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Sport/Gesundheit

29.05.2017

Hepatitis A in Europa und Österreich

Hepatitis A ist weltweit verbreitet. Sie wird durch das Hepatitis A Virus (HAV) verursacht. Hepatitis A ist weltweit verbreitet. Sie wird durch das Hepatitis A Virus (HAV) verursacht.

Hepatitis A ist weltweit verbreitet. Sie wird durch das Hepatitis A Virus (HAV) verursacht.

Der Mensch ist Hauptreservoir, die typische Art der Übertragung ist fäkal-oral, wie diese bei physischen Mensch-zu-Mensch Kontakt erfolgen kann sowie durch den Verzehr von mit HAV kontaminierten Lebensmittel und Wasser sowie durch die Berührung von mit HAV kontaminierten Gebrauchsgegenständen. Die Inkubationszeit (Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit) beträgt im Allgemeinen 3-6 Wochen. Die Erkrankung äußert sich meist durch Übelkeit, Oberbauchschmerzen bis hin zu einer Gelbsucht, die aber in der Regel vollständig ausheilt. Der Verlauf ist bei Kindern meist asymptomatisch oder mild, bei Erwachsenen allerdings nimmt der Erkrankungsverlauf an Schwere zu; ab dem 40. Lebensjahr bzw. bei Personen mit vorgeschädigter Leber besteht ein erhöhtes Risiko für einen letalen Ausgang der Erkrankung.

Information zu europaweitem Hepatitis A-Ausbruch

Das Europäische Zentrum für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) berichtet in einem am 18.5.2017 aktualisierten „Risk Assessment“ über einen anhaltenden europaweiten Ausbruch von Hepatitis A: Seit Juni 2016 haben 15 EU-Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Slowenien, Spanien, Schweden) 1.173 laborbestätigte Hepatitis A-Fälle mit Genotyp IA gemeldet. Auf Basis von Virus-Genotypisierung identifizierte man drei „Cluster“, Cluster VRD_521_2016, Cluster RIVM-HAV16-090 und Cluster V16-25801. Die meisten Krankheitsfälle betreffen erwachsene Männer, die Sex mit Männern haben (MSM); 80 Fälle traten bei Frauen auf.

Seit Beginn des Jahres 2017 (KW 01-KW 20/2017) wurden 103 Fälle von Hepatitis A im Österreichischen elektronischen Meldesystem registriert. Im Vergleich dazu wurden in der gleichen Zeitperiode in den Jahren 2016, 2015, 2014 und 2013 32,14, 27 und 34 Hepatitis A Fälle gemeldet.

Eine Zeitreihenanalyse der monatlichen Inzidenz seit 2009 weist auf einen Anstieg seit Juli 2016 hin. Von Juli 2016 bis Mai 2017 ist der geschätzte Anstieg der Hepatitis A Inzidenz 11,7 % pro Monat (95 % KI: 5,2 %-18,8 %) (Abbildung 1, 2 und Tabelle 2); 37,5 Prozent der seit Juli 2016 bis Mai 2017 registrierten 160 Fälle sind Männer im Alter zwischen 25 und 44 Jahren, das mediane Alter der 160 Fälle liegt bei 36 Jahren. Bei 19/35 Fällen der seit Juli 2016 identifizierten und an der Referenzzentrale für Hepatitis Viren genotypisierten Fälle wurden die drei europäischen Cluster Stämme (VRD_521_2016, RIVM-HAV16-090 und V16-25801) nachgewiesen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: CDC/Betty Partin
29.05.2017

Glyphosat: EU-Behörden übersahen 8 Krebsbefunde in Industrie-Studien

Glyphosat: EU-Behörden übersahen 8 Krebsbefunde in Industrie-Studien Glyphosat: EU-Behörden übersahen 8 Krebsbefunde in Industrie-Studien

In einem sechseitigen Brief an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erhebt Professor Christopher Portier, ehemaliger Direktor des National Institute of Environmental Health Sciences der USA und Berater der WHO-Krebsforschungsagentur IARC schwere Vorwürfe hinsichtlich der Korrektheit der Glyphosat-Bewertung durch die EU-Behörden.

Nach Durchsicht der aufgrund eines Antrags der Grünen im Europaparlament teilweise offengelegten Krebsstudien der Hersteller fand Portier acht bisher unberücksichtigte statistisch signifikante Tumorbefunde in Fütterungsstudien mit Mäusen und Ratten. Diese Tumorbefunde waren im Zulassungsantrag der Glyphosate Task Force (Zusammenschluss von 25 Glyphosat-Herstellern) nicht offen gelegt worden, sind aber in den ebenfalls eingereichten Originalstudien dokumentiert. Damit habe sich laut Christopher Portier die Zahl der statistisch signifikanten Befunde in dem guten Dutzend Krebsstudien der Hersteller auf mittlerweile 21 signifikante Tumorbefunde erhöht. Portier weist auch darauf hin, dass das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ursprünglich nur vier Krebseffekte, also nur 20% der in Studien aufgetretenen signifikanten Krebseffekte überhaupt erkannt hätte, als die Behörde im März 2015 Glyphosat für nicht krebserregend erklärt hat.

Nachdem im März 2017 der von GLOBAL 2000 publizierte Report "Die gekaufte Wissenschaft" existierende Zweifel an der wissenschaftlichen Unabhängigkeit des EU-Zulassungsverfahrens verstärkt hatte, widersprach ein Sprecher der Europäischen Behörde für Lebensmttelsicherheit (EFSA). Die Behörden in den Mitgliedsstaaten und die EFSA würden „in erster Linie auf die Originalstudien und die darin enthaltenen Rohdaten, die sie selbst überprüfen, vertrauen“, und nicht auf die von Monsanto beauftragten und finanzierten Studien. Letzteres hatte der Report von GLOBAL 2000 aber nahegelegt.

Dieser EFSA-Aussage widerspricht die Analyse von Christopher Portier. Zumindest bei den Krebsstudien mit Mäusen und Ratten hat die EFSA die geheimen Originalstudien der Glyphosat-Hersteller offenbar nicht ernsthaft geprüft. Das ist deshalb von besonderer Brisanz, da insbesondere die Ergebnisse dieser Studien darüber entscheiden, ob eine Zulassung erteilt werden kann oder nicht: Denn gemäß EU-Pestizidverordnung Nr. 1107/2009 gilt seit Juni 2011, dass schon zwei als positiv erkannte Krebsbefunde in Mäusen oder Ratten eine Zulassung verbieten, unter dem Stichwort: „gefahrenbasierte Cut-Off-Kriterien“.

GLOBAL 2000 Umweltchemiker Helmut Burtscher: „Das Versagen des derzeitigen EU-Zulassungssystems für Pestizide, das auf den geheimen Studien der Pestizidhersteller und ihr Vertragslabors basiert, wurde heute schonungslos offengelegt. Eine Zulassungserneuerung von Glyphosat noch im Laufe dieses Jahres, wie von der EU-Kommission vorgeschlagen wurde, sollte im Lichte dieser neuen Erkenntnissse hoffentlich vom Tisch sein.“

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
23.02.2017

Abtreibungsschiff mit österreichischer Beteiligung kreuzt vor Guatemala

In Guatemala sind Schwangerschaftsabbrüche verboten, so wie dies früher in Europa der Fall war und heute noch in fast allen ehemals kolonialisierten Ländern des Südens der Fall ist. In Guatemala sind Schwangerschaftsabbrüche verboten, so wie dies früher in Europa der Fall war und heute noch in fast allen ehemals kolonialisierten Ländern des Südens der Fall ist.

Seit Jahren segelt es immer wieder in Länder, die Frauen eine Abtreibung verbieten, stets im Blickpunkt der Öffentlichkeit, um das Frauenrecht auf selbstbestimmten Schwangerschaftsabbruch ins Bewusstsein zu bringen: Das Abtreibungsschiff ist nun auf Einladung mehrerer lokaler Frauenrechtsvereinigungen* in Lateinamerika/Guatemala, um Frauen dort einen Schwangerschaftsabbruch in internationalen Gewässern zu ermöglichen. Gemeinsam mit der bekannten holländischen Ärztin und Abtreibungsaktivistin Rebecca Gomperts ist diesmal auch der österreichische Gynäkologe DDr. Christian Fiala mit an Bord. Er leitet das Gynmed Ambulatorium in Wien und Salzburg.

Christlicher Fundamentalismus

“Ich unterstütze diese wichtige aber nicht ganz ungefährliche Aktion, weil in Südamerika Frauen mit einer ungewollten Schwangerschaft immer noch nach den Gesetzen der ehemaligen Europäischen Kolonialmächte gerichtet werden. Während in den meisten westlichen Ländern eine demokratische Selbstbestimmung die katholische Bevormundung mit großem Aufwand auf ein zivilisiertes Maß zurückgedrängt werden konnte, bringt dieses überholte und menschenverachtende Weltbild dort immer noch viele Frauen in Lebensgefahr, weil sie zu illegalen und damit gefährlichen Schwangerschaftsabbrüchen gezwungen werden, so wie früher auch bei uns”, sagt Fiala.

Gesetze der ehemaligen Kolonialmächte

In Guatemala sind Schwangerschaftsabbrüche verboten, so wie dies früher in Europa der Fall war und heute noch in fast allen ehemals kolonialisierten Ländern des Südens der Fall ist. Doch ungewollte Schwangerschaften lassen sich nicht durch ein Verbot der Abtreibung lösen: Jedes Jahr werden geschätzte 21 Millionen illegale und medizinisch gefährliche Schwangerschaftsabbrüche mit teils schweren Folgen für die Gesundheit und das Überleben von Frauen durchgeführt. Deshalb ist es das Ziel der spektakulären Protest-Aktion:

- die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs auch in Guatemala, so wie dies in Europa bereits vor 50 Jahren gemacht wurde,als Menschenrecht zu etablieren

- In den Schulen Aufklärung in den Unterricht einführen

- Zugang zu Verhütungsmitteln für die Bevölkerung schaffen

- Zugang zu Abtreibung nach medizinischen Standards ermöglichen

Ein Schiff erregt Aufsehen

Mit dem Schiff fahren Frauen 12 Meilen vor die Küste in internationale Gewässer und nehmen dort legal die Abtreibungspille. Diese medikamentöse Methode hat sich weltweit als medizinischer Standard etabliert, weil sie sehr sicher und wirksam ist. Das Schiff wird sich eine Woche in Guatemala aufhalten. Organisiert wird die Initiative von der Ärztin Rebecca Gomperts, die Frauen nach europäischen Standards berät und behandelt. Die Holländerin, die mit dem Abtreibungsschiff globale Bekanntheit erlangte, segelt seit Jahren in Länder in denen die Abtreibung verboten ist. Seit 2001 war das Schiff in Irland, Polen, Portugal, Spanien und Marokko und erregte stets großes mediales Aufsehen, und erhielt großen Zuspruch der Bevölkerung.

Women on Waves

Ist eine niederländische non-profit-Organisation, die für das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche kämpft. Sie wurde 1999 von Rebecca Gomperts gegründet. Die Organisation verfolgt das Ziel, Frauen in jenen Ländern zu helfen, in denen ihnen ein legaler und damit sicherer Abbruch verwehrt wird.

Die Hilfe wird auf einem Schiff angeboten, das mit Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch wünschen, in internationale Gewässer fährt, um die Behandlung dort legal durchzuführen.

Über Rebecca Gomperts

Die in Paramaribo, dem ehemaligen Holländisch-Guyana geborene Ärztin hat Medizin und Kunst studiert, eine Nautik-Schule besucht, ist mit Greenpeace auf der Rainbow Warrior II zur See gefahren und hat einen Roman geschrieben. 1999 hat sie dann die Organisation „Women on Waves“ gegründet. In Ergänzung dazu hat Dr. Gomperts auch die Organisation Women on Web ins Leben gerufen, welche die Medikamente für einen medikamentösen Abbruch weltweit an Frauen in allen Länder verschickt, in denen der Abbruch verboten ist. Vor kurzem erregte die Aktion internationale Aufmerksamkeit als eine Drohne die Abtreibungspille nach Polen und Irland flog.

www.womenonweb.org

Abtreibungsverbot tötet Frauen

47.000 Frauen sterben jährlich laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) an laienhaft durchgeführten Abtreibungen, weil die Frauen in einem Land leben, in welchem dieser verboten ist. Die Abtreibungspille wurde von der WHO auf die Liste der essentiellen Medikamente gesetzt. Jedes Jahr entscheiden sich weltweit etwa 43 Millionen Frauen aller Länder, Kulturen und Religionen, ihre Schwangerschaft zu beenden. 21 Millionen dieser Abtreibungen finden laut WHO unter illegalen und lebensgefährlichen Bedingungen statt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: womenonwaves.org
15.11.2017

Ärztekammer fordert Ausweitung des Nichtraucherschutzes

Der Vorstand der Wiener Ärztekammer hat sich eindringlich für eine Ausweitung des Nichtraucherschutzes in Österreich ausgesprochen. Der Vorstand der Wiener Ärztekammer hat sich eindringlich für eine Ausweitung des Nichtraucherschutzes in Österreich ausgesprochen.

Der Vorstand der Wiener Ärztekammer hat sich eindringlich für eine Ausweitung des Nichtraucherschutzes in Österreich ausgesprochen. Dies beinhalte auch „die komplette Rauchfreiheit in der Gastronomie mit Start am 1. Mai 2018“, hieß es in der Resolution.

Eine Abkehr von dieser Erfordernis hätte weitreichende gesundheitliche Auswirkungen auf große Bereiche der Bevölkerung. Es sei ein Faktum, dass ein Drittel aller Krebserkrankungen auf Rauchen zurückzuführen ist. Generelle Rauchverbote in anderen EU-Ländern hätten weiters gezeigt, dass damit Herzinfarkte, Atemwegserkrankungen, Angina pectoris sowie die Frühgeburtenrate und die Anzahl der zu kleinen Neugeborenen (small for date) reduziert werden konnten.

Der Hintergrund: Knapp ein Viertel der Österreicher über 15 Jahre raucht täglich. Damit liegt Österreich deutlich über dem OECD34-Durchschnitt von knapp unter 20 Prozent und rangiert innerhalb Europas an drittschlechtester Stelle. Hinter Österreich liegen nur noch Ungarn und Griechenland mit etwas über einem Viertel Raucheranteil.

Bei den Jugendlichen, die zumindest einmal pro Woche rauchen, sieht die Situation hinsichtlich des Ländervergleichs zwar etwas besser aus (14,5 Prozent und damit nicht mehr ganz das Schlusslicht), dennoch liegt Österreich auch hier deutlich über dem OECD28-Durchschnitt mit 11,7 Prozent.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
08.01.2018

Weltweit bis zu 650.000 Influenza-Todesopfer pro Jahr

Bisherige weltweite Schätzungen von vor mehr als zehn Jahren gingen von einer jährlichen Influenza assoziierten Mortalität von 250.000 bis zu 500.000 Todesfällen aus. Die neuesten Schätzungen liegen jedoch zwischen 290.000 bis 650.000 Todesfällen pro Jahr und basieren auf einer globalen Multicenter-Studie, die Daten von 33 Ländern, darunter auch Länder mit niedrigen Durchschnittseinkommen, einschließen Bisherige weltweite Schätzungen von vor mehr als zehn Jahren gingen von einer jährlichen Influenza assoziierten Mortalität von 250.000 bis zu 500.000 Todesfällen aus. Die neuesten Schätzungen liegen jedoch zwischen 290.000 bis 650.000 Todesfällen pro Jahr und basieren auf einer globalen Multicenter-Studie, die Daten von 33 Ländern, darunter auch Länder mit niedrigen Durchschnittseinkommen, einschließen

Bisherige weltweite Schätzungen von vor mehr als zehn Jahren gingen von einer jährlichen Influenza assoziierten Mortalität von 250.000 bis zu 500.000 Todesfällen aus. Die neuesten Schätzungen liegen jedoch zwischen 290.000 bis 650.000 Todesfällen pro Jahr und basieren auf einer globalen Multicenter-Studie, die Daten von 33 Ländern, darunter auch Länder mit niedrigen Durchschnittseinkommen, einschließen. Diese Hochrechnung beruht jedoch ausschließlich auf Todesfällen, die auf Influenza bedingte Atemwegserkrankungen zurückzuführen sind.

„Diese Zahlen verdeutlichen die weltweiten hohen sozio- ökonomischen Belastungen durch die saisonalen Influenza-Epidemien“ meint Peter Salama, verantwortlicher Direktor des Programms der WHO für gesundheitliche Notlagen. „Diese Zahlen betonen auch die Wichtigkeit präventiver Maßnahmen in Hinblick auf die saisonalen Epidemien sowie für die Vorbereitung auf pandemische Ausbrüche.“

Die kürzlich im Journal „The Lancet“ publizierten Zahlen über die weltweite Influenza assoziierte Mortalität basieren auf der durch akute Atemwegsinfektionen bedingten Übersterblichkeit, die jährlich während der saisonalen Influenza-Ausbrüche beobachtet wird.

An der Erhebung der Daten der Studie über die jährliche globale Influenza-assoziierte Mortalität, die vom US-CDC durchgeführt wurde, war auch Monika Redlberger-Fritz vom Österreichischen Nationalen Influenza-Referenzlabor am Zentrum für Virologie der Medizinischen Universität Wien (Leitung: Theresia Popow-Kraupp) in Zusammenarbeit mit Michael Kundi vom Zentrum für Public Health der MedUni Wien beteiligt. Die für Österreich über einen Zeitraum von 15 Jahren hochgerechnete Anzahl der jährlichen Influenza-assoziierten Todesfälle basiert auf den Daten des Diagnostischen Influenza Netzwerks Österreich (DINÖ, www.influenza.at), das für die jährliche Überwachung der Influenza-Virusaktivität in Österreich vom Nationalen Referenzlabor für Influenza am Zentrum für Virologie betrieben wird.

Ältere und Menschen in armen Regionen sind besonders betroffen

Laut US-CDC treten bei Menschen, die älter als 75 Jahre sind, und bei jenen die in den ärmsten Regionen der Welt leben, die meisten Todesfälle auf. Die Länder südlich der Sahara zählen zu jenen mit dem größten Influenzamortalitätsrisiko, unmittelbar gefolgt von den östlichen Mittelmeerländern und Südostasien.

„Alle Länder, reiche und arme, große und kleine müssen zusammenarbeiten, um Ausbrüche von Influenza unter Kontrolle zu halten, bevor eine nächste Pandemie auftritt. Das heißt auch Kapazitäten aufzubauen, um Ausbrüche festzustellen und darauf reagieren zu können. Das beinhaltet die Gesundheitssysteme so auszubauen, dass die Gesundheit derjenigen, die am anfälligsten sind und die dem Risiko am meisten ausgesetzt sind, gestärkt wird.“ meinte Peter Salama.

Nahezu alle Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren mit Influenza bedingten Infektionen der unteren Atemwege treten in Entwicklungsländern auf, aber die weiteren Auswirkungen der saisonalen Influenza-Epidemien auf die Ärmsten der Welt sind noch nicht zur Gänze bekannt.

Die WHO arbeitet mit Partnern zusammen, um die globale Krankheitsbelastung durch die Influenza einzuschätzen, indem sie den Mitgliedsstaaten durch Beratung und Expertenwissen hilft, die Krankheitsbelastung durch Influenza und die wirtschaftlichen Folgen zu ermessen.

Es liegt nahe, dass zukünftige Beobachtungs- und Laborstudien über weitere Erkrankungen, die eine Influenza assoziierte Übersterblichkeit bedingen können, wie zum Beispiel kardiovaskuläre Erkrankungen, eine noch höhere Influenza assoziierte Mortalität ergeben werden.

Menschen in Gesundheitsberufen als Risikogruppe

Die WHO ermutigt Länder, der Influenza-Prävention Vorrang einzuräumen und nationale Schätzungen zu erstellen um die Präventionsstrategie dementsprechend festlegen zu können. Die jährliche Influenza-Impfung wird empfohlen, um eine Erkrankung und Komplikationen auf Grund einer Influenza-Infektion hintanzuhalten. Die Impfung ist besonders wichtig für Menschen, die ein erhöhtes Risiko von ernsthaften Influenza-Komplikationen eventuell sogar mit Todesfolge aufweisen und für Menschen in Gesundheitsberufen.

Die saisonale Influenza ist eine akute virale Infektion, die ganz leicht von Mensch zu Mensch übertragen werden kann und sich weltweit ausbreitet. Die meisten Menschen erholen sich innerhalb einer Woche ohne medizinische Betreuung zu benötigen. Die häufigsten Erkrankungen der Atemwege im Zusammenhang mit der saisonalen Influenza, die möglicherweise zum Tod führen könnten, schließen Lungenentzündung und Bronchitis mit ein.

Die StudienautorInnen merken an, dass diese neuen Schätzungen der Influenza assoziierten Mortalität nur auf der durch akute Atemwegserkrankungen bedingten Übersterblichkeit während saisonaler Ausbrüche beschränkt sind. Um daher die tatsächlichen globalen Auswirkungen der saisonalen Influenza nicht zu unterschätzen, sind weitere Studien notwendig, die auch nicht respiratorisch bedingte Influenza-Todesfälle untersuchen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
23.05.2017

Gutachten der Apothekerkammer zum Apothekenansuchen in Feldkirch-Nofels liegt vor

Kammer sieht Bedarf als gegeben – Bezirkshauptmannschaft entscheidet

Die Österreichische Apothekerkammer hat ihr Sachverständigen-Gutachten zur Apotheke in Feldkirch-Nofels an die Bezirkshauptmannschaft übermittelt. Auf Basis der neuen rechtlichen Bestimmungen befürwortet es die Einrichtung einer öffentlichen Apotheke am geplanten Standort. Die Entscheidung über das Ansuchen trifft nun die Bezirkshauptmannschaft Feldkirch.

Knapp fünf Monate nach einer Novelle des Apothekengesetzes hat die Österreichische Apothekerkammer die Bedarfsprüfung für die geplante Apotheke in Feldkirch-Nofels abgeschlossen. „Unserem Gutachten zufolge ist der Bedarf gegeben“, schildert der Präsident der Vorarlberger Apothekerkammer, Mag.pharm. Jürgen Rehak.

Rehak weiß: Sollte die Bezirkshauptmannschaft Feldkirch die Apotheke in Nofels bewilligen, sind die Chancen auf die viel diskutierte Apotheke in Feldkirch-Tosters gering. „Die Apothekerkammer entscheidet nicht zwischen zwei Standorten“, betont der Vorarlberger Kammerpräsident. „Wir erstellen Gutachten, ob ein Bedarf gegeben ist. Das tun wir auf Basis der gesetzlichen Bestimmungen und in der Reihenfolge der Anträge, wie es das Gesetz auch vorsieht.“

Rasche Entscheidung

Kritik an der Verfahrensdauer weist der Vorarlberger Apothekerkammer-Präsident zurück. Der Europäische Gerichtshof hatte in einer Entscheidung Mitte 2016 flexiblere Regelungen zur Bedarfsprüfung verlangt. Diese beschloss der Nationalrat im Dezember.

Parallel dazu entwickelte die Österreichische Apothekerkammer gemeinsam mit der Technischen Universität Wien bereits neue Methoden der Bedarfsberechnung. „Seit März hat die Apothekerkammer nun bereits 20 Gutachten fertiggestellt“, betont Rehak. Das vorliegende Sachverständigen-Gutachten für Feldkirch war das erste für Vorarlberg seit der Gesetzesnovelle.

Die Entscheidung über das Ansuchen in Nofels liegt nun bei der Bezirkshauptmannschaft, die noch weitere Parameter zu prüfen hat. Über das Ansuchen für eine Apotheke in Feldkirch-Tosters kann de facto erst nach dem rechtsgültigen Abschluss des laufenden Verfahrens für Nofels entschieden werden.

Rückfragehinweis für die Redaktionen:

Vorarlberger Apothekerkammer, Präsident Jürgen Rehak, Telefon +43/676/6450603, Mail juergen.rehak@rheinapotheke.at

Pzwei. Pressearbeit, Wolfgang Pendl, Telefon +43/699/10016399, Mail wolfgang.pendl@pzwei.at

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von Caroline E.
22.01.2018

Europaweiter Ausbruch von Salmonella Agona

Europaweiter Ausbruch von Salmonella Agona Europaweiter Ausbruch von Salmonella Agona

In Frankreich sind seit August 2017 37 Kinder unter einem Jahr an Salmonellen erkrankt. Ursache war mit Salmonella Agona kontaminierte Säuglingsnahrung. Wie die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) und das europäische Zentrum für Seuchenkontrolle (ECDC) in einer gemeinsamen Ausbruchsbewertung mitteilen, konnte mittels Ganzgenomsequenzierung bestätigt werden, dass ein spanischer Fall in engem Zusammenhang mit dem Ausbruch in Frankreich steht. In Griechenland wurde ein wahrscheinlicher Fall identifiziert.

Der französische Hersteller der Säuglingsnahrung hat alle Produkte zurückgerufen. Die Produkte waren in 13 EU-Mitgliedstaaten (Belgien, Bulgarien, Frankreich, Griechenland, Irland, Niederlande, Rumänien, Slowenien, Slowakei, Spanien, Tschechische Republik, Vereinigtes Königreich, Zypern) und 54 Drittstaaten vertrieben worden.

Österreich von Ausbruch nicht betroffen

Österreich ist von diesem Salmonellen-Ausbruch bisher nicht betroffen, wie Erhebungen der nationalen Referenzzentrale für Salmonellen der AGES zeigen: Seit Anfang 2017 wurden an der Referenzzentrale aus Proben von an Salmonellen erkrankten Personen 31 Salmonella Agona-Isolate angezüchtet. Mittels Ganzgenomsequenzierung konnte eindeutig nachgewiesen werden, dass keiner dieser Fälle mit dem Ausbruch in Frankreich in Verbindung steht.

Werden in Österreich Salmonellen aus humanmedizinischem oder tierischem Untersuchungsmaterial bzw. aus Lebensmitteln isoliert, müssen diese Isolate an die Nationale Referenzzentrale für Salmonellen am AGES-Zentrum für lebensmittelbedingte Infektionskrankheiten in Graz gesendet werden. Hier werden genaue Typisierungen der Isolate durchgeführt, um etwaige Zusammenhänge zwischen dem Auftreten der Erreger entlang der Lebensmittelkette zu erkennen.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: gemeinfrei
28.04.2017

VKI: Jede fünfte verpackte Extrawurst war ungenießbar

Offene Wurst wurde sofort untersucht, verpackte zum Mindesthaltbarkeitsdatum überprüft. Das Ergebnis ist bei verpackter Ware alarmierend. Offene Wurst wurde sofort untersucht, verpackte zum Mindesthaltbarkeitsdatum überprüft. Das Ergebnis ist bei verpackter Ware alarmierend.

Extrawurst gehört in Österreich zu den beliebtesten Wurstsorten. Während sie früher hauptsächlich offen und frisch aufgeschnitten beim Fleischer oder Greißler gekauft wurde, findet die Extrawurst heute immer öfter verpackt aus dem Supermarktregal den Weg nach Hause zum Konsumenten. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 20 Produkte getestet, offen und verpackt, auch in Variationen wie Putenextra oder Kalbspariser, darunter fettreduzierte und Bio-Ware. Offene Wurst wurde sofort untersucht, verpackte zum Mindesthaltbarkeitsdatum überprüft. Das Ergebnis ist bei verpackter Ware alarmierend. Von den 16 Proben fielen 3 mit „nicht zufriedenstellend“ sogar durch. Details zum Test können im neuen KONSUMENT und online unter konsument.at ab 27. April nachgelesen werden.

Der VKI war in Wien und Niederösterreich unterwegs, um in Supermärkten, bei Diskontern, in einem Bio-Markt und bei einem Fleischer Proben einzukaufen. Das Hauptaugenmerk wurde mit 16 Produkten auf verpackte Ware gelegt. Offene Wurst ging viermal über die Feinkosttheke. Wobei die Sorten dieser Gruppe sich nicht sehr stark voneinander unterschieden, weder preislich (alle 12-13 Euro pro kg) noch qualitativ.

Bei der Extra in Verpackung gab es schon mehr zu entdecken und auch zu bemängeln. Erstens war der Preisunterschied mit einem Bereich zwischen 4,95 Euro und 28,63 Euro pro Kilogramm enorm. Zweitens war auch der Qualitätsunterschied gravierend. Vier Wurstproben bekamen nach dem Test die Höchstnote „sehr gut“, während drei Produkte mit „nicht zufriedenstellend“ gar durchfielen (Pöttelsdorfer Edelputen Extra, Juffinger Bio-Putenextrawurst und Ja! Natürlich Kalbspariser). Und wieder zeigte sich, dass der Preis nicht unbedingt die Qualität widerspiegelt. Die 4,95-Euro-Extra schnitt sehr gut ab, während die 28,63-Euro-Hochpreiswurst am letzten Tag der Mindesthaltbarkeit bereits stark mit Bakterien belastet war.

„Das Wichtigste auch bei der Extrawurst ist der baldige Verzehr“, rät Birgit Beck, Projektleiterin Untersuchung im VKI. „Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte die Wurst nicht bis zum Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums aufgehoben werden.“

Die Extrawurstscheiben wurden im Labor von Experten auf Aussehen und Geruch begutachtet und mikrobiologisch analysiert. Aber auch der Geschmack war ein Kriterium. Bei der Verkostung waren neben den Experten auch Laien dabei. Weitere Untersuchungsmerkmale waren die Zusammensetzung der Würste, die Kennzeichnung und die Herkunft. Wichtig für Konsumenten, die auf Fleisch aus Österreich wertlegen: Nur das rote AMA-Gütesiegel garantiert die heimische Herkunft. Sonst stammt das Kleinfleisch von Schweinen in der Wursthaut meist aus Holland, Deutschland oder Polen. Oft wissen nicht einmal die Produzenten so genau, woher ihr Fleisch kommt.

Geht es nach den Herstellern, legen die KonsumentInnen auch Wert auf die Farbe des Lebensmittels. Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass 7 von 16 verpackten Produkten mit dem roten Farbstoff der Scharlach-Schildlaus aufgepeppt sind. Eine andere – für den VKI unlautere – Methode ist, das Sichtfenster der Verpackung rosa zu tönen. Der durch die ungeöffnete Verpackung vermittelte Eindruck der Ware entspricht nicht ihrer tatsächlichen Beschaffenheit. Das gilt als potentielle Irreführung des Verbrauchers.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
20.02.2018

Gerade jetzt zur Grippezeit: Die Zwiebel kann viel mehr als man denkt

In Österreich ist die Zwiebel das am meisten angebaute Gemüse In Österreich ist die Zwiebel das am meisten angebaute Gemüse

In Österreich ist die Zwiebel das am meisten angebaute Gemüse. In unsere Küchen spielt sie aber hauptsächlich eine Nebenrolle. Dabei kann das unscheinbare Feldgemüse sehr vielseitig verwendet werden und hat eine wissenschaftlich anerkannte Heilwirkung. Ein Drei-Hauben-Koch stellt gemeinsam mit dem Verein Land schafft Leben die Zwiebel in den Mittelpunkt und Bauern sowie Experten erklären, worauf es in der Zwiebelerzeugung ankommt.

Die Zwiebel ist in der Küche eine Selbstverständlichkeit. Sie kann viel mehr als in der Pfanne angeröstet zu werden und eine würzige Grundlage für unzählige Gerichte zu sein. Was viele aber nicht wissen: die Zwiebel hat eine vielfältige Heilwirkung, die wissenschaftlich anerkannt ist. Rohe Zwiebeln enthalten Lauchöle, die Entzündungen hemmen und die Verdauung fördern. Gegen Erkältungen mit Schnupfen und Schleim empfiehlt sich ein Zwiebeltee. Der Zwiebelsirup, am besten mit Honig zubereitet, ist ein trocknender Hustensaft. Die Zwiebel kann auch äußerlich angewendet werden. Frisch geschnitten kann sie auf Fußsohlen aufgelegt oder einfach nur halbiert in die Nähe der Nase gelegt werden. Grund für die vielseitige Wirkung als Heilpflanze sind mehrere Hundert Substanzen.

Die Zwiebel aus Österreich

Wir Österreicher essen jährlich rund zehn Kilogramm Zwiebeln. Heimische Zwiebeln gibt es mehr als genug und fast das ganze Jahr über. 93 Prozent der österreichischen Zwiebeln kommen aus Niederösterreich. Hauptanbauregionen sind das Marchfeld, die Region rund um St. Pölten sowie das traditionelle Zwiebelanbaugebiet Laa an der Thaya. Dort eignet sich das Klima hervorragend aufgrund der kalten Winter und der heißen Sommer. Das für den Zwiebelanbau so wichtige Wasser ist weniger knapp als in vielen anderen Ländern. Der heimische Lebensmitteleinzelhandel setzt auf inländische Zwiebeln und verkauft zu 8,6 Prozent Bio-Zwiebeln.

Die Zwiebel als Hauptdarstellerin in der Küche

Viele Menschen unterschätzen die Zwiebel und deren Wirkung. Der Verein Land schafft Leben zeigt auf seiner Webseite den Weg der Zwiebel von der Saatgutvermehrung bis in die Küche. Akteure entlang der Wertschöpfungskette werden vorgestellt und kritische Aspekte wie das Keimhemmungsmittel Maleinsäure thematisiert. Gemeinsam mit Drei-Hauben-Koch Vitus Winkler aus St. Veit im Pongau werden in einem Video verschiedene Zwiebel-Gerichte vorgestellt, die einem die Tränen in die Augen treiben. Aber nicht aufgrund des Zwiebelschneidens. Vielmehr werden ganz gewöhnliche Zwiebeln zu „Zwiebelteich“, „Zwiebelcreme“, „Zwiebelsud“ und zur besonders kreativen „Zwiebelernte“. Ernährungswissenschaftlerin Karin Buchart, Leiterin des Vereins Traditionelle Europäische Heilkunde, ergänzt das Kochvideo mit wertvollen Tipps und einfachen, wohltuenden Rezepten und erklärt, was die Zwiebel in unserem Körper bewirkt.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn
08.02.2018

SPAR reduziert tatsächlich Zucker in Eigenmarken

 Zucker wird in SPAR-Eigenmarken tatsächlich reduziert und nicht durch Zuckeraustauschstoffe ersetzt Zucker wird in SPAR-Eigenmarken tatsächlich reduziert und nicht durch Zuckeraustauschstoffe ersetzt

„Die Rübenbauern“ haben in einer heutigen Aussendung behauptet, SPAR ersetze in seinen Produkten österreichischen Zucker durch zwei aus Sicht der Rübenbauern bedenkliche Süßstoffe. So meinen "Die Rübenbauern" folgendes: "Spar aber macht derzeit zweierlei: Einerseits ersetzt das Unternehmen in seinen Produkten österreichischen Zucker durch zwei Süßstoffe, die das Unternehmen „Spar Vital Zukka“ und „Spar Vital Birkenzucker“ nennt. Die chemischen Bezeichnungen dahinter lauten für Zukka „Erythrit“ und für Birkenzucker „Xylit“.

Laut Literatur können bei beiden Stoffen unangenehme Begleiterscheinungen auftreten, wie etwa Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall. Wie bei vielen neuen Substanzen seien die langfristigen Nebenwirkungen auf den Körper durch Erythrit noch nicht zur Gänze bekannt."

SPAR entgegnet: Zucker wird in SPAR-Eigenmarken tatsächlich reduziert und nicht durch Zuckeraustauschstoffe ersetzt.

„Denn der beste Weg für eine gesündere Ernährung ist die generelle Reduktion von Zucker“, so SPAR-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Drexel.

In mehr als 50 Eigenmarkenprodukten hat SPAR bereits Zucker reduziert. Bei rund 300 weiteren SPAR-Eigenmarkenprodukten wird an der Zuckerreduktion gearbeitet. Mindestens 1.000 Tonnen Zucker entfernt SPAR in den nächsten Jahren aus den Eigenmarkenprodukten.

Alle Maßnahmen zur Zuckerreduktion, auch die Zuckeralternativen, die SPAR im Sortiment anbietet, wie SPAR Vital Birkenzucker oder SPAR Vital Zukka (Erythrit) sind mit dem wissenschaftlichen Ärztebeirat der SPAR abgesprochen. Dem wissenschaftlichen Ärzteeirat gehören namhafte Ärzte, wie zum Beispiel Prof. Dr.med. Markus M. Metka und Prim. Univ.-Prof. Dr.med. Fritz Hoppichler und Diätologinnen an.

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22.11.2017

Tag der gesunden Raumluft: Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Raumluft abhängig

v.l.n.r.: Komm.-Rat Anton Koller, Fachgruppenobmann WKO-Gesundheitsberufe, Mag. Manuela Lanzinger,Fachberatung Umweltbildung "die umweltberatung", Mag. Thomas Schlatte, Plattformsprecher MeineRaumluft.at, Erwin Stella v.l.n.r.: Komm.-Rat Anton Koller, Fachgruppenobmann WKO-Gesundheitsberufe, Mag. Manuela Lanzinger,Fachberatung Umweltbildung "die umweltberatung", Mag. Thomas Schlatte, Plattformsprecher MeineRaumluft.at, Erwin Stella

Die Plattform „MeineRaumluft.at“ weist am Tag der gesunden Raumluft, dem 22.11., in Projektkooperation mit "die umweltberatung" und der WKO-Gesundheitsberufe, erneut auf Bedeutung und Auswirkungen der Qualität der Raumluft in Zusammenhang mit Gesundheit und Lebensqualität hin. Aktuelle Themen sind die neuesten Ergebnisse aus den österreichweiten umfangreichen Messungen in Büroräumen sowie die erstmalige Präsentation eines kompakten Raumluft-Leitfadens für den Wohn-, Schul- und Arbeitsbereich im deutschen Sprachraum.

Trockener Arbeitsalltag

Bereits seit über zwei Jahren bieten die WKO Gesundheitsberufe über die Bundesinnung der Augenoptiker/Optometristen gemeinsam mit der Plattform MeineRaumluft.at Unternehmen ein kostenloses Mess- und Beratungsservice österreichweit an: Dabei werden Arbeitsplätze auf Luftqualität, generelles körperliches Wohlbefinden und Augengesundheit bewertet. Die aktuellen Daten aus 248 Büromessungen und 422 untersuchten Arbeitsplätzen zeigen ein durchaus bedenkliches Bild. Einer der großen Sorgenfaktoren ist die relative Luftfeuchtigkeit: Diese liegt im Durchschnitt am unteren Ende von knapp über 40 %. Bei nahezu einem Drittel aller Messungen lag die Luftfeuchtigkeit sogar unter diesem Wert. Neben häufig auftretenden Augenproblemen (Office-Eye-Syndrom) kann die zu trockene Luft außerdem zu austrocknenden Schleimhäuten, damit einhergehender erhöhter Infektionsrate sowie Hautreizungen führen.

Zu hoher Kohlendioxid-Gehalt in Schulen und Büros

CO2 steht aktuell im Rahmen der Klimawandeldiskussion wieder intensiv im Fokus. CO2 gilt als Leitwert für die generelle Luftqualität und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Befindlichkeit und Leistungsfähigkeit. Bereits bei 1.000 ppm (0,1 Vol%) CO2-Konzentration in der Raumluft empfinden ein Fünftel aller Menschen die Raumluftqualität als unbefriedigend. Die CO2-Konzentration in Innenräumen wird allerdings weiterhin stiefmütterlich behandelt. Hier ist der CO2-Gehalt durch unsere Atmung hauptsächlich hausgemacht. Über geeignete Maßnahmen (Fensterlüftung, Lüftungsanlagen etc.) sind zu hohe Konzentrationen leicht zu vermeiden.

Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Raumluftqualität abhängig

1.000 ppm CO2-Konzentration in der Raumluft sind ebenfalls als guter Anhaltspunkt, wenn es um die Raumluft in Büros geht. Auch wenn dieser Wert bei Büromessungen oft nur knapp erreicht wird, ist es bedenklich, dass diese Grenze bei knapp einem Fünftel aller Messungen (19 %) bereits überschritten wurde. Bei jeder zehnten Messung lag der Wert gar über 1.400 ppm.

„Neben der teilweise bedenklichen Raumluftqualität in Büros, führt die permanente Bildschirmarbeit zu Augen- und Sehbeschwerden. Hinzu kommen durch mangelnde Bewegung und verkrümmte Haltung weitere Problemen im gesamten Bewegungsapparat - wie z.B. im Bereich von Schultern oder Nacken. Damit leiden nicht nur die Befindlichkeit und Gesundheit, sondern auch die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, zeigt KommRat Anton Koller von der WKO Fachgruppe Gesundheitsberufe auf.

Präsentation eines Raumluft-Leitfadens für Wohn-, Schul- und Arbeitsbereich

Mit den umfassenden Daten aus den Büromessungen und den Daten aus einer von der Plattform MeineRaumluft.at bereits durchgeführten Messstudie in über 1.000 Schulklassen liegen unverrückbare Erkenntnisse zur Raumluftqualität in Österreich vor. Dies hat die Plattform MeineRaumluft.at dazu veranlasst, in enger Zusammenarbeit mit "die umweltberatung" und der WKO-Gesundheitsberufe, erstmalig im deutschsprachigen Raum, einen kompakten Leitfaden für eine gesunde Raumluft zu erarbeiten. „"Natürlich kann und soll jede Person einen Beitrag zum Schutz des Klimas und damit der Luftqualität beitragen – aber unmittelbaren Einfluss auf die Luftqualität haben wir nur im Innenraum". Der MeineRaumluft-Leitfaden zielt darauf ab, wesentliche Qualitätsfaktoren aufzuzeigen und praktikable Tipps zur Verbesserung der Raumluft zu geben“, begründet Mag. Thomas Schlatte Sprecher der Plattform MeineRaumluft.at die Initiative.

Mit dem Raumluft-Leitfaden durch den Wohn-, Arbeits- und Schulalltag

Die meiste Zeit unseres Lebens – nämlich ca. 90 % – halten wir uns in Innenräumen auf. Die eigenen vier Wände, der Arbeitsplatz und der Klassenraum haben den größten Anteil. Der kompakte Raumluft-Leitfaden zeigt auf, mit welchen einfachen Maßnahmen das Raumklima verbessert und optimiert werden kann. Ein gesonderter Teil des Raumluft-Leitfadens widmet sich dem Neubau, der Sanierung und Renovierung. Vor Beginn einer Bauphase ist es am einfachsten und auch kosteneffizientesten auf ein gesundes Raumklima - insbesondere bei der Auswahl von Baustoffen und Technologien - zu achten.

„Der Raumluft-Leitfaden ist für den Alltagsgebrauch als praxisorientierter Ratgeber gedacht. Er zeigt, wie wir Einfluss auf die Raumluft und damit auf unsere Gesundheit nehmen können“, zeigt sich DI Markus Piringer von "die umweltberatung" überzeugt, damit an einer Bewusstseinsbildung und Verhaltensänderung beizutragen.

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16.08.2017

Viele Proteine müssen laufen, um Fett zu aktivieren

Nach dem schnellen Energielieferanten Glukose (aus Kohlenhydraten) fängt der Körper mit der Fettverbrennung an, um Energie zur Verfügung zu stellen Nach dem schnellen Energielieferanten Glukose (aus Kohlenhydraten) fängt der Körper mit der Fettverbrennung an, um Energie zur Verfügung zu stellen

Wer macht was und wo, wenn die Fettspeicher im Körper aktiviert werden? Die Biochemikerin Ruth Birner-Grünberger untersucht mit Unterstützung des Wissenschaftsfonds FWF das komplexe Zusammenspiel der Aktivierung und Regulation der Lipolyse und liefert damit die Basis für neue Therapieansätze bei Krankheiten wie Diabetes oder Arteriosklerose.

Jeder Marathonläufer erreicht diesen Punkt: Nach dem schnellen Energielieferanten Glukose (aus Kohlenhydraten) fängt der Körper mit der Fettverbrennung an, um Energie zur Verfügung zu stellen. Wer sich ausdauernd und bei niedrigem Puls bewegt, setzt nach etwa 30 Minuten die Lipolyse in Gang. Das Gleiche passiert, wenn wir Hunger haben: Die Fettzellen bekommen ein hormonelles Signal, das Depot verfügbar zu machen und eingelagerte Fett-Tröpfchen in Fettsäuren aufzuspalten. Selbst wenn wir im moderaten Laufschritt unterwegs sind, laufen diese Prozesse im Körper blitzschnell ab. "Die Aktivierungs- und Steuerungsprozesse springen innerhalb von Sekunden an. Das geht nur, weil die Proteine für die Fettaufspaltung in der Zelle nicht erst gebaut, sondern nur entsperrt werden müssen." In ihrem vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekt "Hormonale Regulation der Lipolyse" hat die Biochemikerin Ruth Birner-Grünberger drei Fragen analysiert: welche Proteine bei der Fettverbrennung beteiligt sind, wo sie räumlich an den Fett-Tröpfchen in den Fettzellen interagieren und wie sie zu- oder ausgeschaltet werden.

PHOSPHAT ALS SCHALTER

Birner-Grünberger beschäftigt sich seit ihrer Postdoc-Zeit 2002 mit der Lipolyse und entwickelt in ihrer Arbeitsgruppe am Institut für Pathologie der Medizinischen Universität Graz Technologien für Proteomik: "Dabei versuchen wir, für bestimmte Stoffwechselprozesse Proteine aufgrund ihrer Aktivität aufzuspüren", so die Projektleiterin. Auf der Suche nach fettspaltenden Enzymen im Fettgewebe und in der Leber wurden in Vorstudien mehrere Beteiligte gefunden: "Es gibt mehrere Lipasen, also fettspaltende Proteine, zudem weitere Proteine, die den Prozess steuern." Besonders auffällig war die Fülle an Phosphorylierungen. Mit dieser chemischen Modifikation, bei der Phosphat an Proteine gebunden wird, können in den Zellen Proteine aktiviert oder ausgeschalten werden. Das ist zeit- und energiesparender, als jedes Mal die Proteinsynthese und den Proteinabbau anzuwerfen. Im Forschungsprojekt galt es zu beantworten, wann und wo chemische Modifikationen die Proteine im Fettstoffwechsel entriegeln oder lahmlegen.

Um dem Zusammenspiel der fettspaltenden Proteine auf die Schliche zu kommen, reichten in-vitro Studien allerdings nicht aus: "Das biologische System ist komplex, stark reguliert und ortsgebunden. Wir bekommen kein vollständiges Bild, wenn wir in einem Reagenzglas Fett-Tröpfchen, Lipase und Aktivator mischen", erklärt die Forscherin. Erst die Beobachtung tierischer Zellen mittels konfokalem Laserscan-Mikroskop führte zum gemeinsamen Erfolg, denn "Forschung bedeutet heute Kooperation", betont die Biochemikerin, die mit der Strukturbiologin Monika Oberer (Universität Graz) und mit der Zellbiologin Dawn Brasaemle (Rutgers University, New Jersey, USA) zusammenarbeitete, um die Proteine für die Versuchsreihen in entsprechender Menge und Qualität zu bekommen.

RÄUMLICH UND ZEITLICH GETAKTETE AKTIVIERUNG

So konnten die ersten Schritte der räumlichen und chemischen Interaktion an den Fett-Tröpfchen in Gewebszellen enthüllt werden: Um die erste (von drei) Lipasen zu aktivieren, braucht es in der Befehlskette den Aktivator CGl58 und den Regulator Perilipin. Die beiden Proteine sitzen im basalen Zustand der Fettzellen aneinander gebunden auf dem Lipid-Tropfen. Durch die Markierung mit Phosphat trennen sie sich, CGl58 wandert an eine andere Stelle des Tropfens, um die erste Lipase (ATGL) zu aktivieren. Der Regulator Perilipin verhindert, dass die Lipasen aktiviert werden, wenn es nicht nötig ist. Das ist interessant, weil verbreitete Krankheiten wie Diabetes und Arteriosklerose durch die Überlastung des Fettstoffwechsels begünstigt werden. Wenn lange Zeit mehr Energie zugeführt wird, als der Körper verbrennen kann, wird ein sorgfältig getaktetes und räumlich austariertes System gestört.

In einem geplanten Folgeprojekt will die Leiterin der Forschungsgruppe "Functional Proteomics and Metabolic Pathways" sich mittels Phosphoproteomik (das ist die globale Analyse von Tausenden Proteinphosphorylierungen in Zellen) ansehen, welche energetischen Prozesse gleichzeitig mit der Lipolyse reguliert werden, wie zum Beispiel Glykogenabbau, und deren zeitlichen Ablauf beobachten: "Es sieht so aus, als würden sich Fett-Zellen binnen Minuten optimal darauf einstellen, dass Fettsäuren benötigt werden und wie sie weiter verarbeitet werden. Wir brauchen sie ja nicht nur für die Bereitstellung von Energie, wie etwa bei Bewegung oder Hunger, sondern auch für den Aufbau von Zellmembranen und Signalmolekülen." Um diese Analysen durchführen zu können, wurde im Projekt auch eine Methode zur verbesserten Auswertung von Proteomik-Daten entwickelt.

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14.12.2017

Neue Immuntherapie verhindert Tumorwachstum

Christian Becker "schneidert" Moleküle für moderne medizinische und biotechnologische Anwendungen Christian Becker "schneidert" Moleküle für moderne medizinische und biotechnologische Anwendungen

Immunonkologische Therapien sind ein neuer Ansatz, dass menschliche Verteidigungssystem gegen Krebserkrankungen, die von körpereigenen Zellen verursacht werden, in Stellung zu bringen. Ein Team um Christian Becker von der Fakultät für Chemie der Universität Wien hat nun eine neue Methode entwickelt, bei der die Krebszellen als Bakterien gekennzeichnet werden. Dies gelingt mit einem vollständig synthetisch hergestellten Molekül, das zur Aktivierung des angeborenen Immunsystems führt, welches wiederum effizient die Entstehung eines Tumors verhindert. Diese Ergebnisse erscheinen aktuell im renommierten Fachmagazin "Scientific Reports".

Die ForscherInnen haben für diese Arbeit zusammen mit der Syntab Therapeutics GmbH und KollegInnen an der Universitätsklinik Aachen ein neues Molekül synthetisiert, welches ein Integrin spezifisch bindet, das besonders häufig bei bestimmten Krebszellen auftritt. Gleichzeitig hat das Molekül ein bakterielles Erkennungssignal, das bestimmte Immunzellen aktiviert. Diese bekämpfen die markierten Krebszellen und verhindern das Entstehen eines Tumors, wie in ersten Versuchen gezeigt werden konnte.

Erfolg durch Kombination von Chemie und Biologie

"Durch die Verknüpfung chemisch-synthetischer Methoden mit den grundlegenden Prozessen der angeborenen Immunität haben wir eine neue Molekülklasse entwickelt, die zwischen den weitverbreiteten Krebstherapeutika angesiedelt ist“, erklärt Christian Becker vom Institut für Biologische Chemie der Universität Wien. Die hohe Flexibilität bei der Synthese solcher Moleküle, die aus einer Mischung aus Peptiden und Polymeren bestehen, ermöglicht die schnelle Abwandlung dieser Immun-Engager auf andere Oberflächenmarker und damit auf andere Krankheitsbilder.

Neue Therapien

Die chemische Synthese der Immun-Engager und die Kombination mit nicht-biologischen Bestandteilen erhöht die biologische Stabilität und ermöglicht – auch aufgrund der geringen Größe im Vergleich zu Antikörpern – eine bessere Gewebedurchdringung. "Es ist ein großer Vorteil, die positiven Eigenschaften von Antikörpern mit jenen von kleinen, chemisch zugänglichen Molekülen zu vereinen", erklärt Becker. Besonders der schnelle synthetische Zugang zu solchen Molekülen und die einfache Anpassung an verschiedenen Zelltypen macht solche Immun-Engager auch für andere Anwendungen interessant, z.B. im Bereich der entzündlichen und Autoimmun-Erkrankungen.

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16.02.2018

Rauchzeichen

Mit der Idee, das eigentlich für Mitte 2018 eingetaktete generelle Rauchverbot in der heimischen Gastronomie kippen zu wollen, hat FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache eine bereits abgehakte Diskussion neu angeheizt. Mit der Idee, das eigentlich für Mitte 2018 eingetaktete generelle Rauchverbot in der heimischen Gastronomie kippen zu wollen, hat FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache eine bereits abgehakte Diskussion neu angeheizt.

Mit der Idee, das eigentlich für Mitte 2018 eingetaktete generelle Rauchverbot in der heimischen Gastronomie kippen zu wollen, hat FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache eine bereits abgehakte Diskussion neu angeheizt. Da er diese Frage offensichtlich zu einer Koalitionsbedingung machte, musste die ÖVP nolens volens mitziehen, das bedeutet aber nicht, dass dieser Kompromiss gut ankommt. Ärztekammer und Krebshilfe werden wohl nicht allzu viel Werbung für ihr gestern gestartetes „Don't smoke“-Volksbegehren machen müssen, gab es doch schon kurz nach Start der offiziellen Unterschriftensammlung erste Rauchzeichen in Form von überhitzten Computerservern im Innenministerium wegen des großen Ansturms. Die anhaltenden Diskussionen rund um das Thema lassen eine baldige Abkühlung auch nicht erwarten.

Ziemlich sicher wird dieses Volksbegehren die von der FPÖ einst für eine verpflichtende Volksabstimmung vorgeschlagenen 640.000 Unterstützer finden. Spätestens dann kommt die FPÖ, die ja bekanntlich ganz vehement mehr direkte Demokratie gefordert hatte, in akute Erklärungsnot, warum man bei diesem Thema partout nicht nachgeben will. Dabei sind doch mehr als 70 Prozent der Österreicher Nichtraucher und auch für ein Rauchverbot. Ein Sturbleiben der FPÖ wäre dann klassische Klientelpolitik, die ja gerade die FPÖ als Oppositionspartei immer wieder sehr lautstark bekrittelt hatte.

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05.04.2017

Freizeitunfälle kosten jährlich 20 Mrd. Euro

Freizeitunfälle kosten jährlich 20 Mrd. Euro Freizeitunfälle kosten jährlich 20 Mrd. Euro

Im Jahr 2016 haben Nichtberufsunfälle, also Unfälle die sich in der Freizeit ereignen, materielle Kosten in der Höhe von 20,6 Milliarden Euro verursacht. Diese materiellen Kosten umfassen die medizinischen Heilungskosten, den Produktionsausfall, die Wiederbesetzungskosten, die Administrativkosten, die Polizei- und Rechtsfolgekosten sowie die Sachschäden. Financiers dieser Unfallfolgekosten sind zu etwa gleichen Teilen die Gebietskörperschaften, die Sozialversicherungen und die Privatversicherungen. Der Straßenverkehr ist gemäß der Studie für 28 Prozent oder 5,7 Milliarden Euro der materiellen Kosten verantwortlich, obwohl sich in diesem Bereich nur gerade acht Prozent aller Nichtberufsunfälle ereignen.

Grund dafür ist, dass die durchschnittliche Verletzungsschwere und damit auch die durchschnittlichen Kosten pro Verunfalltem im Straßenverkehr klar am höchsten sind. Verstärkt wird dieser Effekt dadurch, dass Sachschäden nur für diesen Bereich berechnet werden können. Die Haus- und Freizeitunfälle sind für 46 Prozent oder 9,6 Milliarden Euro Kosten verantwortlich und die Sportunfälle für 26 Prozent oder 5,3 Milliarden Euro. Ihre Anteile an allen Nichtberufsunfällen belaufen sich auf 62 (Haushalt/Freizeit) respektive 30 Prozent (Sport). „Nach wie vor haben Heim- und Freizeitunfälle den mit Abstand größten Anteil am Unfallgeschehen in Österreich. Im Heim- und Freizeitbereich gilt es daher, endlich ähnlich wirksame Programme und Maßnahmen wie im Verkehrsbereich zu installieren“, erklärt Dipl.-Ing. Klaus Robatsch, Forschungsleiter im KFV.

Knapp 800.000 Unfälle im Jahr 2016

794.648 Menschen verunglückten in Österreich im Jahr 2016 bei Unfällen. 2.548 (Quelle: ST.AT, Todesursachenstatistik. 2016 vorläufige Zahlen) Österreicher starben an den Folgen eines Unfalls. Damit ist die Anzahl der Verletzten in den letzten zehn Jahren um neun Prozent gesunken, die Zahl der Toten und Schwerverletzten stagniert seit Jahren auf hohem Niveau.

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22.01.2018

Weltweit erster wirksamer Impfstoff gegen Gräserpollen-Allergie entwickelt

Weltweit erster wirksamer Impfstoff gegen Gräserpollen-Allergie entwickelt Weltweit erster wirksamer Impfstoff gegen Gräserpollen-Allergie entwickelt

Rund 400 Millionen Menschen weltweit leiden in irgendeiner Form unter ein Allergie gegen Gräserpollen (Rhinitis) – mit den üblichen Symptomen wie Schnupfen, Husten und schweren Atemproblemen. Nun konnten ForscherInnen der MedUni Wien am Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung in Kooperation mit der Wiener Firma Biomay AG in einer Phase II-b-Studie mit 180 PatientInnen in elf europäischen Zentren zeigen, dass der synthetisch hergestellte Impfstoff BM32 mit vier Injektionen im ersten Jahr und einer Auffrischung im zweiten Behandlungsjahr die Symptome der Betroffenen um mindestens 25 Prozent lindert.

Die Immuntherapie mit BM32 basiert auf einer innovativen, rekombinanten Peptid-Carrier-Technologie, die, im Vergleich mit anderen Immuntherapien für AllergikerInnen, erheblich weniger Injektionen notwendig macht und auch geringere Nebenwirkungen hat. Diese Technologie wurde am Christian Doppler Labor für Allergieforschung unter der Leitung von Rudolf Valenta an der MedUni Wien in Kooperation mit dem Wiener Unternehmenspartner Biomay AG (Leitung: CEO Rainer Henning) entwickelt. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Entdeckung und die Entwicklung neuartiger Allergie-Therapeutika.

Revolutionäres Wiener Produkt

Der verwendete Impfstoff und die nötigen Antikörper können synthetisch hergestellt werden. Dabei werden dem Allergen mit einer in Wien entwickelten Technologie B-Zell-reaktive Peptide entnommen. Diese Peptide werden so verändert, dass sie ihre Bindungseigenschaften für allergenspezifisches IgE verlieren und als Trägerproteine für die notwendige Unterstützung durch die T-Zellen dienen. „Dieser Prozess ist unendlich oft wiederholbar, der Impfstoff bleibt dadurch immer gleich wirksam, stets von gleicher Qualität und sicher“, erklärt Valenta. „Das ist ein Wiener Produkt, das die Behandlung von Gräserpollen-Allergien revolutionieren wird.“ Das Patent für die Entwicklung wurde von der Medizinischen Universität Wien an die Biomay AG übertragen.

Die Verbesserung der Symptome betrug im Mittelwert rund 25 Prozent. „Je stärker der oder die AllergikerIn von den Gräserpollen betroffen war, umso stärker war auch der positive Effekt nach der Impfung“, erklärt Verena Niederberger-Leppin von der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten der MedUni Wien und Erstautorin der Studie, die nun im Top-Journal „Journal of Allergy and Clinical Immunology“ unter großer internationaler Beachtung erschienen ist. Die WissenschafterInnen gehen davon aus, dass die Symptome noch weiter zurückgehen, wenn die Impfung über Jahre immer wieder aufgefrischt wird – die vorliegenden Daten beziehen sich auf einen Studien-Zeitraum von zwei Jahren. Außerdem könnte sie möglicherweise auch präventiv eingesetzt werden.

Zulassung der Impfung für 2021 geplant

Eine nun folgende Phase III-Studie und eine gleichzeitige Impfstudie bei Kindern unter Beachtung aller dafür vorgesehenen Richtlinien sollen ab dem Jahr 2019 die Voraussetzungen für die allgemeine Zulassung der Impfung ab dem Jahr 2021 schaffen.

Gleichzeitig wurde im Rahmen der Untersuchungen zur Wirksamkeit von BM32 festgestellt, dass der Impfstoff auch bei Hepatitis B eine wirksame Behandlungsoption sein könnte, zugleich wurde gezeigt, dass der Impfstoff auch Asthma-PatientInnen Linderung verschaffen könnte. Weitere laut Einschätzung der MedUni Wien-ForscherInnen wie der ExpertInnen bei Biomay AG mögliche Einsatz-Möglichkeiten von BM32 sind die Behandlung von Allergien gegen Hausstaubmilben, Katzen und Ragweed-Pollen.

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12.10.2017

Unabhängigkeit: ein weit entferntes Ziel für viele Menschen mit Behinderungen

„Menschen mit Behinderungen haben zu häufig keine Wahl und keine Kontrolle über ihr Leben“, erläutert FRA-Direktor Michael O’Flaherty. „Menschen mit Behinderungen haben zu häufig keine Wahl und keine Kontrolle über ihr Leben“, erläutert FRA-Direktor Michael O’Flaherty.

Noch immer leben viele Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen. Dadurch werden sie häufig isoliert, an den Rand gedrängt und können kein vollständig unabhängiges Leben führen. Sie sind schlechteren Bedingungen ausgesetzt als Menschen ohne Behinderung. Die neuen Berichte der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) zeigen, dass die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen systematisch anders organisiert und finanziert werden muss. Die Berichte enthalten Vorschläge dazu, was Menschen mit Behinderungen von der EU und den Mitgliedstaaten benötigen, damit sie mit gemeindenaher Unterstützung unabhängig leben, einfach öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder einkaufen gehen können.

„Menschen mit Behinderungen haben zu häufig keine Wahl und keine Kontrolle über ihr Leben“, erläutert FRA-Direktor Michael O’Flaherty. „Die EU und ihre Mitgliedstaaten haben sich zwar verpflichtet, Menschen mit Behinderung bei der Wahrnehmung ihrer Rechte auf ein unabhängiges Leben zu unterstützen, aber in der Realität funktioniert das nur unzulänglich. Diese Berichte sind ein Alarmsignal. Sie zeigen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern, wie sie sicherstellen können, dass diese Rechte europaweit in vollem Maße umgesetzt werden.“

Die Berichte zum Thema „Vom Leben in Einrichtungen zum Leben in der Gemeinschaft“ (From institutions to community living) untersuchen in verschiedenen Aspekten, wie ein Leben in Einrichtungen von einem Leben in der Gemeinschaft abgelöst werden kann – ein Recht, dass in der UN-Behindertenrechtskonvention verankert ist. Behandelt werden folgende Themen: Deinstitutionalisierungspläne und -verpflichtungen, Finanzierung und die Auswirkungen auf Menschen mit Behinderungen.

Wie die Berichte zeigen, haben viele Mitgliedstaaten Desinstitutionalisierungspläne, die sie dazu verpflichten, allen Menschen mit Behinderungen ein unabhängiges Leben zu ermöglichen. Der Übergang von Institutionen zu gemeindenaher Unterstützung ist eine Bedingung des EU-Strukturfonds, um Gelder zu erhalten. Trotzdem fehlen bei den Strategien oft die passende finanzielle Unterstützung, klare Zeitrahmen und Zielvorgaben, und Behindertenorganisationen werden nicht richtig eingebunden, was Fortschritte verzögert. Darüber hinaus unterstützen viele Mitgliedstaaten noch immer Einrichtungen finanziell.

Hinzu kommt, dass die vielen verschiedenen nationalen und lokalen Behörden, die Unterstützung bieten, nicht ausreichend zusammenarbeiten. So leben Menschen mit Behinderungen gemeinhin unter schlechteren Bedingungen als Menschen ohne Behinderungen. Dies gilt besonders für Menschen mit schweren Behinderungen, die sich dadurch häufig ausgeschlossen und ohne Kontrolle über ihr Leben fühlen.

Hier wird deutlich: Um Einrichtungen zu schließen und ein Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen, sind klare, mit angemessenen Ressourcen ausgestattete Pläne nötig, die die Finanzierung und Verantwortlichkeiten festlegen, z.B. um verschiedenartige Möglichkeiten für qualifizierte persönliche Hilfe zu schaffen. Es sollte eine angemessene gemeindenahe Unterstützung geben, um Menschen mit Behinderungen zu helfen, wenn sie Einrichtungen verlassen. Daher ist es unabdinglich, tägliche Dienstleistungen wie öffentlichen Nahverkehr, medizinische Versorgung und Bildung zugänglich zu machen. Menschen mit Behinderungen und ihre repräsentativen Organisationen in Entscheidungsfindungen und Überwachungsprozesse einzubinden, ist ein weiterer Schlüsselfaktor, um sicherzustellen, dass ihren Bedürfnissen entsprochen wird – damit sie ihr Recht auf ein unabhängiges Leben wahrnehmen können.

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28.02.2017

Medikamente am Steuer – oft unterschätzt!

Medikamente am Steuer – oft unterschätzt! Medikamente am Steuer – oft unterschätzt!

Kopfweh, Fieber, Schwindel, Müdigkeit - Viele hat es heuer mit Erkältungen und Grippe erwischt. Aber: Gesundheitlich angeschlagen ein Kraftfahrzeug zu lenken, kann gefährlich werden. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn man krank ist und Medikamente eingenommen hat.

Viele Österreicherinnen und Österreicher nehmen derzeit aufgrund einer Verkühlung, Erkältung oder Grippe Medikamente ein. Jedoch können bereits gewöhnliche Schmerzmittel, Mittel gegen Fieber oder Entzündungen sowie Hustensaft die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Dies gilt auch für rezeptfreie Präparate und pflanzlichen Heilmittel. Laut einer aktuellen Erhebung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) ist beinahe die Hälfte der 450 Befragten schon einmal krank und/oder unter Medikamenteneinfluss mit dem Auto unterwegs gewesen.

Warnhinweise beachten

Um sich über mögliche Beeinträchtigungen der Fahrtauglichkeit zu informieren, sollten Sie unbedingt immer den Beipackzettel des Medikaments vollständig durchlesen. Aber: Auch Nebenwirkungen wie Schwindel, Kopfweh oder allergische Reaktionen können die Verkehrstauglichkeit stark einschränken.

Mit Eigenverantwortung sicher ans Ziel - Checkliste

Fühle ich mich fit?

Habe ich Medikamente genommen?

Beeinflussen diese die Fahrtüchtigkeit?

Unsicher? Informieren Sie sich im Zweifelsfall bei Ihrem Arzt oder Apotheker.

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30.03.2017

VKI: Fertigsalate im Test – eine heikle Angelegenheit

Fertigsalate werden im Handel ganzjährig angeboten. Das Angebot ist riesig, Fertigsalate werden im Handel ganzjährig angeboten. Das Angebot ist riesig,

Selbst gemachter Salat ist natürlich immer der beste, aber dafür braucht man Zeit. Im Falle von Getreide- oder Nudelsalaten sogar viel Zeit. Denn schließlich müssen die Hauptzutaten ja erst einmal gekocht werden. Nicht jeder mag so lange warten, und die Zahl jener, die es eilig haben, steigt. Fertigsalate werden mittlerweile nicht nur in Supermarktregalen und an Feinkosttheken angeboten, auch die Bäckereiketten haben den Bereich der Convenience Produkte für sich entdeckt. 13 Fertigsalate hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) in seinem aktuellen Test auf den Prüfstand gestellt, darunter zwei Wurstsalate, sechs Nudelsalate und fünf Getreidesalate. Die Ergebnisse sind ab 30. März in der Aprilausgabe der Testzeitschrift KONSUMENT zu finden.

Fertigsalate werden im Handel ganzjährig angeboten. Das Angebot ist riesig, bei der im Vorfeld des Tests durchgeführten Markterhebung wurden 140 Produkte gezählt. Die von den VKI-Testern ausgewählten Salatproben wurden sofort nach dem Einkauf mit dem Kühlwagen ins Untersuchungslabor transportiert und dort unter idealen Bedingungen bis zum Erreichen der auf der jeweiligen Verpackung angegebenen Mindesthaltbarkeit gelagert. Sobald das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht war, wurde jeder Salat organoleptisch, also mit den Augen, der Nase und dem Gaumen überprüft und danach mikrobiologisch auf Keime untersucht. Zudem wurden die Nährwerte analysiert und die Kennzeichnung kontrolliert.

Bei der organoleptischen Untersuchung war keine der 13 Proben auffällig. Bei der mikrobiologischen Untersuchung zeigte sich aber, dass eine Bewertung allein mit den Sinnesorganen nicht ausreichend ist. Der mediterrane Nudelsalat von Anker wies laut Prüfprotokoll „einen stark erhöhten Keimgehalt“ auf und war daher wertgemindert. Im Grünkernsalat von „Spar Enjoy“ war der Keimgehalt bereits überhöht. „Nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet“ lautete das niederschmetternde Urteil der Experten.

„Was Konsumentinnen und Konsumenten bei Fertigsalaten in jedem Fall bedenken sollten, ist ihre leichte Verderblichkeit. Die vielen Zutaten bilden eine große Oberfläche, auf der sich unerwünschte Keime gut vermehren können. Zwei der Produkte im Test fielen bei der Untersuchung auf Keime durch, obwohl sie unter idealen Bedingungen gelagert wurden. In der alltäglichen Praxis sind die Vorrausetzungen aber weniger ideal und daher ist eine kürzere Haltbarkeit zu befürchten“, erläutert VKI-Ernährungswissenschaftlerin Nina Siegenthaler. „Lange Transportwege nach dem Einkauf verschlechtern die Qualität. Es empfiehlt sich, den Salat erst aus dem Kühlschrank zu nehmen, wenn er tatsächlich gegessen wird. Grundsätzlich sollte Fertigsalat ausreichend gekühlt (+4 Grad C) und nach dem Einkauf möglichst bald verbraucht werden.“

In der Nährwertanalyse zeigte sich außerdem, dass alle Produkte zu viel Salz enthielten. Die Spitzenwerte lagen bei mehr als 4 Gramm Salz pro Portion. Das entspricht fast einem halben Teelöffel. Zum Vergleich: Die DGE Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Salz einen Richtwert von 6 Gramm pro Tag, bei der Weltgesundheitsorganisation WHO sind es weniger als 5 Gramm. Zudem stellte sich heraus, dass manche Salate wahre Fettbomben sind. Dass ein Wurstsalat kein Diätessen ist, war zu erwarten. Aber pro Portion 45 Gramm Fett bei Radatz und fast 40 Gramm bei Anker hat die Experten dann doch überrascht. Auch der Zuckergehalt einzelner Produkte gab Anlass zur Kritik und bestätigte den Eindruck, dass ein Fertigsalat keineswegs eine leichte Mahlzeit sein muss.

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25.01.2018

Therapiezentrum Canabio: Neue Krebstherapie auf Cannabis-Basis

Eröffnet wird das Zentrum in der nordkroatischen LifeClass Therme Sveti Martin, die in unmittelbarer Nähe zu Österreich, Slowenien und Ungarn liegt. Eröffnet wird das Zentrum in der nordkroatischen LifeClass Therme Sveti Martin, die in unmittelbarer Nähe zu Österreich, Slowenien und Ungarn liegt.

Ab März 2018 werden im Therapiezentrum Canabio cannabisbasierte Therapieformen zur Behandlung von Krebs und anderen schweren Erkrankungen durchgeführt. Eröffnet wird das Zentrum in der nordkroatischen LifeClass Therme Sveti Martin, die in unmittelbarer Nähe zu Österreich, Slowenien und Ungarn liegt. Im Rahmen des innovativen Canabio-Ansatzes werden die wichtigsten Komponenten zur Krebsbekämpfung eingesetzt: Eine individuell angepasste Cannabis-Therapie, das IQCURE®-Programm und die Diagnostik der R.G.C.C. Group (Research Genetic Cancer Centre) kommen dabei zur Anwendung. Die Kombination dieser drei Ansätze liefert einen komplexen Einblick in den tatsächlichen Krankheitszustand des Patienten und ermöglicht, einen auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen, zielgerichteten Behandlungsplan zu erstellen. "„Das Ziel von Canabio ist, den Patienten einen ganzheitlichen Heilungsansatz mit natürlichen Produkten zu bieten, da die konventionelle Medizin alleine oft an ihre Grenzen stößt“", erklärt Hans Dieter Prentner, Project Manager bei Canabio.

Ergebnisse der Cannabis-Forschung

„Es gibt bereits klinisch erprobte Medikamente, aber viele potenzielle pharmakologische Wirkungen von Cannabinoiden sind noch nicht ausreichend untersucht. Daher ist die Fakultät für Pharmazie in Ljubljana an klinischen und vorklinischen Studien beteiligt“, so Borut Štrukelj, Professor am Institut für Pharmazeutische Biologie an der Fakultät für Pharmazie in Ljubljana, Slowenien, über die Nutzung von Cannabinoiden für medizinische Zwecke. Auch Tamara Lah Turnsek, Direktorin des Nationalen Instituts für Biologie in Ljubljana, Slowenien, beschäftigt sich mit der Wirksamkeit cannabisbasierter Arzneimittel: „Aufgrund langjähriger Forschungsarbeit wissen wir, dass jeder Körper anders auf eine Therapie mit Cannabinoiden reagiert. Aus diesem Grund wollen wir durch personalisierter Medikation vor der Behandlung herausfinden, ob der Patient auf die Therapie anspricht, oder nicht.“

Individuelle Cannabis-Therapie

Canabio, das hochwertige Arzneimittel auf Cannabis-Basis, kann in der Medizin bei verschiedenen Krankheiten angewendet werden. Das Einsatzgebiet umfasst alle Krebsarten (wie Hirntumor, Lungen-, Leber-, Prostata-, Magen-, Brust-, Gebärmutterkrebs u. a.), rheumatoide Arthritis und Osteoarthritis, Multiple Sklerose, Diabetes, Glaukom, Epilepsie, Schuppenflechte, Magersucht, Asthma, entzündliche Darmerkrankungen und weitere Krankheiten.

Die Canabio-Therapie umfasst vier Behandlungsansätze:

Therapie mit Cocktail aus natürlichen Wirkstoffen: Der Naturextrakt-Cocktail ist eine Mischung aus medizinisch wertvollen Nährstoffen, der auf einer wissenschaftlich entwickelten Formel beruht und intravenös dosiert wird. Anhand von Bluttest-Ergebnissen der R.G.C.C. Group wird für den Patienten ein individuell angepasster Therapie-Cocktail erstellt.

Sauerstofftherapie: Sauerstoff produziert das Enzym Prostacyclin, das für den Energie- und Zellstoffwechsel essentiell ist und somit einen bedeutenden Einfluss auf das menschliche Immunsystem hat.

Therapie mit Vitamin C: Hochdosiertes Vitamin C zerstört die Krebszellen aus dem primären Tumor und aus den Metastasen. Die gesunden Zellen bleiben aufgrund des Enzyms Prostacyclin unversehrt. Vitamin C trägt zudem zur Stärkung des Immunsystems bei.

Photodynamische Therapie: Licht wird in Kombination mit lichtaktivierbaren chemischen Substanzen (Photosensibilisator) in Verbindung mit molekularem Sauerstoff eingesetzt, um die mikrobiellen Zellen, einschließlich der Bakterien, Pilze und Viren, zu zerstören.

„Die Kombination von Canabio und IQCURE ist ein neues Konzept in der Rehabilitation von onkologischen Patienten. Das Therapiezentrum Canabio ist einzigartig in Europa“, so Damir Stajcar, Direktor des IQCURE® Better Life-Ressorts in Sveti Martin, Kroatien.

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16.07.2017

Grillunfälle - das sind die gefährlichsten Fehler der Österreicher

Die beliebtesten Grillmonate sind von Mai bis September. Dabei endet leider für manche Hobbygriller der gemütliche Grillabend mit einer Fahrt ins Krankenhaus Die beliebtesten Grillmonate sind von Mai bis September. Dabei endet leider für manche Hobbygriller der gemütliche Grillabend mit einer Fahrt ins Krankenhaus

Mit dem Grillgeruch stellt sich automatisch das Sommergefühl ein: da sind sich mehr als die Hälfte der befragten Österreicher einer aktuellen Umfrage des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) einig. Die beliebtesten Grillmonate sind von Mai bis September. Dabei endet leider für manche Hobbygriller der gemütliche Grillabend mit einer Fahrt ins Krankenhaus: Rund 500 Personen verunfallen jährlich, die meisten naturgemäß in den Sommermonaten. „Rund 80 Prozent der Verletzten müssen aufgrund von Verbrennungen und Verbrühungen (40%) und Schnittverletzungen (38%) ins Spital. Unachtsamkeit, ungeeignete Ausrüstung oder falsche Anwendung von Grillanzündern sind dabei die häufigsten Grillfehler“, sagt Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereiches Recht und Normen im KFV.

Hände und Finger werden am häufigsten verbrannt

Die häufigsten Verletzungen betreffen laut KFV-Unfalldatenbank Verbrennungen und Verbrühungen an Fingern oder Händen. Stichflammen, heißer Grillrost und heißes Öl sowie unachtsamer Gebrauch von Messern sind die häufigsten Gründe für Verletzungen. Gefolgt von Knochenbrüchen (13 Prozent) durch etwa Stolpern über Grillutensilien oder sogar über den Grill selbst.

Grillen als unterschätzte Gefahr

Bei den Sicherheitsvorkehrungen herrscht bei den Grillfans Aufholbedarf: Als beliebtes Löschmittel geben die Befragten zwar den Wasserkübel (65 Prozent) an, dennoch bereiten nur 23 Prozent aller Befragten tatsächlich einen vor oder haben Löschmittel wie Löschdecke oder Feuerlöscher bereit. Nur jeder Dritte schätzt Verletzungsgefahren beim Grillen hoch ein. „Unsere aktuelle Umfrage zeigt, dass knapp 60 Prozent von einer eher geringen bis mittelmäßigen Verletzungsgefahr beim Grillen

ausgehen. Die Gefahr beim Grillen wird demnach unterschätzt. Zwei Drittel aller Unfälle entstehen durch Unachtsamkeit oder durch fehlendes Wissen bei der Prävention“, so Kaltenegger.

„Finger weg von flüssigen Brandbeschleunigern!“

Leichtsinn und mangelnde Vorsicht im Umgang mit dem Grill ist häufig die Ursache von Bränden und Brandverletzungen, weiß Dr. Arthur Eisenbeiss, Direktor der BVS-Brandverhütungsstelle für OÖ und Sprecher der österreichischen Brandverhütungsstellen. „Glücklicherweise gehen viele Grillunfälle glimpflich aus. Trotzdem kommt es immer wieder zu weitreichenden, manchmal sogar zu lebensgefährlichen Zwischenfällen“, so Eisenbeiss. „Die Erfahrungen aus der Brandursachenermittlung zeigen, dass der Funkenflug aus Grillgeräten und die unsachgemäße Entsorgung der Grillkohle die häufigsten Brandursachen darstellen.“

Besonders hohe Lebensgefahr besteht bei Verwendung von flüssigen Brandbeschleunigern! „Wenn das Anzünden der Grillkohle besonders schnell gehen soll, folgt oftmals der Griff zur Spiritusflasche oder zum Benzinkanister. Die ‚Grillmeister’ sind dabei durchaus erfinderisch. Auch Bioethanol, Terpentin oder Petroleum kommen dabei zum Einsatz. Bei all diesen Produkten handelt es sich um flüchtige Stoffe, die innerhalb kurzer Zeit zu verdunsten beginnen und dabei hochexplosive Dämpfe bilden. Beim Anzünden kommt es dann zum explosionsartigen Abbrand, durch die Stichflamme wird nicht selten die Kleidung umstehender Personen entzündet“, erzählt Dr. Arthur Eisenbeiss.

Stichflammen und Rückzündungen

Die gefährlichsten Situationen beim Grillen entstehen fast immer durch die Verwendung von Brandbeschleunigern. Mindestens genauso gefährlich sind sogenannte Rückzündungen, die beim Nachschütten brennbarer Flüssigkeiten auf die Grillkohle auftreten können. Letzteres kann zu Stichflammen führen, die sich blitzschnell ausbreiten und dabei auch die Dämpfe des in der Flasche verbleibenden Brandbeschleunigers entzünden können. Besonders dramatisch werden diese Szenarien, wenn statt Brennspiritus Benzin zur Anwendung kommt. Die Benzindämpfe sind schwerer als die Luft und breiten sich schnell rund um den Grill am Boden aus. Durch einen Zündfunken kann es dann zu einer Explosion kommen und das Feuer entfacht rasend schnell: „Solche Situationen bedeuten höchste Lebensgefahr“, warnt der Brandschutzexperte. Viele Grillunfälle enden jedoch mit leichten Brandverletzungen oder mit kleineren Bränden, die – sofern sie rechtzeitig erkannt werden – wieder gelöscht werden können. Die Gefahren erklären sich anhand der im und am Grill entstehenden Temperaturen: unmittelbar über der Grillkohlenglut herrschen rund 700 oC. Selbst die „Außenhaut“ des Grills kann über 300 oC heiß werden und sowohl für Brandverletzungen als auch für Brände sorgen.

Anzündriegel, Trockenspiritus oder Sicherheitsbrennpaste

Wer also sorglos grillen möchte, sollte zum Anzünden der Grillkohle ausschließlich Sicherheitsbrennpasten oder feste Anzündhilfen wie z.B. Anzündriegel und Trockenspiritus verwenden, so ein Rat des Brandschutzexperten. Sicheres Grillen beginnt beim Aufstellen des Grillgeräts und endet beim Ablöschen der Grillkohle: „Der Grill selbst muss stabil bzw. standsicher sein und mit ausreichendem Abstand zu brennbaren Materialien aufgestellt werden. Nach dem Grillen sollte die Kohle gänzlich mit Wasser geflutet werden, weil sich andernfalls selbst in einem scheinbar ausgekühlten Grill ohne weiteres bis zu 72 Stunden lang noch Glutreste darin halten können“, rät Eisenbeiss.

Sicherheitstipps beim Grillen

Worauf sollte man beim Aufstellen des Grills achten?

Bereits beim „Auswintern“ den Grill auf Stabilität und festen Zusammenbau prüfen.

Der Grill sollte stabil auf einer ebenen Standfläche stehen.

Bewegen Sie den Grill nicht mehr, wenn er bereits mit glühender Kohle gefüllt ist.

Den Grill nicht in der Nähe von leicht brennbaren Materialien wie Schilfmatten, Gartenmöbel mit Sitzpolster, Zelten, Holzbauten, Holzzäunen usw. in Betrieb nehmen.

Wählen Sie einen möglichst windgeschützten Grillplatz, um Funkenflug und herumfliegende Asche zu vermeiden.

Ein Holzkohlegrill darf ausschließlich im Freien betrieben werden.

Nicht im Wald oder in Waldnähe grillen.

Lassen Sie Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Nähe eines Grills!

Wie zündet man Grillkohle richtig an?

Am besten mit Grillanzündern aus festen Stoffen. Das sind vor allem Trockenspiritus, Anzündriegel oder Zündwürfel. Weiters eignen sich Anzünd-Öle in Spezialflaschen und Grillpasten oder elektrische Grillanzünder.

Brennbare Flüssigkeiten wie Spiritus und Benzin sind zu gefährlich (Stichflamme beim Anzünden sowie explosionsartige Rückzündung beim "Nachfeuern") und dürfen keinesfalls verwendet werden!

Vorsichtsmaßnahmen beim Grillen

Immer einen Kübel Wasser oder sonstige Löschmittel (Feuerlöscher) bereithalten.

Flammenbildung durch das vom Grillgut abtropfende Fett unterbinden.

Grillvorgang ständig beaufsichtigen.

Restglut immer vollständig ablöschen bzw. fluten.

Was geschieht mit der Restglut?

Das Löschen mit Wasser ist am sichersten. Die Restglut sollte dabei unbedingt gänzlich unter Wasser gesetzt bzw. geflutet werden!

Auch die gelöschte Glut darf nur in nicht brennbare und verschließbare Behälter entsorgt werden.

Eine Entsorgung der Grillkohle auf dem Kompost sollte vermieden oder zumindest nur nach einer vollständigen Flutung durchgeführt werden.

Gefahrloses Grillen mit Gas

Der Gasschlauch sollte nach jeder Saison auf Risse und Sprödigkeit kontrolliert werden.

Überprüfen Sie die Anschlüsse mit Lecksuchspray auf ihre Dichtheit.

Verbinden Sie die Gasflasche stabil mit dem Grillwagen und verwenden Sie diese niemals liegend.

Zünden Sie den Gasgrill grundsätzlich mit geöffnetem Deckel an.

Stellen Sie bei Gasgeruch das Grillgerät sofort ab und führen Sie eine Dichtheitsprobe durch!

Flüssiggas ist schwerer als Luft – lagern Sie daher Gasflaschen in gut belüfteten Räumen und niemals unter Erdniveau (z.B. im Keller).

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24.04.2017

So sagen Sie Jetlag und lästiger Reisemüdigkeit ade

So sagen Sie Jetlag und lästiger Reisemüdigkeit ade So sagen Sie Jetlag und lästiger Reisemüdigkeit ade

Die Urlaubsplanung für den heiß ersehnten Sommerurlaub 2017 ist für viele Österreicherinnen und Österreicher bereits in vollem Gange. So manchen Urlauber zieht es auch heuer wieder in die Ferne. Doch was mit Fernreisen häufig unweigerlich einhergeht, ist die Tatsache, dass ein Langstreckenflug zur Störung des menschlichen Biorhythmus führt. Das Ergebnis: Jetlag. Um Müdigkeit, Schwindel & Co. vorzubeugen und an der Urlaubsdestination möglichst rasch wieder fit zu werden, hat checkfelix.com, Österreichs beliebteste Reisesuchmaschine, unterschiedliche Tipps und Tricks gegen Jetlag zusammengestellt.

„Unser Ziel bei checkfelix ist, dass unsere Nutzer möglichst viel Zeit an ihrem Reiseziel haben. Langstreckenziele sind heuer besonders beliebt und Jetlags sind leider oft ein ungewollter Nebeneffekt, welcher den entspannten Start in die Ferien beeinflusst. Unsere Tipps und Tricks helfen Reisenden dabei, sich ideal auf Ihren Trip vorzubereiten und den Urlaub hoffentlich ganz ohne Jetlag zu erleben“, so John-Lee Saez, Regional Director bei checkfelix.

Dem Jetlag vor Reiseantritt entgegenwirken

• Schlaf-Wach-Rhythmus im Voraus anpassen

Wer eine Reise auf einen anderen Kontinent plant, sollte sich bereits vor Reiseantritt auf die neue Zeitzone einstellen. Urlauber, die es in den Osten zieht, sollten ein bis zwei Stunden früher als sonst üblich ins Bett gehen und gleichzeitig auch etwas früher als gewöhnlich aufstehen. Wer hingegen in den Westen reist, sollte vor der Abreise lieber etwas später schlafen gehen und morgens später aufstehen. Mit diesem Trick, entwickelt der Körper schon vor der Reise einen neuen Schlaf-Wach-Rhythmus und der Jetlag fällt minimal aus.

• Bequeme Kleidung ist das A und O

Jogginghosen-Liebhaber befinden sich auf einem Langstreckenflug buchstäblich im 7. Himmel. Bequeme Kleidung wirkt auf längeren Flugreise nämlich zum einen entspannend, zum anderen sorgt sie für enormes Wohlbefinden an Bord. Wer völlig tiefenentspannt an seiner Urlaubsdestination ankommt, ist weniger gestresst und der Jetlag kann seine Wirkung kaum entfalten. Ein zusätzlicher Tipp für mehr Komfort im Flugzeug ist die Mitnahme eines Nackenkissens, womit man jederzeit die Möglichkeit hat, den Kopf bequem zu stützen und gemütlich zu schlafen.

Anti-Jetlag-Tipps während dem Langstreckenflug

• Armbanduhr, Smartwatch oder Handy – Lokalzeit einstellen

Klingt simpel, funktioniert aber! Unsere innere Uhr richtet sich unter anderem nach der Uhrzeit, die gerade wahrgenommen wird. Daher hilft es, die Uhrzeit auf allen Uhren und Geräten bereits vor der Abreise auf die jeweilige Lokalzeit zu stellen. So kann sich der Körper automatisch an die jeweilige Zeitzone der Destination anpassen und einem Jetlag wird effektiv entgegengewirkt.

• Geographie-Kenntnisse auffrischen

Je nachdem in welche Himmelsrichtung man sich begibt, empfiehlt es sich während der Reise entweder zu schlafen oder wach zu bleiben. Damit kann sich der biologische Rhythmus bereits an die Zeitzone der Zieldestination anpassen und einen Jetlag vorbeugen. Wer ostwärts reist, sollte auf jeden Fall zumindest einmal während dem Flug ein kleines Nickerchen halten - wohingegen man bei Reisen gen Westen versuchen sollte, möglichst lange wach zu bleiben.

Wem das Einschlafen besonders schwerfällt, kann sich natürlicher Schlafhilfen wie Baldrian, Hopfen und Melisse bedienen, um einem Jetlag effektiv vorzubeugen. Auf Medikamente sollte man jedoch verzichten. Durch regelmäßige Dehnübungen und Stretching am Sitzplatz sowie kurze Spaziergänge durch das Flugzeug, regt man den Kreislauf an und kann länger wach bleiben.

• Auf die richtige Menüwahl kommt’s an

Wer sich während dem Flug mit der Wahl des Menüs auseinandersetzt, kann die Auswirkungen eines Jetlags ebenfalls wirkungsvoll reduzieren. Urlauber die Richtung Osten fliegen, sollten während der Reise vor allem kohlenhydratreiche Kost bevorzugen, da sie eher müde macht - wer Richtung Westen fliegt, sollte ausreichend viel Eiweiß zu sich nehmen, um die Müdigkeit zu unterdrücken.

Darüber hinaus sollten Fernreisende während des Trips möglichst viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Der Grund: Die Luft im Flugzeug ist relativ trocken und entzieht dem Körper Flüssigkeit. Alkoholische Getränke sollten während des Fluges jedoch lieber vermieden werden. Zum einen ist die dehydrierende Wirkung über den Wolken noch einmal stärker und der Schlaf wird durch den Einfluss des Alkohols eher unruhig.

Tipps um den Jetlag am Reiseziel zu bekämpfen

Ein Tipp von Gerald Wittke Schäfer, Flugbegleiter bei Austrian Airlines: “Mein Geheimtipp gegen Jetlag ist, dem Körper nach einem Langstreckenflug etwas Ruhe zu gönnen, allerdings nicht länger als 2-3 Stunden. Im Anschluss versuche ich, in den normalen Alltag mit geregelten Schlafenszeiten, Treffen mit Freunden usw. wieder rein zu kommen. Auf richtige Schlaftabletten oder Alkohol sollte man aber auf jeden Fall vollkommen verzichten - dann klappt das auch mit dem Jetlag!“

• Go with the flow

Eine wirklich effektive Strategie, um einem Jetlag an der Zieldestination zu trotzen, ist, sich direkt nach der Ankunft so schnell wie möglich an die jeweilige Uhrzeit anzupassen. Keinesfalls sollte man gleich im Hotel in einen Tiefschlaf verfallen, sondern lieber aktiv bleiben, nachdem man sein Gepäck abgeladen hat. Wer dies nicht schafft, kann auf ein kurzes Nickerchen zurückgreifen.

Nach der Ankunft empfiehlt es sich auch, ein Plätzchen unter freiem Himmel zu suchen und wenn möglich viel Tageslicht oder Sonnenstrahlen zu tanken. Natürliches Sonnenlicht hemmt nämlich die Produktion des Schlafhormons Melatonin, welches müde macht. So kann sich der Körper schneller und besser an die neue Zeitzone anpassen und die Urlaubserlebnisse am Reiseziel werden maximiert.

Weit weg, auch ganz ohne Jetlag

Doch es gibt gute Nachrichten für Urlauber, die es weit weg zieht und wirklich keinen Jetlag riskieren möchten. Einige, weit entfernte Reiseziele haben keine allzu großen Zeitverschiebungen und sind damit wohl die beste Möglichkeit, um einem Jetlag vorzubeugen.

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16.07.2017

"Immer wenn er Pillen nahm"

Der wichtigste Partner in der Forschung ist der Arzt, klinische Studien oder die Anwendungsbeobachtung über die Wirkung von Medikamenten sind Eckpfeiler für die neuen Heilmittel. Der wichtigste Partner in der Forschung ist der Arzt, klinische Studien oder die Anwendungsbeobachtung über die Wirkung von Medikamenten sind Eckpfeiler für die neuen Heilmittel.

In der Medizin humpelt die Transparenz so dahin, wenn es um Förderungen, Spenden und Leistungen der Pharma-Industrie geht. Die Heimlichtuerei schadet, weil der Eindruck entsteht, mit der Gesundheit werde auch ein Geschäft gemacht.

Es sind unvorstellbare Summen: Eine Billion Euro werden die Menschen 2018 weltweit für Medikamente ausgeben, für die Entwicklung eines einzigen neuen Medikaments müssen Pharmakonzerne derzeit mehr als zwei Milliarden Euro aufwenden. Und allein 100 Milliarden Euro investiert die Wissenschaft jährlich in die Krebsforschung. Dazu kommt noch die vom amerikanischen Gesundheitsökonomen Joseph DiMasi berechnete Misserfolgsquote: 80 Prozent der Forschungsausgaben muss die Arzneimittelindustrie nämlich in den Wind schreiben.

So bewegt die Pharmaindustrie jährlich Billionen. Weil die Gesundheit das höchste Gut ist und die moderne Medizin ständig nach neuen Arzneimitteln giert, bleibt die Transparenz in diesem Milliardengeschäft allerdings unterbelichtet. Der wichtigste Partner in der Forschung ist der Arzt, klinische Studien oder die Anwendungsbeobachtung über die Wirkung von Medikamenten sind Eckpfeiler für die neuen Heilmittel. Dieses Beziehungsgeflecht darf man keinesfalls verteufeln, denn ohne die Zusammenarbeit mit der forschenden pharmazeutischen Industrie könnte der Anspruch auf Spitzenmedizin in Österreich nicht aufrechterhalten werden. Nur mit staatlichen Förderungen gelingt das nicht.

Andererseits zeichnen die Millionenhonorare der Pharma-Unternehmen an die Ärzteschafft Graubereiche, wo eigentlich Transparenz notwendig wäre. Österreich und Deutschland marschieren hier im nachbarschaftlichen Gleichschritt: 562 Millionen Euro hat im Vorjahr in der Bundesrepublik die Pharma-Industrie an Ärzte und Kliniken gezahlt, in Österreich waren es 90 Millionen. In Deutschland veröffentlicht jeder vierte Mediziner seine Pharma-Einkünfte, hierzulande jeder fünfte. Das schafft Misstrauen und ruft Unverständnis hervor. Glaubwürdigkeitsdefizite sind die Folge, begleitet von Neid und Missgunst gegenüber Ärzten im Geldschein-Modus.

In der heutigen Transparenzgesellschaft darf sich eine Berufsgruppe nicht an den Rand stellen. Ein funktionierendes Gesundheitswesen benötigt gut aus- und fortgebildete Ärzte, Heimlichtuerei ist hier sicherlich fehl am Platz. Solange die Ärzteschaft und die medizinischen Einrichtungen bzw. Institutionen nicht völlig transparent agieren, bleibt nämlich auch das ungute Gefühl, dass mit der Gesundheit auch ein Geschäft gemacht wird. Ein Eindruck, der sich mit der Verpflichtung zur Offenlegung wohl leicht korrigieren ließe.

Dieser Artikel wurde veröffentlicht von dbn .. / Foto: dbn / Quelle: TIROLER TAGESZEITUNG, Leitartikel von Peter Nindler
28.11.2017

Skigebiete in Österreich: Immer teurer!

Skigebiete in Österreich: Immer teurer! Skigebiete in Österreich: Immer teurer!

Seit 14 Jahren beobachtet der Verein für Konsumenteninformation (VKI) die Preisgestaltung der heimischen Skigebiete. Und seit 14 Jahren kennen die Preise nur eine Richtung: nach oben. Das zeigt auch die aktuelle Erhebung für die Saison 2017/18. Im Durchschnitt verteuerte sich eine Erwachsenen-Tageskarte im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent. Noch deutlicher zeigen sich die Preiserhöhungen bei 6-Tages-Tickets. Diese Mehrtagespässe für Erwachsene legten gegenüber der vorigen Saison um durchschnittlich 3,3 Prozent zu. Die Kartenpreise gondeln damit schneller nach oben als die Inflation, die über die letzten Monate etwa 2 Prozent betrug. Den höchsten Preisgipfel müssen die Wintersportler in Kitzbühel bezwingen. Am günstigsten sind die Tagestickets in Wenigzell und in Raggal.

Gekonnt seine Schwünge in den Schnee ziehen oder einfach nur begeistert die Pisten runterrutschen – das gehört im Winter immer noch zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen in Österreich. Bevor aber die Wintersportausrüstung angelegt wird, muss ordentlich Geld für die Liftkarte abgelegt werden. Und zwar Jahr für Jahr mehr. Die Seilbahnwirtschaft rechtfertigt sich dafür mit aus ihrer Sicht nötigen Investitionen. Diese gilt es natürlich wieder hereinzuspielen. Die Folge sind eben Preisanstiege, die klar über der Inflation liegen.

Üblich sind jährliche Verteuerungen für Erwachsenen-Tageskarten um 50 Cent oder 1 Euro. Kitzbühel hält sich heuer nicht mit Bescheidenheit auf und erhöht gleich um 2 Euro. Somit kostet das Ticket 55 Euro. Die Tiroler Nobelstadt ist damit Spitzenreiter. Kaufen sich Erwachsene in den günstigsten Gebieten wie Wenigzell in der Steiermark oder Raggal in Vorarlberg für einen Tag eine Liftkarte, kostet das 22 Euro. „Die großen und teuren Skiregionen haben natürlich viel mehr Pistenkilometer zur Verfügung als die kleinen. Allerdings stellt sich die Frage, ob dieses große Angebot an Pisten überhaupt ausgenutzt werden kann, vor allem an einem Tag“, sagt VKI-Projektleiter Markus Stingl. Bleibt man länger in einem Wintersportgebiet, sind Mehrtagespässe wohl eine Überlegung wert. Der VKI hat sich deshalb auch die Preise der 6-Tages-Tickets angesehen. Hier werden die 266 Euro in Kitzbühel von einigen Skischaukeln überboten, angeführt von Ischgl/Samnaun mit 290 Euro. „Immerhin, die 300-Euro-Grenze wird diese Saison also noch nicht durchbrochen“, konstatiert Stingl. Am anderen Ende der Preisskala positioniert sich Königsberg-Hollenstein in Niederösterreich mit 110 Euro für den 6-Tages-Pass für Erwachsene.

Auch wenn sich die kleinen Skigebiete mit nur wenigen Pistenkilometern schwer mit den großen Skischaukeln vergleichen lassen, die Hunderte Kilometer Abfahrten bieten – beträchtliches Geld lässt sich auf jeden Fall sparen. Wem weniger Angebot reicht, der kann in einem kleinen Skigebiet 6 Tage die Lifte benützen und zahlt dafür gleich viel wie jemand für 2 Tageskarten in einer riesigen Skischaukel.

Neben dem Trend der jährlichen Preiserhöhung gibt es auch den Trend des Kampfes kleinerer Skigebiete ums Überleben – heuer wurden auf der Frauenalpe bei Murau in der Steiermark die letzten Liftanlagen abgebaut. „Während die großen Skigebiete mit riesigen Investitionssummen klotzen, kommen die kleinen im Verdrängungswettbewerb unter die Räder“, sagt Stingl. Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Am Fuße des Hauser Kaibling wurden allein 5,5 Millionen Euro in eine neue Après-Ski-Hütte investiert. „Mit dieser Summe wäre der Betrieb von so manchem kleinen Skigebiet für 10 Jahre gesichert.“

Untersucht wurden Tages- und 6-Tages-Karten in den Kategorien Kind, Jugendlicher, Erwachsener und Senior in 102 österreichischen Skigebieten.

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27.09.2017

"Cannabismedizin muss für PatientInnen zugänglich und leistbar sein"

Cannabismedizin muss für PatientInnen zugänglich und leistbar sein Cannabismedizin muss für PatientInnen zugänglich und leistbar sein

Die von Medizinern präsentierten Ergebnisse einer Befragung zum Thema Cannabis als Medizin zeigen eine hohe Zustimmung der Bevölkerung zu dieser Behandlungsmöglichkeit. Cannabismedizin wird erfolgreich in der Schmerztherapie, bei der Linderung von Nebenwirkungen von Chemotherapie und bei der Behandlung von einer Reihe von Krankheiten wie z.B. Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, eingesetzt.

„Wir Grünen setzen uns bereits seit einigen Jahren für Verbesserungen im Bereich Cannabismedizin ein. Derzeit sind nur teure Medikamente auf Cannabisbasis erhältlich, deren Kosten nur in ca. 30 Prozent der Fälle von den Krankenkassen übernommen werden. Wir fordern daher den Entfall der Chefarztpflicht für diese wirkungsvollen Medikamente. Cannabismedizin muss leistbar für die PatientInnen sein, die sie benötigen", meint die Gesundheitssprecherin der Grünen, Eva Mückstein.

Die Grünen setzen sich auch dafür ein, dass Cannabisblüten wie in Deutschland nach ärztlicher Verschreibung in Apotheken bezogen werden können.

Nach dieser neuen deutschen Regelung hat das Gesundheitsministerium angekündigt, noch im Frühjahr 2017 eine ExpertInnengruppe rund um das Thema Cannabis auf Rezept einzurichten. Da nichts mehr dazu gemeldet wurde, haben die Grünen am 22.9.2017 eine parlamentarische Anfrage eingebracht, um Näheres über die ExpertInnengruppe (Mitglieder, Themen, Ergebnisse) zu erfahren.

Eine weitere wichtige Forderung ist die Fort- und Weiterbildung für ÄrztInnen über den Einsatz von Cannabis in der Medizin.

„Es muss in Österreich endlich ein Umdenken in Richtung Enttabuisierung der alten Heilpflanze Hanf stattfinden. Der Anbau von sogenanntem Medizinalhanf muss in staatlicher Kontrolle und mit verpflichtender Qualitätskontrolle stattfinden", meint Mückstein.

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11.06.2017

In Österreich sind fast 400.000 E-Fahrräder unterwegs

Bereits acht Prozent von Österreichs Radfahrern nutzen ein E-Fahrrad, wie die vom Institut Integral durchgeführte VCÖ-Radfahrumfrage zeigt. Bereits acht Prozent von Österreichs Radfahrern nutzen ein E-Fahrrad, wie die vom Institut Integral durchgeführte VCÖ-Radfahrumfrage zeigt.

„Österreich erlebt einen E-Fahrradboom. Wir gehen davon aus, dass heuer erstmals mehr als 100.000 E-Fahrräder verkauft werden“, stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. E-Fahrräder sind der Spitzenreiter unter den E-Fahrzeugen in Österreich. Während im Vorjahr nur 1.352 E-Mopeds und E-Motorräder verkauft wurden und 3.826 E-Pkw, war die Zahl der verkauften E-Fahrräder mit 86.500 um ein Vielfaches höher.

Bei der vom Institut Integral durchgeführten repräsentativen VCÖ-Radfahrumfrage wurden nun die Motive für den Kauf von E-Fahrrädern erhoben. Das Hauptmotiv ist, dass mit dem E-Fahrrad weitere Distanzen gefahren werden können. Bequemeres Radfahren, etwa bei Steigungen, wurde als zweithäufigster Grund genannt vor dem Motiv, schneller am Ziel zu sein. Für elf Prozent war das E-Fahrrad Grund, wieder mit dem Radfahren zu beginnen.

„E-Fahrräder verändern das Mobilitätsverhalten. Autofahrer lassen öfters das Auto stehen und nehmen stattdessen das E-Fahrrad“, erläutert VCÖ-Experte Gansterer. 60 Prozent der E-Fahrrad-Nutzer radeln heute Strecken, die sie früher mit dem Auto gefahren sind. Die Zahl der E-Fahrrad-Verkäufe dürfte in den kommenden Jahren weiter stark steigen: Jeder vierte Österreicher, der noch kein E-Fahrrad besitzt, kann sich den Kauf eines E-Fahrrads vorstellen. Besonders auffallend: Auch unter jenen, die derzeit im Alltag nicht Rad fahren, zeigt sich jeder Dritte am Kauf eines Elektro-Fahrrads interessiert.

Mit E-Fahrrädern können auch Distanzen von 10 bis 15 Kilometer gut mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. 60 Prozent der Autofahrten der Österreicherinnen und Österreicher sind kürzer als zehn Kilometer. „Gerade in Ballungsräumen kann die Staubelastung stark verringert werden, wenn das Potenzial der E-Fahrräder genutzt wird. Voraussetzung ist der Ausbau der Infrastruktur für den Radverkehr“, betont VCÖ-Experte Gansterer.

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08.09.2017

7.100 verletzte Mountainbiker in Österreich

Tausende Menschen zieht es Jahr für Jahr mit dem Mountainbike in die Natur. Längst Tausende Menschen zieht es Jahr für Jahr mit dem Mountainbike in die Natur. Längst

Mehr als 140.000 aktive Mountainbiker gibt es in Österreich. Nicht verwunderlich, denn Österreich bietet neben der Schweiz, Frankreich und Spanien in Europa ideale Bedingungen für die Ausübung des Sports. Doch das hat auch seine Kehrseite: „7.100 Personen verletzten sich 2016 beim Mountainbiken so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Auf die Saison von April bis Oktober gerechnet sind das über 30 Mountainbiker pro Tag!“, erläutert Dipl.-Ing. Christian Kräutler vom KFV. Da der Sport hauptsächlich von Männern ausgeübt wird (der Anteil der weiblichen Mountainbiker beträgt 25 Prozent) verwundert es nicht, dass vor allem diese am häufigsten verunfallen: Etwa 85 Prozent der Verletzten sind männlich. „Das Risiko beim Mountainbiken zu verunfallen ist für Männer deutlich höher als für Frauen. Die Altersverteilung der Verunfallten zeigt zwei Spitzen, eine bei den 25-29-Jährigen und eine bei den 50-54-Jährigen“, so Kräutler.

Verletzungen trotz guter Schutzausrüstung

Obwohl beim Mountainbiken im Vergleich zu anderen Sportarten großer Wert auf die richtige Schutzausrüstung gelegt wird (rund 90 Prozent der Mountainbiker tragen einen Schutzhelm; 70 Prozent tragen eine Schutzbrille), ist die Verletzungsschwere bei Mountainbikeunfällen oft hoch. Die häufigsten spitalsbehandelten Verletzungen betreffen die oberen Extremitäten. In schlimmen Fällen sind Wirbelsäule oder Schädel betroffen. Betrachtet man die Art der Verletzungen, so ist der Knochenbruch unangefochten auf Platz eins: Rund 50 Prozent der verunglückten Mountainbiker brachen sich beispielsweise das Schlüsselbein, die Rippen, die Unterarme oder die Schultern.

Gute Vorbereitung und genaue Risikoeinschätzung besonders wichtig

Es braucht einiges an Vorbereitung, Training und nicht zuletzt entsprechendes Material, bevor man sich auf zwei Rädern in die Berge begibt. Biker benötigen fahrtechnisches Können, das man nur mit gutem Training und entsprechender Fitness erreichen kann. Hinzu kommt, dass die Bewältigung einer mehrstündigen Tour hohe Anforderung an die sportliche Kompetenz des Bikers stellt. Körperliche Überlastung kann nicht nur motivationshemmend wirken, sondern kann die Unfallgefahr wesentlich erhöhen. Ein regelmäßiges und ausgewogenes Training über das ganze Jahr verteilt ist daher die Grundvoraussetzung für eine sichere Mountainbiketour. Aufwärmübungen, gute Tourenplanung und die passende Schutzausrüstung helfen, das Unfall- und Verletzungsrisiko zu minimieren.

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19.02.2018

Bis zu 8.000 Skiunfälle im Februar erwartet

Wer einen Skiurlaub plant, sollte vor allem am ersten Skitag vorsichtig sein Wer einen Skiurlaub plant, sollte vor allem am ersten Skitag vorsichtig sein

„Das KFV rechnet im Februar mit 7.000 bis 8.000 Ski- und Snowboardunfällen. Tendenziell sinkt die Zahl der Skiunfälle aber erfreulicherweise“, erläutert Dipl.-Ing. Christian Kräutler, Leiter des Bereichs Haushalts-, Freizeit- und Sportsicherheit im KFV. „Mittlerweile tragen rund 89 Prozent der Skifahrer und rund 82 Prozent der Snowboarder einen Helm. Das ist besonders erfreulich. Denn auch wenn durch einen Helm kein Unfall verhindert werden kann, so kann dadurch die Unfallschwere deutlich verringert werden.“

Müdigkeit: Regelmäßig Pausen machen!

Wer einen Skiurlaub plant, sollte vor allem am ersten Skitag vorsichtig sein. Denn jeder dritte Unfall ereignet sich bereits am ersten Skitag. „Wer eine lange Anreise hinter sich hat, sollte sich zunächst eine Pause gönnen und nicht sofort auf die Skipiste starten. Gerade in den Semesterferien sind vermehrt untrainierte Skifahrer unterwegs. Das Fahrverhalten sollte unbedingt an das eigene Können angepasst und entsprechend Pausen eingeplant werden“, betont Kräutler. Besonders vorsichtig sein sollte man, wenn man bereits längere Zeit auf den Skiern oder am Snowboard verbracht hat. Denn die Unfallstatistik zeigt: Zwischen 14:00 und 15:00 Uhr sowie kurz vor der Mittagspause ereignen sich besonders viele Unfälle. Hinzu kommt, dass durch schnellere Lifte und hohe Beförderungskapazitäten Skifahrer inzwischen wesentlich länger auf der Piste unterwegs sind. Die reine Fahrzeit beträgt mittlerweile durchschnittlich 95 Minuten pro Skitag – umso wichtiger ist es, regelmäßig Pausen zu machen. Eine weitere häufige Unfallursache ist die Geschwindigkeit: Rund die Hälfte der Skifahrer erreichen Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 66 Kilometern pro Stunde. „Ungeschützt und ungebremst gegen ein hartes Hindernis (Wand, Baum etc.) entspricht ein Aufprall mit 66 Stundenkilometern ungefähr einem Sturz aus einer Höhe von 17 Metern – das wäre der 5. Stock eines Gebäudes“, schließt Kräutler.

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