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Sport/Gesundheit

11.02.2020

Gesundheitsschädliche Nitrosamine in Kinder-Luftballons

Luftballons zaubern ein Lächeln auf die Gesichter von Kindern und bringen Farbe in den Alltag. Luftballons zaubern ein Lächeln auf die Gesichter von Kindern und bringen Farbe in den Alltag.

Ob als Dekoration bei Kinderfaschings- und Geburtstagspartys oder als Spiel- und Bastelgegenstand: Luftballons zaubern ein Lächeln auf die Gesichter von Kindern und bringen Farbe in den Alltag. Wenig Freude bereiten dagegen aktuelle Ergebnisse eines Tests des Vereins für Konsumenteninformation (VKI): 4 von insgesamt 14 untersuchten Kinderballons waren so stark mit Nitrosaminen bzw. nitrosierbaren Substanzen belastet, dass die zulässigen Grenzwerte der EU-Spielzeug-Richtlinie (2009/48/EG) überschritten wurden. Die getesteten Ballons der folgenden Marken hätten anhand der Testergebnisse nicht in den Verkehr gebracht werden dürfen: Alvarak (gekauft bei Thalia), amscan (gekauft bei Libro), Party Deco (gekauft bei Sewa) und Shuaian Balloons (gekauft bei amazon). Letztere gaben sogar 4 Mal so viele Nitrosamine und nitrosierbare Substanzen ab wie erlaubt. Nitrosamine haben sich in Tierversuchen als krebserregend erwiesen und können beim Aufblasen der Ballons und beim Spielen damit über den Mund oder die Haut aufgenommen werden. 10 Ballons enthielten immerhin nur geringe Mengen an Nitrosaminen bzw. an Stoffen, die in Nitrosamine umgewandelt werden können. Die ausführlichen Testergebnisse gibt es ab sofort online unter www.konsument.at.

Nitrosamine sind weit verbreitet. Sie können in Nahrungsmitteln, Tabak, Kosmetika oder auch in Gebrauchsgegenständen aus Latex enthalten sein. In Naturkautschuk – jenem Rohstoff, aus dem Luftballons oft gefertigt werden – sind keine Nitrosamine enthalten. Sie können aber in der Folge bei der industriellen Verarbeitung entstehen. Sehr hohe Werte an Nitrosaminen in Luftballons hält das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) für gesundheitlich bedenklich. Ein hoher Gehalt an Nitrosaminen wäre vermeidbar, eine daraus resultierende Belastung daher nicht akzeptabel. „Gerade in Produkten, die sich vorrangig an Kinder richten, haben diese Stoffe auch nichts verloren“, ergänzt VKI-Chemikerin Birgit Schiller.

Empfehlungen für Verbraucher

- Wegen des möglichen Schadstoffgehalts, aber auch wegen der möglichen Erstickungsgefahr sind Luftballons für kleinere Kinder zum Spielen nicht geeignet.

- Zum Aufblasen von Luftballons am besten eine Pumpe verwenden.

- Aufdrucke wie „laboratory tested“ bedeuten nicht automatisch, dass ein Produkt auch unbedenklich ist.

- Ein unangenehm chemischer Geruch kann ein Indiz für Schadstoffbelastung sein. Derartige Produkte besser meiden.

- Auch Luftballons aus Naturkautschuk sind nicht ohne Weiteres biologisch abbaubar, selbst wenn dies von manchen Herstellern behauptet wird. Sie sollten deshalb nicht im Biomüll entsorgt werden.

- Das Steigenlassen von Luftballons im Freien ist nicht unbedenklich: Es trägt zur Umweltverschmutzung bei und ist in manchen Bundesländern genehmigungspflichtig. Tiere können durch den Verzehr der Überreste verenden.

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30.01.2020

Viele Badezusätze für Kinder enthalten Azofarbstoffe und potenziell allergene Duftstoffe

Viele Badezusätze für Kinder enthalten Azofarbstoffe und potenziell allergene Duftstoffe Viele Badezusätze für Kinder enthalten Azofarbstoffe und potenziell allergene Duftstoffe

Sie sprudeln, schäumen, knistern und glitzern: Badezusätze sind beliebt bei Kindern und berüchtigt bei Eltern. Denn nach dem Badespaß steht oft der Kampf gegen hartnäckige Verfärbungen an. Farbreste sind bei Badezusätzen für Kinder jedoch nicht das Hauptproblem. Vielmehr sind es bedenkliche Substanzen, mit denen Kinder nicht in Berührung kommen sollten: So fanden die Tester des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) in 10 von 15 Produkten potenziell allergene Duftstoffe, Azofarbstoffe oder andere bedenkliche Inhaltsstoffe wie etwa Polyacrylamid. Nur fünf Produkte sind aus Sicht der Konsumentenschützer auch tatsächlich empfehlenswert. Die detaillierten Testergebnisse gibt es ab dem 30.01. im Februar-KONSUMENT und online unter www.konsument.at.

Einige Azofarbstoffe können Allergien auslösen, manche im Tierversuch auch Krebs. Dennoch waren Azofarbstoffe in sechs getesteten Produkte enthalten (in Claires, Crayola, Glibbi Slime sowie in den drei getesteten tetesept Kinder Badespaß-Produkten). „Für die Herstellung von Badezusätzen sind Azofarbstoffe kein notwendiger Bestandteil. Es ist uns daher unverständlich, warum sie dann ausgerechnet in Kinderprodukten eingesetzt werden“, kritisiert VKI-Chemikerin Birgit Schiller.

In fünf Produkten wurden zudem die Duftstoffe Eugenol, Geraniol, Limonene und Linalool gefunden. Diese Duftstoffe sind für ihr allergenes Potenzial bekannt und müssen deshalb laut EU-Kosmetikverordnung auf der Verpackung gesondert deklariert werden. In den getesteten Badezusätzen von Dresdner Essenz Dreckspatz, Kneipp naturkind und Lüttes Welt fanden sich sogar mehrere dieser Stoffe zugleich.

Das Glibbi Einhorn Glitzerbad von Simba besteht wiederum fast ausschließlich aus Polyacrylamid. Diese Substanz sorgt nicht nur dafür, dass der Boden der Badewanne mit einem gefährlich rutschigen Schleimfilm überzogen wird. Bei Produkten, die aus Polyacrylamid bestehen, kann zudem nicht ausgeschlossen werden, dass sie auch Acrylamid enthalten. Acrylamid hat sich in Tierversuchen als erbgutschädigend und krebserregend erwiesen. Darüber hinaus sollte es aufgrund seiner umweltschädigenden Wirkung nicht in Gewässer, Abwasser oder in den Boden gelangen.

„Badezusätze sind kein Produkt für den alltäglichen Gebrauch. Für Kinder unter 3 Jahren sollten sie ohnehin tabu sein“, gibt Schiller zu bedenken. „Wer nicht auf Badezusätze verzichten will, achtet am besten auf die Liste der Inhaltstoffe: Je kürzer, desto besser. Aber Achtung: Hinter dem harmlos wirkenden Begriff ,Lebensmittelfarbe‘ können sich sehr wohl auch Azofarbstoffe verbergen.“ Badezusätze lassen sich ohne großen Aufwand auch selbst herstellen. Wie, das zeigt VKI-Expertin Schiller in einem Blogbeitrag auf www.blog.vki.at/badezusaetze.

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25.06.2018

Noch immer ein Tabuthema: Jede 3. Frau leidet an Blasenschwäche

Noch immer ein Tabuthema: Jede 3. Frau leidet an Blasenschwäche Noch immer ein Tabuthema: Jede 3. Frau leidet an Blasenschwäche

Jede 3. Frau ist im Laufe ihres Lebens von Blasenschwäche betroffen. Besonders Schwangerschaften und Geburten gelten als große Riskiofaktoren, denn bei 70 % der Geburten kommt es zu Folgeschäden am Beckenboden, die eine zukünftige Blasenschwäche begünstigen. Beim internationalen Urogynäkologiekongress in Wien vom 27. bis 30. Juni wird daher ein Schwerpunkt auf Blaseninkontinenz und Beckenbodenprobleme nach der Geburt und bei Älteren gesetzt.

„Jede 3. Frau leidet im Laufe ihres Lebens an einer Blasenschwäche und jede 5. Frau an einer Beckenbodenschwäche,“ so Univ.-Prof. Dr. Heinz Kölbl, Abteilungsleiter der Frauenheilkunde an der MedUni Wien und Vorsitzender des lokalen Organisationskommitees des internationalen Urogynäkologiekongresses der International Urogynecological Associatoin (IUGA). „Obwohl sich in den letzten Jahren schon einiges getan hat, ist unsere Hauptaufgabe nach wie vor die Endtabuisierung dieser beiden urogynäkologischen Probleme. Denn viele Frauen leiden aus Scham stumm vor sich hin. Das muss nicht sein, denn mittlerweile können wir in der Prävention und in der Behandlung schon viel tun, um diese Leiden zu lindern,“ betont Kölbl. Beim internationalen Urogynäkologiekongress vom 27. bis 30. Juni diskutieren daher über 1.200 Gynäkologen im Austria Center Vienna vor allem über Blaseninkontinenz und Beckenbodenproblemen nach der Geburt und bei Älteren.

Schwangerschaft und Geburt als größte Risikofaktoren

Frauen sind generell anfälliger für Blasen- und Beckenbodenschwächen. Das liegt an der Stütz- und Haltefunktion des weiblichen Beckenbodens, der durch Schwangerschaften und Geburten viel stärker beansprucht wird. Etwa 25 Prozent aller Frauen zwischen 25 und 35 Jahren leiden – zumindest vorübergehend – an Blasenschwäche als Folge von Entbindungen. „Ganz wichtig ist es daher, bereits in der Schwangerschaft vorbeugend Beckenbodengymnastik zu betreiben, während der Geburt professionell begleitet zu werden, um hier Verletzungen während des Geburtsvorganges vorzubeugen, und im Nachgang auf Rückbildungsgymnastik zu setzen,“ erklärt der Mediziner. Frauen, die besonders große Kinder auf die Welt gebracht haben, eine instrumentelle Geburt – wie etwa eine Zangengeburt – hinter sich haben oder während der Geburt eine besonders lange Austreibungsphase erlebt haben, sind besonders gefährdet, in ihrem späteren Leben eine Blasen- oder Beckenbodenschwäche zu bekommen. Rein statistisch gesehen regenerieren sich nach einer Geburt nur 30 % der weiblichen Beckenböden innerhalb von 3 Monaten vollständig, bei 70 % der Frauen bleiben Folgeschäden zurück.

Kaiserschnitt ist keine Prophylaxe

„Einige Frauen setzen daher für die Geburt lieber auf einen Kaiserschnitt, aber der ist kein profilaktisches Allheilmittel gegen Blasen- und Beckenbodenprobleme,“ warnt Kölbl, „denn auch Frauen, die keine Kinder bekommen haben, wie beispielsweise Nonnen, können im späteren Leben an einer Blasen- oder Beckenbodenschwäche leiden.“

Denn Blasenschwäche kann auch andere Ursachen haben. So sind auch Adipositas-Patientinnen, Raucherinnen und ältere Frauen einem höheren Risiko einer Blasenschwäche ausgesetzt. Im Alter führt vor allem der Hormonmangel nach den Wechseljahren und die verschlechterte Durchblutung sowie allgemeine Gewebs- und Muskelschwächen zu Blasenproblemen. So wird geschätzt, dass sogar bis zu 40 % aller Frauen über 60 Jahren an einer Blasenschwäche leiden dürften.

Gute Heilungschancen

Blasen- und Beckenbodenschwächen sind keine Leiden, die es als Frau stumm zu ertragen gilt. Physikalische Therapien – wie beispielsweise das Beckenbodentraining bei Belastungsinkontinenz – sowie medikamentöse Behandlungen und eingesetzte Prothesen für den Blasenschließmuskel können hier schon viel bewirken. Schaffen diese Therapieformen keine oder nur geringe Abhilfe, stehen auch operative Verfahren – wie minimalinvasive Operationen der Urethralbänder oder eine operative Anhebungen der Scheide – zur Verfügung. „Hier schaffen wir beispielsweise durch die Anhebung der Scheide schon in 87-90% der Fälle innerhalb von 5 Jahren eine Heilung,“ so Kölbl.

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26.11.2018

Wie man Rückenschmerzen im Winter vorbeugen kann

Zugluft vermeiden & den Rücken gut einpacken. Zugluft vermeiden & den Rücken gut einpacken.

Nun steht sie wieder vor der Tür: die besinnlichste Zeit des Jahres. Für viele Menschen wird es jetzt allerdings erst so richtig stressig: Jahresabschluss, Vorweihnachtszeit, Geschenkemarathon. Wenig Bewegung, zu wenig Schlaf, kalte Außen- und warme Innentemperaturen verstärken die körperliche Anspannung. Verspannungen können nun besonders rasch zu Rückenschmerzen führen. Die ABC-Expertentipps zeigen, wie man Rückenbeschwerden in der Vorweihnachtszeit am besten vorbeugen kann.

Bei Stress nicht auf Bewegung verzichten! Das wichtigste Werkzeug im Kampf gegen Rückenbeschwerden ist eine gesunde Rückenmuskulatur. Gerade bei Stress ist ausgleichende Bewegung besonders wichtig.

Zugluft vermeiden & den Rücken gut einpacken. Der häufige Wechsel zwischen der Kälte im Freien und der warmen Luft in Innenräumen begünstigt nicht nur Erkältungen, er kann auch zu Beschwerden im Wirbelsäulenbereich führen. Jacken sollten unbedingt lang genug sein, damit der untere Rücken niemals „im Freien“ ist. Bei jedem Wechsel zwischen innen und außen unbedingt die Kleidung der Umgebungstemperatur anpassen.

Gesund schlafen. Ausreichend Schlaf reduziert den Stresspegel und entspannt den Rücken. Zugluft im Schlafzimmer unbedingt vermeiden. Der Rücken sollte zumindest mit einem Shirt bedeckt sein.

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25.03.2019

Umfrage: Hälfte für Pflegeversicherung

Umfrage: Hälfte für Pflegeversicherung Umfrage: Hälfte für Pflegeversicherung

Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner aktuell erscheinenden Ausgabe berichtet, befürwortet knapp die Hälfte der Österreicher eine verpflichtende Pflegeversicherung.

47% würden für sich selbst einzahlen, um die steigenden Pflegekosten in Zukunft zu finanzieren.

12% sind in der von Unique Research für profil durchgeführten Umfrage sehr dafür, 35% eher. 18% sind kategorisch gegen eine neue Pflichtversicherung, 24% eher dagegen.

11% machten keine Angaben.

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22.07.2019

Die psychische Komponente einer Hitzewelle: Stress, Angst und Depression

Die psychische Komponente einer Hitzewelle: Stress, Angst und Depression Die psychische Komponente einer Hitzewelle: Stress, Angst und Depression

Seit dem vergangenen Wochenende liegen die Temperaturen in ganz Österreich wieder bei 30 Grad und darüber, diese neue Hitzewelle soll laut den ExpertInnen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auch die kommenden Tage anhalten – für viele Menschen ein Grund, beunruhigt zu sein. „Während einer Hitzewelle kommt es vor allem bei älteren und geschwächten Menschen, aber auch bei jüngeren Personen, die eine mangelnde Fitness haben, zu einer deutlichen Zunahme an Stress, Ängsten und Depressionen. Die Aussicht, dieser Hitze nicht entfliehen zu können, führt zu seelischen Problemen, die nicht unterschätzt werden dürfen“, erklärt Hans-Peter Hutter, Umweltmediziner von der MedUni Wien.

„Das führt bis hin zu Panikattacken“, sagt Hutter, „diese Menschen haben richtig Angst, dass ihnen etwas passiert und dass sie diesen Belastungen nicht standhalten.“ Mentale Probleme können auch durch Existenzängste ausgelöst werden – das betrifft bei großer und langanhaltender Hitze insbesondere die Landwirte. „Dürre, Waldbrände, aber in der Folge auch Hagel und Unwetter sowie andere Wetterkapriolen belasten die Landwirtschaft schwer – und damit auch die davon lebenden Menschen.“

Medikation vor einer Hitzewelle überprüfen lassen

Von Hitze betroffen sind etwa auch Menschen, die Medikamente einnehmen oder Co-Morbiditäten aufweisen. Einfaches Beispiel Bluthochdruck: „Personen, die an hohem Blutdruck leiden und dagegen Mittel einnehmen, sollten rechtzeitig, am besten vor dem Sommer, die Dosierung vom behandelnden Arzt oder von der Ärztin checken lassen. Hitze erweitert die Blutgefäße ohnehin schon und senkt so den Blutdruck, der Blutdrucksenker fährt den Blutdruck noch weiter hinunter. Das muss beachtet und daher das Medikament richtig eingestellt werden.“

Hitzewellen werden immer länger

Und es wird in Zukunft nicht leichter werden: Die Prognose-Daten für Österreich zeigen, dass sich die Dauer einer Hitzewelle bis ins Jahr 2050 verdoppeln wird. In Zahlen ausgedrückt: Derzeit dauert eine Hitzewelle (Temperaturen über 30 Grad Celsius) in Wien durchschnittlich drei bis fünf Tage, bis 2050 wird sich das auf sechs bis zehn Tage erhöhen. Hutter weiter: „Und bis ins Jahr 2100 wird sich die Anzahl der Hitzetage sogar verzehnfachen. Dann sind Hitzewellen mit Tropennächten mit sogar wochenlanger Dauer möglich. Zusätzlich mit höheren Temperaturen als heute.“

Daher sind neben Anpassungsstrategien dringend Klimaschutzmaßnahmen nötig, betont Hutter und nennt eine generelle Energiewende sowie Adaptionsmaßnahmen wie vertikale und horizontale Begrünung von Gebäuden als effiziente Maßnahmen. „Konzepte liegen ausreichend vor, sie gehören ‚nur‘ politisch umgesetzt. Und das raschest ohne weitere Verzögerungen.“

Bessere persönliche Konstitution als Schutz gegen die Hitze

Aber was kann man sofort im privaten Bereich tun, wenn die Hitze kommt? Wichtig ist die Prävention, betont der Experte. „Wer fitter ist, hält die Hitze generell besser aus.“ Diese Fitness sollte aber vor der Hitzewelle erlangt werden, während der heißen Phase sei es sicher ratsam, das persönliche Pensum in Freizeit und Job der Situation anzupassen und sich nicht zu überfordern. Dazu helfen leichte Kost insbesondere im Sommer und einfache Maßnahmen im privaten Bereich wie tagsüber das Verschließen und Abdunkeln der Fenster, um die Wärme erst gar nicht in die Wohnung zu lassen. „In den südlichen Ländern zeigen sie uns vorbildlich, wie das geht.“

Klimaanlagen sollten nur gemeinsam mit einem Klimatechniker eingebaut werden, betont Hutter, als sehr gute Alternative seien Ventilatoren geeignet, die auch klimaneutraler arbeiten und die Umgebung nicht aufheizen. „Simple Klimageräte sorgen aber ihrerseits wieder für Wärmeentwicklung in der Umgebung und Klimabelastung, leider manchmal auch für CO-Vergiftungen und nicht zuletzt für Klimabelastung durch den hohen Stromverbrauch.“ Zudem sollte der Temperaturunterschied zwischen Außen- und Innentemperatur nicht mehr als sechs Grad Celsius betragen, alles andere sei viel zu belastend für den Organismus. Innovative kältetechnische Maßnahmen wie etwa eine Fußbodenkühlung – das Pendant zur Fußbodenheizung – sind empfehlenswert und klimaneutral.

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30.07.2018

Trendsportgeräte: Was ist erlaubt?

Der überwiegende Teil der Trendsportgeräte, wie etwa Kickboards, Snakeboards, Skateboards und Tretautos, fällt unter die Kategorie „Fahrzeugähnliches Kinderspielzeug“. Mit diesen Geräten darf am Gehsteig und am Gehweg sowie in Fußgängerzonen und Begegnungszonen gefahren werden, sofern keine Gefährdung bzw. Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer besteht Der überwiegende Teil der Trendsportgeräte, wie etwa Kickboards, Snakeboards, Skateboards und Tretautos, fällt unter die Kategorie „Fahrzeugähnliches Kinderspielzeug“. Mit diesen Geräten darf am Gehsteig und am Gehweg sowie in Fußgängerzonen und Begegnungszonen gefahren werden, sofern keine Gefährdung bzw. Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer besteht

Hoverboard, E-Scooter und City Wheel – Trendsportgeräte erfreuen sich in Österreich großer Beliebtheit. Der Markt der Trendsportgeräte ist dabei ständig im Wandel: Immer wieder kommen neue Geräte hinzu. Kein Wunder: Trendsportgeräte verfügen über einen hohen Spaßfaktor und eröffnen für alle Altersgruppen neue Fortbewegungsmöglichkeiten. „Trendsportgeräte bieten die Möglichkeit neue Bewegungsformen auszuprobieren und die eigene Geschicklichkeit zu verbessern“, erläutert Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Recht & Normen im KFV. „Wichtig ist bei der Verwendung von Trendsportgeräten, dass man sich zu seiner eigenen Sicherheit an die Straßenverkehrsordnung hält und die Geräte nur auf Verkehrsflächen verwendet, auf welchen die Benützung des jeweiligen Geräts erlaubt ist.“

Aufholbedarf bei Schutzausrüstung

Einer aktuellen KFV-Befragung unter rund 500 Personen, die zumindest fallweise ein Trendsportgerät benutzen, zufolge werden Inlineskates, Kickboards, Longboards und Skateboards vor allem in der Freizeit und zur sportlichen Betätigung verwendet. Scooter werden hingegen vergleichsweise häufig zum Einkaufen, am Arbeitsweg, aber auch zur Bewältigung der Strecke von daheim zur Haltestelle des öffentlichen Verkehrs und retour verwendet. Aufholbedarf zeigte sich bei der Verwendung von Schutzausrüstung: Unter den Inlineskatern gaben etwa ein Drittel der Befragten zu, bei der Ausübung des Sports keine Schutzausrüstung zu tragen. Unter den Nutzern von Longboards verzichten nach eigener Angabe sogar 6 von 10 Personen auf jegliche Schutzausrüstung.

Kickboards, Snakeboards & Co im Straßenverkehr

Der überwiegende Teil der Trendsportgeräte, wie etwa Kickboards, Snakeboards, Skateboards und Tretautos, fällt unter die Kategorie „Fahrzeugähnliches Kinderspielzeug“. Mit diesen Geräten darf am Gehsteig und am Gehweg sowie in Fußgängerzonen und Begegnungszonen gefahren werden, sofern keine Gefährdung bzw. Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer besteht. Auch in Wohnstraßen und Rollschuh- und Spielstraßen ist die Benützung erlaubt. Die selben Regeln gelten für Kleinfahrzeuge, die vorwiegend zur Verwendung außerhalb der Fahrbahn bestimmt sind. Dazu zählen unter anderem: Hoverboard, Einrad, City Wheel, E-Bikeboard, Micro-Scooter, E-Micro-Scooter und Elektro-Scooter. „Die Benützung von Hoverboards & Co im Straßenverkehr ist allen Kindern und Erwachsenen erlaubt. Kinder unter 12 Jahren müssen von einer zumindest 16-jährigen Begleitperson beaufsichtigt werden – wenn das Kind einen Radfahrausweis besitzt, sinkt diese Grenze auf 10 Jahre. In Wohnstraßen gibt es zudem generell kein Alterslimit“, erklärt Kaltenegger. Besondere Regelungen gibt es für Rollschuhe und Inlineskates: Damit dürfen im Ortsgebiet auch Radwege befahren werden, Radfahrstreifen aber nur im Ortsgebiet.

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03.06.2019

Schädigende Wirkung von Antidepressiva anerkannt

Schädigende Wirkung von Antidepressiva anerkannt Schädigende Wirkung von Antidepressiva anerkannt

Das Royal College of Psychiatrists hat seine Einstellung zu Antidepressiva geändert. Zahllose Patienten wurde angehört, die über die verheerenden Auswirkungen von Entzugserscheinungen beim Absetzen von Antidepressiva berichtet haben. Die schlimmsten Symptome waren Übelkeit, Angstzustände, Schlaflosigkeit und motorische Unruhe.

Maßgebende Fachleute sagen, dass die potenziellen Schäden so schwerwiegend sind, dass alle Patienten bei der ersten Verschreibung der Medikamente vor den Risiken gewarnt werden sollten.

Patienten, die die Einnahme der Pillen einstellen wollen, sollten die Dosis schrittweise senken und die Pillen über mehrere Wochen oder Monate hinweg "verringern", um Nebenwirkungen zu minimieren.

Die neue Position des Royal College zitiert Beweise, dass laut der Studie, die im Journal of Addictive Behaviours veröffentlicht wurde, 56 Prozent der Menschen unter Entzugserscheinungen leiden, wenn sie versuchen, Antidepressiva abzusetzen. Rund die Hälfte dieser Patienten leidet an bedeutenden Nebenwirkungen und die Entzugserscheinungen können sich über Monate ziehen.

Die Erklärung des Royal College fügte hinzu: "Das Potenzial für und das Vorhandensein von schwerwiegenderen und länger anhaltenden Symptomen, die von Patienten berichtet werden, muss stärker anerkannt und bekannt gemacht werden. Ebenso auch in den klinischen Richtlinien von NICE (National Institute for Health and Care Excellence) und den Patienteninformationen.

Die jüngsten Erkenntnisse, sollten von Ärzten, vor dem Beginn einer Antidepressivums Therapie, durch eine Besprechung mit dem Patienten berücksichtigt werden.

Die Psychiaterin Dr. Joanna Moncrieff vom University College London ist über die Veränderung erfreut und streicht hervor, dass Ärzte das Problem anerkennen. Sie drückt ihre Hoffnung aus, dass es die Menschen auch vorsichtiger macht, Antidepressiva überhaupt zu verschreiben.

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18.10.2018

Mythen und Fakten rund um die Grippeimpfung

Influenza ist eine Erkrankung, die durch Viren ausgelöst wird. Antibiotika helfen nur bei bakteriellen Infektionen, nicht aber bei Influenza und anderen viralen Infektionen. Influenza ist eine Erkrankung, die durch Viren ausgelöst wird. Antibiotika helfen nur bei bakteriellen Infektionen, nicht aber bei Influenza und anderen viralen Infektionen.

Hohes Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen und Appetitlosigkeit: Das sind die ersten typischen Symptome der Grippe, die jeden Herbst und Winter viele Menschen zur Bettruhe zwingt. „Die Grippeschutzimpfung, die jedes Jahr idealerweise im Oktober oder November durchgeführt werden sollte, ist die effektivste Prävention“, erklärt UNIQA Mediziner Dr. Peter Kritscher. Beim Thema Grippeschutzimpfung kursieren jedoch unzählige Halbwahrheiten und Fehlinformationen, die die Impfbereitschaft reduzieren. Dabei fordert die Grippe in Österreich jedes Jahr rund 1.000 Todesfälle und kostet somit mehr Menschen das Leben als der Straßenverkehr.

Hier sind die wichtigsten Mythen zur Grippeimpfung im Faktencheck:

„Grippeimpfungen sind überflüssig, da die Grippe mit Antibiotika behandelt werden kann.“

Influenza ist eine Erkrankung, die durch Viren ausgelöst wird. Antibiotika helfen nur bei bakteriellen Infektionen, nicht aber bei Influenza und anderen viralen Infektionen.

„Influenza ist nur für ältere Menschen gefährlich.“

Zu den Risikogruppen, die sich jedenfalls gegen Influenza impfen lassen sollen, zählen Menschen ab 60 Jahren, Patienten mit chronischen Erkrankungen, Schwangere, Menschen mit besonderer beruflicher Gefährdung wie Pflegepersonal oder Betreuer von Menschen mit erhöhtem Risiko.

Für gesunde Menschen mit starkem Immunsystem ist die Wahrscheinlichkeit, an Grippe zu erkranken, eher gering. Trotzdem stellt die echte Grippe eine Belastung für den Organismus dar. Deshalb ist die Impfung generell jedem zu empfehlen. „Gerade wenn alte und chronisch kranke Personen in einem Haushalt leben, sollen alle Familienmitglieder geimpft sein, damit die Erkrankung nicht übertragen werden kann“, rät Kritscher. Besonders Kinder sind für die Infektionsverbreitung verantwortlich, daher ist die Influenzaimpfung von Kindern auch wirksam, um die Ausbreitung der Erkrankung zu verlangsamen oder sogar zu blockieren.

Tipp: Für Kinder gibt es den Impfstoff in Form eines Nasensprays, so ist das Verabreichen besonders einfach. Private Krankenversicherungen wie UNIQA übernehmen in der Regel die Kosten für die Impfung und den Impfstoff.

„Man kann trotz Grippeimpfung erkranken.“

Der verabreichte Influenza-Impfstoff wirkt nur gegen die vorherrschenden Virustypen. Denn die Influenzaviren verändern immer wieder ihre Form. Jedes Jahr identifizieren Experten der Weltgesundheitsorganisation die momentan verbreitete Art der Grippeviren, gegen die dann gezielt Impfstoffe hergestellt werden. Dies kann bis zu neun Monate dauern. Daher ist es möglich, dass sich gerade kursierende Grippeviren von jenen unterscheiden, gegen die der aktuelle Impfstoff wirkt. Die Impfung schützt demnach nicht jedes Jahr gleich gut vor einer Infektion. Nach der Impfung dauert es zudem etwa 10 bis 14 Tage, bis der Körper einen ausreichenden Schutz vor einer Ansteckung aufgebaut hat. Der Grippeimpfstoff schützt auch nicht vor grippalen Infekten und Erkältungen.

„Gestillte Kinder müssen nicht geimpft werden, da sie die Abwehrstoffe über die Muttermilch erhalten.“

Tatsächlich werden schon während der Schwangerschaft über den Blutkreislauf Antikörper auf das ungeborene Kind übertragen, weshalb es sinnvoll ist, bereits vor einer Schwangerschaft den eigenen Impfstatus zu aktualisieren. Mit der Muttermilch erhält das Baby weitere Abwehrstoffe. Man spricht vom sogenannten Nestschutz, der jedoch nur in den ersten Lebensmonaten das kindliche Immunsystem unterstützt. Er ist allerdings nicht umfassend genug, um gegen bestimmte Infektionen zu schützen. Hinzu kommt: Die Mutter kann auch nur Antikörper gegen Krankheiten weitergeben, die sie entweder selbst durchgemacht hat oder gegen die sie geimpft ist. Zusätzlich ist die Impfung der Mutter während der Schwangerschaft gegen Influenza sowie ein aktueller Impfschutz gegen Keuchhusten (Pertussis) ausdrücklich empfohlen.

„Impfungen verursachen Krankheiten, gegen die sie schützen sollen.“

Die in Österreich verwendeten Grippeimpfstoffe sind inaktiviert und lösen daher keine Influenza aus. Die Influenzaimpfung ist meistens gut verträglich. „Nach einer Impfung können jedoch generell Fieber, Übelkeit, Müdigkeit sowie Schwellungen oder Rötungen an der Injektionsstelle auftreten“, so Kritscher.

„Argumente für das Impfen sind Propaganda der Pharmaindustrie.“

Der österreichische Impfplan wird jährlich vom Bundesministerium für Gesundheit in enger Zusammenarbeit mit den Experten des Nationalen Impfgremiums überarbeitet. Er basiert auf den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und gibt evidenzbasierte Empfehlungen.

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22.01.2020

Diabetes mellitus Typ 2: Neue Studie bestätigt – Adaptierung des Lebensstils unverzichtbar

Diabetes mellitus Typ 2: Neue Studie bestätigt – Adaptierung des Lebensstils unverzichtbar Diabetes mellitus Typ 2: Neue Studie bestätigt – Adaptierung des Lebensstils unverzichtbar

Österreichweit leiden etwa 600.000 Menschen an Diabetes mellitus Typ 2. Zu dessen Behandlung werden zahlreiche Medikamente und unter anderem auch Insulin eingesetzt, ohne dass auf die unverzichtbare Adaptierung des Lebensstils ausreichend geachtet wird. Würden die allseits beschworenen Spielregeln der Behandlung des Typ-2-Diabetes-mellitus von allen Beteiligten eingehalten und eingefordert, könnte der angestrebte therapeutische Bereich bezüglich Gewicht, Zucker- und Fettstoffwechsel von den meisten PatientInnen erreicht und zudem, mit Ausnahme von Metformin und DPP-4-Hemmern, auf die zusätzliche Gabe einer Vielzahl von Antidiabetika verzichtet werden, folgerten die WissenschaftlerInnen in einer Studie, die vor kurzem im Fachmagazin PLOS ONE publiziert wurde.

930 PatientInnen von Diabetes-Reha-Zentrum untersucht

Die ForscherInnen untersuchten 930 PatientInnen eines Diabetes-Rehabilitationszentrums bei der Aufnahme und unmittelbar vor ihrer Entlassung. Während ihres dreiwöchigen Aufenthalts im Reha-Zentrum wurden die PatientInnen mit der Praxis eines modifizierten Lebensstils, bestehend aus einer gemüse- und obstreichen Kost mit insgesamt 1.200 bis 1.600 kcal je Tag sowie einem zusätzlichen Angebot an körperlicher Aktivität im Ausmaß von 400 bis 600 kcal je Tag, vertraut gemacht und entsprechend unterrichtet.

Die Änderung der Lebensgewohnheiten führte dazu, dass die PatientInnen bei ihrer Entlassung, mit Ausnahme von Metformin und DPP4-Hemmern zur Gänze auf die Einnahme zusätzlicher Antidiabetika verzichten und selbst jene, die Insulin benötigten, ihre tägliche Dosis im Schnitt um 39 Prozent reduzieren konnten. „Diese Befunde legen nahe, dass eine Umstellung des Lebensstils der Verschreibung einer Vielzahl zusätzlicher Antidiabetika vorzuziehen ist und sogar überlegen sein dürfte. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass das Problem des Typ-2-Diabetes-mellitus ohne eine Lebensstiländerung nicht bei der Wurzel gepackt und deshalb nicht gelöst werden kann“, erklärt der Studienleiter Werner Waldhäusl, emeritierter Leiter der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel sowie der Universitätsklinik für Innere Medizin III des AKH Wien bzw. der MedUni Wien.

Zudem hatte sich zum Zeitpunkt der Entlassung der PatientInnen der das Blutzuckerverhalten über etwa zwei Monate dokumentierende HbA1c-Wert im Schnitt um 7 Prozent, der Blutdruck um 10 Prozent sowie der Body-Mass-Index und Bauchumfang um jeweils 3 Prozent verbessert bzw. verringert. „Das sind beachtliche Ergebnisse, die die Effektivität und Sinnhaftigkeit eines standardisierten Aufenthalts von Patientinnen und Patienten mit Typ-2-Diabetes-mellitus in einer Rehabilitationseinrichtung für Stoffwechselerkrankungen belegen“, so Waldhäusl. „Wenn man darüber hinaus bedenkt, dass die Behandlungen in Reha-Zentren in der Regel wesentlich kostengünstiger sind als in Akutspitälern, ergäben sich bei entsprechender Umschichtung der Patientinnen und Patienten beträchtliche Einsparungspotenziale für das Gesundheitswesen.“

Gewichtsabnahme durch Diabeteserkrankung nicht erschwert

In einer parallel durchgeführten Studie verglichen die ForscherInnen übergewichtige PatientInnen mit und ohne Typ-2-Diabeteserkrankung. Dabei stellten sie fest, dass der während des dreiwöchigen Aufenthalts in der Rehabilitationseinrichtung erreichte Gewichtsverlust bei beiden Gruppen annähernd gleich groß war. „Es gibt die weitverbreitete Annahme, dass es für Menschen mit einer Diabeteserkrankung schwieriger ist, Gewicht zu verlieren als für Menschen ohne eine solche Erkrankung. Das konnten wir für Typ-2-Diabetes-mellitus widerlegen“, erklärt Helmuth Haslacher vom Klinischen Institut für Labormedizin des AKH Wien bzw. der MedUni Wien, der ebenfalls an der Studie mitwirkte. „Ich hoffe, dass wir Diabetikerinnen und Diabetikern damit Mut machen, eine Lebensstiländerung in Angriff zu nehmen.“

Negativ fiel bei den Studien allerdings auf, dass die PatientInnen nur zu einem geringen Teil (weniger als neun Prozent) gegen Influenza und Pneumokokken geimpft waren. „Gerade für Menschen mit einer chronischen Erkrankung wie Diabetes sind Grippe und Pneumonien sehr gefährliche, oft tödliche Krankheiten, sodass eine konsequente Durchimpfung dieser Hochrisikogruppe, wie weltweit in den Leitlinien der entsprechenden Fachgesellschaften empfohlen, dringend angezeigt wäre“, betont Werner Waldhäusl.

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28.11.2019

Niederösterreichs Skigebiete locken mit attraktiven Preisen

Zu den preisgünstigsten Skigebieten Österreichs, wo die Erwachsenen-Tageskarte weniger als 30 Euro kostet, zählen auch die Wunderwiese und der Salamander-Sessellift am Schneeberg sowie die an der Landesgrenze zu Oberösterreich gelegene Forsteralm. Zu den preisgünstigsten Skigebieten Österreichs, wo die Erwachsenen-Tageskarte weniger als 30 Euro kostet, zählen auch die Wunderwiese und der Salamander-Sessellift am Schneeberg sowie die an der Landesgrenze zu Oberösterreich gelegene Forsteralm.

Niederösterreichs Skigebiete sind besonders preisgünstig. Das geht aus einer aktuellen Studie des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) hervor. Die Konsumentenschützer haben die Angebote und Liftpreise von mehr als 100 Skigebieten in Österreich erhoben und miteinander verglichen.

Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst der VKI-Studie entnimmt, können Skifahrer ihre Schwünge besonders günstig an den Königsberg-Liften bei Hollenstein/Ybbs im Mostviertel ziehen.

Nur 27 Euro kostet in diesem niederösterreichischen Skigebiet eine Erwachsenen-Tageskarte. Dem Gast werden hier 14 Pistenkilometer, ein Funparkareal, Buckel- und Carvingpiste sowie abseits der Abfahrten eine Langlaufloipe und ein Eislaufplatz geboten. Zum Vergleich: In Kitzbühel, dem teuersten Skigebiet Österreichs, muss ein Erwachsener für die Tageskarte 58 Euro bezahlen.

Zu den preisgünstigsten Skigebieten Österreichs, wo die Erwachsenen-Tageskarte weniger als 30 Euro kostet, zählen auch die Wunderwiese und der Salamander-Sessellift am Schneeberg sowie die an der Landesgrenze zu Oberösterreich gelegene Forsteralm. Für das Tagesticket sind am Schneeberg 29 Euro, auf der Forsteralm 29,50 Euro zu bezahlen.

Mit Preisen zwischen 30 und 40 Euro für eine Erwachsenen-Tageskarte punkten unter den vom VKI getesteten Skigebieten in Niederösterreich weiters der Unterberg bei Pernitz (33 Euro) und der Zauberberg Semmering (36 Euro). In Annaberg und auf der Gemeindealpe Mitterbach bezahlen Gäste für einen Tages-Skiausflug jeweils 36,50 Euro, in Mönichkirchen-Mariensee 37,50 Euro sowie auf dem Hochkar und am Ötscher jeweils 39,50 Euro.

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25.06.2018

Operations-Premiere in der Unfallchirurgie – 1. endoskopische Wirbelsäulen OP in Wr. Neustadt

Röntgenbild des Patienten: Wirbelsäule nach der Stabilisierung Röntgenbild des Patienten: Wirbelsäule nach der Stabilisierung

Erstmals wurde am Landesklinikum Wr. Neustadt eine Wirbelsäulen-Stabilisierung (Spondylodese) mittels minimal-invasiver endoskopischer Operation durchgeführt.

„Bei der minimal-invasiven endoskopischen Wirbelsäulen-Stabilisierung wird zuerst durch eine sogenannte Schlüsselloch-Öffnung der Brustkorb minimal geöffnet und die Lunge künstlich kollabiert. Durch diese Öffnung werden dann durch ein Endoskop Bandscheibe und Knochentrümmer entfernt“, erklärt Prim. Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Kambiz Sarahrudi, Leiter der Unfallchirurgie am LK Wr. Neustadt. „Anschließend wird mittels eines Knochenstückes aus dem Beckenkamm und einer Platte die Stabilisierung durchgeführt.“

Alternativ müsste man die Operation durch einen großen Schnitt über den Brustkorb des Patienten durchführen, was ungleich schmerzhafter ist. Durch die endoskopische OP treten kaum postoperative Schmerzen auf. Die Schädigung von Gewebe wie Nerven, Muskulatur oder Haut sowie der Blutverlust können gering gehalten und der Patient schneller wieder mobilisiert werden.

„Wichtig ist auch, nicht nur die Leistung meiner Oberärzte Dr. Daniel Freytag und Dr. Richard Reidinger hervorzuheben. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im OP, vor allem das Anästhesie-Team, haben hervorragende Arbeit geleistet!“, betont Prim. Sarahrudi.

Bis dato werden endoskopische Wirbelsäulen-Stabilisierungen in nur wenigen Kliniken in ganz Österreich angeboten. In der niederösterreichischen Thermenregion ist das Landesklinikum Wiener Neustadt absoluter Vorreiter, was diese OP-Methode betrifft. „Ein weiterer Punkt, der bestätigt, wie hochqualitativ die medizinische Versorgung in unserem Haus ist“, zeigt sich Dr. Peter Gläser, ärztlicher Direktor, beeindruckt.

Die Patientenmeinung

Der Patient, bei dem der Eingriff durchgeführt wurde, ist der 27-jährige Daniel Klaubauf. Er ist auf einer Rennstrecke in Ungarn mit dem Motorrad verunfallt. Nach der Ersthilfe wurde er direkt ins Landesklinikum Wr. Neustadt überstellt und ist froh, „von so einem fähigen Team operiert und behandelt worden zu sein. Von den Ärzten bis zu den Pflegekräften hat man sich professionell und menschlich toll um mich gekümmert. Dank des Teams in Wr. Neustadt kann ich auch in Zukunft mein größtes Hobby, das Motorrad-Fahren, ausüben. Wenn auch vielleicht nicht mehr mit so viel Speed wie bisher“, so Klaubauf mit einem Augenzwinkern.

Facts zur Spondylodese

Diese wird angewandt, wenn die Stabilität der Wirbelsäule beeinträchtigt ist. Zum Beispiel nach Wirbelkörperbrüchen, bei Skoliose oder einem Abbau der Knochenstruktur. Die Versteifung der Wirbelsäule ist besonders häufig im Bereich zwischen Brust- und Lendenwirbelsäule notwendig. Die Spondylodese findet unter Vollnarkose statt.

Begrifferklärung

Spondylodese – Wirbelsäulen-Stabilisierung; Wirbelsäulen-Versteifung;

Minimal-invasiv – Durchführung operativer Eingriffe ohne größere Schnitte

Endoskop – Gerät, mit dem das Innere untersucht und manipuliert werden kann

Skoliose – Fehlstellung der Wirbelsäule

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Doris Z. / Foto: Landesklinikum Wr. Neustadt
18.11.2019

Bezahlung der Umkleidezeit in Spitälern gefordert

„Was ist das für ein Unternehmen, das, um Geld zu sparen, Mitarbeitern den Wechsel der Berufskleidung zuhause nahelegt?“, schüttelt Ärztekammerpräsident Artur Wechselberger über die Dienstanweisung der tirol kliniken den Kopf „Was ist das für ein Unternehmen, das, um Geld zu sparen, Mitarbeitern den Wechsel der Berufskleidung zuhause nahelegt?“, schüttelt Ärztekammerpräsident Artur Wechselberger über die Dienstanweisung der tirol kliniken den Kopf

Nach einer Dienstanweisung der tirol kliniken vom 25. Oktober 2019 können Mitarbeiter bereits zu Hause ihre frische Arbeitskleidung anziehen.

„Was ist das für ein Unternehmen, das, um Geld zu sparen, Mitarbeitern den Wechsel der Berufskleidung zuhause nahelegt?“, schüttelt Ärztekammerpräsident Artur Wechselberger über die Dienstanweisung der tirol kliniken den Kopf. “Noch dazu ein Krankenhaus“, ergänzt der Obmann der Kurie angestellter Ärzte Ludwig Gruber.

Schließlich geht es nicht nur um das schlechte Bild, welches die Weißbekittelten auf Fahrrädern, in Bussen und Straßenbahnen abgeben. Die Hygiene, also alle Maßnahmen zur Verhinderung von Infektionen, sei eine Kernaufgabe jeder Gesundheitseinrichtung. Und die setzt auch voraus, dass jede Möglichkeit der Keimverschleppung hintangehalten wird, so der Internist und Angestelltenvertreter Gruber weiter. Die Ärztekammer werde jedenfalls nicht zuschauen, wie die Grundsätze von Patienten- und Mitarbeitersicherheit missachtet werden, unterstreichen beide Ärztevertreter ihre Aufforderung an die für die Qualität verantwortliche Führung von Tirols größter Gesundheitseinrichtung, ihre Maßnahmen wieder zurückzunehmen.

Zur Vorgeschichte: Die Verwaltung der tirol kliniken versucht mit ihrer Dienstanweisung die vom OGH bestätigte Entgeltpflichtigkeit des An- und Ausziehens einer vorgeschriebenen Dienstkleidung „umgehen“ zu können. Per Änderung der Kleiderordnung stellt sie den Dienstnehmern „frei“, die angeordnete Dienstkleidung bereits zu Hause anzuziehen und somit bereits in der Dienstkleidung in die Krankenanstalt zu kommen. Eine rechtlich durchaus fragwürdige Maßnahme.

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17.09.2019

Land und BGKK fördern Zahngesundheit von 5.000 burgenländischen Kindern

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, BGKK-Direktor Mag. Christian Moder und GeKiBU-Projektleiterin Karina Wapp (links), mit den Zahngesundheitserzieherinnen Sabine Frank, Stefanie Herics, Christina Karner, Aleksandra Kuzat, Nicole Rosner, Dorit Schlögl, Martina Schmidt, Christine Sedlatschek und Ursula Steiger-Böcskör Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, BGKK-Direktor Mag. Christian Moder und GeKiBU-Projektleiterin Karina Wapp (links), mit den Zahngesundheitserzieherinnen Sabine Frank, Stefanie Herics, Christina Karner, Aleksandra Kuzat, Nicole Rosner, Dorit Schlögl, Martina Schmidt, Christine Sedlatschek und Ursula Steiger-Böcskör

Neben dem Projekt „GeKiBu – Gesunde Kindergärten Burgenland“, das es bereits seit 2012 gibt und an dem immer mehr Kindergärten teilnehmen, startet das Land gemeinsam mit der BGKK in diesem Schuljahr ein Programm zur Zahngesundheitsförderung, um dem Kariesproblem den Kampf anzusagen. Die Zahngesundheit soll gefördert und die Entwicklung eines eigenverantwortlichen und ganzheitlichen Gesundheitsbewusstseins gefördert werden. Erreicht werden soll diese Ziel mit Workshops in Kindergärten und Volksschulen. Um dieses Projekt zu realisieren und den Kindern die Zahngesundheitsförderung näherzubringen, wurden für die Durchführung der Zahngesundheitsworkshops insgesamt 14 Zahngesundheitserzieherinnen mit unterschiedlicher Grundprofession – von der pädagogischen über die zahnärztliche bis zur diätologischen/ernährungswissenschaftlichen Ausbildung – zur Zahngesundheitserzieherinnen ausgebildet. Die Kosten für das Gesundheitspräventionsprojekt teilen sich Land und Burgenländische Gebietskrankenkasse. „Nicht nur die flächendeckende wohnortnahe ärztliche Versorgung im Akutfall ist von hoher Bedeutung, sondern auch die Prävention und Prophylaxe von Krankheiten. Diese beginnt bereits im Kindesalter“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, der zehn Zahngesundheitserzieherinnen ihre Zertifikate übergab.

In jedem Kindergarten werden zwei Zahngesundheitsworkshops pro Jahr stattfinden, die Dauer pro Workshop beträgt zwei Stunden. In einem ersten Schritt nehmen 100 bestehende GeKiBu-Kindergärten im Projekt teil, ab 2020/2021 erfolgt die Ausweitung auf alle Kindergärten, die teilnehmen möchten.

In den Volksschulen werden zwei Zahngesundheitsworkshops pro Schulklasse angeboten, hier dauert der Workshop jeweils eine Unterrichtsstunde. Teilnehmen können Kinder aller Schulstufen von der 1. bis 4. Klasse. Bis jetzt haben sich 138 von 180 Volks- und Sonderschulen angemeldet. In Summe profitieren rund 5.000 burgenländische Kinder von diesem Projekt.

Anfang 1999 wurde zwischen dem Land Burgenland, der Burgenländischen Gebietskrankenkasse und der Ärztekammer für Burgenland ein Vertrag zur flächendeckenden Umsetzung eines Kariesprophylaxeprogrammes beschlossen. Aufgrund der sinkenden Anzahl der teilnehmenden Zahnärzte wurde ab dem Schuljahr 2008/2009 verstärkt auf den Zahngesundheitsunterricht durch die Zahngesundheitserzieherinnen gesetzt und auf die Untersuchung der Kinder durch die Zahnärzte verzichtet.

„Nach der Einstellung des Programms sehen wir die dringende Notwendigkeit, die Zahngesundheitsförderung zu forcieren. Deshalb haben wir wieder ein Projekt zur Zahngesundheitsförderung im Burgenland – auf Initiative des Landes – gestartet“, betont Landeshauptmann Doskozil mit Blick auf aktuelle Zahlen. Derzeit liegt das Burgenland auf dem vorletzten Platz der kariesfreien Kinder in Österreich. 53% der burgenländischen Kinder hatten bereits Erfahrung mit Karies, österreichweit liegt der Wert bei 47%. Nur Wien liegt mit 55% schlechter als das Burgenland. „Unser klares Ziel ist es, diesen Trend umzukehren“, so Doskozil. Der Grundstein für ein gesundes Leben und hohe Lebensqualität im Alter werde bereits im Kindes- und Jugendalter gesetzt. Um Kinder zu gesunden Erwachsenen zu machen, sei es „ein zentrales Anliegen die Zahngesundheit burgenländischer Kinder zu verbessern und die Entwicklung eines eigenverantwortlichen und ganzheitlichen Gesundheitsbewusstseins zu fördern“, so Doskozil abschließend.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Landesmedienservice Burgenland
20.08.2019

Innovative Expertensysteme für die Radiologie

Prim. Priv.-Doz. Dr. Joachim Kettenbach, EBIR, der Ärztliche Direktor Dr. Peter Gläser und der leitende Radiologietechnologe Christoph Pascher präsentieren stolz die neuen Expertensysteme. Prim. Priv.-Doz. Dr. Joachim Kettenbach, EBIR, der Ärztliche Direktor Dr. Peter Gläser und der leitende Radiologietechnologe Christoph Pascher präsentieren stolz die neuen Expertensysteme.

Erfolgreicher Projektabschluss im Landesklinikum Wiener Neustadt! Nach langjährigem Einsatz bewährter, aber in die Jahre gekommener Softwaresysteme in den radiologisch tätigen Abteilungen des Landesklinikums Wiener Neustadt, wurden diese Komponenten abgelöst und durch modernste Expertensysteme ersetzt.

Am Beginn des Projektes stand die Entwicklung von innovativen und zukunftssicheren Konzepten, welche zukünftig eine nahtlose Zusammenarbeit bei der radiologischen Diagnostik mit allen NÖ Universitäts- und Landeskliniken gewährleisten werden.

Im ersten Schritt wurde mit der Erneuerung der Softwaresysteme im zentralen Röntgeninstitut und in der Nuklearmedizin gestartet. Konkret handelt es sich dabei um „State of the Art“-Anwendungen zur radiologischen Leistungsabwicklung bis hin zur Bildbefundung inkl. 3D-Darstellung und Vermessung. Die Ärztinnen und Ärzte in den Klinikabteilungen können auf die Bilder und Befunde der von ihnen behandelten Patientinnen und Patienten mittels moderner Web-Technologien von allen Arbeitsplätzen aus zugreifen.

Weitere Schwerpunkte bilden ein zentrales Dosis-Management als Voraussetzung für die Verminderung der Strahlenbelastung der Patientinnen und Patienten sowie eine zentrale Lehrbildsammlung zur Optimierung der Ausbildung und des Erfahrungsaustausches von radiologisch tätigen Ärztinnen und Ärzten. Ergänzend wurden mit diesem Projekt bereits die Voraussetzungen für einen geplanten Technologie-Sprung in der Abteilung Kardiologie geschaffen.

„Die neu installierten Expertensysteme werden im Landesklinikum Wiener Neustadt von mehr als 100 befundenden Ärztinnen und Ärzten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Medizinisch-Technischen Dienstes eingesetzt. Die Patientinnen und Patienten profitieren von der effizienten Untersuchungsplanung, Untersuchungsdurchführung und der mit modernsten 3D-Darstellungen und Analysemöglichkeiten unterstützten Bildbefundung. Mit diesen Softwaresystemen werden allein im Landesklinikum Wiener Neustadt jährlich etwa 180.000 radiologische Untersuchungen mit einem digitalen Bilddatenvolumen von ca. 12 Terabyte durchgeführt“, so Prim. Priv.-Doz. Dr. Joachim Kettenbach, EBIR.

Projektstart war im Sommer 2017. Nach einer Durchlaufzeit von nur etwas mehr als einem Jahr konnten die neuen Komponenten bereits ihren Betrieb aufnehmen. Das Ergebnis: eine topmoderne, digitale Infrastruktur zur klinikübergreifenden Zusammenarbeit mit allen NÖ Universitäts- und Landeskliniken.

„Damit ist der erste Meilenstein der Harmonisierung und Standardisierung im Bereich Radiologie erfolgreich eingeführt und ein weiterer wichtiger Schritt zur Digitalisierung beigetragen,“ so Projektleiter DKBW Wolfgang Amenitsch von der NÖ Landeskliniken-Holding.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Markus N. / Foto: NÖ Landeskliniken-Holding
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26.06.2019

Im Test: Sonnenschutzmittel: Das günstigste Produkt ist 2019 der Testsieger

Im Test: Sonnenschutzmittel: Das günstigste Produkt ist 2019 der Testsieger Im Test: Sonnenschutzmittel: Das günstigste Produkt ist 2019 der Testsieger

Mit Temperaturen jenseits der 35 Grad hat der Sommer im Juni nun endgültig Einzug gehalten. Wer jetzt seine Outdoor-Aktivitäten ohne schmerzhafte Hautrötungen und ungesunden Sonnenbrand genießen möchte, sollte auf wirksamen Sonnenschutz nicht verzichten. Welche Produkte zuverlässig vor UVA- und UVB-Strahlung schützen, hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) untersucht. 16 Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor LSF 30, 50 und 50+ im Preisbereich von 1,73 Euro bis 24,99 Euro für 100 ml wurden im Labor getestet – darunter Markenklassiker, Eigenmarken sowie auch Produkte aus der Apotheke. Bei der Auswertung der Ergebnisse zeigte sich, dass ein hoher Preis kein Garant für Qualität ist: Der preisgünstigste Artikel lag im Testfeld ganz vorn, während zwei eher hochpreisige Produkte mit „nicht zufriedenstellend“ durchfielen. Die Testergebnisse gibt es auf www.konsument.at und ab 27.6. in der Juli-Ausgabe der Testzeitschrift KONSUMENT.

Grundsätzlich konnte die Qualität der meisten getesteten Sonnenschutzmittel überzeugen. Die Tester vergaben drei Mal das Testurteil „sehr gut“ und elf Mal „gut“. Lediglich die beiden mit „nicht zufriedenstellend“ bewerteten Produkte störten den Gesamteindruck. Diese beiden eher hochpreisigen Präparate versagten in der Kerndisziplin UV‑Schutz und konnten den angegebenen Schutzfaktor nicht einhalten. Eines davon enthielt zudem auch noch den umstrittenen Duftstoff Lilial, der vom wissenschaftlichen Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU-Kommission (SCCS) als „nicht sicher“ eingestuft wird. Lilial steht im Verdacht, die Fortpflanzungsfähigkeit zu beeinträchtigen und das Erbgut zu verändern.

„Das Testergebnis zeigt eindeutig, dass zuverlässiger Sonnenschutz keine Frage des Preises ist“, kommentiert Projektleiterin Birgit Schiller. „Nicht vergessen sollte man aber, dass das beste Sonnenschutzmittel nichts bringt, wenn man es nicht sorgfältig anwendet. Wichtig ist es, reichlich aufzutragen und mehrmals am Tag nachzucremen, vor allem nach dem Baden, Abtrocknen oder wenn man stark schwitzt. Als Faustregel gilt: Drei Esslöffel Sonnencreme für den ganzen Körper. Im Sommer sollten Sonnenschutzmittel zudem auch an bewölkten Tagen und im Schatten verwendet werden.“ Schiller gibt aber zu bedenken, dass selbst ein hoher Lichtschutzfaktor kein Persilschein für übermäßiges Sonnenbaden ist. Der Lichtschutzfaktor verlängert nur die – je nach Hauttyp unterschiedliche – Zeitspanne, in der die Haut der Sonne ausgesetzt werden kann. Die Gesamtschutzzeit errechnet sich aus dem Eigenschutz (z.B. 10 Minuten) multipliziert mit dem Lichtschutzfaktor. Ist diese einmal ausgereizt, kann sie auch durch weiteres Nachcremen nicht mehr verlängert werden.

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30.07.2018

Grillunfälle: 700 Verletzte jährlich

Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August. Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August.

Ein Sommer ohne Fleisch, Fisch oder Gemüse auf dem Grill ist kein richtiger Sommer. Dieser Aussage stimmten in einer KFV-Befragung die Mehrheit der Befragungsteilnehmer zu. Grillen gehört mit seinem typischen Geruch für die meisten Österreicher zum Sommerfeeling einfach dazu. Die beliebtesten Grillmonate sind von Mai bis August. Naturgemäß kommt es in dieser Zeit auch am häufigsten zu Unfällen: Rund 700 Personen verunfallen jährlich beim Grillen, am höchsten ist die Zahl der Unfälle im Juli und August. „Glücklicherweise gehen die meisten Grillabende unfallfrei über die Bühne. Doch der Umgang mit dem Grill kann schnell brandgefährlich werden. Gemäß einer KFV-Befragung stellen nur etwa 23 Prozent der Österreicher beim Grillen Löschmittel wie Löschdecke oder Feuerlöscher bereit“, erläutert Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KFV. „Viele Grillunfälle könnten leicht verhindert werden. Denn: Die meisten Grillunfälle entstehen durch Unachtsamkeit, Übermut oder Fehleinschätzungen.“

Am Samstag passieren die meisten Unfälle

Rund die Hälfte aller Verletzungen sind thermische Verletzungen, d.h. Verbrennungen oder Verbrühungen. Aber auch Schnittverletzungen (32 Prozent) zählen zu den häufigsten Verletzungsarten beim Grillen. Besonders häufig betroffen sind dabei Finger und Hände. Und: Dass Grillen nach wie vor Männersache zu sein scheint, zeigt sich bei den Unfallzahlen. 2 von 3 Personen, die nach einem Unfall beim Grillen im Krankenhaus nachbehandelt werden müssen, sind Männer. Der unfallträchtigste Wochentag ist der Samstag.

KFV-Sicherheitstipps für das sichere Grillen

Worauf sollte man beim Aufstellen des Grills achten?

Der Griller sollte stabil auf einer ebenen Standfläche stehen.

Bewegen Sie den Griller nicht mehr, wenn er bereits mit glühender Kohle gefüllt ist.

Den Griller nicht in der Nähe von leicht brennbaren Materialien wie Schilfmatten, Gartenmöbel mit Sitzpolster, Zelten, Holzbauten, Holzzäunen usw. in Betrieb nehmen.

Wählen Sie einen möglichst windgeschützten Grillplatz, um Funkenflug und herumfliegende Asche zu vermeiden.

Ein Holzkohlegrill darf ausschließlich im Freien betrieben werden.

Nicht im Wald oder in Waldnähe grillen.

Lassen Sie Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Nähe eines Grills!

Wie zündet man Grillkohle richtig an?

Am besten mit Grillanzündern aus festen Stoffen. Das sind vor allem Trockenspiritus, Anzündriegel oder Zündwürfel. Weiters eignen sich Anzünd-Öle in Spezialflaschen und Grillpasten oder elektrische Grillanzünder.

Brennbare Flüssigkeiten wie Spiritus und Benzin sind zu gefährlich (Stichflamme beim Anzünden sowie explosionsartige Rückzündung beim "Nachfeuern") und dürfen keinesfalls verwendet werden!

Vorsichtsmaßnahmen beim Grillen

Immer einen Kübel Wasser oder sonstige Löschmittel (Feuerlöscher) bereithalten.

Flammenbildung durch das vom Grillgut abtropfende Fett unterbinden.

Grillvorgang ständig beaufsichtigen.

Restglut immer vollständig ablöschen bzw. fluten.

Was geschieht mit der Restglut?

Das Löschen mit Wasser ist am sichersten. Die Restglut sollte dabei unbedingt gänzlich unter Wasser gesetzt bzw. geflutet werden!

Auch die gelöschte Glut darf nur in nicht brennbare und verschließbare Behälter entsorgt werden.

Eine Entsorgung der Grillkohle auf dem Kompost sollte vermieden oder zumindest nur nach einer vollständigen Flutung durchgeführt werden.

Gefahrloses Grillen mit Gas

Der Gasschlauch sollte nach jeder Saison auf Risse und Sprödigkeit kontrolliert werden.

Überprüfen Sie die Anschlüsse mit Lecksuchspray auf ihre Dichtheit hin.

Verbinden Sie die Gasflasche stabil mit dem Grillwagen und verwenden Sie diese niemals liegend.

Zünden Sie den Gasgriller grundsätzlich mit geöffnetem Deckel an.

Stellen Sie bei Gasgeruch das Grillgerät sofort ab und führen Sie eine Dichtheitsprobe durch!

Flüssiggas ist schwerer als Luft – lagern Sie daher Gasflaschen in gut belüfteten Räumen und niemals unter Erdniveau (z.B. im Keller).

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14.01.2019

Der limitierende Faktor ist der Körper

Die anhaltende Verletzungsserie im Damen-Skirennsport scheint nicht abreißen zu wollen. Pistenpräparierung und Material sind ebenso ausgereizt wie die physischen Voraussetzungen der Sportler, die für Siege über Grenzen müssen. Die anhaltende Verletzungsserie im Damen-Skirennsport scheint nicht abreißen zu wollen. Pistenpräparierung und Material sind ebenso ausgereizt wie die physischen Voraussetzungen der Sportler, die für Siege über Grenzen müssen.

Die anhaltende Verletzungsserie im Damen-Skirennsport scheint nicht abreißen zu wollen. Pistenpräparierung und Material sind ebenso ausgereizt wie die physischen Voraussetzungen der Sportler, die für Siege über Grenzen müssen.

Man könne zur Verletzungssituation im Damen-Skirennsport auch „Baustelle“ sagen, meinte Ex-Rennläufer Atle Skaardal gestern. Der Norweger trägt als Renndirektor des Internationalen Skiverbands FIS die Verantwortung dafür, dass die Sportler gesund ins Hotel kommen, Entscheidungsgrundlage ist das Reglement. Anna Veith und Steffi Brunner, seit dem Wochenende mit ihrem zweiten Kreuzbandriss konfrontiert, schützte das nicht. Sie sind die letzten beiden einer Serie von Sportlern, die frühzeitig in Sommerpause gehen müssen. Die Situation werde den Sport wohl noch länger beschäftigen, meinte Skaardal – womit die Baustelle ein wenig dem Beispiel der Sagrada Familia in Barcelona folgt. Die Basilika, seit 1882 in der Entstehung, wird vielleicht auch niemals fertig werden. Doch ist die Verletzungsmisere im Damen-Skirennsport auch ein von Menschen kreiertes Dauerthema? Muss sich der Weltverband anlasten lassen, dass Rennläufer mit dem von ihm normierten Material allzu großen Spielraum haben? 15 Läufer aus den Top 40 des Damen-Weltcups laborieren an Verletzungen, das lässt sich statistisch betrachtet nicht vernachlässigen.

Die Suche nach möglichen Ursachen erstreckt sich über Pistenpräparierung, Kurssetzung, Schneeverhältnisse und das den Sportlern zur Verfügung stehende Material. Auf diesem Gebiet schien man vor Jahren fündig, als Bindungshöhen und Skiradien die physikalischen Einflüsse auf Sportler ins Unermessliche trieben. Man ging einen Schritt zurück, doch Techniker kompensierten das umgehend. So lange, bis es nicht mehr ging oder der Sportler nicht mehr konnte. Ist der Plafond erreicht und passiert dem Fahrer vielleicht ein kleiner Fehler, kommt es mitunter zu dem, was Ärzte als „Valgus-Innenrotation“ oder „Slip-Catch“ bezeichnen und den Betroffenen monatelang zur Reha verurteilt.

Die einfache Lösung gibt es nicht, meinte Atle Skaardal zu einem Kernproblem seines Aufgabengebiets. So lange es Skirennsport gibt, werde es zu Verletzungen kommen. Das gilt für die Tempobolzer auf der Streif, die sich mit Tempo 130 und ohne Knautschzone zu Tal stürzen. Das gilt aber um nichts weniger für Techniker, denen Rotationsbewegungen zum Verhängnis werden. Vom Standpunkt der Trainingswissenschaft ist die physische Obergrenze und somit das Limit erreicht. So gesehen muss der Hebel dort angesetzt werden, wo es der Verletzungs-Baustelle am meisten hilft. Im Gegensatz zur Sagrada Familia (geplante Fertigstellung im Jahr 2026) wird diese wohl nie geschlossen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Christian Jansky, CC BY-SA 3.0 / Quelle: Tiroler Tageszeitung, Leitartikel von Florian Madl
06.11.2018

Smartphone-Nacken und SMS-Daumen - die neuen "Kinder"-Krankheiten

Smartphone-Nacken und SMS-Daumen - die neuen "Kinder"-Krankheiten Smartphone-Nacken und SMS-Daumen - die neuen "Kinder"-Krankheiten

"Digitale Lähmung" - ein neues Schlagwort rund um Schulkopfschmerzen und Smartphone - Nacken. Durchschnittlich verwenden junge Menschen ihr Smartphone oder Tablet über 2 Stunden täglich. Kinder nutzen häufig noch zusätzlich eine Spielkonsole. Die besondere Haltung - der Kopf wird nach vorne geneigt - führt zu Nackenverspannungen, Nackenschmerzen und letztlich auch Kopf- und Rückenschmerzen.

Warum? Bei dieser Haltung "hängt die Halswirbelsäule in ihren Bändern", be- und überlastet diese bis zu einer chronischen Reizung. Das Resultat sind Kopf- Nacken- und Rückenschmerzen, so Prof. Dr. Ronald Dorotka Präsident des Berufsverband Österreichischer Fachärzte für Orthopädie und orthopädische Chirurgie.

Als Verstärker wirken dann noch die damit verbundene Bewegungsarmut und Abwesenheit von Sonnenlicht - beides sehr wichtig für die Entwicklung eines harten Knochens - und einer natürlichen Widerstandskraft.

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25.07.2019

Mozzarella oft stark mit Keimen belastet

Mozzarella oft stark mit Keimen belastet Mozzarella oft stark mit Keimen belastet

Angerichtet mit Paradeisern und Basilikum zählt Mozzarella mittlerweile zu den klassischen Sommergerichten. Doch ein aktueller Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) trübt womöglich den Genuss: 9 von 22 Produkten fielen mit einer „nicht zufriedenstellenden“ Bewertung durch, 2 erhielten nur ein „weniger zufriedenstellend“. Lediglich 8 Produkte konnten mit einem „sehr gut“ glänzen. Der Hauptgrund für die schlechten Bewertungen liegt in stark erhöhten Keimzahlen, welche die Produkte bei Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums aufwiesen. VKI-Ernährungswissenschafterin Katrin Mittl-Jobst rät daher, Mozzarella möglichst lange vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum zu verzehren. Die Preisspanne der getesteten Produkte lag zwischen 0,60 und 2,39 Euro pro 100 Gramm. Gleich mehrere preisgünstige Produkte belegten die ersten Plätze. Die Ergebnisse im Detail gibt es ab 25.7. im August-KONSUMENT und online auf www.konsument.at.

Drei der 22 getesteten Produkte wurden aus Büffelmilch hergestellt, 19 aus Kuhmilch. Von den Kuhmilch-Erzeugnissen waren wiederum drei fettreduziert. Während die fettreduzierten Erzeugnisse allesamt unter den vorderen Rängen landeten, konnten die Büffelmilch-Produkte nicht überzeugen: Wegen der hohen Keimbelastung erhielten diese im besten Fall ein „weniger zufriedenstellend“. Zweimal gab es sogar eine „nicht zufriedenstellende“ Bewertung – ein Urteil, das auch 7 Kuhmilchprodukte traf. Mögliche Gründe für die hohe Keimbelastung ortet Katrin Mittl-Jobst bei Hygienemängeln in der Herstellung und mangelnder Kühlung auf dem Transport oder bei der Lagerung im Handel.

„Mozzarella ist ein sehr heikles Produkt, das schnell verderben kann. Deshalb sollte man beim Einkauf besser auf eine lange Haltbarkeitsfrist achten und den Käse möglichst bald verbrauchen, rät Katrin Mittl-Jobst. „Konsumenten sollten darauf achten, dass der Käseteig außen geschmeidig ist, sich gut aufschneiden lässt und an der Schnittfläche noch Flüssigkeit austritt. Riecht der Mozzarella hefig oder unangenehm sauer, dann Finger weg davon. Dasselbe gilt auch, wenn die Verpackung aufgebläht ist.“

Obwohl Mozzarella gerne als leichtes Sommergericht angeboten wird, ist er fettreicher als andere Käsesorten: „Mozzarella hat zwar das Image eines leichten Käses, doch eine 125-Gramm-Kugel kommt aufgrund des hohen Fettgehaltes durchaus auf 300 bis 350 Kalorien“, ergänzt Katrin Mittl-Jobst abschließend.

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12.11.2018

Auf Schitouren und im Gebirge bietet die FMK-Notruf-App Hilfe im Notfall

Auf Schitouren und im Gebirge bietet die FMK-Notruf-App Hilfe im Notfall Auf Schitouren und im Gebirge bietet die FMK-Notruf-App Hilfe im Notfall

Das Schiwandern in unberührter Winterlandschaft erfreut sich großer Beliebtheit. Zur Sicherheit sollte bei Schitouren in den Bergen die FMK-Notruf-App auf dem Smartphone installiert sein.

Bergrettung alarmieren ist unter Stress problematisch

Ein Notfall im freien Gelände ist eine Ausnahmesituation. Selbst wenn man alle Notrufnummern im Kopf hat, tut man sich mit dem Absetzen eines Notrufes dann verständlicherweise schwer. Dieses Problems hat sich das Forum Mobilkommunikation angenommen und bei der Entwicklung der Notruf-App auf einfachste Bedienung geachtet.

Alle Notrufnummern, also auch die der Bergrettung, 140, sind über große Icons direkt wählbar, das Eintippen der Notrufnummer entfällt.

Notfallkontakt am Sperrbildschirm

Nutzer können auch einen ICE-Kontakt festlegen, der am Sperrbildschirm des Telefons angezeigt wird und von Ersthelfern im Notfall gelesen werden kann. ICE (In Case of Emergency)-Kontakte sind Personen, die im Notfall kontaktiert werden sollen, falls der Besitzer des Handys nicht ansprechbar ist.

Kein Datenzugriff, Funktionalität auch offline gewährleistet

Die App wurde von LarixSolutions „nativ“ programmiert und ist hochstabil.Sie funktioniert auch ohne Datenverbindung und greift weder auf Daten und Dateien noch auf die Konfiguration des Smartphones zu.

Für alle gängigen Smartphones kostenlos

Die App läuft auf Android und iOS.

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09.09.2019

Es wird eng und immer enger

Die Daseinsfürsorge frisst immer mehr Reserven auf. Die Daseinsfürsorge frisst immer mehr Reserven auf.

Seit 2012 weist Tirol ein Nulldefizit auf. Dass sich auch ein finanziell solides Land in der Budgeterstellung immer schwerer tut, sollte ein Alarmsignal sein. Vor allem im Bund.

Was kann die öffentliche Hand noch leisten und was muss sie tun? Wahlreden wie „Mehr privat – weniger Staat“ sind wenig hilfreich. Denn darum geht es schon lange nicht mehr. Vielmehr war bisher keine Bundesregierung – ob Rot-Schwarz oder Schwarz-Blau – in der Lage, die größten Kostentreiber in den öffentlichen Budgets einzudämmen.

Genannt seien hier nur die Gesundheit und die Pflege. Vielleicht verrät uns dereinst die ehemalige Gesundheits- und Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) in ihren Memoiren, in welchen Zeilen sie die „Patientenmilliarde“ aus der Krankenkassenreform versteckt hat. Tirol kann mit der Reduktion von Spitalsbetten zwar finanziell gegensteuern, doch die großen Strukturreformen muss Wien beschließen.

Solange die Krankenhäuser und Spitalsambulanzen nicht entlastet werden, der Haus- und Landärztemangel nicht mit innovativen Lösungen behoben wird, die Politik nicht endlich erkennt, dass Pflege und Medizin mittlerweile weiblich sind, weshalb es neue Arbeitszeitmodelle benötigt, um Familie und Beruf zu verbinden, oder ärztliche Hausapotheken Anreize für Allgemeinmediziner in der Peripherie bieten, werden die teuren Spitäler nur noch teurer.

Und wie lange doktert die Politik schon an einer generationenübergreifenden Pflegelösung herum? Der Pflegeregress wurde populistisch ohne soziale Treffsicherheit und ohne Gegenfinanzierung abgeschafft. Zuletzt ging es in der Pflege nur noch darum, finanzielle Löcher zu stopfen.

All das wirkt sich natürlich auch auf ein budgetär mehr als stabiles Land wie Tirol aus.

Die Daseinsfürsorge frisst immer mehr Reserven auf. Tirol hat sie gerade noch, andere Bundesländer nicht mehr. Das sollte eigentlich ein Alarmsignal sein, das im Wahlkampf aber leider überhört wird.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG, Leitartikel von Peter Nindler
13.09.2018

Nach Hitze-Rekordsommer: Neuer Bericht warnt vor gesundheitlichen Risiken des Klimawandels

v.li.na.re: Ingmar Höbarth (Geschäftsführer Klima- und Energiefonds); Bundesministerin Elisabeth Köstinger (Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus); Willi Haas (Universität für Bodenkultur Wien) v.li.na.re: Ingmar Höbarth (Geschäftsführer Klima- und Energiefonds); Bundesministerin Elisabeth Köstinger (Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus); Willi Haas (Universität für Bodenkultur Wien)

Nach dem heißesten Mai seit 1868 war auch der Sommer von Rekord-Temperaturen geprägt. Dass sich diese veränderten klimatischen Bedingungen auf unsere Gesundheit auswirken, bestätigt jetzt der vom Klima- und Energiefonds in Auftrag gegebene erste nationale Sachstandsbericht zum Thema Gesundheit, Demographie und Klimawandel, der heute gemeinsam mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) präsentiert wurde. Mehr als 60 österreichische ForscherInnen aus den Fachbereichen Medizin, Klima und Demographie sind sich einig: Lösungswege können nur systemübergreifend gedacht und gefunden werden.

Der Sommer 2018 geht in die Geschichte ein: In allen Landeshauptstädten gab es deutlich mehr Hitzetage mit einem Höchstwert von mindestens 30 Grad als in einem durchschnittlichen Sommer; Wien und Bregenz verzeichneten mit 32 bzw. 16 Hitzewellentagen in Folge einen neuen Rekord. In Wien gab es insgesamt 40 Tropennächte und damit mehr als in jedem anderen Sommer seit Messbeginn.

„Der Rekord-Sommer 2018 hat gezeigt: Der Klimawandel ist real und seine Auswirkungen sind deutlich spürbar. Mit der vorliegenden Studie, die der Klima- und Energiefonds in Auftrag gegeben hat, wurden fundierte Fakten geschaffen. Nun brauchen wir konkrete Lösungen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Die Österreichische Bundesregierung gibt dem Thema Klimaschutz große Bedeutung. Mit der Österreichischen Klima- und Energiestrategie #mission2030 haben wir eine Grundlage geschaffen, von der sich jetzt zahlreiche Maßnahmen und Strategien ableiten, die in die richtige Richtung gehen. Wir müssen außerdem die politikübergreifende Zusammenarbeit auf nationaler und auf europäischer Ebene im Bereich Klimaschutz stärken“, unterstreicht Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger.

Hitze, Wetterextreme, Allergien: Klimawandel vor der Haustüre

„Mit dieser Meta-Studie ist Österreich europaweit Vorreiter. Es ist der erste Sachstandsbericht, der systemübergreifende Fakten in dieser Qualität und Tiefe liefert. Er verdeutlicht, dass wir uns in den nächsten Jahren auf vier zentrale Bereiche konzentrieren müssen: Hitze, Allergien, Extremwetterereignisse und neue invasive Insektenarten. Der Klima- und Energiefonds bereitet seit Jahren das Feld auf: durch Klimafolgenforschung wie dem Austrian Climate Research Programme (ACRP) schaffen wir fundiertes Wissen, die KLAR-Modellregionen erarbeiten regional maßgeschneiderte Lösungen und mit unseren Programmen treiben wir die Energie- und Mobilitätswende konsequent voran“, betont Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds.

Laut dem Special Report des Austrian Panel on Climate Change (APCC) wird sich die Zahl der Hitzetage während Hitzeepisoden bis Mitte des Jahrhunderts verdoppeln und trifft gleichzeitig auf eine ältere Gesellschaft, die einen um 10% höheren Anteil an Personen über 65 Jahren aufweist. Aufgrund der wachsenden Zahl an Tropennächten, in denen nicht ausreichend Abkühlung stattfindet, führen all diese Entwicklungen insbesondere in dicht verbauten Gebieten zu stark erhöhten gesundheitlichen Risiken. Im Zuge des Klimawandels rechnen die ForscherInnen außerdem mit einer erhöhten Pollenbelastung, insbesondere durch Ragweed (Traubenkraut, Ambrosia). Bereits heute sind rund 1,75 Mio. und damit rund 20% der ÖsterreicherInnen von allergischen Erkrankungen betroffen. Folgt Österreich dem europäischen Trend, könnten das in den nächsten 10 Jahren 50% werden. Auch finden künftig subtropische und tropische Stechmücken-Arten (z.B. Tigermücke und Buschmücke) hierzulande bessere Überlebensbedingungen vor und erfordern eine Überwachung der Ausbreitung sowie der Erkrankungen. Und nicht zuletzt werden extreme Niederschläge, länger andauernde Trockenheit oder heftigere Stürme im Zuge des Klimawandels erwartet, was nicht nur hohe wirtschaftliche Kosten etwa durch Hochwasserschäden oder Ernteausfälle verursacht, sondern auch lokale Auswirkungen auf die heimische Wasserqualität und -verfügbarkeit hat.

Bildung, Ernährung, Bewegung: Jeder und jede Einzelne kann gesünder leben und dabei das Klima schützen

Um die Transformation unseres Gesamtsystems im Hinblick auf den Klimawandel gezielt voranzutreiben und die größtmögliche Wirkung zu erzielen, ist es dem über 60-köpfigen ForscherInnenteam zufolge notwendig, Klima und Gesundheit nicht getrennt voneinander, sondern systemübergreifend zu betrachten. „Sobald wir die Auswirkungen des Klimawandels auf alle unsere Lebensbereiche erkennen, kann es gelingen, passende Maßnahmen sowohl auf politischer, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Ebene zu identifizieren, als auch deutlich zu machen, wie jeder und jede Einzelne von uns bei einem klimatauglichen Leben unterstützt werden kann“, erklärt Willi Haas vom Institut für Soziale Ökologie der Universität für Bodenkultur Wien und zentraler Studienautor. Der Special Report hat entsprechend den Qualitätsstandards des APCC einen mehrstufigen Review-Prozess mit 30 ReviewerInnen und über 2000 Kommentaren durchlaufen, der vom CCCA organisiert wurde.

Neben dem Abschwächen der Klimafolgen für die Gesundheit kann auch gezielt die Vulnerabilität bzw. Verletzlichkeit der Bevölkerung reduziert werden, in dem die klimaspezifische Gesundheitskompetenz von Gesundheitspersonal und Bevölkerung gestärkt wird. Die Förderung von sozial schwächeren Bevölkerungsgruppen, insbesondere das Angleichen der Unterschiede zwischen Stadt und Land, kann zudem dazu beitragen, das Anwachsen der gesundheitlichen Ungleichheit durch Klimafolgen zu verhindern. Ziel muss es sein, die nötigen Bildungsangebote bereit zu stellen, um es für alle Bevölkerungsschichten zu ermöglichen, sich über gesunde Lebensweisen zu informieren.

Verhaltensänderungen z.B. in den Bereichen Ernährung oder Mobilität wirken sich sowohl positiv auf das Klima als auch auf die Gesundheit aus. Eine gesündere Ernährung mit saisonalen und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln leistet auch einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz. Der Umstieg auf Elektromobilität ist ein notwendiger Baustein, zusätzlich bietet es sich gerade in Städten an, auf öffentliche Verkehrsmittel und aktive Mobilität zu setzen: Per Fahrrad oder zu Fuß unterwegs zu sein reduziert nicht nur Emissionen, sondern führt vor allem zu mehr gesundheitsförderlicher Bewegung im Alltag.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Klima- u. Energiefonds/APA-Fotoservice/Bargad
21.02.2020

Ärzte-Nachwuchs im Landesklinikum Wr. Neustadt – Infotag unter dem Motto „Niederösterreich studiert Medizin“

v.l.n.r.: Dr. Peter Gläser, MBA, Ärztlicher Direktor; Stefanie Schindler, Studentin im klinisch-praktischen Jahr; Raphael Schiefer, Teilnehmer; Denise Hegenbart, Studentin im klinisch-praktischen Jahr; Caroline Scherz, Teilnehmerin; OA Dr. Rene Regatschnig, Neurochirurgie; Ass. Dr. Felipe Trivik-Barrientos, Neurochirurgie; v.l.n.r.: Dr. Peter Gläser, MBA, Ärztlicher Direktor; Stefanie Schindler, Studentin im klinisch-praktischen Jahr; Raphael Schiefer, Teilnehmer; Denise Hegenbart, Studentin im klinisch-praktischen Jahr; Caroline Scherz, Teilnehmerin; OA Dr. Rene Regatschnig, Neurochirurgie; Ass. Dr. Felipe Trivik-Barrientos, Neurochirurgie;

WIENER NEUSTADT. Interessierte Maturantinnen und Maturanten konnten heute Nachmittag im Landesklinikum „Ärzte-Luft schnuppern“. Bei der Infoveranstaltung erhielten sie erste Einblicke in das Berufsfeld Arzt und wertvolle Informationen zur Ausbildung.

Ein Team aus erfahrenen Ärztinnen und Ärzten unter der Leitung von Neurochirurg OA Dr. Rene Regatschnig vermittelte den angehenden Studentinnen und Studenten ein umfassendes Bild von den Tätigkeiten, Arbeitsbereichen und vor allem den Zukunftsperspektiven des Arztberufs. „Wir haben uns außerdem bemüht, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Wissenswertes über den Aufnahmetest des Medizinstudiums, dessen Anmeldeformalitäten und Ablauf, sowie über Karrierechancen und Jobaussichten in Niederösterreich mitzugeben“, sagt Regatschnig.

Zusätzlich erhielten die rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Informationsveranstaltung viele Tipps aus der Praxis für einen möglichen Karrierestart, aber auch Informationen über mögliche Hürden, die es zu überwinden gilt.

Die Informationsveranstaltungen sind Teil der Initiative „NÖ studiert Medizin“, die von LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf initiiert wurde. „Niederösterreich bietet internationale Spitzenmedizin. Um das weiterhin gewährleisten zu können, müssen wir mehr junge Menschen zum Medizinstudium bewegen, hier in Niederösterreich ausbilden und junge Ärztinnen und Ärzte in unseren Kliniken halten, damit wir für die Zukunft gerüstet sind!“, betont Pernkopf.

Wichtige Informationen zu den Förderkriterien finden Interessierte auf der Homepage www.noe-studiert-medizin.at. Der Aufnahmetest zum Studium der Humanmedizin findet heuer am 3. Juli statt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Doris Z. / Foto: Landesklinikum Wiener Neustadt
26.11.2018

Niederösterreichs Skigebiete schonen die Geldbörsen der Gäste

Niederösterreichs Skigebiete schonen die Geldbörsen der Gäste Niederösterreichs Skigebiete schonen die Geldbörsen der Gäste

Niederösterreichs Skigebiete sind besonders preisgünstig. Das geht aus einer aktuellen Studie des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) hervor. Die Konsumentenschützer haben die Angebote und Liftpreise von mehr als 100 Skigebieten in Österreich erhoben und miteinander verglichen.

Wie der NÖ Wirtschaftspressedienst der VKI-Studie entnimmt, können Skifahrer ihre Schwünge besonders günstig an den Königsberg-Liften bei Hollenstein/Ybbs im Mostviertel ziehen. Nur 26 Euro kostet in diesem niederösterreichischen Skigebiet eine Erwachsenen-Tageskarte. Dem Gast werden hier 14 Pistenkilometer, ein Funparkareal, Buckel- und Carvingpiste sowie abseits der Abfahrten eine Langlaufloipe und ein Eislaufplatz geboten. Zum Vergleich: In Kitzbühel, dem teuersten Skigebiet Österreichs, muss ein Erwachsener für die Tageskarte 57 Euro bezahlen.

Zu den preisgünstigsten Skigebieten Österreichs, wo die Erwachsenen-Tageskarte weniger als 30 Euro kostet, zählen auch die Wunderwiese und der Salamander-Sessellift am Schneeberg sowie die an der Landesgrenze zu Oberösterreich gelegene Forsteralm. Für das Tagesticket sind am Schneeberg 27 Euro, auf der Forsteralm 29,50 Euro zu bezahlen.

Mit Preisen zwischen 30 und 40 Euro für eine Erwachsenen-Tageskarte punkten unter den vom VKI getesteten Skigebieten in Niederösterreich weiters der Unterberg bei Pernitz (32 Euro) und der Zauberberg Semmering (35 Euro). In Annaberg und auf der Gemeindealpe Mitterbach bezahlen Gäste für einen Tages-Skiausflug jeweils 35,50 Euro, in Mönichkirchen-Mariensee 36,50 Euro sowie auf dem Hochkar und am Ötscher jeweils 38,50 Euro.

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18.11.2019

DEMENZ UND ICH – Wissen und Hilfe für Menschen mit Demenz

Rund 130.000 Menschen leiden in Österreich unter Demenz. Eine oft kaum bewältigbare Herausforderung für die Angehörigen, die in den meisten Fällen die Betreuung übernehmen. Rund 130.000 Menschen leiden in Österreich unter Demenz. Eine oft kaum bewältigbare Herausforderung für die Angehörigen, die in den meisten Fällen die Betreuung übernehmen.

Rund 130.000 Menschen leiden in Österreich unter Demenz. Eine oft kaum bewältigbare Herausforderung für die Angehörigen, die in den meisten Fällen die Betreuung übernehmen. Die Kampagne DEMENZ UND ICH von MINI MED Studium, MAS Alzheimerhilfe und Österreichischer Gesellschaft vom Goldenen Kreuze soll allen Betroffenen Wissen, Unterstützung und Erleichterung bieten.

Demenz ist derzeit ein brisantes Thema. Nicht ohne Grund: Aktuell leiden 130.000 Menschen in Österreich an Demenz. Bis zum Jahr 2030 soll die Zahl laut ExpertInnen auf rund 175.000 steigen, und für 2050 wird gar eine Verdoppelung prognostiziert. Deshalb wird die Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze (ÖGGK) auf diesem Gebiet aktiv und unterstützt als Kooperationspartner das Projekt DEMENZ UND ICH, welches vom MINI MED Studium gemeinsam mit der MAS Alzheimerhilfe ins Leben gerufen wurde.

Das Programm der ÖGGK fokussiert insbesondere auf die Angehörigen von Demenzkranken, um diese in ihrer herausfordernden Aufgabe zu unterstützen. Der Hintergrund: Acht von zehn Menschen mit Demenz werden zu Hause von PartnerInnen oder Familienmitgliedern gepflegt. Und viele der BetreuerInnen gehen dabei psychisch und physisch an ihre Grenzen. Denn Demenzkranke verlieren durch das Absterben von Gehirnzellen wichtige kognitive Fähigkeiten und können ihren Alltag immer weniger selbstständig bewältigen. Auch die emotionalen und sozialen Fähigkeiten verändern sich, und es können sich ungewöhnliche Verhaltensweisen entwickeln. Das erfordert von den betreuenden und pflegenden Personen Einfühlungsvermögen, Geduld, aber auch Wissen über den richtigen Umgang. Durch gezielte Behandlung, individuelle Betreuung und spezielles Training können jedoch die Entwicklung einer Demenzerkrankung verlangsamt und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden.

Schwerpunktveranstaltungen für Angehörige von Demenzkranken

Deshalb bietet die ÖGGK im Rahmen ihres Programms ganz spezielle Schwerpunktveranstaltungen: Im ersten Quartal 2020 ist das etwa ein Gedächtnistraining-Seminar mit der akademischen Gesundheits- und Pflegeberaterin Elisabeth Hahn (meinpflegegeld.at). Weiters findet ein maßgeschneidertes Konzert des Glasscherben Musikvereins statt, da Musik für Menschen mit Demenz nachweislich fördernd wirkt. Selbst wenn Vieles vergessen ist, bleiben Melodien von früher in Erinnerung und helfen dabei, andere Erinnerungen und Fähigkeiten ins Bewusstsein zurückzurufen. Und nicht zuletzt wird eine Spezialführung durch die Ausstellung der tschechischen Outsider-Künstlerin Anna Zemánková organisiert. Kuratorin Angela Stief wird dabei auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Vergesslichkeit bzw. Demenz eingehen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die Begleitung der klinischen Seelsorgerin und Psychotherapeutin Katharina Schoene in Anspruch zu nehmen und sich zusätzliche Informationen zu holen.

Mehr über das Projekt DEMENZ UND ICH sowie über Demenz als Erkrankung erfährt man unter www.minimed.at/demenzundich. Auch das rund 80-Seiten-starke Wissensheft „DEMENZ UND ICH – Hilfe für Angehörige“ steht unter diesem Link zum Download zur Verfügung.

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18.12.2019

Pflege kennt keine Feiertage

Pflege kennt keine Feiertage Pflege kennt keine Feiertage

Pflegebedarf besteht auch zu Weihnachten. Deshalb werden die fast 9.000 Kundinnen und Kunden des Hilfswerks Niederösterreich in der Hauskrankenpflege auch an den Feiertagen nicht allein gelassen. Die Pflegeteams kümmern sich mit gewohnter Verlässlichkeit und Qualität um die individuellen Bedürfnisse alter, kranker und pflegebedürftiger Menschen und entlasten damit auch deren Angehörige.

365 Tage im Jahr im Einsatz. „Der Dienst am 24. Dezember ist etwas Besonderes – nicht nur für unsere Kundinnen und Kunden, sondern auch für deren Angehörige und unsere Mitarbeiter/innen“, weiß Hilfswerk NÖ-Präsidentin LAbg. Bgm. Michaela Hinterholzer. Die Kundinnen und Kunden freuen sich über die Pflegebesuche: „Gerade an den Weihnachtsfeiertagen zeigen sie große Dankbarkeit, dass wir das ganze Jahr über für sie da sind. Und das wiederum gibt unseren Mitarbeiter/innen viel zurück“, bekräftigt Hinterholzer.

Vielfältige Angebotspalette. Qualifizierte Pflegehandlungen, Hilfe bei der Körperpflege und im Haushalt, Beratung der Angehörigen: Über 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten professionelle Betreuung und ermöglichen es so, auch im Alter oder bei Krankheit und Behinderung weitgehend selbstständig im vertrauten Zuhause leben zu können. Zu den Angeboten des Hilfswerks gehören außerdem die mobile Physio- und Ergotherapie und Logopädie sowie das Menüservice. Für maximale Sicherheit sorgt das Notruftelefon, mit dem auf Knopfdruck Hilfe geholt werden kann.

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24.10.2019

Kinderarmut schadet dem Körper und belastet die Seele

Kinderarmut schadet dem Körper und belastet die Seele Kinderarmut schadet dem Körper und belastet die Seele

Kinder aus armutsgefährdeten Familien leiden häufiger an chronischen Krankheiten als Kinder aus gut situierten Familien. Sie sind häufiger übergewichtig und leiden häufiger an mangelnder körperlicher Fitness sowie an psychosomatischen Symptomen. Das sind die besorgniserregenden Ergebnisse einer Befragung unter Ärztinnen und Ärzten zum Zusammenhang zwischen Kinderarmut und Kindergesundheit in Österreich.

Initiiert wurde die Befragung von der Volkshilfe Österreich und der Ärztekammer für Wien. An den Interviews nahmen mehr als 500 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen in Wien und Niederösterreich teil, ausgewertet wurden die Antworten vom Forschungsinstitut SORA. Gefragt wurden die Ärztinnen und Ärzte, wie sie die gesundheitliche Situation von armutsgefährdeten Kindern im Vergleich zu nicht armutsgefährdeten Kindern einschätzen und welche Maßnahmen sie für eine Sicherung der Kindergesundheit in Österreich für sinnvoll halten.

Die Ergebnisse sind ernüchternd: Knapp die Hälfte der Ärztinnen und Ärzte nimmt in ihrer beruflichen Praxis wahr, dass Kinder aus armutsgefährdeten Familien häufiger Arztordinationen besuchen als Kinder, die in nicht armutsgefährdeten Familien aufwachsen. Eine deutliche Mehrheit beobachtet auch, dass sich armutsgefährdete Kinder weniger gesund und leistungsfähig fühlen.

Acht von zehn Befragten erkennen in ihrer täglichen Arbeit, dass Kinder aus armutsgefährdeten Familien häufiger an mangelnder körperlicher Fitness leiden. Diese Kinder leiden auch deutlich häufiger unter psychosomatischen Symptomen, wie zum Beispiel verminderter Konzentrationsfähigkeit, erhöhter Müdigkeit, Nervosität, Aggressivität oder depressivem Verhalten.

Es fehlt an Beratung und Aufklärung

Nahezu alle befragten Ärztinnen und Ärzte stellen die Tendenz zu häufigerem Übergewicht bei Kindern aus armutsgefährdeten Familien fest. Die Mehrheit der Befragten sieht darin vielfältige Ursachen, aber etwa jede/r dritte Befragte identifiziert die Ursache mit mangelnder Information über gesunde Ernährung einerseits und mit den höheren Kosten für gesunde Ernährung andererseits.

Sechs von zehn Ärztinnen und Ärzten beantworten zudem die Frage, ob Kinder aus armutsgefährdeten Familien häufiger an chronischen Krankheiten leiden, eindeutig mit ja. Chronischen Erkrankungen bei Kindern vorbeugen kann man aus Sicht der Befragten einerseits durch mehr Beratung der Eltern und Bewusstseinsbildungsprogrammen an Schulen, wie zum Beispiel mit Kursen zu gesunder Ernährung. Andererseits hält auch knapp die Hälfte der Befragten eine ausreichende finanzielle Ausstattung von armutsgefährdeten Familien für notwendig, um chronischen Krankheiten vorzubeugen.

Gefragt, was es braucht, um Kindergesundheit für alle in Österreich zu sichern, wurden von den Ärztinnen und Ärzten vorrangig Beratung und Aufklärung genannt, darunter eine bessere Beratung und Aufklärung der Eltern, mehr Aufklärung zu Gesundheit, Bewegung und Ernährung allgemein, verstärkte Aufklärung und Präventionsarbeit in Schulen und Kindergärten sowie mehr Bewegungs- und Sportprogramme.

Neben dem Ausbau der Beratung dreht sich ein zweites Ideenbündel um Maßnahmen, die direkt oder indirekt mit finanziellen Ressourcen zusammenhängen: eine bessere finanzielle Unterstützung und soziale Absicherung der Familien, kostengünstigere gesunde Ernährung, wie zum Beispiel die gesunde Jause als Angebot der Schulen, Ganztagesbetreuung der Kinder sowie kostenfreie Therapien und kostenfreie Freizeitangebote. Als weitere Maßnahmen werden der Ausbau von medizinischen Einrichtungen und die Aufstockung von medizinischem Personal, wie zum Beispiel mehr Kinderärzte, sowie die Ausweitung der Mutter-Kind-Pass-Untersuchung vorgeschlagen.

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04.09.2019

Quetschies – mehr Süßspeise als gesunde Zwischenmahlzeit

Hoher Zuckergehalt und zusätzliches Karies-Risiko durch Nuckelaufsatz Hoher Zuckergehalt und zusätzliches Karies-Risiko durch Nuckelaufsatz

Obstmus im Quetschbeutel, auch „Quetschie“ genannt, wird von den Herstellern oft als gesunder Snack für Kinder beworben. Viele Eltern kaufen die farbenfroh gestalteten Beutel für unterwegs, denn sie lassen sich ungekühlt lagern, passen gut in die Tasche und der Nachwuchs kann sie ohne viel Patzerei selbst ausnuckeln. So praktisch die Beutel auf den ersten Blick scheinen mögen, sie bergen auch Risiken: „Quetschies haben einen hohen Zucker- und Energiegehalt und sollten daher mehr als Süßigkeit, denn als gesunde Zwischenmahlzeit gesehen werden – auch wenn die Produktgestaltung etwas anderes sagen sollte“, rät VKI-Ernährungswissenschafterin Nina Siegenthaler. Der sehr hohe Zuckergehalt ist nicht nur ernährungsphysiologisch bedenklich. Durch das Nuckeln des Breis bleibt der Zucker auch noch lange im Mund, wodurch der Zahnschmelz angegriffen und die Entstehung von Karies gefördert wird. „Aus unserer Sicht wäre es daher sinnvoller, wenn es schon Obstmus sein soll, es aus dem Glas zu löffeln oder noch besser, frisches Obst zu reichen“, so Nina Siegenthaler weiter. „Das trainiert dann auch gleich die Mund- und Zungenmotorik mit und trägt zur Förderung der Sprachentwicklung bei.“ Den vollständigen Bericht gibt es ab sofort online auf www.konsument.at.

„Ohne Zuckerzusatz“ heißt nicht zuckerarm

Die Hersteller werben gerne mit Formulierungen wie „ohne Zuckerzusatz“. „Das sollte man aber mit Vorsicht genießen“, betont Nina Siegenthaler. „Dieser Vermerk heißt nur, dass kein zusätzlicher Zucker hinzugefügt wurde. Bedingt durch den Fruchtzucker handelt es sich bei den Quetschies aber schon um sehr stark zuckerhaltige Produkte. Werden zusätzlich noch Fruchtsaftkonzentrate, konzentrierte Fruchtzubereitungen oder gar Kekse beigemengt, dann sind wir von der gesunden Zwischenmahlzeit schon sehr weit entfernt.“

Manche Obstpürees werden zudem mit Vitamin C angereichert, was auch auf der Verpackung entsprechend beworben wird. „Eine Anreicherung mit Vitamin C ist aber nicht notwendig“, so die Ernährungswissenschafterin. „denn Kleinkinder weisen hier normalerweise keinen Mangel auf.“

Zu den weiteren Kritikpunkten des VKI zählen die Kosten und das Müllaufkommen: Quetschies sind teuer. Sie kosten etwa doppelt so viel wie ein Gläschen mit Obstbrei und vier- bis fünfmal so viel wie ein Apfel. „Zudem hat man bei frischem Obst die Möglichkeit, unverpackte Artikel zu kaufen. Leere Quetschbeutel hingegen vergrößern in jedem Fall das Plastikmüllaufkommen“, so Nina Siegenthaler abschließend.

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08.07.2019

Urlaub ohne Sorgen um die Angehörigen

Wenn die Eltern älter werden oder gar pflegebedürftig sind, dann stellt selbst der wohlverdiente Urlaub für die Angehörigen eine Herausforderung dar. Wenn die Eltern älter werden oder gar pflegebedürftig sind, dann stellt selbst der wohlverdiente Urlaub für die Angehörigen eine Herausforderung dar.

Wenn die Eltern älter werden oder gar pflegebedürftig sind, dann stellt selbst der wohlverdiente Urlaub für die Angehörigen eine Herausforderung dar. Schließlich möchte man seine Liebsten gut versorgt wissen. Doch wer ist da, wenn mal etwas passiert?

„"Der Johanniter-Hausnotruf bietet ein Sicherheitsnetz und schnelle Hilfe auf Knopfdruck. Die Notrufzentrale der Johanniter ist täglich rund um die Uhr erreichbar und sorgt bei Bedarf für eine rasche medizinische Versorgung"“, so Michael Bredl, Leiter des Hausnotrufs.

Installation im Juli und August gratis

Wer sich jetzt für den Johanniter-Hausnotruf entscheidet, spart die Installationsgebühr! Die monatliche Mietgebühr beträgt bei einem Festnetzanschluss 25,44 Euro und bei einem Mobilnetzanschluss 29,50 Euro. Die Aktion gilt bis 31. August 2019 in Wien.

SOS am Handgelenk

Der Hausnotruf besteht aus einer Basisstation und einem Handsender, der als Armband oder Halskette getragen werden kann. Im Notfall genügt ein Knopfdruck um die Sprechverbindung mit der Johanniter-Notrufzentrale herzustellen, die täglich rund um die Uhr erreichbar ist. Dort nehmen erfahrene Sanitäter den Notruf entgegen und veranlassen sofort entsprechende Hilfe. Um den Sanitätern raschen Zutritt zur Wohnung zu ermöglichen, kann kostenlos ein Ersatzschlüssel in der Notrufzentrale deponiert werden oder in einem Schlüsselsafe an der Wohnungstüre.

Für Sicherheit zu Hause

Der Hausnotruf ist für ältere und allein lebende Menschen ebenso hilfreich wie für Pflegebedürftige sowie Personen mit Behinderungen oder einer chronischen Erkrankung. Auch nach einem Aufenthalt im Spital oder während einer Risikoschwangerschaft bietet der Johanniter-Hausnotruf professionelle Hilfe und Sicherheit in den eigenen vier Wänden.

„Möglichst selbstständig in der vertrauten Umgebung zu leben, ist ein besonders wertvolles Gut, das viele bewahren und schützen wollen. Mit dem Johanniter-Hausnotruf wird diesem Bedürfnis Rechnung getragen“, so Michael Bredl.

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