Chronik
Großglockner: Nassschneelawine riss Pensionisten in den Tod
Großglockner. - Am 15. Juni 2013 gegen 03.00 Uhr brachen ein 61-jähriger Pensionist aus dem Bezirk Bruck/Mur und sein Tourenpartner, ein 26-jähriger Techniker aus Graz, mit Tourenschi von der Pasterze über das Glocknerkar und Lammereis in Richtung des Großglockner in der Gemeinde Heiligenblut auf.
Gegen 11:00 Uhr fuhren die beiden Bergsteiger mit den Schiern über das Hofmannskees in Richtung Pasterze ab. In ca. 2.700 m Seehöhe löste der vorausfahrende Pensionist eine Nassschneelawine aus. Der 61-Jährige kam dabei zu Sturz und wurde von der Lawine ca. 130 m über steiles, felsiges Gelände mitgerissen.
Sein Tourenpartner konnte den Vorfall ca. 50 - 70 m dahinter fahrend wahrnehmen und sich auf einer Felsrippe in Sicherheit bringen. Andere Wanderer beobachteten das Unglück vom Gamsgrubenweg aus und alarmierten die Rettungskräfte.
Der Pensionist konnte vom Polizeihubschrauber "Libelle Kärnten" nur mehr tot geborgen werden.
Schwaz: Zwei 17-Jährige sprühten Naziparolen auf Abbruchhaus
Schwaz: Zwei 17-Jährige sprühten Naziparolen auf Abbruchhaus Schwaz (Tirol). - Beamte der Polizeiinspektion Schwaz haben gestern zwei 17-jährige Burschen erwischt, die die Fassade eines Abbruchhauses in Schwaz mit rechtsradikalen bzw. nationalsozialistischen Parolen besprüht haben.
Die jungen Tiroler zeigten sich den Polizisten gegenüber geständig.
Als Motiv nannten sie Dummheit. Außerdem waren sie laut eigenen Aussagen betrunken.
Nach dem Hochwasser - Ölgeruch steckt im Mauerwerk
In manchen vom Hochwasser betroffenen Gebäuden riecht es nach Öl und der Gestank will trotz Lüftens einfach nicht verschwinden. Das Öl steckt teilweise im Mauerwerk, hat Wärmedämmungen durchdrungen, sich den Weg durch Rohrleitungen und Durchbrüche gesucht, sogar Hohlräume ausgefüllt.
Aufschwimmende Öltanks sorgen bei Überschwemmungen immer wieder für große Probleme und hohe Kosten, die Druck- und Auftriebskräfte auf Behälter werden oft unterschätzt. "In Kellern von überschwemmten Häusern sind in den letzten Tagen Heizöltanks aufgeschwommen, Ölleitungen abgerissen und austretendes Öl hat sich nicht nur in den betroffenen Häusern verteilt" berichtet Gerhard Dell, Geschäftsführer des Energiesparverbandes.
Tipps für Betroffene
Heizöltank und Ölleitungen sollten auf Beschädigungen untersucht werden, um festzustellen, ob Wasser in die Leitungen und den Tank eingedrungen ist. Zum Nachweis kann eine Heizölprobe vom Tankboden gezogen werden oder z.B. Wassernachweispaste verwendet werden. Auch wenn keine offensichtlichen Schäden erkennbar sind, sollte die überschwemmte Anlage sicherheitshalber von einem Fachmann überprüft werden.
Ölverunreinigungen im Gebäude können manchmal durch den Einsatz von Emulgatoren oder speziellen Reinigungsmitteln beseitigt werden, der Ölgeruch ist aber nur schwer in den Griff zu bekommen. Plötzlich tritt Öl dann dort zu Tage, wo man es niemals vermutet hätte. "Öl wandert im Mauerwerk", weis Dell noch vom 2002-Hochwasser, "manchmal fünf bis sechs Jahre, ehe es verharzt". Oft würden die Betroffenen denken, auftretende Flecken zeugen von Nässe. Das ist aber oft nicht der Grund, insbesondere dann, wenn nichts schimmelt und der Fleck ein wenig dunkel glänzt.
Manchmal hilft nur das Auswechseln des Mauerwerks, dabei sind bestimmten Regeln zu beachten, denn das Öl wandert auch in neues Mauerwerk, wenn es nicht "isoliert" wird. Decken und Böden sollten gereinigt werden und können danach z.B. mit Epoxydharzen versiegelt werden.
In jedem Fall ist es ratsam, für eine gute Durchlüftung der Räume zu sorgen und so zugleich die Trocknung der Räume zu fördern.
Volkshilfe startet Spendenaktion für Hochwasseropfer in Österreich
Die heftigen Niederschläge haben zu dramatischen Situationen in Österreich geführt, sogar Todesopfer sind zu beklagen. Jetzt ist die Stunde der Einsatzkräfte, die ihr Möglichstes tun. Dennoch werden viele Menschen nach dem Zurückgehen der teilweise historischen Pegelhöchststände vor dem absoluten Nichts stehen. Einrichtung, Hausrat, Geräte, alles ist zerstört, viele Häuser sind unbewohnbar. Das bringt enorme Kosten mit sich, die sich viele nicht leisten können.
Daher hat die Volkshilfe eine Spendenaktion gestartet. Der Geschäftsführer der Volkshilfe Österreich Erich Fenninger sagt."Die Katastrophe im Jahr 2012 hat gezeigt, dass schnelle Hilfe nötig ist. Denn die Menschen sind verzweifelt und brauchen rasche Unterstützung, um wieder Hoffnung zu schöpfen. Die Volkshilfe hat viel Erfahrung und sorgt dafür, dass das Spendengeld direkt bei den Hochwasseropfern ankommt."
ÖBB-Ticketshop: Einfacher und schneller zum günstigsten ÖBB-Ticket
Neue Ticket-App bereits auf über 100.000 Smartphones installiert Im September 2012 haben die ÖBB den Ticketshop gelauncht. Bereits nach einem halben Jahr haben über 100.000 Fahrgäste die Ticket-App auf ihren Smartphones installiert. Mit der Ticket-App für iPhones und Android-Smartphones ist eine völlig neue Buchungsmöglichkeit für ÖBB-Inlandstickets hinzugekommen.
Insgesamt wurden seit dem Start über 1,4 Millionen Online- und Mobile-Tickets über das neue System gebucht und über 134.000 Kunden haben sich beim Service „meineÖBB“ registriert. Diese Zahlen zeigen, dass die ÖBB mit dem Ticketshop auf dem richtigen Weg sind. Die ÖBB werden das System auch weiterhin den gestiegenen Kundenbedürfnissen anpassen.
Im Ticketshop direkt zum günstigsten ÖBB-Ticket
Der ÖBB-Ticketshop bietet den Kunden nach Angabe der Reisendendaten direkt und automatisch alle passenden ÖBB-Tickets an. Dabei wird auch immer das günstigste ÖBB-Ticket für die gewünschte Verbindung vorgeschlagen.
Im „meineÖBB“-Bereich können wichtige Daten, wie Name, Ermäßigungskarte, Zahlungsinformationen oder häufig genutzte Verbindungen für zukünftige Buchungen gespeichert werden. Der Ticket-Kauf wird dadurch vereinfacht. Vor dem ersten Geltungstag können die meisten Online-Standard-Tickets kostenlos storniert und umgebucht werden. Vorausgesetzt die Tickets wurden noch nicht bezogen (Generierung als PDF, Ausdruck am Fahrkartenautomaten, Bezug in der Ticket-App etc.).
Alle Informationen zum ÖBB-Ticketshop stehen den Kunden auf oebb.at zur Verfügung.
Ihre Rechte bei Hochwasserschäden
Die D.A.S. informiert über rechtliche Probleme rund um die aktuellen Hochwasserschäden. Falls kein Versicherungsschutz gegeben ist, besteht die Möglichkeit einen Antrag auf Unterstützung durch einen Katastrophenfonds zu stellen. Besondere Regelungen gibt es rund um die Themen Mieten und Reisen zu beachten.
Rechtlich gesehen spricht man bei Hochwasser von Zufall, denn als Naturkatastrophe kann es weder verhindert noch kontrolliert werden. Ob Versicherungsschutz besteht und die Eigenheim-, Haushalts- oder die Versicherung für Geschäftsräumlichkeiten und Betrieb den durch das Hochwasser entstandenen Sachschaden übernimmt, ist individuell je Versicherungspolizze zu prüfen. Privatpersonen, deren Vermögen aufgrund von Naturkatastrophen beschädigt wird, können Unterstützung aus dem Katastrophenfonds beantragen. „Der Katastrophenfonds wurde für die zusätzliche Finanzierung von Maßnahmen zur Vorbeugung gegen künftige und zur Beseitigung von eingetretenen Katastrophenschäden eingerichtet. Geschädigte können direkt bei ihrer Gemeinde einen Antrag auf Unterstützung stellen. Die Höhe der Beihilfen wird in Richtlinien der Länder festgelegt“, informiert Ingo Kaufmann, Vorstand der D.A.S. Rechtsschutz.
Versicherungsschutz bei beschädigten Kraftfahrzeugen
Grundsätzlich deckt die Kaskoversicherung Schäden, die durch Hochwasser am Fahrzeug entstanden sind, ab. „Wird allerdings der durchnässte Wagen gestartet oder bewusst in ein Hochwassergebiet gefahren und dadurch ein Motorschaden verursacht, entfällt der Versicherungsschutz“, klärt Kaufmann auf.
Wohnung unter Wasser – muss der Vermieter die Wohnung wiederherstellen?
In der Regel ist der Mieter bei Schäden und gänzlicher Unbrauchbarkeit des Mietobjektes aufgrund von Hochwasser von der Zahlungspflicht des Mietzinses befreit. Umgekehrt ist der Vermieter jedoch nicht zur Wiederherstellung gezwungen. Unterliegt die Wohnung dem Mietrechtsgesetz, ist der Vermieter in diesem Fall zur Wiederherstellung im Rahmen der Leistungen aus einer bestehenden Versicherung verpflichtet.
Was tun, wenn die Reise ins Wasser fällt?
Bei Abschluss einer Reise-Stornoversicherung übernimmt diese in den meisten Fällen die Stornokosten bei Schäden durch Elementarereignisse. Aber auch hier gilt: Die Bedingungen der Reise-Stornoversicherung sind genau zu prüfen, welche Leistung darin tatsächlich eingeschlossen sind.
Grundsätzlich entfallen auch laut Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Hotellerie die Reisekosten dann, wenn die Anreise durch unvorhersehbare außergewöhnliche Umstände wie etwa Hochwasser unmöglich ist.
Wer eine Pauschalreise gebucht hat, sie aber jetzt aufgrund von Aufräumarbeiten nicht antreten kann, kann gemäß Konsumentenschutzgesetz eine Vertretung organisieren. „Sofern dieser alle Bedingungen für die Teilnahme erfüllt und die Übertragung dem Veranstalter binnen einer angemessenen Frist vor dem Abreisetermin mitgeteilt wird, ist es rechtlich erlaubt, jemanden anderen an seiner Stelle die Reise antreten zu lassen“, stellt Jurist Kaufmann dar und klärt weiter auf: „Wenn man keine Ersatzperson nennen kann und auch keine Reise-Stornoversicherung abgeschlossen hat, ist man leider nur auf ein Entgegenkommen des Reiseveranstalters angewiesen.“
42% der Österreicher gehen nie in die Kirche - Esoterik-Szene boomt
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, gehen 42% der Österreicher nie in die Kirche. 36% besuchen den Gottesdienst nur zu Feiertagen wie Ostern oder Weihnachten. Lediglich 18% Prozent der Befragten gehen laut der im Auftrag von "profil" vom Meinungsforschungsinstitut Karmasin Motivforschung durchgeführten Umfrage regelmäßig in die Kirche. 4% machten dazu keine Angabe.
Offenbar kann auch der neue Papst nicht stärker zum Kirchgang motivieren. Magere 5% aller Befragten geben an, wegen Franziskus öfter einen Gottesdienst zu besuchen. Die große Mehrheit (91%) hat das nicht vor. 4% wollten dazu nichts sagen.
Gleichzeitigt verzeichnet die Esoterik-Szene einen Boom. Die Methoden der Esoterik-Branche sind altbekannt und zielen auf labile Lebenssituationen ab. „Esoterik-Gurus greifen diesen Trend auf, bieten "Seminare" an, in denen sie vordergründig Sehnsüchte der Menschen aufgreifen. Betroffene driften häufig in eine Traumwelt ab. Auf dem inzwischen milliardenschweren Markt tummeln sich Hexen, Geistheiler, Engelsfiguren und Lichtwesen.
Gemeinsam ist den schillernden Esoterik-Predigern ihre Anmaßung in "sanftem Gewand". Sie lehnen es ab, sich wie Wissenschaftler mit methodisch gesicherten Erkenntnissen zu begnügen, aber geben sich auch nicht mit stillem Gottvertrauen zufrieden.
Es gibt also viel zu tun - für die Kirchenvertreter und Sektenberatungsstellen.
Hochwasser 2013: 50.000 Feuerwehrmitglieder leisteten über eine Dreiviertelmillion Einsatzstunden
Wenn Kräfte der Natur ins Spiel kommen, gibt es Herausforderungen. Manche sind glücklicherweise eher harmlos, andere wiederum genau das Gegenteil. Es ist - und man muss leider sagen "wieder" - ein Jahr geprägt von Katastrophen, ein Jahr mit zahlreichen Herausforderungen als Begleiter. Sowohl für viele Betroffene als auch für Tausende Feuerwehrkräfte.
Bekannt ist, dass Schadenslagen dieser Dimension, wie wir sie in den letzten Tagen in weiten Teilen Österreichs erleben mussten, dem Zivil- und Katastrophenschutz in unserer Heimat einen bedeutenden Stellenwert in unserem engmaschigen Sicherheitsnetz geben. Es zeigt sich einmal mehr, dass das engmaschige und flächendeckende Netz unserer Feuerwehren dabei von großem Vorteil und auch eminenter Notwendigkeit ist. Feuerwehrmitglieder helfen der leidgeprüften Bevölkerung bereits seit Tagen ungebrochen. Unsere Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner sind seit den ersten Minuten dort, wo die Not am größten ist bzw. Hilfe gebraucht wird. Sie tun dies oft unspektakulär, aber wirkungsvoll. Und der Einsatz unserer Mitglieder ist wichtig, ja unverzichtbar.
So ist es Präsident Kern ein großes Anliegen, persönlich DANKE zu sagen, das aber auch im Namen des gesamten ÖBFV-Präsidiums. "Ich danke euch für eure professionelle Arbeit und euren tollen Einsatz, der schon über Tage mit ungebrochenem Engagement geleistet wird! Jeder/jede Einzelne verdient meinen größten Respekt und hat meine höchste Anerkennung! Wir brauchen Menschen wie euch, die Werte wie Solidarität und Verantwortung nicht nur auf den Lippen führen, sondern jeden Tag aufs Neue auch in die Tat umsetzen". So hofft Präsident Kern auch, dass die von den Unwetterereignissen und dem Hochwasser Betroffenen durch den Beistand und die unermüdliche Arbeit aller Einsatz- und Hilfskräfte - trotz des erlittenen Schadens - ein bisschen Mut, vor allem aber Zuversicht, für die Zukunft fassen können.
Kerns Dank gilt gleichermaßen wertschätzend allen zurzeit eingesetzten Kräfte der Einsatz- und Rettungsorganisationen, den eingesetzten Einheiten des ÖBH. den unzähligen freiwilligen Helferinnen und Helfern, den MitarbeiterInnen von Behörden und Dienststellen des Bundes und der Länder wie auch den zahlreichen MitarbeiterInnen unterschiedlichster Unternehmen.
Laut den, den Österreichischen Bundesfeuerwehrverband zur Verfügung stehenden Zahlen standen in den letzten Tagen rund 50.000 Feuerwehrmitglieder im Einsatz und leisteten dabei weit über eine Dreiviertelmillion Einsatzstunden.
Der Euro-Bus wieder auf Euro-Info-Tour unterwegs
Der Euro-Bus wieder auf Euro-Info-Tour unterwegs Von heute bis 26. Juli ist der Euro-Bus wieder auf Euro-Info-Tour unterwegs. Das zwölfte Tour-Jahr steht ganz im Zeichen der neuen 5-Euro-Banknote, die als erste Stückelung der neuen „Europa-Serie“ im Euroraum eingeführt wird. Einen Fokus legt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in diesem Sommer auch wieder auf allgemeine Informationen zur europäischen Gemeinschaftswährung, welche in der Euro-Info-Straße dargestellt und persönlich vermittelt werden.
Zusätzlich zu den bewährten Dienstleistungen Schilling-Euro-Tausch und Euro-Sicherheits-Check bietet die OeNB beim Euro-Bus Hintergrundinformationen zur Gemeinschaftswährung und beantwortet die Anliegen der Bevölkerung. In der Euro-Info-Straße werden Informationen zu Preisstabilität, den Vorteilen des Euro, Jobs und Wachstum, SEPA und Bargeld-Sicherheit dargestellt und persönlich vermittelt.
Besonderes Augenmerk legt die OeNB auf Informationen zur Einführung der neuen 5-Euro-Banknote. Ab Anfang Mai informiert das Tour-Team beim Euro-Bus über die neuen und verbesserten Sicherheitsmerkmale. Die Banknoten der nun startenden „Europa-Serie“ werden beginnend mit der 5-Euro-Banknote in den nächsten Jahren schrittweise eingeführt. Durch die weiterentwickelten Sicherheitsmerkmale wird der Euro noch fälschungssicherer.
Dank der langjährigen Informations- und Schulungstätigkeit der OeNB bei Bevölkerung und professionellen Bargeldanwendern, zählt Österreich heute zu einem jener Länder Europas mit dem niedrigsten Falschgeldaufkommen. Um Banknoten auf ihre Echtheit zu überprüfen, gelten auch für die neue 5-Euro-Banknote die schnellen und sicheren Prüfschritte „Fühlen – Sehen – Kippen“.
Der Euro-Bus ist bei der Bevölkerung nach elf erfolgreichen Jahren auf Tour fest verankert: Seit 2002 haben mehr als 734.000 Österreicherinnen und Österreicher persönlich die Informationsangebote, wie etwa den Euro-Sicherheits-Check, des Euro-Bus wahrgenommen und mehr als 509 Mio Schilling in Euro gewechselt. Die Ansprechpartner vor Ort antworten direkt auf Fragen und Anliegen der Bevölkerung, damit hat die OeNB den Euro-Bus als ein zentrales Informationsinstrument etabliert.
Für Schulkinder sowie Handelsangestellte wurden mit der „Euro-Kids-Tour“ und der „Euro-Shop-Tour“ jeweils eigene zielgruppengerechte Informationsangebote entwickelt.
Mehrheit gegen gesetzliche Feiertage für Muslime
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, ist die Mehrheit der Österreicher (69%) gegen gesetzliche Feiertage für Muslime.
Die Islamische Glaubensgemeinschaft hatte vor Kurzem zwei Feiertage pro Jahr gefordert, ähnlich der Sonderregelung für Protestanten, die am Karfreitag frei haben.
Laut der im Auftrag von "profil" vom Meinungsforschungsinstitut Karmasin Motivforschung durchgeführten Umfrage ist nur ein Viertel der Befragten (26%) dafür. 6% wollten dazu nichts sagen.
Mehr Österreicher: Bevölkerungszahl stieg 2012 um rund 45.000 Personen
Am 1. Jänner 2013 lebten vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria zufolge rund 8,49 Mio. Menschen in Österreich, um rund 45.000 Personen (+0,5%) mehr als am Jahresbeginn 2012. Der Zuwachs war somit 2012 deutlich höher als im Jahr zuvor (2011: knapp 39.000 Personen). Deutlich mehr als die Hälfte der gesamten Bevölkerungszunahme des Jahres 2012 entfiel auf die Bundeshauptstadt Wien.
Bevölkerungswachstum hauptsächlich durch Zuwanderung
Die vorläufigen Ergebnisse aus der Geburtenstatistik und der Wanderungsstatistik deuten darauf hin, dass der Großteil der Bevölkerungszunahme des Jahres 2012 auf Wanderungsgewinne aus dem Ausland entfällt. Laut den derzeit vorliegenden Ergebnissen für das erste bis dritte Quartal 2012 ist mit einem rund eineinhalbfach so großen Wanderungssaldo wie im gleichen Zeitraum 2011 zu rechnen. Hingegen dürfte die Geburtenbilanz, ebenso wie in den vergangenen Jahren, auch 2012 nur einen relativ geringen Anteil zum Wachstum der Einwohnerzahl beigetragen haben.
Stärkstes Bevölkerungswachstum in Wien
Wien verzeichnet bereits seit einigen Jahren die höchsten Bevölkerungszuwächse aller Bundesländer, vor allem durch internationale Wanderungsgewinne, seit 2004 auch durch positive Geburtenbilanzen. In der Bundeshauptstadt stieg die Bevölkerungszahl im Jahr 2012 mit +1,5% annähernd dreimal so stark wie im Durchschnitt Österreichs. In absoluten Zahlen entspricht dies einem Anstieg um rund 26.000 Personen, womit auf Wien rund 57% des gesamtösterreichischen Bevölkerungswachstums entfielen.
Einen leicht überdurchschnittlichen Einwohnerzuwachs verzeichnete auch Tirol (+0,6%), während in Salzburg und Vorarlberg (je +0,4%) die Bevölkerungszunahme leicht unterdurchschnittlich ausfiel. Noch etwas geringer war der Anstieg der Einwohnerzahl im Burgenland, in Nieder- und Oberösterreich (jeweils +0,3%) sowie in der Steiermark (+0,2%).
Kärnten einziges Bundesland mit Bevölkerungsrückgang
Kärnten verzeichnete den vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria zufolge als einziges Bundesland einen Bevölkerungsrückgang (siehe Tabelle). Im Jahr 2012 nahm die Einwohnerzahl des südlichsten Bundeslandes Österreichs um rund 900 Personen ab, was einem Rückgang um 0,2% entsprach. Damit setzte sich der seit 2009 bestehende Trend rückläufiger Bevölkerungszahlen in Kärnten weiter fort.
Nach einem Jahr: 35 pädophilen Priester und Kirchenangestellte noch immer im Amt?
"Die Missbrauchsverbrechen durch Kirchenmitglieder wurden in Österreich bis zum heutigen Tag nicht aufgeklärt. Das Verhalten von Bischof Zsifkovits ist symptomatisch für die herrschende Geisteshaltung der Vertuschung und Verharmlosung", empört sich Sepp Rothwangl von der Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt. Für Opfervertreter ist es unverständlich, dass der burgenländische Bischof heute an einer Gedenkmesse für jenen Kardinal teilnimmt, mit dem das wahre Ausmaß der Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche in Österreich publik wurde. "Es ist schlichtweg skandalös, dass der Staat der Kirche gestattet hat, mit der kirchlicheigenen Klasnic-Kommission die Aufarbeitung der Verbrechen unter Kontrolle zu halten und so der Vertuschung weiter Vorschub leistet", so Rothwangl weiter. Die Kommission ist organisatorischer Teil der Kirche, wie auch ein Bescheid Bundeskanzleramtes jüngst bestätigt hat.
Gefährdung von Kindern und Jugendlichen?
"Tatsächlich verteilt die Kommission Almosen an Betroffene und schützt indirekt die Täter. Wir haben vor einem Jahr den Bischöfen die Namen von 35 pädophilen Priestern und Kirchenangestellte bekannt gegeben, die nach wie vor im Amt sind. Deren Neigungen sind den Bischöfen hinreichend bekannt. Diese Täter stellen eine akute Gefahr für Kinder und Jugendliche dar. Die Kirche bleibt untätig. Zwar hat der Papst die Aufklärung des sexuellen Missbrauchs zur Chefsache erklärt, in Österreich ist davon jedoch nichts zu spüren." Rothwangl appelliert daher an alle ÖsterreicherInnen, das Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien Mitte April zu unterzeichnen: "Drei Jahre nach Bekanntwerden der Missbrauchsskandale hat es die Kirche nicht geschafft, ihre eigenen Verbrechen aufzuarbeiten und die Opfer adäquat zu entschädigen. Wir appellieren an die Bevölkerung. Die Politik muss unter Druck gesetzt werden, damit diese Verbrechen endlich aufgeklärt werden. Wer das Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien unterzeichnet, erhebt seine Stimme auch im Namen der Opfer kirchlicher Gewalt."
Der Österreichische Frauenring zieht Bilanz: Warum es den Frauentag braucht
Feministische Anliegen werden immer öfter mit der Behauptung delegitimiert, dass alle Forderungen der Frauenbewegung bereits erfüllt seien. Schließlich haben Frauen ja seit 95 Jahren das Wahlrecht, können Karriere machen und sind durch Gesetze vor Gewalt und sexueller Belästigung geschützt. Was wollen wir mehr? Eine Antwort darauf gibt Christa Pölzlbauer, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings: "Am Weg zur tatsächlichen beruflichen und privaten Gleichstellung von Männern und Frauen gibt es noch viel zu tun. Wir müssen uns weiterhin um die so dringend notwendige faire Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit auf dem Weg zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft bemühen."
Anlässlich des internationalen Frauentages am 8.März zieht der Österreichische Frauenring (ÖFR), als Dachverband österreichischer Frauenorganisationen und Vertretung von gut einer Million Frauen, Bilanz:
Zwtl.: 1. Familiäre Pflichten werden primär Frauen zugeordnet.
Daher sind sie es, die allzu oft vor die Wahl zwischen Familie und Karriere gestellt werden. In der Privatwirtschaft gehen nur 4,7 Prozent der Väter in Karenz. Ein Papamonat steht ihnen nicht - wie Vätern im öffentlichen Dienst - zu. Diese sinnvolle Maßnahme, um den Väteranteil bei der Karenz zu erhöhen, wird von der Wirtschaft weiterhin abgelehnt. "Der Wert der Kinderbetreuung und des Familienerhalts sollte allen ein Anliegen sein", fordert Pölzlbauer.
Zwtl.: 2. Frauen verdienen in Österreich um durchschnittlich 23,7 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.
Immer wieder wird von der Wirtschaft, aber auch von JournalistInnen und PublizistInnen behauptet, dass diese Einkommensschere zwischen Frauen und Männern ein Mythos und Lohndiskriminierung nicht real sei. Christa Pölzlbauer hält dem entgegen: "Wenn Frauen um ein Fünftel weniger verdienen ist das sicher kein Mythos, sondern eine Ungerechtigkeit, die beseitigt werden muss.".
Zwtl.: 3. Frauen sind in politischen Funktionen und Spitzenpositionen der Privatwirtschaft unterrepräsentiert.
Der Frauenanteil im Nationalrat liegt aktuell unter 30 Prozent. Schlimmer noch präsentiert sich die Situation in der Privatwirtschaft: In den Aufsichtsräten österreichischer Unternehmen liegt der Frauenanteil bei 13,5 Prozent, in den Geschäftsführungen bei 5,6 Prozent. "Sowohl in der Politik, als auch in der Wirtschaft braucht es Quotenregelungen. Quoten einzuführen heißt, der Qualität eine Chance zu geben", ist Pölzlbauer überzeugt.
Zwtl.: 4. Die neue Obsorgeregelung ist aus frauenrechtlicher Perspektive problematisch.
Die Möglichkeit einer gesetzlich angeordneten gemeinsamen Obsorge bei strittigen Trennungen verschlimmert die Situation für Frauen im Konfliktfall. Vor allem in Gewaltbeziehungen schwächt es die Position von Müttern, wenn der gewalttätige Vater das alleinige oder gemeinsame Sorgerecht beantragen kann. Der ÖFR hat bereits wiederholt kritisiert, dass dies eine massive Belastung für Frauen und Kinder darstellt.
Zwtl.: 5. Sexismus im Alltag, sexuelle Belästigung und Gewalt gegen Frauen sind immer noch die Realität.
Die Zahlen des Frauenbarometers sind erschreckend: Laut der Studie des Frauenministeriums hat die Mehrheit der ÖsterreicherInnen bereits persönliche Erfahrungen mit Gewalt gemacht. Jede/r zweite Österreicher/in kennt eine Frau, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden ist. Nicht zuletzt der #aufschrei über Twitter zeigt aber, dass Gewalt nicht erst beim Schlag ins Gesicht beginnt. Auch gegen Sexismus im Alltag und sexuelle Belästigung muss auf gesellschaftlicher und juristischer Ebene noch viel getan werden. Im Sinne eines wertschätzenden Miteinanders braucht es Maßnahmen zur Wahrung der Menschenwürde. Denn Sexismus ist immer Ausdrucksform der Herabwürdigung einer anderen Person - meist verbunden mit dem Bedürfnis, die eigene Macht zu demonstrieren. Gewalt gegen Frauen ist schließlich nur die Spitze des Eisbergs.
Die Bilanz zeigt: Der Frauentag ist nach wie vor wichtig, um alle unerledigten frauenpolitischen Belange aufzuzeigen. PolitikerInnen aller Parteien sollten sich zum Ziel setzen, geschlechtsspezifische Schieflagen nicht nur zu erkennen, sondern ihnen auch entgegenzuwirken. Nur so kann eine tatsächlich faire Gesellschaft und ein gutes Miteinander erwirkt werden.
Zahl der Eheschließungen steigt 2012 um 6,1%
Die vorläufige Zahl der Eheschließungen war laut Statistik Austria im Jahr 2012 mit insgesamt 38.557 um 6,1% höher als im Vorjahr (2011: 36.342). Damit wurde der seit 2008 beobachtete Trend steigender Heiratszahlen (2009: +0,9% bzw. 2010: +5,9%), der im Jahr 2011 durch einen Rückgang um 3,1% unterbrochen wurde, im Jahr 2012 fortgesetzt.
In allen Bundesländern wurden im Jahr 2012 mehr standesamtliche Eheschließungen registriert, wobei die Veränderungen regional sehr unterschiedlich ausfielen. So gab es deutlich mehr Trauungen als im Jahr 2011 in den Bundesländern Tirol (+10,3%), gefolgt von Niederösterreich (+8,8%), Oberösterreich (+8,7%) und Vorarlberg (+8,3%) sowie mit etwas Abstand Kärnten (+6,9%) und Steiermark (+6,4%). Unterdurchschnittliche Steigerungen der Eheschließungszahlen wurden von den Standesämtern in Salzburg (+5,1%), in Wien (+0,4%) und im Burgenland (+0,2%) registriert.
Im Jahresverlauf 2012 erfolgten die meisten standesamtlichen Trauungen (14.636) im 3. Quartal, in dem mit +5,5% der zweitniedrigste Anstieg der Zahl der Eheschließungen registriert wurde. Die wenigsten Eheschließungen und der geringste Anstieg wurden mit 4.101 bzw. +5,0% im 1. Quartal erzielt. Der beliebteste Heiratsmonat im Jahr 2012 war der Juni (5.821), gefolgt vom August (5.214) und September (5.156). Im Dezember wurde aufgrund der "Datumsbesonderheit" (12.12.2012) mit +78,2% die relativ größte Steigerung, im November aus dem gleichen Grund mit -26,9% der relativ stärkste Rückgang gegenüber dem jeweils gleichen Monat des Jahres 2011 verzeichnet.
Auschwitz-Gedenken: Kirchen fordern offiziellen Gedenktag
"Ökumenischer Rat der Kirchen in Österreich" zum 68. Jahrestag der Befreiung des NS-Vernichtungslagers: 27. Jänner zum Gedenktag machen angesichts drohender historischer Relativierungen Die christlichen Kirchen in Österreich plädieren dafür, den 27. Jänner zum offiziellen Gedenktag für die Opfer des Holocaust zu machen. In zahlreichen europäischen Ländern wird dieser Tag als Tag der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz bereits als Gedenktag begangen. Daher sollte dieser Tag auch in Österreich "ein offizieller Tag des Gedenkens an die jüdischen Opfer des NS-Regimes sein", wie es in einer am Sonntag vom Vorstand des "Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich" (ÖRKÖ) veröffentlichten Erklärung heißt.
Gefordert sei ein solcher offizieller Gedenktag nicht zuletzt "in einer Zeit, in der vieles relativiert wird". In dieser Situation brauche es ein deutliches Zeichen dafür, dass man "niemals vergessen" werde und so der "Gefahr einer Wiederholung" entgegenwirken wolle. Ein solcher "Tag des Nachdenkens über die Vergangenheit" habe damit zugleich eine wichtige Bedeutung für die Gegenwart, da aus dem Eingedenken "Orientierung für Gegenwart und Zukunft" gewonnen werden könne, etwa im Blick auf die Bewahrung der Menschwürde, der Menschenrechte, der Demokratie und des Rechtsstaates. Die Erinnerung dürfe nicht abreißen, "denn ohne Erinnerung gibt es weder Überwindung des Bösen noch Lehren für die Zukunft."
Der Name Auschwitz stehe laut ÖRKÖ als ein Symbol für den "aus einem absurden 'Rassenwahn' abgeleiteten Massenmord an den Juden Europas". Die Vereinten Nationen haben den 27. Jänner im Jahr 2005 zum internationalen Holocaust-Gedenktag erklärt. In vielen europäischen Ländern - von Albanien über Dänemark, Deutschland, Griechenland, Großbritannien, Italien, Kroatien, Polen, Serbien, Slowenien, Spanien bis zur Tschechischen Republik und zur Ukraine - ist dieser Tag ein offizieller Gedenktag.
Hält der 15 Meter hohe Schutzdamm oder nicht?
Um zig Millionen Euro wurde der Schutzwall entlang der Donau in Ober- und Niederösterreich errichtet, und dann zittert man um Zentimeter. Verschätzt hat sich niemand, schließlich haben sich die Experten am Jahrhunderthochwasser 2002 orientiert. Doch elf Jahre später ist alles überholt, die Wasserpegel lassen sich von den einstigen Prognosen nicht drücken.
Die Zivilisation hat der Natur Stück für Stück abgerungen, um sich zu entfalten. Menschliche Hilflosigkeit und übermächtige Naturgefahren werden jedoch nicht geringer. Der Preis für Mobilität in den Bergen und Tälern ist ein hoher, der Felssturz auf der Felbertauernstraße symbolisiert diese Machtlosigkeit augenscheinlich. Entlang der Donau heißt es Land unter, weil die Siedlungsentwicklung das Wasser zähmen wollte. Kleine Bäche wurden im Tiroler Unterland zu reißenden Bächen, der Pinzgau konnte die Wassermassen nicht mehr schlucken. Im Vorjahr ging die Obersteiermark unter, eine Jahrhundertmure verschlang Virgen.
Zweifellos lässt sich die Natur regulieren, können Wildbäche verbaut und Lawinengalerien errichtet werden. Allein 35 Millionen Euro wendet das Land Tirol jährlich für die Sicherung des Lebensraums vor Naturgefahren auf. Aber wie das Zentimeter-Bangen an der Donau beweist, bleibt es trotzdem Stückwerk. Es wären Milliarden Euro notwendig, um alle Risken auszuschalten. Das ist unrealistisch, weshalb - und das hat der Bundesrechnungshof im Vorjahr aufgezeigt - Anpassungen im Naturgefahrenmanagement notwendig sind. Da geht es nicht nur ums Geld oder aktualisierte Gefahrenzonenpläne, sondern um ein Umdenken. Die vielfach gelebte Vollkaskomentalität stößt bei der aktuellen Hochwasserkatastrophe einmal mehr an ihre Grenzen.
Bei 11,9 Prozent siedelbarer Fläche in Tirol ist natürlich jeder Quadratmeter Baugrund heilig. Doch mehr als 20.000 Gebäude stehen in gefährdeten Zonen. Zwar abgesichert, aber was heißt das schon in letzter Konsequenz. Österreichweit trifft das auf 400.000 Immobilien zu. Bauland in gelben Zonen müsste eigentlich ohne Wenn und Aber ein Tabu sein. Darauf kann es nur eine Antwort geben, die der Bundesrechnungshof dem Land Tirol bereits mitgeteilt hat: rückwidmen! Ein Naturgefahrenmanagement braucht deshalb nicht nur Geld, sondern auch Mut für unpopuläre, aber vorausschauende Entscheidungen.
Nur mehr Hälfte der Österreicher plant Urlaub
Die Urlaubslaune der Österreicher scheint getrübt zu sein. Das zeigt das ÖAMTC-Reisemonitoring, das Einblicke in das Reiseverhalten und die Urlaubspläne der Österreicher gibt. Für die repräsentative Umfrage des Clubs führte das Market Institut im April österreichweit 800 Telefoninterviews durch. Das überraschende Ergebnis: Planten im Vorjahr noch fast zwei Drittel der Befragten eine Reise, wollen dieses Jahr nur mehr 50 Prozent verreisen. 36 Prozent und somit doppelt so viele Personen wie im Vorjahr wollen heuer gar nicht verreisen. Elf Prozent sind noch unsicher, ob sie eine Reise machen werden. Drei Prozent haben ihren Haupturlaub für dieses Jahr bereits gemacht. "Wenn sich die Reiseabsichten der Österreicher bestätigen, könnte es im Sommer 2013 einen deutlichen Rückgang bei den Urlaubsreisenden geben", sagt ÖAMTC-Reiseexpertin Silvie Bergant.
Die Österreicher verreisen zwar weniger, dafür aber länger. 78 Prozent planen einen 4- bis 14-tägigen Urlaub. Im Schnitt soll der Urlaub dieses Jahr rund 12 Tage dauern. Einen Kurzurlaub von bis zu drei Tagen planen nur mehr 14 Prozent. 2012 machten noch 25 Prozent der Reisenden einen Kurzurlaub. "Getreu dem Motto 'Wenn schon Urlaub, dann aber richtig', geht der Trend eindeutig hin zu längeren Reisen", interpretiert die Clubexpertin das Umfrageergebnis.
Mittelmeerländer bleiben Top-Auslandsreiseziele, Österreich verliert
Die bewusstere Urlaubsplanung der Österreicher spiegelt sich auch in der Wahl der Destination wider: Nur mehr 16 Prozent planen einen Urlaub in der Heimat. Im Vorjahr wollten noch 27 Prozent den Urlaub in Österreich verbringen. Ein Anzeichen für die rückläufige Lust am Österreich-Urlaub ist auch der Rückgang beim geplanten Verwandten- und Bekanntenbesuch (minus sechs Prozent). 64 Prozent zieht es ins europäische Ausland, 14 Prozent in eine außereuropäische Destination (Top 3: USA/Kanada, Ägypten und Karibik). "Die Österreicher wollen es sich im Urlaub gut gehen lassen. Am Strand faulenzen und die Seele baumeln lassen lautet für viele die Devise. Das Schlechtwetterrisiko in Österreich wird lieber umgangen, der klassische Badeurlaub in den beliebten Mittelmeerländern liegt im Trend", so die ÖAMTC-Expertin. Top-Reiseziele in Europa sind Italien (15 Prozent), Kroatien (12 Prozent) und Griechenland (7 Prozent). Es folgen Spanien (6 Prozent), die Türkei und Deutschland (je 4 Prozent).
Durchschnittliches Urlaubsbudget liegt bei 947 Euro pro Person - Wiener greifen am tiefsten in die Tasche
Die Tatsache, dass die Österreicher bei ihrem Urlaub keine Kompromisse eingehen wollen, zeigt sich auch im durchschnittlichen Urlaubsbudget: Dieses liegt bei 947 Euro pro Person. Fast jeder Dritte plant sogar, mehr als 1.000 Euro für den Urlaub auszugeben. Am meisten lassen sich den Urlaub die Wiener kosten - im Schnitt 1.049 Euro pro Person. Die Steirer und Kärntner berappen 909 Euro, die Niederösterreicher und Burgenländer 947 Euro, die Salzburger, Tiroler und Vorarlberger bezahlen 948 Euro. Am niedrigsten sind die geplanten Urlaubsausgaben mit 877 Euro pro Person in Oberösterreich.
Einsparungen würden die Österreicher am ehesten bei Ausgaben für die Abendunterhaltung, beim Shopping und bei der Anreise treffen. "Bei Essen und Unterkunft sind die wenigsten bereit, Abstriche zu machen", weiß die ÖAMTC-Touristikerin.
Angereist wird mit Pkw und Flugzeug, Bahn und Bus für drei Viertel der Reisenden keine Alternative
Bei der Wahl des Reisemittels liegen auch heuer wieder Pkw (43 Prozent) und Flugzeug (44 Prozent) an erster Stelle. Alternative Reisemittel werden eher selten genutzt. Für 75 Prozent stellen Bahn oder Bus grundsätzlich keine Alternative zur Anreise mit dem eigenen Kfz dar. "Der Pkw wird Bahn oder Bus meist aus Gründen des Komforts und der Flexibilität vorgezogen. Insbesondere mit Kindern und viel Gepäck wird das häufige Umsteigen als umständlich empfunden", erklärt die ÖAMTC-Expertin abschließend.
Hochwasserrisiko durch starke Verbauung - seit 2001 mehr als 500 Quadratkilometer verbaut
Jeden Tag werden in Österreich mehr als acht Hektar verbaut, das entspricht der Fläche von 14 Fußballfeldern. Dadurch kann weniger Wasser in Böden versickern, wodurch das Hochwasserrisiko steigt. In den vergangenen zehn Jahren wurde mehr als die Gesamtfläche Wiens verbaut.
Österreichs Nachhaltigkeitsstrategie schreibt fest, dass täglich maximal 2,5 Hektar für Siedlungen, Geschäfte und Verkehrsflächen verbaut werden sollen. Doch in Wirklichkeit werden in Österreich mit rund acht Hektar pro Tag drei Mal so viele Flächen verbaut.
Durch die starke Versiegelung der Flächen in Österreich steigt das Hochwasserrisiko beziehungsweise das Ausmaß einer Hochwasserkatastrophe wird verschärft. "Wir erleben derzeit, dass ein paar Zentimeter entscheiden können, ob eine Region überflutet wird", so VCÖ-Experte Gansterer. Eine VCÖ-Analyse zeigt, dass seit dem Jahr 2001 mehr als 500 Quadratkilometer Fläche verbaut wurden, mehr als die gesamte Fläche Wiens.
Allein den Verkehrsflächen fiel zuletzt jeden Tag die Fläche von vier Fußballfeldern zum Opfer. "Österreich hat bereits ein extrem dichtes Straßennetz. Der Bau weiterer Straßen ist aus Verkehrssicht nicht nötig, umso mehr als der Verkehr in den letzten Jahren geringer gestiegen ist als prognostiziert", meint Gansterer. Probleme bereiten zudem große Einkaufszentren und Supermärkte am Stadtrand mit ihren großen Parkplätzen. Der VCÖ möchte mit der Einführung einer Parkplatzabgabe einen Anreiz für zentrumsnahe Lagen mit weniger Flächenverbrauch setzen. Einkaufszentren sollen für jeden Parkplatz eine jährliche Abgabe zahlen.
"Die rasche Hilfe für die Opfer der Hochwasserkatastrophe hat jetzt oberste Priorität. Gleichzeitig müssen auch Maßnahmen gesetzt werden, damit in Zukunft die Folgeschäden starker Niederschläge verringert werden. Denn im Hochsommer wäre die Katastrophe aufgrund der höheren Schneefallgrenze noch größer als heute", stellt VCÖ-Experte Mag. Markus Gansterer fest.
Greenpeace: EFSA bestätigt Gefährlichkeit von Fipronil für Bienen
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat heute eine Risikobewertung zu dem Pestizid Fipronil veröffentlicht, die dessen Schädlichkeit für Bienen und möglicherweise auch andere Insekten bestätigt. Drei andere Pestizide wurden in Europa aufgrund ähnlicher Studien, die von EFSA im Jänner veröffentlicht wurden, nun teilweise verboten.
"Fipronil hätte, wie alle bienengefährlichen Pestizide, nie zugelassen werden dürfen. Diese Bienenkiller stellen ein massives Risiko für unsere Bienen und unsere Landwirtschaft dar", so Dagmar Urban, Landwirtschaftsexpertin bei Greenpeace.
Auch Marco Contiero, Greenpeace EU-Landwirtschaftsexperte in Brüssel sieht dringenden Handlungsbedarf: "Eine Überholung der EU Risikobewertung ist unbedingt notwendig. Diese Pestizide werden seit einem Jahrzehnt in unsere Umwelt eingebracht. Vorübergehende Verbote sind nicht genug, um die Bienen dauerhaft zu schützen, besonders wenn andere ähnliche Chemikalien noch immer verwendet werden. Die Kommission sollte einen umfassenden Plan für den Schutz von Bestäuberinsekten erstellen und dazu gehört ein Verbot von Fipronil."
Der Bericht der EFSA bestätigt hohe Risiken des vom deutschen Chemiekonzerns BASF produzierten Pestizids Fipronil für Bienen, wenn es zur Saatgutbehandlung von Mais eingesetzt wird. Außerdem sieht er große Informationslücken in den wissenschaftlichen Studien, die weitergehende Risikoabschätzungen - für andere Bestäuber, sowie andere Gefahren, die durch Anreicherung im Boden bzw. bei Nicht-Zielpflanzen entstehen könnten - verhindert haben. Angesichts der wissenschaftlichen Beweislage fordert Greenpeace ein EU-weites Verbot von Fipronil und einen europaweiten Aktionsplan, um die Bienenpopulationen in Europa zu schützen.
Die Europäische Kommission hat vergangenen Freitag Beschränkungen von drei Pestiziden aus der Gruppe der Neonicotinoide erlassen. Dieses Teilverbot der Bienenkiller - Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam - ist aber nicht ausreichend, damit sich europäische Bienenbestände merkbar erholen können. Greenpeace hat im aktuellen Report "Bye bye Biene? Das Bienensterben und die Risiken für die Landwirtschaft in Europa" sieben Pestizide identifiziert, die für Bienen und andere Insekten gefährlich sind. Darunter auch Fipronil, das kein Neonicotinoid ist. In Österreich kann Fipronil mit einer sogenannten "Gefahr in Verzug"- Zulassung beim Anbau von Kartoffeln auf drei Monate angewendet werden.
"Schritt für Schritt müssen alle bienengefährlichen Pestizide, darunter auch Fipronil, zum Schutz der Bienen und der Landwirtschaft von unseren Feldern verbannt werden. Außerdem ist es nun auch dringend nötig einen grundlegenden Wandel unserer Landwirtschaft einzuleiten. Nur biologische und ökologische Landwirtschaftspraktiken, die auf den Einsatz bienengiftiger Pestizide verzichten, können das Bienensterben nachhaltig beenden" fordert Urban abschließend.
Das WESTbahn-Angebot für alle 60+ wird verlängert
Hunderttausende Senioren sind zufriedene WESTbahn-Kunden. Das Trafik-Aktiv-Ticket ist der Liebling der WESTbahnkunden ab 60 Jahren. Mit dem Trafik-Aktiv-Ticket kann von Montag bis Donnerstag um nur 9,99Euro auf der WESTbahn-Strecke Wien-Salzburg in beliebigen Zügen und Destinationen gefahren werden. Das Ticket gibt es jetzt bis 31. August 2013 in einer von 3000 Trafiken österreichweit. Es ist ab dem Ausstellungstag ein ganzes Jahr lang gültig.
"Wir haben auf den überwältigenden Zuspruch nach Trafik-Aktiv-Ticket reagiert und bieten daher unseren Kunden ab 60 Jahren das unkomplizierte Bahnfahren jetzt weiter bis 31.8.2013 zum Spezialpreis von 9,99Euro an", so WESTbahn-Geschäftsführer Dr. Erich Forster.
Unkompliziertes Bahnfahren beginnt beim Kauf des Tickets bei Ihrem Trafikanten in Ihrer Nähe ganz einfach und ohne Wege zu Bahnhofkassen oder Internetsuche und setzt sich bei den barrierefreien Zügen der WESTbahn fort. Breite Einstiege und bequeme Sitze mit ausreichender Beinfreiheit sorgen für eine komfortable Fahrt. Besonders viel Wert legt die WESTbahn auf persönliche Kundenbetreuung. Aus diesem Grund gibt es in jedem Wagen einen WESTsteward oder eine WESTstewardess, der/die für die Sicherheit und das persönliche Wohlergehen des Kunden sorgt: Nach Wunsch bringt Ihnen Ihr WESTsteward auch gerne ein warmes Getränk direkt zum Platz. Weiters befinden sich nach Geschlecht voneinander getrennte Toiletten in jedem Waggon, womit ein kurzer Weg zur Toilette garantiert wird. "Die WESTbahn setzt bewusst auf persönliche Betreuung - und speziell die Kunden der Generation 60+ können wir dadurch das Reisen so angenehm wie möglich gestalten", erklärt Dr. Erich Forster.
Im Vorjahr kamen fast 25.000 Hasen unter die Räder!
Der Straßenverkehr ist für Österreichs Wildtiere eine große Gefahr. Eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt, dass im Vorjahr rund 80.000 Wildtiere von Autos und Lastwagen zu Tode gefahren wurden. Erfasst sind nur die bei der Bezirkshauptmannschaft eingegangenen Meldungen. Die Dunkelziffer ist weit höher. Die größte Opfergruppe sind Rehe, allein im Vorjahr verloren 35.865 Rehe wegen des Kfz-Verkehrs ihr Leben.
Derzeit sind Hasen besonders umtriebig. „Es ist Paarungszeit und damit laufen die Hasen viel herum. Da jedoch ihr Lebensraum von vielen Straßen zerschnitten ist, kommen sie leider häufig unter die Räder“, sagt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Die VCÖ-Analyse zeigt, dass allein im Vorjahr 24.852 Hasen und Wildkaninchen dem Kfz-Verkehr zum Opfer fielen, um 543 mehr als im Jahr 2011.
Das gefährlichste Pflaster für Hasen ist der Straßenverkehr in Niederösterreich, wie die VCÖ-Analyse zeigt. Fasst die Hälfte der Hasen – nämlich 10.934 – kommt in Niederösterreich unter die Räder. In Oberösterreich wurden 5.777 Hasen Opfer des Straßenverkehrs, im Burgenland 4.141, in der Steiermark 2.832, in Salzburg 576 und in Kärnten 417. „In Vorarlberg und Tirol sowie in Wien ist die Hasenpopulation gering. Damit ist die Zahl der von Pkw und Lkw erlegten Hasen sehr gering“, so VCÖ-Sprecher Gratzer. In Vorarlberg waren es 11, in Tirol 32 und in Wien 64.
Bundesheer: Auf nach Afrika
Bundesheer: Auf nach Afrika Nur zwei Wochen nach der Volksbefragung zur Wehrpflicht wird dem Bundesheer ein Einsatz in Mali zugemutet. Für die ÖVP ist das eine Gelegenheit, das Thema Sicherheit in Diskussion zu halten - und eine Doppelmühle zu eröffnen: Geht alles gut, dann kann ÖVP-Chef und Außenminister Michael Spindelegger darauf hinweisen, dass eine Wehrpflichtigenarmee ja doch die beste Basis für alle denkbaren Einsätze ist - obwohl natürlich kein einziger Grundwehrdiener für einen Auslandseinsatz vorgesehen ist.
Und wenn es nicht klappt, dann wird man die Verantwortung auf den ungeliebten Ressortchef Norbert Darabos abwälzen. Der rote Minister im Verteidigungsressort weiß um diese Fallen - er hat aber auch die Erfahrungen des Tschad-Einsatzes, in den er ebenfalls von Spindelegger gedrängt wurde und der vom Heer sehr erfolgreich bewältigt wurde. Er weiß um die internationalen Mechanismen bei der Vorbereitung eines solchen Einsatzes, kennt auch die Profilierungsmöglichkeiten, die sich für ihn persönlich bieten.
Vor allem aber weiß Darabos, dass er sich auf das Bundesheer verlassen kann. Auch wenn Experten bezweifeln, dass er ohne Weiteres zehn Mediziner mit Jagdkommando-Qualifikation nach Afrika schicken kann - der Einsatz ist durchaus chancenreich: Nach und nach entwickelt das Bundesheer neue Kompetenzen und gewinnt Ansehen - jenseits vom kleinlichen Parteienstreit.
Spendenkonto für Hochwasseropfer eingerichtet
Das Land Niederösterreich hat bei der Hypo Noe Landesbank ein Spendenkonto für die Opfer des aktuellen Hochwassers eingerichtet.
Es lautet auf "Hochwasser 2013", die Kontonummer ist 04455 014455, die Bankleitzahl lautet 53000.
Als Erstspender hat die Hypo Noe Landesbank einen Betrag von 100.000 Euro einbezahlt.
Spenden sind ab sofort möglich.
Bienen-Appell an Umweltminister Berlakovich
Bienen-Appell an Umweltminister Berlakovich Mit einer spektakulären Aktion vor dem Lebensministerium forderten gestern mehr als 30 Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten von Bundesminister Berlakovich, endlich gegen das Bienensterben aktiv zu werden und sich für ein Verbot der bienengiftigen Pestizide einzusetzen.
Greenpeace-AktivistInnen im Bienenkostüm erkletterten die Bögen des Ministeriums und entrollten ein Banner mit der Aufschrift „Minister Berlakovich: Endlich handeln – Bienengifte stoppen“.
Auf europäischer Ebene hat die EU-Kommission bereits ein teilweises Verbot von drei bienengefährlichen Neonicotinoiden vorgeschlagen. Dieser Vorschlag konnte allerdings bei einer ersten Abstimmung keine qualifizierte Mehrheit erzielen – unter anderem, weil auch Österreich dagegen stimmte.
Letzte Woche hat Greenpeace europaweit die Studie „Bye bye Biene? Das Bienensterben und die Risiken für die Landwirtschaft in Europa” veröffentlicht, die verdeutlicht, dass verschiedene Faktoren zum dramatischen Bienensterben beitragen: Krankheiten, Parasiten, Klimawandel und weitverbreitete industrielle Landwirtschaftspraktiken. Insbesondere zeigt die Studie aber die tödliche Rolle von sieben Pestiziden, darunter die Massenkiller Neonicotinoide.
Neue Regeln für Österreichs 4,8 Millionen Radfahrerinnen und Radfahrer
4,8 Millionen Österreicherinnen und Österreicher fahren im Alltag Rad, macht der VCÖ aufmerksam. Davon schwingen sich mehr zwei Millionen täglich oder mehrmals die Woche auf den Radsattel. „Viele Österreicherinnen und Österreicher sind fleißige Radfahrer. Die Vorteile des Radfahrens liegen auf der Hand: Radfahren ist gesund, kostengünstig, leise, umweltfreundlich und macht Spaß“, betont VCÖ-Experte Mag. Markus Gansterer.
Heuer gelten in Österreich für das Radfahren neue Regeln. Das Handy-Telefonieren ist verboten, wer erwischt wird, zahlt 50 Euro Strafe.
Ebenfalls neu ist, dass Gemeinden und Städte die Radwegbenützungspflicht für einzelne Radwege aufheben können. „Wenn es erlaubt ist, auf der normalen Fahrbahn zu fahren, dann fahren einige geübte Radfahrer auf der Straße. Damit haben jene, die seltener Radfahren auf den Radwegen mehr Platz und sie sind sicherer unterwegs“, betont VCÖ-Experte Gansterer.
Zudem können nun Gemeinden und Städte „Fahrradstraßen“ einführen. International sind Fahrradstraßen bereits selbstverständlich. Damit wird es Pendlerinnen und Pendlern aus dem stadtnahen Umland erleichtert, mit dem Rad kostengünstig und gesund zur Arbeit zu kommen. Fahrradstraßen sind dem Radverkehr vorbehalten, erklärt der VCÖ. Autos dürfen zufahren, Radfahrende dürfen nicht behindert werden. Als Höchstgeschwindigkeit gelten 30 km/h.
"Homeoffice" kann CO2-Emissionen deutlich verringern
Die Potenziale der Telearbeit werden laut VCÖ in Österreich zu wenig genutzt. Derzeit sind nur rund zwei Prozent von Österreichs Beschäftigten zumindest einen Tag pro Woche im "Homeoffice". Wird der Anteil auf zehn Prozent erhöht, können rund 94.500 Tonnen CO2 im Verkehr vermieden werden, wie eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt.
Klimasünder Verkehr
Der Verkehrssektor ist Österreichs Sorgenkind beim Klimaschutz. Der Verkehr weist mit 55 Prozent seit dem Jahr 1990 den stärksten Anstieg bei den Treibhausgas-Emissionen auf. Zum Vergleich: Die Emissionen der Industrie sind im gleichen Zeitraum um elf Prozent gestiegen, jene der Raumwärme (Heizen) sogar um 26 Prozent zurückgegangen.
Weniger Individual-Verkehr
"Das Ziel etwa jeder 4. Autofahrt der ÖsterreichInnen ist die Arbeitstelle. Gerade beim Arbeitsweg ist das Potenzial groß, Autofahrten zu vermeiden. Auch durch Telearbeit", stellt VCÖ-Experte Mag. Markus Gansterer fest. Derzeit fahren in Österreich mehr als zwei Millionen Beschäftigte mit dem Auto zur Arbeit.
Daheim arbeiten
Nur rund zwei Prozent von Österreichs Beschäftigten arbeiten zumindest einen Tag von zu Hause. VCÖ-Berechnungen zeigen, dass bei einem Anteil von zehn Prozent Teleworker die Treibhausgas-Emissionen um rund 94.500 Tonnen pro Jahr gesenkt werden können. Rund 41 Millionen Liter Sprit können eingespart werden, das sind bei derzeitigen Spritpreisen eine Ersparnis von rund 55 Millionen Euro.
Vorteile für ArbeitnehmerInnen
Der VCÖ hat für einen konkreten Fall berechnet, was Telearbeit für den Einzelnen bringen kann. Wer einen Arbeitsweg von 20 Kilometer hat und mit dem Auto zur Arbeit fährt, kann mit einmal Telearbeit pro Woche die Spritkosten um rund 165 Euro pro Jahr verringern und rund 275 Kilogramm CO2 vermeiden.
Auch die Zeitersparnis ist beeindruckend. Bei 45 Telearbeitstagen im Jahr sind es in diesem Beispiel rund 24 Stunden an Fahrtzeit, die sich der Beschäftigte spart, betont der VCÖ. Und die Straßen werden zu den Spitzenzeiten entlastet, die Staus können damit verringert werden.
Franziskus verkörpert die Spannungen in der Kirche - und soll sie auflösen
Franziskus verkörpert die Spannungen in der Kirche - und soll sie auflösen Unter katholischen Ordensleuten kursiert ein alter Witz: Welcher Orden ist denn nun der gottgefälligste? Der Franziskaner streicht das Bekenntnis zur Armut heraus. Der Benediktiner preist den Fleiß seiner Brüder. Da fällt dem Jesuiten nur noch eines ein: "Aber in der Demut sind wir allen überlegen!" Der Witz hat einen ernsten Kern. Die Jesuiten waren und sind nicht allseits beliebt in der katholischen Kirche. Mitunter haben sich Mitglieder der "Gesellschaft Jesu" so verhalten, als bedeutete das Ordensmotto "Omnia Ad Maiorem Dei Gloriam" (Alles zur größeren Ehre Gottes), dass der Zweck die Mittel heiligt.
Ordensgründer Ignatius von Loyola sagte: "Ich werde glauben, dass Weiß Schwarz ist, wenn es die Kirche so definiert." Der Italoargentinier Jorge Mario Bergoglio ist der erste Jesuit auf dem Stuhl Petri. Seine gelebte Bescheidenheit als Erzbischof von Buenos Aires wie auch sein erster Auftritt als Papst machen klar, dass Demut für ihn nichts mit Koketterie zu tun hat. Die Namenswahl nach Franz von Assisi ist Programmansage zugunsten einer Kirche der Armen, Benachteiligten. Diese Kirche versteht Franziskus, wie er in seiner kurzen Ansprache sagte, als eine gemeinsame von Klerus und Volk. Und als eine mit Universalitätsanspruch: "Beten wir für die ganze Welt, damit ein großes Miteinander herrsche." Dieses "große Miteinander" verträgt sich freilich schlecht mit Bergoglios konservativ-dogmatischer Haltung in Fragen des Glaubens und der Sexualmoral. Damit ist schon das erste große Spannungsfeld im neuen Pontifikat umrissen.
Eingebunden in das jesuitische Netzwerk, eines der besten innerhalb der Kirche, wird Bergoglio auch als Papst über die Verhältnisse außerhalb der VatikanMauern weit besser informiert sein als sein Vorgänger Ratzinger (der sich ohnehin in der stillen Theologenstube wohler fühlte). Aber was wird Franziskus aus dieser Vernetzung machen? Wird er den jesuitischen Missionsauftrag im engen oder in einem weiter gefassten katholischen Verständnis umzusetzen versuchen? Laut italienischen Medien soll seine Wahl nicht nur ein globales Signal sein, sondern vor allem auch der von Evangelikalen bedrängten Kirche in Lateinamerika Rückenwind geben. Hier kommt ein weiterer Spannungsfaktor hinzu: Bergoglios unklare Haltung als Jesuiten-Provinzial zur argentinischen Militärdiktatur. Sie steht gewissermaßen symbolisch für das zwiespältige Verhältnis der katholischen Kirche zu autoritären Machthabern nicht nur in Lateinamerika. Was die Machtverhältnisse innerhalb der Kirche betrifft, so war die Szene auf der Loggia des Petersdoms von tiefem Symbolgehalt: ein Papst der Demut und Bescheidenheit in schlichtem Weiß, eingerahmt von Kardinälen der römischen Kurie in leuchtendem Purpur.
Da klang es wie ein Hilferuf an die Menschenmenge unten auf dem Petersplatz, als Bergoglio den "Weg der Brüderlichkeit, der Liebe, des gegenseitigen Vertrauens" beschwor. Er kennt den vatikanischen Machtapparat auch von innen und weiß, dass ein Einzelner machtlos gegen ihn ist. Aber wie stark das Echo auf seinen Ruf nach außen ausfällt, das liegt nun ganz an ihm. Chancen als Reformer wird Franziskus nur haben, wenn er statt der ruhigen Sammlung, auf die sein Vorgänger Benedikt setzte, schöpferische Unruhe erlaubt. Und Weiß Weiß sein lässt, auch wenn ein Dogma es für Schwarz erklären würde.
Pferdefleisch: Österreicher ändern ihre Essgewohnheiten nicht
Pferdefleisch: Österreicher ändern ihre Essgewohnheiten nicht Nur zwölf von hundert Österreichern wollen ihr Ernährungsverhalten nach dem aktuellen Etikettenschwindel, bei dem Pferdfleisch als Rindfleisch ausgeben wurde, ändern: Das ist ein Ergebnis aus der „Lebensmittelsicherheits-Studie“ des market Instituts, die vom Landwirtschaftsministerium in Auftrag geben wurde. Beim BSE-Skandal wollten damals über 50 Prozent ihre Essgewohnheiten ändern.
88 Prozent kümmert demnach der Kennzeichnungsbetrug nach gar nicht. Ganz eindeutig sei aber der Wunsch nach einer Herkunftsbezeichnung: Immerhin 90 Prozent würden sich eine solche Kennzeichnung wünschen.
Qualität und Preis sind laut dieser Studie ein Thema, trotzdem meinen immer noch 55 Prozent, dass Lebensmittel zu teuer sind.
Nur 13 Prozent der 600 Befragten ab 15 Jahren meinten, Lebensmittel seien zu billig.
Berlakovich: „Dafür hat für 74 Prozent der Befragten die Regionalität einen hohen Stellenwert, weil sie Glaubwürdigkeit vermittelt. Grundsätzlich ist ein Drittel also bereits auf Regionalität eingestimmt, immerhin 90 Prozent meinten, sie hätten eine hohe Bereitschaft, verstärkt Produkte aus der heimischen Region zu kaufen“.
Neuen Gütesiegeln stehen die Befragten skeptisch gegenüber: 48 Prozent meinen, es gibt bereits jetzt zu viele, für 38 Prozent sind die derzeitigen Siegel gerade ausreichend und nur neun Prozent wollen mehr.
Das AMA-Gütesiegel ist aber österreichweit bekannt.
Lebensmittel aus Österreich werden prinzipiell als sicher eingestuft, die Bestnote wird aber auch nur selten vergeben, besagt die Studie, deren Schwankungsbreite +/- 4,08 Prozent beträgt.
Großinitiative zur Abschaffung der Hundesteuer
Die TIERFREUNDE ÖSTERREICH, Österreichs Club für Tierhalter, macht gegen die massiven Erhöhungen der Hundesteuer mobil. Mit einer groß angelegten Initiative will man eine Abschaffung durchsetzen.
"Anstoß der Initiative sind die Erhöhungen der Hundesteuer, die vielerorts ohne jegliche Gegenleistung eingehoben werden. Aktuellstes Beispiel ist die Steiermark, wo Hundehalter ab heuer um bis zu 1100% ! mehr zahlen müssen. Im Ort Gschaid bei Birkfeld zahlte man bisher EUR 5,- im Jahr, ab heuer sind es EUR 60,- ! In Wien wurde die Hundesteuer erst letztes Jahr um über 65% erhöht, was wütende Proteste verursachte. Eine Studie der TIERFREUNDE ÖSTERREICH aus dem Jahr 2012 bestätigt diese Entwicklung: In 60% der zwanzig größten Gemeinden Österreichs wurde die Hundesteuer in den letzten Jahren sukzessiv angehoben." so ein Sprecher von TIERFREUNDE ÖSTERREICH.
Hundesteuer in nur 4 Ländern weltweit!
Viele Hundehalter fragen sich, welche Gegenleistungen sie für ihr Geld erhalten. Zumal Österreich neben Namibia eines von lediglich vier Ländern weltweit (Deutschland, Schweiz) ist, das noch eine Hundesteuer einhebt. England, Frankreich, Italien, Spanien, Schweden und Dänemark haben die Hundesteuer abgeschafft. Aus Deutschland liegt dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte sowie dem Deutschen Verfassungsgerichtshof eine Klage gegen die Hundesteuer vor.
Ziel der Initiative ist es, in einem ersten Schritt die derzeitige Hundesteuer (Hunde-Abgabe) abzuschaffen. Stattdessen soll eine adäquate und transparente "Hundegebühr" eingeführt werden, die die tatsächlichen Kosten, die Städten und Gemeinden durch Hunde entstehen, trägt. "Wir setzen diesen Schritt, weil Österreichs Hundehalter nicht länger bereit sind, ohne transparente Gegenleistungen immer mehr zu bezahlen", erklärt Dr. Erich Goschler, Vorstandsmitglied der TIERFREUNDE ÖSTERREICH.
Totgesagte leben länger
Das Hochwasser ist vorbei. Die Wassermassen sind abgeflossen, der Dreck bleibt. Die Wunden auch. Nicht nur an der Natur, an Straßen und Häusern. Auch die in den Seelen der Menschen, in den Köpfen der Betroffenen. Viele mussten mit ansehen, wie das, was sie sich zuvor unter großen Entbehrungen geschaffen hatten, binnen weniger Stunden davonschwamm. Die materiellen Schäden können in der Regel rasch repariert, die Lücken in der Versorgung geschlossen werden.
Die mentale Verarbeitung dessen, was die Menschen in den Hochwassergebieten in der Vorwoche durchgemacht haben, dauert länger. Viele werden die Bilder nie mehr vergessen. Sie werden aber auch nicht vergessen, wie der Flutwelle eine Welle der Hilfsbereitschaft folgte. Wie plötzlich alle zusammenstanden, wie Angehörige, Freunde, ja selbst wildfremde Menschen ohne gefragt zu werden ihre Hilfe anboten. Sie werden sich immer wieder daran erinnern, wie mitten in der größten Katastrophe Feuerwehrmänner, Mitglieder der diversen Rettungsorganisationen, Soldaten des Bundesheeres und viele andere anrückten, um das Gröbste zu verhindern.
Um einzuspringen, wo Not am Mann war. Und wie die Tiroler nicht nur ihre Herzen, sondern auch ihre Geldtaschen öffneten und spendeten. Bei aller individuellen Tragik, die so eine Jahrhundertflut mit sich bringt, sind diese schönen Seiten der Katastrophe etwas, worauf wir stolz sein können. Weil dieses ungefragte Zupacken zeigt, wie stark die Solidargemeinschaft ist - obwohl sie immer wieder totgesagt wird. Nach Wochen wie der vergangenen sind übrigens auch jene, die an der Sinnhaftigkeit unseres Bundesheeres zweifeln oder die Förderungen für freiwilligen Feuerwehren in Frage stellen, schmähstad. Ein angenehmer Nebeneffekt.









