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Dienstag 21.05.2013 15:56
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Sport/Gesundheit

21.05.2013

Embolie im Auge. Erblindung erfolgreich bekämpft

Anton K. mit den Ergebnissen seiner Gesichtsfeldprüfungen: in seiner rechten Hand das ausgelöschte Gesichtsfeld vor Therapiebeginn, in seiner linken der Befund nach 3 Behandlungstagen mit dem wiedergewonnenen zentralen (hellen) Bereich Anton K. mit den Ergebnissen seiner Gesichtsfeldprüfungen: in seiner rechten Hand das ausgelöschte Gesichtsfeld vor Therapiebeginn, in seiner linken der Befund nach 3 Behandlungstagen mit dem wiedergewonnenen zentralen (hellen) Bereich

Am 13. Mai 2013 stellte Herr Anton K. plötzlich fest, dass er an seinem rechten Auge innerhalb von Sekunden ohne für ihn erkennbaren Grund erblindete. Der gelernte 73 jährige Werkzeugmacher wurde sofort über eine neurologische Abteilung eines Landeskrankenhauses an eine Augenklinik gebracht. Nach einer eingehenden Untersuchung lautete die Diagnose: Zentralarterienembolie rechtes Auge. Bei dieser Erkrankung verstopft sich die für die Netzhautversorgung verantwortliche Arterie. Ähnlich einem Schlaganfall oder Herzinfarkt werden wichtige Organe mit Sauerstoff nicht mehr versorgt. Am Auge bedeutet das eine Erblindung.

Die gemäß Lehrbuch offensichtliche Aussichtslosigkeit auf eine Verbesserung findet sich im Arztbrief:

Sehleistung rechtes Auge: Handbewegung / Augenkontrolle: 2 Wochen / Augentherapie: keine / Untersuchung: Internist/in

Aufgeben tut man nur einen Brief, meinte Herr K. und wollte sich nicht geschlagen geben. Auf Empfehlung seiner Familie wurde 48 Stunden später Anton K. noch in der Nacht durch Univ.-Prof. Dr. Zirm (Augenzentrum Wien) untersucht und zu einer intensiven Gefäßtherapie durch 7 Tage stationär aufgenommen.

Drei Tage später und das ausgerechnet zu Pfingsten, stellte der Patient fest, dass er mit seinem rechten Auge wie durch eine zunehmend größer werdende Lücke des sonst schwarzen Gesichtsfeldes Beschriftungen an Türen, Lichtschalter, sogar die Gesichter der ihn liebevoll betreuenden Krankenschwestern sehen kann.

Dazu Prof. Zirm: das Lob gebührt dem um sein Augenlicht kämpfenden Patienten. Gerade bei einem Gefäßverschluß muss innerhalb weniger Stunden alles unternommen werden, um die lokale Situation im Auge zu verbessern. Wichtig ist, dem Patienten die Situation nicht nur zu erklären, sondern auch einen Behandlungsversuch anzubieten.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Zirm Privatklinik
05.04.2013

Tipps zum umwelt- und gesundheitsschonenden Frühjahrsputz

Tipps zum umwelt- und gesundheitsschonenden Frühjahrsputz Tipps zum umwelt- und gesundheitsschonenden Frühjahrsputz

Die flach einfallenden Strahlen der Frühlingssonne zeigen erbarmungslos, wo wir in letzter Zeit beim Putzen etwas übersehen haben. "die umweltberatung" gibt Tipps zum umwelt- und gesundheitsschonenden Frühjahrsputz und unterstützt mit der Datenbank „ÖkoRein“ bei der Wahl des richtigen Mittels.

Drei gute Gründe ...

Besonders wichtig: niedrig dosieren und keine antibakteriellen Mittel einsetzen. "die umweltberatung" rät ab von aggressiven Reinigungsmitteln und nennt deren Nachteile:

aggressive Reinigungsmittel können der Gesundheit schaden

aggressive Reinigungsmittel belasten das Abwasser

Spezialreiniger sind teuer

„Das sind drei gute Gründe, die für den Einsatz von effizienten, ökologischen Reinigungsmitteln sprechen“, erklärt DI (FH) Harald Brugger Msc, Ökotoxikologe von "die umweltberatung".

Ob ökologisches oder herkömmliches Reinigungsmittel – in jedem Fall ist es nicht sinnvoll, höher zu dosieren als auf der Verpackung angegeben. Harald Brugger: „Sauberer als sauber wird‘ s auch mit einer höheren Dosis nicht. Überdosierung ist teuer und belastet das Abwasser unnötig.“

Im Haushalt antibakterielle Mittel einzusetzen ist im Normalfall nicht notwendig. Diese Mittel belasten Umwelt und Gesundheit und schwächen das Immunsystem. Erkennbar sind antibakterielle Reinigungsmittel an Bezeichnungen wie desinfizierend, bakterizid, biozid, antibakteriell oder „mit Aktivchlor“.

Setzen dem Schmutz zu: pures Wasser und Mikrofasertücher

Besonders schonend für Umwelt und Gesundheit und gleichzeitig sehr effizient ist die Reinigung mit Mikrofasertüchern. An ihrer speziellen Struktur bleiben Schmutz und Kalk sehr gut haften. Glatte Oberflächen wie Fliesen, Spiegel, Armaturen und Glas glänzen beim Einsatz leicht befeuchteter Mikrofasertücher im Nu, ganz ohne Putzmittel.

Laut Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V. werden in Deutschland pro Jahr unglaubliche 1,7 Milliarden Artikel zum Putzen im Haushalt verkauft. Pro Haushalt werden dafür 63 Euro ausgegeben. „In Österreichs Haushalten dürften diese Ausgaben ähnlich sein. Bei richtiger Dosierung und Verwendung von Mikrofasertüchern lässt sich da einiges einsparen“, erklärt Brugger.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
06.05.2013

Wenn der Grill zum Flammenwerfer wird …

Ein Fettbrand, der mit 1/8 Liter Wasser gelöscht wird Ein Fettbrand, der mit 1/8 Liter Wasser gelöscht wird

Ein lauer Sommerabend, liebe Freunde zu Gast und dann noch ein saftiges Kotelett vom Grill – was kann es Schöneres geben? Doch leider haben viele „Grillmeister“ zu wenig Geduld: Damit es schnell geht, muss ein Brandbeschleuniger her. Ob Spiritus oder Benzin, die Kohle wird damit getränkt und dann entzündet. Die verheerenden Folgen können explodierende Kohle oder meterhohe Stichflammen sein. Sicheres Entkommen für umstehende Personen ist kaum möglich.

5 Verletzte pro Tag während der Grillsaison

Laut einer Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit verletzen sich jährlich rund 1.000 Personen in Österreich beim Grillen. Das macht in der Saison von April bis Mai fünf Verletzte pro Tag. Viele dieser Brandverletzungen sind auf die Verwendung von Spiritus oder Benzin zurückzuführen. Wie gefährlich diese Methode ist, erklärt Karl Enzinger, Leiter Brandschutz der NÖ Landesregierung und Kommandant der Betriebsfeuerwehr NÖ Landhaus: „Wenn der flüssige Brennstoff vor dem Anzünden auf die Kohle kommt, bildet sich ein Gas-Luftgemisch, das sich extrem schnell ausbreitet und beim Anzünden explodiert. Trifft Spiritus oder Benzin direkt auf glühende Kohle oder Feuer, entsteht eine Stichflamme, die selbst zwei Meter vom Grill entfernte Personen verletzen kann.“ Die Folgen sind schwere Verbrennungen in Gesicht, Rumpfbereich oder an den Händen.

Sicher grillen – Unfälle vermeiden

„Viele Grill-Unfälle könnten vermieden werden, wären sich die Hobby-Griller der Risiken bewusst“, erklärt Mag. Bernhard Lackner, Vorstandsdirektor der Niederösterreichischen Versicherung, „deshalb machen wir an unserem diesjährigen Tag der Sicherheit auf die Gefahren aufmerksam.“ Mit Aktionen in ganz Österreich, bei denen Tipps für sicheres Grillen gegeben werden, soll die Sensibilität für das Thema gesteigert werden. In diesem Zusammenhang verteilen die Unternehmen der Vereinigung der Österreichischen Länderversicherer praktische „Grillboxen“. Deren Inhalt – Sicherheitsanzünder, Grillspieße, Gewürze und ein Heft mit Sicherheitstipps und Rezepten – soll beim Grillen daran erinnern, Verantwortung zu zeigen.

Richtiger Versicherungsschutz

Wie aber kann man sich vor den finanziellen Folgen eines Brandschadens beim Grillen schützen? „Kommt es auf Terrasse oder Balkon eines Mehrfamilienhauses zu einem Brand, ist meist auch der Besitz des Nachbars betroffen“, so Bernhard Lackner. Der Versicherungsprofi erklärt dazu: „Eine Feuer- bzw. Haftpflichtversicherung schützt in jedem Fall, denn sie deckt den eigenen sowie den fremden Schaden ab.“

Trotz umfassenden Versicherungsschutzes sollten grundlegende Vorsichtsmaßnahmen beim Grillen immer eingehalten werden.

Nachfolgend einige Anregungen für sicheren Grillgenuss.

> Niemals Spiritus oder Benzin als Brandbeschleuniger verwenden – Zündhilfen sind am sichersten!

> Kinder niemals unbeaufsichtigt lassen!

> Anzündmittel, die den benötigten Sicherheitsnormen entsprechen, sind mit der Bezeichnung ÖNORM EN 1860 bzw. DIN 66358 gekennzeichnet.

> Keinesfalls Anzünder für Ölöfen verwenden! - Hochwertige Anzündhilfen werden für eine sichere Anwendung immer mit Gebrauchsanweisung verkauft.

> Grillgeräte immer stabil auf ebenen Boden stellen und während des Betriebes nicht verschieben. Nicht in geschlossenen Räumen oder unter Sonnenschirmen verwenden.

> Feuerlöscher, Wasser oder Löschdecke für den Ernstfall bereitstellen.

> Löschen Sie nach dem Grillen die Glut, auf keinen Fall sollten Sie diese in den Mülleimer entsorgen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: NV
16.05.2013

Altschnee am Berg birgt unterschätztes Absturzrisiko

Alpenverein warnt vor Schneefeldern Alpenverein warnt vor Schneefeldern

Die steigenden Temperaturen locken bereits in die Berge - bei Wanderungen ist derzeit aber noch besondere Vorsicht geboten. Altschneefelder können nämlich zu einem gefährlichen Hindernis werden, warnt der Oesterreichische Alpenverein (OeAV). Das Risiko, sich beim Queren gefrorener Firnfelder zu verletzen, werde von Wanderern nur allzu oft unterschätzt.

Bergwege oberhalb der Waldgrenze sind im Frühjahr häufig noch von harten Altschneefeldern bedeckt. Sie zu überqueren, kann auch für erfahrene Wanderer gefährlich werden. "Dass bereits flache Schneehänge mit einer Neigung von 30 Grad ein Absturzrisiko bergen können, ist sehr vielen Berggehern nicht bewusst. Optisch laden die Schneefelder zum sorglosen Passieren ein - aber wenn man ausrutscht, kann man kaum mehr bremsen", mahnt Alpenvereinspräsident Dr. Andreas Ermacora. Stürze auf einem Schneefeld, welches in felsdurchsetztes Gelände oder gar in einen Steilabbruch übergeht, würden nicht selten mit schwersten Verletzungen enden. "Ein Wanderweg, der in ein steiles Altschneefeld mündet, kann daher Grund genug sein, eine Tour abzubrechen", so Ermacora.

"Zum Queren sollten zumindest die oberen zehn Zentimeter der Schneedecke aufgeweicht sein, damit man auch wirklich Tritte setzen kann", rät Mag. Michael Larcher, Bergsportexperte im Alpenverein und fügt hinzu: "Bergtaugliches Schuhwerk ist hier natürlich eine absolute Voraussetzung. Die Wanderstöcke können zwar eine Hilfe sein, das Gleichgewicht zu halten, eine Garantie gegen das Abrutschen sind sie aber nicht. Eine bessere Alternative sind etwa 'Spikes', die sich wie Schneeketten über den Wanderschuh stülpen lassen. Auf vereisten Altschneefeldern sicher unterwegs wäre man - streng gesehen - nur mit Steigeisen und Pickel - aber die Gletscherausrüstung hat man beim Bergwandern eben selten dabei."

Grundsätzlich sollte vor dem Betreten eines Schnee- oder Firnfeldes immer die Warnlampe aufleuchten. Doch was tun, wenn es trotzdem zu einem Sturz kommt? "Rasches und entschlossenes Handeln kann im Ernstfall Leben retten", betont Larcher. "Bei einem Ausrutscher ist es wichtig, sich sofort in die Bauchlage zu drehen und mit abgespreizten Armen und Beinen zu bremsen - noch bevor die Geschwindigkeit so groß ist, dass sie nicht mehr kontrolliert werden kann." Auf einem etwa 40 Grad steilen, harten Firnhang würde man sonst bereits nach kurzer Rutschstrecke 98 Prozent der freien Fallgeschwindigkeit erreichen.

Der Alpenverein rät Wanderern, sich vor jeder Tour sehr genau über die aktuellen Verhältnisse zu informieren. Auch sollten sie bedenken, dass sich die Bedingungen je nach Hangausrichtung ändern können - etwa wenn ein Wanderweg von der Sonnseite in nordgerichtete Hänge führt. Besondere Vorsicht ist mit Kindern geboten: Nur bei mäßiger Neigung und einem sanften Auslauf, der keine Steine aufweist, sind Schneefelder ein geeigneter Spielplatz!

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Archiv OeAV
10.04.2013

Jeder zweite Österreicher hat Übergewicht - Radfahren im Alltag verbrennt viele Kalorien

Jeder zweite Österreicher hat Übergewicht - Radfahren im Alltag verbrennt viele Kalorien Jeder zweite Österreicher hat Übergewicht - Radfahren im Alltag verbrennt viele Kalorien

Radfahren im Alltag hilft allen, die nach dem langen Winter den Winterspeck wieder loswerden möchten. Immerhin bringt jeder zweite Österreicher zu viele Kilo auf die Waage. Der VCÖ macht darauf aufmerksam, dass eine Person mit 80 Kilogramm Körpergewicht durch eine halbe Stunde Radfahren mit leichter Anstrengung 240 Kilokalorien (kcal) verbrennt, bei mäßiger Anstrengung sogar 320 Kilokalorien. „Wer eine halbe Stunde mit Anstrengung radelt, kann ein kleines Wiener Schnitzel verbrennen. Viele Österreicher haben keine Zeit für regelmäßigen Sport. Umso wichtiger ist es, die Bewegung in den Alltag zu integrieren“, so VCÖ-Expertin DI Bettina Urbanek.

Schon gemütliches Radfahren verbrennt viele Kalorien. Wer eine halbe Stunde lang langsamer als 15 km/h radelt, verbraucht bei 80 Kilogramm Körpergewicht 160 kcal, bei 65 kg immer noch 130 kcal. Je flotter Rad gefahren wird, umso größer natürlich der Kalorienverbrauch.

„Radfahren macht nicht nur eine gute Figur, sondern ist de facto eine vorbeugende Medizin gegen viele Krankheiten. Eine halbe Stunde Bewegung pro Tag senkt laut Weltgesundheitsorganisation das Herzinfarktrisiko um 50 Prozent. Zudem wird durch regelmäßiges Radfahren im Alltag das Immunsystem gestärkt“, betont VCÖ-Expertin Urbanek. Und beim Radfahren werden mehr als 100 Muskeln aktiviert.

Eine halbe Stunde Radfahren verbrennt so viele Kalorien wie folgende Lebensmittel haben

(Radfahren mit leichter Anstrengung – 80 kg Körpergewicht)

45 Gramm Alpenmilchschokolade

70 Gramm Parmesan

80 Gramm Emmentaler

100 Gramm Weißbrot

120 Gramm Lachs

130 Gramm Dunkles Brot

150 Gramm Rib-Eye-Steak

270 Gramm Mais

290 Gramm Erdbeeren

420 Gramm Äpfel

1 Kilogramm Karotten

1 Krügerl Bier

(Quelle: www.kalorientabelle.net, VCÖ 2013)

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
27.01.2013

Wie viel Bewegung ist gesund?

Wie viel Bewegung ist gesund? Wie viel Bewegung ist gesund?

"Regelmäßige Bewegung hält nicht nur fit, sie verbessert auch das Wohlbefinden und die Lebensqualität. Bewegung stärkt vor allem das Herz und Immunsystem, baut Stress ab und hilft ein gesundes Körpergewicht zu halten" so Gesundheitsminister Alois Stöger. Deshalb wurden im Rahmen des vom Gesundheits- und Sportministeriums entwickelten Nationalen Aktionsplans Bewegung Ziele formuliert, die durch ein Bündel von Maßnahmen den Menschen mehr Lust auf Bewegung machen.

Bewegung in den Alltag einbauen.

Doch wie viel und wie intensiv soll man sich überhaupt bewegen? Fachleute haben im Auftrag des Fonds Gesundes Österreich wissenschaftlich fundierte Bewegungsempfehlungen erarbeitet. Erwachsene sollten sich pro Woche 150 Minuten mit mittlerer Intensität oder 75 Minuten mit höherer Intensität bewegen. Kinder und Jugendliche sollten jeden Tag auf 60 Minuten Bewegung kommen.

Neu gestaltete Grafiken zeigen Beispiele, mit welchen Bewegungsformen man auf das empfohlene Bewegungspensum kommt. Wer dabei nur an Sport denkt, irrt - es müssen nicht schweißtreibende Höchstleistungen sein. "Es reicht es schon, kurze Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen, auf den Fahrstuhl zu verzichten und konsequent Treppen zu steigen oder ausgedehnt spazieren zu gehen" so Christa Peinhaupt die Leiterin des Fonds Gesundes Österreich. Wenn kleine Bewegungseinheiten in den Alltag eingebaut und zur Routine werden, ist die Chance groß, dass sich die Menschen auf lange Sicht mehr bewegen. Mäßig, aber regelmäßig ist die Devise, insbesondere für all jene, die nach einer Pause wieder neuen Schwung in ihr Leben bringen wollen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Fonds Gesundes Österreich
31.01.2013

Exoskelett bringt neue Bewegungsfreiheit

Werner Reichenfelser, Margit Gföhler, Jakob Karner (v.l.n.r.) Werner Reichenfelser, Margit Gföhler, Jakob Karner (v.l.n.r.)

Exoskelette kennt man aus Superheldenfilmen, in denen sie als panzerartige Spezialanzüge übermenschliche Kräfte verleihen. In Wirklichkeit hat Forschung an Exoskeletten einen ganz anderen Zweck: An der TU Wien werden Exoskelette entwickelt, die Menschen mit degenerativen Nervenerkrankungen oder Querschnittlähmungen einen Teil ihrer Bewegungsfähigkeit zurückgeben. Dazu benötigt man weder Batterie noch Motor: Nur durch Seilzüge und Federn wird der Bewegungsapparat unterstützt.

Mechanische Konstruktion hilft bei Armbewegungen

„Bei gewissen degenerativen Nervenerkrankungen können die Muskeln zwar noch bewusst angesteuert werden, kontrollierte, gezielte Bewegungen sind aber kaum mehr möglich“, erklärt Prof. Margit Gföhler vom Institut für Konstruktionswissenschaften und Technische Logistik der TU Wien. Gemeinsam mit Werner Reichenfelser und Jakob Karner entwickelt sie daher eine mechanische Vorrichtung, die auf die Arme geschnallt werden kann und dann die Bewegung unterstützt.

„Für die Patienten ist es oft einfach nicht möglich, das Gewicht des eigenen Arms zu halten – schon gar nicht, wenn eine zusätzliche Last im Spiel ist, etwa ein Getränkebecher, der zum Mund geführt werden soll“, sagt Margit Gföhler. Das Exoskelett unterstützt die Bewegungen durch ein ausgeklügeltes System von Seilzügen und Federn

Hilfe im Alltag

„Einerseits kann das mechanische System zusätzliche Kraft aufbringen, wenn eine Bewegung erleichtert werden soll, andererseits kann es durch eine Bremse das Gewicht der Arme kompensieren, damit sie nicht unkontrolliert absacken“, sagt Werner Reichenfelser. Das Exoskelett wurde in zwei Versionen konstruiert: Eine Variante wird an einem Rollstuhl fixiert, eine zweite, leichtere Variante wird ohne Rollstuhl am Körper getragen.

Wichtig war für das Forschungsteam, dass die Konstruktion alltagstauglich ist. Es gibt bereits größere, schwerere Modelle, die in der klinischen Rehabilitation für das Training benutzt werden. Das Gerät, das an der TU Wien entwickelt wird, soll allerdings möglichst ohne fremde Hilfe zu Hause eingesetzt werden. „Das bedeutet auch, dass wir auf komplizierte Kalibrierung und unnötig aufwändige Elektronik verzichten“, sagt Margit Gföhler.

Einsatz im Rehabilitationszentrum

Derzeit ist das Exoskelett im italienischen Rehabilitationszentrum Villa Beretta in Costamasnaga, Italien im Einsatz. Im Rahmen einer klinischen Studie verwenden es dort Patienten mit neurodegenerativen Nervenerkrankungen oder hoher Querschnittlähmung als Unterstützung, um den möglichen Bewegungsraum des Armes zu vergrößern.

Künstliche Aktivierung der Muskulatur durch Neuromuskuläre Elektrostimulation macht das Exoskelett auch für Menschen interessant, die ihre Arme gar nicht mehr bewegen können. Entweder werden Signale von anderen Muskeln verstärkt, oder man sucht über Augenbewegungen aus einem Computermenü die Bewegungsmuster aus, die man ausführen möchte. „Die mechanischen Freiheitsgrade unseres Exoskelettes sind genau jene, die auch elektrisch stimuliert werden können“, sagt Margit Gföhler, „das Exoskelett wurde von vornherein speziell auf Elektrostimulation vorbereitet.“ Auch die Elektrostimulation wird derzeit im Reha-Zentrum Villa Beretta getestet. So können auch Personen, die nur noch über minimale motorischen Restfunktionen verfügen, wichtige Bewegungen des Alltags wieder selbstständig durchführen – etwa alleine einen Becher zum Mund führen und daraus trinken.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: TU Wien
02.05.2013

Quietschgesund - woran Sie frischen Spargel erkennen

Quietschgesund - woran Sie frischen Spargel erkennen Quietschgesund - woran Sie frischen Spargel erkennen

Bis Johanni nicht vergessen: sieben Wochen Spargel essen. So heißt es in einem Sprichwort und das bedeutet: ab jetzt beginnt die Spargelzeit und sie dauert traditionell bis Johanni, also bis zum 24. Juni. Wenn Sie Spargel kaufen und die Stangen aneinander reiben, dann sollten Sie ein Quietsch-Geräusch hören. Denn dann ist das Gemüse wirklich frisch. Woran man frischen Spargel noch erkennt, das weiß Hans Haltmeier, Chefredakteur der "Apotheken Umschau":

"Außer dem Quietschen kann man natürlich nach dem Aussehen gehen. Frischer Spargel glänzt und die Köpfe sind fest verschlossen. Die Schnittstellen sollten sauber und feucht sein. Wenn die Stangen rissig sind oder sich biegen lassen, dann ist er nicht mehr frisch."

Spargel ist nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund: "Man sieht es ihm vielleicht nicht an, aber im Spargel stecken sehr viele Vitamine und auch andere wichtige Nährstoffe. Mit einer Portion Spargel deckt man zum Beispiel zwei Drittel des Tagesbedarfs an Betacarotin, Vitamin E und Eisen ab."

Ein weiterer Vorteil von Spargel: das Gemüse eignet sich vorzüglich zum Abnehmen: "Ja, das kann man so sagen. 100 Gramm Spargel enthalten ja nur ungefähr 20 Kilokalorien, und zwar unabhängig davon, ob es der weiße oder der grüne ist. Man kann also mit gutem Gewissen auch eine große Portion essen, wenn man auf Sauce Hollandaise oder Buttersauce verzichtet, da stecken natürlich sehr viele Kalorien drin."

Fettarme und trotzdem leckere Saucen lassen sich zum Beispiel aus fettarmem Joghurt zaubern, schreibt die "Apotheken Umschau". Oder man bereitet Spargel einmal ganz anders zu - zum Beispiel als Spargel-Rhabarber-Kompott oder als leckeren Salat mit Bärlauch-Pesto.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Joujou / pixelio.de
23.04.2013

Ohne Versicherung kann Krankheit im Urlaub finanziellen Ruin bedeuten

Kranksein auf Reisen kann ohne Versicherung sehr teuer werden, denn die e-card ist in vielen Urlaubsregionen aufgrund teurer Privatärzte und -kliniken oft wertlos Kranksein auf Reisen kann ohne Versicherung sehr teuer werden, denn die e-card ist in vielen Urlaubsregionen aufgrund teurer Privatärzte und -kliniken oft wertlos

Kranksein auf Reisen kann ohne Versicherung sehr teuer werden, denn die e-card ist in vielen Urlaubsregionen aufgrund teurer Privatärzte und -kliniken oft wertlos. Diese rechnen nämlich generell nicht mit Sozialversicherungen ab. Gerade in beliebten Urlaubsländern wie Griechenland oder Spanien liegen öffentliche Spitäler oft weit von den Badeorten entfernt. "Im Notfall führt der schnellste Weg in eine der näher liegenden Privatkliniken, welche oft horrende Summen verlangen. Alleine die Behandlung einer Brech-/Durchfallerkrankung kann bis zu 1.500 Euro ausmachen", sagt ÖAMTC-Touristikerin Silvie Bergant.

Richtig teuer wird's bei einer schweren Erkrankung oder einer Operation nach einem Unfall und/oder einem Krankenrücktransport in ein österreichisches Spital, der generell nie durch die e-card gedeckt ist. Die Kosten hierfür belaufen sich in Europa rasch auf mehrere zehntausend Euro, weltweit im schlimmsten Fall sogar bis zu einigen 100.000 Euro. Wer keine Versicherung abgeschlossen hat, kann angesichts dieser Summen rasch vor dem finanziellen Ruin stehen. Durch einen ÖAMTC-Schutzbrief ist man auf Reisen in ganz Europa optimal abgesichert, der ÖAMTC-Weltreisekrankenschutz ergänzt ihn weltweit.

Krankheiten und Unfälle im Urlaub vermeiden - Tipps zu Vorsichtsmaßnahmen

Um das Risiko für einen Krankenhausaufenthalt im Urlaub zu verringern, rät der ÖAMTC u.a. zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen:

* Vorsicht beim Mopedfahren: Mopeds sind in vielen Urlaubsländern beliebte Fortbewegungsmittel, auch unter Touristen. "Die Kombination aus ungewohnten Strecken, anderen Verkehrsregeln und einer mitunter aggressiven Fahrweise der anderen Verkehrsteilnehmer birgt jedoch eine große Gefahr", warnt die ÖAMTC-Reiseexpertin. Wenn man aufs Moped steigt, sollte man deshalb unbedingt eine defensive Fahrweise an den Tag legen.

* Keine rohen Lebensmittel: Rohe Lebensmittel sind abhängig vom Reiseziel zu meiden - Obst und Gemüse sollte nur geschält oder gekocht konsumiert werden. Bei Getränken gilt: Nur industriell abgefüllte Getränke mit Originalverschluss bieten Sicherheit vor Infektionen. Auch auf Eiswürfel sollte verzichtet werden.

* Achtung vor der Tierwelt: Vorsicht ist auch bei Straßenhunden und Katzen geboten. "Mögen sie auch noch so süß sein, so können sie sogar lebensgefährliche Krankheiten übertragen", verdeutlicht die ÖAMTC-Touristikerin. Auch stechende Insekten sind Krankheitsüberträger. Darum sollte für konsequenten Mückenschutz gesorgt werden. Auch beim Schnorcheln und Tauchen sind Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz vor giftigen Meeresbewohnern zu treffen. Für Strandspaziergänge empfehlen sich Badeschuhe: "An verunreinigten Stränden tummeln sich häufig Würmer oder Flöhe, die Juckreiz, Blutarmut und Bauchschmerzen auslösen können", so Bergant.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
08.04.2013

Jährlich 1.300 Unfälle mit dem Fahrrad auf dem Arbeitsweg

Jährlich 1.300 Unfälle mit dem Fahrrad auf dem Arbeitsweg Jährlich 1.300 Unfälle mit dem Fahrrad auf dem Arbeitsweg

Der Schneefall ist vorbei, der Frühling hat - spät aber doch - Einzug gehalten. Damit können die Schi im Keller verstaut und das Fahrrad aus seinem Winterschlaf geholt werden. Aber: Radfahren birgt auch ein dementsprechendes Unfallrisiko.

Laut der Statistik der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt ist die Zahl der Fahrradunfälle über die letzten zehn Jahre konstant. Etwa 1.300 Fahrradfahrer verunglücken jährlich auf dem Weg von und zur Arbeit. Am öftesten kommt es dabei zu Verletzungen an Armen und Händen, gefolgt von Verletzungen an den Beinen und am Kopf. Die durchschnittlichen lebenslangen Unfallkosten eines Unfalles mit dem Fahrrad liegen bei etwa 22.000 Euro - das beinhaltet unter anderem Behandlungskosten in den Spitälern oder Ausfallszeiten im Betrieb.

Fahrrad nach dem Winter zum Service

Der Zustand des Fahrrades ist ein wichtiger Aspekt. Dass die Bremsen gut greifen, alle Rückstrahler montiert sind und die Lichtanlage funktioniert, trägt zu einer Verringerung des Unfallrisikos bei. Das Fahrrad sollte daher vor der ersten Ausfahrt einem Service in einer Fachwertstätte unterzogen werden.

Ein Helm kann bei einem Unfall vor schweren Kopfverletzungen schützen. Außerdem sind die Fahrradkünste nach der Winterpause oft eingerostet, es dauert eine Zeit, bis man sich wieder an das Zweirad gewöhnt hat - daher sollte man es in den ersten Wochen etwas langsamer angehen. Und natürlich darf der Radfahrer nicht vergessen, dass er als Verkehrsteilnehmer der Straßenverkehrsordnung unterliegt.

Seit Beginn des Monats gilt außerdem ein Handyverbot für Fahrradfahrer: Wer während der Fahrt telefonieren will, braucht eine Freisprecheinrichtung, ansonsten kann es teuer werden. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Strafe von 50 Euro rechnen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
22.01.2013

Chips-Produkte unter die Lupe genommen: Gentechnik und Geschmacksverstärker immer noch Thema

Chips-Produkte unter die Lupe genommen: Gentechnik und Geschmacksverstärker immer noch Thema Chips-Produkte unter die Lupe genommen: Gentechnik und Geschmacksverstärker immer noch Thema

Bereits 2010 wurden Chips-Produkte auf marktcheck.at unter die Lupe genommen. Greenpeace ist dran geblieben und hat recherchiert, ob sich die Produkte verbessern konnten. Was den Spaß beim Knabbern leider nach wie vor trüben könnte, ist der Einsatz von Palmöl. Aber auch Gentechnik und Geschmacksverstärker sind - vor allem bei den sogenannten Stapelchips in Dosen - immer noch Thema.

So viel vorweg: Von den 33 Chips- und Kartoffelsnack-Produkte schneiden in der marktcheck.at-Untersuchung nur 11 Produkte bei Ökologie „Gut“ und kein einziges Produkt mit „Hervorragend“ ab. Beurteilt wurden die Kriterien Ökologie - basierend auf den Inhaltsstoffe, Palmöl, Gentechnik, Verpackung und Transport - sowie Tierschutz.

In den letzten Jahren hat Palmöl weltweit einen Boom erlebt und findet sich immer öfter in Lebensmitteln. Es ist leicht zu verarbeiten, in großen Mengen erhältlich und leider (zu) billig. Denn der tatsächliche Preis ist hoch: Zur Herstellung von Palmöl werden Regenwälder in unvorstellbarem Ausmaß gerodet. Dadurch wird der Klimawandel weiter verstärkt; Tiere und Menschen sind durch die Zerstörung ihres Lebensraums akut bedroht. Vor allem in Indonesien verlieren die Einwohner durch riesige Palmölplantagen ihre Lebensgrundlage.

Vorsicht bei "pflanzlichem Fett"

Ob ein Produkt Palmöl enthält ist schwierig zu erkennen, denn es gibt keine Verpflichtung zur Deklaration von Palmöl. Es muss lediglich der Begriff "pflanzliches Öl" oder "pflanzliches Fett" oder ein ähnlicher Begriff bei den Zutaten angeführt werden.

Doch das Bewusstsein über diese Fehlentwicklung wächst bei den Herstellern: Bei den klassischen Chips mit Salz und ohne (exotische) Geschmacksrichtung findet sich immer öfter der Hinweis auf Sonnenblumenöl auf den Produkten.

Die sogenannten Stapelchips a la Pringles schneiden im Vergleich zu klassischen Chips schlechter ab. Sie sind mit den geschnittenen Kartoffeln im Sackerl nicht wirklich vergleichbar, denn sie werden aus einem (Kartoffel)Teil ausgestanzt und in Form gestochen. Diese Produkte wurden nicht nur aufgrund der aufwändigen Verpackung abgewertet:

Geschmacksverstärker "E 621"

Gerade bei den Produkten in der Dose setzen die Hersteller auf viele (exotische) Geschmacksrichtungen und leider auch auf den Geschmacksverstärker E 621 also (Mono-)Natriumglutamat.

Die festgelegte akzeptable tägliche Menge kann leicht überschritten werden und sich auf die Gesundheit negativ auswirken. Durch erhöhten Verzehr können etwa Kopfschmerzen, Nackentaubheit, Gliederschmerzen und Übelkeit auftreten (sog. "China-Restaurant-Syndrom").

Einige der gewürzten Chips enthalten als Hauptzutat konventionell hergestellte tierische Zutaten, wie beispielsweise Molke- oder Käsepulver. Hier besteht der dringende Verdacht, dass bei der Herstellung Gentechnik zum Einsatz gekommen ist. Greenpeace kritisiert seit Jahren die Rechtslage dazu in der EU. Seit April 2004 müssen zwar gentechnisch veränderte Zutaten bei Lebensmitteln auf der Verpackung angegeben werden - was bei dieser Kennzeichnungsverordnung leider fehlt: Auf den Produkten muss nicht stehen, ob die Tiere gentechnisch veränderten Futtermittel erhalten haben.

Konnten oder wollten die befragten Hersteller dazu keine Angaben machen, werden entsprechend dem Vorsichtsprinzip, diese Produkte abgewertet.

Bei Tierschutz durchgefallen

Über die Haltungsbedingungen der Kühe, von denen der Käse oder das Molkepulver stammt, gibt es keinerlei Informationen. Keines der Produkte verfügt über eine Tierschutz-Zertifizierung. Es ist daher anzunehmen, dass diese Milch aus Massentierhaltung stammt. Sämtliche der Produkte mit tierischen Zutaten erzielen bei Tierschutz daher nur ein „Ungenügend“.

2010 hat der österreichische Hersteller Kelly als einziger Chipshersteller auf die Anfragen von Greenpeace reagiert. Das Unternehmen sicherte Greenpeace schriftlich zu, dass in Kelly's Chips Palmöl durch Sonnenblumenöl ersetzen werde. Überdies hat Kelly damals angekündigt, ab demselben Zeitpunkt auch auf Geschmacksverstärker in seinen Produkten zu verzichten. Seit Herbst 2010 ist auf den Packungen mit Prüfsiegel angegeben, dass die verarbeiteten Kartoffel aus Österreich stammen.

Bis auf einen Ausreißer bei Kelly's Chips Sour Cream, wo immer noch Palmöl in Kleinstmengen vorhanden ist, hat Kelly zumindest bei den Chips seine Zusagen erfüllt. Bei anderen Produkten wie den Kelly Snips (nicht im Check) soll Palmöl erst nach einer Übergangsfrist von drei Jahren ersetzt werden.

Bereits 2010 hat Greenpeace kritisiert, dass es keine österreichischen Bio-Chips gibt.

Auch bei der aktuellen Untersuchung stammen Bio-Produkte entweder aus weiter entfernten Regionen und/oder die Hersteller gaben keine Auskunft zur Herkunft der Hauptzutaten, was jeweils Abwertungen beim Transport zur Folge hat. Daher schneiden alle Bio-Chips nicht, wie bei Bioprodukten üblich, mit "Grün!" (Hervorragend), sondern nur "Grün" (Gut) ab.

Die fünf besten und die fünf schlechtesten Chips-Produkte laut Greenpeace-Test finden Sie im Fotoalbum.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: Greenpeace
22.04.2013

WissenschafterInnen bringen Gehirntumore zum Leuchten

WissenschafterInnen bringen Gehirntumore zum Leuchten WissenschafterInnen bringen Gehirntumore zum Leuchten

Stereotaktische Nadel-Biopsien sind ein etabliertes Standardverfahren bei der Diagnosestellung von Hirn-Lymphomen und bestimmten hirneigenen Tumoren (Gliomen). Die entnommenen Gewebeproben mussten bisher während des Eingriffs an der Neuropathologie auf Tumorzellen untersucht werden. Um diagnostische Sicherheit zu erlangen, waren zudem oft mehrfache Biopsien, und somit die mehrfache Entnahme von Gewebe, nötig. Mit dem Fluoreszenzmarker 5-ALA kann die korrekte Entnahmestelle der Tumorbiopsie und damit exakte Diagnose sofort im Operationssaal bestätigt werden. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universitätsklinik für Neurochirurgie der MedUni Wien/AKH Wien.

Dabei bringen die WissenschafterInnen Gehirntumore zum Leuchten. Der Patient oder die Patientin des AKH Wien müssen dafür die 5-Aminolävulinsäure (5-ALA), einen Fluoreszenzmarker in Pulverform, in Wasser aufgelöst rund vier Stunden vor der Operation zu sich nehmen. Durch die tumorbedingte Störung der Blut-Hirn-Schranke (das ist die physiologische Barriere zwischen Blutkreislauf und Zentralnervensystem) sowie vermutete Enzymdefekte in der Tumorzelle reichert sich 5-ALA dort selektiv an. Während der Operation wird dann ein Blaulicht vom Operationsmikroskop ausgesendet, das die Tumorzellen bei Verwendung von 5-ALA in roter Farbe fluoreszieren lässt. Bisher wurde 5-ALA bei der neurochirurgischen Entfernung von aggressiven Hirntumoren (Glioblastomen) bereits erfolgreich eingesetzt.

„Mit unserer Studie haben wir nachgewiesen, dass es auch bei der Biopsie nützlich und effizient ist“, sagt Studienautor Georg Widhalm. „Bei klarer 5-ALA Fluoreszenz der Tumorprobe kann nun die Biopsie beendet werden, ohne eine neuropathologische Untersuchung während des Eingriffes und eine Serienbiopsie durchführen zu müssen. Daraus resultiert eine deutlich verkürzte Eingriffsdauer und erhöhte Sicherheit des Eingriffs.“ Zusätzlich konnte erstmals nachgewiesen werden, dass nur die aggressiven Tumoranteile bei hirneigenen Tumoren leuchten. Das ermöglicht die Entnahme der Tumorprobe exakt an der richtigen Stelle, dem so genannten Hot Spot – sowohl bei der Entfernung als auch bei der Biopsie von Tumoren. Dadurch wird eine exakte Bestimmung des Tumorgrades entsprechend der Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ermöglicht. Stefan Wolfsberger, Studienleiter: „Liegt bereits ein WHO-Grad III und damit ein rasch wachsender Tumor vor, kann man sofort die richtige Therapie nach dem neurochirurgischen Eingriff veranlassen.“

Das reicht von der Chemo- bis hin zur Strahlentherapie mit dem Ziel der Maximierung der Lebenserwartung der Betroffenen. Multidisziplinäre Zusammenarbeit an der MedUni Wien/AKH Wien Die Studie, die nun im Fachmagazin Neurosurgical Review erschienen ist, basiert auf der interdisziplinären Kooperation zwischen Neurochirurgie, Neuropathologie, Onkologie, Strahlentherapie, Radiodiagnostik und Comprehensive Cancer Center (CCC) an der Medizinischen Universität Wien und im AKH Wien. Das Paper entstand im Rahmen des Doktoratsstudiums „Clinical Neurosciences“ (CLINS) an der Universitätsklinik für Neurochirurgie. Georg Widhalm ist gemeinsam mit Andreas Hahn (Psychiatrie), Angelika Mühlebner-Fahrngruber (Pädiatrie) und Adelheid Wöhrer (Neuropathologie) einer der vier ersten Absolventen des CLINS.

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30.01.2013

Auch das Gehirn von Menschen mit Angstzuständen kann sich an Angst gewöhnen

 Dieses Experiment simuliert die soziale Konfrontation mit anderen Menschen, ohne die Person tatsächlich in eine für sie unerträgliche Angstsituation zu bringen Dieses Experiment simuliert die soziale Konfrontation mit anderen Menschen, ohne die Person tatsächlich in eine für sie unerträgliche Angstsituation zu bringen

Angst ist eine überlebensnotwendige Schutzfunktion vor möglichen Gefahren. Im Fall einer Angststörung wird diese positive Wirkung außer Kraft gesetzt: Sozialphobie- PatientInnen ängstigen sich vor ganz normalen, sozialen Situationen im Alltag, weil sie fürchten, sich unpassend zu verhalten oder von anderen für dumm gehalten zu werden.

WissenschafterInnen vom Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik und der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der MedUni Wien haben nun herausgefunden, dass dieses Angstnetzwerk zumindest teilweise deaktiviert werden kann. In der aktuellen, im Magazin PLOS One veröffentlichten, Studie von Ronald Sladky unter der Leitung von Christian Windischberger (Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik) wurden mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie die Änderungen der Gehirnaktivität von Sozialphobie-PatientInnen und gesunden ProbandInnen gemessen, während sie Gesichter betrachteten.

Dieses Experiment simuliert die soziale Konfrontation mit anderen Menschen, ohne die Person tatsächlich in eine für sie unerträgliche Angstsituation zu bringen. Dauerhafte Konfrontation wirkt Angst mindernd „Dabei zeigte sich, dass Menschen mit Sozialphobie zwar anfangs eine stärkere Aktivierung im Mandelkern und im medialen, präfrontalen Cortex des Gehirns aufweisen, nach einigen Durchgängen geht diese Aktivität allerdings zurück“, so Sladky. Das widerspricht der bisherigen Annahme, dass sich das emotionale Netzwerk von SozialphobikerInnen nicht genügend an die stressauslösende Situation anpassen kann. Die dauerhafte Konfrontation mit der Testaufgabe führte bei den AngstpatientInnen nicht nur dazu, schneller eine Lösung für das „Problem“ zu finden, sondern auch dazu, dass manche Gehirnregionen umgangen wurden, die sonst, und krankheitstypisch, überaktiviert waren.

Sladky: „Daher liegt der Schluss nahe, dass es auch im Emotionsnetzwerk von SozialphobikerInnen funktionierende Regulationsstrategien gibt, wenngleich es bei diesen Menschen etwas länger dauert, bis diese Mechanismen greifen. Die Fehlregulation dieser Gehirnteile kann also zu einem Teil kompensiert werden.“ Diese Erkenntnisse könnte, so Sladky, der Anstoß zur Entwicklung von personalisierten Trainingsprogrammen sein, die den Betroffenen im Alltag helfen, die unangenehmen Situationen besser zu meistern. In Österreich sind jährlich rund 200.000 Personen von einer Sozialphobie betroffen.

Die Dunkelziffer dürfte darüberhinaus sehr hoch sein, da viele Betroffene aufgrund Ihrer Angst nicht oder erst zu spät fachkundige Betreuung suchen. Kooperation für ein besseres Verständnis von psychiatrischen Erkrankungen Die aktuelle Studie entspringt einer interdisziplinären Forschungs-Zusammenarbeit zwischen dem Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik (Leitung: Wolfgang Drexler) und der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie (Leitung: Siegfried Kasper). Ziel der Kooperation ist ein besseres, neurowissenschaftliches Verständnis für psychiatrische Erkrankungen, um neue Therapie- und Diagnosemöglichkeiten entwickeln zu können.

Die fünf Forschungscluster der MedUni Wien Neurowissenschaften und Bildgebung (Imaging) sind zugleich zwei der fünf Forschungscluster der MedUni Wien. In diesen Fachgebieten werden in der Grundlagen- wie in der klinischen Forschung vermehrt Schwerpunkte gesetzt. Die weiteren drei Forschungscluster der MedUni Wien sind Krebsforschung/Onkologie, Allergologie/Immunologie/Infektiologie und vaskuläre/kardiale Medizin.

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10.05.2013

Effektive Impfung gegen Borreliose ist möglich

Etwa jede fünfte Zecke in Österreich trägt den Erreger. Etwa jede fünfte Zecke in Österreich trägt den Erreger.

Die "Borreliose" oder "Lyme"-Erkrankung wird durch das Bakterium "Borrelia burgdorferi" verursacht. In Österreich erkranken jährlich rund 16.000 Menschen nach einem Zeckenstich an Borreliose. Etwa jede fünfte Zecke in Österreich trägt den Erreger. Die Borreliose kann mit einer Antibiotika-Therapie gut behandelt werden, eine prophylaktische Impfung ist aber nicht verfügbar. In einer aktuellen, multizentrischen Studie, an der die MedUni Wien beteiligt war, wurde nun die sichere Wirksamkeit eines möglichen Impfstoffs gegen Borreliose nachgewiesen.

Die Ergebnisse der Studie, die Hoffnung auf die Entwicklung eines präventiv einsetzbaren Impfstoffs gegen Borreliose machen, wurden nun im Top-Magazin "Lancet Infectious Diseases" veröffentlicht. Beteiligt daran war ein Team der MedUni Wien von der von der Universitätsklinik für Klinische Pharmakologie unter der Leitung von Markus Müller und vom Institut für spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin unter der Leitung von Herwig Kollaritsch gemeinsam mit Studienzentren in New York, Mainz und Tübingen und einem Team der Baxter AG.

In einer klinischen Phase I/II-Studie wurde die Sicherheit und Wirksamkeit des neuen, multivalenten, rekombinant hergestellten Wirkstoffs OspA getestet. Kollaritsch: "Die Studienergebnisse zeigen, dass der Impfstoff einen effektiven Schutz gegen Borreliose bieten könnte und zwar erstmals auch gegen die in Europa vorherrschenden Stämme."

OspA (outer surface protein A) ist ein Eiweißmolekül, das auf der Oberfläche der Borrelien sitzt. Wird OspA injiziert, wird es vom Immunsystem als körperfremde Struktur entdeckt und löst eine Immunreaktion aus. Kollaritsch: "Es werden Abwehrmoleküle gebildet, die schützend wirken - spezifischer Weise direkt im Zecken, von dem sie während der Blutmahlzeit aufgenommen werden."

Borreliose - begleitet von teilweise schweren Symptomen

Bisher wird Borreliose mit einer systematischen Antibiotika-Therapie behandelt - allerdings erst beim Auftreten der ersten Symptome wie Kopf- und Gelenkschmerzen, Abgeschlagenheit, erhöhte Temperatur, oder aber in einem späteren Stadium auch Krämpfe oder Lähmungen sowie Herzmuskelentzündungen.

"Die Borreliose ist keine virale Erkrankung, sondern eine bakterielle, daher kann die Krankheit mit Antibiotika völlig ausgeheilt werden", erklärt der MedUni Wien-Forscher. Daher muss die Borreliose auch ganz klar von der viralen Erkrankung "FSME" unterschieden werden, gegen die bekanntlich schon lange eine wirksame Impfung verfügbar ist.

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08.03.2013

"Dein Tipp für Julia“ - Neue Kampagne zur Raucherentwöhnung startet

“Dein Tipp für Julia“ - Interaktive Tipps gegen die Lust am Rauchen “Dein Tipp für Julia“ - Interaktive Tipps gegen die Lust am Rauchen

In Österreich sterben jährlich etwa 14.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Grund genug für den Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und das Rauchertelefon eine Kampagne zur Raucherentwöhnung ins Leben zu rufen. Mit der aktuellen Kampagne “Dein Tipp für Julia“ sollen vor allem junge Frauen im Alter von 18 bis 34 Jahren angesprochen werden. Eine interaktive Video-Webseite (www.juliarauchfrei.at) sowie YouTube und Facebook bilden die zentralen Elemente dieser Kampagne.

Eine ist keine, oder?

Im Mittelpunkt der Kampagne steht Julia, eine junge Frau, die mit dem Rauchen aufgehört hat. Als sie eine alte Packung Zigaretten findet, bekommt sie wieder große Lust zu rauchen. Deshalb wendet sie sich mit einer Videobotschaft an die Internet-Gemeinde und bittet diese um Tipps, die sie vom Rauchen abhalten soll. Julia belohnt jeden brauchbaren Ratschlag mit einem unterhaltsamen Video, in dem sie (fast) jeden Tipp in die Tat umsetzt. Die ZuseherInnen können so den Lauf der Geschichte mit beeinflussen. Julia bemerkt in Ihren Videos auch die Vorteile des Nichtrauchens wie z.B. dass sie nun, ihr Geld für andere Einkäufe nutzen kann und dass sie beim Tanzen wieder mehr Luft hat.

„Der interaktive Charakter der Kampagne ermöglicht es in einen Eins-zu-Eins-Kontakt mit potentiellen RaucherInnen zu treten. Gemeinsam mit dem Rauchertelefon wollen wir Wege aufzeigen, wie man rauchfrei bleiben kann. Aufhörwillige RaucherInnen sollen auf humorvolle Weise das Rauchertelefon und die österreichweiten Angebote der Tabakentwöhnung kennen lernen. Wir gehen einen neuen Weg, um vor allem junge Frauen zu unterstützen“, so der für das Thema Prävention zuständige stellvertretende Generaldirektor im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Josef Probst.

Raucherinnen auf dem Vormarsch

Die Kampagne ist eine Reaktion auf die unterschiedliche Entwicklung des Tabakkonsums von Frauen und Männern. Laut Statistik Austria ist die Raucherrate bei den Männern in den letzten Jahrzehnten von 39 % auf 27 % gesunken, während sich gleichzeitig der Anteil der weiblichen Raucherinnen von 9 % auf 19 % erhöht und somit mehr als verdoppelt hat. Jede dritte Frau (34 %) in der Altersgruppe der 20- bis 25-Jährigen raucht täglich. Hinzu kommt noch, dass in der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen die Frauen früher zu rauchen beginnen, als die Männer.

Hilfe zur Selbsthilfe

Ziel der Kampagne, die noch bis zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2013 läuft, ist die Sensibilisierung junger Frauen und Motivation junger RaucherInnen zum Rauchstopp. Die Webseite www.juliarauchfrei.at wird auch nach dem Weltnichtrauchertag weiterhin verfügbar sein. Die Kampagne verlagert den kommunikativen Schwerpunkt weg von den Gefahren des Rauchens, hin zu den Vorteilen des Nichtrauchens und den Angeboten für Aufhörwillige.

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15.05.2013

Thema Brustkrebs: Österreicherinnen laut Studie uninformiert und ängstlich

Thema Brustkrebs: Österreicherinnen laut Studie uninformiert und ängstlich Thema Brustkrebs: Österreicherinnen laut Studie uninformiert und ängstlich

Vor Start des österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms im Oktober 2013 ist die große Mehrheit der Frauen über Nutzen und Risiko einer Teilnahme uninformiert und ist das Thema zudem mit Angst besetzt. Dies zeigt eine aktuelle Umfragestudie des Radiologen Dr. Hans Mosser.

Die Themen Brustkrebs und Früherkennung sind bei knapp 70% der österreichischen Frauen mit Angst assoziiert, zudem ist die große Mehrheit der Frauen uninformiert über Nutzen und Risiken der Teilnahme an einem Brustkrebs-Früherkennungsprogramm durch Mammographie, wie es in Österreich für 1,4 Mio. Frauen eingeführt wird. Dieses erschreckende Ergebnis zeigt eine Umfragestudie des österr. Radiologen Dr. Hans Mosser.

Statt sachlicher Information scheint bei den Themen Brustkrebs und Früherkennung Panikmache zu dominieren, kritisiert Mosser, und entlarvt in seinem brandneuen Buch "Akte Brust: Frau zwischen den Fronten" den pinken Hype rund um Brustkrebs und Früherkennung. Mit dem lt. Mosser "angstmachenden Statistik-Trick", nach dem jede 8. bis 10. Frau im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs erkranken soll, würden gesunde Frauen zur Mammographie geschickt. Die damit verbundenen Risiken sind bekannt, darunter Strahlenbelastung, falsch positive Befunde bei 21% und unnötige Eingriffe wie Gewebsentnahmen bei fast 6% der teilnehmenden Frauen nach 3 Mammographien, weiters 19% Überdiagnosen, bei denen manche Wissenschaftler sogar bis zu 50% angeben. Über diese Risiken wird jedoch nur spärlich oder gar nicht informiert!

Einige Berufskollegen Mossers kritisieren sein Buch, weil es durch das Aufzeigen nicht nur des Nutzens, sondern auch der wissenschaftlich dokumentierten Risiken eines Brustkrebs-Früherkennungsprogramms Frauen verunsichern würde. Doch ist es in Zeiten selbstbestimmter Bürgerinnen und Bürger zulässig, Informationen über wissenschaftlich bewiesene, wichtige Nachteile einer Methode zurückzuhalten? Wohl kaum! Vielmehr ist eine Nutzen-Risiko-Abwägung erst Voraussetzung einer informierten Entscheidung.

Ist dieses Brustkrebs-Früherkennungsprogramm, wie es im Herbst 2013 in Österreich für 1,4 Mio. Frauen zwischen 45 und 69 Jahren startet, nun ein Experiment an uninformierten Frauen, das mehr schadet als nützt, wie viele Wissenschaftler sagen? Oder ist der Nutzen größer, wie andere in ihren Studien behaupten? Oder ist es einfach nur ein Geschäft? Die Frau - und nicht nur sie - steht zwischen diesen Fronten. Wem glauben? Wie entscheiden? Was tun?

Um diese Fragen geht es in dem umfassend informativen und zugleich sehr spannend zu lesenden Aufklärungsbuch "Akte Brust - Frau zwischen den Fronten" des kritischen österreichischen Radiologen, der über eine fast 30-jährige Berufserfahrung in Brustkrebsdiagnostik und Früherkennung verfügt. Präsentiert werden in dem Buch die Ergebnisse von Mossers aktueller Studie, wie Frauen über Brustkrebs und Früherkennung denken und was sie fühlen, sowie, wem sie in diesen Fragen am meisten vertrauen, nämlich in über 90% dem Gynäkologen und dem Radiologen. Die tatsächliche Bedeutung von Brustkrebs, die lt. Mosser öffentlich weit überschätzt wird, und was Brustkrebs überhaupt ist, wird in dem Buch ebenso aufgezeigt wie der Nutzen einer Früherkennung sowie die Risiken und Schäden eines Früherkennungsprogramms (Screening), die auch quantifiziert werden. Ausführlich erklärt werden zudem die Vorteile der Methoden der Brustuntersuchung, von Mammographie über Ultraschall bis zu MR, genauso wie auch deren Nachteile aufgezeigt werden. Nicht zuletzt werden auch die Möglichkeiten aktiver Brustkrebsvorsorge durch Veränderungen von Faktoren des Lebensstils anhand wissenschaftlicher Daten dargestellt.

Mit fast 200 Seiten ist das Buch ein umfassendes Informationspaket zu allen Fragen rund um Brustkrebs und Früherkennung und räumt auf mit Unsicherheiten, Statistik-Tricks und einem pinken Brustkrebs-Hype. Basierend auf den aktuellsten wissenschaftlichen Daten ist es dennoch spannend zu lesen und zeigt Wege auf, die es einer Frau nach der Lektüre dieses Buches ermöglichen, zu einer individuellen, informierten und freien Entscheidung für oder gegen die Teilnahme am österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramm zu kommen. Ein eigenes Website-Projekt (www.aktemedizin.com) hält Interessierte darüber hinaus ständig auf dem aktuellen Stand und ermöglicht auch Interaktionen mit dem Autor.

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25.01.2013

„Viel Geld für eine nicht bewiesene oder unter Umständen sogar negative Wirkung“

Amway, FitLine, Herbalife, Juice Plus und Vemma: „Viel Geld für eine nicht bewiesene oder unter Umständen sogar negative Wirkung“ Amway, FitLine, Herbalife, Juice Plus und Vemma: „Viel Geld für eine nicht bewiesene oder unter Umständen sogar negative Wirkung“

„Ein gesunder Mensch, der sich halbwegs ausgewogen ernährt, braucht keine Nahrungsergänzungsmittel“, resümiert Geschäftsführer Franz Floss bei der heutigen Pressekonferenz des Vereins für Konsumenteninformation (VKI). „Wer es mit Vitaminen und Mineralstoffen allzu gut meint, tut sich keinen Gefallen. Ein Zuviel an Vitamin A, E und Beta-Carotin kann sogar problematisch werden. Und: So richtig billig sind Nahrungsergänzungsmittel im Grunde genommen nicht.“ Zwar kann z.B. bei Schwangeren, chronisch Kranken oder Hochleistungssportlern die Einnahme von einzelnen konzentrierten Nährstoffen sinnvoll sein – allerdings nur unter fachlicher Aufsicht.

Direktvertriebsfirmen steht Floss daher skeptisch gegenüber: „Der Verkäufer benötigt kein Fachwissen, sondern nur einen Gewerbeschein. Verdient wird hauptsächlich über Provisionen.“ Der VKI testete fünf Direktvertriebsfirmen, die in einer Leserumfrage des Testmagazins KONSUMENT am häufigsten genannt wurden: Amway, FitLine, Herbalife, Juice Plus und Vemma. Mit Vemma kam trotz mehrmaliger Nachfrage kein Beratungstermin zustande. Bei den restlichen Anbietern war in den Beratungen zwar die Falschaussage, dass schwere Krankheiten wie Krebs mit ihren Produkten geheilt, gelindert oder vorbeugend verhindert werden, nicht zu hören. Es gab aber einige nicht wissenschaftliche belegte oder grenzwertige Aussagen. Von keinem der Berater kam der Hinweis, vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit einem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft zu sprechen. Stattdessen versuchten nahezu alle Verkäufer, die Kunden auch als Berater bzw. Teampartner anzuwerben.

Grenzwertige Werbeaussagen · Nahrungsergänzungsmittel verhindern Verkühlung In einer Beratung wurde behauptet, dass Präparate von FitLine eine Verkühlung verhindern. Das unabhängige, deutsche Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) wies nach, dass die regelmäßige Einnahme von vitaminhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln nicht vor einer Erkältung schützt. Mit Produkten von Amway, so ein anderer Berater, hätte er seinen Diabetes im Griff. Auch das ist nicht nachgewiesen. Dazu kommt, dass Nahrungsergänzungsmittel (NEM) nicht damit beworben werden dürfen, dass sie Krankheiten vorbeugen, behandeln oder heilen.

Die Böden sind ausgelaugt und das darauf angebaute Obst und Gemüse ist qualitativ nicht mehr hochwertig – die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln daher nötig. Auch das bekamen die Testpersonen zu hören. Das ist nicht zutreffend. Wie viele Nährstoffe in Obst und Gemüse stecken, ist u.a. abhängig von der Sorte und dem Reifeprozess. Zum Beispiel enthält ein Berlepsch-Apfel normalerweise wesentlich mehr Vitamin C als ein Gloster. Einfluss hat auch, wie viel Sonne eine Pflanze bekommt, wann geerntet und die Frucht gegessen wird. Lagert man das Gemüse über Tage im Kühlschrank, kommt es zu Vitaminverlusten.

Überdosiert und teuer - Der VKI erhob bei allen in der Beratung verkauften Nahrungsergänzungsmitteln den Vitaminund Mineralstoffgehalt und verglich die Ergebnisse mit den Empfehlungen des Gesundheitsministeriums. Bei FitLine gab es bei acht verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen Überschreitungen, bei Amway, Juice Plus und Herbalife jeweils eine. Die Dosierungsvorschläge der Berater wurden zusätzlich mit den vereinheitlichten Empfehlungen der Ernährungsgesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz verglichen (D-A-CH-Referenzwerte). Bei FitLine waren sieben Vitamine und Mineralstoffe überdosiert, bei Amway je nach Testperson vier bzw. drei und bei Juice Plus jeweils drei. „Die meisten der überdosierten Nährstoffe, z.B. Biotin, Folat und Vitamin C, sind zwar weniger problematisch, da sie wasserlöslich sind und über die Nieren ausgeschieden werden“, so VKIErnährungswissenschafterin Katrin Mittl.

„Auf Dauer ist ein Zuviel an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen laut aktueller Studien aber nicht ungefährlich. Dazu kommt, dass es bei Nahrungsergänzungsmitteln auch zu Wechselwirkungen kommen kann. Im Vorfeld sollte daher abgeklärt werden, ob Medikamente eingenommen werden und Allergien oder Unverträglichkeiten bestehen.

Für die empfohlenen Produkte wären monatlich folgende Kosten entstanden: Amway (rund 19 bis rund 74 Euro je nach Berater), FitLine (rund 109 Euro), Herbalife (110-124 Euro) und Juice Plus (rund 75 Euro). „Viel Geld für eine nicht bewiesene – oder unter Umständen sogar negative – Wirkung“, so Mittl. Anwerbung beim Beratungsgespräch Bei fast allen Beratungen wurde den beiden Testpersonen gegenüber zur Sprache gebracht, ob sie nicht auch Berater bzw. Teampartner werden möchten. Als Berater bekäme man die Präparate teilweise vergünstigt. Diese lehnten ab, was nicht immer positiv aufgenommen wurde. Zwei weitere Testpersonen verschafften sich Einblick in die Direktvertriebsfirmen (hier auch bei Vemma), indem sie mehrere Veranstaltungen besuchten und angaben, Berater werden zu wollen. Das mögliche Einkommen und die Karrierestufen wirkten auf den ersten Blick beeindruckend.

Bei genauerer Betrachtung wurde aber deutlich, dass relativ viel Zeit investiert werden muss, um tatsächlich Geld zu verdienen. Dazu kommt, dass der Bekannten- und Verwandtenkreis angesprochen werden soll, um einen Kundenstamm aufzubauen. Bei Amway und Herbalife erhielten die Testpersonen sogar ein Formular, in das bis zu hundert Freunde und Bekannte eingetragen werden sollten. Bei Amway fiel einer Testperson zudem der Rücktritt von der getroffenen Vereinbarung innerhalb der angegebenen Frist nicht leicht: Durch langwierige Diskussionen und wiederholte Kontaktaufnahme wurde sozialer Druck aufgebaut und damit der Ausstieg bedeutend erschwert.

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21.03.2013

Haarentfernung per Laser oder IPL-Gerät: Kostspielige Methode ohne Garantie

Haarentfernung per Laser oder IPL-Gerät: Kostspielige Methode ohne Garantie Haarentfernung per Laser oder IPL-Gerät: Kostspielige Methode ohne Garantie

Unter den Achseln, auf der Brust oder an den Beinen – Haare wachsen meist genau dort, wo sie aus ästhetischen Gründen unerwünscht sind. Wer trotzdem nicht ständig selbst zu Rasierklinge oder Wachs greifen möchte, lässt sich die lästige Behaarung in spezialisierten Studios per Laser oder IPL-Gerät (Intensed Pulsed Light) entfernen. Dabei werden die Haarwurzeln durch kurze Laser- bzw. Lichtimpulse verödet oder zerstört. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) wollte wissen, wie gut 15 zufällig ausgewählte Anbieter in Wien über Risiken, Dauer und Kosten dieser Methode informieren.

Das Ergebnis: Nur vier der 15 Haarentfernungszentren klärten die Tester umfassend auf und wurden am Ende mit „gut“ oder „sehr gut“ bewertet.

„Wenn man sich für eine permanente Haarentfernung entscheidet, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es mit einer einzigen Behandlungseinheit nicht getan ist“, informiert VKIGesundheitsexpertin Dr. Angela Tichy. „Je nach Hauttyp, Farbe und Menge der Haare können bis zu zehn Sitzungen fällig werden.

Da immer nur der Teil der Haare behandelt werden kann, der sich gerade in der Wachstumsphase befindet, müssen die Einheiten im Abstand von 6 bis 12 Wochen wiederholt werden. In dieser Zeit sollte man nicht nur auf Solariumsbesuche und Selbstbräuner, sondern auch auf direkte Sonneneinstrahlung verzichten. Dessen sollte man sich im Vorfeld bewusst sein, denn die Behandlung ist durchaus kostspielig: Die getesteten Anbietern verrechnen etwa für die Enthaarung einer Männerbrust zwischen 42 und 400 Euro pro Sitzung.“

Eine erfolgreiche Enthaarung per Laser/IPL funktioniert eher bei dunklen Haaren. Aber selbst hier gibt es keine Garantie. Auch wenn die Methode als „dauerhaft“ beschrieben wird, kann es sein, dass die unerwünschten Haare nach einiger Zeit doch wieder nachwachsen. „Seriöse Anbieter werden diesen Umstand genauso wenig verschweigen wie mögliche gesundheitliche Nebenwirkungen“, betont Dr. Tichy. „Denn obwohl die Risiken überschaubar sind, kann es in Einzelfällen doch zu Problemen wie Schwellungen, Bläschenbildung oder Verbrennungen kommen. Eine umfassende Beratung im Vorfeld ist auch aus diesem Grund unerlässlich.“

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22.04.2013

2013 ist das europäische "Jahr der Luft"

Brigitte John-Reiter Brigitte John-Reiter

Die Europäische Kommission hat 2013 zum "Jahr der Luft" erklärt. Denn schlechte Luft kann der Verursacher von schweren Krankheiten sein. Ziel dieser europäischen Initiative ist, die Bedeutung von sauberer Luft hervorzuheben und Aktionen zur Verbesserung der Luftqualität in der EU zu forcieren. Was bei den Aktivitäten zur Luftreinhaltung gerne ausgeblendet wird, ist die Tatsache, dass die Luft in Innenräumen oft stärker schadstoffbelastet ist, als die uns umgebende Außenluft. "Es geht generell um mehr Achtsamkeit im Umgang mit unserer Umgebungsluft, doch in Innenräumen können wir mehr tun", so Mag. Thomas Schlatte, Sprecher der Plattform MeineRaumluft.

Luftverschmutzung ist der Hauptverursacher für Lungenkrankheiten wie zum Beispiel Asthma. Laut Schätzungen sterben in Europa jährlich eine halbe Million Menschen frühzeitig an den Folgen von verschmutzter Luft. Grund genug für die Europäische Kommission, mit dem "Jahr der Luft" eine Initiative ins Leben zu rufen, die unserem wichtigsten Lebens-Mittel einen entsprechenden Stellenwert in der öffentlichen Wahrnehmung einräumt.

Liegt der Fokus dieser Initiative auf der Außenluft, sollte jedoch nicht vergessen werden, dass wir uns zu 90 % in Innenräumen aufhalten. Diese ist - qualitativ betrachtet - häufig als schlechter einzustufen als Außenluft. Natürlich beeinflusst die Qualität der Außenluft wesentlich unsere Raumluft. In Österreich sind wir jedoch in der glücklichen Lage, generell über eine sehr hohe Güte der Außenluft zu verfügen. Selbst wenn Feinstaub oder bodennahes Ozon immer wieder zu Problemen führen. Doch oft gelangen Schadstoffe in der Innenraumluft nicht über die Außenluft in die Räume, sondern sind hausgemacht! Im Gegensatz zur Außenluft können wir daher die Luft im Wohn- und Arbeitsraum, wesentlich beeinflussen. Doch dazu muss man wissen wie.

Mit der warmen Jahreszeit fällt auch heuer wieder der Startschuss für die Bau- und Sanierungs-Saison. Gesunde Raumluft beginnt dabei schon bei der Planung eines Neu- oder Umbaus. Die Aspekte Energieeffizienz, gesundes Bauen und Verarbeitung stehen beim Hausbau und der Wohnungssanierung meist ganz oben. Für ein gesundes Lebensumfeld spielt aber die Qualität der Innenraumluft eine ausschlaggebende Rolle.

"Die Schadstoffbelastung in Innenräumen - etwa durch Allergene, Feinstaub oder Formaldehyd - stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Neben Befindlichkeits-Störungen wie Kopfschmerzen und Müdigkeit können diese auch die Ursache ernsthafter Erkrankungen sein, z.B. Schädigungen der Atemwege, Herz- Kreislaufprobleme oder Krebserkrankungen. Umso wichtiger ist es, beim Hausbau auf die Wahl gesunder Baustoffe zu achten" so Mag. Brigitte John-Reiter Geschäftsführerin Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin und Projektleiterin des neu gegründeten "Kompetenz|Zentrum Gesundes Bauen".

Anorganische Baustoffe wie Ziegel belasten die Raumluftqualität in der Regel nicht. Da es sich um mineralisches Material handelt, verursachen diese Naturbaustoffe keine relevante Schadstoffbelastung. Vielmehr haben sie durch ihre Fähigkeit, Schadstoffe und Wasserdampf aufzunehmen, eine positive Wirkung auf die Innenraumluftqualität.

Eine suboptimale Raumluft ist in vielen Fällen auf die vorhandene Bausubstanz und auch auf die Einrichtung der Wohnungen zurückzuführen, die Schadstoffe an ihre unmittelbare Umgebung abgeben. Aufgrund der modernen, luftdichten Bauweise und falscher Baustoff- und Einrichtungswahl steigt so die Schadstoffkonzentration schnell auf ein gesundheitsgefährliches Niveau: "Moderne Gebäude haben eine wesentlich dichtere Gebäudehülle als früher. Der Austausch mit der Außenluft ist dadurch um ein 10faches geringer als noch vor 20 Jahren. Dies führt zu einer enormen Anreicherung von Schadstoffen in Innenräumen. Die energiesparend errichteten und sanierten Gebäude leisten zwar einen wichtigen Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz, entpuppen sich aber bei fehlender oder falscher Lüftung als gesundheitsschädigende Schadstoffkäfige für den Einzelnen", so Alexander Lehmden, Internationales Produktmanagement Wienerberger AG, einem Plattformpartner.

Auch auf das Innenraumklima wirken sich anorganische Baustoffe positiv aus. Die Diffusionsoffenheit dieser Baustoffe besitzen beispielsweise eine feuchtigkeitsregulierende Wirkung: Ist es feucht, entziehen sie der Umgebung Feuchtigkeit. Bei Trockenheit geben sie die Feuchtigkeit an die Umgebung ab. Dies zeigte sich bei Messungen, die die Plattform MeineRaumluft 2012 in über 1.000 Schulklassen durchführte. So waren hier die Werte der Luftfeuchtigkeit bei Ziegelbauten signifikant besser als bei anderen Baustoffen.

"Nutzen wir das europäische Jahr der Luft, um unserer Umgebungsluft mehr Aufmerksamkeit zu schenken - und zwar sowohl der Außen- wie auch der Innenraumluft", so Schlatte zu der europäischen Initiative.

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25.01.2013

Lippenstifte im Test - Kombis halten besser

Immerhin „verspeisen“ Frauen, die sich regelmäßig die Lippen schminken im Lauf ihres Lebens statistisch gesehen zwei Kilo Lippenstift Immerhin „verspeisen“ Frauen, die sich regelmäßig die Lippen schminken im Lauf ihres Lebens statistisch gesehen zwei Kilo Lippenstift

Sechs, acht, zwölf oder sogar 24 Stunden – so lange soll Lippenstiftfarbe laut Werbung halten. In der Praxis werden jedoch nur wenige Produkte diesem Versprechen gerecht. Wie ein aktueller Test in der Februarausgabe der Zeitschrift KONSUMENT zeigt, sind Lippenstiftfarben oft wesentlich kurzlebiger als in der Reklame angegeben: Nur 2 von 12 geprüften Produkten hielten den Werbeaussagen stand. Alles in allem schnitten Kombiprodukte aus Lippenfarbe und Pflegegloss besser ab als „klassische“ Lippenstifte. Ein erfreuliches Ergebnis: Schadstoffe wie Blei oder Nickel wurden in keinem der Produkte festgestellt.

25 Probandinnen pro Produkt waren eine Woche lang im Einsatz, um 12 ausgewählte Lippenstifte auf ihre Eigenschaften zu prüfen. Gleichzeitig wurden die Kosmetika von drei Experten unter die Lupe genommen. Das Fazit: Im Vergleich sind Kombiprodukte aus Farbe und Pflegegloss deutlich besser als klassische Lippenstifte. Sie halten nicht nur länger und färben weniger ab sondern sind auch insgesamt beständiger gegen äußere Einflüsse. Während bei den „Klassikern“ die Farbe oft schon nach vier Stunden verblasst, schaffen Kombis dadurch meist einen ganzen Arbeitstag. Das zweite Ergebnis: Ein Lippenstift muss nicht unbedingt teuer sein.

Der Testsieger MAC Pro Longwear Lipcolour etwa kostet 24 Euro. Ein „guter“ Lippenstift ist mit MaxFactor Lipfinity Lip Colour aber auch schon um 15,80 Euro erhältlich. Demgegenüber wurde eines der teuersten Produkte – der Lippenstift Rouge in Love von Lancôme um 26 Euro – von den Testern nur als „durchschnittlich“ bewertet. Auf jeden Fall positiv ist, dass alle 12 getesteten Lippenstifte schadstofffrei waren. Das ist beruhigend, denn immerhin „verspeisen“ Frauen, die sich regelmäßig die Lippen schminken im Lauf ihres Lebens statistisch gesehen zwei Kilo Lippenstift. Bei vier Gramm Farbe je Stift sind das 500 Stück.

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25.04.2013

Bioresonanz bei Lebensmittelunverträglichkeit - zweifelhaft und teuer

Bioresonanz bei Lebensmittelunverträglichkeit - zweifelhaft und teuer Bioresonanz bei Lebensmittelunverträglichkeit - zweifelhaft und teuer

Fisch, Eier, Nüsse oder Milchprodukte: Bis zu fünf Prozent der Österreicher leiden Schätzungen zufolge an Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Die Wirksamkeit der Bioresonanztherapie ist wissenschaftlich nicht belegt. Dennoch versprechen die Anbieter in der Werbung eine zuverlässige Diagnose oder gar die Heilung der Nahrungsmittelunverträglichkeit. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat eine Testperson von sechs Anbietern im Raum Wien untersuchen lassen. Das Fazit des VKI: Die Bioresonanztherapie ist teuer und liefert keine zuverlässigen Ergebnisse. Ein Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten sollte am besten in einem Allergieambulatorium untersucht werden.

Kein einziger Befund deckte sich mit der von einem Allergiezentrum durchgeführten Kontrolluntersuchung, in der u.a. eine Frucht- und Milchzuckerunverträglichkeit festgestellt wurde. Zudem lautete jeder einzelne Befund der Bioresonanzinstitute anders: Das Spektrum reicht von einer Unverträglichkeit gegen Erdnüsse und Walnüsse, über Instantkaffee und Saccharin bis hin zu Milcheiweis und Weizen. „In einer der getesteten Einrichtungen wurde der Testperson fälschlicherweise gar eine zerebrale Durchblutungsstörung attestiert. Die Testperson leidet jedoch weder unter typischen Symptomen wie Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen oder Kopfschmerzen, noch wurde diese Erkrankung jemals im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung diagnostiziert“, berichtet VKI-Gesundheitsexpertin Dr. Bärbel Klepp. Auch die Ernährungsempfehlungen stehen in der Kritik: „Würde man sich an alle gegebenen Empfehlungen halten, wäre eine ausgewogene Ernährung schier unmöglich.“

Einheitlichkeit gab es im Rahmen des Tests dagegen in einem anderen Punkt: hohe Kosten im Falle einer Therapie. Diese reichen von 50 Euro bis zu 120 Euro pro Sitzung, wobei teils bis zu zehn notwendige Behandlungen in Aussicht gestellt wurden. Bei Erstkonsultationen wurden teils höhere Kosten (bis zu 168 Euro) verrechnet. Hätte sich die VKI-Testperson auf eine Therapie eingelassen, wären im extremsten Fall – inklusive der empfohlenen Nahrungsergänzungsmittel - bis zu 900 Euro fällig geworden.

Die Bioresonanztherapie wurde 1977 von dem deutschen Arzt und Scientologen Franz Morell und seinem Schwiegersohn, dem Ingenieur Erich Rasche als MORA-Therapie eingeführt. Um nicht weiter in die Nähe von Scientology gerückt zu werden, benannten sich in den 1990er Jahren mehrere bedeutende Therapeutenvereinigungen um und verbannten „Bioresonanz“ aus ihrer Namensgebung. So existieren ähnliche Verfahren unter den Namen Biokommunikations-, Bicom-, Multicom- und Multiresonanztherapie, Biophysikalische Informationstherapie (BIT), Diagnostische Resonanztherapie (DRT), Sequentielle Frequenzdiagnostik, Lykotronik-Therapie, SomaDyne, VegaSTT oder Matrix-Regerationstherapie.

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19.04.2013

Ex-Minister Darabos im Gespräch für Präsidentenamt bei Rapid

Rapid-Kuratoriumsmitglied und SPÖ-Bundesgeschäftsführer Darabos könnte nach der Nationalratswahl Edlinger-Nachfolge antreten. Rapid-Kuratoriumsmitglied und SPÖ-Bundesgeschäftsführer Darabos könnte nach der Nationalratswahl Edlinger-Nachfolge antreten.

Wie das Wirtschaftsmagazin FORMAT aus Rapid-Insiderkreisen erfuhr, wird Ex-Sportminister und SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos als einer der Favoriten für das Präsidentenamt bei Rapid gehandelt. Darabos ist langjähriges Mitglied des Rapid-Kuratoriums und besitzt große sportpolitische Erfahrung.

Schärfster Konkurrent um die Nachfolge von Rudolf Edlinger an der Rapid-Spitze ist Casinos Austria-Vorstand Dietmar Hoscher. Edlinger tritt bei der Wahl des neuen Rapid-Präsidiums im November nicht mehr an. Darabos ist nach der Nationalratswahl im September frei für die neue Aufgabe, die er parallel zur Tätigkeit als SPÖ-Bundesgeschäftsführer ausüben könnte.

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24.01.2013

Neues Gesundheitszentrum entsteht in Bad Erlach

(v.l.n.r.): Hans Rädler, Mag. Klaus Schneeberger, Karin Weißenböck, LH-Stv. Mag. Sobotka und Dr. Robert Griessner, Medizinischer Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding (v.l.n.r.): Hans Rädler, Mag. Klaus Schneeberger, Karin Weißenböck, LH-Stv. Mag. Sobotka und Dr. Robert Griessner, Medizinischer Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding

In St. Pölten informierten Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka, Mag. Klaus Schneeberger als Aufsichtsratsvorsitzender von ebg MedAustron, der Bürgermeister von Bad Erlach, Hans Rädler, sowie die Geschäftsführerin der RMNS GmbH und des Moorheilbades Harbach, Karin Weißenböck am 23. Jänner, in einer gemeinsamen Pressekonferenz über die geplante Errichtung eines neuen Gesundheitszentrums für Rehabilitation und Remobilisation in Bad Erlach. Das Haus, das der Nachbetreuung und Therapie von Krebspatientinnen und -patienten dienen und damit eine Ergänzung der Akutbehandlung von Krebserkrankungen sein soll, soll zwischen März 2013 und Oktober 2014 gebaut werden. Als Errichterin und Betreiberin fungiert die RMNS GmbH, die von den Gesellschaftern des Moorheilbades Harbach gegründet wurde.

„Für die Gesundung ist neben dem eigenen Willen und der Eigenverantwortlichkeit auch eine breit aufgestellte Gesundheitsversorgung verantwortlich. Das Land Niederösterreich ist ein Partner, wenn es um das Anbieten einer bestmöglichen Gesundheitslandschaft geht. Es geht darum, die Qualität in der Behandlung am Patienten in den Vordergrund zu stellen. Das neue Gesundheitszentrum ist ein innovatives Projekt, es soll hier ein Paradebeispiel eines Private-Public-Partnership-Modells entstehen", erklärte Landeshauptmann-Stellvertreter Sobotka.

Klaus Schneeberger erinnerte in seinen Ausführungen an das neue Krebsbehandlungs- und Forschungszentrum MedAustron in Wiener Neustadt und an den Aufbau des „Comprehensive Cancer Centers" am Landesklinikum Wiener Neustadt; durch diese beiden sei in der Region derzeit ein Krebskompetenzzentrum im Entstehen. „Das neue Gesundheitszentrum ist eine großartige organische Ergänzung für die Region Wiener Neustadt. Damit entsteht eine Achse, die Medizin auf höchstem Standard bietet", so Schneeberger.

Bürgermeister Rädler meinte, man gehe in Bad Erlach „bewusst einen Weg, der noch in den kommenden Jahrzehnten Auswirkungen haben wird", Karin Weißenböck bezeichnete Bad Erlach als „idealen Standort" für das geplante Gesundheitszentrum, da hier die Anbindung an die regionalen Kliniken und an MedAustron gegeben sei.

Das neue Gesundheitszentrum soll 192 Betten aufweisen, von denen 100 der Onkologischen Rehabilitation, 60 der Remobilisation und Nachsorge, und 32 privaten Gästen und Begleitpersonen gewidmet sind. Das Haus soll als „Sonderkrankenanstalt" geführt werden, die Zahl der Beschäftigten wird mit etwa 120 Personen angenommen. Das Investitionsvolumen wurde mit 25 Millionen Euro beziffert.

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30.04.2013

Krebsbehandlung in Österreich – ein positives Zeugnis

Krebsbehandlung in Österreich – ein positives Zeugnis Krebsbehandlung in Österreich – ein positives Zeugnis

Etwa die Hälfte der österreichischen Bevölkerung ist direkt oder indirekt von einer Krebsproblematik betroffen. Dies ergab eine topaktuelle Bevölkerungsstudie (N=2000 Österreicherinnen und Österreicher ab 15 Jahre) zum Thema "Krebs, eine öffentliche Priorität", die von GfK Austria Healthcare im Auftrag der Initiative "Leben mit Krebs" durchgeführt wurde.

Sie zeigt unter anderem, dass die medizinische Versorgung bei Krebserkrankungen vom Großteil der Betroffenen positiv gesehen wird: Zwei Drittel der indirekt Betroffenen – Personen, die einen krebskranken nahen Angehörigen haben – und sogar 90 Prozent der selbst Betroffenen erachten die Behandlung von Krebskranken im Krankenhaus als sehr oder eher gut.

"Die Hälfte aller Betroffenen stellt der Wirksamkeit bzw. Nachsorge ein positives Zeugnis aus", betonte Mag. Silvia Bauernhofer, GfK Austria Healthcare. Auch diese Aspekte werden von Krebskranken signifikant besser beurteilt (sehr/eher gut: Wirksamkeit 80%, Nachsorge 70%) als von indirekt Betroffenen (51% bzw. 48%).

Aufklärung und Information werden von den Betroffenen als wichtigste Maßnahme zur Verbesserung der Lebensqualität von Tumorpatienten gesehen.

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14.02.2013

Rund 65.000 Österreicher verletzen sich jährlich beim Wintersport

Rund 65.000 Österreicher verletzen sich jährlich beim Wintersport Rund 65.000 Österreicher verletzen sich jährlich beim Wintersport

Insgesamt passieren rund 80 Prozent aller Unfälle in der Freizeit - nur 20 Prozent ereignen sich am Arbeitsplatz. Nach schweren Arbeitsunfällen unterstützt die gesetzliche Sozialversicherung die verunfallte Person mit Rentenleistungen. Nicht so jedoch bei Unfällen, die sich in der Freizeit ereignen. Nur wer auf eine private Unfallversicherung setzt, kann zumindest das finanzielle Risiko abfedern. UNIQA Österreich-Chef Hartwig Löger: "Oft wird vergessen, dass mit der sportlichen Betätigung auch das Unfallrisiko steigt und die Folgen dieser Freizeitunfälle nicht durch die gesetzliche Unfallversicherung gedeckt sind."

Transport mit dem Helikopter kostet ein paar tausend Euro

Die meisten Unfälle ereignen sich beim Putzen zu Hause, in der Freizeit oder beim Sport. Dabei endet jeder vierte Unfall mit einem Spitalaufenthalt, jeder 100. mit dauernder Invalidität und jeder 300. sogar tödlich. Wer sich etwa beim Skifahren einen Hüftbruch zuzieht und mit dem Helikopter ins Spital gebracht wird, muss alleine mit Transportkosten von mehreren tausenden Euros rechnen. Bleibt der Patient dauerhaft invalid, können Kosten für Behandlungen der Folgeschäden und notwendige Umbauarbeiten im Eigenheim schnell den finanziellen Ruin bedeuten.

Umso erstaunlicher ist, dass nur 40 Prozent aller Österreicher eine private Unfallversicherung abgeschlossen haben. Zu den Personen, die besonders oft ohne privaten Versicherungsschutz da stehen, zählen vor allem Kinder bis zum Schulantritt, Hausfrauen und Pensionisten.

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07.03.2013

Alarmstufe Rot: Was hinter roten Augen stecken kann

Alarmstufe Rot: Was hinter roten Augen stecken kann Alarmstufe Rot: Was hinter roten Augen stecken kann

Woran erkennt man, dass bald der Frühling Einzug hält? Indem viele von uns Niesattacken, verstopfte Nasen und rote Augen aufgrund von Hasel-, Birken- oder Gräserpollen haben. Diese allergischen Reaktionen gehören zu den häufigsten Ursachen von geröteten Augen. Aber rote Augen sind ein Symptom, erklärt Chefredakteur und Allgemeinmediziner Dr. Andreas Baum, das verschiedene Ursachen haben kann:

Ganz oft ist es so, dass die Augen zu trocken sind, weil zu wenig Tränenflüssigkeit produziert wird. Da spielen auch häufig Zugluft, Zigarettenqualm, Wind oder Kälte eine Rolle und ebenfalls häufig sind Bindehautentzündungen durch Viren oder Bakterien. Wichtig ist, dass man zum Augenarzt geht, vor allem bei Schmerzen oder Sehstörungen, weil dann auch noch andere Augenkrankheiten dahinterstecken können.

Finger weg von irgendwelchen Hausmittelchen, wie Kamillespülung, weil die die Augen noch mehr reizen können. Man sollte die Ursachen ärztlich abklären lassen, denn oft kann der Augenarzt schnelle Abhilfe schaffen:

Bei trockenen Augen können künstliche Tränen helfen, die gibt es als Tropfen oder Gel in der Apotheke. Für Allergiker gibt es Augentropfen, die die Allergiesymptome im Auge unterdrücken. Bei Infektionen behandelt dann der Arzt z.B. mit abschwellenden oder bei bakteriellen Infektionen gegebenenfalls dann auch mit antibiotischen Augentropfen.

Damit gar nicht erst rote Augen und eine Bindehautentzündung entstehen können, kann man aber einfach und unkompliziert vorbeugen: Zugluft und Zigarettenrauch sollte man vermeiden und oft an die frische Luft gehen. Und dann ist es auch wichtig, dass man sich nicht mit ungewaschenen Händen die Augen reibt, um keine Keime in die Augen zu schleppen. Wer Kosmetika verwendet, wie Wimperntusche oder Eyeliner sollte aufs Verfallsdatum schauen, auch um keine Keime ins Auge zu bringen.

Augen werden bei langer Bildschirmarbeit häufig überanstrengt. Damit die Augen nicht ermüden und entspannen können, tut es gut, immer mal wieder in die Ferne zu schauen, rät der Diabetes Ratgeber.

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21.02.2013

Enge Zusammenarbeit der NÖ Landeskliniken ermöglicht zukunftsweisende Facharzt-Ausbildung

Mit einem zukunftsweisenden Projekt der NÖ Landeskliniken-Holding und der NÖ Ärztekammer wird nun ein Meilenstein in der Fachärzteausbildung gesetzt. Das neue „Rotationskonzept zur Facharztausbildung“ ermöglicht es Ärztinnen und Ärzten im Rahmen ihrer Ausbildung Erfahrungen an mehreren Klinikstandorten zu sammeln.

„Die beste Ausbildung für unsere Fachärztinnen und Fachärzte ist dem Land Niederösterreich ein besonderes Anliegen. Das zukunftsweisende Pilotprojekt in den Kliniken der Thermenregion ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Niederösterreichischen Weg, um auch zukünftig die beste medizinische Versorgung für alle Patientinnen und Patienten sicher zu stellen. Mein Dank gilt den Verantwortlichen der Ärztekammer, des Landes Niederösterreich und der NÖ Landeskliniken-Holding, die dieses innovative Projekt ermöglicht haben“, so Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger im Rahmen der Pressekonferenz.

Höchst erfreut zeigt sich auch OA Dr. Christoph Reisner, Präsident der NÖ Ärztekammer, über die Entwicklung des so genannten „Rotationskonzeptes zur Facharztausbildung“, welches bereits seit 2011 vorbereitet wurde und nun in den Echtbetrieb übergeführt wird: „Das bisherige Ausbildungskonzept hat sich durch die Zusammenlegung aller Standorte in Niederösterreich teilweise überlebt. Notwendige Schwerpunktsetzungen beim medizinischen Betrieb haben dazu geführt, dass die vollständige Ausbildung an einzelnen Standorten alleine nicht mehr gesichert werden kann. Daher ist dieser Schritt in Richtung Rotationskonzept zu begrüßen.“

Rotation in diesem Sinne bedeutet, dass Ärztinnen und Ärzte in Fachausbildung ihre Ausbildung nicht mehr nur an einem Klinikstandort absolvieren, sondern strukturiert und vorgeplant in mehreren Häusern.

„Der Ausbildungsweg ist von Beginn an geplant und wird durch ein neues EDV-System unterstützt. Sowohl Dienstgeber als auch Dienstnehmer können sich auf den genauen Zeitplan der Ausbildung einstellen. Dieser Schritt birgt für alle Beteiligten zahlreiche Vorteile. Der Wechsel innerhalb der Region führt zu mehr Weitblick, weil man mindestens zwei Häuser kennen lernt. Fast automatisch ergibt sich auch eine bessere Vernetzung der Standorte“, nennt der medizinische Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding Dr. Robert Griessner einige Eckpunkte des neuen Konzeptes.

„Nur wenn wir Ärztinnen und Ärzten eine hervorragende Ausbildung und gute Arbeitsbedingungen ermöglichen, erhalten wir die Attraktivität der medizinischen Arbeitsplätze in Niederösterreich. Dazu gehört auch die Lebensplanung dieser jungen Menschen. Das Rotationskonzept in Kooperation zwischen der NÖ Landeskliniken-Holding und der Ärztekammer stellt sicher, dass die Ausbildungs- mit der Lebensplanung in Einklang gebracht werden kann“, ergänzt Präsident Reisner.

„Dieses Projekt ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg zu einer gut abgestimmten regionalen Zusammenarbeit der Kliniken unter dem Dach der NÖ Landeskliniken-Holding, zum Wohle der Patientinnen und Patienten. Gleichzeitig kann die Qualität in der Ausbildung durch den gegenseitigen Austausch noch weiter gesteigert werden“, erklären Projektleiterin Prim.a Dr.in Angelika Karner-Nechvile, MSc, MBA und der Regionalmanager der Thermenregion DI Alfred Zens, MBA abschließend.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Markus N.

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