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Chronik

09.06.2020

In Österreich werden täglich 20 Millionen Regenwürmer zubetoniert

In Österreich werden täglich 20 Millionen Regenwürmer zubetoniert In Österreich werden täglich 20 Millionen Regenwürmer zubetoniert

Aus Anlass des Weltumwelttages am 5. Juni hat die Österreichische Hagelversicherung einmal mehr davor gewarnt, die jüngsten Krisen - Umwelt, Klima und Artenschwund - als singuläre Ereignisse zu werten. Im Gegenteil: Die Umweltkrise mit Bodenverbrauch, Ressourcenschwund sowie Biodiversitätsverlust werde sich weiter zuspitzen und die Klimakrise beschleunigen. „Es sei denn, wir handeln jetzt“, stellt Vorstandsvorsitzender Kurt Weinberger klar.

Überaus kritisch ist die Lage weiter beim steigenden Flächenverbrauch. Im Vorjahr sind in Österreich jeden Tag 13 Hektar wertvoller Wiesen und Äcker für Straßen, Siedlungen, Shoppingcenter und Industriehallen verbaut worden. Das ist das Fünffache des Zielwertes von 2,5 Hektar pro Tag, der in der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung erstmals im Jahr 2002 festgeschrieben und im derzeitigen Regierungsprogramm wieder verankert wurde.

Das Zubetonieren von umgerechnet 20 Fußballfeldern pro Tag hat in mehrfacher Hinsicht dramatische Auswirkungen: Durch die Verbauung sinkt der landwirtschaftliche Selbstversorgungsgrad beständig, was Österreich zunehmend durch Importe verletzbar macht. Der Boden ist aber Voraussetzung für die Lebensmittelproduktion, was auch die Corona-Krise gezeigt hat.

Darüber hinaus leiden die Kulturlandschaft und das Tourismusland Österreich. Laut einer market-Umfrage kritisieren vier von fünf Österreichern die Verschandelung ihrer Heimat, sie wollen keine weitere Verbauung. Und schließlich nimmt die Artenvielfalt ab. So leben in einem Hektar Boden rund 1,5 Millionen Regenwürmer. Jeden Tag wird also die Lebensgrundlage von rund 20 Millionen Regenwürmern zubetoniert.

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16.03.2020

Corona-Krise: Stromversorgung für Österreich gesichert

Corona-Krise: Stromversorgung für Österreich gesichert Corona-Krise: Stromversorgung für Österreich gesichert

APG unterstützt das Ziel der Bundesregierung, die Anzahl der Sozialkontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Aus diesem Grund hat der APG-Krisenstab am Wochenende beschlossen, eine beschleunigte Home-Office-Regelung und die Unterbrechung der nicht betriebsnotwendigen Bautätigkeiten festzulegen. „Wir fokussieren unsere Ressourcen auf den notwendigen Kernbetrieb zur Aufrechterhaltung der sicheren Stromversorgung“, sagt APG-Unternehmenssprecher Christoph Schuh.

Mitarbeiter, deren Anwesenheit in APG-Standorten nicht für die Aufrechterhaltung des Kernbetriebs notwendig ist, arbeiten bereits seit heute früh (Montag, 16. März 2020) im Home-Office. Schuh: „Die APG hat bereits vergangenes Wochenende alle notwendigen Schritte zur Unterbrechung der Bautätigkeit und die maximale Nutzung von Home-Office eingeleitet, um die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu schützen und die langfristige Handlungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen.“

Die Richtschnur unseres Maßnahmenpakets ist die Aufrechterhaltung aller betriebsnotwendigen operativen Prozesse in allen Unternehmensbereichen, welche die Sicherheit der Stromversorgung in Österreich garantieren. Schuh: „Wir fokussieren uns ganz bewusst auf die Funktionsfähigkeit des Kernbetriebs. Selbstverständlich läuft die Stromversorgung Österreichs, seiner Menschen, deren Unternehmen, dank des Engagements unserer hochqualifizierten Mitarbeiter, in gewohnter Qualität und ist gesichert. Österreich braucht gerade in dieser herausfordernden Zeit eine sichere, stabile Stromversorgung.“

Das aktuelle Maßnahmenpaket der APG erfasst folgende Bereiche:

Stromversorgung gesichert: Alle Mitarbeiter der Leitwarte (Power Grid Control) und der besetzten Umspannwerke arbeiten unter besonderen Hygiene- und Vorsichtsvorschriften für die gesicherte Stromversorgung in Österreich. Alle betriebsnotwendigen Instandhaltungsmaßnahmen werden weiterhin durchgeführt

Krisenstab auf orange: Die APG hat seit Anfang März 2020 einen ständigen Krisenstab eingerichtet, der täglich die Lage beurteilt, Maßnahmen ableitet und anordnet

Baustellenbetrieb: Die Unterbrechung aller Baustellen- und Ausbauprojekte wurde am Wochenende eingeleitet; damit leisten wir unseren Beitrag, die Präsenz von Menschen außerhalb der eigenen vier Wände auf ein Minimum zu reduzieren

Beschleunigte Home-Office Regelung: Mitarbeiter, deren Anwesenheit an APG-Standorten nicht für die Aufrechterhaltung des Kernbetriebs notwendig ist, müssen seit heute, dem 16. März 2020 ausnahmslos von zu Hause arbeiten. Dies bedeutet, dass rund zwei Drittel der Belegschaft in Telearbeit sind

Dienstreise-Verbot: Dienstreisen werden nur noch für absolut betriebsnotwendige Reisetätigkeiten genehmigt

Videokonferenzen statt Meetings: Meetings mit Personenpräsenz sind zu vermeiden. An allen Standorten installierte Videomöglichkeiten stehen für virtuelle Meetings zur Verfügung

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01.11.2020

Jährlich 1.500 Verletzte beim Waldarbeiten

Jährlich müssen in Österreich rund 1.500 Personen aufgrund von Unfällen bei der privaten Waldarbeit im Krankenhaus behandelt werden. Jährlich müssen in Österreich rund 1.500 Personen aufgrund von Unfällen bei der privaten Waldarbeit im Krankenhaus behandelt werden.

Jährlich müssen in Österreich rund 1.500 Personen aufgrund von Unfällen bei der privaten Waldarbeit im Krankenhaus behandelt werden. Zum Vergleich: Im professionellen Bereich ist die Zahl mit rund 800 Verletzten pro Jahr deutlich geringer. Der November ist der Monat mit der größten Unfallgefahr.

Für viele Waldbesitzer bedeutet der Herbst eine arbeitsintensive Zeit. Auch in dieser Saison werden sich dabei allerdings wieder zahlreiche Personen schwere Verletzungen zuziehen. Die Auswertung der Unfalldatenbank des KFV zeigt, dass sich jährlich in Österreich rund 1.500 Personen bei der privaten Waldarbeit so schwer verletzen, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Bei rund 40 Prozent der Unfälle müssen die Verletzten stationär aufgenommen werden. Die häufigsten Unfallursachen bei privaten Waldarbeiten sind Unachtsamkeit (40 Prozent) und Fehleinschätzung (22 Prozent) – Berufs-Waldarbeiter nennen Ablenkung dagegen seltener.

3 von 4 Personen verzichten auf den Schutzhelm

Besonders häufig treten bei der Waldarbeit Frakturen auf (ca. 46 Prozent). Die am häufigsten betroffenen Körperteile sind Unterschenkel, Finger und Fußgelenk/Knöchel. Eine Schutzausrüstung wird zwar auch im Rahmen von privaten Wald- und Holzarbeiten großteils getragen, allgemeiner Standard ist sie jedoch nicht. Gerade beim Tragen von Arbeitshandschuhen und Helmen ist Nachholbedarf gegeben.

„Ein Blick auf die Helmtragequote zeigt ein ernüchterndes Bild: Etwa 3 von 4 Personen verzichten beim privaten Waldarbeiten auf das Tragen eines Schutzhelmes. Hier ist ohne Zweifel noch viel bewusstseinsbildende Aufklärungsarbeit zu leisten“, erläutert Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV. „Während für die gewerbliche Wald- und Holzarbeit klare Regeln und Schutzvorkehrungen gelten, liegt es im privaten Bereich in der Verantwortung jedes Einzelnen, sich angemessen zu schützen und auf die Arbeit im Wald vorzubereiten. Durch eine fachgerechte Vorbereitung und gute Schutzausrüstung kann das Unfallrisiko deutlich verringert werden.“

Tipps für die sichere Waldarbeit:

• Arbeiten Sie nicht alleine

• Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Waldarbeit und vermeiden Sie Zeitdruck

• Das Tragen von Schutzausrüstung ist dringend zu empfehlen

• Arbeiten Sie in Hanglagen niemals über- bzw. untereinander

• Erste Hilfe Ausrüstung sollte immer griffbereit sein

• Eine gute Ausbildung und Erfahrung erhöhen die Arbeitssicherheit

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05.11.2020

Corona: Jeder Vierte verdiente weniger

Corona: Jeder Vierte verdiente weniger Corona: Jeder Vierte verdiente weniger

Mehr als jeder vierte Österreicher (27%) gab bei der Umfrage der ING (www.ing.at) im September an, aufgrund der Pandemie weniger verdient zu haben. Damit liegen wir im Mittelfeld der von insgesamt 13 befragten europäischen Ländern. Viel schlimmer hat es die persönlichen Finanzen der Rumänen, Türken, Italiener und Spanier getroffen. Besser scheinen die Deutschen, Luxemburger und Niederländer durch die Krise zu kommen.

„Bisher zumindest“, sagt Barbaros Uygun, CEO der ING in Österreich und ergänzt: „Das wiederholte Runterfahren von Wirtschaft und sozialem Leben wird weitere, noch tiefere Spuren hinterlassen. In ganz Europa.“ (siehe Infografike "Europäer verdienen weniger")

Geld oder Gesundheit, Weitermachen oder Lockdown?

Die aktuelle hitzige Diskussion und uneinheitliche Meinungslage spiegelt sich auch in den Umfrageergebnissen wider.

31% meinen, dass Geld und Gesundheit für sie gleichbedeutend wären. 26% machen sich mehr Sorgen über ihre Gesundheit als über ihre Finanzen. Bei 19% ist es umgekehrt: bei ihnen stehen die Geldsorgen im Vordergrund.

Den restlichen 24% bereitet weder das eine noch das andere Kopfzerbrechen.

Jeder Zweite schränkt Ausgaben ein

Aufgrund der Pandemie lebt auch fast jeder zweite Österreicher (48%) sparsamer und schränkt seine Ausgaben ein.

„Während Einkommen sinken, steigt die Sparquote. Diese Situation beschreibt das Dilemma, in dem wir uns befinden sehr gut“, so Uygun.

Weitere Maßnahmen, die zur Bewältigung der finanziellen Coronaeffekte getroffen werden: 15% arbeiten nun mehr, 13% suchen einen neuen Job und 6% gaben an, mehr Schulden machen zu müssen.

„Auch wir kommen in der Analyse unserer Kundendaten zu einer entsprechenden Schlussfolgerung“, so der ING-Chef: „Zwar kommt es in den letzten Monaten bei mehr Kunden zu einer Überziehung des Kontos, aber die Beträge, mit denen die Menschen ins Minus sinken, sind geringer geworden. Ganz offensichtlich herrscht auch eine große Disziplin, wenn es um die Finanzen geht.“

Uygun abschließend: „Ich bin überzeugt, dass diese Diszipliniertheit der Österreicher in den nächsten Monaten besonders wichtig und hilfreich sein wird und wir somit – so gut wir können – durch die Krise kommen werden. Vorerst heißt es aber noch: durchhalten!“

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04.10.2019

Ein Mäntelchen für den Mops

 Tierliebe ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich hochgradig selektiv und ambivalent. Tierliebe ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich hochgradig selektiv und ambivalent.

Nicht nur am heutigen Tierschutztag sind die Österreicher tierlieb. Diese Liebe ist allerdings hochgradig selektiv und ambivalent. Für nicht essbare Tiere ist nichts zu teuer, für essbare jeder Cent zu viel. Der Konsument entscheidet.

Im Frühjahr 2018 hielten Tierfreunde in Hannover eine Mahnwache für den Kampfhund Chico ab. Dieser hatte sein­e Besitzerin und deren Sohn totgebissen und wurde eingeschläfert. 60 Menschen legten Blumen, Kerzen und Stoffhunde für den Hund, nicht für die zwei toten Menschen nieder. Das ist nur eines der völlig überzogenen und absurden Ausmaße von Tierliebe, die am heutigen Welttierschutztag durchs Netz geistern.

Tierliebe ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich hochgradig selektiv und ambivalent. Sind Tiere im Spiel, wird es emotional, solange wir diese Tiere niedlich und toll finden. An der Stelle sei an die hochemotionale Diskussion um Bär und Wolf in Tirol und Südtirol erinnert.

Während also für den Mops das Mäntelchen und das Maniküreset gar nicht teuer genug sein kann, ist für das essbare Tier jeder Cent zu viel.

Seit der Industrialisierung unterscheidet der Mensch zwischen Haus- und Nutztier. Das anonyme Schwein, Huhn oder Kalb kann so viele Qualen erleiden, solange es anonym bleibt und in der sterilen Styroportasse serviert wird. Herr und Frau Österreicher essen nicht, was ihnen vorher lebend begegnet ist. Dazu gibt es Versuchsreihen, nicht mit Tieren, sondern mit Konsumenten, die dieses Verhalten belegen. Nicht so gern gegessen wird auch etwas, das zu sehr an das lebende Tier erinnert. Schweinsrüssel oder Hühnerkrallen sind hierzulande kein­e Verkaufsschlager und werden es auch nicht werden. Tierschutz erfährt nicht zuletzt durch die Klimadebatte Aufwind. Massentierhaltung ist klimarelevant, verbraucht Ressourcen und am Ende zahlen alle drauf: Tiere, Landwirte, Konsumenten.

Je nach Weltanschauung ist die Reihenfolge vielleicht anders, das Sensorium jedoch erhöht. Der Konsument entscheidet und ist sich lange vor, Achtung und jetzt kommt’s, Greta Thunberg im Klaren, dass sich das Wiener Schnitzel um 3,90 Euro samt Kartoffelsalat nicht ausgehen kann. Im Lichte der Klimadebatte wagte sogar der eine oder andere Politiker vor der Wahl zu sagen, dass Fleisch teurer werden müss­e. Bis das von oben geregelt wird, gilt der Appell an die Eigenverantwortung und der Glaube an die Renaissance des Hausverstandes.

Es muss nicht jeden Tag das Wiener Schnitzel sein. Weniger Fleisch, dafür eines aus der Region, ist ein gangbarer und in Wahrheit auch ein leistbarer Weg, den immer mehr Österreicher bereits eingeschlagen haben. Würde das die Haltung der Massen, wäre viel erreicht.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von ANITA HEUBACHER
11.10.2020

Äpfel aus Neuseeland in Parlamentskantine: 20.000 Kilometer ins Apfel-Land Österreich

Äpfel aus Neuseeland in Parlamentskantine: 20.000 Kilometer ins Apfel-Land Österreich Äpfel aus Neuseeland in Parlamentskantine: 20.000 Kilometer ins Apfel-Land Österreich

Man müsste meinen, dass ausgerechnet in der Kantine des österreichischen Parlaments auch Lebensmittel aus österreichischer Erzeugung angeboten werden. Immerhin wird hier nicht nur mit Steuergeld eingekauft, sondern auch eine gewisse Symbolwirkung entfaltet. Leider ist das nicht der Fall, wie ein aktuelles Beispiel von neuseeländischen Äpfeln zeigt, die gegenwärtig den Volksvertretern als schneller Snack angeboten werden.

Und das in einem Land, in dem Unmengen an hervorragenden Äpfeln selbst angebaut werden, der Großteil davon in der Steiermark. 71 Prozent des in Österreich anbaubaren Obstes stammen aus Österreich, bei Obst insgesamt sind es 46 Prozent im fünfjährigen Mittel. Beim nationalen Lieblingsobst Apfel liegt der Grad bei 88 Prozent, jährlich werden 21 Kilogramm pro Kopf bei uns verzehrt. Das könnte man noch steigern.

„Bevor wir Äpfel aus Neuseeland auf Steuerkosten importieren, sollten wir lieber die heimische Produktion stärken. Das wäre gut für das Klima, gut für die Natur und gut für die heimischen Landwirte. Am Ende aber auch für uns alle, wenn die Wertschöpfung im Land bleibt, statt Steuergeld um die halbe Welt zu schicken. Das gleiche gilt für tierische Lebensmittel, die immer noch viel zu oft importiert werden. Ob Kalbfleisch und Geflügel in der Gastronomie oder ob Frischkäse im Supermarkt - überall begegnet uns die billigere, unter unseren Standards erzeugte Ware aus dem Ausland. Oftmals wir ist sie auch nicht gekennzeichnet. Gerade dort, wo mit Steuergeld eingekauft wird, sollte aber auch Regionalität, Naturschutz und Tierwohl den Vorzug erhalten. Das ist auch eine Kernforderung des Tierschutzvolksbegehrens. Ich appelliere erneut an Ministerin Elisabeth Köstinger und Minister Rudolf Anschober hier zügig in die Umsetzung zu kommen. Und natürlich sollte die Parlamentskantine den neuseeländischen gegen den steiermärkischen Apfel austauschen“ so Sebastian Bohrn Mena, Initiator des Tierschutzvolksbegehrens.

Das österreichische Tierschutzvolksbegehren findet von 18. bis 25. Januar 2021 statt. Über 210.000 Menschen haben bereits eine Unterstützungserklärung abgegeben. Zentrale Forderungen sind die verpflichtende Transparenz bei Lebensmitteln, die Umstellung der Fördermittelvergabe in der Landwirtschaft sowie eine Koppelung der öffentlichen Beschaffung an Kriterien wie Regionalität, Tierwohl und Naturschutz.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
24.05.2020

Teure private Corona-Tests und lange Selbstquärantäne nach Einreise trüben Urlaubserlebnisse

Teure private Corona-Tests und lange Selbstquärantäne Teure private Corona-Tests und lange Selbstquärantäne

Wenn Arbeitnehmer in den kommenden Wochen ihren wohlverdienten Urlaub im Ausland verbringen möchten, sind aus heutiger Sicht erhebliche Hürden damit verbunden: Entweder ist bei der Einreise ein privater Corona-Test zu bezahlen, der bis zu 220 Euro kostet, oder man muss sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne begeben.

„Diese aktuellen Kriterien können für die anstehende Urlaubssaison keinesfalls gelten. Die Bundesregierung muss daher rasch taugliche Lösungen erarbeiten, die zu keinen derartigen Belastungen führen“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

„Es kann nicht sein, dass etwa eine Familie mit zwei Kindern bei der Einreise nach Österreich rund 800 Euro für einen privaten Corona-Test bezahlen muss, oder sich nach dem Urlaub noch zwei weitere Wochen in Selbstquarantäne isolieren muss“, so Wieser. Es mag in diesem Zusammenhang wenig verwunderlich sein, dass private Firmen mit Corona-Tests derzeit das große Geschäft wittern.

Generell ist nicht einzusehen, dass die Kosten für diese Tests ausschließlich auf die Betroffenen übergetragen werden, überhaupt wenn diese Tests eingefordert werden. Das gilt auch für andere Bereiche, beispielsweise wenn der Arbeitgeber einen Corona-Test verlangt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Partynia Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International
09.09.2019

Kurz-Biografin mit geschönten Referenzen

Am 11. September erscheint im Münchner Verlag FBV das Buch „Sebastian Kurz: Die offizielle Biografie“, dem Vernehmen nach vom ÖVP-Obmann persönlich autorisiert. Am 11. September erscheint im Münchner Verlag FBV das Buch „Sebastian Kurz: Die offizielle Biografie“, dem Vernehmen nach vom ÖVP-Obmann persönlich autorisiert.

Am 11. September erscheint im Münchner Verlag FBV das Buch „Sebastian Kurz: Die offizielle Biografie“, dem Vernehmen nach vom ÖVP-Obmann persönlich autorisiert. Die Autorin Judith Grohmann behauptet in ihrem Lebenslauf, „die jüngste Investigativ-Journalistin und Schlussredakteurin Österreichs“ gewesen zu sein: „Mit 17 ging sie zum Herausgeber des bekanntesten österreichischen Enthüllungs- und Nachrichtenmagazins ,profil‘ und bot ihm an, für ihn als Investigativ-Journalistin zu arbeiten. Zwei Monate später bot ihr der selbe (sic!) Herausgeber an, neben ihrer Tätigkeit als Journalistin auch als Chefin vom Dienst für ,profil‘ zu arbeiten.“

Dazu hält „profil“ fest: Judith Grohmann dürfte 1985 zwar vorübergehend bei „profil“ tätig gewesen sein, mit Sicherheit aber nicht als Redakteurin, geschweige denn als Chefin vom Dienst. Ihr Name scheint in keinem Impressum auf. Der genannte Herausgeber – Peter Michael Lingens – kann sich nach eigenem Bekunden nicht an den Namen Grohmann erinnern.

Der Bitte der Chefredaktion um eine erklärende Stellungnahme kam Judith Grohmann bis profil-Redaktionsschluss nicht nach.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
09.07.2020

Gewittergefahr: Experten raten zum regelmäßigen Blitzableiter-Check

Gewittergefahr: Experten raten zum regelmäßigen Blitzableiter-Check Gewittergefahr: Experten raten zum regelmäßigen Blitzableiter-Check

Nach den Aufzeichnungen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hat das Gewitterpotenzial in Österreich in den letzten 20 Jahren um 20 Prozent zugenommen. Auch Andreas Iser, Geschäftsführer der Firma Eltro Blitzschutzanlagenbau in Steinabrückl bei Wiener Neustadt und als Blitzschutzexperte Vorsitzender des Arbeitsausschusses Blitzschutz und Erdung in der Wirtschaftskammer Österreich, stellt fest, dass viele Gewitter heute anders ablaufen als in der Vergangenheit. „Was sich verändert hat, ist auf den Wetterkarten des Blitzortungssystems ALDIS klar ersichtlich: Gewitter sind regionaler geworden. Sie gehen in einem kleineren Umkreis nieder, aber mit mindestens gleich hoher Intensität, was die Wahrscheinlichkeit eines Einschlags erhöht“, erklärt Iser dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

Um die Gefahr von Gewittern wissen auch private Hausbesitzer. „Insbesondere in den äußeren Blitzschutz wird beim Hausbau investiert“, so Iser. Mit einem vom Fachbetrieb gestalteten Erdungssystem soll der Blitzstrom gegen die Erde abgeleitet und im Erdreich großflächig verteilt werden. „Österreichweit haben wir 100 Mitglieder in unserem Ausschuss, 20 davon sind aus Niederösterreich – nahezu alle beschäftigen sich mit dem Thema Erdungsbau, also mit dem äußeren Blitzschutz.“ Dies nicht zuletzt deswegen, da der innere Blitzschutz, der Überspannungsschutz, von Elektrofachkräften hergestellt wird.

Laut Gesetz muss das Blitzschutzsystem in privaten Haushalten alle zehn Jahre überprüft werden. Hier sieht der Experte sehr wohl Handlungsbedarf. „Ich würde mir eine regelmäßige Überprüfung wünschen, die nicht zuletzt der Sicherheit der Hausbewohner dient“, so Iser, der weiter ausführt: „In der Regel sind es andere Berufsgruppen, wie etwa der Rauchfangkehrer, der nach einem Blitzschutzprotokoll fragt. Dann ist so mancher Hausbesitzer erstaunt, wie lange denn die letzte Prüfung zurück liegt. Wartungsverträge oder Erinnerungsschreiben könnten hier Abhilfe schaffen.“

Die Notwendigkeit einer solchen Maßnahme unterstreicht auch Friedrich Manschein, Innungsmeister der Elektro-, Alarm- und Kommunikationstechniker in der NÖ Wirtschaftskammer: „Der Blitzschutz ist natürlich in erster Linie Personenschutz. Aber auch der Sachschaden, der durch Blitz entsteht und mit einem ordentlichen Blitzschutz vielleicht hätte verhindert werden können, ist enorm.“

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29.02.2020

Die ärgerlichsten Produkte des Jahres 2019

Kelly’s reduzierte die Füllmenge von 175 Gramm auf 150 Gramm. Der Preis blieb mit 1,99 Euro gleich. Kelly’s reduzierte die Füllmenge von 175 Gramm auf 150 Gramm. Der Preis blieb mit 1,99 Euro gleich.

Erstmals seit dem zehnjährigen Bestehen des Projektes Lebensmittel-Check wird vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) der Negativpreis „KONSUM-Ente“ für das ärgerlichste Produkt des Jahres vergeben. Rund 5.300 Personen stimmten über die dreistesten Lebensmittel des Jahres 2019 ab. Als „Gewinner“ des Votings ging Kelly’s hervor: Das Unternehmen erhält den Negativpreis für eine versteckte Preiserhöhung bei den „Classic salted Chips“. Auf den Plätzen zwei und drei landeten der „Brunch Kürbiskern-Pesto“ sowie das „Spar Natur pur Bio-Urkorn-Knuspermüsli Amaranth-Mandel“. In beiden Fällen wurde die Zusammensetzung kritisiert. So waren namensgebende Inhaltsstoffe letztlich nur in homöopathischer Dosis vorhanden. Die ärgerlichsten Lebensmittel werden ab dem 27.02. ausführlich im März-KONSUMENT sowie auf www.konsument.at vorgestellt.

Das Projekt Lebensmittel-Check wurde 2010 gemeinsam mit dem Ministerium für Konsumentenschutz als Informations- und Meldeplattform ins Leben gerufen. Konsumentinnen und Konsumenten wird hier die Möglichkeit geboten, potenziell irreführende Lebensmittel zu melden. Der VKI prüft die Beschwerden, holt bei Unternehmen gegebenenfalls eine Stellungnahme ein und veröffentlicht den Sachverhalt auf der Plattform www.lebensmittel-check.at. „Die Veröffentlichung auf dieser Plattform soll nicht nur als Beitrag zur Verbraucherbildung dienen, sondern auch als Anreiz für die betroffenen Unternehmen, ihre Produkte bzw. deren Verpackungen konsumentenfreundlicher zu gestalten“, erklärt VKI-Ernährungswissenschafterin Nina Siegenthaler. „Unsere Plattform dient aber nicht nur als ,Pranger‘: Wenn Unternehmen auf die Kritik reagieren und Maßnahmen zur Verbesserung setzen, dann berichten wir ebenfalls darüber.“

Seit Bestehen des Projektes gab es gesamt rund 1.000 Veröffentlichungen auf lebensmittel-check.at, davon 100 Meldungen im vergangenen Jahr, aus denen nun die ärgerlichsten Lebensmittel des Jahres 2019 gewählt wurden. „Sowohl für 2019 als auch in der Gesamt-Rückschau zeigt sich, dass die Aufmachung und Verpackung von Produkten, Stichwort Mogelpackungen, am häufigsten kritisiert werden. Darauf folgen Beschwerden zur Zusammensetzung von Produkten, Herkunftsangaben sowie versteckte Preiserhöhungen“, resümiert Nina Siegenthaler.

Die Wahl der ärgerlichsten Lebensmittel des Jahres führt der VKI zwar bereits seit einigen Jahren durch, ab jetzt wird nun im Rahmen dieser Wahl auch der Negativpreis „KONSUM-Ente“ für das erstgereihte Produkt vergeben. Über die Namensgebung des Preises haben die Leserinnen und Leser des Testmagazins KONSUMENT in einer Umfrage entschieden. „Die KONSUM-Ente soll künftig als klares Sinnbild für die Kritik der Konsumentinnen und Konsumenten an potenziell irreführenden Lebensmitteln dienen“, so Siegenthaler abschließend.

Die 5 ärgerlichsten Lebensmittel 2019 im Überblick

Platz 1 (KONSUM-Ente): Kelly’s Classic salted Chips

Kelly’s reduzierte die Füllmenge von 175 Gramm auf 150 Gramm. Der Preis blieb mit 1,99 Euro gleich. Das Unternehmen verwies auf Ernteausfälle und folglich gestiegene Rohstoffpreise als Grund für die Preiserhöhung. Darüber hinaus bot es folgendes Argument: „Wir wollten es den Konsumenten ermöglichen, eine Packung Chips mit nur einer Münze zu kaufen.“

Platz 2 – Brunch Kürbiskern-Pesto

Laut Kleingedrucktem auf dem Becher besteht der Brotaufstrich vor allem aus Magermilchjoghurt, Kokosfett und Palmöl. Des Weiteren sind Basilikum, Paprika, Aubergine, Zucchini, Speisesalz und Milcheiweiß enthalten. Erst an zehnter Stelle folgen Kürbiskerne mit einem Anteil von einem Prozent.

Platz 3 – Spar Natur pur Bio-Urkorn-Knuspermüsli Amaranth-Mandel

Zwei namensgebende Inhaltsstoffe sind hier nur in überschaubarer Menge enthalten: Mandeln (5%) und Amaranth (3%). Zucker findet sich dagegen bereits an dritter Stelle der Zutatenliste. Die Bezeichnung „Zucker“-Müsli wäre daher weit zutreffender für dieses Produkt. Für Ärger sorgte hier zudem, dass deutlich weniger Müsli enthalten ist, als man aufgrund der Größe der Verpackung erwarten würde.

Platz 4 – Blaschke Kokoskuppeln

Bei diesem Produkt geriet die Bewerbung mit „Das Original. Seit 1921“ zum Aufreger. Laut Inhaltstoffliste werden die Kokoskuppeln unter anderem mit Palmöl, Glukosesirup und Aroma erzeugt – allesamt Zutaten, die es vor hundert Jahren kaum gegeben haben dürfte.

Platz 5 – Knorr Mediterrane Gemüsepasta

Diese Würzbasis enthält der Verpackung zufolge „100% natürliche Zutaten“. Darauf abgebildet sind Zutaten wie Tomaten, Knoblauch, Pfeffer und Thymian. Nicht zu sehen ist dagegen jene Zutat, die gleich nach den Tomaten am häufigsten enthalten ist: Zucker. Gemäß Nährwerttabelle enthält eine Portion sogar 13 Gramm Zucker – und damit ein Viertel der Zuckermenge, die ein Erwachsener am Tag maximal zu sich nehmen sollte.

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09.07.2020

Betrugsanrufe steigen wieder stark an – seien Sie vorsichtig und lassen Sie sich nichts aufschwatzen!

Betrugsanrufe steigen wieder stark an Betrugsanrufe steigen wieder stark an

Die RTR-Meldestelle für Rufnummernmissbrauch verzeichnet seit Mai wieder einen signifikanten Anstieg von Beschwerden zu belästigenden Anrufen. „Im April erreichten wir quasi ein Tief mit ‚nur‘ 494 Beschwerden, im Mai gab es bereits wieder 681 neue Beschwerden und Ende Juni sogar 1.518 - Tendenz massiv steigend“, gibt Dr. Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer der Rundfunk- und Telekom Regulierungs-GmbH für den Fachbereich Telekommunikation und Post zu bedenken und warnt: „Bei all diesen Anrufen, egal ob Ping-, Tech-Support- oder Robo-Calls, stehen ganz klar Betrugsabsicht, Abzocke oder Datenklau im Vordergrund. Wenn die Rufnummer am Display unbekannt ist, am besten gar nicht abheben und keinesfalls zurückrufen. Hebt man trotzdem ab, empfiehlt sich ein gesundes Misstrauen und sich nichts aufschwatzen lassen.“

Derzeit vermehrt Ping-Anrufe mit Vorwahl von Tunesien (+ 216)

Die RTR-Meldestelle verzeichnet seit einigen Tagen wieder verstärkt Beschwerden zu Ping-Anrufen mit der Vorwahl von Tunesien (+ 216). Die Anrufe werden nach nur einmaligem Klingeln (engl.: „ping“) wieder abgebrochen. Ruft man zurück, landet man unbemerkt bei teuren ausländischen Rufnummern oder Rufnummern von Satellitentelefonen. Man wird in einer Warteschleife hingehalten. Das Minutenentgelt ist ein hohes; je länger die Telefonverbindung aufrecht ist, desto höher wird der Betrag, der verrechnet wird. Im Juni wurden insgesamt 530 Beschwerden zu Ping-Anrufen registriert.

Anrufe mit Lockangeboten zur Vertragsanbahnung

„194 Beschwerden erhielten wir zu Anrufen, die mit Lockangeboten zu Vertragsabschlüssen, Vorauszahlungen oder Herausgabe von Daten animieren wollten. Das Portfolio ist groß und umfasst beispielsweise Finanzprodukte, Bitcoin-Bons, Lotteriespiele oder Gewinnspiele“, führt Steinmaurer aus.

„Die Anzeige einer Rufnummer am Display kann man fälschen. Vergleichen lässt sich das mit einem Brief, auf den man eine falsche Absenderadresse schreibt. Daher lasen sich die Übeltäter bei Betrugsanrufen auch kaum bis gar nicht eruieren“, ergänzt Steinmaurer.

Rufnummern-Missbrauch unter rufnummernmissbrauch.at melden

Rufnummernbereiche, die missbräuchlich verwendet werden, werden unter rufnummernmissbrauch.at gelistet. Dort finden Sie auch ein Formular, mit dem Sie uns verdächtige Nummern melden können. Damit können wir die Liste der betroffenen Vorwahlen immer aktuell halten, rechtzeitig Ping-Wellen erkennen und die Bevölkerung informieren.

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26.06.2020

Zellenfertigung ab Herbst in Oberösterreich- 80 neue Arbeitsplätze

Das BlueSky Energy Management Das BlueSky Energy Management

Der Spezialist für Stromspeicherlösungen BlueSky Energy expandiert und holt die komplette Zellenfertigung von Asien nach Frankenburg. 80 neue Arbeitsplätze in den Bereichen Elektrotechnik und Montage werden für die Region geschaffen.Rund 5 Mio Euro werden in die Standortverlegung investiert. Ab Herbst 2020 werden Zellen für bis zu 30.000 Batterien auf Salzwasserbasis gefertigt. Die starke Nachfrage nach umweltfreundlichen Speicherlösungen sowie die Verkürzung der Transportwege waren ausschlaggebend, die Kerntechnologie komplett nach Österreich zu verlegen. Zur Finanzierung der Wachstumsschritte hat das Unternehmen Genussrechte begeben. Die Zeichnungsfrist läuft bis 30. September 2020.

Investitionen von 5 Millionen Euro

Die Standortverlagerung ist mit fünf Millionen Euro budgetiert. Investiert wird dabei in qualifizierte Mitarbeiter, den Aufbau einer Fertigungsstraße sowie in moderne Messtechnik. „Die Fertigungsmaschinen sind bereits bestellt. Noch heuer werden die ersten Zellen in Oberösterreich gefertigt und mit 2021 kann die Serienproduktion starten“ informiert Geschäftsführer Thomas Krausse, der den Aufbau der regionalen Fertigung verantwortet.

GREENROCK- eine grüne Batterie

Für die Produktion des Salzwasserspeichers GREENROCK wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt. „Unsere Salzwasserbatterien sind nicht nur wegen ihrer Sicherheit und umweltfreundlichen Inhaltsstoffen eine grüne Batterie. Auch die Herstellungsprozesse und Transportwege sind ausschlaggebend für eine grüne Batterie, in der nachhaltige Energie aus Sonne und Wind gespeichert wird“, so Krausse weiter.

Wettbewerbsvorteil durch regionale Fertigung

Durch die Verlagerung nach Österreich werden die Lieferzeiten um acht Wochen verkürzt, da der aufwändige Schiffstransport von Asien nach Europa entfällt. „Wir erreichen eine hundertprozentige Wertschöpfung im eigenen Land“, unterstreicht Krausse.

BlueSky Energy exportiert seine Produkte aktuell in 22 Länder weltweit. Da die Nachfrage nach Salzwasserspeicher deutlich gestiegen ist, werden die Kapazitäten in der Fertigung ausgebaut und verzehnfacht. „So kann langfristig der gesteigerten Nachfrage gerecht produziert werden“, erklärt Krausse.

Finanzbeteiligung an Batterien-Produktion

BlueSky Energy ist ein privat geführtes österreichisches Unternehmen, verzeichnet seit der Gründung ein gutes Wachstum und bilanziert positiv. Investoren haben die Möglichkeit, sich mittels Genussrechten am Unternehmenserfolg zu beteiligen. Um die geplanten Wachstumsschritte zu finanzieren begibt das Unternehmen 1.500 Genussrechte mit einer Nominale von jeweils 1.000 Euro. Die Zeichnungsfrist läuft bis 30. September 2020.

Über das Unternehmen BlueSky Energy- GREENROCK

BlueSky Energy ist der Spezialist für stationäre Stromspeicher-Lösungen. Das Unternehmen mit Sitz im oberösterreichischen Vöcklamarkt entwickelte GREENROCK, die sicherste und umweltfreundlichste stationäre Stromspeicher-Lösung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Lithium-Ionen Lösungen setzt das Unternehmen auf Salzwasser-Technologie. Diese ist nicht entflammbar oder explosiv, berührungssicher und absolut wartungsfrei. GREENROCK Speicherlösungen eignen sich für Eigenheim und KMU, die ihren erzeugten Strom energieautark für den Eigenverbrauch optimieren möchten. Standard-Speicherlösungen von fünf bis 30 Kilowattstunden für private Anwendungen (GREENROCK Home), gewerbliche Speicherlösungen von 30 bis 270 Kilowattstunden (GREENROCK Business) und eigens abgestimmte Projektlösungen bis zu mehreren hundert Kilowattstunden sind mit GREENROCK möglich.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Herbert K. / Foto: BlueSky Energy
19.03.2020

Experten bekräftigen: Corona wird nicht durch Lebensmittel übertragen

Experten bekräftigen: Corona wird nicht durch Lebensmittel übertragen Experten bekräftigen: Corona wird nicht durch Lebensmittel übertragen

"Von Fleisch, Wurst, Eiern, Obst, Gemüse, Wasser usw. geht keine Gefahr durch das neuartige Coronavirus aus. Es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass sich Menschen über herkömmliche Lebensmittel beziehungsweise über Trink-, Leitungs- oder Oberflächenwasser mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch für andere Coronaviren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel bekannt." Dies stellt die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zu entsprechenden Anfragen von Konsumenten fest.

Auch das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat gestern erneut bekräftigt, dass es bisher keine Fälle gibt, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Aufgrund der bisher ermittelten Übertragungswege und der relativ geringen Umweltstabilität dieser Viren sei es nach derzeitigem Wissensstand zudem unwahrscheinlich, dass importierte Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten, so das BfR.

Grundsätzlich sollten beim Umgang mit Lebensmitteln die allgemeinen Regeln der Hygiene des Alltags und die Hygieneregeln bei der Zubereitung von Speisen beachtet werden, betont das BfR. Da die Viren hitzeempfindlich sind, könne das Infektionsrisiko durch das Erhitzen von Nahrungsmitteln zusätzlich weiter verringert werden.

Keine Zeit für Panikmache

Die Experten verweisen in diesem Zusammenhang - ebenso wie die Bundesregierung und die Sozialpartner - einmal mehr darauf, dass es "in dieser sehr herausfordernden Zeit darum geht, die Bevölkerung sachlich und umfassend zu informieren". Panikmache durch die Verbreitung von falschen Behauptungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus und Lebensmitteln sei nicht nur hochgradig unseriös, sondern auch ausgesprochen schädlich in der aktuellen Situation.

Sowohl die AGES und das Gesundheitsministerium als auch das BfR beantworten auf ihren Internetseiten www.ages.at beziehungsweise www.sozialministerium.at sowie www.bfr.bund.de wichtige Fragen zum Thema Corona. Für Fragen aus agrarischer Sicht bietet bekanntlich das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus unter www.bmlrt.gv.at laufend aktualisierte und ergänzte Informationen. Diese betreffen neben der Landwirtschaft auch die Bereiche Tourismus, Wasser und Lebensmittel sowie jene Maßnahmen, welche die Bundesregierung trifft, um die Sicherheit der Bevölkerung bestmöglich zu gewährleisten.

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11.03.2020

Erhalten Besucher ihr Geld zurück, wenn ein Veranstalter das Event absagt?

Bei einer Pressekonferenz hat die Bundesregierung heute festgelegt, dass bis Anfang April Outdoor-Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmern und Indoor-Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmern abgesagt werden. Grundsätzlich haben Besucher einen Anspruch auf Erstattung des Ticketpreises informierte die D.A.S. Rechtsschutzversicherung in einer Presseaussendung. Bei Verschiebung der Veranstaltung besitzen die Eintrittskarten weiterhin ihre Gültigkeit.

Erhalten Besucher ihr Geld zurück, wenn ein Veranstalter das Event absagt?

Grundsätzlich besteht ein Erstattungsanspruch auf den Ticketpreis. Im Falle einer Absage kommt der Veranstalter seiner Leistungspflicht nicht nach. Das gilt unabhängig davon, ob der Veranstalter den Ausfall zu verantworten hat oder nicht. Betroffene, die von einer solchen Absage betroffen sind, sollten sich an den Veranstalter oder die Vorverkaufsstelle wenden.

Was gilt, wenn eine Veranstaltung verschoben wird, man zum Ersatztermin aber keine Zeit hat?

Veranstalter wie etwa Master of Dirt haben bereits bekannt gegeben, dass die für dieses Wochenende geplante Veranstaltungsreihe in der Stadthalle auf Ende Juni verschoben wird und die Tickets ihre Gültigkeit behalten. Eine Verschiebung einer Großveranstaltung muss man grundsätzlich nicht hinnehmen. Falls das Ticket für einen fixen Termin gebucht war und man am verschobenen Termin keine Zeit hat, kann man die Eintrittskarte zurückgegeben und den Eintrittspreis zurückverlangen.

Was passiert mit Kosten für ein gebuchtes Hotelzimmer?

Hier kommt es darauf an, ob Tickets und Hotelaufenthalt gemeinsam bei einem Anbieter gekauft, also als Pauschalreise gebucht wurden. Bei Absage der Veranstaltung kann man von der gesamten Reise kostenlos zurücktreten. Voraussetzung ist aber, dass der Besuch der Veranstaltung der Hauptzweck der Reise war. Bei getrennten Buchungen ist die rechtliche Situation komplizierter. Unter bestimmten Umständen werden dann nur die Kosten der Veranstaltung ersetzt, nicht jedoch die Übernachtung.

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28.11.2019

Probleme bei Paketzustellung - Was Sie tun können

 Wer haftet für Transportschäden oder Verlust einer bestellten Ware? Wer haftet für Transportschäden oder Verlust einer bestellten Ware?

Weihnachten naht mit schnellen Schritten. Die Anzahl der Online-Käufe und Paketzustellungen schnellt in die Höhe – ebenso die Zahl der Anfragen und Beschwerden bei Verbraucherorganisationen. Wer haftet, wenn das Paket beschädigt ist oder verloren geht? Darf der Zusteller ein zu lieferndes Paket einfach vor die Tür stellen? Und muss man Ware originalverpackt zurückschicken? Reinhold Schranz, Jurist beim Europäischen Verbraucherzentrum Österreich, gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Wer haftet für Transportschäden oder Verlust einer bestellten Ware?

Das Unternehmen haftet. Es sei denn, ein anderer Beförderer wurde auf eigenen Wunsch vereinbart. In diesem Fall trägt der Verbraucher ab Übergabe der Ware an den gewählten Lieferdienst auch das Risiko, falls das Paket beschädigt wird oder verloren geht.

Darf mir der Zusteller das Paket auf die Terrasse oder vor die Tür stellen?

Das kommt in der Praxis oft vor, darf aber eigentlich nicht sein. Falls das Paket dann verloren geht oder beschädigt wird, ist aber der Versender dafür verantwortlich. Auf der sicheren Seite sollte man bei Zustellung mittels Post sein: Denn diese muss zwingend an eine Abgabestelle liefern. Bei anderen Zustellern kann das aber anders geregelt sein.

Gilt die Abgabe an einen Nachbarn als „rechtmäßig zugestellt“?

Es ist nicht einheitlich geregelt, an wen Pakete ersatzweise übergeben werden können. Paketdienste handhaben dies unterschiedlich. Die Post AG sieht in ihren Geschäftsbedingungen beispielsweise vor, dass Pakete auch an Hausnachbarn übergeben werden können. Wenn man das ausschließen will, muss beim Postamt dagegen Einspruch erhoben werden.

Bin ich für ein aus Gefälligkeit übernommenes Paket verantwortlich?

Nein. Daraus entstehen keine besonderen Verpflichtungen. Das übernommene Paket darf allerdings weder geöffnet, noch der Inhalt verwendet werden.

Wer trägt die Kosten für das Rückporto?

Wenn Konsumenten bei online bestellter Ware von ihrem Rücktrittsrecht Gebrauch machen, dann müssen sie die Rücksendekosten tragen. Oft übernimmt aber die Firma die Kosten. Hat der Unternehmer nicht darüber informiert, dass der Verbraucher die Kosten zu tragen hat, dann muss er selbst dafür aufkommen. Anders geregelt ist dies bei einer Rücksendung im Gewährleistungsfall (d.h. wenn die bestellte Ware schadhaft oder zugesicherte Eigenschaften nicht erfüllt sind): Dann muss der Händler die Kosten der Rücksendung tragen.

Muss ich eine Ware „originalverpackt“ zurückschicken?

Nein. Die Ware muss aber so zurückgeschickt werden, dass sie unversehrt beim Empfänger ankommt.

Wer kann bei Reklamationen Hilfestellung geben?

Bei einem Problem mit einem Händler im EU-Ausland kann man sich an das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Österreich wenden (Tel. 01/58877 81, www.europakonsument.at). Bei Problemen mit einem Zustelldienst dient die Postschlichtungsstelle bei der Rundfunk- und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) als Ansprechpartner.

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21.07.2020

Generationenkonflikt im Intimbereich: Vor allem Ältere bevorzugen Komplettrasur

Generationenkonflikt im Intimbereich: Vor allem Ältere bevorzugen Komplettrasur Generationenkonflikt im Intimbereich: Vor allem Ältere bevorzugen Komplettrasur

Der Sommer ist in vollem Gange. Frau und Mann tragen kurz - allenthalben nackte Haut. Damit einher geht die alljährliche Gretchenfrage: Nun sag, wie hältst du's mit der Körperbehaarung? Natur pur oder Ganzkörperrasur? Die Erotik-Community JOYclub wollte es genau wissen und hat 2.000 ihrer 3,5 Millionen Mitglieder zu dieser haarigen Angelegenheit befragt. Ergebnis: Vor allem die ältere Generation mag es glatt rasiert - und zwar nicht nur bei sich selbst.

Achseln und Intimbereich bei großer Mehrheit der Befragten haarlos

Das in den letzten Jahren oft beschworene Comeback natürlicher Schambehaarung scheint auszubleiben. 91,1 % der Befragten rasieren sich den Genitalbereich und 86,9 % die Achselhöhlen. Auf Platz 3 der meist rasierten Körperteile landen bei den Frauen mit 85,4 % die Beine und bei den Herren mit 43,7 % die Brust. Den natürlichen Wildwuchs bevorzugen gerade einmal 2,5 % der Befragten.

55,3 % der Frauen und Männer rasieren ihren Intimbereich dabei täglich oder zumindest mehrfach wöchentlich. Interessantes Detail: Ein Viertel beider Geschlechter gibt zu Protokoll, dass sie sich im Sommer häufiger rasieren als im Winter.

Ästhetik und eigenes Wohlbefinden sind Hauptgründe für die Intimrasur

Hauptgrund für die Intimrasur bei Frauen und Männern ist das eigene Mehr an Wohlbefinden, knapp gefolgt von der Überzeugung, dass eine rasierte Körpermitte einfach ästhetischer ausschaut. Während 42,8 % der Männer sich auch rasieren, um der Partnerin zu gefallen, spielt das Imponieren nur für jede vierte Frau (26,4 %) eine Rolle.

Hollywood Cut ist klarer Favorit

Was den Look der Intimfrisur betrifft, sind sich die JOYclub-Mitglieder weitestgehend einig: Mit 73 % liegt die Komplettrasur, der sogenannte Hollywood Cut, klar in Front. Auf den Plätzen folgen mit rund 7 % der Brazilian Cut, bei Männern auch Irokese genannt - ein schmaler Streifen auf dem Schambein. Immerhin jede*r Zehnte lässt Ihrer/seiner Kreativität freien Lauf und wechselt Formen und Schnitt regelmäßig.

Getreu dem Motto "Wie bei mir, so bei dir!" erwarten die Befragten auch vom anderen Geschlecht den Griff zum Rasierer. Frauen mögen es bei Männern allerdings eher gestutzt (47,7 %) als komplett Nackedei (45,5 %), Männer bei Frauen eher vollkommen stoppelfrei (51 %) als nur getrimmt (32 %).

Haariger Generationenkonflikt

Filtert man die Ergebnisse nach Altersstufen, zeichnet sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Generationen ab. 73,4 % der Damen zwischen 46 und 55 Jahren lassen kein gutes und auch kein schlechtes Haar an ihrem Intimbereich, während bei den Youngstern von 18 bis 25 Jahren nur 57,4 % den Kahlschlag bevorzugen. Bei den Männern um die 50 rasieren sich 70 % komplett, während es bei den Mittzwanzigern nur 59,5 % stoppelfrei mögen. Auch finden nur 5 % der älteren Männer weibliche Schamhaare sexy. Bei der jungen Generation sind es mit 13,5 % fast dreimal so viele.

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30.11.2020

56% können sich Teilnahme an Corona-Massentests vorstellen

Corona-Massentest Umfrage Corona-Massentest Umfrage

56% der Österreicherinnen und Österreicher können sich aus heutiger Sicht vorstellen, an freiwilligen Corona-Massentests vor Weihnachten teilzunehmen.

22% der Befragten würden sich laut der vom Meinungsforschungsinstitut Unique research für die aktuelle Ausgabe des Nachrichtenmagazins „profil“ durchgeführten Umfrage „ganz sicher testen lassen“, 34% würden dies „möglicherweise“ tun.

20% der Befragten würden sich dagegen „ganz sicher nicht testen lassen“, wiederum 17% lehnen eine Teilnahme „eher“ ab.

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05.12.2019

Umfrage: In 80 Prozent der österreichischen Unternehmen wird geraucht

In 80 Prozent der österreichischen Unternehmen wird geraucht In 80 Prozent der österreichischen Unternehmen wird geraucht

Österreich, trotz Verbot in der Gastronomie nach wie vor ein Land der Raucher? Zumindest im Job, wie die jüngste Online-Umfrage von karriere.at ergeben hat: In 80 Prozent der Firmen sind laut Arbeitnehmern weiter Zigaretten zu sehen. Das Bild, das Unternehmensvertreter zeichnen, ist noch drastischer.

„Wird in deiner Firma geraucht?“, wollte das Karriereportal von seinen Usern wissen. Gut die Hälfte der 748 beteiligten Beschäftigten – 51 Prozent – antwortete: „Vereinzelt, in den entsprechenden Zonen.“ 29 Prozent gaben an, dass in ihrem Unternehmen unverändert oft zur Zigarette gegriffen wird. „Bei uns raucht niemand mehr“, erklärten gerade einmal 18 Prozent. Lediglich zwei Prozent nannten blauen Dunst beim After-Work-Drink.

Noch mehr Rauch …

Laut Firmenvertretern (HR-Manager, Geschäftsführer und Führungskräfte) wird in noch mehr Unternehmen geraucht: Fast zwei Drittel der 170 Befragten – 64 Prozent – antworteten, dass in den dafür vorgesehenen Zonen der Glimmstängel angezündet wird. „Unsere Mitarbeiter rauchen unverändert viel“, so 30 Prozent. Nur sechs Prozent erklärten, dass es keiner der Beschäftigten tut. After-Work-Qualmen wurde gar nicht angeführt.

Weniger Rauch?

In einer karriere.at Umfrage Anfang 2018 hatten sich übrigens 70 Prozent der Arbeitnehmer für Einschränkungen beim Rauchen ausgesprochen. Damals plädierten 45 Prozent dafür, dass es nur im Freien erlaubt sein soll. 25 Prozent sprachen sich für ein generelles Verbot aus.

Um und Auf

Thomas Olbrich, Chief Culture Officer bei karriere.at, sieht in den aktuellen Umfrageergebnissen einen klaren Auftrag für umfassende Präventivmaßnahmen im Job. „Bei allen Freiheiten für Mitarbeiter braucht es gleichzeitig eine aktive Gesundheitsförderung – beispielsweise mit gesundem Essen oder Sportmöglichkeiten“, betont er. Beim Karriereportal kümmert sich ein eigenes Team um das Wohlbefinden der Belegschaft. Olbrich: „Die Partizipation unserer Mitarbeiter und Bewusstseinsbildung sind uns ein großes Anliegen.“

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01.11.2020

VKI-Test Kamillentee: Erhebliche Qualitätsunterschiede

Kamillentee hat einen festen Platz als Hausmittel bei Magen-Darm-Beschwerden, Unruhe, Husten, Heiserkeit oder zur Behandlung von wunder Haut. Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Kamillenpflanze Substanzen enthält, die bei einigen Beschwerden entzündungshemmend und krampflösend wirken können. Kamillentee kann allerdings auch mit Schadstoffen verunreinigt sein – sei es durch natürlichen Ursprung (Pyrrolizidinalkaloide) oder die Anbaumethode (Pflanzenschutzmittel). Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 16 Kamillentees, darunter 5 Bio-Produkte, in Drogerie- und Supermärkten, Diskontern sowie in der Apotheke eingekauft und im Labor auf Qualität und Schadstoffe untersucht. Während sich die Belastung durch Schadstoffe im Großen und Ganzen in Grenzen hielt, ging die Schere bei der Qualität der Tees weit auseinander. Letztlich wurden im Rahmen des Tests 2 „sehr gut“, 4 „gut“, 3 „durchschnittlich“, 2 „weniger“ und 5 „nicht zufriedenstellend“ vergeben. Alle Details zum Test gibt es ab dem 22.10. im Magazin KONSUMENT und auf www.konsument.at.

Wenn Kamillentee zur unterstützenden Behandlung von Beschwerden eingesetzt wird, sollte grundsätzlich Kamillentee in Arzneibuchqualität verwendet werden. Arzneitee, dazu zählen 4 von 16 getesteten Kamillentee-Produkten, muss gemäß Europäischem Arzneibuch mindestens vier Milliliter ätherisches Öl je Kilogramm Blüten enthalten. Bei Kamillentee, der als reines Lebensmittel verkauft wird, genügt dagegen die halbe Menge. Während im Rahmen des Tests alle als Arzneitee deklarierten Produkte die Anforderungen erfüllten, fielen 5 der 12 „normalen“ Kamillentees (Alnatura, Julius Meinl, Lord Nelson, Pukka und Teekanne) durch. Sie enthielten bei der Überprüfung im Labor weniger als zwei Milliliter ätherische Öle je Kilogramm. Damit entsprachen sie nicht den im Lebensmittelbuch festgelegten Mindeststandards für Kamillentee.

Zudem wurden in 5 der „normalen“ Tees Pyrrolizidinalkaloide (PA) gefunden. Allerdings wurde der vom deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfohlene Tagestoleranzwert dabei nicht überschritten. Pyrrolizidinalkaloide sind in einigen Wildkräutern enthalten, die auf den Anbaufeldern wachsen und bei maschineller Ernte mit der Kamille vermengt werden können. Sie können Leberschäden und Vergiftungen verursachen und haben sich im Tierversuch als krebserregend und erbgutschädigend erwiesen.

Pflanzenschutzmittel wiederum konnten in allen Kamillentees nachgewiesen werden. Bei keinem einzigen Produkt gab es jedoch eine Überschreitung der Höchstmengen. Bio-Produkte waren tendenziell weniger belastet als konventionell angebaute Produkte.

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01.11.2020

Alle vier Stunden ein schwerer Unfall mit Klein-Lkw – Zahl der Unfälle mit Lieferwagen gestiegen

Alle vier Stunden ein schwerer Unfall mit Klein-Lkw – Zahl der Unfälle mit Lieferwagen gestiegen Alle vier Stunden ein schwerer Unfall mit Klein-Lkw – Zahl der Unfälle mit Lieferwagen gestiegen

„Lieferverkehre und Zustelldienste haben in den letzten Jahren durch den boomenden Online-Handel stark zugenommen. Leider spiegelt sich das auch in der Unfallstatistik wider. Die Zahl der Unfälle mit Klein-Lkw hat in den vergangenen Jahren besorgniserregend zugenommen“, fasst VCÖ-Experte Michael Schwendinger die Ergebnisse einer aktuellen VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zusammen.

Klein-Lkw waren im Vorjahr in 2.398 Verkehrsunfällen mit Personenschaden involviert, das waren um 148 (plus 6,6 Prozent) mehr als noch im Jahr 2015. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Verkehrsunfälle in Österreich um 5,9 Prozent gesunken. Mehr als die Hälfte der Unfälle mit Klein-Lkw passierte im Vorjahr im Ortsgebiet. Fußgängerinnen und Fußgänger waren die häufigsten Todesopfer, macht der VCÖ aufmerksam.

Insgesamt wurden 26 Unfallgegner bei Verkehrsunfällen mit Transportern und Lieferwagen getötet, zehn davon waren Fußgängerinnen und Fußgänger. Acht Todesopfer waren Zweiradfahrer, also mit Motorrad, Moped oder Fahrrad unterwegs, sieben waren Pkw-Insassen. Zudem kamen zehn Klein-Lkw-Fahrer bei den Unfällen ums Leben.

Der VCÖ betont, dass es zum einen klassische Verkehrssicherheitsmaßnahmen braucht, um die Anzahl der Klein-Lkw-Unfälle zu verringern. Dazu zählen verstärkte Tempokontrollen, niedrigere Tempolimits im Ortsgebiet sowie übersichtliche Kreuzungen und sichere Straßenübergänge. Um die Zahl der Gefahrenstellen im Ortsgebiet zu reduzieren, können Bürgerinnen und Bürger auf der VCÖ-Website Problemstellen, wie etwa gefährliche Übergänge, melden (https://problemstellen.vcoe.at/). Der VCÖ leitet die Einträge an die zuständigen Gemeinden und Städte weiter.

„Darüber hinaus kann die Verkehrssicherheit deutlich erhöht werden, wenn mit verbesserter Logistik, die Zahl der Lieferfahrten reduziert wird“, betont VCÖ-Experte Schwendinger. Betreiberunabhängige Paketstationen tragen ebenso zur Reduktion von Zustellfahrten bei, wie sogenannte Mikro-Hubs in Städten. Bei Mikro-Hubs erfolgt die Feinverteilung von Waren und Paketen vor allem mit Cargo-Bikes statt mit Lkw.

Darüber hinaus ist bei den Online-Shops anzusetzen, betont der VCÖ. So wie es die Möglichkeit einer Express-Zustellung gibt, sollen Kundinnen und Kunden auch eine verkehrssparende Möglichkeit mit verbesserter Logistik auswählen können, um eine bessere Bündelung mehrerer Lieferungen auf einer Zustellroute zu ermöglichen. Ein Verkehrserreger sind auch Gratis-Retouren, deshalb tritt der VCÖ für ein Verbot für Gratis-Retoursendungen ein.

Zentral sind auch verbesserte Arbeitsbedingungen für Zusteller. „Häufig stehen die Fahrer von Paket- und Zustelldiensten unter großem Zeitdruck, was sich sehr negativ auf das Fahrverhalten auswirkt und damit andere Verkehrsteilnehmer gefährdet“, stellt VCÖ-Experte Schwendinger fest.

Im Bundesländer-Vergleich passierten im Vorjahr in Wien die meisten Verkehrsunfälle mit Klein-Lkw, nämlich 526. Die meisten Todesopfer waren in Niederösterreich mit neun zu beklagen, in Oberösterreich kamen acht Menschen bei Unfällen mit Klein-Lkw ums Leben.

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30.05.2020

China verbietet den Verkauf von Hunde- und Katzenfleisch

China verbietet den Verkauf von Hunde- und Katzenfleisch China verbietet den Verkauf von Hunde- und Katzenfleisch

Ein historischer Moment für den Tierschutz: China veröffentlichte gestern, am 29.5. einen neuen nationalen Nutztier-Katalog, der Hunde explizit ausschließt. Damit ist der Verkauf von lebenden Hunden und Hundefleisch zum Verzehr in China verboten. Katzen waren nie Teil des Nutztier-Katalogs. VIER PFOTEN begrüßt den Vorstoß Chinas und fordert gleichzeitig die Regierungen in Kambodscha, Vietnam und Indonesien auf, mit China gleichzuziehen. Der Hunde- und Katzenfleischhandel ist nicht nur ein enormes Tierschutzproblem in Südostasien, sondern stellt auch ein großes Risiko für die öffentliche Gesundheit dar. Denn die unhygienischen Bedingungen, unter denen die Tiere gefangen, gehalten, geschlachtet und verkauft werden – meist auf Lebendtiermärkten –, sind die perfekte Brutstätte für neue zoonotische Viren.

In Vietnam – Chinas Nachbar – werden nach wie vor jährlich rund fünf Millionen Hunde und eine Million Katzen für ihr Fleisch gefangen und brutal geschlachtet. Oftmals werden die Tiere auch grenzübergreifend nach China transportiert. Mit geschätzten vier Millionen getöteten Haus- und Streunertieren pro Jahr ist die Situation in Kambodscha und Indonesien ähnlich verheerend. „Natürlich ist es ein positives Signal, dass China den Verkauf von Hunde- und Katzenfleisch verbietet, auch wenn diese Entscheidung wohl eher nichts mit Tierliebe, sondern mit Lebensmittelsicherheit zu tun hat. "Nun müssen aber auch Vietnam, Kambodscha und Indonesien endlich handeln. Neben unfassbarem Tierleid ist der Handel mit Hunde- und Katzenfleisch auch für Krankheitsausbrüche wie Tollwut und Cholera verantwortlich. Und wie wir jetzt wissen, kann die ganze Welt unter den tödlichen Zoonose-Viren leiden, die auf den unhygienischen Lebendtiermärkten entstehen, auf denen das Hunde- und Katzenfleisch teilweise verkauft wird"“, sagt Dr. Katherine Polak, Tierärztin und Leiterin der VIER PFOTEN Streunerhilfe in Südostasien.

Schlachthäuser und Lebendtiermärkte: tickende Zeitbomben

In engen Käfigen zusammengepfercht werden die verletzten und traumatisierten Hunde und Katzen – darunter auch gestohlene Haustiere – stundenlang bei enormer Hitze und ohne Wasser zu den Schlachthäusern und Märkten in Südostasien transportiert. Die dort übereinander gestapelten Käfige, das geschwächte Immunsystem der Hunde und Katzen sowie der unnatürliche Kontakt zu Wildtieren, die ebenfalls geschlachtet werden, schaffen die perfekte Brutstätte für tödliche Zoonoseviren, wie das neue Coronavirus. „Der ausufernde Hunde- und Katzenfleisch-Handel und die Lebendtiermärkte in ganz Südostasien sind tickende Zeitbomben. Wenn die Regierungen jetzt nicht diesen brutalen Handel stoppen und die grausamen Märkte und Schlachthäuser schließen, könnte die nächste globale Pandemie ihren Ursprung in Vietnam, Kambodscha oder Indonesien haben“, so Dr. Polak.

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13.10.2019

Was Herr und Frau Österreicher in der Zusammenarbeit mit Bestattern erwarten

Was Herr und Frau Österreicher in der Zusammenarbeit mit Bestattern erwarten Was Herr und Frau Österreicher in der Zusammenarbeit mit Bestattern erwarten

„Die Menschen wünschen sich, dass ihrem oder ihrer Verstorbenen bei Bestattungsfeierlichkeiten ein würdiges Andenken gesetzt wird. Dafür stehen die österreichischen Bestatter in einzigartiger und besonderer Art und Weise“, sagt Franz Nechansky, Bundesverbandsobmann der Bestatter in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und Landesinnungsmeister in der WK Burgenland.

Gemeinsam mit Meinungsforscher David Pfarrhofer (Institutsvorstand „market“) und den Bestatter-Branchenrepräsentanten Katharina Strack-Dewanger (Bundesverbandsobmann-Stellvertreterin und Landesinnungsmeisterin in der WK Niederösterreich) und Martin Dobretsberger, Landesinnungsmeister in der WK Oberösterreich, präsentierte Nechansky, der oberste Interessenvertreter der Bestatter in Österreich heute, Freitag, eine großangelegte Erhebung. Ziel war es, die Stimmungslage in der österreichischen Bevölkerung rund um Bestattungen und die eigene Erwartungshaltung dazu auszuloten, zu diesem Zweck wurden repräsentativ für die Bevölkerung ab 18 Jahren 2.005 Personen befragt.

Zuhören, beraten, umsetzen - Bestatter als Dienstleister in einer besonders schwierigen Phase

„Bestatter sind Dienstleister in einer besonders schwierigen Lebenssituation, wenn man nämlich – oft auch unerwartet - einen lieben Menschen verloren hat“, so Katharina Strack-Dewanger, Landesinnungsmeisterin in Niederösterreich. Gemeinsam mit Bundesverbandsobmann Franz Nechansky und Martin Dobretsberger, Landesinnungsmeister in Oberösterreich, formuliert sie das Motto der Branche: „Zuhören, beraten, umsetzen.“

„market“-Umfrage: Bestattungsberatung soll, ja muss persönlich stattfinden

Eindeutig ist die Stimmungslage in Österreich, wenn es darum geht, ob man bei der Organisation einer Verabschiedung die Leistungen persönlich mit dem Bestatter bespricht oder dies via Telefon und Internet erledigt. In dieser emotionalen Phase ist ein persönliches Gespräch unerlässlich, auch für junge Menschen stellen Online- und Telefonkontakt in keiner Weise eine Alternative zum persönlichen Gespräch dar.

Österreicherinnen und Österreicher haben Erfahrungen mit Bestattungen

„Faktum ist, dass viele Österreicherinnen und Österreicher bereits Erfahrungen mit Bestattungen gemacht haben - das zeigt die market-Umfrage“, so Strack-Dewanger. Nahezu alle der Befragten waren bereits zumindest einmal bei einem Begräbnis, drei Viertel davon innerhalb der vergangenen drei Jahre.“

Die positiven Eindrücke von besuchten Begräbnissen untermauern die hohe Bedeutung des persönlichen Kontakts mit dem Bestatter: Im Rückblick auf die Zusammenarbeit mit dem Bestatter streichen die Befragten die Beratung und Betreuung sowie die Organisation besonders hervor; viele positive Rückmeldungen gibt es auch zum Einfühlungsvermögen – die persönlichen Gespräche werden als wertschätzend und hilfreich empfunden.

Anforderungen an eine gelungene Bestattung resultieren sehr konkret aus eigenen Erlebnissen und Erfahrungen

„Daraus resultiert wohl, dass Österreicherinnen und Österreicher bei den Anforderungen an eine gelungene Bestattung sehr konkret an eigene Erlebnisse denken und dabei die Emotion in den Mittelpunkt stellen“, sagt Meinungsforscher David Pfarrhofer mit Blick auf die Ergebnisse der repräsentativen Erhebungen. Um von einem gelungenen Begräbnis sprechen zu können, gehören die musikalische Umrahmung, ein respektvoller, persönlicher Umgang mit dem Verstorbenen und passende Ansprachen in einer stimmigen Atmosphäre.

Anforderungen an Bestatter: Verlässlichkeit, Freundlichkeit und Organisationsqualität bei nachvollziehbaren Preisen

Die Qualität eines Bestatters wird über das Einfühlungsvermögen, die Beratungsleistung sowie die Organisation und die Individualität definiert. Verlässlichkeit und klare, transparente Kosteninformation liegen in der gestützten Ermittlung ganz oben im Ranking; weiters erwartet man freundliche, einfühlsame MitarbeiterInnen, ein Rund-um-Service bei der Organisation mit dem Friedhof und Individualität bei der Gestaltung der Parten – und dies zu einem angemessenen Preis-Leistungsverhältnis. Eindeutig ist damit, dass bei Bestattungen der Fokus auf Emotion und Qualität liegt, beim Preis erwartet man Nachvollziehbarkeit und Angemessenheit – und keine „Sonderangebote“: Herr und Frau Österreicher wünschen sich, dass bei den Bestattungsfeierlichkeiten der bzw. dem Verstorbenen ein würdiges Andenken gesetzt wird.

Hohe Zufriedenheit bei jenen, die schon einmal in die Zusammenarbeit mit einem Bestatter einbezogen waren

Immerhin etwa die Hälfte der Bevölkerung war schon einmal in die Zusammenarbeit mit einem Bestatter einbezogen. Erkundigt man sich bei jenen Personen nach dem Vorgehen bei einer neuerlichen Organisation eines Begräbnisses, so wird deutlich, dass die Bestattungsunternehmen exzellente Arbeit leisten: „Nur ein knappes Zehntel würde sich bei der neuerlichen Organisation einer Bestattung an einen anderen Anbieter wenden“, zeigen sich die Branchenvertreter Franz Nechansky, Katharina Strack-Dewanger und Martin Dobretsberger erfreut.

Begräbnis-Vorsorge derzeit noch kaum Thema – „Da ist noch Luft nach oben“

Begräbnis-Vorsorge ist für die große Mehrheit der 2.005 Befragten derzeit noch kaum Thema: Etwa die Hälfte zeigt sich an Vorsorgepaketen interessiert, „sehr großes“ Interesse haben aber nur 16 Prozent; in der Altersgruppe ab 50 liegt dieser Anteil bei 20 Prozent. Für die Mehrzahl der Österreicherinnen und Österreicher ist damit der Abschluss eines derartigen Packages in weiter Ferne. Und selbst von Interessenten haben bis dato nur wenige bereits eine Begräbnis-Vorsorge abgeschlossen. „Da ist noch Luft nach oben“, so die Bestattungs-Dienstleister Franz Nechansky, Katharina Strack-Dewanger und Martin Dobretsberger.

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01.11.2020

Sinkende Temperaturen, steigende Brandgefahren: Der Beginn der Heizsaison ist brandgefährlich!

Sinkende Temperaturen, steigende Brandgefahren: Der Beginn der Heizsaison ist brandgefährlich Sinkende Temperaturen, steigende Brandgefahren: Der Beginn der Heizsaison ist brandgefährlich

Gerade zu Beginn der Heizsaison sorgen Schwedenöfen, offene Kamine oder sonstige Holzöfen verstärkt für behagliche Wärme in den heimischen Haushalten – und erfahrungsgemäß auch für eine erhöhte Brandgefahr. Mängel beim Einbau der Festbrennstofföfen und Anwendungsfehler beim Heizen bis hin zur falschen Ascheentsorgung stellen dabei die Hauptprobleme dar.

Mit dem Rückgang der Temperaturen verlagert sich unser Leben wieder vermehrt in die eigenen vier Wände. Verstärkt wird dieser für den Herbst typische Trend zum „Cocooning“ heuer durch die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Damit steht aber auch fest, dass die Zahl der Heimunfälle heuer noch stärker als sonst ansteigen wird – ebenso die Zahl der Brände im zivilen Bereich. Auch die Renaissance von offenen Kaminen, Schwedenöfen und Kachelöfen trägt zur Zunahme des Brandrisikos bei. „Vor allem Öfen, die einen Blick auf die Flammen bieten, sind heute wieder ‚en vogue‘ und kommen besonders zu Beginn der Heizsaison, noch vor dem durchgehenden Betrieb der Zentral- oder Fernwärmeheizungen, zum Einsatz“, erklärt dazu Dr. Günther Schwabegger, Mitglied der Geschäftsführung der BVS-Brandverhütungsstelle für OÖ. Aus Sicht des Vorbeugenden Brandschutzes ist auch nichts dagegen einzuwenden – vorausgesetzt, die Öfen werden ordnungsgemäß eingebaut und sachgemäß betrieben.

Gerade beim Einbau kommt es aber häufig zu Mängeln. „Die Stimmung und die behagliche Wärme eines Holzfeuers haben zu einer neuen Modernität dieser Heizform geführt. In den letzten Jahren wurden daher neben Neubauten auch viele Bestandsobjekte – von Wohnungen über Reihenhäuser bis hin zu Einfamilienhäusern – nachträglich mit Festbrennstofföfen ausgestattet“, so Schwabegger. Oftmals erfolgten Aufstellung und Einbau der Öfen in Eigenregie und ohne vorherige Abklärung durch einen Experten. Genau das birgt aber eine Vielzahl von Gefahren und trägt dazu bei, dass die Zündquelle „Wärmegeräte“ in der Brandschadenstatistik der BVS-Brandverhütungsstelle für OÖ alljährlich zu den Top-3-Brandursachen zählt. So wurden etwa im Brandjahr 2018 österreichweit 696 von insgesamt 6.679 erfassten Bränden (Mindestschaden: 2.000 Euro) der Zündquelle „Wärmegeräte“ zugeordnet, alleine in Oberösterreich waren es 182 von insgesamt 1.118 Bränden. Hiervon gingen wiederum 57 Brandgeschehen (OÖ) von „mit festen Brennstoffen betriebenen Feuerstätten“ – also im Wesentlichen von Holzöfen – aus.

Gefahren durch nachträglichen Einbau von Holzöfen

Vielen Heimwerkern ist nicht bewusst, dass die Öfen und alle weiteren für deren Betrieb notwendigen Einrichtungen wie Rauchrohre, Wand- und Deckendurchführungen oder Kamine aufeinander abgestimmt und daher unbedingt durch einen Fachmann eingebaut werden müssen. Zu allererst brauche es die Abklärung durch den zuständigen Rauchfangkehrer-Meister, so Schwabegger: „Wenn ein vorhandener Kamin aufgrund seiner Dimensionierung nicht für den ausgewählten Ofen verwendet werden kann, besteht schon das erste Problem. Der Rauchfangkehrer sollte also jedenfalls beigezogen werden, weil er neben einer fachkundigen Beurteilung des Kaminsystems auch eine weiterführende Beratung – beispielsweise eine Analyse der notwendigen Luftzufuhr – mitliefern kann.“ In einem zweiten Schritt muss der Ofen fachmännisch aufgestellt und an den Kamin angeschlossen werden. Hier gelte es, alle notwendigen und vorgeschriebenen Sicherheitsabstände des Rauchrohres zu Wänden und Einrichtungsgegenständen einzuhalten. Befindet sich beispielsweise das Rauchrohr zu nahe an einer Holzvertäfelung, kann es alleine durch die Strahlungswärme zur Brandentstehung kommen. Ein weiteres Augenmerk muss auch auf die Wand- und Deckendurchführungen des Rauchrohres gelegt werden. Hier sind wiederum vorgegebene Sicherheitsabstände einzuhalten, die Montage sollte ausschließlich durch einen Fachmann erfolgen. „Neben der Strahlungswärme kann bei einer Deckendurchführung auch ein Wärmestau zur Brandentstehung führen“, erläutert Schwabegger.

Ist eine Wohnung schließlich mit einem (Holz-) Ofen ausgestattet, gilt es, diesen auch ordnungsgemäß zu betreiben. „Das heißt, der Kamin und das Rauchrohr müssen regelmäßig gekehrt und überprüft werden“, so der Brandschutzexperte. Alle nachträglichen Änderungen – wie z.B. ein Verbau des Ofenrohres oder bauliche Änderungen im Bereich der Wand- und Deckendurchführungen – müssen mit einem Fachmann abgeklärt werden.

Sicherer Betrieb von Öfen und Kaminen

Neben baulichen Mängeln führen auch immer wieder Nachlässigkeiten und mangelnde Erfahrung im Beheizen von Holzöfen zu Bränden. Wie bei allen anderen Heizgeräten gilt auch hier: Brennbare Materialien wie Papier und Textilien dürfen nur in ausreichendem Abstand zum Ofen oder Kamin gelagert werden. Bei offenen Kaminen sollte die Umgebung unbedingt durch Funkengitter vor Funkenflug geschützt werden. Und auch bei geschlossenen Kaminen, Schwedenöfen oder Kachelöfen gehört der Wohnbereich vor der Ofentür und der Aschenlade durch ein Vorlegeblech oder eine Glasplatte vor herausfallenden Glut- und Aschenresten geschützt.

Wurden alle Sicherheitshinweise befolgt und der Holzofen beheizt, gilt es schließlich noch, die Asche sicher zu entsorgen. Denn auch durch falsche bzw. unsachgemäße Ascheentsorgung kommt es immer wieder zu Bränden. „In der vermeintlich erkalteten Asche können sich bis zu 48 Stunden (in Ausnahmefällen bis zu 72 Stunden) lang Glutreste verbergen“, erklärt Schwabegger. Die Asche darf daher nur in metallene Sicherheitsbehälter mit Deckel geleert und erst nach drei Tagen im Restmüll entsorgt werden. Die Zeit kann verkürzt werden, wenn die Asche vollständig in Wasser geflutet wird. Grund für die Entsorgung im Restmüll statt über den Biomüll oder die Kompostieranlage ist, dass Verunreinigungen durch Kunststoffe, Metalle usw. nicht ausgeschlossen werden können.

Rauchwarnmelder in Neubauten verpflichtend vorgeschrieben!

Um trotz aller Vorsichtsmaßnahmen beim Heizen für den Fall der Fälle gerüstet zu sein, sollte jeder Haushalt mit mindestens einem oder noch besser mit mehreren Rauchwarnmeldern ausgerüstet sein. „Ein Rauchwarnmelder verhindert zwar nicht die Brandentstehung, er warnt aber bereits bei geringer Rauchkonzentration vor einem Entstehungsbrand und verhilft so zum entscheidenden zeitlichen Vorsprung, der für die Flucht aus gefährdeten Bereichen genützt werden kann“, appelliert Dr. Günther Schwabegger: „Die Anschaffungskosten für einen Rauchwarnmelder liegen heute nur mehr zwischen fünf und zehn Euro beziehungsweise zwischen 20 und 30 Euro für einen sogenannten 10-Jahres-Melder. Damit ist ein Rauchwarnmelder die mit Abstand günstigste Lebensversicherung!“ Wer also jeden Wohn- und Schlafraum mit einem Melder ausstattet, investiert im Durchschnitt den Gegenwert einer halben Tankfüllung für sein Auto.

Dazu kommt, dass seit Harmonisierung und Inkrafttreten der bundesländerspezifischen Bauvorschriften in Neubauten die Ausstattung aller Aufenthaltsräume mit jeweils mindestens einem unvernetzten Rauchwarnmelder gesetzlich vorgeschrieben ist. Durch die Neuerung und weitere Vereinheitlichung der Bauvorschriften in Österreich sollte die Durchdringung der Haushalte mit Rauchwarnmeldern in den kommenden Jahren also deutlich erhöht werden.

Wissenswertes zum Einbau von Holzöfen

Rechtzeitige Abklärung

Vor dem (nachträglichen) Einbau eines Ofens (offener oder geschlossener Kamin, Schweden-ofen, Kachelofen, Ölofen usw.) ist der Schornstein (auch „Rauchfang“ oder „Kamin“) auf dessen Eignung zu überprüfen

Fachmännischer Einbau

Auf Eigeneinbauten sollte unbedingt verzichtet werden! Öfen und alle weiteren für deren Betrieb notwendigen Einrichtungen wie Rauchrohre, Wand- und Deckendurchführungen sollten nur von Fachleuten errichtet werden.

Sicherheitsabstände

Rauchrohre müssen entsprechende Sicherheitsabstände zu allen baulichen Einrichtungen (Wänden, Decken usw.) sowie zu allen brennbaren Materialien aufweisen.

Meldung an den Rauchfangkehrer

Nachträglich eingebaute Öfen bzw. Feuerstätten sind unbedingt dem zuständigen Rauchfangkehrer zu melden. Dieser sorgt auch für das regelmäßige Kehren und Überprüfen des Kamins.

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04.08.2020

Zeitspiel der Airlines – viele verweigern Rückerstattung nach annullierten Flügen

Die AUA macht einen ersten Schritt in die richtige Richtung und plant laut aktuellem Newsletter alle Rückzahlungen bis Ende August ausgezahlt zu haben. Die AUA macht einen ersten Schritt in die richtige Richtung und plant laut aktuellem Newsletter alle Rückzahlungen bis Ende August ausgezahlt zu haben.

Das Coronavirus stellt die Reisebranche vor große Herausforderungen. Besonders Fluglinien sind hart getroffen, zahlreiche Flüge mussten seit März annulliert werden. "Dass die aktuelle Situation für die Airlines eine finanzielle Belastung ist, steht außer Frage. Allerdings kann es nicht sein, dass Passagiere oftmals monatelang hingehalten werden und sie ihren Ticketpreis nicht rückerstattet bekommen. Wie die Fluglinien kämpfen auch viele Privatpersonen aktuell um ihre Existenz", macht ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner die Notlage vieler Reisender deutlich. "Von der Enttäuschung eines entgangenen Urlaubs ganz zu schweigen." In den vergangenen Wochen wandten sich zahlreiche Mitglieder an die Rechtsberatung des Mobilitätsclubs, um sich bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche unterstützen zu lassen. "Bisher gibt es nur vereinzelte Erstattungen. Selbst große Luftlinien wie die AUA oder Ryanair hadern damit, ihren Kunden das Geld für die ausgefallenen Flüge zurückzuerstatten. Die Airlines spielen zu Lasten ihrer Kunden auf Zeit", sagt die Expertin.

Laut europäischer Fluggastrechte-Verordnung sind Airlines dazu verpflichtet, die Kosten innerhalb von sieben Tagen ab Mitteilung der Annullierung zurückzuerstatten. Das gilt sowohl für europäische Fluglinien als auch für Flüge außerhalb der EU, die in einem EU-Land starten. "Angesichts der Masse an Anträgen ist es verständlich, dass die 7-Tage-Frist derzeit nicht eingehalten werden kann. Die Abwicklung darf aber auch nicht unnötig in die Länge gezogen werden. Momentan dauern Rückerstattungen von Airlines mindestens drei Monate, teilweise warten die Kunden bis zu sechs Monate auf ihr Geld", so Pronebner. Der Mobilitätsclub fordert die Fluglinien daher auf, das Geld der Kunden nicht für eine Zwischenfinanzierung zurückzuhalten, sondern entsprechend der gesetzlichen Vorgaben rasch an die Kunden zurückzahlen. "Konsumentenschutz und Passagierrechte dürfen gerade in Krisenzeiten nicht ausgehöhlt werden", stellt die ÖAMTC-Juristin nochmals klar.

Korrespondenz mit Airlines mühsam, teils keine oder stark verzögerte Reaktion

Die Kontaktaufnahme mit den Fluglinien gestaltet sich in vielen Fällen zäh. "Es ist sehr mühsam, überhaupt das Anliegen der Rückforderung bei den Airlines zu deponieren. Oft erhält man als Reaktion ein allgemeines Mail mit der Info, wohin man sich wenden kann, und wird sozusagen im Kreis geschickt oder es gibt einfach ewig keine Rückmeldungen. Bei einigen Airlines bekommt man nicht einmal eine Empfangsbestätigung", berichtet Pronebner. "Es wäre daher sehr zu begrüßen, wenn die Fluglinien zumindest klar kommunizieren und die Rückerstattung der Tickets zusichern – dann wäre auch ein Warten für die Kunden besser verkraftbar." Die AUA macht einen ersten Schritt in die richtige Richtung und plant laut aktuellem Newsletter alle Rückzahlungen bis Ende August ausgezahlt zu haben.

Nicht mit Gutscheinen abspeisen lassen – bei Insolvenz nicht abgesichert

Die von den Airlines nach den Corona-bedingten Stornierungen vielfach ausgestellten Gutscheine müssen die Kunden nicht akzeptieren. Zumal sie im Falle einer Insolvenz der Airline nicht abgesichert sind und man dann mit leeren Händen dastehen würde. Die ÖAMTC-Juristin bestärkt Reisende, sich nicht mit Gutscheinen abzufinden – eine spätere Rückforderung in Form von Bar- oder Buchgeld ist dann so gut wie ausgeschlossen. Lehnt man den Gutschein ab, bleibt der Anspruch auf Kostenerstattung bestehen. Neuerlich bekräftigt der Mobilitätsclub seine Forderung nach einer staatlichen Absicherung von Reisegutscheinen: "Eine Zusage der österreichischen Regierung, den Wert von Gutscheinen im Falle einer Insolvenz des Reiseveranstalters wie in Deutschland abzusichern, sodass die Kunden nicht mit einem wertlosen Stück Papier dastehen, würde der gesamten Branche und auch den Konsumenten helfen."

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01.11.2020

60 Prozent von Österreichs Bevölkerung rechnet künftig mit mehr Radverkehr

60 Prozent von Österreichs Bevölkerung rechnet künftig mit mehr Radverkehr 60 Prozent von Österreichs Bevölkerung rechnet künftig mit mehr Radverkehr

„In Österreich wurden in den vergangenen Monaten nicht nur mehr Fahrräder gekauft, die Fahrräder sind auch verstärkt als Verkehrsmittel im Einsatz“, fasst VCÖ-Experte Michael Schwendinger ein Ergebnis einer vom VCÖ beauftragten repräsentativen Umfrage des Instituts TQS zusammen. Während im Vorjahr 14 Prozent der 18- bis 69-Jährigen mehrmals die Woche im Alltag mit dem Rad fuhren, sind es heuer mit 21 Prozent um die Hälfte mehr. Auch die Gruppe jener, die mehrmals im Monat Radfahren ist größer geworden, von 14 auf 19 Prozent. Und die Gruppe jener, die keine Alltagswege mit dem Rad zurücklegen, ist kleiner geworden und von 44 auf 40 Prozent zurückgegangen.

60 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher gehen davon aus, dass auch langfristig mehr Rad gefahren wird. Aber viele sehen Verbesserungsbedarf bei den Bedingungen zum Radfahren im Wohnort. 26 Prozent wünschen ein längeres Radwegenetz, ebenso viele sind mit dem Zustand und der Qualität der Rad-Verbindungen unzufrieden. 24 Prozent sagen, dass sie wichtige Ziele im Wohnort nicht sicher und einfach mit dem Fahrrad erreichen können und sogar 36 Prozent erleben das Queren von Hauptstraßen als gefährlich. Aufholbedarf wird auch bei den Radabstellplätzen gesehen: 29 Prozent sieht einen Mangel bei Fahrrad-Parkplätzen vor Geschäften, 35 Prozent allgemein bei Radabstell-Möglichkeiten im Straßenraum.

„Die Qualität der Infrastruktur bestimmt ganz wesentlich unser Mobilitätsverhalten. Die Infrastruktur für den Radverkehr wurde in der Vergangenheit vielerorts sträflich vernachlässigt. Der Aufholbedarf ist entsprechend groß“, weist VCÖ-Experte Schwendinger auf den notwendigen verstärkten Ausbau der Rad-Infrastruktur aus. In den Städten ist dem Radverkehr mehr Platz einzuräumen. In den Regionen sind sichere Radverbindungen von Siedlungen zum nächstgelegenen Ortsgebiet wichtig. Und Bahnhöfe sollten immer gut mit dem Fahrrad erreichbar sein, betont der VCÖ.

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06.09.2020

Bundesheer: Sommer-Bilanz 2020

Die seit Anfang des Jahres herrschende Corona-Pandemie hat trotz sinkender Infektionszahlen auch im Sommer nicht haltgemacht. Die Einsätze des Österreichischen Bundesheeres liefen wie gewohnt weiter: Die seit Anfang des Jahres herrschende Corona-Pandemie hat trotz sinkender Infektionszahlen auch im Sommer nicht haltgemacht. Die Einsätze des Österreichischen Bundesheeres liefen wie gewohnt weiter:

Die seit Anfang des Jahres herrschende Corona-Pandemie hat trotz sinkender Infektionszahlen auch im Sommer nicht haltgemacht. Die Einsätze des Österreichischen Bundesheeres liefen wie gewohnt weiter:

„Etwa 590 Soldatinnen und Soldaten helfen derzeit den Gesundheitsbehörden im Rahmen eines Assistenzeinsatzes. Sie unterstützen bei gesundheitsbehördlichen Kontrollen an den Grenzen oder auch an den Flughäfen, wie in Wien-Schwechat, Graz und Salzburg. Durch ihre schnelle und professionelle Einsatzbereitschaft helfen unsere Frauen und Männer beim sogenannten Kontakt-Personen-Management in den Bundesländern Oberösterreich, Salzburg und Steiermark. Die Einsätze in Zeiten der Corona-Krise sind für das Bundesheer keine alltäglichen. Dennoch zeigen unsere Soldatinnen und Soldaten sowie alle anderen Bediensteten des Österreichischen Bundesheeres tagtäglich, was sie leisten und wie schnell sie bereitstehen können, wenn sie dringend gebraucht werden. Österreich kann stolz auf sein Bundesheer sein, denn es sind die Soldatinnen und Soldaten, die jeden Tag beweisen, dass sie für die Bevölkerung da sind, wenn rasch Hilfe gebraucht wird“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

Assistenzeinsatz

Im Juli und August waren im Durchschnitt insgesamt 570 Soldatinnen und Soldaten täglich österreichweit im Assistenzeinsatz Covid-19. Dabei leisteten diese rund 820.800 Mannstunden in den vergangenen zwei Monaten; das entspricht rund 13.680 Stunden pro Tag.

Mit August starteten auch rund 100 steirische Soldatinnen und Soldaten einen Katastropheneinsatz im Bezirk Weiz, Murau sowie im Raum Feldbach, um die durch Unwetter entstandenen Schäden zu beheben.

Unterstützungsleistung

Etwa 150 Soldatinnen und Soldaten waren im August 2020 bei der Hotline des Außenministeriums eingesetzt. Pro Tag unterstützten dabei rund acht Soldatinnen und Soldaten die Mitarbeiter des Call-Centers. Seit 26. August helfen rund 40 Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilbedienstete in der Logistik des Lebensmittelkonzerns „Spar“ im Rahmen einer kostenpflichtigen Unterstützungsleistung – bisher leisteten diese rund 3.170 Mannstunden.

Entminungsdienst

Der Entminungsdienst konnte im Juli und August 291 Kriegsrelikte bergen. Zur Gewährleistung der Sicherheit der Bevölkerung wurden insgesamt etwa 4.070 kg Kriegsmaterial einzeln geborgen, untersucht, beurteilt, abtransportiert oder vernichtet.

Keine Sommerpause bei der Stellung

Unverändert ging im Sommer auch der Betrieb bei den Stellungskommissionen in ganz Österreich weiter. Österreichweit gibt es sechs Stellungsstraßen – Wien, St. Pölten, Graz, Klagenfurt, Innsbruck und Linz. Sie sind wichtige Säulen der Gesundheitsvorsorge. Im Rahmen der Stellung werden medizinische, psychologische und diagnostische Untersuchungen durchgeführt; diese sind umfangreicher als bei einer klassischen Vorsorgeuntersuchung.

Mit derzeitigen Stand befinden sich rund 590 Soldatinnen und Soldaten im Corona-Einsatz. Darunter sind rund 20 Soldaten in Oberösterreich, etwa 70 Soldaten in Niederösterreich, ca. 30 in Salzburg, rund 100 in der Steiermark, ca. 170 Soldatinnen und Soldaten im Burgenland, etwa 80 in Tirol und 120 in Kärnten. Rund 770 Soldatinnen und Soldaten sind im Rahmen eines sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatzes an den Grenzen Österreichs eingesetzt. Insgesamt stehen derzeit rund 1.400 Soldatinnen und Soldaten im Inlandseinsatz.

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11.05.2020

Blumenerde im Test: 6 von 16 mit Listerien belastet

Blumenerde im Test: 6 von 16 mit Listerien belastet Blumenerde im Test: 6 von 16 mit Listerien belastet

Zum Start der neuen Garten-Saison hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) 16 Blumenerden getestet, darunter 8 torfreie Produkte. Im Gegensatz zum letzten Jahr fielen die Ergebnisse des aktuellen Tests aber etwas schlechter aus: 6 von 16 Erden enthielten Listerien und wurden daher mit „nicht zufriedenstellend“ beurteilt. Zuletzt war das nur bei 2 von 19 Produkten der Fall. Für 2 weitere Blumenerden gab es nur ein „weniger zufriedenstellend“, aufgrund mangelnder Pflanzenverträglichkeit. Lediglich 2 Blumenerden schafften eine „sehr gute“ bzw. „gute“ Gesamtbewertung. Alle Details zum Test gibt es ab sofort auf www.konsument.at.

In 6 von 16 getesteten Erden wurden Listerien gefunden (bellaflora, Dehner, Euflor, Gardenline, Günstiger Garten, Starkl). Beim letzten Test des VKI im Jahr 2019 waren es dagegen nur 2 Produkte. „Listerien können Listeriose verursachen, eine seltene, hauptsächlich durch Lebensmittel übertragene Erkrankung. Meist erfolgt eine Infektion durch den Verzehr von rohen Lebensmitteln“, erklärt VKI-Projektleiter Christian Undeutsch. Listerien sind aber auch in der Umwelt weit verbreitet, etwa in Abwässern und der Erde. „Daher empfehlen wir, bei der Arbeit mit Blumenerde stets Handschuhe zu tragen oder sich danach besonders gründlich die Hände zu waschen“, so Christian Undeutsch und beruhigt zugleich. „Listerien in der Blumenerde gehen nicht in die Pflanzen über. Das Gemüse sollte aber jedenfalls gründlich abgewaschen werden.“

Ergänzend zum Test wurde auch ein Blick auf das Füllvolumen der Produkte geworfen. Die auf den Packungen deklarierten Füllmengen wichen dabei stark von den ermittelten Werten ab. 14 von 16 Produkten enthielten nur 90 Prozent oder weniger der angegebenen Menge. Negativer Spitzenreiter war Seramis mit mageren 11,1 Litern anstelle von 20 Litern. Auch wenn sich die Füllmenge im Laufe der Lagerung verringern kann, so sind das doch erhebliche Abweichungen. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich damit ein gänzlich anderes Bild: Damals lagen die ermittelten Füllmengen bei fast allen Produkten über den angegebenen Werten.

Auffällig ist, dass viele Hersteller für die Bezeichnung ihrer Produkte den Begriff „Bio“ verwenden. Bei Kultursubstraten gibt es, im Gegensatz zu Lebensmitteln, aber keine gesetzliche Regelung für „Bio“. „Es ist daher unklar, was diese Produkte von anderen ‚konventionellen‘ Produkten unterscheiden soll“, kritisiert Christian Undeutsch. „Hier wäre es in unseren Augen sinnvoll, Klarheit durch gesetzliche Vorgaben zu schaffen.“ „Bio“ bedeutet jedenfalls nicht, dass die Blumenerde auch torffrei ist. So enthielten auch 2 der 8 getesteten „Bio“-Produkte Torf. Der Einsatz von Torf in Blumenerden steht aber aus ökologischen Gründen in der Kritik, da durch den Torfabbau klimaschädliches CO2 freigesetzt wird und Moorlandschaften als besondere Lebensräume für Pflanzen und Tiere zerstört werden. „Wer sichergehen möchte, dass seine Blumenerde keinen Torf enthält, der sollte die Produktkennzeichnung genau studieren oder auf Produkte achten, die das Österreichische Umweltzeichen tragen“, so Christian Undeutsch abschließend.

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24.10.2019

Österreicher wollen Geld zuhause horten, falls es zu Negativzinsen kommt

Österreicher wollen Geld zuhause horten, falls es zu Negativzinsen kommt Österreicher wollen Geld zuhause horten, falls es zu Negativzinsen kommt

Bevor sie ihren Sparguthaben beim automatischen Schwinden zusehen müssen, wollen die Österreicher ihr Geld lieber zu Hause aufbewahren. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Linzer Market-Instituts für den „trend“, über die das Wirtschaftsmagazin in seiner aktuellen Ausgabe berichtet.

Gefragt danach, was sie im Fall von Negativzinsen machen würden, gaben 43 Prozent der Befragten an, das Geld dann lieber zu Hause aufbewahren zu wollen. 28 Prozent sagen, dass sie es ausgeben würden, 26 Prozent würden in Wertpapiere investieren, 20 Prozent neigen zum Kauf von Gold, 17 Prozent zu Immobilien. Bei der Frage waren mehrere Antworten möglich. In Deutschland, Dänemark und Italien gibt es bereits Überlegungen von Banken, über Negativzinsen die Kosten für das „Parken“ von Geld bei der Europäischen Zentralbank an die Endkunden weiterzureichen.

Risikoreichere, aber potenziell ertragreichere Anlageformen wie Aktien, Anleihen oder Wertpapierfonds können im Niedrigzinsumfeld nicht punkten, schreibt der „trend“. Nur neun Prozent der Befragten wollen „auf jeden Fall“ in nächster Zeit in Wertpapiere investieren, weitere 25 Prozent denken darüber nach. Für zwei Drittel kommen Wertpapiere hingegen nicht in Frage.

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18.12.2019

Amazon immer nur böse?

„Einkaufen und Gutes tun“. Mit diesem Slogan wirbt Amazon für das vor einigen Jahren gestartete smile.amazon.de. „Einkaufen und Gutes tun“. Mit diesem Slogan wirbt Amazon für das vor einigen Jahren gestartete smile.amazon.de.

„Einkaufen und Gutes tun“. Mit diesem Slogan wirbt Amazon für das vor einigen Jahren gestartete smile.amazon.de.

Das Prinzip hinter smile.amazon.de ist einfach: Sie kaufen auf smile.amazon.de ein und Amazon gibt der von Ihnen ausgewählten sozialen Organisation 0,5 Prozent der Einkaufssumme. Die Spende setzt sich zusammen aus dem für den Artikel bezahlten Preis, abzüglich Rabatten und Versand-, Bearbeitungs-, Geschenkverpackungsgebühren, Steuern und Servicegebühren.

Es stehen mehrere Tausend Organisationen (die von den Finanzämtern als gemeinnützig anerkannt sind) und mehrere Millionen Produkte zur Auswahl. Diese erkennen Sie an der Kennzeichnung „Qualifiziert für smile.amazon.de“ auf den Produktdetailseiten. Man kann die Organisation Ihrer Wahl jederzeit ändern.

Nicht überall sorgt smile.amazon.de für ungetrübte Freude. Einige Organisationen lehnen die Spenden von Amazon ab, da man nicht als "Marketing-Dienstleister" fungieren wolle. Man sieht es dort auch als Problem, dass man sich bei Amazon registrieren muss, bevor man die Spende überweisen bekommt.

Abseits jeder Kritik an Amazon, sei es nun zurecht oder vielleicht zu unrecht, erscheinen die reinen Zahlen durchaus respektabel.

Der Foerderverein TABALUGA Kinderheim e.V., hat kürzlich eine Auszahlung in Höhe von 11.382,83 Euro erhalten – dank Kunden, die im Zeitraum von 01.07. bis 30.09.2019 über smile.amazon.de eingekauft haben.

Insgesamt wurden heuer 6.167.763,94 Euro an Organisationen in Deutschland und Österreich ausbezahlt.

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22.07.2019

IS-Sympathisantin Maria G. bittet um Heimkehr nach Österreich

IS-Sympathisantin Maria G. bittet um Heimkehr nach Österreich IS-Sympathisantin Maria G. bittet um Heimkehr nach Österreich

In einem Interview in der neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins „profil“, das im Vertriebenenlager Al-Hol im Nordosten Syriens geführt wurde, bittet die aus Salzburg stammende IS-Sympathisantin Maria G. um Heimkehr nach Österreich: „Meine Kinder und ich müssen so schnell wie möglich hier raus“, so die Frau, mit ihren zwei Kindern unter katastrophalen Bedingungen in der Krisenregion festsitzt.

Die heute 22-Jährige war vor fünf Jahren heimlich nach Syrien gereist, um sich der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) anzuschließen. „Es tut mir unendlich leid“, sagt sie heute über diese Entscheidung. In Syrien heiratete sie ein IS-Mitglied und bekam von ihm zwei Söhne, die heute drei und eineinhalb Jahre alt sind.

Für das Interview erhielt „profil“ Zutritt zum Lager Al-Hol, in dem Maria G. und ihre die beiden Kleinkinder untergebracht sind. Die Familie lebt in einem abgegrenzten Teil des überfüllten Camps, das sie nicht verlassen darf. Die Zustände sind chaotisch: Vertriebene werden nicht registriert. Die hygienischen Einrichtungen sind katastrophal, Lebensmittel knapp, Lagerinsassen berichten von Messerstechereien.

Gegenüber „profil“ berichtet Maria G., dass viele im Lager einsitzende Frauen noch immer die Ideologie der Terrormiliz IS vertreten und ihre Kinder radikalisieren: „Viele werden von ihren Müttern, die im Kopf den ‚Islamischen Staat‘ noch nicht aufgegeben haben, richtiggehend darauf gedrillt, Terroristen zu werden.“

Auf Anfrage von „profil“ erklärte ein Sprecher des österreichischen Außenministeriums, man bemühe sich um eine „humanitäre und medizinische Versorgung der Kinder“. Die Eltern von Maria G. versuchen seit Monaten, zumindest ihre beiden Enkelkinder nach Hause zu holen.

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