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Chronik

17.03.2021

Tiermasken auf Tierschutzaktionen trotz Verhüllungsverbots erlaubt

Daraufhin wurde er gegen seinen passiven Widerstand festgenommen, in ein Polizeifahrzeug getragen und letztlich bestraft: 150 Euro, die Maximalstrafe für dieses Delikt. Daraufhin wurde er gegen seinen passiven Widerstand festgenommen, in ein Polizeifahrzeug getragen und letztlich bestraft: 150 Euro, die Maximalstrafe für dieses Delikt.

Der VGT (Verein gegen Tierfabriken) benützt seit Jahrzehnten Tiermasken für seine Aktionen. Ob Kückenmaske gegen die Vergasung der männlichen Legehühner an ihrem ersten Lebenstag, ob Schweinemaske gegen den Vollspaltenboden oder auch Rindermaske gegen den Missbrauch von Kühen in der Milchproduktion. Eine solche Rindermaske trug der stv. VGT-Obmann David Richter, als er in Baden, NÖ, milchkritische Flugblätter anlässlich einer großen Werbeveranstaltung für konventionelle Kuhmilch verteilte. Dabei wurde er von der Polizei dazu angehalten, die Maske abzunehmen, weil sie dem Verhüllungsverbot widerspreche.

Richter nahm die Maske ab, um zu demonstrieren, dass es ihm nicht um die Verschleierung seiner Identität ginge, setzte sie aber dann wieder auf, um weiter Flugblätter zu verteilen. Daraufhin wurde er gegen seinen passiven Widerstand festgenommen, in ein Polizeifahrzeug getragen und letztlich bestraft: 150 Euro, die Maximalstrafe für dieses Delikt. Bei der Beschwerde gegen diese Strafe zum Landesverwaltungsgericht wurde sie zwar auf 70 Euro herabgesetzt, grundsätzlich aber bestätigt. Daraufhin wandte sich der VGT mithilfe von Rechtsanwältin Maria Windhager an den Verfassungsgerichtshof. Dieser hat heute sein Erkenntnis veröffentlicht, dass die Verhüllung des Gesichts dennoch erlaubt ist, wenn sie wesentlicher Teil der freien Meinungsäußerung ist, wie im vorliegenden Fall.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: VGT
25.04.2022

Befreiung Konzentrationslager Mauthausen: Offizielle Gedenkfeier auch erstmals in Gusen

Das offizielle Österreich gedenkt am Vorabend der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen am 4. Mai der Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen Das offizielle Österreich gedenkt am Vorabend der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen am 4. Mai der Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen

Das offizielle Österreich gedenkt am Vorabend der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen am 4. Mai der Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen. In diesem Jahr steht dabei das ehemalige Außenlager Gusen im Fokus. Bei der Veranstaltung wird es nach dem Gedenken in Mauthausen erstmals eine Begehung der KZ-Gedenkstätte Gusen und ein gemeinsames Gedenken auf dem ehemaligen Appellplatz geben. Diese Flächen des ehemaligen Konzentrationslagers wurden im März 2022 von der Republik erworben und können nun auch für Gedenkveranstaltungen genutzt werden.

„Bei dem Ankauf von Liegenschaften des ehemaligen KZ Gusen handelt es sich um einen Meilenstein für die Sichtbarmachung und Aufarbeitung unserer Geschichte. Die Weiterentwicklung der Gedenkstätte Gusen wird einen wichtigen Beitrag zu einer zeitgemäßen und modernen Erinnerungskultur leisten“, sagt Innenminister Gerhard Karner anlässlich der bevorstehenden Gedenkfeier.

Bei der Gedenkfeier wird ab Einbruch der Dunkelheit die Gedenkaktion #eachnamematters, eine Lichtinstallation in Kooperation mit Ars Electronica, vor dem Memorial Gusen starten. Mit dieser Installation wird den verstorbenen Häftlingen der Konzentrationslager Mauthausen und Gusen sowie weiterer Außenlager gedacht.

Zwtl.: Der Weg des Außenlagers Gusen zur KZ-Gedenkstätte

Das KZ Gusen wurde ab Dezember 1939 errichtet. Bis zu seiner Befreiung im Mai 1945 wurden dort 71.000 Gefangenen aus fast 30 Nationen inhaftiert. Mehr als die Hälfte überlebte die Haft nicht.

Die österreichische Bundesregierung hat in Wahrnehmung der historischen Verantwortung der Republik Österreich ein klares Bekenntnis zur Bedeutung des historischen Ortes Gusen abgegeben

Im März 2022 konnte der Ankauf neuer Liegenschaften zur Erweiterung der bestehenden KZ-Gedenkstätte Gusen abgeschlossen werden. Auf den angekauften Grundstücken befinden sich bedeutende bauliche Überreste des KZ Gusen, darunter der Appellplatz, der Schotterbrecher und zwei Verwaltungsgebäude. Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen wird einen wissenschaftlich begleiteten Beteiligungsprozess in Gang zu setzen, in dessen Rahmen die Interessensgruppen – Opfer und deren Vertreter, aber auch Anwohner – ihre Wünsche, Vorstellungen und Bedürfnisse kommunizieren und somit aktiv an der Neugestaltung mitwirken können. Ziel dieses auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene abgehaltenen Prozesses ist es, die KZ-Gedenkstätte Gusen entsprechend den Anforderungen des 21. Jahrhunderts zu erweitern.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
27.04.2021

87 % der ÖsterreicherInnen fordern Umsetzung von Pfand und Mehrwegquoten für Getränkeflaschen

87 % der ÖsterreicherInnen fordern Umsetzung von Pfand und Mehrwegquoten für Getränkeflaschen 87 % der ÖsterreicherInnen fordern Umsetzung von Pfand und Mehrwegquoten für Getränkeflaschen

Eine repräsentative Umfrage von marketagent im Auftrag von Greenpeace zeigt die überwältigende Zustimmung der Menschen in Österreich zu einem Pfandsystem und verpflichtenden Mehrwegquoten. 87 Prozent fordern, dass der Großteil der Getränke bis 2030 in wiederverwendbaren Mehrweg- statt Einwegflaschen abgefüllt ist. Sogar 91 Prozent der Befragten geben an, dass sie Mehrwegflaschen (Glas oder PET) kaufen würden, sobald diese verstärkt angeboten werden. Österreich muss bis Juli 2021 die EU-Einwegplastikrichtlinie umsetzen. Doch seit Monaten blockieren WKO und Handelsketten die Zustimmung der ÖVP zu den vom Umweltministerium vorgeschlagenen Maßnahmen im neuen Abfallwirtschaftsgesetz. Greenpeace fordert, dass die Kanzlerpartei sich nicht länger gegen den Wunsch der breiten Bevölkerung stellt, sondern ein Gesetz zur Müllreduktion auf den Weg bringt.

“Die Blockade einiger weniger Unternehmen geht ganz klar gegen die Interessen der Bevölkerung. Die Supermärkte, Getränkekonzerne und die ÖVP sollten sich endlich bewusst werden, dass sie mit ihrem umweltschädlichen Verhalten die eigenen KundInnen und WählerInnen vor den Kopf stoßen. Wir brauchen ein starkes Abfallwirtschaftsgesetz mit einem flächendeckenden Pfandsystem und Mehrwegquoten, an die sich alle Supermärkte halten müssen”, so Lisa Panhuber, Konsumexpertin bei Greenpeace Österreich. Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage von marketagent im Auftrag von Greenpeace sprechen eine deutliche Sprache: 87 Prozent der Menschen in Österreich zwischen 14 und 75 Jahren begrüßen ein Gesetz, das sicherstellt, dass mindestens die Hälfte der Getränke in umweltfreundlichen wiederbefüllbaren Mehrwegflaschen abgefüllt ist. Aktuell liegt der Mehrweganteil in den Supermärkten bei unter 20 Prozent. Auch unter den ÖVP-WählerInnen unterstützen 94 Prozent gesetzliche Mehrwegquoten und 93 Prozent ein flächendeckendes Pfandsystem für alle Getränkeflaschen und Dosen.

Innerhalb von zehn Jahren ist der Abfall aus Plastikverpackungen wie PET-Flaschen, Folien und Bechern in Österreich um rund 30 Prozent auf über 300.000 Tonnen jährlich gestiegen. Pro Jahr werden in Österreich 1,6 Milliarden Plastikflaschen entsorgt. Für jedes Kilogramm nicht recyceltem Plastikverpackungsmüll fällt seit dem 1. Jänner 2021 eine EU-weite Plastiksteuer an. Allein in den ersten vier Monaten des Jahres beliefen sich damit die Strafzahlungen für Österreich auf 50 Millionen Euro. “Wenn es so weitergeht, kosten die Müllberge in Österreich die Bevölkerung jedes Jahr dreistellige Millionenbeträge an Plastik-Strafzahlungen. Obwohl die Menschen in Österreich Maßnahmen gegen den Abfall wollen, zahlt Finanzminister Blümel die Strafzahlungen aus dem allgemeinen Steuertopf, anstatt die Verursacher zur Kasse zu bitten. Die Wegwerfgesellschaft zerstört unsere Umwelt und heizt die Klimakrise an. Die Regierung muss endlich mit einem ambitionierten Abfallwirtschaftsgesetz gegensteuern, statt die umweltschädlichen Profitinteressen weniger Konzerne zu unterstützen”, fordert Panhuber.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
01.11.2020

Sinkende Temperaturen, steigende Brandgefahren: Der Beginn der Heizsaison ist brandgefährlich!

Sinkende Temperaturen, steigende Brandgefahren: Der Beginn der Heizsaison ist brandgefährlich Sinkende Temperaturen, steigende Brandgefahren: Der Beginn der Heizsaison ist brandgefährlich

Gerade zu Beginn der Heizsaison sorgen Schwedenöfen, offene Kamine oder sonstige Holzöfen verstärkt für behagliche Wärme in den heimischen Haushalten – und erfahrungsgemäß auch für eine erhöhte Brandgefahr. Mängel beim Einbau der Festbrennstofföfen und Anwendungsfehler beim Heizen bis hin zur falschen Ascheentsorgung stellen dabei die Hauptprobleme dar.

Mit dem Rückgang der Temperaturen verlagert sich unser Leben wieder vermehrt in die eigenen vier Wände. Verstärkt wird dieser für den Herbst typische Trend zum „Cocooning“ heuer durch die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Damit steht aber auch fest, dass die Zahl der Heimunfälle heuer noch stärker als sonst ansteigen wird – ebenso die Zahl der Brände im zivilen Bereich. Auch die Renaissance von offenen Kaminen, Schwedenöfen und Kachelöfen trägt zur Zunahme des Brandrisikos bei. „Vor allem Öfen, die einen Blick auf die Flammen bieten, sind heute wieder ‚en vogue‘ und kommen besonders zu Beginn der Heizsaison, noch vor dem durchgehenden Betrieb der Zentral- oder Fernwärmeheizungen, zum Einsatz“, erklärt dazu Dr. Günther Schwabegger, Mitglied der Geschäftsführung der BVS-Brandverhütungsstelle für OÖ. Aus Sicht des Vorbeugenden Brandschutzes ist auch nichts dagegen einzuwenden – vorausgesetzt, die Öfen werden ordnungsgemäß eingebaut und sachgemäß betrieben.

Gerade beim Einbau kommt es aber häufig zu Mängeln. „Die Stimmung und die behagliche Wärme eines Holzfeuers haben zu einer neuen Modernität dieser Heizform geführt. In den letzten Jahren wurden daher neben Neubauten auch viele Bestandsobjekte – von Wohnungen über Reihenhäuser bis hin zu Einfamilienhäusern – nachträglich mit Festbrennstofföfen ausgestattet“, so Schwabegger. Oftmals erfolgten Aufstellung und Einbau der Öfen in Eigenregie und ohne vorherige Abklärung durch einen Experten. Genau das birgt aber eine Vielzahl von Gefahren und trägt dazu bei, dass die Zündquelle „Wärmegeräte“ in der Brandschadenstatistik der BVS-Brandverhütungsstelle für OÖ alljährlich zu den Top-3-Brandursachen zählt. So wurden etwa im Brandjahr 2018 österreichweit 696 von insgesamt 6.679 erfassten Bränden (Mindestschaden: 2.000 Euro) der Zündquelle „Wärmegeräte“ zugeordnet, alleine in Oberösterreich waren es 182 von insgesamt 1.118 Bränden. Hiervon gingen wiederum 57 Brandgeschehen (OÖ) von „mit festen Brennstoffen betriebenen Feuerstätten“ – also im Wesentlichen von Holzöfen – aus.

Gefahren durch nachträglichen Einbau von Holzöfen

Vielen Heimwerkern ist nicht bewusst, dass die Öfen und alle weiteren für deren Betrieb notwendigen Einrichtungen wie Rauchrohre, Wand- und Deckendurchführungen oder Kamine aufeinander abgestimmt und daher unbedingt durch einen Fachmann eingebaut werden müssen. Zu allererst brauche es die Abklärung durch den zuständigen Rauchfangkehrer-Meister, so Schwabegger: „Wenn ein vorhandener Kamin aufgrund seiner Dimensionierung nicht für den ausgewählten Ofen verwendet werden kann, besteht schon das erste Problem. Der Rauchfangkehrer sollte also jedenfalls beigezogen werden, weil er neben einer fachkundigen Beurteilung des Kaminsystems auch eine weiterführende Beratung – beispielsweise eine Analyse der notwendigen Luftzufuhr – mitliefern kann.“ In einem zweiten Schritt muss der Ofen fachmännisch aufgestellt und an den Kamin angeschlossen werden. Hier gelte es, alle notwendigen und vorgeschriebenen Sicherheitsabstände des Rauchrohres zu Wänden und Einrichtungsgegenständen einzuhalten. Befindet sich beispielsweise das Rauchrohr zu nahe an einer Holzvertäfelung, kann es alleine durch die Strahlungswärme zur Brandentstehung kommen. Ein weiteres Augenmerk muss auch auf die Wand- und Deckendurchführungen des Rauchrohres gelegt werden. Hier sind wiederum vorgegebene Sicherheitsabstände einzuhalten, die Montage sollte ausschließlich durch einen Fachmann erfolgen. „Neben der Strahlungswärme kann bei einer Deckendurchführung auch ein Wärmestau zur Brandentstehung führen“, erläutert Schwabegger.

Ist eine Wohnung schließlich mit einem (Holz-) Ofen ausgestattet, gilt es, diesen auch ordnungsgemäß zu betreiben. „Das heißt, der Kamin und das Rauchrohr müssen regelmäßig gekehrt und überprüft werden“, so der Brandschutzexperte. Alle nachträglichen Änderungen – wie z.B. ein Verbau des Ofenrohres oder bauliche Änderungen im Bereich der Wand- und Deckendurchführungen – müssen mit einem Fachmann abgeklärt werden.

Sicherer Betrieb von Öfen und Kaminen

Neben baulichen Mängeln führen auch immer wieder Nachlässigkeiten und mangelnde Erfahrung im Beheizen von Holzöfen zu Bränden. Wie bei allen anderen Heizgeräten gilt auch hier: Brennbare Materialien wie Papier und Textilien dürfen nur in ausreichendem Abstand zum Ofen oder Kamin gelagert werden. Bei offenen Kaminen sollte die Umgebung unbedingt durch Funkengitter vor Funkenflug geschützt werden. Und auch bei geschlossenen Kaminen, Schwedenöfen oder Kachelöfen gehört der Wohnbereich vor der Ofentür und der Aschenlade durch ein Vorlegeblech oder eine Glasplatte vor herausfallenden Glut- und Aschenresten geschützt.

Wurden alle Sicherheitshinweise befolgt und der Holzofen beheizt, gilt es schließlich noch, die Asche sicher zu entsorgen. Denn auch durch falsche bzw. unsachgemäße Ascheentsorgung kommt es immer wieder zu Bränden. „In der vermeintlich erkalteten Asche können sich bis zu 48 Stunden (in Ausnahmefällen bis zu 72 Stunden) lang Glutreste verbergen“, erklärt Schwabegger. Die Asche darf daher nur in metallene Sicherheitsbehälter mit Deckel geleert und erst nach drei Tagen im Restmüll entsorgt werden. Die Zeit kann verkürzt werden, wenn die Asche vollständig in Wasser geflutet wird. Grund für die Entsorgung im Restmüll statt über den Biomüll oder die Kompostieranlage ist, dass Verunreinigungen durch Kunststoffe, Metalle usw. nicht ausgeschlossen werden können.

Rauchwarnmelder in Neubauten verpflichtend vorgeschrieben!

Um trotz aller Vorsichtsmaßnahmen beim Heizen für den Fall der Fälle gerüstet zu sein, sollte jeder Haushalt mit mindestens einem oder noch besser mit mehreren Rauchwarnmeldern ausgerüstet sein. „Ein Rauchwarnmelder verhindert zwar nicht die Brandentstehung, er warnt aber bereits bei geringer Rauchkonzentration vor einem Entstehungsbrand und verhilft so zum entscheidenden zeitlichen Vorsprung, der für die Flucht aus gefährdeten Bereichen genützt werden kann“, appelliert Dr. Günther Schwabegger: „Die Anschaffungskosten für einen Rauchwarnmelder liegen heute nur mehr zwischen fünf und zehn Euro beziehungsweise zwischen 20 und 30 Euro für einen sogenannten 10-Jahres-Melder. Damit ist ein Rauchwarnmelder die mit Abstand günstigste Lebensversicherung!“ Wer also jeden Wohn- und Schlafraum mit einem Melder ausstattet, investiert im Durchschnitt den Gegenwert einer halben Tankfüllung für sein Auto.

Dazu kommt, dass seit Harmonisierung und Inkrafttreten der bundesländerspezifischen Bauvorschriften in Neubauten die Ausstattung aller Aufenthaltsräume mit jeweils mindestens einem unvernetzten Rauchwarnmelder gesetzlich vorgeschrieben ist. Durch die Neuerung und weitere Vereinheitlichung der Bauvorschriften in Österreich sollte die Durchdringung der Haushalte mit Rauchwarnmeldern in den kommenden Jahren also deutlich erhöht werden.

Wissenswertes zum Einbau von Holzöfen

Rechtzeitige Abklärung

Vor dem (nachträglichen) Einbau eines Ofens (offener oder geschlossener Kamin, Schweden-ofen, Kachelofen, Ölofen usw.) ist der Schornstein (auch „Rauchfang“ oder „Kamin“) auf dessen Eignung zu überprüfen

Fachmännischer Einbau

Auf Eigeneinbauten sollte unbedingt verzichtet werden! Öfen und alle weiteren für deren Betrieb notwendigen Einrichtungen wie Rauchrohre, Wand- und Deckendurchführungen sollten nur von Fachleuten errichtet werden.

Sicherheitsabstände

Rauchrohre müssen entsprechende Sicherheitsabstände zu allen baulichen Einrichtungen (Wänden, Decken usw.) sowie zu allen brennbaren Materialien aufweisen.

Meldung an den Rauchfangkehrer

Nachträglich eingebaute Öfen bzw. Feuerstätten sind unbedingt dem zuständigen Rauchfangkehrer zu melden. Dieser sorgt auch für das regelmäßige Kehren und Überprüfen des Kamins.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
11.04.2021

Wo bleibt die große Empörung?

Die meisten ermordeten Frauen kennen ihre Mörder, sehr oft sind diese aus dem familiären Umfeld Die meisten ermordeten Frauen kennen ihre Mörder, sehr oft sind diese aus dem familiären Umfeld

Und wieder wurden Frauen in Österreich ermordet. Gerade erst starb jene Wiener Trafikantin, die von ihrem Ex-Partner mit brennbarer Flüssigkeit übergossen und angezündet wurde. In Graz stellte sich vor wenigen Tagen ein Mann der Polizei und gestand, dass er seine Frau erstochen habe. Die vier Kinder waren zum Zeitpunkt des Mordes in der Schule.

Die meisten ermordeten Frauen kennen ihre Mörder, sehr oft sind diese aus dem familiären Umfeld. Wenn Frauen in diesem Kontext getötet werden, ist oft von „Beziehungstat“, „Familientragödie“ oder „Eifersuchtsdrama“ die Rede. Das sind Begriffe, mit denen indirekt impliziert wird, dass die Ermordete ihr Schicksal herausgefordert hat – etwa, weil sie sich vom Mann trennen wollte. Es findet natürlich jeder verwerflich, wenn ein Mann gewalttätig wird, irgendwie aber scheint es so zu sein, dass die Gesellschaft im Ernstfall bei Männern eher damit rechnet. In der Realität sieht das dann so aus, dass in der Kriminalstatistik 2020 31 ermordete Frauen aufscheinen – fast immer von (Ex-)Partnern. Heuer sind es bis April sieben. Es töten einheimische Männer genauso wie jene mit Migrationshintergrund. Höhere Strafen durch das (entgegen allen Warnungen von Experten) durchgedrückte neue Gewaltschutzpaket haben nichts gebracht. Warum? Weil man damit mehr auf (zu) späte Strafe als auf Schutz setzt. Dass es bei Zweiterem Defizite gibt, zeigt die Tatsache, dass fast alle der zuletzt Ermordeten bereits Kontakt mit der Polizei hatten. Es braucht mehr Geld für Täterarbeit. Es wird zu wenig an patriarchalem Denken geschraubt. Auf Kränkung mit Gewalt zu reagieren muss aus Männerköpfen. Der Begriff des Femizids zerrt Frauenmorde zwar aus dem Privaten ins Öffentliche, Schutzsuchenden rechtzeitig zu helfen aber wäre Sache des Staates.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG "Leitartikel" von Liane Pircher
27.04.2021

Massensterben, Sumpfwälder und fliegende Fische von Lunz

Alexander Lukeneder Alexander Lukeneder

Ein internationales Team um den NHM Wien-Paläontologen Dr. Alexander Lukeneder erforscht in den kommenden zwei Jahren eine der größten Umweltkatastrophen der Erdgeschichte. Ein weltweiter Klimawandel führte vor 233 Millionen Jahren zu einem gigantischen Massensterben in den Meeren des Mesozoikums. Die unter dem Namen „Karnische Krise“ bekannte Phase kann auch bei Lunz am See beobachtet werden.

Zwei Projekte – ein Ziel

Hauptziel der vielfältigen und modernen Untersuchungen ist ein Gebiet nördlich von Lunz am See. In diesem Bereich der Nördlichen Kalkalpen sind überwiegend Gesteine der sandigen Lunz-Formation aufgeschlossen. Diese sind durch das Auftreten der triassischen Lunz-Flora weltweit bekannt. Unter diesen kohleführenden Ablagerungen treten die feingeschichteten Reingrabener Schichten auf. Diese schwarzen, tonigen Ablagerungen beinhalten eine Konservat-Lagerstätte von Weltruf.

Konservat-Lagerstätten zeichnen sich durch besonders gute, vollständige Erhaltung der eingeschlossenen Fossilien aus. „Es ist faszinierend, die feinsten Strukturen dieser urzeitlichen Tiere und Pflanzen wie Schachtelhalme oder Borstenwürmer sehen zu können“, freut sich Lukeneder. In den vom Land Niederösterreich (Wissenschaft und Forschung) und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Geo/Hydro Sciences) finanzierten Projekten soll nun diese einzigartige Fossilfundstelle erforscht werden.

Seit über 140 Jahren ist die Gegend um Lunz für ihren Fossilreichtum bei Wissenschafter*innen, aber auch bei Citizen Scientists bekannt. Auf der Suche nach Kohle wurden schon im späten 19. Jahrhundert, um 1880, Stollen in das Gestein getrieben. Die Entdeckung von Fossilien in diesen Stollen war also ein Nebenprodukt der Kohlegewinnung.

Die Geologische Bundesanstalt und das Naturhistorische Museum Wien veranlassten daraufhin Grabungen zur Fossilgewinnung. Tausende Fossilien konnten so gewonnen werden, wurden aber nur teilweise bearbeitet und bilden somit die Grundlage der heutigen Untersuchungen.

In den Meeresablagerungen der späten Triaszeit konnten ausgezeichnet erhaltene Ammoniten, Tintenfische, Muscheln, Schnecken, Krebse, Borstenwürmer, verschiedenste Fische und auch ein Lungenfisch entdeckt werden. Die große Diversität der entdeckten Fauna wie auch die fantastische Erhaltung der Fossilien dieser Lagerstätte machen diesen Fundpunkt zur einzigartigen Möglichkeit, die Umwelt der späten Triaszeit bestmöglich zu erforschen und so neue Erkenntnisse zum Klima dieser Zeit zu gewinnen.

Die karnische Krise – der Zusammenbruch

Im Untersuchungsgebiet wurde eine Zeit grundlegender ökologischer Veränderungen während der zwei Millionen Jahre andauernden, globalen Karnischen Krise überliefert. Während dieser Phase kam es zum Zusammenbruch ganzer Ökosysteme. Nach heutiger Sicht führte gewaltiger Vulkanismus in Kanada und in den USA nicht nur zur Ablagerung einer mehr als tausend Meter dicken Schicht aus Basalt, sondern auch zu einem enormen Anstieg von CO2 in der Atmosphäre. Das wiederum führte in der späten Triaszeit zu einer starken Klimaerwärmung mit wesentlich feuchterem Klima. Weltweit spülten die monsunartigen Regenfälle Sediment in die Meere und die Riffe erstickten im Schlamm. Die Geochemie der Sedimente und der darin erhaltenen Fossilien erlaubt Rückschlüsse auf Sauerstoffgehalt, Wasserchemie und Meerestemperatur und ermöglicht eine Rekonstruktion der ehemaligen Lebensräume.

So dokumentieren die Gesteine um Lunz am See das dramatische Absterben von Korallenriffen, das Entstehen von sauerstoffarmen Meereswüsten und das Erblühen von dichten Sumpfwäldern als Folge einer drastischen Klimaänderung.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: NHM Wien / C. Rittmannsperger
24.02.2022

Kuchendekor mit Titandioxid-Gehalt zum ärgerlichsten Lebensmittel gekürt

Kuchendekor mit Titandioxid-Gehalt zum ärgerlichsten Lebensmittel gekürt Kuchendekor mit Titandioxid-Gehalt zum ärgerlichsten Lebensmittel gekürt

Mehr als 8.600 Konsumentinnen und Konsumenten haben sich an der Abstimmung des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) über das ärgerlichste Lebensmittel des Jahres 2021 beteiligt. Der Negativpreis „KONSUM-Ente“ geht dieses Mal an Dr. Oetker, da der Konzern seinen Kundinnen und Kunden in Österreich mit Titandioxid versetzten Kuchendekor zumutet, während er den umstrittenen Zusatzstoff in Deutschland längst aus dem Sortiment verbannt hat. Auf den weiteren Plätzen folgen das S-Budget Baguette von Spar sowie die Nuss-Nougat-Creme von Billa Bio. Ein Ranking der ärgerlichsten Lebensmittel des Jahres 2021 gibt es ab heute auf www.konsument.at und im Testmagazin KONSUMENT.

So viele Zuschriften wie noch nie (688 Beschwerden) gingen im vergangenen Jahr bei der Melde- und Informationsplattform www.lebensmittel-check.at ein, welche 2010 vom VKI ins Leben gerufen wurde und vom Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) unterstützt wird.

„Es ist deutlich erkennbar, dass Verbraucherinnen und Verbraucher zunehmend auf problematische Inhaltsstoffe und die Herkunft von Lebensmitteln achten“, erläutert VKI-Projektleiterin Teresa Bauer. „Immer weniger Menschen scheinen akzeptieren zu wollen, dass Lebensmittel, die hierzulande angebaut und produziert werden können, über tausende von Kilometern transportiert werden. Dies spiegelt sich auch in den Ergebnissen des aktuellen Votings wider, bei dem die ärgerlichsten Lebensmittel des Vorjahres gekürt wurden.“

Die 5 ärgerlichsten Lebensmittel 2021

KONSUM-Ente – Platz 1: Dr. Oetker Kuchen-Dekor

Anders als in Deutschland mischt Dr. Oetker hierzulande seinen Kuchendekor-Produkten den problematischen Lebensmittelzusatzstoff Titandioxid bei (z.B. Party Mix, Rainbow Mix). Der als E 171 gekennzeichnete weiße Farbstoff wurde im Mai letzten Jahres von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als „nicht sicher“ einge­stuft. Titandioxid steht im Verdacht, krebserregend zu sein. In Frankreich ist E 171 bereits seit Jänner 2020 in Lebensmitteln verboten. Beim dort verkauften Kuchendekor verzichtet Dr. Oetker auf Titandioxid – ebenso seit einiger Zeit in Deutschland. Das Unternehmen hatte angekündigt, dass dies in Österreich bis spätestens Ende 2022 der Fall ist. Aufgrund eines mittlerweile beschlossenen EU-Verbots hat das Unternehmen nun möglicherweise früher Handlungsbedarf: Ab Sommer 2022 ist die Verwendung des Zusatzstoffes Titandioxid in Lebensmitteln untersagt.

Platz 2 – Spar S-Budget Baguette

Frankreich ist als Herkunftsland auf dem Etikett des Baguettes von Spar S-Budget angegeben. Das Weißbrot wird nach Auskunft des Unternehmens tiefgekühlt aus Frankreich importiert, um dann in Österreich fertig gebacken zu werden. Der weite Transportweg und die Tatsache, dass auch heimische Betriebe dieses Lebensmittel erzeugen könnten, bescherte Spar den zweiten Platz im Ranking.

Platz 3 – Billa Bio Nuss-Nougat-Creme

Anfang 2021 hat Rewe in Österreich eine Nuss-Nougat-Creme der neu eingeführten Eigenmarke Billa Bio auf den Markt gebracht. In dieser ist neben Sonnenblumenöl auch Palmöl enthalten, was von vielen Konsumentinnen und Konsumenten aufgrund der damit verbundenen Nachhaltigkeitsproblematik nicht goutiert wurde.

Platz 4 – Darbo Feiner Blütenhonig

Bei einem Produkt der Firma Darbo erwarten offenbar viele Kundinnen und Kunden Qualität aus Österreich. Doch die Tiroler Firma bezieht ihre Zutaten nicht ausschließlich von heimischen Imkern. Dass der „Feine Blütenhonig“ – ein Klassiker des Unternehmens – aus den Ländern Ungarn, Rumä­nien und Mexiko stammt, sorgte im Rahmen der Umfrage für größeren Unmut.

Platz 5 – Römerquelle Emotion

Der Getränkehersteller ließ mit einer versteckten Preiserhöhung die Emotionen hochgehen. So wurde die gewohnte 1-Liter-PET-Flasche ohne Ankündigung oder begleitende Information auf 0,75 Liter verkleinert, während der Preis pro Liter erhöht wurde. Römerquelle Emotion verteuerte sich damit über Nacht um 11 Prozent.

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08.09.2021

Mehrheit plant trotz Corona dieses Jahr noch Urlaub

 62% der Befragten planen trotz Corona dieses Jahr noch einen Urlaub. 62% der Befragten planen trotz Corona dieses Jahr noch einen Urlaub.

Wie beeinflusst Corona die Reisepläne für Herbst und Winter? Welche Rolle spielen Reisebestimmungen, kostenlose Stornierung oder die Impfung? Die Restplatzbörse, Österreichs Nummer 1 für Last Minute Reisen, hat über 1.300 Personen zu ihrem Reiseverhalten während der Pandemie befragt und spannende Antworten erhalten.

Zwei von drei sagen Ja zu Urlaub im Herbst und Winter

62% der Befragten planen trotz Corona dieses Jahr noch einen Urlaub. Fast die Hälfte davon möchte innerhalb Europas verreisen, über ein Viertel plant eine Fernreise und ca. ein Fünftel möchte den Urlaub in Österreich verbringen. 23% sind unentschieden, ob sie noch verreisen werden, 15% haben dieses Jahr keinen Urlaub mehr geplant.

Last Minute boomt

Fast jeder Zweite bucht laut der Befragung am liebsten Last Minute, also bis zu 14 Tage vor der Reise. Dieser Trend zeigt sich auch in den diesjährigen Buchungszahlen der Restplatzbörse. „"Im Vergleich zu 2019 haben sich die Last Minute Buchungen mehr als verdoppelt. Heute buchen, morgen verreisen ist das Motto"“, so Roman Kresz, Leiter für Vertrieb und Marketing bei der Restplatzbörse. Kein Wunder: Reisebestimmungen und die Situation im Urlaubsland können sich laufend ändern, deshalb fällt die Entscheidung über das Urlaubsland seit Corona spontaner denn je.

Gratis Storno wichtiger als günstiger Preis

Die Restplatzbörse wollte wissen, welche Kriterien bei der Urlaubsbuchung seit Corona die größte Rolle spielen. Eindeutig auf Platz 1: die Reisebestimmungen. Kostenlosen Storno- und Umbuchungsmöglichkeiten rangieren auf Platz 2 und sind somit für die Befragten wichtiger als ein günstiger Preis, der auf Platz 3 landet. Kresz: „"Die Bedenken, dass eine gebuchte Reise wegen geänderter Reisebestimmungen nicht stattfinden kann, sind da. Viele Reiseveranstalter haben bereits reagiert und bieten Flex-Tarife an, mit denen der Urlaub bis kurz vor Anreise kostenlos storniert oder umgebucht werden kann. Wir beraten unsere Kund:innen, welches Angebot am besten zu ihnen passt und freuen uns, so eine zusätzliche Sicherheit geben zu können."“

Klares Ja zur Impfung

87% der Befragten sind entweder bereits vollständig geimpft oder möchten sich noch impfen lassen. Das ist wesentlich höher als der Österreich-Schnitt von knapp 60%. Vollständig geimpfte Personen genießen beim Reisen viele Vorteile wie den Entfall der Quarantäne- und Testpflicht, deshalb liegt die Vermutung nahe, dass Urlaub ein starker Anreiz ist sich impfen zu lassen.

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22.10.2021

Ärztekammer blitzt mit Disziplinarverfahren gegen maßnahmenkritische Ärzte ab

Ärztekammer blitzt mit Disziplinarverfahren gegen maßnahmenkritische Ärzte ab Ärztekammer blitzt mit Disziplinarverfahren gegen maßnahmenkritische Ärzte ab

Der Disziplinarrat der Ärztekammer Wien hatte den Leiter der Abteilung für Allgemeinmedizin am Zentrum für Public Health der MedUni Wien, Univ. Prof. Andreas Sönnichsen, in einer nichtöffentlichen Verhandlung zu EUR 5.000.- verurteilt, weil dieser im Rahmen einer ICI-Pressekonferenz über die COVID-19-Pandemie sprach. Sönnichsen hatte gesagt, die Gefährlichkeit von Covid-19 werde überschätzt, die Todesraten wären auch auf Lebensumstände der Patientinnen zurückzuführen, auf die statistische Zählweise und auch auf die Funktionalität des Gesundheitswesens. Insbesondere sei die Erkrankung für Kinder in den allermeisten Fällen ungefährlich. Er sagte auch, der verordnete Mund-Nasen-Schutz bringe so, wie er von den meisten Menschen angewandt würde, mehr Schaden als Nutzen und die einzig sinnvolle Maßnahme zum Schutz vor COVID-19 sei Händehygiene, Hust- und Niesetikette sowie Abstand von Erkrankten. Überdies seien die Impfstoffe hinsichtlich Langzeiteffektivität und –sicherheit nicht ausreichend geprüft worden.

Freiheit der Meinungsäußerung und Wissenschaft - auf faktischer Grundlage

Gegen seine Verurteilung hat Univ. Prof. Andreas Sönnichsen eine Beschwerde beim Verwaltungsgericht Wien eingelegt, die erfolgreich war. Das VWG Wien hält dazu fest: „Die vom Disziplinarbeschuldigten getätigten inkriminierten Äußerungen, die er als solche nicht bestreitet, stellen Werturteile dar, die auf einer faktischen Grundlage beruhen. Diese Äußerungen unterfallen daher sowohl der verfassungsgesetzlich gewährleisteten Freiheit der Meinungsäußerung (Artikel 10 EMRK) als auch der Freiheit der Wissenschaft (Artikel 17 StGG).“

Notfallärztin nannte Impfung “Dreck”

Wie willkürlich die Disziplinarkommission der Ärztekammer agiert, zeigt auch der Fall einer steirischen Notfallärztin. Sie hatte sich nach der erfolgreichen Behandlung zweier lebensbedrohlicher Impfnotfälle im Affekt kritisch über die Covid Impfung geäußert und wurde danach bei der Ärztekammer Steiermark vernadert und von ihrem Arbeitgeber entlassen. Die Ärztin wurde hier jedoch von der ÄK-Diziplinarkommission „freigesprochen“. Vernadert wurde die Ärztin offensichtlich von einem SPÖ-Landtagsabgeordneten und Gewerkschafter in jener Einrichtung, in welcher zwei Impfnotfälle gleichzeitig aufgetreten waren. Er hätte der Notärztin gegenüber auch dankbar sein können, dass sie zwei Impfopfer in jener Einrichtung, wo er selbst Betriebsrat ist, vor dem Schlimmsten gerettet hatte. Die steirische Disziplinar-Kommission der ÄK hielt fest, dass es sich bei der angeklagten Notfallärztin um eine sehr gute Ärztin handelt und sie die Behandlung der Impf-Notfälle lege artis durchgeführt hat. Ein Mitglied hielt die Reaktion der Notfallärztin „angesichts der gegebenen Umstände für nachempfindbar“. Das arbeitsrechtliche Verfahren bzgl. der Kündigung ist noch anhängig.

Inquisitionsprozess?

Disziplinarrechtliche Verfahren vor der Ärztekammer entsprechen nicht annähernd rechtsstaatlichen Standards, wie sie etwa vor Gericht garantiert sind. So etwa verlangt die Ärztekammer den Ausschluss der Öffentlichkeit. Medizinische Gutachten werden nicht zugelassen und die Anklagebehörde fungiert gleichzeitig auch als beurteilende Behörde – was an Inqusitionsprozesse erinnert. Inkriminierte Ärzte müssen außerdem für ihre Kosten selbst aufkommen – egal wie das Verfahren ausgeht. Deswegen lässt Sönnichsen jetzt ein strafrechtliches Vorgehen gegen die Entscheidungsträger der Disziplinarkommission der Ärztekammer prüfen und behält sich Schadensersatzansprüche gegen diese Einrichtung vor.

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01.04.2021

50 Verkehrstote im 1. Quartal 2021 - niedrigster Wert seit Aufzeichnungsbeginn

50 Verkehrstote im 1. Quartal 2021 - niedrigster Wert seit Aufzeichnungsbeginn 50 Verkehrstote im 1. Quartal 2021 - niedrigster Wert seit Aufzeichnungsbeginn

Laut vorläufigen Zahlen sind im österreichischen Straßenverkehr zwischen 1. Jänner und 31. März des heurigen Jahres 50 Personen tödlich verunglückt – das entspricht einem Rückgang von rund 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und einem historischen Tiefstand der Verkehrstoten zu diesem Zeitpunkt seit Aufzeichnungsbeginn. "Bei der Analyse der Daten zeigte sich, dass absolut gesehen die Zahl der getöteten Pkw-Insassen (31) nach wie vor den größten Anteil ausmacht – gefolgt von Fußgängern (7), Lkw-Insassen (4), Motorradfahrern und Radfahrern (jeweils 3). Dennoch gilt die Devise, dass jeder Verkehrstote einer zu viel ist", sagt ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé.

Rund 62 Prozent aller Verkehrstoten waren im Pkw unterwegs. 52 Prozent aller getöteten Pkw-Insassen kamen bei Alleinunfällen ums Leben, 39 Prozent bei Frontalkollisionen. "Die Unfallursache ist in den meisten Fällen auf Unachtsamkeit/Ablenkung und eine nicht den Verhältnissen angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen. Es braucht unbedingt weiterhin Maßnahmen, um das Sicherheitsbewusstsein unter den Verkehrsteilnehmern zu schärfen. Insbesondere im Bereich von Kreuzungen muss man sich mehrfach vergewissern, niemanden zu übersehen und darf sich nicht blind auf seinen Vorrang verlassen. Und es gilt der Grundsatz: Der Stärkere hat immer auf den Schwächeren zu achten", so Nosé.

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23.02.2022

21 Krapfen mit Marillenmarmelade im Test

Bei der Geschmacksbewertung war auffällig, dass das teuerste Produkt im Testfeld bei den Verkostern durchfiel. Bei der Geschmacksbewertung war auffällig, dass das teuerste Produkt im Testfeld bei den Verkostern durchfiel.

Pünktlich zum Höhepunkt der Faschingssaison hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) wieder einmal wissen wollen, wie es um die Qualität der Krapfen im einheimischen Sortiment bestellt ist. 21 Marillenkrapfen mit Preisen von 25 Cent bis 2,95 Euro waren auf dem Prüfstand, darunter drei Bio‑Produkte und zwei vegane Krapfen. Eingekauft wurden die Proben bei Supermärkten, Discountern, im Biosupermarkt sowie in 10 Bäckereien, die mehrere Filialen betreiben. Die Bewertung in der Verkostung war das wichtigste Testkriterium. Zudem wurden die Herstellerangaben für Zucker und Fett überprüft sowie die Marmeladen-Füllmasse gemessen. Im Gesamtergebnis konnte 16‑mal das Testurteil „gut“ vergeben werden. Ein „sehr gut“ gab es leider nicht, auch wenn der Erstgereihte diese Topbewertung nur knapp verpasste. Die vollständigen Ergebnisse der Untersuchung gibt es ab sofort auf www.konsument.at/krapfen-2022.

Bei der Geschmacksbewertung war auffällig, dass das teuerste Produkt im Testfeld bei den Verkostern durchfiel. Alle Proben des „Butterkrapfen“ von Joseph Brot waren sehr dunkel und schmeckten verbrannt und fettig. Für den stolzen Preis von knapp drei Euro pro Stück ein mehr als enttäuschendes Ergebnis.

Bei der Überprüfung der Deklaration von Zucker- und Fettanteil wies der vegane „Vrapfen“ von Billa Plus die stärkste Abweichung auf. Er enthielt rund 60 Prozent mehr Fett als auf der Verpackung angegeben. Bemerkenswert ist, dass die meisten Produzenten einen höheren Zuckergehalt nannten als (inklusive Zuckerbestäubung) tatsächlich enthalten war.

Zudem wurden die Hersteller gebeten, Auskunft über die Herkunft der Rohwaren zu geben. Bewertet wurde dabei nur, ob sie eine Stellungnahme abgaben oder nicht. Die Herkunft der Zutaten wurde nicht bewertet.

„Getreide und Eier stammen bei fast allen aus Österreich. Nur Lidl lässt seine Krapfen in Deutschland produzieren. Dort werden Mehl und Eier aus ‚EU- / nicht EU-Herkunft‘ verwendet. Die Fruchtfüllung stammt meist aus Österreich, die Bio-Konfitüre aus Deutschland“, erläutert VKI-Projektleiterin Nina Eichberger. „Erfreulich ist auch, dass alle Produzenten mit Ausnahme von Lidl inzwischen auf Palmöl verzichten.“

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07.06.2021

Umfrage: 85% glauben, dass Pandemie noch lange nicht überstanden ist

Umfrage: 85% glauben, dass Pandemie noch lange nicht überstanden ist Umfrage: 85% glauben, dass Pandemie noch lange nicht überstanden ist

Wie eine vom Meinungsforschungsinstitut Unique research für die aktuelle profil-Ausgabe durchgeführte Umfrage zeigt, glauben nur wenige Österreicher daran, bald in die alte Normalität zurückkehren zu können:

Auf die Frage, wie es mit der Corona-Pandemie weitergeht, antworten 71%, dass das Virus bleiben wird, die Menschen „durch Impfungen und neue Behandlungen“ aber damit „leben lernen“ werden.

14% halten angesichts von Mutationen auch neuerliche Lockdowns für wahrscheinlich. Nur 8% der Befragten glauben, dass durch die Impfung die Pandemie „mehr oder weniger bezwungen“ ist.

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03.05.2022

Trotz Rekordgewinnen erhöht Verbund Gas- und Strompreise massiv

Vor allem die Preiserhöhung bei Strom stößt auf völliges Unverständnis bei der Arbeiterkammer – wirbt der Verbund doch seit Jahren mit 100 Prozent Strom aus heimischer Wasserkraft. Vor allem die Preiserhöhung bei Strom stößt auf völliges Unverständnis bei der Arbeiterkammer – wirbt der Verbund doch seit Jahren mit 100 Prozent Strom aus heimischer Wasserkraft.

Der Verbund hat mit 1. Mai die Preise für Strom je nach Vertrag um 21 Euro pro Monat und mehr erhöht. Bei Gas beträgt die monatliche Erhöhung sogar 75 Euro. Vor allem die Preiserhöhung bei Strom stößt auf völliges Unverständnis bei der Arbeiterkammer – wirbt der Verbund doch seit Jahren mit 100 Prozent Strom aus heimischer Wasserkraft.

Diese massive Preiserhöhung ist dadurch entstanden, dass der Verbund die verrechneten Energiepreise an einen Index koppelt. „Dieses Vorgehen ist unverantwortlich. Das ist eine rein virtuelle Kostensteigerung, die nur durch diese Lieferbedingungen entsteht, der aber keine gleichwertige Steigerung der Erzeugungskosten für Strom gegenübersteht“, betont AK Energieexpertin Christina Brichta-Hartmann. Den Verbund kostet die Erzeugung einer Kilowattstunde Strom aus Wasserkraft nicht plötzlich so viel mehr. Aus Sicht der AK ist es daher hochproblematisch, dass sich der Verbund hinter dem Markt und dem Aktienrecht versteckt und auf diese Weise enorme Gewinne einfährt“.

So stieg der Gewinn des Verbundes im Vorjahr um über 38 Prozent auf 874 Mio. Euro, für 2022 wird ein Gewinn von bis zu zwei Mrd. Euro erwartet. Damit erhöhen sich auch die Dividenden für Aktionär:innen kräftig. Diese Rekorddividenden könnten sich heuer gegenüber dem Vorjahr sogar noch verdoppeln.

Der Verbund, der überwiegend im Eigentum der öffentlichen Hand und anderer Energieversorger ist, soll endlich Verantwortung übernehmen und den indexgetriebenen Preiserhöhungsautomatismus in seinen Lieferbedingungen abstellen. Neue gesetzlichen Regelungen im Energierecht machen das möglich.

„Das Verhalten des Verbunds zeigt lehrbuchhaft, warum Übergewinne (Wind-fall-profits) abgeschöpft werden müssen“, so Brichta-Hartmann. „Denn hier werden gewaltige ungerechtfertigte Gewinne auf Kosten der Strom- und Gaskund:innen erwirtschaftet.“ Sollte der Verbund seiner Verantwortung gegenüber seinen Kund:innen nicht nachkommen, müsse die Politik eingreifen und den Übergewinn durch eine Sondersteuer abschöpfen und an die Energiekund:innen umverteilen. „Als ersten Schritt muss der Finanzminister seine Mehreinnahmen durch den Verbund an die Haushalte rückverteilen. Denn viele Menschen wissen im Moment nicht mehr, wie sie ihre Strom- und Gasrechnungen bezahlen sollen.“ Die AK hat aber nicht nur den Verbund im Visier: Auch andere Energieunternehmen profitieren von der derzeitigen Situation auf den Energie-Großhandelsmärkten und fahren aktuell Rekordgewinne ein. Gleichzeitig belastet die Teuerung die Menschen massiv. Die AK fordert, diese Gewinne der Energieanbieter dafür zu verwenden, die Teuerung für die Menschen abzufedern. „Die Umverteilung von unten nach oben muss beendet werden – und wenn es die Versorger nicht tun, dann muss es per Gesetz passieren“, fordert Brichta-Hartmann abschließend.

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04.02.2021

Zufriedenheit mit der Wohnsituation so hoch wie noch nie

Seit nicht ganz einem Jahr verbringen viele Österreicherinnen und Österreicher mehr Zeit zuhause Seit nicht ganz einem Jahr verbringen viele Österreicherinnen und Österreicher mehr Zeit zuhause

Seit nicht ganz einem Jahr verbringen viele Österreicherinnen und Österreicher mehr Zeit zuhause. Für viele sind die eigenen vier Wände daher nicht „nur“ Wohnraum, sondern auch Arbeits- und / oder Klassenzimmer. Doch wie zufrieden sind die Österreicherinnen und Österreicher mit ihrer Wohnsituation? Dieser Frage ist die aktuelle Integral Trendstudie 2021 für ImmoScout24 unter 1.000 Österreicherinnen und Österreichern nachgegangen.

„Trautes Heim, Glück allein“ ist Großteils Realität

Die erfreuliche Nachricht zuerst: „Trautes Heim, Glück allein“ ist nicht nur ein Sprichwort. Denn befragt nach der Zufriedenheit mit der derzeitigen Wohnsituation, vergeben die Österreicher die Note „Gut“ (Mittelwert von 1,7; 84 Prozent sind zufrieden). Mehr als die Hälfte der Österreicher (53 Prozent) ist mit der eigenen Wohnsituation sogar sehr zufrieden, weitere 31 Prozent sind immerhin eher zufrieden. Besonders wohl in den eigenen vier Wänden fühlen sich die über 50-Jährigen. Hier sind knapp zwei Drittel sehr, 26 Prozent eher zufrieden.

Wie der Vergleich über die Jahre zeigt, ist der Wert leicht, aber kontinuierlich gestiegen: So gaben in den ImmoScout24-Trendstudien 2012 und 2017 noch 80 Prozent an, mit ihrer Wohnsituation zufrieden zu sein, 2020 waren es 81 Prozent.

Wer in Wien oder in Stadtlage wohnt, ist am wenigsten zufrieden

Im Bundesländervergleich zeigen die Wiener die geringste Zufriedenheit mit ihrer Wohnsituation: nur 78 Prozent sind zumindest eher zufrieden. Besonders gut lebt es sich hingegen in Vorarlberg (92 Prozent sind zumindest eher zufrieden), gefolgt von Niederösterreich (90 Prozent), dem Burgenland (89 Prozent) und Oberösterreich (87 Prozent). Grundsätzlich gilt zudem: Egal, in welchem Bundesland man zuhause ist, wer im Umland / Einzugsgebiet einer Stadt wohnt, ist in 9 von 10 Fällen zufrieden, in Stadtlage sind es nur mehr rund drei Viertel der Befragten.

Hohe finanzielle Belastung geht mit höherer Unzufriedenheit einher

Abgesehen vom Wohnort, sinkt die Zufriedenheit mit der eigenen Wohnsituation jedenfalls dann, wenn der finanzielle Druck hoch ist. Sei es aufgrund eines grundsätzlich geringen Einkommens oder aufgrund eines hohen Anteils der Wohnkosten am Haushalts-Nettoeinkommen bzw. aufgrund der insgesamt hohen finanziellen Belastung. Werden Wohnkosten als (sehr) belastend wahrgenommen bzw. werden mehr als 50 Prozent des Haushalts-Nettoeinkommens für das Wohnen ausgegeben, geben nur mehr 7 von 10 Befragten an, mit der Wohnsituation zufrieden zu sein.

Wer ein Haus bewohnt und/oder ein Eigenheim besitzt, ist zufriedener

Wer ein Haus sein Eigen nennt bzw. eine Immobilie im Eigentum besitzt, fühlt sich darin tendenziell besonders wohl (Mittelwert 1,4; 9 von 10 sind zufrieden). Die Zufriedenheit sinkt bereits, wenn „nur“ eine Wohnung bewohnt wird (78 Prozent sind zufrieden) oder man zur Miete wohnt (70 Prozent). Ein gutes Zeugnis wird auch Genossenschaftsobjekten ausgestellt (84 Prozent sind zufrieden), Gemeindeimmobilien hingegen weniger (70 Prozent).

Neben der Art der Immobilie spielt die Größe eine zentrale Rolle. Wer mehr Platz zur Verfügung hat, ist wesentlich zufriedener: bei einer Wohnfläche von 130 m2 oder mehr sind 94 Prozent der Befragten zufrieden, bei Wohnungen bis 89 m2 nur mehr 79 Prozent. In einer Wohnung, die weniger als 69 m2 hat, gar nur mehr 72 Prozent.

Top-Unzufriedenheitstreiber: die fehlende Freifläche

Abseits von finanzieller Belastung, Art der Immobilie, Lage oder Größe: Kein Faktor hat so viel Einfluss auf die Unzufriedenheit mit der Wohnsituation wie eine fehlende Freifläche. Denn wer eine zur Verfügung hat, ist überdurchschnittlich zufrieden: Zwei Drittel der Befragten mit Garten oder Terrasse sind sogar sehr zufrieden, weitere 25 Prozent immerhin eher zufrieden. Balkone, Loggien und Wintergärten machen ebenfalls glücklich – wenn auch etwas weniger (57 Prozent sehr zufrieden, 30 Prozent eher zufrieden). Fehlt die Freifläche jedoch, sinken die Werte enorm: Nur ein Viertel der Befragten bewertet die eigene Wohnsituation trotz fehlender Freifläche mit sehr, weitere 39 Prozent mit eher zufriedenstellend.

„Gerade die letzten Monate haben gezeigt, wie wichtig die Wohnsituation ist – und wie wichtig Platz und Freiflächen sind, wenn sich der Lebensmittelpunkt über einen längeren Zeitraum stärker als sonst in die eigenen vier Wände verlagert,“ so Markus Dejmek, Österreich-Chef von ImmoScout24. „Umso schöner ist es zu sehen, dass die Österreicherinnen und Österreicher im Großen und Ganzen zufrieden sind und diese Zufriedenheit über die Jahre sogar zugenommen hat,“ so Dejmek.

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27.04.2021

Die „Erste Wohnmesse .digital“ mit großem Besucherecho

GF Enteco, Sebastian Berloffa, Moderator Mag. Walter Senk, Architektin DI Rita Reisinger-Schöbel, Architektin DI Doris Kutscher GF Enteco, Sebastian Berloffa, Moderator Mag. Walter Senk, Architektin DI Rita Reisinger-Schöbel, Architektin DI Doris Kutscher

Innovativ, vielfältig und enorm informativ präsentierte sich die diesjährige „Erste Wohnmesse .digital“ am 25. April 2021. Ohne Wartezeiten, völlig stressfrei und mit flexibler Zeiteinteilung nutzten rund 2.800 Besucherinnen und Besucher die Angebote des digitalen Messeerlebnisses. Mehr als zwanzig namhafte Dienstleister, Bauträger und Makler aus der Branche rund um den stets innovativen Hauptpartner Erste Bank, wie s-Real, Wiener Städtische, WINEGG, APROM, ARWAG, BUWOG, EHL, Mischek, GLORIT, Die Wohnkompanie, ÖRAG und STRABAG Real Estate begeisterten die Kunden mit speziellen Messeangeboten. Ein besondere Publikumsmagnet waren die Expertentalks. Hier konnten die Besucherinnen und Besucher alles fragen, was ihnen zum Thema Wohnungskauf, Steuern, Zinsausblick, Finanzierung, Absicherung etc. wichtig war. In Echtzeit erhielten die Teilnehmer Antworten von hochkarätigen Expertinnen und Experten auf jene Fragen, für die man normalerweise exklusive Beratungsgespräche buchen muss.

„"Der Besucherandrang - dem Schönwetter zum Trotze – war enorm. Es ist uns gelungen, mit einem intelligentem Tool-Mix den persönlichen Kontakt u.a. mittels Live-Video- und Text-Chat-Beratung zwischen Anbieter und Besucher fruchtbar zu gestalten. Die Besucher kamen im Vergleich zum Event im Herbst diesmal mit ganz konkreten Fragen und Vorstellungen. Das Messe-Highlight waren daher auch die Expertentalks und Q&A;-Runden mit über 250 Teilnehmern pro Vortrag. In Echtzeit konnte jeder Zuschauer über verschiedene Kanäle wie Facebook, Instagram, Youtube und auf der Messe selbst, Fragen an die Experten aus den verschiedenen Bereichen richten, die sofort beantwortet wurden. Obwohl Moderation und Experten sich zum Teil an verschiedenen Orten befanden, war das Messeerlebnis wie in der realen Welt , denn jeder erhielt ohne Umschweife und ganz direkt Antworten auf seine wichtigsten Fragen"“, erklärt Sebastian Berloffa, Geschäftsführer enteco Concept GmbH und Veranstalter von der „Erste Wohnmesse .digital“.

Ein exklusiver Service: Mit einem Klick in die Immobilienwelt!

Die Expertentalks stehen allen Wissenssuchenden auf www.erstewohnmesse.at ab sofort zur Verfügung. Zudem erhalten alle Besucherinnen und Besucher die wichtigen Informationen zu den Projekten der „Erste Wohnmesse .digital“ individuell und zielgruppenspezifisch zum Nachlesen. Das Profi-Know-how inklusive wertvoller Tipps steht damit jedem Interessierten auch nach der Messe weiterhin zur Verfügung.

Nach der Messe ist vor der Messe…

Immobiliensuchende aufgepasst, für Fortsetzung ist gesorgt: Bereits am 14. November 2021 gibt es ein weiteres Highlight. Auf die „Erste Wohnmesse .digital“ folgt die hybride, als Öko-Event geplante „Erste Wohnmesse real+“. Zwischen den beiden Veranstaltungen geht es dann auf die „Erste Wohnmesse on tour“. Mit einem Live-Messeevent erleben geführte Kleingruppen in angebotenen Hop-on Hop-off-Touren im Doppeldeckerbus aktuelle Bauvorhaben in Wien, mit eigenem Sicherheitskonzept im Sinne der Corona-Schutzmaßnahmen. Infos und Anmeldung zur fahrenden Messe www.erstewohnmesse.at

In seinen innovativen Veranstaltungskonzepten sieht Geschäftsführer Sebastian Berloffa eine gute Möglichkeit – für Austellerinnen und Aussteller sowie für Besucherinnen und Besucher – die analoge und digitale Welt miteinander zu verbinden: „"Das große Interesse an der „Erste Wohnmesse .digital“ zeigt uns, dass wir mit diesem hybriden Konzept, gepaart mit Know-how-Transfer, auf dem richtigen Weg sind. Ich bin überzeugt davon, dass unabhängig von der Pandemie, diese Art von Veranstaltungsmodell weiterhin bestehen bleibt. Denn mit diesen innovativen Modellen schaffen wir es, neue Zielgruppen ortsunabhängig anzusprechen, um sie ins Messegeschehen aktiv zu integrieren."“

Erste Wohnmesse 2021

Datum: 14.11.2021, 10:00 - 18:00 Uhr

Ort: Erste Campus

Am Belvedere 1, 1100 Wien, Österreich

Url: https://www.erstewohnmesse.at/

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21.07.2021

Naturkatastrophenschäden: Heuer schon mehr als 65 Mio. Euro

Naturkatastrophenschäden: Heuer schon mehr als 65 Mio. Euro Naturkatastrophenschäden: Heuer schon mehr als 65 Mio. Euro

In den letzten Wochen gab es kaum einen Tag ohne Unwetterwarnungen: Starkregen, Hagel, Sturmböen – nahezu täglich sind in den letzten Wochen heftige Unwetter durch Österreich gezogen und brachten Überschwemmungen, Murenabgänge und massive Hagelschäden. „Nach den starken Regenfällen der letzten Tage und den folgenschweren Überschwemmungen rechnen wir als Wiener Städtische mit Schäden in der Höhe von rund 10 Mio. Euro. Das volle Schadensausmaß wird sich jedoch erst nach den Aufräumarbeiten zeigen. Heftige Unwetter im Sommer sind nicht untypisch, die Entwicklung des vergangenen Jahrzehnts zeigt jedoch, dass die Intensität und die Häufigkeit von Naturkatastrophen grundsätzlich zunehmen“, erklärt Wiener Städtische-Vorstandsdirektorin Sonja Steßl.

Rasche Schadensabwicklung

Die Wiener Städtische bietet ihren Kunden im Schadensfall bestmögliche Unterstützung und ist gerade auf das Kundenservice im Falle von Naturkatastrophen optimal vorbereitet. „Besonders in solch schwierigen Situationen ist eine schnelle Schadensabwicklung notwendig. Wir bieten als verlässlicher Partner eine sofortige und unbürokratische Erledigung durch unsere Betreuerinnen und Betreuer als direkte Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner vor Ort. Zusätzlich steht unsere österreichweite Schadenshotline unter 050 350 355 rund um die Uhr zur Verfügung. Schäden können aber auch via Internet oder unsere ‚losleben‘-App eingereicht werden“, sagt Steßl.

Schadenssummen steigen an

Die ökonomischen Schäden sind beträchtlich, aufgrund von stärkerer Besiedlungsdichte und höherer Vermögenswerte steigen auch die Schadenssummen im Naturkatastrophenfall an. Eine passende, auf die konkreten Bedürfnisse abgestimmte Versicherung ist für jeden Haushalt unerlässlich. Die Wiener Städtische setzt neben individuellen Versicherungslösungen und umfassendem Service im Schadenfall verstärkt auf Prävention.

Wetter Plus-App warnt

Die Wiener Städtische bietet mit ihrer Wetter Plus-App ein spezielles Service an, um vor künftigen Unwettergefahren rechtzeitig zu warnen. Durch Aktivierung der Wetter Plus-App wird in regelmäßigen Zeitabständen der aktuelle Aufenthaltsort abgefragt und geprüft, ob für diese Position Wetterwarnungen vorliegen. Ist das der Fall, erhalten User automatisch eine Benachrichtigung auf dem Smartphone. Dieses Service steht gratis zur Verfügung. Zudem warnt die Wiener Städtische via Facebook bei bevorstehenden Unwettern.

Die WIENER STÄDTISCHE Versicherung ist die größte Einzelgesellschaft der internationalen Versicherungsgruppe VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe (VIG) mit Sitz in Wien und ist mit neun Landesdirektionen, 130 Geschäftsstellen und rund 4.000 Mitarbeitern präsent. Weiters verfügt das Unternehmen über Zweigniederlassungen in Italien und Slowenien. Die WIENER STÄDTISCHE Versicherung ist ein innovativer und verlässlicher Partner für sämtliche Kundenbedürfnisse sowohl in privaten Lebenssituationen als auch im Gewerbe- und Firmenkundenbereich.

Aufgrund ihrer Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie wurde die Wiener Städtische als „familienfreundliches Unternehmen“ ausgezeichnet und zuletzt im Jahr 2018 vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend rezertifiziert.

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05.11.2020

Corona: Jeder Vierte verdiente weniger

Corona: Jeder Vierte verdiente weniger Corona: Jeder Vierte verdiente weniger

Mehr als jeder vierte Österreicher (27%) gab bei der Umfrage der ING (www.ing.at) im September an, aufgrund der Pandemie weniger verdient zu haben. Damit liegen wir im Mittelfeld der von insgesamt 13 befragten europäischen Ländern. Viel schlimmer hat es die persönlichen Finanzen der Rumänen, Türken, Italiener und Spanier getroffen. Besser scheinen die Deutschen, Luxemburger und Niederländer durch die Krise zu kommen.

„Bisher zumindest“, sagt Barbaros Uygun, CEO der ING in Österreich und ergänzt: „Das wiederholte Runterfahren von Wirtschaft und sozialem Leben wird weitere, noch tiefere Spuren hinterlassen. In ganz Europa.“ (siehe Infografike "Europäer verdienen weniger")

Geld oder Gesundheit, Weitermachen oder Lockdown?

Die aktuelle hitzige Diskussion und uneinheitliche Meinungslage spiegelt sich auch in den Umfrageergebnissen wider.

31% meinen, dass Geld und Gesundheit für sie gleichbedeutend wären. 26% machen sich mehr Sorgen über ihre Gesundheit als über ihre Finanzen. Bei 19% ist es umgekehrt: bei ihnen stehen die Geldsorgen im Vordergrund.

Den restlichen 24% bereitet weder das eine noch das andere Kopfzerbrechen.

Jeder Zweite schränkt Ausgaben ein

Aufgrund der Pandemie lebt auch fast jeder zweite Österreicher (48%) sparsamer und schränkt seine Ausgaben ein.

„Während Einkommen sinken, steigt die Sparquote. Diese Situation beschreibt das Dilemma, in dem wir uns befinden sehr gut“, so Uygun.

Weitere Maßnahmen, die zur Bewältigung der finanziellen Coronaeffekte getroffen werden: 15% arbeiten nun mehr, 13% suchen einen neuen Job und 6% gaben an, mehr Schulden machen zu müssen.

„Auch wir kommen in der Analyse unserer Kundendaten zu einer entsprechenden Schlussfolgerung“, so der ING-Chef: „Zwar kommt es in den letzten Monaten bei mehr Kunden zu einer Überziehung des Kontos, aber die Beträge, mit denen die Menschen ins Minus sinken, sind geringer geworden. Ganz offensichtlich herrscht auch eine große Disziplin, wenn es um die Finanzen geht.“

Uygun abschließend: „Ich bin überzeugt, dass diese Diszipliniertheit der Österreicher in den nächsten Monaten besonders wichtig und hilfreich sein wird und wir somit – so gut wir können – durch die Krise kommen werden. Vorerst heißt es aber noch: durchhalten!“

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07.06.2021

Corona: 25 Prozent weniger Schmuggel-Zigaretten; Tabaksteuer-Plus von 22 Prozent

Corona: 25 Prozent weniger Schmuggel-Zigaretten; Tabaksteuer-Plus von 22 Prozent Corona: 25 Prozent weniger Schmuggel-Zigaretten; Tabaksteuer-Plus von 22 Prozent

Österreichs Zöllnerinnen und Zöllner beschlagnahmten im 1. Quartal 2021 411.870 Stück Zigaretten in 292 Fällen. Damit verringerte sich die Zahl der Aufgriffe illegaler Schmuggelzigaretten im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres um 25,5 Prozent.

Im Gesamtzeitraum des Jahres 2020 wurden insgesamt 2,89 Millionen Stück Schmuggel-Zigaretten sichergestellt. Zusätzlich zu den Zigaretten wurden in zwei illegalen Zigarettenfabriken 15,4 Tonnen Rauchtabak beschlagnahmt. Allein aus dem 2020 aufgegriffenen Tabak hätten rund 15 Millionen Zigaretten hergestellt werden können.

1. Lockdown 2020 in Zahlen manifestiert

Insgesamt lassen sich insbesondere aus dem Vergleich des 1. und 2. Quartals 2020 die Auswirkungen der COVID 19-Pandemie und der daraus resultierenden Maßnahmen deutlich ablesen. Wurden im 1. Quartal des Vorjahres rund 433 Millionen Euro an Tabaksteuer eingenommen, waren es im 2. Quartal 2020 mit einem Plus von 17,41 Prozent rund 508 Millionen Euro. Die Aufgriffe gingen in diesem Zeitraum um rund 91 Prozent zurück. Die Zahl der beschlagnahmten Zigaretten sank um 98 Prozent von rund 1,89 Millionen Stück Zigaretten im ersten Quartal 2020 auf rund 33.000 Stück im 2. Quartal des vorigen Jahres. Die Zahl der Aufgriffe hat sich im 3. und 4. Quartal 2020 wieder auf das Niveau von vor dem 1. Lockdown eingependelt. Insgesamt konnte das Vorjahr mit 995 Zigarettenaufgriffen nicht an 2019 mit 2.062 Aufgriffen anknüpfen.

Die Reisebeschränkungen zur Eindämmung der COVID 19- Pandemie und die während des Lockdowns geöffneten Trafiken waren wesentliche Faktoren für den drastischen Rückgang des Zigarettenschmuggels und Absatzanstiegs legaler Tabakwaren.

In den Zahlen schlägt sich zusätzlich auch die Erhöhung der Tabaksteuer mit 1. Oktober 2020 nieder. Im 1. Quartal 2021 stiegen die Einnahmen aus der Tabaksteuer gegenüber dem Vorjahresquartal um 21,9 Prozent auf rund 528 Millionen Euro. Das sind 26,54 Prozent des Vorjahresaufkommens von knapp 2 Milliarden Euro.

Ermittlungen im Bereich des Zigarettenschmuggels auf nationaler und internationaler Ebene bilden einen Schwerpunkt der bundesweit tätigen Zollfahndungsteams. „Die Pandemie schlägt sich in der Tabakschmuggel-Statistik nieder“, so Finanzminister Gernot Blümel. Blümel weiter: „Auch während der Corona-Pandemie bleibt der österreichische Zoll hoch engagiert im Kampf gegen Schmuggel und für die Stärkung der heimischen Wirtschaft. Dass Steuerbetrug an der Republik Österreich unterbunden wird, kommt im Sinne der Steuergerechtigkeit jeder redlichen Steuerzahlerin und jedem Steuerzahler zu Gute.“

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21.02.2022

Wenn Fisch, dann nachhaltig - nicht nur in der Fastenzeit

Wenn Fisch, dann nachhaltig - nicht nur in der Fastenzeit Wenn Fisch, dann nachhaltig - nicht nur in der Fastenzeit

Schon seit dem vierten Jahrhundert wird die Fastenzeit zelebriert - und Fisch ist dabei traditionell eine sehr beliebte Fastenspeise. Kampagnen-Organisationen nutzen derartige Feiertage regelmäßig, um die hiesigen Verbraucher dazu aufzufordern, möglichst keinen Meeresfisch zu konsumieren. Solche extremen Positionen sind zur Sensibilisierung für ein wichtiges Thema wie die globale Überfischung durchaus legitim, die praktische Umsetzung leider oft unrealistisch.

Fischverzehr für die Welternährung unabdingbar

Die Situation der Meere und ihrer Nutzung ist sehr komplex und vielschichtig, einfache Lösungen gibt es hier nicht. Der Ansatz "esst einfach keinen Fisch mehr" greift zu kurz und wird der Sache auch nicht gerecht. Zum einen will nicht jeder diesen Weg gehen, und zum anderen haben viele Menschen gar nicht die Wahl, ob sie Fisch essen oder sich lieber vegetarisch oder vegan ernähren wollen: Millionen von Menschen sind zur Deckung ihres Proteinbedarfs schlicht auf Fisch und Meeresfrüchte angewiesen.

Zugleich sichern Fischerei und Aquakultur das Einkommen von rund 800 Millionen Bewohnern dieses Planeten. Für die Welternährung sind Fische und Meeresfrüchte zweifellos ein notwendiger Baustein. Und in Hinblick auf eine wachsende Weltbevölkerung sogar ein immer wichtiger werdender Bestandteil.

MSC im Kampf gegen Überfischung

Dem gegenüber steht das Problem der Überfischung der Meere. Ein Problem, dem der Marine Stewardship Council (MSC) seit 25 Jahren mit messbarer Wirkung begegnet: Gesetze, Verordnungen und Kontrollen reichen zurzeit bedauerlicherweise längst nicht aus, um die Überfischung der Meere aufzuhalten und eine nachhaltige Fischerei zu fördern. Die gemeinnützige Organisation MSC setzt mit ihrem Siegel auf einen marktbasierten Ansatz, auf motivierte, informierte KonsumentInnen und engagierte Unternehmen.

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25.04.2022

Österreichischer Buchhandlungspreis: Die besten Buchhandlungen 2022

Die fünf besten Buchhandlungen Österreichs stehen fest. Die fünf besten Buchhandlungen Österreichs stehen fest.

Eine unabhängige Jury hat die fünf besten Buchhandlungen 2022 gewählt. Der Österreichische Buchhandlungspreis wird vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB) gemeinsam vergeben.

Buchhandlungen sind unverzichtbar. Sie sind wichtige Elemente des Handels und gleichzeitig Kulturstätten und Orte der Bildung. Mit dem Österreichischen Buchhandlungspreis werden jene fünf heimischen Buchhandlungen geehrt, die mit ihrem Konzept im stationären Handel überzeugen konnten.

Die Preisträger 2022 sind:

Buchhandlung Claus Mitterbauer, Purkersdorf

Buchhandlung Pfeifenberger, Tamsweg

Buch-Papier Pokorny, Oberwart

Oechsli Buch & Papier, Wien

Stadtbuchhandlung Liezen, Liezen

Erstmals konnte dieses Jahr auch eine Buchhandlungsfiliale ausgezeichnet werden. Der undotierte Filialpreis geht 2022 an die Filiale der:

Buchhandlung Tyrolia, Maria-Theresien-Straße, Innsbruck

Die gesamten Jurybegründungen finden Sie hier.

Die Preise werden am 2. Mai 2022 verliehen.

Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer: „Der Buchhandlungspreis macht die große Vielfalt an Buchhandlungen in Österreich sichtbarer und holt sie verdientermaßen vor den Vorhang. Er wirft aber auch ein Schlaglicht auf Buchhandlungen als wichtige Orte des Diskurses, der Reflexion und des gesellschaftlichen Austausches. Buchhandlungen ermöglichen eine wertvolle Debattenkultur und tragen damit im weiteren Sinne zur Lebendigkeit unserer Demokratie bei. Ich danke den Buchhändler:innen für ihren stets großen Einsatz und ihr Wirken und gratuliere den diesjährigen Gewinner:innen sehr herzlich.“

HVB-Präsident Benedikt Föger: „Mit dem Österreichischen Buchhandlungspreis werden die besten Buchhandlungen des Landes ausgezeichnet und mit diesen das große Engagement der Buchhändler:innen. Mit Bedacht wählen diese die passenden Bücher für ihr Sortiment und organisieren zahlreiche Veranstaltungen, um den Leser:innen den Kontakt mit den Autor:innen zu ermöglichen. Außerdem geben sie Buchinteressierten individuelle Empfehlungen, die entweder deren persönlichen Geschmack treffen oder aber den eigenen Horizont erweitern. Das bietet kein Algorithmus. Diese Buchhandlungen leisten einen besonderen Beitrag zur kulturellen und verlegerischen Vielfalt. Ich gratuliere den Gewinner:innen herzlich!“

Der Preis

Ausgerichtet wird der Preis vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels. Der Österreichische Buchhandlungspreis wird jährlich vergeben. Die Auszeichnung als eine der fünf besten Buchhandlungen des Jahres zielt darauf ab, Anreize für die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle oder die Fortführung von Geschäftsaktivitäten zu geben. Eine vielfältige und flächendeckende Buchhandelslandschaft, auch in Zeiten des wachsenden Online-Handels, soll gewürdigt werden und die Buchhandlungen in ihrer Funktion als Orte der Kultur- und Bildungsarbeit, der Literaturvermittlung und Begegnung gestärkt werden.

Der Preis ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert. Es werden fünf Preise zu je 10.000 Euro vergeben. Die Auszeichnung für die beste Filialbuchhandlung ist undotiert. Der Preis wird in Verbindung mit einem Gütesiegel zum Zwecke erhöhter Aufmerksamkeit und Außendarstellung an die jeweiligen Buchhandelsunternehmen verliehen.

Die Jury

Die Entscheidung über die Auszeichnungen des Österreichischen Buchpreises trifft eine unabhängige Fachjury. 2022 setzte sie sich aus Imogena Doderer (Journalistin, ORF), Christian Emminger (Verlagsvertreter), Renate Fladischer (Verlagsvertreterin), Katarzyna Lutecka (Verlegerin, Amalthea Verlag) und Manfred Rebhandl (Autor) zusammen.

Auszeichnungskriterien

Buchhandlungen,

- die ihren Sitz in Österreich haben,

- inhaber:innengeführt und unabhängig sind,

- die ein literarisches Sortiment oder ein kulturelles Veranstaltungsprogramm anbieten,

- die innovative Geschäftsmodelle verfolgen oder sich im Bereich der Lese- und Literaturförderung engagieren.

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13.01.2021

Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut

Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut Großflächige Netzstörung: Frequenzabfall zeigt Versorgungssicherheit ist höchstes Gut

Noch läuft die Analyse der Daten durch die Vereinigung der europäischen Übertragungsnetzbetreiber ENTSO-E und die Suche nach dem Auslöser für den massiven Frequenzabfall, der das europäische Stromnetz am Freitag an seine Grenzen gebracht hatte. Der Vorfall hat aber jedenfalls gezeigt, dass die europäische Zusammenarbeit auch im Ernstfall funktioniert und die Schutzmechanismen gegriffen haben. Nur durch automatische Schutzeinrichtungen und das Zusammenwirken der wesentlichen Marktakteure konnte die kritische Situation rasch beherrscht und eine Stunde nach dem Vorfall das normale Betriebsniveau wieder erreicht werden. Wesentliche Grundvoraussetzung für die Bewältigung der Störung waren die ausreichend vorhandenen Reservekapazitäten. Die EU-Vorgabe 70 Prozent der grenzüberschreitenden Kapazitäten für den Handel zu reservieren ist in diesem Zusammenhang problematisch.

„Der letzte Störfall hat gezeigt, dass die Sicherheitsvorkehrungen schnell und zuverlässig wirken, aber auch, dass es Versorgungssicherheit nicht zum Nulltarif gibt. Weitere erhebliche Investitionen in den nationalen und europäischen Netzausbau, in Speicherkapazitäten, systemische Kraftwerkskapazitäten und weitere Flexibilitätsoptionen für den Krisenfall sind unabdingbar“, erklärt Michael Strugl, Präsident der Interessenvertretung Oesterreichs Energie.

Auch die Anforderung von Seiten der europäischen Ebene, dass 70 Prozent der österreichischen Grenzkapazitäten dem Stromhandel zur Verfügung gestellt werden müssen, sieht Strugl kritisch: „Durch seine geographische Lage ist Österreich eine wichtige Drehscheibe im europäischen Stromsystem – mit dieser Vorgabe müssen wir unsere Leitungskapazitäten ausreizen sodass wenig Reserven für Krisenfälle zur Verfügung stehen.“

„Auch wenn der Störfall nicht im ursächlichen Zusammenhang mit dem Erneuerbaren Ausbau steht, erfordert die Transformation des Energiesystems in Richtung erneuerbare Energieträger umso mehr den Ausbau der Netzinfrastruktur und der Speicherkapazitäten sowie von Kraftwerksreserven um Versorgungssicherheit zu gewährleisten.“, so Strugl.

Enormer volkswirtschaftlicher Schaden möglich

Im Jahr 2019 lag die durchschnittliche ungeplante Nichtverfügbarkeit von Elektrizität im österreichischen Stromnetz bei rund 25,14 Minuten pro Kunde. Damit ist eine Versorgungssicherheit von 99,99 Prozent für Österreich gewährleistet. Ein längerer großflächiger Ausfall würde einen enormen wirtschaftlichen Schaden bedeuten. Schätzungen zufolge belaufen sich die volkswirtschaftlichen Kosten für einen großflächigen Stromausfall in Österreich auf 1,18 Mrd. Euro pro Tag. „Auch deshalb ist es wichtig, dass die Ausbaupläne im Netzentwicklungsplan breit mitgetragen werden und an einer Schärfung des Problembewusstseins und einer Verbesserung der Akzeptanz für diese Projekte in Österreich gearbeitet wird. Das ist eine gesellschaftliche Aufgabe“, so Strugl.

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19.01.2022

Post transportierte 2021 konzernweit fast eine halbe Milliarde Pakete

Post transportierte 2021 konzernweit fast eine halbe Milliarde Pakete Post transportierte 2021 konzernweit fast eine halbe Milliarde Pakete

2021 hat der Österreichischen Post nicht nur im Inland einen neuen Rekord an transportieren Paketen gebracht. Insgesamt bewegte die Post konzernweit fast eine halbe Milliarde Pakete im abgelaufenen Jahr – was ein Mengenplus von neun Prozent bedeutet. Die meisten Sendungen transportierte die Post aber nicht im Heimatmarkt Österreich, sondern mittels ihrer Pakettochter Aras Kargo in der Türkei: nämlich 217 Millionen Pakete. Zum Vergleich: In Österreich wurden im Vorjahr 184 Millionen Pakete transportiert – ein Plus von elf Prozent.

Die Österreichische Post befördert in insgesamt neun Ländern Pakete sowie Paletten. Und zwar in Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Montenegro, Österreich, Serbien, Slowakei, Ungarn und der Türkei. "„Über alle Töchter hinweg beliefen sich die Paketmengen 2021 auf 452 Millionen Stück. Den Großteil davon in Österreich und der Türkei. Aber auch unsere Tochterunternehmen in Zentral- und Osteuropa verzeichneten mit einer Mengensteigerung von 16 Prozent enorme Zuwachsraten. Dort transportierten wir im vergangenen Jahr knapp 52 Millionen Pakete“", so DI Peter Umundum, Vorstand Paket & Logistik, Österreichische Post AG, der betont, dass das Wachstum in den ausländischen Märkten ähnlich wie auch in Österreich vor allem dem steigenden Trend zum E-Commerce geschuldet ist.

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30.03.2022

Reisen im Sommer 2022 – was ist zu beachten?

Vieles hat sich durch die Pandemie verändert – die Reiselust ist heuer aber wieder besonders groß und viele Länder lockern die Einreisebestimmungen Vieles hat sich durch die Pandemie verändert – die Reiselust ist heuer aber wieder besonders groß und viele Länder lockern die Einreisebestimmungen

Vieles hat sich durch die Pandemie verändert – die Reiselust ist heuer aber wieder besonders groß und viele Länder lockern die Einreisebestimmungen. "Mit Einschränkungen vor Ort ist aber wohl auch im Sommer 2022 noch zu rechnen. Darüber hinaus erwartet die Reisebranche allgemein höhere Preise aufgrund steigender Energiekosten", so ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner. Damit dem Traumurlaub nichts im Weg steht, hat der Mobilitätsclub schon jetzt Tipps für eine optimale Vorbereitung.

Pauschalreisen bieten bessere Absicherung als Individualreisen

Worauf sich Reisende wohl einstellen müssen: Der Sommerurlaub 2022 wird aufgrund steigender Sprit- und Kerosinpreise teurer. Auch bei Unterkünften kann es durch höhere Betriebskosten zu steigenden Preisen kommen. "Früher gebuchte Pauschalreisen mit Fixpreis bieten finanzielle Sicherheit. Bei Reisepaketen, die Flug und Unterkunft beinhalten, sind Preiserhöhungen zwar möglich, allerdings nur bis spätestens 20 Tage vor Reisebeginn. Auch muss dies im Vertrag ausdrücklich vorgesehen sein und die Preisänderung muss sich nachvollziehbar auf bestimmte Kosten wie Treibstoffe oder Wechselkurse beziehen”, erklärt Pronebner. Außerdem sind Reisende klar verständlich und schriftlich über die Teuerung zu informieren. Wird die Reise um mehr als acht Prozent teurer, hat man das Recht, kostenlos von der Reise zurücktreten und alle bereits geleisteten Zahlungen retourniert zu erhalten. Achtung: Äußert man sich nicht innerhalb der vom Veranstalter gesetzten Frist, gilt die Preiserhöhung als angenommen.

Auch Flugunternehmen können grundsätzlich den Preis des individuell gekauften Tickets nicht einfach und ohne Zustimmung des Fluggastes nachträglich erhöhen. Das ist nur möglich, wenn sich die Airline eine Preiserhöhung vertraglich vorbehalten hat.

Wann ist eine kostenlose Stornierung möglich?

Bei der Buchung eine Pauschalreise oder eine Unterkunft, sollte jedenfalls genau auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Anbieters geachtet werden: Dort sind die Stornobedingungen enthalten. Wichtig ist vor allem, unter welchen Umständen und bis wann eine Buchung kostenlos stornierbar ist.

Je näher die Reise rückt, desto höher sind grundsätzlich die Stornokosten. Ein kostenfreies Stornieren der Reise ist nur durch neue, außergewöhnliche Umstände, wie z. B. Naturkatastrophen am Urlaubsort, möglich – die Corona-Pandemie zählt dabei nicht mehr als neuer Umstand. "Wenn zum Zeitpunkt der Reisebuchung ein bestimmter Umstand schon bekannt war, dann ist ein kostenfreies Stornieren durch Kund:innen nicht mehr möglich. Daher kann es sinnvoll sein, bei der Buchung die Stornobedingungen genau zu hinterfragen und gegebenenfalls schriftlich vom Veranstalter bestätigen zu lassen.", rät die ÖAMTC-Juristin.

Komplizierter ist die Situation für Individualreisende: Bei einer Stornierung müssen mit jedem einzelnen Leistungserbringer, von der Unterkunft bis zum Mietwagenunternehmen vor Ort, die jeweiligen Stornobedingungen geklärt werden. Grundsätzlich gilt: Können die Anbieter ihre Leistung erbringen, besteht kein Anspruch auf einen kostenfreien Rücktritt.

Eine rechtzeitig abgeschlossene Reiserücktritts- oder Stornoversicherung übernimmt die Kosten für eine nicht angetretene Reise nur dann, wenn ein versicherter Grund vorliegt, wie eine unerwartete Erkrankung. Viele Reiseversicherer decken die Kosten eines Reiseabbruchs oder einer Stornierung derzeit, wenn eine:r der Reisenden an Covid-19 erkrankt, eine im selben Haushalt lebende Person erkrankt und die Anwesenheit des/der Reisenden nötig ist oder wenn eine Quarantäne verordnet wird. Will man aber die Reise aufgrund steigender Fallzahlen, aus Angst vor Erkrankung oder wegen strenger Maßnahmen vor Ort nicht mehr antreten, hilft eine Versicherung nicht und man muss die Stornokosten selbst tragen.

Einreisebestimmungen und Maßnahmen vor Ort

Das A und O einer gelungenen Reise ist die Information im Vorfeld:

Die Coronamaßnahmen vor Ort können sich nicht nur schnell ändern, sondern sich auch innerhalb eines Landes unterscheiden. Um beim Restaurant- oder Museumsbesuch keine bösen Überraschungen zu erleben, sollte man sich vor Reiseantritt gezielt über die jeweiligen Maßnahmen vor Ort informieren. "Außerdem empfiehlt es sich, rechtzeitig die konkreten Regeln für die Einreise und die Maßnahmen vor Ort zu überprüfen sowie darauf zu achten, dass das 3-G-Zertifikat dann noch gültig ist", rät ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner abschließend.

Alles zu Ein- und Rückreisebestimmungen für Österreich und alle Länder Europas findet sich tagesaktuell recherchiert beim ÖAMTC Urlaubsservice: www.oeamtc.at/urlaubsservice

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30.06.2021

Meistgesuchte Wohnungen liegen bei 740 Euro Miete und 61 Quadratmeter

Meistgesuchte Wohnungen liegen bei 740 Euro Miete und 61 Quadratmeter Meistgesuchte Wohnungen liegen bei 740 Euro Miete und 61 Quadratmeter

ImmoScout24 hat die meistgesuchten Mietwohnungen Österreichs analysiert. Die Daten zeigen, welche Wohnungen am stärksten nachgefragt sind. Über ganz Österreich betrachtet, hat die meistgesuchte Mietwohnung zwei Zimmer mit 61 Quadratmeter Wohnfläche und kostet rund 740 Euro. Die Hitliste der begehrten Objekte führt in Innsbruck eine 1-Zimmer-Wohnung mit 30 Quadratmeter Wohnfläche und 40 Quadratmeter Terrasse an.

Untersucht wurden für die ImmoScout24-Analyse je Landeshauptstadt die meistkontaktierten Inserate von Mietwohnungen. Insbesondere in der Bundeshauptstadt ist die Nachfrage hoch. In Wien besteht die höchste Nachfrage nach Mietwohnungen, die mit zwei Zimmern auf 63 Quadratmeter Wohnfläche für 800 Euro Miete angeboten werden. Der Westen ist teurer und die gesuchte Fläche teilweise kleiner. In der Tiroler Landeshauptstadt punkten Inserate, wenn diese den Kriterien zwei Zimmer, 51 Quadratmeter und 850 Euro Miete nahekommen. Auch in Salzburg ist die Fläche mit 57 Quadratmeter kleiner und der Preis mit 880 Euro höher als im Österreich-Schnitt. In Bregenz bewegen sich die begehrtesten Wohnungen mit 870 Euro Miete preislich in einem ähnlichen Bereich, jedoch liegt hier die Durchschnittsgröße bei 62 Quadratmeter.

Markus Dejmek, Österreich-Geschäftsführer von ImmoScout24, sagt: „Zwei Zimmer, Küche, Bad. Das ist es, was gesucht wird. Für diesen Wohnungsklassiker trifft eine enorme Nachfrage auf viel zu wenig Angebot in den österreichischen Städten. Besonders im Westen müssen sich die Wohnungssuchenden auf etwas weniger Platz und höhere Mietpreise einstellen.“

In Graz liegt die Fläche der Mietobjekte mit den meisten Anfragen mit 56 Quadratmeter auch etwas unter dem Schnitt, allerdings liegt die Miete mit 610 Euro deutlich unter dem Preisangebot im Westen. In Linz, Klagenfurt, Eisenstadt und St. Pölten sind zwischen 63 und 66 Quadratmeter für rund 600 bis 650 Euro die Renner bei den Wohnungsinseraten.

Die Hitliste führen Wohnungen mit Balkon und Terrasse an

Die Hitliste der begehrten Objekte führt in Innsbruck eine 1-Zimmer-Wohnung mit 30 Quadratmeter an. Mehr als 400 Inserenten waren bereit auf wenig Fläche zu wohnen. Denn der Clou an der Sache ist, das Objekt verfügt über eine Terrasse von 40 Quadratmeter, die damit größer als der Wohnraum ist. Angeboten wurde die Wohnung um 525 Euro. Auch in Graz war das Angebot einer 1-Zimmer-Wohnung mit 48 Quadratmeter und 4 Quadratmeter Balkon für 361 Euro heiß begehrt. Freifläche ist offenbar Trumpf, denn auch in Salzburg war ein Objekt mit 63 Quadratmeter Wohnfläche und 8 Quadratmeter Balkon für einen Mietpreis um 800 Euro die Wohnung mit den meisten Anfragen im ersten Halbjahr 2021. „Mietwohnungen mit Freifläche sind am gefragtesten, selbst bei kleiner Wohnfläche. Im Durchschnitt lag der Mietpreis bei der Hitliste der am häufigsten angefragten Mietwohnungen bei 500 Euro. Das zeigt uns, was sich die Österreicher:innen wünschen und gut leisten können“, so Markus Dejmek

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30.03.2022

Automatische Vertragsverlängerung bei Parship und Elitepartner unzulässig

Aufgrund zahlreicher Beschwerden zu automatischen Vertragsverlängerungen hatte der Verein für Konsumenteninformation (VKI), im Auftrag des Sozialministeriums, Klage gegen die PE Digital GmbH eingereicht. Das Unternehmen betreibt die Websites Parship und Elitepartner. Der VKI erhielt nun in allen beanstandeten Punkten Recht. So beurteilte das Handelsgericht (HG) Wien nicht nur mehrere Vorgehensweisen der PE Digital GmbH im Zusammenhang mit der automatischen Vertragsverlängerung für gesetzwidrig, sondern auch eine 2-jährige Bindungsfrist. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Voraussetzung für die Wirksamkeit von automatischen Vertragsverlängerungen ist unter anderem, dass der zugrundeliegende Vertrag eine Frist für die Abgabe einer ausdrücklichen Erklärung, also einer Kündigung, ebenso vorsieht wie die Verpflichtung des Unternehmers, die Verbraucher zu Beginn dieser Frist auf die Bedeutung ihres Verhaltens eigens hinzuweisen. Dieser Hinweispflicht kam die PE Digital GmbH bisher nicht ausreichend nach, weil sich im von ihr versandten E-Mail keine Information befand, bis wann die Kündigung erklärt werden konnte, sowie dazu, welche Konsequenz das Unterlassen einer Kündigung hat. Diese Informationen konnten nur durch ein aktives Tätigwerden der Kunden in ihren Profilbereichen abgerufen werden, indem sie den im E-Mail enthaltenen Link anklickten und sich einloggten. Dies reicht, laut Gericht, allerdings nicht für eine wirksame automatische Vertragsverlängerung aus.

„Damit erfüllte das E-Mail der PE Digital GmbH nicht die Warnfunktion, die laut Gesetz gefordert ist“, betont Mag. Verena Grubner, zuständige Juristin im VKI. Auch der Betreff des E-Mails war nicht ausreichend: Die Betreffzeile lautete: „Information zu Ihrem aktuellen Profil: Hinweis auf Laufzeit und die automatische Vertragsverlängerung Ihrer Mitgliedschaft“. Da sich der Hinweis zur „automatischen Vertragsverlängerung“ am Ende der Betreffzeile befand, ist es durchaus denkbar, dass gerade dieser Teil am Gerät der Kundinnen und Kunden nicht mehr aufschien.

Nach den beanstandeten Allgemeinen Geschäftsbedingungen verlängert sich die Mitgliedschaft automatisch um die jeweils vertraglich vereinbarte Laufzeit. Die eigenen „Produktbezogenen Vertragsinhalte“ hingegen sehen auch bei 6-Monats- und 24-Monats-Verträgen vor, dass sich die Mitgliedschaft um weitere zwölf Monaten verlängert. „Stehen Vertragsbestimmungen in einem solchen Widerspruch, bewirkt das ihre Gesetzwidrigkeit“, so Mag. Grubner weiter.

Das HG Wien bestätigte auch, dass bei einer Vertragsverlängerung bei Parship und Elitepartner den Konsumentinnen und Konsumenten das Rücktrittsrecht nach dem Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz zusteht. Eine Rücktrittsmöglichkeit von einem im Internet abgeschlossenen Vertrag besteht damit nicht nur beim erstmaligen Vertragsabschluss, sondern auch bei Verlängerungen eines bestehenden Vertrages. Über dieses Rücktrittsrecht wurden die Kundinnen und Kunden nicht informiert.

Weiters sieht das HG Wien die 24-monatige Vertragsbindung ohne Kündigungsmöglichkeit für unzulässig an. Das Konsumentenschutzgesetz sieht für gewisse Verträge über wiederkehrende Leistungen – wie im konkreten Fall – vor, dass Konsumentinnen und Konsumenten eine Kündigungsmöglichkeit zum Ablauf des ersten Jahres zusteht. Überdies stellt eine 24-monatige Mindestvertragsdauer eine unangemessen lange Bindung des Verbrauchers dar und ist auch aus diesem Grund gesetzwidrig.

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13.08.2021

Bierdosen eignen sich nicht zum Grillen!

Bierdosen eignen sich nicht zum Grillen! Bierdosen eignen sich nicht zum Grillen!

Zurzeit häufen sich Kochrezepte, die das Grillen eines Huhns auf einer Bierdose beschreiben. Bei dieser Art der Zubereitung werden besonders die Einfachheit der Vorgehensweise und der Übergang von Bieraromen in das Hühnerfleisch beworben, jedoch wird aus fachlicher Sicht von dieser Zubereitungsart dringend abgeraten.

Das tatsächliche Gefahrenpotenzial ist derzeit schwer abschätzbar. Fest steht, dass die Druckfarben und Lacke auf der Dosen-Außenseite nicht für Lebensmittel geeignet sein müssen und auch die Doseninnenbeschichtung nur für die vorhergesehene Verwendung als Getränkeverpackung überprüft und zulässig ist. Bei den hohen Zubereitungstemperaturen können sich bisher nicht untersuchte und sogar gesundheitsschädliche Stoffe bilden. Durch diese zweckfremde Verwendung von Bierdosen gehen nicht nur die erwünschten Aromen, sondern möglicherweise auch Schadstoffe direkt in das Grillfleisch über.

Jenen, die auf diese Zubereitungsform nicht verzichten wollen, werden sogenannte „Hähnchengriller“ empfohlen. Diese haben die gleiche Funktion, bestehen aus geeignetem Material (z.B. Edelstahl) und sind überdies auch wieder verwendbar.

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07.06.2021

3G-Regel ab Herbst auch in Schulen

3G-Regel ab Herbst auch in Schulen 3G-Regel ab Herbst auch in Schulen

Wie die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer Montagsausgabe berichtet, soll die 3G-Regel (Geimpft, Getestet, Genesen) ab Herbst auch in den Schulen gelten. Das heißt: Geimpfte Kinder und Jugendliche müssen sich dann nicht mehr testen lassen. Entsprechende Pläne bestätigte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein im Interview mit oe24.TV und ÖSTERREICH: "Das kann ich mir vorstellen." Derzeit liefen Abstimmungen dazu mit dem Bildungsministerium. "Wir werden sehen, wie viele Kinder sich impfen lassen. Aber ich glaube, bei drei Millionen Impfdosen, die monatlich kommen, sind wir in einer guten Startposition für Herbst – auch die Impfbereitschaft ist ja im Steigen", so Mückstein.

Mückstein weiter auf oe24.TV: "Ich bin recht optimistisch, dass wir im August eine qualifizierte Menge an 12- bis 15-Jährigen geimpft haben werden. Ich habe selber zwei Töchter in dem Alter. Bestimmt wird sich die Meinung durchsetzen, dass es eine gute Idee ist, Kinder zu impfen. Sie bekommen kein Long Covid und am Ende tragen sie zur Herdenimmunität bei."

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25.04.2022

Tierquälerei im Netz – Lug und Trug hinter vermeintlichen Tierrettungsvideos

Erst kürzlich erregte wieder ein YouTube-Video Aufmerksamkeit, in dem lebendige Welpen mit einem Stock in einen Fluss gestoßen und damit einem Krokodil zum Fraß vorgeworfen wurden. Erst kürzlich erregte wieder ein YouTube-Video Aufmerksamkeit, in dem lebendige Welpen mit einem Stock in einen Fluss gestoßen und damit einem Krokodil zum Fraß vorgeworfen wurden.

Erst kürzlich erregte wieder ein YouTube-Video Aufmerksamkeit, in dem lebendige Welpen mit einem Stock in einen Fluss gestoßen und damit einem Krokodil zum Fraß vorgeworfen wurden. Es steht außer Frage, dass es sich dabei um tierquälerische Inhalte handelt, dennoch blieb das Video über fünf Monate Online, erhielt über 250.000 Views und 1.200 Likes [1]. Eine Studie der SMACC (Social Media Animal Cruelty Coalition) 2021 spricht gar von einer Summe von 5.480 tierquälerische Videos in denen 77,5% der Tiere offensichtlich und sogar beabsichtigt zu Schaden kamen [2].

Vermeintliche Tierrettungsvideos, bei denen Tiere vor laufender Kamera entdeckt und aus misslichen Situationen befreit werden, zählen zu den besonders beliebten Inhalten in den Sozialen Medien. Affen, die aus unerfindlichen Gründen umschlungen von einer Schlange vorgefunden werden, oder ein ganzer Wurf Welpen, der unter Schutt und vollkommen mit Teer verklebt gefunden wird – die Liste ist endlos. „Dass die überwiegende Mehrzahl dieser Videos inszeniert ist und Tiere geplant qualvollen Dingen ausgesetzt werden, nur um Unsummen an Umsatz zu generieren, ist vielen nicht bewusst“, bedauert MMag. Dr. Madeleine Petrovic Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins (Tierschutz Austria).

YouTube bekommt gut 45% der Einnahmen jedes Videos. Dabei wird geschätzt, dass bei 2.000 analysierten Videos, die YouTuberInnen selbst circa 15 Millionen Dollar und YouTube etwa 12 Millionen Dollar Profit machten [3]. Auch wenn YouTube auf seine strengen Community Richtlinien verweist, die auch Tierquälerei verbieten und routinemäßig gemeldete Videos löscht, braucht es nur wenige Klicks und Suchbegriffe, um hunderte solcher Videos auf der Plattform zu finden.

„Wir fordern, dass betreffende Unternehmen endlich auch für Tierwohl in die Pflicht genommen werden. Bereits geltende Gesetze und Richtlinien müssen stärker auf ihre Einhaltung hin kontrolliert werden und bei Verletzung müsse schärfer sanktioniert werden,“ konstatiert Petrovic. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen und auf das Problem aufmerksam zu machen, starte Tierschutz Austria nun eine Petition:

https://www.tierschutz-austria.at/petition-tierquaelerei-im-netz/

"Doch auch UserInnen von Online-Plattformen wie YouTube, Facebook und Co. haben selbst die Möglichkeit, Videos, Kommentare und Beiträge zu melden und somit gezielt auf Tierquälerei hinzuweisen, wenn sie ihnen auffallen.", appelliert Petrovic.

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01.11.2020

Alle vier Stunden ein schwerer Unfall mit Klein-Lkw – Zahl der Unfälle mit Lieferwagen gestiegen

Alle vier Stunden ein schwerer Unfall mit Klein-Lkw – Zahl der Unfälle mit Lieferwagen gestiegen Alle vier Stunden ein schwerer Unfall mit Klein-Lkw – Zahl der Unfälle mit Lieferwagen gestiegen

„Lieferverkehre und Zustelldienste haben in den letzten Jahren durch den boomenden Online-Handel stark zugenommen. Leider spiegelt sich das auch in der Unfallstatistik wider. Die Zahl der Unfälle mit Klein-Lkw hat in den vergangenen Jahren besorgniserregend zugenommen“, fasst VCÖ-Experte Michael Schwendinger die Ergebnisse einer aktuellen VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zusammen.

Klein-Lkw waren im Vorjahr in 2.398 Verkehrsunfällen mit Personenschaden involviert, das waren um 148 (plus 6,6 Prozent) mehr als noch im Jahr 2015. Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Verkehrsunfälle in Österreich um 5,9 Prozent gesunken. Mehr als die Hälfte der Unfälle mit Klein-Lkw passierte im Vorjahr im Ortsgebiet. Fußgängerinnen und Fußgänger waren die häufigsten Todesopfer, macht der VCÖ aufmerksam.

Insgesamt wurden 26 Unfallgegner bei Verkehrsunfällen mit Transportern und Lieferwagen getötet, zehn davon waren Fußgängerinnen und Fußgänger. Acht Todesopfer waren Zweiradfahrer, also mit Motorrad, Moped oder Fahrrad unterwegs, sieben waren Pkw-Insassen. Zudem kamen zehn Klein-Lkw-Fahrer bei den Unfällen ums Leben.

Der VCÖ betont, dass es zum einen klassische Verkehrssicherheitsmaßnahmen braucht, um die Anzahl der Klein-Lkw-Unfälle zu verringern. Dazu zählen verstärkte Tempokontrollen, niedrigere Tempolimits im Ortsgebiet sowie übersichtliche Kreuzungen und sichere Straßenübergänge. Um die Zahl der Gefahrenstellen im Ortsgebiet zu reduzieren, können Bürgerinnen und Bürger auf der VCÖ-Website Problemstellen, wie etwa gefährliche Übergänge, melden (https://problemstellen.vcoe.at/). Der VCÖ leitet die Einträge an die zuständigen Gemeinden und Städte weiter.

„Darüber hinaus kann die Verkehrssicherheit deutlich erhöht werden, wenn mit verbesserter Logistik, die Zahl der Lieferfahrten reduziert wird“, betont VCÖ-Experte Schwendinger. Betreiberunabhängige Paketstationen tragen ebenso zur Reduktion von Zustellfahrten bei, wie sogenannte Mikro-Hubs in Städten. Bei Mikro-Hubs erfolgt die Feinverteilung von Waren und Paketen vor allem mit Cargo-Bikes statt mit Lkw.

Darüber hinaus ist bei den Online-Shops anzusetzen, betont der VCÖ. So wie es die Möglichkeit einer Express-Zustellung gibt, sollen Kundinnen und Kunden auch eine verkehrssparende Möglichkeit mit verbesserter Logistik auswählen können, um eine bessere Bündelung mehrerer Lieferungen auf einer Zustellroute zu ermöglichen. Ein Verkehrserreger sind auch Gratis-Retouren, deshalb tritt der VCÖ für ein Verbot für Gratis-Retoursendungen ein.

Zentral sind auch verbesserte Arbeitsbedingungen für Zusteller. „Häufig stehen die Fahrer von Paket- und Zustelldiensten unter großem Zeitdruck, was sich sehr negativ auf das Fahrverhalten auswirkt und damit andere Verkehrsteilnehmer gefährdet“, stellt VCÖ-Experte Schwendinger fest.

Im Bundesländer-Vergleich passierten im Vorjahr in Wien die meisten Verkehrsunfälle mit Klein-Lkw, nämlich 526. Die meisten Todesopfer waren in Niederösterreich mit neun zu beklagen, in Oberösterreich kamen acht Menschen bei Unfällen mit Klein-Lkw ums Leben.

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03.03.2021

Urroggen - Das Multitalent in der Backstube

Urroggen ist eine 7.000 Jahre alte Getreidesorte, die ursprünglich aus dem Vorderen Orient stammt Urroggen ist eine 7.000 Jahre alte Getreidesorte, die ursprünglich aus dem Vorderen Orient stammt

Urroggen ist eine 7.000 Jahre alte Getreidesorte, die ursprünglich aus dem Vorderen Orient stammt. Da das Urgetreide früher oft auf Rodungsflächen gesät wurde, ist der Urroggen heute auch unter dem Namen Waldstaudenroggen oder Waldstaudenkorn bekannt. In einigen Regionen wird er als Johannisroggen bezeichnet, da er um den Johannistag (24. Juni) ausgesät wurde.

Ursprünglich wuchs Urroggen als Unkraut auf den Weizenfeldern. Beim Vordringen des Getreideanbaus nach Norden wurde das Urgetreide wegen seiner Winterfestigkeit und seiner geringen Ansprüche an den Boden kultiviert und zum heutigen gewöhnlichen Roggen weitergezüchtet.

Urroggen geriet beinahe in Vergessenheit, weil er wesentlich kleinere Körner hat als herkömmlicher Roggen und der Ertrag daher um ca. 50 Prozent geringer ist. Da er jedoch eine extrem anspruchslose, frostunempfindliche Getreideart ist und auf kargen Böden und sogar noch auf 2.000 Metern Höhe wächst, bekommt er in der Landwirtschaft wieder zunehmend Beachtung.

Im Gegensatz zum heutigen Zuchtroggen ist Urroggen eine perennierende Getreideart, wird also meist mehrjährig angebaut. Im Herbst oder Frühjahr (ursprünglich um Johannis, den 24. Juni) werden die Körner ausgesät. Im ersten Jahr wird das Grün vor der Ährenbildung abgemäht und als Viehfutter verwendet. Die Pflanzen treiben neu aus und überwintern. Durch dieses Vorgehen bilden sich im darauffolgenden Jahr um bis zu 30 Prozent mehr Ähren. In diesem Jahr reift der Urroggen und kann geerntet werden.

In der Backstube bietet sich Urroggen als Zusatz für Brote aus handelsüblichem Roggen an, da es den Gebäcken eine ansprechende dunklere Färbung sowie einen erdigen, leicht würzigen Geschmack verleiht.

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