Sport/Gesundheit
Gemeinsamer Fördertopf für Selbsthilfegruppen in Niederösterreich
(v.l.n.r.): KR Gerhard Hutter (Obmann NÖGKK), Franz Fink (NÖ Herzverband), Elfriede Schnabl (Obfrau Dachverband Selbsthilfegruppen NÖ), Mag. Wilhelm Schmutz (Verband Junge Parkinson Patienten) und NÖ Landeshauptmann-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka Von einem besonderen Meilenstein in der Kooperation zwischen dem NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) und der NÖ Gebietskrankenkasse (NÖGKK), welcher der Selbsthilfe in Niederösterreich einen neuen Impuls gebe, sprach Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka heute, Mittwoch, 1. Februar, in St. Pölten bei der gemeinsam mit Elfriede Schnabl, Obfrau des Dachverbands der NÖ Selbsthilfegruppen, und Gerhard Hutter, Obmann der NÖGKK, vorgenommenen Präsentation einer gemeinsamen Förderung von NÖGUS und NÖGKK für sekundär- und tertiärpräventive Therapien für Mitglieder von Selbsthilfegruppen in Niederösterreich.
„Die NÖ Landeskliniken sind sehr interessiert daran, dass Selbsthilfegruppen in ihren Häusern bestens aufgehoben sind, dass Menschen mit besonders gravierenden oder chronischen Krankheiten psychologische Unterstützung und gemeinsames Vorgehen angeboten wird, um ihre Krankheit nicht nur zu akzeptieren, sondern schließlich auch zu überwinden. Deshalb haben wir auch das selbsthilfefreundliche Krankenhaus ins Leben gerufen", so Sobotka weiter.
„Bereits bisher setzt der NÖGUS jährlich 150.000 Euro für den Dachverband der Selbsthilfegruppen ein. Neu ist nun die aktive Förderung einzelner Projekte durch einen gemeinsamen Fördertopf in der Höhe von jährlich 50.000 Euro, der zu jeweils 50 Prozent von NÖGUS und NÖGKK dotiert wird. Damit ist Niederösterreich Vorreiter im Bereich der Selbsthilfegruppen", betonte der Landeshauptmannstellvertreter.
2012 kommt das Budget des Fördertopfes den fünf Krankheitsbildern Herzkrankheiten, Parkinson, Brustkrebs, Morbus Bechterew bzw. Skoliose und damit 19 niederösterreichischen Selbsthilfegruppen zugute; gleichzeitig wird das Projekt durch das IMC Krems evaluiert. Österreichweit haben sich rund 250.000 chronisch Kranke zu Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen; in Niederösterreich sind es etwa 30.000, die in 300 Selbsthilfegruppen organisiert sind. Mehr als zwei Drittel aller Selbsthilfegruppen sind medizinischen Krankheitsbildern zuzuordnen, das restliche Drittel entfällt auf den Sozial- und Behindertenbereich
Karl-Heinz Ostermann trat seinen wohlverdienten Ruhestand an
Karl-Heinz Ostermann war seit 1983 auf der Abteilung für Unfallchirurgie im Landesklinikum Wiener Neustadt als „Gipser aus Begeisterung“ tätig. Als seinen berühmtesten Patienten durfte er auch schon Reinhold Bilgeri betreuen. Nun tritt er seinen wohlverdienten Ruhestand an und freut sich darauf seine Freizeit mit Skifahren, Radfahren und entspannenden Saunaabenden zu genießen.
Eislaufen auf Gewässern - ein gefährliches Vergnügen
Alte Donau - Eislaufen auf Gewässern: ein gefährliches Vergnügen Wien. - Eislaufen auf einem Gewässer kann lebensgefährlich sein. Davor warnt die Magistratsabteilung MA 45 - Wiener Gewässer. Besonders kritisch sind Gewässer mit eisfreien Stellen sowie Gewässer mit Strömungen.
"Die Gefahr lauert unter der Gewässeroberfläche", betont Gerald Loew, Leiter der MA 45: "Die Eisbildung auf Naturgewässern ist sehr schwer einzuschätzen, da sie nicht nur von der Lufttemperatur abhängig ist." Stehende Gewässer wie die Alte Donau und die Neue Donau werden auch durch Grundwasserzuflüsse gespeist. Unabhängig von der Lufttemperatur, also auch bei extrem kaltem Wetter, ist dieses Grundwasser durchschnittlich rund sieben Grad Celsius warm. Es strömt an den verschiedensten Stellen in die Gewässer ein. Durch die Erwärmung von unten ist die Eisdecke an diesen Stellen besonders dünn.
Als weitere Gefahren kommen Wasserspiegelschwankungen sowie offene Stellen im Eis unter Brücken sowie bei Pfeilern hinzu. Aufgrund dieser Gefahren rät Loew vom Eislaufen auf den gefrorenen Gewässern Wiens insbesondere an der Neuen Donau unbedingt ab: "Auch wir als Experten können wegen der vielfältigen Einflüsse keine sicheren Angaben zur Eisdicke machen. Die Wahrscheinlichkeit am Eis einzubrechen, ist jedenfalls hoch." Ein solcher Unfall kann lebensbedrohlich sein: Die Alte Donau misst bis zu vier Meter, die Neue Donau bis zu sieben Meter Tiefe.
Deshalb empfiehlt die MA 45, die Schönheit der Wiener Gewässer während des Winters nur vom Ufer aus zu genießen. Ein sicheres Vergnügen bieten hingegen zahlreiche Wiener Eislaufplätze.
Wintersportunfälle: Mangelnde Kondition und Selbstüberschätzung als häufigste Unfallursache
Alpine Sicherheit: Wintersport ist gut für Körper und Geist, dennoch prognostizieren Experten auch für diese Wintersaison mehr als 50.000 Ski- und Snowboardunfälle. Oftmals werden Unfallursachen falsch eingeschätzt: Nicht schlechte Pistenverhältnisse, gewaltige Lawinen oder Zusammenstöße mit Pisten-Rowdies sind der Grund für die große Anzahl von Unfällen. 93 Prozent aller Wintersportunfälle sind Alleinunfälle ohne Fremdverschulden, die oftmals auf mangelnde körperliche Fitness und Selbstüberschätzung zurückzuführen sind.
Millionen von Wintersportbegeisterten tummeln sich jährlich in Österreichs Wintersportgebieten – doch leider nicht unfallfrei. Wie die Unfallstatistiken zeigen, verunfallen mehr als 80 Prozent der verletzten Wintersportler beim klassischen Skilauf und beim Snowboarden. „Über 500 Millionen Wintersportbegeisterte werden von Österreichs Seilbahnen jährlich befördert. Auch heuer werden davon wieder unzählige ihre Semesterferien anstatt auf der Piste im Krankenhaus verbringen. Durchschnittlich verletzen sich rund 44.300 Skifahrer und 11.900 Snowboarder pro Jahr auf Österreichs Pisten so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen. Doch nicht schlechte Pistenabsicherungen oder gewaltige Lawinen sind der Grund für die große Anzahl der Unfallopfer, sondern die Skifahrer und Snowboarder selbst“, erläutert Dr. Wolfram Littich, Präsident des Verbandes der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO).
In der Tat sind die meisten Unfälle in der Regel auf Übermüdung und Selbstüberschätzung zurückzuführen. Dennoch werden laut einer aktuellen Erhebung des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) Unfallursachen falsch eingeschätzt. So werden Schlechtwetter und schwierige Pisten von den befragten Wintersportlern als mögliche Unfallursachen deutlich überbewertet, während die Gefahr eines Unfalles ohne Fremdverschulden stark unterschätzt wird: „Sieben Prozent der Unfälle von Skifahrern oder Snowboardern pro Jahr waren auf direkte Zusammenstöße zwischen Pistenbenutzern zurückzuführen. Rund 93 Prozent aller Wintersportunfälle sind Alleinunfälle. Die häufigsten Gründe sind hierbei eine gewisse Selbstüberschätzung und oftmals mangelnde körperliche Fitness. Untersuchungen des KFV belegen, dass sich 67 Prozent der Skiunfälle am Nachmittag infolge von aufkommender Müdigkeit, mangelnder Konzentration und Kraftlosigkeit ereignen. Sich konditionell immer gut auf den Winter vorzubereiten, ist daher essentiell“, erklärt Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV.
Um ernsthafte Verletzungen zu vermeiden, lautet die Devise auf der Piste ebenso wie im Straßenverkehr: Wer defensiv fährt, fährt auf der sicheren Seite. „Die Anforderungen der Piste sollten immer dem eigenen Fahrkönnen entsprechen. Wer seine Fähigkeiten überschätzt und trotz mangelnden Könnens zu hohe Leistungsansprüche an sich selbst stellt, erhöht sein Verletzungsrisiko deutlich. Regelmäßige Pausen beugen Übermüdung und Überforderung vor. Kommt es auf der Piste dennoch zu einem Unfall, sichern Sie die Unfallstelle ab, leisten Sie Erste Hilfe und alarmieren Sie die Rettung. Gerade das Tragen von entsprechender Schutzausrüstung wie z.B. eines Helmes ist besonders wichtig und kann vor schweren Verletzungen schützen. Umso erfreulicher ist, dass schon rund 98 Prozent der unter Sieben-Jährigen mit Schutzhelm auf den Pisten unterwegs sind“, so Thann.
Lawinen sind in jeder Wintersaison die größte Gefahr für diejenigen Wintersportler, die abseits der gesicherten Pisten unterwegs sind. „Durchschnittlich gibt es in Österreich ca. 100 Lawinenunfälle. Alleine ein Drittel der Opfer ist durch das Variantenfahren zu beklagen. Selbst wenn man sich in der Nähe der Skigebiete bewegt, ist man im freien ungesicherten Skiraum unterwegs: sorgfältige Routenplanung und das Mitführen von Schutz- und Notfallausrüstung sind unabdinglich!“, erklärt Dr. Karl Gabl, Präsident des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit. Sowohl beim Skitourengehen als auch beim Variantenfahren gilt: Lawinenlagebericht und Einschätzungen der Experten beachten und die klassische Lawinenausrüstung immer mitführen. Neben einem Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (auch LVS-Gerät oder Lawinenpieps genannt), einer Lawinenschaufel, Lawinen-Sonde, Handy und Erste Hilfe Packet gehört idealerweise auch ein Lawinen-Airbag zur Ausrüstung, um für den Notfall gerüstet zu sein. „Falsche Bequemlichkeit verbunden mit geringer Erfahrung, mangelnder Planung einer Tour, schlechter Ausrüstung und fehlenden Suchstrategien hat völlig umsonst so manches Menschenleben gefordert. Professionelle Tourengeher oder Variantenfahrer sind niemals alleine unterwegs und überqueren Hänge in größeren Abständen. Außerdem zeichnet sie die Bereitschaft zur Umkehr aus“, so Gabl.
Wussten Sie, dass...
... sich durchschnittlich rund 44.300 Skifahrer und 11.900 Snowboarder auf Österreichs Pisten so schwer verletzen, dass sie im Spital behandelt werden müssen.
... rund 93 Prozent aller Wintersportunfälle aus Alleinunfällen resultieren.
… nicht schlechte Pistenabsicherungen oder schwierige Witterungsverhältnisse der Grund für die große Anzahl von Unfallopfern sind, sondern meist Selbstüberschätzung und mangelnde körperliche Fitness.
... durch einfache Maßnahmen viele Wintersport-Unfälle bereits im Vorfeld verhindert werden können: jährliche Kontrolle von Ski bzw. Snowboard durch ein Fachgeschäft, körperliche Fitness, regelmäßige Pausen, geeignete Ausrüstung und Verzicht auf Alkohol.
HYPO NOE Gruppe: Wiederholt erfolgreiche Spendenaktion für ROTE NASEN Clowndoctors
v.l.n.r. Ass. Dr. Beate Böchzelt (Stationsärztin Kinder- und Jugendabteilung), Rote Nasen Clowns und Dr. Peter Harold Mistelbach (Niederösterreich). - HYPO NOE Generaldirektor Peter Harold überreicht Spende in Höhe von EUR 2000 beim Besuch der Kinderambulanz im Landesklinikum Weinviertel Mistelbach - Gänserndorf. "Durch ihr Engagement schenken ROTE NASEN kranken Kindern ein Lächeln und ein Stück Lebensfreude. Was also ist schöner, als dieses Engagement zu unterstützen.
Wir wollen daher das gesammelte Geld unseres internen IT-Flohmarktes auch in diesem Jahr wieder an ROTE NASEN spenden." erklärt Harold.
Grußkarten: Neues Service der NÖ Landeskliniken-Holding für Patienten, Angehörige und Freunde
Ab Februar 2012 besteht über die Website der NÖ Landeskliniken-Holding www.lknoe.at die Möglichkeit digitale Grußkarten an Patienten in den NÖ Landeskliniken zu versenden.
„Die NÖ Landeskliniken-Holding ist mit ihren 27 Klinikstandorten einer der größten öffentlichen Gesundheitsanbieter Europas. Die Zufriedenheit der Patienten spielt neben der besten medizinischen und pflegerischen Versorgung eine wesentliche Rolle. Durch Optimierungen in den verschiedensten Bereichen versuchen wir diese laufend zu steigern und noch weiter zu verbessern“, betont Mag. Wolfgang Sobotka Landeshauptmann-Stellvertreter.
All jene, die nicht die Möglichkeit haben einen lieben Menschen im Klinikum zu besuchen, können ab sofort eine digitale Grußkarte über die Website der NÖ Landeskliniken-Holding versenden. Den Link finden Sie unter www.lknoe.at sowie auf allen Seiten der einzelnen Klinikstandorte unter dem Bereich „Patienten- und Besucherinfo“ und auf den Startseiten. Sie können aus verschiedenen Bildern ihr Lieblingsmotiv auswählen und eine persönliche Nachricht verfassen. Diese wird dann von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Landeskliniken an die Patienten übergeben.
„Ein Aufenthalt im Klinikum und die damit oftmals verbundene Unsicherheit ist für viele Menschen belastend. Ein Besuch oder eine Nachricht von Verwandten und Freunden bringt Abwechslung und kann den Genesungsprozess positiv beeinflussen“, freut sich Dipl. KH-BW Helmut Krenn, Kaufmännischer Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding, über das neue Service.
Sobotka: „Begrüße die Initiative von LR Dr. Bohuslav"
Eine 2011 präsentierten Studie von Dr. Andrea Podolsky, Leiterin des Instituts für Präventiv- und Sportmedizin am Landesklinikum Krems, zeigt deutlich wie es um die Bewegung unserer Kinder steht:
Rund zwei Drittel aller NÖ Schülerinnen und Schüler haben ein erhöhtes gesundheitliches Risiko, weil sie zu wenig Bewegung machen!
Mädchen sind besonders gefährdet, denn sie machen weniger Bewegung als Burschen. Sie erreichen im Durchschnitt in keinem Alter den empfohlenen Bewegungsumfang von einer Stunde pro Tag; bei den über 15Jährigen liegt selbst die Standardabweichung unterhalb der Empfehlung. Burschen erfüllen im Schnitt bis zum 14. Lebensjahr die Bewegungsempfehlung und liegen ab 15 Jahren etwas darunter.
„Die internationale Bewegungsempfehlung empfiehlt für 6 – 18Jährige mindestens eine Stunde Bewegung pro Tag. Wir müssen gemeinsam alles daran setzen, dass sich unsere Kinder wieder mehr bewegen“ fordert Mag. Wolfgang Sobotka, Landeshauptmann-Stellvertreter. „Ich begrüße daher die Initiative von Sportlandesrätin Dr. Petra Bohuslav „Mehr Bewegung in die Schulen“ zu bringen außerordentlich!“
Wie für den Gesamtbewegungsumfang gilt auch für das Schulturnen ein höchstsignifikanter Zusammenhang zur motorischen Leistungsfähigkeit. Die schwächsten 25% der Schüler/innen haben durchschnittlich 2,5 Std/Wo Schulturnen, die stärksten 25% durchschnittlich 3 Std/Wo. Das zeigt, dass das Schulturnen einen messbaren Effekt auf die motorische Leistungsfähigkeit der Schüler/innen hat und unterstreicht dessen Wichtigkeit. Es kann durch Vereinssport nicht ersetzt werden. Die Studienautorinnen interpretieren dieses Ergebnis dahingehend, dass ein Mindestumfang von 3 Wochenstunden Schulturnen die höchste Effizienz hinsichtlich Leistungsverbesserung hat und daher für Schüler/innen aller Altersstufen, auch die Älteren, angestrebt werden sollte.
„Um unsere Kinder fit für die Zukunft zu machen brauchen wir die Zusammenarbeit vieler Partner im ganzen Land“ betont Mag. Wolfgang Sobotka „Ein wichtiger Schritt muss die Einführung der verpflichtenden 3. Schulsportstunde sein!“
VKI: Zusatzkrankenversicherungen – Versicherer versprechen zu viel
Der Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) zu Wartezeiten auf einen Operationstermin (KONSUMENT 9/2011) hat Staub aufgewirbelt. Die Tatsache, dass Patienten mit einer Zusatzversicherung deutlich rascher einen notwendigen Operationstermin erhalten hätten als Kassenpatienten, sorgte für Aufregung. Zahlreiche Reaktionen zeigten zugleich, dass viele Privatversicherte ihre Polizzen offenbar in der festen Meinung abschließen, sich damit Vorteile im medizinischen Bereich zu erkaufen. Der VKI hat daraufhin den Internetauftritt und konkrete Angebote der sieben in Österreich tätigen Anbieter analysiert (Allianz, Donau, Generali, Merkur, Muki, Wiener Städtische und Uniqa). Bis auf einige Ausnahmen versprachen diese mehr, als sie eigentlich dürften. Details zur Erhebung gibt es auf www.konsument.at sowie ab dem 26.1. in der Februarausgabe des Testmagazins KONSUMENT. „Die Werbeargumente einiger Versicherer verleiten zu der Annahme, dass der Abschluss einer Zusatzkrankenversicherung eine bessere und raschere Behandlung mit sich bringt“, resümiert VKI-Projektleiterin Gabi Kreindl. „Eine Zusatzkrankenversicherung bietet laut Gesetz erhöhten Komfort bei der Unterbringung im Spital und bringt Vorteile bei der Arztwahl. Diese erstreckt sich aber nicht auf die Qualität der medizinischen Versorgung, diese muss für alle Patientinnen und Patienten gleich sein.“ Nichtsdestotrotz fanden sich bereits bei der Analyse des Internetauftrittes u.a. folgende Darstellungen: „keine Wartezeit bei wichtigen Operationen“, “Sie bekommen schneller wichtige Behandlungstermine”, „Sie können den Zeitpunkt Ihrer Behandlung oder einer nicht akuten Operation mitbeeinflussen“. Lediglich Merkur und Muki stellten hier keine bessere medizinische Versorgung und raschere Spitalstermine in Aussicht. Darüber hinaus holten jeweils vier Testpersonen per E-Mail bei jedem Versicherer ein Angebot ein (gesamt: 28 Anfragen).
In 18 Fällen wurde ein Angebot unterbreitet. Hier fanden sich bei rund einem Drittel nicht gesetzeskonforme Versprechungen, die eine bessere medizinische Versorgung vermuten lassen, z.B.: „... der wichtigste Vorteil ist, dass Sie enorm verkürzte Wartezeiten bei dringenden und notwendigen Behandlungen haben. Des Weiteren haben Sie in Vertragskrankenhäusern freie Arztwahl, 2-Bett-Zimmer und vor allem den besten Zugang zur besten Medizin.“ Korrekt verhielten sich die Berater der Wiener Städtischen. In keinem der vier unterbreiteten Angebote fand sich ein Hinweis auf eine bessere medizinische Versorgung. Ebenfalls in Ordnung waren die drei Rückmeldungen von der Muki-Versicherung sowie das Angebot von Merkur. In drei Fällen reagierte letztere allerdings nicht auf die E-Mail-Anfrage.
„Versprechungen, dass der Abschluss einer Zusatzkrankenversicherung die Wartezeiten auf OP-Termine verkürzt, sind unseriös. Das Krankenversicherungssystem in Österreich sieht diesbezüglich keine Vorteile für privatversicherte Patientinnen und Patienten vor. Wie unsere Erhebung zeigt, ist hier definitiv noch Handlungsbedarf gegeben“, so Kreindl.
Vitamin D: Zufuhrempfehlungen vervierfacht
Die Liste der natürlichen Vitamin D-Lieferanten, die nennenswerte Mengen liefern ist kurz: Fisch (vor allem fettreiche wie Makrele, Lachs, Hering), Margarine (mit Vitamin D angereichert), Pilze (z. B. Steinpilze, Champignons) und Eigelb Bislang als Knochenvitamin weit unter seinem Preis gehandelt, lässt Vitamin D nun mit seiner präventiven Wirkung bei Darmkrebs und Herz-Kreislauferkrankungen aufhorchen. Diese Erkenntnisse haben die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nun dazu veranlasst, die Zufuhrempfehlungen von 5 auf 20 mikrogramm pro Tag für die breite Bevölkerung anzuheben. Der Verband der Ernährungswissenschafter Österreichs nimmt dies zum Anlass, den neuen Stern am Nährstoffhimmel unter die Lupe zu nehmen.
Streng chemisch betrachtet nimmt Vitamin D unter den Vitaminen eine Sonderstellung ein. Es kann sowohl mit der Nahrung aufgenommen als auch im Körper mit Hilfe von UVB-Licht gebildet werden. Die essenzielle Wirkung im Knochenstoffwechsel (gemeinsam mit Kalzium) ist seit Jahrzehnten unbestritten. Neu ist, dass in vielen anderen Geweben und Organen ebenfalls Vitamin-D-Rezeptoren entdeckt wurden. Vitamin D kann daher Gene vieler Zellen aktivieren, die ihrerseits wiederum positiv in den jeweiligen Stoffwechsel eingreifen. Dies lässt darauf schließen, dass dieses Vitamin weitreichende physiologische und präventive Effekte hat.
Die Hoffnung der Wissenschafter, mit Vitamin D eine Waffe im Kampf gegen eine Vielzahl chronischer Krankheiten gefunden zu haben, ist berechtigt. Bislang am überzeugendsten ist die Datenlage bei Dickdarmkrebs: Durch ausreichende Versorgung mit Vitamin D kann das Risiko für eine Erkrankung um etwa 50 % reduziert werden kann. Sogar bei bereits bestehendem Dickdarmkarzinom kann laut einer Auswertung der Nurses' Health Study die Sterblichkeit halbiert werden. Sehr gut ist heute auch die Studienlage zur Schutzwirkung von Vitamin D bei kardiovaskulären Erkrankungen. Der Grund: Vitamin D fördert indirekt die Elastizität der Gefäßwände, reduziert dort auch die Entzündungsneigung und hemmt außerdem das gefäßverengende Hormon Angiotensin. Besonders Patienten mit hohem Herz-Kreislauf-Risiko profitieren von idealer Vitamin D-Versorgung. Ideal bedeutet: Mindestens 50 nmol/l im Serum.
Nur wenige Lebensmittel enthalten Vitamin D in bedeutenden Mengen. Darüber hinaus reicht vor allem von Oktober bis April die Sonneneinstrahlung in unseren Breiten nicht aus, um die jetzt empfohlenen 20 mikrogramm Vitamin D zu produzieren. Ein Mitteleuropäer müsste dazu im Dezember zur Mittagszeit etwa 1,5 Stunden ärmellos im Freien zu verbringen. Im Juni reichen dafür 7 Minuten. Bei häufiger Sonnenbestrahlung kann der Körper also die erforderliche Menge selbst erzeugen und speichern. In den Herbst- und Wintermonaten sind die Österreicher auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen - es sei denn sie starten nach dem Sommer mit gut gefüllten Vitamin D-Speichern in die kalte Jahreszeit. Aufgrund der sich wandelnden Freizeitgewohnheiten und der modernen Arbeitswelt (überwiegend Indoor-Arbeit) bleibt jedoch das Füllen der Speicher über den Sommer oft aus.
Die Liste der natürlichen Vitamin D-Lieferanten, die nennenswerte Mengen liefern ist kurz: Fisch (vor allem fettreiche wie Makrele, Lachs, Hering), Margarine (mit Vitamin D angereichert), Pilze (z. B. Steinpilze, Champignons) und Eigelb. Darüber hinaus sind im Handel bislang nur vereinzelt mit Vitamin D angereicherte Produkte zu finden. Die Phantasie der Produktentwickler überspringt derzeit im Nährstoffalphabet das so wichtige D. Es verwundert daher nicht, dass es bereits bei den bislang geltenden Empfehlungen dem Großteil der Bevölkerung nicht gelang, diese 5 mikrogramm/Tag zu erreichen. Im Schnitt nimmt der Erwachsene laut Österreichischem Ernährungsbericht 2008 nur 1,5 - 2 mikrogramm pro Tag über die Nahrung zu sich.
Angesichts der neuen Zufuhr-Empfehlungen steht man mit dem ganzheitlichen Blick auf die Vitamin-D-Versorgung vor einem Dilemma: Unsere Meere sind bereits so dramatisch überfischt, dass eine Empfehlung zu dreimal Fisch pro Woche unseriös und unrealistisch wäre. Damit fällt jedoch die beste aller natürlichen Vitamin-D-Quellen weg.
Supplemente wären zwar grundsätzlich eine Alternative, sollten aber aufgrund von möglichen Überdosierungen nicht die erste Wahl sein. Eine verpflichtende Anreicherung bestimmter Grundnahrungsmittel (ähnlich Salz & Jod) wäre eine weitere Möglichkeit, die breite Bevölkerung mit diesem Schutzvitamin zu versorgen - ist jedoch mittelfristig nicht in Sicht. Die Lebensmittelindustrie ist daher gefordert, rasch auf den D-Zug aufzuspringen und mit sinnvollen Innovationen beim Konsumenten zu punkten. So könnte gesundheitsökonomisch ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gegangen werden.
Kadenbach: Dringende Maßnahmen wegen antibiotikaresistenter Keime in Hühnerfleisch erforderlich
Dringende Maßnahmen wegen antibiotikaresistenter Keime in Hühnerfleisch erforderlich "Es ist in Deutschland nun in Studien belegt, wovor das Europäische Parlament und ich als zuständige EU-Abgeordnete im Gesundheitsausschuss seit Monaten warnen: In deutschen Supermärkten ist Hühnerfleisch offenbar massiv mit antibiotikaresistenten Keimen belastet", sagt die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****
Der deutsche Umweltverband "Bund für Umwelt und Naturschutz" hat bei Stichprobenuntersuchungen auf jeder zweiten Probe antibiotikaresistente Keime gefunden. "Gerade bei Personen mit schwächerem Immunsystem kann das zu Problemen führen. Das Europäische Parlament hat bereits im Herbst vergangenen Jahres in einer Entschließung gefordert, die genauen Wechselwirkungen zu untersuchen, die sich aus dem Einsatz von Antibiotika in Futtermitteln und bei Pflanzen ergeben", so Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit.
Für die SPÖ-Europaabgeordnete ist die Zeit des Handelns längst überfällig. Antibiotika würden zu leichtfertig eingesetzt werden. Kadenbach: "Das belastet die Gesundheit, weil die Medikamente bei wirklich ernsthaften Krankheiten später kaum mehr wirken. Außerdem handelt es sich hier auch um einen unnötigen Kostenfaktor für das Gesundheitssystem." Im konkreten Fall in Deutschland zeigt sich, dass auch über den Weg der Nahrungsmittelproduktion Antibiotikaresistenzen auftreten. "Wie bereits vom EU-Parlament vor Monaten gefordert, bedarf es nun konkreter Maßnahmen der EU-Kommission, um Antibiotika in Europa künftig weniger bzw. gezielter einzusetzen", sagt Kadenbach.
Gesundheitsreformen - Ziel bis 2020: Fünf gesunde Lebensjahre mehr
Österreich hat das zweitteuerste Gesundheitssystem innerhalb der EU. Auf Gesundheitsförderungs- und Präventionsprogramme entfällt jedoch nur ein vergleichsweise geringer Anteil: Österreich liegt mit 1,9 % der gesamten Gesundheitsausgaben deutlich niedriger als das OECD-Mittel (3 %). Laut einer OECD-Studie haben die Österreicher aber nur Aussicht auf 59,4 gesunde und beschwerdefreie Lebensjahre und damit deutlich weniger als der EU-Durchschnitt mit 60,7 Jahren. Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von mehr als 80 Jahren gehen demnach mehr als 20 Jahre an Lebensqualität durch Krankheiten verloren.
Für Roman Gamerith, Geschäftsführer von Sanofi Österreich dauern viele Diskussionen und Prozesse in Österreich zu lange, z.B. der Prozess zur Definition der Rahmen-Gesundheitsziele. Bis diese festgelegt und implementiert seien, würden noch viele Monate vergehen, ist er überzeugt. Auch sei die Pharmaindustrie aus wesentlichen Diskussionen ausgeschlossen, obwohl sie über großes Wissen und Kompetenz verfüge und als Partner am Tisch einen wesentlichen Beitrag liefern könne. Mit dem Pharmarahmenvertrag beispielsweise sei ein guter Start der Zusammenarbeit gelungen. „Ich würde mir aber auch hier wünschen, dass wir so weit kommen, dass der einzelne Bürger auch einen Effekt sieht“, so Gamerith.
„In der Gesundheitsförderung und Prävention liegt der Schlüssel zu einem langen und gesunden Lebensabend“, betonte Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozial- und Gesundheitspolitik in der WKÖ und Mitinitiator der Plattform Gesundheitswirtschaft, bei der Präsentation des Jahrbuches Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft 2011, das von Sanofi gemeinsam mit der WKO Initiative Plattform Gesundheitswirtschaft Österreich in Kooperation mit der Tageszeitung „Die Presse“ präsentiert wurde. Gleitsmann nannte ein Bündel von Ansatzpunkten in diese Richtung: Der Ausbau von Prävention und betrieblicher Gesundheitsförderung sei ebenso essentiell wie die Erhöhung der Anzahl der teilnehmenden Ärzte und Patienten an Disease Management Programmen, wie zum Beispiel bei Diabetes das Programm „Therapie Aktiv“. Als positives Beispiel zur Stärkung der Eigenverantwortung hob Gleitsmann auch die Implementierung des Projektes „SVA- Gesundheitsversicherung“ hervor.
Jürgen Pelikan, Professor am Institut für Soziologie der Universität Wien und österreichischer Studienleiter Ludwig Boltzmann Institut Health Promotion Research, meint im Rahmen der Podiumsdiskussion, dass die Gesundheitskompetenz in Österreich ein erhebliches Problem für die Sicherung der Gesundheit und die Qualität der Krankenbehandlung darstelle. Der Aufbau eines eigenen Public Health Institutes zur Erstellung von spezifischen österreichischen Daten und Berichten sei notwendig. Eingriffe und Fortschritte müssten zuerst ansetzen an der „Lesbarkeit“ des Krankenbehandlungssystems und der Kommunikationsfähigkeit der Tätigen in Gesundheitsberufen. „Jede Entscheidung, die wir treffen, ist eine Gesundheitsentscheidung und hat somit direkte Folgen auf unsere Gesundheit. 80 Prozent jener Menschen, die ihre Gesundheit schlecht einschätzen, haben auch eine schlechte Gesundheitskompetenz“ betont Pelikan.
Alle Beteiligten waren sich einig, dass – um das Ziel von 5 gesunden Lebensjahren mehr im Jahr 2020 zu erreichen – bereits jetzt konkrete Maßnahmen gesetzt werden müssen. Die österreichische Gesundheitswirtschaft kann zur Erreichung dieses Ziels wichtige Beiträge leisten. Die Grundsteine dafür sind in vielen Bereichen bereits gelegt, nun ist es an der Zeit, diese zu implementieren.
Zeit der Weihnachtsfeiern: Die gängigsten Alkohol-Mythen
Zeit der Weihnachtsfeiern: Die gängigsten Alkohol-Mythen Die Zeit der Weihnachtsfeiern hat begonnen. Kaum jemand kann ihnen entkommen. Nicht selten steigt der Alkoholspiegel über "Normal-Niveau". So sicher wie die Weihnachtszeit, kommen auch diverse, hartnäckige Alkohol-Mythen wieder in Umlauf.
"Wärmt Alkohol wirklich?", "Ist das Glaserl vor dem Schlafengehen sinnvoll?", "Betrunkene sagen die Wahrheit!" sind nur einige "Weisheiten", die nicht auszurotten sind.
Macht Strohhalmtrinken schneller betrunken?
Beim Trinken mit dem Strohhalm umspült der Alkohol die Mundschleimhaut länger. Es kann also sein, dass der Alkohol über die Mundschleimhaut direkt aufgenommen wird und direkt ins Blut gelangt. Er muss auf diese Weise nicht, so wie wenn er im Magen aufgenommen wird, durch die Leber hindurch, wo er teilweise wieder abgebaut wird. So kann es tatsächlich sein, dass man einen höheren Blutalkoholspiegel erreicht. Das trifft aber nur auf hochprozentige Getränke, wie z.B. Schnaps zu.
Ein Rausch tötet Gehirnzellen?
Unglaublich aber wahr! Alkohol ist ein Nervengift, das besonders in hoher Konzentration und Menge, Körperzellen schädigt. Es gibt zwar keine wissenschaftlichen Studien dazu, aber Experten schätzen, dass bei einem Vollrausch bis zu 30.000 Nervenzellen abgetötet werden. Allerdings muss man berücksichtigen, dass unser Körper ca. 100 Milliarden Nervenzellen hat. Auf 30.000 mehr oder weniger kommt es also nicht an.
Ist das Glaserl vor dem Schlafengehen sinnvoll?
Wie schon erwähnt, ist Alkohol ein Nervengift. In geringen Mengen wirkt er betäubend - wie auch z.B. Schlaftabletten. "Leicht angedüselt" oder auch im Vollrausch, schläft man also schneller ein. Leider leidet aber die Schlafqualität unter dem Alkoholeinfluss. Der Körper wird also im Schlaf nicht die benötigte Erholung finden und das kann über einen längeren Zeitraum sogar zu schweren Erkrankungen führen.
Wärmt Alkohol wirklich?
Alkohol erweitert die Blutgefäße und führt dazu, dass das warme Blut aus dem Körperinneren in die Extremitäten, also in die Arme und Beine fließen kann und sich diese erwärmen. Das führt aber auch dazu, dass die Wärme an die Umgebung abgegeben wird und man insgesamt schneller abkühlt.
Schützt eine gute Essensgrundlage vor einem Vollrausch?
Besonders fett- und kohlehydratreiches Essen kann die Alkoholaufnahme im Magen verzögern. Eine ordentliche Portion Käsespätzle schafft das bis zu zwei oder drei Stunden lang. In dieser Zeit hat der Körper die erste Alkoholmenge schon wieder abgebaut. Mit vollem Magen wird der maximale Alkoholspiegel im Blut also meist gar nicht erreicht.
Betrunkene sagen die Wahrheit?
Alkohol enthemmt, weil er die Kommunikation zwischen den Nervenzellen stört. So verliert man die Kontrolle über das was man sagt. Betrunkene reden unkontrollierter über das, was sie sonst vielleicht nicht sagen würden. Das kann mal eine Wahrheit sein, die man sonst verschweigen würde, es kann aber auch genauso gut eine Lüge oder nur Unsinn sein, den man sonst richtigerweise auch nicht laut aussprechen würde.
Wer eine alkoholträchtige Weihnachtsfeier also gut überstehen will, der sollte sich kurz vorher nochmal ordentlich den Magen vollschlagen und es mengenmäßig auch nicht übertreiben. Grundsätzlich sollte man auf einer Weihnachtsfeier nichts tun, was man davor oder danach nicht auch tun würde.
DER STANDARD-Kommentar zum Urteil im Doping-Prozess: "Schaler Nachgeschmack"
Der ehemalige Trainer des Skiverbandes musste sich vor Gericht nicht bloß für seine persönlichen Doping-Umtriebe, sondern stellvertretend für jene des gesamten heimischen Sports verantworten. Einen Eindruck wird man nach dem Schuldspruch gegen Walter Mayer im Doping-Prozess nicht los: Der ehemalige Trainer des Skiverbandes musste sich vor Gericht nicht bloß für seine persönlichen Doping-Umtriebe, sondern stellvertretend für jene des gesamten heimischen Sports verantworten. 15 Monate Haft, drei davon unbedingt, sind so oder so kein Pappenstiel.
Das lässt sich auch international als bemerkenswertes Zeichen im Kampf gegen Doping vermarkten. Ins Gefängnis müsste Mayer freilich allein, wenn das Urteil rechtskräftig wird. Straf- und nicht mehr nur sportrechtlich sind in Österreich die Organisation von Doping und der Handel mit Präparaten seit 8. August 2008 relevant. Seither ist viel geschehen, wie auch Schuldsprüche gegen den Sportmanager Stefan Matschiner und Triathletin Lisa Hütthaler zeigen. Doch den Prozess gegen Mayer wollte die Richterin schnell zu Ende bringen.
Etliche geladene Zeugen wie etwa der Geschäftsführer und der Hämatologe der inkriminierten Firma Humanplasma blieben der Veranstaltung fern. Sie hätten mehr Licht ins Dunkel bringen können, hätten Doping-Praktiken aufzeigen, Athleten nennen können. Egal. So wurde geschlossen, dass Mayer "nicht mehr feststellbare Sportler" mit Dopingmitteln versorgte.
Eine Vertagung samt neuerlichen Vorladungen wäre zumindest den Versuch wert gewesen. So bleibt ein schaler Nachgeschmack zurück.
"profil"-Umfrage: Mehrheit der Österreicher für generelles Rauchverbot
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, ist die Mehrheit der Österreicher (54%) für ein generelles Rauchverbot, wie es die Ärztekammer kürzlich gefordert hat. 44% sind laut der im Auftrag von "profil" vom Meinungsforschungsinstitut Karmasin Motivforschung durchgeführten Umfrage für die Beibehaltung der aktuellen Lösung.
Seit 2009 müssen Lokale ab 50 Quadratmeter einen abgetrennten Raucherbereich haben. Kleinere können selbst entscheiden, ob sie das Rauchen erlauben.
LK Wr. Neustadt: Feuerwehrfest mit Segnung des neuen Einsatzfahrzeuges lockte viele Besucher an
(v.l.) Präsident des österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes Komm. Rat Josef Buchta, Fahrzeugpatin Mag. Andrea Klemm, Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger, Vizebürgermeister Dr. Christian Stocker, Vizebürgermeister Wolfgang Trofer und Oberbrandinspektor Robert Fuchs mit dem neuen Einsatzfahrzeug. In einem feierlichen Festakt wurde das neue Einsatzfahrzeug der Betriebsfeuerwehr des Landesklinikums Wiener Neustadt am 9. September gesegnet. Im Anschluss daran fand im Zelt vor dem neuen Raumzellenbau ein großes Feuerwehrfest statt, zudem viele interessierte Besucher erschienen.
„Die Betriebsfeuerwehr gewährleistet die Sicherheit im Landesklinikum Wiener Neustadt. Mit dem neuen Feuerwehrfahrzeug kann sie diese Aufgabe in Zukunft noch besser bewältigen“, so Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger, der in Vertretung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll die Festrede hielt.
Der Kaufmännische Direktor des Klinikums Mag. Andreas Gamlich hob die Notwendigkeit für diese Investition hervor und erklärte, dass die „Betriebsfeuerwehr damit den sicherheitstechnischen Anforderungen auf dem weitläufigen Krankenhausgelände gerecht werden kann.“ Weiters bedankte er sich für die herausragende Arbeit, welche die Betriebsfeuerwehr des Landesklinikums Wiener Neustadt unter dem Kommando von Oberbrandinspektor Robert Fuchs das ganze Jahr über leiste.
Die Fahrzeugsegnung wurde von Pfarrer Mag. Peter Mömken, Krankenhausseelsorger Diakon Bruder Franz sowie Domprobst Monsignore Karl Pichelbauer vorgenommen. Als Patin für das neue Einsatzfahrzeug fungierte die Vorstandsdirektorin der Wiener Neustädter Sparkasse Mag. Andrea Klemm.
Zu der feierlichen Zeremonie war auch der Präsident des österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes Komm. Rat Josef Buchta erschienen, der in seinen Grußworten der Betriebsfeuerwehr des Landesklinikums Wiener Neustadt zu ihrem neuen Einsatzfahrzeug gratulierte und die Bedeutung ihrer Arbeit für die Sicherheit im Krankenhaus hervorhob.
Beim abschließenden Feuerwehrfest im Zelt vor dem neuen Klinikum-Zubau kam es anschließend zu einem gemütlichen Beisammensein mit kostenlosem Essen und Getränken. Die kleinen Besucher wurden mit einer Hüpfburg unterhalten. „Die gute Stimmung unter den vielen Besuchern zeigt, dass dieses erste Feuerwehrfest im Klinikum ein großer Erfolg ist“, freut sich Robert Fuchs über den geglückten Ablauf der Veranstaltung.
Landeshauptleute treffen sich am Rande des Nightrace
LH-Vize Hermann Schützenhöfer, LH Erwin Pröll, LH Michael Häupl und LH Franz Voves Im Zuge des „Nightrace" in Schladming haben sich heute die Landeshauptmänner Erwin Pröll (Niederösterreich) und Michael Häupl (Wien) mit den steirischen Landeshauptleuten Franz Voves und Hermann Schützenhöfer getroffen. Bei diesem informellen Treffen wurden unter anderem auch wichtige anstehende Fragen der österreichischen Innenpolitik angesprochen. Für die Steiermark führt ja derzeit Landeshauptmann Voves als Vorsitzender die Landeshauptleute-Konferenz.
„Das heutige Treffen ist auch als symbolisches Zeichen zu verstehen, dass die Ski-WM 2013 in Schladming ein Sportgroßereignis aller Österreicher wird", so LH Voves. LH-Vize Schützenhöfer ergänzte: „Wir wollen die Reformpartnerschaft auf ganz Österreich ausdehnen und haben dazu die zwei wichtigsten Landeshauptleute im Boot."
Dieses Treffen in gemütlich steirischer Atmosphäre fand abseits des Trubels in der WM-Stadt Schladming auf der „Holzhackerstubn" auf 1050 Meter Seehöhe an der Weltcup-Strecke auf der Planai statt. Im Anschluss werden sich die Landeshauptleute gemeinsam das traditionelle Rennen ansehen und den heimischen Fahrern die Daumen drücken.
Saisonales Gemüse stärkt im Winter
Kraut hat denselben Gehalt an Vitamin C wie Zitrusfrüchte, Kohlsprossen enthalten sogar doppelt soviel wertvolles Vitamin C Heimisches Gemüse liefert uns wertvolle Vitamine, um gut durch den Winter zu kommen. Das Gute liegt so nah! Kraut hat denselben Gehalt an Vitamin C wie Zitrusfrüchte, Kohlsprossen enthalten sogar doppelt soviel wertvolles Vitamin C. Im Saisonkalender zeigt "die umweltberatung", welches Gemüse bei uns gerade Saison hat.
Die Auswahl an heimischem Gemüse ist im Winter natürlich kleiner als im Sommer, aber dennoch sehr bunt, vitaminreich und köstlich. Saftiger Kürbiskuchen, dampfendes Blaukraut, frisch geernteter Vogerlsalat – die saisonale Küche hat sowohl für den Gaumen als auch fürs Auge viel zu bieten.
Mit dem „Obst und Gemüse Saisonkalender“ von "die umweltberatung" kann man leicht erkennen, welches Gemüse gerade aus heimischer Produktion erhältlich ist – aus dem Lager oder frisch vom Feld.
Kohlgemüse leistet wertvolle Dienste für die Gesundheit: Als Darmreiniger sind Kraut und Kohl aus der Hausapotheke bekannt. Ihre bioaktiven Stoffe schützen vor Krebserkrankungen. Der hohe Vitamin C Gehalt stärkt zusätzlich das Immunsystem und schützt die Körperzellen. Eine 100 Gramm schwere Portion Kohl enthält bereits mehr Vitamin C als für den Tagesbedarf benötigt wird - nämlich 110 Milligramm – und übertrifft Orangen und Zitronen sogar um mehr als das doppelte! Der Vitamin C Gehalt von Kraut ist ungefähr gleich hoch wie von Zitrusfrüchten, also wertvolle 50 Milligramm pro 100 g Lebensmittel.
Auch wenn Kohl und Kraut noch so gesund sind, verursachen sie bei vielen Menschen Blähungen, weshalb diese Gemüsesorten oft gänzlich vom Speiseplan gestrichen werden. Dabei werden sie mit den richtigen Kräutern und Gewürzen gleich viel bekömmlicher: Leicht zerstoßener Kümmel, Fenchel oder Anis, aber auch „exotische“ Gewürze wie Curry, Ingwer, Koriander und Chili helfen bei der Verdauung und geben klassischen Gerichten eine neue, würzige Note.
Zu Häuptelsalat und Eissalat gibt es im Winter heimische Alternativen wie Vogerlsalat, Chicoree, Chinakohl und Zuckerhut. Süße Früchte im Salat, wie Äpfel, Birnen und Trockenfrüchte sowie Fruchtsaft in der Marinade mildern den typischen, leicht bitteren Geschmack dieser Wintersalate.
Köstlich schmeckt auch Waldorfsalat - diese Mischung aus Sellerie, Karotten, Nüssen und Äpfeln gibt Kraft für kalte Wintertage. Typisch für die Winterzeit ist auch Salat aus roten Rüben. Er versorgt den Körper mit wertvollem Eisen und Polyphenolen, die unser Immunsystem stärken.
Rezept: Rote Rüben Salat mit Birnen
Zutaten für 4 Personen: 40 dag Rote Rüben, 1 Zwiebel, 1 EL Sonnenblumenöl, 5 EL Birnendicksaft, 100 ml Wasser, 1 EL Salz, 5 EL Apfelessig, 2 mittelgroße nicht zu weiche Birnen
Zubereitung: Rote Rüben in reichlich Wasser etwa 1 Stunde garen. Inzwischen die Zwiebel fein hacken. Für die Soße die Zwiebel in Öl glasig dünsten. Birnendicksaft und Salz dazugeben, alles bei schwacher Hitze leicht kochen. Wasser und Apfelessig dazugießen. Sud nochmals aufkochen lassen und mit wenig Salz abschmecken. Die Birnen sowie die gegarten Roten Rüben schälen, in Würfel schneiden. Die Birnenwürfel kurz in dem Sud erhitzen. Alles vermischen und abkühlen lassen.
Zweiter Aktionstag "Pisten.Sicher!" in Obertauern
LH-Stv. David Brenner, Walter Dungl (LSO) und Projektkoordinatorin Manuela Weißkind Salzburg. - Jährlich verletzen sich rund 13.400 Skifahrer und Snowboarder auf Salzburgs Pisten. Das Aktionsprogramm "Pisten.Sicher!", eine Initiative von Sportreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. David Brenner in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV), setzt Maßnahmen, um die hohe Unfallzahl zu reduzieren und Wintersportler hinsichtlich Risiken zu sensibilisieren.
Wenn im Winter der Berg ruft, freuen sich bereits zahlreiche Pistensportler auf schnelle Abfahrten und verschneite Hänge. Salzburg lässt auf insgesamt 3.000 Pistenkilometern für Ski- und Snowboardfahrer keine Wünsche offen. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn es verletzen sich jährlich mehr als 13.000 Personen auf den Pisten. Das Land Salzburg und das KFV setzten sich das Ziel, die Zahl dieser Unfälle zu reduzieren und riefen vergangenes Jahr die Aktion "Pisten.Sicher!" ins Leben.
"Uns geht es nicht um Belehrung, sondern um verletzungsfreien Ski-Spaß. Dementsprechend kommt bei den Aktionstagen der Spaß nicht zu kurz. Besonders freut es mich, dass es gelungen ist, mit den Olympiasiegern Petra Kronberger und Thomas Stangassinger zwei Top-Stars zur Hauptveranstaltung nach Obertauern zu bringen. Wir und unsere Partner, die Bergbahnen Obertauern, die Skischulen Koch, Frau Holle, TOP und CSA Grillitsch, der ARBÖ, Intersport Frühstückl und AVOS, wollen mit diesen beiden Profis Service und Beratung bieten – vom Thema Bindung über Trainings- und Aufwärmtipps, die richtige Beurteilung des eigenen fahrerischen Könnens bis zur optimalen Ausrüstung und den FIS-Regeln. Wir bleiben bei unserem Ziel: Innerhalb von drei Jahren wollen wir die schweren Ski-Unfälle um fünf Prozent reduzieren." Dies betonte, Samstag, 28. Jänner, Sportreferent Mag. Brenner beim Pistensicherheitstag in Obertauern. Der Startschuss für die Aktionstage in Salzburgs Skigebieten fiel bereits am 14. Jänner in Strobl am Wolfgangsee. Nach Obertauern sollen in weiteren stark frequentierten Skigebieten des Landes Pistensicherheitstage stattfinden.
Auf den Pisten sind an den Aktionstagen Pistensicherheitsteams unterwegs, die Sportler über die wichtigsten Sicherheitsaspekte aufklären und mit ihrem Fachwissen für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung stehen. Für alle Interessierten gibt es außerdem die Möglichkeit, einen Speed-Test mit anschließender Bremswegmessung durchzuführen. Durch diese Aktion wird für viele Sportler deutlich, ob sie bereits über das richtige Gespür verfügen oder den Bremsweg unterschätzt hätten. Sportler, die auch das Après-Skiangebot gerne nutzen, können eine freiwillige Messung mit einem Alko-Tester durchführen. Damit fällt die Entscheidung, ob noch auf die Ski gestiegen werden kann oder man besser einen Spaziergang durch die Winterlandschaft macht, leichter.
"Ziel der Aktion ist es, Wintersportlern die wesentlichen Sicherheitsaspekte näher zu bringen und ihren Informationsstand zu erhöhen. Die richtige Einstellung der Skibindung, Kenntnis der Pistenregeln und Tragen von Schutzausrüstung müssen zur Selbstverständlichkeit werden. Außerdem soll die Aktion Sportlern dabei helfen, ihr Können besser einzuschätzen", erklärt Dr. Rainer Kolator, KFV-Landesstellenleiter in Salzburg.
Problem Übergewicht: Dicke Kinder haben vermehrt Knieschäden
Zu dick, allein gelassen und schwerwiegende gesundheitliche Probleme - das ist der Kreislauf, in dem sich immer mehr Kinder und Jugendliche befinden. Ein Forscherteam an der MedUni Wien unter der Leitung von Harald Widhalm von der Universitätsklinik für Unfallchirurgie hat an 20 krankhaft übergewichtigen Kindern und Jugendlichen nachgewiesen, dass diese neben dem seelischen Frust und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes vermehrt an erheblichen Kniegelenksschäden leiden.
Durchschnittlich waren die ProbandInnen 14 Jahre alt. Der mittlere Body Mass Index (BMI) betrug 39,3 kg/m2 , während in der gesunden Population in dieser Altersgruppe entsprechend der Wachstums-Gewichtskurven nach Kromeyer-Hauschild BMI-Werte bei Normalgewichtigen bei rund 20 kg/m2 zu sehen sind. Widhalm: "In unserer Gruppe waren Kinder mit 180, 190 Kilogramm Körpergewicht." Bei Magnetresonanzuntersuchungen, welche auf Grund der massiven Körperumfänge, sowie des zu hohen Körpergewichts der Patienten ausserhalb der MedUni Wien in einem speziellen offenen MRT-Gerät durchgeführt werden mussten, sind bei jedem dieser Kinder bzw. Jugendlichen zumindest ein Knorpelschaden im Knie festgestellt worden. Am häufigsten lag der Defekt hinter der Kniescheibe.
Durch die körperliche Beeinträchtigung schließt sich der Kreis: "Diese Kinder können sich nicht mehr in dem geforderten Maß bewegen und werden im Sport-Unterricht in ein Eck gestellt, das Herz-Kreislaufsystem ist beeinträchtigt, der Frust und die Depression wächst weiter und viele kompensieren das durch weitere Gewichtszunahme", erklärt Widhalm. Den meisten dieser Jugendlichen fehle auch der Halt in der Familie: "Oft sind beide Elternteile arbeitstätig und haben keine Zeit für ihre Kinder, essen wird zur Ersatzbefriedigung." Und viele Eltern leben das Dicksein quasi vor und sind selbst übergewichtig.
Daher appelliert der Mediziner gerade jetzt, zur Weihnachtszeit, wenn Kekse und Schokolade, der Enten- oder Ganslbraten und gesüßte Getränke locken, an die Vorbildwirkung der Eltern: "Zeigen Sie Ihren Kindern, dass es auch gesunde Alternativen gibt!"
Wenn es bereits zu spät ist, gibt es nicht mehr viele Möglichkeiten. Allein mit Bewegung sind dutzende Kilogramm Übergewicht nicht wegzubekommen, ein multiprofessionelles interdisziplinäres Programm ist essentiell. Dann helfen als letzte Möglichkeit nur noch operative rekonstruktive Eingriffe wie, die Implantation eines Magenbandes bzw. die Schaffung eines Magenbypasses. Bei letzterem gilt Wien als eines der führenden Zentren weltweit. Erste Studien unter der Leitung von Kurt Widhalm, einem der renommiertesten Ernährungsmediziner, und Gerhard Prager von der Universitätsklinik für Chirurgie lassen auch die berechtigte Hoffnung zu, dass der Magenbypass positiven Einfluss auf Typ-2-Diabetes besitzt.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Adipositas oder Fettleibigkeit zu einer der gefährlichsten Epidemien der Neuzeit erklärt. In der HELENA-Studie (Health Lifestyle in Europe by Nutrition in Adolescence), deren Ergebnisse 2008 in Wien präsentiert wurden, und an der Kurt Widhalm maßgeblich beteiligt war, wurde nachgewiesen, dass 27,6 Prozent der Burschen und 21 Prozent der Mädchen in Europa als übergewichtig eingestuft werden müssen. Harald Widhalm: "Die Tendenz ist steigend."
Studie verdeutlicht positive Wirkung von Bewegung und Sport auf geistige Leistungsfähigkeit
NÖ Sportlandesrätin Dr. Petra Bohuslav und Direktor Dr. Werner Schwarz mit zwei Schülerinnen aus dem BG Zehnergasse, Wr. Neustadt Sport begeistert die Menschen und bringt Freude, dass konnte man zuletzt beim Snowboard Weltcup am Jauerling miterleben und auch der bevorstehende Daviscup-Länderkampf gegen Russland in Wr. Neustadt wird die Sportfans fesseln.
Dass Sport und Bewegung auch gesund und fit machen ist längst durch eine Vielzahl an wissenschaftlichen Studien bewiesen. Die positive Wirkung auf Muskeln, Sehnen, Herz und den ganzen Organismus kennen vor allem jene, die damit an Lebensqualität hinzugewonnen haben. „Im Sportland NÖ setzen wir auf eine weitere positive Facette von Bewegung und Sport und zwar darauf, dass durch aktives Sporttreiben auch unsere Steuerungszentrale, das Gehirn, positiv beeinflusst wird“, betont Sportlandesrätin Dr. Petra Bohuslav.
Wie Sport und Bewegung mit der Gehirntätigkeit zusammenhängt, konnte jetzt im Bundesgymnasium Zehnergasse im Zuge einer empirischen Untersuchung nachgewiesen werden. Direktor Mag. Dr. Werner Schwarz, der sowohl den Spitzensport als ehem. Nationaltrainer als auch den Schulalltag als Sportlehrer und Direktor kennt, hat das Schwerpunktthema Bewegung aufgegriffen und im Rahmen einer Studie untersucht wie sich Bewegung auf die Konzentrations- und Aufmerksamkeitsleistung von Schülerinnen und Schülern auswirkt.
Das von Dr. Schwarz entwickelte Übungsprogramm „Brainmove – bewege dich schlau“ wurde über einen Zeitraum von 6 Wochen getestet und auf seine Wirksamkeit analysiert. Dabei wurden pro Schulwoche jeweils 3 Brainmove Einheiten zu 10 Minuten in den Regelunterricht integriert. Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass sich Bewegung und Sport positiv auf die geistige Leistungsfähigkeit auswirken. Unser Gehirn reagiert auf die Bewegung von Muskeln mit verbesserter Durchblutung, der Neubildung von Blutgefäßen und dem Wachstum von Nervenzellen. Die Zeit die für die Brainmove Einheiten verbraucht wird, bringen eine deutliche Effizienzsteigerung in den Unterricht: Durch die Bewegungsübungen können die Aufmerksamkeit, das Lernen und das Speichern des Lerninhaltes im Gedächtnis positiv beeinflusst werden.
Sport.Land.Niederösterreich setzt schon länger auf eine Reihe von Sportaktionen, mit denen man ganz gezielt auf Schulen, Kinder und Jugendliche zugeht: Jährliches Symposium „Kinder in Bewegung“, DVD „Bewegtes Klassenzimmer, Aktion „Volksschulen am Ball“, „Schulsporttrophy“, Skikids uvm.
Sportlandesrätin Dr. Petra Bohuslav: “Wir nehmen die aktuellen Studienergebnisse zum Anlass um weitere Schritte im Schulbereich zu forcieren. Mehr Bewegung in der Schule beeinflusst die Leistung in den übrigen Fächern positiv. Ziel muss es weiters sein, und das fordert Sport.Land.Niederösterreich schon seit Jahren, täglich 1 Bewegungseinheit in den Schulalltag zu integrieren. Denn: Fitte Kinder und Jugendliche haben stärkere Herzen, besser entwickelte Muskeln, sind seltener übergewichtig, konzentrierter und damit leistungsfähiger“.
Fahrradfahren liegt auch im Winter im Trend
Selbst bei Schneefall und Minusgraden hat die Fortbewegung mit dem Fahrrad zwischen November und März Saison Vorarlberg. - Ob einfaches Dreigangrad oder flotter Flitzer, ob Bike mit Speziallicht, Schwalbe SnowStud Winterreifen oder ein robustes Waffenrad – Radfahren im Winter ist neben der Ausstattung auch eine Frage der Einstellung. Wer früher als Jugendlicher jahrein, jahraus mit dem Rad unterwegs war, dem fällt das Ganzjahresradeln leichter: so verzeichnet die Altersgruppe zwischen 40 und 50 Jahren in Vorarlberg die meisten Allwetterbiker.
Die sogenannten Ganzjahresradler nennen als Vorteile gerne das Vorankommen ohne Stau und Parkplatzsuche ebenso wie die regelmäßige Bewegung im Freien, die für Arbeitsalltag oder Schule fitmacht. "Verbesserte Infrastruktur macht das Fahrrad in Vorarlberg noch stärker zum Alltags-Verkehrsmittel, wir wollen Radfahrer motivieren und fördern, ihr Rad so oft als möglich zu benutzen", erklärt Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser. Nässe, Kälte, Dunkelheit und Schmutz sowie die Angst vor Unfällen sind die Haupthindernisgründe für das Winterradeln. Vorarlberg MOBIL-Koordinator Martin Scheuermaier: "Im Rheintal sind die Tage, an denen man wegen starken Schneefalls die Straßen und Radwege nicht oder eingeschränkt benutzen kann, überschaubar. Es geht nicht um das Winterradeln um jeden Preis, sondern um die Nutzung des Fahrrades, wo es möglich ist und Sinn macht. Die Leute bleiben im Jahreslauf länger auf dem Fahrrad. Wer ganzjährig fährt, will den Vorteil den das Fahrrad bietet nicht mehr missen."
Für die Winterradler wurden sowohl im Bekleidungs- wie Materialbereich Innovationen entwickelt. Viele Fahrradhändler in Vorarlberg bieten darüber hinaus spezielle Fahrradchecks für den Winter an. Martin Scheuermaier sieht für das Ganzjahresradeln noch viel Potenzial. Der von Städten ausgehende Trend führt auch in Vorarlberg zu einer Zunahme der Ganzjahresbiker. Wenn die Ausrüstung passt und die Straßen geräumt sind, ist das Fahrrad im Winter für bestimmte Wege und Erledigungen ein bestens geeignetes Verkehrsmittel.
Schnarchfrei mit der Gaumenspange
Schnarchfrei mit der Gaumenspange Vor fast zwei Jahren wurde das Schweizer Produkt die "Gaumenspange Velumount" gegen Schnarchen und leichte Atemaussetzer in Österreich präsentiert. Nach einem sehr erfolgreichen Start eröffnet die Firma nun weitere Institute, wo die Spange erhältlich ist.
Neben der Zentrale in 1130 Wien ist ab Februar 2012 auch in St. Pölten, Linz, Salzburg, Klagenfurt ein eigener Standort verfügbar. Graz und Innsbruck sind in Vorbereitung.
"Die Velumount(R) Schnarchspange ist ein effektives Medizinalinstrument gegen Schnarchen und Atempausen im Schlaf, das in der Schweiz bereits zu den etablierten Behandlungsmethoden gehört. Die mechanische Schienung der Weichteile in den oberen Atemwegen und/oder im Zungenbereich verhindert dass es nachts zu einer gesundheitsgefährdenden Verengung kommt. Die Spange wird individuell angeformt und nur nachts getragen. Nach kurzer Eingewöhnung ist die Gaumenspange kaum spürbar. Sprechen und Schlucken ist problemlos mit eingelegter Spange möglich." so der Hersteller.
"Als selbst Betroffener habe ich vor zehn Jahren eine einfache und zugleich wirksame Methode gegen das Schnarchen entdeckt", sagt der Erfinder der Velumount-Methode, der Schweizer, Arthur Wyss. "Die Methode ist durch wissenschaftliche Studien belegt."
Alle Jahre wieder: Der ungesunde Neujahrsvorsatz Diät
Alle Jahre wieder: Der ungesunde Neujahrsvorsatz Diät Vorsätze zu Neujahr haben lange Tradition, einer hat das Zeug zum Dauerbrenner: Abnehmen und Gewicht reduzieren. Diätempfehlungen haben gerade zu Jahreswechsel Hochkonjunktur. Zeitschriften und Magazine sind voll mit Rezepten und Motivationsaufrufen zum Abnehmen. Leider wird dies oft mit kurzfristiger Nahrungseinschränkung oder Crash-Diäten versucht. Von Über- aber auch von Normalgewichtigen. Und das kann bei beiden nicht nur der Gesundheit schaden, sondern zu Gewichtszunahme führen.
Die kurzfristige Einschränkung der Ernährung, wie sie in Form von Diäten betrieben wird, ist nicht dazu geeignet, dauerhaft und nachhaltig Gewicht zu verlieren, sondern im Gegenteil, zuzunehmen. Immerhin haben mehr als 50 Prozent der Normalgewichtigen und 85 Prozent% der Menschen mit Adipositas schon Diäterfahrungen und viele Kilos verloren - und diese innerhalb kürzester Zeit wieder zugenommen. In diesem Zusammenhang stellt der erste österreichische Adipositasbericht fest: Erfolglose Diätversuche sind eine Determinante für die Entstehung von Adipositas.
ExpertInnen sind sich einig: Diäten -insbesondere Blitzdiäten - sind der Einstieg für Essstörungen. Aus diesem Grund gilt auch heuer: Vorsicht vor Diäten, die rasche Gewichtsabnahmen versprechen.
"Die Debatte um eine Übergewichts-Pandemie in der westlichen Welt und die starke Medikalisierung des Themas Gewicht greifen zu kurz. Bei allen gesundheitlichen Problemen, die Adipositas unbestritten mit sich bringt, dürfen wir nicht übersehen, dass die rigide Einschränkung des Essverhaltens auch zu Essstörungen führen kann", betont die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte Univ.-Prof.in Beate Wimmer-Puchinger. "Auch die vielfältigen wirtschaftlichen Interessen, die hier eine Rolle spielen, müssen offen angesprochen werden: Einerseits wird viel Aufwand betrieben, auch ungesunde und dickmachende Lebensmittel optimal zu vermarkten, und andererseits haben ganze Industriezweige ein massives Interesse daran, dass wir mit unseren Körperformen und Körpergewicht unzufrieden sind und mit Unterstützung von Diätprodukten, Medikamenten oder gar chirurgischen Eingriffen einem vermeintlichen Schönheitsideal näher kommen."
Es ist zu einfach, Dünne automatisch für gesund und Dicke für krank zu erklären. Mehrere Studien zeigen, dass zu dünn nicht unbedingt gesund ist: Eine Studie an einer Million AmerikanerInnen zeigte, dass ein Body Mass Index (BMI) von 23,5 bis 24,9 bei Männern und von 22,0 bis 23,4 bei Frauen der Gesundheit am zuträglichsten war. Gerade bei älteren Menschen zeigt sich, dass Untergewichtige ein höheres vorzeitiges Sterberisiko haben. Der optimale BMI bei Menschen ab 65 Jahren lag der Studie zufolge zwischen 27 und 30, ab einem BMI von 32 stieg die Mortalität wieder stark an.
Auch Forscher der Albert-Einstein-Universität für Medizin in New York konnten in einer Fünfjahresstudie an 5.440 Personen keinen generalisierten Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und Herzproblemen feststellen. Ein beträchtlicher Teil an Übergewichtigen war gesund, während etliche Normalgewichtige kardiovaskuläre Probleme auswiesen.
Westbahn: Rauchen erlaubt - Gesundheitsminister sieht Verstoß gegen Tabakgesetz
Mit der Westbahn, die ab 11. Dezember zwischen Salzburg und Wien verkehren wird, sollen Raucherabteile wieder in die österreichischen Züge zurückkehren.
Im Gesundheitsministerium sieht man das freilich nicht gerne. Das Gesetz sehe ein Rauchverbot an allen öffentlichen Orten vor, das treffe auch auf Züge zu: "Ausnahmen gibt es nur für gastronomische Betriebe oder bei Einrichtungen, die einzig für den Zweck des Rauchens geschaffen wurden - etwa die Raucherkabinen auf Flughäfen."
Bei der Westbahn sieht man die Richtlinien des Tabakgesetzes weniger eng: "Unsere Juristen haben das geprüft und sie sind überzeugt, dass eine Ausnahmeregelung wie in Lokalen auch bei uns möglich ist", sagt Westbahn-Sprecher Manfred Mader.
Es iat vorgesehen, dass sich Passagiere nur für die Dauer einer Zigarette im Raucherbereich aufhalten, erklärt Mader. Deshalb gibt es auch keine arbeitsrechtlichen Bedenken, weil das Zupersonal das Abteil nicht betreten müsse, um Tickets zu kontrollieren. Außerdem herrscht in den Abteilen Untersruck. Das heißt, dass selbst beim Öffnen von Türen, der Rauch im Abteil bleibt.
Der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Martin Graf kritisiert die Einmischung des Gesundheitsministers bei der Frage des Rauchens in Zügen. "Es kann nicht sein, dass von staatlicher Seite dem privaten Betreiber Westbahn Vorschriften gemacht werden, ob er Raucherabteile schaffen darf oder nicht", so Graf. Dies sei Ausdruck einer protektionistischen Politik zu Gunsten der Staatsbahn ÖBB.
Graf, der im Jahr 2007 eine Petition gegen die Abschaffung der Raucherwaggons in den Nationalrat gebracht hat, sieht die Westbahn in dieser Debatte im Recht: "Wenn die Raucherabteile abgetrennt sind, so wie das auch in der Gastronomie bei den Raucherzimmern vorgeschrieben sind, sehe ich hier nicht das geringste Problem. Sollte die Gesetzeslage unklar sein, so muss hier dringend Klarheit geschaffen werden, und zwar zu Gunsten des Wettbewerbs", so Graf.
Gesundheitsminister Stöger wird von Graf aufgefordert, seinen Standpunkt zu überdenken und sich auch mit seiner Parteikollegin im Verkehrsministerium besser abzusprechen: "Wenn man mehr Menschen für den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel gewinnen will, dann muss man den Fahrgästen mehr Service bieten - auch den Rauchern unter der Voraussetzung, dass Nichtraucher dadurch nicht beeinträchtigt werden."
ARBÖ: Verkehr hat seit 2004 am stärksten Feinstaub reduziert
Der Verkehr hat den größten Beitrag zur Reduktion von Feinstaub-Emissionen geleistet, stellt der ARBÖ aufgrund der aktuellsten Emissions-Statistiken des Umweltbundesamtes fest. 2004 wurden im Verkehr insgesamt 9.340 Tonnen Feinstaub emittiert. 2009 (= aktuellste Daten) waren es nur mehr 7.480 Tonnen, um 20 Prozent weniger. Insgesamt wurden in Österreich in dieser Zeit die Feinstaubemissionen um 7,9 Prozent, von 38.150 auf 35.140 Tonnen reduziert.
"Diese massive Reduktion der Feinstaubemissionen beim Verkehr um ein Fünftel ist nicht vom Himmel gefallen", so die ARBÖ-Generalsekretärin Mag. Lydia Ninz, "sondern entspricht einer kontinuierlich schärferen Abgasnorm für neue Fahrzeuge." Fast hundert Prozent der in Österreich neu zugelassenen Dieselfahrzeuge haben einen Dieselpartikelfilter und damit das Feinstaubproblem durch Verbrennung (Russpartikel) vollkommen gelöst. "Der Partikelfilter hat einen maßgeblichen Beitrag zur Lösung des Feinstaubproblemes geleistet. Sein Siegeszug hat sich viel rascher vollzogen, als von den Autoexperten seinerzeit erwartet wurde", so die ARBÖ-Generalsekretärin weiter.
Im zu Ende gegangenen Jahr 2011 gab es in Österreich nach EU-Maßstab an 38 von insgesamt 141 Messstellen Überschreitungen durch Feinstaub. Das sind sogar weniger, als im Jahr davor, als an 39 von 147 Messstellen Überschreitungen registriert wurden. Für etwaige Strafzahlungen, so der ARBÖ, wird der EU-Maßstab herangezogen und nicht die strengeren hausgemachten österreichischen Werte: Können Feinstaubbelastungen, ohne dass es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommt, laut EU-Maßstäben an insgesamt 35 Tagen im Jahr herrschen, sind nach österreichischen Maßstäben nur 25 Tage erlaubt.
Wie sehr die Immissionsbelastung durch Feinstaub mit dem Wetter schwankt, lässt sich aus der Überschreitungsstatistik des Umweltbundesamtes der letzten elf Jahre nachvollziehen. Der Trend zeigt aber, allen Unkenrufen zum Trotz, eine nachhaltige Verbesserung bei der Immissionsbelastung in Österreich. "Von den einstigen Feinstaub-Höchstbelastungen in den Jahren 2003, 2005 und 2006 sind wir Lichtjahre entfernt", so die ARBÖ-Generalsekretärin.
Sicherheitstipps gegen Ski- und Snowboarddiebstähle
Skier sollten nicht sorglos vor der Hütte abgestellt werden. ie Wintersportsaison hat begonnen. Doch auch auf der Piste ist Vorsicht geboten, denn immer mehr Wintersportlerinnen und -sportler fallen Diebstählen zum Opfer. Die Diebe haben es vor allem auf Wintersportgeräte abgesehen. Es gibt zwei bevorzugte Tatorte für den Diebstahl: Ski- und Snowboardabstellplätze vor Skiliften und Hütten sowie ungesicherte Autodachträger und Autodachboxen.
Die Kriminalprävention empfiehlt daher:
Am sichersten aufbewahrt sind Skier, Snowboards und Stöcke im abschließbaren Dachträger. Ideal ist eine Dachbox, die auch die Skischuhe aufnehmen kann. Man sollte auch die Skiträger oder die Transportbox auf dem Dach des Autos versperren.
Man sollte Sicherheitsvorrichtungen gegen Skidiebstahl nutzen (versperrbare Skikeller und -ständer, Ski- und Skischuhschränke). Der Schlüssel zu einer solchen Sicherheitseinrichtung sollte nicht unbeaufsichtigt herumliegen. Beim Betreten der Skiabstellräume in den Unterkünften sollte man darauf achten, wer sonst diese Räumlichkeiten betritt. Diebe gehen oft mit Hotelgästen in den Skiraum und kundschaften den Sperrcode oder den Schließmechanismus der Skiständer aus.
Skier nicht sorglos vor der Hütte im Schnee abstellen. Man sollte sein Sportgerät stets im Auge behalten. Skier nach Möglichkeit nicht paarweise, sondern voneinander getrennt abstellen. Diebe nehmen sich nicht die Zeit, passende Skipaare zu suchen.
Snowboards sollten mit einem Stahlkabel (Fahrradschloss) an einem feststehenden Gegenstand (Skiständer, Geländer) gesichert werden. Die Polizei empfiehlt, das Wintersportgerät zu kennzeichnen.
Wer bestohlen wurde, soll Anzeige bei der Polizei erstatten. Die Anzeigebestätigung wird für die Versicherung benötigt. Hilfreich ist es, die Serien- oder Herstellernummer der Ski samt Bindung sowie Unterlagen (Prospekt, Rechnung) bei der Anzeigenerstattung parat zu haben.
Wer versucht, einen Skidiebstahl vorzutäuschen, begeht eine strafbare Handlung.
Die Spezialisten der Kriminalprävention stehen mit unabhängiger und kompetenter Beratung zur Verfügung. Weitere Tipps erhält man an der nächsten Polizeidienststelle oder unter der Polizei-Servicenummer 059133.
NEWS: Neue Regeln für Schönheitsoperationen
"Es lassen immer mehr Menschen Schönheitsoperationen vornehmen. Klare Regelungen sind hier überfällig." Gesundheitsminister Alois Stöger hat den "Gesetzesentwurf, der Schönheitsoperationen in Österreich strenger regeln soll, vorliegen" und will ihn noch "heuer in Begutachtung" schicken. Das kündigt der Minister im Interview mit NEWS an.
Stöger: "Wir haben bei Schönheits-Operationen derzeit mehrere Probleme, die wir in den Griff bekommen müssen: Erstens wollen immer mehr Personen Schönheits-Operationen machen lassen. Zweitens werden die Patienten und vor allem Patientinnen immer jünger. Dazu kommt, dass Personen, die es gar nicht notwendig haben, sich operieren zu lassen, von Ärzten immer stärker angeworben werden. Letztlich sind die Ergebnisse der Operationen oft nicht so, wie die Patientinnen und Patienten das möchten."
Das sind die Details des Stöger-Gesetzes: - Strenge Ausbildungskriterien für Ärzte, die Schönheitsoperationen vornehmen. - Keine Schönheits-OPs für unter-14-jährige, auch wenn die Eltern zustimmen. - Ausführliche psychologische Beratung für Jugendliche bis 18 Jahren, die eine Operation vornehmen wollen. - Kostenloser Rücktritt von Operationen für Jugendliche. - Strenge Dokumentation des gesamten Beratungs- und Operationsvorgangs. - Aus für Gewinnspiele zu Schönheitsoperationen. - Ein Werbeverbot für Schönheitsoperationen.
Stöger im NEWS-Interview: "Es lassen immer mehr Menschen Schönheitsoperationen vornehmen. Klare Regelungen sind hier überfällig." Der Gesundheitsminister erklärt weiter: "Zudem wird es "Beauty-Docs" nicht mehr geben. Es wird genau definiert wer sich Schönheits-Chirurg nennen darf und welche Ausbildung dafür vorliegen muss. Es wird in Zukunft nicht genügen, irgendwelche Kurse zu machen, um Operationen durchführen zu können."
Herzkrankheiten sind oft weiblich – doch kaum einer Frau ist das bewusst
In Österreich sterben mehr Frauen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Männer. Das ist vielen Menschen nicht bewusst, zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes GfK Austria: Die Mehrheit hält Bluthochdruck und Herzinfarkt für klassische Männerthemen.
Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sind die häufigsten Todesursachen in Österreich – wobei Frauen davon stärker betroffen sind als Männer, wie auch Statistik Austria zeigt: Im Jahr 2010 verstarben 19.477 Frauen und 13.719 Männer an Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Krebs liegt bei den Todesursachen insgesamt an zweiter Stelle, Männer sind davon etwas häufiger betroffen als Frauen. Wissenschafter und Statistiker wissen das. Ob dieses Wissen aber aus den Expertenbüros in die Wohnzimmer gelangt ist, das wollte das unabhängige Meinungsforschungsinstitut GfK herausfinden und befragte dazu 500 Österreicherinnen und Österreicher.
Herzkrankheit gilt als Männerthema
Zwei Drittel der Befragten halten Krebs für die häufigste Todesursache bei Frauen, knapp ein Viertel antwortet spontan richtig mit "Herz-Kreislauf-Erkrankungen".
Als häufigste Todesursache bei den Männern sehen 57 Prozent der Befragten Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems, 35 Prozent nennen Krebserkrankungen. Tatsächlich sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowohl bei Männern als auch bei Frauen die Todesursache Nummer 1. Die Männer sind sich dessen großteils bewusst – die Frauen nicht.
Befragt nach den Symptomen einer herzkranken Frau und eines herzkranken Mannes unterscheiden sich die Antworten kaum. 80 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sowohl bei Männern als auch bei Frauen ein "Druck oder Beklemmungsgefühl im Brustbereich" das Hauptsymptom ist. Es folgen "Abnahme der Leistungsfähigkeit/Müdigkeit" (76% bei Frauen, 74% bei Männern), "Atemnot" (68% vs. 75%), "Schlafstörungen" (55% vs. 53%), "Geschwollene Knöchel" (34% vs. 24%) und "Diffuse Oberbauchschmerzen" (32% vs. 26%).
Symptome unterscheiden sich
Tatsächlich haben Frauen und Männer mit Herzkrankheiten oft unterschiedliche Symptome. So entwickeln Frauen etwa bei einem Herzinfarkt häufig unspezifische Symptome: Sie fühlen sich sehr müde, leiden unter Schlafstörungen und Leistungsabfall, sind kurzatmig, schwindelig, haben Schmerzen im Oberbauch oder zwischen den Schulterblättern, sind appetitlos, leiden unter Übelkeit und Erbrechen. Manchmal kommt es auch zu vermehrtem Schwitzen oder zu Angstgefühlen. Bei Männern dagegen zeigt sich ein Herzinfarkt häufig durch starke Schmerzen, die vom Herz in andere Körperregionen ausstrahlen, etwa in die Arme oder den Oberbauch. Zudem kann es zu einem Druckgefühl im Brustkorb kommen, manche Patienten spüren ein Brennen in der Brust. Unspezifische Symptome wie Übelkeit, Erbrechen oder Atemnot können auch bei Männern auftreten, jedoch seltener als bei Frauen.
Hoffnung aus dem Harn: Urin als Quelle für induzierte pluripotente Stammzellen
Urin als Quelle für induzierte pluripotente Stammzellen Embryonale Stammzellen dürfen nach dem jüngsten Verbot des Europäischen Gerichtshofes nicht mehr patentiert werden; eine Konsequenz daraus ist die Verminderung potentieller kommerzieller Nutzbarkeit. Vor kurzem gelang es einem österreichisch-chinesischen Forscherteam, in dem das Ludwig Boltzmann Institut für experimentelle und klinische Traumatologie im Forschungszentrum der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt, die BOKU Wien, die Firma Evercyte GmbH, sowie ein Institut der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Guangzhou, China, zusammenarbeiten, eine ungewöhnliche Quelle für die Herstellung von induzierten pluripotenten Stammzellen, kurz iPS Zellen zu erschließen und auch zum Patent anzumelden: humanen Harn. Damit ist es erstmals möglich, ohne jeglichen körperlichen Eingriff von jedem Menschen, unabhängig vom Alter, Geschlecht oder Gesundheitszustand, iPS Zellen herzustellen.
Herstellung von iPS Zellen ist ethisch unbedenklich.
Nach dem Patentverbot auf embryonale Stammzellen werden iPS Zellen, von immer größerer Bedeutung. Diese Zellen verhalten sich sehr ähnlich wie embryonale Stammzellen, werden aber gewöhnlich aus Hautzellen von Erwachsenen gewonnen und sind daher ethisch deutlich weniger problematisch. Derzeit finden diese Zellen Anwendung als Modellsysteme für präklinische Entwicklungen von Medikamenten, an den Problemen einer potentiellen klinische Anwendung wird vielerorts intensiv gearbeitet.
Könnten iPS Zellen schon bald für körpereigene Transplantationen eingesetzt werden?
Das kurzfristige Ziel der Herstellung von iPS Zellen ist die Verwendung in Modell- und in vitro Testsystemen für verschiedene Krankheitsbilder. Als langfristiges Ziel sehen die Wissenschaftler des Forschungsteams die autologe Transplantation für klinische Anwendungen, was soviel bedeutet wie Spender und Empfänger von Transplantaten sind dieselbe Person. Der Vorteil dieser Methode wäre, dass es zu keinerlei Abstoßungsreaktionen mehr kommen würde. Regina Grillari, Senior Vice President - Cell Line Development von Evercyte GmbH, teilt die Ansicht von Heinz Redl, Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für experimentelle und klinische Traumatologie, dazu: "Es ist verblüffend, dass Zellen, die man mit dem Urin ausgeschieden hat, sich in iPS Zellen verwandeln lassen, man diese wiederum in Leber- und Nervengewebe umwandeln kann, ebenso wie in spontan in vitro schlagendes Herzmuskelgewebe". Allerdings gibt es vor einer therapeutischen Anwendung noch viele Probleme zu lösen.
Die bunte Welt der Fruchtshakes - Den Sommer mit Lassi, Smoothie & Co genießen
Mischgetränke aus Joghurt, Buttermilch oder Kefir mit frischen Früchten schmecken herrlich und lassen Urlaubsstimmung aufkommen. Dabei müssen es keine exotischen Cocktails sein, auch mit heimischen Früchten lassen sich tolle Getränke mixen – auch ohne Alkohol. "die umweltberatung" hat einige Vorschläge und Rezepte für den „coolen“ und gesunden sommerlichen Genuss.
„Mixgetränke sind im Sommer genau das Richtige – sie schmecken herrlich erfrischend und unterstützen den Kreislauf bei drückender Schwüle und großer Hitze. Getränke mit reifen Früchten aus der Region liefern wertvolle Vitamine, Milchmixgetränke haben auch eine gute Sättigungswirkung und können das schwere Mittagessen ersetzen, ohne den Magen zu belasten. Exotische Zutaten oder Alkohol sind überhaupt nicht nötig – in unseren Gärten und auf den Feldern reifen derzeit so viele Früchte und Gemüsesorten, dass der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind. Das schmeckt und ist klimafreundlich!“ erklärt Maga. Michaela Knieli, Ernährungsexpertin von "die umweltberatung".
Das „Who is who“ der beliebtesten Mixgetränke
Immer häufiger findet man das Getränk „Lassi“ auf Speisekarten und im Handel. Es ist ein ursprünglich indisches Getränk mit den Basiszutaten Joghurt oder Milch, Wasser, Obst oder Gemüse. Ein Klassiker ist Mango-Lassi. Die „österreichische“ Version mit Pfirsich oder Marille - oder pikant mit Gurken - schmeckt ebenso hervorragend und ist klimafreund-licher, weil sie ohne lange Transportwege und teure Lagerung auskommt.
Der Begriff „Smoothies“ ist vom englischen Wort „smooth“ abgeleitet, es bedeutet „fein, sämig“. Smoothies sind Fruchtgetränke, für die ganze Früchte bis auf Schale und Kerne verarbeitet werden. Fruchtmark oder -püree wird mit Säften gemischt, um eine cremige Konsistenz zu erhalten. Auch Smoothies werden oft mit Milchprodukten gemischt.
Michaela Knieli weiter: „Ein Gemüse- oder Obstsmoothie von ca. 200 ml kann hin und wieder eine der empfohlenen fünf Obst- und Gemüseportionen des Tages ersetzen und erleichtert auch ‚Obstmuffeln’ die Aufnahme von wertvollen Vitaminen. Selbstgemachte Obst-Smoothies enthalten von Natur aus viel Fruchtzucker - mit etwas Wasser verdünnen, dann sinken Zucker- und Energiegehalt. Auch Gemüsesäfte schmecken köstlich und haben weniger Zucker!“
Kefir erfrischt prickelnd
Kefir entsteht, wenn Milch mit speziellen Milchsäurebakterien und Hefekulturen beimpft wird, diese bilden aus Milchzucker Kohlensäure. Sie macht Mixgetränke mit Kefir besonders erfrischend. Bei der Herstellung von Kefir entsteht neben der Kohlensäure auch Alkohol. Der Alkoholgehalt ist sehr niedrig und entspricht etwa dem natürlich vorkommenden Alkoholgehalt von reifen Früchten. Auch Kinder dürfen also Kefir trinken.
Tipp: Milchmixgetränke selbst machen! Das spart Geld und es fällt weniger Verpackungsmaterial an. Die Produkte aus dem Handel werden in kleinen Portionen um viel Geld und in aufwändigen Plastikverpackungen angeboten. Wer heimische Bio-Früchte der Saison verwendet, hilft außerdem, CO2-Emissionen zu sparen und schützt das Klima.










