigen Voraussetzungen jedoch nicht! Die neuen Regelungen für die Schweinehaltung, die ab 2040 gelten sollen, werden erst in den nächsten Jahren erarbeitet.

Die unterschiedlichen Begrifflichkeiten (siehe oben) ermöglichen der Bundesregierung einen großen Spielraum bei der Umsetzung und tragen zur Verwirrung der Bürger*innen und Konsument*innen bei. So heißt es in der Presseaussendung der Bundesregierung von Freitag etwa: „Ab 2023 wird es ein gesetzliches Verbot für den Neu- und Umbau von Ställen mit herkömmlichen Vollspaltenbuchten geben“. Dass es in diesen Neu- und Umbauten lediglich einen kleinen Bereich geben muss, in dem die Anzahl der Spalten im Vergleich zum Rest der Stallfläche geringfügig reduziert ist und somit die Tiere ihr Leben weiterhin unter unwürdigen Bedingungen über den eigenen Ausscheidungen verbringen müssen, wird nicht erwähnt.

Bis 2026 sollen die Haltungssysteme unter Berücksichtigung der ökonomischen und arbeitstechnischen Anforderungen fachlich begutachtet und politisch diskutiert und der neue, ab 2040 geltende Standard festgelegt werden. „Das kann also auch bedeuten, dass das ab 2023 für Neu- und Umbauten geltende System als „mindeststandardtauglich“ angesehen wird und die Schweine in Österreich somit auch weit nach 2040 ihr kurzes Leben noch immer auf harten Betonspalten über ihren eigenen Exkrementen verbringen“ erläutert Eva Persy.

3.) Investitionsschutz für neue alte Systeme

Neu ist der Investitionsschutz für Anlagen, die nach den ab 1. Jänner 2023 geltenden Regeln neu- oder umgebaut werden. Diese können unabhängig von dem angekündigten „Ausstiegsdatum“ Ende 2039 ab erstmaliger Inbetriebnahme der Haltungseinrichtung 23 Jahre lang betrieben werden. Das bedeutet konkret, dass selbst wenn die Regierung mit 2040 ein echtes Verbot aller Spaltenböden gesetzlich verankern würde, diese Anlagen noch Jahre oder gar Jahrzehnte weiter existieren dürften.

4.) Verbindliche Frist?

Neben den inhaltlichen Unklarheiten für die Umsetzung eines „Vollspaltenverbots“, stellt sich die Frage, ob diese Frist formal bis 2040 überhaupt hält. Auch bei für die Umsetzung des Qualzuchtverbots aus dem Jahr 2005 hat es eine Übergangsfrist im Tierschutzgesetz gegeben, die später kommentarlos gestrichen wurde. Das Qualzuchtverbot ist bis heute nicht umgesetzt worden.

Da die nach der Begutachtungsphase angepassten Entwürfe für das Tierschutzpaket bislang nirgendwo veröffentlicht wurden, lässt sich nur auf Basis älterer Entwürfe, die ein Ausstiegsdatum bereits enthielten, analysieren, was dieses „Vollspaltenverbot“ wirklich bedeutet.

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20.07.2022

Bäuerinnen und Bauern kämpfen gegen die Trockenheit

Der Osten Niederösterreichs und die klassischen Trockengebiete sehen sich einmal mehr mit einer Wasserknappheit konfrontiert. Der Osten Niederösterreichs und die klassischen Trockengebiete sehen sich einmal mehr mit einer Wasserknappheit konfrontiert.

Der Osten Niederösterreichs und die klassischen Trockengebiete sehen sich einmal mehr mit einer Wasserknappheit konfrontiert. "Es zeigt sich, wie wichtig eine überregionale Wasserversorgung in Zukunft sein wird. Die klimatischen Veränderungen machen eine nachhaltige Nutzung von Oberflächenwasser und Bewässerungsprojekte notwendig", erklärt Landwirtschaftskammer NÖ-Vizepräsident Lorenz Mayr und schließt auch Überlegungen Richtung Donau nicht aus.

Der Neusiedlersee hat seinen historischen Tiefstand erreicht und auch andere beliebte Ausflugsziele kämpfen mit der Wasserknappheit. Doch neben dem Tourismus ist es vor allem die Landwirtschaft, für die eine gute Wasserversorgung entscheidend ist. "Von Hitze und Trockenheit ist nicht nur der Tourismusbereich betroffen, sondern es trifft uns dort, wo es am meisten weh tut, bei unseren Lebensmitteln. Eine gute Wasserversorgung wird in Zukunft über die Versorgungssicherheit unseres Landes mitentscheiden. Das trifft uns nicht nur auf unseren Tellern, sondern wird auch bei den Arbeitsplätzen spürbar, die eng mit der Landwirtschaft verbunden sind", ist Landwirtschaftskammer Niederösterreich-Vizepräsident Lorenz Mayr überzeugt.

Grundwasser als auch Oberflächenwasser nutzen

Vor allem die Verwendung von Oberflächenwasser für die Bewässerung der Ackerkulturen wird künftig mehr in Betracht gezogen werden müssen. "Grundsätzlich ist in Österreich ja genug Wasser vorhanden. Es wird hier notwendig sein, dass wir Oberflächenwasser zum Beispiel aus gut wasserführenden Flüssen oder Bächen für unsere Lebensmittelversorgung nutzen und absichern. Hier sollten wir vor allem überregional denken und Projekte in Angriff nehmen, die eine gute Verteilung gewährleisten", so Mayr und schließt auch Überlegungen Richtung Donauwasser nicht aus. Schon jetzt sollen umfangreiche Investitionen in Bewässerungen den Ertrag und die Qualität der Ernte sichern. Zusätzlich tragen sie zur Erhaltung der Kulturlandschaft bei. "Rund 100.000 Hektar sind derzeit in NÖ bewässerbar. Vor allem im Marchfeld, im Tullnerfeld, in der Wachau und im Kamptal, aber auch im Waldviertel gibt es Projekte", gibt Mayr einen Überblick über die derzeitige Lage. Doch das reicht bei weitem noch nicht aus.

Zugriff auf Wasser strikt reglementiert

Sorge ums Trinkwasser muss sich dabei allerdings niemand machen. So wird der Zugriff auf Wasser durch das Wasserrecht strikt reglementiert. Zusätzlich ist der Umgang mit dem knappen Gut "Wasser" für Bäuerinnen und Bauern eine Ehrensache: "Es geht auf unseren Feldern nicht nur um eine nachhaltige Bewässerung, sondern darum, das Wasser generell auf unseren Böden zu halten. Mit einer schonenden und wassersparenden Bewirtschaftung setzen Bäuerinnen und Bauern auch neben den Bewässerungsprojekten ein Zeichen gegen den Klimawandel und passen sich den sich ändernden Bedingungen an", erklärt Mayr.

Kompetenzzentrum für Bewässerung ist wertvoller Partner für Bäuerinnen und Bauern

Seit mittlerweile zwei Jahren steht das Kompetenzzentrum für Bewässerung in Niederösterreich Bäuerinnen und Bauern bei ihren Projekten zur Seite. Damit werden eine sorgsame Planung und eine solide Entscheidungsgrundlage für Bewässerungsprojekte sichergestellt. "Bei uns in der Landwirtschaft geht es um einen sinnvollen Umgang mit dem wenig vorhandenen Wasser. Wir müssen es vor allem dann verfügbar haben, wenn es die Pflanzen brauchen. Das ist eine Herausforderung, die wir in den nächsten Jahren noch intensiver angehen und bewältigen müssen", so der Vizepräsident abschließend.

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07.06.2021

Corona: 25 Prozent weniger Schmuggel-Zigaretten; Tabaksteuer-Plus von 22 Prozent

Corona: 25 Prozent weniger Schmuggel-Zigaretten; Tabaksteuer-Plus von 22 Prozent Corona: 25 Prozent weniger Schmuggel-Zigaretten; Tabaksteuer-Plus von 22 Prozent

Österreichs Zöllnerinnen und Zöllner beschlagnahmten im 1. Quartal 2021 411.870 Stück Zigaretten in 292 Fällen. Damit verringerte sich die Zahl der Aufgriffe illegaler Schmuggelzigaretten im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres um 25,5 Prozent.

Im Gesamtzeitraum des Jahres 2020 wurden insgesamt 2,89 Millionen Stück Schmuggel-Zigaretten sichergestellt. Zusätzlich zu den Zigaretten wurden in zwei illegalen Zigarettenfabriken 15,4 Tonnen Rauchtabak beschlagnahmt. Allein aus dem 2020 aufgegriffenen Tabak hätten rund 15 Millionen Zigaretten hergestellt werden können.

1. Lockdown 2020 in Zahlen manifestiert

Insgesamt lassen sich insbesondere aus dem Vergleich des 1. und 2. Quartals 2020 die Auswirkungen der COVID 19-Pandemie und der daraus resultierenden Maßnahmen deutlich ablesen. Wurden im 1. Quartal des Vorjahres rund 433 Millionen Euro an Tabaksteuer eingenommen, waren es im 2. Quartal 2020 mit einem Plus von 17,41 Prozent rund 508 Millionen Euro. Die Aufgriffe gingen in diesem Zeitraum um rund 91 Prozent zurück. Die Zahl der beschlagnahmten Zigaretten sank um 98 Prozent von rund 1,89 Millionen Stück Zigaretten im ersten Quartal 2020 auf rund 33.000 Stück im 2. Quartal des vorigen Jahres. Die Zahl der Aufgriffe hat sich im 3. und 4. Quartal 2020 wieder auf das Niveau von vor dem 1. Lockdown eingependelt. Insgesamt konnte das Vorjahr mit 995 Zigarettenaufgriffen nicht an 2019 mit 2.062 Aufgriffen anknüpfen.

Die Reisebeschränkungen zur Eindämmung der COVID 19- Pandemie und die während des Lockdowns geöffneten Trafiken waren wesentliche Faktoren für den drastischen Rückgang des Zigarettenschmuggels und Absatzanstiegs legaler Tabakwaren.

In den Zahlen schlägt sich zusätzlich auch die Erhöhung der Tabaksteuer mit 1. Oktober 2020 nieder. Im 1. Quartal 2021 stiegen die Einnahmen aus der Tabaksteuer gegenüber dem Vorjahresquartal um 21,9 Prozent auf rund 528 Millionen Euro. Das sind 26,54 Prozent des Vorjahresaufkommens von knapp 2 Milliarden Euro.

Ermittlungen im Bereich des Zigarettenschmuggels auf nationaler und internationaler Ebene bilden einen Schwerpunkt der bundesweit tätigen Zollfahndungsteams. „Die Pandemie schlägt sich in der Tabakschmuggel-Statistik nieder“, so Finanzminister Gernot Blümel. Blümel weiter: „Auch während der Corona-Pandemie bleibt der österreichische Zoll hoch engagiert im Kampf gegen Schmuggel und für die Stärkung der heimischen Wirtschaft. Dass Steuerbetrug an der Republik Österreich unterbunden wird, kommt im Sinne der Steuergerechtigkeit jeder redlichen Steuerzahlerin und jedem Steuerzahler zu Gute.“

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13.01.2021

Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut

Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut

Noch läuft die Analyse der Daten durch die Vereinigung der europäischen Übertragungsnetzbetreiber ENTSO-E und die Suche nach dem Auslöser für den massiven Frequenzabfall, der das europäische Stromnetz am Freitag an seine Grenzen gebracht hatte. Der Vorfall hat aber jedenfalls gezeigt, dass die europäische Zusammenarbeit auch im Ernstfall funktioniert und die Schutzmechanismen gegriffen haben. Nur durch automatische Schutzeinrichtungen und das Zusammenwirken der wesentlichen Marktakteure konnte die kritische Situation rasch beherrscht und eine Stunde nach dem Vorfall das normale Betriebsniveau wieder erreicht werden. Wesentliche Grundvoraussetzung für die Bewältigung der Störung waren die ausreichend vorhandenen Reservekapazitäten. Die EU-Vorgabe 70 Prozent der grenzüberschreitenden Kapazitäten für den Handel zu reservieren ist in diesem Zusammenhang problematisch.

„Der letzte Störfall hat gezeigt, dass die Sicherheitsvorkehrungen schnell und zuverlässig wirken, aber auch, dass es Versorgungssicherheit nicht zum Nulltarif gibt. Weitere erhebliche Investitionen in den nationalen und europäischen Netzausbau, in Speicherkapazitäten, systemische Kraftwerkskapazitäten und weitere Flexibilitätsoptionen für den Krisenfall sind unabdingbar“, erklärt Michael Strugl, Präsident der Interessenvertretung Oesterreichs Energie.

Auch die Anforderung von Seiten der europäischen Ebene, dass 70 Prozent der österreichischen Grenzkapazitäten dem Stromhandel zur Verfügung gestellt werden müssen, sieht Strugl kritisch: „Durch seine geographische Lage ist Österreich eine wichtige Drehscheibe im europäischen Stromsystem – mit dieser Vorgabe müssen wir unsere Leitungskapazitäten ausreizen sodass wenig Reserven für Krisenfälle zur Verfügung stehen.“

„Auch wenn der Störfall nicht im ursächlichen Zusammenhang mit dem Erneuerbaren Ausbau steht, erfordert die Transformation des Energiesystems in Richtung erneuerbare Energieträger umso mehr den Ausbau der Netzinfrastruktur und der Speicherkapazitäten sowie von Kraftwerksreserven um Versorgungssicherheit zu gewährleisten.“, so Strugl.

Enormer volkswirtschaftlicher Schaden möglich

Im Jahr 2019 lag die durchschnittliche ungeplante Nichtverfügbarkeit von Elektrizität im österreichischen Stromnetz bei rund 25,14 Minuten pro Kunde. Damit ist eine Versorgungssicherheit von 99,99 Prozent für Österreich gewährleistet. Ein längerer großflächiger Ausfall würde einen enormen wirtschaftlichen Schaden bedeuten. Schätzungen zufolge belaufen sich die volkswirtschaftlichen Kosten für einen großflächigen Stromausfall in Österreich auf 1,18 Mrd. Euro pro Tag. „Auch deshalb ist es wichtig, dass die Ausbaupläne im Netzentwicklungsplan breit mitgetragen werden und an einer Schärfung des Problembewusstseins und einer Verbesserung der Akzeptanz für diese Projekte in Österreich gearbeitet wird. Das ist eine gesellschaftliche Aufgabe“, so Strugl.

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13.08.2021

Autobahnnetz seit 2000 deutlich größer geworden, Schienen-Netz ist geschrumpft

Autobahnnetz seit 2000 deutlich größer geworden, Schienen-Netz ist geschrumpft Autobahnnetz seit 2000 deutlich größer geworden, Schienen-Netz ist geschrumpft

Österreichs hochrangiges Straßennetz ist in den vergangenen 20 Jahren deutlich länger und auch breiter geworden, macht der VCÖ aufmerksam. Im Jahr 2000 durchzogen 1.930 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen Österreich, heute sind es bereits rund 2.250 Kilometer. Zusätzlich gibt es in Österreich rund 124.000 Landes- und Gemeindestraßen. Zum Vergleich: Das Schienennetz ist heute mit 5.615 Kilometern um 535 Kilometer kleiner als im Jahr 2000. Die Autobahnen haben auch ziemlich an Breite zugelegt. Die Abschnitte mit drei oder mehr Spuren in eine Richtung haben sich seit dem Jahr 2000 auf knapp mehr als 400 Kilometer vervierfacht, informiert der VCÖ.

„Wer Straßen ausbaut, erntet mehr Verkehr. Sowohl der Lkw-Verkehr als auch der Pkw-Verkehr haben in Österreich massiv zugenommen. Das muss sich in Zukunft ändern. Denn die Klimaziele sind nur mit weniger Kfz-Verkehr erreichbar“, erinnert VCÖ-Experte Michael Schwendinger und betont: „Viele geplante Autobahnprojekte stammen aus der Zeit vor dem UN-Klimaabkommen von Paris. Gerade in diesen Wochen erleben wir, wie sich die Klimakrise verschärft. Umso wichtiger ist es, die geplanten Projekte einem Klimacheck zu unterziehen und die Interessen der Kinder von heute und morgen stärker zu berücksichtigen.“

Beim Ausbau gab es in den vergangenen 20 Jahren große regionale Unterschiede. In Vorarlberg, Tirol und Salzburg ist das hochrangige Straßennetz in den vergangenen 20 Jahren um rund 15 Kilometer (plus 3 Prozent) auf 458 Kilometer gewachsen. In der Steiermark und Kärnten um rund 50 Kilometer (plus 8 Prozent) auf 727 Kilometer. In Oberösterreich nahm das Autobahn- und Schnellstraßennetz um rund ein Fünftel auf 321 Kilometer zu, im Burgenland um rund ein Drittel auf 142 Kilometer, in Wien ebenso um rund ein Drittel auf 55 Kilometer und in Niederösterreich um mehr als ein Drittel auf 554 Kilometer.

Auch aus ökonomischen Gründen ist es wichtig, die Infrastrukturpolitik rasch in Einklang mit den Klimazielen zu bringen. Der Rechnungshof hat in einem vor kurzem veröffentlichten Bericht festgestellt, dass Österreich bei Verfehlen der Klimaziele Kosten von rund neun Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 drohen. „Was heute gebaut wird, hat viele Jahrzehnte Bestand. Die Bundesregierung und alle Bundesländer haben Verkehrs- und Klimaschutzziele beschlossen, die für die Zukunft einen deutlich höheren Anteil der klimaverträglichen Mobilität und eine Reduktion des Anteils des Autoverkehrs beinhalten. An diesen Zielen hat sich der Infrastrukturausbau zu orientieren“, betont VCÖ-Experte Schwendinger.

Der massive Straßenausbau führt zudem zur verstärkten Bodenversiegelung, die wiederum die Folgen der Klimakrise massiv verschärft. An heißen Tagen führen die Asphaltflächen zu Hitze-Stau, bei Starkregen kann das Wasser nicht in den Boden versickern, weist der VCÖ auf einen weiteren Aspekt hin. Wie groß die Schäden schon heute sind, hat die Österreichische Hagelversicherung in den vergangenen Tagen vorgerechnet. "Die Klimakrise schadet uns allen. Es ist wichtig, dass alle Akteurinnen und Akteure an einen Strang ziehen, denn diese größte ökologische, ökonomische und soziale Herausforderung können wir nur gemeinsam meistern", stellt VCÖ-Experte Schwendinger fest.

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08.09.2021

Mehrheit plant trotz Corona dieses Jahr noch Urlaub

 62% der Befragten planen trotz Corona dieses Jahr noch einen Urlaub. 62% der Befragten planen trotz Corona dieses Jahr noch einen Urlaub.

Wie beeinflusst Corona die Reisepläne für Herbst und Winter? Welche Rolle spielen Reisebestimmungen, kostenlose Stornierung oder die Impfung? Die Restplatzbörse, Österreichs Nummer 1 für Last Minute Reisen, hat über 1.300 Personen zu ihrem Reiseverhalten während der Pandemie befragt und spannende Antworten erhalten.

Zwei von drei sagen Ja zu Urlaub im Herbst und Winter

62% der Befragten planen trotz Corona dieses Jahr noch einen Urlaub. Fast die Hälfte davon möchte innerhalb Europas verreisen, über ein Viertel plant eine Fernreise und ca. ein Fünftel möchte den Urlaub in Österreich verbringen. 23% sind unentschieden, ob sie noch verreisen werden, 15% haben dieses Jahr keinen Urlaub mehr geplant.

Last Minute boomt

Fast jeder Zweite bucht laut der Befragung am liebsten Last Minute, also bis zu 14 Tage vor der Reise. Dieser Trend zeigt sich auch in den diesjährigen Buchungszahlen der Restplatzbörse. „"Im Vergleich zu 2019 haben sich die Last Minute Buchungen mehr als verdoppelt. Heute buchen, morgen verreisen ist das Motto"“, so Roman Kresz, Leiter für Vertrieb und Marketing bei der Restplatzbörse. Kein Wunder: Reisebestimmungen und die Situation im Urlaubsland können sich laufend ändern, deshalb fällt die Entscheidung über das Urlaubsland seit Corona spontaner denn je.

Gratis Storno wichtiger als günstiger Preis

Die Restplatzbörse wollte wissen, welche Kriterien bei der Urlaubsbuchung seit Corona die größte Rolle spielen. Eindeutig auf Platz 1: die Reisebestimmungen. Kostenlosen Storno- und Umbuchungsmöglichkeiten rangieren auf Platz 2 und sind somit für die Befragten wichtiger als ein günstiger Preis, der auf Platz 3 landet. Kresz: „"Die Bedenken, dass eine gebuchte Reise wegen geänderter Reisebestimmungen nicht stattfinden kann, sind da. Viele Reiseveranstalter haben bereits reagiert und bieten Flex-Tarife an, mit denen der Urlaub bis kurz vor Anreise kostenlos storniert oder umgebucht werden kann. Wir beraten unsere Kund:innen, welches Angebot am besten zu ihnen passt und freuen uns, so eine zusätzliche Sicherheit geben zu können."“

Klares Ja zur Impfung

87% der Befragten sind entweder bereits vollständig geimpft oder möchten sich noch impfen lassen. Das ist wesentlich höher als der Österreich-Schnitt von knapp 60%. Vollständig geimpfte Personen genießen beim Reisen viele Vorteile wie den Entfall der Quarantäne- und Testpflicht, deshalb liegt die Vermutung nahe, dass Urlaub ein starker Anreiz ist sich impfen zu lassen.

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24.06.2021

Lebenszufriedenheit junger Menschen im Sinkflug

Lebenszufriedenheit junger Menschen im Sinkflug Lebenszufriedenheit junger Menschen im Sinkflug

Mit dem Lebensgefühl der jungen Generation ging es in den letzten Jahren steil bergab: Beinahe jede/r Zweite ist mit dem Leben unzufrieden, jede/r Dritte macht sich Sorgen um die Zukunft, jede/r Vierte leidet unter psychischen Problemen. Dies ermittelte die aktuelle Jugendstudie der Allianz in einer Befragung unter 14- bis 24-Jährigen. Stärker geworden ist der Tatendrang in Sachen Klimawandel, den die große Mehrheit der jungen in Österreich lebenden Menschen als Hauptbedrohung der nächsten 20 Jahre identifiziert. Bei jedem/jeder Dritten zeigt sich rund um das Thema Klimawandel Wut, die Schuld sieht die Jugend vorrangig bei der Industrie. Die Nutzung digitaler Medien, insbesondere das Smartphone, ist eine Selbstverständlichkeit im Alltag, wenngleich persönliche Kontakte gerade während der Pandemie heftig vermisst wurden.

"Wir tragen als Allianz Verantwortung für Generationen. Deshalb wollen wir wissen, was junge Menschen beschäftigt – was sind ihre Ziele und Prioritäten, was ihre Ängste und Sorgen? Und die Ergebnisse der Studie zeigen uns eines ganz deutlich: Wir müssen unserer Jugend als Gesellschaft Kraft und mehr Vertrauen schenken sowie Zuversicht und Perspektiven vermitteln“, betonte Rémi Vrignaud, CEO der Allianz Österreich, anlässlich der Präsentation der Umfrageergebnisse. Denn waren bei Vergleichsstudien 2011 noch 73 Prozent und 2017 immerhin 69 Prozent der 14- bis 24-Jährigen mit ihrem Leben zufrieden, so sind dies aktuell nur noch 57 Prozent. Gar nur 17 Prozent der „Generation Reset“ geben ihrem Leben insgesamt die Bestnote Eins. Die wachsende Unzufriedenheit zieht sich quer durch alle Lebensbereiche, vom Schul- und Berufsleben über die Freizeit bis zur Partnerschaft. Besonders betroffen davon sind junge Frauen sowie Personen mit schlechterem Gesundheitszustand.

Müde, gestresst und überfordert

Psychische Erkrankungen sind das größte Gesundheitsproblem der Jugend in Österreich. Im Laufe der letzten zehn Jahre hat sich die Zahl der jungen Menschen, die über psychische Probleme klagen, vervierfacht und liegt mittlerweile bei 24 Prozent. Weitere Zahlen der aktuellen Allianz Umfrage geben ebenso zu denken: 46 Prozent der 14-bis 24-Jährigen fühlen sich häufig müde und schlapp, 45 Prozent oft gestresst, 38 Prozent unter Druck von äußeren Einflüssen und 30 Prozent generell überfordert. Mehr als jede/r Vierte ist häufig einsam und unglücklich. Die schwierige Corona-Zeit verschärfte diese Situation noch weiter: Drei von vier jungen Menschen vermissten die sozialen Kontakte sehr, und mehr als die Hälfte ist davon überzeugt, dass wir auch in den kommenden Jahren noch mit der Pandemie zu kämpfen haben werden.

Klimawandel Top-Thema bei den Jugendlichen

Entsprechend besorgt, verstärkt aber auch mit Energie, blickt die „Generation Reset“ in die Zukunft. Als Top-Risiko der nächsten 20 Jahre gilt für die große Mehrheit der Befragten der Klimawandel. Mit zunehmendem Alter und höherer Bildung begegnen die Jugendlichen diesem Thema mit Angst (50 Prozent) und Wut (42 Prozent), wesentlich öfter als vor vier Jahren aber auch mit Tatendrang (33 Prozent). Die eigene Verantwortung für eine bessere Klimazukunft sehen sie bei „uns allen“, auch wenn die Industrie nach wie vor als Hauptverursacher des Klimaproblems eingestuft wird. Gegenüber der Jugendstudie von 2017 ist die Angst vor Pandemien und vor Verarmung gestiegen, die Furcht vor Terror, instabiler politischer Weltlage und Datenmissbrauch hingegen gesunken.

Digitale Medien: Abwechslung und Kontaktpflege

Die Nutzung digitaler Services ist ungebrochen hoch und zur absoluten Normalität im täglichen Leben geworden, wie die Allianz Studie zeigt. Beschäftigung mit Smartphone (78 Prozent), Internet surfen (70 Prozent) und Social Networks (70 Prozent) sind die Top-3 der „nichtsportlichen“ Freizeitbeschäftigungen. Vier von zehn Jugendlichen beschäftigen sich mit ihrem Smartphone mehr als drei Stunden täglich. Streaming ist der große Gewinner in der Corona-Zeit. Als Motive für den Aufenthalt in der digitalen Welt wurde in der Umfrage – auch aufgrund fehlender Alternativen in der Pandemie – Langeweile genannt, aber auch das Bedürfnis, mit Freunden in Kontakt bleiben zu können oder andere Menschen „wiederzufinden“.

Perspektiven und Appell

„Die verschärften Anforderungen der Corona-Zeit haben die jungen Menschen in eine Lebenskrise gestürzt und zudem den Generationenkonflikt befeuert. Die Jugend ist sicherheitsorientiert und hat massive Existenzängste. Wo bleiben die ‚Jungen Wilden‘, die die Zukunft entwerfen?“, kommentiert Mag. Stefan Anzinger, Senior-Researcher market Institut, die Umfrageergebnisse. Jedenfalls hat die Jugend eine sehr hohe Sensibilität für die aktuell schwierige Situation entwickelt, wie die Studie zeigt. Die junge Generation hat auch klar gemacht, was sie braucht, beschäftigt und fordert. „Wir müssen alles daran setzen, jungen Menschen ihr positives Lebensgefühl zurückzugeben – rasch und auf breiter Basis“, so Vrignaud. Um den „Turnaround“ zu schaffen, müsse die Politik deutlich an Tempo zulegen. Deutlich wird das beim Thema Klima und Umwelt – damit die nachhaltige Transformation gelingt, brauche es einen konsequenten Klimafahrplan: schnellere Genehmigungsverfahren für nachhaltige Projekte, wie den Ausbau erneuerbarer Energien, raschere und bessere Transparenz- und Veröffentlichungsanforderungen, die die Datenlage zu nachhaltigen Aktivitäten verbessern, langfristig stabile Regularien, um Planungssicherheit gewährleiten zu können, ebenso wie klimaverträgliche Konjunkturpakete.

Die Allianz sieht die Ergebnisse auch als klaren Auftrag, ihre Kernthemen Gesundheitsförderung, Nachhaltigkeit und Digitalisierung mit noch stärkerem Nachdruck voranzutreiben. „Als Allianz investieren wir in Dinge, die Zukunft haben und Zukunft schaffen – so wollen wir unseren Beitrag leisten, indem wir als Gesundheitsversicherer insbesondere die mentale Gesundheit bestmöglich fördern, als Branchenpionier unsere Kundengelder nachhaltig veranlagen und moderne und smarte digitale Lösungen bieten“, so Vrignaud abschließend.

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25.04.2022

Tierquälerei im Netz – Lug und Trug hinter vermeintlichen Tierrettungsvideos

Erst kürzlich erregte wieder ein YouTube-Video Aufmerksamkeit, in dem lebendige Welpen mit einem Stock in einen Fluss gestoßen und damit einem Krokodil zum Fraß vorgeworfen wurden. Erst kürzlich erregte wieder ein YouTube-Video Aufmerksamkeit, in dem lebendige Welpen mit einem Stock in einen Fluss gestoßen und damit einem Krokodil zum Fraß vorgeworfen wurden.

Erst kürzlich erregte wieder ein YouTube-Video Aufmerksamkeit, in dem lebendige Welpen mit einem Stock in einen Fluss gestoßen und damit einem Krokodil zum Fraß vorgeworfen wurden. Es steht außer Frage, dass es sich dabei um tierquälerische Inhalte handelt, dennoch blieb das Video über fünf Monate Online, erhielt über 250.000 Views und 1.200 Likes [1]. Eine Studie der SMACC (Social Media Animal Cruelty Coalition) 2021 spricht gar von einer Summe von 5.480 tierquälerische Videos in denen 77,5% der Tiere offensichtlich und sogar beabsichtigt zu Schaden kamen [2].

Vermeintliche Tierrettungsvideos, bei denen Tiere vor laufender Kamera entdeckt und aus misslichen Situationen befreit werden, zählen zu den besonders beliebten Inhalten in den Sozialen Medien. Affen, die aus unerfindlichen Gründen umschlungen von einer Schlange vorgefunden werden, oder ein ganzer Wurf Welpen, der unter Schutt und vollkommen mit Teer verklebt gefunden wird – die Liste ist endlos. „Dass die überwiegende Mehrzahl dieser Videos inszeniert ist und Tiere geplant qualvollen Dingen ausgesetzt werden, nur um Unsummen an Umsatz zu generieren, ist vielen nicht bewusst“, bedauert MMag. Dr. Madeleine Petrovic Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins (Tierschutz Austria).

YouTube bekommt gut 45% der Einnahmen jedes Videos. Dabei wird geschätzt, dass bei 2.000 analysierten Videos, die YouTuberInnen selbst circa 15 Millionen Dollar und YouTube etwa 12 Millionen Dollar Profit machten [3]. Auch wenn YouTube auf seine strengen Community Richtlinien verweist, die auch Tierquälerei verbieten und routinemäßig gemeldete Videos löscht, braucht es nur wenige Klicks und Suchbegriffe, um hunderte solcher Videos auf der Plattform zu finden.

„Wir fordern, dass betreffende Unternehmen endlich auch für Tierwohl in die Pflicht genommen werden. Bereits geltende Gesetze und Richtlinien müssen stärker auf ihre Einhaltung hin kontrolliert werden und bei Verletzung müsse schärfer sanktioniert werden,“ konstatiert Petrovic. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen und auf das Problem aufmerksam zu machen, starte Tierschutz Austria nun eine Petition:

https://www.tierschutz-austria.at/petition-tierquaelerei-im-netz/

"Doch auch UserInnen von Online-Plattformen wie YouTube, Facebook und Co. haben selbst die Möglichkeit, Videos, Kommentare und Beiträge zu melden und somit gezielt auf Tierquälerei hinzuweisen, wenn sie ihnen auffallen.", appelliert Petrovic.

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19.11.2021

Rekordtief bei Verkehrstoten, negativer Trend bei Fahrradunfällen

Rekordtief bei Verkehrstoten, negativer Trend bei Fahrradunfällen Rekordtief bei Verkehrstoten, negativer Trend bei Fahrradunfällen

Laut Schätzungen der WHO kommen jährlich global immer noch rund 1,3 Millionen Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Jeden dritten Sonntag im November – heuer am 21. November – wird auf Initiative der Vereinten Nationen daher der Welt-Gedenktag für Straßenverkehrsopfer begangen und soll zu mehr Toleranz und Rücksicht anregen. Seit Beginn der Erfassung der Verkehrsunfälle im Jahr 1961 kamen in Österreich beinahe 86.000 Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Im langfristigen Vergleich ist die Anzahl der Verkehrstoten hierzulande aber deutlich gesunken: Während 1972 der Höchstwert mit 2.948 Verkehrstoten erreicht wurde, waren es im Vorjahr 344 – auch durch die pandemiebedingten Mobilitätseinschränkungen (Quelle:

Statistik Austria). "Jedes Menschenleben, das wir im Straßenverkehr verlieren, ist eines zu viel. Aktuelle Zahlen zeigen zudem, dass es weiterhin Handlungsbedarf gibt", erklärt ÖAMTC-Verkehrsexperte Felix Etl.

Im Zeitraum von 1. Jänner bis 18. November 2021 verunglückten in Österreich nach vorläufigen Zahlen des Innenministeriums (BMI) und eigenen Aufzeichnungen des ÖAMTC 314 Menschen bei Verkehrsunfällen tödlich. Davon 10 Prozent Fußgänger:innen, 14 Prozent Fahrradfahrende, 27 Prozent auf einem motorisierten Zweirad (Motorrad oder Moped), 40 Prozent im Pkw und 5 Prozent im Lkw. Im direkten 10-Jahres-Vergleich zeigt sich ein Rückgang der tödlichen Verkehrsunfälle um 34 Prozent seit 2011. Im Bereich der Fahrradunfälle ist jedoch ein negativer Trend zu beobachten: Seit 2011 ist die Zahl der getöteten Radfahrer:innen um 10 Prozent gestiegen.

Maßnahmen greifen: deutlicher Rückgang bei getöteten Pkw-Insass:innen, aber Anstieg bei getöteten Fahrradfahrenden

Technische Weiterentwicklungen, gesetzliche Verschärfungen, die effizientere Rettungskette sowie die verbesserte Notfallmedizin sorgten für einen deutlichen Rückgang der Pkw-Getöteten - trotz höherer Kfz-Bestandszahlen und steigender Mobilität. Die aktiven und passiven Sicherheitssysteme wurden nicht zuletzt aufgrund aufwendiger Tests, wie die EuroNCAP Crashtests, laufend verbessert und erweitert. Mittlerweile sind Airbags ebenso wie aktive Fahrsicherheitssysteme, darunter ABS oder ESP, Teil der Serienausstattung. Im kommenden Jahr werden weitere Sicherheitssysteme für neu typisierte Fahrzeuge, wie der automatische Notbremsassistent, Spurhalteassistent oder Müdigkeitswarner, verpflichtend.

Solche Sicherheitssysteme stehen Radfahrenden nicht zur Verfügung. Hier zeigt sich eine negative Entwicklung: Der Anteil an getöteten Radfahrenden war in den vergangenen Jahrzehnten nie so hoch wie 2020. "Aufgrund der Pandemie hat sich der Trend verstärkt, mehr Wege mit dem Rad zurückzulegen. Daher ist es wichtig, weiterhin sichere Radinfrastruktur zu errichten, mehr Bewusstsein für das Tragen eines Helmes zu schaffen und die Handhabung eines E-Bikes zu trainieren", so Felix Etl. Mehr als die Hälfte der 2020 getöteten Radfahrer:innen waren mit dem E-Bike unterwegs.

Generell gilt es, die schwächsten Gruppen im Straßenverkehr, Radfahrende und Fußgänger:innen, zu schützen. "Es braucht dafür weitere infrastrukturelle Verbesserungen und das rücksichtsvolle Miteinander aller Verkehrsteilnehmer:innen, auch der Autofahrer:innen. Radfahrende müssen sich zudem vergegenwärtigen, dass Eigenfehler fatal enden können", ergänzt der ÖAMTC-Experte abschließend.

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01.11.2020

Sinkende Temperaturen, steigende Brandgefahren: Der Beginn der Heizsaison ist brandgefährlich!

Sinkende Temperaturen, steigende Brandgefahren: Der Beginn der Heizsaison ist brandgefährlich Sinkende Temperaturen, steigende Brandgefahren: Der Beginn der Heizsaison ist brandgefährlich

Gerade zu Beginn der Heizsaison sorgen Schwedenöfen, offene Kamine oder sonstige Holzöfen verstärkt für behagliche Wärme in den heimischen Haushalten – und erfahrungsgemäß auch für eine erhöhte Brandgefahr. Mängel beim Einbau der Festbrennstofföfen und Anwendungsfehler beim Heizen bis hin zur falschen Ascheentsorgung stellen dabei die Hauptprobleme dar.

Mit dem Rückgang der Temperaturen verlagert sich unser Leben wieder vermehrt in die eigenen vier Wände. Verstärkt wird dieser für den Herbst typische Trend zum „Cocooning“ heuer durch die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Damit steht aber auch fest, dass die Zahl der Heimunfälle heuer noch stärker als sonst ansteigen wird – ebenso die Zahl der Brände im zivilen Bereich. Auch die Renaissance von offenen Kaminen, Schwedenöfen und Kachelöfen trägt zur Zunahme des Brandrisikos bei. „Vor allem Öfen, die einen Blick auf die Flammen bieten, sind heute wieder ‚en vogue‘ und kommen besonders zu Beginn der Heizsaison, noch vor dem durchgehenden Betrieb der Zentral- oder Fernwärmeheizungen, zum Einsatz“, erklärt dazu Dr. Günther Schwabegger, Mitglied der Geschäftsführung der BVS-Brandverhütungsstelle für OÖ. Aus Sicht des Vorbeugenden Brandschutzes ist auch nichts dagegen einzuwenden – vorausgesetzt, die Öfen werden ordnungsgemäß eingebaut und sachgemäß betrieben.

Gerade beim Einbau kommt es aber häufig zu Mängeln. „Die Stimmung und die behagliche Wärme eines Holzfeuers haben zu einer neuen Modernität dieser Heizform geführt. In den letzten Jahren wurden daher neben Neubauten auch viele Bestandsobjekte – von Wohnungen über Reihenhäuser bis hin zu Einfamilienhäusern – nachträglich mit Festbrennstofföfen ausgestattet“, so Schwabegger. Oftmals erfolgten Aufstellung und Einbau der Öfen in Eigenregie und ohne vorherige Abklärung durch einen Experten. Genau das birgt aber eine Vielzahl von Gefahren und trägt dazu bei, dass die Zündquelle „Wärmegeräte“ in der Brandschadenstatistik der BVS-Brandverhütungsstelle für OÖ alljährlich zu den Top-3-Brandursachen zählt. So wurden etwa im Brandjahr 2018 österreichweit 696 von insgesamt 6.679 erfassten Bränden (Mindestschaden: 2.000 Euro) der Zündquelle „Wärmegeräte“ zugeordnet, alleine in Oberösterreich waren es 182 von insgesamt 1.118 Bränden. Hiervon gingen wiederum 57 Brandgeschehen (OÖ) von „mit festen Brennstoffen betriebenen Feuerstätten“ – also im Wesentlichen von Holzöfen – aus.

Gefahren durch nachträglichen Einbau von Holzöfen

Vielen Heimwerkern ist nicht bewusst, dass die Öfen und alle weiteren für deren Betrieb notwendigen Einrichtungen wie Rauchrohre, Wand- und Deckendurchführungen oder Kamine aufeinander abgestimmt und daher unbedingt durch einen Fachmann eingebaut werden müssen. Zu allererst brauche es die Abklärung durch den zuständigen Rauchfangkehrer-Meister, so Schwabegger: „Wenn ein vorhandener Kamin aufgrund seiner Dimensionierung nicht für den ausgewählten Ofen verwendet werden kann, besteht schon das erste Problem. Der Rauchfangkehrer sollte also jedenfalls beigezogen werden, weil er neben einer fachkundigen Beurteilung des Kaminsystems auch eine weiterführende Beratung – beispielsweise eine Analyse der notwendigen Luftzufuhr – mitliefern kann.“ In einem zweiten Schritt muss der Ofen fachmännisch aufgestellt und an den Kamin angeschlossen werden. Hier gelte es, alle notwendigen und vorgeschriebenen Sicherheitsabstände des Rauchrohres zu Wänden und Einrichtungsgegenständen einzuhalten. Befindet sich beispielsweise das Rauchrohr zu nahe an einer Holzvertäfelung, kann es alleine durch die Strahlungswärme zur Brandentstehung kommen. Ein weiteres Augenmerk muss auch auf die Wand- und Deckendurchführungen des Rauchrohres gelegt werden. Hier sind wiederum vorgegebene Sicherheitsabstände einzuhalten, die Montage sollte ausschließlich durch einen Fachmann erfolgen. „Neben der Strahlungswärme kann bei einer Deckendurchführung auch ein Wärmestau zur Brandentstehung führen“, erläutert Schwabegger.

Ist eine Wohnung schließlich mit einem (Holz-) Ofen ausgestattet, gilt es, diesen auch ordnungsgemäß zu betreiben. „Das heißt, der Kamin und das Rauchrohr müssen regelmäßig gekehrt und überprüft werden“, so der Brandschutzexperte. Alle nachträglichen Änderungen – wie z.B. ein Verbau des Ofenrohres oder bauliche Änderungen im Bereich der Wand- und Deckendurchführungen – müssen mit einem Fachmann abgeklärt werden.

Sicherer Betrieb von Öfen und Kaminen

Neben baulichen Mängeln führen auch immer wieder Nachlässigkeiten und mangelnde Erfahrung im Beheizen von Holzöfen zu Bränden. Wie bei allen anderen Heizgeräten gilt auch hier: Brennbare Materialien wie Papier und Textilien dürfen nur in ausreichendem Abstand zum Ofen oder Kamin gelagert werden. Bei offenen Kaminen sollte die Umgebung unbedingt durch Funkengitter vor Funkenflug geschützt werden. Und auch bei geschlossenen Kaminen, Schwedenöfen oder Kachelöfen gehört der Wohnbereich vor der Ofentür und der Aschenlade durch ein Vorlegeblech oder eine Glasplatte vor herausfallenden Glut- und Aschenresten geschützt.

Wurden alle Sicherheitshinweise befolgt und der Holzofen beheizt, gilt es schließlich noch, die Asche sicher zu entsorgen. Denn auch durch falsche bzw. unsachgemäße Ascheentsorgung kommt es immer wieder zu Bränden. „In der vermeintlich erkalteten Asche können sich bis zu 48 Stunden (in Ausnahmefällen bis zu 72 Stunden) lang Glutreste verbergen“, erklärt Schwabegger. Die Asche darf daher nur in metallene Sicherheitsbehälter mit Deckel geleert und erst nach drei Tagen im Restmüll entsorgt werden. Die Zeit kann verkürzt werden, wenn die Asche vollständig in Wasser geflutet wird. Grund für die Entsorgung im Restmüll statt über den Biomüll oder die Kompostieranlage ist, dass Verunreinigungen durch Kunststoffe, Metalle usw. nicht ausgeschlossen werden können.

Rauchwarnmelder in Neubauten verpflichtend vorgeschrieben!

Um trotz aller Vorsichtsmaßnahmen beim Heizen für den Fall der Fälle gerüstet zu sein, sollte jeder Haushalt mit mindestens einem oder noch besser mit mehreren Rauchwarnmeldern ausgerüstet sein. „Ein Rauchwarnmelder verhindert zwar nicht die Brandentstehung, er warnt aber bereits bei geringer Rauchkonzentration vor einem Entstehungsbrand und verhilft so zum entscheidenden zeitlichen Vorsprung, der für die Flucht aus gefährdeten Bereichen genützt werden kann“, appelliert Dr. Günther Schwabegger: „Die Anschaffungskosten für einen Rauchwarnmelder liegen heute nur mehr zwischen fünf und zehn Euro beziehungsweise zwischen 20 und 30 Euro für einen sogenannten 10-Jahres-Melder. Damit ist ein Rauchwarnmelder die mit Abstand günstigste Lebensversicherung!“ Wer also jeden Wohn- und Schlafraum mit einem Melder ausstattet, investiert im Durchschnitt den Gegenwert einer halben Tankfüllung für sein Auto.

Dazu kommt, dass seit Harmonisierung und Inkrafttreten der bundesländerspezifischen Bauvorschriften in Neubauten die Ausstattung aller Aufenthaltsräume mit jeweils mindestens einem unvernetzten Rauchwarnmelder gesetzlich vorgeschrieben ist. Durch die Neuerung und weitere Vereinheitlichung der Bauvorschriften in Österreich sollte die Durchdringung der Haushalte mit Rauchwarnmeldern in den kommenden Jahren also deutlich erhöht werden.

Wissenswertes zum Einbau von Holzöfen

Rechtzeitige Abklärung

Vor dem (nachträglichen) Einbau eines Ofens (offener oder geschlossener Kamin, Schweden-ofen, Kachelofen, Ölofen usw.) ist der Schornstein (auch „Rauchfang“ oder „Kamin“) auf dessen Eignung zu überprüfen

Fachmännischer Einbau

Auf Eigeneinbauten sollte unbedingt verzichtet werden! Öfen und alle weiteren für deren Betrieb notwendigen Einrichtungen wie Rauchrohre, Wand- und Deckendurchführungen sollten nur von Fachleuten errichtet werden.

Sicherheitsabstände

Rauchrohre müssen entsprechende Sicherheitsabstände zu allen baulichen Einrichtungen (Wänden, Decken usw.) sowie zu allen brennbaren Materialien aufweisen.

Meldung an den Rauchfangkehrer

Nachträglich eingebaute Öfen bzw. Feuerstätten sind unbedingt dem zuständigen Rauchfangkehrer zu melden. Dieser sorgt auch für das regelmäßige Kehren und Überprüfen des Kamins.

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22.10.2021

Ärztekammer blitzt mit Disziplinarverfahren gegen maßnahmenkritische Ärzte ab

Ärztekammer blitzt mit Disziplinarverfahren gegen maßnahmenkritische Ärzte ab Ärztekammer blitzt mit Disziplinarverfahren gegen maßnahmenkritische Ärzte ab

Der Disziplinarrat der Ärztekammer Wien hatte den Leiter der Abteilung für Allgemeinmedizin am Zentrum für Public Health der MedUni Wien, Univ. Prof. Andreas Sönnichsen, in einer nichtöffentlichen Verhandlung zu EUR 5.000.- verurteilt, weil dieser im Rahmen einer ICI-Pressekonferenz über die COVID-19-Pandemie sprach. Sönnichsen hatte gesagt, die Gefährlichkeit von Covid-19 werde überschätzt, die Todesraten wären auch auf Lebensumstände der Patientinnen zurückzuführen, auf die statistische Zählweise und auch auf die Funktionalität des Gesundheitswesens. Insbesondere sei die Erkrankung für Kinder in den allermeisten Fällen ungefährlich. Er sagte auch, der verordnete Mund-Nasen-Schutz bringe so, wie er von den meisten Menschen angewandt würde, mehr Schaden als Nutzen und die einzig sinnvolle Maßnahme zum Schutz vor COVID-19 sei Händehygiene, Hust- und Niesetikette sowie Abstand von Erkrankten. Überdies seien die Impfstoffe hinsichtlich Langzeiteffektivität und –sicherheit nicht ausreichend geprüft worden.

Freiheit der Meinungsäußerung und Wissenschaft - auf faktischer Grundlage

Gegen seine Verurteilung hat Univ. Prof. Andreas Sönnichsen eine Beschwerde beim Verwaltungsgericht Wien eingelegt, die erfolgreich war. Das VWG Wien hält dazu fest: „Die vom Disziplinarbeschuldigten getätigten inkriminierten Äußerungen, die er als solche nicht bestreitet, stellen Werturteile dar, die auf einer faktischen Grundlage beruhen. Diese Äußerungen unterfallen daher sowohl der verfassungsgesetzlich gewährleisteten Freiheit der Meinungsäußerung (Artikel 10 EMRK) als auch der Freiheit der Wissenschaft (Artikel 17 StGG).“

Notfallärztin nannte Impfung “Dreck”

Wie willkürlich die Disziplinarkommission der Ärztekammer agiert, zeigt auch der Fall einer steirischen Notfallärztin. Sie hatte sich nach der erfolgreichen Behandlung zweier lebensbedrohlicher Impfnotfälle im Affekt kritisch über die Covid Impfung geäußert und wurde danach bei der Ärztekammer Steiermark vernadert und von ihrem Arbeitgeber entlassen. Die Ärztin wurde hier jedoch von der ÄK-Diziplinarkommission „freigesprochen“. Vernadert wurde die Ärztin offensichtlich von einem SPÖ-Landtagsabgeordneten und Gewerkschafter in jener Einrichtung, in welcher zwei Impfnotfälle gleichzeitig aufgetreten waren. Er hätte der Notärztin gegenüber auch dankbar sein können, dass sie zwei Impfopfer in jener Einrichtung, wo er selbst Betriebsrat ist, vor dem Schlimmsten gerettet hatte. Die steirische Disziplinar-Kommission der ÄK hielt fest, dass es sich bei der angeklagten Notfallärztin um eine sehr gute Ärztin handelt und sie die Behandlung der Impf-Notfälle lege artis durchgeführt hat. Ein Mitglied hielt die Reaktion der Notfallärztin „angesichts der gegebenen Umstände für nachempfindbar“. Das arbeitsrechtliche Verfahren bzgl. der Kündigung ist noch anhängig.

Inquisitionsprozess?

Disziplinarrechtliche Verfahren vor der Ärztekammer entsprechen nicht annähernd rechtsstaatlichen Standards, wie sie etwa vor Gericht garantiert sind. So etwa verlangt die Ärztekammer den Ausschluss der Öffentlichkeit. Medizinische Gutachten werden nicht zugelassen und die Anklagebehörde fungiert gleichzeitig auch als beurteilende Behörde – was an Inqusitionsprozesse erinnert. Inkriminierte Ärzte müssen außerdem für ihre Kosten selbst aufkommen – egal wie das Verfahren ausgeht. Deswegen lässt Sönnichsen jetzt ein strafrechtliches Vorgehen gegen die Entscheidungsträger der Disziplinarkommission der Ärztekammer prüfen und behält sich Schadensersatzansprüche gegen diese Einrichtung vor.

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03.05.2022

Trotz Rekordgewinnen erhöht Verbund Gas- und Strompreise massiv

Vor allem die Preiserhöhung bei Strom stößt auf völliges Unverständnis bei der Arbeiterkammer – wirbt der Verbund doch seit Jahren mit 100 Prozent Strom aus heimischer Wasserkraft. Vor allem die Preiserhöhung bei Strom stößt auf völliges Unverständnis bei der Arbeiterkammer – wirbt der Verbund doch seit Jahren mit 100 Prozent Strom aus heimischer Wasserkraft.

Der Verbund hat mit 1. Mai die Preise für Strom je nach Vertrag um 21 Euro pro Monat und mehr erhöht. Bei Gas beträgt die monatliche Erhöhung sogar 75 Euro. Vor allem die Preiserhöhung bei Strom stößt auf völliges Unverständnis bei der Arbeiterkammer – wirbt der Verbund doch seit Jahren mit 100 Prozent Strom aus heimischer Wasserkraft.

Diese massive Preiserhöhung ist dadurch entstanden, dass der Verbund die verrechneten Energiepreise an einen Index koppelt. „Dieses Vorgehen ist unverantwortlich. Das ist eine rein virtuelle Kostensteigerung, die nur durch diese Lieferbedingungen entsteht, der aber keine gleichwertige Steigerung der Erzeugungskosten für Strom gegenübersteht“, betont AK Energieexpertin Christina Brichta-Hartmann. Den Verbund kostet die Erzeugung einer Kilowattstunde Strom aus Wasserkraft nicht plötzlich so viel mehr. Aus Sicht der AK ist es daher hochproblematisch, dass sich der Verbund hinter dem Markt und dem Aktienrecht versteckt und auf diese Weise enorme Gewinne einfährt“.

So stieg der Gewinn des Verbundes im Vorjahr um über 38 Prozent auf 874 Mio. Euro, für 2022 wird ein Gewinn von bis zu zwei Mrd. Euro erwartet. Damit erhöhen sich auch die Dividenden für Aktionär:innen kräftig. Diese Rekorddividenden könnten sich heuer gegenüber dem Vorjahr sogar noch verdoppeln.

Der Verbund, der überwiegend im Eigentum der öffentlichen Hand und anderer Energieversorger ist, soll endlich Verantwortung übernehmen und den indexgetriebenen Preiserhöhungsautomatismus in seinen Lieferbedingungen abstellen. Neue gesetzlichen Regelungen im Energierecht machen das möglich.

„Das Verhalten des Verbunds zeigt lehrbuchhaft, warum Übergewinne (Wind-fall-profits) abgeschöpft werden müssen“, so Brichta-Hartmann. „Denn hier werden gewaltige ungerechtfertigte Gewinne auf Kosten der Strom- und Gaskund:innen erwirtschaftet.“ Sollte der Verbund seiner Verantwortung gegenüber seinen Kund:innen nicht nachkommen, müsse die Politik eingreifen und den Übergewinn durch eine Sondersteuer abschöpfen und an die Energiekund:innen umverteilen. „Als ersten Schritt muss der Finanzminister seine Mehreinnahmen durch den Verbund an die Haushalte rückverteilen. Denn viele Menschen wissen im Moment nicht mehr, wie sie ihre Strom- und Gasrechnungen bezahlen sollen.“ Die AK hat aber nicht nur den Verbund im Visier: Auch andere Energieunternehmen profitieren von der derzeitigen Situation auf den Energie-Großhandelsmärkten und fahren aktuell Rekordgewinne ein. Gleichzeitig belastet die Teuerung die Menschen massiv. Die AK fordert, diese Gewinne der Energieanbieter dafür zu verwenden, die Teuerung für die Menschen abzufedern. „Die Umverteilung von unten nach oben muss beendet werden – und wenn es die Versorger nicht tun, dann muss es per Gesetz passieren“, fordert Brichta-Hartmann abschließend.

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30.03.2022

Reisen im Sommer 2022 – was ist zu beachten?

Vieles hat sich durch die Pandemie verändert – die Reiselust ist heuer aber wieder besonders groß und viele Länder lockern die Einreisebestimmungen Vieles hat sich durch die Pandemie verändert – die Reiselust ist heuer aber wieder besonders groß und viele Länder lockern die Einreisebestimmungen

Vieles hat sich durch die Pandemie verändert – die Reiselust ist heuer aber wieder besonders groß und viele Länder lockern die Einreisebestimmungen. "Mit Einschränkungen vor Ort ist aber wohl auch im Sommer 2022 noch zu rechnen. Darüber hinaus erwartet die Reisebranche allgemein höhere Preise aufgrund steigender Energiekosten", so ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner. Damit dem Traumurlaub nichts im Weg steht, hat der Mobilitätsclub schon jetzt Tipps für eine optimale Vorbereitung.

Pauschalreisen bieten bessere Absicherung als Individualreisen

Worauf sich Reisende wohl einstellen müssen: Der Sommerurlaub 2022 wird aufgrund steigender Sprit- und Kerosinpreise teurer. Auch bei Unterkünften kann es durch höhere Betriebskosten zu steigenden Preisen kommen. "Früher gebuchte Pauschalreisen mit Fixpreis bieten finanzielle Sicherheit. Bei Reisepaketen, die Flug und Unterkunft beinhalten, sind Preiserhöhungen zwar möglich, allerdings nur bis spätestens 20 Tage vor Reisebeginn. Auch muss dies im Vertrag ausdrücklich vorgesehen sein und die Preisänderung muss sich nachvollziehbar auf bestimmte Kosten wie Treibstoffe oder Wechselkurse beziehen”, erklärt Pronebner. Außerdem sind Reisende klar verständlich und schriftlich über die Teuerung zu informieren. Wird die Reise um mehr als acht Prozent teurer, hat man das Recht, kostenlos von der Reise zurücktreten und alle bereits geleisteten Zahlungen retourniert zu erhalten. Achtung: Äußert man sich nicht innerhalb der vom Veranstalter gesetzten Frist, gilt die Preiserhöhung als angenommen.

Auch Flugunternehmen können grundsätzlich den Preis des individuell gekauften Tickets nicht einfach und ohne Zustimmung des Fluggastes nachträglich erhöhen. Das ist nur möglich, wenn sich die Airline eine Preiserhöhung vertraglich vorbehalten hat.

Wann ist eine kostenlose Stornierung möglich?

Bei der Buchung eine Pauschalreise oder eine Unterkunft, sollte jedenfalls genau auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Anbieters geachtet werden: Dort sind die Stornobedingungen enthalten. Wichtig ist vor allem, unter welchen Umständen und bis wann eine Buchung kostenlos stornierbar ist.

Je näher die Reise rückt, desto höher sind grundsätzlich die Stornokosten. Ein kostenfreies Stornieren der Reise ist nur durch neue, außergewöhnliche Umstände, wie z. B. Naturkatastrophen am Urlaubsort, möglich – die Corona-Pandemie zählt dabei nicht mehr als neuer Umstand. "Wenn zum Zeitpunkt der Reisebuchung ein bestimmter Umstand schon bekannt war, dann ist ein kostenfreies Stornieren durch Kund:innen nicht mehr möglich. Daher kann es sinnvoll sein, bei der Buchung die Stornobedingungen genau zu hinterfragen und gegebenenfalls schriftlich vom Veranstalter bestätigen zu lassen.", rät die ÖAMTC-Juristin.

Komplizierter ist die Situation für Individualreisende: Bei einer Stornierung müssen mit jedem einzelnen Leistungserbringer, von der Unterkunft bis zum Mietwagenunternehmen vor Ort, die jeweiligen Stornobedingungen geklärt werden. Grundsätzlich gilt: Können die Anbieter ihre Leistung erbringen, besteht kein Anspruch auf einen kostenfreien Rücktritt.

Eine rechtzeitig abgeschlossene Reiserücktritts- oder Stornoversicherung übernimmt die Kosten für eine nicht angetretene Reise nur dann, wenn ein versicherter Grund vorliegt, wie eine unerwartete Erkrankung. Viele Reiseversicherer decken die Kosten eines Reiseabbruchs oder einer Stornierung derzeit, wenn eine:r der Reisenden an Covid-19 erkrankt, eine im selben Haushalt lebende Person erkrankt und die Anwesenheit des/der Reisenden nötig ist oder wenn eine Quarantäne verordnet wird. Will man aber die Reise aufgrund steigender Fallzahlen, aus Angst vor Erkrankung oder wegen strenger Maßnahmen vor Ort nicht mehr antreten, hilft eine Versicherung nicht und man muss die Stornokosten selbst tragen.

Einreisebestimmungen und Maßnahmen vor Ort

Das A und O einer gelungenen Reise ist die Information im Vorfeld:

Die Coronamaßnahmen vor Ort können sich nicht nur schnell ändern, sondern sich auch innerhalb eines Landes unterscheiden. Um beim Restaurant- oder Museumsbesuch keine bösen Überraschungen zu erleben, sollte man sich vor Reiseantritt gezielt über die jeweiligen Maßnahmen vor Ort informieren. "Außerdem empfiehlt es sich, rechtzeitig die konkreten Regeln für die Einreise und die Maßnahmen vor Ort zu überprüfen sowie darauf zu achten, dass das 3-G-Zertifikat dann noch gültig ist", rät ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner abschließend.

Alles zu Ein- und Rückreisebestimmungen für Österreich und alle Länder Europas findet sich tagesaktuell recherchiert beim ÖAMTC Urlaubsservice: www.oeamtc.at/urlaubsservice

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
03.03.2021

Urroggen - Das Multitalent in der Backstube

Urroggen ist eine 7.000 Jahre alte Getreidesorte, die ursprünglich aus dem Vorderen Orient stammt Urroggen ist eine 7.000 Jahre alte Getreidesorte, die ursprünglich aus dem Vorderen Orient stammt

Urroggen ist eine 7.000 Jahre alte Getreidesorte, die ursprünglich aus dem Vorderen Orient stammt. Da das Urgetreide früher oft auf Rodungsflächen gesät wurde, ist der Urroggen heute auch unter dem Namen Waldstaudenroggen oder Waldstaudenkorn bekannt. In einigen Regionen wird er als Johannisroggen bezeichnet, da er um den Johannistag (24. Juni) ausgesät wurde.

Ursprünglich wuchs Urroggen als Unkraut auf den Weizenfeldern. Beim Vordringen des Getreideanbaus nach Norden wurde das Urgetreide wegen seiner Winterfestigkeit und seiner geringen Ansprüche an den Boden kultiviert und zum heutigen gewöhnlichen Roggen weitergezüchtet.

Urroggen geriet beinahe in Vergessenheit, weil er wesentlich kleinere Körner hat als herkömmlicher Roggen und der Ertrag daher um ca. 50 Prozent geringer ist. Da er jedoch eine extrem anspruchslose, frostunempfindliche Getreideart ist und auf kargen Böden und sogar noch auf 2.000 Metern Höhe wächst, bekommt er in der Landwirtschaft wieder zunehmend Beachtung.

Im Gegensatz zum heutigen Zuchtroggen ist Urroggen eine perennierende Getreideart, wird also meist mehrjährig angebaut. Im Herbst oder Frühjahr (ursprünglich um Johannis, den 24. Juni) werden die Körner ausgesät. Im ersten Jahr wird das Grün vor der Ährenbildung abgemäht und als Viehfutter verwendet. Die Pflanzen treiben neu aus und überwintern. Durch dieses Vorgehen bilden sich im darauffolgenden Jahr um bis zu 30 Prozent mehr Ähren. In diesem Jahr reift der Urroggen und kann geerntet werden.

In der Backstube bietet sich Urroggen als Zusatz für Brote aus handelsüblichem Roggen an, da es den Gebäcken eine ansprechende dunklere Färbung sowie einen erdigen, leicht würzigen Geschmack verleiht.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Initiative Urgetreide

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