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Sport/Gesundheit

17.06.2013

EU fördert "Fallwatch", ein Erkennungssystem, das Senioren nach Stürzen schneller hilft

EU fördert "Fallwatch", ein Erkennungssystem, das Senioren nach Stürzen schneller hilft EU fördert "Fallwatch", ein Erkennungssystem, das Senioren nach Stürzen schneller hilft

"Vigi'Fall" ist der Name eines neuen Erkennungssystems, das vorwiegend alten Menschen nach Stürzen helfen wird. Dank des kleinen dreieckigen Patches, das von seinem Anwender permanent getragen werden kann, ist gewährleistet, dass jeder ernsthafte Sturz erkannt und sofort ein Notarzt gerufen wird. Der Clou daran: Das Patch am Körper kommuniziert mit Infrarot-Bewegungssensoren in den Wohnräumen und einer zentralen Kontrollbox. Entwickelt wurde das System von FallWatch, einem Konsortium, das Technologien und wissenschaftliche Erkenntnisse aus ganz Europa vereint. Federführend ist das französische Start-up Vigilio S.A. Das Projekt wurde von der Europäischen Kommission mit rund zwei Millionen EURO gefördert.

"Schätzungsweise stürzen in Europa jährlich mehr als 20 Millionen Menschen über 65", erklärt Jean-Eric Lundy, Gründer von Vigilio S.A. und Arzt in der Notaufnahme des Hôpital Cochin in Paris. "Damit ist ein Sturz die Hauptursache für traumatisch bedingte Todesfälle in diesem Alter. Sofortige medizinische Hilfe entscheidet über Leben und Tod. Viel zu oft erleben wir, dass ältere Patienten vor der Einlieferung ins Krankenhaus stundenlang hilflos zu Hause gelegen haben, weil sie nicht um Hilfe rufen konnten. Dabei entstehen oft irreversible physische und psychische Schäden." Laut Freizeitunfallstatistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit in Wien kam es 2011 in Österreich zu insgesamt 261.300 Sturzunfällen. Damit machen Stürze mehr als 64% aller Unfälle zu Hause oder in der Freizeit aus und sind Österreichs Unfallursache Nr. 1.

So funktioniert Vigi'Fall

Vigi'Fall basiert auf einem Sensorensystem ? einem Biosensor, der vom Anwender selbst getragen wird, sowie Wandsensoren in den Wohnräumen ? und ist damit in etwa vergleichbar mit einer Alarmanlage. Im Falle eines Sturzes sendet der Biosensor am Körper ein Signal aus; darüber hinaus registrieren die Wandsensoren, dass keine Bewegungen mehr stattfinden, und melden dies ebenfalls an das Steuergerät im Wohnbereich. Dieses benachrichtigt per Telefon das Pflegepersonal oder falls sich der Sturz in einer Privatwohnung ereignet, ein Callcenter. Um zwischen tatsächlichen Stürzen und einem Fehlalarm unterscheiden zu können, verfügt Vigi'Fall über eine spezielle Software, die den Sturz (mit oder ohne Aufprall) und die anschließende Lage des Patienten analysiert. In einer Pflegeeinrichtung kann das Personal im Ernstfall sofort reagieren. Allein lebende Menschen werden sicherheitshalber von einem Callcenter-Mitarbeiter angerufen. Bleibt der Anruf unbeantwortet, wird umgehend die Familie oder ein Notdienst benachrichtigt.

Das Vigi'Fall-Konsortium

Die größte Herausforderung bei der Entwicklung von Vigi'Fall bestand darin, das Patch möglichst klein zu halten, damit es problemlos und bequem getragen werden kann. Dazu holte das FallWatch-Konsortium europäische Partner mit unterschiedlichen Spezialisierungen ins Boot. Diese reichen von Personal Security und Mikroelektronik über Biowerkstoffe und Nanotechnologie bis hin zu medizinischen Klebstoffen und Hochleistungsbatterien, die beim Militär und in der Luftfahrt Verwendung finden. Das Resultat der Zusammenarbeit des Konsortiums: Der Sensor funktioniert selbst unter der Dusche und braucht dank der langlebigen Stromversorgung nicht weiter beachtet zu werden, sobald er einmal auf der Haut klebt. Was bleibt, ist die Gewissheit, dass bei einem Sturz sofort Hilfe naht.

Erfolgreiche klinische Tests und Vermarktung

Das Vigi'Fall-Patch wurde unter Laborbedingungen und in den Bereichen Krankenhaus, Pflegeeinrichtung und Privathaushalt erfolgreich geprüft. Seit November 2012 ist Vigi'Fall am Markt erhältlich. Die Home-Version von Vigi'Fall wird ab dem dritten Quartal 2013 erhältlich sein. Ab September 2013 beginnen in den USA und Europa zudem die klinischen Tests der zweiten Systemgeneration, die auch dem amerikanischen RFID-Standard entsprechen wird. Diese marktreife Version, die für Ende 2014 erwartet wird, eröffnet gewaltige Geschäftsmöglichkeiten: Neben Europa und den USA haben mehrere asiatische Länder Interesse an der einzigartigen Technologie bekundet. In den EU-Ländern, die an den FallWatch-Projekten beteiligt sind, werden dadurch in den kommenden drei Jahren schätzungsweise 100 qualifizierte Arbeitsplätze entstehen. "Das FallWatch-Projekt zeigt, welche Fortschritte in der medizinischen Versorgung möglich sind, wenn die Besten der europäischen Wirtschaft zusammenarbeiten", erklärt Michael Jennings, Sprecher der Europäischen Kommission für die Bereiche Forschung, Wissenschaft und Innovation. "Diese Innovation bringt den Menschen einen spürbaren Nutzen und ist gleichzeitig gut für die europäische Wettbewerbsfähigkeit, die von der Kommission im Rahmen des EU-Forschungs- und Innovationsprogramms "Horizon 2020" kontinuierlich gefördert wird."

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Europäische Kommission Generaldirektion Forschung und Innovation
17.06.2013

Die erste Hitzewelle kommt - Vorsicht ist geboten

Die erste Hitzewelle kommt - Vorsicht ist geboten Die erste Hitzewelle kommt - Vorsicht ist geboten

Körperliche Anstrengung im Freien, überheizte Autos oder zu wenig Flüssigkeit können dem Körper massiv schaden – das Rote Kreuz hilft nicht nur im Notfall sondern auch mit Tipps zur Vorbeugung.

Sommer und Sonne sind für uns unmittelbar mit Urlaub und Erholung verbunden. Gerade bei hohen Temperaturen sind aber einige Vorsichtsmaßnahmen ratsam. „Am wichtigsten ist, dass man die drei Grundregeln befolgt. Erstens nie auf die Kopfbedeckung vergessen, zweitens genügend (nicht alkoholische) Flüssigkeit zu sich nehmen, drittens nicht in der prallen Sonne liegen“, erklärt Chefärztin Elfriede Wilfinger, Rotes Kreuz Niederösterreich. Diese Maßnahmen sind wichtig, um Sonnenstich, Sonnenbrand oder der gefährlichen Dehydrierung vorzubeugen. „Wesentlich ist auch, dass man eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor verwendet, denn die meisten Hautkrebserkrankungen entstehen durch die Sonneneinstrahlung.“

Die wichtigsten Tipps im Überblick:

Auch kurzzeitige Aufenthalte in stehenden Fahrzeugen können für Kleinkinder, Tiere, ältere und kranke Menschen gefährlich werden; die Temperatur steigt hier sehr schnell auf über 50 Grad an.

Pro Tag sollten mindestens 2-3 Liter Flüssigkeit getrunken werden – möglichst Mineralwasser oder verdünnte Fruchtsäfte, aber keinesfalls Alkohol oder koffeinhaltigen Getränke (z.B. Kaffee, Cola); außerdem sollte leichte Kost auf dem Speiseplan stehen.

Körperliche Anstrengungen (vor allem im Freien) sollten möglichst vermieden bzw. an den Tagesrand (morgens, abends) gelegt werden.

Im Schatten bleiben! Wer in der prallen Sonne liegt, riskiert neben Sonnenbrand auch Hautkrebs und Kollaps.

In der Sonne sollte stets eine Kopfbedeckung getragen werden – dies gilt besonders für Kinder und Babies.

Erste Hilfe Tipps

Kommt es dennoch zu Krämpfen (Arme, Beine), Schwindel, Schwächegefühl, sehr roter oder sehr blasser Haut, so besteht die Gefahr bis hin zum Kreislaufkollaps. „In diesen Fällen ist es besonders wichtig, richtig und schnell zu reagieren“, erklärt Elfriede Wilfinger.

Erste Hilfe bei „Hitzeopfern“:

Patienten in den Schatten bringen.

Der Oberkörper sollte bei Patienten, die bei Bewusstsein sind, bei rotem Kopf erhöht, bei blasser Haut flach gelagert werden.

Kleidung möglichst lockern oder öffnen.

Den Patienten kühlen (feuchte Umschläge auf den Kopf geben) und – wenn er bei Bewusstsein ist – zu trinken geben (Mineralwasser).

Notruf wählen: 144

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
25.04.2013

Bioresonanz bei Lebensmittelunverträglichkeit - zweifelhaft und teuer

Bioresonanz bei Lebensmittelunverträglichkeit - zweifelhaft und teuer Bioresonanz bei Lebensmittelunverträglichkeit - zweifelhaft und teuer

Fisch, Eier, Nüsse oder Milchprodukte: Bis zu fünf Prozent der Österreicher leiden Schätzungen zufolge an Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Die Wirksamkeit der Bioresonanztherapie ist wissenschaftlich nicht belegt. Dennoch versprechen die Anbieter in der Werbung eine zuverlässige Diagnose oder gar die Heilung der Nahrungsmittelunverträglichkeit. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat eine Testperson von sechs Anbietern im Raum Wien untersuchen lassen. Das Fazit des VKI: Die Bioresonanztherapie ist teuer und liefert keine zuverlässigen Ergebnisse. Ein Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten sollte am besten in einem Allergieambulatorium untersucht werden.

Kein einziger Befund deckte sich mit der von einem Allergiezentrum durchgeführten Kontrolluntersuchung, in der u.a. eine Frucht- und Milchzuckerunverträglichkeit festgestellt wurde. Zudem lautete jeder einzelne Befund der Bioresonanzinstitute anders: Das Spektrum reicht von einer Unverträglichkeit gegen Erdnüsse und Walnüsse, über Instantkaffee und Saccharin bis hin zu Milcheiweis und Weizen. „In einer der getesteten Einrichtungen wurde der Testperson fälschlicherweise gar eine zerebrale Durchblutungsstörung attestiert. Die Testperson leidet jedoch weder unter typischen Symptomen wie Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen oder Kopfschmerzen, noch wurde diese Erkrankung jemals im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung diagnostiziert“, berichtet VKI-Gesundheitsexpertin Dr. Bärbel Klepp. Auch die Ernährungsempfehlungen stehen in der Kritik: „Würde man sich an alle gegebenen Empfehlungen halten, wäre eine ausgewogene Ernährung schier unmöglich.“

Einheitlichkeit gab es im Rahmen des Tests dagegen in einem anderen Punkt: hohe Kosten im Falle einer Therapie. Diese reichen von 50 Euro bis zu 120 Euro pro Sitzung, wobei teils bis zu zehn notwendige Behandlungen in Aussicht gestellt wurden. Bei Erstkonsultationen wurden teils höhere Kosten (bis zu 168 Euro) verrechnet. Hätte sich die VKI-Testperson auf eine Therapie eingelassen, wären im extremsten Fall – inklusive der empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel - bis zu 900 Euro fällig geworden.

Die Bioresonanztherapie wurde 1977 von dem deutschen Arzt und Scientologen Franz Morell und seinem Schwiegersohn, dem Ingenieur Erich Rasche als MORA-Therapie eingeführt. Um nicht weiter in die Nähe von Scientology gerückt zu werden, benannten sich in den 1990er Jahren mehrere bedeutende Therapeutenvereinigungen um und verbannten „Bioresonanz“ aus ihrer Namensgebung. So existieren ähnliche Verfahren unter den Namen Biokommunikations-, Bicom-, Multicom- und Multiresonanztherapie, Biophysikalische Informationstherapie (BIT), Diagnostische Resonanztherapie (DRT), Sequentielle Frequenzdiagnostik, Lykotronik-Therapie, SomaDyne, VegaSTT oder Matrix-Regerationstherapie.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Gerd Altmann/ladyoak.com / pixelio.de / Quelle: auszugsweise Wikipedia
15.05.2013

Thema Brustkrebs: Österreicherinnen laut Studie uninformiert und ängstlich

Thema Brustkrebs: Österreicherinnen laut Studie uninformiert und ängstlich Thema Brustkrebs: Österreicherinnen laut Studie uninformiert und ängstlich

Vor Start des österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms im Oktober 2013 ist die große Mehrheit der Frauen über Nutzen und Risiko einer Teilnahme uninformiert und ist das Thema zudem mit Angst besetzt. Dies zeigt eine aktuelle Umfragestudie des Radiologen Dr. Hans Mosser.

Die Themen Brustkrebs und Früherkennung sind bei knapp 70% der österreichischen Frauen mit Angst assoziiert, zudem ist die große Mehrheit der Frauen uninformiert über Nutzen und Risiken der Teilnahme an einem Brustkrebs-Früherkennungsprogramm durch Mammographie, wie es in Österreich für 1,4 Mio. Frauen eingeführt wird. Dieses erschreckende Ergebnis zeigt eine Umfragestudie des österr. Radiologen Dr. Hans Mosser.

Statt sachlicher Information scheint bei den Themen Brustkrebs und Früherkennung Panikmache zu dominieren, kritisiert Mosser, und entlarvt in seinem brandneuen Buch "Akte Brust: Frau zwischen den Fronten" den pinken Hype rund um Brustkrebs und Früherkennung. Mit dem lt. Mosser "angstmachenden Statistik-Trick", nach dem jede 8. bis 10. Frau im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs erkranken soll, würden gesunde Frauen zur Mammographie geschickt. Die damit verbundenen Risiken sind bekannt, darunter Strahlenbelastung, falsch positive Befunde bei 21% und unnötige Eingriffe wie Gewebsentnahmen bei fast 6% der teilnehmenden Frauen nach 3 Mammographien, weiters 19% Überdiagnosen, bei denen manche Wissenschaftler sogar bis zu 50% angeben. Über diese Risiken wird jedoch nur spärlich oder gar nicht informiert!

Einige Berufskollegen Mossers kritisieren sein Buch, weil es durch das Aufzeigen nicht nur des Nutzens, sondern auch der wissenschaftlich dokumentierten Risiken eines Brustkrebs-Früherkennungsprogramms Frauen verunsichern würde. Doch ist es in Zeiten selbstbestimmter Bürgerinnen und Bürger zulässig, Informationen über wissenschaftlich bewiesene, wichtige Nachteile einer Methode zurückzuhalten? Wohl kaum! Vielmehr ist eine Nutzen-Risiko-Abwägung erst Voraussetzung einer informierten Entscheidung.

Ist dieses Brustkrebs-Früherkennungsprogramm, wie es im Herbst 2013 in Österreich für 1,4 Mio. Frauen zwischen 45 und 69 Jahren startet, nun ein Experiment an uninformierten Frauen, das mehr schadet als nützt, wie viele Wissenschaftler sagen? Oder ist der Nutzen größer, wie andere in ihren Studien behaupten? Oder ist es einfach nur ein Geschäft? Die Frau - und nicht nur sie - steht zwischen diesen Fronten. Wem glauben? Wie entscheiden? Was tun?

Um diese Fragen geht es in dem umfassend informativen und zugleich sehr spannend zu lesenden Aufklärungsbuch "Akte Brust - Frau zwischen den Fronten" des kritischen österreichischen Radiologen, der über eine fast 30-jährige Berufserfahrung in Brustkrebsdiagnostik und Früherkennung verfügt. Präsentiert werden in dem Buch die Ergebnisse von Mossers aktueller Studie, wie Frauen über Brustkrebs und Früherkennung denken und was sie fühlen, sowie, wem sie in diesen Fragen am meisten vertrauen, nämlich in über 90% dem Gynäkologen und dem Radiologen. Die tatsächliche Bedeutung von Brustkrebs, die lt. Mosser öffentlich weit überschätzt wird, und was Brustkrebs überhaupt ist, wird in dem Buch ebenso aufgezeigt wie der Nutzen einer Früherkennung sowie die Risiken und Schäden eines Früherkennungsprogramms (Screening), die auch quantifiziert werden. Ausführlich erklärt werden zudem die Vorteile der Methoden der Brustuntersuchung, von Mammographie über Ultraschall bis zu MR, genauso wie auch deren Nachteile aufgezeigt werden. Nicht zuletzt werden auch die Möglichkeiten aktiver Brustkrebsvorsorge durch Veränderungen von Faktoren des Lebensstils anhand wissenschaftlicher Daten dargestellt.

Mit fast 200 Seiten ist das Buch ein umfassendes Informationspaket zu allen Fragen rund um Brustkrebs und Früherkennung und räumt auf mit Unsicherheiten, Statistik-Tricks und einem pinken Brustkrebs-Hype. Basierend auf den aktuellsten wissenschaftlichen Daten ist es dennoch spannend zu lesen und zeigt Wege auf, die es einer Frau nach der Lektüre dieses Buches ermöglichen, zu einer individuellen, informierten und freien Entscheidung für oder gegen die Teilnahme am österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramm zu kommen. Ein eigenes Website-Projekt (www.aktemedizin.com) hält Interessierte darüber hinaus ständig auf dem aktuellen Stand und ermöglicht auch Interaktionen mit dem Autor.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
08.03.2013

"Dein Tipp für Julia“ - Neue Kampagne zur Raucherentwöhnung startet

“Dein Tipp für Julia“ - Interaktive Tipps gegen die Lust am Rauchen “Dein Tipp für Julia“ - Interaktive Tipps gegen die Lust am Rauchen

In Österreich sterben jährlich etwa 14.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Grund genug für den Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und das Rauchertelefon eine Kampagne zur Raucherentwöhnung ins Leben zu rufen. Mit der aktuellen Kampagne “Dein Tipp für Julia“ sollen vor allem junge Frauen im Alter von 18 bis 34 Jahren angesprochen werden. Eine interaktive Video-Webseite (www.juliarauchfrei.at) sowie YouTube und Facebook bilden die zentralen Elemente dieser Kampagne.

Eine ist keine, oder?

Im Mittelpunkt der Kampagne steht Julia, eine junge Frau, die mit dem Rauchen aufgehört hat. Als sie eine alte Packung Zigaretten findet, bekommt sie wieder große Lust zu rauchen. Deshalb wendet sie sich mit einer Videobotschaft an die Internet-Gemeinde und bittet diese um Tipps, die sie vom Rauchen abhalten soll. Julia belohnt jeden brauchbaren Ratschlag mit einem unterhaltsamen Video, in dem sie (fast) jeden Tipp in die Tat umsetzt. Die ZuseherInnen können so den Lauf der Geschichte mit beeinflussen. Julia bemerkt in Ihren Videos auch die Vorteile des Nichtrauchens wie z.B. dass sie nun, ihr Geld für andere Einkäufe nutzen kann und dass sie beim Tanzen wieder mehr Luft hat.

„Der interaktive Charakter der Kampagne ermöglicht es in einen Eins-zu-Eins-Kontakt mit potentiellen RaucherInnen zu treten. Gemeinsam mit dem Rauchertelefon wollen wir Wege aufzeigen, wie man rauchfrei bleiben kann. Aufhörwillige RaucherInnen sollen auf humorvolle Weise das Rauchertelefon und die österreichweiten Angebote der Tabakentwöhnung kennen lernen. Wir gehen einen neuen Weg, um vor allem junge Frauen zu unterstützen“, so der für das Thema Prävention zuständige stellvertretende Generaldirektor im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Josef Probst.

Raucherinnen auf dem Vormarsch

Die Kampagne ist eine Reaktion auf die unterschiedliche Entwicklung des Tabakkonsums von Frauen und Männern. Laut Statistik Austria ist die Raucherrate bei den Männern in den letzten Jahrzehnten von 39 % auf 27 % gesunken, während sich gleichzeitig der Anteil der weiblichen Raucherinnen von 9 % auf 19 % erhöht und somit mehr als verdoppelt hat. Jede dritte Frau (34 %) in der Altersgruppe der 20- bis 25-Jährigen raucht täglich. Hinzu kommt noch, dass in der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen die Frauen früher zu rauchen beginnen, als die Männer.

Hilfe zur Selbsthilfe

Ziel der Kampagne, die noch bis zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2013 läuft, ist die Sensibilisierung junger Frauen und Motivation junger RaucherInnen zum Rauchstopp. Die Webseite www.juliarauchfrei.at wird auch nach dem Weltnichtrauchertag weiterhin verfügbar sein. Die Kampagne verlagert den kommunikativen Schwerpunkt weg von den Gefahren des Rauchens, hin zu den Vorteilen des Nichtrauchens und den Angeboten für Aufhörwillige.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Boom Jelly
16.05.2013

Altschnee am Berg birgt unterschätztes Absturzrisiko

Alpenverein warnt vor Schneefeldern Alpenverein warnt vor Schneefeldern

Die steigenden Temperaturen locken bereits in die Berge - bei Wanderungen ist derzeit aber noch besondere Vorsicht geboten. Altschneefelder können nämlich zu einem gefährlichen Hindernis werden, warnt der Oesterreichische Alpenverein (OeAV). Das Risiko, sich beim Queren gefrorener Firnfelder zu verletzen, werde von Wanderern nur allzu oft unterschätzt.

Bergwege oberhalb der Waldgrenze sind im Frühjahr häufig noch von harten Altschneefeldern bedeckt. Sie zu überqueren, kann auch für erfahrene Wanderer gefährlich werden. "Dass bereits flache Schneehänge mit einer Neigung von 30 Grad ein Absturzrisiko bergen können, ist sehr vielen Berggehern nicht bewusst. Optisch laden die Schneefelder zum sorglosen Passieren ein - aber wenn man ausrutscht, kann man kaum mehr bremsen", mahnt Alpenvereinspräsident Dr. Andreas Ermacora. Stürze auf einem Schneefeld, welches in felsdurchsetztes Gelände oder gar in einen Steilabbruch übergeht, würden nicht selten mit schwersten Verletzungen enden. "Ein Wanderweg, der in ein steiles Altschneefeld mündet, kann daher Grund genug sein, eine Tour abzubrechen", so Ermacora.

"Zum Queren sollten zumindest die oberen zehn Zentimeter der Schneedecke aufgeweicht sein, damit man auch wirklich Tritte setzen kann", rät Mag. Michael Larcher, Bergsportexperte im Alpenverein und fügt hinzu: "Bergtaugliches Schuhwerk ist hier natürlich eine absolute Voraussetzung. Die Wanderstöcke können zwar eine Hilfe sein, das Gleichgewicht zu halten, eine Garantie gegen das Abrutschen sind sie aber nicht. Eine bessere Alternative sind etwa 'Spikes', die sich wie Schneeketten über den Wanderschuh stülpen lassen. Auf vereisten Altschneefeldern sicher unterwegs wäre man - streng gesehen - nur mit Steigeisen und Pickel - aber die Gletscherausrüstung hat man beim Bergwandern eben selten dabei."

Grundsätzlich sollte vor dem Betreten eines Schnee- oder Firnfeldes immer die Warnlampe aufleuchten. Doch was tun, wenn es trotzdem zu einem Sturz kommt? "Rasches und entschlossenes Handeln kann im Ernstfall Leben retten", betont Larcher. "Bei einem Ausrutscher ist es wichtig, sich sofort in die Bauchlage zu drehen und mit abgespreizten Armen und Beinen zu bremsen - noch bevor die Geschwindigkeit so groß ist, dass sie nicht mehr kontrolliert werden kann." Auf einem etwa 40 Grad steilen, harten Firnhang würde man sonst bereits nach kurzer Rutschstrecke 98 Prozent der freien Fallgeschwindigkeit erreichen.

Der Alpenverein rät Wanderern, sich vor jeder Tour sehr genau über die aktuellen Verhältnisse zu informieren. Auch sollten sie bedenken, dass sich die Bedingungen je nach Hangausrichtung ändern können - etwa wenn ein Wanderweg von der Sonnseite in nordgerichtete Hänge führt. Besondere Vorsicht ist mit Kindern geboten: Nur bei mäßiger Neigung und einem sanften Auslauf, der keine Steine aufweist, sind Schneefelder ein geeigneter Spielplatz!

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Archiv OeAV
21.05.2013

Diabetes geht immer mehr Betroffenen immer weniger "an die Nieren"

Die Zahl der DiabetikerInnen in Österreich steigt, während die Zahl der PatientInnen mit Nierenschäden als Folge von Diabetes abnimmt. Die Zahl der DiabetikerInnen in Österreich steigt, während die Zahl der PatientInnen mit Nierenschäden als Folge von Diabetes abnimmt.

Die Zahl der DiabetikerInnen in Österreich steigt, während die Zahl der PatientInnen mit Nierenschäden als Folge von Diabetes abnimmt. Dies geht aus dem Österreichischen Dialyse- und Transplantationsregister hervor. Diese Entwicklung resultiert aus der konsequenten und umfassenden Behandlung von Diabetes und dessen Begleiterkrankungen. Eine Abnahme der Nierenersatztherapien führt auch zu einer erheblichen Kostenreduktion. In diesem Zusammenhang fordert die Österreichische Diabetes Gesellschaft auch einen leichteren Zugang für DiabetikerInnen zu neu entwickelten Therapien.

Während die Zahl der DiabetikerInnen in Österreich weiterhin steigt - derzeit sind etwa 600.000 Personen betroffen -, hat die Zahl der PatientInnen mit Nierenschäden als Folge von Diabetes in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen. Dies geht aus dem seit 47 Jahren existierenden Österreichischen Dialyse- und Transplantationsregister eindrucksvoll hervor. In diesem Register sind sämtliche PatientInnen unseres Landes mit terminaler Niereninsuffizienz, also im Stadium, in dem eine Nierenersatztherapie erforderlich wird, erfasst.

Von 2000 bis 2006 betrug der Anteil der DiabetikerInnen an den PatientInnen, die das Stadium der terminalen Niereninsuffizienz erreichten, etwa 33 Prozent. "Damit war der Anteil von PatientInnen mit Diabetes, die das Stadium der terminalen Niereninsuffizienz erreicht haben, vor allen anderen primären Ursachen für Nierenschädigungen am höchsten. In den folgenden Jahren sank die Zahl erheblich und betrug 2011 27 Prozent", erklärt Univ.-Prof. Dr. Anton Luger, Leiter der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel an der Medizinischen Universität Wien. Dabei entfiel der weitaus größere Anteil davon auf Typ-2-DiabetikerInnen (24 Prozent), Typ-1-DiabetikerInnen repräsentierten 3 Prozent.

Die Abnahme der Zahl der DiabetikerInnen, die eine terminale Niereninsuffizienz entwickeln, zeigt die Erfolge der Diabetestherapie in den letzten Jahren, die auf einer konsequenten und umfassenden Behandlung von DiabetikerInnen und den Begleiterkrankungen des Diabetes, wie Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten, beruht. Eine gute Stoffwechseleinstellung und Lebensstilmodifikation wirken sich deutlich positiv auf die Prognose aus.

DiabetologInnen tragen ganz wesentlich zu einer verbesserten Lebensqualität der ihnen anvertrauten PatientInnen bei, aber auch in einem erheblichen Ausmaß zu einer Reduktion der enormen Kosten, die eine Nierenersatztherapie verursacht (andere kostenintensive Sekundärkomplikationen wie Amputationen, Blindheit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind hier nicht erwähnt). Vor diesem Hintergrund wäre es von Seiten des Gesundheitssystems auch wichtig, PatientInnen den Zugang zu neu entwickelten Therapien zu erleichtern.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
29.05.2013

Genveränderung als eine Ursache für Brust- und Eierstockkrebs identifiziert

Genveränderung als eine Ursache für Brust- und Eierstockkrebs identifiziert Genveränderung als eine Ursache für Brust- und Eierstockkrebs identifiziert

Eine Veränderung am so genannten TERT Gen erhöht das Risiko für Brust- und Eierstockkrebs erheblich. Das ist das Ergebnis einer aktuellen, multizentrischen Studie, an der die Universitätsklinik für Frauenheilkunde und das Comprehensive Cancer Center Vienna (CCC), eine Einrichtung der MedUni Wien und des AKH Wien, beteiligt waren. Mit einem Sample von mehr als 100.000 Patientinnen aus Europa, den USA und Asien liegt nun die weltweit größte Studie zum Thema Brust- und Eierstockkrebs vor.

Das internationale Projekt, das auf eine europäische Initiative zurückgeht, belegt eindeutig den Zusammenhang zwischen Veränderungen des TERT Gens und dem Auftreten von Brust- bzw. Eierstockkrebs. Das TERT Gen ist eine Stelle auf dem Chromosom 5, das ein Eiweißmolekül kodiert, welches die Stabilität von Chromosomen unter anderem im Bereich der Brust und der Eierstöcke reguliert. Christian Singer, Leiter des Labors für erblichen Brust- und Eierstockkrebs und Leiter der Senologie an der Universitätsfrauenklinik: “Das Zellwachstum im menschlichen Organismus wird durch die Regulation von Zellteilung, die durch bestimmte Gene gesteuert wird, ermöglicht.

Unsere Studie untersuchte Variationen des TERT Gens. Mit unseren Untersuchungen konnte belegt werden, dass bestimmte „Schreibfehler“ in diesem Gen das Risiko von unkontrolliertem Zellwachstum, also dem Auftreten von Krebs, deutlich erhöht.“ Das Comprehensive Cancer Center beteiligte sich an diesem Forschungsprojekt durch die Einbindung von Patientinnen in die Studie und der SNP-Analyse ihres Genmaterials. (Als SNP, Single Nucleotide Polymorphisms, werden Variationen einzelner Basenpaare in einem DNAStrang bezeichnet.) Bei der SNP-Analyse werden Abschnitte von Genen auf fehlerhafte Kodierung untersucht. „Man untersucht dabei die DNA-Stränge systematisch nach noch so kleinen Defekten. Diese Fehler sind in manchen Fällen unwesentlich, in anderen, wie in dem hier untersuchten, spielen sie eine überragende Rolle. Die aktuellen Erkenntnisse helfen uns, Krebs besser zu verstehen. Je mehr wir über solche Veränderungen wissen, desto mehr können wir über das Risiko der Trägerin, an Krebs zu erkranken, aussagen“, erläutert Singer. „Diese Studie ist ein hervorragendes Beispiel für internationale Kooperation. Ein derart großes Patientinnen-Sample kann man auf nationaler Ebene, wo in Studien normalerweise maximal 3.000 Patientinnen eingebunden werden können, nie erreichen.“

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15.06.2013

Bei Jugendlichen boomt das Radfahren – die fleißigsten Radfahrer sind aber Senioren

Bei Jugendlichen boomt das Radfahren – die fleißigsten Radfahrer sind aber Senioren Bei Jugendlichen boomt das Radfahren – die fleißigsten Radfahrer sind aber Senioren

Die Zahl der Jugendlichen, die mit dem Rad fahren, ist in Österreich in den vergangenen fünf Jahren stark gestiegen, verweist der VCÖ auf Daten der Statistik Austria. Bereits 77 Prozent der 16 bis 19-Jährigen fahren zumindest ab und zu mit dem Rad in die Schule, zur Uni, um Freunde zu treffen, einzukaufen oder z.B. ins Kino. Im Jahr 2007 fuhren nur 64 Prozent der Jugendlichen mit dem Rad. Fast jeder dritte Jugendliche radelt mittlerweile mehrmals die Woche. „Radfahren ist bei Jugendlichen „in“. Das Image des Radfahrens hat sich in den vergangenen Jahren stark geändert. Es hat sich eine Radfahrkultur entwickelt, es gibt coole Fahrradmodelle, es ist hip, in die Pedale zu treten“, analysiert VCÖ-Experte Mag. Markus Gansterer.

Die VCÖ-Analyse zeigt, dass bei allen Altersgruppen der Anteil der Radfahrer stark zunimmt. So sind fast drei Viertel der 30 bis 59-Jährigen Radfahrer, vor fünf Jahren waren es nicht einmal zwei Drittel. Der VCÖ weist darauf hin, dass auch immer mehr Seniorinnen und Senioren in die Pedale treten. Bei den 60 bis 69-Jährigen ist der Anteil der Radfahrer binnen fünf Jahren von 57 auf 67 Prozent gestiegen, bei den über 70-Jährigen von 31 auf 39 Prozent.

„Die 60 bis 69-Jährigen sind die fleißigsten Radfahrer. Vier von zehn fahren mehrmals die Woche für Alltagserledigungen mit dem Rad. Das ist der höchste Wert aller Altersgruppen“, betont VCÖ-Experte Gansterer. Der Radfahrboom in dieser Altersgruppe liegt auch am steigenden Gesundheitsbewusstsein. Regelmäßiges Radfahren verringert das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen und Typ2-Diabetes. Radfahren hält fit und verlängert die Lebenserwartung.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
28.05.2013

Pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel – natürlich mit Nebenwirkung

Eine unkontrollierte Zufuhr mancher pflanzlicher Wirkstoffe kann mit erheblichen Risiken verbunden sein. Eine unkontrollierte Zufuhr mancher pflanzlicher Wirkstoffe kann mit erheblichen Risiken verbunden sein.

Von Aloe Vera bis zur Gojibeere – die Nahrungsergänzungsmittel - Industrie entdeckt zunehmend exotische Früchte und Pflanzen für ihre Zwecke. Geworben wird dabei häufig mit einer bestimmten gesundheitsfördernden Wirkung dieser „natürlichen“ Bestandteile. Doch nicht nur fehlen dafür oft wissenschaftliche Belege, in vielen Fällen sind auch mögliche Nebenwirkungen nicht vollständig erfasst. In ihrer aktuellen Juniausgabe nimmt die Zeitschrift KONSUMENT zehn oft verwendete Pflanzen und Pflanzenbestandteile genauer unter die Lupe.

Die Recherche zeigt: Eine unkontrollierte Zufuhr mancher pflanzlicher Wirkstoffe kann mit erheblichen Risiken verbunden sein.

Beispiel Kudzu-Wurzel: Die Kudzu-Wurzel findet in der traditionellen chinesischen Medizin Verwendung und wird in Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) und Sportlernahrung verarbeitet. Die Pflanze soll unter anderem bei der Nikotinentwöhnung helfen. Zu ihren wesentlichen Wirkstoffen zählen sogenannte Isoflavone, die auch Krebserkrankungen wie Brust- und Prostatakrebs vorbeugen sollen. Da die Wirksamkeit bisher jedoch wissenschaftlich nicht bewiesen werden konnte, sind Isoflavon-Präparate derzeit in Österreich nicht als Arzneimittel, sondern ausschließlich als NEM auf dem Markt. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung schließt nicht aus, dass Isoflavon-Präparate Krebs verursachen können.

Beispiel Meerträubel / Ephedra-Kraut: Ephedra-Kraut in Verbindung mit Koffein wird im Internet oft als Schlankheitsmittel beworben. In der Bodybuilderszene gilt es als sogenannter „Fatburner“, der die Fettverbrennung anregt. Darüber hinaus wird die Pflanze auch als Aufputschmittel bzw. pflanzlicher Ecstasy-Ersatz angeboten. Die unkontrollierte Einnahme kann zu Herzrhythmusstörungen, erhöhtem Blutdruck und bei hoher Dosierung zu Krampfanfällen und psychischen Veränderungen führen. Die Europäische Kommission beurteilt Nahrungsergänzungsmittel oder andere Lebensmittel, die Meerträubel enthalten, daher als nicht verkehrsfähig.

Fazit: „Werbeversprechen, die in Zusammenhang mit Nahrungsergänzungsmittel getätigt werden, sollten generell kritisch hinterfragt werden. Häufig ist die behauptete positive Wirkung wissenschaftlich nicht belegt. Außerdem müssen Nahrungsergänzungsmittel im Gegensatz zu Medikamenten kein behördliches Zulassungsverfahren durchlaufen, in dem die gesundheitliche Unbedenklichkeit nachgewiesen werden muss“, betont VKI-Projektleiterin Katrin Mittl. „Wer sich ausgewogen ernährt, ist in der Regel nicht auf die zusätzliche Einnahme von NEM angewiesen. Den Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen kann man problemlos – und auch wesentlich günstiger – aus heimischen Früchten abdecken.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
19.04.2013

Ex-Minister Darabos im Gespräch für Präsidentenamt bei Rapid

Rapid-Kuratoriumsmitglied und SPÖ-Bundesgeschäftsführer Darabos könnte nach der Nationalratswahl Edlinger-Nachfolge antreten. Rapid-Kuratoriumsmitglied und SPÖ-Bundesgeschäftsführer Darabos könnte nach der Nationalratswahl Edlinger-Nachfolge antreten.

Wie das Wirtschaftsmagazin FORMAT aus Rapid-Insiderkreisen erfuhr, wird Ex-Sportminister und SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos als einer der Favoriten für das Präsidentenamt bei Rapid gehandelt. Darabos ist langjähriges Mitglied des Rapid-Kuratoriums und besitzt große sportpolitische Erfahrung.

Schärfster Konkurrent um die Nachfolge von Rudolf Edlinger an der Rapid-Spitze ist Casinos Austria-Vorstand Dietmar Hoscher. Edlinger tritt bei der Wahl des neuen Rapid-Präsidiums im November nicht mehr an. Darabos ist nach der Nationalratswahl im September frei für die neue Aufgabe, die er parallel zur Tätigkeit als SPÖ-Bundesgeschäftsführer ausüben könnte.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Manfred Werner / Tsui unter Creative Commons Lizenz
05.04.2013

Tipps zum umwelt- und gesundheitsschonenden Frühjahrsputz

Tipps zum umwelt- und gesundheitsschonenden Frühjahrsputz Tipps zum umwelt- und gesundheitsschonenden Frühjahrsputz

Die flach einfallenden Strahlen der Frühlingssonne zeigen erbarmungslos, wo wir in letzter Zeit beim Putzen etwas übersehen haben. "die umweltberatung" gibt Tipps zum umwelt- und gesundheitsschonenden Frühjahrsputz und unterstützt mit der Datenbank „ÖkoRein“ bei der Wahl des richtigen Mittels.

Drei gute Gründe ...

Besonders wichtig: niedrig dosieren und keine antibakteriellen Mittel einsetzen. "die umweltberatung" rät ab von aggressiven Reinigungsmitteln und nennt deren Nachteile:

aggressive Reinigungsmittel können der Gesundheit schaden

aggressive Reinigungsmittel belasten das Abwasser

Spezialreiniger sind teuer

„Das sind drei gute Gründe, die für den Einsatz von effizienten, ökologischen Reinigungsmitteln sprechen“, erklärt DI (FH) Harald Brugger Msc, Ökotoxikologe von "die umweltberatung".

Ob ökologisches oder herkömmliches Reinigungsmittel – in jedem Fall ist es nicht sinnvoll, höher zu dosieren als auf der Verpackung angegeben. Harald Brugger: „Sauberer als sauber wird‘ s auch mit einer höheren Dosis nicht. Überdosierung ist teuer und belastet das Abwasser unnötig.“

Im Haushalt antibakterielle Mittel einzusetzen ist im Normalfall nicht notwendig. Diese Mittel belasten Umwelt und Gesundheit und schwächen das Immunsystem. Erkennbar sind antibakterielle Reinigungsmittel an Bezeichnungen wie desinfizierend, bakterizid, biozid, antibakteriell oder „mit Aktivchlor“.

Setzen dem Schmutz zu: pures Wasser und Mikrofasertücher

Besonders schonend für Umwelt und Gesundheit und gleichzeitig sehr effizient ist die Reinigung mit Mikrofasertüchern. An ihrer speziellen Struktur bleiben Schmutz und Kalk sehr gut haften. Glatte Oberflächen wie Fliesen, Spiegel, Armaturen und Glas glänzen beim Einsatz leicht befeuchteter Mikrofasertücher im Nu, ganz ohne Putzmittel.

Laut Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V. werden in Deutschland pro Jahr unglaubliche 1,7 Milliarden Artikel zum Putzen im Haushalt verkauft. Pro Haushalt werden dafür 63 Euro ausgegeben. „In Österreichs Haushalten dürften diese Ausgaben ähnlich sein. Bei richtiger Dosierung und Verwendung von Mikrofasertüchern lässt sich da einiges einsparen“, erklärt Brugger.

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25.01.2013

„Viel Geld für eine nicht bewiesene oder unter Umständen sogar negative Wirkung“

Amway, FitLine, Herbalife, Juice Plus und Vemma: „Viel Geld für eine nicht bewiesene oder unter Umständen sogar negative Wirkung“ Amway, FitLine, Herbalife, Juice Plus und Vemma: „Viel Geld für eine nicht bewiesene oder unter Umständen sogar negative Wirkung“

„Ein gesunder Mensch, der sich halbwegs ausgewogen ernährt, braucht keine Nahrungsergänzungsmittel“, resümiert Geschäftsführer Franz Floss bei der heutigen Pressekonferenz des Vereins für Konsumenteninformation (VKI). „Wer es mit Vitaminen und Mineralstoffen allzu gut meint, tut sich keinen Gefallen. Ein Zuviel an Vitamin A, E und Beta-Carotin kann sogar problematisch werden. Und: So richtig billig sind Nahrungsergänzungsmittel im Grunde genommen nicht.“ Zwar kann z.B. bei Schwangeren, chronisch Kranken oder Hochleistungssportlern die Einnahme von einzelnen konzentrierten Nährstoffen sinnvoll sein – allerdings nur unter fachlicher Aufsicht.

Direktvertriebsfirmen steht Floss daher skeptisch gegenüber: „Der Verkäufer benötigt kein Fachwissen, sondern nur einen Gewerbeschein. Verdient wird hauptsächlich über Provisionen.“ Der VKI testete fünf Direktvertriebsfirmen, die in einer Leserumfrage des Testmagazins KONSUMENT am häufigsten genannt wurden: Amway, FitLine, Herbalife, Juice Plus und Vemma. Mit Vemma kam trotz mehrmaliger Nachfrage kein Beratungstermin zustande. Bei den restlichen Anbietern war in den Beratungen zwar die Falschaussage, dass schwere Krankheiten wie Krebs mit ihren Produkten geheilt, gelindert oder vorbeugend verhindert werden, nicht zu hören. Es gab aber einige nicht wissenschaftliche belegte oder grenzwertige Aussagen. Von keinem der Berater kam der Hinweis, vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit einem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft zu sprechen. Stattdessen versuchten nahezu alle Verkäufer, die Kunden auch als Berater bzw. Teampartner anzuwerben.

Grenzwertige Werbeaussagen · Nahrungsergänzungsmittel verhindern Verkühlung In einer Beratung wurde behauptet, dass Präparate von FitLine eine Verkühlung verhindern. Das unabhängige, deutsche Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) wies nach, dass die regelmäßige Einnahme von vitaminhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln nicht vor einer Erkältung schützt. Mit Produkten von Amway, so ein anderer Berater, hätte er seinen Diabetes im Griff. Auch das ist nicht nachgewiesen. Dazu kommt, dass Nahrungsergänzungsmittel (NEM) nicht damit beworben werden dürfen, dass sie Krankheiten vorbeugen, behandeln oder heilen.

Die Böden sind ausgelaugt und das darauf angebaute Obst und Gemüse ist qualitativ nicht mehr hochwertig – die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln daher nötig. Auch das bekamen die Testpersonen zu hören. Das ist nicht zutreffend. Wie viele Nährstoffe in Obst und Gemüse stecken, ist u.a. abhängig von der Sorte und dem Reifeprozess. Zum Beispiel enthält ein Berlepsch-Apfel normalerweise wesentlich mehr Vitamin C als ein Gloster. Einfluss hat auch, wie viel Sonne eine Pflanze bekommt, wann geerntet und die Frucht gegessen wird. Lagert man das Gemüse über Tage im Kühlschrank, kommt es zu Vitaminverlusten.

Überdosiert und teuer - Der VKI erhob bei allen in der Beratung verkauften Nahrungsergänzungsmitteln den Vitaminund Mineralstoffgehalt und verglich die Ergebnisse mit den Empfehlungen des Gesundheitsministeriums. Bei FitLine gab es bei acht verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen Überschreitungen, bei Amway, Juice Plus und Herbalife jeweils eine. Die Dosierungsvorschläge der Berater wurden zusätzlich mit den vereinheitlichten Empfehlungen der Ernährungsgesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz verglichen (D-A-CH-Referenzwerte). Bei FitLine waren sieben Vitamine und Mineralstoffe überdosiert, bei Amway je nach Testperson vier bzw. drei und bei Juice Plus jeweils drei. „Die meisten der überdosierten Nährstoffe, z.B. Biotin, Folat und Vitamin C, sind zwar weniger problematisch, da sie wasserlöslich sind und über die Nieren ausgeschieden werden“, so VKIErnährungswissenschafterin Katrin Mittl.

„Auf Dauer ist ein Zuviel an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen laut aktueller Studien aber nicht ungefährlich. Dazu kommt, dass es bei Nahrungsergänzungsmitteln auch zu Wechselwirkungen kommen kann. Im Vorfeld sollte daher abgeklärt werden, ob Medikamente eingenommen werden und Allergien oder Unverträglichkeiten bestehen.

Für die empfohlenen Produkte wären monatlich folgende Kosten entstanden: Amway (rund 19 bis rund 74 Euro je nach Berater), FitLine (rund 109 Euro), Herbalife (110-124 Euro) und Juice Plus (rund 75 Euro). „Viel Geld für eine nicht bewiesene – oder unter Umständen sogar negative – Wirkung“, so Mittl. Anwerbung beim Beratungsgespräch Bei fast allen Beratungen wurde den beiden Testpersonen gegenüber zur Sprache gebracht, ob sie nicht auch Berater bzw. Teampartner werden möchten. Als Berater bekäme man die Präparate teilweise vergünstigt. Diese lehnten ab, was nicht immer positiv aufgenommen wurde. Zwei weitere Testpersonen verschafften sich Einblick in die Direktvertriebsfirmen (hier auch bei Vemma), indem sie mehrere Veranstaltungen besuchten und angaben, Berater werden zu wollen. Das mögliche Einkommen und die Karrierestufen wirkten auf den ersten Blick beeindruckend.

Bei genauerer Betrachtung wurde aber deutlich, dass relativ viel Zeit investiert werden muss, um tatsächlich Geld zu verdienen. Dazu kommt, dass der Bekannten- und Verwandtenkreis angesprochen werden soll, um einen Kundenstamm aufzubauen. Bei Amway und Herbalife erhielten die Testpersonen sogar ein Formular, in das bis zu hundert Freunde und Bekannte eingetragen werden sollten. Bei Amway fiel einer Testperson zudem der Rücktritt von der getroffenen Vereinbarung innerhalb der angegebenen Frist nicht leicht: Durch langwierige Diskussionen und wiederholte Kontaktaufnahme wurde sozialer Druck aufgebaut und damit der Ausstieg bedeutend erschwert.

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31.01.2013

Exoskelett bringt neue Bewegungsfreiheit

Werner Reichenfelser, Margit Gföhler, Jakob Karner (v.l.n.r.) Werner Reichenfelser, Margit Gföhler, Jakob Karner (v.l.n.r.)

Exoskelette kennt man aus Superheldenfilmen, in denen sie als panzerartige Spezialanzüge übermenschliche Kräfte verleihen. In Wirklichkeit hat Forschung an Exoskeletten einen ganz anderen Zweck: An der TU Wien werden Exoskelette entwickelt, die Menschen mit degenerativen Nervenerkrankungen oder Querschnittlähmungen einen Teil ihrer Bewegungsfähigkeit zurückgeben. Dazu benötigt man weder Batterie noch Motor: Nur durch Seilzüge und Federn wird der Bewegungsapparat unterstützt.

Mechanische Konstruktion hilft bei Armbewegungen

„Bei gewissen degenerativen Nervenerkrankungen können die Muskeln zwar noch bewusst angesteuert werden, kontrollierte, gezielte Bewegungen sind aber kaum mehr möglich“, erklärt Prof. Margit Gföhler vom Institut für Konstruktionswissenschaften und Technische Logistik der TU Wien. Gemeinsam mit Werner Reichenfelser und Jakob Karner entwickelt sie daher eine mechanische Vorrichtung, die auf die Arme geschnallt werden kann und dann die Bewegung unterstützt.

„Für die Patienten ist es oft einfach nicht möglich, das Gewicht des eigenen Arms zu halten – schon gar nicht, wenn eine zusätzliche Last im Spiel ist, etwa ein Getränkebecher, der zum Mund geführt werden soll“, sagt Margit Gföhler. Das Exoskelett unterstützt die Bewegungen durch ein ausgeklügeltes System von Seilzügen und Federn

Hilfe im Alltag

„Einerseits kann das mechanische System zusätzliche Kraft aufbringen, wenn eine Bewegung erleichtert werden soll, andererseits kann es durch eine Bremse das Gewicht der Arme kompensieren, damit sie nicht unkontrolliert absacken“, sagt Werner Reichenfelser. Das Exoskelett wurde in zwei Versionen konstruiert: Eine Variante wird an einem Rollstuhl fixiert, eine zweite, leichtere Variante wird ohne Rollstuhl am Körper getragen.

Wichtig war für das Forschungsteam, dass die Konstruktion alltagstauglich ist. Es gibt bereits größere, schwerere Modelle, die in der klinischen Rehabilitation für das Training benutzt werden. Das Gerät, das an der TU Wien entwickelt wird, soll allerdings möglichst ohne fremde Hilfe zu Hause eingesetzt werden. „Das bedeutet auch, dass wir auf komplizierte Kalibrierung und unnötig aufwändige Elektronik verzichten“, sagt Margit Gföhler.

Einsatz im Rehabilitationszentrum

Derzeit ist das Exoskelett im italienischen Rehabilitationszentrum Villa Beretta in Costamasnaga, Italien im Einsatz. Im Rahmen einer klinischen Studie verwenden es dort Patienten mit neurodegenerativen Nervenerkrankungen oder hoher Querschnittlähmung als Unterstützung, um den möglichen Bewegungsraum des Armes zu vergrößern.

Künstliche Aktivierung der Muskulatur durch Neuromuskuläre Elektrostimulation macht das Exoskelett auch für Menschen interessant, die ihre Arme gar nicht mehr bewegen können. Entweder werden Signale von anderen Muskeln verstärkt, oder man sucht über Augenbewegungen aus einem Computermenü die Bewegungsmuster aus, die man ausführen möchte. „Die mechanischen Freiheitsgrade unseres Exoskelettes sind genau jene, die auch elektrisch stimuliert werden können“, sagt Margit Gföhler, „das Exoskelett wurde von vornherein speziell auf Elektrostimulation vorbereitet.“ Auch die Elektrostimulation wird derzeit im Reha-Zentrum Villa Beretta getestet. So können auch Personen, die nur noch über minimale motorischen Restfunktionen verfügen, wichtige Bewegungen des Alltags wieder selbstständig durchführen – etwa alleine einen Becher zum Mund führen und daraus trinken.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: TU Wien
21.05.2013

Embolie im Auge. Erblindung erfolgreich bekämpft

Anton K. mit den Ergebnissen seiner Gesichtsfeldprüfungen: in seiner rechten Hand das ausgelöschte Gesichtsfeld vor Therapiebeginn, in seiner linken der Befund nach 3 Behandlungstagen mit dem wiedergewonnenen zentralen (hellen) Bereich Anton K. mit den Ergebnissen seiner Gesichtsfeldprüfungen: in seiner rechten Hand das ausgelöschte Gesichtsfeld vor Therapiebeginn, in seiner linken der Befund nach 3 Behandlungstagen mit dem wiedergewonnenen zentralen (hellen) Bereich

Am 13. Mai 2013 stellte Herr Anton K. plötzlich fest, dass er an seinem rechten Auge innerhalb von Sekunden ohne für ihn erkennbaren Grund erblindete. Der gelernte 73 jährige Werkzeugmacher wurde sofort über eine neurologische Abteilung eines Landeskrankenhauses an eine Augenklinik gebracht. Nach einer eingehenden Untersuchung lautete die Diagnose: Zentralarterienembolie rechtes Auge. Bei dieser Erkrankung verstopft sich die für die Netzhautversorgung verantwortliche Arterie. Ähnlich einem Schlaganfall oder Herzinfarkt werden wichtige Organe mit Sauerstoff nicht mehr versorgt. Am Auge bedeutet das eine Erblindung.

Die gemäß Lehrbuch offensichtliche Aussichtslosigkeit auf eine Verbesserung findet sich im Arztbrief:

Sehleistung rechtes Auge: Handbewegung / Augenkontrolle: 2 Wochen / Augentherapie: keine / Untersuchung: Internist/in

Aufgeben tut man nur einen Brief, meinte Herr K. und wollte sich nicht geschlagen geben. Auf Empfehlung seiner Familie wurde 48 Stunden später Anton K. noch in der Nacht durch Univ.-Prof. Dr. Zirm (Augenzentrum Wien) untersucht und zu einer intensiven Gefäßtherapie durch 7 Tage stationär aufgenommen.

Drei Tage später und das ausgerechnet zu Pfingsten, stellte der Patient fest, dass er mit seinem rechten Auge wie durch eine zunehmend größer werdende Lücke des sonst schwarzen Gesichtsfeldes Beschriftungen an Türen, Lichtschalter, sogar die Gesichter der ihn liebevoll betreuenden Krankenschwestern sehen kann.

Dazu Prof. Zirm: das Lob gebührt dem um sein Augenlicht kämpfenden Patienten. Gerade bei einem Gefäßverschluß muss innerhalb weniger Stunden alles unternommen werden, um die lokale Situation im Auge zu verbessern. Wichtig ist, dem Patienten die Situation nicht nur zu erklären, sondern auch einen Behandlungsversuch anzubieten.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Zirm Privatklinik
30.04.2013

Krebsbehandlung in Österreich – ein positives Zeugnis

Krebsbehandlung in Österreich – ein positives Zeugnis Krebsbehandlung in Österreich – ein positives Zeugnis

Etwa die Hälfte der österreichischen Bevölkerung ist direkt oder indirekt von einer Krebsproblematik betroffen. Dies ergab eine topaktuelle Bevölkerungsstudie (N=2000 Österreicherinnen und Österreicher ab 15 Jahre) zum Thema "Krebs, eine öffentliche Priorität", die von GfK Austria Healthcare im Auftrag der Initiative "Leben mit Krebs" durchgeführt wurde.

Sie zeigt unter anderem, dass die medizinische Versorgung bei Krebserkrankungen vom Großteil der Betroffenen positiv gesehen wird: Zwei Drittel der indirekt Betroffenen – Personen, die einen krebskranken nahen Angehörigen haben – und sogar 90 Prozent der selbst Betroffenen erachten die Behandlung von Krebskranken im Krankenhaus als sehr oder eher gut.

"Die Hälfte aller Betroffenen stellt der Wirksamkeit bzw. Nachsorge ein positives Zeugnis aus", betonte Mag. Silvia Bauernhofer, GfK Austria Healthcare. Auch diese Aspekte werden von Krebskranken signifikant besser beurteilt (sehr/eher gut: Wirksamkeit 80%, Nachsorge 70%) als von indirekt Betroffenen (51% bzw. 48%).

Aufklärung und Information werden von den Betroffenen als wichtigste Maßnahme zur Verbesserung der Lebensqualität von Tumorpatienten gesehen.

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06.05.2013

Wenn der Grill zum Flammenwerfer wird …

Ein Fettbrand, der mit 1/8 Liter Wasser gelöscht wird Ein Fettbrand, der mit 1/8 Liter Wasser gelöscht wird

Ein lauer Sommerabend, liebe Freunde zu Gast und dann noch ein saftiges Kotelett vom Grill – was kann es Schöneres geben? Doch leider haben viele „Grillmeister“ zu wenig Geduld: Damit es schnell geht, muss ein Brandbeschleuniger her. Ob Spiritus oder Benzin, die Kohle wird damit getränkt und dann entzündet. Die verheerenden Folgen können explodierende Kohle oder meterhohe Stichflammen sein. Sicheres Entkommen für umstehende Personen ist kaum möglich.

5 Verletzte pro Tag während der Grillsaison

Laut einer Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit verletzen sich jährlich rund 1.000 Personen in Österreich beim Grillen. Das macht in der Saison von April bis Mai fünf Verletzte pro Tag. Viele dieser Brandverletzungen sind auf die Verwendung von Spiritus oder Benzin zurückzuführen. Wie gefährlich diese Methode ist, erklärt Karl Enzinger, Leiter Brandschutz der NÖ Landesregierung und Kommandant der Betriebsfeuerwehr NÖ Landhaus: „Wenn der flüssige Brennstoff vor dem Anzünden auf die Kohle kommt, bildet sich ein Gas-Luftgemisch, das sich extrem schnell ausbreitet und beim Anzünden explodiert. Trifft Spiritus oder Benzin direkt auf glühende Kohle oder Feuer, entsteht eine Stichflamme, die selbst zwei Meter vom Grill entfernte Personen verletzen kann.“ Die Folgen sind schwere Verbrennungen in Gesicht, Rumpfbereich oder an den Händen.

Sicher grillen – Unfälle vermeiden

„Viele Grill-Unfälle könnten vermieden werden, wären sich die Hobby-Griller der Risiken bewusst“, erklärt Mag. Bernhard Lackner, Vorstandsdirektor der Niederösterreichischen Versicherung, „deshalb machen wir an unserem diesjährigen Tag der Sicherheit auf die Gefahren aufmerksam.“ Mit Aktionen in ganz Österreich, bei denen Tipps für sicheres Grillen gegeben werden, soll die Sensibilität für das Thema gesteigert werden. In diesem Zusammenhang verteilen die Unternehmen der Vereinigung der Österreichischen Länderversicherer praktische „Grillboxen“. Deren Inhalt – Sicherheitsanzünder, Grillspieße, Gewürze und ein Heft mit Sicherheitstipps und Rezepten – soll beim Grillen daran erinnern, Verantwortung zu zeigen.

Richtiger Versicherungsschutz

Wie aber kann man sich vor den finanziellen Folgen eines Brandschadens beim Grillen schützen? „Kommt es auf Terrasse oder Balkon eines Mehrfamilienhauses zu einem Brand, ist meist auch der Besitz des Nachbars betroffen“, so Bernhard Lackner. Der Versicherungsprofi erklärt dazu: „Eine Feuer- bzw. Haftpflichtversicherung schützt in jedem Fall, denn sie deckt den eigenen sowie den fremden Schaden ab.“

Trotz umfassenden Versicherungsschutzes sollten grundlegende Vorsichtsmaßnahmen beim Grillen immer eingehalten werden.

Nachfolgend einige Anregungen für sicheren Grillgenuss.

> Niemals Spiritus oder Benzin als Brandbeschleuniger verwenden – Zündhilfen sind am sichersten!

> Kinder niemals unbeaufsichtigt lassen!

> Anzündmittel, die den benötigten Sicherheitsnormen entsprechen, sind mit der Bezeichnung ÖNORM EN 1860 bzw. DIN 66358 gekennzeichnet.

> Keinesfalls Anzünder für Ölöfen verwenden! - Hochwertige Anzündhilfen werden für eine sichere Anwendung immer mit Gebrauchsanweisung verkauft.

> Grillgeräte immer stabil auf ebenen Boden stellen und während des Betriebes nicht verschieben. Nicht in geschlossenen Räumen oder unter Sonnenschirmen verwenden.

> Feuerlöscher, Wasser oder Löschdecke für den Ernstfall bereitstellen.

> Löschen Sie nach dem Grillen die Glut, auf keinen Fall sollten Sie diese in den Mülleimer entsorgen.

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07.06.2013

Das Hochwasser geht, der giftige Schlamm bleibt

Das Hochwasser geht, der giftige Schlamm bleibt Das Hochwasser geht, der giftige Schlamm bleibt

Wenn das Hochwasser geht, bleiben oft Schwermetalle wie Blei oder Cadmium im Schlamm zurück. Die Belastung an Zink, Kupfer und Cadmium ist hoch. Diese Schwermetalle können zum Problem werden. Nach Überschwemmungen verbleiben sie in den Schlammrückständen und belasten dauerhaft den ufernahen Boden.

Während vor vielen Jahren der Schwennschlamm als Dünger galt, birgt er heute oft einen wahren Giftcockteil. Das Hochwasser hat Dünger und Pflanzenschutzmittel aus dem Boden gelöst. In vielen Kellern gelagerte Giftstoffe, Lacke, Putz- und Lösungsmittel haben ihren Weg in die Flüsse und Bäche gefunden. Auch der eine oder andere Öltank hat seinen Inhalt verloren.

Tiere auf den Weiden nehmen diese Stoffe beim Grasen auf. Überschwemmungen auf der Pferdeweide können langfristig Niere und Leber der Pferde stark belasten. Natürlich ist auch anderes Nutzvieh und der Anbau von Lebensmitteln betroffen.

Schwermetalle, die mit dem Schlamm auf die Felder kommen, halten sich längere Zeit im Boden.

Nach dem Hochwasser 2012 warnte das Umweltbundesamt in einer Aussendung, die heute wohl kaum an Aktualität verloren hat:

Bei allen Tätigkeiten nach Überflutungen ist es besonders wichtig, die üblichen hygienischen Maßnahmen, wie gründliches Händewaschen, zu beachten. Es sollten Handschuhe, Gummistiefel und feuchtigkeitsabweisende Kleidung getragen werden. Der Kontakt der bloßen Haut mit abgelagertem Schlamm soll weitestgehend vermieden werden, während der Arbeiten vor Ort sollte nicht gegessen oder getrunken werden.

Generell ist vom Verzehr von Obst und Gemüse aus überfluteten Bereichen abzuraten.

Keinesfalls sollten verwendet werden:

• Wurzelgemüse,

• Knollengemüse,

• "erdnahes" Gemüse wie Salat,

• Obst und Fruchtgemüse, das mit Überschwemmungswasser in Kontakt gekommen ist.

Überflutetes Gras oder Grünfutter soll weder verfüttert, noch siliert oder kompostiert werden.

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05.06.2013

Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs sind häufigste Todesursachen

Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs sind häufigste Todesursachen Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs sind häufigste Todesursachen

Herz-Kreislauferkrankungen sind die mit Abstand häufigste Todesursache, insbesondere im höheren Erwachsenenalter. Laut Todesursachenstatistik von Statistik Austria verstarben im Jahr 2012 insgesamt 33.931 Personen (42,7%) an Herz-Kreislauf-Krankheiten, 20.266 Personen (25,5%) starben an Krebs. Damit entfielen auf diese beiden Todesursachengruppen zusammen rund sieben von zehn Sterbefällen des Jahres 2012. Die übrigen Sterbefälle verteilten sich auf Krankheiten der Atmungsorgane (3.963 Personen oder 5,0%), der Verdauungsorgane (3.001 Personen oder 3,8%), auf sonstige Krankheiten (13.833 Personen oder 17,4%) und nicht natürliche Todesursachen (Verletzungen und Vergiftungen; 4.442 Personen oder 5,6%). Während bei Todesfällen im mittleren Erwachsenenalter Krebs die Todesursache Nummer eins darstellt, dominieren im höheren Alter die Herz-Kreislauf-Krankheiten. So entfielen 2012 bei den 80- bis 89-Jährigen beinahe die Hälfte der Todesfälle auf diese Krankheitsgruppe, bei den 90-und-mehr-Jährigen sogar rund 60%.

Im Jahr 2012 verstarben in Österreich 79.436 Personen, davon waren 52,9% Frauen und 47,1% Männer. Berücksichtigt man die insgesamt wachsende Bevölkerung und ihre kontinuierliche demographische Alterung, so sank die Sterblichkeit in den letzten zehn Jahren altersstandardisiert um 17%. Die sinkende Sterblichkeit an Herz-Kreislauferkrankungen war dabei in den letzten zehn Jahren bestimmend für das Ausmaß und die Geschwindigkeit des gesamten Sterblichkeitsrückganges.

Im mittleren Lebensalter am häufigsten Krebserkrankungen als Todesursache

Zwischen dem Sterbealter und den zugrunde liegenden Todesursachen zeigt sich ein klarer Zusammenhang. So waren rund drei Viertel aller Verstorbenen im Jahr 2012 70 Jahre oder älter. Die häufigsten Todesursachen dieser Altersgruppe waren Herz-Kreislauf-Krankheiten, gefolgt von Krebs sowie mit großem Abstand Krankheiten der Atmungsorgane und Ernährungs- bzw. Stoffwechselkrankheiten. Eine geringere Rolle spielen Krankheiten des Nervensystems, der Verdauungsorgane und Unfälle.

Rund 22% aller Todesfälle traten zwischen dem 40. und dem 70. Lebensjahr auf, wobei der Großteil dieser Todesfälle auf Krebserkrankungen zurückzuführen war. Bei Männern waren die häufigsten Krebslokalisationen Lungenkrebs, Krebs der Bauchspeicheldrüse, Krebs des lymphatischen und blutbildenden Gewebes und Leberkrebs. Die Krebssterbefälle von Frauen dieser Altersgruppe waren hauptsächlich auf Lungen- und Brustkrebs und Krebs der Bauchspeicheldrüse zurückzuführen. Weiters sind für Personen im mittleren Erwachsenenalter bereits die Herz-Kreislauf-Krankheiten als Todesursache von Bedeutung – rund jeder fünfte Todesfall war 2012 dieser Krankheitsgruppe zuzurechnen. Krankheiten der Verdauungsorgane sind in diesem Alter ebenfalls eine relativ häufige Ursache für den Tod.

Bei Jugendlichen und bei jungen Erwachsenen unter 40 Jahren (zusammen rund 2% aller Sterbefälle) waren Unfälle die häufigste Todesursache, anteilsmäßig ebenfalls verhältnismäßig häufig waren Suizide (18,8%).

Bei den wenigen Todesfällen, die Kinder im Alter von ein bis unter zehn Jahren betreffen (80 Todesfälle im Jahr 2012), waren neben Fehlbildungen Unfälle und Krebs häufige Todesursachen.

Bei den Säuglingen (252 Todesfälle im Jahr 2012) waren Geburtskomplikationen und angeborene Fehlbildungen die häufigsten Ursachen für den frühen Tod.

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07.06.2013

Nach dem Hochwasser kommt die Gelsenplage

Nach dem Hochwasser kommt die Gelsenplage Nach dem Hochwasser kommt die Gelsenplage

"Wolkenschwärme" von Überschwemmungsgelsen prognostizierte der Ökologe Bernhard Seidel am Mittwoch. Ende Juni werden sich die Gelsen, die jetzt noch als Larven in den Überschwemmungsgebieten leben, auf die Suche nach Blut begeben. Das Blut ist für die Gelsen durch die aufgenommenen Proteine (Körpereiweiße) für die Produktion ihrer Eier besonders wichtig.

"Die Population könnte um das drei- bis vierfache, wenn nicht um das zehnfache des Üblichen übersteigen", so der Stechmückenexperte.

Diese „Gelseninvasionen" können zu einer beträchtlichen Beeinträchtigung der Lebensqualität der Bewohner dieser Regionen führen.

Als bis dato umweltfreundlichste Methode den Gelsenbestand zu regulieren ist der Einsatz von Bacillus thuringiensis israelensis (Bti) Präparten anzusehen.

Beim Bacillus thuringiensis handelt es sich prinzipiell um eine im Boden vorhandene Bakterienspecies.

Mittlerweile wurden verschiedene Stämme dieses Bakteriums identifiziert, z.B. den Stamm israelensis. Jeder dieser verschiedenen Stämme wirkt spezifisch gegen ein bestimmtes Artenspektrum: z.B. der Stamm israelensis gegen Gelsen.

Während der Sporenbildung der Bakterien kommt es zur Ausbildung eines Endotoxins, welches stark giftig auf Gelsen wirkt.

Diese stark toxische Wirkung besteht jedoch nur während bestimmter Larvenstadien der Gelsen, daher ist der Zeitpunkt der Ausbringung von Bti von großer Wichtigkeit für den Erfolg der Gelsenregulationsmaßnahmen.

Von der AGES wurde ein Gelsen-Monitoring zur Überwachung von Vektoren (=Überträgern) von humanpathogenen Viren wie z.B. dem West Nil (WNV), Dengue oder Chikungunya aufgebaut. Weiters werden in Kooperation mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien die gefunden Vektoren auch auf durch Stechmücken übertragene bakterielle Erkrankungen wie die Tularämie ("Hasenpest") und parasitäre Erkrankungen wie die durch die Sandfliegen übertragene Leishmaniose untersucht. Mit dem Programm werden an vordefinierten Standorten Stechmücken gesammelt, klassifiziert und mittels molekularbiologischen Methoden gezielt die Durchseuchungsrate der Gelsenbestände mit den oben genannten Erregern bestimmt. Anhand der gefundenen Stechmückenarten und des möglichen Nachweises humanpathogener Viren stehen Informationen zur Verfügung, die über das Risiko der Übertragung Auskunft geben und so gegebenenfalls weitere gezielte Abklärungs-Maßnahmen ermöglichen.

In allen neun Bundesländern werden an bislang 37 ausgewählten Standorten im Kulturland (Landwirtschaft) Gelsen mittels speziellen Fallen gesammelt. Die angestrebte Menge liegt bei etwa 5.000 Exemplaren pro Jahr. Besonderes Augenmerk gilt der Suche nach den Arten Aedes japonicus (Asiatische Buschmücke) oder Aedes albopictus (Asiatische Tigermücke).

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30.05.2013

EU verpflichtet Pharmakonzerne zu mehr Transparenz bei der Entwicklung von Medikamenten

EU verpflichtet Pharmakonzerne zu mehr Transparenz bei der Entwicklung von Medikamenten EU verpflichtet Pharmakonzerne zu mehr Transparenz bei der Entwicklung von Medikamenten

Im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit des Europäischen Parlaments in Brüssel wurde gestern eine wichtige Etappe für weniger Bürokratie und mehr Transparenz bei der Medikamententwicklung gelegt. "Von der Idee bis zum fertigen Medikament dauert es rund 13 Jahre, am Ende stehen klinische Tests mit Freiwilligen. Ohne klinische Studien gäbe es keine neuen Medikamente und keine Weiterentwicklung von Arzneimitteln, die bereits auf dem Markt sind. Diese Studien müssen von Pharmakonzernen nun in einer EU-Datenbank registriert werden, die Ergebnisse sind innerhalb eines Jahres zu veröffentlichen. Damit wird dank des Europäischen Parlaments gewährleistet, dass auch die kritischen Informationen dieser Studie bekannt werden, nicht nur jene Daten, die später für Werbemaßnahmen von Medikamenten verwendet werden", erläutert die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach.

Kadenbach, Mitglied im Gesundheitsausschuss, begrüßt das einfachere Antragsverfahren für klinische Studien. "Vorgesehen sind aber auch Geldstrafen, wenn sich Pharmakonzerne nicht an die neuen Regeln der transparenten Veröffentlichung halten, die wir im Sinne der Patientinnen und Patienten schaffen", so Kadenbach. "Wir müssen die Ergebnisse aller klinischen Studien wissen, ob sie erfolgreich waren oder nicht. Eine klinische Studie ist nicht ein Marketingelement, sondern eine Beurteilung von Sicherheit und Wirksamkeit. Im Interesse des öffentlichen Vertrauens in die Medizin und gute Wissenschaft brauchen wir Zugang zu detaillierten Zusammenfassungen der Ergebnisse. Negative Ergebnisse sind entscheidend, um die Wiederholung von etwas, das nicht funktioniert zu vermeiden, um etwa unnötige klinische Versuche zu verhindern", führt Kadenbach aus.

Schließlich soll die verbesserte Vorgehensweise auch dafür sorgen, neue und verbesserte Therapien für viele Krankheiten zu finden sowie grenzüberschreitende Studien durchzuführen. "Im Fall von seltenen Krankheiten ist diese Zusammenarbeit von entscheidender Bedeutung", so Kadenbach.

"Ich freue mich auch, dass der vom Gesundheitsausschuss angenommene Text die Stellung der unabhängigen Ethikkommissionen zumindest verbessert. Ethikkommissionen waren im Gesetzesvorschlag der Europäischen Kommission formell gar nicht erwähnt. Vorgesehen ist nun laut unserer Abstimmung, dass klinische Studien zuerst von einer Ethikkommission geprüft werden müssen. Diese Vorschrift nimmt auch Bezug auf die Deklaration von Helsinki des Weltärztebundes, in der festgeschrieben ist, dass jeder klinische Prüfplan von einer Ethikkommission genehmigt werden muss. Ich appelliere an den Rat, der nun im Gesetzgebungsprozess am Zug ist, diese Formulierung zu übernehmen", unterstreicht Kadenbach abschließend.

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15.06.2013

Bei Kleinkindern ist Ertrinken nach Verkehrsunfällen die zweithäufigste Todesursache

Bei Kleinkindern ist Ertrinken nach Verkehrsunfällen die zweithäufigste Todesursache Bei Kleinkindern ist Ertrinken nach Verkehrsunfällen die zweithäufigste Todesursache

Nur wenige Momente aus den Augen gelassen und schon droht Kleinkindern in Gärten mit ungesicherten Gewässern Lebensgefahr. Insgesamt ertrinken pro Jahr durchschnittlich fünf Kinder (2011: drei). Auch bei seichten Mini-Biotopen: eine Sicherung muss sein. Denn Kinder unter fünf Jahren können sich bereits aus einer Wassertiefe von nur wenigen Zentimetern nicht mehr aus eigener Kraft retten. Meist tritt das Phänomen der Schockstarre ein, denn panische Kinder sind bewegungsunfähig. Zusätzlich ist bei kleinen Kindern die Muskulatur oft zu schwach, um in einer solchen Notlage den Kopf hoch genug aus dem Wasser zu heben.

Was uns Erwachsenen bewusst sein muss: Ertrinken ist ein lautloser Tod. Schon ein paar Sekunden elterlicher Unachtsamkeit können zur Katastrophe führen. Kein Schreien, kein wildes Um-sich-Schlagen. Völlig laut- und regungslos gleiten Kleinkinder ins Wasser. Auch wenn der Wasserunfall nicht tödlich endet: Überlebende Kinder sind – abhängig von der Dauer des erlittenen Sauerstoffmangels – in vielen Fällen von bleibenden Gehirnschäden betroffen.

Ungetrübter Badespaß

Kinder lieben Wasser, sei es im eigenen Garten, bei Freunden im Pool oder im Strandband. „Immer und ausnahmslos gilt: Erwachsenenauge, sei wachsam. Lassen Sie Ihr Kleines im Wasser und in Wassernähe nie aus den Augen. Legen Sie bei Familienfesten und sonstigen Besuchen genau fest, wer wann auf das Kind aufpasst“, so DI Alexandra Kühnelt-Leddihn vom KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit).

Tipps vom KFV

Achtung Spielzeug! Aufblasbare Gummitiere machen beim Baden Spaß, bieten im Ernstfall aber keinerlei Schutz. Egal, ob beim Ritt auf dem Plastik-Krokodil, im Schlauchboot oder auf der Luftmatratze: „Schwimmflügel an!“ lautet für die Kleinsten die Devise.

Legen Sie Ihrem Kind nur mit dem CE-Zeichen versehene Schwimmhilfen an! Oberarm-Schwimmflügeln müssen mehrere voneinander getrennte (aufblasbare) Luftkammern und – wenn sie aufblasbar sind – dazu noch Sicherheitsventile aufweisen.

Mobil- und Schnurlostelefone lagern Sie im Garten am besten in Griffnähe, Notruf-Nummern inklusive.

Frischen Sie Ihr Know-how in einem Erste-Hilfe-Kurs auf. Im Notfall zählt jede Sekunde!

Bringen Sie Ihrem Kind so früh wie möglich das Schwimmen bei!

Gewässer im Garten: So sichern Sie richtig!

Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen, die Ihren Garten für die ganze Familie zu einem Ort der Erholung machen:

Brunnen, Regentonne, Mini-Biotop & Co.

Die Gefahrenzone Ziehbrunnen wird mit einem fix montierten, massiven Gitter entschärft. Ist der Ziehbrunnen in Gebrauch, ist eine versperrbare Abdeckung dringend erforderlich.

Auch Regentonnen stellen für kopfüber hineinfallende Kleinkinder ein großes Risiko dar und müssen daher mit einer verschließbaren Abdeckung versehen sein.

Zur Sicherung kleiner Feuchtbiotope bietet sich eine spezielle Gitterkonstruktion aus Metall oder Fiberglas an, die 1-2 cm unterhalb der Wasseroberfläche montiert wird. Das Gitter selbst fällt optisch nicht auf, das Kind landet im Fall des Falles in einem stabilen Auffangnetz. Das Gitter darf sich an keiner Stelle nach unten durchbiegen, seine Maschenweite sollte maximal 4 x 4 cm betragen.

Schwimmteich

Legen Sie Schwimmteiche grundsätzlich nur an gut einsehbaren Stellen im Garten an!

Sorgen Sie für eine professionell errichtete Umzäunung des gesamten Wasserbereichs – inklusive aller Stege und Plattformen. Ein stabiler, unüberwindbarer Zaun sichert den Schwimmteich rund ums Jahr – auch im Winter, wenn das Eis zum Betreten verlockt. Der Zaun muss mindestens 1 Meter vom Ufer entfernt sein und eine Höhe von mindestens 1,1 Metern aufweisen. Die Maschenweite eines Drahtzauns bzw. der Abstand zwischen den Brettern eines Holzzauns darf maximal 4 cm betragen. Die Türe muss entsprechend mittels Türschloss gesichert sein.

Apropos Zaun: Schaffen Sie verschließbare Zugänge zu Nachbargrundstücken!

Swimmingpool

Installieren Sie – für die Zeit der Nichtbenutzung – eine Pool-Abdeckung nach Maß!

Rund um den Pool sorgt eine professionell angelegte, verschließbare Umzäunung (siehe Schwimmteich) für optimalen Schutz.

Pool-Alarm

Ein Pool-Alarm kann Leben retten: Die im Fachhandel erhältlichen Alarmgeräte reagieren unmittelbar auf jede Art der Wasserbewegung und warnen mit einem lauten Signalton. Der Sensor wird auf die Wasseroberfläche des Pools oder Schwimmteichs gesetzt und mit einer Schnurverbindung am Ufer fixiert.

Es gibt auch Alarmgeräte die den Kindern wie eine Uhr auf dem Handgelenk befestigt werden, und die bei einer Basisstation einen Alarmton auslösen. Beide Systeme sind nur ergänzende technische Maßnahmen, aber kein Ersatz für eine Aufsichtsperson.

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21.03.2013

Haarentfernung per Laser oder IPL-Gerät: Kostspielige Methode ohne Garantie

Haarentfernung per Laser oder IPL-Gerät: Kostspielige Methode ohne Garantie Haarentfernung per Laser oder IPL-Gerät: Kostspielige Methode ohne Garantie

Unter den Achseln, auf der Brust oder an den Beinen – Haare wachsen meist genau dort, wo sie aus ästhetischen Gründen unerwünscht sind. Wer trotzdem nicht ständig selbst zu Rasierklinge oder Wachs greifen möchte, lässt sich die lästige Behaarung in spezialisierten Studios per Laser oder IPL-Gerät (Intensed Pulsed Light) entfernen. Dabei werden die Haarwurzeln durch kurze Laser- bzw. Lichtimpulse verödet oder zerstört. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) wollte wissen, wie gut 15 zufällig ausgewählte Anbieter in Wien über Risiken, Dauer und Kosten dieser Methode informieren.

Das Ergebnis: Nur vier der 15 Haarentfernungszentren klärten die Tester umfassend auf und wurden am Ende mit „gut“ oder „sehr gut“ bewertet.

„Wenn man sich für eine permanente Haarentfernung entscheidet, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es mit einer einzigen Behandlungseinheit nicht getan ist“, informiert VKIGesundheitsexpertin Dr. Angela Tichy. „Je nach Hauttyp, Farbe und Menge der Haare können bis zu zehn Sitzungen fällig werden.

Da immer nur der Teil der Haare behandelt werden kann, der sich gerade in der Wachstumsphase befindet, müssen die Einheiten im Abstand von 6 bis 12 Wochen wiederholt werden. In dieser Zeit sollte man nicht nur auf Solariumsbesuche und Selbstbräuner, sondern auch auf direkte Sonneneinstrahlung verzichten. Dessen sollte man sich im Vorfeld bewusst sein, denn die Behandlung ist durchaus kostspielig: Die getesteten Anbietern verrechnen etwa für die Enthaarung einer Männerbrust zwischen 42 und 400 Euro pro Sitzung.“

Eine erfolgreiche Enthaarung per Laser/IPL funktioniert eher bei dunklen Haaren. Aber selbst hier gibt es keine Garantie. Auch wenn die Methode als „dauerhaft“ beschrieben wird, kann es sein, dass die unerwünschten Haare nach einiger Zeit doch wieder nachwachsen. „Seriöse Anbieter werden diesen Umstand genauso wenig verschweigen wie mögliche gesundheitliche Nebenwirkungen“, betont Dr. Tichy. „Denn obwohl die Risiken überschaubar sind, kann es in Einzelfällen doch zu Problemen wie Schwellungen, Bläschenbildung oder Verbrennungen kommen. Eine umfassende Beratung im Vorfeld ist auch aus diesem Grund unerlässlich.“

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04.06.2013

Alzheimer hinterlässt Hinweise im Blut

Alzheimer ist eine neurodegenerative Krankheit, die häufig ältere Menschen betrifft. Alzheimer ist eine neurodegenerative Krankheit, die häufig ältere Menschen betrifft.

Ca. 75 % der geschätzten 36 Mio. Alzheimer-Patienten weltweit haben noch keine verlässliche Diagnose erhalten, und die möglichen Auswirkungen auf das Leben der potenziellen Patienten jetzt und in der Zukunft könnten riesig sein.

Alzheimer ist eine neurodegenerative Krankheit, die häufig ältere Menschen betrifft. Die üblichsten Symptome sind ein progressiver Gedächtnisverlust bis zu der Phase, in der der Patient vollständig auf Pflegepersonal für die täglichen Lebensbedürfnisse angewiesen ist. Zahlreiche Forschungsarbeiten unterstützen die Theorie, dass eine Gruppe von Peptiden, die so genannten Beta Amyloid (Abeta), die natürlich im Körper vorkommen, einen grossen Einfluss auf die Alzheimer-Krankheit haben. Durch einen Prozess, der von der Wissenschaft bisher noch nicht erklärt werden konnte, kommt es zu einer Ansammlung von Peptiden im Gehirn, die über einen Zeitraum von Jahren Gedächtnisprobleme und andere Symptome verursachen, die mit der Krankheit in Verbindung gebracht werden.

Professor Manuel Sarasa, CSO und Gründer des spanischen Forschungsunternehmens Araclon Biotech, und sein Team haben daran gearbeitet, die Bluttests "ABtest40" und "ABtest42" zu perfektionieren, um die kleinsten Mengen dieser Peptide im Blut zu messen.

"Die Studie hat gezeigt, dass unser Test für Abeta im Blut einen grossen Zusammenhang zwischen den Peptidmengen und der Krankheit im Vergleich zu gesunden Menschen und Menschen mit geringer Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten aufweisen" ((MCI - Mild Cognitive Impairment) ist die frühste, erkennbare Phase des Gedächtnisverlusts.)

"Durch die Messung von drei verschiedenen Werten der wichtigsten Peptide Abeta40 und Abeta42 im Blut - frei im Plasma, gebunden an Plasmaelemente und gebunden an Blutzellen - und den Vergleich dieser Werte mit etablierten Diagnosemethoden können wir konsistent eine Beziehung zwischen den Abeta-Werten und der Krankheit erkennen", sagte er.

"Dies bedeutet, dass wir, und mit "wir" meinen wir Alzheimer-Forscher im Allgemeinen einem verlässlichen, minimal invasiven Biomarker für Alzheimer viel näher gekommen sind", sagt Professor Sarasa. "Die Bedeutung dessen ist, dass Studien früher beginnen können und weniger kosten. Eingreifende Therapien können in früheren Stadien der Krankheit getestet werden, und sobald eine effektive Therapie gefunden wurde, wird dieser Test gut für Reihenuntersuchungen der Bevölkerung im Gesundheitssektor geeignet sein."

Im Juli werden die Ergebnisse dieser Arbeit im Journal of Alzheimer's Disease 36(3) veröffentlicht.

Professor Sarasa merkte an, dass bereits eine grössere, multinationale Studie mit 255 Patienten im Gange sei und dass seine in Zaragoza ansässige Firma, ein Mitglied der Grifols Unternehmensgruppe, auch versucht, diese Ergebnisse durch andere, ähnliche Patientengruppen weltweit zu bestätigen.

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23.04.2013

Ohne Versicherung kann Krankheit im Urlaub finanziellen Ruin bedeuten

Kranksein auf Reisen kann ohne Versicherung sehr teuer werden, denn die e-card ist in vielen Urlaubsregionen aufgrund teurer Privatärzte und -kliniken oft wertlos Kranksein auf Reisen kann ohne Versicherung sehr teuer werden, denn die e-card ist in vielen Urlaubsregionen aufgrund teurer Privatärzte und -kliniken oft wertlos

Kranksein auf Reisen kann ohne Versicherung sehr teuer werden, denn die e-card ist in vielen Urlaubsregionen aufgrund teurer Privatärzte und -kliniken oft wertlos. Diese rechnen nämlich generell nicht mit Sozialversicherungen ab. Gerade in beliebten Urlaubsländern wie Griechenland oder Spanien liegen öffentliche Spitäler oft weit von den Badeorten entfernt. "Im Notfall führt der schnellste Weg in eine der näher liegenden Privatkliniken, welche oft horrende Summen verlangen. Alleine die Behandlung einer Brech-/Durchfallerkrankung kann bis zu 1.500 Euro ausmachen", sagt ÖAMTC-Touristikerin Silvie Bergant.

Richtig teuer wird's bei einer schweren Erkrankung oder einer Operation nach einem Unfall und/oder einem Krankenrücktransport in ein österreichisches Spital, der generell nie durch die e-card gedeckt ist. Die Kosten hierfür belaufen sich in Europa rasch auf mehrere zehntausend Euro, weltweit im schlimmsten Fall sogar bis zu einigen 100.000 Euro. Wer keine Versicherung abgeschlossen hat, kann angesichts dieser Summen rasch vor dem finanziellen Ruin stehen. Durch einen ÖAMTC-Schutzbrief ist man auf Reisen in ganz Europa optimal abgesichert, der ÖAMTC-Weltreisekrankenschutz ergänzt ihn weltweit.

Krankheiten und Unfälle im Urlaub vermeiden - Tipps zu Vorsichtsmaßnahmen

Um das Risiko für einen Krankenhausaufenthalt im Urlaub zu verringern, rät der ÖAMTC u.a. zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen:

* Vorsicht beim Mopedfahren: Mopeds sind in vielen Urlaubsländern beliebte Fortbewegungsmittel, auch unter Touristen. "Die Kombination aus ungewohnten Strecken, anderen Verkehrsregeln und einer mitunter aggressiven Fahrweise der anderen Verkehrsteilnehmer birgt jedoch eine große Gefahr", warnt die ÖAMTC-Reiseexpertin. Wenn man aufs Moped steigt, sollte man deshalb unbedingt eine defensive Fahrweise an den Tag legen.

* Keine rohen Lebensmittel: Rohe Lebensmittel sind abhängig vom Reiseziel zu meiden - Obst und Gemüse sollte nur geschält oder gekocht konsumiert werden. Bei Getränken gilt: Nur industriell abgefüllte Getränke mit Originalverschluss bieten Sicherheit vor Infektionen. Auch auf Eiswürfel sollte verzichtet werden.

* Achtung vor der Tierwelt: Vorsicht ist auch bei Straßenhunden und Katzen geboten. "Mögen sie auch noch so süß sein, so können sie sogar lebensgefährliche Krankheiten übertragen", verdeutlicht die ÖAMTC-Touristikerin. Auch stechende Insekten sind Krankheitsüberträger. Darum sollte für konsequenten Mückenschutz gesorgt werden. Auch beim Schnorcheln und Tauchen sind Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz vor giftigen Meeresbewohnern zu treffen. Für Strandspaziergänge empfehlen sich Badeschuhe: "An verunreinigten Stränden tummeln sich häufig Würmer oder Flöhe, die Juckreiz, Blutarmut und Bauchschmerzen auslösen können", so Bergant.

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10.04.2013

Jeder zweite Österreicher hat Übergewicht - Radfahren im Alltag verbrennt viele Kalorien

Jeder zweite Österreicher hat Übergewicht - Radfahren im Alltag verbrennt viele Kalorien Jeder zweite Österreicher hat Übergewicht - Radfahren im Alltag verbrennt viele Kalorien

Radfahren im Alltag hilft allen, die nach dem langen Winter den Winterspeck wieder loswerden möchten. Immerhin bringt jeder zweite Österreicher zu viele Kilo auf die Waage. Der VCÖ macht darauf aufmerksam, dass eine Person mit 80 Kilogramm Körpergewicht durch eine halbe Stunde Radfahren mit leichter Anstrengung 240 Kilokalorien (kcal) verbrennt, bei mäßiger Anstrengung sogar 320 Kilokalorien. „Wer eine halbe Stunde mit Anstrengung radelt, kann ein kleines Wiener Schnitzel verbrennen. Viele Österreicher haben keine Zeit für regelmäßigen Sport. Umso wichtiger ist es, die Bewegung in den Alltag zu integrieren“, so VCÖ-Expertin DI Bettina Urbanek.

Schon gemütliches Radfahren verbrennt viele Kalorien. Wer eine halbe Stunde lang langsamer als 15 km/h radelt, verbraucht bei 80 Kilogramm Körpergewicht 160 kcal, bei 65 kg immer noch 130 kcal. Je flotter Rad gefahren wird, umso größer natürlich der Kalorienverbrauch.

„Radfahren macht nicht nur eine gute Figur, sondern ist de facto eine vorbeugende Medizin gegen viele Krankheiten. Eine halbe Stunde Bewegung pro Tag senkt laut Weltgesundheitsorganisation das Herzinfarktrisiko um 50 Prozent. Zudem wird durch regelmäßiges Radfahren im Alltag das Immunsystem gestärkt“, betont VCÖ-Expertin Urbanek. Und beim Radfahren werden mehr als 100 Muskeln aktiviert.

Eine halbe Stunde Radfahren verbrennt so viele Kalorien wie folgende Lebensmittel haben

(Radfahren mit leichter Anstrengung – 80 kg Körpergewicht)

45 Gramm Alpenmilchschokolade

70 Gramm Parmesan

80 Gramm Emmentaler

100 Gramm Weißbrot

120 Gramm Lachs

130 Gramm Dunkles Brot

150 Gramm Rib-Eye-Steak

270 Gramm Mais

290 Gramm Erdbeeren

420 Gramm Äpfel

1 Kilogramm Karotten

1 Krügerl Bier

(Quelle: www.kalorientabelle.net, VCÖ 2013)

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07.03.2013

Alarmstufe Rot: Was hinter roten Augen stecken kann

Alarmstufe Rot: Was hinter roten Augen stecken kann Alarmstufe Rot: Was hinter roten Augen stecken kann

Woran erkennt man, dass bald der Frühling Einzug hält? Indem viele von uns Niesattacken, verstopfte Nasen und rote Augen aufgrund von Hasel-, Birken- oder Gräserpollen haben. Diese allergischen Reaktionen gehören zu den häufigsten Ursachen von geröteten Augen. Aber rote Augen sind ein Symptom, erklärt Chefredakteur und Allgemeinmediziner Dr. Andreas Baum, das verschiedene Ursachen haben kann:

Ganz oft ist es so, dass die Augen zu trocken sind, weil zu wenig Tränenflüssigkeit produziert wird. Da spielen auch häufig Zugluft, Zigarettenqualm, Wind oder Kälte eine Rolle und ebenfalls häufig sind Bindehautentzündungen durch Viren oder Bakterien. Wichtig ist, dass man zum Augenarzt geht, vor allem bei Schmerzen oder Sehstörungen, weil dann auch noch andere Augenkrankheiten dahinterstecken können.

Finger weg von irgendwelchen Hausmittelchen, wie Kamillespülung, weil die die Augen noch mehr reizen können. Man sollte die Ursachen ärztlich abklären lassen, denn oft kann der Augenarzt schnelle Abhilfe schaffen:

Bei trockenen Augen können künstliche Tränen helfen, die gibt es als Tropfen oder Gel in der Apotheke. Für Allergiker gibt es Augentropfen, die die Allergiesymptome im Auge unterdrücken. Bei Infektionen behandelt dann der Arzt z.B. mit abschwellenden oder bei bakteriellen Infektionen gegebenenfalls dann auch mit antibiotischen Augentropfen.

Damit gar nicht erst rote Augen und eine Bindehautentzündung entstehen können, kann man aber einfach und unkompliziert vorbeugen: Zugluft und Zigarettenrauch sollte man vermeiden und oft an die frische Luft gehen. Und dann ist es auch wichtig, dass man sich nicht mit ungewaschenen Händen die Augen reibt, um keine Keime in die Augen zu schleppen. Wer Kosmetika verwendet, wie Wimperntusche oder Eyeliner sollte aufs Verfallsdatum schauen, auch um keine Keime ins Auge zu bringen.

Augen werden bei langer Bildschirmarbeit häufig überanstrengt. Damit die Augen nicht ermüden und entspannen können, tut es gut, immer mal wieder in die Ferne zu schauen, rät der Diabetes Ratgeber.

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08.04.2013

Jährlich 1.300 Unfälle mit dem Fahrrad auf dem Arbeitsweg

Jährlich 1.300 Unfälle mit dem Fahrrad auf dem Arbeitsweg Jährlich 1.300 Unfälle mit dem Fahrrad auf dem Arbeitsweg

Der Schneefall ist vorbei, der Frühling hat - spät aber doch - Einzug gehalten. Damit können die Schi im Keller verstaut und das Fahrrad aus seinem Winterschlaf geholt werden. Aber: Radfahren birgt auch ein dementsprechendes Unfallrisiko.

Laut der Statistik der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt ist die Zahl der Fahrradunfälle über die letzten zehn Jahre konstant. Etwa 1.300 Fahrradfahrer verunglücken jährlich auf dem Weg von und zur Arbeit. Am öftesten kommt es dabei zu Verletzungen an Armen und Händen, gefolgt von Verletzungen an den Beinen und am Kopf. Die durchschnittlichen lebenslangen Unfallkosten eines Unfalles mit dem Fahrrad liegen bei etwa 22.000 Euro - das beinhaltet unter anderem Behandlungskosten in den Spitälern oder Ausfallszeiten im Betrieb.

Fahrrad nach dem Winter zum Service

Der Zustand des Fahrrades ist ein wichtiger Aspekt. Dass die Bremsen gut greifen, alle Rückstrahler montiert sind und die Lichtanlage funktioniert, trägt zu einer Verringerung des Unfallrisikos bei. Das Fahrrad sollte daher vor der ersten Ausfahrt einem Service in einer Fachwertstätte unterzogen werden.

Ein Helm kann bei einem Unfall vor schweren Kopfverletzungen schützen. Außerdem sind die Fahrradkünste nach der Winterpause oft eingerostet, es dauert eine Zeit, bis man sich wieder an das Zweirad gewöhnt hat - daher sollte man es in den ersten Wochen etwas langsamer angehen. Und natürlich darf der Radfahrer nicht vergessen, dass er als Verkehrsteilnehmer der Straßenverkehrsordnung unterliegt.

Seit Beginn des Monats gilt außerdem ein Handyverbot für Fahrradfahrer: Wer während der Fahrt telefonieren will, braucht eine Freisprecheinrichtung, ansonsten kann es teuer werden. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Strafe von 50 Euro rechnen.

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22.01.2013

Chips-Produkte unter die Lupe genommen: Gentechnik und Geschmacksverstärker immer noch Thema

Chips-Produkte unter die Lupe genommen: Gentechnik und Geschmacksverstärker immer noch Thema Chips-Produkte unter die Lupe genommen: Gentechnik und Geschmacksverstärker immer noch Thema

Bereits 2010 wurden Chips-Produkte auf marktcheck.at unter die Lupe genommen. Greenpeace ist dran geblieben und hat recherchiert, ob sich die Produkte verbessern konnten. Was den Spaß beim Knabbern leider nach wie vor trüben könnte, ist der Einsatz von Palmöl. Aber auch Gentechnik und Geschmacksverstärker sind - vor allem bei den sogenannten Stapelchips in Dosen - immer noch Thema.

So viel vorweg: Von den 33 Chips- und Kartoffelsnack-Produkte schneiden in der marktcheck.at-Untersuchung nur 11 Produkte bei Ökologie „Gut“ und kein einziges Produkt mit „Hervorragend“ ab. Beurteilt wurden die Kriterien Ökologie - basierend auf den Inhaltsstoffe, Palmöl, Gentechnik, Verpackung und Transport - sowie Tierschutz.

In den letzten Jahren hat Palmöl weltweit einen Boom erlebt und findet sich immer öfter in Lebensmitteln. Es ist leicht zu verarbeiten, in großen Mengen erhältlich und leider (zu) billig. Denn der tatsächliche Preis ist hoch: Zur Herstellung von Palmöl werden Regenwälder in unvorstellbarem Ausmaß gerodet. Dadurch wird der Klimawandel weiter verstärkt; Tiere und Menschen sind durch die Zerstörung ihres Lebensraums akut bedroht. Vor allem in Indonesien verlieren die Einwohner durch riesige Palmölplantagen ihre Lebensgrundlage.

Vorsicht bei "pflanzlichem Fett"

Ob ein Produkt Palmöl enthält ist schwierig zu erkennen, denn es gibt keine Verpflichtung zur Deklaration von Palmöl. Es muss lediglich der Begriff "pflanzliches Öl" oder "pflanzliches Fett" oder ein ähnlicher Begriff bei den Zutaten angeführt werden.

Doch das Bewusstsein über diese Fehlentwicklung wächst bei den Herstellern: Bei den klassischen Chips mit Salz und ohne (exotische) Geschmacksrichtung findet sich immer öfter der Hinweis auf Sonnenblumenöl auf den Produkten.

Die sogenannten Stapelchips a la Pringles schneiden im Vergleich zu klassischen Chips schlechter ab. Sie sind mit den geschnittenen Kartoffeln im Sackerl nicht wirklich vergleichbar, denn sie werden aus einem (Kartoffel)Teil ausgestanzt und in Form gestochen. Diese Produkte wurden nicht nur aufgrund der aufwändigen Verpackung abgewertet:

Geschmacksverstärker "E 621"

Gerade bei den Produkten in der Dose setzen die Hersteller auf viele (exotische) Geschmacksrichtungen und leider auch auf den Geschmacksverstärker E 621 also (Mono-)Natriumglutamat.

Die festgelegte akzeptable tägliche Menge kann leicht überschritten werden und sich auf die Gesundheit negativ auswirken. Durch erhöhten Verzehr können etwa Kopfschmerzen, Nackentaubheit, Gliederschmerzen und Übelkeit auftreten (sog. "China-Restaurant-Syndrom").

Einige der gewürzten Chips enthalten als Hauptzutat konventionell hergestellte tierische Zutaten, wie beispielsweise Molke- oder Käsepulver. Hier besteht der dringende Verdacht, dass bei der Herstellung Gentechnik zum Einsatz gekommen ist. Greenpeace kritisiert seit Jahren die Rechtslage dazu in der EU. Seit April 2004 müssen zwar gentechnisch veränderte Zutaten bei Lebensmitteln auf der Verpackung angegeben werden - was bei dieser Kennzeichnungsverordnung leider fehlt: Auf den Produkten muss nicht stehen, ob die Tiere gentechnisch veränderten Futtermittel erhalten haben.

Konnten oder wollten die befragten Hersteller dazu keine Angaben machen, werden entsprechend dem Vorsichtsprinzip, diese Produkte abgewertet.

Bei Tierschutz durchgefallen

Über die Haltungsbedingungen der Kühe, von denen der Käse oder das Molkepulver stammt, gibt es keinerlei Informationen. Keines der Produkte verfügt über eine Tierschutz-Zertifizierung. Es ist daher anzunehmen, dass diese Milch aus Massentierhaltung stammt. Sämtliche der Produkte mit tierischen Zutaten erzielen bei Tierschutz daher nur ein „Ungenügend“.

2010 hat der österreichische Hersteller Kelly als einziger Chipshersteller auf die Anfragen von Greenpeace reagiert. Das Unternehmen sicherte Greenpeace schriftlich zu, dass in Kelly's Chips Palmöl durch Sonnenblumenöl ersetzen werde. Überdies hat Kelly damals angekündigt, ab demselben Zeitpunkt auch auf Geschmacksverstärker in seinen Produkten zu verzichten. Seit Herbst 2010 ist auf den Packungen mit Prüfsiegel angegeben, dass die verarbeiteten Kartoffel aus Österreich stammen.

Bis auf einen Ausreißer bei Kelly's Chips Sour Cream, wo immer noch Palmöl in Kleinstmengen vorhanden ist, hat Kelly zumindest bei den Chips seine Zusagen erfüllt. Bei anderen Produkten wie den Kelly Snips (nicht im Check) soll Palmöl erst nach einer Übergangsfrist von drei Jahren ersetzt werden.

Bereits 2010 hat Greenpeace kritisiert, dass es keine österreichischen Bio-Chips gibt.

Auch bei der aktuellen Untersuchung stammen Bio-Produkte entweder aus weiter entfernten Regionen und/oder die Hersteller gaben keine Auskunft zur Herkunft der Hauptzutaten, was jeweils Abwertungen beim Transport zur Folge hat. Daher schneiden alle Bio-Chips nicht, wie bei Bioprodukten üblich, mit "Grün!" (Hervorragend), sondern nur "Grün" (Gut) ab.

Die fünf besten und die fünf schlechtesten Chips-Produkte laut Greenpeace-Test finden Sie im Fotoalbum.

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10.05.2013

Effektive Impfung gegen Borreliose ist möglich

Etwa jede fünfte Zecke in Österreich trägt den Erreger. Etwa jede fünfte Zecke in Österreich trägt den Erreger.

Die "Borreliose" oder "Lyme"-Erkrankung wird durch das Bakterium "Borrelia burgdorferi" verursacht. In Österreich erkranken jährlich rund 16.000 Menschen nach einem Zeckenstich an Borreliose. Etwa jede fünfte Zecke in Österreich trägt den Erreger. Die Borreliose kann mit einer Antibiotika-Therapie gut behandelt werden, eine prophylaktische Impfung ist aber nicht verfügbar. In einer aktuellen, multizentrischen Studie, an der die MedUni Wien beteiligt war, wurde nun die sichere Wirksamkeit eines möglichen Impfstoffs gegen Borreliose nachgewiesen.

Die Ergebnisse der Studie, die Hoffnung auf die Entwicklung eines präventiv einsetzbaren Impfstoffs gegen Borreliose machen, wurden nun im Top-Magazin "Lancet Infectious Diseases" veröffentlicht. Beteiligt daran war ein Team der MedUni Wien von der von der Universitätsklinik für Klinische Pharmakologie unter der Leitung von Markus Müller und vom Institut für spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin unter der Leitung von Herwig Kollaritsch gemeinsam mit Studienzentren in New York, Mainz und Tübingen und einem Team der Baxter AG.

In einer klinischen Phase I/II-Studie wurde die Sicherheit und Wirksamkeit des neuen, multivalenten, rekombinant hergestellten Wirkstoffs OspA getestet. Kollaritsch: "Die Studienergebnisse zeigen, dass der Impfstoff einen effektiven Schutz gegen Borreliose bieten könnte und zwar erstmals auch gegen die in Europa vorherrschenden Stämme."

OspA (outer surface protein A) ist ein Eiweißmolekül, das auf der Oberfläche der Borrelien sitzt. Wird OspA injiziert, wird es vom Immunsystem als körperfremde Struktur entdeckt und löst eine Immunreaktion aus. Kollaritsch: "Es werden Abwehrmoleküle gebildet, die schützend wirken - spezifischer Weise direkt im Zecken, von dem sie während der Blutmahlzeit aufgenommen werden."

Borreliose - begleitet von teilweise schweren Symptomen

Bisher wird Borreliose mit einer systematischen Antibiotika-Therapie behandelt - allerdings erst beim Auftreten der ersten Symptome wie Kopf- und Gelenkschmerzen, Abgeschlagenheit, erhöhte Temperatur, oder aber in einem späteren Stadium auch Krämpfe oder Lähmungen sowie Herzmuskelentzündungen.

"Die Borreliose ist keine virale Erkrankung, sondern eine bakterielle, daher kann die Krankheit mit Antibiotika völlig ausgeheilt werden", erklärt der MedUni Wien-Forscher. Daher muss die Borreliose auch ganz klar von der viralen Erkrankung "FSME" unterschieden werden, gegen die bekanntlich schon lange eine wirksame Impfung verfügbar ist.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Simon Eugster unter Creative Commons Lizenz

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